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Raubkatzen-Anlagen



cajun:   Der Zoo ZĂŒrich kĂŒndigt seinen innovativen Neubau der Großkatzenanlagen an. Als Tierart werden die mongolischen Wölfe dem Umbau weichen mĂŒssen.

"Neues fĂŒr die Grosskatzen
Aus vier mach eins mach vier: Anstelle der heutigen Anlagen von Schneeleopard, Tiger, Wolf und Löwe entsteht «Panterra» – eine Grosskatzenanlage mit Rotationssystem. Wie das funktioniert, was es den Tieren bringt und wie die Anlage ungefĂ€hr aussehen wird, zeigen und beschreiben wir hier.
Im Zoo ZĂŒrich fahren bald die Bagger auf: Ab Juli 2023 starten wir mit den Bauarbeiten fĂŒr «Panterra». Panterra entsteht im Rahmen unseres Entwicklungsplans 2050 und ist ein Lebensraum fĂŒr verschiedene Grosskatzenarten.
Der Name Panterra ist eine Wortkombination aus Panthera – dem Gattungsnamen der Eigentlichen Grosskatzen – und Terra, dem lateinischen Wort fĂŒr Erde.
Das Besondere: Die Grosskatzen nutzen die neue Anlage – nach Arten getrennt – gemeinsam. Will heissen: die Amurtiger, die Asiatischen Löwen und die Schneeleoparden bleiben zwar artlich unter sich. Dank eines Rotationssystems können sie im Wechsel aber alle vier Bereiche Panterras nutzen.
Die Eröffnung von Panterra ist per FrĂŒhjahr 2025 vorgesehen.
Bauzeit ohne Katzen
Seine jetzigen Grosskatzen gibt der Zoo vor Baubeginn in andere Zoos ab, in Absprache mit den Koordinator*innen der EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramme fĂŒr die jeweiligen Arten. WĂ€hrend die Asiatischen Löwen, die Amurtiger und die Schneeleoparden zur Eröffnung in den Zoo zurĂŒckkehren, ist der Abschied von den Mongolischen Wölfen definitiv. Der Zoo gibt die Haltung dieser Tiere auf.
In Panterra werden die Grosskatzen im Wechsel vier verschiedene LebensrĂ€ume nutzen. FĂŒr die Tiere ist dies eine spannende Anreicherung, die fĂŒr Abwechslung sorgt. Denn mit jedem Wechsel vom einen in den nĂ€chsten Bereich warten wieder neue GerĂŒche und Spuren der VorgĂ€nger auf die «Nachmieter». ErgĂ€nzend dazu fördern Jagdsimulationen das natĂŒrliche Verhalten der Tiere.
«Catwalk» ĂŒber den Köpfen
Die einzelnen Anlagenteile sind mit BrĂŒcken verbunden. Diese fĂŒhren ĂŒber den Besucherweg. Besucher*innen, die gerade den Zeitpunkt eines Anlagenwechsels erwischen, erhalten dabei eine ganz neue und ungewohnte Sicht auf die Grosskatzen.
Auch fĂŒr die Kleinen Pandas, die in der gleichen Zooregion zuhause sind, bringt die geplante Anlage neue Vorteile. Die KatzenbĂ€ren erhalten durch eine ÜberfĂŒhrung Zugang zu BĂ€umen in Panterra und können so ihren Bewegungsradius erweitern.
Grosskatzen sind nicht das einzige Thema Panterras. Im heutigen Löwenhaus erstellt der Zoo eine begehbare Insektenanlage mit bedrohten Insekten- und Spinnenarten. Die Zoobesucher*innen können dort Tiere wie etwas Stabschrecken aus nÀchster NÀhe erleben.
Mit dem Insektenhaus will der Zoo seine GĂ€ste fĂŒr das Thema des Insektensterbens sensibilisieren. Insekten nehmen in vielen Ökosystemen eine wichtige Rolle als Pflanzen-BestĂ€uber ein. Allerdings geht es den kleinen Tieren nicht gut: Viele Insektenarten sind heute bedroht. Ihre Vielfalt nimmt ab und es ist ein eigentliches Insektensterben in Gange.
In der Natur gefÀhrdet
Allen bisherigen und kĂŒnftigen Bewohnern von Panterra ist eines gemeinsam: Sie gelten in der Natur als bedroht.
Vom Asiatischen Löwen und vom Amurtiger (beide Arten im Status «EN» (stark gefÀhrdet) auf der Roten Liste der Welt-Naturschutzunion IUCN) gibt es in der Wildnis nur noch einige wenige hundert Tiere. Beim Schneeleoparden («VU», gefÀhrdet) sind es noch gegen 3000. Umso wichtiger sind stabile, gesunde Reservepopulation dieser Arten in Zoos.
Der Zoo ZĂŒrich ist bereits Teil der EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramme fĂŒr Amurtiger, Asiatischer Löwe, Schneeleopard und Kleiner Panda. KĂŒnftig wird er sich auch an Zuchtprogrammen zur Erhaltung bedrohter Insektenarten beteiligen."
Quelle:https://www.zoo.ch/de/zoonews/neues-fuer-die-grosskatzen

(15.03.2023, 10:57)
cajun:   Leeuwarden plant fĂŒr sibirische Tiger:
"AquaZoo Leeuwarden bereitet sich auf die Ankunft von zwei Amurtigern vor. Die Baugenehmigung fĂŒr die neue Anlage wurde von der Gemeinde erteilt. Der Zoo rechnet mit dem Baubeginn nach den Sommerferien und hofft, bis Ende dieses Jahres neue Bewohner begrĂŒĂŸen zu können. Die Amurtiger werden im östlichen Teil des Zoos eine großzĂŒgige Anlage haben, mit verschiedenen Pflanzenarten, Höhenunterschieden und natĂŒrlich viel Wasser. Der Koordinator des europĂ€ischen Zuchtprogramms fĂŒr Amurtiger wird noch in diesem Jahr bestimmen, welche beiden Tiere nach Friesland reisen. Mit der Ankunft dieser Tierart geht ein Wunsch von General Manager Jeroen Loomeijer in ErfĂŒllung. Im neuen Bereich wird der Besucher zum Becken des Amurs gefĂŒhrt, eines der grĂ¶ĂŸten FlĂŒsse der Welt, der im sĂŒdlichsten Teil Sibiriens, an der Grenze zwischen Russland und China, fließt. Dabei lernen sie die typischen Merkmale dieser Art und ihren Lebensraum sowie die Bedrohungen in Form von Wilderei und Lebensraumverkleinerung kennen. Außerdem wird erzĂ€hlt, was Hilfsorganisationen wie WCS Russia und die Besucher selbst tun können, um die Situation fĂŒr dieses Tier in freier Wildbahn zu verbessern.
Quelle: https://www.aquazoo.nl/nieuws/tijgers-op-komst/
Übersetzung: Zoopresseschau
(28.06.2021, 11:44)
Klaus SchĂŒling:   Hier der Link zu ca. 50 Seiten aus dem Buch von Philipp Goldschmidt:

http://www.tiergarten.com/download/Goldschmidt%20Leseprobe.pdf
(20.10.2011, 10:51)
Klaus SchĂŒling:   Aktuelle Neuerscheinung zum Thema "Zooarchitektur"
Wir haben die Doktorarbeit von Philipp Goldschmidt zur Entwicklung der RaubtierhÀuser in deutschen Zoos verlegt.
Sehr detailliert - sehr interessant - aber sicher eher etwas fĂŒr Spezialisten ...
siehe unser "Buch des Monats" November
(19.10.2011, 12:45)
Sven P. Peter:   Die Wölfe können schon seit Jahren einmal die Woche die Tigeranlage mitnutzen, wenn die Tiger abgesperrt sind. Somit haben die Tiere viel abwechlsung durch neue GerĂŒche etc. Das selbe ist nun auch fĂŒr die Löwenanlage angelegt worden. Eine vorbildliche Idee wie ich finde.
(28.10.2006, 16:32)
Bernhard:   ich war diese Woche in ZĂŒrich und in meinen (zoobesucher/laien)Augen ist die dortige neue Löwenanlage ein positves Beispiel fĂŒr eine neugestaltete Raubkatzenanlage. Ein großes, abwechslungsreiches gestaltestes Außengehege (noch nicht fĂŒr die Löwen zugĂ€nglich da die Bepflanzung noch Zeit zur Festigung bekommen soll). Nach einiger Zeit wird die Bepflanzung an der RĂŒckseite auch so dicht sein, dass die Anlage nicht mehr von allen vier Seiten einsehbar sein wird. Die Innenanlage hat auch Naturboden (Sand, Erde, Kies) und LiegeflĂ€chen aus Felsen, dazu ein kleines Wasserbecken. Weiter gibt es noch ein Außen-Absperrgehege. Interessant ist, dass fĂŒr die Wölfe ein Laufgang bis zu der neuen Löwenanlage gebaut wurde. DarĂŒber habe ich bisher noch nie was gelesen.
Die Kurzkrallenotter (bekanntlich sollen sie mit den Löwen vergesellschaftetet werden - wird sicher interessant werden, ob sie auch den Speiseplan der Löwen anreichern werden wie die von den BĂ€umen geschĂŒttelten Sittichen g*) haben ein separates großen Außengehege, von dem ein Zugang ĂŒber den Wassergraben zur Löwenanlage besteht. Bisher sind sie aber noch nicht da.
Ansonsten sind neben einer umfangreichen Ausstellung ĂŒber die Bedrohung der Löwen und die kulturgeschichtliche Beziehung zw. Löwen und Menschen, "nur" noch Manule im Raubtierhaus vorhanden.
Wann wurden den die Nebelparter abgegeben? oder sind sie gestorben? 2003 habe ich jedenfalls einen noch gesehen.
(28.10.2006, 15:36)
Michael Mettler:   @Matthias: Pennen - und wahrscheinlich nach Eukalyptus stinken :-) Nee, im Ernst: Hatte ich auch schon im Wachzustand. Und ich habe nicht behauptet, dass ich die Wombats in Hannover immer AKTIV sehe - aber ich sehe wenigstens immer einen, notfalls schlafend.

Der Gag bei der Leipziger "Tigersichtung" im Mai war allerdings, dass mir mein Mitfahrer aus Hannover noch kurz vor dem Gehege gesagt hat "ich bin heute mindestens das sechste Mal hier und habe noch NIE einen Tiger in der Taiga gesehen"....

Es gab schon den Kalauer "der Tiger ist eine Tierart, die im Leipziger Zoo nicht vor-kommt"!
(24.10.2006, 10:39)
Matthias:   GIbts ja nicht! Du siehst bei jedem Hannover-Besuch die Wombats aktiv und in Leipzig aktive Tiger. Was machen eigentlich die Koalas wenn du in Duisburg bist? ;-)
(24.10.2006, 10:22)
Michael Mettler:   @Matthias: Darauf habe ich nicht geachtet. Ich war bei meinem Besuch im Mai nach den vorher gehörten Stories ja schon begeistert, EINEN Tiger im Schaubereich zu sehen, und den sogar noch schwimmend... :-)
(23.10.2006, 18:58)
Sven P. Peter:   Ja es sollte auch 2 Tiger dort geben, die keine aversion gegen Freianlagen haben. Einmal Mischa, der aus Hagenbeck kommt, und sein Sohn Tomak (?). Die restliche Tigerbande ist eben die Tigerfarm gewöhnt und mag die hinteren KĂ€fige wohl daher lieber. Das selbe Problem hat ĂŒbrigens auch der Zoo in Edinburgh mit seinen Tigern.
(23.10.2006, 17:44)
Matthias:   Natuerlich nicht. :-)
habe auch schon Tiger in den Schauanlagen gesehen. Waren denn die Schieber zun den Absperranlagen offen?
(23.10.2006, 15:59)
Michael Mettler:   Um zum eigentlichen Thema zurĂŒck zu kommen: Ich habe gestern in der Leipziger Tiger-Taiga entgegen allen darĂŒber kursierenden Geschichten tatsĂ€chlich in BEIDEN Schaugehegen gleichzeitig je einen (wachen!) Tiger gesehen. Habe ich damit jetzt einen Sonderpreis fĂŒr ein einmaliges Erlebnis gewonnen? :-)
(23.10.2006, 15:54)
Jennifer Weilguni:   @Andreas Hartung
So gesehen hast Du natĂŒrlich recht, das ist wirklich doppelt gemoppelt, wobei ich mit dem Begriff KoalabĂ€r so oder so nie ganz einverstanden war :-) Sieht zwar aus wie ein Teddy aber unter einem BĂ€ren stell ich mir dann doch was anderes vor, wĂ€hrend der Haifisch ja zumindest mal ein Fisch ist ..
(23.10.2006, 13:25)
Andreas Hartung:   Weiß ich natĂŒrlich, wollte damit ja auch nur andeuten, dass diese Namen ĂŒberflĂŒssigerweise aus zwei Namensbestandteilen bestehen, obwohl der eine davon bereits aussagekrĂ€ftig genug ist ;-)
(23.10.2006, 10:13)
Sacha Beuth:   @Andreas Hartung: Uiiih, das mit dem KoalaBAER war jetzt aber wirklich kein gutes Beispiel von "doppelt gemoppelt"
(23.10.2006, 09:41)
Andreas Hartung:   @Jennifer: Klar, diese Begriffe haben sich eingebĂŒrgert. Raubtier und Raubvogel benutze ich ja auch, aber die Raubkatze empfinde ich als unnötig, da "doppelt gemoppelt" und Katze schon selbsterklĂ€rend ist. Ist so Ă€hnlich wie mit Haifisch und KoalabĂ€r.
(22.10.2006, 20:35)
Stefan:   Rostkatzen wĂ€ren doch sicher auch etwas fĂŒr den Kleinkatzen-Spezialisten Wuppertal. Hier werden zumindest im alten Raubtierhaus auch demnĂ€chst PlĂ€tze frei, wenn Löwe und Tiger ihr neues Domizil beziehen. Übrigens: Ich war Ende Juli in Rotterdam. Dort gab es seinerzeit auch Rostkatzennachwuchs.
(22.10.2006, 19:22)
Johannes Pfleiderer:   @Mulan
Danke fĂŒr die Infos. Dass die Zucht erst wieder seit dem Import lĂ€uft, wusste ich dank der stĂ€ndigen Berichterstattung ĂŒber TierbestandsverĂ€nderungen in den ZGF-Mitteilungen. Umso bedauerlicher, dass sich keine Abnehmer fĂŒr die Rostkatzen finden. Aber dass die Zuchttiere in der BĂ€renburg gehalten werden wusste ich nicht. Was geschieht dann mit denen wĂ€hrend (nach) dem geplanten Umbau der BĂ€renanlagen? Oder sind die Zuchtgehege nicht von den UmbauplĂ€nen betroffen?
(22.10.2006, 18:32)
Jennifer Weilguni:   Habe in diesem Forum jetzt schon des öfteren Kritik an der Löwenanlage des Magdeburger Zoos rausgelesen. Was genau ist denn an ihr nicht in Ordnung, ich weiss ja, als Laie ĂŒbersieht man vieles, aber so direkt ist mir da bei meinem Besuch im SpĂ€tsommer nichts "bitterböses" aufgefallen. Oder habe ich nicht gut genug hingesehen ??
@Andreas Hartung
So richtig korrekt finde ich die Begriffe "Raubkatze", "Raubtier" odere auch "Raubvogel" auch nicht, das hört sich so nach Diebstahl an. Politisch korrekter wĂ€re es da schon einfach nur Katzen, oder eben Groß- bzw Kleinkatzen zu sagen. Abr mir rutscht auch öfter mal das Wort "Raubtier" raus, ohne dass ich den Tieren damit kriminelle Absichten unterstellen will. Das ist ja Ă€hnlich wie mit dem "bösen" Wort ZoowĂ€rter, den WĂ€rter hat ja auch immer so einen Hauch von Knast um sich und den Tierpflegern will ja eigentlich auch keiner unterstellen, dass ihre SchĂŒtzlinge GefĂ€ngnissinsassen oder gar StrĂ€flinge sind. Manche Begriffe haben sich eben so im alltĂ€glichen Sprachgebrauch eingebĂŒrgert.
(21.10.2006, 18:02)
Mulan:   @Johannes Pfleiderer
1. Die beiden Rostkatzen im Katzendschungel sind sehr alt und nicht mehr zuchtfĂ€hig. Im Katzendschungel wurden bisher immer nur nicht mehr zĂŒchtende Rostkatzen gehalten.
2. FrĂŒher wurden die Rostkatzen im Grizmekhaus gehalten und gezĂŒchtet, dort aber auch seit Jahren nicht mehr. Die Rostkatzenzucht lĂ€uft hinter den Kulissen in der BĂ€renburg. Die Zucht lag ein paar Jahre brach und lĂ€uft erst wieder, seit eine Wildfangkatze aus Sri Lanka da ist. Derzeit 20 Tiere hinter den Kulissen, die Zucht muß gebremst werden, weil Niemand Rostkatzen haben möchte.
(20.10.2006, 06:29)
Mel:   Richtig die besten Anlagen sind wirklich die, in denen man nach bedarf trennen und wieder zusammenfĂŒhren kann ohne das die tiere optisch oder akkustisch getrennt sind,dies betrifft sowohl Innenwie außenanlagen, jedoch sollte mann auch die anzahl an Freigehegen ohne Besuchereinsicht nicht außer acht lassen, diese sind meist leider viel zu unterdimensioniert. Wie in fast allen Gehegeplanungen gibt es hier zwei wichtige Punkte GehegegrĂ¶ĂŸe und Strukturierung. Wenn ein tier sich hauptsĂ€chlich in Nebenanlagen, bei freier wahlmöglichkeit, aufhĂ€lt statt in der Hauptanlage, liegt es meist an der Strukturierung. Allgemein werden heut zu Tage zu wenig Ruhe bzw. RĂŒckzugsmöglichkeiten in Schaugehegen geboten. So das die Tiere nicht wirklich die Möglichkeit haben sich der Observation durch den Besucher zeitlich zu entziehen.
(19.10.2006, 23:18)
IP66:   Mir scheinen die besten Raubtierinnenanlagen jene zu sein, die man nach Bedarf trennen und wieder zusammenschalten kann - hier dĂŒrften Berlin, Stuttgart und Wuppertal glĂŒcklicheren Lösungen gefunden haben als Duisburg und - neuerdings - Gelsenkirchen. So kann man getrennt fĂŒttern, wenn das nötig ist, Absperrungen verbannen ein Tier nicht gleich in einen ReservekĂ€fig. Wichtig sind freilich auch einige uneinsehbare KĂ€fige, die in den genannten HĂ€usern wohl etwas grĂ¶ĂŸer sein können. Vorteilhaft scheint bei Nebelpardern eine gewisse Höhe zu sein, die duisburger Tiere klettern in dem SchmalseitenkĂ€fig gerne sehr hoch. Vielleicht wĂŒrden sie auch den AußenkĂ€fig stĂ€rker nutzen, wenn er einen erhöhten Sitzplatz bieten wĂŒrde - jedenfalls klettert das wuppertaler Tier trotz hohen Alters gerne auf einen solchen. Es wurde ja schon hĂ€ufig diskutiert, wie "natĂŒrlich" die Anlagen hannoveraner oder gelsenkirchener Typs sind. Die Standpunkte dĂŒrften bei den Raubkatzen die schon diskutierten sein. Mir scheint es gerade mit Blick auf die gelsenkirchener Löwenanlage freilich nĂŒtzlich, darauf hinzuweisen, daß die aufwendigen Felskulissen Geld und Platz kosten, die man, zumindest, wenn man ĂŒber dergleichen nicht im Überfluß verfĂŒgt, vielleicht doch in die GrĂ¶ĂŸe der Tierunkterkunft investieren sollte. Duisburgs Raubtierhaus ist eigentlich atypisch fĂŒr die Bauten der Gewalt-Ära, die ja entweder sehr provisorisch waren oder mit allergrĂ¶ĂŸtem Anspruch auftraten und dann auch meist innovativ ausfielen. Mir scheint es eine Reaktion auf die Kritik an den Betongalerien nach stuttgarter oder wuppertaler Muster zu reagieren: Heimischer niederrheinischer Backstein, allerlei Giebelchen, keine durchgehenden Fronten und KĂ€figreihen im Innenraum und eine neue NĂ€he zum Tier durch das Schieben der LöwenkĂ€fige in den Besucherraum hinein. Ich kenne eigentlich keinen vergleichbaren Bau dieses Typs.
(19.10.2006, 19:53)
zoofreund:   Um noch einmal auf die Duisburger Raubkatzenhaltung sprechen zu kommen, im Raubtierhaus befinden sich "nur" noch 2 Nebelparder dies sind beide "jĂŒngere" zuchtfĂ€hige Tiere, die alten Tiere sind verstorben. Das alte Leopardengehege steht momentan noch leer, eventuell versucht man an weitere Nebelparder zu kommen, was sicherlich nicht so einfach ist. Eine andere Option die im GesprĂ€ch steht ist diese fĂŒr Karakale zu nutzen. In der alten Nebelparderzuchtstation sind jetzt neben Roten Varis auch schon ein Schwarz-Weiße Vari eingezogen, weitere sollen folgen.
(19.10.2006, 19:02)
Johannes Pfleiderer:   Ich stimme th.oma.s bezĂŒglich der Naturimitationen voll zu - den Tieren wird es egal sein, ob eine Gehegewand aus Kunstfels, Beton oder Kacheln besteht. In dieser Hinsicht gefĂ€llt mir der Frankfurter Katzendschungel insgesamt recht gut (wie gesagt abgesehen von der FlĂ€che und Aufteilung der Nebelparderanlage). Es wurde kein Geld fĂŒr riesige FelswĂ€nde aus Kunstfels verschwendet, dafĂŒr sind die Anlagen reichhaltig und naturnah eingerichtet. Nicht umsonst klappt die Rostkatzenzucht seit dem Umzug so gut.
(19.10.2006, 18:25)
th.oma.s:   @ralf wagner:ich unterstelle mal die naturimitationen in bĂ€ren- oder großkatzenaußenanlagen haben in erster linie etwas mit den anforderungen der besucher an die tierhaltung zu tun...
in bezug auf leipzig spricht wohl eher viel dafĂŒr, dass sich die tiger hinter den kulissen sehr wohl fĂŒhlen...
(19.10.2006, 12:45)
Zoosammler:   Dass gerade die (einsehbaren) Außenanlagen "naturnah" gestaltet werden, zeigt doch, dass es nicht auf in erster Linie beim Bau auf die BedĂŒrfnisse der Tiere ankommt, nicht umgekehrt. Ich denke die Zoos hĂ€tten kein Problem damit, auch die Außenanlagen wie in einer "Tigerfarm" zu gestalten, dann aber wĂŒrden die Besucher wegbleiben.
(19.10.2006, 10:34)
Matthias:   Zur Tiger-Taiga in Leipzig kann ich nur sagen, dass die hinteren Absperrkaefige fuer die Tiere um einiges besser, weil interesanter sind.
Dort koennen sie die Umgebung viel besser beobachten und der Geraeuschpegel vom Wasserfall faellt auch weg. Darum sind die Tiger ja auch meist in den hinteren Kaefigen, wenn man ihnen die Wahl laesst.
(19.10.2006, 10:30)
Ralf Wagner:   Also ich finde, daß sehr viele neu gebaute Katzen(und auch BĂ€ren-)anlagen "schöne" Außenanlagen haben, aber die hinteren AbsperrkĂ€fige oder Innengehege eigentlich noch genauso "schlecht" sind wie frĂŒher, weiße oder graue BetonwĂ€nde(z.T noch mit Fließen!), wenig Struktur und Abwechslung und steril muß es sein :( trifft sicher auch auf viele andere Tiergruppen zu). Nur als Beispiel: Leipzig Löwensavanne, obwohl da noch das einsehbare, sehr kleine Innengehege etwas "natĂŒrlich" gestaltet wurde, aber sicher nur fĂŒr den Besucher! was so ein bißchen Farbe schon ausmacht ;), die anderen Boxen/KĂ€fige sehen Ă€hnlich aus wie im Neuen Raubtierhaus in den 80er Jahren; oder die Tigertaiga, vorn TOP, hinten FLOP, Ă€hnliche KĂ€fige wie in Tigerfarm! Was ist Eure Meinung, mit Kunstfels und Baumstamm, NatĂŒrlicher Farbgestaltung der Gehegebegrenzung und Bodenstruktur( z.T. mit Naturboden) und wo`s möglich ist, Bepflanzung, usw... lĂ€ĂŸt sich doch auch ein RĂŒckzugs- oder Hintergehege fĂŒr die Tiere etwas angenehmer gestalten! Oder ist es Denen egal? Kann ich mir nicht vorstellen, sonst wĂŒrden die Zoos ja nicht so naturnah gestaltete Außenanlagen bauen! FĂŒr wĂ€rmebedĂŒrftige Katzen(Tierarten) sollten Innenanlagen teilweise(!) einsehbar fĂŒr Besucher sein, dann ist auch ein Winter/Schlechtwetterbesuch reizvoller als ohne! Meine Meinung. VG Ralf
(19.10.2006, 01:44)
Sven P. Peter:   Das Löwenrudel in Duisburg sollte 1,3 Tiere umfassen (Eltern mit 2 nachzuchten), die sonst immer gemeinsam auf der Anlage sind. Da der innenberich nur 2 Boxen + Mutterbox hat, mĂŒssen immer 2 Löwen zusammen in einer gefĂŒttert werden. Der Kater ist sterelisiert.
Die beiden anderen Anlage im Ruabtierhaus (Beutegreiferhaus) sind mit Nebelpardern besetzt. In der Leopardenanlage ein junges MĂ€nnchen meine ich und in der anderen 2 alte Tiere.
In der Nebelparderzuchtanlage sind auf der einen Seite WitwenpfeipfgĂ€nse, in der anderen Varis. Die Aussenanlage hier sind recht groß, doch die InnenstĂ€lle wohl nicht, vieleicht daher ein Grund der umnutzung.
(19.10.2006, 00:34)
Carsten:   Die Löwenfreianlage in Duisburg war am Anfang fĂŒr Wechselschicht konzipiert, am Tage waren dort die Löwen und nachts konnte die HyĂ€nen auf diese Anlage, tagsĂŒber stand den HyĂ€nen ein nicht einsehbarer Innenbereich und das jetzige Schleichkatzengehege zur VerfĂŒgung.
(18.10.2006, 23:44)
Carsten:   UrsprĂŒnglich gab es in Duisburg noch eine weitere Anlage fĂŒr die Nebelparder, die deutlich schöner ist als die im Raubtierhaus. Bei meinem letzten Besuch waren dort jedoch Varis untergebracht. Gibt Duisburg die Nebelparderhaltung evtl. auf, so wie die Leoparden, welche frĂŒher in dem jetzt leeren Gehegen im Raubtierhaus lebten?
(18.10.2006, 23:40)
Andreas Hartung:   Mich wĂŒrden mal eure Bewertungen der Duisburger Katzenhaltung interessieren. Über die Löwenaußenanlage kann ich nichts schlechtes sagen, darauf sah ich Anfang des Monats ein PĂ€rchen, jedoch war eine Löwin im InnenkĂ€fig abgesperrt und zeigte Stereotypien. Ist das ein Dauerzustand wegen UnvertrĂ€glichkeit, oder können normalerweise beide Löwinnen auf die Außenanlage?
Die Nebelparderanlage ist ja recht klein, an dem Außengehege störte mich jedoch vor allem, dass es bis auf wenige tote BaumstĂ€mme zu wenig strukturiert und sehr kahl ist, und das fĂŒr einen Baumbewohner!
Die andere kleine Anlage gegenĂŒber der Löwen ist immer noch unbesetzt, weiß jemand, was dafĂŒr vorgesehen ist?

Ganz andere Frage, ohne spitzfindig werden zu wollen: Was haltet ihr eigentlich von dem Begriff "Raubkatzen" - sind nicht alle Katzen Raubtiere...? Selbst dieser Begriff ist ja nicht ganz unumstritten, so mancher sĂ€he ihn (berechtigterweise) gern durch das Wort "Beutegreifer" ersetzt (wenngleich sich das nicht durchsetzen wird), denn der Begriff "Raub" suggeriert schließlich etwas UnrechtmĂ€ĂŸiges - da sollte die Menschheit angesichts ihres eigenen riesigen Fleischkonsums doch eigentlich ganz ruhig sein. Muß man also Katzen dann auch noch unbedingt als "Raubkatzen" bezeichnen?
(18.10.2006, 23:22)
Sven P. Peter:   Also erstens steht der Stall fĂŒr die Löwen immer offen (nur wenn sich Pfleger nĂ€hern verschwindet der Kater Rajesh sofort aus diesem) und zweitens sind Löwen ja sowieso Wetterfeste Katzen. In Arnheim haben sie meine ich sogar gar keinen Stall, sondern nur "HundehĂŒtten".
(18.10.2006, 23:04)
Mel:   Na ob das nun als positiv bei den jetzigen WitterungsverhĂ€ltnissen gedeutet werden kann möchte ich bezweifeln
(18.10.2006, 23:01)
Sven P. Peter:   Um noch auf Michaels Amends Kommentar aus dem ZOO NEWS Threads zu antworten. Die Löwen in Köln sind 24 Stunden am Tag draußen sind. Da der Kater sich nicht in den Stall traut können die Katzen ihren Bewegunsdrang in der DĂ€mmerung voll ausleben.
(18.10.2006, 22:55)
Sven P. Peter:   Durch das weglassen des einen Eingangs in das Haus hĂ€tte man an der Front eine große Anlage z.B. fĂŒr Tiger. Innen wĂ€re so platz fĂŒr Mutterboxen. Die Jetzige Tigeranlage wĂ€re auch weiterhin die zweite Anlage. Und statt der Jaguare in der kleinen Anlage hĂ€tten es auch Ozelote getan, welche fĂŒr Besucher mindestens genauso ansprechend sind. Auch innen hĂ€tte man die Gehege wesentlich mehr Strukurieren können (Beispiel: Altes Raubtierhaus ZĂŒrich, was ja sehr aufgewertet wurde innen, durch bepflanzungen etc.).
(18.10.2006, 22:47)
Mel:   Ich möchte mich mit meinen BeitrĂ€gen jetzt auch nicht gen Halle einschießen, eher dachte ich das als algemeine Feststellung.

Die Auflagen und Bedingungen fĂŒr Restaurierungen bzw Umbauten von DenkmalgeschĂŒtzten GebĂ€uden sind mir so halbwegs bekannt und ich möchte Halle nicht absprechen das auf Grund dieser sehr viele abstriche und Kompromisse gemacht werden mußten.
(18.10.2006, 22:36)
Mel:   Man mĂŒĂŸte natĂŒrlich wenn dann enspiegeltesglas nehmen, das ist zwar nicht gerade billig in der entsprechenden GrĂ¶ĂŸe und auch was die sicherheitsanfordeungen betrifft aber das sollte bei einem VernĂŒnftig geplanten Konzept schon bedacht werden. auch die von Saya angesprochene Konzentrierung auf weniger Arten ist ein sehr interessanter Punkt. Warum nicht nur 2 Arten, dafĂŒr aber mit entsprechend großen gut Strukturierten Gehegen und möglichst pro Art zwei gleichwertige Anlagen.
(18.10.2006, 22:33)
Oliver Jahn:   Da ist sicher etwas dran, nur war die Restaurierung dieses denkmalgeschĂŒtzeten Baus eine sehr komplizierte Sache. Da gab es so viel zu bedenken und so viel Auflagen zu beachten. FĂŒr Aussenstehende ist es immer leicht, bessere Lösungen zu finden. FĂŒr Halle war es eine der besten.
(18.10.2006, 22:33)
Zoosammler:   Scheiben finden neuerdings in Raubkatzen-Anlagen auch massenhaft Verwendung - laut verschiedener Aussagen in diesem Forum sind sie aber aufgrun von Spiegelungen fĂŒr die Katzenaugen ĂŒberhaupt nicht geeignet.
(18.10.2006, 22:30)
Mel:   Wie ich schon in ZOO NEWS 2 schrieb, denke ich auch das der Drang hin zu HĂ€usern mit begehbaren Innenteil sehr viel Spielraum nimmt. Ich halte es dann doch fĂŒr besser nahbetrachtungsmöglichkeiten bei den Außenanlagen (Scheiben ...) mit ein zubeziehen. So haben die tiere in Ihren Innenboxen keine "BelĂ€stigung" durch Publikum und ein vernĂŒnftiges "Netz" aus Nachtbox-Mutterbox-Isolierbox/QuarantĂ€nebox sowie grĂ¶ĂŸeren innen KĂ€figen ist machbar.
(18.10.2006, 22:28)
Saya:   Die Alternative in Halle sehe ich nicht in "ĂŒberhaupt keine Raubkatzen" (und drohender Schließung des Zoos) sondern anders fĂŒr Raubkatzen bauen und die Anlagen besser einzurichten - und vielleicht nicht 3 Arten halten, sondern nur 2. Auch muss ein Haus nicht unbedingt begehbar sein, damit gewinnt man sehr viel Platz fĂŒr die Tiere.
Die heute als 2. Tigeranlage genutzte ursprĂŒngliche Leopardenanlage finde ich auch wesentlich besser eingerichtet als die anderen Außenanlagen, viel mehr Deckung und RĂŒckzugsmöglichkeiten fĂŒr die Tiere.
(18.10.2006, 22:22)
Oliver Jahn:   Um es aus dem Thread Zoonews noch einmal aufzunehmen, die Kritik an Halle mag sicher in einigen Dingen ja berechtigt sein, ich bin auch nicht der Fachmann, das wirklich zu beurteilen, nur ist mir das eine einfach zu undifferenzierte Kritik. Und das nicht nur, weil ich bekennender Halle-Fan bin, sondern weil hier sehr oft einfach nur kritisiert wird, ohne die ZusammenhĂ€nge einmal nĂ€her zu beleuchten.
Was war denn die Alternative zum heutigen Hallenser Raubtierhaus?
Abriß (schwierig wegen Denkmalschutz) oder Umnutzung wie in Leipzig, ohne Tiere. Beides hĂ€tte den Zoo Halle sicher so viel Besucher gekostet, dass er unter UmstĂ€nden hĂ€tte irgendwann geschlossen werden mĂŒssen.
Denn nach einigen Meinungen hier sind ja wohl alle neuen Anlage "unhaltbare ZustĂ€nde" und so ziemlich das schlechteste an Neubau in allen Zoos in Deutschland. So, und vielleicht wĂ€ren dann einige hier ganz glĂŒcklich, dass die deutsche Zoo-Landschaft um einen ihrer historischen Zoos Ă€rmer wĂ€re, denn dann mĂŒsste sich keiner mehr die schlimmen Bauten dort ansehen.
Zur Frage dieses Threads selber:
Ich finde die Tigeranlage in Aschersleben ist die beste in Deutschland.
(18.10.2006, 19:14)
Johannes Pfleiderer:   Der Katzendschungel in Frankfurt gefĂ€llt mir an sich ganz gut, v.a. die Tigeranlage. Allerdings bin ich mit den Nebelpardergehegen nicht ganz zufrieden. Die hĂ€tten ruhig etwas grĂ¶ĂŸer ausfallen können. Kein Wunder, dass man die Tiere nie sieht.
(18.10.2006, 18:24)
Sven P. Peter:   Um den ZOO-NEWS-Thread ma etwas zu entlasten können wir hier ja mal die Raubkatzenhaltung besprechen.

Zu den schlechtesten Neubauten gehören in meinen Augen die Anlage in Halle und MĂŒnchen, wobei MĂŒnchen durch nicht einsehbare Boxen noch etwas weiter vorne liegt.
Hingegen kann man im nahen Ausland sehr gute Raubketzenhaltungen sehen, z.B. in Basel (Löwen, Geparden nicht so), ZĂŒrich (Schneeleoparden, Amur-Tiger, Löwen), Bern (Leoparden) oder auch Arnheim (Löwen, Geparden).
Auch in Deutschland gibt es einige Raubkatzenanlagen, die mir zusagen, darunter z.B. die Tigeranlage in Schwerin, oder die von Michael Amend kritisierte Erfurter Löwenanlage.

Also, was meint ihr, wo sind klasse Katzengehege und wo nicht?!
(18.10.2006, 18:04)

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