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Loro-Park Teneriffa



cajun:   Eine Meldung aus dem Loro Park zum Stand der Wiederauswilderung der Lear Aras
"Loro Parque Fundaci?n 05.03.2021
Loro Parque Fundaci?n f?hrt weitere Exemplare des - Lear-Aras in ihren nat?rlichen Lebensraum in Brasilien zur?ck
Quelle: Pressemitteiling des Zoos
Der Lear-Ara ist eine der zehn Arten, welche die Stiftung, dank der Finanzierung von In-situ- und Ex-situ-Schutzprojekten, vor dem drohenden Aussterben bewahren konnte Puerto de la Cruz, Teneriffa, 05. M?rz 2021. Dank der Initiative von Loro Parque, Botschaft f?r Tiere und Artenschutzzentrum, in enger Zusammenarbeit mit Loro Parque Fundaci?n konnten vor einigen Tagen zwei weitere Lear-Aras (Anodorhynchus leari) ausgewildert werden. Das Projekt f?r diese Papageien ist eines der wichtigsten Projekte der Loro Parque Stiftung, der es damit gelungen ist, den Status des Lear-Aras auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) von stark gef?hrdet auf gef?hrdet herab zu stufen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Stiftung Exemplare dieser Art, die zu den zehn Arten geh?rt, die sie vor dem drohenden Aussterben retten konnte, in ihren nat?rlichen Lebensraum zur?ckf?hrt. Bereits im August 2018 wurden sechs Lear-Aras, die unter der Obhut der Loro Parque Stiftung grossgezogen wurden, ausgewildert und schafften es , sich an die rauen Bedingungen ihrer Lebensr?ume in Brasilien anzupassen. Der Schutz und die schrittweise Erholung des Bestandes der Lear-Aras war eine lange und harte Arbeit, bei der die von der Loro Parque Fundaci?n durchgef?hrte Ex-situ-Arbeit eine entscheidende Rolle spielte. Die brasilianische Regierung ?bergab vor 14 Jahren, im Jahr 2006, zwei Papageienpaare an die Stiftung, mit der Hoffnung, dass die Loro Parque Stiftung die Art erfolgreich z?chtet und somit vor dem Aussterben rettet. Denn der Lear-Ara befand sich in einer ?hnlichen Situation wie der Spix-Ara, der heute in freier Wildbahn ausgestorben ist. Nur sechs Monaten nach Ankunft dieser beiden Paare begann die Zucht und seither wurden ?ber 40 Exemplare auf Teneriffa geboren. Das Ziel der Stiftung war immer, diesen Papageien die R?ckkehr in ihre nat?rliche Umgebung zu erm?glichen und ihre langfristige Erhaltung sicherzustellen. So wurden in den letzten Jahren insgesamt 17 Exemplare nach Brasilien zur?ckgebracht. Neun Exemplare davon zur Teilnahme am ?Nationalen Aktionsplan zur Erhaltung der Art? und acht Lear-Aras zur kontrollierten R?ckkehr in die Natur. Die Loro Parque Fundaci?n hat spezielle Protokolle f?r die Zucht und Haltung dieser Spezies entwickelt. Deshalb haben unsere Anlagen k?nstliche Felsoberfl?chen, die den Klippen nachempfunden sind, in denen die Papageien in ihrem urspr?nglichen Lebensraum br?ten. Die verschiedenen Techniken zur Aufzucht, die die Experten der Loro Parque Fundaci?n beherrschen und langj?hrig erprobt haben, f?hrten zu dem grossartigen Erfolg bei den Nachzuchten. Die Tiere, die von der Loro Parque Fundaci?n nach Brasilien ?berf?hrt wurden, bringen alle Voraussetzungen mit, um sich an die Gegebenheiten in ihrer urspr?nglichen Heimat anzupassen. Trotzdem m?ssen die Tiere sorgf?ltig an ihre neue Umgebung angepasst werden. Vor ihrer Auswilderung in ihrem angestammten Lebensraum, werden die Papageien in grossr?umigen Volieren mehrere Monate lang auf das Leben in der anspruchsvolle Region vorbereitet. Die Aras mussten nicht nur ihre Flugmuskulatur trainieren, sondern auch lernen, nat?rliche Feinde zu erkennen und sich in ihrem nat?rlichen Lebensraum selbst?ndig zu ern?hren. Damit die Lear- Aras die Gefahren ihrer Umgebung erkennen k?nnen, entwickelte ein Team von brasilianischen Biologen ein spezielles Training. Schlangen, Raubv?gel und sogar Menschen m?ssen von ihnen als Bedrohung erkannt werden. Attrappen, welche die Silhouetten von Raubtieren imitieren, sowie Aufnahmen ihrer charakteristischen Laute, sind Teil des, f?r den Erfolg notwendigen, Anpassungsprozesses. Die Auswilderung verlief 2019 dermassen erflogreich, dass jetzt vor wenigen Tagen erneut zwei in Tenriffa nachgez?chtete Lear-Aras, nach der Eingew?hnungphase die seit August 2020 lief, zur St?rkung des Bestandes ausgewildert werden konnte. Spannend war es dabei zu beobachten, dass die zur Auswilderung vorgesehenen Tiere schon zuvor in der Auswilderungsvoliere Besuche freilebender Aras bekamen, wie die eindrucksvollen Bilder zeigen. Dank des grossartigen Engagements der Loro Parque Fundaci?n und des Koordinationsteams in Brasilien, unter Leitung der Biologin Erica Pac?fico, konnten bis jetzt 17 Lear-Aras in ihre nat?rliche Heimat nach Brasilien ?berf?hrte und 8 von ihnen erfolgereich ausgewildert werden. Dieses Engagement entspricht einer gewiss vorbildlichen Umsetzung des von den Naturschutzexperten der Weltnaturschutzunion IUCN ins Leben gerufenen sogenannten ?One-Plan-Approachs?. Dieser sieht es angesichts der sechsten globalen Aussterbewelle, unter der die Erde bekanntlich leidet, vor, eine Kombination von Artenschutzmassnahmen in den nat?rlichen Lebensr?umen ?in situ? mit den koordinierten Erhaltungszuchtprojekten in menschlicher Obhut ?ex situ? durchzuf?hren. Dabei kommt nat?rlich dem Know-how moderner Zoos eine besondere Schl?sselfunktion zu, wie Loro Parque in diesem erfolgreichen Naturschutz-Projekt eindrucksvoll zeigt.
(09.03.2021, 15:39)
Hannes Lueke:   Ich wei├č nicht ob es viel unabh├Ąngiger geht.
Jeder Depp kann da bewerten und wenn man ├╝berlegt, das die wenigsten menschen sich die M├╝he machen im Internet positives zu schreiben sind 4,5/5 Punkten bei 25.000 Bewertungen schon cool.
├ťberraschend f├╝r mich, das der San Diego Zoo ebenfalls nur rund 25.000 Bewertungen hat und Disneys Animal Kingdom 30.000. Sea World San Diego nur 9000.

Evtl ist Tripadvisor eher ein Europalastiges Instrument. Daf├╝r w├╝rde ebenfalls die extrem hohe Bewertung des Europaparks sprechen.
(27.08.2018, 11:53)
W. Dreier:   Im Stadtgebiet von Puerto dann diese mit doppeltem Schwanz
(04.05.2018, 15:51)
W. Dreier:   Interessant dann die Rieseneidechsen der Gattung Gallotia, die erst in den letzten drei├čig Jahre in Restpopulationen bekannt wurden und f├╝r die es Zuchtprogramme gibt. Vorkommen auf El Hierro, La Gomera, Gran Canaria und seit 1996 auch wider auf Teneriffa im Tenogebirge. Ca 75 cm k├Ânnen sie erreiche.
Die abgebildete normale Eidechse , hier im Teide Gebirge, erreichte auch ca 25 cm.
(04.05.2018, 15:49)
W. Dreier:   Am ``Strand`` im Nordosten Steinw├Ąlzer
(04.05.2018, 15:44)
W. Dreier:   Bliebe die wildlebende Fauna au├čerhalb des Loro-Parques auf Teneriffa: erstaunlich wenig! Von Haustauben und T├╝rkentauben der Gattung Streptopelia abgesehen ganz selten weit weg M├Âwen und Kr├Ąhen, ├Âfter r├╝ttelnde Turmfalken. In den Parks als Neozoe Halsbandsittiche. Der h├Ąufigste Vogel im Stadtbereich ist die einheimische etwas kleinere Amsel, w├Ąhrend kleinere V├Âgel sehr heimlich und zudem farblich wenig attraktiv waren.
S├Ąugetiere sind eher die bekannten Weltb├╝rger - also Ratten, aber auch Flederm├Ąuse. Eingef├╝hrt wurden W├╝stenigel und Ende der Siebziger im Einbruchsgebiet des Teide (Caldera) Mufflons, die man nu gern wieder loswerden m├Âchte. Die Rede war auch von einer ``Wildkatze", die eher eine verwilderte sein wird - kleiner wohl, so ├Ąhnlich wie die kleinen Kaninchen auf Porto Santo bei Madeira. Die Wildkaninchen Teneriffas sind jagdbar, unterstehen aber dem Jagdgesetz.

Anbei ein Halsbandsittich im Orchideenpark in Puerto de la Cruz
(04.05.2018, 15:41)
W. Dreier:   Fand noch ein Bild der Wasserschweinanlage - sieht mir doch nach Kunstrasen aus.
(03.05.2018, 22:26)
W. Dreier:   Da ich nun schon wieder im Loro-Parque bin - Fortsetzung: an Baut├Ątigkeit scheint ein Kinderspielplatz in Arbeit oder Neuausrichtung zu sein (N├Ąhe Delphine) - ``Kinderlandia``. Verhungern und Verdursten kann man nicht: Laut Plan 7 gr├Â├čere Einrichtungen vom Self Service bis zum Restaurant a la Carte (ich mu├č gestehen, dass ich keinen Hunger hatte!). Ansonsten wird noch f├╝r ein Steak-Restaurant in unmittelbarer N├Ąhe Reklame gemacht (50 Meter nur laut Reklame - Brunellis Steakhous -`` Das beste Fleisch auf dieser Seite des Atlantik`` !). Und dann gibt es noch mit Aufpreis einen Blick hinter die Kulissen (Discovery Tour).

Nun noch 2 Unterlassungen meines Besuches: erst vor Tagen sah ich an einem ``Gambischen Markt``, einer gr├Â├čeren Hausanlage an der Vogelschau, dass es dort auch ein Terrarium gibt. Und in einer Au├čenecke auch eine Quallenanlage. Wie man sieht - ich mu├č nochmals hin (sage ich mir bei jedem anderen Besuch auch).
Zur Vogelschau (Anlage sehr viel einfacher als die anderen 3: gr├╝ner Rasen hinter Hauss├Ąulen, kein Amphitheater zum Sitzen) bin ich nicht gekommen, zumal es bei der Orcaveranstaltung auch eine Araflugnummer gab mit Hinweis auf die Erfolge des LP (Lear-Ara, Spix-Ara u.a.)

Dann noch das Aquarium mit Tunnel - auch Haie, Kraken und Nemos, Korallenfische nicht weiter bemerkenswert. Ein `` Botschafterhaus`` f├╝r V├Âgel mit Handaufzuchten. Am Eingangsteich viele , viele Koois und ein schwarzer Schwan. Die z├╝chtenden Flamingos im Mittelteil.nannte ich wohl schon.

Ach, ja, Reptilien: Neu Mississippi-Alligatoren. Gr├╝ne Leguane auf riesiger Anlage (auch deshalb f├╝r Komodos geeignet (aber Temperaturen?), Galapagosschildkroten und afrikan. Sulcatas. Auf der Insel in Freiheit dann recht gro├če Eidechsen (womit ich nicht die Rieseneidechsen der Inseln meine).

Schlie├čen m├Âchte ich dennoch mit Papageien. Mit viel M├╝he ein Bild vom tasmanischen Gelbohrkakadus - die hingen immer vorn am Draht.


(03.05.2018, 10:47)
W. Dreier:   Interessante Frage! Mir kam das in den Sinn, da im TP in einigen Anlagen Plastepflanzen auftauchen. Warum kein Gras bei den L├Âwen? Sind die Tiger vorsichtiger (na gut - L├Âwen leben etwas weniger in subtropischem Ambiente). Kann sich der Rasen so halten. dass keine ``Laufspuren`` zu erkennen sind.? Bei den Wasserschweinen : Ich habe wegen anderer Interessenlage im LP nur gesehen, das der ``Rasen`` exakt Steine ``umrundete``, ohne dass man ``Grashalme" sah. Man m├╝├čte bei dem optischen Zustand eigentlich alle 2 Tage m├Ąhen !!??Andererseits - Der Rasen ist ansonsten insgesamt professionell (wie Golfrasen) - auch unter den Palmen im Schatten. Im Zentralteil gibt es einen gr├Â├čerer ``Palmenwald``, G├Ąrtner waren beim M├Ąhen: dort stand ein Schild, auf dem man sich f├╝r den Krach entschuldigte und daf├╝r, dass an einigen Stellen der Rasen nicht dem Standard entsprach!!!! An sich ben├Âtige ich keine Brille (w├Ąre manchmal aber n├Âtig) - aber es kommen mir jetzt durchaus Zweifel wegen meiner ├äu├čerung.
Noch ein Ausschnittsbild eines anderen Fotos der Tigeranlage.
(03.05.2018, 10:09)
Hannes Lueke:   Sicher, dass das Kunstrasen ist? Dieses seltsam kurze Gras findet sich auf allen Parkfl├Ąchen im Zoo und ich meine gesehen zu haben wie Wasserschweine davon gefressen haben
(03.05.2018, 09:44)
W. Dreier:   Und nun: wei├čer Tiger auf Kunstrasen und subtropischem Ambiente (dazu Wassergraben)
(02.05.2018, 19:34)
W. Dreier:   Vergessen habe ich noch Wei├čkopfsakis.

Verbl├╝ffend die F├Ąrbung der Goldenen L├Âwen├Ąffchen
(02.05.2018, 19:30)
W. Dreier:  
2. Besucher-Highlight: Delphine - 9 an der Zahl in der Vorstellung

Dann noch die Seel├Âwenvorstellung (1, 6)

S├Ąugetiere ansonsten: Zwergotter, Erdm├Ąnnchen, Wasserschweine und Gro├čer Ameisenb├Ąr gemeinsam auf ansteigender Anlage und mit Wasserbecken (auf Kunstrasen zwischen den gro├čen Steinen!!!!! ), Goldhandtamarin, Wei├čgesichtstamarin, Goldenes L├Âwen├Ąffchen, Kaiserschnurrbarttamarin, Schimpansen, 5 Gorillam├Ąnner, Faultier, Jaguar (1 schwarzes Tier), wei├če Tiger auf Kunstrasen, Angolal├Âwen, Rote Pandas
(02.05.2018, 19:04)
W. Dreier:   Kommen wir zu den S├Ąugetieren - an der Spitze steht sicher die Vorstellung der Orcas (Orca Ocean) mit vielen belehrenden Einspielungen mit Ton und Video. 1 , 2 waren ``t├Ątig`` - ohne direkten Wasserkontakt Orca - Pfleger. Die Arena fa├čt sicher 1000 Besucher, 3 Vorstellungen am Tag, Dauer durchaus 30 min.
(02.05.2018, 18:54)
W. Dreier:   Ein Beispiel f├╝r die Schilder.

Ich sagte schon, dass man eigentlich 2 Tage f├╝r den L-P br├Ąuchte - der 2. kostet dann nur noch 15 Euro - wobei auch f├╝r andere zoologische Einrichtungen (z. B S├╝dseite der Insel) das Prinzip ``nimm 2` f├╝r weniger Geld`` herrscht.
(02.05.2018, 18:41)
W. Dreier:   Interessantester Pinguin ist sicher der Kehlstreifenpinguin
(02.05.2018, 18:37)
W. Dreier:   Ohne Zweifel das Prunkst├╝ck der Vogelhaltung vom Loro-Parque ist der ``Planet Penguin`` f├╝r antarktische und subantarktische Pinguine sowie Humboldtpinguine. Ca 50 K├Ânigsp., 20 Eselp und Kehlstreifenp, sowie etwas weniger Felsenpinguine sah ich: Eislandschaft, sauberes Wasser - alles hinter saubersten Scheiben. Gegen├╝ber dann Papageitaucher, im ``Keller`` Fische. Fotografisch wegen der dicken Scheiben schwierig, da , wie ├╝ber Stimme mitgeteilt. der antarktische Winter herrscht - also gedimmtes Licht, um den Biorhythmus ``nachzuspielen``.
(02.05.2018, 18:35)
W. Dreier:   Es w├Ąre vermessen, alle mir seltenen Arten und Unterarten der Papageiartigen hier abzubilden. Der Borstenkopf z. B. k├Ânnte dazu geh├Âren - hier ein Lori (Mount-Apo-Lori. Das Schild zwar gesehen, aber nicht au├čen gesehen: Pompadoursittish. Zum Gl├╝ck hatte ich den in Walsrode erwischt (noch in der Diazeit). Nicht vorhanden: Kaiseramazone
Anbei der Mount-Apo-L
(02.05.2018, 18:26)
W. Dreier:   Lear-Ara: ein in Felsen br├╝tender Gro├čara
(01.05.2018, 20:02)
W. Dreier:   weiblicher Helmkakadu
(01.05.2018, 19:55)
W. Dreier:   Der kleine Helmkakadu - selten ausgestellt - mit Farbdimorphismus der Geschlechter: hier das M├Ąnnchen
(01.05.2018, 19:54)
W. Dreier:   Schwerpunkt f├╝r mich ( Begleitung durch meine Frau) waren in den 8 Stunden nat├╝rlich die Papageien - ein f├╝r mich nicht so gut ``durchgeackertes" Gebiet - und das mit Fotoapparat. Wie schon gesagt, extremes Wetter f├╝r die Zeit und den Ort Puerto de la Cruz: alle Morgen wolkenverhangen, gegen 14 Uhr auch etwas Sonnenschein, so 22┬░C. Die ``normalen `Volieren f├╝r kleine Arten (Sittiche, Aratingas, Agapornis etc) in Wegeschlingen eingebaut, in der Regel in subtropischer Vegetation. Gr├Â├če etwa 1,5 m breit, 5 m tief, 2 - 2,5 m hoch, Sitzstangen z. T. nah am Gitter, stabile Drahtkonstruktionen, auch die Nestkisten und Futtern├Ąpfe aus stabilem Material, Abstand von der Absperrung ca 1,5 bis 2 m. Dazu schlechte Lichtverh├Ąltnisse - allerdings w├Ąre bei vollem Sonnenschein mit Licht-Schatten-Effekt es auch nicht gut gewesen.
Nach Durchsicht der Fotos mu├č ich feststellen, dass ein nochmaliger Besuch im Park notwendig gewesen w├Ąre (es gab aber auch noch Teneriffa ``an sich`` - Teno-Gebirge, Anaga-Gebirge, Santa Cruz, La Laguna, den Teide !), Das ist nat├╝rlich auch der Artenvielfalt geschuldet.
In der Folge einige `Besonderheiten``:
Prachtamazone (Amazona pretrei)
(01.05.2018, 19:46)
W. Dreier:   Wie ich sehe, hat der Loro Parque in diesem Forum speziell in der Zeit vom 17.1. - 19.1. 2007 (!!!) eine gewisse Rolle gespielt: im Prinzip kann ich darauf verweisen, da gr├Â├čere Ver├Ąnderungen an Einsch├Ątzung, Gel├Ąnde und Tierbestand nicht anstanden, sieht man davon ab, dass speziell f├╝r den Naturschutzgedanken enorm investiert wurde - und nat├╝rlich fand in der Zeit der Aufbau des Siam-Parkes an der S├╝dwest-Seite Teneriffas an.
Die im Forum 2007 gemachten Einsch├Ątzungen, auch die dort genannten Widerspr├╝chlichkeiten, kann man auch heute unterschreiben. Entstanden ist im Loro-Parque in neuerer Zeit der Eingangsbereich mit thail├Ąndischem Flair (u.a. dort ein Porzellanmuseum mit Papageidarstellungen - auch besonders aus Mei├čner Porzellan), dazu Bildungseinrichtungen wie das ``Naturvisions``-Geb├Ąude. Neu scheint auch die gro├če Freiflugvoliere `` Katandra-Treetop`` zu sein - mit einem ``Baumgipfelpfad`` - hier nicht nur Papageienartige, sondern auch u.a. mit Jungfernkranichen, Kronentauben und Kuhreihern. Von der Familie Kiessling als Eigent├╝mer ( also nicht der LPF) errichtet, wurde das genannte Aquarium ``Poema del Mar`` in Las Palmas (Gran Canaria - Er├Âffnung am 8.1.018, 30 Mio Euro Baukosten, zweitgr├Â├čtes weltweit, 24 Euro Eintritt).
Hier im Anhang nun in einer neuen Anlage der L├Âwenmann (Angola-UA) in einer gro├čen Glas-abgesperrten Anlage - noch j├╝ngere 1, 3. Alle Scheiben auch in/an anderen Anlagen peinlichst sauber ! An einem kleinem Teich ohne gr├Â├čeren Tierbesatz war z. B. ein Pfleger im Neopren-Anzug dabei, herabgefallene und gesunkene Ficus-Bl├Ątter herauszuholen!
Eine Gel├Ąndevergr├Â├čerung ├╝ber die ca 13 ha hinaus ist in Diskussion. Schaut man mit Google-maps auf das Gel├Ąnde, fallen in der N├Ąhe noch Bananenpflanzungen auf als ``Gel├Ąndereserve`` auf.
(01.05.2018, 19:25)
W. Dreier:   Eintritt bis heute 35 Euro - ab morgen 36 - aber mit Sicherheit realistisch! Wenn nur nicht so viele Besucher w├Ąren - Puerta da la Cruz ist fest in Loro-Parque-Hand! Selbst die M├╝llk├Ąsten haben Loro-Park Aufkleber (oder vom Siam-Wasser-Park). Bei den verschlungenen Wegen ist das Finden der eigentlichen "Loro"-Volieren nicht ganz einfach - speziell wenn man gegen die ausstr├Âmenden Besuchermassen der Shows schwimmen mu├č.
Anbei der Maronenstirnsittich als Besonderheit. Die "ganz" seltenen Formen sind zum Teil in der Au├čenstation in Los Realejos. (ohne Zutritt)
(30.04.2018, 11:39)
W. Dreier:   Wieder zur├╝ck von Teneriffa: mit einmaligem Wetter - f├╝r dort: seit November bis jetzt regnerisch und neblig - gut f├╝r die Natur.
Das Aquarium in Las Palmas ist er├Âffnet, im Loro Parque auch die L├Âwenanlage.

Gorillamann
(30.04.2018, 11:31)
Hannes Lueke:   Der vor Jahren in der Nordsee gefundene und in den Niederlanden aufgep├Ąppelten Orca Morgan ist schwanger.
(03.12.2017, 20:45)
Oskar Schwitters:   Ich vermute, dass die L├Âwenanlage aufs Erweiterungsgel├Ąnde kommt. Die komplette Erschlie├čung soll laut Sheridan noch eine Weile dauern.
(11.04.2017, 20:53)
Oliver Muller:   Wo kommt denn die L├Âwenanlage hin? Und ist schon etwas ├╝ber weitere Planungen f├╝r das Erweiterungsgel├Ąnde bekannt?
(11.04.2017, 16:47)
Oskar Schwitters:   Der Loro Parque plant eine neue Anlage f├╝r Angola-L├Âwen zu er├Âffnen. Der Artikel ist mit einem Foto von Matadi illustriert.

www.atlantisfm.de/nachrichten/1716-teneriffa-drei-neue-loewen-im-loro-parque
(10.04.2017, 19:19)
Oliver Muller:   @Oskar Schwitters: So weit ich wei├č, ist es nicht der Loro Parque, der das Aquarium baut, sondern Wolfgang Kiessling himself.
(13.12.2016, 08:44)
Oskar Schwitters:   Das vom Loro Parque gebaute Aquarium soll im Sommer n├Ąchsten Jahres f├╝r rund 30 mio. ? er├Âffnet werden. Auf 1,25 ha sollen 350 Tierarten leben. Dazu geh├Ârt auch ein Indoorregenwald, auch wenn ich dies im subtropischen Klima als unn├Âtig ansehe.

https://www.travelnews.ch/destinationen/4214-poema-del-mar-ein-aquarium-fuer-las-palmas.html


(12.12.2016, 21:44)
Oliver M├╝ller:   Wei├č jemand, wer neuer Zoologischer Direktor im Loro Parque ist/wird?
(07.10.2015, 19:02)
Loro Parque:   Papageienportrait aus der LPF: Der Palmkakadu

Dr. Matthias Reinschmidt, Zoologischer Direktor LoroParque, Teneriffa

Seit dem Jahr 2001 arbeite ich f├╝r den Loro Parque und die Loro Parque Fundaci├│n auf Teneriffa, die
mit 350 verschiedenen Papageienarten- und Unterarten die formenreichste Papageienkollektion der
Welt pflegen. Immer wieder werde ich gefragt, ob ich denn einen Lieblingspapagei h├Ątte. Darauf
antworte ich stets, dass alle Papageienarten, ob die ganz gro├čen Aras oder bis hin zu den ganz
kleinen Sperlingspapageien interessant sind und jede einzelne Papageienart ihren speziellen Reiz
hat.
Angefangen hat bei mir alles im Alter von acht Jahren, damals hatte ich das erste P├Ąrchen
Wellensittiche (Melopsittacus undulatus), mit denen ich bald darauf die ersten Jungtiere z├╝chtete,
sp├Ąter wurden die Sittiche gr├Â├čer ├╝ber Nymphensittiche (Nymphicus hollandicus) und Prachtrosellas
(Platycercus eximius) bis hin zum ersten ÔÇ×richtigenÔÇť Papagei, einem Timneh-Graupapagei (Psittacus
timneh). Auch die Amazonen haben es mir angetan, so waren die ersten gr├Â├čeren Papageien, die ich
selbst in meiner eigenen Haltung 1989 gez├╝chtet habe und die mich bis heute begleiten, die
Gelbwangenamazonen (Amazona autumnalis). Danach habe ich auch meine Biologie-Diplomarbeit
über Amazonen und zwar über die Brutbiologie der Tucumán-Amazonen (Amazona tucumana) im Zoo
Karlsruhe geschrieben.
Als ich dann im Jahre 2001 Kurator der weltgr├Â├čten Papageienkollektion der Loro Parque Fundaci├│n
wurde, hatte ich sie pl├Âtzlich alle in meiner Obhut. Von den kleinsten und h├Ąufigsten bis bin zu den
gr├Â├čten und seltensten Papageienarten der Erde und nat├╝rlich gibt es auch stark bedrohte Arten wie
die Spix-Aras (Cyanopsitta spixii) oder die Lear-Aras (Anodorhynchus leari), die extrem selten sind
und es f├╝r mich stets eine gro├če Ehre ist, sich um solche Papageien k├╝mmern zu d├╝rfen. Oder die
gr├Â├čten Papageien ├╝berhaupt, die kobaltblauen Hyazintharas (Anodorhynchus hyacinthinus) oder die
lustigen Keas (Nestor notabilis), die seltsamen Borstenkopfpapageien (Psittrichas fulgidus) oder die
farbenpr├Ąchtigen Loris, die leuchtenden Goldsittiche (Gouarouba gouarouba) und, und, undÔÇŽÔÇŽÔÇŽ.
Aber trotz der gro├čen Auswahl, der fast unendlichen Farbenpracht sind mir eine Gruppe von
Papageien ganz besonders ans Herz gewachsen, n├Ąmlich die Kakadus. So konnte ich schon Anfang
der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts die ersten eigenen Molukkenkakadubabys
(Cacatuamoluccensis) zuhause selbst von Hand aufziehen und sp├Ąter hatte ich die Gelegenheit in der
Loro Parque Fundacion(LPF) sogar meine Doktor-Arbeit ├╝ber die Brutbiologie des Inkakakadus
(Cacatua leadbeateri) anzufertigen, dabei bekam ich einen tiefen Einblick, wie intensiv und liebevoll
sich die Kakadueltern um ihren Nachwuchs k├╝mmern.
Eine Kakaduart hat es mir aber bis heute ganz besonders angetan: Der Palmkakadu (Proboscigera
terrimus). Dieser g├Ąnzlich tief schwarz gef├Ąrbte Vogel mit seinen intensiv roten unbefiederten Wangen
und seiner stets nach oben gestellten Federhaube erinnert eher an sehr urspr├╝ngliche Fabelwesen,
als an einen Papagei. Und sein Charakter hat etwas eigenes, etwas schwer in Worte zu fassendes. Er
ist eine Pers├Ânlichkeit, die man kennenlernen muss, um sie zu verstehen. Hat man sein Vertrauen
gewonnen, gew├Ąhrt einem der Vogel das man auch direkten Kontakt aufnimmt und sich mit ihm
ÔÇ×unterh├ĄltÔÇť, ihn sogar auf die Hand nimmt und ihn verstehen lernt. Je l├Ąnger man sich mit dieser
Papageienart besch├Ąftigt desto st├Ąrker wird man in ihren Bann gezogen.
Der Palmkakadu hat einen ÔÇ×eingebauten StimmungsbarometerÔÇť, denn die Intensit├Ąt der roten
Wangenhaut zeigt genau an, wie sich das Tier f├╝hlt. Ist diese intensiv rot, dann geht es ihm bestens,
ist diese aber blassrosa, so f├╝hlt er sich unwohl und bei l├Ąngerem Anhalten dieser blassen F├Ąrbung
sollte man das Tier schnellstm├Âglich einem erfahrenen Tierarzt vorstellen.
Schreien h├Ârt man Palmkakadus so gut wie nie, jedoch tragen sie gerne ihre pfeifenden,
schnalzenden und glucksenden Laute vor, die durchaus melodisch klingen. Dabei wird mit dem Fu├č
stampfend auf den Sitzast geschlagen und damit angedeutet, dass man sich als Beobachter in der
N├Ąhe des Palmkakadu Revieres befindet, das man doch zu respektieren habe!
Mich haben diese Palmkakadus schon immer fasziniert, aber der gro├če pers├Ânliche ÔÇ×DurchbruchÔÇť bei
mir kam, als ich die ersten K├╝ken selbst von Hand in der LPF aufziehen konnte. Handaufzuchten
dieser Vogelart gelten als schwierig und die K├╝ken als sehr heikel. Nicht immer gelang es mir diese
erfolgreich gro├č zu bringen. Aber in den letzten Jahren konnte das Aufzuchtfutterrezept soweit
verbessert werden, dass uns nun in der Loro Parque Fundacion die Handaufzuchten auch vom ersten
Tag an regelm├Ą├čig gelingen.
Die ersten K├╝ken in Handaufzucht habe ich stets mit einer transportablen W├Ąrmebox, die man an den
Zigarettenanz├╝nder des Autos anschlie├čen kann, mit nach Hause genommen, um sie auch 24
Stunden ├╝berwachen und f├╝ttern zu k├Ânnen. Morgens reisten sie dann wieder mit mir ins B├╝ro.
Gerade die frisch geschl├╝pften jungen Papageien brauchen alle zwei Stunden Futter, da muss man
dann schon einmal seinen Arbeitsalltag danach ausrichten, aber was gibt es sch├Âneres wenn die
kleinen Palmkakadus gut heranwachsen und dann schon nach 10 Tagen die Augen ├Âffnen und stolz
und aufrecht, wie ein kleine Diva in der Hand stehen und nach Futter betteln.
So schnell es am Anfang geht so lange brauchen die jungen Palmkakadus bis sie wirklich futterfest
sind und ganz selbstst├Ąndig sich ern├Ąhren k├Ânnen. Bis zu einem Jahr muss man manchmal zu f├╝ttern
und in der ├ťbergangsphase zur Selbstst├Ąndigkeit muss man dann hart bleiben und darf sich auch
durch ein anhaltendes Bettelns des Jungvogels nicht erweichen lassen, nicht doch noch einmal die so
ÔÇ×lecker gef├╝llteÔÇť Futterspritze heraus zu holen.
Handaufgezogene Palmkakadus sollte man so schnell als m├Âglich mit Artgenossen zusammen
bringen, um sie zu sozialisieren. Da diese Kakaduart pro Gelege stets nur ein einziges Ei legt haben
sie keinen Nestgeschwister und man muss anderweitig f├╝r die Sozialisierung sorgen, um eine
Fehlpr├Ągung auf den Menschen zu vermeiden. Ein Jungvogel aus dem Vorjahr ist genau der richtige
ÔÇ×LehrerÔÇť, um dem Nachwuchs das Fressen, Fliegen und arttypische soziale Verhaltensweisen
beizubringen.
H├Ąlt man solche jungen Palmkakadus auf der Hand zeigen sie ein sehr zutrauliches Verhalten und
versuchen alles mit ihrer Zunge zu ÔÇ×ertastenÔÇť, dabei wird gerne auch einmal ein Finger oder die ganze
Hand in den riesigen Schnabel genommen, aber niemals habe ich Bedenken, dass die Tiere damit
zubei├čen, was sie bei mir auch noch nie gemacht haben. Es sieht majest├Ątisch aus, wenn man solch
einen beeindruckenden Vogel auf der Hand h├Ąlt und mit ihm ÔÇ×kommuniziertÔÇť. Dies geh├Ârt zu den
Dingen die mir eine unglaubliche Freude bereiten und mich stets wieder aufs Neue f├╝r diese
au├čergew├Âhnliche Vogelart begeistern.
F├╝r mich ist und bleibt der Palmkakadu mein absoluter pers├Ânlicher Favorit unter den Papageien und
wenn ich nur ein einziges Paar V├Âgel halten d├╝rfte, dann w├Ąren es diese!
Meine gesammelten Zuchterfahrungen in der Loro Parque Fundacion habe ich in einem ausf├╝hrlichen
Zuchtbericht in der Zeitschrift PAPAGEIEN (Reinschmidt, M., 2011) niedergeschrieben, die dem
interessierten Leser sicherlich viel Neues er├Âffnen werden.

Literatur
Reinschmidt, M. (2011): Palmkakadus ÔÇô meine Lieblingsv├Âgel. Papageien Jg. 24 S. 296-302. Arndt-Verlag. Bretten.

Foto: M. Reinschmidt
(18.10.2013, 13:50)
Loro Parque:   Praxistipp aus der Loro Parque Fundacion auf Teneriffa:
Halbreifer Mais ein wichtiges Zusatzfutter f├╝r Papageien und
Sittiche w├Ąhrend der Brut- und Aufzuchtphase

Dr. Matthias Reinschmidt, Zoologischer Direktor, Loro Parque, Tenerife

Immer wieder wird man gefragt, was man den Papageien und Sittichen in der Aufzuchtphase von
Jungtieren als extra Futter geben kann. Die Antwort ist nicht einfach, denn je nach Papageienart sind
die Bed├╝rfnisse sehr unterschiedlich. Ein Zusatzfuttermittel, das sich aber in der Loro Parque
Fundacion seit vielen Jahren ganz besonders bew├Ąhrt hat, ist der halbreife Mais. Dieser wird frisch
von der Pflanze geerntet, wenn die K├Ârner der Kolben noch nicht gelb und hart geworden sind. Harte
Maisk├Ârner werden nur noch von wenigen Arten mit starken Schn├Ąbeln wie Kakadus und Aras
aufgenommen. Der halbreife, auch milchige Mais genannt, wird jedoch von fast allen Papageien und
Sittichen und sogar Loris gerne gefressen, denn er ist weich, schmeckt s├╝├člich und wird gut verdaut,
gerade, wenn Jungtiere im Nest sind, ist dies eines der Aufzuchtfuttermittel, das stets gierig gefressen
werden und die Eltern auch zus├Ątzlich animiert ihre Jungtiere zu f├╝ttern.
Auf Teneriffa steht uns der halbreife Mais ganzj├Ąhrig frisch in ausreichender Menge zur Verf├╝gung, da
er rund um das Jahr angebaut werden kann. In Mitteleuropa hingegen, ist der Mais eine reine
Saisonpflanze, die im April/Mai ausges├Ąt und im August halbreif geerntet werden kann. Dann gilt es
einen ausreichenden Vorrat sich anzulegen, um das ganze Jahr entsprechendes Futter f├╝r die V├Âgel
zu haben. Gerade in den Aufzuchtmonaten zwischen M├Ąrz und Juli, ist n├Ąmlich noch kein frischer
milchreifer Mais vorhanden. Daher empfiehlt es sich einen Vorrat f├╝r die kommende Brutzeit schon im
Jahr zuvor anzulegen, indem man den Mais halbreif erntet und dann in der Gefriertruhe portionsweise
einfriert, um bei Bedarf vorbereitet zu sein.
Der Mais stammt urspr├╝nglich aus Mexiko und geh├Ârt in die Familie der S├╝├čgr├Ą├čer. Heute geh├Ârt er
zu dem am h├Ąufigsten angebauten Pflanzen, er bedeckt mit 170 Millionen Hektar weltweit etwa 24 %
der Getreideanbaufl├Ąche, darauf werden etwa 850 Millionen Tonnen Mais j├Ąhrlich geerntet. Der Mais
wird in erster Linie als Nahrungs- und Futterpflanze genutzt, seit einigen Jahren aber auch verst├Ąrkt
als Energiepflanze.
Wenn wir uns den Inhalt des Mais einmal n├Ąher anschauen (siehe Tabelle1), dann sehen wir, dass vor
allem der hohe Kohlenhydrahtanteil auff├Ąllt. Die Pflanze stellt damit zwar ein besonders
energiereiches Futter dar, hat aber wie viele aus Wildgr├Ą├čern gez├╝chtete Getreidesorten nur einen
geringen Anteil an essenziellen Aminos├Ąuren. Daher sollte auf keinen Fall ├╝ber einen l├Ąngeren
Zeitraum ausschlie├člich oder haupts├Ąchlich halbreifer Mais gef├╝ttert werden, auch wenn dieser von
fast allen Papageien stets gierig genommen wird. Halbreifer Mais ist immer nur als Zusatzfutter- oder
Erg├Ąnzungsfuttermittel verwenden, das in dieser Funktion beste Dienste leistet. F├╝ttert man aber zu
viel davon, kann es zu akuten Mangelerscheinungen kommen. Dazu passt eine kleine Anekdote, die
ich vor ├╝ber zwanzig Jahren erlebt habe. Ein befreundeter Papageienz├╝chter war damals ganz stolz,
dass sein Paar Korallenschnabelpapageien (Pionus sordidus corallinus) erstmals br├╝tete und dabei
gleich vier Jungtiere in der Nisth├Âhle hatte. Um die Eltern zu stimulieren, die Jungen ausreichend zu
f├╝ttern, gab er halbreifen Mais im ├ťberfluss. Die Eltern waren eifrig dabei diesen zu fressen und an die
Jungtiere zu verf├╝ttern. Die Bescherung kam, denn als die Jungtiere fl├╝gge wurden und den
Nistkasten verlie├čen, denn alle vier Jungv├Âgel hatten Rachitis, was sich in krummen Beinen und
F├╝├čen durch zu weiche Knochen zeigte. Durch die fast ausschlie├čliche Maisf├╝tterung, hatte es akute
Mangelerscheinungen gegeben, die zu sp├Ąt erkannt wurden. Schaut man sich nun die Angaben, des
Calzium/Posphor-Verh├Ąltnisses im Mais an, so liegt dieses bei 1:26, wobei ein Verh├Ąltnis von 2:1
optimal w├Ąre. Dies erkl├Ąrt auch die aufgetretene Rachitis.
Deshalb soll nun die dringende Empfehlung sein, halbreifer Mais unbedingt mit in den Futterplan
aufzunehmen, aber nur als Erg├Ąnzung und Stimulanz zu sehen, daf├╝r leistet er hervorragende
Dienste, aber niemals als Hauptfutter w├Ąhrend der Aufzucht. In der Loro Parque Fundacion
zerschneiden wir dazu einen Maiskolben in etwa vier bis f├╝nf St├╝cke und geben pro Brutpaar nicht
mehr als zwei St├╝ck davon pro Tag.
Wenn die Jungtiere sp├Ąter fl├╝gge sind, ist auch meist der halbreife Mais, eines der ersten Futtermittel,
das probiert und aufgenommen wird und somit die Jungtiere an die selbstst├Ąndige Futteraufnahme
gew├Âhnt.
Wichtigster Grundsatz bei der Maisf├╝tterung bleibt jedoch: Alles in Ma├čen!
(12.06.2013, 11:00)
Loro Parque:   Nachrichten der Loro Parque Fundacion Februar 2013
Dr. Matthias Reinschmidt, Zoologischer Direktor, Loro Parque, Tenerife

Mit dem Einzug zweier Paare Lear-Aras (Anodorhynchus leari) in die Zuchtstation der Loro Parque
Fundacion (LPF) im Jahre 2007, waren im Vorfeld in die zur Haltung und Zucht vorgesehenen
Volieren, Kunstfelsen eingebaut worden, da diese Papageienart in ihrem nat├╝rlichen Lebensraum der
brasilianischen Caatinga, reine Felsh├Âhlenbr├╝ter sind. Der Erfolg lies damals nicht lange auf sich
warten. Schon zwei Monate sp├Ąter lag das erste Ei in der k├╝nstlichen Felsh├Âhle. Bis heute haben die
beiden Paare weit ├╝ber 25 Jungtiere erbr├╝tet, so dass sich dieses System der k├╝nstlichen Brutfelsen
bestens bew├Ąhrt hat.
Nun gibt es aber einige weitere Papageienarten, die in der Natur ebenfalls Felsh├Âhlenbr├╝ter sind, die
Maronenstirnsittiche (Rhynchopsitta terrisi) und die Gro├čen Felsensittiche (Cyanoliseus patagonus
bloxami). Zwar br├╝ten in der LPF die Letzteren regelm├Ą├čig auch in Holznistk├Ąsten, allerdings steht bei
den Maronenstirnsittichen bis heute ein Zuchterfolg aus. Die drei Paare dieser Art wurden im Jahre
2008 als Nachzuchten aus einem Zoo in Mexiko importiert, waren dort auch in Holznistk├Ąsten erbr├╝tet
worden, aber da sie bis jetzt bei uns noch nicht zur Brut geschritten sind, haben die Pfleger der
Zuchtstation nun zus├Ątzliche Felsh├Âhlen gebastelt. Nun wird es spannend, wie sich beide
Papageienarten in der Brutsaison entscheiden werden, denn nach wie vor stehen auch die
Holznistk├Ąsten zus├Ątzlich zu den Felsh├Âhlen zur Verf├╝gung.
Die Zuchtsaison beginnt schon bei einigen Arten, so haben die allerersten Amazonen mit der Eiablage
schon Anfang Februar begonnen, w├Ąhrend beispielsweise viele Loriarten schon mitten im
Brutgesch├Ąft sind. So zieht derzeit ein Paar Gelbkopfloris (Trichoglossus euteles) zwei Jungtiere
selbstst├Ąndig im Nistkasten gro├č.
Besonders freut uns der fr├╝he Schlupf des in Europa sehr selten gehaltenen Kap-Papageis
(Poicephalus robustus), von denen wir schon einige Jungtiere gez├╝chtet haben, nachdem wir vor
einigen Jahren vier Tiere aus dem Zoo M├╝hlhausen in Frankreich bekommen hatten. Dieses erste
Jungtier dieser Art in diesem Jahr wird in der Babystation des Loro Parque liebevoll gepflegt und von
Hand aufgezogen. Bisher entwickelt es sich pr├Ąchtig.
Auch bei den Keilschwanzsittichen (Aratinga) haben die ersten Paare mit der Eiablage begonnen, so
bebr├╝ten nun schon einige Paare Goldstirnsittiche (Aratinga aurea) ihr Gelege. Diese Art ist in der LPF
sehr produktiv, denn die f├╝nf vorhandenen Zuchtpaare br├╝ten regelm├Ą├čig zweimal im Jahr und ziehen
dabei stets auch gro├če Bruten mit bis zu sechs Jungtieren problemlos gro├č.
In den letzten Jahres hat es sich bew├Ąhrt, auch gute Zuchtpaare der Granada-Amazone (Amazona
rodocorytha) ├╝ber den Winter f├╝r einige Monate zu trennen und dann im Februar wieder die
Zuchtgruppen in gro├čen Gemeinschaftsvolieren zu je vier Paaren erneut zusammen zu bringen. Die
Stimulation nach dem Zusammenbringen ist so gro├č, dass die Paare schon wenige Wochen sp├Ąter
mit der Eiablage beginnen. ├ťber die letzten Jahren haben wir auch den Gegenversuch gemacht und
die Paare in den Zuchtgruppen ├╝ber Winter zusammen gelassen, das Ergebnis war sehr
entt├Ąuschend: nur wenig bis gar kein Brutverhalten kam bei den Paaren im Fr├╝hjahr auf. Deshalb ist
die Trennung der Paare ├╝ber den Winter ein wichtiges Managementtool, um eine erfolgreiche
Brutsaison der Granada-Amazone in der LPF vorzubereiten.
Im Loro Parque entstehen gerade neue Volieren f├╝r die Rotschwanzsittiche (Pyrrhura), um diese noch
optimaler den Besuchern pr├Ąsentieren zu k├Ânnen.
├ťberrascht wurden wir dieser Tage durch einige Eier mit denen wir noch nicht gerechnet h├Ątten.
Unsere Galapagos-Riesenschildkr├Âten haben erstmalig Eier gelegt. W├Ąhrend unser M├Ąnnchen Tom
mit seinen 185 kg schon etwa 50 Jahre alt ist, hat er zwei junge Weibchen, die urspr├╝nglich aus der
Zucht des Zoo Z├╝rich stammen. Dies ist der einzige Zoo in Europa, dem ├╝berhaupt erst die Zucht
dieser Tierart gelungen ist. Unsere beiden Weibchen sind inzwischen 17 Jahre alt und haben ein
Gewicht zwischen 70 und 80 kg erreicht. Dennoch haben wir noch nicht mit Eiern gerechnet, aber das
Klima der Kanaren scheint sich sehr fortpflanzungsstimulierend auf unsere Tiere ausgewirkt zu haben,
denn nun hat eines der Weibchen erstmals Eier gelegt, die wir in den Brutapparat zum Ausbr├╝ten
├╝berf├╝hrt haben. Wenn die Eier befruchtet sein werden, werden die Jungtiere nach etwa 200 Tagen
Bebr├╝tung schl├╝pfen.
Die Loro Parque Fundacion und der Loro Parque haben schon mit der Organisation des
Gro├čereignisses des Jahres 2014 begonnen. Der VIII Internationale Papageienkongress wird vom 22.
bis 25. September 2014 in Puerto de la Cruz, auf Teneriffa (Spanien) sattfinden. Dieses internationale
Ereignis wird Papageienliebhabern, Z├╝chtern, Wissenschaftlern und Veterin├Ąren die perfekte
M├Âglichkeit bieten, die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Papageienkunde kennen zu lernen,
genauso wie Erfahrungen mit Freunden und Kollegen auszutauschen. Au├čerdem besteht die
M├Âglichkeit die artenreichste Papageienkollektion der Welt zu bewundern und ein paar erholsame
Tage auf der Teneriffa, der Insel des ewigen Fr├╝hlings, zu verbringen. Deshalb merken Sie sich schon
heute den Termin f├╝r Ihre Urlaubsplanung vor!

Foto: (M.Reinschmidt): Gro├čer Felsensittich (Cyanoliseus patagonus bloxami)
(06.03.2013, 09:10)
Loro Parque:   Nachrichten Loro Parque Fundacion Januar 2013
Dr. Matthias Reinschmidt, Zoologischer Direktor, Loro Parque, Teneriffa

Schon gleich mit Beginn den Neuen Jahres geht es auch in der Loro Parque
Fundacion sofort wieder mit Brutaktivit├Ąten der ersten Paare los. Gleich drei Paare
unseres Zuchtstammes der Gebirgsaras (Primolius couloni) waren schon im
Dezember zur Eiablage geschritten und hatten jeweils drei Eier gelegt. In zwischen
sind im Januar bei allen drei Paaren jeweils drei Jungtiere geschl├╝pft, die alle von
Ihren Eltern bestens versorgt werden. Ein sehr sch├Âner Erfolg bei dieser in
Menschenhand nach wie vor seltenen Ara-Art.
Auch die ersten Lori-Paare haben schon Jungtiere in den Nistk├Ąsten. So ziehen
derzeit die Gebirgsloris (Trichoglossus h. moluccanus), von denen wir ├╝ber 10
Zuchtpaare haben und einige Paare eigentlich ├╝ber das ganze Jahr hinweg immer
br├╝ten, die ersten Jungv├Âgel selbst gro├č. Der Gebirgslori ist wohl die h├Ąufigste und
auch mit die farbenpr├Ąchtigste Lori-Art in den europ├Ąischen Volieren. Zwar werden
die Gebirgsloris am h├Ąufigsten gez├╝chtet, dennoch besteht bei dieser Art auch immer
eine gro├če Nachfrage, seitens der Z├╝chter und Halter. Sehr viel seltener in
Menschenobhut werden hingegen die Unterarten der Allfarbloris, der Blasskopf-
Allfarblori (Trichoglossus h. caeruleiceps) und der Neukaledonien-Allfarblori
(Trichoglossus h. deplanchii) gehalten und gez├╝chtet. Beide Unterarten sind mit
einem kleinen Zuchtstamm in der Loro Parque Fundacion vorhanden und sorgen
regelm├Ą├čig in keinen St├╝ckzahlen f├╝r Nachzucht und den Erhalt ihrer Art. Auch sie
geh├Âren in diesem Jahr zu den ersten Lori-Arten, die ihre eigenen Jungtiere schon in
der Nisth├Âhle aufziehen.
In der Baby-Station des Loro Parque wachsen derzeit Jungtiere zweier weiterer Lori-
Arten auf. So gedeihen unter der F├╝rsorge ihrer Pflegerinnen derzeit junge
Veilchenloris (Psitteuteles goldiei) sowie junge Diademloris (Eos histrio).
Ganz besonders freut uns die nat├╝rliche Aufzucht und das Ausfliegen und somit
fl├╝gge werden zweier junger Gro├čer Bergzierloris oder auch Arfakloris (Oreopsittacus
arfaki major) genannt. Die beiden jungen M├Ąnnchen k├Ânnen damit in Zukunft
vorhandene Weibchen zu neuen Paaren erg├Ąnzen.
F├╝r die Liebhaber der Rotstei├čpapageien (Pionus) gibt es seit kurzem einen
besonderen Leckerbissen im Loro Parque zu sehen, denn dort erg├Ąnzt eine neue
Unterart, und zwar der Reichenows Schwarzohrpapagei (Pionus menstruus
reichenowi), die Ausstellung der Rotstei├čpapageien, die im Gegensatz zu der in der
Nachbarvoliere gehaltenen Nominatform, dem Schwarzohrpapageien (P. menstruus)
eine komplett blaue Brust und ebenso einen blauen Bauch aufweisst. Das Paar
Reichenows Schwarzohrpapageien ist seit etwa eine Jahr in der Kollektion der Loro
Parque Fundacion (LPF). Als Jungv├Âgel waren sie gekommen und sind inzwischen
ausgef├Ąrbt, so dass es nun der richtige Zeitpunkt ist, sie auch unseren Besuchern
vorzustellen, denn nirgendwo sonst in einem Zoo Europas werden diese seltenen
V├Âgel gezeigt. Desweiteren kann man die Maximilianpapageien (P. maximiliani), die
Veilchenpapageien (P. fuscus), die Glanzfl├╝gelpapageien (P. chalcopterus), die
Wei├čkopfpapageien (P. senilis), die Korallenschnabelpapageien (P. sordidus
corallinus) sowie die Greisenkopfpapageien (P. seniloides und die
Rosenkopfpapageien (P.tumultuosus) in den Volieren des Loro Parques sehen und
direkt miteinander vergleichen.
In der Ausstellungsvoliere des Loro Parque ist eine neue junge Gruppe asiatischer
Kakadus umgesiedelt. Unser Kurator Simon Bruslund hat ebenso die australischen
Kakadus durch weitere Jungtiere verst├Ąrkt.
Ein ganz besonderer Neuzugang kam vor ein paar Tagen aus dem K├Âlner Zoo und
sitzt derzeit noch in Quarat├Ąne. Vor einigen Jahren gelang es den Zoodirektor Theo
Pagel eine Gruppe Original Wildform Wellensittiche (Melopsittacus undulatus)
einzuf├╝hren. Diese V├Âgel waren in erster Generation in Australien in einem Zoo
nachgez├╝chtet worden und danach nach Deutschland in den K├Âlner Zoo exportiert
worden. Viele Jahre lief die Nachzucht dieser Importe ├╝berhaupt nicht
zufriedenstellend und der Vogelkurator des K├Âlner Zoos Bernd Marcordes versuchte
alle m├Âglichen Z├╝chtertricks, um einen Bestand aufzubauen. Es war nicht einfach,
denn immer wieder gab es Verluste und R├╝ckschl├Ąge, aber nun hat sich dennoch die
Trendwende eingestellt und seit wenigen Jahren haben sich die Tiere nun soweit
vermehrt, dass der K├Âlner Zoo zum ersten Mal Wellensittiche der Wildform abgeben
konnte. Die Loro Parque Fundacion bekam nun sieben Tiere, da es einen gro├čen
M├Ąnner├╝berschuss gibt, sind es f├╝nf M├Ąnnchen und zwei Weibchen, die nun neben
der K├Âlner Gruppe den Grundstock einer zweiten Population in einem europ├Ąischen
Zoo bilden sollen. Hoffen wir, dass die Wellensittiche die Quarant├Ąnezeit gut
├╝berstehen und dass ihnen dann das kanarische Klima so zutr├Ąglich ist, dass sie sich
eifrig vermehren werden.
Einige unserer Chileflamingos (Phoenicopterus chilenis), haben den milden Winter
auf Teneriffa genutzt und sind noch einmal zur Eiablage geschritten. Nachdem wir
schon im Sommer 2012 vier Jungtiere hatten, sind nun nochmals zwei Junge
geschl├╝pft, und weitere Eier werden noch bebr├╝tet.

Foto (M. Reinschmidt): Adulter Gebirgsara (Primolius couloni)
(31.01.2013, 10:55)
Loro Parque:   Nachrichten der Loro Parque Fundacion Dezember 2012

Dr. Matthias Reinschmidt, Zoologischer Direktor, Loro Parque, Tenerife

Der Dezember 2012 steht ganz im Zeichen den 40-j├Ąhrigen Jubil├Ąums des Loro Parque. Am 17.
Dezember 1972 ├Âffneten sich erstmals die Tore des Parks. Was damals mit 150 Papageien auf knapp
einem Hektar Gel├Ąnde begann, hat sich Dank seinem deutschen Gr├╝nder und Besitzer Wolfgang
Kiessling zu einem der modernsten und sch├Ânsten Zoos Europas entwickelt. Besondere ÔÇ×tierischeÔÇť
Highlights, wie gr├Â├čtes Pinguinhaus der Welt, Delfinarium, Orca-Ocean, Seel├Âwenshow, Aquarium mit
Haitunnel, gr├Â├čte Gorilla-M├Ąnner-WG der Welt usw., zeichnen das Konzept des Loro Parque aus.
Nach wie vor stellen die ├╝ber 3500 Papageien in 350 Arten- und Unterarten auch das Namen
gebende weltweite Highlight, denn das spanische Loro Parque bedeutet auf deutsch nichts anderes
als Papageienpark, der mit seinem Formenreichtum, der artenreichste weltweit ist und sich damit zum
ÔÇ×MekkaÔÇť aller Papageienfreunde aus der ganzen Welt entwickelt hat.
Deshalb m├Âchte ich heute einmal einen ganz pers├Ânlichen R├╝ckblick halten, auf die Zeit, seit der ich
den Loro Parque pers├Ânlich kenne. Dies ist nun schon 22 Jahre der Fall und damit auch schon mehr
als die H├Ąlfte seines Bestehens. Mein erster Besuch des Loro Parque fand anl├Ąsslich des
II.Internationalen Papageienweltkongresses im Jahr 1990 statt, der seit 1986 alle vier Jahre bis zu
1.000 Papageienfreunde aus aller Welt auf Teneriffa zusammenbringt, dannach kehrte ich 1994, 1998
zu den n├Ąchsten Kongressen stets wieder, bevor ich als Redakteur der Zeitschrift zusammen mit Inge
Feier begann, f├╝r deutschsprachige Vogelliebhaber und die Leser der Zeitschrift ÔÇ×PAPAGEIENÔÇť,
Papageienworkshops im Loro Parque zu veranstalten, vier an der Zahl, bevor ich von Herrn Kiessling
das Angebot bekam im Loro Parque zun├Ąchst Zuchtmanager in der Zuchtstation der Loro Parque
Stiftung in La Vera zu beginnen. Schon drei Monate sp├Ąter wurde ich zum Kurator ernannt. So durfte
ich die Entwicklung des Loro Parque in den letzten 12 Jahren zun├Ąchst als Kurator, sp├Ąter als
zoologischer Direktor mit begleiten, so dass mein R├╝ckblick zum Jubil├Ąum besonders die von mir zu
├╝berblickende Zeit behandelt.
Wenn ich mich ins Jahr 1990 zur├╝ck versetze und den Loro Parque von damals mit heute vergleiche,
so steht heute, nur 22 Jahre sp├Ąter, kein einziges Gehege von damals mehr, alles wurde seither
erneuert, neu gebaut, verbessert und genau das ist das Erfolgskonzept von Herrn Kiessling, er ist
niemals mit dem Erreichten zufrieden, sondern entwickelt weiter, verbessert, baut neu, das merkt man
auch an den zufriedenen Kommentaren der vielen Besucher, denn es sind viele dabei, die immer
wieder kommen und gerade diese staunen stets aufs Neue, denn es gibt bei jedem Besuch immer
Neues oder Erneuertes zu sehen. Immer steht das Wohl der Tiere im Vordergrund und so verwundert
es auch nicht, das Herr Kiessling seine Mitarbeiter stets anh├Ąlt, den kleinsten Wellensittich mit der
gleichen Aufmerksamkeit und Sorgfalt zu behandeln wie den gr├Â├čten und seltensten Papagei der
Kollektion. Es geht ihm dabei stets um das Individuum, dies ist bewundernswert und zeugt von gro├čer
und tiefer Tierliebe! Als gro├čer Vision├Ąr hat er es geschafft die weltgr├Â├čte Papageienkollektion
aufzubauen und hat durch die Gr├╝ndung der Loro Parque Fundacion einen gro├čen Beitrag zur
Rettung vieler bedrohter Papageienarten in ihren nat├╝rlichen Lebensr├Ąumen weltweit geleistet. Dies
ist ein gro├čartiges Lebenswerk, das unser aller Anerkennung und Respekt verdient und das einzigartig
ist und das mich als Biologe t├Ąglich aufs Neue motiviert mich daf├╝r einzusetzen!
Rechtzeitig zum Jubil├Ąum wurde auch ein neues Gehege mit Gro├čen Ameisenb├Ąren, Wasserschweinen und Fischen
als spektakul├Ąre Gemeinschaftshaltung dieser Arten fertig und kann von den Besuchern bewundert werden.
Auch hier geht der Loro Parque wieder neue Wege, denn die auf drei Seiten in unterschiedlichen Perspektiven einsehbare Anlage, bietet unter anderem auch ein durch hohe Glasscheiben einsehbares Aquarium, in dem nicht nur Fische schwimmen, sondern in dem man auch die aus dem Zoo Berlin stammenden Wasserschweine einmal unter Wasser in Aktion erleben kann. Auch Gro├če Amerisenb├Ąren sollen gute Schwimmer sein, aber bisher haben sich diese beiden aus Edingburgh und Wien stammenden Tiere erst einmal ins Wasser getraut, umso verspielter
zeigen sie sich auf der ausgedehnten Rasenfl├Ąche, wenn sie diese mit ihren starken Krallen
ÔÇ×umpfl├╝genÔÇť oder aber z├Ąrtlich die Wasserschweine kraulen. Eine liebevolle Geste zwischen zwei total
unterschiedlichen Tierarten, die uns immer wieder in gro├čes Staunen versetzt, gerade wenn sich die
Wasserschweine, dabei auch noch gen├╝sslich auf den R├╝cken legen und die Massage geniesen.
Zum 40j├Ąhrigen Jubil├Ąum wurden die auf vier Tage ausgedehnten Festlichkeiten mit vielen Hunderten
geladener G├Ąste, Wegbegleiter, Unterst├╝tzer und Freunde des Loro Parque ausgiebig gefeiert.
H├Âhepunkt dabei die gro├če zweist├╝ndige mitreisende Jubil├Ąumsshow vor 2000 geladenen G├Ąsten, am
17. Dezember, die mit Festreden, spezieller Orkashow und ├╝ber 50 Akrobaten alle G├Ąste restlos
begeisterte. Hoffen wir, dass die unz├Ąhligen Gl├╝ckw├╝nsche f├╝r eine weiterhin erfolgreiche Zukunft des
Loro Parque zum Wohle und der Erhaltung der Tierarten in Erf├╝llung gehen werden.

Foto: Teil der speziellen Orkashow
(11.01.2013, 12:45)
Klaus Schueling:   Nachrichten der Loro Parque Fundacion November 2012

Dr. Matthias Reinschmidt, Zoologischer Direktor, Loro Parque, Tenerife

Gerade wurde der 5. Hyazinthara (Anodorynchus hyacinthinus) beringt, w├Ąhrend vier V├Âgel dieser Art
schon in der Au├čenvoliere der Baby-Station des Loro Parque sitzen und gerade dabei sind
selbstst├Ąndig zu werden. So werden sie noch ein bis zweimal am Tag gef├╝ttert, w├Ąhrend sie aber
auch schon das erste Futter selbstst├Ąndig aufnehmen. In dieser Voliere sind sie zusammen mit
anderen gro├čen Ara-Arten wie Hellroten Aras (Ara macao), Gr├╝nfl├╝gelaras (Ara chloroptera), Gro├čen
Soldatenaras (Ara ambigua) sowie Blaulatzaras (Ara glaucogularis) untergebracht. Immer gibt es in
solchen sozialen Gruppen auch schon einige ├Ąltere Tiere, die schon selbstst├Ąndig fressen und somit
als eine Art ÔÇ×LehrerÔÇť fungieren, von denen die j├╝ngeren V├Âgel wichtige Verhaltensweisen abschauen
k├Ânnen. Eine fachgerechte Sozialisierung handaufgezogener Papageien ist unbedingt notwendig,
damit die handaufgezogenen Jungtiere sp├Ąter arttypisches Verhalten zeigen und auch problemlos
selbstst├Ąndig Jungtiere gro├čziehen. Unz├Ąhlige im Loro Parque fachgerecht von Hand aufgezogene
Papageien sind inzwischen beste Brut- und Zuchtv├Âgel geworden.
In einem Beitrag f├╝r die VOX-TV-Sendung ÔÇ×HundKatzeMausÔÇť, die immer samstags um 18 Uhr
ausgestrahlt wird, drehten wir gerade unter anderem einen Beitrag ├╝ber unsere Ara-Nachzuchten im
Loro Parque, in deren Mittelpunkt die jungen Hyazintharas sowie die Hellroten Aras standen und damit
ihre Hauptrolle hatten.
Unser erfolgreichstes Paar Scharlachkopfpapageien (Pionopsitta pileata) zog in diesem Jahr
selbstst├Ąndig in Naturbrut vier Jungtiere gro├č, die wir nun, nachdem sie vollkommen unabh├Ąngig von
ihren Eltern geworden sind, von diesen abtrennen konnten.
Eines unserer ├Ąlteren Paaren Kleine Vasapapageien (Coracopsis nigra) hatte in diesem Jahr ein
befruchtetes Dreiergelege, aus dem auch alle Jungv├Âgel problemlos geschl├╝pft sind. Die Aufzucht
durch die Eltern verlief zun├Ąchst ebenfalls ohne Auff├Ąlligkeiten, bis der Abstand in der k├Ârperlichen
Entwicklung zwischen dem zweiten und dritten Jungtier immer gr├Â├čer wurde. Daraufhin wurde der
j├╝ngste etwas zur├╝ck gebliebene Jungvogel in die Babystation zur weiteren erfolgreichen
Handaufzucht ├╝berf├╝hrt. Die beiden ├Ąltesten Jungtiere hingegen wurden von den Eltern ohne weiteres
Eingreifen bis zum selbstst├Ąndig werden aufgezogen.
Die meisten Jungtiere werden stets in der Zuchtstation der Loro Parque Fundacion in La Vera
aufgezogen, dennoch haben wir von zahlreichen Paaren im Loro Parque in den f├╝r die Besucher
zug├Ąnglichen Anlagen ebenfalls Nachzuchten zu vermelden, so wurden gerade zwei junge Hahns
Zwergaras (Diopsittaca nobilis), zwei junge weibliche Goldnackenaras (Primolius auricollis) sowie
zwei junge Gr├╝nz├╝gelpapageien (Pionites melanocephala) fl├╝gge, die zusammen mit ihren Eltern in
der Ausstellung von den Besuchern betrachtet werden k├Ânnen.
Bei unseren australischen Sittichen konnten wir ebenfalls die von den Eltern aufgezogenen Jungtiere
nach ihrer Selbstst├Ąndigkeit absetzen, in diesem Fall vier junge Rotkappensittiche (Purpuricephalus
spurius) sowie zwei junge Prachtrosellas (Platycercus eximius).
Einen ganz besonderen Schlupf ergab sich Anfang November. Nach einem Jahr Pause hatte unser
Gro├čes Paar Gelbohr-Rabenkakadus (Calypthorhynchus funerus) wieder ein befruchtetes Ei, das im
Inkubator erbr├╝tet worden war und das nun problemlos schl├╝pfte. Es wird nun seit vier Tagen in der
Baby-Station des Loro Parque von Hand aufgezogen und entwickelt sich pr├Ąchtig. Es ist sehr agil und
mit seinem intensiv gelben Flaum erinnert es eher an ein H├╝hnerk├╝cken, als an einen Papagei. Nur
wenige Papageien haben gelbe Flaumfedern, dazu geh├Âren die Gelbohr-Rabenkakadus. Mit diesem
K├╝ken, w├Ąchst nun schon das vierte Jungtier unseres Zuchtpaares seit 2008 heran, als uns die
Aufzucht erstmals gelungen ist.
Anfang November repr├Ąsentierte Dr. Matthias Reinschmidt die Loro Parque Fundacion (LPF) auf der
Bundesausstellung des VZE in Leipzig. In zwei sehr gut besuchten Vortr├Ągen stellte er die Aktivit├Ąten
der LPF in Bezug auf Artenschutzprogramme im Freiland sowie den Zuchtbem├╝hungen bedrohter
Papageien zur Schaffung genetischer Reserven in Menschenobhut auf Teneriffa vor. Der Pr├Ąsident
des VZE Dr. Ernst G├╝nther verlieh dem Referenten in der Abendveranstaltung mit der Alfred-FichtnerMedallie
die h├Âchste Auszeichnung des VZE und nun Zitat: ÔÇ×in W├╝rdigung ├╝berragender Verdienste
um die Papageienzucht und die Erhaltung der Papageien dieser ErdeÔÇť.
(28.11.2012, 08:32)
Peter Lohse:   @Niedersachse
Ein mir gut bekannter Papageienz├╝chter hat das mir gegen├╝ber erw├Ąhnt.
Aber wie schon gesagt habe ich der Sache nicht so ganz getraut, deshalb hier meine Anfrage,und wie es scheint war mein Misstrauen ja auch begr├╝ndet.Also danke f├╝r die Info.
(21.03.2012, 10:22)
Niedersachse:   Herr Dr. Reinschmidt ist weiterhin im Loro Park t├Ątig, trotz seiner inzwischen vielen Fernsehauftritte.
@Peter Lohse: Haben Sie ne Quelle f├╝r Ihre Aussage?
(20.03.2012, 20:34)
Peter Lohse:   Ich habe erfahren das Dr. M. Reinschmidt nicht mehr im Loropark t├Ąig sein soll, bin mir der Quelle aber nicht sicher. Hat jemand zuf├Ąllig Informationen dar├╝ber?
(20.03.2012, 15:43)
Henry Merker:   Ich habe soeben erfahren, dass der Spix-Ara bereits geschl├╝pft ist - und zwar im letzten Jahr. Bei der Sendung hatte es sich um eine Wiederholung aus dem Jahr 2010 gehandelt. Asche auf's Haupt :(
(11.05.2011, 20:04)
Henry Merker:   Nachdem schon in Sachen Spix-Aras schon aus Sch├Âneiche erfreuliches berichtet werden konnten, nun eine weitere erfreuliche Meldung: Im Loro-Park hat eines der dortigen Paare ein befruchtetes Ei gelegt. Man hofft nun, dass alles klappen wird!

Gleiches gilt auch f├╝r die Borstenk├Âpfe, die in diesem Monat zwei befruchtete Eier gelegt haben.

Wenn alles gut geht, wird in etwa vier Wochen ├╝ber den Schlupf der einzelnen Papageienk├╝ken berichtet werden k├Ânnen.

Quelle: "Papageien, Palmen und Co" von heute.
(20.04.2011, 13:38)
Ulrich Brodde:   Die Milchentnahme wurde monatelang ge├╝bt.
Auf Handzeichen des Trainers/ der Trainerin kommt das Orcaweibchen aus dem Wasser, bleibt ruhig auf der Seite liegen und l├Ąsst sich die Milch abpumpen.
(22.11.2010, 09:04)
Ulrich Brodde:   Milchentnahme bei "Kohana"
(22.11.2010, 09:01)
Ulrich Brodde:   In der Tat wird das Orca-Kalb von Hand aufgezogen, da es leider von der Mutter nicht angenommen wurde.
Es erfreut sich aber bester Gesundheit, hat seit der Geburt ca. 30 kg zugenommen und ist schon fast einen halben Meter gewachsen.
(19.11.2010, 16:00)
Sacha:   Korrekt. Aber trotzdem ist die Geburt an sich als positiv zu bewerten.
(09.11.2010, 13:35)
Niedersachse:   Wenn ich das richtig mitbekommen habe, muss das Jungtier bei den Orcas allerdings per Hand aufgezogen werden.
(09.11.2010, 11:39)
Sacha:   F├╝r einmal eine gute Nachricht bez├╝glich Schwertwale im Loro Park: Das achtj├Ąhrige Weibchen Kohana hat Mitte Oktober ein 150 kg schweres Jungtier zur Welt gebracht. Ausserdem vermeldet der Park Zwillingsnachwuchs bei den Zweizehenfaultieren.
(09.11.2010, 11:26)
Ronny:   @Sacha: In der www.zootierliste.de wurde dir eine PM geschickt. M├╝sstest auch einen Bescheid in deinen Postfach bekommen haben. Der Absender lautet: www-data@vs120090.tuxtools.net .

Unter http://www.koelle-zoo.de/vogel/loroparque/neues/loroneu-0908.shtml (letzter Zugriff 21. 01. 2010) findest du eine Antwort auf deine Frage bez├╝glich des Bischoftangare.
(23.01.2010, 17:13)
Sacha:   1. An die Macher der zootierliste:

F├╝r den Loro Park ist im Bestand die Bischoftangare erw├Ąhnt. Ist dies ein Fehler (Habe diese Art dort im letzten Sommer nicht gesehen)? Und falls nein: Wo ist resp. sind sie untergebracht.
Bei den "ehemaligen Haltungen" werden Nutrias erw├Ąhnt. Stimmt das wirklich? Ich habe einige alte Loro-Park-F├╝hrer (allerdings nicht alle) und darin sind sie nirgends erw├Ąhnt. Ausserdem besteht die Gefahr eines Uebersetzungsfehlers, da im Spanischen mit Nutria die (Fisch-)Otter bezeichnet werden.

Ausserdem wird f├╝r den Jungle Park Las Aguilas ein Komodowaran (oder gar mehrere?) gelistet. Wo soll deren Gehege sein und wann sind die dort angekommen? Ich glaube n├Ąmlich, dass es sich hier (ebenfalls) um einen Fehler handelt. Ich war im letzten Jahr dort und sah, wie die ehemalige PAPUAWARAN-Anlage umgestaltet wurde. Die Papuawarane selbst waren weg (habe sie/ihn aber vor ca. 6,7 Jahren bei meinem ersten Besuch noch gesehen). In der zootierliste ist die Art aber unter "ehemalige Haltungen" NICHT aufgef├╝hrt.

2. Zum Schluss noch: Wer hat gute Beziehung zur Loro Park F├╝hrung und kann mir sagen, wer f├╝r ein Anlage-Konzept am ehesten zug├Ąnglich und interessiert w├Ąre?
(21.01.2010, 16:24)
Oliver Jahn:   @Michael Amend, gestatte mir noch eine letzte Antwort neben dem eigentlichen Thema. Egal, ob du die Leute vor Ort fragst, oder hier oder anderswo. Dort, wo es keine Zeitzeugen mehr gibt, die unmittelbar dabei waren, da ziehen ALLE ihr Wissen aus den gleichen Quellen, n├Ąmlich der ├╝berlieferten Literatur aus dieser Zeit, v├Âllig unabh├Ąngig davon, wo sie arbeiten! Es wurde gerade in diesem Forum schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass sich in mancher Privatbibliothek Fakten ├╝ber Zoos finden lassen, die in den Zoos selber v├Âllig unbekannt sind.
O.k., und jetzt versprochen, kein Abweichen mehr vom Thema!! ;-)
(30.12.2009, 17:17)
Michael Amend:   Habe gerade ein Video aus einem s├╝dkalifornischen Park (? ) gefunden. Der Park wird nicht benannt, auch nicht,wann das apssiert ist, leider finden sich keine weiteren Informatioenn dazu. Darin ist zu sehen, wie eine Frau, keine Trainerin, sondern zivil, als Pr-Gag auf einem Orca reiten darf, ohne, das ein Trainer dabei ist...Dabei rutscht sie vom Wal ins Wasser und wird sofort von diesem angegriffen, er packt sie im Maul und schwimmt mit ihr durchs Becken, einige Versuche, die Frau zu retten,schlagen zun├Ąchst fehl, als man es doch schafft, die Frau am Beckenrand zu greifen, packt der Wal ihr beins Maul und l├Ą├čt sie nicht emhr los..Schlie├člich tut er es dann doch, bei├čt ihr aber nochmal kr├Ąftig ins Bein...Ich w├╝rde sagen, die Frau hat gro├čes Gl├╝ck gehabt.Spielen wollte der wal betsimmt nicht, und"Gerettet" hat er sie auch nicht...2006 gab es noch einen Angriff eines Killerwals auf einen Trainer in Seaworld San Diego, dabei hat der Wal den Mann zweimal unter Wasser gezogen.
Sicherlich gab es bis jetzt wesentlich mehr Unf├Ąlle die durch Elefanten verursacht wurden, aber Killerwale werden auch erst seit Beginn der 60iger Jahre in Gefangenschaft gehalten, Elefanten bedeuetend l├Ąnger..
(30.12.2009, 07:44)
Michael Amend:   @Oliver Jahn. Meine Nachfrage ist schon mehr als 2 Jahre alt, w├Ąhrend eienr F├╝hrung durchd en park und ich fragte einfach aus Interesse, eben weil ich f├╝r absolut unwahrscheinlich halte, das diese Geschichte sich so zugetragen hat.
Also,wenn jemand etwas genauere dar├╝ber wei├č, dann sind es doch wohl die Leuet bei Hagenbeck und speziell die, die sich mit dessen Geschichte befassen ? Mittlerweile sind wir aber etwas vom eigentlichen Thema abgekommen....


(30.12.2009, 07:24)
Oliver Jahn:   @Michael Amend, ich habe dich schon verstanden...nur bitte...was bringt diese Nachfrage? Wie will man so etwas beweisen, gefilmt hat es keiner. Die Leute dort aber waren nicht dabei, genau so wenig, wie wir, also was sollten sie mehr wissen, als wir? ;-)
(29.12.2009, 21:03)
Michael Amend:   @Oliver Jahn. Vieel Zeitzeugen gibt es wirklich nicht mehr...Ich habe einfach mal gefragt, wie sich diese Geschichte exakt abgespeilt haben soll und ob da ├╝berhaupt etwas Wahres dran ist, und die Antwort war,das es nicht nachweisbar ist, das "Triest" seinem"Herrchen" das leben gerettet hat...Wer aber zu Gro├čkatzen in die Anlage oder zu Ocras ins Becken steigt, handelt grob fahrl├Ąssig. Meines Wissens nach wurden 3 der 5 bei Aspinall get├Âteten Pfleger von Gro├čkatzen get├Âtet.
(29.12.2009, 20:47)
Michael Mettler:   Die Beziehung, in welcher ein Tier zum Pfleger/Trainer steht, d├╝rfte die entscheidende Rolle spielen. Wird dieser als Rivale (um Partner oder um die Rangposition) betrachtet, d├╝rfte das betreffende Tier in einer kritischen Situation wohl kaum hilfsbereit sein. Immerhin vermenschlichen wir nicht nur die Tiere, sondern die Tiere vertierlichen umgekehrt auch den Menschen (Hediger).

Von Gorillas gibt es beobachtete F├Ąlle, dass ins Au├čengehege geratene Tiere wie Wildkaninchen oder junge Pfauen weder attackiert noch ignoriert, sondern vorsichtig festgehalten, untersucht und danach wieder "freigelassen" wurden. Die "Eindringlinge" hatten demnach den Status eines neutralen, aber interessanten neuen "Dings". Falls nun ein Gorilla ein Besucherkind ├Ąhnlich kategorisiert, dann w├╝rde er ein hineingefallenes Kind vielleicht nicht des Kindes wegen gegen seine Artgenossen sch├╝tzen, sondern weil er dieses "Dings" erst mal f├╝r sich selbst behalten will...?

Wenn sozial hochstehende Tiere "ihren" pers├Ânlich bekannten Menschen als Kumpan in die Sozialstruktur einbauen, ist wirkliche Hilfe doch gar nicht unwahrscheinlich; untereinander w├╝rden sie sich schlie├člich in einer entsprechenden Situation genauso helfen - siehe Gro├če T├╝mmler, die hilflose Artgenossen an der Wasseroberfl├Ąche halten. Und dennoch hat es auch schon F├Ąlle gegeben, in denen Delfine einen Trainer unter Wasser gedr├╝ckt oder am Beckenboden festgehalten haben, vielleicht, um ihm Grenzen aufzuzeigen. Spuren von Gewalteinwirkung w├╝rde man da m├Âglicherweise auch nicht finden, der Trainer w├╝rde schlichtweg ertrinken...
(29.12.2009, 20:38)
Niedersachse:   Grade Hunde sind daf├╝r bekannt, dass sie versuchen ihr Herrchen zusch├╝tzen... Das nicht nur gegen├╝ber anderen Hunde.
Sprech da aus Erfahrung
(29.12.2009, 19:45)
Oliver Jahn:   Ich habe auch keinesfalls geschrieben, dass es immer so ist, dass Tiere, die von Menschen aufgezogen wurden, diese auch sch├╝tzen. Selbst mir, als Nichttierpfleger sind genug F├Ąlle bekannt, in denen solche Tiere sp├Ąter den Menschen angriffen und sogar t├Âteten, der sie aufzog. Aber dass dieses grunds├Ątzlich immer so ist, dass halte ich genau so f├╝r eine Legende, denn es gibt mehr als genug Gegenbeispiele. Und die Erkundigung bei Hagenbeck btgl. der L├Âwengeschichte, nun, die halte ich auch nicht gerade f├╝r zielf├╝hrend, d├╝rften sich doch dort nur noch wenige Zeitzeugen finden lassen. ;-)
(29.12.2009, 18:06)
Michael Amend:   @sacha. Den direkten Kontakt zu Elefanten,Gro├čkatzen und nat├╝rlich menshcneaffen sollte im Interesse der Tierpfleger und der Tiere in der Tat verboten werden. Direkten Kontakt zu Giftschlangen unterhalten nur Verr├╝ckte oder unseri├Âse, kommerzielle Show-Parks a'la Jungle Isalnd Miami, in Zoos wird kein direkter Kontakt zu Giftschlangen ausge├╝bt; bei Reinigungsarbeiten oder der F├╝tterung der Tiere mu├č immer ein 2.Tierpfleger anwesend sein.

Ich pers├Ânlich glaube nicht daran, das Tiere Menschen"retten", das geh├Ârt f├╝r mich ins Reich der Legende. Mir ist der Fall von Jersey und Chicago, ebenfalls ein Gorila, durchaus bekannt, das sind Ausnahmen, im Falle anderer Gorillas wahrscheinlich einen anderen Ausgang genommen h├Ątten, bei Schimpansen sowieso...
(29.12.2009, 17:42)
Sacha:   Mir geht die Verniedlichung von Tieren auch auf den Wecker. Aber genauso ist es mit der Verteufelung.
Schwertwale sind im direkten Umgang nicht ungef├Ąhrlich, keine Frage. Das gilt aber f├╝r viele andere Tiere auch, diverse "Haustiere" miteingeschlossen. Demzufolge m├╝sste man den direkten Kontakt mit Elefanten in Zoos, Raubkatzen im Zirkus und Giftschlangen in jedweder Haltung prinzipiell verbieten. Von der Haltung potenziell gef├Ąhrlicher Hunde ganz zu schweigen. Und wie Du, Michael, schon an anderer Stelle geschrieben hast, kommen wohl noch mehr potenziell lebensgef├Ąhrliche (f├╝r den Menschen) Tiere hinzu.
Ich glaube aber, dass wie Oliver Jahn geschrieben hat, es auch eine "andere Seite" dieser Tiere gibt. Dass sich zum Beispiel einige Exemplare sch├╝tzend vor den Menschen stellen. Ich denke da zum Beispiel an den Fall in einem englischen Zoo, wo ein Kind in die Gorilla-Anlage fiel und ein Silberr├╝cken Attacken der anderen Gorillas auf das Kind verhinderte. Meines Wissen gibt es auch Tierpfleger, die ├Ąhnliche Geschichten erz├Ąhlen k├Ânnen bzw. ├Ąhnliche Erfahrungen gemacht haben.

Dubios ist allerdings der Umstand, wie die "Untersuchung" im Loro Park abgelaufen ist. Da gibt es mehr Fragen als Antworten.

@Michael Amend: Kam die Mitteilung, die Du erhalten hast, von einer Person aus dem Loro Park, also jemandem, der mehr oder weniger direkt vor Ort war?
(29.12.2009, 10:18)
Michael Amend:   Na ja, die Unf├Ąlle mit t├Âdlichen Ausgang mit Gro├čkatzen sprechen da eine andere Sprache, die Zahl der durch Gro├čkatzen get├Âteten Personen d├╝rfte die der"Geretteten"erheblich ├╝bersteigen.Und daf├╝r,das der L├Âwe Triest Hagebeck "gerettet"haben soll ( was ich f├╝r ausgemachten Bl├Âdsinn halte !, da werden wieder einmal Tiere vermenschlicht )gibt es keinen Beweis, eine h├╝bsche Geschichte, keine Frage, aber nachweisbar ist sie eben nicht. Ich hatte deswegen sogar mal nachgefragt.

Interessant,das der verstorbene Orca-Trainer bereits einen Tag nach dem Vorfall beerdigt wurde...Bissspuren konnte man bei der Autopsie nicht feststellen, der Mann soll ertrunken sein. Und da es wohl keine Zeugen gibt,ist es m├Âglich,das der Fall den Mann einfach unter Wasser gezogen hat, wie es schon recht oft passiert ist, in San Diego letzten Endes mit t├Âdlichen Ausgang. Nur ein "Spiel"Verhalten des Wales ? Ich bin gespannt, welche Konsequenzen der Park aus diesem Vorfall zieht, im Interesse der Trainer, hoffentlich die einzig Richtige....
(29.12.2009, 07:22)
Oliver Jahn:   Also hier regt sich gleich doppelter Widerspruch.
Zum ersten, wieso ist der Artikel schlecht recherchiert? Dort steht gar nichts davon, dass NUR das M├Ąnnchen in Gefangenschaft geboren wurde. Also kann ich keine schlechte Recherche finden.
Zum zweiten Artikel, sicher klingt das alles ein wenig sehr harmonisch, aber es gibt nun mal sehr viele Beispiele, in denen sich nicht nur, aber auch Raubtiere sehr eng an den Menschen binden und so wie es L├Âwen gibt, die Menschen t├Âten, so gibt es auch welche (siehe Hagenbeck) die Menschen retten. Gerade dann, wenn alle Tiere in Menschenhand geboren sind, k├Ânnen sie durchaus auch eine starke Pr├Ągung auf den Menschen haben.
(28.12.2009, 19:35)
Michael Amend:   Der erste Artikel ist schlecht recherchiert, denn alle Killerwale im Loro-Park sind bereits in Gefangenschaft geboren worden.
(28.12.2009, 19:00)
Michael Amend:   Ungeachtet dessen, was die Boulevardpresse schreibt, ist es doch sehr unwahrscheinlich, das der Ocra seine Trainerin, nachdem er sie, versehentlich ?, "hart getroffen"hat,( es war, soweit mit mitgeteilt wurde, eine tats├Ąchliche Attacke des Tieres )anschlie├čend "gerettet". Das tun Orcas an f├╝r sich nicht, schlie├člich entsprechen Menschend em Beuteschema von Kllerwalen, die, ├Ąhnlich wie Katzen, oft gerne vorher mit ihrer Beute spielen. was h├Ątte das Tier wohl mit der Trainerin gemacht, w├Ąre sie nicht aus dem Wasser gezogen worden ? Er h├Ątte sie bestimmt nicht an Land gebracht. Es ist unglaublich, das diesen Tieern immer noch das"Willy"Image angeh├Ąngt, trotz einer toten Trainerin, einigen verletzten Trainern und unz├Ąhligen Zwischenf├Ąllen in den Seaworld Parks, die nicht ver├Âffentlicht wurden. Die" derzeitige "Belive"Show verniedlcht diese Tiere derart,das sofort jeder Zuuchauer zu den Tieren ins Wasser springen w├╝rde, w├╝rde man es ihnen anbieten...
(28.12.2009, 18:57)
Sacha:   Neuste Infos zum Fall:

http://www.spanien-bilder.com/aktuelles_aus_spanien_details6205.htm

Und hier noch etwas zur Ehrrettung der Loro-Park-Schwertwale:

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article883011/Killerwal-rettet-seine-deutsche-Trainerin.html

So oder so: Kuscheltiere sind es nicht. Trainings im Direktkontakt sind ebenso gef├Ąhrlich wie mit Raubkatzen oder Elefanten (oder Kampfhunden?).
(28.12.2009, 11:13)
Michael Amend:   Heute wurde im Loro-Park ein Trainer von einem Schwertwal get├Âtet. N├Ąhere Umst├Ąnde wurden noch nicht bekanntgegeben.
(25.12.2009, 19:37)
Wulfgard:   Ich war vor 2 Monaten im Loro Parque und war als ehemaliger Z├╝chter nat├╝rlich besonders von der Papageiensammlung begeistert wo ich einige Arten das erste mal in Natura sehen konnte. Auch haben mich die Galapagos Riesenschildkr├Âten die in einem fantastischen Gehege untergebracht waren begeistert. Zur Pinguinanlage kann ich nur sagen so stelle ich mir die Artgerechte Unterbringung einer Tierart vor allerdings m├Âchte ich nicht die Stromrechnung sehen. Auch die Anlagen f├╝r die Gorillas/Schimpansen sind denke ich in jeder Beziehung Artgerecht und wenn ich mir anschaue wie in manchen Deutschen Zoos die Raubkatzen untergebracht sind haben die im Loro Parque ja richtige Firstclass Anlagen. Auf die Orcas/Delfine m├Âchte ich nicht n├Ąher eingehen da ich nicht gerade ein Freund der Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft bin nur soviel wenn es schon sein mu├č dann bitte mindestens so wie im Loro Parque.
(05.12.2007, 20:00)
Christian Beuthe:   Neues vom Loro Parque auf Teneriffa per 18. Februar 2007:

http://www.islacanaria.net/newsblog/news/archives/2007/02/18/0903741.html


Erneuter Nachzuchterfolg beim Spix-Ara in 2007

http://www.wochenblatt-kanaren.com/1000004/1000013/0/14509/article.html

http://www.teneriffa-nachrichten.com/cms/front_content.php?client=1〈=1&idcat=49&idart=1419


Immer mehr Tierdiebst├Ąhle in den Zoo's:

http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=16022007ArtikelPanorama1


Einzelhaltung = Verursachung unn├Âtiger Leiden bei Papageien

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/12/0,4070,3901068-6-wm_dsl,00.html


(19.02.2007, 18:29)
Ulli:   Ich glaube, ihr habt die Ironie in meinem Beitrag nicht begriffen.

Ich bin doch gerade von Rheine und dem Artenschutzengagement in M├╝nster begeistert.

Warum kann man sich mit den "einfachen "Tieren nicht genauso effektiv um den Naturschutz k├╝mmern - auch Rheine ist ein "Schaufenster".

Ach so ... M├╝nster hat im Umkreis von 50 km folgende "Konkurrenzzoos": Osnabr├╝ck, Rheine, Dortmund, Gelsenkirchen ... und 1.031.337 Besucher ... Hannover ohne solche Konkurrenz (wenn man einaml von Hodenhagen und Walsrode absieht) 1,2 Millionen Besucher.

Aber nun soll es wieder mehr um Loro Park gehen.
(20.01.2007, 15:52)
Shensi-Takin:   Dieser Disput ist doch ein ewig w├Ąhrender Quell fortw├Ąhrendes Streits(bzw. vielmehr Meinungsverschiedenheit) in diesem Forum wie auch in Zoos weltweit, ja in Politik, Wirtschaft & Gesellschaft im Allgemeinen-wirtschaftlicher Erfolg vs. Arten-/Natur-und nicht zu vergessen
Menschenschutz;).

Anders als beim Schuhfabrikant handelt es sich beim Zoo aber um eine ├Âffentliche Einrichtung mit lebenden Tieren, von denen zudem ein mehr oder minder gro├čer Teil zu den nicht-domestizierten Wildtieren geh├Ârt(ein offenbar ein wichtiges Kriterium in der "Findet Nemo" & "Bambi" gepr├Ągten westlichen Gesellschaft).
In Gespr├Ąchen mit Nicht-Zoofachleuten & Zoofans, sprich zoologisch nicht allzu bewanderten Otto-Normalverbrauchern, fiel mir in Europa & Nordamerika sowie AUS & NZ ein Trend auf: die meisten spulten zwar immer das Lippenbekenntnis a la
"Die armen Tiere in der Gefangenschaft in ihren ach so kleinen Gehegen tun mir unendlich leid" ab, wiesen aber meist von selbst sofort darauf hin, dass ein moderner Zoo der Arterhaltung & dem Naturschutz diene und dementsprechend doch eine gute Sache sei(auch wenn man die Tiere auch so sehr bedaure...). Der Aspekt des Natur-und Artenschutzes via Zoos(sei es durch in-oder ex-situ Projekte)k├Ânnte sozusagen als Rechtfertigungsversuch von seitens der Zoobesucher angesehen werden, das eigentlich nicht "politisch korrekte" Verhalten(Erg├Âtzen an eingesperrten Tierchen zur Unterhaltung & Freizeitgestaltung) f├╝r sich als auch anderen gegen├╝ber nachtr├Ąglich zu rechtfertigen. Das mag auch der Grund daf├╝r sein, dass pl├Âtzlich jeder Zoo ein Artenschutzprojekt betreiben will-ein Naturschutz-Bewu├čtsein ist heutzutage "trendy" & verkauft sich gut. Ob der jeweilige Zoo dann auch etwas Sachdienliches leistet, ist eine andere Sache. Interessanterweise scheint diese Vorstellung "Zoos=Naturschutz"
bisweilen auch auf die Tiersch├╝tzer-Lobby eingef├Ąrbt zu haben: anstatt generell alle Zoos zu verdammen und zur Schlie├čung zu verurteilen, schlagen manche Tiersch├╝tzer schon etwas gem├Ą├čigtere T├Âne an; vielmehr sollen die EU-Richtlinien & Gutachten weiter versch├Ąrft & schlechten(!)Zoos das Handwerk gelegt werden; "gute" Zoos d├╝rfen offenbar fortbestehen(dank gutem ├Âffentlichen Image?).
Ihr Hauptzorn scheint nunmehr v.a.gegen die Zirkusse gerichtet zu sein-was aber noch lange keine Schonzeit f├╝r Zoos bedeutet(siehe Leipziger Lippenb├Ąr).
Wenn ein moderner Gro├čzoo immer neue & spektakul├Ąrere Tierh├Ąuser & Anlagen sowie seine Standard-Schautiere(Elefant, Menschenaffen, gro├če Raubkatzen, Kalifornische Seel├Âwen, Erdm├Ąnnchen...)
braucht, um Besucher anzulocken & wirtschaftlich rentabel zu sein, ist dies durchaus verst├Ąndlich, ja sogar lobenswert, sind das Wohlbefinden von Tieren, Perosonal & Besucher sowie von zoo-abh├Ąngigen Artenschutzprojekten
schlu├čendlich vom finanziellen Status des Zoos abh├Ąngig. Wenn auch noch die Tiere dank derlei Bauprojekten eine Erh├Âhung ihrer "Lebensqualit├Ąt" erfahren, na umso besser...

Doch stellt sich mir die Frage-wie auch
vor einigen Jahren bereits z.B. ZGAP-Vertretern u.a.-wie teuer darf eigentlich so ein Zoogeb├Ąude sein? Wie ist ein Zoo zu beurteilen, der 50 Millionen f├╝r ein neues Dschungelhaus ausgibt(das schon in ein paar Jahren nicht mehr den gegenw├Ąrtigen Haltungsanforderungen entspricht & Unsummen an Unterhaltungskosten-die zudem nicht gerade natursch├╝tzerisch im Energieverbrauch sind-einfordert), f├╝r seine Artenschutzprojekte hingegen vergleichsweise "Peanuts" ausgibt?

Zudem bef├╝rchte ich eine zunehmende Kommerzialisierung & Standardisierung, was sich heutzutage bereits z.B. im Tierbestand oder im Zoo-Shop-Sortiment deutlich anbahnt. Ob dies auch f├╝r die Orca-Haltung auf Teneriffa gilt, wei├č ich erst zu sagen, wenn ich pers├Ânlich vor Ort war. Bis dahin bleibt nur ├╝brig zu sagen: im Grunde genommen ist es unwichtig, wie kommerziell Loro Parque ist-solange die finanzielle Zuwendung f├╝r den Artenschutz & die damit zusammenh├Ąngenden Erfolge stimmen.

(19.01.2007, 17:47)
th.oma.s:   @ulli: ich nehme ganz stark an, das loro-parc gewinn abwirft (und zwar erheblichen)...,
Zitat "Und so entstehen immer neue Prachtbauten ... mit noch mehr teuer nach gebautem naturnahem Ambiente ... und noch mehr Besonderheiten... und noch mehr Besucherfreundlichkeit ... und noch mehr Events.

…Aber man muss ja knallhart kalkulieren, und da ist nun einmal kein Geld f├╝r noch mehr Artenschutz vorhanden – muss man doch verstehen. Dies bringt ja schlie├č- lich auch keine Besucher."
so sehe ich es auch (mit bedauern).

(19.01.2007, 16:40)
Michael Mettler:   P.S. Auch der Loro Park ist wie Walsrode f├╝r die breite Masse vorrangig als touristisches Ausflugsziel interessant, die Kombination bunte V├Âgel/Gartenanlagen ist ja beinahe klassisch. Interessant in diesem Zusammenhang, dass Vogelparks anscheinend am ehesten in der N├Ąhe von Touristengebieten gedeihen k├Ânnen: Wiesental im Schwarzwald, Marlow in Ostseen├Ąhe, Timmendorfer Strand sogar fu├čl├Ąufig in Strandn├Ąhe, Walsrode in der L├╝neburger Heide - oder eben der Loro Park. Sollte es damit zusammenh├Ąngen, dass Parks wie Metelen oder Bad Rothenfelde irgendwann Probleme bekamen - weil eben Urlauber auf Sightseeing-Tour im Umfeld fehlten?
(19.01.2007, 16:12)
Michael Mettler:   @Ulli: Rheine kann mit einfachen Anlagen gl├Ąnzen, weil man dort keine Tiere h├Ąlt, die mehr als das ben├Âtigen. Warum wohl sonst wurde damals nie eine neue Anlage f├╝r die vorhandenen B├Ąren errichtet? Wollte man in Rheine Tiere wie Gaur, Nashorn, Eisb├Ąr usw. halten, k├Ąme man mit der Einfachbauweise auch nicht weit. Folglich k├Ânnen solche Tiere dort auch nicht f├╝r den Erhalt ihrer Lebensr├Ąume werben.

Was M├╝nster betrifft: Der Zoo engagiert sich zwar in vorbildlicher Weise f├╝r in-situ-Projekte, h├Ąlt sich daf├╝r aber mit Zuchtbuchf├╝hrung bzw. EEP-Koordination im Gegensatz zu anderen Zoos auffallend zur├╝ck - obwohl auch diese "Hausaufgabe" wichtig ist.

Die Besucherzahl im Verh├Ąltnis zur Einwohnerzahl ist kein Kriterium f├╝r effektiven Artenschutz. Zur Glanzzeit von Walsrode ├╝berstieg die Besucherzahl des Vogelparks die Einwohnerzahl des Heidest├Ądtchens um ein Vielfaches, aber erstens kamen viele dieser Besucher haupts├Ąchlich wegen bl├╝hender Rhododendren/Tulpen/Rosen oder wegen des Abenteuerspielplatzes, und zweitens konnten die Artenschutzprojekte mit gro├čer Wahrscheinlichkeit nur deswegen gestartet werden, WEIL genau diese Besucher Geld im Park lie├čen, obwohl sie sich f├╝r das Federvieh nicht mal sonderlich interessierten (und schon gar nicht f├╝r dessen Bedrohung in Sibirien, auf den Fiji-Inseln usw.).
(19.01.2007, 16:04)
Ulli:   Die Anh├Ąnger bestimmter Zoos (jeweils ihr eigene pers├Ânliche Wahl oder aufgrund der geographischen Lage) haben immer den Wunsch, "unser" oder "ihr" Zoo soll der sch├Ânste Zoo ├╝berhaupt sein. Also wird gebaut, was das Zeug h├Ąlt.

Und so entstehen immer neue Prachtbauten ... mit noch mehr teuer nach gebautem naturnahem Ambiente ... und noch mehr Besonderheiten... und noch mehr Besucherfreundlichkeit ... und noch mehr Events.

…Aber man muss ja knallhart kalkulieren, und da ist nun einmal kein Geld f├╝r noch mehr Artenschutz vorhanden – muss man doch verstehen. Dies bringt ja schlie├člich auch keine Besucher.

…und dann gibt es noch die Tierenthusiasten, die immer nur ihren "Pablo" sehen oder den ach so gequ├Ąlten Strand-Schimpansen.

Gl├╝cklicherweise sind die meisten Zoodirektoren in ihrem Denken heute schon weiter und sehen sehr wohl die hohe Dringlichkeit von Artenschutzprojekten, im Interesse der Arten und nicht auch zuletzt im eigenen Interesse eines Zoos.

Zum Schluss: Wieso kann nur ein Zoo wie Rheine mit so schlichten Mitteln, so vielen einfachen Anlagen, so vielen liebevollen Details abseits der gro├čen Tiere und so vielen Bildungsangeboten nur eine solche Akzeptanz bei den Besuchern erlangen.

… und wieso engagiert sich der Zoodirektor Herr Adler aus M├╝nster nur mit so viel Begeisterung f├╝r Projekte in Vietnam ... ist doch weit weg und wen interessieren dar├╝ber hinaus schon s├╝dostasiatische Schildkr├Âten ...

… M├╝nster hatte bei 250.000 Einwohnern im Jahre 2006 schlappe 1.031.337 Besucher ...

(19.01.2007, 15:11)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Du sprichst mir mal wieder voll aus der Seele. Unterm Strich ist ein Zoo eben auch "nur" ein Unternehmen dass wirtschaften muss. In Zeiten knapper Kassen und ebenso knapper Zusch├╝sse muss auch ein Zoo knallhart kalkulieren, wie schon gesagt private Zoos ohnehin.
@Ulli
Ich weiss nicht, inwiefern in Spanien private zoologische Einrichtungen vom Land oder den Kommunen gef├Ârdert und unterst├╝tzt werden. Aber es stimmt schon.. Artenschutz ist nur m├Âglich, wenn gleichzeitig auch die Lebensr├Ąume erhalten werden, ansonsten sind unsere ach so tollen Genreserven im Zoo eines Tages nichts weiter, als lebende Museumsst├╝cke. Soweit ich mir das w├╝nsche sollten Zootiere eher Vetreter ihrer freilebenden Artgenossen sein, als diese irgendwann g├Ąnzlich zu ersetzen.
(19.01.2007, 13:31)
Ulli:   Meine Anmerkungen:

1. Kein Zoo, selbst Hagenbeck in j├╝ngerer Zeit, kann kostendeckend seinen Betrieb f├╝hren Die Zusch├╝sse liegen zwischen knapp 20 Prozent (bei eher privaten Betreibern) bis hin zu ├╝ber 50 Prozent bei rein kommunalen Betrieben, bei denen aber auch auf g├╝nstige Eintrittspreise geachtet wird. Das hei├čt in letzter Konsequenz, dass ein Zoo von der Unterst├╝tzung der ├ľffentlichkeit abh├Ąngig ist.
2. Kein Zoo ist in der Lage, eine gef├Ąhrdete Art allein aufrecht zu erhalten, die immer wieder erw├Ąhnten Erfolge waren au├čergew├Âhnliche Vorgehensweisen ├╝ber die Grenzen eines einzelnen Zoos hinaus.
3. Wenn man nur einmal die Affen und ihren jeweiligen Bedrohungsgrad zugrunde legt, sind die wenigsten Arten ├╝berhaupt in einem Zoo zu sehen (was ich nicht einmal bedauere).
4. Die Erhaltung einer Art macht nur Sinn, wenn langfristig auch das ├ťberleben im Freiland (Biotop) gesichert ist. Auswildern kann man auch nur in geeigneter Umgebung. Es geht bei solchen Projekten ja gerade nicht um die selektive Rettung eines Individuums.
5. Nicht jede Art eignet sich f├╝r eine Zootierhaltung und damit einer exklusiven Rettung
au├čerhalb seines Verbreitungsgebietes. Bevor eine Art vielleicht effektiv gez├╝chtet werden kann, gab und gibt es hohe Tierverluste im Vorfeld (ich erinnere nur an die intensive Diskussion in diesem Forum zu den Nasenaffen vor einigen Monaten).
6. Die Erhaltung einer Art vor Ort (neben der Erhaltung auch im Zoo) ist kosteng├╝nstiger m├Âglich als in Ersatzlandschaften, wie es in diesem Zusammenhang nun einmal ein Zoo ist. 7. Die Sicherung einer „k├Ârperlich gro├čen“ Art und zugleich seines Lebensraumes sichert gleichzeitig das ├ťberleben hunderter weiterer Arten (speziell der kleineren Wirbeltierarten, Insekten, Spinnen etc.)
5. Der Zoo hat neben der Aufgabe der reinen Freizeitgestaltung die zentrale Aufgabe als Schaufenster f├╝r die Natur – speziell als Bildungstr├Ąger (Artvorstellung, Lebensr├Ąume, Fortbewegung), der Biotopvorstellung und als Multiplikator eines Naturschutzgedankens.
6. Da der Zoo ├Âffentlich gef├Ârdert wird, hat er auch die verdammte Pflicht ├Âffentliche Aufgaben wahrzunehmen, also auch des Biotopschutzes.
7. Alle Beteiligten profitieren. Natur- und Artenschutzprojekte in der dritten Welt profitieren, weil sie aus zahlungskr├Ąftigen Regionen Geld erhalten. Dieses Geld hat „vor Ort“ eine ganz andere Kaufkraft – d.h. mit demselben Geld kann man hier mehr bewegen als z.B. in Deutschland. Auch in Deutschland selbst kann man mit vermeintlich wenigen Mitteln Renaturierungen durchf├╝hren und Informationszentralen aufbauen, die nur einen Bruchteil aufwendiger Tierh├Ąuser beanspruchen. Umgekehrt ist die Unterst├╝tzung eines Projektes wichtig f├╝r die Selbstdarstellung und Legitimation eines Zoos, manche b├Âse Kritiker von Zoos w├╝rden es vielleicht sogar nur als Deckm├Ąntelchen bezeichnen
7. Ohne F├Ârderung einzelner Projekte „vor Ort“ ger├Ąt ein Zoo in der ├ľffentlichkeit in Legitimationsprobleme.
8. Und ohne Legitimation….

(19.01.2007, 11:59)
Michael Mettler:   Fakt ist, dass die Willigkeit des Publikums, etwas finanziell zu unterst├╝tzen, wohl auf zwei M├Âglichkeiten beruht: Begeisterung oder Mitleid. Der Tierschutz lebt z.B. von Letzterem. Wollte man in einem Zoo diese Schiene fahren, m├╝sste man wohl tats├Ąchlich neben der entsprechenden Infotafel ├╝ber Wilderei, Lebensraumzerst├Ârung usw. Einzelschicksale, also die passenden "geretteten" Tierindividuen pr├Ąsentieren - und zwar nicht im ├╝bertragenen Sinne von genetischer Reserve, sondern z.B. als "Pablo" (Name erfunden), den ehemaligen Strandfotografen-Schimpansen bzw. die aus Afrika gerettete Bushmeat-Waise. Es w├╝rde mit Sicherheit viele Zoobesucher geben, die dann aus Betroffenheit spenden w├╝rden - andererseits w├╝rde ein Gro├čteil der heutigen Besucher wegbleiben, da eine der anderen Aufgaben eines Zoos - Erholung - unter diesen Umst├Ąnden nicht mehr gegeben w├Ąre (Wer erholt sich schon in einem Fl├╝chtlingsheim?; erst recht nicht, wenn der Zoo haupts├Ąchlich von Urlaubern lebt (was ich beim Loro Park zwar nicht definitiv wei├č, aber stark annehme). Dann allerdings w├╝rde die Einrichtung Zoo zum Exoten-Tierheim mutieren.

Mit gut gepflegten, gesunden Tieren und ihrem Nachwuchs ist das Gef├╝hl der Betroffenheit schwer auszul├Âsen, aber es l├Ąsst sich Begeisterung wecken - und sei es nur daf├╝r, h├Ąufiger einen Zoo aufzusuchen und auf diese Weise Geld da zu lassen, mit dem dann eben auch Artenschutzprojekte unterst├╝tzt werden k├Ânnen.

Ich verstehe auch nicht ganz, warum f├╝r einen Zoo eigene Regeln gelten sollen. Wenn ein erfolgreicher Unternehmer - nehmen wir als Beispiel einen (erfundenen) Schuhfabrikanten - einen Teil seines Unternehmensgewinns in ein Artenschutzprojekt stecken w├╝rde, k├Ąme doch auch niemand auf die Idee, von ihm zu verlangen, er solle gef├Ąlligst keine Gelder mehr in den Bau neuer Produktionsst├Ątten stecken, sondern damit lieber gleich den Artenschutz f├Ârdern? Wenn ein Zoo nur dann Tiere halten und ausstellen darf, wenn er so zu sagen als klappernde Sammelb├╝chse f├╝r den Artenschutz dient (und m├Âglichst wenig Geld f├╝r seine eigene Struktur einsetzt), dann m├╝sste konsequenterweise auch jeder private Tierhalter einen Teil seines Geldes in Artenschutzprojekte stecken, und jeder, der einen Garten hat, eine Patenschaft f├╝r ein St├╝ck Regenwald usw. ├╝bernehmen - nur um damit zu rechtfertigen, dass er ein St├╝ck Natur "just for fun" hinter Z├Ąune oder Wohnungst├╝ren steckt. Sch├Âner Traum, aber f├╝r meinen Geschmack leider v├Âllig unrealistisch.
(19.01.2007, 09:59)
Jennifer Weilguni:   Es scheint wohl f├╝r die Zoos generell nicht leicht zu sein, es allen recht zu machen. Einerseits will man sich f├╝r Arten- und Naturschutz einsetzen, andererseits muss man ja seinen G├Ąsten auch was bieten, denn deren Eintrittsgelder machen ja einen gro├čen Teil der Einnahmen aus, ein Privatunternehmen, wie der Loro Parque ist sogar g├Ąnzlich darauf angewiesen mit den Besuchereinnahmen ├╝ber die Runden zu kommen. Irgendwie ist es da verst├Ąndlich, das man da den G├Ąsten unbedingt gefallen will. Wenn ein privates Unternehmen dar├╝ber hinaus dennoch Mittel f├╝r Arten- und Naturschutz zur Verf├╝gung stellt, bzw. sich aktiv an entsprechenden Projekten beteiligt ist das nat├╝rlich umso lobenswerter.
(19.01.2007, 08:00)
Marco:   @th.oma.s: Stimme voll zu. Nat├╝rlich will der Loro Parque seinen G├Ąsten gefallen, und das tut er sicher nicht, wenn er laufend Schauergeschichten ├╝ber die weltweite Naturzerst├Ârung schildert. Aufbauend auf dem Erfolg eine finanziell sehr starke Artenschutzstiftung zu unterhalten ist dennoch sehr lobenswert.

Ich wollte Ihnen nat├╝rlich nicht absprechen, dass Ihnen der Artenschutz nicht wichtig ist ;-)

Der Loro Parque zeigt mit seinem Heile-Welt-Konstrukt Parallelen zum Ruhrzoo. W├╝rde dieser seinen finanziellen Erfolg ebenfalls (z.T.) in den Artenschutz stecken, s├Ąhe ich sogar hier eine Legitimierung f├╝r die Gestaltung und das Gesamtkonzept.
(18.01.2007, 22:40)
th.oma.s:   @marco:zun├Ąchst ist der satz von mir leider nur verst├╝mmelt abgesetzt worden:
er muss richtig lauten "im einzelfall auch erfolgreich sind."
d.h.nicht, dass ich gegen artenschutz bin ganz im gegenteil.
ich m├Âchte damit auf eine bestimmte heilewelt- und feigenblattfunktion der zoos anspielen. da ist loro parc m.E. ein hei├čer kandidat.loro parc nennt seinen f├╝hrer 2006 -Ein Naturparadies- El "must" de canarias.nun loro parq ist eben kein naturparadies sondern sozu- sagen heile welt aus zweiter hand f├╝r tourisen.ein naturparadies ist (noch)die insel teneriffa mit ca. 40% naturschutz- fl├Ąchen, ihrer endemischen tier - und pflanzenwelt, ihrer beeindruckenden landschaft und ihrer meeresfauna . dieser lebensraum ist bedroht (vielfach). prim├Ąr entscheidend in bezug auf den artenschutz ist heute der schutz der lebensr├Ąume, die zootechnische bestandssicherung der jeweiligen art ist m.e. ├╝berwiegend eine frage von geld. wenn dann eine zoologische einrichtung ottonormalverbraucher eine heile zoowelt als "naturparadies" und beeindruckende aufzuchterfolge als erfolgreiche quasi existenzbegr├╝ndende artenschutzma├čnahme verkauft, ohne auf die tragische situation in den herkunftsl├Ąndern und deren tats├Ąchlichen ursachen hinzuweisen, dann wird der arten- schutzaspekt auf den kopf gestellt. Loro parc scheint dies allerdings inzwischen erkannt zu haben,man muss ausdr├╝cklich sagen, dass auf diese probleme auch hingewiesen wird. meines erachtens allerdings nicht so eindringlich, dass dem besucher die konkrete situation und das atemberaubende tempo mit dem sie voranschreitet, ausreichend deutlich wird. die LPF erf├╝llt dabei sehr erfolgreich ihren ganz bestimmten zweck in den unternehmen des Herrn Kiessling.
(18.01.2007, 21:00)
Marco:   @ th.oma.s: Dein Zitat:

"im ├╝brigen bin ich der meinung, das artenschutzstiftungen zur zeit notwendig und im einzelfall auch sind. aber die probleme des artensterbens k├Ânnen sie nicht l├Âsen sondern lediglich harmonisch begleiten."

Auch wenn es nicht unmittelbar die LPF betrifft, sondern die Frage nach Sinn oder Unsinn des Artenschutz:
Nat├╝rlich hast Du damit recht, dass auch 100 LPFs das Artensterben nicht v├Âllig stoppen k├Ânnen. Deine ├äu├čerung klingt mir allerdings eher so, dass Artenschutz f├╝r Dich unsinnig, da machtlos ist. Wenn das allerdings so sein sollte, k├Ânnten wir gleich "einpacken" und m├╝ssten uns auch nicht l├Ąnger um EEPs etc k├╝mmern.
Leider ist jeder Euro, der in Zoos, also ex-situ, investiert wird, nur einen Bruchteil dessen wert, was in-situ (meist in der dritten Welt) bringen w├╝rde. Somit sind 100 Euro f├╝r einen Zoo-F├Ârderverein weitaus weniger wertvoll, als beispielsweise 40 Euro f├╝r sinnvoll arbeitende Artenschutzorganisationen wie LPF oder viele andere. Von "harmonischem Begleiten" des Artensterbens kann hier keinesfalls die Rede sein.
Daher kann ich Zweifler an Artenschutz ("das bringt ja eh nix") nicht verstehen, wenn sie gleichzeitig Zoos bef├╝rworten und diese nicht blo├č als Freizeitparks sehen und freue mich umso mehr, dass ein gewinnorientierter Konzern wie Loro Parque einen Teil seiner Finanzen auch f├╝r solch ehrenwerte Zwecke zur Verf├╝gung stellt.

Meine kritische Bemerkung, dass unsere Zoos nicht ann├Ąhernd vergleichbare Mittel f├╝r ex-situ-Ma├čnahmen liefern k├Ânnen, ist aber nat├╝rlich vor dem Hintergrund zu sehen, dass die meisten Zoos am ├Âffentlichen Tropf h├Ąngen und meist wenig bis nichts zu verschenken haben. Wer um jede halbe Pflegerstelle k├Ąmpfen muss, kann keine zig-Tausend pro Jahr ins Ausland transferieren.
(18.01.2007, 01:12)
th.oma.s:   @langhans: ich habe nicht von d├╝rfen gesprochen in bezug auf orcas. und ich bin auch nicht der meinung, dass alle anderen tiere gehalten werden sollen, insbesondere nicht hochbedrohte arten deren management in gefangenschaft eigentlich nicht beherrscht wird (z.B.nasenaffe).

nach dem ich orcaocean gesehen habe vertrete ich die auffassung, dass man diese tiere nicht artgerecht in einem pool halten kann. sie sind zu gro├č. sie ben├Âtigen familienverb├Ąnde.sie geh├Âren ins meer. die orcas dort in teneriffa sind letztendlich zirkustiere, nichts anderes.

zucht bedeutet zielgerichtete vermehrung von tieren. daf├╝r sollte es einen vern├╝nftigen grund geben. den sehe ich in bezug auf orcas erstmal nicht, es sei sie akzeptieren das gesch├Ąft mit den orcavorf├╝hrungen. den bairdstapir oder das okapi kann man m├Âglicherweise in der tierg├Ąrtnerei 100 jahre ├╝ber die zeit retten, in der hoffnung, dann im freiland sicherere verh├Ąltnisse vorzufinden. dazu sind diese transporte aus gr├╝nden die Sie gegebenenfalls besser kennen als ich m.e. erforderlich.

unter zuchtleihgaben verstehe ich in erster linie einstellungen zur erg├Ąnzung von bestehenden zuchtgruppen.

zum verst├Ąndnis, ich bin kein gegner von wal- oder delfinhaltung an sich. das was ich dort in teneriffa in bezug auf orcas gesehen habe war reiner commerz - allerdings auf h├Âchstem niveau und nahezu klinisch sauber.sicherlich kann man es auch anders sehen.
(17.01.2007, 20:50)
Langhals:   Eins verstehe ich nicht. Wiso darf man Ihrer Auffassung nach Orcas nicht in Gefangenschaft halten, alle anderen Tiere aber schon ? Was macht einen Orca so anders, das man ihn nicht im Zoo halten darf ? Die Orcas im Loropark sind als Zuchtleihgabe dort und geh├Âren nach wie vor dem Unternehmen Anheuser Busch. Und warum soll man Tiere nicht zu Zuchtzwecken ├╝bers Meer fliegen ? Das Okapiweibchen und die Bairds-Tapire in Wuppertal und auch die Gelbr├╝ckenducker wurden zu " Zuchtzwecken " ├╝bers Meer geflogen. Nat├╝rlich h├Ątte man die Orcas auch an ein Schiff anbinden k├Ânnen und sie h├Ątten Europa, wie es sich f├╝r einen Wal geh├Ârt, auf dem " Seeweg " erreicht.
(17.01.2007, 18:53)
th.oma.s:   @marco:orcaocean befindet sich in hanglage oben auf dem hang, ziemlich am h├Âchsten punkt des parks.

im ├╝brigen bin ich der meinung, das artenschutzstiftungen zur zeit notwendig und im einzelfall auch sind. aber die probleme des artensterbens k├Ânnen sie nicht l├Âsen sondern lediglich harmonisch begleiten.

@langhans:loroparq spricht in der orcashow und bei der discoverrytour von jungtieren die importiert wurden, die keineswegs ausgewachsen sind.und bei aller gro├čz├╝gigkeit und faszination der orcahaltung im loroparq vertrete ich nach dem besuch der anlage entschieden die auffassung, dass diese tiere nicht in menschenhand geh├Âren. orcaocean ist ein zirkus mit vier vorf├╝hrungen pro tag.und zuchtleihgabe ist wohl auch nicht der richtige begriff, wieso m├╝ssen wale zu zuchtzwecken mit dem flugzeug ├╝bers mehr geflogen werden?

(17.01.2007, 18:12)
Saya:   Orca Skyla, geb. 9/2004, transportiert nach Tenriffa 02/2006, knapp 1,5 Jahre alt. Ist das f├╝r einen Orca "vollerwachsen"???

Und Sea World, ein privates, komerzielles Unternehmen (ohne dass das jetzt negativ gemeint ist, vergibt Orcas f├╝r umsonst? Glaubt hier noch jemand an den Weihnachtsmann? H├Ârt sich hier aber ganz anders an:
"Ein Sprecher von Sea World sagte, es handle sich nicht um einen Verkauf der Tiere. Jedoch g├Ąbe es "ein finanzielles ├ťbereinkommen" zwischen den beiden zoologischen Parks. Wie dieses ├ťbereinkommen im Detail aussieht, dazu wollte er sich nicht ├Ąu├čern."
Quelle: http://www.m-e-e-r.de/362.1.html

(17.01.2007, 16:10)
Hannes:   Das ist nicht ganz wahr.
Zuchtleihgaben sind es aber daf├╝r wird sicherlich etwas bezahlt haben aber nicht auf dem offiziellen wege (da Illegal) sonder eher iin Form von Beteiligungen, Geschenken, Spenden etc.
Wurde meine eich auch schon im Thread Orcas auf Teneriffa angeschnitten.
(17.01.2007, 16:07)
Langhals:   Die Orcas im Loropark kamen vollerwachsen nach Spanien. Und auch in Seaworld sind die Becken begrenzt, so das zwangsl├Ąufig Tiere abgegeben werden m├╝├čen.├ťbrigens, Meerschweinchen bleiben auch ihr Leben lang in der Geburtsfamilie, Erdm├Ąnnchen ebenso und viele andere Tiere auch, nur bei Gorillas ,Elefanten und Orcas scheint es schlimm zu sein, wenn man Nachzuchten abgibt, ohne das Mutti mitkommt zum H├Ąndchen/R├╝ssel/Flossen halten. ├ťbrigens, Seaworld vermarktet seine Nachzuchten nicht f├╝r viel Geld, die Orcas im Loropark geh├Âren nach wie vor Seaworld und sind nur als Zuchtleihgabe in Spanien.Sie stellen wieder einmal Behauptungen auf, die nicht stimmen.
(17.01.2007, 15:41)
Marco:   Was kostet denn ein Orca? Ich h├Ątte noch Platz im Gartenteich ;-)

Nein, Quatsch. Wurde mal ├Âffentlich gemacht, f├╝r welche Betr├Ąge / Leistungen Orcas gehandelt wurden? Und, wenn auch nicht zum Thema passend: Hat Seaworld etwas f├╝r Ferdinand und Yogi an den Zoo Duisburg gezahlt?
(17.01.2007, 15:34)
Saya:   Der Erfolg in der Spixara-Zucht in den letzten 3 Jahren ist jedenfalls fantastisch und hat f├╝r den Erhalt der Art eine Riesenbedeutung - ein Zuchtpaar, 4 Nachkommen von 2004-2007 und ein junges M├Ąnnchen aus schweizerischer Zucht als zuk├╝nftiger Partner des 2004 erstgeschl├╝pften Weibchens. Dazu hat die Loro Parque Foundation riesige Summen in die Erforschung des letzten freilebenden Spixaras gesteckt und dadurch Daten gesammelt, die f├╝r die sp├Ątere Wiederansiedlung extrem wertvoll wenn nicht sogar essentiell sind.

Und trotzdem w├Ąre es mir lieber, die w├╝rden auf die Haltung von Orcas in 2er Gruppen verzichten... oder am besten ganz. Die Orcas aus den USA sind zum Teil noch sehr jung und viel zu fr├╝h von der Mutter getrennt worden, wobei es dem Sozialsystem entspr├Ąche, alle nachkommen lebenslang in der Geburtsfamilie zu belassen. Aber es ist f├╝r Sea World nat├╝rlich wichtiger, die Nachzucht f├╝r viel viel Geld zu vermarkten!
(17.01.2007, 15:24)
Marco:   Exakt. Es ist im Falle des Loro Parque ja gerade der gro├če kommerzielle Erfolg, der die Arbeit der LPF erst m├Âglich macht. Hier geht es ja nicht um 100er- oder 1000er-Betr├Ąge, sondern um von anderen Zoos selten erreichte finanzielle und wissenschaftliche Beitr├Ąge zum Artenschutz.
(17.01.2007, 14:48)
Michael Mettler:   Auch eine kommerziell gepr├Ągte Papageienzucht sollte man nicht unbedingt verurteilen. Immerhin k├Ânnen die auf diese Weise "produzierten" V├Âgel dazu beitragen, dass a) Geld f├╝r die Erhaltungszucht bedrohter Verwandter in den Park flie├čt und b) die Nachfrage nach Wildf├Ąngen f├╝r den Liebhabermarkt sinkt.
(17.01.2007, 14:28)
Marco:   Mir kamen schon Bedenken wegen eines 20Mio-Liter-Beckens am Hang ├╝ber dem Park auf einer vulkanisch gepr├Ągten Insel....

Was das Artenschutz-Engagement angeht: Nat├╝rlich ist der Loropark als solcher kommerziell. Die Lage auf der Ferieninsel l├Ąsst bei den Besuchern sicher auch gern den hohen Eintrittspreis durchgehen, der hier in Deutschland m├Âglicherweise nicht akzeptiert w├╝rde (?). Ich m├Âchte hier aber v.a. auf die Loro Parque Fundacion hinweisen. F├╝hrte jeder deutsche Zoo eine auch nur ansatzweise vergleichbare Artenschutzstiftung, h├Ątten wir diesbez├╝glich weniger Sorgen.

http://www.loroparque-fundacion.org/

Mag der Zoo also noch so kommerziell daher kommen - in puncto Artenschutz ist er vorbildlich!
(17.01.2007, 13:33)
Michael Mettler:   So weit ich wei├č, hat der Inhaber schon vor der Er├Âffnung des Loro Parks (und noch in Deutschland) Papageien gez├╝chtet. Wenn das richtig ist, h├Ątte der Park also eine ├Ąhnliche Historie wie Walsrode: Entstanden aus einer Privatzucht (und durch einen Praktiker) und im Laufe der Zeit konsequent zum Ausflugsziel ausgebaut.
(17.01.2007, 10:18)
Hannes:   Genauso brilliant wie in einen Orca in einem LORO-Park zu halten.
(17.01.2007, 09:41)
Jonny.:   Wo ist das Problem ? In Deutschland werden Einzelg├Ąnger dazu verdonnert in Gruppen zuleben. ( jaa, so lange es funktionniert....Stimmt, das rechtfertigt alles.) Originell finde ich die Haltung von Killerwalen in einem Siampark, Killerwale sind in Thailand sehr weit verbreitet.
(17.01.2007, 07:32)
Hannes:   Achja nicht zu vergessen das im Siam Park nochmal 2 Orcas ziehen sollen.
Was mich jedoch st├Ârt ist die Tatsache von nur 2 Orcas. Sparma├čnahmen um zwergiges Becken zu rechtfertigen?
(16.01.2007, 20:18)
th.oma.s:   ich war im september 06 im loro - parc. constanzes bericht kann ich mit einer einschr├Ąnkung best├Ątigen. zur abrundung
des gesamteindrucks noch einige erg├Ąnzungen. loro parqe ist in erster linie ein zoologisch ausgerichteter familien- freizeitpark mit nach meinem empfinden stark amerikanisch gepr├Ągten stil.mit dem park soll m.e. in erster linie geld verdient werden. dazu wird ein gnaadenloses ├Âko - und tierschutz- image aufgebaut das nach meinen eindr├╝cken das tats├Ąchliche artenschutzengagement von loro parq weit ├╝berlagert.

die papageienzucht (mit in erster linie wohl kommerziellem hintergrund) befindet sich in einer externen anlage die nicht besucherzug├Ąngig ist (eigenwerbung weltbeste papageienzucht). zu beobachten sind einige handaufzuchten (u.a. arakakadu). dessen ungeachtet ist die papageien - und sittichsammlung in ihrer artenf├╝lle im ausstellungsteil vielleicht gerade noch mit walsrode zur hochzeit zu vergleichen.absolute highlights waren allerdings bis auf ein paar granada - amazonen nicht in der ausstellung. die papageien sind in nicht von schauaspektensondern von zweckm├Ą├čig- keit gepr├Ągten kleinvolieren unterge- bracht.

der park ist v├Âllig ├╝berlaufen (inselbewohner bezahlen deutlich weniger eintritt). dessenungeachtet ist er von einer beeindruckenden gepflegtheit und von absoluter sauberkeit (da liegt nicht ein kr├╝mel papier, die toiletten sind auf 5 sterneniveau). in der gesamtanlage war nicht ein provisorium zu erkennen. zu jeder tieranlage gibt es einen shop. der besucher wandert im prinzip ca. 6 h von tiervorf├╝hrung zu tiervorf├╝hrung. seel├Âwen und delfine waren im september 06 nur w├Ąhrend der vorf├╝hrungen zu sehen. die orca anlage (orcaocean)liegt als amphietheater am hang. der besucher blickt ├╝ber die anlage hinweg auf das meer. die anlage besteht aus einem gr├Â├čeren und 3 kleineren becken (gesamtl├Ąnge 120m, tiefe bis 12m)mit einem fassungsverm├Âgen von 22 mio l wasser bei 13 grad celsius wassertemparatur. die anlage ist mit einem sonnensegel (4000 quadrat- meter)├╝berspannt und wird von einer riesigen videowand auf der unterwasseraufnahmen gezeigt werden, dominiert. das seaworld - logo ist in orcaocean ├╝berall zusehen.

f├╝r mich am beeindruckendsten: planet pinguin, eines der faszinierendsten tierh├Ąuser ├╝berhaupt.

meine einschr├Ąnkung bezieht sich auf das aquarium, hier hatte ich mehr erwartet.
berlinerniveau wird meines erachtens nicht erreicht.

der Herr Kiessling als eigent├╝mer des parkes ist konsul des k├Ânigreich thailand.
(16.01.2007, 20:09)
Hannes:   Es wurde ungenutzes Gebiet gepl├Ąttet.
Als n├Ąchstes Projekt steht der Siam Park an welches ein wasserpark mit^Wellenbad f├╝r Surfmeisterschaften beinhalten soll.
Auch tropische Tiere d├╝rfen nicht fehlen und eine kamikaze wasserbahn welche durch ein Haibecken gehn soll.
Sch├Âne Bilder gibts hier
http://freizeitparkweb.de/cgi-bin/dcf/dcboard.cgi?az=show_thread&om=68&forum=DCForumID72#5
(16.01.2007, 20:09)
Langhals:   An alle, vieleln Dank f├╝r die Infos bzw. die ausf├╝hrliche Beschreibung von Constanze. Einiges von den Infos wurde auch in der Abenteuer zoo Folge erw├Ąhnt, beispielsweise die Handaufzuchten vieler seltener Papagaeien ,die Schimpansen sind alles ehemalige Fotoschimpansen, die beiden Tiger stammen von dem erw├Ąhnten B├╝hnenmagier usw. Die Spix-Aras haben mehrfach Junge aufgezogen, bzw. die K├╝ken wurden k├╝nstlich aufgezogen. Wo liegt denn die Orca-Anlage ? Wurden daf├╝r andere Anlagen geopfert und liegt sie einem damals noch ungenutzten Teils des Parkes ? Was plant denn der Park f├╝r die Zukunft ? Soll nicht irgendwann ein zweiter Park er├Âffnet werden, Paradise Park oder so ├Ąhnlich ?
(16.01.2007, 19:45)
Hannes:   Habe eben gelesen, dass das Seel├Âwenbecken im Loropark(zumindest in der Arena) 2 Mio Liter Wasser hat. das ist mehr als in M├╝nsters Delfinarium.
Ich bin mir trotzdem recht sicher, dass es der loropark mit den Schimps war weil Wei├če tiger und seltene Papageien gezeigt wurden und der Besitzer deutsch sprach (was auf den Kanaren nichts hei├čt)
(16.01.2007, 19:38)
Constanze:   Es gibt wie noch einen Park ┬┤Las Aguilas`im S├╝den der Insel, der in einer nicht gro├čen und schlecht eingerichteten Anlage damals 2 Schimpansen hielt. Vielleicht kamen die aus Hodenhagen.
(16.01.2007, 17:04)
Hannes:   Also ich habe einien Bericht ├╝ber einen Park auf Tenneriffa gesehn welcher seine ersten beiden Schimpansen aus Hodenhagen bekommen hat.Obs der Loro Park war?
(16.01.2007, 16:13)
Shensi-Takin:   Soweit ich mich erinnern kann, stammen die Tiger z.B. von einem B├╝hnenmagier, der sich ihren Unterhalt nicht mehr leisten konnte. Das Schimpansenjunge(inzwischen ein "Teenager") war wohl eher ein nicht eingeplanter "Unfall"...;)

(16.01.2007, 16:02)
Constanze:   Das mit den Schimpansen stimmt.Sie kommen alle von den besagten Strandfotografen.Als ich dort war, hatte die Gruppe aber mindstens 1 Jungtier, an das ich mich jetzt noch erinnern kann. Klasse ist aber auch die Junggesellengruppe der Gorillas.Einige der Tiere kommen ja auch aus Deutschland. Es ist einfach ne tolle Sache, das ├╝berz├Ąhlige Tiere auch "artgerecht" untergebracht werden k├Ânnen.
(16.01.2007, 14:15)
Michael Mettler:   Was die Gro├čkatzen und Schimpansen betrifft, bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich dabei um "Notaufnahmen" handelt und sie nicht gezielt gesucht wurden. Wenigstens habe ich mal davon geh├Ârt, dass der Loro-Park vor Jahren diverse Schimpansen- und Leopardenbabys aufgenommen hatte, die vorher als Kundenf├Ąnger f├╝r Strandfotografen herhalten mussten.
(16.01.2007, 12:32)
Constanze:   Hallo!!! Ich war im Februar 2005 auf Teneriffa und nat├╝rlich auch im Loro-Park. Ich war positiv ├╝berrascht. Die Tier-Anlagen sind in der Tat sehr gro├č. Alleine die Anlage der Flachlandgorillas ist mit ├╝ber 3500qm f├╝r damals 5 m├Ąnnliche Tiere sehr gro├čz├╝gig. Das Gehege bietet denn Tieren sehr viel Kletter- und R├╝ckzugsm├Âglichkeiten und ist super bepflanzt. Einzusehen ist dieses Gehege durch 2 gro├če Scheiben und ├╝ber einen Graben. Auch die Schimpansenanlage ist mit 1500qm recht gro├č und ├Ąhnlich strukturiert wie die Gorillaanlage. Die Tiere waren trotz der Menschenmengen sehr ruhig und ausgeglichen. Auch diese Anlage ist durch gro├če Scheiben einzusehen. Planet Pinguin ist einfach nur Klasse. Diese Anlage ist in einer riesigen Halle untergebracht, ├Ąhnlich wie im Berliner Zoo aber nur viel, viel gr├Â├čer. Wenn man die Halle betritt kommt man zu den Humboldtpinguinen, die in einer leicht bepflanzten Felskulisse leben. Diese ist ca.5m hoch und kann von den Tieren bestiegen werden. Insgesamt w├╝rde ich die Anlage auf min.800qm sch├Ątzen. Dann kommt man zu den K├Ânigs- und Felspinguinen. ├ťber ein Laufband- ja richtig gelesen, wird man an die riesige Halbrunde ca.2000-2500qm gro├če Anlage vorbei gefahren. Durch die riesigen Scheiben hat man auch eine Unterwasseransicht. In der felsigen Anlage liegt sehr viel Schnee. Am Ende gibt es noch eine sch├Âne Anlage f├╝r Papageientaucher mit Unterwasseransicht. Ich glaube dass diese Tiere selten gezeigt werden. Im ganzen Park verteilt gibt es sehr viele Papageien-Volieren, die mehr oder weniger bepflanzt sind und nicht zu den gr├Â├čten geh├Âren. Papageien Experten k├Ânnten da mehr erz├Ąhlen. Immer wieder kommt man an Wiesen und Seen vorbei, wo ver. Kraniche, Flamingos oder Pelikane leben. Des Weiteren gibt es noch nette Anlagen f├╝r Schildkr├Âten, Alligatoren und Jaguare. Die Anlage der Jaguare ist zwar gro├čz├╝gig und super strukturiert, soviel gr├╝n gibt es bei uns hier selten in den Anlagen, aber die Tiere zeigten stereotypen. Zu den Seel├Âwen ist zu sagen dass es noch ein sehr kleines Becken gab, das nicht in der N├Ąhe der Showarena war, wo ca.5 Tiere drin lebten. Warum die nicht in dem gro├čen Becken lebten und ob es noch mehr Becken f├╝r die Seel├Âwen hinter den Kulissen gibt, kann ich nicht sagen. Die Anlage der Tiger- damals ein wei├čes M├Ąnnchen und ein stark ├╝bergewichtiges normal gef├Ąrbtes Weibchen- ist zwar sehr gro├č und nett bepflanzt, doch vor dem Gehege warten die Besucher darauf, das sie in die Delfinarena d├╝rfen, sodass die Tiere einem st├Ąndigen L├Ąrmpegel ausgesetzt sind. Die Wasserfarbe im Tigergehege glich ehr dem eines Swimmingpools. Die Delfinanlage ist wirklich sehr gro├č und hinter der Trib├╝ne habe ich ein weiteres gro├čes Becken gesehen. Die Anlage ist auf jeden Fall nicht mit den deutschen Delfinarien vergleichbar, aber ob sie nun die gr├Â├čte in Europa ist kann ich nicht sagen. Am Ende kommt man nun in das recht gro├če Aquarium mit dem Hai-Tunnel. Auch in diesem Tunnel wird man wieder per Laufband bef├Ârdert. Das Aquarium ist sehr sehenswert, aber leider kann ich nicht viel zum Besatz sagen. Lohnt sich aber. Wenn ich mich nicht irre gab es sogar noch eine kleine Nachttierabteilung, aber auch hier bitte keine Fragen zum Besatz, es gab aber glaub ich G├╝rtel- und Faultiere. Der Park macht einen sehr gepflegten Eindruck und ist g├Ąrtnerisch gesehen ein wahres Paradies. Die Orca-Anlage habe ich nicht gesehen, diese war ja auch noch nicht fertig. Das waren nun ein paar Eindr├╝cke von mir und ich kann einen Besuch im Loro-Park nur empfehlen. Insgesamt bietet Teneriffa viel f├╝r Zoo-, Tier- und Naturfans, da es im S├╝den der Insel noch ein paar Parks gibt, die zwar nicht so einmalig in der Tierhaltung und im Besatz sind, aber die man sich als Zoofan auch mit kritischen Augen ansehen darf und auch hier Anlagen findet die sehr gut sind.
(16.01.2007, 12:03)
Sacha Beuth:   Ja, ich war schon mal dort. Und genau: Es gibt f├╝r die Seel├Âwen im Loro Park mindestens zwei Anlagen. Korrekt ist auch wie MM vermutet, dass die Papageien nicht nur zu Showzwecken gez├╝chtet werden. Nur die wenigsten Arten treten in den Shows auf. Die meisten Anstrengungen werden in die Erhaltungszucht seltener Papageienarten gesteckt, nicht selten in Zusammenarbeit mit Privathaltern, anderen Zoos und Naturschutzbeh├Ârden (jedenfalls gem├Ąss Zoof├╝hrer und einem anderen TV-Bericht). Im Loro Park ist m. W. unter anderem auch die Zucht des Spix-Blauaras gelungen.
Der Park ist wunderbar bepflanzt, sehr gepflegt und bietet eine der reichhaltigsten (wenn nicht die reichhaltigste) Sammlung an Papageien (daher der Name) weltweit. Bei den meisten Volieren kommt die Zweckm├Ąssigkeit vor der nat├╝rlichen Gestaltung.
Neben den schon von Langhals erw├Ąhnten Tieren und Gehegen gibt es noch mehrere Sorten Krallen├Ąffchen, div. Zierv├Âgel wie Kronenkraniche, eine Orchideenhalle und Pelikane. Den Platz f├╝r die Inzucht-Tigerweisslinge h├Ątte auch ich lieber einer reinen Unterart zur Verf├╝gung gestellt (zumal noch ein zweiter Zoo auf Teneriffa = Las Aguilas, weisse Tiger zeigt). Immerhin ist ihr Gehege ger├Ąumig und mit einer grossz├╝gigen Badem├Âglichkeit und vielen Schattenpl├Ątzen ausgestattet.
An Elefanten soll der Besitzer schon gedacht haben. Allerdings soll er wegen des grossen Platzbed├╝rfnisses der Elefanten wieder davon abgekommen sein. Kommt hinzu, dass sich das Parkgel├Ąnde an einem Hang befindet. (Das das mit Schwierigkeiten verbunden sein kann, kann man am Beispiel Wuppertal sehen).

Nun k├Ânnte man nat├╝rlich fragen: Kein Platz f├╝r Elefanten, aber Platz f├╝r Schwertwale - wie geht das?....:)

Der Parkbesuch ist m. E. trotz des hohen Eintrittsgeldes unbedingt zu empfehlen.
(16.01.2007, 11:35)
Michael Mettler:   So weit ich wei├č, werden im Loro Park l├Ąngst nicht nur Show-V├Âgel per Hand aufgezogen, sondern auch viele Nachzuchten der selteneren Papageienarten - wahrscheinlich, um die Nachzuchtrate zu erh├Âhen. So gesehen kommt es dabei auf ein paar Showv├Âgel auch nicht an. Ich nehme mal an, dass die V├Âgel der Flugschauen in unseren hiesigen Parks ebenfalls zu einem erheblichen Teil Handaufzuchten sind?

Ich habe die Sendung auch gesehen und mich gefragt, warum man die stattliche Seel├Âwenkolonie nicht mal als Ganzes gezeigt hat, sondern nur wenige Tiere. Ist die m├Âglicherweise in mehrere getrennte Gruppen unterteilt?
(15.01.2007, 21:20)
Langhals:   Ich habe jetzt die Abenteuer Zoo Folge ├╝ber den Loro-Park gesehen. Es ist eine der besseren Folgen aus der Serie, da relativ viel vom Park gezeigt wird. Jedenfalls bin ich neugierig geworden. War Jemand schon einmal dort und kann seine Eindr├╝cke schildern ? Sehr gro├č ist der Park ja nicht, nur 13 ha, aber die gezeigten Anlagen sind teilweise recht gro├č und machen einen guten Eindruck auf mich. Was aber nicht stimmen kann ist die Aussage, das Delphinbecken sei das gr├Â├čte in Europa, das m├╝├čte eigentlich die Lagune in Harderwijk sein. 28 Kalifornische Seel├Âwen werden gehalten,aber das Becken war nicht sehr gro├č. Sehr gut wirkt im Fernsehen die Pinguin-Anlage. Die Orca-Anlage war noch im Bau, sie wurde leider weder gezeigt noch erw├Ąhnt. Sehr auff├Ąllig ist,das im Loropark ausnahmslos nur Publikumsmagneten gehalten werden, Papageien, Orcas, Delphine, Gorillas, Schimpansen, Jaguare, Alligatoren, Riesenschildkr├Âten,Flamingos, Seel├Âwen,Tiger ( nat├╝rlich ein Wei├čer ), Pinguine, es gibt ein gro├čes Aquarium mit Hai-Tunnel...Es gibt wirklich keine Tierart, die nicht bei den Besuchern beliebt ist. Mich wundert es, das es noch keine Elefanten-Zuchtanlage gibt. Sicher w├╝rde mich ein Besuch dort reizen,aber extra wegen dem Loropark reise ich nicht nach Teneriffa. Der Eintritt kostet ├╝brigens 24 Euro.Was haltet ihr von Papageienshows mit extra daf├╝r handaufgezogenen V├Âgeln ?
(15.01.2007, 19:59)

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