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Zoos und Nachhaltigkeit



cajun:   Also wieder viel BautĂ€tigkeit im Zoo Wuppertal. Hoffen wir das andere Einrichtungen bei ihren Planungen konkreter werden und dem Beispiel folgen (können):
" Zoo: Modellprojekt fĂŒr klimaneutralen Betrieb
Was bisher noch in keinem deutschen Zoo gelungen ist – in Wuppertal soll es klappen: Mit fast 4,4 Millionen Euro fördert der Bund ein Modellprojekt, mit dem die Energieversorgung fĂŒr den GrĂŒnen Zoo so umgestellt werden soll, dass er in Zukunft weitestgehend klimaneutral betrieben werden kann.
Nun kam die offizielle Förderzusage des Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz.
Bis Ende 2027 soll die Energieversorgung ĂŒber die veralteten, mit Gas oder Öl betriebenen WĂ€rmeerzeugungsanlagen in einzelnen ZoogebĂ€uden und -anlagen Geschichte sein. Stattdessen soll ein NahwĂ€rmenetz aufgebaut werden, das mit Hilfe von innovativen Technologien aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Damit sollen nach Projektende pro Jahr rund 1600 Tonnen, das sind rund 70 Prozent weniger Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen werden als bisher.
OB: Vorreiterrolle mit Strahlkraft
„COZ(W)OO“ lautet die einprĂ€gsame AbkĂŒrzung fĂŒr das Projekt „CO2-neutrale Energieversorgung fĂŒr den GrĂŒnen Zoo Wuppertal“. OberbĂŒrgermeister Uwe Schneidewind sieht Wuppertal in einer Vorreiterrolle: „Wir wollen die Strahlkraft des GrĂŒnen Zoos nutzen, um mit diesem Modellprojekt weitere, vergleichbare Energieversorgungskonzepte anzustoßen.“ Denn sowohl mit Blick auf seinen Energiebedarf als auch seine Ausdehnung entspricht das Zoo-Areal in etwa einem nicht sanierten stĂ€dtischen Quartier mit 1800 bis 2000 Bewohnern.
Zoo-Dezernent Matthias Nocke: „Die 80-Prozent-Förderung des Bundes bei einem Fördervolumen von 5,7 Millionen Euro ist eine starke Anerkennung fĂŒr ein starkes Konzept, an dem Zoomitarbeiter, WSW-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GMW lĂ€nger als zwei Jahre konzentriert und erfolgreich gearbeitet haben. Die Umsetzung ist ein wirksamer Beitrag zur Energiewende und zur deutlichen CO2 Reduktion des GrĂŒnen Zoos, der deutschlandweit MaßstĂ€be setzen wird.“
NahwÀrme mit Blockheizkraftwerk
Insgesamt sollen rund 1,2 Kilometer Leitung fĂŒr das NahwĂ€rmenetz verlegt werden. Rund 57 Prozent des WĂ€rme- und 65 Prozent des Strombedarfs werden ĂŒber ein Holzgas-Blockheizkraftwerk mit hohem Wirkungsgrad abgedeckt. Ein Batteriespeicher nimmt ÜberschĂŒsse auf, um bei Bedarf den Strom wieder zur VerfĂŒgung zu stellen. Etwa 19 Prozent der benötigten WĂ€rme liefert eine WĂ€rmepumpe, die Brunnenwasser aus Wupperfiltrat als WĂ€rmequelle nutzt. Eine weitere WĂ€rmepumpe greift auf die AbwĂ€rme zurĂŒck, die in den Anlagen zur KĂŒhlung von Futtermitteln entsteht. Zur Abdeckung der Mittel- und Spitzenlast kann ein Biomassekessel zugeschaltet werden, der Holzhackschnitzel oder -pellets verfeuert.
Moderne Messtechnik hilft beim Steuern
DarĂŒber hinaus werden alle Übergabestationen in den Gehegen mit WĂ€rmemengenzĂ€hlern ausgestattet. Die automatisch viertelstĂŒndlich erhobenen Daten werden von einer Software weiterverarbeitet. So können Verbrauchsabweichungen, unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohe oder zu unnötigen Zeiten auftretende VerbrĂ€uche erkannt werden. Zudem wird in allen GebĂ€uden Messtechnik (zum Beispiel RaumtemperaturfĂŒhler) installiert und auf eine zentrale GebĂ€udeleittechnik aufgeschaltet. Auf diese Weise können Störungen schnell bemerkt und die Vorlauftemperaturen fĂŒr einen behaglichen Betrieb geregelt werden. ZusĂ€tzlich werden die Anlagen prognosebasiert gesteuert: So wird etwa anhand des fĂŒr die nĂ€chsten Stunden vorhergesagten Wetters und der fĂŒr diese Zeit erwarteten VerbrĂ€uche automatisch der optimale Betrieb ermittelt.
Beitrag zum Klimaschutz ...
Mirja Montag, Betriebsleiterin des GebĂ€udemanagements der Stadt Wuppertal (GMW), erlĂ€utert: „Mit dem Projekt wird es möglich, bereits jetzt, im alten GebĂ€udebestand, einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ohne dass dadurch eine kĂŒnftige Sanierung erschwert wird.“ Sie bedankt sich bei den Wuppertaler Stadtwerken, dem Wupperverband, dem Wuppertal Institut und dem An-Institut „Neue Effizienz“ der Bergischen UniversitĂ€t, die bei der Konzeption des Projekts inhaltliche UnterstĂŒtzung geleistet haben.
... fĂŒr artgerechte Tierhaltung
Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz weist auf den hohen Energieeinsatz hin, der nötig ist, um die natĂŒrlichen LebensrĂ€ume der Tiere nachbilden zu können – von arktischer KĂ€lte bis zu tropischer WĂ€rme: „Mit dem Projekt „COZ(W)OO“ kann die WĂ€rmelieferung variabel an die komplexen, sehr unterschiedlichen und sich stĂ€ndig weiter entwickelnden Anforderungen an die artgerechte Tierhaltung angepasst werden.“
Zwei HĂŒrden muss das Projekt, fĂŒr das aktuell knapp 5,7 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt werden, noch nehmen. Zum einen muss der Rat noch die DurchfĂŒhrung beschließen. DafĂŒr muss die Kostenberechnung, die auf der noch zu erstellenden Entwurfsplanung beruht, im Rahmen bleiben. Und zum anderen braucht es natĂŒrlich die Baugenehmigung und die denkmalrechtliche Erlaubnis."
Quelle:https://www.wuppertal.de/microsite/zoo/Aktuelles/modellprojekt-fuer-klimaneutralen-betrieb.php
(15.11.2023, 11:23)
cajun:   In Schwerin wird schon viel davon "gelebt". Davon dĂŒrfte ich mich letztes Jahr selbst ĂŒberzeugen.
(04.11.2022, 19:48)
Gudrun Bardowicks:   Die Initiative gefĂ€llt mir. So etwas sollte es auch in anderen BundeslĂ€ndern geben.
(04.11.2022, 14:20)
cajun:   Eine Iniative aus dem Norden, initiiert aus Schwerin:
"Zoos wollen "inspirierend" in Sachen Nachhaltigkeit sein
Am Freitag trifft sich der Landeszooverband in Rostock zu seiner Jahrestagung. Verbandschef Tim Schikora will gemeinsam mit der Landesregierung neue Projekte vorantreiben. Beispielsweise Photovoltaikanlagen.

Die Zoos, Aquarien und TiergÀrten in Mecklenburg-Vorpommern wollen sich auch den Fragen des Klimawandels und der drohenden Energiekrise stellen: "Es ist unser grundsÀtzliches Bestreben, uns ökologisch nachhaltig aufzustellen", sagte der Vorsitzende des Landeszooverbands, Tim Schikora, am Donnerstag auf Nachfrage. Am Freitag trifft sich der Verband in Rostock zu seiner Jahrestagung.

Schikora, Direktor und GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zoologischen Gartens in Schwerin, hofft, dass gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern neue Möglichkeiten und Förderprojekte gefunden werden können. Als Beispiel nannte er Photovoltaikanlagen: "Wir haben große FlĂ€chen in den Zoos, aber im Budget fehlt das Geld." Generell könnten die Tierparks Orte sein, in denen neue Techniken ausprobiert werden könnten.

Weitere Felder, um den ökologischen Fußabdruck klein zu halten, seien die UmweltpĂ€dagogik, Baustoffe, die verwendet werden, sowie eine zunehmende RegionalitĂ€t in den Zooshops und den Restaurants der Anlagen. Schikora: "Wir sind Multiplikatoren, und wir haben eine Vorbildrolle." Die Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern sollten "inspirierend fĂŒr die Besucher" sein.

Im 2007 gegrĂŒndeten Landeszooverband sind nach eigenen Angaben 20 Einrichtungen zusammengeschlossen. Etwa drei Millionen Menschen besuchen pro Jahr die Anlagen. Die Zoos haben eine FlĂ€che von 520 Hektar und nehmen an Zuchtprogrammen fĂŒr insgesamt 103 verschiedene Tierarten teil."
Quelle: https://www.stern.de/gesellschaft/regional/mecklenburg-vorpommern/tiere--zoos-wollen--inspirierend--in-sachen-nachhaltigkeit-sein-32878526.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
(04.11.2022, 11:56)
W. Dreier:   noch ein ps: Sphinx-Pavian: Guinea-Pavian; De Lalande-Meerkatze: aus der großen Schar der weißgrĂŒnen MK
nach dem franz. Reisenden De Lalande
(10.08.2022, 19:07)
W. Dreier:   Wo einstellen? Nachhaltigkeit bedeutet hier: in den StĂŒrmen der Zeit existent geblieben (oder nicht).

Die „neuen“ billigen Reisemöglichkeiten ließen mich in den letzten Tagen/Abenden im „Tourist-FĂŒhrer“ TIERGÄRTEN von 1983 blĂ€ttern – einer Aufstellung aller derartigen (besonders kleinerer) Einrichtungen in der DDR, speziell aber deren TierbestĂ€nde. Ich meine damit nicht NasenbĂ€ren, WaschbĂ€ren, FĂŒchse, Rot- und Damhirsche, Lamas, Marder und Haustierrassen und Konsorten. Es bestanden ja zu den „befreundeten LĂ€ndern“ auch auf diesem Gebiet Beziehungen, gerade von den 4-5 großen Institutionen hörte man öfter etwas ĂŒber bemerkenswerte Importe. Kein Wunder, dass ich nochmals staunen mußte, was da alles schon mal „heimisch“ war. Klar, Ostasien, die Sowjetunion – aber auch Westafrika (Ghana z.B, auch Guinea). Deshalb kaum Antilopen – aber Groß-und Kleinkatzen: Pumas hatte fast jede kleinere Einrichtung, wenn es sein mußte, auch Löwen, Amurtiger. Vieles waren auch „abgeschobene“ mĂ€nnliche Vertreter der grĂ¶ĂŸeren Zoos: Wisente, Przewalskis in Stendal und Bernburg, gelegentlich Zebras usw.
Eine nicht vollstĂ€ndige AufzĂ€hlung von „besonderen“ Tieren in den kleineren Einrichtungen:
Affen – fast immer GrĂŒne Meerkatzen, auch Monas, Rhesus, Schweinsaffen, Shinxpaviane, Anubispaviane, Mantelpaviane, Kapuziner, Wanderus !, Tschacmas, Husaren, in grĂ¶ĂŸeren Inst. Schimpansen, dann Goldkatzen ! (mit Zucht, Hoyerswerda, Görlitz), chinesische und sĂŒdostasiatische Leoparden, Amurtiger (klar, Leipziger Zucht), viele Dingos, auch Hallstromhunde, Wisente, Marale, Milus, Sikas, Wapitis, Kulane. Mittelgroße „Kleinzoos“ hatten immer BraunbĂ€ren (auch Kodiak und Grizzly) und Wölfe, oft Korsaks, dazu Luchse, Ozelots. Bei Vögeln Uhus, Steinadler, Trappen, usw.
Bei Haustieren Zwergzebus, HĂ€ngebauchschweine sowieso.
Gestern sah ich Neustrelitz durch: Strecke nach Rostock, ca 1,5 Stunden Fahrt. Damals u.a.: Nerz, Wolf, 23 Anatiden-Arten ! , Puma, Luchs, Rener, Rothirsch, Milu, Wapiti, Böhmzebra, Kulan, Lama, Elch, Wildschwein, diverse Haustiere. Und heute? Ich erspare mir die Fahrt.
Oder Parchim: damals. na klar, Wolf, Affen: GrĂŒne Meerkatzen, Hutaffen, Lalande-Meerkatzen, Dingo, Puma, Guanako, Uhu, - kleinere Tiere und Vögel erspare ich mir.
Und wir sprechen jetzt vom Erhalt der DiversitÀt!
Ich höre mal bei P wie Parchim auf. Interessant, ob alle Einrichtungen die VerĂ€nderungen ĂŒberstanden haben. Hier waren ĂŒber 100 gelistet, gerade im SĂŒden - oder kennt jemand Parks wie Klotze, Dahme, Herrmannseck, Strehla, Seega, Krumpa Kitzscher? Die Orte mögen mir die ErwĂ€hnung verzeihen.


(10.08.2022, 18:49)
cajun:   @Caesten: Na komm, sie baggern fĂŒr die Halle. Das muss eh gemacht werden und es sterben höchstens zwei Arten weltweit aus da es nur an zwei Tagen statt gefunden hat :-))
(03.12.2021, 17:31)
Carsten Horn:   Vermutlich ist es auch hochgradig klimafreundlich, wenn irgendwelche Spielkinder sinnlos mit dem Bagger Diesel verbrennen dĂŒrfen:
https://www.allwetterzoo.de/de/Termine/baggerfahren/

Da helfen auch die besten Projekte nicht, wenn man zusÀtzlich so einen Blödsinn anbietet!
(03.12.2021, 09:50)
cajun:   Klimaneutral ist auch in MĂŒnster das Stichwort:

"Wurde vor rund einem Jahr noch das Baufeld hergerichtet, herrscht auf der grĂ¶ĂŸten Baustelle des Allwetterzoo MĂŒnster mittlerweile reges Treiben. „An derzeit sechs Tagen die Woche sind verschiedene Gewerke auf dem Bau“, erklĂ€rt GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Dr. Simone Schehka. „Aktuell wird die Außenwand gebaut sowie die Vorbereitungen fĂŒr das Fundament des HerzstĂŒckes: die 2500 Quadratmeter große modernen Tropenhalle. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich so weit ist und wir alle auf den verschiedenen Ebenen das Dschungelerlebnis hier mitten in Westfalen erleben können.“ Gemeinsam mit einer Delegation bestehend aus OberbĂŒrgermeister Markus Lewe sowie den jeweiligen Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Dr. Ludger Hellenthal, und Zoovereins, Helge Peters.

Vor den sichtbaren Baufortschritten wurden bereits 34 ErdwĂ€rmesonden auf je 250 Meter tiefe gebracht und mittlerweile fertiggestellt. DafĂŒr wurde das Baufeld in zwei Bohrfelder unterteilt. Bohrfeld 1 mit zwölf Erdsonden liegt direkt unter der Meranti-Halle. Bohrfeld 2 mit 22 Erdsonden liegt unter dem alten Tropenhaus, dort, wo auch der neue Zooshop errichtet wird. „Die Erdsonden und das zu Tage geförderte warme Wasser werden dafĂŒr benötigt, um mittels Betonkernaktivierung die WĂ€rme-Energie bestmöglich und klimafreundlich speichern zu können. DafĂŒr wurden bereits mehrere Kilometer SchlĂ€uche verlegt, um eben diese WĂ€rmeenergie auch gleichmĂ€ĂŸig in den Beton zu bringen“, beschreibt die Zoodirektorin, wie die Meranti-Halle am Ende nachhaltig beheizt werden soll. Dabei seien die Wandkonstruktionen vergleichbar mit einer Fußbodenheizung. „Nur dass die SchlĂ€uche in den ĂŒber sieben Meter hohen AußenwĂ€nden verlegt worden sind.“

„Wenn die Winter, wie in den vergangenen Jahren, recht mild ausfallen, kann die Meranti-Halle ganzjĂ€hrig fast bis zu 100 Prozent klimaneutral betrieben werden“, ergĂ€nzt der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ludger Hellenthal. Das sei nicht nur dank der Geothermie und Betonkernaktivierung möglich, sondern auch, da die Energie fĂŒr die Erdpumpen mittels Photovoltaik gewonnen werde. „Der Sonnenstrom betreibt auch die Pumpen fĂŒr die Wasseraufbereitung. Damit ist die Meranti-Halle ein Leuchtturm-Projekt in Sachen nachhaltiges Bauen.“

Die Anbindung an die Infrastruktur, also Strom, Brauch- und Stadtwasser, vom Allwetterzoo, ist bereits fertiggestellt. Ferner sind die rĂŒckwĂ€rtigen Tieranlage sowie QuarantĂ€nebereiche im Osten fertiggestellt. Das wird der Bereich sein, in dem unter anderem Tapir und Großer AmeisenbĂ€r leben werden.

Ebenfalls fertiggestellt ist die Bodenplatte des Wirtschaftshofes sowie die Außen- und InnenwĂ€nde der TechnikrĂ€ume. Auf dieser GrundflĂ€che wird dann im nĂ€chsten Schritt eine weitere Etage entstehen. In dieser sind nach Fertiggestellung die neuen KonferenzrĂ€ume zu finden, von denen ein großer Balkon direkt in die Meranti-Halle reicht.

Ein mittlerweile zweiter Baukran im Westen der Baustelle unterstĂŒtzt die FachkrĂ€fte bei den GrĂŒndungen im SĂŒden und SĂŒd-Westen. In direkter NĂ€he zum BĂ€renhaus wird hier der Haupteingang in die neue Meranti-Halle entstehen. „Sofern Wetter und Corona-Pandemie keine extremen AusprĂ€gungen mehr haben, sind wir zuversichtlich, auch ĂŒber den anstehenden Winter hinaus im Zeitplan zu bleiben. Das heißt, dass wir nach aktuellem Stand in der 2. JahreshĂ€lfte 2022 zur großen Eröffnungsfeier einladen können“, blickt Hellenthal in die Zukunft. Und auch Simone Schehka freut sich schon: „Eine ĂŒberwĂ€ltigende Architektur in Kombination mit innovativen, nachhaltigen Maßnahmen. Ein exotisches UrlaubsgefĂŒhl, inmitten einer tropischen Tierwelt. Eine außergewöhnliche Eventlocation – im Herzen Westfalens. FĂŒr all das steht die neue Meranti-Halle des Allwetterzoos in MĂŒnster. Und das inkludiert noch nicht einmal die vielen neuen Tiere und die dazugehörigen Artenschutzprojekte. Ich freue mich schon heute wie ein kleines Kind auf Weihnachten, wenn wir alle die neue Tropenwelt auf drei verschiedenen Ebenen erleben dĂŒrfen.“
Quelle: https://www.allwetterzoo.de/de/Ueber-den-Zoo/News/news_211129-bautagebuch-02/
(01.12.2021, 16:38)
cajun:   Eine neue Marke? :-)
"Zoo Poo: Englischer Zoo heizt mit TierfÀkalien
Ein Zoo in Großbritannien heizt das Tropenhaus und andere große GebĂ€ude kĂŒnftig mit dem Kot gefĂ€hrdeter Tierarten.
Aus Kot gewinnt ein britischer Zoo kĂŒnftig zwar kein Gold, aber dafĂŒr Energie. Die FĂ€kalien gefĂ€hrdeter Tierparkbewohner wie Grevyzebra, SĂ€belantilope und Somali-Wildesel wĂŒrden genutzt, um das Tropenhaus und andere große GebĂ€ude zu heizen, teilte der Marwell Zoo im sĂŒdenglischen Winchester am Freitag mit.
Kohlenstoffneutral bis 2022
„Unsere weltweit erste Initiative nutzt die Kraft von Zoo Poo!", schrieb der Tierpark. „Poo" ist ein umgangssprachliches englisches Wort fĂŒr „Kot". Das soll dazu beitragen, jĂ€hrlich 220 Tonnen CO2 einzusparen und 2022 kohlenstoffneutral zu werden.
Ersatz fĂŒr Ölheizungen
„Die dringende Notwendigkeit, die Verbrennung fossiler Brennstoffe zu reduzieren und diese kohlenstoffreichen Quellen im Boden zu belassen, bedeutet, dass wir nicht schnell genug handeln können, um die Ölheizungen in diesen GebĂ€uden zu ersetzen", sagte Duncan East, der Nachhaltigkeitsbeauftragte des Zoos.
Briketts aus Kot
Bisher seien 600 Tonnen Tierkot zum Kompost gebracht worden, was zu erheblichen CO2-Transportkosten gefĂŒhrt habe. Daher sei die Idee mit Biomasse entstanden. Die tierischen Hinterlassenschaften von Antilope, Zebra und Co. werden nun jeden Morgen gesammelt, zerkleinert und gemischt und schließlich getrocknet und zu Briketts gepresst."
Quelle: https://www.nord24.de/nachrichten/zoo-poo-englischer-zoo-heizt-mit-tierfaekalien-68655.html
(08.11.2021, 11:27)
cajun:   Ein Trend setzt sich fort:
Alpenzoo und das Zoo-Restaurant ANIMAHL reduzieren den MĂŒll – Mehrwegbecher ab Montag erhĂ€ltlich
Jedes Jahr wird in Österreich die unglaubliche Summe von etwa 300 Mio Einwegbechern verbraucht. Die meisten haben es eilig und nehmen ihren Kaffee mit – oft im Einwegbecher. Das ist eine enorme Belastung fĂŒr die Umwelt, da die Becher nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden. So war es bisher im Alpenzoo und widerspricht natĂŒrlich der Nachhaltigkeit, fĂŒr die der Alpenzoo steht. Wiederverwendbare Becher mit Pfandsystem (ÖkoCup) sind eine bessere Lösung. Deshalb haben der Alpenzoo, das Zoo-Restaurant ANIMAHL und ihr Partner unbound – die Kaffeerösterei in Tirol – das Mehrweg-Kaffeebecher-System eingefĂŒhrt. Dieses System ist ökologisch und gleichzeitig praktisch — man muss nicht immer einen eigenen to-go-Becher dabeihaben und ist trotzdem nicht auf Einwegbecher angewiesen. ZurĂŒckgeben oder als Souvenir behalten, alles ist möglich. Die Becher sind zu 100 % recyclingfĂ€hig, spĂŒlmaschinengeeignet, frei von Bisphenol-A (BPA) und Melamin, sowie geruchs- und geschmacksneutral. Zoodirektor Dr. AndrĂ© Stadler freut sich: „Mit den Bechern wird der ökologische Fußabdruck bei Kaffeegenuss direkt geringer, und so kann der Alpenzoo und jeder Besucher einen unmittelbaren Beitrag zum Umweltschutz leiten.“
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(13.07.2021, 08:18)
Klaus SchĂŒling:   Bitte an "Klaus" mit Kenntnissen aus MĂŒnster:
Bitte Nachnamen angeben oder zur Not Decknamen benutzen.
Danke.
(07.09.2006, 21:49)
Michael Mettler:   Na, dann hoffe ich doch mal, dass sich die MĂŒnsteraner Belegschaft auch umweltbewusst zu Pferde fortbewegt und nicht etwa Autos benutzt (Ironie).
(07.09.2006, 21:28)
Klaus:   geht mal nach MĂŒnster, da hat die Zooleitung sogar inzwischen die Aludeckel Kaffeemilchdöschen abgeschafft!
(07.09.2006, 19:45)
Michael Mettler:   OK, das hört sich doch schon viel besser an. Hatte mich schon gewundert, von wegen Belastung der Gelenke usw.
(12.08.2006, 22:23)
Saya:   Sas stimmt nicht, im Kuhgehege sind zwar FlĂ€chen im oberen Bereich wo`s so schrĂ€g runtergeht betoniert und die Bereiche um die Wasserbecken auch aber insgesamt sind geschĂ€tzte 80 % Sand.
(12.08.2006, 22:15)
Michael Mettler:   In meinem Wohnort gibt es strenge Vorgaben in Sachen FlĂ€chenversiegelung. So werden z.B. BĂŒrgersteige hier weitgehend nicht mehr asphaltiert, sondern versickerungsfreundlich gepflastert, und es gab sogar lange Zeit stĂ€dtische Fördermittel, wenn man als Privater seine Einfahrt usw. "entsiegelte". Ich habe ihn noch nicht selbst gesehen, aber hieß es nicht kĂŒrzlich hier im Forum, die AußenflĂ€chen des Kölner Elefantenparks bestĂŒnden ĂŒberwiegend aus BetonflĂ€chen...?
(12.08.2006, 21:51)
Ingo Rossi:   Naja, es kann niemand konsequent umsetzten. das geht wirklich nicht. Aber ĂŒber die Sensibilisierung Tiere zu schĂŒtzen, gehört auch, zumindest da wo es möglich ist, das Thema Umweltschutz und das beginnt nunmal nicht in Afrika sondern vor der eignen HaustĂŒr, pardon, in der eigenen Wohnung. Zugegeben, auch ich finde MĂŒlltrennung nervig....
(12.08.2006, 21:29)
Michael Mettler:   Ich sag ja: Wenn man erst mal anfĂ€ngt, darĂŒber nachzudenken.... Schließlich kommen ja auch alle möglichen anderen Futtermittel von sonstwoher, das fĂ€ngt mit Hirse an und hört mit SĂŒdfrĂŒchten auf. Und ich schĂ€tze, dass auch die Äpfel nicht unbedingt aus dem Alten Land, sondern eher wie die im Supermarkt aus SĂŒdafrika und Neuseeland kommen....

Aber es wĂ€re extrem ĂŒbertrieben, von Zoos das zu verlangen, was NIEMAND in unserer Gesellschaft konsequent umsetzen kann. Ist ja schön, wenn ein Zoo (oder Privatmann) auf die Verwendung von Tropenhölzern ohne Nachhaltigkeitssiegel verzichtet, aber welche Materialien werden denn ÜBERHAUPT umweltfreundliche produziert? Auch ein Bioheizanlage muss ja aus irgendetwas gebaut werden, und ob z.B. Stahl von der Produktion her wirklich ein umweltfreundliches Produkt ist...?
(12.08.2006, 21:10)
Ingo Rossi:   Gutes Thema, aber leider wird es in den Zoos wirklich nur am Rande umgesetzt. Eigentlich mĂŒsste in den Zoos ja auch Fleisch aus artgerechter Haltung verfĂŒttert werden. Mein "perfekter Zoo", gehört eigentlich in das Thema "Eure Planung", ist ein soweit wie möglich geschlossener Kreislauf. Was natĂŒrlich unmöglich ist. Aber ich wĂŒrde von kleinen bis grossen Futtertiere vor Ort zĂŒchten, ĂŒberzĂ€hlige Tiere verfĂŒttern, statt schöne Blumenbeete Futterpflanzen anpflanzen, Bioheizkraftanlagen (in Heidelberg steht eine) etc. Zumindest auch als Beispiel fĂŒr die Besucher was alles machbar ist. Sowie heute die Gehege einen Ausschnitt aus der natĂŒrlichen Umgebung der Tiere zeigen sollen, so fĂ€nde ich es gut, wenn der Zoo sich mehr als Zentrum fĂŒr den Naturschutz auch vor Ort in Deutschland zeigt. Positiv dazu zum Beispiel der Insektengarten im Wuppertaler Zoo. Aber eben auch ĂŒber Stromerzeugung, Heizung etc. als Beispiel voran geht, und zeigt, was möglich ist. Leider wurde im neuen Elefantenhaus Köln auf biologische Heizungsmethoden verzichtete, es wĂ€re sonst noch teurer geworden.
@ Michael Mettler: Genau genommen ist die Haltung von den genannten Tieren bestimmt auch Raubbau an der Natur. Aber das ist ja auch schon die Fahrt zum Zoo mit dem Auto (ich denke an meine letzte Zooreise in BĂ©nelux beinahe 800 km....). Aber es wĂŒrde doch gut wirken, wenn die Zoos betonen wĂŒrden, der Futterfisch wurde von kontrollierten Fischern gekauft, die keine Treibnetze etc. verwenden. Damit diese hie ausgestellten tiere auch in freier Wildbahn ein Überlebenchance haben. Aber dann kommt immer wieder dieses Paradoxn auf, nachhaltige Nutzung der Natur kostet in unserem Wirtschaftssystem mehr Geld. Und das haben die Zoos fĂŒr den Futterfisch bestimmt nicht ĂŒbrig.
(12.08.2006, 20:48)
Michael Mettler:   Mir lag das Thema kĂŒrzlich, ausgelöst durch den Panda-Thread, schon auf der Zunge, aber wenn man erst mal anfĂ€ngt, darĂŒber nachzudenken, kommt man schnell vom Hundertsten ins Tausendste. Deshalb nur der Gedanke, der mir an jenem Tag durch den Kopf ging: Ist es angesicht einer Welt-Zoo-Naturschutzstrategie ĂŒberhaupt noch vertretbar, Tierarten zu halten, fĂŒr deren ErnĂ€hrung der Natur mit großem technischen Aufwand Wildtiere (!) entnommen werden? Ich sage nur SEEFISCH....

Klar kann man damit argumentieren, dass Fische ohnehin zur menschlichen ErnĂ€hrung gefangen werden. Aber wer dem verschwenderischen Umgang mit dem so genannten Beifang beklagt, muss sich dabei auch vor Augen halten, dass auch Pinguine, Robben und Delfine sowie sogar Tierarten, die man genausogut mit (gezĂŒchtetem) SĂŒĂŸwasserfisch ernĂ€hren kann (Störche, Pelikane usw.), mit selektiertem Speisefisch ernĂ€hrt werden (und nicht mit dem Beifang).

Ist also die Haltung von Robben, Pinguinen und Delfinen gleichbedeutend mit Raubbau an der Natur?
(12.08.2006, 10:06)
Zoosammler:   Etwas, das mich schon lĂ€nger umtreibt: Stehen Zoos wirklich fĂŒr Naturschutz und konsequente Erhaltung der Ökosysteme oder nur fĂŒr den sie direkt betreffenden partiellen Artenschutz (wie auch immer Artenschutz definiert bzw. betrachtet und umgesetzt wird)?
Ich sehe stĂ€ndig Hinweise auf "bedrohte Arten", "EEPs", "wertvolle Nachzuchten" und "ein Beitrag zur Erhaltung dieser interessanten Art, den unser Zoo geleistet hat" - kaum aber ganzheitliche Programme, Informationen oder Engagements. Ich bin, spĂ€testens nach der inspirierenden, wenn auch teils nicht ganz einfach zu verstehenden, LektĂŒre von Collin Tudges "Letzte Zuflucht Zoo" zwar absolut kein BefĂŒrworter ausschließlichen in-situ-Erhaltungsschutzes, aber was nĂŒtzen letzten Endes all die erhaltenen Tierarten (ich weiß, diese Formulierung ist unpassend und ĂŒbertrieben, jede der wenigen mĂŒhsam geretten Tierarten ist ein Erfolg) ohne funktionierende Ökosysteme?
Zoos propagieren in erster Linie nur TIERschutz, aber keinen NATURschutz.
Sie drucken tausendfach auf Hochglanzpapier und aufwendig FĂŒhrer, BroschĂŒren, Flyer, etc., sie verkaufen in BilliglohnlĂ€ndern umweltschĂ€dlich hergestellte PlĂŒschtiere, lassen jeden Tag hunderte Autos ankutschieren, leisten sich teure und bezintrĂ€chtige Tiertransporte vom einen ans andere Ende der Welt, verbrauchen Rohstoffe und Energie in rauen Mengen und (ausschließlich) biologische Produkte habe ich auch noch in keinem Zoorestaurant serviert bekommen und fĂŒr Pandas und Koalas werden Futterpflanzen wöchentlich um die halbe Welt geflogen.
Bislang habe ich mir diese Fragen immer mit einem "Das sind doch Peanuts, teilweise einfach nötig, manches könnte man Ă€ndern, aber bei all dem UmweltschĂ€dlichen, das auf der Welt passiert, fĂ€llt das sowieso nicht im Mindesten ins Gewicht." beantwortet, aber dennoch frage ich mich grundsĂ€tzlich, ob nicht gerade Zoos, die die Aufgabe "Artenschutz" haben und eine Bildungsfunktion fĂŒr die Bevölkerung erfĂŒllen (sollen), verpflichtet wĂ€ren, bezĂŒglich nachhaltigen und umweltschonenden Konzepten eine Vorbildfunktion einzunehmen und sich (so weit es eben geht) durch erneuerbare Energien zu versorgen, auf Recyclingpapier zu drucken, zur guten alten "Abrisseintrittskarte" zurĂŒckzukehren, Korken zu sammeln, etc. etc.
Es geht mir damit nicht darum, mit kleinkarierten Maßnahmen die Zoos zu "Eine-Welt-LĂ€den" zu verwandeln, sondern ich habe nur das GefĂŒhl, dass der große Zusammenhang, die Tatsache, dass unsere Welt dringend fundamentale Verbesserungen des Umweltschutzes braucht, von den Zoos in skandalöser Weise zu wenig gewĂŒrdigt wird. Wie seht ihr das und habt ihr vielleicht positive Gegenbeispiele?
(12.08.2006, 01:20)

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