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Alte Zootiere



cajun:   Ein Artikel zum Alter einiger Tiere im Zoo und im Tierpark Berlin:
"Das sind die Ă€ltesten Bewohner – und so bleiben sie gesund
Flamingo Ingo ist vor wenigen Tagen im Zoo Berlin gestorben. Hochbetagt. Er war ungewöhnlich alt geworden. Was jetzt die Ă€ltesten Tiere in Tierpark und Zoo sind, welche Tipps Pfleger fĂŒr die Pflege haben.
Fatou hat es sich mal wieder auf ihrem Lieblingsplatz gemĂŒtlich gemacht. Die HĂ€nde um die Hinterbeine geschlungen, liegt sie rĂŒcklings an der Scheibe im Affenhaus und chillt, wĂ€hrend die Besucherschar an ihr vorĂŒberzieht. Die Affendame aus dem Zoo Berlin feiert am 13. April 2024 ihren 67. Geburtstag und gilt als Ă€ltester Gorilla der Welt.
Den Alters-Rekord teilt sie sich allerdings mit Flamingo-Dame „Rosa“, die 1957 in den Berliner Zoo kam. Nach dem Tod von Flamingo Ingo Anfang Februar – er wurde 75 - fĂŒhrt sie nun mit Fatou die Liste der Ă€ltesten Zoo-Bewohner an. Doch was brauchen Tiere, damit sie möglichst lange leben?
Mehr GemĂŒse als Obst
„Vor allem gesunde ErnĂ€hrung“, sagt TierĂ€rztin Franziska Sutter, die die individuellen ErnĂ€hrungsplĂ€ne entwickelt. Fatou zum Beispiel bekommt fast nur noch GemĂŒse und Salat, denn selbst FrĂŒchte, die in der Natur zu ihrer Hauptspeise gehören wĂŒrden, sind fĂŒr sie inzwischen zu sĂŒĂŸ. „Das fĂŒr den Menschen gezĂŒchtete Obst, das man hier kaufen kann, ist viel zuckerhaltiger als die FrĂŒchte, von denen sich die Affen in der Wildnis ernĂ€hren“, erklĂ€rt die 39-jĂ€hrige VeterinĂ€rmedizinerin.
Um typische Alterserscheinungen wie Arthrose und Grauer Star, sowie Krankheiten wie Krebs möglichst zu minimieren, wird mit zunehmendem Alter mehr faserreiche Kost gegeben. Bestand die obligatorische Geburtstagstorte, die Fatou jĂ€hrlich zu ihrem Ehrentag erhĂ€lt, jahrelang aus Reis, Quark und FrĂŒchten, so wird es 2024 eher auf einen Strauß aus roten und gelben Paprika-Schnitzen hinauslaufen. Dazu mĂŒssen die Zoo-Köche der Gorilla-Seniorin, die sich immer noch eines gesunden Appetits erfreut, die Nahrung als Brei servieren.
Denn Fatou hat keine ZĂ€hne mehr. In der Natur wĂ€re sie schon lĂ€ngst verhungert. Dort wĂŒrden Gorillas, sie sind ohnehin vom Aussterben bedroht, meist nur 35 bis 40 Jahre alt, erklĂ€rt Sutter. Die natĂŒrliche Auslese sorgte dafĂŒr, dass kranke und altersschwache Tiere quasi „aussortiert“ wĂŒrden. „Sie sind leichte Beute fĂŒr Raubtiere, werden von Rivalen aus dem Revier verdrĂ€ngt oder verhungern, weil sie selbst keine Beute mehr fangen können.“ Im „Luxushotel Zoo“ hingegen lebten Tiere dank Vollpension, bester medizinischer Versorgung und Mangel an RĂ€ubern im Schnitt ein Drittel lĂ€nger als in der freien Wildbahn.

Nacktaugen-Kakadu hÀlt Rekord im Tierpark Berlin
Weil einige der besonders alten Zoo- und Tierpark-Bewohner aus Berlin noch in der Wildnis geboren sind, ist ihr Geburts- oder Schlupfdatum nicht immer bekannt. Die Mitarbeiter orientieren sich beim Alters-Ranking deshalb an anderen Daten. Im Tierpark in Friedrichsfelde hĂ€lt bisher der Nacktaugen-Kakadu „Pythagoras“ den Rekord, der 1953 in den Zoo nach Frankfurt gebracht wurde und 1964 in den Tierpark nach Ost-Berlin ĂŒbersiedelte. Auf Platz zwei liegt ein 1960 geborener Truthahngeier und auf Platz drei ein Hyazinth-Ara, der zehn Jahre spĂ€ter das Licht der Welt erblickte, berichtet Zoosprecherin Feline Hachmeister.
Auch im Berliner Zoo sind es vor allem Vögel, speziell Flamingos, die Ende der 50er, Anfang der 60er-Jahre nach Berlin kamen, die die Rangliste anfĂŒhren. Sie ernĂ€hren sich hauptsĂ€chlich von sogenannten Flamingo-Pellets, die aus Fischmehl, Mais und Weizen, Luzernemehl, Ölen, Mineralstoffen und Vitaminen bestehen. „Diese Zusammensetzung kommt der Nahrung von Flamingos im natĂŒrlichen Lebensraum, wie Krebse, Wasserschnecken, Insektenlarven oder Algen, sehr nahe“, erklĂ€rt Franziska Sutter, die vor ihrer Anstellung im Zoo im Serengeti Park gearbeitet hat.

Bitte nicht fĂŒttern
FĂŒr Giraffen können selbst zu viele Möhren oder Eicheln ungesund werden. Sie werden hauptsĂ€chlich mit Heu und Laub gefĂŒttert. „Wenn sie zu viele Kohlenhydrate aufnehmen, kann sich unter anderem an ihren Klauen das Nagelbett entzĂŒnden. Dann haben die richtig Schmerzen“, erklĂ€rt Sutter.
Auch deshalb weisen immer wieder Schilder die Besucher darauf hin, die Tiere bitte nicht zu fĂŒttern, egal, womit. Futterspenden nehmen die Einrichtungen seit Jahren nicht mehr an. „Das ist zwar lieb gemeint, aber wir könnten dann zum Beispiel nicht sichergehen, dass die KĂŒhlkette eingehalten wurde“, erklĂ€rt die TierĂ€rztin und fĂŒhrt weiter zum Elefanten-Gehege.
Dort kaut „Drumbo“ genĂŒsslich an ein paar Bambuszweigen. Die 1970 geborene Asiatische Elefanten-Dame ist das drittĂ€lteste SĂ€ugetier in der West-Berliner Einrichtung. Ihr Partner „Viktor“, mit dem sie durch den Sand des Außengeheges tapert, ist 24 Jahre jĂŒnger. Bei den DickhĂ€utern bringt ein hohes Alter eher Anerkennung in der Herde. „Die Ă€lteren Elefanten-KĂŒhe bringen Ruhe rein, den jĂŒngeren Tricks bei, schlichten Streit und helfen sogar quasi als Hebammen bei Geburten“, berichtet Sutter.
Bei den Affen setzten sich die Chefs, auch SilberrĂŒcken genannt, irgendwann nicht mehr fĂŒr die Ă€lteren Tiere ein. So kann es passieren, dass ihnen die jĂŒngeren das Essen klauen. So hat Fatou als Alterssitz inzwischen ein eigenes „WG-Zimmer“. Sie kann, wenn sie will, durch ein sogenanntes Kuschelgitter Kontakt zu Familienangehörigen und Artgenossen aufnehmen, kann sich aber auch zurĂŒckziehen, wenn sie ihre Ruhe haben will, erklĂ€rt Sutter. Auf diese Weise könne Fatou trotz kleiner „Zipperlein“ einen geruhsamen Lebensabend in einem behĂŒteten Umfeld verbringen.
So sei das Thema „Altersruhesitz“ fĂŒr Zoos vor allem eine „kommunikative Herausforderung“, heißt es im Zoo-eigenen Blog. Denn viele Besucher seien besorgt beim Anblick eines knochigen Pferdes oder eines zahnlosen Gorillas. Doch wie auch beim Menschen erfreuten sich viele Tiere selbst in hohem Alter noch bester Gesundheit, versichern die Autoren.
Ein Beweis dafĂŒr ist Kaspar. Der 54-jĂ€hrige Kappengibbon, der seit 1993 im Berliner Zoo lebt, hat zwar inzwischen schmalere Beine als seine jĂŒngeren Artgenossen, aber nach wie vor ausgeprĂ€gte Oberarme. Nachdem der kleine Menschenaffe eine Zeit lang reglos wie eine Statue auf einer Astgabel ausgeharrt hat, springt er unvermittelt an eines der Seile und schwingt vor den Augen der Zoobesucher athletisch hin und her. Zwischendurch hangelt er sich von Stange zu Ast und macht ein paar KlimmzĂŒge.
Kaspar, ein 54-jÀhriger Kappengibbon, ist das zweitÀlteste SÀugetier im Berliner Zoo und zeigt Besuchern gerne, dass er auch noch richtig fit ist.

Die Besucher staunen ĂŒber die plötzlichen Showeinlagen und zĂŒcken ihre Handys. „Kaspar ist bisher von Alterskrankheiten verschont“, freut sich Sutter. Weil der Gibbon auch noch gut hören und sehen kann, interagiere er gerne mit seinem Publikum. Auch regulĂ€re Kost kann Kaspar, der noch ein gesundes Gebiss hat, problemlos zu sich nehmen. Damit das so bleibt, gibt es auch fĂŒr ihn viel gekochtes GemĂŒse, mal mit HĂŒhnchen, mal mit Ei."
Quelle:https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/zoo-berlin-das-sind-die-aeltesten-bewohner-_-und-so-bleiben-sie-gesund-73151925.html
(28.02.2024, 08:52)
cajun:   Nach Ingo nun Mr. James. Ein Nachruf auf den letzten James Flamingo in UK:
"Eine Hommage an einen der Àltesten Flamingos bei WWT Slimbridge
Schweren Herzens geben wir den Tod von Mr. James bekannt, einem der Àltesten Vögel bei WWT Slimbridge.
Mr. James war der einzige verbliebene James-Flamingo im Vereinigten Königreich und hat seit 1965 unseren engagierten Mitarbeitern und Freiwilligen sowie den unzÀhligen Besuchern jeden Alters Freude bereitet.
Mr. James war ungefĂ€hr 65 Jahre alt, als er vor Kurzem erste Anzeichen seines Alters zeigte. Unser Tierpflege- und VeterinĂ€rteam verstĂ€rkte die Tierschutzkontrollen und tat alles, was sie konnten, um ihn zu unterstĂŒtzen. Doch leider fĂŒhrte eine VerĂ€nderung seines Zustands zu der schwierigen Entscheidung, ihm weiteres Leiden zu ersparen.
Das Leben von Mr. James bei uns war ein bemerkenswerter Beweis fĂŒr das außergewöhnliche Engagement fĂŒr Tierpflege und Tierhaltung, das bei WWT Slimbridge praktiziert wird. Im Laufe der Jahre haben Generationen engagierter VogelzĂŒchter und TierĂ€rzte unerschĂŒtterliche FĂŒrsorge und UnterstĂŒtzung geleistet, um sicherzustellen, dass Mr. James ein langes und erfĂŒlltes Leben fĂŒhrte.
Mr. James war mehr als nur ein Bewohner von Slimbridge; Er war ein Botschafter der Schönheit und Vielfalt der Natur. Sein bestĂ€ndiger Geist wird unsere fortlaufende Flamingohaltung weiterhin inspirieren und uns daran erinnern, wie wichtig es ist, die Tierwelt unserer Feuchtgebiete fĂŒr kommende Generationen zu schĂŒtzen."
Quelle:https://www.wwt.org.uk/wetland-centres/slimbridge/news/in-loving-memory-of-mr-james
(14.02.2024, 16:36)
cajun:   Wirklich ein stolzes Alter:
"Der Berliner Zoo trauert um seinen Ă€ltesten Zoo-Bewohner: „Ingo der Flamingo ist mit imposanten 75 Jahren altersbedingt von uns gegangen“, teilte der Zoo am Mittwoch auf X mit.
Seit 1955 lebte der Rosa Flamingo in Berlin, der Beschriftung am Ring von Ingos Bein zufolge wurde er 75 Jahre alt. „Kairo, 23.6.1948“ ist dort zu lesen.
Seinen Lebensabend dĂŒrfe Ingo „selbstverstĂ€ndlich“ unter seinen Artgenossen verbringen, hieß es vom Zoo noch im Juni 2023 anlĂ€sslich Ingos 75. Geburtstag."
Quelle:https://www.tagesspiegel.de/berlin/ingo-der-flamingo-ist-tot-berliner-zoo-trauert-um-seinen-altesten-bewohner-11178538.html
(07.02.2024, 19:08)
cajun:   Ob das ein Altersrekord ist?
"DER ÄLTESTE BEWOHNER IM NATURZOO – EMU GESTORBEN
Über 50 Jahre lebte er im NaturZoo Rheine, und er war mindestens 55 Jahre alt: Am 2. Februar ist der Emu-Hahn „Gockel“ in dem fĂŒr diese Art der Laufvögel extrem hohen Alter gestorben.
TatsÀchlich lÀsst sich das genau Alter des Emus nicht genau feststellen: In der Tierkartei sind zwei ZugÀnge von Emus in den Jahren 1967 und 1972 dokumentiert. Ein Tier wurde dann Mitte der siebziger Jahre abgegeben, aber es ist nicht klar ersichtlich, welches der beiden Tiere es war.
Da beide Tiere ĂŒber TierhĂ€ndler erworben worden waren, ist auch das genaue Alter der Tiere zum Zeitpunkt der Ankunft nicht genau bekannt gewesen, doch mĂŒssen sie mindestens drei Jahre alt gewesen sein. Gleich wie: Mit 55 oder gar 60 Jahren hat der Emu-Hahn ein außergewöhnlich hohes Alter erreicht.
Sein Alter hatte man ihm erst in den letzten zwei Jahren angemerkt, und zuletzt fiel auf, dass er mehr lag, bewegungsunlustiger war, weshalb er auch ĂŒber viele Wochen ein Schmerzmittel erhalten hatte.
Letztlich ist er offensichtlich ohne Aufregung gestorben: Die Pfleger:innen fanden ihn an seinem Schlafplatz in Stroh im Stall liegend vor.
NatĂŒrlich ist ein so langlebiger Zoobewohner eine besondere Persönlichkeit bei den Tierpfleger:innen gewesen. TatsĂ€chlich hat „Gockel“ auch die langjĂ€hrigsten Mitarbeiter:innen im NaturZoo ĂŒberlebt: Niemand war hier lĂ€nger „im Dienst“ als der Emu-Hahn.
Nachwuchs gab es von ihm reichlich. Er war ein fĂŒrsorgender Vater, der – wie es bei Emus der Fall ist – die Eier bebrĂŒtete und die Jungen fĂŒhrte.
Die Emu-Henne – mittlerweile auch schon 28 Jahre alt und seit 16 Jahren im NaturZoo zuhause – soll in absehbarer Zeit wieder einen Partner erhalten."
Quelle:https://www.facebook.com/naturzoo/
(05.02.2024, 11:55)
cajun:   Im Zoo Neunkirchen verstarb ein Mantelpavianmann im Alter von ĂŒber 30 Jahren.
Quelle:https://www.sol.de/saarland/neunkircher-zoo-nimmt-abschied-von-pavian-opi,470511.html
(28.01.2024, 17:25)
cajun:   Der ehemalige Duisburger Belugawal Ferdinand ist im Alter von ca 53 Jahren in San Diego verstorben. Einzelheiten nachzulesen unter https://www.waz.de/staedte/duisburg/ferdinand-ist-tot-weisswal-war-der-star-im-zoo-duisburg-id240828722.html und in diversen sozialen Medien.
(16.12.2023, 11:44)
W. Dreier:   Na dann GlĂŒckwunsch!
(14.12.2023, 10:31)
cajun:   Mal wieder ein "Happy Birthday", diesmal nach Duisburg:
"Rekord im Zoo Duisburg gebrochen Affen-Oma Melanie ist der weltweit Àlteste BÀrenstummelaffe
Affe Melanie wird heute 30 Jahre alt – somit ist sie weltweit der Ă€lteste BĂ€renstummelaffe in einem Zoo. In der Wildbahn ist die Tierart akut vom Aussterben bedroht. Wieso Melanie fĂŒr ihre Tierpfleger ein „absolutes Charaktertier“ ist.
Wenn Alexander Nolte ĂŒber seinen SchĂŒtzling spricht, kommt der Revierleiter des Duisburger Affenhauses ins SchwĂ€rmen. „Melanie ist einmalig, ein Charaktertier unseres Zoos“, sagt Nolte. Sie erinnere an eine tattrige, alte Oma, die man nur ins Herz schließen könne. Viele der Mitarbeitenden, so auch Nolte, kennen Melanie bereits seit ihrer Ankunft im Jahre 2005. Damals reiste der BĂ€renstummelaffe vom Zoo Erfurt ins Ruhrgebiet.
Am Kaiserberg zog die Affendame vier Jungtiere auf, die mittlerweile in unterschiedlichen europĂ€ischen Zoos leben und auch dort bereits fĂŒr Nachwuchs gesorgt haben. „Deswegen ist Melanie bereits mehrfach Oma und auch schon Uroma geworden“, so Tierpfleger Nolte.
Im Laufe der Jahre ist Melanie Ă€lter geworden, sie bewegt sich meist sehr langsam, berichtet der Zoo. Ihre Liebe fĂŒr gekochte Kartoffeln habe sie jedoch ĂŒber die Jahre beibehalten.
Generell ist der Speiseplan der Seniorin auf ihre BedĂŒrfnisse angepasst. Neben BlĂ€ttern, der Hauptnahrung der BĂ€renstummelaffen, bieten die Mitarbeitenden Futter an, was sich leicht kauen lĂ€sst. Ihre Umgebung beobachte Melanie, trotz zunehmend schlechter Augen, noch immer im Rahmen ihrer Möglichkeiten. „Das hat manchmal etwas von einer Rentnerin. Man könnte meinen, es fehlt nur noch das Kissen unter den Ellenbogen“, sagt der Tierpfleger. Melanie lebt zusammen mit Partner Pagalu, der mit seinen 21 Jahren das drittĂ€lteste Tier im weltweiten Zoobestand ist.
Seit 1967 hĂ€lt der Zoo Duisburg die seltenen BĂ€renstummelaffen. Über 50 Jungtiere wurden in den vergangenen Jahrzenten am Kaiserberg geboren. Aufgrund dieser Erfolge wird das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr die bedrohte Primatenart von Duisburg aus koordiniert.
„Die Aufgabe des EEP liegt darin, passende Zuchtgruppen zusammen zu stellen und eine zukunftsfĂ€hige Population in Menschenhand aufzubauen“, erklĂ€rt ZootierĂ€rztin Dr. Carolin Bunert, die das EEP leitet. Eine Notwendigkeit, denn in den tropischen RegenwĂ€ldern Westafrikas sind die Tiere akut vom Aussterben bedroht. BĂ€renstummelaffen kommen nur in einem kleinen Verbreitungsgebiet in Westafrika vor. „Verschwindet dieser ohnehin kleine Lebensraum weiter, steht das Überleben einer ganzen Tierart auf dem Spiel“, verdeutlicht Bunert.
Zum Schutz der Tiere in Afrika engagiert sich der Zoo Duisburg daher im Rahmen des Projektes WAPCA (West African Primate Conservation Action). Das Projekt setzt sich insbesondere fĂŒr den Erhalt von bedrohten Affenarten ein, welche unter anderem in den RegenwĂ€ldern der ElfenbeinkĂŒste Leben."
Quelle:https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/zoo/duisburg-aeltester-baerenstummelaffe-weltweit-im-duisburger-zoo_aid-103290401
(14.12.2023, 10:01)
Jan Jakobi:   cajun, in dem Artikel fehlt die Afrikanische Elefantenkuh Safari aus Erfurt!
Sie ist jetzt ca. 53 Jahre alt.
(17.10.2023, 13:04)
cajun:   Vielleicht möchte der ein oder andere ja was ergĂ€nzen?
"ThĂŒringens Ă€lteste Zoo-Tiere
LandesWelle ThĂŒringen sucht diese Woche das Ă€lteste Haustier des Freistaates. Doch auch in den ThĂŒringer Zoos gibt es ein paar echte Urgesteine. Eine Übersicht.
Zoo Erfurt mit dem Klassiker: die Spornschildkröten
"Ganz genau wissen wir nicht, wann sie geschlĂŒpft sind", sagt Tina Risch, TierĂ€rztin im Zoopark Erfurt. Allerdings wissen sie, dass die Spornschildkröten im Bestand irgendwann in den 60ern auf die Welt gekommen sein muss: "Die sind mit 1960 datiert. Die Tiere sind damit ĂŒber 60 Jahre alt". Die Spornschildkröten können auch noch bisschen Ă€lter werden. Immerhin werden sie im Zoopark Erfurt gut gepflegt und können da gut noch was an Lebenerfahrung zulegen, sagt die TierĂ€rztin.
Der Marabu
"Unser Ă€ltestes Tier ist das Marabu-MĂ€nnchen der Renfri. Der hat das stolze Alter von 42 oder 43 Jahren", erzĂ€hlt Selina Summlak vom Tierpark Gotha. Allerdings: "Wenn wir das in Menschenjahren umrechen wĂŒrden, dann wĂ€re das Ă€lteste Tier unsr Raufußkauz, der ist 28 Jahre". In freier Wildbahn werden diese Kauze rund 16 Jahre. Er ist also ein echter Oldie fĂŒr seine Tierart.
Wisent-Kuh ist die Älteste im Tierpark Suhl
"Das ist die Tora - die ist tatsÀchlich schon 24 Jahre alt, die alte Dame", sagt Chefin Andrea Bache vom Tierpark Suhl. Wisente werden nur um die 20 Jahre, erzÀhlt sie im LandesWelle Interview. Eine Rundumversorung mit Àrztlicher Versorgen, Vitaminen und und und sei ausschlageben: "Wir machen aber nichts anderes als mit anderen Tieren", erzÀhlt Andrea Bache."
Quelle:https://www.landeswelle.de/aktuell/aus-der-redaktion/thueringens-aelteste-zoo-tiere
(17.10.2023, 09:23)
cajun:   Eine aktuelle Meldung zum Höchstalter von Giraffen in menschlicher Obhut aus den USA:
"A Texas zoo has announced the death of its 31-year-old giraffe, Twiga, saying she was believed to have been one of the oldest in captivity.
The female Maasai giraffe was born in Los Angeles Zoo in 1991 and had reached the age of 31 years, 9 months and 7 days when she died Friday night in Lufkin, the Ellen Trout Zoo said in a statement on Facebook.
“Twiga held the record for the oldest living giraffe in human care. Giraffes typically live about 25 years,” the zoo said.
The giraffe arrived at the Ellen Trout Zoo in 2008, having previously been housed at the Racine Zoo in Wisconsin.
“Twiga helped our other two giraffes, Kellen and Luna, feel comfortable in their new home in Lufkin,” the zoo’s director, Gordon Henley, said in the statement. “She will be greatly missed.”
In 2021, a zoo in Australia announced that the country’s oldest giraffe in captivity died just months after her 31st birthday.
Later that year, a zoo in Japan said that country’s oldest giraffe had died just before her 32nd birthday, according to local news outlet Kyodo News. In 2017, Oklahoma City Zoo said its Rothschild’s giraffe, Ursula, had died aged 32. "
Quelle:https://edition.cnn.com/2023/07/09/us/texas-giraffe-twiga-captivity-dies-trnd/index.html
(11.07.2023, 12:26)
cajun:   Einer aus der Schimpansen Senioren WG in Heidelberg hatte Geburtstag:
"Schimpanse Epulu ist 55 Jahre alt
Gemeinsam altern in der Senioren-WG im Zoo Heidelberg
Am Freitag, den 23.6.23 wurde der mĂ€nnliche Schimpanse unserer fĂŒnfköpfigen Seniorengruppe stolze 55 Jahre alt. Dies ist ein Zeichen dafĂŒr, dass er sich sehr wohl fĂŒhlt und gut in die Gruppe integriert hat. Die Heidelberger Schimpansengruppe hat das höchste Durchschnittsalter aller Zoos in Deutschland.

Schimpanse erreicht hohes Alter
FĂŒr einen Schimpansen ist der 55. Geburtstag nicht selbstverstĂ€ndlich, denn in der Wildnis erreichen sie ein Alter von maximal 40 Jahren, in seltenen FĂ€llen auch 50 Jahren. Meist werden die weiblichen Schimpansen Ă€lter als ihre mĂ€nnlichen Artgenossen. Auch dank der guten und aufmerksamen Pflege seiner Tierpfleger und den sozialen Interaktionen mit seinen vier weiblichen Mitbewohnerinnen Conny, Susi, Heidi und Lulu, ist das SchimpansenmĂ€nnchen Epulu in seinem hohen Alter noch fit und gesund. Er hat sich seit seiner Ankunft im Oktober 2019 gut in die Gemeinschaft eingefĂŒgt. „Wir sind sehr glĂŒcklich darĂŒber, dass sich Epulu mittlerweile so gut mit den Schimpansendamen versteht“, sagt Sandra Reichler Kuratorin fĂŒr SĂ€ugetiere. Das war am Anfang noch nicht abzusehen, denn Epulu lebte mit nur einem anderen Weibchen zusammen, bevor er vom GrĂŒnen Zoo Wuppertal nach Heidelberg gekommen ist. Daher war es fĂŒr ihn eine große Herausforderung sich in sein neues Zuhause einzufinden. Der Umzug nach Heidelberg und die Aufregung, sich an eine neue Gruppe zu gewöhnen, hat sich fĂŒr Epulu gelohnt: mittlerweile zeigt er zahlreiche soziale Verhaltensweisen, die frĂŒher bei ihm nicht oder kaum beobachtet werden konnten, so zum Beispiel Spielverhalten mit anderen Schimpansen, Versöhnungen, gegenseitige Fellpflege, sowie das Teilen von Nahrungsmitteln. Mittlerweile hat er sich in Heidelberg zu einem sehr entspannten Schimpansen entwickelt, da er vielfĂ€ltige und abwechslungsreiche soziale Interaktionen erleben darf. Besonders interessant ist dabei, dass Epulu und das Schimpansen Weibchen Conny mittlerweile wirklich gute Freunde geworden sind, denn gerade diese beiden hatte zu Anfang große Probleme sich einander zu gewöhnen. Conny, die sich immer schon eher am Rande der Gruppe aufhielt, zeigt seitdem sie mit Epulu angebandelt hat, immer öfter soziales Verhalten und sucht die NĂ€he der anderen Schimpansen. In Conny hat Epulu eine sehr engagierte VerbĂŒndete gefunden, die ihm Sicherheit bietet und dadurch oft zwischen ihm und den anderen Weibchen vermittelt.

Gemeinsam altern
Inzwischen sind die fĂŒnf Schimpansen mit ĂŒber 50 Jahren bereits sehr alt: „Unser Ziel war es, dass sie trotz ihrer bewegten Biographie, ihren Lebensabend in einer harmonischen Senioren-WG in Heidelberg verbringen können,“ berichtet Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Denn wĂ€hrend Epulu eher behĂŒtet aufgewachsen ist, haben die vier Damen eine recht turbulente Lebensgeschichte hinter sich: sie sind ĂŒber Umwege hier nach Heidelberg gekommen und stammen teilweise aus Beschlagnahmungen. „All das sieht man heute immer noch an ihrem Verhalten und der Kommunikation untereinander, aber auch mit uns Pflegern“, berichtet Dominik Winkel, Tierpfleger im Affenrevier. „Die Heidelberger Rentner WG ist also besonders, nicht nur wegen ihres hohen Alters, sondern auch weil sie auf Grund ihrer Historie alle etwas anders „ticken“ als besser sozialisierte Schimpansengruppen.“

Obwohl Schimpansen, die am weitesten verbreitete Menschenaffen sind, nehmen ihr Lebensraum und ihre BestĂ€nde zusehends ab, weshalb sie auf der Roten Liste bedrohter Tierarten als „stark gefĂ€hrdet“ gefĂŒhrt werden. In ihrem Verbreitungsgebiet kommen die Tiere in vier Unterarten in West-, Zentral- und Ostafrika vor. Wie auch andere Primatenarten werden sie in einigen Regionen Afrikas gejagt, da ihr Fleisch auf lokalen MĂ€rkten als sogenanntes Bushmeat verkauft wird."
Quelle:https://www.zoo-heidelberg.de/schimpanse-epulu-ist-55-jahre-alt/
(28.06.2023, 13:40)
cajun:   Happy Birthday Ingo am 23.06. :-)
"Ein Berliner Rekordhalter: Flamingo Ingo wird vermutlich 75
Der Flamingo Ingo steht an einem Vormittag im Sonnenlicht in einem kleinen See im Berliner Zoo neben seinen Artgenossen. Seit mehr als 65 Jahren lebt er im traditionsreichen Berliner Zoo: Ein Flamingo namens Ingo gilt dort als Àltester Bewohner.

Wo ist bloß Ingo? Bei den rund 30 Flamingos, die am Ufer des Teichs im Berliner Zoo teils noch im Stehen schlafen, kann selbst der zustĂ€ndige Tierpfleger Thomas Lenzner erst einmal nur mit den Schultern zucken. Dabei gilt Ingo, ein Rosaflamingo, als Ă€ltester Bewohner des Hauptstadt-Zoos. Mit geschĂ€tzt nun mindestens 75 Jahren. "Man sagt: Das Durchschnittsalter fĂŒr einen Flamingo liegt so bei 30 Jahren. Da ist er ein Methusalem, auf jeden Fall", sagt Lenzner.

Pech fĂŒr Gorilla-Dame Fatou

Ingos Erkennungszeichen sind ein roter Ring am einen dĂŒrren Bein und ein alter grĂ€ulicher Ring am anderen. Schwer zu erkennen, etwa wenn die Vögel gerade schwimmen oder nur auf einem Bein stehen. Was auf dem Originalring steht, ist laut Zoo wichtig: "Kairo, 23.6.1948". Die Beschriftung wurde erst vor einigen Jahren entdeckt. Das hatte zur Folge, dass Gorilla-Dame Fatou (geschĂ€tzt mittlerweile 66) ihren damaligen Titel als Ă€lteste Zoo-Bewohnerin abgeben musste.
Schlechte Zeiten fĂŒr den Zoo

Was genau es mit dem Datum auf sich hat und ob Ingo wirklich an jenem Tag schlĂŒpfte, lĂ€sst sich nicht mehr zweifelsfrei klĂ€ren. Aber der Zoo wertet es als Beleg fĂŒr sein Mindestalter. Gesichert ist nach Angaben einer Sprecherin, dass der Flamingo im Sommer 1955 aus dem Tierpark im Osten der Stadt in den Zoo in der City West kam. Damals gab es dort viel weniger Flamingos als heute. Es waren auch generell ganz andere Zeiten fĂŒr den Zoo: Nach dem Zweiten Weltkrieg war es Anfang der 50er Jahre "elend" um die Einrichtung bestellt, wie der Historiker Clemens Maier-Wolthausen in dem Buch "Hauptstadt der Tiere" schreibt. Zerbombte GebĂ€ude, getötete Tiere, Finanznot.
Keine Feinde fĂŒr Ingo

Wie Ingo die lange Zeit seitdem ĂŒberstanden hat? Im Zoo fehlen natĂŒrliche Feinde. Es ist aber nicht nur das. Zoo-Tiere haben Rundumversorgung. Der Verband der Zoologischen GĂ€rten betont die immer weiter verbesserten Haltungsbedingungen. "Wenn ein Tier mal krank ist oder schwĂ€chelt, sind gleich die ZootierĂ€rzte da", sagt Lenzner. Hinzu komme optimiertes Futter. Es enthalte bestimmte Farbstoffe (Carotinoide), die fĂŒr das zarte Rosa des Gefieders verantwortlich seien und die die Tiere auch stimulierten.
Ingo im GlĂŒck

Ingo ĂŒberstand zudem vor einigen Jahren einen Sturm, bei dem mehrere andere Flamingos herabfallenden Ästen zum Opfer fielen. Großes GlĂŒck hatte der Zoo im Winter nach einem GeflĂŒgelpest-Nachweis bei einem Wasservogel: Zwar blieb er Ende 2022 wochenlang geschlossen, aber weitere FĂ€lle in dem wertvollen Vogelbestand blieben aus und dessen drohende Keulung somit erspart.
Flamingos sind ganz tolle Vögel

Der Berliner Zoo war nach eigenen Angaben der erste in Deutschland, dem von Anfang/Mitte der 60er Jahre an Bruten von Chile-Flamingos und Rosaflamingos gelangen. Auch Ingo hat wohl Nachkommen gezeugt, heißt es. Aber anders als etwa bei den berĂŒhmten Zoo-Pandas wurde darĂŒber nie Buch gefĂŒhrt. "Das wĂŒrde zu weit fĂŒhren", sagt Lenzner.

Der Tierpfleger schwĂ€rmt vom Verhalten, Aussehen und den Lauten der Flamingos. "Wenn man sich Zeit nimmt, sie richtig zu beobachten, kann man tolle Sachen entdecken: Wie sie miteinander interagieren, sich ernĂ€hren. Ganz tolle Vögel sind das." In der Natur fressen Flamingos mikroskopisch kleine Algen und andere Einzeller, winzige Krebstiere, WĂŒrmer, Schnecken und Larven - sie sieben diese quasi mit ihrem Schnabel aus flachem Wasser.
Ingo braucht viel Ruhe

Die Zoo-Flamingos seien meist in der Gruppe unterwegs und abends lange aktiv, erzĂ€hlt Lenzner. Morgens seien sie daher nicht unbedingt die frĂŒhen Vögel. Einen Tipp zum Erkennen hat der 56-JĂ€hrige noch: Ingo brauche altersbedingt manchmal Ruhe von den Artgenossen und halte sich etwas abseits auf. "Er ist nicht mehr der Schnellste, lĂ€uft hinterher und hinkt ein bisschen - es wĂ€re komisch, wenn das mit 75 Jahren nicht so wĂ€re."

Deutschlands Ă€ltestes Zoo-Tier ist der Vogel damit aber nicht. Bestimmte Riesenschildkröten können deutlich ĂŒber 100 werden."
Quelle:https://www.gmx.net/magazine/panorama/berliner-rekordhalter-flamingo-ingo-75-38334758
(18.06.2023, 12:42)
cajun:   Ein stolzes Alter:
"Europas Àltestes Erdferkel gestorben: Afer wurde 32 Jahre alt
Colchester (England) - "Afer" war das Àlteste Erdferkel auf dem europÀischen Kontinent. Nun ist das SÀugetier im Tierpark der englischen Stadt Colchester verstorben.
rden stÀndig bejagt. © Zoo Colchester
Erdferkel werden normalerweise bis zu 25 Jahre alt. Afer erreichte hingegen ein stolzes Alter von 32 Jahren.
Das vierbeinige Tier, das am 7. Mai 1991 im Royal Burgers Zoo in den Niederlanden geboren wurde, kam 2017 in die Grafschaft Essex.
Im Rahmen eines europĂ€ischen Zuchtprogramms zeugte das SĂ€ugetier fĂŒnf Nachkommen - drei davon im Zoo von Colchester.
Wie die BBC berichtet, war Afer in den letzten Wochen kaum noch aktiv. Seine Pfleger machten sich zunehmend Sorgen und riefen einen Tierarzt.
Nach einer ausgiebigen Untersuchung samt Bluttest war klar, dass es um das Wohlbefinden des Erdferkels nicht mehr gut stand.
Um dem Tier schlimme Schmerzen zu ersparen, wurde es am 8. Juni eingeschlÀfert. Der Tierpark bestÀtigte den Tod auf seiner Website.
In der traurigen Nachricht heißt es: "Afer hatte eine wunderbare Persönlichkeit, er ist uns allen ans Herz gewachsen. Wir und die vielen Besucher, die ihn geliebt haben, werden ihn sehr vermissen."
Erdferkel kommen in den Savannen und WĂ€ldern Afrikas vor. Sie sind nachtaktive Lebewesen und fĂŒhlen sich in GrĂ€sern und BĂŒschen besonders wohl.
Das einzige Erdferkel, das nun noch im Zoo von Colchester verbleibt, ist "OQ", die Mutter des Nachwuchses."
Quelle:https://www.tag24.de/thema/tiere/europas-aeltestes-erdferkel-gestorben-afer-wurde-32-jahre-alt-2861779
(13.06.2023, 11:07)
cajun:   In Bremerhaven wurde ein Pinguin, geschlĂŒpft 1983 in Whipsnade, vierzig Jahre alt und war Anlass zu einem FB Posting. Der z.Zt. Ă€lteste (43 Jahre) bekannte Pinguin soll im Zoo Karlsruhe leben.
(21.04.2023, 14:07)
W. Dreier:   Gratulation Fatou! siehe hier Bild vom 24.3.
(13.04.2023, 17:37)
cajun:   Ich hoffe sie kann man noch einige Jahre "feiern":
"Mit 66 Jahren, da fÀngt das Leben an
Fatou, die Àlteste Gorilladame der Welt, feiert 66. Geburtstag im Zoo Berlin
Heute feiert eine lebende Legende ihren Ehrentag im Zoo Berlin: Gorilla-Dame Fatou wird 66 Jahre alt und setzt die Liedzeile von Udo JĂŒrgens „Mit 66 Jahren, da fĂ€ngt das Leben an // mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran“ bei einem Festschmaus in die Tat um. Mit sichtlicher Freude genießt sie die farbenfrohen Geburtstagsleckereien, die das Team des Zoo Berlin am Donnerstagmorgen in aller FrĂŒhe fĂŒr die Seniorin vorbereitet hat. Das liebevoll hergerichtete Festmahl ist auch fĂŒr die zahlreichen GeburtstagsgĂ€ste ein wahrer Augenschmaus: Leuchtend gelb, grĂŒn und rot erstrahlt der wohlschmeckende Geschenkkorb aus Wassermelone, Paprika und Löwenzahn. AnlĂ€sslich des Schnapszahl-Geburtstages der Gorilla-Dame ĂŒberreichen die Tierpfleger*innen noch zusĂ€tzlich einen köstlichen Blumenstrauß aus Salat, KrĂ€utern und Zweigen, verzieht mit essbaren BlĂŒten und Beeren. Zu viele FrĂŒchte sollten es jedoch nicht sein, denn genau wie Menschen mĂŒssen sich auch Gorillas bei sĂŒĂŸen Leckereien zurĂŒckhalten. Da im Obst viel Fruchtzucker enthalten ist, steht fast ausschließlich GemĂŒse auf dem Speiseplan. Die Geburtstagsköstlichkeiten wurden daher vom Zoo Berlin-Team wohlbedacht ausgewĂ€hlt. „Wir achten sehr auf Fatous Gesundheit und passen ihre Mahlzeiten immer entsprechend an. In ihrem hohen Alter braucht Fatou sehr weiche Kost, die sie auch ohne ZĂ€hne gut kauen kann“, berichtet der stellvertretender Revierleiter Ruben Gralki. Mit 66 Jahren gilt Fatou als Ă€ltester Gorilla der Welt. Die betagte Seniorin wohnt daher in ihrer eigenen Gorilla-Anlage und ist nicht Teil der Gorilla-Gruppe. Mit einem aktiven MĂ€nnchen wie Sango, der kleinen Tilla und den rumtollenden Gorilla-Damen wĂ€re das etwas zu viel Aufregung fĂŒr die Gorilla-Oma. „Fatou hat jederzeit die Möglichkeit, Kontakt mit ihren Nachbarn aufzunehmen, zieht sich jedoch bewusst zurĂŒck und hĂ€lt Abstand von der Gruppe“, berichtet Gralki weiter. Die Tierpfleger*innen haben stets ein wachsames Auge auf die Gorilla-Dame und somit wird auch Fatous Alltag mit BeschĂ€ftigungen, wie Futtersuche im Gehege oder Kletterseilen ergĂ€nzt.
„Jeder der Fatou einmal Auge in Auge gegenĂŒberstand, weiß, was fĂŒr eine beeindruckende Begegnung das ist,“ berichtet Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem „Deshalb glaube ich fest daran, dass Fatou als Botschafterin ihrer bedrohten Artgenossen hier Großes bewirkt, viele Menschen berĂŒhrt und zum Nachdenken anregt.“ Das menschliche Konsumverhalten ist der Grund fĂŒr den RĂŒckgang der RegenwĂ€lder. Die Zerstörung des natĂŒrlichen Lebensraumes durch Abholzung und Bergbau, sowie illegale Jagd verringert die Zahl der westliche Flachlandgorilla weiterhin; auf der „roten Liste“ der Weltnaturschutzunion (IUCN) werden die Menschenaffen als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.
Im Zoo Berlin leben außer Gorilla-Seniorin Fatou noch SilberrĂŒcken Sango (18) sowie die Weibchen Djambala (21), Bibi (26) , Mpenzi (37) und Gorilla-MĂ€dchen Tilla (2)"
Quelle:https://www.zoo-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/mit-66-jahren-da-faengt-das-leben-an
(13.04.2023, 13:47)
cajun:   Ein bemerkenswertes Alter fĂŒr einen Leoparden:
"Traurige News aus dem Zoo der Minis: Leopardin LiLa musste von ihren Leiden erlöst werden.
Wie der Tierpark am Sonntag auf Facebook bekannt gab, musste die "Chinesische Leoparden Oma" aufgrund gesundheitlicher Probleme im stolzen Alter von 23 Jahren erlöst werden: "Heute sind wir alle ganz traurig. Wir mĂŒssen leider Abschied von LiLa nehmen."
Die Beschwerden der Großkatze wurden trotz sofortiger tierĂ€rtzlicher Behandlung nicht besser. Ein Blutbild brachte Klarheit, einige Werte waren so schlecht, dass fĂŒr das Tier kein wĂŒrdevolles Leben mehr möglich war. So wurde schweren Herzens entschlossen, LiLa einen weiteren Leidensweg zu ersparen.
Die Leopardin lebte bereits seit 21 Jahren in dem Zoo im Erzgebirge und zÀhlte zu den Lieblingen der Pfleger und Besucher.
"Sie war immer eine typische Katzenpersönlichkeit und hat ihre Eigenheiten auch im hohen Alter nicht abgelegt. So wie der ebenfalls mit 23 Jahren im Jahr 2011 bei uns verstorbene Chang gehörte sie zu den Àltesten Leoparden der Welt", berichtete der Verein weiter."
Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/regionales/erzgebirge-nachrichten/traurige-nachrichten-aus-dem-zoo-der-minis-in-aue-leopardin-lila-ist-tot-2794095
(02.04.2023, 22:46)
W. Dreier:   oder besser (soll man ja bei alten Leuten nicht machen)
(24.03.2023, 12:25)
W. Dreier:   Und Gorilladame Fatou im Zoo Berlin ist 1957 geboren worden - sieht man ihr auch an.
(24.03.2023, 12:23)
Carsten Horn:   19. 03. 2023 - Orang Utan Kasih, Gelsenkirchen - 61 Jahre alt geworden. Wo wir schon mal bei den Alten sind...
(24.03.2023, 10:53)
W. Dreier:   Ei Danke - welche "Blamasch" - der Bart!
Aber jetzt !
(22.03.2023, 21:20)
Simon Kirchberger:   @W. Dreier: Vielen Dank fĂŒr die GlĂŒckwĂŒnsche, ich richte sie morgen aus;) Auf dem Foto ist aber die Sumatratigerin "Lara" zu sehen, am Backenbart und vor allem auf dem Baum zu unterscheiden. Die alte "Cindy" klettert nirgends mehr rauf:(
(22.03.2023, 20:08)
W. Dreier:   Na dann herzlichen GlĂŒckwunsch zum 21. !
(22.03.2023, 18:58)
Simon Kirchberger:   2 Neuigkeiten zu alten Zootieren:
- der letzte Große AmeisenbĂ€r in Hellabrunn wurde heute euthanasiert. Mehr dazu auf Social Media

- der letze Malaiische Tiger Deutschlands wurde heute 21 Jahre alt. Hier ist der ausfĂŒhrliche Text dazu:
Happy Birthday, Cindy!
Die Grande Dame des Bergzoo Halle
Heute ist fĂŒr unsere Malaiische Tigerdame „Cindy“ ein ganz besonderer Tag: Sie ist nicht nur das heutige „Tier der Woche“, sondern auch ein ganz besonderes Geburtstagskind. „Cindy“ wird heute stolze 21 Jahre alt, was fĂŒr einen Tiger ein nahezu biblisches Alter ist. FĂŒr gewöhnlich werden Tiger in der Natur nur etwa 12 Jahre alt und auch in menschlicher Obhut erreichen die meisten Tiger keine 21 Lebensjahre.

„Cindy“ wurde heute vor 21 Jahren im Zoo Melaka in Malaysia geboren und kam zusammen mit ihrer Zwillingsschwester „Girl“ im Jahr 2003 zu uns. In den darauffolgenden Jahren paarten sich beide mit Kater „Sompon“ und zahlreiche Jungtiere wurden hier im Bergzoo geboren, darunter im Jahr 2004 die EuropĂ€ische Erstzucht. „Cindy“ bekam in dieser Zeit ein Jungtier, welches im Jahr 2015 an einen englischen Zoo abgegeben wurde. Nachkommen der halleschen Tigerzucht leben heute auch unter anderem im Zoo Prag und in mehreren französischen Zoos.
Nach dem altersbedingten Tod von Kater „Sompon“ im Jahr 2020 genießt unsere „Cindy“ ihr wohlverdientes Single-Dasein als einziger Malaiischer Tiger in einem deutschen Zoo in vollen ZĂŒgen, Tiger sind nĂ€mlich EinzelgĂ€nger.

So erfolgreich die Zucht der Malaiischen Tiger bei uns im Bergzoo Halle gelang, so ernst steht es um die Population in der Natur: Auf der Malaiischen Halbinsel, dem einzigen Verbreitungsgebiet leben den neuesten SchĂ€tzungen der IUCN zufolge weniger als 200 Tiger. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind verschieden, hĂ€ngen jedoch alle mit menschlichen AktivitĂ€ten zusammen. Vor allem die Zerstörung des Regenwalds und damit der Lebensgrundlage der Tiger fĂŒr den Anbau von Palmöl und anderen Produkten hat große Auswirkungen.

Jedoch haben auch wir in Mitteleuropa die Möglichkeit, durch unser Konsumverhalten zum Schutz der Tiger in ganz Asien beizutragen! Kommt also vorbei und informiert Euch in unseren Ausstellungen im Bergzoo Halle, was Ihr fĂŒr die Erhaltung dieser wunderbaren Großkatzen tun könnt!

(22.03.2023, 18:07)
cajun:   Happy Birthday Schnudi!
" Erfurter Siamang Schnudi hÀlt den weltweiten Altersrekord
Schnudi, die 1971 geborene Affendame, feiert am 02. Februar ihren 52. Geburtstag. Damit ist sie die Àlteste Siamang-Dame der Welt! In der Natur betrÀgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines Siamangs etwa 30 Jahre. Bei im Zoo gehaltenen Tieren lag der Rekord bislang bei stolzen 42 Jahren.
In ĂŒber einem halben Jahrhundert hat Schnudi schon viel erlebt. Sie ist in Asien geboren und gelangte zuerst im Zoo Wiesbaden, von dem sie dann am 19. Mai 1974 gemeinsam mit dem MĂ€nnchen Knirps nach Erfurt umsiedelte. Seither hieß sie schon Generationen von Zoobesuchern mit ihrem morgendlichen Gesang willkommen.
Die Erstgeburt erfolgte am 27. Februar 1981 mit einem weiblichen Sprössling. Das Jungtier war leider nicht ĂŒberlebensfĂ€hig. Am 08. Mai 1982 bekam Schnudi ihren ersten Sohn Soko. Diesen zog sie erfolgreich groß. Am 23. August 1987 kam ihr Sohn Rokan und spĂ€ter am 23. Dezember 1989 Gambi zur Welt. Somit lebten also fĂŒnf Siamangs im ThĂŒringer Zoopark. Zu viel fĂŒr die Dauer, also entschied man, Soko abzugeben. Der acht Jahre alte Affe verließ unseren Zoo am 01. August 1990 und ging nach Abudabi. Nach dem Tod von Knirps lebte Schnudi mit den beiden verbliebenen Söhnen. Gambi konnte am 26. November 1997 in den Zoo Opale umziehen. Rokan verblieb bis heute im Zoopark. Da Siamangs sehr lange leben und es nicht immer einfach ist, einen guten Platz in einer Haltung zu finden, wurde die Zucht in Erfurt eingestellt und Rokan auf Dauer mit Schnudi zusammen gehalten. Die Zucht von Siamangs wird europaweit koordiniert, um die Population gesund zu halten.
In der Natur leben die Primaten in der Regel paarweise. Die Jungtiere verlassen wenn sie alt genug sind das elterliche Revier.
Heute erfreut Schnudi mit ihrem sonnigen GemĂŒt die Herzen der Besucher und Pfleger gleichermaßen. Fast jeden Morgen lassen die beiden ihren lauten, melodiösen Gesang erschallen. An alle Siamangs – und die Erfurter am Roten Berg und der Sulzer Siedlung – die deutliche Nachricht, dass das Revier besetzt ist. Es ist eine Freude fĂŒr uns, Ihnen hiermit die Ă€lteste Siamang-Dame der Welt zu prĂ€sentieren."
Quelle:https://www.zoopark-erfurt.de/neuigkeiten/
(02.02.2023, 10:52)
cajun:   Der letzte abessinische Klippspringer in einem Zoo Europas wird 26. Der Bioparc Valencia hat dazu auf Facebook ein Video veröffentlicht.
https://m.facebook.com/BioparcValencia/videos/el-%C3%BAnico-saltarrocas-de-europa-cumple-26-a%C3%B1os-en-bioparc-valencia/615879223278446/?refid=52&_rdr
(12.09.2022, 15:44)
cajun:   Ein stolzes Alter fĂŒr eine Katze:
"Tierische Jubilarin: Salzburger Schneeleopardin Mira wird 20 Jahre alt
Stolze zwei Jahrzehnte trĂ€gt die Salzburger Schneeleopardin Mira seit heute auf ihrem „Katzenbuckel“. Davon verbrachte sie mehr als 18 Jahre im Zoo Salzburg. Geboren wurde die hochbetagte Katzendame am 23. Mai 2002 im schwedischen Tierpark Nordens Ark - "Arche des Nordens". Zur Feier des Tages bekam Mira von ihren Tierpflegern eine besonders schmackhafte Überraschung serviert. Mit der ihr eigenen Zielstrebigkeit machte sie sich umgehend ĂŒber die Geburtstags-Leckerbissen her. "Mira, die bei uns vier Mal fĂŒr Nachwuchs sorgte, brachte damals sogar eine besondere Geschichte mit, denn sie wurde seit ihrer Geburt fĂŒr ein Jahr von einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks begleitet", erinnert sich GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Sabine Grebner. Dabei entstand eine besondere Dokumentation, die wertvolle Einblicke in die Kinderstube der ebenso scheuen wie seltenen Katzenart liefert. "Auch ihr Transport sowie ihre Eingewöhnungszeit und das Kennenlernen mit ihrem 2015 verstorbenen Partner Shankar wurde dokumentiert", ergĂ€nzt Sabine Grebner. Wie fĂŒr Schneeleoparden typisch, sucht sich Mira gerne einen erhöhten Aussichtspunkt und sieht von dort aus auf das Geschehen unter ihr herab. Wenn sie sich genau am Fuße des Hellbrunner Bergs platziert, verschmilzt sie förmlich mit dem grauen Hintergrund und Besucher mĂŒssen dann schon sehr genau hinsehen, um die graue Katzeneminenz zu erblicken. Kaum zu glauben: Nicht nur die Vorliebe fĂŒr erhöhte PlĂ€tze haben Schneeleoparden mit unseren Hauskatzen gemein. Zwar gehören die schönen Tiere zu den Großkatzen, können aber im Gegensatz zu Löwen nicht brĂŒllen, dafĂŒr aber schnurren wie ein Stubentiger. Zudem spielen sie gerne und gehören zu den sogenannten AnsitzjĂ€gern."
Quelle Pressemeldung des Zoos
(03.06.2022, 14:42)
cajun:   Komisch (oder gar nicht), dass vor allem Primatengeburtstage "groß gefeiert" werden, Ich hĂ€tte auch Flamingo Ingo (71, Zoo Berlin) gratuliert!

"Von NĂŒrnberg nach Teneriffa
Gorilla "Schorsch" ist 50 Jahre alt: RĂŒckblick auf ein bewegtes Leben im Tiergarten
NĂŒrnberg - 50 Jahre ist der ehemalige NĂŒrnberger Gorilla "Schorsch" jetzt alt - fĂŒr einen Menschenaffen fast schon ein Methusalem. Grund genug, auf sein bewegtes Leben zurĂŒckzuschauen und in Erfahrung zu bringen, wie es ihm heute geht.

Am 3. MĂ€rz 1972 war es endlich so weit - der NĂŒrnberger Tiergarten konnte einen großen Erfolg vermelden: Gorilla Fritz und Gorilladame Liane hatten mĂ€nnlichen Nachwuchs bekommen. Damit war man der dritte Zoo Europas, dem eine Nachzucht gelang. Getauft wurde der kleine Racker auf den Namen "Schorsch" - in Erinnerung an einen gleichnamigen, im Jahr 1970 nach lĂ€ngerer Krankheit verstorbenen Publikumsliebling.

Doch Schorsch war rundum gesund, brachte spĂ€ter 160 Kilo auf die Waage und machte seinem Namensvetter alle Ehre - ja ĂŒbertraf ihn fast sogar noch an PopularitĂ€t bei den NĂŒrnbergerinnen und NĂŒrnbergern. Besondere Aufmerksamkeit zog er mit seinem Imponiergehabe auf sich, bei dem er sich stets auf die Brust trommelte. Allerdings war auch fĂŒr ihn der Anfang nicht leicht, da sich seine Mutter nicht wirklich fĂŒr ihn interessierte und er mit der Flasche aufgezogen werden musste.
Aber bereits 1985 durften sich Schorsch und seine Artgenossen auf ein neues Gehege freuen, das endlich ein Ende der kargen KĂ€fighaltung im Zoo am Schmausenbuck bedeutete. Der damalige Tiergartendirektor nannte es "das schlechteste Affenhaus in ganz Mitteleuropa". Dort konnte er sich dann nach Herzenslust an den neuen KlettergerĂ€ten austoben, spielen und mit seinen Pflegern Knobelaufgaben lösen. Schorsch war bekannt fĂŒr seine Pfiffigkeit: So ließ er sich von den Trainingsaufgaben leicht ablenken und machte nach einiger Zeit lieber Faxen, erwies sich letztlich aber als Ă€ußerst einfallsreich.

Ein tiefer Einschnitt
Das Jahr 1994 bedeutete fĂŒr den Junggesellen schließlich einen tiefen Einschnitt: Weil das Affenhaus ein Außengehege bekam, sollte Schorsch wegen der Bauarbeiten vorĂŒbergehend in den "Loro Parque" auf Teneriffa ziehen. Gleichzeitig versuchte man, Schorsch auf den Kanaren mit einer attraktiven Gorilladame zu verkuppeln, woran dieser aber so gar kein Interesse zeigte. Letztendlich kam Schorsch nicht zurĂŒck nach NĂŒrnberg, sondern verblieb in der warmen Sonne der Kanaren.

Die Direktorin des Loro Parque, Susanne Leitinger, berichtet, wie es Schorsch heute geht: "Zusammen mit anderen GorillamĂ€nnchen lebt er hier gemeinsam in einer Junggesellen-WG. Schorsch ist als GruppenĂ€ltester der SilberrĂŒcken, hat aber seinen eigenen Kopf und daher seinen eigenen Außenbereich, wo er sich meistens aufhĂ€lt. Leider ist er aufgrund seines hohen Alters mittlerweile fast komplett erblindet und etwas grummelig. Das tut seinem sanften Wesen und seiner Neugierde jedoch keinen Abbruch: Noch immer findet er sich bestens zurecht und schmust auch mal gerne mit seinen Pflegern, um an Streicheleinheiten oder seine Lieblingsspeisen, Fruchteis und frisches Obst und GemĂŒse, zu kommen." Na, da können die nĂ€chsten 50 Jahre ja kommen."
Quelle: https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/gorilla-schorsch-ist-50-jahre-alt-ruckblick-auf-ein-bewegtes-leben-im-tiergarten-1.11961757
(26.04.2022, 15:00)
cajun:   Ein Wiegenfeste jagt das nĂ€chste... :-)

Älteste Orang-Utan-Dame der Welt feiert Geburtstag
Orang-Utan-Dame Bella sitzt an ihrem 61. Geburtstag in ihrem Gehege im Tierpark Hagenbeck. Bella gilt als weltweit Àltester bekannter Sumatra-Orang-Utan.
"Supermama, Weltrekordhalterin und Geburtstagskind": So betitelt der Tierpark Hagenbeck in Hamburg seine Jubilarin im Affengehege. Die Orang-Utan-Dame Bella feiert ihren 61. Geburtstag und ist damit der weltweit Àlteste bekannte Sumatra-Orang-Utan.
Um den Tag zu einem besonderen zu machen, gibt es fĂŒr Bella eine Torte. Der Obstkuchen soll ihr von Pfleger Tjark RĂŒther-Sebbel ĂŒberreicht werden. Auch ein Banner im Gehege verkĂŒndete den Ehrentag der Orang-Utan-Dame.
"Die Torte besteht aus schön durchgekochtem Reis und darin sind ObststĂŒckchen versenkt. Dann mit Quark bestrichen und mit KiwistĂŒckchen verziert. Da hat unsere Futtermeisterin wirklich alles gegeben."
An ihrem Geburtstag selbst war Bella gut drauf, wie RĂŒther-Sebbel weiter sagte. "Ihr geht es heute gut. Sie ist fröhlich und auf der Außenanlagen mit allen anderen Orang-Utans." Im Tierpark leben sieben Orang-Utans zusammen.
Bella hat noch drei ZĂ€hne und macht sich fĂŒr ihr Alter wirklich gut, erklĂ€rte RĂŒther-Sebbel. "Das Aufstehen dauert bei ihr ein bisschen lĂ€nger, weil die Knochen eben alt sind. Wir versuchen, sie aus allem Stress rauszuhalten." Ihr Futter bekommt sie oft extra, damit sie sich nicht gegen die jungen Affen durchsetzen muss. Auf dem Speiseplan der Seniorin stehen oft sĂŒĂŸes Obst, gekochte Kartoffeln, gekochter Reis oder auch Grießbrei mit Haferflocken. "Damit sie noch ein bisschen extra Energie bekommt."
Bella kam im Jahr 1964 in den Tierpark Hagenbeck und gebar seitdem nicht nur sechs eigene Kinder, sondern zog zusĂ€tzlich drei Adoptivkinder auf, die von ihren MĂŒttern nicht angenommen worden waren.
Mit ihrem hohen Alter schaffte es das einst ranghöchste Orang-Utan-Weibchen ins "Guiness-Buch der Rekorde". Üblicherweise erreichen die Menschenaffen in freier Wildbahn ein Alter von maximal 50 Jahren."
Quelle: https://www.t-online.de/region/hamburg/news/id_92036992/aelteste-orang-utan-dame-der-welt-feiert-geburtstag-in-hamburg.html
(20.04.2022, 11:42)
cajun:   Na, dann happy Birthday :-) Fatou wird 65 Jahre und Flamingo Ingo ist noch Ă€lter!

"Die Àlteste Gorilla-Dame der Welt feiert im Zoo Berlin ihren 65. Geburtstag.
In Zookreisen ist Fatou schon fast so etwas wie eine lebende Legende. Nicht nur in Berlin, auch ĂŒber die Grenzen Europas hinaus hat sie eine große Fangemeinde, die sich regelmĂ€ĂŸig nach dem Befinden der Gorilla-Seniorin erkundigt. Bereits im Alter von etwa zwei Jahren kam die kleine Fatou in den Zoo Berlin. Dort feiert sie nun ihren 65. Geburtstag und gilt damit als Ă€ltester Gorilla der Welt. Auch in diesem Jahr wird ihr Geburtstag gebĂŒhrend gefeiert. Statt dicken BĂ€ssen im Club, gibt es ein gemĂŒtliches KaffeekrĂ€nzchen im Vorgarten der Gorilla-Familie - wie es sich fĂŒr eine betagte Lady gehört. Die traditionelle Geburtstagstorte durfte auch in diesem Jahr nicht fehlen: Das Geburtstagmahl ist fĂŒr die Gorilla-Seniorin immer etwas ganz Besonderes. „Der Tortenboden besteht aus Reis, fĂŒr die Dekoration haben wir Quark, GemĂŒse und Obst verwendet“, erklĂ€rt Revierleiter Christian Aust. „FĂŒr ihr außergewöhnlich hohes Alter ist Fatou eine ausgesprochen rĂŒstige alte Dame mit einem gesunden Appetit. Wir freuen uns jeden Tag, dass sie bei uns ist und hoffen, noch einige Geburtstage mit ihr feiern zu dĂŒrfen.“ Doch so viele verschiedene Obstsorten zusammen mit Reis und Quark bekommt das Leckermaul nur einmal im Jahr. Genau wie Menschen dĂŒrfen sich auch Gorillas nicht von zu vielen sĂŒĂŸen Leckereien ernĂ€hren. Obst enthĂ€lt sehr viel Fruchtzucker, deshalb steht fast ausschließlich GemĂŒse auf dem Speiseplan.

Neben diesem freudigen Anlass gibt es jedoch auch Grund zur Besorgnis: Westliche Gorillas sind in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum vom Aussterben bedroht. Die Zerstörung des Lebensraums und die Jagd haben die Gorilla-Population stark dezimiert und die Zahlen nehmen stetig weiter ab. Immer weniger Tiere bewohnen die tropischen RegenwĂ€lder Kameruns, der Zentralafrikanischen Republik, Gabuns und der Republik Kongo.

Gorillas sind mit bis zu 200 kg Körpergewicht die grĂ¶ĂŸten Affen. Trotz ihres sehr respekteinflĂ¶ĂŸenden Aussehens leben sie friedlich im engen Familienverbund zusammen und sind sehr sozial. Konflikte werden durch beeindruckendes GebrĂŒll, Gestik und Kraftdemonstration ausgetragen. Die sanften Riesen leben außerdem streng vegetarisch. Ein ausgewachsener Gorilla frisst tĂ€glich 15 bis 20 kg BlĂ€tter, GrĂ€ser, Knollen, Rinde und FrĂŒchte.

Im Zoo Berlin leben außer Gorilla-Seniorin Fatou noch SilberrĂŒcken Sango (17) sowie die Weibchen Djambala (20), Mpenzi (36) und Bibi (25) mit Töchterchen Tilla (1) – dem jĂŒngsten Mitglied der Gorillafamilie im Zoo Berlin.

Hintergrund
Fatou gilt mit ihren stolzen 65 Jahren als der Ă€lteste Gorilla der Welt. Ihr genaues Alter ist unbekannt, denn die Gorilla-Seniorin kam 1959 ErzĂ€hlungen nach durch kuriose UmstĂ€nde nach Berlin: Nachdem ein Matrose den kleinen Gorilla als Zahlungsmittel in einer Gastwirtschaft im französischen Marseille einsetzte, kam sie schließlich ĂŒber Umwege in den Zoo Berlin. Beim Zeitpunkt ihrer Ankunft wurde Fatou auf ein zartes Alter von zwei Jahren geschĂ€tzt. Seit mehr als 60 Jahren lebt die Gorilla-Dame im Zoo und gehört – wie einst Knautschke, Bulette und Co. – zu den prominentesten Bewohnern. Fatou ist jedoch nicht das Ă€lteste Tier im Zoo Berlin. Bereits 1948 kam der Flamingo mit dem passenden Namen Ingo als Jungtier in den Zoo und ist damit mittlerweile mindestens 71 Jahre alt.

Als eine der Ă€ltesten gehört Fatou zu den wenigen Tieren des Zoos, die noch aus dem natĂŒrlichen Lebensraum stammen. Mittlerweile sind fast alle Zoo- und Tierpark-Tiere in zoologischen Einrichtungen geboren worden. WĂ€hrend es in den 50er und 60er Jahren noch NormalitĂ€t war, Tiere aus ihrem natĂŒrlichen Lebensraum in einen Zoo zu bringen, funktioniert das Prinzip des Zoos als Arche heute genau umgekehrt. In einigen FĂ€llen können einst in der Natur ausgestorbene Tiere wie Wisent, Przewalskipferd und Co. mit Hilfe von Zoologischen GĂ€rten wieder in ihre natĂŒrlichen LebensrĂ€ume zurĂŒckgebracht werden. Weitere Informationen dazu: www.zoo-berlin.de/zooalsarche"
Quelle: https://www.zoo-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/fatou-wird-65-jahre
(13.04.2022, 14:57)
cajun:   Eine Meldung aus Osna zum Thema. Auch die Löwen dort werden nicht jĂŒnger, Ă€hnlich wie in Wtal:

"Auge in Auge mit einem Löwen
Löwe Amani im Zoo OsnabrĂŒck wurde vergangene Woche am Auge untersucht. Hier hatten sich in letzter Zeit immer mehr dunkle Pigmente gebildet. UnterstĂŒtzt wurden die TierĂ€rzte des Zoos von einer TierĂ€rztin mit dem Arbeitsschwerpunkt Augenheilkunde aus MĂŒnster. Anders, als zunĂ€chst befĂŒrchtet, musste am Auge jedoch nicht operiert werden. Die Blutwerte und das Verhalten des Löwen zeigen dennoch AuffĂ€lligkeiten.

Äußerlich ließ sich Löwe Amani kaum etwas anmerken, doch die aufmerksamen Tierpflegerinnen und Tierpfleger merken es schnell, wenn etwas mit ihren SchĂŒtzlingen nicht stimmt. „In der Wildnis versuchen Wildtiere immer SchwĂ€chen zu verbergen, so auch wenn sie krank werden. Da auch Tiere im Zoo Wildtiere bleiben, machen sie es hier genauso“, erklĂ€rt Andreas Wulftange, zoologische Leitung im Zoo OsnabrĂŒck. „Unsere Tierpflegerinnen und Tierpflegern haben jeden Tag Kontakt zu den Tieren und bemerken als erste, wenn sich etwas im Verhalten der Tiere Ă€ndert, das auf eine Krankheit hinweisen könnte. So etwas wird dann immer schnell an unsere TierĂ€rzte Thomas Scheibe und Jannis Göttling weitergegeben.“ So war es auch bei Löwe Amani, bei dem dunkle Pigmente im rechten Auge von den Tierpflegern entdeckt wurden. „Auch, wenn immer eine Absperrung zwischen unseren Tierpflegern und den Löwen ist, kommen sie sehr nah an die Großkatzen heran und sehen sogar Details in ihren Augen. Amani hat zwar schon sehr lange dunkle Pigmente im Auge, was nicht unbedingt ungewöhnlich ist, neu war jedoch, dass die dunklen Stellen vom Rand her zunahmen“, berichtet Wulftange. Hinzu kamen noch weitere Symptome wie gelegentliches Erbrechen, weshalb die TierĂ€rzte entschieden Amani unter Narkose genauer zu untersuchen. „Bei Großkatzen wie Löwen können wir zunĂ€chst immer nur das Verhalten beobachten, da ein direkter Kontakt zu den Tieren im Wachzustand viel zu gefĂ€hrlich ist. Die Narkose erlaubt uns ganz nah am Tier eingehende Untersuchungen durchzufĂŒhren, Blutproben zu nehmen und den Körper nach ungewöhnlichen Stellen abzutasten“, erklĂ€rt Tierarzt Thomas Scheibe.
VorlÀufige Entwarnung am Auge
FĂŒr die Untersuchung von Amanis Auge holten sich Scheibe und Göttling UnterstĂŒtzung von der MĂŒnsteraner TierĂ€rztin Dr. Antje NĂ€gele. „Augen sind aus medizinischer Perspektive ein sehr kompliziertes Fachgebiet. Es ist darum immer gut sich zusĂ€tzliche Expertise von einer Kollegin zu holen, die sich auf den Bereich spezialisiert hat“, so Scheibe. WĂ€hrend der Untersuchung nahm NĂ€gele zudem Kontakt zu einem Kollegen aus MĂŒnchen auf, um sich eine zusĂ€tzliche Fachmeinung einzuholen. GlĂŒcklicherweise erwiesen sich die Pigmente in Amanis Auge aber vorerst als unbedenklich. „Der Augendruck war normal und die Betrachtung der Pigmente hat nicht auf eine akute GesundheitsgefĂ€hrdung hingewiesen. Wir gehen davon aus, dass es sich um eine ungefĂ€hrliche Zellstörung handelt. Allerdings wird Amani weiter beobachtet, da es auch durchaus etwas Gravierenderes wie eine Krebserkrankung seien könnte.“ Eine sichere Diagnose wĂ€re nur möglich, wenn die TierĂ€rzte eine Probe vom Auge nehmen könnten, wie Scheibe erklĂ€rt. „Das ist allerdings unmöglich, ohne das Auge irreparabel zu beschĂ€digen. DafĂŒr mĂŒssten wir sogar das komplette Auge entfernen, was wir natĂŒrlich nicht möchten.“ FĂŒr die TierĂ€rzte sei dies im schlimmsten Fall jedoch eine Option. „Wenn sich bei spĂ€teren Untersuchungen herausstellen sollte, dass es sich doch um einen bösartigen Tumor handelt, könnte das Entfernen des Auges die einzige Möglichkeit sein, um das Leben von Amani zu schĂŒtzen. Wir hoffen jedoch, dass es nicht soweit kommt“, so Scheibe.
AuffÀllige Nierenwerte
WĂ€hrend die Augen zunĂ€chst nicht behandelt werden mĂŒssen, weisen die Blutergebnisse, die wĂ€hrend der Untersuchung genommen wurden, ungewöhnliche Nierenwerte auf. Scheibe vermutet hierin die Ursache fĂŒr Symptome wie das Erbrechen. „Die Niere ist bei Tieren genauso wie bei Menschen fĂŒr das Filtern von Schadstoffen in unserem Körper zustĂ€ndig, die wir zum Beispiel ganz natĂŒrlich ĂŒber die Nahrung aufnehmen. Wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten, beeinflusst das auch den allgemeinen Gesundheitszustand des Körpers“, so Scheibe. FĂŒr Wildtiere wie Löwen gibt es hierfĂŒr keine Behandlungsmöglichkeiten. „Wir mĂŒssen abwarten, wie genau sich eine verminderte Nierenleistung bei Amani auswirkt und werden ihn deshalb weiterhin genau beobachten.“ MĂ€nnliche Löwen werden im Durchschnitt 15 Jahre alt. Mit fast 14 Jahren hat Amani inzwischen also ein relativ hohes Alter erreicht, weshalb auch die gesundheitlichen Beschwerden zunehmen können. Dank der TierĂ€rzte im Zoo OsnabrĂŒck wird er aber auch in diesem Lebensabschnitt sehr gut versorgt."
Quelle:https://www.zoo-osnabrueck.de/aktuelles/news/artikel/news-title/auge-in-auge-mit-einem-loewen-463/
(11.03.2022, 12:59)
cajun:   Ähnlich wie beim Menschen leiden auch Zootiere unter Diabetes:
"Zoo La FlĂšche am Bett eines zuckerkranken Affen
In Mulhouse geboren und seit 1991 in La FlĂšche prĂ€sent, ist Yala ein weiblicher Westlicher Schwarzer Schopfgibbon. Die Art ist eingestuft als in freier Wildbahn "vom Aussterben bedroht". Bei dem 40-jĂ€hrigen Tier wurde 2021 Diabetes diagnostiziert. TierĂ€rzte und Pflegepersonal implantierten daher einen Sensor auf seinen ArmrĂŒcken, um seinen Blutzucker zu messen. "Nach 2 Wochen des Lesens konnten die Analysen keinen Effekt dieser ersten Behandlung auf Yalas Blutzucker feststellen", teilt der Zoo mit. "Nach vielen wissenschaftlichen Recherchen und Konsultationen mit Kollegen haben sich die TierĂ€rzte des Parks entschieden, eine zweite Behandlung zu testen." Daher wurde der erste Sensor entfernt und ein vollstĂ€ndiger Gesundheitscheck durchgefĂŒhrt. Nachdem ein neues Medikament injiziert wurde, wird Yalas Blutzucker auf einem BlutzuckermessgerĂ€t gemessen, indem ein Tropfen ihres Blutes aus einem ihrer Finger entnommen wird (wie bei Menschen mit Diabetes).
Quelle:https://actu.fr/pays-de-la-loire/la-fleche_72154/le-zoo-de-la-fleche-au-chevet-d-un-singe-diabetique_46487265.html
Quelle: Zoopresseschau
(30.11.2021, 14:50)
Patrick Marburger:   Danke fĂŒr den Link!

Hatte nicht viel Zeit (also alle Angaben ohne GewÀhr) dennoch der Versuch einer kurzen Zusammenfassung:
58 Arten wurden ĂŒberprĂŒft (Tabelle im Anhang der Original-Studie), 10 (17%) davon sind in Zoos kurzlebiger. Diese Arten sind: Elch; Gabelbock; Alpensteinbock; Reh; Weißschulter Kapuziner; Diademmeerkatze; (Rothirsch); Damhirsch; Flinkwallaby und Schimpanse. Alle anderen Arten leben im Zoo lĂ€nger, unter anderem alle Raubtiere.

(09.11.2016, 19:36)
Oskar Schwitters:   Welch Überraschung, zumindest fĂŒr die Tierrechtler:
www.zoodirektoren.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=5823:das-leben-in-der-wildbahn-ist-kein-paradies-zootiere-leben-laenger&Itemid=150
(09.11.2016, 19:09)
Jennifer Weilguni:   @Mulan
Mir wĂŒrde es generell auf den Keks gehen, getötet zu werden :-) Aber Scherz beiseite. Wirklich schade, dass der Zoo Berlin in seinem neuen Haus keine HyĂ€nen mehr mit einplanen will. Da hatte ich wohl wirklich noch regelrechtes GlĂŒck, die legendĂ€re Patze noch sehen zu dĂŒrfen.

(26.12.2006, 18:15)
steffi:   soweit ich weiß haben der Tierpark Berlin und der Tierpark MĂŒnchen TĂŒpfelhyĂ€nen ausgetauscht. Berlin hatte ja zwei MĂ€nnchen und MĂŒnchen zwei Weibchen. Das jetzige Berliner Paar vertrĂ€gt sich recht gut und hat auch schon gezĂŒchtet aber leider noch nicht erfolgreich aufziehen können. Von MĂŒnchen weiß ich nur das sich die Tiere nicht vertragen haben und keine Tauschmöglichkeit mehr bestanden hat und sie daher abgegeben wurden.
(26.12.2006, 18:14)
Mulan:   @Jennifer Weilguni. Soweit mir bekannt ist, wird es im Zoo Berlin keine HyĂ€nen mehr geben. Das Raubtierhaus soll ja in den nĂ€chsten Jahren komplett umgebaut werden und nur noch einige wenige Katzenarten aufnehmen. HyĂ€nen sind da , auch wegen der Tierparkhaltung , nicht mehr vorgesehen. Kasuare sind ĂŒble Zeitgenossen, ich wurde in Frankfurt und Berlin schon mehrfach von Kasuaren durch den Zaun attakiert , da betet man , das der Zaun hĂ€lt.....In einem Us-Zoo ist vor ca. 2-3 Jahren ein Tierpfleger-Azubi von einem Kasuar getötet worden. Er hatte zuerst das Gehege der harmlosen Emus gesĂ€ubert und wollte fleißig sein, und hatte ohne den Auftrag bekommen zu haben, das Kasuar-Gehege gleich mitgemacht, wenigstens hatte er es versucht.In Neuguinea kommt es immer wieder zu tödlichen UnfĂ€llen , weil die Touristen zu blöd sind, die Warnschilder zu beachten. Wenn man sich das vorstellt, von einem VOGEL ! getötet zu werden. Das wĂŒrde mir auf den Keks gehen. MĂŒnchen hat die HyĂ€nenhaltung aufgegeben , weil man der Meinung war, das Gehege sei fĂŒr die HyĂ€nenhaltung nicht geeignet.Jetzt leben wieder Afrik. Wildhunde darin, weil es fĂŒr die anscheinend besser geeignet ist, Muah,Muah. Nur weiß ich nicht, was aus den drei HyĂ€nen geworden ist. Die beiden Weibchen waren sogar WildfĂ€nge aus SĂŒdafrika.
(26.12.2006, 17:39)
Jennifer Weilguni:   Naja, wenn ich mir gerade einen Rothalskasuar vorstelle, dann kann ich schon verstehen, warum der zeilweise Ă€hnlich gefĂ€hrlich eingestuft wird, wie ein Elefantenbulle. Ein gezielter Tritt und die Eingeweide lernen zu fliegen *schluck*. Darum werden die netten Vögelchen ja unter Ă€hnlichen Sicherheitsbestimmungen wie etwa Großkatzen gehalten.
(26.12.2006, 17:27)
Carsten:   Paßt zwar nicht ganz hier hin, aber weil wir es hier vor kurzem mal mit der Arbeitssicherheit hatten, hier noch ein interessanter Link zu einer zustĂ€ndigen BG:

http://www.unfallkassesachsen.de/fileadmin/uks/download/IP2006_3.PDF

Ist recht lesenswert, z. B. die GefÀhrlichkeitseinstufung von Tieren, wo Elefantenbullen auf einer Stufe mit Kasuaren (in AusnahmefÀllen) stehen.
(26.12.2006, 16:20)
Jennifer Weilguni:   Warum MĂŒnchen die HyĂ€nenhaltung ĂŒberhaupt ganz aufgegeben hat, habe ich ohnehin nicht ganz verstanden. WĂ€re schön, wenn wir bald auch dort wieder welche zu sehen bekĂ€men. Kann es sein, dass der Zoo Berlin keine neuen HyĂ€nen mehr will, weil die im Tierpark schon in drei Arten vetreten sind..? Andererseits gibt es ja einige Tiere, die in biden Einrichtungen vorkommen.
(26.12.2006, 15:56)
Mulan:   @Oliver Jahn. Kopf Hoch, ich bin ĂŒberzeugt , das es in Zukunft weitere HyĂ€nenhalter in Deutschland geben wird, denn wenn Leipzig und Aschersleben munter weiterzĂŒchten. Ich glaube, MĂŒnchen möchte auch wieder TĂŒpfelhyĂ€nen haben. Und ich habe auch nicht mehr daran geglaubt, das es jemals noch einen deutschen Zoo gibt, der wieder mit Gnus anfĂ€ngt, und was ist dieses Jahr passiert ? Die HyĂ€ne Patze hatte ĂŒbrigens einen großen Fanclub innerhalb des Raubtierhaus-Clans.
(26.12.2006, 07:17)
Shensi-Takin:   (Seufz) Offenbar wird man meinen letzgenannten Satz missverstehen-trotz deutlichem ";)". Dennoch: ;)(Schmunzel)
Mir hat ebenfalls manch ein "harmloses" Tier nachdrĂŒcklich die etwas unfreundlichere Seite seines Wesens offenbart. Dennoch besteht ein gewisser Unterschied zw. dem Schaden(bzw. der Möglichkeit, dass ersterer eintritt), den ein Graumull"bulle";)bzw. Goldie anrichten kann, im Vergleich zu der von einer ungehaltenen HyĂ€ne verursachten Misere. Solange aber die HyĂ€ne sich nicht derart verhĂ€lt-ja, dann kann man sie wohl als nett bezeichnen-ebenso wie Beutelteufel & Vielfraße...;)
Was die Nettigkeit von Menschen angeht: im Sinne der Feiertage nehme ich natĂŒrlich nur das Beste von meinen Artgenossen an...;) In diesem Sinne einen schönen Abend.
(25.12.2006, 22:34)
Michael Mettler:   Wie sieht es denn jetzt ĂŒberhaupt mit dem Altbestand des Berliner Raubtierhauses aus, da gab es doch auch einige Katzen sehr fortgeschrittenen Alters? Denn es soll doch irgendwann demnĂ€chst ein Umbau anstehen, was ja gleichbedeutend mit einem Umzug wĂ€re?
(25.12.2006, 20:56)
Oliver Jahn:   Das stimmt mich aber auch etwas traurig. Patze war meine meistfotografierte HyĂ€ne. Und sie konnte beim Schlafen so herrlich die Augen mit der Pfote zudecken. Sie war sehr schmusesĂŒchtig und wenn der Pfleger ihr den Hals kraulte, dann stand sie da am Gitter und rĂŒhrte sich keinen Millimeter weg. Sie war eine Tierpersönlichkeit. Schade, mit ihr geht auch eine sehr lange Tradition der HyĂ€nenhaltung im Zoo Berlin zu Ende. So weit zu lesen war, werden auch keine neuen HyĂ€nen mehr kommen. Und wieder ein HyĂ€nenhalter in Deutschland weniger. :-( Bloß gut, dass der Tierpark da so besonders auch auf HyĂ€nen Wert legt.
(25.12.2006, 20:13)
Jennifer Weilguni:   Also ich hatte ja das GlĂŒck, diese betagte HyĂ€ne bei meinem Berlinbesuch dieses Jahr zu sehen.. und JA, sie war nett. Also irgendwie hatte sie mit ihrem schrulligen Aussehen und den tiefbraunen Augen echt was symphatisches, möchte wirklich gerne mal wissen, wer HyĂ€nen hĂ€sslich findet ? Pekinesen, Chinesische Schopfhunde und Extremperserkatzen finde ich hĂ€sslich.. aber doch nicht HyĂ€nen:-) Wenn man die "Nettigkeit" eines Wesens darauf beschrĂ€nkt, was es einem antun könnte, dann dĂŒrfte man sicherlich auch keinen Menschen auf dieser Welt als nett betitelt, denn zu was Menschen fĂ€hig sind, das liest man tĂ€glich in der Zeitung...
(25.12.2006, 19:13)
Frankfurter:   Das kann ich bestĂ€tigen. Wir hatten frĂŒher im Grizmekhaus Graumulle. Durch einen Fehler meinerseits , ich bemerkte nicht , das der Graumull-Bulle in Musth war , betrat ich leichtsinnigerweise die Anlage in beisein des Bullen, der , und das konnte ich nicht sehen , wie eine tollwĂŒtige Rakete aus dem Boden unter mir schoß und mir so krĂ€ftig in den Fuß biß ( ich hatte die Arbeitssicherheitsbestimmungen auf Gröbste verletzt , in dem ich keine Sicherheitsschuhe trug ), das ich fast den kleinen Zeh verloren hĂ€tte, undenkbar, ein Mann mit nur einem kleinem Zeh ist doch kein Mann. Ich erlitt einen pysischen Schock und mußte das Revier verlassen und arbeite nun in der Insektenzucht. Noch heute bekomme ich traumatische RĂŒckfĂ€lle , wenn ich nur einen MaulwurfshĂŒgel sehe.....Nie wieder Graumulle. Scherz beiseite. In ewta ist das richtig , in den 30 Jahren , die ich nun in der Tierpflege arbeite , habe ich tatsĂ€chlich einige unangenehme Begegnungen mit ungefĂ€hrlichern Arten gehabt, darunter Vari , Faultier , HĂ€ngebauchschwein , AmeisenbĂ€r , Capybara , Nandu und RiesenkĂ€nguruh um nur einige wenige zu nennen.
(25.12.2006, 19:10)
Jamie:   >>BTW: Als "nett" wĂŒrde ich ein Tier, dass mir mĂŒhelos Finger abbeißen oder den SchĂ€del zertrĂŒmmern kann, nicht unbedingt vorbehaltlos bezeichnen...;)<<

Könnte mein Mann auch und den lieb ich sogar ;-))))

(25.12.2006, 18:59)
Michael Mettler:   Solange es das nur KÖNNTE, aber nicht TUT, ist das Tier doch nett :-) Zum Finger-Abbeißen reicht schließlich auch ein Golden Retriever und zum SchĂ€del-ZertrĂŒmmern ein ausfeuerndes Shetlandpony. Irgendein Zoomensch hat doch mal sinngemĂ€ĂŸ gesagt, die schlimmsten Verletzungen werden genau von den Tieren verursacht, von denen man sie am wenigsten erwartet....
(25.12.2006, 18:55)
Shensi-Takin:   Ich glaube(bzw. hoffe), dass nicht jede "Frauen-Vereinigung" als Grundgedanken feministische Bestrebungen mit Endziel Matriachat in sich trĂ€gt...Im ĂŒbrigen: genannte weibliche Dominanz ist mW nicht bei allen Hyaenidae, sondern nur bei der TĂŒpfelhyĂ€ne ausgeprĂ€gt. Sollten Feministinnen indes mit dem Gedanken eines Logo-Tieres spielen, böten sich "attraktivere" Arten wie Bonobo, Katta oder Kampfwachtel(*gg*) an...

Was "HĂ€ĂŸlichkeit" angeht: trotz aller Liebe zum Tier gibt es Arten, die selbst ein Liebhaber kaum als schön bezeichnen kann. WĂ€hrend sich nahezu alle Menschen darauf einigen können, dass z.B. ein(gesunder) Tiger ein schönes Tier ist, ist dies bei einem Nacktmull, einer Schnappschildkröte oder einem Großmaulwels eher seltenst der Fall.
Insofern ist das(zugegebenermaßen mitunter recht subjektive) Attribut "hĂ€sslich" zur Beschreibung der Ă€ußeren Tiergestalt durchaus verstĂ€ndlich. Nur Menschen als "hĂ€sslich" zu bezeichnen, erhebt Tiere auf einen elaborierten, kĂŒnstlichen Status, der nicht so ganz mit der Wirklichkeit kohĂ€rent geht. Siehe auch:
http://www.billingsgazette.com/rednews/2005/11/23/build/nation/images/85-sam-dog.jpg

BTW: Als "nett" wĂŒrde ich ein Tier, dass mir mĂŒhelos Finger abbeißen oder den SchĂ€del zertrĂŒmmern kann, nicht unbedingt vorbehaltlos bezeichnen...;)
(25.12.2006, 18:45)
Marco:   natĂŒrlich AM InnenkĂ€fig, nicht "IM"...
(25.12.2006, 18:43)
Marco:   Ich spreche natĂŒrlich fĂŒr Otto-Normal-Zoobesucher ;-)
An die Berliner HyĂ€ne kam man ja im InnenkĂ€fig sehr nah heran - auf zartbeseitete Stadtmenschen wirkte sie sichererlich nicht wie ein sĂŒĂŸes HĂŒndchen... ;-) Ich finde HyĂ€nen super!
(25.12.2006, 18:41)
Mulan:   Finde ich auch. Und HyĂ€nen mĂŒĂŸten eigentlich das Logo-Tier einer jeden Frauen-Vereinigung sein, denn MĂ€nner haben ja bekanntlich bei den HyĂ€nen absolut nichts zu melden, dafĂŒr sind die Damen aber unglaublich liebevolle MĂŒtter, im Unterschied zu einigen Menschen.Mal abgesehen davon, es gibt keine hĂ€ĂŸlichen Tiere, nur hĂ€ĂŸliche Menschen. Wer sagt, HyĂ€nen seien hĂ€ĂŸlich, sollte mal in den Spiegel sehen.
(25.12.2006, 17:57)
Jamie:   Ich krieg grad den bösen Blick.
Wer hat eigentlich das GErĂŒcht erfunden, daß HyĂ€nen hĂ€ĂŸlich sind?

HÄSSLICHES MONSTER... *Nackenhaareaufstell*

Die sind soooo nett.

Gruß Jamie
(25.12.2006, 17:37)
Marco:   Ach je... auch wenn's "nur" eine einzelne HyĂ€ne war - sie ist sicher eines der Tiere, die besonders im GedĂ€chtnis der Menschen bleiben (wenn vielleicht auch nur als hĂ€ssliches Monster im EinzelkĂ€fig).
(25.12.2006, 12:40)
Manuel Malchin:   Die handzahme TĂŒpfelhyĂ€ne Patze geb. 27.3.87 im Zoo Berlin , wurde vorgestern altersbedingt eingeschlĂ€fert.

(25.12.2006, 07:33)
michl:   Vilja ist nicht nur der Ă€lteste Elefant Deutschlands, sondern laut EEG auch Europas
(24.12.2006, 12:32)
Jennifer Weilguni:   Also so mies uns eng finde ich die Anlage in der Wilhelma nun auch wieder nicht, unsere vier Damen haben SchubberbĂ€ume, SandflĂ€chen und ein Badebecken, zudem auch SchattenplĂ€tze. NatĂŒrlich ist die Stuttgarter Anlage nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ, aber sie immer nur schlecht zu machen ?? Da haben es unsere Hippos schon weitaus schlechter, bei denen besteht meiner Ansicht nach dringenderer handlungsbedarf, zumal ich wie unten schon erwĂ€hnt Bedenken habe, ob sich Pama, Molly, Zella und Vilja so einfach an eine neue Anlage, sprich neue Umgebung gewöhnen werden. Und die GelenkschĂ€den kommen bei Vilja wohl hauptsĂ€chlich vom hohen Alter, wie ja schon festgestellt wurde, handelt es sich bei ihr ( Jahrgang 1949!!!) um den Ă€ltesten Elefanten in Deutschland und dass es auch bei unseren Menschengreisen, oder auch bei alten Haustieren nicht unbedingt zum bsten mit dem Bewegungsapperat bestellt ist liegt ja auch auf der Hand.
(23.12.2006, 18:38)
Jonny:   @ Saya.Miese enge Anlage ? Okay. Trotzdem haben die Elefanten in Stuttgart mehr Bewegung als die Elefanten bei Hagenbeck, die den ganzen Tag nur am Graben stehen dĂŒrfen ,damit die teuer Eintritt bezahlenden Kunden auch ja die Elefanten fĂŒttern können. Dagegen dĂŒrfen sich die Elefanten in Stuttgart ganztĂ€gig auf ihrer Anlage bewegen und werden jeden Morgen vor Öffnungszeit der Wilhelma durch den Park gefĂŒhrt. Klar, die Hagenbeck-Elefanten-Anlage ist grĂ¶ĂŸer, aber was nutzt es den Tieren,wenn sie diese nicht benutzen dĂŒrfen ?
(23.12.2006, 18:22)
Saya:   Ich gehe davon aus, dass die Elefanten in Köln im alten Haus jeden Tag geduscht und abgeschrubbt wurden, fĂŒr Hautpflege sollte gesorgt gewesen sein. Und warum soll ein Elefant zum Altwerden ein Badebecken brauchen? An schlechter Haut stirbt ein Elefant nicht. Zum WohlfĂŒhlen braucht es sicher ein Badebecken, aber das ist ja nun was anderes. Im ĂŒbrigen lebt der derzeit Ă€lteste Elefant Deutschlands, Vilja in Stuttgart, auch schon sein ganzes Leben in einer miesen engen Anlage (wenn auch mit Badebecken), und ist trotzdem sehr alt geworden. Die GesundheitsschĂ€den (starke GelenkschĂ€den und Fußprobleme) sind allerdings auch unĂŒbersehbar.

An der Theorie, dass vor allem nicht vermittelbare Tiere und solche, deren Anlagen man grad nicht braucht, der Öffentlichkeit als "zu alt zum umziehen" verkauft werden, könnte was dran sein!
(23.12.2006, 13:24)
IP66:   Die alten Inderinnen haben den Graben wohl schon lange nicht mehr benutzt, das letzte Exemplar hatte schon lĂ€nger MĂŒhe mit der kleinen Steigung der Anlage zum Haus hin. Ich finde es aber doch interessant, daß Elefanten auch ohne Badebecken sehr alt werden können.
(23.12.2006, 11:48)
Marco:   Keinerlei Bademöglichkeit? In den Graben hinein gab es doch Stufen? Ich meine auch Pretti mal im Graben gesehen zu haben.
Und "gute Gehege" sind, wie das Beispiel zeigt, nicht immer zwingend erforderlich, um alt zu werden.
(21.12.2006, 23:01)
IP66:   So viel ich weiß, ist die alte indische Elefantin in Wuppertal euthanasiert worden, um sie aufgrund eines Tuberkuloseverdachtes zu autopsieren. Es ist recht auffĂ€llig, daß die letzte Inderin in Köln sehr alt geworden ist, obgleich die Bedingungen im historischen Elefantenhaus serh ausgeprĂ€gt historisch waren - so gab es fĂŒr die Tiere keinerlei Bademöglichkeit und bis in die 80er Jahre hinein Anlagen, die kaum gerĂ€umiger waren als die Außengehege der alten berliner Elefantenpagode.
(21.12.2006, 19:55)
Marco:   @Michael Mettler: Nein, soweit sind wir noch nicht, dass Tiertransportschiffe auf Grund laufen... Köln zukĂŒnftig wird vielleicht etwas "veramerikanisiert" werden, aber zum VergnĂŒgungspark wird's nicht ;-)
Der Malaien- / BrillenbĂ€r-Plan gilt fĂŒr die alten Anlagen. Wenn ich den Masterplan richtig im Kopf habe, beinhaltet er noch eine BĂ€renanlage, welche sich bis ĂŒber die heutige Gepardenanlage erstreckt. Die Art, die gehalten soll, weiß ich nicht mehr, ich rechne mal ganz kĂŒhn mit MalaienbĂ€ren.
KragenbÀr Fridolin hÀtte normalerweise in der Tat noch an die 20 Jahre zu leben. Ob das mit seiner Krankheit funktioniert, muss man abwarten.

An Deiner Folgerung, es seien meist Unvermittelbare oder nicht Bedrohte, die ihr Rentnerdasein im Gehege verleben dĂŒrfen, könnte etwas dran sein.
(21.12.2006, 19:43)
Michael Mettler:   @Marco: Der Groschen brauchte bei mir etwas lĂ€nger, um zu fallen. Du schriebst unten, dass die BĂ€renanlagen spĂ€ter von Malaien- und BrillenbĂ€ren bewohnt werden sollen. Laut Masterplan soll doch diese Zooseite "Eurasien" werden und SĂŒdamerika auf der jetzigen ZooflĂ€che keinen Platz mehr finden - wie vertrĂ€gt sich denn das mit der Haltung von BrillenbĂ€ren? Da soll doch wohl nicht etwa "ein Tiertransportschiff aus SĂŒdamerika auf Grund laufen"...? :-)
(21.12.2006, 16:26)
Jennifer Weilguni:   @Michael
Ja, da könnte was dran sein. Den Heidelberger Gedanken, dort "ausgediente" Elefanten unterzubringen finde ich ĂŒbrigens absolut klasse, ein Altersruhesitz fĂŒr graue Riesen, ohne mal nur drauf zu schielen, das somit keine niedlichen, publikumswirksamen Babyelefanten vorhanden sein werden. Und meine Namensvetterin scheint sich ja mit Ilona angefreundet zu haben und hat sich wohl auch recht gut eingelebt. Bleibt nur zu hoffen, dass nun auch bald das neue Haus in Angriff genommen wird und evtl. noch mehr alte Elefantenrentnerinnen dort einen schönen Lebensabend verbringen können.
(21.12.2006, 16:07)
Michael Mettler:   @Carsten: Die alte Wuppertaler Asiatin Siwa ist einige Zeit nach dem Umzug gestorben, die wesentlich jĂŒngere Afrikanerin Wankie entwickelte sich spĂ€ter zu einem "Problemelefanten" fĂŒr die Pfleger und wurde abgegeben (Belgien?).

@Marco: Falls KragenbĂ€ren so alt werden können wie BraunbĂ€ren, dann mĂŒsste Fridolin also vielleicht noch zwanzig bis dreißig Jahre allein bleiben.... Da fĂ€llt mir ein: War es nicht auch der Kölner Zoo, der seine letzte EisbĂ€rin in sehr fortgeschrittenem Alter nach Frankreich (?) umgesiedelt hat, wo das Tier nach einem langen Leben auf Beton erstmals Naturboden unter die FĂŒĂŸe bekam (oder verwechsele ich das mit MĂŒnster)? Auch die Kölner Breitmaulnashörner waren bei ihrem Umzug nicht mehr taufrisch, von den Gelsenkirchener Flusspferden mal ganz zu schweigen (Rosl ist 48!). FĂŒr die Nashörner kann ich es nicht sagen, aber die EisbĂ€rin und die Hippos dĂŒrften sich durch ihre UmzĂŒge gewaltig "verbessert" haben, da war es das Transportrisiko eindeutig wert.

AllmĂ€hlich keimt in mir der Verdacht, dass vor allem solche Zootiere ihr Rentnerdasein "in der gewohnten Umgebung verbringen dĂŒrfen", die a) nicht vermittelbar sind (z.B. BraunbĂ€ren), b) kein Gehege bewohnen, das fĂŒr ein Zuchtprogramm benötigt wird und/oder c) deren Gehege eines Tages umgebaut werden soll, wofĂŒr aber ohnehin gerade kein Geld da ist.

(21.12.2006, 09:28)
Jennifer Weilguni:   Die beiden Hodenhagener Löwen Menelaos und Twiggy scheinen sich ĂŒbrigens in Karlsruhe auch recht wohl zu fĂŒhlen, obwohl die Anlage ja eigentlich nicht mehr ganz zeitgemĂ€ĂŸ ist. In diesem Falle hat der Kater das Rudel ja in einem Alter verlassen, indem er auch in der freien Wildbahn sicher nicht mehr die Kraft gehabt hĂ€tte, eines zu fĂŒhren. So konnte ein jĂŒngerer Rudelchef nachziehen und Menelaos geniesst seinen Lebensabend mit seiner GefĂ€hrtin fernab vom Stress mit den Jungspunden und den Verpflichtungen eines großen Rudels gegenĂŒber.
(21.12.2006, 07:50)
Marco:   Wobei die Epilepsie nicht der Grund fĂŒr sein Single-Dasein ist, denn bis vor etwa einem Jahr hatte er eine Partnerin, die unerwartet frĂŒh gestorben ist. Eine neue Partnerin wĂŒrde man ihm, wenn man den Aussagen der EntscheidungstrĂ€ger glauben darf, u.a. vor diesem Hintergrund aber nicht mehr zugesellen.
(21.12.2006, 07:30)
Sven P. Peter:   @Michael: Der KragenbĂ€r Fridolin in Köln hat Epilepsie. Daher lebt er alleine. FĂŒr den fall dass er doch nochmal eine Partnerin bekommt, wurde er kastriert.
(20.12.2006, 23:07)
Marco:   Savani hat ja nach der Ankunft der ersten E-Park-Elefanten noch 4 Monate gelebt, eine VerhaltensĂ€nderung hat man nicht bemerkt (obwohl sie die "Neuen" mit Sicherheit bemerkt hat). Körperlich war sie allerdings schon auf dem absteigenden Ast. Auch zum Planungsbeginn war jedoch nie geplant, die Tiere aus dem alten Elefantenhaus in den E-Park zu bringen.
FĂŒr Pretti wĂ€re es ĂŒbrigens die Hölle gewesen, weiter alleine in der Anlage leben zu mĂŒssen, die sie seit 35 Jahren kannte. Sie ist definitiv ein Beispiel fĂŒr ein "altes Tier", dem man mit dem Umzug geholfen hat (auch wenn sie in Frankreich bisher nicht 100%ig glĂŒcklich geworden ist).
(20.12.2006, 22:16)
Carsten:   In Wuppertal wurde die beiden alten Elefanten bei Fertigstellung des neuen Hauses umgesetzt, war damals ein etwas kurioser Anblick, die relativ kleinen Afrikaner und die indische, schon teilweise weiße Oma. Was aus den beiden Alttieren geworden ist, weiß ich leider nicht.
(20.12.2006, 22:15)
Mulan:   In MĂŒnchen wurde ein alter, aber noch fitter und gesunder Afrik. Wildhund eingeschhlĂ€fert,weil die Anlage fĂŒr die neu angeschafften TĂŒpfelhyĂ€nen benötigt wurde. Soviel zum Thema Gnadenbrot.
(20.12.2006, 20:01)
Frank-Walter BĂŒschner:   Mensch, wie ich meine hektische Schreibweise hasse -.- Es sollte 2004 und sich heißen, Pardon
(20.12.2006, 19:55)
Frank-Walter BĂŒschner:   Übrigens, wenn Savani noch gelebt hĂ€tte, hĂ€tte ich glaube den Versuch gewagt sie in den Elefanten Park zu intigrieren, aber leider hat sie sihc ja 2044 verabschiedet
(20.12.2006, 19:53)
Michael Mettler:   Stimmt, das war der Bulle Hlambamans. Interessant bei ihm war, dass er auf der Außenanlage am Elefantenhaus (wo jetzt die Alpakas leben) stereotypisch seine Runde drehte, so dass eine fast kreisrunde Laufspur tief in den Gehegesand getreten war. Als man den Bullen (in hohem Alter, soviel zu UmzĂŒgen) dann doch noch fĂŒr seinen Lebensabend in die Ă€ußere Anlage des Nashornhauses umsetzte (ich habe ihn dort noch gesehen), hatte sein "Kreis-Lauf-Problem" kurioserweise ein Ende, die Stereotypie verschwand wieder. So kann ein Seniorenumzug doch noch was Gutes haben.
(20.12.2006, 19:45)
Werner Weyler:   Ein betagtes Breitmaulnshorn lebte 1995 alleine im Elefantenhaus ( siehe ZoofĂŒhrer aus dem Jahr ) des Berliner Zoo. Der Partner war gestorben und eine Umsiedlung in den Tiergarten wurde von den Zoologen abgelehnt. In Friedrichsfelde wĂ€ren Platz und Artgenossen gewesen, aber man schĂ€tzte den Umzug als zu stressig fĂŒr das Tier ein. Ich meine, dass dies ein Bulle war, der bis zu seinem Ende auf der nördlichen Außenanlage dort seine Runden drehte.
(20.12.2006, 18:06)
Marco:   @Michael Mettler: Ja, ist richtig. So alt ist er noch garnicht (ich glaube 13 oder 14). Kragen- und GrizzlybĂ€ren sollen nicht ersetzt werden, wenn sie mal aussterben. Die vier Anlagen sollen dann Malaien- und BrillenbĂ€ren bewohnen.
(20.12.2006, 18:01)
Michael Mettler:   @IP66: Interpretiere ich die Kölner Soap richtig, dass dort auch nur noch ein einzelner (mĂ€nnlicher) KragenbĂ€r lebt?
(20.12.2006, 17:03)
IP66:   Ich finde das kölner Panda-Beispiel bezeichnend: Das neue Paar vertrug sich nicht, ein Partner verließ das Gehege, wurde wohl mittels Wasserschlauch vom Baum gespritzt und wieder ins Gehege gesetzt - und Juntiere gab es bis jetzt noch keine. Sicherlich ist es immer schwierig, eine Großanlage mit einem womöglich vergreist aussehenden Tier zu besetzen, daß dort schon immer war. Aber ĂŒberalterte Tiere sind ein Ergebnis guter Pflege, sie gehören dazu und sie können recht gut eine Art prĂ€sentieren, die sonst nicht mehr vertreten ist oder, wie mancher Elefant, eine Anlage besetzen, die man sonst nicht mehr besetzen möchte. Da liegt freilich auch ein Problem: Die derzeitigen Anlagenmoden wechseln schneller ihre Bewohner, und es lebt mancher Menschenaffe, der seinen dritten Um- oder Neubau erlebt. Schöner finde ich Lösungen, bei denen, wie bei der Orang-Gruppe in Krefeld, recht alte Tiere mit jĂŒngeren vergesellschaftet werden - in diesem Fall kam sogar ein Jungtier dabei heraus. Bei Elefanten ist es Ă€hnlich, "natĂŒrlich" gewachsene Herden funktionieren besser als die Zwangsvereinigung Ă€lterer Tiere, wie man sie in Köln praktiziert. Bei Raubtieren wie Leoparden oder BĂ€ren ist gegen Einzelhaltung ja ohnedies nichts einzuwenden - in Köln lebte der letzte BrillenbĂ€r - eine ziemlich fellose Jammergestalt - auch einige Jahre allein und bekam kurz vor seinem Tod sogar ein großes Gehegeschild. Ein Zoo, der nur aus Prachtexemplaren in Idealgruppen besteht, ist wohl auch eine ziemlich sterile Angelegenheit.
(20.12.2006, 16:38)
Michael Mettler:   Dass der Einzelfall entscheiden sollte, sehe ich auch so. Und da ist der letzte hannoversche BraunbĂ€r sogar ein passendes Beispiel: Diese alte BĂ€rin soll nach dem Tod ihrer letzten Gehegegenossin (einer EisbĂ€rin) noch mal richtig aufgelebt sein. Offensichtlich haben die beiden zwar ĂŒber 30 Jahre zusammen die Anlage bewohnt, hatten aber unter ihren Mitbewohnern andere Favoriten als ausgerechnet das Tier, was ihnen zum Schluss als Partner ĂŒbrig blieb....

@Marco: TĂ€usch dich nicht in Sachen Mensch. Einigen - wenn nicht gar vielen - Senioren fehlt jegliches VerstĂ€ndnis fĂŒr ihre "Verpflanzung", denn es bedeutet fĂŒr sie auch einen Verlust eigener Lebensgestaltung und somit eine Art EntmĂŒndigung. Das "verstehen" viele Betroffene eben nicht, auch wenn es fĂŒr manche von ihnen (z.B. PflegebedĂŒrftige) objektiv betrachtet eine bessere Lösung zu sein scheint. Sie verstehen zwar, was mit ihnen geschieht, aber das heißt noch lange nicht, dass sie es gut heißen.
(20.12.2006, 13:57)
Jennifer Weilguni:   @Michael
Ja stimmt, zu Beginn lebten in der BÀrenanlage 5 BÀrenarten, wenn ich mich nich irre. Heute haben wir ja "nur" noch Syrer, BrillenbÀren und die EisbÀren.
Das mit den alten Menschen ist ĂŒbrigens völlig richtig, allerdings hĂ€ngt es da ja eben auch oft vom Einzelfall ab. Manche alte Menschen ( meine Oma eingeschlossen) ziehen das Alleinsein einem Umzug vor, oftmals lĂ€sst man den Rentnern ja aber auch keien Wahl, bzw hat keine vor allem wenn es um pflegebedĂŒrftige Menschen geht. Vor allem fĂŒr Stammbesucher dĂŒrfte es eine EnttĂ€uschung sein, wenn alteingesessene KoriphĂ€en den Zoo verlassen (mĂŒssen).
(20.12.2006, 13:29)
Marco:   ...ĂŒbrigens wĂŒrde mich interessieren, wie viele Zoobetreiber ĂŒber alte, nicht mehr "produktive" Tiere fluchen, da sie nur noch Geld kosten und Platz wegnehmen. Dies mag fĂŒr besondere "Charaktere" wie das letzte Walroß oder frĂŒher Ferdi & Yogi nicht zutreffen, aber was soll man beispielsweise mit einem letzten BraunbĂ€ren? Hier wĂ€re manch einem Zoo sicher die Abschiebung in andere Haltungen (oder ins Jenseits?) bedeutend bequemer...
(20.12.2006, 13:05)
Marco:   Ich wĂŒrde auch sagen, dass es unabhĂ€ngig von der Tierart vom Einzelfall abhĂ€ngen sollte. Ein uraltes Tier, welches (rein statistisch) nur noch kurz zu leben hat, empfindet es doch vielleicht als das kleinere Übel, alleine zu sein, als einen stressigen Transport, stressige neue Umgebung und evtl. stressige neue Artgenossen erfahren zu mĂŒssen.
Hat das Tier aber noch eine lĂ€ngere Perspektive (wie Weißwal Ferdinand, Elefantenkuh Pretti / Artaida....), sollte man den Umzug wagen. Bei Artaida dĂŒrfte jedoch eher der Umbau des Ruhrzoo ausschlaggebend gewesen sein, nehme ich an, denn sonst wĂŒrde man sie nicht zu einer uralten Artgenossin stellen, die inzwischen tot ist (und Artaida somit wieder allein).
Der Kölner Panda im Raubtierhaus sitzt dort schon seit Jahren. Wie lange er zuvor in der Anlage war, weiß ich nicht, er musste jedoch dem EEP zuliebe Platz machen. In seinem Greisenalter ist ihm eine ĂŒbersichtliche Anlage wie die jetzige aber sicher auch zutrĂ€glicher als die vorherige große Anlage.
Zum "alten Baum", den man nicht verpflanzen soll: Ich denke, hier gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Tier und Mensch. Der Mensch versteht (bei aller Trauer ĂŒber die VerĂ€nderung), was mit ihm geschieht. Das Tier kann es jedoch in aller Regel nicht verstehen. Dies macht den Umzug alter Tiere in meinen Augen problematischer. Die Stuttgarter Elefanten beispielsweise wĂŒrde ich schön in ihrem Haus stehen lassen und nach dem Kölner Modell eine zweite Gruppe in der zukĂŒnfitgen neuen Anlage aufmachen. Vilja lebt ohnehin nicht mehr lange und die anderen drei sind lĂ€ngst nicht mehr zuchtfĂ€hig. Sollen sie doch ihr letztes Jahrzehnt in Ruhe verbringen.
(20.12.2006, 13:01)
Frank-Walter BĂŒschner:   Upps, am Ende sollte noch ein "nicht" zwischen bitte und quer
(20.12.2006, 12:32)
Frank-Walter BĂŒschner:   Ich bin da wirklich geteilter Meinung, und muss Saya recht geben, denn es ist in der Tat eine Einzelfallentscheidung. Um Ferdi & Yogi mal aufzugreifen, fande ich die Entscheidung vom Duisburger Zoo eine richtige. Wie man sieht, hat Ferdi ja doch noch einen Lebensabend mit Artgenossen. Tja leider ist zwar Yogi kurz nach der Ankunft gestorben, aber der versuch war es doch alle mal Wert. Auf der anderen Seite denke ich auch immer an das Speichwort: Einen alten Baum verpflanzt man nicht mehr...Wie gesagt es ist wirklich eine Einzelfallentscheidung, und man kann da so Pauschal nix sagen. Allerdings finde ich das man wenn man schon alte Zootiere woanders hin bringt (aus welchen grund auch immer) dann aber bitte quer um Welt, ich denke das sollte dann schon in Deutschland, oder zumindest Europa sein...
(20.12.2006, 12:30)
Saya:   Ich denke das ist jeweils eine Einzelfallentscheidung, bei der es auf viel mehr als das Alter ankommt. Gesundheitszustand und Charakter des Tieres sind vielleicht sogar wichtiger als das Alter. Wennn das Tier noch ganz gut drauf ist wĂŒrde ich im Zweifelsfall das Risiko eher eingehen, anstatt ein sozial lebendes Tier jahrelang allein zu halten.
(20.12.2006, 11:42)
Carsten:   Der letzte Weißwal und der letzte Yacobita in Duisburg sind auch, als Ă€lteste ihrer Arten meines Wissen, noch umgezogen.
(20.12.2006, 11:32)
Michael Mettler:   Und dann ist mir eben noch ein prominenter "Senior" eingefallen: Der letzte Frankfurter Schimpanse Toto, der lange allein saß und dann doch noch in hohem Alter zu Artgenossen umziehen durfte - oder musste, wenn man das Argument mit den alten BĂ€umen anwenden wĂŒrde. Ich finde aber schon, dass man in solchen FĂ€llen das Risiko eines Transportes eingehen sollte.

Eigentlich merkwĂŒrdig: Wir leben in einer Gesellschaft, in der tĂ€glich alte Menschen "entwurzelt" werden, aber mit einem Zootier darf man das nicht tun?
(20.12.2006, 09:14)
Michael Mettler:   Die Wilhelma-Elefanten sind ja immerhin noch zu viert, das wird noch eine Weile dauern, bis das Quartett auf eine Kuh geschrumpft ist. Aber in Karlsruhe oder NĂŒrnberg bliebe dann ein Einzeltier ĂŒbrig. Wenn man dem eine neue LebensgefĂ€hrtin holt (wie nach Heidelberg), dann ist ja DIE der "alte, verpflanzte Baum" - eine trifft es also in jedem Fall. Es sei denn, man lĂ€sst das letzte Tier allein - wie die Gelsenkirchener Elefantin Artaida oder die Amsterdamer Flusspferdkuh Tanja. Aber ist das dann noch art- bzw. tiergerecht? Ein Hirsch wĂŒrde wohl in einem solchen Fall schlichtweg die Spritze bekommen. Und bei einem Papageien oder Rabenvogel - beides bekanntlich sehr intelligente Tiere - wĂŒrde man sich wahrscheinlich wenig Gedanken machen, sondern ihn ohne viel Federlesens in eine andere Voliere umsetzen.

In der Wilhelma wurden doch die alten BÀren aus den Zwingern auch noch in die Freianlagen umgesetzt, in ein Nebengehege der Syrischen BraunbÀren. Wie hat sich denn das danach weiter entwickelt?
(19.12.2006, 16:03)
Jennifer Weilguni:   Über diese Thematik habe ich mir auch schon öfters Gedanken gemacht. Von manchen Rentnern, wie etwa der Berliner BĂ€rin "Mausi" weiss man ja, dass sie ihren Altersruhesitz hinter den Kulissen hat. Ob ein Betriebshof eine artgerechte Unterkunft fĂŒr eine BĂ€rin darstellen kann hĂ€ngt wohl wirklich vom Einzelfall ab.
Dem Augsburger Nashorn merkt man seine Trauer um den Partner ja richtiggehend an, aber vieleicht sehe ich das auch zu sentimental und das Tier wirkt nur aufgrund seines Alters so aphatisch ?! WĂ€re wohl auf jeden Fall schwer, hier einen passenden neuen Partner dazu zu finden. Was mir aber wirklich Gedanken macht ist der alte Spruch von den BĂ€umen, die man nicht verpflanzen soll. Bei aller Vorfreude auf die neue Elefantenanlage der Wilhelma, die ja doch mehr oder weniger in Sicht ist, frage ich mich, wie das wohl fĂŒr unsere vier alten Damen sein wird..? Ob unmodern oder nicht, immerhin haben sie in ihrer jetzigen Behausung einen großen Teil ihres Lebens verbracht und gerade bei so intelligenten Tieren drĂ€ngt sich dann die Frage auf, ob sie wirklich Freude an einer neuen Anlage hĂ€tten und sei sie noch so groß und zeitgemĂ€ĂŸ, oder ob sie lieber ihr gewohntes Umfeld behalten wĂŒrden.
(19.12.2006, 11:30)
Michael Mettler:   Dieses Thema flackert in diversen Threads immer mal wieder auf und ist es m.E. wert, mal ganz fĂŒr sich zu stehen: Ist es fĂŒr alte Zootiere zumutbar, noch einmal in eine andere Anlage / einen anderen Zoo umzuziehen, oder sollten sie bis ans Ende ihrer Tage in der gewohnten Umgebung bleiben? Was tun, wenn vom einem alten Paar ein Tier stirbt - soll man dann auch den Angehörigen einer sozialen Tierart den Rest seines Lebens (der oft noch etliche Jahre lang ist) wirklich allein lassen, nur um ihn nicht mehr umsetzen zu mĂŒssen? Dieses Thema hatten wir mehrfach bei den Elefanten, neuerdings auch bei den Kronberger Giraffen, und aktuell betroffen ist z.B. auch das letzte Augsburger Breitmaulnashorn. Tiere wie das letzte Walross und der letzte BraunbĂ€r in Hannover sollen nicht mehr umgesetzt werden (also auch nicht nach "Yukon Bay"), sondern in ihrer alten Anlage das Gnadenbrot bekommen - wobei fĂŒr mich spannend ist, ob man in Hannover eines Tages von diesem Grundsatz abweichen wird, wenn "Yukon Bay" fertig ist und die alte Robben-/Pinguinanlage nur noch fĂŒr das Walross erhalten bleiben mĂŒsste...

Andererseits sah ich gerade in der Kölner Zoo-Soap, dass ein alter Kleiner Panda seine "Rente" nunmehr in den Reserve- und QuarantĂ€nekĂ€figen des Kölner Raubtierhauses verbringen muss statt auf seiner vorherigen Freianlage - denn es ist ein neues MĂ€nnchen da, und die Zucht muss ja weiter gehen... Das riecht mir ein wenig danach, dass bei Tierarten in Zuchtprogrammen anders gewertet wird als bei BraunbĂ€r, Walross und (nicht mehr zuchtfĂ€higer) Elefantenkuh. Einem alten KleinbĂ€ren kann man also den Umzug noch zumuten, einem alten GroßbĂ€ren nicht? HĂ€ngt das davon ab, ob man das Tier betĂ€uben mĂŒsste (was vielleicht ein Risiko darstellt) oder nicht?
(19.12.2006, 09:59)

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