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Kamele



cajun:   Da hat der Zoodirektor offensichtlich ein Hobby:
"Höckerparade- Trampeltierfohlen auf Sommerurlaub im Naturschutz- Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Das Anfang April im G√∂rlitzer Tierpark geborene Trampeltierfohlen ‚ÄěKaruna‚Äú hat Verst√§rkung bekommen! Ihre zwei gleichaltrigen Halbgeschwister ‚ÄěBoukhra‚Äú und ‚ÄěYaldur‚Äú, verbringen den Sommer mit ihren M√ľttern auf der Kamelanlage des tibetischen Dorfes. Daf√ľr haben zwei andere Kamele kurzzeitig ausziehen m√ľssen. Sie verleben den Sommer auf der privaten Kamelanlage des Tierparkdirektors Dr. Sven Hammer im Kodersdorfer OT S√§richen.
‚ÄěWie die meisten Jungtiere, genie√üen es auch Trampeltiere, mit Gleichaltrigen aufzuwachsen. Das Spiel unterst√ľtzt die physische und psychische Entwicklung der Tiere und das wollen wir allen dreien erm√∂glichen‚Äú, erkl√§rt Dr. Sven Hammer.
Die drei M√ľtter der Fohlen waren zeitgleich Anfang 2023 auf Hochzeitreise. Nach einer Tragzeit von etwa 13 Monaten kamen die Jungtiere kurz hintereinander auf die Welt. Laut Zuchtbuchanalyse sind die Drei als letzte Nachkommen eines genetisch wertvollen Hengstes besonders wichtig f√ľr die weitere Trampeltierzucht. Bis dahin werden aber noch einige Jahre vergehen.
Aus Kapazit√§tsgr√ľnden wird der Urlaub der H√∂ckertr√§ger im Tierpark aber nur einige Monate w√§hren. So lange k√∂nnen sich aber unsere Besucher an dem fr√∂hlichen Kamel-Treiben im Tierpark erfreuen. F√ľr eine l√§ngerfristige Freude an den H√∂ckertr√§gern des Tierparks k√∂nnen Tierarten-Patenschaften √ľbernommen werden."
Quelle:https://www.tierpark-goerlitz.de/news/detail/683-Hoeckerparade
(12.07.2024, 11:40)
cajun:   Die Zoofans hatten schon nach der √∂ffentlichen Vorstellung des Dromedarfohlens gefragt. Heute nun in der Presse:
"Landau ‚Äď Es gibt einen neuen tierischen Publikumsliebling im Zoo Landau: Am 12. Juni wurde erneut ein Dromedarstutfohlen geboren und ist inzwischen mit der ganzen Dromedarfamilie regelm√§√üig auch auf der Au√üenanlage zu sehen.

Es ist bereits das f√ľnfte Fohlen, das die Zuchtstute Jaqueline, die selbst im 2010 im Zoo Landau geboren wurde, zur Welt gebracht hat und erfolgreich aufzieht. Dementsprechend sah das Zooteam der Geburt einigerma√üen gelassen entgegen, war aber doch erleichtert, dass bei der Geburt alles gut gegangen ist. Das erfahrene Muttertier k√ľmmerte sich sofort nach der Geburt vorbildlich um das Jungtier.

Getauft wurde das junge Dromedar am 1. Juli von der Jakob-Reeb-Schule aus Landau. Die Klasse T18 unter Leitung der Klassenlehrerin Frau Kramer hatte im Rahmen eines Wettbewerbs der Zooschule als Sonderpreis die sch√∂ne Aufgabe erhalten, den Namen f√ľr den j√ľngsten Neuzugang im Huftierrevier auszusuchen.

Das Tierpflegeteam hatte eine Auswahl weiblicher, arabischer Namen zusammengestellt, aus denen die Sch√ľler den wohlklingenden Namen Malika w√§hlten. Auf Deutsch bedeutet der Name ‚ÄěDie K√∂nigin‚Äú. Die Sch√ľler hatten sich sogar in anr√ľhrender Weise anl√§sslich des Vor-Ort-Tauftermins auf der Dromedaranlage Segensspr√ľche in deutscher und arabischer Sprache herausgesucht, die Malika f√ľr ihr weiteres Leben mit auf den Weg gegeben wurden.

‚ÄěGerade in dem diesj√§hrigen von den Vereinten Nationen verk√ľndeten ‚ÄöJahr der Kamele‚Äė ein besonders sch√∂nes Zeichen,‚Äú sagt Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel als bekennender gro√üer Dromedarfan. Ganz zu recht stehen nach seiner Ansicht Kamele wegen ihrer besonderen F√§higkeiten und ihrer gro√üen Bedeutung f√ľr das √úberleben von Millionen Menschen besonders im Fokus."
Quelle:https://www.pfalz-express.de/dromedarnachwuchs-im-zoo-landau-malika-becirct-die-besucher/
(08.07.2024, 22:54)
cajun:   Der Karlsruher Trampeltierhengst ist heute abgereist nach L√∂ffingen. Die Haltung der Trampeltiere ist damit beendet.
Zum Thema Kamele kommt noch eine Nachwuchsmeldung aus Erfurt:
"Da wollte jemand das sonnt√§gliche Fr√ľhlingsfest vom vergangenen Wochenende nicht verpassen: In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde Batu geboren, ein kleiner Trampeltierhengst.
Kamelstute Sulaja, eine erfahrene Mutter, hat den jungen Mann seitdem stets im Blick. Da Batu die ersten Tage recht wackelig auf denen Beinen war, stellen wir den Trampeltiernachwuchs erst jetzt vor. Den klangvollen Namen Batu haben die Bereichspfleger ausgew√§hlt. Batu ist ein mongolischer Vorname und bedeutet so viel wie ‚Äěder Treue‚Äú, im T√ľrkischen hat der Name Batu die Bedeutung ‚Äěder Starke‚Äú oder auch ‚Äěder Heldenhafte‚Äú.
Sulaja und ihrem Hengstfohlen geht es gut. Mittlerweile erkundet Batu neugierig und auf staksigen Beinen den oberen Teil der Kamelanlage und lernt seine Artgenossen kennen. Am liebsten liegt er derzeit jedoch im Sandbett im Unterstand.
Von der Box aus hat er auch schon beim Kameltraining zusehen k√∂nnen. Das Training dient sowohl der Besch√§ftigung der gelehrigen Tiere als auch Pflegern und Tier√§rzten, welche sich einen besseren Eindruck √ľber Wesen und Gesundheit des Tieres verschaf-fen und dieses, wenn n√∂tig, leichter medizinisch behandeln k√∂nnen. "
Quelle:https://www.facebook.com/zooparkerfurt/?locale=de_DE
(03.05.2024, 12:44)
cajun:   Nach dem Tod der Trampeltierstute gibt der Zoo die Haltung auf und gibt den verbliebenen Hengst nach L√∂ffingen ab. Das frei gewordene Gehege wird mit einer neuen bedrohten Art besetzt. Mehr unter https://m.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe
(13.04.2024, 12:23)
cajun:   Ein schneller Ersatz f√ľr den eingeschl√§ferten Hengst:
"Neuer Bewohner angekommen
Der Tiergarten Delitzsch hat einen neuen Bewohner: Trampeltierhengst Hakim ersetzt den eingeschl√§ferten Hengst Iwan und soll nun f√ľr Nachwuchs im kleinen Zoo sorgen.
Delitzsch. Der Tiergarten Delitzsch hat einen neuen Bewohner: Der junge Trampeltierhengst Hakim ist vor Kurzem in den kleinen Zoo eingezogen. Er ist der Nachfolger des im März eingeschläferten Hengstes Iwan.
Der junge Trampeltierhengst Hakim, diesen Namen soll das Tier auch behalten, wurde vor einem Jahr im Tierpark Weißwasser geboren. Da im Tierpark Weißwasser bereits ein Hengst lebt und Trampeltiere in Haremsgruppen zusammenleben, musste Hakim nun aus seiner Heimat wegziehen.
Hakim folgt auf eingeschläferten Iwan
In Delitzsch wurde der junge Hakim bereits mit der Trampeltierherde zusammengebracht. Das Treffen verlief laut Tiergartenleiterin Brita Preisner friedlich. Im Tiergarten Delitzsch soll Hakim perspektivisch f√ľr Nachwuchs sorgen, wenn er in etwa drei Jahren geschlechtsreif sein wird.
Erst im März musste im Tiergarten Delitzsch der fast 30 Jahre alte Trampeltierhengst eingeschläfert werden. Das Iwan genannte Tier, das seit 2015 im Tiergarten lebte, litt viele Jahre an einer schweren Krebserkrankung. Es hatte in der Vergangenheit mehrere aufwändige Behandlungen und auch einen längeren Aufenthalt in der Tierklinik gegeben, letztlich aber half keine Therapie."
Quelle:https://www.lvz.de/lokales/nordsachsen/delitzsch/neues-trampeltier-im-tiergarten-delitzsch-A3MLJC6MUZFIXO3K3OT43FXSTE.html
(04.04.2024, 09:19)
cajun:   Falls es kein Aprilscherz ist ( wie die Kaninchen/ Meerschweinchen Kreuzung in HD) meldet in man aus Th√ľringen ein Tulu. Seltene Kreuzung https://www.tag24.de/nachrichten/regionales/thueringen/flauschiger-nachwuchs-zu-ostern-seltene-kreuzung-in-thueringer-zoo-geboren-3145932
(01.04.2024, 21:32)
cajun:   Wieder eine Geburtenmeldung:
"Zwei Höcker, vier Beine und jede Menge Energie, Nachwuchs bei den Trampeltieren im Opel-Zoo
Die Trampeltiere im Opel-Zoo haben Nachwuchs! Das weibliche Jungtier ‚ÄěElla-Marie‚Äú wurde am 12. M√§rz geboren und ist nun bereits gemeinsam mit dem Muttertier ‚ÄěEmily‚Äú auf einem abgetrennten Teil der Au√üenanlage f√ľr die Zoobesucher zu sehen.
Noch wirkt ‚ÄěElla-Marie‚Äú etwas wacklig auf den langen Beinen, denn auch wenn Trampeltiere bereits kurz nach der Geburt aufstehen und laufen k√∂nnen, m√ľssen Koordination und Feinmotorik wie bei allen Jungtieren erst noch trainiert werden. So k√∂nnen die Zoobesucher nun gut beobachten, wie ‚ÄěElla-Marie‚Äú die Anlage erkundet, immer wieder die N√§he und das gut gef√ľllte Euter der Mutter sucht und dann mit frischer Energie auch erste schnelle Runden dreht. Schon in einigen Tagen soll sie dann auch den Rest der Trampeltier-Herde kennenlernen und wird dann mit der kleinen Herde im Opel-Zoo gemeinsam zu sehen sein."
Quelle:https://www.opel-zoo.de/de/news__369/
(18.03.2024, 15:03)
cajun:   Ein neuer Hengst in Erfurt. Ganz gebildet, denn der war in der "Kamleschule" :o):
"Hallo Karim - Trampeltierhengst in Erfurt eingetroffen
Am heutigen Freitagmorgen traf der Trampeltierhengst Karim im Th√ľringer Zoopark Erfurt ein. Geboren wurde der zweij√§hrige Hengst im Opelzoo Kronberg. Mit einem Jahr zog er in die Au√üenstelle des Tierparks G√∂rlitz, welcher bekannt ist f√ľr seine gute Grundausbildung junger Kamele.
Mit Karim legt der #Zoopark #Erfurt den Grundstein f√ľr die zuk√ľnftige Zucht und Trainingsarbeit der Trampeltiere. Der junge Hengst ist sehr ausgeglichen, hat ein freundliches Wesen und eine ausgepr√§gte Mimik.
Den Sommer verbringt Karim mit zwei unserer Kamelstuten, Zari und Khalessi, auf der Sommerweide oberhalb der Festwiese. Die beiden haben den jungen Trampeltierhengst freundliche empfangen. Karim kam im Tausch mit einer im Jahr 2023 geborenen Trampeltierstute nach Erfurt.
Am Sonntag, den 17. März, wird Karim zwei Jahre alt. Besuchen kann man ihn nahe der Festwiese. Karim ist gut zu erkennen, er ist in der Gruppe der drei Kamele der kleinste, mit seinen zwei Jahren ist er noch nicht ausgewachsen. "
Quelle:https://www.facebook.com/zooparkerfurt
(18.03.2024, 11:31)
cajun:   Ein Abgang in Karlsruhe:
"Trampeltier Amina ist tot. Sie lebte im Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoos mitten im Wald. Die Tier√§rzte erl√∂sten das knapp 22 Jahre alte Tier, welches seit l√§ngerer Zeit gr√∂√üere Gelenkprobleme hatte. Da eine Schmerztherapie zuletzt keine Wirkung mehr zeigte, wurde die finale Entscheidung getroffen, um dem Tier Leid zu ersparen. Der K√∂rper wird in den Futterkreislauf √ľberf√ľhrt."
Quelle:https://www.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe/?locale=de_DE
(15.03.2024, 15:12)
cajun:   Nach dem Verlust einer jungen Stute (s.unten) hat man bei Hagenbeck nun Ersatz bekommen. Die Trampeltiergruppe w√§chst damit auf 2,2 Tiere:
"Willkommen Elke!
Auf unserer Kamelanlage verstärkt Elke, die knapp einjährige Kameldame aus dem Zoo Krefeld, seit Kurzem die Hagenbeck-Herde. Die Stute hat sich gut eingelebt und bereits Bekanntschaft mit ihren neuen Tierpflegern gemacht, denen sie sehr freundlich entgegen trampelt."
Quelle:https://www.facebook.com/tierpark.hagenbeck/?locale=de_DE
(08.03.2024, 14:19)
cajun:   Ein Neuzugang bei Hagenbeck ist verstorben:
"Mit gro√üem Bedauern m√ľssen wir euch mitteilen, dass unsere Asiatische Kameldame ‚ÄěStella‚Äú, welche erst seit Ende August bei uns lebte, unerwartet verstorben ist. Die zwei Jahre alte Kameldame sollte unsere kleine Trampeltierherde mit neuen Genen bereichern und frischen Wind in die Kamelfamilie bringen. H√∂chst wahrscheinlich war ein Bakterienbefall mit Clostridien der Ausl√∂ser f√ľr ihren pl√∂tzlichen Tod. Die genauen Ergebnisse der pathologischen Untersuchung stehen noch aus."
Quelle:https://www.facebook.com/tierpark.hagenbeck/?locale=de_DE
(11.10.2023, 13:29)
cajun:   Eine Sp√§tgeb√§rende in K√∂ln:
"Wir freuen uns gleich √ľber zwei Premieren. Trampeltier-Kuh ‚ÄěLea‚Äú ist mit 20 erstmals Mutter geworden ‚Äď ein bei dieser Tierart stolzes Alter f√ľr Erstgeburten. Das Neugeborene, eine kleine Stute, ist wohlauf.
Das Trampeltier kam am vergangenen Samstag zur Welt. Besonders auff√§llig ist sein helles, fast wei√ües, Fell. Dieses l√§sst die kleine Stute regelrecht leuchten. In manchen Regionen der Erde gelten wei√üe Trampeltiere als heilig. Ehre wem Ehre geb√ľhrt, also. Der noch namenlose Nachwuchs ist Jungtier Nummer eins von Mutter ‚ÄěLea‚Äú. Auf ihre alten Tage √ľbernimmt sie damit nun erstmals die ungewohnte Mutterrolle, was bei ihr anfangs etwas Aufregung verursachte. Tierpflegerinnen und Tierpfleger beruhigten ‚ÄěLea‚Äú und sorgten daf√ľr, dass das Kleine regelm√§√üig trank. Vater ist der alteingesessene Hengst ‚ÄěIvan‚Äú, der bereits mehrfach mit anderen K√ľhen Nachwuchs zeugte. Auf der Anlage direkt am Zoo-Haupteingang leben nun insgesamt vier Trampeltiere. "
Quelle:https://www.facebook.com/zoo.koeln/?locale=de_DE
(24.08.2023, 15:52)
cajun:   https://www.hessenschau.de/panorama/frankfurter-zoo-trampeltier-hira-wegen-arthrose-eingeschlaefert-v1,zoo-frankfurt-trampeltier-hira-eingeschlaefert-100.html
Quelle vergessen :-)
(22.08.2023, 15:03)
cajun:   Da wird die Anlage in FFM lagsam leer, wenn nur noch zwei Kamele √ľbrig sind:
"Trampeltier Hira im Frankfurter Zoo eingeschläfert
Der Frankfurter Zoo trauert um Trampeltier Hira. Die 22 Jahre alte Kamel-Dame hatte Arthrose und litt zuletzt unter starken Schmerzen.
Die Schmerzen waren am Ende zu groß. Trampeltier Hira musste am Dienstag im Frankfurter Zoo eingeschläfert werden. "Die Entscheidung war nicht leicht, aber letztlich unabdingbar", schreibt der Zoo in einer Mitteilung. Hira litt demnach seit Jahren an chronischer Arthrose. In den letzten Wochen verschlechterte sich der Zustand des Tieres dermaßen, dass es nun erlöst werden musste.
"Das Laufen, aber vor allem das Aufstehen und Hinlegen fielen Hira sichtlich schwer. Sie litt unter Schmerzen und lag sehr viel", erklärt Zootierärztin Nicole Schauerte. Die Möglichkeiten, ihren Zustand dauerhaft zu verbessern, seien ausgeschöpft gewesen. Die Entscheidung zur Einschläferung sei letztlich im Sinne des Tierwohls gefallen.
Seit 1858 Trampeltiere im Frankfurter Zoo
Hira wurde 2001 im Frankfurter Zoo geboren und war mit ihren 22 Jahren bereits ein betagtes Tier. Das Weibchen lebte zusammen mit den beiden j√ľngeren Trampeltieren Cooper und Arya. Hiras Arthrose konnte lange durch medizinische Versorgung stabil gehalten werden. Zudem wurde eine gelenkschonende Bodenstruktur der Anlage mit einem gro√üen Sandbad eingebaut. Doch die Krankheit schritt letztendlich unaufhaltsam voran.
Trampeltiere werden bereits seit 1858 im Frankfurter Zoo gehalten.
(22.08.2023, 15:02)
cajun:   Schade drum. Es hie√ü damals er stamme von Importtieren aus der Mongolei und w√§re daher eine "gute Frischblutzufuhr" f√ľr die Zucht. Und wie man sieht rei√üen den Baustellen im Zoo Dortmund nicht ab...
"Der Zoo Dortmund verabschiedet sich von Trampeltier-Hengst ‚ÄěCaspar‚Äú. Der ist nun nach Frankreich in einen anderen Tierpark umgezogen.
‚ÄěTrampeltier-Hengst Caspar hat unseren Zoo verlassen und ist in den Zoo de Cerza in Frankreich umgezogen‚Äú, teilt der Tierpark auf Facebook. Im Cerza Parc des Safaris in Hermival-les-Vaux, an der nord-westlichen K√ľste von Frankreich, wird Caspar nun von einem gro√üen Harem aus Stuten empfangen. Dort wird er sich sicherlich wohlf√ľhlen.
‚ÄěNat√ľrlich ist uns der Abschied von Caspar, der ein sehr netter, umg√§nglicher und auch sch√∂ner Hengst ist, schwergefallen‚Äú, schreibt der Zoo wehm√ľtig. Doch ging es einfach nicht anders, denn: Der Trampeltier-Stall muss dringend umgebaut werden.
Das ist kein einfaches Unterfangen: ‚ÄěDenn Trampeltier-Hengste gelten im tierpflegerischen Umgang als besonders gef√§hrliche Tiere, mit denen wir nicht im direkten Kontakt im Gehege arbeiten k√∂nnen ‚Äď anders als bei den Stuten ‚Äď sodass wir im Rahmen von Umbauma√ünahmen mit einem Hengst weniger flexibel w√§ren‚Äú, erkl√§rt der Tierpark. Weil es keine andere M√∂glichkeit gibt, das Tier unterzubringen, kommt er nun in die Obhut des franz√∂sischen Zoos.
Trampeltier lebte 12 Jahre im Zoo
Auch wenn der Umbau nicht in n√§chster Zeit beginnen wird, kommt das Angebot des franz√∂sischen Zoos mit einem ‚Äěsch√∂nen neuen Zuhause f√ľr Caspar‚Äú gerade gelegen. ‚ÄěCaspar, wir werden dich vermissen und w√ľnschen dir alles Gute in deinem neuen Zuhause!‚Äú, w√ľnscht der Zoo. Zum Abschied gab es dann noch ein paar Br√∂tchen von Tierpfleger Eddy Laudert.
Caspar stammt urspr√ľnglich aus dem Tierpark Nadermann bei Delbr√ľck. Dort wurde er am 1. M√§rz 2009 geboren, ist also bereits stolze 13 Jahre alt. Seit dem 10. Februar 2010 lebte er im Dortmunder Zoo. Er l√§sst mit den Stuten Dilara, Ute und Samira drei Trampeltiere zur√ľck.".
Quelle:https://www.derwesten.de/staedte/dortmund/zoo-dortmund-trampeltier-caspar-id300117879.html
(11.11.2022, 12:35)
cajun:   Das letzte Trampeltier in Artis ist nicht mehr:
"Letztes Kamel im ARTIS eingeschläfert
Das letzte Kamel im ARTIS, von seinen Pflegern Lesther genannt, ist eingeschlafen. Mit 30 Jahren war es eines der √§ltesten Kamele in europ√§ischen Zoos. Ihr letzter Artgenosse im ARTIS starb im Mai 2021 und seitdem suchte sie viel Gesellschaft bei den Watoessi-K√ľhen, die sie als Herdenbegleiterin akzeptierten. Sie erhielt auch viel zus√§tzliche Aufmerksamkeit von den Tierpflegern, die sie sehr mochten"
Quelle: https://www.artis.nl/nl/ontdek/nieuws/2022/01/27/kameel_ARTIS_ingeslapen/
√úbersetzung: Zoopresseschau
(03.02.2022, 16:13)
cajun:   In Givskud soll es voller werden. Nach den Zug√§ngen aus M√ľnster kamen noch neue Stuten aus Belgien an. Eine achtk√∂pfige Herde Trampeltiere ist sicher ein imposanter Anblick auf einer Anlage.
"Neue Kamele werden die Herde stärken
Die Ankunft verlief perfekt, und die neuesten Bewohner von GIVSKUD ZOO - ZOOTOPIA stiegen ruhig aus dem Transportwagen und in die Anlage, wo ein Tierpfleger mit Karotten bereitstand. Die neuen Bewohner sind zwei weibliche Kamele, die aus dem Zoo Plankendael in Belgien stammen. Sie sind erst eineinhalb Jahre alt und damit noch nicht so gro√ü. "Wir haben lange nach neuen weiblichen Kamelen f√ľr unsere Herde gesucht, aber es gibt tats√§chlich nicht viele Zoos, die welche haben, die sie loswerden m√∂chten. Daher ist es schwer, jemanden zu finden. Sobald wir selbst Stutfohlen bekommen haben, erhalten wir Nachrichten aus ganz Europa mit dem Wunsch, sie zu √ľbernehmen. Wir freuen uns daher, dass wir die beiden nun nach Givskud geholt haben, sagt der Biologe und Kurator des GIVSKUD ZOO ‚Äď ZOOTOPIA, Kim Skalborg Simonsen. Der Wunsch nach mehr Kamelen ist darauf zur√ľckzuf√ľhren, dass es der Herde beim Wohlbefinden hilft und das ist im Park unverzichtbar. "Unsere Erfahrung zeigt, dass Kamelherden am besten gedeihen, wenn eine gute Gruppe von Weibchen zusammen ist. Daher ist es wichtig, dass die Herde eine bestimmte Gr√∂√üe hat. Wir haben Anfang des Jahres zwei Kamelstuten mit einem deutschen Zoo getauscht, aber wir freuen uns, dass wir jetzt wieder acht Kamelstuten haben, damit wir unsere gute Herdengr√∂√üe halten k√∂nnen, sagt der Kurator."
Quelle: https://www.givskudzoo.dk/dk/nyheder/nye-kameler-skal-styrke-flokken/
√úbersetzung: Zoopresseschau
(19.10.2021, 15:33)
cajun:   Auch bei den Trampeltieren gibt es Bestandsver√§nderungen in M√ľnster: Zuwachs aus D√§nemark.

"Auch bei unseren anderen domestizierten Haustieren hat sich was verändert, wenn die eigentliche Anzahl der Tiere dennoch weiterhin Bestand hat. Es geht um unsere Trampeltiere.

Die beiden im ersten Corona-Lockdown geborenen Tiere leben mittlerweile in einem Zoo in D√§nemark, genauer gesagt in Givskud. Daf√ľr sind die beiden Stuten Julle und Ramona aus eben diesem Zoo in den Allwetterzoo gekommen. Sie sind beide rund 2,5 Jahre alt und sorgen f√ľr frischen Wind bei unseren Trampeltieren ‚Äď der in ungest√ľmen Momenten bis zu den benachbarten Przewalski-Pferden weht.

Die zweih√∂ckrigen Trampeltiere des Allwetterzoos geh√∂ren, wie die einh√∂ckrigen Dromedare (Altweltkamele) und die Kleinkamele S√ľdamerikas (Neuweltkamele), zur Familie der Kamele. Das Trampeltier, beziehungsweise das Zweih√∂ckrige Wildkamel, so der Name der wilden Verwandten,

Trampeltier wird nur die Haustierform genannt, kommt als Wildtier nur noch in winzigen Restbest√§nden in der W√ľste Gobi vor. Diese sogenannten Wildkamele wurden noch nie nach Europa eingef√ľhrt.

Das Wildkamel ist in Kasachstan bereits ausgestorben und mit einem kontinuierlich abnehmenden Totalbestand von gegenw√§rtig weniger als erwachsenen 1000 Tieren in China und der Mongolei, wo es in den W√ľsten Gobi und Gashun Gobi vorkommt, vom Aussterben bedroht (Rote Liste: CRITICALLY ENDANGERED).

Anders sieht es bei den domestizierten Verwandten aus. So wurde schon vor etwa 4.500 Jahren eine Haustierform aus dem Wildkamel gez√ľchtet. Im Kinder- und Pferdepark bewohnen die Trampeltiere gemeinsam mit den Przewalski-Urwildpferden eine gro√üe Anlage. Beide Arten stammen aus dem gleichen innerasiatischen Verbreitungsgebiet. Das Trampeltier wird haupts√§chlich in Iran, Afghanistan, Pakistan, Kasachstan, der Mongolei und China gehalten, kommt aber bis in die T√ľrkei und Ostsibirien vor. Historischer Lebensraum des Trampeltiers sind die Grasl√§nder, Halbw√ľsten und winterkalten W√ľsten Zentralasiens."
Quelle: https://www.allwetterzoo.de/de/Ueber-den-Zoo/News/news_trampeltiere-und-yak/
(16.06.2021, 16:44)
WolfDrei:   Zur Illustration denn ein "√∂stliches Camelus ferus orientalis", Beijing 1994
(07.10.2011, 13:03)
Michael Mettler:   @Sacha: Ich habe mich bisher nie mit Kameldomestikation befasst, deshalb wei√ü ich nicht, ob die im HMW angegebenen Zahlen neu sind - auf jeden Fall sind die beiden √§ltesten etwas merkw√ľrdig. Der Domestikationsprozess des Haustrampeltiers (l√§uft jetzt als Camelus bactrianus bactrianus) begann demnach zwischen 4.000 und 6.000 Jahren vor unserer Zeit im √∂stlichen Zentralasien. Nach Kleinasien gelangte es etwa 4.000 Jahre v. Chr. - das w√§ren aber auch schon 6.000 Jahre vor unserer Zeit... In den Mittleren Osten kam das Hauskamel dann etwa 2.000 v. Chr., nach China erst in der Han-Dynastie 400 v. Chr., und was mit der Wildform passierte, wird nicht geschildert. Nun ist nat√ľrlich angesichts der vermuteten Trennung beider Trampeltierformen schon vor 700.000 Jahren die Frage, ob das, was wir als Domestikationsmerkmale betrachten, nicht z.T. schon Unterartmerkmale der Wildform waren...

Haustrampeltiere gelangten also erst nachtr√§glich in das Verbreitungsgebiet des Wildtrampeltiers (C. b. ferus - vielleicht m√ľsste man es zuk√ľnftig eher als √Ėstliches Trampeltier bezeichnen), wobei erw√§hnt wird, dass die Mongolen Bastarde aus Haus- und Wildkamel sehr sch√§tzen. Folglich wird es also solche Tiere nicht nur im Freiland als Folge entlaufener Haustiere geben, sondern diverse "zahme" Kamele m√ľssten auch Gene des wilden Verwandten tragen.

Alles in allem sind die Parallelen zu Przewalski- und Hauspferd (inklusive des ausgerotteten Tarpans) und zu Auerochse und Hausrind verbl√ľffend, denn der asiatische Auerochse (namadicus) wird im HMW in Artstatus erhoben und zum Vorfahren der Zebus erkl√§rt, w√§hrend die afrikanischen Sangarinder (wie z.B. das Watussi) somit aus Art-Kreuzungen von primigenius- und namadicus-Abk√∂mmlingen hervorgingen. Die Abstammung unserer klassischen Nutztiere von jeweils nur einer Stammart wankt also immer mehr.

F√ľr das Dromedar wird √ľbrigens eine Domestikation vor 4.000 bis 5.000 Jahren im S√ľden der Arabischen Halbinsel angegeben und ein Aussterben vor 2.000 bis 5.000 Jahren.
(07.10.2011, 11:56)
Sacha:   Gibt es dazu in Sachen Domestikation der Wildform des heutigen Hauskamels auch neue Daten bzw. Erkenntnisse? Und auch bez√ľglich Aussterben/Ausrottung der Stammform (wenn das sogenannte Wildkamel ja nicht die Stammform sein soll)?
(07.10.2011, 09:46)
Michael Mettler:   Laut "Handbook of Mammals of the World" haben chinesische Genetikstudien ergeben, dass die beiden Formen, die wir Wild- und Haustrampeltier nennen, sich schon seit gesch√§tzt 700.000 Jahren getrennt entwickelt haben und so weit voneinander entfernt sind, dass sie mindestens Unterartstatus, wahrscheinlich sogar Artstatus verdienen. Das w√ľrde bedeuten, dass es nun zwei Gro√ükamelarten gibt, die nur noch als Haustierform bekannt sind.

Das Alpaka wird nach genetischen Studien nun wieder als aus dem Vikunja hervorgegangen betrachtet. Merkw√ľrdigerweise f√ľhrt HMW Lama und Alpaka trotz ihrer nachgewiesenen Abstammung von Guanako und Vikunja (selbst die jeweiligen Stamm-Unterarten wurden jetzt ermittelt) als eigene Arten und gibt an, dass die Andenpopulation des Alpakas zu 80 bis 92% mit dem Lama hybridisiert ist.
(06.10.2011, 17:45)
Henry Merker:   Danke noch einmal f√ľr deine Hilfe.
(12.11.2010, 20:06)
Racool:   In G√∂ppingen scheint es Tulus zu geben:http://tierpark-goeppingen.de//pages/aktuelles/tiergeburten.php

Kann ich nicht aus eigener Anschauung bestätigen.
(12.11.2010, 11:10)
Racool:  
(12.11.2010, 11:09)
Henry Merker:   An dieser Stelle sei noch einmal an meine Frage vom 04.09.2010 erinnert.
(05.10.2010, 18:01)
Henry Merker:   Kann man eigentlich aktuell in irgend einem Zoo Tulus sehen? Mir sind n√§mlich nur ehemalige Halter - etwa Erfurt - bekannt.
(04.09.2010, 11:48)
Michael Mettler:   Falls auch diese Schecken genetisch bedingt taub sind, w√§re ihre Haltung und Zucht sogar tierschutzrelevant - bei anderen Haustieren mit √§hnlicher Sachlage (z.B. manchen wei√üen Katzen oder Dalmatinern oder auch den so genannten Tanzm√§usen, deren Scheckung mit St√∂rungen des Gleichgewichtssinnes verkn√ľpft ist) ist man da schon einen Schritt weiter....
(06.05.2008, 11:21)
IP66:   Ich hatte ein Haustierimport des 19. oder f√ľrhen 20. Jahrhunderts im Verdacht, doch wenn die Kanaren importtechnisch bevorzugt behandelt werden, d√ľrften die Tiere wohl von dorther stammen. Bei vielen Formen zeigen unsere Zoos eher weniger Schecken, und formreiche Kamelhaltungen scheinen, wie zuletzt auch Vermutungen im Osnabr√ľck-Thread zeigen, eher auf dem R√ľckzug zu sein, wodurch der Dromedarform wohl wenig Zukunft in unseren Zoos beschieden sein wird.
(06.05.2008, 11:02)
Michael Mettler:   Zumindest in Nordafrika gibt es gescheckte Dromedare, √ľber die sogar mal ein langer Artikel in einer alten Ausgabe der K√∂lner Zoozeitschrift zu finden war. Meiner Erinnerung nach hei√üen die Schecken im heimatlichen Sprachgebrauch "Azerhaf" oder "Azerhafin". Zumindest bei diesen ist die Scheckung genetisch mit Taubheit gekoppelt. M√∂glich aber, dass es unterschiedliche Scheckungsgene gibt wie bei anderen Tierarten auch.

Es k√∂nnte sein, dass die Nadermann-Herde zum Teil auf Importe von den Kanarischen Inseln zur√ľckgeht, von denen die Einfuhr von Cameliden dank EU-Zugeh√∂rigkeit weniger Probleme bereitet. Auch Osnabr√ľck hat Kanaren-Dromedare im Bestand (laut Schautafel am Gehege), hat darunter ein Tier mit ausgepr√§gter wei√üer Bl√§sse und hatte auch schon mindestens einmal gescheckten Nachwuchs.
(05.05.2008, 13:42)
IP66:   Ist das eine "neue" Z√ľchtung oder kennt man gescheckte Exemplare auch in den Heimatgebieten des Dromedars?
(05.05.2008, 11:09)
Michael Mettler:   Im Tierpark Nadermann (siehe auch Thread "Kleinzoos in NRW") bilden gescheckte Dromedare ein Spezialit√§t (daneben werden auch einfarbige Exemplare in verschiedenen Farbschl√§gen gehalten und gez√ľchtet). Anbei ein Foto eines besonders attraktiven Exemplares.
(04.05.2008, 22:46)
Alexander Fuchs:   War heute im halleschen Zoo an der Vikunjaanlage. Da kam eine Mutter mit ihrem Kind und das Kind sagt zur Mutter "Schau mal Mama ein Kamel", die Mutter "Mensch (Name), dass ist doch kein Kamel. Es ist ein Trampeltier!" Ich habe mich ohne Worte umgedreht und bin versch√§mt weggegangen.
(11.01.2008, 21:34)
Michael Mettler:   Ein Kamel, das was taucht... Aufnahme aus dem Dresdener Zoo, gefunden in DAS TIER, Juni 1965. Man beachte die kahlen B√§ume im Hintergrund, Kamele scheinen auch im Wasser nicht k√§lteempfindlich zu sein...
(11.01.2008, 16:09)
Andreas:   @Sacha
Ab wann kann man von Haustier sprechen ? Wir hatten mal im Studium davon geh√∂rt, dass a) eine intensive wirtschaftliche Nutzung vorliegt b) dass Rassen gez√ľchtet wurden c) eine Auslesez√ľchtung nach wirtschaftlichen Merkmalen (Wolle, Fleischbesatz, Milchleistung u.√§. betrieben wurde.
Ich weiß nicht, wo die Grenzen sind- sind alle Farmtiere ( Krokodile, Pelztiere) Haustiere, sind Yaks, Trampeltiere, Lamas, Watussis, Zebus u.u.u. Haustiere, nur weil in freier Wildbahn keine mehr zu finden sind ? Wie ordnen sich Rentiere ein ? Am Besten- alles Nutztiere :@)Umgangssprachlich hat sich ja eingeschlichen, dass mittlerweile Alles in Deutschlands Wohnzimmern und auf Wiesen (bis zu Kängurus und Zebras) als Haustier betrachtet wird. :@)

(29.10.2007, 19:05)
Michael Mettler:   Nochmal zur Diskussion, ob die Dromedare in Hannover Meharis waren: Im hannoverschen ARKS liefen sie als "unspecified breed". Fotos in Zoof√ľhrern von Anfang der 70er Jahre zeigen √ľbrigens noch eine farblich gemischte Herde, wei√üe Tiere wurde in √§lteren Jahresberichten gesondert als solche erw√§hnt. Anscheinend fand im Laufe der 70er eine farbliche Selektion auf Wei√ü statt.
(29.10.2007, 10:43)
IP66:   Die Bezeichnung "domestiziert" ist ja letztlich auch eine erdachte Kategorie, die Wildtiere von Haustieren unterscheiden soll. Man k√∂nnte sich ja auch eine Definition vorstellen, die etwa Elefanten als Nutztiere miteinbeziet oder eine solche, in der pl√∂tzlich regelm√§√üige Haltung im Stall (weil "Haustier"!) vorausgesetzt wird. Verdeutlichen sollte man sich, da√ü Manipulation im Zuchtgeschehen letztlich immer etwas verursacht, da√ü sich von einer Wildpoulation unterscheidet - ob Herr Heck nun einen bestimmten Ph√§notyp Urwildpferd ersz√ľchtet, ein EEP-Korodinator "genetische Vielfalt" propagiert oder ein H√ľhnerz√ľchterverein einen Preis f√ľr eine himmelbalue Henne aussetzt.
(03.10.2007, 11:22)
Michael Mettler:   @Sacha: Interessanter Gedanke. Stimmt schon, wenn kein Wildtier zum Vergleich vorhanden ist, kann man streng genommen keine Ver√§nderungen nachweisen :-)

Vielleicht gibt es ja einen zweiten solchen Fall mit dem Pferd, nachdem nun behauptet wird, dass das Przewalskipferd aus genetischen Gr√ľnden nicht der Vorfahr des Hauspferdes sein kann. Sollten die sehr variablen Felsmalereien in s√ľdeurop√§ischen H√∂hlen wom√∂glich darauf hinweisen, dass das europ√§ische Wildpferd - der nunmehr n√§chstwahrscheinliche Vorfahre - schon in der Wildform eine gewisse F√§rbungsvielfalt zeigte, wie man sie gemeinhin nur bei einem Haustier erwartet? Was hei√üen soll: Vielleicht gab es auch beim Wilddromedar bereits z.B. eine gewisse F√§rbungsvielfalt, so dass diese bei ihm als Domestikationsmerkmal gar nicht taugt...
(02.10.2007, 14:07)
Sacha:   @MM: Erst mal vielen Dank f√ľr die Ausf√ľhrungen. Wenn ich das jetzt mit dem Dromedar richtig verstehe, dann kann man ja bei dieser Art nicht einmal sicher sein, dass das HAUSdromedar ein HAUStier ist (ausser es stammt tats√§chlich vom Wildtrampeltier ab. Dann w√ľrden die Mutationen f√ľr sich sprechen). Demzufolge m√ľsste man bei Dromedaren - solange die Abstammung nicht gekl√§rt ist - von Nutztieren, aber nicht von Haustieren sprechen. Und im Prinzip k√∂nnte man sie solange auch als "Wildtiere" durchgehen lassen. Im Zweifel f√ľr den Angeklagten...:)
(02.10.2007, 13:27)
Michael Mettler:   @Sacha: Nach meinem Kenntnisstand ist der wilde Vorfahr des Hausdromedars noch immer unbekannt. Es wurde ja sogar schon diskutiert, ob es nicht auch vom Wildtrampeltier abstammen k√∂nnte!

Und zu Frage zwei: Reine Willk√ľr. Zwar gibt es eine Reihe typischer Domestikationsmerkmale, aber die treten gemeinhin nicht alle gleichzeitig ab einem Punkt x auf (z.B. Verk√ľrzung der Schnauzenpartie im Vergleich zum Hirnsch√§del, Ver√§nderung der Hirngr√∂√üe, Auftreten von Schlappohren, Langhaarigkeit, Lockenwuchs, Dackelbeinigkeit usw.). Siehe Dingo oder Mufflon: Die Expertenmeinungen reichen von echter Wildform √ľber fr√ľhe Domestikationsstufe mit anschlie√üender Verwilderung bis zu (beim Dingo) "echtem Haustier". Und wenn wir den Domestikationsstatus einer Englischen Bulldogge oder einer Kr√∂pfertaube mit einem Hausrentier oder gar einem Kerabau vergleichen (bei dem man noch heute in einigen Teilen seines Verbreitungsgebietes schlecht eine Grenze ziehen kann, weil immer wieder eine Vermischung mit Arnis vorkommt), dann wird ganz deutlich, dass "Haustier" ein sehr weit gefasster Begriff ist.

Pr√§historische Knochenfunde in der Umgebung menschlicher Lagerst√§tten geben z.T. nicht mal Auskunft dar√ľber, ob das betreffende Tier "noch" ein Wolf oder "schon" ein Hund war. Zumal der flie√üende Prozess auch nicht gleichm√§√üig flie√üt, sondern durch das zuf√§llige Auftreten von Mutationen, die dem Menschen aus irgendeinem Grund zusagten und deshalb z√ľchterisch bewusst oder unbewusst gef√∂rdert wurden, Spr√ľnge m√∂glich sind. Hypothetisches Beispiel: Unter den in Domestikation befindlichen W√∂lfen wurde per Mutation ein wei√üer R√ľde geboren, den unsere Vorfahren f√ľr besonders wertvoll oder sogar heilig betrachteten. Um diesen "Schatz" nicht zu gef√§hrden, wurde er nicht wie seine normalgrauen Artgenossen mit auf die Jagd genommen (und damit einem hohen Lebensrisiko ausgesetzt), sondern durfte "zuhause" bleiben und hatte auf diese Weise mehr Gelegenheit, sich mit F√§hen/H√ľndinnen zu verpaaren. Per R√ľckkreuzung mit einer seiner T√∂chter kam es zu weiteren wei√üen Tieren, die bevorzugt weitergez√ľchtet wurden (wobei sich famili√§re Besonderheiten festigten, z.B. vielleicht besondere Zutraulichkeit), und schon hatte der Prozess eine ganz neue Wendung - w√§hrend aber die urspr√ľnglicheren Wolfsgrauen auch weiterhin gez√ľchtet wurden (bzw. sich vermehren durften, um es genauer auszudr√ľcken). So √§hnlich kam es dann zur Rasseaufspaltung, und damit war nicht "der Hund" schlechthin einen Schritt weiter domestiziert als vorher, sondern nur eine bestimmte, parallel laufende Zuchtlinie.
(02.10.2007, 12:04)
Sacha:   Was unterscheidet eigentlich Hausdromedare von den (meines Wissens ausgestorbenen) Wilddromedaren?
Dazu auch gleich eine weitere Frage: Die Haustier-Werdung ist doch ein fliessender Prozess. Ab wann gilt ein Haustier als Haustier?
Danke schon jetzt f√ľr das F√ľllen meiner Wissensl√ľcke...:)
(02.10.2007, 08:44)
Michael Mettler:   Sorry, das Buch hei√üt "Libyan Mammals", aber an der Aussage √§ndert das nichts. Schade, dass der Autor zwar die Gestalt der verschiedenen Dromedartypen beschreibt und zwei von ihnen mit Zeichnungen abbildet, aber keine K√∂rperma√üe nennt - denn er bezeichnet das Mehari als "enormous"!
(01.10.2007, 20:16)
Michael Mettler:   Vielleicht kann man f√ľr das Dromedar verallgemeinern, was in "Mammals of Libya" dar√ľber zu lesen ist: Ein kleiner Teil der Tiere geh√∂rt rein gezogenen, "edlen" Rassen an, die entweder als reine Renn- oder Reitkamele oder aber im "Kaltbluttyp" als extrem leistungsf√§hige Lastkamele gez√ľchtet werden. Der ganz √ľberwiegende Teil des libyschen Dromedarbestandes besteht aber aus rasselosen, gewisserma√üen "unveredelten" Tieren mit Mehrfachnutzungspotenzial.

Kommt nun also darauf an, unter welchen Voraussetzungen Aufk√§ufer Dromedare f√ľr Europa erworben haben. Da die Zoos bei diesen Tieren offensichtlich selten auf Rasseabstammung Wert legten, d√ľrften viele - wenn nicht die meisten - Dromedare in unseren Zoos "Normaldromedare" sein.

W√§re interessant, inwieweit Vergleichbares f√ľr Trampeltiere gilt. So weit ich mich erinnere, bekam der Zoo Osnabr√ľck vor vielen Jahren mal eine "besonders edle", aus einer staatlichen Zuchtstation importierte Trampeltierstute. Leider wurde in dem alten Zoof√ľhrer nicht erw√§hnt, an welchen Merkmalen man den besonderen Adel festmachte.
(01.10.2007, 14:48)
Uakari:   Der Hamster geht als Nacktmull nicht durch (Z√§hne, Schwanz, Augen, Statur etc.).

Was mich wundert ist folgendes. Erwähnt man eine Unterart dann kommt hier sofort der Einwurf, die verkreuzen sich ja, es gibt viele Hybride etc.etc.
Aber die Haustierrassen sollen auf einmal so steng voneinander getrennt und unterscheidbar sein? Gerade dort ist es doch nun √ľblich auch Vertreter anderer Rassen zur Zucht einzusetzen. Die einzelnen Dromedarrassen sind z√ľchterisch doch nie im Leben getrennt, ob man bei Dromedaren √ľberhaupt von eigentlichen Rassen sprechen kann ? Oder ob da nicht eher die langbeinigsten, schlankesten und schnellsten als "Mehari" ausgesucht werden.
Dann sind die Ex-Hannoveraner Dromedare eben keine Meharis sondern analog zu den Berberlöwinnen im Zoo Berlin "gedrungen gebaute, filigran wirkende Tiere" (O-Ton Dr. Lange).
Ich bin ja korrekturfähig ...
(01.10.2007, 14:17)
Michael Mettler:   @Ulli: Kein Problem. Auch Haustiergemeinschaften lassen sich in den seltensten F√§llen puristisch zusammenstellen, da man wegen fehlender Importm√∂glichkeiten (und vielfach fehlenden Interesses dazu) an viele Rassen einfach nicht herank√§me bzw. diverse Zoobest√§nde ohnehin nicht rasserein sind.
(28.09.2007, 11:35)
Ulli:   @Michael Mettler:
Ok - nichts f√ľr ungut. Ich hatte beim Nachsehen im Internet nur eine Seite gefunden, aus der man auf Watussirinder h√§tte schlie√üen k√∂nnen. Wenn ich also die Watussirinder durch eine verwandte Rasse ersetze, kommen wir, glaube ich, zu einem Konsens.Dromedare dienen den Samburu als Lasttiere, und auf diese Aussage kam es mir weitaus eher an.
(28.09.2007, 10:35)
Michael Mettler:   @Uakari: Klar, und wenn ich meinen Goldhamster rasiere, geht der f√ľr Artensammler glatt als Nacktmull-Ersatz durch.

@Ulli: Sorry, aber Watussirinder gibt es nun wirklich nicht in Nordkenia, lediglich verwandte Rassen...

Laut Jahresbericht 2006 Wuppertal wurde der dortige Dromedarhengst im Berichtsjahr geschlachtet, nachdem er mehrfach Pfleger und Watussirinder heftig angegriffen hat.
(28.09.2007, 09:15)
Ulli:   Ich kann mich an F√ľhrungen erinnern, in denen die Tierpfleger mit sehr viel "Respekt" und √§u√üerst vorsichtig an die Kamele herangetreten sind, Hengste sind sogar oft richtig gef√§hrlich (trifft zweifellos auch auf die weggesperrten Ziegenb√∂cke zu) - also wirklich wenig geeignet f√ľr die f√ľr Kinder zug√§nglichen Bereiche.

Dromedare sind afrikanische Haustiere (!), z.B. im Gebiet der Samburu in Nordkenia Dromedar meets Watussirind.
(28.09.2007, 08:42)
Uakari:   Ich habe das behauptet mit den Meharis, die meines Wissens auch immer so bezeichnet wurden in Hamburg. Nun denkt euch auf Herrn Mettlers Bild aus Hannover das Winterfell weg und noch einige Kilo weniger, die das Zootier im Vergleich zum rennenden W√ľstendromedar zwangsl√§ufig mehr auf den Rippen hat, dann passt die
Beschreibung. Und wenn es doch nur ein "weisses Dromedar" ist und kein Mehari ist mir das auch egal, denn den Privathalter an den die Tiere von Hannover gingen, werde ich wahrscheinlich nicht besuchen...
(27.09.2007, 23:54)
Michael Mettler:   Kommt drauf an, ob man Kinderzoo mit Haustierbereich gleichsetzt oder wirklich nur auf "Streichelzoo" beschr√§nkt. Basel hielt √ľber Jahrzehnte Trampeltiere im "Kinderzolli", besetzte die Anlage aber vor einiger Zeit mit Lamas. In Frankfurt kam der Kinderzoo quasi zu den Kamelen, denn die verblieben am alten Standort im Haustiergehege. Stuttgart h√§lt seine Trampeltiere in der N√§he des Bauernhofes, in dessen Umkreis allerdings auch Wildarten zu finden sind. Und in Wuppertal stehen die Dromedare auf der Gemeinschaftsanlage f√ľr afrikanische Haustiere.

Andererseits werden Großkamele gern als Pseudo-Wildtiere präsentiert, indem z.B. Trampeltiere zusammen mit Przewalski-Pferden, Halbeseln und/oder Kropfgazellen zu finden sind.


(27.09.2007, 15:00)
Ulli:   Schlicht und ergreifend weil zumindest einige Tiere, vorallem die m√§nnlichen Tiere, im Umgang nicht ganz unproblematisch sind, das Verhalten der Tiere quasi wie eine Art √úberrachungspaket wirken kann und dementsprechend Gro√ükamele damit dauerhaft nichts f√ľr eine begehbare Anlage sind, so wie die meisten Kinderzoos heute konzipiert sind. Nichtsdestotrotz kann man auf manchen Zoof√ľhrungen unter Aufsicht Kamele streicheln oder auch f√ľttern.

Ich denke, auch die fr√ľheren Heufresserwiesen wurden von den Besuchern nicht betreten.
(27.09.2007, 14:56)
IP66:   In der Diskussion um die Haustierhaltung in Zoos ist die Frage aufgetaucht, warum zumindest Gro√ükamele kaum in Kinderzoos auftauchen. Haben wir da Beispiele √ľbersehen?
Auf den alten, vorwiegend mit Haustieren besetzten Heufresserwiesen spielten Kamelartige ja eine große Rolle.
(27.09.2007, 14:13)
Michael Mettler:   Zumindest waren es (braune) Renndromedare, die seinerzeit als Geschenk in den Berliner Zoo kamen; ob die nun zur Edelrasse Mehari z√§hlten, ist mir nicht bekannt - sie wurden m.E. vom Zoo nirgends als solche bezeichnet. Und es gab m.W. in der Folge eine Verkreuzung mit den vorhandenen, "normalen" Dromedaren im Zoo und/oder Tierpark Berlin.

Auf die Proportionen der K√∂lner, Hamburger und Augsburger wei√üen Dromedare habe ich fr√ľher nie sonderlich geachtet und wei√ü auch nicht, ob sie mit der hannoverschen Gruppe verwandt waren. Alle drei Zoos haben sich lange vor Hannover von diesen Tieren getrennt.
(27.08.2007, 13:13)
IP66:   In der Dromedargruppe des berliner Zoos gibt es doch noch zwei Tiere, die ihrer Beschreibung entsprechen? Ansonsten f√§llt mir nur die Haltung wei√üer, recht feingliedriger Dromedare in K√∂ln ein, die die Uferweide gegen√ľber dem Spielplatz am gro√üen Weiher bewohnten, allerdings bald nach dem Dienstantritt von Herrn Nogge ersatzlos verschwanden.
(27.08.2007, 11:30)
Michael Mettler:   Da im Thread "Erlebniszoo Hannover (Satire)" gerade mal wieder behauptet wurde, der Zoo habe bis vor kurzem Meharis gehalten, zeige ich mit dem nebenstehenden Foto einen der fr√ľheren Zuchthengste der Gruppe. Ein Mehari wird allgemein beschrieben als langbeiniges, feingliedriges und leicht gebautes Reit- und Renndromedar, das es zwar auch, aber nicht nur in Wei√ü gibt. Eine Definition, die zu dem abgebildeten Tier nicht recht passen will...
(26.08.2007, 22:37)
Saya:   Trampeltiere und Dromedare speichern im H√∂cker Fett, kein Wasser. Alles andere ist Unsinn, einfache google-Recherche oder Nachschlagen in einem Biologiebuch sollte das best√§tigen. Wasser k√∂nnen Kamele aber im Magen speichern.
(20.01.2007, 18:43)
Hannovy:   Lamas leben aber nicht in der W√ľste wie Kamele. Dort brauchen Kamele aber einen Wasservorrat, deswegen haben sie ja den H√∂cker.
(20.01.2007, 18:32)
Carsten:   @Hannovy: Meines Wissens wird in den H√∂ckern von Dromedar und Trampeltier Fettgewebe gespeichert, welches dann bei Wasserknappheit abgebaut wird.
Hast Du denn schon mal ein Lama, Vikunja, Guanako oder Alpaka mit Höcker gesehen, die gehören auch zu den Kamelen...
(20.01.2007, 18:04)
Hannovy:   Kamele ohne H√∂cker ist Quatsch, das gibt es doch gar nicht. In den H√∂ckern wird Wasser gespeichert f√ľr die Zeiten wo Kamele nicht trinken k√∂nnen. Ohne H√∂cker k√∂nnen die Tiere aber kein Wasser speichern. Habe ich noch nie geh√∂rt, Kamele ohne H√∂cker.
(20.01.2007, 18:00)
IP66:   Das gelsenkirchener Modell hatten wir schon einmal: Der freie Teil Deutschlands brauchte einen Zoo in Berlin, veschaffte dem ein riesiges Gel√§nde, und die Mitte der gro√üen Leere, das waren - und sind - f√ľnf gro√üe Kamelanlagen - und sind es noch heute, wenn es auch die Leere um die Anlagen gro√üenteils verschwunden ist.
(18.01.2007, 14:47)
Michael Mettler:   @Jonny: Das ist wie bei den Kamelen: Asiaten haben zwei, Afrikaner einen - allerdings auf der Stirn :-)

Das Thema Asien-ZOOM hatten wir √ľbrigens schon in einem der Gelsenkirchen-Threads!
(18.01.2007, 10:18)
Jonny:   Wieviele H√∂cker haben eigentlich Elefanten oder geh√∂ren sie doch zu den h√∂ckerlosen Kleinkamelen ?
(18.01.2007, 07:09)
Carsten:   @JT99: Auf einer F√ľhrung wurde gesagt, der Platz f√ľr eine Elefantenanlage w√§re vorhanden und w√ľrde freigehalten, allerdings w√ľrde der Bau vermutlich an den Kosten scheitern.
Die ganze Planung ist aber eh schon ins Schwimmen gekommen, Asien wird ja auch erst ein Jahr später als geplant eröffnet.
(18.01.2007, 00:54)
JT99:   @IP66: Ich bin auch mal gespannt, was wir in Zukunft im Themenbereich Asien in Gelsenkirchen zu sehen bekommen. Zu Anfang war ja noch die Rede von Tigern und Panzernash√∂rnern, jetzt sind diese Pl√§ne aber schon ganz sch√∂n runter geschraubt worden.
Ich zitiere mal von der Website "Auf Ihrer Safari werden Ihnen Hulmans, kleine Pandas und Orang Utans begegnen. In einem riesigen Areal werden Trampeltiere gemächlich schaukelnd zu beobachten sein."

Das haut mich jetzt bis auf die Orangs nicht wirklich vom Hocker. Die Fl√§che ist ja auch relativ gro√ü und wenn man einen ordentlichen Themenbereich aufbauen will, sollten da noch ein paar mehr Tierarten ihr Gehege bekommen. Oder meint ihr, dass evtl. tats√§chlich eine gro√üe Anlage f√ľr Elefanten nachtr√§glich f√ľr Afrika dort gebaut wird? Kann ich mir eigentlich nicht so vorstellen....

(17.01.2007, 23:21)
Sven P. Peter:   Trampeltiere haben 2, Dromedare einen H√∂cker. Kamele sind sie alle. Gibt auch Kamele aus der neuen Welt ganz ohne H√∂cker ;)
(17.01.2007, 22:58)
Hannovy:   Das ist aber nicht richtig, Kamele haben zwei H√∂cker, das Dromedar nur einen H√∂cker.So haben mir das schon meine Eltern erkl√§rt,wenn wir fr√ľher im Zoo waren.
(17.01.2007, 22:56)
Sven P. Peter:   Tut mir leid, Dromedare sind Kamele (sorry f√ľr die klugschei√üerei). ;)
(17.01.2007, 22:49)
Hannovy:   Tut mir Leid, Hannover plant nichts f√ľr Kamele, aber daf√ľr f√ľr Dromedare.
(17.01.2007, 19:11)
IP66:   Hannover plant nichts f√ľr Kamele? Gelsenkirchen hat ja ein gewisses Faible f√ľr einfache Arten, und Asien darf ja nicht mehr so viel Kosten, da beiten sich Kamele einfach an.
(17.01.2007, 17:53)
Michael Mettler:   @IP66: Sowohl der erste ver√∂ffentlichte Masterplan als auch die letzte Version, die ich vor ein paar Wochen auf der Homepage sah, sehen f√ľr ZOOM eine Trampeltierhaltung im Asienbereich vor.
(12.01.2007, 13:36)
Hannovy.:   Die Dromedare kommen definitiv zur√ľck, sobald Yukon Bay fertiggestellt ist.
(12.01.2007, 13:07)
IP66:   Gibt es in Gelsenkrichen eigentlich noch Pl√§ne f√ľr eine Kamelhaltung? Mich wundert der hannoveraner Wandel insofern ein wenig, als Kamele ja eine publikumswirksame Art und damit f√ľr den Spa√üzoo √ľberaus geeignet sind. Au√üerdem machen sie ja haltungstechnisch wenig M√ľhe- und f√ľr manchen Kleinzoo geh√∂ren sie zu den auff√§lligsten Arten. Spontan f√§llt mir Aachen ein, das ist aber sicher nicht der einzige Zoo, der hier die M√∂glichkeit zur Gro√ütierhaltung nutzt.
(12.01.2007, 12:23)
Ollo:   @ M.M.
bei mir flogen auch alle Haustiere raus. Was f√ľr sch√∂ne Anlagen f√ľr Wildtiere h√§tte man doch auf der Fl√§che der Streichelwiese errichten k√∂nnen, oder anstatt der Anlage, die mit Walliser Ziege und Zackelschaf heillos unterbesetzt war.
(11.01.2007, 23:05)
Michael Mettler:   Wie sich die Zeiten doch √§ndern: Als ich in Jugendjahren meine ersten Planspiele betrieb, wie ICH den Zoo Hannover "besetzen" w√ľrde, habe ich s√§mtliche Haustiere ohne mit der Wimper zu zucken unter den Tisch fallen lassen - also auch die Dromedare und Trampeltiere, auf deren Anlagen ich damals viel lieber Przewalskipferde und Halbesel gesehen h√§tte. Jetzt sind sie tats√§chlich weg, und ich kann (bzw. will) mir einen Zoo ohne Gro√ükamele gar nicht mehr vorstellen.
(11.01.2007, 22:47)
IP66:   Allerletzte Bemerkung zu den Watussis in Dusiburg: Es gibt sie noch, aber die H√§ngeohrziegen wurden den Schweinen geopfert.
(11.01.2007, 19:58)
Michael Mettler:   Laut Tageszeitung wurde dieser Tage einem Circus in der N√§he von Oldenburg eine Kamelstute geklaut und das halbj√§hrige Fohlen zur√ľckgelassen. Entweder ist das einer der circustypischen Reklamegags, oder irgendwer wollte endlich mal was im Garten haben, was der Nachbar nicht hat...
(10.01.2007, 22:40)
Oliver Jahn:   Bitte, das ist ein Kamele-Thread. Wir haben einen eigenen f√ľr Rinder. Und jetzt, da endlich die Spams weg sind, bitte ich darum, nicht unn√∂tig Umsortierarbeit zu machen. Das ist eigentlich kein Problem, wenn es pro Tag ein bis zwei Beitr√§ge g√§be, aber wenn es dann an einem Tag mal so eben 50 bis 100 sind, dann wird es sehr m√ľhsam, diese zu finden.
Danke!
(10.01.2007, 22:08)
Langhals:   @IP66. Soll das hei√üen, in Duisburg gibt es keine Watussirinder mehr ? Und was ist eigentlich mit dem Stallplatz, den die Buntb√∂cke eingenommen haben, die bei den Zebras waren ?
(10.01.2007, 18:59)
IP66:   Zumindest in Gelsenkirchen, Wuppertal und in gewissen Grenzen in Duisburg sind die Watussis ja Verlegenheitstiere: In Gelsenkirchen war wenig Geld f√ľr St√§lle und wenig Platz f√ľr eine Anlage, die schnell errichtet wurde, in Wuppertal mu√üte die Heufresserwiese mit ihrem mageren Stallpotential einigerma√üen bev√∂lkert werden, und in Duisburg brauchte man Stallplatz f√ľr die Pinselohrschweine, die aber die Au√üenanlage nicht wirklich f√ľllen.
(10.01.2007, 18:28)
th.oma.s:   irgendwie muss bei der bedauerlichen reduzierung der rinderhaltung in vielen zoos der watussischutzengel sehr m√§chtig sein... f√ľr mich ist es nicht nachvollziehbar kaffernb√ľffel oder bantengs abzugeben und eine nicht bedrohte hausrindrasse zu behalten,
sorry daf√ľr habe ich aus artenschutzgr√ľnden keinerlei verst√§ndnis.
(10.01.2007, 17:43)
Michael Mettler:   P.S. Man kann vom "n√∂rdlichsten Pinguinzoo der Welt" halten, was man will - diese bekloppte Idee bringt uns allen durch allerlei "Ableger" immer wieder eine Menge Spa√ü... :-)
(10.01.2007, 17:07)
Michael Mettler:   Die Watussis d√ľrften aber leichter provisorisch unterzubringen sein als die Kaffernb√ľffel. Hab ja halb im Scherz, halb im Ernst schon den Vorschlag gemacht, letztere (sind eh nur 1,1) auf den Landteil der Flusspferde zu setzen, der ist ungef√§hr so gro√ü wie ihr jetziges Gehege :-) Noch hoffe aber auch ich "pro B√ľffel".
(10.01.2007, 17:04)
Sacha Beuth:   Also wenn schon eine Rinderform √ľber die Klippe springen muss, dann lieber die ollen Watussis. Die gibts in Deutschland n√§mlich noch wie Sand am Meer - im Gegensatz zu den Kaffernb√ľffeln.
K√∂nnte man f√ľr die hannoverschen Kaffernb√ľffel nicht irgendwo bei den Asiat. Elefanten einquartieren. Die Geschichte w√ľrde dann so lauten: Ein Tierh√§ndler hat einen Grossauftrag erhalten und muss neben afrikanischen auch asiatische Tiere f√ľr einen Zoo liefern. Erst f√§ngt er die B√ľffel in Afrika, reist dann mit denen weiter nach Indien. Weil er dem Tierpflegepersonal im Hafen vom Bombay nicht traut, nimmt er die B√ľffel mit auf Elefantenfang. Dabei geschieht ein Ungl√ľck. Alle Menschen der Fangexpedition sterben pl√∂tzlich an einem unbekannten Fieber. Die Kaffernb√ľffel aber k√∂nnen sich aus ihren Kisten befreien und leben von nun an mit den Asiat. Elefanten zusammen in der N√§he eine Pagode.
(Achtung: Spott und Ironie).

PS: Wenigstens muss man Hannover zu Gute halten, dass sie so lange noch die an sich wenig publikumsattraktiven (zumindest werden sie diesbez√ľglich schlecht "verkauft") Kaffernb√ľffel behalten haben.
(10.01.2007, 15:21)
Michael Mettler:   @Sven: Die Fl√§che der jetzigen B√§renanlage grenzt unmittelbar an den "Sambesi-Flusslauf" (wer sich erinnert: die Wand aus alten √Ėlf√§ssern mit der Aufschrift "Cafe Kifaru" ist die optische Trennung) und an die Giraffenanlage, so dass ein neues Gehege - wof√ľr auch immer, da gab es m.W. schon reichlich unterschiedlichste Planspiele - mit Sicherheit von der Bootsfahrt aus einsehbar sein und somit zum Themenbereich Afrika geh√∂ren d√ľrfte. Von einem Ausbau "Australiens" w√ľrde ich daher an dieser Stelle erst mal nicht ausgehen, obwohl Dromedare eine wirklich sch√∂ne Schnittstelle f√ľr die Themenbereiche w√§ren.

Da m.W. √ľberlegt wird, wie man eine der beiden afrikanischen Rinderformen (Kaffernb√ľffel und Watussirind) √ľber den Bau von "Yukon Bay" hinwegretten k√∂nnte, l√§ge die Idee nahe, letztere f√ľr eine sp√§tere Vergesellschaftung mit den Dromedaren ins Auge zu fassen und somit ein Gehege f√ľr afrikanische Haustiere zu schaffen.
(10.01.2007, 13:56)
Sven P. Peter:   Also soll in der Ecke die Thematik Australien weiter ausgebaut werden?! Kommen denn au√üer den Dromedaren da noch welche von den (pseudo)Australischen Tieren hin?
(10.01.2007, 13:38)
Langhals:   @Matthias. Wenn ich diese Quelle preisgebe, bekomme ich in Zukunft keine Infos mehr, wobei die Kamel-Info kein Geheimnis mehr ist , und ich auch nur solche Informtionen weitergebe.
(10.01.2007, 13:10)
Matthias:   @Langhals:
Woher hast du denn die Info, dass es auf jeden Fall wieder Kamele in Hannover geben wird?
(10.01.2007, 12:19)
IP66:   In Wuppertal gab es vor einiger Zeit noch ein Dromedar-Jungtier. Die Tiere stehen auf der alten Heufresserwiese, die sie mit Watussi-Rindern, schwarzen Zwergziegen und Eseln teilen. Da man nachts aufstallt, sind die Kapazit√§ten der Anlage f√ľr Dromedare begrenzt. Ich finde es aber sch√∂n, da√ü man in Wuppertal die alte Heufresserwiese in Richtung "afrikanische Haustiere" umgewidmet hat und so, aus einem historisch √ľberlieferten Problem etwas sehr originelles gemacht hat, ohne gleich das Unterste zuoberst zu kehren.
(08.01.2007, 19:51)
Michael Mettler:   K√∂nnte nat√ľrlich sein, dass hie und da welche geboren werden, sie aber aus irgendwelchem Aberglauben heraus gar nicht erst aufwachsen d√ľrfen. Aber selbst Minimalscheckung wie wei√üe Abzeichen an den Beinen usw. ist mir noch nie aufgefallen.
(07.01.2007, 09:52)
Karsten Vick:   Helle Gesichter und teils sehr h√ľbsche Mehlm√§uler gibt es, aber Schecken findet man nicht mal √ľber Google.
(06.01.2007, 22:58)
Michael Mettler:   Hat jemand schon mal davon geh√∂rt, ob auch beim Trampeltier Schecken oder Bl√§ssentr√§ger vorkommen? F√ľr ein domestiziertes Tier ist das Trampeltier √ľberraschend variantenarm.
(06.01.2007, 10:38)
Karsten Vick:   Sprung zur√ľck zu den Meharis: Die fr√ľheren Hamburger waren nicht nur wei√ü, sondern auch vom K√∂rperbau edle Renndromedare. Diese und die nach dem Berliner Kamelrennen in den Zoo gekommenen d√ľrften wohl die "rassigsten" Zoo-Dromedare gewesen sein, denn dahinter steckt eine echte Leistungszucht. Die meisten anderen d√ľrften aus dem grauen Mittelfeld zwischen Reit- und Lastdromedar stammen, das wohl √ľberall so aussieht, wie von Michael aus dem Buch √ľber Libyen zitiert. Sehr viele stammen aus Turkmenien und diese Tiere m√ľssen ebenso winterhart sein wie Trampeltiere. Farblich gibt es in Zoos so weit ich wei√ü noch weniger Abwechslung als bei den Trampeltieren, wo es ja wenigstens noch ein paar helle gibt. Beim Dromedar ist schon eine Blesse (Osnabr√ľck) was besonderes.
(05.01.2007, 22:15)
Michael Mettler:   H√§tte mich auch gewundert, wenn nicht. Im Umkehrschluss d√ľrfte dies aber das Aus f√ľr weitere Planungen mit Kaffernb√ľffeln bedeuten...
(05.01.2007, 17:23)
Langhals:   Hannover bekommt zu einem sp√§teren Zeitpunkt wieder eine Gro√ükamel-Art, h√∂chstwahrscheinlich werden es Dromedare sein, aber nicht die gleichen Tiere. F√ľr sie ist eine neue Anlage geplant, dort wo jetzt noch die B√§ren-Anlage steht. Die letzte Braunb√§rin bekommt aber noch ihr Gnadenbrot. Aber es kommen definitiv wieder Kamele nach Hannover !
(05.01.2007, 17:18)
Michael Mettler:   P.S.: Auch Trampeltiere gibts bei Nadermann!
(04.01.2007, 09:20)
Michael Mettler:   In Nadermanns Tierpark erfuhr ich √ľbrigens seinerzeit, dass die Nachzuchten der ca. 15-20k√∂pfigen Herde √ľberwiegend an Privat verkauft w√ľrden. Im Park selbst werden wohl immer nur Fohlen f√ľhrende Stuten gezeigt, der Rest der Herde steht irgendwo au√üerhalb auf einer Koppel.
(04.01.2007, 09:18)
Andreas Hartung:   Ein Tipp f√ľr Kamelfreunde ist Kronberg. Dort gibt es ebenfalls noch Dromedare. In direkter Nachbarschaft - sch√∂n zum vergleichen - Trampeltiere zusammen mit Shetlandponies. Au√üerdem Alpakas in Vergesellschaftung mit Nandus und weiterhin Guanakos.
(04.01.2007, 02:41)
Ollo:   Chemnitz, G√∂ppingen
(03.01.2007, 21:48)
Michael Mettler:   Trampeltier/Kulan kenne ich auch noch aus Str√∂hen (kleiner Tierpark!) und N√ľrnberg;
Trampeltier/Przewalskipferd aus Rotterdam und Planckendael (in Rotterdam wohl nicht problemlos);
Trampeltier (und fr√ľher wohl auch Dromedar) zusammen mit Lama, Yak, Esel und Shetlandpony aus Antwerpen;
Trampeltier/Dorkasgazelle aus M√ľnchen;
Trampeltier/Capybara (thematisch nicht passend, aber problemlos) aus Hannover.

In einer TV-Doku √ľber die letzten Wildkamele wurden aus deren Verbreitungsgebiet auch Sibirische Steinb√∂cke kurz gezeigt - die k√∂nnten ein Kamelgehege in der dritten Dimension ausnutzen :-)

Mal zur√ľck zu meiner Ursprungsfrage: Wo werden denn noch Dromedare in deutschen Tierg√§rten (au√üer den schon genannten) gehalten?
(03.01.2007, 21:36)
Jana:   Ein List von (noch existierenden?) Trampeltier-Vergesellschaftungen, alles auch f√ľr kleinen Tierpark machtbar:
Plzen - Trampeltiere + europäische Ziesel
Liberec - Trampeltiere und weisse Schetland-Ponies (nicht koscher aber schön anzusehen)
Brno - Trampeltiere und Kulane
Ostrava - Trampeltiere und mongolische Schafen
Zlin - Trampeltiere, Hirschziegenantilopen, Gänsegeier, Gänse und Kraniche
(03.01.2007, 20:33)
Michael Mettler:   Aus der "Abenteuer Zoo"-Folge √ľber Doue-la-Fontaine habe ich in Erinnerung, dass dort eine Dromedarstute (warum nur ein Tier?) zusammen mit Steppenzebras und Giraffen gehalten wird/wurde - finde ich sehr reizvoll. Was ich weniger genau in Erinnerung habe: Gibt es nicht im Karawanenhof der "Stadt des Altertums" in Amersfoort Kamele zusammen mit Eseln, Schafen und Ziegen? Oder sind die getrennt untergebracht?

F√ľr eine Indien-Anlage k√∂nnte man Dromedare vielleicht mit Nilgau- und/oder Hirschziegenantilopen oder auch Hulmans vergesellschaften - kommen alle nebeneinander in Rajahstan vor, wenn ich nach den Fotos eines Bekannten gehe, der die Gegend mal besucht hat.

F√ľr ein Thema Sahel-Zone k√§men auch S√§belantilopen als Mitbewohner in Frage - die haben sich ja in diversen Huftiergesellschaften als kompatibel erwiesen.

In Ströhen sah ich einige Dromedare leichteren Types auf einer großen Koppel zusammen mit Araberpferden - eine sehr attraktive und thematisch passende Zusammenstellung!
(03.01.2007, 19:51)
Shensi-Takin:   Solange die Kinder nicht drei oder vier H√∂cker zeichnen, geht das auch in Ordnung;)(obwohl letzteres durchaus existiert haben soll...).

Mir bekannte, schöne Dromedar-Kombinationen sind auch Dromedar + Somali-Wildesel & Addax sowie Dromedare und diverse kleinere Gazellen(meist Dorkas). Eine recht schöne Haustier-Kombi wäre auch: weiße Dromedare & Somalischaf(Blackhead Persian).

In einem kanadischen Zoo sah ich auf einer großen Freianlage Bobaks mit Bisons vergesellschaftet-passt zwar nicht ganz zoogeographisch, ging aber gut & sah ansprechend aus.
(03.01.2007, 19:34)
Michael Mettler:   Ich k√∂nnte mir schon vorstellen, dass Trampeltiere bevorzugt werden, weil sie mit ihrem langen Winterfell eindrucksvoller wirken. W√§re √ľbrigens interessant, ob der Normalbesucher beim Wort Kamel eher an zwei H√∂cker denkt. Ich glaube, wenn Kinder ein Kamel zeichnen sollen, w√ľrden sie eher zum Trampeltier als zum Dromedar neigen.

Was Vergesellschaftungen betrifft: Bei Dromedaren st√ľnde ein gro√ües Spektrum an Arten zur Verf√ľgung, mit denen sich das Verbreitungsgebiet √ľberschneidet. Z.B. ist das Dromedar in der n√∂rdlichen H√§lfte Kenias ein gebr√§uchliches Nutztier und hat dort als Nachbarn u.a. Rothschild- und Netzgiraffen oder auch Paviane; in Nordwestindien trifft es z.B. auf Rhesusaffen und Zebus.

F√ľr Trampeltiere kenne ich - wenn auch unter sehr weitl√§ufigen Platzbedingungen - die ungew√∂hnliche Kombi in Hodenhagen: Mit den Kamelen leben Strau√üe, Kulane, Paviane und Schwarzb√§ren.... (Vor den Kulanen waren dort auch Bisons untergebracht.)
(03.01.2007, 18:39)
Jana:   Die W√∂rte "friedlicher interspezifische Interaktion" w√§cken bei mir den Bild von Trampeltier-Anlage im Prag, wo zusammen Trampeltiere und Pr√§riehunde leben. Dabei meine zusammen, nicht nebeneinander. Vielleicht k√∂nnte man in Hamm asiatische Murmeltier versuchen, damit es auch geografisch richtig wird?
Hier Bilder (nicht von mir): http://album.volny.cz/gilwen/browse.php?album_id=36181&browse_page=
(03.01.2007, 17:49)
Shensi-Takin:   Hinsichtlich Ruhe im Umgang: das ist vom Tierindiviuum abh√§ngig; die Kamele, mit denen ich bisher zu tun hatte, waren im Allgemeinen etwas phlegmatischer als ihre einh√∂ckrigen Kollegen. Was M√ľnchen angeht- umgekehrt wird ein Schuh draus: nur ein Hengst in der dortigen Anlage ist mW "unbeschnitten"...;)
Die Nachteinstallung hat durchaus ihre Berechtigung-sei es aufgrund fortwährend nass(!)kalter schlechter Witterung, Kalbeverhalten etc.
Ich w√ľrde auch nicht vorschnell sagen, es g√§be keinen Unterschied in der Temperaturangepasstheit der beiden Arten; ich w√ľrde vom urspr√ľnglichen Verbreitungs(und aktuellem Haltungs)gebiet des Trampeltiers von einer besseren Angepasstheit an l√§ngerfristig (sehr) kaltes Klima ausgehen-wobei das Dromedar durch die kalten W√ľstenn√§chte durchaus aus im urspr√ľnglichen Verbreitungsgebiet mit K√§lte konfrontiert wird. Jedoch: warum das Trampeltier Bevorzugt wird,w ei√ü ich nicht zu sagen-vielleicht eignet es sich wegen der Doppelh√∂cker besser f√ľrs Kamelreiten?;)

Im Sinne einer publikumswirksamen Pr√§sentation samt r√§umlich begrenztem Raumangebot sowie Behavioural Enrichment-Vorteilen(v.a. bei friedlicher interspezifische Interaktion)ist die Suche nach der Option eines "Mixed Species"-Geheges durchaus begr√ľssenswert-solange sie nicht zuungunsten der Tiere geht.
(03.01.2007, 16:45)
Mulan:   Trampeltiere sind im Handling keineswegs ruhiger als Dromedare. Ich habe mich auf dem Mundenhof in Freiburg lange mit dem dortigen Kamel-Pfleger unterhalten. Auch was die Anpassung an unsere Wetterverh√§ltnisse angeht, gibt es keinen Unterschied. In manchen Zoos werden Dromedare ganzj√§hrig im Freien gehalten.Es ist sowieso Unsinn, Kamelartige √ľber Nacht aufzustallen, was soll das ? Mu√ü man denn unbedingt alle Tiere mit irgendetwas vergesellschaften ? Eine Zucht mit Kastraten d√ľrfte schwierig werden. In Hellabrunn gibt es nur einen Wallach.
(03.01.2007, 16:19)
Shensi-Takin:   Mir ist bewu√üt, dass ein Mehari-Dromedar nicht unbedingt wei√ü sein muss-siehe auch meine Formulierung "Wei√üe Meharis"-oder h√§tte ich eher "Beidedj-Mehari" sagen sollen? Meines Wissens sind aber die Tiere in Wien ebensolche. Nebst der genannten Ein-bis Zweinutzungsrassen gibt es ferner in manchen L√§ndern reine Milch-und Fleischkamele.
Mehr unter:
http://www.payer.de/entwicklung/entw083.htm

Vielleicht ist die Bevorzugung des Trampeltiers gegen√ľber dem Dromedar in dt. Zoos darin begr√ľndet, dass ersteres im Handling meist etwas ruhiger und mit seinem Pelz besser dem hiesigen Wetter angepasst ist.
Die Aggression der Hengste ist idT ein Problem bei der Vergesellschaftung, wobei die Kastration dabei Abhilfe schaffen kann(siehe Kamele in M√ľnchen).
(03.01.2007, 14:58)
Michael Mettler:   @Zoosammler: "Ohne Not" stimmt leider nicht. Die jetzige Pony-Reitbahn geh√∂rt zum zuk√ľnftigen Yukon-Bay-Bereich und muss somit demn√§chst weichen, dito das im ehemaligen Flusspferdhaus untergebrachte Restaurant mit Indoor-Spielplatz. Da sich beides gr√∂√üter Beliebtheit erfreut (und f√ľr Umsatz sorgt), ist es verst√§ndlich, wenn diese Einrichtungen nicht unter den Tisch fallen sollen.

Dass die Dromedare nicht in "Sambesi" umgesiedelt wurden, liegt am fehlendem Stallraum und den schon recht dicht besetzten Anlagen - dies erfuhr ich vom Zoo, als ich den Vorschlag machte, sie in die Giraffenanlage einzugliedern. Und nach den Erfahrungen bei Hagenbeck mit der Trampeltier/Onager-Kombi k√∂nnte die Kombi Dromedar/Somali-Wildesel bzw. Bergzebra ebenfalls wegen der Hengste problematisch sein. Folglich steht derzeit kein f√ľr Gro√ükamele geeignetes Gehege zur Verf√ľgung - finde ich ebenfalls sehr bedauerlich. (Betrifft zwar andere Tiere, hat aber den selben Ausl√∂ser: Es wird im Zoo noch heftig √ľberlegt, wo und wie man die Tapire und wenigstens eine Rinderform "hin√ľber retten" kann.) Ich selbst w√ľrde Dromedare sogar mal auf einer Australien-Anlage ansiedeln, zusammen mit Roten Riesenk√§ngurus!

Zu den Dromedaren allgemein: Ich muss leider mit der Legende aufr√§umen, dass jedes wei√üe Dromedar ein Mehari ist bzw. jedes Mehari wei√ü zu sein hat - da t√§uscht uns ein bekanntes Tierlexikon wieder mal ein falsches Bild vor. Meharis sind n√§mlich nicht durch Farbe definiert, sondern durch K√∂rpergestalt und Verwendungszweck: Sie sind schlank, hochbeinig und glatthaarig und werden als Reittiere eingesetzt. Theoretisch sind sie in allen Dromedarfarben m√∂glich, doch werden einige Farben nicht gern gesehen - der Vergleich zu Vollblutpferden bietet sich geradezu an. Ihr Gegenst√ľck ist das Lastendromedar, quasi das "Kaltblut" unter den Dromedaren: Kurzbeinig, kr√§ftig gebaut und mit wolligem Fell - und ebenfalls in allen Farben (auch in Wei√ü!) vorkommend. Laut "Libyan Mammals" machen aber z.B. in diesem Land die beiden "Rassen" nur einen kleinen Teil der gehaltenen Dromedare aus, die weitaus meisten geh√∂ren zu einem "rasselosen" Zwischentyp, der f√ľr alle m√∂glichen Zwecke genutzt wird (Fleisch, Milch, Wolle, Reit- und Tragtier).

Zumindest die Hengste der hannoverschen Zucht waren durchweg sehr kräftig gebaute Tiere, die wohl kaum als Meharis durchgegangen wären. Übrigens hatte die alte hannoversche Linie stets dunkle Augen. Vor einigen Jahren wurden zwei Stuten aus Holland geholt, die im Gegensatz dazu blauäugig waren.

Wirklich rassereine Dromedare d√ľrften in unseren Zoos die Ausnahme sein (wen es interessiert: das gilt √ľbrigens auch f√ľr Alpakas). Selbst in Berlin wurden die dem Zoo geschenkten arabischen Renndromedare in der Folgezeit mit "gew√∂hnlichen" Dromedaren verkreuzt.

Es w√§re interessant, inwieweit die Dromedare der fr√ľheren DDR-Zoos "rasserein" sind bzw. bis zu einem bestimmten Zeitpunkt waren - sie d√ľrften wohl √ľberwiegend auf Importe aus der Sowjetunion zur√ľckzuf√ľhren sein, und auch in Asien unterscheidet man wohl verschiedene Typen/Rassen.

Ebenfalls w√§re interessant - dar√ľber fand ich noch nichts - ob die Dromedare der Kanarischen Inseln einer bestimmten Rasse angeh√∂ren. Mindestens einige Osnabr√ľcker Tiere stammen von dort.
(03.01.2007, 10:01)
Zoosammler:   Es ist meiner Meinung nach durchaus verst√§ndlich, dass Kamele so schnell "rausfliegen", um beim Sprachgebrauch zu bleiben, wenngleich √§u√üerst bedauerlich.
In Hannover allerdings, bei aller Liebe und Kompromissbereitschaft, scheint das ja v√∂llig ohne Not geschehen zu sein und ist absoluter Schwachsinn. Dazu f√§llt mir wirklich nichts mehr ein. "Mullewapp" wurde schon mind. einmal umgebaut und ist auch so schon sehr beliebt und moderner als ein herk√∂mmlicher Streichelzoo ohne Merchandising-Strategie, die Pony-Reitbahn war bislang gut und zentral platziert. Was soll das? Daf√ľr die beiden Kamelarten weg? Daf√ľr habe ich absolut kein Verst√§ndnis. Unter Umst√§nden h√§tte man die Dromedare ja sogar noch irgendwo anders (vllt. auf der Somali-Dorcas-W√ľstenanlage?) platzieren k√∂nnen.
Ich pers√∂nlich (und ich h√§tte gedacht, dass es vielen Zoobesuchern so geht) finde Dromedare interessanter als Trampeltiere. Und, da stimme ich zu, ein wei√ües Dromedar ist wirklich ein wundersch√∂nes Tier, das doch ein √ľbliches Trampeltier in den Schatten stellt.
(02.01.2007, 23:27)
Shensi-Takin:   Wie anderweitig erw√§hnt: das (wahrscheinlich) letzte Wildkamel kann man im Zoo Pekings besichtigen.
Neuere Bem√ľhungen um das Wildkamel u.a. durch WALZER lassen indes etwas Hoffnung aufkommen; beim Wildyak sehe ich hingegen (buchst√§blich) schwarz...
Wei√üe Meharis gibt es zu Gen√ľge-allerdings v.a. im Nahen Osten und zu mitunter horrenden Preisen(v.a. f√ľr "Ungl√§ubige"). Vielleicht(√§hnlich wie in Wien) auf ein (Staats)Geschenk hoffen...;)

(02.01.2007, 22:20)
Karsten Vick:   In Rostock haben Dromedare ihren festen Platz auf der Afrika-Seite der Huftieranlage, sogar als Zuchtgruppe.
@Shensi-Takin: Ein Ex-Situ-Rettungsprogramm f√ľr Wildkamel (und Wildyak) w√ľrde ich sehr begr√ľ√üenswert finden!
Und weiße Meharis wie seinerzeit in Hamburg waren wirklich schön anzusehen, sind sie dort ausgestorben oder abgegeben? Vielleicht leben sie noch irgendwo?
(02.01.2007, 22:12)
Shensi-Takin:   Ganz ehrlich-um den Bestand des Dromedars w√ľrde ich mir keine Sorgen machen-es gibt mehr als genug davon im Nahen Osten, Afrika, Asien & Australien usw. Eher besorgniserregend(wie auch beim Yak) sind die Best√§nde der wildlebenden Form des Kamels, das allen Anschein nach den Weg des Vorfahren des Dromedars gehen wird...(falls letzterer nicht derselbe ist)
Allerdings: so ein paar wei√üe Dromedare wie in Sch√∂nbrunn sind durchaus eine Zierde-wenn auch derartig reinrassieg & sch√∂ne Tiere nicht gerade billig sein d√ľrften.
(02.01.2007, 21:37)
Langhals:   Ich denke,Dromedare verschwinden, weil die Besucher liebe Kamele sehen wollen. Wie ja jeder wei√ü, haben Kamele zwei H√∂cker und das Droemdar nur einen und ist deshalb kein Kamel.Ich finde es unglaublich, das Hannover gleich beide Gro√ükamelformen rausgeschmissen hat.
(02.01.2007, 20:24)
Dirk K:   Wuppertal h√§lt auch noch welche auf der afrikanischen Haustieranlage
(02.01.2007, 19:57)
Michael Mettler:   Ich greife hier meinen Gedanken aus "Zoo News 2" auf: Meinem Gef√ľhl nach werden in den deutschen Zoos immer seltener Dromedare gehalten. Wenn ich mal nur die "gro√üen" Zoos betrachte, dann sind die Dromedare in den letzten zwei Jahrzehnten verschwunden: bei Hagenbeck, in Hannover (ganz aktuell), Duisburg (fr√ľher zusammen mit den Trampeltieren untergebracht), Frankfurt (auf der Haustieranlage), Augsburg, M√ľnchen. Wobei Hagenbeck, Hannover und Augsburg rein wei√üe Zuchtlinien hatten - mit der Abgabe der hannoverschen Gruppe scheint es jetzt nirgends mehr bei uns eine solche "farbreine" Zucht zu geben. Hat Rostock noch Dromedare, und wie ist es mit Erfurt? In N√ľrnberg, Darmstadt und Wuppertal habe ich m.E. jeweils nur ein Einzeltier gesehen.

Als sichere Halter (kleine wie gro√üe Parks) fallen mir spontan die beiden Berliner G√§rten ein, dazu Osnabr√ľck, Landau, Magdeburg, Neunkirchen, Stukenbrock, Str√∂hen, Nadermanns Tierpark (die beiden letzteren mit gr√∂√üeren Gruppen). Mag sein, dass ich einige vergesse, weil ich nicht immer auf Kamele achte und sie als Haustiere auch nicht in meinen Besuchs-Artenlisten notiere.

In Berlin k√∂nnten die Dromedare m√∂glicherweise mit fortschreitender Abstimmung der Best√§nde auf einen der beiden Zoos beschr√§nkt werden, und ob Magdeburg ins neue Konzept BEIDE Gro√ükamelformen √ľbernehmen wird, wei√ü ich nicht.

Nadermanns Tierpark h√§lt √ľbrigens mehrere Farbschl√§ge, die aber nicht getrennt gez√ľchtet werden: dunkelbraune (fast schw√§rzliche), "normal" hellbraune, wei√üe und Schecken.
(02.01.2007, 19:53)

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