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Kleinkatzen



cajun:   Eine weibliche Wildkatze neu im Tierpark Merseburg:
"Der S√ľdpark freut sich √ľber einen Neuzugang. Das junge Tier ist vor zwei Wochen aus dem Tierpark Suhl nach Merseburg gekommen und gew√∂hnt sich nun in seinem neuen Zuhause ein."
Quelle:https://www.mz.de/lokal/merseburg/tierpark-merseburg-neue-wildkatze-wilma-suedpark-name-tierpatenfest-3821397
(10.04.2024, 20:13)
cajun:   Eine neue weibliche Sandkatze ist im Zoo von Amn√©ville angekommen meldet der Zoo in aller K√ľrze auf FB.
Quelle:https://www.facebook.com/ParcZoologiqueAmneville/?locale=de_DE
(22.02.2024, 10:11)
Tim Sagorski:   Ich kann mich dran erinnern, in einem alten K√∂lner Zoof√ľhrer aus den 60er oder 70er Jahren einen wei√üen Puma gesehen zu haben.
(24.08.2023, 16:14)
cajun:   Nach einer fleckenlosen Giraffe diese Woche die n√§chste Farbanomalie. Wei√üer Nachwuchs bei der gr√∂√üten Kleinkatze:
"Albino-Puma in Nicaragua geboren
Weiße Pumas sind eine extreme Seltenheit. Jetzt wurde ein Albino-Junges in einem Zoo in Nicaragua geboren und ist wohlauf.
In einem Zoo in Nicaragua ist ein seltener Albino-Puma geboren worden. Das Jungtier sei vor einem Monat auf die Welt gekommen und wohlauf, sagte der Veterinär des Zoos von Juigalpa, Carlos Molina, der Nachrichtenagentur AFP. Der kleine Puma werde aber derzeit noch zu seinem eigenen Schutz von den Besuchern ferngehalten: "Wir tun alles, damit er so gesund wie möglich bleibt", betonte Molina.
Das Fell von Pumas ist bei der Geburt normalerweise hellbraun oder r√∂tlich mit schwarzen Flecken. Genetisch bedingte Farbanomalien wie etwa Albinismus sind √§u√üerst selten. Wei√üe Pumas sind kaum dokumentiert. Sein Zoo freue sich √ľber den kleinen Albino, "denn so etwas sieht man nicht oft", sagte Tierarzt Molina.
Derzeit lebt das ungewöhnliche Junge mit seinen gefleckten Geschwistern und seiner Mutter isoliert in einer eigens im Gehege eingerichteten "Höhle". Bislang haben die Tierpfleger jeden Kontakt mit ihm vermieden. Der Zoo hofft, dass es dann in den nächsten zwei Monaten vom Veterinär behandelt werden kann."
Quelle:https://www.stern.de/panorama/wissen/natur/albino-puma-in-nicaragua-geboren-33764068.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
(24.08.2023, 15:58)
cajun:   Na, dann passt die Art ja gut in alle bestehenden und zuk√ľftigen (Zoo-) Themenwelten, die Himalaya hei√üen:
"Ein Manul auf dem Mount Everest
Biologen weisen erstmals Pallaskatzen auf dem höchsten Berg der Welt nach
Diese etwas m√ľrrisch dreinschauende Katze ist kein Haustier, sondern ein Manul. Biologen haben erstmals nachgewiesen, dass diese auch als Pallaskatze bekannte Wildkatzenart sogar in den H√∂henlagen des Mount Everest vorkommt ‚Äď auf dem h√∂chsten Berg der Welt. Die bei einer Expedition gesammelten DNA-Proben belegen, dass dort auf knapp 5.200 Meter H√∂he mindestens zwei Manuls ihr Revier haben.
Der Manul (Otocolobus manul), auch als Pallaskatze bekannt, ist kaum gr√∂√üer als eine Hauskatze, aber relativ st√§mmig. In Anpassung an seinen Lebensraum an den kargen Felsh√§ngen asiatischer Gebirgsregionen hat der Manul ein dichtes, langes Fell , das ihn selbst bei Minustemperaturen warm h√§lt. Typisch f√ľr die Pallaskatzen sind zudem die runden, tiefsitzenden Ohren und das relativ breite Gesicht. Beides verleiht diesen Wildkatzen einen eher ‚Äěm√ľrrischen‚Äú Gesichtsausdruck.
Anders als unsere heimischen Wildkatzen geh√∂rt der Manul nicht zur Gattung Felis, sondern wird den Altkatzen zugeordnet. Diese Gruppe umfasst f√ľnf nur in Asien vorkommende Katzenarten, darunter auch die Bengalkatze ((Prionailurus bengalensis). Der Manul kommt in den Felsregionen Asiens vor, vom Iran √ľber Zentralasien bis in die Mongolei und Nepal. Die Katzen leben dort als Einzelg√§nger und jagen kleinere Nagetiere, Steinh√ľhner und andere V√∂gel.
Spurensuche auf den höchsten Berg der Welt
Jetzt haben Biologen herausgefunden, dass der Manul sogar auf dem h√∂chsten Berg der Welt lebt. Entdeckt wurde dies im Rahmen der ‚ÄěPerpetual Planet Everest Expedition‚Äú im Jahr 2019, bei der ein internationales Forschungsteam Umwelt- und Kotproben an den H√§ngen des Mount Everest und dem an seiner s√ľdlichen Flanke liegenden Sagarmatha National Park gesammelt hat. Die von National Geographic and Rolex finanzierte Expedition stieg dabei bis auf mehr als 5.100 Meter auf.
Als Biologen dann die Proben vom Mount Everest auf DNA untersuchten, wurden sie f√ľndig: An zwei Probenorten am Berghang, auf 5.110 und 5.190 Meter H√∂he, hatten zwei verschiedene Manuls ihre genetischen Spuren hinterlassen. In Kotproben der beiden Wildkatzen fanden die Forschenden DNA von Bergwieseln und Pfeifhasen, beides typische Komponenten des Manul-Speiseplans. Im selben Gebiet hatte zudem ein Rotfuchs seine Spuren hinterlassen.
Reiche Artenvielfalt an ikonischem Ort
‚ÄěEs ist ph√§nomenal, den ersten Beleg dieser seltenen und bemerkenswerten Spezies auf dem Dach der Welt zu entdecken‚Äú, sagt Anton Seimon von National Geographic. ‚ÄěDie Entdeckung der Pallaskatze auf dem Everest unterstreicht die reiche Artenvielfalt dieses entlegenen Hochgebirgs-√Ėkosystems und erweitert das Verbreitungsgebiet dieser Art auf den Osten Nepals.‚Äú Wichtig ist dies vor allem deshalb, weil der Mount Everest und der Sagarmatha National Park mehr und mehr von Touristen √ľberlaufen werden.
‚ÄěWir hoffen, dass der Nachweis dieser charismatischen Spezies das Bewusstsein daf√ľr weckt, welche Vielfalt an Arten an dieser ikonischen Weltnaturerbe-St√§tte lebt‚Äú, sagt Seimon. Das Team plant, als n√§chstes Fotofallen im Nationalpark aufzustellen und weitere Kotproben zu sammeln, um genaueren Aufschluss √ľber die Zahl der dort lebenden Manuls zu erhalten."
Ursprungsquelle: Wildlife Conservation Society
Quelle:https://www.scinexx.de/fotos/ein-manul-auf-dem-mount-everest/
(01.02.2023, 15:06)
cajun:   Ein erster Wurf in Liberec:
"Scheue Familie s√ľdamerikanischer Margays: Die ersten Jungtiere wurden geboren
Vor zwei Jahren begannen sie im Zoo Liberec mit der Haltung der seltenen s√ľdamerikanischen Kleinkatzen. Jetzt sind die ersten beiden Jungtiere geboren. Noch sind sie den Augen der Besucher verborgen. Ihre ganze Zeit verbringen sie mit ihrer Mutter hinter den Kulissen des Zoos. Der Margay, auch Langschwanzkatze genannt, bewohnt tropische W√§lder von Mexiko bis zur Spitze S√ľdamerikas. Diese scheuen Raubtiere verbringen die meiste Zeit auf B√§umen, wo sie auch kleine S√§ugetiere, V√∂gel und Schlangen jagen. Ihre besondere F√§higkeit ist es, die Laute von Krallenaffen nachzuahmen, die sie anlocken und dann problemlos fangen. Der Zoo Liberec ist an einem Arterhaltungsprogramm beteiligt, daher werden die Jungtiere h√∂chstwahrscheinlich in K√ľrze in einen anderen europ√§ischen Zoo reisen."
Quelle: https://www.ahaonline.cz/clanek/musite-vedet/193014/placha-rodinka-jihoamerickych-margayu-na-svet-prisla-prvni-mladata.html
(13.06.2022, 14:34)
cajun:   @W.Dreier: Ja, sch√∂n ist die Aussicht, das wieder ein paar mehr Tiere ggf. in Deutschland auftauchen k√∂nnten. Wuppertal, Magedurg und Dresden sind ja ehemalige Halter.... Berlin und Neuwied haben die Haltung ja aktuell neu aufgenommen (2021/2022) laut ZTL.
(16.05.2022, 16:35)
W. Dreier:   @cajun: so ich mich recht erinnere, stammen weltweit die meisten Sandkatzen aus der Tel Aviver Zucht und deren Nachkommen.
(16.05.2022, 16:24)
cajun:   Ein relativ gro√üer Wurf, aber eine sch√∂ne Nachricht:

"Der Safari-Zoo bei Tel Aviv freut sich √ľber Nachwuchs bei den Sandkatzen. Pfleger haben mit gro√üer Begeisterung f√ľnf Katzenbabys entdeckt.
F√ľnf seltene Sandkatzen sind im israelischen Safari-Zoo bei Tel Aviv zur Welt gekommen. Es handele sich um eine vom Aussterben bedrohte Wildkatzen-Art, teilte Zoosprecherin Sagit Horowitz mit.
In freier Wildbahn gebe es weltweit noch weniger als 10.000 Sandkatzen. In Israel seien sie bereits ausgestorben und nur noch im Zoo anzutreffen.
Die Katzeneltern Sabia und Marib seien vor rund zwei Jahren aus Zoos in Frankreich und Schweden nach Israel gekommen. Doch der Nachwuchs lie√ü auf sich warten. Anfangs seien die beiden nicht recht miteinander warm geworden, ‚Äědoch mit der Zeit wurde die Beziehung dann immer enger‚Äú, sagte die Sprecherin.
Vor gut einem Monat h√§tten die Pfleger dann im Nachtquartier mit gro√üer Begeisterung die f√ľnf Katzenbabys entdeckt. Inzwischen h√§tten die Kleinen die Augen ge√∂ffnet, seien st√§rker geworden und spielten schon im Freien.
‚ÄěIn Zukunft sollen die Katzenbabys in europ√§ische Zoos gebracht werden‚Äú, sagte Sprecherin Horowitz. Sie sollten dort ebenfalls zur Vermehrung beitragen und ‚Äězur Sicherung der Existenz dieser besonderen Art‚Äú.
Quelle: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/hochschule/israel-fuenf-seltene-sandkatzen-babys-in-geboren_aid-69793045
(16.05.2022, 15:03)
cajun:   √úber seine Facebook Seite gibt der Tierpark Chemnitz einen sch√∂nen Zuchterfolg bekannt.

"Am 13.02. konnten wir uns im Tierpark √ľber eine Vierlings-Geburt bei den Oman-Falbkatzen freuen.
Mit nur 8 Haltungen in der Europ√§ischen Union sind Oman-Falbkatzen eine Zoo-Rarit√§t, und das macht die Geburt f√ľr uns umso sch√∂ner.
In der Natur leben die Wildkatzen in Steinw√ľsten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Oman. Dort hat der Bestand mit der zunehmenden Hybridisierung und der Konkurrenz durch verwilderte Hauskatzen zu k√§mpfen.
Der Tierpark Chemnitz beteiligt sich deshalb am europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm f√ľr die Oman-Falbkatze.
Die kleinen K√§tzchen k√∂nnen momentan dabei beobachtet werden, wie sie sich spielend ihre Welt erobern. Dabei tapsen sie neugierig durch ihr Gehege, und raufen sich mit den Geschwistern ‚Äď alles in sicherer N√§he zu Mama ‚ÄěGoldy‚Äú.
Quelle:https://www.facebook.com/Chemnitz.Tierpark/
(31.03.2022, 16:13)
cajun:   Eine Neuigkeit aus Polen:
Eine neue Wildkatzenart ist im Zoo WrocŇāaw angekommen. Zwei Rostkatzen kamen aus dem Zoo in Ostrava. Die Rostkatze mag auf den ersten Blick unserer Hauskatze √§hneln, aber es ist eine oberfl√§chliche √Ąhnlichkeit. Zun√§chst einmal ist sie die kleinste Wildkatzenart der Welt ‚Äď sie ist halb so gro√ü wie eine Hauskatze und wiegt bis zu 1,6 kg. Au√üerdem hat sie eine sehr charakteristische Farbe, die leider von Wilderern gesch√§tzt wird. Ihr Fell ist kurz und weich, die Oberk√∂rper sind graubraun, unterschiedlich stark rostig und mit rostbraunen Flecken gezeichnet. An F√ľ√üen und Brust befinden sich horizontale Streifen, w√§hrend Bauch und Innenseiten der Beine sowie Wangen und Kinn wei√ü sind. Bei dieser Art fallen auch die Augen auf - im Verh√§ltnis zum Kopf recht gro√ü mit graubrauner bis bernsteinfarbener Iris.
Eine wenig bekannte Art aus Sri Lanka
Die neuen Bewohner des WrocŇāawer Zoos sind eine Unterart aus Sri Lanka. Urspr√ľnglich lebte sie in Regenw√§ldern, aber aufgrund von Umweltver√§nderungen - haupts√§chlich Abholzung - haben sich diese Katzen an das Leben in der N√§he des Menschen angepasst. Dies wird durch die Tatsache belegt, dass auf der Teeplantage Weibchen mit Nachwuchs gefunden wurden.
"Dies ist eine weitere Art, √ľber die wenig bekannt ist. Sie hat einen sehr verschwiegenen Lebensstil, also lernen wir immer noch etwas √ľber sie. Im Moment sind die meisten Informationen mit 'h√∂chstwahrscheinlich' gekennzeichnet und stammen aus anderen Zoos und‚Ķ aus einer BBC-Dokumentation. Die Filmleute verbrachten zwei Jahre in Sri Lanka, um diese faszinierenden Katzen zu beobachten. Jetzt ist es unsere Aufgabe, die vorhandenen Funde zu beobachten und zu verifizieren und in Zukunft nat√ľrlich diese bedrohte Art nachzuz√ľchten", sagt RadosŇāaw Ratajszczak, Pr√§sident des WrocŇāawer Zoos
Quelle:https://zoo.wroclaw.pl/pl/kotek-rudy-z-cejlonu.htm
√úbersetzung: Zoopresseschau
(01.10.2021, 14:44)
cajun:   Aus Danzig wird eine Zooerstzucht gemeldet. Leider √ľberwiegt der m√§nnliche Nachwuchs. Ist das bei Sandkatzen verbreitet?
"Erste derartige Geburt im GdaŇĄsker Zoo! Neue Sandkatzen
Im Zoologischen Garten GdaŇĄsk wurden vier Sandkatzen geboren. Dies ist der erste Wurf, der im Zoo GdaŇĄsk geboren wurde. Die Neugeborenen sind der Nachwuchs der zweij√§hrigen Katze Maolie und des 14-j√§hrigen Abu - des √§ltesten Vater unter den Individuen, die in europ√§ischen Zoos leben. Die jungen Sandkatzen wurden entwurmt, gechipt und gewogen. Sie wiegen jeweils 0,5 kg. "Im GdaŇĄsker Zoo leben seit mehreren Jahren Sandkatzen. Aber erst jetzt haben wir Nachwuchs bekommen. Um so gr√∂√üer war unsere Freude, als am 3. Juni 2021 vier K√§tzchen geboren wurden: ein Weibchen und drei M√§nnchen", sagt MichaŇā Targowski, Direktor des GdaŇĄsker Zoos."
Quelle:https://wiadomosci.wp.pl/pierwsze-takie-narodziny-w-gdanskim-zoo-nowe-koty-pustynne-6661494089677600a
√úbersetzung: Zoopresseschau
(19.08.2021, 10:18)
cajun:   Wie neulich schon angek√ľndigt, gibt es eine neue Haltung von Sandkatzen in Deutschalnd.

Kindchenschema par excellence: Sandkatze im Zoo Neuwied

Auffällig große Ohren, der Kopf ist im Vergleich zum Körper ebenfalls sehr groß, und eine Schulterhöhe von maximal 30 Zentimeter: Keine Frage, die Sandkatze passt hervorragend ins Kindchenschema und wird als sehr niedlich bezeichnet. Seit kurzem lebt ein Pärchen dieser arabischen Kleinkatzen im Zoo Neuwied.

Neuwied. ‚ÄěNeben den Gro√ükatzen wie L√∂we und Tiger haben wir bisher zwei Kleinkatzenarten: Die Wildkatze und den Manul‚Äú, erz√§hlt die stellvertretende Direktorin Jasmin Kuckenberg. ‚ÄěMit der Sandkatze halten wir nun eine dritte Kleinkatzenart, direkt neben den Manulen.‚Äú Ihren nat√ľrlichen Lebensraum hat die Sandkatze in Stein- und Sandw√ľsten vom n√∂rdlichen Afrika bis nach Zentralasien. Dort verbringen sie die gr√∂√üte Hitze meist in selbstgegrabenen H√∂hlen und werden erst in der D√§mmerung und Nacht aktiv.

‚ÄěSandkatzen sind hervorragend an das Leben in der W√ľste angepasst: Das dichte, gelbbraune bis graubraune Fell dient nicht nur der Tarnung, sondern isoliert auch gegen die extreme K√§lte der W√ľstenn√§chte‚Äú, erkl√§rt die Biologin weiter. ‚ÄěAu√üerdem sind die Unterseiten der F√ľ√üe und Ballen mit langen Haaren bedeckt, die vor dem hei√üen Untergrund sch√ľtzen und f√ľr zus√§tzlichen Halt auf dem weichen Sandboden sorgen.‚Äú

Die kleinen Sandkatzen werden nur etwa 3,5 Kilogramm schwer, wobei die Weibchen etwas kleiner und leichter sind als die M√§nnchen. Ihre bevorzugte Nahrung besteht aus kleinen Nagetieren und V√∂geln, aber auch Echsen oder Schlangen werden im nat√ľrlichen Lebensraum gerne gefressen. Mit Hilfe der gro√üen, weit auseinanderstehenden Ohren k√∂nnen Sandkatzen selbst die leisesten Ger√§usche wahrnehmen und finden ihre Beute in der Dunkelheit.

Die weibliche Sandkatze stammt aus dem Zoo Jihlava (Tschechien) und ist neun Jahre alt. Der elfj√§hrige Kater ist aus dem Zoo Mulhouse (Frankreich) nach Neuwied gekommen. Auch wenn die Sandkatze in ihrer nat√ľrlichen Heimat nicht bedroht ist, besteht ein europ√§isches Erhaltungszuchtprogramm (EAZA Ex-Situ Programm, kurz: EEP) f√ľr diese Tiere. Dadurch wird eine koordinierte Zucht der Sandkatzen erm√∂glicht, um die Population in den Zoos gesund und stabil zu halten.
Quelle: https://www.nr-kurier.de/artikel/104143-kindchenschema-par-excellence--sandkatze-im-zoo-neuwied
(20.07.2021, 15:02)
W. Dreier:   Schwarze Pampaskatzen in Cincinnati - leider bewegten sie sich nicht √ľber 6-7 Stunden. Cincinnati hatte auch mal Marmor- und Flachkopfkatzen
(09.04.2020, 17:10)
W. Dreier:   Tibetgoldkatze in Beijing 1994
(09.04.2020, 17:08)
W. Dreier:   Nur in Moskau und hier in Leningrad sah ich die mittelasiatische Steppenkatze (Felis. s. ocreata)
(09.04.2020, 15:57)
W. Dreier:   Eine Oncilla in London. Ich sah sie vor Zeiten immer in Mulhouse, auch in Dortmund - nun nur noch in Prag (nur ein Tier jetzt)
(09.04.2020, 15:56)
W. Dreier:   Dazu sah ich sie in Schwerin, Zoo-Berlin und hier nat√ľrlich auch in Frankfurt. Es w√§re w√ľnschenswert, dass auch Magdeburg sich den Wunsch erf√ľllen kann. Vor Monaten war ein Import aus den USA angedacht, der kurzfristig nicht realisiert werden konnte.
(09.04.2020, 15:54)
W. Dreier:   Wieder einige spezielle Kleinkatzen - wobei: mein Scanner ist wirklich mies - zum Gl√ľckmist die Qualit√§t der Dias besser.
Nun Schwarzfußkatzen: gerade Ende der Achtziger lief die Zucht durch die Erfolge in Wuppertal so schlecht nicht.
Hier Leipzig 1988
(09.04.2020, 15:52)
W. Dreier:   So, die 9. ``Kiste`` ist geschafft: Schleichkatzen und andere Kleinkatzen
- relativ viele sah ich in Posen in den Achtzigern - nur war Polen ja nicht so oft ``offen``: Servalgenette, Goldstaubmanguste, Nandinie (noch heute) , Fuchsmanguste
- ja, unsere geliebte Suricate! Die kam mir erst spät unter die Objektive: 1981 in Halle, 1990 sah ich in Wuppertal in einer Anlage 17 Tiere
-Prag hatte immer verschiedenste Verteter; Manul, Buntmarder, Ussuridachs, Binturong, Zwermungo, afrikan. Genette, Fischermarder
-kurz nach dem Mauerfall sah ich die erste Riesenotterzucht bei Hagenbeck - das war Mai 1990 - die werden sicher schon Ende 89 geboren worden sein
- afrikan. Zibetkatze in Leningrad 1984
-und mein erster Teufel in Köln, 1990

(02.04.2020, 15:50)
W. Dreier:   Wenn schon keine Kleinkatze, zumindest aber ein kleiner Leopard: arabischer Leopard (P.p. nimr), noch bis Israel vorkommend.
Zuchtzentrum in Sharya (Emirate) - etwa √ľber 30 Tiere
(30.03.2020, 12:10)
W. Dreier:  
Jetzt sehe ich : die Milli.
Ja, traurig, die Milli mußten wir vor 4 Wochen einschläfern lassen. Nur 103 Jahre alt ist sie geworden - die 21 Jahre hat sie nicht mehr geschafft.

Die seltenste Katze? Andenkatze?
Vor 30 Jahren las ich, dass die Gobikatze maximal mit ``einer Hand an Exemplaren in Museen vertreten sei``. Dann stand ich vor 26 Jahren in Beijing vor einem Käfig: Felis bieti (nach Herrn Biet - so eine Art David. Es gab auch eine Katze - aber Zucht? in der Anlage?
(30.03.2020, 12:04)
W. Dreier:   Es sei mir gestattet. Meine Katze Milli wurde in dieser Woche 20 Jahre alt.
(07.05.2019, 10:11)
WolfDrei:   Zoo Report Brno, Heft 2 (2014)

Aufgrund der guten Zuchtergebnisse bei der arabischen W√ľstenkatze (F. margarita harrisoni) in Brno fanden sich dort in einem englisch-sprachigen Artikel einige statistische Angaben f√ľr die Zeit 2009 - 2012

Anzahl Tiere und Haltungen (in Klammer)
Europa 32,27 (20); Nordamerika 12,16 (13); mittlerer Osten 38,42 (10); Asien 2,3 (1)

Also 84,90 Tiere in 44 Haltungen

Ort - Nachwuchs-Anzahl - Aufzucht in Klammern

Al Ain 1,1 (0,0); Brno 7,3,4 (6,2); Eskilstuna 4,3,4 (2,1); Mulhouse 4,1 (2,0); Nesles 1,2 (0.0); Novosibirsk 4,4 (1,2); Pont Scorff 2,0 (2,0); Ramat Gan 2,3,4 (2,3); Tallinn 3,2,1 (0.2);
Wuppertal 0,1 (0,1)

Aus 28,20,13 also Aufzucht von 15,11

Aus ‚Äúalten‚ÄĚ Zeiten erinnere ich mich daran, dass etwa in den Siebzigern Tiere nur in der Haltung der Universit√§t Tel Aviv existierten und dort auch z√ľchteten.
In zoologischen Haltungen befindet sich nur diese Unterart.
(13.08.2014, 20:49)
WolfDrei:   aus Zooquaria: Die einzigen Fischkatzen Europas aus Sri-Lanka befinden sich in Port Lympne (1,0); Prag (1,0) und Ostrava (1,1) Nach 4 Fehlschl√§gen in Ostrava war die letzte Geburt und die Aufzucht erfolgreich. Geboren wurden 0,2.
(01.02.2013, 12:42)
Michael Mettler:   Gestern Abend habe ich noch mal in eigenen Notizen nachgeforscht. Bis zu meinem Umstieg auf Digitalfotografie (also von ca. 1982 bis 2008) habe ich f√ľr meine Zoodias eine Art Inventarliste nach zoologischem System gef√ľhrt. Immer dann, wenn ich in irgendwelcher Zooliteratur oder in ISIS Angaben zu Unterarten oder geografischen Herk√ľnften gefunden habe, habe ich mir bei der betreffenden Art einem Vermerk gemacht, um Fotos bei n√§chster Gelegenheit umzubeschriften oder beim n√§chsten Besuch des Zoos besonders auf die Tiere zu achten. Beim Karakal - die TP-Berliner waren mir ja als einzige Ausnahme schon beim Fotografieren unterartlich bekannt - habe ich aus all diesen Jahren und Zoos im deutschsprachigen Raum sowie NL/B nicht eine einzige Notiz, also nie etwas Entsprechendes gefunden.
(18.05.2012, 09:14)
Michael Mettler:   @Liz: Auch lustig - michaelis soll gr√∂√üer als alle anderen Unterarten sein und schmitzi kleiner als die Afrikaner. Also ist schmitzi der kleinste Karakal, aber m√∂glicherweise unterartgleich mit dem gr√∂√üten... So viel zur Variabilit√§t ;-)

Und wieder bliebe die Frage, wie die Nominatform von Nord (diesmal sogar ab Sudan!) bis S√ľd durchg√§ngig vorkommen kann, wenn es doch "dazwischen" weitere Unterarten geben soll (nach dieser Liste in Tansania sogar zwei). Da bliebe als m√∂gliche L√∂sung, dass die eine Form die k√ľstennahen Tiefl√§nder bewohnt, die andere das k√ľstenferne Hochland (Parallelen dazu g√§be es sogar bei gro√üen Huftieren wie Wei√übartgnu, Topi/Jimela oder Thomsongazelle). DANN allerdings geh√∂rt sowas meiner Meinung nach auch in die "offiziellen" Verbreitungsangaben, statt nur L√§nder aufzuz√§hlen.
(17.05.2012, 20:44)
Michael Mettler:   @Oliver: Fr√ľher war es nicht selten, dass Zoos und Tierh√§ndler Gro√ükatzen aus Circussen √ľbernahmen, und bis in die 60er Jahre hinein war z.B. die erfolgreiche Nachzucht von Tigern keineswegs selbstverst√§ndlich. Auch da war sicher mancher Zoo froh, wenn er "gute" Tiere bekam und daf√ľr auf bekannte Unterartzugeh√∂rigkeit "pfeifen musste".

Aber schauen wir doch einfach mal auf andere Kleinkatzen, und das noch bis zum heutigen Tage: Wer macht sich denn z.B. die M√ľhe, unterartreine Ozelots, Oncillen, Rohrkatzen oder Servale zu z√ľchten bzw. auch nur Paare bekannter geografischer Herkunft zusammenzustellen? Das haben mit Sicherheit fr√ľher noch weniger Zoos gemacht - auch mit Karakalen. Selbst bei Nordluchsen, von denen ja schon lange diverse Unterarten in Umlauf sind, w√ľrde ich nicht auf absolute Unterartreinheit wetten, wenn die Ausgangstiere aus dem Tierhandel stammten.
(17.05.2012, 20:33)
Liz Thieme:   @MM, ja in der Liste, wo ich das her habe, wurde angegeben, dass es nicht vollst√§ndig ist.

Nochmal die Liste aus dem ZB 1995
F.c.caracal (Schreber, 1776) - Sudan to South Africa
F.c.algirus (Wagner, 1841) - northern Africa - Morocco, Algeria, Tunisia
F. c. damarensis (Roberts, 1926) - south coastal Angola, Namibia, western Botswana and Zimbabwe, northwestern South Africa
F.c.limpopoensis (Roberts, 1926) - northern Transvaal to southern Tanzania, Zambia, southern Zaire, eastern Angola
F.c.lucani (Rochebrune, 1885) - northwestern Angola and Gabon
F.c.nubicus (Fischer, 1829) - northern Tanzania to Somalia, Ethiopia, and Sudan
F.c.poeciloetis (Thomas & Hinton, 1921) - Senegal to Chad
F.c.schmitzi (Matschie, 1912) - Mid-East to central India
F.c.michaelis (Heptner, 1945) - Turkmenistan, western Uzbekistan, southwestern Kazakhstan

Zusatz: The actual number of subspecies may be less and there may be little variation in color, size, features between them. F.c.michaelis is reported larger than the other subspecies (Heptner and Sludskii 1972) and F.e.schmitzi is on average smaller than the African subspecies ( Harrison and Bates 1991). Some believe F.c.schmitzi and michaelis should be classified as the same subspecies.

Im 2005er steht noch das Gleiche.
(Rechtschreibfehler sind dem Kopieren geschuldet aus dem PDF)
(17.05.2012, 20:29)
Oliver Jahn:   @Michael, das halte ich sogar f√ľr sehr wahrscheinlich. Im Zusammenhang mit dem Karakalimport f√ľr Halle habe ich gerade die Zugangslisten des Zoos noch einmal durchgesehen. Da steht dann tats√§chlich noch in den 60er Jahren Zugang:
1,0 Tiger;
1,1 Leopard;
1,0 Panther;
Wer dachte in diesen Zeiten, in denen selbst bei diesen Großkatzen noch nicht mal unterschieden wurde, oder werden konnte (da Mischlinge) an Unterarten beim Karakal...
(17.05.2012, 18:31)
Michael Mettler:   Nicht zu vergessen der Umstand, dass noch bis heute in vielen Zoos und bei vielen Tierarten gar nicht auf unterartreine Zucht Wert gelegt wurde und wird. Gerade fr√ľher war man oft genug froh, √ľberhaupt Paare zusammenstellen zu k√∂nnen (in der Vor-Computer-√Ąra war es halt auch sehr viel schwieriger, √ľberhaupt herauszufinden, woher man ein gesuchtes Tier bekommen kann), von Nachzucht ganz zu schweigen. Um Olivers Beispiel weiterzuspinnen, k√∂nnten somit theoretisch auch Unterartmischlinge (auch Afrikaner x Asiate) in den SU-Handel gelangt sein.
(17.05.2012, 17:46)
Oliver Jahn:   Ich finde generell eine Aufteilung nach L√§ndern sehr problematisch und traue ihr √§u√üerst selten. Und das gilt f√ľr die Aufteilung, die Liz eingestellt hat genau so, wie f√ľr die von Michael von der IUCN. Auf letzterer werden, wie schon erw√§hnt Armenien, aber auch Aserbaidschan ausgeschlossen. Bei Liz UA schmitzi fehlt ganz Vorderasien. Gerade in der √§lteren Literatur finden wir viel √∂fter eine Aufteilung nach Lebensr√§umen in Regionen, die deutlich weiter gefasst sind. Und Michael hat es selber geschrieben, k√ľmmern sich Tiere wirklich um politische Grenzen? Weiterhin sind Listen, wie die der IUCN unter Umst√§nden auch relativ aktuell. Das wiederum hei√üt, das Regionen, in denen es die Tiere vor 40 oder mehr Jahren noch gab, vielleicht gar nicht mehr einbezogen werden, und somit als Ursprungsgebiet f√ľr einen m√∂glichen fr√ľheren Import ausgeschlossen werden k√∂nnten.
Zu den Tieren ab den 50er Jahren, da ist die Herkunft wirklich recht d√ľrftig, das Paar aus Halle von 1974 wird wenigstens als "aus der SU erhalten" deklariert. Aber nat√ľrlich kann es auch da sein, dass Tiere einer afrikanischen UA in einem sowjetischen Zoo gez√ľchtet wurden, und von da aus dann nach Halle gelangt sind. Denn auch hier war es nicht immer so, dass jedes Tier, welches von Ost nach West ging, tats√§chlich ein Tier des Ostens war. Es gab z.B. einige afrikanische und asiatische Staaten, die sich auch politisch n√§her an der SU orientierten und zu ihr enge Beziehungen unterhielten.

(17.05.2012, 17:21)
Michael Mettler:   Verglichen mit dem von der IUCN angegebenen Verbreitungsgebiet (als Karte hier: http://maps.iucnredlist.org/map.html?id=3847) fehlen in der Liste unten sogar noch etliche Staaten. Was bedeuten k√∂nnte, dass man sich bei den Unterartzugeh√∂rigkeiten der dortigen Tiere schlichtweg nicht sicher war...?
(17.05.2012, 13:20)
Michael Mettler:   @Liz: Da sieht man mal wieder, welche T√ľcken √ľberlieferte Verbreitungsangaben haben k√∂nnen. Nach der untenstehenden Liste w√ľrde bei der Nominatform eine riesige Verbreitungsl√ľcke namens Tansania zwischen Mosambik und Kenia klaffen, w√§hrend nubicus "Ostafrika" (wozu klassisch Kenia, Uganda und Tansania gez√§hlt werden) bewohnen soll. Von Nord nach S√ľd erg√§be das also ein Verbreitungsmosaik nubicus (Sudan, √Ąthiopien, evtl. Kenia), caracal (Kenia), wieder nubicus (Tansania), und wieder caracal (Mosambik bis S√ľdafrika), wobei limpopoensis mit N-Transvaal quasi noch als Sto√ükeil dazwischenk√§me. Zweifel sind also erlaubt, deshalb w√§re eine Revision nach heutigen Gesichtspunkten bestimmt interessant.
(17.05.2012, 13:10)
Liz Thieme:   C.c. caracal - fast ganz S√ľdafrika, Kenya, Mozambique
C.c. algirus - Nordafrika (Marokko, Algerien, Libyen)
C.c. damarensis - Namibia
C.c. limpopoensis - n√∂rdliches Transvaal (S√ľdafrika), Botswana
C.c. lucani - Gabun
C.c. nubicus - Ostafrika inkl Sudan und Ethiopien
C.c. poecilictis - Nigeria
C.c. Schmitzi - Zentral Asien bis Indien (ehemals extra: C.c. Michaelis - Turkmenistan)

Von den deutschen Tieren (ab 50er) ist kein Tier auf eine Unterart zur√ľckzuf√ľhren. Bei einem Tier aus Nordhorn war eine Oma S√ľdafrikanerin.
Bei Tieren die in Berlin TP waren und dann nach Halle kamen, k√∂nnte man sch√§tzen, dass sie aus Asien stammen, da sie √ľber Objed kamen und die haben viele asiatische Tiere bekommen.
Ein weiteres Gr√ľndertier mit dem Weg M√ľnster>GK>FFM hat afrikanische Wurzeln.
(17.05.2012, 12:34)
Oliver Jahn:   Ich bin mir bewusst, dass optische Vergleiche immer hinken und Michael, bezgl. der Zuchtauswahl der Zoos, rein nach der Optik hatten wir ja schon √∂fter den gleichen Gedanken bei vielen Tieren. Dennoch m√∂chte ich mal rein optisch schon eine deutliche √Ąhnlichkeit zwischen dem Tier von WolfDrei aus Sharjah und den Tieren aus Magdeburg (und Halle) feststellen. Und wenn eventuell √ľber diese Schiene dann auch Tiere nach Hannover gelangt sind, dann hatten wir eventuell in etlichen Zoos Karakale MIT Unterart. Und wer wei√ü, vielleicht hatte FFM seine Tiere aus Afrika und damit ebenfalls UA mit eben einer deutlich anderen F√§rbung, die mehr ins r√∂tliche geht.
(17.05.2012, 10:07)
Michael Mettler:   Und zum Vergleich damit der erw√§hnte Net-Fund, laut HP ebenfalls schmitzi:
http://s.alriyadh.com/2009/05/01/img/015055.jpg
(17.05.2012, 08:36)
WolfDrei:   Zum Vergleich die UA schmitzi aus Sharjah (etwas unscharf)
(17.05.2012, 00:03)
Michael Mettler:   @Oliver: Geht mir √§hnlich mit der F√§rbung. Die meisten Karakale, die ich fr√ľher gesehen habe, entsprachen in der Fellfarbe in etwa einem durchschnittlichen "Zoo-Puma", um f√ľr den schwer zu beschreibenden "grau melierten Braunton" einen greifbaren Vergleich zu finden.

Im Net sind einige Fotos von schmitzi zu finden, zumindest bei dieser Unterart variiert die F√§rbung offenbar sehr stark (von "L√∂wengelb" bis hin zu einem r√∂tlichen Individuum mit dichter schwarzer Bauchfleckung). Nun sind solche Variationen bei Wildkatzen nicht gerade selten (siehe das Nebeneinander von grauen und roten Afrikanischen Goldkatzen - dazu noch gefleckten und ungefleckten - oder Jaguarundis im selben Lebensraum). Ger√§t nun nur eine der Varianten in einen Zoo und wird dort weitergez√ľchtet, ohne dass die andere F√§rbung mal "herausmendelt", kann man nat√ľrlich leicht in Versuchung geraten, diese eine F√§rbung f√ľr unterarttypisch zu halten. Da z.B. Gelb und Rot lediglich Intensit√§tsabstufungen des selben Pigments sind und in allen flie√üenden √úberg√§ngen innerhalb einer Tierart, ja sogar Population vorkommen k√∂nnen (siehe z.B. Rotfuchs), w√§re es immerhin m√∂glich, dass der Karakal generell (also unabh√§ngig vom Verbreitungsgebiet) variabler gef√§rbt sein kann als wir nach der Ansicht der Zooexemplare denken.
(16.05.2012, 22:47)
Oliver Jahn:   Ich kannte Karakale aus Magdeburg quasi seit meiner Kindheit. Sp√§ter dann sah ich auch die Tiere in Halle in dem K√§fig am alten Affenhaus.
Mitte der 90er sah ich dann meinen ersten und einzigen Turkmenen in Dresden, damals noch im alten Raubtierhaus. Und manchmal kann man so etwas schwer beschreiben, aber ich fand ihn gegen√ľber den Tieren in Magdeburg und Halle irgendwie einfarbiger und grauer, vor allem im Gesicht. Die Tiere, die ich bisher kannte waren irgendwie gelber.
Nun mag das nat√ľrlich auch immer am Einzeltier liegen. Allerdings wurde der Eindruck, den ich in Dresden hatte, von WolfDrei`s Bildern aus Poznan jetzt wieder best√§tigt.
Was ich aber ebenfalls feststellen musste, dass die Tiere, die ich von fr√ľher kannte auf keinen Fall so rot waren, wie z.B. die Tiere, welche heute im Tierpark Berlin gezeigt werden.

(16.05.2012, 20:07)
Michael Mettler:   @Oliver: Ich will die Herkunft aus Armenien nicht anzweifeln (die Herkunft importierter Tiere muss ja nicht unbedingt identisch mit deren Fanggebiet sein), aber die IUCN f√ľhrt dieses Land nicht unter den Staaten auf, in denen der Karakal vorkommt.
http://www.iucnredlist.org/apps/redlist/details/3847/0/biblio
Aber immerhin grenzt Armenien an einen Vorkommensstaat, und Wildtiere halten sich ja nicht an politische Grenzen.
(16.05.2012, 10:33)
Michael Mettler:   Und hier noch ein hannoverscher Karakal, aufgenommen zu einem nicht mehr rekonstruierbaren Zeitpunkt in der ersten H√§lfte der 80er Jahre. Meines Wissens waren beide Tiere keine Wildf√§nge, sondern kamen aus deutscher und holl√§ndischer Nachzucht. Ich wei√ü nicht, ob es auch k√§lteempfindliche Karakal-Unterarten gibt, aber die damaligen Hannoveraner wurden meiner Erinnerung nach im Gegensatz zu einigen anderen Kleinkatzen der K√§figreihe auch bei Eis und Schnee in den Au√üenk√§fig gelassen.

Interessant finde ich an der Karakal-Systematik, dass die UA schmitzi ein riesengro√ües Verbreitungsgebiet voller geografischer Barrieren bewohnt (von Arabien bis hinauf zum Elbursgebirge und ostw√§rts bis Zentralindien), an das im Norden das m.E. nicht unbedingt isolierte, recht kleine Gebiet der UA michaelis (des Turkmenen) anschlie√üen soll. Ob die Unterartentrennung einer modernen Revision √ľberhaupt noch standh√§lt...?
(16.05.2012, 10:18)
Michael Mettler:   Anbei ein Foto eines Magdeburger Karakals, aufgenommen im September 1993 - was nat√ľrlich nicht hei√üen muss, dass das ein unterartlich definiertes oder definierbares Tier war.

In keinem der deutschen und niederländischen Zoos, die ich zwischen 1979 und 1999 besuchte und die Karakals hielten, waren sie unterartlich ausgeschildert. Dresden war lange Zeit der einzige Großzoo Deutschlands, der auf meiner Liste fehlte, dort war ich 1999 erstmals, und da stieß ich mit besagtem Turkmenen auf "meinen" ersten unterartlich bezeichneten Karakal. Gleichzeitig waren aber auch welche ohne Unterartangabe im dortigen Bestand.
(16.05.2012, 09:56)
Oliver Jahn:   @Michael, ich schrieb ja, dass ich mich meine zu erinnere, einmal gelesen zu haben, dass die Tiere aus Armenien waren. Ich habe nur leider nicht die Zeit, danach zu suchen und wei√ü auch nicht mehr, wo ich es gelesen haben. Und wenn selbst Dathe keine mehr bekam, dann war es f√ľr Magdeburg sicher nicht unbedingt leichter.
(15.05.2012, 22:11)
Michael Mettler:   ... und auch Posen d√ľrfte seine Turkmenen doch wohl urspr√ľnglich (wenn nicht aus einem anderen Zoo) √ľber die Moskauer Tierhandelszentrale erhalten haben, die auch f√ľr den westdeutschen Tierhandel und f√ľr die DDR-Zoos die Bezugsquelle war?
(15.05.2012, 21:43)
th.oma.s:   das Dresdner Tier stammt aus Posen und ist Anfang der 90iger Jahre importiert wurden.
(15.05.2012, 21:34)
Michael Mettler:   @Oliver, zu deinem Beitrag in "Zoos in Polen": Wenn die Magdeburger Karakale nicht unterartlich ausgeschildert oder in den FELIS-Heften und fr√ľheren Jahresberichten explizit angegeben waren, w√§ren Turkmenen immerhin nicht ausgeschlossen. Immerhin wurden aus deren Herkunftsland z.B. Kulane und Uhus in den Export gebracht, warum also nicht auch Karakale? Irgendwoher muss ja auch das Dresdner Tier gekommen sein...
(15.05.2012, 21:01)
WolfDrei:   @Oliver: Karakale waren offensichtlich immer rar in den DDR-Zoos. Die UA-Grenze wird ja so etwa mit "westlich und √∂stlich" des Kaspischen Meeres gesetzt - Turkmenen also √∂stlich.
(15.05.2012, 20:59)
Oliver Jahn:   @WolfDrei, zum Thema der Karakale hier noch mal eine Frage. Waren die meisten Tiere in der ehemaligen DDR nicht UA schmitzi? Ich finde die Quelle nicht mehr, aber ich meine, dass Halle und auch Magdeburg Tiere aus der Sowjetunion hatten und da las ich mal, die Tiere w√§ren aus Armenien.
(15.05.2012, 20:34)
Michael Mettler:   Wir hatten im Forum u.a. in Zusammenhang mit Gondwanaland die Diskussion um Wald bewohnende Servale. Dazu fand ich nun in einem Artikel in der aktuellen K√∂lner Zoozeitschrift einige Hinweise. Laut diesen bilden die Hauptfaktoren im bevorzugten Lebensraum des Servals Wasser und Deckung. Verschiedene Autoren erw√§hnten demnach folgende Pr√§ferenzen: Feuchtgebiete im Allgemeinen, Savannen entlang von Fl√ľssen und S√ľmpfen, Waldr√§nder, Moorgebiete und Bambusdickichte in gro√üen H√∂hen. Die im Artikel geschilderte Feldstudie im Sambia ergab, dass sich dortige Servale bevorzugt im Grasland und in Galeriew√§ldern aufhalten, aber W√§lder ohne ausgedehnten Unterwuchs "eher meiden".

Entscheidend ist also anscheinend nicht der Faktor "offene Landschaft" vs. "unter B√§umen", sondern wie offen bzw. deckungsreich der bodennahe Bereich im entsprechenden Lebensraum ist. Die aufgef√ľhrten Bambusdickichte bilden immerhin auch eine Art von Waldcharakter (u.a. Lebensraum f√ľr den Bongo), ebenso die Galeriew√§lder.
(17.11.2011, 10:44)
WolfDrei:   Auch den Kleinkatzen geht es in Tallinn in einer neuen Anlage besser.
(17.09.2011, 22:17)
Michael Mettler:   @Sacha: Nix "Gl√ľck" - sowas nennt man "Argument" ;-D
(04.02.2011, 10:59)
Sacha:   @MM: "Schlechtere Ueberlebenschancen" kann man ja auch auf den Beuteerwerb m√ľnzen. Gut, hast Du es pr√§zisiert (Gl√ľck gehabt;))
(04.02.2011, 10:02)
Michael Mettler:   Na, hoffentlich muss da dann nicht auch die Feuerwehr ausr√ľcken, wenn mal ein Manul im Baum sitzt wie bei uns eine Hauskatze :-D

Spa√ü beiseite: OK, ich gebe mich mit der Beweislage zufrieden. Ich kenne aus eigener Anschauung oder von Fotos und Filmen z.B. Schabrackenschakale, Grauf√ľchse, Vielfra√üe, Geparden und Hausziegen auf B√§umen, da werde ich mich auch noch an Manule dort gew√∂hnen...
(03.02.2011, 22:02)
Oliver Jahn:   Ich bin immer wieder erstaunt, wer doch so alles in diesem Forum mitliest, und sich f√ľr diese Fragen hier intressiert. So eben erreichte mich eine Mail aus Russland, in der die Programmkoordinatorin einer russichen Organisation, die sich seit einiger Zeit direkt vor Ort in Studien um die Erhaltung des Manuls k√ľmmern, folgendes schreibt:
Normalerweise Leben Manuls in offenen Gebieten ohne B√§ume - Steppen und Halbw√ľsten. Aber W√§lder in der N√§he oder Baumgruppen gibt es. In solchen F√§llen suchen die Manuls auch diese Orte auf, um dort zu leben, wenn die anderen Bedingungen geeignet sind (Beute, Schutz, nicht zu viel Schnee im Winter, etc..). Wir wissen von dieser Situationen f√ľr Wald-Steppe-Regionen im s√ľdlichen Sibirien in Russland. Wir beobachteten auch die Manuls die bewohnen die W√§lder in der Republik Burjatien, und wir sahen Beobachtungen von Manuls auf den B√§umen... wo sie sitzen wie unsere Hauskatzen:).. ...Obwohl es ist nat√ľrlich nicht der √ľbliche Lebensraum f√ľr Manuls.

Und bevor mir jetzt hier ein √úbersetzungesfehler unterstellt werden sollte, ich habe diese Mail von zwei Leuten unabh√§ngig von einander √ľbersetzen lassen...eine dieser Personen war 45 Jahre Lehrer f√ľr Sprachen. ;-)
(03.02.2011, 21:26)
Michael Mettler:   @Sven: Wenn DAS "dichter Nadelwald" w√§re, dann beeindrucken mich aber in Zukunft Schilderungen der endlosen Taiga Sibiriens kein bisschen mehr :-D

@Oliver, ich kenne Dessau genausowenig wie den Baikalsee, vielleicht solltest du mir einfach mal deine "Wald-Manule" in natura vorf√ľhren, damit deine Begeisterung abf√§rben kann ;-) Aber wehe, die sitzen dann auch nur irgendwo rum und spielen "Stein"...
(03.02.2011, 21:10)
Sven P. Peter:   Auf der Seite kann man sich auch anzeigen lassen in welchen Gebieten die Tiere im jeweiligen Land vorkommen: http://www.savemanul.org/eng/manul/areal.php?area=common
(03.02.2011, 20:24)
Sven P. Peter:   Ich will mich gar nicht gro√ü einmischen, habe nur eine interessante Seite zu dem Thema gefunden. Und wenn man danach geht, hat zwar Michael recht, jedoch stehen auch da, wie auf dem Bild zu sehen, B√§ume in der Gegend rum!

http://savemanul.org/eng/manul/places.php?area=ikh
(03.02.2011, 20:21)
Oliver Jahn:   @Michael, du wei√üt doch, ich beantworte gern mal Fragen, die gar nicht mir gestellt wurden. ;-)
Aber zum Thema, ich hatte die ganze Zeit diesen beiden Beiträge von dir vor Augen.
"‚Ķwarum ein Manulgehege einen "vern√ľnftigen" Baumbestand haben solle, weil der nun mal nicht zum nat√ľrlichen Lebensraum dieser Tiere z√§hlt"

"Aber wir haben uns hier im Forum auch schon oft die M√§uler zerrissen, wenn Sandw√ľstenbewohner auf sattem Wiesengr√ľn pr√§sentiert werden oder Tiere, die im nat√ľrlichen Lebensraum NIE einen Felsen zu Gesicht bekommen, vor Felsw√§nden. Da w√§re der Manul im Wald eben ein weiteres Beispiel dieser Reihe."
Da steht nichts von "unwahrscheinlich", "m√∂glich" oder "k√∂nnte", sondern ja, genau so sieht f√ľr mich ein kategorischer Ausschluss aus, gerade weil ich deine sonstigen Beitr√§ge kenne.
Wenn dem aber gar nicht so ist, dann sind wir ja eigentlich ganz dicht beieinander.
Denn auch ich schrieb ja immer wieder, dass ich den Lebensraum Steppe f√ľr den nat√ľrlichen und typischen, nur eben nicht f√ľr den ausschlie√ülichen Lebensraum halte.
Wenn du dieses ebenfalls nicht kategorisch ausschließt, dann unterscheiden wir uns nur noch im Grad der Wahrscheinlich, welcher bei mir wohl etwas stärker ausgeprägt ist, als bei dir.
Und damit liegen wir nun wirklich so gut wie v√∂llig auf einer Linie und Dessau hat f√ľr seine Manule eine Inneneinrichtung, die nicht nur sch√∂n ist, sondern deren "Vernunft" ebenfalls nicht ausgeschlossen werden kann.

(03.02.2011, 20:05)
Michael Mettler:   @Sacha: Ja, hast du. Nur m√ľssen sich Tiger - egal welcher Farbe - wohl nicht gerade vor Greifv√∂geln sch√ľtzen wie eine Kleinkatze in offener Landschaft.

@Oliver, du k√∂nntest es mit deiner Argumentation viel einfacher haben, wenn du schlichtweg die Quelle nennen w√ľrdest, der deine √Ąu√üerung entsprang: "Und dabei wurde unter anderem auch eine Population herangezogen, die in den dichten Nadelw√§ldern an den Ufern des Baikalsees lebt" (siehe den Beginn der Diskussion im Thread "Zoo Magdeburg"). Diese Quelle muss dir ja offenbar in irgendeiner Form vorliegen, und sie w√ľrde mich wohl eher √ľberzeugen (und wom√∂glich Faszination erzeugen) als eine Argumentation "in Burjatien gibt es neben der Steppe auch viel Wald, also warum sollten da drin keine Manule leben". Da k√∂nnte ich schlie√ülich mit gleichem Recht sagen: Warum sollten da nicht Eichh√∂rnchen in die Steppe vordringen? Die k√∂nnen schlie√ülich nicht nur klettern, sondern auch sehr flink √ľber den Boden laufen und sich in Erdl√∂chern verstecken. Und falls ihr Kot N√ľsse und Eicheln enth√§lt, dann wei√ü die Wissenschaft vielleicht noch nicht, dass da in der Steppe auch B√§ume wachsen...

Die Aufzählung, in der auch Eichhörnchen als Beute genannt werden, findet sich auf der Seite http://katzesleben.de/03wild/04_f_manul.php
Exakt einen Satz davor hei√üt es in der selben Quelle: "Der flache Kopf und die tiefliegenden Ohren scheinen evolutive Anpassungen an das Heranpirschen an Beutetiere in offenem, nur gering bewachsenem Gel√§nde zu sein." Die Liste der genannten Beutetiere enth√§lt wiederum √ľberwiegend Arten(gruppen), die in offenem Gel√§nde leben, und auch die Nutzung von Fuchsbauten schlie√üt offene Landschaft keineswegs aus (z.B. Steppenfuchs!). Sorry, aber da bin ich eher geneigt, im "Eich"h√∂rnchen einen √úbersetzungs- oder Formulierungsfehler zu sehen, statt dem dort schlicht "H√∂rnchen" stehen k√∂nnte/sollte/m√ľsste (und dazu z√§hlen auch Erdh√∂rnchen wie die schon erw√§hnten Ziesel). Man liest z.B. in anderen Zusammenh√§ngen auch oft von "Eidechsen", wo zoologisch korrekter "Echsen" gemeint sind usw.

Ich habe in meinen Diskussionsbetr√§gen immer wieder Formulierungen wie "unwahrscheinlich", "fragw√ľrdig", "k√∂nnte" oder "muss nicht notwendigerweise bedeuten" verwendet, die Ausnahmen durchaus zulassen. Ein kategorisches Ausschlie√üen der M√∂glichkeit, wie du es mir zuzuschreiben versuchst, s√§he f√ľr meinen Geschmack anders aus.

Stimmt, von den beiden erw√§hnten Zoofans beteiligt sich nur einer an der Diskussion. H√§tte ich schon auf meine ausl√∂sende Frage, die gar nicht an dich gerichtet war, eine schl√ľssige argumentative Antwort statt gar keiner bekommen, w√§re ich vielleicht schon l√§ngst vom Wald-Manul √ľberzeugt...
(03.02.2011, 14:28)
Oliver Jahn:   @Michael, ich habe etliche Indizien versucht zusammenzutragen, die aus meiner Sicht die M√∂glichkeit von Manulen im Wald durchaus nicht ausschlie√üen.
Auf diese Indizien antwortest du mit Gegenindizien, ebenfalls ohne endg√ľltige Beweise.
Also will ich mich gern mit diesen auch noch mal auseinandersetzen.

"Der Manul ist seit jeher als Steppenbewohner bekannt"
Wenn ich mir Seiten anschaue, die sich näher mit dem Manul beschäftigen, dann lese ich dort, sehr oft:

"Tatsächlich ist der Manul in vieler Hinsicht ein noch recht unbekanntes Wesen. Man weiß zwar, was er frisst, man kennt die Tragezeit (65 bis75 Tage), Lebenserwartung (max. 12 Jahre), Wurfgröße (vier bis sechs Junge) und Zeitraum bis zur Geschlechtsreife (vor Ablauf des ersten Lebensjahres) in der Gefangenschaft. Über das Leben der außergewöhnlichen Wildkatze in freier Wildbahn jedoch ist wenig bekannt."

Der Rest, wie bereits gesagt, ist sehr oft nur eine Wiederholung von Fakten, die man im Wortlaut so auch auf etlichen anderen Seiten findet, und die nicht allein dadurch richtiger werden, nur weil man sie wiederholt oder von einander abschreibt. Dennoch finde ich auch hier immer wieder Dinge, da man nicht auf jeder anderen Seite findet, so wie folgende Aussage:
"Das Beutespektrum des Manul ist recht vielf√§ltig, so macht er Jagd auf Pfeifhasen, W√ľhlm√§use, Murmeltiere, Eichh√∂rnchen und auf eine Vielzahl von V√∂geln, darunter Lerchen und Flug- und Schneeh√ľhner. Der Manul versteckt sich tags√ľber in Bodensenken oder kleinen verlassenen H√∂hlen, die er von Murmeltieren oder F√ľchsen √ľbernommen hat."
Zumindest Eichh√∂rnchen und F√ľchse gibt es auch im Wald, ja, ich gehe sogar noch etwas weiter:
Das Eichhörnchen ist seit jeher als Waldbewohner bekannt.

"Eichh√∂rnchen leben in den W√§ldern Europas und Asiens in allen H√∂henlagen. In Australien kommen sie √ľberhaupt nicht vor. Wichtig ist das Vorhandensein von samenbildenden B√§umen, die die Nahrungsgrundlage bilden, Zapfen, Bucheckern, Eicheln, N√ľsse, Knospen, Baumrinde, Insekten und Eier."
Alles das steht im Netz und ist keinesfalls nur meine Aussage.

Dann setzt du dich mit der Fellfärbung auseinander, ebenfalls keine Aussage von mir, sondern bei Grzimek nachzulesen. Und meine Theorie könnte hier genauso greifen, wie deine, denn beim Tiger sollen die Streifen der Tarnung im Wald dienen, beim Zebra in der Steppe.

Du schreibst, Burjatien wird mit der Mongolei verglichen, ich sage, es hat große Steppen, aber eben auch viel Wald.
Und wenn ich dann auf diese Seite schaue:
http://www.juwongs.de/geografische_lage.htm
dann ist das nicht nur eine Aussage von mir, sondern dann steht da:

"In der waldreichen Burjatischen Republik gibt es zahlreiche Fl√ľsse. Die meisten davon flie√üen in den Baikalsee. Die Selenga, die in der Mongolei entspringt, durchstr√∂mt Burjatien auf einer L√§nge von 415 km. Sie bildet eine wichtige Verkehrsader und Verbindung zur Mongo¬¨lei. Der Witim, der gleichzeitig die nord√∂stliche Grenze zum Gebiet Tschita bildet und zum Lena-System geh√∂rt, ist mit 1.294 km der l√§ngste Flu√ü von Burjatien. Er ist dort auf 730 km schiffbar. Der Bargusin bew√§ssert die Bargusin-Steppe zwischen Bargusin- und Ikat-Gebirge, ein wichtiges landwirtschaftliches Anbaugebiet.
Neben dem Baikalsee, der fast vollst√§ndig zum Gebiet der Burjatischen Republik geh√∂rt, gibt es zahlreiche kleinere Seen, √ľberwiegend im Baikal-Bergland und im Ost-Sajan. Diese Seen sind aber zumeist recht klein und werden aus den Gletschern gespeist."
Und ich finde dort ein Bild, welches nun wirklich nicht gerade nach Steppe aussieht.
Also keine Aussage von mir, sondern eine, die ich genauso im Netz gefunden habe, wie du die deine, bzgl. des Vergleichs mit der Mongolei, ebenfalls von Leuten geschrieben, die dort bereits waren und sogar Fotos gemacht haben.


Wenn der Luchs den Manul im Wald verhindert, warum hat dann der Jaguar den Ozelot nicht schon in die Pampassteppe abgedrängt und warum weichen dann Rotluchse, die sehr anpassungsfähig sind, dem Puma nicht in andere Regionen hinein aus?

Und noch einmal, ich habe nie angezweifelt, dass der Hauptlebensraum des Manul die Steppe ist. Aber ein Hauptlebensraum und das Wort, "hauptsächlich" welches ich in etlichen Beschreibungen finde, lässt eben immer auch eine Ausnahme zu. Und nur von der spreche ich.

Also sei nicht b√∂se, aber als Indizien stehen da f√ľr mich den √Ąu√üerungen zweier Zoofans (von denen sich ja nur einer an der Diskussion hier beteiligt), die von dem Gedanken fasziniert sind, die √Ąu√üerungen eines Zoofans entgegen, der diese Faszination nicht teilen kann.

(03.02.2011, 12:43)
Sacha:   @MM: "Wo die Felsen r√∂tlich sind, h√§tte ein grauer Manul schlechtere √úberlebenschancen als ein r√∂tlicher; zwischen glatten Findlingen ist ein ungemusterter Manul besser getarnt, zwischen rissigen Klippen ein gemusterter."

Interessant, interessant. Habe ich nicht mal diese Argumentation beim Thema "Weisse Tiger" (resp. deren Selektion) gebracht...?:)
(03.02.2011, 10:33)
Michael Mettler:   @Oliver: Ja, und ich habe auch noch gut in Erinnerung, wer bei mancher Querdenkerei von mir die Rolle des advocatus diaboli spielte... Jetzt ist es eben mal umgekehrt ;-)

Ich erlaube mir mal eine kurze Zusammenfassung:
- Der Manul ist seit jeher als Steppenbewohner bekannt. Er wurde fr√ľher sogar hie und da mit der Artbezeichnung "Steppenkatze" belegt, aber das hat man wohl wegen der Verwechslungsm√∂glichkeit mit dem gleichnamigen Formenkomplex der Wildkatze sp√§ter vermieden.
- Du erw√§hntest (noch im Thread "Zoo Magdeburg") eine Freilandstudie bez√ľglich des Nahrungsspektrums, die u.a. an einer Population in den dichten Nadelw√§ldern des Baikalsees gemacht wurde. Auf der Suche nach dieser Studie fand ich bisher nur Angaben, die auf eine Steppen- bzw. Ger√∂llhangherkunft der verdauten Beutiere schlie√üen lassen, da die betreffenden Arten nach allgemeiner Ansicht nicht in W√§ldern vorkommen. Hingegen fand ich keinen Hinweis auf eine untersuchte Waldpopulation von Manulen, deren Kot zwangsl√§ufig ganz andere Tier√ľberreste enthalten m√ľsste, so dass eine Gegen√ľberstellung beider "√Ėkotypen" in Ver√∂ffentlichungen sicher interessanter w√§re als die blo√üe Erw√§hnung nur eines dieser Typen. Du selbst ziehst die Studie als Beleg f√ľr die Waldtheorie heran, aber nicht ihre Ergebnisse - deshalb w√ľrde mich ja durchaus interessieren, was in der Studie √ľber Untersuchungen im Wald geschrieben steht. Dar√ľber finde ich n√§mlich bisher nichts.
- Du erw√§hntest das "gr√ľne" Burjatien als Beleg f√ľr Waldmanule - ich war auch noch nie dort, aber eine auf die Baikalseeregion spezialisierte Website vergleicht Burjatien wegen seiner weiten Steppenlandschaften (in denen Manule nachgewiesen sind) mit der Mongolei.

Ja, das sind alles nur Indizien, keine endg√ľltigen Beweise. Aber die Infos dar√ľber stammen eben von Leuten, die schon mal vor Ort waren oder st√§ndig dort sind. Sei mir nicht b√∂se, aber die einzigen Indizien daf√ľr, dass Manule Wald (sogar dichten Wald) bewohnen sollen, finde ich bisher (wie gesagt, ich lasse mich wirklich gern vom Gegenteil √ľberzeugen) in den √Ąu√üerungen zweier Zoofans, die Manule auf B√§umen faszinierend finden.

F√§rbungsunterschiede der Unterarten k√∂nnen unterschiedlichste Gr√ľnde haben, statt einer Anpassung an geh√∂lzreicheren oder offeneren Lebensraum k√∂nnte dabei z.B. auch die Farbe und Struktur der jeweils vorhandenen Felsenlandschaft eine Rolle spielen. Wo die Felsen r√∂tlich sind, h√§tte ein grauer Manul schlechtere √úberlebenschancen als ein r√∂tlicher; zwischen glatten Findlingen ist ein ungemusterter Manul besser getarnt, zwischen rissigen Klippen ein gemusterter. √úbrigens haben selbst Sandkatzen (noch) ein - wenn auch abgeschw√§chtes - Streifenmuster und geraten trotzdem nicht in Verdacht, durch W√§lder zu streifen.

Da du den Luchs ansprichst: Gerade, DASS dieser die relativ ungest√∂rten Waldgegenden besiedelt, k√∂nnte daf√ľr sprechen, dass der Manul lieber in der offenen Landschaft bleibt. Luchse sollen kurzen Prozess mit kleineren Nahrungskonkurrenten wie Mardern und Wildkatzen machen. Da ist f√ľr den Manul die Steppe, wo er bessere Chancen hat, seine Feinde rechtzeitig zu sehen (denn das Geh√∂r d√ľrfte durch die kleinen, tief im Fell steckenden Ohren schlechter sein als bei "normalohrigen" Katzen), wom√∂glich schlichtweg sicherer als der Wald.
(03.02.2011, 00:02)
Oliver Jahn:   Michael, vielleicht fahre ich irgendwann mal dahin, und dann gibt es ja vielleicht auch ein Beweisfoto. Aber um Beweise ging es mir gar nicht. Wenn ich hier ins Forum schaue, dann sind unz√§hlige Beitr√§ge (ich verweise da noch mal auf den Thread "L√∂wen") Theorien, √ľber Arten und Unterarten, m√∂gliche "Flaschenh√§lse", Wanderungsbewegungen und vieles mehr, die weitere Aufz√§hlung kann ich mir sparen, denn gerade du wirst ja deine Beitr√§ge am besten kennen.
Und darum kam ich ja auch zu dem Schluss, hier etwas erstaunt zu sein, √ľber diesen kategorischen Ausschluss der Theorie "Manul im Wald".
Darum m√∂chte ich auch noch einmal zusammenfassend darlegen, warum ich auch ohne einen Beweis sehr wohl daran glaube, es sogar f√ľr sehr wahrscheinlich halte, dass es auch Manule gibt, die Waldgebiete bewohnen.
Es ist noch immer sehr wenig √ľber den Manul bekannt, das wenige, was wir wissen, klingt auf den meisten Seiten so, als w√§re es von einander abgeschrieben.
Die Regionen, in denen der Manul vorkommt, die haben sehr viel Steppengebiete, aber in den meisten dieser Gebiete gibt es auch sehr viel Wald.
Das Internet biete heute eine sehr schnelle und bequeme Möglichkeit, fast alles nachzuschlagen. Trotzdem bin ich (wie du ja auch) noch immer ein Freund des Buches.
Und wenn ich da mal in zwei Hauptwerke schaue, n√§mlich Grzimeks Tierleben und Urania Tierreich S√§ugetiere, dann steht auch dort, dass der Manul die asiatischen Steppen und Hochsteppen bewohnt, aber auch Gebirgsgebiete in Zentralasien, wie die s√ľdlichen Himalajaabh√§nge, in denen es nat√ľrlich auch Felsen und Ger√∂ll gibt, aber eben auch sehr waldreich Gebiete, einige sogar gerade an den S√ľdh√§ngen mit dichten Laub- und Nadelw√§ldern, √§hnlich wie am Baikalsee und gerade diese Unterart (nigripectus) ist am st√§rksten gestreift und r√∂tlichgrau gef√§rbt, w√§hrend die Unterart, die in Zentralasien lebt (manul manul) eher grau und kaum gestreift ist. Da lese ich an anderer Stelle und nicht von mir geschrieben f√∂rmlich den Satz: "K√∂nnte das nicht eventuell auch ein Merkmal f√ľr eine Anpassung an unterschiedliche Lebensr√§ume sein, in denen die Streifen und das r√∂tliche Fell in einer waldreichen Gegend deutlich mehr Sinn machen w√ľrde, und das grau ohne Streifen eine perfekte Tarnung zwischen Steinen und in der Steppe w√§re?"
Das, was wir √ľber sein Beutespektrum wissen, dass wissen wir aus 500 Kotproben. Wenn daraus jemand sonst hier im Forum eine Allgemeing√ľltigkeit abgeleitet h√§tte, dann w√§re aus etlichen Federn aber sofort geflossen, dass das ja wohl nicht aussagekr√§ftig genug w√§re.
In vielen Bereichen des extrem gro√üen Lebensraumes des Manuls gibt es so gut wie keine Zivilisation. Das Verbreitungsgebiet der Katze ist geografisch gesehen au√üerordentlich gro√ü, es erstreckt sich immerhin vom s√ľdlichen Kaukasus √ľber Turkmenistan, Usbekistan, Nordpakistan und Nordindien bis in weite Bereiche Tibets, des westlichen und n√∂rdlichen China und die Mongolei bis zur Region des Baikalsee in Russland.
Wer also hat dort schon mal genauer nachgesehen?
In ebenfalls vielen Bereichen (wie von dir beim Baikalsee beschrieben) geht sein "klassischer" Lebensraum in Wald √ľber. Warum sollte gerade der Manul es hier nicht so tun, wie extrem viele andere Arten, und sich auch diesen Lebensraum erschlie√üen? Wenn ich mir mal anschaue, in was f√ľr Landschaften z.B. Luchse leben, dann stell ich mir schon die Frage, was da am Manul so viel anders sein soll? Ist ein Dromedar vor australischer Kulisse "vern√ľnftig"? Und ein Marderhund in Seesen?
Schließlich sprechen wir von einer Katze, einer Art in einer der anpassungsfähigsten Tierfamilien, die fast jeden Lebensraum erobert hat, und nicht von einer Robben- oder Steppenantilopenart, die ich in meine gedanklichen Möglichkeiten in dichte Wälder verfrachte.
Weiterhin sind Manule in vielen Regionen fast gänzlich ausgerottet. Gibt es Fotos von Auerochsen im deutschen Wald? Dennoch sollen sie da einmal gelebt haben und wir glauben es. Ja, es gibt Knochenfunde und es gibt Stiche und Zeichnungen. Aber warum denn? Weil dort auch Menschen lebten, die dieses getan haben und die es in vielen Gebieten, in denen der Manul lebt, nicht gibt.

Ja, vielleicht ist es so, dass noch nie ein Manul seine kleinen Tatzen jemals in ein St√ľck Wald gesetzt hat.
Vielleicht stehen auch in den Steppen an der Übergängen zu den Wäldern Schilder, auf denen ein Bild von einem Manul ist und drunter steht geschrieben: " Du kommst hier nicht rein!"
Ja, vielleicht ist gerade der Manul eine so extrem spezialisierte Art, dass er in keinem anderen Habitat, als dem heute bekannten √ľberleben kann.
Vielleicht ist es aber so auch nicht und wir wissen es nur nicht. Bei der extrem d√ľrftigen Faktenlage, die es gerade √ľber dieses Tier gibt, schlie√üe ich auf jeden Fall f√ľr mich kategorisch aus, jeden weiteren Lebensraum f√ľr den Manul auszuschlie√üen. F√ľr mich hat er alles, was ihn auch als Waldbewohner erfolgreich machen w√ľrde und wenn immer mehr Pfeifhasen vergiftet werden und die Beute knapp wird, dann g√§be es √ľberhaupt keinen Sinn, warum gerade dieses Tier nicht auch die W√§lder nutzen sollte.
Zweifel am Manul im Wald, klar, unwahrscheinlich, von mir aus, obwohl ich selbst das anders sehe, aber "‚Ķweil der nun mal nicht zum nat√ľrlichen Lebensraum dieser Tiere z√§hlt."‚Ķda kann ich nicht mitgehen.
Und weißt du, wer mich in etlichen Fällen mit einer ähnlich fragilen Datenlage gerade zu dieser Denkweise immer wieder ermunter und angehalten hat? ;-)

(02.02.2011, 19:47)
Michael Mettler:   @Oliver, da wir gerade gleichzeitig gepostet haben: Ich habe die nicht die Studie selbst gefunden (Russisch k√∂nnte ich ohnehin nicht lesen), sondern gehe davon aus, dass sich die auf diversen deutsch- und englischsprachigen Websites zu findenden Angaben √ľber eine Studie, in der Manul-Kotproben untersucht wurden, auf diese beziehen, denn eine zweite wird nicht erw√§hnt. Falls es aber nur EINE Studie gegeben haben sollte, bei der offenbar ausschlie√ülich √úberreste von Tieren offener Landschaften im Kot der Manule zu finden waren, dann w√ľrde ich eher darauf schlie√üen, dass auch die untersuchten Manule dort in einer offenen Landschaft leben, als mit ihnen zusammen auch ihre gesamte Beutefauna in den Wald hinein zu interpretieren.

Glaub mir, ich f√§nde es ja selber spannend, wenn es Manule oder andere typische Freifl√§chentiere irgendwo auch in dichten W√§ldern g√§be. So wie ich z.B. auch faszinierend finde, dass Zoologen in Afrika angeblich bei der Auswertung von Fotofallen zu ihrer Verwunderung feststellen mussten, dass L√∂wen und Hy√§nen zumindest zeitweise auch in den Regenwald vordringen. Aber f√ľr diese aus einem Buch stammende Angabe habe ich bislang genausowenig Beweise gesehen wie f√ľr Manule im Wald.
(01.02.2011, 23:58)
Oliver Jahn:   ...stimmt..und einiges an Wald.
(01.02.2011, 23:43)
Michael Mettler:   Ein paar Zitate von der Website www.baikalinfo.com:

"Nicht zuletzt werden vor allem Ausländer von den weiten Steppenlandschaften Burjatiens an die Mongolei erinnert."
"Im s√ľdlichem K√ľstengebiet (des Baikal-Lena-Reservates) befinden sich pr√§rieartige Steppen, welche weiter n√∂rdlich in L√§rchenw√§lder und sp√§ter in Taiga-W√§lder √ľbergehen."
"Pribaikalski Nationalpark: Er erstreckt sich von der S√ľdspitze bis zur Insel Olchon und umfasst sowohl Wald- als auch gro√üe Steppenfl√§chen."

Ohne die Augen vor den Erwähnungen von Wald verschließen zu wollen, lese ich da doch einige "typische" Manul-Lebensräume aus der Umgebung des Baikalsees heraus.

(01.02.2011, 23:35)
Oliver Jahn:   Auf dem Bild ist ein K√ľstenstreifen zu sehen, und selbst auf dem steht ein Baum. Du hast die Studie doch selber gefunden, wie du schreibst. Da wird von einer Population am Baikalsee gesprochen, die in der Republik Buriatien lebt. Die Gebiete des Baikalsees dort sind bewaldet, so wie ich lese, obwohl mein russisch nicht mehr das beste ist. Und ich will gar keine Zweifel zerstreuen, ich zweifele ja am Dogma Manul= NUR Steppe. Ich wundere mich nur, dass bei manchen Tierarten alles, was in den B√ľchern steht, in Zweifel gezogen wird, bei anderen gelten sie als unumst√∂√ülich. Und im Vergleich zwischen L√∂wen und Manulen gibt es sicher ein Vielfaches mehr an Literatur zum L√∂wen. Ich schlie√üe Manule im Wald nicht aus. Letzlich gibt es L√∂wen, die fast nur IM Wasser leben. Da liegt ein Manul im Wald doch deutlich n√§her.
Zur Beutefauna, das sagst du ja selber, vielleicht war der Kot der anderen (Steppen)Tiere einfach viel häufiger und besser zu finden. Das mit den Saigas...geschenkt.
(01.02.2011, 23:27)
Michael Mettler:   Oliver, "gr√ľn" ist auch Steppe, und wenn am Baikalsee nur dichter Nadelwald st√ľnde, w√ľrdest du auf dem betreffenden Foto nicht mal das Wasser sehen, weil im Vordergrund B√§ume st√ľnden ;-) Der auf dem Bild zu sehende Randbereich des Sees passt jedenfalls bestens ins √ľberall geschilderte Manul-Schema. Nun ist der See riesig und anderswo reicht der Wald bestimmt auch mal bis an die Uferlinie heran, aber das muss ja nicht notwendigerweise bedeuten, dass dann da auch Manule leben.

Kategorisch ausgeschlossen? Nach der bewussten Kotprobenanalyse m√ľsste ja nicht nur der Manul, sondern auch der Gro√üteil seiner Beutefauna ausgerechnet am Baikalsee in einem f√ľr sie v√∂llig untypischen Lebensraum vorkommen, und das macht die Sache eben unwahrscheinlich. Oder stolpern da wom√∂glich auch noch Saigas durchs Unterholz, von denen die Wissenschaft nichts ahnt...? Ja, ich denke gern quer und zweifele auch gern mal. Vielleicht kannst du die Zweifel ja ganz einfach zerstreuen, wenn du mir sagst, wo ich das √ľber die Nadelwald-Manule nachlesen kann.
(01.02.2011, 23:07)
Oliver Jahn:   Ach ja, und von dem, was es in den Tiefen Sibiriens gibt, und was wir alles noch nicht kennen, will ich gar nicht anfangen. Und auch Zentralsibirien wird als Lebensraum des Manul angegeben. Gerade du Michael sagst doch immer, man solle auch mal quer denken und nicht immer dem glauben, was von Fachleuten in B√ľchern geschrieben wird. Es gibt so viele Tiere, die so unterschiedliche Lebensr√§ume erobert haben, warum gerade sollte da der Manul, von dem wir so wenig wissen, so kategorisch ausgeschlossen sein?
(01.02.2011, 22:39)
Oliver Jahn:   Ich sehe auf diesem Link nur ein Foto vom Baikalsee. Und das zeigt weder Steppe, noch Ger√∂ll. Und wenn ich √ľber Buriatien nachlese, dann sind gerade dort die Baikalregionen sehr gr√ľn.
(01.02.2011, 22:32)
Michael Mettler:   Um die Manul-Diskussion aus dem Thread "Zoo Magdeburg" herauszunehmen:

@Oliver, am Baikalsee gibt es auch Lebensräume, die der in der Literatur beschriebenen Spezialisierung des Manuls auf Trockensteppe und Geröllhänge durchaus entsprechen. Ein Beispielfoto (neben anderen Fotos aus Manul-Biotopen) findet sich hier:
http://www.pictures-of-cats.org/pallas-cat.html

Dass wir lange nicht alles √ľber frei lebende Tiere wissen, darin stimme ich gern zu, ebenso, dass etliche Angaben in der Literatur tradiert wurden, ohne sie mal auf Wahrheitsgehalt zu √ľberpr√ľfen. Aber dass am Baikalsee mit Manul, Pfeifhase, Steinhuhn und Ziesel gleich vier sehr unterschiedliche Tierarten dichten Nadelwald bewohnen sollen, die √ľberall sonst nur als Bewohner offener Landschaften bekannt sind, erscheint mir doch recht fragw√ľrdig.

Wenn ein waldiges Gehege Manuls im Zoo zu Aktivit√§t anregt, ist das sch√∂n f√ľr Tiere und Besucher. Aber ich habe auch schon z.B. sehr aktive Amurtiger in einem indischen Palast und sehr aktive Flusspferde in einer Felsenh√∂hle beobachten d√ľrfen (an beiden Pr√§sentationsformen wird ja gern herumgem√§kelt) und frage deshalb trotzdem nicht, welche Zoos ihren Hippos "vern√ľnftige" H√∂hlen bieten :-)
(01.02.2011, 22:20)
Michael Mettler:   @IP66: Zumindest bei einigen der geschilderten Neuerungen liegen kombinierte Forschungen aus Genetik und Morphologie vor, was die Zweifel ein wenig d√§mpfen m√ľsste. Letztlich haben wir auch die altgewohnten morphologischen Art-/Unterartgliederungen nur geglaubt, weil man in B√ľchern versuchte, sie plausibel darzustellen (wobei ich mich z.B. bei Papageien gern gewundert habe, wie 10 mm Unterschied in der Schnabell√§nge als Abgrenzungsmerkmale herhalten konnten...) und es im Normalfall keinen Gegenentwurf gab, den wir als Alternative h√§tten akzeptieren k√∂nnen.
(27.07.2009, 12:44)
IP66:   Ergebnisse wie die von Dir geschilderten lassen mich ja wieder einmal an der Relevanz der quantifizierenden Genomanalyse in Sachen Taxonomie zweifeln. Ich w√ľrde mich ja nicht wundern, wenn hier und da bislang erzielte Ergebnisse relativiert w√ľrden, aber in fast allen F√§llen dieser Untersuchungen stimmt praktisch nichts mehr, und damit dient die hier angewandte Methode ja nicht der Erg√§nzung der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern sie will diese ersetzen. Sicherlich handelt es sich um schwieriges Gel√§nde, da der Evolutionsbegriff noch der der Unterart seltsam zwischen einem Verst√§ndniskonstrukt und einer wissenschaftlichen Annahme oszillieren, und ich m√∂chte jeden Versuch begr√ľ√üen, der in diesen Fragen zu klareren Konturen f√ľhrt. Doch wenn eine neue Me√ümethode zu Ergebnissen f√ľhrt wie die Genomanalyse bei den Kleinkatzen, w√ľrde wohl jeder Physiker einen Me√üfehler vermuten.
Ein gewisses Grund√ľbel der Taxonomie scheint darin zu liegen, da√ü jeder neue Forscher gerne ganze neue Sortierungen und Unterartgrenzen vorf√ľhrt, doch habe ich den Eindruck, da√ü das bei Herrn Rothschildes Kasuaren wie auch bei den Seqzenzenz√§hlern zu Antworten f√ľhrt, die mir eher als Glaubenss√§tze erscheinen wollen.
Die große Frage stellt sich ja auch erst, wenn man aus diesen Glaubenssätzen Handlungsmaximen entwickeln will - was, wie wir beim Tigerzuchtprogramm sehen, ja durchaus nicht nur akademische Dimensionen betrifft.
(27.07.2009, 12:06)
Michael Mettler:   Habe noch ein bisschen gebl√§ttert. Leider finden sich √ľber die neueren Ergebnisse und Vermutungen immer nur kurze Anmerkungen, aber die sind durchaus interessant:

- Bei der Oncilla sind mittelamerikanische Tiere von denen im S√ľden Brasiliens genetisch so weit entfernt wie sonst nur getrennte Arten innerhalb der Gattung Leopardus. Eine Aufsplittung in zwei, vielleicht sogar vier Arten ist in Diskussion.

- Umgekehrt bei der Kleinfleck- alias Salzkatze: Hier weisen die genetischen Ergebnisse darauf hin, dass die bisherige Einteilung in vier Unterarten nicht haltbar sein d√ľrfte und die Art monotypisch ist.

- F√ľr die Pampaskatze alias Colocolo wird wie erw√§hnt die Aufteilung in drei Arten oder mindestens deutlich eingrenzbare Unterartengruppen diskutiert, die sich nicht nur genetisch, sondern auch in morphologischen Details unterscheiden.

- Die Afrikanische Goldkatze soll näher mit dem Karakal als mit den Asiatischen Goldkatzen verwandt sein.

- Beim Geparden best√§tigen die genetischen Untersuchungen nicht die nach der Morphologie einger√§umte Sonderstellung, sondern r√ľcken ihn relativ nah an Puma und Jaguarundi heran - wenn man so will, w√§re er damit eine Kleinkatze...

- Iriomote- und Amurkatze liegen genetisch innerhalb der Variationsbreite der Bengalkatze und werden somit nur (wieder) als Unterarten von dieser betrachtet. Die Abtrennung der Amurkatze als eigene Art fu√üte auf einem Vergleich mit s√ľdostasiatischen Bengalkatzen und ignorierte die dazwischen vorkommenden chinesischen Populationen, die zwischen den beiden Formen vermitteln.

- Die Hauskatze soll NICHT von der Falbkatze abzustammen, sondern einen gemeinsamen Vorfahren mit ihr haben! Wild-, Falb- und Steppenkatze werden in diesem Buch (wieder) als Unterarten(-gruppen) von Felis silvestris gef√ľhrt.
(26.07.2009, 23:21)
Michael Mettler:   @Henry Merker: Zum Buch siehe Thread "Zoo-Literatur", da hatte ich schon eine Kurzkritik verfasst. Ich habe l√§ngst nicht alles gelesen und diesmal speziell nach den Leoparden √ľberflogen, aber nebenher ist die diskutierte Splittung der Oncilla in zwei Arten und des Colocolo in drei Arten h√§ngengeblieben. Die Eingliederung des Jaguarundi in die Gattung Puma nach genetischen Ergenissen geh√∂rt ebenfalls dazu.
(26.07.2009, 20:48)
Henry Merker:   @Michael Mettler (Leopardenunterartenthread):
Welche Umwälzungen hat es denn in der Katzensystematik gegeben? Und ist das von Ihnen beschriebene Buch zu empfehlen?
(26.07.2009, 20:14)
J√∂rn Hegner:   gibt es heute noch ein zoo der diese marmorkatzen aus asien h√§lt ?
weil die gabs ja fr√ľher im los angeles zoo .
(12.11.2008, 21:38)
WolfDrei::   Die letzten afrikanischen Goldkatzen waren in Port Lympne , noch von Prof. Leyhausen. Das letzte Tier starb etwa 1995 hochbetagt √ľber 20 Jahre alt-ich kam leider einige Monate zu sp√§t
(23.04.2007, 10:55)
Shensi-Takin:   Laut dieser Seite:
http://www.thefcf.com/species/GoldenCat.asp?key=307
hält keine bekanntere offizielle Einrichtung zzt. Afrikanische Goldkatzen; das schließt allerdings nicht die Haltung der Art in einem z.B. afrikanischen Zoo oder bei dem einen oder anderen Privatmann aus.
(17.04.2007, 21:00)
?:   Verzeihung !
(17.04.2007, 20:49)
Michael Mettler:   ART bitte, die Afrikanerin ist nicht nur Unterart :-)
(17.04.2007, 20:24)
?:   Das sind Asiatische Goldkatzen. Alle in Deutschland gezeigten Goldkatzen sind Asiatische, aber wer h√§lt noch die afrikanische Unterart ?
(17.04.2007, 20:03)
Angelique:   Also ich meine, ich h√§tte die Goldkatze im Wuppertaler Zoo gesehen?!
(17.04.2007, 19:56)
?:   Werden in Europa noch Afrikanische Goldkatzen gehalten ? In Rotterdam habe ich sie 1987 gesehen,
seither in keinem anderem Zoo mehr.
(17.04.2007, 17:43)
Michael Mettler:   Wei√ü zuf√§llig jemand, wann und wo in Deutschland/Europa/Welt erstmalig Oncillas gez√ľchtet wurden? Mich interessiert, ob die Nachzucht 1973 in Hannover m√∂glicherweise eine Erstzucht war.
(10.12.2006, 15:35)
Mulan:   Mittlerweile ist das nicht mehr so, denn an der Zucht sind sowohl ein Kater von Aspinall und eine neue Wildfangkatze beteiligt. Und nach wie vor stapeln sich die Rostkatzen in der B√§renburg, die werden bald den Weihnachtsgru√ükarten als Anh√§ngsel beigelegt....
(23.11.2006, 09:16)
Dortmunder:   @ Karsten Vick :

Habe mich grade nochmal mit dem Rostkatzen-Thema auseinandergesetzt, und wirklich : In einem mir vorliegenden Frankfurter Zoof√ľhrer steht ganz klar, dass alle Zoo-Rostkatzen Europas & Nordamerikas (!!!!) auf ein Zwillingspaar zur√ľckgehen, das 1975 aus Sri Lanka eintraf !!! Da brauchen wir Dortmunder uns ja wegen unseres Oncilla-Zuchtpaares gar keine Sorgen mehr zu machen ;o)
(23.11.2006, 08:16)
Michael Mettler:   @IP66: Muss ja nicht mal ein "Ersatz"k√§fig sein, Unterbringungen hinter den Kulissen sind anscheinend h√§ufig nicht nur optisch wenig ansprechend, sondern auch eng. Ich hatte mal die Gelegenheit, den Pflegerbereich des Henri-Martin-Hauses in Rotterdam (damals noch mit Affen und Nachttieren besetzt) schauen zu d√ľrfen. Die Unterbringung der Reservetiere der Schwarzfu√ükatzen unterschied sich weder optisch noch gr√∂√üen- und materialm√§√üig sonderlich von den bei Z√ľchtern √ľblichen Kaninchenst√§llen in Buchtenbauweise. Und in sowas wurden dort auch noch andere Tierarten gehalten, an die ich mich allerdings nicht mehr erinnern kann. Vielleicht waren das urspr√ľnglich Krankenk√§fige, die dann aus Platzmangel zu Dauerunterk√ľnften wurden.

Im Vergleich dazu sind z.B. die Unterk√ľnfte im alten Wuppertaler Max-Planck-Institut meiner Erinnerung nach nicht kleiner als bei klassischer Zoohaltung, wenn auch reine Zweckanlagen ohne optisches Brimborium. Ich sah dort damals die ersten Oman-Falbkatzen und hatte nicht den Eindruck, dass sie dort beengter untergebracht waren als ihre Verwandten im Kleinkatzenhaus.
(14.07.2006, 14:16)
Johannes Pfleiderer:   Ich kann noch eine Erg√§nzung liefern: Servale werden auch in Hoyerswerda gehalten.
(14.07.2006, 13:34)
IP66:   Wieder einmal der klassische Fall: Man baut Gro√üanlagen im neuen Haus, und manche wichtige Rarit√§t sitzt dann √ľber Jahrzehnte in irgend einem Ersatzk√§fig, der weniger geeignet ist als die Anlagen im Altbau.
(14.07.2006, 11:52)
Michael Mettler:   In der Frankfurter Zoo-Soap auf HR habe ich Anfang des Jahres gesehen, wie die Rostkatzen hinter den Kulissen untergebracht sind. Sieht eigentlich aus wie im durchschnittlichen Tierheim, also gekachelte K√§fige mit handels√ľblichen Katzenkratzb√§umen drin usw., wobei die Rostkatzen die drei Dimensionen des K√§figs wesentlich besser zu nutzen scheinen als Hauskatzen. Wenn das die Grundvoraussetzungen f√ľr die Haltung sind, m√ľsste ich mir glatt mal √ľberlegen, ob ich mich als Halter bewerbe - eine naturnah gestaltete Gartenvoliere k√∂nnte ich glatt auch noch errichten. Nur mit der tier√§rztlichen Versorgung w√§r's wohl schwierig, denn die lieben Kleinen kann man ja nicht mal eben in die Box setzen wie meine Hauskatzen...
(13.07.2006, 23:14)
Karsten Vick:   In irgendeinem Inzucht-Thread hatte ich schon mal nach den Frankfurter Rostkatzen gefragt. Im Jahresbericht 1974 - 1991 steht, dass die Zucht auf ein Paar zur√ľckgeht. Es wird nicht erw√§hnt, dass es Geschwister waren, da sie aber gleichzeitig 1975 als Jungtiere ankamen, ist das nicht ausgeschlossen. Da die tschechischen Zoos derzeit gute Beziehungen nach Sri Lanka zu haben scheinen ist ein Wildfang in Prag nicht unm√∂glich. Und wenn Frankfurt auch ein Wildfangweibchen bekommen haben, k√∂nnen sie es doch mit einem Kater der alten Linie verpaaren.
(13.07.2006, 22:54)
Michael Mettler:   Aber laut Aspinalls Buch stammten seine ersten Rostkatzen damals ebenfalls aus Frankfurt. M√∂glicherweise ist die Blutlinie also auch in England noch vorhanden. Und begr√ľndete Frankfurt damals nicht mit einem Geschwisterpaar die Zucht? Das war ja damals noch nicht verp√∂nt.

Ich finde es √ľbrigens verwunderlich, dass nicht mal Zoos wie die beiden Berliner als (noch) systematisch ausgerichtete G√§rten, Wuppertal als Kleinkatzenspezialist oder Dresden mit der Spezialisierung auf Asien Interesse an Rostkatzen zu haben scheinen.
(13.07.2006, 22:09)
Michael Amend:   Frankfurt hat eine Wildfangkatze und einen blutsfremden Kater aus England in der Zucht. Gut m√∂glich, das auch das Prager Tier ein Wildfang ist.
(13.07.2006, 20:46)
Jana:   So ein Zufall das hier im Forum gerade um die Rostkatzen diskutiert ist. Weil ich vor kurzem gelesen habe, dass Prag sich eine 0,1 Rostkatze zugelegt hat (die Haltung was vor etwa 10 Jahren aufgegeben und in keinem Plan war bisher erw√§hnt, dass man wieder mit diesem Art angefangen wird). Was aber interessant ist, dass es sich laut HP um ein Wildfang handelt. Seltsam, wenn sie in Frankfurt auf so viel sitzen. Vieleicht eine Blutauffrischung? Wie sieht es dann mit Inzucht bei diesem Art in Deutschland (und Europa) aus?
(13.07.2006, 20:38)
Michael Mettler:   F√ľr manche Kleinkatzenarten scheint sich gerade ein neuer Halterkreis zu bilden - Rassekatzenz√ľchter!

Seit geraumer Zeit existiert eine Hauskatzenrasse namens "Bengal" (fr√ľher "Leopardette"), die auf mehrfach mit unterschiedlichen Ausgangstieren vorgenommene Kreuzung der "echten" Bengalkatze mit Haukatzen zur√ľckzuf√ľhren ist. Da die Bastardkater steril waren, kreuzte man die F1-Katzen wieder mit Hauskatern. Selbst in F2 waren die meisten Kater noch steril. Inzwischen ist die Zuchtbasis wohl theoretisch breit genug, um auf weitere Wildeinkreuzungen verzichten zu k√∂nnen. Dennoch werden diese immer mal wieder vorgenommen, wahrscheinlich auch, weil die Tiere der ersten Kreuzungsgenerationen sehr viel teurer gehandelt werden. Und so scheuen manche Bengal-Z√ľchter weder Kosten noch gesetzliche Auflagen, um auch das "wilde Vorbild" ihrer Zuchtrasse halten zu k√∂nnen.

Die gleiche Entwicklung gibt es derzeit bei der "Savannah Cat", nach dem selben Prinzip erz√ľchtet aus Serval x Hauskatze und ebenfalls schon bis mindestens F5-Generation vorhanden. Savannahs werden zu Preisen zwischen 4.000 und 10.000 € gehandelt!

Weiterhin g√§be es die "Chausie" = Rohrkatze (Felis chaus, daher der Rassename") x Hauskatze und die "Desert Lynx" = Rotluchs x Hauskatze, die sich beide noch im Rasseaufbau befinden. K√§men Rassekatzenz√ľchter an Schwarzfu√ükatzen heran, w√ľrden sie wahrscheinlich versuchen, mit ihnen eine Zwerg-Hauskatze zu erz√ľchten... Alle entsprechenden Bem√ľhungen haben ihren Ursprung den USA, und man darf annehmen, dass "hinter verschlossenen T√ľren" noch mit anderen Wildkatzenarten entsprechend experimentiert wird und weitere √úberraschungen ins Haus stehen.

Aus dieser Entwicklung ergibt sich ein interessantes systematisches Problem: Die Hauskatze ist somit l√§ngst nicht mehr einheitlichen Ursprungs (von der Falbkatze) und d√ľrfte somit eigentlich keinen Artnamen mehr tragen!
(20.01.2006, 00:00)
Oldzooboy:   In den USA werden in sehr vielen Zoos K√∂nigskobras gehalten und gez√ľchtet,aber keiner davon f√ľttert sie mit anderen Schlangen,sondern man konnte die Kobras problemlos auf Ratten und Meerschweinchen umstellen.Dies geschieht schon seit Jahren,ohne das die K√∂nigskobras irgendwelche Sch√§den davon getragen h√§tten.
(02.12.2005, 00:00)
Hannes:   In der terraristik gibt es so genannte futtergeckos.
auch einige schlangen werden als reines futter f√ľr koobras gez√ľchtet und zum beispiel frisst die k√∂nigskobra nur schlangen aber vertr√§gt keien wassernattern.
also ist das mit dem probieren so eine sache
(02.12.2005, 00:00)
Michael Mettler:   In Anlehnung an das Thema "Schuppentiere" - sprich: Nahrungsspezialisten - sei hier mal gesagt, dass ein gro√üer Teil der nat√ľrlichen Nahrung der Schwarzfu√ükatze aus Insekten und Reptilien bestehen soll. Somit k√∂nnten gesundheitliche Probleme durch Fehlern√§hrung mit Standard-Kleinkatzenfutter (Laborm√§use, -ratten usw.) gef√∂rdert werden, oder? Ernsthafte Terrarianer z.B. wissen, dass nicht jede Nager fressende Schlange auch jede Nagerart frisst. Der Gedanke "das ist eine Katze, also frisst sie M√§use" liegt zwar nahe, und Reptilien sind als Futter recht teuer (wenn auch durch die Zuchterfolge privater Liebhaber mittlerweile in rauen Mengen zu bekommen) - aber vielleicht sollte man mal damit anfangen, mit diversen anderen Kleinnagern als Nahrungsgrundlage zu experimentieren. Dar√ľber habe ich jedenfalls noch nie etwas gelesen!
(01.12.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Die Frankfurter Schwarzfusskatzen sollen einer Infektion zum Opfer gefallen sein. Im Mai h√§tte noch ein Tier gelebt, doch die Hoffnung eines √úberlebens war sehr gering!
(01.12.2005, 00:00)
Aguti:   Soweit ich wei√ü, werden in Frankfurt gar keine Schwarzfu√ükatzen mehr gehalten. Das Gehege ist wohl jetzt mit Katzenfretten besetzt. Eventuell werden noch welche hinter den Kulissen gehalten wie der gr√∂√üte Teil der Rostkatzen.
(01.12.2005, 00:00)
IP66:   In Wuppertal waren die Schwarzfu√ükatzenverluste in den letzten Jahren sehr hoch, es gibt jetzt aber wieder ein Paar im Kleinkatzenhaus. Gab es die Haltungsprobleme auch mit den Tieren in Frankfurt?
(01.12.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Nachzuchtzahlen sind zwar nett, sagen aber nicht unbedingt aus, ob die Tiere noch leben bzw. √ľberhaupt aufgezogen wurden. Auch da sind die Angaben der Zoos sehr unterschiedlich. In manchen Jahresberichten wird detailiert auf nicht aufgewachsene Jungtiere eingegangen, in anderen wird auch eine Totgeburt als Zucht"erfolg" mitgez√§hlt.

Gerade bei der Schwarzfu√ükatzenhaltung gab es immer gro√üe Probleme mit Nierenerkrankungen, welche den Bestand immer wieder ausd√ľnnten. Wuppertal hatte hinter den Kulissen (im alten Max-Planck-Institut) zeitweise zwanzig Paare (!), und dennoch war der Gesamtbestand in Zoos bedingt durch Ausf√§lle und R√ľckschl√§ge nie gro√ü. Vor diesem Hintergrund sind √ľber 100 Nachzuchten zwar sch√∂n und eindrucksvoll, aber eben nur in Ans√§tzen eine Erfolgsgeschichte.
(30.11.2005, 00:00)
Aguti:   Es gibt in den letzten Monaten z.B. zwei neue Salzkatzenhalter in Deutschland, neben Opelzoo Kronberg mit einem Paar, ist auch der Tiergarten Aue mit bisher einem Tier in die Haltung eingestiegen. Die Fossa-Anlagen in Duisburg m√ľssten wirklich aus allen N√§hten platzen, vor zwei Jahre wurden schon welche in der zweiten Nebelparder-Anlage unterhalb des Gro√ükatzenhauses, in der eigentlichen neuen Fossa-Anlage, sowie in den *alten* Kleinraubtierk√§figen gehalten. Sind wohl auch in den letzten Jahren in Deutschland keine neuen Fossa-Halter zu Duisburg, Frankfurt, Zoo Berlin und Chemnitz hinzugekommen. Saarbr√ľcken wollte schon vor Jahren mit der Fossa-haltung in alten Malaienb√§renanlage beginnen, bisher immer noch Baustelle und Kiwi-Ausweichquartier dort.
(30.11.2005, 00:00)
Muckel Putz:   Wohin gehen eigentlich die Nachzuchten von seltenen Kleinkatzen? In Krefeld werden die Jaguarundis erfolgreich gez√ľchtet.In einem Zoof√ľhrer von Wuppertal habe ich gelesen,dass die Schwarzfusskatzen schon √ľber 100 Nachzuchten haben.Wieso sieht man sie dann in anderen Zoos so selten?
Die Fossa in Duisburg sind zwar keine "Kleinkatzen",aber auch dort gibt es immer wieder Nachzuchten.
(30.11.2005, 00:00)
Muckel Putz:   Erstmal vielen Dank f√ľr die Resonanz.
Da ich bis 2001 in K√∂ln gewohnt hatte,habe ich die Zoos in Wuppertal und Dortmund √∂fter im Jahr besucht.Was die Anzahl der Katzen angeht,sind sie wohl einmalig in der deutschen Zoolandschaft.Mittlerweile wohne ich in Hannover und da ist der Weg doch ein wenig zu weit.Aber ich habe mir fest vorgenommen,wenn die neuen Anlagen f√ľr L√∂wen und Tieger fertig sind,wieder einmal nach Wuppertal zu fahren.
Gibt es eigentlich schon eine Entscheidung,welche Art die freien Plätze im Raubtierhaus bestzen werden?
(26.07.2005, 00:00)
Werner Weyler:   Und von Dortmund ist es nicht weit bis Wuppertal. In dem zwar betagten Haus werden folgende Vertreter gepflegt und gez√ľchtet: Schwarzfu√ükatze, Oman- Falbkatze, Sandkatze, Salzkatze, Zwergtigerkatze ( Oncilla )und asiatische Goldkatzen ( z.Z. im Raubtierhaus )
(25.07.2005, 00:00)
Michael Amend:   Kleinkatzenfans sollten auch anch Dortmund fahren,dort gibt es mit Ozelot,Margay,Jaguarundi,Oncilla,Luchs,Servalund Amurkatze gleich 7 Formen, 8, wenn man die Hauskatzen mitrechnet...
(25.07.2005, 00:00)
Steffen Kohler:   Bei den Servalen im Tierpark Berlin ist am 24. 6. erneut ein Jungtier geboren worden, das bereits zu sehen ist.
In Stuttgart und Eberswalde gibt es auch Servale, im Zoo Berlin lebt neben den Löwen ein alter Ozelot, Heidelberg hat auch ein altes Tier gehabt, die Anlage bewohnen jetzt aber Ringelschwanzmungos. Ein Puma lebt auch im Zoo Berlin, außerdem gibt es welche in Dresden, die Haltung soll aber glaube ich auslaufen.
F√ľr Kleinkatzenfreunde ist auch der Zoo Wuppertal empfehlenswert.
(25.07.2005, 00:00)
Michael Amend:   Im Tierpark Wissel in den niederlanden wird ebenfalls ein Rohrkatzen-Schw√§rzling gehalten.Schwarze Servale in eienm zoo sind mir ledier nciht bekannt,daf√ľr hatte Basel mal einen Serval mit extrem kleinen Flecken und Streifen!Habe noch ein Foto von dem Tier,sieht sehr interresant aus.M√ľnchen hat auch noch Ozelots.
(25.07.2005, 00:00)
R. Masell:   Servale gibt es auch im Aachener Tierpark. Auf einer wunderbaren Freianlage.
Pumas leben auch noch in Th√ľle, wobei die Anlage dort sehr renovierungsbed√ľrftig ist.
(25.07.2005, 00:00)
Konstantin Ruske:   Ein Schw√§rzling bei den Rohrkatzen wird im tierpark Dessau gehalten ( erst in diesem Jahr angeschafft, k√∂nnte aus Heidelberg sein.) Servale werden auch im Tierpark eberswalde gehalten.Dem Kleinkatzenfreund kann neben dem Tierpark berlin ( Oman- Falbkatze, Bengalkatze, Salzkatze, Europ√§ische Wildkatze, Manul, Serval, Fischkatze, Rotluchs, Karakal, Altailuchs) besonders die tschechischen Zoos, im speziellen Ostrava ( 11 arten) und Usti nad Labem empfohlen. Besonders sch√∂n in Ostrava: z√ľchtende Kanadaluchse- nicht so sch√∂n sind die Absatzschwierigkeiten selbst f√ľr eine so selten gewordene Nordluchsform.
(25.07.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Serval-Schw√§rzlinge sind aus der freien Wildbahn bekannt, in deutschen Zoos kenne ich keinen Vertreter. In Heidelberg gibt es einen schwarzen Kater bei den Rohrkatzen. Dies ist die mir einzige bekannte Farbmutation in Deutschland bei den Kleinkatzen. Die Servale in Krefeld und Gelsenkirchen hatten dieses Jahr schon Nachwuchs.
Der Berliner Tierpark h√§lt im Brehmhaus gleichfalls Servale und auch Pumas, erstere hatten im letzten Herbst Drillinge. In M√ľnchen-Hellabrunn spendierte man den Pumas eine neue Voliere nahe den Hy√§nen. Diese war urspr√ľnglich jedoch f√ľr Panther geplant!
(25.07.2005, 00:00)
Muckel Putz:   Ich m√∂chte gerne ein Thema anregen,in dem es um die Haltung von Kleinkatzen geht.Fr√ľher geh√∂rten Pumas und Ozelots zum "eisernen Stamm" eines Tierparks.Mittlerwile habe ich den Eindruck,dass nur noch wenige Einrichtungen diese sch√∂nen Katzen im Bestand haben.
Bei Servalen soll es ja auch Schwärzlinge geben.Hat jemand mal davon gehört,ob es in einem deutschen Zoo solche Schwärzlinge gab?
Bei meinen eigenen Zoobesuchen habe ich folgende Haltungen gesehen:
Puma
Bremerhaven
Ströhen-Wagenfeld
Halberstadt
Stendal
Halle

Ozelot
Dortmund
Mönchengladbach
Aschersleben
Stendal
Stralsund
Wingst
M√ľnster

Serval
Krefeld
Dortmund
Gelsenkirchen
Neuwied
Wingst

Da die Besuche in einigen Zoos schon 4 bis 5 Jahre zur√ľck liegen,w√§re ich f√ľr weitere Informationen dankbar
(25.07.2005, 00:00)

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