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Kamele



cajun:   Nach dem Tod der Trampeltierstute gibt der Zoo die Haltung auf und gibt den verbliebenen Hengst nach L├Âffingen ab. Das frei gewordene Gehege wird mit einer neuen bedrohten Art besetzt. Mehr unter https://m.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe
(13.04.2024, 12:23)
cajun:   Ein schneller Ersatz f├╝r den eingeschl├Ąferten Hengst:
"Neuer Bewohner angekommen
Der Tiergarten Delitzsch hat einen neuen Bewohner: Trampeltierhengst Hakim ersetzt den eingeschl├Ąferten Hengst Iwan und soll nun f├╝r Nachwuchs im kleinen Zoo sorgen.
Delitzsch. Der Tiergarten Delitzsch hat einen neuen Bewohner: Der junge Trampeltierhengst Hakim ist vor Kurzem in den kleinen Zoo eingezogen. Er ist der Nachfolger des im M├Ąrz eingeschl├Ąferten Hengstes Iwan.
Der junge Trampeltierhengst Hakim, diesen Namen soll das Tier auch behalten, wurde vor einem Jahr im Tierpark Wei├čwasser geboren. Da im Tierpark Wei├čwasser bereits ein Hengst lebt und Trampeltiere in Haremsgruppen zusammenleben, musste Hakim nun aus seiner Heimat wegziehen.
Hakim folgt auf eingeschl├Ąferten Iwan
In Delitzsch wurde der junge Hakim bereits mit der Trampeltierherde zusammengebracht. Das Treffen verlief laut Tiergartenleiterin Brita Preisner friedlich. Im Tiergarten Delitzsch soll Hakim perspektivisch f├╝r Nachwuchs sorgen, wenn er in etwa drei Jahren geschlechtsreif sein wird.
Erst im M├Ąrz musste im Tiergarten Delitzsch der fast 30 Jahre alte Trampeltierhengst eingeschl├Ąfert werden. Das Iwan genannte Tier, das seit 2015 im Tiergarten lebte, litt viele Jahre an einer schweren Krebserkrankung. Es hatte in der Vergangenheit mehrere aufw├Ąndige Behandlungen und auch einen l├Ąngeren Aufenthalt in der Tierklinik gegeben, letztlich aber half keine Therapie."
Quelle:https://www.lvz.de/lokales/nordsachsen/delitzsch/neues-trampeltier-im-tiergarten-delitzsch-A3MLJC6MUZFIXO3K3OT43FXSTE.html
(04.04.2024, 09:19)
cajun:   Falls es kein Aprilscherz ist ( wie die Kaninchen/ Meerschweinchen Kreuzung in HD) meldet in man aus Th├╝ringen ein Tulu. Seltene Kreuzung https://www.tag24.de/nachrichten/regionales/thueringen/flauschiger-nachwuchs-zu-ostern-seltene-kreuzung-in-thueringer-zoo-geboren-3145932
(01.04.2024, 21:32)
cajun:   Wieder eine Geburtenmeldung:
"Zwei H├Âcker, vier Beine und jede Menge Energie, Nachwuchs bei den Trampeltieren im Opel-Zoo
Die Trampeltiere im Opel-Zoo haben Nachwuchs! Das weibliche Jungtier ÔÇ×Ella-MarieÔÇť wurde am 12. M├Ąrz geboren und ist nun bereits gemeinsam mit dem Muttertier ÔÇ×EmilyÔÇť auf einem abgetrennten Teil der Au├čenanlage f├╝r die Zoobesucher zu sehen.
Noch wirkt ÔÇ×Ella-MarieÔÇť etwas wacklig auf den langen Beinen, denn auch wenn Trampeltiere bereits kurz nach der Geburt aufstehen und laufen k├Ânnen, m├╝ssen Koordination und Feinmotorik wie bei allen Jungtieren erst noch trainiert werden. So k├Ânnen die Zoobesucher nun gut beobachten, wie ÔÇ×Ella-MarieÔÇť die Anlage erkundet, immer wieder die N├Ąhe und das gut gef├╝llte Euter der Mutter sucht und dann mit frischer Energie auch erste schnelle Runden dreht. Schon in einigen Tagen soll sie dann auch den Rest der Trampeltier-Herde kennenlernen und wird dann mit der kleinen Herde im Opel-Zoo gemeinsam zu sehen sein."
Quelle:https://www.opel-zoo.de/de/news__369/
(18.03.2024, 15:03)
cajun:   Ein neuer Hengst in Erfurt. Ganz gebildet, denn der war in der "Kamleschule" :o):
"Hallo Karim - Trampeltierhengst in Erfurt eingetroffen
Am heutigen Freitagmorgen traf der Trampeltierhengst Karim im Th├╝ringer Zoopark Erfurt ein. Geboren wurde der zweij├Ąhrige Hengst im Opelzoo Kronberg. Mit einem Jahr zog er in die Au├čenstelle des Tierparks G├Ârlitz, welcher bekannt ist f├╝r seine gute Grundausbildung junger Kamele.
Mit Karim legt der #Zoopark #Erfurt den Grundstein f├╝r die zuk├╝nftige Zucht und Trainingsarbeit der Trampeltiere. Der junge Hengst ist sehr ausgeglichen, hat ein freundliches Wesen und eine ausgepr├Ągte Mimik.
Den Sommer verbringt Karim mit zwei unserer Kamelstuten, Zari und Khalessi, auf der Sommerweide oberhalb der Festwiese. Die beiden haben den jungen Trampeltierhengst freundliche empfangen. Karim kam im Tausch mit einer im Jahr 2023 geborenen Trampeltierstute nach Erfurt.
Am Sonntag, den 17. M├Ąrz, wird Karim zwei Jahre alt. Besuchen kann man ihn nahe der Festwiese. Karim ist gut zu erkennen, er ist in der Gruppe der drei Kamele der kleinste, mit seinen zwei Jahren ist er noch nicht ausgewachsen. "
Quelle:https://www.facebook.com/zooparkerfurt
(18.03.2024, 11:31)
cajun:   Ein Abgang in Karlsruhe:
"Trampeltier Amina ist tot. Sie lebte im Tierpark Oberwald, der Dependance des Zoos mitten im Wald. Die Tier├Ąrzte erl├Âsten das knapp 22 Jahre alte Tier, welches seit l├Ąngerer Zeit gr├Â├čere Gelenkprobleme hatte. Da eine Schmerztherapie zuletzt keine Wirkung mehr zeigte, wurde die finale Entscheidung getroffen, um dem Tier Leid zu ersparen. Der K├Ârper wird in den Futterkreislauf ├╝berf├╝hrt."
Quelle:https://www.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe/?locale=de_DE
(15.03.2024, 15:12)
cajun:   Nach dem Verlust einer jungen Stute (s.unten) hat man bei Hagenbeck nun Ersatz bekommen. Die Trampeltiergruppe w├Ąchst damit auf 2,2 Tiere:
"Willkommen Elke!
Auf unserer Kamelanlage verst├Ąrkt Elke, die knapp einj├Ąhrige Kameldame aus dem Zoo Krefeld, seit Kurzem die Hagenbeck-Herde. Die Stute hat sich gut eingelebt und bereits Bekanntschaft mit ihren neuen Tierpflegern gemacht, denen sie sehr freundlich entgegen trampelt."
Quelle:https://www.facebook.com/tierpark.hagenbeck/?locale=de_DE
(08.03.2024, 14:19)
cajun:   Ein Neuzugang bei Hagenbeck ist verstorben:
"Mit gro├čem Bedauern m├╝ssen wir euch mitteilen, dass unsere Asiatische Kameldame ÔÇ×StellaÔÇť, welche erst seit Ende August bei uns lebte, unerwartet verstorben ist. Die zwei Jahre alte Kameldame sollte unsere kleine Trampeltierherde mit neuen Genen bereichern und frischen Wind in die Kamelfamilie bringen. H├Âchst wahrscheinlich war ein Bakterienbefall mit Clostridien der Ausl├Âser f├╝r ihren pl├Âtzlichen Tod. Die genauen Ergebnisse der pathologischen Untersuchung stehen noch aus."
Quelle:https://www.facebook.com/tierpark.hagenbeck/?locale=de_DE
(11.10.2023, 13:29)
cajun:   Eine Sp├Ątgeb├Ąrende in K├Âln:
"Wir freuen uns gleich ├╝ber zwei Premieren. Trampeltier-Kuh ÔÇ×LeaÔÇť ist mit 20 erstmals Mutter geworden ÔÇô ein bei dieser Tierart stolzes Alter f├╝r Erstgeburten. Das Neugeborene, eine kleine Stute, ist wohlauf.
Das Trampeltier kam am vergangenen Samstag zur Welt. Besonders auff├Ąllig ist sein helles, fast wei├čes, Fell. Dieses l├Ąsst die kleine Stute regelrecht leuchten. In manchen Regionen der Erde gelten wei├če Trampeltiere als heilig. Ehre wem Ehre geb├╝hrt, also. Der noch namenlose Nachwuchs ist Jungtier Nummer eins von Mutter ÔÇ×LeaÔÇť. Auf ihre alten Tage ├╝bernimmt sie damit nun erstmals die ungewohnte Mutterrolle, was bei ihr anfangs etwas Aufregung verursachte. Tierpflegerinnen und Tierpfleger beruhigten ÔÇ×LeaÔÇť und sorgten daf├╝r, dass das Kleine regelm├Ą├čig trank. Vater ist der alteingesessene Hengst ÔÇ×IvanÔÇť, der bereits mehrfach mit anderen K├╝hen Nachwuchs zeugte. Auf der Anlage direkt am Zoo-Haupteingang leben nun insgesamt vier Trampeltiere. "
Quelle:https://www.facebook.com/zoo.koeln/?locale=de_DE
(24.08.2023, 15:52)
cajun:   https://www.hessenschau.de/panorama/frankfurter-zoo-trampeltier-hira-wegen-arthrose-eingeschlaefert-v1,zoo-frankfurt-trampeltier-hira-eingeschlaefert-100.html
Quelle vergessen :-)
(22.08.2023, 15:03)
cajun:   Da wird die Anlage in FFM lagsam leer, wenn nur noch zwei Kamele ├╝brig sind:
"Trampeltier Hira im Frankfurter Zoo eingeschl├Ąfert
Der Frankfurter Zoo trauert um Trampeltier Hira. Die 22 Jahre alte Kamel-Dame hatte Arthrose und litt zuletzt unter starken Schmerzen.
Die Schmerzen waren am Ende zu gro├č. Trampeltier Hira musste am Dienstag im Frankfurter Zoo eingeschl├Ąfert werden. "Die Entscheidung war nicht leicht, aber letztlich unabdingbar", schreibt der Zoo in einer Mitteilung. Hira litt demnach seit Jahren an chronischer Arthrose. In den letzten Wochen verschlechterte sich der Zustand des Tieres derma├čen, dass es nun erl├Âst werden musste.
"Das Laufen, aber vor allem das Aufstehen und Hinlegen fielen Hira sichtlich schwer. Sie litt unter Schmerzen und lag sehr viel", erkl├Ąrt Zootier├Ąrztin Nicole Schauerte. Die M├Âglichkeiten, ihren Zustand dauerhaft zu verbessern, seien ausgesch├Âpft gewesen. Die Entscheidung zur Einschl├Ąferung sei letztlich im Sinne des Tierwohls gefallen.
Seit 1858 Trampeltiere im Frankfurter Zoo
Hira wurde 2001 im Frankfurter Zoo geboren und war mit ihren 22 Jahren bereits ein betagtes Tier. Das Weibchen lebte zusammen mit den beiden j├╝ngeren Trampeltieren Cooper und Arya. Hiras Arthrose konnte lange durch medizinische Versorgung stabil gehalten werden. Zudem wurde eine gelenkschonende Bodenstruktur der Anlage mit einem gro├čen Sandbad eingebaut. Doch die Krankheit schritt letztendlich unaufhaltsam voran.
Trampeltiere werden bereits seit 1858 im Frankfurter Zoo gehalten.
(22.08.2023, 15:02)
cajun:   Schade drum. Es hie├č damals er stamme von Importtieren aus der Mongolei und w├Ąre daher eine "gute Frischblutzufuhr" f├╝r die Zucht. Und wie man sieht rei├čen den Baustellen im Zoo Dortmund nicht ab...
"Der Zoo Dortmund verabschiedet sich von Trampeltier-Hengst ÔÇ×CasparÔÇť. Der ist nun nach Frankreich in einen anderen Tierpark umgezogen.
ÔÇ×Trampeltier-Hengst Caspar hat unseren Zoo verlassen und ist in den Zoo de Cerza in Frankreich umgezogenÔÇť, teilt der Tierpark auf Facebook. Im Cerza Parc des Safaris in Hermival-les-Vaux, an der nord-westlichen K├╝ste von Frankreich, wird Caspar nun von einem gro├čen Harem aus Stuten empfangen. Dort wird er sich sicherlich wohlf├╝hlen.
ÔÇ×Nat├╝rlich ist uns der Abschied von Caspar, der ein sehr netter, umg├Ąnglicher und auch sch├Âner Hengst ist, schwergefallenÔÇť, schreibt der Zoo wehm├╝tig. Doch ging es einfach nicht anders, denn: Der Trampeltier-Stall muss dringend umgebaut werden.
Das ist kein einfaches Unterfangen: ÔÇ×Denn Trampeltier-Hengste gelten im tierpflegerischen Umgang als besonders gef├Ąhrliche Tiere, mit denen wir nicht im direkten Kontakt im Gehege arbeiten k├Ânnen ÔÇô anders als bei den Stuten ÔÇô sodass wir im Rahmen von Umbauma├čnahmen mit einem Hengst weniger flexibel w├ĄrenÔÇť, erkl├Ąrt der Tierpark. Weil es keine andere M├Âglichkeit gibt, das Tier unterzubringen, kommt er nun in die Obhut des franz├Âsischen Zoos.
Trampeltier lebte 12 Jahre im Zoo
Auch wenn der Umbau nicht in n├Ąchster Zeit beginnen wird, kommt das Angebot des franz├Âsischen Zoos mit einem ÔÇ×sch├Ânen neuen Zuhause f├╝r CasparÔÇť gerade gelegen. ÔÇ×Caspar, wir werden dich vermissen und w├╝nschen dir alles Gute in deinem neuen Zuhause!ÔÇť, w├╝nscht der Zoo. Zum Abschied gab es dann noch ein paar Br├Âtchen von Tierpfleger Eddy Laudert.
Caspar stammt urspr├╝nglich aus dem Tierpark Nadermann bei Delbr├╝ck. Dort wurde er am 1. M├Ąrz 2009 geboren, ist also bereits stolze 13 Jahre alt. Seit dem 10. Februar 2010 lebte er im Dortmunder Zoo. Er l├Ąsst mit den Stuten Dilara, Ute und Samira drei Trampeltiere zur├╝ck.".
Quelle:https://www.derwesten.de/staedte/dortmund/zoo-dortmund-trampeltier-caspar-id300117879.html
(11.11.2022, 12:35)
cajun:   Das letzte Trampeltier in Artis ist nicht mehr:
"Letztes Kamel im ARTIS eingeschl├Ąfert
Das letzte Kamel im ARTIS, von seinen Pflegern Lesther genannt, ist eingeschlafen. Mit 30 Jahren war es eines der ├Ąltesten Kamele in europ├Ąischen Zoos. Ihr letzter Artgenosse im ARTIS starb im Mai 2021 und seitdem suchte sie viel Gesellschaft bei den Watoessi-K├╝hen, die sie als Herdenbegleiterin akzeptierten. Sie erhielt auch viel zus├Ątzliche Aufmerksamkeit von den Tierpflegern, die sie sehr mochten"
Quelle: https://www.artis.nl/nl/ontdek/nieuws/2022/01/27/kameel_ARTIS_ingeslapen/
├ťbersetzung: Zoopresseschau
(03.02.2022, 16:13)
cajun:   In Givskud soll es voller werden. Nach den Zug├Ąngen aus M├╝nster kamen noch neue Stuten aus Belgien an. Eine achtk├Âpfige Herde Trampeltiere ist sicher ein imposanter Anblick auf einer Anlage.
"Neue Kamele werden die Herde st├Ąrken
Die Ankunft verlief perfekt, und die neuesten Bewohner von GIVSKUD ZOO - ZOOTOPIA stiegen ruhig aus dem Transportwagen und in die Anlage, wo ein Tierpfleger mit Karotten bereitstand. Die neuen Bewohner sind zwei weibliche Kamele, die aus dem Zoo Plankendael in Belgien stammen. Sie sind erst eineinhalb Jahre alt und damit noch nicht so gro├č. "Wir haben lange nach neuen weiblichen Kamelen f├╝r unsere Herde gesucht, aber es gibt tats├Ąchlich nicht viele Zoos, die welche haben, die sie loswerden m├Âchten. Daher ist es schwer, jemanden zu finden. Sobald wir selbst Stutfohlen bekommen haben, erhalten wir Nachrichten aus ganz Europa mit dem Wunsch, sie zu ├╝bernehmen. Wir freuen uns daher, dass wir die beiden nun nach Givskud geholt haben, sagt der Biologe und Kurator des GIVSKUD ZOO ÔÇô ZOOTOPIA, Kim Skalborg Simonsen. Der Wunsch nach mehr Kamelen ist darauf zur├╝ckzuf├╝hren, dass es der Herde beim Wohlbefinden hilft und das ist im Park unverzichtbar. "Unsere Erfahrung zeigt, dass Kamelherden am besten gedeihen, wenn eine gute Gruppe von Weibchen zusammen ist. Daher ist es wichtig, dass die Herde eine bestimmte Gr├Â├če hat. Wir haben Anfang des Jahres zwei Kamelstuten mit einem deutschen Zoo getauscht, aber wir freuen uns, dass wir jetzt wieder acht Kamelstuten haben, damit wir unsere gute Herdengr├Â├če halten k├Ânnen, sagt der Kurator."
Quelle: https://www.givskudzoo.dk/dk/nyheder/nye-kameler-skal-styrke-flokken/
├ťbersetzung: Zoopresseschau
(19.10.2021, 15:33)
cajun:   Auch bei den Trampeltieren gibt es Bestandsver├Ąnderungen in M├╝nster: Zuwachs aus D├Ąnemark.

"Auch bei unseren anderen domestizierten Haustieren hat sich was ver├Ąndert, wenn die eigentliche Anzahl der Tiere dennoch weiterhin Bestand hat. Es geht um unsere Trampeltiere.

Die beiden im ersten Corona-Lockdown geborenen Tiere leben mittlerweile in einem Zoo in D├Ąnemark, genauer gesagt in Givskud. Daf├╝r sind die beiden Stuten Julle und Ramona aus eben diesem Zoo in den Allwetterzoo gekommen. Sie sind beide rund 2,5 Jahre alt und sorgen f├╝r frischen Wind bei unseren Trampeltieren ÔÇô der in ungest├╝men Momenten bis zu den benachbarten Przewalski-Pferden weht.

Die zweih├Âckrigen Trampeltiere des Allwetterzoos geh├Âren, wie die einh├Âckrigen Dromedare (Altweltkamele) und die Kleinkamele S├╝damerikas (Neuweltkamele), zur Familie der Kamele. Das Trampeltier, beziehungsweise das Zweih├Âckrige Wildkamel, so der Name der wilden Verwandten,

Trampeltier wird nur die Haustierform genannt, kommt als Wildtier nur noch in winzigen Restbest├Ąnden in der W├╝ste Gobi vor. Diese sogenannten Wildkamele wurden noch nie nach Europa eingef├╝hrt.

Das Wildkamel ist in Kasachstan bereits ausgestorben und mit einem kontinuierlich abnehmenden Totalbestand von gegenw├Ąrtig weniger als erwachsenen 1000 Tieren in China und der Mongolei, wo es in den W├╝sten Gobi und Gashun Gobi vorkommt, vom Aussterben bedroht (Rote Liste: CRITICALLY ENDANGERED).

Anders sieht es bei den domestizierten Verwandten aus. So wurde schon vor etwa 4.500 Jahren eine Haustierform aus dem Wildkamel gez├╝chtet. Im Kinder- und Pferdepark bewohnen die Trampeltiere gemeinsam mit den Przewalski-Urwildpferden eine gro├če Anlage. Beide Arten stammen aus dem gleichen innerasiatischen Verbreitungsgebiet. Das Trampeltier wird haupts├Ąchlich in Iran, Afghanistan, Pakistan, Kasachstan, der Mongolei und China gehalten, kommt aber bis in die T├╝rkei und Ostsibirien vor. Historischer Lebensraum des Trampeltiers sind die Grasl├Ąnder, Halbw├╝sten und winterkalten W├╝sten Zentralasiens."
Quelle: https://www.allwetterzoo.de/de/Ueber-den-Zoo/News/news_trampeltiere-und-yak/
(16.06.2021, 16:44)
WolfDrei:   Zur Illustration denn ein "├Âstliches Camelus ferus orientalis", Beijing 1994
(07.10.2011, 13:03)
Michael Mettler:   @Sacha: Ich habe mich bisher nie mit Kameldomestikation befasst, deshalb wei├č ich nicht, ob die im HMW angegebenen Zahlen neu sind - auf jeden Fall sind die beiden ├Ąltesten etwas merkw├╝rdig. Der Domestikationsprozess des Haustrampeltiers (l├Ąuft jetzt als Camelus bactrianus bactrianus) begann demnach zwischen 4.000 und 6.000 Jahren vor unserer Zeit im ├Âstlichen Zentralasien. Nach Kleinasien gelangte es etwa 4.000 Jahre v. Chr. - das w├Ąren aber auch schon 6.000 Jahre vor unserer Zeit... In den Mittleren Osten kam das Hauskamel dann etwa 2.000 v. Chr., nach China erst in der Han-Dynastie 400 v. Chr., und was mit der Wildform passierte, wird nicht geschildert. Nun ist nat├╝rlich angesichts der vermuteten Trennung beider Trampeltierformen schon vor 700.000 Jahren die Frage, ob das, was wir als Domestikationsmerkmale betrachten, nicht z.T. schon Unterartmerkmale der Wildform waren...

Haustrampeltiere gelangten also erst nachtr├Ąglich in das Verbreitungsgebiet des Wildtrampeltiers (C. b. ferus - vielleicht m├╝sste man es zuk├╝nftig eher als ├ľstliches Trampeltier bezeichnen), wobei erw├Ąhnt wird, dass die Mongolen Bastarde aus Haus- und Wildkamel sehr sch├Ątzen. Folglich wird es also solche Tiere nicht nur im Freiland als Folge entlaufener Haustiere geben, sondern diverse "zahme" Kamele m├╝ssten auch Gene des wilden Verwandten tragen.

Alles in allem sind die Parallelen zu Przewalski- und Hauspferd (inklusive des ausgerotteten Tarpans) und zu Auerochse und Hausrind verbl├╝ffend, denn der asiatische Auerochse (namadicus) wird im HMW in Artstatus erhoben und zum Vorfahren der Zebus erkl├Ąrt, w├Ąhrend die afrikanischen Sangarinder (wie z.B. das Watussi) somit aus Art-Kreuzungen von primigenius- und namadicus-Abk├Âmmlingen hervorgingen. Die Abstammung unserer klassischen Nutztiere von jeweils nur einer Stammart wankt also immer mehr.

F├╝r das Dromedar wird ├╝brigens eine Domestikation vor 4.000 bis 5.000 Jahren im S├╝den der Arabischen Halbinsel angegeben und ein Aussterben vor 2.000 bis 5.000 Jahren.
(07.10.2011, 11:56)
Sacha:   Gibt es dazu in Sachen Domestikation der Wildform des heutigen Hauskamels auch neue Daten bzw. Erkenntnisse? Und auch bez├╝glich Aussterben/Ausrottung der Stammform (wenn das sogenannte Wildkamel ja nicht die Stammform sein soll)?
(07.10.2011, 09:46)
Michael Mettler:   Laut "Handbook of Mammals of the World" haben chinesische Genetikstudien ergeben, dass die beiden Formen, die wir Wild- und Haustrampeltier nennen, sich schon seit gesch├Ątzt 700.000 Jahren getrennt entwickelt haben und so weit voneinander entfernt sind, dass sie mindestens Unterartstatus, wahrscheinlich sogar Artstatus verdienen. Das w├╝rde bedeuten, dass es nun zwei Gro├čkamelarten gibt, die nur noch als Haustierform bekannt sind.

Das Alpaka wird nach genetischen Studien nun wieder als aus dem Vikunja hervorgegangen betrachtet. Merkw├╝rdigerweise f├╝hrt HMW Lama und Alpaka trotz ihrer nachgewiesenen Abstammung von Guanako und Vikunja (selbst die jeweiligen Stamm-Unterarten wurden jetzt ermittelt) als eigene Arten und gibt an, dass die Andenpopulation des Alpakas zu 80 bis 92% mit dem Lama hybridisiert ist.
(06.10.2011, 17:45)
Henry Merker:   Danke noch einmal f├╝r deine Hilfe.
(12.11.2010, 20:06)
Racool:   In G├Âppingen scheint es Tulus zu geben:http://tierpark-goeppingen.de//pages/aktuelles/tiergeburten.php

Kann ich nicht aus eigener Anschauung best├Ątigen.
(12.11.2010, 11:10)
Racool:  
(12.11.2010, 11:09)
Henry Merker:   An dieser Stelle sei noch einmal an meine Frage vom 04.09.2010 erinnert.
(05.10.2010, 18:01)
Henry Merker:   Kann man eigentlich aktuell in irgend einem Zoo Tulus sehen? Mir sind n├Ąmlich nur ehemalige Halter - etwa Erfurt - bekannt.
(04.09.2010, 11:48)
Michael Mettler:   Falls auch diese Schecken genetisch bedingt taub sind, w├Ąre ihre Haltung und Zucht sogar tierschutzrelevant - bei anderen Haustieren mit ├Ąhnlicher Sachlage (z.B. manchen wei├čen Katzen oder Dalmatinern oder auch den so genannten Tanzm├Ąusen, deren Scheckung mit St├Ârungen des Gleichgewichtssinnes verkn├╝pft ist) ist man da schon einen Schritt weiter....
(06.05.2008, 11:21)
IP66:   Ich hatte ein Haustierimport des 19. oder f├╝rhen 20. Jahrhunderts im Verdacht, doch wenn die Kanaren importtechnisch bevorzugt behandelt werden, d├╝rften die Tiere wohl von dorther stammen. Bei vielen Formen zeigen unsere Zoos eher weniger Schecken, und formreiche Kamelhaltungen scheinen, wie zuletzt auch Vermutungen im Osnabr├╝ck-Thread zeigen, eher auf dem R├╝ckzug zu sein, wodurch der Dromedarform wohl wenig Zukunft in unseren Zoos beschieden sein wird.
(06.05.2008, 11:02)
Michael Mettler:   Zumindest in Nordafrika gibt es gescheckte Dromedare, ├╝ber die sogar mal ein langer Artikel in einer alten Ausgabe der K├Âlner Zoozeitschrift zu finden war. Meiner Erinnerung nach hei├čen die Schecken im heimatlichen Sprachgebrauch "Azerhaf" oder "Azerhafin". Zumindest bei diesen ist die Scheckung genetisch mit Taubheit gekoppelt. M├Âglich aber, dass es unterschiedliche Scheckungsgene gibt wie bei anderen Tierarten auch.

Es k├Ânnte sein, dass die Nadermann-Herde zum Teil auf Importe von den Kanarischen Inseln zur├╝ckgeht, von denen die Einfuhr von Cameliden dank EU-Zugeh├Ârigkeit weniger Probleme bereitet. Auch Osnabr├╝ck hat Kanaren-Dromedare im Bestand (laut Schautafel am Gehege), hat darunter ein Tier mit ausgepr├Ągter wei├čer Bl├Ąsse und hatte auch schon mindestens einmal gescheckten Nachwuchs.
(05.05.2008, 13:42)
IP66:   Ist das eine "neue" Z├╝chtung oder kennt man gescheckte Exemplare auch in den Heimatgebieten des Dromedars?
(05.05.2008, 11:09)
Michael Mettler:   Im Tierpark Nadermann (siehe auch Thread "Kleinzoos in NRW") bilden gescheckte Dromedare ein Spezialit├Ąt (daneben werden auch einfarbige Exemplare in verschiedenen Farbschl├Ągen gehalten und gez├╝chtet). Anbei ein Foto eines besonders attraktiven Exemplares.
(04.05.2008, 22:46)
Alexander Fuchs:   War heute im halleschen Zoo an der Vikunjaanlage. Da kam eine Mutter mit ihrem Kind und das Kind sagt zur Mutter "Schau mal Mama ein Kamel", die Mutter "Mensch (Name), dass ist doch kein Kamel. Es ist ein Trampeltier!" Ich habe mich ohne Worte umgedreht und bin versch├Ąmt weggegangen.
(11.01.2008, 21:34)
Michael Mettler:   Ein Kamel, das was taucht... Aufnahme aus dem Dresdener Zoo, gefunden in DAS TIER, Juni 1965. Man beachte die kahlen B├Ąume im Hintergrund, Kamele scheinen auch im Wasser nicht k├Ąlteempfindlich zu sein...
(11.01.2008, 16:09)
Andreas:   @Sacha
Ab wann kann man von Haustier sprechen ? Wir hatten mal im Studium davon geh├Ârt, dass a) eine intensive wirtschaftliche Nutzung vorliegt b) dass Rassen gez├╝chtet wurden c) eine Auslesez├╝chtung nach wirtschaftlichen Merkmalen (Wolle, Fleischbesatz, Milchleistung u.├Ą. betrieben wurde.
Ich wei├č nicht, wo die Grenzen sind- sind alle Farmtiere ( Krokodile, Pelztiere) Haustiere, sind Yaks, Trampeltiere, Lamas, Watussis, Zebus u.u.u. Haustiere, nur weil in freier Wildbahn keine mehr zu finden sind ? Wie ordnen sich Rentiere ein ? Am Besten- alles Nutztiere :@)Umgangssprachlich hat sich ja eingeschlichen, dass mittlerweile Alles in Deutschlands Wohnzimmern und auf Wiesen (bis zu K├Ąngurus und Zebras) als Haustier betrachtet wird. :@)

(29.10.2007, 19:05)
Michael Mettler:   Nochmal zur Diskussion, ob die Dromedare in Hannover Meharis waren: Im hannoverschen ARKS liefen sie als "unspecified breed". Fotos in Zoof├╝hrern von Anfang der 70er Jahre zeigen ├╝brigens noch eine farblich gemischte Herde, wei├če Tiere wurde in ├Ąlteren Jahresberichten gesondert als solche erw├Ąhnt. Anscheinend fand im Laufe der 70er eine farbliche Selektion auf Wei├č statt.
(29.10.2007, 10:43)
IP66:   Die Bezeichnung "domestiziert" ist ja letztlich auch eine erdachte Kategorie, die Wildtiere von Haustieren unterscheiden soll. Man k├Ânnte sich ja auch eine Definition vorstellen, die etwa Elefanten als Nutztiere miteinbeziet oder eine solche, in der pl├Âtzlich regelm├Ą├čige Haltung im Stall (weil "Haustier"!) vorausgesetzt wird. Verdeutlichen sollte man sich, da├č Manipulation im Zuchtgeschehen letztlich immer etwas verursacht, da├č sich von einer Wildpoulation unterscheidet - ob Herr Heck nun einen bestimmten Ph├Ąnotyp Urwildpferd ersz├╝chtet, ein EEP-Korodinator "genetische Vielfalt" propagiert oder ein H├╝hnerz├╝chterverein einen Preis f├╝r eine himmelbalue Henne aussetzt.
(03.10.2007, 11:22)
Michael Mettler:   @Sacha: Interessanter Gedanke. Stimmt schon, wenn kein Wildtier zum Vergleich vorhanden ist, kann man streng genommen keine Ver├Ąnderungen nachweisen :-)

Vielleicht gibt es ja einen zweiten solchen Fall mit dem Pferd, nachdem nun behauptet wird, dass das Przewalskipferd aus genetischen Gr├╝nden nicht der Vorfahr des Hauspferdes sein kann. Sollten die sehr variablen Felsmalereien in s├╝deurop├Ąischen H├Âhlen wom├Âglich darauf hinweisen, dass das europ├Ąische Wildpferd - der nunmehr n├Ąchstwahrscheinliche Vorfahre - schon in der Wildform eine gewisse F├Ąrbungsvielfalt zeigte, wie man sie gemeinhin nur bei einem Haustier erwartet? Was hei├čen soll: Vielleicht gab es auch beim Wilddromedar bereits z.B. eine gewisse F├Ąrbungsvielfalt, so dass diese bei ihm als Domestikationsmerkmal gar nicht taugt...
(02.10.2007, 14:07)
Sacha:   @MM: Erst mal vielen Dank f├╝r die Ausf├╝hrungen. Wenn ich das jetzt mit dem Dromedar richtig verstehe, dann kann man ja bei dieser Art nicht einmal sicher sein, dass das HAUSdromedar ein HAUStier ist (ausser es stammt tats├Ąchlich vom Wildtrampeltier ab. Dann w├╝rden die Mutationen f├╝r sich sprechen). Demzufolge m├╝sste man bei Dromedaren - solange die Abstammung nicht gekl├Ąrt ist - von Nutztieren, aber nicht von Haustieren sprechen. Und im Prinzip k├Ânnte man sie solange auch als "Wildtiere" durchgehen lassen. Im Zweifel f├╝r den Angeklagten...:)
(02.10.2007, 13:27)
Michael Mettler:   @Sacha: Nach meinem Kenntnisstand ist der wilde Vorfahr des Hausdromedars noch immer unbekannt. Es wurde ja sogar schon diskutiert, ob es nicht auch vom Wildtrampeltier abstammen k├Ânnte!

Und zu Frage zwei: Reine Willk├╝r. Zwar gibt es eine Reihe typischer Domestikationsmerkmale, aber die treten gemeinhin nicht alle gleichzeitig ab einem Punkt x auf (z.B. Verk├╝rzung der Schnauzenpartie im Vergleich zum Hirnsch├Ądel, Ver├Ąnderung der Hirngr├Â├če, Auftreten von Schlappohren, Langhaarigkeit, Lockenwuchs, Dackelbeinigkeit usw.). Siehe Dingo oder Mufflon: Die Expertenmeinungen reichen von echter Wildform ├╝ber fr├╝he Domestikationsstufe mit anschlie├čender Verwilderung bis zu (beim Dingo) "echtem Haustier". Und wenn wir den Domestikationsstatus einer Englischen Bulldogge oder einer Kr├Âpfertaube mit einem Hausrentier oder gar einem Kerabau vergleichen (bei dem man noch heute in einigen Teilen seines Verbreitungsgebietes schlecht eine Grenze ziehen kann, weil immer wieder eine Vermischung mit Arnis vorkommt), dann wird ganz deutlich, dass "Haustier" ein sehr weit gefasster Begriff ist.

Pr├Ąhistorische Knochenfunde in der Umgebung menschlicher Lagerst├Ątten geben z.T. nicht mal Auskunft dar├╝ber, ob das betreffende Tier "noch" ein Wolf oder "schon" ein Hund war. Zumal der flie├čende Prozess auch nicht gleichm├Ą├čig flie├čt, sondern durch das zuf├Ąllige Auftreten von Mutationen, die dem Menschen aus irgendeinem Grund zusagten und deshalb z├╝chterisch bewusst oder unbewusst gef├Ârdert wurden, Spr├╝nge m├Âglich sind. Hypothetisches Beispiel: Unter den in Domestikation befindlichen W├Âlfen wurde per Mutation ein wei├čer R├╝de geboren, den unsere Vorfahren f├╝r besonders wertvoll oder sogar heilig betrachteten. Um diesen "Schatz" nicht zu gef├Ąhrden, wurde er nicht wie seine normalgrauen Artgenossen mit auf die Jagd genommen (und damit einem hohen Lebensrisiko ausgesetzt), sondern durfte "zuhause" bleiben und hatte auf diese Weise mehr Gelegenheit, sich mit F├Ąhen/H├╝ndinnen zu verpaaren. Per R├╝ckkreuzung mit einer seiner T├Âchter kam es zu weiteren wei├čen Tieren, die bevorzugt weitergez├╝chtet wurden (wobei sich famili├Ąre Besonderheiten festigten, z.B. vielleicht besondere Zutraulichkeit), und schon hatte der Prozess eine ganz neue Wendung - w├Ąhrend aber die urspr├╝nglicheren Wolfsgrauen auch weiterhin gez├╝chtet wurden (bzw. sich vermehren durften, um es genauer auszudr├╝cken). So ├Ąhnlich kam es dann zur Rasseaufspaltung, und damit war nicht "der Hund" schlechthin einen Schritt weiter domestiziert als vorher, sondern nur eine bestimmte, parallel laufende Zuchtlinie.
(02.10.2007, 12:04)
Sacha:   Was unterscheidet eigentlich Hausdromedare von den (meines Wissens ausgestorbenen) Wilddromedaren?
Dazu auch gleich eine weitere Frage: Die Haustier-Werdung ist doch ein fliessender Prozess. Ab wann gilt ein Haustier als Haustier?
Danke schon jetzt f├╝r das F├╝llen meiner Wissensl├╝cke...:)
(02.10.2007, 08:44)
Michael Mettler:   Sorry, das Buch hei├čt "Libyan Mammals", aber an der Aussage ├Ąndert das nichts. Schade, dass der Autor zwar die Gestalt der verschiedenen Dromedartypen beschreibt und zwei von ihnen mit Zeichnungen abbildet, aber keine K├Ârperma├če nennt - denn er bezeichnet das Mehari als "enormous"!
(01.10.2007, 20:16)
Michael Mettler:   Vielleicht kann man f├╝r das Dromedar verallgemeinern, was in "Mammals of Libya" dar├╝ber zu lesen ist: Ein kleiner Teil der Tiere geh├Ârt rein gezogenen, "edlen" Rassen an, die entweder als reine Renn- oder Reitkamele oder aber im "Kaltbluttyp" als extrem leistungsf├Ąhige Lastkamele gez├╝chtet werden. Der ganz ├╝berwiegende Teil des libyschen Dromedarbestandes besteht aber aus rasselosen, gewisserma├čen "unveredelten" Tieren mit Mehrfachnutzungspotenzial.

Kommt nun also darauf an, unter welchen Voraussetzungen Aufk├Ąufer Dromedare f├╝r Europa erworben haben. Da die Zoos bei diesen Tieren offensichtlich selten auf Rasseabstammung Wert legten, d├╝rften viele - wenn nicht die meisten - Dromedare in unseren Zoos "Normaldromedare" sein.

W├Ąre interessant, inwieweit Vergleichbares f├╝r Trampeltiere gilt. So weit ich mich erinnere, bekam der Zoo Osnabr├╝ck vor vielen Jahren mal eine "besonders edle", aus einer staatlichen Zuchtstation importierte Trampeltierstute. Leider wurde in dem alten Zoof├╝hrer nicht erw├Ąhnt, an welchen Merkmalen man den besonderen Adel festmachte.
(01.10.2007, 14:48)
Uakari:   Der Hamster geht als Nacktmull nicht durch (Z├Ąhne, Schwanz, Augen, Statur etc.).

Was mich wundert ist folgendes. Erw├Ąhnt man eine Unterart dann kommt hier sofort der Einwurf, die verkreuzen sich ja, es gibt viele Hybride etc.etc.
Aber die Haustierrassen sollen auf einmal so steng voneinander getrennt und unterscheidbar sein? Gerade dort ist es doch nun ├╝blich auch Vertreter anderer Rassen zur Zucht einzusetzen. Die einzelnen Dromedarrassen sind z├╝chterisch doch nie im Leben getrennt, ob man bei Dromedaren ├╝berhaupt von eigentlichen Rassen sprechen kann ? Oder ob da nicht eher die langbeinigsten, schlankesten und schnellsten als "Mehari" ausgesucht werden.
Dann sind die Ex-Hannoveraner Dromedare eben keine Meharis sondern analog zu den Berberl├Âwinnen im Zoo Berlin "gedrungen gebaute, filigran wirkende Tiere" (O-Ton Dr. Lange).
Ich bin ja korrekturf├Ąhig ...
(01.10.2007, 14:17)
Michael Mettler:   @Ulli: Kein Problem. Auch Haustiergemeinschaften lassen sich in den seltensten F├Ąllen puristisch zusammenstellen, da man wegen fehlender Importm├Âglichkeiten (und vielfach fehlenden Interesses dazu) an viele Rassen einfach nicht herank├Ąme bzw. diverse Zoobest├Ąnde ohnehin nicht rasserein sind.
(28.09.2007, 11:35)
Ulli:   @Michael Mettler:
Ok - nichts f├╝r ungut. Ich hatte beim Nachsehen im Internet nur eine Seite gefunden, aus der man auf Watussirinder h├Ątte schlie├čen k├Ânnen. Wenn ich also die Watussirinder durch eine verwandte Rasse ersetze, kommen wir, glaube ich, zu einem Konsens.Dromedare dienen den Samburu als Lasttiere, und auf diese Aussage kam es mir weitaus eher an.
(28.09.2007, 10:35)
Michael Mettler:   @Uakari: Klar, und wenn ich meinen Goldhamster rasiere, geht der f├╝r Artensammler glatt als Nacktmull-Ersatz durch.

@Ulli: Sorry, aber Watussirinder gibt es nun wirklich nicht in Nordkenia, lediglich verwandte Rassen...

Laut Jahresbericht 2006 Wuppertal wurde der dortige Dromedarhengst im Berichtsjahr geschlachtet, nachdem er mehrfach Pfleger und Watussirinder heftig angegriffen hat.
(28.09.2007, 09:15)
Ulli:   Ich kann mich an F├╝hrungen erinnern, in denen die Tierpfleger mit sehr viel "Respekt" und ├Ąu├čerst vorsichtig an die Kamele herangetreten sind, Hengste sind sogar oft richtig gef├Ąhrlich (trifft zweifellos auch auf die weggesperrten Ziegenb├Âcke zu) - also wirklich wenig geeignet f├╝r die f├╝r Kinder zug├Ąnglichen Bereiche.

Dromedare sind afrikanische Haustiere (!), z.B. im Gebiet der Samburu in Nordkenia Dromedar meets Watussirind.
(28.09.2007, 08:42)
Uakari:   Ich habe das behauptet mit den Meharis, die meines Wissens auch immer so bezeichnet wurden in Hamburg. Nun denkt euch auf Herrn Mettlers Bild aus Hannover das Winterfell weg und noch einige Kilo weniger, die das Zootier im Vergleich zum rennenden W├╝stendromedar zwangsl├Ąufig mehr auf den Rippen hat, dann passt die
Beschreibung. Und wenn es doch nur ein "weisses Dromedar" ist und kein Mehari ist mir das auch egal, denn den Privathalter an den die Tiere von Hannover gingen, werde ich wahrscheinlich nicht besuchen...
(27.09.2007, 23:54)
Michael Mettler:   Kommt drauf an, ob man Kinderzoo mit Haustierbereich gleichsetzt oder wirklich nur auf "Streichelzoo" beschr├Ąnkt. Basel hielt ├╝ber Jahrzehnte Trampeltiere im "Kinderzolli", besetzte die Anlage aber vor einiger Zeit mit Lamas. In Frankfurt kam der Kinderzoo quasi zu den Kamelen, denn die verblieben am alten Standort im Haustiergehege. Stuttgart h├Ąlt seine Trampeltiere in der N├Ąhe des Bauernhofes, in dessen Umkreis allerdings auch Wildarten zu finden sind. Und in Wuppertal stehen die Dromedare auf der Gemeinschaftsanlage f├╝r afrikanische Haustiere.

Andererseits werden Gro├čkamele gern als Pseudo-Wildtiere pr├Ąsentiert, indem z.B. Trampeltiere zusammen mit Przewalski-Pferden, Halbeseln und/oder Kropfgazellen zu finden sind.


(27.09.2007, 15:00)
Ulli:   Schlicht und ergreifend weil zumindest einige Tiere, vorallem die m├Ąnnlichen Tiere, im Umgang nicht ganz unproblematisch sind, das Verhalten der Tiere quasi wie eine Art ├ťberrachungspaket wirken kann und dementsprechend Gro├čkamele damit dauerhaft nichts f├╝r eine begehbare Anlage sind, so wie die meisten Kinderzoos heute konzipiert sind. Nichtsdestotrotz kann man auf manchen Zoof├╝hrungen unter Aufsicht Kamele streicheln oder auch f├╝ttern.

Ich denke, auch die fr├╝heren Heufresserwiesen wurden von den Besuchern nicht betreten.
(27.09.2007, 14:56)
IP66:   In der Diskussion um die Haustierhaltung in Zoos ist die Frage aufgetaucht, warum zumindest Gro├čkamele kaum in Kinderzoos auftauchen. Haben wir da Beispiele ├╝bersehen?
Auf den alten, vorwiegend mit Haustieren besetzten Heufresserwiesen spielten Kamelartige ja eine gro├če Rolle.
(27.09.2007, 14:13)
Michael Mettler:   Zumindest waren es (braune) Renndromedare, die seinerzeit als Geschenk in den Berliner Zoo kamen; ob die nun zur Edelrasse Mehari z├Ąhlten, ist mir nicht bekannt - sie wurden m.E. vom Zoo nirgends als solche bezeichnet. Und es gab m.W. in der Folge eine Verkreuzung mit den vorhandenen, "normalen" Dromedaren im Zoo und/oder Tierpark Berlin.

Auf die Proportionen der K├Âlner, Hamburger und Augsburger wei├čen Dromedare habe ich fr├╝her nie sonderlich geachtet und wei├č auch nicht, ob sie mit der hannoverschen Gruppe verwandt waren. Alle drei Zoos haben sich lange vor Hannover von diesen Tieren getrennt.
(27.08.2007, 13:13)
IP66:   In der Dromedargruppe des berliner Zoos gibt es doch noch zwei Tiere, die ihrer Beschreibung entsprechen? Ansonsten f├Ąllt mir nur die Haltung wei├čer, recht feingliedriger Dromedare in K├Âln ein, die die Uferweide gegen├╝ber dem Spielplatz am gro├čen Weiher bewohnten, allerdings bald nach dem Dienstantritt von Herrn Nogge ersatzlos verschwanden.
(27.08.2007, 11:30)
Michael Mettler:   Da im Thread "Erlebniszoo Hannover (Satire)" gerade mal wieder behauptet wurde, der Zoo habe bis vor kurzem Meharis gehalten, zeige ich mit dem nebenstehenden Foto einen der fr├╝heren Zuchthengste der Gruppe. Ein Mehari wird allgemein beschrieben als langbeiniges, feingliedriges und leicht gebautes Reit- und Renndromedar, das es zwar auch, aber nicht nur in Wei├č gibt. Eine Definition, die zu dem abgebildeten Tier nicht recht passen will...
(26.08.2007, 22:37)
Saya:   Trampeltiere und Dromedare speichern im H├Âcker Fett, kein Wasser. Alles andere ist Unsinn, einfache google-Recherche oder Nachschlagen in einem Biologiebuch sollte das best├Ątigen. Wasser k├Ânnen Kamele aber im Magen speichern.
(20.01.2007, 18:43)
Hannovy:   Lamas leben aber nicht in der W├╝ste wie Kamele. Dort brauchen Kamele aber einen Wasservorrat, deswegen haben sie ja den H├Âcker.
(20.01.2007, 18:32)
Carsten:   @Hannovy: Meines Wissens wird in den H├Âckern von Dromedar und Trampeltier Fettgewebe gespeichert, welches dann bei Wasserknappheit abgebaut wird.
Hast Du denn schon mal ein Lama, Vikunja, Guanako oder Alpaka mit H├Âcker gesehen, die geh├Âren auch zu den Kamelen...
(20.01.2007, 18:04)
Hannovy:   Kamele ohne H├Âcker ist Quatsch, das gibt es doch gar nicht. In den H├Âckern wird Wasser gespeichert f├╝r die Zeiten wo Kamele nicht trinken k├Ânnen. Ohne H├Âcker k├Ânnen die Tiere aber kein Wasser speichern. Habe ich noch nie geh├Ârt, Kamele ohne H├Âcker.
(20.01.2007, 18:00)
IP66:   Das gelsenkirchener Modell hatten wir schon einmal: Der freie Teil Deutschlands brauchte einen Zoo in Berlin, veschaffte dem ein riesiges Gel├Ąnde, und die Mitte der gro├čen Leere, das waren - und sind - f├╝nf gro├če Kamelanlagen - und sind es noch heute, wenn es auch die Leere um die Anlagen gro├čenteils verschwunden ist.
(18.01.2007, 14:47)
Michael Mettler:   @Jonny: Das ist wie bei den Kamelen: Asiaten haben zwei, Afrikaner einen - allerdings auf der Stirn :-)

Das Thema Asien-ZOOM hatten wir ├╝brigens schon in einem der Gelsenkirchen-Threads!
(18.01.2007, 10:18)
Jonny:   Wieviele H├Âcker haben eigentlich Elefanten oder geh├Âren sie doch zu den h├Âckerlosen Kleinkamelen ?
(18.01.2007, 07:09)
Carsten:   @JT99: Auf einer F├╝hrung wurde gesagt, der Platz f├╝r eine Elefantenanlage w├Ąre vorhanden und w├╝rde freigehalten, allerdings w├╝rde der Bau vermutlich an den Kosten scheitern.
Die ganze Planung ist aber eh schon ins Schwimmen gekommen, Asien wird ja auch erst ein Jahr sp├Ąter als geplant er├Âffnet.
(18.01.2007, 00:54)
JT99:   @IP66: Ich bin auch mal gespannt, was wir in Zukunft im Themenbereich Asien in Gelsenkirchen zu sehen bekommen. Zu Anfang war ja noch die Rede von Tigern und Panzernash├Ârnern, jetzt sind diese Pl├Ąne aber schon ganz sch├Ân runter geschraubt worden.
Ich zitiere mal von der Website "Auf Ihrer Safari werden Ihnen Hulmans, kleine Pandas und Orang Utans begegnen. In einem riesigen Areal werden Trampeltiere gem├Ąchlich schaukelnd zu beobachten sein."

Das haut mich jetzt bis auf die Orangs nicht wirklich vom Hocker. Die Fl├Ąche ist ja auch relativ gro├č und wenn man einen ordentlichen Themenbereich aufbauen will, sollten da noch ein paar mehr Tierarten ihr Gehege bekommen. Oder meint ihr, dass evtl. tats├Ąchlich eine gro├če Anlage f├╝r Elefanten nachtr├Ąglich f├╝r Afrika dort gebaut wird? Kann ich mir eigentlich nicht so vorstellen....

(17.01.2007, 23:21)
Sven P. Peter:   Trampeltiere haben 2, Dromedare einen H├Âcker. Kamele sind sie alle. Gibt auch Kamele aus der neuen Welt ganz ohne H├Âcker ;)
(17.01.2007, 22:58)
Hannovy:   Das ist aber nicht richtig, Kamele haben zwei H├Âcker, das Dromedar nur einen H├Âcker.So haben mir das schon meine Eltern erkl├Ąrt,wenn wir fr├╝her im Zoo waren.
(17.01.2007, 22:56)
Sven P. Peter:   Tut mir leid, Dromedare sind Kamele (sorry f├╝r die klugschei├čerei). ;)
(17.01.2007, 22:49)
Hannovy:   Tut mir Leid, Hannover plant nichts f├╝r Kamele, aber daf├╝r f├╝r Dromedare.
(17.01.2007, 19:11)
IP66:   Hannover plant nichts f├╝r Kamele? Gelsenkirchen hat ja ein gewisses Faible f├╝r einfache Arten, und Asien darf ja nicht mehr so viel Kosten, da beiten sich Kamele einfach an.
(17.01.2007, 17:53)
Michael Mettler:   @IP66: Sowohl der erste ver├Âffentlichte Masterplan als auch die letzte Version, die ich vor ein paar Wochen auf der Homepage sah, sehen f├╝r ZOOM eine Trampeltierhaltung im Asienbereich vor.
(12.01.2007, 13:36)
Hannovy.:   Die Dromedare kommen definitiv zur├╝ck, sobald Yukon Bay fertiggestellt ist.
(12.01.2007, 13:07)
IP66:   Gibt es in Gelsenkrichen eigentlich noch Pl├Ąne f├╝r eine Kamelhaltung? Mich wundert der hannoveraner Wandel insofern ein wenig, als Kamele ja eine publikumswirksame Art und damit f├╝r den Spa├čzoo ├╝beraus geeignet sind. Au├čerdem machen sie ja haltungstechnisch wenig M├╝he- und f├╝r manchen Kleinzoo geh├Âren sie zu den auff├Ąlligsten Arten. Spontan f├Ąllt mir Aachen ein, das ist aber sicher nicht der einzige Zoo, der hier die M├Âglichkeit zur Gro├čtierhaltung nutzt.
(12.01.2007, 12:23)
Ollo:   @ M.M.
bei mir flogen auch alle Haustiere raus. Was f├╝r sch├Âne Anlagen f├╝r Wildtiere h├Ątte man doch auf der Fl├Ąche der Streichelwiese errichten k├Ânnen, oder anstatt der Anlage, die mit Walliser Ziege und Zackelschaf heillos unterbesetzt war.
(11.01.2007, 23:05)
Michael Mettler:   Wie sich die Zeiten doch ├Ąndern: Als ich in Jugendjahren meine ersten Planspiele betrieb, wie ICH den Zoo Hannover "besetzen" w├╝rde, habe ich s├Ąmtliche Haustiere ohne mit der Wimper zu zucken unter den Tisch fallen lassen - also auch die Dromedare und Trampeltiere, auf deren Anlagen ich damals viel lieber Przewalskipferde und Halbesel gesehen h├Ątte. Jetzt sind sie tats├Ąchlich weg, und ich kann (bzw. will) mir einen Zoo ohne Gro├čkamele gar nicht mehr vorstellen.
(11.01.2007, 22:47)
IP66:   Allerletzte Bemerkung zu den Watussis in Dusiburg: Es gibt sie noch, aber die H├Ąngeohrziegen wurden den Schweinen geopfert.
(11.01.2007, 19:58)
Michael Mettler:   Laut Tageszeitung wurde dieser Tage einem Circus in der N├Ąhe von Oldenburg eine Kamelstute geklaut und das halbj├Ąhrige Fohlen zur├╝ckgelassen. Entweder ist das einer der circustypischen Reklamegags, oder irgendwer wollte endlich mal was im Garten haben, was der Nachbar nicht hat...
(10.01.2007, 22:40)
Oliver Jahn:   Bitte, das ist ein Kamele-Thread. Wir haben einen eigenen f├╝r Rinder. Und jetzt, da endlich die Spams weg sind, bitte ich darum, nicht unn├Âtig Umsortierarbeit zu machen. Das ist eigentlich kein Problem, wenn es pro Tag ein bis zwei Beitr├Ąge g├Ąbe, aber wenn es dann an einem Tag mal so eben 50 bis 100 sind, dann wird es sehr m├╝hsam, diese zu finden.
Danke!
(10.01.2007, 22:08)
Langhals:   @IP66. Soll das hei├čen, in Duisburg gibt es keine Watussirinder mehr ? Und was ist eigentlich mit dem Stallplatz, den die Buntb├Âcke eingenommen haben, die bei den Zebras waren ?
(10.01.2007, 18:59)
IP66:   Zumindest in Gelsenkirchen, Wuppertal und in gewissen Grenzen in Duisburg sind die Watussis ja Verlegenheitstiere: In Gelsenkirchen war wenig Geld f├╝r St├Ąlle und wenig Platz f├╝r eine Anlage, die schnell errichtet wurde, in Wuppertal mu├čte die Heufresserwiese mit ihrem mageren Stallpotential einigerma├čen bev├Âlkert werden, und in Duisburg brauchte man Stallplatz f├╝r die Pinselohrschweine, die aber die Au├čenanlage nicht wirklich f├╝llen.
(10.01.2007, 18:28)
th.oma.s:   irgendwie muss bei der bedauerlichen reduzierung der rinderhaltung in vielen zoos der watussischutzengel sehr m├Ąchtig sein... f├╝r mich ist es nicht nachvollziehbar kaffernb├╝ffel oder bantengs abzugeben und eine nicht bedrohte hausrindrasse zu behalten,
sorry daf├╝r habe ich aus artenschutzgr├╝nden keinerlei verst├Ąndnis.
(10.01.2007, 17:43)
Michael Mettler:   P.S. Man kann vom "n├Ârdlichsten Pinguinzoo der Welt" halten, was man will - diese bekloppte Idee bringt uns allen durch allerlei "Ableger" immer wieder eine Menge Spa├č... :-)
(10.01.2007, 17:07)
Michael Mettler:   Die Watussis d├╝rften aber leichter provisorisch unterzubringen sein als die Kaffernb├╝ffel. Hab ja halb im Scherz, halb im Ernst schon den Vorschlag gemacht, letztere (sind eh nur 1,1) auf den Landteil der Flusspferde zu setzen, der ist ungef├Ąhr so gro├č wie ihr jetziges Gehege :-) Noch hoffe aber auch ich "pro B├╝ffel".
(10.01.2007, 17:04)
Sacha Beuth:   Also wenn schon eine Rinderform ├╝ber die Klippe springen muss, dann lieber die ollen Watussis. Die gibts in Deutschland n├Ąmlich noch wie Sand am Meer - im Gegensatz zu den Kaffernb├╝ffeln.
K├Ânnte man f├╝r die hannoverschen Kaffernb├╝ffel nicht irgendwo bei den Asiat. Elefanten einquartieren. Die Geschichte w├╝rde dann so lauten: Ein Tierh├Ąndler hat einen Grossauftrag erhalten und muss neben afrikanischen auch asiatische Tiere f├╝r einen Zoo liefern. Erst f├Ąngt er die B├╝ffel in Afrika, reist dann mit denen weiter nach Indien. Weil er dem Tierpflegepersonal im Hafen vom Bombay nicht traut, nimmt er die B├╝ffel mit auf Elefantenfang. Dabei geschieht ein Ungl├╝ck. Alle Menschen der Fangexpedition sterben pl├Âtzlich an einem unbekannten Fieber. Die Kaffernb├╝ffel aber k├Ânnen sich aus ihren Kisten befreien und leben von nun an mit den Asiat. Elefanten zusammen in der N├Ąhe eine Pagode.
(Achtung: Spott und Ironie).

PS: Wenigstens muss man Hannover zu Gute halten, dass sie so lange noch die an sich wenig publikumsattraktiven (zumindest werden sie diesbez├╝glich schlecht "verkauft") Kaffernb├╝ffel behalten haben.
(10.01.2007, 15:21)
Michael Mettler:   @Sven: Die Fl├Ąche der jetzigen B├Ąrenanlage grenzt unmittelbar an den "Sambesi-Flusslauf" (wer sich erinnert: die Wand aus alten ├ľlf├Ąssern mit der Aufschrift "Cafe Kifaru" ist die optische Trennung) und an die Giraffenanlage, so dass ein neues Gehege - wof├╝r auch immer, da gab es m.W. schon reichlich unterschiedlichste Planspiele - mit Sicherheit von der Bootsfahrt aus einsehbar sein und somit zum Themenbereich Afrika geh├Âren d├╝rfte. Von einem Ausbau "Australiens" w├╝rde ich daher an dieser Stelle erst mal nicht ausgehen, obwohl Dromedare eine wirklich sch├Âne Schnittstelle f├╝r die Themenbereiche w├Ąren.

Da m.W. ├╝berlegt wird, wie man eine der beiden afrikanischen Rinderformen (Kaffernb├╝ffel und Watussirind) ├╝ber den Bau von "Yukon Bay" hinwegretten k├Ânnte, l├Ąge die Idee nahe, letztere f├╝r eine sp├Ątere Vergesellschaftung mit den Dromedaren ins Auge zu fassen und somit ein Gehege f├╝r afrikanische Haustiere zu schaffen.
(10.01.2007, 13:56)
Sven P. Peter:   Also soll in der Ecke die Thematik Australien weiter ausgebaut werden?! Kommen denn au├čer den Dromedaren da noch welche von den (pseudo)Australischen Tieren hin?
(10.01.2007, 13:38)
Langhals:   @Matthias. Wenn ich diese Quelle preisgebe, bekomme ich in Zukunft keine Infos mehr, wobei die Kamel-Info kein Geheimnis mehr ist , und ich auch nur solche Informtionen weitergebe.
(10.01.2007, 13:10)
Matthias:   @Langhals:
Woher hast du denn die Info, dass es auf jeden Fall wieder Kamele in Hannover geben wird?
(10.01.2007, 12:19)
IP66:   In Wuppertal gab es vor einiger Zeit noch ein Dromedar-Jungtier. Die Tiere stehen auf der alten Heufresserwiese, die sie mit Watussi-Rindern, schwarzen Zwergziegen und Eseln teilen. Da man nachts aufstallt, sind die Kapazit├Ąten der Anlage f├╝r Dromedare begrenzt. Ich finde es aber sch├Ân, da├č man in Wuppertal die alte Heufresserwiese in Richtung "afrikanische Haustiere" umgewidmet hat und so, aus einem historisch ├╝berlieferten Problem etwas sehr originelles gemacht hat, ohne gleich das Unterste zuoberst zu kehren.
(08.01.2007, 19:51)
Michael Mettler:   K├Ânnte nat├╝rlich sein, dass hie und da welche geboren werden, sie aber aus irgendwelchem Aberglauben heraus gar nicht erst aufwachsen d├╝rfen. Aber selbst Minimalscheckung wie wei├če Abzeichen an den Beinen usw. ist mir noch nie aufgefallen.
(07.01.2007, 09:52)
Karsten Vick:   Helle Gesichter und teils sehr h├╝bsche Mehlm├Ąuler gibt es, aber Schecken findet man nicht mal ├╝ber Google.
(06.01.2007, 22:58)
Michael Mettler:   Hat jemand schon mal davon geh├Ârt, ob auch beim Trampeltier Schecken oder Bl├Ąssentr├Ąger vorkommen? F├╝r ein domestiziertes Tier ist das Trampeltier ├╝berraschend variantenarm.
(06.01.2007, 10:38)
Karsten Vick:   Sprung zur├╝ck zu den Meharis: Die fr├╝heren Hamburger waren nicht nur wei├č, sondern auch vom K├Ârperbau edle Renndromedare. Diese und die nach dem Berliner Kamelrennen in den Zoo gekommenen d├╝rften wohl die "rassigsten" Zoo-Dromedare gewesen sein, denn dahinter steckt eine echte Leistungszucht. Die meisten anderen d├╝rften aus dem grauen Mittelfeld zwischen Reit- und Lastdromedar stammen, das wohl ├╝berall so aussieht, wie von Michael aus dem Buch ├╝ber Libyen zitiert. Sehr viele stammen aus Turkmenien und diese Tiere m├╝ssen ebenso winterhart sein wie Trampeltiere. Farblich gibt es in Zoos so weit ich wei├č noch weniger Abwechslung als bei den Trampeltieren, wo es ja wenigstens noch ein paar helle gibt. Beim Dromedar ist schon eine Blesse (Osnabr├╝ck) was besonderes.
(05.01.2007, 22:15)
Michael Mettler:   H├Ątte mich auch gewundert, wenn nicht. Im Umkehrschluss d├╝rfte dies aber das Aus f├╝r weitere Planungen mit Kaffernb├╝ffeln bedeuten...
(05.01.2007, 17:23)
Langhals:   Hannover bekommt zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt wieder eine Gro├čkamel-Art, h├Âchstwahrscheinlich werden es Dromedare sein, aber nicht die gleichen Tiere. F├╝r sie ist eine neue Anlage geplant, dort wo jetzt noch die B├Ąren-Anlage steht. Die letzte Braunb├Ąrin bekommt aber noch ihr Gnadenbrot. Aber es kommen definitiv wieder Kamele nach Hannover !
(05.01.2007, 17:18)
Michael Mettler:   P.S.: Auch Trampeltiere gibts bei Nadermann!
(04.01.2007, 09:20)
Michael Mettler:   In Nadermanns Tierpark erfuhr ich ├╝brigens seinerzeit, dass die Nachzuchten der ca. 15-20k├Âpfigen Herde ├╝berwiegend an Privat verkauft w├╝rden. Im Park selbst werden wohl immer nur Fohlen f├╝hrende Stuten gezeigt, der Rest der Herde steht irgendwo au├čerhalb auf einer Koppel.
(04.01.2007, 09:18)
Andreas Hartung:   Ein Tipp f├╝r Kamelfreunde ist Kronberg. Dort gibt es ebenfalls noch Dromedare. In direkter Nachbarschaft - sch├Ân zum vergleichen - Trampeltiere zusammen mit Shetlandponies. Au├čerdem Alpakas in Vergesellschaftung mit Nandus und weiterhin Guanakos.
(04.01.2007, 02:41)
Ollo:   Chemnitz, G├Âppingen
(03.01.2007, 21:48)
Michael Mettler:   Trampeltier/Kulan kenne ich auch noch aus Str├Âhen (kleiner Tierpark!) und N├╝rnberg;
Trampeltier/Przewalskipferd aus Rotterdam und Planckendael (in Rotterdam wohl nicht problemlos);
Trampeltier (und fr├╝her wohl auch Dromedar) zusammen mit Lama, Yak, Esel und Shetlandpony aus Antwerpen;
Trampeltier/Dorkasgazelle aus M├╝nchen;
Trampeltier/Capybara (thematisch nicht passend, aber problemlos) aus Hannover.

In einer TV-Doku ├╝ber die letzten Wildkamele wurden aus deren Verbreitungsgebiet auch Sibirische Steinb├Âcke kurz gezeigt - die k├Ânnten ein Kamelgehege in der dritten Dimension ausnutzen :-)

Mal zur├╝ck zu meiner Ursprungsfrage: Wo werden denn noch Dromedare in deutschen Tierg├Ąrten (au├čer den schon genannten) gehalten?
(03.01.2007, 21:36)
Jana:   Ein List von (noch existierenden?) Trampeltier-Vergesellschaftungen, alles auch f├╝r kleinen Tierpark machtbar:
Plzen - Trampeltiere + europ├Ąische Ziesel
Liberec - Trampeltiere und weisse Schetland-Ponies (nicht koscher aber sch├Ân anzusehen)
Brno - Trampeltiere und Kulane
Ostrava - Trampeltiere und mongolische Schafen
Zlin - Trampeltiere, Hirschziegenantilopen, G├Ąnsegeier, G├Ąnse und Kraniche
(03.01.2007, 20:33)
Michael Mettler:   Aus der "Abenteuer Zoo"-Folge ├╝ber Doue-la-Fontaine habe ich in Erinnerung, dass dort eine Dromedarstute (warum nur ein Tier?) zusammen mit Steppenzebras und Giraffen gehalten wird/wurde - finde ich sehr reizvoll. Was ich weniger genau in Erinnerung habe: Gibt es nicht im Karawanenhof der "Stadt des Altertums" in Amersfoort Kamele zusammen mit Eseln, Schafen und Ziegen? Oder sind die getrennt untergebracht?

F├╝r eine Indien-Anlage k├Ânnte man Dromedare vielleicht mit Nilgau- und/oder Hirschziegenantilopen oder auch Hulmans vergesellschaften - kommen alle nebeneinander in Rajahstan vor, wenn ich nach den Fotos eines Bekannten gehe, der die Gegend mal besucht hat.

F├╝r ein Thema Sahel-Zone k├Ąmen auch S├Ąbelantilopen als Mitbewohner in Frage - die haben sich ja in diversen Huftiergesellschaften als kompatibel erwiesen.

In Str├Âhen sah ich einige Dromedare leichteren Types auf einer gro├čen Koppel zusammen mit Araberpferden - eine sehr attraktive und thematisch passende Zusammenstellung!
(03.01.2007, 19:51)
Shensi-Takin:   Solange die Kinder nicht drei oder vier H├Âcker zeichnen, geht das auch in Ordnung;)(obwohl letzteres durchaus existiert haben soll...).

Mir bekannte, sch├Âne Dromedar-Kombinationen sind auch Dromedar + Somali-Wildesel & Addax sowie Dromedare und diverse kleinere Gazellen(meist Dorkas). Eine recht sch├Âne Haustier-Kombi w├Ąre auch: wei├če Dromedare & Somalischaf(Blackhead Persian).

In einem kanadischen Zoo sah ich auf einer gro├čen Freianlage Bobaks mit Bisons vergesellschaftet-passt zwar nicht ganz zoogeographisch, ging aber gut & sah ansprechend aus.
(03.01.2007, 19:34)
Michael Mettler:   Ich k├Ânnte mir schon vorstellen, dass Trampeltiere bevorzugt werden, weil sie mit ihrem langen Winterfell eindrucksvoller wirken. W├Ąre ├╝brigens interessant, ob der Normalbesucher beim Wort Kamel eher an zwei H├Âcker denkt. Ich glaube, wenn Kinder ein Kamel zeichnen sollen, w├╝rden sie eher zum Trampeltier als zum Dromedar neigen.

Was Vergesellschaftungen betrifft: Bei Dromedaren st├╝nde ein gro├čes Spektrum an Arten zur Verf├╝gung, mit denen sich das Verbreitungsgebiet ├╝berschneidet. Z.B. ist das Dromedar in der n├Ârdlichen H├Ąlfte Kenias ein gebr├Ąuchliches Nutztier und hat dort als Nachbarn u.a. Rothschild- und Netzgiraffen oder auch Paviane; in Nordwestindien trifft es z.B. auf Rhesusaffen und Zebus.

F├╝r Trampeltiere kenne ich - wenn auch unter sehr weitl├Ąufigen Platzbedingungen - die ungew├Âhnliche Kombi in Hodenhagen: Mit den Kamelen leben Strau├če, Kulane, Paviane und Schwarzb├Ąren.... (Vor den Kulanen waren dort auch Bisons untergebracht.)
(03.01.2007, 18:39)
Jana:   Die W├Ârte "friedlicher interspezifische Interaktion" w├Ącken bei mir den Bild von Trampeltier-Anlage im Prag, wo zusammen Trampeltiere und Pr├Ąriehunde leben. Dabei meine zusammen, nicht nebeneinander. Vielleicht k├Ânnte man in Hamm asiatische Murmeltier versuchen, damit es auch geografisch richtig wird?
Hier Bilder (nicht von mir): http://album.volny.cz/gilwen/browse.php?album_id=36181&browse_page=
(03.01.2007, 17:49)
Shensi-Takin:   Hinsichtlich Ruhe im Umgang: das ist vom Tierindiviuum abh├Ąngig; die Kamele, mit denen ich bisher zu tun hatte, waren im Allgemeinen etwas phlegmatischer als ihre einh├Âckrigen Kollegen. Was M├╝nchen angeht- umgekehrt wird ein Schuh draus: nur ein Hengst in der dortigen Anlage ist mW "unbeschnitten"...;)
Die Nachteinstallung hat durchaus ihre Berechtigung-sei es aufgrund fortw├Ąhrend nass(!)kalter schlechter Witterung, Kalbeverhalten etc.
Ich w├╝rde auch nicht vorschnell sagen, es g├Ąbe keinen Unterschied in der Temperaturangepasstheit der beiden Arten; ich w├╝rde vom urspr├╝nglichen Verbreitungs(und aktuellem Haltungs)gebiet des Trampeltiers von einer besseren Angepasstheit an l├Ąngerfristig (sehr) kaltes Klima ausgehen-wobei das Dromedar durch die kalten W├╝stenn├Ąchte durchaus aus im urspr├╝nglichen Verbreitungsgebiet mit K├Ąlte konfrontiert wird. Jedoch: warum das Trampeltier Bevorzugt wird,w ei├č ich nicht zu sagen-vielleicht eignet es sich wegen der Doppelh├Âcker besser f├╝rs Kamelreiten?;)

Im Sinne einer publikumswirksamen Pr├Ąsentation samt r├Ąumlich begrenztem Raumangebot sowie Behavioural Enrichment-Vorteilen(v.a. bei friedlicher interspezifische Interaktion)ist die Suche nach der Option eines "Mixed Species"-Geheges durchaus begr├╝ssenswert-solange sie nicht zuungunsten der Tiere geht.
(03.01.2007, 16:45)
Mulan:   Trampeltiere sind im Handling keineswegs ruhiger als Dromedare. Ich habe mich auf dem Mundenhof in Freiburg lange mit dem dortigen Kamel-Pfleger unterhalten. Auch was die Anpassung an unsere Wetterverh├Ąltnisse angeht, gibt es keinen Unterschied. In manchen Zoos werden Dromedare ganzj├Ąhrig im Freien gehalten.Es ist sowieso Unsinn, Kamelartige ├╝ber Nacht aufzustallen, was soll das ? Mu├č man denn unbedingt alle Tiere mit irgendetwas vergesellschaften ? Eine Zucht mit Kastraten d├╝rfte schwierig werden. In Hellabrunn gibt es nur einen Wallach.
(03.01.2007, 16:19)
Shensi-Takin:   Mir ist bewu├čt, dass ein Mehari-Dromedar nicht unbedingt wei├č sein muss-siehe auch meine Formulierung "Wei├če Meharis"-oder h├Ątte ich eher "Beidedj-Mehari" sagen sollen? Meines Wissens sind aber die Tiere in Wien ebensolche. Nebst der genannten Ein-bis Zweinutzungsrassen gibt es ferner in manchen L├Ąndern reine Milch-und Fleischkamele.
Mehr unter:
http://www.payer.de/entwicklung/entw083.htm

Vielleicht ist die Bevorzugung des Trampeltiers gegen├╝ber dem Dromedar in dt. Zoos darin begr├╝ndet, dass ersteres im Handling meist etwas ruhiger und mit seinem Pelz besser dem hiesigen Wetter angepasst ist.
Die Aggression der Hengste ist idT ein Problem bei der Vergesellschaftung, wobei die Kastration dabei Abhilfe schaffen kann(siehe Kamele in M├╝nchen).
(03.01.2007, 14:58)
Michael Mettler:   @Zoosammler: "Ohne Not" stimmt leider nicht. Die jetzige Pony-Reitbahn geh├Ârt zum zuk├╝nftigen Yukon-Bay-Bereich und muss somit demn├Ąchst weichen, dito das im ehemaligen Flusspferdhaus untergebrachte Restaurant mit Indoor-Spielplatz. Da sich beides gr├Â├čter Beliebtheit erfreut (und f├╝r Umsatz sorgt), ist es verst├Ąndlich, wenn diese Einrichtungen nicht unter den Tisch fallen sollen.

Dass die Dromedare nicht in "Sambesi" umgesiedelt wurden, liegt am fehlendem Stallraum und den schon recht dicht besetzten Anlagen - dies erfuhr ich vom Zoo, als ich den Vorschlag machte, sie in die Giraffenanlage einzugliedern. Und nach den Erfahrungen bei Hagenbeck mit der Trampeltier/Onager-Kombi k├Ânnte die Kombi Dromedar/Somali-Wildesel bzw. Bergzebra ebenfalls wegen der Hengste problematisch sein. Folglich steht derzeit kein f├╝r Gro├čkamele geeignetes Gehege zur Verf├╝gung - finde ich ebenfalls sehr bedauerlich. (Betrifft zwar andere Tiere, hat aber den selben Ausl├Âser: Es wird im Zoo noch heftig ├╝berlegt, wo und wie man die Tapire und wenigstens eine Rinderform "hin├╝ber retten" kann.) Ich selbst w├╝rde Dromedare sogar mal auf einer Australien-Anlage ansiedeln, zusammen mit Roten Riesenk├Ąngurus!

Zu den Dromedaren allgemein: Ich muss leider mit der Legende aufr├Ąumen, dass jedes wei├če Dromedar ein Mehari ist bzw. jedes Mehari wei├č zu sein hat - da t├Ąuscht uns ein bekanntes Tierlexikon wieder mal ein falsches Bild vor. Meharis sind n├Ąmlich nicht durch Farbe definiert, sondern durch K├Ârpergestalt und Verwendungszweck: Sie sind schlank, hochbeinig und glatthaarig und werden als Reittiere eingesetzt. Theoretisch sind sie in allen Dromedarfarben m├Âglich, doch werden einige Farben nicht gern gesehen - der Vergleich zu Vollblutpferden bietet sich geradezu an. Ihr Gegenst├╝ck ist das Lastendromedar, quasi das "Kaltblut" unter den Dromedaren: Kurzbeinig, kr├Ąftig gebaut und mit wolligem Fell - und ebenfalls in allen Farben (auch in Wei├č!) vorkommend. Laut "Libyan Mammals" machen aber z.B. in diesem Land die beiden "Rassen" nur einen kleinen Teil der gehaltenen Dromedare aus, die weitaus meisten geh├Âren zu einem "rasselosen" Zwischentyp, der f├╝r alle m├Âglichen Zwecke genutzt wird (Fleisch, Milch, Wolle, Reit- und Tragtier).

Zumindest die Hengste der hannoverschen Zucht waren durchweg sehr kr├Ąftig gebaute Tiere, die wohl kaum als Meharis durchgegangen w├Ąren. ├ťbrigens hatte die alte hannoversche Linie stets dunkle Augen. Vor einigen Jahren wurden zwei Stuten aus Holland geholt, die im Gegensatz dazu blau├Ąugig waren.

Wirklich rassereine Dromedare d├╝rften in unseren Zoos die Ausnahme sein (wen es interessiert: das gilt ├╝brigens auch f├╝r Alpakas). Selbst in Berlin wurden die dem Zoo geschenkten arabischen Renndromedare in der Folgezeit mit "gew├Âhnlichen" Dromedaren verkreuzt.

Es w├Ąre interessant, inwieweit die Dromedare der fr├╝heren DDR-Zoos "rasserein" sind bzw. bis zu einem bestimmten Zeitpunkt waren - sie d├╝rften wohl ├╝berwiegend auf Importe aus der Sowjetunion zur├╝ckzuf├╝hren sein, und auch in Asien unterscheidet man wohl verschiedene Typen/Rassen.

Ebenfalls w├Ąre interessant - dar├╝ber fand ich noch nichts - ob die Dromedare der Kanarischen Inseln einer bestimmten Rasse angeh├Âren. Mindestens einige Osnabr├╝cker Tiere stammen von dort.
(03.01.2007, 10:01)
Zoosammler:   Es ist meiner Meinung nach durchaus verst├Ąndlich, dass Kamele so schnell "rausfliegen", um beim Sprachgebrauch zu bleiben, wenngleich ├Ąu├čerst bedauerlich.
In Hannover allerdings, bei aller Liebe und Kompromissbereitschaft, scheint das ja v├Âllig ohne Not geschehen zu sein und ist absoluter Schwachsinn. Dazu f├Ąllt mir wirklich nichts mehr ein. "Mullewapp" wurde schon mind. einmal umgebaut und ist auch so schon sehr beliebt und moderner als ein herk├Âmmlicher Streichelzoo ohne Merchandising-Strategie, die Pony-Reitbahn war bislang gut und zentral platziert. Was soll das? Daf├╝r die beiden Kamelarten weg? Daf├╝r habe ich absolut kein Verst├Ąndnis. Unter Umst├Ąnden h├Ątte man die Dromedare ja sogar noch irgendwo anders (vllt. auf der Somali-Dorcas-W├╝stenanlage?) platzieren k├Ânnen.
Ich pers├Ânlich (und ich h├Ątte gedacht, dass es vielen Zoobesuchern so geht) finde Dromedare interessanter als Trampeltiere. Und, da stimme ich zu, ein wei├čes Dromedar ist wirklich ein wundersch├Ânes Tier, das doch ein ├╝bliches Trampeltier in den Schatten stellt.
(02.01.2007, 23:27)
Shensi-Takin:   Wie anderweitig erw├Ąhnt: das (wahrscheinlich) letzte Wildkamel kann man im Zoo Pekings besichtigen.
Neuere Bem├╝hungen um das Wildkamel u.a. durch WALZER lassen indes etwas Hoffnung aufkommen; beim Wildyak sehe ich hingegen (buchst├Ąblich) schwarz...
Wei├če Meharis gibt es zu Gen├╝ge-allerdings v.a. im Nahen Osten und zu mitunter horrenden Preisen(v.a. f├╝r "Ungl├Ąubige"). Vielleicht(├Ąhnlich wie in Wien) auf ein (Staats)Geschenk hoffen...;)

(02.01.2007, 22:20)
Karsten Vick:   In Rostock haben Dromedare ihren festen Platz auf der Afrika-Seite der Huftieranlage, sogar als Zuchtgruppe.
@Shensi-Takin: Ein Ex-Situ-Rettungsprogramm f├╝r Wildkamel (und Wildyak) w├╝rde ich sehr begr├╝├čenswert finden!
Und wei├če Meharis wie seinerzeit in Hamburg waren wirklich sch├Ân anzusehen, sind sie dort ausgestorben oder abgegeben? Vielleicht leben sie noch irgendwo?
(02.01.2007, 22:12)
Shensi-Takin:   Ganz ehrlich-um den Bestand des Dromedars w├╝rde ich mir keine Sorgen machen-es gibt mehr als genug davon im Nahen Osten, Afrika, Asien & Australien usw. Eher besorgniserregend(wie auch beim Yak) sind die Best├Ąnde der wildlebenden Form des Kamels, das allen Anschein nach den Weg des Vorfahren des Dromedars gehen wird...(falls letzterer nicht derselbe ist)
Allerdings: so ein paar wei├če Dromedare wie in Sch├Ânbrunn sind durchaus eine Zierde-wenn auch derartig reinrassieg & sch├Âne Tiere nicht gerade billig sein d├╝rften.
(02.01.2007, 21:37)
Langhals:   Ich denke,Dromedare verschwinden, weil die Besucher liebe Kamele sehen wollen. Wie ja jeder wei├č, haben Kamele zwei H├Âcker und das Droemdar nur einen und ist deshalb kein Kamel.Ich finde es unglaublich, das Hannover gleich beide Gro├čkamelformen rausgeschmissen hat.
(02.01.2007, 20:24)
Dirk K:   Wuppertal h├Ąlt auch noch welche auf der afrikanischen Haustieranlage
(02.01.2007, 19:57)
Michael Mettler:   Ich greife hier meinen Gedanken aus "Zoo News 2" auf: Meinem Gef├╝hl nach werden in den deutschen Zoos immer seltener Dromedare gehalten. Wenn ich mal nur die "gro├čen" Zoos betrachte, dann sind die Dromedare in den letzten zwei Jahrzehnten verschwunden: bei Hagenbeck, in Hannover (ganz aktuell), Duisburg (fr├╝her zusammen mit den Trampeltieren untergebracht), Frankfurt (auf der Haustieranlage), Augsburg, M├╝nchen. Wobei Hagenbeck, Hannover und Augsburg rein wei├če Zuchtlinien hatten - mit der Abgabe der hannoverschen Gruppe scheint es jetzt nirgends mehr bei uns eine solche "farbreine" Zucht zu geben. Hat Rostock noch Dromedare, und wie ist es mit Erfurt? In N├╝rnberg, Darmstadt und Wuppertal habe ich m.E. jeweils nur ein Einzeltier gesehen.

Als sichere Halter (kleine wie gro├če Parks) fallen mir spontan die beiden Berliner G├Ąrten ein, dazu Osnabr├╝ck, Landau, Magdeburg, Neunkirchen, Stukenbrock, Str├Âhen, Nadermanns Tierpark (die beiden letzteren mit gr├Â├čeren Gruppen). Mag sein, dass ich einige vergesse, weil ich nicht immer auf Kamele achte und sie als Haustiere auch nicht in meinen Besuchs-Artenlisten notiere.

In Berlin k├Ânnten die Dromedare m├Âglicherweise mit fortschreitender Abstimmung der Best├Ąnde auf einen der beiden Zoos beschr├Ąnkt werden, und ob Magdeburg ins neue Konzept BEIDE Gro├čkamelformen ├╝bernehmen wird, wei├č ich nicht.

Nadermanns Tierpark h├Ąlt ├╝brigens mehrere Farbschl├Ąge, die aber nicht getrennt gez├╝chtet werden: dunkelbraune (fast schw├Ąrzliche), "normal" hellbraune, wei├če und Schecken.
(02.01.2007, 19:53)

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