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Rentiere in Zoos und Gehegen



Martin Dassbach:   @cajun: Welchen Sinn ergibt es noch eine zusĂ€tzliche kleine Junggesellen-Gruppe zu grĂŒnden ?
(23.01.2023, 21:42)
cajun:   Frage nach der Anzahl der Böcke in Wtal durch das FB Posting des Zoo Wuppertal von heute geklĂ€rt. Waldrentierbestand 3,0. MĂŒssten eigentlich noch alles die Moskauer sein.
(20.01.2023, 15:48)
W. Dreier:   Wie gesagt - werde mich nĂ€chsten Dienstag kĂŒmmern. Ansonsten mußte man nach dem Auszug der recht gut gehenden Hausrentiere (der Bock war gut!) dem Publikum an der Stelle was bieten.
Hier 2 Tiere vom Oktober - ohne Zweifel 2 MĂ€nner.
(18.01.2023, 17:19)
cajun:   @W.Dreier: Die ZTL weißt den Bestand im TP Berlin noch mit 1,0 (2021) aus. Davor nur ZugĂ€nge von Böcken (die verstarben). Da ging ich davon aus das dort keine Zuchtgruppe etabliert wird, zumal es eine im Zoo gibt.

@Gudrun: Der Opel Zoo hatte immer max. drei Tiere. Bestand schwankend. Zumindest wenn ich Gelegenheit hatte vor Ort zu sein. ErklÀrt aber immer noch nicht die fehlende Listung in Springe (Karibus). Laut ZTL Abgabe der letzten zwei Tiere an privat und ich finde es sind immer noch freie Waldren- Böcke da. Aus dem Moskau Import ging nur einer nach Bern. Drei blieben in Wtal.
Oder sind die auch dem Ahorn zum Opfer gefallen?
(18.01.2023, 16:39)
Gudrun Bardowicks:   Im Opel-Zoo habe ich am 20.11.22 nur 2 Waldrentierböcke gesehen. Viele freie Bullen scheint es also nicht zu geben.
(18.01.2023, 16:12)
W. Dreier:   @cajun: TP als MĂ€nnergruppe? Sieht mir nicht so aus - allerdings gab es vor 2 Monaten etwas kritische MĂ€nner-HierarchiekĂ€mpfe. Jetzt wĂŒrde ich sagen 1,2
(18.01.2023, 10:59)
cajun:   @Gudrun: Interessant, da die Springer Tiere auch nicht mehr in der ZTL stehen. Zur Zucht mĂŒsste man dann allerdings die allein stehende Kuh aus dem Zoo nach Springe bringen oder umgekehrt. Was ich nicht so ganz nachvollziehe ist das mangelnde Interesse anderer Einrichtungen an Karibus. Ist die Haltung/ ErnĂ€hrung soviel komplexer als bei Haus-/ Waldrentieren?
Was mich auch ĂŒberrascht, ist der angesprochene "Mangel" an Waldrentierböcken. Allein in Deutschland gibt es drei Junggesellenhaltungen in Wuppertal (Importe aus Moskau), TP Berlin und im Opel Zoo....
(18.01.2023, 10:03)
Gudrun Bardowicks:   @cajun: Es gibt in Hannover noch ein etwa 3jĂ€hriges Karibuweibchen (eigene Nachzucht) und zwei Ă€ltere Karibus im Wisentgehege Springe, die dort allerdings nicht mehr ausgeschildert sind. Leider stammen die Springer Karibus ebenfalls von der hannoveraner Zuchtgruppe ab und weitere potentielle Halter und ZĂŒchter sind leider nicht in Sicht. Allerdings ist Hannover bereit, weiterhin mit der letzten Karibukuh zu zĂŒchten, falls weitere Zoos oder Wildparks Interesse an der Karibuzucht haben und man blutsfremde Tiere bekommen kann. Leider sieht es danach aktuell nicht aus. Daher will der Zoo erst einmal auf eine MĂ€nnergruppe und spĂ€ter vielleicht auch Zuchtgruppe des EuropĂ€ischen Waldren umsteigen. Aktuell scheint es aber wohl nicht genĂŒgend Waldrenhirsche zu geben und da man nicht wollte, dass die Karibukuh als Herdentier alleine lebt hat man erst einmal die jungen Hausrentiere ĂŒbernommen.
(16.01.2023, 19:46)
Sacha:   So sehr ich das "tiergĂ€rtnerisch" verstehen kann, dass man schwer zu bekommende nordamerikanische (Unter-)Arten durch eurasische Pendants ersetzt, so sehr schmerzt es mich aus "zoogeografischer" Sicht.
Beim Elch und beim Rentier (abgesehen vom MÀnnchen im Prachtgeweih) geht das ja noch, beim Vielfrass merkt das eh keine Sau, aber beim BraunbÀren ist der Unterschied vom KodiakbÀr zur Nominatform doch sehr deutlich. Und Nordluchse anstelle von Kanada- oder Rotluchsen geht gar nicht.
(16.01.2023, 18:07)
cajun:   Die Umstellung der Rentierhaltung in Hannover hat wohl begonnen. Vor Weihnachten meldete die FB Seite des Zoos den Einzug zweier mĂ€nnlicher Hausrentiere aus Rostock, die dem "Karibuweibchen Doris", nun Gesellschaft leisten. noch sind die beiden Böcke nicht mehr als halberwachsene KĂ€lber, den Fotos nach zu urteilen. Heißt das nur ein Karibu lebt noch? Scheint zumindest so....
(16.01.2023, 14:45)
Simon Kirchberger:   Das ist hier nochmal nachzulesen, es soll wohl eher der Leopard neben einem Baumwipfelpfad werden;) Das ist natĂŒrlich wirklich schön, es klingt schon sehr nach chinesischen oder Amur-Leoparden...

https://tiergarten.nuernberg.de/entdecken/aktuell/detail/news/2021-04-20-tiergarten-baut-einen-waldpfad.html
(20.12.2022, 13:29)
cajun:   @Simon: Asiatische Leoparden unter einem Baumwipfelpfad? Na. sollen die Enrichment durch Hochsprungtraining erhalten? g*
Es freut mich, wenn der TG wieder Leoparden hĂ€lt und dazu noch eine der raren asiatischen Arten, kalt vermutlich, keine Javaner, denke ich. Vielleicht ja wieder die chinesischen Leoparden wie frĂŒher.
Sorry fĂŒr`s off topic....
(20.12.2022, 13:11)
Simon Kirchberger:   @cajun: so wie ich das verstanden habe, soll der Waldpfad in einem bisher ungenutzten Teil entstehen und unter dem Baumwipfelpfad sollen die Rentiere hin. Es soll wohl auch eine Anlage fĂŒr Asiatische Leoparden entstehen, dafĂŒr gab es wohl eine zweckgebundene Spende. Und im bisher genutzten Teil wĂŒsste ich nicht, wo solche Anlagen möglich sind... Ich kann mich aber natĂŒrlich auch tĂ€uschen:)
(20.12.2022, 11:52)
cajun:   Der Tiergarten NĂŒrnberg kĂŒndigt in einer Pressemeldung, zu einem anderen Thema, die Aufnahme der Haltung von Waldrentieren an. Weiß jemand schon wann die ca. eintreffen und wo im Zoo die ihr Gehege haben werden? Das alte Areal der Hausrentiere mĂŒsste in der WasserbĂŒffelanlage aufgegangen sein....
(20.12.2022, 11:08)
Jörn Hegner:   die karibus aus nordamerika sieht man auch nicht so hĂ€ufig in zoos .
(08.11.2022, 17:48)
cajun:   Noch ein Grund mehr, dass Zoos sich um die Haltung von Wildrentieren bemĂŒhen. Krasser PopulationsrĂŒckgang....
"WWF-Experten: Im Gebiet Archangelsk gibt es wegen Wilderei immer weniger der auf der Roten Liste stehenden Wildrentiere
Experten des World Wildlife Fund haben die Ergebnisse der ZĂ€hlung der Anzahl wilder Rentiere im Schilowskij-Reservat im Rajon Krasnoborskij in Pomorje zusammengefasst. Nach Angaben des Pressedienstes der Vertretung des WWF Russland im Gebiet Archangelsk wurde die Untersuchung erstmals mit Kamerafallen und SatellitenhalsbĂ€ndern durchgefĂŒhrt, wodurch genauere Daten zu Anzahl, LebensrĂ€umen und Migrationsrouten der Tiere gewonnen werden konnten.
Die Ergebnisse des Monitorings zeigten, dass die zahlenmĂ€ĂŸige GrĂ¶ĂŸe der Krasnoborsker Gruppierung der Rentiere in den letzten zwei Jahren erheblich zurĂŒckgegangen ist und nicht mehr als 150 Individuen betrĂ€gt. Die Experten stellten zudem einen ungewöhnlich geringen Anteil erwachsener MĂ€nnchen in den Herden fest. Grund dafĂŒr könnte laut Wissenschaftlern der gezielte Abschuss der grĂ¶ĂŸten Tiere durch Wilderer sein.
"Wahrscheinlich wurden die grĂ¶ĂŸten Tiere, hauptsĂ€chlich MĂ€nnchen, selektiv abgeschossen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Gruppierung mindestens 30 erwachsene MĂ€nnchen verloren, ihre Zahl hat sich auf ein Drittel verringert. Dies ist definitiv nicht das Ergebnis des Einflusses von Raubtieren, da ihre Opfer normalerweise kleinere und schwĂ€chere Individuen, Weibchen und KĂ€lber sind", sagte Wiktor Mamontow, Experte des World Wildlife Fund, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Föderalen Forschungszentrum fĂŒr komplexe Arktisstudien der RusslĂ€ndischen Akademie der Wissenschaften.
Das Wildrentier ist in den regionalen Roten Listen in allen Regionen des europĂ€ischen Teils Russlands aufgefĂŒhrt, und eine Reihe von Populationen, einschließlich derjenigen, die im Gebiet Archangelsk leben, sind in der Roten Liste Russlands als seltene Art aufgefĂŒhrt, die am Rande des Aussterbens steht. Die Jagd auf sie ist gesetzlich verboten. Heute leben nicht mehr als 1.300 Individuen in Pomorje, das sind 15 Mal weniger als vor 30 Jahren."
Quelle:https://www.echosevera.ru/2022/10/13/6347d63ceac91261f47fbd73.html
Übersetzung Zoopresseschau
(25.10.2022, 15:51)
cajun:   @Gudrun: danke fĂŒr die Info. Laut ZTL lebt in Frankreich auch kein Karibu mehr. Schade drum...
(09.06.2022, 21:45)
Gudrun Bardowicks:   In Hannover leben nur noch 2 weibliche Waldkaribus, darunter die letzte weibliche Nachzucht, und ein Hausrentierkastrat. Die ĂŒbrigen Karibus sind mittlerweile aus AltersgrĂŒnden oder an Krankheiten verstorben. Man wird vermutlich auch keine neuen Waldkaribus holen, da ein Neuimport sehr zeit- und kostenaufwĂ€ndig ist und in Europas Zoos kein Interesse an Karibus besteht. Man ist die letzten Nachzuchten auch nur mit MĂŒhe losgeworden. Sie gingen soweit ich weiß in einen französischen Wildpark.
Vermutlich wird man auf Hausrentiere umstellen, auch wenn ich dort zukĂŒnftig lieber europĂ€ische Waldrentiere sehen wĂŒrde.
(09.06.2022, 21:07)
cajun:   In Calgary gibt es weiblichen Nachwuchs bei den Waldkaribus. Die Herde lebt derzeit hinter den Kulissen, da ihr Gehege neu gestaltet wird.
Quelle: https://calgary.ctvnews.ca/calgary-zoo-s-woodland-caribou-herd-grows-with-birth-of-female-calf-1.5936351

Wie sieht es eigentlich mit der Karibuzucht in Hannover derzeit aus? Laut ZTL letzte Nachzucht 2015...
(09.06.2022, 13:05)
Rainer Hillenbrand:   Gruppe? Verband? Sind (oder waren) doch bisher nur 2!
Und wohl um keine Nachfragen zu riskieren wird in Augsburg immer nur lapidar von Rentieren gesprochen.
Kennt der Kunde halt. Anstelle von Waldren? HĂ€?
(23.05.2022, 20:23)
cajun:   Nachwuchs in Bayern:

"Der Augsburger Zoo freut sich ĂŒber das Rentierbaby Ronja
Vor knapp einer Woche hat Rentierweibchen Rana im Augsburger Zoo ein Junges zur Welt gebracht. So geht es der kleinen Ronja.

Der Augsburger Zoo freut sich: Die Rentiergruppe wĂ€chst. Vergangene Woche hat Rentierweibchen Rana ihr Junges zur Welt gebracht. Ronja heißt das MĂ€dchen. Mutter Rana kĂŒmmert sich fĂŒrsorglich um ihren ersten Nachwuchs. Und auch die Pfleger des Zoos helfen mit. Ronja trinkt und wird von Tag zu Tag krĂ€ftiger. ErgĂ€nzend zur Muttermilch werde Ronja von den Zoopflegern mit der Flasche gefĂŒttert, berichtet Zookurator Thomas Lipp. Auf diese Weise werde sichergestellt, dass das junge Rentier auf jeden Fall genug Energie bekomme. Bisher sei die Milchaufnahme noch nicht ganz zufriedenstellend, aber man sei zuversichtlich. Das Jungtier sei schon bald ĂŒber den Berg, ist sich Lipp sicher.

Noch sind Kalb und Mutter vom Rentierverband getrennt. Der Vater, das Rentier Kasimir, wartet schon gespannt vor dem Stall und freut sich, wenn Ronja und Rana kommende Woche in das Außengehege dĂŒrfen. Besucher können den Neuzugang im Vorgehege, zu den ĂŒblichen Öffnungszeiten des Augsburger Zoos, besichtigen.
Quelle:https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/augsburg-der-augsburger-zoo-freut-sich-ueber-das-rentierbaby-ronja-id62772911.html
(23.05.2022, 14:06)
cajun:   @Tim: Stehen die kanadischen Biber eigentlich zur Disposition? Die sind doch auch als invasiv gelistet in der EU oder AnwĂ€rter darauf, wenn ich mich richtig erinnere?
(17.05.2022, 11:26)
Tim Sagorski:   Da kann man im Gelsenkirchener Alaska nicht zu viel verlangen, siehe auch Luchse, EuropĂ€ische BraunbĂ€ren und Kamtschatka-BĂ€ren
(17.05.2022, 11:02)
cajun:   @W.Dreier: Genau wie bei den Elchen :-) ja, allerdings hatte die GE- Zuchtgruppe einen Skandinavien Import von Hausrenen. "Frisches Blut" immerhin....
(16.05.2022, 16:39)
W. Dreier:   Na gut, wenn auch "Zoom Alaska" - aber eben nicht mit Stammeltern aus Alaska! Leider!
(16.05.2022, 16:25)
cajun:   Nachwuchs in der Zoom Alaska:

"Gelsenkirchen-Bismarck. Mika, Loui und Paco heißen die jĂŒngsten Sprösslinge von Rentierchef Gandalf im Gelsenkirchener Zoo. Die kleinen Rentiere wurden im April geboren.
Sie sind knuffig, flauschig und wurden zwischen dem 19. und 26. April in der Zoom Erlebniswelt Alaska geboren. Die Gelsenkirchener Herde von Rentierchef Gandalf hat drei NeuzugĂ€nge bekommen: Mika, Loui und Paco heißen die Tierkinder. Alle KĂ€lber sind wohlauf.
Flechten-Futter kommt getrocknet aus Skandinavien nach Gelsenkirchen
Die drei kleinen Böcke ließen sich anhand ihres Fells gut auseinanderhalten, so das Tierpflegerteam. Loui sieht mit seinem braun-grauen Fell eher wie ein „normales“ Rentier aus. Die Fellfarbe von Mika hingegen ist besonders hell, wĂ€hrend Paco eine sehr dunkle FĂ€rbung zeigt.
Insgesamt sind jetzt neun Rentiere auf der Anlage zu sehen. Direkt nach der Geburt werden die Jungtiere von ihren MĂŒttern dazu animiert, aufzustehen und zu laufen. Sollten Feinde kommen, muss die Herde in freier Wildbahn weiterziehen können – dieses natĂŒrliche Verhalten zeigen die Rentiere auch in der Zoom Erlebniswelt.
Molly, Lena und Psycho kĂŒmmern sich gut um den Nachwuchs.
„Die Rentierweibchen Molly, Lena und Psycho sind erfahrene MĂŒtter und kĂŒmmern sich sehr gut um ihren Nachwuchs“, beobachten die Zoo-KrĂ€fte.. Hauptnahrungsmittel fĂŒr die Jungtiere ist Muttermilch, jedoch probieren die kleinen Böcke auch schon Haferflocken und Flechten. Das Flechtenmoos fĂŒrs Futter wĂ€chst ĂŒbrigens in Skandinavien, wird dort getrocknet, verpackt und in die Zoom Erlebniswelt importiert. FĂŒr die Rentierherde sind diese Pflanzen ein besonderer Leckerbissen.
Mitte April bis Ende Mai gibt es bei den Rentieren regelmĂ€ĂŸig Nachwuchs. Weitere Jungtiere werden in der Herde dieses Jahr nicht mehr erwartet. "
Quelle: https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/zoom-gelsenkirchen-die-herde-von-rentierchef-gandalf-waechst-id235362213.html
(16.05.2022, 15:07)
cajun:   Was in den USA und Kanada schon zum dramatischen Absinken der KaribubestĂ€nde fĂŒhrte, wiederholt sich auch im Osten Rußlands.. Ich hoffe das Zoos die Wildformen der Hausrentiere nun stĂ€rker in den Fokus nehmen.
"Massensterben in der Tundra
BestandszĂ€hlung in Russland: Weltweit grĂ¶ĂŸte Rentier-Population hat sich halbiert / Wilderei und Klimawandel bedrohen die Hirschart. Klimawandel und Wilderei setzen den letzten wildlebenden Rentieren immer massiver zu. Die weltweit grĂ¶ĂŸte Rentierpopulation, die russische Taimyr-Riesenherde, umfasste 2014 etwa 417.000 Exemplare. Neueste ZĂ€hlungen, die mittels Flugzeugen vorgenommen wurden, zeigen: Es sind nur noch geschĂ€tzt 250.000 Tiere ĂŒbrig. Die Halbierung innerhalb von fĂŒnf Jahren zeigt eine Beschleunigung des dramatischen AbwĂ€rtstrends. Im Jahr 2000 zĂ€hlte die Riesenherde noch eine Million Tiere. „Wir werden Zeuge eines wahren Rentier-Massakers. Wilderer erlegen die Tiere im großen Stil. Die Nachfrage nach Rentierfleisch ist in den russischen StĂ€dten gewachsen. Zudem gelten die Zungen als Delikatessen. Stellenweise werden auch die Geweihe zu Pulver verarbeitet und als Heilmittel, etwa in China, vermarktet“, berichtet Eva Klebelsberg, Referentin fĂŒr die Russische Arktis beim WWF Deutschland. Erschwerend kommt die Klimakrise hinzu. In der Vergangenheit konnten die Herden auf ihren Wanderungen im arktischen FrĂŒhjahr meist problemlos die zugefrorenen FlĂŒsse ĂŒberqueren. Zur Zeit der Kalbung sind die FlĂŒsse inzwischen aber immer hĂ€ufiger schon getaut und die neugeborenen Jungtiere mĂŒssen mehrere Kilometer Eiswasser durchschwimmen. Dabei sterben viele KĂ€lber. Zudem lauern ausgerechnet bei den FlussĂŒberquerungen Wilderer in Booten. Sie erschießen die Rentiere oder schneiden ihnen bei lebendigem Leib mit MotorsĂ€gen die Geweihe ab. „Nach einer Wilderer-Attacke verenden viele Tiere an ihren Verletzungen. TrĂ€chtige RentierkĂŒhe können in Folge von Stress nach den FlussĂŒberquerungen Fehlgeburten erleiden. Außerdem gibt es immer wieder Beobachtungen, dass Herden ihre KĂ€lber sich selbst ĂŒberlassen. Meist sterben die Jungtiere dann“, so Klebelsberg. Das Klima erwĂ€rmt sich in der Arktis etwa zwei- bis dreimal schneller als im globalen Mittel. Klimatische VerĂ€nderungen, wie etwa mildere Arktis-Winter, sind eine Herausforderung fĂŒr die Rentiere. Diese sind sehr gut an die tiefen Temperaturen der Arktis angepasst, höhere Jahresmitteltemperaturen schwĂ€chen sie hingegen. Laut WWF nehmen die Temperaturanomalien im Winter zu. Immer wieder gibt es Ausreißer ĂŒber null Grad. Durch Regen entsteht dann eine Eiskruste auf der Vegetation, die die Rentiere, anders als etwa eine Schneedecke, bei ihrer Nahrungssuche gar nicht oder nur unter hohem Energieaufwand durchbrechen können. Sie finden weniger Nahrung. Manche verletzen sich bei diesem Versuch an der scharfkantigen Eiskruste. Durch kĂŒrzere Winter nehmen auch blutsaugende Insekten stark zu, die die Tiere sehr beeintrĂ€chtigen können. All dies schmĂ€lert die Überlebenschancen und es kann zu Massensterben kommen. „Jagd auf die Rentiere gibt es schon lange, ohne dass die Population an sich gefĂ€hrdet war. Doch seit einigen Jahren bemerken wir einen massiven Anstieg der Wilderei. In Kombination mit den extremen UmweltverĂ€nderungen durch die Klimakrise kann so eine Population sehr schnell verschwinden“, warnt Klebelsberg. „Umso grĂ¶ĂŸer und stabiler die Rentierpopulation ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Art an die massiven Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Heimat anpassen kann und ĂŒberlebt.“ Neben einem ambitionierten Klimaschutz, der die globale Temperaturerhöhung auf maximal 1,5 Grad beschrĂ€nkt braucht es auch vor Ort mehr Naturschutzmaßnahmen: „Der Klimawandel ist eine extreme Herausforderung fĂŒr die arktischen Arten. Einige davon werden wir wohl verlieren. Wenn aber durch Wilderei und Zerstörung des Lebensraumes zusĂ€tzliche Bedrohungen entstehen und keine RĂŒckzugsgebiete vorhanden sind, ist die gesamte arktische Artenvielfalt in Gefahr.“ Es braucht laut WWF mehr und besser vernetzte Schutzgebiete als RĂŒckzugsorte. Im Fall der Taimyr-Rentiere ist ein an Populationsentwicklungen und Habitat angepasstes Management nötig, Wilderei muss effektiv bekĂ€mpft und die riesigen Wanderrouten gesichert und langfristig erhalten werden"
Quelle: Pressemitteilung des WWF
(22.02.2022, 13:09)
cajun:   Hier werden sich die Zoos stĂ€rker zugunsten der wilden Verwandten engagieren mĂŒssen. Der Weg wird ja bereits in Wuppertal, Kroberg und Berlin beschritten. Man kann nur hoffen, das weitere folgen.

"WWF initiierte ein ĂŒberregionales Programm fĂŒr die Erhaltung des Rentiers
Die Population des auf der Roten Liste eingetragenen Wildrens nimmt ĂŒberall ab. Vom 28. bis 29. Oktober traf sich in Archangelsk auf der Grundlage der Nordischen (Arktischen) Föderalen UniversitĂ€t die Barentssee-Filiale des WWF-Russland mit Spezialisten von wissenschaftlichen Instituten, Umweltorganisationen und besonders geschĂŒtzten Naturgebieten aus den Gebieten Archangelsk und Murmansk, aus dem Autonomen Kreis der Nenzen, den Republiken Komi und Karelien. Das Treffen war dem Schutz der wilden Rentiere im Nordwesten Russlands gewidmet. Wissenschaftlern zufolge lebten in den 70er bis 80er Jahren des 20. Jahrhunderts etwa 40.000 Rentiere im europĂ€ischen Norden Russlands. Jetzt sind es nicht mehr als 10.000 von ihnen. Auf dem Festland-Teil des Gebiets Archangelsk hat sich die Zahl der Rentiere um das Zehnfache verringert: Jetzt gibt es nicht mehr als 1.300 Tiere. "Die Bedrohungen fĂŒr wilde Rentiere unterscheiden sich in den verschiedenen Regionen geringfĂŒgig. So wird die Population im Autonomen Kreis der Nenzen durch Wilderei sehr stark geschĂ€digt: Neben der Jagd auf Rentiere fĂŒr den Eigenbedarf betreiben die Einwohner auch aktiv Wilderei zum Verkauf. Im Gebiet Archangelsk ist es ein weiteres Problem - die aktive Erschließung intakter WĂ€lder – der LebensrĂ€ume der Rentiere", kommentierte Wiktor Mamontow, leitender Forscher am Föderationszentrum fĂŒr Arktisforschung des Uralischen Zweigs der RusslĂ€ndischen Akademie der Wissenschaften. Experten verbinden die Verbreitung der Wilderei mit dem niedrigen Lebensstandard der lokalen Bevölkerung, der Unkenntnis der Gesetze und der Straflosigkeit. So werden laut WWF im Nationalen Kreis der Nenzen mehr als 14 Millionen Hektar von 3 staatlichen Inspektoren "erfasst"."
Quelle: https://www.asi.org.ru/news/2021/10/29/wwf-inicziiroval-mezhregionalnuyu-programmu-po-sohraneniyu-severnogo-olenya/
Übersetzung: Zoopresseschau
(15.11.2021, 14:25)
cajun:   Hier mal was zur "Quelle"der Wuppertaler Rentiere

"Im Moskauer Zoo wurden KĂ€lber bei den Waldrentieren geboren
In der Außenstelle des Moskauer Zoos bei Wolokolamsk brachten zwei WaldrentiermĂŒtter je ein Junges zur Welt. Ein MĂ€nnchen und ein Weibchen. Möglicherweise gelingt es, die jungen Waldrene auszuwildern. Der Moskauer Zoo arbeitet mit dem Naturreservat (Sapowednik) "Kershenez" zusammen. Insgesamt leben im Zentrum fĂŒr die Zucht seltener Tierarten 17 Waldrene in zwei Gruppen."
Quelle:https://www.mos.ru/news/item/91591073/
Übersetzung Zoopresseschau
(22.06.2021, 18:01)
cajun:   Infos zum Import der Rentiere aus Moskau, daneben noch die Nachricht das die "Schwyzer" partizipieren. Wollen wir mal hoffen, dass alles besser lĂ€uft in der ehemaligen Milu Anlage...

Die EuropÀischen Waldrentiere

Es ist nun einige Wochen her, dass die drei EuropÀischen Waldrentierhirsche in ihre neue Anlage gezogen sind und diese komplett nutzen können.

Das EuropĂ€ische Waldrentier ist eine seltene Unterart der Rentiere, und fĂŒr ihre Zoopopulation wird ein EuropĂ€isches Ex-Situ Zuchtprogramm (EEP) in Finnland koordiniert. Denn die mittlerweile in freier Wildbahn seltenen Hirsche kommen nur noch in kleinen Gebieten in Finnland und Russland vor. In Finnland werden mit Hilfe des EEPs im Zoo geborene Waldrentiere in zwei Gebieten wieder ausgewildert.
Die finnische EEP Koordinatorin gab im Jahr 2019 die Empfehlung Tiere aus dem Zoo Moskau zu importieren, insofern dies fĂŒr den Wuppertaler Zoo möglich sei. Der Import von Zootieren aus einem Drittland ist aufwĂ€ndig und streng reglementiert und fĂŒr viele europĂ€ische Institutionen schlichtweg nicht möglich. So muss unter anderem eine fĂŒr den Import von Huftieren zugelassene QuarantĂ€neeinrichtung vorhanden sein, die der GrĂŒne Zoo vorweisen kann.
Den ImportbemĂŒhungen schlossen sich die Kolleginnen und Kollegen des Tierpark Bern, DĂ€hlhölzli + BĂ€renPark dankbar an, bedeutete der Import doch fĂŒr das EEP der Waldrentiere eine genetische Auffrischung der kontinental europĂ€ischen Population und fĂŒr sie weniger BemĂŒhungen, als wenn sie selber importieren wĂŒrden. So wurden vom GrĂŒnen Zoo insgesamt vier mĂ€nnliche Waldrentiere aus Russland importiert.

Nach langer Planung konnten die Rentiere im MĂ€rz endlich am Frankfurter Flughafen in Empfang genommen werden. Nach dem Weitertransport nach Wuppertal und einer 30-tĂ€gigen QuarantĂ€ne mit umfangreichen Untersuchungen war es dann endlich soweit, der eine Hirsch wurde nach Bern transportiert und die drei Hirsche konnten in das Gehege ziehen. Nach einer knappen Woche im Vorgehege und Stall konnten sie die weitlĂ€ufige Außenanlage, deren Zaun zunĂ€chst noch mit einer sogenannten Schattenleine besser fĂŒr die Tiere sichtbar gemacht wurde, erkunden. Nach guten anderthalb Wochen waren die Tiere so sicher auf der gesamten Anlage, dass auch die Schattenleine entfernt werden konnte.
Nun können die Besucherinnen und Besucher gut die Unterschiede zwischen den EuropĂ€ischen Waldrentieren und den Domestizierten Rentieren beobachten. Die Waldrentiere sind hochbeiniger, grĂ¶ĂŸer und haben kein weit ausladendes Geweih, da sie so perfekt an den Lebensraum, die bewaldete Taiga mit hohem Schnee angepasst sind. Ihre breiten Klauen verhindern ein starkes Einsinken in den Schnee. Das Domestizierte Rentier hingegen ist etwas kleiner, kurzbeiniger und hat ein grĂ¶ĂŸeres Geweih, da in der Tundra der Schnee weniger hoch liegt und diese baumlos ist und deshalb das Geweih bei der Fortbewegung nicht stört.
Die Struktur innerhalb der dreiköpfigen MĂ€nnergruppe, auch Bachelorgruppe genannt, können aufmerksame Besucherinnen und Besucher gut beobachten, haben doch alle Tiere unterschiedlich farbige Ohrmarken. So weicht das bisher kleinste und auch rangniedrigste Tier mit der blauen Ohrmarke zwar bei einer Auseinandersetzung ziemlich schnell den grĂ¶ĂŸeren Tieren aus, es ist aber das schnellste, wenn es um das Erkunden neuer Dinge geht. Auch bei den EuropĂ€ischen Waldrentieren ist es wie bei den Afrikanischen Elefanten von Vorteil, wenn die jungen Hirsche zunĂ€chst in eingeschlechtlichen Gruppen das richtige Verhalten untereinander lernen, bevor sie selber Gruppen mit weiblichen Tieren ĂŒbernehmen.
Ob in den kommenden Jahren eine Zuchtgruppe der EuropĂ€ischen Waldrentiere oder weiterhin eine Bachelorgruppe gehalten wird, wird das EEP in Absprache mit dem GrĂŒnen Zoo entscheiden.
Quelle: https://www.wuppertal.de/microsite/zoo/Aktuelles/die-europaeischen-waldrentiere.php
(16.06.2021, 13:00)
cajun:   Tja, "HĂ€user " im eigentlichen Sinne haben beide Gehege. Hausrentiere das alte Haus, Waldrentiere das neue Haus,. Eigentlich hĂ€tte das umgekehrt sein mĂŒssen. Da das Eine, vermutlich, vom Anderen abstammt. Okay, ich hatte schon bessere Ideen... ;-) Gehofft hatte ich, das der Zoo auf die Dublette verzichtet. Wuppertal hat seine Artenvielfalt sehr reduziert seit dem Direktorenwechsel. Nun hat man beide Hirschformen im direkten Vergleich.
(05.05.2021, 21:21)
Michael Mettler:   @cajun: Aber liegt nicht das Gehege der Hausrentiere im Waldbereich des Zoos und im Gehege der Waldrentiere steht ein Haus? ;-)

Wobei die Bezeichnung "Haus"rentier ohnehin bescheuert ist - fĂŒr ein Tier, das von nomadisch lebenden Völkern zum Nutztier gemacht wurde und dort weder Haus noch Stall kannte. Geht mir auch immer so, wenn ich "Hauskamel" bzw. "-trampeltier" lese. In diesem Punkt hat das BemĂŒhen um sachlich korrekte Begriffsfindungen noch nicht gegriffen.
(05.05.2021, 19:31)
cajun:   Das ist eine gute Frage Michael. Na, die Waldrentiere leben im unteren Gehege (Flachland= lange Beine) und die Hausrentiere im oberen Gehege (Bergland= kurze Beine). Das sind die Gegebenheiten vor Ort.. :-) schalkeaus*
(05.05.2021, 18:10)
Michael Mettler:   Auf welche Weise wird denn die Anpassung der beiden Rentierformen (Wildtier-Puristen werden mit den Augen rollen) an unterschiedliche LebensrĂ€ume im Wuppertaler Zoo fĂŒr Besucher erkennbar dargestellt?
(04.05.2021, 23:34)
cajun:   Die offizielle Meldung, dass die Waldrene als Nachnutzer der Milus eingezogen sind. Schön: Man soll vergleichen .... ist das nicht fĂŒr "ĂŒberholt" erklĂ€rt worden? Ironieaus*

Folgen des Klimawandels fĂŒr Zootiere

Viele Besucherinnen und Besucher kennen die weitlĂ€ufige Waldanlage im GrĂŒnen Zoo, die zwischen Löwen und Elefanten liegt und auf der anfangs Milu-Hirsche zu sehen waren. Diese seltenen Hirsche stammen aus Asien und sind hoch bedroht. Ihre Haltung im Wuppertaler Zoo hatte eine lange Tradition und extra fĂŒr sie wurde das neue Gehege angelegt – die alte Anlage war einfach nicht mehr groß genug. Kurz nach dem Umzug fanden WissenschaftlerInnen aus Belgien und Deutschland jedoch heraus, dass Bergahornpflanzen, die auf der Anlage zahlreich wachsen, fĂŒr diese Hirsche giftig sind. Vergiftungen durch Bergahorn waren bisher nur bei Pferden bekannt, und dort sind sie eine zunehmende Problematik. Der Bergahorn ist nĂ€mlich ein Gewinner des Klimawandels – er kann sich an die neuen Wetter- und Wasserbedingungen gut anpassen und wird in ganz Europa insgesamt immer hĂ€ufiger. Nicht die BlĂ€tter des Bergahorns sind gefĂ€hrlich, sondern vor allem dessen Samen, die im Herbst durch ihre spezielle Propellerform vom Wind weit getragen werden können. Auch die jungen BĂ€umchen, die im FrĂŒhling aus dem Boden sprießen, enthalten eine hohe Konzentration an Giftstoffen. Zweimal im Jahr hat diese Erkrankung daher Hochsaison. Eine Befreiung der Milu-Anlage vom Bergahorn war nicht möglich, und selbst ein sorgfĂ€ltig durchdachtes Gefahrenmanagement konnte die Milus nicht gut genug schĂŒtzen. Der Zoo Wuppertal entschied sich daher nach eingehender Beratung mit den WissenschaftlerInnen dazu, die Haltung der Milus in Wuppertal zu beenden, um sie nicht zu gefĂ€hrden.
Waldrentier im GrĂŒnen Zoo Wuppertal

Das war 2019 – in der Zwischenzeit ist viel passiert. EuropĂ€ische Hirscharten kennen Bergahorn seit vielen Tausend Jahren – sie können besser mit den Inhaltsstoffen umgehen. Nach eingehender Recherche und langer Vorbereitungszeit sind deshalb vor wenigen Tagen die ersten finnischen Waldrentiere in den Wuppertaler Zoo eingezogen. Diese seltene Unterart des Rentiers ist in einem europĂ€ischen Waldhabitat optimal aufgehoben und lebt sich gerade zunĂ€chst im StallgebĂ€ude und dem Vorgehege ein. Besucherinnen und Besucher können jetzt die feinen Unterschiede zwischen Wald- und Hausrentieren beobachten und deren Anpassung an verschiedene LebensrĂ€ume nachvollziehen – ein eindrucksvolles Beispiel fĂŒr die WandlungsfĂ€higkeit unserer Tierwelt.
Quelle:https://www.wuppertal.de/microsite/zoo/Aktuelles/hirsch-ist-nicht-gleich-hirsch.php
(04.05.2021, 12:11)
cajun:   Auf der privaten Seite Zoo-Wuppertal. net, wird die Ankunft von Waldrentieren aus Moskau im GrĂŒnen Zoo gemeldet. Die Tiere befinden sich noch in der QuarantĂ€ne. Man darf gespannt sein, ob sich deren Austellung Konsequenzen fĂŒr die weitere Haltung der Hausrene hat. Beide Gehege liegen am gleichen Weg. Theoretisch kann man sie demnĂ€chst gut vergleichen....
(03.04.2021, 17:35)
cajun:   Noch ein lange nicht genutzter Thread aus dem Forumskeller :-) Eigentlich wollte ich nur vermelden, dass der Zoo Dortmund, wie sich bereits abzeichnete, die (Haus-) Rentierhaltung aufgegeben hat. Die frei werdende Anlage soll "langfristig fĂŒr den Ausbau der Giraffenhaltung (Bullenstall und Absperrgehege) genutzt" werden. Nachfolger sind ĂŒbrigens Hausesel... naja... Neugierig wie ich bin, habe ich mir diesen Thread von unten an durchgelesen. Kann ich nur empfehlen! Wie bei den Kudus wurden Rentieren frĂŒher auch NestmĂ€use, Kaninchen und "Teile von Wasserratten" als Futter angeboten. Nun ja, ich hörte bereits, sie sollen durchaus auch Lemminge fressen. Insgesamt ein sehr ausfĂŒhrlicher Verlauf, auch dank der damaligen Recherche von Karsten Vick und dazu die Erkenntnis: Rentierhaltung ist gar nicht so einfach!
(27.01.2021, 18:13)
Andreas Hartung:   Rhein-Main-Gebiet könnte gut hinkommen.
(27.05.2007, 15:48)
Tim Ziesmann:   In dieser Tierarztdoku auf VOX wurde auchmal eine solche Baumschule vorgestellt bzw. der begleitete Tierarzt kĂŒmmerte sich dor (Rhein-Main-Gebiet?) um die Rentiere!
(27.05.2007, 14:45)
Andreas Hartung:   Vor einiger Zeit (muss so zwischen 1999 und 2005 gewesen sein) las ich einen interessanten Zeitungsartikel ĂŒber die Rentierhaltung bei einem Privatmann, an den ich mich leider nur noch bruchstĂŒckhaft erinnere. Es ging darum, dass der in der Hirschhaltung zuvor unbelastete Mann unterwegs auf einer RaststĂ€tte zufĂ€llig auf einen Transporter mit Rentieren traf und mit dessen Fahrer ins GesprĂ€ch kam. Als er erfuhr, dass die Rene aus irgendeinem Grund nicht mehr ihren EmpfĂ€nger erreichen konnten oder durften und somit hĂ€tten geschlachtet werden sollen, erwarb er kurzerhand die Tiere aus Mitleid und richtete ihnen ein Gatter auf seinem GeschĂ€ftsgrundstĂŒck ein (bin mir ziemlich sicher, dass es eine GĂ€rtnerei (Baumschule?) war und auch erwĂ€hnt wurde, dass die Tiere dort schnell zu einem kundenlockenden Publikumsmagneten avancierten). Dann informierte er sich eingehend ĂŒber die AnsprĂŒche der Tiere, mußte feststellen, wie schwierig sich die ErnĂ€hrung gestaltete, meisterte dies aber und konnte eine sehr erfolgreiche Haltung vorweisen.
Besonders interessant erschien mir der Hinweis, dass die Rene das zunĂ€chst verabreichte Leitungswasser wegen irgendeines Inhaltsstoffes (Kupfer?) nicht vertrugen und der Halter deshalb regelmĂ€ĂŸig mit einem Tank zu einer nahegelegenen Quelle/Brunnen fuhr, um unbelastetes Wasser mitzubringen und zu bevorraten.
Dies bringt mich 1. zu der Frage: Sind womöglich Haltungsmißerfolge bei Rentieren (und etlichen weiteren "schwierigen" Tierarten) in Zoos (auch) auf unzulĂ€ngliche TrinkwasserqualitĂ€t zurĂŒckzufĂŒhren? Immerhin schwanken ja die Wasserwerte (HĂ€rtegrad, pH-Wert u.v.a.) von Ort zu Ort (und sogar innerhalb eines Ortes, da die Wasserwerke Wasser verschiedener Gebiete nach aktueller VerfĂŒgbarkeit in unterschiedlichem VerhĂ€ltnis mischen) ganz betrĂ€chtlich. Zwar ist unser Trinkwasser das am strengsten kontrollierte Lebensmittel ĂŒberhaupt - aber sĂ€mtliche Grenzwerte gelten eben nur fĂŒr Menschen.
Wenn ich es mir recht ĂŒberlege, liest man ja in Haltungsberichten jeglicher Landtiere - ob nun Wirbellose, Reptilien oder SĂ€uger - ĂŒber dieses Thema nur seltenst bis nie etwas. Ein vernachlĂ€ssigtes Gebiet...?
Und 2.: Kennt vielleicht irgendein Leser des Forums die besagte GĂ€rtnerei, die ja einen gewissen lokalen Bekanntheitsgrad haben muß, oder hat gar zufĂ€llig denselben Bericht gelesen (weiß nicht mehr, welche Zeitung das war)?
(26.05.2007, 21:57)
IP66:   Interessant ist, daß die Rentierhaltungen mit relativ vielen Jungtieren und notorischem Überbesatz im Gehege im Rheinland tatsĂ€chlich in den beiden schattigen Anlagen zu finden sind - in Wuppertal und in Duisburg. In Wuppertal gibt es um die Anlage nur Buchen, in Duisburg bin ich mir nicht sicher, könnte mir aber vorstellen, daß kein Rentier da zu viele Eicheln frißt, weil einfach nicht genug FrĂŒchte pro Tier hinunterfallen.
(06.05.2007, 19:48)
Michael Mettler:   Ich habe bezĂŒglich der Gemeinschaftshaltung Elch/Rentier die hannoverschen Jahresberichte gewĂ€lzt, die ab 1972 erschienen.

1972 lebte ein dreijĂ€hriger Elchbulle schon seit geraumer Zeit problemlos mit 1,3 Rentieren (einer "gut zĂŒchtenden Gruppe") zusammen. Im selben Jahr kamen 0,2 Elche hinzu, deren Eingewöhnung in die Mischhaltung unerwartet problemlos verlief. Zur Brunftzeit wurden die beiden mĂ€nnlichen Hirsche allerdings getrennt, fĂŒr die RentierkĂŒhe gab es einen Durchschlupf zum Bullen ins Absperrgehege.

Rentiere werden in den hannoverschen ZoofĂŒhrern ab der Ausgabe 1970 erwĂ€hnt, "ein Elch" (obwohl zwei abgebildet sind) ab der Ausgabe 1971.

1982 wurde die Haltung der Rothirsche in der benachbarten Anlage des Hirschreviers beendet, und die Rentiere zogen in das frei gewordene Gehege um. Damit wurde die - je nach Ankunftsdatum des ersten Elches - von ca. 1970/71 bis 1982 wĂ€hrende Gemeinschaftshaltung beider Arten beendet, sie lebten fortan in eigenen Gehegen. Über den Grund fĂŒr die Änderung habe ich nichts gefunden.

Übrigens: Dortmund ist auch noch Halter von Hausrentieren!
(06.05.2007, 10:19)
Karsten Vick:   @Doris: Auch in Rostock hatten sie Verluste durch Azidose, und haben daraufhin Brot aus der Ration gestrichen. In dem von mir unten genannten Artikel wird intensiv auf das geĂ€nderte FĂŒtterungskonzept eingegangen. Wenn dir das was nĂŒtzt, wie gesagt: Jahresbericht 1981.
@Jana: Das Buch liegt noch bei meiner Cousine in Berlin, ich muss es mir mal wieder besorgen. Von all den Tieren, die da als Bewohner des Prager Zoos gezeigt wurden, kam mir dieses Rentier am außergewöhnlichsten vor. Es könnte auch ein Wild- oder Hausren aus der Sowjetunion gewesen sein, aber in der Bildunterschrift steht eindeutig Karibu. Soviel tschechisch hab ich damals auch schon verstanden. Mal sehen, ob wir dem Tier noch auf die Spur kommen.
(05.05.2007, 23:27)
Shensi-Takin:   Von der gĂ€ngigen VerfĂŒtterung des Ca-reichen Löwenzahns an Kaninchen gar nicht erst zu reden.

@Doris Kiefer: Karsten Vick hat die Frage beantwortet-so wie ich auch mit meinen Paracelsus-Querverweis: ein paar Eicheln bzw. Eichellaub dĂŒrften einem gesunden WiederkĂ€uer kaum schaden; doch bei ĂŒbermĂ€ĂŸiger Aufnahme kann das Gallotannin durchaus schon schwerere SchĂ€den anrichten-s.u.

Weißbrot sowie FrĂŒchte kommen als Quellen leichtfermentierbarer KH durchaus als Ursache einer ĂŒbermĂ€ĂŸigen MilchsĂ€urebildung in den VormĂ€gen und damit Folgebild der "akuten Pansenazidose" infrage. Jedoch ist auch die Menge und Art der ZufĂŒhrung entscheidend.
(05.05.2007, 23:07)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass es fĂŒr eine etwas heikle Tierart noch keine einheitliche FĂŒtterungsrichtlinie gibt. Selbst bei einem durch Haustier- und Laborhaltung vermeintlich in- und auswendig bekannten Tier wie dem Kaninchen widersprechen sich schließlich die Angaben je nach Literatur. Mal heißt es z.B., man dĂŒrfe wegen Giftgehaltes auf keinen Fall Koniferen jeglicher Art verfĂŒttern, mal, dass z.B. Fichtenzweige nicht nur gutes Futter sind, sondern ihre Inhaltstoffe auch das Immunsystem stĂ€rken (nicht nur beim Rentier gehen da also die Meinungen extrem auseinander).
(05.05.2007, 20:30)
Jana:   @Karsten Vick Zu dem Karibu-Bild - zwar is da eine Stall und im Hintergrung sind weitere unschÀrfe HÀuser zu sehen, aber ob das in Prag aufgenohmen ist, oder anderswo, weiss ich nicht.
(05.05.2007, 19:46)
Karsten Vick:   @Doris Kiefer: Liest sich alles so, als hĂ€tte jeder Zoo ein anderes Ersatzfutter ausgetestet, es wĂ€re wirklich spannend, die ganzen Systeme auf einen Nenner zu bringen. In Berlin starben die Rentiere nicht von Eichenlaub in normalen Mengen, sondern von massenhaft Eicheln, wenn die da von den BĂ€umen fielen.
(05.05.2007, 19:32)
Doris Kiefer:   Rentierflechten sind die Flechten, die (meist) auch im Blumenschmuck verwendet werden. Und auch zum Basteln bei Eisenbahnen usw.

Die FĂŒtterung von Rentieren in den Zoos und Wildparks ist extrem unterschiedlich und das war einer der AnlĂ€sse, warum ich angefangen habe, mich wissenschaftlich und praktisch mit der Frage auseinanderzusetzen und nun versuche ein Netzwerk von Fachleuten zum Thema zusammenzubringen. (Gleichzeitig gibts aber keine Finanzierungshilfe fĂŒr solche Forschung - bzw. ich habe sie noch nicht gefunden - und deswegen ists nicht so einfach und recht langatmig).

Die FĂŒtterung von WiederkĂ€uern mit Brot und hochenergetischem Futter fĂŒhrt allerdings immer wieder zu Pansenacidose, insofern wĂŒrds mich wundern, wenn Rentiere mit Brot artgerecht ernĂ€hrt wĂŒrden.
Und - Eichenlauf enthÀlt zwar Tanin, dieses ist aber doch auch in Nadelgehölzen zu finden ist - und das wiederum wird von Rentieren in freier Wildbahn stark verbissen - daher wundert es mich, dass es (in normalen Mengen) schaden soll?
(05.05.2007, 15:36)
Mel:   Gute Frage.... Bin nicht oft auf Beerdigungen.

Sind floristen anwesend????
(05.05.2007, 00:23)
Michael Mettler:   Ach, was ich schon immer mal fragen wollte: Ist Rentierflechte eigentlich identisch mit der graugrĂŒnen Flechte, aus der Grabgestecke gemacht werden?
(05.05.2007, 00:16)
Michael Mettler:   Ich vermute mal, dass Zooleute in 30 Jahren Ă€hnliche Bemerkungen ĂŒber die HEUTIGEN FĂŒtterungsmethoden machen werden.... Vielleicht gilt dann Luzerne als Krebs erregend oder sonstwas. (Ist zwar kein Futtermittel, aber vor 30 Jahren galt Asbestzement noch als DAS Baumaterial der Zukunft - man sieht ja, wie sich diese Ansicht geĂ€ndert hat...)
(05.05.2007, 00:12)
Mel:   @MM: Das verfĂŒtttern von Bananen mit Schale" wird nur noch sehr selten angewendet, auch wenn der NĂ€hrgehalt der Schalen meist unterschĂ€tzt wird, gibt es da das Problem der Pestizidbehandlung der bananen. einige dieser Mittel dringen in die oberen Schichten der Schale ein, und können nicht durch "abwaschen" entfernt werden.
(04.05.2007, 23:58)
Michael Mettler:   Da auch die von mir erwĂ€hnte ZoofĂŒhrung schon fast "historisch" ist, habe ich mal nach zwei Ă€lteren BĂŒchern gegriffen, um in Sachen RentierfĂŒtterung nachzuschauen.

In "Gefangene Tiere richtig fĂŒttern" von Krumbiegel (4. Aufl. 1976) fand ich: "Rentiermoos, soweit rationell beschaffbar. Je nach örtlichen VerhĂ€ltnissen Umstellung auf HĂ€ckselfutter, Hirschheu, BrotwĂŒrfel und einiges Wurzelwerk. Auch GrĂŒnfutter mit etwas Rentierflechte durchmischt. Sehr bekömmlich auch Kleintiere (Jungkaninchen, Wasserratten zerlegt, Fleisch in Streifen ins Mischfutter), wenn auch nicht von allen Exemplaren genommen. Kalksalze, möglichst auch ab und zu Baumrinde (Birke, Eiche), Zweige mit Baumflechten, Moospolster." Direkt darunter, einer anderen Quelle entspringend: "Flechten nur als Anteil notwendig, auch langfristig entbehrlich. Stets viel frisches GrĂŒn, Weide, Birke. Gutes Schwarzwaldheu, KnĂ€ckebrot, im Winter gedĂ€mpfte Kartoffeln. An Flechten unterschiedlicher Bedarf und Geschmack (Cladonia, Cetraria)."

So sah also RentierernĂ€hrung vor 30 Jahren aus. Kein Wort ĂŒber die Giftwirkung von Eicheln, aber zerlegte Wasserratten im Futter :-)

Sieben Jahre jĂŒnger ist Puschmanns "Wildtiere in Menschenhand - SĂ€ugetiere", 2. Auflage von 1983. Bei den Rentieren steht dort: "FĂŒtterung Ă€hnlich wie Rehe, aber mehr GemĂŒse und Obst. Als Rauhfutter Luzerneheu bzw. frische Luzerne und Klee, Rentierflechte nicht unbedingt erforderlich. Eventuell 1- bis 2mal wöchentlich pro Tier etwa 0,25 kg gekochtes Fleisch." Ohne nun auch noch den Absatz ĂŒber die Rehe zitieren zu mĂŒssen, sei erwĂ€hnt, dass sich in deren DiĂ€tvorschlag "KnĂ€ckebrot und geröstete WeißbrotwĂŒrfel" (also Toast!) finden und bei den Elchen "Banane mit Schale" angegeben ist. Auch hier ĂŒbrigens kein Hinweis auf die GefĂ€hrdung durch Eicheln, ist das möglicherweise eine relativ neuzeitliche Erkenntnis?

Falls also jemand mal Zoobesucher beim unerlaubten FĂŒttern von Rentieren erwischt: KlĂ€rt die Leute einfach auf, dass diese Tiere artgerechtes Futter brauchen, z.B. Kaninchenbabys - das sollte fĂŒr einen heilsamen Schock ausreichen....
(04.05.2007, 23:51)
Mel:   An die genaue Zusammensetzung bzw. den Anteil sowie die Art des Obstes bzw. der FrĂŒchte, kann ich mich leider nicht mehr genau erinnern. Es ist doch schon ne Weile her. Mir ist jedoch so, wie knapp 5% der Futterration, und das es hauptsĂ€chlich Honigmelone, Birne und eventuell Apfel war. Ich tendiere jedoch mehr zu Birne als zu Apfel. Sorry ist einfach zu lange her.
(04.05.2007, 23:24)
Mel:   Nicht zu verwechseln mit Pedigree Pal seinem geliebten "Vortivil", was sich als Worterfindung identifizierte und sehr schnell wieder von der Verpackung verschwand *fg*
(04.05.2007, 23:19)
Shensi-Takin:   @Mel: Die Frage ist nur: was fĂŒr Obst/FrĂŒchte-und in welcher Konzentration. Gerade bei Nahrungsspezialisten wie dem Rentier ist das Herantasten an die optimale Ersatznahrung immer eine kniffelige Angelegenheit. Wobei-Untersuchungen der RentierfĂŒtterung dĂŒrfte vielleicht die ZĂŒricher Kollegen recht interessieren...;)
(04.05.2007, 23:19)
Mel:   Oder in der Tierfuttermittelindustrie auch gerne verwendet und bezeichnet als TOGS (Trans-Oligi-Saccharid) oder MOS (Multi-Oligo-Saccharid)
(04.05.2007, 23:16)
Mel:   Ich vergass ebenso gĂ€ngig auch in der Human-Lebensmittelindustrie FOS (Fructo-Oligi-Saccharid)
(04.05.2007, 23:13)
Mel:   So fern ich mich nicht irre wurde extra zur senkung der Pansenazidosegefahr, der Obst bzw Fruchtsanteil im futter erhöht. Sprich der Fructoseanteil wurde erhöht um die bakterienvielfalt zu erhalten bzw zu halten.
(04.05.2007, 23:05)
Shensi-Takin:   Was Futterrationen in Zoos angeht, so wird da mitunter recht frei experimentiert. Das Problem: man sieht den Tieren nicht immer an, ob ihnen diese Futterkombi auf lange Sicht gut tut. Umso mehr "freut" sich der Tierpathologe, wenn er bei der Sektion von Zootieren VerĂ€nderungen wie pathologische Organverkalkungen finden kann, die auf eine nicht optimale FĂŒtterung zurĂŒckzufĂŒhren sind. Daher erfreut es mich eher, dass z.B. die ZĂŒricher Uni sich mit diesem Aspekt eingehender beschĂ€ftigt und z.B. so bei der Visacha-FĂŒtterung einiges verbessern konnte-mit durchaus sehr positiven Folgen in Hinblick auf die Tiergesundheit der Nager.
Anders ausgedrĂŒckt: bei derartigen ZoodiĂ€ten fehlt es oft an langandauernden Studien um zu beweisen, dass keine nachtteiligen "LangzeitschĂ€den" durch die FĂŒtterung verursacht werden. Der hohe Zuckergehalt von fĂŒr den menschlichen Verzehr geeigneten Bananen lĂ€sst mich bei WiederkĂ€uern z.B. gleich an die Gefahr der Pansenazidose denken...;)
(04.05.2007, 22:56)
Mel:   So fern ich mich richtig erinner bestand die "Ersatznahrung" fĂŒr rentiere wirklich mal zum grĂ¶ĂŸten Teil aus Bananen und Toastbrot. Was auch logisch zu erklĂ€ren ist. Rentiere verweigern oft Nahrung, die kautechnisch zu "hart" ist. Bananen wurden und werden immer noch dann eingesetzt wenn ein Tier hauptsĂ€chlich halbweiches bis sĂ€miges futter bevorzugt. Und Bananen sind nun mal Ernergie und Vitaminreich und sĂ€ttigend, Toasbrot wurde zugemengt um den Rohfaser und Getreideanteil der Nahrungsportion zu erhöhen. Funktioniert im Prinzip fĂŒhrte und fĂŒhrt aber auf lngesicht zu Diaröh. So fern ich noch auf dem neusten Stand bin wird mittlerweile auch mit Luzerneanteil gearbeite sowie geringe Mengen Obst und Kaarotten, letztere werden jedoch sehr fein gerieben wegen der KauhĂ€rte.
(04.05.2007, 22:16)
Michael Mettler:   Bei meinem ZOOM-Besuch im Herbst konnten sich die Rentiere in die zentrale Gehölzpflanzung und damit in einem gut beschatteten Bereich zurĂŒckziehen - haben sie die Möglichkeit jetzt nicht mehr?

@Shensi-Takin: Wer weiß, mit welcher Formen von Ersatznahrung in vergangenen Jahren experimentiert wurde, da waren Bananen fĂŒr Rentiere/Elche wahrscheinlich noch harmlos... Ich erinnere nur an das legendĂ€re Riesenflughörnchen in Duisburg, das anfangs jegliche hörnchenĂŒbliche Nahrung verweigerte und dann heißhungrig und zur Verwunderung aller das nur zum Scherz vorgehaltene Butterbrot eines Pflegers ergriff und auffraß!
(04.05.2007, 20:50)
Carsten:   Im ZOOM, aktuell von heute gegen 11 Uhr, sieht die Haltung so aus, daß die Rentiere sich im "Hochzeitsgang" und an der Gehegewand zu den Stallungen aufhalten,da das die einzigen Schattenplatz sind. Der Besucher guckt dann in die Röhre, weil er sie entweder nur schlecht oder gar nicht sieht.

Vielleicht hat man einfach das kleinere Übel gewĂ€hlt, indem man das Gehege nicht in den Waldbereich gelegt hat, wo zahlreiche Eichen vorhanden sind?
(04.05.2007, 20:27)
Karsten Vick:   Als in Gelsenkirchen die neue Rentieranlage eröffnet war, wurde der Mangel an Schatten ganz massiv kritisiert. Auch der Zoo Dresden schrieb bei der Aufgabe der Renhaltung im JB, dass die Haltung wegen zu starker Sonneneinstrahlung in all den Jahren problematisch war.
Wie sind nun die Erfahrungen dazu im ZOOM und anderswo?
(04.05.2007, 19:37)
Shensi-Takin:   Eine SekundĂ€rinfektion der SH-Wunde mit Clostridien könnte durchaus den Krankheitsverlauf noch zum Negativen hin beeinflußt haben. Aber wie sagte schon Paracelsus richtig: Die Menge (bzw. Dosis) macht das Gift; allein die Vergiftung durch den (ĂŒbermĂ€ĂŸigen)Verzehr von Eichellaub/Eicheln hat schon manch einen WiederkĂ€uer schneller als geplant in die Tierbeseitigungsanstalt gebracht. Interessant ist in diesen Zusammenhang die Bemerkung mancher Fachautoren, demzufolge manche Tiere, die die Vergiftung ĂŒberlebt haben, fĂŒr gewisse Zeit Futter verweigern, wenn nicht Eicheln beigemischt sind. Eine tödliche "Sucht"?
@MM: Bananen & Toastbrot fĂŒr Elche & Rentiere? Mal lernt nie aus...;)
Was die Rentierhaltung im allgemeinen angeht: ganz so schlimm ist es in dt. Zoos damit nicht (mehr) bestellt. Zu Sterblichkeitsraten bei Rentieren die können in der Wildnis weitaus höher sein. Ein Bekannter von mir, der als Tierarzt ein Rentierprojekt in Skandinavien betreute, erzĂ€hlte mir mal, dass in manch' einer Saison 100% der zu dieser Zeit geborenen Jungtiere nicht ĂŒberlebten-u.a. aufgrund massivsten Befall durch StechmĂŒcken.
(04.05.2007, 16:27)
Michael Mettler:   Von einer ZoofĂŒhrung in Hannover vor -zig Jahren habe ich noch in Erinnerung, dass sich als ZoodiĂ€t u.a. Bananen und Toastbrot (!) bewĂ€hrt hĂ€tten - nur weiß ich leider nicht mehr, ob sich das auf die Rentiere oder die damals noch mit ihnen vergesellschafteten Elche bezog....
(04.05.2007, 16:09)
Karsten Vick:   RĂ€thel erklĂ€rt im BONGO (1999) die Sache so, dass die tannin-geschĂ€digten SchleimhĂ€ute Eintrittspforten fĂŒr Pararauschbrandkeime bildeten. Vor dem II. Weltkrieg bekamen die Berliner Rener noch Rentierflechten aus der Tegeler Heide zu fressen, auf dem jetzt dort (?) befindlichen Flugplatz wollen die wohl nicht mehr gedeihen. Dass es (nach Eingewöhnung) auch ohne Flechten geht, haben schon viele TiergĂ€rten festgestellt.
(04.05.2007, 15:10)
Shensi-Takin:   @MM: Tanninvergiftung ist schon richtig; bei Aufnahme von Eicheln/Eichellaub wird das Gallotannin(=Gerbstoff) im Pansen in Pyrogallol umgewandelt, was in grĂ¶ĂŸerer Menge die Schleimhaut von MĂ€gen & Darm reizt. Die eigentliche Vergiftung kommt durch dabei entstehende Phenol-Verbindungen zustande(?). Im schlimmsten Fall entwickeln die Tiere schweren Durchfall und können-unter deutlichen Schmerzzeichen-nicht wieder aufstehen(das sog. Festliegen). Diese Vergiftung tritt auch beim Hausrind gar nicht so selten auf. Dabei könnte die Freßgier, die manche Tiere beim Verzehr der Eicheln zutage legen, mit ein Grund fĂŒr die Heftigkeit der Vergiftung sein.
@ Karsten Vick: Ich sehe schon, ich werde zum Trendsetter...;)
(04.05.2007, 14:35)
Karsten Vick:   @Jennifer: Gut aufgepasst, ihr seid ja wirklich g'scheite Leut! Also Neubeginn 1999; ich muss unbedingt mal meine Magdeburg-Sammlung auf den neuesten Stand bringen.
@Jana: Ich kann mich dunkel erinnern, dass auf dem Bild HĂ€user im Hintergrund waren??? Kann man daran sehen, ob dieses Foto wirklich aus Prag stammt?
(04.05.2007, 12:35)
Jana:   @Karsten Vick Mehr zu dem Karibu-Bild weiss ich nicht, im Buch ist im Text nicht erwĂ€hnt und ein Karibu taucht auf keinem Zoo-Plan oder Tierbestand-List, der ich bisher sah.
(04.05.2007, 11:33)
Jennifer Weilguni:   Ist Magdeburg wirklich nur Ex-Halter ? Laut einer aktuellen Meldung wurde dort doch jĂŒngst sogar ein Jungtier geboren:

Bei den Rentieren im Magdeburger Zoo gibt es erneut Nachwuchs. Am 24. April sei das Weibchen «Annukka» zur Welt gekommen, sagte Zoosprecherin Regina Jembere am Mittwoch. «Das Rentierjunge wiegt fĂŒnf Kilogramm und tollt schon quietschvergnĂŒgt auf der Außenanlage herum.» Die Eltern «Norge» und «Hakon» kamen 1999 als Jungtiere in den Zoo Magdeburg und brachten bislang schon drei Weibchen und fĂŒnf MĂ€nnchen zur Welt. Wie seine Artgenossen trĂ€gt auch «Annukka» bald ein Geweih. Rentiere sind die einzige Hirschart, bei der MĂ€nnchen und Weibchen ein Geweih tragen. Derzeit leben im Magdeburger Zoo vier Rentiere.

(04.05.2007, 07:56)
Karsten Vick:   Hier die gesammelten Haustiere in Zoos, darin auch die Hausrentiere:
http://108007.homepagemodules.de/
Ex-Halter auch Dresden (bis 95), Schwerin (bis 77), Magdeburg (bis Anfang 80er)...
(03.05.2007, 23:26)
Michael Mettler:   Hat NeumĂŒnster nicht auch noch Hausrentiere? Schade, da nĂŒtzen mir meine nach Zoobesuchen geschriebenen Artenlisten nichts, weil ich darin nur WildsĂ€uger aufliste.... Und wie ist es mit dem Karlsruher Wildpark Oberwald, wo ich noch nie war? Zu den Ex-Haltern gehören auf jeden Fall Hagenbeck, Bremerhaven, Leipzig und MĂŒnster.
(03.05.2007, 23:14)
nurmicheal:   Wenn ich mich recht erinnere, war nach dem Fall der Mauer der Austausch der Renböcke (Sibirien/Skadinavien ?)einer der ersten Maßnahmen in der Zusammenarbeit von Zoo und Tierpark in Berlin.
(03.05.2007, 22:35)
Michael Mettler:   Ah, ist also immer noch notwendig? Anscheinend lĂ€sst sich eben doch nicht alles durch noch so spezielle Pellets ersetzen?
(03.05.2007, 22:29)
Karsten Vick:   @Michael Mettler: Die Rentiere in den DDR-Zoos, so auch die Berliner haben meist sowjetische Vorfahren gehabt, insofern passt der Plankendaeler Bock schon nach Berlin wie auch nach Leipzig, wo er vorher stand. Die Rostocker Renzucht allerdings hat skandinavisch-finnische Vorfahren. Im Jahresbericht 1981 gibt es einen RĂŒckblick auf die Renhaltung, der zeigt, dass auch die Rostocker viel Lehrgeld zahlen mussten. Im Zeitraum von 1958-1974 betrug die durchschnittliche Haltungsdauer nur 2 Jahre; 75-81 nach EinfĂŒhrung eines neuen FĂŒtterungskonzeptes stieg sie auf 6,5 Jahre. Von insgesamt 1958-81 geborenen 16,17,3 KĂ€lbern wurden nur 4,8 aufgezogen. Bis heute hat sich die Gruppe stabilisiert, die ErnĂ€hrung haben sie im Griff. Das Gehege ist schön schattig, teils sogar begehbar, das hab ich allerdings noch nicht erlebt, wahrscheinlich machen sie das nur bei FĂŒhrungen.
@Jana: Dieses Karibu in Prag war mir auch aufgefallen, als ich dieses Buch vor Jahren mal in den HĂ€nden hatte. Weißt du mehr darĂŒber?
(03.05.2007, 22:26)
Carsten:   Im Ruhrzoo gab es auch Probleme mit den Eicheln, da hingen sogar Schilder am Eingang und an den Gehegen, daß bitte keine Eicheln zu verfĂŒttern sind.

Bei einer FĂŒhrung im ZOOM ist die Rentierflechte gezeigt worden, wird importiert und dann verfĂŒttert...
(03.05.2007, 22:21)
Michael Mettler:   @IP66: Danke fĂŒr die Blumen - aber da kann ich beim besten Willen nicht mit Detailkenntnis aufwarten. Ich habe mir auch noch nie die MĂŒhe gemacht, die Renhaltung meines "Heimatzoos" Hannover hinsichtlich Sterblichkeit usw. nachzuverfolgen. Es waren halt immer welche da, sie hatten ziemlich regelmĂ€ĂŸig Nachwuchs - aber ich erinnere mich auch noch gut, dass in Ă€lteren ZoofĂŒhrern (nicht nur in Hannover) darauf hingewiesen wurde, dass Renhaltung in unseren Breiten nicht einfach sei. Damals wurde m.W. noch extra "Rentierflechte" importiert, da die Tiere ohne diesen Futterbestandteil nicht recht gedeihen sollten.

Im Berliner Zoo hatte man laut einer BONGO-Ausgabe Probleme mit der großen Eiche am Gehege - klimatisch zwar positiv wegen der Abschattung gegen Sommerhitze, aber die Rene fraßen besonders gern herabfallende halbreife Eicheln und zogen sich dadurch Tannin-Vergiftungen zu (hoffentlich habe ich den Begriff richtig im Kopf).
(03.05.2007, 20:34)
IP66:   Wuppertal scheint bei den Ren-Haltern noch zu fehlen (in der selben Anlage der Hirschgehege der 70er seit Eröffnung). Noch Ă€lter (Zwischenkriegszeit) die Haltung auf der Anlage im Zoo Berlin, daneben auch im Tierpark. Der Bestand in Gelsenkirchen war vor der Jahrtausendwende auf ein Exemplar zurĂŒckgegangen. Angesichts der vielen Haltungen mit regelmĂ€ĂŸiger Nachzucht frage ich mich, ob es so viele Importe geben mußte und ob nicht mancher Stamm noch auf AltbestĂ€nde zurĂŒckgehen könnte, zumal ich nicht den Eindruck habe, daß die Halter sich mit der Art so große MĂŒhe geben. Das weiß Herr Mettler aber sicher besser.
(03.05.2007, 19:26)
Doris Kiefer:   ganz herzlichen Dank an alle, die mir geantwortet haben!!!!
(03.05.2007, 15:32)
WĂŒrzburger:   NĂŒrnberg hĂ€lt auch Hausrene.
(30.04.2007, 19:28)
WĂŒrzburger:   NĂŒrnberg hĂ€lt auch Hausrene.
(30.04.2007, 19:28)
Jana:   Aktuelle Haltungen in Tsch. - Prag, Olomouc, Chomutov, Brno. Keine von diesen Zuchten ist Ă€lter als 1994, weil als damals olomouc seine Tiere (aus Schweden) bekam, heisste es - die einzige in Tschechien. Aber in Vergangenheit waren sie öffter gehalten, zB Zlin (Ende 50ern), Plzen (70ern?) oder Prag, in eine Buch ĂŒber prager Zoo (Ende 70ern?) habe ich ein Bild von "Karibu" gesehen, dunkleres Tier mit schönen Geweih und deutlichen weissen "Socken".
In Slowakei ist mir keiner Halter bekannt, Kosice hat letzte Jahr Tiere aus Ungarn zu holen geplannt, ob dazu kam, weiss ich nicht.
In Ungarn - Budapest und NyĂ­regyhĂĄza (vielleicht auch weitere).
(30.04.2007, 13:34)
Klaus Schwarz:   Hausrentiere gibt es auch in OsnabrĂŒck und in Basel (Schweiz)und in einem Wildpark bei Oberried (Freiburg) im Schwarzwald.
(30.04.2007, 13:30)
Bongo:   Hausren frĂŒher auch in Frankfurt, Gruppe komplett in den Wildpark Klein-Auheim abgegeben. Artgerechte Haltung von Ren in unserem Klima ( zu warm )extrem schwierig, FĂŒtterung grĂ¶ĂŸtenteils sehr problematisch, Tiere werden oft auf zu hartem Boden gehalten, daher oft Gelenksprobleme.Tiere werden nicht sehr alt, hohe Jungtiersterblichkeit.
(30.04.2007, 12:50)
Michael Mettler:   Vor gut zehn Jahren hörte ich bei einem Besuch des Tierparks Planckendael/B, dass die dortige Zuchtgruppe Hausrentiere angeblich auf Importe aus Sibirien zurĂŒckging. Da die hiesigen RenbestĂ€nde in der Regel auf Skandinavien und somit einen anderen genetischen Pool zurĂŒckgehen dĂŒrften, fand ich das sehr interessant, zumal m.W. ein Zuchthirsch aus Planckendael fĂŒr die Gruppe im Tierpark Berlin eingesetzt wurde.

Der Serengetipark Hodenhagen hĂ€lt seit einem oder zwei Jahren Hausrentiere in einer seiner Safari-Sektionen (also auf Naturboden und mit Baumbestand - zusammen mit Elchen?), darunter - fĂŒr Zoohaltungen sonst eher unĂŒblich - auch gescheckte und weiße Exemplare. M.W. Direktimporte aus Skandinavien, weiß davon aber nur aus einem kurzen TV-Bericht.
(30.04.2007, 12:12)
Niedersachse:   Laut ESB fĂŒr das EuropĂ€ische Waldren, halten folgende Einrichtungen diese Tiere:
ÄhtĂ€ri/Fin
Arnheim/NE
Bern/CH
Boras/SWE
Helsinki/FIN
Hilvarenbeek/NE
Höör/SWE
Hunborstrand/SWE
JÀrsvö/SWE
Mierlo/NED
Oulu University/FIN
Ranua/FIN
Rotterdam/NE
Talinn/EST
Insgesamt 29,35 Tiere
Stand 31.12.2004, Das ESB wird in Helsinki gefĂŒhrt.
(30.04.2007, 11:23)
Doris Kiefer:   Herzlichen Dank fĂŒr alle ersten Antworten! Ich kann leider die Isis-Suche nicht durchfĂŒhren, weil mein Computer einen Javaskript-Error meldet... Freue mich auf alles Weitere...
(30.04.2007, 10:43)
Shensi-Takin:   S.a.:
http://87012.homepagemodules.de/t618f22-Europaeisches-Waldren.html
In den meisten skandinavischen Zoos finden sich v.a. Hausren und z.T. auch Waldren(z.B. Helsinki Zoo, Polar Zoo, Boras uvm.). Hausren in D z.B. auch im Tierpark Friedrichsfelde und in Wildparks wie Lohberg.
Einen groben Überblick ĂŒber mehr oder minder aktuelle Haltungen auch ĂŒber:
http://www.isis.org/CMSHOME
(30.04.2007, 10:26)
Chris:   Im Tiergarten Schönbrunn und im Zoo Salzburg werden derzeit Rentiere gehalten.
(30.04.2007, 09:08)
Carsten:   Dann mach ich mal weiter: In Gelsenkirchen werden auch Rentiere gehalten, gehören zum Anfangsbesatz der ZOOM Erlebniswelt. Im alten Ruhrzoo gab es auch schon Rentiere, weiß aber nicht seit wann...

Zoo Duisburg ist auch aktueller Halter, seit wann weiß ich ebenfalls nicht.

@Michael: MĂŒĂŸte glaub ich in 1972 oder 1973 stehen, habe ich erst kĂŒrzlich gelesen...
(30.04.2007, 09:07)
Michael Mettler:   Dann fange ich mal an: Zoo Hannover (Hausrentiere), ununterbrochene Haltung und regelmĂ€ĂŸige Zucht seit mindestens Anfang der 70er Jahre. Über einige Jahre hinweg Gemeinschaftshaltung mit europĂ€ischen Elchen (das Gehege existiert inzwischen nicht mehr) mit gleichzeitiger Nachzucht bei beiden Arten. Bei Interesse schaue ich gern in die Jahresberichte, wie lange diese Kombination Bestand hatte (danach wurden die Rene in ein eigenes Gehege nebenan umgesiedelt, das ebenfalls nicht mehr besteht). Im heutigen Gehege leben sie seit Mitte/Ende der 90er Jahre.
(30.04.2007, 08:59)
Doris Kiefer:   ich bemĂŒhe mich um eine vollstĂ€ndige Liste der Zoos und Gehege (Schwerpunkt Europa, aber auch andere ok) in Europa, in denen Rentiere gehalten werden oder gehalten wurden. Könnt Ihr mir da weiterhelfen? [es geht um ein Forschungsprojekt zur artgerechten Haltung]. Mails sind auch möglich: info at rangifer . de Freue mich sehr ĂŒber alle Hinweise!
(30.04.2007, 07:58)

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