Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Tierpark Bochum



cajun:   Der Tierpark meldet ĂŒber Facebook das sein bewĂ€hrtes Zuchtpaar Mönchsgeier zur Zeit in der Adlerwarte Berlebeck eingestellt ist. Die Zeit nutzt man in Bochum zur Renovierung der leicht beschĂ€digten Voliere und zur Installation einer Kamera, die zukĂŒnftig das Brutgeschehen ĂŒberwachen soll.
(19.11.2023, 16:12)
cajun:   In Bochum verstarb ein Besucherliebling, das PantherchamĂ€leon "Olivia".
Aber es gab auch NeuzugÀnge bei den Amphibien:
"Neuzugang im Aquarien- und Terrarienhaus
Habt ihr unsere Tropfenkröten schon entdeckt? Die beiden Tiere sind vor wenigen Tagen in ihre Anlage gegenĂŒber den Kaimanen gezogen. Mit ihrer braunen Haut sind sie jedoch gut getarnt, sodass ihr ein gutes Auge und etwas Geduld braucht, um sie zu erspĂ€hen. Harry Potter-Fans dĂŒrfte diese Kröten-Art bekannt vorkommen, denn auch ZauberschĂŒler Neville Longbottom hatte eine Tropfenkröte als Haustier.
Tropfenkröten kommen aus dem Amazonasgebiet in SĂŒdamerika. Mit 18-25 cm KörperlĂ€nge können sie eine stolze GrĂ¶ĂŸe erreichen! Wie ihr auch an der Gestaltung und Bepflanzung der Anlage sehen könnt, sind die Amphibien am Boden des tropischen Regenwalds zuhause. Sie sind eher dĂ€mmerungs- bis nachtaktiv und ernĂ€hren sich vorzugsweise von Insekten."
Quelle:https://www.facebook.com/tierparkbochumgGmbH/?locale=de_DE
(12.10.2023, 09:43)
cajun:   Nach einer Haltungsunterbrechung wegen Renovierung des Geheges sind im TP wieder ZwergseidenĂ€ffwchen zu sehen. 0,5 Tiere reisten aus Köln an und sind mit dem KugelgĂŒrteltier vergesellschaftet worden.
(24.07.2023, 17:30)
cajun:   Gesammelte "Schweinereien" in Bochum ;-)
"Doppelt Schwein gehabt - Zwillingsgeburt bei den Stachelschweinen
In unsere Weißschwanz-Stachelschwein-Familie gibt es gleich doppeltes KinderglĂŒck. Ende April dieses Jahres erblickte ein Zwillingspaar das Licht der Welt. Meist verbringen die beiden Jungtiere Tag und Nacht noch im Innenhaus, geschĂŒtzt bei ihrer Mutter. Doch hin und wieder haben Besuchende des Tierparks bereits das GlĂŒck, sie bei ihren ersten AusflĂŒgen in der Außenanlage zu beobachten. Die rundliche Form und der Name „Stachelschwein“ lĂ€sst einen zwar erst an die Verwandtschaft mit den rosa, rĂŒsseltragenden Nutztieren denken, jedoch handelt es sich bei Stachelschweinen um Nagetiere, Ă€hnlich wie Meerschweinchen und MĂ€use.
Der erste Teil ihres Namens bezieht sich hingegen auf die spezielle, schwarzweiße und stachelige Körperbehaarung der Stachelschweine, mit der die Jungtiere bereits geboren werden – diese hĂ€rten jedoch erst ein paar Tage nach der Geburt aus. Die vergrĂ¶ĂŸerten Stacheln am Hinterleib sind hohl und erzeugen bei ausgewachsenen Tieren ein rasselndes GerĂ€usch, wenn sie zur Abwehr geschĂŒttelt werden.
Unser Zoodirektor Ralf Slabik, freut sich ĂŒber den zahlreichen Nachwuchs bei Stachel- und Kune Kune-Schweinen: „Auch wenn man bei Schweinen gleich an GlĂŒck denkt, ist fĂŒr das Gelingen einer Nachzucht einiges mehr notwendig. Es mĂŒssen viele Faktoren gut zusammenspielen: Neben harmonisierenden Tieren spielen Aspekte wie die Anlagengestaltung, Futterzusammenstellung und Vermeidung von Stressfaktoren eine wichtige Rolle. DarĂŒber hinaus ist es fĂŒr das Wohlbefinden all unserer SchĂŒtzlinge bedeutend, ihnen viele RĂŒckzugsorte innerhalb ihrer Anlage sowie regelmĂ€ĂŸige Verhaltensanreicherungen anzubieten. Daher freuen wir uns besonders ĂŒber diesen zahlreichen Nachwuchs.“
Quelle:https://www.facebook.com/tierparkbochumgGmbH/?locale=de_DE
(19.06.2023, 11:34)
cajun:   NeuzugĂ€nge aus dem Zoo Frankfurt sind nun zu sehen:
"Seit heute könnt ihr bei uns zwei Papua-Weichschildkröten (Carettochelys insculpta) im Aquarium des Schlangenkopffisches und GabelbÀrte entdecken. Die beiden Tiere sind eine Nachzucht aus dem Zoo Frankfurt und befanden sich seit Januar zur Eingewöhnung bei uns hinter den Kulissen.
Die Papua-Weichschildkröte ist eine SĂŒĂŸwasserschildkröte, die vorrangig in den Gegenden von Neuguinea und im Norden von Australien vorkommt. Sie lebt vor allem in grĂ¶ĂŸeren FlĂŒssen oder im Brackwasserbereich von FlussmĂŒndungen. Sie hĂ€lt sich meist am GewĂ€ssergrund auf und kommt nur kurz zum Atmen an die WasseroberflĂ€che. Unterwasser kann sie vermutlich Sauerstoff ĂŒber ihre gut durchblutete Mundhöhle oder durch die AnalsĂ€cke aufnehmen.
Bei der Papua-Weichschildkröte handelt es sich um ein „Kuriosum“, da sie ihren Kopf sowohl wenden als auch in ihren Panzer einziehen kann. Normalerweise gehören Schildkröten entweder zu den sogenannten Halswendern oder zu den Halsbergern. Auch der weitere Körperbau unterscheidet sich sehr zu anderen Schildkrötenarten. Ihr Panzer ist auf der Oberseite mit einer lederartigen, dicken Haut ĂŒberzogen. Einen Hornschild hat sie dagegen nicht. Die flossenartigen Gliedmaßen, mit denen sich die Schildkröte unter Wasser fortbewegt, haben nur zwei freie Krallen. An ihrem Kopf befindet sich ein stumpfer RĂŒssel, der ihr ebenfalls ein ungewöhnliches Aussehen verleiht. Auf ihrem Speiseplan stehen neben Pflanzen und FrĂŒchten vor allem Fische, Weich- und Krebstiere.
Auch ihr Schlupf- und Brutverhalten ist besonders. Die Weibchen verlassen das Wasser nur, um die befruchteten Eier in eine Sandmulde abzulegen. Diese mĂŒssen zeitweise im Wasser liegen, damit ein Schlupf möglich ist.
FĂŒr Zoos und Tierparks, die die Papua-Weichschildkröte beherbergen, ist dies eine Herausforderung. Daher freuen wir uns ganz besonders, dass diese Pfleglinge nun bei uns in der neuen Anlage zu finden sind. Die Umgebung ist so gestaltet, dass sie den Gegebenheiten der Tiere aus der Region der Wallis-Inseln im SĂŒdpazifik entsprechen."
Quelle:https://www.facebook.com/tierparkbochumgGmbH/
(04.05.2023, 15:04)
cajun:   @Tim: so wenig. Oh... dabei hören manche Halter schon mit der Zucht auf oder schrĂ€nken sie ein, weil Platzmangel besteht. Ist die Anlage ggf nicht so gut geeignet oder war die Gruppe einfach ĂŒberaltert? Wobei zwei neue Tiere dann auch nur ein Mini- Neuanfang sind.
(25.04.2023, 17:41)
Tim Sagorski:   @cajun:

Das wurde auch Zeit! Bei meinem letzten Besuch im Februar gab es nur noch drei oder vier Pinguine in der Anlage.
(25.04.2023, 12:02)
cajun:   Der Tierpark meldet den Einzug eines neuen Pinguinpaares aus dem Zoo KoĆĄice. Die beiden Vögel sind noch im Jugendgefieder und sind vor ca. einem Jahr in der Slowakei geschlĂŒpft.
(21.04.2023, 14:12)
cajun:   Die WĂŒrdigung eines langjĂ€hrigen Zoobewohners, zumindest als PrĂ€parat. "Max" und "Nadja" kenne ich noch von frĂŒhen Besuchen der Einrichtung:
"BraunbĂ€r „Max“ – Ein Besucherliebling kehrt zurĂŒck in sein Revier Der Tierpark + Fossilium Bochum enthĂŒllt besondere Überraschung zum 90jĂ€hrigen JubilĂ€um
Im Januar 1976 wurde im Tierpark + Fossilium Bochum ein Jungtier geboren, das in kĂŒrzester Zeit zum Besucherliebling aufstieg und fast drei Jahrzehnte lang in der gesamten Stadt und darĂŒber hinaus bekannt war: BraunbĂ€r "Max"! „Noch heute erinnern wir uns an diese besondere Tierpersönlichkeit und freuen uns sehr, dass wir Max anlĂ€sslich unseres 90. JubilĂ€ums wieder bei uns im Tierpark begrĂŒĂŸen dĂŒrfen“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik. Seit dem 03. MĂ€rz 2023, dem Jahrestag der Tierpark-GrĂŒndung, steht das beeindruckende PrĂ€parat des berĂŒhmten BraunbĂ€ren in der Eingangshalle des Zoos und empfĂ€ngt die Besuchenden. „Die RĂŒckkehr von Max stellt den Auftakt dieses besonderen JubilĂ€umsjahres dar, welches wir mit verschiedenen Sonderaktionen feiern werden“, verspricht Ralf Slabik. Bereits im Monat MĂ€rz können Familien jeden Samstag an einem Aktionstand JubilĂ€ums-Angebote wahrnehmen – etwa im Rahmen einer Rallye auf den geschichtlichen Spuren des Tierparks wandeln oder Fotos mit den Zoo-Maskottchen machen.
Viele Bochumer:innen kennen die Geschichte von BraunbĂ€r „Max“, der – nachdem er nach der Geburt von seiner Mutter abgelehnt wurde – in der Obhut des damaligen Zoodirektors Eduard Stirnberg aufwuchs. Wie es bei Handaufzuchten oft beobachtet werden kann, entstand eine enge Bindung zwischen "Max" und seinem Ziehvater. Als jugendlicher BraunbĂ€r zog er vorĂŒbergehend in den Allwetterzoo MĂŒnster um, wo er sich wieder an das Zusammenleben mit anderen BĂ€ren gewöhnen sollte. ZurĂŒck in Bochum leisteten ihm im Laufe seines Lebens zunĂ€chst Partnerin "Teddy", spĂ€ter GefĂ€hrtin "Nadja" Gesellschaft. Mit "Teddy" bekam "Max" mehrfach erfolgreich Nachwuchs. Am 10.12.2003 starb "Max" im hohen Alter von 27 Jahren.
Um das berĂŒhmte Zootier fĂŒr die Nachwelt zu erhalten und seinen Körper nach seinem Tod einem sinnvollen Zweck zuzufĂŒhren, nahm der Tierpark Kontakt mit dem Walter-Gropius-Berufskolleg in Bochum auf. Hier wurde „Max“ durch die angehenden PrĂ€parationstechnischen Assistent:innen in einer fĂŒr ihn typischen, sitzenden Pose prĂ€pariert. So machte der BraunbĂ€r in den letzten Jahren in verschiedenen musealen Ausstellungen Station – etwa 2017 im Bochumer Stadtarchiv, 2019 im Essener Ruhr Museum oder zuletzt im LVR-Industriemuseum Tuchfabrik MĂŒller. „Jetzt ist Max zurĂŒck in seinem Revier und stellt ein StĂŒck Tierpark-Geschichte dar“, resĂŒmiert Ralf Slabik und fĂ€hrt fort: „FĂŒr uns symbolisiert der BraunbĂ€r in gewissermaßen auch den Wendepunkt zwischen dem Tierpark der Vergangenheit und der Entwicklung zum heutigen Natur- und Umweltbildungszentrum. Die BraunbĂ€renhaltung hatte im Bochumer Tierpark eine lange Tradition. Nach Max‘ Tod entschieden wir uns damals jedoch dazu, die Haltung von Großtieren sukzessive aufzugeben und den Fokus auf kleinere SĂ€ugetierarten zu legen.“ Der positive Zuspruch, den der Tierpark mit seinen heute rund 4.000 Tieren in 300 Arten erfĂ€hrt, ist ungebrochen. Erst im letzten Jahr konnte das Team rund um Zoodirektor Ralf Slabik einen neuen Rekord von 355.000 Besuchenden verzeichnen. Die Kombination aus Zoo und Naturkundemuseum, moderne Lebensraumanlagen, wie die Nordsee- und Asienwelten, sowie erfolgreiche Haltungen und Zuchtprogramme in der Aquaristik und Terraristik machen den heutigen Tierpark aus. Besondere MaßstĂ€be setzt der Zoo vor allem in der Bildungsarbeit. Mit innovativen Vermittlungsangeboten – zu denen allen voran die inklusive Tierpark-App oder auch die interaktive Erlebnisausstellung „Dschungel hautnah“ zĂ€hlen – sowie einem breiten Repertoire an FĂŒhrungs- und Workshop-Programmen fĂŒr Besuchendengruppen jeder Art, betreute die Abteilung der Zoo- und MuseumspĂ€dagogik 2022 rund 25.000 Kinder und Erwachsene. Auch hier konnte ein deutlicher Zuwachs zum bisherigen Allzeithoch von 2019 (23.000) verzeichnet werden. Vor dem Hintergrund dieser schon jetzt zukunftsweisenden Erfolge blickt der Tierpark positiv auf das angebrochene JubilĂ€umsjahr 2023."
Quelle:https://www.tierpark-bochum.de/neuigkeiten/aktuelles/detail/2023-03-braunbaer-max
(06.03.2023, 11:05)
Gudrun Bardowicks:   Ein schöner Zuchterfolg. In Bochum muß ich auch mal wieder vorbeischauen.
(25.02.2023, 22:32)
cajun:   Neue Fröschlein in Bochum:
"Die Ringelboa in unserem Aquarien- und Terrarienhaus hat neue Mitbewohner. Seit kurzer Zeit bewohnen insgesamt fĂŒnf Gold-Baumsteiger gemeinsam mit ihr das Terrarium.
Gold-Baumsteiger sind sehr farbenfrohe, kleine Vertreter der Familie der Baumsteigerfrösche. Ihre FĂ€rbung reicht von schwarz-grĂŒn, gold-braun ĂŒber blau-schwarz bis hin zu komplett gelben Exemplaren. Dabei fungiert ihre auffĂ€llige FĂ€rbung als Warntracht!
Denn in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum können die Frösche ein gefĂ€hrliches Gift ausscheiden. Dieses stammt eigentlich von giftigen tropischen Insekten, die die Frösche verspeisen und deren Gift sie anschließend selbst ĂŒber DrĂŒsen in ihrer Haut absondern. In menschlicher Obhut verliert aber auch der Gold-Baumsteiger seine Giftigkeit, da er andere Futtertiere erhĂ€lt."
Quelle:https://www.facebook.com/tierparkbochumgGmbH/
(16.02.2023, 14:45)
Liz Thieme:   Ich war von dem Besuch in Bochum sehr begeistert, solch einen Zoo habe ich gar nicht erwartet. NatĂŒrlich greift bei mir auch sehr stark der Aquaristik/Terraristik-Bereich. Hier werden gerade ein paar Anlagen neu gemacht. Eine der neueren ist auch ein Australien-Becken (hier waren vorher die Piranhas, die nun bei den Kaimanen sind), der Besatz ist allerdings noch nicht fertig.

Auch die Asienwelt (das Haus) finde ich schön gemacht. Im Grunde ist es ein AufklĂ€rungshaus mit paar Tieren, aber genau die Mischung finde ich gut und va auch die Artenauswahl. Die Außenanlage der Binturongs finde ich allerdings nicht schön, eines der wenigen Dinge in Bochum, die ich nicht so gut fand.
Aufgrund von Corona ist die begehbare Katta-Anlage noch geschlossen.

Ich kann einen Besuch absolut empfehlen. Ich habe 2,5 Std. einmal durch gebraucht und wÀre eigentlich noch mal ins Terra/Aqua-Haus gegangen, wenn ich nicht noch einen Zoo im Anschluss besuchen wollte.
(07.12.2022, 13:24)
cajun:   In Bochum nimmt man den Bildungsauftrag ernst.

"Studierende auf den Spuren von marinen Lebensformen - Meeresbiologische Exkursion im Tierpark + Fossilium Bochum
17.08.2021

FĂŒr gewöhnlich geht es fĂŒr die Kollegen Prof. Dr. Bernd Sures und PD Dr. Christian Feld gemeinsam mit ihren Studierenden der UniversitĂ€t Duisburg-Essen im Rahmen des Seminars zur Meeresbiologie auf eine Exkursion auf die Mittelmeerinsel Giglio. Doch in diesem Semester ist alles anders. Die pandemiebedingten EinschrĂ€nkungen zwangen die Lehrenden des Fachbereichs Aquatische Ökologie zur Umstrukturierung des Lehrplans und so suchten sie nach einer grĂ¶ĂŸtmöglichen marinen Artenvielfalt mitten im Ruhrgebiet. FĂŒndig wurden sie im Tierpark + Fossilium Bochum. Hier leben rund 2.000 Fische sowie ĂŒber 1.000 weitere SĂŒĂŸ- und Meerwasserbewohner, wie Korallen, Seesterne, Seeigel und Mollusken. An zwei Tagen – im Herbst 2020 und im August 2021 – besuchten die Biologiestudierenden den Tierpark, um die dortigen Unterwasserwelten zu erforschen.

In den Meerwasseraquarien des Bochumer Zoos lassen sich das komplexe Zusammenspiel der marinen Bewohner nachvollziehen und unterschiedliche Lebensgemeinschaften entdecken. „Die Exkursion soll den Teilnehmenden eine Übersicht der TierstĂ€mme des Meeres anschaulich vermitteln“, erklĂ€rt Bernd Sures. „Wir sind sehr froh, im Tierpark die Möglichkeit zu haben, die verschiedenen Organismen in naturnahen LebensrĂ€umen beobachten zu können.“ Eine FĂŒhrung vor und hinter die Kulissen des Aquarien- und Terrarienhauses ermöglichte den Studierenden einen Einblick in die tierpflegerische Arbeit des Tierparks sowie in die nötige Technik, die hinter der anspruchsvollen und fachgerechten Haltung steht. Neben BestimmungsĂŒbungen anhand lebender Tiere wurden auch museale Exponate unter die Lupe genommen. „Als Tierpark und Naturkundemuseum verfĂŒgen wir nicht nur ĂŒber unsere bekannte Fossilienausstellung, sondern auch ĂŒber eine sehr umfangreiche Muschel- und Korallensammlung. Diese Exemplare stammen einerseits aus den NachlĂ€ssen einiger dem Tierpark verbundenen Sammler, als auch teilweise aus Beschlagnahmungen des Zolls“, erlĂ€utert die stellvertretende Zoodirektorin Kerstin Schulze.
Im Laufe ihrer Erkundungen erarbeiteten die Studierenden so eine Übersicht der diversen Arten mit ihren jeweiligen biologischen Besonderheiten. Die Ergebnisse wurden abschließend der Gruppe prĂ€sentiert.

Zoodirektor Ralf Slabik begrĂŒĂŸt das Gemeinschaftsprojekt mit der UniversitĂ€t Duisburg-Essen. „Die Zusammenarbeit mit Hochschulen in den Bereichen Bildung und Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Aufgaben als wissenschaftlich gefĂŒhrter Zoo. Mit unserer fachlichen Expertise in der Aquaristik und unserem zoologischen sowie musealen Bestand können wir auch in diesem Fall den Studierenden einen praxisnahen Lernort und einen wirklichen Mehrwert zur universitĂ€ren Lehre bieten.“ Die positive Resonanz aller Beteiligten legt den Grundstein fĂŒr eine Wiederholung der Exkursion in den kommenden Semestern."
Quelle: https://www.tierpark-bochum.de/neuigkeiten/aktuelles/detail/aktuelles/270?cHash=2f1c39a6e61231f2ee8ede127e520a2b
(18.08.2021, 10:17)
cajun:   In Bochum klappt es mit dem Eier legen ;-)

Erfolgreiche Nachzuchten bei bedrohten Vogelarten - Pinguine und Waldrappe im Bochumer Tierpark haben Nachwuchs
Zwei Vogelarten wie sie unterschiedlicher kaum sein können: KrĂ€ftige, an Land tollpatschige Wasservögel gegen hagere, bizarre FlugkĂŒnstler hoch oben in den BĂ€umen. Der Humboldt-Pinguin (Spheniscus humboldti) und der Waldrapp (Geronticus eremita) im Tierpark + Fossilium Bochum haben auf den ersten Blick nicht viel Ähnlichkeit. Doch zwei Gemeinsamkeiten gibt es: Beide Arten gehören zu den am stĂ€rksten bedrohten Vogelarten der Welt und beide Vögel haben wieder einmal - fĂŒr ihre Art so wichtigen - Nachwuchs bekommen. „Eine unserer Kernaufgaben als zoologische Einrichtung ist der Arterhalt. Bei derart bedrohten Vögeln freut uns dieser Zuchterfolg natĂŒrlich besonders“, erklĂ€rt Ralf Slabik, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Tierpark + Fossilium Bochum.

Der kleine Pinguinnachwuchs ist bereits Ende April geschlĂŒpft, doch erst seit ein paar Wochen im Wasser und fĂŒr die Besucher sichtbar. „Junge Pinguine haben ein graues Jugendfederkleid aus dichten Daunen. Wenn sie damit schwimmen gingen, wĂŒrden sie ertrinken, da sich die Federn voll mit Wasser saugen“, erklĂ€rt Revierleiterin Inga Riebel, „doch jetzt ist der Kleine aus der Mauser und schwimmt und taucht schon wie die Großen. Auch das Punktemuster auf der Brust ist schon zu erkennen. Das ist fĂŒr jeden Vogel einzigartig – wie unser Fingerabdruck.“

Die schwarz-weißen FracktrĂ€ger haben in ihrer Heimat, der PazifikkĂŒste SĂŒdamerikas, mit der industriellen Fischerei, dem Abbau von Guano (stickstoffreicher Vogelkot) und der Meeresverschmutzung zu kĂ€mpfen. Auf der Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN werden sie als gefĂ€hrdet eingestuft. Der Tierpark ist Mitglied der Vereinigung „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“. DarĂŒber hinaus beteiligt er sich an dem zooĂŒbergreifenden EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

Nur ein paar Gehege weiter leben die ungewöhnlichen Waldrappe, die zur Familie der Ibisvögel gehören. Sie haben ein schwarzes, grĂŒn-violett-schimmerndes Gefieder und einen kahlen Kopf mit langem, rotem, gekrĂŒmmtem Schnabel. Die zwei Jungtiere sind Anfang Juni geschlĂŒpft. Mittlerweile sind sie schon oben in den BĂ€umen mit ihren Eltern unterwegs. „Die Jungvögel haben noch graue Federn im Gesicht und weisen noch nicht die typischen, langen Nackenfedern auf. So sind sie noch gut von den erwachsenen Tieren zu unterscheiden“, erklĂ€rt Riebel. Waldrappe leben in Kolonien und haben ein interessantes Paarungsritual verrĂ€t die Revierleiterin: „Wenn sich ein Paar gefunden hat, werfen sie ihren Kopf mit aufgestellten Nackenfedern zurĂŒck, prĂ€sentieren ihre individuelle Kopfzeichnung und verbeugen sich dann unter lauten Rufen voreinander.“

Auch mit den Waldrappen beteiligt sich der Tierpark am EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Nachdem im Sommer 2020 der erste Zuchterfolg zu verzeichnen war, legten die Ibisvögel dieses Jahr nach. Inga Riebel ist stolz auf die vorbildlichen Elterntiere: „Bei der Aufzucht haben wir den Elternvögeln – wie auch im letzten Jahr - alle Freiheit gelassen. Die Aufzucht gelang problemlos. Nur im Notfall hĂ€tten wir eingegriffen. Das war ein GlĂŒck nicht nötig.“

Waldrappe waren ursprĂŒnglich in Europa heimisch, wurden aber als Delikatesse gejagt und bereits im 17. Jahrhundert ausgerottet. Dank ĂŒbergreifender Zuchtprogramme der Zoogemeinschaft konnte mittlerweile eine Reservepopulation aufgebaut werden. So konnten einige Vögel erfolgreich ausgewildert werden, welche bereits kleinere Kolonien z.B. in SĂŒddeutschland und Österreich gebildet haben. Aktuell wird die Vogelart von der IUCN als stark gefĂ€hrdet eingestuft.

Die Geschlechter des erfreulichen Bochumer Vogelnachwuchses stehen auch schon fest. Dieses wird bei Vögeln mittels einer DNA-Untersuchung festgestellt. Bei den Pinguinen ist es ein Weibchen, bei den Waldrappen zwei MÀnnchen.
Quelle: https://www.tierpark-bochum.de/neuigkeiten/aktuelles/detail/aktuelles/269?cHash=2e3b65269e59afec887fa5d310031e5b
(16.08.2021, 09:45)
cajun:   Die spinnen, die Bochumer ... :o)
Spinnenforschung im Tierpark + Fossilium Bochum - Zoo kooperiert mit Aachener Forschungsprojekt Bochum
Die gelbgoldenen Netze der Seidenspinne können einen Durchmesser von 1,5 m erreichen. Dabei beeindruckt die Spinnenseide in der Wissenschaft aber vor allem aufgrund ihrer enormen StabilitĂ€t und ElastizitĂ€t sowie der antibakteriellen Wirkung. Im Tierpark + Fossilium Bochum sind die Seidenspinnen durch die afrikanische Art Nephila kenianensis vertreten und Teil eines universitĂ€ren Forschungsprojektsder Uniklinik RWTH Aachen. Das Ziel des Vorhabens ist es, Knochenersatzmaterial auf Spinnenseide zu zĂŒchten. Zu diesem Zweck stockt der Tierpark seinen Bestand an Goldenen Radnetzspinnen deutlich auf. Finanzielle UnterstĂŒtzung wird noch gesucht. „Trotz vieler Fortschritte im medizinischen Bereich sind Behandlungsmöglichkeiten bei Krankheiten, die mit KnochenschĂ€den einhergehen, oft noch unzureichend. HĂ€ufig sind diese durch Eigen- oder Fremdgewebespenden auch nicht kompensierbar. So wird z.B. zur Therapie von umfangreicheren KnochenbrĂŒchen, Osteoporose und Tumoren biologisches Gewebe-Ersatzmaterial benötigt“, erklĂ€rt Anna Bartz vom Institut fĂŒr Pathologie und Helmholtz Institut fĂŒr Biomedizinische Technologien an der Uniklinik RWTH Aachen. Die dort angesiedelte Biointerface Gruppe ist Mitglied im Stammzellennetzwerk NRW und wird von Prof. Dr. Sabine Neuß-Stein geleitet, die unter anderem bereits zu medizinischen Anwendungsmöglichkeiten der Seide des Seidenraupenspinners (Bombyx mori) geforscht hat. Daran soll das aktuelle Forschungsvorhaben von Anna Bartz anknĂŒpfen, bei dem verschiedene Spinnenseiden zum Einsatz kommen, um eine optimale TrĂ€gerstruktur fĂŒr die Geweberekonstruktion zu entwickeln. Diese Spinnenseide Matrix hilft, KnochenvorlĂ€uferzellen zu stabilisieren, die sich dann zu einem Gewebe entwickeln sollen, das implantiert werden kann. Das Besondere an Spinnenseide ist ihre biomedizinische Eigenschaft: Sie ist sehr reißfest, elastisch, hitzestabil und biologisch abbaubar. Ihre antibakterielle Wirkung und gute VertrĂ€glichkeit reduziert Implantatinfektionen.Die Gewinnung der Spinnenseide ist jedoch aufwendig. Zwar handelt es sich dabei um einen natĂŒrlichen Vorgang, wie er auch beim Bau von Spinnennetzen vorkommt, doch sind die fĂŒr das Forschungsvorhaben erforderlichen Mengen an Spinnenseide eine Herausforderung. Aus diesem Grund ist die Promotionsstudentin der Uniklinik RWTH Aachen auf zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung angewiesen, um eine studentische Hilfskraft finanzieren zu können, die an der Gewinnung der Seide mitwirkt. DarĂŒber hinaus soll der Bestand der Seidenspinnen im Tierpark deutlich aufgestockt werden, was ebenfalls mit laufenden Kosten fĂŒr die Haltung und Pflege der Tiere verbunden ist.„Als wissenschaftlich gefĂŒhrte zoologische Einrichtung machen die Kooperationen mit Hochschulen und die Förderung der Wissenschaft einen zentralen Bestandteil unserer Arbeitaus“, erklĂ€rt Zoodirektor Ralf Slabik und fĂ€hrt fort: „Auch fĂŒr die Bildungsarbeit spielen die faszinierenden Spinnen und die damit verbundene Forschungskooperation eine wichtige Rolle. Als Beispiel fĂŒr Bionik – die Verbindung aus Biologie und Technik – lĂ€sst sich anhand der Seidenspinnen aufzeigen, welche Erfindungen der Natur sich die Wissenschaft zum Vorbild nimmt. Gleichzeitig können durch die Auseinandersetzung mit den achtbeinigen Architekten mögliche Vorurteile abgebaut werden.“ Eine wesentliche Grundlage des Forschungsprojekts ist die fachgerechte Haltung der tierischen Protagonisten. Aufgrund der natĂŒrlichen begrenzten Lebenserwartung der Seidenspinnen, gibt es neben dem Schauterrarium auch eine komplexe rĂŒckwĂ€rtige Haltung. Hinter den Kulissen des Aquarien- und Terrarienhauses werden die Seidenspinnen gezĂŒchtet und in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen in sogenannten Flexarien herangezogen. Zur optimalen Entwicklung der Tiere und ihrer Seide mĂŒssen verschiedene Komponenten, wie UV-Licht, eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 25°C und 30 °C, berĂŒcksichtigt werden. Je nach Alter der Spinnen werden sie mit unterschiedlichen Futtermitteln versorgt. WĂ€hrend sich die Jungtiere von BlĂŒtenpollen ernĂ€hren, erhalten die adulten Exemplare lebende Fliegen. Um diese zu fangen zu können, weben die Spinnen ihre Netze besonders fein.
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(13.07.2021, 08:06)
cajun:   Aufzuchtserfolge in Bochum
"Nachwuchs im Tierpark + Fossilium Bochum Jungtiere bei den Keas und PrÀriehunden
Auf das Papageien-Traumpaar im Tierpark + Fossilium Bochum ist Verlass: Auch in diesem Jahr ist bei den Keas wieder ein gesundes KĂŒken geschlĂŒpft. Inzwischen ist der Jungvogel schon fast zwei Monate alt. Zwischen den grauen weichen Daunen blitzen bereits die ersten olivgrĂŒnen Federn hervor, die bald das Jugendfederkleid bilden werden. Seit dem Schlupf wĂ€chst der kleine Papagei in der geschĂŒtzten Bruthöhle im Warmhaus der Keas heran – stets behĂŒtet von seiner Mutter. Mittlerweile ist er jedoch so selbststĂ€ndig, dass er die ersten ErkundungsgĂ€nge innerhalb der verwinkelten Höhle unternimmt. Wie es fĂŒr Nesthocker ĂŒblich ist, wird es voraussichtlich noch einen weiteren Monat dauern, bis der Nestorpapagei das erste Mal sein Nest verlĂ€sst, um gemeinsam mit seinen Eltern die Außenvoliere zu erkunden. Die neuseelĂ€ndischen Keas sind die einzigen alpin lebenden Papageien. In ihrem natĂŒrlichen Verbreitungsgebiet sind sie jedoch selten geworden und werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefĂ€hrdet“ eingestuft. Zum Erhalt der bedrohten Vogelart beteiligt sich der Bochumer Tierpark mit seinem Kea-Paar am EuropĂ€ischen Zuchtbuch (ESB), das vom Zoo Bristol gefĂŒhrt wird. In den letzten Jahren wurden die Bochumer Nachzuchten erfolgreich an zoologische Einrichtungen in ganz Europa weitervermittelt, um neue Zuchtpaare zu bilden. Darunter sind beispielsweise auch Zoos in den Niederlanden, Frankreich und Tschechien. WĂ€hrend der Kea-Nachwuchs fĂŒr Tierparkbesucher:innen noch nicht zu sehen ist, hat man bei den Schwarzschwanz-PrĂ€riehunden mehr GlĂŒck! Hier sind in den letzten Wochen ebenfalls Jungtiere zur Welt gekommen, die inzwischen ihre unterirdischen Bauten verlassen haben und bereits ihre Anlage unsicher machen. „Kurz nach der Geburt sind PrĂ€riehunde noch nackt und blind“, erklĂ€rt Revierleiterin Inga Riebel und fĂ€hrt fort: „Das Fell entwickelt sich erst in der dritten Lebenswoche. Nachdem sie etwa eineinhalb Monate gesĂ€ugt wurden, machen die Kleinen ihre ersten AusflĂŒge.“ Ihre Anlage teilen sich die TunnelgrĂ€ber mit PrĂ€riekĂ€uzen und Buntfalken. PrĂ€riehunde gehören zu den Nagern und sind enge Verwandte der Murmeltiere. In ihrem natĂŒrlichen Verbreitungsgebiet, der nordamerikanischen Steppe, leben sie in großen Kolonien zusammen. Zum Schutz vor Feinden graben sie, wie auch im Tierpark, GĂ€nge und Höhlen, aus denen ein weit verzweigtes Tunnelsystem entsteht."
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(11.06.2021, 15:31)
cajun:   Eine Meldung aus Bochum
Zweifacher Nachwuchs in den „Asienwelten“ - Erfolgreiche Erstnachzucht bei den Schlankloris und Stachelschweinen
03.05.2021

Nicht mal ein Jahr liegt die Eröffnung der „Asienwelten“ im Tierpark + Fossilium Bochum zurĂŒck. Doch die Bewohner der neuen Lebensraumanlage haben sich schnell eingewöhnt. Einige Paare, darunter die Grauen Schlankloris (Loris lydekkerianus) und Weißschwanz-Stachelschweine (Hystrix indica), wurden im Tierpark erstmalig zusammengefĂŒhrt. Mit Erfolg: Bereits vor einigen Monaten erblickte der erste Nachwuchs in den „Asienwelten“ das Licht der Welt. Das Jungtier der Schlankloris ist bereits ĂŒber ein halbes Jahr alt und hat mittlerweile den RĂŒcken der Elterntiere verlassen, um selbststĂ€ndige AusflĂŒge zu unternehmen. Das im April geborene kleine Stachelschwein zeigt sich hingegen noch sehr zurĂŒckhaltend und wird besonders von der Mutter vor neugierigen Blicken beschĂŒtzt.

„Die gelungene Erstnachzucht bei gleich zwei neuen Tierarten ist fĂŒr uns ein zukunftsweisendes Zeichen. Es ist nicht nur - besonders im Fall der Schlankloris - ein wichtiger Beitrag fĂŒr den Artenschutz, sondern auch ein positives Feedback fĂŒr unsere zoologische Arbeit“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik stolz. „Die erfolgreiche Zusammenstellung neuer Zuchtpaare ist aus tiergĂ€rtnerischer Sicht durchaus anspruchsvoll. Neben harmonisierenden Tieren spielen auch Faktoren wie die Anlagengestaltung, speziell auf die BedĂŒrfnisse ausgerichtetes Futter und die Vermeidung von Stress fĂŒr die Fortpflanzung und Jungtieraufzucht eine wichtige Rolle. Gerade bei den nachtaktiven Schlankloris war es wichtig, den Tag- und Nachtrhythmus der Tiere strikt einzuhalten. DarĂŒber hinaus ist es fĂŒr das Wohlbefinden all unserer SchĂŒtzlinge bedeutend, ihnen viele RĂŒckzugsorte innerhalb ihrer Anlage sowie regelmĂ€ĂŸige Verhaltensanreicherungen anzubieten“, fĂŒhrt Ralf Slabik weiter aus.

Die kleine Familie der Schlankloris ist im Nachttierhaus der „Asienwelten“ untergebracht. Aufgrund der behördlichen Corona-Schutzmaßnahmen ist dieser Bereich fĂŒr Besucher:innen derzeit leider nicht zugĂ€nglich. Die nachtaktiven Tiere gehören zu den Primaten und können sich dank ihrer großen, runden Augen hervorragend in der Dunkelheit orientieren. Ihre namensgebenden schlanken Gliedmaßen und ihre flexible WirbelsĂ€ule machen sie zu ausgezeichneten Kletterern. Jungtiere wiegen nach der Geburt gerade einmal 10-20 Gramm – so wenig wie etwa ein Esslöffel Butter. Die ersten Monate wird der Nachwuchs ĂŒberwiegend als „Tragling“ zunĂ€chst am Bauch, spĂ€ter auf dem RĂŒcken getragen und gesĂ€ugt. Nach rund 70 Tagen nehmen die Primaten die erste feste Kost zu sich.

Der stachelige Nachwuchs der beiden Weißschwanz-Stachelschweine ist ungefĂ€hr 90 Tage im Bauch des Weibchens herangewachsen, bis es im geschĂŒtzten Warmhaus zur Welt gebracht wurde. Die ersten Lebenstage verbrachte das Jungtier ĂŒberwiegend mit Schlafen und Trinken und war fĂŒr Tierparkbesucher:innen noch nicht zu sehen. Inzwischen wagt es sich aber auch auf kurze Erkundungstouren auf die Außenanlage, wo die Eltern ihm das „Rasseln“ beibringen. Revierleiterin Inga Riebel erklĂ€rt: „Die namensgebende besondere, schwarzweiße Körperbehaarung der Stachelschweine ist auch schon bei dem jĂŒngsten Familienmitglied zu sehen. Die vergĂ¶ĂŸerten Stacheln am Hinterleib sind hohl und erzeugen bei ausgewachsenen Tieren ein rasselndes GerĂ€usch, wenn sie zur Abwehr geschĂŒttelt werden. Bei dem kleinen Neuzugang sind die Stacheln jedoch noch nicht krĂ€ftig und lang genug, sodass beim SchĂŒtteln noch kein hörbares GerĂ€usch entstehen.
Quelle:https://www.tierpark-bochum.de/neuigkeiten/aktuelles/detail/aktuelles/251?cHash=9e9b5d57b2e674e86728141273caf337

(04.05.2021, 12:07)
Adrian Langer:   Zum Schluss Mertens Wasserwaran.
(22.07.2020, 17:14)
Adrian Langer:   Besagter Palmendieb zwischen der Heizung.
(22.07.2020, 17:11)
Adrian Langer:   Besagter Kaninchenkauz
(22.07.2020, 17:10)
Adrian Langer:   Buntwaran
(22.07.2020, 17:09)
Adrian Langer:   Heute war ich erstmals in Bochum. Ich war ĂŒberrascht, dass ich eine sehr gepflegte Einrichtung mit sehr vielen neuen Gehegen vorgefunden habe. Daher braucht sich der Tierpark trotz geringer GrĂ¶ĂŸe nicht hinter den Großen der Region zu verstecken. Im Tierbestand befinden sich auch enige Highlights. So waren (glaube ich) KaninchenkĂ€uze im Bestand. Zum anderen gab es auch wieder Neusichtungen fĂŒr mich. Darunter waren Buntwaran, Okinawa-Schwertschwanzmolch und der Palmendieb (wenn auch nur klemmend hinter der Heizung).

Anbei: Okinawa-Schwertschwanzmolch
(22.07.2020, 17:08)
Oliver Muller:   @Michael Mettler: Super, vielen Dank!
(28.12.2017, 22:06)
Michael Mettler:   Da ich ohnehin schon am Regal war, hier auch noch das Stadium davor: Parkplan aus einem TierparkfĂŒhrer von ca. 1974.

Zu beiden PlÀnen wÀre noch zu sagen, dass das GelÀnde im Vergleich zum aktuellen Plan auf der Homepage um 180 Grad gedreht dargestellt wird.
(28.12.2017, 17:56)
Michael Mettler:   @Oliver MĂŒller: Hier der gewĂŒnschte Plan, stammt aus dem TierparkfĂŒhrer von 1980 und ist dort noch als Zielprojektion beschriftet. Ich war im Mai 1986 erstmals in Bochum. Zwar erinnere ich mich nicht genau an die damaligen Gegebenheiten und bringe die Erinnerungen womöglich mit spĂ€teren, allerdings sehr sporadischen Besuchen durcheinander, aber im Großen und Ganzen mĂŒsste der Plan so umgesetzt worden sein.

Der Hof hinter den Katzenanlagen am damals noch den Park teilenden Weg ist m.E. spĂ€ter zu einem oder zwei großen (nach damaligen MaßstĂ€ben) Außengehegen fĂŒr die Großkatzen umgebaut worden.
(28.12.2017, 17:53)
Oliver Muller:   @Manuel Becker: Schöne Vision! Allerdings ist der Tierpark Bochum m.E. ein typisches Beispiel fĂŒr das Downgrading eines kleinen Zoos zu einem belanglosen Tierpark, Ă€hnlich wie Kaiserslautern, Hamm angekĂŒndigt und vermutlich demnĂ€chst auch Hoyerswerda und vielleicht sogar Chemnitz. Ich kann nur hoffen, dass sich die Zeiten irgendwann Ă€ndern und kan erkennt, dass auch in kleineren oder Ă€rmeren StĂ€dten Zoos und Tierparks wichtig sind als Fenster zur Natur.
(27.12.2017, 18:32)
Oliver Muller:   @Michael Mettler: WĂ€re es möglich, den alten Plan hier mal einzustellen?
(21.12.2017, 22:14)
Manuel Becker:   Ich war diese Woche auch nach seeeeeeehr langer Zeit nochmal in Bochum und hĂ€tte den Tierpark ebenfalls kaum wiedererkannt. Zu meinen EindrĂŒcken:

Den Eintritt finde ich fĂŒr das Gebotene im Vergleich zur Konkurrenz in der nĂ€heren Umgebung schon recht mutig, denn große Highlights hat Bochum leider nicht zu bieten. Die "neue Parkmitte" gefĂ€llt mir persönlich ausgesprochen gut. Der einfache und einigermaßen zeitlose Stil passt sehr gut in den urigen Park und zu den restlichen GebĂ€uden. So schön wie die Außengehege ausschauen, so trist sind leider sĂ€mtliche Innenbereiche! Hier fehlen bei den neuen Anlagen m.E. Verkleidungen mit Baumrinden, Pflanzen, Steinen oder meinetwegen auch Malereien. So sehen die Innenbereiche jedenfalls alle aus wie Krankenhaus... Und warum lĂ€sst man die ONB nicht durch das Katta-Gehege laufen? Schade um diesen Pluspunkt gegenĂŒber konkurrierenden Freizeitmöglichkeiten...

Absolut wundervoll ist wie bereits vermerkt wurde das Aquarium - ich fand es frĂŒher schon ganz nett, mittlerweile zeigt sich erst, wie einmalig und zeitlos die Holz-Backstein-Kombination ausschaut. Dazu kommt ein nicht unspannender Besatz. Dennoch könnte auch hier an der ein oder anderen Stelle etwas nachgebessert bzw. kurzrenoviert werden, denke ich.

Der Ă€ltere Teil zwischen den neu errichteten Gehegen und den Nordseewelten bietet m. E. n. ausreichend Platz und Möglichkeiten, mit ein oder zwei spannenden Vergesellschaftungen o. Ä. Highlight-Anlagen samt passenden "Zug-Tieren" (vielleicht eine Großkatzenart, ein oder zwei "mittelgroße" Huftiere oder was Vergleichbares) kĂŒnftig zoologisch und besuchernah Furore zu machen...?

Trotz einiger Abstriche war es bei traumhaftem Wetter ein wunderschöner Zoobesuch - wobei mal selbst im langsamsten Schlendergang und viel Beobachtung in zwei Stunden durch ist ;-)
(01.10.2015, 04:50)
Michael Mettler:   @Hannes: Der Zoo am Meer in Bremerhaven war frĂŒher nur halb so groß wie der Bochumer Tierpark und hatte Tiger und drei (!) Arten GroßbĂ€ren - bei Verzicht auf großzĂŒgige GehegeflĂ€chen ging sowas ;-)

Da ich die Lage der Gehege in Bochum wegen der sporadischen Besuche nie verinnerlicht hatte, habe ich mal den Plan von meinem letzten Besuch mit einem aus den 80er Jahren verglichen, als ich das erste Mal in Bochum war. Die BĂ€renanlagen befanden sich auf der FlĂ€che, auf der jetzt das EingangsgebĂ€ude und ein Teil des VerwaltungsgebĂ€udes stehen. Ich erinnere mich an eine Doppelanlage in Ă€hnlicher Form wie in Halle, allerdings nicht mit Naturstein, sondern im damals modischen Stil mit RĂŒckwand und terrassierter Plattform aus Sichtbeton, davor ein Graben. Man hielt damals einen mĂ€nnlichen BraunbĂ€ren (EuropĂ€er/Zoomix?) und einen weiblichen Kodiak und zĂŒchtete mit beiden, wobei die Jungtiere z.T. mit der Flasche aufgezogen wurden. Meiner Erinnerung nach starb irgendwann die BĂ€rin, der "Witwer" lebte noch einige Zeit allein im Tierpark und die Anlage wurde danach fĂŒr NasenbĂ€ren umgerĂŒstet. Ich meine, man hatte noch den Graben zugeschĂŒttet, eine Glasfront installiert und das vorher kahle Gehege naturĂ€hnlich dekoriert, eventuell noch zu Zeiten des letzten BraunbĂ€ren.

Die FlĂ€che der Tiger und der gleich daneben gehaltenen Indochina-Leoparden lag dort, wo heute das Kattaanlage steht, wobei ungefĂ€hr die HĂ€lfte der heutigen AußengehegeflĂ€che noch gar nicht dazu gehörte. FrĂŒher war der Tierpark nĂ€mlich durch einen Weg geteilt, an dem auch sein Eingang lag; zur jenseitigen TierparkhĂ€lfte fĂŒhrte der Besucherweg unter diesem öffentlichen Weg hindurch.

Auf der FlĂ€che der jetzigen Luchsanlage wurden frĂŒher Timberwölfe gehalten, der Grundriss der Anlage hat sich allerdings gegenĂŒber frĂŒher geringfĂŒgig geĂ€ndert. Die heutige PrĂ€riehundanlage war frĂŒher eine Anlage fĂŒr Wassertiere, ich meine mich an Basstölpel zu erinnern (stehen im alten ZoofĂŒhrer drin, aber "ohne Ortsangabe"). Pinguine und Seehunde frĂŒher auf der heutigen FlĂ€che des Naturerlebniszentrums.
(21.09.2015, 08:14)
Hannes LĂŒke:   Gestern habe ich den NRW Partnerzootag genutzt mal einen Zoo anzusteuern fĂŒr den ich vorher, aufgrund der Beschreibungen hier, die Anfahrt nicht aufbringen wollte...
Seit Michaels Besuch hat sich nichts gravierendes geĂ€ndert. Selbst die Leguane leben, zusammen mit Köhlerschildkröten, noch immer ohne WeißbĂŒschelaffen. Die Anlage ist voll ausgestattet fĂŒr die Krallenaffenhaltung (Seile etc) aber im Aquarium sind diese noch immer zu sehen. ich persönlich wĂŒrde gerne die Zwergseidenaffen draußen sehen da diese im Aquarium wirklich bescheiden untergebracht sind.
Besonders gefallen hat mir der Charme des Aquariums (tolle WohnzimmeratmosphĂ€re) und die beiden Freilandterrarien fĂŒr unsichtbare Zauneidechsen und sich prĂ€sentierende Ringelnattern.
Auch die Vergesellschaftung von Kanincheneule und PrÀriehund sollte Schule machen!
Ich selbst hatte mal PrĂ€riehunde und Schopfwachteln zusammen was ungefĂ€hr 1 Std funktioniert hat bis die erste Wachtel verspeißt war. Schön, dass es auch anders geht :-D

Was mir besonders aufgefallen ist, der Tierpark Bochum ist der sauberste Zoo den ich je gesehen habe! Flamingos die geruchsneutral sind und glasklares Wasser haben, das selbe bei Pinguinen und Seehunden und NasenbĂ€ren und Kattas mit klinisch reinen Scheiben und schneeweißen WĂ€nden...wie geht das?

Ich kann mir beim besten willen nicht Vorstellen wo man auf dem kleinen GelÀnde BÀren oder Tiger untergebracht hat...hat da noch jemand Bilder oder kann mich aufklÀren?

Ist die Luchsanlage neu oder war da mal jemand anders drin?
(21.09.2015, 07:22)
Michael Mettler:   Nach einem Besuch in Gelsenkirchen war ich gestern noch im Bochumer Tierpark. Zuletzt hatte ich ihn 2002 besucht - und hĂ€tte man mich unvorbereitet im heutigen Park ausgesetzt, hĂ€tte ich wohl nur anhand des Aquariums/Terrariums und der Geier-Rundvoliere erkannt, wo ich gelandet bin. Mensch, was hat sich der Tierpark durch die Modernisierungen verĂ€ndert!

Um erst mal auf die letzten BeitrĂ€ge in diesem Thread einzugehen: Ein Teil der TotenkopfĂ€ffchenanlage ist durch Gitter abgetrennt, darin zwei Aras; allerdings keine Hyazintharas, sondern Araraunas. Im Nebenraum der Anlage GrĂŒne Leguane (mit Zugang zu eigener Außenvoliere!) und der Hinweis, dass die noch im Aquarium befindlichen WeißbĂŒschelĂ€ffchen demnĂ€chst dorthin folgen sollen.

Die vielen fĂŒr mich neuen von außen einsehbaren InnenrĂ€ume fĂŒr diverse kleinere SĂ€ugetiere wirken freundlich und modern, aber fĂŒr meinen Geschmack schon fast wieder ZU einheitlich in der Gestaltung.

FĂŒr den zoologisch Interessierten (weniger fĂŒr den Normalbesucher) ist es natĂŒrlich schade, dass der Artenbestand außerhalb des Aquariums schon fast extrem Mainstream ist. In der Versammlung geselliger KleinsĂ€ugerarten fehlen eigentlich an Modetieren nur noch Fuchsmangusten, Varis und Zwergotter - wobei, es gĂ€be ja noch den ehemaligen Ententeich, der von den Seychellenschildkröten (deren Gehege er zugeschlagen ist) vermutlich nicht sehr intensiv genutzt wird...

Die grĂ¶ĂŸten Tierformen des Parks sind nunmehr Alpaka, Shetlandpony und Seehund. Auch wenn man aus PlatzgrĂŒnden keine Tiger oder BraunbĂ€ren mehr wie frĂŒher hĂ€lt, so bleibe ich bei meiner schon weiter unten geĂ€ußerten Ansicht, dass z.B. eine grĂ¶ĂŸere Katzenart, als es der (vermutlich letzte?) Luchs ist, mit Ă€hnlichen Mitteln wie Katta, NasenbĂ€r & Co. durchaus zeitgemĂ€ĂŸ und "artgerecht" unterzubringen gewesen wĂ€re.

Die Seehund-Pinguin-Anlage ist nicht so mein Ding, dazu habe ich wohl in meinem Heimatzoo einfach zu viele Jahrzehnte auf Sichtbeton-Gehege gucken mĂŒssen ;-)

Reizvoll finde ich noch immer das alte Freilandterrarium mit diversen heimischen Nattern, Sumpfschildkröten und Fröschen. Die linke der beiden Anlagen wird gerade neu gestaltet, aber leider fehlt ein Hinweis auf die kĂŒnftigen Bewohner.

Highlight fĂŒr mich war wie schon frĂŒher das Aquarien-Terrarien-Haus, das durch seine lockere Gliederung ohne gleichförmige Beckenreihen und durch die Holzbauweise fast schon Wohnlichkeit ausstrahlt. Mit Zieglers Bindenwaren und Eisentrauts Kanareneidechse konnte ich darin unerwarteterweise sogar noch zwei persönliche Erstsichtungen bei Reptilien verbuchen.

Der Eintritt liegt ĂŒbrigens jetzt bei 7 Euro und damit knapp unter dem im benachbarten Dortmund (7,50 Euro). Verglichen mit dem, was der Besucher geboten bekommt, relativieren sich dann doch manche immer wieder diskutierten Eintrittpreise grĂ¶ĂŸerer Zoos.
(08.05.2013, 19:25)
Sascha Möller:   Der Hinweis bzgl. der Papageien Flugvoliere stand an einem Schild im Aquarium gute den Knochenhechten (an diesem Geld Trichter).

Die geplante SĂŒdamerika Vergesellschaftung hat mir im letzten Jahr ein Pfleger bestĂ€tigt, auch auf der Homepage ist es so zu verstehen. Jedoch sieht der Bau der Anlage fĂŒr grĂŒne Leguane und WeißbĂŒschelĂ€ffchen nicht danach aus, da stimme ich Oliver zu.
(12.11.2012, 23:14)
Oliver MĂŒller:   Ich war gestern auch in Bochum und habe alles genau so vorgefunden wie von Sascha beschrieben. Ich habe es allerdings so verstanden, dass die TotenkopfĂ€ffchen mit den Hyazintharas im großen Hauptgehege vergesellschaftet werden sollen und die Agutis, WeißbĂŒschelĂ€ffchen und Leguane im kleinen, noch nicht fertig gestellten Gehege. Im großen wĂŒrde man die vermutlich auch nie mehr wieder finden. Den Hinweis, dass Geld fĂŒr eine Papageien-Flugvoliere gesammelt wird, habe ich allerdings ĂŒbersehen. Wo war der denn?
Insgesamt gefallen mir die neuen Gehege sehr gut. SIe sind modern, gerĂ€umig, zweckmĂ€ĂŸig und zeigen, was auch mit geringen Mitteln möglich ist. Schade finde ich, dass man im Rahmen des Umbaus den Tierpark nicht in den Stadtpark hinein erweitert hat, Platz wĂ€re ja genug da.
(12.11.2012, 20:35)
Sascha Möller:   Gestern Kurzbesuch im Tierpark Bochum; der hat sich echt gemacht!
Fast alle Neuanlagen 2012 sind fertig (!), die Katta Anlage noch nicht begehbar, aber durch das neue "Allwetter" Konzept waren alle Tiere super in Ihren neuen Innenanlagen zu sehen.
Noch nicht abgeschlossen ist die Erweiterungsanlage der Totenkopfaffen. Lt. Homepage sollen diese kĂŒnftig mit Hyazinth Aras, Agutis, WeißbĂŒschelĂ€ffchen sowie grĂŒnen Leguanen vergesellschaftet werden. Bisher jedoch sind sie noch allein, auch das Gehege wurde noch nicht erweitert, jedoch die Innenstallung nach gleichem Muster wie alle neuen GebĂ€ude renoviert. Direkt daneben entsteht ein neues Warmhaus in dem lt. Aushang die WeißbĂŒschelĂ€ffchen und grĂŒnen Leguane ziehen sollen (leben ja momentan zusammen im Terrarium). FĂŒr sie ist hinter dem Haus ein kleines Vorgehege gebaut. Momentan schaut es nicht nach einer Vergesellschaftung aus, da der einzige Ausgang aus dem neuen Haus in das Vorgehege fĂŒhrt. Aber abwarten, kann ja noch kommen. Die Hyazinth Aras sind auch mit einem Schild bei den Totenkopfaffen angekĂŒndigt.
Der Zoo sammelt momentan fĂŒr eine Großpapageien Freiflugvoliere.
Immer noch beachtlich - fĂŒr den Tierpark Bochum - finde ich die Greifvogelanlage mit Rotmilanen, Mönchsgeiern (mit fast Erwachsenem Jungvogel) und GĂ€nsegeiern. Die Milane flogen fast die komplette Zeit unseres Zoobesuches gut sichtbar um den Geierturm. Ein echter Hingucker und - anders als in vielen anderen Zoos - durch die AktivitĂ€t der Tiere ein echter Besuchermagnet – natĂŒrlich nach den obligatorischen neu angeschafften ErdmĂ€nnchen.
Die Luchse waren nicht zu sehen, lt. Aushang ist einer in TierĂ€rztlicher Behandlung. Die Tiere sind von `91 und `92 somit dĂŒrfte auch die Haltung bald auslaufen. Fraglich ist aufgrund der GehegegrĂ¶ĂŸe ob noch mal Luchse angeschafft werden, gezĂŒchtet hatten sie ja regelmĂ€ĂŸig...
Meerschweinchen und Kaninchen leben nun in Ihren eigenen neuen HĂ€usern getrennt voneinander.
Die Loris haben erstmals ein Jungvogel ausgebrĂŒtet (s. Homepage).
Im Aquarium/Terrarium/Fossilium sind einige Anlagen wegen Renovierung leer. UngĂŒnstiger Zeitpunkt, hĂ€tte man besser auf die warmen Sommermonate legen sollen. Es gibt wieder eine zweite Kragenechse, ansonsten verstehe ich immer noch nicht, warum man nicht endlich mal das große Haibecken „ verschönert“. Das sieht wirklich total hĂ€sslich aus.
Alles in allem ein Zoo Richtung Zukunft, vor allem in Richtung artgerechter Tierhaltung – und das mit wenigen Mitteln. FĂŒr 6€ Eintritt auch noch Familienfreundlich.

(05.11.2012, 18:20)
Manuel Becker:   In der Tat, es sieht wirklich gut aus. Da soll nochmal jemand sagen, Bochum wĂ€re sooo unattraktiv im direkten Vergleich...
(19.03.2012, 16:49)
Oliver MĂŒller:   So wie es ausschaut, werden die neuen Anlagen in Bochum tatsĂ€chlich noch in diesem Jahr fertig. "Endspurt" schreibt der Tiergarten auf der Website... und die Fotos sehen beeindruckend aus.
Hier die Strecke:
http://www.tierpark-bochum.de/index.php?id=159
(15.03.2012, 20:43)
Manuel Becker:   FĂŒr alle, die sich fĂŒr ausfĂŒhrlichere ErlĂ€uterungen zum Umbau interessieren, folgender Link: http://www.tierpark-bochum.de/uploads/media/Tierpark_News_No._03-2011.pdf

Finde die Planungen recht gut und besonders die AufschĂŒttung wird Bochum ein neues Bild geben. Leider wurde mit dem Besatz kein wirklicher Akzent gesetzt, aber das wurde hier ja schon unter anderen Vorzeichen diskutiert. Hervorragend sieht hingegen der Eingangsbereich aus: klein, fein, modern aber nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig wuchtig. Gibt es eigentlich weitere Infos zur Entstehung der Planungen. Finde es schon etwas skuril, dass der Fördervereinvorsitzender "seinen" Vorschlag bekommt...
(14.03.2011, 22:54)
Oliver MĂŒller:   ...und wo wir gerade beim Thema sind: Hat zufĂ€llig jemand einen Plan vom Tierpark Bochum aus den 70er-/80er Jahren, als noch Tiger, Leoparden und BĂ€ren gehalten wurden und kann den hier einstellen? Danke!
(28.02.2011, 13:28)
Oliver MĂŒller:   Der Tierpark Bochum bekommt von der Sparkasse Bochum 1,2 Mio. Euro! Damit soll der Park modernisiert und in der FlĂ€che erweitert werden. Geplant sind u.a.:
- Neugestaltung des Eingangsbereiches
- Neue ErdmÀnnchen-Anlage
- Erweiterung der NasenbÀren-Anlage
- Erweiterung der Katta-Anlage
- Erweiterung der Totekopfaffenanlage
- Bienenlehrstand
- Neue Kea-Anlage
- Neue Papageienanlage

Außerdem soll die Anlage barrierefrei werden.

Leider mĂŒssen die Gibbons weichen.

NĂ€heres auf der Homepage des Parks!
(28.02.2011, 13:27)
Andreas Knebel:   @AntiErdmĂ€nnchen:
Einer der wichtigsten GrĂŒnde fĂŒr einen Zoobesuch fĂŒr Familien entzieht sich uns Zoofans leider zuweilen sehr grĂŒndlich. Viele Familien oder Elternteile mit Kind gehen vor allem deshalb in den Zoo, um die Blagen irgendwie zu beschĂ€ftigen. Denen ist hĂ€ufig egal, wie gut der Zoo ist, hauptsache es reicht aus, die kleinen NervsĂ€gen ruhigzustellen. In diesem Zusammenhang spielt der Eintrittspreis (und Preise fĂŒr Parken, Pommes etc.) eine gewichtige Rolle. Und in Bochum sieht man ja alle Tiere recht gut. Da sind die Kinder beschĂ€ftigt und Mami kann sich mit ihrer besten Freundin unterhalten. Oder Papi kann sich interessierten Kinderfragen (die er nicht beantworten kann), dadurch entziehen, dass er ja alles fotographisch festhalten muss. Gott sei Dank, kein anstrengendes Suchen MIT den Kindern ZUSAMMEN nach den Tieren in ihrem Riesengehege...
(Vorsicht: Ironie in homöopathischen Dosen)

(06.05.2009, 12:33)
IP66:   Ein Sachverhalt ist mir noch eingefallen: Ich habe in einem Aquarium selten so viele so glĂŒckliche Kinder erlebt wie in Bochum: WĂ€hrend in Köln und auch in DĂŒsseldorf oft Gequengel und Desinteresse herrscht, habe ich dergleichen in Bochum noch nicht erlebt. Das kann daran liegen, daß das GebĂ€ude relativ hell und gerĂ€umig gestaltet wurde, es mag aber auch eine Rolle spielen, daß die gesamte Anlage gut ĂŒbersehen werden kann - oder kommen nur die nach Bochum, die sich wirklich fĂŒr die Tiere interessieren?
(06.05.2009, 11:47)
Anti-ErdmĂ€nnchen:   @ Gudrun: Die Sicht des "Zoofans" ist fĂŒr die RealitĂ€t aber unerheblich.
@ A. Knebel: FĂŒr den gĂŒnstigen Eintritt bekommt man allerdings so gut wie keine Standardart zu sehen.
(06.05.2009, 01:32)
Michael Mettler:   Bochum wĂ€re ĂŒbrigens ein schönes Ziel fĂŒr ein drittes Forumtreffen...
(05.05.2009, 22:14)
Andreas Knebel:   Ich denke, das entscheidende Kriterium FÜR den Tierpark Bochum liegt in seiner PreisgĂŒnstigkeit. Gerade im Vergleich zu den Ausgaben, die man als Besucher im ZOOM hat, sind die Preise fast schon drollig. Zumal das Aquarium in Kombi mit dem Fossilium ein Alleinstellungsmerkmal ist - zumal im nĂ€heren Umkreis.
@ip66: bei der Erweiterung rund um den Bismarckturm ging es vor allem darum fĂŒr die(bzw. damals noch den) BĂ€ren ein vernĂŒnftiges Gehege bauen zu können. Warum diese Erweiterung letzten Endes nicht zu stande kam, entzieht sich leider meiner Kenntnis...
(05.05.2009, 20:44)
Gudrun Bardowicks:   Ich und meine zoobegeisterten Bekannten haben den Tierpark Bochum ĂŒbrigens bereits hĂ€ufiger in der kalten Jahreszeit und bei schlechtem Wetter besucht, da das Aquarium/ Terrarium/ Fossilium geradezu zu einem Besuch bei schlechten Witterungsbedingungen einladen. Hier gibt es immer etwas zu sehen und man kann als Zoofan viel Zeit in diesem einzigartigen GebĂ€ude verbringen ohne sich zu langweilen.
Wir haben Bochum ĂŒbrigens auch schon mit einem Besuch des Krefelder Zoos oder Zoom Gelsenkirchen kombiniert, was aufgrund der geringen FlĂ€che des Tierparks Bochum gut möglich war. Ich finde den Tierpark Bochum in seiner jetzigen Form ĂŒbrigens interessanter als Zoom Gelsenkirchen. Das hĂ€ngt aber vielleicht auch damit zusammen, dass ich mit dem Erlebniszoo Hannover hĂ€ufig einen Spaßzoo besuche, der besser gestaltet und meiner Ansicht nach attraktiver als Zoom Gelsenkirchen ist und darĂŒberhinaus sehr viel mehr Tierarten, darunter auch viele seltener zu sehende Formen, in attraktiven Gehegen aufweist. Auch Bochum hĂ€lt speziell im Aquarium/Terrarium viele selten gezeigte Formen und ist fĂŒr mich schon dadurch spannender als Zoom Gelsenkirchen.
(05.05.2009, 20:20)
Rene Mantei:   @Gudrun Bardowicks: Die Idee die Flamingos zu verlagern finde ich sehr gut.
Da bietet sich das ehemalige Pelikangehege doch an.

(05.05.2009, 19:52)
IP66:   In Sachen Artenzahl dĂŒrfte Bochum Gelsenkirchen wohl ĂŒbertreffen und bei Regen dĂŒrfte der Besucher den Tierpark wohl zufriedener und vor allem trockener verlassen als das der/die/das? ZOOM. schließlich lĂ€ĂŸt es sich im bochumer Tierparkrestaurant auch noch besser essen. Die Frage ist letztlich das, was man möchte - ein Besuch mit Kindern bei Regenwetter lĂ€ĂŸt sich in Dortmund oder Duisburg mit einiger MĂŒhe absolvieren, in Gelsenkirchen ist er nur schwer möglich, aber in Bochum gibt es genug zus ehen, aber auch einige Gehege fĂŒr den Fall einer Regenpause. Daß es sich nicht um einen Großzoo handelt und man deshalb auch kaum Werbung außerhalb der Stadt betreibt, halte ich fĂŒr realistisch, auf der anderen Seite gibt es in Dortmund nur wenige Reptilien und Fische, in Gelsenkirchen nur ein Aquarium, und da mag sich fĂŒr einen Sonntagnachmittag auch fĂŒr eine Familie aus diesen StĂ€dten die Fahrt lohnen. Einen Sonntagsmassenbesuch in gelsenkirchener Maßstab wĂŒrde die bochumer Anlage ja auch nicht verkraften.
Ein Großausbau scheint mir derzeit nicht anzustehen, fĂŒr denkbar und auch finanziell zu bewĂ€ltigen halte ich allerdings die ErgĂ€nzung um einige Huftiergehege im Stadtgarten. Es gab schon einmal den Plan, den Bismarckturm mit solchen zu umbauen, ich denke aber, daß selbst die eher fĂŒr die Bewohner der Stadt gedacht waren.
(05.05.2009, 18:15)
Michael Mettler:   @Anti-ErdmĂ€nnchen: Haben andere Kleinparks im Winter wirklich mehr Besucher, oder geben sie nur einfach keine entsprechenden Pressemeldungen heraus...? Genau darin lĂ€ge ĂŒbrigens die Chance fĂŒr ein Alleinstellungsmerkmal: Ein kleines GelĂ€nde könnte man doch vermutlich mit wesentlich geringerem Aufwand zu einem "Allwetterzoo" machen als ein großes. Gerade die nĂ€chstgelegenen Zoos in Dortmund und Gelsenkirchen glĂ€nzen nicht gerade mit einer Vielfalt von SchauhĂ€usern, und im Winter ist bestimmt auch die Lust der Besucher kleiner, weiter weg zu fahren.
(05.05.2009, 17:57)
Anti-ErdmĂ€nnchen:   @ MM
Nun, TiergĂ€rten laufen ja wirtschaftlich gesehen außer Konkurrenz, da kommunal betrieben oder gefördert. Ich kann mich daran erinnern, daß der Tierpark Bochum letzten oder vorletzten Winter eine Pressemeldung herausgab, wonach nur zehn Besucher pro Tag gezĂ€hlt wĂŒrden. Das zeugt doch nicht von großer Begeisterung seitens der Bevölkerung.

Gut gelöst finde ich z.B. die Situation im benachbarten Herne. Dort hat man den ehemaligen Tierpark bis auf einen gĂŒnstig zu betreibenden Haustierstall zurĂŒckgebaut. Der ist fĂŒr Leute mit Kindern natĂŒrlich ein beliebtes Ausflugsziel. Hier werden gar nicht erst durch Bezeichnungen wie "Tierpark" o.Ă€. Erwartungen geweckt. So ist es einfach ein bewußt pointiertes Plus-Angebot ohne Looser-Image. FĂŒr Bochum sehe ich das einfach anders.
(05.05.2009, 13:48)
Anti-ErdmĂ€nnchen:   @ Gudrun
Sehe ich alles vollkommen anders. Wieso sollte irgend ein Nicht-Bochumer diesen Tierpark besuchen (außer Zoofans natĂŒrlich)? Es ist völlig aussichtslos, jemanden von außerhalb anzulocken. Im Gegenteil, Zoom plakatiert in Bochum. Ich wĂŒĂŸte auch nicht, wie man sich selbst bei vollkommener Spezialisierung ein Alleinstellungsmerkmal schaffen könnte. Die Konkurrenz ist immer um zwei NasenlĂ€ngen voraus. Die ganzen genannten Vögel sind fĂŒr den Durchschnittsbesucher nicht sonderlich interessant, und wenn, dann eher in einem schönen GelĂ€nde, wovon man in diesem Fall aber nicht sprechen kann. Der vorgeschlagene Einzug von KleinsĂ€ugern wĂŒrde den Status des Tierparks meines Erachtens noch weiter abwerten.
(05.05.2009, 13:23)
Michael Mettler:   @Anti-ErdmĂ€nnchen: Nach DER Argumentation könnte man eigentlich alle kleinen Parks dichtmachen, in deren Umkreis sich in ĂŒblicher Ausflugsfahrzeit ein Großzoo erreichen lĂ€sst... Kann ich nur schlecht nachvollziehen. Ich denke, dass ein nicht unerheblicher Teil des Besucherpotenzials sogar gern kleinere Parks aufsucht, um z.B. Menschenmassen zu entgehen oder weil man dort nĂ€her an die Lieblingstiere der Kinder herankommt. Und ich möchte bezweifeln, dass man bei einer Besucherbefragung in Bochum mehr Menschen mit "gedrĂŒckter Laune" vorfindet als in Dortmund, Gelsenkirchen oder Wuppertal. Zwar sehen Zoofans den Vergleich mit Wirtschafts- und VergnĂŒgungseinrichtungen nicht so gern, aber nicht Jeder, der einkaufen oder feiern möchte, fĂ€hrt deshalb gern zum großen Kaufhaus oder Großstadt-Volksfest, sondern zieht die kleine Boutique oder das Dorffest vor, sonst gĂ€be es das alles lĂ€ngst nicht mehr. Entscheidend ist doch das GefĂŒhl, dass die persönlichen Erwartungen erfĂŒllt werden.
(05.05.2009, 13:20)
Gudrun Bardowicks:   Ich denke, dass der Bochumer Tierpark in seiner jetzigen Form schon recht attraktiv ist. Das Terrarium/Aquarium, Fossilium gehört fĂŒr mich noch immer zu den schönsten und attraktivsten Einrichtungen dieser Art in Deutschland, wenn es auch nicht so groß wie das Berliner Zoo-Aquarium, der Aquazoo DĂŒsseldorf oder das Tropenaquarium in Hamburg ist. Hier gilt vermutlich Ă€hnliches wie fĂŒr den Vogelpark Walsrode: Mit einem geschickten Marketingkonzept und mehr regionaler und ĂŒberregionaler Werbung könnte man sicher mehr Besucher und möglicherweise sogar neue Besucherschichten erreichen. Ich denke auch, dass der Tierpark grosses Potential hat, sich zu einer besonderen zoologischen Einrichtung im Ruhrgebiet zu entwickeln, wenn man die Besonderheiten der Einrichtung wie die Fossilien im Vergleich zu noch heute lebenden Arten, der teilweise seltene Fisch- und Reptilienbestand im Terrarium/Aquarium hĂ€ufig in Gemeinschaftsanlagen mit KleinsĂ€ugern, Vögeln und anderen Reptilienarten, der ausgesuchte Vogelbestand und die Spezialisierung auf kleinere SĂ€ugetiere stĂ€rker herausstellen und vielleicht noch ausweiten wĂŒrde. Ich persönlich bin auch der Meinung, dass die Abgabe der Indochinaleoparden, wenn es dazu kommen sollte, negative Auswirkungen auf die AttraktivitĂ€t des Tierparks haben wĂŒrde, da ONB in der Tat Großkatzen in einem Zoo erwartet. Dieses gilt besonders fĂŒr einen Zoo, wo Großkatzen seit Jahrzehnten Traditionstierarten sind, wie es im Tierpark Bochum der Fall ist. Ich wĂŒrde die Leopardenanlage, die mir bei meinen Besuchen von der Grösse und Einrichtung her recht gut gefiel, nach dem Ableben der beiden alten Leoparden wieder mit einer kleinen Leopardenform, beispielsweise den Sri Lanka Leoparden, besetzen und fĂŒr die TotenkopfĂ€ffchen eine neue Anlage an anderer Stelle des Tierparks bauen. Dieses wĂŒrde möglicherweise auch billiger kommen als ein Umbau der Leopardenanlage in ein Gehege fĂŒr TotenkopfĂ€ffchen. Ich könnte mir sogar eine Gemeinschaftshaltung von TotenkopfĂ€ffchen und NasenbĂ€ren auf der grossen NasenbĂ€renanlage am Zooeingang vorstellen. Diese mĂŒsste nur mit einem Gitternetz ĂŒberkuppelt und durch einen einsehbaren Innenstall fĂŒr die TotenkopfĂ€ffchen ergĂ€nzt werden.
Ist eigentlich der Überwinterungsstall fĂŒr Flamingos noch vorhanden, welcher direkt an die NasenbĂ€renanlage grenzt? Diesen könnte ich mir gut als einsehbaren Innenstall fĂŒr die TotenkopfĂ€ffchen vorstellen. Man könnte vielleicht sogar die Flamingoaußenanlage mit einem Netz ĂŒberkuppeln und zu einer neuen Anlage fĂŒr die TotenkopfĂ€ffchen umgestalten. TotenkopfĂ€ffchen sind fĂŒr ONB sicherlich attraktiver als eine Kleingruppe fĂŒr Flamingos, wie sie in Bochum vorhanden ist. Auch könnte man den Bereich, wo die AnbindehĂŒtten fĂŒr die Greifvögel der Flugshow sind, zu einer neuen Flamingoanlage umbauen, wenn man diese Art im Bestand behalten will. Die Anbindehaltung fĂŒr Greifvögel wird sicherlich durch viele Besucher abgelehnt und ist meiner Ansicht nach fĂŒr die AttraktivitĂ€t des Zoos nicht unbedingt von Vorteil. Die Greifvögel könnte man außerhalb der Flugshows auch gut hinter den Kulissen unterbringen, wie es in vielen Zoos und Wildparks der Fall ist. Auch könnte man diese FlĂ€che fĂŒr eine neue Anlage fĂŒr TotenkopfĂ€ffchen nutzen, wenn man die Flamingos am Eingang belassen will.
DarĂŒberhinaus wĂŒrde ich den Haustierbestand noch mehr verringern und nur noch wenige Kleinformen wie Zwergziegen, Shetlandponys, Meerschweinchen und Zwergkaninchen halten. So könnte man vielleicht noch Platz fĂŒr eine weitere Anlage fĂŒr eine attraktive KleinsĂ€ugerart beispielsweise aus der Mangustensippe bekommen.
Die Vogelvolieren und den Vogelbestand in Bochum finde ich im Übrigen sehr attraktiv. Besonders gut gefallen mir die Eulenvolieren,die Anlage fĂŒr Löffler, Sichler und Reiher am Ausgang und die Greifvogelflugvoliere. Diese Anlagen wĂŒrde ich auf jeden Fall erhalten.
(05.05.2009, 12:02)
Anti-ErdmĂ€nnchen:   Besucher von außerhalb der Stadt wird man wohl kaum begrĂŒĂŸen können, da diese von allen Seiten kommend zunĂ€chst an einem Großzoo vorbei mĂŒĂŸten oder es bis dahin zumindest nicht weiter hĂ€tten. "Image" kann man ja auch im Sinne hinsichtlich der eigenen BĂŒrger und der Zugezogenen verstehen.
Klar wissen wir alle, daß man sich genauso gut ausgiebig mit wenigen Tierarten oder auch nur einem Individuum beschĂ€ftigen kann. Bochum ist allerdings eine Stadt mit ca. 400.000 Einwohnern, so daß man von einem Tierpark in dieser Stadt auch eine etwas grĂ¶ĂŸere Erwartungshaltung hat. Zwischen StadtgrĂ¶ĂŸe und Angebot sehe ich hier aber ein schwerwiegendes MißverhĂ€ltnis. Und das drĂŒckt sich bestimmt auch auf die Laune beim Besucher aus. Wer weiß, vielleicht bemitleiden sich die Tierparkbesucher sogar gegenseitig oder es ist ihnen unangenehm, dort gesehen zu werden :) Ich finde jedenfalls, daß die Einrichtung durch diese UmstĂ€nde permanent in einem schlechten Licht dasteht. Noch weiter herabgesetzt wird der Wert dadurch, daß die NachbarstĂ€dte Dortmund, Gelsenkirchen und Wuppertal ja zeigen, wie man es besser machen kann. Und deren Zoos sind nun auch absolut unproblematisch fĂŒr die Bochumer zu erreichen.
Um derlei Negativgedanken gar nicht erst anzufachen, komme ich zu dem Ergebnis, daß die Stadt ohne Tierpark besser dran wĂ€re als mit ihm. Gut, man könnte sich dann wiederum fragen, warum Bochum (wie ĂŒbrigens auch Essen) eigentlich gar keinen Zoo hat, aber die Antwort wĂŒrde man dann in der Aufgabenteilung der RuhrgebietsstĂ€dte finden, also im freiwilligen Verzicht. Klingt fĂŒr mich besser als ein eher nicht so gut gelungener Versuch.
Obendrein wĂŒrde man natĂŒrlich auch ein ordentliches SĂŒmmchen einsparen (das man vielleicht fĂŒr einen Zweck einsetzen könnte, mit dem Bochum Top-Leistung fĂŒr das ganze östliche Ruhrgebiet anzubieten hat oder hĂ€tte) .

(05.05.2009, 11:58)
IP66:   Bochum definiert sich ĂŒberregional eher ĂŒber Bergbaumuseum, Musical und das Theater, vielleicht noch ĂŒber die UniversitĂ€t und das GelĂ€nde um die Jahrhunderthalle. Damit wĂ€re aber schon das Kernproblem angesprochen, daß die Altstadt am Bahnhof betrifft: Alle diese Attraktionen liegen nicht dort im historischen Kern der Stadt, sie sind zum Teil weit von diesem entfernt. Der Tierpark ist von dort - wie vom Bergbaumuseum und dem kleinen Kunstmuseum der Stadt allerdings zu Fuß erreichbar, und der Stadtpark, in dem er liegt, zĂ€hlt auch noch dazu. Ich habe nicht den Eindruck, daß man dort viele ĂŒberregionale Besucher anzieht, da selbst das recht gut ausgestattete Aquarium weniger spektakulĂ€r daherkommt als jene von DĂŒsseldorf oder Oberhausen. Auf der anderen Seite bietet die Kobination mit Streichelzoo und einigen Großtierarten eine interessante Mischung, die Familien mit Kindern bei schlechtem Wetter durchaus auch aus den NachbarstrĂ€dten anziehen könnte. Insofern wĂŒrde ich dem Tierpark eine grĂ¶ĂŸere Anziehungskraft zutrauen als den Kleinzoos in Oberhausen oder Solingen. Ich denke zudem, daß man, wenn man es wirklich will, die Anlage in den Stadtpark erweitern könnte, und sei es nur durch nicht eintrittspflichtige Huftiergehege. Insofern wĂŒrde ich Entwicklungspotentiale sehen, wie sie der dortmunder Tierpark in den 60er Jahren hatte und die dort langsam, aber sicher zur Einrichtung eines ĂŒberregional beachteten "richtigen" Zoos gefĂŒhrt haben.
(05.05.2009, 10:43)
Michael Mettler:   TrĂ€gt der Tierpark denn entscheidend zum Image Bochums bei? Das kann wohl nur ein Ruhrgebietler beantworten. Ich fĂŒrchte, dass man außerhalb des "Potts" Bochum vor allem ĂŒber Grönemeyer und Starlight Express definiert...

Ansonsten finde ich aber schon, dass ein Tierpark wie Bochum auch - oder gerade - neben den "Großen" seine Berechtigung hat. Selbst als Zoofan erlebe ich es ja immer wieder, wie in solchen Kleinzoos Tiere in den Mittelpunkt rĂŒcken können, die man im großen Zoo nur als Beiwerk "abhakt".
(05.05.2009, 09:16)
Sven P. Peter:   Welch eine helle Frage in einem Zoo-Forum ;) NatĂŒrlich ist es mit Zoo besser, aber man muss ihn ja nun nicht auf Krampf fĂŒr Otto-N. unatraktiver machen. Daher bin ich PRO seltene Raubkatzen.
(05.05.2009, 01:07)
Anti-ErdmĂ€nnchen:   Mal ne Frage ans Plenum:
Was fĂ€ndet Ihr besser fĂŒr das Image Bochums? Diesen Tierpark zu haben oder keinen?
(05.05.2009, 00:13)
Sacha:   @RenĂ© Mantei: Ich kenne auch keinen "normalen Besucher", der NUR wegen TotenkopfĂ€ffchen in einen Zoo geht....

Kleinaffen sind ohne Zweifel fĂŒr ONB attraktiv, Grosskatzen aber auch. Gerade viele (nicht alle) Hauskatzenbesitzer dĂŒrften wohl von der Grossversion ihrer Mietze mehr angetan sein als von einem kleinen Aeffchen. Da fallen dann vielleicht nicht die Worte "Oh wie sĂŒss", dafĂŒr aber "Oh wie schön" (das habe ich schon öfters gehört).

Aber GeschmÀcker sind verschieden, das ist auch okay so. Mir ging es auch mehr darum, daraufhinzuweisen, dass sich Bochum mit den TotenkopfÀffchen nicht gerade ein Alleinstellungsmerkmal im "Zooland NRW" angeschafft hat. Die Indochina-Leoparden sind es zumindest (eine Zeit lang) gewesen, auch wenn man diesen Umstand in Bochum m.W. nicht gerade hervorgehoben hat.

Und bez. "langweilige Vögel": Da dĂŒrfte es auch andere Meinungen geben, nicht nur hier bei den "Zoo-Spezialisten".

Nochmals meine Frage: Wo gehen die Indochina-Leoparden hin?
(30.04.2009, 17:38)
IP66:   Es dĂŒrfte kaum einen Tierpark in diesem Land geben, der so stark durch die geringe GrĂ¶ĂŸe seiner FlĂ€che geprĂ€gt und zudem noch in zwei Teile zerschnitten wird. Insofern gibt es wenig Möglichkeiten, Großtiere zu halten, und es sind derer nicht dadurch mehr geworden, daß man einen Teil des vorderen GelĂ€ndes mit dem Aquarium ĂŒberbaut hat. Gerade weil die Anlage weder besonders alt noch besonders baufĂ€llig ist und auch mehr Platz bietet als manche Großkatzenunterbringung in anderen Zoos, scheint es mir hier sinnvoll, dauerhaft Tiere zu halten, die vom Publikum als Perönlichkeiten wahrgenommen werden. Anderenorts geht das kaum, allenfalls im Affenbereich könnte man mit den Gibbons und grĂ¶ĂŸeren Tieraffenarten Ă€hnliche Publikumslieblinge aufbauen.
(30.04.2009, 14:12)
Michael Mettler:   Ich denke weniger an Besucher, die speziell wegen Leoparden kommen, als vielmehr daran, dass Großkatzen m.E. zu dem Tiersortiment gezĂ€hlt werden, das ein Besucher auch beim Besuch eines kleinen Zoos erwartet. Welche Art und Unterart, dĂŒrfte dabei sehr nebensĂ€chlich sein.

Bei den KostengrĂŒnden dachte ich nicht nur an den Unterhalt, sondern an ggfs. fĂ€llige Umbaukosten - ich war eine Ewigkeit nicht mehr in Bochum und kann mich an die Anlage kaum erinnern. HĂ€tten da in nĂ€chster Zeit aufwĂ€ndige Erneuerungen stattfinden mĂŒssen? Und habe ich richtig in Erinnerung, dass es sich bei den jetzigen Leoparden um zwei schon sehr alte Katzen (Mutter & Tochter?) handelt?
(30.04.2009, 13:23)
Rene Mantei:   Ich glaube nicht dass "normale" Besucher nur wegen irgendwelchen Leoparden in einen Zoo gehen, selbst wenn es Indochinesen sind!
Da dĂŒrften wohl TotenkopfĂ€ffchen 1000x interessanter sein, denn vor dem LeopardenkĂ€fig habe ich noch keine Leute sagen hören: Oh wie sĂŒĂŸ!
Es gibt so viele Alternativen die TotenkopfÀffchen zu verlagern, ich denke da insbesonders an den Teil hinter dem Teich der auf diese Weise etwas besucherattraktiver gemacht werden könnte weil dort nur langweilige Vögel zu sehen sind.
(30.04.2009, 12:35)
Sven P. Peter:   Wobei das ja bei KostengrĂŒnden eine MilchmĂ€dchenrechnung wĂ€re, da sicherlich auf dauer mehr Besucher wegbleiben und so weniger Geld reinkommt.
(30.04.2009, 12:17)
Michael Mettler:   Selbst der noch kleinere Zoo am Meer in Bremerhaven hat an großen Katzen (Pumas) festgehalten. Ich finde es schade, dass Bochum diese "Rolle" zukĂŒnftig nicht mehr besetzen will. KostengrĂŒnde?
(29.04.2009, 23:22)
IP66:   Bis jezt blieb die Entwicklung in Bochum ja erfreulich frei von Versuchen, sich irgendeinem benachbarten Zoo anzuĂ€hneln - angesichts der FlĂ€che wĂ€ren derartigen Versuche wohl auch Ă€hnlich abwegig, wie sich die derzeitigen neuen Ideen der Zooleitung anhören. Ob man dauerhaft Leoparden halten sollte, ist die Frage, auf der anderen Seite steht hier eine der wenigen Anlagen zur VerfĂŒgung, die sich dauerhaft zur Haltung einer Großtierform eignet, die als SympathietrĂ€ger des Gartens dienen könnte.
(29.04.2009, 19:12)
Sacha:   Ob das ein kluger Schachzug ist? TotenkopfĂ€ffchen (vermutlich sowieso die Bolivianischen) gibt es in Zoos und Kleinzoos wie Sand am Meer. Selbst begehbare Anlagen sind kein BrĂŒller mehr. Bochum dĂŒrfte sich damit in der inner-Ruhr-Zoo-Konkurrenz kaum stĂ€rken.

Wohin gehen denn die Leoparden?
(29.04.2009, 10:12)
Rene Mantei:   Wirklich sehr schade, die Leoparden sind meine absoluten Lieblinge im Zoo.
Ich verstehe nicht wieso der Zoo die Anlage fĂŒr TotenkopfĂ€ffchen nutzen will, sinnvoller erscheint mir da schon eher der Tausch mit den Gibbons
(28.04.2009, 20:38)
Sven P. Peter:   Bochum trennt sich fĂŒr TotenkopfĂ€ffchen und Events von den Indochina-Leoparden:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2009/4/26/news-118060115/detail.html
(28.04.2009, 19:30)
Matthias Preißer:   Das steht auf der HP

23. - 24. August Strandfest 75 Jahre Tierpark Bochum Details werden rechtzeitig bekannt gegeben.
(27.05.2008, 01:38)
Michael Mettler:   Finde ich bedauerlich, dass ein so stattlicher Geburtstag nicht zur Eigendarstellung genutzt wird. Denn mit 75 Jahren ist der Bochumer Tierpark immerhin Ă€lter als die nĂ€chstgelegenen, viel grĂ¶ĂŸeren Branchenkollegen Dortmund und Gelsenkirchen!
(22.05.2008, 10:20)
Ingo Rossi:   @Michael Mettler:Ich habe bei meinem heutigen Besuch in Bochum keine Hinweise auf das JubilĂ€um finden können. Alles wie immer...

...ausser der -fĂŒr mich- neuen Seehundanlage. Da ich Bochum direkt nach Gelsenkirchen besucht habe, war der Sichtbeton doch sehr wieder gewöhnungs bedĂŒrftig und bestimmt optisch nicht sehr ansprechend. Auch fĂŒr die Bewohner schien mir die Anlage fĂŒr einen Neubau etwas reizlos...
Die BesucherfĂŒhrung durch den geschickt angelegten Rundweg, Einblick in die Filteranlage und dann die sehr naturnah gestaltete Strand-Voliere fand ich allerdings fĂŒr eine solche Anlage schon sehr gut.
(21.05.2008, 20:47)
Michael Mettler:   Gibt es in diesem Jahr eigentlich irgendwelche besonderen AktivitĂ€ten im Tierpark Bochum? Ich las gerade in anderem Zusammenhang, dass der Tierpark 1933 gegrĂŒndet wurde - somit hĂ€tte er in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag zu feiern.
(11.05.2008, 15:49)
Marco:   ZufĂ€llig habe ich die Bochumer Anlage vor einer Woche erstmals gesehen. Ich bin absoluter Laie was Architektur angeht, auf mich wirkte die Anlage im Gegensatz zu Ihnen, IP66, eher ein wenig antiquiert. Dies betrifft vor allem die Form und Gestaltung des Wasserbeckens. Gerade Linien, keinerlei Strukturen, die den Tieren das Becken "interessant" gestalten könnten. Auch die Ufergestaltung ist nicht wirklich naturnah: Auf der Ă€ußeren Ecke liegt Sand auf Beton, an dr anderen Seite ist's auch nicht viel besser. Aber nicht vergessen: Seehunde liegen auch an der Nordsee nur auf platten SandbĂ€nken ohne Struktur.
Die Aquarien empfine ich als besonders wertvoll, auch wenn sie dem "Normalbesucher" wohl eher wenig spannend erscheinen, wenn er vorher die tollen Korallenbecken gesehen hat.
Die Unterwasserscheiben fĂŒr die Seehunde sind prima, und um den Vergleich mit dem Ruhrzoo anzustrengen: In Bochum sieht man sogar weiter als 2 Meter ;-) . Das Becken ist angenehm tief, ich schĂ€tze mal 3,5 Meter. Die Anlage als solche wirkt in der Tat ein bisschen in die Ecke gezwĂ€ngt. Vor allem vom umliegenden Park aus sicher kein schöner Anblick.
Die SandflĂ€chen im Besucherbereich waren ĂŒbrigens, wie man mir sagte, als DĂŒnen gestaltet. Letzte Woche war allerdings nur noch eine ebene SandflĂ€che davon ĂŒbrig... Ein Schild sagt jedoch noch immer: "DĂŒnen nicht betreten".
Die ehemalige Robbenanlage liegt ĂŒbrigens brach.
(30.01.2007, 21:59)
IP66:   Ich habe am Samstag den bochumer Tierpark besucht und die dortige neue Seehundanlage beschaut. Sie ist recht spannend, zum einen, weil sie die erste Tiergartenarchitektur der "zweiten Moderne" vorstellt, also auf formen des neuen Bauens zurĂŒckgreift und diese mit postmodernen und neokonstruktiven AnsĂ€tzen anreichert - vulgo: keine Kunstfelsen. Sie ist ziemlich elegant in eine vom GelĂ€nde her unglĂŒckliche Zooecke gezwĂ€ngt, bietet viel Raum fĂŒr die Tiere, mehrere durch das Becken voneinander getrennte Ruhrzonen, eine integrierte BesuchertribĂŒne und eine als Plastik gestaltete Voliere sowie zwei Aquarien mit Nordseetieren. Der Besucherweg wird zweimal um die Anlage herumgefĂŒhrt, um einen Blick unter die WasseroberflĂ€che zu ermöglichen, rezipiert also die gelsenkirchener Brezelwege, allerdings in Geraden, die als Achsen verstanden werden. Die Bepflanzung und kleinere SandflĂ€chen wurden als gerahmte Inseln in dieses ArchitekturgefĂŒge integriert. Insofern ist das Ganze wohl vor allem stilistisch innovativ, mit wenig Verbindung zu den mir bekannten neueren Robbenanlagen. Es wĂ€re sicherlich falsch, eine neue ArchitekturĂ€ra auszurufen, aber ich könnte mir schon vorstellen, daß man in Bochum den Blick auf einen Trend werfen kann, der in den nĂ€chsten 20 Jahren die Diskussion bestimmen wird.
(29.01.2007, 20:10)

alle Beiträge