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Gro├čflamingos in deutschen Zoos



cajun:   In Wuppertal geht das Schlupfgeschehen bei den Chileflamingos weiter. Aktuell ist wieder ein K├╝ken zu sehen. Es k├Ânnten noch weitere folgen. Der Zoo scheint sehr stolz auf die Naturbruten. Zwecks ├ťberwachung wurde f├╝r die N├Ąchte eine Wildkamera installiert, da das erstgeschl├╝pfte K├╝ken spurlos verschwand.
(12.09.2023, 21:18)
W. Dreier:   K├Âln: 160 Flamingos !!! Die Menge macht es durchaus hin zum Bruterfolg (siehe Verspiegelung). Vor Jahren war ich im Zoo La Palmyr/ S├╝dwestfrankreich - die hatten auch ├╝ber 100 V├Âgel - und es stank gewaltig - aber viel Nachwuchs!!! Dann Singapur: Man wollte wohl den Besuchern beim Essen die h├╝bschen rosa V├Âgel zeigen. Auch an die 200 und Gestank bei st├Ąndig 30┬░C - da half auch die Verglasung der Gastst├Ątte nicht!
(01.09.2023, 17:34)
cajun:   K├Âln meldet 8,7 Nachzuchten bei den Kubaflamingos, die k├╝nstlich erbr├╝tet und erstmal hinter den Kulissen aufgewachsen sind. Nun ist der kleine Schwarm alt genug, um in die N├Ąhe der "Gro├čen" zu ziehen. In einem abgetrennten Bereich wachsen die Jungv├Âgel auf der Anlage nun weiter heran. Gesamt h├Ąlt der K├Âlner Zoo nun 160 Flamingos in zwei Gruppen. Weiteres auf der FB Seite des Zoos.
(31.08.2023, 22:31)
cajun:   In Stuttgart klappt es dieses Jahr gut mit der Zucht:
"Flamingonachwuchs: Graue Federkn├Ąuel bei den rosa Langh├Ąlsen
Bei den Rosaflamingos der Wilhelma hat es Nachwuchs gegeben: Sieben K├╝ken sind in den letzten Wochen in der Anlage neben der Historischen Gew├Ąchshauszeile geschl├╝pft. Damit hat sich diese Vogelschar im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart auf ├╝ber 40 Tiere vergr├Â├čert.
Flamingos leben in der freien Wildbahn in gro├čen Kolonien. Die Jungv├Âgel schlie├čen sich zu sogenannten Kinderg├Ąrten zusammen und bleiben dicht beieinander, bewacht von einigen Elterntieren. Das ist auch in der Wilhelma zu beobachten. Im Gegensatz zu den grazilen Erwachsenen, die sogar auf einem Bein stehend schlafen k├Ânnen, staksen die grauen Federkn├Ąuel auf ihren noch kurzen Beinen eher unbeholfen umher und warten darauf, von den Eltern gef├╝ttert zu werden. Flamingos haben stark gebogene Schn├Ąbel, mit denen sie ihre Nahrung aus dem Wasser filtern. Dazu tauchen sie mit den K├Âpfen unter und filtern das Wasser nach kleinen Krebstierchen und Plankton aus. Die Jungtiere k├Ânnen das noch nicht: Ihr zun├Ąchst gerader Schnabel beginnt sich erst nach zwei Wochen langsam zu kr├╝mmen. Deshalb werden sie zwei bis drei Monate lang mit einem nahrhaften Sekret gef├╝ttert, das ihre Eltern in der Speiser├Âhre bilden. Die K├╝ken beginnen nach etwa vier Wochen, das Durchsieben des Wassers zu ├╝ben.
Die in ihrer Nahrung enthaltenen Carotinoide sorgen daf├╝r, dass Flamingos nach und nach err├Âten. Die K├╝ken tragen noch graue Federn. Etwa drei Jahre dauert es, bis ein Flamingo das charakteristische Erscheinungsbild mit den rosaroten Schwingen und Beinen entwickelt hat. In der Natur bevorzugen Flamingos Marschland, Brackwasser und Salzseen, in der Wilhelma d├╝rfen sie dagegen in feinstem Cannstatter Mineralwasser stehen. Darin leben allerdings nicht dieselben Futterorganismen wie an den K├╝sten am Mittelmeer, in Afrika und Asien, wo die Rosaflamingos urspr├╝nglich zuhause sind. Deshalb werden dem Futter Carotinoide beigemischt.
Flamingos k├Ânnen sehr alt werden ÔÇô in der Natur im Schnitt etwa 30 Jahre. In Zoos, wo sie immer reichlich Nahrung bekommen und keine Feinde haben, k├Ânnen sie ein Alter von 50 bis 80 Jahren erreichen."
Quelle:https://www.wilhelma.de/aktuelles/aktuelles/news-presse/meldung/flamingonachwuchs-graue-federknaeuel-bei-den-rosa-langhaelsen
(24.08.2023, 10:30)
Tim Sagorski:   @cajun:

Wuppertal hat eigentlich fr├╝her schon recht erfolgreich gez├╝chtet, u.a. hatte man doch die erste gegl├╝ckte Handaufzucht eines Flamingos zu verzeichnen.
(21.08.2023, 12:17)
cajun:   @W.Drier: In Wuppertal war die Freude auch nur kurz. Das K├╝ken ist spurlos verschwunden....
(21.08.2023, 09:00)
W. Dreier:   Und das war der erste, einzige und nicht erfolgreiche Versuch im Tierpark Berlin
(18.08.2023, 14:26)
cajun:   In Wuppertal ist das erste Chileflamingo K├╝ken in Aralandia geschl├╝pft. Ich wei├č gar nicht, ob ich in der alten, gemischten Haltung je Jungv├Âgel gesehen habe.
(18.08.2023, 13:47)
cajun:   In Heidelberg gibt es Nachwuchs bei den Kubaflamingos.
Zitate aus dem Artikel: "Drei kleine, graue K├╝ken haben die Aufmerksamkeit der Besucher im Zoo Heidelberg erregt, als sie sich inmitten der lebhaften Kubaflamingo-Gruppe einnisteten. Seit Anfang Juli haben diese entz├╝ckenden Neuank├Âmmlinge die Flamingopopulation im Zoo auf 62 erh├Âht.......Flamingos sind bekannt f├╝r ihre bemerkenswerte Langlebigkeit und k├Ânnen bis zu 80 Jahre alt werden. Der ├Ąlteste Flamingo im Zoo Heidelberg schl├╝pfte 1968 und ist derzeit 55 Jahre alt. ...."
Quelle:https://www.schwetzinger-zeitung.de/orte/schwetzingen_artikel,-schwetzingen-flauschige-kueken-im-flamingo-kindergarten-im-heidelberger-zoo-_arid,2112038.html
(03.08.2023, 14:10)
cajun:   In Magdeburg geht das Schlupfgeschehen weiter. Drei weitere K├╝ken haben sich aus dem Ei gepellt. Erwartet werden noch mehr.
Quelle:https://m.facebook.com/zoomagdeburg/
(27.07.2023, 22:59)
cajun:   Auch im Tierpark Chemnitz gibt es Schlupfe:
"Nachwuchs bei den Rosaflamingos. Bisher sind drei K├╝ken geschl├╝pft
Bei den Rosaflamingos im Tierpark Chemnitz gibt es Nachwuchs. Bereits Anfang Juni schl├╝pfte das erste K├╝ken. Zwei weitere K├╝ken folgten, das vorerst letzte Anfang Juli. Einige Eier werden noch bebr├╝tet, sodass m├Âglicherweise weitere Jungtiere hinzukommen. F├╝r den Tierpark ist es die zweite erfolgreiche Nachzucht, nachdem im letzten Jahr ebenfalls drei K├╝ken geschl├╝pft waren.
Flamingos pflanzen sich nur fort, wenn eine bestimmte Anzahl Tiere in der Gruppe lebt. Auf einer gro├čen Anlage mit wenigen Tieren z├╝chten sie nicht nach. Daher wurden in den Jahren 2015 und 2016 zur bestehenden kleinen Gruppe noch 16 Tiere aus drei verschiedenen Zoos in ├ľsterreich, Tschechien und Deutschland geholt.
Die Nachzucht funktioniert mittlerweile so gut, dass die Jungtiere sowohl nat├╝rlich ausgebr├╝tet, als auch von den Eltern selbst aufgezogen werden. Die Besucher:innen k├Ânnen die interessante Aufzucht, an der beide Elternteile beteiligt sind, miterleben und das Heranwachsen der Jungtiere beobachten"
Quelle:https://www.chemnitz.de/chemnitz/de/aktuell/presse/pressemitteilungen/2023/485.html
(14.07.2023, 10:40)
th.oma.s:   Die Dresdner Kubaner haben seit dem Einzug in die neue Anlage auch nocht nicht gebr├╝tet.
(10.07.2023, 19:27)
Carsten Horn:   Basel ist sehr d├╝rftig dieses Jahr, sechs K├╝ken geschl├╝pft, ein Ei noch beim Rosaflamingo. Liegt vermutlich daran, das die Flamingos wegen der Vogelgrippe erst zu sp├Ąt auf die Anlage durften...
(10.07.2023, 18:14)
W. Dreier:   Ps: im Zoo sah ich leider weder bei Zwerg-, James-, Anden noch den anderen (2?) Arten Brutversuche.
Anbei: Andenflamingo
(10.07.2023, 16:28)
W. Dreier:   Und ich werde morgen im Tierpark Berlin nachschauen, ob ├╝berhaupt noch ein Brutversuch gestartet wurde.
(10.07.2023, 16:18)
cajun:   Im Zoo Krefeld schl├╝pften in den vergangenen Tagen fast 11 K├╝ken bei den Roten Flamingos und im Zoo Magdeburg bisher f├╝nf K├╝ken (aus gesamt zehn Eiern) bei den Rosa Flamingos.
(10.07.2023, 16:06)
cajun:   Im Zoo Landau hat man ein Flamingo K├╝ken in der Handaufzucht. Er/sie ist das einzige "Kleine" der Kolonie zog es zuviel Aufmerksamkeit der f├╝nf br├╝tenden Paare auf sich und musste daher aus der Anlage "gerettet " werden. Benannt wurde es "Filou".
Quelle:https://www.mrn-news.de/2022/12/21/landau-flamingokueken-filou-haelt-team-im-zoo-landau-in-der-pfalz-auf-trab-492013/
(23.12.2022, 11:39)
cajun:   Lassen wir neben den "Gro├čen" hier mal die "Zwerge" hervortreten. Leipzig meldet Nachzucht bei den Zwergflamingos:

"Tierisch niedlicher Nachwuchs im Leipziger Zoo: Gleich zwei Flamingo-K├╝ken sind in der vergangenen Woche geschl├╝pft!
"Kleine Zwerge bei den Zwergflamingos", wurde die freudige Nachricht am Dienstag auf der Facebook-Seite des Zoos verk├╝ndet. Dazu gab's ein Bild von einem der Babys - Schnabel an Schnabel mit einem Artgenossen.
Die Jungtiere seien nach einer Brutdauer von etwa 28 Tagen zur Welt gekommen.
Auch wenn es in Hinblick auf die Neugeborenen vermutlich besonders schwerf├Ąllt: Die Pfleger m├╝ssen derzeit noch auf Besuche im Innengehege verzichten - "um die V├Âgel m├Âglichst wenig zu st├Âren", wird in dem Posting erkl├Ąrt.
Dennoch: Geduldige Zoo-G├Ąste k├Ânnten die Kleinen schon zu Gesicht bekommen.
Quelle:https://www.tag24.de/leipzig/zoo-leipzig/ein-suesser-kleiner-federball-zwergflamingo-babys-im-leipziger-zoo-2342343
(24.02.2022, 14:22)
Michael Mettler:   @Hannes: Aus dem Cracid Breeding Centre in Belgien. Neben der Rosaflamingogruppe war mindestens auch die der Kubaner im Vogelpark auf ├Ąhnliche Weise und gleicher Quelle aufgestockt worden, bei den Chilenen bin ich mir nicht sicher. Seitdem gibt es ├╝brigens auch keine (unter-)art├╝bergreifende Vergesellschaftung von Flamingos mehr in Walsrode.
(08.08.2014, 10:01)
Hannes L├╝ke:   Woher kamen den die 200 Flamingos?
(08.08.2014, 09:06)
Michael Mettler:   Walsrode meldet einen sensationellen Zuchterfolg. Nachdem die vorher kleine Gruppe der Rosaflamingos vor vier Jahren durch Hinzunahme von fast 200 Artgenossen aufgestockt wurde, sind in der aktuellen Brutsaison erstmals bislang 40 (!) Jungv├Âgel geschl├╝pft - und weitere Nester werden noch bebr├╝tet.

Im Hinblick darauf, dass in vielen Zoos die Nachzuchtergebnisse bei Flamingos d├╝rftig sind, die Nachfrage in der Zoowelt die Nachwuchszahlen bei weitem ├╝bersteigen soll und viele Altv├Âgel dieser Bezeichnung alle Ehre machen d├╝rften (als langlebige Tiere stammen viele Flamingos bestimmt noch aus Jahrzehnte zur├╝ckliegenden Wildimporten), sollte der Walsroder Erfolg einen Denkansto├č liefern, ob man nicht Flamingokolonien zuk├╝nftig deutlich gr├Â├čer planen bzw. Kleinkolonien zu gro├čen zusammenbringen sollte. Immerhin sollte das Ziel eines sich selbst erhaltendes Bestandes auch bei solchen Tieren wichtiger sein als der Zierwert. Noch immer aber werden in einigen Zoos sogar artlich gemischte Kleingruppen gehalten (spontan fallen mir Dortmund und Osnabr├╝ck als Negativbeispiele ein), und selbst manche Gro├čgruppe besteht noch aus mehr als einer Art.

Hannover z.B. h├Ąlt zwar rund 100 Flamingos zusammen, verzeichnet aber nur vereinzelte Zuchterfolge. Die Gruppe besteht aus Chile- und Rosaflamingos, einem einzelnen uralten (Wildfang-)Kubaner und einer Handvoll Hybriden, die ebenfalls schon aus Zeiten vor dem Zooumbau stammen. Die urspr├╝nglich f├╝r die Anlage am Sambesi geplante Komplettumstellung auf Rosaflamingos scheiterte damals daran, dass nicht gen├╝gend V├Âgel aufzutreiben waren (einige wurden sogar aus S├╝dostasien geholt); so blieb die Geschichte letztlich auf halbem Wege stecken. Es w├Ąre ├╝brigens interessant zu wissen, ob eine gemischte Haltung zu geringeren Brutergebnissen f├╝hrt.

Dabei w├Ąren allein durch Ringtausch schon innerhalb Deutschlands Zusammenf├╝hrungen an gro├čgruppengeeigneten Pl├Ątzen m├Âglich (den Gedanken hatte ich ja vor langer Zeit schon mal ge├Ąu├čert). Analog zur Vorgehensweise im Giraffen-EEP k├Ânnte man in gleichem Zug die Hybriden aus den Gruppen herausnehmen und zu eigenen Gruppen zusammenstellen, in denen die Fortpflanzung unterbunden wird. Damit lie├čen sich dann auch manche jener Zoos best├╝cken, die nur Kleingruppen unterbringen k├Ânnen (oder wollen).

Wenn sich die Zoos nicht um mehr Nachhaltigkeit bei der Flamingohaltung bem├╝hen, k├Ânnte es in nicht allzu ferner Zukunft eine gro├če "Aussterbewelle" geben, wenn die biologische Uhr der in den 50er bis 70er Jahren importierten Altbest├Ąnde abl├Ąuft. (V├Âgel aus diesen Zeiten br├╝ten in manchen Zoos noch, ich erinnere mich an ver├Âffentlichte Beispiele aus Basel!) Und dann w├╝rde es erst recht schwierig werden, Gro├čkolonien zusammenzustellen.
(08.08.2014, 08:32)
Michael Mettler:   Vielleicht war dieser Flamingo eigentlich sogar noch ├Ąlter? Falls er nicht gerade im Jugendgefieder importiert worden sein sollte, d├╝rfte man sich mit der Alterseinsch├Ątzung in den 30er Jahren noch schwer getan haben, denn gez├╝chtet wurden Flamingos damals noch nicht.

Mir fiel noch ein, dass in den genannten Zeitraum auch die Aufl├Âsung des alten Hamburger Zoologischen Gartens fiel, somit k├Ąmen mindestens zwei Hamburger Bezugsquellen in Betracht.
(02.02.2014, 10:21)
Michael Mettler:   Zwar nicht in, aber vielleicht urspr├╝nglich aus einem deutschen Zoo: In Adelaide ist ein Rosaflamingo von seinen Altersleiden erl├Âst worden, der 83 Jahre alt geworden ist und laut Kurzmeldung in unserer Tageszeitung in den 1930er Jahren aus Hamburg (also wohl von Hagenbeck?) nach Australien geliefert wurde.

http://www.adelaidenow.com.au/news/south-australia/greater-the-83yearold-adelaide-zoo-flamingo-dies/story-fni6uo1m-1226814727621
(01.02.2014, 19:52)
Michael Mettler:   Mir ist noch ein m├Âglicher weiterer Grund eingefallen, warum Flamingos in Zoohaltung offenbar dazu neigen, f├╝r ihre Nistpl├Ątze "Schutz von oben" zu suchen (zumindest, wenn sie die M├Âglichkeit dazu haben) und damit eine Form von Probleml├Âsungsverhalten zeigen. Vielleicht ist es gar nicht die Feindabwehr, sondern Regenschutz...?

Die Nistkegel bestehen immerhin aus einem Material, das bei anhaltendem Regen wieder zu Schlamm zerflie├čen kann. Ich meine auch schon mal gelesen zu haben, dass bei pl├Âtzlichen Regeng├╝ssen (die einen Nisth├╝gel evtl. nicht sofort zerst├Âren, wenn er vorher von der Sonne "hart gebrannt" wurde) Flamingo-Eier in den Nistmulden "ertrunken" sind. Und nun fiel mir auf, dass doch die nat├╝rlichen Brutgebiete nicht so wechselhaftes Wetter haben wie wir hier in Mitteleuropa, sondern im Extremfall Regen- und Trockenzeiten; ich nehme an, frei lebende Flamingos br├╝ten aus den genannten Gr├╝nden in letzteren...?

M├Âglicherweise w├Ąre das eine Erkl├Ąrung, warum es in manchen Jahren und/oder bei manchen Kolonien mit der Brut nicht l├Ąuft. Vielleicht w├Ąre es mal einen Versuch wert, ├╝berdachte Nistfl├Ąchen (Glasd├Ącher) anzubieten.
(14.10.2011, 13:48)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Den Gedanken hatte ich zwar auch schon, aber selbst bei den Federn nahe verwandter Formen ist die Einlagerung von Carotinoiden unterschiedlich wirksam/unwirksam, siehe Roter und Wei├čer Sichler, und bei den besagten H├╝hnern las ich nichts davon, dass bei Maisf├╝tterung auch eine gelbe bzw. rote Gefiederfarbe intensiver wird.

Gelbe Farbstoffeinlagerung in Schuppen soll ├╝brigens auch bei Reptilien vorkommen, deren K├Ârperbedeckung ja stammesgeschichtlich mit jener der V├Âgel eng verwandt ist. So soll z.B. der Smaragdwaran von der Pigmentierung her so t├╝rkisblau sein, wie man ihn in manchen Haltungen sieht, und nur durch Einlagerung einer transparenten Gelbschicht in den Schuppen soll der namensgebende gr├╝ne Eindruck entstehen (Blau + Gelb = Gr├╝n). Auch manchen Vogelarten scheint es bei Zoohaltung an bestimmten gelben Farbstoffen zum Einlagern ins Federkleid zu fehlen, so dass sie wie der Smaragdwaran im Zoo eher bl├Ąulich als gr├╝n sind bzw. die urspr├╝nglich gr├╝ne F├Ąrbung zu bl├Ąulicher "ausbleicht" - ich denke da z.B. an Todis und Papageibreitrachen.

Aber das ist nat├╝rlich eigentlich ein ganz anderes Thema ;-)
(06.09.2011, 19:57)
WolfDrei:   @MM: "evolutionsbiologisch" sind "Beinschuppen" und Federn mehr oder wenig identisch - warum also nicht?
(06.09.2011, 18:44)
Michael Mettler:   @Joop Treep: Bez├╝glich der Falschf├Ąrbung - hat die Ern├Ąhrung von Zooflamingos mit Carotinoiden eigentlich auch Einfluss auf die F├Ąrbung der Beine? Mir sind schon ├Âfter Flamingos aufgefallen, die zwar insgesamt wie Chilenen wirkten, aber nicht deren typische Beinf├Ąrbung (grau mit roten Gelenken und F├╝├čen) zeigten, da die eigentlich grauen Bereiche r├Âtlich waren (wenn auch heller als Gelenke und F├╝├če).

Bisher hatte ich solche Tiere immer als Hybriden mit Kuba- oder Rosaflamingo verd├Ąchtigt. Nun las ich aber k├╝rzlich, dass Z├╝chter von Rasseh├╝hnern durch die Verf├╝tterung von Mais (auch darin ist ein Carotinoid enthalten) die gelbe F├Ąrbung der Beine ihrer Ausstellungsexemplare intensivieren bzw. bei Rassen, bei denen eine blassere Beinf├Ąrbung idealisiert wird, die Maisf├╝tterung rechtzeitig vor der Schausaison absetzen. K├Ânnen auch Flamingos Farbstoffe in den Beinen einlagern?
(06.09.2011, 16:19)
th.oma.s:   dresden hat dieses jahr 7 kubaflamingos aufgezogen (ca. 70 altv├Âgel, ca. 14 gelege
2011)
(06.09.2011, 15:27)
Alexander Fuchs:   Ja sind sie...
(06.09.2011, 14:35)
Bj├ÂrnN:   Sind die Schwarzenten noch bei den Zwergflamingos? Habe diese seit letztem Sommern icht mehr gesehen...
(06.09.2011, 14:11)
Alexander Fuchs:   Mir ist aufgefallen das Flamingos auf Inseln besser br├╝ten als auf Festland. Vielleicht sind sie dadurch nicht so stre├čanf├Ąllig und ist Fuchssicher. Die Zwergflamingos im Zoo Leipzig werde h├Ąufig von den Schwarzenten attackiert und vielleicht ist es dadurch nur bis jetzt zu einer Nachzucht gekommen.
(06.09.2011, 07:23)
Joop Treep:   Einige Bemerkungen:
- Der europ├Ąische Verband von zoologischen G├Ąrten EAZA strebt schon seit vielen Jahren an dass Phoenicopterus-Flamingos nur noch in artreinen Gruppen gehalten werden sollen wegen der Gefahr der Hybridisation zwischen den drei nahverwandten Arten dieser Gattung.
- Es bestehen keine Beschwerde gegen Biotopgerechte Mischhaltungen von z.B. Kleinen Flamingos (Gattung Phoeniconaias) und Groβen Flamingos (Phoenicopterus roseus), oder Chileflamingos mit Andenflamingos und Jamesflamingos.
- Es haben schon viele Austausche zwischen Zoos stattgefunden; f├╝r hybride Flamingos gibt es in verschiedenen Zoos schon Sammelgruppen, z.B. in Zoo Overloon (NL) und Zoo Besan├žon (F).
- Die Reproduktion der in Gefangenschaft gehaltenen Flamingos ist j├Ąmmerlich niedrig. Es besteht eine groβe Nachfrage an Phoenicopterus-Flamingos aber weitere Wildf├Ąnge werden immer weniger akzeptiert. Meiner Meinung nach sollen deswegen Zoos sich auf nur eine Art beschr├Ąnken und diese halten in brutf├Ąhigen Gruppen (gute Verteilung M├Ąnnchen-Weibchen und gute Altersaufbau) in bed├╝rfnisgerechten Gehegen wo die Tiere die M├Âglichkeit haben werden sich zu reproduzieren. Die meisten Busucher sehen wahrscheinlich die Unterschiede doch nicht und werden die andere Arten nicht vermissen. Das soll auch gelten f├╝r Zoo Berlin (wo die Flamingos in unw├╝rdigen Gehegen gehalten werden!). Ich bin der Meinung dass nur Slimbridge (UK), wo Flamingos langj├Ąhrig tiefgehend wissenschaftlich studiert werden das Recht haben soll alle sechs Arten zu halten.
- Viele Flamingos zeigen in Zoos ÔÇ×falscheÔÇť F├Ąrbungen vor. Der Grund daf├╝r ist die h├Ąufige Verabreichung von Karotenoiden im Futter. Es nimmt einige Zeit um die richtige Menge dieser Stoffen auszufinden. Auch bei freilebenden Flamingos sind Unterschiede in der F├Ąrbung festzustellen. Die sind auch saisonsgebunden; w├Ąhrend der Baltz werden Schmuckfeder geformt und machen die Flamingos mit rotgef├Ąrbtem Analdr├╝senfett das Gefieder noch f├Ąrbiger um damit m├Âgliche Partner zu imponieren. Dieses Benehmen kann man beobachten bei den Flamingos der freilebende westeurop├Ąische Phoenicopterus-Mischpopulation die im Zwillbrocker Venn (westl. M├╝nsterland) schon seit 30 Jahren ihre Brutkolonie hat.

(05.09.2011, 21:58)
Michael Mettler:   Wie schon in Hannover-Thread erw├Ąhnt haben sich die brutwilligen Flamingos der hiesigen Kolonie in diesem Jahr an einen nicht gerade arttypischen Platz zur├╝ckgezogen, n├Ąmlich an und in ein dichtes Bambusdickicht im Hintergrund ihrer Anlage - vermutlich, um St├Ârungen durch Kr├Ąhen zu vermeiden. Bemerkenswert dabei ist nicht nur, dass mehrere Paare ├í la Rohrdommel zwischen die Bambushalme vorgedrungen sind, sondern dass die V├Âgel sich unter diesen Umst├Ąnden (wegen der Bambuswurzeln nur wenig lockerer Bodengrund zur Verf├╝gung) teilweise auch mit niedrigen Nisth├╝geln zufrieden geben, in diese aber auch pflanzliches Nistmaterial eingearbeitet haben.
(21.07.2011, 16:20)
Michael Mettler:   In einem Artikel im Erfurter ZOOPARKFREUND 2/2009 ├╝ber die Er├Âffnung der Flamingoanlage findet sich der interessante Hinweis, dass "auf unserem Kontinent derzeit 2.000 Flamingos gesucht werden" und deshalb der nachzuchtwunsch in Erfurt gro├č ist. Offenbar l├Ąsst sich also der Bedarf an Zooflamingos noch lange nicht durch Nachzucht decken.
(11.06.2011, 14:42)
Michael Mettler:   In Walsrode gibt es nun keine Gemeinschaftshaltungen unter Flamingos mehr. Nachdem schon im letzten Jahr die Gruppe der Rosaflamingos mit weit ├╝ber hundert Neuzug├Ąngen aufgestockt wurde, kamen nun auch noch ├╝ber hundert zus├Ątzliche Kubaflamingos in den Bestand. Die gro├če Flamingolagune wurde mit einem Zaun geteilt; das linke Drittel (das ja auch fr├╝her ├╝ber lange Zeit eine eigene Anlage war) wird nun von den Kubanern bewohnt, der Rest von den Chilenen. Alle neuen Kubaner sind noch blass gef├Ąrbt und auch im Verhalten gut von der kleinen, intensiv gef├Ąrbten Altgruppe unterscheidbar, da sie sich bei St├Ârung sofort eng zusammenschlie├čen und Zuflucht im Teich suchen. Die Alteingesessenen bleiben w├Ąhrenddessen "cool" und widmen sich auch dann weiter dem Brutgesch├Ąft. Etwas unruhiger sind die Chilenen, von denen einige V├Âgel heute beharrlich den neuen Zaun nach einer L├╝cke absuchten - immerhin sind sie jetzt von ihrem gewohnten Brutareal, das in der jetzigen Kubaner-Anlage liegt, abgeschnitten, und es war auch noch mindestens ein Chilene auf der falschen Seite (m├Âglicherweise ├╝ber den Zaun geflattert), so dass eines der auf der "richtigen" Seite den Zaun entlang irrenden Tiere vielleicht dessen Partner war.
(04.06.2011, 21:47)
Henry Merker:   @J├Ârn Hegner:
Ich vermute, dass man die beiden genannten Flaminogoarten nicht in ausreichend gro├čer Anzahl importiert hat. Zudem wurden sie nicht ├╝berall gez├╝chtet, wo sie gehalten worden waren bzw. wenn, dann nicht in ausreichend gro├čer Zahl, um Tochtergruppen aufzubauen.
(03.05.2011, 22:45)
Michael Mettler:   @Oliver M├╝ller: Gibt es, wie der Blick auf die Beinf├Ąrbung oft offenbart, auch wenn der Rest sehr "chilenisch" wirkt; ebenso Rosa- x Kubaflamingo. Ob das allerdings alles schon "Altbest├Ąnde" sind oder auch noch neue Mischlinge entstehen, wei├č ich nicht. In Hannover befinden sich vier (dem Aussehen nach) Mischlinge in der Kolonie und ich hatte mal nachgefragt, was eigentlich passieren w├╝rde, wenn die br├╝ten wollen - da war die Antwort: Wir w├╝rden ihnen die Eier wegnehmen. Zumindest hier w├Ąre also die Weitervermehrung von Hybriden offenbar unterbunden, aber trotzdem finde ich es nicht gut, dass noch immer gemischte Gruppen gehalten werden. ├ťber Ringtausch w├Ąre das m.E. relativ einfach zu beheben (zumal manche Zoos eh geografische Schwerpunkte mit teilweise "falschen" Flamingos besetzt haben) und auch sicher eine M├Âglichkeit zu finden, s├Ąmtliche Mischlinge und "Verd├Ąchtigen" irgendwo in Haltungen ohne Brutm├Âglichkeit zu vereinen, aber dazu m├╝sste bei den betreffenden Zoos erst mal Interesse bestehen...
(03.05.2011, 20:58)
Oliver M├╝ller:   Wie rein werden die Flamingo(unter-)arten eigentlich in Zoos gez├╝chtet? In vielen Zoos werden mehrere Flamingoarten zusammen gehalten oder zumindest sind z.B. unter den einzig ausgewiesenen Chileflamingos dann auch einige Exemplare, die verd├Ąchtig nach Rotem Flamingo aussehen. Da gibt es doch bestimmt auch jede Menge Mixe...
(03.05.2011, 19:04)
J├Ârn Hegner:   warum gibt es heute eigentlich nur noch wenig zoos mit diesen wunderbaren anden- und jamesflamingos aus s├╝damerika . andenflamingos gibt es zur zeit in den zoos von berlin und wuppertal . jamesflamingos gibt es nur im zoo berlin . ansonsten der vogelpark walsrode hatte fr├╝her alle sechs flamingoarten .
(10.11.2008, 18:46)
Michael Mettler:   Ist zwar nicht Deutschland, aber wenigstens noch im Sprachraum: Laut Sch├Ânbrunner Tiergarten-Journal vom Juni 2008 hatte Wien bis zu diesem Zeitpunkt schon 17 diesj├Ąhrige Jungflamingos. Zwar ist die Form nicht angegeben (Wien h├Ąlt Rosa- und Kubaflamingos), aber die Zahl ist schon sehr beachtlich!
(21.10.2008, 23:02)
nurmichael:   @ Michael Mettler, ich gebe Ihnen v├Âllig Recht und der Zoo Berlin h├Ąlt jetzt schon eine Gruppe die aus eigenen Andenflamingos und den Tieren des Tierparks Berlin besteht (s.u.). Meine Bemerkung richtete sich auf den Begriff des Einsammelns von Tieren. Der Zoo Berlin ÔÇ×genie├čtÔÇť ja den Ruf eines Sammlerzoos, der von vielen Teilnehmern hier im Forum doch mit einigem Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen wird. Gegen die Sammlung von Einzeltieren zu einer wohlm├Âglich z├╝chtenden Gruppe ist wahrlich nicht viel zu argumentieren.
(17.10.2008, 21:35)
Michael Mettler:   @nurmichael: Wieso? Berlin h├Ąlt doch eine Gruppe Andenflamingos und hat vereinzelt Zuchterfolge. Da w├Ąre es doch eine gute Sache, den Trupp mit dem Einzeltier aus Schweden um ein potenzielles Zuchttier zu vergr├Â├čern. In Eskilstuna kann dieser Flamingo jedenfalls nicht viel mehr tun als dekorativ in der Gegend rumzustehen (vermutlich zwischen artfremden Flamingos).
(17.10.2008, 21:20)
nurmichael:   Wobei wir mit dem Einsammeln wieder bei Geheimrat Heck w├Ąren.
(17.10.2008, 21:11)
Michael Mettler:   Laut ISIS steht ein einzelner Andenflamingo im schwedischen Eskilstuna - auch das w├Ąre ein Kandidat zum "Einsammeln"...
(17.10.2008, 21:07)
nurmichael:   Wenn das was ich hier lese richtig sein sollte, ist das auch ein Beleg daf├╝r, dass Mitteilungen aus dem Zoo Berlin mit einer gewissen Vorsicht zu beurteilen sind. Dabei frage ich mich allerdings, warum ein ÔÇ×l├Ąngst verstorbenerÔÇť Wuppertaler Jamesflamingo noch als existent beschrieben wird, w├Ąhrend die drei offenbar lebenden Jamesm├Ąnnchen in Slimbridge gar nicht erw├Ąhnt werden. Um deren Umsiedlung nach Berlin k├Ânnte man sich dort ja - zumindest mit guten Argumenten - bem├╝hen.
(17.10.2008, 20:53)
Michael Amend:   Ich k├Ânnte mir durchaus vorstellen, das beide Arten noch privat gehalten werden.
(16.10.2008, 17:47)
IP66:   Ich w├╝rde die Tiere in Wuppertal zwar sehr vermissen, hielte eine Verlagerung aber f├╝r n├╝tzlich - zumal man im bergischen Zoo ja auch Anspruch auf eine erste Satellitengruppe erheben k├Ânnte, falls sich die Tiere schwungvoller fortpflanzen als bislang.
(16.10.2008, 14:15)
Jana:   Neben Berlin leben James-Flamingos auch noch in Slimbridge/UK, zusammen mit Anden und Chile-Flamingos. Ich habe relativ aktuelle Fotos von ihnen gesehen, laut ISIS gibts da aber nur noch 3,0.
(16.10.2008, 13:33)
Michael Mettler:   Meines Wissens hatte dieses Paar doch sogar einmal vor Jahren Nachwuchs? Dennoch: Sie in eine Gruppe mit Artgenossen einzugliedern statt sie als "Exoten" in einer gemischten Gruppe zu halten, f├Ąnde ich sinnvoller.
(16.10.2008, 13:17)
IP66:   Der James-Flamingo in Wuppertal lebt schon lange nicht mehr. Hingegen sollen die Andenflamingos vor einiger Zeit unbefruchtete Eier gelegt haben.
(16.10.2008, 10:27)
Michael Mettler:   Wobei ich mich frage, warum der "Uraltvogel" nie nach Berlin abgegeben wurde (unabh├Ąngig davon, ob er jetzt noch lebt oder nicht). Schlie├člich ist es doch bekannt, dass Flamingos sehr alt werden, und wenn in Basel ein Flamingo noch mit ├╝ber 60 Jahren am Brutgeschehen teilgenommen hat, dann sollte man doch auch ein wenig Hoffnung in "uraltes" Zuchtpotenzial setzen. Das sehe ich f├╝r die Wuppertaler Andenflamingos genauso.
(16.10.2008, 09:50)
Michael Amend:   Ich glaube, das der Jamesflamingo in Wuppertal nicht mehr lebt.
(16.10.2008, 06:36)
nurmichael:   Ich hatte in diesem Thread vor einigen Monaten die Frage nach Haltungen von James- und Andenflamingos au├čerhalb Berlins gestellt. Au├čer dem Hinweis auf zwei ├Ąltere Exemplare des Andenflamingos in Wuppertal gab es keine konkreten R├╝ckmeldungen. In der Pressemitteilung des Berliner Zoos habe ich jetzt erst entdeckt, dass die Art Jamesflamingo mit dem diesj├Ąhrigen Juntier in Berlin (Zoo) in sieben Exemplaren plus einem ÔÇ×UraltvogelÔÇť in Wuppertal die einzigen au├čerhalb S├╝damerikas sein sollen.
(15.10.2008, 20:39)
Michael Mettler:   Auch wenn es nicht Deutschland ist, wollte ich nun gerade vermelden, dass ich in Antwerpen einen frisch geschl├╝pften Kubaflamingo in einer Gruppe von nur etwa einem Dutzend V├Âgeln gesehen habe - da belehrt mich ein Blick auf die HP des Zoos, dass das Paar ein untergelegtes Chileflamingo-Ei aus Planckendael (die dortige Gruppe ist auch nicht gr├Â├čer) ausgebr├╝tet hat, da die eigenen Eier immer unbefruchtet waren. Womit aber immerhin bewiesen w├Ąre, dass beide Arten auch in Kleingruppen in Brutstimmung kommen k├Ânnen.
(02.08.2008, 23:36)
Michael Mettler:   Flamingos setzen mich bei der Wahl ihrer Nistpl├Ątze immer mal wieder in Erstaunen. In Hannover hat sich nun endlich mal wieder eine Brutgemeinschaft formiert, und was haben sich die V├Âgel auf der ihnen reichlich zur Verf├╝gung stehenden Fl├Ąche als Nistplatz ausgesucht? Ein kleines Bambusdickicht dicht am Besucherweg (siehe Foto). Statt sich andernorts aus feinem Lehm H├╝gel zu formen, haben die Brutpaare das relativ grobe Pflanzsubstrat unter den Bambussen hervorgegraben, und ein Paar hat sein Nest sogar mitten ins Dickicht hinein gebaut. Das haben die sich wohl von den allgegenw├Ąrtigen Teichh├╝hnern abgeguckt :-)
(28.06.2008, 23:13)
th.oma.s:   dresden hat es so gemacht, m├╝nchen wohl auch...
(06.05.2008, 21:21)
Michael Mettler:   ...und zwar eine artenreine. Was macht denn ein Einzelvogel in einem art-/unterartfremden Schwarm? Er verpaart sich notgedrungen fremd - und das ist ja nun nicht Sinn der Sache.

Ich bleibe bei meiner Meinung: Man sollte einen gro├č angelegten Ringtausch machen, um artenreine Gruppen zu bilden, und alle V├Âgel, die als Hybriden bekannt oder verd├Ąchtig sind, irgendwo zusammenfassen (je nach Zahl auch an verschiedenen Orten), wo ihre Weitervermehrung unterbunden wird - also so, wie man es mit den Varis gemacht hat.
(06.05.2008, 21:18)
Hannes L├╝ke:   Ich frage mich dabei aber auch immer wie es mit der intgration in der Gruppe aussieht. Wenn das ganze als Gruppe funktioniert und sich alle ganz nat├╝rlich verhalten k├Ânnen ist so ein tausch recht sinnlos, wobei ja bei flamigos eine Zucht noch immer sehr w├╝nschenswert ist...
(06.05.2008, 19:56)
Michael Mettler:   In Osnabr├╝ck durfte ich in Sachen Flamingos mal wieder den Kopf sch├╝tteln: Zwischen den Kubanern und Chilenen steht ein einzelner Rosaflamingo, w├Ąhrend in Hannover zwischen den Chilenen und Rosaflamingos ein einzelner Kubaner steht. Angesichts diverser Tiertransporte zwischen den beiden Zoos (zuletzt Kleine Kudus und Bl├Ąssb├Âcke aus H nach OS) h├Ątte man die beiden l├Ąngst mal als Beipack mitnehmen und austauschen k├Ânnen.
(06.05.2008, 19:20)
IP66:   Mich hat schon gewundert, weshalb so langlebige Tiere wie Flamingos anders als die h├Ąufigeren Kranicharten nicht als Restbestand in manchem Zoo stehen - vermutlich kann man die Tiere leichter in gr├Â├čere Kolonien abgeben als andere Stelzv├Âgel, aber jetzt ist ein Beispiel f├╝r solch einen Restbestand gefunden.
(11.02.2008, 17:36)
Michael Mettler:   Anbei ein Foto der GESAMTEN Flamingo"kolonie" im Tierpark Essehof bei Braunschweig. Das Faltblatt des Parks, auf dessen Titel zwei Chileflamingos abgebildet sind, verspricht also nicht zuviel....
(11.02.2008, 15:17)
Michael Mettler:   P.S., um Korrekturen vorzubeugen: Mir ist klar, dass die Tiere im Hintergrund meines Fotos keine Nilg├Ąnse, sondern Kormorane sind :-) Das Bild entstand einige Augenblicke nach dem Ausruf des Kindes von einer anderen Stelle aus, da ich erst mal eine freie Fotoschneise im Schwarm finden musste.
(26.01.2008, 19:25)
Michael Mettler:   Der Ausruf eines Kindes "Guck mal, Papa, die haben ein Baby" lie├č mich heute etwas irritiert in den hannoverschen Flamingoschwarm schauen - meinte das Kind etwa die Nilgans im Hintergrund...? Nein! Was mir bisher nie aufgefallen ist (unter rund hundert Flamingos wohl verzeihlich): Es gibt hier einen Zwerg-Flamingo - der Bindestrich ist Absicht, denn es handelt sich um einen "Dackel-Chilenen". Siehe Foto!
(26.01.2008, 19:17)
IP66:   In Salzburg stehen auch noch zwei Zwergflamingos in der neuen Anlage!
(03.09.2007, 19:54)
Michael Mettler:   Ist zwar gerade so eben nicht mehr Deutschland, geh├Ârt aber unbedingt in den Flamingo-Thread: Laut "Zoo Basel Magazin" 1/2006 entstammt einer der Rosaflamingos der Baseler Zuchtgruppe noch einem Import von 1938! Diese Henne beteiligt sich erst seit zehn Jahren (!!) nicht mehr am Brutgesch├Ąft, w├Ąhrend ein aus dem gleichen Import stammender Hahn "k├╝rzlich" w├Ąhrend des Br├╝tens (!!!) starb.
(02.09.2007, 15:11)
IP66:   K├Ânnte es sein, da├č der Kuba-Flamingo in Kleingruppen leichter br├╝tet als die anderen Arten?
(09.02.2007, 18:21)
Michael Mettler:   Auf Galapagos existiert eine kleine Population von Kubaflamingos (die ja ungeachtet ihres Namens nicht nur auf Kuba leben), die sich im Brutverhalten deutlich von anderen Kubanern unterscheidet, weil sie in Kleingruppen lebt und br├╝tet. F├╝r diese Population wurde sogar schon der Status einer eigenen Unterart diskutiert. Da sie mit gr├Â├čter Wahrscheinlichkeit von Festlandsv├Âgeln abstammt, gibt es nur zwei M├Âglichkeiten: Entweder haben sich damals die versprengten Exemplare auf Galapagos daran angepasst, auch ohne den Anreiz einer Gro├čgruppe in Brutstimmung zu kommen, oder es gab auch schon vorher (und gibt vielleicht auch heute) in den anderen Populationen V├Âgel, die weniger "massenabh├Ąngig" waren/sind und die zuf├Ąllig nach Galapagos verschlagen wurden. Oder eben in einen Zoo, dem dann die Zucht in Kleingruppe gl├╝ckte, und alles r├Ątselte ├╝ber das Warum.... Soviel zur innerartlichen Variabilit├Ąt, auch bei Verhaltensweisen :-)
(08.02.2007, 18:17)
Hannes:   Es ist ja auch so das Flamingos haupts├Ąchlich schwierig in der F├╝tterung sind aber das Zeug kann man mittlerweile abgepackt kaufen.
Ein weitere schwierigkeiten sind schwer zu definieren weil es viele ausnahmen gibt (Gruppengr├Â├če etc.)

(08.02.2007, 15:23)
Tim Ziesmann:   Ich denke da ├Ąhnlich!

Warum bei solchen Arten, wie den gr├Âsseren Flamingoarten und vll noch den Zwergflamingos,sp├Ąter irgendwann auf Wildf├Ąnge zur├╝ckgreifen, wo wir doch zur Zeit gen├╝gend Tiere in menschlicher Obhut haben um die Populationen langfristig aufrecht zu erhalten?

Sogar in Privathand werden Flamingos schon nachgez├╝chtet!
(08.02.2007, 12:26)
IP66:   Ich habe halt die Erfarung gemacht, da├č Herr Nogge ziemlich zu seiner Amtszeit und wohl auch gegen einige Widerst├Ąnde die Rosaflamingos aus einer gemischten Gruppe isoliert und auf einen anderen Teich gesetzt hat und danach bei den ausgesiedelten V├Âgeln kein Bruterfolg mehr zu erzielen war. Die Teilung in Duisburg - Kubaner alleine, Chilenen und Rosane zusammen - scheint dagegen funktioniert zu haben, obgleich erstere mit R├Âtelpelikanen zusammen leben und wahrlich nicht viel Land zur Verf├╝gung haben. Ich sehe bei den gro├čen Flamingoarten aber recht wenig Zuchtnotwendigkeiten und habe schon viele Freiflugr├Ąume und Sammelvolieren erlebt, in denen viel seltenere Arten mit weniger Zuchtchancen gelebt haben - was ja nicht hei├čt, da├č Herrn Mettlers Idee nicht generell und auf lange Sicht sehr vern├╝nftig w├Ąre.
(08.02.2007, 12:19)
Michael Mettler:   @Ollo: Andererseits sind Flamingos sehr langlebige V├Âgel, und somit bestehen eben auch manche Mischgruppen eben schon sehr lange. In den Kleinparks d├╝rfte es eine gro├če Rolle spielen, dass der Bau eines Nacht- und Winterquartiers f├╝r eine Gro├čgruppe Flamingos sehr teuer ist, ohne zus├Ątzliche Schauwirkung zu erzielen. Ganz verzichten will man aber auf die Farbtupfer auch nicht, also wird es dann eben das ber├╝hmte halbe Dutzend. Wobei es durchaus Ausnahmen gibt: Der Tierpark Th├╝le schaffte sich z.B. f├╝r eine neu errichtete Flamingo-Anlage ├╝ber vierzig Zwergflamingos an - die scheinen also auch billiger zu sein als die Gro├čen....
(07.02.2007, 23:52)
Ollo:   Aus DM-Zeiten habe ich noch den Betrag 4.000 DM im Kopf. In der Ausverkaufsliste des Vogelparks Metelener Heide waren die Flamingos mit die teuersten V├Âgel.
(07.02.2007, 23:36)
Carsten:   @ Ollo: Ich bin da nicht so im Bilde, was kost den so ein Flamingo?
(07.02.2007, 23:34)
Ollo:   Man kann doch schon sagen, da├č es "zu wenig" Flamingos in den Zoos gibt, denn erstens scheint es ja zeitweise bei bestimmten Formen einen Engpa├č zu geben (mit der Folge Mischgruppe), und zweitens sind in den kleineren Parks wohl deshalb die uns├Ąglichen Dreier- und Vierergruppen zu sehen, weil man die horrenden Preise f├╝r diese V├Âgel nicht aufbringen kann. Und diese Preise m├╝ssen ja auch eine Ursache haben.
(07.02.2007, 23:32)
Michael Mettler:   Vermutlich auch, weil die Handaufzucht von Flamingos sehr schwierig sein soll. Zumindest wurde das mal in den Wuppertaler Jahresberichten erw├Ąhnt, weil dort eben genau diese Sensation gelang.

Aber das Problem ist ja nicht, dass es zu wenig Flamingos in den Zoos gibt, sondern dass sie ├╝berwiegend "falsch" verteilt sind (und dies viele Zoos nicht zu interessieren scheint). Gerade bei Vogelarten in Gemeinschaftsanlagen - ob Teich, Wiese oder Voliere - ist ja sehr h├Ąufig zu beobachten, dass dort Einzeltiere oder "Reste" gehalten werden, zu denen man bewusst keine Artgenossen (mehr) holt, die man aber auch nicht abgibt, sofern es andere Halter gibt. Spricht nicht f├╝r eine besondere Wertsch├Ątzung solcher "Zierv├Âgel" in den betreffenden Zoos.
(07.02.2007, 23:22)
Ollo:   Wie in Fernsehdokumentationen zu sehen, verenden in Afrika oft Flamingok├╝ken auf den Wanderungen, weil sich bei ihnen getrockneter salziger Schlamm am Bein festklebt. Ich frage mich, warum diese K├╝ken nicht gerettet und in den Export gelangen k├Ânnen.
(07.02.2007, 23:08)
Michael Mettler:   @Ollo: Ich w├╝rde noch einen Schritt weiter zur├╝ck gehen, um die Begr├╝ndung zu suchen. In den historischen Tagen der Zoos waren Flamingos in erster Linie Zierv├Âgel, die man h├╝bsch dekorativ in die Landschaft stellte. Diese Einstellung muss sich auch in den gro├čen Zoos sehr lange gehalten haben, denn vermutlich daraus ist die weit verbreitete Tradition entstanden, Flamingos als "Empfangskommittee" am Zooeingang unterzubringen. Und das waren oft Kleingruppen. Die kleineren Tierparks d├╝rften sich das abgeguckt haben und handhaben es trotz des Wissens um die "Mengenabh├Ąngigkeit" der Flamingos vielerorts noch heute so, Kleingruppen zu halten.

In den gro├čen Zoos spielte fr├╝her die Artensammelei mit Sicherheit eine Rolle f├╝r gemischte Gruppen, aber es wird auch zu Zeiten der Importe durchaus h├Ąufiger so gewesen sein, dass Verluste nicht durch gleichartige V├Âgel ersetzt werden konnten. Und damit die "Dekoration" nicht unvollst├Ąndig blieb, nahm man eben, was gerade auf dem Markt war. Zumal der farbliche Kontrast zwischen dem Rot der Kubaner, dem Rose der Rosaflamingos und der Zweifarbigkeit der Chilenen optisch seinen Reiz hatte.

Die heutige Mischhaltung in Hannover soll das Ergebnis einer fehlgeschlagenen Umstellung sein. Die Gruppe bestand bis zum Sambesi-Bau aus Chilenen und einem einzigen, letzten und sehr alten Kubaner - wobei ich wetten w├╝rde, dass einige der Chilenen nicht artrein sind. Es sollte wohl auf Rosaflamingos umgestellt werden, doch waren nicht gen├╝gend Tiere zu bekommen, um den gro├čen Schwarm 1:1 zu ersetzen bzw. nach den ersten erworbenen bzw. aus verschiendenen Richtungen zusammen gesammelten V├Âgeln versiegten die Bezugsquellen. Und da griff dann eben Punkt 1 von Ollo, n├Ąmlich die Einsicht, dass der Normalbesucher den Unterschied eh nicht honorieren w├╝rde - also blieb es bei der nun wieder aus drei Formen bestehenden Mischhaltung. Seitdem tut es mir jedesmal wieder weh, wenn ich bei einer Zootour irgendwo ein paar vereinzelte Rosaflamingos rumstehen sehe. (Daraus entstand ├╝brigens meine Idee zum "Flamingo Day".)
(07.02.2007, 22:58)
Ollo:   Wie ist es denn ├╝berhaupt dazu gekommen, da├č so oft gemischte Flamingo-Gruppen anzutreffen sind? Folgende M├Âglichkeiten fallen mir da ein:
1. Man wollte bewu├čt verschiedene Flamingoarten haben, um einen gr├Â├čeren Artenreichtum zu erreichen. Dies w├Ąre ein total absurder Grund, weil der normale Besucher da keine Unterschiede sieht.
2. Man hat die Tiere bewu├čt erworben, weil man eine bestimmte Gruppengr├Â├če erreichen wollte, jedoch zum jeweiligen Zeitpunkt keine Vertreter der richtigen Art zu bekommen waren.
3. Man hatte beim Einkauf nicht auf die Art geachtet, weil man glaubte, alle Flamingos ├╝ber einen Kamm scheren zu k├Ânnen. Das w├Ąre in meinen Augen skandal├Âs.
(07.02.2007, 22:11)
th.oma.s:   vor dem hintergrund eines wildvogelimportverbotes ist diesen ├╝berlegungen eigentlich nichts hinzuzuf├╝gen.
(07.02.2007, 20:50)
Michael Mettler:   @IP66: Brutpaare aus artgleichen Partnern sollten bei dieser Idee entweder gemeinsam umziehen oder - wenn zur "geplanten" Form geh├Ârend - im Zoo bleiben. Ich meinte es NICHT so, dass z.B. sieben "falsche" Flamingos aus einer artlich gemischten Gruppe auch noch auf drei Empf├Ąngerzoos verteilt , sondern als Siebenergruppe zu Artgenossen gesellt werden. Es ist nur eben schade, dass in manchen (meistens kleineren) Tierparks reinbl├╝tige Flamingos in Kleingruppen (oder sogar im Artenmix) stehen, ohne in Brutstimmung gelangen zu k├Ânnen, w├Ąhrend in manchen gr├Â├čeren Zoos mit kopfstarken Kolonien die Mischlingszucht in gewissem Sinne provoziert wird.
(06.02.2007, 15:18)
IP66:   Die Ringtausch-Idee finde ich nicht so glanzvoll, weil man dadurch viele Brutpaare auseinanderrei├čen w├╝rde, wom├Âglich auch reinrassige, wenn man die aneinander gew├Âhnten Kolonien auseinandernimmt. Ich f├Ąnde es sinnvoll, einfach beim Neuaufbau von Gruppen reinrassige Tiere zu verwenden und die Bastardgruppen an Ort und Stelle zu belassen - es sei denn, es handelt sich nur um einige wenige "Fremdv├Âgel".
(06.02.2007, 11:45)
Karsten Vick:   Ich hab in Rostock Flamingos gez├Ąhlt. 23 Chilenen auf der Stelzvogelwiese, 20 Kubaner auf ihrer Anlage am Rhododendronhain, keine Mischlinge. Bisher haben auch nur die Kubaner gez├╝chtet.
(05.02.2007, 22:47)
Michael Mettler:   Ich f├Ąnde es gut, wenn die Zoos durch Ringtausch ihre Mischhaltungen aufl├Âsen und reine Gruppen zusammenf├╝hren k├Ânnten. Kleinere Parks, die wegen der Haltung zu weniger Individuen ohnehin kaum Aussichten auf Nachwuchs haben, k├Ânnten dann die Mischlinge ├╝bernehmen.

Einen solchen Ringtausch k├Ânnte man sogar auf einen speziellen Termin legen und medienwirksam vermarkten (und auf diese Weise wom├Âglich Sponsoren f├╝r die Transportkosten finden), z.B. als "Flamingo Day - Blind Dates f├╝r langbeinige Sch├Ânheiten".... :-) In historischen Zeiten haben die Zoos mit der Pr├Ąsentation neuer Flamingos im Fr├╝hling die Saison eingel├Ąutet (der Altbestand war wohl oft ├╝ber den Winter verblichen - im doppelten Sinne), da k├Ânnte die Zoowelt mit einer solchen Aktion doch prima darauf hinweisen, wie sie sich seitdem ver├Ąndert hat.
(05.02.2007, 22:09)
th.oma.s:   dd hat seine acht rosaflamigos abgegeben und h├Ąlt jetzt 52 kubaner. diese sind nach aussage von Frau Herrmann reinrassig. es hatte in dd nur ein paar rosaXkuba gegeben, dessen gelege angestochen wurden. es habe in dd keine bastardierung gegeben (s.u.).
(04.02.2007, 12:25)
Michael Mettler:   Ich meine mal gelesen zu haben, dass auch frei lebende Flamingos in Afrika in manchen Jahren nicht br├╝ten - und das unter Umst├Ąnden mehrere Saisons hintereinander - und man nicht so recht wei├č, warum. Bemerkenswert dabei ist vor allem, dass dann auch wirklich ALLE V├Âgel der immerhin riesigen Kolonien nicht in Brutstimmung kommen. An Gesellschaft mangelt es denen jedenfalls nicht....
(17.01.2007, 17:38)
IP66:   Mir scheint auch die Zeit, in der eine gro├če Gruppe zusammenlebt, ein wichtiger Faktor zu sein - vielleicht auch in Basel, wo es ja keine Weltkriegsprobleme gab. In K├Âln hat man die Rosaflamingos aus der uralten und regelm├Ą├čig nachz├╝chtenden Flamingogruppe auf dem Teich gegen├╝ber dem Restaurant ausgegliedert und auf den Teich am S├╝damerikahaus umgesetzt. Die Gruppe umfa├čt sicher 30 Tiere, eher mehr, und die Anlage ist viel ruhiger, da sie nur von zwei Seiten von Besuchern umgangen wird. Trotzdem hat die alte Mischgruppe flei├čig weiter gebr├╝tet, w├Ąhrend es bei den umgesiedelten Tieren kaum Nistaktivit├Ąten, geschweige denn Bruterfolge gegeben hat. Bei langlebigen V├Âgeln braucht es wohl lange, bis sich die Paare finden, dann mu├č die Kolonie recht gro├č sein, und schlie├člich wird auch in recht unruhigen Gehegen gebr├╝tet. Interessant w├Ąre die frankfurter Gruppe, die ja beieinander blieb, aber umgesiedelt wurde - gab es da schon Zuchterfolge?
(17.01.2007, 17:32)
Karsten Vick:   Gesellschaft muss wirklich sehr wichtig f├╝r den Zuchterfolg sein, war es nicht in Basel, wo sie den Flamingos Spiegel in ihr Haus geh├Ąngt haben, um Artgenossen vorzut├Ąuschen?
Und Zwergflamingos ben├Âtigen feineres Futter, haben die Berliner irgendwo erw├Ąhnt. Nach dem Umzug vom Kindertierpark hinters B├╝ffelgehege gab es aber keine Zuchterfolge mehr.
Die Rosaflamingos waren soweit ich wei├č sehr lange auf der Stelzvogelwiese untergebracht und die Chileflamingos lebten bis ziemlich zur Wende in einer eigenen Flamingolagune unterhalb der Cafeteria, deren Umriss man immer noch erkennen kann.
(16.01.2007, 23:34)
Michael Mettler:   Ich wei├č ihn nicht, ich vermute nur: Vielleicht w├Ąren die Ergebnisse besser, wenn es kopfstarke Gruppen von ihnen geben w├╝rde und nicht nur Kleingruppen. Zwar gab es in Wuppertal sogar Nachzucht von einem einzigen Paar, das in einer gemischten Flamingogruppe gehalten wurde, aber von kontinuierlicher Brut mit nur einem Bruterfolg wohl kaum die Rede sein.

Wenn ich mir ├╝berlege, dass Rosa- und Zwergflamingos in Afrika nur deshalb am selben Gew├Ąsser leben k├Ânnen, weil sie im Nahrungsspektrum nicht konkurrieren, dann frage ich mich, ob es auch an der Ern├Ąhrung liegen k├Ânnte. Vielleicht werden die unterschiedlichen Flamingoformen mit Einheitsfutter zwar alt und bleiben gesund, aber manchen fehlt etwas, um sie in Fortpflanzungsstimmung zu bringen?

F├╝r Berlin stellt sich mir die Frage, ob man nicht gerade dort "auf kurzem Dienstwege" einen Austausch machen sollte, so dass die Kubaner aus dem Zoo die Zuchtgruppe im Tierpark verst├Ąrken und daf├╝r die Rosaflamingos zu ihren Artgenossen in den Zoo ziehen.
(16.01.2007, 14:44)
nurmichael:   Sorry, meine Frage h├Ątte lauten sollen „au├čerhalb Berlins“.
Der Zoo Berlin h├Ąlt alle sechs Flamingoarten:
- Eine gro├če Gruppe Rosa- mit Chileflamingos am Teich am Elefantenhaus, von der vor ca. 10-15 Jahren eine Tochtergruppe bestehend aus ca. 15 Jungtieren ausgegliedert wurde, die dann einige Jahre am Teich am Raubtierhaus gehalten wurde. Was aus dieser Gruppe wurde, ist mir nicht bekannt.
- Kubaflamingos in einer Gruppe von ca. 15 Tieren an der Dreisternepromenade vor dem Hirschrevier. Diese Gruppe wurde in den 90er Jahren aus ihrem Stammrevier auf eine Wiese hinter der Freiflughalle des Vogelhauses umgesetzt (heute Voliere f├╝r u.a. Zwergflamingos und Hammerk├Âpfe). Hier kam es - nach meiner Erinnerung - kurz nach der Umsetzung zu einer erfolgreichen Brut. F├╝r mich ├╝berraschend, da ich in einem Vortrag Ende der 70er, in dem es um das „Kr├Ąhenproblem“ ging, von einem der Zookuratoren geh├Ârt hatte, dass Flamingos erst zur Brut schreiten, wenn ihnen eine lange Eingew├Âhnungszeit in einem Gehege gew├Ąhrt wurde. Zur├╝ck auf ihrer angestammten Anlage h├Ârten die erfolgreichen Bruten wieder auf.
- Anden- und Jamesflamingos in einer gemischten Gruppe. Zu Beginn der 90er wurde diese Gruppe um die Andenflamingos, ca. 5-7 Tiere, des TP Berlin bereichert.

Im Tierpark Berlin wurden bis vor zwei Jahren (letzter Besuch) die drei gro├čen Arten und die Zwergflamingos gehalten.
- Rosa, Chile- und Kubaflamingos in einer gemischten gro├čk├Âpfigen Gruppe an den Kamelwiesen. Interessant finde ich, dass die Rosaflamingos eine zeitlang aus dieser Gruppe herausgenommen wurden, dann aber nicht mehr erfolgreich br├╝teten. 2001 wurden sie wieder in die Gro├čgruppe integriert und br├╝teten sofort erfolgreich.
- Auch die Zwergflamingos haben im Tierpark an einem kleinen Teich in der N├Ąhe des Kinderzoos bereits erfolgreich gebr├╝tet!

Leider k├Ânnen die Kubas im Zoo mit den Bruterfolgen ihrer Artgenossen im Tierpark nicht mithalten. Hier auch meine Frage: Wei├č jemand den Grund f├╝r sp├Ąrlichen Bruterfolge insbesondere bei den kleinen Flamingoarten aus den Anden und Afrika?

(16.01.2007, 14:24)
Johannes Pfleiderer:   Ich habe 2003 in Walsrode weder Anden- noch Jamesflamingos gesehen, im F├╝hrer war auch im Gegensatz zu fr├╝heren Ausgaben keine der beiden Arten aufgef├╝hrt.
Jamesflamingos wurden in Wuppertal h├Âchstens bis 1997 gehalten (1991 war neben dem besagten Andenflamingopaar noch ein Weibchen im Bestand).
(16.01.2007, 12:09)
IP66:   Ende des Jahres lebten die beiden wuppertaler Tiere noch - sie sind aber wohl schon recht alt, was bei Flamingos aber nichts seltenes ist. Z├╝rich hat ja wohl noch Tiere aus einem Vorkriegsimport, und es sollen doch auch in Duisburg Flamingos die Kriegszerst├Ârung ├╝berlebt haben. Wei├č jemand, ob davon noch einer lebt?
(16.01.2007, 12:04)
Frithjof:   Im letzten Jahr hatte Wuppertal noch wenigstens 2 Andenflamingos und in Berlin gabs ja einen Nachwuchsjames
(16.01.2007, 10:21)
Michael Mettler:   Der Berliner Zoo h├Ąlt auf jeden Fall Gruppen von beiden. Ob die Wuppertaler Tiere noch existieren, wei├č ich nicht; das waren aber von beiden Arten zusammen h├Âchstens vier V├Âgel. F├╝r Walsrode bin ich mir gerade ebenfalls nicht sicher, der Vogelpark geh├Ârt(e?) aber zu den langj├Ąhrigen Haltern. Eine der beiden Arten (welche?) habe ich auch vor ein paar Jahren in Antwerpen gesehen. Und ich w├╝rde mich sehr wundern, wenn es nicht beide Arten im Wildfowl Trust in Slimbridge g├Ąbe.
(16.01.2007, 09:27)
nurmichael:   Wer h├Ąlt in Deutschland/Europa eigentlich Anden- und Jamesflamingos? Hintergrund der Frage ist ein Beschluss der EU, die Einfuhr von Wildv├Âgeln zu untersagen.
(16.01.2007, 09:16)
Johannes Pfleiderer:   Z├╝rich h├Ąlt nur noch Chileflamingos.
(15.06.2006, 00:00)
Stefan Langmeyer:   Hellabrunn h├Ąlt Rote- und Rosaflamingos zusammen. In Basel werden Rosaflamingos gehalten. In Z├╝rich waren bei meinen letzten Besuch Chile- und Roteflamingos zusammen.
(15.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Heute in Leipzig: Gleiche Gruppenzusammensetzung wie gestern in Osnabr├╝ck - ebenfalls mit nur einem Rosaflamingo zwischen jeweils mehreren Kubanern und Chilenen. (Dazu eine mindestens 45 Kopf starke Gruppe Zwergflamingos an der Kiwara-Savanne.)
(13.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Heute in Osnabr├╝ck gesehen: Gruppe aus jeweils mehreren Chile- und Kubaflamingos und einem (!) Rosaflamingo. Wobei mir wie in Hannover einige der Chilenen "zu rot" vorkamen, da ├Ąu├čere ich Hybridverdacht.
(12.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ohne es belegen zu k├Ânnen, w├╝rde ich hinter mehreren der hannoverschen Chilenen noch Mischlinge mit Kubanern vermuten; von letzteren lebt ja nur ein einziger in der Gruppe. Einige der Chileflamingos scheinen mir "ein wenig zu rot" aus der Gruppe herauszuleuchten. Bisher habe ich mir aber noch nie die M├╝he gemacht, diese Tiere mal gezielt zu betrachten.
(29.03.2006, 00:00)
Johannes Pfleiderer:   Ich kann noch folgende Erg├Ąnzungen bieten:
Die Wilhelma in Stuttgart h├Ąlt nur noch Rosaflamingos, fr├╝her alle drei Gro├čflamingos auf gleicher Anlage.
Augsburg h├Ąlt die drei Gro├čflamingos zusammen und Zwergflamingos separat.
In Karlsruhe werden neben den bereits erw├Ąhnten Chile- und Kuba-Flamingos auch noch Zwergflamingos separat am Dickh├Ąuterhaus gehalten.
Die beiden kleineren Einrichtungen in Schwaigern und Heppenheim (Vogelpark) halten Zwergflamingos in wenigen Exemplaren.
In Mannheim (Luisenpark) werden Zwerg- und Kuba-Flamingos im Bereich der Stelzvogelwiese zusammen und Chile- und Rosaflamingos separat andernorts gehalten.
Landau h├Ąlt ausschlie├člich Chile-Flamingos.
(28.03.2006, 00:00)
IP66:   Im Tierpark Aachen gibt es Rosa-Flamingos, dem Augenschein nach aber auch nicht alle mit entsprechendem Stammbaum.
(28.03.2006, 00:00)
Klaus w├╝nnemann:   Die Heidelberger Flamongogruppe besteht aus Kuba-Flamingos und einem Mischling aus fr├╝herer Zeit.
(28.03.2006, 00:00)
th.oma.s:   @IP66 und Niels: mit den bastarden ist mir bisher so nicht bekannt gewesen, wird aber leider so sein ...
(21.03.2006, 00:00)
IP66:   Bei meinem letzten Besuch in Dresden schienen mir die Kubaner nicht besonders reinrassig zu sein - in Wuppertal und K├Âln gibt es ja auch Mischlinge, die kleiner sind und nicht mehr ganz so rot - und davon schien mir Dresden eine Menge zu haben.
(21.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Niels
Die Rosa,-und Chile-Flamingos im Opel-Zoo wurden 1994 abgegeben und gegen die Zwerg-Flamingos ausgetauscht.Am Zooführer ist das nicht nachvollziehbar, da zwischen 1993 und 1998 keine Zooführer erschienen sind.
(18.03.2006, 00:00)
Niels:   @th.oma,s: War vorgestern (Mi 15.03.) im Dresdner Zoo. Dort ist am Gehegeschild nur noch von Kubaflamingos die Rede. Allerding habe ich mich bei einigen Exemplaren im Pavillon gefragt, ob das nicht noch ├╝briggebliebene Mischlinge sind?
@Michael Amend: Mei
(17.03.2006, 00:00)
th.oma,s:   dresden:kuba + rosa gemischt
(17.03.2006, 00:00)
Giraffenmichel:   In Karlsruhe wurden bis vor ein paar Jahren Rosa, Kuba und Chileflamingos in einer Gruppe gehalten. Die Rosaflamingos wurden abgegeben.
(17.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Niels
Der Opelzoo h├Ąlt keien Rosa ,- und Chileflamingos, sondern eine Gruppe Zwergflamingos.Es seid denn, das wurde ge├Ąndert, davon habe ich aber nichts geh├Ârt.
Ich habe mal eien 7 k├Âpfige Flamingogruppe betreut, in drei Arten:Rosa,-Chile und Zwerglaming
(17.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Hannover wollte wohl anfangs f├╝r "Sambesi" komplett auf Rosaflamingos umstellen, bekam zu dieser Zeit aber keine ausreichende St├╝ckzahl zusammen - es wurden sogar welche aus einem Zoo in S├╝dostasien (Singapur?) dazugeholt. Wahrscheinlich nach dem Motto "dem Besucher ist es eh egal" (was ja nicht falsch ist) blieb es dann doch bei der Mischhaltung.

Auf der hannoverschen Anlage sieht man ├╝brigens gar nicht so selten die Rosa- und Chileflamingos jeweils f├╝r sich stehen, wobei sich der einzelne Kubaner eher zu den Chilenen zu orientieren scheint. Vielleicht w├╝rden sich in weitl├Ąufigen Anlagen sogar getrennte Areale der einzelnen Formen bilden?
(17.02.2006, 00:00)
Niels:   Der Opelzoo h├Ąlt Rosa- und Chileflamingos zusammen.
Wie schaut es mit Heidelberg aus? Die hatten auch alle drei Gro├čflamingos zusammen in einer Anlage.
(17.02.2006, 00:00)
Niels:   Darmstadt h├Ąlt Chile- und Rosaflamingos vorbildlich getrennt. Chemnitz hat nur Rosaflamingos und Aschersleben Zwergflamingos.
(17.02.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   Im Zoo Halle bis zum Umbau der Flamingoanlage Rosa-,Kuba-und Chileflamingos. Seit dem Umbau Mitte der Neunziger werden nur noch Chilenen gehalten, um das S├╝damerika-Profil des Zoos st├Ąrker herauszustellen. Es wurden extra noch Tiere aus England zugekauft, die Gruppe umfa├čt heute ca. 30 Tiere.
Im Tiergarten Bernburg wurde der Flamingobereich im Zusammenhang mit der Schaffung des begehbaren Parkteils Patagonien ebenfalls umgestaltet f├╝r eine kleine Gruppe Chile-Flamingos.
(17.02.2006, 00:00)
Niels:   Als ich zuletzt in Leipzig war (2003) hielten sie auch alle drei Gro├čflamingos zusammen.
@Michael Mettler: ├ťbrigens vielen Dank f├╝r die Info in Neozoen!
(17.02.2006, 00:00)
IP66:   Soweit ich mich erinnern kann: Wuppertal alle drei Arten und zwei Andenflamingos gemeinsam; K├Âln Rosaflamingos separiert, dort aber auch Hybriden, Kubander und Chilenen gemeinsam, Bochum Rosa alleine. M├╝nster hat wohl keine Flamingos mehr?
(17.02.2006, 00:00)
Torben:   Duisburg h├Ąlt auch alle drei Arten, die Kubas am Haupteingang, Rosas und Chilenen auf dem Teich im Erweiterungsteil. Krefeld h├Ąlt alle drei zusammen, wobei die Kubas zahlenm├Ą├čig den gr├Â├čten Teil ausmachen.
(17.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Als Ableger des "Neozoen"-Threads: Welche deutschen Zoos halten gemischte Gruppen bzw. Kolonien der drei Gro├čflamingo-Formen (Rosa-, Kuba- und Chileflamingo)? Und wo werden reine Gruppen gehalten?

Ich lege mal vor: Hannover (alle drei, davon aber nur ein einzelner Kubaner); Osnabr├╝ck (Kuba und Chile); Dortmund (alle drei). Wo ich mir nicht ganz sicher bin: Walsrode und Hagenbeck (jeweils Kuba und Chile)? Oder stehen die Kubaner in Walsrode noch immer mit den Rosas zusammen wie fr├╝her?
(17.02.2006, 00:00)

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