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Zoo Erfurt

Adrian Langer :   http://soemmerda.thueringer-allgemeine.de/web/soemmerda/startseite/detail/-/specific/Neue-Bewohner-im-Zoopark-1181027113

In Erfurt gibt es neue Bewohner.
(20.01.2018, 11:36)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Zooparkfreunde-fuer-strukturelle-Veraenderung-441789927

Auch die Zooparkfreunde unterst√ľtzen das Vorhaben des Zoos sich zu einer GmbH/gGmbH umzustrukturieren! Ich hoffe es f√ľhrt dazu, dass endlich die n√∂tigen Mittel zur Sanierung des Zoos ankommen.
(18.01.2018, 14:43)
Adrian Langer :   http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/leben/detail/-/specific/Geburtstagsschmaus-Berber-Loewin-Ribat-aus-dem-Erfurter-Zoo-wird-14-Jahre-alt-808289810

Erfurt hofft f√ľr das Fr√ľhjahr mit einem neuen L√∂wenmann.
(16.01.2018, 18:13)
Adrian Langer :   http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Stiftung-regt-Strukturaenderung-im-Thueringer-Zoopark-an-584905358

In Erfurt wird eine Strukturänderung diskutiert.
(16.01.2018, 10:06)
Adrian Langer :   http://sondershausen.thueringer-allgemeine.de/web/sondershausen/startseite/detail/-/specific/Gespraeche-zum-Elefantenhaus-1354271909

Erfurt bekommt keinen Zuschuss zum Ausbau des alten Elefantenhauses!
(09.01.2018, 09:30)
Adrian Langer :   http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Zentralklinik-Bad-Berka-gibt-5000-Euro-fuer-Nachbau-der-Liegehalle-715333786

Auch etwas erfreuliches der zooparkverein konnte eine 1000? Spende erhalten!
(03.01.2018, 13:03)
Adrian Langer :   https://www.thueringen24.de/erfurt/article213000843/Sturm-ueber-Thueringen-Zoo-in-Erfurt-schliesst.html

Der Zoo bleibt heute und vielleicht Morgen geschlossen!
(03.01.2018, 13:01)
Adrian Langer :   http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Dickes-Fell-und-Knochen-aus-Stahl-Bison-Bulle-im-Erfurter-Naturkundemuseum-405100619

Der ehemalige Bisonbulle steht ab jetzt im Naturkundemuseum!
(22.12.2017, 17:34)
Adrian Langer :   https://www.tag24.de/nachrichten/erfurter-zoo-geparden-zucht-totes-geparden-baby-gestorben-eingeschlaefert-tierarzt-krankheit-thueringen-drama-im-zoo-393102

Auch die kleine Katze wurde jetzt eingeschläfert!
(06.12.2017, 12:09)
Adrian Langer :   http://erfurt.tlz.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Aquarien-in-Schulen-muessen-weg-1058686274

Ich glaube im Erfurter Landratsamt sitzt jemand, der Aquarien einfach nicht mag! :D Kein Wunder, dass der große Aquarienbau geschlossen wurde!
(02.12.2017, 11:16)
Adrian Langer :   https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/nashorn-baby-nachwuchs-erfurt-100.html

In Erfurt kommt die Nashornzucht wieder in Schwung!
(30.11.2017, 18:21)
Adrian Langer :   http://www.zoopark-erfurt.de/deutsch/aktuelles/neue-loewin-im-zoopark.html

Nach den ganzen schlechten Nachrichten auch mal was positives! Die Löwinnen haben sich gut aneinander gewöhnt!
(26.11.2017, 11:47)
Adrian Langer :   http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Zoff-im-Zoopark-zieht-weitere-Kreise-1368804565

Die Zeichen im Zoo stehen weiter auf Sturm!
(24.11.2017, 09:33)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Zooparkfreunde-kuendigen-dem-Erfurter-Zoo-die-Freundschaft-1379095544

Die Krise mit den Zooparkfreunden scheint sich zuzuspitzen! Ist im gegenw√§rtigen Streit um die F√ľhrung auch nicht wirklich positiv f√ľr die Direktorin!
(22.11.2017, 09:37)
Adrian Langer :   https://www.insuedthueringen.de/region/thueringen/thuefwthuedeu/Zwei-Geparden-Babys-im-Thueringer-Zoopark-in-Erfurt-tot;art83467,5841601

Die Hiobsbotschaften aus dem Zoopark rei√üen nicht ab! Zwei der drei Gepardenbabys sind verstorben! Dem dritten bl√ľht wohl das selbe Schicksal!
(21.11.2017, 11:56)
Michael Mettler :   Offenbar hat jemand vor Ort meine Frage zum ZOOPARKFREUND mitgelesen - ich bekam dieser Tage die ein halbes Jahr nach Anfrage nicht mehr erwartete Antwort vom Verein...
(16.11.2017, 08:57)
Adrian Langer :   @Oliver M√ľller sehe ich genau so! Aus meinem Bekanntenkreis wei√ü ich, dass die Vorw√ľrfe nicht ungerechtfertigt sind! Ich hoffe sehr, dass dieses Tief schnell √ľberwunden werden kann und dann endlich wieder was passiert!
(13.11.2017, 11:49)
Oliver Muller :   Derzeit scheint der Zoopark Erfurt wirklich nicht unter einem guten Stern zu stehen. Kein Geld f√ľr den weiteren Ausbau, Schlie√üung des Aquariums und jetzt Knatsch wegen der Zoodirektorin. Dabei h√§tte der Zoopark so viel Potenzial f√ľr einen weiteren Ausbau.
(13.11.2017, 10:38)
Adrian Langer :   http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Nach-Ruecktrittsforderungen-an-Erfurter-Zoo-Chefin-CDU-Stadtrat-verlangt-Aufkla-487399303

Der Streit in Erfurt wird sich wohl länger hinziehen .......!
(13.11.2017, 09:57)
Adrian Langer :   http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/leben/detail/-/specific/Erfurter-Zoo-Chefin-zum-Ruecktritt-aufgefordert-1596998061

In Erfurt gibt es eindeutig Probleme in der Gesch√§ftsf√ľhrung! Ich hoffe sehr, dass sich diese bald legen und die "echten" Probleme (weiter unten beschrieben) in Angriff genommen werden! Witzig finde ich den Vorwurf der sinkenden Besucherzahlen bei einem Unwillen Mittel in den Zoo zu investieren!
(10.11.2017, 14:35)
Adrian Langer :   Jetzt habe ich es! Laut Zootierliste werden nur Angola-L√∂wen in Danzig gehalten!..... Ob da wohl jemand geschummelt hat? :D
(27.10.2017, 18:49)
Adrian Langer :   Dazu kann ich leider nicht viel beitragen! Versuche es doch einfach noch einmal mit einer vorsichtigen Erinnerung! So hat es bei mir zu einem anderen Thema auch geklappt!

http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Zoopark-begruesst-Loewin-Bastet-358365540

In Erfurt wurde der Löwentausch vollzogen? Aber leben tatsächlich Kalaharilöwen in Danzig?
(27.10.2017, 09:32)
Michael Mettler :   Verfolgt jemand regelm√§√üig die Zeitschrift DER ZOOPARKFREUND und kann mir sagen, wieviele Ausgaben jeweils in den Jahrg√§ngen von 2012 bis heute erschienen sind (soweit sie √ľberhaupt noch erscheint)? Meine Anfrage per Mail direkt beim F√∂rderverein wurde leider nicht beantwortet. Schade, bei anderen Zoos bzw. F√∂rdervereinen habe ich eigentlich durchweg die Erfahrung gemacht, dass man sich freut, wenn sogar ein "Ausw√§rtiger" die jeweiligen Publikationen mit Interesse verfolgt. Leider war es auch √ľber unseren Forum-Gastgeber nicht m√∂glich, an Ausgaben j√ľngerer Zeit heranzukommen.
(26.10.2017, 18:42)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Zoo-Restaurant-Weinberghaus-sucht-einen-neuen-Paechter-1891649194

Das Erfurter Zoorestaurant braucht einen neuen Pächter!
(26.10.2017, 11:14)
Adrian Langer :   http://www.sz-online.de/nachrichten/neuer-bauverzug-beim-afrikahaus-3797475.html

Abu aus Halle soll im n√§chsten Jahr kurzzeitig in Erfurt einziehen und f√ľr Nachwuchs sorgen!
(18.10.2017, 10:05)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Gastbulle-soll-fuer-Nachwuchs-bei-Erfurter-Elefanten-sorgen-574490650

In Erfurt wird wieder die Zuf√ľhrung eines zuchterfahrenen Bullen im n√§chsten Jahr besprochen!
(02.10.2017, 10:59)
Adrian Langer :   Gepardin mit Jungen! Bevor ich es vergesse der Smaragdwaran war nicht mehr zu sehen und sein Terrarium dunkel und unbesetzt!
(24.09.2017, 21:05)
Adrian Langer :   Zweites Bild ich hoffe hier sieht man sie besser!
(24.09.2017, 21:03)
Adrian Langer :   Brillenlanguren! Eines der Tiere war sehr au√üer Form geraten! Tr√§chtig oder doch nur dick?
(24.09.2017, 21:01)
Adrian Langer :   Fenneks! Ich f√§nde es schade, dass sie keinen Au√üenbereich haben und lediglich den kleinen hinteren Bereich der L√∂ffelhundanlage nutzen k√∂nnen!
(24.09.2017, 21:00)
Adrian Langer :   Mein heutiger Besuch in Erfurt! Viel neues gab es seit meinem letzten Besuch nicht! Nur die Fenneks, Th√ľringer Waldziegen, Vietnam Sikas und eine gr√ľne Baumeidechse (leider nicht gesehen)! Ansonsten war nur noch Csami neu die allerdings allein im Innenbereich war w√§hrend Chupa und Safari auf der Freianlage vergn√ľgt haben!
Anbei Bild der Hyänen
(24.09.2017, 20:57)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Drei-suesse-Gepardenbabys-im-Thueringer-Zoopark-Erfurt-1780688101

In Erfurt gab es Nachwuchs bei den Geparden! Besonders daran ist, dass die Katze erst seit März im Zoo lebt!
(29.08.2017, 09:52)
Adrian Langer :   Bevor ich es vergesse! Auf meine Nachfrage ob noch Vorschl√§ge zur weiteren Entwicklung des Zoos eingereicht werden k√∂nnen bekam ich die Antwort, dass ein neues Konzept erst 2020 fertiggestellt sein soll! Mein letzter Stand war 2018! Dann wird das wohl auch mit den einmal vorgestellten Anlagen erst einmal nichts!
(23.08.2017, 12:41)
Tom Schroeder :   Die Eltern sind Handaufzuchten und die Jungtiere sind in v√∂lliger Naturbrut hochgekommen. Mit Brutkasten ist der Kasten gemeint, in dem die Eltern br√ľteten.
(18.07.2017, 03:23)
Daniel Meier :   Ich bin aus dem Artikel nicht ganz schlau geworden. Die Jungen wurden im Brutkasten ausgebr√ľtet und von Hand aufgezogen oder haben die Elternv√∂gel dazu beigetragen?
(18.07.2017, 01:30)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Voellig-unerwarteter-Nachwuchs-208917540

Erstzucht bei den Gelbbrust-Aras in Erfurt!
(17.07.2017, 09:29)
Adrian Langer :   Ich sehe das mit einem weinenden und einem lachenden Auge! Einerseits bin ich traurig da ich als Kind viel Zeit hier verbracht habe und sogar noch das Krokodil-/Schildkr√∂tenbecken kenne! Somit kann ich die Wut vieler Erfruter verstehen, da diese ja aktiv mit am Aufbau beteiligt waren! Ich finde auch den Spruch der Gr√ľnenpolitikerin "Wer Fische sehen will soll nach Zella-Mehlis fahren!" sehr ung√ľnstig gew√§hlt, da hier nur ersichtlich wird, dass man f√ľr den Erhalt nicht viel machen wollte! Das d√ľrfte sch allerdings nur in den Rot-Rot-Gr√ľnen Umfragewerten wiederspiegeln!
Andererseits war es ja abzusehen. Schlie√ülich wurde hier seit 2007 nichts mehr getan und es stand schon lange auf der Abschussliste der Stadtverwaltung! Ich pers√∂nlich w√ľrde wenigstens den Einzug der S√ľ√üwasserfische im Zoo sehr begr√ľ√üen! Ich glaube aber (unter Einbezug einiger Andeutungen meiner Bekannten im Zoo Erfurt) das diese wenn dann nicht allzu bald eingebaut werden! Ich hoffe an der Stelle nur, dass hier F√∂rdermittel frei werden, die dann f√ľr die Sanierung des Zoos (etwa die Erweiterung der Afrikasavanne) eingesetzt werden! Aber selbst das sehe ich noch sehr kritisch!
(14.07.2017, 20:43)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: Sicherlich einerseits schade, andererseits vielleicht unter der Pr√§misse, dass im Zoo ein passables Aquarium integriert wird vielleicht eine vern√ľnftige L√∂sung. Das alte Aquarium am Nettelbeckufer mal irgendwann grundlegend zu modernisieren scheint mir auch schwierig.
(14.07.2017, 19:05)
Adrian Langer :   http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Ein-Aquarium-verschwindet-Von-einst-2325-Fischen-in-Erfurt-ist-kaum-noch-etwas-1251265178

Das Aquarium ist jetzt ziemlich leer!

(14.07.2017, 09:51)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Zoo-Chefin-hat-keine-Angst-vor-grossen-Tieren-397023723

In Erfurt wird gerade eine Doktorarbeit √ľber das Stressverhalten von Elefanten verfasst!
(24.06.2017, 10:53)
Adrian Langer :   http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Bison-Nachwuchs-im-Zoopark-Erfurt-930327737

Der neue Bisonbulle scheint erfolgreich gewesen zu sein! Laut Zooangaben gab es dieses Jahr drei Geburten! Der erste Nachwuchs seit 2014!
(23.06.2017, 18:51)
Adrian Langer :   http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt-zoopark-loewen-100.html

Erfurt will auf Kalaharil√∂wen umstellen! Aus diesem Grund wird Joco nach England abgegeben! Witzig finde ich an der Sache, dass auf meine Nachfrage ob denn eine neue L√∂win einziehen wird die Antwort kam "Ribat w√ľrde keine neue L√∂win neben sich dulden!". Nun scheint es doch zu gehen! Naja es soll mir egal sein! Ich glaube langfristig gesehen ist eine Umstellung aber besser f√ľr den Zoo!
(20.06.2017, 22:03)
Adrian Langer :   http://www.thueringen24.de/erfurt/article210852943/Paten-gesucht-Wuestenfuechse-neu-im-Thueringer-Zoopark.html

In Erfurt leben bereits seit M√§rz W√ľstenf√ľchse!
(09.06.2017, 18:16)
Adrian Langer :   http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/erfurt/detail/-/specific/Kritik-an-Zahlen-Trick-im-Zoo-103403574

Die Zooderzernentin soll nun zur√ľck treten! Ich bekomme aber auch langsam das Gef√ľhl, dass der Stadtrat ansonsten nie den Zoo gef√∂rdert h√§tte! Ich wei√ü der Zoo k√∂nnte mehr im Marketingbereich t√§tig werden! Andererseits empfinde ich die Besucherzahlen als nicht niedrig (und neue Projekte ziehen ja mehr Besucher an)! Gerade nach dem Wegfall des Aquariums sollten doch nun wenigstens "kleinere" Projekte m√∂glich sein!
(08.06.2017, 07:29)
Adrian Langer :   http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/soemmerda/detail/-/specific/Zoopark-Erfurt-rechnete-jahrelang-die-Besucherzahlen-schoen-1943522024

Die Besucherzahlen sollen besonders durch ein neues Zählsystem gefallen sein!
(07.06.2017, 09:49)
Adrian Langer :   http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/leben/detail/-/specific/Verluste-haben-sich-verdoppelt-Erfurter-Zoo-braucht-weiter-Zuschuesse-1547616440

Erfurt kämpft weiter mit sinkenden Absätzen!

(05.06.2017, 08:22)
Adrian Langer :   http://m.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Aquarium-bedeutsam-412327230

Ein weiterer Artikel zur Schlie√üung des Aquariums und eine Kritik gegen√ľber Zooparkverwaltung und Stadtverwaltung!
(01.06.2017, 07:11)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Gruen-der-Elefantenanlage-begeistert-Zooexperten-aus-den-USA-863925486

Prominenter Besuch im Zoo!
(20.05.2017, 10:52)
Adrian Langer :   Bei den Steinbacher Kampfg√§nsen ist ein Ganter eingezogen!
(12.05.2017, 10:01)
Adrian Langer :   M.W. sind die Katze und drei ihrer Jungen nach Spanien gegangen. Dabei wei√ü ich aber auch nicht in welche Zoos. Der Rest muss sich auf Tschechien und Polen verteilt haben. Ich k√∂nnte noch mal meine bekannten fragen in welche Zoos allerdings sehe ich die in n√§chster Zeit nicht! Demnach sind im Zoo nur noch der Kater und die neue Katze aus Wien!
(09.05.2017, 10:00)
Justus Bauer :   K√∂nnt ihr mich aufkl√§ren, welche Geparden zur Zeit im Zoo leben? Wo sind √ľberhaupt die Jungtiere aus dem letzten Wurf hin oder sind die noch da?
(08.05.2017, 15:13)
Adrian Langer :   @Jolantha Belik: Danke f√ľr den Hinweis ich √ľbernehme die Begriffe leider immer Synchron obwohl beide etwas anderes bedeuten.
Ich glaube dem Zoo bleibt auch zur Zeit nichts anderes √ľbrig. Der Geldhahn ist zu und deswegen sieht es sehr schlecht mit neuen Anlagen im Zoo aus! Daher ist ein neuer/alter Elefant wahrscheinlich die gr√∂√üte Attraktion die in den n√§chsten Jahren kommen wird! Zumal mit der Schlie√üung des Aquariums nun ja noch einige Besucher mehr wegfallen d√ľrften!

Nach R√ľcksprache mit einigen Bekannten die im Zoo t√§tig sind ist der Bulle noch nicht bereit! Um es mal mit den orten eines Verantwortlich zu unterstreichen "Der braucht noch ein Fu√üb√§nkchen um ran zu kommen!" und das bezog sich auf die Paarungsversuche mit Chupa die ja noch etwas kleiner ist als Csami. Laut Einsch√§tzung der Mitarbeiter braucht der Bulle noch drei bis f√ľnf Jahre um ein erfolgreicher Zuchtbulle zu werden (er ist eben erst zw√∂lf und kein Abu aus Halle)! Und dann d√ľrfte Csami doch schon zu alt sein!

Zur Gepardin. Ich habe sie zwar nicht gesehen aber meine Bekannten berichteten mir, dass sie wohlbehalten angekommen ist und sich gerade einlebt! Aufgrund des Medienrummels um Csami d√ľrfte das erst einmal untergegangen sein! Ich denke das wird dann wieder anders, wenn es wieder neue Jungtiere gibt!
(08.05.2017, 10:15)
Jolantha Belik :   Die Wiener Gepardin "Cimber" wurde vor einigen Wochen nach Erfurt gebracht. Ich mache mir ziemliche Sorgen um die S√ľ√üe, was mit ihr ist und wie es ihr geht. Es gibt nirgends Fotos von ihr im neuen Zuhause, sie wird nirgends erw√§hnt, au√üer "sie sa√ü in der Nebenanlage". Falls wer mal in den Zoo geht, k√∂nntet Ihr bitte schauen, wie es ihr geht.
(07.05.2017, 18:12)
Jolantha Belik :   So wie Csami vom Zoo in den sozialen Medien gepusht wird, ist es klar, dass sie quasi zu einem "Publikumsmagneten" geworden ist.
√úbrigens, wenn schon, dann "k√ľnstliche Besamung" und nicht "k√ľnstliche Befruchtung". Wobei in meinen Augen eine AI bei Vorhandensein eines Bullen reine Geldverschwendung und vor allem aber unn√∂tige Qu√§lerei f√ľr das Tier w√§re.
(07.05.2017, 18:04)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Aquarium-in-Erfurt-muss-endgueltig-schliessen-1106477968#.WQzQHF7ZWkU.facebook

Das Aquarium in Erfurt gibt es nun endg√ľltig nicht mehr! Ein Umzug in den zoopark scheint auch unwahrscheinlich!

Elefantenkuh Csami lebt nun dauerhaft mit den beiden anderen K√ľhen zusammen. Demnach ist die Zusammenf√ľhrung gegl√ľckt!
(06.05.2017, 12:31)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Pate-fuer-Csami-1404849953

Csami hat jetzt sogar einen neuen Tierpaten! Es ist doch unglaublich was Elefanten f√ľr Publikumsmagneten sind! Andere Tierarten die so im laufe der Zeit angeschafft wurden haben ja bei weitem nicht die selbe Begeisterung ausgel√∂st! Auch verst√§ndlich, da sie ja quasi aus Erfurt stammt! Aber das ist dann auch ein gewaltiger Schritt in Richtung Regenwaldhaus/Umbau altes Elefantenhaus!
(03.05.2017, 14:56)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Die-Erfurter-Elefanten-erloesen-Csami-aus-der-Einsamkeit-1346577521

Csami lebt sich langsam ein! Es wird vermutet, dass sie die neue Leitkuh wird! Ihre Verbindung zu dem Traktorreifen entstand wohl durch die entstandene Einsamkeit!
(27.04.2017, 09:57)
Adrian Langer :   http://www.bild.de/regional/leipzig/zoo/elefantendame-aus-sex-urlaub-zurueck-51413480.bild.html#fromWall

Laut diesem Bild-Artikel (ich weiß Bild!) hofft man auf den Bullen. Ich hoffe der Optimismus ist angebracht und er schafft es tatsächlich Csami zu decken!
(25.04.2017, 10:11)
Adrian Langer :   http://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/am/2017/126726.html

Es gab bereits ersten Kontakt durchs Gitter! Safari und Csami m√ľssen sich dabei lautstark gefreut haben!
(24.04.2017, 18:04)
Adrian Langer :   Csami ist definitiv nicht tr√§chtig (Nachricht vom Zoopark auf meine R√ľckfrage)! Ich sehe hier jetzt nur noch eine k√ľnstliche Befruchtung als m√∂glich an! Schlie√ülich halte ich Kibo bei seinen Dekakten f√ľr noch nicht erfolgreich (siehe Nachrichten vom letzten Jahr die mehr nach "Troken√ľbungen" aussahen)! Wobei auch das jetzt schwierig werden k√∂nnte, da ja bei Elefantenk√ľhen in Stresssituationen (in dem Fall Transport und Umgew√∂hnung an neue Anlage und Elefanten) die Mensis unregelm√§√üig auftritt bzw. aus bleibt! Es bleibt abzuwarten wie es sich weiter entwickelt!
(22.04.2017, 11:03)
Jan Jakobi :   Mittlerweile ist Csami auch in Erfurt angekommen.
http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/elefant-elefantenkuh-zoopark-erfurt-csami-100.html

Csami ist jetzt ca. 22 Jahre alt.
Sie kann noch schwanger werden.

Ob Ndume Csami gedeckt hat ist offiziell nicht bekannt.
(21.04.2017, 21:45)
Adrian Langer :   http://www.thueringen24.de/erfurt/article210310749/Wiedersehen-mit-Csami-Elefantendame-auf-dem-Weg-nach-Erfurt.html

Jetzt ist es offiziell! Freitagabend kehrt Csami zur√ľck!
(20.04.2017, 20:24)
Oliver Muller :   @Tom Schroeder: Deswegen habe ich mich ja in meinem Beitrag auch f√ľr neue mutige Finanzkonzepte ausgesprochen. Anderswo hat man mit 0 Euro √∂ffentlichen Mitteln auch einiges bewegt. Da m√ľsste man aber aus der Schiene "Geld kommt aus Eintrittskarten oder √∂ffentlichen F√∂rdermitteln" mal raus kommen.
(07.04.2017, 22:54)
Oskar Schwitters :   Laut dieser Seite wurde Crocworld geschlossen:
www.freizeit.de/ausflugsziele/crocworld-erfurt-99086.html
@Adrian Langer: Zwergplumplori und Kiwi d√ľrfte klimatisch schwierig werden.
(07.04.2017, 17:07)
Tom Schroeder :   Der Zoo wird in den n√§chsten Jahren extrem wenig Geld f√ľr Investitionen haben und hier wird von Flusspferden, K√∂nigspinguinen und Walrossen fantasiert,alles auch noch sau teure Arten im Unterhalt....? Das w√ľrde den Zoo nicht retten, sondern in den Ruin treiben, es ist kein Geld da!!!! F√ľr "W√ľnschdirwas" gibt's Utopie-Threads.
(07.04.2017, 10:55)
Adrian Langer :   Ich muss doch noch ein bisschen was ansetzen! :D Mir ist aufgefallen, dass ich ja nur eine Klammeraffenart genannt habe. Den Bestand w√ľrde ich noch mit Rotgesichtklammeraffen und Wollaffen kompletiren! Zu den Brillenlanguren w√ľrde ich anstatt brauner G√ľrteltiere Bengalkatzen dazu setzen. Und als komplette Neuerung eine Gemeinschaftshaltung von Kiwis und Zwergplumploris im NAchttierhaus! Anschlie√üend w√ľrde ich auf die Problematik der Neozoen eingehen!

@Olliver: Ganz sicher? War zwar tatsächlich schon ewig nicht mehr da aber laut Zootierliste haben sie ja noch den kompletten Bestand!
(07.04.2017, 10:06)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: An Gabelb√∂cke bei den Bisons hatte ich auch schon gedacht. Wenn es Zwist zwischen Zoo und Stadt gibt: umso wichtiger, dass man sich √ľber andere Finanzkonzepte Gedanken macht. In der Liga von Leipzig sehe ich Erfurt auch noch lange nicht, aber mit Magdeburg, Halle, Dresden muss man sich schon messen.

√úbrigens: Crocworld gibt es m. W. schon seit Jahren nicht mehr!
(06.04.2017, 22:30)
Adrian Langer :   Ach eins habe ich noch vergessen! Bei der geplanten Siamanganlage w√ľrde ich die Siamangs mit Kleideraffen oder mit schwarzen Haubenlanguren vergesellschaften! Je nachdem welche Art gew√§hlt wird zieht die andere dann in die gro√üe Anlage mit Schlank- und Klammeraffen. Aber erst einmal abwarten!
(06.04.2017, 20:44)
Adrian Langer :   Ich pflege einige Freundschaften zu Mitarbeitern des Zooparks die so etwas schon einmal angedeutet hatten! Allerdings dachte ich nicht, dass es sooo lange dauern soll! Zumal es ja eine riesen √úberbr√ľckungszeit w√§re! wenn ich jetzt einmal von der Er√∂ffnung der Elefantenanlage 2014 ausgehe genau 12 Jahre! Das ist ja noch l√§nger als die Zeit in Halle wo 10 Jahre lang nichts investiert wurde!
Ich glaube am schlechten Haushalt liegt es nicht denn Erfurt ist nun doch wirtschaftlich st√§rker als eben Halle oder Magdeburg die ihren Zoos ja finanziell unter die Arme greifen! Und an den Fl√ľctlingen liegt es mit Sicherheit nicht! Nach eigener Erkenntnis gibt es von denen in Halle eindeutig mehr!
Ich glaube eher es liegt mehr an dem Zwist zwischen der Stadtverwaltung und dem vorherigen Direktor der ja auf dem Konzept "Zoo der großen Tiere" beharrt hat während die Stadtverwaltung ja lieber "kleinere Brötchen backen" wollte.
Finde es aber trotzdem sehr schade! Zumal der Zoo ja doch noch einige Schandflecken hat (Bauernhof, Giraffen, Yaks, Trampeltiere, Vogelvolieren neben dem alten Schildkr√∂tenhaus und ebendieses). Langfristig d√ľrften damit auch gro√üe Einbr√ľche in den Besucherzahlen zu verzeichnen sein!
Entwicklungspotential sehe ich hier auch vieles aber ich glaube, dass kaum eine der genannten Arten einziehen wird. Denn es ist nun einmal so (und damit musste ich mich auch erst einmal abfinden), dass Erfurt doch nicht in einer Liga wie eben Leipzig spielt (Einzugsgebiet, Marketing, etc.). Langsam habe ich auch das Gef√ľhl, dass er immer weiter abgehangen wird. Aber man kann ja noch hoffen!
Ich pers√∂nlich h√§tte da ja auch noch einige W√ľnsche und Vorstellungen! So k√∂nnten ja im neuen Elefantenhaus Zwergmeerkatzen mit zu den Schildkr√∂ten ziehen! Oder hatte auch schon einmal √ľberlegt, dass man den afrikanischen Waldteil mit Dik-Diks und Okapis mit einem Netz √ľberspannen k√∂nnte um so die B√§renstummelaffen zur√ľck zu holen! Man k√∂nnte ja hier den Hochweg von den Giraffen verl√§ngern und dann kommt man √ľber eine Schleuse √ľber den Waldteil! Nilpferde f√§nde ich auch sehr reizvoll! Dann aber bitte die gro√üen! Auf Gorillas w√ľrde ich gerade in Erfurt verzichten! Der Zoo hat sich eben schon lange gegen eine Menschenaffenhaltung entschieden und sollte das meiner Meinung nach beibehalten. Daf√ľr w√§re ich eben f√ľr ein gro√ües Areal mit Schlank und Klammeraffen! Denke dabei an Goldstumpfnasen, Kleideraffen, Venezolanische Br√ľllaffen, Tonkin-Languren und nat√ľrlich die Nilgiris (wobei ich bei denen am wenigsten an eine R√ľckkehr glaube). Kodiakb√§ren f√§nde ich auch reizvoll aber eine Anlage mit Baribals (da ja selten gehalten) w√ľrde mich auch interessieren! Da ich pers√∂nlich schon immer was gegen Marine Lebensformen habe (wei√ü auch nicht so richtig warum) w√ľrde ich sie auch vernachlessigen! Lieber w√§ren mir wie weiter unten schon einmal aufgegriffen eine Anlage mit Amurleoparden und eine Vergesellschaftung von Bisons und Gabelb√∂cken! Auch eine Anlage von Saigas geh√∂rt f√ľr mich in den Zoo (am besten zwischen Takine und neuer Yakanlage). Den Einzug von Komodowaranen und gro√üen Krokodilen w√ľrde ich selbst mit finanzieller Unterst√ľtzung skeptisch sehen zumal ja Crocworld um die Ecke ist! Allerdings wenn ich da an meine Leistenkrokodile denke schl√§gt mein Herz doch etwas schneller! :D
Aber das ist leider nur Spinnerei! Ich hoffe die Direktorin bekommt wenigstens f√ľr ihre Projekte noch die Zuschl√§ge! Ich glaube n√§mlich mit dem ausbleiben von diesen ist tats√§chlich die Existenz des Zoos bedroht!
(06.04.2017, 19:24)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: Ja, sehe ich auch so. Die Verantwortlichen in der Stadt Erfurt scheinen entweder den Schuss noch nicht geh√∂rt zu haben, oder der Stadt steht finanziell tats√§chlich das Wasser noch h√∂her als nur bis zum Hals.

M. E. Hat der Zoo in Erfurt allein von der Fl√§che her ein riesiges Potenzial und zugleich von den Zoos in seiner Liga noch die mit Abstand gr√∂√üten L√ľcken im Tierbestand. Die letztes Jahr vorgelegten Visionen fand ich toll, aber auch nur einen ersten Schritt. Man k√∂nnte aus dem "Zoo der gro√üen Tiere" mit einem mutigen Konzept und ebensolcher Finanzplanung noch sehr, sehr viel mehr machen. Ich denke da nur mal Gorillas, Flusspferde, Komodowarane, eine gro√üe Krokodilart, Eis- oder Kodiakb√§ren, Walrosse oder Stellersche Seel√∂wen, K√∂nigspinguine, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen, au√üerdem an eine Wiederaufnahme der Schlankaffenhaltung (Kleideraffen usw.). Da ginge noch einiges, wenn man klug investieren w√ľrde.

Man muss auch sehen, dass Leipzig Spitze ist, Magdeburg riesige Schritte macht, Halle einiges vor hat und auch Hannover, Frankfurt, N√ľrnberg und zwei mal Berlin mit sehr gro√üen Visionen nicht unerreichbar sind. Da muss man sich schon was einfallen lassen und darf sich nicht auf den unbestritten sch√∂nen und anerkennenswerten Entwicklungen der letzten Jahre ausruhen.
(06.04.2017, 12:38)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Aquarium-Standort-erhalten-1346520310

Das Aquarium scheint doch zu bleiben wo es ist! Erschreckender finde ich die Nachricht, dass der Zoo bis 2026 keinerlei Neubauten erhalten soll!
(06.04.2017, 09:28)
Adrian Langer :   Ich habe auch noch einmal dar√ľber nachgedacht und glaube man k√∂nnte doch einiges verbinden! So waren ja die Pfeilgiftfr√∂sche geplant, die ja auch wieder ins Regenwaldhaus einziehen sollten. Und im Aquarium werden ja neben den Lizt√§ffchen auch einige Reptilien gehalten die perfekt ins Repertoire Regenwald passen. Die tropischen Fische nat√ľrlich nicht zu vergessen! Verlierer sehe ich nur bei den NAchttieren, Pinguinen und die gr√∂√üten von allen den Siamangs! Ich w√ľrde daf√ľr ja auf die Pinguine verzichten da hier ja wiedermal Humboldpinguine einziehen sollen. Denke aber, dass dann eher die Siamangs abgegeben werden.

@Gudrun: Das mit dem Bestand auf die Tierh√§user aufteilen habe ich auch schon einmal gedacht! Zumal ich da an einen Artikel aus Halle √ľber das "monothematische Elefantenhaus" denken musste! Was ist denn mit dem Nashornhaus? Da sind ja bis jetzt auch nur die Rhinos!
(04.04.2017, 19:48)
Gudrun Bardowicks :   Man k√∂nnte die verschiedenen Aquarien auch auf die bereits im Erfurter Zoopark vorhandenen Tierh√§user passend zu den dort gehaltenenen S√§ugetieren und deren Lebensr√§umen verteilen. F√ľr die Meerwasserterrarien m√ľ√üte man dann aber vermutlich doch ein neues Geb√§ude im Zoopark errichten. Ich bef√ľrchte allerdings auich, dass man die Aquarien √ľberwiegend im alten Elefantenhaus unterbringen wird, da dort ja viel Platz vorhanden ist. Die Nachtabteilung wird es aber vielleicht doch noch zus√§tzlich in diesem Geb√§ude geben. Dar√ľberhinaus k√∂nnte man Umweltschule und Aquarium aber auch miteinander verkn√ľpfen, was auch gar nicht so schlecht w√§re.
(04.04.2017, 19:04)
Adrian Langer :   Denke ich auch! Zumal ja die Zuschl√§ge f√ľr die anderen Projekte bis jetzt nicht gegeben wurden! Ich denke, dass es auch langfristig zu einer gewissen Kostenersparnis f√ľhren w√ľrde! Ich pers√∂nlich w√ľrde dann einen Extrakomplex im Zoo favorisieren! Denkbar w√§re eine Verlegung ins alte Elefantenhaus! Ich pers√∂nlich hoffe es nicht da so das Projekt f√ľr die Umweltschule mit Tropenraum und Nachttierabteilung gekippt werden w√ľrde!
(01.04.2017, 20:15)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: Soweit die Artenvielfalt nicht reduziert wird, w√ľrde ich pers√∂nlich das begr√ľ√üen. Ich denke da spricht viel daf√ľr.
(01.04.2017, 19:52)
Adrian Langer :   http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Aquarium-bleibt-bis-auf-weiteres-geschlossen-1752931512

Das Aquarium das au√üerhalb des Zoos liegt soll wom√∂glich im Zoo untergebracht werden! Gr√ľnde hierf√ľr sind bauliche M√§ngel des Aquariums!
(01.04.2017, 19:43)
Adrian Langer :   Es sind jetzt Th√ľringer Waldziegen im Zoo eingezogen. Die Tiere stammen von einem Privathalter der sie nicht mehr tragen konnte.
(24.03.2017, 10:44)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Erfurt-und-der-Rote-Panda-2088169545

In Erfurt wollen Naturkundemuseum und Zoo k√ľnftig besser zusammen arbeiten.
(21.03.2017, 09:59)
Adrian Langer :   Im Zoo Erfurt sind jetzt vietnamesische Sikas eingezogen. Sie leben im selben Gehege wie die Damhirsche. Allerdings wurde auf der Facebookseite nicht mitgeteilt ob hier eine Zucht dieser hoch bedrohten Art angestrebt wird. Wenn ja besteht dabei nicht die Gefahr der Hybridisierung mit dem Damwild?
(19.03.2017, 09:27)
Adrian Langer :   In dem Artikel von damals hie√ü es ja Visionen f√ľr die Zukunft! Quasi es waren nur Vorstellungen dazu wohin es sich entwickeln kann. Das muss dann nat√ľrlich verschriftlicht und eingereicht werden. Ich nehme mal an, dass es bis jetzt nicht passiert ist.
(09.03.2017, 10:30)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: Es gibt doch einen Masterplan. Warum ist der nicht "echt"?
(09.03.2017, 10:10)
Adrian Langer :   http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Besucherschwund-befuerchtet-Zoopark-Erfurt-soll-Investitionen-bis-Buga-aufschie-996800681

Wie erwartet erhält der Zoo keine weiteren Inverstitionen vom Land. Dieses will auch weitere Projekte bis 2021 (nach der Buga) aus lassen. Diese Entscheidung bedauere ich persönlich sehr. Allerdings soll auch erst 2018 ein echter Masterplan erstellt werden.
(08.03.2017, 20:57)
Adrian Langer :   http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Radau-stoert-die-Nashoerner-Zoopark-Erfurt-bittet-um-Ruhe-am-Gehege-1334635699

Die Br√ľcke im Nashornhaus bleibt zun√§chst geschlossen. Die neue Nashorndame soll sich erst einmal eingew√∂hnen und reagiert noch empfindlich auf laute Ger√§usche!
(07.03.2017, 19:14)
Adrian Langer :   http://soemmerda.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Esel-und-Ziegen-kuemmern-sich-um-die-blinden-Passagiere-im-Erfurter-Zoo-1506556552

Im Zoo Erfurt sollen nun Esel und Ziegen daf√ľr sorgen, dass der 12 Hektar gro√üe gesch√ľtzte Bereich des Zoos nicht zu sehr "verbuscht". Damit sollen bedrohte Insektenarten gesch√ľtzt werden die ansonsten von der Trockenwiese verschwinden w√ľrden.
(01.03.2017, 09:53)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Perlhuehner-und-andere-neue-Tiere-fuer-den-Bauernhof-im-Zoo-1144417884

Im Zoo Erfurt werden neue Haustierrassen einziehen. Hierbei werden besonders Th√ľringer Ziegen sowie Th√ľringer Zwergh√ľhner und Perlh√ľhner eine Rolle spielen. Gleichzeitig soll dieses Jahr die Lounge im Elefantenhaus, auf die urspr√ľnglich aus Kostengr√ľnden verzichtet wurde, gebaut werden.
(22.02.2017, 10:23)
Gudrun Bardowicks :   Soweit ich wei√ü ist kein Umstieg auf Spitzmaulnash√∂rner geplant. Man m√∂chte die Anlage vergr√∂√üern um noch mehr Breitmaulnash√∂rner halten zu k√∂nnen und die vergr√∂√üerte Anlage mit der ersten Afrikaanlage verbinden um die Nash√∂rner mit weiteren afrikanischen Huftieren vergesellschaften zu k√∂nnen.
(09.02.2017, 22:57)
Adrian Langer :   Vieleicht brauchten sie einfach eine Begr√ľndung f√ľr die Abgabe und es sind l√§ngerfristig tats√§chlich Spitzmaulnash√∂rner geplant. Zumal ich auch nicht glaube, dass Marcita, wenn sie wirklich eine Problemkuh in Osnabr√ľck war, die Zucht in Erfurt ankurbeln wird. Schlie√ülich konnte sich Dino schon nicht gegen die beiden √§lteren Weibchen durchsetzen konnte. Aber mal sehen vielleicht schafft er es ja jetzt da er sich ja nur noch gegen jeweils eine Kuh durchsetzen muss.
(09.02.2017, 21:16)
Oskar Schwitters :   Ob es so zuchtf√∂rdernd ist, nun nur noch drei Tiere zu halten, ist aber wohl auch fragw√ľrdig. Auch denke ich nicht, dass sich die Bedingungen f√ľr die verbliebenen Osnabr√ľcker Nash√∂rner verbessert haben. Wenn der Platz im Stall f√ľr vier Tiere nicht ausreicht, sollte man wohl besser Spitzmaulnash√∂rner halten, f√ľr die als solit√§re Art ein Paar locker ausreicht.
(09.02.2017, 15:35)
Adrian Langer :   Um noch einmal auf die frage zum Zuchtproblem in Osnabr√ľck zur√ľck zu kommen. Es ist jetzt ein Artikel erschienen aus dem hervorgeht, dass Marcita quasi als Unruhestifterin im Zoo galt und sich daher keine Zuchterfolge einstellten.

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/847537/stall-zu-klein-zoo-osnabrueck-gibt-nashorn-ab
(08.02.2017, 21:35)
Adrian Langer :   http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/tote-loewin-zoo-erfurt-100.html

L√∂win Lubaya ist im Zoo Erfurt verstorben. Grund hierf√ľr war ein Herz-Kreislaufversagen nach der Narkose. Die Untersuchung wurde laut Artikel aufgrund neuronaler Probleme durchgef√ľhrt.
(07.02.2017, 19:17)
Adrian Langer :   Grund Hierf√ľr ist wohl √§hnlich wie bei Numbi und Temba. Marcita hatte sich mit einem anderen Weibchen in Osnabr√ľck sehr gut verstanden, weshalb der Bulle keine Gelegenheit zum decken bekam. Mit der Abwanderung von Numbi und Marcita versprechen sich jetzt beide Zoos Zuchterfolge. Aber mal abwarten und Tee trinken. Dino konnte ja in Polen auch nicht erfolgreich decken.
(25.01.2017, 10:34)
R√ľdiger Krichel :   @Adrian Langer
Marcita war doch beinem erfolgreichen Zuchtbullen in Osnabr√ľck.
Haben sich die beiden dort nicht gut verstanden oder wieso hat Miguelin (1165, *1997) sie nicht erfolgreich gedeckt?
(24.01.2017, 19:43)
Adrian Langer :   http://www.thueringen24.de/erfurt/article209375369/Vogelgrippe-in-Erfurt-Die-Auswirkungen-auf-den-Zoopark-Erfurt.html

Auch den Th√ľringer Zoo Erfurt hat die Vogelgrippe jetzt erreicht. Bis auf weiteres bleiben, au√üer den G√§nsegeiern und einem Turmfalken, in ihren Stellen!
(24.01.2017, 19:26)
Adrian Langer :   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Neue-Nashorndame-Marcita-soll-im-Erfurter-Zoo-fuer-Nachwuchs-sorgen-102996644

In Erfurt ist seit mitte Dezember ein neues Nashorn f√ľr die Zucht eingezogen. Leider √§u√üerte sich Frau Merz bei der Gelegenheit nicht zum Einzug von Csami. Ich hoffe sie wird nicht abgeschoben weil sie ja der "Skandalelefant" von Erfurt ist.
(16.01.2017, 10:06)
Adrian Langer :   Es gibt jetzt einen Eintrag bei Elewiki der besagt, dass sie bald zur√ľck kommen soll. Mich interessiert an der Stelle ob N'Dume vor seinem tot es noch geschafft hat erfolgreich zu decken.
(31.12.2016, 13:58)
Jan Jakobi :   Ich vermute kommendes Jahr.

(31.12.2016, 13:56)
Justus Bauer :   Wann soll denn Csami zur√ľck kommen?
(31.12.2016, 13:27)
Adrian Langer :   Aus einer zuverl√§ssigen Quelle wei√ü ich, dass Elefantenkuh Csami wieder in den Zoo Erfurt ziehen soll. Grund hierf√ľr ist wohl der Tot des Bullen N'Dume in Sigean. Leider finde ich hierzu keine Nachweise. Weder bei Elewiki oder Zeitungsartikeln. Daher kann ich das leider nicht zu 100% bestetigen.
(30.12.2016, 19:01)
Adrian Langer :   Hy√§ne Charlie ist letzte Woche Montag √ľberraschend verstorben. Malsehen ob der Zoo zeitnah ein neues M√§nnchen bekommt.
(28.11.2016, 14:50)
Adrian Langer :   Das sollte auch kein negativer Kommentar von mir sein. Zumal ja jetzt allgemein eine Preissteigerung in den deutschen Zoos vorgenommen wird. Ich meine wer sch√∂ne neue Anlagen sehen m√∂chte sollte auch etwas mehr Geld f√ľr die Zoos bezahlen sollen. Ich f√§nde es eben nur zielf√ľhrend wenn nicht alle Zoos quasi nur die selben Arten, wie roter Panda, Erdm√§nnchen oder Katta, zeigen. Allerdings glaube ich das geh√∂rt gerade nicht hierher. Aber wie gesagt es stehen gro√üe Erneuerungen f√ľr den Zoo an wof√ľr nunmal mehr Geld gebraucht wird.
(27.11.2016, 13:33)
Oliver Muller :   Ich mache mich damit jetzt vielleicht unbeliebt, aber ich muss sagen, dass ich die angek√ľndigte Erh√∂hung der Eintrittspreise begr√ľ√üe. In L√§ndern wie BeNeLux, Frankreich oder Spanien w√ľrde ein Zoo vom Kaliber Erfurt, Halle oder Magdeburg mindestens 20 ? Eintritt nehmen, Leipzig oder Rostock locker 30 ?. Von solchen Preisen k√∂nnten Zoos dann auch Investitionen bezahlen und m√ľssten nicht so rumkrebsen, wie viele hier in Deutschland.
(27.11.2016, 10:01)
Adrian Langer :   Nashornkuh Temba hat den Zoo Richtung Dvur Kralove verlassen. Mal sehen welches neue Weibchen f√ľr Temba einziehen wird. Grund f√ľr diese Entscheidung war wohl eine Unvertr√§glichkeit zwischen den K√ľhen und dem neuen Bullen.

http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt-zoo-zoopark-eintrittspreis-100.html
Der Zoo soll ab nächstem Jahr teurer werden. War ja bei den geplanten Projekten fast klar. Apropo weiß jemand von euch wann der Bau der Siamanganlage starten soll?
(26.11.2016, 12:21)
Oliver Muller :   Das sind exakt die Informationen, die bereits fr√ľher zum Masterplan ver√∂ffentlicht wurden. Und damit sind auch die Pl√§ne bzgl. Giraffen im Elefantenhaus nicht mehr aktuell ... ;-)
(08.10.2016, 00:14)
Michael Mettler :   Ist dann der Plan vom Tisch, die Giraffen im alten Elefantenhaus unterzubringen, obwohl sie laut Artikel noch immer "hinter der Savanne" unterkommen sollen?
(07.10.2016, 21:00)
Michael Gradowski :   Auch in Erfurt hat man sehr interessante Pl√§ne:

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Erfurter-Zoo-soll-bald-noch-attraktiver-werden-1946027549

Klingt wirklich spannend, √ľber die R√ľckkehr der Nachttierabteilung ins alte Elefantenhaus freue ich mich besonders. Die Siamanganlage am Haus und auf dem Dach kann ich mir nicht so richtig vorstellen, mal schauen, wie die Pl√§ne da genau aussehen. Auch die Arten f√ľr die Erweiterung der Afrikaanlage mit Okapi, Dik-Dik, Springbock und Kudu h√∂ren sich toll an, auch wenn ich bezweifle, da√ü Gro√üe UND Kleine Kudus kommen werden.
(07.10.2016, 13:22)
WolfDrei :   Dann ein letzter Gru√ü
(01.10.2016, 13:53)
Michael Mettler :   Habe gerade gelesen, dass inzwischen auch der Nilgiri-Languren-Mann eingeschl√§fert werden musste und damit das letzte Exemplar seiner Art in Europa. In dieser Anlage sind jetzt die Ex-Wuppertaler Brillenlanguren untergebracht - immerhin auch schon eine letzte deutsche Haltung.
(30.09.2016, 21:17)
Nikolas Groeneveld :   Die Brillenlanguren aus dem Zoo Wuppertal sind im Zoopark Erfurt eingetroffen.
(27.08.2016, 11:43)
Oliver Muller :   Thare w√§ren eine plausible Erkl√§rung, zumal der Otto-Normal-Journalist vermutlich beide Arten nicht kennt. Tr√§umereien f√§nde ich jetzt f√ľr den sonstigen Masterplan eher untypisch, zwei Takin-Arten scheinen mir denkbar, wenn man da Akzente setzen will (und billig zu haltende "kalte" Tierarten braucht).
(28.04.2016, 11:46)
Patrick Marburger :   Und wenn die Herren Journalisten nicht richtige recherchiert haben und es um Thare statt Takine ging? Ein Zoo der plant zwei Arten Takine zu halten h√§tte ich au√üerhalb von Berlin (da historische "Verpflichtung") in D f√ľr undenkbar gehalten. Au√üerdem eben die Bezeichnung als "Himalaya-Takin". Kenne ich pers√∂nlich nicht und scheint es ja auch nicht zugeben. Vielleicht sind auch irgendwelche Pl√§ne (wahrscheinlich w√§re Tr√§umerei treffender) von einem Import des Bhutan-Takins (falls es sich als UA h√§lt) gemeint.
(27.04.2016, 11:20)
WolfDrei :   Klingt interessant: die geografische Lage Sichuans bezieht sich wohl noch auf den Himalayaostabfall, die Mishmiberge eher nicht. Nun sind f√ľr den ONB Gold-und Sichuantakin von Farbe und Gr√∂√üe eher identisch. Genetisch ist der Sichuan g√ľnstiger, von der Gesamtzahl weniger: es gibt im TP San Diego - Moskau - und Rotterdamer Liniengemisch, dann in Paris-Menagerie Rotterdam - San Diego, dazu dann die Moskauer Tiere. Dazu einzelstehende Bullen in Warschau (aus Moskau) und in Poznan (von TP-Geburt San Diego) - und das sicher nicht mehr z√ľchtende Altpaar aus Rotterdam (ehemals TP). Na, schaun wir mal.
(27.04.2016, 09:25)
Oliver Muller :   Nach dem Artikel in der TA sollen ja ggf. - wenn ich es richtig verstehe - noch ZUS√ĄTZLICH Himalaya-Takine kommen. Da bin ich mir allerdings nicht klar, welche UA damit gemeint ist.
(27.04.2016, 08:45)
WolfDrei :   @th.oma.s: Die Aussage stimmt sicher, so man die Ausgangsbasis mit 1,1 in Liberec vor 15 Jahren betrachtet. Aber: In Liberec sind es gegenw√§rtig , ohne zu wissen , wie die jetzige Geburtenlage ist, etwa 5,5; der Tierpark hat 3,4, Dresden 1,2 mit Geburt von 1.0, Poznan hat 2,0: Paradisio mindestens 1.1, dann noch Chomutov mit mindestens 1,0. Auch die Mishmis starteten mit 1,1 - im Tierpark Berlin sind l√§ngst √ľber 100 geboren worden.
Dennoch: neues "Blut" w√§re wichtig, daran ist Liberec weiter gescheitert - und Erfurt sollte es gelingen?. Leider ist auch aus Tokyo keine Tier zu erhalten, da die Chinesen wohl dar√ľber die "Bestimmer" sind.
(26.04.2016, 18:39)
th.oma.s :   Wobei man in Bezug auf Goldtakin vorsichtig sein sollte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Art ohne weitere Importe aus China auf die Dauer im Tierbestand der Zoos bleibt. Die Ausgangsbasis ist wohl doch minimal.
(26.04.2016, 18:01)
Oliver Muller :   Ich hatte mir da auch mehr erwartet. Die in allen Nachbarzoos vorhandenen Schneeleoparden und Kleinen Pandas (bzw. geplant beide in Halle) rei√üen mich nicht wirklich vom Hocker, ebenso wenig die Humboldtpinguine (Gefiederte Erdm√§nnchen sozusagen). Ein paar Tiere ziehen im Zoo um, ansonsten die lange bekannten (und sicher sinnvollen und notwendigen) Projekte Afrikasavanne, Giraffenhaus und Siamang-Anlage (auch wenn letztere sicherlich architektonisch spannend wird).
Statt der Asienanlage mit Schabrackentapire kommen garantiert Flachlandtapire f√ľr die S√ľdamerika-Version, weil rechts und links der Anlage S√ľdamerikaner leben. Immerhin: Okapis sind spannend und wenn ich das richtig verstehe, wird es so eine Art "All-Africa"-Anlage von Sumpf √ľber Wald bis zu Savanne, wo alle sich frei bewegen k√∂nnen und man davon ausgeht, die Tiere in ihrem jeweils bevorzugten Habitat zu sehen. Das ist zumindest mal innovativ.

Ansonsten h√§tte ich im "Zoo der gro√üen Tiere" gehofft auf eine gro√üe B√§renart (z.B. Eis- oder Kodiakb√§ren), Amurtiger, vielleicht eine kalte Leopardenart (f√ľr die dringend Halter gebraucht werden), eine gro√üe Robbenart (z.B. Walrosse oder Stellersche Seel√∂wen), Riesenschlangen und Komodowarane, vielleicht Flusspferde, vielleicht Gorillas in einer Tropenhalle sowie die Wiederaufnahme/Erweiterung der Erfurter Tradition der Bl√§tteraffenhaltung in Form von ein oder zwei Langurenarten, z.B. Kleideraffen in Zuchtgemeinschaft mit (demn√§chst) K√∂ln. Und statt der Humboldtpinguine gerne K√∂nigspinguine als gr√∂√üte Vertreter. Und ganz verwegen: Gabelb√∂cke zu den Bisons, in Zuchtgemeinschaft mit (demn√§chst) Berlin TP.

Aber ich denke, mehr war nicht drin, weil der Zoo kein Geld bekommt. So werden nur die Dinge gemacht, die laut Säugetiergutachten unumgänglich sind und ein paar nicht allzu aufwendige Ergänzungen.
(26.04.2016, 11:02)
Holger Wientjes :   Wobei man da erst einmal definieren m√ľsste, was man unter "Nachbar" versteht. So nahe beieinander sind sie ja nun nicht.
(25.04.2016, 18:21)
Patrick Marburger :   Dresden hat's mit den Nachbarn auch nicht leicht. Zuerst demontiert Leipzig die Koalas als Alleinstellungsmerkmal und jetzt macht Erfurt das mit den Goldtakinen (; Den Zooberg als Alleinstellungsmerkmal zu betonen ist angesichts eines Nachbarns namens Bergzoo Halle auch simpel wie genial!

(25.04.2016, 17:18)
Oliver Muller :   Hier Infos zum Masterplan f√ľr den Zoopark Erfurt f√ľr alle, die es noch nicht in der Zoopresseschau gelesen haben:

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Das-sind-die-Visionen-fuer-die-naechsten-15-Jahre-fuer-den-Zoopark-in-Erfurt-2006378891
(25.04.2016, 15:31)
WolfDrei :   Dann hier ein Erinnerungsfoto des Weibchens
(19.04.2016, 18:03)
Tim Sagorski :   Vorletzte Woche wurde das alte Weibchen der Nilgiri-Languren aufgrund eines Krebsleidens eingeschl√§fert, so dass jetzt in Erfurt (und au√üerhalb Indiens) nur noch ein M√§nnchen gehalten wird...
(19.04.2016, 14:04)
R√ľdiger Krichel :   Ist der Bullentrakt in zoopark Erfurt vom T√úV jetzt endlich abgenommen worden und die baulichen Sicherheiten verbessert?
Wird Zeit das Kibo aus Wien bald ankommen. Der wird sich sicher mehr bewegen und in Erfurt körperlich besser entwickeln können.
(04.08.2015, 18:38)
zollifreund :   mittlerweile hat man nun die ganze Au√üenanlage f√ľr die Elefanten freigegeben, also auch der rechte Teil, der etwas mehr den Hang hoch geht. Hier gibt es auch eine ganz besonders "behavioral enrichment": lebende B√§ume - da kommt kein Heunetz mit :-)
zwar sind etliche B√§ume durch Absperrungen gesichert, aber ich war √ľberrascht wie viele den Elefanten "zum zerst√∂ren" √ľberlassen wurden. Erste Opfer gab es auch bereits. Bin gespannt wie lange die Vegetation noch bestehen bleibt. Hat der Zoo hier vielleicht entschieden, dass die B√§ume sowieso dem Gehege weichen m√ľssen und dies dann die Tieren einfach gleich selbst erledigen sollen? W√§re ja mal wirklich etwas anderes.
Ansonsten ging es mir beim Besuch den Hauses wie WolfDrei: einfach schade dass nur noch drei/vier Terrarien √ľbrig geblieben sind. Kein Vergleich zu fr√ľher... und dann leider auch noch ziemlich "normaler" Besatz. Schon etwas entt√§uschend dass bei den vielen Millionen an Investionen am Schluss an den Terrarien gespart werden musste.
√úbringes wurde am 31.07.15 bereits wieder ein Mantelaffe geboren.
(02.08.2015, 22:41)
WolfDrei :   Pardon- aber nun.
(14.06.2015, 23:44)
WolfDrei :   @MM: Verga√ü ich anzuzeigen: Klare "Fotosicht" nunmehr. Beweis anbei.
(14.06.2015, 23:41)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Gibt es an den Terrarien im neuen Elefantenhaus noch immer die "Weichzeichner"-Glasschutzfolien (die bei meinem Besuch das Fotografieren praktisch unm√∂glich gemacht hatten) oder hat man jetzt klaren Einblick?
(14.06.2015, 21:33)
WolfDrei :   Roth√∂rnchen (aus dem Aquarium umgesiedelt?)
(14.06.2015, 20:17)
WolfDrei :   Nilgirimann
(14.06.2015, 20:15)
WolfDrei :   Elefantenhaus und die 2 Insassen
(14.06.2015, 20:12)
WolfDrei :   Zu schnell gedr√ľckt.
(14.06.2015, 20:10)
WolfDrei :   ¬ďP√ľnktlich¬Ē nach Eintritt um 9 Uhr10 beginnt der Regen. L√∂wenhaus also: der alte Bestand , den MM schon kennzeichnete, auch was den L√∂wenkater anbetrifft - der √ľbrigens die dreieinhalb Stunden an der selben Stelle ¬ďherumhing¬Ē (Geburt bei den Schliefern ansonsten), Spurt zum Nashornhaus: warum ist denn da die Zucht unterbrochen? Am Eingang waren wir schon durch die ausgeschriebenen Geburten etwas aufgeregt: sind vielleicht, vorbei an Impala- und Damarazebrajungtier (na ja, Damara?) vielleicht die Gepardenjungtiere zu sehen? Bei dem Regen? Aber: gro√ües Get√ľmmel der Kleinen. Wenn die Mutter rief , kamen alle sofort angerannt! Als dann sp√§ter die Sonne kam, wurde ausgeruht.
Bez√ľglich der Bauten, speziell neues Elefantenhaus, gilt das, was MM schon schrieb. Nur : f√ľr mich entt√§uschend, die ¬ď√úberf√ľhrung¬Ē des Reptilien- und Amphibienbestandes in das neue Elefantenhaus - das ist nur ein Schatten dessen, was im alten Haus war, das nun v√∂llig geschlossen ist. Das neue Haus wird weiterhin nur von den 2 Elefantinnen bewohnt. Im Affenbereich warteten die Insassen auf besseres Wetter, nur der Nilgirimann war au√üen (die beiden m√ľ√üten doch bald an die Drei√üig sein ? Die Waldrap- und Geierflugvoliere gefallen weiterhin, die glitzernde Keaanlage ist immer noch nicht begehbar. Geburten dann im Mittelteil bei den Netzgiraffen (0,2,1) und, etwas √§lter schon, bei den Mantel√§ffchen. In der Flugvoliere der Flamingos waren die Nester schon verlassen, 5 Jungtiere in allen Gr√∂√üen. Der Feuerwiesel ist nicht mehr existent. Weiter nach Aschersleben.
Anbei; der Größenvergleich Mutter - Jungtier

(14.06.2015, 20:08)
WolfDrei :   Nach 3 Jahren Besuch in Erfurt - leider anf√§nglicher Regen vor dann Sonnenschein. Eigentliches Highlight: 6 ! junge Geparden, geboren am 6.5. - und trotz des Regens aktiv, im Alter von 5 Wochen!
Morgen mehr.
(13.06.2015, 22:09)
R√ľdiger Krichel :   Die klimatischen Verh√§ltnisse haben sie in Afrika auch. Temperaturm√§ssig eher weniger, ansonsten gibt es ja die Elipfleger, die darauf ihre Sch√ľtzlinge achtgeben werden! Hoffentlich ist Kibo ein Fr√ľhstarter, sonst wird es knapp mit dem Zeitfenster der j√ľngeren Kuh!! an ¬®
(28.09.2014, 11:35)
Michael Mettler :   @R√ľdiger: Der Bodengrund ist allerdings ebenso Sonne und Wind ausgesetzt und demnach vermutlich schnell trocknend ;-)

Coco d√ľrfte aus dem Rennen sein, da aktuell Kibo aus Wien als zuk√ľnftiger Bulle angek√ľndigt wird.
(27.09.2014, 13:40)
R√ľdiger Krichel :   Danker f√ľr die Einblicke!
F√ľr die trockene Haut werden siche rdie Bade - und Sandm√∂glichkeiten von den Tieren genutzt.
Werden 2014 noch Elefanten f√ľr die zahlreichen Stallungen und Freianlagen eingestellt. 0,2 Tiere sind eine kleine Gruppe und wann wird Coco aus Spanien hier einziehen?
(27.09.2014, 12:45)
Michael Mettler :   ...die hier nun im Vordergrund von oben zu sehen ist, es gibt aber auch einen ebenerdigen Einblick.

Im Hintergrund der √§u√üerste Teil der riesigen Herdenanlage f√ľr die Elefanten, die beiden Besucher rechts hinten im Bild bieten einen guten Gr√∂√üenma√üstab.

Ich kenne die √ľblichen Klimaverh√§ltnisse in Erfurt nicht, aber weite Teile der Elefantenanlagen scheinen mir wegen der offenen Hanglage nicht nur sonnen-, sondern auch sehr windexponiert zu sein (ich denke da an austrocknende Wirkung auf Elefantenhaut)...?
(27.09.2014, 11:28)
Michael Mettler :   Blick √ľber die Bullen-Au√üenanlage aufs Haus. Im jetzigen Zustand h√§tte ein Bewohner nirgendwo Schatten, deshalb gehe ich von einem (hoffentlich) noch unfertigen Zustand aus. Die Anlage der K√ľhe bzw. Herde m√ľndet im Hintergrund zwischen den beiden dunkelbraunen Pfostenreihen ans Haus, erstreckt sich aber weit nach rechts am Hang entlang. Dort, wo an der Besucherseite beide Anlagen aneinander grenzen, gibt es eine erh√∂hte Einblickm√∂glichkeit und damit die offenbar einzige Stelle, wo man die Tiere ohne Drahtseile und Poller im Vordergrund sehen kann - zumindest vom unteren Weg aus, wir waren nicht auf dem oberhalb der Anlage gelegenen Waldlehrpfad. Auf der anderen Wegseite der Aussichtsplattform befindet sich die Zebramangustenanlage...
(27.09.2014, 11:21)
Michael Mettler :   Und hier die "Elefantenseite" des Hauses mit der Laufhalle. Die Boxen der K√ľhe (laut Grundriss f√ľnf "normale" plus eine Separationsbox) sind nicht einsehbar, in eine der Bullenboxen (zwei plus Umsperrabteil) gibt es rechts neben dem Bildausschnitt einen verglasten und dick vergitterten Einblick (erinnerte mich an Rhenen).

Da der Sichtbeton eine Rillenstruktur hat und die Innenanlage "fertig" wirkt, scheinen keine weiteren Wanddekorationen beabsichtigt zu sein. Im jetzigen Zustand hat das Hausinnere eher Fabrikhallen-Flair, aber das ist nat√ľrlich Geschmackssache...
(27.09.2014, 11:12)
Michael Mettler :   Hier nun der bereits mit Tieren besetzte Innenteil des neuen Elefantenhauses. Die Terrarien beherbergen diverse Reptilien sowie Kurzohr-R√ľsselspringer und Gundis. Vorn links der Haupteingang des Hauses, hinten der zweite Zugang; daneben die Innenanlage der Spornschildkr√∂ten, die am Haus ein gro√ües Au√üengehege haben (ihre fr√ľhere Anlage steht derzeit leer). Die Scheiben der Terrarien sind mit einer Anti-Kratz-Folie beklebt, allerdings hat man sich entweder beim Material vergriffen oder beim Kleben irgendwas falsch gemacht, denn eine Art Strukturglas-Effekt erschwert den Einblick (und liefert ausschlie√ülich unscharfe Fotos) - man kommt sich vor, als h√§tte man Sehst√∂rungen. Schade, denn die Artenauswahl enth√§lt einige Besonderheiten (z.B. Marokko-Perleidechse, W√ľstenzwerggecko, Westafrikanische Siedleragame).

Ich habe mir zwar den im alten Elefantenhaus ausgehängten Grundriss des neuen Gebäudes angesehen, aber leider nicht auf den der oberen Etage geachtet. Was hinter den dortigen Fensteröffnungen zu erkennen war, sah allerdings noch nach Rohbau aus.
(27.09.2014, 11:04)
Michael Mettler :   Begeistert waren wir von den gro√üformatigen, attraktiv illustrierten Schautafeln des Zooparks, die sich nicht auf Wildtiere beschr√§nken (z.B. gibt es auch eine f√ľr die Bulgarenziegen). Einige gehen auch auf die zu sehenden Individuen ein, so z.B. bei den Nilgiri-Languren oder den Haus-Einhufern. Allerdings ist das Hauptmotiv der Tafel nicht generell eine zu sehende Art, auf der Antilopentafel z.B. zeigt die Blickfang-Abbildung einen Tschiru...!
(27.09.2014, 10:51)
Michael Mettler :   Als Hannoveraner war ich nat√ľrlich interessiert daran zu sehen, wie sich der vor dreieinhalb Jahren in meinem Heimatzoo geborene Berberl√∂wenkater Joco zwischenzeitlich entwickelt hat. Von einem stattlichen Vertreter seiner Art ist er allerdings weit entfernt; er macht eher einen k√ľmmerlichen Eindruck, geht steif mit gekr√ľmmtem R√ľcken und tief gehaltenem Kopf. Aktuelle Erkrankung oder Dauerzustand?
(27.09.2014, 10:44)
Michael Mettler :   Ich habe den neuen Elefantenkomplex im Zoopark jetzt in natura gesehen; allerdings ein paar Tage zu fr√ľh, um ihn auch mit Elefanten besetzt vorzufinden. Die beiden K√ľhe waren noch auf der alten Anlage, aber wenigstens hatte man so die Chance, sie noch mal von Nahem und ohne massive Absperrungen betrachten zu k√∂nnen. Das wird in der neuen Anlage schwierig werden, f√ľr das Au√üengehege empfehle ich die Mitnahme eines Fernglases...

Ich war 2009 zuletzt in Erfurt (auch damals nach mehreren Jahren Unterbrechung), seinerzeit waren z.B. K√§nguruland und L√∂wensavanne f√ľr mich neu und haben mich begeistert, weil sich die Geb√§ude so harmonisch in die Landschaft einf√ľgen und das Innere des L√∂wenhauses als Landschaft gestaltet ist. Mittlerweile ist man von diesem Stil wieder abgekommen (f√ľr meinen Geschmack: leider), Sichtbeton und "Industriedesign" feiern offenbar ein (unsch√∂nes) Revival. Als kleines Beispiel (zum Elefantenhaus komme ich sp√§ter noch mal zur√ľck) anbei die neue Kea-Voliere. Eigentlich begehbar gedacht, der Durchgang war aber verschlossen. Die intelligenten Bewohner haben √ľbrigens das Prinzip des Rollrasens durchschaut und einen Teil der ausgelegten Bahnen wieder aufgerollt...

Die neue Afrika-Savanne finde ich ansprechend und gut strukturiert, lediglich die Aussichtsplattform ungl√ľcklich platziert: Beim Blick nach links hat man unverbr√§mte Einsicht auf die unmittelbar benachbarten, wie eine K√§figreihe wirkenden Vorgehege.

Beim Lemurenwald hatte ich vorab vermutet, dass man nach Abriss des alten Affenhauses den Baustil des Affendschungels (Pergola, kubische Gro√ük√§fige) nach vorn fortsetzen w√ľrde, aber nun stehen wieder zwei Stile unmittelbar nebeneinander (bzw. im Grunde sogar drei, gibt es doch noch den alten Siamangk√§fig). War f√ľr mich √ľbrigens ungewohnt, Erfurt ohne Stummelaffen vorzufinden - daf√ľr konnten wir die beiden Nilgiri-Languren ausgiebig genie√üen, die sich unterbringungsm√§√üig nat√ľrlich enorm verbessert haben.

Neu f√ľr mich auch die S√ľdamerika-Anlage und die Wegef√ľhrung in diesem Bereich sowie die Gepardenanlage, finde ich jeweils sehr gelungen.

Nach meinem k√ľrzlichen Besuch im Baseler Tierpark Lange Erlen war ich nun noch etwas mehr sensibilisiert in punkto Haustier-Haltungsbedingungen in Zoos. Wenn ich mir √ľberlege, welche Fl√§chen in Erfurt verf√ľgbar sind und dass der Zoobauernhof Besucher f√ľr Haustiere begeistern soll, sind die Haltungsbedingungen der Schweine dort nicht (mehr) nachvollziehbar. Ein paar Quadratmeter gepflasterter Boden, eine √ľberdachte Stroh-Liegefl√§che - das war's. Wenn man heute in Zoos bem√ľht ist, diversen Wildtierarten vom Elefanten bis zum B√§ren Naturboden zum W√ľhlen und Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten aller Art anzubieten, dann sollte man sich √ľber artgerechte Haltung von Haustieren, die oft mit viel einfacheren Mitteln m√∂glich ist als bei Wildtieren, mehr Gedanken machen. Schlie√ülich hat ein Hausschwein in etwa die gleichen Bed√ľrfnisse bez√ľglich der Gehegestrukturen wie ein Hirscheber oder Pinselohrschwein, die w√ľrde man auch nicht (mehr) unter Bedingungen wie den geschilderten halten.

Im alten Elefantenhaus herrscht eine Art R√§umungsverkauf-Atmosph√§re. Man findet leere und noch besetzte Terrarien bzw. Vitrinen in buntem Wechsel vor, verschiedenfarbige Aufkleber an den Tierschildern symbolisieren dabei, welche Arten innerhalb des Zoos umziehen sollen, bereits umgezogen sind (in die Terrarien im neuen Elefantenhaus) oder den Zoopark verlassen werden. Die Nachttierabteilung ist bereits f√ľr Besucher gesperrt. Laut Zootierliste sind die Nachttiere bis auf eine Ausnahme (Mausmakis, diese jetzt am oberen Zugang des Hauses untergebracht) schon nicht mehr im Bestand. Auch die Zebramangusten-Anlage am Haus steht leer, an der neuen Elefantenanlage ist auch f√ľr diese Tiere ein neues Zuhause entstanden. Wie sehen eigentlich die Zukunftsplanungen f√ľr das alte Haus bzw. seinen Standort aus? Es war doch mal angedacht, es f√ľr Giraffen umzur√ľsten? Oder sollen die Giraffen auf die jetzige Brachfl√§che zwischen Affenanlagen, Afrika-Savanne und Sitatunga-Gehege (fr√ľheres Damhirschgehege) umziehen? Eine an dieser Seite befindliche Aussichtsplattform f√ľr die Savanne k√∂nnte man auch als Br√ľckenkopf interpretieren, so dass der Besucherweg ab dieser Stelle zuk√ľnftig √ľber einen Steg f√ľhren k√∂nnte, unter dem sich der jetzige Savannenteil mit einem zus√§tzlichen auf besagtem Gel√§nde verbinden lie√üe.
(27.09.2014, 10:37)
Michael Mettler :   Gibt es denn schon Aussicht auf weitere passende K√ľhe f√ľr Kibo?
(08.09.2014, 18:42)
Michael Gradowski :   @Jolantha Belik: Danke f√ľr die Links. Sieht wirklich toll aus
(08.09.2014, 15:41)
Jolantha Belik :   Ich freue mich riesig f√ľr "Kibo", sein zuk√ľnftiges Zuhause schaut super aus! :-)

http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Die-Elefantenanlage-im-Erfurter-Zoopark-ist-bereit-fuer-Chupa-Safari-und-den-Bu-760214359

http://www.mdr.de/mediathek/suche/video220768_zc-485c01ae_zs-d23ba9ff.html

(07.09.2014, 16:44)
Jan Jakobi :   Jetzt ist es offiziel:
"Seronga" starb am 21.11.2013 an akuten Herzversagen.
Mehr ist zu beiden Todesfällen noch nicht bekannt, "Akili" war organisch gesund.
Bis weitere, genauere Ergebnisse da sind, kann es Tage bis Wochen dauern.
http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Elefantendrama-Erfurter-Tier-in-Frankreich-ebenfalls-verstorben-993922349
(16.12.2013, 15:57)
Henry Merker :   Hier eine Quelle:

http://www.elefanten-fotolexikon.eu/index.php?seite=profil&id=116
(14.12.2013, 21:13)
Jolantha Belik :   @Jan: Hast Du eine Quelle, die das best√§tigt? Jedenfalls gab es am 13. November 2013 noch einen Bericht √ľber die beiden Ele-M√§dls in Sigean.

http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Erfurter-Elefanten-in-Frankreich-eingelebt-1776531999
(14.12.2013, 20:35)
Michael Mettler :   Dass der Erfurter Zoochef Thomas K√∂lpin zum Jahresende den Zoopark verlassen und ab Januar die Stuttgarter Wilhelma leiten wird, war hier im Forum m.W. auch noch nicht zu lesen...?
(14.12.2013, 18:11)
Jan Jakobi :   Im Zoofreundeforum habe ich eben gelesen das in Sigean die Erfurter Elefantenkuh "Seronga" bereits im November verstorben sein soll.


(13.12.2013, 22:49)
Jan Jakobi :   Heute gab es einen Notfall im Elefantenhaus des Erfurter Zoos:

Die erst im Oktober mit ihrer Schwester "Chupa" angereiste Elefantenkuh "Akili" wurde heute morgen liegend in ihrer Box aufgefunden.
Es begann eine dramatische Rettungsaktion, leider konnte oder wollte "Akili" nicht mehr aufstehen. So blieb am Abend, nach stundenlangem Kampf, nichts anderes √ľbrig als sie einzuschl√§fern :(

So war das nat√ľrlich nicht geplant :(

www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/elefant_zoo100.html

www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Elefantendame-im-Erfurter-Zoo-muss-eingeschlaefert-werden-1437934677
(13.12.2013, 18:58)
Michael Mettler :   ... und seine Halbschwestern.
(12.09.2013, 20:37)
Michael Mettler :   Es hie√ü in diesem Zusammenhang mal "aus Spanien"... Gehe ich nach den Listen auf www.elephant.se, h√§tte ich nach Alter und Abstammung Coco aus Cabarceno in Verdacht, da dieser ansonsten dort seine eigene Mutter decken k√∂nnte.
(12.09.2013, 20:32)
R√ľdiger :   @ Niedersachse
Welches Elefäntchen hättens denn gerne ??
Wer könnte denn der Wunschkandidat sein ?
(12.09.2013, 20:10)
Niedersachse :   Naja laut Erfurt ist ja schon ziemlich sicher welcher BUlle kommen soll ...
(12.09.2013, 20:07)
R√ľdiger :   Die Entscheidung √ľber den neune Bullen, das wird im September besprochen, wenn sich in Edinburgh die Mitglieder des Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramms EEP treffen.
(12.09.2013, 18:13)
R√ľdiger :   M√∂gen diemal alle vier beteiligten Elefanten gesund bleiben und 2014 ein entsprechender Bulle eingestellt. Optimal w√§re es , wenn er √§lter als die beiden Importk√ľhe. W√ľnsche viel Erfolg daf√ľr.
(12.09.2013, 18:05)
Jan Jakobi :   Hoffentlich geht diesmal nichts schief.
(11.09.2013, 22:43)
Michael Mettler :   Der Elefantentausch soll im Oktober √ľber die B√ľhne gehen:
http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Chef-vom-Thueringer-Zoopark-im-Gespraech-mit-unserer-Zeitung-861785950
(11.09.2013, 22:11)
R√ľdiger :   @Jan ,
Falls du die Info nicht hast,die Anlage in Erfurt wird erst ausgebaut, damit man 2014 hoffentlich Bullen halten kann. Bis zur Fertigstellen der neuen Elianlage in Erfurt, k√∂nnte man dem Publikum noch die franz√∂sischen Jungk√ľhe pr√§sentieren.Siehe Eintrag 09.08.12 Michael Mettler
(08.09.2013, 16:11)
Jan Jakobi :   Nein, dass sind sie nicht.
Eigentlich sollte der Tausch im Juni stattfinden.
Die Zeit l√§uft den jungen K√ľhen davon.

Mir gef√§llt es besser, wenn man einen Bullen-Tausch durch f√ľhrt. In Erfurt ist noch keiner.

Das Problem bei Elefantenk√ľhen ist, dass der Zyklus nach einem Transport nicht normal funktioniert. Das ist auch ein Grund warum viele Hochzeitreisen nicht von Erfolg gekr√∂nt waren. Sie m√ľssen sich erstmal eingew√∂hnen und sich unterordnen.
(08.09.2013, 13:47)
R√ľdiger :   Sind die beiden Elefantenk√ľhe schon nach Frankreich transportiert worden?
(08.09.2013, 13:21)
Jolantha Belik :   Nashorn-Mann "Kiwu" ist wohlbehalten in Pozn√°n angekommen, er hat auch schon seine neue Partnerin "Dune" kennen gelernt :-)

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/09/poznan-kiwu-im-neuen-zuhause/
(06.09.2013, 23:53)
Silke Kollrich :   Im Erfurter Zoopark entsteht die erste begehbare Anlage f√ľr Kea-Papageien in Deutschland. Im Fr√ľhjahr 2014 soll das insgesamt rund 550 m¬≤ gro√üe Areal er√∂ffnen, die Kosten belaufen sich auf ca. 175.000 Euro. Eine Wasserstelle, Felsen und Kletterb√§ume sollen an die neuseel√§ndische Heimat erinnern. F√ľr das Tierhaus sind 23 m¬≤ vorgesehen, f√ľr die Au√üenvoliere 170 m¬≤.
(27.08.2013, 13:00)
Sara Huhnstock :   In der neuen Elefantenanlage Dornensavanne sollen neben den Elefanten auch dann Warzenschweine, Zebramangusten, Spornschildkr√∂ten,Zwergmeerkatzen sowie Zwergspitzmaus, Achatschnecke, Pillendreher, Nacktmull und Grabfrosch leben.

Das wird sicher die attraktivste Anlage dann im Zoopark sein.

Ich nehme an das die anderen Terrarien im alten Elefantenhaus dann aufgegeben werden oder sie dann doch im vielleicht umgebauten Giraffenhaus wieder zu sehen sind.

Sind die Mausmakis jetzt im Elefantenhaus zu sehen und kommen sie noch in den Lemurenwald?
(03.10.2012, 19:45)
Sacha :   @Holger Wientjes: Das k√∂nnte man aber auch in der m.E. gelungenen Anlage in Erfurt versuchen, sprich: Tiere austauschen, dazu muss man die Haltung/Gruppe nicht gleich aufl√∂sen.
(03.10.2012, 09:44)
Holger Wientjes :   Die B√§renstummelaffen sollen wohl, da in Erfurt noch nicht gez√ľchtet wurde, mit anderen potentiellen Zuchtpartnern zusammen gef√ľhrt werden.
(02.10.2012, 16:51)
WolfDrei :   Das mit den Wei√ük√∂pfen k√∂nnte sogar stimmen. Als ich in Erfurt war, war es noch saukalt. In den begehbaren Trakt sollen wohl die Kattas - die sa√üen aber noch wegen der Temperaturen im Innenraum. Heute las ich in der Zeitschrift der ZGF, da√ü 1,1 Rote Varis nach Erfurt gingen.
(02.10.2012, 16:35)
Sacha :   B√§renstummelaffen abgeben f√ľr eine bessere Unterbringung der letzten in einem westlichen Zoo lebenden und m.W. schon betagten Nilgiris??? Macht f√ľr mich irgendwie nicht besonders Sinn...
(02.10.2012, 14:58)
Robert Stiebritz :   @Sara Huhnstock: Die Mausmakis waren dort geplant, wo sich jetzt das Sichtfenster zur Futterk√ľche befindet.
(02.10.2012, 14:13)
Holger Wientjes :   Die Weisskopfmakis m√ľssten, wenn ich richtig informiert bin, den Zoo verlassen haben. Soweit ich weiss, d√ľrften die vor zwei Wochen auch schon nicht mehr da gewesen sein.
Momentan m√ľssten dort Kattas und (noch) Rote Varis leben sowie die beiden Nilgiris. Letztere sollen das Gehege der B√§renstummelaffen beziehen, die wiederum den Zoo verlassen sollen. In den Lemurenwals sollen, nachdem auch die Varis dort ausgezogen (und auch den Zoo verlassen haben) noch Kronenmakis kommen.
(02.10.2012, 13:26)
WolfDrei :   Ich war in Erfurt vor ca 2 Wochen - durchgerannt: im Lemurenwald sinds 2 Arten: Kattas und Wei√ük√∂pfe. Mausmakis sind sicher nicht dort geplant - bei der Maschengr√∂√üe. Die Nilgiris (keine Lemuren) wechseln mit den B√§renstummelaffen : fr√ľh letztere, nachmittags die Nilgiris. Nilgiriaufnahme anbei.
(02.10.2012, 08:22)
Sara Huhnstock :   Werden die Terrarien-Tiere im alten Elefantenhaus mit in die neue Elefantenanlage einziehen?

Die neue Elefantenanlage ist doch dann nur f√ľr die Elefanten gedacht oder?

Im Lemurenwald sind jetzt nur Zwei Arten zu sehen?

Es waren doch mal F√ľnf Arten geplant?, Kattas,Wei√ükopfmakis,Nilgirilanguren,
Mausmakis und entweder Kronenmakis oder Roten Varis.

Ich war schon fast 2 Jahre nicht mehr im Zoopark, weiß einer von euch da mehr, und war vor kurzem vielleicht mal da?
(02.10.2012, 01:14)
Liz Thieme :   Am Donnerstag ist Grundsteinlegung f√ľr die Elefantenanlage.
(27.08.2012, 21:12)
Stefanie Fischer :   Aus pers√∂nlicher Sicht w√ľnsche ich mir auch ein m√∂glichst gro√üe (Unter-)Artenvielfalt. Aus Gesamtpopulationssicht ist es dagegen besser sich aufzuteilen und zu spezialisieren. So sind zum Beispiel die Wege f√ľr einen Genaustausch viel k√ľrzer.
(12.08.2012, 00:45)
Oliver M√ľller :   @ Sacha:

Das hatte ich verstanden. ich wollte damit auch nur sagen, dass ich davon ausgehe, dass es eure Ideen bleiben werden, und eben nicht Zoolinie wird.

Was die Absprachen zur Tiger-Politik angeht, hoffe ich doch sehr, dass sich nicht alle Zoos dran halten und es in Europa und in Deutschland auch weiterhin Sumatra-Tiger und auch Malaiische Tiger (f√ľr die es ja gar kein zust√§ndiges Gebiet )geben wird - alles andere w√§re eine Schande, finde ich.
(11.08.2012, 12:22)
Sacha :   @Stefanie Fischer: Ich habe mal geh√∂rt, dass B√ľrokratie nirgends so √ľbel sei wie in Indien...

@MM und Holger: Nun ist mir doch noch eine Art eingefallen, die zuletzt aus Indien in den Westen exportiert wurde (wenn auch kein S√§uger): Ganges-Gavial (z.B. von Madras Crocodile Bank f√ľr den Prager Zoo). Es besteht also doch Hoffnung...;)
(10.08.2012, 09:30)
Stefanie Fischer :   @Sacha: Ich hab das Gef√ľhl die Inder haben nicht nur ein Problem mit der Ausfuhr sondern auch mit der Einfuhr. 0,1 Schneeleo-Nachwuchs aus N√ľrnberg geht sicher nach Indien. Nur sitzt sie immer noch hinter den Kulissen, weil die Inder einfach die Einfuhrgenehmigung nicht gebacken kriegen.
(09.08.2012, 21:28)
Robert Stiebritz :   Die Otteranlage sollte zusammen mit dem neuen Wasserspielplatz entstehen. Die hintere Fl√§che des Gel√§ndes ist nach dem Abriss der alten Haustiergehege mmer noch unbebaut, sodass es in Zukunft m√∂glich w√§re, die Otteranlage doch noch zu errichten.

Im Lemurenwald sind derzeit nur die Kattas und die Roten Varis zu sehen. Letztere leben in Schichtbetrieb mit den Nilgiri-Languren. Die Weißkopfmakis sind noch immer nicht zu sehen. Womöglich sind die auch gar nicht mehr im Bestand?

Bei den Elefanten ist(war?) es geplant, die beiden j√ľngeren Elefantenk√ľhe mit zwei K√ľhen aus dem s√ľdfranz√∂sischen Zoo Sigean zu tauschen. Wie da der derzeitige Stand ist, kann ich nicht sagen. Zus√§tzlich sollte noch ein "zuchterprobter und alleinstehender" Bulle beschafft werden.
(09.08.2012, 16:36)
Sara Huhnstock :   √úber die Otter-Anlage k√∂nnte man in der TA lesen, schade das es mit der Dingo-Anlage vom Tisch ist, die h√§tte gut in das K√§nguruland gepasst, finde ich.

Wo soll denn da genau die begehbare Voliere f√ľr Keas entstehen?

Was sind denn außer dem Kattas im Lemurenwald zur Zeit zu sehen?

(09.08.2012, 15:59)
Michael Mettler :   @Sacha, geplant ist (so war jedenfalls der Stand vor einem Jahr) Auslastungskapazit√§t f√ľr folgende Gruppenstruktur: Ein adulter Bulle, ein subadulter Bulle und sechs K√ľhe inklusive K√§lbern. Vorhanden sind eine 40-j√§hrige Kuh und zwei 16-j√§hrige, wobei das Zuchtpotenzial letzterer m√∂glichst bald "gestartet" werden m√ľsste. Falls keine weiteren K√ľhe verf√ľgbar w√§ren, k√∂nnte man wenigstens mit den jetzigen als Kerngruppe starten und auf weiblichen Nachwuchs hoffen, um Mutterlinien heranwachsen zu lassen. Dann w√§re die Anlage zwar nicht von Anfang an voll besetzt, aber man w√ľrde das Zusammenw√ľrfeln einander fremder K√ľhe vermeiden.
(09.08.2012, 14:55)
Sacha :   Danke Michael. Das w√ľrde dann aber auch bedeuten, dass man sich nach mehr Individuen umsehen muss. Angesichts der Tatsache, dass in Europa nicht gerade ein Ueberschuss an zuchtf√§higen Afrik. Elefanten herrscht, d√ľrften Wildf√§nge ein Thema sein, oder?
(09.08.2012, 12:22)
Sacha :   Edit: "und das MIT INDIEN ist dann schon ein Weilchen her."
(09.08.2012, 10:43)
Michael Mettler :   @Sacha: Erfurt plant mit einer Afrikaner-Zuchtgruppe.
(09.08.2012, 10:43)
Sacha :   @Holger Wientjes und MM: Ich habe die Daten noch mal durchgecheckt. Stimmt, Ihr habt recht. Ab Ende der 1970er/Anfang 1980er stammen alle Panzernashorn-Wildfang-Exporte in westliche Zoos(zumindest anhand der mir vorliegenden Daten) aus Nepal und das ist dann schon ein Weilchen her. Ich habe mich da vertan, sorry.

@MM: Die Auswahl an nepalesischen Zoos ist wohl in der Tat nicht riesig. Andererseits KOENNTE der ein oder andere dortige Nationalpark Tigerwaisen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Tode geweiht wären, fangen und an westliche Zoos verkaufen. Dieses Geld könnte dann wieder in den Naturschutz vor Ort investiert werden. Wie gesagt: Bei einem GEMEINSAMEN Willen gäbe es auch einen Weg...

Um wieder auf Erfurt zur√ľckzukommen: Weiss man schon, wie die k√ľnftige Elefantenhaltung (Zuchtgruppe, nur Bullen, zuchtuntaugliche K√ľhe) aussehen soll bzw. woher man ggf. neue Tiere bezieht?
(09.08.2012, 10:11)
Michael Mettler :   Ja, ich dachte eigentlich auch, dass die Panzernashornimporte der n√§heren Vergangenheit s√§mtlich aus Nepal kamen. Wobei das Notfalltiere (Waisen) waren - ob solche auch bei nepalesischen Tigern anfallen...? Die Auswahl der Zoos in Nepal, aus denen Tiger (und dann auch noch in m√∂glichst gro√üer genetischer Bandbreite) zu beziehen w√§ren, d√ľrfte vermutlich nicht besonders gro√ü sein...?

Sagen wir mal so: Wären aus Zoos der Heimatländer Bengaltiger zu bekommen, säße bestimmt schon ein Paar im Zoo oder TP Berlin ;-)
(09.08.2012, 08:23)
Holger Wientjes :   @Sacha: Wohin kamen denn Panzernash√∂rner aus Indien ?
(09.08.2012, 07:51)
Sacha :   @Oliver M√ľller: Keiner von uns hat geschrieben, dass Tiger oder Flusspferde von OFFIZIELLER Seite her in Erfurt geplant sind. Das waren nur W√ľnsche bzw. pers√∂nliche Inputs.

Das mit der regionalen Zuchtplanung bez√ľglich der Tigerunterarten ist auch mir schon zu Ohren gekommen. Allerdings glaube ich nicht, dass dies (wenn √ľberhaupt) bald umgesetzt wird. Daf√ľr hat es in Europa noch zu viele Sumatraner und in den USA noch zu viele Sibirer und ausserdem auch dort Zoos (z.B. Minnesota oder Chicago), bei denen die Haltung dieser n√∂rdlichen UA wegen der strengen Winter mehr Sinn macht. Zudem gibt es auf beiden Kontinenten noch diverse Weisse-Tiger-Hybriden (von denen sich die wenigsten Zoos trennen wollen), Indochinesen und Malayen. Da fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter, bis man die Absprachen umgesetzt hat...
Selbst Australien/Neuseeland ist √ľbrigens noch nicht KOMPLETTES Sumatra-Gebiet.

@Michael Mettler: Das die Inder in den letzten Jahren in Sachen Tierexport generell mauern, diesen Eindruck habe ich auch. Andererseits gab und gibt es z.B. mit den Panzernash√∂rnern auch Ausnahmen. Warum sollte das nicht auch bei den Bengaltigern m√∂glich sein (sofern ALLE Beteiligten es wirklich wollen)? Zudem k√∂nnte man es auch √ľber Nepal versuchen...
(09.08.2012, 00:01)
Oliver M√ľller :   Bisher sieht man au√üer der Elefantenanlage keine Baustellen, jedenfalls habe ich keine gesehen.

Die Dingo-Anlage ist offiziell "vom Tisch", von einer Otter-Anlage habe ich nie etwas geh√∂rt, ebenso wenig von Flusspferden oder Tigern. Der Zoo hat mir auch mal vor einer oder zwei Jahren auf eine Anfrage hin mit geteilt, dass keine weiteren Gro√ükatzen (und √ľbrigens auch keine Menschenaffen) geplant seien.

Apropos Nilgiri-Languren: weiß jemand, ob es die in Erfurt noch gibt und wenn ja wo? Im vorgesehenen Gehege hockten bei meinem Besuch nur die beiden Roten Varis.

Generell w√ľrde ich mich auch √ľber neue Bengal-Tiger in Deutschland (wo auch immer) freuen. ich wei√ü nicht, wie die indische Regierung das sieht. Aber ich habe geh√∂rt, die internationalen Absprachen (zwischen EAZA, AZA usw.) w√ľrden vorsehen, dass in Europa Amurtiger, in den USA Sumatratiger und in den indischen Zoos und Schutzgebieten eben Bengaltiger gez√ľchtet werden sollen.
(08.08.2012, 23:19)
Michael Mettler :   @Sacha: L√§sst Indien √ľberhaupt noch (Zoo-)Tiere au√üer Landes? So weit mir bekannt, wollte die EAZA schon vor Jahren Ressourcen f√ľr ein potenzielles Bengaltiger-EEP √ľberdenken, aber es mangelte an Bezugsm√∂glichkeiten bzw. Kooperationsbereitschaft. Auch die Probleme, Blutauffrischung f√ľr die europ√§ische Lippenb√§rzucht aus Indien zu bekommen, sind mir im Hinterkopf, unterartreine Hulmans waren m.W. aus Indien nicht mehr zu bekommen, und Erfurt h√§tte bestimmt auch gern schon mal zwischenzeitlich die Nilgiri-Languren "aufgefrischt"... Selbst Elefanten werden ja eher aus anderen asiatischen L√§ndern geholt als aus Indien.

Viele indische Tierarten in unseren Zoos gehen doch z√ľchterisch noch auf Ursprungsimporte zur√ľck, die Jahrzehnte zur√ľckliegen (so auch besagte Nilgiri-Languren).
(08.08.2012, 18:25)
Sacha :   Da f√§llt mir ein: Gegen eine (erneute) Haltung von Tigern h√§tte ich auch nichts. Ist schliesslich auch ein Publikumsmagnet, selbst wenn mit den L√∂wen und Geparden die Sparte Grosskatzen bereits vorhanden ist. Aber bei der allgemeinen Popularit√§t von Grosskatzen d√ľrfte dies ONB egal sein.
Erfurt muss doch mal sehr gute Verbindungen zu Indien gehabt haben, wenn ich mir den Bestand der letzten 30, 40 Jahre so anschaue. Bestehen diese noch? Falls ja, w√§re der Import von reinrassigen Bengaltigern der Hammer. Damit w√ľrde sich Erfurt UA-m√§ssig auch von den n√§heren Zoos abheben. Allf√§llige Nachzucht k√∂nnte man ja in Haltungen platzieren, in denen die letzten Hybriden gestorben sind bzw. die Haltung in absehbarer Zeit ausl√§uft. Noch besser w√§re, wenn sich diese Zoos gleich von Anfang an an einem Grossimport beteiligen.
Sollte mein Wunsch wenig realistisch sein, wären auch Sumatra- oder Indochina-Tiger eine Option.

Gelbfuss-Felsenkänguruhs sowie Dingos (Haustiere oder nicht, lasse ich mal ausser acht) finde ich als Ergänzung des Australienteils ebenfalls eine gute Idee.
(08.08.2012, 17:47)
Sara Huhnstock :   Flu√üpferde im Th√ľringer Zoopark w√§ren wirklich klasse, und es w√§re auch ein Besuchermagnet.

Auf der Internetseite von den Verein der Zooparkfreunde kann man lesen dass es eine neue Anlage geben soll f√ľr Gelbfu√ü-Felsenk√§ngurus und eine begehbare Voliere f√ľr Keas geben soll, hat man schon angefangen diese zu bauen?

Im Th√ľringer Zoopark sollten doch auch eine neue Anlage f√ľr Otter und ein Gehege f√ľr Dingos entstehen, wei√ü einer von euch da was genaueres?


(08.08.2012, 16:50)
Michael Mettler :   @Oliver M√ľller: Giraffen brauchen nicht unbedingt sechs Meter hohe Stalltore. Die Tore im - zwar alten, aber immerhin speziell f√ľr Giraffen gebauten - Haus in Hannover haben eine H√∂he, bei der vor allem der Bulle den Kopf nach vorn strecken muss, um sie zu durchschreiten.

Abgesehen davon: Bei der Vergrößerung von Toren kann man nicht nur "nach oben", sondern auch "nach unten" denken. Möglicherweise lässt sich der Stallzugang bei gleich bleibender Oberkante schlichtweg tiefer legen, wenn das Freigelände vor dem Haus ohnehin neu modelliert wird.

Flusspferde w√§ren nat√ľrlich toll, gerade weil sie als f√ľr den Zoopark g√§nzlich neue Tierart vermutlich einen Besucher-Ansturm ausl√∂sen w√ľrden. Aber heutige Flusspferdhaltung ist eben auch sehr aufw√§ndig und damit teuer, Th√ľringen stellt recht hohe Anforderungen an Zoogehege (das Thema hatten wir vor l√§ngerer Zeit mal am Beispiel der im Vergleich zu anderen Zoos riesigen Bisonanlage), und ich w√ľrde dazu auch die Frage aufwerfen, ob die Wasserversorgungssituation des Zooparks eine wirtschaftlich vertretbare Flusspferdhaltung √ľberhaupt erlauben w√ľrde. In Halle z.B. ist schon die F√ľllung des Elefantenbades, dessen Inhalt wesentlich seltener gewechselt werden muss, ein enormer Kostenfaktor f√ľr den Zoo.
(08.08.2012, 08:18)
Jan Beensen :   Flu√üpferde w√ľrden zu dem "gro√üe Tiere"-Motto auch gut passen...
(07.08.2012, 23:11)
Oliver M√ľller :   @ Michael Mettler:

Das mit dem Umbau des Elefantennhauses zum Giraffenhaus hatte ich auch geh√∂rt, kann mir aber nicht wirklich einen Reim drauf machen. Ich bin kein Architekt, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man das Haus f√ľr Giraffen umbauen will. DIe ohnehin m.E. f√ľr Elefanten recht niedrigen T√ľren lassen sich kaum vergr√∂√üern, ohne dass man praktisch die gesamten W√§nde auf-, d.h. abrei√üt. viel mehr als das Dach, die R√ľckwand (Besucherseite) und die rechte Seite (Richtung Affendschungel) kann man kaum stehen lassen. Ob das dann g√ľnstiger ist als ein Neubau wage ich zu bezweifeln.
(07.08.2012, 22:33)
Jennifer Weilguni :   @Sacha
Womit dann auch endlich wiede ein neuer Flu√üpferdhalter in Deutschland auftauchen w√ľrde. So langsam aber sicher verschwinden diese Tiere ja zunehmend aus unserer Zoolandschaft.
(07.08.2012, 09:55)
Sacha :   Schade, ich h√§tte f√ľr die Giraffen besser an anderer Stelle eine neue Anlage errichtet (entweder rechts/√∂stlich der bestehenden Savannenanlage - mit Anschluss an diese oder s√ľdlich derselben zwischen Flamingoanlage und Afrikanischem Sumpf - wobei man den Sumpf zumindest teilweise "trockenlegen" und in die Giraffenanlage integrieren k√∂nnte).
Daf√ľr m√ľssten zwar teilweise die Besucherwege umgeleitet bzw. verl√§ngert werden, aber das w√§re es wert.

Das alte Elefantenhaus gäbe (nach entsprechender Renovation) ein prima Flusspferdhaus ab, wobei ich mir Aussen sogar einen Unterwassereinblick vorstellen könnte.

Ueberhaupt k√∂nnte die ganze S√ľdost-Ecke des Zooparks m. E. mit relativ wenigen "Handgriffen" in eine komplette Afrikazone umgewandelt werden.
(07.08.2012, 09:44)
Michael Mettler :   ...und die bereits bestehende Afrikasavanne soll dann hangaufw√§rts bis an das heutige Elefantenhaus erweitert werden, so dass die Giraffen Teil der Savannengemeinschaft werden k√∂nnen.
(06.08.2012, 22:31)
Henry Merker :   @Sarah Huhnstock:
Meines Wissens sollen die Giraffen nach der Fertigstellung der neuen Elefantenanlage (und des dazugehörigen Hauses) in das derzeitige Elefantenhaus umziehen.
(06.08.2012, 22:15)
Oliver M√ľller :   Mit dem Bau der Elefantenanlage wurde begonnen, aber man ist noch nicht sehr weit gediehen. Au√üer ein paar Baufahrzeugen und etwas Bodenmaterial sieht man noch nichts.

Von einer neuen Giraffenanlage ist mir nichts bekannt. Nötig ist sie sicher, aber es wird bestimmt noch ein paar Jahre dauern, da die Elefantenanlage ja eine Kleinigkeit kosten wird.
(06.08.2012, 21:34)
Sara Huhnstock :   Danke Oliver f√ľr die Info.

Hat man schon mit dem Bau der Elefantenanlage begonnen?

Es wird auch f√ľr eine neue Giraffenanlage geplant?


(06.08.2012, 17:00)
Oliver M√ľller :   @ Sara Huhnstock:

Zur Zeit laufen die Vorbereitungen f√ľr den Bau der neuen Elefantenanlage.
Es war in der Tat mal die Rede davon, dass Große Ameisenbären angeschafft werden sollen. Derzeit ist dort aber nichts Entsprechendes im Bau.
(04.08.2012, 16:19)
Sara Huhnstock :   Gibt es im Zoopark zurzeit Bauvorhaben und wird zurzeit gerade was gebaut im Th√ľringer Zoopark?

Auf der Internetseite von Ingenieurb√ľro Jochen D√∂hler kann man lesen dass der Th√ľringer Zoopark Erfurt, eine Neubau-Anlage f√ľr Ameisenb√§ren plant oder schon in Planung ist, wer wei√ü mehr davon???

Es w√§re sicher eine Bereicherung und eine attraktive neue Anlage f√ľr den f√ľr den Th√ľringer Zoopark, die Ameisenb√§ren.
(24.07.2012, 01:40)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Erster G√§nsegeier im Zoopark geschl√ľpft

Oben im Felshang piepst es. Ein wei√ües K√∂pfchen ist kurz zu sehen, dann landet bereits wieder ein Elternvogel auf dem Nest. Der am 12. Mai geschl√ľpfte G√§nsegeier hat Vollverpflegung. Schon w√§hrend der 57 bis 67 Tage langen Brutzeit wechseln sich beide Eltern auf dem Ei regelm√§√üig ab. Danach f√ľttern beide den hungrigen Nimmersatt. G√§nsegeier ern√§hren sich nur von Aas. Das ¬Ągefundene Fressen¬ď wird sorgf√§ltig zerkleinert in das winzige K√ľkenschn√§belchen gesteckt.
G√§nsegeier legen nur je ein Ei. Denn in freier Wildbahn ist es nicht einfach, so einen hungrigen Jungvogel ausreichend ern√§hren zu k√∂nnen. Als erwachsener Vogel wird er einmal eine Spannweite um 2,5 m erreichen und bis zu 12 kg schwer werden. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Nat√ľrlich ist der Tisch im Zoopark immer gedeckt ¬Ė und Feinde gibt es auch keine. Trotzdem sind die Eltern sehr wachsam. Wer den kleinen Geier sehen m√∂chte, muss etwas Geduld mitbringen ¬Ė und sollte sich nat√ľrlich vor der Voliere ruhig verhalten. G√§nsegeier leben in Europa unter anderem in Spanien und Frankreich dauerhaft. Sommerg√§ste ziehen auch √ľber Deutschland bis nach Holland. Dies sind vor allem jungerwachsene Geier, die noch ein Zugverhalten zeigen. Erwachsene Paare lassen sich dagegen nieder und haben feste Brutgebiete. F√ľr Wiederansiedlungen z. B. in den Alpen, werden immer wieder Nachzuchten aus europ√§ischen Zoos ausgewildert. Auch der Zoopark wird sich, sobald ein zweites Brutpaar im Zoopark etabliert ist, sp√§ter mit Jungv√∂geln an den Wiederauswilderungen beteiligen. F√ľr das jetzt geschl√ľpfte Jungtier soll allerdings erstmal ein Partner gesucht werden ¬Ė und ein Tierpate! Infos gibt¬ís beim Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. unter www.zooparkfreunde.de oder 0361-7518833.
(14.06.2012, 12:35)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Erstmals Pr√§riehunde im Zoopark geboren

Die neue Pr√§riehundanlage bei den Bisons ist ein voller Erfolg. Gleich vier Jungtiere haben nun das Licht der Welt erblickt. Ganz stimmt dies zwar nicht, denn am Tag der Geburt und danach blieben sie noch tief in der Erde im Wohnkessel versteckt. Jetzt aber erkunden sie mutig die Oberfl√§che und sind damit auch f√ľr Besucher zu sehen. Einer der erwachsenen Pr√§riehunde passt dabei immer auf, ob sich nicht am Boden oder in der Luft ein Feind zeigt. Laut bellend gibt er dann Alarm, was der Art auch den Namen ¬ĄPr√§riehund¬ď einbrachte. Denn zoologisch ist es kein Hund sondern ein Nagetier. Pr√§riehunde geh√∂ren zu den Erdh√∂rnchen. Sie graben tiefe G√§nge und Kessel. Dort wurde nun nicht nur der Erfurter Winter √ľberdauert, sondern auch gleich f√ľr Nachwuchs gesorgt.
Die Anlage wurde vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. gesponsert. Die Elterntiere der kleinen Pr√§riehunde sowie die Jungtiere suchen √ľbrigens noch einen Paten.

Foto: Th√ľringer Zoopark Erfurt / Juliane H√ľbner
(05.06.2012, 11:48)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Kindersegen in neuen Anlagen

Die neue Afrikasavanne ist um einen Einwohner reicher: bei den Schwarzfersen-Antilopen gab es Nachwuchs. Ein Grund zur Freude: das Jungtier ist weiblich und nicht mit dem neuen Zuchtbock verwandt. Es wird also auf der Afrikasavanne nicht nur heranwachsen, sondern auch dauerhaft bleiben können.
Gegen√ľber kn√ľpfen die Flamingos an die Zuchterfolge der letzten beiden Jahre an.
Inzwischen ist das zweite K√ľken bereits geschl√ľpft. T√§glich werden weitere erwartet. W√§hrend das Antilopenkind auf flinken Beinen √ľber die Savanne tobt, ist bei den Flamingos noch genaues Hinsehen n√∂tig. Ab und zu sieht man ein Schn√§belchen und graues K√∂pfchen zwischen dem Gefieder der Erwachsenen hervorragen. Der erste Spr√∂ssling macht schon kurze Ausfl√ľge ans Wasser auf kurzen Beinen. Denn die langen, grazilen Flamingobeine m√ľssen wie der lange Hals erst noch wachsen. Auch die rosa Farbe fehlt den K√ľken noch. Sie tragen schlichtes Grau f√ľr den Anfang. Die kleine Antilope dagegen ist schon ein Miniaturabbild der Eltern.
(11.05.2012, 12:32)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Zoovortrag √ľber Kamerun

Am 27. April 2012 um 19 Uhr zeigt Prof. Dr. Wolfgang B√∂hme vom Museum Alexander Koenig in Bonn eindrucksvolle Bilder der afrikanischen Tierwelt im Atrium der Stadtwerke Erfurt. Unter dem Titel "Auf zoologischer Forschungsreise in Kamerun - ein Hotspot f√ľr Amphibien und Reptilien" l√§dt er ein, eines der faszinierendsten L√§nder Afrikas zu entdecken.
Vom Golf von Guinea bis zum Tschadsee zieht sich das zentralafrikanische Land, das ja bis 1916 deutsches Schutzgebiet war, in nord√∂stlicher Richtung ins Herz von Afrika. Dadurch besitzt es Anteil an allen wichtigen Vegetationszonen Afrikas au√üer der eigentlichen W√ľste, n√§mlich vom tropischen Regenwald bis in die Sahelzone, was das Land f√ľr Zoologen au√üerordentlich interessant macht. F√ľr den aus Deutschland stammenden Besucher sind auch die √úberbleibsel der Kolonialzeit interessant; war das Land doch bis 1916 deutsches Schutzgebiet. Vor allem das in Westkamerun liegende vulkanische Bergland mit seinen Nebelw√§ldern beherbergt viele Arten, die es nur hier und sonst nirgendwo auf der Welt gibt.
Die geschilderte Forschungsreise des Museums Alexander Koenig in Bonn konzentriert sich auf einen Berg namens Mt. Nlonako, dessen Arteninventar noch nie vorher untersucht wurde. In Bezug auf Fr√∂sche, Echsen und Schlangen erwies sich der Berg als sogenannter Hotspot der Biodiversit√§t, mit einem f√ľr Afrika au√üergew√∂hnlichen Artenreichtum.
Zu den Zoovorträgen, die vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. zugunsten des Zooparks organisiert werden, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bildunterschrift: Zum Zoovortrag werden wieder viele faszinierende Fotos gezeigt, hier zum Beispiel eines der besonders bizarr geformten Montan-Chamäleons.
(23.04.2012, 09:35)
Zoo Osnabr√ľck :   Minischafe im Zoopark geboren

Im Zoo der gro√üen Tiere werden auch ganz, ganz kleine Erdenb√ľrger geboren.
So hat der L√§mmerboom bei den Ouessant-Schafen eingesetzt. Bisher sind zwei ¬Ąschwarze Schafe¬ď und ein braunes geboren.
Das Ouessant-Schaf ist die kleinste Schafsrasse der Welt. Die M√ľtter sind schon ¬Ąmini¬ď, die L√§mmchen bei der Geburt gerade so gro√ü wie ein Zwergkaninchen. Nat√ľrlich ist aber schon alles dran: ein kleines K√∂pfchen, Kulleraugen und winzige √Ėhrchen. Die Nase funktioniert auch prima, denn am Geruch und Klang der Mutter erkennt das Kleine zu wem es geh√∂rt. Schon kurz nach der Geburt versucht der Winzling aufzustehen. Mit vier Beinen, die auch noch koordiniert werden sollen, ist das nicht so einfach. Aber wer das geschafft hat, den h√§lt nichts mehr vom Abenteuer- und Erkundungsgang ab. Da muss eben auch mal der geduldige Schafsbock als Kletterger√ľst fungieren.
(13.04.2012, 12:01)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Er√∂ffnung Lemurenwald

Aller guten Dinge sind drei: Nach der Eröffnung der Afrikasavanne und des Wasserspielplatzes wurde nun der begehbare Lemurenwald eingeweiht.
Die neue Anlage macht ihrem Namen alle Ehre. √úber 90 B√§ume dienen den Tieren als Kletter- und Ruheort, aber auch Sonnenpl√§tze sind in diesem Wald vorhanden. Auf verschlungenen Pfaden f√ľhrt der Weg die Besucher ganz nah an den Tieren vorbei.
Die Lemuren sind Feuchtnasenaffen und in ihrer Verbreitung auf Madagaskar beschr√§nkt. Der stark gef√§hrdete Rote Vari kommt nur im Bereich der nord√∂stlichen Halbinsel Masoala vor, der Katta hingegen ist im s√ľdwestlichen Madagaskar zu Hause. Die beiden Arten werden im neuen Gehege gemeinsam gehalten.
Die Gemeinschaftshaltung von verschiedenen Tierarten verspricht f√ľr die Besucher spannend zu werden, da sie die Tiere in Interaktion beobachten k√∂nnen. Auch die Tiere selbst erhalten dadurch eine zus√§tzliche Besch√§ftigung und Abwechslung in ihrem Zooalltag.
Als einziger Zoo der Welt au√üerhalb Indiens, pr√§sentiert der Th√ľringer Zoopark Erfurt in einem zweiten Gehege die Nilgirilanguren. Diese gef√§hrdete Primatenart geh√∂rt zu den echten Affen und ist nach ihrer Heimat, dem s√ľdindischen Nilgirigebirge, benannt. Die Nilgirilanguren sind heute bedroht durch Habitatverlust und Jagd.
Der begehbare Lemurenwald wurde in acht Monaten Bauzeit fertig gestellt.
(04.04.2012, 14:06)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Tierische Inventur im Zoopark

Ob Nashorn, Zwerggleitbeutler oder Tropfenkr√∂te - zur j√§hrlichen Inventur im Th√ľringer Zoopark Erfurt wurden wieder alle Tiere durchgez√§hlt.
Bei den gro√üen Tieren, wie zum Beispiel den Elefanten, ist man schnell fertig. Bei anderen Zoobewohnern, wie bei den gut getarnten Stabschrecken, den Baumsteigerfr√∂schen und den flinken Zwergm√§usen braucht man jedoch ge√ľbte und vor allem geduldige Augen. Besonders schwierig wird es bei Fischen und Insekten. Neben dem Z√§hlen wird auch flei√üig gemessen und gewogen, denn Gr√∂√üe und Gewicht geben Aufschluss √ľber das Wohlbefinden der Tiere.
Die Zählung ergab im Zoopark 140 Arten mit insgesamt 976 Tieren. Davon sind es 55 Säugetierarten, 20 Vogelarten, 33 Reptilienarten, 12 Amphibienspezies, 8 Fischarten und 12 Arten Wirbellose. Im Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer wurden bei der Bestandserfassung 280 Fischarten mit 2570 Individuen gezählt.
In diesen Zahlen ist auch der tierische Nachwuchs enthalten, den es 2011 unter anderem bei den Gro√üen Tanreks, Lisztaffen, Bisons, L√∂ffelhunden, Flamingos und Kamelen gab. Dar√ľberhinaus hat der Zoopark auch viele neue Arten in seinen Bestand aufgenommen: Sitatungas, T√ľpfelhy√§nen, Kronenkraniche, Zwergplumploris, Impalas und viele andere Arten mehr, die es zu bestaunen gilt.
(05.03.2012, 11:44)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Liszt√§ffchen haben Nachwuchs

Zwillinge haben bei den Lisztäffchen im Aquarium am letzten Freitag das Licht der Welt erblickt. Der Nachwuchs im Doppelpack ist bei diesen Krallenaffen nichts Außergewöhnliches. Einzelkinder oder Drillinge sind es dagegen schon.
Die kleinen Kobolde klammern sich derzeit noch fest an Vaters R√ľcken, schauen aber schon neugierig von dort aus die Besucher an. Zur Mutter geht es nur f√ľr die Milch. Sobald die Kleinen etwas gr√∂√üer ¬Ė und damit auch schwerer ¬Ė werden, d√ľrfen die √§lteren Geschwister Taxi spielen. Zu dem Zeitpunkt erkunden die Affenkinder auch auf eigenen Beinen das Gehege ¬Ė aber immer unter den wachsamen Augen der Familienmitglieder. Die zw√∂lfk√∂pfige Gruppe im Aquarium besteht aus dem Elternpaar und den eigenen Nachkommen. Sie geh√∂ren zur Gruppe der Krallen√§ffchen und sind Bewohner des tropischen Regenwaldes S√ľdamerikas.
Neben Gem√ľse und etwas Obst stehen auch Baums√§fte, Rinden, Knospen und Insekten auf dem Speisezettel. Wer die putzigen √Ąffchen beim Turnen im Ge√§st beobachten will, kann dies t√§glich im Aquarium von 10 bis 18 Uhr tun.
(02.03.2012, 10:19)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Vortrag √ľber die Entwicklung des Zooparks

Am Donnerstag, den 1. M√§rz 2012, berichtet der Zoodirektor des Th√ľringer Zooparks Erfurt, Dr. Thomas K√∂lpin ab 19:30 Uhr im Aquarium am Nettelbeckufer 28a √ľber die Entwicklung des Zooparks.
Der Vortrag des Referenten besch√§ftigt sich unter anderem mit den zahlreichen Neuerungen, die es seit dem Antritt seiner Stelle im April 2009 gegeben hat. Dazu z√§hlen zum Beispiel die Erstellung des neuen Leitbildes "Zoo der gro√üen Tiere", die Er√∂ffnung vieler neuer gro√üz√ľgiger Anlagen und die Etablierung neuer Veranstaltungen, wie die Tropen- und Klassikn√§chte.
Diese positive Entwicklung schl√§gt sich besonders in den Besucherzahlen nieder. Im Jahr 2011 verzeichnete der Th√ľringer Zoopark Erfurt mit √ľber einer halben Million Besuchern eine Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit einen absoluten Absatzrekord.
Im Vortrag erf√§hrt man au√üerdem, wie es im Zoo der gro√üen Tiere gegenw√§rtig und zuk√ľnftig weitergeht. Hierbei wird der Referent neue Bauprojekte ansprechen und von seinen Zielen und Visionen erz√§hlen.
(23.02.2012, 11:51)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Zoovortrag √ľber Thailand

Am 24. Februar 2012 um 19 Uhr zeigt der Diplombiologe Ulrich Scheidt eindrucksvolle Bilder der asiatischen Tierwelt im Atrium der Stadtwerke Erfurt. Unter dem Titel "Tierisches Thailand" lädt er ein, eines der faszinierendsten Länder Asiens zu entdecken.
Sonne, Strand und viele Schönheiten - so kennen wir Thailand aus den Medien und von Urlaubsberichten. Ulrich Scheidt, Biologe am Naturkundemuseum Erfurt, wollte vor allem die tierischen Bewohner dieses buddhistischen Königreiches kennenlernen. Gemeinsam mit Freunden bereiste er vor allem die Landschaften im Norden: Das Bergland und die Ebene des Mekong. In seinem Vortrag berichtet er von tierischen Begegnungen in einem Thailand etwas abseits bekannter Touristenpfade.
Zu den Zoovorträgen, die vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. zugunsten des Zooparks organisiert werden, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bildunterschrift: Zum Zoovortrag werden wieder viele faszinierende Fotos gezeigt, hier zum Beispiel zwei Makakenaffen (Macaca leolina).
(22.02.2012, 13:07)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Fisch- und Wasserpflanzenb√∂rse

Am 05. Februar 2012 veranstaltet der Verein der Aquarienfreunde 1912 e.V. die n√§chste Fisch- und Wasserpflanzenb√∂rse im Aquarium des Th√ľringer Zooparks Erfurt am Nettelbeckufer 28a. Die Aquarianer werden Nachzuchten verschiedenster S√ľ√üwasserfische und Wasserpflanzen anbieten. Wer sich zudem die Chance auf eine kostenlose Beratung √ľber einzelne Fischarten, das Einrichten von Fischbecken oder andere Aquarienthemen nicht entgehen lassen m√∂chte, der ist zwischen 9 und 12 Uhr herzlich eingeladen.

Auch das Aquarium bietet viel Interessantes und Neues zum Entdecken, wie zum Beispiel die seltenen Rotschwanz-Federsalmler. Die in S√ľdamerika beheimateten Fische werden bis zu 15 Zentimeter gro√ü und sind die neuesten Bewohner des Aquariums. Besonderes Merkmal ist die tief eingeschnittene und mit einem roten Streifen versehene Schwanzflosse.
Das Aquarium hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Foto: Rotschwanz-Federsalmler
(02.02.2012, 10:02)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   ¬ĄKleiner Drache¬ď im Zoopark zu sehen

Er ist noch klein, hat aber schon einen Bart. Und sowohl der Bart als auch der Neuzugang werden noch wachsen. Die Rede ist vom j√ľngst zugezogenen Cham√§leon-Anolis. Wie? Was das ist? Die Antwort ist nicht ganz einfach. Der Kopf sieht aus wie vom Krokodil geklaut, nur viel kleiner. Der restliche K√∂rper wird nach hinten immer schmaler und l√§uft in einem fast k√∂rperlangen Schwanz aus. Die deutschen Zweit- und Drittnamen geben jedoch wichtige Hinweise. Das Tier wird auch Kuba-Anolis genannt, denn es stammt aus Kuba und geh√∂rt zur Gruppe der Anolis. Und der Name ¬ĄFalsches Cham√§leon¬ď weist dann auf seine Besonderheiten hin. Dieser Anolis kann n√§mlich seine K√∂rperfarbe √§ndern. Mal in reines Grau, dann wieder rindenfarbig grau-braun mit Sprenkeln. Und auch grau-gr√ľn ist mit in der Farbpalette. Damit er im tropischen Blattwerk nicht auff√§llt, bewegt er sich ganz langsam und manchmal wie ein Blatt wiegend. Wie ein echtes Cham√§leon ¬Ė und da er kein Cham√§leon ist, kam der Trivialname ¬ĄFalsches Cham√§leon¬ď zustande.
F√ľr was der kleine Drache diese langsame Fortbewegungsweise braucht, l√§sst sich nur vermuten. Denn seine Hauptspeise besteht nur selten aus Insekten. Vorwiegend frisst er eigentlich Schnecken. In Anlehnung an das kleine Krokodil ¬ĄGrisu¬ď (das immer Feuerwehrmann werden wollte), wurde der Anolis ¬ĄGrisu¬ď getauft. Er ist eine Nachzucht aus dem Zoo Plzen und soll langfristig ein Weibchen bekommen.
√úbrigens: ¬ĄGrisu¬ď sucht noch einen Paten, der die Futterkosten √ľbernimmt. Denn Schnecken sind bekanntlich nicht so g√ľnstige Delikatessen. Ausk√ľnfte zur Patenschaft gibt es beim Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V unter info@zooparkfreunde.de oder 0361-7518833.
(27.01.2012, 10:37)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Methusalems im Aquarium

¬ĄEs ist nicht alles Gold, was gl√§nzt¬ď ¬Ė das trifft auch auf viele der schillernden Fische im Aquarium am Nettelbeckufer zu. Andererseits ist auch nicht jede Besonderheit durch ein strahlendes Aussehen gekennzeichnet.
So mancher Besucher hat schon kritisch angemerkt: ¬Ądie Schwanzflosse sieht aber sehr zerfetzt aus, das ist aber gar nicht sch√∂n.¬ď Oder: ¬Ąein Fisch mit solchen verschrammten Schuppen sollte man nicht ausstellen¬ď. Die Fische, um die es hier geht, sind jedoch nicht krank. Sie sind einfach nur uralt. Viel √§lter als sie je im Freiland und so manchem Wohnzimmer werden w√ľrden.
So tummelt sich bei den Salmlern noch ein Besternter Sichelsalmler, der seit 1976 im Aquarium lebt. Der Liniendornwels ist von 1972 und damit der älteste Fisch am Nettelbeckufer!
Geradezu jung mutet da der Gemeine Dornwels mit ¬Ąnur¬ď 30 Jahren an. Unter den Barbenarten gibt es gleich mehrere mit √ľber 20 Jahren. Ein stolzes Alter!
Beim Schwarzflecken-Buschfisch gibt es Tiere, die seit 1985 im Wasser ihre Bahnen ziehen. Und wer so viele Jahre auf dem Buckel ¬Ė oder besser auf den Flossen hat ¬Ė sieht eben nicht mehr so pr√§chtig gef√§rbt aus wie als Jungfisch. Ein Riss in der Flosse hier und eine abgebrochene Schuppe da sind jedenfalls kein Grund, solche Tiere nicht mehr auszustellen. Im Gegenteil: es sind deutliche Anzeichen, dass es den Fischen gut geht, wenn sie so alt werden. Da passt alles: die Wasserwerte, das Futter und die Beckeneinrichtung. Solange sie gesund und munter sind, d√ľrfen sie weiterhin das S√ľ√ü- oder Salzwasserbecken mit ihrer Anwesenheit bereichern. Und dem Betrachter die Botschaft vermitteln, dass es im Leben nicht nur auf ¬Ąjung, sch√∂n und perfekt¬ď ankommt ¬Ė sondern auf ¬ĄHauptsache gesund!¬ď.
Wer eintauchen möchte in die schillernden Unterwasserwelten kann dies täglich ab 10 Uhr im Aquarium am Nettelbeckufer tun.
(26.01.2012, 14:45)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Besucherrekord im Zoopark

Noch nie waren so viele Menschen im Zoopark zu Gast wie im letzten Jahr!
So besuchten nach VDZ-Schl√ľssel im Jahr 2011 502.266 gro√üe und kleine Besucher den Zoopark. Das sind 15 % mehr als im Jahr zuvor (436.922).
Erstmals hat der Zoopark damit die magische Grenze von einer halben Million Besuchern geknackt. Nicht zuletzt dank der vielen Jahreskarten, die verkauft wurden. Auch dort gab es einen Absatzrekord.
F√ľr das Jahr 2012 erhofft man sich am Roten Berg weiter ansteigende Zahlen. Denn mit dem zur Saison er√∂ffnenden Lemurenwald, mit der Er√∂ffnung der Afrikasavanne und dem neuen Wasserspielplatz hat der Zoopark gleich drei neue, gro√üe Attraktionen zu bieten.
(19.01.2012, 14:47)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Zoovortrag √ľber ¬ĄZoos von heute und morgen¬ď

Ein ¬ĄZoovortrag¬ď im wahrsten Sinne des Wortes findet am 13. Januar 2012 um
19 Uhr im Haus Dacheröden statt. Dies ist bereits der 73. Vortrag, der vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. präsentiert wird.

Der unabhängige Zooexperte und -analyst, Anthony Sheridan, hat in den letzten 4 Jahren 100 Zoos (300 Zoobesuche) in 23 Europäischen Ländern besucht, sich mit allen Zoodirektoren getroffen und in Einzelheiten Fortschritte und Probleme des jeweiligen Zoos diskutiert.

In seinem Vortrag ¬ĄDas A und O im Zoo ¬Ė Gegenwart und Entwicklung europ√§ischer Zoos bis 2020¬ď spannt er einen Bogen zu verschiedensten Zoothemen.
Wie entwickelt sich ein Zoo? Was macht ihn attraktiv? Wie wird Natur- und Artenschutz im Zoo pr√§sentiert? Insgesamt 27 verschiedenen Faktoren hat er zugrunde gelegt, um 80 f√ľhrende Zoos einschlie√ülich 26 deutscher Zoos und ihre Zukunftstr√§chtigkeit in Europa vergleichen zu k√∂nnen. Auch der Th√ľringer Zoopark Erfurt ist in der Studie enthalten.

Zoos sind interessant und wichtig ¬Ė sowohl als Besucherattraktion als auch als Bildungs- und Naturschutzzentrum. Herr Sheridan durchleuchtet in seinem Vortrag auch die Bedeutung von Marketing und Finanzen und die Wichtigkeit f√ľr Investitionen, um die Zukunft der deutschen Zoos im Besonderen zu sichern.
Ein Vortrag, der damit nicht die Zootiere in den Vordergrund stellt, sondern all die vielen Dinge aus dem Hintergrund, die einen Zoo erst funktionieren lassen. Dinge, die ein Besucher so normalerweise gar nicht mitbekommt. Ein faszinierender Blick ¬Ąhinter die Kulissen¬ď des Zoomanagements.
Herr Sheridan wird nach dem Vortrag sein neu erschienenes Buch ¬ĄDas A und O im Zoo- Europas f√ľhrende Zoologische G√§rten 2010-2020¬ď signieren.
(11.01.2012, 09:39)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Giraffe Gunda pl√∂tzlich verstorben

Ein Schock f√ľr die Tierpfleger im Zoopark: am Morgen des 2. Januar 2012 lag Giraffenkuh ¬ĄGunda¬ď tot im Stall. Dies kam v√∂llig unerwartet. Sie war am Vortag absolut unauff√§llig, war munter, fra√ü gut und zeigte keinerlei Ver√§nderungen. Ein Tag wie jeder andere im Leben der Erfurter Giraffenkuh. Umso gr√∂√üer dann der Schock √ľber den pl√∂tzlichen Tod.
Um zu kl√§ren, woran ¬ĄGunda¬ď starb, wurde sie zur veterin√§rmedizinischen Untersuchung in die amtliche Pathologie nach Bad Langensalza eingewiesen. Die umfassenden Untersuchungen dauern noch an, so dass bis zu deren Abschluss keine Angaben zur Todesursache gemacht werden k√∂nnen.
¬ĄGunda¬ď wurde 16 Jahre alt. Sie kam am 6. September 1995 im Th√ľringer Zoopark Erfurt zur Welt.
Nach der Geburt und dem Tod ihres kleinen Giraffenk√§lbchens 2011 ruhten nun alle Hoffnungen auf erneuten Nachwuchs im Jahr 2012. Eine Hoffnung, die sich jetzt erstmal zerschlagen hat. Giraffenbulle ¬ĄLengai¬ď soll nat√ľrlich auf Dauer nicht allein bleiben. Konkrete Pl√§ne f√ľr eine neue Partnerin gibt es derzeit aber nicht.

Bildunterschrift:
Giraffenkuh ¬ĄGunda¬ď im Sommer 2011 im Zoopark.
(06.01.2012, 09:38)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Fisch- und Wasserpflanzenb√∂rse

Am 08. Januar von 9 bis 12 Uhr l√§dt der Verein der Aquarienfreunde 1912 e. V. zur ersten Fisch- und Wasserpflanzenb√∂rse des Jahres in das Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer 28a ein. Auch dieses Mal stehen zahlreiche Nachzuchten von S√ľ√üwasserfischen sowie Wasserpflanzen zum Verkauf. Wer Fragen zum Einrichten von Fischbecken, zu einzelnen Fischarten oder zu anderen Aquarienthemen hat, kann sich kostenlos beraten lassen. Aber auch das Aquarium bietet viel Interessantes und Neues zum Entdecken, wie zum Beispiel den neuen Diskus-Buntbarsch, der ¬ĄK√∂nig der S√ľ√üwasser-Aquarienfische¬ď.

Bildunterschrift:
Malawibuntbarsche präsentieren sich in einer enormen Artenvielfalt.
(03.01.2012, 11:59)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Gepardenzuchtanlage erh√§lt Jungkater

Mit dem Geparden-Kater ¬ĄGhalib¬ď ist frisches Blut f√ľr eine Gepardenzucht im Th√ľringer Zoopark Erfurt eingetroffen. ¬ĄGhalib¬ď ist am 17. Juni 2009 im Zoo Basel geboren. Dort lebte er bisher mit seiner Schwester zusammen. Da er sich aber langsam f√ľr das andere Geschlecht zu interessieren beginnt, war es Zeit in den Zoopark umzuziehen.
Dort erwartet ihn die neue Zuchtanlage auf dem Plateau ¬Ė inklusive Beute-Drahtseilbahn.
Der 13-j√§hrige Altkater ¬ĄIdole¬ď, der bisher die im August er√∂ffnete Anlage bewohnt hatte, war f√ľr den Futterlift nicht mehr zu begeistern. Statt wie es sich f√ľr das schnellste Lands√§ugetier der Welt geh√∂rt, hinter dem St√ľck Fleisch herzusprinten, will ¬ĄIdole¬ď sein Futter lieber ruhig in der W√§rmebox vorfinden. ¬ĄGhalib¬ď ist dagegen noch verspielt und wird hoffentlich seine Freude am ¬Ąflitzenden Futter¬ď haben.
Verschiedene Programme sorgen f√ľr Abwechslung, damit der Gepard nicht einfach am Ende der Seilbahn auf die Futterration warten kann.
F√ľr den Jungkater ¬ĄGhalib¬ď ist in der Zukunft die Vergesellschaftung mit einer jungen Gepardin geplant. Nach wenigen Tagen der Eingew√∂hnung wird ¬ĄGhalib¬ď f√ľr Besucher in der Au√üenanlage auf dem Plateau zu sehen sein.
(22.12.2011, 09:35)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   K√∂nig der S√ľ√üwasserfische im Aquarium zu sehen

Der ¬ĄK√∂nig der S√ľ√üwasser-Aquarienfische¬ď, der Diskus-Buntbarsch ist nach langer Pause wieder im Aquarium des Th√ľringer Zooparks in Erfurt zu sehen.
Der Diskusfisch geh√∂rt zur Familie der Buntbarsche und kommt urspr√ľnglich aus dem Amazonasgebiet in S√ľdamerika. Er ist ein Schwarmfisch. Er liebt die Geselligkeit und sollte deshalb immer in einer Gruppe von mindestens zehn Tieren gehalten werden. Heute ist die Haltung der Diskusfische nicht mehr sehr schwierig, da es sich um eingew√∂hnte Nachzuchten handelt. Sie kommen fast immer mit dem angebotenen Leitungswasser mit einer Wasserh√§rte von bis zu 18 GH klar. Eine gute Filterung und h√§ufige Wasserwechsel sind daf√ľr aber Grundvoraussetzung ebenso wie eine gute F√ľtterung.
Etwas besonders sind die Diskusfische in der Nachzucht. Das erste Futter der Jungfische ist ein Hautsekret der Eltern. Dieses wird von den Jungtieren dann abgeweidet. Die elterlichen Diskusfische bewachen zun√§chst das Gelege und f√§cheln frisches Wasser zu. Die geschl√ľpften, freischwimmenden Jungfische m√ľssen dann selbstst√§ndig ihre Elterntiere f√ľr die erste Nahrungsaufnahme aufsuchen.
Im Aquarium werden halbw√ľchsige Tiere der Form ¬ĄFl√§chen T√ľrkis¬ď und ¬ĄSnake Skin rot¬ď gezeigt. Die Neuank√∂mmlinge sind in der gro√üen Halle in einem ehemals dem Meerwasser gewidmeten Becken zu sehen. Diskusfische k√∂nnen ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen.

Foto: mit freundlicher Genehmigung von Diskuszucht Stendker
(22.12.2011, 08:50)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Zoopark nun auch mit Werbepaten

Der Th√ľringer Zoopark Erfurt geht nicht nur neue Wege in seiner gesamten konzeptionellen Gestaltung als ¬ĄZoo der gro√üen Tiere¬ď und dem Gewinnen neuer Tierpatenschaften, sondern ebenso im Marketing mit ¬ĄWerbepaten¬ď aus Industrie, Handel und anderen touristischen Einrichtungen.

¬ĄIndustriekooperationen¬ď ist das schlichte Wort, welches im Zusammenhang mit dieser kosteneffizienten Werbeform als neues Marketinginstrument genannt wird und zielorientiert am potentiellen Zooparkbesucher die Informationen vermittelt, die ihn zu einem Besuch animieren sollen.
Und so wurde in den letzten Monaten bei den Kunden der Fa. Rotstern und der Fa. elmi-Backwaren mit Flyern, √ľber 50.000 Einlegern in Rotstern-Pralinenverpackungen, Werbeaufstellern in nahezu 40 elmi-Filialen sowie auf 100.000 Br√∂tchent√ľten nicht nur f√ľr einen Besuch im Zoo der gro√üen Tiere geworben, sondern man konnte sich ebenso an einem unterhaltsamen Gewinnspiel beteiligen, deren Preise in diesen Tagen ihre Gewinner sicher erfreuen werden.
¬ĄUnter ¬āIndustriekooperationen¬í verstehen wir Partnerschaften mit Einrichtungen der Industrie und des Handels, bei welchen die Produkte der Industrie- und Handelspartner, meist gepaart mit einem Gewinnspiel, unsere Werbebotschaft tragen. Somit wird einerseits das Produkt durch ein interessantes und unterhaltsames Gewinnspiel f√ľr den Kooperationspartner aufgewertet und wir haben andererseits eine direkte Werbung gegen√ľber den potentiellen G√§sten unseres Zooparks. Im Gegensatz zu oftmals teuerer Werbung auf angemieteten Plakatfl√§chen, ist diese Form der Vermittlung von Werbeinformationen durch die Kooperation kosteneffizienter und zugleich zielgruppenorientierter, da unsere Werbebotschaft auf dem Produkt an sich mit keiner anderen Werbebotschaft konkurriert und somit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal besitzt. Somit profitieren beide Seiten und das zeigt auch die Resonanz dieser Aktionen bei den Kunden unserer Partner¬ď, konstatiert Zoodirektor Dr. Thomas K√∂lpin.

Der Th√ľringer Zoopark wird gemeinsam mit einer Erfurter Marketingagentur, welche die Idee f√ľr diese neue Form der Werbung an den Zoo herangetragen und initiiert hatte, nun auch mit weiteren Kooperationspartnern gehen. Gespr√§che hierzu gab es zwischenzeitlich auch schon mit anderen Einrichtungen, wie zum Beispiel IKEA.
¬ĄLetztlich ist dies aber auch eine Form, um unsere Partner und deren Kunden in Industrie und Handel zunehmend auch f√ľr unsere Ziele als Zoo mit Aufgaben zur Erhaltung bedrohter Tierarten zu sensibilisieren. Deshalb freuen wir uns √ľber jede neue Partnerschaft, sei es als Werbe- oder Tierpate oder als Sponsor und Unterst√ľtzer unserer anspruchsvollen Ziele¬ď, umschreibt Zoodirektor Dr. Thomas K√∂lpin das komplexe Anliegen der neuen Wege im Marketing.

(08.12.2011, 13:52)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Fischb√∂rse im Aquarium des Zooparks

Am kommenden Sonntag, den 11. Dezember 2011, findet die n√§chste Zierfisch- und Wasserpflanzenb√∂rse statt. Dazu l√§dt der ¬ĄVerein der Aquarienfreunde 1912 e. V.¬ď von 9 bis 12 Uhr in das Aquarium des Th√ľringer Zooparks Erfurt am Nettelbeckufer 28a ein.

F√ľr die private Aquariumseinrichtung sind nicht nur diverse Fischarten sondern auch eine gro√üe Vielfalt von Unterwasser- und Schwimmpflanzen k√§uflich zu erwerben. Dar√ľberhinaus bietet die Fischb√∂rse den Aquarienfeunden die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und sich Ratschl√§ge von den Vereinsmitgliedern zu holen, um eine problemlose Pflege und Haltung von Heimfischen zu betreiben.

Foto: Weißkehl-Doktorfische sind nur einige der vielen Bewohner des großen Riffbeckens.
(08.12.2011, 10:26)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   1. Spatenstich Elefantenanlage

Mit dem ersten Spatenstich f√ľr die neue Elefantenanlage am 5. Dezember wurde im Th√ľringer Zoopark Erfurt der Beginn des bislang gr√∂√üten Bauprojektes in der Geschichte des Zooparks gefeiert.

Bis zum Jahr 2014 wird eine neue Elefantenanlage entstehen, die den neuesten Standards gerecht wird. Da der Neubau die Bullenhaltung erm√∂glicht, ist ein wesentlicher Aspekt der neuen Anlage, einen Grundstein f√ľr die Elefantenzucht zu legen. Laut Weltnaturschutzunion gilt die Art heute - bedroht durch die Fragmentierung und Zerst√∂rung des Lebensraumes sowie durch Wilderei - als gef√§hrdet. Auf einer Fl√§che von 15 000 Quadratmetern sollen sich die Afrikanischen Elefanten vermehren und so die M√∂glichkeit haben, ihr arttypisches Verhalten in einer sozialen Gruppe an den Tag zu legen.

Auf der neuen Anlage k√∂nnen sieben erwachsene Tiere (ein Bulle, sechs K√ľhe) sowie deren Nachwuchs gehalten werden. F√ľr einen heranwachsenden Jungbullen ist ebenfalls Platz vorgesehen. F√ľr die Bullen sind zwei Boxen (50 bzw. 55 m¬≤) und ein ca. 160 m¬≤ gro√üer Laufstall vorgesehen. Die K√ľhe erhalten drei Boxen (45, 46 und 48 m¬≤) und ein √ľber 500 m¬≤ gro√üer Laufstall mit 55 m¬≤ gro√üem Badebecken. Eine Schleuse verbindet Kuhlaufstall, Bullenlaufstall mit dem Hauptzugang zum Au√üengehege. Theoretisch k√∂nnen damit alle Laufst√§lle miteinander verbunden werden. Der Hauptausgang enth√§lt einen Zwangsstand f√ľr medizinische Untersuchungen. Von je einer Kuh- und einer Bullenbox gibt es auch einen direkten Zugang zu den Au√üengehegen. Der Kuhlaufstall wird f√ľr die Besucher einsehbar gebaut. Im Bullenlaufstall wird ein Einblick mittels eines Fensters m√∂glich sein.
Das insgesamt 15000 Quadratmeter gro√üe Gel√§nde umfasst die bisherige Shire-Pferdekoppel sowie ein Waldst√ľck √∂stlich davon. Die Au√üenanlagen sind strukturiert und enthalten Suhlen, Badem√∂glichkeiten, Felsen und k√ľnstliche Schattenpl√§tze.

(06.12.2011, 11:53)
Ralf Sommerlad :   Nach den Zoologischen G√§rten von Dortmund und K√∂ln und dem Virginia Aquarium in den USA wird jetzt auch der Zoopark Erfurt Partnerzoo des Naturschutzprojektes "Mesangat" in Ost-Kalimantan.Daf√ľr bedanke ich mich herzlich bei Dr.Thomas K√∂lpin und seinem Team und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. N√§here Info √ľber das Projekt finden Sie bei www.yayasan-ulin.org
(22.11.2011, 15:41)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Nashornbulle "Jambo" verlie√ü den Zoopark Erfurt

Am 17. November 2011 verlie√ü der 2-j√§hrige Nashornbulle "Jambo" den Th√ľringer Zoopark Erfurt.

Der kleine "Jambo" erblickte am 29. Oktober 2009 im Th√ľringer Zoopark Erfurt das Licht der Welt. Er ist das sechste Nashornbaby, das im Zoopark geboren wurde. Die Eltern des Bullen sind "Numbi" und "Kiwu". Seinen offiziellen Namen bekam "Jambo" bei seiner Nashorntaufe am 8. April 2010 im Nashornhaus. Der Name "Jambo" ist Kisuaheli und bedeutet "Hallo".

Nun lebt "Jambo" im Gaiapark. Dieser niederländische Tierpark liegt in der Stadt Kerkrade nahe der deutschen Grenze.

Bild: Die √ľber eine Tonne schwere Transportkiste mit Nashorn auf dem Weg zum Spezialtransporter.
(21.11.2011, 14:05)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Zoovortrag √ľber Sardinien und die Camargue

Am Freitag, dem 25. November 2011 wird Dr. Christoph F. Robiller einen Vortrag zum Thema "Mediterraner Fr√ľhling - Streifz√ľge auf Sardinien und in der Camargue" halten. Beginnen wird dieser Vortrag um 19 Uhr im Atrium der Stadtwerke Erfurt.

Der erste Teil des Vortrages gibt einen √úberblick √ľber die Vogelwelt der Camargue im zeitigen Fr√ľhling und geht insbesondere auf den Charaktervogel des Rhone-Deltas, den Rosaflamingo, ein. Die Camargue ist ein Gebiet in Frankreich, das zum gr√∂√üten Teil zwischen den beiden M√ľndungsarmen der sich n√∂rdlich von Arles teilenden Rh√īne liegt. Bekannt ist die Camargue vor allem als Naturschutzgebiet und der besonderen Bedeutung f√ľr den Vogelzug.
Im zweiten Teil des Vortrages geht Dr. Christoph F. Robiller auf Sardinien, die zweitgr√∂√üte Mittelmeerinsel ein. Auf der etwa 24 000 Quadratkilometer gro√üen Insel, die zu Italien geh√∂rt, leben 1,7 Mio. Menschen. Die reiche und farbenpr√§chtige Bl√ľtenpracht im Fr√ľhling l√§sst jeden Naturliebhaber erstaunen, wobei insbesondere auf die Form- und Farbenvielfalt vieler Orchideen und deren Hybriden eingegangen wird. Das warme Mittelmeerklima und die Buschlandschaften mit guten Verstecken sowie mit Steinen durchsetzte Trockenh√§nge stellen optimale Bedingungen f√ľr Reptilien dar. Im Fr√ľhling ert√∂nt nach Sonnenuntergang aus den T√ľmpeln, Weihern und Flussr√§ndern das typische Konzert der Tyrrhenischen Laubfr√∂sche.
Zudem berichtet Dr. Christoph F. Robiller von Zwergohreulen, Steinkäuzen und Fledermäusen sowie den halbwilden Pferden der Giara di Gesturi.

Die Zoovorträge werden vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e.V. zugunsten des Zooparks organisiert. Alle Interessenten sind dazu recht herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto: Robiller
(21.11.2011, 08:35)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Fischb√∂rse am 06.11.2011

Am 06. November l√§dt der Verein der Aquarienfreunde 1912 e.V. in das Aquarium des Zooparkes am Nettelbeckufer 28a zur Fisch- und Wasserpflanzenb√∂rse ein. Die Aquarianer werden Nachzuchten verschiedenster S√ľ√üwasserfische und Wasserpflanzen anbieten. Wer sich zudem die Chance auf kostenlose Beratung √ľber Fische und das Drumherum nicht entgehen lassen will, der ist zwischen 9 und 12 Uhr herzlich eingeladen.

Auch sonst hat das Aquarium viel zu bieten. Die Roth√∂rnchen bereiten sich gerade auf den Winter vor. Eine angefutterte Speckschicht sch√ľtzt vor der K√§lte. Gut zu sehen sind die jungen Kardinalbarsche, unser neuester Nachzuchterfolg.

Das Aquarium hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Foto: Gelber Skalar
(02.11.2011, 11:14)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Nachwuchs bei Sitatungas und Maras

Auch im Herbst erblicken Jungtiere im Zoopark das Licht der Welt.
Ganz versteckt und gut getarnt lag die kleine Sumpfantilope, wie man Sitatungas auch nennt, nach der Geburt auf der Au√üenanlage. Das Muttertier kommt nur kurz zum S√§ugen zum Antilopenkalb und l√§sst es dann die ersten Lebenstage abgelegt im Dickicht zur√ľck. Inzwischen ist die kleine Antilope schon so weit, dass sie ab und an der Mutter in der Au√üenanlage folgt ¬Ė und damit auch f√ľr Besucher zu sehen ist.
Bald wird sie dann die Seite der Mutter tags√ľber nicht mehr verlassen. Das rote Fell mit den wei√üen Tupfen und Streifen sorgt im Licht- und Schattenspiel des Waldes f√ľr ausreichend Tarnung.
Auf der S√ľdamerika-Anlage tollen zwei kleine Gro√üe Maras umher. Die zu den Meerschweinchenverwandten z√§hlenden Pampashasen flitzen flink √ľber die Anlage.
Auf den ersten Blick sehen die Kleinen noch einem Kaninchen √§hnlich. Zeigen sie doch auch den typischen Hoppelgang. Mit der Zeit werden dann die Beine im Verh√§ltnis l√§nger und es kommen die Prellspr√ľnge hinzu. Dabei heben die Maras mit allen vier Pfoten gleichzeitig vom Boden ab. Die leuchtend wei√üe Binde am Hinternteil f√§llt dabei besonders auf.
Noch werden die Jungtiere stundenweise in den sicheren Boxen und Bauen abgelegt. Sie werden aber immer selbstst√§ndiger und verlassen immer √∂fter ganz von allein die Deckung. Wer Gl√ľck hat, kann die munteren Kerlchen bei ihren vorwitzigen Ausfl√ľgen beobachten.
(19.10.2011, 10:11)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Seltene Nachzucht des Zebra-Kardinalbarsches gelungen

Ein toller Erfolg f√ľr das Aquarium des Th√ľringer Zoopark Erfurt. Bisher war das Aquarium am Nettelbeckufer bekannt f√ľr seine au√üergew√∂hnliche Vielfalt an S√ľ√üwasserfischen und der erfolgreichen Nachzucht derselben. Nun kann auch die erste erfolgreiche Aufzucht bei den Meerwasserfischen begr√ľ√üt werden.
Der Zebra-Kardinalbarsch lebt als Schwarmfisch nur in den Seegraswiesen der Bangaiinseln östlich von Sulawesi/Indonesien.
Die Fische geh√∂ren zu den sogenannten Maulbr√ľtern. Das M√§nnchen √ľbernimmt dabei die gesamte Brutpflege. Pro Gelege werden 10 bis 15 Eier erzeugt. Nach ca. 28 Tagen haben sich die Jungen im Maul des Vaters vom Ei zum fertigen Jungfisch entwickelt. Im Zoopark spuckte das M√§nnchen die Jungfische zwischen die Stacheln eines Diademseeigels. Zwischen dessen langen Stacheln sind die kleinen Fischchen gut vor Fressfeinden gesch√ľtzt. Auch wenn im Zoo nat√ľrlich keine Fressfeinde da sind, die Jungfische halten sich gut versteckt im Stachelbereich auf, im Meer nutzen sie auch Seeanemonen dazu.
Sie fressen selbstständig kleine Larven der Artemiakrebschen und andere frei schwebende Kleinstorganismen.
Im Aquarium wurden die Jungfische vorsichtig zwischen den Stachel herausgesaugt und in Jungtierbecken aufgezogen. Inzwischen sind 22 putzmuntere Sprösslinge vorhanden. Zwei davon können die Besucher bereits im Seepferdchenbecken bewundern.
(19.10.2011, 10:08)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Herbstferienf√ľhrungen im Th√ľringer Zoopark Erfurt

In den kommenden Herbstferien finden im Zoo der gro√üen Tiere wieder jeweils dienstags und donnerstags um 14 Uhr die beliebten Ferienf√ľhrungen statt.

Es fallen keine F√ľhrungsgeb√ľhren an, es ist nur der normale Zooeintritt zu entrichten. Treffpunkt ist jeweils der gro√üe Zooplan an der L√∂wensavanne. Es ist keine Anmeldung n√∂tig. Die Kuratoren und Tierpfleger des Zooparks beantworten Ihnen gerne alle Fragen rund um die vielf√§ltige Tierwelt.

18.10.2011: Die Tiere der Löwensavanne: Hier leben neben den Löwen auch Hyänen, Erdmännchen, Borstenhörnchen, Löffelhunde und Klippschliefer.

20.10.2011: F√ľhrung zu den Afrikanischen Elefanten, den schwersten Lands√§ugetieren der Erde und zu den Kleins√§ugern der Nachttierabteilung.

25.10.2011: Schlangen und Echsen sind faszinierende Reptilien. Wer will, darf hautnah heran. Schlange anfassen? Einfach mal ausprobieren!

27.10.2011: S√ľdamerika und Afrika: Wir besuchen Lamas, Nandus, Giraffen und Buntbarsche.
(13.10.2011, 11:46)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Fischb√∂rse im Aquarium des Zooparks

Am kommenden Sonntag, dem 09. Oktober 2011, findet die n√§chste Zierfisch- und Wasserpflanzenb√∂rse statt. Dazu l√§dt der ¬ĄVerein der Aquarienfreunde 1912 e. V.¬ď von 9 bis 12 Uhr ins Aquarium des Th√ľringer Zooparks Erfurt am Nettelbeckufer 28a ein.

F√ľr die private Aquariumseinrichtung sind nicht nur diverse Fischarten sondern auch eine gro√üe Vielfalt von Unterwasser- und Schwimmpflanzen k√§uflich zu erwerben. Dar√ľber hinaus bietet die Fischb√∂rse den Aquarienfreunden die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und sich Ratschl√§ge von den Vereinsmitgliedern zu holen, um eine problemlose Pflege und Haltung von Heimfischen zu betreiben.

Das Aquarium am Nettelbeckufer 28a wurde 1953 er√∂ffnet. Seit 2003 geh√∂rt es offiziell zum Th√ľringer Zoopark Erfurt. Den Besucher erwartet dort die artenreichste Sammlung von S√ľ√üwasserfischen in Deutschland. Eine besondere Attraktion ist das 54.000 Liter fassende Riffbecken, in dem sich unter anderem Kaiserfische, Lippfische und Doktorfische tummeln. Neben Fischen und Meeresbewohnern werden auch S√§ugetiere, wie Lisztaffen und Nordamerikanische Roth√∂rnchen sowie Reptilien und Amphibien gezeigt.

Das Aquarium hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
(05.10.2011, 16:33)
Jennifer Weilguni :   Schade.. das erkl√§rt nat√ľrlich warum ich es am Montag nicht dort gesehen habe.

Ja, ich habe es nun auch endlich mal nach Erfurt geschafft und muss sagen, dass diese Einrichtung mich wirklich restlos begeistert hat. Vor allem wenn man bedenkt, wie viel Potential dieser Zoo noch hat und wie viele Flächenreserven! Ich bin vor allem auf die neue Elefantenanlage gespannt.
Ein bisschen schade finde ich nur, dass die meisten der L√∂wen abgegeben wurden, weil sie Mischlinge sind und man mit "reinen" Berbern z√ľchten will.
(05.10.2011, 11:55)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Giraffenjungtier musste eingeschl√§fert werden

Betroffene Minen im Th√ľringer Zoopark Erfurt am Roten Berg: Am Sonntag, dem 2. Oktober, musste das kleine Giraffenm√§dchen eingeschl√§fert werden. Bis zuletzt wurde alles versucht, dem Jungtier eine Chance f√ľr ein gesundes Giraffenleben zu geben.

Schon seit der schwierigen Geburt am 19. Januar wurde viel um das Junge und sein Leben gebangt. Es gab immer wieder Höhen und Tiefen. Die kleine Giraffe zeigte dabei stets großen Lebenswillen. Bei der Geburt hatten Tierarzt und Tierpfleger Geburtshilfe geleistet. Durch Fehlstellungen an den Vorderbeinen und Hinterbeinen konnte das Giraffenbaby nicht normal stehen und gehen.

Die erstgeb√§rende Giraffenkuh ¬ĄGunda¬ď hatte im Verlauf der ersten 24 Stunden das Kalb nicht trinken lassen und ihm mit einem Tritt das linke Vorderbein gebrochen. Daraufhin musste das Kalb in die Chirurgische Tierklinik (Veterin√§rmedizinische Fakult√§t) der Universit√§t Leipzig gebracht und dort operiert werden, in der es seitdem untergebracht war.

In der Tierklinik wurden beide Vorderbeine mit einem st√ľtzenden Verband stabilisiert. W√§hrend sich die Fehlstellung am rechten Bein nach mehrw√∂chigem St√ľtzverband zur√ľckbildete, zeigte der Bruch am linken Bein nur leichte Heilungstendenzen. Die einzige M√∂glichkeit f√ľr eine zufriedenstellende Heilung war eine weitere Operation. Diese OP verlief gut, der Knochen begann zusammen zu wachsen. Eine Platte samt Schrauben stabilisierte das Bein und es gab wieder Grund zur Hoffnung. Dann der n√§chste R√ľckschlag, aufgrund der Entz√ľndung der Knochenhaut mussten sechs Zentimeter Knochen aus dem Vorderbein entnommen werden und war das linke Bein in der Folge deutlich verk√ľrzt. Es wurde aber gehofft, dass sich im Verlauf des weiteren Wachstums der Giraffe die unterschiedlichen H√∂hen der Vorderbeine angleichen w√ľrden, und dass sich die nach wie vor bestehende Fehlstellung der Hinterbeine nicht weiter verschlechtern w√ľrde.

Inzwischen war das linke Vorderbein Anfang September so gut verheilt, dass vor vier Wochen der letzte Verband abgenommen werden konnte. Dieser st√ľtzte bisher das linke Vorderbein und die Sehnen. ¬ĄDie Vorbereitungen f√ľr die R√ľckkehr der kleinen Giraffe liefen auf Hochtouren¬ď sagt Oberb√ľrgermeister Andreas Bausewein, der sich regelm√§√üig √ľber den Gesundheitszustand der Giraffe informierte. ¬ĄWie die meisten Erfurterinnen und Erfurter habe auch ich mich auf das Giraffenjunge gefreut, das schon bald nach seinem R√ľckzug auf dem Roten Berg endlich einen Namen erhalten sollte. Wir sind sehr traurig.¬ď

Leider zeigte sich in der Rehaphase vor dem Umzug zur√ľck in den Zoopark, dass sich die Fehlstellungen der Hinterbeine stark verschlechterten. Hinzu kam, dass die kleine Giraffe mit dem linken Vorderbein nicht mehr nur mit den Klauen auftrat, sondern auch stellenweise mit dem Fesselgelenk. Diese so genannte Durchtrittigkeit hatte sich zum letzten Wochenende so stark verschlimmert, dass es zu Hautabsch√ľrfungen am Gelenk kam. Am Sonntag konnte die kleine Giraffe dann nicht mehr aufstehen. Auch Laufen w√§re mit dieser Fehlstellung nie mehr m√∂glich gewesen. Zooparkdirektor Dr. Thomas K√∂lpin telefonierte direkt nach dem Zwischenfall mit Oberarzt Prof. Dr. Walter Brehm. Einhellig kamen sie zu dem Ergebnis, das Tier einschl√§fern zu m√ľssen. ¬ĄF√ľr die starke √úberbeweglichkeit im Fesselgelenk, die dann zum Herabsenken bis auf den Boden f√ľhrt, gibt es leider keine Heilungsm√∂glichkeit¬ď, so Dr. Thomas K√∂lpin ¬ĄDas Giraffenm√§dchen musste eingeschl√§fert werden um ihm Leiden und Schmerzen zu ersparen.¬ď

Auch wenn es √ľber den Verlust des Erfurter Giraffenm√§dchens nicht hinwegtr√∂stet ist es trotzdem eine frohe Botschaft, dass Giraffenkuh Gunda im Fr√ľhjahr ein weiteres Kalb erwartet. Die Tierpfleger hoffen sehr, dass die Geburt des n√§chsten Giraffenbabys besser verl√§uft, sich Gunda dieses Mal besser in ihre Mutterrolle einfindet.
(05.10.2011, 08:05)
Michael Mettler :   Ein Grund mehr, noch keine reinbl√ľtige Kuh zu holen und Gunda statt des "Praktikumsbullen" jetzt eine Hybridgef√§hrtin zu geben. Falls ihr n√§chstes Kalb weiblich sein sollte, k√∂nnte sie sich diese sogar noch selbst heranziehen...
(04.10.2011, 22:54)
Bj√∂rnN :   Durchaus eine M√∂glichkeit, Herr Mettler. Leider l√§sst das winzige Erfurter Haus nur 2 Tiere zu...
(04.10.2011, 22:51)
Michael Mettler :   ...oder den Bullen in eine Netzgiraffenhaltung abgeben und um Gunda herum eine Gruppe weiblicher Hybriden aus anderen Zoos aufbauen, mit der dann die sp√§tere neue Anlage "getestet" werden kann, bevor man dort eine unterartreine Zuchtgruppe etabliert.
(04.10.2011, 22:37)
Bj√∂rnN :   Jetzt, da die Zuchtf√§higkeit des Netzgiraffenbullens unter Beweis gestellt wurde, sollte man "Gunda" in eine nicht z√ľchtende Herde abgeben und die Hybridzucht in Erfurt durch den Aufbau einer Netzgiraffengruppe bzw. Anschaffung einer Netzgiraffenkuh beenden.
(04.10.2011, 21:42)
Liz Thieme :   Das Girffenm√§dchen ist am Wochenende euthanisiert worden. Die Fehlstellungen der Hinterbeine hatten sich verschlechtert und mit dem linken Vorderbein trat es inzwischen, trotz vormaliger Stabilisierung, teils bis zum Fesselgelenk auf. Aufgrund dessen konnte das Kleine am Sonntag nicht mehr aufstehen.
Dies war eine totale Kehrtwende, da man im Zoo schon die R√ľckkehr in den Zoo geplant hatte.

Der einzige Hoffnungsschimmer ist, dass Kuh Gunda wieder tragend ist und im Fr√ľhjahr ihr Kalb geb√§ren soll.
(04.10.2011, 21:13)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Zootag im Th√ľringer Zoopark Erfurt

Am Samstag, dem 01. Oktober 2011 steht mit dem Zootag im Th√ľringer Zoopark Erfurt eine weitere interessante Veranstaltung auf dem Programm. Hier gibt es wieder die M√∂glichkeit, viel Wissenswertes √ľber den Zoo der gro√üen Tiere und seine Bewohner zu erfahren. Wer zum Beispiel einmal wissen m√∂chte, wieviel Futter ein Elefant am Tag ben√∂tigt, wie eine Futterk√ľche von innen aussieht, oder wie hoch der Giraffenstall ist, wenn man selbst darin steht, der sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.
Den ganzen Tag ab 10.00 Uhr kann man Futterausstellungen in der Futtermeisterei, im Giraffen-, Nashorn- und Elefantenhaus, in der L√∂wensavanne sowie beim KangarooLand und an der S√ľdamerikaanlage besichtigen. Allein die Vielfalt der dort ausgestellten Futtermittel zeigt deutlich, dass jedes Tier sein ganz spezielles Futter gereicht bekommt. Dar√ľberhinaus sind verschiedene Programmpunkte in den Tierh√§usern geplant. Ein besonderes Highlight ist die F√ľhrung ¬Ąin die H√∂hle des L√∂wen¬ď - den Sicherheitsbereich der L√∂wensavanne um 11.00 Uhr. Nicht weniger spannend geht es um 12.00 Uhr im Giraffenhaus zu. Dort k√∂nnen die Besucher den Giraffenstall besichtigen und dabei Faszinierendes zu den Langh√§lsen erfahren. Von 15.30 Uhr bis 15.45 Uhr bietet sich dann noch die M√∂glichkeit, die Giraffen einmal selbst aus der Hand zu f√ľttern. Bis 17.00 Uhr ist au√üerdem eine Eierausstellung im Giraffenhaus zu sehen.
Am Zootag gelten die regul√§ren Eintrittspreise. Die F√ľhrungen und Ausstellungen sind ohne Aufpreis im Tageseintritt enthalten. Der Th√ľringer Zoopark Erfurt hat t√§glich von 9.00 bis 18.00 Uhr ge√∂ffnet.

(29.09.2011, 12:27)
Oliver Jahn :   Vielleicht ein Ableger der sehr seltenen Unterart "augsburga puppenkistensis"? :-)
(16.09.2011, 21:54)
Michael Mettler :   P.S. Oder stehen dann im Gehege auch nur bemalte Holzenten...? :-)
(16.09.2011, 14:57)
Michael Mettler :   Wow, jetzt wird bei der Illustration von PM schon mit Fotomontagen gearbeitet...
(16.09.2011, 13:56)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Australische L√∂ffelenten als neue Zoobewohner

Und wieder er√∂ffnet eine neue Anlage im Th√ľringer Zoopark Erfurt. Gegen√ľber vom Kangorooland ziehen am 28. September zwei Australische L√∂ffelenten und zwei J√§gerlieste, bekannter als die Lachenden H√§nse, ein.

Verbreitet sind die Australischen L√∂ffelenten in S√ľdwestaustralien sowie S√ľdostaustralien. Sie leben an S√ľ√ügew√§ssern. Ausgewachsene Australische L√∂ffelenten erreichen eine K√∂rperl√§nge von 50 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 665 Gramm. Das H√∂chstalter bei dieser Art liegt bei 20 Jahren. √úberwiegend ern√§hren sich Australische L√∂ffelenten von Wasserfl√∂hen, Insekten und Kleinmolluken sowie Samen.

Ihren Namen hat die Australische Löffelente von ihrem vorne breit auslaufenden, löffelartigen Schnabel, der sich durch viele kleine Lamellen zu einem hervorragenden Seihapparat entwickelt hat.
(16.09.2011, 12:53)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Neue Tierkinder im Th√ľringer Zoopark Erfurt

Im Zoo der großen Tiere gibt es viele neue Tierkinder zu bestaunen.

Am 4. und am 13. September wurden in der Löwensavanne drei kleine Kap-Klippschliefer geboren. Sie sind schon sehr agil und können beim Herumtollen beobachtet werden. Klippschliefer haben braunes Fell und etwa die Größe eines Kaninchens. Sie ähneln einem Murmeltier, gehören jedoch nicht zu den Nagetieren, sondern sind mit Afrikanischen Elefanten verwandt. Diese äußerlich kaum sichtbare Verwandtschaft wird zum Beispiel an den beiden ständig nachwachsenden Zähnen im Oberkiefer erkennbar.

Den n√§chsten Nachwuchs gab es auf den Bisonplains: dort erblickte am 10. September ein rotbraunes K√§lbchen das Licht der Welt. Der kleine Bulle steht bereits fest auf seinen Beinen und trinkt flei√üig bei seiner Mutter. Er wird von der ganzen Herde, inklusive Vater "Lakota", besch√ľtzt. In bedrohlichen Situationen bilden Bisons einen Kreis um die Jungtiere und nehmen diese in die Mitte. In acht bis zw√∂lf Monaten wird das K√§lbchen nicht mehr bei der Mutter trinken. Wenn es ausgewachsen ist, kann es ein K√∂rpergewicht von bis zu 820 Kilogramm erreichen.
Im 19. Jahrhundert wurde der Präriebison durch die Jagd auf ihn fast ausgerottet, heute haben sich die Bestände aufgrund von Schutzmaßnahmen erholt.
Die Zucht der Art im Th√ľringer Zoopark Erfurt gelingt sehr gut. Bereits im Fr√ľhjahr hatte es Bisonnachwuchs gegeben.

Noch mehr Tierkinder, n√§mlich gleich elf St√ľck, sind am 14. September bei den Angler Sattelschweinen auf Axmanns Hof geboren worden. Die kleinen Ferkel zeigen bereits die klassische F√§rbung, die aussieht, als h√§tten sie einen wei√üen Sattel auf ihrem schwarzen Fell.

Zu sehen sind die Tierkinder im Th√ľringer Zoopark Erfurt t√§glich von 9 bis 18 Uhr.
(15.09.2011, 15:06)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Kronenkraniche beleben den Zoopark

Gleich vier der grazilen Kranichvögel sind bei den Sumpfantilopen eingezogen.
Es sind Jungvögel aus dem Vorjahr bzw. diesem Jahr, die der Zoopark vom Zoo Budapest und dem Zoo Dresden erhalten hat. Alle vier gehören der ostafrikanischen Unterart des Grauhals-Kronenkranichs an. Balearica regulorum gibbericeps lautet die klangvolle Bezeichnung der Tiere.
Kronenkraniche haben ihren Namen von der Federkrone, die ihren Kopf schm√ľckt. Sie leben zur Brutzeit streng paarweise, ansonsten trifft man sie im Freiland auch in kleinen Gruppen an. Der Erfurter Kranichtrupp besteht aus einem Hahn und drei Hennen. Es wird gehofft, dass sich der Hahn eine blutsfremde Henne aussucht und sp√§ter dann mit ihr br√ľten wird. Wenn das Paar harmoniert, h√§lt die Bindung meist ein Kranichleben lang. Und nur wer zusammenpasst, wird sp√§ter auch erfolgreich br√ľten.
Typisch f√ľr Kraniche ist der Balztanz. Elegant werden die Schwingen ausgebreitet und die V√∂gel springen hoch und tanzen umeinander herum. Dabei wird kranichtypisch laut gerufen.
Bis man im Zoopark dies zum ersten Mal sehen und auch hören kann und sich dann auch Nachwuchs einstellen wird, vergehen noch einige Jahre, denn die Weibchen legen mit vier bis sechs Jahren zum ersten Mal Eier.
Daf√ľr gibt es Paare, die mit 70 Jahren noch erfolgreich br√ľten.
(18.08.2011, 15:03)
Henry Merker :   Die Gepardenanlage ist wirklich sehr gelungen ;-).
(12.08.2011, 18:12)
Mel :   Was f√ľr ein Zufall ;) Da war ich ja einen Tag nach der Er√∂ffnung da. Die neue Anlage ist sehr gut geworden, wenn man der Bepflanzung noch etwas Zeit gibt, wird sie auf jeden Fall eine "Perle" des Zoos.
Es gibt gen√ľgend kleine Unterst√§nde f√ľr die Tiere (im Moment der alte Kater), haupts√§chlich Rasen sowie eine gro√üe Sandfl√§che,der Futterlift verl√§uft entlang der l√§ngst Seite der Anlage. Um diese F√ľtterungsvariante gut mitverfolgen zu k√∂nnen gibt es f√ľr den Besucher eine Art Br√ľcke entlang eines gr√∂√üeren Zaunabschnittes (mittig der gesamten Futterliftstrecke), von der man das ganze von oben herab betrachten kann. Der vodere Teil der Anlage (Schmalseite) Ist durch Scheiben einzusehen, hier liegt auch das Sandbad, welches wohl sehr oft aufgesucht wird, wie man den Spuren im Sand entnehmen kann. Auch steht der besucher hier etwas unterhalb des Anlagenniveaus, was eine sehr interesante Perspektive erm√∂glicht.

Leider habe ich die Spiegelung im Bild beim fotografieren nicht bemerkt.
(10.08.2011, 23:56)
Michael Mettler :   Damit w√§re die Frage nach der Zweitanlage beantwortet :-)
(10.08.2011, 10:46)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Einweihung der Gepardenzuchtanlage

Wieder ist ein neues St√ľck Zoopark fertig. Die neue Zuchtanlage f√ľr Geparden umfasst 1.100 m¬≤. Sie befindet sich auf dem Gebiet der ehemaligen Steinbockanlage und beinhaltet auch die Fl√§che der alten Bisonanlage.
Insgesamt 90 000 Euro kostete der Um- und Neubau. Ein Drittel der Kosten √ľbernahm dankenswerterweise der Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V.
Damit das schnellste Landsäugetier der Welt auch einmal Beute verfolgen kann, ist ein Futterlift installiert.
Zwei getrennte Anlagen sind eine Grundvoraussetzung f√ľr eine erfolgreiche Zucht.
Denn im Freiland leben nur M√ľtter mit den Jungtieren zusammen. Geschwister wandern dann gemeinsam ab und jagen teils auch gemeinsam. Erwachsene Geparden leben dagegen als Einzelg√§nger. Der Kater h√§lt sich nur w√§hrend der Rolligkeit der Katze bei ihr auf. Danach vertreibt sie ihn aus ihrem Revier und zieht die Jungen allein gro√ü. Im Th√ľringer Zoopark Erfurt gibt es bereits eine Anlage f√ľr den Kater. Die neue Anlage ist f√ľr die K√§tzin samt Jungtieren ausgestattet. Der Kater wird dann nur zum Decken kurzfristig einziehen.
Derzeit h√§lt der Zoopark einen Altkater namens ¬ĄIdol¬ď. F√ľr die Zucht wurde vom Artkoordinator der Kater ¬ĄGahlib¬ď aus dem Zoo Basel ausgew√§hlt. 2012 wird dann auch eine junge K√§tzin aus dem Zoo Krefeld eintreffen.

Die Einweihung findet am 9. August um 13.30 Uhr statt.
(10.08.2011, 09:54)
Michael Mettler :   Habe mir eben auch noch mal die Planskizze rausgesucht und festgestellt, dass ich die "Lehmh√ľtte" als zweiten Stall im Hinterkopf hatte, aber das ist lediglich eine Ausblickh√ľtte f√ľr Besucher. Es war tats√§chlich nur der alte Steinbockstall als Gepardenhaus mit drei Boxen eingeplant.
(04.08.2011, 21:21)
Tom Schr√∂der :   Auf der Planskizze und in Natura ist nur der alte Stall ganz links in der Gehegeecke (nahe der S√ľdamerika-Anlage)vorhanden. Auch zeigen weder Plan noch Gehege eine Unterteilung. Vielleicht soll perspektivisch doch noch etwas angebaut werden? Dort, wo ein Wasserspielplatz entstehen soll (Ex-Minischweine), w√§re Platz, aber dort ist eben dieser Spielplatz geplant...?!
(04.08.2011, 20:28)
Michael Mettler :   @Tom Schr√∂der: Auf der Planskizze waren meiner Erinnerung nach zwei, an unterschiedlichen Stellen stehende St√§lle (einer davon der ehemalige Steinbockstall) zu sehen - steht vielleicht erst ein Teil der Anlage? Zweiteilig soll sie zumindest werden, siehe hier:
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Im-Erfurter-Zoo-erfolgte-der-erste-Spatenstich-fuer-die-Gepardenanlage-837363838
(04.08.2011, 20:12)
Tom Schr√∂der :   Da bin ich sehr gespannt, wie man mit dieser Anlage die Zucht managen m√∂chte. Ich sah EINE Anlage und EINEN Stall - hab ich was √ľbersehen? F√ľr eine neu errichtete ZUCHTanlage ein bi√üchen d√ľrftig, oder? Will man die alte Emuanlage weiterhin zur Gepardenhaltung nutzen und die Tiere zur m√∂glichen Zucht hin- und herkarren? Optisch ist die Anlage sehr vielversprechend geworden - falls sie nicht zur Zucht taugt, dann sicherlich zur Haltung von √ľbersch√ľssigen Geschlechtern und/oder als Altersruhesitz.
(04.08.2011, 17:29)
Th√ľringer Zoopark Erfurt :   Er√∂ffnung der Gepardenanlage

Es ist soweit: In der kommenden Woche wird die neue Gepardenanlage eingeweiht.

Die 1100 m¬≤ gro√üe Anlage wurde zu zwei Dritteln vom Th√ľringer Zoopark Erfurt und zu einem Drittel vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. finanziert.
Die Baukosten f√ľr die Naturanlage mit Beutelift betrugen insgesamt 90 000 Euro.
Langfristig ist die Anlage f√ľr die Zucht von Geparden gebaut.
Zum derzeitigen Altkater werden später ein junger Zuchtkater und eine junge Kätzin hinzukommen.

(04.08.2011, 09:11)
Henry Merker :   Jetzt, wo du das geschrieben hast, habe ich es auch gesehen.
(01.07.2011, 15:12)
Liz Thieme :   Herr Dreier hatte dies nach seinem Besuch schon berichtet.
Aber ist ja nicht weiter schlimm.
(01.07.2011, 11:50)
Henry Merker :   Meines Erachtens noch nicht gepostet: Der Zoopark h√§lt nun Sitatungas. Sie werden in der ehemaligen Damhirschanlage gehalten.
(01.07.2011, 01:28)
Hans-Dieter Philippen :   @Zwergmeerkatzen: die Tiere wurden dem Zoo Barcelona eingestellt, Ich habe sie dort 2010 gesehen, war aber irritiert, da es im Gehege m.E. zwei unterschiedliche Typen von "Zwergmeerkatzen" gab.
(16.06.2011, 17:54)
Oliver Jahn :   @Holger, das tut es! :-) Kaum eine andere Tierart hat in den letzten Jahren so ein Comeback erlebt, wie die Hy√§nen! Ich finde das toll und eine absolute Bereicherung der deutschen Zoolandschaft. Und auch wenn die Art gewechselt hat, so hat doch auch Erfurt generell Hy√§nen wieder aufgenommen, nach dem erst das Ende dieser Haltung kam. Das ist wirklich erfreulich.
(15.06.2011, 20:27)
Liz Thieme :   Nicht nur die Anlagen, sondern auch das Futter wurde sich geteilt. Die L√∂wen beginnen und die Hy√§nen vollenden.
http://www.zoopark-erfurt.de/cb/start.php3?kat=QWt0dWVsbGVz&rub=TmV3cw==&fsessionid=3c6dbbb906d89d258c1e14d5ac3a0e5e&enty=JTI2VXVtbCUzQg==

Bin zwar von der Hyänenart nicht so angetan, aber von der Idee sehr.
(15.06.2011, 20:05)
Holger Wientjes :   Und Olis Herz muss doch ¬īmal wieder h√∂her schlagen ! ;-) Ich find¬īs aber auch toll !
(15.06.2011, 18:05)
Michael Mettler :   Eine sehr interessante L√∂sung, die beiden Tierarten durch die M√∂glichkeit wechselschichtiger Nutzung aller drei Anlagenfl√§chen (2x au√üen, 1x innen) zus√§tzliche Reize in Form hinterlassener Duftmarken verschaffen kann.
(15.06.2011, 16:07)
Liz Thieme :   Michaels Frage kann nun beantwortet werden. Auf der zweiten L√∂wenanlage sind 2,0 T√ľpfelhy√§nen aus Amersfoort eingezogen, die auch den Innenraum mitnutzen.
(15.06.2011, 15:48)
Henry Merker :   Ja, das stimmt, die Erfurter Tiere sind in einer anderen Einrichtung eingestellt worden; ob jedoch die Tiere, die demn√§chst nach Erfurt zur√ľckkehren werden, tats√§chlich die Erfurter Tiere sind, oder gar ganz andere, wei√ü ich nicht.
(08.06.2011, 23:11)
Oliver Jahn :   @Henry Merker, waren die Zwergmeerkatzen nicht eh nur vor√ľbergehend bzw. zur evtl. Zucht in einem anderen Zoo eingestellt?
(08.06.2011, 21:56)
Henry Merker :   Betreffs der Elefantenanlage folgendes Zitat:

"....Attraktiven Elefantenanlage bestehend aus: Elefantenschauhaus: ca. 950 m¬≤; Nebengeb√§ude/Anbau: ca. 300 m¬≤; Freigehege: ca. 12 000 m¬≤ zzgl. Wegebau und Erschlie√üung. ...." (Quelle: http://www.competitionline.de/wettbewerbe/53983 ). Zudem sollen Zwergmeerkatzen in diese Haus einziehen; damit kehren diese wieder in den Zooparkbestand zur√ľck.

Zudem sollen die Nilgirilanguren wieder in den Schaubereich kommen und die Mausmakis eine neue Anlage erhalten.
(08.06.2011, 21:45)
Sven P. Peter :   Das ist noch der Zoomixl√∂we, der gestern mit der letzten Katze zusammen umgezogen ist.
(08.06.2011, 18:37)
WolfDrei :   Wenn er`s denn war, auf der linken Seite.
Anbei ein Bild zur Pr√ľfung.
(08.06.2011, 18:33)
Sven P. Peter :   Vor 5 Tagen waren auch noch die zwei Zool√∂wen da. Wo war der Berberkater zu sehen?
(08.06.2011, 17:35)
WolfDrei :   B√§renstummelaffen: gesehen offensichtlich 1,2; bei dem Klammeraffen-Gewusel w√ľrde ich 6 sagen, ein "wirklich Junges" war aber nicht dabei. Vor ca drei Jahre wurde gesagt, da√ü man sich einer erneuten k√ľnstlichen Aufzucht nicht unterwerfen w√ľrde (ein einziger Mitarbeiter sei ein Jahr lang Tag f√ľr Tag adsorbiert).
(08.06.2011, 17:05)
Bj√∂rnN :   @WolfDrei
Haben Sie nur drei Bärenstummelaffen gesehen oder waren es tatsächlich nur noch 3 (bei meinem letzten Besuch waren es 1,3)?

Gab es Nachwuchs bei den Goldstirn-Klammeraffen?
(08.06.2011, 17:01)
WolfDrei :   Da die Nilgiris weiterhin Seltenheiten sind und auch schon (weit?) √ľber zwanzig Jahre alt, anbei ein √§lteres Bild von mir.
(08.06.2011, 16:55)
WolfDrei :   Bitte um Entschuldigung, war gerade vor 5 Tagen in Erfurt. Also L√∂wen: der Kater ist da! Flamingos haben Junge. Der L√∂ffelhund /H√ľndin sollte fotografiert werden - wurde gelockt mit Leckerlis - wollte aber nicht. Er√∂ffnung der Afrikaanlage: na ja, er√∂ffnet ist sie schon, aber nur mit den Alteinwohnern, den Zebras, die den alten Zebrastall weiter bewohnen, w√§hrend der Neubau f√ľr Rappenantilopen etc. noch nicht vollendet ist. Die Anlage macht einen guten Eindruck. Zur Zeit sind die Rappenantilopen auf dem Bergplateau neben den Jaks. Elefantenanlage: meine Begleiter waren von der Reptiliensammlung √ľberrascht, w√§hrend der Vogelbesatz generell nicht so √ľppig ist. Im Dunkelteil u.a. Acrobates pygmaeus und Mausmakis, dazu Gro√üe Tanreks, Zwergloris und W√ľstenspringm√§use. Gut weiterhin die Waldrappanlage. Affenhaus und Freivoliere: weiterhin nur die 3 B√§renstummelaffen, w√§hrend in der Klammeraffenanlage (A. hybridus) wahres Leben war!
Die Grundmauern f√ľr die Lemurenanlage etwa auf H√∂he des alten Affenhauses stehen, dazu sollen noch Kronenmakis kommen. Die beiden Nilgiris befinden sich in der N√§he der Quarant√§ne, die Siamangs in der langgestreckten Voliere oberhalb des ehemaligen Affenhauses. √úber die Breitmaulanlage f√ľhrt der Weg in Schleifen zum Giraffenhaus an einer sehr strukturierten Lamaanlage vorbei, ebenso an der Gepardenanlage, die an sich fertig zu sein scheint. Ein Gepard lag allerdings noch im Altbau.
Die Bisonanlage wurde geh√§lftet, da im Mittelteil noch eine Ecke f√ľr Pr√§riehunde im Bau ist. Im ¬ďBusch¬Ē linkerhand des Weges zum alten Eingang (fr√ľher Damhirsche) waren Sitatungas auszumachen (Anzahl?)

(08.06.2011, 16:47)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: Im Artikel des ZPF zum Lemurenwald (Ausgabe 3/2010) ist zwar u.a. ein Kronenmaki abgebildet, im Text aber erw√§hnt, dass √ľber die dritte Lemurenart neben Katta und Wei√ükopfmaki noch keine Entscheidung gefallen sei. Auf der HP ist aktuell von den Roten Varis die Rede.
(08.06.2011, 16:42)
Bj√∂rnN :   @Michael Mettler
Vor 2 Monaten waren es nachwievor 2,0 Manteläffchen.

Im Radio wurde am Tag der Ankunft von einem Paar Manteläffchen gesprochen, deshalb meine damalige Vermutung 1,1.

Hat man auf die Kronenmakis in der Planung des Lemurenwaldes verzichtet? Das Informationsschild nennt keine Roten Varis.
(08.06.2011, 16:34)
Michael Mettler :   Da √ľber die Entwicklung in Erfurt in diesem Thread leider nur noch sporadisch Nachrichten zu finden sind, ich gerade ein paar Ausgaben des dortigen ZOOPARKFREUND aus 2009 und 2010 erhielt und danach erg√§nzend die Website besuchte, m√∂chte ich daraus ein paar erg√§nzende Infos weitergeben:

Aus seinem vorher siebenk√∂pfigen, auf zwei Rudel verteilten L√∂wenbestand hat der Zoopark alle f√ľnf "Zool√∂wen" abgegeben (1,2 nach Czluchow/Polen, 1,1 nach Gera). √úbrig blieben die beiden Berberl√∂winnen, f√ľr die nun ein Zuchtpartner kommen soll - man hofft sogar noch auf ersten Nachwuchs in diesem Jahr. Bin gespannt, wie auf Dauer die beiden Au√üenanlagen genutzt werden - wieder mit einem zweiten Rudel?

Auf dem Gel√§nde des ehemaligen Affenhauses entsteht ein begehbarer Lemurenwald (geplante Fertigstellung im September 2011), in dem neben den vorhandenen Wei√ükopfmakis als Neuzug√§nge Kattas und Rote Varis in Dreierkombi gehalten werden sollen sowie im dazugeh√∂rigen Haus zus√§tzlich Mausmakis in einem Nachtgehege. Au√üerdem wird es in diesem Bereich eine neue Anlage f√ľr die Nilgirilanguren geben (nur au√üen f√ľr Besucher zu sehen).

Die Afrikasteppe m√ľsste seit Fr√ľhjahr fertig sein; Besatz: Damarazebras, Rappenantilopen, Impalas, Strau√üe. Wobei "fertig" eigentlich relativ ist, denn die Anlage soll ja sp√§ter noch erheblich erweitert werden (siehe unten und √§ltere Beitr√§ge im Thread).

Auf der Fl√§che der ehemaligen Steinbock- und Bisonanlagen sollte ebenfalls im Fr√ľhjahr eine neue Gepardenanlage fertiggestellt worden sein; der alte Steinbockstall wird - auf "Afrika umdekoriert" - als Gepardenhaus weitergenutzt. Die Skizze der L-f√∂rmigen Anlage im ZPF 2/2010 zeigt als Details diverse Besuchereinblicke durch Glas (unter einer Pergola und in einer Lehmh√ľtte) und von einem Holzsteg aus sowie einen Futterseilzug, der die Geparden zum Jagen animieren soll.

Ende des Jahres soll der erste Spatenstich f√ľr die neue Elefantenanlage in der N√§he von Axmanns Hof erfolgen, die zu den gr√∂√üten Deutschlands geh√∂ren und gr√∂√üenm√§√üig weit √ľber den EU-Vorgaben liegen wird (Gesamtfl√§che 1,7 Hektar). Die Haltungsgenehmigung f√ľr Elefanten in der vorhandenen Anlage l√§uft zwar 2012 aus, aber wenn der Neubau in Angriff genommen wird, w√§re die Voraussetzung f√ľr eine problemlose Verl√§ngerung bis zum Umzug der Tiere erf√ľllt. Vorgesehen sind Haltungsm√∂glichkeiten f√ľr sechs Zuchtk√ľhe mit K√§lbern, einen Zuchtbullen und einen subadulten Bullen (leider ohne Skizze in der Zeitschrift).

Nachfolger der Elefanten im jetzigen Haus werden dann die Giraffen sein, und die alte Anlage wird als Erweiterung der Afrikasteppe angeschlossen, die zudem noch auf den ehemaligen Parkplatz ausgeweitet werden wird.

Der Umbau der alten K√§nguru-Anlage zu einem Gehege f√ľr Dingos wurde ad acta gelegt, weil erstens die anderen Projekte Priorit√§t bekamen und zweitens die Fl√§che nach neuerer Einsch√§tzung als zu klein bewertet wird.

Die von BjörnN im Oktober erwähnten Manteläffchen, die neben dem Giraffenhaus einzogen, waren laut ZPF und Homepage nicht 1,1, sondern 2,0 - vielleicht gab es seitdem noch weibliche Zugänge...?
(08.06.2011, 15:50)
Liz Thieme :   Es gibt Nachwuchs bei den L√∂ffelhunden!!!
(19.05.2011, 15:16)
R√ľdiger :   @ jennifer
nat√ľrlich die √§lteren Jungtiere gehen fort und die Zuchtweibchen k√∂nnten eine weiter Generation in die Welt setzen.
Lieber gesunden Nachwuchs reproduzieren. Das ist meine positive Devise.
(18.05.2011, 19:47)
Jennifer Weilguni :   Was geht ab? Na wenn was abgeht, dann wird es keinen Nachwuchs geben, denn ein Abgang w√ľrde ja den Verlust eines F√∂tus bedeuten :-))
(18.05.2011, 08:04)
R√ľdiger :   Was geht ab, gibt es bald wieder Nachwuchs bei den Breitmaulnash√∂rner ?

Oder hat das zweite Weibchen nicht mehr aufgenommen in de regelmässigen Zuchtstätte. Ausnahmsweise mal Nachzuchten im EEP.
(17.05.2011, 18:27)
Hans-Dieter Philippen :   F√ľr Reptilienfreunde: der Zoopark Erfurt besitzt seit Sonntag, 8.05. einen weiblichen Smaragdwaran (Varanus prasinus). Das Tier stammt aus dem Zoo Pilsen und wurde als Dauerleihgabe eingestellt. Ich hatte die Ehre/Das Vergn√ľgen das Tier nach Erfurt bringen zu d√ľrfen.
0,0,4 Große Tanreks, der aktuellen und vorherigen Nachzucht sind von Erfurt nach Pilsen gegangen; die Pilsener werden die Tiere aber nach Jihlava weitergeben und dort wird, falls es beiderlei Geschlechter gibt, eine weitere Zuchtlinie aufgebaut.
(10.05.2011, 11:05)
Michael Mettler :   Die alte Anlage in Hannover "funktionierte" auf die besagte Weise: Ihre Form war lang und schmal, die Distanz der schmalen Seite zu kurz f√ľr den Startanlauf - w√§re den V√∂geln also nur ein Anlauf entlang der L√§ngsseite m√∂glich gewesen. An einer der Schmalseiten war dichter Bewuchs, so dass sie als Flugschneise nicht in Frage kam; an der anderen gab es jedoch eine ausreichend gro√üe L√ľcke zwischen zwei B√§umen. Diese L√ľcke wurde einfach mit einem senkrechten, weichen Netz geschlossen, das im Grunde funktionierte wie ein Fangzaun hinter dem Fu√üballtor: Ein Flamingo, der dorthin einen Start schaffte, aber zwangsl√§ufig noch keine hohe Fluggeschwindigkeit und H√∂he erreicht hatte, flog einfach gegen dieses Netz und rutschte daran auf den Gehegeboden herab.

Die ganze Sache hat eher einen Schönheitsfehler, nämlich die fehlende Lebensraumillusion: Flamingos leben nun mal im Freiland nicht auf Waldlichtungen ;-) Die Vögel selbst scheint das weniger zu stören, sie suchen ja teilweise in Zoos sogar gezielt mit ihren Nestern den Schutz von Baumkronen, Bambusdickichten usw. auf (vermutlich in der Hoffnung besserer Krähenabwehr).

√úbrigens ein m.E. sehr beachtliches Beispiel flexiblen Verhaltens und wieder einmal etwas, was mich schon √∂fter zum Nachdenken gebracht hat, ob Flamingos im Freiland wirklich auf offenen Stellen br√ľten WOLLEN oder es schlichtweg nur tun, um Nistplatzkonkurrenz und Nestr√§ubern zu entgehen, so dass sie bei (weitgehendem) Ausschalten beider Faktoren vielleicht andere Pl√§tze bevorzugen.
(01.05.2011, 09:17)
zollifreund :   den Hauptnutzen der Volieren sehe ich v.a. darin, dass die Flamingos nicht mehr immer wieder eingefangen und beschnitten werden m√ľssen - wenn das bei mit B√§umen umgebenen Anlagen auch funktioniert, w√§re das nat√ľrlich eine Alternative.
Obwohl ich im Lowry Park, Florida schon Zwergflamingos in der Voliere fliegen sah, dass war schon klasse...
(01.05.2011, 00:24)
Michael Mettler :   @zollifreund: Meiner Erinnerung nach m√ľssten die Flamingos in Bernburg und Darmstadt "√ľbernetzt" sein. Au√üerhalb Deutschlands z.B. Avifauna Alphen und Emmen in NL, Odense in DK.

Wobei das abdeckende Netz ja in der Regel eher nötig ist, um mitbewohnende Vogelarten drinnen und potenzielle Nesträuber draußen zu halten, denn die Flamingos könnten den Luftraum in einer solchen Voliere eh nicht nutzen, da sie keine "Senkrechtstarter" und wendigen Flieger sind, sondern einen langen Anlauf brauchen, um ausreichend Wind unter die Schwingen zu bekommen. In manchen Zoos reich(t)en schon die Anlagen dicht umstehende Bäume und hohe Hecken, um sogar unbeschnittene Flamingos am Ort zu behalten.

Einer der ersten Zoos, der Flamingos in gro√üer Gruppe unter Volierenbedingungen hielt, m√ľsste San Antonio/Texas gewesen sein; hier war der Ausl√∂ser allerdings daf√ľr, dass es in der Gegend immer mal Hagelschauer mit gro√üen Eisklumpen gegeben hatte, von denen Flamingos erschlagen wurden, weshalb man sie sicherheitshalber unter ein stabiles, feinmaschiges Gitter umsiedelte...
(30.04.2011, 09:14)
zollifreund :   √úber Ostern war ich nun zum ersten Mal im Zoopark - und ich war richtig begeistert. Zum Gl√ľck hatte ich mir mehr als 5 Stunden eingeplant, hat gerade gereicht ( vielen Dank an Bj√∂rnN f√ľr die Info).
Die L√∂wenanlage, v.a. mit den L√∂ffelhunden war schon super gestaltet, die neue Afrikasavanne steht da kein bischen hinterher. Bei solchen Anlagen macht das beobachten der Tiere super viel Spass: weiter so Erfurt! aber am besten hat mir die neue Flamingoanlage gefallen, endlich mal werden hier Flamingos in einer gro√üen Voliere gehalten. Kenne ich bisher nur aus den USA - hoffentlich macht das Beispiel Schule ( oder gibt es in Deutschland schon weitere Flamingoanlagen die mit einem Netz √ľberspannt sind - au√üer den kleinen K√§figen in Berlin f√ľr die Anden und Jamesflamingos?)
(30.04.2011, 01:09)
Henry Merker :   Seit Donnerstag leben Zwergplumploris im Zoopark Erfurt.
(29.04.2011, 17:59)
Bj√∂rnN :   Ich w√ľrde, im Vergleich zu Halle, etwas mehr Zeit einplanen. Der Zoopark ist sehr weitl√§ufig und bei sch√∂nem Wetter empfielt es sich, auch die Bereiche zu erwandern, die nicht f√ľr die Tierhaltung genutzt werden.

Insgesamt w√ľrde ich f√ľr einen Erstbesch 4-5 Stunden in Erfurt einplanen.

Vor allem der Berberberg, die Volieren am Hang und das Afrikahaus (Löwen, Erdmännchen, Schliefer, Löffelhunde) bieten sehr gute Möglichkeiten zur intensiven Tierbeobachtung.

Mit der Straßenbahn ist man ca. 30 Minuten vom Anger bzw. Hbf zum Zoopark unterwegs.
(18.04.2011, 06:39)
zollifreund :   liebe Zoofreunde, ich hoffe auf eure Mithilfe: √ľber Ostern mache in eine kleine Zootour und m√∂chte dann auch nach Erfurt. Meine Frage: wieviel Zeit sollte ich f√ľr den Besuch einplanen? z.b. im Vergleich zu Halle? (viel) mehr oder (viel) weniger? wie lange braucht man ungef√§hr mit der Stra√üenbahn vom Bahnhof bis zum Zoo?
wäre toll wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Danke
(17.04.2011, 23:38)
Niedersachse :   Die Operation hat bereits stattgefunden. Die Giraffe hat die OP gut √ľberstande. Wie es mit dem Erfolg der OP aussieht muss man abwarten.
(27.01.2011, 20:01)
Liz Thieme :   Nachdem aus Halle die Tigerin nach Leipzig transportiert wurde zur OP, wurde nun das Giraffenjungtier nach Leipzig gebracht. Man hofft auf eine positiv verlaufende OP am gebrochenen Bein.
(27.01.2011, 19:23)
Liz Thieme :   Das Giraffenkalb ist da :) Das M√§dchen brauchte Geburtshilfe um auf die Welt zu kommen. Durch die Erstgeburt der Mutter ist es hinterher zu Komplikationen gekommen und die Kleine wird von den Pflegern gef√ľttert.
Das Haus ist noch geschlossen.
(21.01.2011, 18:38)
Henry Merker :   In Sachen Elefantenhaltung soll es ab Januar 2011 konkreter werden:
"Etwas Geduld brauchen noch die vier Elefanten. F√ľr ihre neue Anlage l√§uft derzeit erst die europaweite Ausschreibung. Im Januar werden die drei besten Planer zur Pr√§sentation ihrer Vorschl√§ge eingeladen, im Fr√ľhjahr soll der Sieger gek√ľrt werden. Der "Fahrplan" sieht f√ľr Ende 2011 den Spatenstich, f√ľr 2012 den Bau vor. Sp√§ter sollen die Dickh√§uter in ihrer komfortablen Anlage eine Herde mit reichlich Nachwuchs bilden."
Unklar bleibt dabei, welcher Elefant der vierte sein soll, da der Zoopark Erfurt momentan 3 Elefantenk√ľhe h√§lt. M√∂glich w√§re, dass sie schon einen Bullen in Aussicht haben oder ein Druckfehler vorliegt.
W√ľnschenswert ist, dass die K√ľhe einen passenden Bullen erhalten - in El Vergel stehen noch zwei Exemplare, die durchaus zu den beiden jungen K√ľhen passen k√∂nnten; auch wenn sie noch nicht zuchterprobt sind - aber dies gilt ja auch f√ľr die K√ľhe.
Ferner soll f√ľr Geparden (laut des Artikel nur ein Tier im Bestand) eine Anlage errichtet werden. Gleiches gilt auch f√ľr eine Lemurenanlage.

Quelle:
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Zoopark-wird-zur-Baustelle-am-Roten-Berg-1264228416
(28.12.2010, 18:37)
Sacha :   Geile Idee mit dem Bild. K√∂nnte man auch nach Hollywood schicken, so quasi als Ideengeber f√ľr einen neuen Horrorfilm ("Claws" statt "Jaws")..:)
(08.11.2010, 11:00)
Liz Thieme :   Nun finde ich auch Zeit von meinem k√ľrzlichen Besuch in der Th√ľringischen Hauptstadt zu berichten.
Die Afrikasavanne ist inzwischen bewohnt von den Chapman-Zebras, noch kommt der Besucher aber nicht ganz an das Gehege ran. Die weiteren Mitbewohner werden (Rappenantilopen, Strau√üe und Impalas) fehlen hier noch. Wobei die Anlage erst einen Teil ihrer endg√ľltigen Gr√∂√üe umfasst.
Die Pampas-Anlage f√ľr Nandus, Maras und Lamas ist auch fertiggestellt und gef√§llt mir gut.
Der neue Smaragdwaran ist gut zu sehen, leider sa√ü er f√ľr mich einfach zu hoch auf dem Ast. Foto unm√∂glich.

Am Bahnhof hatte ich eine Zeitschrift (Titel vergessen) mit einem Interview mit Dr. K√∂lpin gelesen, wo erw√§hnt wird, dass ein Nash√∂rnchen f√ľr den Januar erwartet wird.
(07.11.2010, 20:11)
Liz Thieme :   Es handelt sich um ein m√§nnliches Tier.
(21.10.2010, 17:03)
th.oma.s :   m√§nnchen oder weibchen?

(21.10.2010, 00:04)
Liz Thieme :   Erfurt hat aus Prag einen Smaragdwaran-Nachwuchs geschenkt bekommen.
(20.10.2010, 22:15)
Bj√∂rnN :   Seit heute zeigt der Zooparks in der Krallenaffenanlage am Giraffenhaus 1,1 Mantelaffen aus der Zucht des WCT auf Jersey....
(08.10.2010, 11:58)
Michael Mettler :   Na, in den "Urheber-Wettbewerb" steige ich doch glatt ein - gleiche Grundidee, wenn auch anderes Gew√ľrz... Ver√∂ffentlicht im Juni 1992 in der damaligen Kinderbeilage des hannoverschen ZOOFREUND. Eine Homepage hat der Cartoonist zwar nicht, aber seine Signatur ist rechts unten von den Flamingobeinen sichtbar :-)
(01.04.2010, 17:13)
Sven P. Peter :   Und ich wei√ü woher die Idee kommt ;)

http://www.ruthe.de/cartoons/strip_0016.jpg
(01.04.2010, 13:43)
Liz Thieme :   sch√∂ner Aprilscherz :)

Gr√ľne Flamingos

Flamingos sind von Natur aus schneewei√ü. Jeder, der Flamingos kennt, wei√ü aber, dass sie mehr oder weniger rosa gef√§rbt sind. Woher kommt also die Farbe? Die V√∂gel ern√§hren sich in der Natur u. a. von rot gef√§rbten Kleinkrebschen. Nun sind Flamingos in der Lage, diesen roten Farbstoff, das Karotin, in das eigene Gefieder einzulagern. Das macht sie so sch√∂n rosa. Das Karotin ist aber auch in rot gef√§rbtem Gem√ľse, wie Paprika und M√∂hren zu finden. Dieser Umstand macht die Farbzugabe in Zoos recht einfach. Einfach rotes Paprikapulver in das Futter und die Flamingos sind auch in Zoos sch√∂n rosa. Dumm nur, wenn man daneben greift und statt des roten das gr√ľne Paprikapulver erwischt. Der Fehler zeigt sich erst nach Tagen, wenn der rote gegen den gr√ľnen Farbstoff in der Flamingofeder ausgetauscht wird. Derzeit laufen also gr√ľne Flamingos durch den Zoopark. Das Problem wurde aber erkannt und sofort behoben. In wenigen Tagen werden unsere Tiere dann wieder ihre normale F√§rbung haben. Wer das Kuriosum also noch sehen m√∂chte, muss sich beeilen.


(01.04.2010, 10:49)
Liz Thieme :   so muss es sein. F√ľr Klammeraffen (haben √ľbrigends 1,0 Nachwuchs in der Gruppe) wurde das Gehege extra neu eingerichtet. Damit sie alle "drei" H√§nde benutzen k√∂nnen.
Mit dem alten Affenhaus war es noch Gl√ľck es so zu sehen, Ende des Fr√ľhjahrs soll es ganz weg sein.
(01.03.2010, 17:14)
Oliver Jahn :   @Liz, dann sind die Stummelaffen von rechts nach links umgezogen, in das vormalige Gehege der Guerezas, die Klammeraffen haben hingegen das ehemalige Gehege der Stummelaffen erhalten.
Und dort, wo heute die Löffelhunde sind, da waren vorher die Schabrackenschakale, ob mit der gleichen Einrichtung, das kann ich leider nicht mehr genau sagen.
(01.03.2010, 17:09)
Liz Thieme :   Also im Affen-Dschungel war der Stummelaffe links und der Klammeraffe rechts. Jeweils ja mit den G√ľrteltieren vergesellschaftet.
Die Schakale waren in dem L√∂ffelhundbereich? Mit der gleichen Einrichtung? Also dann find ich die L√∂ffelhunde da wesentlich besser, auch wenn es schade um den Schakal ist, aber es passt zu dem L√∂ffelhund einfach besser. Auch wenn ich ihm gerne was f√ľr die Ohren gegeben h√§tte.
(01.03.2010, 17:00)
Oliver Jahn :   Oh man, ich wei√ü, das Haus war nicht mehr zeitgem√§√ü und auch nicht mehr vern√ľnftig zu sanieren und viele der K√§fige waren alles andere als gro√üz√ľgig und artgerecht. Aber wenn ich dieses Bild vom alten Affenhaus sehe, dann wird einem schon ein wenig schwer ums Herz...das ist eben die Sentimentalit√§t, mit der man hin und wieder auf Vergangenes schaut. Aber egal, trauern wir nicht dem Vergangenen nach, sondern freuen wir uns auf das, was kommt! Und so wie es aussieht, d√ľrfen wir uns da sicher noch auf einige Dinge freuen!
Zum Zwergflusspferdgehege (ich weiß, der Name ist recht hoch gegriffen) kann ich nur sagen, ich kenne es noch aus eigener Anschauung. Ja, es war wirklich im Giraffenhaus und es war komplett ohne Außengehege.
Bei den L√∂ffelhunden scheint man ja jetzt wohl die Tiere regelm√§√üig zu sehen, denn bei meinem letzten Besuch hatte ich auch schon Gl√ľck. Damit d√ľrfte der Tausch gegen den Schabrackenschakal sich gelohnt haben, denn der war bei meinen Besucher leider nie zu sehen.
Zu den Fotos muss ich noch kurz bemerken, dass ich finde, dass gerade die Löwen in Erfurt im Inneren des Hauses sehr gut zu fotografieren sind. Hier habe ich auch Fotos gemacht, wie sie mir selten in einem anderen Zoo gelungen sind. Zu den Affen habe ich aber noch eine Frage. Deine Bilder zeigen einen Klammeraffen und einen Bärenstummelaffen. Wer von den beiden sitzt denn nun wo? Das alte Haus ist ja leer, und ich kenne die Klammeraffen nur aus dem alten Haus.
(01.03.2010, 16:23)
Liz Thieme :   Habe mich neulich trotz des Wetters (das erste Mal) nach Erfurt getraut, wo ich dann mit herrlichem Sonnenschein begr√ľ√üt wurde. Die Wege waren teils leider schon noch vereist, so dass ich paar auslassen musste, um nicht gleich mich im KH einmieten zu m√ľssen.
Auf Grund der derzeitigen Baumaßnahmen, die hier ja auch schon angesprochen wurden, waren an manchen Stellen auch nicht mehr so viele Tiere zu sehen.
Trotzdem gefällt mir der Zoo gut, und die Zukunftpläne lassen einiges erhoffen.
Ganz klar in der "Beliebtheitsskala" vorne liegen das Nashornhaus und das Löwenhaus. Sogar die Löwen haben mir mal gefallen, was ja eher selten der Fall ist. Aber die Löffelhunde, sind mir trotzdem lieber. Der "Kleine" fand dann das Löwenkonzert auch nicht so berauschend, obwohl die Erlebnisse da im Haus ganz schön durchs Herz gingen.
Das Architektenherz h√§tte allerdings sehr gelitten. Wie Gudrun schon sagte, ist der alte Eingang von Grafunder nun nicht mehr wirklich als dieser erkennbar und auch das Affenhaus, erinnerte mich eher an eine aufgerissene Schwimmhalle (wegen der t√ľrkisen Fliesen).
Aber der gr√∂√üte Schock war der ehemalige Zwergflusspferd-Pferch? Gibt es f√ľr diesen Betonfleck eigentlich eine vern√ľnftige Beschreibung?
Animalisch waren dann bei den Affen und Reptilien noch das ein oder andere Besondere dabei.
Bild: Widerspruch
alle weiteren hier:
http://s572.photobucket.com/albums/ss167/Otorongo/Erfurt/
(01.03.2010, 13:17)
Liz Thieme :   Erfurt hat ein neues Logo, es beschreibt den Wandel des Zoos als Vereinigung von Zoo und Park, Tieren und Pflanzen. --> ¬ĄIm Reich der Gro√üen Tiere¬ď
15facher Nachwuchs bei den Tanreks.

(12.02.2010, 21:00)
Gudrun Koball :   Am 31.10. 09 hatte ich ein paar Bilder reingestellt. Und Michael Mettler kommentierte sehr treffend:
Nun ist er furt, der alte Eingang - statt Architekten-Klasse nur noch Abrissmasse. Und mit dem alten Robbenhaus sieht's wohl bald ganz ähnlich aus...?
(25.01.2010, 20:21)
Oliver Jahn :   Danke Gudrun, das ist dann wohl an mir vorbei gegangen, schade eigentlich. Somit d√ľrfte auch das alte Robbenbecken mit weg sein!? Um die Anlage tut es mir wirklich leid, denn sie war immer eine sehr sch√∂ne Anlage f√ľr interessante und seltene Haustiere, welche selten so gro√üz√ľgig gehalten werden. Vor allem die Rinderassen, die hier √ľber die Jahre gezeigt wurden, waren immer ein echter "Hingucker"!
(25.01.2010, 18:52)
Gudrun Koball :   Die Zwergzebus wurden schon im Sp√§tsommer abgegeben. Auf der Pusta-Anlage steht nur noch der gr√∂√üere der beiden St√§lle .(Stand Ende Dez. 09 ) Die Abbrucharbeiten rund um den Weg zwischen beiden Anlagen sind im vollen Gange gewesen, das Kassenh√§uschen (mein Lieblingsthema^^) ist so gut wie ganz weg. Der Zebrastall steht noch. Vielleicht erh√§lt man ja beide Stallgeb√§ude, weil historisch! Die Schwarzdecke des Zwischenweges war aufgebrochen und lag ingro√üen Schollen zum Abtransport bereit.
Die Zebras stehen im Ausweichgehege auf dem ehemaligen Parkplatz, Zaun an Zaun mit den Damhirschen.
Ich denke, in Anbetracht der Witterung, d√ľrften die Arbeiten in den letzten 4 Wochen seit meinem letzten Besuch nicht so sehr weit fortgeschritten sein.
(25.01.2010, 18:43)
Oliver Jahn :   @Gudrun, ist die Pusta-Anlage auch schon weg???
Wo sind denn dann die Zwergzebus?
(25.01.2010, 17:29)
Gudrun Koball :   Die Puszta-Anlage ist ja auch schon weitestgehend Geschichte.
Zu den Nilgiri-Languren: Sie sind in der Tat hinter die Kulissen gezogen.
(25.01.2010, 17:21)
Oliver Jahn :   Und hier noch einmal der hintere, f√ľr Besucher nicht begehbare Trakt des Hauses.
(21.01.2010, 23:45)
Oliver Jahn :   Ich freue mich wirklich, dass es in Erfurt weiter geht. Man hat den Eindruck, dass jetzt St√ľck f√ľr St√ľck der Zoo zu einem richtigen Zoo wird. Das ist sehr zu begr√ľ√üen, auch wenn ich nat√ľrlich sagen muss, dass es beim n√§chsten Besuch schon komisch sein wird, wenn wieder ein St√ľck Zoogeschichte weg ist. Nach dem Raubtierhaus nun der alte Eingang, das Affenhaus, als n√§chstes wohl die Pusta-Anlage. Aber wenn die Fl√§chen gut nachbebaut werden, dann ist es nach meiner Meinung um die meisten Erfurter Bauten weniger schade.
Und trotzdem hier noch mal eine Erinnerung vom letzten Jahr.
(21.01.2010, 19:56)
Niedersachse :   Soweit ich wei√ü ja.
(21.01.2010, 13:05)
Michael Mettler :   Was ist denn aus den beiden letzten Nilgiri-Languren geworden? Sind die auch hinter die Kulissen gezogen?
(21.01.2010, 11:48)
Gudrun Koball :   @Oliver Ich will sehen, dassich n√§chste Woche mal in den Zoo komme, vielleicht ist es ja dann schon weg!?
Nein, mal im Ernst, ich weiß nur das, was im Zeitungsartikel steht, vermute aber mal, dass jetzt alles sehr schnell gehen wird.

(21.01.2010, 10:22)
Oliver Jahn :   Nun geht es also los. @Gudrun, steht schon fest, wann die Abri√übirne kommt?
(21.01.2010, 00:24)
Gudrun Koball :   Th√ľringer Allgemeine / Lokalteil der online-Ausgabe / 20. Januar 2010
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Affenbande zieht um
NEUES VOM ROTEN BERG: Den Winter ignorierend zogen auch die Bärenstummelaffen in ihren neuen Affendschungel im Zoopark um.

Licht aus hei√üt es im alten Affenhaus des Zooparks. Mit den Goldstirn-Klammeraffen Inka, Salta und Carlos sind die letzten Bewohner aus dem Altbau ausgezogen. Geplant ist die Errichtung einer weitl√§ufigen Naturanlage f√ľr die Tiere - der Lemurenwald.

ROTER BERG (TA). Die Klammeraffen lebten bisher im Zwischenbau zwischen altem Haus und dem 2003 gebauten Affendschungel. Das alte Domizil sowie der f√ľr Besucher nicht begehbare Zwischenbau werden abgerissen, um f√ľr den neuen Lemurenwald Platz zu schaffen. Die Goldstirn-Klammeraffen sind ab sofort im Affendschungel im Zoopark zu sehen. Der Umzug ging in den vergangenen Tagen √ľber die B√ľhne. Nun ben√∂tigen die Tiere Ruhe, um sich an die neue Umgebung zu gew√∂hnen, erkl√§rt Zooparkdirektor Dr. Thomas K√∂lpin. Sie seien derzeit noch scheu, etwas nerv√∂s und trauten sich nur z√∂gerlich aus ihrer Schlafh√∂hle heraus. Damit die an das Schwinghangeln angepassten Kletterspezialisten sich auch richtig wohlf√ľhlen, wurde extra ein festes Deckengitter im gro√üen Au√üengehege angebracht. Die Klammeraffen k√∂nnen dort ganz neue, bisher unbekannte H√∂hen erklimmen. Die munteren Gesellen mit dem typischen Greifschwanz sind zun√§chst nur im gro√üen Innengehege zu sehen. Dort wird Carlos, das ehemalige Flaschenkind, mit seinen beiden Schwestern vergesellschaftet. Mit steigenden Au√üentemperaturen werde die gro√üe Au√üenanlage freigegeben, so K√∂lpin.Ende vergangener Woche schloss das f√ľr Besucher begehbare Affenhaus. Die letzten Bewohner, die dreik√∂pfige Wei√ükopf-Makifamilie, hat hinter den Kulissen eine vor√ľbergehende Bleibe gefunden. Sie werden zusammen mit zwei neuen Lemurenarten sp√§ter den gro√üen, begehbaren Lemurenwald bev√∂lkern.Das alte Affenhaus war am 7. Oktober 1966 er√∂ffnet worden. Die damals hochmoderne Einrichtung mit viele kleinen Vitrinen und K√§figen entspreche nicht aktuellen Standards, meint Dr. Heike Maisch, zust√§ndig f√ľr die "Affenbande". Heutzutage baue man weitl√§ufige Naturanlagen f√ľr weniger Arten, die daf√ľr in gr√∂√üeren Familiengruppen leben. Eine moderne Tiermedizin erm√∂gliche es, nat√ľrliche Materialien und Naturb√∂den in den Gehegen zu haben, so dass Fliesen und Chrom der Vergangenheit angeh√∂ren k√∂nnten. Mit dem Affendschungel und dem Berberaffenberg hat der Zoopark bereits Ma√üst√§be f√ľr eine moderne, vorbildliche Affenhaltung gesetzt. Die Haltung und Zucht seltener und bedrohter Affenarten hat Tradition im Th√ľringer Zoopark. Eine Tradition, die mit dem Lemurenwald f√ľr die bedrohten Halbaffen Madagaskars fortgesetzt werden wird.

19.01.2010
(20.01.2010, 23:58)
Oliver Jahn :   @Michael, da hast du mich wohl falsch verstanden oder ich habe mich mi√üverst√§ndlich ausgedr√ľckt. Ich denke mir, dass mit den beiden alten Tieren ein Beginn bzw. Wiedereinstieg in die Gepardenhaltung in Erfurt erfolgt.
Mit vor√ľbergehender Unterbringung meinte ich aber nicht kurzfristig! Daher dachte ich ja auch an die Zeit NACH der neuen Elefanten-Anlage.
(22.11.2009, 20:17)
Michael Mettler :   W√§re ja nicht schlecht, aber NOCH ein neues Projekt, wo doch schon etliche andere anliegen und irgendwie finanziert werden m√ľssen? Vielleicht erf√ľllt das Paar schlichtweg den gleichen Zweck wie vorher in Hannover: Besucherattraktiver Zwischenbesatz einer alten Anlage, die wegen vorrangigerer Projekte erst mal m√∂glichst wenig Aufwand verursachen soll...
(22.11.2009, 19:58)
Oliver Jahn :   Das mag sein, bezogen auf diese speziellen Tiere. Aber ich kann mir kaum denken, dass Erfurt Geparde in den Zoo holt, um sie nach relativ kurzer Zeit wieder auslaufen zu lassen. Ich hoffe hier eher auf einen Anfang mit √§lteren Tieren, denen dann j√ľngere Tiere folgen werden.
(22.11.2009, 19:43)
Michael Mettler :   Ob das Gepardenpaar eine neue Anlage √ľberhaupt noch erleben w√ľrde? Die Katze Tonya ist fast zw√∂lf, und Dick wurde irgendwo als "alter Kater" bezeichnet. Sieht mir also eher danach aus, als w√§re die jetzige Anlage als ihr Ruhesitz gedacht.
(22.11.2009, 19:37)
Oliver Jahn :   Ich k√∂nnte mir ja vorstellen, dass dieses erst mal nur eine vor√ľbergehende Unterbringung f√ľr die Geparde ist.
Wenn erst die neue Elefantenanlage gebaut wird, d√ľrfte ja in diesem Bereich viel Platz sein. Ist denn schon etwas √ľber eine Nachnutzung oder einen Abri√ü des jetzigen Elefantenhauses durchgesickert?
(22.11.2009, 18:33)
Gudrun Koball :   An der Au√üenanlage scheint mir tats√§chlich nichts ver√§ndert worden zu sein. Auch das Haus ist noch das alte. Ich vermute jedoch, dass man im Inneren wohl Boxen eingebaut haben d√ľrfte, da bisher ja ausschlie√ülich die verschiedensten Laufv√∂gel auf der Anlage lebten. (Zu DDR-Zeiten waren auf der Anlage ja Strau√üe untergebracht.)
(21.11.2009, 16:55)
Oliver Jahn :   Also als an der alten Kasuaranlage das Schild stand, hier wird ein neues Gehege gebaut, da war ich schon ein wenig im Zweifel, insbesondere als dann die Emu-K√ľken dort eingestellt wurden.
Jetzt ist die Anlage ja richtig wieder aufgeh√ľbscht wenn auch eigentlich kaum ver√§ndert, lediglich durch den neuen Besatz veredelt. Man sieht es kaum auf dem Video, aber ich meine fast im Hintergrund sogar noch das alte Haus zu erkennen!?
Ich freue mich f√ľr Erfurt. Geparde passen gut ins Konzept! Und wieder einmal merkt man, es geht voran.
(21.11.2009, 14:19)
Gudrun Koball :   Statt vieler Worte ein kleines Video von Dick und Tonya den beiden - jetzt Erfurter - Geparden:
http://www.zoo-videos.de/video/300/Neu+in+Erfurt+-+Geparden
(21.11.2009, 12:41)
Oliver Jahn :   @Gudrun, umso besser, dass wir nun mit dir aber eine regelm√§√üige Berichterstatterin haben. Denn aus Erfurt hat man bisher immer nur sporadisch mal etwas geh√∂rt.
(20.11.2009, 15:40)
Gudrun Koball :   @Oliver Vielleicht sind's tats√§chlich erst eineinhalb Jahre. 2007/2008 war ich relativ selten im Zoo. Da habe ich dann vielleicht manches √ľbersehen bzw. nur ungenau zur Kenntnis genommen.
(20.11.2009, 01:00)
Oliver Jahn :   @Gudrun, jetzt, wo du es sagst...na klar, als ich in diesem Jahr Michael Mettler bei unserem Besuch den K√§fig zeigen wollte, habe ich ihn ja selber vergeblich gesucht! :-)
Aber ein paar Jahre ist der schon weg? Ich muss mal nachschauen, dachte aber, ich h√§tte ihn im M√§rz 2008 noch gesehen. Und da war er auch noch auf dem Plan, den es anf√§nglich zum neuen Zoof√ľhrer als Einlegeblatt gab, eingezeichnet.
(19.11.2009, 23:49)
Gudrun Koball :   @Oliver Es handelt sich um die alte Helmkasuar-Anlage. Der K√§fig, in dem Du die Wildhunde fotografiert hattest, existiert schon sein ein paar Jahren nicht mehr. Auf der Ebene der Giraffen und Schildkr√∂ten verl√§uft jetzt ein Weg √ľber den Standort dieses K√§figs, vorbei an der Zooschule, dann oberhalb des Berberaffenberges bis zum Axmann'schen Hof.
(19.11.2009, 22:20)
Oliver Jahn :   @Gudrun, welches ist die Jung-Emu-Anlage? Die ehemalige Anlage des Helmkasuars? Oder die ehemalige Anlage der afrikan. Wildhunde?
(19.11.2009, 18:52)
Gudrun Koball :   Heute war ich nun im Zoopark. Die Geparden sind da!!! Sie sind in der ehemaligen Jung-Emu-Anlage im Terrassenquartier neben der Steppenadler/G√§nsegeier-Voliere untergebracht. Eigentlich gar keine so schlechte Unterbringung, denn das Gehege ist ja gar nicht mal so klein und sch√∂n eben. Ich habe auch ein paar Bilder gemacht, die aber noch hochgeladen werden m√ľssen.
Da ich heute Abend nochmal weg muss (Elternabend), komme ich erst morgen/√ľbermorgen zum reinstellen.
(19.11.2009, 18:07)
Gudrun Koball :   @Michael Mettler Ich hoffe, dass ich in dieser Woche noch in den Zoopark komme. Die alte Flamingowiese f√§llt aber aus. Der Zaun wurde bereits einige Tage nach dem Umzug der V√∂gel entfernt und das Stallgeb√§ude abgerissen. Also: Ich werde so bald wie m√∂glich mal nachschauen!
(18.11.2009, 09:45)
Michael Mettler :   Laut Aushang im hiesigen Zoo wurde das hannoversche Gepardenpaar nach Erfurt abgegeben. Wo wurden die Katzen denn dort untergebracht? Spontan fiele mir die bisherige, hoch umz√§unte Flamingowiese als M√∂glichkeit ein. Auf jeden Fall sind Geparden eine stimmige Bereicherung f√ľr den Zoopark!
(17.11.2009, 20:37)
Gudrun Koball :   @Michael Amend Es hat vor etwa 15 Jahren mal die Idee gegeben, gegen√ľber des Zooeingangs ein Tropenhaus mit Aquariums- und Terrariumsbereich und Gastronomie zu errichten (Auch ein Haifisch-Tunnel war angedacht) Diese Ideen sind - wie so vieles - am lieben Geld gescheitert. Das gegenw√§rtige Areal des Aquariums ist kaum erweiterbar, da es zwischen der H√§userzeile und einem kleinen Fluss-Arm "eingekeilt" liegt:
(Ich probiere mal, einen direkten Link zu Google maps)
http://maps.google.de/?ie=UTF8&hq=&hnear=Nordstra%C3%9Fe+6,+Andreasvorstadt+99089+Erfurt,+Th%C3%BCringen&ll=50.992006,11.021106&spn=0.000287,0.000858&t=h&z=21
(03.11.2009, 22:01)
Michael Amend :   @Gudrun Koball. Vielen herzlichen Dank f√ľr den Bericht √ľber das Erfurter Aquarium. Es ist ja tas√§chlich kleiner, als ich erwartet habe, was aber nicht hei√üen mu√ü, das es nicht auch sehenswert ist...( ich mag zum das Beispiel das kleine Aquarium in Roctsock sehr gern, sehr sch√∂n und charmant)Jedenfalls klingt es sehr nett,aber die Anzahl von 500 Arten erstaunt mich doch sehr...Selbst das"gr√∂√üte "Aquarium der Welt in Atlanta h√§lt gerademal so um die 500 Arten...Gibt es denn , falls die M√∂glichkeiten vorhanden sind, Erweiterungspl√§ne f√ľr das Aquarium ?
(03.11.2009, 17:45)
Gudrun Koball :   @ Michael Mettler Die B√§renstummelaffen waren auf der linken Seite, wo vorher die Guerezas waren.
(03.11.2009, 15:38)
Michael Mettler :   @Gudrun Koball: Waren die Meerkatzen nun doch noch mit den Stummelaffen zusammen? Ich habe sie nur in einem schlecht einsehbaren Absperrk√§fig sehen k√∂nnen und meine hier im Forum schon mal gelesen zu haben, dass das ihre Dauerunterkunft sei.
(03.11.2009, 15:06)
Gudrun Koball :   Die Zwergmeerkatzen habe ich im rechten Teil des Affendschungels erlebt und finde es eigetlich schade, dass sie ins Liszt√§ffchengehege umziehen sollen, da sie die Gr√∂√üe der Anlage in ihrer Aktivit√§t eigentlich voll ausnutzen und in der Liszt√§ffchen-Anlage ja doch wieder sehr viel weniger Platz zur Verf√ľgung steht.
(03.11.2009, 13:20)
Michael Mettler :   @IP66: Das endg√ľltige Verschwinden mancher Art hat letztlich auch biologische, n√§mlich Altersgr√ľnde. Bei den Guerezas d√ľrfte eine Rolle gespielt haben, dass es sich m.W. bis auf das Zuchtm√§nnchen um Unterarthybriden handelte. Zudem werden doch nicht nur Affen hinter die Kulissen genommen, sondern im Gegenzug auch welche hinter diesen hervorgeholt (Zwergmeerkatzen), und neue Arten sind laut Racools Zitat in Planung. Wenig Gr√ľnde also f√ľr einen Affen-Abgesang.
(03.11.2009, 13:08)
Gudrun Koball :   @Michael Amend: Das Erfurter Aquarium befindet sich in einem Wohngebiet im Erfurter Norden, im Innenhof einer Genossenschaftlichen Wohnanlage. Es hat eine Gesamtfl√§che von etwa 500m¬≤ von denen etwa 100m¬≤ auf den eigentlichen Besucherbereich entfallen.
Zitat von "Erfurt.de"
"Unmittelbar an der Gera gelegen, beherbergt das Aquarium √ľber 3.000 Tiere in 500 Arten. Seit Mai 2007 ist ein 54 000 Liter fassendes Riffaquarium mit rund 200 Meeresbewohner zu sehen.
Vor allem hat sich das Aquarium der Haltung und Zucht von S√ľ√üwasserfischen aus aller Welt verschrieben. Die Sammlung dieser Fische ist eine der artenreichsten in Deutschland. Vielfach gelang ihre Zucht."
Von einem Hofbereich aus sind einige Großterrarien mit Reptilien einsehbar, eine Gruppe Krallenäffchen ist zu sehen und auch amerikanische Rothörnchen sind zu sehen. Außerdem existiert ein kleiner Goldfisch-Teich.
Bis etwa zur Jahrtausendwende gab es noch ein - viel zu kleines -Haifischbecken mit Schwarzspitzen Haien und eine Anlage f√ľr Kaimane.
(03.11.2009, 12:56)
IP66 :   Das klingt so, da√ü aus dem Zoo nicht nur die alten Geb√§ude, sondern auch die Mehrzahl der Affenarten tempor√§r oder endg√ľltig verschwinden. Ob die Tiere hinter den Kulissen besser untegebracht werden und ob die betagten Languren einen solchen Umzug √ľberstehen, ist der Kontrolle der √Ėffentlichkeit ja zun√§chst einmal entzogen.
Insofern w√ľrde ich es mir auch in Hinblick auf die Tierhaltung w√ľnschen, da√ü der zust√§ndige Denkmalpflege-Referent dem Zoo einen Besuch abstattet.
(03.11.2009, 11:36)
Michael Amend :   Wie ist denn eigentlich das Aquarium in Erfurt,das ja seit einigen Jahren vom Zoopark mitbetrieben wird ?
(02.11.2009, 18:06)
Sacha :   Ich hoffe das mit den Guerezas bezieht sich "nur" auf Colobus guereza und nicht auf die Weissbart-Stummelaffen.
Schade, wenn auch absehbar, ist das Auslaufen der Haltung der Nilgiris. Von den Verbindungen aus der sozialistischen Bruderschaft ist wohl nicht mehr viel vorhanden als dass man einen Neuimport h√§tte unternehmen k√∂nnen (und vermutlich fehlte es auch an Willen, den b√ľrokratischen Aufwand f√ľr nicht gerade ONB-Schautiere zu unternehmen). Daf√ľr vegetieren in den Drittklasszoos Indiens die Nilgirilanguren (und eine Menge anderer bedrohter Tiere des Subkontinents) EXKLUSIV vor sich hin.
(02.11.2009, 17:05)
Racool :   aus der Zoopresseschau: "Tapetenwechsel" im Zoopark
Affenhaus:
- wird demnächst abgerissen, Gemeinschaftsanlage soll entstehen
- Guerezas --> weg (Zoo in Norditalien)
- Klammeraffen --> Guereza-Anlage
- Lisztaffen (Giraffenhaus) --> weg (dt. Zoo)
- daf√ľr Zwergmeerkatzen (bisher hinter den Kulissen)
- Makis und Nilgiri-Languren während der Bauphase hinter die Kulissen
- nach Fertigstellung sollen zwei neue Affenarten kommen
(02.11.2009, 15:15)
Michael Mettler :   @IP66: Der f√ľr Besucher begehbare Teil des Hauses wird laut Aushang bzw. Publikums-Beruhigungs-Ma√ünahme (gesehen im Mai) √ľberwiegend nur noch zu vor√ľbergehenden Unterbringung von Affen genutzt, die aus ihren Gruppen genommen werden mussten bzw. zur Abgabe stehen. Solche Tiere s√§√üen in anderen Zoos gleich ohne Umweg √ľber ein altes Schauhaus hinter den Kulissen.
(02.11.2009, 13:33)
IP66 :   Ich denke, da√ü zumindest das Affenhaus zur Nagelprobe daf√ľr wird, ob man den von Michael Mettler zitierten selbst gestellten Leitsatz nur als Publikumsberuhigung oder als Gestaltungsmaxime zu verstehen hat. Wenn ich einen anderenorts gelesene Pressemeldung recht verstehe, d√ľrfte es allerdings Gr√ľnde geben, die Besucher zu beruhigen, sollen doch zwecks R√§umung dieses Tierhauses die meisten Affen hinter den Kulissen verschwinden oder in andere Zoos abgegeben werden.
(02.11.2009, 10:41)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: Ist eben eine Frage des pers√∂nlichen Geschmacks - f√ľr mich ist/war der Eingang nicht spektakul√§rer als die St√§lle...

@Gudrun Koball: Vielleicht wird der alte Stal gar nicht mehr als solcher genutzt werden, sondern als "Beobachtungsh√ľtte" f√ľr Besucher freigegeben? K√∂nnte jedenfalls eine sehr interessante Perspektive √ľber die gesamte L√§nge der Savanne bieten. Laut Masterplan waren damals f√ľr das Raubtierhaus wohl Beutelw√∂lfe eingeplant? :-)

@Ralf Wagner: Interessante Idee. Eigentlich w√ľrde es sich doch auch anbieten, den r√ľckw√§rtigen Innenhof und den eh schlecht einsehbaren Siamangk√§fig (schwarze Affen vor schwarzem Hintergrund...) zu einer Gro√üanlage zusammenzufassen oder das Haus nach dorthin zu erweitern.
(02.11.2009, 10:02)
Alexander Fuchs :   @MA Es war keine Kritik an das Pflegerteam, die Zuchterfolge in den vergangen Jahren geben f√ľr eine Kritik √ľberhaubt keinen Anlass.
Wenn ich Kritik √ľbe, dann nur in Bereichen wo andere sich die Schuhe anziehen und selbst Kritik √ľben, obwohl sie in diesen Bereichen gar keine Ahnung oder zu wenig haben.
Ich freue mich √ľber Breitmaulnashorngeburten, da statistisch nur 8% der gesamten Zoopopulation ausmachen. Also noch sehr, sehr wenig. Deshalb ist dieser Erfolg auch sehr wichtig f√ľr Erf√ľrt.
Nur eine Kopulation bei Breitmäulern geht nicht nur ein paar Sekunden oder dauer nur wenig, dass stimmt nicht. Denn 90 Minuten sind keine Seltenheit, da muss wohl der Bulle in der zweiten Halbzeit geschossen haben ;)


(02.11.2009, 08:04)
Ralf Wagner :   Und noch eine Skizze der Eingangsseite.
BG
(02.11.2009, 00:37)
Ralf Wagner :   Ich find¬īs echt schade um das Affenhaus. Mein Vorschlag f√ľr eine Gel√§ndeaufteilung h√§tte i.e. wie auf dem Bild ausgesehen.
BG
(02.11.2009, 00:25)
Oliver Jahn :   Ich freue mich, das Erfurt sich nun endlich auch entwickelt und das ganze geht ja wohl recht rasant. Der Abriss des Eingans aber erfreut mich nicht sonderlich. Schade drum, ich h√§tte mich √ľber eine Erhaltung sehr gefreut. Die St√§lle hingegen halte auch ich f√ľr eher unspektakul√§r.
(01.11.2009, 23:40)
Gudrun Koball :   Hier nochmal der betreffende Bereich im Masterplan von 1960. Am eindeutigsten ist allerdings auch hier, wie auf dem unteren Bild, der ZEBRA-Stall erkennbar.
(Der ja urspr√ľnglich f√ľr Yaks geplant worden war)
(01.11.2009, 23:38)
Gudrun Koball :   Meinen Nachforschungen zufolge, sind BEIDE Stallgeb√§ude gleich alt wie das abgerissene Kassenh√§uschen. Beide Anlagen bildeten zusammen mit dem Eingang ein zusammenh√§ngend geplantes und errichtetes Ensemble. Jetzt, wo ein Element elimniert ist, kommt es auf die beiden St√§lle auch nicht mehr an. Ein drittes gleichaltriges Stallgeb√§ude steht noch unterhalb der Direktion auf dem Hang, wo die Dingos hin sollen. Von dem Vorhaben habe ich aber auch schon l√§nger nichts mehr geh√∂rt...
Ich war allerdings immer der meinung, dass das Kassengeb√§ude den h√∂heren Wierderkennungswert hat, als irgendein Stall. Und auch der Standort am Rande der neuen Anlage lie√ü mich meinen, dass hier ein Erhalt am ehesten m√∂glich sein d√ľrfte. Au√üerdem wei√ü ich nicht, ob die alten Stallgeb√§ude nach EU-Norm umger√ľstet werden k√∂nnen. "Schaun mer mal ...!"
(01.11.2009, 23:31)
Michael Mettler :   Auf der Erfurt-HP hei√üt es in Zusammenhang mit dem Savannen-Baugeschehen, dass alte Bausubstanz erhalten werden solle, wo immer es m√∂glich sei, da man Bew√§hrtes nicht nur aus Kostengr√ľnden beibehalten solle...

Da steht auch etwas vom "alten Zebustall", der zu den √§ltesten Geb√§uden im Zoo geh√∂ren soll. Ist damit nun der Stall der fr√ľheren Ungarn-Anlage gemeint, die zuletzt von Zwergzebus bewohnt wurde, oder ist das ein Schreibfehler und sollte "Zebrastall" hei√üen?
(01.11.2009, 22:48)
Michael Amend :   Welcher Zoo hatte noch keine √úberraschungs-Jungtiere ? Selbst bei Menschenaffen kam das schon des √Ėfteren vor..Sowohl bei Nash√∂rnern, als auch Elefanten und Flu√üpferden ist aufgrund des K√∂rperumfanges eine Tr√§chtigkeit, selbst im letzten Drittel, oft √§u√üerlich nicht wahrnehmbar, da gibt es aber nat√ľrlich auch individuelle Unterscheide und auch ist keine Tr√§chtigkeit wie die andere..Eben weil es bei nash√∂rnern und Elefanten, aber selbst bei Giraffen, nicht so einfach ist, ist ja die Thermographie so bedeutend geworden bei der Feststellung von Tr√§chtigkeiten. Ein Deckakt mu√ü bei Nash√∂rnern nicht zwangsl√§ufig von Dauer sein, die Tier sind durchaus f√§hig, auch in kuzer Zeit zu decken, somit ist es sehr wahrscheinlich, das dieser also unbemerkt blieb.Ein Kritik am Erfurter Pflegerteam ist diesbez√ľglich also unberechtigt,man sollte sich doch lieber f√ľr die Erfurter freuen,das es wieder ein Nashornkalb gibt, und wer freut sich denn nicht, wenn er morgens eine so sch√∂ne √úberraschung im Stall liegen hat ?
(01.11.2009, 17:37)
IP66 :   Wenn ich es recht √ľbersehe, so ist derzeit die Stelle des th√ľringischen Landeskonservators nicht besetzt - vielleicht √§ndert das sich ja mit der Regierungsbildung. Da√ü allerdings ein zust√§ndiger Referent Akten einer antragsbefugten B√ľrgerin nicht entgegengenommen hat, finde ich befremdlich. Ich w√ľrde in dieser Situation mit einem formellen Antrag auf Pr√ľfung der Schutzw√ľrdigkeit reagieren. Die Entscheidung liegt nat√ľrlich bei dem zust√§ndigen Beamten, doch der Antrag mu√ü entgegengenommen werden.
(01.11.2009, 14:44)
Markus R. :   Pers√∂nlich kann ich diese Frage leider nicht beurteilen, aber sie wurde im Zoofreunde-Forum schon mal hinreichend diskutiert und dort wurde berichtet, dass die Bausubstanz des Geb√§udes keineswegs schlecht sein soll. Auch eine breite M√∂glichkeit von Nachnutzungsoptionen wurde da schon gesammelt: Kleins√§ugerhaus, Vogelhaus, Artenschutzaustellung, Zoomuseum sowie diverse Kombinationen aus diesen M√∂glichkeiten...
(01.11.2009, 13:39)
Michael Mettler :   Abgesehen von der Frage, mit welchen Tierarten man die K√§fige des alten Affenhauses f√ľllen k√∂nnte und ob sein Baustil den heutigen Zoobesuchern noch zusagt, w√§re die Technik des Hauses mal einen Gedanken wert. Die d√ľrfte n√§mlich nicht sonderlich zukunftstr√§chtig sein, und damit w√§re der Rest auch gleich in Frage gestellt.
(01.11.2009, 13:27)
Alexander Fuchs :   Da es in Erfurt ein gro√ües "Reptilien- & Amphibienhaus" gibt, wird es dazu niemals kommen.
Und mal abwarten was aus dem Haus wird oder auch nicht.
(01.11.2009, 12:20)
Henry Merker :   Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war die Panzernashorngeburt im Tierpark Berlin (1995) deshalb so √ľberraschend, weil man bis dato angenommen hatte, dass Panzernashornk√ľhe erst sp√§ter Geschlechtsreif werden w√ľrden, als dies dann tats√§chlich bei Betty der Fall war. Wer jedenfalls davon ausgeht, dass eine Panzernashornkuh mit 4 1/2 Jahren noch kein Jungtier zur Welt bringen kann, da sie nicht Geschlechtsreif sein k√∂nne, macht auch keine entsprechenden Untersuchungen....

Allzu Schade ist es nun auch wieder nicht, dass der Eingang abgerissen worden ist; ist jedenfalls meine unbedarfte Meinung. Was das Affenhaus betrifft, so bleibt die Frage, wie man es nutzen m√∂chte, wenn man es denn nicht abrei√üen sollte. Vielleicht als Haltungsort f√ľr Krallenaffen nach entsprechenden Umbau? Oder doch als Reptilienhaus? Denn f√ľr gr√∂√üere Affen- oder Tierarten w√ľrde ich es nicht mehr unbedingt nutzen wollen. Doch vielleicht t√§uscht mich auch meine noch eher schwache Erinnerung an das besagte Geb√§ude.
(01.11.2009, 12:14)
Alexander Fuchs :   Bei Nashornk√ľhen ist der Zyklus aller 30 Tage (+1, -1) und dabei hebt sie doch den Schwanz um dies zu signalisieren und akzeptiert den Bullen neben sich, obwohl noch ein Jungtier dabei ist. Auch eine Kopulation dauert doch bei Nash√∂rnern sehr lange und in abgetrennten Boxen , √ľber Nacht, d√ľrfte das wohl nicht geschehen sein. Ich denke schon das es jemand beobachtet hat oder haben m√ľsste.
(01.11.2009, 10:41)
Gudrun Koball :   @Alexander Fuchs Die Kuh f√ľhrte noch ihr letztes Kalb un s√§ugte es auch noch. So ging man wahrscheinlich davon aus, dass eine weitere Tr√§chtigkeit wohl ausgeschlossen sei. Im Sommer wurde ja extra das √§ltere Jungtier abgegeben, damit die andere Kuh wieder empf√§ngnisbereit wird.
Auf diesem Bild ist Numbi schon im 9. Monat trächtig. Die letzte Geburt war also erst 5 Monate her gewesen, als sie erneut trächtig wurde.

@Michael Mettler Dein "Abgesang auf ein altes Kassenhäuschen" ist echt originell.

Leider hat die Denkmalbehörde kein besonderes Interesse gezeigt, die Bausubstanz der Erstbebauung des Zooparks unter die Lupe zu nehmen, die Informationen lagen zumindest an Ort und Stelle. Der Zoo hatte ja keinerlei Grund, das Gebäude stehen zu lassen, wenn es gar nicht unter Denkmalschutz steht. Beim Affenhaus liegt der Fall genauso.
(01.11.2009, 10:32)
Michael Mettler :   @Alex: Wurden denn √ľberhaupt regelm√§√üige Untersuchungen gemacht? Laut dem Artikel in der Th√ľringer Allgemeinen hat doch niemand damit gerechnet, dass sich die Kuh so schnell nach der Geburt ihres vorherigen Kalbes decken lie√ü. Wozu also Zyklusuntersuchungen bei einer s√§ugenden Kuh?
(01.11.2009, 10:09)
Alexander Fuchs :   Bei regelm√§√üigen Untersuchungen muss man doch festgestellt haben, dass der Zyklus bei der Kuh ausgesetzt hat. Gerade da w√§re eine Untersuchung angebracht gewesen, um eine Schwangerschaft festzustellen oder eine hormonelle St√∂rung.
(01.11.2009, 09:37)
Michael Mettler :   Keine Sorge, ich hab' nix geraucht ;-)

Mich √ľberrascht das mit der Nashorngeburt eigentlich weniger, schlie√ülich haben sich Menschen schon bei allerlei Wildtieren in dieser Hinsicht get√§uscht bzw. umgekehrt auch Tr√§chtigkeiten festgestellt, die gar keine waren oder sich um Monate mit Geburtsterminen verrechnet. Ich erinnere an die vom Tierpark Berlin aus San Diego importierte Panzernashornkuh, die bald nach ihrer Ankunft zum allgemeinen Erstaunen ein Kalb setzte. Da sind dann gleich zwei Zooteams - Absender und Empf√§nger - ahnungslos gewesen.
(01.11.2009, 09:15)
Alexander Fuchs :   Mensch Micha, so poetisch :)
Ich finde es wirklich schade, dass man den alten Eingang weg gerissen hat, nur weil man seine neuen Ziele und Ideen durchsetzen möchte. Schade, dass man nichtden Mut gefunden hat, dieses junge Denkaml unter Denkmalschutz zu stellen. So wird es wohl dann auch beim Affenhaus geschehen.

Sehr sch√∂n finde ich die Nashorngeburt, nur kann auch ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass man √ľberrascht war und nichts davon wusste.
(01.11.2009, 08:21)
Michael Mettler :   Nun ist er furt, der alte Eingang - statt Architekten-Klasse nur noch Abrissmasse. Und mit dem alten Robbenhaus sieht's wohl bald ganz √§hnlich aus...?
(31.10.2009, 23:41)
Gudrun Koball :   (ich meinte DIESES Bild)
(31.10.2009, 23:23)
Gudrun Koball :   ... und einmal quer √ľber die k√ľnftige Anlage geschaut. (Im Hintergrund der Giebel der L√∂wensavanne)
(31.10.2009, 23:22)
Gudrun Koball :   Ansonsten wird f√ľr "Afrika" ziemlich gebuddelt... Blick vom ehemaligen Zooeingang:
(31.10.2009, 23:19)
Gudrun Koball :   Hier ein Bild von H√∂rnchen Nummer 6.
Leider sehr unscharf, weiles im Nashornhaus ziemlich dunkel war und ich keine ruhige Hand hatte. Immer wieder "S√ľ√ľ√ľ√ľ√ü" so ein Baby-Nashorn. Es brach aber keine Massen-Hysterie aus.
(31.10.2009, 23:12)
Gudrun Koball :   √úbrigens: Ums Graffunder'sche (?) Kassenh√§uschen brauchen wir uns nun keine Sorgen mehr zu machen ... =D
(31.10.2009, 21:51)
Oliver Jahn :   Gratulation nach Erfurt. Wer h√§tte vor einigen Jahren noch geglaubt, dass Erfurt einmal eine der erfolgreichsten Nashornzuchst√§tten in Deutschland wird. Hier ist das neue Haus mit seinen Anlagen wirklich ein Segen f√ľr den Zoo gewesen und der Zoo wurde reich belohnt f√ľr diesen Bau.
Ich muss auch bei meinen Besuchen immer wieder feststellen, dass das Nashornhaus mit seinen Anlagen eine wirklich rund um guten Eindruck macht, und das f√ľr Tier und Besucher.
(31.10.2009, 16:53)
IP66 :   Das ist ja ein sch√∂ner Erfolg - ich frage mich allerdings, ob ein Pflegerteam eine solche Tr√§chtigkeit so lange √ľbersehen kann.
(31.10.2009, 10:54)
Gudrun Koball :   Ja, das halbe Dutzend ist voll.

Und ich dachte schon, ich muss ewig auf ein neues Mini-Hörnchen warten...
Hier ein paar Bilder auf der HP unserer Tageszeitung:
Der Kleine sieht ja topfit aus!
http://bildgalerie.zgt.de/?em_gal=5383&e...2440305842
Was wohl die große Schwester dazu meint ?
Hier gleich noch ein Video: http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/t....php?p=513
Ein kleiner Fehler im Bericht: Es ist nat√ľrlich Numbis viertes Kind (nach Limpopo, Rimbo, Samia) und insgesamt das sechste Jungtier, welches in Erfurt geboren worden ist (Es kommen noch Amari und Tuli von Temba hinzu.) F√ľr die Statistiker: Temba hatte zun√§chst noch eine Tr√§chtigkeit durch k√ľnstliche Befruchtung (Sperma eines Niederl√§ndischen Bullen), welche aber nicht ausgetragen wurde.
(30.10.2009, 21:40)
Karsten Vick :   Herzlichen Gl√ľckwunsch. Das sechste in Erfurt?
(30.10.2009, 21:17)
Gudrun Koball :   Zitat:
V√∂llig unerwartete Nashorngeburt im Th√ľringer Zoopark

Als die Tierpfleger gestern am fr√ľhen Morgen ihre Arbeit im Dickh√§uterhaus beginnen wollten, trauten sie ihren Augen kaum. Bei Nashorn Numbi war eine Geburt im Gang. Wenig sp√§ter lag eine Nashorn-Miniaturausgabe auf dem Stroh: ein etwa 40 Kilo schwerer Bulle.

(Th√ľringer Allgemeine 30.10.2009)
(30.10.2009, 16:16)
IP66 :   Ich w√ľrde es schon so sehen, da√ü die von Michael Mettler genannten Zooneubauten nur bedingt mit den Argumentationen von Herrn Tudge √ľbereingehen. Das Buch behandelt ja viele Aspekte, doch kann man es eigentlich nicht benutzen, um einen Erlebniszoo zu legitimieren. Auf der anderen Seite verwendet Herr Tudge sehr komplizierte Gedankeng√§nge, um den von ihm geforderten Zoo nicht in der Tradition seiner Vorg√§nger zu sehen. Vielleicht wird man der Sache am ehesten gerecht, wenn man Spa√üzooneubauten wie das Buch von Herrn Tudge als Versuche sieht, auf die Zookritik der 70er und 80er Jahre zu reagieren, von denen der erstere sich eher an den Durchschnittsbesucher, der zweite an die Intellektuellen wendet. Beide Ans√§tze kann man, vor allem mit dem Blick auf die Zoobegr√ľndungen der Nachkriegszeit, post-, vielleicht sogar antimodern nennen - und beide scheinen mir derzeit ihre Legitimationsgrundlage zu verlieren, weil sich derzeit die Bewertung der Nachkriegsmoderne ins Positive verschiebt.
Der zweite Punkt, der Traditionsbruch, rp√§gte allerdings auch die Nachkriegsmoderne, die ja mit Stilbauten und Kunstfelsanlagen gr√ľndlich aufr√§umen wollte, um ihre viel gesch√§tzten und wissenschaftliche legitimierten Ersatzlebensr√§ume zu schaffen. Deshalb scheint es mir in Erfurt problematisch, auf eine Zookritik, die es dort nicht oder nicht mehr gibt, mit Modellen zu reagieren, die sich als Reaktion auf westeurop√§ischen Bewegungen der 70er und 80er Jahre verstanden. Und ich denke, da√ü diese Paradigmata gerade in einer Gesellschaft, die nach Linien sucht, die √ľber den historischen Bruch von 1989 hinwegreichen, letztlich nicht verstanden und goutiert werden.
(10.09.2009, 12:06)
Michael Mettler :   @Holger: Wenn's danach geht, habe ich auch in den Artikeln von Max Schmidt √ľber den Frankfurter Zoo aus dem 19. Jh. manche √Ąu√üerung gefunden, die noch heute nicht √ľberholt ist. Aber es ist eben auch bezeichnend, dass z.B. der K√∂lner Zoo der √Ąra Nogge, dessen "Ideologie" (wie IP66 es zu nennen pflegt) eng mit dem Inhalt von Tudges Buch verkn√ľpft war, keineswegs nur "Letzte Zufluchten" gebaut hat, sondern auch Neuanlagen f√ľr Erdm√§nnchen und Waschb√§ren (statt f√ľr bedrohte Kleinraubtiere). Oder - um den Bogen zum Thread-Thema wieder zu finden - in Erfurt eine Neuanlage f√ľr Lamas, Nandus und Maras unter den Projekten zu finden ist.
(09.09.2009, 19:51)
Matthias :   Eben.
Und wer in anderen Threads den alten Brehm bem√ľht, sollte da vielleicht auch weniger laut rufen, IP66.
(09.09.2009, 19:48)
Holger Wientjes :   Dass das nicht mehr druckfrisch ist und sich nat√ľrlich an dem damaligen Stand der Dinge orientiert ist schon klar. Nur deswegen ist es ja andererseits nicht grunds√§tzlich und in allen Belangen √ľberholt. Den Kern trifft¬īs doch immer noch !
(09.09.2009, 17:15)
Michael Mettler :   @Holger: Kommt drauf an, nach welchen Ma√üst√§ben - frag mal Computerleute, die k√∂nnen sich solche Zeitr√§ume gar nicht vorstellen und ordnen das kurz nach dem Aussterben der Dinosaurier ein...

Aber im Ernst: 1992 war das Bild des Zoos in der √Ėffentlichkeit noch ein anderes, an Entwicklungen wie in Hannover, Gelsenkirchen und Leipzig oder an Zoo-Soaps war z.B. noch nicht zu denken - gerade in Sachen Bauen (und darum ging es ja unten vor allem) hat sich in diesen 17 Jahren in unseren Landen doch eine ganze Menge ge√§ndert.
(09.09.2009, 17:05)
Holger Wientjes :   Ja ist das alt ?
(09.09.2009, 16:51)
Michael Mettler :   @Holger Wientjes: Im Original von 1992...
(09.09.2009, 16:14)
Holger Wientjes :   Sooo alt ist das gar nicht...
(09.09.2009, 15:46)
IP66 :   Ich ziehe √§ltere Handb√ľcher eigentlich eher heran, wenn ich mich √ľber die Paradigmen und Verst√§ndnisstrukturen ihrer Entstehungszeit informieren m√∂chte ...
(09.09.2009, 14:24)
Matthias :   Nun ja, mit dem Buch von Herrn Tudge in der Hand, sollte jeder moderne und zukunftsorientierte Tierg√§rtner handeln, also auch bauen!
(07.09.2009, 22:44)
IP66 :   Wenn ich mir den Zeitungsartikel des neuen Zooleiters durchlese, erkenne ich zwei Zukunftsprobleme: Zum einen spricht man nicht von einer organischen Entwicklung des Zoos, der das vorhandene erg√§nzt, sondern nur von Neuanlagen - es wird also weniger auf das vorhandene Kapital als auf den Masterplan gesetzt - das kann teuer werden und schnell mit einem Einheitszoo enden, zumal, wenn man immer gleich f√ľr "gro√üe Tiere" plant und baut.
Der zweite Punkt betrifft die Konkurrenz mit Leipzig. Ich hatte bislang gedacht, das aufgrund der niedrigen Artenzahl und den wenigen Gehegen niemand in Erfurt ernsthaft erw√§gt, diesen Zoo als Vergleichsbeispiel heranzuziehen - zumal ja auch die dortigen Region ungleich wohlhabender und dichter besiedelt ist. Doch wenn man schon eine solche Konkurrenz gewinnen m√∂chte, dann vielleicht doch nicht dadurch, da√ü man das Afrika-Gehege, das es dort schon gibt, noch einmal baut - vielleicht mit anderen Antilopen oder anderen Gehegeschildern, aber doch sicher nicht so, da√ü angesichts des leipziger Vorbildes die Besucher von dem wilden Verlangen erfa√üt werden, umgehend und sofort den erfurter Zoo besuchen zu m√ľssen.
Wenn ich nun h√∂re, da√ü der Herr keine Gehege, sondern "Savannen" bauen will, so f√ľrchte ich, da√ü in Erfurt jetzt mit dem Buch von Herrn Tudge in der Hand und dem Zoom vor Augen sich das fortsetzt, was bislang die Neubaut√§tigkeit pr√§gte: An alter Stelle wird unter Beseitigung des Bestandes um das ein und andere Mal neu gebaut, doch der Restzoo in seinen gesch√ľtzten wie ungesch√ľtzten Bereiche bleibt eher Fl√§chenbehauptung denn Zoogel√§nde, das Besucher nur dann nutzen, wenn sie keine Tiere sehen wollen.
(07.09.2009, 19:40)
Ralf Wagner :   @Gudrun Koball: ich glaub der Link n√ľtzt nur denen, die auch dort angemeldet sind.
BG
(07.09.2009, 18:30)
Gudrun Koball :   Hier sind einige Neuigkeiten aus dem Th√ľringer Zoopark, die sich im Laufe des letzten Monats ergeben haben:

http://forum.zoofreunde.net/showthread.php?tid=770&pid=86917#pid86917

Ich hoffe Sven P. Peter ist es recht, dass ich das Thema einfach mal direkt verlinke, aber es w√ľrde wenig Sinn machen, alles nochmal "aufzudr√ľseln", zumal ich im Moment leider f√ľr den Zoo nicht so viel Zeit habe.
(07.09.2009, 17:00)
Henry Merker :   @Holger Wientjes:
Nun ja, ich denke, dass Gro√üer Kudu, Elenantilope, Rappenantilope, S√ľdliche Breitmaulnash√∂rner, Springb√∂cke und die Marabus durchaus sympatrisch im s√ľdlichen Afrika vorkommen. Zugegebenerma√üen passen da die B√∂hmzebras und G√§nsegeier nicht unbedingt so richtig rein.

Dennoch kann im großen und ganzen die Anlage als Vorbildsmodell genutzt werden, schließlich funktioniert diese WG.

Ansonsten sei erw√§hnt, dass tiergeografischer Purismus nur dann betrieben werden sollte, wenn dies ohne Stress f√ľr die Tiere durchgef√ľhrt werden kann. Konkret bedeutet dies zum Beispiel: Wenn ein Zoo noch keine afrikanischen Huftiere besitzen sollte, so KANN er durchaus eine Anlage mit einem tiergeografisch stimmigen Besatz planen. Bei einen Zoo, der schon funktionierende Afrika-WGs aufweist, w√§re es in meinen Augen NICHT sinnvoll der Tiergeografie zuliebe den Tieren den Stre√ü einer Umsiedlung und eines WG-Neubeginns mit neuen Tieren anzutuen. Was nicht unbedingt n√∂tig ist, muss also nicht zwanghaft durchgef√ľhrt werden (, insbesondere wenn es dem Wohl der Tiere schaden kann). Denn dass eine solche WG-Zusammenstellung eine Herausforderung sondersgleichen - sowohl f√ľr die Tierpfleger wie auch f√ľr die Tiere - darstellt, wurde an den unterschiedlichsten Stellen, auch im Tiergartenrundbrief, verdeutlicht. Zudem w√§re es wenig plausibel, warum ein Zoo auf eine funktionierende Zuchtgruppe verzichten soll, nur weil sie f√ľr einen Besatz einer Afrikasavanne wahrscheinlich nicht in Frage kommt. Da w√ľrde ich die Tiere lieber auf der jetzigen Anlage belassen und f√ľr eine solche Savannenanlage eben andere, neue Tiere einplanen.
Jedenfalls sollte ein Zoo der Tiergeografie zu Liebe nicht auf Tiere aus seinem Bestand zwangsl√§ufig verzichten m√ľssen, nur weil sie nicht hundertprozenig passen. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wenn ein Zoo sich entscheidet, nur noch Tiere aus einem bestimmten Erdteil Tiere zu halten, dann sollte er sich auch konsequent daran halten! (Als Beispiel nenne ich den Alpenzoo Insbruck.)
(11.08.2009, 18:57)
Holger Wientjes :   @Henry Merker: Sooo eindeutig passen die Tiere in GE geographisch doch auch nicht zusammen !
(11.08.2009, 16:29)
Michael Mettler :   @Gudrun Koball: Falls es dich tr√∂stet - das mit den Steppenzebra-Unterarten IST ein Problem, vergiss lieber gleich die h√ľbschen, leicht unterscheidbaren Abbildungen in g√§ngigen Tierlexika. Innerhalb der letzten hundert Jahre sind mehrfach so genannte Unterartgrenzen neu verschoben worden, mal wurden Formen zusammengefasst, mal aufgespalten, mal beides gleichzeitig. Das Tier z.B., das urspr√ľnglich mal als Zululand-Zebra Equus quagga wahlbergi beschrieben wurde (und zwar mit angeblich klar unterscheidbaren Merkmalen!) und sogar noch in der Nachkriegszeit unter diesem Namen in Zoos gelangte, wurde dann sp√§ter dem Chapmanzebra mit Unterartnamen chapmani zugeschlagen, dann fasste man Chapman- und Damarazebra unter dem Unterartnamen antiquorum zusammen (wie in Erfurt), und seit neustem gilt die Population wie auch das weit davon entfernt lebende "eigentliche" Damarazebra als Restbestand des Burchellzebras burchelli, von dem manche Zoologen behaupten, es sei seit 1910 ausgestorben und andere, es h√§tte auch nach diesem Datum munter weitergelebt. Weiterhin stellte man nach Abklingen der kolonialen Artensucherei fest, dass B√∂hm- und Grantzebra (boehmi + granti) sich im Grunde nicht unterscheiden, so dass man sie zusammenfasste, aber in letzter Zeit in zwei bis vier getrennte Unterarten (boehmi, borensis, zambesiensis, isabella) neu gliedern zu m√ľssen glaubte und gleichzeitig daran zweifelte, ob das Crawshay-Zebra crawshayi nun wirklich eine eigene Form oder nur eine Population von boehmi ist. Na, alles klar? In die Feinheiten gehe ich jetzt mal nicht :-)

Fakt ist, dass die immer wieder neu benannten Tiere in dieser Zeit weitestgehend die gleichen geblieben sind und bei Zoozebras hinzukommt, dass sie auch noch verkreuzt sein k√∂nnen, ohne dass man ihnen das ansehen kann; bei den meisten Zoo-Steppenzebras d√ľrfte es nicht m√∂glich sein, ihre Herkunft bis zum Fanggebiet vor -zig Generationen zur√ľck zu verfolgen. UND selbst bei Wild- bzw. Halbwildbest√§nden im s√ľdlichen Afrika darf man nicht unbedingt von Reinbl√ľtigkeit ausgehen, da das dortige Wildmanagement und Gamefarming Tiere zwecks Umsiedlung ggfs. quer durch den Kontinent transportiert.

So gesehen ist das exakt passende Steppenzebra f√ľr eine puristische Gemeinschaftshaltung nicht nur eine gar nicht si einfach zu l√∂sende Aufgabe, sondern vielleicht in ein paar Jahren schon wieder Makulatur, obwohl die Tiere die gleichen blieben....
(11.08.2009, 16:16)
Gudrun Koball :   ... und ich dachte, ich komme mit der Kombination bei Euch durch ;-) ... irgendwann werde auch ich mich im Unterarten-Dschungel (sollte gerade bei Zebras ja eigentlich nicht so das Problem sein, da man da den Unterschied der Unterarten - wenigstens bei den Meisten - immerhin sieht) zurecht finden! *sch√§m*
Wie ich geh√∂rt habe, sollen die Giraffen Nachmieter der Elefanten werden, und dann mit den restlichen Savannentieren vergesellschaftet werden, f√ľr die ja die Anlage direkt unterhalb vorgesehen ist.
Wie die Giraffen mit der Hanglage klarkommen werden, ist mir dabei noch nicht ganz klar.
Das Dumme daran ist blo√ü, dass dabei schon wieder einer der "Querwege" verloren geht, die f√ľr Rollstuhlfahrer so wichtig sind, wenn sie den ganzen Zoopark sehen wollen.
(11.08.2009, 15:39)
Henry Merker :   @Michael Mettler & @Gudrun Koball:
Zu den Zebras: Ein √§hnlicher Gedanke ist mir auch schon gekommen. Da die Chapman- und Damarazebras einst f√ľr ein und dieselbe Unterart gehalten wurde, kann nat√ľrlich nicht ausgeschlossen werden, dass es sich teilweise um Tiere mit unklarer Unterartzugeh√∂rigkeit handeln kann. Darum w√ľrde ich so herangehen: Tiere, die eineindeutig Chapman- und Damarazebras darstellen, werden weiterhin als solche gez√ľchtet. Und diejenigen Tiere, die unklar sind, was ihre Zugeh√∂rigkeit zu einen der beiden Formen betrifft, so w√ľrde ich einfach die Tiere, die ph√§notypisch Damara- bzw. Chapmanzebras sein k√∂nnten, auch als solche weiterhin halten. Was man bei der Damagazellen machen kann, sollte man ruhig auch bei den Steppenzebras machen k√∂nnen. Anders l√§ge der Fall nur, wenn die M√∂glichkeit best√ľnde, Tiere aus Afrika zu beziehen; dazu wurde ja schon viel geschrieben...

Zu den Giraffen:
Dass der Zoopark Erfurt auf Netzgiraffen umstellen will, ist mir entfallen. Doch macht dies die Sache leichter. Ich w√ľrde sie einfach mit den weiter unten vorgeschlagenen Tiere vergesellschaften.
Die eigentlich Afrikasavanne w√ľrde ich ohne Giraffen gestalten. Dass dies auch sehr gut gelingen kann, hat Gelsenkirchen bewiesen. Zudem vereinfacht dies vieles. Denn die Tiere der entsprechenden Anlage in Gelsenkirchen passen eineindeutig zusammen. Und im Rahmen des schon einmal geplanten "Damaralandes" w√§re es denkbar, die Anlage direkt neben der noch zu bauenden Elefantenanlage zu errichten, wobei es f√ľr die Savannentiere m√∂glich w√§re auf die Elefantenherdenanlage √ľberzuwechseln, wenn sie wollen...Ich glaube, dass dies auch im Bioparco Valencia so sein soll.
(11.08.2009, 14:22)
Michael Mettler :   @Gudrun Koball: Inwiefern harmonieren? Vom Verbreitungsgebiet her "passen" sie nicht, und als Individuen kennen sich die beiden Gruppen doch auch nicht...?
(11.08.2009, 12:39)
Gudrun Koball :   Da in Erfurt mittelfristig ohnehin auf Netzgiraffen umgestellt wird (siehe Giraffenunterarten-Thread) h√§tte man mit den vorhandenen Damarazebras ja schon zwei Formen, die miteinander harmonieren.
F√ľr die Zebra-Spezialisten unter Euch ein Bild der Erfurter Tiere:
(11.08.2009, 12:15)
Michael Mettler :   @HM: Sp√§testens, wenn man im Stammbaum r√ľckw√§rts beim damaligen H√§ndler angekommen ist, gibt's ein Problem. Die Stammtiere der sehr produktiven Duisburger Damara-Zucht kamen z.B. laut damaligem Jahresbericht aus Botswana - da leben beide Unterarten - und wurden anfangs noch als Chapmanzebras bezeichnet. Woher sollen die Zoos wissen, aus welcher Ecke des Landes der H√§ndler seine Tiere holte? In den 60ern wurden dann auch mal - siehe Grzimeks Tierleben - beide Unterarten zu einer zusammengefasst, was verschiedene Zoos dazu veranlasst haben d√ľrfte, auch z√ľchterisch nicht mehr streng zu trennen. Erfurt k√∂nnte ein solches Beispiel sein.
(11.08.2009, 09:44)
Henry Merker :   @Michael Mettler:
K√∂nnte man denn sowas nachpr√ľfen (etwa mit Hilfe eines EEPs)?
(11.08.2009, 09:16)
Michael Mettler :   Um Missverst√§ndnissen vorzubeugen: Die gemeinten W√∂lfe sind nat√ľrlich nicht gleichen Ursprungs wie die Zebras, sondern ihre Zuchtgruppen gehen nur auf die selbe Quelle zur√ľck :-)
(11.08.2009, 09:11)
Michael Mettler :   @HM: Das "Zebraproblem" stellt sich in Erfurt nicht, die dortigen Tiere sind ohnehin als "Damara- oder Chapmanzebra" beschildert, der Hengst hat sogar den Eigennamen "Chapman"... Ich habe inzwischen meine Zweifel, ob es √ľberhaupt noch reinbl√ľtige Steppenzebras der beiden Unterarten bei uns gibt oder die Zoos nicht ihre Zebras genauso willk√ľrlich nach Ph√§notyp (wei√übeinig/mit gestreiften Beinen) in die Damara- oder Chapman-Schublade steckten, wie sie heute aus den wei√üen W√∂lfen gleichen Ursprungs nachtr√§glich mehrere Unterarten machen...
(11.08.2009, 08:57)
Henry Merker :   @Gudrun Koball:
Die Bilder sind ganz schön, die dort ausgestellt sind.

Was die Afrikasavanne betrifft: Es w√§re durchaus m√∂glich eine "richtige" zu schaffen, wenn man sie nicht mit Giraffen bzw. Steppenzebras besetzt; √§hnlich wie in Gelsenkirchen. Durch Giraffen oder Steppenzebras w√ľrde sich das etwas verkomplizieren; au√üer man h√§tte die M√∂glichkeit Angola- bzw. Kapgiraffen zu beziehen, was theoretisch bei der Kapgiraffen leichter sein sollte (Ich denke da an den Zoo in Italien mit den 2,8 Tieren. Vielleicht entwickelt die Zooparkdirektion eine gute Beziehung zur Familie Maktoum...). F√ľr den Fall, dass Kapgiraffen bezogen werden sollten, m√ľsste dann von Damara- auf Chapmanzebras umgestellt werden. Allerdings w√ľrde ich dies NICHT machen, da zum einen Damarazebras in Zoos mittlerweile selten zu sehen sind und sich auch an eine Giraffenanlage denken lie√üe, die mit Netz- oder Kordofangiraffen besetzt werden k√∂nnte (bei Netzgiraffen: Kleiner Kudu, Thomsongazellen? und Grevyzebras oder Beisas bzw. gegebenfalls Somali-Wildesel; bei Kordofangiraffen: S√§bel- oder Mendesantilopen, Dromedare und Sahara-Dorkas, D√ľnen-, Cuvier- oder Damagazellen, je nach dem). Jedenfalls w√§re eine Afrikasavanne mit dem Thema "Damaraland", was ja schon in Erfurt geplant wurde, mit den Arten Gro√üer Kudu, Elen-, Pferde- bzw. Rappenantilope, S√ľdlichen Streifengnus, Blauhalsstrau√ü und Damarazebra auch ansprechend. Schlie√ülich muss man es mit dem Purismus nicht √ľbertreiben.

Was die Einteilung des Themas "Afrika" in die einzelnen afrikanischen Lebensr√§ume betrifft so w√§re ich da auch begeistert. Der afrikanische Regenwald wurde ja bislang noch nicht so richtig in Form einer Regenwaldhalle gew√ľrdigt wie etwa die s√ľdostasiatischen oder s√ľdamerikanischen Regenw√§lder, oder?
(11.08.2009, 08:43)
Gudrun Koball :   Die Th√ľringer Allgemeine, unsere Lokalzeitung, hat anl√§sslich des Zoojubil√§ums eine Fotostrecke mit Leserfotos ins Netz gestellt. Diese befindet sich (hoffentlich) noch im Aufbau. Die Aktion l√§uft seit etwa 2 Wochen.
Hier ist der Link:

http://bildgalerie.zgt.de/?em_gal=3793&em_client=ta&em_tag=ta.erfurt_T191550605485

Viel Spaß beim Anschauen!
(11.08.2009, 07:10)
Gudrun Koball :   PS.: Es w√§re auch toll, wenn die verschiedenen klimatischen Regionen - von W√ľste bis Regenwald - deutlich w√ľrden, und das Thema Afrika nicht auf die Savannen-Landschaften, wie sie uns durch zahlreiche Serengeti-Filme vertraut sind, reduziert w√ľrde.
(10.08.2009, 20:23)
Gudrun Koball :   Nicht zu vergessen: Pinselohr- und Warzenschweine! (Obwohl die, wie auch Spitzm√§uler, in Magdeburg "abgeguckt" sind, wo ja Afrika im Zookonzeot auch eine nicht unwesentliche Rolle spielen soll.) Auf die Antilopen freue ich mich allerdings am meisten. Die hatten wir in Erfurt zu "meiner" Zeit (seit ca. 1980) ja noch gar nicht. Vielleicht wird ja Heny Merkers Traum von einer Unterartlich zueinander passenden Afrika-Savanne Wirklichkeit. Und Hornraben finde ich als "Erg√§nzung" zu Strau√ü und Marabu auch sehr dekorativ.
(10.08.2009, 20:16)
Oliver Jahn :   @Gudrun, genau so sehe ich es, wenn schon Afrika, dann richtig. Und da fallen mir eben auch neben den Hippos und den Spitzm√§ulern noch etliche Tierarten ein, die zwei wichtige Kriterien erf√ľllen, n√§mlich Abgrenzung zu anderen Zoos der Umgebung (vor allem Leipzig)und dennoch Publikumsmagnete und dann als Sahnehaube f√ľr uns, auch noch Rarit√§ten. Sofort fallen mir da die Kaffernb√ľffel ein. Erdferkel k√∂nnen eine hohe Beliebtheit erlangen. Und auch Schabrackenhy√§nen sind sehr ansehnliche Tiere, die dann, wenn sie dem Publikum gut pr√§sentiert werden, von diesem auch gut angenommen werden.
Und wenn wir dann noch bei Thema Haustiere bleiben wollen, dann w√ľrde ich mich mal wieder √ľber ein paar h√ľbsche gescheckte Watussis freuen, auch hier greifen n√§mlich alle drei Punkte.
(10.08.2009, 19:53)
Henry Merker :   @Oliver Jahn & @Michael Mettler:
Wenn ich Sie richtig verstehe, wäre die Idee in Erfurt konsequent auf afrikanische Tierwelt umzustellen; sprich eine Art Dvur Kralové zu schaffen, oder?
Die Idee h√∂rt sich sehr gut an, zumal durch ein haupts√§chliche Konzentration auf Afrika die M√∂glichkeit bestehen w√ľrde, etwaige Tendenzen in Richtung Artenschwund und Monotonie im Tierbestand entgegen zu wirken.

@Gudrun Koball:
Ich pers√∂nlich w√ľrde es auch begr√ľ√üen, wenn Erfurt das Spitzmaulnashorn in seinen Bestand aufnehmen w√ľrde. Denkbar w√§re es etwa einen Anlagenbereich f√ľr die Nash√∂rner in den Elefantenkomplex einzuplanen. Rein theoretisch best√ľnde dann der "Dickh√§uterkomplex" aus einem Bullen- (idealerweise f√ľr zwei Bullen), einem Elefantenherden- (mindestens f√ľr 4 K√ľhe), einem (Elefanten-)Mutter-Kind- sowie einem Nashornbereich (f√ľr mindestens ein Spitzmaulnashornpaar).


Bleibt zu hoffen, dass dies nicht nur theoretische √úberlegungen bleiben; zumal das, was ich √ľber einige asiatische Tierarten schrieb, auch f√ľr so manche afrikanische Tierart gilt.
(10.08.2009, 18:58)
Gudrun Koball :   Gestern war Zooparkfest. Leider konnte ich nur die letzten 2 1/2 Stunden dabei sein. Laut Zeitungsbericht habe ich aber bis auf den (wahlkampfbedingten?) Aufmarsch der Politprominenz und den Auftritt einer Hunde-Show nicht so wahnsinnig viel verpasst. Daf√ľr habe ich den neuen Zoodirektor mal (sehr fl√ľchtig!) kennen gelernt, als er mit einer Fauchschabe ins Publikum ging und testete, wer sich davor f√ľrchtet. Ich fragte daraufhin, ob ich das Tierchen auch mal "streicheln" darf, worauf er meinte, dass dies m√∂glich sei. Im selben Augenblick hatte ich das Mikrofon der Moderatorin unter der Nase mit der Frage: "Naaaa, und wie f√ľhlt sich das an?" Ich druckste irgenwas von "Ziemlich warm" und "So √§hnlich wie Schlangenhaut" herum ...

@Oliver Jahn und Michael Mettler:
Eure Ideen finde ich richtig gut.
Wenn schon Afrika, dann auch richtig!!!
Wie wäre es noch mit Spitzmaulnashörnern? Ich finde es immer interessant, wenn zwei nahe verwandte Tierarten im direkten Vergleich zu erleben sind.
(√úbrigens, vielen Dank f√ľr die Korrektur meines letzten Beitrags!)
(10.08.2009, 14:18)
Michael Mettler :   Die jetzige Zwergzebu-(fr√ľhere Ungarn-)Anlage mitsamt Wassergraben usw. f√ľr Flusspferde, die jetzige Elefantenanlage nach Umzug der Bewohner unter Einbeziehung vorgelagerter Fl√§chen f√ľr Giraffen und an Stelle des Weges zwischen Zwergzebus und Zebras eine Barriere mit L√ľcken, die es Zebras und Antilopen erlaubt, frei zwischen Giraffen- und Flusspferdfl√§che hin und her zu wechseln....
(09.08.2009, 23:25)
Oliver Jahn :   Mein Traum w√§re es, wenn der Zoo Afrika konsequent weiter f√ľhren w√ľrde, und den Slogan, dass Dickh√§uter besondere Zugpferde sind dahin gehend mit Afrika verkn√ľpfen w√ľrde, dass es endlich mal wieder einen Zoo g√§be, der neu f√ľr Flusspferde plant. Kein einziger Zoo der ehemaligen DDR h√§lt sie mehr, obwohl sie absolute Publikumslieblinge sein k√∂nnen. Und das w√§re mal ein Alleinstellungsmerkmal und eine echte Abgrenzung, selbst zu Leipzig.
(09.08.2009, 22:45)
Gudrun Koball :   @ Henry Merker:
Ich finde es sch√∂n, wenn man so viel Fantasie hat, sich auch mal √ľber das offiziell Geplante und offensichtlich Machbare hinaus zu tr√§umen und hinaus zu denken.
So wollte ich meine Fragen zum Zeitungsartikel auch verstanden wissen.
Nat√ľrlich ist davon auszugehen, dass unsere Ideen im Bereich der Utopie verbleiben werden. Ich w√ľrde mich jedenfalls scheuen, einfach beim Zoodirektor an die T√ľr zu klopfen, und zu sagen: "Ich h√§tte da mal die folgende Idee ..."
Die Idee mit den Japan-Makaken w√§re zum Beispiel eine, die nicht so unrealistisch w√§re. Direkt an den Berberaffenberg anschlie√üend gibt es einen Bereich, der als "Erweiterungsgel√§nde" f√ľr die Berberaffen vorgehalten wird und im Wesentlichen erschlossen ist. Das Gel√§nde sch√§tze ich nach dem Luftbild vom Google maps auf etwa ein Drittel der aktuellen Anlage der Berberaffen. Eine direkte Gegen√ľberstellung beider Arten w√§re so relativ leicht praktizierbar.
Bei den Löwen sehe ich das Problem, wo man mit den "Zoo-Mix" Tieren hin soll. Das beträfe drei Weibchen und die beiden (sterilisierten) Kater. Inwiefern die beiden Katzen aus Neuwied wirklich im genetischen Sinne unterartenrein sind, weiß ich nicht. Sie gelten jedenfalls als reinrassig.
W√§re es nicht im Umkehrschluss auch denkbar, weiterhin auf Nachwuchs zu verzichten, und die Berberl√∂winnen irgendwo hin abzugeben, wo sie auch z√ľchten k√∂nnten, und dem Kater "Jantar" an ihrer Stelle zwei ebenfalls schon erwachsene "Zoo-Mix" Katzen im passenden Alter zuzugesellen. Da ich die Anlage f√ľr so modern halte, dass man darin auch noch in einigen Jahren z√ľchten kann, w√§re es ja theoretisch denkbar mit der "n√§chsten Besetzung" neue Zuchtgruppen aufzubauen. Wenn es in absehbarer Zeit in Erurt so viele andere neue Attraktionen zu bestaunen geben wird, wie dies geplant ist, werden die Zoobesucher trotz nicht vorhandener Jungl√∂wen in den Zoo kommen.
(09.08.2009, 22:19)
Henry Merker :   Zwar kann auch ich nicht alles nachvollziehen, was in dem Bericht geschrieben steht, doch ist wenigstens ein Anliegen als sehr gut einzustufen:
Dass der Bau eines modernen Elefantenanlagenkomplexes (Haus und Au√üenanlagen) geplant ist UND auch angepackt werden soll. Allerdings bliebe nat√ľrlich die Frage wie ein solcher Komplex finanziert werden soll.
Vielleicht wäre es doch sinniger, zunächst den Wildtierbestand nach und nach zu erweitern; denn die meisten Zoobesucher erwarten nunmal einfach Wildtiere in einem Zoo.

@Gudrun Koball:
In diesem Zusammenhang sehe ich ihre Anregungen gerade in Sachen "Tierwelt Australiens" als sehr ansprechend an. Meines Erachtens lie√üe sich auch mit bescheidenen Mitteln weitere Anlagen f√ľr australische Tiere schaffen. Ich denke da etwa an ein Koala-Baumk√§nguru-Haus (Viele Baumk√§ngurus leben zwar auf Neuguinea, doch geh√∂rt ja diese Insel geografisch gesehen zum Kontinent Australien.). Dort k√∂nnten Kowaris, Gleitbeutler, Wombats und Kusue als eventuelle Untermieter mit einziehen, so sich eine Beschaffung sich nicht als allzu schwer erweisen sollte. Auch im Vogelbereich g√§be es sicherlich M√∂glichkeiten. Dass Ganze sollte dann in einem ansprechenden Ma√üe durchgef√ľhrt werden.
Was den Bereich Asien betrifft, so gibt es durchaus asiatische Tierarten, f√ľr die man auch mit relativ wenig finanziellen Aufwand Anlagen schaffen k√∂nnte. Ich denke da etwa an Altaimarale, Davidshirsche, Gorale, Japanmakaken, Leoparden (etwa Persische) und andere.
Was die Löwen betrifft: Wenn die Berberlöwen in den Zoos keine reinrassigen Tiere sind, sondern Mischlinge, so wäre es sinnvoller diese mit unterartenreinen Tieren zu ersetzen. Ich denke da etwa an Transvaallöwen, die dann sowohl in der Normal- wie auch in der Weißfärbung gehalten werden könnten.
(09.08.2009, 19:06)
Michael Mettler :   Warum braucht man eigentlich Geld, um L√∂wen z√ľchten zu k√∂nnen? Muss man den Zoos, welche die produzierten Jungtiere oder die √ľberz√§hligen Alttiere abnehmen, noch eine Mitgift zahlen? :-)
(08.08.2009, 13:57)
Gudrun Koball :   Heute im Lokalteil der Th√ľringer Allgemeine:

Zitat:
Elefanten als Zugpferd

50. Geburtstag, das ist f√ľr den Erfurter Zoo Grund genug, dieses Jubil√§um gleich drei Mal zu feiern. Morgen steigt Party Nr. 1 f√ľr die treuesten Freunde und Besucher.


ROTER BERG. Die sch√∂nste Jahreszeit ist den Tierfreunden vorbehalten, um den 50. zu feiern. Deshalb hat man die Geburtstagsparty auch vom Oktober auf den August vorgezogen. Etwas sp√§ter feiern dann die Mitarbeiter und am 10. Oktober d√ľrfen letztlich auch geladene Promis bei einem Festakt ansto√üen. "Rund 1500 Tiere beherbergen wir", sagt Direktor Dr. Thomas K√∂lpin nach kurzem √úberschlag. Die Fische im Aquarium sind die kleinsten, die Elefanten die gr√∂√üten Bewohner. Apropos Elefanten, ohne die w√§re die Attraktivit√§t dahin, ist sich K√∂lpin sicher. "Die Dickh√§uter sind unsere Zugpferde", sagt der erst im April nach Th√ľringen gewechselte Hamburger, dessen Amtsantritt durch gesundheitliche Probleme kurz gest√∂rt wurde, der aber jetzt voll Gas geben kann."Zoo der gro√üen Tiere", dieses Etikett soll am Roten Berg in ein paar Jahren prangen. "Giraffen, Elefanten, Nash√∂rner, Bisons sollen unsere Flaggschiffe werden", sagt K√∂lpin. F√ľr sie werden neue, artgerechte Anlagen - z. B. eine gro√üe Afrika-Savanne - gebaut. Und sie bekommen neue Nachbarn - die "Fraktion der schnellen Beine" - Gazellen, Antilopen, Strau√üe, Emus und Nandus. "Das passt gut zu dem Titel mit den gro√üen Tieren", sagt K√∂lpin. Konkurrenz zu Leipzig? Nein. "Wir wollen unser Alleinstellungsmerkmal - gro√üe Anlage f√ľr gro√üe Huftiere - betonen". Damit m√ľsse man sich hinter Leipzig nicht mehr verstecken. Dann die Ern√ľchterung: 30 Millionen Euro werde das in den n√§chsten 20 Jahren wohl kosten . . . Michael KELLER
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in unserer Textausgabe.

Ein paar Fragen hätte ich dann aber doch:
Ich dachte bisher, dass Bisons und Nashörner bereits Artgerechte Anlagen haben.?
Woher will man die 30 Millionen Euro nehmen?
Irgendwie Dachte ich, ein "Alleinstellungsmerkmal" w√§re gerade das, was der andere Zoo nicht hat. Sich hinter Leipzig nicht verstecken zu m√ľssen ist doch noch kein Alleinstellungsmerkmal. Hier w√§re doch eine Verlagerung des Schwerpunktes auf Nordamerika oder Australien sinnvol, da dies die beiden Bereiche sind, in denen Leipzig nicht so starke Pr√§senz zeigt.
Wäre es nicht beispielsweise sinnvol, dass man die Nashorn-Haltung und Zucht auf andere Nashornarten (Sumatranashorn ... ) ausgeweitet hätte und damit eine besondere Spezialstrecke geschaffen hätte.
Ist es denn wirklich ratsam, sich so ausschlie√ülich auf einen Erdteil festzulegen, wie es Erfurt zur Zeit tut? (Bis auf die Bison-Plains, das KangarooLand und die noch nicht vorhandene "0-8-15" (bestzungsm√§√üig: Lamas, Nandus und Maras) S√ľdamerikawiese. Asien ist ja mittlerweile fast gar nicht mehr vertreten. Wenn ich als Erfurter mal B√§ren oder Tiger, W√∂lfe oder Luchse sehen m√∂chte, muss ich auf jeden Fall woanders hin fahren. Wenn schon Afrika, warum dann nicht auch die ganze Bandbreite der dortigen Raubtiere, wie Leoparden, Karakale, Hy√§nen, Fenneks, Afrikanische Wildhunde, Geparden...?


In der Druck-Version des Artikels ist noch zu lesen, dass man mit der neuen Elefantenanlage die Hagenbecksche Anlage √ľbertreffen will.
Außerdem steht in dem Artikel noch der folgende Satz:
Zitat:
Die Zucht steht am Roten Berg k√ľnftig √ľbrigens im Mittelpunkt. Ob die aber bei dem daneben gegangenen Versuch von K√∂lpins Vorg√§nger mit den L√∂wen klappt, steht derzeit in den Sternen. Denn nur zwei der sechs Tiere sind reine Berber.L√∂wen, die anderen gleichen mehr "Potpourri-Mischungen" aus allen m√∂glichen St√§mmen. Dazu braucht es Geld.

Warum m√ľssen wir denn in Erfurt unbedingt L√∂wen z√ľchten und woher h√§tte man denn den Berberl√∂wenkater nehmen sollen? Man hatte ja insgeheim gehofft, dass Ramses noch sp√§tes Vatergl√ľck zuteil wird. Dass aber die Bauzeit der L√∂wensavanne durch Konkurse und andere unverhoffte Umst√§nde sich derart in die L√§nge gezogen hat, kann man ja nicht Dr. Neuschulz anlasten. Dass dadurch Ramses leider nur noch als Dermoplastik nach Erfurt zur√ľckkehrte, ist ja nun auch nicht seine Schuld!? H√§tte er auf "Teufel-komm-raus" mit den vorhanden Tieren Hybriden gez√ľchtet und hinterher an Zirkusse verkauft bzw. totspritzen lassen, Wie hoch w√§re da wohl die Welle der Entr√ľstung geschlagen? Kaum ein Zoo in Deutschland z√ľchtet unterartenreine L√∂wen, warum muss es dann in Erfurt unbedigt so sein? Welche Zoos haben denn z.B. √ľberhaupt noch indische L√∂wen - naja, die leben halt in Asien, kommen ja ohnehin nicht in Betracht...
Warum findet der Haltungs- und Zuchterfolg bei den Nashörnern keine Erwähnung? Auch Giraffen wurden in Erfurt regelmäßig geboren (zwar Hybriden, aber immerhin - ... - und der neue Bulle wurde ja auch noch zu Dr. Neuschulz' Amtszeit beschafft.)

Ist alles 'ne persönliche Meinung von mir - vielleicht liege ich ja voll daneben?
(08.08.2009, 13:32)
Michael Mettler :   Selbst, wenn nicht gleich danach das Baugeschehen starten sollte (siehe altes Bison- oder K√§ngurugehege): Eine leere Wiese wirkt auf Besucher eben weniger negativ als ein leeres Gehege...
(31.07.2009, 09:10)
Gudrun Koball :   und noch ein Bild:
(31.07.2009, 00:08)
Gudrun Koball :   Haben wir eigentlich schon einen Thread zur Geschichte des VDZ?
Bis wann blieben ALtmann und Ullrich eigentlich Mitglieder des VDZ? Erstaunt hat mich, dass der VDZ sich also noch 1968 als Gesamtdeutsche Organisation begriff, und in Leipzig tagte.
Noch mal was ganz aktuelles zu Erfurt. Bei meinem letzten Rundgang am 19.7. sah ich, dass an der alten Stelzvogelwiese bereits der Zaun abgebaut wurde. Man will als wahrscheinlich gar nicht erst wieder Stillstand einziehen lassen.
(31.07.2009, 00:05)
Oliver Jahn :   @Gudrun, ich will das Thema nicht in diesem Thraed vertiefen, aber ganz kurz, es wurde immer geglaubt, dass der Austritt parteipolitisch angeordent wurde. Dem war wohl aber nicht so, denn neuere Quellen lassen darauf schlie√üen, dass dieses eher eine "Trotzreaktion" der ostdeutschen Kollegen auf die Wahl von Kl√∂s zum Pr√§sidenten des Verbandes 1968 auf der Tagung in Leipzig war. Es wurde immer nach Dienstantritt des Direktors entschieden. Kl√∂s und Dathe waren beide seit 1954 im Amt, Kl√∂s in Osnabr√ľck, Dathe in Berlin. Allerdings konnte Dathe seinen Tierpark erst 1955 er√∂ffnen, und somit fiel die Wahl auf Kl√∂s. Daraufhin soll dann auf Druck von Dathe der Austritt erfolgt sein.
Um aber den Kreis zum Thraed Erfurt wieder zu schließen, Ullrich aus Dresden und Altmann aus Erfurt waren die beiden einzigen Direktoren, die diesen Austritt nicht mitmachten.
(30.07.2009, 22:17)
Gudrun Koball :   @Oliver,k√∂nnte das mit der neuen Verfassung der DDR von 1968 im Zusammenhang stehen, wo - grob zusammengefasst - die gesellschaftlichen Organe der DDR als alleinige Interessenvertretungen f√ľr die Belange der DDR-B√ľrger festgeschrieben wurden?
(30.07.2009, 22:03)
Oliver Jahn :   @Gudrun, aber immerhin traten die Zoo- und Tierparkleiter der DDR erst 1968 aus dem VdZ aus, und somit waren sie wohl die einzigen DDR-B√ľrger, die noch 7 Jahre nach Mauerbau einem gesamtdeutschen Berufsverband angeh√∂rten und regelm√§√üig zu dessen Tagungen in Ost und West reisten.
Nach dem Austritt allerdings werden sich die Kontakte sicherlich nur noch auf die persönlichen Freundschaften beschränkt haben.
(30.07.2009, 20:31)
Michael Mettler :   P.S. Das hat er aber wohl in seinen Urlauben nebenher gemacht...
(30.07.2009, 19:17)
Michael Mettler :   @Gudrun Koball: Der Duisburger Zoochef Wolfgang Gewalt ist zwar bekannt f√ľr seine "Walfangaktionen", aber er ist auch mehrfach nach Ungarn gereist, um besonders typvolle Steppenrinder und Mangalitzaschweine f√ľr seinen Zoo zu suchen!
(30.07.2009, 18:51)
IP66 :   Vielleicht hat auch die recht unterschiedliche Entwicklung der Parks beiderseits der Mauer den Austausch befl√ľgelt - die aufwendigen Bauten im Westen entstanden gro√üenteils sp√§ter als jene im Osten, so da√ü man jeweils andere Konzepte zu sehen bekam. Und auf der anderen Seite gab es die √∂ffentliche Zookritik, die manchem Zoodirektor schon in den 70er Jahren das Leben schwer machte, in den zensierten Medien der DDR ebensowenig wie in der Bev√∂lkerung, die dort nach wie vor flei√üig ihre Zoos besuchte. Zudem kostete wegen der Volbesch√§ftigungsfiktion dort die Pflegearbeit deutlich weniger Geld, so da√ü trotz der immer geringer werdenden Zahl an Neuanlagen das Haltungsniveau gegen√ľber den Westzoos nicht hoffnungslos abfallen mu√üte. Ich wei√ü allerdings nicht, ob die Generation von Zooakademikern, die die Arche-Ideologie entwickelt hat, noch so enge Kontakte nach Osten unterhielt wie die derjenigen, die sich noch vor dem Mauerbau kennengelernt hatten.
(30.07.2009, 18:49)
Gudrun Koball :   @Oliver, Dass es diese Kontakte gab, ist unbestritten. Erfurt bezog ja bis in die 80er Jahre Elefanten, Giraffen, Nash√∂rner und andere Tiere von Ruhe. Die Treffen mit den westdeutschen Kollegen/Freunden konnten aber ab 1961 nur noch mit Genehmigung irgendwelcher Beh√∂rden (Visum!) stattfinden, womit auf jeden Fall ein freier Austausch und ein ungezwungenes sich-gegenseitig-besuchen erheblich beschwerlicher, wenn nicht (zumindest in einer Richtung) ganz unm√∂glich wurde. Leitende Angestellte, wie es ein Zoodirektor ist, waren zwar meist "Reisekader", doch diese "Lizenz" konnte ja ganz willk√ľrlich entzogen werden. Wenn es nun um die Gestaltung von Gehegen geht, kann ja keine noch so gut erstellte Fotodokumentation die Wirkung vor Ort wiedergeben. Solche Aktionen, wie sie Prof. Dr. Altmann in Bulgarien zur Findung der letzten Schraubenh√∂rnigen Langhaarziegen machte, dass er n√§mlich von Dorf zu Dorf reiste und sich von den EInheimischen ihre Ziegenherden vorf√ľhren lie√ü, w√§ren in vielen anderen(westlichen)L√§ndern ja f√ľr ihn so vielleicht nicht m√∂glich gewesen!?
(30.07.2009, 17:55)
Oliver Jahn :   @Gudrun, wobei ich immer das Empfinden hatte, dass die deutsche Teilung in den Zoos nie richtig angekommen ist, bis zur Wiedervereinigung. Wenn ich sehe, wie oft Direktoren aus der BRD auch in Zoos der DDR zu Gast waren, wenn ich nachlese, bis wann auch DDR-Zoos ihre Tiere √ľber Ruhe bezogen, und wenn ich mir dann noch die Freundschaften zwischen Seifert und Kl√∂s, Dathe und Dittrich und einigen anderen anschaue, dann hatte ich immer den Eindruck, dass in der Zoowelt etwas m√∂glich war, was es sonst nicht geben durfte und nur gegen Devisen m√∂glich war.
(30.07.2009, 15:11)
Gudrun Koball :   In seinem Buch "SONST W√ĄREN SIE KEINE TIERE" von 1952 verwendet Dr. Ullrich ein Bild mit der Bildunterschrift:
"Um die Gefangenhaltung der Wildtiere zu verbessern, ist Erfahrungsaustausch sehr wichtig. Dr. M√ľller, der Leiter des Zoologischen Gartens in Wuppertal/Elberfeld im Gespr√§ch mit dem Verfasser"
In einer weiteren Textpassage hei√üt es: "... da√ü allein die Zonengrenzen uns daran hinderten, den Zoologischen Garten so aufzubauen, wie wir es ertr√§umten. W√§hrend n√§mlich in Hannover Antilopen, Strau√üe, Zebras abgegeben werden konnten, fehlten L√∂wen und Pumas, die in den G√§rten jenseits der Zonengrenzen gez√ľchtet werden." Ein solcher Satz w√§re sp√§terhin auf keinen Fall durch die Zensur gegangen. Dass Ullrich noch 1952 von "Zonengrenzen" redet, zeigt, wie wenig die Menschen damals die neue Situation als real und dauerhaft einsch√§tzten. Zufall - oder nicht: Gerade 1961 verbrachte Prof. Dr. Roth seinen Sommerurlaub ausgerechnet in Westberlin, von wo er aus verst√§ndlichen Gr√ľnden nicht nach Erfurt zur√ľckkehrte ...
(30.07.2009, 12:03)
Michael Mettler :   Soweit ich wei√ü, wurde der Ostafrika-Aufenthalt von Dr. Ullrich, bei dem er seine Guereza-Studien machte, durch Ruhe erm√∂glicht, der ihn auf seiner Tierfangfarm unterbrachte. Eine weitere Querverbindung ergibt sich m√∂glicherweise dadurch, dass der sp√§tere hannoversche Zoochef Dittrich, einst Assistent in Leipzig, 1961 in den Westen fl√ľchtete und bei Ruhe eine Anstellung in Hannover fand. Da in der Folgezeit der Gro√üumbau der 60er Jahre in Hannover stattfand (Raubtierhaus und Tropenhaus waren allerdings schon fertig), w√ľrde es mich nicht wundern, wenn in die entstehenden Bauten auch tierg√§rtnerische Erfahrungen aus dem anderen Teil Deutschlands einflossen. Vielleicht steckte da ja sogar ein St√ľckchen Erfurt - zu dieser Zeit immerhin einer der neuesten Zoos - drin...

Ich fand √ľbrigens in "Das gro√üe Affenbuch" ein Foto eines Teilbereiches des Erfurter Affenhauses aus der Zeit, als die Au√üenk√§fige noch mit Glasbausteinen in kleinere Abteile gegliedert waren. Zu sehen sind darauf nicht nur Hulmans und Kleideraffen, sondern auch ein St√ľck Hausfront oberhalb der K√§fige, und die sah offenbar schon genauso aus wie jetzt. Leider wei√ü ich nicht, von wann das Foto ist. Das Buch enth√§lt auch mindestens ein Affenfoto aus Prag, bei dem man Glasbausteine im Hintergrund sieht, und das 1968 gebaute Henri-Martin-Haus in Rotterdam (Affen- und Nachttierhaus, wird heute m.W. als Forschungszentrum genutzt) zeigte eine √§hnliche Gliederung mit schmalen, hohen, durch Glasbausteine getrennten Au√üenk√§figen. Das scheint also ein Stilmittel der √Ąra gewesen zu sein.
(30.07.2009, 09:15)
Gudrun Koball :   Eines ist √ľbrigens interessant, wenn man den Graffunder-Thread und den Basel-Thread mit Erfurt ins Verh√§ltnis setzt.
Man muss vor Augen haben, dass die deutsche Teilung 1959 - im Gr√ľndungsjahr des Zooparks - noch keineswegs so vollst√§ndig war, wie dies sp√§ter der Fall war. Die Berliner Mauer stand noch nicht und es war durchaus noch m√∂glich, im anderen Teil Deutschlands Erfahrungen zu sammeln.
Prof. Dr. Roth selbst war ja direkt vom Ruhrzoo in Gelsenkirchen nach Erfurt berufen worden, um den Zoo aufzubauen. Auch Dr. Ullrich, damaliger Zoodirektor in Dresden, der die Zoogr√ľndung wissenschaftlich begleitete, hatte wenige Jahre zuvor noch selbst in Hannover bei Ruhe einen Elefanten und anderes Getier vor Ort "einkaufen" k√∂nnen. Somit sind Bauten der damaligen Bundesrepublik bei den Zoogr√ľndern noch sehr vor Augen gewesen. Auch Graffunder und Dathe werden als Berliner den Zoo genau vor Augen gehabt haben. Dathe z√§hlte in seinem "Rechtfertigungsschreiben" f√ľr die Gr√ľndung des Th√ľringer Zooparks im 1960er Zoof√ľhrer ja den Berliner Zoo sogar noch ganz selbstverst√§ndlich unter die Zoologischen Einrichtungen auf dem Gebiet der DDR!
Diese Möglichkeiten des Austauschs hatte Prof. Dr. Altmann bei seinem Amtsantritt 1962 nicht mehr, da ja 1961 die Berliner Mauer den letzten Zugang zur westlichen Welt verschloss.
(30.07.2009, 00:47)
IP66 :   Ich bedaure immer wieder, wie wenig wir √ľber die Wildparks vor 1933 wissen - auch √ľber deren Eing√§nge. Allerdings sind mir f√ľr die Zeit vor 1945 zwei vom Heimatstil gepr√§gte Zooeing√§nge bekannt, jene in N√ľrnberg und Wuppertal. Letzterer stand bis zu seinem erst j√ľngst erfolgten Abri√ü direkt neben dem Gesellschaftshaus, einem typischen Bestandteil des Aktion√§rszoos und war sicher auch als eine Alternative gemeint. Das magdeburger Eingangsh√§uschen, √ľber das wir ja schon einmal ausfohrlicher gesprochen haben, pa√üt gut in diese Tradition, wobei es auch nicht wirklich quer zu den stalinistischen repr√§sentativen Bauten der Zeit steht.
(25.07.2009, 10:33)
Mel :   @MM: Falls f√ľr dieses Thema Interesse besteht kann ich da, die Tage, gerne mit Infos helfen ;-)
(24.07.2009, 23:17)
Michael Mettler :   Wenn der Zoopark Gudruns Idee verwirklichen und den alten Eingang als Aussichtsplattform f√ľr die Afrikasteppe stehen lie√üe, m√ľssten wir also alle zufrieden sein :-)

Da ich f√ľr dieses Thema auf der falschen Seite der innerdeutschen Grenze und zudem als Kulturbanause aufgewachsen bin: Ich bin in letzter Zeit in Gespr√§chen und Forumbeitr√§gen mit euch so oft mit dem mir vorher v√∂llig unbekannten Namen Graffunder konfrontiert worden, dass ich jetzt neugierig bin. Wikipedia nennt zwar die Zoos, in denen seine Bauten stehen, aber bis auf das Alfred-Brehm-Haus keine konkreten Geb√§ude. Habt ihr nicht Lust, in einem eigenen Thread mal seine Werke in den Zoos der Ex-DDR zusammenzustellen?
(24.07.2009, 20:01)
Gudrun Koball :   Das H√§uschen stellte ja im Ursprungskonzept lediglich den Eingang in einen Teilbereich, das Terrassenquartier, dar, welches als "erster Bauabschnitt" geplant war und √ľber dessen Fl√§che der Zoo bis 1998 nicht hinausgewachsen war. Als sich herausstellte, dass dauerhaft nur diese Fl√§che genutz w√ľrde, mussten alle Bauten, die in der Perspektive f√ľr andere Zoobereiche geplant waren gewisserma√üen "dazwischengequetscht" werden. Von dem urspr√ľnglichen Ansinnen, einen Zoo mit weitl√§ufigen Freianlagen, gro√üen Wasserfl√§chen und sogar Freizeutpark-Elementen zu errichten blieb da nicht viel. So wurde das ehedem als Regenschutz und eventuell als Kiosk geplante H√§uschen zum Haupteingang eines Zooparks in dem sich auf weniger als 20 ha √ľber 200 Tierarten dr√§ngten. Der eigentlich geplante Haupteingang, ein ganzes St√ľck √∂stlich des heutigen Affendschungels, war in der Perspektive dem Gesamtprojekt in Gr√∂√üe und Ausstattung angepasst und h√§tte sich bis heute nicht zu "verstecken" brauchen.
So musste nun aber das Provisorium √ľber 40 Jahre lang funktionieren.
(24.07.2009, 19:24)
Oliver Jahn :   @IP66, einen nicht unwesentlichen Unterschied gibt es da aber schon. In Magdeburg baute man einen kleinen Eingang f√ľr einen Heimattiergarten, welcher erst sp√§ter zu einem "richtigen" Zoo erhoben wurde. In Erfurt hingegen plante man von Anfang an einen Gro√üzoo, dem man auch einen dem entsprechenden Eingang genehmigte.
(24.07.2009, 19:07)
IP66 :   Ein nicht ganz uninteressanten Aspekt habe ich leider erst bemerkt, nach dem der Beitrag unten schon eingestellt war: Wenn man den - anscheinend derzeit nicht vom Abbruch bedrohten - magdeburger Alteingang betrachtet, so kann erkennen, wie sich die Parkarchitektur von einem verzwergten Stalinismus, der eigentlich nur ein mit parolen versetzter Heimatstil war, in Erfurt doch zu etwas wie Weltniveau oder doch zumindest internationalem Anspruch gen√ľgendem Gestalungswissen aufschwang - ein Moment, den auch das Brehm-Haus in Friedrichsfelde markiert und den es Herrn Graffunder bis zum "Palast der Republik" leider nicht zu verl√§ngern gelang.
(24.07.2009, 18:58)
IP66 :   Ich glaube nicht, da√ü man Herrn Graffunders Postition in der DDR √ľberbewertet, wenn man sie mit der Karl Friedrich Schinkels im K√∂nigreich Preu√üen vergleicht - wobei ihm auch in sofern das Schicksal des allenthalben gesch√§tzten preu√üischen Baumeisters teilt, als die Generation seiner S√∂hne sich sehr intensiv darum bem√ľhte, m√∂glichst viele seiner Bauten zu beseitigen. Die Enkelgeneration, die wie bei Herrn Schinkel diese Abrisse bedauert, sehe ich allerdings noch nicht.
Den Eingang selbst w√ľrde ich schon bedeutender als ein Warteh√§uschen beurteilen, wobei es auch da, etwa an der Station Bellevue in Z√ľrich, Beispiele gibt, deren Wirkung in die europ√§ische Architekturgeschichte √ľber die so manchen Staatsbaus hinausreicht. Zum einen gelingt es dem Bauwerk, durch die Dominanz des Daches zu verhindern, da√ü die Kassenh√§uschen in eine Schalterparade verwandeln, wie sie die Eing√§nge vieler Zoos pr√§gt, zweitens schwebt das Dach so auf den St√ľtzen, das man weder sein Gewicht noch seine die anstehenden Besucher vor Regen sch√ľtzende Funktion wahrnimmt, die vielen neueren Zooeing√§ngen fehlt. Als dritten Faktor w√ľrde ich das geradezu nonkonformistische Moment des Abknickens der Bedachung an einer Seite nennen, das ebenso die die verschiedenen dem Dach untergeordneten Raumk√∂rper f√ľr eine sehr lebendige und wenig monumentale Wirkung sorgt. Ich finde es insofern armselig, wenn man sich die F√§higkeit unterstellt, einen ganzen Zoo besser neu bauen zu k√∂nnen, f√ľr einen derart wohl geratenen und kleinen Bau dort jedoch keinen Platz √ľbrig hat.
(24.07.2009, 18:55)
Oliver Jahn :   Ich habe als Kind nur wenige male vor diesem Eingang gestanden, daher ist es nicht der Emotionalit√§t geschuldet, sondern eher dem Gedanken, den Gudrun auch angeschnitten hat, n√§mlich dass von hier aus die grandiosen Ideen (welche leider nie verwirklicht wurden) vom einzig namhaften Zooarchitekten der DDR sich in den Zoo entwicklen sollte. Wer sich den Masterplan anschaut, der versteht dieses Geb√§ude eher im Zusammenspiel mit den anderen H√§user als eine Einheit eines zu seiner Zeit hochmodernen Zoos. Und im Thraed "Zooeing√§nge" haben wir ja einige Bauten zusammengestellt, die heute schon Kultstatus haben, aber den konnten sie nur erlangen, weil man sie nicht abgerissen hat. Darum tut es mir um jeden Bau leid, der ein (wenn auch nur kleines) St√ľck Zoogeschichte geschrieben hat.
(24.07.2009, 17:38)
Michael Mettler :   @Gudrun Koball: Den emotionalen Faktor kann ich ja durchaus nachvollziehen, und das ginge mir auch nicht anders. Aber wie du selbst sagst: Das Bedeutende an diesem Bauwerk war f√ľr dich weniger das Geb√§ude selbst oder gar sein Erschaffer als vielmehr die Tatsache, dass es das "Tor in eine andere Welt" symbolisierte. Letztes Jahr habe ich in Mierlo/NL im Eingangsbereich des erst wenige Jahre alten Zoos "Dierenrijk" vor einem Kassenh√§uschen gestanden, das vermutlich nur ein etwas modifiziertes Holzhaus aus dem Baumarkt war. Selbst das wird vielleicht aus √§hnlichen Gr√ľnden in 20, 30 Jahren bei manchem erwachsenen Besucher selige Kindheitserinnerungen hervorrufen, aber kein Mensch wird sich daran erinnern, welcher Designer diesen Zweckbau mal entworfen hatte...
(24.07.2009, 13:08)
Gudrun Koball :   Es ist eben wahrscheinlich was anderes, wenn man viele Male in seinem Leben in Vorfreude auf einen sch√∂nen Tag im Zoo in der Schlange vor diesem H√§uschen gestanden hat. (Ob nun von Graffunder oder nicht!) Ich denke, wenn man als Jugendlicher mit seinen Freunden zum kl√∂nen immer an einem bestimmten Bush√§uschen gesessen hat, und dann wird es eines Tages weggerissen, kommt auch ein bisschen Wehmut hoch!? Au√üerdem ist eben dieses H√§uschen mit den beiden Gehegen dahinter quasi die "Keimzelle" des Zooparks, von wo alles andere ausgegangen ist.
Das beste war √ľbrigens, wenn die Eltern Schlage standen, und man konnte in der Zeit am Gitter stehen und hatte die Zebras und Watussirinder so dicht vor sich, wie sonst nicht. (An den "offiziellen" Seiten des Geheges ist die Gehegebegrenzung so, dass man nicht dichter als ca. 1,50 m an die Tiere herankommt, w√§hrend sie vorn manchmal direkt am Gitter standen.)
(24.07.2009, 12:43)
Michael Mettler :   Was mich tr√∂stet, ist die Tatsache, dass ein Stra√üenbahn-Fan (soll es ja neben Eisenbahn-Fans auch geben) vielleicht umgekehrt einem Graffunderschen Zootierhaus nichts abgewinnen k√∂nnte...
(24.07.2009, 12:17)
Alexander Fuchs :   Ich kann dem Haus so auch gar nichts abgewinnen.
Wie eine Stra√üenbahnhalteszelle sieht das nicht aus, eher wie ein Warteh√§usschen f√ľr Busse. Fehlen nur noch zwei B√§nke, das Haltestellenschild und √§ltere Damen davor ;)
(24.07.2009, 10:50)
Michael Mettler :   Also, seit meiner Beteiligung am Forum wurden mir ja erst die Augen f√ľr Zooarchitektur ge√∂ffnet, aber so weit, zwei durch ein Flachdach verbundene "Schalter" als bedeutendes Bauwerk zu betrachten, bin ich anscheinend noch nicht ;-) Solche Bauten kenne ich aus Hannover an Stra√üenbahn-Endpunkten oder -Umsteigestellen (ebenfalls Ticketverkauf + Kiosk + Regendach). Sind allerdings inzwischen auch schon Geschichte...
(24.07.2009, 09:17)
Oliver Jahn :   Also da bin ich ja richtig froh, dass ich dem Bau beim meinem letzten Besuch doch einiges an Aufmerksamkeit geschenkt habe. Es w√§re f√ľr mich nicht das erste mal, dass ich in einen Zoo komme, und eines seiner bedeutenden Bauwerke ist pl√∂tzlich einfach weg.
(24.07.2009, 00:04)
Michael Mettler :   @Gudrun Koball: Bei Beginn der Haltung hatten die Rothunde in Magdeburg nur einen ehemaligen Tigerk√§fig, da w√§rst du wohl weniger beeindruckt gewesen... Das mit der Erfurter Giraffenanlage hatte mich angesichts deiner Schilderungen zur Bison- und Zebraanlage auch schon gewundert.
(23.07.2009, 21:18)
Gudrun Koball :   Ich frag mich ja auch schon lange, warum das Giraffengehege nicht zu klein ist. Habe bisher nirgendwo ein kleineres gesehen.
Mal im Ernst: Das Rothund-Gehege in Magdeburg erschien mir tatsächlich um einiges größer als die Bennett-Wiese in Erfurt.
(23.07.2009, 21:11)
Michael Mettler :   @Gudrun Koball: Vielleicht werden in Th√ľringen Gehegema√üe f√ľr Rothunde verlangt, die das alte K√§ngurugehege weit √ľberschreiten...?
(23.07.2009, 20:41)
Gudrun Koball :   Einerseits finde ich das Dingo-Projekt auch prima und sie werden bestimmt auch Publikumslieblinge. (Guck mal, die s√ľ√üen Hunde...!) Aber, was mich wundert, ist Folgendes:
Die Leiterin der Bereiche Marketing und Tierbetrieb Frau Dr.Maisch f√ľhrt das EEP-Zuchtbuch f√ľr den Rothund, √ľber dessen Verhalten sie auch promoviert hat. Bei einem Besuch im Magdeburger Zoo am letzten Wochenende sah ich zum ersten Mal Rothunde und war von ihnen ziemlich begeistert. Ich denke, diese Tierart h√§tte bei den Besuchern √§hnliche Akzeptanz wie Dingos, die ja ebenfalls im nahe gelegenen Gotha vorhanden sind. Au√üerdem bek√§me man eine weitere EEP-Art in den Zoopark.
Leider ist "Asien" im Th√ľringer Zoopark zur Zeit nicht besonders gefragt, was sich wohl auch kaum √§ndern wird.
(23.07.2009, 20:00)
Henry Merker :   @Gudrun Koball:
Dies habe ich bereits heute morgen festgestellen können und dadurch dann doch den ganzen Text lesen können; weshalb ich dann den zweiten Beitrag schrieb.
(23.07.2009, 17:48)
Gudrun Koball :   @Oliver Jahn:
In der Tat haben wir hier einen echten Graffunder-Bau vor uns.
In einem Beitrag vom 31.05. (weiter unten im Thread) habe ich mal ein Bild gepostet, welches laut Zoof√ľhrer von 1960 von "E. Graffunder, Berlin" gezeichnet wurde. Aus dem gleichen Heft stammt auch dieses Bild des Geb√§udes im Original-Zustand.

(23.07.2009, 16:10)
Oliver Jahn :   Und handelt es sich bei dem Eingang nicht sogar um einen "Echten Graffunder"?? Da hier keine unzeitgem√§√üe Tierhaltung dagegen spricht, w√§re es doch wirklich sinnvoll, diesen Bau zu erhalten.
(23.07.2009, 13:36)
Michael Mettler :   @Gudrun Koball: Deine Idee, den alten Eingang zu einer Art Lodge f√ľr die Afrika-Anlage umzuwidmen, gef√§llt mir gut! Man k√∂nnte sogar auf teure Panzerglasscheiben statt der Gitterfronten verzichten, wenn man eine halbhohe Br√ľstung einsetzen und den gehegeseitigen Bereich davor durch Felsbl√∂cke usw. f√ľr die Huftiere unbegehbar machen w√ľrde - siehe die Lodge in M√ľnster. Soweit nicht anders ben√∂tigt, lie√üen sich die Kioske auch zu zwei Anlagen f√ľr Kleintiere (vergittert oder verglast) umarbeiten.
(23.07.2009, 13:28)
Gudrun Koball :   @ henry Merker:
Im Internet Explorer muss man das Fenster maximieren, in dem der Link sich √∂ffnet - und dann erscheint, wenn man mit der Maus √ľbers Bild f√§hrt, ein Cursor in der Form einer Lupe. Dann nochmal klicken - dann hat man die Originalgr√∂√üe. Vorher erscheint das Bild meist automatisch an's Fenster angepasst. (Vielleicht hilft das ja zur besseren Sichtbarkeit?)
(23.07.2009, 13:00)
Gudrun Koball :   Schade ist es blo√ü um das alte Kassenh√§uschen. Ist es doch fast das einzige Geb√§ude, was von der Zeit des ersten Zoodirektors - also der Gr√ľndungszeit des Zooparks geblieben ist. Wenn man das Gitter zur Zebraanlage vielleicht durch eine Glasscheibe ersetzen w√ľrde, und das Ganze(gr√ľndlich)sanierte, k√∂nnte man die Kioske links und rechts f√ľr die Zoo-Lotterie oder √§hnliche Zwecke nutzbar machen und es als "Schaufenster" in die neue Anlage integrieren.
Den zweiten Kiosk k√∂nnte dann beispielsweise der afrikanische K√ľnstler, der seine Schnitzereien derzeit im Nashornhaus anbietet, nutzen.
Leider ist es schon ziemlich herunter gekommen, da man den Abriss anscheinend schon längere Zeit plante.
Ich bin sonst eigentlich sehr f√ľrs abschneiden von "alten Z√∂pfen", aber wenn aus dem Gr√ľndungsjahr des Zooparks gar nichts mehr stehen bleiben darf - wozu feiert man dann ein Jubil√§um?
Die S√ľdamerika-Anlage sehe ich auch etwas kritisch, zumal in Gotha - ca. 20 km entfernt - eine Anlage mit exakt der gleichen Besetzung vorhanden ist.
(23.07.2009, 11:55)
Michael Mettler :   √úbrigens: Maras zur "Andenfauna" zu z√§hlen, ist ein zoologischer Fauxpas des Zooparks...
(23.07.2009, 10:13)
Michael Mettler :   Den Wegfall des Weges zwischen Zwergzebu- (ehemaliger Ungarn-) und Zebra-Anlage empfinde ich als ebenso mutige wie zukunftstr√§chtige L√∂sung. Und dass sich ein weiterer gro√üer Zoo (wieder) mit Dingos befassen will, finde ich gut. Thematisch runden die den Haustierbereich auf dem Plateau ab, auch wenn ich mich zuerst gefragt habe, ob sie nicht besser am Kangarooland aufgehoben w√§ren.
(23.07.2009, 09:16)
Henry Merker :   Nachtrag:
Die Absicht wieder Dingos zu halten, h√∂rt sich nicht schlecht an. Bei der S√ľdamerikaanlage w√ľrde ich eher die Lamas durch Guanakos oder Vikunjas ersetzen, wenn sich bewerkstelligen lie√üe. Besonders ansprechend finde ich die Planungen zur Afrikasavanne und dem begehbarem Damhirschgehege. Was die Elefantenanlage betrifft, so muss wohl abgewartet werden.
(23.07.2009, 07:26)
Henry Merker :   @Gudrun Koball:
Zwar konnte ich auch jetzt nicht alles erkennen, doch konnte ich dem Link entnehmen, dass die Zebraanlage zu einer Afrikasavanne erweitert, eine neue Elefantenanlage und eine S√ľdamerikaanlage errichtet werden soll.
(23.07.2009, 07:21)
Gudrun Koball :   Da man nun leider nichts mehr lesen kann, versuche ich das Ganze jetz √ľber einen Link:

http://s12b.directupload.net/images/user/090722/la7u93qr.jpg

Hoffentlich geht es jetzt!
(22.07.2009, 13:41)
Karsten Vick :   zum Hochladen ist es jetzt klein genug - zum Lesen zu klein... :-)
(22.07.2009, 13:40)
Gudrun Koball :   Irgendwie scheint das Bild nicht hochgeladen worden zu sein - 2. Versuch:
( Bilddatei war zu groß! ;D )
(22.07.2009, 13:35)
Gudrun Koball :   Die Liste der Bauvorhaben des Th√ľringer Zooparkes wurde im aktuellen Heft des "Zooparkfreund" konkretisiert.
Ich habs mir mal einfach gemacht und die entsprechende Seite einfach mal eingescannt.
(22.07.2009, 13:28)
Gudrun Koball :   So lange hat es gedauert - nun ist es endlich geschafft:
Die Flamingo-Anlage wurde gestern endlich offiziell eröffnet!
Hier die Meldung auf Erfurt.de:
http://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/sv/2009/3/33298.shtml
Leider konnte ich nicht dort sein, da ich erst heute aus dem Urlaub zur√ľck gekommen bin.
Hier ist der Bericht auf der Homepage des Th√ľringer Zooparks:
http://www.zoopark-erfurt.de/cb/start.php3?kat=QWt0dWVsbGVz&rub=QmF1Z2VzY2hlaGVu&fsessionid=028d0a2112b14cfbffa85e39ab7a3705&enty=JTI2VXVtbCUzQg==
(17.07.2009, 16:49)
Gudrun Koball :   Bei den L√∂ffelhunden war gerade F√ľtterung auf der Au√üenanlage. So habe ich die Tiere auch endlich mal dort zu Gesicht bekommen.
(05.07.2009, 11:43)
Gudrun Koball :   Die Flamingos sind jetzt in der neuen Anlage! Sie sind zwar noch im Haus, zur Eingew√∂hnung, aber sie sind da!!!
Die Scheiben sind noch mit Farbe bestrichen, damit die Tiere sie besser erkennen, und nicht dagegenstoßen, aber ich habe ein paar freie Stellen gefunden, um ein paar Bilder zu machen.
(05.07.2009, 11:38)
IP66 :   Ich habe gelegentlich den Eindruck, da√ü Projekte um so gro√üartiger geraten, je geringer die Chance auf eine tats√§chliche Realisierung ist.
Grunds√§tzlich waren Teichanlagen auch bei Zooneuplanungen der Nachkriegszeit beliebt - K√∂ln mit seinem riesigen Weiher auf dem Erweiterungsgel√§nde stellt da das eindr√ľcklichste Beispiel, aber auch die Neuplanungen von Hannover oder M√ľnster arbeiteten mit gro√üen Wasserfl√§chen. Allerdings stehen diese Zoos alle auf einem ebenen Gel√§nde, so da√ü sich bei den fraglichen Anlagen ein insofern vergleichsweise nat√ľrlicher Effekt ergibt, als der Weihe eine tiefe Stelle im Gel√§nde markiert. Das stelle ich mir in Erfurt etwas schwierig vor und dachte spontan an die Weiherkette in Halle, die zoologisch und g√§rtnerisch gew√ľnscht wurde, die sich aber in den Bergzoo nur um den Preis einer sehr k√ľnstlichen Wirkung integrieren lie√ü.
(03.07.2009, 12:05)
Gudrun Koball :   Was mich an den 1960er Planungen √ľberrascht, sind die zahlreichen, gro√üz√ľgig angelegten Wasserfl√§chen und Wasserspiele. Auch der hier allseits beliebte Rinderwinkel sollte einen gro√üen Teich abgeben. Ich habe die Vermutung, dass dies aufgrund von darunterliegenden Bunkersystemen nicht durchf√ľhrbar war.(Auf dem Plateau soll in den 70er Jahren sogar mal ein Pferdefuhrwerk eigebrochen sein!)
(03.07.2009, 02:56)
Michael Mettler :   Das h√∂rt sich eigentlich danach an, dass ein solches Projekt auch heute noch dem Zoo gut zu Gesicht stehen w√ľrde!
(02.07.2009, 21:30)
Mel :   Laut meinen Infos sollte das Haus urspr√ľnglich Javaneraffen (Langschwanzmakaken)auf der links seitigen aussenanlage beherbergen. F√ľr die rechte seite waren zwei getrennte Aussenanlagen nebeneinander geplant hier sollten Malayenb√§ren auf der einer und Lippenb√§ren auf der anderen gehalten werden. Das von "Ex-Guddy" ;-) erw√§hnte Exotarium sollte mittig geteilt seien. auf der einen Seite eine Art Vogelhalle und die andere seite eine reptilienhalle (Krokos usw.) umrahmt von Terrarien und Aquarien und an der Stirnseite volieren mit innen und Aussenteil.

LG Mel
(02.07.2009, 21:15)
Gudrun Koball :   Da freue ich mich aber, dass das anscheinend von ganz alleine funktioniert, und die Software meinen Vornamen kennt, obwohl ich nur den Nachnamen eingeben brauche!)
(02.07.2009, 19:06)
Gudrun Koball :   @Henry Merker
Die beiden Au√üenanlagen sollten Affen und B√§ren aufnehmen, der Mittelteil war f√ľr ein Exotarium geplant (V√∂gel, Kleins√§uger und Reptilien in Terrarien und Volieren)
(Ich habe gerade meinen Nicknamen aufgegeben und schreibe nicht mehr unter "Guddy". Ich hoffe, dass das Nutzerkonto noch auf meinen vollen Namen umgestellt werden kann. ich hei√üe √ľbrigens Gudrun.)
(02.07.2009, 19:04)
Henry Merker :   @Guddy vom 30.06.09; Beitrag II:
Welche Tiere sollten denn in dem Asienhaus bzw. -projekt untergebracht werden? Ich frage zum einen, weil dieses Haus wohl sehr groß werden sollte und zum anderen, weil zwei große Außenanlagen deutlich erkennbar sind.
(02.07.2009, 18:06)
Guddy :   Mal "zwischendurch" eine BUCHVORSTELLUNG:

Heute möchte ich ein Buch eines ERFURTER AUTORS vorstellen, das vor einem Jahr erschienen ist:

Tschiep, der Spatz vom Zoo, erzählt
Geschichten von Tieren und Menschen
von Rolf Meyer

Erschienen ist das Buch im Angelika Lenz Verlag.

Auf dem hinteren Buchdeckel steht zu lesen:

(Zitat)
Da Buch:
~~~
Tschiep, ein kleiner Spatz, fliegt fr√∂hlich durch den Zoo und l√§sst sich von allen Tieren in ihren Gehegen etwas aus ihrem Leben berichten. Wie sie in den Zoo kamen und was sie vorher so alles erlebt haben, interessiert ihn nat√ľrlich besonders. Die unterschiedlichsten Schicksale er√∂ffnen sich ihm.
Verwundert lauscht er den Geschichten von Robben und Elefanten, Kängurus, Affen und vielen anderen.
Was die Tiere Aufregendes erlebt haben, erzählt er einem Mitarbeiter des Zoos, dem er vertraut.

Der Autor:
~~~
Rolf Meyer, Jahrgang 1938, Diplomlandwirt, studierte 1956-1962 an der landwirtschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
1965-1968 und 1978-1984 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoologischen Garten Erfurt und 1984-2003 Direktor des Aquariums in Erfurt.
Rolf Meyer hat bereits sehr erfolgreiche Sachb√ľcher ver√∂ffentlicht, z.B.: Vom Umgang mit Tieren, Faszination Hai, Lexikon S√ľ√üwasser-Aquarienfische u.a.
(Zitat Ende)

In den Jahren von 1968-1978 leitete Rolf Meyer einen Heimattiergarten in Sachsen.

In der Zeitung war √ľber das Buch folgendes zu Lesen:

(Zitat)
Th√ľringer Allgemeine - 19. Feb. 2008
Keine heile Welt
Erfurt. In seinem Zoo-Kinderbuch nimmt Rolf Meyer Abstand von der Knut-Welle. Ergreifend und ern√ľchternd zugleich erz√§hlt das Buch vom Fehlverhalten der Menschen und den Auswirkungen auf die Tierwelt. Vor allem Kinder will Meyer mit seinen realit√§tsbezogenen Geschichten vom Schicksal der Zoobewohner erreichen. Um zu seinen Lesern zu sprechen, w√§hlte der Tierfreund, der u. a. jahrelang als Leiter des Aquariums arbeitete, ein allgegenw√§rtiges Lebewesen aus: Es ist Tschiep, der treue Spatz vom Zoo, der an einem eisigen Winterabend zum Fenster des Zoodirektors findet, um ihm von seinem Schicksal und dem der Zootiere zu berichten. "Alles was in diesem Buch steht, habe ich entweder selbst erlebt, geh√∂rt oder gelesen. Die Realit√§t, die ich schildere, kann man sich nicht ausdenken", sagt Rolf Meyer, der das Buch bereits 1970 schrieb, daf√ľr aber keinen Verleger fand, weil es dem "Geist der Zeit" nicht entsprach. Heute, 38 Jahre sp√§ter, hinterl√§sst sein Opus vor allem einen starken Eindruck dar√ľber, dass jedes Tier seine eigene Biografie hat. Viele Tiere sterben in dem Buch und h√§ufig √ľberleben nur die Berichtenden, r√§umt der Autor ein, doch dies spiegle lediglich die Realit√§t wider. Eine Realit√§t, in der es keine heile Welt gibt. "Das Buch soll lediglich als Aufh√§nger daf√ľr dienen, um mit Kindern ins Gespr√§ch √ľber das menschliche Verhalten gegen√ľber der Natur zu kommen, um ihnen die Augen zu √∂ffnen, denn daf√ľr habe ich mein Leben lang gearbeitet", erkl√§rt Meyer ernst, dessen Buch man nicht mit einem herk√∂mmlichen Kinderbuch vergleichen sollte. "Tschiep, der Spatz vom Zoo", ein Buch, das auf Schattenseiten menschlichen Handelns Licht werfen will.
(Zitat Ende)

Wer also eine gute Ferien-Lekt√ľre f√ľr Zoo-interessierte Kinder sucht, ist mit diesem Buch gut beraten. (Meine elfj√§hrige Tochter hat es "in einem Ritt" durchgelesen, und fand es richtig gut.). Aber auch (oder besonders) f√ľr Erwachsene ist das Buch durchaus geeignet.

Die Illustrationen stammen √ľbrigens vom Leiter der Erfurter Zoo- und Naturschule, Mag. Sc. Roy B√§the.

Kaufen kann man das Buch beispielsweise HIER:
http://www.tiergarten.com/results.php?id=305162990&p=1&s=15&qt=ALLE&qa=Rolf+Meyer&A=&B=&C=&x=92&y=14
(30.06.2009, 16:08)
Guddy :   Zum Affenhaus verr√§t der Zoof√ľhrer von 1974 ein interessantes Detail: Die Schleusen zwischen Innen- und Au√üenk√§fig waren herausnehmbar und konnten als Transportbox verwendet werden. Wenn als ein Tier eingefangen werden musste, brauchte es nur in die t√§glich viele Male benutzte und somit vertraute Schleuse gelockt werden. Dann wurden beide Schieber geschlossen und der Affe sa√ü bereits in der Box.
Zum Verhältnis Städtischer Architektur und Zoo-Architektur gibt beispielsweise das Nashornhaus Aufschluss. Es wurde vom gleichen Architekten konzipiert, der auch im Stadtbereich einige Gebäude projektiert hat, die allesamt das neue Selbstbewusstsein Erfurts als junge Bundesdeutsche Landeshauptstadt wiederspiegeln.
Auch das Asien-Projekt, welches 1960/61 an gleicher Stelle geplant war, vermittelt auf den Planzeichnungen ein ganz √§hnliches Selbstbewusstsein - damals als Bezirkshauptstadt, die sich hohe Ziele f√ľr einen Zoo gesetzt hatte.
(Bild aus: "Erfurts Roter Berg - Th√ľringer Zoopark im Bau" von 1960)
(30.06.2009, 11:57)
IP66 :   Die hellen Yaks vor den hellen Kacheln bieten in der Tat keinen vern√ľnftigen Kontrast ...
Ich denke, da√ü in der DDR durch diese Bauma√ünahmen der Kontakt zur zeitgen√∂ssischen Architektur intensiver war - es ist ja etwas anderes, in einer Heimatstilvilla zu wohnen und √ľber das Flachdach des neuen Theaters zu granteln als selber ein solches Flachdach an einem relativ bescheidenen Tierhaus realisieren helfen. Ich denke, da√ü in der Phase zwischen der Aufgabe der stalinistischen Architektur und dem √úbergang zum totalen Plattenbau dort, wo in der DDR gebaut wurde, man sehr modern und mit internationaler Perspektive gestaltete, auch in der Provinz. Das k√∂nnte der manchenorts vertretenen These, die Revolution von 1989 sei auch durch den massiven und augenf√§lligen Qualit√§tsverlust in der Architektur verursacht worden, neue Aktualit√§t verleihen, wird aber dadurch best√§tigt, das das Brehm-Haus in Friedrichsfelde wie auch das Affenhaus in Erfurt gestalterisch die h√∂chsten Standards erf√ľllen, und zwar weit √ľber die Grenzen des sowjetisch beherrschten Bereiches Europas hinaus.
Wenn man also bedenkt, da√ü diese Form von Architektur auf gleich mehreren Ebenen zu den gro√üen Leitungen der DDR-Bewohner zu rechnen ist, scheint es mir sehr wichtig, sie zu erhalten und das deutlich zu machen, gerade in Th√ľringen und gerade in einer Stadt wie Erfurt, in die mancher Tourist auch kommt, um Geschichte zu schauen.
(30.06.2009, 11:22)
Guddy :   F√ľr ein wenig Tibet-Feeling w√§re nat√ľrlich auch eine KUNSTFELS - Variante denkbar gewesen, gerne auch mit ein bisschen Kunstschnee dekoriert. ... ;D
(29.06.2009, 23:35)
Mel :   Wenn mich nicht alles t√§uscht sind das Schwartenbretter ;-)
Stellt euch mal erst den Kontrast in 2-3 Jahren vor wenn die richtig nach gedunkelt sind.
(29.06.2009, 23:08)
Michael Mettler :   @Guddy: Na klar. Wie man sieht, wirken jetzt sogar die Yaks viel heller :-D
(29.06.2009, 22:28)
Guddy :   Nochmal beides im direkten Vergleich:
@ Michael Mettler
Ich hoffe es ist ok, dass ich mir das Bild mal f√ľr den Zusammenschnitt "ausgeliehen" habe!
(29.06.2009, 22:25)
Guddy :   Der Yak-Stall als solcher scheint ja auch Tierg√§rtnerisch den aktuellen Anspr√ľchen zu gen√ľgen, sonst w√§re er ja vermutlich nicht verkleidet, sondern abgerissen worden. Also mir gef√§llt die aktuelle L√∂sung recht gut, und wenn vielleicht in 5 Jahren eine viel bessere Variante gefunden wird, bin ich schon jetzt gespannt darauf.
(29.06.2009, 21:59)
Guddy :   @Oliver Jahn
Klar geh√∂rt diese Arbeit gew√ľrdigt. Mein eigener Vater hat, bevor er Bauwesen studieren durfte, mehr als genug in solchen Brigaden geschuftet. Auch in seinem Betrieb hat er mit seiner H√§nde Arbeit die beiden Betriebs-eigenen Bungalows im Th√ľringer Wald und in der Umgebung von Potsdam mit errichtet. Er war es aber auch, der nach der Wende als Erster wieder an besagtem Bungalow gewerkelt hat, weil ihm das, was unter DDR-Bedingungen m√∂glich und ausreichend war, jetzt unter den neuen Gegebenheiten nicht mehr gen√ľgte. Genauso kann man doch das, was zu DDR-Zeiten wirklich aller Ehre wert war, heute kritisch betrachten und nach heutigen Ma√üst√§ben bewerten. So ein Zoo ist aus meiner Sicht kein Freilichtmuseum zu dem Thema "Zootierhaltung - einst und jetzt"
Wenn ich den Ist-Zustand des alten Affenhauses betrachte, (siehe Bild) erscheint mir auch hie Abriss und Neubau angezeigt, wohl wissend, dass die Anlage zu ihrer Erbauungszeit sogar Bernhard Grzimek ein Lob abgenötigt hat.
(29.06.2009, 21:44)
Oliver Jahn :   Schade eigentlich, dass keiner der ehemaligen NAW-Kollegen und kein VEB-Kombinat, welches in Feierabendarbeit mit den wenigen vorhanden Mitteln einen Stall hinstellte, um die Tiere in Erfurt unterzubringen, diese architektonische W√ľrdigung ihres Werkes hier liest. Sie w√ľrden sicher noch nachtr√§glich vor Erfurcht in die Knie sinken, k√∂nnten sie lesen, welch Meisterwerk sie dort hingezaubert haben. ;-)
(29.06.2009, 21:08)
Guddy :   Da der Anteil an hellen Yaks in Erfurt ziemlich hoch war, hielt sich die Kontrastwirkung wirklich ziemlich in Grenzen. Au√üerdem erinnern mich die Fliesen am ehesten immer an Schwimmb√§der: Was bitte soll ein Yak im Schwimmbad??
(29.06.2009, 19:32)
IP66 :   ... was ja nicht hei√üt, das Autowerkst√§tten und Tankstellen nicht die Moderne in den l√§ndlichen Raum getragen h√§tten, bevor die Steckversionen der Gro√ükonzerne diese architektonischen Qualit√§ten durch eine Art dreidimensionale Plakatwand zu ersetzen beschlossen ...
(29.06.2009, 19:09)
Michael Mettler :   Als architektonisch unbeleckter Besucher denke ich selbst bei dem Anblick allerdings weniger an eine selbstbewusste Bauhausmoderne als an eine Kfz-Werkstatt oder Autowaschanlage... Die wei√üen Yaks in Erfurt hoben sich √ľbrigens weit weniger eindrucksvoll von diesem Hintergrund ab.
(29.06.2009, 19:00)
IP66 :   Das Bild vermittelt einiges: Augenf√§llig wird, wie gut sich die Yaks von dem Hintergrund des Stalls absetzen, aber auch, da√ü das Geb√§ude trotz seiner untergeordneten Funktion in Fensterform, Dachbildung und Proportion die Bauhausmoderne sehr konsequent durchdekliniert, was in Westzoos nur sehr selten der Fall war und an das Vorbild Z√ľrich erinnert - wo man dergleichen St√§lle allerdings auch der Konservativt√§t des eidgen√∂ssischen Publikums zuliebe mit Holz verkleidete.
Die Wandfliesen, mit sockelartigem Orthostaten imaginierendem Farbwechsel, scheinen mir auch typisch f√ľr Bauten, die noch den Nachkriegsw√ľnschen textil wirkender Oberfl√§chenstrukturen folgen.
Zumindest selbstbewußter wirkt das Gebäude in seiner Ursprungskonstruktion - ob es den Besuchern so gefällt, ist dann wieder eine andere Frage.
(29.06.2009, 18:23)
Michael Mettler :   Nachdem wir weiter unter schon ein Foto des erst teilweise mit Holz verkleideten Rinderwinkels hatten und er heute komplett verkleidet ist, kann ich hier noch ein Bild des Originalzustandes des Yak-Stalles nachreichen - aufgenommen 2003.
(27.06.2009, 16:29)
IP66 :   In die Energiebilanzrechnungen, die ja durchaus Sinn machen, sollte man auch den Aufwand f√ľr einen Neubau einberechnen - wie erheblich dieser sein wird, ergibt sich schon aus den Vorberechnungen.
In der Sache schiene mir eine Nutzung des Geb√§udes f√ľr eine dauerhafte Gro√ütierhaltung die billigste L√∂sung, wobei ich mir Antilopen vorstellen k√∂nnte, aber auch Flu√üpferde. Es w√§re zu fragen, ob sich mit Lamellenvorh√§ngen auch die energetische Wirkung der Tor√∂ffnungen ver√§ndern lie√üe - dann k√∂nnte man sogar an der Elefantenhaltung festhalten. Ich denke, da√ü der Zuchtstopp gerade bei der afrikanischen Form recht bald verf√ľgt wird und dann eingeschlechtliche Tiergruppen wieder in Mode kommt - in einem solchen Fall st√ľnde man mit seinem alten, aber sch√∂nen Haus dann wieder auf der H√∂he der Zeit.
(24.06.2009, 11:05)
Michael Mettler :   Die Frage des Energieverlustes ist nat√ľrlich absolut nachvollziehbar. Was die Hanglage betrifft: In Kronberg gibt es gleich zwei Giraffenanlagen (alte und neue) mit absch√ľssigem Gel√§nde, doch kann ich aus der blo√üen Erinnerung heraus das Gef√§lle nicht vergleichen.

Frage ist, ob bei geschlossenen Gro√ütoren und Umwandlung in eine Tropenhalle nicht ein neues Problem auftr√§te. Die Tore sorgen jetzt f√ľr eine gute Ventilation, ohne sie w√§re das wahrscheinlich nicht daf√ľr konzipierte Geb√§ude dem Einfluss st√§ndiger Feuchtigkeit ausgesetzt.... Wenn es tats√§chlich machbar sein sollte, b√∂te sich das Haus eigentlich auch f√ľr eine Menschenaffenart an, womit Erfurt eine neue Gro√üattraktion bek√§me.
(24.06.2009, 09:27)
Guddy :   Als Hauptgrund, das Haus nicht weiter f√ľr die Elefanten nutzen zu wollen, wurde neben der nicht vorhandenen Innen-Lauffl√§che vor allem die Energiebilanz im Haus genannt. Es mache wenig Sinn, auf der einen Seite die Tore f√ľr die Elefanten t√§glich mehrere Stunden aufzurei√üen und auf der anderen Seite hochgradig w√§rmebed√ľrftige Terrarien- und Vitrinenbewohner zu beherbergen und die daf√ľr ben√∂titen Temperaturen mit hohem Energieaufwand erzeugen zu m√ľssen.
Da die Wahl zu Gunsten der Terrarientiere ausging, gehe ich davon aus, dass sie auch längerfristig dort gehalten werden sollen.
Es w√ľrde nun aber wenig Sinn machen, eine andere Gro√ütierart einzuquartieren, bei der wiederum das Problem der offenen "Scheunentore" anst√ľnde. Zudem w√§re mir nicht so ganz klar, ob die Giraffen mit der Hanglage zurecht k√§men.
Von offizieller Seite wurde zur Nachnutzung des Gebäudes noch nichts gesagt, da man sich jetz vermutlich erstmal mit ganzer Kraft auf das "Mammut-Projekt" der neuen Elefantenanlage konzentrieren wird.
Wenn ich den Absperrgraben so vor Augen habe, k√∂nnte ich mir allerdings vorstellen, dass man eine Tierart mit hohem Wasserbedarf dort ansiedeln k√∂nnte. Das alte Badebecken der Elefanten "schlummert" ja auch noch unter der mittleren Box. Eine Gro√ükrokodilart w√§re, meiner Ansicht nach, nach entsprechendem Umbau durchaus gut unterzubringen. Au√üerdem k√∂nnte man die Empore rund ums ganze Haus fortsetzen und mit weiteren Terrarien / Volieren best√ľcken. Wenn man auch die Au√üenanlage mit einer Gro√üvoliere √ľberbaute, k√∂nnte man bei den Innenvolieren auf der oberen Ebene ja einen Zugang zur Au√üenvoliere schaffen.
Bei entsprechender Wärmedämmung des Hauses gäbe der Innenbereich auch eine gute Freiflug-Tropenhalle ab - eventuell mit einer kleinen Gastronomie kombiniert - auf die Idee brachte mich unsere Vereinsversammlung, wo wir bei Kaffee und Kuchen im Elefantenhaus direkt neben den Terrarien saßen. (siehe Foto) Draußen könnten in dem Falle ja dann die Zebramangusten, vergesellschaftet mit eins-zwei anderen Kleintierarten, ein schönes großes Gehege bekommen.
Wenn man es recht bedenkt, ist bis hin zum Umbau der Au√üenanlage zum Robbenpool mit Verbindung zu einem Innenbecken, wie dies in manchem Schwimmbad ist, eine ganze Menge machbar. Auch k√∂nnte man bestimmt f√ľr eine Gro√ükatze / Affenart umbauen. ...
Im Löwen-Artikel wundert mich auch so manches. Zumal vieles bisher nicht, zumindest nicht öffentlich, zur Sprache gebracht wurde.
Ich meine, an zwei entscheidenden Punkten ging die urspr√ľngliche Planung f√ľr den Besatz des L√∂wenhauses nicht auf:
Zun√§chst hoffte man nat√ľrlich, dass der alte (Berber?-)Kater "Ramses" die Fertigstellung des Hauses noch erlebt und aus Wien zur√ľckkehren w√ľrde. F√ľr diesen Fall hatte man wahrscheinlich mit den Katzen aus Neuwied geplant.
Nachdem sich dies durch den Tod von Ramses zerschlug, musste man umdisponieren, und kam auf die Idee, beide Ueckerm√ľnder Kater zu nehemen und die in der Natur h√§ufig vorkommende Konstellation mit zwei gleichberechtigten "Paschas" zu erstellen. Daf√ľr ben√∂tigte man allerdings mehr als nur die beiden Neuwieder Katzen. Da die Tiere damals ja noch alle im halbw√ľchsigen Alter waren, hatte wahrscheinlich keiner mit derartig heftigen und dauerhaften Abwehrreaktionen zwischen beiden Katzen-Gruppen gerechnet.
(23.06.2009, 23:37)
Michael Mettler :   @Oliver: Wenn ich mir die H√∂he des Hauses und die Bauweise mit der Besuchergalerie vor Augen halte, w√§re es eigentlich eine attraktive L√∂sung, statt der Elefanten hinterher die Giraffen dort unterzubringen und den Kleintierbesatz zu lassen, wo er ist. Die f√ľr "Damaraland" einst angedachte Au√üenfl√§che g√§be schlie√ülich auch eine sch√∂ne Giraffen-Anlage (mit Nebenbesatz Zebras und/oder Antilopen, diese in eigenem Stallgeb√§ude) ab.

@Guddy: Also ist der Artikel tats√§chlich ein wenig merkw√ľrdig. Denn wenn man eines Tages Berberl√∂wen z√ľchten wollte, w√§re ja auch Jantar im Wege - man k√∂nnte ihn ja nicht mal mehr ins Programm einkreuzen. Wer wei√ü, ob dann √ľberhaupt die Sache mit den beiden "sterilisierten Afrikanerinnen" stimmt und der Redakteur nicht etwa die Sterilisation der beiden Kater damit meinte :-)
(23.06.2009, 21:15)
Oliver Jahn :   @Guddy, gibt es denn schon irgendwelche Informationen, was aus dem derzeitigen Elefantenhaus werden soll? Es ist ja beinahe ein kleiner eigener Zoo im Zoo.
(23.06.2009, 19:55)
Guddy :   @ Michael Mettler
Die beiden Kater sind nat√ľrlich Br√ľder (Wurfgeschwister), und dass man "Jantar" pl√∂tzlich vornr mit "Y" schreibt, ist mir neu. Beide Kater sind definitiv sterilisiert.
Dass zwei der drei M√ľnsteraner L√∂winnen ebenfalls sterilisiert (oder kastriert?) sind, wusste ich bisher nicht. Somit kann ich nicht sage, welche der beiden Techniken angewendet wurde. Auch der Grund f√ľr die unterschiedliche Behandlung der drei M√ľnsteraner Katzen (ebenfalls Wurfgeschwister) ist mir nicht ganz klar.
Mit dem "Afrikaner-Rudel" sind halt die ZOO-Mix-Katzen aus M√ľnster und mit dem "Berber-Rudel" sind ebenfalls nur die Weibchen des anderen Rudels gemeint.
Die Unterscheidung zwischen Berber und Afrikaner sollte wahrscheinlich das Spezielle vom Allgemeinen abheben.
Wie reinbl√ľtig sind eigentlich die Tiere in Neuwied? Sind sie nicht letztendlich auch "nur" Zoo-Mix mit hohem Berber-Anteil die optisch dem eigentlichen Berberl√∂wen ziemlich nahe kommen? Gibt es eigentlich √ľberhaupt noch reinbl√ľtige Berberl√∂wen?
(23.06.2009, 18:05)
Michael Mettler :   Der Unterschied zwischen Sterilisation und Kastration scheint sich noch immer nicht herumgesprochen zu haben - und dass Berberl√∂wen keine Afrikaner sein sollen, ist mir auch neu...

Mag sein, dass ich die Namenstafel an der L√∂wensavanne zu oberfl√§chlich gelesen habe, aber sind die beiden Kater nicht sogar Br√ľder (oder zumindest verwandt)...?
(23.06.2009, 17:11)
Guddy :   ERFURT

TA verl√§ngert Patenschaft √ľber L√∂win
Th√ľringen und L√∂wen, das geh√∂rt irgendwie zusammen. Nicht nur des Wappens wegen. Auch die Th√ľringer Allgemeine hat eine enge Affinit√§t zu dem K√∂nig der W√ľste entwickelt. Gestern verl√§ngerte sie ihre Tierpatenschaft mit einer 2500 Euro-Spende f√ľr die L√∂win Kibali im Zoo.

Von Michael KELLER ROTER BERG. "Kibali" kommt aus einer afrikanischen Stammessprache und bedeutet "Die Gunst". Nun gut, die L√∂win, die im August sechs Jahre alt wird, ist in Wirklichkeit nicht oft gunstvoll gestimmt. "Sie ist h√§ufig schlecht gelaunt, br√ľllt dann ihre Meinung heraus und hat immer das letzte Wort. Deswegen hei√üt sie bei uns auch ¬īdie Kr√∂te¬ī", sagt Zootierpfleger Mario Fu√ü mit einem L√§cheln. Doch Kibali sei immer berechenbar und nicht im geringsten hinterh√§ltig, lobt seine Frau Sabine. Das Ehepaar kennt die beiden L√∂wenrudel aus dem Effeff. Kibali lebt bei den Afrikanern, auf der linken Seite. Amos - der √úbersetzung nach ein kleiner Prophet aus dem alten Testament -, Etana ("Die Starke"), Rafiki ("Die Freundin") und Kibali haben sich gut eingelebt. Auch die Berber auf dem rechten Fl√ľgel f√ľhlen sich am Roten Berg sichtlich wohl. Doch Yantar, Ribat und Lubaja werden nie mit ihren Artgenossen zusammen gehalten werden k√∂nnen. Kibalis Gruppe kommt aus M√ľnster, der Berber-Clan aus Neuwied. Die M√ľnsteraner L√∂wen sind √§lter und kr√§ftiger und es w√ľrde wohl ein Gemetzel geben, w√ľrde Mario Fu√ü den Trennschieber hochziehen. Also bleibt es bei der Trennung und der Erkenntnis, dass schon von Anfang an Fehler gemacht wurden, als es um die Besetzung der L√∂wen-Savanne ging. "Vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit, nur Berberl√∂wen zu z√ľchten, denn die sind vom Aussterben bedroht", meint Mario Fu√ü. Erfurt sei immerhin einer der wenigen Zoos, der zeugungsf√§hige Berberdamen im Bestand habe. Aber dann w√§re in der Konsequenz irgendwann die Afrikaner-Gruppe zuviel und man h√§tte ein Problem. Denn L√∂wen braucht heute kaum ein Zoo. "Und f√ľr die Wurst sind sie zu schade", sagt Mario Fu√ü grimmig. Schlie√ülich sind die sieben Raubkatzen ihren beiden Pflegern ausnahmslos ans Herz gewachsen. Die Zeit wird und muss eine L√∂sung bringen.Kibali ist zwar nicht die Meinungsmacherin in ihrem Viererrudel, diese Position hat sich Etana erk√§mpft. Aber Kibali ist als einzige noch in der Lage, Kinder zu bekommen. Sie hat ein Hormonimplantat eingesetzt bekommen, um sie erotisch ruhig zu stellen. Die anderen beiden Damen sind ganz sterilisiert. Die Konsequenz daraus, dass sich Amos mit drei in 14-t√§gigen Abst√§nden rolligen L√∂wenfrauen komplett √ľberfordert f√ľhlte. Er magerte ab, weil er alle Pfoten voll zu tun hatte, seine weibliches Trio im Zaum zu halten. So etwas haut aber irgendwann den st√§rksten L√∂wen um. Also wurde gehandelt. Gl√ľck f√ľr Kibali. Ihr Implantat kann man jederzeit zu Zuchtzwecken entfernen.Das TA-Patentier erfreut sich, genau wie seine Artgenossen, bester Gesundheit, steht gut im Futter. Und das ist nicht wenig und teuer dazu. "Jedes Tier verdr√ľckt drei bis vier Kilo mageres Rindfleisch mit Knochen - erg√§nzt mit Vitaminen und Mineralstoffen - am Tag", verr√§t Sabine Fu√ü. Ganz besondere Leckerbissen sind zuweilen Schaf, Ziege oder Pferd. Daher wisse man die 2000-Euro-Tierpatenschaft sehr wohl zu sch√§tzen. Mit Gem√ľse ist hingegen kein Staat bei einem L√∂wen zu machen. Zuweilen rupfen die Gro√ükatzen aber Gras, um ihren Magen von den beim Putzen verschluckten Haaren zu befreien. Bei dem reichhaltigen Speiseplan f√ľr den W√ľstenk√∂nig verwundert es nicht, dass die Tiere noch nie krank waren, wie Marion Fu√ü versichert.Damit es Leo nicht langweilig wird, sorgt Sabine Fu√ü in unregelm√§√üigen Abst√§nden immer mal wieder f√ľr Abwechslung. Mit einem Parf√ľm-Tag. Sie verspr√ľht Eau de Toilette an exponierten Stellen in beiden Gehegen. Sobald die L√∂wen davon Witterung aufnehmen, werden sie aktiv, bewegen sich viel, markieren ihr Revier gegen√ľber dem unsichtbaren olfaktorischen Feind.Doch auch hier gibt es gro√üe Nuancen. Ein Pfefferkuchengew√ľrz f√ľhrte z.B. bei den Afrikanern zu einen Niesanfall und Ekel, die Berber fanden den Duft so toll, dass sie sich gar nicht wieder einkriegten. Die Geschm√§cker sind auch bei einem L√∂wen sehr verschieden.
(Th√ľringer Allgemeine, Lokalteil Erfurt 23.06.2009)
PS.: Verlinken der Meldung ist nicht möglich, da die Artikel täglich ausgetauscht werden.
(23.06.2009, 16:10)
Guddy :   @ Henry Merker:
Echte "Th√ľringer" Schweine- oder Pferderassen sind mir im Moment nicht gegenw√§rtig, aber die beiden Th√ľringer Ziegenrassen (Th√ľringer Waldziege und Th√ľringer Landziege) sowie das Rh√∂nschaf fehlen wirklich im Zoopark.
Noch einmal f√ľr Alle, die den Th√ľringer Zoopark und die Lage der geplanten Elefantenanlage nicht so vor Augen haben, nebenan nochmal ein √úberblick.
(22.06.2009, 16:50)
IP66 :   Vielen Dank! Ich wei√ü von Scho√üh√ľhnern und Kampfh√§hnen, aber von Kampfg√§nsen hatte ich noch nie etwas geh√∂rt!
(22.06.2009, 14:22)
Henry Merker :   @ Karsten Vick und Guddy.
Schade, dass die Tadschikenziegen nicht mehr im Bestand sind. Dennoch sind die Ausf√ľhrungen zu dieser Rasse interessant.

Was ist eigentlich aus den th√ľringer Ziegen- und Schafrassen geworden? Die w√ľrden doch in Erfurt sehr gut hineinpassen. Und warum sind keine th√ľringer Schweine- oder Pferderassen vertreten bzw. von beiden je eine Form? Meines Erachtens w√§re es naheliegend im Axmann's Hof (Ich hoffe, dass ich ihn richtig geschrieben habe.) auszustellen, quasi als "Th√ľringer Bauernhof"; so h√§tte ich es jedenfalls gemacht.
(22.06.2009, 12:28)
Guddy :   Steinbacher Kampfg√§nse - mal gar nicht k√§mpferisch
"Steinbach" bezieht sich auf die Herkunft dieser Rasse:
Steinbach-Hallenberg in Th√ľringen!
(19.06.2009, 16:08)
Michael Mettler :   Und die Kampfgans ist gleichzeitig ein Beispiel daf√ľr, dass mitnichten alle Haustiere auf jeweils nur eine Wildform zur√ľckzuf√ľhren sind, denn sie entstand durch Kreuzung von Hausgans und H√∂ckergans (= domestizierte Schwanengans) und Weiterzucht der Hybriden.
(19.06.2009, 12:30)
Karsten Vick :   Eine Kampfgans ist so etwas wie ein Kampfhund, blo√ü mit Federn. Tats√§chlich wurde die Rasse u. a. f√ľr Ganterk√§mpfe gez√ľchtet.
(19.06.2009, 12:18)
IP66 :   Was, zu Ganden, ist denn eine Kampfgans?
Ich w√§re nicht sehr gl√ľcklich dar√ľber, wenn Erfurt seine Kr√§fte auf l√§ngere Zeit f√ľr ein Elefantenprojekt bindet, obgleich mir eine M√∂glichkeit, die den Altbau erhlaten hilft, naturgem√§√ü lieber ist als eine solche, der dieser geopfert w√ľrde.
(19.06.2009, 11:45)
Karsten Vick :   @Henry Merker: √úber den aktuellen Bestand in Erfurt w√§re ich nicht so auf dem laufenden gewesen wie Guddy. Und die Bemerkung mit den Tadshikenziegen, das W√∂rtchen "hier" bezog sich auch nicht auf Erfurt. Allerdings hab ich gefunden, dass ich diese Info wirklich mal in Zusammenhang mit Erfurt gelesen hatte, n√§mlich im Zoo-Magazin Nord-Ost 2/2000. Nur war es in Wirklichkeit genau umgekehrt: ein Privatz√ľchter in Niedersachsen versuchte, durch vorsichtige Einkreuzung von Bulgarenziegen frisches Blut in die Population der Tadshikenziegen zu bringen. W√§hrend der Zoo Erfurt 30 Bulgarenziegen importieren konnte, gehen alle europ√§ischen Tadshikenziegen wom√∂glich nur auf 1,1 zur√ľck, die Erfurt 1971 aus Dushanbe erhielt. Ein Fall f√ľr - du wei√üt schon wen... Bitte den Namen nicht nennen, sonst erscheint er wieder, ich kenn das ;-D
(19.06.2009, 08:39)
Michael Mettler :   @Guddy: Laut Verkaufsliste im Elefantenhaus sind auch noch Farbm√§use im Angebot :-)
(18.06.2009, 16:59)
Guddy :   PS.: Ich verga√ü noch die Zwergkaninchen im "Hasendorf" im Elefantenhaus und den Zoo-eigenen Deutschen Sch√§ferhund der in seiner Funktion als Wachhund trotzdem auch in der Bestandsliste gef√ľhrt wird.
(18.06.2009, 14:13)
Guddy :   Ich bin zwar nicht Karsten Vick, antworte aber trotzdem mal.
In Erfurt werden zur Zeit drei Ziegenrassen gehalten:
Walliser Schwarzhalsziegen, Bulgarische Schraubenhörnige Langhaarziegen und Westafrikanische Zwergziegen.
Außerdem folgende Schafrassen:
Ouessantschafe, Graue Gehörnte Heidschnucken und Ungarische Zackelschafe
Schweinerassen:
Deutsches Sattelschwein, Minischwein
Pferde:
Deutsches Reitpony, Haflinger, Shetlandpony und Shire-Horse
Esel:
Th√ľringer Waldesel, Bulgarenesel und Pouitou-Riesenesel.
Gefl√ľgel:
Steinbacher Kampfgans, Antwerpener Bartzwerge und eine H√ľhnerrasse im Elefantenhaus, die ich nicht kenne.
Exotische Haustiere sind:
Zwergzebus, Hausyaks, Trampeltiere und Lamas.
Dazu kommen noch Meerschweinchen und folgende Kaninchenrassen: Holl√§nder, Th√ľringer, Wei√ügrannen, Rh√∂nkaninchen und Angorakaninchen

(18.06.2009, 14:07)
Henry Merker :   @Karsten Vick:
Sind denn Tadschikenziegen noch im Bestand des Zooparks?
(18.06.2009, 13:44)
Guddy :   Gestern fand die Jahreshauptversammlung unseres F√∂rdervereins statt.
Nach einer Besichtigung der Flamingo-Anlage, die kurz vor der Fertigstellung steht, sa√üen wir bei Kaffe und Kuchen im Elefantenhaus beieinander und lauschten "gespannt" dem Finanzbericht, dem Rechnungspr√ľfungsbericht, dem Rechenschaftsbericht ..., beschlossen ein paar kleine Satzungs√§nderungen und entlasteten den Vorstand.
Dann wurden die neuen Projekte vorgestellt oder noch einmal bestätigt:
> Bau der S√ľdamerika-Anlage (durch Verschmelzung der bisherigen Stelzvogelwiese mit der benachbarten Lama-Anlage und Erg√§nzung des Besatzes durch Nandus und Maras) mit Verbesserung der Einsehbarkeit des Geheges durch die Anlage neuer Besucherwege um das Gehege herum
> Bau einer Anlage f√ľr Dingos auf der verwaisten Bennettk√§ngeru-Anlage
Außerdem wurde bestätigt, dass die Elefantenanlage an einem neuen Standort entstehen soll:
Es wird ein Teil der Shire-Horse Koppel (oberhalb vom Berberaffenberg), der Zwischenbereich bis zur Zoo-Schule und der Bereich oberhalb davon daf√ľr verwendet werden. Geld kann die Stadt aber keins zur Verf√ľgung stellen. Die etwa 8 Mio.¬Ä muss der Zoo aus Dritt-Mitteln wie Land, Bund, Europa o.√§. bestreiten. Die neue Anlage soll f√ľr eine maximale Gruppenst√§rke von 10 Elefanten mit Bullenhaltung konzipiert sein.
Der Masterplan soll in einer separaten Veranstaltung später im Jahr vorgestellt werden, da sich der Zoodirektor in der Rekonvaleszenz nach einer schweren OP befindet und die Präsentation des Masterplans ja doch "Chefsache" ist.
(18.06.2009, 13:22)
Michael Mettler :   Und wieder mal das Foto vergessen :-)
(16.06.2009, 09:51)
Michael Mettler :   @Guddy, da Karsten gerade das Stichwort Stralsund gab: Deine Bef√ľrchtung bez√ľglich abnehmender Hornl√§nge bei den "deutschen" Bulgarenziegen kann ich mit dem beiliegenden Foto des Stralsunder Zuchtbockes vielleicht ein wenig mildern.

Falls die neu importierten Bulgarenziegen nicht ganz frei vom Einfluss anderer Rassen sein sollten, f√§nde ich das dennoch nicht allzu schlimm. Gerade bei Nutztieren ist die Rassegeschichte ja voll von gelegentlichen Fremdeinkreuzungen, um z.B. Leistung, Fruchtbarkeit usw. zu steigern, und das heute gewohnte Rassebild nur eine Momentaufnahme der Entwicklung. Es w√ľrde mich jedenfalls wundern, wenn die Bulgarenziege in ihrem originalen Herkunftsgebiet √ľber die Jahrhunderte hinweg wirklich einkreuzungsfrei geblieben w√§re. Entscheidender ist ja, dass eine Rasse trotzdem ein relativ einheitliches Erscheinungsbild bietet. Aber auch da liest man immer mal wieder, dass manche Haustierrassen erst von europ√§ischen Rassekundlern selektiv aufgestellt wurden, w√§hrend die Tiere in ihrer Heimat bunt durcheinander gekreuzt werden - z.B. die beiden Ziegentypen, die wir hier als Damara- und Ovamboziege trennen.
(16.06.2009, 09:32)
Karsten Vick :   Also ein Neuimport der f√ľr ausgestorben gehaltenen Bulgarenziegen ist doch allemal einen Tastendruck wert, Guddy!! Man hatte hier ja schon in Erw√§gung gezogen, die in Europa genau so seltene Tadshikenziege mit der Bulgarenziege zusammenzuschmei√üen und als EINE Rasse zu z√ľchten. Das wird nun nicht mehr n√∂tig sein. Obwohl - am Gehege der Tadshikenziegen in Lelkendorf las ich, dass bei ihnen der Bocksgeruch nicht so stark ausgepr√§gt sein soll. DAS w√§r f√ľr die Bulgarenziege eine echte Aufwertung - wer mit mir letzten September in Stralsund war, wei√ü was ich meine...
(15.06.2009, 23:53)
Guddy :   Eigentlich wollte ich gerade gar nichts schreiben, aber bin auf irgend eine Taste gekommen, und schon stand der leere Eintrag im Thread. Aber da will ich doch gleich mal vermelden, dass es bei Yak und Bison je einmal Nachwuchs gab, dass man aus Bulgarien eine Gruppe Schraubenh√∂rniger Langhaarziegen bekommen hat (Keine Ahnung woher genau) und dass jetzt der restliche Teil (ganz rechts) des Rinderwinkels mit Holz verkleidet wird. Der Walliser-Bock steht jetzt mit bei den Gei√üen und Zicklein und die neuen Bulgaren-Ziegen stehen jetzt im rechten Gehege.
Die Zackelschafe standen im oberen Teil des Berberaffenberges und betätigten sich als Rasenmäher. Die Flamingo-Anlage steht kurz vor der Fertigstellung. (am 1. Juli soll wohl Einweihung sein.)
(15.06.2009, 23:19)
Guddy :  
(15.06.2009, 21:42)
Oliver Jahn :   @Guddy, das ist ja eine super Skizze. Ich dachte, der Besucher w√ľrde etwas h√∂her stehen, das kann aber auch daran liegen, dass ich knapp 2 Meter bin. :-)
@Henry Merker, es hie√ü von offizieller Zooseite her, dass das Gehege nicht mehr den Anforderungen entsprach, daher ist es so wie Michael beschreibt, bereits im R√ľckbau. W√§re die Anlage ohne Beanstandung gewesen, dann h√§tte man die Apensteinb√∂cke gar nicht abgeben m√ľssen.
(08.06.2009, 21:21)
Guddy :   Ich habe aus der Erinnerung, von Fotos und mit Hilfe der ungef√§hren Ma√üe aus Google Earth mal so in etwa die Seitenansicht der ehemaligen Steinbock-Anlage aufskizziert, da sie mit Worten doch etwas schwierig zu beschreiben ist.
Die Breite der Anlage liegt bei ca. 20 bis 30 Meter. Da auf dem Luftbild zu viele dichte B√§ume dar√ľber waren, konnte ich die nicht genauer nachmessen.
Links vom Haus steigt das Gelände etwas weniger rasch an, aber ich wollte noch den Steg ins Obergeschoss mit andeuten.
Die Giebelgestaltung ist frei erfunden, da ich von dieser Seite gerade kein Bild zur Verf√ľgung hatte.
(08.06.2009, 19:37)
Michael Mettler :   @Guddy: Der Genpool ist bei vielen Wildtierformen in Zoos noch geringer als bei der Bulgarenziege...

@Henry Merker: Wenn es denn im Zoopark den Wunsch gegeben h√§tte, die Alpensteinb√∂cke durch eine andere Gebirgswiederk√§uerart zu ersetzen, dann h√§tte man das vermutlich l√§ngst getan... Es wird einen Grund daf√ľr geben, dass die Steinbockhaltung aufgel√∂st wurde, das macht kein Zoo aus einer Laune heraus. Und auch wenn mein Foto der leeren Anlage unten auf den ersten Blick so wirkt: Die Anlage hat derzeit nach dem Abriss des alten Zaunes keinerlei Absperrung, da verbirgt sich nicht etwa ein Trockengraben hinter dem Pflanzstreifen. Um dort die genannten Wildhuftiere zu halten, m√ľsste also entweder wieder ein Zaun aufgestellt werden (f√ľr Gebirgswiederk√§uer zwangsl√§ufig ein sehr hoher), wodurch wieder der "K√§fig"-Eindruck entst√ľnde, oder es m√ľsste ein Graben angelegt werden. Da sich der Besucherweg unter Gehegeniveau befindet, entst√ľnde dadurch allerdings eine ung√ľnstige bauliche Situation (meiner Erinnerung nach m√ľssten zudem einige gr√∂√üere B√§ume weichen) - oder der Graben m√ľsste von der Gehegefl√§che abgeknapst werden, was wenig Sinn macht.
(07.06.2009, 09:33)
Henry Merker :   In der S√ľdamerikaanlage w√ľrde ich anstelle der Lamas eher auf Guanakos zur√ľckgreifen. Sie sind genauso gro√ü, winterhart wie Lamas und von den Haltungskosten vermutlich mit Lamas vergleichbar. Auch d√ľrften sie leicht zu beschaffen sein.
Ich habe da auch an Vikunjas gedacht, doch bin ich mir da nicht so im klaren, wie es mit diesen aussieht, was Haltungsaufwand und die Beschaffungsmöglichkeiten betrifft.
Da √ľber die leere Steinbockanlage √úberlegungen angestellt worden sind: Es b√∂te sich an diese mit einen der kaukasischen Steinbockformen, Pyren√§ensteinb√∂cken (, wenn sich welche aus Spanien beschaffen lie√üen,) Kreishornschafen, Goralen, M√§hnenspringern, Nubischen Steinb√∂cken (, sobald Z√ľrich Nachwuchs abgeben m√∂chte,), Tharen, Dickhornschafen (, aus einen der europ√§ischen Haltungen,) oder einer der winterharten Antilopenformen zu besetzen. Ich denke da etwa an den Gro√üen Kudu oder an die Elenantilope (w√§re die Anlage eigentlich gro√ü genug?), die sich an unseren Breitengraden gew√∂hnt haben d√ľrften und im s√ľdlichen Afrika teilweise aus √§hnlichen klimatischen Verh√§ltnissen wie in Europa stammen. Aber auch hier gilt: Die Stadt und der Zoopark m√ľssen dies wollen und einer dieser Tierformen m√ľssten den auch gerade "zu haben" sein.
(07.06.2009, 09:08)
Henry Merker :   So schlecht sehen die Bulgarenziegen tats√§chlich nicht aus. Die w√ľrde ich im Zoopark belassen.

Noch einmal kurz zu den Giraffen: Angesichts des derzeitigen Bestandes an s√ľdafrikanischen Giraffen in Europa (8,12 Angolagiraffen in drei und 17,25 Kapgiraffen in neun Haltungen) w√§re meiner Meinung nach eine Umstellung auf Kapgiraffen w√ľnschenswerte als eine Umstellung auf Netzgiraffen. Dies vor allem auch deshalb, weil tiergeografisch die Kapgiraffe eher zu den derzeitigen Afrikawildtierbestand des Zooparks passen w√ľrde. Zwar w√§re nach sehr strengen Ma√üst√§ben die Angolagiraffe noch passender, aber letztlich d√ľrfte die Kapgiraffe leichter zu beschaffen sein.
(F√ľr den Fall, dass Erfurt sich nicht f√ľr eine der s√ľdlichen Formen entscheiden sollte, w√§re f√ľr mich die Anschaffung von Kordofangiraffen erstrebenswerter. Anschlie√üend erst k√§men die Netz- und dann die Rothschildgiraffen f√ľr mich in Frage, wenn ich eine entsprechende Entscheidungsbefugnis h√§tte. Aber es muss nat√ľrlich geschaut werden, was realisierbar ist.)

(06.06.2009, 23:50)
Guddy :   Der Vermehrung der Rasse sind meiner Meinung nach durch den geringen Genpool Grenzen gesetzt. Auch scheint es mir, dass die aktuellen Tier im Vergleich zu den Tieren, die beispielsweise in der CAPRA abgebildet sind, schon etwas abweichen, was die m√§chtigkeit der H√∂rner bei den B√∂cken betrifft. Zum Vergleich: Das nebenstehende Bild ist von 1984.
(06.06.2009, 22:46)
Michael Mettler :   @Guddy: Zuf√§llig habe ich bei meinem k√ľrzlichen Besuch auf die Namensliste der Guerezas geschaut, und da ist f√ľr den Zuchtmann der Geburtsort Berlin angegeben. Demnach m√ľsste er ein caudatus sein, und der Rest der Truppe k√∂nnte mischbl√ľtig sein.

Bei den Bulgarenziegen wundert mich nur, dass die sich nicht sonderlich verbreitet haben. Wenn der Zoopark sie seit rund 40 Jahren z√ľchtet und Hausziegen gemeinhin keine Probleme mit der Fruchtbarkeit haben, k√∂nnte doch l√§ngst eine gro√üe Zoo- und Liebhaberpopulation bestehen. Aber es sind eben "nur Haustiere", und deswegen m√∂gen sie vielen Zoos zu popelig gewesen sein. Zar lassen sich Haustierrassen meistens nur dadurch erhalten, dass man sie auch der Verwertung zuf√ľhrt, aber eine etwas breitere Basis sollte daf√ľr schon aufgebaut werden. Vielleicht sind sie vielen Privathaltern zu uneinheitlich im Aussehen, Z√ľchter (und auch manche Zoos) lieben es ja "normgerecht"...
(06.06.2009, 19:19)
Guddy :   Die Informationen zur "Schraubenh√∂rnigen Bulgarischen Langhaarziege" sind korrekt.
Schon 1972, als Dr. Altmann weitere Tiere zur Blutauffrischung aus Bulgarien holen wollte, fand er dort keine reinrassigen mehr vor!
So gesehen stellen die acht Zicklein, die in diesem Jahr im Th√ľringer Zoopark geboren wurden, einen Bestandszuwachs von fast 10% weltweit dar. Warum der Zoo das nicht werbewirksamer "verkauft" hat, wei√ü ich auch nicht.
Ja, ja: Die doofen, langweiligen Haustiere in Erfurt ... =D

(06.06.2009, 18:52)
Guddy :   Zu dem Guerezas sagt die Zootierliste folgendes:

Weißschwanzguereza
(Kilimandscharo-Guereza)
Colobus guereza caudatus:

Erfurt (Zoopark):

bis mind. 1974 Hybridzucht
(7 Jungtiere)
mit 1,0 C. guereza caudatus und 0,2 C. guereza kikuyuensis
Wie es heute aussieht, muss ich bei meinem nächsten Zoobesuch mal schauen - bisher waren Unterarten nicht mein Thema, auf das ich bei meinen Zoobesuchen geachtet habe. Bei manchen Tierarten waren mit die Unterarten auch bisher gar nicht so bewusst.

Zum Thema Vergesellschaftung: wie sieht es denn mit Yaks und Trampeltieren aus? Da stimmt doch schonmal die Zentralasiatische Herkunft √ľberein.

(06.06.2009, 18:23)
Michael Mettler :   Nochmal zum Thema "Tierbestandsveredelung": Die Informationen, die ich bei kurzer Internet-Recherche fand, sind zwar alle schon ein paar Jahre alt, aber demnach gilt die Bulgarenziege in ihrer Heimat als in reinbl√ľtigem Status ausgestorben, und die in wenigen deutschen Zoos und Privathaltungen vorhandenen Tiere, die s√§mtlich auf Importe des Erfurter Zooparks zur√ľckgehen und sich offenbar insgesamt bei unter hundert Exemplaren bewegen, repr√§sentieren m√∂glicherweise den gesamten Weltbestand dieser Ziegenrasse. Das toppt an Seltenheit jeden Goral oder Bergriedbock...
(06.06.2009, 17:31)
Michael Mettler :   @Hannes: Stimmt, mit denen (und mit Trampeltieren, Strau√üen und Pavianen) lebten die Bisons in Hodenhagen vor Best√ľckung der Amerika-Sektion zusammen. In Hannover soll √ľbrigens in Yukon Bay versucht werden, Bisons und Karibus zusammen zu halten; allerdings sind von Anfang an erst mal zwei getrennte Anlagen vorgesehen, die sp√§ter gegebenenfalls zusammengefasst werden k√∂nnen.

Bez√ľglich der unten genannten Erfurter Artenliste habe ich nochmal in die Doku geschaut: Die Klammeraffen waren schon damals Braune Goldstirnklammeraffen wie heute, keine Schwarzen Klammeraffen. Der Fehler ist absolut verzeihlich, es gab in den 80ern eine ganze Reihe von Zoos, die nicht recht wussten, zu welcher Art ihre Klammeraffen geh√∂rten (oder auch gemischte Gruppen hielten). Mit dem Bezoarziegenbock habe ich mich nicht get√§uscht, und dem Hintergrund nach zu urteilen w√ľrde ich ihn in der Steinbockanlage vermuten (war die vielleicht fr√ľher geteilt?). Falsch in Erinnerung hatte ich dagegen die Tiger-Backenb√§rte, so kurz waren die nun doch nicht. Aber die Tiere wirken insgesamt sehr kurz- und glatthaarig und kein bisschen nach Amur-Einfluss. Bei den Guerezas zweifele ich die Unterartreinheit der damaligen Tiere an. Bei den reinbl√ľtigen Wei√üschw√§nzen, die z.B. der Berliner Zoo z√ľchtete, sah der Schwanz fast wie ein Pferdeschweif aus: Der mit kurzen schwarzen Haaren besetzte "Stiel" sehr kurz, kaum aus dem wei√üen "Mantel" herausstechend, der langhaarige wei√üe Schweif enorm ausgepr√§gt. Die Guerezas im Film √§hneln dagegen eher dem heutigen "Zoo-Guereza" mit mehr oder weniger langem schwarzem, kurz behaartem "Stiel".
(06.06.2009, 17:16)
Hannes L√ľke :   Ich w√§re f√ľr Schwarzb√§ren. Man muss nat√ľrlich auch ein wenig mehr strukturieren aber warum nicht.
(06.06.2009, 15:19)
Michael Mettler :   @Henry Merker: In Hodenhagen werden Pr√§riebisons seit vielen Jahren zusammen mit Wapitis, Guanakos und Nandus gehalten; zeitweise waren auch Flachlandtapire dabei. Wuppertal hielt fr√ľher auf der heutigen Pampa-Anlage √ľber lange Zeit Pr√§riebisons mit Europ√§ischen Damhirschen.

Wenn wir schon am Tr√§umen sind: Gr√∂√üe, Form, Lage und vor allem Einfriedung (hier m√ľsste man nur an wenigen Stellen mit einfachsten Mitteln modifizieren, was allerdings auch f√ľr die anderen genannten Arten n√∂tig w√§re) der Bison Plains lie√üen m.E. sogar eine Gemeinschaftshaltung mit Gabelb√∂cken zu - wenn sie denn beschaffbar w√§ren... Aber Letzteres gilt f√ľr Schwarzwedelhirsche genauso. F√ľr sie wie auch f√ľr Wei√üwedelhirsche w√§re die Anlage ohne zus√§tzliche Strukturierung wohl zu offen, f√ľr Dickhornschafe sch√§tze ich den Bodengrund zu weich (Hufprobleme). Bliebe der Wapiti.
(06.06.2009, 14:45)
Henry Merker :   Das wurde ja erst k√ľrzlich durch eine Studie, deren Ergebnisse in den Zeitungen (etwa Tagesspiegel) ver√∂ffentlicht wurden, best√§tigt. Das Ganze d√ľrfte mit der Entfremdung von der urspr√ľnglichen Religion zu tun haben. Die Protestanten haben sich ja nach dem zweiten Weltkrieg von ihrer Arbeitsethik verabschiedet (zumindest in Deutschland), da die preu√üischen Tugenden (bei n√§herer Betrachtung sind es protestantische) angeblich ganz schlecht seien. Kurioserweise sind jetzt die Katholiken flei√üiger, die im mehrheitlich protestantisch gepr√§gten Deutschland - gerade in der Diaspora (meines Wissens ist das Eichsfeld mehrheitlich katholisch, oder?)- durch den langen Kontakt mit Protestanten deren Ansichten teilweise angenommen haben (Protestantisierung des Katholizismusses), wobei ich mit Ansichten etwa die Arbeitsethik (mit gewissen Abstrichen nat√ľrlich) meine und nicht etwa die neueren Entwicklungen. Hier liegt eine gewisse Parallele mit den USA vor (Huntington hatte dies ja in seinem Buch √ľber die us-amerikanische Identit√§t geschrieben).
Zudem spielen gruppendynamische Prozesse ebenfalls eine Rolle, genauso wie die zu beobachtende Abneigung gegen Leistungen gleich welcher Art, die teilweise auch EIN Grund f√ľr die immer gr√∂√üer werdenden Bildungsl√ľcken in Deutschland Bev√∂lkerung sind.
Doch nun bin ich zu sehr vom Thema abgekommen....
(06.06.2009, 12:15)
Guddy :   @ Henry Marker:
Die Giraffen-Frage ist etwas geauer im Giraffen-Unterarten-Thread behandelt.
Vergesellschaftung von Bisons:
Wie schon erwähnt, sollte ja mal mit Mustangs vergesellschaftet werden. Leider weiß ich nicht, warum dies dann doch nicht versucht wurde. Andere Vergesellschaftungen sind mir bisher nicht bekannt.
Zum Thema Ost-West: Gefreut habe ich mich bei unten erw√§hntem Zeitungsartikel, dass Dr. K√∂lpin nicht als "Wessi" sondern als "Nordlicht" vorgestellt wurde. Bei meinen Besuchen im Alt-Bundesgebiet habe ich zudem festgestellt, das es sich auch da nicht um eine wirtschaftlich einheitliche Region handelt, sondern die Unterschiede von Nord und S√ľd, von L√§ndlichen Gebieten und Ballungsr√§umen sowie von (West)-Berlin und der Bundesrepublik teilweise doch recht erheblich sind. Genauso w√ľrde ich manche Gemeinde im Eichsfeld nicht mit einer fast verlassenen Region im Osten Brandenburgs vergleichen wollen und auch St√§dte wie Dresden und Neubrandenburg haben nach 1989 durchaus verschiedene Entwicklungen geommen...
Ja, die t√§glichen Ausfl√ľge der Elefanen hatten schon etwas Besonderes. Zumal es wirklich "Alltag" war, also nicht nur mal so, f√ľr die Kamera. Wenn man bedenkt, dass in den Spitzenzeiten der Erfurter Elefantenhaltung 1974 t√§glich ACHT Elefanten jeweils fast einen Kilometer zwischen Freigehege und Nachtquartier pendelten. Dies geschah √ľbrigens w√§hrend der √Ėffnungszeit. (Leider musste man in Wien erleben, dass das Restrisiko doch erheblich ist.)

(06.06.2009, 11:26)
Henry Merker :   Da wiederholt auf die Gr√∂√üe der Bisonanlage hingewiesen wurde, habe ich zwei Fragen.
Sind irgendwelche Haltungserfahrungen mit Bisons bekannt, die mit anderen nordamerikanischen Huftieren (etwa Wapitis, Weiß- bzw. Schwarzwedelhirsche, Dickhornschafe) vergesellschaftet worden sind?
Und wenn ja, hat sich eine solche Gemeinschaftshaltung bewährt und wäre sie demnach im Zoopark anwendbar?
Ich habe zwar mittlerweile lesen k√∂nnen, dass der Zoopark auf Netzgiraffen umstellen m√∂chte, doch w√ľrde ich dennoch an dieser Stelle wissen wollen, wie viele Kap- und Angolagiraffen den tats√§chlich innerhalb Europas leben, um √ľberhaupt mal zu sehen, ob eine Haltung einer der beiden Formen im Zoopark √ľberhaupt m√∂glich sein k√∂nnte.

(06.06.2009, 10:39)
Henry Merker :   Nachtrag: Nat√ľrlich m√ľsste es hei√üen: "Sie haben schon recht..."
Und der Kommentar in Bezug auf die US-Zoos hängen mit der Weltwirtschaftskrise zusammen.
(06.06.2009, 10:33)
Henry Merker :   @Guddy
Sie haben schon; vielleicht habe ich etwas voreilig geurteilt; dennoch war ich von meinem letzten Besuch in Erfurt, der tats√§chlich schon l√§nger her ist, eher mit einem klammen Gef√ľhl gegangen bin. Da es sich hier jedoch um ein Forum handelt, bei dem es in erster Linie um Zoos gehen soll, m√∂chte ich an dieser Stelle mich nicht an dem leidlichen Thema "Ost-West-Differenzen" heranwagen. Was wirtschaftliche Potentiale betrifft, so denke ich eher langfristig. Und wenn ich mir die Beitr√§ge zu den Zoos der USA anschaue, wo meines Erachtens deutlich wird, dass auch die Zoos in Mitleidenschaft gezogen worden sind (zumindest verstehe ich die Beitr√§ge so), dann kann ich mir sehr gut vorstellen, was in der n√§chsten Zeit auf deutsche Zoos zukommen wird.
Und ansonsten Stimme ich Ihnen zu, wenn man durchaus lesen muss, wie die Verhältnisse im Zoopark in puncto Zoodirektor und Ausbau des Parkes bestellt sind.
(06.06.2009, 10:31)
Michael Mettler :   @Guddy: Angesichts deines Fotos musste ich sehr schmunzeln, denn genau damit wird die erw√§hnte Zoo-Doku "Der Zoo auf dem Roten Berg" eingeleitet. Elefanten wandern durchs Bild, "afrikanische" Musik ert√∂nt, die Kamera macht einen Schwenk √ľber den "Busch", die Elefanten weiden Str√§ucher ab - und dann sieht man sie pl√∂tzlich zusammen mit Pflegern und einer Schafherde und wird aufgekl√§rt, dass "Afrika" in Erfurt liegt...

Frei laufende Mufflons? Na, dann doch lieber gleich Kreishornschafe, dann freut sich auch der Artenfan - mich eingeschlossen :-)
(06.06.2009, 09:22)
Guddy :   Mein Mann bekam in den letzten Tagen mal ein interessantes feedback von ONB: Ein Kollege (der nicht wusste, dass wir im F√∂rderverein sind) wollte meinem Mann den Erfurter Zoo empfehlen. Er sei an Pfingsten dort gewesen und habe es wohltuend gefunden, dass da so viel freie Fl√§che sei und man nicht von den Massen, wie in vielen anderen Zoos, nur von Gehege zu Gehege "durchgeschoben" wird, wenn es im Zoo mal wieder ein bisschen voller ist. Am Pfingstmontag war Besucherrekord (8.000 Besucher)und es mussten zus√§tzliche provisorische Kassen ge√∂ffnet werden, um alle Leute zeitnah hinein zu bekommen!
Also ein paar Fleckchen Gelände sollten dann wohl doch noch frei bleiben !? :-)
(06.06.2009, 01:41)
Guddy :   @ Michael Mettler:
Wir hatten ja weiter unten mal spa√üeshalber √ľberlegt, ob auch Wildtiere f√ľr die Landschaftspflege im gesch√ľtzten Landschaftsteil in Frage k√§men: Ich meine, JA! (Siehe Foto) Nur leider muss man einen Menschen zum Aufpassen daneben stellen, und das geht nicht im "protected contact". Das Bild zeigt √ľbrigens die Erfurter Elefanten auf ihrem damals t√§glichen Rundgang √ľber das damals (1996) noch nicht f√ľr Besucher zug√§ngliche Gebiet. Die "Aufpasser" mal weggerechnet, hatten die Erfurter Elefanten eine Stunde t√§glich wohl das gr√∂√üte Freigehege in einem Zoo: 50 Hektar, n√§mlich den ganzen Zoo! Manchmal sogar auch noch dar√ľber hinaus. Leider wurde es dann zu gef√§hrlich. Da man aufgrund des beengten Geheges zun√§chst auf den t√§glichen Freigang nicht verzichten wollte, (Eigentlich sollte ja erst nach Erweiterung des Geheges auf "p.c." umgestellt werden) mussten zun√§chst Mondula (1998) und sp√§ter Aja (2005) aus der Gruppe genommen werden und Erfurt verlassen. Nun hat man doch schon seit einiger Zeit umgestellt, und die Tiere m√ľssen auf ihrer Anlage immer wieder neu besch√§ftigt werden. Man steckt jetzt in der Zwickm√ľhle: Wieviel Geld und Aufwand steckt man noch in die bestehende Anlage, bevor die neue nun tats√§chlich gebaut wird?
Aber ich denke, was die Landschaftpflege betrifft, ein paar freilaufende Mufflons m√ľssten es doch eigentlich auch tun?
Nochmal @ Henry Merker: Da in Erfurt immer wieder Masterpl√§ne beschlossen werden, mag es sein, dass uns schon viele interessante und relativ leicht zu haltende Tierformen "durch die Lappen gegangen" sind, weil sie nicht in das gerade g√ľltige Entwicklungskonzept passten.

(06.06.2009, 01:11)
Guddy :   @ Henry Merker:
Hier haben sich also unsere Beitr√§ge √ľberschnitten.
Was noch bez√ľglich der Zoodirektion zu erinnern w√§re: Bisher ist noch keiner der Direktoren aus Altersgr√ľnden aus dem Amt ausgeschieden! Und das in 50 Jahren Zoogeschichte.
Der neue Direktor ist im April zun√§chst nur mit einem Vier-Jahres-Vertrag eingestellt worden - f√ľr einen Job, der Jahrzehnte beansprucht - und das mit dem Hinweis, dass man seinen vorletzten Amtsvorg√§nger ja "nur mit viel M√ľhe losgeworden" sei.
Ein "nette" Begr√ľ√üung in der Zeitung war das!
(06.06.2009, 00:16)
Guddy :   @ Henry Merker:
Leider enthielt der Zoof√ľhrer von 1974 - wie auch der aktuelle - keinen Lageplan.
Um einen Vergleich zu erleichtern, habe ich den Plan des DDR-Zoos mal mit dem heutigen Plan kombiniert. Ich hatte dies schon weiter unten eingestellt, aber um das "rauf und runter" zu vermeiden, stelle ich es nochmal ein.
Anhand dieses Planes von 1966, der bis auf die Fertigstellung des Elefantenhauses 1984 nur sehr kleine Veränderungen bis zur Wende erfuhr, kann man sich die Haltungsbedingungen ausmalen, mit denen ein derart hoher Tierbestand erkauft war.
Zu dem Hinweis, dass das alte Raubtierhaus h√§tte ja erhalten werden k√∂nnen, kann ich nur wieder und wieder darauf hinweisen, dass dies aufgrund der Bausubstanz schlechterdings nicht m√∂glich war! (Man hatte zu DDR-Zeiten, Anfang der 60er Jahre, leider keine besonders hochwertigen Materialien zur Verf√ľgung gehabt) Auch der damalige Direktor l√§sst ja in bewusstem Wegweiser von 1974 anklingen, dass am Raubtierhaus der Rundgang leider "noch" beendet sei, und er hoffe, dass er in absehbarer Zeit dem Besucher auch Raubtier-Freianlagen wird pr√§sentieren k√∂nnen. Ein Problem ist auch, dass Alt-Zoo-Gel√§nde und Wirtschaftshof extrem weit auseinander liegen, und zun√§chst zwischen beiden Bereichen eine Br√ľcke aus Gehegen geschaffen werden musste.
Was ich an Ihrem Beitrag etwas fragw√ľrdig finde, ist dieses: Sie schlie√üen von der Kleidug der Zoobesucher auf die √∂konomische Potenz der Stadt. Ich wei√ü ja nicht, an was f√ľr einem Tag Sie im Zoo waren, aber, gemessen an den Nummernschildern der Autos auf dem Zooparkplatz an einem durchschnittlich besuchten Wochenend-Tag, d√ľrfte es demzufolge vielen Franken, Hessen und Niedersachsen wohl wirtschaftlich auch mittlerweile ziemlich schlecht gehen ...!?
Waren Sie seit dem von Ihnen beschriebenen Besuch, der aufgrund der von Ihnen als noch im Bau beschriebenen Gehege deutlich vor 2005 gewesen sein muss, eigentlich noch einmal im Erfurter Zoo? Ich habe in der etsprechenden Zeit einmal den Rostocker Zoo besucht und w√ľrde mir zur gegenw√§rtigen Situation dort keine "Ferndiagnose" zutrauen.
(06.06.2009, 00:02)
Henry Merker :   Da ich noch nicht dazu gekommen war, s√§mtliche Beitr√§ge zu lesen und das, was ich bislang zu lesen geschafft hatte, einen f√ľr die Entwicklung des Zooparks eher ung√ľnstigen Eindruck gemacht hat, habe ich nicht im vollst√§ndigen Ma√üe sehen k√∂nnen, dass der Aufbau, den ich unten ansprach, nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten geschieht. Denn was ich bislang gelesen hatte, machte mir doch einen eher schlechten Eindruck (N√§mlich den, dass ein engagierter Direktor versucht den Zoopark so gut wie m√∂glich zu verbessern, jedoch permanent daran gehindert wird.).
Was die Besetzung der Tieranlagen betrifft, so erkl√§rt sich mein Standpunkt dadurch, dass ich eher an exotische Wildtierformen interessiert bin, da ich solche mit einem "richtigen Zoo" verbinde. Mag sein, dass ich da ein bisschen falsch gepolt bin und die konkrete Situation in Erfurt aus der Entfernung nicht richtig zu deuten mag, aber einige Tiere k√§men da doch schon in Frage. Ich denke da an Tiere wie die Bergriedb√∂cke (, f√ľr die sich laut Dr. Blaszkiewitz kaum ein Zoo zu interessieren scheint, weshalb ich denke, dass sie relativ leicht zu beschaffen w√§ren,), Gorale, Mesopotamische Damhirsche oder Kudus. F√ľr diese Tiere, denke ich, m√ľssten die derzeitigen Kapazit√§ten des Zooparks ausreichen. Dass schlie√üt selbstverst√§ndlich nicht aus, dass ich hier die tats√§chlichen M√∂glichkeiten verkenne.

(05.06.2009, 23:35)
Henry Merker :   Die unten aufgef√ľhrte Idee, dass der Zoopark sich zuk√ľnftig auf Tiere Afrikas ausrichten solle, finde ich sehr begr√ľ√üenswert. Daf√ľr spricht ja nicht zuletzt, dass der gr√∂√üte Teil der Wildtiere des Zoopark tats√§chlich aus Afrika stammen. Demzufolge b√∂te sich an, aus dem Zoopark ein deutsches Dvur Kralove zu machen. In diesem Rahmen w√§re es auch zu begr√ľ√üen, wenn im Zoopark auch solche Afrikaner einziehen w√ľrden, die momentan nicht in Deutschland zu bewundern sind. Ich denke da zum Beispiel an Wei√üschwanzgnus und Beisaantilopen, wobei letztere aus franz√∂sischen Zoos zu beschaffen w√§ren. Angesichts der gro√üen instabilen, politischen Lage in zahlreichen afrikanischen L√§ndern, w√§re ein Themenzoo ¬ĄAfrika¬ď eine sehr gute Idee, da eine nicht geringe Anzahl der afrikanischen Tiere so per se gef√§hrdet ist.
(05.06.2009, 23:15)
Michael Mettler :   @Henry Merker: Nach der von Guddy beschriebenen Sachlage scheint es unter Th√ľringer Bestimmungen nicht so einfach zu sein, die vorhandenen Haustiere - wirklich seltene Rassen sind ja kaum noch darunter vorhanden - in den gleichen Gehegen durch Wildtiere zu ersetzen; vor allem dann nicht, wenn man einen ad√§quaten Schauwert erzielen, also m√∂glichst genauso gro√üe Arten daf√ľr halten will. Wo jetzt Yaks als Haustiere gehalten werden d√ľrfen, w√§re die Haltung einer Wildrindart vielleicht nicht mal gestattet... Wenn es dazu noch an Geld mangelt bzw. dieses vorrangig f√ľr Publikumsmagnete ben√∂tigt wird, halte ich es f√ľr eine legitime L√∂sung, Alt-Anlagen eben "nur noch" mit Haustieren in Betrieb zu halten, ob nun Spezialgebiet oder nicht. Allerdings finde auch ich es bedauerlich, wenn ausgerechnet ein mit reichlich Fl√§che gesegneter Zoo nicht die Mittel hat, diese zu nutzen, w√§hrend anderswo Tierarten (vor allem gro√üe Huftiere) aus purem Platzmangel aufgegeben werden.
(05.06.2009, 22:47)
Oliver Jahn :   Also der letzte Satz ist ein wenig verwunderlich. Nach dem letzten Besuch, √ľber den Michael und ich einiges geschrieben haben, d√ľrfte unzweifelhaft sein, dass in Erfurt nicht "in Angriff zu nehmen" W√ĄRE, sondern t√ľchtig "in Angriff" genommen WIRD!!
(05.06.2009, 22:30)
Henry Merker :   Ich hatte den Zoopark Erfurt irgendwann zwischen 2005 und 2008 besucht; jedenfalls konnte ich damals noch den Angolastummelaffen M'Toto sehen und die neuen Affenanlagen waren noch nicht fertig gestellt bzw. noch im Bau. Gleiches galt auch f√ľr das neue Raubtierhaus, das ich damals jedoch schon in Grundz√ľgen erkennen konnte.
Da ich zuvor den Wegweiser des Zooparks von 1974 (Guerezas) und den DDR-Zoof√ľhrer aus den 80ziger Jahren gelesen hatte, war ich mit gro√üen Erwartungen in den Zoopark gegangen. Ich nahm n√§mlich an, dass der Tierbestand sich √§hnlich gestalten w√ľrde, wie in den besagten Quellen.
Dementsprechend war ich entt√§uscht. Bis auf den Affenbestand, gab es f√ľr mich pers√∂nlich keine Besonderheiten, da ich ehrlicherweise kein besonderes Interesse f√ľr die damals zahlreichen Haustierformen aufbringen konnte. Lediglich die Shirehorses sah ich als einigerma√üen interessant an.
Die Enttäuschung konnte lediglich durch die Nilgirilanguren und Bären- und Angolastummelaffen wett gemacht werden.
Meines Erachtens sollte das Affenhaus so umgebaut werden, dass es sich zur Haltung von Krallen- und Springaffen eignet. Somit w√§re die eigentliche Bestimmung des Hauses noch aktuell und zudem ein verh√§ltnism√§√üig leicht durchf√ľhrbare Tierbestandserh√∂hung m√∂glich.
Dass das alte Raubtierhaus abgerissen wurde, sehe ich als ung√ľnstig an, da man es meiner Meinung nach durchaus h√§tte umbauen und entweder f√ľr kleinere Raubtiere (Schleich-, Kleinkatzen, Mungos, Kleinb√§ren oder/und Marder) oder aber auch f√ľr Niedere Affen h√§tte durchaus weiterhin h√§tte nutzen k√∂nnen. Das neue h√§tte ich jedenfalls an einer anderen Stelle errichtet, um etwa die Besucherstr√∂me √ľber den gesamten Park zu verteilen.
Die beim √úberfliegen vorgefundene Meinung, dass der Zoopark einen unfertigen Eindruck machen w√ľrde, kann ich voll und ganz best√§tigen. Dass hier jedoch eine Parallele zu Wuppertal liegen soll, sehe ich nicht so. Denn zum einen ist Erfurt nicht reich (Dies kann man daran erkennen, dass die gesamte Industrie Erfurts nach der Wende verschwunden ist und viele Zoobesucher aufgrund ihrer Kleidung eindeutig als ¬Ąarm¬ď zu bezeichnen ist.) und zum anderen war damals die Zeit noch eine vollkommen andere. Im Gro√üen und Ganzen ging es damals meines Wissens in der BRD noch bergauf, nicht so wie jetzt, wo dank Weltwirtschaftskrise (, die noch nicht so richtig hier angekommen ist,) und der aufstrebenden Weltm√§chte China und Indien, aber auch Russland und Brasilien die wirtschaftliche Position Deutschlands stark angegriffen wird. Von daher d√ľrfte es in der n√§chsten Zeit √§u√üerst schwer fallen, den Zoopark so auszubauen, wie es eigentlich der Fall sein sollte.
Zun√§chst denke ich, dass der Zoopark sich von seiner Tradition, seltene Haustierrassen zu halten, verabschieden sollte. Vielmehr w√ľrde ich die Tradition der Affenpflege und ¬Ėhaltung vertiefen und um eine zus√§tzliche Spezialisierung auf Huftiere erweitern, was sich bei der Gr√∂√üe des Parks anbietet.
Dazu muss zunächst der jetzige Wildtierbestand aufrecht und erhalten und wo möglich ergänzt werden.
Meiner Erinnerung nach, ist auch das Elefantenhaus stark renovierungsd√ľrftig. Darum w√ľrde ich die Planung f√ľr das ¬ĄDamaraland¬ď auf jeden Fall im Auge behalten und in die zuk√ľnftige Planung mit einbeziehen. Dabei w√ľrde ich dies jedoch noch um eine Giraffenanlage erweitern, wobei zwischen der Giraffen- und Elefantenau√üenanlage eine versteckter Durchgang eingeplant werden sollte, der nur von solchen Huftieren passierbar sein sollte, die vielleicht so gro√ü sind wie Elenantilopen. Dadurch w√§re die Idee dann noch um eine weitere Form der Gemeinschaftshaltung erweitert. Zudem w√§re in diesem Zusammenhang ein Umstieg auf eine reinrassige Giraffenform, etwa der Kapgiraffe, wenn diese innerhalb Europas auch gez√ľchtet werden sollte, oder der Angolagiraffe, insofern es m√∂glich w√§re, Vertreter dieser Form aus chinesischen Zoos oder gar ihrem Verbreitungsgebiet zu importieren. Zumindest w√ľrden diese Formen geografisch betrachtet ins Konzept passen.
Ansonsten wäre eine schwerpunktmäßige Beschränkung auf vielleicht zwei Erdteile ratsam, nicht zuletzt um die Tendenz der zoologischen Gärten, einen mehr und mehr einheitlichen Tierbestand aufzuweisen, zu durchbrechen.
Ansonsten wäre eine allmähliche Verbesserung der Qualität und Quantität der Einrichtung in Angriff zu nehmen.

(05.06.2009, 22:18)
IP66 :   Bergtierhaltung hinter hohen Z√§unen hat eine gewisse Tradition - so umgaben den heute noch existierenden Lamaberg (heute M√§hnenspringer) hohe Gitter. Die kostbaren Alpensteinb√∂cke, begehrte Geschenke des italienischen K√∂nigshauses, sperrte man ab und an sogar in gr√∂√üere Greifvogelvolieren, um jeden Ausbruchsversuch zu unterbinden.
(05.06.2009, 18:41)
Guddy :   @ WolfDrei
Danke f√ľrs Einstellen der Fotos.
Auf dem Steinbock-Bild sieht man recht gut, wie das Gehege umfriedet war.
F√ľr alle, die es nicht mehr kennen:
So, wie hinter den Tieren, verlief die Umzäunung ums ganze Gehege.
Durch den relativ gro√üen Abstand von Gehege und Besucherweg und die etwas seltsame Perspektive (Man stand etwa einen Meter unter dem Bodenniveau der Anlage, schaute also von schr√§g unten hinein) sah man viel Zaun - von mir als K√§fig wahrgenommen - und relativ wenig Tier. 1984 bin ich √ľbrigens noch mit einer Beirette (eine DDR-Pocket-Kamera, die wegen ihrer einfachen Bedienbarkeit besonders bei Kindern beliebt war) durch den Erfurter Zoo gestromert und habe versucht, ein paar Tiere in Schwarz-Wei√ü abzulichten. Von den 24 Bildern wurden meist nur 5-10 Bilder was, daher sind meine Bilder aus der Zeit recht sp√§rlich. Meine Eltern hatten leider nur selten im Zoo fotografiert. Daher bin ich √ľber jedes historische Erfurter-Zoo-Bild froh!
(05.06.2009, 15:56)
WolfDrei :   und Steinbock - ebenfalls mit "etwas" Gehege vom September 1984
(05.06.2009, 08:11)
WolfDrei :   @Goddy: Wie versprochen die Erfurter Bilder - ich mu√ü die Dias immer umkopieren lassen: Bisonbulle mit etwas Gehege, August 1978
(05.06.2009, 08:09)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Dann fehlt er wirklich in der besagten Liste, denn die enth√§lt nur die Kreta-Bezoare aus dem TP Berlin.

Falls die Elefanten tats√§chlich mit einer ganz neuen Anlage in Richtung Axmanns Hof verlagert w√ľrden, lie√üe sich nat√ľrlich auch auf der urspr√ľnglich f√ľr "Damaraland" geplanten Fl√§che eine Afrika-Savanne f√ľr Giraffen & Co. erstellen!

D√ľrfen eigentlich f√ľr die Landschaftspflege von Trockenrasenfl√§chen, wie sie einen gro√üen Teil des Roten Berges ausmachen, ausschlie√ülich Haustiere eingesetzt werden? Vor meinem geistigen Auge s√§he ich dort Gazellen weiden (z.B. Junggesellengruppen) - sofern diese verdauungstechnisch mit der vorhandenen Vegetation zurechtk√§men...
(03.06.2009, 23:06)
WolfDrei :   @MM: Habe nachgeschaut: Fotos vom Bezoarbock bei mir stammtem vom Juli 1986
(03.06.2009, 22:01)
Guddy :   @ Gudrun:
Die Aussage bez√ľglich der Netzgiraffenzucht w√ľrde sich mit dem decken, was die EAZA bez√ľglich der schrittweisen Eliminierung der Hybridtiere aus dem Zuchtgeschehen anstrebt:
Reinbl√ľtige Jubgbullen k√∂nnen mit einer Hybridkuh auf Zuchtf√§higkeit "getestet" werden, wenn in der betreffenden Zuchtst√§tte in Zukunft auch K√ľhe der Unterart des Bullen zum Einsatz kommen sollen. Hybridbullen sollen in Junggesellengruppen gesondert gehalten werden.
(Siehe auch Giraffen-Unterarten-Thread.)
Was die Standortwahl f√ľr die Elefantenanlage betrifft, h√§tte der Zoo mit der L√∂sung, die die Kuratorin andeutete, vermutlich den 1960 urspr√ľnglich geplanten Standort in der N√§he von Axmanns Hof "reaktiviert".
Leider hat es f√ľr die Mitglieder des Erfurter F√∂rdervereins dazu nach wie vor noch keinerlei Informationen gegeben.
@ Oliver Jahn / IP66
Der Artenschwund in den letzten Jahren der DDR wird daher r√ľhren, dass einfach die Devisen f√ľr den Nachkauf von Tieren fehlten und die eigenen Nachzuchten teilweise als Devisenbringer ins westliche Ausland und die Bundesrepublik exportiert wurden.
Bez√ľglich der Bengaltiger kann ich √ľber die reinbl√ľtigkeit keine Angaben machen.
(03.06.2009, 19:39)
Oliver Jahn :   @IP66, das ist eine spannende Frage, die du da stellst, und du solltest sie vielleicht in einem anderen Thread (haben wir nicht sogar genau einen zu diesem Thema) thematisieren, denn ich glaube schon, es gibt da gewltige Unterschiede.
@Gudrun, das hei√üt dann aber, die Anlage w√ľrde mit einem neuen Haus komplett dort gebaut werden? Denn eine Erweiterung des jetzigen Bereiches f√ľr die Elefanten in diese Richtung d√ľrfte doch kaum gehen, da man den Berg runter und hinter dem L√∂wenhaus lang m√ľsste. Das w√§re zwar eine riesige Anlage, aber sicher extrem schwer zu bauen!
(03.06.2009, 18:36)
Gudrun Bardowicks :   Bei der F√ľhrung im Rahmen der Fahrt der Zoofreunde Hannover nach Erfurt am 16.5.09 erw√§hnte die Kuratorin und Stellvertretende zoologische Leiterin auf Nachfrage, dass es mittlerweile √úberlegungen gibt, die neue Anlage f√ľr Afrikanische Elefanten vielleicht in Richtung Pferdekoppeln und Kangarooland zu bauen, da dort reichlich Platz f√ľr eine moderne Elefantenanlage vorhanden ist.
Nach dem Tod der Mischlingsgiraffenkuh, vielleicht auch schon fr√ľher, ist die Anschaffung reinrassiger Netzgiraffenk√ľhe als Zuchtpartner f√ľr den jungen Netzgiraffenbullen geplant.
(03.06.2009, 18:12)
Michael Mettler :   @Sacha: Das kann ich dir nicht beantworten. Die beiden Tiger, die in der Doku ganz kurz zu sehen sind, haben jedenfalls f√ľr meinen Geschmack einen auffallend schwach ausgepr√§gten Backenbart, zudem waren in der DDR m.W. Bengalen aus Indien-Importen in Umlauf (z.B. TP Berlin, Rostock) - die Wahrscheinlichkeit ist also schon recht hoch.
(03.06.2009, 15:54)
Sacha :   @MM: Da Du ja alle zweifelhaften Formen Deiner Liste gekennzeichnet hast = Ist es richtig, dass die Erfurter Bengaltiger auch reinbl√ľtige Bengalen (nach gegenw√§rtigem Wissenstand) waren?
(03.06.2009, 11:39)
IP66 :   Ich finde, da√ü sich gerade der Besatz des Affenquartiers noch recht reichhaltig lie√üt - wobei man ja nicht wei√ü, wie viele Exemplare vorhanden waren. Die Frage, ob es auch in den DDR-Zoo vor 1989 stark merkbaren Artenschwund gab, scheint mir interessant. In der Bundesrepublik sieht man ja gerne Verbindungen zwischen Zookritik und Artenr√ľckgang, und da es in der DDR kaum Zookritik gab, k√∂nnte die Entwicklung hier anders verlaufen sein.
(03.06.2009, 11:35)
Michael Mettler :   Zur Erfurter Spurensuche kann ich sogar noch mit einer Wilds√§uger-Artenliste von 1987 beitragen. Die bekam ich damals von einem Magdeburger Zoofan, der - angeregt durch meine eigene 1986er Liste aus BRD-Zoos - eine entsprechende Gesamtliste √ľber die neun gro√üen DDR-Zoos aufstellte. Ich betone nochmals: Nur Wildformen, deshalb fehlen auch Arten wie z.B. Trampeltier, Yak oder Dingo darin. Demnach hatte der Zoopark 1987 im Bestand (x = einziger Halter unter den 9 gro√üen DDR-Zoos):

Bennettkänguru
Weißkopfmaki
Katta
Schwarzweißer Vari
Wei√üb√ľschel√§ffchen
Gewöhnliches Totenkopfäffchen (x)
Nachtaffe (x)
Haubenkapuziner
Schwarzer Klammeraffe (richtig bestimmt oder schon damals die heute gehaltenen A. hybridus?)
Wanderu
Schweinsaffe
Rhesusaffe
Rotscheitelmangabe (x)
Husarenaffe
Hulman
Nilgiri-Langur (x)
Bärenstummelaffe (damals nannte man ihn noch Weißbartstummelaffe)
Adolf-Friedrich-Stummelaffe (x, laut der TV-Doku mit dem damals einzigen weiblichen Tier in Zoos weltweit und mehreren Männchen)
Weißschwanzguereza (wirklich unterartrein?)
Siamang
Ungka (x)
Zweifingerfaultier
Kaukasisches Stachelschwein (angeblich x, ich hege Zweifel an der Einmaligkeit wegen gleich 7 weiteren Haltern von Weißschwanz-Stachelschweinen)
Goldaguti (x)
Langschwanz-Chinchilla
Degu
Burunduk (x)
√Ągyptische Stachelmaus
Vielstreifen-Grasmaus
Wolf
Polarfuchs
Fennek
Braunbär
Eisbär
Wickelbär
Binturong
Fleckenmusang
Baikalluchs (x)
Puma
Schwarzer Panther
Bengaltiger
Löwe
Kalifornischer Seelöwe (x)
Afrikanischer Steppenelefant
S√ľdliches Breitmaulnashorn
Kulan
Damarazebra
Zwergflusspferd
Europäischer Damhirsch
Rothirsch
Angola-Giraffe (x, aber siehe Thread "Giraffenunterarten")
Präriebison
Alpensteinbock
Mufflon

Bin mir ziemlich sicher, in der Doku neben vielen der gelisteten Arten auch kurz einen kapitalen Bezoarziegenbock gesehen zu haben, der als Art in der Liste fehlt (erst 1988 angeschafft?). Ansonsten sieht man, dass schon zu späten DDR-Zeiten der Bestand an Wildhuftieren deutlich geringer geworden war als in den 70ern.
(02.06.2009, 23:01)
Guddy :   In der CAPRA, die ja im August 1972 erschienen war, schreibt Dr. Altmann:
"Als ich vor zehnundeinemhalben Jahr die Leitung des Th√ľringer Zooparks in Erfurt √ľbernahm ..."
Also stimmt Anfang 1962.


(02.06.2009, 17:37)
Ralf Seidel :   Wie gesagt, ich war mir blo√ü nicht sicher ob die Folge ne Wiederholung aus der Reihe in den 70ern war oder eine v√∂llig neue Auflage. Irgendwie kam mir die Folge aus den 80ern schon anders vor, zumal die erste Reihe aus wenigstens 5-6 Folgen bestand.
Aber - ist alles schon ne Weile her...
(02.06.2009, 17:15)
Michael Mettler :   OK, Google hilft: Altmann trat seine Stelle 1962 an. Das d√ľrfte dann belegen, dass der TV-Film tats√§chlich 1988 produziert wurde.
(02.06.2009, 17:00)
Michael Mettler :   Dann frage ich doch mal so: In der Sendung "Der Zoo auf dem Roten Berg" erz√§hlt der damalige Zoodirektor Altmann, dass er eine besondere Beziehung zu einigen Kapuzinern des Zooparks habe, weil sie wie er seit 25 Jahren im Park seien. F√ľr welches Produktionsjahr spr√§che denn das?
(02.06.2009, 16:46)
Ralf Seidel :   @Michael, deine Aussage best√§rkt mich in meiner Vermutung, dass es sich bei den Produktionen um Neuauflagen handelte - ist ja auch alles schon wieder ein paar Tage her...
Die Tatsache, dass in eurer Programmzeitschrift das Ost-Fernsehen nicht allzu ausf√ľhrlich r√ľberkam ist nat√ľrlich √§rgerlich, vielleicht h√§ttet ihr die Zeitschrift wechseln sollen...
WIR hatten dieses Problem nicht, die Qual der Wahl wurde uns da leichter gemacht - es gab nur eine Fersehzeitschrift. Darin freilich war das West-Programm so klein abgedruckt, dass man es gar nicht sah...)))
(02.06.2009, 14:20)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Nee, dann meinst du eine andere Sendung. Kamele kommen zwar in "meiner" Doku vor, beherrschen sie aber keineswegs. Und die Sendung lief nicht nur einfach 1988, sondern gibt dieses Jahr auch im Nachspann als Produktionsjahr an. Aus dem gleichen Zeitraum habe ich auch noch Sendungen √ľber Dresden (Leitthema Orangs, aber auch Anderes zu sehen), Leipzig (ausschlie√ülich Elefanten) und Schwerin (wie √ľber Erfurt relativ unspezialisiert) im Archiv. Vermutlich gab es auch welche √ľber die anderen Zoos der DDR, aber die habe ich dann entweder √ľbersehen (in unserer West-TV-Zeitung war das DDR-Programm als ganz kleiner Absatz nur mit Titeln, aber ohne Inhaltsangaben abgedruckt - wenn sich der Titel nicht nach Zoo anh√∂rte, Pech gehabt) oder zwar gesehen, aber nicht aufgezeichnet und wieder vergessen. Den "Tierparkteletreff" habe ich ebenso wie "Zoobummel international" nicht regelm√§√üig gesehen, habe aber auch noch eine Handvoll Folgen aus der Zeit um die Wende herum auf Video - da hatte Dathe aber schon eine andere Co-Moderatorin.

Es gab 1990 auch eine "Telezoo"-Sondersendung √ľber die Zoos der damals brandneuen Bundesl√§nder. Warum auch immer: Darin wurden Cottbus und Erfurt ignoriert!
(02.06.2009, 13:32)
Ralf Seidel :   Neben dem st√§ndig in Funk und Fernsehen
pr√§senten Tierpark Berlin waren die Reportagen √ľber die √ľbrigen DDR-Zoos ja eher sp√§rlich. Bis zu seinem fr√ľhen Tod 1973 war ja der Dresdner Zoodirektor Prof. Dr. Ullrich monatlich im Fersehen zu sehen. "Der gefilmte Brehm" hie√ü seine Sendung, das Pendant zum westdeutschen "Ein Platz f√ľr Tiere".
Dathes Sendungen wurden danach sehr popul√§r, sonnt√§glich im Radio "Im Tierpark belauscht" mit Karin Rrrrrron(die rollte das "R" immer so herrrrrlich und schmetterte dann mit ihrer tiefen, eindringlichen Stimme ihr "Herrrrr Prrrofesssorrrrr" √ľber den Sender. Dathes "Tieparkteletreff" lief einmal monatlich Samstag-Nachmittag im DDR-Fernsehen, daf√ľr wurde ihm die unverw√ľstliche Annemarie Brodhagen zur Seite gestellt. Beide Sendungen waren sehr popul√§r. Dar√ľber hinaus liefen Zoosendungen eher sporadisch, hin und wieder mal ein Beitrag aus Rostock oder Leipzig...
Den Beitrag "Der Zoo auf dem Roten Berg" aus Erfurt hatte ich damals auch gesehen, bin mir aber nicht mehr sicher, ob das nur eine Wiederholung oder aber eine neue Reportage war. Definitiv gab es n√§mlich schon ein paar Jahre vorher mal einige Reportagen aus den DDR-Zoos, das m√ľ√üte aber schon so gegen Ende der 70er gewesen sein. Da neben dem Vorstellen des jeweiligen Zoos auch ein spezielles Thema gew√§hlt wurde, bei dem Bericht aus Halle beispielsweise stellte die Nahrungsaufnahme der Zoobewohner den Schwerpunkt. Wenn ich mich noch richtig erinnere wurde im Erfurter Beitrag den Trampeltieren viel Beachtung geschenkt -schlie√ülich gab es in Erfurt die meisten Kamele...)))
(02.06.2009, 13:04)
Guddy :   @ Michael Mettler:
Toll, das Video d√ľrfte eine echte Rarit√§t sein. Ich kenne es nicht und habe noch nie davon geh√∂rt!
(01.06.2009, 21:26)
Michael Mettler :   Nochmal @Guddy: In meiner Videosammlung habe ich eine 1988 entstandene TV-Doku des DDR-Fernsehens "Der Zoo auf dem Roten Berg", die habe ich mir aus aktuellem Anlass heute mal wieder angesehen. Das Gezeigte gibt einen ganz guten √úberblick √ľber den Zoo, wie er in einer Zeit aussah, die durch keinen Zoof√ľhrer, keine Zeitschrift und keinen Jahresbericht dokumentiert ist. Kennst du diesen Film?
(01.06.2009, 20:51)
Michael Mettler :   @Guddy: Ja, es w√§re Einiges durcheinandergew√ľrfelt, aber gleichzeitig w√§ren auch ein paar neue Arten untergebracht, einige gr√∂√üere Gehege geschaffen und der Rundgang vielleicht ein bisschen "bunter" gestaltet... Ich denke, es braucht nicht immer spektakul√§re (und damit sehr teure) Neuanlagen oder zoologische Rarit√§ten, um f√ľr den Besucher neue Akzente zu setzen. Aber gerade in einem Zoo, dem doch einige Publikumsarten fehlen, ist eine optimale Verteilung der vorhandenen Magnete im Gel√§nde m.E. besonders wichtig.

Auf die Frage nach dem Indianer-Camp kam ich eigentlich nur, weil ohnehin schon eine Blockh√ľtte und eine Lagerfeuerstelle an den Bison Plains vorhanden sind. Aber vielleicht wollen ja die Indianer auch nicht so nahe neben den Trappern wohnen :-)
(01.06.2009, 08:49)
Guddy :   @ Michael Mettler
Das mit dem Indianer-Camp hatte ich mich auch schon √∂fter gefragt, aber vielleicht lag damals auf der Festwiese schon Strom und man konnte die Erschlie√üungskosten f√ľrs Camp gering halten. Abwasser liegt wahrscheinlich keins - habe letztlich im Vorbeigehen ein ganz "nat√ľrlich" getarntes Dixi-Klo stehen sehen.
Die Esel werden bisher nicht in der Landschaftspflege eingesetzt.
Ansonsten haben wir die Tiere ja fiktiv gr√ľndlich im Zoo umverteilt! :)
(31.05.2009, 23:46)
Oliver Jahn :   @Guddy, beides Arten, die es in Erfurt bereits gab, daher w√§re ich f√ľr beide Arten zu begeistern. :-) Generell aber finde ich eine Ausrichtung auf die Tierwelt Afrikas recht positiv! Da w√§re noch einiges denkbar, was sowohl den ONB als auch den Zoofan begeistern k√∂nnte. Und mit den L√∂ffelhunden ist ja bereits ein Anfang an Neuzug√§ngen gemacht, der sich schon etwas abhebt, von dem, was man sonst in den Zoos gern zum Thema Afrika zeigt.
(31.05.2009, 23:43)
Michael Mettler :   @Guddy: Na, meinetwegen :-) Ich hatte bei der Nachnutzung der Stelzvogelwiese folgenden Hintergedanken: Wegen der offensichtlich sehr "ger√§umigen" Th√ľringer Richtlinien f√ľr die Wildtierhaltung scheint es mir wichtig, die gr√∂√üten noch bebaubaren Fl√§chen des Zooparks vorsichtshalber f√ľr Wildtiergehege freizuhalten. Da im Bereich des Plateaus nur wenige Erweiterungsm√∂glichkeiten f√ľr die bestehenden Gehege realistisch w√§ren, s√§he ich eine L√∂sung darin, in diesem Bereich fremdl√§ndische Haustiere zu konzentrieren. So k√∂nnte ich mir z.B. die alte Bisonanlage - zusammengefasst mit dem kleinen Haustierbereich - als "bulgarisches Dorf" f√ľr Bulgarenesel und -ziegen sowie Zackelschafe vorstellen und die Giraffenanlage mittelfristig mit z.B. Gayalen oder Nellorezebus. Die Trampeltiere blieben gegen√ľber dem Rinderwinkel, die alte K√§nguru-Anlage k√∂nnte man f√ľr die Ouessant-Schafe nutzen. Axmanns Hof bliebe dann heimischen Rassen und den Pferden vorbehalten, die Koppeln oberhalb der Kamelallee blieben daf√ľr ebenfalls erhalten, und im angrenzenden Gesch√ľtzten Landschaftsbestandteil w√ľrden nach wie vor einige der Haustiere Landschaftspflege betreiben (macht man das eigentlich mit den Eseln auch?). Die Fl√§che der jetzigen Pferde- und Eselkoppeln sehe ich eigentlich als einzige auch versorgungstechnisch g√ľnstig gelegene M√∂glichkeit f√ľr eine gro√üe Afrikasavanne (Giraffen/Antilopen/Zebras). Allerdings habe ich mir den Zoobereich mit der Festwiese und der Pferde-Sommerweide nie angesehen und kann ihn daher als Gel√§nde nicht einsch√§tzen, aber versorgungstechnisch (auch betreffend Kanalisation usw.) w√§re eine dortige Savanne wohl recht abgelegen.

Frage am Rande: Wieso steht das Indian Camp eigentlich nicht am Weg entlang der Bison Plains, wo es doch thematisch viel besser hinpassen w√ľrde?
(31.05.2009, 22:46)
Guddy :   @ Oliver Jahn:
Genial w√§ren ja Wildhunde UND Geparde, auch hier wieder die Gegen√ľberstellung.

Dann brauchen wir noch einen Besatz f√ľr das alte Bennet-K√§ngeru-Gel√§nde. (Eventuell nach Westen erweitert bis zur Zooschule)

Noch etwas ganz Reales aus dem Zoo: Am 7. Mai schl√ľpfte ein Steppenadler!
(31.05.2009, 22:29)
Guddy :   @ Michael Mettler:
Eigentlich war es geplant, die Zebraanlage, mit in "Damaraland" einzubeziehen, aber die Stadt hatte den damaligen Zoodirektor bereits auf die nebenstehende Variante "runtergehandelt", als dies immer noch "zu teuer" war, wurde das Projekt ganz gekippt.
Noch Aafang 2007 sah alles ganz anders aus:
(Ehe ich das Ganze mit eigenen Worten schildere, zitiere ich mal unsere Tageszeitung)
Th√ľringische Landeszeitung - 7. Jan. 2007
"Ein Parkplatz f√ľr die Elefanten
Prof. Harald-H. Roth schien es geahnt zu haben, dass auf dem diesj√§hrigen Neujahrsempfang der Zooparkfreunde f√ľr seine Vision von einem Zoopark entscheidende Weichen gestellt werden. Der erste Direktor des Erfurter Zooparkes kam extra aus Harare (Zimbabwe) um die Ank√ľndigung mit zu erleben, dass den Elefanten bis 2009 in Erfurt endlich ein angemessener Lebensraum verschafft wird. Ihm blieben die Mittel und M√∂glichkeiten daf√ľr einst versagt, weshalb er der DDR 1961 den R√ľcken kehrte, aus einem Urlaub in Westberlin nicht wieder zur√ľck kehrte. Auf 7000 Quadratmeter soll der Auslauf der Dickh√§uter vergr√∂√üert werden. Sie erhalten daf√ľr nicht nur die Fl√§che des Zebra-Geheges, sondern auch noch die des Parkplatzes dazu. Weil mit dem neuen Haupteingang, der im Mai auf H√∂he der L√∂wensavanne er√∂ffnet wird, der alte Eingangsbereich nicht mehr ben√∂tigt wird, kann dieses Gebiet jetzt vollkommen neu verplant werden. Wie es konkret aussehen soll wird derzeit noch diskutiert - was Zooparkdirektor Norbert Neuschulz f√ľr die TLZ vorab auf einen Notizblock kritzelte, l√§sst Gro√ües erwarten. Etwa 2,5 Millionen Euro soll die Erweiterung kosten, gestaffelt wird die Investition in drei Scheiben. Denn F√∂rdermittel oder Zusch√ľsse wurden daf√ľr verwehrt, s√§mtliche Kosten werden allein von der Stadt getragen. Erst wenn f√ľr den alten Zugang ein neuer barrierefreier Besucherweg anstelle der Treppe gebaut wurde. Der neue Haupteingang wird sich nicht nur durch direkten Zugang zur Stra√üenbahn auszeichnen, dort wird es auch einen Souvenir-Shop, WC-Anlagen und einen Parkplatz mit mehr als 300 Stellpl√§tzen geben. Die alte Zoo-Zufahrt von der Stotternheimer Stra√üe wird dann nach 48 Jahren endg√ľltig geschlossen und zur√ľck gebaut. Folglich auch die Wirtschaftseinfahrt, die in die Mittelh√§user Stra√üe verlegt wird. Ziel sei es laut Neuschulz, bis zum 50-j√§hrigen Jubil√§um des Zooparks, der im Jahr 2009 gefeiert wird, eine der attraktivsten Elefantenanlagen Deutschlands vorweisen zu k√∂nnen."

Die angeblich √ľberteuerte Elefantenanlage wurde dann als Mitgrund der "Abberufung" des Zoodirektors angegeben.

Da es f√ľr Lama+Stelzvogelbereich ja schon reale Planungen gibt, m√ľssen wir die Yaks leider irgendwo anders einquartieren!
Wie w√§re es, sie √∂stlich der Bison-Plains anzusiedeln und sie dort als zweite gro√üe Rinder-Art gegen√ľber zu stellen, quasi als Wild-Yak-Ersatz.
(31.05.2009, 22:04)
Oliver Jahn :   @Guddy, ja, die beiden Tiere sind ein und die selbe Art und es gab sie mal in Erfurt, daher habe ich Michaels Idee einfach etwas weiter gesponnen. Und um noch mal den Bogen nach Schwerin zu schlagen, das waren mal Huftiergehege, in denen heute die Wildhunde sind. Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass man da unterw√ľhlsicher umgebaut hat.
@MM, die Idee des Rinderwinkels f√ľr B√§ren gef√§llt mir sehr gut. Hier k√∂nnte man in der Anlage sogar noch ein St√ľck des Originals als Stallgeb√§ude zeigen. Andere Zoos lassen alte B√§ren- oder Raubtierk√§fige leer stehen, um zu zeigen, so war es mal, so ist es heute. Welchen Reiz h√§tte es denn dann, wenn man beides in einer modernen Anlage zusammen zeigen k√∂nnte. Und der Berg h√§tte sofort einen neuen Anziehungspunkt mit einem echten Publikumsmagneten.
(31.05.2009, 20:00)
Michael Mettler :   @Guddy: Nanu, ich dachte, die jetzige Zebra-Anlage solle dann Teil der Elefantenanlage werden? Au√üerdem finde ich sie genau wie die Zwergzebu-Anlage f√ľr die dickwolligen Yaks zu sonnig. Beim Blick auf den Plan w√ľrde ich eher damit lieb√§ugeln, das ohnehin schon gro√üz√ľgige Lama-Gehege nicht noch um die demn√§chst verwaiste Stelzvogelwiese zu erweitern, sondern diese nach hinten zu vergr√∂√üern und dorthin gegebenenfalls die Yaks umzusiedeln (nat√ľrlich mit anderen Absperrungen!). Ein ger√§umiger Offenstall k√∂nnte unmittelbar neben den Lamast√§llen entstehen, so dass ein gemeinsamer Wirtschaftsweg, Misthof usw. nutzbar w√§re. F√ľr Freunde thematischer Zusammenh√§nge st√ľnden dann zwei in Gebirgen genutzte Haustierarten nebeneinander - und wenn man die gegen√ľberliegende Steinbockanlage mit den Walliser Ziegen besetzen w√ľrde, k√§me gleich noch eine dritte hinzu. Auch f√ľr den ONB, dem solche Zusammenh√§nge schnurz sind, erg√§be sich trotzdem ein abwechslungsreiches Bild an diesem Weg.
(31.05.2009, 18:53)
Guddy :   Wenn, wie urspr√ľnglich geplant, die Zebras und Zwergzebus mit den Elefanten vergesellschaftet w√ľrden, st√ľnden deren jetzige Anlagen ja f√ľr die Yaks zur Verf√ľgung. Auf einer Zeichnung im 1960er Zoof√ľhrer sind auf genau dieser Anlage auch Yaks zu sehen. (Siehe Bild)
Die Bären-Idee fände ich gar nicht mal so schlecht, zumal ich mich zu erinnern meine, dass das unten beschriebene Konzept von 2000 einen ganz ähnlichen Ansatz hatte. Tatsächlich - ich habs grade wiedergefunden:

Aus dem Exkursionsbericht
der Zoo-AG Bielefeld
Zoopark Erfurt - 14. März 1999,
F√ľhrung zur ZooKunft-Tagung 1999

Zitat:
"An den alten Fachwerkgeb√§uden des Wirtschaftshofs sind nun die gro√üen Weiden der Kaltblutpferde zug√§nglich. Bald werden auch "gew√∂hnliche" Zoobesucher auf dem oberen Weg zur√ľckgehen k√∂nnen, entlang des gesch√ľtzten Trockenrasengebiets und einer riesigen Pferdeweide. Im Anschlu√ü daran, am buschbestandenen, warmen Hang, sollen sp√§ter Gro√ükatzen untergebracht werden, z.B. Sibirertiger. Weit hinten im Wald entsteht gerade eine weitl√§ufige Bisonanlage mit gro√üem Haus. Die alten, v√∂llig verfallenen Haustierabteile sollen einer neuen B√§renanlage weichen."

Das wa vor 10 Jahren. Die Ideen waren also da, nur das liebe Geld ... siehe unten!
(31.05.2009, 16:32)
Michael Mettler :   Es ist zwar etwas ketzerisch, da es mit einer Tradition brechen w√ľrde, aber w√§re der Rinderwinkel nicht eine gute Basis f√ľr eine B√§renanlage? Die massiven Stallgeb√§ude m√ľssten sich mit Raubtierboxen best√ľcken lassen, ihre r√§umliche Trennung voneinander w√ľrde es erm√∂glichen, B√§rinnen zur Jungenaufzucht nicht in der unmittelbaren N√§he des B√§ren unterbringen zu m√ľssen, und die r√ľckw√§rtige Mauer m√ľsste lediglich noch aufgestockt werden. An den beiden Enden (jetzt Au√üenkanten der Walliser-Ziegen-Gehege) lie√üe sich jeweils ein Durchbruch machen, um die Gehegefl√§che um jeweils einen angrenzenden Naturbereich zu erweitern. Damit w√§re auch eine Anbindung zu den Bison Plains zu erreichen. Hier w√ľrde m.E. Gitterzaun reichen, da der Besucher am "Basisgehege" ausreichend gitterfreien Einblick bek√§me und man z.B. dort Schauf√ľtterungen oder Enrichment-Ma√ünahmen bieten k√∂nnte, um die B√§ren regelm√§√üig in diesen Bereich zu locken (falls sie sich sonst "zu sehr in den Wald verlieben"...). Der gr√∂√üte bauliche Aufwand best√ľnde dann darin, die jetzige Grabenabsperrung zu einer raubtiersichere Besucherbarriere umzuwandeln.

Ich denke dabei √ľbrigens keineswegs an eine Aufgabe der Yak-Haltung, aber diese Tierart m√ľsste doch eigentlich mit einfach zu errichtenden Offenst√§llen auskommen und k√∂nnte anderswo im Gel√§nde untergebracht werden.
(31.05.2009, 13:08)
Michael Mettler :   @Oliver: Bauen f√ľr Geparden d√ľrfte aber noch etwas kosteng√ľnstiger sein als f√ľr Wildhunde (oder Hy√§nen oder Schakale), da der Zaun nicht unterw√ľhlsicher sein muss. W√ľrde man dann noch statt der in Mode befindlichen riesigen Scheibeneinblicke f√ľr einen gitterfreien Einblick eine simple Aussichtplattform √ľber Zaunkantenniveau ans Gehege stellen und auf ein Schaugeb√§ude verzichten, w√§re eine Gepardenanlage im Vergleich zu anderen Gro√üraubtieranlagen wohl die am leichtesten zu finanzierende L√∂sung.
(31.05.2009, 09:27)
Guddy :   Sind "Afrikanische Wildhunde" nicht das gleiche wie "Hy√§nenhunde" ?
√úbrigens - Antilopen hatten wir in Erfurt, meine ich, noch gar nicht. Die w√ľrden sich in "Afrika" ja auch gut machen. Ich bin wirklich mal gespannt, was es so in zwei-drei Jahren zu berichten gibt.
(31.05.2009, 01:37)
Oliver Jahn :   @Guddy, genau an Gotha musste ich auch denken! ;-)
Aber ich hoffe doch sehr, dass unter der neuen Leitung da einiges noch werden wird. Die Anfänge lassen auf jeden Fall hoffen!
(31.05.2009, 00:21)
Oliver Jahn :   Wenn ich mir die Anlage in Schwerin so ansehe, dann k√§men auch Afikanische Wildhunde recht gut in Betracht, alle Kriterien greifen hier auch.
(31.05.2009, 00:18)
Guddy :   In dem unten erw√§hntn Zeitungsartikel wird Dr. K√∂lpin etwa mit den Worten zitiert "Ich m√∂chte den Leuten ein St√ľck Afrika zeigen ..." In einem Fernsehbericht √§u√üerte er sich lobend √ľber L√∂wensavanne, Nashornanlage und Affendschungel. Auch die neue Flamingo-Anlage ist ja mit ihrem Besatz (Rosaflamingos)afrikanisch orientiert. So gehe ich davon aus, dass neben dem "Mammut-Projekt" Elefantenanlage noch weitere Afrika-Highlights zu erwarten sind. Die Aufz√§hlung der Raubtiere ist meine pers√∂nliche Interpretation der sich aus diesm Konzept ergebenden M√∂glichkeiten. In wieweit sich diese Ideen mit dem Masterplan des Stadtrates decken, wei√ü ich nicht, da noch keine konkreten Details an die √Ėffentlichkeit gedrungen sind.
@ Oliver Jahn
Wenn ich sehe, dass ein Zoo wie Gotha Sibirische Tiger, Leoparden, Luchse und Syrische Braunbären im Bestand hat, könnte man schon gelegentlich etwas neidisch werden. Dort sind irgendwie genau die Tiere vorhanden, die mir in Erfurt manchmal ein bisschen fehlen.
(30.05.2009, 23:41)
Michael Mettler :   Eigentlich m√ľssten Geparde perfekt ins Erfurter Profil passen: Thema Afrika, mit geringem Aufwand (und damit kosteng√ľnstig) zu erstellende Anlagen und f√ľr weitl√§ufige, sonnige Wiesen wie die Shire-/Kamelweide bestens geeignet.
(30.05.2009, 22:27)
Oliver Jahn :   @Guddy, ich kenne die Raubtierhaltung in Erfurt noch zu DDR-Zeiten und w√ľnsche mir diese auf gar keinen Fall zur√ľck. Genau aus diesem Grund schrieb ich auch, ich w√ľrde mir wieder ETWAS vom "alten Glanz" zur√ľck w√ľnschen, keinesfalls ALLES! Nur scheint mir jetzt eben der Absturz der Arten bei den Raubtieren besonders heftig. Und sind doch nun mal gerade die Raubtiere immer wieder gro√üe Besuchermagnete. Dennoch liest sich Ihre Vermutung f√ľr Afrika in Erfurt (oder ist das nur ein heimlicher Wunsch?) recht ansehnlich und w√ľrde sicher sowohl dem ONB gefallen, als auch dem Zoofan Freude bereiten.
(30.05.2009, 21:19)
Guddy :   Bei den Bison-Plains wurde ja ausnahmsweise nicht die Gr√∂√üe, sondern irgendwelche Gestaltungsparameter, die bem√§ngelt wurden.
Nebenstehend der Masterplan von 1960. Im dazugeh√∂rigen Zoof√ľhrer war damals auch was von "ca 20 Jahre, bis alles fertig ist" die Rede. 1961 hat Prof. Dr. Roth dann hingeworfen, da die Stadt schon damals die materiellen Voraussetzungen nicht schaffen konnte - oder wollte. Frei nach der Devise: "Es soll was taugen, darf aber nicht viel kosten!" Warum beschlie√üt Erfurt immer wieder solche Masterpl√§ne, die es sich dann gar nicht leisten kann. Wie viele Anlagen sind in den 50 Jahren schon fix und fertig geplant aus Geldmangel in den Schubladen verschwunden! Wenn man die ganzen Architektenhonorare und sonstigen Planungskosten zusammenrechnet, fragt man sich, wieso man sich diese Verschwendung leistet.
(30.05.2009, 15:29)
Michael Mettler :   @Guddy: Ob Auswilderung oder nicht, man hat sich komplett von der Tierart getrennt, w√§hrend andere Zoos einfach nur ihre Nachzuchten f√ľr solche Zwecke zur Verf√ľgung stellen. Aber wenn sogar das in meinen Augen sehr ger√§umige Zebragehege unter Th√ľringer Verh√§ltnissen als grenzwertig gilt, dann k√∂nnte tats√§chlich die Gr√∂√üe der Steinbockanlage aus √§hnlichen Gr√ľnden der Anlass gewesen sein, die Chance zur Abgabe der Art zu nutzen.

Ein klammes Stadts√§ckel und Landesrichtlinien, die teure Gehege in Safariparkgr√∂√üe vorschreiben, sind nat√ľrlich eine √§u√üerst ung√ľnstige Konstellation f√ľr die Entwicklung des Zooparks.

Nochmal zu den Bison Plains: Wenn Th√ľringen auf die EU-Richtlinien noch 20% aufschl√§gt und die Anlage gerade eben die Th√ľringer Vorgaben erreicht, dann hie√üe das ja bei 10.000 qm = 120%, dass die EU-Richtlinie f√ľr Bisons eine Gehegegr√∂√üe von √ľber 8.000 qm vorg√§be. Wenn das zutrifft und √Ąhnliches wohl nicht nur f√ľr Bisons gilt, dann k√∂nnen wir uns wohl in den meisten Zoos der EU mittelfristig von etlichen gro√üen (Wild-)Huftierarten verabschieden. Eine Konzentration auf Haus-Huftiere k√∂nnte somit in Erfurt zuk√ľnftig noch viel wichtiger sein....
(30.05.2009, 14:07)
IP66 :   Wenn die th√ľringer Verwaltung tats√§chlich Tierhaltungen in Gehegen verbietet, die diese nach EU-Recht eigentlich erlauben w√ľrden, so w√ľrde ich das schon einen Rechtsbruch nennen, da die Gleichbehandlung des Halters und auch des potentielle Zoobesuchers nicht gew√§hrleistet ist. Leider wird kaum jemand gegen eine derartige Benachteiligung der Th√ľringer in Resteuropa klagen, da die fraglichen Einrichtungen sich in √∂ffentlicher Hand befinden, doch √§ndert das nichts daran, da√ü eine derartige Landespolitik einen Skandal vorstellt und als tier- wie naturschutzfeindlich beurteilt werden mu√ü.
Die Forderung nach Masterplan und drei√üig Millionen Euro scheint mir in eine eher ung√ľnstige Richtung zu weisen. Ascherleben macht ja vor, wie man in einem naturbelassenen Gel√§nde mit wenig Geld und ohne Masterplan attraktive Haltungen schaffen kann, und ich denke, da√ü dergleichen auch in Erfurt m√∂glich sein kann.
(30.05.2009, 10:21)
Guddy :   @ Michael Mettler:
Die Steinb√∂cke wurden ja f√ľr eine Auswilderung zur Verf√ľgung gestellt. Die Zebra-Haltung stand wegen der Richtlinie auch schon auf der Kippe.
@ Oliver Jahn & Michael Mettler:
Der Artenreichtum - speziell im Bereich der Gro√üraubtiere - aus DDR-Zeiten war mit Haltungsbedingungen erkauft, die vielleicht f√ľr einen damaligen DDR-Zoo als akzeptabel galten, aber heute in keinster Weise mehr m√∂glich w√§ren.
Ein Beispiel: Ramses, der L√∂we aus den 90er Jahren, kam urspr√ľnglich aus dem Zirkus und wurde dann an den heute geschlossenen Tierpark Bad Langensalza abgegeben. Aus Tierschutzgr√ľnden wurde er 1993 dort weggeholt und nach Erfurt gebracht: auch wenn ihm hier nicht viel mehr Platz zur Verf√ľgung stand, so gab es in Erfurt wenigstens einen HEIZBAREN Innenbereich und er hatte zu den vorhandenen Bengaltigerinnen wenigstens Blick- und H√∂r-Kontakt.
Ich w√ľrde mir w√ľnschen, dass ein paar Leute aus dem Stadtrat dies hier mal lesen w√ľrden, um ihre Ma√üst√§be f√ľr Bewilligung oder Nichtbewilligung von Bauma√ünahmen gr√ľndlich zu √ľberdenken.
Leider wird in Erfurt viel "Zoo-Politik" im Rathaus gemacht.
Zitat aus einem Zeitungsartikel der Th√ľringer Allgemeinen:
"... Am 1. April trat Thomas K√∂lpin seine neue Stelle an. Vorerst f√ľr vier Jahre. Man ist vorsichtig geworden in Erfurt nach dem massiven √Ąrger mit dem ehemaligen Zoo-Chef Neuschulz, den man 2007 nur mit viel M√ľhe losgeworden war.
..."
Nachdem im Verlauf des Artikels nun der neue Zoodirektor und seine Pl√§ne f√ľr die Zukunft n√§her vorgestellt werden, hei√üt es gegen Ende des Artikels:
"... In den n√§chsten 20 Jahren, so sch√§tzt der Zoochef, brauche man f√ľr die Verwirklichung des Masterplan-Konzeptes aber mindestens 30 Millionen Euro, von denen allerdings noch kein einziger Cent existiere. ..."
Da der Konzept-Schwerpunkt auf Afrika ruht, ist in Sachen Raubtiere wohl noch am ehesten mit Leopard, Gepard, Hyänen, Hyänenhund, Schakalen oder Fennek zu rechnen.

(30.05.2009, 00:48)
Oliver Jahn :   Sicherlich ist der Fokus in Erfurt auf die Tieraffenhaltung gerichtet und auch auf die Haustiere. Dennoch empfinde ich, dass neben den Wildhuftieren vor allem auch die Raubtiere erheblich zu kurz kommen. Eine Gro√ükatzenart, eine Hundeart, zwei Schleichkatzen, eine Marderart und eine Kleinb√§renart sind doch eher mager, f√ľr einen Zoo mit diesen M√∂glichkeiten.
Gro√üb√§ren und Kleinkatzen fehlen komlett, genau so die Wasserraubtiere. Hier w√ľrde ich mir wirklich w√ľnschen, dass der Zoo wieder etwas vom "alten Glanz" zur√ľck gewinnt.
(29.05.2009, 23:17)
Michael Mettler :   @Guddy: F√ľhrten wom√∂glich die streng ausgelegten Haltungsrichtlinien zur Aufgabe der Steinbockhaltung? Vielleicht erkl√§rt sich ja auf diese Weise der mittlerweile weitgehende Verzicht des Zooparks auf Wildhuftiere - abseits der "Dickh√§uter" ist ein Sortiment aus Steppenzebra, Giraffe, Damhirsch und Bison f√ľr einen Zoo dieser Gr√∂√üe und ohne unmittelbare Konkurrenzsituation au√üergew√∂hnlich klein. Durch die vielen Haustiere ist allerdings das Huftiersortiment insgesamt recht passabel - ONB macht da ohnehin keinen Unterschied in der "Wertigkeit". Der d√ľrfte eher das Fehlen von Menschenaffen, B√§ren, Pinguinen oder Robben bedauern.
(29.05.2009, 22:39)
Guddy :   @ IP66:
Das EU-Recht ist ja nicht wirklich "gebrochen" worden, da die konkrete Umsetzung der EU-Richtlinien in geltendes Recht ja ohnehin in Deutschland L√§ndersache war. Allerdings habe ich Bilder von einem Elefantenhaus in der Schweiz gesehen, wogegen unser Erfurter Haus so schlecht nicht abschneidet. (Zumindest den Bildern nach zu urteilen.) Da in der Schweiz ja die EU-Richtlinien nicht relevant sind, besteht dort - zumindest von gesetzlicher Seite - keinerlei Handlungsbedarf, igend etwas zu √§ndern. Was mich auch wundert, ist, dass die Richtlinie f√ľr die Haltung Afrikanischer Elefanten eine mindest-Gruppenst√§rke von 4 Tieren pro Haltungseinheit vorsieht.
(29.05.2009, 10:44)
Guddy :   @ Michael Mettler:
Was ich noch vergessen hatte: Bei einem Zoobesuch im letzten Jahr war die Shire-Horse-Koppel schonmal als Kamelkoppel in Nutzung. Warum dies wieder r√ľckg√§ngig gemacht wurde, wei√ü ich nicht zu sagen. Ich hatte mich selbst gewundert, sie jetzt wieder in der alten Nutzung zu sehen.
Mag sein, dass Herr Collette andere Pläne hatte, als jetzt Dr. Kölpin.
(29.05.2009, 10:33)
IP66 :   Ich finde die Einstellung der th√ľringer Beh√∂rden, da√ü das von ihnen verwaltete Land dergestalt h√§√ülich und furchbar daherkommt, da√ü man EU-Recht brechen und f√ľr Tierhaltung eigene, restriktivere Bestimmungen durchsetzen kann, recht autokratisch - und kann mir durchaus vorstellen, da√ü die nicht recht befriedigende Entwicklung des erfurter Zoos in den letzten Jahren als Folge dieser tierhaltungs- und artenschutzfeindlichen Verwaltung verstanden werden kann.
Allerdings zeigt der Bau der Bisonanlage auch, da√ü man offensichtlich nur im gro√üen Stile zu bauen entschlossen ist und L√∂sungen, wie sie den Tierpark in Ascherleben, aber auch manche neue Anlage im Tierpark Berlin auch aus finanziellen Gr√ľnden anstrebt, nicht w√ľnscht. Wenn dann auch noch der Altanlagenbestand f√ľr nicht ausreichend gehalten wird, steht man am Ende vor einem ziemlich leeren Zoo ...
(29.05.2009, 10:31)
Guddy :   @ Sacha:
Es hat im Jahr 2000 schonmal einen Masterplan f√ľr genau dieses Gebiet gegeben, in dem fast genau das drinstand, was Du vorschl√§gst:

In unserer Vereinszeitschrift "Der Zooparkfreund" (Ausgabe 3/2001) stand, anlässlich der damals kurz bevorstehenden Eröffnung der "Bison-Plains", im Leitartikel unter anderm Folgendes zu lesen:

Zitat: ... Nach und nach werden die Bisons jedoch weitere Nachbarn bekommen, denn das Areal an der Nordseite des Plateaus des Roten Berges ist Entwicklungsgebiet f√ľr den Th√ľringer Zoopark. Neben Uhus und Hirschen sollen hier auch W√∂lfe und B√§ren einmal eine Heimat finden. "Das ist noch Zukunftsmusik, aber in unserem Entwicklungskonzept bereits festgeschrieben", blickt Dr. Neuschulz voraus. Schneller geht es nur bei den Schneeeulen: Der Verein der Zooparkfreunde errichtet f√ľr sie direkt neben den Bisons eine neue Voliere. ...

Das Ganze war auch vom Stadtrat beschlossen. Dann kamen die Auflagen der EU-Richtlinien und das Entwicklungskonzept verschwand in der Schublade, da andernorts im Zoo erstmal Handlungsbedarf bestand, um die in Th√ľringen sehr streng interpretierten Richtlinien zu erf√ľllen. (Der Freistaat hat z.B. auf die Mindest-Gehege-Gr√∂√üen-Vorgaben noch 20% draufgeschlagen.)
(29.05.2009, 10:07)
Guddy :   Ich meinte ja nicht, dass der Weg von den Bisons zu Axmanns Hof bereits Rollstuhl - gerecht sei. Es w√§re aber vom Gef√§lle her m√∂glich, ihn dahigehend auszubauen. Zumindest auf der einen Seite des Weges (dunkelgr√ľn) w√§re die Anlage von Gehegen ja m√∂glich und im gesch√ľtzten Landschaftsteil hatte ich schon einmal die Heidschnucken als Landschaftspfleger in Aktion gesehen. Das lie√üe sich bestimmt noch ausbauen. An den Stellen, wo der Weg direkt √ľber den gesch√ľtzten Trockenrasen verl√§uft, w√§ren ein paar Info-Tafeln nicht schlecht, die illustrieren und erkl√§ren, was denn da eigentlich gesch√ľtzt werden soll. F√ľr die Kinder k√∂nnte darauf aufbauend ein Naturschutz-Quiz angeboten werden, wo vielleicht einmal im Monat ein paar Preise (Freikarten f√ľr den Zoo o.√§.) verlost werden.
Zu DDR-Zeiten hat man sich √ľbrigens einfach damit geholfen, dass man √ľberall, wo keine Gehege waren, ein Schild an den Weg gestellt hat:"Ende des Besucher-Bereichs" so bestand der Zoo zwar aus einem System von Sackgassen, aber wo man hinkam, gabs halt was zu sehen. Daf√ľr hie√ü es fast √ľberall zu "kraxeln". Nebenstehend mal ein kleiner Vergleich "einst und jetzt".
Der alte Plan ist aus der Mitte de 60er Jahre, zeigt aber nahezu den ZUstand des Zoos zur Wendezeit. (Man muss sich eigentlich nur vorstellen, das Elefantenhaus sei fertig.)
Die Querwege ohne Gehege waren nicht begehbar.
(29.05.2009, 09:52)
Sacha :   @MM: Es w√ľrde nur schon helfen, wenn man den Nordamerikateil nach S√ľden ausdehnt und zum Beispiel Gehege f√ľr W√∂lfe, Pumas, Schwarzb√§ren, Waschb√§ren, Ursons, Stinktiere und Weisskopfseeadler baut. Das w√§re dann ein tolles Indianerland und die Anlagen w√§ren - da alle Tiere winterhart - nicht √ľberm√§ssig teuer (jedenfalls im Vergleich zu einem neuen Affen- oder Elefantenhaus). Ausserdem w√ľrde dies den Erlebnis-Charakter des "Indianerlandes" steigern...
(29.05.2009, 09:38)
Michael Mettler :   P.S. Falls der Besucher, um erst mal bis zum Rinderwinkel zu gelangen, den langen "Aufstieg" zwischen Elefanten- und Affenhaus w√§hlt, beginnt die tierarme Zone schon nach dem Passieren der Lama- und alten Flamingoanlage, denn da befinden sich am linken Wegrand die leere Steinbockanlage und danach die ehemalige, inzwischen zu Brachland "verwilderte" Bisonanlage. Bis zum Rinderwinkel bilden dann Trampeltiere und Zwergziegen den einzigen Tierbesatz an einem sehr langen Weg.

Ich wei√ü, wir Zoofans verdrehen die Augen bei Anlagen f√ľr Nasenb√§ren, Kattas, Erdm√§nnchen oder Pr√§riehunde, aber an den langen Wegstrecken in Erfurt k√∂nnte zumindest ein Einstreuen solcher Gehege eine wirkliche (und m.E. unbedingt notwendige) Attraktivit√§tssteigerung in den erw√§hnten Zoobereichen bringen.
(29.05.2009, 00:58)
Michael Mettler :   Der Weg zwischen Bison Plains und Axmanns Hof ist herrlich. Man hat nicht nur stellenweise eine tolle Aussicht, sondern die Gelenke freuen sich nach Kilometern auf Beton und Stein √ľber den federnden Rindenmulchbelag.... Rollstuhlgeeignet d√ľrfte er allerdings nicht sein.

Und jetzt komme ich wieder zu den Erwartungen von ONB: Der hat nun den "alten" Zoobereich am Rinderwinkel verlassen und schlendert in Richtung Bison Plains - was schon ein ganz nettes St√ľck Weg ohne zwischenzeitliches Gehege ist. Dort trifft er auf eine hektargro√üe Anlage, auf der sich eine Handvoll Bisons verlieren, passiert auf dem langen Weg an ihr entlang zwei (wenn auch sehr sch√∂ne) Volieren mit "nur V√∂geln drin" (Karakaras und Schnee-Eulen), durchquert danach eine gef√ľhlte Ewigkeit ein (in seinen Augen) Brachgel√§nde ohne Tiergehege und st√∂√üt dann als n√§chstes auf eine wiederum hektargro√üe Weide, auf der man eine Herde Elefanten unterbringen k√∂nnte, die aber bei unserem Besuch besetzt war mit zwei (!) Pferden und einer Handvoll Zackelschafen. W√§hlt er statt des Abstechers zu Axmanns Hof den Weg entlang dieser Weide zum "eigentlichen" Zooteil zur√ľck, dann l√§uft er wieder eine lange tierarme Strecke, und als Auftakt f√ľr den "alten" Zooteil begr√ľ√üen ihn dann Ziegen links und Ziegen rechts. Mal ehrlich: Wer eine halbe Stunde fast ohne "Tierschaum√∂glichkeit" durchs Gr√ľne wandern m√∂chte, kann sich den Zooeintritt sparen und in die Feldmark fahren. Da unterstelle ich nicht nur dem Zoofan, sondern auch dem Normalbesucher, dass seine Erwartungen an einen Zoobesuch anders aussehen. Und wenn er sich nicht den Zoobesuch als Ganzes schenkt, weil ja schlie√ülich an anderer Stelle auch noch Affe, Elefant & Co. geboten werden, so wird er vielleicht den genannten Weg "einmal und nie wieder" abgelaufen sein.

Das beigef√ľgte Foto liefert einen Eindruck vom Panoramablick auf die gro√üe Weide herab (auf dem von Guddy eingestellten Plan sind f√ľr sie Kamele eingezeichnet). Hatten wir hinsichtlich des Besatzes an diesem Tag einfach nur Pech, oder ist die immer so gering best√ľckt? Bei meinem ersten Besuch vor 10 Jahren sah ich dort allerdings auch nur zwei Shire Horses.
(29.05.2009, 00:45)
Guddy :   PS.: Da w√§re nur noch ein "winziges" Problem: das ewig klamme Stadts√§ckel! *grins*)
(28.05.2009, 23:26)
Guddy :   In der N√§he der Bison-Plains w√§re ein weiterer Zooeingang w√ľnschenswert. Dies w√§re auch im Hinblick auf die ausw√§rtigen Besucher, die von der A71 kommend nicht extra ins Stadtgebiet m√ľssten, recht g√ľnstig. Eine Anbindung an den Autobahnzubringer und entprechende Parkm√∂glichkeiten w√§ren daf√ľr allerdings vonn√∂ten - die Nutzer der benachbarten Kleing√§rten w√§ren davon zwar nicht besonders begeistert, aber bei einem fl√§chenm√§√üig so gro√üen Zoo b√∂te sich eine L√∂sung mit zwei Eing√§ngen wohl an, wo doch weitaus kleinere Zoos dies auch so haben.
Wenn dort in dem Waldteil zwischen Rinderwinkel und Plains noch eine Anlage f√ľr eine Gro√ü-Raubtierart (B√§ren, W√∂lfe) als Gegenpol zur L√∂wensavanne entstehen w√ľrde, h√§tte man dort noch einmal ein Highlight.Von den Bison-Plains gibt es einen Weg durch einen Teil des Naturschutzgebietes Richtung Axmanns Hof.
Dieser k√∂nnte zu einem Naturlehr- und Erlebnispfad ausgebaut werden, so wie dies in anderen Naturschutzgebieten auch gehandhabt wird. So w√ľrde der Weg von dort bis Axmanns Hof auch stark aufgewertet. Das Plateau k√∂nnte dann, wie es ja wohl ohnehin geplant ist als "Kinder-Bespa√üungszone" genutzt werden.
(28.05.2009, 23:23)
Guddy :   Auch ich sehe in der Hanglage ein gro√ües Problem. Diese ist - ich spreche aus Erfahrung - mit Kinderwagen, Kleinkind und nicht mehr ganz intakten Beinen mit ein wenig Sportsgeist wohl noch zu meistern. Ein echtes Problem haben allerdings die Rollstuhlfahrer, b.z.w. deren Begleiter. F√ľr sie m√ľsste eine extra Runde gefunden und ausgeschildert werden. (Es gibt Rundwege mit vertretbaren Steigungen, auf denen auch relativ viele Gehege passiert werden k√∂nnen.)
Au√üerdem gibt es einen Weg, der im gro√üen Bogen vom √∂stlichen Ende der Nashornanlage bis zu den Bison Plains f√ľhrt. Entlang dieses Weges m√ľssten mehrere neue Anlagen konzipert werden.
(28.05.2009, 23:10)
th.oma.s :   ich halte dies speziell in bezug auf erfurt tats√§chlich f√ľr ein problem bei der Entwicklung des zoos. vielleicht w√§re es tats√§chlich besser den berg zur√ľckzubauen und den zoo am rande des berges, also zwischen axmanns hof und nashornanlage/affenhaus zu entwickeln... allerdings w√§re dann die bisonanlage schon am falschen platz.
(28.05.2009, 21:48)
Michael Mettler :   Die Fl√§chenm√∂glichkeiten des Erfurter Zooparks in allen Ehren, aber man darf nicht vergessen, dass ein nicht unerheblicher Teil eines jeden Zoopublikums aus Besuchern besteht, f√ľr die lange Strecken beschwerlich oder langweilig sind. Wenn ich als Flachl√§nder bei manchem "Zoo am Hang" meine Beine sp√ľre, sage ich mir gern zum Trost, dass ich immerhin noch √ľber gesunde Beine verf√ľge, kein quengelndes Kind bei mir habe und keine Karre schieben muss - denn das stelle ich mir in Erfurt an manchen Stellen noch viel haariger vor als z.B. in Halle, wo die Entfernungen k√ľrzer sind, man nicht lange Strecken um das selbe Gehege herumgeht (oder gar ganz ohne Gehege passieren muss) und vor allem auch die langen Treppenaufstiege des Zooparks fehlen. Insofern kann ich irgendwo nachvollziehen, dass die neuere Entwicklung haupts√§chlich am Fu√ü des Berges stattfindet, um "Pflichtarten" wie Elefant, Nashorn, Zebra, Affe, K√§nguru, Gro√ükatze familienfreundlich, sprich ohne sportliche Leistungen erreichbar zu machen. Nur l√§uft man damit eben auch Gefahr, dass zwischen diesem - im wahrsten Sinne des Wortes - Basisbereich und den abgelegeneren Gehegen die Diskrepanz in Sachen Besucherattraktivit√§t immer gr√∂√üer wird. Wenn auf dem Plateau keine oder zu wenige Highlights geboten werden, wird mancher Besucher beim n√§chsten Mal vielleicht nicht mehr den Aufstieg auf sich nehmen. Ein schwieriger Spagat in der Zooentwicklung.


(28.05.2009, 18:25)
IP66 :   Den Kontrast zwischen einem wenig bebautem Waldpark und einem dicht best√ľckten Zoogel√§nde fand ich in Erfurt schon beim ersten Besuch pr√§gend, ebenso die sehr interessanten und qualit√§tvollen Bauten. Jenseits der Affen hat mich der Bestand allerdings weniger beeindruckt - was sicher auch, gerade bei Erstbesuchen, an sehr individuellen Eindr√ľcken liegen mag. Mit der j√ľngsten Erweiterung d√ľrfte in Magdeburg allerdings eine √§hnliches Problem entstehen, auch wenn die hinzugewonnenen Fl√§chen dort nicht so umfangreich sind. Trotz der entsprechenden Schutzbestimmungen halte ich es f√ľr die in beiden Zoos wichtigste Aufgabe, diese Gel√§nde f√ľr die Tierhaltung zu erschlie√üen, um aus dem Kreislauf st√§ndiger Neubauma√ünahmen in den Altgel√§nden auszubrechen und dem Besucher dazu zu bewegen, den gesamten Zoo zu erkunden. Hinzukommt, da√ü in Magdeburg wie in Erfurt wichtige DDR-zeitliche Altbauten stehen, die auf l√§ngere Sicht ein Kapital ausmachen, da√ü die Einzitartigkeit der Zoos ausmachen wird.
(28.05.2009, 14:00)
Ralf Seidel :   Grunds√§tzlich w√§re es schon wichtig dass sich auf dem Roten Berg etwas tut, insbesondere in puncto Kontinuit√§t der Weiterentwicklung. Die Gehege der letzten Jahre finde ich durchaus interessant und gelungen, der Australienbereich war bei meinem letzten Besuch noch im Bau. Als Problem sehe ich gerade auch in Erfurt diese punktuelle Bebauung, was aber z.T. an der gro√üen Gesamtfl√§che liegen d√ľrfte. Das Problem hatte der Zoopark ja schon zu DDR-Zeiten - irgendwie wirkte er immer unfertig, obwohl ja damals noch viel weniger Bereiche zug√§nglich waren.
Insofern kann ich die Meinung von IP66 in Bezug darauf dass Magdeburg ihm attraktiver erschien, schon nachvollziehen. Und dass, obwohl Erfurt eigentlich fast vom Tierbestand her attraktiver war: Es gab ein Raubtierhaus, ein modernes Affenhaus mit ausgew√§hlten Kostbarkeiten. Im Dickh√§uterhaus, welches in den 80ern entstand und fr√ľher ja noch die Nash√∂rner beherbergte, wurden Terrarien und eine Nachttierabteilung integriert und auch Seel√∂wen waren damals noch im Eingangsbereich zu finden...Vermisst habe ich hier fr√ľher schon die gro√üen Huftierherden - trotz der Fl√§chen.
Bei den Bisons hätte es aber wohl eine kleinere Fläche auch getan, auf ihrem zugedachten Hektar Lauffläche habe ich die noch nie gesehen, sie hielten sich immer in unmittelbarer Stallumgebung auf. Das mag aber auch etwas subjektiv sein, schließlich hat man da aus dem Blickwinkel eines Zoofreundes aus Halle andere Dimensionen im Kopf (1 ha Fläche - was könnte man da alles drauf stehen haben...)))
F√ľr mich aber nach wie vor ein interessanter Park mit unglaublichem Ausbaupotenzial.
(28.05.2009, 13:34)
Guddy :   Was f√ľr mich an diesem Forum interessant ist, dass man der eigenen Zoo mal von ganz anderen Blickwinkeln beschrieben findet. So entdeckt man Schwachstellen, St√§rken und Besonderheiten, die einem bei einseitiger Betrachtung gar nicht auffallen w√ľrden. Auch kommt man im gegenseitigen Austausch auf L√∂sungsans√§tze, die einem sonst nie eingefallen w√§ren.
Eignen sich Yaks eigentlich auch als Zugtiere? (Wegen des Unfallrisikos)
Axmanns Hof ist nat√ľrlich ein Gl√ľcksfall. Schade, dass er zu DDR-Zeiten gar nicht zug√§nglich und nur als Wirtschaftshof in Gebrauch war. Die Erschlie√üung f√ľr den Besucher erfolgte Ende der 90er Jahre im Zusammenhang mit der Einrichtung des benachbart liegenden Berberaffenberges. In fr√ľherer Zeit soll hier ja hinter den Kulissen manch zoologische Kostbarkeit beherbergt worden sein.
(28.05.2009, 11:44)
Michael Mettler :   Dass Yaks trittsichere Gebirgstiere sein sollen, wei√ü ich nur aus B√ľchern und TV-Dokus; merkw√ľrdigerweise sieht man sie in unseren Zoos praktisch immer in "platten" Standard-Rindergehegen. Das erleichtert zwar die Gehegereinigung, bringt aber das Besondere der Tierart nicht r√ľber. Gerade in einem "Bergzoo" wie Erfurt w√§re es doch reizvoll, sie an einem Hang zu pr√§sentieren oder ihnen wenigstens eine Art Kletterh√ľgel ins Gehege zu bauen. Klar, sie h√ľpfen nicht elegant von Stein zu Stein. Aber vielleicht k√∂nnte man ihnen ein wenig "Turnen" zumuten, in dem man ihnen Futter an erh√∂hten Stellen anbietet.

Eine Yak-Karawane oder andere Darbietungen des Yaks als Haustier f√§nde ich eine tolle Sache (gerade in einem auf Haustiere spezialisierten Park), und selbst als Reittiere f√ľr Kinder k√∂nnte man sie wahrscheinlich einsetzen. Allerdings denke ich, dass man die Behornung der Tiere als potenzielles Unfallrisiko sieht. Ich erinnere mich an den Beitrag eines Schweizer Yakz√ľchters hier im Forum, dass einer seiner Yakbullen mit einem kurzen Kopfschlenkern einen Hund t√∂tete. Aber es g√§be ja auch hornlose Yaks...

Was mir nicht nur dort, aber gerade in Erfurt auff√§llt: Wir Zoofans sch√ľtteln gern mal den Kopf dar√ľber, dass der Normalbesucher nicht wei√ü, was Haus- und was Wildtier ist. Aber die Zoos geben sich auch wenig M√ľhe, diesen Unterschied in der Pr√§sentation aufzuzeigen. Vielleicht r√ľhrt das noch aus den Zeiten, als Haustiere mehr oder weniger als L√ľckenf√ľller galten und man dann z.B. durch Selektion auf einheitliche Fellfarbe quasi "optische Wildtiere" vort√§uschte (rote Watussirinder, schwarze Yaks usw.). Gerade ein auf Haustiere spezialisierter Zoo wie Erfurt k√∂nnte doch viel mehr aus der Pr√§sentation machen. Warum nicht ein wenig bulgarische, Schweizer oder Kameruner "Ambiente" bei den entsprechenden Ziegenrassen? Pferde und Esel stehen alle "en bloc" in gleichf√∂rmigen Gehegen, und zumindest Th√ľringer Waldesel und Bulgarenesel sind nicht mal f√ľr den Zoofan leicht auseinanderzuhalten. Dass Poitou-Esel ihren Hauptzweck in der Maultierzucht mit Kaltblutstuten hatten, lie√üe sich durch eine entsprechende Gemeinschaftshaltung und Beschilderung aufzeigen, dass Shetlandponys wegen ihrer Zwergw√ľchsigkeit im britischen Bergbau eingesetzt wurden, durch Hineinstellen (und nat√ľrlich Erkl√§ren!) einer Lore usw. Dass Haustiere durch passendes Umfeld interessanter gemacht werden, beweist der Zoopark doch schon selbst mit Axmanns Hof. Wildtieranlagen wie den Bison Plains, der L√∂wensavanne oder dem Kangaroo Land entsprechend geografisch zugeordnete Haustieranlagen (Almweide, bulgarisches Dorf usw.) gegen√ľberzustellen, w√ľrde ich f√ľr eine besucherwirksame und mit einfacheren Mitteln als bei Wildtieren umzusetzende Ma√ünahme halten. Und die Tradition der Hautierkarawane lie√üe sich mit √ľber den ganzen Tag verteilten "Schaukarawanen" durch das Zoogel√§nde ausbauen: Th√ľringer "M√ľlleresel" mit S√§cken auf dem R√ľcken, bulgarische Eselkarren, Lamatrekking...
(28.05.2009, 09:55)
Guddy :   Ich f√§nde es interessant, dem Yak das zweite gro√üe Rind der Region, den Gaur oder dessen domestizierte Form, den Gayal (Da ja HAUS-Yaks gezeigt werden.)gegen√ľber zu stellen. F√ľr die Walliser Ziegen k√∂nnte ja das alte Steinbock-Gehege nachgenutzt werden. (Langsam wird's voll, dort drinnen - was wir dort schon alles unterbringen wollten! *schmunzel*)
Zur√ľck zu den Rindern: Das Gehege - in welcher Form auch immer gestaltet - macht ja nicht allein den Schauwert aus. Es w√§re eine M√∂glichkeit, die Tiere als das zu pr√§sentieren, was sie ja eigentlich sind: Nutztiere. Hie√üe zum Beispiel zu demonstrieren, wie so ein Yak beladen wird. Dass bei Wildtieren auch kleinere Dressureinheiten durchaus kritisch zu sehen sind, da sie den nat√ľrlichen Verhaltensweisen der Tiere widersprechen, ist ja durchaus einzusehen. Dass aber eine Haustierrasse nur pr√§sentiert wird, indem die Tiere einfach "herumstehen" oder "herumliegen", finde ich nicht optimal. Was ist es immer f√ľr ein Schauspiel, wenn die Kamelherde durch den halben Zoo zu ihrem Nachtquartier unterwegs ist. Gut, auch hier k√∂nnte man mit etwas "Kost√ľmierung" von Mensch und Tier den Show-Effekt noch erh√∂hen, aber Vergleichbares m√ľsste sich doch auch mit den Yaks veranstalten lassen?
(28.05.2009, 07:15)
IP66 :   Vielleicht ist es ja tats√§chlich so, da√ü auch Gehege dadurch attraktiver werden, da√ü sie sich von den benachbarten Anlagen unterscheiden. Im Museumsbereich sieht man dergleichen aber auch als kritisch an und es gibt durchaus Kuratoren, die ihren Rembrandt gerne in einer gleichf√∂rmigen Bilderreihe verstecken und an optisch herausgehobene Stellen ihrer Galerie das Werk irgend eines Lokalmeisters h√§ngen, damit das Publkikum nicht nur nach den gro√üen Namen sucht.
Im Falle des Rinderwinkels w√ľrde ich vermuten wollen, da√ü sich die Yaks vor der hellen alten R√ľckwand imposanter ausnehmen und deshalb vielleicht st√§rker auf Besucher wirken.
(27.05.2009, 10:45)
Oliver Jahn :   Wobei mir jetzt auff√§llt, dass sich diese beiden Argumentationen von Michael und IP im Kern nicht widersprechen. Ich finde die neue Gestaltung ehrlich gesagt auch nicht gerade geschmackvoll. Und auf den Punkt gebracht kann ich nur feststellen, wenn man schon umgestaltet, dann richtig, ansonsten ist es wirklich besser, dieses Geld und auch die Arbeitskraft anderweitig einzusetzen. Den Holz nun hin oder her, allein durch die noch vorhandenen Kachelw√§nde und die alten Gitter hat die Anlage durch die Verkleidung wirklich √ľberhaupt nicht gewonnen. Ich pers√∂nlich empfinde es heute auch eher noch unsch√∂ner, denn jetzt ist es weder Kachelstil, noch naturalistischer Bau.
(26.05.2009, 23:51)
Michael Mettler :   @IP66: Ob die Gestaltung des Rinderwinkels Besucher irritiert, vermag ich nicht aus eigener Beobachtung zu sagen; was mir allerdings auffiel: Der Zoopark war recht gut besucht und das Wetter fantastisch, aber am Rinderwinkel blieb meiner Erinnerung nach au√üer Oliver und mir kein einziger Besucher stehen - und wir kamen im Laufe des Tages mehrmals daran vorbei. Stattdessen sah ich Besucher nur daran entlang flanieren und kurze Blicke zum Gehege werfen. Besonders viel Aufmerksamkeit scheinen die Yaks nicht auf sich zu lenken, und da wage ich zu bezweifeln, dass das Gehege mit unverbr√§mter Kachelarchitektur wirklich mehr Resonanz erzielt h√§tte.

Ich erlaube mir den Vergleich mit der Sahara-Anlage in Hannover, deren k√ľrzlicher Umbau ja Folge eines vergleichbaren Aufmerksamkeitsdefizites war: Auch dort standen vorher selten Besucher, die Wildesel, Addax und Gazellen wurden eher im Vorbeigehen wahrgenommen (wenn √ľberhaupt). Nach dem Umbau gibt es nun eine Aussichtsplattform, die den Besucher ein wenig n√§her an die Tiere heranbringt, und eine Illusionskulisse, von der nun auch das alte Stallgeb√§ude verdeckt wird, aber die Tiere sind die selben geblieben - tats√§chlich erregt die Anlage jetzt ganz eindeutig mehr Interesse bei den Besuchern. Anders ausgedr√ľckt: Erst eine √úberspitzung der Illusion (immerhin war auch schon die vorherige Sicheld√ľnenlandschaft eine Illusionskulisse) steigerte die Akzeptanz der Besucher.

√úbertragen auf Erfurt k√∂nnte das bedeuten, dass z.B. eine "tibetische" Dekoration des Rinderwinkels und eine rustikale Aussichtsplattform, die an einer Stelle √ľber den Trockengraben ragt, vielleicht auch den Yaks mehr Aufmerksamkeit bescheren w√ľrde, als das eine gelb geflieste oder mit Schwartenbrettern verkleidete R√ľckwand kann. Und auch DAS k√∂nnte ein Bewusstsein f√ľr Zoogestaltungsmoden schaffen - die vorherige Mode (sprich Fliesen) haben immerhin viele der Zoobesucher selbst miterlebt, so dass sie diese durchaus mit der neueren vergleichen k√∂nnen...
(26.05.2009, 22:51)
IP66 :   Ich denke, da√ü die Gestaltung des Rinderwinkels heute die meisten Besucher irritiert, und zwar sowohl in der nunmehr umdekorierten wie auch in der bis dahin √ľberlieferten Form. Wenn also ein Zoo seine Baudenkm√§ler nicht planieren kann oder will und ihm f√ľr aufwendige Umgestaltungen das Geld oder das Personal fehlt, dann finde ich es sinnvoller, wenn man argumentieren kann, da√ü diese Anlage als Beispiel fr√ľher Tierhaltung und der √§sthetischen Vorstellungen der DDR-Architekten befremdet und nicht deshalb, weil die Neudekoration so dilletantisch aufgefallen ist. Ich denke, da√ü dies nicht nur die Akzeptanz der Besucher steigert, sondern auch eine gewisses Bewu√ütsein f√ľr Zoogestaltungsmoden schafft - und vermeidet, da√ü sich Zoos in Illusionsparks verwandeln.
(26.05.2009, 17:19)
Michael Mettler :   @IP66: Vielleicht M√ĖCHTE der Besucher aber eine solche Anlage gar nicht als alt identifizieren k√∂nnen...?
(26.05.2009, 12:21)
IP66 :   In Sachen Entleerung finde ich den Vergleich Erfurt-Magdeburg durchaus treffend - allerdings fand ich den Zoo an der Elbe in den 90er Jahren interessanter. Was die Umgestaltung des Rinderwinkels angeht, so scheint sie mir ein gutes Beispiel daf√ľr, wie man es nicht machen sollte: Wenn man die Anlage in ihrem Originalzustand belassen und lediglich die Gehege verbunden h√§tte, w√§re dem Besucher ein sehr typisches Gebilde begegnet, da√ü er gleich als alt identifizieren und mit Neuanlagen h√§tte vergleichen k√∂nnen. Durch die Holzverkleidgungen hat man sich nicht nur ein Ungezieferproblem geschaffen, sondern eine gleichsam halb renovierte Anlage, die weder attraktiv noch leherreich genannt werden kann.
(26.05.2009, 11:25)
Oliver Jahn :   @Guddy, ich muss leider passen. Da habe ich mich wohl vertan, dachte echt, ich h√§tte die Anlage mal abgelichtet. Aber da ist WolfDrei ja immer eine sichere Bank! :-)
(25.05.2009, 21:09)
Karsten Vick :   Danke, Guddy f√ľr die Antwort auf diese ganz alte Frage. Scheint ja so, als wenn man in alten DDR-Jahresberichten noch manche √úberraschung finden kann, siehe auch Magdeburg...
(25.05.2009, 19:47)
Guddy :   @WolfDrei:
Vielen Dank schonmal im Voraus!
Hat jemand noch Bilder von der alten Bison-Anlage in Nutzung? Da ich selbst bis auf ein paar S/W Bilder aus 1983/1984 erst seit Beginn dieses Jahres im Zoo fotografiert habe, intesessieren mich speziell Bilder von Anlagen, die seitdem verschwunden sind (Voliere Doppelhornvögel, Bärenkäfig ...) oder die nach Umbau einen völlig neuen Besatz haben. (Zwergflusspferd im Giraffenhaus, Kleiner Panda, ...)
(25.05.2009, 13:16)
WolfDrei :   @Guddy: Habe Steinbockfotos aus Erfurt von 1984 an : allerdings f√ľr mich typisch: viel Tier, wenig Anlage. Mu√ü allerdings das Dia erst "umsetzen". Vorher waren in der Anlage √ľbrigens kurzzeitig Bezoare.
(25.05.2009, 09:49)
Guddy :   Es geht ja in erster Linie ums Gehege und nicht so sehr um die Steinb√∂cke - w√§re also prima, wenn Du ein solches Foto h√§ttest.
Zur Hyäne "Gretel" fand ich folgende Seite:
http://www.naturkundemuseum-erfurt.de/2000.597.0.html
(25.05.2009, 06:34)
Oliver Jahn :   @Guddy, da schaue ich morgen mal nach. Ich glaube aber, ich habe nur ein Bild mit Gittern, aber schon ohne Steinb√∂cke. Mal schauen...
(24.05.2009, 23:18)
Guddy :   Ich f√§nde es auch toll, den ganzen Bereich zu einem √ľberdimensionalen Streichelgehege umzugestalten.
Leider habe ich von dem Gehege in Nutzung kein Bild zur Hand. Vielleicht hat Oliver Jahn diese Anlage ja bei seinen fr√ľheren Erfurt-Besuchen mal fotografiert?
Mal sehen, was sich hinter dem Begriff "Kinder-Erlebnisbereich" verbirgt. - Dies soll dort wohl den realen Planungen nach entstehen.
(24.05.2009, 22:03)
Michael Mettler :   @Guddy: Von meinen vorherigen Besuchen her konnte ich mich an die Steinbockanlage gar nicht erinnern. Allerdings habe ich wohl schon √∂fter unbewusst Anlagen aus meinem Ged√§chtnis gel√∂scht, bei denen das Fotografieren der Tiere quasi unm√∂glich war...

Der "K√§fig" d√ľrfte ganz schlicht daraus resultiert sein, dass Steinb√∂cke Ausbruchsk√ľnstler sind. Auch z.B. in Halle oder Chemnitz stehen sie ja hinter hohem, schwerem Gitter, nur f√§llt das durch die Hanglage der Gehege, den Naturfelsuntergrund und die M√∂glichkeit, zumindest teilweise direkt ans Gitter zu treten, vielleicht weniger auf als bei der eher ebenen Anlage in Erfurt.

Meine Intention, die mit Haustieren zu besetzen, hat vielleicht auch ein bisschen damit zu tun, dass sie mich ein wenig an das begehbare Haustiergehege in Kronberg erinnert.
(24.05.2009, 20:42)
Guddy :   @Karsten Vick:
2007 war die Frage aufgetaucht, wo der Masterplan f√ľr Erfurt noch abgedruckt ist (au√üer bei Pilz/Puschmann - erste Auflage)
Es gibt von 1960 ein "Zoo-F√ľhrer" mit dem Titel "Erfurts Roter Berg - Th√ľringer Zoopark im Bau" Herausgeber ist Prof. Dr. Harald-H. Roth, der erste Direktor des Zooparks. Dort ist der gleiche Plan in farbig etwas gr√∂√üer als A3 zum Ausklappen enthalten. Dank des Antiquariats von Herrn Dr. Sch√ľling bin ich seit einigen Wochen stolze Besitzerin dieser √§u√üerst interessanten Brosch√ľre.
(24.05.2009, 20:10)
Guddy :   Komisch fand ich fr√ľher nur, dass die Steinb√∂cke darin quasi wie in einem √ľberdimensionalen K√§fig gehalten wurden.
Das mit dem Puma war ja nicht wirklich ernst gemeint und w√ľrde voraussetzen, dass man s√§mtliche bisherige Bebauung des Gel√§ndes abrei√üen und ein Bauensemble a la L√∂wensavanne aus dem Boden stampfte. (keine Angst IP66 - falls Du das liest - ich meine das wirklich nicht ernst!)
Wo der "K√§fig" noch stand, hat man das Stallgeb√§ude irgenwie gar nicht richtig wahrgenommen. Man hat auf dem Weg von den Giraffen zu den Bisons meist sowieso nur einen fl√ľchtigen Blick auf die Steinb√∂cke geworfen, weil man irgendwie auch nicht richtig ans Gehege rankam und die Tiere durch die Vergitterung nicht gut zu sehen waren.
(24.05.2009, 19:56)
Michael Mettler :   @Guddy: Das Steinbockgehege sieht allerdings mehr nach Th√ľringer Bergbauernhof aus als nach Puma-Canyon :-)

F√ľr die, die es nicht kennen, anbei ein Foto, denn bei "Steinbockanlage" ist man ja schnell versucht, an einen Felsh√ľgel √° la Halle oder Zoo Berlin zu denken...
(24.05.2009, 18:20)
Guddy :   Das Gel√§nde ist bei meinen Zoo-Tr√§umereien schon besetzt! *schmunzel*
Das gesamte Gel√§nde zwischen der Freiluftgastst√§tte und der k√ľnftigen S√ľdamerika-Anlage (Lamawiese + Stelzvogelwiese) ist bei mir schon f√ľr eine Anlage f√ľr Pumas und/oder Jaguare vorgesehen!
Nee mal im Ernst: dieses gesamte Gel√§nde war ja fr√ľher schon einmal f√ľr Haustiere reserviert (Aktuell stehen dort ja noch Graue Geh√∂rnte Heidschnucken, Minischweine und Ungarische Zackelschafe.) Dies k√∂nnte man gewiss mit Steinbock - und alter Bison-Anlage zu einem zweiten Haustier-Bereich zusammenlegen und ausbauen. Zu den Wiesen am Indianer-Camp ist es von dort aus ja auch nicht weit!
Mitte Juni hat der F√∂rderverein Mitgliederversammlung - vielleicht erfahre ich ja dort etwas von den realen Pl√§nen f√ľr diesen Bereich.
(24.05.2009, 14:53)
Michael Mettler :   Das w√ľrde voraussetzen, dass ONB Harz- und Erzgebirgsziege √ľberhaupt KENNT...

Ich finde, die derzeit leere Steinbockanlage w√ľrde mit ihrem Hartboden, den Kletterm√∂glichkeiten und dem rustikalen Stallgeb√§ude ein sch√∂nes Gehege f√ľr Esel und Ziegen abgeben. Da w√§ren beide ein St√ľck weit von den anderen Rassen beider Arten im Zoopark entfernt untergebracht, was die Haustiersammlung ein wenig auflockern w√ľrde. Das Gehege br√§uchte lediglich eine neue Umz√§unung (bei Haustieren kein allzu gro√üer Kostenfaktor); allerdings wei√ü ich nat√ľrlich nicht, was der Stallraum hergibt.
(23.05.2009, 15:23)
Guddy :   Das wundert mich auch. Vielleicht meint man, dass diese beiden Ziegenrassen f√ľr ONB nicht besonders interessant sind, da sich ja zumindest die Th√ľringer Landziege nicht so wahnsinnig stark von der Harzziege und der Erzgebirgsziege unterscheidet. Meines Wissens werden die drei Rassen mittlerweile ja ohnehin unter dem Namen "Bunte Deutsche Edelziege" mit noch 2-3 anderen Rassen zusammengefasst. Die Th√ľringer Waldziege ist dagegen eigentlich recht attraktiv und w√ľrde ein gutes Gegenst√ľck zu den Th√ľringer Waldeseln bilden.
(23.05.2009, 15:02)
Michael Mettler :   Was mir noch auffiel: Ausgerechnet im auf Haustiere spezialisierten Th√ľringer Zoopark fehlen die Th√ľringer Ziegenrassen...
(22.05.2009, 18:18)
Guddy :   Der Besatz des Rinderwinkels ist ja im Laufe der Jahre recht vielseitig gewesen. Die schweren Eisenz√§une st√∂ren besonders jetzt, wo der Hintergrund mit Holz verkleidet wurde besonders. Mir w√§re auch am liebsten, wenn sie (bis auf einen) komplett verschwinden w√ľrden. Bei dem noch immer gro√üen Bestand an Haustierem im Zoopark lie√üe sich bestimmt eine attraktive Arten- b.z.w. Rassen-Kombination zusammenstellen. Wahrscheinlich sind es gerade die vielen denkbaren M√∂glichkeiten, die ein Entscheidung erschweren!?
Die Bisonplains haben √ľbrigens eine Fl√§che von 10.000 m¬≤. Urspr√ľnglich war mal an eine Vergesellschaftung der Bisons mit Mustangs gedacht. Die Gr√∂√üe kann es also eigentlich nicht gewesen sein, die mit der EU-Norm kontr√§r ging. Ich meine, es sei von zu wenig Schattenpl√§tzen und zu geringem Baumbestand die Rede gewesen.
(21.05.2009, 13:20)
Michael Mettler :   Die ehemalige F√ľlle des Rinderwinkels w√ľrde ich mir auch nicht zur√ľckw√ľnschen, ich habe ihn bei meinem ersten Besuch 1999 schon in "reduzierter" Form kennengelernt. Aber ich k√∂nnte ihn mir gut als Gemeinschaftsanlage vorstellen. Vielleicht k√∂nnte man eines der beiden √§u√üeren Ziegengehege als Absperrgehege f√ľr die Yaks nutzen und das andere als Weidefl√§che durch eine nur f√ľr Schafe und/oder Ziegen zu √ľberwindende, optisch gef√§llige Barriere abgrenzen; dann k√∂nnte der hohe Eisenzaun, der jetzt die Yak-Anlage teilt, verschwinden. Eine gemischte Haustieranlage - die m√ľsste ja nicht mal geografisch korrekt besetzt sein, ist die Zwergzebu-Anlage ja auch nicht - stelle ich mir jedenfalls recht lebendig und damit publikumswirksam vor, vor allem wenn Schafe (z.B. die Zackelschafe) und Ziegen (eine wunderbare Anlage f√ľr die gro√üe Gruppe der jetzt sehr abseits stehenden Bulgarenziegen) ihren Nachwuchs haben.

Aber ich staune dar√ľber, dass die Bison Plains nur knapp den Richtlinien entsprechen. Wenn sich diese auch anderswo durchsetzen sollten, k√∂nnten wir uns vom Bison als Zootier wohl schnell weitestgehend verabschieden, denn eine Anlage dieser Gr√∂√üe (es mag an der weniger versperrten Fernsicht im Gel√§nde liegen, aber ich empfinde die Erfurter sogar als gr√∂√üer als die im Tierpark Berlin) w√ľrden sich die wenigsten Zoos erlauben k√∂nnen.
(21.05.2009, 10:28)
Guddy :   PS.: Zu den Bisons:
Die Anlage war bis Mitte April sehr stark besetzt.(Nebenstehendes Bild zeigt nur etwa zwei drittel der Tiere, die Mitte M√§rz auf der Anlage waren.) Man hat wahrscheinlich die Jungtiere der letzten Saison abgegeben, vermutlich sind die 3 K√ľhe wieder tr√§chtig und so h√§tte man mittelfristig doch wieder 7 Tiere auf der Anlage. Die Bison-Plains sollten ja urspr√ľnglich durch einen Komplex mit Anlagen f√ľr Hirsche, B√§ren, W√∂lfen und Uhus mit dem restlichen Zoo verbunden werden. Diese Pl√§ne von 1999/2000 wurden aber dadurch blockiert, dass die Umsetzung der in Th√ľringen relativ streng ausgelegten EU-Richtlinien zun√§chst den Vorrang bekam. Selbst die neu erbauten Bison-Plains bestanden die Ma√ügaben nur recht knapp!
Den aufgelockerten Besatz des Rinderwinkels empfand ich eher als wohltuend, gerade auch im Vergleich zu "ganz fr√ľher". Die damals pr√§sentierte Artenf√ľlle hatte zweifelsohne auch ihren Reiz, aber eine Grasnabe, wie sie sich bei den Schwarzhalsziegen herausgebildet hat, habe ich in den etwa 30 Jahren, die ich den Zoo bewu√üt erlebe, im Rinderwinkel noch nicht gesehen. Warum der Walliser-Bock nicht mit den Bulgaren- und Zwergziegenb√∂cken gemeinsam gehalten wird, ist mir allerdings auch nicht ersichtlich. (Unvertr√§glichkeit?) Die Schafb√∂cke von Zackelschaf und Heidschnucke stehen ja mit unten bei den Zwergzebus. Auch bei den Yaks k√∂nnte in den n√§chsten 3 Monaten wieder mit Nachwuchs zu rechnen sein - 2 bis 3 Jungtiere waren es ja die letzten Jahre immer pro Saison. So wird es da auch bald wieder voller werden.
Zu den L√∂ffelhunden muss ich sagen, dass die Furcht vor einer l√§rmend herannahenden Schulklasse ungleich h√∂her ist als die vor den L√∂wen. Die Vormieter waren ja im ganzen wesentlich scheuer. Ich bekam die Schakale √ľberhaupt insgesamt nur zwei bis drei Mal zu Gesicht, w√§rend die L√∂ffelhunde doch in dem letzten halben Jahr recht zutraulich geworden sind. Das Foto im April entstand, w√§hrend die L√∂wen im Innengehege waren und fra√üen.
(21.05.2009, 03:36)
Guddy :   Am 28. April sollte der F√∂rderverein √ľber das vom Stadtrat in Auftrag gegebene Zoo-Konzept der Firma Eckhard Wiesenthal informiert werden. Da Dr. K√∂lpin, der sich zu dieser Veranstaltung dem Verein als neuer Zoodirektor pers√∂nlich vorstellen wollte, erkrankt war, wurde die Veranstaltung vorerst abgesagt.
Zur bisherigen Stelzvogelwiese kann ich aber Folgendes sagen:
Sie wird mit der benachbarten Lama-Anlage zusammengef√ľhrt und soll dann den "klassischen" S√ľdamerika-Besatz (Lama, Mara, Nandu) erhalten. Dies ist ein Projekt des F√∂rdervereins und zun√§chst unabh√§ngig vom Gro√ü-Konzept. Irgenwo las ich in der Zeitung, dass das gesamte Plateau rund um Zoogastst√§tte und Bistro zu einem gro√üen Kinder-Erlebnisbereich umgstaltet werden soll. Dies w√ľrde auch die ehemaligen Gehege von Steinbock, Bennettk√§ngeru und Bison mit umfassen.
Aber: "Nichts genaues wei√ü man nicht." Der zwischenzeitliche Direktor (Juli 07 bis M√§rz 09) war ja kein Tierg√§rtner und wohl in erster Linie von der Stadt dazu berufen, innerbetriebliche Strukturen neu zu gliedern. (Er war zuvor Personalamtsleiter der Stadt gewesen) So blieben die meisten tierg√§rtnerischen Bauma√ünahmen etwas stecken. Lediglich ein Picknickplatz konnte in diesen zwei Jahren fertig gestellt werden. Das Elefanten-Projekt "Damaraland" des vormaligen Direktors Dr. Neuschulz war ja, nachdem es zun√§chst bereits bewilligt war, dann doch storniert worden, da die Planungen des Zoodirektors und die W√ľnsche der Stadtv√§ter sich nicht vereinen lie√üen. Auch hierzu wird das "Wiesenthal-Konzept" neue Antworten finden. Da wir uns sozusagen in einer Art √úbergangszeit befanden, in der Geplantes verworfen, Neues aber noch nicht ausf√ľhrungsreif war, konnte dem Zoo-Besucher auch keine Perspektive aufgezeigt werden. Erfreulicherweise nimmt ja wenigstens die Flamingo-Anlage jetzt Konturen an, die auf eine baldige Fertigstellung hoffen lassen.
(21.05.2009, 02:16)
Michael Mettler :   Mir hat der Zoopark auch recht gut gefallen, allerdings komme ich auch nicht umhin, den Vergleich mit dem hier im Forum wegen Artenabbaues und Leerstandes sehr kritisierten Zoo Magdeburg zu ziehen. Dabei denke ich weniger an z.B. das fr√ľher √ľbervolle Erfurter Affenhaus als an andere Anlagen: Man baute eine herrliche neue Bisonanlage, aber die alte wurde nicht nachgenutzt, sondern ist jetzt Brachland. Genau das Gleiche gilt f√ľr die K√§ngurus. Aktuell steht der Besucher bei der Steinbockanlage (Tiere abgegeben) vor einem leeren Gehege, und nach dem Umzug der Flamingos in die Neuanlage k√∂nnte auch das jetzige Stelzvogelgehege leer stehen. Hinweise darauf, dass auf all diesen Fl√§chen etwas passieren soll, fehlen. So entsteht ein bisschen der Eindruck, dass der Zoo gerade von der Bergkuppe an den Fu√ü des Roten Berges umzieht...

Manche Gehege empfinde ich als unterbesetzt - auf den gigantischen "Bison Plains" haben wir gerade mal drei (!) Bisons gesehen - was andererseits der Grasnarbe sehr gut tut... Bei den Yaks frage ich mich, ob man sie nicht mit einer der Ziegen- oder Schafrassen zusammen halten kann, statt den Walliser Ziegen gleich zwei seitliche Gehege des Rinderwinkels zu reservieren. Muss der Besatz einiger Huftiergehege vielleicht aus Personal- und Futterkostengr√ľnden so niedrig gehalten werden?

Bei den L√∂ffelhunden w√§re ich interessiert zu h√∂ren bzw. zu lesen, wie sich ihre doch sehr unmittelbare Nachbarschaft zu den L√∂wen entwickeln wird. Bei ihrer F√ľtterung hatten sie jedenfalls immer ein √§u√üerst wachsames Auge auf ihre gro√üen Nachbarn und waren stets fluchtbereit. Im Gegensatz zu Schakalen, die sich ja im Freiland freiwillig in die N√§he von L√∂wen wagen, scheinen mir L√∂ffelhunde f√ľr ein solches Nebeneinander eigentlich viel weniger geeignet.
(20.05.2009, 23:46)
Guddy :   Danke f√ľr das Foto! Als ich am Montag im Zoo war, waren die L√∂ffelhunde mittags noch im Haus, zum Ende des Rundgangs sah ich sie dann im Innengehege nicht, habe sie aber auf der Au√üenanlage auch nicht entdeckt.
Daf√ľr gelang mir Anfag Mai ein Feuerwiesel-Schnappschuss. (Zumindest von der Nasenspitze.) Ein Zoomitarbeiter sagte, dass man sie bis dahin kaum zu Gesicht bekam.
(20.05.2009, 22:57)
Oliver Jahn :   Beim Wochenendbesuch in Erfurt war ich positiv √ľberrascht. Der Zoo vermittelt den Eindruck, als w√ľrde er jetzt endlich aus dem Dornr√∂schen-Schlaf erwachen. Das K√§nguru-Land macht einen guten Eindruck, die Riesenkangurus befanden sich auf der Anlage, der Besucherbereich war aber noch abgesperrt. Die neue Flamingo-Anlage ist schon gut zu erkennen. Das L√∂wenhaus zeigte sich gut besetzt und wir hatten sogar das Gl√ľck, eine F√ľtterung der L√∂ffelhunde zu erleben. Die Feuerwiesel haben sich leider nicht gezeigt, in der alten Kasuar-Anlage sind jetzt Emus. Alles vermittelte einen wirklich freundlichen Eindruck, was sicher durch das gute Wetter noch verst√§rkt wurde. Nachwuchs sah man auch bei den Guerezas, die Vergesellschaftung der B√§renstummelaffen mit den Zwergmeerkatzen scheint leider nicht zu funktionieren, denn die Meerkatzen waren nur im Absperrgehege zu sehen. Der Rinderwinkel ist komplett mit Holz verkleidet und beherbergt noch immer die Zuchtgruppe Yaks mit ihrem sehr imposanten Bullen. Weiterhin sind dort die Walliser Ziegen zu sehen. Das Steinbockgehege ist leer, steht aber noch. Alles in allem aber vermittel der Zoo einen postiven Eindruck.
(20.05.2009, 18:15)
Karsten Vick :   Danke Guddy. Ist zwar noch nicht so viel neues, nur dass das Todesjahr des Siamangvaters nun zwischen 1989 und 1994 anzusetzen ist. Der Ungka ist also Medan und die Siamangs sind Schnudi, Rokan und Gambi (der lt. Zuchtbuch 1997 nach Opole ging). Und auch Medans Partnerin muss vor 1995 gestorben sein, wobei ich der Meinung bin, schon bei meinem ersten Erfurtbesuch 1991 nur einen Ungka gesehen zu haben.

Über die Zwergsiamangs haben wir im Gibbon-Thread schon orakelt. Das Ankunftsjahr 1974 legt nahe, dass es sich hier um eine Verwechslung mit den neuen Siamangs handelt, womöglich hat Gollembek Schnudi und Co. auch als Zwergsiamangs angepriesen...
(19.05.2009, 23:00)
Guddy :   In einem Jahresbericht des Zooparks von 1995 ist folgender Bestand verzeichnet:
Ungka: 1,0
Siamang 2,1
Habe auch im Zoo direkt angefragt, aber noch keine Antwort bekommen.
(19.05.2009, 12:34)
Guddy :   Laut Zoof√ľhrer 1974 gab es auch noch ein Paar junger Zwergsiamangs.
Details zu den Nachzuchten versuche ich in Erfahrung zu bringen.
(07.05.2009, 21:53)
Karsten Vick :   Hallo Guddy. Du hast dich ja angeboten, Fragen √ľber Erfurt zu beantworten. Das ist sch√∂n.
Vor einiger Zeit hab ich mich damit befasst, eine Auflistung der in Ostdeutschland fr√ľher und heute gehaltenen Gibbons zu erstellen.
Da ist die Datenlage in Bezug auf Erfurt noch sehr d√ľnn und ich w√ľrd mich √ľber Erg√§nzungen freuen.
Der jetzige Wissensstand ist folgender:
*Ungka - 1967 kam ein junges Paar √ľber den TP Berlin. Das M√§nnchen Medan starb 2002, das Weibchen, nun ja fr√ľher halt... Kinder???
*Siamang, aus 2 Zuchtbuchausgaben, die leider nur den am Stichtag noch lebenden Bestand enthalten, ergibt sich, dass 1974 √ľber den H√§ndler Gollembek das Weibchen Nr. 394 "Schnudi" ankam, das heute noch lebt. H√∂chstwahrscheinlich kam mit ihm auch das M√§nnchen Nr. 395, dass aber zum Stichtag schon tot war. Es gab wenigstens drei Kinder. Das erste 1980, ein weiteres 1,0 Rokan 1987 (noch im Bestand) und das dritte bekannte 1,0 Gambi 1989 lebt jetzt (noch?) in Opole.
√úber Erg√§nzungen w√ľrd ich mich wie gesagt sehr freuen.
(05.05.2009, 23:32)
Guddy :   Ja, der L√∂ffelhund ist seit Ende letzten Jahres in Erfurt. Er lebt mit einer L√∂ffelh√ľndin aus Prag zusammen.
@Oliver Jahn: Du hast recht mit der Vermutung, dass die Löffelhunde die "Nachmieter" der Schabrackenschakale sind. Wenn es im Löwenhaus nicht zu voll ist, sind die zwei schon ziemlich zutraulich und gucken ganz gespannt, was ma da tut, wenn man sie fotografieren will.
(28.04.2009, 17:19)
Oliver Jahn :   Ich habe gerade von cajun unter "Dortmund" gelesen, dass ein L√∂ffelhund nach Erfurt gegangen ist. Wei√ü jemand dar√ľber schon n√§heres? Wird das Tier dort allein gehalten? Und wo? Ist vielleicht der letzte Scharackenschakal weg und der L√∂ffelhund wurde sein Nachnutzer?
(14.11.2008, 21:26)
WolfDrei :   @IP66: ein weiterer Grund f√ľr die Erfurter: blockierte Arbeitskr√§fte! Mangel an Pflegern! Als ich bei den Affenpflegern ankam, wuselte der kleine Klammeraffe am Boden herum, mich sehend, st√ľrzte er sich in die Beuteltasche seiner "Mama". Im Haus dann kamen seine 5 " Arme und F√ľ√üe" wechselseitig heraus, um an Haaren zu ziehen, die Nase anzufassen, die Ohren, ab und an war ich das Opfer - und das den (fast) ganzen Tag, ein ganzes Jahr. Im Haus das gro√üe Aufpassen, da√ü er den anderen Affen nicht zu nahe kam - speziell die Nilgiris sind ziemlich boshaft. Und der Erfolg der Wiedereingew√∂hnung ist durchaus zweifelhaft.
(02.10.2008, 20:28)
Bj√∂rnN :   Wenn ich mich recht entsinne, sitzen sowohl im alten Affenhaus (j√ľngeres Tier) als auch hinter den Kulissen (altes Tier) je ein m√§nnlicher B√§renstummelaffe, der handaufgezogen wurde und nicht in die Gruppe integriert werden konnte.
Vielleicht hat man in Erfurt einfach keine Lust, noch ein weiteres Einzeltier halten zu m√ľssen.

Wie weit sind denn die Duisburger und Erfurter Tiere verwandt, wäre vielleicht ein Austausch zwischen den Gruppen ein Lösungsansatz??
(02.10.2008, 18:30)
IP66 :   Ich bin ein wenig √ľberrascht, da√ü bei einer so raren Art wie dem B√§renstummelaffen keine k√ľnstliche Aufzucht versucht wird. Einerseits hat man ja an vielen Orten mit handaufgezogenen Guerezas, die man fr√ľh mit ihren Artgenossen in Kontakt treten lie√ü, gute Erfahrungen gemacht, andererseits werden bei gruppenlebenden Arten ja auch nicht z√ľchtende Tiere dringend gebraucht.
(02.10.2008, 17:21)
Bj√∂rnN :   @WolfDrei
Sehr merkw√ľrdig, dass die Zwergmeerkatzen immer noch im separaten K√§fig sitzen, dort sitzen sie seit ihrer Ankunft vor min 15 Monaten....
Haben denn die Guerezas wieder Junge??
Sehr schade, dass die B√§renstummelaffengruppe immer noch nicht funktioniert, h√§tte ich mir sehr gew√ľnscht, angesichts, dass diese wundersch√∂nen Stummelaffen in Europa so selten und wertvoll sind.
(02.10.2008, 16:46)
WolfDrei :   Vor drei Tagen kurzer "Durchlauf" des "Th√ľringer Zooparkes". Neu scheinen 4 Zwergmeerkatzen der s√ľdl. UA zu sein (Miopithecus talapoin) - in einem abgesperrten K√§fig in der B√§renstummelaffen-Freianlage (die n√∂rdl. UA befindet sich in Prag und Barcelona). Die Kapschliefer hatten schon recht entwickelte Junge. Die "letzten ihrer Art" (weltweit) - die Nilgirilanguren (1.1 als Geschwister) sind jetzt 20 und 22 Jahre alt. Die Zucht mit den B√§renstummelaffen klappt nicht - keine Annahme durch das Muttertier, k√ľnstliche Aufzucht wollte man nicht, da z.B. der durch Menschen aufgezogene neue Mann aus England als "Vermehrer" taub ist. Ungeachtet dessen gab es noch eine Menschenaufzucht (nun einj√§hrig) bei den Goldstirnklammeraffen - langsam erfolgt die Eingew√∂hnung in die Gruppe. Im entfernt gelegenen Auquarium befinden sich auch Liszt√§ffchen und amerikan. H√∂rnchen (Tamiasciurus hudsonicus 4 Tiere = neu f√ľr mich). Am Haupteingang rechts des Zoos wird eine Flamingoanlage gebaut,die Alpensteinb√∂cke wurden "ausgelagert", z. T. nach Insbruck zur Auswilderung. Und die Schabackenschakale waren "nat√ľrlich" unsichtbar. Ansonsten noch ein instruktiver F√ľhrer (2. Auflage, 4 Euro)
(02.10.2008, 16:27)
Michael Mettler :   Die Ansicht mit den Schafen teile ich voll und ganz, auch wenn man dann eigentlich auf Merinos umsteigen m√ľsste. Kaninchen (auch Hauskaninchen) haben den Nachteil, zu w√ľhlen und damit Stolperfallen f√ľr die anderen Tiere zu verursachen, die beinbrecherisch wirken k√∂nnten. Das lie√üe sich nur durch ein flach unter der Bodenoberfl√§che eingebrachtes Gitter verhindern. Falls das Gehege B√§ume und Str√§ucher enth√§lt, w√§re zudem noch ein Schutz dieser gegen Entrinden notwendig (bei K√§ngurus m.W. nicht?). W√§re also schon ein gewisser Nachbearbeitungsaufwand "nur f√ľr Kaninchen", f√§nde ich aber dennoch gut und attraktiv. Alternativ k√∂nnte man sie nat√ľrlich auch als Bodenbesatz einer benachbarten Australienvoliere nutzen (dann auch "richtige" Wildkaninchen).

Hauskaninchen w√§ren √ľbrigens gar nicht mal so verkehrt; es gibt n√§mlich auch die Version, nach der die australischen Kaninchen gar nicht von ausgesetzten Wild-, sondern von Hauskaninchen abstammen sollen, bei denen sich durch Auslese wieder die Wildfarbe durchgesetzt hat - wie auch manche auf Inseln lebenden Kaninchenpopulationen solchen Ursprungs sein sollen. Was daf√ľr spricht: Eingefangene Wildkaninchen sind sehr schreckhaft und schwer zu handhaben. Hauskaninchen waren damals auf der langen Seereise von Europa nach Australien sicher deutlich einfachere Pfleglinge.
(22.07.2008, 12:00)
Racool :   Ich war vor zwei Wochen in Erfurt und k√∂nnte sehr aktive und kommunizierende Nash√∂rner erleben. H√§tte nie gedacht, dass diese Tiere solche Ger√§usche machen k√∂nnen. Was in Erfurt leider sehr auff√§llt sind die vielen nicht besetzten K√§fige/Gehege: Krallenaffenk√§fige (1x Zwergseiden√§ffchen, 1x Degus, Rest leer), Nachtieranlage 2 Anlagen leer, alte K√§nguruhanlage (Zaun bereits entfernt), alte Steinbockanlage (Zaun bereits entfernt), ... (Kann gut sein, das ich was vergessen habe)
Weiß jemand, was mit der alten Flamingoanlage passiert, wenn die Neue am Eingang steht? Bleibt sie mit den Störchen besetzt oder ziehen die mit um?
Das neue KangerooLand hat mir nicht so gut gefallen und ich h√§tte es auch nicht an dieser Stelle gebaut. Einige der Schafe, deren Anlagen weichen mussten, sind hinter dem K√§ngurubereich. Die h√§tte man doch einfach mit einbeziehen k√∂nnen, dann gebe es etwas mehr zu sehen als d√∂sende K√§ngurus und Emus. Beide Arten gelten in Australien ja als Narungskonkurenten f√ľr die dortigen Schafherden und da h√§tte man gleich noch ein wenig Didaktik mit rein bringen k√∂nnen. Wenn wir einmal dabei sind: Auch die begehbare Bennett-Anlage k√∂nnte man ganz einfach ein wenig attraktiver (vor allem f√ľr Kinder) machen, in dem Kaninchen (einfach wildfarbene Hauskaninchen) als Nebenbesatz mit rein nimmt. Der Zaun zwischen den beiden K√§nguru-Anlagen w√§re dann der "rabbit-proof fence". Der Emunachwuchs ist √ľbrigens auf der alten Kasuar-Anlage.
(22.07.2008, 11:26)
IP66 :   Die Argumentation kann ich nachvollziehen - k√∂nnte mir aber vorstellen, da√ü man mit 6 begehbaren Tierh√§usern eben noch eine kleine Nummer gr√∂√üer w√§re ...
(31.03.2008, 12:30)
Oliver Jahn :   Wenn nicht gerade, wie bei meinem letzten Besuch wegen Umbau gesperrt, hat der Zoo ja aber mit dem neuen L√∂wenhaus wieder ein begehbares Haus. Und somit ist das Defizit wieder ausgeglichen.
Zur Zeit aber verf√ľgt der Zoo √ľber 5 begehbare H√§user. Da haben andere Zoos weniger.
Zum alten Raubtierhaus ist neben dem Servalkäfig auch noch zu bemerken, dass die 3 separaten Einzelkäfige auf dem Weg zum Haus konzeptionell mit zur Gesamtanalage zu zählen sind.
(30.03.2008, 17:07)
IP66 :   Cottbus z√§hlt noch zu meinen Defiziten - daher kann ich dazu wenig sagen. Ich kann Herrn Jahn auch insofern zustimmen, als ich das Raubtierhaus f√ľr den am wenigsten innovativen und spannenden alten Tierhausbau in Erfurt halten w√ľrde. Der Hinweis auf den Servalk√§fig l√§√üt mich allerdings neugierig werden: Besa√ü das Geb√§ude doch noch verborgene √úberraschungen?
Auf der anderen Seite besitzt der erfurter Zoo wenig begehbare Tierhäuser und auch wenig Möglichkeiten, Tiere auszustellen - vor diesem Hintergrund hätte sich eine Renovierung vielleicht gelohnt.
(30.03.2008, 11:45)
Oliver Jahn :   Wie man auf meinen Bildern erkennen kann, war der Bau wirklich nicht mehr. erhaltenswert. Das Haus ist dem Cottbuser Raubtierhaus sehr √§hnlich, aber im Gegensatz zu diesem war das Erfurter sehr runtegekommen, teilweise sogar gar nicht fertig gestellt, wie man an den vielen unverputzten Stellen gut erkennen kann.
Zum anderen war das Haus nie ein Haus der Artenf√ľlle. Die K√§fige waren recht klein und es wurden h√§ufig nur Einzeltiere gehalten. Zum Ende hin waren in den 4 K√§figen noch drei Tiere, ein L√∂wenkater, ein Tigerkater und eine Streifenhy√§ne. An der im Bild nicht zu sehenden rechten Frontseite war noch ein kleiner K√§fig f√ľr Servale.
(29.03.2008, 19:49)
IP66 :   Leider nein! Wenn ich es recht √ľbersehe, ist es der einzige erfurter Gro√übau, der abgerissen wurde. Sicherlich w√§re es auf Dauer schwierig geworden, dort die alte Gro√ükatzenf√ľlle zu bewahren, aber auf einem so gro√üen Gel√§nde w√§re das Geb√§ude auch als Unterbringung f√ľr gr√∂√üere Vogelargten oder kletternde Kleins√§uger geeignet gewesen.
(29.03.2008, 10:26)
Michael Amend :   Steht das Raubtierhaus noch ? ( was ich allerdings nicht glaube)Etwas ungl√ľcklich finde ich die wei√üen Absperrz√§une im Kontrast zu den schwarzen K√§figen, auch auf Oliver Jahns Wildhundfoto zu sehen.
(28.03.2008, 17:27)
IP66 :   Das Raubtierhaus fiel, wie alle erfurter Bauten der Zeit, durch seine ausgewogene und sorgf√§ltige Strukturierung und Gliederung auf, wobei es Elemente der klassischen Moderne wie kubische Gestaltung, Flachdach und Fensterb√§nder mit Ideen der Nachkriegszeit, etwa einer sehr oberfl√§chenorientierten Natursteinverwendung, verband. Das gro√üe Thema der Zeit, die Aufl√∂sung der K√§figreihen, wurde sehr eigenst√§ndig behandelt, indem mehrere Gitterkuben auf einen durchgehenden Sockel gestellt wurden. Im Innenraum scheint mir die Ambitionen weniger gro√ü gewesen zu sein: Er wirkt, trotz Gitterband vor dern K√§figen recht konventionell, wobei ich nicht wei√ü, ob ich dieses Band, da√ü in den meisten H√§usern dieses Typs die zu integrierenden Wurfboxen nicht zulie√üen, als bewu√ütes Gestaltungselement verstehen soll.
(28.03.2008, 11:28)
Michael Mettler :   Ich habe da noch ein Fundst√ľck in Sachen Erfurt aus dem "Zoologischen Garten" (1961): Zwei Bilder der Afrikanischen Elefantin "Marina" aus ihrer alten Heimat, aufgenommen in der Elefantenstation Gangala na Bodio im Kongo und an ihrer "Amme" s√§ugend. Allerdings hie√ü sie damals noch "Mbaya", aber die Herkunft und das Alter (geboren 1957) d√ľrften doch passen. Jedenfalls wird erw√§hnt, dass der Autor Harald H. Roth sie f√ľr den Th√ľringer Zoopark vor Ort selbst ausw√§hlte. "Mbaya" war im Alter von ca. sechs Monaten neben ihrer erschossenen Mutter aufgefunden und in der Station k√ľnstlich aufgezogen worden. Sie wurde dort von einer erwachsenen Elefantin adoptiert, die nach den Fotos in Form der Ohren und Sto√üz√§hne ein Mittelding aus Wald- und Steppenelefant darstellt.
(27.03.2008, 21:19)
Oliver Jahn :   und noch eines von 1998.
(27.03.2008, 20:59)
Oliver Jahn :   1993 innen.
(27.03.2008, 20:57)
Oliver Jahn :   1993
(27.03.2008, 20:56)
Oliver Jahn :   Drei Bilder aus 93 bzw. 98
(27.03.2008, 20:55)
Racool :   Hat jemand Fotos vom alten Raubtierhaus?
(27.03.2008, 13:14)
Oliver Jahn :   In diesem Zusammenhang habe ich gerade noch gelesen, dass im Kasuargehege urspr√ľnglich mal afrikanische Strau√üe waren, und das mit mehreren Tieren.
Der Kasuar hingegen war allein im Gehege und ich kann mich wirklich nie daran erinnern, merh als ein Tier gesehen zu haben. Es w√§re wohl auch schwierig gewesen, die Tiere getrennt zu halten, daf√ľr war das Gehege einfach zu klein.
(19.03.2008, 17:47)
Oliver Jahn :   Und hier ist sie, die Hy√§nenhundanlage mit Hy√§nenhunden! :-)
Ich bitte die Qualität zu entschuldigen, aber es ist nur mit Digicam abfotografiert.
Das Bild ist von 1993 und ein Tier steht vor der T√ľr ganz links und eines l√§uft direkt vor dem Gitter. Ich hoffe, man kann es erkennen.
(19.03.2008, 17:35)
Oliver Jahn :   Hier noch mal der AKTUELLE Plan, den man zur Zeit in Erfurt an der Kasse erh√§lt. In der Hy√§nenhundanlage sind hier noch die Berberaffen eingezeichnet, welche ich dort erstmalig 1997 sah. Auf diesem Plan ist auch der Kasuar noch eingezeichnet.
(19.03.2008, 17:31)
IP66 :   Wenn ich Herrn Mettlers Schilderungen recht verstehe, waren die von mir so gesch√§tzten Anlagen also ein Versuch, den √ľppigen Bestand publikumsfreundlicher auszustellen. Schade, da√ü davon nur so wenig √ľbriggeblieben ist, zumal man sich, etwa auf den gro√üen Weiden, die auch zum Gel√§nde geh√∂ren, interessante Ziegen-, Schaf- oder Rinderherden gut vorstellen k√∂nnte.
(19.03.2008, 17:19)
Oliver Jahn :   @Racool, Ihre Frage zu dieser Anlage l√§sst sich mit einem klaren JA beantworten. Die Zeiten bekomme ich allerdings nicht zusammen. Der Gepard ist f√ľr diese Anlage benannt im einzigen Zoof√ľhrer, den es bis 2008 f√ľr Erfurt gab, und er ist von 1974.
Die Hyänenhunde habe ich dann selber noch in dieser Anlage gesehen, das war so Anfang bis Mitte der 90er. Da muss ich nochmal genauer nachschauen. Dann zogen dort die Berberaffen ein, bis deren neue Anlage (der Affenberg) fertiggestellt war und heute existiert die Anlage gar nicht mehr.
(19.03.2008, 17:04)
Racool :   @Oliver Jahn: Ich meinte die ehemalige Geparden/Hy√§nenhundanlage. War diese wirklich mit besagten Arten bestzt? Wenn ja, wann bzw. bis wann?
(19.03.2008, 15:05)
Michael Mettler :   Im Grunde hatte Erfurt damals eine √§hnliche Zielsetzung wie sp√§ter (und noch heute) Warder, allerdings bei Haltung in konventionellen Zoogehegen statt auf Weidekoppeln (von ein paar f√ľr das Publikum anscheinend nicht einsehbaren Sommerweiden abgesehen). Da Otto Normalbesucher nicht die unter uns Zoofans verbreitete scharfe Trennung zwischen Wild- und Haustier macht, d√ľrfte ihm das durch die Vielgestalt der Rassen bedingte breit gef√§cherte Spektrum wohl auch gefallen haben?
(19.03.2008, 13:22)
Oliver Jahn :   @Racool, die Anlagen f√ľr Raubtiere sind ein "Traum" geblieben! Es hat sie so nie gegeben. Also oben auf dem Plateau waren viele Haustierarten, die Bisons und im Rinderwinkel √ľber die Jahre so manche Tierart mit vielen Rarit√§ten, wie z.B. Moschusochsen, Hartmann-Bergzebras, Kulane, Pudus.
Raubtierbereiche gab es einige verstreut im Zoo. Zum einen das alte Raubtierhaus, auf dem Weg dahin noch vier Einzelk√§fige f√ľr Luchs, Hy√§ne, Binturong u.a.
Dann gab es noch zwei kleine Anlagen f√ľr Eisf√ľchse und Kleine Pandas, Dingos und Steinmarder, in etwa dort, wo heute das Papageienhaus neben dem Schildkr√∂tenhaus ist.
Die B√§renanlage wurde komplett weggerissen und alle anderen Planungen f√ľr Raubtiere sind eben √ľber den Planungssatnd nicht hinausgekommen. Einzig das L√∂wenhaus wurde verwirklicht.
@MM, die Zahl der in Erfurt gehaltenen Haustierarten war f√ľr damalige Zeiten gigantisch. Rinder, Ziegen, Schafe und Esel waren der Hauptschwerpunkt. Erg√§nzt wurde das ganze um Kamele, Pferde, Hunde und Schweinerassen.
Vieles davon ist heute leider nicht mehr im Bestand.
(19.03.2008, 11:55)
Michael Mettler :   Leider habe ich Erfurt erst sp√§t (einige Jahre nach der Wende) kennengelernt, aber f√ľr lange Zeit muss der Zoopark DER deutsche "Haustierzoo" schlechthin gewesen sein - zu einer Zeit, in der manch BRD-Gro√üzoo √ľber Haustiere noch die Nase r√ľmpfte, wahrscheinlich weil sie dem damals √ľber den Handel verf√ľgbaren Sortiment erlesenster Wildtiere den Platz weggenommen h√§tten. Und eine Besonderheit war auch, dass viele Haustierformen nicht nur im Gr√ľppchen, sondern in richtigen Herden gehalten wurden. Ich erinnere mich dunkel an eine Sendung im damaligen DDR-Fernsehen, in der mich eine kopfstarke Trampeltier-"Karawane" sehr beeindruckte, die zu ihrer Sommerweide auf den Roten Berg gef√ľhrt wurde. Der Zoopark ging auch selbst auf "Safari" und importierte z.B. aus Bulgarien Ziegen und Esel.
(19.03.2008, 10:55)
IP66 :   Vielen Dank! Ich habe diesen Gehegen leider nur wenig Beachtung geschenkt. Demnach hatte die Haustierhaltung in Erfurt eine bedeutende Tradition, die mich an Friedrichsfelde erinnert.
(19.03.2008, 10:32)
Racool :   @Oliver Jahn: Ja, an diese Anlage kann ich mich erinnern, allerdings nur mit Affen. K√∂nnen Sie mir sagen, wann (in etwa) die Anlage mit besagten Raubtieren bestezt war?
(19.03.2008, 10:09)
Oliver Jahn :   Die alten, v√∂llig verfallenen Haustierabteile sind ein Sammelsurium von kleinen Einzelk√§figen gewesen, von denen noch heute drei stehen geblieben sind, allerdings mit neuem Anstrich, und zwar dort, wo man auf das obere Bergplateau kommt, vom neune Cafe aus gesehen nach rechts. Der alte Affenspielk√§fig ist heute mit V√∂geln besetzt und in den letzten drei Haustierboxen sind Zackelschafe, Heidschnucken und Minischweine.
(18.03.2008, 20:07)
IP66 :   Handelt es sich bei den "alten, v√∂llig verfallenen Haustierabteilen" um den Rinderwinkel?
Das Bild der K√§fige am Affenhaus zeigt sehr sch√∂n, wie gut manche Anlage in Erfurz noch erhalten ist und wie qualit√§tvoll man gestaltet hat: Die K√§figreihe wurde gezielt aufgel√∂st und in Proportion und Gestaltung auf das Geb√§ude bezogen, durch die seitliche Wand eine warme Hofsituation entwickelt und selbst das Besuchergitter mit den gerade in der DDR sehe beliebten Rapportornamenten gef√ľllt. Da√ü man diese Anlage, die bei meinem letzten Besuch schon zusammengeschaltet war, in ihrer Gesamtheit nicht f√ľr ein oder zwei Kleins√§ugerarten nutzen kann, verstehe ich nicht. Da liegt das Problem des Hauses, wenn √ľberhaupt, eher in den gegen√ľberliegenden Affenk√§figen, die nicht besonders gro√ü sind, die aber auch, zusammengeschaltet, einer passenden Art hinreichend Lebensraum bieten k√∂nnte. Man kennt das Problem vom dresdner Affenhaus: Wenn so ein Geb√§ude der Zooleitung nicht gef√§llt, dann l√§√üt man es verfallen und nennt es marode und nicht artgerecht - Erfurt ist allerdings einer der wenigen Zoos, die mit den Ziegenanlagen trotz gro√üen Gel√§ndeangebots neu errichtete Anlagen nach nur wenigen Jahren Bestand zugunsten eines Neubaus beseitigt haben.
(18.03.2008, 11:26)
Oliver Jahn :   @Sven, die K√§fige waren noch eingerichtet, aber sie waren leer und nicht beschildert (siehe Foto), daher ging ich davon aus, dass sie leer sind, kann das aber nicht 100% sagen.
@Racool, wenn Sie auf dem aktuellen Zooplan im Netz mal nachsehen und dort den Sektor 1 öffnen, dann war die ehemalige Geparden/Hyänenhundanlage in der zu letzt die Berberaffen waren zwischen den Nummern 15 und 19. Das war vorher kein weg, sondern dieser endete als Sackgasse mit dem Gehege. Dieses lag in etwa dort, wo auf dem Weg zwischen 15 und 19 so ein kleiner Haken im Weg nach oben weist.
(17.03.2008, 19:44)
Racool :   Was ich gerade gefunden habe, bez√ľglich Planung und Fl√§chennutzung in Erfurt.
Auszug aus einem Exkursionsbericht der Zoo-AG (14. M√§rz 1999, F√ľhrung zur ZooKunft-Tagung 1999)
...
An den alten Fachwerkgeb√§uden des Wirtschaftshofs sind nun die gro√üen Weiden der Kaltblutpferde zug√§nglich. Bald werden auch "gew√∂hnliche" Zoobesucher auf dem oberen Weg zur√ľckgehen k√∂nnen, entlang des gesch√ľtzten Trockenrasengebiets und einer riesigen Pferdeweide. Im Anschlu√ü daran, am buschbestandenen, warmen Hang, sollen sp√§ter Gro√ükatzen untergebracht werden, z.B. Sibirertiger. Weit hinten im Wald entsteht gerade eine weitl√§ufige Bisonanlage mit gro√üem Haus. Die alten, v√∂llig verfallenen Haustierabteile sollen einer neuen B√§renanlage weichen.
...
Leider ist davon nichts zu sehen. Eine B√§renanlage w√ľrde Erfurt sicher gut tun!
(17.03.2008, 13:49)
Racool :   Welches ist denn die ehemalige Hy√§nenhundanlage?
(17.03.2008, 11:10)
IP66 :   Auch die Nichtnutzung der r√ľckw√§rtigen Krallenaffenanlage zeigt, wie man in Erfurt mit Altanlagen umgeht - wenn man sie schon nicht abrei√üen kann, l√§√üt man sie wenigstens leerstehen. Sicherlich h√§ngt das, √§hnlich wie in manchem Zoo der 70er Jahre, damit zusammen, da√ü man von einem Neubau der Gesamtanlage tr√§umt, was man derzeit "Matserplan" nennt. Man hat bei der Ernerung der St√§dte in der alten Bundesrepublik an vielen Stellen √§hnliche Konzepte verfolgt und bereut das jetzt intensiv. Ich f√ľrchte, da√ü das in Erfurt kaum anders sein wird.
(14.03.2008, 10:50)
Michael Mettler :   Wenn ich die geplante Weiterentwicklung des Zooparks richtig in Erinnerung habe, d√ľrfte sich der Kulisseneffekt bzw. die Verlagerung des Geschehens in Eingangsn√§he noch verst√§rken, denn man hat doch eine Erweiterung der Elefantenanlage unter Einbeziehung des Zebrageheges vor.
(14.03.2008, 09:18)
Sven P. Peter :   @Oliver: Ich denke in den hinteren K√§figen leben die Totenkopfaffen?! Sind die nun weg?
(13.03.2008, 23:27)
WolfDrei :   @th.oma.s: sie haben ja Recht, was offensichtlich die "bunte" F√§rbung der "s√ľdlichen" Formen in Assam-Bhutan anbetrifft: meine Philosophie gr√ľndet sich darauf, da√ü auch in Yunnan Kappenlanguren sein sollen (in dem Text aber ohne gro√üe Detailbeschreibung). Die Aufnahme machte ich in Kanton (Guangzhou)1994
(13.03.2008, 22:32)
Oliver Jahn :   Hier noch mal das Affenhaus. Die K√§fige auf der R√ľckseite werden schon gar nicht mehr genutzt.
(13.03.2008, 22:25)
Shensi-Takin :   Ich kann mich bisherigen Aussagen nur anschlie√üen: irgendwie erscheint einem der Erfurter Zoopark "unfertig", wobei einige gute Ans√§tze (etwa Stummelaffen) bestehen. Hinsichtlich Fl√§che ist das Potential wirklich noch nicht ann√§herend ersch√∂pft.

Ein kleiner Tipp: mal ein "Gespräch" mit dem Edelpapagei-Weibchen suchen-einem dialektsprechenden Papagei begegnet man nicht alle Tage. ;)
(13.03.2008, 21:49)
th.oma.s :   @WolfDrei: nochmal zu den tr.pileatus.habe auf http://www.indianaturewatch.net/view_cat.php?tag=35-420m
folgendes bild gefunden. ist das wirklich dieselbe art wie das tier auf dem foto 1 unten?
(13.03.2008, 20:55)
Oliver Jahn :   @IP66, und wieder finden Sie meine volle Zustimmung. Auf der einen Seite hat der Zoo einige wirklich sch√∂nen Neuanlagen geschaffen, auf der anderen Seite sieht es ein wenig aus, als w√ľrde man den Rest mehr als stiefm√ľtterlich behandelt. In Erfurt scheint alles etwas langsamer zu gehen. Ich kenne aber auch kaum ein anderen Zoo, der auf mich einen so gegens√§tzlichen und unfertigen Eindruck macht. Sie wissen ja, dass auch ich recht froh bin, dass einige Bauten in den Zoos stehen bleiben, weil sie unwiederbringliche Zeitzeugen sind, die einmal abgerissen, nie wieder zur√ľck geholt werden k√∂nnen. Allerdings hei√üt Erhaltung f√ľr mich eben nicht √ľberhaupt keine Ver√§nderung bzw. Verbesserung der Tierhaltung. Und das Affenhaus ist ein aus meiner Sicht beachtenswerter Bau. Seine jetzige Nutzung hingegen gef√§llt mir so nicht.
Und beim Elefantenhaus w√ľrde vielleicht allein schon mal ein neuer Anstrich reichen, um den Eindruck deutlich zu verbessern. Denn die Gestaltung der Au√üenanlage sieht auf den ersten Blick recht chaotisch aus, aber sie ist gut durchdacht, es sind Scheuersteine da, eine Suhle, Sandboden, H√∂henunterschiede und auch ein Sonnensegel. Vor der Wand des Hauses wirkt alles allerdings recht marode und die gar nicht so schlecht durchdachte Anlage kommt v√∂llig falsch r√ľber. Schade eigentlich!
(13.03.2008, 20:30)
IP66 :   Ich habe allerdings den Eindruck, da√ü mit Eingang und L√∂wenhaus eine Art Kulisse entstanden ist, hinter der sich der Altzoo langsam entleert. Es mag sein, da√ü der Personalbestand nur eine beschr√§nkte Anzahl von Tieren zulassen, ich frage emich allerdings auf der anderen Seite, ob man deshalb alle Altgehege verschwinden lassen mu√ü, zumal es ja f√ľr die Steinb√∂cke keinen Ersatz gibt. Eigentlich sollte in einem Land wie Th√ľringen, das nur einen einzigen gr√∂√üeren Zoo besitzt, der dazu noch in der Landeshauptstadt liegt, die Erneuerung eines Steinbockgeheges keine un√ľberwindlichen Probleme stellen. Auf der anderen Seite gab es ja vor einiger Zeit doch einigen Pressewirbel, der darauf hinweisen k√∂nnte, da√ü es interne Probleme gibt, die Entwicklungen blockieren k√∂nnten.
(13.03.2008, 10:22)
Oliver Jahn :   IP66, genau an die Fl√§che um die Bisonanlage herum dachte ich auch. Was g√§be es da f√ľr M√∂glichkeiten. Allerdings steht das Steinbockgehege noch leer, weiterhin ist das alte K√§nguru-Gehege noch da, lediglich die Z√§une sind weg und die alte Hy√§nenhundanlage ist ebenfalls weggerissen, der Platz aber auch noch da. Weiterhin d√ľrften Affen- und Elefantenhaus auch bald mal eine Renovierung erfahren, so dass hier wohl eher Priorit√§ten liegen d√ľrften.
Das Löwenhaus hingegen finde ich schon sehr repräsentativ und an dieser Stelle, genau hinter dem neuen Eingang, recht optimal und publikumswirksam.
(12.03.2008, 20:04)
Michael Amend :   Giraffenbestand Erfurt :
Netzgiraffenbulle " Lengai", geb. 2005 in Frankfurt , sowie eine Mischlingskuh.
(11.03.2008, 18:20)
IP66 :   Wenn ich jetzt auch noch den Leerstand im Kasuargehege sehe, habe ich eher den Eindruck, da√ü kein wirkliches Interesse besteht, den Tierbestand zu vergr√∂√üern, ja da√ü man versucht, sich auf ganz wenige publikumswirksame Arten zu verschr√§nken. Immerhin hat man ja die Bisonanlage in v√∂llig neues Gel√§nde hineingebaut, und es w√ľrde wenig Aufwand bedeuten, um diesen Nukleus neue Anlagen zu gruppieren, wie es mit der Karakara-Voliere geschehen ist. In K√∂ln gab es in den 70er Jahren auch einmal eine solche Phase, in der man haupts√§chlich Haltungen aufgab, viele Leerst√§nde duldete, die zum Teil bis in die Nogge-Zeit hinein bestehen blieben, und sich immer wieder mit riesigen Projekten (zwei Menschenaffenh√§user, Neubau Elefanten) besch√§ftigte. Erfurt hat einige dieser gro√üen Neubauprojekte realisiert, aber mir scheint der Wille zu fehlen, die Restsubstanz zu erhalten.
(11.03.2008, 10:58)
Oliver Jahn :   Den gibt es, allerdings sind neben dem Bereich noch riesige Fl√§chen bebaubar. Bisonanlage, K√§nguru-Land, Berberberg und die Haustieranlagen bis hin zu Axmanns Hof waren ja fr√ľher auch nicht bebaut.
(10.03.2008, 22:22)
Michael Mettler :   Gibt es wom√∂glich f√ľr weite Teile des noch ungenutzten Zoogel√§ndes auf dem Roten Berg ein Bebauungsverbot, vielleicht wegen artenreicher Naturfl√§chen dort? Das k√∂nnte ja erkl√§ren, warum haupts√§chlich an Ort und Stelle umgebaut statt ins Gel√§nde erweitert wird.
(10.03.2008, 22:13)
Oliver Jahn :   Und hier das alte Kasuargehege, zur Zeit leer und auf dem Schild steht, dass dieses Gehege umgebaut werden soll. Leider stand nicht dabei, wof√ľr.
(10.03.2008, 21:51)
Oliver Jahn :   Die alte Robbenanlage, zur Zeit sogar f√ľr die Zwergzebus abgesperrt.
(10.03.2008, 21:49)
Oliver Jahn :   Die K√§nguruhs hatten ja ein ganz gutes Gehege. Dieses steht heute benfalls leer. Zwei Ziegenanlagen sind auch noch heute links neben dem Rinderwinkel. Das alte Kasuar-Gehege steht ebenfalls leer. Die Robbenanlage ist heute Wassergraben f√ľr die Zwergzebus, welche heute allein auf der damals wirklich sch√∂nen Haustieranlage am alten Eingang leben. Auf dieser Anlage waren fr√ľher die Steppenrinder, Zackelschafe und Lockeng√§nse. Die Robbenanlage ist aber bereits seit Anfang der 90er nicht mehr genutzt.
(10.03.2008, 21:30)
IP66 :   Vielen Dank! Also noch eine dritte M√∂glichkeit, und eine solche, die ich nun garnicht verstehe - das K√§nguruhgehege h√§tte man doch ohne Schwierigkeiten auch auf einem der Freigel√§nde einrichten k√∂nnen.
(10.03.2008, 17:57)
Karsten Vick :   @IP66: Die bewussten Schaf- und Ziegengehege befanden sich am Weg zwischen L√∂wenhaus und Berberberg und sie sind dem neuen K√§nguruhgehege geopfert worden.
(10.03.2008, 11:01)
IP66 :   @Herr Jahn: Da sieht man, was herauskommt, wenn ich einen Zoo zu selten besuche - befanden sich die von mir so gesch√§tzten Ziegengehege auf dem Gel√§nde des neuen begehbaren Berberaffenberges, den man nur in Begleitung betreten darf? Die Abgabe der Steinb√∂cke zeigt allerdings das Dilemma: Das Gehege war ja nutzbar, wenn auch ein wenig heruntergekommen. Doch wenn man in einem gro√üen, aber finanziell nicht besonders gut ausgestatteten Zoo einen vern√ľnftigen Tierbestand erreichen will, mu√ü man auch f√ľr solche Gehege Nutzungsideen entwickeln. Das gilt f√ľr den von Ihnen dankenswerterweise nun auch im Bild eingestellten Rinderwinkel, das gilt aber eben auch f√ľr Anlagen wie jene f√ľr die Steinb√∂cke. Man kann den Wendepunkt, an dem Erfurt heute steht, mit jenen Entscheidungen vergleichen, die in Wuppertal in den 50er und 60er Jahren getroffen wurden - auch da stand man mit einem mittelpr√§chtigen Tierbestand und einer Reihe von Altbauten in einem √§u√üerst entwicklungsf√§higen Gel√§nde. Wenn man sich die Entwicklung der letzten 50 Jahre dort ansieht, kann man erkennen, da√ü es sinnvoll ist, trotz Erneuerungen m√∂glichst lange an alten Best√§nden und alten Gehegen festzuhalen.
(10.03.2008, 10:32)
Oliver Jahn :   Hier noch mal ein Blick auf das alte Huftiergehege. Nur der Mittelstall ist mit Holz verkleidet, ansonsten ist alles noch wie fr√ľher. Heute sind es noch 5 Abteile f√ľr 2 Arten, Yaks und Walliser Ziegen. Fr√ľher gab es 7 einzelne Tortenst√ľcke mit 7 Arten.
(09.03.2008, 22:24)
Oliver Jahn :   Nein, ich meinte mit den Zuchterfolgen Berlin und Bad K√∂sen.
(09.03.2008, 20:51)
Sven P. Peter :   Das Bild ist meine ich aus 2007. Muss nochmal genau nachschauen wann ich es gemacht habe.
Wenn die wegen den L√∂wen stress haben, werden sie sicher nicht z√ľchten.
(09.03.2008, 20:41)
Oliver Jahn :   Sven, von wann ist das Bild? Bei einem Einzeltier geht es ja schon mal schnell, dass es pl√∂tzlich nicht mehr da ist (gestorben oder abgegeben). Wenn Erfurt und m.W. auch Magdeburg nur noch ein Einzeltier haben, dann sieht es ja um diese Art in Deutschland auch nicht gerade rosig aus. Bei gerade mal vier Haltungen 2 mit nur noch einem Tier. Wie sehen denn die anderen beiden aus? Gibt es da Zuchterfolge, die hoffen lassen, dass Erfurt wieder ein zweites Tier bekommt?
(09.03.2008, 20:35)
Oliver Jahn :   Leider nicht. In der linken Au√üenanlage, welche unbesetzt war, sah man um das Wasserbecken Flatterb√§nder. Einen Blick nach Innen hatte man nur √ľber die rechte Au√üenanlage auf zwei L√∂winnen, die innen an der Scheibe standen. Mehr war leider nicht zu sehen.
@Bj√∂rnN, ich sehe es genau so, Erfurt hat wirklich noch reichlich Entwicklungsm√∂glichkeiten. Hoffentlich werden sie genutzt, vor allem im Ausbau des Tierbestandes. Bei den Haustierrassen ist ja der Trend wirklich eher r√ľckl√§ufig. Bei den Raubtieren ebenfalls. Gro√üb√§ren fehlen heute ganz. Katzenartige sind ebenfalls sehr unterrepr√§sentiert und auch die Hundeartigen sind mit einem einzelnen Schakal nicht wirklich reichhaltig vertreten. Sicher war Erfurt nie der ganz gro√üe Artenzoo, aber Gro√ü- und Kleinkatzen, Hy√§nen, Hundeartige, Robben, B√§ren und selbst die Huftiere waren lange Zeit deutlich artenreicher als heute. Das ist eben gerade vor dem Hintergrund des immensen Platzes nicht zu verstehen.
(09.03.2008, 20:31)
Sven P. Peter :   @Bj√∂rn: Ja ;)
(09.03.2008, 20:26)
Sven P. Peter :   Das Tier meided wohl sowieso die Insel, wegen der n√§he zu Besucher als auch den L√∂wen. Ich wei√ü gar nicht, ob es √ľberhaupt noch nach drau√üen kommt. Es sind wohl auch umbauten deswegen geplant.
Konntest du sehen was im Haus umgebaut wurde?
(09.03.2008, 20:17)
th.oma.s :   @WolfDrei: Danke f√ľr die info, habe mich n√§mlich gerade auf grund des bildes in diese art "verguckt".
(09.03.2008, 20:02)
Bj√∂rnN :   Dass man den Schakal immer im Innengehege sehen kann, halte ich f√ľr ein Ger√ľcht.
Ich war im letzten Sommer 3mal im Zoopark Erfurt und habe bei keinem Besuch nur eine Anhaltspunkt entdeckt, dass in diesem Gehege ein Tier lebt... Auch bei Besuchen zu verschiedenen Tageszeiten waren sowohl Innen- als auch Außengehege immer wie besenrein....
Bist du dir sicher, dass wirklich noch ein Tier da ist??

Ansonsten finde ich den Zoopark sehr interessant und einen der wenigen Zoos, die ich besucht habe, die noch gewaltiges Ausbau- und Erweiterungspotential sowohl in Hinsicht auf die Flächenbebauung als auch auf die Tierbestände hat.
Besonders gefallen haben mir die gro√üen Vogelvolieren f√ľr Adler und Waldrapps und auch die neuen Affenanlagen und das Nashornhaus sind sehr ansprechend.
Was mich ärgert ist, dass man zunehmend den wertvollen Haustierbestand dezimiert, dieser hat Erfurt immer zu etwas Besonderem gemacht.
(09.03.2008, 20:00)
Oliver Jahn :   @Sven, danke f√ľr die Auskunft. Der Innenraum war ja leider geschlossen, wegen Umbau!!! Ich war nur sehr erstaunt, dass au√üen keinerlei Schild auf die Schakale hingewiesen hat.
@Michael, ich meinte auch nicht irgendwann mal, sondern ich meinte schon zeitlich rechtnahe. Ich besuchte Erfurt und sah die Berberaffen in dem von mir beschriebenen Gehege und beim nächsten mal in der neuen Anlage. Zwischen den Besuchen lagen vielleicht 2 Jahre.
@IP 66, das Steinbockgehege war sehr veraltet, also entweder h√§tte man neu bauen m√ľssen, oder eben die Tiere abgeben. Aber was meinen Sie mit dem L√∂wenhaus? Das steht doch exakt dort, wo fr√ľher auch das Raubtierhaus und die Einzelk√§fige standen.
(09.03.2008, 19:48)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich meinte nicht, ob diese Tierarten irgendwann schon mal im Zoo vorhanden waren, sondern ob zum damaligen Zeitpunkt vorhandene Individuen von diesen Neuanlagen profitierten. Zumindest Berberaffen gab es m.W. bei der Planung der Anlage nicht bzw. noch nicht wieder im Zoopark.
(09.03.2008, 19:35)
IP66 :   Ich habe Erfurt immer nur sporadisch besucht, so da√ü ich die Entwicklung der Anlage nur in Zeitspr√ľngen verfolgen k√∂nnte. Ich fand die Artenzahl, jenseits der Primaten, nie wirklich umwerfend, das Gel√§nde allerdings sehr sch√∂n und gro√ü und auch durch recht interessante Architekturen aus verschiedenen Entwicklungsepochen gepr√§gt. Weshalb man bei einem solch' gro√üen Gel√§nde auf eine weitere Huftierart, die Steinb√∂cke, verzichtet, kann ich nicht ganz verstehen, ebensowenig wie die Entscheidung, das L√∂wenhaus unbedingt an die Stelle der gut organisierten und gerade f√ľr Th√ľringen typischen Ziegenanlagen zu setzen, wo doch √ľberall Platz gewesen w√§re. Ansonsten bin ich ja kein Freund von langfristigen Ausbaupl√§nen, gerade in Erfurt scheinen mir aber koordinierte Entwicklungsvoraussagen notwendig, um die Fl√§che des Gel√§ndes auszunutzen und Neubauten sinnvoll einzupassen. Gegen gro√üe Gehege wenig pflegeintensiver Arten wie die Bisonanlage habe ich nichts, wohl aber dagegen, das Gehege schon nach wenigen Jahren Existenz abger√§umt werden.
(09.03.2008, 19:31)
Sven P. Peter :   Es gibt noch 0,1 Schakal, jedoch geht das Tier selten auf seine Aussenanlage. Im Innenbereich kann man es hingegen fast immer sehen.
(09.03.2008, 19:29)
Oliver Jahn :   Bisons gab es schon lange Jahre. Schnee-Eulen auch. Die Karakaras sind neu. Und die Berberaffen gab es auch schon vor der neuen Anlage. Ich kenne die Berberaffen noch in der Anlage, in der fr√ľher mal die Geparden und zum Ende hin die afrikanischen Wildhunde waren.
(09.03.2008, 19:09)
Michael Mettler :   @Oliver: Je nachdem, wie du die "letzten Jahre" als Zeitraum definierst - die Berberaffenanlage wurde jedenfalls f√ľr eine neu geholte Art errichtet. Da ich nur alle Jubeljahre nach Erfurt komme: Hatte der Zoopark eigentlich schon Bisons und Karakaras, als die neuen Anlagen f√ľr sie gebaut wurden?
(09.03.2008, 18:52)
Oliver Jahn :   Bei den Stachelschweinen hat es mich aber gewundert, dass sie im Zoof√ľhrer sehr wohl als Kaukasier ausgewiesen werden, am Gehege aber nichts davon steht.
Und ist bei den Giraffen steht ebenfalls keine Unterart dran. Und bevor die beiden mal ein Zuchtpaar abgeben, d√ľrften aber noch ein paar J√§hrchen vergehen. Wei√ü jemand etwas √ľber die Schakale? Sind die √ľberhaupt noch im Zoo?
Was ich aber gestern noch verga√ü, ich finde in Erfurt einen Trend vor, den ich auch bereits f√ľr Rostok einmal festgestellt habe. Die Artenvielfalt ist gerade in Erfurt deutlich zur√ľckgegangen. Aber das, was in den letzten Jahren gebaut wurde, das ist in erster Linie eine Verbesserung f√ľr vorhandene Arten, und keine Neubauten f√ľr neue Arten, wie man sie in etlichen anderen Zoos oft fand. Vor diesem Hintergrund finde ich die Vorgehensweise in Erfurt sehr gut, neue Arten gibt es faktisch nur als Nebenbesatz f√ľr neue Anlagen, welche f√ľr vorhandenen Arten gebaut wurden, wie z.B. die Borstenh√∂rnchen.
(09.03.2008, 18:20)
WolfDrei :   @th.oma.s: wohl nicht, San Diego hatte vor "1oo" Jahren ein Tier; die Aufnahme stammt aus dem Zoo von Kanton = Guangzhou, S√ľdchina . Vorkommen von Yunan bis Bengalen/Nepal

(09.03.2008, 16:54)
th.oma.s :   werden pileatus in europa gehalten?
(09.03.2008, 16:35)
Niedersachse :   Die Giraffenkuh ist ein Mischling und der Bulle eine Netzgiraffe aus Frankfurter Zucht.
(09.03.2008, 11:41)
WolfDrei :   Und zuletzt Nr. 1 :Haubenlangur
(09.03.2008, 08:49)
WolfDrei :   Silberlangur (Tr. cristatus)
(09.03.2008, 08:47)
WolfDrei :   M√ľtzenlangur
(09.03.2008, 08:45)
WolfDrei :   Pardon, dachte, ich k√∂nnte alles auf einen Schlag einbringen: das war Nr 4, nun Nr.3
(09.03.2008, 08:44)
WolfDrei :   Etwas versp√§tet zum Problem der Langurennamen jener mit "Kopfbedeckungen vom 9.2 (ich dachte erst 9.3.)
1. Haubenlangur (Tr. auratus)
2. Silberlangur (Tr. cristats)
3. M√ľtzenlangur (P. comata/fr√ľher aygula)
4. Kappenlangur (Tr. pileatus)
(09.03.2008, 08:42)
Michael Mettler :   @Oliver: Das Kaukasische Stachelschwein (Hystrix indica hirsutirostris) ist eine Unterart des Wei√üschwanz-Stachelschweins (Hystrix indica). Allerdings nehmen es die meisten Zoos mit der Beschilderung von Stachelschweinen nicht sonderlich genau bzw. machen sich nicht die M√ľhe, ihre Tiere mal nachzubestimmen.
(08.03.2008, 23:34)
Sven P. Peter :   Die Giraffen sind ein zuk√ľnftiges Zuchtpaar, nicht eine Patchwork-Familie ;)
(08.03.2008, 22:53)
Oliver Jahn :   Ich war heute nach l√§ngerem mal wieder in Erfurt. Das neue L√∂wenhaus war leider geschlossen, aber die Au√üenanlagen machten einen guten Eindruck, wenn auch nur eine besetzt war. Auch die Vorgehege sind recht gut gestaltet und neben den Erdm√§nnchen ist eine weitere Anlage f√ľr Kap-Borstenh√∂rnchen und Klippschliefer recht ansehnlich. In der dritten Anlage sollen Schabrackenschakale sein. Man sah die Tiere aber nicht, die Anlage sah auch recht unbewohnt aus und sie war nicht ausgeschildert.
Auf der Haustieranlage am alten Eingang sind Zwergzebus. Die Steppenrinder sind weg. Der neue Affendschungel ist sehr gelungen, allerdings spiegeln dort die Scheiben extrem. Das Elefantenhaus sieht außen nicht mehr sehr gut aus. Innen meine ich, war im Mittelbereich mal ein Badebecken, das gibt es nicht mehr. Es werden noch 3 Afrikaner gehalten. Die Giraffen sind ohne Unterart, zwei Tiere, Mutter und Jungtier. Das kleine Breitmaulnashorn ist sehr fit und es hat Freude gemacht, ihm bei Tollen zuzusehen. Die Steinböcke sind zur Auswilderung an den Alpenzoo Innsbruck abgegeben, das Gehege steht leer, so wie etliche andere, ältere Anlagen auch. In der Anlage der Stachelschweine waren Weißschwänze. Dabei dachte ich, es wären kaukasische Stachelschweine.
In der Huftieranlage auf der Spitze des Berges sind leben noch Yaks und Walliser Ziegen. Aber der Bau steht noch fast unver√§ndert. Er ist f√ľr mich ein nach wie vor faszinierender Bau, denn er ist so ein Nachfolger der klassischen Huftierh√§user mit Tortenst√ľck-Ausl√§ufen. Wenn auch im Winkel gebaut, so hatte doch auch er mal diese Tortenst√ľcke und in diesen wurde fr√ľher mal einiges an Rarit√§ten gehalten. Hartmann-Zebras, Kulane, Pudus, Moschusochsen.
Ansonsten ist noch immer viel zu tun. Der Tierbestand ist von der Vielfalt her nicht so berauschend. Allerdings sind die Arten, die gehalten werden teilweise recht exklusiv. Die Affensammlung kann sich noch immer sehen lassen. Auch die Haustiersammlung ist nach wie vor sehr interessant. Ich glaube aber auch, dass Erfurt wirklich Gl√ľck hat, dass es keinen anderen Gro√üzoo in seiner Nachbarschaft hat.
Den neunen Zoof√ľhrer habe ich auch. Allerdings ist er schon wieder nicht mehr ganz aktuell, das z.B. die Steinb√∂cke noch drin sind. Aber so ist das eben mit der Aktualit√§t bei lebenden Individuen.
(08.03.2008, 22:39)
IP66 :   Immerhin scheint bei den M√ľtzen/Hauben/Kappenlanguren die Situation erfreulich. Trotzdem wr√ľrde ich mich freuen, wenn in Erfurt eine andere Bl√§tteraffenart etabliert werden w√ľrde.
(09.02.2008, 10:48)
Saya :   Stuttgart hatte 2006 auch mehrere Jungtiere - mindestens 3 oder 4.
(08.02.2008, 19:36)
Michael Mettler :   Na ja, Berlin bezeichnet auch seine Kirkdikdiks im BONGO unbeirrt als "guentheri" statt "kirkii"... :-) Aber die Namensgebung ist bei den Languren eh eine Sache f√ľr sich: Da gibt es Hauben-, Kappen- und M√ľtzenlangur, da sind Verwechslungen vorprogrammiert.
(08.02.2008, 19:34)
Bj√∂rnN :   Ich dachte, die Gattung hie√üe "Haubenlangur". Ich habe die Tiere in Berlin als Javanische Kappenlanguren kennengelernt.....
(08.02.2008, 19:28)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: In Hannover wachsen gerade - endlich, nach mehreren Fehlschl√§gen - zwei junge Haubenlanguren (Trachypithecus auratus) heran - nicht Kappenlanguren, das ist eine andere Art (Trachypithecus pileatus). √úber die Entwicklung der Haubenlanguren in Stuttgart und Berlin bin ich nicht informiert. Als die hannoverschen Tiere ankamen, hie√ü es aber, dass jeder neue Zuchtstandort f√ľr diese Form wichtig sei.

@IP66: Erfurt hat immerhin Erfahrung mit Nilgiri-Languren, Kleider- und Nasenaffen. Was die Beweglichkeit und Attraktivit√§t betrifft: Auch Hulmans sind Schlankaffen, sogar noch deutlich anspruchsloser als die meisten ihrer Verwandten, und wenn man sich den Trubel bei den Jungtieren und Halbw√ľchsigen der hannoverschen Gruppe ansieht, dann sind sie mindestens so besucherattraktiv wie Makaken oder Paviane.
(08.02.2008, 19:10)
IP66 :   Leider kenne ich die erfurter Haltungstraditionen nur sehr rudiment√§r, so da√ü ich nicht wei√ü, an welche man mit welchen asiatischen Halbaffen ankn√ľpfen sollte. Ich finde aber, da√ü der Zoo mittlerweile gen√ľgend Geschichte und Gel√§nde besitzt, um sich neben den Altbauten zu entwickeln und diese angemessen zu nutzen. Das Problem, das seltenere Affenarten bisweilen weniger aktiv erscheinen und sich vor allem weniger hemmungslos vermehren als die einfachen Arten hat wohl schon Herrn Kl√∂s in Berlin dazu veranla√üt, neben Rarit√§ten auch "klassische" Arten zu zeigen, um Besuchererwartungen zu erf√ľllen. Andererseits bieten Langurengruppen mit Jungtieren in Wuppertal und K√∂ln durchaus etwas, und ich habe den Eindruck, da√ü die Arten trotz gro√üer Konkurrenz durchaus Beachtung finden. Zudem gibt es in Erfurt keine Menschenaffen, wodurch die niederen Affen generell mehr Aufmerksamkeit erfahren d√ľrften.
(08.02.2008, 18:17)
Bj√∂rnN :   Sind denn die Kappenlanguren in Berlin, Hannover und Stuttgart so vermehrungsfreudig, dass dringend neue Halter ben√∂tigt werden???

Ich denke, dass man den Tod der Nilgirilanguren und Siamangs abwarten wird, dann kann man die Klammeraffen in das Siamanggehge setzen, die alten Affenau√üenk√§fige abrei√üen und an deren Stelle neu bauen f√ľr Languren etc.....
(08.02.2008, 17:32)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: Mit dem bereits in Europa vorhandenen Haubenlangur ist zumindest eine Art verf√ľgbar, bei der jeder neue Halter willkommen sein d√ľrfte. Ich kenne die Zoosituation der Schlankaffen in S√ľdostasien nicht, wei√ü also nicht, ob andere Formen in ausreichend gro√üer Gr√ľnderzahl und -vielfalt aus Nachzuchten zu bekommen w√§ren. Aner letztlich ist die Basis der B√§renstummelaffen m.W. auch nicht besonders breit, und man plant trotzdem mit ihnen.

Bez√ľglich der anderen genannten Primatenarten schlie√üe ich mich aber an. Ich fand es seinerzeit schon schade, dass eine aufw√§ndige Anlage f√ľr eine neu hinzu geholte Art (Berberaffen) gebaut wurde statt f√ľr eine vorhandene, aber da spielten wahrscheinlich auch Marketingfaktoren eine Rolle - also der "Erdm√§nnchen-Nasenb√§r-Effekt".
(08.02.2008, 14:19)
Bj√∂rnN :   Die B√§renstummelaffen oder Guerezas, die f√ľr eine Vergesellschaftung in Frage k√§men, haben ja erst neue Gehege erhalten, dich ich sehr ansprechend finde.

Sicher, der Zoopark hat zahlreiche freie Fl√§chen, aber daf√ľr m√ľsste man erst Languren oder weitere Schlankaffen anschaffen und bitte korrigieren Sie mich, falls ich falsch liegt, doch ist der Import von Nilgirilanguren oder anderen Bl√§tteraffen aus Asien momentan doch sicher ausgesprochen schwierig, wenn nicht unm√∂glich!?

Mein Wunsch f√ľr Erfurt w√§re, dass man f√ľr die Klammeraffen, Makis und Languren ebenso ansprechende Gehege in der Umgebung des Affenhauses errichtet wie f√ľr die Guerezas und die Haltung im Affenhaus beendet. Es w√ľrde sich, wie bereits von IP66 angemerkt, bestens f√ľr die Haltung von Kleins√§ugern oder kleinen V√∂geln eignen.
(08.02.2008, 13:41)
Michael Mettler :   @Sacha: H√∂rt sich gut an. Nur denke ich, dass auf die durch Wegfall von Hybriden usw. frei werdenden Haltungssysteme auch die bereits bestehenden Zuchtprogramme f√ľr z.B. Gelbbrustkapuziner, Klammeraffen, Meerkatzen, Mangaben, Gibbons, Drills, Bartaffen, Lemuren usw. ein Auge werfen, die ebenfalls weitere Zucht- oder Junggesellenstandorte ben√∂tigen. Es ist nun mal leider so, dass auch f√ľr Zootiere zunehmend "Arbeitspl√§tze" wegfallen und sich immer mehr Anw√§rter um die freien Stellen bem√ľhen...

In der Gemeinschaftshaltung mit Huftieren s√§he ich allerdings wie du ein sehr gro√ües Potenzial, erstens gro√ür√§umige Anlagen f√ľr beide zu schaffen (bzw. besser zu nutzen, soweit schon vorhanden) und beide Tiergruppen durch das Miteinander auch schautechnisch aufzuwerten. Die hannoverschen Barasinghas wurden jedenfalls in ihrer Zeit mit den Hulmans m.E. mehr von den Besuchern beachtet als vorher im eigenen Gehege. Und wenn man nicht allzu puristisch vorginge, k√∂nnte ich mir die Kombination der in Ausbreitung begriffenen Prinz-Alfred-Hirsche mit Languren gut vorstellen.

Um den Bogen zum eigentlichen Thema zur√ľck zu schlagen: Warum nicht auch so etwas in Erfurt? Der Zoo hat jahrzehntelange Erfahrung mit Bl√§tteraffen und noch reichlich Gel√§ndem√∂glichkeiten.
(08.02.2008, 12:38)
Sacha :   Ich teile die Meinung von IP66 bezgl. der Zuchtgrundlage bei asiat. Schlankaffen. Umso gr√∂sser sollten die Anstrengungen sein, die noch verbliebenen WELTWEIT in Zoos gehaltenen Arten ebendort zu erhalten (evtl. auch durch gezielte Erg√§nzung mit Wildimporten resp. aus in-situ-Stationen). Ich w√ľrde sogar noch weiter gehen und auch einen (Neu-)Anfang mit der Erhaltungszucht mit Arten aus der hochbedrohten Roten Stummelaffengruppe wagen.
Nat√ľrlich w√ľrde es im einen oder anderen Zoo ein Platzproblem geben, der sich aber teilweise folgendermassen l√∂sen liesse:
- Abgabe von nicht UA-reinen Gehaupten Kapuzinern an Kleinzoos (Tiere relativ robust, Haltung auf Primatenlevel relativ einfach)
- Nach Alterstod von div. Hybriden (Klammeraffen, Paviane, Gibbons, Guerezas usw.) Gehegeanpassung f√ľr Haltung UA-reiner resp. Art-reiner Schlankaffen.
- Vergesellschaftung mit anderen Tieren (z.B. wie vormals in Hannover Hulmans u. Hirsche)
- Neuschaffung (resp. falls vorhanden finanzielle Unterst√ľtzung) von ex-situ-Primatenzuchtzentren (in den USA einige gute Beispiele). Die Zentren s√§he ich in Europa am ehesten in Spanien, S√ľdfrankreich oder ggf. in S√ľdengland.

W√§re doch sinnvoller, als noch ein weiteres Gehege f√ľr Erdm√§nnchen oder Nasenb√§ren .....
(Ja, Michael, ich gebe Dir recht: Letztere sind f√ľr Besucher wahrscheinlich attraktiver als die mehrheitlich d√∂senden Schlankaffen :)
(08.02.2008, 12:14)
IP66 :   Wenn ich mir die Anlagen anschaue, in denen Schlankaffenzuchten gelungen sind, habe ich sogar den Eindruck, da√ü Pflege und Versorgung bei diesen Tieren eine gr√∂√üere Rolle spielen als die Unterbringung, denn nicht nur in Erfurt, sondern auch in K√∂ln waren die entsprechenden K√§fige klein und schlecht zu handhaben.
(08.02.2008, 11:32)
Michael Mettler :   Haltungserfolge h√§ngen ja nicht nur von den baulichen Gegebenheiten, sondern zu einem gro√üen Teil auch von der pflegerischen Betreuung ab...
(07.02.2008, 19:24)
IP66 :   Vielen Dank f√ľr die Ausf√ľhrungen zur Haltung von Schlankaffen! W√§hrend in der afrikanischen Abteilung in der Tat die Kikuyu-Guerezas zum Teil schon in Gro√ügruppen auftreten, scheint mir bei den asiatischen Arten generell die Zuchtgrundlage d√ľnn zu sein, auch wenn Neuimporte denkbar w√§ren. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, da√ü bei der Etablierung des Schlankaffenbestandes zun√§chst niemand an Erhaltungszucht dachte und die einzelnen Gruppen vielmehr dadurch entstanden, da√ü sich Tiere einer bestimmtern Art in bestimmten Zoos als besonders haltbar erwiesen und z√ľchteten. Dabei waren die Tiere sicher nicht besonders popul√§r, da andere, deutlich aktivere und h√§ufiger nachz√ľchtende Affenarten sicher mehr Besucher anzogen. Auf der anderen Seite fragt sich nat√ľrlich schon, weshalb in Erfurt in einem haltungstechnisch nur bedingt avantgardistischen Affenhaus derartige Haltungserfolge m√∂glich waren.
(07.02.2008, 17:50)
Michael Mettler :   Vielleicht ist das mit den Guereza-Hybriden auch nur noch eine Frage der Zeit... Denn s√§mtliche Unterarthybriden der Pferdeantilope und die bisherigen Tschad-/Kordofangiraffenbastarde wurden doch erst k√ľrzlich f√ľr reinrassig erkl√§rt, weil man die vorherigen Unterarten nun nicht mehr trennt bzw. bei den Giraffen neue Verbreitungsgrenzen festlegte - wom√∂glich werden auch die Mischguerezas nachtr√§glich durch die genetische Forschung geadelt :-) Die Trennung Kikuyu-/Wei√üschwanzguereza wurde m.W. ohnehin schon mal angezweifelt.
(07.02.2008, 17:03)
Shensi-Takin :   Zu den Angola-Stummelaffen im Alexandria Zoo kann ich im Nachhinein beim Blick auf Isis.org nur √ľber mich selber den Kopf sch√ľtteln: da haben die doch glatt die angolensis und palliates-Unterarten samt Hybriden da, und ich Depp widme mich eher den Tayras...na gut, wegen letzeren war ich auch prim√§r da.

(07.02.2008, 15:41)
Ralf Sommerlad :   Herr Mettler hat wieder mal Recht. Und es gibt soviele attraktive Arten, die an Sch√∂nheit den Guerezas in nichts nachstehen. Trotzdem d√ľrfte es doch garnicht so schwer sein, etwa Kleideraffen aus den hervorragend florierenden Zuchtgruppen etwa im Dusit Zoo, Bangkok oder aus Singapur zu beziehen...aber ich denke, hier wissen Andere mehr.
(07.02.2008, 15:39)
Michael Mettler :   @IP66: Als Folge der Bl√§tteraffen-Importwelle der 60er und fr√ľhen 70er Jahre gab es zeitweise sehr viele verschiedene Formen in unseren Zoos, und genau das d√ľrfte verhindert haben, dass sich die meisten davon √ľber die individuelle Haltungsdauer hinaus wirklich etablieren konnten: Viele Arten, wenige Exemplare (f√ľr die asiatischen Schlankaffen gilt ja das Gleiche und wird sogar im Hulman-Zuchtbuch so beim Namen genannt). In meinem Streifgebiet von Anfang der 80er (BRD, Holland + Antwerpen/Planckendael/Basel) waren allein 5 verschiedene Guereza-Formen vertreten: Adolf-Friedrich-Stummelaffe (wurde damals in Basel noch gez√ľchtet), Wei√übart- alias B√§renstummelaffe, Kikuyu-, Wei√üschwanz- und Tieflandguereza - plus eventuelle Mischlinge der drei Letzteren, die nicht als solche gekennzeichnet waren. Wirklich etabliert haben sich seitdem wohl nur die Mischlinge und gerade noch die Kikuyu-Guerezas, und diese besetzen in den nun nicht mehr sammlerisch t√§tigen Zoos die "Planstelle afrikanischer Bl√§tteraffe". Da d√ľrfte es schwer sein, eine weitere Form st√§rker oder √ľberhaupt erst wieder zu etablieren.
(07.02.2008, 13:17)
IP66 :   Schade! Immerhin ein Haltungsrekord und ein Zeichen daf√ľr, da√ü es sich lohnen w√ľrde, die Art neu zu etablieren. Eigentlich k√∂nnte man das erfurter Affenhaus gut mit Kleins√§ugern besetzen und in der Halle eine kleine Ausstellung zur erfurter Zoogeschichte einrichten. die den alten Affen zum Ausgangspunkt nimmt.
(07.02.2008, 10:48)
WolfDrei :   Nun denn zum Trost: N ¬īToto
(06.02.2008, 21:30)
Shensi-Takin :   @Oliver Jahn: Tr√∂sten Sie sich-die Nilgiri-Languren sind ja (noch) da. ;) Und au√üerdem ist es ja "nur" eine Unterart-Angola-Stummelaffen gibt's ja noch z.B. in Dvur Kralove und dem einen oder anderen US-Zoo (etwa im Alexandria Zoo).
(06.02.2008, 19:58)
Oliver Jahn :   Und wiedr ist eine Art weg und es ist zu sp√§t, sie im TR noch einmal vorzustellen, unter "Die letzten ihrer Art". Und ich will im M√§rz nach Erfurt. Schitt, leider zu sp√§t f√ľr den Letzten seiner Art.
(06.02.2008, 19:37)
Bj√∂rnN :   Schade, vor 2 Monaten sah er noch ganz fidel aus - aber in dem Alter.
Vielleicht kommt man jetzt in Erfurt endlich mal auf die Idee, das begehbare Affenhaus umzubauen und es f√ľr die Affenhaltung zu schlie√üen - jetzt, wo nur noch die Makis, Zwergseiden√§ffchen und ein handaufgezogener B√§renstummelaffe neben ein paar Nagetieren darin untergebracht sind....
(06.02.2008, 11:54)
Shensi-Takin :   M`Toto, der Adolf-Friedrich-Stummelaffe, ist tot.
http://news.abacho.de/aktuelles/artikel_anzeigen/index.html?news_id=84875

(06.02.2008, 11:22)
IP66 :   Es mag sein, da√ü die lange Planungs- und Bauzeit die Qualit√§t des Hauses mitbegr√ľndet hat, weil man beim Denken und Bauen jedes Problem ausgedehnt reflektieren konnte. Ich habe im Halle-Thread vermutet, da√ü die Masterpl√§ne eine ideologische Funktion hatten - allerdings ist es merkw√ľrdig, da√ü sie so wenig verbreitet wurden - oder gab es im Zoo entsprechende Schilder mit dem Plan?
(22.11.2007, 11:27)
Karsten Vick :   Der Rohbau scheint ja noch etwas √§lter zu sein, da die Elefanten schon von Anfang an an der Stelle gehalten wurden.
Den Erfurter Masterplan gibt es aber scheinbar NUR im Buch "Tiere um uns" gedruckt, oder kennt jemand noch eine andere Quelle?
(21.11.2007, 23:04)
Oliver Jahn :   Angeregt durch die Beitr√§ge zu "Nchttierh√§usern" und dem Masterplan von Rostock habe ich noch mal nach Erfurt geschaut. In meinem Zoof√ľhrer von Erfurt, dem einzigen, den es wohl gegeben hat, von 1974, ist ein Elefantenfoto, auf dem sieht man, und unter dem liest man, den Rohbau, bzw. die ersten Anf√§nge des Erfurter Elefantenhauses. Wie beim Nachttierhaus geschrieben, wurde das Haus 1984 er√∂ffnet. 10 Jahre Bauzeit f√ľr ein Haus!!!!!!!!!!!! Wenn das nicht alles zu den Masterpl√§nen sagt!! Das wurde ja wohl nur noch von der B√§renanlage in Halle √ľbertroffen.
(21.11.2007, 20:18)
Michael Schulz :   Wenn man die Artikel mal genauer liest h√∂rt sich das alles eher so an, als w√§re die Schlachtung an sich nicht das Problem gewesen, jedoch wird sie der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum √ľberlaufen bringt, somit hat man den letzten Sargnagel f√ľr Herrn Neuschulz gefunden und kann seine K√ľndigung auch vor der √Ėffentlichkeit vertreten.
(19.07.2007, 14:21)
IP66 :   K√∂nnte es sein, da√ü das Ganze auch Teil einer Kampagne ist, die mit der Biograpghie des Zooleiters zusammenh√§ngt? Immerhin haben sich die Nachrichten sehr schnell verbeitet, und sie sind ja eigentlich von nur beschr√§nktem Interesse.
(19.07.2007, 11:33)
Michael Mettler :   Sieht ein wenig danach aus, als seien die Vorf√§lle "nur" als Nebenprodukt einer ganz anderen √úberpr√ľfung (Unstimmigkeiten beim Bau der L√∂wenanlage) entdeckt worden:
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/panorama/deutschland/459743
Es handelte sich demnach um ungenehmigte Schlachtungen ohne Fleischbeschau von Nutztieren und heimischem Wild.
(18.07.2007, 21:57)
kr√ľmmel :   Wenn eine Rechnungspr√ľfung die Sache angesto√üen hat: geht es vielleicht um die Art und Weise der Verbuchung dieser Einnahmen und nicht in erster Linie um die - anscheinend sachgem√§√üe - Schlachtung √ľberz√§hliger Zootiere?
(18.07.2007, 21:18)
Marco :   Im Radio war von Rothirschen die Rede, nichts besonderes also und auch kein Tier, dass man im besser sortierten Supermarkt nicht ohnehin im Regal findet.
(18.07.2007, 19:36)
Klaus Sch√ľling :   @Mongoose
Bitte offenbare zumindest mir gegen√ľber (klaus@schueling.de) Deine wahre Identit√§t.
(18.07.2007, 15:42)
Mongoose :   Ich mache eigentlich den Medien keinen Vorwurf. Verantwortlich sind diejenigen im Erfurter Zoo, die so blau√§ugig waren und den Ruf des Zoos aufs Spiel setzen. Und den der anderen Zoos mit. Das sollte keine Presseschelte sein.
(18.07.2007, 15:23)
Michael Schulz :   Auf die Frage hin, wer die Schuld daran tr√§gt, dass Zoos durch solche Aktionen in schlechtes Licht geraten, kann ich nur antworten "beide Seiten".
Der Zoo hat unerlaubt gehandelt, daher ist es auch legitim dar√ľber zu berichten, ebenso wie die Verantwortlichen daf√ľr zur Rechenschaft gezogen werden. Dass aber die Presse gerne Informationen wegl√§sst und andere hinzuf√ľgt, ist auch bekannt, dabei spielt es keine gro√üe Rolle ob Lokalpresse oder Boulevardpresse. Sachliche Berichterstattung erh√∂ht nun mal nicht die Auflage, eine Sensation mit √ľberspitzten Anmerkungen und einem wirksamen Foto, von einem Tierbaby dagegen schon. Also schlachten wir keine Ziege, denn die werden ja anderswo auch verzehrt, sondern lieber ein Zebra, ein Vikunja oder vielleicht sogar ein Tigerbaby, denn schlie√ülich geht es ja um einen Zoo und nicht um einen Bauernhof. Und wer w√ľrde schon eine Auflage kaufen, wenn man dort erf√§hrt, dass jemand "Nutztiere" geschlachtet hat ohne Genehmigung. Das soll nicht hei√üen, dass ich es gut hei√üe, aber auch die Medien sollten die Kirche im Dorf lassen. Wenn Bauer XY auf seinem Hof schlachten w√ľrde ohne Genehmigung, w√ľrde er sicher keine Schlagzeile bekommen.
(18.07.2007, 14:33)
Michael Mettler :   Dass sich der Zoopark die Schlagzeilen nunmehr selbst zuzuschreiben hat, sehe ich durchaus auch so. Allerdings hat es f√ľr mich einen ebenso faden Beigeschmack, wenn von einem Medium zur Illustration dieser Meldung u.a. ein Zebrafohlen benutzt wird, obwohl √ľber die betreffenden Tiere nichts weiter bekannt ist. Da h√§tten die auch gleich ein L√∂wenbaby nehmen k√∂nnen, um das Thema zu pushen. Oder gar ein Eisb√§rbaby - gibts zwar gar nicht in Erfurt, aber das gilt m.W. f√ľr die ebenfalls abgebildeten Vikunjas genauso.... Hier schaukeln sich die Fehlverhalten beider Seiten gegenseitig hoch.
(18.07.2007, 14:04)
Sacha Beuth :   Als Medienschaffender erlaube ich mir einen Einwand:
Wer tr√§gt denn die Schuld, dass (wie Mongoose schon anklingen l√§sst) die Zoos durch solche Aktionen ins schlechte Licht geraten? - Die "b√∂sen" Journalisten, die in dicken Schlagzeilen dar√ľber berichten oder die Zoomitarbeiter, die ohne Genehmigung die Tiere t√∂ten?
Bei der Titelgebung eines Artikels ist das immer so eine Sache: Dem einen ist die Schlagzeile (warum heisst die wohl so?) zu reisserisch und zu unseriös, dem anderen zu langweilig und zu trocken und der Rest wird darum nicht als lesenswert betrachtet. (Wo man wieder bei der altbekannten Frage anlangt, ob nun das Medium oder der Konsument die Richtung vorgibt = was war zuerst, das Huhn oder das Ei).
Aus Erfahrung kann ich sagen: Wäre der Zoo Erfurt von selbst an die Oeffentlichkeit gegangen (in die Offensive gegangen) und hätte die Medien direkt informiert, hätte dies längst nicht so ein Echo ausgelöst.
(18.07.2007, 13:36)
Mongoose :   Der Punkt ist doch, dass es ungenehmigt war. Da ist es doch egal, ob es Ziegen oder sonstwas ist. Es wirft halt kein gutes Licht auf den Zoo und wird sicher auch den anderen Zoos wieder zu schaffen machen, da es ja in den Medien wieder ausgewalzt wird. Wann bekommen wir hier in N√ľrnberg √ľber einen Regionalsender schon mal was vom Erfurter Zoopark mit. Nix normalerweise. Aber bei sowas nat√ľrlich sofort. Und da wird dann sicher der N√ľrnbergger Tiergarten auch wieder Statements abgeben m√ľssen, wo es doch hier schon genug Probleme gibt mit der Lagune. Und erst heute war zu lesen, dass der Raubtierhausumbau von 1,15 Mio auf 2,6 Mio steigt.
(18.07.2007, 11:51)
Ronald Masell :   Hmmm,
war da vor ein paar jahren nicht schon mal so etwas? Ich habe irgendwas von gegrillten Tieren im Kopf.
Das war doch auch Erfurt.
(18.07.2007, 11:18)
Michael Mettler :   ... und heute morgen war ich mir nicht sicher, ob ich das tats√§chlich aus dem Radiowecker geh√∂rt oder noch getr√§umt habe...

Interessant, dass √ľber die betreffenden Tiere (Soll ich mal raten: Ziegen, Schafe, Damhirsche?) noch nichts bekannt wurde, manche Medien aber den Artikel schon mal "herzzerrei√üend" illustrieren, siehe
www.ovb-online.de/news/politik/topaktuell/art4113,1015985
(18.07.2007, 11:02)
Ronald Masell :   Jepp, heute Morgen im Ticker.
Erfurter Zoomitarbeiter verkauften Tiere zum Verzehr
Erfurt (dpa) - Mitarbeiter des Erfurter Zoos haben in den vergangenen Jahren mehrfach Tiere ohne Genehmigung geschlachtet und ihr Fleisch verkauft. Das kam bei Personalgespr√§chen nach einer Rechnungspr√ľfung ans Tageslicht, teilte die Stadt mit. Die Tiere seien mit einem Bolzenschussger√§t get√∂tet worden. Oberb√ľrgermeister Andreas Bausewein erstattete Strafanzeige gegen die Tatverd√§chtigen. Unbekannt ist noch, um was f√ľr Tiere es sich gehandelt hat.


(18.07.2007, 10:54)
Mongoose :   In der Th√ľringer Allgemeinen kann man nun lesen, dass Direktir Neuschulz abgel√∂st und abgemahnt werden soll. Es muss wohl ziemliche Unstimmigkeiten geben. Unabh√§ngig davon geistert auch durch die Presse, dass Tiere ohne Genehmigung mit einem Bolzenschussger√§t get√∂tet und zum menschlichen Verzehr weitergegeben worden seien. Die Verantwortlichen (die nicht genannt werden) wurden angezeigt.

Da geht es ja richtig rund.
(18.07.2007, 10:11)
Zoog√§nger :   Ich √§u√üere mich mal hier!Einmal gibt es unstimmigkeiten im Bezug auf Bauten (L√∂wensavanne zu teuer; Neuer Eingangsbereich mit unstimmigkeiten der Anbindung/Parkplatznutzung)Also Managementprobleme und dieses wirke sich auch auf die Belegschaft aus und man sei auch nicht mit der F√ľhrung des Parks zufrieden sowie auch die Umsetzung.
(11.03.2007, 20:55)
Sven P. Peter :   Hab den link selbst gefunden (in der Presseschau, wo sonst ;) ):

http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.staedtenews.volltext.php?
kennung=on1taLOKStaErfurt39144&zulieferer=ta&kategorie=LOK&rubrik=
Stadt®ion=Erfurt&auftritt=TA&dbserver=1

Der länge wegen habe ich 2 absätze drin gemacht ;)
(09.03.2007, 17:30)
rudeltier :   ich hab da n√§mlich auch was geh√∂rt...
(09.03.2007, 17:21)
rudeltier :   @Zoog√§nger: Hast du ne Mailadresse?
(09.03.2007, 17:17)
Sven P. Peter :   Hast du dazu einen Link?
(09.03.2007, 15:29)
Zoog√§nger :   Im Zoo Erfurt kocht es scheinbar.In einem Bericht in der ZPS geht es um tote Bisons aber es wird auch von einem schlechten Betriebsklima gesprochen. Wei√ü jemand etwas?
(09.03.2007, 14:26)
Sven P. Peter :   In einigen meiner B√ľcher werden die Gibbons auch unter Menschenaffen gef√ľhrt. Wie auch immer: Erfurt h√§lt zwei stimmgewaltige Siamangs.
(26.09.2006, 22:59)
Michael G√ĖRICK :   Im Zoo Erfurt wurden in den 60igern und den 70igern Schimpansen gehalten.
(26.09.2006, 22:51)
Michael Mettler :   @Jan Bauer: ...was dem Zoopark nicht nur einen zoologischen, sondern sicher auch einen Besucherzuwachs bescheren w√ľrde. Aber eine solche Anlage will auch erst mal finanziert sein...
(26.09.2006, 11:52)
Jan Bauer :   Nein Menschenaffen wurden bisher nicht In Erfurt gehalten. Allerdings w√ľrde das Gel√§nde einige tolle Freianlagen f√ľr Schimpansen, oder andere Menschenaffen abgeben.
(26.09.2006, 10:40)
Michael Mettler :   Nachtrag: Und √ľber das Thema "Welche Tiere sind zoow√ľrdig" √ľbrigens auch....
(20.09.2006, 18:22)
Michael Mettler :   @Mulan: Fragt sich, ob die √ľbrigen Berggorillas der Zoohistorie nicht auch noch √Ėstliche Flachlandgorillas umfassten - immerhin nannte man die Unterart fr√ľher "Westlicher Berggorilla".

Allerdings wurden wohl nie welche in ERFURT gehalten, um langsam mal zum Thema zur√ľckzukommen - f√ľr (oder besser gesagt: √ľber) Berggorillas gibt es n√§mlich einen eigenen Thread im Forum :-)
(20.09.2006, 18:16)
Zoosammler :   Nun ist die Reputation des K√∂lner Zoos ja nicht das Hauptthema des Filmes und d√ľrfte 90% der Kino(DAS d√ľrfte schon etwas l√§nger her sein...)/TV-G√§nger v√∂llig schnurzpiepe sein.
Dieser Film ist insgesamt gesehen ein √ľberaus positives Beispiel, wie man Menschen in ihren Wohnzimmern und Ohrensesseln f√ľr die Bedeutung von Naturschutz erreichen und gewinnen kann.
(20.09.2006, 17:27)
Mulan :   @IP66 "Nur " √∂stliche Flachlandgorillas ?
Die wurden meines Wissens au√üer in Antwerpen noch nie in einem anderem Zoo gehalten. K√∂ln hielt von 1969 bis 1978 zwei Berggorillas, " Coco " und " Pucker ", beide weiblich, die 1978 kurz hintereinander einer Infektion erlagen.Da die Haltung nicht unumstritten war, bem√ľhte K√∂ln sich gar nicht erst um ein m√§nnliches Tier, das der Zoo ohnehin nicht bekommen h√§tte. Der Film " Gorillas im Nebel " stellt diese Geschichte v√∂llig verdreht da. Im Film wird n√§mlich nur ein einziges Gorillababy an den K√∂lner Zoo geschickt, das dieser angeblich bestellt hat ( das stimmt nicht ! )Laut Film starb dieses Tier 1 Jahr nach seiner Ankunft ( auch falsch, es starb nach 8 Jahren )und im Film wird dann noch unversch√§mterweise behauptet, das der K√∂lner Zoo einige Jahre nach dem Tod des Gorillababies ein neues bestellt hat, was v√∂lliger Quatsch ist. Dieser Film ist ein weiteres negatives Beispiel daf√ľr, wenn Hollywood sich an wahre Geschichten heranmacht.
(20.09.2006, 17:05)
IP66 :   @Mulan: Da st√ľrzt gerade ein Weltbild ein: Antwerpen hatte nur √∂stliche Flachlandgorillas. Waren die beiden k√∂lner Tiere in den 70ern denn Berggorillas? Es ist ja gut, wenn man in solchen F√§llen dazulernt.
(20.09.2006, 16:23)
Mulan :   Ich schlie√üe mich der Meinung von Herrn Hartug voll und ganz an, m√∂chte aber Ip66 darauf hinweisen, das in Antwerpen nie Berggorilaas gehalten wurden. Bei den veremintlichen Berggorillas handeltes es sich um √Ėstliche Flachlandgorillas, davon lebt heute nur noch ein Weibchen in der Gruppe der Westlichen Flachlandgorillas.
(20.09.2006, 06:41)
Andreas Hartung :   @Ulli: ´tschuldigung, aber jetzt mu√ü ich doch etwas "Kritik an der Kritik" loswerden: Ich w√ľ√üte nicht, was dagegen spricht, ein "Artenj√§ger" zu sein. Das bedeutet zumindest f√ľr mich (und ich denke, da√ü dies auch f√ľr viele andere zutrifft), da√ü ich in meinem Leben m√∂glichst viele Arten, Unterarten, Lokalvarianten, F√§rbungstypen usw. gesehen haben m√∂chte. Jede gesehene Form wird mit Datum des Erstgesehenwerdens abgehakt, und im Laufe der Jahre bekam ich so schon einige tausend Formen zusammen. Zoos bieten sich daf√ľr nun einmal an, vor allem nat√ľrlich wenn es um Gro√ütiere geht, doch ein nicht unerheblicher Teil kommt freilich beim Besuch von Reptilien- und Insektenb√∂rsen zusammen. Dieses Verfahren zeitigt irgendwann sehr interessante Ergebnisse, z.B., da√ü ich schon seltenste Schlangenarten, aber noch nie einen gew√∂hnlichen Riesentukan in natura gesehen habe.... Besonders spannend wird es sicher in 20 Jahren werden, wenn m√∂glicherweise einige Formen davon gar nicht mehr existieren, dann wei√ü ich wenigstens mit Sicherheit, da√ü ich sie noch erleben durfte.... Das Ganze macht einfach Spa√ü, andere Menschen sammeln eben Briefmarken, und es ist doch zu begr√ľ√üen, wenn noch ein paar Menschen die biologische Vielfalt zu sch√§tzen wissen!!!
Besonders verstehe ich nicht, was bei Ornithologen am "Artensammeln" so falsch sein soll; wenn ein Ornithologe mit seiner Checklist viel Zeit in der Feldflur verbringt, ohne dabei die Tiere zu beunruhigen, ist dies doch ebenfalls eine sehr lehrreiche (und nebenbei gesunde) Freizeitbeschäftigung!
Ich denke, bei Zoofans, die sehr viel mehr zoologische Einrichtungen und diese auch h√§ufiger besuchen als der Durchschnittsb√ľrger, ist es eigentlich nur folgerichtig, da√ü man sich eines Tages auf ausgefallenere und auch Wunschtierarten konzentriert, die man eben nicht allerorten vorfindet. Auch gehe ich davon aus, da√ü sich niemand hier eine Menagerie alter Tage zur√ľckw√ľnscht, in welcher m√∂glichst viele Arten ihr Dasein in tristen Gitterk√§figen fristen, doch etwas weniger Gleichf√∂rmigkeit in den Zoobest√§nden w√ľrde uns sehr wohl erfreuen. Und mal ehrlich, findest du es nicht selbst ein wenig langweilig, in den Tierparks immer wieder die selben Arten (ich sage nur Erdm√§nnchen) anzutreffen?

Desweiteren: Wo soll man sich denn √ľber die ausgefallenen Tierarten oder vergangene Haltungen unterhalten, wenn nicht hier, in einem speziellen Zoo-Forum? Es ist ja schlie√ülich auch niemand gezwungen, derlei Beitr√§ge zu lesen....
Das war jetzt ebenfalls keine Fundamentalkritik und auch nicht abwertend gemeint, das mußte ich aber mal loswerden... ;-)
(19.09.2006, 21:17)
Michael Mettler :   Manchmal mag es sogar "einfacher" sein, eine Art au√üerhalb ihrer nat√ľrlichen Verbreitung zu erhalten - weil es dort n√§mlich diverse Krankheitserreger oder Parasiten nicht gibt. Ich denke da gerade an das Beispiel mit den Kaffernb√ľffeln: S√ľdafrikanische Wildfarmer kaufen gern Kaffernb√ľffel aus europ√§ischen Zoos f√ľr Wiederansiedlungen, weil die im Gegensatz zu den s√ľdafrikanischen Wildbest√§nden tb-frei sind!
(19.09.2006, 20:48)
IP66 :   Sch√∂n, da√ü es die Chance gibt, das erfurter Elefantenhaus zu erhalten - noch sch√∂ner w√§re es freilich, wenn auch der Erg√§nzungsbau von einem Architekten entworfen w√ľrde und nicht von einem Schie√übudendekorateur.
Was die Erhaltungszucht im Lande der jeweiligen Artherkungzt angeht, kenne ich wenige gelungene Beispiele - die antwerpener Berggorillazucht dagegen hätte man durch ein paar Importe am Laufen halten können, wie manches andere auch.
(19.09.2006, 20:12)
ulli :   Ich habe in diesem Forum leider manchmal das Gef√ľhl, hier gibt es viele "Artenj√§ger", ein Ph√§nomen, das auch bei Ornithologen, Insektensammlern usw.weit verbreitet ist. Ich m√∂chte mit meinem Beitrag nur darauf hinweisen, da√ü es f√ľr einen Zoo noch andere Aufgaben gibt und das ein Zoo einen Rundum-Artenschutz, sowohl f√ľr die Einzelart als auch f√ľr die Gesamtheit der Tierwelt, nicht leisten kann. Um nicht falsch verstanden zu werden, jedes Einzelprojekt wie f√ľr die Mendesantilopen in Hannover oder f√ľr die s√ľdostasiatischen Schildkr√∂ten in M√ľnster oder ... oder .. , ist wertvoll - aber es geht halt nur selektiv. Gerade M√ľnster mit dem Vietnamprojekt oder wie mein Heimatzoo in Osnabr√ľck mit dem Sarayacus-Projekt haben aber auch erkannt, da√ü ein Schutz vor Ort besonders wichtig und unabdingbar ist. Von den Bildungs- und Freizeitaufgaben eines Zoos ganz tz schweigen.
Manche Zoodirektoren sagen √ľberspitzt,
man kann auch mit einer einzigen Art einen tollen Zoo machen.
In diesem Forum geht es mir pers√∂nlich manchmal zu viel um die "ausgefallenste" Tierart oder zu viel um l√§ngs vergangene Tierhaltungen. Dies war mir auch bei den Antworten zu meinem Osnabr√ľck-Thread aufgefallen. Dieses m√∂chte ich aber bitte nicht als Fundamentalkritik missverstanden wissen, denn in diesem Forum treiben sich eigentlich nur Zoo-Enthusiasten herum und sind von der Thematik begeistert. Dennoch m√∂chte ich dies einmal gesagt haben.
(19.09.2006, 17:32)
Sebastian Dahl :   Zum Thema Auswahl es Tierbestandes: In meinen Augen macht es auch keinen Sinn (hat jetzt nicht unbedingt etwas mit Erfurt zu tun) neue Tierarten aus den Ursprungsgebieten in unsere Zoos zu holen, wenn es in den Zoos selbst noch genug gef√§hrdete Arten gibt, bei denen man nicht intensiv versucht sie zu erhalten. Da sollte man solche Tiere erst einmal vorziehen, bevor man dar√ľber nachdenkt wieder etwas v√∂llig neues anzufangen oder eine Tierart zur√ľckzuholen, die im Zoo ausgestorben ist.
(19.09.2006, 17:24)
Michael Mettler :   Gerade bei den alten Haustierrassen liegt ein traditioneller Schwerpunkt in Erfurt. Und Tradition ist - auch unabh√§ngig vom Gef√§hrdungsgrad - eines der vielen Kriterien, nach denen ein Zoo seinen Tierbestand "aussucht". Im aktuellen Frankfurter Zoof√ľhrer findet sich ein ganzes Kapitel zu diesem Thema, und zwar bezogen auf ALLE Zoos, nicht nur auf den Frankfurter.
(19.09.2006, 16:09)
ulli :   es muss bei den Schuppentieren nat√ľrlich "Vermittlungsproblemen" hei√üen.
(19.09.2006, 14:51)
ulli :   Ich verfolge gerade interessiert diese Diskussion. Sie taucht in den verschiedenen Foren immer wieder auf: Welche Arten soll ein Zoo halten ? (!!!)

Meiner Ansicht nach darf man die Art-Erhaltungsm√∂glichkeiten im Zoo nicht √ľberbewerten.
Am Besten sind immer noch die Erhaltungsprogramme vor Ort als Naturschutzgebiet oder als Zuchtstation. Dies setzt andererseits auch möglichst stabile politische Verhältnisse voraus.
So kann in B√ľrgerkriegszeiten schnell eine Population in dem Verbreitungsgebiet zusammenbrechen. Ich denke hier z.B. an die Persischen Kropfgazellen oder immer wieder an die Bef√ľrchtungen hinsichtlich der Berggorillas in der Grenzregion Kongo, Ruanda und Burundi.

Aber gerade bei den Berggorillas habe ich allergrößte Bedenken, diese Art in amerikanische und europäische Zoos unterzubringen.

Ein Zoo kann auch nur einen Bruchteil der bedrohten Arten selbst halten. Sehr beeindruckend finde ich immer die drei Glasröhren vor dem Exotarium in Frankfurt mit dem Artenvergleich. Dies sagt mehr als tausend Worte.

Eine gute Erhaltungszucht setzt auch ein Mindestmass an zuchtf√§higen Tieren voraus. Wenn man eine breite Basis ben√∂tigt, kommt man schnell dazu, dass auch diese Arten im Zoo schnell „gew√∂hnlich“ werden.

Die europ√§ischen und amerikanischen Zoos k√∂nnen, wenn sie ihre Aufgaben ernst nehmen, eh nur in erster Linie auf vorhandene Best√§nde zur√ľckgreifen. F√ľr viele gef√§hrdete Arten, die zur Zeit nicht in diesen Zoos gehalten werden, muss vor Ort hinsichtlich des Lebensraum etwas getan werden. Ganz abgesehen davon, dass diese gef√§hrdeten Tierarten erst einmal in einen Zoo gelangen m√ľssen – woher kommen die Tiere ? … Aus dem Ursprungsgebiet…

Es gibt dar√ľber hinaus auch heute noch Arten, wo die Zoowelt noch keine wirklich √ľberzeugenden Haltungsbedingungen gefunden hat. Ich denke hier nur an so scheinbar profane Arten wie den Hasen oder den Maulwurf aus unseren Breiten. Dies sind sicher keine seltenen Arten, bieten sich aber f√ľr meine Argumentation an. √Ąhnliche oder auch andere Haltungsprobleme w√ľrde es sicher auch bei heiklen und gleichzeitig gef√§hrdeten Arten in unseren Breiten geben.

Ein Zoo hat vier Aufgaben: Tierhaltung und Zucht, Tier- und Naturschutz, Bildung und Forschung sowie Freizeit. Wenn er exemplarisch sich f√ľr eine Reihe von gef√§hrdeten Arten, mit allem was dazugeh√∂rt (Zucht, Information, Spenden, Kontakte und Vermittlung vor Ort, Auswilderung) einsetzt, ist dies ein wichtiger Beitrag. Andererseits ist es genauso wichtig, den Besuchern ein Verst√§ndnis f√ľr die einzelnen (gef√§hrdeten) Lebensr√§ume zu geben – und dies geht am Besten mit manchmal gew√∂hnlichen Arten wie Schrabrackenschakal statt des Schuppentieres. Gerade Geokonzepte (nicht jeder Zoo braucht alle Erdteile und Lebensr√§ume) helfen hier bei der Vermittlung. Wenn im Zuge dieser Geokonzepte bei der Artenauswahl speziell auch f√ľr die gef√§hrdeten Arten unter geeigneten (!) Bedingungen neue Anlagen entstehen, die sowohl die Besucher sensibilisieren als auch dem konkreten Artenschutz wirksam helfen, so ist dieses umso erfreulicher. Nur bei zusammengerollten und nachtaktiven Schuppentieren, um bei diesem Beispiel zu bleiben, kann es zu Vermittlungsergebnissen f√ľhren … es sei denn man verkn√ľpft dieses mit effizienten Projekten im urspr√ľnglichen Verbreitungsgebiet und einem guten Pr√§sentationskonzept (√ľber die Lebensbed√ľrfnisse der Tierart und das Projekt) im Zoo selbst.

Manches gro√üe und richtig teure Neubauprojekt l√§sst sich vielleicht nur so rechtfertigen. Machen wir uns nichts vor: Von dem Geld, was in Deutschland in Zoos in nur einem Jahr verbaut wird, kann man in Afrika oder Asien f√ľr Jahrzehnte Artenschutz betreiben.

Nicht umsonst hei√üt die Regel. Wenn ich eine gro√üe Art wie Elefant oder Tiger vor Ort sch√ľtze, rette ich eine ganze Reihe weiterer kleinerer Tierarten. Manchmal hilft man einer
„unscheinbaren“ Art sogar mehr, sie in europ√§ischen Zoos nicht (!) zu halten.

Noch eine letzte Randbemerkung: auch alte und seltene Haustierrassen haben ihre Berechtigung im Zoo, und sei es nur als Genpool und Korrektiv f√ľr √ľberz√ľchtete High-Tech-Haustierarten …

(19.09.2006, 14:36)
Michael Mettler :   @Johannes Pfleiderer: Das stimmt zwar (auch wenn Schabrackenschakale l√§ngst keine "richtigen" Rarit√§ten mehr sind), macht aber das Dilemma der "richtigen" Artenauswahl in einem Zoo deutlich.

W√ľrde man das Artensortiment vorrangig nach Gef√§hrdungsstatus ausrichten, m√ľsste man streng genommen auf jegliches Geo-Konzept verzichten und statt der Schakale z.B. Waldhunde halten. Der Status einer "selten gehaltenen" Tierart ist m√∂glicherweise nur f√ľr ein paar Jahre gegeben - Pinselohrschweine sind ein nettes Beispiel. Solche Arten m√ľsste man dann nach ein paar Jahren wieder abschaffen, weil sie "zu gew√∂hnlich" geworden sind? Das w√§re Irrsinn. Und was passiert, wenn sich Zoos von h√§ufig gehaltenen Arten trennen, um seltenere aufzunehmen, hatten wir doch schon h√§ufig in diesem Forum, ob nun bei Makaken, Wasserb√∂cken oder unseren beliebten Gnus. Bei manchen Tierformen kollidieren Gef√§hrdungsstatus und Verbreitung in den Zoos sogar unmittelbar, siehe Amurtiger.

Folglich bleibt doch gar keine andere Wahl, als einen m√∂glichst repr√§sentativen Querschnitt durch die Tierwelt zu zeigen, auch wenn sich darunter h√§ufig gehaltene oder in der Natur (noch) h√§ufige Arten befinden. Manches Geokonzept funktioniert fast nur so; "Australien" m√ľsste ansonsten in den Zoos ohne Emus, Riesen- und Bennettk√§ngurus auskommen, da bleibt nicht mehr viel √ľbrig....

Ein repräsentativer Querschnitt ist allerdings in Erfurt (noch?) nicht gegeben, trotz großer Flächen finden sich dort z.B. kaum (Wild-)Huftiere. Wie in unserer gesamten hiesigen Zoowelt werden und wurden größere Bauvorhaben auf die Publikumsmagnete Affen - Großraubtiere - Dickhäuter konzentriert (was nicht zuletzt mit einer erhofften Steigerung der Besuchereinnahmen zu tun hat), bei denen allerdings in Erfurt auch wirklich größter Nachholbedarf bestand bzw. besteht. Auf die weitere Entwicklung bin ich sehr gespannt.
(19.09.2006, 09:06)
Johannes Pfleiderer :   @Michael Mettler
Schabrackenschakal, Borstenhörnchen und Klippschliefer sind zwar nicht gefährdet, aber selten in Zoos.
(18.09.2006, 22:18)
Goldi :   Zur "L√∂wensavanne": Die L√∂wensavanne finde ich pers√∂hnlich gut gelungen. DIe sch√∂ne Bepflanzung, die kleinen Felsen und die Wasserstellen sind einfach super. Nur gibt es auch einige Mankos, die nicht sofort ins Auge fallen, aber nicht zu untersch√§tzen sind:

-Wenn man sich die Au√üenanlagen ansieht, stellt man fest, dass so gut wie keine Schattenpl√§tze f√ľr die L√∂wen vorhanden sind.
-Es sind zwar zwei Kameras im Innengehege angebracht, nur n√ľtzen diese nichts. Sie decken nicht das gesamte Innengehege ab und so m√ľssen die Tierpfleger immer noch die L√∂wen im anderen Gehege z√§hlen, bevor sie die T√ľr zum Pflegergang √∂ffnen.
-Die ufo-f√∂rmigen L√ľftungsanlagen im Besucherbereich sehen auch nicht so toll aus.
-Es gibt keine R√ľckzugsm√∂glichkeit f√ľr das Schabraken-Schakal Weibchen.
(18.09.2006, 20:59)
Michael Mettler :   @Johannes Pfleiderer: Wo bleibt denn da die Konsequenz? Von Schakalen, Borstenh√∂rnchen und Klippschliefern - s√§mtlich nicht gef√§hrdet - bist du begeistert, von Bisons, Karakaras und Schnee-Eulen dagegen nicht?

Zugegeben, ich finde die drei genannten Tropenrinder ebenfalls "interessanter" - weil seltener gehalten - als die allgegenw√§rtigen Bisons. Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass die Baukosten f√ľr deren Anlage immens h√∂her gewesen w√§ren, da sie im Gegensatz zu Bisons einen beheizbaren Stall ben√∂tigen, der nach heutigen Energiespar-Gesichtspunkten zudem entsprechend isoliert sein m√ľsste - und au√üerdem w√§re es wahrscheinlich n√∂tig gewesen, zu dem recht abgelegenen Gel√§nde entsprechende Anschl√ľsse zu legen. So betrachtet habe ich Verst√§ndnis f√ľr die Entscheidung, dort winterharte Tiere anzusiedeln. Und Wildyaks sind ja leider nicht zu bekommen :-)

Tropische Wildrinder w√§ren √ľbrigens - von Erfurt mal ganz abgesehen - gute "Nachnutzer" f√ľr nicht mehr zeitgem√§√üe Elefantenhaltungen: Ausreichend beheizte Stallfl√§che und massive Gehegeumgrenzungen w√§ren ja vorhanden....
(18.09.2006, 16:57)
Johannes Pfleiderer :   Ich war vor knapp zwei Wochen in Erfurt. Die L√∂wenanlage ist echt toll, v.a. weil in diesem Komplex auch seltenere Arten (Schabrackenschakal, Kap-Borstenh√∂rnchen, Klippschliefer) intergriert wurden. Auch die neuen Anlagen f√ľr Stummelaffen sind nicht umsonst mit dem BdZ-Biber ausgezeichnet worden. Die dritte gro√üe Neuanlage seit meinem Besuch 2000, der Nordamerikabereich f√ľr Bisons, Karakaras und Schnee-Eulen, dagegen hat mir nicht sehr gefallen. Es wurde viel Fl√§che und Geld f√ľr drei nicht gef√§hrdete und regelm√§√üig bis sehr oft gehaltene Arten aufgewendet. Der Zoo h√§tte diese Arten besser abgeben sollen und eine Anlage f√ľr eine tropische B√ľffelart bauen sollen. Rotb√ľffel, Gaur oder Banteng sind √§hnlich imposant, aber gef√§hrdet und zudem werden sie viel seltener gehalten. Au√üerdem h√§tte man eine Anlage f√ľr diese Waldbewohner ansprechender gestalten k√∂nnen.
(18.09.2006, 16:39)
2 Dee :   Ich hab mich nur mit der Elefantenhaltung in Erfurt besch√§ftigt. Werde aber noch mal genau nachfragen. Es ist oft zu sehen, dass andere weichen m√ľssen, was schade ist. Anderseits finde ich es i.O. wenn jedes Tier eine Anlage bekommt, die seinen Anspr√ľchen gerecht wird. In Erfurt kann man wirklich Hoffnung haben, dass diese sch√∂nen Rinder bleiben, schlie√ülich liegt der Zoo am Rande der Stadt! Allerdings muss man auch festhalten: Es gibt nicht so viele Zoologische Einrichtungen mit Elefanten wenn man die Gesamtheit betrachtet: 28 Zoos/ Tierparks/ Safariparks in Deutschland mit Elefantenhaltung im Vergleich zu wei√ü nicht wieviel 100 tierg√§rtnerischen Einrichtungen. Das einzige Manko ist die Gr√∂√üe und damit das Versteckspielen der kleineren Zoos. Traurig f√ľr sie, denn f√ľr die gibt es meist weniger attraktive Gehege, die es in anderen Zoos nicht schon gibt! ich denke mal, die Zoo-Weltreisenden unter euch k√∂nnen da eine Menge aufz√§hlen - aber das soll jetzt nicht Inhalt dieses Threads sein....

(17.09.2006, 21:33)
Michael Mettler :   Im Gegensatz zu vielen anderen Zoos hat Erfurt ja kein Platzproblem, was "Erweiterungsgel√§nde" betrifft. Deswegen w√§re es doppelt traurig, wenn die Ungarn-Anlage ersatzlos entfiele. Schlie√ülich hei√üt es schon in (zu) vielen anderen Zoos "Weichet, ihr Tiere, die Elefanten kommen..."
(17.09.2006, 21:23)
Tom :   Ich hoffe,die Steppenrinder werden nicht auch noch abgegeben.W√†re echt schade.
(17.09.2006, 21:17)
2 Dee :   Wie schon in einem anderen Treat erw√§hnt: Ab n√§chstes Jahr soll die Elefantenanlage gro√üz√ľgig erweitert und ein Bullenhaus gebaut werden. Die Fl√§che des neuen Gel√§ndes nimmt den jetzigen Parkplatz und die gesamte Zebra-anlage ein. 2009 soll es dann fertig sein und Elefanten mit Zebras, die dann auf das Gel√§nde der Ungarischen Rinder umziehen, vergesellschaftet werden. Das jetztige Haus soll allerdings vorl√§ufig nicht ausgebaut werden, was nat√ľrlich keine optimale Nutzung zul√§sst. Im Haus k√∂nnen maximal 5 K√ľhe gehalten werden und die Au√üenanalge h√§tte Kapazit√§t f√ľr 10 K√ľhe oder sogar mehr. Das Bullenhaus soll im Stil von Leipzig gebaut werden. Allerdings nur ein Bullengehege, somit auch das Bullenhaus nicht optimal ausgenutzt werden kann. Ein Haus,wie es in Leipzig steht, k√∂nnte 2 Tiere aufnehmen, was mit einer Bullenanlage dann wohl doch nicht 100% realisierbar ist.
(17.09.2006, 13:18)
2 Dee :   Das Numbi tragend sein soll ist mir nicht bekannt. Sie s√§ugt momentan noch Rimbo.

(17.09.2006, 13:00)
Krichel :   Wie l√§uft die weitere Zucht bei den BM in Erfurt und wann rechnet man mit der zweiten Niederkunft von Temba und der driten von Numbi ?
Wohin wird Rimbo vom EEP aus hinwechseln ? evtl. Gelsenkirchen ?
(17.09.2006, 12:19)
Krichel :   Wie l√§uft die weitere Zucht bei den BM in Erfurt und wann rechnet man mit der zweiten Niederkunft von Temba und der driten von Numbi ?
Wohin wird Rimbo vom EEP aus hinwechseln ? evtl. Gelsenkirchen ?
(17.09.2006, 12:19)
Nemo :   Die Anlage der Bennetts hat 1700m¬≤, die der Grauen Riesen und der Emus 4600m¬≤. Es besteht eine (nur durch die Bennetts nutzbare) Verbindung zwischen beiden Gehegeteilen, So ist gew√§hrleistet das sich die Bennettk√§ngurus bei St√∂rung in ruhigere Gehegezonen zur√ľckziehen k√∂nnen.
Nemo
(15.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Begehbare Bennettk√§nguru-Anlagen sind anscheinend die n√§chste "Pflicht"-Entwicklung in Zoos - wenigstens in kleineren. Au√üer Darmstadt w√ľsste ich spontan noch Landau, Rheine und Th√ľle, andere werden sicher folgen. In Th√ľle (sehr gro√üe Anlage) erlebte ich die Bennetts recht "besucher-resistent" dicht am Weg, w√§hrend die ebenfalls dort untergebrachten Parma-Wallabys Abstand hielten. In Rheine hingegen sah ich die K√§ngurus bei zwei Besuchen nur in Stalln√§he; die Landauer Anlage habe ich noch nicht gesehen.
(15.05.2006, 00:00)
IP66 :   In der recht kleinen, aber begehbaren Anlage im darmst√§dter Vivarium legten die Bennet-K√§nguruhs sehr gro√üen Wert darauf, m√∂glichst weit weg von jedem Besucher zu sein und hielten sich am liebstden im R√ľckzugsgehege auf - hat man das in Erfurt bedacht?
(15.05.2006, 00:00)
Nemo :   F√ľr 2007 ist erst einmal die Einweihung der neuen Australienanlage
"Kangarooland" geplant, neben den bisher gehaltenen Bennetkängurus wird sie noch 2,2 Emus, 2,8 Graue Riesenkängurus, sowie 5 Paar Rosakakadu beherbergen.
"Kangarooland" entsteht zwichen dem Berberberg und der neuen Lövensavanne. Der Gehegeteil in dem die Bennets sind, wird durch Besucher begehbar sein.
Das n√§chstes gro√ües Bauvorhaben wird sicherlich eine neue Elefantenanlage. Es macht ja auch nicht viel Sinn √ľber Menschenaffenhaltung nachzudenken so lange noch nicht f√ľr alle anderen Tierarten die EU Richtlinien eingehalten werden k√∂nnen.
Nemo
(14.05.2006, 00:00)
Dennis :   Mich wundert das mann in Erfurt keine Anstalten macht sich Menschenaffen oder Pinguine oder biber oder otter oder Robben oder B√§ren anzuschaffen. Einen tollen Platz hat mann doch, die Lage des Zooparks ist au√üerordentlich gut.
(14.05.2006, 00:00)
Michael g√∂rick :   Das Erfurter Raubtierhaus war √§hnlich .Oben war ein Fensterband zur Beleuchtung der Innenk√§fige. Die Au√üenk√§fige waren in sich leicht verschoben .Das Haus war nach der Beschreibung im alten F√ľhrer nur halb fertig.Es muss wohl eine Planung mit Freianlagen gegeben Haben.
(12.05.2006, 00:00)
IP66 :   @Karsten Vick. Das Lichtband am Au√üenbau des erfurter Elefantenhauses in Richtung Freianlage ist streng genommen moderner als das berliner Fensterband mit den Zwischenst√§ndern - ersteres ist am Bauhaus geschulter international style, zweiteres eher postfaschistisch, au√üerdem noch etwas verhuscht wegen der unterschiedlichen Abst√§nde der Zwischenpfeiler. Allerdings haben Lemmer, Diesing und Wolff - oder auch Frau Heinroth? - den Mut gehabt, ihre stolze Elefantenparade in eine Reihe zu stellen und von zwei Bullen flankieren zu lassen, was sich Kl√∂s dann nie zu realisieren getraut hat. In Erfurt hat diese Folge wohl Effekt gemacht, und ich finde es recht mutig, es mit diesem Gro√übau aufnehmen zu wollen, auch wenn ein paar Nash√∂rner in der Reihe gestanden haben - was in Berlin ja nicht anders war. Die Empore bot sich nat√ľrlich wegen der Hanglage und dem Ausstellungsvlumen an, sie konterkariert jedoch vor allem den Galerieeffekt, ohne ihn zu zerst√∂ren. Der Mann, wer immer es war, hat also nicht nur neue Ideen gehabt, sondern sie auch noch in ein vorhandenes Umfeld integriert. Die Krallenaffenvitrinen, die als Scheiben in die erfurter Affenhauswand geschoben sind, scheinen mir einem √§hnlichen Geist entsprungen zu sein, aber abgesehen davon, da√ü sie heute nur noch f√ľr Kleins√§uger zu gebrauchen sind, √ľberzeugt doch die Idee mehr als die optische Erscheinung, die sich zudem erst wirklich erschlie√üt, wenn man sich den Grundri√ü des Geb√§udes verdeutlicht.
War das mittlerweile abgerissene Raubtierhaus eigentlich ähnlich spannend? Ich war in den 90ern einmal kurz in Erfurt, kann mich schändlicherweise aber nicht erinnern.
(12.05.2006, 00:00)
Nemo :   Es gibt noch einen Zoof√ľhrer von Erfurt.
Er erschien 1960 unter dem Titel:
" Erfurts Roter Berg- Th√ľringer Zoopark im Bau "
Geschrieben vom ersten Zoodirektor Dr. H. H. Roth.


Nemo

(10.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Nach einem Blick in meine Bestandsliste keimt da ein Verdacht in mir: 1972 erschien die erw√§hnte einzige Ausgabe der Erfurter Zeitschrift CAPRA, und ihr Titelbild zeigt Ziegen. Sollte das etwa eine Verwechslung sein?
(10.05.2006, 00:00)
Togo :   Mir ist er ganz knapp durch die Lappen gegangen, ich habe auch erst leztes Jahr von dessem Exitenz erfahren....
(10.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Schade, dann habe ich ja doch keine "komplette" Erfurt-Sammlung.... Von der Existenz des 72er Zoof√ľhrers hatte ich bislang keine Ahnung.
(10.05.2006, 00:00)
Togo :   qMichael Mettler
Es gibt sogar 2 Zoof√ľhrer von Erfurt , 1972 ( Titelbild Ziegen ) und 1974 ( Titelbild Guereza )Es ist mir ein R√§tsel , warum der Zoo keine F√ľhrer mehr publiziert, aber K√∂ln tut das ja auch nicht mehr ( vielleicht wieder nach dem anstehendem Direktorenwechsel )Und es stimmt, von Erfut h√∂rt man wirklich nciht viel, au√üer durch den Tod einer Elefantenkuh und die Geburt zweier Breitmaulnash√∂rner macht der Zoo wirklich nicht von sich"reden". Schad eigentlich, denn aus der vorhanden Fl√§che lie√üe sich ein sehr guter Zoo daraus machen.
(10.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   In den ganzen Jahrzehnten seines Bestehens hat es Erfurt zu genau EINEM (!) Zoof√ľhrer geschafft.... Und die Hauszeitschrift CAPRA erschien mit Nr. 1, und dabei blieb es dann auch. Die viel sp√§ter erscheinenden Jahresberichte starben ebenfalls schnell wieder aus. G√§be es nicht die Zeitschrift ZOOPARKFREUND des F√∂rdervereins und gelegentliche "Augenzeugenberichte", k√∂nnte man fast auf den Gedanken kommen, es g√§be den Zoo gar nicht mehr....
(09.05.2006, 00:00)
Karsten Vick :   Ich war auch Anfang der 90er das erste Mal in Erfurt, aber wie's aussieht, kurz vor Oliver. Denn ich habe noch einen Braunb√§ren in seinem total verrosteten K√§fig und einen Seel√∂wen in seinem winzigen Planschbecken gesehen. Und diese Eindr√ľcke zogen sich durch den ganzen Zoo. Bei meinem 2. Besuch 1993 wars nicht viel besser, einige ganz schlimme Gehege waren weg, aber nichts neues hinzugekommen. Daher war ich 1999 sehr angenehm √ľberrascht vom Nashornhaus, Berberberg, Schafkoppeln sowie von dem riesigen Erweiterungsgel√§nde, von dem ich bisher nicht mal was geahnt hatte.

@IP66: Da wir bei Zoo-News das Thema Erfurt l√§ngst wieder verlassen haben, schreibe ich hier mal was zum Elefantenhaus. Ich hab nicht viel Ahnung von Architektur, aber es ist wirklich interessant, wenn man von einem Fachmann auf bestimmte Sachen aufmerksam gemacht wird. Eine Zoof√ľhrung mit dir d√ľrfte wirklich spannend sein. Der Blick von der oberen Galerie auf die Elefanteninnenst√§lle hat schon was. Bei meinen ersten Besuchen hab ich allerdings nicht viel davon gesehen, weil ich mich mehr f√ľr die Kleintiere in ihren Terrarien interessierte. Und von au√üen kam mir das Haus mit seiner schlampig wei√ü gestrichenen Fassade und seinen Glasbausteinen als Fenster eher wie eine Fabrikhalle vor. Haltungstechnisch ist zu erw√§hnen, dass urspr√ľnglich ein Teil der Innenst√§lle und die Freianlage an der L√§ngsseite den Nash√∂rnern geh√∂rte und erst um 1998 den Elefanten zugeschlagen wurde. √úber Baujahr und Architekt wei√ü ich nichts, denn Erfurt ist kein sehr mitteilsamer Zoo. Au√üer ihren Artikeln im Zoo-Magazin (die waren allerdings gut gemacht) habe ich noch nichts gedrucktes aus Erfurt gesehen.
(09.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Die Schilderungen, die mir zu Ohren gekommen sind, betreffen noch die (letzte?) Zeit unter Altmann. Angeblich wurden damals m√∂glichst keine Tiere abgegeben, so dass sich z.B. bei den diversen Haustierrassen - von denen ich bei meinem ersten Besuch etliche gar nicht mehr antraf - die Individuen in den Gehegen "stapelten". Dazu kamen diverse, teilweise sehr seltene Tiere, die au√üerhalb des Schaubereiches in der "Villa" unter fragw√ľrdigen Bedingungen gehalten - man sollte besser sagen, "geh√§ltert" - wurden. Da war die Rede vom einzigen Erdferkel der DDR, dessen Unterkunft eine Kohlenkiste war (wenn auch ohne Kohlen und wohlgemerkt NUR die Kiste, also ohne weiteren Auslauf), von Kubaamazonen, denen man eine Unterkunft gebastelt hatte, indem man ein Bettgitter vor einen Kamin stellte, und von unz√§hligen Meerschweinchen, die in allem einquartiert waren, was man als Beh√§ltnis verwenden konnte. Mit diesem Bild im Hinterkopf machte ich meinen ersten Besuch.... Aber da war die Altmann-√Ąra l√§ngst Geschichte. Wei√ü jemand mehr √ľber diese Sachen?
(27.04.2006, 00:00)
Oliver Jahn :   @Michael Mettler, Magdeburg ist mein Heimatzoo und es fehlten hier eben die f√ľr einen Zoo typischen Tiere und ihre dem entsprechende Unterbringung, wie z.B. B√§ren(bis heute), Gro√üe Raubtiere, Robben usw. Daher meine Betrachtung. Nun aber zu Erfurt. Auch hier ist das nat√ľrlich sicher nichts allgemeinverbindliches, sondern subjektives Empfinden. Aber als ich Erfurt ganz am Anfang der 90er besuchte, da sah es dort recht √ľbel aus. Habe noch mal nachgesehen. Im Raubtierhaus waren nur Einzeltiere. Der B√§renk√§fig stand ganz leer. Das Robbenbecken ebenfalls. Im Huftiergehege waren zwei Gehege unbesetzt, in den anderen waren Yaks, Watussis und ein Zebroid. Von den drei kleineren K√§figen vor dem Raubtierhaus war ebenfalls einer leer, ebenso das Gehege des Zwergflusspferdes im Giraffenhaus. Was fast √ľberquoll, war das Affenhaus. Ansonsten machte der Zoo auf mich einen wirklich maroden Eindruck und ich schrieb mir selber auf: "So sieht ein Zoo aus, der kurz vor der Aufl√∂sung steht." Wie bereits geschrieben, das war gleich am Anfang der 90er Jahre. Sp√§tere Besuche in Erfurt nach Fertigstellung des Nashornhauses und des Haustierbereiches haben dann in meiner pers√∂nlichen Wertung sehr viel besser abgeschnitten.
(27.04.2006, 00:00)

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