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Besuch in Sofia



Jan Jakobi:   @Michael Görick:
Haben Sie ein Foto wo man das Flusspferd besser erkennen kann?
Ist das ein Bulle oder eine Kuh? Hat er oder sie unpigmentierte VorderfĂŒĂŸe (weißfĂŒĂŸig)?

Details siehe Flusspferd-Thread.
(21.02.2016, 13:16)
Oliver Jahn:   Vielen Dank Michael, ich bin im September in Sofia und hoffe, dass nicht noch mehr TierabgĂ€nge oder HĂ€userschließungen bis dahin zu verzeichnen sind. Auf jeden Fall sind deine Bilder mal wieder großartig!!
(16.06.2015, 22:41)
Michael Görick:   Große Greifvogelvoliere
(16.06.2015, 21:19)
Michael Görick:   Flußpferd
(16.06.2015, 21:18)
Michael Görick:   DickhĂ€uterhaus innen
(16.06.2015, 21:16)
Michael Görick:   Ich werde noch einige Bilder einstellen.
Hier die grĂ¶ĂŸte BĂ€renfreianlage besetzt mit GrizzlybĂ€r
(16.06.2015, 21:14)
Jan Jakobi:   Das ist die berĂŒhmte Artaida aus dem Ruhrzoo GE!
Sie mĂŒsste jetzt ca. 55 Jahre alt sein und lebt schon mehrere Jahre dort alleine.
Vom Charakter her ist sie nicht ganz ungefÀhrlich.
Mit den FĂŒĂŸen hatte sie schon im Ruhrzoo Probleme.

Nur noch ein Flusspferd?
Das könnte die Tochter von Specker und Hippa sein.
(11.06.2015, 17:28)
Michael Görick:   Ich war am Sonntag im Zoo von Sofia. Der Garten ist mit Metro und Bus aus dem Zentrum gut zu erreichen. Der Zoo erbaut 1980-84,sieht so aus wie zu seiner Eröffnung. Es scheint nicht eine Neuanlage hinzugekommen zu sein.Das bei Carsten unten genannte Raubtierhaus hinter den AffenhĂ€usern ist nicht mehr belegt. Der Beton der Anlagen ist großflĂ€chig am bröseln. Die Sauberkeit einzelner Tieranlagen ließ zu wĂŒnschen ĂŒbrig.Bei den Yaks lagen die Kothaufen von mindesten4 Tagen auf der Anlage.Die veterinĂ€rmedizinische Betreuung ist auch fraglich. Der vorhandene MĂ€hnenschafbock hatte an beiden Vorderklauen drei Sohlenausbildungen, eine massive EntzĂŒndung und lahmte deutlich.Die Elefantenkuh sah nicht sehr gut aus. Abgesehen davon das sie völlig alleine ist,war auch ihr physischer Zustand nicht gut. Das Tier sah recht eingefallen aus.Auch das Flußpferd und das Breitmaulnashorn leben völlig allein.Die frĂŒher im Zoo vorhandenen Kamele sowie der Gaur sind verstorben. Auf dem Plan waren sie noch eingezeichnet.Die sieben Freianlagen des BĂ€renberges waren jeweils mit Enzeltieren besetzt.Baribal,KragenbĂ€r zweimal BraunbĂ€r und GrizzlybĂ€r und eine StreifenhyĂ€ne.Der Zoo war sehr gut besucht.Interessant fĂŒr mich waren die einheimischen BraunbĂ€ren und am Raubtierhaus eine Anlage mit den auch in Bulgarien heimischen Schakalen.Ansonsten sind die Tierarten noch so vorhanden wie unten bei Carsten beschrieben.
(11.06.2015, 16:20)
Carsten:   Ich hab nur Dias gemacht, meine Schwester hat digital fotografiert, wenn ich die CD habe, kann ich das mal machen...
(15.05.2007, 18:41)
Björn:   Toller Bericht, danke. Kannst Du nicht mal ein paar Fotos online stellen? Z.B. von Elefant, Tiger und Co. ;-)
(15.05.2007, 16:47)
Carsten:   So, nach einer guten Woche Internetabstinenz wieder zurĂŒck mit vielen neuen EindrĂŒcken und einem weißen Fleck weniger auf meiner Flusspferdhalterlandkarte. Da der Zoo Sofia nicht unbedingt um die Ecke liegt, bemĂŒhe ich mich um einen ausfĂŒhrlichen Bericht:

Der Zoo liegt ca. 10 km entfernt vom Stadtzentrum, es fahren einige Buslinien dorthin, was allerdings mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist, da die Zielanzeiger nur in Kyrillisch sind. Wir haben uns direkt ĂŒber das Hotel ein Taxi bestellt (ca. 3 Euro), so war dann auch sichergestellt, dass der Fahrer wusste, wo wir hin möchten. Wir waren zeitig da, eine viertel Stunde vor Zooöffnung, um die Zeit möglichst gut auszunutzen. Damit waren wir dann auch erstmal die einzigen Besucher, insgesamt war der Zoo den ganzen Tag nicht sonderlich voll, obwohl abgesehen von einem halbstĂŒndigen Gewitter am Nachmittag gutes Wetter herrschte.

Der Zoo ist wĂ€hrend der Sommerzeit von 09:00 bis 19:00, im Winter von 09:00 bis 17:00 geöffnet. Der Eintritt betrĂ€gt fĂŒr Erwachsene 2 Lewa, dieses entspricht in etwa einem Euro. Einen ZoofĂŒhrer gibt es nicht, nur ein kyrillischer Faltblatt mit einem Zooplan fĂŒr 0,50 Lewa. Auf dem Zooplan waren Abbildungen der Tiere, so dass man auch als nicht der bulgarischen Sprache MĂ€chtiger damit zurechtkommt. Die Beschilderung der Gehege war auch nur in kyrillischer Sprache, der Name des Tieres war allerdings immer mindestens in englisch oder lateinisch angegeben, die Schilder enthielten auch ein Bild des Tieres und einen Kartenausschnitt des Lebensraumes.

Der Zoo Sofia besteht seit 1888, 1984 erfolgte ein Umzug zum jetzigen Standort, so dass die Gehege alle relativ modern sind, zumindest was die GrĂ¶ĂŸe anbetrifft.

Jetzt aber los. Die viertelstĂŒndige Wartezeit bis zur Öffnung konnte man sich mit einem Blick auf einen Teich vertreiben, auf dem zwei Rosapelikane leben. Nach dem Betreten des Zoos kommt zuerst ein Gehege, welches der Besucher komplett umrunden kann. Hier setzt sich zuerst die WasserflĂ€che von vor dem Eingang fort, dann geht das Gehege in hĂŒgeliges Grasland ĂŒber. Hier leben diverse GĂ€nse, HĂŒhner, Enten und Schildkröten, unter anderem SchwanengĂ€nse, BlĂ€ssgĂ€nse, und PerlhĂŒhner. In einem extra abgezĂ€unten Bereich mit kleinem Stall sind Ponys untergebracht.

Dann folgt eine Voliere, die mir persönlich recht gut gefallen hat. Es handelt sich um eine elipsenartige GrundflĂ€che mit ca 30 Metern LĂ€nge und 10 Metern Breite. Die Voliere war an den Ecken hochgezogen, so dass sie ein interessanter Anblick ergibt. Die Höhe am tiefsten Punkt betrug ca. 8 – 10 Meter, an den Ecken ca. 13 bis 15 Meter. Bespannt ist die Voliere mit Maschendraht. Mittig sind an einer Betonwand u-förmige Betonteile pyramidenförmig aufgestapelt, so dass sich ĂŒberdachte Aufenthaltsmöglichkeit fĂŒr die Vögel ergibt. Der Boden besteht aus Naturmaterial und die Voliere war bepflanzt. Eine Seite der Voliere war mit Steinadlern besetzt, die andere mit Rabengeiern, GĂ€nsegeiern und Schmutzgeiern in Gemeinschaftshaltung.

Dann folgte das Raubtierhaus, welches sicher eins der PrunkstĂŒcke des Zoos ist. Der Begriff Raubtierhaus ist eigentlich nicht ausreichend, denn dort sind auch die Fische und Reptilien des Zoos untergebracht. Gehen wir erst mal außen um das Haus herum. Die meisten Tiere werden in herkömmlichen AußenkĂ€figen gehalten, welche ins Haus integriert sind, Ă€hnlich dem frĂŒheren Duisburger Raubtierhaus. Diese sind recht groß, haben Naturboden und die meisten auch ein Badebecken. Auch Einrichtung wie BaumstĂ€mme etc ist vorhanden. ZusĂ€tzlich gibt es drei angebaute Bereiche aus Maschendraht, die recht ansprechend eingerichtet sind mit KletterĂ€sten etc fĂŒr Amurtiger, NasenbĂ€ren und Goldschakal, das Schakalgehege ist auch bepflanzt. Dann gibt es noch zwei Freisichtanlagen, etwas kleiner als in Köln, aber Besucher und Tiere auf einer Höhe, die eine fĂŒr Amurtiger, die andere fĂŒr afrikanische Löwen. Hier ebenfalls Naturboden, Wassergraben, aber keine Schattenspender. Die Tiere hatten aber die Möglichkeit, sich ins Haus zurĂŒckzuziehen. Gehen wir jetzt mal rein: Das Haus hat innen in etwa die Form eines Ovals, wobei die geraden StĂŒcke in LĂ€ngsrichtung etwas eingezogen sind. In den beiden Halbkreisen an den Enden befindet sich jeweils ein Springbrunnen, der Weg im Haus ist leicht ansteigend. Von der TĂŒr aus nach links gelangt man zuerst zum Aquarienteil, hier sind ca. 20 Becken mit einer Breite von etwa einem Meter in die Außenwand eingelassen, die Wand selber ist mit Marmor verkleidet, mach einen recht edlen Eindruck. Die Fischfreunde mögen mir verzeihen, dass ich die Fischarten nicht abgeschrieben habe. Dann folgen einige RaubtierkĂ€fige, die zu den schon beschriebenen Freianlagen gehören, also von afrikanischem Löwen und Amurtigern bewohnt werden. Dann folgt ein grĂ¶ĂŸeres Aquarium mit Piranhas. Jetzt beginnt der Mittelteil des Hauses, hier sind wieder KĂ€fige, die sich bis in den zweiten Halbkreis ziehen. Untergebracht sind hier Jaguar, Amurleopard, Leopard (einmal Panther) und Pumas. Diese KĂ€fige sind alle mit Liegebrettern an den WĂ€nden und tlw. mit KletterstĂ€mmen und StĂ€mmen zum Spielen ausgestattet. Dann folgt eine von zwei Anlagen mit Kunstfels (hĂ€lt auch hier anscheinend langsam Einzug), in welcher ErdmĂ€nnchen untergebracht sind. Dann beginnt die Reptilienabteilung, welche sich bis zum Ausgang zieht. In Terrarien, etwas grĂ¶ĂŸer als im Wuppertaler Zoo, sind untergebracht: Krokoldilwaran, GrĂŒner Leguan, Bindenwaran, Dumerils Waran, Stirnlappenbasilisk, Kettennatter, Amurnatter Königspython, Gefleckter Python, Abgottschlange, Gelbe Anakonda, Tigerpython (davon 1 x Albino), Kornnattern, Steppenwaran, Vogelspinnen, Kubaboa, Honduras Milchschlange, Dreiecksnattern, Schönnattern, Malayische Scharnierschildkröte, Wasserdosenschildkröte, GrĂŒne Kröte, Tokehs, Westliche Hakennasennatter, StachelmĂ€use, RennmĂ€use, Kaiserskorpione und in einem Terrarium waren Chinchillas untergebracht. Dann kam noch eine ErdmĂ€nnchenanlage (ohne Kunstfels) und ein weiteres grĂ¶ĂŸeres Aquarium. In der Halle gab es dann noch drei fahrbare Vitrinen mit Hausmeerschweinchen und einer Chinesischen Weichschildkröte.

Auf der anderen Seite des um das Raubtierhaus herumfĂŒhrenden Besucherwegs waren vereinzelt noch KĂ€fige aus Maschendraht angeordnet, hier waren unter anderem Haustauben, Fasane, Luchse, PrĂ€riehunde, eurasische Dachse, Hausfrettchen und Nutrias zu bewundern.

Dann folgte eine Reihe von KleinraubtierkĂ€figen, in etwa so wie frĂŒher in Duisburg hinter dem Vogelhaus mit dahinter angeordneten InnenstĂ€llen. Die RĂŒckwĂ€nde waren holzverkleidet, einige KĂ€fige wiesen Naturboden und Bepflanzung auf, andere waren nur gefliest. Alle Tiere hatten die Möglichkeit, sich in die InnenstĂ€lle zurĂŒckzuziehen. Hier sind WaschbĂ€r, Polarfuchs, Fleckenmusang, Rotfuchs, afrikanische Zibetkatze, Stachelschwein (Hystryx cristata), Ginsterkatzen, Kurzkopfgleitbeutler und Bengalkatzen untergebracht. Der letzte KĂ€fig wird von europĂ€ischen Wölfen bewohnt, fĂŒr die sich eine sehr große, bepflanzte Außenanlage anschließt.

Hierauf folgt die Zoogastronomie, welche aus einer improvisierten Bretterbude sowie Biertischen und BĂ€nken besteht, teilweise ĂŒberdacht. Die AushĂ€nge sind nur kyrillisch, so dass es etwas schwierig ist, zu etwas zu kommen, so dass wir uns auf GetrĂ€nke beschrĂ€nkt haben. Auch die sich hier befindlichen Toiletten (die einzigen im Zoo) waren Ă€hnlich abenteuerlich wie das Restaurant.

Nach diesen Abenteuern kommt man zur Vogelabteilung, die aus einem Haus (nicht begehbar) und diversen, daran angebauten AußenkĂ€figen besteht. Hier wurden unter anderem Raben, Pfauen, Aras, Weißstörche, Goldfasane, Uhus, Alexandersittiche, Königsfasane, Swinhoefasan, Waldohreulen, Edwardsfasan, Bartkauz, Gemeinen Fasanen, Habichtskauz, Hornraben, Schleiereule, Truthahngeier, Nördlicher Habicht, Felsensittiche und Wanderfalken gehalten.

Nun folgte die BĂ€renburg, ein riesiger Betonklotz mit ca. 10 Freisichtgehegen, die in etwa doppelt so groß wie die Kölner BĂ€renanlagen sind. Die Gehege hatten nur teilweise kleine Stellen Naturboden, alle hatten gefĂŒllte WassergrĂ€ben und wenig SchattenplĂ€tze, die BĂ€ren hatten die Möglichkeit, sich in die nicht fĂŒr Besucher zugĂ€nglichen Innenanlagen zurĂŒckzuziehen. Es werden asiatische und amerikanische SchwarzbĂ€ren, europĂ€ische BraunbĂ€ren und GrizzlybĂ€ren gehalten. Alle BĂ€ren waren sehr aktiv, aber nicht stereotyp, teils im Wasser, teils spielend mit BaumstĂ€mmen etc. Die AufgĂ€nge ins Innere der BĂ€renburg waren gesperrt. Bei den Grizzlys waren Patenschilder angebracht, die Tiere heißen Rony und Uran.

Dann gab es im Mittelteil des Zoos vier zu umrundende Gehegebereiche, grĂ¶ĂŸtenteils mit GrĂ€ben versehen, aber unverstĂ€ndlicherweise zusĂ€tzlich noch eingezĂ€unt. Die Gehege sind alle ausreichend groß, grĂ¶ĂŸtenteils bepflanzt und mit Stallungen oder UnterstĂ€nden versehen. Hier leben Wildschwein, MĂ€hnenspringer, BenettkĂ€nguruh, Grantzebra, Halsbandpekari (2 mal), Trampeltier, Lama, Oryx, Addax, Gemse, Kafue Litschi, Mufflon, Damwild, Rothirsch, EuropĂ€isches Reh, Hausyak, Watussi, Bison, Mara und Emu.

Hier ist auch die Schmuddelecke des Zoos an einen Stall angebaut, zwei 2 x 2 Meter große KĂ€fige, in einem ein Dachs, der die ganze Zeit gestört rumlief und im anderen KĂ€fig neben den Geiern und bei den Vögeln die einzige Gemeinschaftshaltung mit Hausmeerschweinchen, Hauskaninchen, 1 x Weißgesichtsseidenaffe und 1 x Buschbaby (blind ?).

Dann kam der Hauptgrund der Reise, g, dass DickhĂ€uterhaus. Das Haus ist aus roten Ziegeln oder rot verklinkert und sieht optisch ansprechend aus. Drehen wir zuerst mal eine Runde um das Haus. Zuerst kommen zwei Gehege fĂŒr Breitmaulnashörner, allerdings nur ein Tier namens Chico. Ein Gehege weißt BĂ€ume als Schattenspender auf, in allen folgenden Gehegen sind nur metallene Sonnenschirme aufgestellt. Alle Gehege haben Naturboden, AbsperrgrĂ€ben und Badebecken. Am Nashorngehege war eine Stelle, wie sie in deutschen Zoos wohl nie vorkommen wird, denn die Besucher konnten stellenweise direkt bis an den Absperrgraben ohne Absperrung. Da wird einem ganz anders, wenn man da Kinder rumhampeln sieht.

Dann folgten zwei Anlagen fĂŒr Indische Elefanten. Hier war meine alte Freundin Artaida aus dem Ruhr Zoo untergebracht, leider alleine, da ihre GefĂ€hrtin gestorben ist. Artaida machte keinen guten Eindruck, sie stand die meiste Zeit mit auf dem Boden hĂ€ngendem RĂŒssel am Grabenrand. Die FĂŒĂŸe waren wie frĂŒher stark eingerissen und nicht sehr gepflegt. Als der Pfleger sie ins Haus gerufen hat, ging sie ganz langsam dorthin. Die Unterbringung ist aber besser, als im Ruhrzoo, das Gehege ist viel grĂ¶ĂŸer und im Stall war sie beim Fressen auch deutlich aktiver. Mag sein, dass es ihr ein bissel warm war.

Dann folgte das Flusspferdgehege, welches zu meiner EnttĂ€uschung leer war, die Hippos waren im Haus. Das Gehege der Dickies war recht groß, dass Wasserbecken allerdings nicht sehr groß.

Setzen wir unseren Rundgang im Haus fort, zuerst kamen zwei Elefantengehege, wovon eins mit einer Trennwand zum Besucherbereich abgetrennt war, evtl. fĂŒr einen Bullen. Diese konnte beide Artaida nutzen, von ihrem Bett habe ich nichts gesehen, aber vielleicht war dieses hinter der Trennwand. Dann folgte das Badebecken der Flusspferde, welches auch fĂŒr die Elefanten nutzbar ist, es hat ungefĂ€hr die doppelte GrĂ¶ĂŸe des Beckens im ehemaligen Ruhrzoo. Anschließend folgt der Innenstall der Flusspferde, die gleiche GrĂ¶ĂŸe wie das Badebecken. An der Stirnwand schließen sich die Nashornbereiche an, welche beide von Chico genutzt wurden. Alle Gehege sind mit einem Graben umgegeben, außer am Badebecken und dem Flusspferdgehege auch ein Zaun. GegenĂŒber des Badebeckens liegt die zweite Kunstfelsanlage, vermutlich nachtrĂ€glich eingebaut, hier werden Nilkrokodile gehalten.

Bei den DickhĂ€utern waren zwei Pfleger anwesend, leider war aber eine VerstĂ€ndigung nicht möglich, ich hab mit MĂŒh und Not die Namen der Flusspferde rausbekommen und mir die Tiere zeigen lassen. Es handelt sich um Norman, geboren im Zoo Warszawa, der so freundlich war, dass Becken zu verlassen und sich in voller GrĂ¶ĂŸe zu prĂ€sentieren und Tzura, die Tochter von Kipoko und Hippa, welche aus ZĂŒrich nach Sofia gekommen sind. Sie konnte ich leider nur auf den Stufen des Badebeckens liegend fotografieren. Hippa scheint in 2003 gestorben zu sein.

Jetzt folgten zwei rechteckige AffenhĂ€user, Ă€hnlich dem Duisburger Affenhaus. Im ersten Haus leben Rhesusaffen, GrĂŒne Meerkatzen, Monameerkatzen, Kattas, Bartaffen und Magots.

Im ersten Affenhaus wurden wir dann von einem kurzen Gewitter ĂŒberrascht, zum GlĂŒck nur eine halben Stunde. Durch diese Zwangspause konnten wir nicht mehr ins zweite Affenhaus, da die TierhĂ€user leider schon gegen 17:00 geschlossen wurden. Von außen waren dort zu sehen: Mantelpavian, Drill, Steppenpavian, evtl. innen noch andere Tiere.

Als letztes Haus folgte noch ein Raubtierhaus, welches nur von außen zu besichtigen war. Hier waren ein Amurtiger und ein noch nicht ausgewachsener Löwe untergebracht.

Im Zoo gibt es einige SpielplĂ€tze, zwei FahrgeschĂ€fte fĂŒr kleinere Kinder und diverse Kioske. Leider wird das dort verkaufte Popcorn auch an die Tiere verfĂŒttert (nicht erlaubt), manche Tiere waren darauf sehr fixiert, rascheln mit einer TĂŒte reichte zum Anlocken.

Im Zooplan ist noch eine graue FlÀche, vielleicht ein ErweiterungsgelÀnde.

Im großen und ganzen war der Zoo ok, viel Beton, Ă€hnlich frĂŒher MĂŒnster, aber durchaus nicht so schlimm, wie ich mir osteuropĂ€ische Zoos vorgestellt habe. Einige Standardzootiere fehlen komplett wie Giraffen, Robben und Pinguine, der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Raubtierhaltung. Es lassen sich interessante Fotos machen, da im Hintergrund tlw. das Vitosagebirge liegt, zwar nur 2000 Meter hoch aber stellenweise noch schneebeckt.

Zu beachten ist, dass man fĂŒr die RĂŒckfahrt ggf. ein Taxi vorbestellen sollte, das Rufen vom Zoo aus war etwas schwierig, wir hatten das GlĂŒck, das uns ein freundlicher Bulgare mit in die Stadt genommen hat. Einer der wenigen deutschsprachigen, die wir getroffen haben, mit englisch kommt man aber gut zurecht, außer im Zoo, g


Zwergziegen und Pferdeantilopen werden leider nicht mehr gehalten. Historische GebÀude gibt es leider auch nicht, da der Zoo ja erst seit 1984 an dieser Stelle besteht.

Sofia selber kann mit historischen GebĂ€uden dienen, die vom 6. Jahrhundert bis zur Neuzeit reichen, z. B. diverse Kirchen, Verwaltung und Moschee aus der osmanischen Besatzungszeit, dem KP GebĂ€ude und dem Kulturpalast aus dem Kommunismus und auch einigen Neubauten. Viele GebĂ€ude sind in gutem Zustand, so dass Sofia auch als Stadt sehenswert ist. Manches liegt allerdings auch noch im argen und manches schöne wird durch Neubauten oder die allgegenwĂ€rtigen Klimaanlagen verschandelt. Als Tourist fĂŒhlt man sich dort sicher, auch abends oder abseits der Innenstadt, eine Reise dorthin kann ich empfehlen. WĂ€hrend die Hotels preistechnisch unser Niveau haben, ist ansonsten alles noch billig, gĂŒnstige FlĂŒge gibt es z. B. bei germanwings.

Falls noch Fragen sind, bitte
(15.05.2007, 01:58)
IP66:   Damit sind die von mir berichteten ErzĂ€hlungen wohl historisch ...
(06.05.2007, 20:07)
Carsten:   Der Zoo ist 1984 umgezogen, daß kann ich schon mal beantworten, g...
(04.05.2007, 23:20)
Michael Mettler:   Zumindest muss der Zoo Sofia in den 90ern eine große Tier-Anschaffungsaktion gestartet haben, denn so weit ich weiß, gingen damals einige Sammeltransporte gen SĂŒdosten, und einige hiesige Zoos mĂŒssen die Gelegenheit genutzt haben, Tiere abzugeben, fĂŒr die sie sonst nicht so leicht Abnehmer gefunden hĂ€tten (also z.B. ĂŒberzĂ€hlige MĂ€nnchen - aber ich erinnere auch an die ZĂŒricher Nilpferde...).
(04.05.2007, 09:00)
Carsten:   Über einen Umzug weiß ich nichts, die Website ist leider schon seit Monaten nicht mehr erreichbar, aber ich werde versuchen, was in Erfahrung zu bringen.

Aus persönlichen GrĂŒnden muß ich direkt nach Sofia nach NĂŒrnberg. Falls es sich einrichten lĂ€ĂŸt, kann ich den Tiergarten besuchen, falls da noch Fragen sind, bitte bis morgen stellen...
(03.05.2007, 23:28)
Michael Mettler:   Vielleicht verwechsele ich da was, weil ich Zoos außerhalb meines Streifgebietes nur am Rande verfolge; aber war der Zoo von Sofia nicht in den 90ern in ein neues, sehr weitlĂ€ufiges GelĂ€nde verlegt worden?
(03.05.2007, 20:47)
IP66:   Um diese Scherzabteilung in die Ernsthaftigkeit zu retten: SO viel ich weiß, soll es in Sofia noch eine Menge historischer Zoobauten geben - das hat mir jedenfalls in den 80er Jahren ein Bekannter erzĂ€hlt.
(03.05.2007, 20:17)
Carsten:   Oh sorry, schon wieder zuviel Flußpferde im Kopp...
(01.05.2007, 20:37)
Roswitha Emmert-Schmidt:   Meine Ziege in Sofia heißt nicht Lisa, sondern Rita.
(01.05.2007, 12:21)
Michael Mettler:   Mich wĂŒrde interessieren, ob (noch)Pferdeantilopen vorhanden sind. M.W. gingen mal Jungbullen aus Hannover dorthin, und der Zoo Ă€ußerte damals auch Interesse an KĂŒhen.
(01.05.2007, 09:16)
Sven P. Peter:   Ich melde mich auch fĂŒr den ZoofĂŒhrer an, falls vorhanden in englischer version :)
(30.04.2007, 22:12)
Carsten:   So jetzt hier:

NĂ€chste Woche bin ich in Sofia und werde da hoffentlich auch den Zoo finden.

Falls noch Fragen oder WĂŒnsche sind, bitte Ă€ußern. Bislang haben wir die Grizzlys, Artaida, die Ziege Lisa und ZoofĂŒhrer...
(30.04.2007, 21:18)

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