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Nashörner in Deutschland



W. Dreier:   und Makibo inklusive aller V√§ter und M√ľtter existieren auch. Aber nur ab 2009 - Davor nur Dias - und die Suche bringe ich nervlich nicht mehr auf.
Fragen wir mal an! ob da die Mails gelesen werden?
(22.09.2023, 14:56)
W. Dreier:   Aha - also Malte!
(22.09.2023, 13:36)
W. Dreier:   Na, weil heute Nashorntag ist @cajun
Magdeburg Okt. 2019 - schnell mal herausgesucht.
Aber wer das Baby ist? E gibt ja unter und Spezialisten, die erkennen ja ein Nashorn , wenn sie den Po sehen!
(22.09.2023, 13:33)
cajun:   Eine Presssemitteilung des Zoos Magdeburg.@W.Dreier hat doch sicher Fotos aus Berlin f√ľr den Kalender.... :-)
"Welt-Nashorntag am 22. September 2023:
Dem Nashorn auf der Spur! ‚Äď hei√üt es f√ľr alle Zoo- und Tierfreunde. ‚ÄěDer Zoo Magdeburg sucht Fotos von seinen Spitzmaulnashorn-Nachzuchten Mana, Maburi, Malindi, Makibo und Malte, die inzwischen in Gro√übritannien, Niederlande, Ungarn und Deutschland leben. In den Herbstferien sind viele in der Ferne unterwegs und besuchen die dortigen Zoos‚Äú, erkl√§rt der Zoogesch√§ftsf√ľhrer Dirk Wilke die Nashorn-Fotosuche. Aber auch von den Tierfreunden der jeweiligen L√§nder k√∂nnen Fotos bis zum 06.11.2023 an nashorn@zoo-magdeburg.de gesandt oder auf der Facebook-Seite des Zoos gepostet werden. Die sch√∂nsten Fotos werden im limitierten Spitzmaulnashorn-Kalender verewigt und allen Einsendern gesandt.

Mit den Zoo Guides und dem Zoopädagogen Stephan Worm geht es am 22.09.2023 auf Nashorn-Spurensuche. Können Nashörner sprechen? Worauf laufen Nashörner? Warum sind Nashörner vom Aussterben bedroht? Was und wieviel frisst ein Nashorn? All diese Fragen beantwortet das Team der Zoopädagogik von 11 Uhr bis 16 Uhr anschaulich am Informationsstand neben der Nashorn-Außenanlage.

Im Zoo Magdeburg geh√∂ren Spitzmaulnash√∂rner seit 1970 zum Tierbestand. Aktuell bildet der Nashornbulle ‚ÄúMadiba‚ÄĚ mit seinen zwei Weibchen ‚ÄúKumi‚ÄĚ und ‚ÄúMalaika‚ÄĚ die Magdeburger Zuchtgruppe. Der achte Magdeburger Nashorn-Nachwuchs ‚ÄúMalte‚ÄĚ ist vor wenigen Tagen in den Zoo Rotterdam / Niederlande umgezogen. Das Magdeburger Zooteam hofft erneut auf baldigen Spitzmaulnashorn-Nachwuchs.

Zoo Magdeburg ‚Äď Partner im Artenschutzprojekt Save the Rhino
Der Zoo Magdeburg unterst√ľtzt die Artenschutzorganisation Save the Rhino in diesem Jahr finanziell mit 3.500 Euro. Zoobesucher haben mit ihren freiwillig gezahlten Artenschutz-Euro auch dieses Artenschutzprojekt erm√∂glicht. Save the Rhino setzt sich f√ľr den Schutz verschiedener vom Aussterben bedrohter Nashornarten ein und ergreift Ma√ünahmen, um den illegalen Handel sowie die Wilderei einzud√§mmen. Die Mission von Save the Rhino in Kenia widmet sich vor allem der Erh√∂hung der Population der Spitzmaulnash√∂rner auf mindestens 2.000 Tiere. Dazu wird die Spitzmaulnashorn-Population in Kenia durchgehend √ľberwacht und geschw√§chte bzw. verletzte Tiere tier√§rztlich √ľberwacht. Eines der Hauptziele der Organisation ist, einen langfristigen Plan zum Ausbau gro√üfl√§chiger neuer Lebensr√§ume zu schaffen, wo die Spitzmaulnas-h√∂rner rund um die Uhr gesch√ľtzt sind. Grundlagen daf√ľr sind: eine finanzielleUnterst√ľtzung f√ľr die Anschaffung von Ausr√ľstung f√ľr Ranger, die Sicherung ihres Lebensunterhaltes, die Ausbildung und Schulung. Durch die weltweite Unterst√ľtzung hat Save the Rhino bereits ein Naturschutzgebiet von 94.000 Hektar f√ľr das Wachstum der Nashornpopulation Kenias errichten k√∂nnen, in dem bereits mehrere erfolgreiche Geburten von Nashornk√§lbern beobachtet werden konnten.

Weiterf√ľhrende Informationen, auch zum Sumatra-Nashornprojekt von Save the rhino:
https://www.savetherhino.org

Nur noch 6195 Spitzmaulnash√∂rner leben in der freien Wildbahn (Quelle: IUCN 2021). Um 1970 gab es nur noch sch√§tzungsweise 65.000 Tiere. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Nashorn-Horn ging der Bestand des Spitzmaulnashorns zwischen 1970 und 1992 um 96 % zur√ľck, die Gesamtzahl der Nash√∂rner sank auf etwa 2.400. Dank strenger Schutzma√ünahmen und eines wirksamen biologischen Managements erholen sich aktuell die Best√§nde der Spitzmaulnash√∂rner jedoch langsam. Grund genug, die Spitzmaulnash√∂rner am 22. September 2023 anl√§sslich des Welt-Nashorntages im Zoo Magdeburg im Fokus zu r√ľcken. Bei spannenden Mitmach-Aktionen, inklusive Nashorn-Quiz, bekommen die Zoobesucher ihre Fragen zur Zucht und Haltung der Rhinos und zur Beteiligung des Zoos am EAZA ex-situ Programm f√ľr Spitzmaulnash√∂rner (EEP) fachkundig beantwortet.

Nashorn-Nachzuchten im Zoo Magdeburg

Mabu: geb.: 23.01.1979 in Magdeburg (1. Spitzmaulnashorngeburt in der DDR)
1992: im Zoo Dvur Kralove/Tschechien, gestorben 1996
Mana*:: 15.09.1981 in Magdeburg, ab 10/2018 in Veszprem (Ungarn), ab 4/2019 Zoo Györ/Ungarn
Malaika: : 23.12.1995 in Magdeburg, in Magdeburg zur Zucht
Maburi*:: 03.08.2002 in Magdeburg, 2004: Zoo Berlin
Malindi*:: 03.11.2005 in Magdeburg, 2008: Zoo Chester/Großbritannien
Mala: geb.: 24.12.2011 in Magdeburg, 2014: Port Lympe, gestorben 2015
Makibo*: geb.: 25.03.2015 in Magdeburg, 2018: Yorkshire Wildlife Park Branton/ Großbritannien
Malte*:04.2019 in Magdeburg, 09/2023: Zoo Rotterdam / Niederlande

Von diesen f√ľnf Spitzmaulnash√∂rnern sucht der Zoo Magdeburg Fotos aus den derzeitigen Zoos. Die eingesandten Fotos werden f√ľr den Spitzmaulnashorn-Kalender 2024 verwendet"
Quelle:https://www.zoo-magdeburg.de/pressemeldungen/welt-nashorntag-am-22-september-2023/
(22.09.2023, 12:24)
W. Dreier:   Hier noch ohne Nachwuchs.
Man entschuldige, dass ich immer wieder Fotos einstelle - bisher kaum vom Dienstag-TP Berlin - habe seit 3 Woche eine große "Pestilenz", sprich Sommer-Influenza.
(16.08.2023, 09:58)
cajun:   Gratulation zur Erstzucht nach Schwerin. Clara ist nun Mama:
"Morgen des 15.08.2023 um Punkt 7:30 Uhr kam erstmals ein S√ľdliches Breitmaulnashorn im Schweriner Zoo und damit auch in Mecklenburg-Vorpommern auf die Welt. Das weibliche Jungtier sowie das Muttertier ‚ÄěClara‚Äú sind wohl auf.
Bereits seit 1981 leben Breitmaulnash√∂rner im Zoo der Landeshauptstadt Schwerin. Genauso lange hoffte man auf Nachwuchs bei dieser bedrohten und auch imposanten Tierart. Nun ist es endlich gegl√ľckt. Nach einer Tragzeit von 526 Tagen und einer bilderbuchhaften schnellen Geburt, frei von Komplikationen, stand das kleine Nashorn bereits auf den eigenen, wackeligen Beinen und trank nach nicht mal einer Stunde an der Mutter.
Nashornvater ‚ÄěDino‚Äú und die die zweite Nashornkuh ‚ÄěKaren‚Äú haben in ihren eigenen Stallbereichen das Ereignis eher unbeeindruckt wahrgenommen. Nash√∂rner sind bereits kurz nach der Geburt aktiv und voller Bewegungsdrang. Daher werden Mutter und Kalb schon in den n√§chsten Tagen einzelne Bereiche der gro√üen Au√üenanlage f√ľr sich erkunden k√∂nnen. Wenn dann alle Bereiche erkundet sind, wird die erste Familienzusammenf√ľhrung mit Nashornkuh ‚ÄěKaren‚Äú stattfinden. Das entspricht auch dem Verhalten unter wilden Bedingungen. Weibliche Breitmaulnash√∂rner bilden mit den jeweiligen Jungtieren kleine Trupps, w√§hrend die Bullen sich distanziert aufhalten und sich im Wesentlichen nur zur Paarung den Weibchen anschlie√üen. Daher wird es auch noch eine Weile dauern, bis auch Vater ‚ÄěDino‚Äú seine Tochter pers√∂nlich kennenlernen wird.
S√ľdliche Breitmaulnash√∂rner werden von der Weltnaturschutzunion derzeit als ‚Äěpotentiell gef√§hrdet‚Äú eingestuft. Nachdem die Art um 1900 kurz vor der Ausrottung stand, leben heute wieder etwa 16.000 Tiere im s√ľdlichen Afrika. Was nach einer positiven Entwicklung klingt, ist leider ein Trugschluss. Denn aufgrund von Wilderei ist die Anzahl von Tieren wieder stark r√ľckl√§ufig, von √ľber 20.000 Tieren im Jahr 2012. Der Zoo Schwerin unterst√ľtzt die Organisation ‚ÄěSave The Rhino‚Äú mit finanziellen Mitteln, dank der Spenden von Besucherinnen und Besuchern und tr√§gt so einen Teil beim Schutz der Art vor Ort (in-situ) bei. Im √úbrigen versteht der Zoo seine Aufgaben im ex-situ Artenschutz, also in der Vermittlung der Problematik und Bedeutung, der Akquise von Spendenmitteln f√ľr Projektpartner und nat√ľrlich der gezielten Zucht und Erhaltung einer gesunden Population."
Quelle:https://m.facebook.com/zooschwerin/
(15.08.2023, 18:40)
cajun:   Der Safaripark Stukenbrock meldet das der 52j√§hrige Breitmaulnashornbulle "Snoopy" verstorben ist. "Snoopy" lebte seit 2014 in OWL nachdem er zuerst 2005 mit der Kuh "Nielsine" aus D√§nemark in den Zoo Dortmund gezogen war. In Dortmund machte er Platz f√ľr die Etablierung einer Zuchtgruppe bestehend aus "Amari", "Shakina" und "Yassira" ( und "Natala" nicht mehr zuchtf√§hig) Platz zur Haltung von zwei Bullen hat der Zoo Dortmund bisher nicht.
(20.11.2022, 21:33)
cajun:   Nanes Nachfolgerin ist gut angekommen:
Mara, die neue Partnerin f√ľr Spitzmaulnashornbullen Usoni ist in Krefeld angekommen.
Der Zoo hofft, an die Zuchterfolge der Vergangenheit ankn√ľpfen zu k√∂nnen.

Mara tritt ein gro√ües Erbe an. Auf ihr ruhen gro√üe Hoffnungen. Sie soll im Zoo Krefeld mit Usoni die erfolgreiche und wichtige Nachzucht einer hochbedrohten Tierart fortsetzen. Davon wei√ü die fast f√ľnfj√§hrige Spitzmaulnashornkuh aus dem Zoo Rotterdam freilich noch nichts. F√ľr sie war der heutige Tag erstmal sehr aufregend. Mit einem Spezialtransporter der Firma Ekipa reiste sie aus dem niederl√§ndischen Zoo in Begleitung ihrer beiden Pfleger an.Der Transport verlief nach Plan und Mara verhielt sich die ganze Fahrt √ľber sehr ruhig. Insgesamt hat der Transport von Rotterdam nach Krefeld nur drei Stunden gedauert. Das Entladen brauchte dann nochmal eine Stunde. Dank einer Kranleihgabe der Stadtwerke Krefeld konnte die 3,7 Tonnen schwere Transportbox (inkl. Nashornkuh) sicher vom Lastkraftwagen zur Schleuse gehievt werden. Mara selbst bringt ein stolzes Gewicht von 1,4 Tonnen auf die Waage und ist somit nicht nur gr√∂√üer sondern auch schwerer als Usoni. Der neugierige Nashornbulle beobachte das ganz Spektakel aus sicherer Entfernung tiefenentspannt aus seiner Stallbox. Bis ein direktes Treffen der beiden Dickh√§uter stattfinden kann, m√ľssen sich beide noch gedulden. Der Plan sieht vor, dass eine erste Zusammenf√ľhrung erst im Februar 2023 erfolgen wird, sodass bei erfolgreicher Paarung das Kalb im April des Folgejahres zur Welt kommen und die komplette warme Jahreszeit auf der Au√üenanlage verbringen kann. Kurzfristig sieht der Plan der Tierpfleger vor, dass Mara sich an die neue Umgebung, ihren Stall und auch an die Pfleger gew√∂hnen darf. H√§ppchenweise wird ihr dann mehr und mehr Raum zur Verf√ľgung gestellt. Sobald der Gew√∂hnungsprozess vonstattengegangen ist, wird Mara auch die Au√üenanlage kennenlernen d√ľrfen. Dieser Prozess kann zwei Tage oder aber auch zwei Wochen andauern.

Der Zoo Krefeld ist bis heute der einzige Zoo in NRW, in dem die Zucht der bedrohten afrikanischen Dickh√§uter erfolgreich war. Von 2006 bis 2016 kamen hier f√ľnf Jungtiere zur Welt. (Tabelle s.u.) Ein wichtiger Erfolgsfaktor war in Vergangenheit das gut harmonierende Paar Nane und Usoni. Die Kuh war 1991 im Zoo Berlin geboren und lebte seit 1994 in Krefeld. Usoni kam 1994 in Z√ľrich zur Welt und kam nach einer Zwischenstation im Zoo Dortmund 2003 nach Krefeld. Von Beginn an verstanden sich die beiden Tiere sehr gut. Da Spitzmaulnash√∂rner Einzelg√§nger sind, kamen sie nur zusammen, wenn Nane hei√ü war. Dies erforderte das Fingerspitzengef√ľhl der Pfleger, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Usoni zeigte immer sehr deutlich sein Interesse, mehrmals versuchte er die Absperrung zu √ľberklettern. Im Februar 2022 erkrankte Nashornkuh Nane schwer. Nach mehrw√∂chigem Kampf der Tier√§rzte musste sie eingeschl√§fert werden. Ursache war ein schwerer, inoperabler Darmverschluss. Die Trauer war gro√ü, trotzdem war schnell klar, dass Usoni wieder eine Partnerin bekommt. Vom Zuchtbuch f√ľr Spitzmaulnash√∂rner, ehemals im Chester Zoo,kam sehr schnell die Empfehlung f√ľr die Kuh aus Rotterdam.

Nash√∂rner, insbesondere Spitzmaulnash√∂rner, sind stark bedroht. Im Schnitt wird alle 22 Stunden ein Nashorn gewildert. Ziel ist immer das Horn, das wegen seiner angeblichen Heilwirkung mit Gold aufgewogen wird. Die Tiere werden schwer verletzt oder tot zur√ľckgelassen. Bei einer Auswilderung, wie von den Enkeln des Krefelder Paares, ist der Schutz der Tiere daher besonders wichtig. Ranger sorgen f√ľr Sicherheit, der Aufenthaltsort der Tiere wird mit Hilfe von Sendern √ľberwacht. Der Zoo Krefeld unterst√ľtzt daher schon seit Jahren den Nashornschutz in Afrika durch Spenden an www.savetherhino.org. Auf der Webseite gibt es umfassende Informationen √ľber Bedrohungen und erfolgreiche Schutzprojekte f√ľr die liebenswerten Dickh√§uter.
Quelle: https://www.zookrefeld.de/aktuelles/aktuelles-detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=381&cHash=3b7533c4e143018f991d6af9bc3b8464
(24.10.2022, 23:25)
W. Dreier:   Dann gleichfalls in Erinnerung: Das Nashornkalb Kibibi in Krefeld mit ihrer Mutter, August 2010
(19.10.2022, 21:51)
cajun:   Der Artikel √ľber die Ank√ľndigung der neuen Nashornkuh f√ľr Krefeld enth√§lt noch einige Details zur Zuchtgeschichte ihrer verstorbenen Vorg√§ngerin, die ich gerne mal hier platziere zur √úbersicht:

"Nane wurde 1991 im Zoo Berlin als viertes Jungtier ihrer Mutter geboren. Daher kommt auch ihr Name, der ‚ÄěDie Vierte‚Äú bedeutet. Sie zog 1994 in Krefeld ein und lebte zun√§chst mit dem Bullen Jakob hier. Dieser hatte jedoch wenig Erfolg bei ihr und wurde nach Frankreich umgesiedelt. Im Jahr 2003 zog dann Bulle Usoni in Krefeld ein. Die beiden harmonierten sofort. Das Ergebnis lie√ü nicht lange auf sich warten. Im Februar 2006 kam Davu als erstes Spitzmaulnashorn in NRW zur Welt. Diese Sensation bescherte dem Zoo einen immensen Besucherzulauf und markierte den Beginn der Erfolgsgeschichte in der Nashornzucht. Z√ľgig folgten vier weitere Jungtiere: Thabo (2008), Kibibi (2010), Nabila (2013) und Najuma (2016). Najuma war das erste Jungtier, das in Krefeld unter freiem Himmel geboren wurde. Sie kam am fr√ľhen Morgen auf der gerade er√∂ffneten neuen Au√üenanlage zur Welt. Nane war also Mutter von f√ľnf Jungtieren und Gro√ümutter von sieben Enkeln. Zwei Enkel, Manny und Mandela, wurden 2019 mit vier weiteren Nachzuchten aus europ√§ischen Zoos nach Ruanda ausgewildert."
Quelle:https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/krefelder-zoo-neue-nashornkuh-wird-fuer-montag-erwartet_aid-78517167
(19.10.2022, 16:05)
cajun:   Hatten wir je eine Kategorie "Tiergeburtstage" im Forum? So langsam w√§re es an der Zeit....
"Spitzmaulnashorn Malte wird 3 Jahre alt!
Am 28. April 2022 wird das Spitzmaulnashorn Malte drei Jahre alt! Das Zootierpfleger-Team h√§lt an diesem Tag eine leckere √úberraschung f√ľr Malte bereit. Der Zoo Magdeburg z√ľchtet seit 1979 erfolgreich diese bedrohte Nashornart und ist am EAZA Ex-situ Programm (EEP) f√ľr Spitzmaulnash√∂rner seit vielen Jahren beteiligt."
Quelle: https://www.zoo-magdeburg.de/news/spitzmaulnashorn-malte-wird-3-jahre-alt/
(28.04.2022, 15:52)
R√ľdiger Krichel:   Ja ich bin auch entt√§uscht √ľber das EEP der Spitzmaulnash√∂rner in Deutschland und Europa im Verh√§ltnis zu den BM.
Das Ziel EXSITU Importe nach Afrika zu schicken wurde zu stark bewertet, denn die verbleibenden Zuchttiere sind insbesondere was aktuelle Zuchtbullen angeht sehr begrenzt.
Auff√§llig ist der Trend Halter wie Berlin und Leipzig haben durch Gehegever√§nderungen bzw. Planung intakte Zuchttiere dazu gebracht nicht so erfolgreich zu z√ľchten. Klar sind gr√∂ssere Freigehege mit anderen afrikanischen Tieren f√ľr Besucher attraktiver, aber leider ist die Zuchtquote zur√ľckgegangen......
Umstellungen nach Magdeburg von Kumi sind bisdato auch fehlgeschlagen.
(07.03.2022, 16:15)
Sacha:   Edit: Es m√ľsste nat√ľrlich im letzten Abschnitt heissen "gegenw√§rtig gibt es in EUROPA...". Sorry
(04.03.2022, 21:26)
Sacha:   @cajun: Darum schrieb ich ja "wohl zumeist wegen der einfacheren Haltung";)

Gegenwärtig in Deutschland also nur noch eine Haltung mit potenzieller Zuchtmöglichkeit. Gut, etwas "schieben" kann man vielleicht, aber ROSIG sieht definitiv anders aus.

Gegenw√§rtig gibt es laut Zootierliste nur noch 23 Haltungen (davon kann man aber Frankfurt schon mal als Zuchtstandort ausklammern, solange dort noch die s√ľdliche UA vertreten ist).
(04.03.2022, 19:33)
Jan Jakobi:   In Dvur Kr√°lov√© brachte heute die Spitzmaulnashornkuh Eva ein Baby zur Welt!

Vater ist √ľbrigens Nanes erstes Kind Davu.

https://safaripark.cz/cz/zvirata-a-expozice/nove-prirustky/v-safari-parku-se-po-takrka-ctyrech-letech-narodil-nosorozec-dvourohy-vychodni.osetrovatele-mu-na-pocest-ukrajinskych

Insgesamt hat Nane 5 Kälber zur Welt gebracht.

Sany brachte 3 Kälber zur Welt:

1. Taco: Er hat bisher nicht gez√ľchtet und lebt seit der Abgabe der Kuh Tisa nach Frankreich im Jahr 2008 alleine in K√∂ln.
2. Saya: Sie wurde nach England abgegeben und starb dort 2005.
3. Samira: Sie lebte zuerst in Z√ľrich, wo sie im Dezember 2014 ihre Tochter Olmoti zur Welt brachte.
Heute lebt Samira in Malton im Flamingo Land.

Anfang Juni 2015 zog die 2012 im Zoo Berlin geborene Spitzmaulnashornkuh Akili nach Tokio/Japan.
Die 2013 im Zoo Leipzig geborene Spitzmaulnashornkuh Samia zog Anfang Juni 2015 nach Osaka/Japan.


Aktuell sieht die Spitzmaulnashorn-Situation in Deutschland wie folgt aus:


In Frankfurt lebt der 1986 geborene S√ľdafrikanische Spitzmaulnashornbulle Kalusho.

Die anderen Zoos in Deutschland halten Ostafrikanische Spitzmaulnashörner.

Hannover und Krefeld halten nach dem Tod der jeweiligen Zuchtkuh nur noch jeweils einen Bullen (Kito in Hannover und Usoni in Krefeld) .

Köln hält mit Taco auch nur einen Bullen.

Seit dem Tod des Leipziger Zuchtbullen Ndugu im Februar 2021 gibt es in Leipzig nur noch 2 Zuchtk√ľhe.

Im Zoo Berlin lebt nach mehreren Abgaben und Todesfällen nur noch eine Mutter (Maburi, geb. 03.08.2002 in Magdeburg) mit einer Tochter (Maisha, geb. 22.09.2018).

In Magdeburg leben aktuell ein Zuchtbulle und zwei Zuchtk√ľhe sowie ein knapp 3 Jahre alter Jungbulle (Malte, Sohn von Madiba und Malaika).
Warum die zweite Zuchtkuh Kumi, welche vorher in Berlin 2 Kälber zur Welt brachte, in Magdeburg nicht (mehr) trächtig wird weiß ich nicht.
(04.03.2022, 17:59)
cajun:   Bei den Breitm√§ulern scheint es zumindest besser zu klappen und vermutlich sind sie kompatibler in Gemeinschaftsanlagen (au√üer in Z√ľrich schalke* :-) ). Siehe die j√ľngsten Zuchterfolge in Frankreich oder das Triple im Serengeti Park letztes Jahr. Zu den "Spitzm√§ulern": Ich bin nicht auf dem Laufenden, aber die verstorbenen Weibchen in Hannover und Krefeld hatten ordentlich Nachwuchs und wenn man den schon nach Ruanda zur Auswilderung gibt, dann muss der Bestand im EEP doch eigentlich ganz solide sein, oder?
Ist nicht auch eine Spitzmaulnashornkuh aus dem EEP nach Japan gegangen vor 1- 2 Jahren?
(04.03.2022, 10:29)
Sacha:   Hier und in einem anderen Zooforum habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass man sich bei der Zucht afrikanischer Nash√∂rner st√§rker auf die Spitz- denn auf die Breitm√§uler konzentrieren sollte. Passiert ist (wohl zumeist wegen der "einfacheren" Haltung und der besseren Verf√ľgbarkeit) das Gegenteil. Jetzt m√ľssen wir in Europa wirklich aufpassen, dass die Spitzmaul-Zucht nicht zusammenbricht.
(03.03.2022, 17:51)
cajun:   Keine gute Zeit f√ľr die EEP Spitzm√§uler. Der Zoo Krefeld meldet den Verlust des Zuchtweibchens:

"Spitzmaulnashorn Nane ist tot
Trauriger Abschied von f√ľnffacher Mutter
Zahlreiche Nachkommen von Nane und Usoni leben in den europäischen Zoos, zwei Enkel wurden erfolgreich nach Ruanda ausgewildert.

Vergangene Woche mussten sich die Zoomitarbeiter von der 31 Jahre alten Nashornkuh Nane verabschieden, nachdem diese schwer erkrankt war. F√ľr alle ist es ein trauriger Abschied von einem au√üergew√∂hnlichen Tier. Sie ist Mutter von f√ľnf Jungtieren und Gro√ümutter von sieben Enkeln. Zwei ihrer Enkel, Manny und Mandela, wurden 2019 mit vier weiteren Nachzuchten aus europ√§ischen Zoos nach Ruanda ausgewildert. Pfleger*innen und Tier√§rztinnen mochten die vertrauensvolle, entspannte Nashornkuh und vermissen sie sehr.

Das Spitzmaulnashorn wurde intensiv von den beiden Zootier√§rztinnen behandelt, die sich f√ľr Untersuchungen und Narkosen zus√§tzlich externe Unterst√ľtzung von Spezialisten in der Behandlung der sensiblen Dickh√§uter holten. Zun√§chst sah es so aus, als erholte sich das Tier von der Erkrankung. Nach einer erneuten dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes, entschied sich der Zoo schweren Herzens die Nashornkuh einzuschl√§fern. Die folgende Sektion ergab eine schwere Darmerkrankung, die in dem bis zu 20 Meter langen Darm keinesfalls operabel gewesen w√§re.

Nane wurde 1991 im Zoo Berlin als viertes Jungtier ihrer Mutter geboren. Daher ihr Name, der ‚ÄěDie Vierte‚Äú bedeutet. Sie zog 1994 in Krefeld ein und lebte zun√§chst mit dem Bullen Jakob hier. Dieser hatte jedoch wenig Erfolg bei ihr und wurde vom Zuchtbuch nach Frankreich umgesiedelt. 2003 zog dann Bulle Usoni ein. Die beiden harmonierten sofort. Das Ergebnis lie√ü nicht lange auf sich warten. Im Februar 2006 kam Davu als erstes Spitzmaulnashorn in NRW zur Welt. Diese Sensation bescherte dem Zoo einen immensen Besucherzulauf und markierte den Beginn der Erfolgsgeschichte in der Nashornzucht. Z√ľgig folgten vier weitere Jungtiere: Thabo (2008), Kibibi (2010), Nabila (2013) und Najuma (2016). Najuma war das erste Jungtier, das in Krefeld unter freiem Himmel geboren wurde. Sie kam am fr√ľhen Morgen auf der gerade er√∂ffneten neuen Au√üenanlage zur Welt. Nach dem Umzug von Najuma 2019 ver√§nderte sich der Zyklus von Nane und sie duldete Bullen Usoni auch au√üerhalb ihrer Hitze in ihrer N√§he. So konnten die Besucher die beiden Spitzmaulnash√∂rner, die normalerweise Einzelg√§nger sind, h√§ufiger eintr√§chtig nebeneinander d√∂sen sehen.

Nash√∂rner, insbesondere Spitzmaulnash√∂rner, sind stark bedroht. Im Schnitt wird alle 22 Stunden ein Nashorn gewildert. Ziel ist immer das Horn, das wegen seiner angeblichen Heilwirkung mit Gold aufgewogen wird. Die Tiere werden schwer verletzt oder tot zur√ľckgelassen. Bei einer Auswilderung, wie von den Enkeln des Krefelder Paares, ist der Schutz der Tiere daher besonders wichtig. Ranger sorgen f√ľr Sicherheit, der Aufenthaltsort der Tiere wird mit Hilfe von Sendern √ľberwacht. Der Zoo Krefeld unterst√ľtzt daher schon seit Jahren den Nashornschutz in Afrika durch Spenden an www.savetherhino.org. Auf der website gibt es umfassende Informationen √ľber Bedrohungen und erfolgreiche Schutzprojekte f√ľr die liebenswerten Dickh√§uter.

Bulle Usoni soll in Krefeld nicht allzu lange alleine bleiben. Er ist erst 28 Jahre alt und kann bei einer Lebenserwartung von bis zu 45 Jahren noch f√ľr weiteren, wichtigen Nachwuchs sorgen. Das Zuchtbuch h√§lt Ausschau nach einer w√ľrdigen Nachfolgerin. Nane aber wird immer in wunderbarer Erinnerung bleiben"
https://www.zookrefeld.de/aktuelles/aktuelles-detail/news/spitzmaulnashorn-nane-ist-tot/?
(03.03.2022, 13:37)
cajun:   In Erfurt ist man weiter auf der Suche nach der Ursache der Sterbef√§lle:
"Nashornkuh hätte ein Weibchen geboren: Todesursache unklar
Die bisherige Untersuchung der toten Erfurter Nashornkuh hat ergeben, dass Marcita einen weiblichen F√∂tus trug. "Das ist nicht nur f√ľr den Zoopark ein herber Verlust, sondern auch f√ľr das europ√§ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP)", teilte der Zoo am Mittwoch in Erfurt mit.
Die bisherige Untersuchung der toten Erfurter Nashornkuh hat ergeben, dass Marcita einen weiblichen F√∂tus trug. "Das ist nicht nur f√ľr den Zoopark ein herber Verlust, sondern auch f√ľr das europ√§ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP)", teilte der Zoo am Mittwoch in Erfurt mit. Nach zwei Bullen, die Marcita in der Vergangenheit in Erfurt gebar, h√§tte man mit einem weiteren Weibchen wieder eine harmonische Kleingruppe im Gehege haben k√∂nnen. "Das war eigentlich unser Traum gewesen. Mit dem neuen Zuchtbullen h√§tten wir so die Konstellation gehabt, die wir uns gew√ľnscht hatten", sagte Zoodirektorin Sabine Merz. Entsprechend gro√ü sei die Anteilnahme aus anderen Zoos sowie von Besucherinnen und Besuchern und Zoofreunden.

In der vergangenen Woche wurden innerhalb von zwei Tagen erst der kleine Nashornbulle Tayo und dann seine tr√§chtige Mutter Marcita tot in ihren Boxen gefunden. Die Todesursache blieb zun√§chst offen. Aktuell werden die Kadaver zur Ursachenkl√§rung pathologisch untersucht. √Ąu√üere Einwirkungen sowie das Verschlucken von Fremdk√∂rpern konnten bereits ausgeschlossen werden. Nach der anatomischen Untersuchung folge nun die histologische. Dabei werden die Organe detailliert untersucht und die verschiedenen Gewebetypen unter dem Mikroskop mit spezifischen F√§rbemethoden ausgewertet. Parallel werden die Nash√∂rner auf diverse Infektionskrankheiten untersucht. K√∂rperfl√ľssigkeiten werden dabei genau unter die Lupe genommen. Das Augenmerk liegt auf Stoffwechselprodukten, um die Organfunktion zu pr√ľfen.

Zus√§tzlich wird noch gepr√ľft, ob eine Vergiftung vorliegt. Das k√∂nne mehrere Wochen dauern, teilte der Zoo mit. Neben Beileidsbekundungen sei man auch vermehrt kritischen Kommentaren ausgesetzt, die sich gegen die Haltung von Wildtieren in Zoos richteten, hie√ü es von Seite des Parks. "Fakt ist einfach: S√§mtliche Nashornarten der Welt sind von der Ausrottung im Freiland bedroht", teilte der Zoo dazu mit. "Die Nashornzucht in Zoos ist deshalb so wichtig, weil jedes Individuum z√§hlt, um die Art zu erhalten - auch Zooindividuen." Wissenschaftlich geleitete Zoos, wie es der Th√ľringer Zoopark Erfurt ist, seien weltweit vernetzt, um sicherzustellen, dass die Zuchtprogramme den h√∂chstm√∂glichen Standard haben und dass, wenn die Wilderei beendet ist, dann auch Zoo-Nash√∂rner die lokale Population verst√§rken k√∂nnten."
Quelle: https://www.frankenpost.de/inhalt.thueringen-nashornkuh-haette-ein-weibchen-geboren-todesursache-unklar.eeae0a9c-9c44-4cb8-8d23-c519d11defde.html
(15.02.2022, 13:19)
cajun:   Das √§lteste Zoonashorn lebt nun in Dortmund, nachdem der Bulle in Italien verstorben ist.
https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/aeltestes-nashorn-europas-lebt-in-dortmund-und-muss-morgens-dringend-aufs-klo-plus-1685217.html
Das es morgens dringend "auf's Klo muss", halte ich f√ľr einer √ľberfl√ľssige Information.
Natala scheint es immer noch gut zu gehen. Sie ist, wie iher Gehegegenossinnen Shakina und Yassira, ein Importtier. Allerdings aus der ersten "Welle".
(22.10.2021, 12:15)
cajun:   Ich sag doch, die kopieren die! :-) Tolle Nachricht.
Der Serengeti-Park hat ein junges Dickhäuter-Trio! In Hodenhagen ist ein drittes Nashornbaby geboren
Nach knapp 1,5 Jahren Tragzeit war es am Freitag (30.04.2021) soweit: Breitmaulnashornkuh Kianga hat im Serengeti-Park Hodenhagen ein Jungtier geboren und damit das junge Dickh√§uter-Trio des Parks komplettiert! Zuvor war bereits am 31. Januar und 06. Februar jeweils ein gesundes, weibliches Breitmaulnashornkalb im Serengeti-Park geboren. Das Jungtier der 17-j√§hrigen Kianga ist ein gesunder und sehr aufgeweckter Bulle. Er ist das 51. Breitmaulnashorn, das seit der Gr√ľndung des Parks im Jahr 1974 in Hodenhagen geboren ist. Dank seiner weitl√§ufigen Fl√§chen und der naturnahen und artgerechten Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnash√∂rnern √ľberhaupt vorweisen. Lediglich der San Diego Zoo in Kalifornien verzeichnet h√∂here Geburtenraten. ‚ÄěWir sind stolz auf die Erfolge unserer Breitmaulnashorn-Zucht. Da die s√ľdlichen Breitmaulnash√∂rner auf der Roten Liste der IUCN als ‚Äöpotentiell gef√§hrdet‚Äė eingestuft sind, freuen wir uns nat√ľrlich besonders √ľber die Geburt eines gesunden und kr√§ftigen Jungtieres.‚Äú, erkl√§rt Parkinhaber Dr. Fabrizio Sepe. Der kleine Bulle soll den Namen Kai bekommen. Kai ist eine Ableitung aus dem alten friesischen Wort ‚Äěkempe‚Äú und bedeutet soviel wie ‚ÄěK√§mpfer‚Äú. F√ľr den Serengeti-Park hat diese Namensgebung aber noch eine ganz andere gro√üe Bedeutung: 1991 ist hier schon einmal ein Nashornbulle mit dem Namen Kai geboren, der Weltgeschichte geschrieben hat! Mit Kai gelang die weltweit erste Auswilderung eines in Europa geborenen Breitmaulnashorns. Er ist vor knapp 25 Jahren, im September 1996, in den Etosha Nationalpark in Namibia ausgewildert worden und hat dort mindestens neun Mal f√ľr Nachwuchs gesorgt. ‚ÄěArtenschutz ist f√ľr uns eine zentrale Aufgabe. Ich habe Kai auf seiner Reise in die Wildnis begleitet. Der Natur etwas zur√ľckzugeben war auch f√ľr mich pers√∂nlich ein sehr bewegender Moment. Ich freue mich, zum 25. Jubil√§um der Auswilderung unserem j√ľngsten Nachwuchs den stolzen Namen Kai zu geben!‚Äú, so Dr. Sepe. Der als zoologischer Garten anerkannte Serengeti-Park nimmt mit seinen s√ľdlichen Breitmaulnash√∂rnern (Ceratotherium simum simum) am Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil. Das EEP koordiniert die Zucht in Zoos zur Erhaltung bedrohter Tierarten und um die genetische Diversit√§t zu erhalten. Aktuell gibt es mehr als 20.000 Tiere in freier Wildbahn. Fast 99% der Population leben in nur vier afrikanischen L√§ndern: S√ľdafrika, Namibia, Zimbabwe und Kenia. Das Breitmaulnashorn ist das zweitgr√∂√üte Lands√§ugetier nach dem Elefanten. Es weist eine Kopfrumpfl√§nge bis zu vier Metern und eine Schulterh√∂he bis zu zwei Metern auf. Einzelne Tiere erreichen ein Gewicht von 3500 Kilogramm. Die Tragzeit bei Nash√∂rnern betr√§gt rund 18 Monate. Die normale Trabgeschwindigkeit liegt bei etwa 15 bis 30 km/h, beim Angriff oder auf der Flucht k√∂nnen sie im Galopp auch 40 km/h erreichen. Nach der erfolgreichen Entbindung steht Nashornmutter Kianga nun eine weitere gro√üe Aufgabe bevor: Nashornbabys werden knapp ein Jahr von ihren M√ľttern ges√§ugt und nehmen dabei pro Tag gut 20 Liter Muttermilch zu sich. Bis der kleine Kai zusammen mit den anderen beiden Jungtieren f√ľr G√§ste zu sehen sein wird, werden aber noch einige Wochen vergehen. Der Nachwuchs muss erst noch etwas gr√∂√üer werden, um mit der Herde zusammen in die Freianlage des Parks ziehen zu k√∂nnen. Bis dahin wird in der Kinderstube flei√üig ges√§ugt und gekuschelt.
Quelle: Pressemiteilung Hodenhagen
(11.05.2021, 13:18)
cajun:   Eine traurige Nachricht aus Dortmund:
Große Trauer im Dortmunder Zoo: Nashorn-Bulle Willi ist tot. Der Publikumsliebling wurde nur ein Jahr alt.
"Er wurde nur gut ein Jahr alt: Im Zoo Dortmund ist in der Nacht zu Dienstag Nashorn-Nachwuchs ‚ÄěWilli‚Äú gestorben. Das Breitmaulnashorn musste gegen 2 Uhr von der Zoo-Tier√§rztin eingeschl√§fert werden, nachdem es am Nachmittag kolikartige Bauchschmerzen bekommen hatte, in deren Verlauf sich schnell eine lebensbedrohliche Situation einstellte, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. "
Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/nashorn-bulle-willi-im-dortmunder-zoo-gestorben-1617577.html
(23.03.2021, 15:26)
cajun:   Und da purzelte das 50.! So schnell kann es gehen :-)
Serengeti-Park Hodenhagen 09.02.2021
"Gro√üe Freude √ľber ein ganz besonderes Jubil√§um: Die 50. Nashorngeburt im Serengeti-Park
Die 22-j√§hrige Breitmaulnashornkuh Claudia hat ein kleines Kalb geboren. Claudia ist eine erfahrene Mutter, sie hat vor ihrem j√ľngsten Nachwuchs bereits f√ľnf Nashornbabys erfolgreich aufgezogen. Das kleine Weibchen tr√§gt den Namen ?Salma? und ist das 50. Nashornjungtier, das seit der Gr√ľndung des Serengeti-Parks im Jahr 1974 in Hodenhagen geboren ist. ?Ich bin √ľberw√§ltigt und stolz, dass in unserem Park so viele dieser wundervollen Gesch√∂pfe das Licht der Welt erblicken konnten. Und das nicht nur, weil Nash√∂rner zu meinen absoluten Lieblingstieren geh√∂ren.?, erkl√§rt Parkinhaber Dr. Fabrizio Sepe begeistert. ?Diese Geburt ist ein weiterer Beitrag zum Artenschutz, da die s√ľdlichen Breitmaulnash√∂rner auf der Roten Liste der IUCN als ?potentiell gef√§hrdet? eingestuft sind. Kleines M√§dchen schon mit gro√üem Fan Kaum auf der Welt, hat das kleine Nashorn schon einen riesen Fan: Younes Zarou, den gr√∂√üten TikToker Deutschlands. Younes Zarou wurde die Ehre zuteil, dem Nash√∂rnchen einen Namen zu geben. "Schon als Kind fand ich Nash√∂rner immer interessant. Dass ich jetzt die M√∂glichkeit habe, ein neugeborenes Nashorn zu benennen, f√ľhlt sich unglaublich an. Ich habe mich f√ľr den Namen Salma entschieden, nach meiner kleinen Schwester.?, verr√§t der 23-J√§hrige. Salma stammt aus dem arabischen und bedeutet friedlich, sicher und gesund. ?Genau was wir uns auch f√ľr das Nashorn-Baby w√ľnschen.? Mit Salma und dem im Januar geborenen Kalb Zawadi leben nun insgesamt neun s√ľdliche Breitmaulnash√∂rner in Hodenhagen. Dank seiner weitl√§ufigen Fl√§chen und der naturnahen und artgerechten Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnash√∂rnern √ľberhaupt vorweisen. Der als zoologischer Garten anerkannte Park nimmt mit seinen s√ľdlichen Breitmaulnash√∂rnern (Ceratotherium simum simum) am Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil. Das EEP koordiniert die Zucht in Zoos zur Erhaltung bedrohter Tierarten und um die genetische Diversit√§t zu erhalten."
Quelle: Pressemitteilung des Serengetiparks Hodenhagen
(16.02.2021, 16:24)
Michael Mettler:   Ndugu w√§hrend seiner Einstellung in Hannover (Foto von Januar 2015). Leider hat er mit den hiesigen K√ľhen (damals u.a. Saba) keinen Nachwuchs gezeugt.
(13.02.2021, 10:18)
W. Dreier:   @Jan: Danke - m√∂gen die beiden lange leben - ich schau weiter!
(09.02.2021, 18:06)
Jan Jakobi:   @W.Dreier, auf deinem Foto ist Sarafine oder Nandi zu sehen.
(09.02.2021, 17:37)
cajun:   Bald ist die 50 voll :-)

"Hodenhagen (dpa/lni) - Im Serengeti-Park Hodenhagen in der L√ľneburger Heide ist ein kleines, aber schweres Breitmaulnashorn-Baby zur Welt gekommen. Das Weibchen war bei seiner Geburt in der Nacht zu Sonntag gesch√§tzte 40-45 Zentimeter gro√ü und 30-35 Kilogramm schwer, wie der Tierpark am Montag mitteilte. Die 15 Jahre alte Kuh Uzuri gebar das Kalb nach knapp 1,5 Jahren Tragzeit - es ist ihr viertes Kind. Uzuri umsorgt die muntere Kleine liebevoll. Der Vater ist der 27-j√§hrige Bulle Martin. Nashornbabys werden knapp ein Jahr von ihren M√ľttern ges√§ugt und nehmen dabei pro Tag gut 20 Liter Muttermilch zu sich.
In einer √∂ffentlichen Findungsaktion soll ein Name f√ľr den Nachwuchs ausgew√§hlt werden. √úber die Social Media Kan√§le k√∂nnen Vorschl√§ge eingebracht werden. "Uzuri hat uns zum Start des neuen Jahres ein bewegendes Ereignis geschenkt! Nach unserem Kenntnisstand ist es sogar die erste Breitmaulnashorngeburt in Europa in diesem Jahr", sagte der Inhaber und Gesch√§ftsf√ľhrer des Parks, Fabrizio Sepe. "Wir sind stolz auf die Erfolge unserer Breitmaulnashorn-Zucht."

Die s√ľdlichen Breitmaulnash√∂rner geh√∂ren zu den potenziell gef√§hrdeten Tieren. Es ist das zweitgr√∂√üte Lands√§ugetier nach dem Elefanten und kann ein Gewicht von 3500 Kilogramm erreichen.

Der Nachwuchs ist die 49. Geburt eines Breitmaulnashorns in Hodenhagen seit der Gr√ľndung des Parks 1974. Nach eigenen Angaben kann er weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnash√∂rnern vorweisen. Lediglich der San Diego Zoo in Kalifornien verzeichnet h√∂here Geburtenraten. Aktuell gibt es mehr als 20.000 Tiere in freier Wildbahn. Fast 99 Prozent der Population leben in nur vier afrikanischen L√§ndern: S√ľdafrika, Namibia, Zimbabwe und Kenia".
Quelle: DPA
(09.02.2021, 15:55)
W. Dreier:   Ruhe in Frieden
(09.02.2021, 10:46)
cajun:   Eine etwas d√ľrftige Pressemeldung zum Versterben des Zuchtbullen in Leipzig.
Zoo Leipzig 04.02.2021
Nashornbulle Ndugu nach schwerer Krankheit erlöst
Mehr als drei Wochen haben die tiermedizinische Abteilung und Pfleger um den 24Jahre alten Nashornbullen Ndugu gek√§mpft. Er hatte mit Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen und einem stetig schlechter werdenden Allgemeinbefinden zu k√§mpfen, so dass er am Dienstag erl√∂st werden musste. Todesurs√§chlich waren eine schwere Verstopfung, die letztlich zu einer Einschr√§nkung der Atemwegsfunktionen gef√ľhrt hat. ?Eine Operation bei solch einem schweren Dickh√§uter ist aufgrund seiner Masse und der Beschaffenheit der Haut nicht m√∂glich. Wir konnten ihn nicht retten und mussten ihm Leiden ersparen?, erkl√§rt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard. F√ľr die stark vom Aussterben bedrohte Tierart wiegt der Verlust des Nashornbullen schwer. Er hatte erfolgreich f√ľr Nachwuchs gesorgt. Seine Tochter Naima hat mittlerweile bereits selbst zwei Jungtiere geboren. Im Zoo Leipzig leben nun mit Sarafine und Saba noch zwei Nashornk√ľhe.
Quelle: Pressemeldung des Zoos
P.S. auch hier ein ellenlanger Thread....
(09.02.2021, 09:25)
Jan Jakobi:   Im Nashornhaus I leben zur Zeit die beiden Panzernashornk√ľhe Jhansi und Narayani sowie die Spitzmaulnashornkuh Ine. Letztere lebt auf der Mutter-Kind-Anlage, welche gegen√ľber dem Kamel-Haus ist. Im Haus bewohnt sie die Mutter-Kind-Box. Narayani m√ľsste auf der linken Au√üenanlage vor dem Haus sein und Jhansi auf der rechten Au√üenanlage. Yohda lebte auf der mittleren Au√üenanlage. Allerdings habe ich Narayani auch schon auf der rechten Au√üenanlage und Jhansi auf der linken Au√üenanlage gesehen. Bei einem Besuch war Ine auf der linken Au√üenanlage.

Im Nashornhaus II leben zur Zeit die Spitzmaulnashörner Japser, Kilaguni, Kumi und Maburi.
Der Besatz der Au√üenanlagen wechselt, da es nur 3 Au√üenanlagen (eine befindet sich nicht einsehbar hinter dem Haus) gibt. Da das Haus f√ľr Besucher nicht zug√§nglich ist wei√ü ich nicht wer in welcher Box steht.
(17.01.2018, 17:35)
Emilia Grafe:   Bei meinem letzten Besuch (30.11.) lebte Ine im Nashorn-/Tapirhaus. Im Haus im hintersten Innengehege auf der Seite der Nash√∂rner. In dem Haus lebten sonst nur noch die beiden Panzernash√∂rner Jhansi und Narayani. Bei der anderen Nashornanlage m√ľssten also die anderen Spitzmaulnash√∂rner untergebracht sein, wer da wo wohnt, wei√ü ich aber leider nicht.
Anbei: Ine

(25.12.2017, 13:29)
Justus Bauer:   Kann mir jemand die aktuelle Situation der Spitzmaulnash√∂rner in Berlin erkl√§ren? Wer wohnt in welchem Haus, und auf welcher Au√üenanlage?
(25.12.2017, 11:59)
Dreier:   Weiter aus der Zeitungsnachschau ``Berliner Zeitung``: In Hodenhagen ist Weihnachten ein Breitmaulm√§dchen `` Moana`` geboren worden - immerhin die 47. Geburt seit 1974.
(22.01.2017, 18:24)
Andreas Murmann:   Nashornweibchen Tsororo ist am Sonntag mit 29 verstorben. Die Spitzmaulnashornkuh des Frankfurter Zoos war 1989 zusammen mit dem Bullen Kalusho aus Simbabwe an den Main gekommen und hatte dort drei Jungtiere zur Welt gebracht. Kalusho d√ľrfte damit der einzige Vertreter der Unterart ?minor? in Europa sein.
(18.05.2016, 18:27)
Sascha M√∂ller:   Ohje, und ich habe sie letzte Woche Mittwoch noch mit den Zebras (ohne den Augsburger Bullen)drau√üen gesehen. Hatte ne gro√üe Wunde an der Flanke...
(07.08.2014, 17:24)
Jan Jakobi:   Die Duisburger Breitmaulnashornkuh "Nongoma" wurde heute eingeschl√§fert.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nashorn-oma-nongoma-im-zoo-duisburg-eingeschlaefert-id9676044.html
(07.08.2014, 13:39)
Jan Beensen:   Geparden sind aber komische Affen...
;-)
(31.05.2014, 19:01)
Silke Kollrich:   Die Spitzmaulnash√∂rner in Leipzig sollen auf der neuen Anlage mit Geparden vergesellschaftet werden.
(31.05.2014, 10:08)
Jan Jakobi:   Wie sieht die Liste der in Frankfurt geborenen Spitzmaulnash√∂rner aus?

Ich fand beim recherchieren folgende:

1.) 23.12.1956: 1,0 ‚ÄěKonrad‚Äú (‚ÄěPeter‚Äú & ‚ÄěKatharina‚Äú)
2.) 10.12.1958: 0,1 ‚ÄěLemuta‚Äú (‚ÄěPeter‚Äú & ‚ÄěKatharina‚Äú)
3.) 11.11.1969: 0,1 ‚ÄěNabi‚Äú (‚ÄěPeter‚Äú & ‚ÄěLemuta‚Äú)
4.) 14.02.1994: 0,1 ‚ÄěAkura‚Äú (‚ÄěKalusho‚Äú & ‚ÄěTsororo‚Äú)
5.) 18.02.1997: 0,1 ‚ÄěDzimba‚Äú (‚ÄěKalusho‚Äú & ‚ÄěTsororo‚Äú)
6.) 02.03.2001: 0,1 ‚ÄěHama‚Äú (‚ÄěKalusho‚Äú & ‚ÄěTsororo‚Äú)

Quelle ist die Tafel im Frankfurter Nashornhaus.
Auf der Tafel steht: "Nashorn-Aufzuchten".

Ob es Tot- oder Fr√ľhgeburten oder Aborte gab, kann ich nicht herausfinden.
(30.05.2014, 19:37)
Jolantha Belik:   Ich habe auch die Info, dass Emmi Mitte M√§rz 2013 eingeschl√§fert werden mu√üte.
(07.02.2014, 00:50)
Jan Jakobi:   Ger√ľchten zu Folge, die ich im Zoofreunde-Forum gelesen habe, ist "Emmi" im Fr√ľhjahr 2013 verstorben.
(06.02.2014, 22:21)
Jolantha Belik:   Das war ja der Grund, weshalb man Emmi gegen Jane getauscht hat.
(06.02.2014, 18:58)
Jan Jakobi:   @Jola:
Danke f√ľr die Kl√§rung des Verbleibs der beiden Nashornk√ľhe.
Die Kälber mit dem Fragezeichen wurden von "Emmi" nach der Geburt getötet, daher auch kein Name.
(05.02.2014, 19:30)
Jolantha Belik:   @Jan: zum H√∂rnchen April 2011 siehe:

http://www.allwetterzoo.de/fotos/news2011/nashornkalb-tot-2011.php

Emily ging 2004 nach Givskud

Yvonne ging nach knapp 4 Monaten in M√ľnster im Jahr 2009 wieder zur√ľck nach Beekse Bergen
(05.02.2014, 18:20)
Michael Mettler:   @Jan: Das 1979er Jungtier in M√ľnster war 1,0 namens Jonas - hatte ich gerade beim Nachschauen wegen der Erstzuchtfrage gelesen.
(04.02.2014, 18:55)
Jan Jakobi:   Ich bin gerade bei den M√ľnsteraner Breitmaulnash√∂rnern:

00.00.1977:
00.00.1979:
23.12.1986: 0,1 ‚ÄěVicky‚Äú (
22.10.1990: 0,1 ‚ÄěEmmi‚Äú ("?" & "Emily")
11.08.2000: 1,0 ‚Äě?‚Äú(‚ÄěHarry‚Äú & ‚ÄěEmmi‚Äú)
26.07.2005: 1,0 ‚Äě?‚Äú (‚ÄěHarry‚Äú & ‚ÄěEmmi‚Äú)
20.09.2009: 0,1 ‚ÄěEbun‚Äú (‚ÄěHarry‚Äú & ‚ÄěEmmi‚Äú)
02.04.2011: 1,0 ‚Äě?‚Äú(‚ÄěHarry‚Äú & ‚ÄěEmmi‚Äú)
23.05.2013: 1,0 ‚ÄěEno‚Äú (‚ÄěHarry‚Äú & ‚ÄěJane‚Äú)

"Emmi" ging 2011 im Tausch gegen "Jane" nach Schottland.
Es gab in M√ľnster noch 2 weitere K√ľhe: "Emily" und "Yvonne". Was ist aus denen geworden?
Finde irgendwie zu den beiden nichts.



(04.02.2014, 18:24)
Michael Mettler:   @Jan: Auch hier n√ľtzt die Suchfunktion. Scroll in diesem Thread mal runter bis Januar 2007, da findest du diverse erg√§nzende Informationen.
(03.02.2014, 20:46)
Jan Jakobi:   Ich m√∂chte eine Nashorn-Geburten-Liste f√ľr alle drei in Europa (plus San Diego Wild Animal Park) gehaltenen Nashorn-Arten erstellen, nat√ľrlich jede Art einzeln.

Meine Idee entstand, wegen der Frage wer die Welterstzucht des Panzernashorns hat.
Bei den anderen Nashorn-Arten habe ich noch keine unterschiedlichen Angaben gefunden.

Weg:

Deutschland - dann die direkten Nachbarl√§nder - dann die von denen - ... soweit wie unsere Unterlagen/Zoo-Literatur und das Internet dar√ľber Auskunft gibt.

Sortiert nach Zoo/Tierpark und Geburtsdaten.

Ich fange mit den Spitzmaulnashörnern an.

Hannover:

1. Zuchtpaar "Conny" & "Suse"

1,0 "Kaspar"
0,1 "?"
1,0 "Fridolin" 00.00.1970

2. Zuchtpaar "Kifaru" & "Sany"

1,0 "Taco", geb. 06.02.1995
0,1 "Saya"
0,1 "Samira"

Vielleicht mag jeder von seinem Heimatzoo mir die Kälber raussuchen?
(03.02.2014, 18:28)
Jolantha Belik:   Leizig: Spitzmaulnashorn "Nandi" hat am 14.09.2013 ein weibl. H√∂rnchen zur Welt gebracht. Die Kleine ist wohlauf und trinkt brav. Vater des Mini-H√∂rnchens ist "N‚ÄôDugu".
(16.09.2013, 15:04)
Jolantha Belik:   zu Krefeld: Nanes viertes Mini-H√∂rnchen ist am 13. Juli 2013 zur Welt gekommen.
(16.07.2013, 08:24)
WolfDrei:   Laut "Berliner Zeitung" gab es gerade in Krefeld wieder eine Spitzmaulgeburt
(15.07.2013, 22:05)
R√ľdiger:   3 Jahre sind das Mindeste und was in der Wildnis sich geh√∂rt, sollte doch den Zooexperten bekannt sein. Auch der Kontakt der Mutter mit dem Zuchtbullen sollte wenigstens geh√∂rt und gesehen werden.
(13.07.2013, 21:12)
Jan Jakobi:   Es war nicht einfach, aber etwas habe ich gefunden:
Die Berliner Spitzmaulnashornk√§lber, welche abgegeben wurden, waren etwa 3 Jahre alt (vielleicht ein paar Monate j√ľnger oder √§lter) und ein Kalb wurde im Alter von 5 Jahren abgegeben.
Dieses Kalb ist √ľbrigens "Ndugu" (Vater von "Naima").
(12.07.2013, 21:49)
Jan Jakobi:   Nein, die Panzer-Rhinos k√∂nnen bleiben vorerst bleiben wo sie sind.

Die Spitzmaulnashörner sollen in die alte Elefanten-Anlage im Riverhallen-Gebäude einziehen.

Ganz ehrlich:
Mich √ľberrascht die fr√ľhe Abgabe auch.

Von den Berliner Spitzmaulnashorn-Kälbern weiß ich das sie in diesem Alter noch nicht abgegeben wurden.
F√ľr eine genaue Aussage habe ich jetzt keine Zeit, kann aber gerne in den Bongos gucken und dann schreiben wie alt die K√§lber jeweils bei der Abgabe waren.
(10.07.2013, 22:39)
Jolantha Belik:   Meiner Meinung nach ist es viel zu fr√ľh, die Kleine in diesem Alter von der Mutter zu trennen. Bevor sie nach Rotterdam √ľbersiedeln kann, muss ja erst ein Platz f√ľr Namaste und die erst acht Monate alte Zwatra gefunden werden.
(10.07.2013, 22:31)
Silke Kollrich:   @R√ľdiger: Dieser Bericht ist auf der ETC-Homepage zu lesen. Hier wird der Wechsel nach Rotterdam best√§tigt.
http://www.mdr.de/elefanttigerundco/wildnis100.html

(10.07.2013, 20:19)
R√ľdiger:   @ Silke
So weit ich informiert bin, soll laut EEP Pläne Rotterdam erst 2014 auf Black Rhinos umstellen!
(10.07.2013, 19:17)
Silke Kollrich:   Im Zoofreunde-Forum habe ich gelesen, dass das Spitzmaulnash√∂rnchen Naima aus dem Leipziger Zoo in K√ľrze nach Rotterdam gehen soll. Naima ist heute auf den Tag genau 1 Jahr und 7 Monate alt. Ist die Trennung von der Mutter in dem Alter nicht etwas fr√ľh?
(10.07.2013, 13:36)
Sacha:   @WolfDrei: Ich w√ľrde den Zaster besser f√ľr ein lebendes Panzernashorn ausgeben. Allerdings bin ich auch ein Kunstbanause....;)
(16.01.2013, 15:57)
WolfDrei:   Heute in der "Berliner Zeitung". Ob wohl eine deutscher Zoo-/Tierparkdirektor mitbieten wird?
(16.01.2013, 14:43)
Liz Thieme:   Ich habe am Sonnabend nur ein Nashorn hinten gesehen und es war nicht Kilaguni. Das zweite Gehege dort stand leer.
Im vorderen Nashornhaus waren nur Mutter mit Kind zu sehen.
(31.10.2012, 21:54)
Jan Jakobi:   Laut einem User des Zoofreunde-Forums soll "Kilaguni" aus dem Berliner Zooo gestorben sein, dass w√§re auch gar nicht so unm√∂glich, weil sie eines der vier Stammtiere der Zucht ist. Das waren "Mbololo", "Kitani", "Mzima" und eben "Kilaguni". Die drei erstgenannten leben schon l√§nger nicht mehr, "Mzima" starb vor ein paar Jahren. Er hat das in der neuen Zoopresseschau gelesen, die ich allerdings nicht im Internet finde.

Vielleicht weiß ein Berliner mehr.
(31.10.2012, 07:22)
Silke Kollrich:   Von einem Kollegen hatte ich geh√∂rt, dass jetzt selbst in deutschen Zoos die Nash√∂rner bedroht sind. Daraufhin habe ich mal recherchiert und folgendes gefunden: http://bundes.blog.de/2012/04/02/tierschutz-blutiger-nashorn-krieg-sogar-deutsche-zoos-angst-tiere-13388773/
Nun muss wieder Geld in die Hand genommen werden, was dann f√ľr andere Dinge fehlt. Ganz zu schweigen √ľberhaupt von dieser Tatsache, dass es Gefahren solcher Art f√ľr Tiere in Zoos gibt. Ich finde das entsetzlich!
(01.07.2012, 10:39)
WolfDrei:   in der "Berliner Zeitung": in Hodenhagen ist Breitmaulbulle Charly im Alter von 53 Jahren verstorben, damit das vor kurzem noch lebende √§lteste Nashorn in einer zoologischen Institution √ľberhaupt.
(31.10.2011, 13:00)
WolfDrei:   Nanu, war doch kleiner als 2 MB!
(12.08.2010, 18:39)
WolfDrei:   Das Jungtier (vierw√∂chig)in Krefeld
(12.08.2010, 18:35)
Ralf Sommerlad:   @Oliver Jahn: In der Tat werde ich da w√ľtend...
(15.04.2010, 15:56)
Oliver Jahn:   @Ralf Sommerlad, dann will ich hier mal gar nicht erst das Bild von der Haltung des einzelnen Flusspferdes einstellen, denn das treibt dir erst recht die Tr√§nen (der Wut) in die Augen. Ich habe die Zirkusvorstellung nicht besucht, sondern bin √ľber ein riesiges Plakat "gestolpert", auf dem eine Tierschau angek√ľndigt wurde, und auf dem Plakat waren mehr Dickh√§uter abgebildet, als viele Zoos heute noch halten. Da wurde ich neugierig. Das Bild allerdings, welches sich mir geboten hat, dass war derart ern√ľchternd, dass selbst meine Tochter mit 6 Jahren ausschlie√ülich Mitleid empfand.
(13.04.2010, 16:32)
Ralf Sommerlad:   Meine Meinung zu der Einzelhaltung von Breitmaulnash√∂rnern, zumal in Zirkusbetrieben d√ľrfte klar sein: Ich halte das f√ľr eine schlichte Schweinerei und verurteile dies auf das Sch√§rfste. Ich stelle mir ohnehin die Frage, wie es den deutschen Zirkussen gelingen konnte, eine Lobby aufzubauen die es ihnen erm√∂glicht, sich in einem rechtsfernen und schwer angreifbaren Raum zu bewegen...
(13.04.2010, 10:02)
Mel:   Da meine Informationen und Kentnisse was Circusbetriebe betrifft nicht die besten sind gibt es noch eine M√∂glichkeit.
1,0 geboren 03.1988 in Jacksonville ging im März 1989 an Ruhe von von dort an den Circus Atlas (Juni 1989) nun weiß ich ehrlich gesagt nicht ob es den Circus Atlas noch gibt und wenn nicht muß das Tier ja irgendwo hingegangen sein und ich weiß das sich Zoos nicht gerade um Circustiere reißen.
(12.04.2010, 21:21)
Mel:   Nettes Kerlchen ;-)

Da die Inhaber des circus voyage lange in den Niederlanden waren, könnte es sich hierbei eventuell um den Bullen Rafiki aus dem Circus Althoff handeln, leider hab ich da keine genauen Daten.
(12.04.2010, 21:13)
Oliver Jahn:   Das Tier im Zirkus Voyage ist auch ein Bulle. Und wenn ich mir die Zaunbegrenzung so ansehe, dann will ich gar nicht wissen, was da passieren w√ľrde, wenn der mal losgeht!
(12.04.2010, 21:11)
Oliver Jahn:   Der Zirkus Voyage hat aktuell (eigene Sichtung Sommer 2009)neben einer gr√∂√üeren Gruppe afrik. Elefanten, einer halfterf√ľhrigen Giraffe und einem ausgewachsenen Flusspferd auch noch ein Breitmaulnashorn im Bestand.
(12.04.2010, 18:26)
Mel:   @HW: Ja ist ein bulle ;-) hatte ich vergessen zu erw√§hnen.
(12.04.2010, 11:25)
Holger Wientjes:   Danke ! Was Du alles weisst, Respekt ! ;-) Ist ein Bulle, richtig ?
(12.04.2010, 11:09)
Mel:   Also das Breitmaulnashorn wurde im August 1974 gefangen und im Mai '78 im Umfolizi Game Reservat an den tierh√§ndler D. Windhoek verkauft, dieser verkaufte es am 09.06.1978 an den Tierpark Krechting und dieser wiederum verkaufte das Tier im august 1978 an den Circus Barum. Das Geburtsjahr wird auf 1970 gesch√§tzt.
(12.04.2010, 11:01)
Holger Wientjes:   Wie alt ist das Tier jetzt wohl ? Kenne ich noch von Besuchen aus den 80ern. Als Kind fand ich Zirkusse noch toll.
(12.04.2010, 10:50)
Ingo Rossi:   Ja, der Circus Krone hat das alte Breitmaulnashorn vom ehemaligen Circus Barum √ľbernommen.
(12.04.2010, 08:33)
WolfDrei:   Ist das ein Aprilscherz? Eben in der Berliner Zeitung unter "Tierisches": In M√ľnchen hat ein Nashorn vom Circus Krone w√§hrend einer Veranstaltung den Manegenrand zertrampelt. Kein Personenschaden. Gibts das noch?
(12.04.2010, 08:16)
Gudrun Koball:   Der Vollst√§ndigkeit halber noch einmal die Meldung auch hier im Nash√∂rner Thread:
Zitat:
V√∂llig unerwartete Nashorngeburt im Th√ľringer Zoopark

Als die Tierpfleger gestern am fr√ľhen Morgen ihre Arbeit im Dickh√§uterhaus beginnen wollten, trauten sie ihren Augen kaum. Bei Nashorn Numbi war eine Geburt im Gang. Wenig sp√§ter lag eine Nashorn-Miniaturausgabe auf dem Stroh: ein etwa 40 Kilo schwerer Bulle.

(Th√ľringer Allgemeine 30.10.2009)

nähere Informationen im Erfurt-Thread
(07.11.2009, 12:37)
R√ľdiger:   Daf√ľr etwas Erfreuliches
Sensationell: Einundvierzigste Nashorngeburt im Serengeti-Park Hodenhagen in 35 Jahren
Am Nachmittag des 30. August 2009 war es mal wieder soweit. Die neun Jahre junge Nashorndame Claudia bekam Wehen und brachte innerhalb k√ľrzester Zeit Ihr zweites Jungtier auf die Welt. Das kleine ‚Äězierliche Nashorn‚Äú, welches auf den Namen Geraldine h√∂rt, war bei seiner Geburt etwa 50 - 55 cm gro√ü und 30 - 35 kg schwer. Sie nimmt t√§glich um die 20 Liter Muttermilch zu sich und wird stetig kr√§ftiger.

(07.11.2009, 10:42)
Holger Wientjes:   Wirklich bedauerlich !

http://www.chesterzoo.org/Home/News/November%202009/Patna.aspx
(06.11.2009, 19:47)
Jennifer Weilguni:   @SvenL
Stand in der Mitteilung auch warum Patna eingeschläfert weren musste ?
(06.11.2009, 19:07)
Sven L.:   Patna, der 2004 im Tierpark Berlin geborene Panzernashornbulle, wurde im Zoo Chester eingeschl√§fert (Mitteilung des Zoo Chester vom 04.11.2009).
(06.11.2009, 18:50)
Guddy:   Das im Januar 2007 in Erfurt geborene Breitmaulnashorn Tuli ging am 20. April '09 als Zuchtleihgabe nach Whipsnade.
(Foto: Tuli am Abend vor der Abreise)
(08.05.2009, 02:04)
R√ľdiger:   Naruna schnuppert Frischluft
Am 8. April plant der Serengeti-Park das erste Mal das Breitmaulnashornbaby ‚ÄěNaruna‚Äú in die Au√üenanlage zu schicken. Hierzu laden wir Sie herzlichst ein, die ersten Schritte zu begleiten. Das kleine Nashornm√§dchen wurde am Samstag, den 22. November, geboren und wird derzeit von Ihrer Mutter Rebecca beh√ľtet. Bei der Geburt betrug das K√∂rpergewicht des Nashornm√§dchens 30-35 kg, Gr√∂√üe 55 cm. Bedingt durch seine weitl√§ufigen Fl√§chen, kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnash√∂rnern vorweisen. Mutter Rebecca wird Naruna bei diesem Termin begleiten.

(04.04.2009, 19:29)
nurmichael:   Bl√∂dsinn, Usoni hat nat√ľrlich keine Aborte gezeugt, sondern Juntiere die abortiert wurden.
(04.03.2009, 19:40)
nurmichael:   @ Onca, ein zuchterprobter Jungbulle ist einer der zumindest ein Jungzier gezeugt hat. Danach ist es zun√§chst unbedeutend, ob dessen Nachwuchs lebensf√§hig war oder nicht. Beispiel daf√ľr ist der heute in Krefeld lebende Usoni, der in Dortmund mit seiner Halbschwester Siwa ein oder zwei Aborte gezeugt hatte bevor er an den Niederrhein zog, und dort mit Nane Zwei Bullen gezeugt hat, die m W., beide noch leben. Umgekehrt w√ľrde man nichtz√ľchtende Bullen im Alter von zwanzig oder mehr Lebensjahren nicht mehr als Jungbullen bezeichnen. Beispiele hierf√ľr waren Fridolin aus Hannover, Klaus in seiner Leipziger Zeit oder auch Cody, der in Dvur Kralove, der, obwohl geschlechtsreif, eine lange Zoohaltung hinter sich hatte, bevor er sich fortpflanzen durfte/konnte.
(28.02.2009, 22:52)
Onca:   Wie alt soll denn dieser JUNGbulle sein um schon zuchtERPROBT zu sein?
In meinen Augen widersprechen sich diese beiden Wörter.
(28.02.2009, 22:25)
nurmichael:   @ R√ľdiger, Sorry dass ich erst heute antworte; ich war eine Zeit nicht online. Sch√∂nen Dank f√ľr die Recherchen aus Chester. Ist denn einer von Ihnen f√ľr Z√ľrich angedachten Jungbullen bereits ‚Äězuchterprobt‚Äú? Ein Import von zuvor nicht z√ľchtenden Bullen ist riskant, da er auf Jahre eine wichtige Planstelle besetzt, ohne die Arterhaltung im Zoo zu bef√∂rdern. In Deutschland waren das zuletzt Jakob in Krefeld, Taco in K√∂ln und noch Ndugu in Leipzig. Allerdings hatte Z√ľrich mit dem aus England geholten Parky einen dort in der Zucht durchaus erfolgreichen Bullen importiert, dem dann aber in der Eidgenossenschaft keine weiteren genetischen Nachfolger beschieden waren. Mein Favorit f√ľr Z√ľrich ist immer noch Madiba aus Magdeburg, der dort f√ľr noch dazu genetisch wertvollen Nachwuchs sorgen k√∂nnte. Als Ersatz k√∂nnte nach dem avisierten Neubau an der Elbe ein zu dem Zeitpunkt zumindest geschlechtsreifer Jungbulle eine neue Planstelle finden.
(28.02.2009, 21:57)
R√ľdiger:   @ nurmichael
Am 15.12.08 wurde das Bullenkalb ASANI (Rebell) geboren. Mutter ist Kitani , Vater keine Angaben im Zoointernet.Ca f√ľnf Monate sp√§ter kommt dann Ema elsa nieder und schon passt es . Wenn Mark sich noch meldet wegen der Vaterschaft, lasse ich es dich wissen. Ich hoffe umgekehrt auch ?
(13.02.2009, 08:43)
nurmichael:   @ R√ľdiger, wenn denn das Jungtier von Ema Elsa das 2. in diesem Jahr sein wird, wer war dann da erste und welches Geschlecht hatte dieses? Vielleicht wissen Sie auch noch dessen Eltern bzw. den Vater des im Mai erwarteten Jungtiers. Herzlichen Dank.
(12.02.2009, 12:30)
R√ľdiger:   @nurmichael
stell dir vor genau das habe Mark P. dem neuen EEP koordinator im gestrigen Mail vorgeschlagen.
Vermute aber eher einen der beiden Jungbullen aus Chester. Vielleicht antwortet Mark ausnahmsweise mal wieder.
√úbrigens Ema Elsa erwartet im Mai 09 auch ein Jungtier in Chester. Zwei Jungtiere in f√ľnf Monate, da k√∂nnen sich die deutschen Halter mal eine Scheibe abschneiden.
(06.02.2009, 19:35)
nurmichael:   @ R√ľdiger, warum fragen Sie nicht mal in Magdeburg nach?
(06.02.2009, 17:50)
R√ľdiger:   @ nurmichael
bez√ľglich Zoo Z√ľrich , habe ich vom Kurator erfahren, das kein Nashornweibchen momentan tr√§chtig ist. Ferner wissen Sie auch noch nicht wann ein neuere Bulle nach Z√ľrich kommt.
Pers√∂nlich finde ich es schade, dass man keinen √ľberz√§hligen Bullen aus Porte Lympne oder Dvur Kralove nach Z√ľrich schicken kann. Schliesslich warten dort zwei Weibchen in den besten Zuchtjahren auf einen Partner.Warum h√§lt man in Chester drei Bullen und gibt keinen ab ?
(05.02.2009, 17:58)
Gudrun Bardowicks:   Bei der Zoofreundef√ľhrung am 1.2.09 in Hannover wurde uns auf Anfrage mitgeteilt, dass keine der Hannoveraner Nashornk√ľhe tr√§chtig ist.
(04.02.2009, 18:51)
nurmichael:   F√ľr Hannover und Leipzig w√§ren meine Fragen vom 29.1. damit beantwortet. Sch√∂nen Dank daf√ľr. Blieben die Antworten zu den nichtdeutschen kontinentaleurop√§ischen Haltungen: Z√ľrich, Dvur Kralove, Dou√© la Fontaine und Pont Scorff.
(04.02.2009, 14:03)
Ralf Wagner:   Hab heut Frank Meyer gefragt, wie¬īs denn aussieht bei den Leipziger Spitzm√§ulern, ob Sie denn w√ľ√üten, da√ü Nachwuchs unterwegs ist, er meinte sieht schlecht aus, er glaubt nicht, das sie aufgenommen haben. Vielleicht klappt¬īs dieses Jahr mit einer erfolgreichen Paarung.
VG
(02.02.2009, 21:50)
nurmichael:   @ Michael Mettler, wenn das passiert, und die Kuh stirbt unter der Geburt, so what. Ihre biologische Funktion zur Arterhaltung hat sie ‚Äď hoffentlich ‚Äď zuvor erf√ľllt. In einem Zoo h√§tte ein solcher Vorfall, zumal bei so langlebigen und daher prominenten Tierpers√∂nlichkeiten aber wieder endlose Diskussionen √ľber den b√∂sen Herrn Direktor zur Folge, der solches zul√§sst. Schlechte Presse ist aber Gift f√ľr einen Zoo. Im Prinzip aber gebe ich Ihnen Recht.
(02.02.2009, 18:10)
Michael Mettler:   @nurmichael: Wer passt eigentlich im Freiland auf, dass "zu alte" K√ľhe nicht mehr gedeckt werden...? :-) Ich denke, dass ein solches Modell beiden Individuen zum Vorteil gereichen w√ľrde, weil sie dadurch willkommene Abwechslung h√§tten, statt immer nur allein ihre Runden zu drehen. Ich erinnere mich gut an Suse und Fridolin in Hannover, ihres Zeichens Mutter und Sohn, die noch in fortgeschrittenem Alter spielerische K√§mpfe veranstalteten und oft in engem K√∂rperkontakt ruhten. Ich kann es nicht wissenschaftlich nachweisen, aber m.E. hat die Lebensqualit√§t der Zoo-Spitzmaulnash√∂rner darunter gelitten, dass ihre Haltung in Einzelgehegen in Mode kam.
(02.02.2009, 17:49)
nurmichael:   Ich denke, dass diese Vergesellschaftung m√∂glich ist. Voraussetzungen sind aber, dass die Weibchen alt genug sind, um diese gef√§hrdende Schwangerschaften zu verhindern, und auch die Bullen im zeugungsf√§higen Alter sind, damit sie von den vtl. dominanten Weibchen nicht unterdr√ľckt werden und dadurch ihre Zeugungsf√§higkeit verlieren.
(02.02.2009, 17:25)
Michael Mettler:   Dann w√§re vielleicht die M√∂glichkeit zu √ľberdenken, nicht mehr zuchtf√§hige K√ľhe als Gehegegenossen f√ľr die jeweiligen Zuchtbullen zu nutzen, damit diese nicht allein stehen m√ľssen.
(02.02.2009, 16:51)
nurmichael:   @ Michael Mettler, bis Ende der 90er Jahre bestand zumindest in Berlin und Magdeburg ein deutlicher Weibchen√ľberschuss in der Geburtsstatistik, was, wenn ich das richtig interpretiere, durchaus mit Wohlwollen registriert wurde. Das mag zun√§chst an den f√ľr die Besucher reizvollen und damit kassentr√§chtigen Jungtieren gelegen haben, die sich nun mal bei drei adulten Weibchen h√§ufiger einstellen als bei zweien. Ein Aspekt, der damals in ganz Kontnentaleuropa, vielleicht mit Ausnahme von Z√ľrich, nur am Rande debattiert wurde, waren die alten, nicht mehr zeugungsf√§higen K√ľhe, die in der Regel die Haltung nicht mehr wechseln dann aber Platz f√ľr Nachzuchten besetzen, wie derzeit in den beiden genannten Haltungen. Diese Platzproblematik tritt nat√ľrlich unabh√§ngig vom Geschlecht der Tiere auf, so dass die Haltung von 2,2 Tieren zwar potentiell weniger Jungtiere produziert, aber das Unterbringunsproblem im Alter der Zuchttiere das gleiche bleibt.
(02.02.2009, 16:40)
IP66:   Ich habe mir im Januar die Nashornanlagen in Magdeburg noch einmal ansehen k√∂nnen - da√ü die Innenanlagen kleiner sind als die Neubauten f√ľr die Form in Gelsenkirchen oder Dortmund, halte ich f√ľr ausgeschlossen. Da auch, anders als in Gelsenkirchen, mehrere ger√§umige Au√üengehege zur Verf√ľgung stehen, frage ich mich, ob das Zuchtverbot nicht eher auf √§sthetische oder ideologische Einstellungen der daf√ľr Verantwortlichen zur√ľckgef√ľhrt werden kann.
(02.02.2009, 11:10)
Michael Mettler:   @nurmichael: In diesem Fall m√ľsste man eben das Kalb deutlich l√§nger bei der Kuh lassen. Was n√ľtzt schnelles Nachproduzieren, wenn man schon das letzte Jungtier nur schwer platzieren kann...? Prinzipell finde ich die Haltung in ausgewogenem Geschlechterverh√§ltnis durchaus sinnvoll, denn dann entst√ľnde vielleicht gar kein Bullen√ľberschussproblem (Wie ist das Geschlechterverh√§ltnis in der Nachzuchtstatistik?). Will sagen, wer Platz f√ľr vier adulte Tiere h√§tte, sollte vielleicht lieber 2,2 statt 1,3 halten usw.

Zumindest auf dem Rei√übrett w√§re in Magdeburg durchaus Platz f√ľr eine dritte Anlage nebst notwendiger Stallerweiterung, n√§mlich auf der Fl√§che Bartschweine/Krallenaffen. Da dieser Bereich quasi als unangetastete Insel zwischen den demn√§chst neugestalteten Bereichen Amazonien und Africambo 1 liegen wird, mag eine solche Erweiterung vielleicht sogar f√ľr die Zukunft angedacht sein. Wobei ich nicht hoffen will, dass man dann sagt "jetzt haben wir endlich genug Fl√§che, um auf Breitmaulnash√∂rner umzusteigen"...
(01.02.2009, 20:42)
Oliver Jahn:   @nurmichael, ich w√ľrde sogar behaupten, dass die Situation noch schlechter wird, denn bisher gibt es 4 Au√üenanlagen, welche alle trennbar sind, aber 3 auch zusammengeschlossen werden k√∂nnen.
(01.02.2009, 20:27)
nurmichael:   @ Michael Mettler, mir ist unverst√§ndlich, warum f√ľr zwei Au√üenanlagen geplant wird. Die jetzige Situation in Magdeburg ist doch durch eben diese Beengtheit hervorgerufen. Selbst wenn mit einem Zuchtpaar die neuen Anlagen besetzt werden, w√ľrde bei Fortsetzung einer erw√ľnschten Zucht sich der heutige Zustand √ľber kurz oder lang wieder einstellen, zumindest dann wenn die Abgabe von Jungtieren sich √§hnlich problematisch darstellt wie heute.
(01.02.2009, 20:18)
Oliver Jahn:   Also in Magdeburg geht man von keiner erneuten Tr√§chtigkeit bei Mana mehr aus. Klar, Kenia scheidet auch aus, und Malaika und Madiba k√∂nnen sich eben nicht riechen.
In MD stehen die K√ľhe innen einzeln, aber au√üen sind sie des √∂fteren zusammen.
(01.02.2009, 20:11)
Niedersachse:   Ist den Mana mit ihren jetzt 27 Jahren wirklich schon zur Alt f√ľr die Zucht wenn sie eigentlich immer regelm√§√üig Nachwuchs hatte. Elefanten k√∂nnen ja auch noch mit √ľber 50 Jahren Nachwuchs bekommen wenn sie regelm√§√üig tragend waren.
Klar Kenia scheidet aus. Bei Maleika wäre wirklich sonst ein Transfer eine gute Möglichkeit sie zur Zucht zu bringen.

Vielleicht spricht auch gegen die Abgabe von Madiba, dass man selbst kein neues Tier aufnehmen darf. In den meisten Haltungen ist ja die Bullenplanstelle besetzt und der m√ľsste f√ľr Madiba ja erst mal weg. Und ein Tausch schlie√üt sich ja aus leider.

@André Haubrich: Die lassen sich zusammen halten. Wird beispielweise in Leipzig so gemacht. In Hannover hingegen nicht.
(01.02.2009, 20:07)
Michael Mettler:   Und Dvur Kralove als einer der erfolgreichsten Z√ľchter ebenfalls. Aber derzeit stehen die Magdeburger K√ľhe doch alle einzeln, oder?
(01.02.2009, 20:03)
Oliver Jahn:   @Andre, das beweist Magdeburg seit Jahrzehnten, dass das funktioniert.
(01.02.2009, 20:00)
Andr√© Haubrich:   Ist es denn m√∂glich, Spitzmaunnashornk√ľhe gemeinsam zu halten?
(01.02.2009, 19:51)
Michael Mettler:   Bin gespannt, wie sich die Magdeburger Haltungssituation mit Africambo 1 entwickeln wird. Laut Entwurf wird es zwei Au√üengehege f√ľr die Nash√∂rner geben. Das kleinere in Vergesellschaftung mit Guerezas, da tippe ich darauf, dass hier der Bulle einziehen wird. Das gr√∂√üere soll enge Durchl√§sse zur benachbarten Afrikasavanne bekommen, so dass Antilopen beides nutzen k√∂nnen; das d√ľrfte wohl die Anlage f√ľr die Kuh/K√ľhe werden. Nun gibt es aber 1,3 Rhinos im Zoo. F√ľr die alte Kenia k√∂nnte ich mir vorstellen, dass sie vorerst im alten Dickh√§uterhaus bleibt, wenn das ohnehin bis zum Bau von Africambo 2 (Elefantenanlage) stehenbleiben muss, und wer wei√ü, ob sie dessen Fertigstellungsjahr 2013 √ľberhaupt noch erleben wird. Aber letztlich bleiben in Africambo 1 die M√∂glichkeiten a) es ist st√§ndig eine Kuh beim Bullen, b) die K√ľhe machen Schichtdienst, c) die K√ľhe werden zusammengew√∂hnt.
(01.02.2009, 19:43)
Oliver Jahn:   @nurmichael, da kann ich leider nichts zu sagen. Ich erfuhr lediglich im Zoo selber, dass man die Hoffnung mit der letzten noch zuchtf√§higen Kuh noch nicht aufgegeben hat und immer wieder versucht, beide zusammen zu bringen. Daher wird man den Bullen noch nicht abgeben wollen. Anderseits, wer wollte ihn auch nehmen?
(01.02.2009, 19:13)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, wissen Sie, ob sich die Magdeburger Direktion gegen eine Abgabe von Madiba sperrt, oder es schlicht keinen Interessenten f√ľr ihn gibt? Er, geb. 1992, hat seine Zeugungsf√§higkeit ja schon bewiesen, Maleika, geb. 1995 altersm√§√üig also durchaus zuchtf√§hig, hingegen nicht. Auch bei ihr w√ľrde sich die Integration in eine Zuchtgruppe dennoch durchaus lohnen.
(01.02.2009, 18:40)
Oliver Jahn:   @Niedersachse, die Zucht l√§uft leider nicht mehr. Nicht nur Zukauf, sondern auch Austausch ist ausgeschlossen. Zucht mit vorhandenen Tieren hingegen nicht, aber zwei K√ľhe sind zu alt, die Tochter ist weg und mit der verbleibenden, noch zuchtf√§higen Kuh harmoniert der Bulle nicht.
(01.02.2009, 17:09)
Niedersachse:   So weit ich wei√ü darf Magdeburg doch seinen Nashorn-Bestand nur durch eigene Zucht vergr√∂√üern, die immer noch erlaubt sein m√ľsste. "Zukauf" von neuen Tieren ist nicht erlaubt, sondern h√§tte es Malindi doch auch schon nicht geben d√ľrfen.
Ich hoffe mal ganz einfach nicht, dass man jetzt neu diese funktionierende Zucht verboten hat.

Suny in Hannover soll nicht aufgenommen haben. Allerdings gibt es Ger√ľchte dass Saba vlt tragend ist.
(01.02.2009, 17:00)
Oliver Jahn:   Man l√§sst ihn ja noch regelm√§√üig mit den K√ľhen zusammen, aber gro√üe Hoffnung hat man nicht mehr. √úber seine Abgabe ist mir nichts bekannt, aber "Angegucktwerden" ist nicht, denn er steht fast immer hinten, und somit f√ľr den Besucher nicht sichtbar.
(01.02.2009, 16:59)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, ist denn f√ľr Madiba eine andere Haltung vorgesehen? Allein zum Angegucktwerden ist er als Wildfang ja eigentlich zu wertvoll.
(01.02.2009, 16:45)
Oliver Jahn:   Das Thema Zucht in MD d√ľrfte sich also erledigt haben, denn die Planstelle von Malindi darf ja nicht neu besetzt werden. Und das tats√§chlich 2010 die Nash√∂rner auf einer neuen Anlage stehen und somit auch ein Tiertausch wieder m√∂glich sein wird, das wage ich mal zu bezweifeln
(01.02.2009, 15:30)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, sch√∂nen Dank f√ľr Ihre Info. In der Tat ist in irgendeinem Thread Malindis Umzug nach England bereits vermeldet worden. Das hatte ich auch gelesen, in meinem, posting aber vergessen zu erw√§hnen.
(01.02.2009, 15:25)
Oliver Jahn:   Ich wei√ü nicht, ob es an anderer Stelle schon erw√§hnt wurde, aber eine weitere Ver√§nderung bei Spitzm√§ulern ist die Abgabe der Magedeburger Spitzmaulnashornkuh Malindi nach Chester. Das ist allerdings schon im September letzten Jahres passiert.
(30.01.2009, 21:20)
nurmichael:   Die letzte Bestandsver√§nderung bei den Spitzmaulnash√∂rnern, die mir bekannt ist, war die Geburt von Kito (Jasper x Ine) im Zoo Berlin. Wie sieht es in den anderen deutschen bzw. kontinentaleurop√§ischen Haltungen aus? Waren die Deckversuche von Ndugu in Leipzig erfolgreich? Hat Sany in Hannover nach k.B. mit Madibas Spermien aufgenommen? Hat Z√ľrich endlich einen neuen Bullen? Gibt es aus Frankreich erfolgreiche Paarungen zu vermelden? Was hat sich in Dvur Kralove getan? Auch Neuerungen bei den Breitm√§ulern v.a. in Deutschland w√ľrden mich interessieren.
(29.01.2009, 21:18)
Michael Mettler:   P.S. W√§re trotzdem ganz interessant, woher die privaten Spitzmaulnash√∂rner urspr√ľnglich kamen, wenn die Art in RSA eigentlich schon ausgerottet war. Denn die Tiere im Addo-NP sind ja z.B. "eingeb√ľrgerte" OSTafrikanische Spitzm√§uler (D. b. michaeli). Bei dieser Unterart w√§re der Abschuss von Tieren wegen der kleineren Population deutlich schwerwiegender als bei D. b. minor.
(21.10.2008, 18:37)
Michael Mettler:   Sorry, das mit dem Link ist meine Schuld, ich hatte ihn in den geschriebenen Beitrag hineinkopiert, bl√∂derweise mitten in ein Wort - war also ein Korrekturfehler.
(21.10.2008, 18:33)
Sacha:   @MM: Eben, oder er macht eine hohe Summe locker. Dabei sollte man bedenken, dass die Lebenshaltungskosten in S√ľdafrika tiefer sind als in D. Eine hohe Summe beginnt somit in S√ľdafrika schon fr√ľher als bei uns (alles relativ).
Zudem ist es ein paar J√§hrchen her, seit ich in S√ľdafrika war. Damals war der Kurs Rand/Euro resp. D-Mark noch nicht so lukrativ f√ľr Europ√§er (und der Rand ist in den letzten 10, 12 Jahren stark gefallen). Auch war die Form der Tierauktion (zumindest in diesem Umfang) noch relativ neu. Kommt hinzu, dass auf besagter Website von Durchschnittspreisen die Rede ist. F√ľr einen zuchterprobten Bullen und eine zuchterprobte Kuh wird man wohl mehr bezahlen. Die noch nicht einkalkulierten Transportkosten hast Du ja schon erw√§hnt.

Unter diesen Gesichtspunkten erklärt sich dann schnell mal der Preis von 100000 Euro pro Paar.

PS: Der Link von gamefarmnet ist falsch. Am Schluss steht nur ein htm nicht ein html
(21.10.2008, 18:19)
Michael Mettler:   @Sacha: ...und genau Letzteres d√ľrfte hie und da der Fall sein. Wo sonst bietet sich einem noch so verm√∂genden Nimrod die M√∂glichkeit, sein Ego durch Abschuss eines Rhinos zu befriedigen? Dann soll er auch sch√∂n daf√ľr "bluten", das Geld kommt letztlich indirekt wieder dem Faunenerhalt in S√ľdafrika zugute.

Im Net fand ich eine Auktionspreisliste f√ľr s√ľdafrikanisches Wild:
http://www.gamefarmnet.co.za/veiling.html
14 Rand entsprechen etwa 1 Euro, der Preis von 100.000 Euro f√ľr ein Paar Breitmaulnash√∂rner erscheint im Vergleich zu dieser Liste also immens hoch. Wobei nat√ľrlich hier nur die Preise f√ľr die Tiere angegeben sind, die Transportkosten kommen ja noch hinzu. (Off-topic: Am Kaufpreis sollte es also nicht liegen, dass die Bem√ľhungen um den Import von Klippspringern f√ľr Zoos immer wieder scheiterten...)

(21.10.2008, 17:47)
Sacha:   @MM: Ja, auch einige Privatfarmen halten Nash√∂rner, zumindest Breitmaulnash√∂rner. Als ich vor ein paar Jahren in S√ľdafrika war, erz√§hlte mir ein Aufseher w√§hrend einer Pirsch durch den kleinen Privatpark, dass sie f√ľr ein Breitmaulnashorn-Zuchtpaar umgerechnet 100000 Euro hingebl√§ttert h√§tten. Die Tiere wurden bei einer Auktion der Nationalparkbeh√∂rde ersteigert. Obwohl die Preise wegen der guten Zuchterfolge inzwischen wohl gesunken sind, d√ľrfte es sich ein Privatmann wohl zweimal √ľberlegen, bevor er eines seiner Nash√∂rner zum Abschuss freigibt. Oder aber der "Gastj√§ger" macht eine Riesensumme locker...
(21.10.2008, 10:14)
WolfDrei:   Ohne jetzt die Preise zu finden: Aber auch "√ľberz√§hlige " Spitzmaulrhinos werden auf Tierauktionen angeboten, viel teurer als die Breitm√§uler, wobei die wiederum billiger sind als Rappenantilopen"zucht"bullen.
(21.10.2008, 07:45)
Michael Mettler:   Frage ist: Befinden sich die jagdbaren Rhinos in S√ľdafrika und Namibia in Privatbesitz, wie so viele Tiere dort auf Gro√üwildfarmen? Und wenn ja, wie sind sie dort hingekommen, wenn doch das Spitzmaulnashorn in S√ľdafrika schon mal ausgerottet war? Dass ein Farmer sein vierbeiniges Inventar - ob Wild- oder Haustier - als wandelndes Kapital ansieht, kann man ihm nicht ver√ľbeln; ohne Game Farming g√§be es wahrscheinlich einen Gro√üteil der s√ľdafrikanischen Gro√ütierfauna l√§ngst nicht mehr, weil man die Tiere als Nahrungskonkurrenten des Viehs gnadenlos verdr√§ngt oder gar ausgerottet h√§tte. Ein Vorwurf w√§re also eher an eventuelle offizielle Stellen zu richten, die m√∂glicherweise Spitzmaulnash√∂rner aus Nationalparks an Privat abgegeben haben. Aber auch die haben das ja wahrscheinlich nicht aus Jux und Dollerei getan... Eine bl√∂de Situation mit jeder Menge Bauchgrimmen f√ľr den Artenschutz.
(20.10.2008, 23:21)
Michael Amend:   Kap-Bergzebras d√ľrfen auch gejagt werden, und davon gibt es weitaus weniger als Black Rhinos, aber die Tiere haben keine Lobby, das ist ihr Pech....
(20.10.2008, 15:58)
nurmichael:   Wer die Nachricht noch nicht kennt:
http://www.faz.net/s/Rub9FAE69CECEA948EAAFE2806B54BF78AA/
Doc~E6A31191E127449CEAC4525316FD4
B7CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(20.10.2008, 14:13)
Peter Schneider:   Die M√ľnsteraner Breitmaulkuh Emmi ist wohl schwanger. Geburt wird in einem Jahr erwartet.
(08.10.2008, 17:40)
IP66:   Mir scheint, da√ü man zwei Typen von Holzfu√üboden unterscheiden sollte: Der eine besteht aus echten aneinandergef√ľgten Holzbalken, wie ich sie vor allem von Raubtierh√§usern kenne. Diese hatten den Vorteil, die jeweiligen Tiere von vom Boden aufsteigender K√§lte zu sch√ľtzen. Die zweite Form der Verwendung von Holzbohlen besteht darin, diese unter dem Estrich einzuziehen, um ein Absinken des Bodens zu verhindern. Die meisten Tierh√§user im 19. Jahrhundert waren wohl nicht unterkellert (eine Ausnahme bietet das Geb√§ude f√ľr V√∂gel und Menschenaffen in K√∂ln), so da√ü sich das Problem der Fu√ük√§lte allenthalben stellte. Ich k√∂nnte mir jedoch vorstellen, da√ü die Eigenschaften beider Bodentypen den Bed√ľrfnissen von Nash√∂rnern besser entgegenkommen als Beton- oder Natursteinfu√üb√∂den. Vielleicht werden die Fu√ükrankheiten der Tiere ja gar nicht durch die Festigkeit, sondern die kalte Temperatur des Bodens ausgel√∂st?
(19.08.2008, 17:32)
Niedersachse:   Im alten Elefantenhaus in Leipzig war zuletzt kein Holzboden. Es d√ľrfte Beton- oder Epoxidharzboden gewesen sein. Jetzt ist es ja in der Freilauffl√§che Sand- und in den Boxen ein Gummiboden.

Im Nashornhaus des Zoo Leipzig wurden die beiden Bullenboxen mit Gummi ausgelegt, da er Probleme mit den Zehennägel hat.
(19.08.2008, 17:16)
Michael Mettler:   Zumindest das Frankfurter Panzernashorn wurde nicht mehr auf Holz gehalten: Das Dickh√§uterhaus bzw. "Maurische Haus" hatte zwar am ersten Standort des Zoos noch Holzb√∂den in den St√§llen, doch hatten sich diese nicht bew√§hrt, und man stellte nach dem Umzug des Hauses auf den heutigen Standort auf B√∂den aus gebranntem Stein um (gefunden in "Von B√ľrgern f√ľr B√ľrger").
(19.08.2008, 14:29)
Michael Mettler:   Wurde nicht in Leipzig sogar erst mit dem Umbau zu Ganesha Mandir ein urspr√ľnglicher Holzpflasterboden des Dickh√§uterhauses durch ein anderes Material ersetzt?
(19.08.2008, 13:51)
Oliver Jahn:   Auch unter den fr√ľhen Nash√∂rnern in Deutschland gab es Tiere, die nicht lange lebten. Ich glaube kaum, dass man an den wenigen Exemplaren einen echten Vergleich ableiten kann.
Was die Haltung anging, da möchte ich auf jeden Fall Michael Mettler zustimmen, was die Horndeformationen angeht. Hier haben modernere Materialien und Stahlseile, aber auch falsche Futtertrogformen, wie z.B. in Magdeburg sicher einen großen Einfluss.
IP66, in vielen Dickh√§uterh√§usern waren die B√∂den tats√§chlich aus Holz. Selbst 1967 in Magdeburg wurden f√ľr den ersten Boden noch Holzplanken verwendet, welche erst etliche Jahre sp√§ter durch einen Betonboden ersetzt wurden.
(19.08.2008, 13:28)
Gudrun Bardowicks:   Vielleicht waren die Wildf√§nge, die Fang, Transport und Eingew√∂hnung √ľberlebten, widerstandsf√§higer als Tiere, die in Gefangenschaft geboren wurden. Bei Elefanten und Menschenaffen ist es ja auch h√§ufig so, dass die wenigen heute noch in Zoos lebenden Wildf√§nge √§lter werden als Zoonachzuchten. Dieses gilt im √ľbrigen auch f√ľr viele Gro√üe T√ľmmler.
(19.08.2008, 12:26)
IP66:   Ich k√∂nnte mir vorstellen, da√ü die Nash√∂rner nicht auf Holz, sondern auf einer Art Estrich standen, also einem gefestigten Naturboden. Den konnte man zwar nicht so leicht desinfizieren wie die heutigen Naturb√∂den, doch nahm der mehr Feuchtigkeit an und √§hnelte sicher st√§rker den Naturb√∂den. Schlie√ülich wurden die H√§user st√§rker geheizt als heute, meist allerdings mit Kohle√∂fen, bei denen die Temperaturver√§nderungen nicht so aprupt erfolgten wie bei heutigen Zentralheizungen. Da in vielen der Dickh√§uterh√§user auch Flu√üpferde untergebracht waren, d√ľrfte die Luftfeuchtigkeit trotz der Heizmethode hoch gewesen sein. Au√üerdem kamen die Tiere weniger h√§ufig in die Freiluftgehege als heute. Schlie√ülich gab es weniger Transfers und Umbauten - nach dem Import blieb das Nashorn in der Regel in der Haltung, in die es hineingekauft worden war.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob unsere Perspektive auf die Nashornhaltung im 19. Jahrhundert durch die - in der Tat √ľberraschend zahlreichen - langlebigen Tiere verschoben wird. Zumindest in Berlin gab es erhebliche Eingew√∂hnungsschwierigkeiten und Verluste, so da√ü ein Bekannter sich zu der Bemerkung veranla√üt sah, da√ü ein Nashorn dort entweder im ersten Jahr eingegangen sei oder, wenn es das nicht geschah, es die n√§chsten drei Zoodirektoren √ľberlebt h√§tte.
(19.08.2008, 11:02)
Michael Mettler:   Wenn ich an die Fu√üprobleme mancher "moderner" Panzernash√∂rner denke, frage ich mich, ob die "historische" Haltungsmethode ohne Beton, daf√ľr im Innenraum auf Holzbohlen, wom√∂glich sogar ein entscheidender Faktor f√ľr die Lebensverl√§ngerung war. √úbrigens f√§llt mir dabei auf, dass die historischen Panzernash√∂rner auch deutlich unversehrtere H√∂rner hatten - ich denke da vor allem an das Berliner Tier in Hecks Buch von 1899 mit seiner pr√§chtigen Nasenzier. Altmodische Eisengitter und Holz scheinen daf√ľr g√ľnstiger zu sein als Beton und Naturstein...
(19.08.2008, 09:03)
Michael Amend:   Stimmt, da habe ich die beiden Berliner K√§lber durcheinander gebracht.

Was bei Panzernash√∂rner auff√§llig ist, vor 1945 lebten etliche Panrenash√∂rner betr√§chtlich l√§nger als nach 1945, wo nur wenige Tiere √ľber 30 Jahre alt wurden, sogar im 19,Jahrhundert lebten einige Panzernash√∂rner 40 Jahre....Das Frankfurter Tier lebte von 1872 bis 96 in Berlin und starb 1909 in Frankfurt...
(19.08.2008, 06:38)
Niedersachse:   Das stimmt nur halb so ;)
Yodha hat nen Berliner Vater, allerdings nicht Terai. Der Vater von Yodha ist Kumar. Das erste Jungtier von Miris (danach bekam sie noch Heiner und danach Terai). Vater ist Arjun, Zuchtbulle aus Basel.
Terai im √ľbrigen ist ein Weibchen, dass in die USA geschickt wurde.
Kumar ging nach Amsterdam und anschließend nach Whipsnade. Dort zeugte er 1986 Yodha und verstarb 2001.
(18.08.2008, 19:51)
Michael Amend:   Ist √ľbrigens bekannt, das "Yodha " ein halber Berliner ist ? Sein Vater war der 1979 in Berlin geborene "Terai",( Eltern waren "Gauhati"und "Miris", die ja danach kein weiteres Kalb mehr bekam ) der in Whipsnade Zuchtbulle wurde und "Yodha " ist ein Sohn von ihm.
(18.08.2008, 19:40)
Oliver Jahn:   Allerdings waren genau wie im Juno alle drei Tiere getrennt.
(18.08.2008, 18:25)
R√ľdiger:   @Bj√∂rn
Du hast es richtig erfasst.Die Gene von Yhoda sind halt doch gefragt im EEP .
(18.08.2008, 18:19)
Bj√∂rnN:   Welches ist denn das 3. Tier, wieder Jhansi aus dem Tierpark als Einstellung zum Decken bei Yohda??
(18.08.2008, 17:12)
Oliver Jahn:   Im Zoo Berlin stehen wieder drei Panzernash√∂rner. Will man damit die Zucht im Zoo wieder ankurbeln? Da k√§me ja das alte Haus noch mal zu neuer Ehre! :-) Aber immerhin verf√ľgt es f√ľr die Panzernash√∂rner √ľber drei trennbare Aussenanlagen. Das ist eben mehr, als der Tierpark trotz seiner Gr√∂√üe zur Zeit bieten kann.
(18.08.2008, 13:57)
Michael Mettler:   @Niedersachse: Darf man nicht, wenn die Bedingungen genauso ausgelegt werden wie damals in Hannover. So weit ich mich erinnere, wurden aus diesem Grund z.B. seinerzeit die Walrosse aus Hannover nicht mit der Hamburgerin Antje f√ľr einen Zuchtversuch zusammengef√ľhrt. Antje h√§tte nicht nach Hannover kommen d√ľrfen, da die hiesige Haltungsgenehmigung nur f√ľr Boris und Tanja als Individuen und nicht f√ľr die Art Walross als Ganzes galt, und wenn man Boris (oder beide) nach Hamburg ausgeliehen h√§tte, h√§tte man sie nicht mehr nach Hannover zur√ľckholen und die Anlage auch nicht mehr mit anderen Walrossen besetzen d√ľrfen. Ebenso bestand die Haltungsgenehmigung f√ľr das alte Paar Breitmaulnash√∂rner in der fr√ľheren Anlage nur f√ľr deren Lebenszeit. Als die Kuh starb, stand der Zoo also vor der Wahl, entweder den Bullen f√ľr den Rest seines Lebens allein zu halten (da man keinen Artgenossen mehr in die Anlage dazuholen durfte) oder ihn abzugeben und auf Spitzmaulnash√∂rner umzustellen, f√ľr welche die Anlage damals als gro√ü genug galt.
(16.08.2008, 12:17)
Niedersachse:   Weil Magdeburg ja keine neue Tiere ins Dickh√§uterhaus stellen darf.
Da stellt sich ja auch die Frage wenn man Madiba tempor√§r wo einstellen will, ob man ihn dann √ľberhaupt zur√ľck holen darf.
(16.08.2008, 11:51)
Michael Mettler:   @R√ľdiger: Sch√∂ne Idee, nur h√§tte man dazu erst mal einen neuen Platz f√ľr Kifaru finden m√ľssen - denn der h√§tte ja nicht im Gegenzug nach Magdeburg gehen d√ľrfen.
(16.08.2008, 11:43)
R√ľdiger:   Sany in Hannover ist sehr warscheinlich tragend, nach der A.I. im April 08.Vater ist Madiba aus Magdeburg. W√§re der doch besser als zuchtleihgabe in Hannover eingestellt worden. Dort h√§tte er Saba auch noch decken k√∂nnen. Somit w√§re die Tierqu√§lerei einer k√ľnstlichen Besamung ausgeblieben .
(16.08.2008, 11:36)
Niedersachse:   Malindi aus Magdeburg geht im September nach Chester.
(15.08.2008, 12:38)
IP66:   Mir ist nicht bekannt, da√ü die k√∂lner Anlagen von den nordrheinwestf√§lischen Genehmigungsbeh√∂rden f√ľr unzureichend erkl√§rt wurden. Dies w√§re auch in Hinblick auf den Gleichbehandlungsgrundsatz √ľberraschend, da in Krefeld unter vergleichbaren Bedingungen Transfers gestattet und das Vorgehen durch Zuchterfolge legitimiert wurde. Insofern scheint es sich bei der Behandlung der Nashornhaltung in Magdeburg um eine saxo-anhaltinische Besonderheit zu handeln.
Ganz verstehen kann ich das Vorgehen der k√∂lner Zooleitung nicht. Wenn anderenorts unter vergleichbaren Bedingungen Zuchterfolge erzielt werden konnten scheint es mir auch im Sinne des Artenschutzgedankens klug, eine Haltung, f√ľr die die Infrastruktur vorhanden ist, fortzusetzen. Auch in Krefeld und Berlin wurden die Zuchterfolge nicht mit dem Erstbesatz der jeweiligen Anlagen erzielt.
(15.08.2008, 10:29)
Michael Mettler:   Dass Ausnahmegenehmigungen f√ľr Haltungen unter nicht mehr den Vorgaben entsprechenden Bedingungen an die Anwesenheit des jeweiligen Tierindividuums gekn√ľpft sind, verstehe ich genauso wie nurmichael. √Ąhnliche F√§lle wie bei den Rhinos in Magdeburg kenne ich f√ľr verschiedene Tierarten in Hannover, bei denen die vorhandenen Exemplare zwar Bleiberecht auf Lebenszeit in ihren alten Anlagen hatten, aber die Genehmigung zur Haltung der Art als solches bei einem Ortswechsel der Tiere erloschen w√§re bzw. erlosch. Das war z.B. der Fall bei den Breitmaulnash√∂rnern, Walrossen und B√§ren. Einfach ausgedr√ľckt lautet das Prinzip: Weggegangen, Platz vergangen.
(15.08.2008, 08:58)
nurmichael:   Soweit mir bekannt ist, ist Tisa vom Zoo Berlin in K√∂ln lediglich eingestellt. Wenn das zutr√§fe, wird man das Tier nicht ohne weiteres abgeben k√∂nnen. In Doue la fontaine gab es vor Tisas Ankuft m.W. 2,1 Tiere: 1,0 Katakata ca. 16 j√§hrig aus englischer Zucht, 1,0 Jeremy ca. 8 Jahre aus Dvur Kralove und 0,1 Binti ca. 5 Jahre aus dem Zoo Berlin. Im ebenfalls in der Bretange gelegenen Zoo von Pt. Scorff sind neben Doue die einzigen Spitzmaulnash√∂rner Frankreichs zu sehen. Es sind dies 1,0 Jakob aus der Zucht aus Dvur Kralove, der zwischenzeitlich im Zoo Krefeld beheimatet war und 0,1 Siwa aus der Zucht des Zoos Z√ľrich, deren erste au√üerschweizerische der Zoo Dortmund war. Nach meiner Kenntnis sind in beiden Zoos bisher keine Jungtiere geboren.
@ Niedersachse, Ihre Erwartung an ein 29 jähriges weibliches Spitzmaulnashorn bzgl. Vermehrung ist bereits mehrfach enttäuscht worden. Zuletzt im Zoo Berlin, wo kurz nacheinander zunächst bei Mzima (keine Aufnahme) und dann bei Kilaguni (Totgeburt wg. Übertragung) entsprechende Versuche erfolglos blieben. Der Vergleich zu Elefanten ist m.M. unzulässig. Das älteste Weibchen, das m. M. einen Zuchterfolg zeitigte war Jimmi aus Dvur Kralove, die ihre letzte Tochter Jane Lee im Alter von 28 bekam.
@ IP66, Ob das EEP nach Haltern sucht, muss nicht unbedingt von der Notwendigkeit abh√§ngen. Wir haben weiter unten im Forum das Problem der Spitzmaulnashorn Haltung vor allem in Deutschland diskutiert. Am Beispiel Magdeburg wird deutlich, dass vor den W√ľnschen des EEP deutsche Genehmigungsbeh√∂rden zu ihrem Recht kommen wollen. Dort ist eine auch nur zeitweilige Abgabe von Madiba und/oder Maleika zu Zuchtzwecken gleichzusetzen mit deren dauerhafter Abgabe, da ‚Äďso habe ich das verstanden ‚Äď im Moment der Abgabe die Haltungsgenehmigung ausl√§uft (aufgrund unzureichender Haltungsbedigungen nach Beh√∂rdenauffassung). Wenn jetzt auch K√∂ln, zumindest f√ľr eine gewisse Zeit, seine Haltung aufgibt, in Hannover und Leipzig die Zucht weiterhin stagniert, bleiben f√ľr die Zucht des √∂stlichen Spitzmaulnashorns in Deutschland der Zoo Krefeld und der Zoo Berlin.
(14.08.2008, 21:59)
IP66:   Kann man es sich denn leisten, in K√∂ln einen Standplatz f√ľr Spitzmaulnash√∂rner unbesetzt zu lassen? Vor kurzem hat das EEP doch nicht nach Haltern gesucht?
(14.08.2008, 11:03)
R√ľdiger:   Nochmals die Frage: Wieviel Black Rhinos leben aktuell in Doue la Fontaine FR ?
Viel Gl√ľck f√ľr Tisa !
(13.08.2008, 20:13)
Niedersachse:   Das Kenia aus der zucht raus ist ist klar. Aber wenn Elefanten im Alter von 46 Jahren noch erfolgreich Jungtiere austragen und aufziehen k√∂nnen, dann k√∂nnte doch auch noch ein 29-j√§hriges Nashornweibchen die Zucht gelingen.
Außerdem gibts doch in Magdeburg noch das 3. Weibchen Maleika, die ja noch Eli als Vater hat.

Ist das denn √ľberhaupt sicher, dass Tisa zur√ľck kommen soll nach K√∂ln. Das h√∂re ich grade zum ersten Mal. Ich habs immer so verstanden dass sie nach Doue la Fontaine ist um dort zu z√ľchten. Auf einem Info-Schild am Gehege in K√∂ln steht auch nix von R√ľckkehr.

Laut dem Schild an Tacos Gehege soll er bis 2010 in Köln bleiben und ausziehen wenn die Flusspferde und Sitatungas auch das Haus verlassen.
(13.08.2008, 11:53)
nurmichael:   Berichtigung: Nicht Tacco sondern Taccos Vater Kifaru ist ein Halbbruder zu Wanda.
(12.08.2008, 22:31)
nurmichael:   Wie begehrt ein einziger freier Platz in bestehenden kontinentaleurop√§ischen Spitzmaulnashornhaltungen ist, zeigt die Reaktion auf Tisas Hochzeitsreise in die Bretange.
@ Niedersachse, wenn Malindi in den Zoo K√∂ln reist, ist Tisas R√ľckkehr nach K√∂ln nur schwer m√∂glich. Mit einem baldigen Zuchterfolg ist eingedenk Malindis Alter auch nicht zu rechnen. Es sollte wohl ‚Äěentsch√§rfen‚Äú hei√üen. Einen Zuchversuch mit Kenia (42) und Mana (29) sollte im Interesse der Weibchen besser unterbleiben.
@ Michael Mettler, ob Malindi oder Saba, beide machen die R√ľckkehr von Tisa unwahrscheinlich, zumal Tacco seine Zuchttauglichkeit bislang nicht unter Beweis gestellt hat.
@ R√ľdiger, bisher hatte ich den Eindruck, das Z√ľrich ein Zuchterprobtes M√§nnchen sucht. In Tacco wird man Ihn gerade nicht finden, abgesehen davon, dass er mit beiden Weibchen eng verwandt ist (Vollbruder zu Samira und Halbbruder zu Wanda). Tacco in Z√ľrich aber nur zu parken, um in K√∂ln Zeit f√ľr einen Umbau zu gewinnen, dessen Finanzierung noch nicht sicher ist, d√ľrfte Kaum im Interesse der Z√ľrcher Zooleitung sein.
(12.08.2008, 22:11)
R√ľdiger:   Hier der Pressebericht zu Schwerin.
Anzeiger Sternberg-Br√ľel-Warin - 4. Feb. 2006
Schweriner k√∂nnen Herz f√ľr Nash√∂rner zeigen
Um auch k√ľnftig am Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm f√ľr Nash√∂rner teilnehmen zu k√∂nnen, hat der Schweriner Zoo im 50. Jahr seines Bestehens gro√üe Pl√§ne: Das jetzige Au√üengehege der Dickh√§uter soll auf rund 3000 Quadratmeter nahezu verdoppelt werden. Geplant ist dar√ľber hinaus eine Erweiterung der Stallanlage. "Insgesamt sechs Nash√∂rner k√∂nnten wir dann im Zoo halten", sagt Direktor Michael Schneider. Rund 600000 Euro wird das Vorhaben voraussichtlich kosten. Dabei hofft der Zoo auf eine gro√üz√ľgige Unterst√ľtzung aus dem Wirtschaftsministerium in H√∂he von etwa 540000 Euro.
(09.08.2008, 18:21)
Niedersachse:   Im September will ja Schwerin die neue Nashornanlage er√∂ffnen. Der Bulle ist ja schon l√§nger da. Wei√ü jemand mit wie vielen Weibchen man plant, und wo sie her kommen sollen?
(09.08.2008, 16:23)
R√ľdiger:   .... oder man schickt Tasco nach Z√ľrich und sorgt in K√∂ln f√ľr eine gr√∂ssere und "dickh√§uterentsprechendes" Innen + Aussengehegebessere als Grundstock f√ľr eine zuk√ľnftige Zucht. Beides war meines Erachtens mit eine Ursache oder ein Grund f√ľr die negative Zuchtbilanz von Rhinos in K√∂ln! F√ľr die Elefanten hat man schliesslich auch Platz und Geld aufgetrieben .
(09.08.2008, 12:41)
Michael Mettler:   ...oder man k√∂nnte Saba aus Hannover nach K√∂ln schicken. Wenn Kifaru ohnehin nicht mehr zeugungsf√§hig sein soll, braucht man auch keine zweite Kuh mehr...
(08.08.2008, 20:50)
Niedersachse:   Die Spitzmaulnashornkuh Tisa ist ja jetzt umgezogen von K√∂ln nach Doue La Fontaine. Da k√∂nnte man ja die 2005 in Magdeburg geborene Malindi nach K√∂ln bringen dort nen neuen Zuchtversuch mit Taco zu starten. In Magdeburg w√ľrde sich die Platzsituation ein wenig versch√§rfen und man k√∂nnte nochmal nen Zuchtversuch mit den beiden zuchtf√§higen Weibchen versuchen.
(08.08.2008, 18:47)
nurmichael:   Ich verweise bezgl. der Nutzung der BM Anlagen im TP Berlin auf meinen Vorschlag im Posting vom 02.02.2008 hier im Forum. Eine Neubesetzung mit Breitmaulnash√∂rnern halte ich angesichts der Zuchtergebnisse in anderen deutschen Haltungen (Ausgenommen Hodenhagen und evtl. Erfurt) f√ľr verfehlt. Andererseits ergibt sich in Berlin die wahrscheinlich in Deutschland einmalige Chance zwei Zuchtzentren f√ľr Panzernash√∂rner und Spitzmaulnash√∂rner (Zoo Berlin) in einer Stadt auszubauen, ohne jeweils auf andere Nashornarten R√ľcksicht nehmen zu m√ľssen.
(26.05.2008, 21:18)
Mel:   Ich halte es auch f√ľr sinnvoller den Panzernash√∂rner die frei werdende Fl√§che zur Verf√ľgung zu stellen, was ja in der Vergangenheit mit dem gr√∂√üten ehemaligen Breitm√§uler Stall schon √∂fter praktiziert wurde.

Die nutzbare Fl√§che der ehemaligen Breitm√§ulerst√§lle setzt sich aus 3 St√§lle a 35m¬≤, 1 Stall a 95m¬≤ und einem Absperrstall a 48m¬≤ zusammen, wenn man jetzt hierzu die Gr√∂√üenverteilung bei den Panzernash√∂rnern sieht: 4 St√§lle a 27m¬≤ und ein Absperrstall a 48m¬≤ w√§re eine Nutzung f√ľr die Panzernash√∂rner, beim momentanen Tierbestand, sehr w√ľnschenswert. Dazu kommt ja im Moment Blatznehmend f√ľr die PN noch der Umstand, da√ü ein Stall und das Badebecken (welches zwischen beiden Stallkomplexen liegt) zur Zeit dem Tapir zugeschlagen sind.

Auch w√ľrde sich durch eine solche Nutzung der "Schichtdienst" auf den Aussenanlagen er√ľbrigen.

Gruß Mel
(26.05.2008, 10:06)
Bj√∂rnN:   Wof√ľr denn neune Tiere?? Warum nicht lieber den Panzernash√∂rnern mehr Platz zur Verf√ľgung stellen, das w√§re doch eher im Interesse??
(26.05.2008, 02:00)
Hannes L√ľke:   Und warum holt man nicht neue Tiere (wegen meiner Senioren )hinzu?
(26.05.2008, 00:57)
nurmichael:   Wenn ich das richtig wei√ü, sind im Dickh√§uterhaus des Tierparks vier Boxen f√ľr die Haltung von Breitm√§ulern vorhanden. Diese waren auch Mitte der 90er alle mal besetzt. Die Au√üenanlage ist geeignet, die ganze Herde aufzunehmen. Allerdings ist sie derzeit nicht teilbar, f√ľr evtl. andere Arten also wahrscheinlich nur im Schichtdienst zu nutzen.
(25.05.2008, 22:34)
Hannes L√ľke:   Haben die Nash√∂rner nicht Schichtdienst geschoben?
Wieviel Boxen f√ľr Rhinos hat der TP eigentlich? Waren die alle mal voll?
(25.05.2008, 22:24)
nurmichael:   Ist hier im Forum bekannt, welche Pl√§ne im Tierpark Berlin, nach dem Ableben des letzten Breitmaulnashorns, auf den f√ľr diese Art bisher genutzten Anlagen bestehen?
(25.05.2008, 22:14)
nurmichael:   Falls es von geneigten Mitdiskutanten jemand noch nicht wei√ü: Das letzte Krefelder Spitzmaulnashornjungtier ist wieder ein Bullkalb mit dem Namen Thabo (http://www.personalbit.de/modules/news/article.php?storyid=1052).
(25.05.2008, 18:04)
Mel:   @Adreas: passiert mir in letzter Zeit scheinbar h√§ufiger ;-) Ich war so gegen 12 kurz an der Anlage (der langhaarige typ mit dreckigen Arbeitsschuhen und schwarzen T-Shirt. *ggg*
(10.05.2008, 01:00)
Mel:   So hab dann heute in den TP geschafft, WE w√§re mir zu voll. Und hier ist die kleine Manjula schlafend neben Ihrer Mama Betty.
(09.05.2008, 23:36)
Andreas:   @Mel
Da sind wir uns wohl am Sonntag unwissentlich begegnet :-)
(09.05.2008, 17:00)
Mel:   Und hier (der Doc. m√∂ge mir bitte 3 Bilder hinter einander bitte verzeihen) Ine beim fressen.
(08.05.2008, 19:54)
Mel:   Hier nochmal Kito und Gleich Mama
(08.05.2008, 19:52)
Mel:   So ich habs dann heute endlich mal wieder in den Zoo geschafft. Kito tobete √ľber die anlage und machte einen sehr guten (agilen & neugirigen) Eindruck, w√§hrend Muttern (Ine gen√ľsslich in seiner n√§he ein Paar Zweige mit Bl√§ttern fra√ü. Morgen will ich, wenn alles klappt mal mein Gl√ľck bei Betty und Kalb probieren.

Gruß Mel
(08.05.2008, 19:51)
Michael Mettler:   @R√ľdiger: Das w√§re auch in meinen Augen der richtigere Weg. Und ich gehe noch einen Schritt weiter: Ich w√ľrde sogar auf Saba verzichten und im Falle eines neuen Bullen eher in Erw√§gung ziehen, eine von Sanys T√∂chtern als zweite Zuchtkuh zur√ľck zu holen und den Versuch einer "Familienhaltung" zu starten. Da f√ľr Spitzmaulnash√∂rner ein gutes Langzeitged√§chtnis belegt ist (als Nebenprodukt der Formerkennungsversuche in Z√ľrich zu Hedigers Zeiten), d√ľrfte Sany ihre T√∂chter wohl wiedererkennen.
(07.05.2008, 20:49)
th.oma.s:   habe mir heute Betty + kind angesehen...
ein traum
(07.05.2008, 20:18)
R√ľdiger:   Es geht endlich wieder voran mit der Spitzmaulnashornzucht im guten alten Deutschland. Besonders sch√∂n das sind Erfolge ohne k√ľnstliche Besamungen.Vielleicht sollte sich Hannover einen anderen Zuchtbullen zulegen.
(07.05.2008, 19:59)
Niedersachse:   Gestern Abend ist in Krefeld das Kalb zur Welt gekommen.
(07.05.2008, 17:09)
Mel:   Kann ich beides best√§tigen, Sorry das im Moment wenig Infos von mir kommen, zu weinig Zeit und zu viel um die Ohren.

Gruß Mel
(06.05.2008, 22:11)
nurmichael:   Laut einer Zeitungsmeldung (BZ) ist im Tierpark Berlin ein Panzernashorn geboren von der Mutter Betty; Vater ist danach Belur.
Spitzmaulnashorn Kito ist nach der Berliner Morgenpost ein Bullkalb.
(06.05.2008, 22:03)
nurmichael:   Hier die PM des Zoos zur Geburt des Spitzmaulnashorns:

"Ein Edelstein besonderer Art: Spitzmaulnashorn-Baby "Kito" stellt sich vor!
Nashorn-Nachwuchs
Am 3. April brachte die 22jährige Spitzmaulnashorn-Dame "Ine" ihr drittes Kind zur Welt. Vater ist der 17jährige "Jasper".

Insgesamt wurde damit das 17. Spitzmaulnashorn in Berlin geboren! Die ungew√∂hnlichen Zuchterfolge unterstreichen die Bedeutung des Berliner Zoos f√ľr die Erhaltung dieser stark von der Ausrottung bedrohten afrikanischen Nashornart!

Das kleine Nashornkind erhielt den Kisuaheli-Namen "KITO", der "Edelstein" bedeutet.

Um Mutter und Kind nicht unn√∂tig zu beunruhigen, blieb es den Tieren selbst √ľberlassen, wann sie sich dem Publikum zeigen. Erst vor wenigen Tagen war auch Kito bereit, sich seinen Zuschauern zu pr√§sentieren. Kein Wunder, dass der Andrang am Freigehege der Nash√∂rner nahe dem Zoo-Restaurant am Wochenende riesig war, schlie√ülich geh√∂ren Nashornbabys zu den besonders anziehenden Tierkindern."

Das Geschlecht des Kleinen wissen wir damit immer noch nicht.
(06.05.2008, 21:45)
Michael Mettler:   Keine Ahnung, wer der eigentliche Eigent√ľmer ist. Auch Kifaru ist ja m.W. auf (Dauer-)Einstellbasis in Hannover und k√∂nnte durchaus noch immer Z√ľrich geh√∂ren. Sany ist dagegen m.W. Eigentum des Zoos.
(24.04.2008, 22:09)
Niedersachse:   Ist Saba von Leipzig oder Berlin eingestellt?
(24.04.2008, 20:27)
Michael Mettler:   @Niedersachse: Der Gedanke an Saba kam mir auch gleich, als ich die Meldung las. Vielleicht war der Weg mit Sany schlichtweg einfacher, weil sie dem Zoo geh√∂rt und nicht wie Saba nur eingestellt ist?
(24.04.2008, 12:19)
IP66:   Obschon ich sonst Spa√üzooeskapaden f√ľrchte, halte ich es nicht f√ľr falsch, einige Erfahrungen zur k√ľnstlichen Besamung von Spitzmaulnash√∂rnern zu sammeln. Zum einen kann man so genetisch wertvolle Jungtiere gewinnen, ohne allzuoft Tiere zu verschieben, zum anderen verf√ľgt man so √ľber Kenntnisse, die bei Engp√§ssen in der Zucht n√ľtzlich sein k√∂nnen. Schlie√ülich umgeht man elegant das Zuchtverbot, da√ü die magdeburger Beh√∂rden verh√§ngt haben.
(24.04.2008, 11:09)
Niedersachse:   Hatte man eigentl mal das Ger√ľcht verfolgt ob Kifaru unfruchtbar ist. Immerhin waren und er Sany ja lange zusammen und anscheinend ist da ja wirklich nichts bei rausgekommen.

Aber hätte man nicht vielleicht lieber Saba besamen sollen, immerhin hat Sany ja schon 3 Jungtiere gehabt, Saba erst eins.
(24.04.2008, 11:08)
Michael Mettler:   Laut heutiger Zeitungsmeldung hilft auch Hannover neuerdings der Natur nach: Wegen anhaltender K√§lberflaute bei den Spitzmaulnash√∂rnern wurde die Kuh Sany k√ľnstlich besamt, Samenspender war Madiba aus Magdeburg.

Da kommt dann doch gleich der Gedanke auf, dass der Zoo im Erfolgsfall nicht nur ein genetisch h√∂chst wertvolles Jungtier h√§tte, sondern gleichzeitig eine perfekt getimte Attraktion f√ľr die Sommersaison 2009 :-)
(24.04.2008, 10:35)
nurmichael:   @Michael Mettler, ich teile Ihre Auffassung, die Sie am 17.04.2008 hier von Verwandtenpaarung gegeben haben, insbesondere auf dem Niveau von Enkeln oder gar Urenkeln.
Ich wollte mit meinem Beitrag auch lediglich darauf hinweisen, dass in Dvur Kralove derzeit Verwandte von Davu stehen. Diese werden aber zum Zeitpunkt der Geschlechtsreife von Davu in f√ľnf bis sechs Jahren und einem Management der Zucht, wie bisher, in der Minderheit sein. Immerhin steht, neben Sauron auch noch Mweru aus britischer Zucht als Zuchtbulle zur Verf√ľgung. Dessen T√∂chter, au√üer aus Musso, sind dann mit Davu v√∂llig unverwandt.
(19.04.2008, 19:31)
Michael Mettler:   Da d√ľrften wohl noch einige spannende Forschungsergebnisse auf uns warten. Wenn ich die Ver√∂ffentlichungen im Internet, die ich mehr oder weniger gezielt zum Themenbereich gefunden habe, als Ma√üstab nehme, dann scheinen genetische Flaschenh√§lse durch Aussterben und Wiederausbreitung der Restpopulation in der Evolution gar nicht so selten gewesen zu sein (auch ohne menschliche Einwirkung). So soll z.B. der Puma in Nordamerika schon in grauer Vorzeit durch den Flaschenhals gegangen sein, √§hnlich wie der Gepard in Afrika. Und auch neue Unterarten, Arten, Gattungen usw. bilden sich ja mit Sicherheit nicht dadurch, dass es schlagartig und gleichzeitig bei 500 unverwandten Tieren gleichzeitig "klick" macht und aus der Rotstirn- eine Thomsongazelle wird, sondern doch wohl eher dadurch, dass Kleinpopulationen sich isoliert entwickeln oder eine Handvoll (wom√∂glich sogar verwandter) Tiere einen neuen Lebensraum f√ľr sich erschlie√üt (bei manchen Inselarten reichte ja vielleicht ein einziges tr√§chtiges Weibchen).

Wenn ich es mal ganz ketzerisch formulieren darf: Arten, die sich in solchen Situationen eine Inzestsperre "leisten", sind wohl eher vom evolutionären Untergang bedroht als solche, die "nehmen, was kommt"....
(17.04.2008, 13:38)
IP66:   Wie gestaltet sich dieses genetischen Problem denn bei anderen, wenig wanderfreudigen Arten?
(17.04.2008, 10:38)
Michael Mettler:   @nurmichael: Dass ein Nashorn zur Paarung auf mehr oder weniger verwandte Artgenossen trifft, d√ľrfte aber im Wildleben auch nicht viel anders sein, gerade bei einer als sehr sesshaft bekannten Art. Angesichts der schwindenden Freilandpopulation w√ľrde es den Niedergang der Art zus√§tzlich beschleunigen, wenn die Tiere bei der Partnerwahl selbst entfernte Verwandte ausschl√∂ssen...
(16.04.2008, 13:56)
Ralf Sommerlad:   @nurmichael: Ich hab nicht nach dem Namen gefragt, aber die Nashornspezialisten hier kennen vielleicht das Muttertier mit dem ca. 1-j√§hrigen Jungen.
Schade, dass meine Bilder in den zwar √§lteren aber grossz√ľgig und zweckm√§ssig gestalteten Innenboxen nichts geworden sind, aber ich wollte nicht blitzen.
(16.04.2008, 07:49)
nurmichael:   Berichtigung: Sali, * 1978, hatte 2,4 Nachkommen, ins Ausland gingen 1,3.
(15.04.2008, 22:50)
nurmichael:   @ Ralf Sommerlad, danke f√ľr die Photos. Wer ist denn darauf zu sehen?
(15.04.2008, 22:35)
nurmichael:   @ Niedersachse, die Info, dass Davu in Tallin eingestellt werden sollte, hatte ich seinerseits, nach Hinweis hier im Forum, auf einer homepage des WDR gefunden. Dass es nun Dvur Kralove geworden ist, ist angesichts der dortigen Zuchtergebnisse und Haltungsbedingungen durchaus erfreulich. Dass sich in Davu die Genetik von drei nach Europa importierten Foundern und einen aus den USA importierten Founder - ohne europ√§ische Verwandte, und alles Gro√üeltern ‚Äď in zweiter Generation vereinen macht ihn zweifellos f√ľr jede Zucht interessant. Dazu kommt, dass seine Mutter keine Vollgeschwister, sein Vater nur einen Vollbruder (in England) hat und haben wird.
Doch auch hier einen Spritzer Wasser in den Wein: Davus Gro√ümutter v√§terlicherseits, die lt. Sacha gerade verstorbene Sabi, hatte vor ihrem Umzug nach Z√ľrich in Dvur Kralove eine Tochter, die ihrerseits eine der bedeutendsten Zuchtk√ľhe der dortigen Haltung wurde. Wenn auch die meisten ihrer Nachkommen (1,5) ins Ausland (0,4) gingen ‚Äď u.a. Sany nach Hannover, Sara (Lipsi) nach Leipzig ‚Äď verblieben bis heute 1,1 ihrer Kinder in Dvur Kralove (Sauron + Musso). Davu trifft also auf Verwandtschaft auf Enkel bzw. Urenkel Niveau. Zudem sind von den urspr√ľnglich z√ľchtenden vier weiblichen Foundern in Dvur Kralove durch Abgabe des weiblichen Nachwuchses nur noch zwei Linien vorhanden, eben die von Sali und Jimmi. Vielleicht gibt es ja auch noch Platz f√ľr Malindi, Zawadi oder Zuri.
Jim nach Z√ľrich wird eine recht kurzfristige Angelegenheit mindestens bezgl. der Zucht werden. Er ist 1979 in Dvur Kralove geboren und dort selbst vielfacher Vater geworden. Und was ist, wenn nach erfolgreicher erster Deckakte in ca. 35 Monaten seine Manneskraft nachl√§sst seine Lebenskraft aber an die der Magdeburgerin Kenia heranreicht?
(15.04.2008, 22:31)
R√ľdiger:   Davu kam aus Krefeld und Jimm kam aus Dvur Kralove >> einn st√§ndiges Stell dich ein !
(15.04.2008, 18:57)
R√ľdiger:   Die Rhinohaltung im Zoo Z√ľrich scheint wieder Aufschwung zu kriegen, denn ein Zuchtbulle namens Jimm wurde im Herbst 2007 zur Zucht eingestellt. Also Kopf hoch und hoffen auf Nachwuchs f√ľr Z√ľrich 2009.
(15.04.2008, 18:55)
Ralf Sommerlad:   ..auch wenns zum Thema "in Deutschland" nicht passt: Das Bild aus Dvur Kralove ist trotzdem h√ľbsch
(15.04.2008, 14:50)
Ralf Sommerlad:   ...und Davu geht es hervorragend, wie ich gestern gesehen habe. √úberhaupt bin ich von der Nashornhaltung in Dvur Kralove begeistert.
(15.04.2008, 13:05)
Niedersachse:   @nurmichael:
Davu lebt seit dem 03.04.2008 in Dvur Kralove und nicht in Tallinn.
(15.04.2008, 12:53)
IP66:   Wei√ü man denn, wie es in Z√ľrich weitergehen soll? Da ist ja jetzt so etwas wie eine Planstelle frei ...
(15.04.2008, 11:54)
Sacha:   Traurige Nachricht aus Z√ľrich: Sabi ist gestern gestorben. Wenigstens hatte sie mit rund 36 Jahren ein langes Leben.

Bez. der Entwicklung der Spitzmaulnashorn-Zoobestände in Europa sehe ich die Situation ebenfalls als Ernst an. Deren Haltung zugunsten von Breitmäulern aufzugeben ist ein Fehler. Einzig in Frankreich scheint die Entwicklung umgekehrt zu sein. Und vielleicht setzt man auch in Spanien, wo ebenfalls in den letzten Jahren viele Zoos und Safariparks entstanden sind resp. modernisiert wurden, auch mal auf Spitzmäuler.
(15.04.2008, 09:38)
nurmichael:   @ R√ľdiger, √ľber die Zuchtsituation in Deutschland und Z√ľrich haben wir im Winter an dieser Stelle diskutiert. Dass der Krefelder Nachwuchs Davu in Tallin eingestellt wird, ist wohl eine Notl√∂sung, wenn ich Oliver Jahn richtig verstanden habe. In den Zoos Kontinentaleuropas g√§be es ein Problem heute, die vor einigen Jahren regelm√§√üigen und h√§ufigeren Zuchterfolge, unterzubringen. So ganz unwillkommen scheint die zu beobachtende Stagnation in der Erhaltungszucht der √∂stlichen Spitzmaulnash√∂rner den Haltern leider nicht zu sein. M√∂glicherweise gilt f√ľr Zoos der britischen Inseln √§hnliches.
(14.04.2008, 21:47)
nurmichael:   @ Mel, sch√∂ne Nachricht aus Berlin, herzlichen Dank daf√ľr. Vielleicht k√∂nnen Sie auch Geschlecht und Vater von Ines Nachwuchs benennen? Auch steht die Frage von R√ľdiger vom 25.01. nach der Entwicklung von Maburi noch unbeantwortet. Ein kurzer Beitrag √ľber die Situation von diceros bicornis michaeli im Zoo Berlin w√§re Spitze.
(14.04.2008, 21:19)
R√ľdiger:   Endlich ein Nash√∂rnchen mehr in Europa. Ist ein Bub oder ein M√§dchen ?Das leider immer noch seltene Ereignis finde ich top. Andere Halter tuen sich immer noch so schwer mit dem Nachwuchs, Warum z√ľchtet der Zoo Chester eigentlich seit geraumer Zeit nicht mehr?
Trotzdem good news !
(14.04.2008, 19:05)
Bj√∂rnN:   Tolle Nachricht....
(14.04.2008, 10:53)
Mel:   Kurze Info:

Vor knapp einer Woche war es dann soweit, Ine ist Mama, wird aber noch ne Weile dauern mit offiziellen Vorstellung.
(13.04.2008, 19:28)
IP66:   Ich wollte auf keinen Fall Tierh√§ndlerschelte betreiben, finde es allerdings auff√§llig, da√ü 1988, zu einer Hochzeit von Herrn Nogges Zuchtprogramm- und Selbstversorgerideen sich die Zoos an derartigen Aktionen noch beteiligten. Es m√∂gen durch Herrn Ruhe, der ja von seiner T√§tigkeit lebte, interessantere Zuchtgruppen zustandegekommen sein als durch heutige Zuchtbuchkoordinatoren, die sich ja oft nur nebenberuflich in dem Bereich engagieren k√∂nnen - doch wenn meine Wahrnehmung der √Ėffentlichkeitsarbeit der Zoos in dieser Zeit repr√§sentativ ist, galten die Tierh√§ndler damals als die gro√üen B√∂sewichter, deren Handwerk durch die Selbstversorgerprogramme endg√ľltig lahmgelegt werden sollte.
(26.03.2008, 17:40)
Michael Mettler:   Man kann solche Transfers von zwei Seiten betrachten, denn die Entscheidung zu einer Abgabe k√∂nnte genausogut durch gezielte Nachfrage des H√§ndlers bzw. durch ein verlockendes Angebot des Selben (finanziell oder im Tausch gegen begehrte Tiere) entstanden sein. Ruhe nahm ja keineswegs nur Tiere "auf Lager", bis sich irgendwann ein K√§ufer fand, sondern beschaffte auch relativ kurzfristig aus verschiedenen Zoos, was Auftraggeber w√ľnschten, und dies gerade bei Gro√üauftr√§gen. So r√ľstete die Firma z.B. neu gegr√ľndete Zoos und Safariparks in aller Welt mit dem Erstbesatz aus, von Tripolis bis Brindisi, von Venezuela bis Indonesien. In diesem Zuge muss Ruhe regelrechte "Shopping-Touren" durch die Zoowelt unternommen haben, um die gew√ľnschten Tiere in der ben√∂tigten St√ľckzahl zusammen zu bekommen. Das wurde mir schon bei meinen Flusspferd-Recherchen klar und nunmehr bei den Breitmaulnash√∂rnern best√§tigt. So belegt das Zuchtbuch z.B. auch, dass f√ľr den Besatz eines indonesischen Safariparks (Bogor) Breitmaulnash√∂rner aus Antwerpen, Arnheim, G√§nserndorf und Toronto in Gelsenkirchen zum Export zusammengestellt wurden.
(26.03.2008, 11:32)
IP66:   Ich finde Ihre Hinweise √§u√üerst interessant, weil Sie zeigen, da√ü man auch zu einem Zeitpunkt, als die meisten Zooleitungen sich offiziell von den Tierh√§ndlern distanzierten, diese offensichtlich gerne zu Rate zog, wenn es darum ging, sich schwer vermittelbarer Exemplare zu entledigen. Auch wenn in Hinblick auf den D√ľrer'schen Holzschnitt das Vorhandensein von Panzernash√∂rnern im dortigen Zoo Sinn macht, so gab es doch keine zwingende Notwendigkeit, das unter gro√üen finanziellen Opfern beschaffte Breitmaulnashornpaar wieder zu ver√§u√üern.
Hier in K√∂ln hat Herr Nogge allerdings mit einem √§hnlichen Problem gek√§mpft, war allerdings in einer etwas ungl√ľcklicheren Lage, da ihm ein Panzernashornstifter im Nacken sa√ü und das alte Haus f√ľr beide Arten doch ein wenig zu klein war. Er verfuhr so, da√ü er die heutige Moschusochsen-Anlage f√ľr das vorhandene Paar und ein herzugeholtes Tier adaptieren lie√ü, hat sich aber einige Jahre sp√§ter von der gesamten Gruppe getrennt. Die offizielle Begr√ľndung f√ľr das Verfahren war die, da√ü die Art nur in Gruppen z√ľchten w√ľrde und bedroht sei, weshalb gez√ľchtet und die Paarhaltung eingestellt werden m√ľ√üte.
(26.03.2008, 11:15)
IP66:   Ich finde Ihre Hinweise √§u√üerst interessant, weil Sie zeigen, da√ü man auch zu einem Zeitpunkt, als die meisten Zooleitungen sich offiziell von den Tierh√§ndlern distanzierten, diese offensichtlich gerne zu Rate zog, wenn es darum ging, sich schwer vermittelbarer Exemplare zu entledigen. Auch wenn in Hinblick auf den D√ľrer'schen Holzschnitt das Vorhandensein von Panzernash√∂rnern im dortigen Zoo Sinn macht, so gab es doch keine zwingende Notwendigkeit, das unter gro√üen finanziellen Opfern beschaffte Breitmaulnashornpaar wieder zu ver√§u√üern.
Hier in K√∂ln hat Herr Nogge allerdings mit einem √§hnlichen Problem gek√§mpft, war allerdings in einer etwas ungl√ľcklicheren Lage, da ihm ein Panzernashornstifter im Nacken sa√ü und das alte Haus f√ľr beide Arten doch ein wenig zu klein war. Er verfuhr so, da√ü er die heutige Moschusochsen-Anlage f√ľr das vorhandene Paar und ein herzugeholtes Tier adaptieren lie√ü, hat sich aber einige Jahre sp√§ter von der gesamten Gruppe getrennt. Die offizielle Begr√ľndung f√ľr das Verfahren war die, da√ü die Art nur in Gruppen z√ľchten w√ľrde und bedroht sei, weshalb gez√ľchtet und die Paarhaltung eingestellt werden m√ľ√üte.
(26.03.2008, 11:12)
Astrid:   testeintrag
(26.03.2008, 10:24)
Michael Mettler:   Habe zu diesem Punkt auch im Zuchtbuch nachgeschlagen: Unter den exportierten Tieren befand sich das fr√ľhere N√ľrnberger Paar, eine Kuh aus Hodenhagen sowie mehrere Exemplare, die Ruhe aus US-Zoos beschaffte. Verwunderlich finde ich aber eher, dass die s√ľdafrikanischen K√§ufer im eigenen Land nicht f√ľndig geworden waren (das ja in seinen Schutzgebieten seit den 60er Jahren √úberschuss "produzierte"). Oder sie wurden von den Wildschutzbeh√∂rden als nicht "w√ľrdig" empfunden, √ľberz√§hlige Wildfangtiere zu bekommen, weshalb sie sich nach anderen Quellen umsehen mussten... Ich habe jedenfalls nie etwas √ľber eventuelle Gesundheitsprobleme der ans√§ssigen Populationen gelesen, was ja z.B. beim Kaffernb√ľffel daf√ľr gesorgt hat, dass man f√ľr Neuansiedlungen lieber garantiert seuchenfreie Tiere aus europ√§ische Zoos importiert statt eigene umzusiedeln.
(25.03.2008, 11:27)
IP66:   Den Hinweis finde ich in der Tat merkw√ľrdig: Wenn ich es recht √ľbersehe, gab es 1988 keinen massiv wachsenden Breitmaulnashornbestand in europ√§ischen Zoos, der dazu zwang, Tiere zu exportieren, wie das gelegentlich bei Flu√üpferdnachzuchten der Fall war. Woher kamen die Tiere? Aus aufgel√∂sten Best√§nden in Zoos oder Zirkussen?
(25.03.2008, 10:51)
Michael Mettler:   Beim St√∂bern in Ruhrzoo-Jahresberichten bin ich √ľber ein Kuriosum gestolpert: 1988 wurden aus Gelsenkirchen mehrere S√ľdliche Breitmaulnash√∂rner an s√ľdafrikanische Wildfarmen verkauft. Eulen nach Athen :-)
(24.03.2008, 19:35)
Mel:   Also leider nix mit nem Osterh√∂rnchen (bis gestern abend zu mindest und heute gabs auch keine Info. Also weiter warten, Ine machts spannend.

Bez√ľglich gegl√ľckte Deckung ist noch nichts konkret.

Gruß Mel
(24.03.2008, 19:21)
R√ľdiger:   das freut mich zu h√∂ren, vielleicht gibt es ein Osternash√∂rnchen in Berlin.
Apropo in der Zoosoapsendung, zeigten sie den erneuten Versuch einer Paarung bei den Panzernash√∂rner im Zoo Berlin. Ist dieser gegl√ľckt und k√∂nnen wir auf die zweite Geburt in 2009 hoffen ?
PS: In Plankendeal-Belgien- gab es ein weibliches Jungtier vor kurzem. äprachen
(22.03.2008, 12:59)
Mel:   Bis jetzt noch raschelt noch nichts im Stroh, soll aber alles ganz gut aussehen.

Gruß Mel
(17.03.2008, 00:22)
R√ľdiger:   Hye Mel,
na hast du schon was im Stroh rascheln hören im Nashornhaus ?
Steht die geburt noch bevor ?
Viel Gl√ľck schicke ich nach Berlin .
(15.03.2008, 16:03)
Mel:   Also genaue Daten zur Deckung von Ine habe ich leider nicht zur Hand, jedoch ist das Zeitfenster der Niederkunft mittlerweile etwas erweitert worden. Es wird jetzt im M√§rz mit der Geburt gerechnet.

Gruß Mel
(16.02.2008, 18:54)
R√ľdiger:   Sorry Mel ,

rechnest du noch diesen Februar mit der nächsten Geburt von Ine ?
Klar die Tragezeit bei Nashörner lästt eine gewisse Zeitspanne offen, aber wann waren die Deckversuche vom Berliner Zuchtbullen ?
(15.02.2008, 20:37)
IP66:   Ich denke, da√ü die Einzel- bzw. Paarhaltung von Nash√∂rnern letztlich auch der Infrastruktur der Zoos geschuldet ist, die vor 1945 au√üerhalb von Berlin fast nur Anlagen f√ľr Einzeltiere besa√üen und Neubauten eher f√ľr Paare denn f√ľr Gruppen konzipierten. Spitzmaulnash√∂rner waren aufgrund ihrer geringen Gr√∂√üe und ihrer vermeintlichen Lebensweise besonders gut geeignet, kleinere und √§ltere Bauten zu f√ľllen, und haben dort ja auch vielenorts gez√ľchtet. Ich s√§he auch noch eine M√∂glichkeit, den magdeburger Zuchtverhinderungserla√ü √∂ffentlich zu machen, n√§mlich dergestalt, da√ü der Zuchtbuchf√ľhrer dem erfolgreichen Halter einfach eine Reihe von Tieren zuweist und soch damit mit der Haltung solidarisch zeigt. Man wird sehen, ob der zust√§ndige Beamte sich getraut, gegen eine solche Zuweisung seine Genehmigungsverweigerung aufrechtzuerhalten.
(07.02.2008, 10:11)
Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Siehe mein Beitrag vom 11.1.08 mit den Beobachtungen von Guggisberg in diesem Thread! Auch andere Tierarten, die auf dem Papier als einzelg√§ngerisch oder auch nur streng monogam gelten, zeigen sich ja bei der vom Kampf ums √úberleben befreiten Haltung im Zoo durchaus gesellschaftsf√§hig: B√§ren, Tiger, Jaguare, Orangs sind popul√§re Beispiele, und selbst Dikdiks lassen sich problemlos in Gro√ügruppen halten, w√§hrend sie im Freiland ausschlie√ülich paarweise mit aktuellem Nachwuchs leben.
(07.02.2008, 09:12)
Ralf Sommerlad:   @Michael Mettler: Danke f√ľr die Information, auch den anderen Mitdiskutanten. Ich m√∂chte auch garnicht bezweifeln, dass bei dauerhafter Gemeinschaftshaltung die Zucht klappen kann...aber nun sind ja Spitzmaulnash√∂rner im Freileben nicht besonders tolerant und gesellig und gehen sich lieber aus dem Wege. Insofern bevorzuge ich schon das tempor√§re Zusammenbringen, aber nat√ľrlich hab ich auch sehr aufmerksam und beeindruckt die Haltung in Dvur Kralove gesehen und mir die Erfahrungsberichte des Kurators angeh√∂rt, die ja auch nich negativ sind.
(07.02.2008, 00:01)
nurmichael:   Ich habe es weiter unten schon mal geschrieben: Die ersten Spitzmaulnash√∂rner im Berliner Zoo (Meru & Arusha) nach dem Krieg wurden auch gemeinsam gehalten. Allerdings war das Weibchen etwas √§lter als der sp√§ter gekommene Bulle. Dieser erwies sich als zuchtuntauglich und als Grund wurde angegeben, er sei durch das Weibchen psychisch unterdr√ľckt worden.
(05.02.2008, 21:52)
Oliver Jahn:   In Magdeburg lebten Kibo und Kenia auch zusammen. Und um auf @nurmichaels Frage zur√ľck zu kommen, die beiden kamen 1967, bzw. 1968 nach Magdeburg und lebten dort zusammen. Anf√§nglich hatten beide nicht nur ein gemeinsames Au√üen-, sondern auch nur ein gemeinsames Innengehege. Allerdings bekam die Kuh dann bald das Nebengehege der Flusspferde. Au√üen hingegen waren die Tiere fast immer zusammen.
(05.02.2008, 21:40)
Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Ob das ganzj√§hrig geplant ist, wei√ü ich nicht. Aber mit der gleichen Methode und dem selben Paar (Kifaru/Sany) begann in der alten Anlage die derzeit pausierende Zucht, und das erste Zuchtpaar Hannovers (Conny/Suse) lebte bis Anfang der 70er nicht nur zusammen, sondern zog sogar die K√§lber so auf - der Bulle spielte mit ihnen! Nach dem Tod des Zuchtbullen blieb sein Sohn Fridolin zeitlebens bei der Mutter, und auch das war in Sachen Vertr√§glichkeit kein Problem - nur war Fridolin zuchtunf√§hig, wie er nicht nur in Hannover, sondern auch bei einer l√§ngeren Einstellung in Z√ľrich "bewies". Auch in anderen Zoos lebten Spitzmaulnash√∂rner paarweise zusammen, ohne dass das fr√ľher Mensch und Tier st√∂rte. Nachzuchten gab es hie und da trotzdem (vielleicht auch gerade deswegen?).
(05.02.2008, 20:15)
Matthias:   Inwieweit soll das nicht sinnvoll sein?
Dvur Kralove und Chester halten auch Paare und sogar Trios (1,2) zusammen.
(05.02.2008, 19:34)
Ralf Sommerlad:   @Herr Mettler: Die Hannoveraner lassen Ihr Paar st√§ndig zusammen? Ich bin sicherlich kein Nashornspezialist, aber bei Spitzmaul - Nash√∂rnern halte ich das f√ľr nicht sinnvoll, vorsichtig gesagt.
Haben die das wirklich ganzjährig vor??
(05.02.2008, 18:46)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, habe gerade noch mal nachgeschaut. Kenia ist 66 geboren, war demnach bei der Geburt ihres ersten Spr√∂sslings Mabu (* 79) 13 Jahre alt. Ich wei√ü allerdings nicht, wann man sie mit Kibo zum ersten Mal zusammengelassen hat. Maleika ist jetzt ebenfalls 13 Jahre. Fakt ist aber nun mal, dass weibliche Spitzmaulnash√∂rner mit f√ľnf bis sechs Jahren geschlechtsreif werden, und das ist jetzt bei Maleika acht Jahre her.
(04.02.2008, 22:36)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, danke f√ľr die Info. Das ist nur ein weiterer Beleg f√ľr die Notwendigkeit neuer Haltungen.
(04.02.2008, 22:14)
nurmichael:   @ R√ľdiger, sch√∂nen Dank f√ľr die Web Adresse. Weder die Innen- noch die Au√üenanlagen scheinen mir in Krefeld wesentlich gr√∂√üer als die in Magdeburg, zumindest was die dortigen f√ľr Besucher einsehbaren angeht.
(04.02.2008, 22:12)
Oliver Jahn:   @nurmichael, alles braucht seine Zeit. Wie lange lebten Kibo und Kenia neben einander, bis es mit Mabu dann das erste mal geklappt hat! :-)
Aber die Hoffnungen auf Tallinn habe ich leider nicht. Die dortige Anlage ist nicht f√ľr eine gr√∂√üere Gruppe geeignet. Ich staune schon, dass der Zoo noch ein zweites Nashorn dort einstellt. Es gibt nur eine Au√üenanlage, ohne Abtrennm√∂glichkeit, und diese ist auch nicht gerade gro√ü. Erweiterungen d√ľrften kaum m√∂glich sein, denn um das Haus herum ist alles komplett nagelneu bebaut. Wof√ľr? Na klar, wie √ľberall nat√ľrlich f√ľr die Elefanten.
(04.02.2008, 22:10)
nurmichael:   Vielleicht habe ich mich ja ungl√ľcklich ausgedr√ľckt: Die ‚ÄěZuzugssperre‚Äú f√ľr Magdeburg unter den gegebenen Umst√§nden ist mir bekannt. Daher mein Vorschlag sowohl Maleika wie auch Madiba abzugeben, um ihr Zuchtpotential anderenorts zu nutzen. W√ľrden die dann verbleibenden drei Damen durch nat√ľrlichen Tod der √Ąltesten weiter reduziert, k√∂nnte m√∂glicherweise mit den Beh√∂rden verhandelt werden, so dass am Ende Davu, oder ein anderer, etwa gleich alter Bulle den verbliebenen beigestellt werden k√∂nnte.
@ R√ľdiger, ich bef√ľrchte, dass Manas (ca. 27 a) fertile Zeit bereits abgelaufen ist. Wenn Davu nach Tallin m√∂glich w√§re, wenigstens bis zur Geschlechtsreife, auch gut. Es sollte mich aber freuen, wenn die Esten dort gar eine Zuchtgruppe aufbauen w√ľrden. Etwa gleich alte Weibchen gibt es zur Zeit reichlich: Malindi, Zawadi, Zuri; siehe unten.
@ Michael Mettler, das mit Augsburg w√§re fein, ich hatte allerdings diese Gedankenspielchen mit Augsburg, Schwerin, Osnabr√ľck und ggf. Hagenbeck schon nach unserer letzten diesbez√ľglichen Diskussion aufgegeben. Unter der Vorgabe eine deutsche L√∂sung zu finden, bliebe f√ľr Saba nur ihre Geburtsstadt Berlin. Damit w√§re aber die Zuchtbeteiligung von Tisa, Taco, Maleika und Madiba auf l√§ngere Sicht ausgeschlossen. Genau das sollte mein Vorschlag verhindern. Vor allem bei den beiden Weibchen tickt die Uhr aber schon vernehmbar Tisa *94 und Maleika *95 d.h. es wurden schon max. f√ľnf Laktationen vertan.
@ Oliver Jahn, ich gebe Ihnen wie meistens Recht. Wenn ich Kaiser w√§re und man mich bez√ľglich der Magdeburger Haltungsgenehmigung fragen w√ľrde, w√§re meine Antwort: ‚ÄěWas f√ľr ein Schmarrn.‚Äú Wenn die Zooleitung die Genehmigung nicht akzeptiert, dann muss sie rechtlich dagegen vorgehen; sie ist ja nicht in Stein gemei√üelt. Wenn aber doch, dann stelle ich mal die Frage, wie lange man denn die Versuche einer Zusammengew√∂hnung noch andauern sollen. Wenn ich richtig rechne m√ľsste man dort ja nun schon vor ca. acht Jahren mit dieser Versuchsreihe begonnen haben; im Sinne des EEP ist das sicher nicht.
(04.02.2008, 21:59)
Mel:   Hier ein Bild von Ihm ungef√§hr zum vorhin genannten Zeitpunkt.
(03.02.2008, 18:11)
Mel:   Also bei meinem letzten Besuch im tierpark Friedrichsfelde Mitte / Ende Dezember letzten Jahres lebte Mtandane noch und mir ist von seinem Ableben auch noch nichts zu Ohren gekommen.

Bei Ine im Zoo ist alles unverändert, soweit ich gehört habe soll sie im NH 2 verbleiben und dort gebären.

Gruß Mel
(03.02.2008, 18:06)
Michael Mettler:   P.S., @nurmichael: Trotzdem g√§be es f√ľr eine "rein deutsche L√∂sung" noch immer eine M√∂glichkeit - Augsburg m√ľsste umdenken und sein (ger√§umiges) neues Nashornkonzept f√ľr Spitzm√§uler nutzen. Aber ich f√ľrchte, auch diese M√∂glichkeit ist und bleibt Theorie.
(03.02.2008, 11:59)
Michael Mettler:   @R√ľdiger + nurmichael: Eine Tauschm√∂glichkeit K√∂ln/Magdeburg besteht leider nur auf dem Papier. Magdeburg darf m.W. im jetzigen Haus kein neues Nashorn von au√üerhalb mehr aufnehmen, die Haltungsgenehmigung ist an die vorhandenen Tiere und deren Nachzucht gebunden. W√ľrde man also den Bullen abziehen, w√§re das gleichbedeutend mit einer Zuchtaufgabe in Magdeburg bis zum (geplanten) Bau eines neuen Hauses, denn weder Taco aus K√∂ln noch Davu aus Krefeld d√ľrfen unter den derzeitigen Bedingungen in Magdeburg untergebracht werden.
(03.02.2008, 11:56)
Oliver Jahn:   Der TP Berlin hat sein Breitmaulnashorn nicht mehr? Was ist denn mit dem alten Dresdener Bullen? Ist er gestorben? Und wenn ja, wann?
(03.02.2008, 10:31)
R√ľdiger:   @Michael Mettler
Tierpark Berlin hält kein BM mehr.
Davu aus Krefeld soll nach Tallin abgegeben werden, laut http://wdrblog.de/zoos_nrw/.
Dort lebt seit Jahren der unfruchtbare Murry, falls er nicht am hohen Alter gestorben ist. Dar√ľber wolte ich dich noch informieren.
@ nurmichael
wenn Madiba von Magdeburg gehen soll, wer soll denn die Altkuh Mana zum letzten mal befruchten ? Vielleicht wäre ein Austausch zwischen Köln und Magdeburg ein Ausweg ?
(03.02.2008, 09:59)
Mel:   Ich war leider letzten Sonntag verhindert und konnte so nichts neues erfahren. Jedoch hat sich auch noch, soweit ich mit bekommen habe nichts neues getan. Ich hoffe das ich es morgen in den Zoo schaffe. Verzeiht mir bitte meine Momentane "Schreibpause" habe leider sehr wenig Zeit im Moment.

Gruß Mel
(02.02.2008, 23:18)
Michael Mettler:   Ich bleibe bei meinem Verdacht, dass die Zuchtpause in Hannover mit der Hinzunahme von Saba zusammenh√§ngen k√∂nnte. Also w√§re es vielleicht die sinnvollste L√∂sung, sie wieder zu entfernen (und zwar, ohne eine andere neue Kuh hinzu zu holen). Schon jetzt sind die beiden hinteren Freianlagen per Felsdurchschlupf zusammengefasst, damit der Bulle st√§ndig mit einer Kuh zusammen sein kann, und bei allen meinen letzten Besuchen war dies Sany.
(02.02.2008, 22:52)
Oliver Jahn:   Aber etwas ketzerisch bemerkt ist das die einzige M√∂glichkeit f√ľr Magdeburg, seinen Bestand an Nash√∂rnern zu verj√ľngen, denn jegliche Tauschvarianten scheiden ja leider aus, auf Grund der begrenzten Haltungsgenehmigung.
(02.02.2008, 21:34)
nurmichael:   Das w√§re ja sch√∂n, wenn es mit Mdiba und Maleika in Magdeburg noch klappen w√ľrde. Das Platzproblem w√§re damit aber versch√§rft, w√§hrend mein Vorschlag darauf abzielt es zu mindern.
(02.02.2008, 21:19)
Oliver Jahn:   Ich dachte der Mittelamerikaner war nur vor√ľbergehend im Tierpark und st√ľnde jetzt im Zoo, wo er ja hin soll? Und Magdeburg hofft aktuell auch immer noch auf Zuchterfolg. Zumindestens versucht man den Bullen immer wieder mit der Kuh zusammen zu f√ľhren, in der Hoffnung, dass beide doch noch Gefallen an einander finden.
(02.02.2008, 21:14)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, es war das Zwerghippo im Tierpark gemeint, und dass der mittelamerikanische Tapir im Nashornhaus I im Zoo steht wusste ich nicht. Magdeburg gibt nach meinen √úberlegungen die beiden einzig zuchtf√§higen aber nicht miteinander harmonierenden Madiba und Maleika ab. Davu soll demnach erst nach Neu- oder Umbau der Magdeburger Anlagen kommen.
(02.02.2008, 21:10)
Oliver Jahn:   Die Vorsch√§ge klingen interessant. Leider d√ľrfte aber Magdeburg zur Zeit zwar Tiere abgeben, aber nicht aufnehmen. Und welches Zwerglusspferd ist in Berlin gemeint? Im alten Nshornhaus im Zoo leben doch schon lange keine Zwergflusspferde mehr. Die sind doch im Flusspferdhaus und die Anlagen im Nashornhaus waren bzw. sind seit Jahren nur noch mit Tapiren besetzt, erst mit Schabracken- und Flachlandtapiren, dann nur noch mit Flachl√§ndern, und seit neuestem nun auch mit dem Mittelamerikaner. Oder ist das Dickh√§uterhaus im Tierpark gemeint? Da sind die Zwerghippos auch weg.
(02.02.2008, 20:56)
nurmichael:   Mal abgesehen von dem neuerlichen Erfolg in Berlin, den Mel j√ľngst hier im Forum f√ľr das Fr√ľhjahr ank√ľndigte, und den Anf√§ngen in Leipzig gibt es bei den anderen vier Haltern der √∂stlichen Spitzmaulnash√∂rner in Deutschland doch einige Baustellen zu beackern. Die geringsten Probleme hat noch Krefeld, wo es lediglich gilt durch die Abgabe von Davu Platz zu schaffen f√ľr das n√§chste Jungtier. In Hannover ist aus bisher nicht erfindlichen Gr√ľnden die Zucht eingeschlafen, in K√∂ln hat sie trotz l√§ngst entsprechenden Alters der Tiere noch gar nicht begonnen und in Magdeburg kann sie unter den gegebenen Umst√§nden (Platzbedarf, Haltungsgenehmigung nur f√ľr die jetzt im Zoo gehaltenen Tiere) nicht weitergef√ľhrt werden. Da neue Halter dieser Art in Deutschland nicht in Sicht sind, sollten angesichts der f√ľr den dortigen Bestand sicher nicht f√∂rderlichen aktuellen Zust√§nde in Kenia die Probleme dringlichst angegangen werden.
Ich habe mir mal √ľberlegt, ob eine rein deutsche L√∂sung √ľberhaupt m√∂glich ist. Hier mein Vorschlag: Dreh- und Angelpunkt sind die beiden Berliner Einrichtungen, da sie den erforderlichen Platz bieten. Der Tierpark √ľbernimmt dauerhaft die beiden Panzernash√∂rner aus dem Zoo, nachdem die bisherige Au√üenanlage der Breitmaulnash√∂rner geteilt und umgestaltet wurde. Das einzig im Tierpark verbliebene Breitmaulnashorn wird dem Nashornhospiz in Dortmund √ľberlassen. F√ľr den Bairds Tapir und, wenn es noch lebt, das letzte Zwergflusspferd m√ľssen andere Unterk√ľnfte gefunden werden.
In dem so entlasteten Nashornhaus I im Zoo werden neben den Flachland-Tapiren in Zukunft nur noch Spitzmaulnash√∂rner gehalten. Neben den dort jetzigen Vertretern ihrer Art Kumi und deren Tochter Zawadi w√§re somit Platz geschaffen f√ľr mindestens zwei weitere Tiere. Als Neuberliner k√∂nnten Tisa, eine Halbschwester von Kumi und dem Zoo Berlin geh√∂rend, aus K√∂ln und Madiba aus Magdeburg dort Einzug halten. K√∂ln bek√§me als Ersatz Maleika aus Magdeburg in der Hoffnung, dass sie mit dem dortigen Taco besser harmoniert. Die beiden sind zwar miteinander verwandt (ein gemeinsamer Gro√üvater: Isis aus Dvur Kralove), da aber beide bisher ihre Zuchtf√§higkeit nicht unter Beweis gestellt haben, halte ich diese Kombination f√ľr unbedenklicher als den jetzigen Zustand beizubehalten. Der Zoo Magdeburg h√§tte trotz dieser Verluste den Vorteil die jetzigen drei Weibchen vern√ľnftig zu halten. F√ľr die alte Kenia, eine der √§ltesten Vertreterinnen ihrer Art in Europa, wird irgendwann die biologische Uhr schlagen. Es w√ľrde dann Platz frei, dem Krefelder Davu Obdach zu gew√§hren. Er w√ľrde altersm√§√üig und genetisch bestens zur Magdeburger Malindi passen, um in einigen Jahren, m√∂glichst in einem neuen Haus oder einem den Erfordernissen angepassten Altbau, mit der Zucht dieser Art wieder zu beginnen.
F√ľr den Tierpark Berlin w√ľrde diese L√∂sung bedeuten, Geld in die Hand zu nehmen, um die Umbauten zu finanzieren und f√ľr den Zoo Berlin, auf das geplante asiatische Dschungelhaus zu verzichten. Allerdings gewinnen beide Einrichtungen durch die Etablierung zweier Zuchtzentren f√ľr Nash√∂rner mit je zwei Bullen, die denen in Dvur Kralove oder in Port Lympne kaum nachstehen w√ľrden (so etwas z√§hlt in Berlin).
Die soweit noch nicht beantwortete Frage nach dem zwischenzeitlichen Verbleib von Davu m√ľsste noch gel√∂st werden. Die Situation in Hannover ist nur durch die ja bereits zuchterprobten Tiere selbst l√∂sbar. Der geschilderte Aufwand ist nat√ľrlich wieder nur eine √úbergangsl√∂sung: Letztlich werden nur neue Halter f√ľr langfristige L√∂sungen sorgen k√∂nnen.
(02.02.2008, 20:23)
R√ľdiger:   Hallo Mel,
Wie war es am vergangenen Sonntag im Zoo Berlin ? Hast du dich umgeschaut und etwas Interessantes erfahren ?
Merci f√ľr dein feedback
(02.02.2008, 12:47)
Michael Mettler:   Das Googeln mit dem Namen allein spr√§che allerdings f√ľr die Version "Yodha", denn das findet man √ľberwiegend in "indischem Zusammenhang" - es stammt demnach aus dem Sanskrit und bedeutet "Krieger".

Mag sein, dass die Schreibweise "Yohda" in diversen Online-Artikeln auf einem Fehler beruht - schließlich wird der Gute hier in einem Fall sogar ebenso wie Narayani (auch da gibt es zwei Versionen: mit y und mit j) als Spitzmaulnashorn bezeichnet, da kommt es auf das "h in der Suppe" auch nicht mehr an!!
(25.01.2008, 20:56)
nurmichael:   @ Mel, vielleicht k√∂nnen Sie bei Ihrem Besuch in Erfahrung bringen, ob das erwartete Jungtier von Jasper stammt oder Ergebnis einer KB (von welchem Bullen) ist.
(25.01.2008, 20:24)
nurmichael:   Ich habe mir bei der Diskussion um den Namen ein Bongo gegriffen (2000). Dort wurde Yhoda ebenso geschrieben. Allerdings ist das Argument mit der Google-Suche √ľberzeugend.
(25.01.2008, 20:21)
R√ľdiger:   Hye Mel,
vielleicht kannst du am Sonntag auch noch etwas √ľber die Entwicklung von Maburi erfahren .Wurde sie schon mit dem Bullen zusammengelassen ?
Ist Dr. Ochs eigentlich noch EEP Koordinator f√ľr diese Species ?
Viel Gl√ľck f√ľr Ine und ein sch√∂nes Wochenende
(25.01.2008, 12:36)
Mel:   Ich kann ja am Sonntag nochmal nach schauen wenn es gew√ľnscht ist

(25.01.2008, 01:08)
Michael Mettler:   Google spuckt beim Suchbegriff "Yohda Berlin" eine ganze Reihe von Treffern mit dem Nashornbullen gleich auf der ersten Seite aus, bei den beiden anderen Schreibweisen Yodha und Yhoda hingegen gar keinen....
(24.01.2008, 22:24)
Niedersachse:   Also das Zuchtbuch von 2004 sagt bei Yodha meine Schreibweise mit dem H hinter dem D.
Bei Jhansi so wie Sie es haben.
(24.01.2008, 22:15)
nurmichael:   @ Michael Mettler, Niedersachse, Yhoda und Jhansi ist die Schreibweise der zwei Berliner Panzernash√∂rner.
(24.01.2008, 21:27)
Niedersachse:   Ne, ne, sind noch 2. Rapti ist der Wildfang, Nasi kommt aus Basel.
(22.01.2008, 19:44)
Michael Mettler:   "Die" M√ľnchener Kuh? Ist da inzwischen nur noch eine?
(22.01.2008, 19:27)
Niedersachse:   Die Stuttgarter Kuh ist tas√§chlich ein Wildfang, seit 1993 in Stuttgart. Auch die M√ľnchener Kuh ist ein Wildfang, bzw. Waise.
(22.01.2008, 16:43)
Michael Mettler:   Zu den Wiener Nash√∂rnern habe ich in der dortigen Zeitschrift nachgeschlagen. Beide Tiere sind Handaufzuchten, deren M√ľtter von Wilderern get√∂tet wurden. Bis dato gingen alle Versuche schief, aufgep√§ppelte Waisen wieder auszuwildern: Entweder magerten die Nash√∂rner innerhalb k√ľrzester Zeit ab und starben, bevor man ihrer wieder habhaft werden konnte, oder sie wurden sogar von ans√§ssigen Nash√∂rnern get√∂tet. Der jetzige Wiener Bulle Jange konnte gerade noch in v√∂llig heruntergekommenem Zustand wieder eingefangen werden. Zuvor hatte er sich bevorzugt au√üerhalb der Nationalparkgrenze in den angrenzenden D√∂rfern aufgehalten und Felder verw√ľstet, womit eine wachsende Gefahr f√ľr Mensch und Nashorn (Wilderer!) gegeben war. Die Kuh Sundari ging sogar noch weiter: Statt sich mit Artgenossen zu befassen, folgte sie Touristen auf Schritt und Tritt, hielt sich in G√§rten auf und betrat sogar mehrmals Hotelk√ľchen! Also musste auch sie zur√ľck ins Wildtier-Waisenhaus und wurde schlie√ülich zusammen mit Jange als Staatsgeschenk Nepals an √Ėsterreich nach Wien gebracht. Somit waren beide also doch keine "√úberschuss-Tiere" im Sinne von √úberpopulation, sondern "nur" Problemtiere.
(22.01.2008, 09:43)
Bj√∂rnN:   Ich dachte eigentlich, dass es mit den Panzernash√∂rnern in Nepal viel schlechter gestellt sei als in Indien.

Aber Sie k√∂nnen nat√ľrlich recht haben. Wenn man nur wenige kleine Schutzgbiete besitzt, kann es relativ schnell dazu kommen, dass die Tiere, trotz ihrer √ľberaus geringen Vermehrungsrate, √úberhand nehmen.
Und auf die Idee, neue Schutzgebiet im viel gr√∂√üeren Nachbarland Indien einzurichten ist man wohl angesicht von nun 1 Mrd. Inder auch nicht gekommen. Da bleibt wohl auch nur Kasirangha f√ľr die Nash√∂rner und dort wird der Platz wohl auch irgendwann knapp werden....
(22.01.2008, 09:07)
Michael Mettler:   Die Panzernashorn-Importe der letzten Jahrzehnte kamen aber m.W. alle nur aus Nepal. Ist die Situation dort vielleicht √§hnlich wie in den 60ern mit den Breitmaulnash√∂rnern in S√ľdafrika: Die Population wurde zu gro√ü f√ľr die Schutzgebiete, also gab man √ľberz√§hlige Tiere an Interessenten ab?
(21.01.2008, 23:46)
Bj√∂rnN:   Angesichts von 2400 noch existierenden Exemplaren in Nepal und Indien und einer sehr geringen Vermehrungsrate finde ich bemerkenswert, dass diese L√§nde √ľberhaupt Tiere in den Westen exportieren...
K√∂nnte nicht Indien mal ein paar Lippenb√§ren abdr√ľcken, so 5,5.....
(21.01.2008, 22:56)
Michael Mettler:   "Letzter Wildimport" gilt aber nur in Bezug auf Berlin. Denn die beiden in j√ľngerer Zeit nach Wien gekommen Panzernash√∂rner stammen m.W. ebenfalls aus der Wildbahn, und hatte nicht Stuttgart auch mal eine junge Kuh aus Nepal bekommen? Oder war das noch vor Narayani?

Hat der Berliner Zoo nun einfach eine nun schon 30 Jahre anhaltende Pechserie bei den Panzernashörnern, oder könnten irgendwelche Haltungsbedingungen eine Rolle spielen? Außer/vor Yodha war doch meiner Erinnerung nach auch der Friedrichsfelder Bulle Belur zeitweise im Zoo, der sich ja später im Tierpark als durchaus fruchtbar erwiesen hat. Wenn ich mir ansehe, wie die Zucht im Tierpark fluppt...
(21.01.2008, 22:35)
Bj√∂rnN:   Uhh, Schande. Ich hoffe doch, dass das Muttertier dabei keinen Schaden genommen hat. Der genetische Zuchtwert dieser Kuh ist ja immens als wohl letzter Wildimport, wenn auch als Baby.....
(21.01.2008, 21:42)
Mel:   Bei Narajani ist es etwas komplizierter das "Jungtier" mu√üte auf die Welt geholt werden, und war bereits nicht mehr am leben teilweise waren auch schon F√§ulnissprozesse / Nekrosen am Torso zu sehen.
(21.01.2008, 21:14)
Niedersachse:   Er schreibt sich Yodha.
(21.01.2008, 20:25)
Michael Mettler:   Der Panzernashornbulle hei√üt tats√§chlich Yohda (oder Yodha - ich kann mir einfach nicht merken, wohin das "h" geh√∂rt, auf jeden Fall schreibt er sich nicht wie die Star-Wars-Figur ohne "h").
(21.01.2008, 20:20)
Bj√∂rnN:   @Niedersachse
Da ist wohl was dran. Ich meinte nat√ľrlich den Panzernashornbullen, dessen Name dann wohl nicht Jasper ist und der wohl der Vater ihres Kindes ist.... Hatte mir eingebildet, √ľber dem zu Narajani benachbarten Innengehege im begehbaren Berliner Nashornhaus auf dem Schild den Namen "Jasper" (oder war es "Yoda", ich wei√ü niicht mehr) gelesen zu haben... Dann habe ich mich wohl verkuckt oder die Erinnerung spielt mir einen Streich....

Die Kreuzung Spitzmaul- mit Panzernashorn wäre doch auch mal ein Act (-:
(21.01.2008, 18:46)
Niedersachse:   @Bj√∂rnN:
ich finde das gut, dass Narajani nix von Jasper wissen will. Immerhin ist Narajani eine Panzernashorn-Dame und Jasper der Spitzmaulnashornbulle.

@MM:
Miris hatte dreimal Nachwuchs. 1,0 Kumar (1972), 1,0 Heiner (1976) und 0,1 Terai (1979). Die beiden Kerle sind vom Baseler Bullen Arjun, der urspr√ľnglich in Berlin stand, und Terai vom Berliner Bullen Gauhati, der den selben Vater wie Miris hat, jedoch in Hamburg geboren wurde.
(21.01.2008, 17:49)
Michael Mettler:   @Bj√∂rnN: So weit ich mich erinnere, hatte der Berliner nur von seiner fr√ľheren Panzernashornkuh Miris Nachwuchs (mindestens zweimal, eventuell dreimal?), das m√ľsste in den 70ern bis sp√§testens fr√ľhen 80ern gewesen sein. Daf√ľr war allerdings anfangs noch mindestens eine Hochzeitsreise zum Baseler Bullen notwendig.
(21.01.2008, 14:36)
Bj√∂rnN:   Sehr schade, wo sie doch so lange nix von Jasper wissen wollte, 18 Monate umsonst.....

Hat der Berliner Zoo in den letzten Jahrzehnten eigentlich Panzernashörner nachgezogen oder gelang dies nur in Friedrichsfelde?
(21.01.2008, 13:03)
WolfDrei:   @Bj√∂rnN: Ist wohl mit Najarani schon vor 2-3 Monaten "denebengegangen"-Ursachen sind mir nicht bekannt
(21.01.2008, 10:28)
Bj√∂rnN:   @ Mel
Wie sieht es denn mit Narajani aus, diese m√ľsste doch auch bald ihr erstes Kalb zur Welt bringen oder ist es schon da und ich habe das Kleine im Oktober √ľbersehen???
(21.01.2008, 09:22)
Mel:   Mal ein kleine Info am rande bez√ľglich Ine im Zoo Berlin, es sieht bis jetzt sehr gut aus man rechnet n√§chsten Monat mit der Niederkunft.
(21.01.2008, 00:33)
Michael Mettler:   √úber das Schicksal des hannoverschen Vorkriegs-Spitzmaulnashorns Stamper habe ich zuf√§llig im Buch "Exotische Freunde im Zoo" von Hediger etwas gefunden, nachdem ich der Hannover-Chronik schon entnommen hatte, dass Ruhe den Bullen zeitweise an andere Zoos auslieh: "...bis das erste Doppelnashorn in die Schweiz kam: Am 10. Mai 1935 traf es - von Hannover kommend - im Basler Zoologischen Garten ein, wo es w√§hrend einiger Wochen ein Gastspiel gab. Dann musste es weiterreisen nach Genf, starb jedoch unterwegs..."
(19.01.2008, 10:41)
IP66:   Wenn man die Situation in der zweiten H√§lfte des 19. Jahrhunderts betrachtet, erkennt man, wie rasant sich das zoologische Wissen und auch die Haltungsm√∂glichkeiten verbesserten: 1840 hatte man noch taxonomische Schwierigkeiten mit den Nashornpr√§paraten, 30 Jahre sp√§ter baute Bodinus in Berlin ein Haus, da√ü die Haltung mehrerer Nashornexemplare vorsah, die er auch bald besetzen konnte, und wiederum 30 Jahre sp√§ter konnte man in vielen europ√§ischen Zoos Nash√∂rner sehen - allerdings dauerte es noch ein wenig mit dem Erstimport des Breitmaulnashorns.
(18.01.2008, 11:37)
Stefan Waldheim:   und noch eins.
(13.01.2008, 04:29)
Stefan Waldheim:   und hier das noch namenlose Kalb mit Mutter Numbi
(13.01.2008, 04:27)
Stefan Waldheim:   Anbei ein paar neue Fotos aus Erfurt. Zuerst die einj√§hrige Tuli mit ihrer Mutter Temba.
(13.01.2008, 04:24)
nurmichael:   @ Michael Mettler, danke f√ľr Ihre Ausf√ľhrungen zur Vergesellschaftung frei lebender Spitzmaulnash√∂rner. In dem Gutachten √ľber Mindestanforderungen an die Haltung von S√§ugetieren von 1996 (http://192.168.21.240/downloads/saeugetiere.pdf) wird f√ľr Nash√∂rner die Gemeinschaftshaltung im Stall nur f√ľr die Breitm√§uler empfohlen. Offenbar ist die Ungeselligkeit der Spitzm√§uler bis in unser nationales Regelwerk vorgedrungen und muss daher richtig sein.
(11.01.2008, 23:24)
R√ľdiger:   Nashornm√§dchen in Erfurt geboeren:
Ein Sonntagskind: Nashornnachwuchs im Zoo




ROTER BERG. Das Sonntagskind ist noch keine vier Tage alt und erkundet doch schon mutig auf riesengro√üen F√ľ√üen den Stall. Die Mutter Numbi hat ihr Kleines im Blick und ist die Ruhe in Person.
"Das war mein erstes Nashornbaby", strahlt Hans-G√ľnter Collette, der amtierende Zoodirektor. Seine Mitarbeiter haben ihm da einiges voraus. Denn die kleine Nashorndame ist bereits Baby Nr. 5 im Th√ľringer Zoopark und bringt dem Tiergarten erneut internationale Meriten beim Erhalt der weltweit bedrohten Breitmaulnash√∂rner.
Unbemerkt kam das Baby am zeitigen Sonntagmorgen auf die Welt. Als der Pfleger gegen 7 Uhr den Stall betrat, stand das etwa 40 Kilo schwere K√§lbchen bereits recht fidel neben seiner Mutter. "Wir haben ab Anfang Januar mit der Geburt gerechnet", sagt die Biologin Dr. Heike Maisch. "Gedeckt wurde Numbi Ende August 2006, die Tragzeit betr√§gt 16 Monate." Der freudigen √úberraschung am Sonntagmorgen folgten r√ľhrende Momente: "Nashornbabys rennen einfach los und merken erst unterwegs, dass sie weder lenken noch bremsen k√∂nnen", schildert sie die ersten Beobachtungen im Stall. Alles lief bestens in den vergangenen beiden Tagen. Die Kleine scheint dem Personal augenscheinlich nicht so viel Arbeit machen zu wollen wie ihre Vorg√§nger Amari und Tuli. Amari musste komplett mit der Flasche aufgezogen werden, auch Tuli hatte ziemliche Startschwierigkeiten. Die beiden hatten in der Nashornkuh Temba aber auch eine weitaus nerv√∂sere Mutter. Numbi jedenfalls ist mit ihrem dritten Kind (nach Limpopo und Rimbo) ein Herz und eine Seele, auch das S√§ugen klappt. Allerdings ist Ruhe im Nashornhaus erste B√ľrgerpflicht - bei Gefahr und Krach sichern die K√ľhe ihre Kinder ab: Wo sie in der Natur mit ihnen fl√ľchten w√ľrden, dr√§ngen sie sie im Zoo in eine Ecke - was b√∂se enden k√∂nnte. Deshalb nehmen die Besucher das "Psst!" an der Eingangst√ľr durchaus ernst und machen der Nashornkinderstube in aller Stille ihre Aufwartung.
Der Vater ist √ľbrigens bei allen kleinen Dickh√§utern derselbe, Nashornbulle Kiwu ist laut Heike Maisch "ein rundum vertr√§glicher Kerl. Er ist freundlich zu den Pflegern und zu seinen K√ľhen." Mit seiner Manneskraft kann er allerdings momentan wenig anfangen, denn nicht nur Numbi stillt ihr Baby, auch Temba s√§ugt noch die einj√§hrige Tuli. In dieser Zeit lassen die K√ľhe den Bullen nicht an sich heran.
Zu denen, die l√§chelnd an der Box stehen, geh√∂rt Anne-Katrin Schulze. Als Praktikantin auf dem Roten Berg wurde sie zur Ziehmutter des kleinen Bullen Amari, der nun im Tierpark von Lille lebt. Jetzt ist sie Lehrling und schw√§rmt von Nash√∂rnern, wo sie geht und steht. "Viele denken, Nash√∂rner w√§ren b√∂se oder t√ľckisch. Dabei sind sie ruhig, lieb und sehr gelehrig." So verst√ľnden die Zoo-Nash√∂rner ihre Namen, stets k√§me nur das Tier angetrabt, das gerufen werde. "Klar w√ľrde ich die Kleine gern ein bisschen knuddeln", verr√§t sie mit Blick auf das Nashornbaby. "Aber es so nat√ľrlich mit seiner Mutter aufwachsen zu sehen ist viel sch√∂ner, als sich jeden Morgen zu sorgen, ob es durchkommt." Zoobesucher Rolf Meyer, der fr√ľhere Direktor des Aquariums, kann ihr da nur beipflichten. "Das ist ein wohltuender Anblick, denn diese Tierart ist vom Aussterben bedroht", sagt er. Und dass er sehr froh sei, dass das Kleine trotz aller Idylle kein "Knut 2 " werden m√ľsse. Birgit KUMMER

(11.01.2008, 13:02)
Michael Mettler:   Zur vermeintlich einzelg√§ngerischen Lebensweise von Spitzmaulnash√∂rnern fand ich etwas Interessantes in einer alten Ausgabe der Zeitschrift DAS TIER. In Heft 3/1968 gibt es einen Artikel des Schweizer Afrikaforschers Guggisberg "Wie sind Nash√∂rner wirklich", der sich vornehmlich mit Spitzm√§ulern im Amboseli-NP und speziell mit den wegen ihrer Hornl√§ngen ber√ľhmt gewordenen K√ľhe Gladys und Gertie sowie deren Nachfahren befasst. Hier hei√üt es z.B. in Bezug auf Gladys einmal: "Sie war nicht nur von von dem gro√üen Kalb begleitet, das wir schon kannten, sondern von drei weiteren Nash√∂rnern, die der Wildsp√§her als ihre fr√ľheren Kinder bezeichnete. Die f√ľnf Rhinos bildeten eine ebenso eindrucksvolle wie √ľberraschende Gruppe. Ich hatte bis dahin das Schwarznashorn als ein ziemlich einsiedlerisch veranlagtes Tier betrachtet, das einzeln, zu zweien oder h√∂chstens zu dritt herumwanderte, und musste nun feststellen, das es gelegentlich √§hnliche Familiengruppen bilden kann wie sein gr√∂√üerer Vetter, das Breitmaulnashorn. Es handelte sich bei unseren f√ľnf Rhinos keineswegs um eine zuf√§llige Vergesellschaftung, denn wir sahen sie im Laufe der f√ľnf Tage, die wir in Amboseli verbrachten, st√§ndig beisammen."

Außerdem wird noch erwähnt, dass sich ein 5-jähriger Bulle (Sohn von Gladys) mit vier weiteren jungen Nashörnern zu einer Gruppe zusammengeschlossen hatte und er später sogar in einer Sechsergruppe beobachtet wurde. Die Gruppen blieben allerdings nicht ständig eng zusammen, sondern die Mitglieder entfernten sich zwischenzeitlich mehrere hundert Meter voneinander. Auch weitere "Herden" werden noch im Artikel erwähnt; Fotos zeigen eine dicht beisammen stehende Vierergruppe sowie drei adulte Nashörner (darunter laut Bildlegende ein Bulle), die wie Schweine in Körperkontakt miteinander liegen.

Der geschilderte Beobachtungszeitraum der Amboseli-Nash√∂rner erstreckte sich von 1954 bis 1964; das sollte Beleg genug daf√ľr sein, dass zumindest ostafrikanische Spitzmaulnash√∂rner sehr wohl "soziales Potenzial" bergen. Die Strukturen der Gruppen erinnern dabei durchaus an Elefanten. Mag sein, dass frei lebende Spitzmaulnash√∂rner heute einzelg√§ngerischer sind - was bleibt ihnen auch anderes √ľbrig, um sich besser vor Nachstellungen verbergen zu k√∂nnen...

F√ľr das Zuchtmanagement in den Zoos sollte man Beobachtungen wie die geschilderten durchaus in Betracht ziehen: Bei Haltung von mehreren K√ľhen k√∂nnte die Hinzunahme einer fremden Artgenossin tats√§chlich den Hausfrieden st√∂ren. Wenn mit-/nebeneinander aufgewachsene K√ľhe oder Mutter/Tochter-Kombinationen vorhanden sind (und sei es in getrennten, aber benachbarten Gehegen), sollte man vielleicht lieber den Bullen austauschen als eine blutsfremde Kuh dazu zu holen....?
(11.01.2008, 12:50)
Shensi-Takin:   @MA: O-Ton MM: "Ja nee, ist klar"...Man kann auch mal Wege abseits ausgetretener Pfade beschreiten und Alternativen erproben.
@nurmichael: Ganz ehrlich-wenn Sie den Aufwand & den langandauernden Nervenzerschlei√ü der Beteiligten inklusive und v.a. der Nashornkuh einberechnen, so ist eine Totgeburt nun wahrlich nicht die positive Erf√ľllung des Ziels der ganzen Aktion...Ein Nutztier-oder Haustierz√ľchter hierzulande ist auch verst√§ndlicherweise nicht eben erfreut dar√ľber, wenn die mehr oder minder teure KB in einer Totgeburt endet; da tr√§gt auch die optimistische Einstellung, dass man die Zielgerade beinahe(!) √ľberschritten h√§tte, nun wirklich nicht zur Hebung der Stimmung bei.
(08.01.2008, 23:21)
Michael Mettler:   Ich muss was aus einem meiner letzten Beitr√§ge korrigieren: Namensgeber der Unterart michaeli war nicht Krumbiegel, sondern Zukowsky. Im unersch√∂pflichen "Zoologischen Garten" gab es von diesem eine auf zwei Ausgaben (jeweils Doppelnummern) verteilte, 178 Seiten lange Abhandlung "Die Systematik der Gattung Diceros Gray, 1821", in welcher michaeli neben anderen Unterartnamen neu eingef√ľhrt wurde. Diese Monografie enth√§lt auch diverse Fotos von historischen Zoonash√∂rnern und Angaben √ľber diese - leider nicht √ľber das fragliche Tier in Breslau, zumindest habe ich beim Diagonallesen keine gefunden. Laut Einf√ľhrung ist die Abhandlung √ľbrigens nur eine zwangsweise um viele alte Fotos usw. reduzierte Rekonstruktion, da die Originalunterlagen bei einem Bombenangriff auf Frankfurt 1943 zerst√∂rt wurden. Ist aber nat√ľrlich f√ľr Nashorninteressierte trotzdem eine sehr interessante Lekt√ľre! Wer danach suchen m√∂chte: ZG Band 30, Heft 1/2 und Heft 3/4.

Beim Bl√§ttern darin wurde ich lebhaft an unsere Tapirdiskussion erinnert, denn der Kenntnisstand √ľber Nash√∂rner war im 19. Jh. auch nicht unbedingt besser. So schreibt Zukowsky z.B.: "Noch im Jahre 1840 herrschte keine Klarheit √ľber die Ein- und Zweih√∂rnigkeit der verschiedenen Nashornarten, auch nicht dar√ľber, ob die Anzahl der H√∂rner ein Geschlechts- oder Jugendmerkmal ist." Nur zur zeitlichen Einordnung: Das war gerade mal vier Jahre vor Er√∂ffnung des Berliner Zoos! Linn√® hatte 1758 in der Erstbeschreibung des Spitzmaulnashorns als Heimat "Indien" genannt, und es gab Museumspr√§paratoren, die einfach nicht glauben wollten, dass afrikanische Nash√∂rner keine "Panzerfalten" wie die asiatischen haben. Folglich b√ľgelten sie den H√§uten quasi mit Gewalt solche Falten ein, wodurch die verbleibende K√∂rperoberfl√§che nat√ľrlich verkleinert wurde, so dass diese Pr√§parate zudem einen im Vergleich zu Kopf und Gliedma√üen unverh√§ltnism√§√üig kleinen Leib bekamen... Eine dieser Monstrosit√§ten (aus dem Naturhistorischen Museum Wien) ist sogar im Artikel fotografisch belegt.

Den beiden ersten europ√§ischen Zoo-Spitzm√§ulern in London und Berlin schreibt Zukowsky √ľbrigens in seiner Monografie den Status einer eigenen, wenn auch zwischenzeitlich ausgestorbenen Unterart atbarensis zu.
(08.01.2008, 21:57)
Michael Amend:   Im Zoof√ľhrer von Breslau von 1890 ist das erste Spitzmaulnashorn abgebildet, eskam 1878 mit einer Nubierkarawanne nach Europa, und akm offensichtlich zu einer Wandermenagrier, denn im text hei√üt es zu dem Tier:

...hat den gr√∂√üten Teil seines bisherigen Daseins in dem engen raum eines menagieriwagens verbracht und ist dadurch seiner nat√ľrlichen lebensweise derart entfremdet,das es sich nicht bewegen l√§√üt, ins Wasser zu gehen.√úbrigens iste s f√ľr ein nashorn ungew√∂hnlich gutm√ľtig" Wann das Tier in Breslau eintraf, schreibt dieser Zoof√ľhrer leider nicht.


(08.01.2008, 19:31)
Michael Mettler:   @Oliver: Tscha, da kann ich nichts zur weiteren Kl√§rung beitragen, ich habe null Material aus Breslau.
(08.01.2008, 19:18)
Oliver Jahn:   @MM, meine Quelle, schreibt dazu etwas anderes:
"Der Breslauer Zoo bot im Jahr 1907 noch 2 weitere, neu eingetroffene Sehensw√ľrdigkeiten.am 26. Oktober traf ein einj√§hriges Spitz- oder Doppelnachorn aus Deutsch-Ostafrika ein. Nach dem Tod seines Vorg√§ngers im Jahr 1892 war es das 2. Exemplar seiner Art und hie√ü Salome. Das dritte Tier dieser Art, das der Zoo am 20. September 1932 erwarb, ist nach wenigen Wochen eingegangen.
Quelle Chronik des Zoologischen Gartens Breslau 1865-1965.
(08.01.2008, 18:59)
Karsten Vick:   @Michael Amend: Warts mal ab, nach Meinung einiger Propheten hat die veraltete Methode des Natursprungs bald auch beim Menschen ausgedient!
@Michael Mettler und Oliver Jahn: Bl√§ttern in alten B√ľchern. Habt ihr von Wolfgang Ullrich "...und dann wurden Tiere unsere Gef√§hrten"? Neben Fotos, die sich zum Teil dem Dresdner Vorkriegs- und Nachkriegszoo zuordnen lassen, gibt es da Zeichnungen von Martin Clemens. Bleistiftzeichnungen, teils skizzenhaft, teils sehr detailreich, aber immer nach lebenden Tieren. Und da sind auch die beiden Dresdner Vorkriegs-Spitzmaulnash√∂rner drin, der ostafrikanische Bulle und die Kuh aus dem "Tsad-See-Gebiet".
(08.01.2008, 11:44)
Michael Amend:   @Shensi-Takin. Vieleicht h√§tte ein Natursprung mehr Erfolg ? Es soll auch in den USA Zoos geben, die diese veraltete Methode der Fortpflanzung,auch bei Nash√∂rnern, anwenden.
(08.01.2008, 07:24)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Wegen Breslau habe ich gleich nochmal in die IZY-Liste geschaut, das steht da verst√§ndlicherweise unter "Polen" und deswegen habe ich da eben gar nicht dran gedacht... Allerdings finde ich dort andere Daten: 26.10.1906 von Ruhe gekauft, 7.1.1907 gestorben. Der Vorg√§nger dieser Kuh lebte vom 15.5.1888 bis zum 24.7.1892 in Breslau (starb an Tuberkulose). Stammte aus einer reisenden "Nubian African show"!
(07.01.2008, 23:29)
Michael Mettler:   Schon merkw√ľrdig, dass das Ostafrikanische Spitzmaulnashorn nicht bereits zu deutschen Kolonialzeiten zur Art/Unterart erhoben wurde, wie es ja damals bei anderen Tieren nicht selten war. Aber den UA-Namen michaeli vergab tats√§chlich erst Krumbiegel, und benannt ist die Form nach Michael Grzimek!
(07.01.2008, 23:12)
Oliver Jahn:   Ich habe sogar selber noch eines gefunden. 26.10.1907 Breslau. Ein einj√§hriges Tier und woher? Aus Deutsch-Ost!
(07.01.2008, 23:03)
Saya:   Numbi in Erfurt hat ihr 3. Kalb, nach 2 S√∂hnen ein Weibchen, zur Welt gebracht - scheint alles ok.
(07.01.2008, 23:02)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Laut einer alten √úbersicht im International Zoo Yearbook bekam der Berliner Zoo 1904 eine Kuh, die vier Jahre in Berlin lebte, vom Afrikareisenden Schillings - also wohl eine Ostafrikanerin, auch wenn diese Unterart damals noch gar nicht beschrieben war. 1907 traf eine Kuh als Geschenk Meneliks von Abessinien ein, m√∂glicherweise also brucii, lebte bis 1917. 1909 wurde ein Bulle vom Zoo St. Petersburg gekauft, der starb im Folgejahr. Es waren also gleich zweimal zwei Spitzm√§uler gleichzeitig im Zoo. Der ber√ľhmte, im 2. Weltkrieg umgekommene Mtoto kam dann 1928 aus Tanganjika, im gleichen Jahr erhielt auch Dresden einen Bullen.

Aber um der Zeit nicht zu sehr vorzugreifen: 1908 zwei Tiere bei Hagenbeck vorhanden (√ľber Ankunft/Verbleib lagen keine Informationen vor), ab 1909 ein Bulle in Frankfurt. Wie selten Spitzm√§uler (oder wie man damals oft schrieb: "Afrikanische Doppelnash√∂rner") in den Zoos waren, zeigt die Tatsache, dass der 1926 in den Zoo Hannover gelangte Bulle Stamper zu dieser Zeit das einzige Spitzmaulnashorn in Europa gewesen sein soll!
(07.01.2008, 23:01)
nurmichael:   Nicht nur das Vet-Team in Cincinnati. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass die Tatsache, dass die Frucht durch k√ľnstliche Besamung zustande kam, nichts mit dem Absterben des F√∂tus zu tun haben muss. Bei den doch jetzt schon einigen erfolglosen Versuchen einer KB bei Nash√∂rnern (also nicht Eintreten einer Schwangerschaft nach KB) und meines Wissens nur einer erfolgreichen Geburt (Breitmaulnashorn in Budapest) halte ich Ihre Nachricht f√ľr √ľberwiegend positiv und ermutigend.
(07.01.2008, 22:42)
Shensi-Takin:   @nurmichael: Sagen wir es mal so-das dortige Vet-Team samt Pflegern h√§tten sich eher gefreut, wenn die bange & lange Warterei eher in einem lebendigen Kalb resultiert w√§re.
(07.01.2008, 22:29)
nurmichael:   @ Shensi Takin, das verstehe ich nicht. Wenn eine Todgeburt erfolgt, das hei√üt ein F√∂tus sich zuvor entwickelt hat, war die KB doch ein Erfolg; bei Nash√∂rnern wahrlich ein nicht allt√§glicher.
(07.01.2008, 22:26)
Shensi-Takin:   Die KB in Cincinnati hat nicht geklappt; das Kalb war eine Totgeburt.
(07.01.2008, 22:20)
Oliver Jahn:   Und damit war es das dann erst mal wieder mit den Spitzm√§ulern. Nach Molly und Theodore starb das Breslauer Spitzmaul dann 1892 als letztes Spitzamulnashorn in Europa. Wann kam dann das n√§chste wieder nach Deutschland? Schlie√ülich hatte Deutschland doch mehrere Kolonien in Afrika.
(07.01.2008, 21:58)
Michael Amend:   Die Frage habe ich mir gearde selbst beantwortet, nat√ľrlich war London der erste Zoo in Europa, der ab 1868 ein Spitzmaulnashorn hielt, den Bullen " Theodore",der 1891 an Magenkrebs starb.
(05.01.2008, 19:27)
Michael Amend:   Welcher Zoo hatte denn das erste Spitzmaulnashorn in Europa ?
(05.01.2008, 18:38)
Michael Mettler:   Nach Schlawe handelte es sich bei dem abgebildeten Tier um die Kuh Molly der Unterart brucii, die im Juli 1870 als gesch√§tzt halbj√§hriges Kalb von Hagenbeck erworben wurde. Sie war das erste Spitzmaulnashorn in Berlin und √ľberhaupt erst das zweite in Europa. √úber ihr Todesdatum herrscht Unklarheit: Angeblich soll sie laut Heck 1884 gestorben sein (und das Foto entstand m√∂glicherweise im selben Jahr), doch soll sie auch noch im Zoof√ľhrer von 1887 zu finden sein.
(05.01.2008, 18:17)
Michael Mettler:   Auch hier noch ein historisches Fundst√ľck aus Ludwig Hecks "Lebende Bilder aus dem Reiche der Tiere": Spitzmaulnashorn aus dem Sudan, lebte bei Niederschrift des 1899 erschienenen Buches allerdings "l√§ngst" nicht mehr. Heck erw√§hnt auch, dass zum damaligen Zeitpunkt noch kein Nashorn aus Deutsch-Ostafrika (heute Tansania) ins Land gekommen sei.
(05.01.2008, 00:35)
nurmichael:   Ich wei√ü gar nicht, ob das EEP f√ľr die Haltung von Spitzmaulnash√∂rnern √ľberhaupt Minimalbedingungen voraussetzt. Das wird hier zwar des √Ėfteren behauptet, allerdings nie mit Quellen oder Zitaten belegt. Ich halte es f√ľr durchaus m√∂glich, dass der bunte Strau√ü von Haltern in den diversen EEP von Tierart zu Tierart unterschiedlich verf√§hrt. Aus dem im Forum Geschriebenen geht ziemlich eindeutig hervor, dass Okapiinteressenten einem strengen Auswahlkatalog (auch da werden m.W. keine Quellen benannt) unterliegen, das bedeutet f√ľr andere Arten hingegen zun√§chst einmal gar nichts.
Der Fotovergleich zwischen den Zoos Berlin und Magdeburg weiter unten belegt, dass der erfolgreichste deutsche Spitzmaulnashornhalter zumindest nicht √ľber die besseren, wenn auch mehr Innenstallungen verf√ľgt. Wenn es Auflagen zu Haltungsbedingungen gibt, frage ich mich auch, warum K√∂ln und Krefeld Tiere zur Zucht zugewiesen bekommen haben, obwohl etwaiger Nachwuchs bald Platzprobleme verursachen w√ľrde, wie zwischenzeitlich in Krefeld auch belegt.
Und was geschieht eigentlich, wenn eine deutsche Fachbeh√∂rde eine Haltungsgenehmigung nur unter der Auflage erteilt, dass ein existenter Bestand verringert wird, das EEP aber keinen richtlinienkonformen Halter f√ľr die, nach Beh√∂rdenlesart, √ľberz√§hligen Tiere zuweisen kann oder - aus genetischen Gr√ľnden (Inzucht) ‚Äď das nicht will? Dabei ist mir die Meinung des EEP zur Sicherung der genetischen Vielfalt einer Zoopopulation unbekannt. Im Zoo Berlin ist es nach der Gr√ľndung des EEP f√ľr Spitzmaulnash√∂rner durchaus zur erfolgreichen Halbgeschwisterverpaarung gekommen. √Ąhnliches gilt f√ľr Dvur Kralove.
Es w√ľrde durchaus Sinn machen, wenn diejenigen Forumsteilnehmer, die √ľber entsprechende Informationen des Spitzmaulnashorn- EEP verf√ľgen, diese hier publik machen w√ľrden.
(26.12.2007, 18:58)
IP66:   Die √úbernahme von Spitzmaulnash√∂rnern in die alten duisburger Boxen, wenn sie die Breitm√§uler aus biologischen Gr√ľnden ger√§umt haben, halte ich f√ľr durchaus denkbar, auch wenn sie sich dann mit den Zebras vertragen m√ľssen und man ein eigenes Gehege zum Absperren einrichten m√ľ√üte. Aber auch da w√ľrde sich die Frage stellen, ob der Koordinator mit den beiden alten Boxen zufrieden w√§re und keine gr√∂√üeren Umbauten fordert.
(24.12.2007, 11:02)
nurmichael:   @ Michael Amend, Sie als Tierpfleger k√∂nnen uns sicher detailliert mitteilen, was an der Haltung von Breit- und Spitzmaulnashorn aufwendig und teuer ist, und uns auch den Vergleich der Anspr√ľche beider Arten darstellen.
Im √úbrigen spreche ich mich, wie Sie, nicht grunds√§tzlich gegen den Import von Tieren aus deren Herkunftsgebieten aus. Das im Falle der s√ľdlichen Breitmaulnash√∂rner aber mit der Notwendigkeit frischen Bluts in die europ√§ische Zucht zu begr√ľnden, halte ich f√ľr befremdlich. Die ‚ÄěFlaschenhalspopulation‚Äú wird von einigen Autoren mit 20 Tieren von anderen mit weniger als 100 Tieren abgegeben. Von √ľber 100 Tieren habe ich zumindest noch nicht gelesen. Man darf bei der g√ľnstigsten Annahme aber sicher davon ausgehen, dass die Individuen von maximal sechs bis sieben Herden miteinander nicht oder nur weitl√§ufig verwandt waren. Von einem, nach diesen genetisch nur m√§√üig verwandten Herden gezielt, entnommenem Bestand f√ľr au√üerafrikanische Zoos ist mir nichts bekannt. Dazu h√§tte man diese Populationen kennen m√ľssen. Allein unter den ersten 300 Tieren im Zuchtbuch stammen mindestens 95% aus Umfolozi Game Research oder deren Nachkommen.

Die meisten unter uns kennen die Paarhaltungen von Breitm√§ulern, die ohne Nachkommen blieben (Zoo Berlin, Zoo Duisburg u.a.). Ich habe mich hier im Forum weiter unten daf√ľr ausgesprochen, diese Haltungen zu beenden und stattdessen in diesen Unterk√ľnften Spitzmaulnash√∂rner zu halten, deren Gef√§hrdungsgrad heute weitaus gr√∂√üer ist als der der s√ľdl. Breimaulnash√∂rner. So w√§re die Erhaltungszucht der Spitzmaulnash√∂rner gesichert, da neue Haltungen entweder die Jungtiere bestehender Zuchten zu neuen Zuchtgruppen zusammenstellen k√∂nnten, oder bestehende Zuchten von einzelnen, f√ľr die Zucht nicht bzw. nicht mehr geeigneten Tiere, zu entlasten. Ein Beschaffungsnotstand, wie Sie ihn f√ľr die Breitmaulnash√∂rner nennen, besteht bei den Spitzmaulnash√∂rnern m.W. nicht.
@ IP66, die Haltungen und Handlungen der EEP Koordinatoren werden m√∂glicherweise in bestimmten Fachbl√§ttern ver√∂ffentlicht. Eine Information dazu in den Zoos selbst findet man bestenfalls in den Jahresberichten zu Vorg√§ngen im eigenen Zoo. Im Falle von Gelsenkirchen las ich hier im Forum, dass der EEP Koordinator gegen den dann aber doch durchgef√ľhrten Import von Breitmaulnash√∂rnern aus S√ľdafrika gewesen sei.
@ Michael Mettler, ich habe den Eindruck, dass die Zoo Berufszoologen es nicht als erheblich ansehen, uns dummes Volk √ľber ihre Meinung oder gar Meinungsbildung zu informieren. Mindestens in den Zoos selbst k√∂nnte auf solche Grunds√§tze oder Diskussionen hingewiesen werden. Immerhin sch√∂pfen die Zoos einen erheblichen Teil ihrer Daseinsberechtigung aus diesen Programmen.
(23.12.2007, 22:03)
Michael Amend:   Ich sehe an den Importen von Breitm√§ulern nichts Negatives, warum auch ? Und warum soll der EEp-Kooridnator das anders sehen ? Wenn er es t√§te, w√ľrde er seine Aufgabe nicht gerecht werden, denn frisches Blut in eine √ľberalterte Population einzubringen, kann nur in dessen Sinne sein. Mir ist ein Zoo bekannt, der mit der Haltung von Breitmaulnash√∂rnern beginnen wollte, aber eine Abfuhr bekam, weil keine Tiere aus dem EEP verf√ľgbar seien, nicht einmal Bullen, und sich das in den n√§chsten jahren nicht √§ndern wird.Die wenigen Zuchterfolge in Europa werden das zuk√ľnftige Ausfallen etlicher alter Tiere nicht auffangen k√∂nnen, von daher machen die Importe aus Afrika durchaus Sinn. Und nicht jeder Zoo kann die f√ľr Spitzmaulnashornhaltung notwendigen Haltungseinrichtungen schaffen. Deren Haltung ist aufwendiger und teuerer als die Breitmaulnashornhaltung.
(22.12.2007, 15:20)
Michael Mettler:   Und dazu gleich noch eine Frage: Wie steht die f√ľr ALLE Nash√∂rner zust√§ndige Taxon Advisory Group zu der Frage "Breitmaul- oder Spitzmaulnashorn"...?
(22.12.2007, 11:18)
IP66:   Wie stehen denn die EEP-Koordinatoren zu diesen Importen?
(22.12.2007, 10:19)
Michael Amend:   Augsburg importiert 0,2 Breitm√§uler aus S√ľdafrika und hofft auf einen Jungbullen aus Europa.
(21.12.2007, 19:03)
nurmichael:   Um mein Problem nochmals zu verdeutlichen, von den seit 1981 im Zoo Berlin geborenen f√ľnfzehn (3,12) Spitzmaulnash√∂rnern leben derzeit noch neun (1,8). Davon sind drei (0,3) in Berlin verblieben, vier (1,3) an deutsche und zwei (0,2) an je einen franz√∂sischen und britischen Halter abgegeben worden. Von den Empf√§ngern haben f√ľnf neu bzw. nach einer Unterbrechung mit der Haltung von Spitzmaulnash√∂rnern begonnen. Angenommen, die Zucht in Berlin w√§re auch in den kommenden 25 Jahren so erfolgreich oder gar besser, br√§uchte es wiederum mindestens f√ľnf neue Halter f√ľr den Nachwuchs, von denen im Moment nichts zu sehen bzw. zu h√∂ren ist.
EEP, Taxon advisery group und Husbandry guidelines hin oder her, ohne zus√§tzliche Halter wird die Zucht stagnieren. Dass die Leiter dieses EEP f√ľr Spitzmaulnash√∂rner diese Situation bsw. durch √ľberzogene Haltungsrichtlinien selbst herbeigef√ľhrt haben glaube ich erst, wenn ich diese kennte und zum gleichen Urteil k√§me.
(19.12.2007, 23:09)
Matthias:   Zwar geh√∂ren die Tiere in der Tat weiterhin den Zoos, bei EEP-Tieren sind diese jedoch an die Empfehlungen des EEP-Koordinators und des entsprechenden EEP Species Committee gebunden. Denn solch eine Kooperation kommt schlie√ülich vor allem den z√ľchtenden Zoos zugute, da diese mit neuen Tieren rechnen k√∂nnen sobald eines ihrer Tiere "ausf√§llt".
Wenn aber nun Regeln durch einzelne Zoos nicht eingehalten werden, ist es doch kein Grund diese dann aufzuheben. Auch wenn es nur regional begrenzt wäre.
Vielmehr sollte doch alles probiert werden, und ich versichere ihnen das wird auch durch die EAZA getan, um alle teilnehmenden Zoos zu √ľberzeugen, dass sich JEDER an die Vorgaben halten m√∂ge. Nur dadurch kann es in Zukunft gelingen die EEPs noch effizienter zum Wohle der Tiere und Zoos zu gestalten.
(19.12.2007, 20:19)
Saya:   Alle Tiere geh√∂ren einzelnen Zoos und nie dem EEP-Koordinator. Ob sich die Zoos denen die Tiere geh√∂ren an die Empfehlungen des EEP halten oder nicht ist allein deren Sache. Die Sanktionsm√∂glichkeiten der EAZA/der EEP`s scheinen ziemlich gering und ein Rauswurf bei nicht-Einhaltung der Empfehlungen oder verweigerter Zusammenarbeit jedenfalls derzeit √§u√üerst unwahrscheinlich. Ich sehe auch gar kein Problem die derzeit importierten Breitm√§uler in Zukunft dem EEP anzugliedern, immerhin sind doch die Mehrzahl der Zoos EAZA-Mitglieder. Ist es √ľberhaupt sicher dass das EEP die Zustimmung zu den Importen verweigert hat? Importe und EEP widersprechen sich doch grunds√§tzlich nicht, solange es keinen √úberschuss in der europ√§ischen Population gibt.
(19.12.2007, 19:09)
IP66:   Ich w√ľrde das als ein nach naturwissenschaftlichen Kriterien ausgerichtetes Experiment verstehen wollen: Es gibt Klagen aus den Zoos √ľber EEP-Probleme, es gab im Gro√ükatzen-Zuchtgrogramme ganz erhebliche Schwierigkeiten, und es zeigt sich, da√ü bei Nash√∂rnern am EEP vorbei importiert wird. Da scheint es mir sinnvoll, nicht √ľber eine Verbesserung von Regeln nachzudenken, sondern diese in einem begrenzten Fall aufzuheben, um zu erfahren, was dann passiert. In eine Krise werden die Programme, deren Art au√üerhalb des Programms importiert wird, ohnedies gelangen, weil es hier zum einen Tiere in der Verf√ľgungsgewalt des Zuchtprogramms und solche, die den Zoos geh√∂ren gibt, und es w√§re doch nur klug, wenn die Bef√ľrworter der Programme sich durch ein entsprechendes Experiment best√§tigen lie√üen.
(19.12.2007, 18:43)
Matthias:   Aber warum sollte solch eine unkoordinierte Zucht dann besser funktionieren als eine koordinierte, zumindest im Hinblick auf ERHALTUNGSzucht?
Es gibt nichtmal f√ľr alle EEP-Arten Husbandry Guidelines. Und wenn es sie gibt, dann sind es auch "nur" Richtlinien! Also keineswegs Manifeste, die ein Hindernis bei der Beschaffung von solchen Tieren darstellen.
(19.12.2007, 11:50)
IP66:   Letztlich f√ľhrt die Tendenz zur gr√∂√üeren und besseren Anlagen sich selbst ad absurdum: Da Gel√§nde und Mittel der Zoos beschr√§nkt sind, ist nur f√ľr weniger Arten Geld da, und da die Haltung bei mancher EEP-Art besonders aufwendig ist, weicht man auf einfacher zu erwerbende und zu haltende Tiere aus. Deshalb ja mein Vorschlag zur begrenzten Aufhebung eines EEP. Da w√ľrde man sehen, ob eine solche Erhaltungszucht unter heutigen Bedingungen auch ohne zentrale Tiervermnittlung funktioniert.
(19.12.2007, 11:06)
Matthias:   Kein Grund f√ľr Entschuldigungen. :-) Dachte mir, dass es f√ľr jeden der hier lie√üt nochmal klar sein sollte.
Wie die Husbandry Guidelines f√ľr Elefanten und Flu√üpferde (soweit ich wei√ü gibt es f√ľr Flu√üpferde keine HG) aussehen wei√ü ich nicht.
Die aktuelle Version f√ľr Gorillas jedoch gibt eben gerade keine Mindestgr√∂√üe f√ľr Anlagen an. Nach dem Motto: Gr√∂√üer kann immer. Au√üerdem ist eine ad√§quate Haltung ja auch von vielen anderen Faktoren abh√§ngig, die genauso viel Gewicht bekommen sollten wie die Gr√∂√üe der Haltungseinheiten.
(19.12.2007, 10:57)
Saya:   Der Unterschied ist mir klar, sorry wenn das nicht so r√ľberkommt. Das von den Husbandry guidelines empfohlenen Gehegeanforderungen sind aber doch nie das was die besten Halter bieten, sondern ein Mittelma√ü. Bei Gorillas liegt glaube ich die Empfehlung f√ľr neue Au√üenanlagen jetzt bei 2.000 m2, und so sensationell und idealistisch viel finde ich das jetzt nicht. Hinsichtlich F√ľtterung, enrichment ect. ist es nat√ľrlich was anderes. Auch die Elefanten-Haltungsrichtlinien sind von den Platzanforderungen her nicht sensationell. Dass die gesetzlichen Mindestanforderungen weit darunter liegen, ist eigentlich ein Trauerspiel und rechtfertigt Zust√§nde, die ich pers√∂nlich f√ľr Tierqu√§lerei halte (zB Flusspferde in Frankfurt).
(19.12.2007, 00:03)
Matthias:   Wobei hier nochmal klar in Haltungsrichtlinien (Husbandry Guidelines) und Mindestanforderungen (vom Gesetzgeber erlassen) unterschieden werden sollte.
Beide sind zwei verschiedene Dinge. Husbandry Guidelines werden von den Zoos rausgegeben und empfehlen nicht das Mindestma√ü sondern das Optimalma√ü. Allerdings eben nicht als Manifest, sondern als Richtlinie. Wie der Name eben sagt. Da stehen dann neben den Anforderungen f√ľr die Gehege auch solche Sachen wie Ern√§hrung, Management, Enrichment etc. drin.
(18.12.2007, 22:46)
Saya:   Haltungsrichtlinien empfehlen doch meist das Mindestma√ü, einen gemeinsamen Nenner von dem, was die meisten Zoos "zu Hause" haben. Vorgaben, die den besten Haltungen f√ľr die jeweilige Art entsprechen (f√ľr Spitzm√§uler k√∂nnten das die Aspinall-Parks sein, f√ľr Gorillas vielleicht Apenheul usw.), gibt`s doch gar nicht. Und einige Zoos schaffen es immer noch selbst die Mindestanforderungen zu unterbieten... Verbesserung der Haltungsbedingungen muss das Ziel sein, nicht Runterschrauben der Mindestanforderungen. Die Tiere m√ľssen in den Anlagen schlie√ülich ihr ganzes Leben verbringen. Wenn ich mir die deutschen Spitzmaulnashorn-Haltungen angucke dann haut mich nix davon um, und einige der am besten z√ľchtenden - Krefeld, Magdeburg, Berlin - finde ich f√ľr die Tiere √§u√üerst d√ľrftig.
(18.12.2007, 22:28)
nurmichael:   Na da sind seit meinem letzten Posting ja viele Punkte in die Diskussion genommen worden. Das EEP f√ľr Spitzmaulnash√∂rner ist m.M. Mitte der 80er Jahre eingef√ľhrt worden. Zu diesem Zeitpunkt bestanden die auch heute noch existierenden Haltungen in Magdeburg, Leipzig, Hannover, Berlin, Z√ľrich und Dvur Kralove bereits, und au√üer in Leipzig wurde dort auch gez√ľchtet. Die britischen Haltungen habe ich hier mal au√üen vor gelassen. Dort hatten sich die Halter bereits vor dem EEP auf ein Zuchtprogramm verst√§ndigt, dass m.W. auch die Abgabe bzw. Aufnahme von Einzeltieren erm√∂glichte.
Von diesem Zeitpunkt an sind einige Haltungen aufgel√∂st worden: z.B. Frankfurt (f√ľr die Unterart michaeli), Neapel, Wroclaw, Zlin und andere hinzugekommen wie z.B. K√∂ln, Krefeld, zwischenzeitlich Dortmund, Dou√© la fontaine, Port Scorff. Vergleichszahlen von 1985 bis heute habe ich aktuell nicht zur Hand. Zum vermeindlichen Erfolg einer Haltung galt damals ja noch, dass sich die Nachkommen im Zoo ebenfalls fortpflanzen.
Ob es den Okapis √§hnlich scharfe Vorgaben in Richtung Haltungsbedingungen f√ľr Spitzmaulnash√∂rner √ľberhaupt gibt, vermag ich nicht zu sagen. Und das unterstellte ‚ÄěVerbot‚Äú einer Einzeltierhaltung kann ich ebenso wenig best√§tigen. Die F√§lle von Murray zun√§chst in Wroclaw und sp√§ter (bis heute) in Tallin oder Saba der zweiten Berliner Tochter von Klaus in Leipzig scheinen eine solche Vorgabe eher auszuschlie√üen. Sie w√§re in den F√§llen einer ‚ÄěHospitzhaltung‚Äú f√ľr alte, inzwischen zuchtuntauglich gewordener Tiere auch unsinnig f√ľr eine einzelg√§ngerisch lebende Tierart, wenn eine tiergerechte Unterbringung gesichert ist.
Das Argument die Vorgaben von EEPs f√ľr bestimmte L√§nder aufzuheben kann ich nicht teilen. W√ľrde dies tats√§chlich gemacht, und das auch noch mit Erfolg, k√∂nnte es vielleicht der betroffenen Tierart helfen (was ich im Falle der Spitzmaulnash√∂rner nicht glaube), aber es w√ľrde deren Erfinder und die heutigen Verfechter desavouieren. Wer stellt sich schon gerne selbst ein Bein?
Dem Argument die EEP Haltungsrichtlinien und ‚Äďideen stellten ein Hindernis f√ľr interessierte Neuhalter dar kann ich nun √ľberhaupt nicht folgen. Damit w√ľrden ja die Erfinder und Wahrer (vermutlich die urspr√ľnglichen Halter) dieser Dokumente f√ľr den sie selbst betreffenden Stau, wenn es ihn den geben w√ľrde, sorgen.
Ich sehe doch eher in dem Argument der fehlenden Interesselosigkeit (von @ Matthias) die Ursache der aktuellen Situation. Die Entwicklungen in Augsburg, Schwerin und in erster Linie Dortmund sind doch beredtes Beispiel hierf√ľr.
Fakt scheint mir, dass die Zoos das m√ľhsam gekeimte und eigentlich wirksame Pfl√§nzchen, eine m√∂gliche Arterhaltung in Zoos sei machbar, mutwillig zertrampeln. Immerhin hat es ca. 20 Jahre nicht zuletzt der Einrichtung Zoo eine stark angefeindete Rechtfertigung gegeben. Was wird nach dem Tod dieser Pflanze sein???
(18.12.2007, 21:28)
Matthias:   Haltungsrichtlinien sind mitnichten langlebige Idealkonzeptionen, sondern "living documents" die regelm√§√üig aktualisiert werden (sollten).
Was den geringsten Weg des Widerstandes angeht, da stimme ich allerdings mit ihnen √ľberein. Nur sind diese "Wunschzettel" keineswegs Selbstzweck, sondern dienen der, nach heutigen Kenntnissen zumindest, optimalen Unterbringung und Zuchtvorraussetzungen der Tiere.
Und wenn ein Zoo erst mit alten oder gleichgeschlechtliche Tiere beginnen kann, liegt das auch nicht daran, dass der Koordinator so gerne Zoos ärgert und die Tiere lieber anderswo stapelt, sondern ganz einfach daran, dass es keinen Überschuß an Zuchttieren gibt.
(17.12.2007, 20:06)
IP66:   Ich denke, da√ü bei den entsprechenden Haltungsrichtlinien und -ideen oft Idealkonzeptionen entwickelt werden, die dann √ľber lange Zeiten hinweg zum Ma√üstab werden. Wenn man sich einmal in die Lage eines Zoos wie jenen von Augsburg versetzt, der bislang Breitmaulnash√∂rner in einem kleinen Stall mit Freianlage gehalten hat und nun dar√ľber nachdenkt, wie Anlage und Art nach dem Tod des letzten Tieres besetzt werden sollen, so wird man verstehen, wenn hier der Weg des geringsten Aufwandes gegangen wird. Da√ü kann entscheidende Haltungsbedingungen betreffen wie Wasserbecken und Warmst√§lle bei Panzernash√∂rnern, aber eben auch die Beschaffbarkeit von Tieren oder die M√∂glichkeit, bald an ein zuchtf√§higes Paar zu kommen und den Nachwuchs auch weitergeben zu k√∂nnen. Ein entsprechender Koordinator, der einem Zoo in dieser Lage entsprechende Angebote macht, f√∂rdert die Verbreitung "seiner" nat√ľrlich st√§rker als ein solcher, der erst einmal einen kostspieligen Wunschzettel schickt und nur die Vermittlung alter oder gleichgeschlechtlicher Tiere ank√ľndigt.
(17.12.2007, 18:53)
Matthias:   In diesem Falle ist die Formulierung algemein gemeint. Aber es gibt diverse F√§lle, wo ein Koordinatorwechsel ein EEP wieder "back on track" gebracht hat. Sei es durch bessere Koordination, neue Empfehlungen etc.
Ob es in diesem Falle so ist, kann und m√∂chte ich nicht beurteilen, aber es ist doch bezeichnend, dass der Zoo Berlin nun kein einziges EEP mehr koordiniert. Oder habe ich eins √ľbersehen? (Das Gaur EEP ist vacant!)
Ich m√∂chte auch anmerken, dass sie und IP66 Probleme in der Spitzmaulnashorn EEP F√ľhrung sehen und nicht ich. Denn g√§be es dort keine Probleme, w√§ren ihre Vorschl√§ge nicht von belang.
(17.12.2007, 15:47)
Michael Mettler:   @Matthias: Nun bin ich neugierig - inwiefern "n√∂tiger Schub"? Das Interesse anderer Zoos wird doch dadurch wahrscheinlich nicht automatisch schlagartig gr√∂√üer? Eigentlich liest sich die Formulierung so, als habe die bisherige EEP-Leitung das Programm tats√§chlich eher gebremst als vorangebracht?
(17.12.2007, 15:29)
Matthias:   √úbrigens hat der Zoo Chester jetzt das Spitzmaulnashorn EEP √ľbernommen. Vielleicht sorgt das jetzt f√ľr den n√∂tigen Schub.
(17.12.2007, 15:07)
Matthias:   Im Falle des Spitzmaulnashorn EEPs liegt der stagnierende Bestand wohl eher daran, dass es kaum Interesse anderer Zoos gibt.
Wieviele und welche Zoos haben sich denn bei ihnen schon beklagt? Die Anschaffung sollte weniger aufwändig sein, als bei nicht-EEP-Arten. Schließlich braucht man Anfangs nur beim Koordinator anfragen und dann mit dem betreffenden Zoo Kontakt aufnehmen. Die Kommunikation ist also viel effizienter bei einem koordinierten Programm.
Gleiches gilt dann auch f√ľr die Abgabe der Tiere, was nat√ľrlich von EEP zu EEP unterschiedlich gut verl√§uft.
Und √ľber ihre Aussage, dass Koordinatoren Auflagen festschreiben, kann ich mich nur wundern. Hatte ich ihnen doch schon im zoofreunde-Forum erkl√§rt, dass die Husbanfry Guidelines oder etwaige "Auflagen" nicht durch Einzelpersonen erstellt werden, sondern durch verschiedene Arbeitsgruppen. Diese Arbeitsgruppen setzen sich aus verschiedenen Mitarbeitern verschiedener Zoos zusammen.
Ihre Vorstellung, der "√ľberpr√ľfbaren" Aufhebung des EEP, ist sicher f√ľr altbackene Zoodirektoren, die alle ihre Tiere am liebsten nur an H√§ndler abgeben, interessant. F√ľr moderne Tierg√§rtner, und das sind zum Gl√ľck die Mehrzahl in der EAZA, eher nicht.
(17.12.2007, 14:51)
IP66:   Mein Vorschlag der EEP-Aufhebung in einem begrenzten und √ľberpr√ľfbaren Rahmen deckt sich mit den Bedenken von Herrn Mettler, die in Betrieb befindlichen Erhaltungszuchtprogramme k√∂nnten in manchen Bereichen ihre Ziele nicht verwirklicht haben. Mir scheint, da√ü man dies eben nicht nur anhand einer Haltungsaufstellung nebst Zuchterfolgen erkennen kann, sondern auch daran, ob der Bestand einer nicht √ľberwacht resp. "koordiniert" gehaltene Art sich besser oder schlechter entwickelt. Immerhin klagen viele Zoos √ľber den Aufwand, der bei der Beschaffung "koordinierter" Exemplare anf√§llt, die Auflagen, die die Leiter solcher Zuchtprogramme festschreiben und die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn abzugebene Exemplare bis zur Erteilung der entsprechenden Genehmigung untergebracht werden m√ľssen.
(17.12.2007, 10:47)
IP66:   Mein Vorschlag der EEP-Aufhebung in einem begrenzten und √ľberpr√ľfbaren Rahmen deckt sich mit den Bedenken von Herrn Mettler, die in Betrieb befindlichen Erhaltungszuchtprogramme k√∂nnten in manchen Bereichen ihre Ziele nicht verwirklicht haben. Mir scheint, da√ü man dies eben nicht nur anhand einer Haltungsaufstellung nebst Zuchterfolgen erkennen kann, sondern auch daran, ob der Bestand einer nicht √ľberwacht resp. "koordiniert" gehaltene Art sich besser oder schlechter entwickelt. Immerhin klagen viele Zoos √ľber den Aufwand, der bei der Beschaffung "koordinierter" Exemplare anf√§llt, die Auflagen, die die Leiter solcher Zuchtprogramme festschreiben und die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn abzugebene Exemplare bis zur Erteilung der entsprechenden Genehmigung untergebracht werden m√ľssen.
(17.12.2007, 10:46)
Matthias:   Warum sollte man das EEP aufheben und schauen wie sich die Dinge entwickeln?
Und mehr Aufwand gibt es auch nicht, schon gar nicht f√ľr die Halter.
(16.12.2007, 18:37)
Michael Mettler:   @nurmichael: Angeregt durch des Gedanken von IP66: Wie hat sich eigentlich die Situation seit Errichtung des EEP f√ľr Spitzmaulnash√∂rner entwickelt? Gibt es mehr Halter und mehr Zuchterfolge als vorher - oder einfach nur mehr Aufwand...?
(16.12.2007, 15:47)
IP66:   Vielleicht sollte man einfach f√ľr ein oder zwei L√§nder die Einbindung der Tiere in ein Erhaltungszuchtprogramm aufheben und schauen, wie sich die Dinge entwickeln?
(16.12.2007, 14:31)
Shensi-Takin:   @nurmichael: Im Grunde eines √§u√üerst ungl√ľckliche Situation: Stagnation/Aufgabe der Haltung und Zucht einer vermehrungsfreudigeren & hochbedrohten Nashornart zugunsten einer "leichter erh√§ltlichen" und dank Gruppen-/Gemeinschaftshaltung (die nichtsdestotrotz auch im geringeren Umfang beim Spitzmaulnashorn m√∂glich w√§re) wohl "attraktiveren" Art...Ich frage mich allerdings: wie w√§re es, kleineren Zoos die Option einzur√§umen, jeweils nur einzelne Spitzmaulnash√∂rner zu halten, um etwaigen Nachwuchs zu verteilen bzw. dann zur Zucht wieder zusammenzuf√ľhren.
(15.12.2007, 11:49)
IP66:   So traurig das klingen mag: Ich vermute, da√ü dabei eine gro√üe Rolle spielt, da√ü die Chance besteht, unabh√§ngig vom EEP zu importieren, und das durch Gelsenkirchen bewiesen worden ist. Wenn ich bedenke, da√ü Koordinatoren Haltungsformen vorschreiben und manchmal sogar Empfehlung zur Nichthaltung dritter Arten durchzusetzen versuchen, kann ich dieses Vorgehen durchaus verstehen. Man sieht ja auch, da√ü ein Zoo wie Magdeburg trotz gro√üer Zuchterfolge und einer Reihe von Umbauten keine R√ľckendeckung vom Zuchtkoordinator erh√§lt, wenn es darum geht, eine erfolgreiche Haltung gegen kommunale und regionale Beh√∂rden durchzusetzen. Dagegen hat Gelsenkirchen mit seiner Beitmaulnashorngarage keinerlei Schwierigkeiten, zumindest so lange nicht, bis ein Jungtier zur Welt kommt.
(14.12.2007, 11:45)
nurmichael:   @ IP66, ich sehe Erkl√§rungsn√∂te der Zoos vor allem in der Frage: Warum plant und baut man f√ľr eine Art, die zwar bestandsbedroht ist wie das s√ľdl. Breitmaulnashorn, die sich aber offenbar im Ursprungsgebiet wesentlich h√§ufiger vorkommt als die vom gleichen Kontinent stammenden Spitzmaulnash√∂rner. Deren Zucht in europ√§ischen Zoos f√ľhrt zu einer nie da gewesenen Bestandsdichte ebendort, die aufgrund der relativ wenigen Halter inzwischen zu einem Stau mit folgender Nichtzucht f√ľhren k√∂nnte. Eine Offenbarung bei Betrachtung der hehren Ziele zu Beginn der Zucht bzw. des EEP f√ľr Diceros bicornis.
(13.12.2007, 20:53)
IP66:   Das spricht zwar nicht dagegen, da√ü doch andere Leistungen erfolgt sind, zeigt aber, da√ü es eine gewisse Normalit√§t beim Tiertausch gegeben hat.
(12.12.2007, 17:55)
Maik Schilde:   @IP66: Klaus ist damals dem Berliner Zoo eingestellt worden mit der Option auf die erste oder zweite Nachzucht.
(12.12.2007, 13:05)
IP66:   Ich f√ľrchte, da√ü sich hier zwei Probleme verst√§rken: Zum einen getraut sich kaum ein Zoo, einfache Zweckbauten f√ľr popul√§re Tierarten zu errichten, so da√ü die Etablierung einer Art mit enormen Baukosten verbunden ist. Auch wenn die Nashornst√§lle in Gelsenkirchen kaum ger√§umiger sind als jene in Berlin oder der Altbau in Augsburg, so mu√üte man doch auf die Anlage sehr viel Gestaltungsmittel verwenden. Auf der anderen Seite setzt man sich durch die Geographisierung der Best√§nde unter Druck, nur eine bestimmte Nashornart √ľbernehmen zu k√∂nnen und kann nicht auf Bestandsver√§nderungen andernorts reagieren. Und schlie√ülich ger√§t mancher Zoo in Erkl√§rungsn√∂te, wenn er mehrere verwandte Arten zeigt, so da√ü selbst die kurzfristige √úbernahme von Tieren sich nicht mehr so einfach gestaltet wie vor einem halben Jahrhundert.
(12.12.2007, 11:02)
nurmichael:   @ Michael Mettler, Karsten Vick, vielen Dank f√ľr Ihre Antworten. Zwischenzeitlich habe ich auch noch was gefunden U (http://www.schwerin-news.de/ueberleben-im-21-jahrhundert-arche-noah-zoo/1290/).
Ich werde das Gef√ľhl nicht los, dass die Zoos mit der Konzeptionisierung einer Haltung zum Zwecke der Arterhaltung zumindest bei Gro√üs√§ugern doch √ľberfordert zu sein scheinen. Die Frage ‚ÄěWohin mit den Jungtieren bei erfolgreicher Haltung‚Äú kommt in den Konzepten entweder gar nicht vor oder wird anscheinend mit ‚Äěach das regelt sich schon‚Äú beantwortet. Da wird die Ausgabe von Steuergeld mit einer angeblichen Arterhaltung sch√∂ngeredet, die ihrerseits sensationsheischend als Werbung f√ľr den Zoo verst√§ndlich gemacht werden soll. √úber den wirklichen Gef√§hrdungsgrad einer Art (hier Breitmaulnashorn, an anderer Stelle afrikanischer Steppenelefant) jedoch schweigt man sich aus. Wenn mich mein Eindruck nicht tr√ľgt, ist der Import von manchen Arten aus ihrem Herkunftsgebieten mittlerweile einfacher geworden, da die Erhaltungsma√ünahmen vor Ort so erfolgreich sind, dass man dort mit der Abgabe von ‚Äě√ľberz√§hligen‚Äú Tieren innerhalb des urspr√ľnglichen Verbreitungsgebiets bereits Schwierigkeiten hat.
Wo also hin mit den angestrebten kleinen Breitm√§ulern aus Schwerin in zehn bis zw√∂lf Jahren? Zu hoffen ist hier vor allem auf die Sanierung der mittelost- und s√ľdosteurop√§ischen Zoos als dann akzeptable Abnehmer. Und wenn die dann auch z√ľchten???
F√ľr die Nachwuchs-Spitzmaulnash√∂rner b√∂ten sich als Ausweichhaltungen die jetzt noch mit Breitmaulnash√∂rnern best√ľckten Zoos an, die dieser Art indes keine ad√§quate (Zuchtf√∂rdernde) Unterkunft erm√∂glichen k√∂nnen (z.B. Duisburg). Solange die allerdings noch besetzt sind braucht es neue, vielleicht nur vor√ľbergehende Haltungen, wenn die so hoffnungsvoll begonnene Entwicklung in Sachen Arterhaltung der vergleichsweise wesentlich st√§rker gef√§hrdeten Spitzm√§uler in Zoos nicht stagnieren soll.
(11.12.2007, 20:32)
IP66:   Ich kann mir auch vorstellen, da√ü mit dem Nashorntausch die Option auf eventuellen Nashornnachwuchs verbunden war, somit eine Aussicht auf eine Verl√§ngerung der Spitzmaulnashornhaltung. Auf der anderen Seite ist belegt, da√ü gerade in dieser Zeit in der DDR Museumsmagazine auf frische, das hei√üt m√∂glichst unpublizierte Objekte durchsucht wurden, um diese gewinnbringend zu verkaufen. Nicht, da√ü es dergleichen hier und da auch anderenorts gegeben h√§tte, doch vor diesem Hintergrund halte ich auch eine Art Verkauf des Nashorns f√ľr m√∂glich. Interessat in diesem Rahmen w√§re die Frage, ob es 1988 noch Tierhandel, etwa √ľber die Firma Interzoo gab. Ich k√∂nnte auch an einem Verkauf des Nashorns wenig verwerfliches finden, w√§hrend ich bei den Museumsverk√§ufen, gerade wegen der Menge, schon meine, da√ü dies zu Lasten des Volkes gegangen ist.
(09.12.2007, 14:40)
Karsten Vick:   @nurmichael: Kennen Sie die Schweriner Anlage oder wenigstens einen Lageplan? Ansonsten, auf der Zoo-HP rechts oben -Wegeplan anklicken. Darauf links oben der Nashornstall. Ein umgebauter Pferdestall. Auf der einen L√§ngsseite die Nashornfreianlage. Auf der anderen die f√ľr Tapire.
Der Umbauplan sieht vor, die Au√üenanlage links um die Ecke um die Alpaka-anlage zu erweitern (im Lageplan eher ein Lama). Das Tapirareal ist zwar nicht als Au√üengehege geplant, aber die Stallkapazit√§t soll f√ľr Nash√∂rner genutzt werden. Urspr√ľngliche Planung war tats√§chlich f√ľr Spitzm√§uler. Limpopo sollte genau wie Natala nach Dortmund abgegeben werden. Wann, wie und warum der Sinneswandel eintrat, wei√ü ich nicht; jetzt wollen sie jedenfalls Limpopo behalten und um ihn herum eine Breitmaulherde aufbauen.
Das ist besonders schade, weil das vorgesehene langgestreckte Gelände sich auch problemlos in mehrere gut einsehbare und unauffällig voneinander getrennte Einzelgehege teilen ließe.

Zu Klaus: Seine Partnerin in Leipzig war ja schon einige Jahre zuvor gestorben. Ich bin mir nicht sicher, ob damals schon die Einstellung des Hallenser Breitmaul-Bullen im Gespr√§ch war. Das w√§re ein Argument f√ľr eine Abgabe des Spitzmaulbullen gewesen.
Es gibt aber zu der Zeit noch einen Interessenten f√ľr Spitzmaulnash√∂rner in der DDR: Dathe in Berlin! Nach allem was ich wei√ü, plante er sein Dickh√§uterhaus f√ľr afrikanische Nash√∂rner und zwar f√ľr beide Arten. Die Panzernash√∂rner sollten vorerst im alten Gehege bleiben und sp√§ter ins neue Flusspferdhaus einziehen. Trotzdem wurde das Haus 1989 nur mit 2 Breitmaulnash√∂rnern er√∂ffnet (wenn nicht gar mit nur 1, wenn Mtandane da noch in Dresden war). DAS spricht f√ľr eine weitgehend freie Entscheidung des Leipziger Direktors ganz im Sinne der alten Knautschke & Grete - Tradition.

Und f√ľr die Spitzmaulzucht in Europa war es sowieso die richtige Entscheidung.
(08.12.2007, 23:13)
Michael Mettler:   @nurmichael: Im Thread "Zoo Augsburg" hatten wir das Thema vor l√§ngerer Zeit. Der darin per Link genannte Artikel der Bietigheimer Zeitung ist aber leider nicht mehr online, wie ich gerade festgestellt habe.
(08.12.2007, 22:53)
nurmichael:   Der Tausch oder Nichttausch von Tieren gef√§hrdeter Arten ist hier im Nashornthread ja schon besprochen worden.
Z.B. warum kommen Nash√∂rner aus der britischen Zucht erst in den letzten Jahren nach Kontinentaleuropa, obwohl in die Gegenrichtung (Dvur Kralove, Z√ľrich) Lieferungen von Tieren bereits in den 90ern get√§tigt wurden.
Was spricht gegen einen Austausch zuchtunwilliger Tiere innerhalb Kontinentaleuropas wie Tisa (K) gegen ihre Halbschwester Saba (H) bzw. Hochzeitsleihgaben wie Usoni (Kr) nach Köln?
Der Bulle Parky, in England mit 2,3 Nachkommen durchaus zuchterprobt, durfte in Z√ľrich f√ľnf Jahre Rente beziehen ohne seiner eigentlichen Bestimmung nachzukommen. An einen Austausch wurde offenbar nie gedacht. Es gibt sicher weitere Beispiele.
Vor diesem Hintergrund finde ich die Lieferung von Klaus aus Leipzig nach Berlin West 1988 auch heute noch sehr bemerkenswert.
(08.12.2007, 22:23)
nurmichael:   @ Michael Mettler, gibt es zu dem von Ihnen erw√§hnten Projekt in Augsburg irgendwelche Informationen im Internet? Mir selbst war beim Schreiben meines Beitrags zu einer weiteren Haltung in Deutschland auch noch Schwerin eingefallen. Dort plant man auch f√ľr Breitmaulnash√∂rner, wie ich geh√∂rt oder gelesen habe, in gro√üem Stil. Auch hierzu fehlen mir leider konkrete Informationen.
(08.12.2007, 22:19)
Oliver Jahn:   @nurmichael, stimmt, der Tausch war 1992, da hat die Chronik des Zoos Magdeburg irre gef√ľhrt, im Jahresbericht passt es. Aber Sie haben schon recht, es ist erstaunlich, dass der eiserne Vorhang hier keine so gro√üe Rolle spielte. Das Dvur und Magdeburg und Leipzig tauschen, w√§re nachvollziehbar, dass aber WESTberlin da mitmischte, zeigt eigentlich, wie "frei" die Zoos doch waren und wie sie einfach bestimmte Dinge handhabten. Ein Mensch musste erst Rentner werden, um nach "Westberlin" zu kommen, einem NAshornbullen gelang das schon eher. Sch√∂n so! :-)
(08.12.2007, 21:59)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, nach meinen Unterlagen ist Ihr Einwand richtig. Ich bin aber bislang davon ausgegangen, dass der Tausch Mabu gegen Eli zum fraglichen Zeitpunkt 1988 schon abgesprochen war. Zudem brauchte der Zoo Dvur Kralove wie Magdeburg einen blutsfremden Bullen, um eben Inzucht weder in Magdeburg noch in Dur Kralove bewusst zu f√∂rdern.. Lt. Zuchtbuch kam es aber bereits 1992 zum Tausch, 1994 wurden zwei T√∂chter von Mabu dort geboren, eine davon leider als Todgeburt. Zweifellos h√§tte man auch Mabu nach Berlin, Klaus daf√ľr nach Magdeburg und Kibo nach Dvur Kralove transferieren k√∂nnen. Warum ein solcher Ringtausch 1988 nicht zustande kam, wei√ü ich nat√ľrlich nicht. M√∂glicherweise hatte der EEP Koordinator was dagegen.
Mir ging es in diesem Beitrag vor allem darum, dass das Prinzip ‚ÄěIch habe was, was Du brauchst, also bin ich bereit zu geben.‚Äú nach meinem damaligen Eindruck trotz Mauer reibungslos durchgef√ľhrt wurde. Immerhin lagen zwischen dem Tod von Mbololo und der Ankunft von Klaus nicht mal vier Monate. Im Zuchtbuch wird Klaus in Berlin √ľbrigens bis einen Tag vor seinem Tod als loan also geliehen gef√ľhrt.
(08.12.2007, 20:32)
Oliver Jahn:   @ nurmichael, das stimmt so leider auch nicht. Die Magdeburger Zucht hat 1979 mit dem Bullen Mabu begonnen. Und 1988 stand Mabu in Magdeburg quasi brach, da man ihn weder mit Mutter noch mit Schwester verpaaren wollte. Er wurde erst 1995 mit dem tschechischen Bullen Eli getauscht. Wenn man nun also davon ausgeht, dass M√§nnchen mit 8 Jahren geschlechtsreif sind, dann standen neben Klaus aus Leipzig in der ehemaligen DDR als 2 Bullen fast ungenutzt, ein zuchterprobter Kibo und ein gerade geschlechtsreifer Mabu.
(08.12.2007, 19:11)
Oliver Jahn:   Ich hole den Beitrag von nurmichale mal hier her. Er schrieb
nurmichael: @ Oliver Jahn, dass mit den Magdeburger Spitzm√§ulern ist nat√ľrlich richtig. Deren Zucht hatte 1981 mit der Geburt von Mana begonnen. Neben diesen aber gab es 1988 in der DDR aber eben nur Klaus aus Leipzig.
Was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, dass die Direktoren der DDR Zoos offenbar im Handel eigener Tiere selbst mit dem nichtsozialistischen Ausland recht eigenständig gewesen zu sein scheinen. Von daher scheint der eigentliche Träger (Rat des Bezirks, Rat der Stadt) der jeweiligen Einrichtung, den Tierbestand betreffend, nicht viel zu sagen gehabt zu haben.

(08.12.2007, 19:01)
Michael Mettler:   Diesem "Weihnachtswunsch" schlie√üe ich mich an. Vor allem h√§tte ich da das bevorstehende Nashorn-Bauprojekt in Augsburg im Auge: Die dortige riesige Gehegefl√§che im Afrikapanorama sollte eigentlich beste M√∂glichkeiten bieten, die z.B. in Dvur Kralove schon ausprobierte Gruppenhaltung auch hierzulande zu wagen und zugleich durch eine Vergesellschaftung mit anderen Huftieren zumindest f√ľr Mitteleuropa tierg√§rtnerisches Neuland zu betreten. Die sechs f√ľr Breitm√§uler geplanten Boxen w√ľrden somit einer Zuchtgruppe von 1,3 Spitzm√§ulern so viel Raum bieten, dass man Nachzuchttiere notfalls (!) sehr lange im Zoo behalten k√∂nnte.
(07.12.2007, 23:48)
nurmichael:   Jetzt ist sie wieder da, die Zeit des W√ľnschens und Hoffens. Wir Freunde des Tiergarten Forums sind nat√ľrlich interessiert an Geburten oder Neueinstellungen m√∂glichst exotischer (nicht besonders h√§ufig in unseren Zoos zu sehende) Tiere. Speziell bei den Spitzmaulnash√∂rnern scheint das Problem aber weniger im ausbleibenden Nachwuchs, als viel mehr in der fehlenden Unterbringungsm√∂glichkeit nachgezogener Tiere zu liegen. M.W. gibt es f√ľr die drei aktuellen Jungtiere Davu (Kr), Malindi (Mb) und Zawadi (B) bislang keine Interessenten. Dabei st√ľtze ich mich auf die Aussagen hier im Forum, in dem entsprechende Fragen bislang unbeantwortet blieben. Besonders prek√§r ist die Situation in Magdeburg und Krefeld, wo die Unterbringung je eines weiteren erwachsenen Tieres unm√∂glich erscheint.
Ich m√∂chte daher hier im Forum nochmals auf diese im Bezug auf die Erhaltungszucht einer Art widersinnige Situation aufmerksam machen. Vielleicht tr√§gt ja auch dieses Forum ein st√ľckweit dazu bei, bei der einen oder anderen Direktion ein Umdenken bei der Projektion neuer oder besser anderer Nashornhaltungen anzuregen.
Davu, Malindi, Zawadi und, falls Berlin noch eine Option auf sie hat auch Zuri aus Paignton, auch diese, g√§ben eine prima Erstlingsausstattung f√ľr eine zuk√ľnftige Zucht ab. So w√§re fr√ľhestens in sechs bis sieben Jahren mit Zuwachs zu rechnen. Genetisch sind in diesen vier (1,3) Tieren mit Ber√ľcksichtigung von Zuris Vater 7,8 Founder zu finden, wobei die beiden in den USA geborenen und unverwandten Bullen (Isis Dvur Krallove, Kifaru II Z√ľrich) eingerechnet sind. Die erste bis zur vierten Generation nach Founder sind vertreten ohne allzu enge verwandtschaftliche Beziehungen zu haben: Davu ist mit Malindi gar nicht verwandt, mit Zuri verbindet ihn ein gemeinsamer Gro√üvater (Klaus), und mit Zawadi eine gemeinsame Gro√ümutter bzw. Urgro√ümutter (Mzima). F√ľr die Zucht weniger von Belang ist der Verwandtschaftsgrad der K√ľhe untereinander: So haben Zuri und Zawadi einen gemeinsamen Gro√üvater bzw. Urgro√üvater (Mbololo), mit Malindi sind sie unverwandt.
Mit dieser ‚ÄěZuchtgruppe‚Äú w√§ren auch erstmals die Founderbasierten Zuchten von Port Lypnee, Dvur Kralove, Z√ľrich, Magdeburg und Berlin vereint. Die Jugend der Tiere l√§sst zumindest daran denken, die weiblichen Tiere zu vergesellschaften. M√∂glicherweise k√∂nnte man aus demselben Grund eine Gemeinschaftshaltung (nach ZOOM Beispiel) versuchen.
Diese M√∂glichkeiten und der Gef√§hrdungsstatus dieser Art w√ľrden einen Kl√∂s jedenfalls nicht lange z√∂gern lassen.
(07.12.2007, 23:13)
Mel:   Leider kann ich im Moment (akuter Zeitmangel) mit keinen neuen Informationen bez√ľglich Ine dienen, tut mir Leid.

Gruß Mel
(04.12.2007, 20:24)
Niedersachse:   Zum Thema Nachwuchsbem√ľhungen in Leipzig: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/4861/display/10946083
Ge√ľbt wird also kr√§ftig.
(02.12.2007, 18:16)
R√ľdiger:   Hallo Nashornfreunde ,
habt ihr eine Ahnung in welchem Zoo oder Tierpark eine Spitzlippen- oder Bm geburt bevorsteht ?
Was macht Ine im zoo Berlin ? Vielleicht weiss Mel etwas dazu !
Schönen ersten advent
(02.12.2007, 11:44)
nurmichael:   Ich bin leider Opfer der Eingabe geworden. Eigentlich wollte ich keinen neuen Thread er√∂ffnen.

Ich habe unter der http://www.planet-mammiferes.org/ mal nach Spitzmaulnashornunterarten geforscht. Dabei kam die untere Liste zustande. Die mit dem * gekennzeichneten Unterarten sind diejenigen (sieben), die nach der letzten Beschreibung aus den 1960er Jahren √ľbrig geblieben sind. Von diesen ist die eine oder andere zwischenzeitlich verschwunden. Im Zuchtbuch f√ľr afrikanische Nash√∂rner sind lediglich die zwei Unterarten d.b. minor und d.b. michaeli aufgef√ľhrt. Ob Tiere der anderen Unterarten in Zoos gehalten wurden ist mir nicht bekannt. Die grobe geographische Unterteilung habe ich vorgenommen.

East-Africa
1. Diceros bicornis michaeli *, Southern Sudan, Ethiopia, and Somalia through Kenya into northern-central Tanzania
2. Diceros bicornis brucii *, Sudan, Ethiopia, and Somalia
3. Diceros bicornis ladoensis *, Lado Enclave, Uganda, South Sudan and Norther Kenya
4. Diceros bicornis atbarensis, Anseba Valley, Eritrea
5. Diceros bicornis cucullatus, Ethiopia
6. Diceros bicornis holmwoodi, Some part of East Africa, Speke Gulf, Tanzania and inland of Zanzibar
7. Diceros bicornis rendilis, Northern Guasso Nyiro, Kenya
8. Diceros bicornis somaliensis, Kenya, Somalia, Somaliland

West- and Central Africa
1. Diceros bicornis longipes *, West Sudan, Chad, Central African Republic, East Nigeria

South- and Southeast Africa
1. Diceros bicornis minor *, Kenya, western and southern Tanzania through Zambia, Zimbabwe, and Mozambique to the northern and eastern parts of South Africa. From the Black Umfolosi River up towards Limpopo
2. Diceros bicornis africanus, South Africa, Cape of Good Hope
3. Diceros bicornis gordoni, Sources of Gamka River, Cape Province, South Africa
4. Diceros bicornis keitloa, Botswana, Bechuanaland, South Africa, Transvaal
5. Diceros bicornis major, From the Transvaal to the Zambesi River, Restricted to Zululand
6. Diceros bicornis punyana, Hluhluwe Game Reserve, KwaZulu-Natal (South Africa)

South- and Southwest Africa
1. Diceros bicornis bicornis *, South Africa, Namibia, Lesotho, Swaziland, Botswana
2. Diceros bicornis chobiensis *, Southeastern Angola, Botswana, Cape, West Zimbabwe
3. Diceros bicornis angolensis, Huila Province, Southern Angola
4. Diceros bicornis niger, Namibia, Chuntop River
5. Diceros bicornis occidentalis, Namibia, Kaokoveld

* Describ subspecies = 7; Valid in taxonomy = 4; Possible listed subspecies = 20
(24.11.2007, 21:39)
Ralf Sommerlad:   Schlimme Nachrichten aus Zimbabwe:
Zimbabwe: Suspected Soldiers Slaughter Endangered Black Rhinos
In a tragic incident that occurred last Wednesday night, a gang of
poachers armed with AK 47 rifles and dressed in camouflage, shot and
killed 3 black rhinos, one of the world's most endangered species. The
slaughtered group included a pregnant female, two weeks away from
giving birth. A four-week-old calf was spared.
The black rhinos were part of an important project that hopes to
provide a gene pool for this highly threatened species. It is believed the
slaughter was meant to intimidate the farm owners into vacating their
property, to make way for a top military official who wants the farm.
Black rhinos are normally killed for their horns, but this group had been
dehorned to discourage poaching. Johnny Rodrigues, chairman of the
Zimbabwe Conservation Task Force, linked the shootings to the ongoing
illegal eviction of commercial white farmers. Speaking in his personal
capacity he said: "As far as I am concerned it is some greedy officer in
the army or air force that actually wants that property and that's one
way of trying to get the people off."
As we have reported most of the recent evictions of white farmers have
been carried out by armed soldiers and youth on behalf of military
officials who want the farms. Rodrigues said the rhino incident fits this
pattern.
The shootings took place at Imire Game Farm in Wedza, outside the
town of Marondera. This conservancy belongs to John and Judy Travers,
whose family has headed special breeding programmes to increase the
population of other animals, including lions, hyenas, elephants and
impala.
The animals are protected by security guards around the clock.
Rodrigues said the gang approached the homestead and forced the staff
to reveal where the security guards were located. They then disarmed
the guards and assaulted them before going to the secured area where
they shot the rhinos in their pens.
The government's chaotic land reform programme has not only
destroyed agriculture and created food shortages, but much damage
has been done to the environment as well, with military and
government officials now aiming for the few remaining Conservancies.
The rare species protected in these areas are being brought even closer
to extinction.
Only 4 orphaned rhinos remain at Imire now, including the young calf.
The owners are offering a reward to anyone
http://allafrica.com/stories/200711130834.html
(18.11.2007, 11:31)
Hannes L√ľke:   Das wird der Import gewesen sein aus dem √ľberhaupt Zuchterfolge hervor gingen, denn war es nicht so das aus Russland nur kastrierte Kater rauskamen um die nachfrage zu erhalten?
(10.11.2007, 11:12)
th.oma.s:   @IP 66 sozusagen das gr√ľnderpaar
(10.11.2007, 11:07)
IP66:   Dieser Import war aber wohl nicht der einzige, sonder derjenige, aus dem die besten Zuchterfolge hervorgingen?
(10.11.2007, 09:57)
th.oma.s:   die wurzeln der leipziger amurtigerzucht liegen wohl in einem china-import.
(09.11.2007, 20:34)
IP66:   Das leipziger Haus legt es nicht nahe, sehr viele Tiere in sehr vielen Arten zu halten - ich denke jedoch, da√ü eine gewisse Konkurrenz zu Friedrichsfelde und die Beschaffungsm√∂glichkeiten √ľber Amurtigertausch das ihrige zur Nashornf√ľlle beigetragen haben.
Die Tauschobjekte h√§tte ja Friedrichsfelde auch bekommen k√∂nnen, und man besa√ü dort ja auch recht bald ein recht ger√§umiges Gro√ükatzenhaus, ich denke aber, da√ü die leipziger Erfahrung und vielleicht auch Absatzprobleme bei der traditionellen L√∂wenzucht dazu f√ľhrten, da√ü Leipzig der Hauptliefernat der begehrten Gro√ükatzen wurde. Wie begehrt sie waren, zeigt die Tatsache, da√ü man im alles andere als baufreudigen Duisburg allein f√ľr diese Unterart eine eigene Anlage gebaut hat.
(09.11.2007, 16:48)
Maik Schilde:   @IP66: Leipzig hatte f√ľr seine Nash√∂rner ein eigenes Haus. Sie waren nicht im Dickh√§uterhaus untergebracht. Diese Haus wird heute noch f√ľr die 1,2 Spitzmaulnash√∂rner verwendet. Und zur Amurtigerzucht: Leipzig hatte, bedingt durch die Teilung, gute Beziehungen zu Russland und nat√ľrlich das beste Knowhow in der Gro√ükatzenzucht auch in Hinblick auf Prophylaxe usw.
(09.11.2007, 12:47)
IP66:   Von der antwerpener Haltung mehrerer Arten wu√üte ich nichts - es scheint doch, da√ü die Angelegenheit nicht so selten war, wie ich dachte. Allerdings besa√ü Antwerpen immer eine gro√üe Zahl von Tierh√§usern, so da√ü die Infrastruktur die entsprechende Nashornhaltung erlaubte. Zum Prestige der Panzernashornhaltung kann ich beitragen, da√ü in den stellinger Zoof√ľhrern der Preis f√ľr das Panzernashornpaar, das auf der vorderen Anlage des Elefantenhauses gehalten wurde, angegeben war. F√ľr Leipzig darf man nicht vergessen, da√ü, jenseits aller Artenschutzideen, in einem totalit√§ren Staat mit notorischem Devisenmangel der Zwang bestand, sich nach einer werthaltigen Ersatzw√§hrung umzusehen, und da boten sich die Amurtiger an. Andere Zoos hatten ja auch die M√∂glichkeit, sie zu beschaffen und zu z√ľchten, aber allein in Leipzig gelang das in einem Ma√üstab, der es erlaubte, die besagten Kostbarkeiten zu beschaffen. Herr Dathe in Friedrichsfelde hatte aufgrund der ideologischen Bedeutung seines Zoos sicher andere Tierbeschaffungsm√∂glichkeiten, wurde aber durch den Mangel an Infrastruktur gebremst, vielleicht auch deshalb, weil die vorgegebene Gr√∂√üte des Brehm-Hauses die Baumittel lange Zeit verbrauchte.
Nebenbei: Herr Windecker hat in K√∂ln ebenfalls eine Raubtierzuchtstation nach Tigerfarmmodell gebaut, weil ihm das vorhandene neue Raubtierhaus f√ľr dergleichen nicht g√ľnstig erschien.
(09.11.2007, 11:07)
Michael Mettler:   @nurmichael: Nun ja, kommt darauf an, wie man das rechnet. Im International Zoo Yearbook Vol. 4 ist eine Liste der bis 1962 aus Zoos bekannten Spitzmaulnash√∂rner ver√∂ffentlicht, wobei ich nicht beurteilen kann, ob die alle noch nachtr√§glich ins Zuchtbuch aufgenommen wurden. Im Zeitraum von 1951 bis 1962 (z√ľchterisch gesehen w√ľrde ich das als "kurze Zeit" anerkennen) sind hier f√ľr Hannover als Handelslager Ruhes 36 (!) Spitzmaulnash√∂rner aufgef√ľhrt, darunter auch das sp√§tere hannoversche Zuchtpaar und mit einer Kuh, die nach Frankfurt ging, ein m.W. weiteres reproduzierendes Tier; die ins Ausland verkauften m√ľsste man bez√ľglich m√∂glicher Nachzucht checken. Dazu kommt eine nicht n√§her bezeichnete Zahl von Tieren in Gelsenkirchen, die sich allerdings teilweise mit den hannoverschen decken d√ľrften und nur umgelagert wurden, sowie beim zweiten gro√üen H√§ndler Deutschlands, Hagenbeck, 12 weitere Exemplare zwischen 1953 und 1959. Angesichts der noch √§u√üerst sp√§rlich ges√§ten Nachzuchten in dieser √Ąra m√ľssen das fast ausnahmslos oder sogar komplett Wildf√§nge gewesen sein, und zumindest bei Ruhe ist die Herkunft Ostafrika anzunehmen, da er dort eine Fangstation betrieb.
(09.11.2007, 09:06)
nurmichael:   Ich habe die Unterlagen gerade nicht zur Hand, aber zum Import von Spitzmaulnash√∂rnern der damaligen CSSR soviel: Die erste Lieferung nach Dvur Kralove bestand aus 5,5 Tieren. Davon haben sich 2,3 fortgepflanzt 1,2 allerdings nur einmal. Andere sind an andere Zoos weitergegeben worden. Der Bulle Murray z.B. kam zun√§chst nach Wroclaw, von dort nach Z√ľrich, wo er einen Bullen zeugte (Kifaru, heute Hannover). Nach seiner Verletzung (Folge Zuchtuntauglichkeit) wurde er nach Tallin abgegeben, wo er heute noch lebt. Die verbleibenden vier Tiere haben sich meiner Erinnerung nach nicht fortgepflanzt.
In einer zweiten Importaktion kamen nach meiner Erinnerung weitere vier Tiere in die CSSR. Unter ihnen war die Kuh Sabi, die zun√§chst in Dvur Kralove stand, dort ihre Tochter Sabi gebar und nach dem Absetzen nach Z√ľrich weitergeleitet wurde. Sie gebar dort weiter zwei Bullk√§lber (Quinto, Usoni). Die anderen Tiere des Zweitimports, die u.a. nach Zlin gingen, haben sich meiner Erinnerung nach nicht fortgepflanzt.
Vierzehn Tiere in kurzer Zeit aus Ostafrika in die relativ kleine CSSR zu exportieren ist in dieser Relation sicher unerreicht.
(08.11.2007, 23:15)
Michael Mettler:   Als Leipzig sich auf die Zucht der Amurtiger spezialisierte, k√∂nnte doch auch ein Ausl√∂ser gewesen sein, dass man mit dem traditionellen "Verkaufsschlager" L√∂wennachzucht keine nennenswerten Einnahmen mehr erzielen konnte und sich deshalb auf ein "zeitgem√§√üeres Produkt" mit entsprechender Nachfrage verlegte...? Was sich heute so f√ľrchterlich liest, muss man allerdings mit den damaligen Ma√üst√§ben messen. Wenn ein Tierpark wie Nordhorn √ľber viele Jahre seinen Betrieb mit Hilfe einer florierenden, damals anscheinend einzigartigen Zucht von Nandu-Wei√ülingen finanzierte, Karlsruhe mit Flusspferden √Ąhnliches tat und - um beim Thema zu bleiben - sich auch die Zuchtergebnisse der Baseler Panzernash√∂rner sehr positiv auf die dortigen Finanzen ausgewirkt haben sollen, dann muss man die Amurtigerzucht in Leipzig wohl auf einer √§hnlichen Stufe ansiedeln.

@nurmichael, zu Hannover: Der Bulle Kifaru lebt nun vorerst dauerhaft mit Suny/Sany zusammen; mit Saba soll er nicht sonderlich gut harmonieren, sie ist wohl recht zickig.

Waren denn wirklich die damaligen CSSR-Importe von Spitzmaulnash√∂rnern so umfangreich bzw. umfangreicher als z.B. nach Deutschland? Ich denke schon, dass die Importwelle der Breitmaulnash√∂rner die zart aufbl√ľhende Zucht der Spitzm√§uler (Frankfurt, Hannover) damals ausgebremst hat. Zoos, die nach den ersten Erfolgen dieser beiden Zoos in den 50ern und 60ern auf den Geschmack h√§tten kommen k√∂nnen, ebenfalls eine Spitzmaulzucht zu versuchen, konnten pl√∂tzlich auf die bis dahin viel exklusiveren "Wei√üen Nash√∂rner" mit ihrer viel interessanteren Freilandhistorie zur√ľckgreifen - oder haben sich aus √§hnlichen Beweggr√ľnden (und wenn sie finanziell dazu in der Lage waren) gar Panzernash√∂rner geleistet (wenn man die Lebenserinnerungen des ehemaligen Stuttgarter Direktors Sch√∂chle liest, war das Prestige zumindest dort der wichtigste Grund f√ľr die Entscheidung zu dieser Art statt zu den afrikanischen). M√ľnchen hat z.B. seine Spitzm√§uler gegen Breitm√§uler ausgetauscht... Na ja, und damit w√§ren wir wieder beim Thema, dass sich die Entwicklung gerade wiederholt. Nur dass Spitzmaulnash√∂rner heute in einer viel prek√§reren Lage sind als damals.
(08.11.2007, 22:36)
nurmichael:   Nun die Zucht von Spitzmaulnash√∂rnern in Leipzig war ja durchaus beabsichtigt. Leider hatte man ein Paar, das sich als unvertr√§glich herausstellte, ausgehend wohl von der Kuh Uta. Als 1988 im Zoo Berlin der Zuchtbulle Mbololo verstorben war, bot der Zoo Leipzig seinen inzwischen verwitweten Bullen Klaus den Berlinern an. Diese dankten f√ľr das Angebot und nahmen es an. Ergebnis waren drei Kuhk√§lber, von denen eines (Saba) nach Leipzig geschickt wurde und dort sp√§ter mit Jasper aus Dvur Kralove (heute Zoo Berlin) die heutige Leipziger Kuh Serafine zeugte. Saba lebt heute in Hannover, hat dort aber leider bisher kein Kalb geboren. Die beiden anderen T√∂chter von Klaus leben heute in Paignton (Sita) und Krefeld (Nane). Beide sind bislang je einmal Mutter geworden.
Warum die Kuh Uta in den 80ern nicht ausgetauscht wurde, wei√ü ich leider nicht. Andernfalls h√§tte die Zucht in Leipzig wohlm√∂glich bereits fr√ľher begonnen.
(08.11.2007, 21:47)
Oliver Jahn:   Ob das in Leipzig eine Einsicht war, kann ich nicht beurteilen. Allerdings lie√ü Seifert speziell f√ľr die Zucht der Amurtiger die Tigerfarm bauen, eine f√ľr ihre Zeit recht moderne Anlage, die einzig den Tigern und ihrer erfolgreichen Zucht vorbehalten war. Etwas vergleichbares f√§llt mir aus dieser Zeit nicht ein. Allerdings hatte man in Leipzig bei den Nash√∂rnern mit der Zucht erst deutlich sp√§ter Gl√ľck.
(08.11.2007, 21:26)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, selbst bei Heck sen. haben bestimmte Tierarten schon gez√ľchtet, obwohl er dies nicht unbedingt anstrebte. Das Sammeln von Tierarten im Zoo steht daher ja auch nicht im Gegensatz zu Zuchtbem√ľhungen. Der daf√ľr ben√∂tigte Platz indes, wurde in den Anf√§ngen der Zoologischen G√§rten gern anderweitig benutzt.
Die Arten waren ja in Antwerpen, Marseille oder Hamburg frei verf√ľgbar. Das regelrechte Schachern um die angelandeten Tiere hat in Antwerpen letztlich zur Bildung der Gesellschaft deutscher Zoodirektoren gef√ľhrt, zu der auch die Schweizer und √Ėsterreicher gez√§hlt wurden.
Wenn in Leipzig die spätere Einsicht aller schon eher vorhanden war, umso besser.
(08.11.2007, 21:03)
Oliver Jahn:   Ich glaube nicht, dass Leipzig die Tiger direkt gegen die anderen Tiere tauschte. Ich h√§tte jetzt eher gedacht, dass das zu der Zeit noch gegen Geld ging und f√ľr dieses Geld dann andere, seltenere Tiere erworben wurden. Aber eben auch nicht nur zur Sammlung, sondern z.B. mit den Anoas baute Leipzig damit ebenfalls eine sehr gute Zucht aus.
(08.11.2007, 20:46)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, wenn ich das richtig verstehe hat Leipzig seine Tiger also nur abgegeben, wenn daf√ľr was Besonderes zu erhalten war. Eben genau das ist nicht die Erhaltungszucht, wie sie dann sp√§ter in den EEP festgeschrieben wurde. Danach sollen m.W. m√∂glichst in vielen Dependancen Tochtergruppen installiert werden, so dass der Individuenbestand rasch anw√§chst (Produzentenzoo) und somit die Art f√ľr die Zoos erhalten werden kann ohne auf st√§ndigen Nachschub aus der Wildbahn angewiesen zu sein (Konsumentenzoo), was die Zoos zumindest im Westen in den 60er und 70er Jahren bei vielen B√ľrgern in einen gewissen Verruf gebracht hatte.
Auf heute bezogen, möchte ich auf die aberwitzige Situation der Spitzmaulnashornzucht in Deutschland hinweisen, die wir vor kurzem ja diskutiert haben.
(08.11.2007, 20:38)
Oliver Jahn:   @nurmichael, so ganz stimmt das nicht, dass die Sammlung von Arten viel wichtiger war, als der Versuch der Erhaltungszucht. Zumindestens f√ľr den genannten Leipziger Fall. Leipzig hat n√§mlich √ľber viele Jahre Amurtiger gez√ľchtet. Sehr zum Leidwesen vieler andere Zoos hat Seifert auch keine Tiere aus dieser Zucht abgegeben, sondern sie fast schon in Leipzig "gestapelt". Und dann, als er eine sichere Population hatte, find er an, die Tiger auch an andere Zoos anzugeben. Er selber schrieb dar√ľber dann, dass es ihm nur dadurch dann m√∂glich war, in einem sehr kurzen Zeitraum seine Tiger gegen absolute Rarit√§ten einzutauschen, n√§mlich Anoa, Bergtapir und mehr, und eben auch die Spitzmaul- und die Breitmaulnash√∂rner. Also war es hier andersherum, durch erfolgreiche Erhaltungszucht kam der Zoo so zum anschlie√üenden Artenreichtum.
(08.11.2007, 20:23)
nurmichael:   Ich finde die aktuelle Diskussion insofern aufschlussreich, da bis zu Beginn der 70er Jahre die Sammlung von Arten viel wichtiger war, als der Versuch einer Erhaltungszucht f√ľr Zoologische Einrichtungen. Bis dahin waren Zoos im Wesentlichen blo√üe Tier-Konsumenten. Die zunehmende Kritik an dieser Haltung infolge der Lebensraumzerst√∂rung, die zu ihrem Beginn in den Industriestaaten gerne als Folge der b√∂sen ‚ÄěWilderei‚Äú verkauft wurde, und der damit einhergehenden Dezimierung von Populationen oder ganzer Arten hat dann (in Berlin West ca. 1970) zu der heute vielfach noch g√ľltigen Doktrin ‚ÄěVom Konsumenten zum Produzenten‚Äú gef√ľhrt.
Die Haltung von Breitmaulnash√∂rnern, zun√§chst sicher indiziert durch deren Seltenheitswert, hat indes bis heute nicht zu den gew√ľnschten Ergebnissen der durchaus ehrenwerten, damaligen Vorstellungen gef√ľhrt. Die damals leichter zu beschaffenden Spitzmaulnash√∂rner sind nach meiner Kenntnis nur in die damalige CSSR in wahrhaft gro√üen St√ľckzahlen aus Ostafrika exportiert worden. Dies k√∂nnte ein Grund f√ľr die heute eher l√ľckenhafte Verbreitung dieser Art in Zoos sein.
(08.11.2007, 20:00)
Michael Mettler:   Nachtrag: Drei Arten (Breitmaul-, Spitzmaul-, Panzernashorn) gleichzeitig in Antwerpen lassen sich durch die famose "beeldbank" belegen.
(08.11.2007, 18:45)
Michael Mettler:   @IP66: Kein europ√§ischer Zoo au√üerhalb Berlins? Der Bulle Gus in Hannover war 1963 das erste "deutsche" Breitmaulnashorn √ľberhaupt (also DDR eingeschlossen) und der Beginn einer √ľber zwei Jahrzehnte durchg√§ngigen Haltung beider afrikanischen Arten nebeneinander in Hannover. Und Antwerpen m√ľsste zeitweise gleichzeitig zwei oder sogar drei Arten Nash√∂rner gehalten haben, da schon ab 1950 durchgehend Breitm√§uler vorhanden waren.
(08.11.2007, 18:18)
IP66:   Es w√§re insofern ungew√∂hnlich, als au√üerhalb Berlins kein europ√§ischer Zoo in dieser Zeit dergleichen angestrebt hat und es zudem ja kein Dickh√§uterhaus mit einer Reihe von Nashornst√§llen besa√ü, die h√§tten besetzt werden m√ľssen. Auch Stuttgart, da√ü zum baden-w√ľrttembergischen Zentralzoo ausgebaut wurde, hat nie f√ľr mehr als f√ľr eine Nashornart gebaut, und M√ľnchen, wo ein Dickh√§uterhaus Platz f√ľr die Haltung mehrerer verschiedener Tiere geboten h√§tte, hat dergleichen nicht angestrebt.
(08.11.2007, 18:02)
Maik Schilde:   @IP66: Warum ist es so erstaunlich, dass Leipzig 2 Nashornarten hielt? Es war einer der renomiertesten Zoos Deutschlands vor dem Krieg und auch zu DDR Zeiten der bestausgestattete Zoo.
(08.11.2007, 12:24)
IP66:   Lebte aber auch Herr Ruhe nicht einfach davon, da√ü er √ľbersch√ľssige Tiere parkte, bis er sie verkaufen konnte und auf der anderen Seite eben auch Ersatz anbieten konnte, wenn irgendwo dergleichen gebraucht wurde. Das ist ja auch heute oft ein Problem, wenn Zuchtprogrammkoordinatoren nicht schnell genug reagieren, Anlagen √ľber- oder unterbesetzt sind oder zu einem bestimmten Zweck errichtete Neubauten zum Er√∂ffnungstermin besetzt sein sollen.
(08.11.2007, 11:10)
Michael Mettler:   Ich w√ľrde schon vermuten, dass Ruhe Spitzmaul- und Panzernash√∂rner nicht (mehr) "auf Lager legen" konnte - die wenigen Nachzuchten der Zoos gingen wahrscheinlich auf k√ľrzestem Wege von Zoo zu Zoo, auch wenn die Firma als Transporteur oder sogar Zwischenh√§ndler eingeschaltet gewesen sein sollte, und an Wildf√§nge dieser Arten war wahrscheinlich kaum noch zu denken. Ein junges Breitmaulnashorn sah ich damals sogar in Alfeld-Brunkensen...
(07.11.2007, 15:03)
Tim Sagorski:   Erstaunlich finde ich in der Hinsicht auch, dass der zweite, gro√üe, deutsche Handelszoo in Gelsenkirchen, solange ich mich erinnern kann, wenn √ľberhaupt, nur eine Nashornart, n√§mlich Breitm√§uler hielt (√ľbrigens viel zu viele auf einer viel zu kleinen Anlage) ! Gab es damals schon keine M√∂glichkeiten mehr an Spitzm√§uler oder Panzernash√∂rner ranzukommen ? Oder fehlte da auch einfach der Platz ???

Die BM-Nashorn-Beschaffung, die ja scheinbar recht einfach war, zwang auch den Dortmunder Tierpark / Zoo zum Handeln, als die Zoofreunde damals √ľberraschend Nash√∂rner schenken wollten (das waren noch Zeiten)... Zu der Zeit (Mitter der 70er ???) wurde ja einfach der bestehende Pony-Stall als √úbergangsl√∂sung f√ľr die Tiere umfunktioniert, der ja dann fast 30 Jahre ihrer Unterbringung diente
(07.11.2007, 12:21)
IP66:   Sicherlich spielte die M√∂glichkeit, an Breitmaulnash√∂rner zu kommen, eine gro√üe Rolle, und Zoos wie M√ľnchen oder Duisburg haben f√ľr diese Tiere sogar neu gebaut. Auff√§llig ist aber, da√ü Leipzig die Arten √ľber l√§ngere Zeit nebeneinander hielt, was au√üer den beiden berliner Zoos und dem Handeslzoo in Hannover niemand tat - obgleich gerade in M√ľnchen mit dem Gro√ütierhaus hinreichend Raum vorhanden gewesen w√§re. Andererseits wurde mir bei meinem letzten Besuch in Augsburg deutlich, da√ü Breitmaulnash√∂rner f√ľr manchen kleineren Zoo eine Dickh√§uterart vorstellten, die man ohne entsprechendes Haus ganz gut halten konnte - Schwerin ist da ja √§hnlich verfahren, Duisburg im Grunde auch.
(07.11.2007, 11:20)
Michael Mettler:   Bah, jetzt bin ich doch selbst der falschen Millenniums-Rechenweise auf den Leim gegangen: Beitrag Nr. 1000 war schon der davor - schlie√ülich tr√§gt der Startbeitrag eines Threads die Nummer 0...

@Shensi-Takin: Ich meine mich zu erinnern, dass "Das Buch vom Zoo" damals eine Kombi Nash√∂rner/L√∂ffelhunde in den USA erw√§hnte; allerdings ohne n√§here Ausf√ľhrungen. Und wie ich schon mal irgendwo hier im Forum erw√§hnte, hatte Hannover zeitweilig einen Breitmaulnashornbullen mit einem m√§nnlichen Capybara zusammen - ohne didaktischen Hintergrund, nur aus praktischen Gr√ľnden. Giraffe/Breitmaulnashorn sollte auch noch erw√§hnt werden, allerdings erg√§nzt mit weiteren gro√üen Huftieren (z.B. Emmen, Boras). In Boras waren sogar zeitweise Afrikanische Elefanten und m.W. auch Kaffernb√ľffel mit auf der Anlage.

Zwar hatte in Hodenhagen in den 80ern ein Trupp Jungelefanten zusammen mit einer erwachsenen Kuh unter Pflegeraufsicht Ausgang in der Sektion, die auch die Breitmaulnashörner beherbergte, aber ich kann mich nicht erinnern, ob die Rhinos dann weggesperrt waren.
(06.11.2007, 20:52)
Shensi-Takin:   Tja, dann gebe ich mich mit dem n√§chstbesten zufrienden: 1001. ...;)
Eine Frage hätte ich allerdings: welche Gemeinschaftshaltungen außer den bereits genannten (also Antilopen/Zebras, Schabrackenschackale, Geparde, Kraniche, Störche, Zwergziegen, Lemuren, Hirsche...) sind eigentlich noch mit Nashörnern ausprobiert worden?
(06.11.2007, 19:58)
Michael Mettler:   Keine weitere Erg√§nzung, ich wollte einfach nur den tausendsten Beitrag zu diesem Thread liefern :-)
(06.11.2007, 18:56)
Michael Mettler:   @IP66, ich vermute: Weil sie zu bekommen waren... Das d√ľrfte so manche Tieranschaffung in vielen Zoos der damaligen Zeit erkl√§ren. Immerhin hatten Breitmaulnash√∂rner lange Zeit auch den Hauch des Exquisiten - vermutlich so lange, bis sie gleich herdenweise in Safariparks auftauchten. Das Spitzmaulnashorn war ja in den 60ern noch DAS Zoonashorn schlechthin (und von allen drei erreichbaren Arten am preiswertesten).
(06.11.2007, 18:55)
IP66:   Bleibt die Frage, weshalb die leipziger mehrere Arten Nash√∂rner gezeigt haben?
(06.11.2007, 17:51)
Michael Mettler:   Die Vermutung bez√ľglich Hannovers d√ľrfte stimmen. Immerhin war das Haus TROTZ Ruhes Handelst√§tigkeit urspr√ľnglich f√ľr nur eine Nashornart zur Zeit konzipiert, die kleinere Anlage sollte ja Tapire beherbergen. Aber kurz nach dem Bau des Hauses kamen die Breitmaulnash√∂rner erstmals in breiterer Front auf den Markt, da ist es nachvollziehbar, dass Ruhe umdisponierte.
(06.11.2007, 14:23)
IP66:   @Herr Mettler: Gerade deshalb habe ich mich ja √ľber die Meldung mehrerer Nashornarten in Leipzig so gewundert. Herr Kl√∂s liebt diese Tiere, und deshalb hat er schon recht fr√ľh in Berlin die Infrastruktur geschaffen, m√∂glichst viele Arten zu halten. Ich dachte bisher, da√ü Herr Dathe da, wenn auch ohne viel Infrastruktur, eine derartige Artenf√ľlle nachahmen wollte, und er hat dies, trotz des nicht begehbaren Stalls und einer mit dem berliner Zoo nicht vergleichbaren Infrastuktur, recht erfolgreich geschafft. Insofern hat es micht gewundert, da√ü der mit Nashornunterbringungsm√∂glichkeiten auch nicht √ľberf√ľllte leipziger Zoo √§hnliches versucht hat. In K√∂ln war die Haltung zweier Nashornarten der Situation am Anfang der Nogge-Zeit geschuldet - man wollte die Breitmaulnash√∂rner nicht abgeben, aber in einer Dreiergruppe halten, f√ľr die im Elefantenhaus nicht genug St√§lle bereitstanden und verlagerte sie deshalb in das heutige Moschusochsenquartier der Rinderallee. Da man dadurch √ľber zwei freie Nashornst√§lle und einen finanzkr√§ftigen Stifter verf√ľgte, der unbedingt Panzernash√∂rner schenken wollte, ergab sich die Haltung zweier Arten, ohne jeden Zuchterfolg. In Hannover habe ich die Haltung der beiden afrikanischen Formen auf die Funktion als Handelszoo zur√ľckgef√ľhrt, wei√ü aber nicht, ob das wirklich zutrifft. Schlie√ülich kann man zur Nashorntradition in Berlin ins Feld f√ľhren, da√ü dort schon einmal die drei asiatischen Arten f√ľr kurze Zeit nebeneinander in der Elefantenpagode standen.
(06.11.2007, 10:58)
Michael Mettler:   @Tim Sagorski: Netter Vergleich :-) Hatte aber f√ľr mich eine sehr anheimelnde Atmosph√§re, wie ein alter Kuhstall: Friedlich mampfende gro√üe Tiere im Abstand einer Arml√§nge, nur durch ein paar Gitterstangen von mir getrennt (ich durfte damals hinter die Kulissen, das Haus war nicht √∂ffentlich zug√§nglich); Belur lie√ü sich sogar "umarmen" und kraulen, als er den Kopf neugierig zwischen den Stangen durchsteckte... Es war umso eindrucksvoller, als auf der anderen Seite des Pflegerganges der Bulle Mysore ebenfalls dicht am Gitter stand, so dass man mitten zwischen den Riesentieren stand. Und der Bulle kaute gerade Rote Bete, sein Maul sah aus wie blutverschmiert :-)

Immerhin hatte die "Nashornbaracke" etwas zu bieten, was vielen moderneren Nashornboxen in anderen Zoos fehlt: komplette Holzverkleidung der Wände. Und so machten die Berliner Nashörner ihrem Namen auch alle Ehre, im Gegensatz zu so manchem "hornlosen Nashorn" bei anderen Panzernashornhaltern.
(06.11.2007, 09:34)
Tim Sagorski:   @ Michael M. :

Sehr interessantes Foto vom alten Nashornstall... Der hat ja den Charme eines verlassenen Dachbodens... ;o)
(06.11.2007, 09:00)
Mel:   @MM: Tolles und vorallem seltenes Bild von Kumari & Belur.

Danke f√ľrs einstellen.
(05.11.2007, 23:43)
Mel:   Hier mal aktuelle Fotos der Nashornstallungen vom TP-Berlin vom letzten Monat. Auf Wunsch stelle ich gerne Detail-Aufnahmen ein.

Gruß Mel
(05.11.2007, 23:41)
Michael Mettler:   Zum Tierpark Berlin schiebe ich gleich noch was Historisches nach: Stallfoto aus dem ALTEN Panzernashornhaus. Die Dimensionen t√§uschen ein wenig, das 28-mm-Weitwinkel gaukelt mehr Weite vor - aber anders h√§tte ich Kuh und Kalb nicht ganz aufs Bild bekommen... Das Muttertier ist √ľbrigens Kumari, das zu diesem Zeitpunkt (April 1990) nicht mal vier Monate alte Kalb der heutige Zuchtbulle Belur.
(05.11.2007, 22:59)
Mel:   @MM: :-) Habe mittlerweile mein Postfach abgerufen. Danke und du hast ne Antwort mit Bild :-)

So fern ich wei√ÉŇł bzw. erfahren habe war wirklich eine suhle vorgesehnen, jeodhcwurde der Gedanke schnell verworfen da es technische und hygienische Bedenken gab. So eine Lehmsuhle l√ɬ§sst sich schlecht reinigen. :-)

Es gab keliner Umbauen im Laufe der Jahre (Frontbegrenzung) jedoch hat sich die Grundbemessung und Aufteilung nicht geändert.

Gru√ÉŇł Mel
(05.11.2007, 22:54)
Michael Mettler:   @Mel: Schau mal in deinen Maileingang, habe deine Antwort gar nicht erst abgewartet :-)

Im Artikel wird √ľbrigens das Becken, in dem lange Zeit die Zwergflusspferde untergebracht waren, als urspr√ľngliche NashornSUHLE (nicht -bad oder -bassin) bezeichnet. Das - also eine F√ľllung mit Lehm o.√Ą. - w√§re m.W. wirklich ein Novum in einem Dickh√§uterhaus gewesen, falls es denn so gemeint war.
(05.11.2007, 22:47)
Mel:   @MM: Nein leider habe ich keinen direkten Zugriff und ich zweifle auch daran das ich das indirekt bewerkstelligen kann, ich w√ɬ§re Dir f√ɬľr einen gemailten scann sehr sehr dankbar.

ich hätte auch schon eine nette idee wie ich mich mal revanchieren könnte.

Gru√ÉŇł Mel
(05.11.2007, 22:18)
Oliver Jahn:   Und hier die Panzernash√∂rner
(05.11.2007, 20:52)
Oliver Jahn:   @Michael Mettler, die Haltung in Berlin TP hat sich nicht gro√ü ver√§ndert. Ich konnte nicht mal feststellen, dass das endlich freie Nashornbad innen jetzt benutzt wurde. Allerdings war es auch ein sch√∂ner warmer Tag und die Panzernash√∂rner badeten au√üen sehr au√ügiebig.
@IP66, f√ľr 10 Monate konnte man auch im Dickh√§uterhaus in Magdeburg mal Spitzmaul- und Panzernashorn neben einander sehen.
(05.11.2007, 20:43)
Michael Mettler:   @IP66: In der damaligen BRD waren es ja auch nicht gerade viele: Zoo Berlin, K√∂ln, Hannover.
(05.11.2007, 20:11)
IP66:   Interessant, da√ü es in der DDR mehr als einen Zoo mit mehreren Nashornarten gab.
(05.11.2007, 19:27)
Maik Schilde:   Hallo Tim, in Leipzig gab es 1,1 Breitmaul und 1,1 Spitzmaul, wobei die Breitmaul zusammengahalten worden und die 1,1 Spitzmaul jeweils einzeln. Die Anlage war damals dreigeteilt. Die heutige Anlage ist wesentlich gr√∂√üer, aber auch dreigeteilt.
(05.11.2007, 11:52)
IP66:   Die √§ltesten T√ľrschleusen, die ich kenne, sind die im berliner Antilopenhaus gewesen, die allerdings auch noch eine Art Br√ľcke verwandten - insofern hat man beim Neubau zum sozialistischen Juil√§um eine historische Erkenntnis benutzt, die aufgrund der historischen Verwicklungen zwar auf preu√üischem Boden erfolgt war, sich aber in der Hand und vor allem auf dem Territorium des Klassenfeindes befand. Die Nashornf√ľlle im berliner Zoo war ja beeindruckend, und ich habe den Eindruck, da√ü Dathe, der schon im alten Haus alle drei Nashornarten gehalten hatte, jetzt eine Infrastruktur installieren wollte, die nicht nur mehr Elefanten als die Konkurrenz zeigte, sondern eben auch dauerhaft mit der westberliner Nashornf√ľlle konkurrieren konnte.
(05.11.2007, 10:49)
Tim Sagorski:   Gabs die Gemeinschaftshaltung Spitzmaul- / Breitmaulnashorn nicht auch in Leipzig ? Oder war die heutige Anlage fr√ľher in zwei H√§lften unterteilt ???
(05.11.2007, 08:11)
Michael Mettler:   @Mel: Deine langj√§hrige Suche nach einem Grundriss des Dickh√§uterhauses im Tierpark Berlin lie√üe sich beenden - ich habe einen gefunden! Ver√∂ffentlicht in "Der Zoologische Garten", Band 62, Heft 4, als Teil eines Artikels √ľber das Haus. Hast du Zugriff auf den ZG? Kann sonst einen Scan des Grundrisses mailen.

Der Artikel nennt folgende Zahlen f√ľr die Nashornbereiche: 4 Boxen f√ľr Panzernash√∂rner von je 27 qm plus eine Absperrbox ungenannter Gr√∂√üe hinter den Kulissen (die m√ľsste laut Grundriss fast so gro√ü sein wie zwei Schauboxen zusammen), Au√üengehege 1.800 qm; 3 Boxen f√ľr Breitmaulnash√∂rner von je 35 qm, eine weitere von 95 qm und ebenfalls eine r√ľckw√§rtige Absperrbox (Gr√∂√üe etwa wie bei den Panzernash√∂rnern), Au√üengehege 1.900 qm.

Auch eine kleine Verbeugung vor dem Magdeburger Dickh√§uterhaus fehlt nicht: Die Schwenkt√ľr-Schleusen zwischen Stall und Au√üenanlage wurden "nach Magdeburger Muster" errichtet.

Der direkte Vergleich zeigt: Die Magdeburger Boxen im Schaubereich sind mit der unten von Oliver Jahn errechneten Fläche (5 x 7,5 m = 37,5 qm) deutlich größer als die Berliner Panzernashorn-Boxen (27 qm) - und das Spitzmaulnashorn ist die kleinere von beiden Arten. Nun ist der Artikel 15 Jahre alt, und im Tierpark gibt es doch nur noch ein einziges Breitmaulnashorn - wurden die Nashorn-Innenflächen seitdem umstrukturiert? Darauf habe ich nie geachtet.
(04.11.2007, 23:36)
IP66:   Das Bild zeigt sehr sch√∂n, wie die hannoveraner Architektur als B√ľhne f√ľr die gehaltenen Tierarten funktionierte und deren Wirkung auf die Besucher unterstrich: Die sehr wuchtig wirkende Dachverkleidung, deren Wirkung durch die schmalen seitlichen "St√ľtzen" verst√§rkt wurde, vermittelt die Massigkeit der gehaltenen Nash√∂rner und dient gleichsam als Rahmen, der deren charakteristischen Eigenschaften sinnf√§llig macht.
(04.11.2007, 14:20)
Michael Mettler:   Da ich das Bild gerade in der Hand hatte: Ein Fotobeleg f√ľr die fr√ľhere hannoversche Gemeinschaftshaltung Breitmaul-/Spitzmaulnashorn (alte Nashornanlage = heutiges Tapirgehege), entstanden Ende der 70er. Rechts im Bild der Spitzmaulnashornbulle Fridolin. Da die beiden Bullen nur ganz am Anfang kurz zusammengelassen wurden (was nicht funktionierte) und danach in Wechselschicht bei den K√ľhen waren, d√ľrfte das Breitmaulnashorn links die Kuh Paula sein - oder ich habe zuf√§lligerweise ein seltenes Dokument aus der ersten Phase.... Dann w√§re es der Bulle Gustav. Vielleicht kann ich das durch Bildvergleiche noch herausbekommen.
(04.11.2007, 10:27)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: In der Form der H√∂rner sind sich Najin und Fatu √§u√üerst √§hnlich. Sieht man auf R√ľdigers Foto unten ganz gut, denn das Tier hinten rechts muss Najin sein.

Nasima lebt nicht mehr, Saut auch nicht. Aber ist der Mischling Nasi noch im Bestand? Im Jahresbericht 2005 steht sie noch drin, einen 2006er gab es bei meinem Besuch noch nicht. Auf der Herdenanlage sah ich im September eine Vierergruppe, wobei der Kopf eines der Tiere (alle lagen) verdeckt war und ich davon kein Portr√§t machen konnte. Die drei anderen waren Nabire, Fatu (ziemlich sicher) und Nesari (falls nicht Nasi die gleiche Hornform haben sollte). Die Bullen Suni und Sudan standen jeweils einzeln bzw. letzterer in Schicht mit der Kuhgruppe auf der selben Anlage. Eine f√ľnfte Kuh konnte ich nicht entdecken.
(31.10.2007, 11:15)
Karsten Vick:   Nein, die vier sind alle reine cottoni. Nesari ist das letzte Importweibchen, 1972 im Sudan geboren und 75 nach Dvur gekommen. Najin (*89) und Nabire (*83) sind Vollgeschwister (Sudan x Nasima), beide in Dvur geboren. Die sind sich zumindest in der Form des Vorderhorns √§hnlich, wobei bei Najin wenigstens das 2. Horn noch gerade steht. Fatu ist das Milleniums-Baby (Saut x Najin, geb. 2000 in Dvur). Beide genannten Vatertiere sind Importbullen aus dem Sudan, 1975 nach Dvur gekommen. Nasima ist ein Wildfang aus Uganda, sie kam 1977 aus Prescot (England) nach Dvur und sie ist auch die Mutter des UA-Hybriden Nasi, denn sie lebte in Prescot mit S√ľdlichen Breitm√§ulern zusammen.
(31.10.2007, 10:42)
Michael Mettler:   Bin jetzt f√ľndig geworden, auf www.rhinoresourcecenter.com gibt es in der Image Gallery Fotos aus 2007 aller N√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rner in Dvur Kralove. Das Tier auf meinem Foto ist demnach die Kuh Nabire.

Was mich etwas irritiert: Es ist von vier N√∂rdlichen K√ľhen die Rede - Najin, Fatu, Nabire und Nesari. Soll nicht eine davon ein Unterarthybride sein? Daf√ľr k√§me doch nur eben diese Nabire in Frage?
(31.10.2007, 10:08)
Michael Mettler:   @R√ľdiger: Danke!
(30.10.2007, 14:38)
R√ľdiger:   Hallo Michael M.,

ich kann nur die j√ľngste Kuh Fatu identifizieren. Sende ir ein Foto von ihr. Da bleiben noch genug andere . Viel Gl√ľck !
(30.10.2007, 13:10)
Michael Mettler:   @Andreas: Geht mir ja normalerweise genauso. Aber hie und da erlebe ich immer mal wieder Aha-Effekte, die mich nachdenklich stimmen. So las ich mal irgendwo, dass Afrikanische Steppenelefanten eine wichtige √∂kologische Rolle in den Savannengebieten spielen, weil sie die Verbuschung der Savannen verhindern. Das ist sicher sch√∂n und wichtig f√ľr Zebra, Gnu & Co. sowie die sie begleitenden Fototouristen, aber wie sehen das jene Tierarten, die bevorzugt im Buschland leben und eine Erweiterung ihres Lebensraums sicher zu sch√§tzen w√ľssten...?
(29.10.2007, 21:39)
Andreas:   Nein, wohin sie sollen, wurde nicht gesagt. Danke f√ľr die einleuchtenden Bedenken. Manche Dinge nimmt man eben einfach nur zur Kenntnis, freut sich und sieht nicht die Komplexit√§t derartiger Ma√ünahmen.
(29.10.2007, 20:56)
Michael Mettler:   Sollen die Breitmaulnash√∂rner denn nach Simbabwe umgesiedelt werden? Habe die Sendung nicht gesehen.

Bei den Umsiedlungen von Breitmaulnash√∂rnern frage ich mich - wie bei manchen anderen Tierarten auch - ob man dadurch nicht zu Gunsten einer einzigen Tierart ein √∂kologisches Gef√ľge durcheinanderbringt (wie es ja z.B. in Zusammenhang mit Nyala-, B√ľffel- oder Zebra-Umsiedlungen in S√ľdafrika schon beschrieben wurde). Irgendeinen Grund muss es doch geben, dass schon vor dem Eingreifen europ√§ischer Einwanderer eine riesige Verbreitungsl√ľcke zwischen den beiden Breitmaulnashorn-Unterarten bestand. Die innerhalb dieser L√ľcke befindlichen Biotope haben sich also so zu sagen √ľber lange Zeit "daran gew√∂hnt", ohne Breitmaulnash√∂rner zu existieren - will hei√üen, deren bevorzugte Nahrungspflanzen leben dort m√∂glicherweise ebenfalls nicht mehr (was der Grund f√ľr die Absenz der Nash√∂rner sein k√∂nnte) oder werden inzwischen l√§ngst von anderen Tieren genutzt, f√ľr die eine Neuansiedlung der Breitm√§uler ernsthafte Konkurrenz um Ressourcen bedeuten k√∂nnte. In manchen Bereichen hat es vielleicht nie zuvor Breitmaulnash√∂rner gegeben (Namibia?) - oder aber zuletzt vor Tausenden von Jahren (wie in der Sahara, die ja heute auch keinen f√ľr sie nutzbaren Lebensraum mehr darstellt). Damit grenzt manche Umsiedlung an Faunenverf√§lschung. W√§re auch zu √ľberlegen, ob nicht wirtschaftliche Gr√ľnde hie und da eine Rolle spielen: Eine Nashornart, die man in offenem Gel√§nde und sogar zu mehreren sehen kann, lockt nat√ľrlich Touristen an und bringt damit Geld ins Land.
(29.10.2007, 20:36)
Andreas:   Herzlichen Gl√ľckwunsch nach Frankfurt ! Die Reportage im BR vom Sonntag 16.00 aus dem Marakele Nationalpark war sehr informativ. ( Tim, Akura, Hama ) Und interessant- √ľber 70 Breitm√§uler sollen umgesiedelt werden ! Wie seht Ihr das als Insider- ist die Auswilderung nur Augenauswischerei oder langfristig von Erfolg gekr√∂nt ?
(29.10.2007, 19:10)
Michael Mettler:   Kann jemand die N√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rner in Dvur Kralove individuell unterscheiden? Ich habe Fotos von f√ľnf Individuen, die alle sehr unterschiedlich geformte H√∂rner tragen, und w√§re f√ľr Hilfe dankbar. Hier schon mal eins vorab (ist das gleiche Bild wie in "Zoofotografie"). Dieses Tier befand sich im September in der Herdenanlage.
(27.10.2007, 10:49)
IP66:   Herr Jahn hat mit seiner Bemerkung, man habe in Magdeburg die Funktionen der drei berliner H√§user addiert, den Nagel auf den Kopf getroffen, wobei der Kopf des Nagels in diesem Fall das Nebeneinander, die Addition bedeutet. Man hat f√ľr jede Tierart einen proportionsgerechten Raum geschaffen und diese durch den Besucherraum und das Fliesenband an der R√ľckwand zusammengef√ľgt. Auch die Zuordnung der runden Oberlicht√∂ffnung zu den rundlichen Wassertieren z√§hlt zu diesen Ma√ünahmen. Dadurch wirkt der Bau in seiner Gesamtheit ein wenig unruhig, aber vor den einzelnen Arten entstand der entsprechenden Effekt. Insofern ist es besonders schwer, das Geb√§ude sinnvoll umzunutzen, wobei ich schon √∂fter daran gedacht hatte, trotz des entsprechenden Effektes eher auf die Elefanten zu verzichten, den alten Nahorn- und Flu√üpferdfl√ľgel nur f√ľr letztere Art zu nutzen, die Nash√∂rner auf die Elefantenanlage zu setzen und die n√∂tige Stallinfrastruktur, begehbar oder nicht, einfach an der R√ľckseite des Hauses anzubauen. Die alten Proportionen lie√üen sich dadurch verdeutlichen, da√ü man an der R√ľckwand der Elefantenanlage einfach den Schattenri√ü eines solchen Tieres anbr√§chte.
(26.10.2007, 11:31)
Mel:   Das sind ja rund, bez√ľglich der drei Einzellst√§lle, weit √ľber 10m¬≤ mehr als in Berlin. Stehen also eigentlich v√∂llig au√üer Diskussion.
(25.10.2007, 23:49)
Oliver Jahn:   5 Meter mal 7,5 Meter messe ich f√ľr die 3 Nashornboxen auf der Frontseite.
Das alte Flusspferdbecken, in dem am Samstag Kenia stand, hat 9 Meter mal 5,5 Meter.
(25.10.2007, 23:39)
Mel:   Danke, dann kommen meine Sch√§tzungen hin :-) Definitiv gr√∂√üer als Berlin Zoo. Leider hab ich in all den Jahren keinen Grundriss vom Friedrichfelder Haus auftreiben k√∂nnen um den Vergleich ziehen zu k√∂nnen.
(25.10.2007, 23:37)
Oliver Jahn:   Das Ma√ü ganz unten im Bild (schwaz-wei√üe Linie) sind 10 Meter.
(25.10.2007, 23:34)
Mel:   Sofern es sich um einen Ma√üstab in Meterschritten handelt sind die Innenstallungen definitiv gr√∂√üer als im NH2
(25.10.2007, 23:33)
Mel:   Ja jetz f√ľgen sich auch die Fotos beim mir in ein gesamtheitliches bild ein :-)
(25.10.2007, 23:31)
Mel:   Oh man ihr seid super das geht ja flott hier :-) Danke!!!!!

Ist die Maßstabseinteilung bzw Unterteilung (Farblich) in Meterschritten?

Veruche gerade mein Gl√ľck mit dem abspeichern, stelle mich aber gerade an wie ein embryo. :-)
(25.10.2007, 23:28)
Oliver Jahn:   Genau Michael, man erkennt ihn an den beiden T√ľren zum zus√§tzlich Au√üengehege.
(25.10.2007, 23:26)
Michael Mettler:   Ah, da war Oliver schneller mit seiner Antwort als ich...

Von den R√§umen in der oberen H√§lfte des Grundrisses ist der erste oben links der von Anfang an vorhandene r√ľckw√§rtige Nashornstall, der dritte m√ľsste dann das nachtr√§glich zum Doppelstall umgebaute Futterlager sein.
(25.10.2007, 23:18)
Michael Mettler:   @Mel: M√ľssten sich die Fotos aus diesem Thread nicht abspeichern lassen?

Einen Grundriss des Dickh√§uterhauses im Urzustand k√∂nnte es in der damaligen Sonderbrosch√ľre geben - Oliver, du hattest die doch gerade erst in der Hand?
(25.10.2007, 23:12)
Mel:   Die Grundfl√§che der Innenstallungen lautet: 2 Stallungen a 6x4m, 1 Stall a 6x6m, 1 Stall 4x6,5m und 2 st√§lle um die 26m¬≤. Die Magdeburgerabmsse habe ich leider nicht
(25.10.2007, 23:11)
Oliver Jahn:   Den habe ich. Wenn der vielleicht weiter hilft?
(25.10.2007, 23:10)
Mel:   @O.J.: Tolles Bild im Vergleich zu den anderen. Und best√§rkt mich weiterhin in meiner √úberzeugung das die Haltung um einiges besser ist (was die Innenstallungen betrifft)als die Berliner (auch wenn ich den Berliner Zoo sehr liebe, Kritik geh√∂rt dazu).

@MM & O.J.: w√ľrdet Ihr mir eventuelle Fotos auch mailen? Ich versuche eine Art Foto-Vergleich Deutscher Haltungen auf zu bauen. Und noch eine Frage, ich weis sehr vermessen, k√∂nnte einer von Euch vielleicht ne Grundrissskizze machen??? Komme wie unten gesagt im Moment und auf l√§ngere Sicht nicht wirklich raus aus meinen 4 W√§nden.

Gruß Mel
(25.10.2007, 22:59)
Oliver Jahn:   und f√ľr die Vollst√§ndigkeit hier noch mal der Blick vom ehem. Flusspferdbecken √ľber das Elefantenbad, hin zur Elefanteninnenanlage.
(25.10.2007, 22:59)
Michael Mettler:   @Mel: Keine Sorge, einen Prunkbau w√ľrde ich hinter den Kulissen des Nashornhauses 2 auch nicht erwarten. H√§user, die dem Besucher nicht offen stehen, sind innen drin nun mal reinste Zweckbauten, und da lebt auch die Badezimmerarchitektur fr√∂hlich weiter. Eigentlich interessiert mich am meisten die ungef√§hre Gr√∂√üe der Boxen im Vergleich zu denen in Haus 1 oder in Magdeburg.
(25.10.2007, 22:56)
Oliver Jahn:   @IP66, man hat uns in Magdeburg nicht gesagt, dass die H√§user in Berlin und Magdeburg √Ąhnlichkeiten h√§tten, sondern man sagte uns der Madeburger Zoodirektor B√ľrger hat mit dem Dickh√§uterhaus die drei Berliner H√§user in einem vereint. In ihm stecken die drei Berliner H√§user, weil Magdeburg sich in einem Haus die besten Elemente der drei Berliner nebeneinander stellte. Der Blick auf die Flusspferde, der Blick zu den erh√∂hten Nash√∂rnern und Elefanten, deutlich mehr H√∂he √ľber den Tieren, als √ľber dem Besucher usw. Und ich konnte das schon ein St√ľck weit nachvollziehen, vor dem Magdeburger Flusspferdbecken f√ľhlte man sich wie im Berliner Flusspferdhaus, nur in klein. Und der Blick, hoch zu den Nash√∂rnern, der ist auch sehr √§hnlich.
@Mel, zur Erg√§nzung zu Michaels Bildern hier noch mal die gesamte Nashornseite sogar mit Nashorn im Umsperrabteil (√ľbrigens war das der Bereich, in dem fr√ľher immer die Flusspferde gef√ľttert wurde. Sie standen dann immer mit dem dicken Hintern zum Nashorn direkt neben an, am Zaun.
(25.10.2007, 22:49)
Mel:   @MM: Habe leider keine Fotos davon, aber so fern ich wieder raus darf (bei mir gesundheitlich gerade wieder schlecht ist doch ein "Seuchenjahr") schau ich mal ob ich was machen kann mit Fotos. Erwarte aber nicht zu viel vom Haus, ich fand es, mal abgesehen von der Gr√∂√üe der Einzest√§lle, ehrlich gesagt erschreckend.
(25.10.2007, 22:34)
Michael Mettler:   @Mel, bei der Gelegenheit: Wie sieht eigentlich das Nashornhaus 2 im Berliner Zoo von innen aus...?
(25.10.2007, 22:25)
Mel:   @MM: Danke f√ľr die Fotos und die Erl√§uterung. :-)

Best√§rkt nur mein Unverst√§ndnis √ľber die Bewertung der Magdeburger-Haltung.
(25.10.2007, 22:14)
IP66:   √úber die Fragw√ľrdigkeit der Bewertung der magdeburger Nashornhaltung durch die √∂rtlichen Beh√∂rden habe ich mich ja schon ge√§u√üert. Vom Grundri√ü her sind das berliner und das magdeburger Haus vergleichbar, allerdings halte ich weitere Vergleiche f√ľr nicht sehr zielf√ľhrend: Zum einen sind die Proportionen des berliner Hauses einschlie√ülich der Tr√§ger und der Strukturierung der Au√üenansicht ganz auf Nash√∂rner abgestellt, w√§hrend der magdeburger Bau da jenseits der Elefantenst√§lle sehr belibig verf√§hrt. Zum zweiten ist die Beleuchtungsstruktur eine andere: In Magdeburg bleuchten die Fenster auch den Zuschauerraum, die Lichtregie bewirkt eine Einheit von Besucher- und Tierbereich, w√§hrend in Berlin nur die Boxen direkt beleuchtet sind. Schlie√ülich versucht das Haus in Berlin, sein Volumen m√∂glichst zu verschleiern, trennt den Tapirbereich ganz bewu√üt von der Nashorngalerie, w√§hrend der magdeburger Bau innen wie au√üen jede Gelegenheit nutzt, noch ein wenig monumentaler zu wirken, als er ohnedies schon ist. Der Grund dieser Unterschiede lag wohl darin, da√ü der magdeburger Bau als einziges gro√ües Tierhaus des Zoos den Schritt zum Gro√üzoo auch architektonisch vermitteln wollte, w√§hrend in Berlin, neben dem um keine gro√üe Geste verlegenen Elefantenhaus an der Schnittstelle zwischen Erweiterungsgel√§nde und den historischen Felsanlagen Understatement gefragt war. Es ist bezeichnend, da√ü in Magdeburg jeder Besucher sofort in das Elefantenhaus hineingezogen wird, w√§hrend die Besucher in Berlin das Nashornhaus oft links liegen lassen.
(25.10.2007, 10:41)
Michael Mettler:   P.S. Wie man auf den Fotos sieht, kann das Nashorn in der mittleren Box nur √ľber den Umweg des Umsperrabteils in die Au√üenanlage gelangen, da es keine direkte Verbindungst√ľr gibt. Wenn dieses Abteil nicht dauerhaft besetzt ist, liegt das aber wohl auch daran, dass die Gitterabst√§nde auf Flusspferde ausgerichtet sind - von den Rhinos d√ľrfte der Kopf hindurchpassen, und das g√§be wohl Nachbarschaftsstreit... Zwischen den beiden urspr√ľnglichen Boxen befindet sich eine (auf dem Bild von der S√§ule verdeckte) massive Trennmauer ohne Verbindungst√ľr zwischen den Abteilen.
(25.10.2007, 09:44)
Michael Mettler:   ... und hier das ehemalige Flusspferd-Innenbecken, das durch Ausgie√üen mit Beton zu einem dritten Schau-Innengehege gemacht wurde und im rechten Winkel zu der unten gezeigten Boxenfront liegt. Unmittelbar im Winkel zwischen den "Fl√ľgeln" befindet sich noch ein kleines Ab- bzw. Umsperrabteil, das aber wohl nicht genutzt wird, um ein Tier dauerhaft dort aufzustallen.

Aus dem Foto des r√ľckw√§rtigen Doppelstalls weiter unten ist ersichtlich, dass man diesen durch zwei Verbindungstore in einen Rundlauf umwandeln kann. Der dritte, urspr√ľnglichste Stall hinter den Kulissen ist meiner Erinnerung nach etwas kleiner als eine der beiden alten Schauboxen, aber gr√∂√üer als eine H√§lfte des r√ľckw√§rtigen Doppelstalls.

Nebenbei bemerkt sollen Elemente der Berliner Dickh√§uterhaltung als Vorbilder f√ľr das Magdeburger Haus gedient haben, nur dass man dort Nashorn-, Flusspferd- und Elefantenhaus zu einem einzigen Geb√§ude zusammenschmolz.
(25.10.2007, 09:36)
Michael Mettler:   @Mel: Ja, habe ich, bis auf den dritten r√ľckw√§rtigen Stall. Nebendran erst mal die beiden urspr√ľnglichen Nashornst√§nde im Schaubereich des Hauses...
(25.10.2007, 09:27)
Mel:   angeregt durch diese interessante Thematik hier mal Bilder von den Berlner Zoo Innenstallungen, die ich f√ľr stark Grenzwertig halte, und die Magdeburger Haltung bedingt f√ľr besser erachte.

@MM & O. Jahn: Gibt es noch mehr fotos von der Innenhaltung?

Gruß Mel

Sorry: Bitte vorherigen Post löschen, falsche bildauflösung (Ich gelobe Besserung)
(24.10.2007, 23:42)
Mel:   angeregt durch diese interessante Thematik hier mal Bilder von den Berlner Zoo Innenstallungen, die ich f√ľr stark Grenzwertig halte, und die Magdeburger Haltung bedingt f√ľr besser erachte.

@MM & O. Jahn: Gibt es noch mehr fotos von der Innenhaltung?

Gruß Mel
(24.10.2007, 23:33)
IP66:   Problematisch ist die Situation eben nicht nur in der Durchf√ľhrung und Begr√ľndung, sondern auch durch die Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes, wenn der eine Zoo seine Nash√∂rner behalten darf, der andere sie abgeben mu√ü, und ein dritter in vergleichbaren Anlagen z√ľchtet. Eigentlich sollte man auch kein Gesetz verabschieden, dessen Durchf√ľhrung an Mangel an Infrastruktur scheitert.
(23.10.2007, 19:06)
nurmichael:   Der Vollzug eines Gesetzes, hier des Tierschutzgesetzes, liegt in den H√§nden von Beamten. Diese bedienen sich gerne schriftlicher Vollzugsrichtlinien, die im Gegensatz zu dem Gesetz selbst h√§ufig nur nach Ber√§umen von H√ľrden √∂ffentlich zug√§nglich sind. Selbstverst√§ndlich aber sind die Beh√∂rden an Recht und Gesetz gebunden.
In Magdeburg scheint ein Kompromiss zwischen Beh√∂rde und Halter getroffen worden zu sein, wie es im Bereich Tierschutz h√§ufiger vorkommt. Die Beh√∂rden fast aller Bundesl√§nder haben n√§mlich das Problem im Falle der Beschlagnahme von Tieren z.B. wg. unzureichender Haltungsbedingungen, diese Tiere irgendwo tierschutzgerecht unterbringen zu m√ľssen. Das ist mitunter, wie eine Beamtin einer solchen Beh√∂rde mir mal verriet, nicht einfach. Selbst Papageien, deren Unterbringung keine Aktionen bedingen, die bei Spitzmaulnash√∂rnern angesagt w√§ren, bleiben bei ihrem Besitzer, von dem sie ja eigentlich beh√∂rdlich befreit werden sollten, wenn eine ad√§quate Unterbringung nicht zur Verf√ľgung steht. F√ľr den Beamten und die Papageien eine eigentlich unzumutbare Situation.
(23.10.2007, 18:09)
IP66:   Eigentlich w√§re die Genehmigungssituation in Magdeburg ein guter Grund f√ľr eine Dienstaufsichtsbeschwerde, damit ein Gericht kl√§ren kann, ob dergleichen in Hinblick auf die Gesetzeslage m√∂glich sein kann oder nicht. Das Problem liegt wohl darin, da√ü niemand diese Beschwerde einreichen wollen wird - die Zoomitarbeiter sehen sich als Angestellte der Stadt, die Zoofreunde wollen keinen Wirbel ausl√∂sen, und bei einem Urteil erg√§ben sich wom√∂glich Konsequenzen, f√ľr die der Einreicher verantwortlich gemacht wird. Aufgrund solcher Situationen neige ich der √úberzeugung zu, da√ü es dem Arten- und Tierschutz dient, m√∂glichst wenige bis gar keine Haltungsbestimmungen zu erlassen, so lange nicht die Gesundheit der Halter oder Besichtiger gef√§hrdet ist.
(23.10.2007, 11:56)
Michael Mettler:   Sorry, sollte hei√üen "die vorhandenen Nash√∂rnern seien VON GEBURT AN an die Anlagen gew√∂hnt".
(23.10.2007, 09:55)
Michael Mettler:   Wenn man es mal genau √ľberlegt, ist eine an den vorhandenen Bestand gebundene Haltungsgenehmigung eigentlich ein Witz. Wenn man der Meinung ist, dass die Haltungsm√∂glichkeiten nicht artgerecht sind (wer auch immer den Ma√üstab daf√ľr festlegt), dann m√ľsste man konsequenterweise ab dem Zeitpunkt dieser Erkenntnis die Haltung untersagen (allerdings dann auch dem Zoo Hilfestellung bei der Vermittlung der entsprechenden Tiere leisten, denn wir wissen ja, wie schwierig manche Tiere zu platzieren sind). Oder man m√ľsste wenigstens erlauben, die Zucht einer anerkannt bedrohten Tierart auch unter den vorhandenen Bedingungen mit allen Konsequenzen fortzuf√ľhren - also auch mit der M√∂glichkeit zum Austausch von Zuchttieren, solange die Anzahl der zuchtf√§higen Tiere dabei nicht erh√∂ht wird. Denn ein eventuelles Argument, die vorhandenen Nash√∂rner seien an die Anlage gew√∂hnt, griffe zumindest im Fall des Zuchtbullen Madiba nicht, der noch in j√ľngerer Zeit (anders als der "Uralt-Import" Kenia) als Wildfang nach Magdeburg kam. Und auch das hat ja wohl damals eine Beh√∂rde genehmigt...
(23.10.2007, 09:19)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, dann hat IP66 also recht. Zur Zucht steht vermutlich ja nur Maleika zur Verf√ľgung. Wird sie nicht ausgetauscht, w√§re nurmehr die Inzucht mit Madiba x Malindi m√∂glich, da ja auch Madiba nicht ausgetauscht werden k√∂nnte, uns auch das erst in einigen Jahren.
Hier zeigt sich √ľbrigens sehr eindrucksvoll, dass die Zucht artgesch√ľtzter Tiere in Zoologischen Einrichtungen nicht Artenschutz im Sinne der Arteschutzverordnung darstellt, wie hier im Forum immer gern missverstanden oder gar suggeriert wird. Da die Artenschutzverordnung m.W. die nationale (hier deutsche) Umsetzung der Europ√§ischen Artenschutzrichtlinie darstellt, gilt diese Feststellung auch f√ľr alle anderen EU-Staaten. Unabh√§ngig vom Schutzstatus einer Tierart kommt bei der Haltung von Tieren das Tierschutzgesetz zur Anwendung.
Man muss also konstatieren, dass die ‚Äď gemessen an den Zuchterfolgen - durchaus erfolgreiche Haltung der Spitzmaulnash√∂rner in Magdeburg derzeit offenbar tierschutzrechtliche Bedenken ausl√∂st. Ein Argument mehr, von unseren Zoos eine optimierte und vor allem koordinierte Beteiligung an EEP einzufordern.
(22.10.2007, 23:04)
Oliver Jahn:   Oh nein, dann hat man uns wohl falsch verstanden. Madiba und Maleika m√∂gen sich nur nicht, darum findet der Zoo es sehr schade, Maleika ohne Nachwuchs zu lassen und w√ľrde sie im Tausch gegen ein anderes Weibchen gern abgeben, in der Hoffnung, dass das neue Weibchen sich mit Madiba besser verstehen w√ľrde. Nur das geht eben nicht. W√ľrde Maleika abgegeben werden, d√ľrfte f√ľr sie KEIN anderes Weibchen nach Magdeburg kommen, so lange die Haltungsbedingungen nicht verbessert sind. W√ľrden Madiba und Maleika aber pl√∂tzlich ihre gro√üe Liebe zueinander entdecken, dann d√ľrften sie sehr wohl ein Kalb zeugen. Nur m√ľsste dann sicher ein anderes Nashorn den Zoo verlassen, denn f√ľr 6 Tiere w√§re dann doch kein ausreichender Platz.
(22.10.2007, 22:28)
nurmichael:   Ich m√∂chte mich ausdr√ľcklich f√ľr den Bericht von Oliver Jahn und Michael Mettler aus dem Zoo Magdeburg bedanken. So wie die Bedingungen zur Haltungsgenehmigung von Spitzmaulnash√∂rnern dort formuliert sind, k√∂nnte man allerdings zu dem gleichen Schluss wie IP66 kommen. Ein Erfolg der Paarung Madiba x Maleika, die dem Text nach ja erw√ľnscht schein, w√ľrde also die Haltungsgenehmigung aufheben???
(22.10.2007, 22:08)
Michael Mettler:   Ich vermute, dass der Drahtseilakt mit der Haltungsgenehmigung vorrangig an der Elefantenhaltung und den r√ľckw√§rtigen Nashornst√§llen liegt. Die im Schaubereich sichtbaren Nashornst√§nde d√ľrften - da schlie√üe ich mich Oliver Jahns Beitrag vom 11.10.07 an - nicht kleiner, sondern eher sogar gr√∂√üer sein als die f√ľr Besucher einsehbaren in den beiden Berliner Zoos. Und z.B. die drei Au√üenanlagen in Hannover wirken auf mich auch nicht gerade gr√∂√üer als die drei "√∂ffentlichen" Magdeburger (falls denen nicht gerade der ber√ľhmte Quadratmeter zur Erf√ľllung der Normen fehlt).
(21.10.2007, 19:34)
IP66:   Die haltungsgenehmigende Beh√∂rde stellt sich also einem Erhaltungszuchtprogramm in den Weg - wenn man b√∂se sein wollte, k√∂nnte man behaupten, da√ü sie sich an der Ausrottung der Art aktiv beteiligt.
(21.10.2007, 18:44)
Oliver Jahn:   Und bitte nicht vergessen, es ist nur ein zus√§tzliches Gehege, damit bei gutem Wetter alle Tiere an die frische Luft k√∂nnen. Die anderen Aussengehege, welche der Besucher sehen kann, sind erheblich besser und strukturierter, mit altem Baumbestand und Holzz√§unen. Und alle drei Aussenanlagen sind mit einander zu verbinden, so dass Bulle und Kuh sich im Paarungsspiel gut treiben k√∂nnen.
(21.10.2007, 13:25)
Michael Mettler:   P.S. Das r√ľckw√§rtige Gehege ist √ľbrigens gr√∂√üer, als es auf Olivers Foto wirkt, wenn auch nicht vergleichbar mit denen im Schaubereich. Ein gro√üer Hartgummiball (bei genauem Hinsehen ganz vorn rechts am Gitter erkennbar) dient den Rhinos darin als Spielzeug. Das Fu√üballtor steht damit aber m.W. nicht in inhaltlichem Zusammenhang :-)
(21.10.2007, 12:16)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Na, da haben wir wohl gleichzeitig unsere Beitr√§ge "gestrickt" :-)

Der Gegenstand links auf Olivers Foto ist √ľbrigens kein Fangnetz f√ľr Nash√∂rner, sondern ein Fu√üballtor...
(21.10.2007, 11:09)
Michael Mettler:   Nach gestrigem Besuch in Magdeburg zusammen mit Oliver Jahn und der unerwarteten M√∂glichkeit, hinter die Kulissen des Dickh√§uterhauses schauen zu d√ľrfen, kann ich ein paar Fragen kl√§ren.

Die Haltungsgenehmigung f√ľr die Elefanten und Nash√∂rner ist an den vorhandenen Bestand gekn√ľpft. Folglich k√∂nnen die jetzigen Tiere auch weiterhin dort gehalten werden (wobei das Haus ohnehin nicht mehr lange stehen wird, siehe Thread "Projekt Zoo Magdeburg"), es d√ľrfen aber keine neuen Tiere hineingeholt werden. Damit ist ein Austausch von Nash√∂rnern derzeit unm√∂glich, es k√∂nnten lediglich welche abgegeben werden.

Im r√ľckw√§rtigen Bereich des Hauses befinden sich drei f√ľr den Besucher nicht einsehbare Nashornst√§lle und ein kleines Au√üengehege. Einer der St√§lle war von Anfang an vorhanden, die beiden anderen entstanden erst nach Anwachsen der Gruppe durch Umbau eines Lagerraums f√ľr Futter. Der dreigeteilte Au√üenbereich zur Besucherseite hin und das r√ľckw√§rtige Gehege machen es m√∂glich, alle f√ľnf Nash√∂rner gleichzeitig nach drau√üen zu lassen (Malindi lebt ja noch mit ihrer Mutter Mana zusammen) - eine durchaus komfortable Situation. Innen waren gestern Abend alle vier K√ľhe im Schaubereich und nur der Bulle hinter den Kulissen.

Das ehemalige Au√üenbecken der Flusspferde hat lediglich einen Sandboden erhalten, es wurde aber nicht bis zum Niveau der Nachbargehege verf√ľllt. Diese "Nashorngrube" ist nach wie vor nur √ľber die Flusspferdtreppe erreichbar, was aber kein Problem zu sein scheint. Das Innenbecken der Hippos wurde hingegen bis zum Rand mit Beton ausgegossen und dient nun als Innenfreianlage f√ľr Rhinos.

Auch das urspr√ľngliche Nashorn-Badebecken im Au√üengehege wurde verf√ľllt, da es nur selten seinem eigentlichen Zweck diente, sondern eher dem Paarungstreiben im Weg stand.

Es wird noch immer versucht, den Bullen Madiba und die Kuh Maleika zusammenzubringen. Dazu wird auch der nachtr√§gliche errichtete, r√ľckw√§rtige Doppelstall genutzt, der den Tieren die M√∂glichkeit zum Nasenkontakt bietet (die Schauboxen sind ja durch eine massive Mauer deckenhoch getrennt). Allerdings scheinen sich die Beiden nicht allzu sehr zu m√∂gen. Das nebenstehende Foto zeigt den bewussten Doppelstall; rechts Madiba, hinter der Trennmauer Maleika.

Leider habe ich vergessen zu fragen, welche Pl√§ne mit Malindi bestehen. Angesichts der ungeplanten M√∂glichkeit, im Stallbereich das Magdeburger Zoomotto "Tierisch nah" in die Tat umsetzen und mit allen f√ľnf Rhinos direkten Kontakt aufnehmen zu k√∂nnen, war in diesem Augenblick die Faszination Tier deutlich gr√∂√üer als der Wissenshunger....

In der bis spätestens 2010 entstehenden neuen Anlage werden die Nashörner mit anderen Tierarten vergesellschaftet bzw. haben letztere die Möglichkeit, auch das Nashorngehege aufzusuchen (Näheres unter "Projekt Zoo Magdeburg").

Ein kleines, aber h√∂chst interessantes Detail aus der Praxis: Auch wenn sich die Magdeburger Rhinos auf der Au√üenanlage zeitweise zu zweit oder zu dritt vertragen, ist diese Stimmung auch von √§u√üeren Faktoren abh√§ngig. Sobald sich n√§mlich das Wetter "zuzieht" oder es zu regnen beginnt, entwickelt sich bei den Nash√∂rnern ein Erregungszustand, aus dem sich heftige Streitereien entwickeln k√∂nnen. Deshalb werden die Tiere in solchen Situationen vorsichtshalber schnellstm√∂glich getrennt. Ein eindrucksvolles Beispiel daf√ľr, welche Kunst die Gemeinschaftshaltung (selbst die innerartliche) von Tieren im Zoo darstellt.
(21.10.2007, 10:58)
Oliver Jahn:   Auf die Zukunft der Magdeburger Spitzmaulnash√∂rner wird Michael ja, wie angek√ľndigt, noch eingehen. DAher hier noch ein paar Daten zum "Ist-Stand". Also es sind noch immer alle 5 Tiere in Magdeburg, wir haben sie alle 5 pers√∂nlich begr√ľ√üen d√ľrfen! :-) Im hinteren, f√ľr die Besucher nicht einsehbaren Bereich befinden sich noch drei Innenstallungen und ein zus√§tzlicher Au√üenbereich. Somit ist es also nicht verwunderlich, dass man nicht immer alle 5 Tiere sehen kann. Solange aber die Kuh noch mit dem halbw√ľchsigen Kalb zusammengehalten wird, haben alle 5 Tiere die M√∂glichkeit, bei sch√∂nem Wetter auch raus zu k√∂nnen. Die Innenboxen hingegen werden h√§ufig nur genutzt, w√§rend der Reinigung der St√§lle im Besucherbereich, oder f√ľr den Bullen.
Hier noch mal ein Bild der vierten Außenanlage.
(21.10.2007, 10:58)
R√ľdiger:   Leider waren die zu letzt durchgef√ľhrtem Insemationen in Dvur Kralove, laut der Analyse in Wien nicht von Erfolg gekr√∂nt. Dann hoffen wir auf einen neuen Erfolg, wie die zweite gegl√ľckte A.I. in Budapest.
(18.10.2007, 17:45)
IP66:   Angesichts der geringen Nachzuchtsrate von 1982 kann ich die Argumentation zur Unterartenzucht verstehen. Derzeit w√ľrde ich aber angesichts vergr√∂√üerter unterartenreiner Zoobest√§nde ein wenig anders denken, wobei ich mir vorstellen k√∂nnte, da√ü eine besonders wenig k√§lteempfindliche Unterart f√ľr kleinere Zoos vielleicht attraktiv w√§re.
(17.10.2007, 11:40)
Ralf Sommerlad:   Die Frage der Zucht um jeden Preis, d.h. auch unter Nichtbeachtung der Unterartreinheit, mag Sinn machen, so wird das ja heute schon beim Asiatischen Elefanten praktiziert. Ich bin vermutlich zu konservativ, um dem einfach zustimmen zu k√∂nnen, aber vielleicht ist ist es grade f√ľr die Nash√∂rner wirklich die letzte Chance. (Wir stehen bei Tomistoma √ľbrigens vor einem √§hnlichen Problem, begr√ľndet allerdings auch in der Tatsache, dass wir einfach die Herkunft der vorhandenen potentiellen Zuchttiere nicht kennen ..www.tomistoma.org)
(16.10.2007, 22:03)
nurmichael:   @ IP66, ich habe bez√ľglich Ihrer Frage zu Unterarten des Spitzmaulnashorns meinen Beitrag vom 18.05.2007 aus dem thread Richtlinien f√ľr EEPs und Zuchtb√ľcher hierhin kopiert:
Mir ist bei einer Recherche das Zuchtbuch f√ľr afrikanische Nash√∂rner 2 aus 1983 in die H√§nde gefallen. Dort sind nicht nur, wie sp√§ter √ľblich, die endlosen Bestands- und Individuen- Listen aufgef√ľhrt, sondern auch Beitr√§ge, die auf einer Nashorntagung 1982 in London gehalten (und f√ľr das Zuchtbuch √ľbersetzt !) wurden. In einem Beitrag von L.C. Rookmaker f√ľhrt dieser eine Unterartenliste des Spitzmaulnashorns an. Von bis dahin drei Untersuchungen (1939, 1965 und 1967) von drei Autoren wird der letzte (Groves) zitiert. Demnach gab es sieben Unterarten des Spitzmaulnashorns von den eine Diceros bicornis bicornis als ausgestorben beschrieben wird. Die anderen sechs werden als rezent bezeichnet. Neben den bekannten d.b. michaeli (n√∂rdl. Tansania/Kenia) und d.b. minor (gesamtes s√ľdl. Afrika au√üer der Kapregion) gesellten sich noch d.b. chobiensis im Chobe Tal (Grenzgebiet Namibia/Angola/Botswana), d.b. brucii im Nordosten Afrikas Somalia/√Ąthiopien/√∂stl. Sudan, d.b. ladoensis in Nordwest Kenia/Uganda/s√ľdl. Sudan und d.b longipes in der Zentralafr. Republik/Tschad/und weiter westlich. Der Autor bezeichnet diese Systematik als nicht endg√ľltig. Interessant finde ich seine Einlassung bez√ľgl. der Zucht in Zoologischen G√§rten. Als Bef√ľrworter einer unterartreinen Zucht bei anderen Arten spricht er sich im Fall der d.b. f√ľr eine Mischzucht ostafrikanischer Spitzmaulnash√∂rner, also minor x michaeli x ladoensis, in Zoos aus. Als wesentliche Begr√ľndung f√ľhrt er die s.M. nach geringe Zuchtbasis und die nicht festgeschriebene Systematik an. Ich finde das insofern bemerkenswert, als dass zu diesem Zeitpunkt nahezu alle wild geborenen Founder des heutigen Kontinentaleurop√§ischen Bestandes in Z√ľrich, DvurKralove, Magdeburg, Leipzig und Berlin bereits vorhanden waren und z.T. schon z√ľchteten.
Im Bongo 7 (f√ľr 1982) finden sich weitere Referate dieser Tagung. In einem dieser Beitr√§ge werden die Best√§nde f√ľr d.b. chobiensis und d.b. brucii zu diesem Zeitpunkt mit wenigen Duzend bis wenigen Hundert eingesch√§tzt. Einzig d.b. longipes mit 700 ‚Äď 1000 Individuen wurden damals Erhaltungschancen einger√§umt.
(16.10.2007, 21:35)
Michael Mettler:   P.S. Gab es nicht auch in unserem Lande schon √§hnliche Ger√ľchte √ľber die pl√∂tzliche Feststellung von Feldhamstern oder Wachtelk√∂nigen, wenn es um gro√üe Bauvorhaben ging...?
(16.10.2007, 09:07)
Michael Mettler:   Wenn diese Geschichte stimmt, ist sie ein weiterer Beleg f√ľr das, was ich an anderer Stelle im Forum ge√§u√üert habe: Auch Artenschutz in situ beinhaltet eben einen kommerziellen Faktor - in diesem Fall waren Arbeitspl√§tze wichtiger als die Sache, um die es ging...
(16.10.2007, 08:50)
Andreas Hg.:   M.W. IST D. b. longipes l√§ngst ausgerottet, und zwar seit 1996. Ich habe da eine Story gelesen, wonach die mit dem Schutz der letzten verbliebenen Exemplare beauftragten Wildh√ľter, obgleich sie vom Ableben derselben wu√üten, zwecks Erhaltung ihres Arbeitsplatzes jahrelang immer wieder von Nash√∂rnern berichteten und wohl auch falsche Spuren legten. Als die Vorgesetzten (Beh√∂rde? Naturschutzorganisation?) ihnen auf die Schliche kamen, gaben sie die T√§uschung zu, das letzte Tier dieser Unterart war wohl 1996 gesehen worden und seither steht mehr oder weniger fest, dass D. b. longipes nicht mehr unter uns weilt....
Ich m√∂chte f√ľr genauere Daten nicht meine Hand ins Feuer legen, so oder so √§hnlich war es aber auf jeden Fall. Leider komme ich nicht mehr darauf, wo ich dies gelesen hatte, vielleicht wei√ü jemand anders mehr dazu?
(16.10.2007, 02:00)
IP66:   ... und die m√ľ√üten wir erst einmal in Afrika suchen und einfangen, ehe die ruhmreiche Erhaltungszucht und vielen neu zu bauenden Nashornh√§usern ihren Anfang nimmt?
(15.10.2007, 19:58)
Michael Mettler:   @IP66: Nein. Frankfurt h√§lt Diceros bicornis minor aus dem s√ľdlichen Afrika, die momentan wohl am besten gesicherte Unterart; alle anderen europ√§ischen Zoos halten die ostafrikanische D. b. michaeli. Die aussterbende oder bereits verschwundene westafrikanische Unterart ist/war D. b. longipes.
(15.10.2007, 12:55)
IP66:   Jetzt brauche ich Nachhilfe: Die aussterbende Spitzmaulnashornunterart ist jene, die in Frankfurt gehalten wird?
(15.10.2007, 10:58)
Michael Mettler:   Und w√§hrend die zoologisch interessierte √Ėffentlichkeit seit Jahren mit dem Schicksal des N√∂rdlichen Breitmaulnashorns und den Rettungsbem√ľhungen mitfiebert, stirbt ohne weiteres Aufsehen (oder gar Erhaltungszucht) die westafrikanische Unterart des Spitzmaulnashorns aus (bzw. wird ausgerottet) - und "√ľberholt" dabei noch die bekannten "Sorgenkinder" N√∂rdliches Breitmaul-, Sumatra- und Javanashorn. Wird das Spitzmaulnashorn also tats√§chlich als "Rhino zweiter Klasse" betrachtet?
(14.10.2007, 22:22)
nurmichael:   Ich fasse mal zusammen: In Budapest deuten Untersuchungen an einem weiblichen s√ľdl. Breitmaulnashorn auf eine Tr√§chtigkeit hin. Wenns bei der s√ľdlichen Unterart klappt, warum nicht auch bei der n√∂rdlichen. Gesagt getan, schnell mal in den Kongo gejettet, Nashorn gefunden und Sperma abgezapft und zur√ľck nah Europa, wo die zwei einzigen vermutlich zuchtf√§higen Weibchen in Dvur Kralove nur auf das Team des IZW mit dem erfreulichen Mitbringsel gewartet haben. Die im Kongo bet√§ubten Tiere werden bald nachkommen und in Dvur Kralove wartet schon ein inzwischen Neugebautes Gehege. Atemberaubend, wie einfach scheinbar die Arterhaltung eines der seltensten S√§ugetiere in Zoos ist. Warum fragen die Spezialisten nicht einfach mal bei Dr. Sch√ľling nach; die dortigen Experten wissen offenbar wies geht.
Im Ernst, bei einer Recherche auf einer ‚ÄěSave the Rhino‚Äú Seite fand ich den Hinweis, dass die √∂rtlichen Beh√∂rden im Kongo einem Fang nicht zugestimmt haben, obwohl die Tiere f√ľr die Zucht in einen Nationalpark in Kenia gut bewacht verbracht werden sollten. Man wolle, so wurden die Beh√∂rden zitiert, das Problem der Wilderei selbst in den Griff bekommen.
(14.10.2007, 21:59)
Michael Mettler:   Eine r√§umliche Trennung w√§re in Dvur Kralove gar nicht schwierig, da nicht alle Nashornanlagen direkt nebeneinander und am selben Geb√§ude liegen; mehrere Spitzmaulnash√∂rner sind neben den Giraffenzuchtgruppen untergebracht und damit ein St√ľck weit von den √ľbrigen Nash√∂rnern aller drei gehaltenen Arten entfernt.
(14.10.2007, 15:11)
R√ľdiger:   IP66
da stimme ich dir zu. Jedoch sollte man deren Anlage wie vorgesehen, erstmals aus- und umstrukturieren.
Ich w√ľrde es gutheissen, zwei Zuchtgruppen nach genetischen Aspekten getrennt zu halten , um ein Infekttionsfrisiko so gering ,wie m√∂glich zu halten. Das bedeutet zwei getrennte Innen- und Aussenanlagen in Dvur Kralove. Bis zum Umbau der gehege vergeht so viel Zeit , dass die 3-4 Wildtiere vielleicht gar nicht mehr leben. Die Hoffnung stirbt zuletzt !
(14.10.2007, 12:07)
IP66:   Vielleicht w√§re es in diesem Fall doch das beste, die Tiere einzufangen und nach Tschechien zu bringen, wo man Erfahrung mit der Unterart hat - bis dahin werden die Wilderer wohl nicht folgen, und vielleicht st√∂√üt man beim Fangen auch noch auf weitere Exemplare.
(14.10.2007, 10:28)
R√ľdiger:   Ich hatte auch die Idee, die verbliebenden Individuen zu bet√§uben und in einem gut √ľberwachten Boga zu halten und speziell zu kontrollieren.
Armin meint aber dagegen, dass die Rebellen und Wilderer dann leichteres Spiel haben als in diesem un√ľbersichtlichen Gebiet: was ich auch nachvollziehen kann. Das aktuelle Problem ist aber vielmehr die Weitl√§ufigkeit und die kleine Restpopulation von 3-4 Tieren.
Also was tuen?
Anscheinend werden mehr Rangergruppen eingesetzt, aber die politische Situation darf auch nicht vergessen werden. So lange kein Frieden und politischer Einklang herrscht , wird es ein un√ľberwindbares Problem bleiben .
(Siehe Der Fluch des Horns )
(13.10.2007, 18:15)
Michael Mettler:   @R√ľdiger: Darauf wollte ich ja hinaus: Die "Retter" haben die gleichen Schwierigkeiten, die Nash√∂rner zu finden, wie die Wilderer - oder beide haben es gleich leicht. Ist also ein Wettrennen. Falls eine Sperma-Beschaffungsaktion in Garamba von einem Kontaktmann der Wilderer beobachtet bzw. "ausspioniert" werden w√ľrde, k√∂nnten diese einen gerade aus der Bet√§ubung entlassenen Bullen wom√∂glich mit wenig Aufwand verfolgen und erbeuten, womit dem Tier erst die Rettungsaktion zum Verh√§ngnis werden w√ľrde... Ist das wirklich auszuschlie√üen? Angesichts dessen, dass ja nicht selten offizielle Kreise in gewissem Ma√üe an organisierter Wilderei beteiligt sein sollen, s√§he ich diese Gefahr schon und empfinde die unten zitierte Aussage von Hildebrandt "Wir k√∂nnen jetzt die wenigen verbliebenen Tiere in der Wildbahn narkotisieren, ihr Sperma entnehmen und f√ľr die Fortpflanzung in den Zoos nutzen" als extrem optimistisch.
(12.10.2007, 21:36)
R√ľdiger:   Foto wird nicht angenommen
(12.10.2007, 19:55)
R√ľdiger:   Auch andere lebende Bullen dieser Subspecies sind "abgezapft" worden. Siehe Suni in Dvur Kralove
(12.10.2007, 19:52)
R√ľdiger:   MM
das hohe Grass und das riesige Gebiet sind eigentlich der beste Schutz f√ľr die Garambanash√∂rner, so Armin P√ľttger z. Ein guter Buchtipp ist sein Buch :
"Der Fluch des Horns"
im Sierra Bei Frederking & Thaler
(ISBN 3-89405-270-8 f√ľr 11,00 Euro )
Das Gebiet so weitl√§ufig und mit drei -vier Meter hohem Grass bewachsen , so dass man nicht man genau z√§hlen kann. Es scheinen aber noch drei - vier n√∂rdliche BM`s √ľberlebt zu haben. Ausserdem haben sie den Samen von dem in San Diego verstorbenen Bullen schon mehrfach eingefrohren
(12.10.2007, 19:50)
Michael Mettler:   Das hei√üt also, wir m√ľssen hoffen, dass sich erstens unter den erw√§hnten drei wild lebenden N√∂rdlichen noch ein fortpflanzungsf√§higer Bulle befindet und zweitens die Wissenschaftler ihn schneller ausfindig machen als die Wilderer. Wenn er dann eh narkotisiert werden muss, k√∂nnte man ihn doch eigentlich auch gleich vor den Wilderern in Sicherheit bringen, bevor die "Nachlese" betreiben, oder...?

Angesichts der √ľberlangen und fehlgeformten H√∂rner von mindestens zwei N√∂rdlichen in Dvur Kralove hatte ich letztens den ketzerische Gedanken, diese H√∂rner auf Normalma√ü zur√ľckzustutzen, sie mit offizieller Genehmigung f√ľr teures Geld nach Fernost zu verkaufen und damit einen Teil der Rettungsaktion zu finanzieren...
(12.10.2007, 18:50)
R√ľdiger:   Drittes k√ľnstlich besamtes Breitmaulnashornbaby in Budapest

Ein Nashorn-Baby aus dem Eis

Von Joachim M√ľller-Jung





Mit k√ľnstlicher Befruchtung vor dem Aussterben retten: Das Breimaulnashorn
07. Oktober 2007
Vor zwei Jahren noch war es ein Wettlauf gegen die Zeit. Inzwischen f√ľhren Wissenschaftler und Artensch√ľtzer einen Verzweiflungskampf gegen das schier Unvermeidliche: die Ausrottung des N√∂rdlichen Breitmaulnashorns in Zentralafrika. Von drei√üig auf jetzt nur noch drei Tiere ist wegen B√ľrgerkriegs und Wilderei die Population in der kongolesischen Wildnis in wenigen Monaten geschrumpft. Und in Zoos leben auch nur noch acht Tiere: zwei in San Diego und sechs im tschechischen Dvr Kr√°lov√©, unter ihnen nur zwei befruchtungsf√§hige Weibchen.


Die ganze Hoffnung k√∂nnte nun auf einigen Wissenschaftlern des Berliner Instituts f√ľr Zoo- und Wildtierforschung (IZW) liegen, die im Tiergarten von Budapest einen vielleicht entscheidenden reproduktionsmedizinischen Durchbruch erzielt haben. Sie haben den drei Jahre lang bei minus 196 Grad in fl√ľssigem Stickstoff tiefgefrorenen Samen eines Nashornbullen ‚Äď in diesem Fall eines nahe verwandten S√ľdlichen Breitmaulnashorns ‚Äď aufgetaut und damit eine Schwangerschaft bei der 25 Jahre alten Nashorndame ‚ÄěLulu‚Äú erzeugt.


‚ÄěSamenspender‚Äú ist ein Nashornbulle aus Colchester


Der Nachwuchs ist inzwischen √ľber den Berg, gut entwickelt und mehr als f√ľnfzehn Zentimeter lang, berichten Thomas Hildebrandt und Robert Hermes, zwei der Berliner Veterin√§rmediziner, die seit einigen Jahren an der Entwicklung von speziellen Reproduktionsverfahren f√ľr Nash√∂rner arbeiten. Wenn alles gut geht, wird der Spr√∂ssling des S√ľdlichen Breitmaulnashorns in Budapest im November 2008 zur Welt kommen. √úberraschend war der Besamungserfolg vor allem auch deshalb, weil der ‚ÄěSamenspender‚Äú, ein Nashornbulle aus dem Zoo im britischen Colchester, mit 38 Jahren zu den durchaus betagten Zoobewohnern z√§hlt.


Trotz zweier junger Mitbewohnerinnen in Colchester hatte es der Bulle nicht zu eigenem Nachwuchs gebracht. Die Tier√§rzte vermuteten daher sogar, sein Samen habe l√§ngst nicht mehr die erforderliche Qualit√§t zur Befruchtung. Wie sich jetzt allerdings herausstellte, waren seine Spermien nicht nur agiler als gedacht, sie √ľberstanden auch die Kryokonservierung bei minus 196 Grad √ľber drei Jahre ausgesprochen gut. Auch die zweite H√ľrde, die √úbertragung des aufgetauten Samens in die Geb√§rmutter von Lulu in Budapest mit dem von den Berliner Veterin√§ren entwickelten nichtchirurgisches Verfahren wurde ohne Komplikationen genommen.


Rettung des nördlichen Breitmaulnashorns unklar


Nun fragen sich die Veterin√§re, ob das Verfahren, das sich beim S√ľdlichen Breitmaulhashorn bew√§hrt hat, auch f√ľr die viel selteneren Verwandten Hoffnung auf Erhalt bedeuten k√∂nnte. Von Lulus Artgenossen hatte man vor hundert Jahren noch weniger als hundert Individuen gez√§hlt, inzwischen ist ihr Wildbestand dank rigider Schutzma√ünahmen auf mehr als 12.000 gestiegen. Mit dem Erfolg in Budapest k√∂nnte ein entscheidender Schritt auch f√ľr die N√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rner getan worden sein. ‚ÄěWir k√∂nnen jetzt die wenigen verbliebenen Tiere in der Wildbahn narkotisieren, ihr Sperma entnehmen und f√ľr die Fortpflanzung in den Zoos nutzen‚Äú, sagt Hildebrandt.


Die Wildtiere m√ľssen nicht mehr transportiert und das Erbmaterial kann unter Umst√§nden jahrelang konserviert werden. Selbst wenn ein toter Bulle gefunden w√ľrde, k√∂nnte man unter Umst√§nden gefrierf√§hige Spermien gewinnen und f√ľr die Nachzucht verwenden. Die Vorbereitungen daf√ľr werden in Berlin bereits getroffen. Die Zeit aber, noch gesunde und fortpflanzungsf√§hige Bullen zu finden, wird zunehmend knapp. ‚ÄěWir stehen enorm unter Druck‚Äú, sagt Robert Hermes. Denn die Politik hat ‚Äď anders als in S√ľdafrika im Fall des S√ľdlichen Breitmaulnashorns ‚Äď beim Schutz des n√∂rdlichen Verwandten bisher versagt.

Text: F.A.Z.

(12.10.2007, 18:36)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Nun ja, das "N√ľrnberger Modell" w√ľrde weiterhin die M√∂glichkeit bieten, sich im Trockenen aufzuhalten und die Tiere zu sehen, die dann unter Hinzunahme des jetzigen Besucherraums viel mehr Platz h√§tten. Und die Fl√§che vor dem Dickh√§uterhaus w√§re gro√ü genug, um einen stattlichen Wintergarten als neuen Besucherbereich davor zu setzen - gegebenenfalls sogar mit einer bepflanzten Savannenlandschaft oder gar Terrarien und/oder Volieren darin.
(12.10.2007, 15:41)
Oliver Jahn:   Also wenn Magdeburg das Haus schlie√üt, dann wird der Zoo ein Problem bekommen. Es gibt gerade f√ľr schlechteres Wetter in Magdeburg einfach zu wenig Alternativen, in denen man sich mal unterstellen oder aufw√§rmen kann. Ich w√ľrde es auf jeden Fall begr√ľ√üen, wenn das Haus bleiben w√ľrde, und zwar f√ľr die Tierhaltung. Sicher m√ľsste einiges gemacht werden, mancher Neubau von heute ist wirklich modischer, ob er deshalb auch besser ist, wage ich zu bezweifeln. Ich bin gespannt, denn in Magdeburg ist es wie auch in anderen Zoos ja in erster Linie eine Frage des Geldes und das ist zur Zeit noch nicht in Sicht....
(12.10.2007, 15:20)
Michael Mettler:   Ich frage mich, ob das Magdeburger Dickh√§uterhaus angesichts des im Masterplan vorgestellten Zukunftskonzeptes nicht auch dann zur Diskussion st√ľnde, wenn es keine Probleme mit der Haltungsgenehmigung g√§be. Schlie√ülich d√ľrfte es nicht ganz einfach sein, das Geb√§ude innen wie au√üen auf "Afrika" und wom√∂glich auf modischere Elefantenhaltung (ich verwende hier bewusst nicht das Wort "zeitgem√§√üere") umzustricken. Wahrscheinlich g√§be es auch dann nur den Ausweg, das Haus ausschlie√ülich f√ľr Nash√∂rner ODER Elefanten zu nutzen und die Besucher aus dem jetzigen Innenbereich zu verbannen, damit dieser f√ľr die Tiere bestm√∂glich genutzt werden kann (eventuell mit der N√ľrnberger L√∂sung, dem eigentlichen Haus einen Wintergarten als Besucherbereich anzuf√ľgen).
(12.10.2007, 11:55)
IP66:   Seinerzeit habe ich die Richtlinien sogar begr√ľ√üt. Ich ging davon aus, da√ü man nicht Idealanspr√ľche, sondern Mindestforderungen gesetzlich verankern wollte und da√ü die Beh√∂rden in der Lage w√§ren, diese angemessen umzusetzen. Da beides aber nicht der Fall ist, scheint mir in der Tat, wie bei mancher EU-Richtlinie, die Abschaffung des gesamten Komplexes die zielf√ľhrendste und dem Tierschutz am ehesten dienliche Ma√ünahme zu sein.
(12.10.2007, 11:44)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, Ich stimme Ihnen zu. Nur wird das nichst helfen. Ich kann nur noch mal auf die Schwierigkeiten bei der Haltungsgenehmigung verweisen. Wenn das, was ich geh√∂rt habe richtig ist, w√ľrde der Auszug der Elefanten und die Nutzung deren Platzes durch die Nash√∂rner einer Genehmigung f√∂rderlich sein.
(11.10.2007, 21:15)
Oliver Jahn:   Ich finde die Nashornhaltung in Magdeburg absolut nicht so schlimm, wie immer dargestellt. 5 Tiere sind einfach zuviel, daher pl√§diere ich ja auch f√ľr den Auszug der Elefanten aus diesem Haus. Aber ohne Elefanten oder mit weniger Tieren ist die Innenanlage nicht schlechter als in Berlin, Frankfurt oder manch anderem Zoo. Die Innenanlagen in Hannover z.B. kenne ich gar nicht, bezweifele aber, dass sie wesentlich gr√∂√üer sind. Und die Au√üenanlagen in Magdeburg finde ich nach wie vor gut.
(11.10.2007, 20:51)
nurmichael:   @ IP66, Ihre Argumente bez√ľglich Krefeld werden richtig sein, daran habe ich keinen Zweifel. Dennoch f√ľhren sie zu den in meinem letzten Posting dargestellten Konsequenzen. Was die beh√∂rdlichen Genehmigungen in Magdeburg angeht kann ich nur auf ein mir bekanntes Beispiel aus dem Berliner Zoo hinweisen: Noch vor der Wende wurden in der EU Tierschutzrichtlinien erlassen und dann auch vollzogen. Der Zoo Berlin war in gewisser Weise Nutznie√üer: Er konnte Tiere √ľbernehmen, deren St√§lle/Gehege diesen Richtlinien nicht entsprachen‚Ķ. Es waren drei indische Elefantenk√ľhe, die aus norditalienischen Einrichtungen abgegeben werden mussten!!!
(11.10.2007, 19:40)
Michael Mettler:   Nur mal so am Rande: Was ist das Symboltier des EEP? Pikanterweise ein Spitzmaulnashorn mit Kalb...
(11.10.2007, 18:58)
IP66:   Leider stellen sich die Probleme nicht dergestalt einfach: In Krefeld ist es so, da√ü man damit leben mu√ü, nur etwa alle 10 bis 20 Jahre einen Gro√übau bew√§ltigen zu k√∂nnen, auf einem Gel√§nde, da√ü ausgedehnte Geb√§ude kaum zul√§√üt. Man hat also um 1970 ein Dickh√§uterhaus f√ľr Elefanten, Nash√∂rner und Zwergflupferde gebaut. Elefanten wollte das Publikum und die Politik, Beitmaulnash√∂rner wie Zwergflu√üpferde waren die Zugabe, wobei letztere wie heute recht einfach zu beschaffen waren und mit einiger Garantie nicht z√ľchteten. Die Gr√ľndertiere kamen in die Jahre, verschwanden, und man beschlo√ü, unter kostspieligen Umbauten, Spitzmaulnash√∂rner zu halten, wie das ja hier auch immer gefordert wird. Die Frage dabei war lediglich die, ob man sich die Umbauten leisten konnte und ob sich diese durch eine entsprechend lange Haltung vor den Geldgebern rechtfertigen lassen. Schlie√ülich hat man auch noch in einen Partnertausch investiert - Arbeit und Transportkosten. Mittlerweile ist aber aufgrund einer Zookritiker-Kampagne die vor zehn Jahren noch v√∂llig unproblematische Elefantenhaltung so in die Kritik geraten, da√ü sich die st√§dtische Politik zum Handeln gezwungen sah, und zwar f√ľr die jetzt vorhandenen Elefanten, die man ja nicht einfach erschie√üen kann, damit die Kritik aufh√∂rt. Mithin mu√ü sich der Zoo, der das Elefantenproblem durch eine Nichtbeschaffung von neuen Tieren l√∂sen wollte, jetzt mit Neubaupl√§nen f√ľr ein Elefantenhaus plagen, das au√üer einigen Kritikern und ein paar Lokalpolitikern niemand braucht, wohl nicht einmal die Elefanten.
Was den magdeburger Richtlinienstreit angeht, so finde ich, daß diejenigen, die dergleichen produzieren und durchsetzen, die Nashörner, von denen sie meinen, sie seien in Magdeburg schlecht untergebracht, doch bitte mit nach Hause in die Wohnung nehmen sollen und nicht Steuerzahlern und Zoobetreibern ihre Vorstellungen von idealer Tierhaltung aufzuzwingen.
(11.10.2007, 18:55)
nurmichael:   @ IP66, Widerspruch. Zumindest von Magdeburg habe ich geh√∂rt, dass die Genehmigung f√ľr die Nashornhaltung Jahr f√ľr Jahr ein Balanceakt ist, da die Haltungsbedingungen mir nicht n√§her bekannten Normen nicht erf√ľllen. Ich bin nicht bereit eine unzureichende Haltung gut zu hei√üen, nur weil die Haltung der Art ansonsten in Frage gestellt ist.
In Krefeld hatte die Kombination Jakob/Nane keinen Zuchterfolg. Unter den gegebenen Bedingungen h√§tte die dortige Leitung ja frohlocken k√∂nnen: Ein junges Paar, dass sich aber nicht fortpflanzt und damit keine Platzprobleme schafft. Der Bulle wurde also ganz bewusst ausgetauscht, um eine Vermehrung zu provozieren, wohlgemerkt in Kenntnis der im Erfolgsfall zu erwartenden Probleme. Ich finde wer A sagt muss auch B sagen, das hei√üt Verbesserung der Haltungsbedingungen, die im Zweifel auch in der problemlosen Abgabe der Nachwuchstiere bestehen k√∂nnte. Daf√ľr braucht es aber mehr und damit neue Halter.
Zucht auf Bestellung, wie etwa bei Gro√ükatzen f√ľhrt im Zweifel wie bei diesen zumindest zeitweise zur erzwungenen Kontrazeption. Auch w√ľrden dabei genetische Aspekte eine m√∂glicherweise √ľberh√∂hte Rolle spielen und eine Zucht mit Tieren h√§ufiger Genfrequenz im EEP nahezu ausschlie√üen und damit die Anzahl evtl. haltungswilliger Einrichtungen eher vermindern.
Ich finde die Bemerkung von Oliver Jahn vom 7.10. ‚Äě‚Ķwenn man nur noch f√ľr Elefanten baut‚Ķ‚Äú passt wirklich gerade auch in Bezug auf Ihren Beitrag, in dem Sie, wenn ich das richtig verstehe, das (mir bislang nicht bekannte) Argument in Magdeburg und Krefeld den Platzbedarf beider Tierarten gegeneinander aufzurechnen kritiklos √ľbernehmen. Wenn Zoos der Meinung sind, mit Elefanten mehr Geld verdienen zu k√∂nnen als mit Nash√∂rnern, sollen sie das √∂ffentlich sagen. F√ľr mich w√§re das ehrlicher als die jetzige Situation unver√§ndert zu belassen. Es w√§re aber auch die Abkehr vom seit ca. 20 Jahren bestehenden EEP System, welches die Zoos doch so gerne zur Rechtfertigung der eigenen Existenz bem√ľhen. Unterstellt, dass das Volk sowie M√§zene und Sponsoren das auch immer so verstanden haben, s√§gt man also am Ast auf dem man sitzt. Und all diese Klimmz√ľge im Bewusstsein, mit den Elefanten bei der doch wohl angestrebten erfolgreichen Zucht in einigen Jahren vor dem gleichen Problem zu stehen, welches schon jetzt eine Kontrazeption bei Spitzmaulnash√∂rnern wahrscheinlich macht. Ein ganz und gar untauglicher Ansatz, wie ich meine.
(11.10.2007, 18:39)
IP66:   Ich glaube nicht, da√ü man zugleich die Ausweitung der Spitzmaulnashornhaltung und neue Gehege fordern darf. In K√∂ln wird man eher die Haltung aufgeben als die Anlage vergr√∂√üern, was zumindest den Auszug der Flu√üpferde und ein Nutzungskonzept des Altbaus voraussetzt, in Krefeld w√ľnscht sich die Politik eine Verbesserung der Elefantenhaltung, die bei den beschr√§nkten Mitteln der Stadt sicherlich zu Lasten der Spitzmaulnash√∂rner gehen wird, so da√ü man froh sein kann, wen die Haltung eines Paares beibehalten wird. Die Magdeburger Nash√∂rner profitieren davon, da√ü die Flu√üpferdhaltung im dortigen Dickh√§uterhaus immer problematisch war und man das gro√üe Geb√§ude irgendwie besetzen mu√ü. Auch hier d√ľrfte eher der Erhalt der bestehenden Anlagen die Weiterexistenz der Tiere garantieren als etwelche Umbauten, die wieder zugunsten der Elefanten ausgehen werden. In Hinblick auf Magdeburg und Krefeld halte ich die Forderungen nach Haltungsverbesserungen auch deshalb f√ľr problematisch, weil es hier Zuchterfolge gibt. Gerade das Beispiel Spitzmaulnashorn zeigt, da√ü die popul√§re Forderung gr√∂√üerer Gehege immer zu Lasten weniger volkst√ľmlicher Zuchtprogramme umgesetzt wird.
(11.10.2007, 14:11)
nurmichael:   @ Michael Mettler, nat√ľrlich nehme ich von meiner Kritik gegen√ľber den deutschen Zoos, die mit neuen Tieren eine Breimaulnashornhaltung beginnen bzw. fortf√ľhren nichts zur√ľck. Ich wollte sie nur nicht wieder aufw√§rmen.
(10.10.2007, 23:08)
Michael Mettler:   @nurmichael: Gern auch ins restliche Europa, aber hatten wir uns nicht letztens erst gefragt, warum diverse neue Nashornhaltungsm√∂glichkeiten (geplant oder schon gebaut) in deutschen Zoos unverst√§ndlicherweise NICHT f√ľr Spitzmaulnash√∂rner konzipiert sind...?

Wien hat sich wenigstens nicht der Breitmaulnashorn-"Welle" angeschlossen, sondern mit dem Panzernashorn eine gefährdetere Art ins Programm genommen.
(10.10.2007, 22:56)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, th.oma.s, die Daten der Dresdner Spitzmaulnash√∂rner sind weiter unten angegeben.
Das erste E in EEP steht f√ľr europ√§isch. Der Zoo Landau in Ehren, aber ich m√∂chte eigentlich einer Expansion der Art Spitzmaulnashorn ins europ√§ische Ausland das Wort reden. Derzeit gibt es einschlie√ülich der Unterart minor in Frankfurt sieben deutsche Haltungen, f√ľnf im vereinigten K√∂nigreich, je eine in Estland, Tschechien und der Schweiz und zwei relativ junge in Frankreich, das wars. Ehemalige Halter wie Neapel, Rom, Lissabon oder Wien sind schon seit geraumer Zeit aus der Haltung ausgeschieden. Wenn man die s√ľdosteurop√§ischen L√§nder mal au√üen vor l√§sst (sie haben die Pflicht erst einmal EU Standards in ihren Zoos umzusetzen), sollten √úberlegungen in Richtung dieser Staaten aber z.B. auch nach Spanien gelenkt werden.
In Deutschland dagegen meine ich, dass zunächst die Haltungsbedingungen in einigen Zoos verbessert werden sollten (Köln, Krefeld Magdeburg), bevor an Ausdehnung des Bestandes gedacht wird.
(10.10.2007, 22:44)
Michael Mettler:   @th.oma.s: Wenn denn Details dazu vorhanden sind, dann gern im Dresden-Thread!
(10.10.2007, 22:31)
th.oma.s:   ok. war etwas hochgegriffen, einschr√§nkend eine gewisse tradition: dd hat vor dem zweiten weltkrieg wohl kurzzeitg drei smn gleichzeitig und auch nach dem krieg einen bullen. als dann keine dame zu beschaffen war wurde ein paar bms importiert. der nashornstall war seit den drei√üiger jahren bis zur abgabe des letzen bmn am selben ort und mit nash√∂rnern belegt.



(10.10.2007, 22:31)
Oliver Jahn:   @th.oma.s, also als Tradition w√ľrde ich die Spitzmaulnashornhaltung in Dresden nun nicht bezeichnen. Meines Wissens waren das immer nur Einzeltiere. Und das nicht mal sehr fr√ľh und auch nicht durchgehend.
(10.10.2007, 20:35)
th.oma.s:   @michael mettler: dresden hat sogar eine tradition in der haltung von smn.insofern haben sie recht. geld und platz w√§re auch da, wenn man ein zoologisch anspruchsvolles konzept h√§tte. aber nicht an der von Ihnen genannten stelle und auch nicht, wie in dd schon mal angedacht, zu lasten von bantengs oder rotb√ľffeln. details k√∂nnte man im dresden threat diskutieren, wenn gew√ľnscht.
(10.10.2007, 18:18)
IP66:   In Landau scheint es mir doch an Platz f√ľr eine Nashornanlage, auch von kleineren Ausma√üen wie etwa in K√∂ln, zu fehlen. Letztlich bedeutet das Investieren in eine Art eben die Haltungseinstellung f√ľr eine andere, so lange der Trend aufwendige Gro√ügehege bevorzugt.
(10.10.2007, 11:25)
Michael Mettler:   Es g√§be noch einen derzeit nashornlosen deutschen Zoo mit Raumpotenzial f√ľr Spitzmaulnash√∂rner. Dresden m√ľsste sich "nur" dazu entschlie√üen, statt des angedachten Stalles und Geheges f√ľr einen Elefantenbullen die gleiche Fl√§che f√ľr Nash√∂rner zu nutzen, die gut in das afrikanische Ensemble dieses Zooteils passen w√ľrden. Der Platzbedarf d√ľrfte vergleichbar sein, und im Gegensatz zum Elefantenbullenstall k√∂nnte man ein Nashornhaus auch f√ľr Besucher begehbar machen.
(10.10.2007, 09:07)
Michael Mettler:   Zum Thema EAZA-Kampagnen: Die Zuchtanlagen f√ľr bedrohte Schildkr√∂tenarten sind ja nach "Shellshock" in den Zoos wie die Pilze aus dem Boden geschossen... Na, wenigstens kommt die diesj√§hrige Madagaskar-Kampagne dem Trend zu begehbaren Lemurenanlagen entgegen. Freuen wir uns schon mal auf eine "Small Carnivore"-Kampagne, damit auch mit Erdm√§nnchen, Nasenb√§r und Zwergotter Betroffenheit ausgel√∂st werden kann... 'tschuldigung, das musste jetzt einfach mal raus.

Zur√ľck zu den Rhinos: Anscheinend geh√∂rt es ja zu den Aufgaben eines EEP-Koordinators, in der europ√§ischen Zoowelt Werbung f√ľr "seine" Tierart zu machen und damit die Bereitschaft der Zoos zu animieren, sich mit dieser Tierart zu befassen. Gab es da vielleicht zu wenig "PR-Arbeit" f√ľr das Spitzmaulnashorn...?
(09.10.2007, 22:58)
th.oma.s:   noch trauriger ist angesichts der konfiguration der neugebauten nashornanlage in dieser situation meines erachtens die dortmunder entscheidung, vorausgesetzt man will wenigstens ansatzweise artenschutzanforderungen an die tierg√§rtnerei erf√ľllen und sich dieser thematik nicht nur zur rechtfertigung
seiner existenz beliebig bedienen.
@IP: leider lehrt die geschichte, dass auch manch vern√ľnftige idee mit den
mitteln einer dialektisch ausgerichteten propaganda nicht zum durchbruch verholfen werden kann...
(09.10.2007, 21:21)
Oliver Jahn:   Heidelberg hat die Breitm√§uler abgegeben, weil man heute wei√ü, dass diese Art besser in Gruppen gehalten wird. Bei meinem letzten Besuch, der allerdings schon ein paar Jahre her ist, war das Nashorngehege mit Emus besetzt. Warum also nicht mit eher einzeln gehaltenen Spitzm√§ulern oder √ľberz√§hligen Jungtieren als Genpool.
(09.10.2007, 21:05)
R√ľdiger:   W√§re der Zoo Landau nicht ein potentieller Neuhalter f√ľr Spitzmaulnash√∂rner oder haben die nicht genug Fl√§chen zur Verf√ľgung. Schliesslich habensiesich bei der Rhinokampagne sehr bem√ľht und eingestzt !
(09.10.2007, 18:37)
IP66:   Im Grunde h√§tte Gelsenkirchen also keine Beitmaulnah√∂rner importieren, sondern auf zumindest einen Spitzmaulnashornbullen warten oder sogar ein Paar zeigen k√∂nnen. Daf√ľr werden in Heidelberg Scharen von V√∂geln geopfert, um einem angeblichen Zuchtgebot f√ľr Elefanten zu gen√ľgen, das - ein ethischer Purzelbaum - f√ľr Spitzmaulnash√∂rner nicht gilt. Vielleicht bietet sich sich hier f√ľr in der Dialektik der Propaganda gut geschulte DDR-Ideologen ein neues Bet√§tigungsfeld!
(09.10.2007, 17:52)
Oliver Jahn:   Wirklich nicht zu fassen. Wieder mal ein Punkt, in dem so mancher Zoo, der sogar gro√üe Nashorn Kampagnen gestartet hat, ein wenig an Glaubw√ľrdigkeit verliert. Aber das kommt eben davon, wenn man nur f√ľr Elfanten baut. Auch dort wird es bald knapp, den Nachwuchs unterzubringen. Das aber so hei√ü ersehnte Nashorngeburten unterbunden werden sollen, das ist ja kaum zu fassen.
(07.10.2007, 20:19)
nurmichael:   Der von th.oma.s gepostete Artikel im Thread ‚ÄěZuchtprogramme und deren Sinn‚Äú spricht u.a. von Schwangerschafts-Verh√ľtungsma√ünahmen bei Nash√∂rnern im Zoo Berlin. Ich vermute mal, dass sich dies auf Spitzmaulnash√∂rner bezieht, da jahrelang immer wieder Versuche unternommen wurden der Panzernashornkuh Narayani zu einer Tr√§chtigkeit zu verhelfen. Die beiden derzeitigen Zuchtk√ľhe der Spitzmaulnash√∂rner Ine und deren Tochter Kumi hatten mit Binti und zuletzt Zawadi z√§hlbaren Nachwuchs. So bezieht sich die Aussage m.M. wohl auf die alten Zuchttiere Mzima und Kilaguni. Kontrazeption macht bei beiden allerdings nur den Sinn, sie selbst vor einer Risikoschwangerschaft (wegen ihres hohen Alters) zu sch√ľtzen und keineswegs, um unerw√ľnschten Nachwuchs zu verhindern.
Dennoch bleiben gewisse Zweifel, da im Zoo Berlin (anders als in Dvur Kralove, siehe MM im Tschechien Thread) meiner Kenntnis nach eine strenge Einzelhaltung der Tiere praktiziert wird, was ja eine ausreichende Kontrazeptionsma√ünahme darstellt. Allerdings sieht es mit der Unterbringung von evtl. Nachwuchs derzeit zumindest in Deutschland wirklich nicht gut aus. In B√§lde suchen Davu (Kr), Malindi (Mb) und Zawadi (B) Obdach, Planstellen sind bei den bisherigen deutschen Haltern indes nicht frei. Zumindest in der √Ąra Fr√§drich / Lange sah man √ľberdies Auswilderungsprojekte f√ľr Spitzmaulnash√∂rner sehr kritisch, da Cites Antr√§ge von Namibia und S√ľdafrika annahm, in diesen L√§ndern je f√ľnf Spitzmaulnash√∂rner f√ľr die Troph√§enjagt zum Abschuss freizugeben (Bongo 2004 ?). Zusammengenommen k√∂nnten Verh√ľtungsma√ünahmen bei dieser Art in Zukunft also Wirklichkeit werden. Man fasst es nicht.
(07.10.2007, 20:09)
nurmichael:   Das wollte ich zum Ausdruck bringen.
(04.10.2007, 19:53)
Michael Mettler:   @nurmichael: Jana ist auch in diesem Forum keine Unbekannte (hat aber lange nicht mehr gepostet - schade!) und als Tschechin nahe am Geschehen. Die Info d√ľrfte also Hand und Fu√ü haben.
(04.10.2007, 19:46)
nurmichael:   @ Michael Mettler, ich habe mal nach Jabu recherchiert und bin in einem anderen Zooforum auf folgende Mitteilung gesto√üen: ‚ÄěDer Spitzmaulnashornbulle (geboren diese Februar) bekam das Name Jabu. Geplannt ist neue Aussengehege f√ľr Spitzmauler und Sch√∂nheitsver√§nderungen im AG von Breitmauler, es h√§ngt aber an nichtverteilte Baugenehmigung.‚Äú Autorin ist eine gewisse Jana.
(04.10.2007, 17:52)
nurmichael:   @ Michael Mettler, bei der von Ihnen zitierten Gruppenzusammenstellung f√§llt mir auf, dass in der F√ľnfergruppe mit Jimmi und Jane Lee Mutter und Tochter und dazu mit Isis der Vater von Jane Lee vergesellschaftet wurde. Sollte Ihre Vermutung mit der letzten Gruppe stimmen, wurde auf die m√∂gliche Vergesellschaftung von Mutter und Tochter (Sali/Musso und Jessi/Jola) dann aber offenbar bewusst verzichtet. Auch dieser Aspekt spricht f√ľr die Experimentierfreudigkeit der Leitung. In der Natur sind langj√§hrige Beziehungen zwischen Mutter und Tochter bekannt. Selbst nach der Geburt des n√§chsten Jungtiers erlaubt eine Kuh h√§ufig eine Wiederann√§herung der √§lteren Tochter.
(02.10.2007, 22:18)
Michael Mettler:   @nurmichael: Das Geschlecht von Jabu wei√ü ich leider nicht...
(02.10.2007, 21:55)
nurmichael:   @ Michael Mettler, au√üer dass ich jetzt immer noch nicht wei√ü ob Jambu m√§nnlich oder weiblich ist spricht u.a. die Jugend von Mweru und die Zuchterfahrung f√ľr die Vaterschaft von Isis. Er ist in den USA 1977 geboren und in Dvur seit vielen Jahren so etwas wie der Platzhirsch. Er ist im √úbrigen schon der Vater von Jolas Mutter Jessi.
(02.10.2007, 21:32)
Michael Mettler:   @nurmichael: Dann m√∂chte ich behaupten, dass es Isis sein d√ľrfte, denn Mweru kommt mir kein bisschen bekannt vor.
(02.10.2007, 21:23)
nurmichael:   Ich hab die Diskussion um die Spitzmaulnash√∂rner in Dvur Kralove mal hierhin verlegt.
@ Michael Mettler, vielen Dank f√ľr die Antwort zu Dvur Kralove. Nach meinen Unterlagen kommen als Vater von Jambu (male or female) nur Isis, Jimm, Sauron und Mweru in Frage. Ihr letzter Beitrag im Tschechien Thread deutet auf Isis oder Mweru.
(02.10.2007, 21:21)
Michael Mettler:   @IP66: Nun, bei der unten geschilderten Planung w√ľrde das jetzige Kamelhaus tats√§chlich als Quartier f√ľr afrikanische Huftiere (Mitbewohner von Elefanten und Giraffen) in der Rasbach-Planung erhalten bleiben....
(02.10.2007, 12:23)
IP66:   So ganz gl√ľcklich ist der Nilpferdvorschlag insofern nicht, als da√ü Haus von seinen Proportionen her im recht Fl√ľgel schon Elefanten verlangt - aber da die Nash√∂rner auch nicht passen, w√§re es zumindest eine L√∂sung, das Geb√§ude zu erhalten. Da√ü die PC-Programme von Herrn Rasbach nicht in der Lage sind, Altbauten zu integrieren, ist ja im Naturalexperiment hinreichend bewiesen.
(02.10.2007, 10:40)
nurmichael:   Zur Vervollst√§ndigung √ľber die Zuchtf√§higkeit von Spitzmaulnash√∂rnern sei vielleicht noch gesagt, dass die im Vergleich zu den K√ľhen etwas sp√§ter fertil werdenden Bullen auch l√§nger ihre Zuchttauglichkeit behalten. So hat, um in Magdeburg zu bleiben, der Bulle Kibo )* 64) in Berlin noch im Alter von 32 a seine letzte nat√ľrliche Besamung erfolgreich beendet. Ergebnis war Sukari aus u.g. Kilaguni, die leider infolge einer Narkose zweij√§hrig starb. Von ihm gab oder gibt es noch eingefrorenes Sperma. Eine k√ľnstliche Besamung mit diesem bei der Berliner Kuh Ine schlug aber fehl.
(01.10.2007, 22:41)
Oliver Jahn:   Mana ist am 15.09.1981 gebohren.
(01.10.2007, 22:16)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, ich habe gerade unten noch mal in meine Liste geschaut, ausgerechnet die Daten von Mana fehlen darin. Nach meiner Erinnerung ist sie 81 oder 82 geboren demnach also 25 oder 26 Jahre alt. Sie hat 95 Maleika, 02 Maburi und 05 Malindi also drei T√∂chter geboren.
Als Jasper 99 nach Berlin kam, hat er die beiden bew√§hrten K√ľhe Mzima *73 und Kilaguni *74 gedeckt. Mzima (26 a) hat nicht mehr aufgenommen, Kilaguni (25 a) wurde schwanger und hat das Jungtier √ľbertragen, so dass die Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt endete.
In Dvur Kralove gibt (gab ?) es eine Importkuh Jimmi *70, die 98 im Alter von 28 a ihre Tochter Jane Lee gebar. In meinen Aufzeichnungen ist das die √§lteste ‚Äějunge‚Äú Mutter bei Spitzmaulnash√∂rnern.
Wenn also Mana nach der Geburt von Malindi wieder gedeckt worden sein sollte besteht durchaus noch Hoffnung; bei einer erfolgreichen Schwangerschaft wäre dies dann aber aller Wahrscheinlichkeit nach die letzte.
(01.10.2007, 22:09)
Oliver Jahn:   Ist Mana auch schon zu alt??? Das h√§tte ich jetzt nicht gedacht. Bis zu welchem Alter sind Nash√∂rner denn zuchtf√§hig?
(01.10.2007, 21:25)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, bei der derzeitigen Besetzung in Magdeburg werden die Nash√∂rner uns diesen Gefallen nicht tun. Kenia ist zu alt, Mana, wenn sie nicht gerade schwanger ist wohl auch, Maleika scheint an Madiba kennen Gefallen zu finden (oder umgekehrt) und Malindi scheidet als Madibas Tochter aus.
Unter der Vorgabe, dass Magdeburg seinen s√ľdafrikanischen Wildfang (Addo Park) nicht abgeben werden will und einer noch jahrelangen Planungs- und Bauzeit f√ľr Neuanlagen ist es derzeit um die Zucht schlecht bestellt. Es sei denn, ein anderer Zoo nimmt die alten Weibchen in ‚ÄěHospitzhaltung‚Äú, um so Platz zu schaffen f√ľr j√ľngere Tiere (z.B. im Tausch gegen Malindi und/oder Maleika.
Wenn die Leitung in Magdeburg dazu bereit wäre, ist unter diesem Aspekt die Entscheidung des Zoo Dortmund zuchtuntaugliche Breitmaulnashörner u.a. aus Dänemark zu importieren und damit geeignete Plätze zu blockieren, nicht zu akzeptieren. Aber das hatten wir ja schon.
(01.10.2007, 21:13)
Oliver Jahn:   Etwas weg vom Thema, aber der Schlenker sei mir erlaubt. Warum nicht f√ľr Elefanten und Nash√∂rner neu bauen, und ins Dickh√§uterhaus wieder Flusspferde. Die h√§tten dann ordentlich gro√üe Au√üenanlagen mit viel Landabteilen und innen das Wasserbecken wieder ausheben und zusammenfassen mit dem Elefantenbadebecken. Das w√§r doch wirklich mal ein "Durchbruch"!!!!
(01.10.2007, 21:09)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Wenn sie das tun, wird Magdeburg wohl im Dickh√§uterhaus noch eine Zwischenetage einziehen m√ľssen, um zus√§tzlichen Stallraum einzubauen - wie Hannover im historischen Dickh√§uterhaus :-)
(01.10.2007, 20:56)
Oliver Jahn:   Dann habe ich wohl wirklich einen anderen Plan gesehen. Aber Umgestaltung des Eingangs mit Nutzung des Vogelgesangs und ein neues S√ľdamerikahaus haben wohl erst mal Vorrang. Ich hoffe nur, dass die Nash√∂rner noch weiterhin so gut z√ľchten, dass eine Abgabe immer schwerer wird.
(01.10.2007, 20:42)
Michael Mettler:   So, ich habe sie nun vor mir liegen, ver√∂ffentlicht in der Magdeburger Hauszeitschrift FELIS-News, Ausgabe 2/2006. Der Komplex mit den Hauptbewohnern Afrikanischer Elefant und Spitzmaulnashorn tr√§gt den Arbeitsnamen "Africambo", und es ist eine Entwurfzeichnung aus dem Architektenb√ľro Rasbach zu sehen. Im Text hei√üt es dazu, dass der erste Bauabschnitt (Nash√∂rner) die Fl√§che umfasst, "welche derzeit Zebras, Antilopen, Kamele, Tapire und Yaks beherbergt". Der zweite Bauabschnitt f√ľr die Elefanten l√§ge demnach auf dem heutigen Wirtschaftshof. Wichtig: "Auf die Abgabe von Tierarten zur Umsetzung des Projekts wird weitgehend verzichtet." F√ľr die Fl√§che des jetzigen Dickh√§uterhauses sind nach dessen sp√§terem Abriss weitere afrikanische Tiere vorgesehen. Die Nash√∂rner sollen mit Guerezas vergesellschaftet werden, denen aber auch eine Ausweichfl√§che geboten wird, die wiederum von den Zoobesuchern betreten werden kann. Auch die Elefanten sollen vergesellschaftet werden, und zwar mit Bl√§ssb√∂cken, Strau√üen, Hornraben und Schabrackenschakalen (wobei ich das Nebeneinander der beiden letzteren sehr anzweifele...). Das nicht ganz viertelkreisf√∂rmige Haus wird in der Mitte von einem Besucherweg "durchschnitten", zu dessen Seiten sich die Innenfreianlagen f√ľr die Dickh√§uter befinden.
(01.10.2007, 20:31)
IP66:   Da gibt es ja noch Hoffnung f√ľr das Haus, an dem ich so h√§nge! In K√∂ln sollte ja in allen Masterpl√§nen das Dickh√§uterhaus abgerissen werden, aber weil es so praktisch war und man so modern plante, blieb es stehen, bis es auf einmal alle √§u√üerst schick fanden. Etwas √§hnliches werden wir wohl auch in Magdeburg erleben, und die Nash√∂rner werden es sich hoffentlich in dem Geb√§ude so gut gehen lassen, da√ü man sie in drei bis vier Generationen sehen kann.
(01.10.2007, 20:23)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Ich suche mal nach der Planung. Vielleicht haben wir ja wirklich unterschiedliche Varianten gesehen.
(01.10.2007, 08:52)
Oliver Jahn:   Nun Michael, dann bin ich vielleicht nicht mehr auf dem laufenden. Ich hatte den Plan mal im Internet gesehen und in der Magdeburger Volkstimme. Und da war der Platz f√ľr das Elefantenhaus deutlich beschrieben, so wie von mir. Von den Nash√∂rnern war da aber keine Rede und der Platz w√§re ja nach Abriss des Dickh√§uterhauses da.
(30.09.2007, 22:47)
Oliver Jahn:   Ausser Mutter mit Jungtier k√∂nnen sonst die Gehege ja nur einzeln besetzt werden. Und die reichen innen und aussen nicht. Von daher gibt es innen Absperrgehege, bzw. Isolierboxen hinter der R√ľckenfront, in der Tiere stehen und die man nicht einsehen kann.Und auch Aussen gibt es hinter dem Haus noch ein Gehege, in dem oft ein Tier steht. Wenn Sie durch die Kasse hineinkommen, sehen sie gleich links eine Bretterwand. Dahinter ist Geb√ľsch und dort stand mal ein B√§renk√§fig, in dem zuletzt Biber waren. Der ist weggerissen. Wenn sie also mal an den Bretterzaun treten und sich ganz hoch recken, dann k√∂nnen sie das Aussengehege hinter dem Dickh√§uterhaus sehen.
(30.09.2007, 22:42)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Nach der vorgestellten Planung (war, glaube ich, in den FELIS-News) sind Guerezas zur Vergesellschaftung mit den Nash√∂rnern vorgesehen. Und f√ľr Nash√∂rner und Elefanten ein gemeinsames Haus.
(30.09.2007, 22:38)
Niedersachse:   @Oliver Jahn: Weiter unten sagen Sie, dass trotz Nutzung des ehemaligen Flu√üpferdbecken, nie alle 5 Tiere gleichzeitig in der Schau sein k√∂nnen. Bedeutet das, dass es einen nicht einsehbaren Bereich gibt? Oder wie habe ich das zu verstehn?
(30.09.2007, 22:31)
Oliver Jahn:   Nein, das ist schon ganz richtig, der Teil des Wirtschaftshofes, auf dem die Elefantenanlage gebaut werden soll, ist aber auf der anderen Strassenseite und soll √ľber eine Br√ľcke erreichbar sein. Die Nash√∂rner aber sollten vergesellschaftete mit Affen (Wanderus?) auf eine neue Anlage kommen, die dort entstehen soll, wo heute noch das Dickh√§uterhaus steht.
(30.09.2007, 22:28)
Michael Mettler:   Nanu, sollten nicht die neuen Anlagen f√ľr Elefanten und Nash√∂rner auf dem jetzigen Wirtschaftshofgel√§nde entstehen und daf√ľr andernorts ein neuer Wirtschaftshof gebaut werden? Ist diese (ver√∂ffentlichte!) Planung schon wieder vom Tisch?
(30.09.2007, 22:24)
Oliver Jahn:   Ach ja, und wenn das dan alles fertig ist, dann soll nat√ľrlich auch f√ľr die Nash√∂rner neu gebaut werden. Aber das wird wohl das letzte sein, was angegangen wird. Und so lange wird das "gute" alte Dickh√§uterhaus wohl noch seinen Dienst tun, irgendwann dann wohl nur noch f√ľr die Spitzm√§uler.
(30.09.2007, 22:18)
Oliver Jahn:   Ja, die Pl√§ne sind schon sehr konkret und das neue Elefantenhaus soll auf der anderen Strassenseite gegen√ľber dem Eingang entstehen. Der Eingang soll dort weg und der Vogelgesang soll als Eingangsbereich mit "sanfter" Tierhaltung genutzt werden. Der Komplettumzug ist vom Tisch. Aber wann das ganze nun losgehen soll, das wei√ü ich auch nicht. Wie immer ist es eine Frage des Geldes.
(30.09.2007, 22:14)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, gibt es denn konkrete Umbaupl√§ne f√ľr diesen Bereich in Magdeburg? Ich habe bisher immer nur √ľber einen evtl. Umzug des ganzen Zoos geh√∂rt. Und unabh√§ngig davon, dass die wohl j√§hrlich neu notwendigen Genehmigungen f√ľr die Spitzmaulnashornhaltung f√ľr den Zoo eine Zitterpartie darstellen.
(30.09.2007, 22:09)
Oliver Jahn:   Nun, die Elefanten sollen ja nicht gleich abgegeben werden, sie sollen lediglich die Strassenseite wechseln und in ein neues Domizil umziehen. Obwohl ich ja nie einen Hehl daraus gemacht habe, dass es mir lieber gewesen w√§re, wenn Magdeburg sich genau wie Frankfurt f√ľr Flusspferde und Nash√∂rner entschieden h√§tte und auf die Elefanten verzichtet h√§tte. Heute w√§re Magdeburg mit den Flusspferden der absolute "Renner" und mit den Nash√∂rnern ist es der Zoo ja schon. Gute Zucht, drei Generationen nebeneinander, eine der √§ltesten Spitzmaulnashornk√ľhe in Europa, die ist noch ein Wildfang...was will man da noch mehr.
(30.09.2007, 22:03)
nurmichael:   Na wenn ich die Diskussion √ľber die Aufgabe einer Elefantenhaltung z.B. in Frankfurt verfolge kommt ein Tausch Elefant vs. Spitzmaulnashorn wohl einer Palastrevolution gleich. Schade f√ľr die wirklich erfolgreiche Magdeburger Haltung.
(30.09.2007, 21:17)
Oliver Jahn:   Also f√ľr ein weiteres Tier w√§re in Magdeburg wirklich nur dann Platz, wenn die Elefanten ausziehen w√ľrden. Denn f√ľr 5 Tiere ist der Platz schon zu gering. Trotz Nutzung des alten Flusspferdbeckens durch Ausgie√üen mit Beton kann man nie alle 5 Tiere im Schaubereich sehen, weder innen, noch au√üen.
(30.09.2007, 21:12)
nurmichael:   Dies ist auch mein Wissensstand. Ich frage mich allerdings, warum Maleika noch in Magdeburg weilt. Wenn sie nicht zwischenzeitlich von Madiba gedeckt wurde, bahnt sich hier ein √§hnliches Szenario an wie weiland in Krefeld (Jakob/Nane) bzw. in Berlin (Kibo - Jasper/Sita) oder aktuell in K√∂ln (Taco/Tisa). Eine Nachwuchskuh ‚Äď noch dazu mit einer einzigartigen Genetik ‚Äď kommt offenbar mangels geeignetem Partner ‚Äď oder fehlendem Platz (?) - nicht zur Fortpflanzung.
Innerhalb Deutschlands ist bei den derzeitigen Haltern von Spitzmaulnash√∂rnern bestenfalls im Zoo Berlin Platz (beklagenswerterweise durch die Fehlgeburt bei den Panzernash√∂rnern). Allerdings kommt ein Wechsel f√ľr Maleika in die Hauptstadt wohl eher nicht in Frage, da der dortige Zuchtbulle Jasper der Sohn von Maleikas Gro√üvater v√§terlicherseits ist. Es bliebe ein Austausch, aber wer gibt ein Tier nach Magdeburg mit seinen sehr beengten Verh√§ltnissen? Da steht wohl eine Auslandsreise an.
(30.09.2007, 21:08)
Oliver Jahn:   Madiba, Kenia, Mana, Maleika, Malindi.
(30.09.2007, 18:01)
Niedersachse:   Hm ... Irgendwer meinte zu mir, die w√ľrde da nicht mehr leben. Wei√ü denn jemand, wer jetzt alles genau in Magdeburg lebt.
(30.09.2007, 17:47)
Oliver Jahn:   √Ąh, in Magdeburg. Oder ist sie dort in den letzten 3 Monaten abgegeben worden? Im Juno habe ich sie noch gesehen.
(30.09.2007, 17:06)
Niedersachse:   Wei√ü jemand wo die Spitzmaulnashornkuh Maleika zur Zeit lebt? Sie wurde 1995 in Magdeburg geboren.
(28.09.2007, 15:58)
Michael Mettler:   Zu einer vor mehreren Wochen gestellten Frage von nurmichael nach Unf√§llen mit Nash√∂rnern: Im International Zoo Yearbook Vol. 29 stie√ü ich auf einen Artikel √ľber ein Gro√ügehege f√ľr afrikanische Tiere im Zoo Havanna. Auf 80 ha (!) wurden dort u.a. 3,4 adulte Breitmaulnash√∂rner angesiedelt, vergesellschaftet mit Zebras, Dromedaren, Giraffen, diversen Antilopenarten, M√§hnenschafen, Flusspferden und Afrikanischen Elefanten. Hier kam es zu einem Zwischenfall, als sich der als besonders neugierig bekannte Dromedar-Leithengst (zu) sehr f√ľr die Br√ľnstigkeit einer Nashornkuh interessierte und auf der Stelle get√∂tet wurde; ob von der Kuh selbst oder von einem eifers√ľchtigen Bullen, geht daraus leider nicht hervor. Selbst bei reichlich Ausweichfl√§che l√§sst sich ein solcher Unfall also nicht ausschlie√üen.

Interessant dabei ist noch, dass die ganze Dromedarherde (3,7 Tiere) zuvor schon br√ľnstige Elenantilopenk√ľhe verfolgt hatte und zwei der Hengste sich dabei Verletzungen durch Hornst√∂√üe einfingen (woran einer sp√§ter starb). Nachdem der Leithengst den Nashorntod gefunden hatte, wurde kein entsprechend aufdringliches Verhalten der Dromedare mehr beobachtet. Das wiederum zeigt, wie sehr individuelles Verhalten das Auftreten oder Nichtauftreten von Vergesellschaftungsunf√§llen beeinflusst.
(30.08.2007, 15:25)
Mel:   Ja es stimmt leider Narayani hatte leider ein Fehlgeburt. genaueres kann ich aber leider erst Mitte-Ende n√§chster Woche sagen da ich im Moment nicht in den Zoo komme. (strenge bettruhe :-( )

Gruß Mel
(23.08.2007, 22:14)
Uakari:   Ich sage nirgendwo, das all diese Ziele in den n√§chsten 5 Jahren erreicht werden sollen. Wenn aber verst√§rkt S√ľdliche Breitmaulnashorn-zuchten etabliert werden, dann werden dadurch die Best√§nde der bedrohteren Asiaten ganz bestimmt nicht profitieren. Das der derzeitige Breitmaulbestand √ľberaltert ist, ist ein alter Hut, allerdings kann sich
das dank der neuen Gruppenhaltungen
auch verändern. Die Panzernashörner,
deren Zoopopulation sich recht erfreulich vergr√∂ssert, nannte ich deshalb als Beispiel, weil sie mit Javanash√∂rnern n√§her verwandt sind. Die besten Leihmuttern w√§ren, falls das gingen, tats√§chlich die h√§ufigen S√ľdlichen Breitmaulnash√∂rner.
Aber die häufigste Nashornform auch im Zoo als häufigst gehaltene Art zu halten, kann nicht das Ziel sein einer Erhaltungszucht.
(23.08.2007, 02:05)
Michael Mettler:   Und obwohl noch immer mehr als 300 Tiere weltweit vom S√ľdlichen Breitmaulnashorn in Zoos gehalten werden d√ľrften, ist dessen Zoopopulation nur insofern "stabil", als dass die Tiere recht lange leben. Was n√ľtzt eine willk√ľrlich festgelegte Zahl, wenn ihr Bestand √ľberaltert ist und/oder sich gr√∂√ütenteils nicht fortpflanzt?

Zudem frage ich mich, was ein Embryonentransfer vom Sumatra- oder Javanashorn auf Panzernashornk√ľhe soll, wenn die doch vorrangig dazu dienen sollten, f√ľr die eigene Art f√ľr Nachwuchs zu sorgen - z.B., um die genannte Wunschzahl von mindestens 300 St√ľck in der Zoopopulation zu erreichen. Folglich m√ľsste man eigentlich - wenn √ľberhaupt - die Embyronen den reichlich vorhandenen S√ľdlichen Breitmaulnash√∂rnern "einpflanzen", oder?
(22.08.2007, 23:36)
Uakari:   Und ich frage Sie zum dritten mal, was an paarweiser Haltung von Breitm√§ulern
besser sein soll als an Gruppenhaltung in neuen Gehegen ohne Zuchtwunsch.
Das IZW wird ihnen sein Vorhaben bei Nachfrage sicher ganz detailiert erläutern, der zuständige "Besamer" hat
u.a. in Fernsehinterviews dazu Stellung genommen. Zwischen Lebensraumschutz und Transfer wird es f√ľr die asiatischen Nash√∂rner nicht viel M√∂glichkeiten geben, da Fang und Transport zu risikoreich sind, wie wir aus leidvoller Erfahrung wissen. Andrerseits wissen wir aber auch das die Haltung nicht grunds√§tzlich unm√∂glich ist. Zum Aufbau einer Zoopopulation kann damit nur auf die Reagenzglasmethoden zur√ľckgegriffen werden. Ich komme auf ca. 300 Tiere
weil diese einerseits genetisch reichen w√ľrden und eine stabile Zoopopulation w√§ren. Panzer- und Spitzmaulnash√∂rner sind noch weit unter 300 Tieren in den Zoos der Welt,
S√ľdliche Breitmaulnash√∂rner weit dar√ľber. Mir w√§ren 500 Exemplare jedes Taxons auch lieber, aber das ist illusorisch.

(22.08.2007, 20:57)
nurmichael:   @ Uakari, ich kann ein verst√§rktes Augenmerk auf die Zucht des s√ľdlichen Breitmaulnashorns zumindest in deutschen Zoos nicht erkennen sondern nur auf deren Haltung. Bei dem derzeit offensichtlichen √úberangebot aus dem s√ľdlichen Afrika w√§ren Zuchtbestrebungen in Europa auch dahingehend zu hinterfragen, wohin man die Nachzuchten abgeben sollte. Der immer wieder fehlinterpretierte Auftrag der EEP, die Art in Zoos zu z√ľchten, um diese Individuen in ihrem nat√ľrlichen Umfeld wieder anzusiedeln w√ľrde bei einer evtl. Unm√∂glichkeit die Nachzuchttiere im s√ľdlichen Afrika anzusiedeln wie ein Kartenhaus zusammenbrechen und der sch√∂ne Schein w√§re ‚Äď zum Nachteil der Zoos ‚Äď dahin.

Woher haben Sie die Erkenntnis, dass das IZW die KB beim s√ľdlichen Breitmaulnashorn ‚Äď und √ľbrigens auch beim Spitzmaulnashorn ‚Äď als Testl√§ufe f√ľr die Erhaltung des n√∂rdlichen Breitmaulnashorns ansieht. W√§re ein entsprechender Erfolg EIN Ergebnis des Instituts, h√§tten wir sicher Grund zur Freude. Eine Art Aufgabe f√ľr das IZW daraus zu konstruieren ist aber m.M. nach nicht richtig. Vielmehr wird dort Grundlagenforschung betrieben, die auch so finanziert werden d√ľrfte.

Zwischen Lebensraumschutz und Embryonenfremdaustragung wird es noch etwas mehr geben (m√ľssen), um die beiden s√ľdostasiatischen Arten zu erhalten. Wenn dieser Aufwand indes nicht betrieben wird, ist den Arten wohl nicht mehr zu helfen. Das sehen offenbar auch Beh√∂rden und Wissenschaftler so, denn sonst ist nicht zu erkl√§ren, warum nur zwei Einrichtungen weltweit gerade mal eine der infrage stehenden Arten halten mit bisher √§u√üerst mageren Zuchtergebnissen.
Eine Frage hätte ich dann doch noch: Wie kommen Sie auf ca. 300 Tiere?
(22.08.2007, 20:39)
Uakari:   Ich habe geh√∂rt das in Augsburg 6 Nash√∂rner mit Watussirindern im Afrikapanorama angesiedelt werden.
Wenn Sie aber meine Worte verdrehen wird das schwierig hier. Ich unterstelle nicht das sie f√ľr paarweise Haltung sind, sondern frage Sie was an einer Gruppenhaltung OHNE ZUCHTBESTREBUNG besser sein soll. Aber bitte dann er√∂ffnet Dortmund ihrer Meinung nach halt ein dauerhaftes Seniorenheim f√ľr Breitmaulnash√∂rner, f√ľr Milchk√ľhe gibt es das ja auch schon. Nat√ľrlich haben die urop√§ischen Zoos gerade jetz verst√§rkt ihr Augenmerk auf die Zucht des s√ľdlichen Breitmauls gerichtet, was mir wie mehrfach betont im Hinblick auf deren H√§ufigkeit missf√§llt. Ich unterstelle da keine Bestrebungen, sie sind schlicht und einfach da.
Ich schreibe, das die Besamung in Budapest der Testlauf f√ľr eine weitere k√ľnstliche Vermehrung der letzen N√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rner war, die nun erfolgen soll und wird.
Zudem was sie √ľber die Lebensr√§ume sagen, sage ich nochmal, das dies der wichtigste Schutz ist. Was sie aber leider permanent ausser acht lassen ist, das die Populationen der Nash√∂rner auf Borneo und Vietnam besonders und auch die von Sumatra und Java letztlich viel zu klein und zersplittert sind, da hilft der alleinige Lebensraumschutz diesen Tieren nicht mehr. So muss man leider √ľber derartig perverse Vorg√§nge wie Embryonenfremdaustragung nachdenken.
Ausserdem bin ich, um weiteren Missverst√§ndnissen vorzubeugen nicht gegen eine grunds√§tzliche Haltung und Zucht des S√ľdl. Breitmauls, aber global ca. 300 Tiere in den Zoos w√§ren
ausreichend.
(22.08.2007, 19:36)
nurmichael:   Man kann mit Fug und Recht man davon ausgehen das in Dortmund nicht gez√ľchtet werden wird, jedenfalls nicht mit den gerade eingetroffenen greisen Tieren. Gelsenkirchen wird man sehen, die Anlage kenne ich noch nicht. In Osnabr√ľck und Augsburg sollen neue Tiere auf den schon bisher f√ľr Breitmaulnash√∂rner genutzten Fl√§chen gehalten werden. Diese Haltungen hatten keine Nachzucht, das gleiche gilt f√ľr den Tierpark Berlin. Wo lesen Sie bitte, dass ich mich f√ľr die paarweise Haltung von Breitmaulnash√∂rnern ausspreche? Die ‚Äětraditionelle Zucht‚Äú in M√ľnster stagniert schon seit Jahren. In Deutschland werden Breitmaulnash√∂rner m.W. derzeit nur in Hodenhagen und in Erfurt gez√ľchtet. Wenn ‚Äěsich unsere europ√§ischen Zoos die entsprechenden Bem√ľhungen um diese nicht mehr bedrohte Form sparen‚Äú k√∂nnen, wie Sie schreiben, warum unterstellen Sie dann Zuchtbestrebungen der genannten Haltungen. Mit dem ‚Äěverplempern‚Äú von Platz, der f√ľr die Spitzmaulnash√∂rner geeignet w√§re, finden Sie hier im Forum neben mir einige Mitstreiter, wobei der Versuch einer Gemeinschaftshaltung von Spitzmaulnash√∂rnern mit anderen Arten ja bisher nicht gewagt wurde. Deren Scheitern zu prognostizieren, ist also nichts als ein Vorurteil.

‚ÄěDie k√ľnstliche Besamung in Budapest war ja nur der Anfang.‚Äú schreiben Sie. Ich w√ľrde sagen es war der erste Erfolg nach einer Serie von Misserfolgen. Das IZW in Berlin f√ľhrt die Schwierigkeiten u.a. auf die komplizierten Verh√§ltnisse des weiblichen Genitaltrakts bei Nash√∂rnern zur√ľck. Wenn also schon die vergleichsweise leichte KB so schwierig ist, wie kommen Sie darauf, dass die Gewinnung befruchtungsf√§higer Eizellen von Java- und Sumatranash√∂rnern m√∂glich ist. Aber selbst wenn, eine erfolgreiche Befruchtung und anschlie√üende Einpflanzung in den Uterus eines Panzernashorns stehen als n√§chste H√ľrden. Dies alles mit der Ungewissheit durchzuf√ľhren, ob der Organismus den artfremden Embryo √ľberhaupt annimmt, halte ich bei solch seltenen Tieren f√ľr bedenklich.

Zu Ihrem letzten Satz: Genau deshalb ist ein besserer und nachhaltigerer Schutz notwendig, ja sogar immanent; denn wo wollen Sie die zoogeborenen Nachzuchttiere ansiedeln?
(22.08.2007, 18:48)
Uakari:   Ganz richtig die erfolgreiche Erhaltungszucht der S√ľdl. B. fand in S√ľdafrika statt, und weil dem so ist k√∂nnen sich unsere europ√§ischen Zoos
die entsprechenden Bem√ľhungen um diese nicht mehr bedrohte Form sparen. Wenn der Zoo Dortmund statt Spitzmaulnash√∂rner nun Breitm√§uler h√§lt, ist das ein Schritt zur√ľck.
Warum eine "angestrebte Haltung"
von Breitmaulnashörnern aber ihrer Meinung nach ohne den Zuchtwillen erfolgen wird, ist mir schleierhaft.
Genauso wie die Tatsache, was dann daran besser wäre, als die zur Erhaltungszucht nichts beitragenden
paarweisen Haltungen. Man kann mit Fug und Recht davon ausgehen das Dortmund, Gelsenkirchen, Osnabr√ľck und Augsburg
genau wie traditionell M√ľnster S.B. z√ľchten werden.
Die Duisburger Gemeinschaftshaltung
von Nashorn/Zebra ist tiergärnterisch einfach attraktiv, auch ohne Zucht,
deswegen stirbt das S.B. nicht aus.
Es wir dort aber auch kein Platz f√ľr bedrohtere Nash√∂rner verplempern,
denn auf dieser Zebraanlage eignet sich höchstwahrscheinlich nur das Breitmauln. zur Vergesellschaftung.
Unter Umst√§nden k√∂nnten da zuk√ľnftig ja auch √ľberz√§hlige Bullen leben oder wie in Budapest k√ľnstlich besamt werden (nat√ľrlich nicht das derzeitige greise Weibchen).
Die k√ľnstliche Besamung in Budapest war ja nur der Anfang, das eigentliche Projekt ist die Rettung des N√∂rdlichen B. mit dem Versuch in Dvur dadurch weitere Nachzuchten zu erzielen.
Das Nashornhaus 2 in Berlin ist nicht bestandsgefährdet, ich bezog mich auf einen Vorschlag hier, die Spitzmäuler in den Tierpark umzusiedeln.
Zumindest vom Sumatranashorn hätten wir Eizellen und Sperma, denn diese existiert im Zoo bekanntlich schon.
Ansonsten reicht theoretisch schon ein Weibchen und Männchen um eine ganze Anzahl von Ei- und Samenzellen zu gewinnen. Der Lebensraumschutz ist ohne Zweifel die wichtigste Massnahme,
im Falle der Nashörner speziell von Java, Vietnam und Borneo reicht das aber nicht, denn dort leben einfach viel zu wenig Tiere viel zu unsicher.
(22.08.2007, 17:41)
nurmichael:   @ Uakari, wo schie√üen Zuchtanlagen f√ľr S√ľdliche Breitmaulnash√∂rner derzeit wie Pilze aus dem Boden? Ich wei√ü nur von angestrebten Haltungen, von Zuchtbestrebungen ist mir nichts bekannt. Ich finde durchaus, dass die Einfuhr von Breitmaulnash√∂rnern ein deutliches Zeichen einer sehr erfolgreichen Erhaltungszucht ‚Äď n√§mlich der in S√ľdafrika ‚Äď ist. Was veranlasst Sie von einem Boom bei der Zucht von N√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rnern zu tr√§umen und wo entstehen die gro√üz√ľgigen Anlagen in Deutschland? Was ist an Gemeinschaftshaltungen von Breitmaulnash√∂rnern attraktiv, wenn diese zur Erhaltungszucht nichts beitragen?
√úber welche Informationen verf√ľgen Sie, dass Sie andeuten, das Nashornhaus II im Zoo Berlin sei bestandsgef√§hrdet? Was meinen Sie mit dem Satz: ‚ÄěWie sooft bei Erhaltungszuchten sind gerade die seltensten Vertreter nicht beteiligt.‚Äú? Die einzige Chance zur Erhaltung von Arten besteht m.M. im Schutz ihres angestammten Lebensraums. Die Zucht in Zoos mag hilfreich sein wovon im Falle der Java- und Sumatranash√∂rner aber nicht geredet werden kann. Woher sollen Ihrer Meinung nach die Embryos von Java- und Sumatranash√∂rnern stammen, die von Panzernash√∂rnern (in Zoos) ausgetragen werden k√∂nnten, wenn es denn physiologisch m√∂glich w√§re?

(22.08.2007, 17:21)
Uakari:   Tats√§chlich ist es bedauerlich wenn Breitmaulnash√∂rner aus Berlin komplett verschwinden, zumal der Zoo das Zuchtbuch f√ľhrt. Ansonsten schiessen Zuchtanlagen f√ľr S√ľdliche Breitmaulnash√∂rner derzeit leider wie Pilze aus dem Boden. Das einzige nicht bedrohte Nashorn wird in deutschen Zoos
derzeit bevorzugt behandelt,
das hat mit Erhaltungszucht wenig zu tun sondern mit Verf√ľgbarkeit zum einen und Schauzwecken andrerseits,
denn ein Breitmaulnashorngruppe wirkt im Gehege imposanter als ein einzelnes
nervös umherlaufendes Spitzmaulnashorn. Da ist die Seltenheit
einer Art scheinbar unwichtig und Geld zum Verplempern ausreichend vorhanden
(s. Dortmund). Ich habe da eher Sorge das zuviele S.B. "produziert" werden.
Einzige Hoffnung bleibt diese grossz√ľgigen Anlagen irgendwann mit N√∂rdlichen Breitmauzlnash√∂rnern,
wenn deren Nachzucht in Zukunft mit Nachhilfe einen Bomm erleben sollte.
Die √ľblichen paarweisen Breitmaulnashornhaltungen
gehören hoffentlich bald der Geschichte an, sie vergeuden nur Kapazitäten. Ausnahmen sind da attraktive Gemeinschaftshaltungen wie Duisburg,
wof√ľr sich das ruhigere Breitmaulnashorn ganz sicher besser eignet. Das Berliner Nashornhaus 2 hat sich f√ľr Spitzmaulnash√∂rner bew√§hrt und sollte beibehalten werden, wenn auch die Anlagen leider relativ klein sind, aber auch in 10x so grossen Gehegen werden die Spitzm√§uler ihre gewohnten Trampelpfade immer wieder entlang gehen.
Wie sooft bei Erhaltungszuchten sind gerade die seltensten Vertreter nicht beteiligt. Wenn Bongos von Elenatilopen ausgetragen wurden, muss
es irgendwann möglich sein Java/Vietnam/Sumatra/Borneonashörner
von zB. Panzernashörnern austragen zu lassen. So pervers solche Praktiken sein mögen, sehe ich darin die einzige möglich diese Formen vor der Ausrottung durch Zoozucht zu bewahren.
Das wäre eine Erhaltungszucht die ihren
Namen verdient und wenn in diesem Jahrhundert der Durchbruch dazu nicht gelingt, ist es vermutlich zu spät.

(22.08.2007, 16:16)
Stefan Wolf:   Habe geh√∂rt, dass Narayani in Berlin eine Fehlgeburt erlitten haben soll. Kann das jemand best√§tigen bzw. wei√ü man N√§heres zu den Umst√§nden? Mel vielleicht?
(22.08.2007, 15:04)
Mel:   Mal kurz ein zwei Info¬īs aus dem Zoo Berlin, Narayani ist definitiv tr√§chtig, die Niederkunft wird um November erwartet. bei Ine ist man sich leider noch nicht wirklich sicher.

Gruß Mel
(14.08.2007, 23:50)
Jelle:   Dirk K,

Falls die Bericht ueber Nane recht waere, dann wuerde ich sofort Bulle Usoni in Koeln einstellen um endlich mal dass Weibchen Tisa zu begluecken. Wie ich hoere ist Usoni ein rapper Bursche, wo eben Taco nur nicht an die kopfstarke Tisa heran kommen darf.
(13.08.2007, 21:04)
Dirk K:   N√∂, ist nur eine "Tickermeldung".
(11.08.2007, 20:23)
nurmichael:   @ Dirk K, gute Nachricht, wird dort auch etwas √ľber den zuk√ľnftigen Verbleib von Davu gesagt, f√ľr den in Krefeld kein Platz bleibt?
(11.08.2007, 19:34)
Dirk K:   √úbrigens, laut Vereinzeitschrift der Zoofreunde Krefeld ist Nashornweibchen Nane m√∂glicherweise schon wieder tragend (Geburt w√§re dann Fr√ľhjahr 2008):-P.
(11.08.2007, 19:24)
nurmichael:   @ Michael Mettler, ich bin bei Ihnen bez√ľglich des Erg√§nzungsprogramms. Bisher war in den wenigen Beitr√§gen bzgl. des Nashorndschungels im Zoo Berlin allerdings immer von Panzernash√∂rnern und Schabrackentapiren (beide Arten f√ľr sich) aber sozusagen √ľberw√∂lbend vergesellschaftet mit Affen und vielleicht V√∂geln die Rede. Mein letzter Beitrag hatte diese Festlegung zur Grundlage. Ihren Vorschlag, eine Savannenlandschaft auf der Fl√§che des jetzigen Nashornhauses I und der Kameliden zumindest teilweise unter Dach zu errichten habe ich selbst an anderer Stelle schon mal diskutiert. Ich w√ľrde dem also unbedingt zustimmen.

@ Sacha Beuth, nach meiner Kritik an Haltungen von Breitmaulnash√∂rnern, die zu deren Erhaltung nichts beitragen (Konsumenten statt Produzenten) kann ich einer neuen Haltung an alter Stelle im Tierpark Berlin nat√ľrlich nicht zustimmen. An neuer Stelle, bittesch√∂n. Vergessen sollte man dabei aber nicht, dass das nicht unerheblicher Mittel bedarf. Und Anlagen, die man sich durch einen Dritten hat finanzieren lassen, nach gut zehn Jahren erneut umzubauen, weil sie nicht mehr ins Konzept passen wird die Schnur des Geldsacks dieses Dritten vermutlich straffen ziehen.
(10.08.2007, 21:16)
Shensi-Takin:   @MM: Eher nicht-ich bringe den Amerikanern lieber zzt. das Mischen von Apfelschorle bei...
Die hiesigen Breitmaulnashoerner kommen zzt. richtig in Stimmung-mal sehen, ob dabei was hinsichtlich Nachwuchs rauskommt.
Bzgl. Panzernashorn-Vergesellschaftung-auch da kann ich nur zustimmen-obwohl es da manch eine unfreiwillige Vergesellschaftung bereits gab (s. Muenchens Panzernashoerner und gew. Parasiten...;)
(10.08.2007, 17:22)
Sacha Beuth:   Ich w√ľrde es sehr bedauern, wenn die Breitmaulnash√∂rner GANZ aus Berlin verschwinden. Ich w√ľrde im Tierpark die B.s (ob Zuchtgruppe oder Alttiere lasse ich mal offen) auf eine der Afrikanum-Anlagen ansiedeln. Daf√ľr m√ľsste man im Hintergrund nat√ľrlich die Stallungen anpassen und evtl. auch zwei Anlagen zusammenf√ľgen (und eine der Equidenarten umquartieren), aber daf√ľr w√ľrden die Anlagen auch endlich nach "Afrika" und nicht nur nach "Briefmarkensammlung" aussehen (Als Gedankenspielerei: Thema Kalahari oder Etosha mit Breitmaulnashorn, Chapman-Steppenzebra, S√ľdafrik. Strauss und S√ľdl. Hornrabe.
(10.08.2007, 10:16)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Na, dann rufen Sie doch mal die erste US-Zoosoap ins Leben...

@nurmichael: Der Verzicht auf die zweite Nashornform im Tierpark wird sich doch fr√ľher oder sp√§ter von allein ergeben, wenn das alte Breitmaulnashorn sein Lebensende erreicht hat. Allerdings w√ľrde ich die Fortf√ľhrung bzw. Konzentration der Panzernashornhaltung lieber im Tierpark als im Zoo sehen (mit BEIDEN bzw. zwei Zuchtbullen, um variable Verpaarungen vornehmen zu k√∂nnen), schlie√ülich ist der TP darin deutlich erfolgreicher und scheint mir auch die besseren Au√üenanlagen f√ľr diese Tierart zu haben. (√úbrigens g√§be es auch bei dieser Tierart noch Vergesellschaftungspotenzial.) Im Gegenzug k√∂nnte sich der Zoo ganz auf das Spitzmaulnashorn konzentrieren. DAS w√§re dann ein wirkliches Erg√§nzungsprogramm. Und eine Tropenhalle mit Nash√∂rnern, Affen und V√∂geln kann man durchaus auch afrikanisch besetzen und als "Buschland" gestalten. Das Thema Regenwald w√§re so oder so fehl am Platze, denn auch Panzernash√∂rner sind ja keine Waldbewohner.

Bliebe es bei den jetzigen Au√üenanlagen im Zoo, w√§re auch dort eine Vergesellschaftung mit anderen Arten denkbar, indem man eine der Nashornanlagen (oder das angrenzende Tapirgehege) als R√ľckzugsm√∂glichkeit f√ľr vergesellschaftete Gro√ütiere nutzen und Durchschl√ľpfe einbauen w√ľrde. W√§re sicherlich mit weniger Umstand verbunden als eine Sicherung der Anlagen gegen das Entweichen kleinerer Tierarten. Wie w√§re es z.B. mit einer Junggesellengruppe Impalas (flink, attraktiv, kein Konkurrenzpotenzial f√ľr die Rhinos und leicht zu bekommen), die auch vom Lebensraum her perfekt passen w√ľrden?
(10.08.2007, 09:34)
Shensi-Takin:   @MM: Aber hallo! Wer noch nicht einen ueberhitzten Ameisenbaer gesehen hat, der sich grunzend vor Behagen unter dem kuehlenden Wasserstrahl aalt, weiss nicht, was er verpasst...Allerdings sind die dt. ZOO-TV-Formate hier gaenzlich unbekannt-eigentlich schade: ob ich dann auch so viele unzweideutige Angebote weiblicher Fans wie Herr Doerflein bekaeme? ;)
(09.08.2007, 23:22)
nurmichael:   @ Shensi-Takin, ich stimme Ihnen zu, dass es Spitzmaulnashornhaltungen gibt, deren Anlagen nach Umbau und/oder Erweiterung schreien. Als erstes fallen mir da Magdeburg, K√∂ln, Krefeld und Hannover ein. Im Zoo Berlin ist ja ohnehin ein Umbau geplant, der dann aber wohl nur noch Panzernash√∂rner beherbergen soll (Nashorndschungel). Im neueren aber dennoch schlechter ausgestatteten und f√ľr Besucher nicht begehbaren Nashornhaus II gibt es sechs Innenst√§lle. Das sind f√ľr eine Verstetigung der bisherigen Zuchterfolge und eine Gemeinschaftshaltung mit gr√∂√üeren S√§ugern eindeutig zu wenig. Bleibt der Tierpark Berlin, dessen bisherigen Anlagen f√ľr eine erfolgreiche Zucht von Breitmaulnash√∂rnern wohl zu klein sind. Diese und die der Panzernash√∂rner, die man im Zoo (Nashorndschungel) pr√§sentieren k√∂nnte (dort vier Au√üenanlagen im Tierpark f√ľr PN eine, wenn auch wesentlich gr√∂√üere) k√∂nnten sicherlich f√ľr vier Spitzmaulnash√∂rner plus Nachzucht umgebaut werden. Bei Einrichtung schmaler Durchg√§nge nach dem Muster Gelsenkirchen lie√üen diese dann vielleicht sogar eine Gemeinschaftshaltung zu.

Eine solche Planung wird allerdings, wenn ich die bisherigen Tauschaktionen beider Einrichtungen richtig interpretiere, wieder mit viel Diskussions- und Erl√§uterungsaufwand gegen√ľber der Bev√∂lkerung und der √∂rtlichen Boulevardpresse verbundenen sein. Immerhin verzichtet der Tierpark auf zwei Arten und bekommt nur eine Art im Austausch. Und wenn dann die Gemeinschaftshaltung auch noch schief geht‚Ķ
(09.08.2007, 22:19)
nurmichael:   Ich meinte nat√ľrlich Unf√§lle mit tierischen Opfern, oder ist irgendwo eine Vergesellschaftung mit homo sapiens geplant?
Trotzdem bei dem Beispiel aus Dvur Kralove f√§llt mir ein, dass auch eine der Berliner Seniorinnen gegen√ľber dem fr√ľheren Reviertierpfleger sehr vertraut war.
(09.08.2007, 20:50)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Ameisenb√§ren-Baden, Stirnvogel-Handaufzucht - sollte sich da Material f√ľr eine neue Zoo-Soap finden lassen...? :-)
(09.08.2007, 15:27)
Shensi-Takin:   @MM, nurmichael: Ich gebe zu, dass bei meiner Bemerkung bzgl. teure Grosstiere der neckische Puck mir Pate stand...;) Dennoch: wenn ein Umbau (der durchaus mEn in manch einem Fall nicht verkehrt waere...) anstuende, duerfte der bei den meisten Kleintieren (ausser Affen) finanz. eher geringer ins Gewicht fallen als bei Grosstieren. Herrn Mettlers Vorschlag ob einer Kombi weiss mir allerdings sehr gut zu gefallen... So, ich gehe jetzt Ameisenbaeren-Baden...;)
(09.08.2007, 14:55)
Michael Mettler:   Falls mit den Unf√§llen nicht nur menschliche Opfer gemeint sind, so haben die Breitmaulnash√∂rner in Duisburg schon eine ganze Reihe von Steppenzebras auf dem Gewissen, u.a. - vielleicht eine interessante Analogie zum Baseler Flusspferd-Zebra-Unfall - einen vorher viele Jahre mit ihnen zusammen lebenden Leithengst.
(09.08.2007, 09:27)
Volker Gatz:   Etwa 1991 wurde in Dvur Kralove ein Tierpfleger von einer Spitzmaulnashorn Kuh getoetet. Er war sehr vertraut mit ihr und hielt sich zum Zeitpunkt des Unfalls mit ihr im Stall auf. Das Tier hat sich lediglich durch ein Geraeusch erschreckt und den Pfleger mit einer Bewegung zerquetscht - war wohl voellig unabsichtlich - so wurde mir das zumindest bei einem Besuch 91 erzaehlt.
(09.08.2007, 07:51)
nurmichael:   Gibt es eigentlich Beispiele von Unf√§llen in Zoos, in die Nash√∂rner verwickelt waren?
(08.08.2007, 21:33)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Das Platzargument lasse ich nicht gelten. So gut wie jeder gr√∂√üere Zoo hat eine "Afrikasteppe" und eine Nashornanlage, und es w√ľrde sich am Fl√§chenverbrauch nichts √§ndern, wenn man beide nebeneinander legen w√ľrde, um sie zu vernetzen (Beispiel ZOOM). Eine solche Vernetzungsm√∂glichkeit k√∂nnte dabei sehr unterschiedlich aussehen:

- Gr√∂√üere Tierarten wie Zebras und Gro√üantilopen k√∂nnten nach dem ZOOM-Prinzip die Nashornanlage mitbenutzen, aber sich jederzeit auf "ihre Steppe" zur√ľckziehen.

- Die Gro√ütiere bleiben getrennt, aber kleinere Arten mit weniger Nashorn-Konfliktpotenzial (etwa ab Gazellengr√∂√üe abw√§rts, darunter aber auch Kleinraubtiere wie L√∂ffelhunde usw.) k√∂nnten durch niedrige Durchschl√ľpfe beliebig zwischen den Anlagen hin und her wechseln und so BEIDE beleben.

Vorteil der Benachbarung w√§re selbst bei getrennter Haltung der Gro√ütiere, dass man z.B. an kalten Wintertagen, an denen die Nash√∂rner im Stall bleiben m√ľssen bzw. nur kurzzeitig heraus d√ľrfen, den robusteren Arten wie Steppenzebras die Nashornanlage zus√§tzlich zur Verf√ľgung stellen k√∂nnte, so dass sich dem Besucher im Idealfall kein leeres Gehege pr√§sentiert.

Was die "teuren Großtiere" betrifft (ich nehme aber an, dass das ohnehin mit Augenzwinkern gedacht war): Aus Sicht des Tieres macht es keinen Unterschied, ob das Nashorn nun einen Pavian, einen Schakal oder ein Zebra auf dem Gewissen hat, und wir wissen ja alle, dass JEDE Gemeinschaftshaltung ein Restrisiko birgt. Auch wenn z.B. die Kombi Zebra/Flusspferd in Basel mit einem toten Zebrahengst endete, hat sie doch in vielen Jahren zuvor funktioniert und auch dem späteren "Opfer" allen Schilderungen nach zu urteilen zu einem bis dato wesentlich interessanteren Leben verholfen.
(08.08.2007, 09:21)
nurmichael:   @ Shensi-Takin, geht nicht, gibt‚Äôs nicht, ich wei√ü. Mir ging es eher um die Feststellung, dass es ohne UMBAU nicht geht. Den aber brauchen wir zumindest nicht als erstes. Die jetzigen Halter mit einer kostentr√§chtigen Aufforderung zur Attraktivit√§tssteigerung f√ľr ihr bisheriges Engagement zu bedenken, halte ich f√ľr verfehlt.
Ein wesentliches Argument gegen die eigentlich dringend notwendige Ausweitung der Haltung von Spitzmaulnash√∂rnern ist deren angebliche Unvertr√§glichkeit mit anderen Arten und der daraus resultierenden geringen Schauwirkung. Wenn Ihre Vorstellungen dahin gehen, dass Sie Ihre Vorschl√§ge f√ľr neue Haltungen machen, bin ich sogleich bei Ihnen. Dann aber sind wir bei der Diskussion, die weiter unten unter diceros bicornis vs. ceratotherium simum in Augsburg, Hagenbeck, Osnabr√ľck und andere ‚Äď aktuell eben Gelsenkirchen - schon gef√ľhrt wurde.

(07.08.2007, 21:42)
Shensi-Takin:   @nurmichael: "Unmoeglich" wuerde ich die Option der Gemeinschaftshaltung der genannten Affenarten (z.B. die Guerezas) mit Spitzmaulnashoernern nicht unbedingt nennen; so waere z.B. eine Abgrenzung mit Wassergraeben zur Besucherseite, hohen affensicheren und gleichzeitig nashornstabilen Zauenen im uebrigen Bereich sowie eine Unterteilung in verschd. Ebenen (u.a. nur fuer Affen ueber Strickleitern zugaengliche Innenquartiere, Anfuettern der Tiere auf bestimmte Abteile etc. denkbar. S.a. Gemeinschaftshaltungen von Rotbueffeln oder Zwergflusspferden mit Meerkatzen (z.B. San Diego). Auch bei kleinen Canidae oder Kleinantilopen waere dies durchaus machbar-s. z.B. Muensters Schabrakenschakale & Breitmaulnashoerner. Ohne Herrn Mettlers Vorschlag abwerten zu wollen: der Vorteil bei rel. kleinen Arten waere (ggf. mit Ausnahme der Affen) eine Platz- und meist auch Kostenersparnis ggue. der Grosstieroption-und der Zootierarzt bekaeme weniger schnell graue Haare vor Sorge, welches der teuren Grosstiere in der gemeinsamen Haltung als erstes auf seinem Sektionstisch landen wird...;)
Auch bei den Bsp. Zebramangusten waere eine graduelle Ebenenbildung (Nashorn leicht versetzt im Hintergrund) moeglich-mit dem visuellen Vergleichsvorteil wie bei der Basler Haltung von Dik-Diks und Rappenantilope: (Besucher): "Sind die gross/winzig".
(07.08.2007, 20:56)
nurmichael:   Der von Shensi-Takin gemachte Vorschlag, Spitzmaulnash√∂rner mit Affen zu vergesellschaften ist genauso reizvoll wie unm√∂glich, zumindest bei der Struktur der mir bekannten Au√üen und Innenanlagen. Die sind n√§mlich bzgl. der Affen alles andere als ausbruchsicher.
Ein paar Zebramangusten o.√§. im Trockengraben umherlaufen zu lassen setzt die Einsichtm√∂glichkeit voraus, da der Besucher sonst von dieser ‚ÄěGemeinschaftshaltung‚Äú nichts bemerkt und diese Ma√ünahme folglich ohne Beachtung bliebe. Caniden oder Kleinantilopen finde ich gut, frage mich aber, ob die Anspr√ľche, die diese an ihre Innenstallung haben, in bestehenden Anlagen durch deren Umbau realisierbar sind.
Großsäuger als Gesellschafter von Spitzmaulnashörnern im Sinne von Michael Mettler wären einen Versuch wert, allerdings mit der gleichen Einschränkung wie oben beschrieben.

Ich komme zu dem Ergebnis, dass ohne Umbau der bestehenden Anlagen der mir bekannten deutschen Haltungen eine Gemeinschaftshaltung eher nicht m√∂glich ist. Umso irritierender sind dann solche Vorhaben wie in Gelsenkirchen, wo zwar eine Planung zur Gemeinschaftshaltung mit Nash√∂rnern umgesetzt, die Anlage dann aber mit Breitmaulnash√∂rnern besetzt wurde. Hier h√§tte man viele Erkenntnisse gewinnen k√∂nnen, so dass ein Viertel des Aufgabenquartetts von Hediger mit Leben gef√ľllt w√§re. Schade drum, aber vielleicht findet sich ja doch noch eine risikofreudige Direktion, die Vorurteile beiseite schiebt und der Fachwelt und uns zeigt was geht.
(07.08.2007, 20:38)
Michael Mettler:   In einer weitl√§ufigen, gut strukturierten Anlage und mit einer R√ľckzugsm√∂glichkeit durch schmale Duchschl√ľpfe (also etwa wie in ZOOM) k√∂nnte ich mir sogar eine Kombination mit Zebras und/oder Elenantilopen vorstellen. Zwar w√§re nie auszuschlie√üen, dass es dabei auch mal zu einem Unfall kommen k√∂nnte, doch ist dies auch bei der Versellschaftung mit Steppenzebras/Breitmaulnash√∂rner schon vorgekommen (z.B. mehrfach in Duisburg, siehe Jahresberichte), und auch die Standardkombi Zebras/Elenantilopen fordert immer mal wieder Forkelopfer durch die Elenbullen, ohne dass deswegen die Gemeinschaftshaltung generell aufgegeben w√ľrde.
(07.08.2007, 10:29)
Shensi-Takin:   Zur Gemeinschaftshaltung des Spitzmaulnashorns mit anderen Arten: selbst hierbei liesse sich doch manch eine rel. sichere und besucherfrdl.(!) Loesung finden, seien es kleine Canidae (z.B. Loeffelhund, Schakale) u.a. kleine Raubtiere (z.B. Mangusten im abgrenzenden Graben zur Besucherseite hin), kleinere Antilopen(Dik-Diks, Ducker), Affen (z.B. Husarenaffen, Guerezas oder Gruene Meerkatzen), groessere Voegel...sodass auch auf engerem Raum durch Raumstrukturierung ein Haltung mehrerer Arten moeglich waere.
(06.08.2007, 23:17)
nurmichael:   Die Meinung, Dvur Kralove w√ľrde sich eher schwer von seiner Spitzmaulnashorn-Nachzucht trennen kann ich nicht nachvollziehen. Ohne diese Nachzucht g√§be es in Berlin keinen Zuchtbullen (Jasper), in Z√ľrich h√§tte es jahrelang nur ein Zuchtweibchen gegeben (Mtoto ohne Sabi), in Krefeld keinen Zuchtbullen (Usoni als Sohn von Sabi), auch in Hannover nur eine Zuchtkuh (Saba ohne Sany), in K√∂ln keinen Bullen (Tacco als Sohn von Sany), in Magdeburg lebt eine Tochter eines in Dvur geborenen Bullen (Eli) der im Tausch gegen einen in Magdeburg geborenen Bullen (Mabu) kam, in Leipzig schlie√ülich lebt Nandi als Ergebnis einer tschechischen Liebschaft an der Plei√üe (Jasper x Sara). In Pont Scorff (F) lebt der in Dvur geborene Jakob und nebenan in Dou√© la Fontaine Binti (Berliner Tochter von Jasper). Wie man sieht fehlten in der kontinentaleurop√§ischen Zucht einige wesentliche Glieder ohne die Abgabe von Nachwuchstieren aus Dvur Kralove.

In Gro√übritannien und Irland ist die Situation etwas anders gelagert. Die dortigen Haltungen haben noch vor der Einrichtung des EEP zusammengeschlossen, um das Spitzmaulnashorn auf den Inseln f√ľr die Zoos zu erhalten. Ob diese Vereinbarung noch g√ľltig ist, wei√ü ich nicht. Nach einigen Importen vom Kontinent (Hannover, Z√ľrich, Dvur Kralove und zuletzt Berlin) sind allerdings in den vergangenen Jahren nach meiner Kenntnis drei Bullen in kontinentaleurop√§ische Zoos exportiert worden.

Was K√∂ln angeht, stimme ich R√ľdiger zu (s.u.) nicht allerdings in Bezug auf Usoni, der wird in Krefeld aktuell seht wohl gebraucht. Auch die Einsch√§tzung bezgl. Z√ľrich teile ich nicht: Der vormalige Bulle dort (Parky) war in GB durchaus erfolgreich (2,3 Nachkommen) hatte aber in der Schweiz offenbar alles verlernt. Und ob der annoncierte Jim aus Dvur Kralove (dort 0,8 Nachkommen) der Wei√üheit letzter Schluss ist bezweifele ich ganz stark (s.u.).

Das Zucht-Management habe ich hier wiederholt kritisiert, h√ľte mich aber vor Schuldzuweisungen. Dr. Ochs hat die Koordination aber bestimmt nicht abgegeben, weil diese Aufgabe ein Quell ewiger Freude ist.
(06.08.2007, 21:14)
R√ľdiger:   Schade das Dortmund auf alte Breitm√§uler umgesattelt hat.Zumal Breitm√§uler auf gesamt Europa verteilt, viel h√§ufiger gezeigt werden und in Afrika auch wieder zahlreicher nachgez√ľchtet worden . (ausser die n√∂rdliche Unterart)
So lebten laut Zuchtb√ľcher in Europa 2005 240 Breitmaulnasah√∂rner in Zoos und Tierparks .
Demgegen√ľber nur 73 Spitzlippennash√∂rner . Nun stellt sich die Frage, warum der gr√∂sste Teil der Tierg√§rten sich auf die viel zahlreicheren BM`s einl√§sst!
Ist es nur die bessere Gemeinschaftshaltung oder liegt es an der engstirnigen Koordination im EEP.
Grosse Zuchtstätte wie Porte Lympne oder Dvur Kralove tuen sich schwer an andere Participanten Tiere abzugeben.
Wieso eigentlich auch diese Sturheit, wie z.B. in K√∂ln Dort h√§tte man schon seit langem einen Partnertausch mit dem Zuchtbulle in Krefeld t√§tigen k√∂nnen. Denn das dortige Weibchen , hat aktuell ein Jungtier und ist erst wieder in circa einem Jahr zu begl√ľcken . F√ľr mich sind dies nicht nachvollziehbare Entwicklungen. Auch der Zoo Z√ľrich wartet viel zu lange auf einen zuchtf√§higen Rhinobullen aus Dvur Kralove. Die beiden Weibchen dort w√§ren im fruchtbarsten Alter . Shit happen !
Hoffentlich entscheidet der neue EEP Zuchtkoordinator f√ľr Black Rhinos schneller und unkomplizierter .
Welche Person hat Dr. Ochs abgelösst ? Vermutlich jemand vom Chester Zoo Weiss jemand den Namen des neuen Ko-ordinator ?
(05.08.2007, 20:35)
Michael Mettler:   @IP66: Was er allerdings auch t√§te, wenn man dort Breitmaulnash√∂rner - egal welchen Alters - hielte :-)
(05.08.2007, 20:03)
IP66:   Wenn man die alternden Breitm√§uler im neuen Haus behalten m√∂chte, m√ľ√üte man die Spitzm√§uler auf der historischen Anlage unterbringen, die in der Gr√∂√üe der k√∂lner vergleichbar ist. Allerdings wird √ľber kurz oder lang der Graben verst√ľrzen, wenn ich die Stellung der ihn begrenzenden Elemente richtig interpretiere.
(05.08.2007, 19:17)
Michael Mettler:   ... wobei ich dazu relativieren muss: Bei der gemeinschaftlichen Haltung von Spitzmaulnash√∂rnern miteinander gehen meine Gedanken eher die die Richtung, harmonierende Paare/Gruppen m√∂glichst dauerhaft zusammen statt in Einzelunterbringung zu halten und/oder bei Gruppenhaltung gewachsene Strukturen aufzubauen: T√∂chter bleiben bei der Mutter (wie in Magdeburg, wo zeitweise Gro√ümutter, Mutter und Tochter zusammen lebten - und das bei den dortigen Platzverh√§ltnissen!) oder junge K√ľhe wachsen zusammen auf (z.B. bei Neubesatz eines Zuchtstandortes). Ob es auch funktionieren w√ľrden, alte K√ľhe, die sich nie begegnet sind, zu einer Gruppe zusammen zu bringen, ist eine ganz andere Frage. Selbst bei der art√ľbergreifenden Vergesellschaftung Spitzmaul-/Breitmaulnashorn in Hannover kannten sich die Tiere als unmittelbare Gehegenachbarn mit der M√∂glichkeit zu k√∂rperlicher Kontaktaufnahme schon seit vielen Jahren.

F√ľr Dortmund w√ľrde ich meinen Gedanken von unten nochmals aufgreifen: Warum nicht beide Arten im selben Zoo? Falls die "Hospiz"-Funktion noch eine Weile Bestand haben sollte (und es w√ľrde ja wenig Sinn machen, die derzeitigen alten Tiere nochmals zu "verpflanzen"), w√ľrde das neue Haus Platz f√ľr vier Breitm√§uler bieten (drei sind vorhanden) und man k√∂nnte das alte Haus mit zwei Boxen und geteilter Au√üenanlage wieder zur Spitzmaulhaltung verwenden - ganz egal, ob f√ľr ein potenzielles Zuchtpaar, f√ľr alte K√ľhe oder vielleicht sogar als Zwischenstation f√ľr Jungbullen. Die Option, den gesamten Nashornbereich eines Tages zur Zucht von Breitmaulnash√∂rnern nutzen zu k√∂nnen, bliebe dabei ja erhalten.
(05.08.2007, 08:56)
nurmichael:   Zum Dortmunder Breitmaulnashorn Hospiz: Ich habe weiter unten im Thread ja auf die m.M. Notwendigkeit solcher Einrichtungen verwiesen, um bestehende Zuchten von den nicht mehr zuchtf√§higen Tieren zu entlasten. Das war dort zwar auf Spitzmaulnash√∂rner gem√ľnzt, ist aber f√ľr Breitmaulnash√∂rner und andere Arten ebenso richtig, wenn die Zuchtm√∂glichkeiten dadurch im Ursprungszoo eingeschr√§nkt werden. Nur ist mir im Falle Dortmund immer noch unverst√§ndlich, warum die (f√ľr diese Art ohnehin kurzfristige) Haltung von Spitzmaulnash√∂rnern daf√ľr eingestellt wurde. Wie sich jetzt zeigt w√§re Platz sogar f√ľr mehr als zwei erwachsene Tiere da gewesen, f√ľr die deutschen und europ√§ischen Verh√§ltnisse also optimale Voraussetzungen das EEP erfolgreich weiter zu f√ľhren. Und wenn‚Äôs denn nun ein Hospiz sein sollte, dann h√§tten sich die altehrw√ľrdigen spitzm√§uligen Damen aus Berlin, Magdeburg und Z√ľrich in Dortmund sicher ebenso wohl gef√ľhlt, wie die Verwandtschaft aus dem Norden. Vor allem aber h√§tte Dortmund den Kollegen helfen k√∂nnen, die Zuchtbedingungen der Spitzmaulnashornhalter zu verbessern.

Die von einigen Teilnehmern hier immer mal wieder vorgebrachte angebliche Gesellschaftsuntauglichkeit dieser Art h√§tte man sogar auf ihren Wahrheitsgehalt pr√ľfen k√∂nnen zum Wohle der Art wie der Halter. Michael Mettler hat hier mehrfach darauf verwiesen. Seinen als Zwischenstand apostrophierten Beitrag zur Haltung afrikanischer Nash√∂rner in Deutschland unterst√ľtze ich in seinen wesentlichen Aussagen voll und ganz.

Eine Anmerkung jedoch zu den EEP Regularien: Ich wei√ü, dass die Nashornspezialisten wie Rookmaaker, Foose und andere immer ein Management aller Tiere einer Art/Unterart gefordert haben. Das beinhaltet den gelegentlichen Austausch von Individuen zwischen der afrikanischen und der nichtafrikanischen Population. Wenn ich das richtig sehe, hat sich die Leitung in Hodenhagen in diesem Sinne verhalten, ohne aber den Koordinator bzw. die Taxon Advisery Group zuvor zu fragen. Wenn das zum Ausschluss aus dem EEP f√ľhrt, wie hier vermutet, frage ich mich, wer hier gesch√ľtzt werden soll.

Dazu noch eines: Wenn die ‚ÄěZuweisung‚Äú von Breitmaulnash√∂rnern durch das EEP davon abh√§ngig ist, mindestens sechs Tieren einen Platz bieten zu k√∂nnen, wie Michael Mettler schreibt, halte ich das f√ľr richtig und erfreulich. Da aber die afrikanischen Haltungen offenbar gro√üe (sicher auch finanzielle) Probleme haben, ihren Nachwuchs vern√ľnftig unterzubringen, ist man √ľber die Dollars aus Gelsenkirchen (und demn√§chst anderswo?) sicher nicht unfroh. Das weist auf eine abstruse Situation hin, dass haltungswillige Zoos gegen ihre eigenen Grunds√§tze versto√üen, um dem Publikum eine ‚Äěvom Aussterben bedrohte Art‚Äú zu pr√§sentieren, ohne f√ľr deren Vermehrung die geeigneten Bedingungen zu schaffen und damit zu deren Erhaltung nichts beitragen. Hier zeigt sich wieder, auf welch t√∂nernen F√ľ√üen Selbstverpflichtungen wie die EEP von Betroffenen ruhen.
(04.08.2007, 21:45)
Jelle:   Ruediger,

Das mit der Bulle Martin sei geboren 1993 habe ich eine Pressemeldung auf ein anderes Forum entnommen. Ich frage mich aber ob dies richtig sei. Der Bulle Martin von Hodenhagen ist in Zuchtbuch gelistet als geboren 3.9.1990. Ich halte dass fuer richtig.

Das Neues aus Veszprem mit Bulle Pablo is sehr interessant, aber wie sieht es dann mit der Zucht in Hodenhagen aus. Wer ist der neue Zuchtbulle, ich hoffe Hodenhagen verlegt sich nicht auf eigener Stock, doch ein nicht verwandtes Tier!
(26.07.2007, 20:56)
Jana:   K√∂nnte nicht der Bulle Pablo Vater von mindestens einem Kalb in Hodenhagen sein? Zoo Veszprem (Ungarn) bekam ihm vor 2 Wochen, f√ľr die neue Afrika-Anlage. Ich verstehe nicht ungarisch, aber soviel habe ich verstanden - er war vor 30 Jahren in San Diego geboren, dann lebte er in G√§nsendorf bevor er nach Hodenhagen kam.
http://www.index.veszprem.hu/cikk.php?id=15115
(26.07.2007, 14:56)
R√ľdiger:   danke Jelle
laut meinen Zuchtbuchunterlagen wurde 1993 ein Rhinobulle namens Sato in Hodenhagen geboren. Heisst er jetzt Martin ? Hier noch die drei Geburten:
22. Mai 06 0,1 Etoscha
Mutter Rebecca Erstgeburt)
30. August 06 1,0 Heini
Mutter Doris
???? 06 0,1 Amelie
Mutter ???
Vielleicht kann jemand meine Fragen aufklären. Danke Euch !
Sehr warscheinlich sind die Neugeborenen Nashörner im Serengetipark mit Inzucht belastet, da nur der Bulle Martin in Frage kommt. Schade eigentlich, das Hodenhagen seit 5 Jahren nicht mehr mit dem EEP zusammenarbeitet!

(26.07.2007, 14:03)
Michael Mettler:   @IP66: Angesichts der r√§umlichen M√∂glichkeiten k√∂nnte es sich Dortmund sogar leisten, BEIDE Nashornarten zu halten, so lange keine komplette Herde Breitm√§uler zu realisieren ist: letztere im neuen Haus, Spitzm√§uler im alten. Wie das Beispiel in Hannover zeigte, lassen sich K√ľhe beider Arten sogar vergesellschaften....
(26.07.2007, 13:43)
Michael Mettler:   @Carsten: Ich wei√ü nicht, wie die Situation sich entwickelt hat, aber mein letzter Kenntnisstand war, dass Gelsenkirchen nicht am EEP teilnimmt und daher auch die dortige Empfehlung nicht befolgen musste, bei Haltungsbeginn mindestens f√ľr sechs Tiere zu bauen. Anders ausgedr√ľckt, m√ľsste GE eigentlich anfallenden Nachwuchs sogar vermarkten d√ľrfen...?
(26.07.2007, 13:26)
IP66:   Ich denke schon, da√ü die Poller auch Spitzm√§uler in den Boxen halten w√ľrden. Da noch die beiden alten Boxen bestehen, k√∂nnte man √ľber nicht weniger als vier Gehege mit f√ľnf Innenboxen verf√ľgen.
(26.07.2007, 11:13)
Carsten:   Wie sieht es denn mit den Breitm√§ulern in GE aus, falls sich da mal Nachwuchs einstellen sollte? Sind die auch EEP-Tabu, da importiert?
(26.07.2007, 10:55)
Michael Mettler:   Dann darf man ja mal gespannt sein, wie Augsburg seine neue Anlage besetzen wird, wenn nicht mal genug Breitmaulnash√∂rner zur Best√ľckung des Dortmunder Hauses verf√ľgbar sind... Da Augsburg bis vor kurzem die beiden √§ltesten Breitmaulnash√∂rner Europas hielt, w√§re ja immerhin reichlich Erfahrung bei der Pflege von "Senioren" vorhanden (Ironie).

Ich fasse mal als Zwischenstand etwas √ľberspitzt die Situation um die afrikanischen Nash√∂rner in deutschen Zoos zusammen:
Es gibt immer mal Spitzmaulnashorn-Nachzuchten, die aber nicht einfach unterzubringen sind (die in Hannover geborene Saja blieb m.W. auch nur deshalb so lange im Zoo, weil andernorts keine Planstelle f√ľr sie frei war). Es gibt regelm√§√üig Breitmaulnashorn-Nachzuchten, aber in einem vom EEP "unerw√ľnschten" Park (Hodenhagen), der sich einst die Frechheit herausnahm, einen √ľberz√§hligen Bullen zur Auswilderung zu schicken (eigentlich eines der Ziele einer Erhaltungszucht), aber "verga√ü", vorher beim EEP um Erlaubnis zu fragen. Als Folge davon sind nun die Hodenhagener Nachzuchten f√ľr EEP-Zoos tabu. F√ľr Breitmaulnash√∂rner w√§re aber Stall- und Gehegeraum frei (z.B. in Dortmund oder im Tierpark Berlin, demn√§chst weitere), der Spitzmaulnash√∂rnern auf Haltersuche verwehrt bleibt. (Wobei ich nicht wei√ü, ob die Boxen-Bauweise in Dortmund mit Poller-Abgrenzung die Haltung von Spitzm√§ulern √ľberhaupt zulie√üe). Obwohl schon jetzt √úberkapazit√§ten f√ľr Breitm√§uler bestehen und in nicht allzu ferner Zeit durch altersbedingte Abg√§nge weitere Planstellen frei werden d√ľrften, befassen sich s√§mtliche mir bekannten Planungen f√ľr neue oder umgebaute Anlagen f√ľr afrikanische Nash√∂rner mit Breitm√§ulern (z.B. Osnabr√ľck oder Hagenbeck). Importe dieser Art sind zwar m√∂glich, aber wegen des Flaschenhals-Effektes in S√ľdafrika vor knapp hundert Jahren sind die Importe aus einem Wildbestand von rund 12.000 Tieren wom√∂glich genauso eng mit den vorhandenen Zootieren verwandt wie diese untereinander, w√§hrend es bei den Spitzmaulnash√∂rnern eine h√∂chstwahrscheinlich deutlich h√∂here genetische Bandbreite gibt, sogar noch innerhalb der einzelnen Populationen, und ebenfalls Importe m√∂glich sind (siehe die Addo-Tiere). Und die Zoos unterst√ľtzen eine EAZA-Kampagne zur Rettung der Nash√∂rner, befassen sich aber z√ľchterisch/ausstellungstechnisch bevorzugt mit der am wenigsten bedrohten Nashornform (die asiatischen Arten eingeschlossen).

Habe ich was vergessen?
(26.07.2007, 10:46)
Dortmunder:   Nun ja, wir sind in der gl√ľcklichen Lage unser Nashorn-Hospiz mit Snoopy und Nielsine aus D√§nemark und Natala aus Schwerin besetzen zu k√∂nnen...

Wäre ja ein leichtes gewesen, Tiere aus Hodenhagen zu bekommen, aber die sind ja leider aus dem EEP ausgeschlossen :o(
(26.07.2007, 07:27)
nurmichael:   @ IP66, wer hat denn seine Pension√§re nach Westfalen schicken d√ľrfen?
(25.07.2007, 19:55)
Jelle:   Ruediger,

Dass muesse mann doch herausfinden. Ich weiss schon dass das Baby Etosha vom 22 Mai 2006 hat ein Mutter (Rebecca geboren Hodenhagen 2000) und Vater Martin (geboren Hodenhagen 1993). Dass ist ja Inzucht.
Ich weiss nur dass das Baby geboren am
(25.07.2007, 18:41)
IP66:   Nun ja, das Schicksal hat Dortmund ja b√∂se gestraft, in dem das EEP nur drei greise Tiere zur Verf√ľgung stellte, so da√ü das sch√∂ne neue Haus eine Art Breitmaulnashornsterbeklinik vorstellt, w√§hrend sich in der ungeliebten Bruderstadt die jugendlichen Exemplare tummeln - wodurch sich allerdings die Chance vergr√∂√üert, da√ü man, nach etwaiger Schenkung eines Zebrafinken, vielleicht doch noch zur bedrohteren Art wechselt.
(25.07.2007, 18:34)
nurmichael:   Die Spitzmaulnashornkuh Siwa hat von August 1994 in Dortmund gelebt, ihr zwei Jahre j√ľngere Halbbruder Usoni folgte im November 1996. Beide waren zun√§chst Zuchtleihgaben des Zoos Z√ľrich. Nach einem Abort in 99 (1,0) und einer voll ausgetragenen Fehlgeburt in 2000 (0,1) sind die Tiere nach Krefeld (Usoni) und Pt. Scorff (Siwa) abgegeben worden. Wir sprechen hier √ľber die drittgr√∂√üte Tierart Afrikas, die dort kurz vor ihrer Ausrottung steht und in unseren Zoos eine Lebenserwartung von ca. 35-40 Jahren hat. Ich hoffe daher mal stark, dass die Direktion des Dortmunder Zoos noch ein paar andere Argumente als die von IP66 genannten f√ľr die Abgabe hatten, ansonsten w√ľrde ich dieser Einrichtung nicht einmal meine Zebrafinken zur Urlaubsbetreuung anvertrauen.
(24.07.2007, 21:54)
R√ľdiger:   @ Jelle
Vielleicht hast du eine Ahnung, ob in Hodenhagen der neue Breitmaulnashornbulle, der vorher in G√§nserndorf (Oesterreich) gastierte, jetzt f√ľr die letzten drei Rhinobabies verantwortlich ist ?
(24.07.2007, 19:46)
Jelle:   Niedersachse,

Kusini ist Maerz 2005 zur Zucht in Emmen eingestellt nachdem den originelen Bullen Bort gestorben sei.
(24.07.2007, 18:29)
Niedersachse:   Was ist eigentlich aus dem Breitmaulnashornbullen Kusini geworden, der 1992 im WAP San Diego geboren wurde und ab 1994 im Berliner Tierpark lebte und 2003 auch noch da war?
(24.07.2007, 17:32)
Ronald Masell:   @IP66
Vor den Spitzmäulern wurden in der Tat
Breitmäuler dort gehalten.
(24.07.2007, 12:35)
IP66:   Ich k√∂nnte mir vorstellen, da√ü man in Dortmund einen Neubau mit einer gr√∂√üeren Gruppe von Tieren besetzen wollte und da Breitmaulnash√∂rner geeigneter erschienen. Zudem gab es ja eine Pause, in der gar kein Nashorn mehr gehalten wurde. Ich wei√ü au√üerdem nicht, ob vor dem Spitzmaulnashornpaar nicht doch, in dem selben umgebauten Pony-Stall, Breitmaulnash√∂rner gehalten worden sind.
(24.07.2007, 11:47)
nurmichael:   Vielen Dank f√ľr die Antworten, die mich aber im Falle Dortmund nicht zufrieden stellt. Dass Usoni und Siwa Halbgeschwister sind war mir wohl bekannt. Und dass die doppelte Fehlgeburt einen Partnertausch w√ľnschenswert erscheinen lie√ü, ist nachvollziehbar, erkl√§rt aber nicht, warum die ja gerade erst begonnene Haltung von Spitzmaulnash√∂rnern ganz aufgegeben wurde.
(23.07.2007, 21:34)
Klaus Sch√ľling:   @Jelle:
Bitte verrate mir deinen Namen und adresse, da ich deinen Beitrag sonst löschen muss; Danke, klaus@schueling.de
(23.07.2007, 18:54)
Jelle:   nurmichael,

Die Dortmunder Tiere sind 2002 getrennt da es zwei mal zu Fehlgeburten kam in 1999 und 2001. Die beide Nashoernern stammten aus der Zucht von Zuerich und waren Halbschwester und Halbbruder. Der Bulle kam noch Krefeld und kam dort zur Zucht. Die Kuh Siwa ist nach Pont Scorff gefahren um sich zu verparen mit der alte Krefelder Bulle Jakob. Obwohl Siwa doch zwei mal ein Kalb gebar, ist Jakob nicht als ZuchtBulle anerkannt worden.

Dieses Jahr soll es ein EEP Black Rhino Versammlung geben und ich hoffe es wird fuer die fehlende Zuchttieren neue Zuchtgemeinschaften geben. Ausserdem bin ich dafuer dass mann ein Anfang macht mit AI bei Spitzmauler (z.B. es hat jetzt bei einer BM in Budapest und Panzernashorn in Cincinnati geklappt und da muss es bei den Spitzmaulern auch gerade einmal sich durchsetzen.

Veilleicht ist es auch erwuenscht die fehlenden Zoos an zu schreiben? Wer machts????
(23.07.2007, 18:48)
R√ľdiger:   @nurmichael
zu 1.
Da es Fehlgeburten bei den Spitzlippennashörner in Dortmund gab und die beiden Tiere einen engen Verwandtschaftsgrad haben, vermute ich das Splitten dieses Paares und den anschliessenden Umbau zur Haltung von BM . Nur eine Vermutung !
(23.07.2007, 13:41)
nurmichael:   Da von den Nash√∂rnern lange nicht die Rede war, will ich hier mal einige Fragen loswerden:
1. Warum wurde seinerzeit die Haltung von Spitzmaulnashörnern in Dortmund aufgegeben?
2. Gibt es Neuigkeiten der Haltungen von diceros bicornis in Köln und Magdeburg, wo Tacco & Tisa und Madiba & Maleika offenbar nicht so recht zueinander finden wollen? Ist vielleicht an Partnertausch gedacht, der in Krefeld ja auch Wunder wirkte.
3. Gibt es Informationen √ľber diese getauschten Partner in Pt. Scorff Jakob & Siwa?
4. Ist schon klar, wo die beiden demnächst abzusetzenden Nachzuchttiere in Deutschland Davu (Krefeld) und Malindi (Magdeburg) eine neue Unterkunft finden?
5. Sind Pl√§ne bekannt, ob in Europa weitere Haltungen als die bisherigen f√ľr Spitzmaulnash√∂rner geplant sind?
6. Wei√ü jemand, ob die Haltung in Neapel noch existiert bzw. ob diese weitergef√ľhrt werden soll?
(21.07.2007, 21:22)
Ronald Masell:   @Marcia @Anoa
In dem Buch ‚ÄěDie Nash√∂rner‚Äú aus dem Filander Verlag (bei Doktor Sch√ľling erh√§ltlich)
Wird der Unterschied von Jutta Meisner und Norman Owen-Smith wie folgt definiert:

Zitat :
Unterscheidungsmerkmale sind die Körpergestalt, die Ausprägung der Körperbehaarung und die Schädelform.
Demnach erscheinen die n√∂rdl. hochbeiniger und k√ľrzer in der Gesamtk√∂rperl√§nge, ihre Stirnpartie ist weniger steil ausgepr√§gt und sie besitzen ‚Äď im Gegensatz zu den s√ľdl.-
Keinerlei rudimentäre Körperbehaarung.
Bisher durchgef√ľhrte Analysen der DNS zeigten das da√ü beide Suspezies die gleiche Chromosomenzahl besitzen (2n=82), das gleiche Chromosomen-Bandenmuster nach Anf√§rben zeigen und die √úbereinstimmung der mitochondrialen DNS 98,6-99% betr√§gt.

Wie gesagt, nur zitiert.
(11.07.2007, 18:42)
Marcia:   Es gibt keine Unterschiede,nur genetische,und die sind nicht sichtbar.
(10.07.2007, 16:50)
Anoa:   Kann mir jemand sagen wodurch sich das n√∂rdliche vom s√ľdlichen Breitmaulnashorn au√üer der Herkunft unterscheidet. Git's Unterschiede in der K√∂rperstruktur oder Aussehen?
(10.07.2007, 14:05)
th.oma.s:   im √ľbrigen kann man spitzm√§uler sicher auch gut in gemeinschaftshaltung ausstellen...
(24.06.2007, 11:17)
Michael Mettler:   @Stefan: Kein Zoo ist gezwungen, ein Spitzmaulnashorn einzeln zu halten. Ist denn wirklich schon in Vergessenheit geraten, dass diese angeblich so strikten Einzelg√§nger noch vor gar nicht so langer Zeit √ľblicherweise als P√§rchen auf einer Anlage standen...? Was die M√∂glichkeit zur Interaktion betrifft, siehe meine Anmerkung unten: Wenn man Spitzmaulnash√∂rner einfach nicht in Gruppen h√§lt, kann es nat√ľrlich auch nicht zu interessanten Interaktionen kommen. Und wenn man sie so hielte, w√§ren diese Interaktionen wahrscheinlich sehr viel schauattraktiver, wo doch Spitzmaulnash√∂rner als die temperamentvollere von beiden Arten bezeichnet werden.... Die Spielk√§mpfe des fr√ľheren hannoverschen Paares auf der alten Anlage fand ich jedenfalls durchaus einen Blick wert - mit der aktuellen Haltungsform in Hannover kann ich mich dagegen nicht so recht anfreunden, dazu habe ich mich ja schon mal ge√§u√üert.
(23.06.2007, 23:44)
Stefan:   @Michael Mettler: Noch eine m√∂gliche Begr√ľndung, die sich aus der beim Breitmaulnashorn m√∂glichen Gruppenhaltung ergibt: Die h√∂here Besucherattraktivit√§t durch Beobachtungen von Interaktionen der Tiere untereinander. Ein einzelnes Spitzmaulnashorn in seinem Gehege wirkt auf Otto N. dann m√∂glicherweise weniger spannend...
(23.06.2007, 22:04)
nurmichael:   @ Michael Mettler, eine Begr√ľndung ist weiter unten von einem Forumsteilnehmer f√ľr Augsburg gegeben worden: Tradtion. Eine wirklich nicht artgerechte Kategorie, wie ich finde.
(23.06.2007, 22:00)
Michael Mettler:   Mich w√ľrde wirklich interessieren, wie die betreffenden Zoos ihre Entscheidung pro Breitmaulnashorn begr√ľnden. Wie sieht es denn im direkten Vergleich zwischen den afrikanischen Arten aus?

Breitm√§uler sind sozialer: Nun ja, beim Spitzmaul ist wohl auch erst selten versucht worden, es in Herden zu halten. M√∂glicherweise ist das gar nicht mal schwierig, wenn das Sozialgef√ľge auf nat√ľrliche Weise wachsen k√∂nnte und nicht st√§ndig durch Transfers durcheinander gebracht w√ľrde - siehe die in Wikipedia genannten Fakten.

Breitmäuler lassen sich mit anderen Tierarten vergesellschaften: Auch da scheint es mir an Beweisen zu fehlen, dass das mit Spitzmäulern NICHT möglich ist.

Breitm√§uler sind imposanter: Faktisch richtig. Aber ob Otto N. das ohne direkten Vergleich merkt? Wenn ich mir beliebte √Ąu√üerungen anh√∂re wie "gestern habe ich eine Ratte gesehen, so gro√ü wie eine Katze", scheint der Eindruck von K√∂rpergr√∂√üe bei vielen Zeitgenossen sehr beliebig zu sein.

Breitmäuler sind einfacher zu ernähren: OK, sie sind Gras- und Heufresser. Aber ist das wirklich weniger aufwändig in Kosten und Pflege? Zumal man ja bei aktueller Sichtweise eine ganze Herde verköstigen muss.

Und damit w√§ren wir auch bei den Nachteilen: Eine Herde Breitm√§uler ben√∂tigt mehr Gehegefl√§che als - um bei den g√§ngigen Haltungseinheiten zu bleiben - ein Paar oder Trio Spitzm√§uler. Sie ben√∂tigt zudem mehr Boxen und verursacht somit h√∂here Bau-, Heizungs-, Wasser- und Personalkosten (mehr Tiere, mehr Arbeitsaufwand). Vielleicht m√ľssen die Einzelboxen sogar gr√∂√üere Abmessungen haben, dar√ľber bin ich aber nicht informiert. Und wenn man die Tiere nicht aus dem EEP bekommen kann, muss man sie entweder bei einem Nicht-EEP-Teilnehmer kaufen oder gar aus Afrika importieren, was logistischen, veterin√§rmedizinischen und finanziellen Aufwand bedeutet - was im Falle des Importes aber zugegebenerma√üen mehr Publicity und vielleicht auch mehr Prestige bringt als ein schn√∂der Transfer per Lkw. Nur schade, dass man die Tiere nicht gleich noch als Culling-Opfer "verkaufen" kann, wie es mit Elefanten gern gemacht wurde... (Ironie)

Apropos verkaufen: Werbung spielt bei der Zusammenstellung von Tierbest√§nden und in der Au√üendarstellung des Artenschutzes l√§ngst eine gro√üe Rolle. Ich erinnere daran, dass nur deswegen Artenbezeichnungen wie Panda-Langur oder Goldaffe aus der Taufe gehoben wurden, oder dass EEP-Koordinatoren laut Bericht in einer ARBEITSPLATZ ZOO "ihre" Tierarten bei internationalen Versammlungen heftig propagieren (z.B., indem sie - ich zitiere w√∂rtlich - sie als "sexy", sprich besucherattraktiv titulieren), um neue Halter zu gewinnen... Schon das urspr√ľngliche WWF-Logo wurde vor Jahrzehnten nach werblichen Gesichtspunkten gestaltet: Der damals noch rundlichere, tapsiger wirkende Panda funktionierte dank Kindchenschema, stellte eine weithin bekannte Art dar, symbolisierte mit melancholischem Blick seine Situation - und schwarz-wei√üe Tiere funktionieren in der Werbung ohnehin gut...
(23.06.2007, 21:45)
nurmichael:   @ IP66, Sie haben das Problem benannt. Dumm nur, dass die Zoos mit der sog. Erhaltungszucht vor ca. 20 Jahren in die Offensive traten, um ihr Dasein zu rechtfertigen. Die EEP sind ja im Wesentlichen auf Grund der Vorbilder der SSP Nordamerikas und den bereits bestehenden Zuchtb√ľchern entstanden.
In dem hier diskutierten Fall geht es ja keineswegs darum den Zoos v√∂lliges Versagen vorzuwerfen, sondern um eine Klarstellung von Priorit√§ten. Fakt ist nun mal, dass die Haltung von Breitmaulnash√∂rnern au√üerhalb Afrikas nichts oder fast nichts (Botschafterfunktion zur Finanzbeschaffung) zum √úberleben der Art beigetragen hat. Die unbestreitbaren Erfolge in der Erhaltung dieser Unterart (von 20 auf ca. 12.000) in 70 Jahren sind allein den Einrichtungen vor Ort zuzuschreiben. Hier in Europa mit dem EEP f√ľr Breitmaulnash√∂rner zu werben, wenn man mit der Haltung neu beginnen will ohne die Haltungsbedingungen zu verbessern, ist angesichts der Situation um die Spitzmaulnash√∂rner ein Treppenwitz.

@ Andreas Hartung, da gebe ich Ihnen schmunzelnd Recht. Was f√ľr eine Vorstellung, neben der ohnehin im Forum immer wieder hei√ü diskutierten Unterartdiskussion und den biologisch neuen Erkenntnissen dazu nun auch noch die ‚ÄěErkenntnisse‚Äú der Werbefachleute - zu deren eigenem Wohl - hier einflie√üen zu lassen l√§sst auf viele Abende der Gastfreundschaft von Herrn Dr. Sch√ľling hoffen. Siehe hierzu auch aktuell den Thread http://www.tiergarten.com/forum.php?go=view&BeitragsID=458.
(23.06.2007, 21:03)
Andreas Hartung:   @nurmichael: Ich hatte das schon richtig verstanden und habe wiederum nicht behauptet, die nordwestnamibischen Nash√∂rner seien keine D. b. chobiensis gewesen, denn das waren sie wohl. Wenn man diese nun aber der vermeintlich ausgerotteten Nominatform zuschl√§gt und diese damit wiederbelebt, w√§re das doch eventuell als Werbung nutzbar, das meinte ich.
(23.06.2007, 20:44)
Michael Mettler:   @Andreas Hartung: Anscheinend nicht. Aber man kann sich ja leicht ausrechnen, was passiert, wenn alle Vari-Planstellen eigentlich schon mit zuchtgestoppten Roten und Schwarzwei√üen belegt sind und dann noch ein wachsender G√ľrtelvari-Bestand untergebracht werden will...
(23.06.2007, 20:20)
nurmichael:   @ Andreas Hartung, vielen Dank f√ľr die Infos. Ich hatte nie behauptet d.b. chobiensis sei ausgestorben. Vielmehr hatte Groves die Nominatform diceros bicornis bicornis als ausgestorben bezeichnet. Wenn also die nordwestnamibischen Spitzmaulnassh√∂rner nach Ihrer Lesart nie d.b. chobiensis waren , m√ľssten es dann nach Groves d.b. minor gewesen sein. Ich hatte lediglich darauf hinweisen wollen, dass die nach g√§ngiger Meinung ausgestorbene Form d.b. bicornis (Kapnashorn) auf der von mir zitierten HP ‚Äěwiederauferstanden‚Äú ist.
(23.06.2007, 20:19)
Andreas Hartung:   Gilt der Zuchtstopp auch f√ľr den G√ľrtelvari?

@nurmichael: Die ehemalige Unterart D. b. chobiensis (jetzt Nominatform) hat √ľberlebt. Mir liegt die Info- und Spendenbrosch√ľre WWF aktuell 3/96 vor. Ein Zitat: "Nur noch 583 Spitzmaulnash√∂rner lebten 1993 in Namibia. [...] Doch das ist heute immerhin ein Viertel des Restbestandes dieser Art. Um die Spitzmaul-Nash√∂rner zu retten, greifen die alten Rezepte nicht mehr.
Nur die H√§lfte der letzten Spitzmaulnash√∂rner Namibias lebt im streng gesch√ľtzten Etoscha-Nationalpark, den der WWF mit finanzieller, technischer und wissenschaftlicher Hilfe und durch die Ausbildung von Wildh√ľtern f√∂rdert. Selbst hier sind sie nicht v√∂llig sicher. Erst k√ľrzlich wurden wieder einige Tiere gewildert. Doch au√üerhalb von Reservaten waren die Nash√∂rner bis vor wenigen Jahren so gut wie "vogelfrei"." Wie gesagt, Stand 1996.
Weiterhin werden sehr erfolgreiche Schutzma√ünahmen beschrieben, das Erfolgsrezept ist, aus Wilderern Wildh√ľter zu machen. Seit 1990 war so die Zahl der Spitzm√§uler in den Halbw√ľsten Namibias (nur im Nordwesten, also ohne Caprivi) von 60 auf √ľber 100 angestiegen.
Desweiteren gab/gibt es Modellprojekte zur Tourismusf√∂rderung. Da w√§re es nicht allzu verwunderlich, w√ľrde man auch mit einer als ausgestorben geglaubten Nashornunterart werben, auch wenn die Existenz der betreffenden Tiere nat√ľrlich jederzeit bekannt war.
(23.06.2007, 19:32)
Michael Mettler:   Mir fallen da gewisse Parallelen zum Tiger auf: In den letzten Jahren sind in Deutschland einige Standorte f√ľr Sumatratiger entfallen (z.B. Hannover, M√ľnchen, Zoo Berlin, Leipzig, derzeit Wuppertal), wovon in der Mehrzahl der in Zoos erheblich verbreitetere Amurtiger profitierte - entweder als √ľbrig gebliebene oder sogar als neu angeschaffte (Wuppertal) Form. Im Freiland sind beide gleich stark bedroht. Im Forum war zu lesen, dass die Entscheidung in Wuppertal fiel, weil die neue Stallung f√ľr Amurtiger nicht beheizt werden muss... Weitere Parallele: Auch f√ľr den Tiger gab es eine EAZA-Kampagne.

Nun gibt es diese auch f√ľr den Erhalt der endemischen Artenvielfalt auf Madagaskar - und wie sieht es mit dieser Vielfalt in den Zoos aus? Zu Gunsten von Kattas und Varis verschwinden (oder sind schon verschwunden) Mohren-, Mongoz-, Kronen-, Rotstirn-, Wei√ükopf- und Braune Makis, und bei den Varis gilt inzwischen Zuchtstopp, weil sie einfach nicht mehr unterzubringen sind....

Dann hoffen wir doch mal, dass die "Shell shock"-Kampagne der EAZA nicht dazu f√ľhrt, dass unsere Zoos die bedrohteren Schildkr√∂tenarten durch Seychellen- und Rotwangen-Schmuckschildkr√∂ten ersetzen (Ironie).
(23.06.2007, 09:37)
IP66:   Die Situation zeigt, da√ü nicht √ľberall Erhaltungszucht im Zentrum der Bem√ľhungen steht - man darf aber nicht ganz vergessen, da√ü dies auch vor 30 Jahren so war und da√ü der Anteil z√ľchtenden und eben auch erhaltungsz√ľchtender Tierarten in den Zoos sich in diesen letzten 30 Jahren erheblich vergr√∂√üert hat.
(22.06.2007, 11:01)
th.oma.s:   eigentlich sehr traurig diese situation,
so versagen die tierg√§rten vor ihren eienen anspr√ľchen...
(21.06.2007, 21:13)
Michael Mettler:   ... und sie geben z.T. noch viel Geld f√ľr Transporte aus S√ľdafrika aus, w√§hrend sie Spitzmaulnash√∂rner auf Einstellungsbasis √ľber das EEP bekommen k√∂nnten....
(21.06.2007, 09:17)
nurmichael:   @ Michael Mettler, diese Zahl kenne ich auch. Daher mein Unmut √ľber die Anstrengungen √ľber die Bestrebungen der u.a. von Ihnen aufgelisteten Zoos unter, wenn √ľberhaupt, m√§√üig ver√§nderten Haltungsbedingungen wieder Breitmaulnash√∂rner zu beschaffen. Diese Haltungen scheiden dann f√ľr Jahrzehnte f√ľr die Erhaltungszucht der Spitzm√§uler aus, und das wahrscheinlich, ohne die Erhaltung der Breitm√§uler zu bef√∂rdern.
(20.06.2007, 22:14)
Michael Mettler:   Na ja, welche Systematik ist schon "endg√ľltig"... Warten wir noch ein paar Jahre, dann ist vielleicht auch das Ostafrikanische Spitzmaulnashorn ausgestorben und wird nach Untersuchungen an Museumsexemplaren posthum zu einer eigenen Art erkl√§rt :-)

Auf einer der Wikipedia-Seiten wird √ľbrigens erw√§hnt, dass der Wildbestand der ostafrikanischen Unterart vor ein paar Jahren nicht mal mehr 500 Tiere z√§hlte. Wenn DAS kein Grund ist, die Zuchtbem√ľhungen in den Zoos zu verst√§rken, indem man neue Zuchtstandorte aufbaut, dann frage ich mich wirklich, wie weit es noch kommen muss. Gab es nicht k√ľrzlich erst eine mit viel Aufwand betriebene, prestigetr√§chtige Rhino-Kampagne der EAZA...?
(20.06.2007, 21:56)
nurmichael:   @ Saya, auch Sie haben recht, die founder der britisch- irischen Spitzmaulnash√∂rner fehlen in u.g. Liste. Ich werde sie bei Gelegenheit nachtragen. Mir war es wichtig die genetische Diversit√§t der kontinentaleurop√§ischen Spitzmaulnash√∂rner darzustellen. Dabei habe ich noch zwei √ľbersehen, n√§mlich Conny und Suse, das erste Hannoveraner Zuchtpaar, Ihr Sohn Kaspar ging nach England, wurde dort in Rupert umbenannt und zeugte mit einer wildgeborenen Kuh den sp√§teren Z√ľrcher Parky. Dieser wurde lt. ZB dreifacher Vater (2,3). Zwei seiner T√∂chter sind noch am leben und reproduktionsf√§hig.
Conny m, 0007, wb, * 57 ‚Äď 73; 61 H: 3,1
Suse f, 0008, wb, * 55 ‚Äď 86; 60 H: 3,1
(20.06.2007, 21:54)
nurmichael:   @ Michael Mettler, Sie haben v√∂llig recht, den Spitzmaulnash√∂rnern im Norden Namibias und rund um den Caprivi Zipfel wurden von Groves 1967 der dort endemischen Unterart d.b. chobiensis zugerechnet. Diese Unterart wurde aber von Hillman (?) im Bongo 7 (1983) nur mehr eine Individuenzahl von einigen Dutzend bis wenigen Hundert bescheinigt. Im Zuchtbuch f√ľr afrikanische Nash√∂rner wurden die Unterarten d.b. bicornis, d.b. chobiensis, d.b. ladoensis, d.b. bruccii und d.b. longipes nie gelistet. Die Interpretation von chobiensis in bicornis w√ľrde einhergehen mit der Aufgabe von chobiensis. Das k√§me sozusagen einer Berichtigung der von Groves vorgeschlagenen Systematik gleich. Dazu ist zu vermerken, dass Rookmaaker (ZB 2, 1983) diese ohnehin f√ľr nicht endg√ľltig ansieht.
(20.06.2007, 21:40)
Michael Mettler:   Habe spa√üeshalber mal in Wikipedia nach den Unterarteinteilungen geschaut: chobiensis taucht dort nicht mehr auf, ihr Verbreitungsgebiet wird anscheinend tats√§chlich der Nominatform zugeschlagen und diese dadurch wieder zum Leben erweckt.

Peinlich √ľbrigens, dass sowhl auf der deutschen als auch auf der englischen Wikipedia-Seite je ein falsches Foto zu finden ist; auf der englischen ein Panzernashorn, an dem die Lippenform des "Black rhino" demonstriert wird, und auf der deutschen ein "Spitzmaulnashorn" mit Kalb im Zoo M√ľnster....

Ein interessantes Nebenprodukt des Nachsehens ist aber, dass auf beiden Seiten etwas zum Sozialverhalten der Art zu lesen ist: Obwohl einzelg√§ngerisch, sollen Spitzmaulnash√∂rner gegen√ľber Artgenossen in Nachbarrevieren keine Aggression zeigen, selbst adulte Bullen wurden schon nebeneinander √§send beobachtet; K√ľhe und K√§lber sollen sich kurzzeitig auch zu lockeren Gruppen zusammenfinden. Zu K√§mpfen kommt es wohl nur zwischen Bullen, wenn eine br√ľnftige Kuh im Spiel ist. Wie es aussieht, birgt die Art wohl doch wesentlich mehr soziales Potenzial, als man ihr allgemein nachsagt. Die spannende Frage dabei ist, ob die Betonung auf Reviernachbarschaft im Sinne langj√§hriger Bekanntschaft liegt und ein "neu hinzu gezogener Nachbar" nicht doch zu Reibereien f√ľhrt.
(19.06.2007, 21:36)
Saya:   Ich habe eine Frage zur Liste der Founder - es kommen keine Tiere aus Port Lympne vor. Wei√ü jemand n√§heres √ľber die Abstammung der gro√üen Herde dort?
(18.06.2007, 22:41)
Michael Mettler:   W√§ren Tiere aus Namibia nicht fr√ľher zur Unterart chobiensis gerechnet worden? Anders gesagt: Vielleicht hat man chobiensis zum Synonym f√ľr bicornis herabgestuft - auch so kann man nat√ľrlich ausgestorbene Formen wieder zum Leben erwecken. Daf√ľr gibt es eine Parallele beim Steppenzebra: Das Damarazebra wird neuerdings als westliche Population des vermeintlich erloschenen Burchellzebras betrachtet, das Zululandzebra als √∂stliche - somit w√§re nur die zentrale Population des Burchellzebras ausgerottet worden, aber nicht die gesamte Unterart....
(18.06.2007, 22:38)
nurmichael:   Zur Unterartendiskussion hier im Forum habe ich mich mehrfach ge√§u√üert. In letzter Zeit stolpere ich im Netz immer wieder √ľber die Behauptung, die Nominatform des Spitzmaulnashorns diceros bicornis bicornis habe √ľberlebt. Der Systematiker Groves hatte es zuletzt 1969 als ausgestorben bezeichnet. Auf der HP (http://www.rhino-trust.org.na/html/historie.html) von ‚ÄěSave the Rhino Trust‚Äú wird aber behauptet, diese Unterart sei rezent. In der Kunene Region im ariden Westen Namibias sei es die ‚Äěweltweit die einzige Nashornspezies, die auf kommunalem und staatlichem Land, das keinerlei formalen Schutzstatus genie√üt, √ľberlebt hat.‚Äú Also gleich zwei Superlative: d.b.bicornis hat √ľberlebt obwohl es nie gesch√ľtzt wurde. Wei√ü im Forum jemand, ob das ernst zu nehmen ist, oder ob es sich um einen PR-Gag handelt, um das Gebiet touristisch attraktiv zu vermarkten.
(18.06.2007, 22:16)
nurmichael:   Eine kleine Korrektur zu unten stehender Liste: √Ąhnlich wie bei Nr. 17 Jarca verh√§lt es sich mit Nr. 3 Kitani. Auch ihr Erbanteil ist derzeit in England konzentriert. Ihre Enkelin Sita lebt in Paingnton mit Tochter Zuri.
(16.06.2007, 23:11)
Mel:   trotzdem danke
(14.06.2007, 23:29)
nurmichael:   @ Mel, seit kurzem liegt mir das ZB Nr. 9 von 2000 vor. Dort sind nur noch die Spitzmaulnash√∂rner aufgef√ľhrt. Dennoch ist es mindestens 100 Seiten stark. Leider ist es als Datei nur in einem mir unbekannten Format erh√§ltlich, aber wohl zu bekommen. Somit muss ich Ihre Frage leider mit nein beantworten.
(14.06.2007, 23:28)
Mel:   @nurmichael: besteht die m√∂glich keit mir ein kopie des ZB zu mailen?
(14.06.2007, 23:23)
nurmichael:   Dahabe ich doch glatt die Tabelle vergessen.
1 Mbololo m, 0219, wb, * 73 - t 88, B: 1,4
2 Kilaguni f. 0220, wb, * 74, B: 0,4
3 Kitani f, 0221, wb, * 72 - t 83, B: 0,1
4 Mzima f, 0240, wb, * 73, B: 2,4
5 Klaus m, 0166, wb, * 69 - t 91, 71 L: 0,0; 88 B: 1,3
6 Kibo m, 0009, wb, * 64 - t 99; 67 Mb : 1,1; 94 B: 1,1
7 Kenia f, 0153, wb, * 66; Mb: 1,1
8 Madiba m, 0653, wb, * 92; 96 Mb 0,2
9 Billy m, 0031, wb, * 47 ‚Äď t 83; 49 Zh: 0,1
10 Susi f, 0032, wb, * 61 ‚Äď t ?, 64 H: 0,0; 65 Zh: 0,1
11 Murray m, 0171, wb, *69 ‚Äď t ?, 71 DvKr: 0,0; 76 Wroclaw: 0,0; 80 DvKr: 0,0; 83 Zh: 1,0: 88 Tallin:0,0
12 Kifaru 2 m, 0252, 0120 x 121 (St. Louis, USA), * 76, 78 F: 0,0 (Kifaru); 87 Zh: 3,3
13 Ken; m; 0170; wb; *70 ‚Äď t 79; 71 DvKr: 0,2:; ; ; ;
14 King; m; 0172; wb; *68 ‚Äď t 78; 71 DvKr: 0,1:; ; ; ;
15 Elsa; f; 0174; wb; *67 ‚Äď t 78; 71 DvKr: 0,1:; ; ; ;
16 Jimmi; f; 0175; wb; *70 ‚Äď t ?; 71 DvKr 3; 3; ; ;
17 Jarca; f; 0178; wb; *70 ‚Äď t 96; 71 DvKr: 1,1:; ; ; ;
18 Sabi; f; 0217; wb; *72 ‚Äď t ?; 74 DvKr: 0,1; 83 Zh: 1,1; ; ;
19 Isis; m; 0268; Embu (wb USA) x Princess (zb USA); *77 ‚Äď t ?; USA: 0,0; 78 DvKr: 4,4; ; ;
20 Cody; m; 0260; Ferdinand (wb AUS) x Beauty (AUS); *75 ‚Äď t 99; AUS: 0,0; 88 B: 0,0; DvKr: 2,1:; ;

(14.06.2007, 23:18)
nurmichael:   Aus aktuellem Anlass stelle ich in der folgenden Tabelle mal die Founder der kontinentaleurop√§ischen Spitzmaulnashornzucht (d.b. michaeli) zusammen. Aktuell deswegen, weil hier immer wieder die Inzuchtdiskussion aufflackert (L√∂ffelhunde), ohne Kenntnis der Anzahl der urspr√ľnglichen Importtiere, bzw. der Verh√§ltnisse w√§hrend des genetischen Flaschenhalses. So gibt es bsw. bei den Breitmaulnash√∂rnern kein ‚Äěfrisches Blut‚Äú, und bei den Angola-Giraffen ist dessen Beschaffung derzeit wohl unm√∂glich.
Die Tabelle enth√§lt nur Tiere, die sich 1. fortgepflanzt haben, und 2. deren Gene sich heute noch in der Zoopopulation befinden und Chancen auf weitere Verteilung haben. Mit Ausnahme von Kifaru 2, Isis und Cody sind alle Tiere in Afrika geboren. Die genannten Ausnahmen stammen aus den USA bzw. Australien und haben hier au√üer ihren eigenen Nachkommen keine genetischen Verwandten. Der Zeitpunkt ist g√ľnstig, da ‚Äěbritische Gene‚Äú erst seit kurzem vorhanden sind, bzw. Parky sich in Z√ľrich bis zu seinem Tod nicht fortgepflanzt hat. Bei Nummer 17 Jarca bin ich mir nicht sicher, ob noch Verwandte existieren, da sie nur 1,1 Nachkommen hatte, das Bullkalb nach einer Woche verstorben ist und ihre Tochter nach GB abgegeben wurde. Die Anzahl und Verteilung der Nachkommen ist nicht mehr aktuell (Stand ca. 1998), allerdings hat von den wild geborenen ersten hier importierten Foundern danach kaum noch einer gez√ľchtet.
Demnach betr√§gt die urspr√ľngliche Zuchtbasis der derzeitigen Population 20 Tiere (11,9).
(14.06.2007, 23:14)
nurmichael:   Wenn es so ist, dass die Zuchtf√§higkeit einer Art entscheidend abh√§ngig ist von den Kommunikationsf√§higkeiten des EEP Koordinators und weniger vom Grad der Gef√§hrdung der entsprechenden Art, verstehe ich den Sinn von EEP nicht mehr. Dieser liegt doch immer noch in der Vorstellung, eine stabile Zoopopulation einer Art aufzubauen und diese so zu managen, dass die eingebrachte Gendiversit√§t m√∂glichst erhalten bleibt.
Wenn es aber weder an Platz noch an Geld mangelt, wie offenkundig in Augsburg, Dortmund, Gelsenkirchen, Hamburg und Osnabr√ľck g√§be es doch zumindest bei einigen dieser Haltungen die M√∂glichkeit (oder Pflicht ?) den wohlklingenden Reden Taten folgen zu lassen und die EEP Idee ernst zu nehmen. Das gilt insbesondere auch f√ľr die Taxon Advisory Group (Rhino TAG).
(09.06.2007, 22:27)
Michael Mettler:   @nurmichael: Vergiss aber nicht, dass es oberhalb von EEP oder ESB mit den Taxon Advisory Groups f√ľr ganze Tiergruppen (z.B. Antelope TAG) noch eine Kommunikationsebene gibt, in der m.W. abgesprochen wird, auf welche Arten man in n√§chster Zeit verst√§rkt das Augenmerk richten will usw. Bei den EEP-Treffen scheinen, nach einem Bericht in der ARBEITSPLATZ ZOO zu urteilen, die EEP-Koordinatoren f√ľr "ihre" Arten regelrecht die Werbetrommel r√ľhren zu m√ľssen - auf Deutsch, die Halter werden umworben, am EEP Teil zu nehmen und Platz f√ľr die jeweilige Tierart zu schaffen. Und da ist nun mal der einfachste Weg (wenn z.B. wenig Geld f√ľr Neubauten da ist), auf eine andere Art/Unterart zu verzichten, um die Ressourcen der protegierten Art zukommen zu lassen. In gewissem Sinn IST das zwar Einfluss auf die Haltung anderer Arten, aber dazu entscheidet sich der jeweilige Zoo freiwillig. Wenn also andere Arten durch EEP-Arten "verdr√§ngt" werden, liegt die "Schuld" nicht beim EEP.
(08.06.2007, 18:34)
nurmichael:   Die EEP machen Aussagen √ľber die jeweilige Tierart, stellen Regeln zum Austausch von Zuchttieren, vermitteln √ľberz√§hlige Tiere und das immer unter genetischen Aspekten in der Regel unter Zuhilfenahme des Zuchtbuchs. Einen Einfluss auf die Haltung einer anderen Art, ob mit oder ohne EEP, werden die Zoos sich wohl (zu Recht) verbitten. Ich halte die Aussage von IP66 daher f√ľr sehr zweifelhaft. Eher wird wohl der Aspekt eine Rolle spielen, den Michael Mettler zuletzt in der Leipzig/Gondwana Diskussion erw√§hnte, dass n√§mlich mit der Pr√§sens einer Nashornart beim Besucher die ‚ÄěErwartung Nashorn‚Äú erf√ľllt ist und eine zweite Art f√ľr den Halter √∂konomisch keinen Sinn macht.
Eine Forderung zur Haltung nur einer Nashornart hier im Forum kenne ich nicht. Meine Postings bez√ľglich des Austauschs von Spitzmaulnash√∂rnern gegen Breitmaulnash√∂rner bezogen sich auf die f√ľr die Zucht nicht optimalen Haltungsbedingungen bei vielen Haltern. Statt immer wieder Breitmaulnash√∂rner anzuschaffen, die dann zur Arterhalt doch nichts beitragen werden, habe ich vorgeschlagen, deren ‚ÄěPlanstellen‚Äú besser der noch bedrohteren Art Spitzmaulnashorn zu √ľberlassen. Die ‚ÄěInfrastruktur‚Äú wie bsw. Gehegeeinrichtung und Stallkonstruktion sind ja kompatibel.

(08.06.2007, 18:23)
IP66:   Die entsprechende Forderung wurde im Forum schon mehrfach angef√ľhrt.
(08.06.2007, 17:53)
Stefan:   @IP66: Von dem Zwang, im Rahmen des EEPs nur eine Nashornart halten zu d√ľrfen, h√∂re ich das erste Mal. Wissen Sie N√§heres hierzu (seit wann, von wem initiiert, Quellen) bzw. wie erkl√§ren sich dann die Haltungen in Berlin Zoo und TP? Ich dachte, der Schwund vieler Doppelhaltungen sei einzig und allein auf die beengten Platzverh√§ltnisse in Zoos zur√ľckzuf√ľhren...
(08.06.2007, 16:08)
?:   Die gibt es,die Eltern des 1999 bei Marwell geborenen Kalbes sind beide in englischen Zoos zur Welt gekommen. Das ist das erste F2 Kalb in Europa. In San Diego gibt es die schon lange, da sind mittlerweile fast 100 Breitmaulnash√∂rner geboren worden.
(08.06.2007, 11:11)
IP66:   Herrn Mettlers Argumentation zum Sinneswandel in den Zoos kann ich mich anschlie√üen. Allerdings w√ľrde ich sie insofern einschr√§nken, als es sich nur um einige Zoos handelt, die auf "Botschaftertiere" setzen. Vielleicht spielt bei dem Wandel auch eine Rolle, da√ü mancher EEP-Koordinator sich eben nicht als ein Vermittler, sondern eher als ein Oberbefehlshaber verstanden hat - wenn ich an den Zwang denke, nur eine Nashornart zu halten, oder an die Anordnung, Okapist√§lle mit einer gro√üen Boxenzahl zu errichten, so kann ich nachvollziehen, da√ü die kollegiale Zusammenarbeit, die koordinierter Vorgehen erfordert, hier und da gelitten hat.
(08.06.2007, 10:41)
WolfDrei:   zum Problem der "k√ľnftigen Selbstversorgung" mit den Breitm√§ulern eine Frage an die Zuchtbuchkenner: gibt es eigentlich schon "echte" F2-Generationstiere in Europa (z.B. Whipsnade) und den USA (SD WAP)?
(08.06.2007, 09:23)
Michael Mettler:   @Carsten: Angesichts des m.W. sehr straffen Wildlife-Managements in s√ľdafrikanischen Nationalparks und Wildreservaten k√∂nnte man dort eigentlich schon von Tierhaltung sprechen. Einen gro√üen Unterschied zwischen Wildfang und Farmtier sehe ich da nicht mehr, zumal Nash√∂rner zwar nicht geschlachtet, aber immerhin als Touristenmagnete "genutzt" werden und somit vielerorts auch aus wirtschaftlichen Gr√ľnden angesiedelt werden d√ľrften. Im Gegenzug verschwinden bei Ansiedlung von beliebten Touri-Fotoobjekten teilweise touristisch uninteressante Arten - sollte uns das nicht wirklich an die derzeitige Zoosituation erinnern...?
(08.06.2007, 08:52)
Mel:   Wenn ich mich recht erinnere gibt es da eine gewisse "Grauzone", was die √úbernahme "nicht-EEP`lers" Nachzuchten durch einen "EEP'ler" betrifft.

Also sicherlich nicht ohne Komplikationen aber ich denke möglich
(07.06.2007, 23:01)
Carsten:   EEP hei√üt doch auch, die Tiere quasi dem Koordinator zu √ľberlassen, da√ü k√∂nnte ja im Extremfall dann irgendwann bedeuten, da√ü ich ohne Tiere dastehe, oder? Wenn ich dann eine andere Quelle habe, warum soll ich die nicht nutzen? Und sind die Tiere z. B. in Gelsenkirchen Wildf√§nge oder kommen sie aus einer Farm, also quasi auch nur einem gr√∂√üeren Zoo?

Was passiert, wenn Gelsenkirchen wirklich mal Nachwuchs hat, darf kein EEP Zoo den dann nehmen, obwohl das Tier frischen Blut in die Zoolinien bringen w√ľrde?
(07.06.2007, 22:14)
Michael Mettler:   Ein ganz ketzerischer Gedanke keimt da auf: Sollte das, was Zoos wie Hannover und Gelsenkirchen in diesem Forum gern unterstellt wird - n√§mlich die Zurschaustellung √ľber den Artenschutz zu stellen - etwa doch in breiterer Front einen Wechsel der Zoophilosophien einl√§uten...? Immerhin kann man ja in erfolgten oder beabsichtigten Alleing√§ngen beim Import von Breitmaulnash√∂rnern auch einen Protest gegen die Institution EEP sehen....

M√∂glicherweise ist inzwischen die Symboltr√§chtigkeit einer Tierart wichtiger als deren Bedrohungsgrad. Denn man kann schlie√ülich auch mit Hilfe von Breitmaulnash√∂rnern, Zool√∂wen usw. Besucher dar√ľber informieren, wie es um deren wild lebende Verwandte (also Nash√∂rner oder L√∂wen allgemein) steht - "Botschafter der Natur"....
(07.06.2007, 21:45)
nurmichael:   Seit Beginn der EEP Mitte der 80er Jahre gibt es solche f√ľr afrikanische Nash√∂rner. Zu dem Zeitpunkt war das Problem der ‚ÄěUnzucht‚Äú bei Paarhaltung der Breitmaulnash√∂rner bereits bekannt. Dennoch konnten sich regelm√§√üige Zuchten in Deutschland nur in Hodenhagen, und meinethalben in Erfurt etablieren. Weder im Tierpark Berlin noch in M√ľnster oder anderen Deutschen Haltungen ist das letztlich gelungen. Der gut gemeinte Versuch des Zoo Berlin, sein 22j√§hriges Weibchen Kuababa f√ľr ein Jahr in M√ľnster einzustellen, war im Ergebnis erfolglos. Auch die bei einigen Forumsteilnehmern abgelehnte ‚ÄěVerschiebung‚Äú des amerikanischen Paares Benno/Kifaru von Halle √ľber Leipzig/Berlin nach Salzburg hat bislang m.W. keine Fr√ľchte getragen.
@IP66, die wenigen noch lebenden Tiere der ‚ÄěImportwelle‚Äú zu Beginn der 70er Jahre sind ihrer Reproduktionsphase entwachsen. Ein Neuanfang kann also nur mit frischen Tieren gemacht werden. Meine Kritik richtet sich auch nicht gegen den Import von Tieren (am besten Nachwuchs aus europ√§ischen oder amerikanischen Haltungen) sondern gegen einen Neuanfang mit bekannt fraglichen Mitteln bei gleichzeitiger Platzknappheit f√ľr die wesentlich bedrohteren Spitzmaulnash√∂rner. Wie die Erfahrungen der letzten 30 Jahre zeigen, ist deren Erhaltungszucht zumindest bez√ľglich ihres Raumbedarfs weniger aufw√§ndig. Die Gemeinschaftshaltung von Gro√ütieren zur Attraktivit√§tssteigerung eines Zoos √ľber die Erhaltungszucht zu stellen, widerspricht dem Arche Noah Konzept, dessen sich die Zoos sonst so gerne r√ľhmen. Wer es dennoch macht, schadet deren Ansehen nachhaltig.
(07.06.2007, 20:07)
?:   In Marwell hat es auch schon mindestens ein Kalb ( 1999 ) gegeben und Edinburgh hat fr√ľher mehrmals mit nur einem Paar gez√ľchtet.
(07.06.2007, 16:23)
?:   Gute und regelm√§√üige Zuchterfolge bei Breitmaulnsh√∂rnern gibt es vor allem in Gro√übritannien ( Longleat, Blair Drummond, Whipsnade, Bewdley,Prescot,Dalton-in-Furness ).Bei Woburn wei√ü ich es nicht. Alle diese Einrichtungen halten gr√∂√üere Gruppen.
(07.06.2007, 14:48)
IP66:   Man kann die Breitmaulnashornimporte zweifelsohne krtisch sehen. Auf der anderen Seite wird hier erstmals publikumswirksam eine neue Gro√ütierart importiert, kompetent und zuverl√§ssig, aber eben entgegen dem Selbstversorgungsprinzip, das manche Zoos sehr √∂ffentlichkeitsorientiert propagiert haben. Die Frage ist, wie man solche Importe sieht: Wenn man sie f√ľr notwendig h√§lt, ist es gut, wenn unter den Augen der √Ėffentlichkeit erfolgreiche Importe stattfinden, um diese daran zu gew√∂hnen und deutlich zu machen, da√ü es bei vielen Arten anders nicht geht. Wenn man tats√§chlich das Selbstversorgungsprinzip durchsetzen m√∂chte, sind Einf√ľhraktionen naturgem√§√ü problematisch. Ich denke, da√ü beide Meinungen vertreten werden k√∂nnen, mir scheint aber die zweite nur dann schl√ľssig vertretbar, wenn man besagtes Prinzip auch auf anderen Tierarten ausdehnt und einen erheblich arten√§rmeren Zoo will. Insofern neige ich der Meinung zu, da√ü wir importieren sollten, allerdings auf der Grundlage eines Subsidiarit√§tsgrundsatzes, also nur dann, wenn eine neue Art etabliert werden soll oder der vorhandene Bestand ohne Importe nicht erhalten werden kann. Ob das bei den Breitmaulnash√∂rnern erforderlich ist, m√ľssen die beurteilen, die die Best√§nde besser kennen als ich. Massenimporte wie in der den 70er Jahren halte ich angesichts der Transportkosten und der aufwendigen Haltungsvedingungen f√ľr unwahrscheinlich.
(07.06.2007, 14:36)
Michael Mettler:   Auf der Emmener HP gibt es ein paar Infos √ľber die dortige Zucht:
http://www.noorderdierenpark.nl/nl/dierenpark/spreekbeurt_neushoorn.htm
Demnach werden 1,2 gehalten, davon 0,1 im Tausch gegen eine andere Kuh aus Arnheim gekommen. Alle K√§lber (insgesamt drei) stammten vom selben Muttertier, die letzte Geburt war allerdings schon 1999, und das Kalb wurde nur neun Tage alt. Die beiden ersten K√§lber wurden aufgezogen und nach Australien bzw. Frankreich abgegeben. Man vermutet, dass die drei Tr√§chtigkeiten zu schnell hintereinander kamen und dies zuviel f√ľr die Kuh war.

Trotzdem: Eine Zucht bei 1,2-Haltung scheint mir doch immer noch zu den gro√üen Ausnahmen bei Breitm√§ulern zu geh√∂ren, oder? Hoffnung f√ľr Gelsenkirchen...
(06.06.2007, 23:44)
Saya:   Ich w√ɬľrde inzwischen Erfurt auch zu den regelm√ɬ§√ÉŇłigen Z√ɬľchtern z√ɬ§hlen, inzwischen 4 K√ɬ§lber geboren und auch alle aufgezogen seit 2003 von 2 jungen K√ɬľhen. Die werden sicher noch eine ganze Reihe weiterer K√ɬ§lber bekommen, ich glaube Numbi ist jetzt schwanger mit ihrem 3. Kalb.
(05.06.2007, 19:33)
Schweizer:   Zwei Weibchen haben sich an der Zucht in Arnhem beteiligt .
1. 0230 Freya geb.17.08.71 lebt noch und hatte letztes Jahr ihr letztes Kalb

2. 1340 Kwanza geb. 15.12.00 in Lon-Whipsnade hatte dieses Jahr erstmals ein weibliches Kalb
Vater ist der leider k√ľrzlich verstorbene 0532 Dale geb. 19.12.79 in Lon-Whipsnade
(05.06.2007, 18:23)
?:   @Michael Mettler. 100 % ig sicher. Nachdem es nie mit dem Paar mit Nachwuchs geklappt hat, kam eine zweite Kuh ( Arnheim oder Beekse Bergen, bin in diesem Punkt nicht sicher )und 1996 wurde das erste Kalb geboren, das auch das Titelmotiv des Zoof√ľhrers aus diesem Jahr ist. 3 0der 4 K√§lber folgtem diesem ersten, ich wei√ü es nicht, ob von beiden K√ľhen oder nur von einer.Unsere holl√§ndischen Forumsteilnehmer wissen das bestimmt besser als ich.
(05.06.2007, 18:14)
Stefan:   Das N√∂rdliche Breitmaulnashorn Nadi ist an Altersschw√§che im Zoo von San Diego gestorben (Quelle: Standard)
(05.06.2007, 16:46)
Michael Mettler:   @?: Emmen hatte Breitmaulnashorn-Nachwuchs? Und sogar mehrmals? Da gab es doch √ľber viele Jahre nur ein Paar und zeitweise eine zus√§tzlich eingestellte Kuh, so weit ich wei√ü. Ganz sicher?
(04.06.2007, 21:51)
nurmichael:   Auch noch falsch geschrieben Beekse Bergen. Das mit Hilvarenbeek kommt hin. Die anderen Angaben beziehen sich auf diesen Zoo.
(04.06.2007, 21:07)
nurmichael:   @ Hinrich, eine gute Nachricht. Endlich mal wieder eine Kombination von Mzima und Kilaguni nach Tatu, Tisa und Kumi.
(04.06.2007, 21:04)
?:   Da f√ɬ§llt mir ein, das auch in Emmen und Arnheim bereits mehrere Breitmaulnash√ɬ∂rner geboren worden.
(04.06.2007, 20:56)
?:   "Beekse Bergen " ist der Name des Parkes , der Ort, in dem dieser liegt, hei√ÉŇłt Hilvarenbeek.
(04.06.2007, 20:55)
nurmichael:   @ Dirk K., ich habe heute in dem Zuchtbuch f√ľr afrikanische Nash√∂rner Nr. 8, 1998, das letzte indem beide Arten verzeichnet sind, nachgesehen. Dort ist eine niederl√§ndische Haltung aufgef√ľhrt, die dort aber nicht als Beeske Bergen sondern mit einem anderen Ortsbegriff bezeichnet wird, in der Breitmaulnash√∂rner regelm√§√üig gez√ľchtet wurden. Der gesamte Nachwuchs bis 1996 stammte von einem Bullen, der dann in einen d√§nischen Zoo abgegeben wurde. Sein Nachfolger war nicht etwa einer aus Hodenhagen oder Whipsnade, nein der wurde im Zoo von Pretoria geboren und von S√ľdafrika nach Holland importiert. Hab den Zettel mit der Ortsbezeichnung leider vergessen.
(04.06.2007, 20:43)
Michael Mettler:   @R√ľdiger: Laut Kurzbericht innerhalb der gestern auf WDR gesendeten Wuppertal-Doku, in der auch √ľber die Augen-OP in Hodenhagen berichtet wurde, hei√üt die Mutter des operierten Jungbullen Heini Doris.
(04.06.2007, 20:00)
Hinrich:   Eventuell k√∂nnte in Leipzig Serafine tragend sein. Ein Schwangerschaftstest demn√§chst soll aufkl√§rung bringen, ob das Decken im letzten Jahr erfolgreich war.
(03.06.2007, 22:48)
nurmichael:   @ Dirk K., Schweizer, zu Ihren postings vom 29.5. Sicher werden zuchtf√§hige Spitzmaulnashornbullen gesucht. Nur, wer wei√ü schon, ob ein juveniler Bulle zuchtf√§hig ist? Ist Taco in K√∂ln nicht zuchtf√§hig, oder liegt die bisherige Erfolglosigkeit in Sachen Kinderkriegen an Tisa? Ist in Leipzig Ndugu mit 11 Jahren zuchtunf√§hig (sein Halbbruder Tatu war in diesem Alter bereits zweifacher Vater) oder sind die beiden K√ľhe (Nandhi 8a, Serafine 7a) noch zu jung. War Jakob in Krefeld zuchtf√§hig und passte nur die Kombination mit Nane nicht? Bald werden wir hoffentlich Antworten auf diese Fragen bekommen. Ich will damit sagen, dass es h√§ufig nicht nur an den Tieren liegt, wenn Nachwuchs ausbleibt, sondern ganz besonders auch am Zuchtmanagement. Warum bsw. hat K√∂ln nicht l√§ngst den viele Monate ‚Äěbesch√§ftigungslosen‚Äú und zuchterprobten Usoni aus dem benachbarten Krefeld mit Tisa kombiniert? √Ąhnlich sieht es mit einer Reise von Ndugu von der Pleisse an den Z√ľrichsee aus. In beiden F√§llen keine Verwandtenpaarung und sofortige R√ľckkehr nach erfolgter Hochzeit. Noch dazu f√ľr beide Kuhhalter wertvoller Nachwuchs, weil wahrscheinlich nicht wiederholbarer Reisen bzw. Genkombinationen. Man sieht, man muss nicht unbedingt auf fern√∂stliche Manneskraft bauen (obwohl ich mich √ľber die genetische Bereicherung aus Osaka freue), es ginge auch anders.
(03.06.2007, 22:26)
Dirk K:   Tats√§chlich. Hier im Forum wurde mal der Link www.wreep.net gepostet, welcher leider nicht mehr funktioniert. Unter Beekse Bergen waren habe ich da keine wirklichen Jungtiere ausmachen k√∂nnen.... Lasse mich aber gerne eines besseren belehren :-)
(03.06.2007, 20:20)
nurmichael:   Sch√∂n, dass ich mich in der Zahl erfolgreicher Breitmaulnashorn Haltungen geirrt habe. Wenn also in Europa Nachzuchttiere zur Verf√ľgung stehen, wird denn dann in den von Michael Mettler unten benannten geplanten Haltungen mit diesen geplant, oder sind Wildf√§nge als Besatz angedacht?
(03.06.2007, 20:07)
?:   Und alle auch selbst aufgezogen ? Oder hat man ihr die K√§lber schon nach einem Jahr weggenommen, damit sie wieder hei√ü wird ? 13 K√§lber sind zwar nicht √ľbel, aber in San Francisco hat eine Spitzmaulnashornkuh sogar 16 K√§lber geboren und aufgezogen.
(03.06.2007, 19:43)
!:   Mitlerweile ist die Nummer 31 K√§lber in Beekse Bergen geboren.
Ein Weibchen har alleine 13 Nashörnchen geboren < > rekordverdächtig
(03.06.2007, 19:11)
?:   Ich war 2004 dort. Damals gab es ein ca. 4 Wochen altes Kalb , und die Herde umfasste √ľber 10 Tiere. Anhand des Zuchtbuches, das einige Teilnehmer hier wohl besitzen , m√ľ√üte sich doch leicht feststellen lassen, wieviele K√§lber dort bisher geboren wurden ? Halt, Stopp, Momebt Mal, ich habe gerade im aktuellen, 2006 erschienenen Zoof√ľhrer nachgesehen, und so gut ist mein holl√§ndisch , das ich den Satz " Sinds 1972 toen de eerste dieren in het safaripark kwamen,zjin hier al meer dan twintig neushoorns geboren ", richtig verstehe: Seit 1972 die ersten Tiere in den Safaripark kamen, sind hier mehr als zwanzig Jungtiere geboren worden" Zwanzig K√§lber in 35 Jahren, das ist eine regelm√§√üige Zucht.
(03.06.2007, 18:35)
Dirk K:   Z√ľchtet Beekse Bergen wirklich regelm√§√üig? Die halten zwar eine gro√üe Gruppe aber ich meine Zuchterfolge gab es dort noch nicht sehr immens.
(03.06.2007, 16:57)
?:   Breitmaulnsh√∂rner werden noch regelm√§√üig in Beekse Bergen, das letzte Jungtier ist jetzt 6 Monate alt, und in ein paar englischen Safariparks gez√ľchtet.
(03.06.2007, 16:46)
Michael:   @Michael Mettler:
Mit der Ecke, meine ich den Platz, zwischen den Zwergseiden√§ffchen und den Nasenb√§ren. Dahingehend w√ľrde auch der Platz hinterhalb der Volieren zur Verf√ľgung stehen. Aktuell geplant ist dort meines Wissens nicht, da erst mal die anderen Baustellen abgeschlossen werden m√ľssen. Bei meinem Besuch im Fr√ľhjahr war das Gel√§nde bei der ehem. Pr√§riehundanlage abgesperrt mit Bauzaun und Werkzeugen. M√∂glich, dass dort gebaut wird. Was, wann und wie wei√ü ich leider nicht. Dazu gibt es leider (noch) keine Informationen.
(02.06.2007, 22:46)
Mel:   @MM: Mit "Ecke" ist der Bereich im Zoo Berlin gemeint, der hinter dem NH 1 liegt.
(02.06.2007, 22:46)
nurmichael:   @ Michael, ich gebe meine Schw√§che f√ľr Spitzmaulnash√∂rner gerne hier preis, falls sie bisher jemandem verborgen geblieben sein sollte. Angeregt wurde diese Vorliebe damals Mitte der 70er durch die Berichterstattung im Rundfunk, wo der damalige Zooassistent Reinhardt Frese (bis vor kurzem Direktor im Zoo Duisburg) au√üerordentlich lebhaft von diesen Tieren zu berichten wusste. Mein erstes Zuchtbuch f√ľr afrikanische Nash√∂rner (2), von dessen Existenz ich bis dato gar nichts wusste, fiel mir auf einem Tr√∂delmarkt in die H√§nde. Die √ľberaus √ľbersichtliche Zahl rezenter Spitzmaulnash√∂rner in Europa lie√ü mich dann zu Beginn der 90er Stammb√§ume anlegen und mein Wissen vertiefen.
Bereits damals nervten mich allerdings die vielen Nullen in der Spalte ‚ÄěOffspring‚Äú bei den dort ebenfalls gelisteten Breitmaulnash√∂rnern. Heute scheinen die Gr√ľnde daf√ľr klar und daher meine Abneigung zu deren geplanten Haltung in ungeeigneten Anlagen. Nach meinem, allerdings nicht ganz frischen, Kenntnisstand, sind in Europa nur Hodenhagen und London Whipsnade in der Lage regelm√§√üig Breitmaulnash√∂rner zu z√ľchten.
(02.06.2007, 22:42)
Michael Mettler:   @Michael: Meinst du mit der "Ecke" in Augsburg den gesamten Bereich inklusive der Volieren usw.? Hinter diesen sah ich im Herbst tats√§chlich gro√üe, ger√§umte Freifl√§chen - gibt es daf√ľr ein Projekt?
(02.06.2007, 22:38)
Mel:   Der Zoo mu√ü den Umzug zwar nicht selbst finanzieren jedoch w√ľrd es nicht ohne einen geh√∂hrigen Eigenaufwand funktionieren. Auch wenn viele Aussagen anders lauten. Denn selbst w√§hrend der Umzugsphase (Neubau WH, dann Abriss alter WH) wird es nicht unerhebliche Kosten geben
(02.06.2007, 22:30)
nurmichael:   @ Mel, die Meinung √ľber das Riesenrad teilen wir. Warum aber muss der Zoo den erzwungenen Umzug denn selbst finanzieren? Im √úbrigen muss der Zoo sich was einfallen lassen, um am m√∂glichen wirtschaftlichen Aufschwung dieser bislang ‚Äětoten Ecke‚Äú teilzuhaben.
(02.06.2007, 22:19)
Mel:   @nurmichael: Dein Grundgedanke war mir schon klar und ich denke √§hnlich, doch leider darf man folgende zwei Punkte nicht vergessen.
1. Trotz vorhandenen "freien" Innenst√§llen im NH II darf man der Qualit√§t nicht vergessen, und erhlich gesagt sind die beiden, f√ľr Besucher sichtbaren und die nicht sichtbare Aussenanlage nicht gerade "Top".

2. Die Pension√§rshaltung, kann man trotz "Machbarkeit" erst mal getrost vergessen. Denn leider ist trotz Knut nicht gen√ľgend finanzielles Material (nach Stallsanierung von Zebra und Co sowie der Affenhausmodernisierung) vorhanden. Denn dank dem aus meiner Sicht "bescheidenen" Riesenrad mu√ü der komplette Wirtschaftshof "umziehen" bzw. neugebaut werden. Und das kostet erheblich.
(02.06.2007, 22:08)
nurmichael:   @ Mel, eben weil die Verh√§ltnisse selbst im Zoo Berlin f√ľr Spitzmaulnash√∂rner eng wird, hatte ich die Diskussion um die Pension√§rspl√§tze im Elefantenhaus angeregt (s.u.). Zurzeit gibt es zwei zuchtf√§hige K√ľhe. Wenn Ine (21) innerhalb der n√§chsten 12 Monate ein Kalb gebiert und aufzieht, tritt sie wahrscheinlich anschlie√üend in ihre letzte, reproduktionslose Lebensphase ein. Zudem Zeitpunkt ist Maburi geschlechtsreif. Die Zahl der sich fortpflanzenden K√ľhe bleibt also bei zwei (Kumi, Maburi). Da der Zoo Berlin in den 70ern mit drei K√ľhen begonnen hat, die alle z√ľchteten, w√§re mit der R√ľckf√ľhrung von Zuri aus Paignton in sechs bis sieben Jahren lediglich der alte Zustand, mit einer ges√ľnderen Altersstruktur, wieder erreicht. Zudem verteilen sich jetzt Spitzmaul- und Panzernash√∂rner auf zwei H√§user, wo damals nur eines existierte. Voraussetzung ist aber die Pensionshaltung der √§lteren Tiere.
(02.06.2007, 21:53)
Michael:   Die Pr√§riehundanlage selbst war nicht sehr gro√ü, aber Pr√§riehunden entsprechend halt. Der Platz dort in der Ecke ist aber doch nicht gerade von der Hand zu weisen, soweit ich mich erinnere. Von einem anderen Besatz im Nashornhaus ist mir nichts bekannt. Soweit ich wei√ü, soll das Haus aber nicht f√ľr Besucher zug√§nglich sein, somit w√§ren weitere Kleins√§uger darin wohl ausgeschlossen.
(02.06.2007, 21:47)
Shensi-Takin:   Danke, 6. & 7.Satz h√§tte mir vollends gereicht...
Pr√§riehundanlage? Die war doch nur ein kleines Fitzelchen, wo zuerst der Fennek untergebracht war(Ecke Zwergseiden√§ffchen/ Pflaumenkopfsittiche). Und meiner Erinnerung nach stromert ein Teil der Muntjaks(wahrscheinlich die √ľbersch√ľssigen M√§nnchen) noch immer rechts neben den Pelikanhaus herum.
Seeb√§ren-/hunde sowie der Rest waren bereits bekannt. Und √ľbrigens: bei dem √úberbesatz(ja, ich wei√ü: Frau Dr. Lendl u.a. haben sich t√ľchtig M√ľhe gegeben, dem entgegenzuwirken) an Mantelpavianen m√ľsste man schon allerhand sanieren, damit's nicht schlecht aussieht...;) Werden in dem Nashornhaus auch andere Arten(z.B. Kleins√§uger-und ich meine jetzt nicht wildlebende M√§use/ratten...)untergebracht sein?
(02.06.2007, 21:13)
Mel:   @nurmichael: was die "R√ľckf√ľhrung" betrifft kann ich leider keine Infos liefern jedoch kann ich mir das bei dem momentanen Besatz und Aussichten, nicht vorstellen, es wird langsam eng.
(02.06.2007, 21:06)
Sven P. Peter:   Wenn ich das richtig las auf dem Schild hat man aufgegeben Pr√§riehunde zu halten, da 3 Kolonien in Folge vom Marder gefressen wurden...
(02.06.2007, 21:03)
Michael:   Also erstens. Die Fl√§che auf der im Plan die Pr√§riehunde ausgewiesen sind ist nicht gerade klein. Da steht jede Menge Platz zur Verf√ľgung.
Und nochmals zur Umstrukturierung zum allgemeinen Verständnis.
Nash√∂rner auf die Afrikawiese zu den Rappenantilopen und Watussis. Das Haus kommt auf die ehemalige Anlage der Muntjaks. Der Besucherweg wird hinter dem Nashornhaus mit dem Rundweg verbunden. Die Muntjaks sind inzwischen umgezogen neben die Takin-Anlage. Die Paviane bekommen die alte Nashornanlage, nachdem Toto ja nun am Mittwoch gestorben ist. Die Pavian-Anlage die √ľbrigens nicht so schlecht ist, da zwischenzeitlich saniert wird dann von den Mandrills genutzt, die sich derzeit hinter dem Affenhaus befinden. Die Mandrill-Anlage wird umfunktioniert zu einer begehbaren Kattaanlage. Und um die Verwirrung noch ein bisschen zu verst√§rken, die Seeb√§ren sind derzeit bei den Seehunden untergebracht, da deren Anlage gerade gro√üfl√§chig ausgebaut wird. Alle Klarheiten beseitigt?
(02.06.2007, 20:57)
Shensi-Takin:   Och, eigentlich spricht nichts dagegen-nur dass Grevys manchmal dazu neigen, nicht unbedingt die freundlichsten Mitbewohner zu sein-und wenn der Rappenantilope dann mal das horn "ausrutscht"...;) Und die armen Nash√∂rner m√ľssten dann als √ľberdimensionale Fu√üabstreifer herhalten...
(02.06.2007, 19:42)
Medojed:   Was spricht denn dagegen, Grevy-Zebras mit Rappenantilopen zu vergesellschaften ? Grevy-Zebras werden doch auch mit anderen Antilopen vertr√ɬ§glich zusammengehalten.Und mit Giraffen auch.( geh√ɬ∂rt eigentlich nicht hierher, die Frage kann gerne unter " Antilopen " beantwortet werden )
(02.06.2007, 19:36)
Shensi-Takin:   Spitzmaulnash√∂rner im Pr√§riehundgehege-aber sicher...;)
Ich hab's anderweitig schon mal vorgeschlagen: Tod der letzten Elefantenkuh abwarten, dann Nashörner rein. Punkt.
Gern lasse ich mich noch mal aufkl√§ren: die Muntjakanlage kommt also weg, ebenso die Anlagen f√ľr Mantelpaviane, Mandrills & die Ex-Sekret√§r-Anlage. Dann wird das Ganze √ľber den Besucherweg & Wassergraben hinweg mit der Rappenantilopen-Anlage verbunden?
@MM: Rappenantilopen & Grevys? Hui, da gibt's ordentlich was zu tun f√ľr die Gessertshausener Tierklinik...;)
(02.06.2007, 18:43)
Michael:   @Michael Mettler:
Deine Vorliebe f√ľr Spitzmaulnash√∂rner in allen Ehren, aber ich bin mir sehr sicher, dass sich Augsburg nie f√ľr Spitzm√§uler entscheiden w√ľrde, schon allein aus Traditionsgr√ľnden. Platz f√ľr die Spitzm√§uler w√§re sicherlich auf der Seite der Zebras vorhanden. Eine Vergesellschaftung mit Pavianen halte ich daf√ľr aber f√ľr zu experimentierfreudig f√ľr einen Zoo wie Augsburg. Dennoch, wer wei√ü was noch kommt, den in den letzten Jahren herrschten und herrschen ja immer noch rege Baut√§tigkeiten. Im √ľbrigen wird die Anlage der Pr√§riehunde gerade auch umgebaut oder es entsteht was komplett neues dort. Meiner Meinung nach w√§re auch dieses Areal von der Gr√∂√üe her durchaus f√ľr Spitzm√§uler geeignet.
(02.06.2007, 18:02)
?:   Mal etwas Anderes. Gibt es eigentlich einen deutschen Zoo der im Sommer seine Nash√ɬ∂rnmer nachts auf der Au√ÉŇłenanlage l√ɬ§√ÉŇłt ? Hodenhagen eventuell, oder werden dort die Nash√ɬ∂rner nachts aufgestallt ? In Europa ist mir nur Whipsnade bekannt, wo die Breitmaulnash√ɬ∂rner w√ɬ§hlen k√ɬ∂nnen zwischen Stall und Freianlage.
(02.06.2007, 17:38)
Michael Mettler:   Nur mal als Spinnerei: W√§re es eigentlich m√∂glich, die Augsburger Grevyzebras zu den Watussis und Rappenantilopen r√ľber zu holen und deren jetzigen Bereich f√ľr ein Paar Spitzmaulnash√∂rner umzur√ľsten? Stallraum m√ľsste doch auf der Paarhuferseite vorhanden sein, denn die fr√ľher zus√§tzlich dort gehaltenen Grays Wasserb√∂cke sind schon lange weg, und der Bestand der Rappenantilopen ist ja auch recht √ľberschaubar... Mit dieser L√∂sung m√ľsste nicht mal ein Neubau errichtet werden.

Oder aber die alte Breitmaulnashornanlage w√ľrde so umger√ľstet, dass dort Paviane zusammen mit Spitzmaulnash√∂rnern leben k√∂nnten...
(02.06.2007, 17:21)
Michael:   Naja hineingezw√§ngt w√ľrde ich nicht gerade behaupten, da der Platz auf der Afrika-Wiese doch betr√§chtlich ist. √úbrigens glaube ich dass zumindest die Schafe nach und nach abgegeben werden. 17 Schafe werden demn√§chst an einen Alpakahof in Baden W√ľrttemberg abgegeben. Ich glaube nicht, dass der Bestand damit schon ganz abgegeben wurde, aber ich denke ein Trend dahingehend ist erkennbar. Wie es letztendlich mit der Vergesellschaftung aussehen wird und ob nicht doch eine Absperrung zwischen den Antilopen und den Nash√∂rner eingerichtet wird, wird man sehen. Platz genug ist jedenfalls da, da der Bereich der Rappenantilopen auf der Wiese ohnehin der gr√∂√üte ist.
(02.06.2007, 15:49)
Shensi-Takin:   Hmm...ich wage zu behaupten, dass ich den Augsburger Zoo einigerma√üen gut kenne-aber richtig vorstellen kann ich mir trotzdem nicht, wo da Breitmaulnash√∂rner hineingezw√§ngt werden sollen. Spitzmaulnash√∂rner w√§ren da idT angebrachter; ob die aber mit den Rindern, Schafen & Rappenantilopen reibungslos zusammenleben k√∂nnten? Und jetzt
auch noch Kattas in Augsburg...seufz.
@MM: Selbes Spiel in Salzburg: Spie√übock droht Breitmaulnashorn, Nashorn l√§sst Spie√übock vorbei, nur um laut quiekend seinen "Frust" in einer Umsprungshandlung an einem unschuldigen Felsen auszulassen...;) Sofort heftige Proteste seitens Felsensch√ľtzer & Berliner "Felsenrechtler f√ľr nichtmenschliche Felsen"!(kleiner Insider...;)
(02.06.2007, 15:06)
Michael:   Das Haus f√ľr Nash√∂rner im Augsburger Zoo wird auf der ehemaligen Muntjak-Anlage gegen√ľber der Pelikane entstehen, da die Muntjaks vor geraumer Zeit in die N√§he der Takine umgezogen sind. Nach dem Tod der beiden Nash√∂rner Toto und Abu wird die alte Nashornanlage dann f√ľr die Paviane umgebaut. Die alte Pavian-Anlage wird dann den Mandrills zur Verf√ľgung gestellt und widerum die alte Mandrillanlage in ein begehbares Gehege mit Kattas umgebaut. Soviel dazu.
(02.06.2007, 11:37)
Michael Mettler:   Wenn ich das richtig verstanden habe, soll das Augsburger Haus au√üen an die jetzt mit Rappenantilopen und Watussis besetzte Freianlage gebaut werden, und zwar irgendwo auf halbem Wege zwischen dem jetzigen Afrikastall und den Elefanten-/Schimpansenanlagen. Gerade bei den dortigen Fl√§chenverh√§ltnissen und den vorhandenen Huftierarten w√ľrde sich m.E. ein Nachdenken √ľber Spitzmaulnash√∂rner lohnen. Man k√∂nnte ein nur den Paarhufern zug√§ngliches Ausweichgehege in deren Stalln√§he mit Pollern abgrenzen und die riesige Restfl√§che untergliedern. Trotzdem w√ľrde ich nur 1,1 Spitzm√§uler (plus erhofftem Nachwuchs) halten und diese versuchsweise mit den Watussis und Rappenantilopen - zwei sehr selbstbewussten und wehrhaften Tierarten - vergesellschaften. Sollte es funktionieren, k√∂nnte man f√ľr die Zukunft √ľber Kaffernb√ľffel oder Zebras (Grevy-Hengstgruppe!) nachdenken - oder Warzenschweine? :-)

F√ľr Spitzmaulnash√∂rner zu bauen w√§re zudem kosteng√ľnstiger, da man statt der jetzt geplanten sechs nur drei Boxen br√§uchte (Zuchtpaar plus Reservebox) und damit das Haus wesentlich "schlanker" ausfallen k√∂nnte. Da w√§re dann gleich Geld √ľber f√ľr die ebenfalls geplante und offensichtlich dringend notwendige neue Pavian-Anlage. (√úbrigens AUCH eine Tierart, die man mal mit Nash√∂rnern vergesellschaften k√∂nnte.)

In Sachen Vergesellschaftung: In Hodenhagen sah ich einen adulten Breitmaulnashorn-Bullen √ľber die Wiese ziehen. Als er sich dabei einem halbw√ľchsigen Watussibullen n√§herte, senkte dieser unmissverst√§ndlich seine H√∂rner, und der etwa vier- bis f√ľnfmal so gro√üe Nashornbulle schlug einen Bogen... Dass eine Begegnung unter ernsteren Umst√§nden auch anders aussehen kann, ist mir dabei klar, aber das gilt auch f√ľr Standardkombis wie Steppenzebra/Elenantilope.
(02.06.2007, 10:14)
Shensi-Takin:   Der Vorschlag von Stefan, zwei Arten von Nash√∂rnern in einem Zoo zu halten, d√ľrfte in den meisten Zoos daran scheitern, dass weder Platz noch Geld f√ľr die kostenintensive Haltung f√ľr gleich zwei Arten derlei gro√ürahmiger S√§uger vorhanden ist. Bei diversen kosten"g√ľnstigen" Kleintieren kann man es sich leisten, auch mal eine seltene Art parallel zur Standardform zu halten-bei 1 bis fast 4 Tonnen schweren Tieren sieht die Situation schon etwas anders aus. Ich kann verstehen, dass Zoos aus den genannten Gr√ľnden auf S√ľdl. Breitmaulnash√∂rner ausweichen(mW inzwischen ca. 11.600 Tiere au√üerhalb Zoos)-nur sollte man dabei z.B. das Spitzmaulnashorn nicht aus den Augen lassen. Was "Inzucht" angeht-wenn ich mir da so Arten wie den Chatham-Schn√§pper (mit nur einem Weibchen in der "Gr√ľnderpopulation") ansehe-da muss nicht unbedingt alles gleich als verloren betrachtet werden.
Und ob die Spitzmaulnashörner wirklich so unkompatibel in der Zusammenhaltung mit anderen Arten sind: vielleicht sollte man in derlei Hinsicht vorsichtig etwas mehr "experimentieren". Kleinantilopen wie Dik-Diks z.B. oder Zwergziegen in Schwerin(bei den B.)?
Wo genau Augsburg das neue Haus bauen will, ist mir aber irgendwie nicht ganz klar...
(02.06.2007, 09:04)
Michael Mettler:   @nurmichael: Da teilen wir also nicht nur den Vornamen, sondern auch die Meinung :-)

Ich f√ľhle mich wirklich an die gro√üe Breitmaulnashorn-Importwelle der sp√§ten 60er und fr√ľhen 70er Jahre erinnert (nicht als Zeitzeuge, sondern im R√ľckblick) - wer will noch mal, wer hat noch nicht? Auch damals war man ja durchaus guter Hoffnung, mit den √ľberall verteilten jungen Paaren baldige Zuchterfolge feiern zu k√∂nnen - schlie√ülich wusste man es nicht besser. Heute glaubt man das besser zu wissen, aber eine Garantie auf bl√ľhende Zucht hat man mit der Gruppenhaltung ja auch nicht (siehe M√ľnster). Was die Bullen-Rotation betrifft: Wenn ich den Hodenhagener Parkf√ľhrer richtig interpretiere, ist der Importbulle Charly der Vater von bisher 31 K√§lbern dort? Ganz ohne Rotation...? Platz haben die Tiere allerdings mehr als genug...

Mal "Butter bei die Fische": In Dortmund ist ein neues Haus entstanden bei gleichzeitiger Weiternutzung des alten. Es besteht also ein ganzer H√§user- und Gehegekomplex, dazu gab es sehr alte Breitm√§uler. Da h√§tte nicht viel dagegen gesprochen, wieder auf Spitzm√§uler umzusteigen - eine Gemeinschaftshaltung mit anderen Arten findet eh nicht statt. Der Platz w√ľrde es sogar erm√∂glichen, bis zum Tod der alten Breitmaulnash√∂rner beide Arten nebeneinander zu halten - schlie√ülich lebte in der alten Anlage schon mal ein Paar Spitzmaulnash√∂rner. (Um noch weiter zu gehen: Das Beispiel Hannover - alte Anlage - hat bewiesen, dass man K√ľhe beider Arten sogar im selben Gehege halten kann...!) In Augsburg wird ein v√∂llig neues Haus gebaut, in das die alten Breitm√§uler ohnehin nicht mehr umsiedeln sollten - inzwischen leben sie nicht mehr. Ebenfalls eine Chance, auf die bedrohtere Art umzusatteln. Hagenbeck hatten wir schon im eigenen Thread diesbez√ľglich erw√§hnt. Osnabr√ľck baut neu und hat ein altes BM-Paar, die Situation ist also √§hnlich wie in Dortmund. Gelsenkirchen hat die Nashornanlage als Teil der gro√üen Grassavanne konzipiert, dort w√§ren Spitzm√§uler in Gemeinschaft ein neuartiges Haltungsexperiment - andererseits ist wegen Boxenmangels keine gr√∂√üere Gruppe Breitm√§uler m√∂glich. Im Fall ZOOM ist meine Meinung zwiesp√§ltig.
(02.06.2007, 00:00)
nurmichael:   Was mich an den Planungen f√ľr neue Breitmaulnasshornhaltungen st√∂rt, ist die Abkehr von der publikumswirksam gewollten Rolle der Zoos als Produzenten f√ľr bedrohte Tierarten wieder zum Konsumenten wie zu ‚Äď aus heutiger Sicht - schlimmsten Menageriezeiten. Was soll das Gerede √ľber EEP wenn die Halter sich kein Konzept √ľber eine Erhaltungszucht √ľberlegen, bzw. solche Konzepte ignorieren. In einem Beitrag f√ľr ein Bongo Ende der 90er Jahre l√§sst sich Dr. Ochs vom Zoo Berlin und seinerzeit EEP Koordinator (?) f√ľr das Breitmaulnashorn in √§hnlicher Weise aus. All die m√ľhsam und kostentr√§chtig errungenen Erfolge bei Naturschutzprojekten, deren zentrale Rolle ihrer Zoos die Direktoren so gerne betonen, scheinen im Falle der Breitmaulnash√∂rner keinen Belang zu haben. Wenn mangelnder Raum den Grund f√ľr die Zuchtunf√§higkeit dieser Species darstellt, warum versucht man es mit offenkundig untauglichen Mitteln immer wieder? Die verf√ľgbaren ‚ÄěPlanstellen‚Äú lie√üen sich besser nutzen.
(01.06.2007, 22:50)
Mel:   Was die Arfika-Anlage betrifft, ist der Grund viel einfacher. Die Stallungen waren und sind wirklich f√ľr Nash√∂rner ausgelegt in die sind nicht mal schlecht geworden, jedoch wurde bei der Gestaltung und Erbauung der Aussenanlagen sowie deren Begrenzungen (Z√§une-Gr√§ben usw.) nicht an die Masse und Kraft von Nash√∂rnern gedacht. und eine entsprechende Ver√§nderung war im Nachhinein wohl zu teuer.
(01.06.2007, 22:40)
Michael Mettler:   @Stefan: Ich glaube, in der Zoo-Fanszene haben die Wenigsten etwas gegen das Vergleichen bzw. die Haltung mehrerer nahe verwandter Arten, sofern die Umst√§nde es erlauben...

Als die Afrika-Anlage in Berlin gebaut wurde, war sie AUCH f√ľr Breitmaulnash√∂rner konzipiert - und zwar f√ľr das alte Paar, das dort zusammen mit Zebras, Antilopen und V√∂geln leben sollte. Falls sie nicht dem angesprochenen Umbau zum Opfer fielen, erinnern zwei gro√üe Stalltore und ein sehr stabiles Vorgehege noch daran. Nur mussten sogar die auf die Anlage umgesiedelten Damarazebras relativ bald wieder herausgenommen werden, meiner Erinnerung nach, weil sie die H√§nge der h√ľgeligen Anlage zu sehr herunter traten. Das war m.W. der Grund, weshalb die Rhinos gar nicht erst auf die Anlage kamen; mit ihnen w√§re der Schaden noch erheblich gr√∂√üer gewesen, und wahrscheinlich h√§tte man die noch junge Anlage mit viel Aufwand wieder umbauen m√ľssen. Und das w√ľrde dann nat√ľrlich auch heute noch gelten. Abgesehen davon, dass immer noch nur ZWEI Tiere im Haus Platz f√§nden...

Was mich pers√∂nlich an der Breitmaulnashorn-Modewelle (dieses Wort erlaube ich mir jetzt mal) nachdenklich stimmt, ist der Widerspruch zur Vorgehensweise bei anderen Tierarten und der Au√üendarstellung der Zoowelt. So gibt es heute eine weit reichende Inzucht-Angst, aber es scheint niemand zu st√∂ren, dass das S√ľdliche Breitmaulnashorn vor seiner Zookarriere schon mal auf einen Wildbestand von angeblich nur 20 Tieren runter war, aus denen sich der heutige Weltbestand von 11.000 (ist das noch aktuell?) entwickelt hat. Die Gr√ľndertierbasis in Zoos zu vergr√∂√üern ist also recht schwierig; theoretisch kann ein diesj√§hriger Wildimport zwei Generationen zur√ľck die selben Vorfahren haben wie ein in der ersten Importwelle vor fast 40 Jahren importiertes Tier - selbst wenn er aus einer ganz anderen Ecke Afrikas geholt wird.

Aktuell ist das Spitzmaulnashorn die gef√§hrdetere Art. Umso bedenklicher, wenn - wie nurmichael unten schreibt - ein Mangel an Haltungsressourcen zu bestehen scheint, w√§hrend gleichzeitig neue Ressourcen f√ľr Breitmaulnash√∂rner geschaffen werden. Letztlich ist das etwa so, als w√ľrden die Zoos vehement f√ľr die Erhaltung des Grevyzebras k√§mpfen, aber bei Neuplanungen selbst lieber auf Steppenzebras zur√ľckgreifen, weil die in Gemeinschaftsanlagen kompatibler sind...

Es entsteht ein wenig der Eindruck, als w√ľrden derzeit wegen g√ľnstiger Importumst√§nde Breitmaulnash√∂rner "gehamstert" - womit aber gleichzeitig Nashorn-Planstellen, die f√ľr bereits oder zuk√ľnftig nachgez√ľchtete Spitzmaulnash√∂rner ben√∂tigt w√ľrden, auf Jahre oder gar Jahrzehnte hinaus blockiert w√ľrden. Das Mehrere-verwandte-Arten-Prinzip anzuwenden hie√üe dann, dass die Spitzmaul-Halter zus√§tzlichen "Lagerraum" f√ľr Breitm√§uler einrichten und/oder die "Neustarter" (Zoos, die bisher keine Rhinos hatten oder deren bisherige aus Altersgr√ľnden entfielen/bald entfallen werden) beim Neubau bzw. Umbau ihrer Anlagen gleich f√ľr ZWEI Arten planen m√ľssten. So sch√∂n das w√§re, das halte ich f√ľr die meisten Zoos f√ľr leider unrealistisch. Aber ich lasse mich nur zu gern vom Gegenteil √ľberzeugen :-)
(01.06.2007, 00:50)
Stefan:   Im Jahresbericht des Berliner Zoos wird erw√§hnt, dass die Afrika-Anlage im Erweiterungsgel√§nde urspr√ľnglich f√ľr Breitmaulnash√∂rner konzipiert worden war (deren Innenstallungen jetzt - man h√∂re und staune - f√ľr Strau√üe umgebaut wurde). Ich h√§tte es interessant gefunden, wenn Berlin auch diese Nashornart wieder "ins Boot" geholt h√§tte - alleine schon aus dem didaktischen Grund, alle derzeit realistisch zu beschaffenden Nashornarten in einem Zoo sehen und vergleichen zu k√∂nnen (die Sumatraner will ich daher leider!! ausklammern, auch wenn Berlin n√§her liegen w√ľrde als Cincinnati :)). Ich habe die aktuelle Diskussion zur Bevorzugung der Breitm√§uler in Zoos gegen√ľber gef√§hrdeteren Nashornarten verfolgt und kann die Argumente auch nachvollziehen: Ein Fakt sollte aber nicht vergessen werden. Wir haben in diesem Forum sehr oft √ľber Tierarten diskutiert, bei denen es Zoos vers√§umt haben, rechtzeitig eine ausreichend gro√üe Gr√ľndertierbasis zu beschaffen bzw. die bescheidenen Zuchterfolge in Menschenhand f√ľr manche Tierart das Haltungs-Aus im Zoo bedeutete. Wenn es jetzt die einmalige M√∂glichkeit gibt, Surplus-Tiere aus s√ľdafrikanischen Farmen zu bekommen und diese augenscheinlich ohne gro√üe beh√∂rdliche H√ľrden zu bekommen sind (siehe Kopenhagen, Gelsenkirchen usw), dann sollten die Zoos m.E. diese Chance nutzen. Zumal die Erkenntnisse √ľber die Fortpflanzungsbiologie des Breitmaulnashorns gro√üe Fortschritte gemacht haben (unproduktive Paarhaltung, M√§nnchen-Rotation zur Paarungs-Stimulation) und ein gr√∂√üerer Teil der derzeitigen Tiere im Bestand sich bereits in vorgeschrittenem Alter befindet, resp. nicht mehr zuchttauglich ist. Man m√ľsste ja nicht gleich bestehende Haltungen von Spitzm√§ulern oder Panzernash√∂rnern einstellen. Da viele Zoos ohnehin kaum noch ohne die obligatorische Afrikawiese auszukommen scheinen, k√∂nnten sich die Breitmaulnash√∂rner wegen ihrer Vergesellschaftungsqualit√§ten ‚Äěals Standardbesatz‚Äú einstellen. Daneben w√§re es ‚Äď nat√ľrlich nur bei entsprechender Zoogr√∂√üe - doch auch ZUS√ĄTZLICH m√∂glich, sich einer weiteren Nashornart anzunehmen. Ich denke hier an Leipzig (Afrikawiese mit Breitm√§ulern, Beibehaltung der Spitzm√§uler und neu in Gondwanaland Panzernash√∂rner, lassen wir die Kirche im Dorf und Emi und Ipuh in Cincinnati‚Ķ), weiteres Beispiel wie oben erw√§hnt Berlin Zoo, auch der Tierpark oder gar M√ľnchen b√∂te gen√ľgend Platz f√ľr die Nashorn-Luxusausgabe. Jedenfalls finde ich es bedauerlich, dass der Trend immer ‚Äěentweder/oder‚Äú zu Gunsten nur einer Art ausf√§llt, um den Standard ‚Äěeine Art Nashorn‚Äú abzuhaken. Gerade den Vergleich verschiedener Arten im selben Zoo habe ich immer als sehr reizvoll empfunden.
(31.05.2007, 22:25)
nurmichael:   @ Schweizer, @ Mel, wei√ü jemand von Ihnen, ob Zuri die Tochter von Sita (aus Berlin) dem Zoo Paignton geh√∂rt oder ob ‚Äď wie das bei Tierumsiedlung h√§ufig geschieht ‚Äď mit dem Geber die ‚ÄěR√ľckf√ľhrung‚Äú des erster Jungtieres zum Geber vereinbart wurde?
(31.05.2007, 22:11)
Michael:   "Toto", die alte Nashorndame aus Augsburg ist gestern gestorben. Sie musste aufgrund ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes eingeschl√§fert werden.
(31.05.2007, 21:47)
Niedersachse:   in der Frankfurter Soap wurde deutlich gesagt, wenn die beiden H√∂rner von Tsororo aufeinander wachsen w√ľrden, man es k√ľrzen m√ľssen und dies ist wohl jetzt geschehen
(31.05.2007, 20:57)
nurmichael:   Mal abgesehen von dem Platzproblem in Hannover, gibt es zurzeit doch gar keinen Grund einen Nachfolger f√ľr Kifaru zu suchen. Er scheint gesund und kommt auch seinen ‚ÄěPflichten‚Äú nach, wie Michael Mettler neulich beobachten konnte. Er ist jetzt 21 oder 22 Jahre alt, f√ľr d.b. michaeli Bullen kein Alter um die Reproduktion einzustellen. Kibo in Berlin starb 35-j√§hrig und hatte kurz zuvor noch Sukari gezeugt und mittels Elektroejakulation auch noch Samen gespendet.
Davu wird in ca. f√ľnf bis sechs Jahren geschlechtsreif. Zumindest Sany ist zu dem Zeitpunkt am Ende ihrer Fortpflanzungsperiode. Auch genetisch ist Davu kein idealer Partner f√ľr die beiden K√ľhe aus Hannover, er ist mit beiden verwandt: Mit Sany verbindet ihn eine gemeinsame Gro√ümutter (Sabi, Zh), w√§hrend einer seiner Gro√üv√§ter (Klaus, B t) Sabas Vater ist.
Weiter unter wurde ja schon einmal √ľber die Zukunft in Schwerin spekuliert und auch √ľber eine dortige Haltung von Spitzmaulnash√∂nern diskutiert. Ich hatte dazu bereits das Paar Davu (Kr) / Malindi (Mb) vorgeschlagen. Mittlerweile ist Zawadi in Berlin geboren. Sie ist zwar im Gegesatz zu Malindi mit Davu entfernt verwandt ‚Äď ihre Urgro√ümutter ist Davus Gro√ümutter (Mzima, B) ‚Äď w√ľrde aber trotzdem mit beiden ein genetisch interessantes Trio in Deutschland etablieren, ob in Schwerin, Hamburg oder anderswo.
(31.05.2007, 20:34)
Michael Mettler:   Abgesehen davon: Es hei√üt doch, dass Panzernash√∂rner bei Angriffen eher ihre Z√§hne als ihr Horn einsetzen...?

Nun g√§be es ja nicht nur die Pfleger, die verletzungsgef√§hrdet w√§ren, sondern auch die Artgenossen; m.W. leben doch die K√ľhe in M√ľnchen zusammen im Au√üengehege? Aber das gibt es in Basel auch, anscheinend ohne gesteigertes Risiko f√ľr die Tiere. Aber ich habe mich ja bewusst so ausgedr√ľckt, dass beim Anblick des Jungbullen der Gedanke nahe liegt, das Horn K√ĖNNTE abges√§gt sein - f√ľr "abgeschliffen" sieht es einfach zu perfekt aus.

√úbrigens: Wenn es bei einem Elefantenbullen im protected contact m√∂glich ist, einen Sto√üzahn ohne Bet√§ubung des Tieres mit S√§gedraht zu k√ľrzen (siehe K√∂ln), w√§re das dann nicht auch bei einem Nashorn denkbar, wenn wirklich nur die Spitze entfernt wird? Das Keratin des Nashorn-Hornes bietet doch wahrscheinlich weniger Widerstand als das Dentin eines Elefantenzahnes?

Und doch scheint es K√ľrzungen bei Nashorn-H√∂rnern zu geben. Ich kenne zwei Spitzmaulnash√∂rner, bei denen die H√∂rner "zusammenwuchsen": Die hannoversche Zuchtkuh Sany, bei der sich das Vorderhorn krumms√§belartig nach hinten gegen das hintere Horn bog, und die Frankfurter Zuchtkuh Tsororo, bei der das hintere Horn nach vorn wuchs. Beide haben heute eine deutliche L√ľcke zwischen den H√∂rnern, wie solllte die wohl auf nat√ľrliche Weise entstanden sein? EINEN Grund scheint es also doch f√ľr einen solchen Eingriff zu geben.
(31.05.2007, 18:30)
Medojed:   Aus welchen Gr√ľnden sollten in Zoos lebenden Nash√∂rnern die H√∂rner gek√ľrzt bzw. ganz abges√§gt werden ? Um das Unfallrisiko f√ľr die Pfleger zu minimieren ? Zum einen sind die H√∂rner von den asiatischen Nashornarten wesentlich kleiner und oft viel stumpfer als die H√∂rner der beiden afrikanischen Arten. Zum zweiten gehen die Pfleger in den meisten Zoos gar nicht zu den Nash√∂rnern in die Box oder in das Gehege.Insofern macht eine K√ľrzung oder komplette Entfernung des Horns keinen Sinn, zumal das wieder nachw√§chst und das Tier zum k√ľrzen des Horns wahrscheinlich in Narkose gelegt werden mu√ü. Eine Narkose bei Nash√∂rnern ist schwierig und mit mehr Risiken verbunden als bei anderen Tierarten.Dieses unn√∂tige Risiko geht kein Zoo ein,zumal die Pfleger eben dadurch gesch√ľtzt werden,das sie in der Regel nicht zu den Tieren reingehen. Im M√ľnchen gehen die Pfleger zu den Tieren rein,dort wurden aber noch nie die H√∂rner der Nash√∂rner abges√§gt,im Zoo verwenden Nash√∂rner diese auch nicht zum Angriff, sondern √ľberrennen entweder den Pfleger, oder versuchen ihn mit dem ganzen K√∂rper zu erdr√ľcken. Soweit ich wei√ü, gab es in M√ľnchen noch nie einen ernsthaften Angriff der Panzernash√∂rner auf die Pfleger, die fr√ľher sogar auf den Tieren geritten sind. Und wenn man sich die m√∂rderischen H√∂rner der Spitzmaulnash√∂rner in Frankfurt oder Berlin ansieht, m√ľ√üte doch die Frage aufkommen, warum deren H√∂rner nicht abges√§gt werden ? Au√üerdem gehen viele Pfleger zu weitaus gef√§hrlicheren Horntr√§gern rein, wie z.B Bisons oder Wisent, oder auch etliche Antilopenarten k√∂nnen sehr gef√§hrlich werden,( nicht nur die B√∂cke ! ) wie z.B Gnus und andere Kuhantilopen, Rappen,-oder Elenantilopen usw. Trotzdem werden den Tieren nicht die H√∂rner abges√§gt. Auch m√ľ√üte man Hirschen die Geweihe entfernen.
(31.05.2007, 17:22)
Michael Mettler:   @Schweizer: Dann st√ľnde jeweils ein Tier den ganzen Tag in der Box bzw. man m√ľsste Schichtdienst fahren. Finde ich nicht gerade erstrebenswert. Au√üerdem: Wo sollte dann noch ein heranwachsendes Nachwuchstier unterkommen? Saja z.B. war ja sehr lange im Zoo, bis es zu einem Transfer kam.
(30.05.2007, 19:08)
Schweizer:   @nurmichael
Davu k√∂nnte doch ein zuk√ľnftiger Nachfolger f√ľr Kifaru in Hannover werden.Dort k√∂nnte man sicher 2,2 Rhinos unnterbringen.
(30.05.2007, 18:37)
R√ľdiger:   Ein Dreispecienhaltung des alten k√∂lner Elefantenhaus w√ľrde mir auch gefallen.1,2 Spitzlippennash√∂rner, 1,2 Schabrackentapire und eine Zuchtgruppe Sitatungas w√§re meine Wunschvorstellung als geb√ľrtiger K√∂lner.
(30.05.2007, 18:33)
IP66:   Ich f√§nde eine Nutzung des alten k√∂lner Elefanten/Antilopenhauses f√ľr Nash√∂rner attraktiv, auch wenn mir ein Besatz mit einfachen Antilopenarten passender erscheinen w√ľrde. Allerdings darf man nicht vergessen, da√ü die Haltung bisher nur insoweit erfolgreich ist, als da√ü bislang der Erstbesatz √ľberlebt hat. Ich frage mich, ob man nicht alte Elefantenh√§user, z. B in Augsburg oder Stuttgart, entsprechend nutzen k√∂nnte. Die Situation, da√ü ein Zuchtbuchf√ľhrer aus ideologischen Gr√ľnden verf√ľgt, welche von ihm nicht verantworteten Arten ein Zoo nicht halten darf, darf man wohl mit FUg und Recht kritisieren.
(30.05.2007, 17:21)
Niedersachse:   Das hab ich auch gestern gesehn. Sahen wirklich irgendwie komisch aus. Leider wurde der Bulle noch nicht gezeigt um das Horn mal zu sehen.
Im Zoof√ľhrer steht ja drinne, dass sich die Tiere an Granitbl√∂cken die H√∂rner schleifen w√ľrden. Danach sieht das aber auch nicht wirklich aus.
Das j√ľngere Tier war die letzte Nachzucht von Nasi, die eigentl 1,0 Erha Bener hei√üt und anscheinend nur Benny genannt wird. Geboren 07/2004, lebt jetzt mit Hans aus N√ľrnberg in Sosto in Ungarn.
(30.05.2007, 14:08)
Sven P. Peter:   Soweit ich wei√ü wurden bis vor ein paar Jahren den Panzernash√∂rnern die H√∂rner ganz abges√§gt, um verletzungen vorzubeugen.
(30.05.2007, 13:46)
Michael Mettler:   In einem Beitrag vom 8.4.2007 fragte Niedersachse, ob den Nash√∂rnern in M√ľnchen die H√∂rner abges√§gt w√ľrden. In der Hellabrunn-Soap wurden gestern drei M√ľnchener Nash√∂rner gezeigt, die beiden Zuchtk√ľhe Nasi und Rapti (mit jeweils sehr zerkl√ľfteten, aber einigerma√üen nat√ľrlich geformten H√∂rnern) und ein j√ľngeres Tier (wenn ich mich nicht verh√∂rt habe, hie√ü das Benny), bei dem das Horn tats√§chlich auf halber H√∂he so perfekt gerade "gek√ľrzt" ist, dass der Gedanke an Abs√§gen nahe liegt.
(30.05.2007, 13:36)
Medojed:   W√ľrde es sich nicht anbieten, dort auf Spitzmaulnash√∂rner umzustellen ? Eine Vergesellschaftung mit den Zebras sollte eigentlich auch mit Spitzmaulnsh√∂rnern klappen, in San Diego funktioniert es ganz gut.
(29.05.2007, 18:56)
Niedersachse:   Der Duisburger Bulle ist 1966, die Kuh 1967 geboren und leben seit 1968 im Zoo. Haben jedoch sich nie verpaart.
(29.05.2007, 18:15)
Michael Mettler:   Gibt es Zukunftspl√§ne f√ľr die Nashornhaltung in Duisburg? Die beiden dortigen Breitm√§uler m√ľssten doch auch schon Senioren sein.
(29.05.2007, 18:06)
Schweizer:   Der folgende artikel aus der Zoointernetseite aus Schwerin besagt etwas Anderes.
Zitat: Tierischer Hauptdarsteller im Nashornjahr 2007 ist "Limpopo", ein schwergewichtiger Nashornbulle, der sich mit einer munteren Gruppe Zwergziegen die Au√üenanlage teilt. Sowohl im Nashornstall als auch an der Au√üenanlage mit Blickkontakt zu "Limpopo" finden jeden Mittwoch ab M√§rz die Nashorntage mit tierischen Informationen √ľber die Nash√∂rner statt. Hinter den Kulissen im Zoo wird emsig f√ľr eine gro√üfl√§chige Nashornanlage gearbeitet, die Platz f√ľr eine zuchtf√§hige Nashorngruppe bieten soll.
Im Herbst 2008 soll "Limpopo" dort einziehen, Gesellschaft durch seine Artgenossen bekommen und flei√üig f√ľr Nashornnachwuchs sorgen.
Das Nashorn ist dem Aussterben bedenklich nahe. Der Schweriner Zoo beteiligt sich am EEP f√ľr Nash√∂rner.


(29.05.2007, 18:00)
Matthias:   Schwerin will seine Breitm√§uler abgeben und an deren Stelle Spitzm√§uler in den Zoo holen.
(29.05.2007, 17:53)
Schweizer:   Der Zoo Z√ľrich muss immer noch auf die Ankunft eines neuen Nashornbullen warten.Also sind zuchtf√§hige Bullen im EEP doch noch gesucht Dirk K.
Kifaru in Hannover ist auch nicht mehr der J√ľngste mit 23 Jahren. Der Zoo Chester hat sich auch Sammy aus Osaka 2002 geholt, weil fremdes Blut gebraucht wurde.Mitlerweile wurde dort auch wieder Quinto von London Whipsnade, nach dem Tod von Saya nach Chester beordert.
Schade ist aber trotzdem, dass es kaum neue EEP Halter gibt, die die Spitzlippennashörner in Zukunft halten wollen. Oder kennt jemand Neueinsteiger ?
(29.05.2007, 17:50)
Dirk K:   In Krefeld wird es mittlerweile so gehandhabt, Davu f√ľr kurze Zeit in den Stall zu sperren und dann Nane und Usoni zusammen zu lassen.

Als Davu geboren wurde war aber davon die Rede, dass m√§nnliche Spitzmaulnash√∂rner gesucht w√ľrden.
(29.05.2007, 10:49)
Michael Mettler:   Ah, stimmt, Leipzig hat ja auch noch Nashorn-Pl√§ne... Kommt aber als zus√§tzlicher Spitzmaulnashornhalter nicht in Frage, weil ja schon welche gehalten werden :-)
(28.05.2007, 23:29)
nurmichael:   Meines Wissens muss Krefeld, wenn die Zucht weitergehen soll, den Jungbullen Davu so ca. in einem halben bis ganzen Jahr abgeben, da f√ľr ihn kein eigenes Gehege vorhanden ist. Einen Abnehmer kann ich in Deutschland (au√üer evtl. Berlin) nicht erkennen. Die beiden ‚Äěneuen‚Äú Haltungen in Frankreich sind mit 2,1 (Doue) und 1,1 (Pt.Scorff) zumindest mit Bullen ausreichend versorgt. Es bleiben die englischen Zoos und Dvur Kralove. Aktuell gibt es mit Zawadi nur ein weiteres j√ľngeres Nachwuchstier in Berlin, das aber aufgrund des noch geringen Alters ihres Vaters auch in einem Jahr abgegeben werden m√ľsste um Platz zu schaffen. Volle St√§lle behindern die Zucht (s. posting vom 12.5.). Was ist wenn die Zucht in Hannover und Leipzig hoffentlich demn√§chst wieder funktioniert? Aus meiner Sicht brauchen wir h√∂here Haltungskapazit√§ten (f√ľr Magdeburg ohnedies) oder Auswilderungsaktionen, wenn diese nicht geschaffen werden.
(28.05.2007, 23:27)
Sven P. Peter:   Habe mir nun nicht alles durchgelesen, aber in die Gondwanahalle kommen doch auch Nash√∂rner und da bieten sich ja nur Panzernasis an, oder?
(28.05.2007, 23:09)
Michael Mettler:   Dann finde ich die derzeitige Bevorzugung von Breitmaulnash√∂rnern NOCH bedenklicher. Anscheinend steht da die M√∂glichkeit zur Vergesellschaftung mit anderen Arten im Vordergrund...

Gibt es denn bereits Probleme, Nachzuchten von Spitzmaulnashörnern in anderen Zoos zu platzieren?
(28.05.2007, 23:04)
nurmichael:   @ Michael Mettler, wenn es sich nur um Deutschland handeln w√ľrde. Bis vor ca. drei Jahren gab es Zuchgruppen in Kontinentaleuropa au√üer in Dvur Kralove und Z√ľrich nur in Deutschland (6).
(28.05.2007, 22:56)
Michael Mettler:   Eigentlich ein ebenso nettes wie bedenkliches Beispiel daf√ľr, dass Zoos ihre Tierbest√§nde mitnichten nur nach Besucherwunsch oder Gef√§hrungsgrad ausrichten. Otto N. d√ľrfte es ziemlich egal sein, welches Nashorn er im Zoo sieht - Hauptsache Nashorn. Fast s√§mtliche momentan geplanten oder schon umgesetzten Bauaktitivit√§ten f√ľr Nash√∂rner stellen ausgerechnet die aktuell am wenigsten gef√§hrdete Form, das S√ľdliche Breitmaulnashorn, in den Vordergrund (Gelsenkirchen, Dortmund, Augsburg, Osnabr√ľck, Hagenbeck...) - als Gegenbeispiel f√§llt mir gerade nur Magdeburg ein (Neubau geplant, h√§lt aber schon Spitzm√§uler), und das Panzernashorn-Projekt in Gelsenkirchen d√ľrfte wohl (vorerst?) vom Tisch sein. Das Interesse hiesiger Zoos, in die Spitzmaulnashornhaltung einzusteigen, scheint nicht gerade berauschend zu sein.
(28.05.2007, 22:31)
nurmichael:   @ Schweizer, Danke f√ľr die Best√§tigung. An welche Halter denken Sie denn da? Die geringe Anzahl an Spitzmaulnashornhaltungen in Kontinentaleuropa und der √§u√üerst begrenzte Raum in vielen Haltungen (Magdeburg, Krefeld, K√∂ln, Hannover ?) gibt mir keinen Anlass zu gro√üer Euphorie. Wenn nicht explizit f√ľr Nash√∂rner neu gebaut wird, sehe ich die K√∂lner Haltung, die ja bisher auch nicht besonders erfolgreich und damit publikumswirksam war, auf Dauer durchaus als gef√§hrdet an.
(28.05.2007, 20:32)
Mel:   Hallo Schweizer, leider habe ich keine Neuigkeiten bez√ľglich Ine. Ich bleib aber dran.

Gruß Mel
(28.05.2007, 19:14)
Schweizer:   nurmichael
du hast recht. Beide Tiere sind im Zuchtbuch als loan in deklariert. Ich hoffe das Köln die Haltung nicht aufgibt, sondern das alte Elefantenhaus als ein neues Nashornhaus umfunktioniert. In den Innen und Aussenanlagenumbauzeiten kann man die Tiere zur Zucht an andere deutsche Halter abgeben.Auf jedenfall sollte ein neues Paar zusammengestellt werden.
(28.05.2007, 10:28)
nurmichael:   Ich lese gerade in ‚ÄěProjekte der Zoos‚Äú, dass vermutet wird, die Spitzmaulnashornhaltung in K√∂ln k√∂nne aufgegeben werden. Daher meine Frage an die Besitzer des neuesten Zuchtbuchs f√ľr afr. Nash√∂rner (10, 2004): Sind die beiden K√∂lner Tiere dort als ‚Äěloan in‚Äú bezeichnet, was die Eigent√ľmerschaft von Hannover und Berlin bedeutete oder sind sie mittlerweile im Besitz des K√∂lner Zoos?
(27.05.2007, 22:02)
nurmichael:   Untenstehende Info zu Ine ist im Bericht der ‚ÄěTier√§rztlichen T√§tigkeit‚Äú (Bongo f√ľr 98 ?) nachzulesen. Interessant fand ich die Schilderung, wie die IWZ Forscher die ‚Äď f√ľr eine erfolgreiche Befruchtung unabdingbare - Brunft der Kuh festgestellt haben (sinngem√§√ü): ‚Äě√úblicherweise kann die Brunft weiblicher Spitzmaulnash√∂rner nur am Verhalten eines in der N√§he stehenden Bullen erkannt werden. In diesem Falle war ‚Äď in Ermangelung eines Bullen - die genaue Beobachtung des Verhaltens von Ine selbst durch eine Mitarbeiterin des IWZ ausschlaggebend f√ľr den Zeitpunkt der KB.‚Äú Der Fehlschlag k√∂nnte also in der Missdeutung von Ines Verhalten begr√ľndet sein. Das aber impliziert die M√∂glichkeit einer erfolgreicheren Wiederholung einer KB bei Anwesenheit eines zuchtf√§higen Bullen. Auf diese Weise w√§re eine breitere Streuung vorhandener Gene der europ√§ischen Population denkbar und auf den Austausch lebender Tiere ‚Äď mit Ausnahme von Nachzuchttieren - k√∂nnte weitgehend verzichtet weden.
(27.05.2007, 20:59)
Schweizer:   es scheinen doch noch einige Versuche der IZW Berlin fehlgeschlagen zu sein. Ich wusste bis dato nur von Versuchen bei den Breitmaulnash√∂rnern.(Salzburg M√ľnster,Palmyre,Erfurt, Dvur Kralove sind mir bekannt ohne Erfolg meines Erachtens). Nur im Zoo Budapest ist bis dato das einzige k√ľnstlich gezeugte Nashorn erfolgreich geboren worden. Hoffentlich folgen bald noch andere !
(27.05.2007, 20:34)
nurmichael:   Zur Info: Habe heute in einem Bongo von Ende der 90er gelesen, dass mit Ine im Berliner Zoo vom IWZ Berlin - erstmalig bei einem Spitzmaulnashorn - der Versuch einer k√ľnstlichen Befruchtung (mit in Stickstoff gelagerten Samen des zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen Kibo) gemacht wurde, ohne dass eine letztlich erfolgreiche Schwangerschaft erzielt wurde.
(27.05.2007, 20:27)
Schweizer:   Hallo Mel
Weisst du mitlerweile neues aus dem Zoo Berlin ?
Ine wurde doch schon 2006 wieder mit dem Zuchtbullen zusammengelassen worden . Hat sie mitlerweile schon wiedeer ein wachsendes Nashörnchen im Mutterleib ?
Freue mich √ľber deine infos.


(26.05.2007, 17:01)
Michael Mettler:   Situation beim heutigen Hannover-Besuch: Saba allein im vorderen Gehege, Sany und Kifaru zusammen bei ge√∂ffneter Verbindungst√ľr zwischen mittlerem und hinterem Gehege. Und wenn die wei√üliche, z√§he Fl√ľssigkeit an Sanys "Intimbereich" das war, wof√ľr ich es halte, k√∂nnte Kifaru heute vormittag zum Zuge gekommen sein...
(21.05.2007, 14:42)
Schweizer:   @ nurmichael

Ich gebe gerne Ausk√ľnfte und habe selber schon sehr viel hier √ľber Nash√∂rner erfahren. Es war ja nur ein gutgemeinter Tip mit dem Zuchtbuch .
Also lass uns doch gegenseitig weiter informiert werden .
Bin mal gespannt wer das Zuchtbuch Nummer 11 in Berlin herausbringt. Man ist noch auf der Suche f√ľr einen Ersatz von Frau Mercado.
(17.05.2007, 21:22)
nurmichael:   @ Schweizer, einer der sinnstiftenden Gr√ľnde dieses Forums ist der der gegenseitigen Information. Wenn ich alles schon w√ľsste, br√§uchte ich das Forum schlechtestenfalls zur Selbstdarstellung. Wenn ich also in Zukunft eine Frage zu irgendeinem Fakt habe, der ins Forum passt, werde ich wieder eine Frage in die Runde stellen und jede Antwort dankend entgegen nehmen.
(17.05.2007, 18:39)
Schweizer:   @nurmichael
sorry der untere Eintrag war von mir. Ich wollte eigentlich mit @nurmichael anfangen
(17.05.2007, 18:32)
nurmichael:   Wer wollte gerne Angaben √ľber das in Paignton gehaltene M√§nnchen wissen.
Null Problemo,immer locker bleiben!
(17.05.2007, 18:30)
nurmichael:   @ Schweizer, wer gab mir anl√§sslich der Geburt eines Spitzmaulnashorns in Paignton im M√§rz 2007 den Tip das Zuchtbuch f√ľr afrikanische Nash√∂rner von 2004 zu beschaffen? Nichts f√ľr ungut.
(17.05.2007, 18:26)
Schweizer:   Toll, ein riesen Kompliment f√ľr die Risikobereitschaft der Serengetipark- verantwortlichen und der √Ąrztecrew. Das war ein toller Eingriff, der sicher anderen Tierfreunden und Operatoren Mut macht.
Schön Auffahrt Heini
Wei√ü jetzt jemand mehr zu den Nashorm√ľtter 2006- 2007 ? Einmal Rebecca, zweite Doris und mir fehlt noch die dritte Nashornkuh,die niedergekommen ist?
War Charly 2 der Vater aller drei Kälber ? (oder der neue Bulle , der 2005 gekommen ist, ehemalig San Diego )

(17.05.2007, 10:47)
Daniel:   http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,18196,00.html
Hier gibt es ein Video zu Heini aus Hodenhagen und die √ľberstandene Augenoperation.
(16.05.2007, 23:33)
Michael Mettler:   Habe ich zwar schon unter "Zoo Leipzig" erw√§hnt, passt hierher aber noch besser: Ich m√∂chte wetten, dass eine eventuelle Nashornanlage in Gondwana letztlich mit Panzernash√∂rnern besetzt w√ľrde. Nicht nur wegen ihrer asiatischen Heimat, sondern weil sie von den drei verf√ľgbaren Arten auch als einzige in eine Tropenhalle passen w√ľrden. Und FALLS das so kommen sollte, w√§re ich mir gar nicht so sicher, dass die Spitzmaulnash√∂rner im Zoo blieben - bei Zusammenstellung eines m√∂glichst breit gef√§cherten Tiersortimentes w√§re der Besucherbedarf "Nashorn" mit einer einzigen Art abgedeckt, und die jetzige Nashornfl√§che k√∂nnte f√ľr andere Tiere genutzt werden.
(16.05.2007, 21:44)
Niedersachse:   Das Hodenhagener Nashornkalb Heini war heute wohl zum ersten Mal drau√üen und wurde von der herde gut aufgenommen.
(16.05.2007, 19:31)
Shensi-Takin:   Kann Saya nur beipflichten. Eben weil die Art so bedroht ist, macht es keinen Sinn, den wenigen Zooexemplaren eine unn√∂tige Reisetortur zuzumuten, nur um ein in meinen Augen √ľbertriebenes Mammutbauprojektes eines dt. Zoos zu schm√ľcken. Den meisten Besuchern ist es ohnehin egal, was f√ľr eine Nashornart sie vor sich haben-Hauptsache das Tier ist gro√ü und hat mind. ein Nasenhorn(wobei das bei manch einem Panzernashorn auch nicht immer gegeben ist;). Auch einige der anderen Leipziger Tierbesatzvorschl√§ge lesen sich √§hnlich wie manche Phantasieplanung unter "Eure Planung", in der manche User das dickes Tierlexikon vom heimischen B√ľcherschrank durcharbeiten("Koupreys da, Sumatrakaninchen hier und Drusenkopf dort"), um m√∂glichst die exotischsten und seltensten Arten herauszupicken und in die Planung zu integrieren-v√∂llig unabh√§ngig davon, ob die Tiere a)√ľberhaupt haltbar und b)√ľberhaupt erh√§ltlich sind.

Der tats√§chliche Wert solcher tierischer Einzelschaust√ľcke(zur√ľck zur Menagerie?) hinsichtlich Haltungserfahrungssammlung und Artenschutz ist ohnehin fraglich: wenn man sein Gl√ľck mit einer bedrohten Art versuchen will, sollte man es wie z.B. Jersey machen und gleich von Anfang an den Aufbau einer stabilen Zuchtgruppe anstreben-und vielleicht in Haltungsprojekten vor Ort erst einmal "proben". Wir leben leider nicht mehr in der Zeit von Carl Hagenbeck, in der man ein Tier "bestellen" kann-CITES und co. sei(wenn auch nicht in jedem Fall)Dank; bei bedrohten, schrumpfenden Best√§nden ist jedes Exemplar, das nur des Schauzwecks wegen im Zoo gezeigt wird(ohne o.G. in Erw√§gung zu ziehen), in gewisser Weise eigentlich eine "Verschwendung" des Tieres. Das soll zwar ebensowenig implizieren, dass man mit jedem Tier im Zoo auf Teufel komm raus z√ľchten soll-viemehr sei nur auf den Irrglauben verwiesen, dass man ein bestimmtes Tier im Zoo sehen "muss". Anders ausgedr√ľckt: solange die Sumatranash√∂rner in Cinci gut z√ľchten, sollen sie bitte dort bleiben-und nicht als zoologische Rarit√§t in unn√∂tig teure Bauprojekte ausgestellt werden.
(16.05.2007, 17:36)
Saya:   Unabh√ɬ§ngig davon ob es sinnvoll w√ɬ§re in Leipzig Sumatranash√ɬ∂rner zu halten ist es derzeit vollkommen unm√ɬ∂glich f√ɬľr einen europ√ɬ§ischen Zoo welche zu bekommen. Es gibt in den USA exakt 4 Tiere, alle in Cincinnatti, eins wird evtl. nach LA gehen. Dann gibt es noch 5 Tiere in einer Zuchtstation in Sumatra, bisher noch kein Zuchterfolg. Die werden kein Tier nach Europa geben und es w√ɬľrde auch null Sinn machen. 2 sind junge Weibchen die hoffentlich bald mit dem jungen 6-j√ɬ§hrigen Bullen Andalas, der in Cincinnatti geboren wurde und im Februar zur Zucht zur√ɬľck nach Sumatra geschickt wurde, z√ɬľchten. Die beiden anderen sind alt und wahrscheinlich zeugungsunf√ɬ§hig. Deshalb wurde auch die √ÉŇďberlegung, das Weibchen nach Cincinatti zu schicken, wieder aufgegeben. Der alte Bulle war √ɬľbrigens schon mal ein paar Jahre in Port Lypmne und wurde nach dem Tod der Kuh wieder zur√ɬľck geschickt. Weitere Nash√ɬ∂rner aus der Wildnis zu fangen steht derzeit √ɬľberhaupt nicht zur Debatte und wenn dann w√ɬľrden die sicher nicht nach Europa geschickt, sondern in Sumatra bleiben oder ganz eventuell nach Cincinatti gehen.

Wenn in einigen Jahren weitere K√ɬ§lber in Cincinnatti und Way Kambas geboren werden, was ich sehr hoffe, k√ɬ∂nnte vielleicht neben Cincinnatti ein weiterer US-Zoo ein Zuchtpaar bekommen. Aber es macht wirklich keinen Sinn die dann immer noch wenigen Individuen auf einen 3. Kontinent aufzuteilen! Das w√ɬ§re Artenschutz- und Zuchtbem√ɬľhungen wegen der aufw√ɬ§ndigen und stressigen Transporte nur sch√ɬ§dlich!
(16.05.2007, 16:07)
Michael:   Hab grad eben auch nochmal alles durchgeforstet. Konnte nur immer finden, dass viele es f√ľr unm√∂glich halten und es ausschlie√üen. In den Threads Gondwanaland, Zoo Leipzig usw. findet man nicht sehr viel dar√ľber. Mich w√ľrde lediglich interessieren, warum es f√ľr unm√∂glich gehalten wird.
Klar, die Haltung ist kompliziert, die Tiere sind dem Aussterben mehr als nah und die Erfahrung in der Pflege der Tiere fehlt. Aber wie soll man Erfahrung sammeln, wenn man nicht die M√∂glichkeit dazu hat. Es wird immer gesagt, dass man versucht eine gesunde Population von Tieren in Zoos zu erhalten, die in freier Wildbahn kaum eine √úberlebenschance haben um so Arten erhalten zu k√∂nnen. Kann eine Art erhalten werden, wenn nur in Cincinetti und irgendwo in Sumatra die Nash√∂rner gez√ľchtet werden. Ich denke es w√§re von Vorteil zumindest noch einen weiteren Zoo mit einzubeziehen, der die n√∂tigen Voraussetzungen mitbringt um die Population wenn schon nicht zu vergr√∂√üern, dann zumindest sie zu erhalten.
(16.05.2007, 14:56)
Sacha Beuth:   Nachtrag: Muss mich korrigieren. So viel mehr steht im Zoo-Leipzig-Thread auch nicht. Aber immerhin.

Jedenfalls käme m. M. nach ein Transfer von Sumatra-Nashörnern (von wo auch immer) nach Leipzig einem Wunder gleich. Aber ich will niemandem die Hoffnung nehmen - schon gar nicht mir selbst:)
(16.05.2007, 14:29)
Sacha Beuth:   @Michael: Oh doch, die Sumatranash√∂rner f√ľr Leipzig haben durchaus Beachtung gefunden. Allerdings mehrheitlich in einem anderen Thread (Zoo Leipzig). Weil auch ich dies erst mal lernen musste, gebe ich einen Ratschlag gerne weiter: Ueber die Stichwortsuche wird man meist f√ľndig, was hier schon geschrieben wurde und was nicht (Nat√ľrlich kann einem dann trotzdem mal wieder etwas untergehen...)
(16.05.2007, 14:22)
Michael:   Ich habe den gesamten Thread hier mal √ľberflogen. Was mich wundert, ist dass die zuk√ľnftig geplanten Sumatranash√∂rner f√ľr Leipzig noch keine Beachtung gefunden haben. Sicher viele sagen, dass das eher unwahrscheinlich ist, da auch Gelsenkirchen anfangs von Sumatranash√∂rnern erz√§hlt hat. Ich halte das f√ľr Leipzig jedoch schon f√ľr m√∂glich. Wenn man sich die Planung f√ľr Gondwanaland ansieht und die Habitatsaufteilungen, w√§re eine Haltung durchaus denkbar, in diesem Ma√üe auch zumindest deutschlandweit einzigartig. Die Sumatranash√∂rner sollen eine gro√üe Aussenanlage bekommen sowie eine gro√üe Anlage im Innenteil. Was die Lichtempfindlichkeit der Tiere betrifft halte ich die Haltung in der Innenanlage f√ľr recht unproblematisch und durchaus durchdacht. W√§re es also denkbar, dass Leipzig wirklich Sumatranash√∂rner bekommt?
(16.05.2007, 14:11)
Mel:   So, also laut m√ľndlicher Aussage w√§re eine "Nashorn-Pensions-Haltung" im Elefantenhaus "m√∂glich", wird aber zur zeit nicht in Betracht gezogen.
(15.05.2007, 18:48)
Mel:   Okay ich bin Anfang n√§chste Woche wieder im Zoo und werde mal nach schauen und mich kundig machen.
(13.05.2007, 19:44)
nurmichael:   @ Michael Mettler, Saya, ich habe mir Ihre letzten Beitr√§ge nochmal angesehen. Die entscheidende Frage scheint die nach der Innenstallung zu sein. Ich bin mir jetzt in der Tat nicht mehr sicher, ob der ehemalige Innenstall links vom Hauseingang den neugestalteten und erweiterten Innenfl√§chen f√ľr die Elefanten zugeschlagen wurde. W√§re dem so, k√§me ein Pensionssitz f√ľr Nash√∂rner dort wohl nicht mehr in Frage. Ein Zugest√§ndnis an die R√ľsseltr√§ger? Vielleicht k√∂nnen Mel oder Konstantin Ruske ja zur Aufkl√§rung beitragen?
(13.05.2007, 18:45)
nurmichael:   Soweit ich wei√ü, hat man im Zuge der Umbauma√ünahmen am Elefantenhaus die "Nashornanlage" ebenfalls umgebaut: Niedriger Zaun, nashorngerecht eingefriedeter Kastanienbaum, z.Z. allerdings trockene Suhle. Beide Breitmaulnash√∂rner Hlambamans und Kuababa haben m.W. die umgebaute Anlage auch noch gemeinsam bewohnt (Foto im Bongo). Die Alpakas sind nur deswegen jetzt dort untergebracht, um die unmittelbar am Eingang L√∂wentor gelegene Freianlage nicht leerstehen zu lassen.
@ Schweiter, besten Dank f√ľr die Infos.
(13.05.2007, 16:57)
Schweizer:   Hallo nurmichael,
da helfe ich dir doch gerne mit den Angaben aus dem internationalen Zuchtbuch f√ľr afrikanische Nash√∂rner .
Der Vater ist :
0341 M geb. 02.10.83 Kingo aus Porte Lympne Nachwuchs 2,3
väterliche Seite Seite 0142 Baringo
mutter Rukwa
Ein Tipp frage doch im Zoo Berlin nach einer Ausgabe vom Zuchtbuch Nr. 10 . Dort findest du alle Daten bis 31.12.04 .
Schönen Sonntag noch
(13.05.2007, 10:29)
Michael Mettler:   @Saya: Hatte sie, denn in der Ursprungsplanung des Hauses waren die beiden kleinen, erst nachtr√§glich vergr√∂√üerten Freianlagen an den Schmalseiten des Hauses und die entsprechenden Innenboxen f√ľr die Elefantenbullen beider Arten gedacht, und vor den Alpakas lebte dort z.B. der alte Breitmaulnashornbulle Hlambamans - zwangsl√§ufig mit Stallzugang. Zeitweise lebten auch Spitzmaul- bzw. Panzernash√∂rner im Elefantenhaus.
(12.05.2007, 20:54)
Saya:   Jedenfalls seit dem Umbau im Elefantenhaus d√ľrfte kein Stallplatz f√ľr die Alpakas 8und damit auch nicht f√ľr Nash√∂rner) da sein, die ungenutzte Box links von den Elefanten ist ja den Elefanten zugeschlagen worden. Ob diese Box Verbindung zur Alpakaanlage hatte, wei√ü ich allerdings nicht aus dem kopf.
(12.05.2007, 20:38)
Michael Mettler:   @nurmichael: H√§tte die Anlage am Berliner Elefantenhaus √ľberhaupt noch Stallzugang? Die Alpakas bleiben doch st√§ndig drau√üen, oder?
(12.05.2007, 19:46)
nurmichael:   Hab den Link gegoogelt: www.paigntonzoo.net/rhino.php.
Demnach hat Sita eine Tochter geboren, √ľber den Vater wird nichts erw√§hnt.
(12.05.2007, 19:05)
nurmichael:   Ich hab gerade nochmal nachgeschaut, Sita vereinigt in ihrem Erbgut drei Founder: [(Mbololo x Kitani) x Klaus]. Sie ist damit einzigartig in Europa und hat nur wenige Verwandte √ľber Vater und Gro√üvater. Leider hat die Zucht mit ihr in Berlin nie geklappt (damals war Kibo ‚Äď ein weiterer Founder - Zuchtbulle im Zoo Berlin), so dass sie 12-j√§hrig nach England gegeben wurde. Ihre vermutlich wenigen Nachkommen (sie ist heute bereits ca. 17 Jahre) d√ľrften daher - auch abh√§ngig von ihren V√§tern - sehr begehrt sein.
(12.05.2007, 18:44)
nurmichael:   @ Schweizer, danke f√ľr die prompte Nachricht. Wo kann ich das nachlesen. Ich habe leider die Webadressen der britischen Zoo nicht.
(12.05.2007, 18:15)
Schweizer:   @nurmichael
Sita ist schon Mutter in Paignton geworden, siehe Bericht:
After a 15-month pregnancy - and in the full glare of the watching world - Sita the Paignton Zoo black rhino has given birth to a calf.

Sita started going into labour at around 7.40pm GMT on Monday 5 March, and the baby emerged around half an hour later.

Somit schon Mutter geworden.
Weiss jemand etwas √ľber die Rhinos in Chester ?

(12.05.2007, 18:05)
nurmichael:   @ Mel., danke f√ľr die Infos. Ich schlie√üe mich der Bitte von Schweizer an.
Ich habe mir mal im Bongo f√ľr 1987 den Plan f√ľr das Nashornhaus II im Berliner Zoo angeschaut. Dort sind sechs Innenst√§lle vorgesehen. Derzeit leben dort mit Jasper, Mzima, Kilaguni, Ine und Maburi f√ľnf Spitzmaulnash√∂rner. Wenn die Anlage damals auch wie geplant gebaut wurde, wird es trotz zweier Nashornh√§user bei zwei m√∂glichen weiteren Geburten (Narayani und Ine) bei der jetzigen Verteilung wieder recht eng.
Vielleicht k√∂nnen Sie ja bei Ihrem Kontakt im Zoo auch in Erfahrung bringen, ob daran gedacht wird, die derzeit mit Alpakas besetzte Anlage im Elefantenhaus z.B. mit einer (oder beiden) der alten Spitzmaulnashorn-Damen Mzima oder/und Kilaguni zu besetzen. Dass diese Anlage ‚Äěnashorntauglich‚Äú ist haben beide in ihrer Jugend und sp√§ter die Breitmaulnash√∂rner ausreichend unter Beweis gestellt. Die n√§chste Anw√§rterin auf einen solchen Pension√§rsplatz steht mit der heute 21-j√§hrigen Ine bereits fest, wenn sie auch noch zwei m√∂gliche Laktationen vor sich hat. Der Zoo Berlin h√§tte m.M. derzeit also gen√ľgend M√∂glichkeiten, die Zucht durch den Platzbedarf von Pension√§ren nicht einschr√§nken zu m√ľssen, nutzt sie aber suboptimal, im Vergleich zu Magdeburg nahezu verschwenderisch.
Was ist eigentlich aus Sita in Chester (?) geworden. Weiter unten hieß es, sie sei schwanger.

(12.05.2007, 17:41)
Mel:   @Schweizer: Werd die Sache im augebehalten, aber ich denke ich krieg so oder so ne Info, auch ohne Fragen :-)
(07.05.2007, 22:24)
Niedersachse:   Die letzte Panzernashorn-Geburt im Zoo Berlin war 1979 das Weibchen Terai, das sp√§ter in die USA abgegeben worden ist.
(07.05.2007, 11:07)
Schweizer:   Was lange w√§hrt wird endlich gut!
Auch wenn das Weibchen leicht sediert wurde, damit sich das Paar Narayani und Yodha endlich anpassten und später Hochzeit halten konnten .
Kommt Jhansi aus dem Tierpark später nochmals zur Zucht in den Zoo berlin ?
Da Ine schon 2006 wieder mit dem Zuchtbullen zusammengelassen worden ist, w√ľrde mich eine erneute Tr√§chtigkeit nicht wundern !
Bitte Mel hake zu einem späteren Zeitpunkt nochmals nach ?
Danke im Vorraus
(07.05.2007, 10:49)
Stefan:   Danke Mel f√ľrs Fragen. Das ist ja eine gute Nachricht. Ich wei√ü nicht, wie lange der Zoo hat warten m√ľssen, um endlich wieder einmal bei den Panzernash√∂rnern erfolgreich sein zu k√∂nnen. Jetzt m√ľssen nur noch die Tapire nachziehen und man k√∂nnte im gesamten Berliner Nashornhaus bei allen eingestellten Arten Tierkinderstuben besichtigen...
(07.05.2007, 00:47)
Mel:   @ Steffi: Danke :-)Ich werd wirklich langsam alt.
(06.05.2007, 19:22)
steffi:   die Panzernashornkuh hei√üt Narayani.
(06.05.2007, 19:10)
Mel:   Hallo, also ein erfolgreicher und sch√∂ner Tag liegt hinter mir. :-)
Konstantin Ruske hat "leider" Recht keine erfolgreiches Decken von Jhansi, zu dem erwateten Jungtier, die trächtige Dame, Niederkunft vermutlich September, ist nicht Ine sonder die Panzernashornkuh, erschalgt mich ich hab den Namen schon wieder vergessen. Sorry.
(06.05.2007, 19:01)
Konstantin Ruske:   Jahnsi ist nach ihrer R√ľckkehr in den Tierpark wieder hei√ü geworden, also erstmal nicht tr√§chtig.
(06.05.2007, 17:57)
Schweizer:   Hallo Mel
Auch ich bin sehr gespannt auf deine Nashornnews aus dem Zoo Berlin.Ich freue mich riesig auf deine Infos.
Bis dann.
(06.05.2007, 15:04)
Mel:   @Stefan:Ich werd fragen, hoffe das Micha da ist.
Falls nicht hab ich mir aber die fragen notiert, bin nächste Woche öfter im Zoo.

(04.05.2007, 21:38)
Shensi-Takin:   Das Video zur j√ľngsten Geburt in Cinci:
http://www.cincyzoo.org/VisitorGuide/zoonews/RhinoCalf/itsaboy.html
(04.05.2007, 15:22)
Stefan:   @Mel: Wei√üt Du zuf√§llig auch Aktuelles √ľber die Panzernash√∂rner im Berliner Zoo? Laut Auskunft einer Pflegerin im Herbst 2006 war man sich noch nicht ganz sicher, ob Narayani tr√§chtig ist. Und dann w√§re nat√ľrlich auch noch interessant, ob die Einstellung von Jhansi aus dem TP im Zoo wieder zum "Erfolg" gef√ľhrt hat. Vielleicht kannst Du das am Sonntag gleich mit kl√§ren. Danke vorab.
(04.05.2007, 08:11)
Mel:   Sorry ich meinte im September werfen.

(03.05.2007, 22:29)
nurmichael:   Seit Dezember muss es hei√üen.
(03.05.2007, 22:26)
Mel:   Sonntag wei√ü ich es genau. Versprochen.
(03.05.2007, 22:25)
nurmichael:   @ Mel, Danke f√ľr die erg√§nzenden Hinweise. Bei der tr√§chtigen Kuh tippe ich auf INE. Mzima und Kilaguni sind wohl zu alt. Maburi zu jung und Kumi f√ľhrt seit September mit Sawadi ein Junges; bleibt INE.
(03.05.2007, 22:24)
Mel:   Ich frag Sonntag mal nach, ich hab mir den Namen leider nicht gemerkt. Das Okapi Weibchen wird mit gro√üer wahrscheinlichkeit auch im dezember werfen.
(03.05.2007, 22:15)
Michael Mettler:   Danke f√ľr die detaillierten Infos!
(03.05.2007, 22:12)
nurmichael:   @Mel, von welcher Kuh?
(03.05.2007, 22:08)
Mel:   Ergo: Tragende Tiere, bzw. Mutter mit Kalb l√§sst sich im Nashornhaus 1 besser halten und pr√§sentieren. N√§chstes Jungtier wird im September erwartet.
(03.05.2007, 22:05)
Mel:   die Ausf√ľhrungen von nurmichael kann ich best√§tigen. Im Berliner Zoo werden tragende Tiere immer auf der gleichen Anlage im alten Nashornhaus gehalten. Jedoch sind die Gr√ľnde daf√ľr ganz simpel:
1. Die Aussenanlage liegt relativ abgeschottet vom Besucherbereich und ist nur an einer relativ kleinen Stelle vom Besucher betrachtbar.
2. Der f√ľr den Besucher einsehbare Stall grenzt an einen nicht einsehbaren seperaten Wurfstall
3. Die St√§lle im Nashornhaus 1 verf√ľgen √ľber Bodenheizungen. (Diese gibt es aus welchen Gr√ľnden auch immer im Haus 2 nicht.
4. Tierhalterisch nicht wichtig aber Publikumswirksam, sind im Nashornhaus 2 die Innenst√§lle nicht √∂ffentlich. Das heist ein Kalb kann dort erst pr√§sentiert werden wenn es alt genug f√ľr Freigang ist, und es die Witterung zu l√§sst.
(03.05.2007, 22:03)
nurmichael:   @ Michael Mettler, in Ihrem Posting vom 25.04. erw√§hnen Sie die r√§umliche Trennung der Berliner Spitzmaulnash√∂rner als m√∂glichen Grund f√ľr eine Ausschaltung einer ‚Äď wie auch immer gearteten ‚Äď Zuchthemmung. Nach meinen Beobachtungen wird in den letzten Jahren im alten Nashornhaus (auf immer der gleichen Anlage) immer nur die Kuh gehalten, die tragend ist bzw. nach der Geburt mit ihrem noch abh√§ngigen Jungtier (Mzima/Ndugu, Ine/Binti, Kumi/Zawadi). Alle anderen K√ľhe und der Bulle sind im neuen Nashornhaus untergebracht. Zu Beginn der Nashornzucht in Berlin waren alle damaligen Tiere im alten Nashornhaus untergebracht. Dort wurden m.W. zumindest die ersten vier K√§lber von Mbololo von drei verschiedenen K√ľhen aufgezogen. Die √Ąra des Leipziger Bullen Klaus fand ausschlie√ülich im neuen Nashornhaus statt mit Umsiedlung der letzten tr√§chtigen Kuh (Mzima/Nane) nach o.g. Muster. Gleiches trifft f√ľr die √Ąra Tatu zu (Kilaguni/Tisa, Ine/Kumi). Mzima wurde w√§hrend der Aufzucht von Sukari (Kilaguni x Kibo) ins alte Haus umgesiedelt und mit ihr Kibo, der sie erst dort erfolgreich deckte. Das Ergebnis Ndugu wurde m.W. bis zu seiner √úbersiedlung nach Leipzig auch nur dort gehalten.
Etwa in dem Zeitraum der √Ąra Klaus stand auch der Bulle Cody in Berlin und zwar im alten Haus. Da die drei Zuchtk√ľhe zuvor von Klaus erfolgreich gedeckt worden waren und Ine offensichtlich noch zu jung f√ľr eine erfolgreiche Aufnahme war, hat er sich in Berlin leider nie fortgepflanzt und wurde nach Dvur Kralove abgegeben. In Berlin wurden nur in Codys Zeit zwei erwachsene Bullen gehalten. Das gilt nach meinen Aufzeichnungen auch f√ľr alle anderen deutschen Spitzmaulnashornhalter und f√ľr Z√ľrich.
Einen Deckakt in der Konstellation 1,2 wie er von Matthias f√ľr Dvur Kralove am 25.4. geschildert wird, habe ich in Berlin nie beobachtet. Zu Beginn der Berliner Zucht wurden zwei der damals noch jungen Weibchen (Kilaguni/Mzima ?) im Elefantenhaus gehalten. Der Innenstall war in zwei Abteile durch einen massiven Stahlzaun getrennt. Nach anf√§nglichen Schwierigkeiten freundeten sich beide so an, dass sie gemeinsam auf die Au√üenanlage gelassen wurden. Nach ihrer Umsiedlung ins (damals einzige) Nashornhaus wollte man die Haltung so fortf√ľhren. Die nur wenige Stunden w√§hrende Trennung indes hatte sie so voneinander ‚Äěentw√∂hnt‚Äú das man sich ‚Äď der bilateralen Agressionen wegen - entschied die Tiere fortan einzeln zu halten. √Ąhnliches habe ich aus Leipzig bzgl. Nandhi und Serafine geh√∂rt, die mittlerweile aber wieder gemeinsam gehalten werden.
(03.05.2007, 21:25)
Carsten:   Bild ist bei uns auch drin, von dpa, g
(03.05.2007, 17:30)
Michael Mettler:   Steht in unserer auch drin, sogar mit Bild von Heini auf dem OP-Tisch. Der Jungbulle soll laut Text acht Monate alt sein.
(03.05.2007, 15:03)
Carsten:   Lt. Tageszeitung ist gestern im Serengetipark Heini an den Augen operiert worden. Die zweieinhalbst√ľndige Operation soll erfolgreich verlaufen sein, genaue Ergebnisse liegen in zwei Wochen vor
(03.05.2007, 13:58)
Bongo:   Ich habe nur wiedergegeben,was mir vor zwei Jahren der Nashornpfleger in K√∂ln zu dem Thema erz√§hlt hat.Bin selbst kein Fachmann.
(30.04.2007, 13:08)
Carsten:   Stimmt, klein sind die Dinger wirklich und eine Erweiterung wegen des gegen√ľberliegenden Giraffenhauses wohl auch nicht m√∂glich. W√§re es nicht m√∂glich, die Nash√∂rner auf der Elefantenseite zu halten, ich wei√ü nicht mehr, wie die Absperrung im Haus beschaffen war, dort k√∂nnte man eine gr√∂√üere Au√üenanlage, durch teilweises Auflassen der Wege schaffen. Nach Auszug der Flu√üpferde k√∂nnten sogar rund um das Haus Gehege angelegt werden, so da√ü es m√∂glich w√§re, mehrere Nash√∂rner zu halten.

Fände ich eine interessantere Nutzung des Hauses, als ein Museum draus zu machen...
(29.04.2007, 21:22)
Michael Mettler:   @Bongo: Wenn die Verpaarung von Spitzmaulnash√∂rnern in kleinen Anlagen derartig unfalltr√§chtig sein soll, frage ich mich erneut, wie es zu vielen Zuchterfolgen z.B. in Hannover, Magdeburg, Berlin oder Frankfurt (damals noch auf die kleinere Anlage beschr√§nkt!) √ľberhaupt kommen konnte. Ob der Bulle die Kuh gegen eine Mauer, einen Steinwall, eine Palisade, ein Eisengitter oder in einen Trockengraben schleudert (falls es zu einer solchen Attacke kommt), d√ľrfte doch von der Verletzungsgefahr her wenig Unterschied machen?
(29.04.2007, 21:20)
Bongo:   @Carsten. Beide Nashorn-Anlagen sind sehr klein, rundum geschlossen, nach vorne hin mit Glasscheiben, und relativ steinig. Beim Treiben ist die Gefahr, das die Kuh ausruscht oder die Kurve nicht mehr kriegt und gegen die Scheiben oder die Wand knallt, bzw vom Bullen dagegen geschleudert wird, sehr hoch. Zwar ist die Anlage in Frankfurt auch nicht sehr gro√ü, aber erstens treibt der Bulle nicht so heftig, und die Kuh ist dem Bullen gegen√ľber dominant, wenn sie nicht will, l√§√üt sie sich vom Bullen nicht trieben und gibt ihm das auch sehr deutlich zu verstehen.
(29.04.2007, 20:52)
Dirk K:   Die Glasscheiben sind in meinen Augen nicht so ganz optimal und bieten auch f√ľr den Besucher keine perfekten Einsichten.
(29.04.2007, 20:41)
Carsten:   @Bongo: Was ist denn an der K√∂lner Anlage so gef√§hrlich? Ich hab da immer nur Augen f√ľr die Hippos und bei den Nash√∂rnern nicht so genau hingesehen...
(29.04.2007, 20:26)
Niedersachse:   Ich will ihr auch kein Unwissen unterstellen. Das ist auch nur mein subjektiver Empfinden gewesen. Ich hab schon mehrere TV-Dokumente √ľber Nashorn-Paarungen in Zoos gesehn und da lie√ü man die Tiere sich immer treiben und miteinader k√§mpfen. Zuletzt auch sch√∂n zu sehn bei der Doku aus Frankfurt oder Leipzig.
Von daher mein ich schon, dass das einfach zum Deckakt dazu gehört. Wurde ja auch von den Pflegern so gesagt.
Und wenn man ne Anlage hat, die bei sowas Gefahren f√ľr die Tiere hat, sollte man sich √ľberlegen ob man darin z√ľchten will. Ich kenne die K√∂lner Anlage nicht, von daher will ich mich dazu auch nicht weiter √§u√üern.
(29.04.2007, 19:58)
Bongo:   Zumal die K√∂lner Nashornanlage eine erh√∂hte Unfallgefahr f√ľr die Nash√∂rner beinhaltet und die Tiere dort nur mit gr√∂√üter Vorsicht zusammengelassen werden k√∂nnen. Vorsicht ist allemal besser, als wenn man sp√§ter ein totes Nashorn im Gehege liegen hat.
(29.04.2007, 19:38)
Bongo:   @Niedersachse.Ich gehe davon aus, das ein gelernter Zootierpfleger etwas mehr Ahnung von dder Materie hat als ein Zoofan, von daher finde ich es unangebracht , der K√∂lner Pflegerin Unwissenheit zu unterstellen.
(29.04.2007, 19:36)
Niedersachse:   Ich glaube allerdings, dass die K√∂lner Pflegerin irgendwie nicht so richtig Ahnung hat. Damals im ZDF wurde gezeigt, dass sie die beiden Nash√∂rner sofort trennte, als sich treibten und k√§mpften. Schien als h√§tte sie Angst um ihre Nash√∂rner gehabt.
(29.04.2007, 19:00)
Michael Mettler:   @R√ľdiger: Leider nein, mehr als erz√§hlt gab der Artikel nicht her.

@Niedersachse: Eine freundschaftliche/famili√§re Beziehung zwischen Bulle und Kuh hat doch in fr√ľheren Beispielen auch keine Nachzucht verhindert? Das alte hannoversche Paar Conny und Suse z√ľchtete z.B. trotz "normalen Ehelebens" mehrfach, bis der Bulle ums Leben kam. Erst als Suse mit ihrem Sohn Fridolin zusammen lebte, blieb der Nachwuchs aus. Fridolin deckte aber auch w√§hrend seiner Zeit in Z√ľrich nicht erfolgreich und stellte sich nach seinem Tod in Hannover als nicht zeugungsf√§hig heraus. Und dass eine getrennte Haltung der Tiere kein Garant f√ľr erfolgreiche Fortpflanzung ist, sieht man ja in K√∂ln...
(29.04.2007, 13:32)
R√ľdiger:   @Michael Mettler
Nun ist das Trio der Rhinojungtiere in Hodenhagen mit Namen perfekt .
Da wären also :
Mutter Rebecca mit Tochter Etosha

Mutter ????? mit Tochter Amely

Mutter ????? mit Sohn Heini

F√ľr die bevorstehende Augenops w√ľnsche ich dem hamburger Spezialist viel Gl√ľck und eine ruhige Hand.

Michael:Hast du noch Antworten aus dem Zeitungsabschnitt auf meine oben erwähnten Fragezeichen ? -Danke -
(29.04.2007, 12:00)
Niedersachse:   Das mit Hodenhagen hab ich auch gelesen und mehrere √Ąrzte haben abgesagt.
Wenn die beiden in Hannover friedlich neben einander gestanden haben, dann wird Saba sicher nicht heiß gewesen sein, ansonsten hätten die sich richtig gekloppt. In manchen Zoos, so auch z.B. in Leipzig und Frankfurt, werden die Tiere nur zusammen gelassen, wenn das Weibchen heiß ist damit sich nicht die freundschaftliche/familiäre Beziehung zwischen den Tieren aufbaut.
(29.04.2007, 11:52)
Michael Mettler:   Bei meinem heutigen Besuch in Hannover sah ich Kifaru und Saba in der hinteren Anlage zusammen. Eine extra aufgestellte Tafel vor dem Gehege wies die Besucher darauf hin, dass das Liebes(vor)spiel bei Nash√∂rnern etwas ruppig aussieht und kein Anlass zur Sorge besteht.... Ungeachtet dessen stand das "Hochzeitspaar" aber friedlich fressend nebeneinander, es scheint sich also wenigstens gut zu vertragen.

Unserer heutigen Tageszeitung entnahm ich, dass eines der Breitmaulnashornkälber in Hodenhagen (ein Bullkalb namens Heini) bereits blind zur Welt gekommen war(Grauer Star) und bald von einem Hamburger Spezialisten operiert werden soll - laut Bericht die weltweit erste Augenoperation bei einem Nashorn.
(28.04.2007, 21:34)
IP66:   Kommen denn in den Gro√ügruppen alle Tiere zur Zucht? Nat√ľrlich f√§llt es bei zwei Nash√∂rner eher auf, wenn sich zwei nicht vemehren als bei zwanzig?
(27.04.2007, 19:30)
Michael Mettler:   @?: Ich gehe mal davon aus, dass die Anlagen in Port Lympne geringf√ľgig gr√∂√üer sind als die in Hannover...? W√§re interessant, wie die Verwandtschaftsverh√§ltnisse in diesen Gruppen aussehen. Wenn sie nat√ľrlich gewachsen sind, w√§re das ja sogar ein zus√§tzliches Indiz f√ľr meine √úberlegungen.

Wenn ich mir die Schilderungen √ľber Port Lympne, Dvur Kralove und Leipzig ansehe und an Hannover (fr√ľher), Magdeburg usw. denke - woher kommt eigentlich die Ansicht, dass man Spitzmaulnash√∂rner mangels innerartlicher Vertr√§glichkeit unbedingt einzeln halten sollte? Es scheint mir da doch recht viele "Ausnahmen" in Sachen Vertr√§glichkeit zu geben?
(25.04.2007, 19:13)
Niedersachse:   Nat√ľrlich meinte ich 1,2 :)
(25.04.2007, 19:01)
Matthias:   Die Haltungssysteme in Dvur Kralove und Chester sind durch die gr√∂√üere Population nat√ľrlich auch zwangsl√§ufig weitl√§ufiger, mit mehreren H√§usern.

Ob die Weibchen sich gegenseitig hormonell behindern? Weiß ich nicht. In Dvur Kralove werden auch Gruppen von 1,2 auf einer Anlage zusammen gehalten, ohne dass die Weibchen miteinander verwandt sind. Dabei gab es auch Paarungen.
Allerdings waren diese Konstellationen zustande gekommen, um unerfahrenen jungen Weibchen durch ältere, erfahrene Weibchen die nötige Gelassenheit im Umgang mit Bullen anzulernen. Es handelte sich also um ein junges und ein altes Weibchen.
(25.04.2007, 18:49)
Dirk K:   Du meinst 1,2? ;-)
(25.04.2007, 17:53)
Niedersachse:   Hannover und Leipzig halten beide zur Zeit 2,1.

In Leipzig lebt der Bulle Ndugu (geb. 1996 in Berlin) und die beiden K√ľhe Nandi (geb. M√§rz 1999 in Leipzig) und Serafine (geb. 10.01.2000 in Leipzig, Mutter Saba).
Der Bulle lebt grunds√§tzlich alleine und, da die sie sich seit Geburt kennen, leben die K√ľhe zusammen. Wenn eine Paarungsbereit ist, kommt sie zum Bullen. Serafine wurde bereits letzten Sommer gedeckt, hat allerdings nicht aufgenommen.

In Hannover lebt der Bulle Kifaru (geb. 1984 in Z√ľrich) und die beiden K√ľhe Sany (geb. 1989 in Dvur Kravole) und Saba (07.02.1991 in Berlin, √ľber Leipzig seit Okotber 2003 in Hannover)
(25.04.2007, 17:35)
?:   In Port Lympne werden ganzj√§hrig Spitzmaulnsh√∂rner in gro√üen Gruppen gehalten, derzeit sind es fast 20 Tiere, ohne das dadurch die Zucht beeintr√§chtigt w√ľrde, im Gegenteil.
(25.04.2007, 17:17)
Michael Mettler:   @Matthias: Wie sieht denn das Haltungssystem in den beiden genannten Zoos aus? Ist es m√∂glich, dass sich die drei geschlechtsreifen Tiere in Hannover eventuell "zu dicht auf der Pelle sitzen"?

Ich hatte ja weiter unten im Thread (15.1.) schon mal die Frage nach der "guten, alten" Paarhaltung aufgeworfen. Wurde m√∂glicherweise die Zuchtharmonie zwischen Kifaru und Sany in Hannover durch den Zuzug von Saba gest√∂rt? Ich denke da im weitesten Sinne an ein hormonelles Ph√§nomen, wie z.B. die "psychische Sterilisation" weiblicher Familienmitglieder durch das Alphaweibchen bei Mangusten, oder die Unterdr√ľckung voller k√∂rperlicher Ausbildung junger Gorilla- und Orangm√§nner in Anwesenheit eines adulten Mannes.

Dass Antipathien zwischen M√§nnchen und Weibchen bei Tieren eine erhebliche Rolle spielen k√∂nnen, ist ja bekannt. Aber ist es bei Haltung mehrerer Spitzmaulnashornk√ľhe m√∂glicherweise von Vorteil, wenn diese verwandt (Mutter/Tochter) sind und nur ein fremdbl√ľtiger Bulle hinzu geholt wird? Berlin und Magdeburg k√∂nnten f√ľr diese Variante sprechen. Wobei Berlin vielleicht noch einen Vorteil darin hat, √ľber zwei r√§umlich weit voneinander getrennte Nashornh√§user zu verf√ľgen.
(25.04.2007, 16:43)
Matthias:   @Schweizer:
Ich weiss nicht warum Sani momentan nicht zuechtet. Muss aber nicht zwangslaeufig etwas mit Unfruchtbarkeit oder Erkrankung zu tun. Da die zweite Kuh bisher auch nicht traechtig zu schein seint, koennte es theoretisch auch am Bullen liegen.
Vielleicht gibt es zeit kurzer Zeit Abneigungen zwischen den Tieren. Keine Ahnung.

Hier zeigt sich m.M. auch ganz deutlich, dass die Konstellation 1.2 oder 1.3 bei Spitzmaulnashoernern nicht ideal ist. Chester und Dvur Kralove haben da mit mehreren Bullen, bessere Moeglichkeiten der Paarzusammenstellung.
(25.04.2007, 15:18)
Schweizer:   @Matthias
Danke f√ľr die News aus Hannover.
Das Wort Besucherf√ľtterung hat mich irretiert und klingt auch missverst√§nd-
lich.Der zweite freudsche Fehler w√§re,wenn man meint die Besucher werden gef√ľttert. Danke f√ľr die Aufkl√§rung und ich hoffe,dass Saba in 2008 endlich die Zucht in Hannover fortsetzen wird .Ist die ehmalige Zuchtkuh Sani eigentlich unfruchtbar geworden oder erkrankt?
(25.04.2007, 14:19)
Matthias:   Neues zu den Nashoernern im Zoo Hannover:
http://www.zoo-hannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_15923.html
(25.04.2007, 10:02)
Michael Mettler:   @Matthias: Macht nix, haben ja auch zwei Leute missverstanden :-)
(24.04.2007, 14:49)
Niedersachse:   Ich hab nochmal rumgefragt und es sicher, dass Ndugu noch immer in Leipzig ist und Kifaru nicht dort ist.
(24.04.2007, 14:49)
Matthias:   Ups, doppeltes Posting.
(24.04.2007, 14:08)
Matthias:   Hier ist der Link zur Nashornfuetterung im Zoo Hannover:
http://www.zoo-hannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_15764.html

Besucherfuetterungen gibt es im uebrigen zahlreiche im Zoo Hannover und anderswo. Das heisst aber nicht das Besucher fuettern, sondern dass halt die Tiere zu bestimmten Zeiten im Beisein der Besucher von den Pflegern gefuettert werden, und diese dann was dazu erzaehlen.
(24.04.2007, 14:07)
Michael Mettler:   @Schweizer und Niedersachse, kleine Hilfe bez√ľglich Hannovers:

http://www.zoo-hannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_15764.html

Dort ist keine Rede von BESUCHERf√ľtterung (warum sollte man auch die Besucher f√ľttern...:-)), sondern nur von durch den Pfleger kommentierter Nashornf√ľtterung. Folglich w√ľrde ich davon ausgehen, dass die auf dem Foto zu sehende Hand mit der Banane nicht zu einem Besucher, sondern zu einem Pfleger geh√∂rt. (Beim Begriff "L√∂wenf√ľtterung" w√§re wahrscheinlich niemand auf die Idee gekommen, dass die Besucher die Tiere f√ľttern d√ľrften...)

Kifaru ist im selben Text namentlich erwähnt als eines der drei hannoverschen Nashörner erwähnt, sollte also weiterhin in Hannover weilen.
(24.04.2007, 14:06)
Schweizer:   @Niedersachse
genau so stimmt es. Wir sind diesbez√ľglich auf der gleichen Welle. Die Hitze scheint Mathias agressiv werden zu lassen.
Apropo unter dem Bild der F√ľtterung sand etwas von Besucherf√ľtterungen. Leider habe ich diese Seite gestern vergeblich gesucht, wegen der Aktualisierung der Internetseite vom Zoo Hannover.
Ich bin aber optimistisch f√ľr einen gepflegten Umgangston hier im Thread. beiden Internetseiten verwechseltn
(24.04.2007, 13:39)
Niedersachse:   Genau wo steht das auf der Homepage vom Zoo Leipzig. Da steht nichts davon, dass man die Bullen tauschen wollte, noch dass man die Nash√∂rner f√ľttern kann. Leipzig hat ne fast gleich alte Gruppe an Nash√∂rner, vor allem die beiden Weibchen die nur wenige Monate auseinander sind verstehen sich sehr gut. Die Gruppe wird man sicher nicht freiwillig auseinander rei√üen.
Und von den F√ľttern der Nash√∂rner hatte ich damals auf der Seite des Zoos Hannover nur das Bild gesehn und nicht den Text gelesen. Vom Bild her kann man denken, dass man als Besucher die Tiere f√ľttern darf. Und deshalb hatte ich das einfach so von Schweizer √ľbernommen.
Aber das man da gleich so gereizt drauf reagieren muss ....
(24.04.2007, 10:26)
Matthias:   Und wo steht das auf der Homepage des Zoo Leipzig?
(23.04.2007, 14:40)
Schweizer:   @Matthias

Der Bloedsinn bezieht sich auf die Zoo Leipzig Intertnetseite und nicht Zoo Hannover .
Deswegen mein neuer Absatz ! siehe unten
(23.04.2007, 14:05)
Matthias:   @Schweizer und Niedersachse: Wo habt ihr denn den Bloedsinn her, dass es fuer Besucher im Zoo Hannover erlaubt sei, die Nashoerner zu fuettern?
Seit diesem Jahr gibt es mit der Nashornschaufuetterung eine weitere Fuetterung. Wie man das so missverstehen kann, und denkt die Besucher wuerden fuettern duerfen, ist mir schleierhaft.
(23.04.2007, 10:12)
Niedersachse:   @Schweizer: So weit ich wei√ü ist Kifaru nicht nach Leipzig gegangen. Dort lebt ja der Bulle Ndugu, der ja auch noch nicht alt ist und so gut zu den 7 j√§hrigen Weibchen passt. Au√üerdem gab es schon Deckakte, zumindest zwischen Serafine und Ndugu.

Das F√ľttern in Hannover l√§uft ja unter Beobachtung ab.
(22.04.2007, 12:00)
Schweizer:   Hallo jonny
hast Neues aus der Nashornzucht Hannover?
Ist Kifaru nach Leipzig gegangen , um dort die unerfahrenen K√ľhe zu decken ?
Im Zoo -Internet stand man k√∂nnte die Nash√∂rner als Besucher f√ľttern . Sehr gef√§hrlich meines Erachtens f√ľr die Gesundheit der Tiere !
Lange nichts mehr gehört von dir !
(22.04.2007, 11:39)
Matthias:   So weit ich weiss Mark Pilgrim, Conservation & Education Director.
(17.04.2007, 12:21)
Schweizer:   @ Matthias
Nun hat Dr. Ochs die Zuchtkoordination f√ľr das Spitzlippennashorn doch endlich abgegeben.
Welche Person im Zoo Chester ist genau f√ľr die Koordination vom Diceros Bicornis zust√§ndig ? (David Brunger vielleicht ) Danke f√ľr die Info
(17.04.2007, 12:09)
Michael Mettler:   Falls die Nachzucht ein Geschlechterverh√§ltnis von 1:1 aufweist, w√§re eigentlich die gute alte Paarhaltung (bzw. die Haltung mehrerer Paare an einem Ort) die beste L√∂sung, um m√∂glichst viele Tiere zur Zucht kommen zu lassen...?
(16.04.2007, 17:38)
IP66:   Kann die Inzucht auch damit zusammenh√§ngen, da√ü einfach zu viele K√ľhe bei einem Bullen stehen. Ideal w√§re es doch, wenn m√∂glichst viele Bullen zur Zucht k√§men und man bei einer so einzelg√§ngerischen Art zumindest auf jeweils 2 K√ľhe einen Bullen halten w√ľrde? Wobei einzur√§umen w√§re, da√ü dergleichen Zahlenspiele nur funktionieren, wenn die Tiere so harmonieren, da√ü es zu Nachzuchten kommt. Da w√§re dann auch manch √§lteres Elefantenhaus zum Spitzmaulnashornhaus umzur√ľsten.
(16.04.2007, 17:14)
Michael Mettler:   In Sachen Verwandtenverpaarung: Hat jemand schon mal was davon geh√∂rt, ob die Natursituation beim Spitzmaulnashorn mal dahin gehend per Genanalysen gepr√ľft wurde? M.W. sind doch Spitzm√§uler sehr sesshafte Tiere, womit die Wahrscheinlichkeit gegeben w√§re, dass sie auch unter Wildverh√§ltnissen auf n√§here Verwandte als Sexualpartner sto√üen. Wie man an den aus k√ľmmerlichen Restbest√§nden wieder erbl√ľhten Populationen des S√ľdlichen Breitmaul- und des Panzernashorns sehen kann, scheinen diese beiden Nashornformen nicht gerade unter Inzuchtdepressionen zu leiden.
(16.04.2007, 13:21)
Matthias:   Der Zoo Chester koordiniert jetzt das Spitzmaulnashorn-EEP
(16.04.2007, 09:33)
nurmichael:   @Schweizer, erst einmal Dank f√ľr Ihre Recherchen. Das Kriterium zuchterprobt hat bei der recht schmalen Founderbasis von √∂stlichen Spitzmaulnash√∂rnern diceros bicornis michaeli in Kontinentaleuropa allerdings immer auch einen faden Beigeschmack: ‚ÄěWir (DvKr) haben keine unverwandten Partnerinnen mehr, und m√ľssen Jim daher abgeben.‚Äú Das ist zwar l√∂blich unter dem Aspekt der Inzuchtvermeidung in Dvur, hei√üt aber auch, dass Jims Gene weiterverbreitet werden (sollen). Von den in Kontinentaleuropa derzeit z√ľchtenden Bullen Kifaru (H), Jasper (B), Usoni (Kr), Madiba (Mb), Isis und Sauron (DvKr) sind nur Kifaru, Usoni, Madiba nicht mit Jim verwandt. Auch Isis geh√∂rt zu dieser Kategorie hat aber mit Jim √ľber gemeinsame Nachkommen seine Gene ebenfalls weit gestreut. Ein Beispiel daf√ľr ist Jerermy: Isis x Jessi (Vater x Tochter) Jessis Mutter ist auch die von Jim und Jasper (B), der zugleich Vater der in Doue stehenden Binti ist! Vielleicht liegt hier der ‚ÄěMakel‚Äú von Jeremy den Sie unten in Frage gestellt hatten.
Aus der Sicht der Z√ľricher w√§ren aber Taco (K) und Usoni (Kr), obwohl j√ľnger als Jim, auch keine idealen Partner f√ľr Wanda und Samira gewesen, da Sie Vollgeschwister (Taco, Samira) oder Halbgeschwister (Usoni, Wanda) sind. Es bleiben aus den Nachzuchten Ndugu (L) und Jakob (Pt Scorff), beide wie Taco (K) nicht zuchterprobt und Jakob genetisch in die Reihe von Jeremy zu stellen ist.
Eine Frage zuletzt: Wer ist denn jetzt eigentlich der Zuchtkoordinator des Spitzmaul EEP ?

(15.04.2007, 22:17)
Schweizer:   Nun hat der Zuchtkoordinator sich doch anders entschieden.
Jetzt kommt der Zuchterfahrene JIM aus Dvur Kralove in den Zoo Z√ľrich.
Meines Erachtens eine bessere Option, da er schon achtmal f√ľr Nachwuchs in Dvur K. gesorgt hat .
So bleiben 2,1 Nashörner in Doue -F-.
(14.04.2007, 10:58)
Schweizer:   @nur michael
Die Kuh Wanda lebt nach wie vor in Z√ľrich.Nur Parky ist verstorben .
Nun kommt laut Kurator Jim aus Dvur Kralove nach Z√ľrich, als erfahrener Zuchtbulle.
(11.04.2007, 12:27)
nurmichael:   Im Zoo Berlin sind Mitte der 70er Jahre drei junge K√ľhe und ein Bulle eingetroffen. Alle waren Wildf√§nge aus Kenia. Diese Tiere stellen die Grundlage der heutigen Zucht dar. Neue, sprich fremde Tiere waren Bullen aus Leipzig, Sydney, Magdeburg und wieder Leipzig, deren aufgekommenen Nachzuchten bis auf das letztj√§hrige Weibchen zwischenzeitlich den Zoo alle verlassen haben. Einzige ‚Äěfremdbl√ľtige‚Äú Kuh (*2002) war der letzte Neuzugang (2004) aus Magdeburg. Sie steht im Nashornhaus 2 und ich habe sie bis heute nicht gesehen.
(10.04.2007, 20:38)
Michael Mettler:   Zwar ist Hannover MEIN Heimatzoo, aber √ľber das "t√§gliche Befinden" der Nash√∂rner habe ich keine Informationen bzw. keine Quelle daf√ľr. Beim Lesen dieser Zeilen kam mir aber eben der Gedanke, dass die Zucht pausiert, seit Saba eingetroffen ist - sollte die Nachbarschaft zwischen "neuer" Kuh und Zuchtkuh etwa als St√∂rfaktor auf beide einwirken? Die vorherige zweite Kuh war ja eine hannoversche Nachzucht und somit ein "Familienmitglied" des Zuchtpaares. Gab es entsprechende F√§lle schon mal irgendwo?
(10.04.2007, 20:21)
nurmichael:   @Schweizer, Dank f√ľr Ihre Osterm√ľhen. Verstehe ich Ihre Ausf√ľhrungen richtig, dass Wanda (*96) gestorben ist und dass Parky in Z√ľrich ohne Nachwuchs blieb?
Zu Hannover: Das ist zwar nicht mein ‚ÄěHeimatzoo‚Äú, doch scheint ‚Äď wie im Forum schon des √∂fteren zu lesen war ‚Äď die Zucht der d.b. michaeli aus nicht bekanntem Grund zu stagnieren. Die letzte Geburt dort war die jetzt in Zh. stehende Samira. Auch die aus Berliner Zucht stammende und in Leipzig zuchterprobte Saba hat in Hannover bislang keine Jungetiere bekommen. Der Bulle Kifaru 1 ist 84 - in Z√ľrich - geboren und damit altersm√§√üig eigentlich noch zuchtf√§hig.

(10.04.2007, 19:21)
Michael Mettler:   Wenn ich mich richtig erinnere, ist das die Doku, bei der man bei dem "in freier Wildbahn" gefilmten Kragenb√§ren ganz kurz die Halskette sieht....
(10.04.2007, 08:57)
?:   Am 18. April l√§uft auf NDR um 20 Uhr 15 eine Doku √ľber die letzten Java-Nash√∂rner in Vietnam ! 45 Minuten lang,von den Nash√∂rnern werden sogar Fotos gezeigt....
(09.04.2007, 17:28)
Schweizer:   @nurmichael
wie versprochen noch mein Z√ľrichnachtrag f√ľr dich Alsa da w√§ren :
Pangani f, 0422, Kifaru 2 x Mtoto, * 89, 92 Chester 0,1

Quinto m, 0430, Kifaru 2 x Sabi, *90, 92 Chester 0,2 , 98 Whipsnade 0,0 , Chester 05

U√®ber den aktuellen Bestand in Z√ľrich bin ich nicht ganz im Bilde.
Neu hinzugekommen ist :

Samira f, 0861 * 03.03.01 Hannover ,04 Zh 0,0

Was tut sich Hannover ? Immer noch keine neue trächtige kuh ?
Ist der Bulle mitlerweile zu alt oder krank ?
Wenn du noch andere Rhinodaten brauchst , melde dich nur .

(09.04.2007, 10:19)
Schweizer:   @ nurmichael
ich bin zwar nicht kenntnisreich, sonder beziehe mich nur auf die Zuchtbuchunterlagen Nr.: 10
&0150 0,1 Wanda geb: 27.08.70 ist am gestorben 02.01.03
Susi f, 0032, wb,* 61 ‚Äď t 11.05.00 h 64 H: 0,0; 65 Zh: 0,1
Den Rest suche ich morgen und sende es dir morgen,
Es gibt noch Ostereier zu verzehren
Bis morgen !
(08.04.2007, 20:02)
Niedersachse:   Das mit dem abs√§gen an Stahlseilen ist sehr gut m√∂glich. Der Spitzmaulnashornbulle in Leipzig macht das z.B. auch.
Der ehemalige K√∂lner Bulle ist der jetzige Stuttgarter, die vor√ľber gehend dort eingestellt war.
(08.04.2007, 19:20)
Michael Mettler:   Bei einem Besuch in M√ľnchen vor ein paar Jahren sah ich bei einer der Nashornk√ľhe, dass ihr recht gut ausgebildetes Horn nahe der Basis von vorn ein ganzes St√ľck weit "einges√§gt" war - so, als h√§tte man beim Abs√§gen mittendrin aufgeh√∂rt. Nun bestand die Absperrung zum Stalleingang aus einem "Schaukelseil" aus Draht, wie sie in M√ľnchen urspr√ľnglich f√ľr Elefanten erfunden wurde, und ich fragte mich seinerzeit, ob sich das Tier den Schnitt eventuell selbst (n√§mlich durch ausdauerndes Reiben am Seil) zugezogen hatte. Seildurchmesser und Schnittbreite schienen mir jedenfalls zu passen.

Ganz gerade abgeschliffene H√∂rner habe ich allerdings auch schon bei anderen Panzernash√∂rnern gesehen. Der fr√ľhere K√∂lner Bulle - das m√ľsste der jetzige Stuttgarter sein - hatte sich dort das Horn so weit abgerieben, dass die Gefahr einer gro√üfl√§chigen Wunde bestand. In einem Jahresbericht wurde meiner Erinnerung nach beschrieben, dass man auf die Idee kam, ihm eine dicke Schicht Kunstharz o.√Ą. auf den Hornstumpf zu schmieren, so dass die Hornsubstanz nachwachsen konnte, w√§hrend sich der Bulle nur die Kunstharzschicht nach und nach abrieb.
(08.04.2007, 18:22)
Niedersachse:   Deshalb fragte ich ja auch, weil ich so schockiert dar√ľber war, weil ja die H√∂rner der Panzernash√∂rner eh nicht sehr gro√ü werden.
Vor allem m√ľsste man ja bei der Begr√ľndung, erstmal bei den Afrikaner, die ja wesentlich l√§ngere H√∂rner haben anfangen.
Im F√ľhrer vom Tierpark Hellabrunn steht sie wetzen sich die H√∂rner an Granitbl√∂cken ab. Allerdings meinten ein paar mit denen ich auch shcon √ľber dieses Thema gesprochen habe, das √ľbrige Horn h√§tte ein sehr graden Schnitt was gegen das Wetzen sprechen w√ľrde. Ich hab mir mal ein paar Bilder angeschaut aus M√ľnchen, und die Nash√∂rner hatten schon verdammt kleine, fast kaum zusehende H√∂rner, mit einem platten Ende. Ich hoffe mal es ist wirklich vom abwetzen.
Wegen in Narkose legen. Der Stuttgarter Bulle Bruno muss √ľbrings regelm√§√üig in Narkose gelegt werden, da er extreme Fu√üprobleme hat.
(08.04.2007, 17:55)
?:   Es ist v√∂lliger Bl√∂dsinn, das in Zoos den Panzernash√∂rnern ( oder anderen Nashornarten )die H√∂rner abschneidet zwecks "sicherem Umgang" Erstens w√§chst das Horn sowieso wieder nach und man m√ľ√üte f√ľr jede K√ľrzungsaktion das Tier in Narkose legen ( bei Nash√∂rnern ein gr√∂√üeres Risiko als bei anderen S√§ugern )und zweitens, mit dieser Begr√ľndung m√ľ√üte man auch allen Antilopen, Rindern Wildziegen,-und schafen die H√∂rner und Hirschen die Geweihe abschneiden.( bei Hirschen wird es gelegentlich gemacht, wenn der Hirsch zu ruppig mit seinen K√ľhen umgeht oder wenn das Tier transportiert werden mu√ü )Fr√ľher hat man Antilop√ľenb√∂cken Gummischl√§uche √ľber die H√∂rner gest√ľlpt, aber auch nur, wenn diese ihren Weibchen gegen√ľber zu aggressiv waren und man auf diese Weise Verletzungen ausschlie√üen wollte. Der verstrobenen Nashorn Noel in N√ľrnberg hats ein Horn auch an den Felsen abgerieben. Dar√ľber hat auch ein Schild am Gehege Auskunft gegeben. Warum manche Nash√∂rner das tun und andere nicht, ist nicht bekannt, aber warum vermeidet man nicht einfach Felsen in Nashorn-Anlagen ?
(08.04.2007, 16:53)
Stefan Schubert:   Nach meinem Kenntnisstand w√§tzen sie sich die Tiere an den Steinen im Gehege selber ab! Woher ich es habe weiss ich nicht mehr, entweder von eine der dortigen Tafeln oder aus einem Fernsehbericht!
(08.04.2007, 15:31)
Niedersachse:   Kann das sein, dass man in M√ľnchen die H√∂rner der Panzernash√∂rner abschneidet, mit Begr√ľndung die Arbeit und Umgang sicherer zugestalten??
(08.04.2007, 11:19)
nurmichael:   @ Schweizer, zun√§chst mal einen Dank f√ľr die Klarstellung. Ich hatte am 15.01.07 in diesem Thread u.a. eine Liste der Z√ľricher Haltung von Spitzmaulnash√∂rnern zusammen gestellt. Dabei hatte ich die Kenntnisreichen gebeten, meine zumindest nach 1996 unvollst√§ndige Liste zu erweitern. Sie - scheinen Ihren Beitr√§gen zufolge - einer dieser Kenntnisreichen zu sein, wie w√§rs?
Ich habe leider meine Unterlagen gerade nicht zur Verf√ľgung, bin mir aber relativ sicher, dass der verstorbene Parky der einzige (und in England geborene) Nachkomme des in Hannover geborenen Kaspar aus der ersten dortigen Zuchtgruppe war (Conny x Suse, s. meine Liste im o.g. Thread Beitrag). So w√ľrden sich u.a. die Forum-Freunde des dortigen Zoos √ľber eine Vervollst√§ndigung sicher auch freuen.
Frohes Osterfest

(07.04.2007, 19:52)
Saya:   Ja, da habe ich Packy und Kifaru verwechselt. Danke f√ľr die Kl√§rung.
(07.04.2007, 13:03)
Schweizer:   @ Saya
Der ehemalige Nashornbulle Kifaru 2
wurde durch den unten erwähnten Parky ersetzt.- vielleicht eine Namensverwechslung deinerseits oder ? -
Kifaru 2
geb. 04.12.76 und gestorben am 05.03.98 in Z√ľrich
(07.04.2007, 12:55)
Schweizer:   @ nurmichael
hier eine kopie √ľber den Tod von Parky in Z√ľrich in 2006. Deswegen sind wir froh √ľber die Zusendung von Jeremi.
Hier dr Auszug f√ľr dich :
Nashorn-Bulle Parky gestorben

Z√ľrich - Im Z√ľrcher Zoo ist ein 23-j√§hriges Spitzmaulnashorn gestorben. Der Bulle mit dem Namen Parky kam vor sieben Jahren aus dem englischen Zoo Chester nach Z√ľrich.


fest / Quelle: sda / Freitag, 16. Dezember 2005 / 10:38 h


Die Tier√§rzte vermuten als Todesursache eine h√§molytische An√§mie. Dies sei eine bei Spitzmaulnash√∂rnern bekannte, √ľberraschend auftretende und meist t√∂dlich verlaufende Erkrankung, schreibt der Z√ľrcher Zoo in einem Communiqu√©. Was die Erkrankung ausgel√∂st hat, ist noch unklar. Parky zeigte nach Angaben des Zoos Anfang Woche erste Anzeichen von Fressunlust und Schw√§che. Am Mittwoch sei er nur noch widerwillig aufgestanden und habe keinen Kot mehr abgesetzt.

Frohe Ostern
(07.04.2007, 12:42)
nurmichael:   @Saya, danke f√ľr die Nachricht; hier im Forum habe ich dar√ľber nichts gefunden,oder habe ich das √ľberlesen?
(07.04.2007, 00:19)
Saya:   Wenn ich mich richtig erinnere ist Kifaru letztes Jahr gestorben.
(06.04.2007, 22:53)
nurmichael:   @Schweizer, weiter unten sind die Fragen beantwortet. In Doue waren bis zum Umzug von Jeremy (geboren 21/12/2000 Dvur, Eltern Jim x Jessi, m√ľtterlicherseits Halbgeschwister) der Bulle aus britischer Zucht Katakata (geboren 18/10/1990 P.Lympne, Eltern Bwana M'Kubwa x Mama Kidogo) und die junge Kuh Binti (geboren 2003 Zoo Berlin, Eltern Jasper x Ine). Bintis Vater Jasper ist m√ľtterlicherseits tats√§chlich ein Halbruder von Jeremy. Allerdings ist an eine Zucht mit Binti bei der Zusammenstellung der Gruppe sicher nicht an einen baldigen Erfolg gedacht worden, da Binti ganz einfach noch zu jung ist.
Warum braucht Z√ľrich eigentlich einen neuen Bullen? Kifaru 2 (ZB 0252) ist nach m.K, 1976 geboren worden, also eigentlich noch zeugungsf√§hig.
@Dortmunder, Siwa aus Z√ľricher Zucht steht mit Jakob (ehemals Krefeld) m.K. in Pt. Scorff, wie Doue in der Bretagne gelegen.

(06.04.2007, 22:06)
Dortmunder:   Ist das "Dortmunder" Spitzmaulnashorn-Weibchen "Siwa" nicht auch in Doue untergekommen ?
(06.04.2007, 21:10)
Schweizer:   @Jana
Jeremy muss kein Markel habe. Ich vermute er ist blutsverwand mit den Nashornk√ľhen in Doue La Fontain oder einfach nicht ihr Typ. Es sind ja nicht alle Rhinos compartibel zueinander- siehe z.B Zoo K√∂ln .
Danke f√ľr den Hinweis zu Jeremy.
Weiss du welche Weibchen aktuell dort in Frankreich eingestellt Jana .
Frohe Ostern an alle
(06.04.2007, 14:22)
Jana:   @Schweizer Das muss Jeremy sein. Mich w√ľrde interessieren, was f√ľr eine Makel er hat, weil man schieb ihm quer √ľber die Europa immer wieder. Im Jahr 2000 geboren, 2005 war er aus Dvur nach Chester geschickt, 2006? nach Doue und jetzt nach Z√ľrich. Ich binn geschpannt, wo er in 5 Jahren leben wird - vielleicht Hawaii? (grins)
(04.04.2007, 21:38)
Schweizer:   Hallo Rhinofreunde,
Z√ľrich bekommt einen neuen Nnashornbullen, der in Zoo De Doue La Fontaine noch stand. Er soll von der Zucht aus Dvur Kralove stammen.
Hat Jana genauere Daten √ľber dieses M√§nnchen ?
Ansonsten w√ľrde ich gerne wissen, welche Rhinos in Zoo De Doue La Fontaine aktuell leben ?
War jemand dort und hat die Tiere gesehen ?
Merci f√ľr baldige Ausk√ľnfte
(04.04.2007, 20:58)
Stefan:   Saathi wurde noch in 2005 geboren. Insoweit ist ISIS mal wieder nicht ganz aktuell.. Wie steht es eigentlich um den zuk√ľnftigen Nachwuchs in Berlin Zoo und TP? Wurde Jhansi (vor ihrer R√ľckkehr in den TP) im Zoo erneut erfolgreich gedeckt? F√ľr wann wird denn das Kalb von Narayani im Zoo voraussichtlich erwartet? By the way: Wie steht es mit den M√ľnchner Nash√∂rnern in dieser Sache? Der letzte Nachwuchs dort stammt ja aus dem Jahr 2004.
(04.04.2007, 11:41)
IP66:   Ist es eigentlich geplant, in Dortmund weiterhin nur drei Beutmaulnash√∂rner zu halten oder gibt es Perspektiven f√ľr ein weiteres Tier?
(04.04.2007, 11:33)
pamela:   @jelle Jungtier 2006 ist Saathi
(04.04.2007, 10:52)
pamela:   @jelle,, Jhansi war im Berliner zoo , mittlerweile zur√ľck im Tierpark. Im Tierpark leben zur Zeit, Belur/Jhansi/Betty/Saathi und Mtandane Breitmaulnashorn
(04.04.2007, 10:51)
pamela:   Patna lebt schon seit einigen Wochen in Chester, Er soll gut angekommen sein
(04.04.2007, 10:44)
Jelle:   Was ist mit den Berliner Tierpark Nashornzucht. Laut ISIS gibt es dort 1.4 Tiere. Ich kann verziechnen: Bulle Belur, die Kuehe Jhansi und Betty und Kalb Sati/Saathi. Das vierte Tier ....??? Laut die ISIS Angaben hat es sogar in 2006 ein weiteres Kalb gegeben.

Koenne es durchaus so sein dass den tragende Kuh Narayani aus Berlin Zoo nach Tierpark kam und Kuh Jhansi wegen unvertraeglichkeit mit Bulle Belur nach Berlin Zoo verschickt worden ist. Bitte Auskuenfte darueber?
(02.04.2007, 18:35)
abjatar:   Morgen kommen die Breitmaulnash√∂rner endlich in die ZOOM Erlebniswelt
(02.04.2007, 17:48)
Matthias:   Danke fuer die Info.
Damit hat er ja das grosse Los gezogen. Die Anlage hat etwa Fussballplatzgroesse und er darf sie sich mit Hirschziegenantilopen und Burma-Leierhirschen teilen.
(02.04.2007, 12:08)
Konstantin Ruske:   Ja, Patna ist bereits vor einigen Wochen nach Chester transportiert worden.
(02.04.2007, 11:53)
Matthias:   An die regelmaessigen TP Berlin Besucher: Ist denn den Panzernashorn Patna bereits in den Zoo Chester gegangen?
(02.04.2007, 11:02)
WolfDrei:   TP-Bibliothek Berlin: In Udjong-Kulon sollen 2006 mit Sicherheit 4 Geburten bei den Javanash√∂rnern nachgewiesen worden sein (Zeitschrift der franz√∂sischen SECAS: F√∂rdergemeinschaft der Pariser Zoos inklusive Cleres und La Haute Touche, Nr. 47 von 2006)
(29.03.2007, 11:25)
Michael Mettler:   @?: Walsrode stimmt, das waren Rotschn√§bel. Von einem ganz offensichtlich handaufgezogenen Exemplar habe ich mir damals immer die durchs Gitter gesteckten Finger pflegen lassen :-)

Z√ľrich hatte seinerzeit im Afrikahaus die Welterstzucht des Rotschnabel-Madenhackers zu verzeichnen und hatte auch danach noch Bruterfolge. Ich meine, dass Hediger in seinen Lebenserinnerungen erw√§hnt, die Ursprungsv√∂gel von einer Frau in Ostafrika erworben zu haben, die sich auf die Handaufzucht von Madenhackern spezialisiert hatte und mehrere Zoos damit versorgte.
(15.03.2007, 16:47)
Tim Ziesmann:   Ich weiss zumindest von Nachzuchten in Privathand!
(15.03.2007, 16:08)
?:   Madenhacker werden wohl nicht allzu h√§ufig gehalten. Ich kann mich an welche bei Hagenebck erinnern und ich glaube, auch mal in Walsrode Madenhacker gesehen zu haben. Fragt mich jetzt bitte nicht , ob Gelb,-oder Rotschnabelmadenhacker. Z√ľchten die V√∂gel in Zoos ? Vielleicht sollten wir die Madenhacker in ein anderes Thema verlegen.
(15.03.2007, 15:07)
IP66:   @Herr Beuth: Es war einer der letzten Dezembertage 2006, und ich habe das Tier sogar einer begeisterten Schweizerfamilie gezeigt, die allerdings entt√§uscht war, weil es nicht auf den Nash√∂rnern herumturnte.
(15.03.2007, 14:59)
Michael Mettler:   Vielleicht h√§tte man den Nash√∂rnern einfach jeden Tag eine Portion Hackfleisch auf dem R√ľcken verstreichen sollen, statt den Madenhackern einen Futternapf hin zu stellen :-)
(15.03.2007, 13:52)
Sacha Beuth:   @IP66: An welchem Tag warst Du im Zoo Z√ľrich. Wenn es vor September 2006 war, dann war der letzte Rotschnabel-Madenhacker offenbar doch nicht entflogen.
Wie dem auch sein: Die Haltung der V√∂gel im Zoo Z√ľrich wird auslaufen. Dar√ľber ist man gem. Gespr√§ch mit einem Kurator √ľbrigens nicht sonderlich ungl√ľcklich, da die V√∂gel sich offenbar immer mehr auf Blut, Haut- und Fleischfetzen offener Wunden (der Nash√∂rner) konzentriert haben. Vielleicht war der Mangel an Parasiten der Grund, dass die V√∂gel selber zu solchen mutierten...
(15.03.2007, 13:15)
IP66:   Als ich im Winter in Z√ľrich war, erfreute sich der letzte Madenhacker noch guter Gesundheit, doch scheint es eben nur noch dieser eine zu sein.
(15.03.2007, 10:55)
Okapi:   Danke.
@Michael Mettler: Das ist ja interessant. Das war ja auch riskant von den Tiergärtnern. Klasse aber, das es geklappt hat.

Madenhacker sind die also: Gelbschnabel-Madenhacker (B. africanus)
Rotschnabel-Madenhacker (B. erythrorhynchus)
Danke!
(14.03.2007, 20:34)
Michael Mettler:   Auch in Asien gibt es m.W. eine Nashorn-Staren-Symbiose, und zwar zwischen Panzernashorn und Hirtenmaina - wobei Letzterer bei weitem nicht so spezialisiert ist wie ein Madenhacker.

@Okapi: Z√ľrich hielt (h√§lt noch?) in seinem Afrikahaus Spitzmaulnash√∂rner (sowie fr√ľher auch Breitmaulnash√∂rner und Nilpferde) mit Rotschnabel-Madenhackern (und Kuhreihern) zusammen. Interessant dabei war/ist vor allem, dass die aufsitzenden V√∂gel die Nash√∂rner nicht als Taxi ins Freie nutzten, weil ihnen der Stallgang offensichtlich unheimlich war, so dass sie ihre Reittiere immer rechtzeitig verlie√üen.
(14.03.2007, 19:53)
Shensi-Takin:   Anstelle von Dortmunder wage ich hier zu antworten: es handelt sich hierbei um die Madenhacker(Buphaginae); die zwei Arten sind Buphagus africanus(Gelbschnabel-Madenhacker) und B. erythrorhynchus (Rotschnabel-M.). Auf Parasiten beschr√§nken sie sich dabei nicht, sondern halten durch h√§ufiges Picken auch die Wundheilung bestehender Verletzungen auf und laben sich am austretenden Blut. Dieses Verhalten habe ich (mit Ausnahme eines transsylvanischen Praktikantens)indes bislang noch nicht bei den Tierpflegern beobachten k√∂nnen...;)
(14.03.2007, 19:44)
Okapi:   Danke Dortmunder!
Und noch eine Frage. Welche Starenart ist das, die in Afrika den Nash√∂rnern die Parasiten vom R√ľcken picken? Das ist doch eine bestimmte? Oder?

Diese Aufgabe √ľbernehmen ja im TG die Pfleger.
Gibts in Deutschland Vogelarten die dies tun?
(14.03.2007, 19:31)
Dortmunder:   @ Okapi :

Also, kurz gemacht... Die asiatischen Nash√∂rner (Panzer-, Sumatra- und Java-Nashorn) haben Schneidez√§hne, wobei das Sumatranashorn die am schw√§chsten ausgepr√§gten haben d√ľrfte...

Beide afikanischen Arten (Breit- und Spitzmaulnashorn) besitzen KEINE Schneidezähne
(14.03.2007, 12:26)
Okapi:   Kennt sich hier jemand gut mit Nash√∂rnern aus?
Es gibt 5 rezente Nashornarten. Welche der Arten haben keine Schneidezähne im Oberkiefer?
Alle Unpaarhufer haben Schneidezähne, ausnamhme bilden einige Nashornarten. Aber welche?

(14.03.2007, 12:18)
Okapi:   Kennt sich hier jemand gut mit Nash√∂rnern aus?
Es gibt 5 rezente Nashornarten. Welche der Arten haben keine Schneidezähne im Oberkiefer?
Alle Unpaarhufer haben Schneidezähne, ausnamhme bilden einige nashornarten. Aber welche?

(14.03.2007, 12:18)
R√ľdiger:   Hallo WolfDrei,
hier noch ein Auszug vom 2006 :
Andalas (!), erstes Bullkalb des Zuchtpaares aus Cincinnati, mittlerweile in Los Angeles eingestellt, soll in die Zuchtstation nach Sumatra (!). Im Gegenzug soll eine √§ltere Kuh aus Sumatra nach Cincinnati (!)geschickt werden, die man mit dem dortigen Zuchtbullen Ipuh verpaaren m√∂chte. Eventuell geht dann Suci als Ersatz f√ľr ihren Bruder nach Los Angeles. Sie bleibt aber auf jeden Fall in Amerika!
(20.01.2007)
Andalas (!), erstes Bullkalb des Zuchtpaares aus Cincinnati, mittlerweile in Los Angeles eingestellt, soll in die Zuchtstation nach Sumatra (!). Im Gegenzug soll eine √§ltere Kuh aus Sumatra nach Cincinnati (!)geschickt werden, die man mit dem dortigen Zuchtbullen Ipuh verpaaren m√∂chte. Eventuell geht dann Suci als Ersatz f√ľr ihren Bruder nach Los Angeles. Sie bleibt aber auf jeden Fall in Amerika!
(20.01.2007)
Andalas (!), erstes Bullkalb des Zuchtpaares aus Cincinnati, mittlerweile in Los Angeles eingestellt, soll in die Zuchtstation nach Sumatra (!). Im Gegenzug soll eine √§ltere Kuh aus Sumatra nach Cincinnati (!)geschickt werden, die man mit dem dortigen Zuchtbullen Ipuh verpaaren m√∂chte. Eventuell geht dann Suci als Ersatz f√ľr ihren Bruder nach Los Angeles. Sie bleibt aber auf jeden Fall in Amerika!
(20.01.2007)
Korrektur zu den Ausfertigungen von Langhals: Andalas (!), erstes Bullkalb des Zuchtpaares aus Cincinnati, mittlerweile in Los Angeles eingestellt, soll in die Zuchtstation nach Sumatra (!). Im Gegenzug soll eine √§ltere Kuh aus Sumatra nach Cincinnati (!)geschickt werden, die man mit dem dortigen Zuchtbullen Ipuh verpaaren m√∂chte. Eventuell geht dann Suci als Ersatz f√ľr ihren Bruder nach Los Angeles. Sie bleibt aber auf jeden Fall in Amerika!
(20.01.2007)
Korrektur zu den Ausfertigungen von Langhals: Andalas (!), erstes Bullkalb des Zuchtpaares aus Cincinnati, mittlerweile in Los Angeles eingestellt, soll in die Zuchtstation nach Sumatra (!). Im Gegenzug soll eine √§ltere Kuh aus Sumatra nach Cincinnati (!)geschickt werden, die man mit dem dortigen Zuchtbullen Ipuh verpaaren m√∂chte. Eventuell geht dann Suci als Ersatz f√ľr ihren Bruder nach Los Angeles. Sie bleibt aber auf jeden Fall in Amerika!
(20.01.2007)
Korrektur zu den Ausfertigungen von Langhals:
Im Gegenzug soll eine √§ltere Kuh aus Sumatra nach Cincinnati (!)geschickt werden, die man mit dem dortigen Zuchtbullen Ipuh verpaaren m√∂chte. Eventuell geht dann Suci als Ersatz f√ľr ihren Bruder nach Los Angeles. Sie bleibt aber auf jeden Fall in Amerika!
(20.01.2007)
Wieso gibt man der älteren Kuh aus SRSWKS nicht doch noch eine Zuchtchance mit IPUH ?

(04.03.2007, 18:25)
WolfDrei:   @KarstenVick: ja nat√ľrlich-und von dort ein "Nachschub"-heute.
Sumatran Rhino Sanctuary Way Kambas Sumatra: mit Andalas und dem Bullen Torgamba (ehemals Port Lympne) sind in der Station (30 acres ,ca 15 ha) noch 3 Rhinok√ľhe (u.a. Rosa und Ratu), ob aber eine Kuh von dort nach Cicinnati k√∂nnte , wird angezweifelt.
(02.03.2007, 10:33)
Karsten Vick:   @WolfDrei: Anscheinend fliegen die Nash√∂rner schneller von Cinci nach Sumatra als die Nachrichten von Kanada (Toronto?!) nach Deutschland...
(28.02.2007, 23:29)
Kahuna:   Yup, das stimmt, er ist schon da. Er war schon einige zeit in die niederlanden! Auf schiphol airport ;)
(28.02.2007, 19:15)
Carsten:   Lt. diversen Online Nachrichtendiensten ist Andalas schon seit einer Woche dort...
(28.02.2007, 11:05)
WolfDrei:   Bekam gerade eine Nachricht aus Kanada: der Sumatra-Nachwuchsbulle Andalas aus LA, ehemals Cincinnati, steht unmittelbar vor dem "Ausflug" nach Sumatra-offensichtlich nach Way Kambas, wie ehemals geplant.
(28.02.2007, 10:25)
th.oma.s:   @ zooinsider: soll irgendwo in schweden funktionieren. m.E, eine frage der einrichtung des geheges und der individuellen gew√∂hnung. geht vielleicht auch mit spitzm√§ulern?

(25.02.2007, 22:25)
Hannes:   Ja! Genauso wie mit Schabrackenschakalen nur das man mehr Platz ben√∂tigt
(25.02.2007, 14:57)
zooinsider:   glauben sie, dass eine vergesellschaftung von Breitmaulnash√∂rnern und geparden m√∂glich ist?
(25.02.2007, 14:56)
Jana:   Ich weiss nicht woran Saut gestorben ist, sicher weiss ich es erst seit kurze Zeit (als Randnotiz in einem Artikel im Zeitschrift f√ɬľr kleine Kinder gefunden). Der Suni lebt seit 2005 mit der Hybridkuh zusammen (die war fr√ɬľher immer mit den anderen K√ɬľhen zusammen, aber nach gesundlichen Problemen ist sie in der Hierarchie gesunken und bekam das zu sp√ɬľren - lt. Jahresbericht). Suni hat sie auch gepaart. Bei meinem ersten Besuch 2006 (Juli?) war in der Gruppe mit Suni neben der Hybridkuh auch Fatu, die restliche K√ɬľhe waren mit den zweiten Bullen zusammen (also mit Sudan), und das gleiche sah ich auch bei 2 weiteren Besuchen 2006. Ob sich Suni mit Fatu auch gepaart hat, weiss ich nicht.
√Éœber AI und Panzernashornen in DK weiss ich nichts neues.

(24.02.2007, 11:45)
R√ľdiger:   Oh, schade!
Im Zoo leben immer noch mehr Tiere als in Afrika. (3-4 Tiere in freier Wildbahn)
Saut war der letzte z√ľchtende Bulle in Dvur Kralove.
Jana weiss du woran er gestorben ist ?
Beteiligt sich Suni auch bei den Naturspr√ľngen bzw.Deckakten oder l√§sst man Ihn nicht zur Zucht mit Faru kommen ?
(24.02.2007, 10:22)
Jana:   @WolfDrei Der Bulle Saut ist letzte Sommer gestorben und ohne die Hybridkuh (ihre Mutter Nasima kam schon tr√§chtig aus England) macht es jetzt 2,4.
(22.02.2007, 15:56)
Dortmunder:   @ R√ľdiger :

Wo und seit wann hat Dortmund denn Gruppenzuwachs ? Ich war letzten Sonntag erst im Zoo und habe sogar nur zwei Nash√∂rner gesehen... Und mit dem √úbersehen bei Rhino¬īs ist das ja ne schwierige Sache... ;o)
(22.02.2007, 14:53)
WolfDrei:   Fand beim Aufr√§umen das Alter der n√∂rdl. Breitm√§uler in Dvur Kralove: Bullen: Sudan, wild 1973, in Dvur seit 1975; Saut 1972, in Dvur 1998; Suni geb in Dvur 1980: Weibchen: Nesari 1972, in Dvur 1975; Nabire 1983 geb. in Dvur; Najin geb 1989 in Dvur; Fatu geb in Dvur 2000: dazu ein Hybridweibchen Nari (oder Nasi) geb in Dvur 1977; insgesamt 3,5
(22.02.2007, 14:44)
Michael Mettler:   Das d√ľrfte es wohl. In historischen Zoozeiten muss sowas so h√§ufig vorgekommen sein, dass man meinte, Nash√∂rner w√ľrden ihre H√∂rner in bestimmten Abst√§nden abwerfen wie Hirsche ihre Geweihe.
(11.02.2007, 09:51)
Jambo:   Sani aud der Wilhelma hat sich vergangen Montag das Horn abgerissen, was 2,4 Kilo wiegt. Das ist das 2x das dies passiert. Hoffen wir das es nachw√§chst.
(11.02.2007, 04:59)
Karsten Vick:   @Dirk K. & nurmichael: Vergesst alles was ich gesagt habe, die Schweriner haben ihre Pl√§ne ge√§ndert. Limpopo soll dableiben und auf der neuen Anlage die Gesellschaft von Artgenossen kriegen. Nachzulesen ganz brandneu auf der HP des Schweriner Zos.
(06.02.2007, 22:54)
nurmichael:   Spitzmaulnash√∂ner f√ľr Schwerin, das w√ľrde mich freuen. Ich gehe mal von der Unterart d.b. michaeli aus. Stellt sich die Frage wer har denn gerade welche? In Deutschland fallen mir da f√ľr die n√§here Zukunft nur Krefeld (Davu, m) und Magdeburg (Malindi, f) ein, wenn nicht die Magdeburger Haltung vollst√§ndig aufgel√∂st werden sollte. Beide Individuen sind v√∂llig unverwandt.
(06.02.2007, 22:46)
Karsten Vick:   Warum will Dortmund ihn denn nicht mehr haben? Irgendwohin muss er ja, die Schweriner wollen ja bekanntlich ihre Anlage erweitern und auf Spitzm√§uler umsteigen.
(06.02.2007, 22:02)
Dirk K:   Was passiert eigentlich jetzt mit Limbopo in Schwerin? Dortmund will ihn ja jetzt scheinbar doch nicht √ľbernehmen.
(06.02.2007, 20:12)
Michael Mettler:   Sollte das eventuell etwas damit zu tun haben, dass die Gelsenkirchener Importtiere aus dem s√ľdafrikanischen Sommer unmittelbar in den deutschen Winter k√§men und man den Tieren dies schlichtweg nicht zumuten will...? Das w√§re dann nicht peinlich, sondern eher verantwortungsbewusst.
(05.02.2007, 22:32)
R√ľdiger:   Warum zeigt Gelsnkirchen denn noch immer keine Nash√∂rner? Das wird doch langsam peinlich! Dortmund hat doch augenscheinlich Gruppenzuwachs.
(05.02.2007, 22:25)
Jelle:   nurmichael,

Ich hab jetzt den Chester Zoo angeschrieben und hoffe dass ich naechste Woche weiteres erzaehlen koenne. In Chester gibts heute sicher die beide Bullen Quinto (aus Zuercher Zucht) und Sammy (aus Osaka Zoo) und zwei Kuehe Rosie und Pangani. Die dritte Kuh koenne durchaus Ema sein. Das waere bedeuten dass die jungen von 1997/98 Kitani und Manyara abgegeben worden sind. Sicherlich sollte eine Kuh aus Chester noch nach Doue gelingen in 2006!
(02.02.2007, 17:06)
nurmichael:   @Jelle, Dank f√ľr die ausf√ľhrlichen Infos. Weiter unten hat Jana gesagt, dass eine Kuh Ema aus Dvur Kralove nach Chester geschickt wurde, die anschlie√üend ebenfalls nach Doue geschickt werden sollte. Wissen Sie ob und wenn ja wann sie dorthin geliefert wurde?
(30.01.2007, 22:07)
Jelle:   nurmichael,

Die beide Bullen Doue's sind Katakata (geboren 18/10/1990 P.Lympne, Eltern Bwana M'KubwaxMama Kidogo) und Jeremy (geboren 21/12/2000 Dvur, Eltern JimmxJessi). Letzeres sind einige Tiere Chesters exportiert und ich weiss noch nicht wohin (3.3 Tiere in 2007).
(30.01.2007, 20:44)
nurmichael:   @Karsten Vick, super Service, danke f√ľr die Info.
(30.01.2007, 13:24)
Karsten Vick:   @nurmichael: Der Nashornbulle in Tallinn ist wirklich Murray und der lebt noch. Habe gestern abend einfach mal gemailt und schon heute morgen die Best√§tigung gekriegt, vom Direktor pers√∂nlich. Sch√∂ner Service!
(30.01.2007, 12:41)
Schweizer:   Danke Sitara
wirklich ein klasse Bericht, der mir doch noch Mut macht , was das Ueberleben der Nördlichen Bm angeht.
Weiss jemand , ob wirlich noch vier nördliche Breitmäuler in Garamba leben und wie die Sexverteilung lautet. Mir waren nur noch 2,1 Tiere laut letztem Pachydermsbericht bekannt .
(25.01.2007, 13:52)
Sitara:   √úber die Geburt des Nashornkalbs in Budapest und wie es dazu gekommen ist, findet man einen umfassenden, sehr guten Bericht bei WELT-online: http://www.welt.de/appl/newsticker2/?channel=ver&module=dpa&id=13618140
(25.01.2007, 11:52)
Ronald Masell:   @Schweizer
Welche Web-Cam meinst du? Auf der IZW-Seite finde ich nichts, und so gut ist mein Ungarisch auch nicht. ;-))
(25.01.2007, 11:30)
nurmichael:   @Hinrich, Ihr Einwandt ist richtig und meine Liste ist in diesem Punkt falsch, sorry! Lemuta ist am 29.11.1971 gestorben, nachdem sie Nabi am 11.11.1969 geboren hatte.
(25.01.2007, 10:03)
Schweizer:   Danke Ronald M.f√ľr dir tolle Info √ľber eine weitere Geburt eines Nashorns in Europa. Sensationell, hoffentlich gelingt es dem IZW -Team auch noch bei den n√∂rdlichen BM in Dvur Kralove dieses Jahr. Ein Versuch letzten Jhares hatte fehlgeschlagen. hoffentlich klappt res das n√§chste Mal.
Ich habe leider auf der Internetseite "Willkommen beim IZW Berlin keine weitere Nachricht √ľber die Geburt in Budapest.
Weiss du zufällig , welches Programm man braucht um die Webcam im Zoo zu aktivieren ? Danke im vorraus
(24.01.2007, 19:53)
Michael Mettler:   Die Teilnahme an EEP, ESB usw. ist noch immer eine FREIWILLIGE Entscheidung der Zoos und keine Zwangsverpflichtung. Inwieweit sie sich SELBST verpflichtet f√ľhlen, ist eine ganz andere Sache. Mit Kommerz hat das weniger zu tun. Der Tierpark Berlin ist z.B. in keinem der beiden Elefanten-EEP Mitglied und niemand wirft ihm vor, dass deshalb dort der Kommerz im Vordergrund stehe.
(24.01.2007, 18:17)
Carsten:   Die Haltunggenehmigungen werden wohl kaum vom EEP Koordinator vergeben, sondern von irgendeiner Beh√∂rde.
Und wenn das Gehege halt den gesetzlichen Vorgaben entspricht, warum sollte es dann keine Genehmigung geben.
(24.01.2007, 18:10)
mario:   Wenn Gelsenkirchen nicht am Breitmaulnashorn EEP teilnimmt,warum gab es dan eine Haltungsgenehmigung?
Ich glaube Kommerz steht in Gelsenkirchen im Vordergrund und Artenschutz wird als Nebensache betrachtet.
(24.01.2007, 18:06)
mario:   Wenn Gelsenkirchen nicht am Breitmaulnashorn EEP teilnimmt,warum gab es dan eine Haltungsgenehmigung?
Ich glaube Kommerz steht in Gelsenkirchen im Vordergrund und Artenschutz wird als Nebensache betrachtet.
(24.01.2007, 18:06)
Hinrich:   Mal ne Frage: Wie kann denn Lemuta die Mutter von Nabi sein, wenn Lemuta bereits in ihrem Geburtsjahr gestorben ist?
(24.01.2007, 15:17)
Ronald Masell:   Arcor Live-Ticker
24.01.2007, 13:58 Uhr
Weltweit erstes Nashornbaby nach k√ľnstlicher Befruchtung geboren
Berlin (dpa) - In Budapest ist das weltweit erste Nashornbaby nach k√ľnstlicher Befruchtung geboren worden. Das teilte das Berliner Leibniz-Institut f√ľr Zoo- und Wildtierforschung mit. Forscher aus Berlin hatten das Muttertier im September 2005 k√ľnstlich besamt. Das weibliche Jungkalb kam gestern Abend zur Welt und wiegt 58 Kilo. Die Geburt wurde von Experten als sensationeller Z√ľchtungserfolg bezeichnet.


(24.01.2007, 14:12)
nurmichael:   Als letzte Liste der deutschen Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis michaeli) Haltungen hier das „historische“ Frankfurt/Main. Bi den K√ľhen Pangani und Siwa (beides T√∂chter von Kifaru 0252) aus Z√ľrich bin ich mir nicht sicher ob sie je Frankfurt gesehen haben oder ob sie nur als Eigentum von Frankfurt aufgef√ľhrt sind.

Drucy; m; 0642; wb *08; t 17; 09 F: 0,0
Faru; m; 0643; wb *26; t 45; 27 F: 0,0
Peter; m; 0005; wb *49; t 78; 50 F: 1
Katharina; f; 0544; wb *51; t 63; 52 F: 1
namenlos; f; 0543; wb *50; t 52; 51 F: 0,0
Konrad; m; 0545; Peter x; Katharina; *56; t 59; F: 0,0; 57 ARG: 0,0
Lemuta; f; 0006; Peter x; Katharina; *58; t 58; F: 0,1
namenlos; u; 0541; Peter x; Lemuta; *67; t 67
Nabi; f; 0137; Peter x; Lemuta; *69; t 81; F: 0,0
Kifaru; m; 0252; 0120 x ; 0121 (St. Louis, USA),; *76; t ?; 78 F: 0,1; 87 Kifaru2 Zh: 3,3
Loredana; f; 0270; 0036; 0037; *78; t 86; Neapel: 0,0; 82 F: 0,1
Kifaru; m; 0349; Murray x; Mtoto; *84; t ?; Zh: 0,0; 87 Kifaru2: 0,0; 91 H: 1
namelos; f; 0357; Kifaru x; Loredana; *85; t 85
Pangani; f; 0422; Kifaru x; Mtoto; *89; t ?; Zh: 0,0; F 89: 0,0; 92 Chester: ?,?
Siwa; f; 0454; Murray x; Mtoto; *92; t ?; Zh: 0,0; 92 F: 0,0; 94 Do: 1,0; Pt. Scorff; ?,?

@Karsten Vick, f√ľr die Liste der „ostdeutschen“ d.b. michaeli habe noch Erg√§nzungen gefunden. Allerdings fehlen immer noch die von Michael Mettler am 20.07.2006 erw√§hnten Dresdner Tiere(1,1). Das unterst√ľtzt seine These, dass es sich um eine andere Unterart (d.b. longipes ?) gehandelt hat. Th.oma.s (05.07.2006) spricht gar von drei Spitzmaulnash√∂rnern vor 1945 in Dresden, die im Zuchtbuch (d.b. michaeli und d.b. minor) indes nicht erw√§hnt werden. Im gleichen Beitrag spricht er von einem Nachkriegs Spitzmaulnashorn dort, das Zuchtbuch weist dagegen zwei (0,2) aus.

Faru; f; 0651; wb *38; t 59; 41 L: 0,0; 47 Moskau; 0,0; 47 Kiew 0,0

Kigoma; f; 0656; wb *50; t 61; 56 USA ?: 0,0; 57 DD: 0,0
Faru; f; 0162; wb; *58; t 72; 60 DD: 0,0; 65 Wroclaw : 0,0


(22.01.2007, 18:58)
Stefan Waldheim:   Ich war gestern in Erfurt. Das Nashornkalb trank mehrfach bei der Mutter, Temba machte allerdings nach wie vor einen nerv√∂sen Eindruck, wenn das Kalb zu saugen begann. Wenn ich alles richtig verstanden habe, wurde bis Freitag Milch per Flasche zugef√ľttert, seit Samstag nur noch eine N√§hrsalzl√∂sung. Das Kleine machte einen recht vitalen Eindruck, es sieht also besser aus als an den ersten Tagen.
(21.01.2007, 23:38)
Stefan:   @Kahuna: Leider wei√ü ich auch nur, dass Cincinnati mit der Bekanntgabe der erneuten Schwangerschaft von Emi Mitte 2006 gleichzeitig von Pl√§nen f√ľr ein neues Indoor-Atrium "in the near future" sprach. Die √§ltere Kuh aus der Zuchtstation soll aber auf jeden Fall mit Ipuh verpaart werden, weil er der einzige zuchtf√§hige Mann im Programm ist und sich ihr Zyklus langsam aber sicher auf Pause einstellt. Das einzige M√§nnchen der Zuchtstation hat sich trotz einiger beobachteter Paarungsakte als unfruchtbar erwiesen. Wie nun genau die Unterkunft in Cincinnati f√ľr den Neuling aussehen wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
(21.01.2007, 23:36)
nurmichael:   @Schweizer, vielen Dank f√ľr die Unterst√ľtzung. Bei nochmaliger Durchsicht der Forumsbeitr√§ge habe einen Beitrag von Jelle gefunden, die/der den Verbleib von der ehemaligen Dortmunderin Siwa schon gekl√§rt hatte und der jetzt von Ihnen best√§tigt wurde.

@Jelle, in Ihrem Beitrag vom 22.08.2006 schreiben Sie, dass die Berliner Kuh Binti in Doue la fontaine mit zwei Bulle vergesellschaftet ist. Können Sie feststellen woher die beiden stammen, uns gegebenenfalls auch Eltern und Geburtsjahr mitteilen?
(21.01.2007, 21:35)
?:   Suci mu√ü bis sp√§testens Anfang Mai weg sein, die brauchen ja Platz f√ľr Mutter und Kalb und das Nashornhaus in Cincinnati hat nur drei Boxen , wobei die Mutter f√ľr das Kalb dann zwei Boxen braucht. An der Au√üenanlage wurde nichts ver√§ndert, dort gibt es kein Platz f√ľr Erweiterungen. Es soll aber irgendwann einen neue Anlage an einem anderen Platz im Zoo gebaut werden.
(21.01.2007, 20:19)
Schweizer:   f√ľr nurmichael
laut dem zuchtbuch f√ľr afrikanische nash√∂rner,h√§lt der Pont Scorff zoo in Farnkreich Spitzlippennash√∂rner den Bullen ¬ß 0438 Jakob (ehemalig aus Krefeld) seit 13.11.02 dort.Laut EAZA News Nr.50 ist das Weibchen 0454 Siwa im januar 2005 nachgereist. So das jetzt ein Paar dort lebt.
Welche Tiere momentan noch in den Zoo De Doue la Fontaine transportiert worden sind , weiss ich leider nicht.
So weit so gut
(21.01.2007, 19:50)
Kahuna:   @ stefan: das hatte ich auch geh√∂rt, aber das von ein neue kuh f√ľr cincinnati wusste ich noch nicht. Haben sie dann dort das gehege erweitert? (erst gab es kein platz einer der kinder von emi zu behalten)
(21.01.2007, 19:21)
Stefan:   Korrektur zu den Ausfertigungen von Langhals: Andalas (!), erstes Bullkalb des Zuchtpaares aus Cincinnati, mittlerweile in Los Angeles eingestellt, soll in die Zuchtstation nach Sumatra (!). Im Gegenzug soll eine √§ltere Kuh aus Sumatra nach Cincinnati (!)geschickt werden, die man mit dem dortigen Zuchtbullen Ipuh verpaaren m√∂chte. Eventuell geht dann Suci als Ersatz f√ľr ihren Bruder nach Los Angeles. Sie bleibt aber auf jeden Fall in Amerika!
(20.01.2007, 19:30)
Langhals:   Das dritte Kalb von " Emi " wird Mitte Mai erwartet. Das Geschlecht hat man per Ultraschall festgestellt, es ist ein Bulle. Das weibliche Kalb " Succi " soll nach Malaysia geschickt werden, daf√ľr soll eine junge Kuh nach Los Angeles kommen.
(20.01.2007, 18:47)
?:   Wo wir schon bei Sumatra-Nash√∂rnern sind, wie sieht es denn mit der Schwnagerschaft der Kuh in Cincinnati aus ? Wann ist der Geburtstermin ? Was passiert mit dem weiblichen Kalb, und bekommt der Bulle in Los Angeles eine Kuh ?
(20.01.2007, 18:41)
Hannovy:   Schade. Ja, das mach ich dann mal.
(20.01.2007, 18:38)
Oliver Jahn:   Nirgendwo @Hannovy. Bitte einfach mal im Thread noch unten lesen. Das Thema Sumatra-Nash√∂rner und echte und vermeintliche Java-Nash√∂rner hatten wir hier schon seeeehr ergiebig!
(20.01.2007, 17:57)
Hannovy:   Wo in Deutschland gib es eigentlich Sumatranash√∂rner und hatte Hannover nicht mal welche?
(20.01.2007, 17:53)
Michael Mettler:   @nurmichael: An Spitzm√§uler f√ľr ZOOM hatte ich auch schon gedacht.... Allerdings ist nur ein Au√üengehege vorhanden und dieses auch f√ľr s√§mtliche Tiere der benachbarten "Grassavanne" durch schmale Durchschlupfe erreichbar. Es gibt ja Stimmen hier im Forum, die Spitzmaulnash√∂rner f√ľr weder untereinander noch mit anderen Arten gesellschaftsf√§hig halten, dann k√§me das wohl nicht in Frage... :-)
(20.01.2007, 16:05)
nurmichael:   @Janna, vielen Dank f√ľr die schnelle Antwort. Ich habe den Informationen entsprechend die Liste erweitert, die indes immer noch nicht vollst√§ndig ist. Isis m√ľsste demnach mit Jeremy und Maisha 5,5 und Jim mit Salome, Deborah und Etosha 0,8 Nachkommen in Dvur Kralove gezeugt haben. Allerdings k√∂nnten beide auch der bisher unbekannte Vater von Ema sein, wobei Jim wahrscheinlicher ist (dann 0,9), da Isis bereits Elbas Gro√üvater ist. Mweru war m√∂glicherweise noch zu jung und der r√ľpelhafte Sauron ist Elbas Halbbruder. Bis zur Geburt von Salome hatte man Verwandtenpaarungen vermieden, diese Linie aber mit Jeremy (Vater x Tochter) und Deborah (Onkel x Nichte) zumindest zeitweise verlassen.
Zu Mweru noch eine Bemerkung: Mweru ist m.W der erste Import eines Spitzmaulnashorns
aus britischer Zucht nach Kontinentaleuropa. Er ist der Sohn eines aus dem Addo National Park stammenden Bullen. Dieser Park liegt in der N√§he von Port Elisabeth in S√ľdafrika und damit eigentlich im Verbreitungsgebiet von d.b. bicornis. Diese Unterart ist dort aber verschwunden, und so wurden ostafrikanische d.b. michaeli im Park angesiedelt. Aus dieser erfolgreichen Population wurde auch der Magdeburger Zuchtbulle Madiba importiert. Mwerus Mutter stammt von zwei Wildf√§ngen aus Kenia ab. Damit ist er genetisch nicht beeinflusst von einem der von Kontinentaleuropa auf die Insel abgegebenen Tiere. Allerdings ist sein m√ľtterlicher Gro√üvater mit 7,8 Nachkommen in Gro√übritannien stark repr√§sentiert.

@Schweizer, auch an Sie vielen Dank. Wenn Sie √ľber ein aktuelles Zuchtbuch verf√ľgen sollten w√ľrde ich mich freuen, wenn Sie die Informationen von Jana vervollst√§ndigen k√∂nnten. Auch die Daten aus Frankreich, wo nach m.W. in den 90ern gar keine Spitzmaulnash√∂rner waren, w√§ren – wie die in meiner Liste fehlenden aus Z√ľrich – √ľberaus interessant.

@Karsten Vick, Murray (Vater eines einzigen Nachkommens, des Hannoveraner Bullen Kifaru) wurde von Z√ľrich nach Tallin gegeben, nachdem er sich seinen Penis verst√ľmmelt hatte und seither zeugungsunf√§hig ist. 1999 war er noch in Estland. Sollte er heute noch dort leben w√§re er 38 Jahre alt.

@Michael Mettler, wie sieht es in Gelsenkirchen denn mit Spitzm√§ulern als Ersatz f√ľr ihre gro√üen Vettern aus?
Hier nun die erweiterte Liste Dvur Kralove
Jane Lee; f; 0689; Isis x Jimmi; *98 - ?; DvKr: ?,?:; ; ; ;
Salome; f; ?; Jim x Sali; *00 – t ?; DvKr 0,0; 01 PtLy ?,?; ; ;
Jeremy; m; ?; Isis x Jessi; *00 Рt ?; DvKr: 0,0; 0,5 Chester: ß,ß; ; ;
Mweru; m; 0659; Gareth Edwards x N’Akuru; *96 - ?; PtLy 0,0; 01 DvKr: ?,?; ; ;
namenlos; f; ?; ? x Eimi; *02 – t 02; ; ; ; ;
Ema; f; ? ; ? x Elba; *02 - ?; DvKr: 0,0; Chester: ?,?; ; ;
Deborah; f; ?; Jim x Jiddah; *04 t – t ?; DvKr: 0,0; ; ; ;
Maisha; f; ?; Isis x Musso; *05 – t ?; DvKr: 0,0; ; ; ;
Jamie; m; ?; Sauron x Jessi; *06 – t ` ; DvKr: 0,0; ; ; ;
Etosha; ?; ?; Jim x Elba; *06 - ?; DvKr: 0,0; ; ; ;
namenlos ; ?; ?; Mweru x Jola; *06 - ?; DvKr: 0,0; ; ; ;
(20.01.2007, 15:13)
Sebastian:   Die Gelsenkirchener Nash√∂rner kommen nicht mehr "in K√ľrze" sondern in "wenigen Wochen"...
(20.01.2007, 14:21)
Jana:   Ich habe die einige wenige DK-Jahresberischte (2002-2005), die ich besitze, durchgebl√§ttert.
Also im November 2001 kam zu einem Tausch mit Port Lympne - Dvur Kralove hat da die Kuh Salome (geboren 2000 Jimm x Saly) geschickt und aus England kam der Bulle Mweru (geboren da 1996).
Am 24.8.2002 hatte Eimi einen Totgeburt, es war eine Weibchen (Vater ist nicht erwähnt). Den selben Jahr am 2.11. war Ema geboren, Mutter ist Elba, Vater ist wieder nicht genannt. 2003 - ohne Bestandänderung. 2004 war Deborah geboren und Eimi ist im Mai gestorben. 2005 war 21.12. Maisha geboren (Musso x Isis) und 11.4. gingen Jeremy (Bulle, geboren 2000 Jessi x Isis) und Ema nach Zoo Chester, die Ema sollte später den selben jahr nach Zoo De Doue La Fontaine geschickt sein. (Maisha sollte das 9. Kind von Isis sein) Im 2006 war am 2.1. der Jamie geboren und am 4.9. war Etosha geboren (Jimm x Elba). Etosha sollte der 30. Geburt von einem Spitzmaulnashorner in Dvur sein.
(19.01.2007, 23:31)
Michael Mettler:   Wie man an den f√ľr 2007 aufgelisteten Arten sieht - deren Haltung sich noch in weiter Ferne befindet oder wom√∂glich gar nicht begonnen werden wird -, w√ľrde ich den Informationsstand nicht f√ľr endg√ľltig halten....

Nein, im Ernst: Ich hatte es so verstanden, dass ZOOM aus dem EEP keine Tiere bekommen konnte und die Koordinatorin gegen einen Import ist. Dann bliebe nur der Weg √ľbrig, auf die Nash√∂rner zu verzichten - oder sie au√üerhalb des EEP zu halten.
(19.01.2007, 20:47)
Sebastian:   Laut HP (http://www.zoom-erlebniswelt.de/Artenschutz/eep.asp) nimmt Gelsenkirchen u.a. auch an einem EEP bei den Breitmaulnash√∂rnern teil:
Marabu (EEP)
Westafrikanischer Schimpanse (EEP)
T√ľpfelhy√§ne (EEP)
Großer Kudu (ESB)
Bleßbock (ESB)
Gänsegeier (ESB)
Schildturako (ESB)
Nördlicher Hornrabe (ESB)
Roter Vari (EEP)
Eisbär (ESB)
Kalifornischer Seelöwe (ESB)
Rothschildgiraffe (EEP)
Tieflandnyala (ESB)
Rappenantilope (ESB)



Ab 2006:


Sattelstorch (ESB)
Breitmaulnashorn (EEP)



Ab 2007:


Gibbon (ESB)
Malayenbär (ESB)
Doppelhornvogel (EEP)
Orang Utan (EEP)
Tiger (EEP)
Panzernashorn (EEP)
(19.01.2007, 20:09)
Schweizer:   Dem Zuchtbuch zu entnehmen lebt Jakob ¬ß 438 in Frankreich im Zoo Pont Scorff. Sita erwartet ihr erstes Baby in Paignton.Geburt kann per Kamera mitverfolgt werden < siehe aktuelle Zoopresseschau
(19.01.2007, 18:13)
Karsten Vick:   Es gibt in Tallinn noch einen Spitzmaulnashornbullen. K√∂nnte das Murray sein?
(19.01.2007, 16:35)
Michael Mettler:   Meines Wissens nimmt Gelsenkirchen gar nicht am Breitmaulnashorn-EEP teil. Damit w√§re man auch nicht zur Einhaltung der dortigen Richtlinien f√ľr diese Tierart verpflichtet.
(19.01.2007, 11:24)
mario:   Das neue Nashornhaus in GELSENKIRCHEN hat nur drei Boxen.Ist das im Rahmen der EEP-Richtlinien?
(19.01.2007, 11:20)
nurmichael:   Ich erinnere noch mal an meine Fragen: Was ist aus Siwa aus Dortmund und mit Jakob aus Krefeld geworden? Wie hat sich Sita in England eingelebt? Wie sieht die Entwicklung in Z√ľrich nach der Geburt von Wanda und der Einstellung der Hannover Kuh aus? Wer kann etwas zu Doue la fontaine (F)sagen?
(18.01.2007, 22:40)
nurmichael:   Hier nun also die Liste der Spitzmaulnash√∂rner Diceros bicornis michaeli aus Dvur Kralove. Sie ist sicher nicht vollst√§ndig, insbesondere bei den Nachwuchszahlen der ins nichtdeutsche Ausland verbrachten Tiere sowie f√ľr die Entwicklung zwischen 98 und 06. Hier bin ich auf die Hilfe der Dvur Kralove Kenner wie Jana angewiesen.
Eine tiefere Interpretation √ľberlasse ich den Lesern, hier nur eine: Von den zehn 71er Gr√ľndern haben sich nur f√ľnf in den Stammbaum eingetragen, und davon auch nur eine – Jimmi 3,3 – richtig erfolgreich, die anderen vier nur mit 1,0; 1,1 oder 0,2. Bemerkenswert finde ich auch, dass die zoogeborenen Gr√ľnder Cody *75/2,1, Isis *77/4,4 und Mabu *79/0,3 erfolgreicher waren als ihre wildgeborenen Vorg√§nger. Dabei ist der Einfluss von Isis auch auf die deutsche d.b.michaeli Zucht gro√ü: Jasper/Binti/Zawadi aus Berlin, Sany/Taco/Saya/Samira aus Hannover, Maleika in Magdeburg und Nandhi/Serafine in Leipzig tragen bis heute seine Erbanlagen in zweiter bzw. dritter Generation.

Lord; m; 0169; wb; *70 – t 99; 71 DvKr: 0,0; 72 USA: 1,3; ; ;
Ken; m; 0170; wb; *70 – t 79; 71 DvKr: 0,2:; ; ; ;
Murray; m; 0171; wb; *69 – t ?; 71 DvKr: 0,0; 76 Wroclaw: 0,0; 80 DvKr: 0,0; 83 Zh: 1,0 ; 88 Tallin:0,0
King; m; 0172; wb; *68 – t 78; 71 DvKr: 0,1:; ; ; ;
Ken 2; m; 0173; wb; *67 – t 71; 71 DvKr: 0,0:; ; ; ;
Elsa; f; 0174; wb; *67 – t 78; 71 DvKr: 0,1:; ; ; ;
Jimmi; f; 0175; wb; *70 – t ?; 71 DvKr 3; 3; ; ;
Lenka; f; 0176; wb; *68 – t 82; 71 DvKr: 0,0; 78 USA: 0,0; ; ;
Tuty; f; 0177; wb; *68 – t 78; 71 DvKr: 0,0:; ; ; ;
Jarca; f; 0178; wb; *70 – t 96; 71 DvKr: 1,1:; ; ; ;
Sabi; f; 0217; wb; *72 – t ?; 74 DvKr: 0,1; 83 Zh: 1,1; ; ;
Elvira; f; 0244; Ken x Elsa; *77 – t 96; DvKr: 1,2:; ; ; ;
Sali; f; 0282; Ken x Sabi; *78 - ?; DvKr: 2,3:; ; ; ;
Isis; m; 0268; Embu (wb USA) x Princess (zb USA); *77 – t ?; USA: 0,0; 78 DvKr: 4,4; ; ;
Jim; m; 0283; King x Jimmi; *79 – t ?; DvKr: 0,5:; ; ; ;
Eli; m; 0386; Isis x Elvira; *84 – t 95; DvKr: 1,0; 92 Mb: 0,1; ; ;
Jessi; f; 0387; Isis x Jimmi; *84 – t ?; DvKr: 1,3:; ; ; ;
Sado; m; 0388; Isis x Sali; *86 – t ?; DvKr: 0,0; 89 USA: ?,?; ; ;
Jos; m; 0391; Isis x Jimmi; *89 – t ?; DvKr: 0,0; GBR : ?, ?; ; ;
Sany; f; 0417; Isis x Sali; *89 – t ?; DvKr: 0,0 ; 91 H : 1,2; ; ;
Eimi; f; 0431; Isis x Elvira; *90 – t ?; DvKr: ?, ?:; ; ; ;
Jakob; m; 0438; Eli x Jessi; *91 - ?; DvKr: 0,0 ; 94 Kr : 0,0 ; GBR : ?, ?:; ;
Jasper; m; 0450; Isis x Jimmi; *91 – t ?; DvKr: 0,0 ; 93 L : 1,2 ; B : 0,2:; ;
Etna; f; 0455; Jim x Elvira; *92 – t ?; DvKr: 0,0 ; GBR : ?, ?; ; ;
Jaga; f; 0456; Jim x Jarca; *92 – t ?; DvKr: ?,? :; ; ; ;
Sara; f; 0481; Jim x Sali; *92 – t ?; DvKr: 0,0 ; 94 L (Lipsi): 1,1; ; ;
Mabu; m; 0277; Kibo x Kenia; *79 – t 96; Mb : 0,0; 92 DvKr: 0,3; ; ;
Cody; m; 0260; Ferdinand (wb AUS) x Beauty (AUS); *75 – t 99; AUS: 0,0; 88 B: 0,0; DvKr: 2,1:; ;
namenlos; f; 0539; Mabu x Jimmi; *94 – t 94; ; ; ; ;
Sauron; m; 0540; Cody x Sali; *94 –t ?; DvKr: 1,0:; ; ; ;
Jiddah; f; 0541; Mabu x Jessi; *94 – t ?; DvKr: 0,1:; ; ; ;
Jonas; m; 0562; Cody x Jarca; *95 – t 95; DvKr: 0,0:; ; ; ;
Elba; f; 0619; Cody x Eimi; *96 – t ?; DvKr: ?,?:; ; ; ;
Musso; m; 0678; Jim x Sali; *97 – t ?; DvKr: ?,?:; ; ; ;
Jola; f; 0685; Mabu x Jessi; *97 – t ?; DvKr: 0,0:; ; ; ;
Jane Lee; f; 0689; Isis x Jimmi; *98 - ?; DvKr: ?,?:; ; ; ;
Deborah; f; ?; Jim x Jiddah; *04 t – t ?; DvKr: 0,0:; ; ; ;
Mweru; m; ?; ; ; ; ; ; ;
Jamie; m; ?; Sauron x Jessi; *06 – t ` ; DvKr: 0,0; ; ; ;
namenlos ; ?; ?; Mweru x Jola; ; DvKr: 0,0; ; ; ;

Ich hab die Liste so formatiert, dass die Interessierten sie auf Word kopieren und dort in eine Tabelle verwandeln k√∂nnen, indem sie im Tabelle-Menu f√ľr „Text trennen mit“ Semikolon anklicken. Im Querformat passt die Tabelle dann in der Breite. Das Umwandeln in eine Tabelle erm√∂glicht dann das Sortieren.

(18.01.2007, 22:22)
Michael Mettler:   Habe mir den Entwurf des Warmhauses eben nochmal angesehen. Es waren sogar ZWEI Eckpavillons f√ľr Nash√∂rner vorgesehen, n√§mlich f√ľr je ein indisches und afrikanisches; die Planstelle f√ľr das Flusspferd befand sich schon damals zwischen den Ecklogen. Im Text bin ich aber √ľber etwas Anderes gestolpert: Da hei√üt es, dass eine Umbauma√ünahme im Haus "beim Bau eines Nashornhauses 1930" gemacht wurde. Was bitte soll das nun f√ľr ein Haus gewesen sein, wenn die ersten Nash√∂rner erst 1955 in M√ľnchen eintrafen??

@Langhals: Wenn damals noch kein Au√üengehege f√ľr Zwergflusspferde bestand und dort Robben lebten, w√ľrde ich das Krokodilbecken an der entsprechend anschlie√üenden Stelle innen im Haus vermuten - also dort, wo danach das Zwergflusspferd-Innenbecken war.
(18.01.2007, 21:38)
Michael Mettler:   Ich habe die Anregung aufgegriffen und das Thema in dem M√ľnchen-Thread verlagert. In besagten Au√üenbecken am Warmhaus lebten √ľbrigens zeitweise gleichzeitig S√ľdliche und N√∂rdliche See-Elefanten!
(18.01.2007, 21:04)
Langhals:   Ich habe jetzt mal in den alten Hellabrunn-F√ľhren geschm√∂ckert. In der 55iger Ausgabe steht , das die Anlage im Bau ist und die Tiere im Fr√ľhjahr 55 eintreffen werden. 1956 sind beide Tiere im Stall fotografiert worden, auf dem Foto ist klar erkennbar, das die Boxen komplett, also Boden und W√§nde, gefliest waren. Im Text hei√üt es , es sei ein einfaches, aber wohleingerichtetes Haus. In ihm lebten auch noch Klippschliefer und W√§chterv√∂gel ( ? )Nachdem die Spitzmaulnash√∂rner abgegeben worden waren, wurde die triste Betonau√üenfassade des Hauses mit Holzbohlen verkleidet.
@ Michael Mettler. Es mag sein, das die Planung vorsah, im Warmhaus Nash√∂rner zu halten, es wurde aber nie getan.Daf√ľr wurden aber in zwei Au√üenbecken am Warmhaus, dort entstand sp√§ter die Au√üenanlage f√ľr die Zwergflu√üpferde,Robben gehalten, und zwar Seel√∂wen, M√§hnenrobben und S√ľdliche See-Elefanten ! Und genaugenommen war auch dieses Haus ein Rarit√§tenkabinett, denn in ihm lebten auch noch Strau√üe und andere V√∂gel, sowie nicht n√§her erl√§utertes Kleingetier ( ein G√ľrteltier ist abgebildet ), au√üerdem verschiedene Krokodile, Kaimane und Alligatoren, die in einem gro√üen Innenbecken lebten. Ich frage mich,wo das war.Vielleicht sollten wir das aber nicht weiter im Nashorn-Beitrag er√∂rtern. Ich finde es aber sehr schade,das es die alte Nashorn-Anlage nicht mehr gibt, die war sehr gro√üz√ľgig und hat sich sehr harmonisch in die noch damals vorhandene Parklandschaft eingef√ľgt. Hellabrunn war fr√ľher bei weitem sch√∂ner als heute.Da sieht man mal, wie ein unf√§higer Zoodirektor mit einem gr√∂√üenwahnsinnigen und in sich selbst verliebten Architekten einen einst wundersch√∂nen Tierpark in wenigen Jahren verunstalten k√∂nnen.
(18.01.2007, 20:34)
Michael Mettler:   @Langhals: "Nie" stimmt nicht so ganz. In der M√ľnchener Chronik gibt es einen Grundriss des Hauses mit seiner Ursprungskonzeption. Ich habe ihn nicht en detail im Ged√§chtnis, aber jedenfalls sollten die vier runden "Ecklogen" urspr√ľnglich je ein Einzeltier von Afrikanischem und Indischem Elefant, Nilpferd und Nashorn aufnehmen. Das wurde wohl aber sehr schnell √ľber den Haufen geworfen (m√ľsste ich nachschlagen).
(18.01.2007, 19:34)
Langhals:   @IP66. Ich wei√ü nat√ľrlich nicht, ob das Haus von Anfang an gefliest war. Auch ist mir nicht bekannt, ob es von Anfang an drei Boxen gab oder die dritte erst sp√§ter hinzukam, als man die drei Breitmaulnash√∂rner kaufte. Ich denke aber, das es von Anfang an drei Boxen waren, vermutlich, weil man auf Nachwuchs hoffte.Das Warmhaus war nie auf Nashornhaltung ausgelegt, die Boxen waren daf√ľr auch zu klein, und wie Michael Mettler schrieb, es war immer voll, mit Elefanten,Giraffen,Tapiren,zwergflu√üpferden, Flu√üpferden und sogar Elenantilopen und Kudus lebten darin.
(18.01.2007, 18:41)
IP66:   @Langhals. Vielen Dank! An das Nashornhaus von 1955 kann ich mich auch erinnern - ich fand es damals recht sch√∂n, da man nah an die Tiere herankam, wobei das Ausfliesen der Boxen f√ľr 1955 schon ziemlich modern war. Au√üdem hat mich beeindruckt, da√ü es drei Boxen und drei Tiere gab, wo die meisten Zoos meist nur ein oder zwei Nash√∂rner zeigen konnten. Die Besuche fanden aber alle schon w√§hrend der Breitmaulnashornzeit statt.
Stellt sich aber immer noch die Frage, warum die Tiere nicht ins Dickhäuterhaus kamen.
(18.01.2007, 14:41)
Karsten Vick:   Klar, mach erst mal Dvur Kralove fertig, das wird auch interessant. Wie viele Importtiere gab es denn da? Bestimmt mehr als ein Paar?
(18.01.2007, 13:14)
nurmichael:   Da wird Sauron einem Klischee seiner australischen Herkunft ja gerecht. Er ist m√ľtterlicherseits √ľbrigens ein Halbbruder der Hannoveraner Kuh Sany (Mutter vom K√∂lner Taco) und Enkel der Z√ľricher Kuh Sabi (Mutter vom Krefelder Usoni).
Den Zweifel von Jana kann ich ausräumen: Nach meinen Infos hatte Mabu mit Jessi (eine Jenny, wie unten beschrieben, gab es damals in Dvur Kralove nicht, sorry) die Töchter Jiddah und Jola.
Cody hatte zwei S√∂hne: Sauron von Sali und Jonas von Jarca. Letzterer verstarb ca. eine Woche nach seiner Geburt, was genetisch betrachtet besonders √§rgerlich war, da seine Mutter aus der Gr√ľndergeneration (* Kenia) stammte und ohnehin nur eine weitere Tochter (Jaga) gebar. Dazu zeugte Cody noch eine Tochter (Elba) mit Eimi, die m√ľtterlicherseits den gleichen Gro√üvater (Ken) hat wie Sauron und Sany (H). Sauron und Elba haben damit nicht nur den gleichen Vater sondern m√ľtterlicherseits auch den gleichen Gro√üvater.
Eimi ist nebenbei ein Vollbruder von Eli, der in Dvur Kralove mit o.g. Jessi den ehemaligen Krefelder Bullen Jakob und in Magdeburg mit Mana die Tochter Maleika zeugte, die damit auch Enkel von Ken sind.
Ich arbeite gerade an einer Liste der d.b. michaeli – Zucht in Dvur Kralove, die aber so umfangreich und komplex ist, dass eine Ver√∂ffentlichung hier im Forum noch andauern wird. Im √ľbrigen bin ich dabei auf Hilfe angewiesen, da meine Infos nur bis ins Jahr 1999 (* Jane Lee) reichen.
@ Karsten Vick, die Breitm√§uler m√ľssen also noch warten.

(18.01.2007, 08:59)
Jana:   @nurmichael Ich hatte immer gedacht, dass Jiddah eine Tochter von Jessi und Cody ist, und nicht von Mabu, aber ich besitze keine Nashorn-Zuchtbuch. Die Jiddah bekam 2004 zum erstenmal Mutter (mit Jimm), und ihre Tochter Deborah lebt noch in Dvur Kralove. Die Kuh Jola sollte eigentlich diese Dezember zum erstenmal Nachwuchs bekommen (tr√§chtig mit Mweru), aber es ist Mitte Januar und von Seite der Zoo herrscht Stille, somit kann es ruhig sein, das da zum Totgeburt gekommen ist (Dvur hat keine gute √Ėffentlicharbeit und meldet keine Todesf√§lle). Der Bulle Sauron ist sehr agressiv gegen√ľber den K√ľhen, bei einem Versuch mit Jiddah hat er sie verletzt und sie bekam panisches Angst vor Bullen, das jahre gedauert hat. Erst die √§ltere Kuh Jessi hat ihm "diszipliniert" und letzte Jahr bekam sie von ihm das erste Jungtier, den Sohn Jamie.
(17.01.2007, 23:21)
Langhals:   @IP66. Wiso drei Nashornh√§user in M√ľnchen ? Es gab nur das von mir bereits erw√§hnte, 1955 er√∂ffnete Nashornhaus und das derzeitige Nahorn-Ufo. Die Breitmaulnsh√∂rner zogen nach Auszug der Spitzm√§uler in deren Haus ein. Das alte Nashornhaus war in der Tat begehbar, es war ein n√ľchterner Zweckbau , an den beiden Stirnseiten befanden sich die Eing√§nge ,auf der einen Seite drei geflieste Boxen und davor entsprechend der Besuchergang, also nichts weltbewegendes. In den M√ľnchen-Chroniken m√ľ√üten eigentlich Bilder von dem Haus sein.
(17.01.2007, 22:54)
Karsten Vick:   @nurmichael: Danke! Mit dem Dresdner Tier, das ich bisher nur von Abbildungen, aber nicht namentlich kannte, m√ľssten wir die "ost"deutschen Spitzm√§uler komplett haben.
Kriegen wir die Breitmäuler auch zusammen?
Ich leg mal Schwerin vor:
Willie m 0589, *79 (King Island, Ohio) - t 04, 80 SN: 0,0
Nola (Dicke) f 0583, *80 (San Antonio, Tx) - t 02, 80 SN: 0,0

Nach dem Tod der Dicken kam Natala aus Erfurt, die schon wieder weg ist (DO), nach dem Tod von Willie kam Jungbulle Limpopo aus Erfurt.
(17.01.2007, 20:17)
Michael Mettler:   Zu letzterem Punkt w√ľrde ich vermuten, dass das Haus schlichtweg immer voll war... Es gab schlie√ülich eine Zuchtgruppe Flusspferde, die den Krieg √ľberdauert hatte, dazu Giraffen und zu allen Zeiten reichlich Elefanten. W√§re also nur die Seite √ľbrig geblieben, auf der im Laufe der Jahrzehnte die verschiedensten Tiere untergebracht waren - aber w√§ren dort die Stallungen f√ľr Nash√∂rner nicht zu klein gewesen?
(17.01.2007, 17:33)
IP66:   @Langhals: Verzeihen Sie, da√ü ich so hartn√§ckig bin: M√ľnchen hat also seit 1945 drei Nashornh√§user gebaut: Zun√§chst den von Ihnen angef√ľhrten Bau auf der heutigen Wildhundanlage, dann das Breitmaulnashornhaus hinter dem Gro√ütierhaus und schlie√ülich den heutigen Bau f√ľr die Panzernash√∂rner. War das erste Geb√§ude (Spitzm√§uler) denn begehbar? Ich frage mich auch, warum nie ein Nashorn in das Gro√ütierhaus kam, wo doch die Nachkriegszeit die gro√üe Zeit der klassischen Dickh√§uterh√§user war, und das m√ľnchner Geb√§ude doch zu den gr√∂√üeren seiner Gattung z√§hlte.
(17.01.2007, 17:20)
Michael Mettler:   @nurmichael: Das erkl√§rt die Diskrepanz, danke f√ľr die Aufkl√§rung. Ich bedaure es immer wieder, dass es in den 60ern - einer f√ľr Hannover sehr interessanten Zeit - noch keine Jahresberichte gab.
(17.01.2007, 08:59)
nurmichael:   @ Karsten Vick, sorry, die hatte ich vergessen. Hier also die Daten:

Pepe m, 0003, wb, *61 – t 69 ; 61 B TF : 0,0
Faru f, 0004, wb, *51 – t 70 ; 56 B TF : 0,0

Beide Tiere waren Wildfänge aus Kenia also d.b. michaeli, und wurden durch Ruhe 1956 (f) bzw. 1961 (m) importiert und an den Tierpark geliefert. Die beiden blieben ohne Nachkommen und starben kurz nacheinander an einer Lungenmykose.

Neben Thomas gab es sogar noch ein weiteres Tier, welches noch vor einer Namensgebung ca. f√ľnf Wochen nach seiner Ankunft in Berlin verstarb, beides auch d.b. michaeli aus Kenia. Hier meine Daten:

Thomas m, 0627, wb, *56 – t 59; 56 B TF : 0,0
namenlos f; 0628, wb, *57 – t 60; 60 B TF : 0,0

Die hohen Zuchtbuchnummern lassen darauf schlie√üen, dass der Zuchtbuchf√ľhrer die Daten erst nach der Wende bekommen hat. Die Nummer 0625 wurde f√ľr ein weibliches Tier aus Taiwan (*92) vergeben.

Im ungefähr gleichen Zeitraum wie die ersten Spitzmaulnashörner im Tierpark lebte im Zoo Dresden ebenfalls ein d.b. michaeli, die auch Faru genannt wurde:
Faru f, 0162, wb, *58 – t 72; 60 DD: 0,0; 65 Wroclaw : 0,0

@ Michael Mettler, bei dieser Recherche habe ich auch das fehlende Jungtier von Conny und Suse in Hannover gefunden: Es handelt sich um einen Abort (0624, * + t 66) der durch Lärm verursacht wurde


(17.01.2007, 00:42)
Saya:   Der Unterschied zu dem "B√§renfall" in Leipzig ist, dass das letzte handaufgezogene Nashornkalb in Erfurt im Alter von wenigen Monaten in die Nashornherde integriert werden konnte und so ganz normales Sozialverhalten lernt. Bedenken das Tier k√∂nnte ein Sozialkr√ľppel werden bestehen also nicht. Zur Zeit besteht au√üerdem Hoffnung dass die Mutter Flaschenf√ľtterung des Kalbes durch die Pfleger akzeptiert und das Kalb ganz bei ihr bleiben kann.
(16.01.2007, 23:26)
Karsten Vick:   @nurmichael: Vor Lord und Lady werden f√ľr den Berliner Tierpark noch Thomas, Faru und Pepe genannt, wobei Faru und Pepe noch die Ankunft von Lady erlebt haben m√ľssten. Wei√üt du von denen auch was?
Bestimmt wird jemand Parallelen zwischen B√§r und Nashorn ziehen, egal welche Entscheidung die Erfurter treffen, Handaufzucht oder Euthanasie. Der Knackpunkt ist aber meiner Meinung nach, dass es hier keine allgemeing√ľltigen Regeln geben kann, sondern dass der Zoo so eine Fallentscheidung eigenverantwortlich treffen d√ľrfen muss.
(16.01.2007, 23:17)
nurmichael:   √úbrigens Gl√ľckwunsch nach Erfurt. Wenn das Kalb tats√§chlich von seiner Mutter nicht angenommen wird, steuern wir dann auf die im B√§renthread letztlich gef√ľhrte Diskussion zu?
(16.01.2007, 23:04)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, sicher ein schwacher Trost, aber Mabu hat in Dvur Kralove zun√§chst mit dem Wildfang-Weibchen Jimmi (*69 – t ?) und dann mit deren Tochter Jenny drei T√∂chter gezeugt. Das erste starb noch am Tag der Geburt (94) aber die beiden anderen Jiddah (*94) und Jola (*97) leben nach meiner Information noch. Wenn dem so ist, sind sie m√∂glicherweise bereits M√ľtter, m√∂glichweise ja von Sauron (*94), dem einzigen Sohn des Australiers Cody. Vielleich wei√ü Jana ja mehr.
(16.01.2007, 22:59)
Langhals:   @IP66. Die Nash√∂rner in M√ľnchen wurden nicht im Warmhaus gehalten, sondern in einem eigens f√ľr Nash√∂rner gebauten Haus, das dort stand, wo heute die Anlage f√ľr Afrikanische Wildhunde ist.Im Warmhaus wurden nie Nash√∂rner gehalten.
(16.01.2007, 20:10)
Saya:   Es ist wahrscheinlich ein M√§dchen (nach 3 Jungs das erste weibliche baby in Erfurt). Leider s√§ugt die Mutter das Jungtier wieder nicht, sie wurde jetzt ansediert und die Pfleger k√∂nnen das Baby mit der Flasche zuf√ľttern. Ob das Baby bei der Mutter bleiben kann ist noch unklar; das geht nur wenn es doch noch anf√§ngt zu suagen oder wenn die Mutter die k√ľnstliche F√ľtterung auch ohne Bet√§ubing akzeptiert.
(16.01.2007, 15:02)
Stefan:   Der Zoopark Erfurt freut sich √ľber die Geburt eines Breitmaulnashornkalbs. Mutter ist die Kuh Temba. Das Geschlecht des/der Kleinen ist noch nicht bekannt.
(16.01.2007, 13:31)
IP66:   Das hei√üt, M√ľnchen hatte bis 1974 Spitzmaulnash√§rner und bald danach Breitm√§uler? Waren die Spitzmaulnash√∂rner noch im Gro√ütierhaus untergebracht?
(16.01.2007, 12:24)
nurmichael:   Hier die Daten der M√ľnchener Spitzmaulnash√∂rner, Diceros bicornis michaeli
Heinz m, 0130, wb, *51 – t 75; 55 M: 0,0; 74 BRA: 0,0
Kifaru f, 031, wb, *51 – t 75; 55 M: 0,0; 74 BRA: 0,0
Beide Tiere waren Wildf√§nge aus Tansania, wurden 1955 gemeinsam von Hagenbeck nach M√ľnchen geliefert und 1974 gemeinsam nach Sao Paulo (BRA) exportiert. Nach ca, einem Jahr verstarben dort beide an“general poor state of health/euth“, wobei euth. wohl euthanasiert hei√üen soll.

Und wo ich gerade dabei bin, noch die Daten der ersten Nachkriegs-Spitzmaulnashörner Berlins, ebenfalls d.b. michaeli, deren Haltung durchweg ohne Nachkommen blieb:

Zoo
Meru m, 0001, * 55 – t 75; 57 B: 0,0
Arusha f, 0002,* 50 – t 77; 57 B: 0,0; 76 NIG: 0,0
Beide Tiere waren Wildf√§nge aus Tansania, und wurden 1954 von Fockelmann (f) bzw. 1957 von Hagenbeck (m) nach Berlin geliefert. Nachdem Meru nach knapp 19 Jahren an Kachexie verstarb wurde Arusha 1976 in den Jos Wildlife Park (Nigeria ?) exportiert, wo sie 1977 an „fatal injuries inflicted by M mate“ (also durch schwerste Verletzungen verursacht durch ein weiteres Tier) verstarb.

Tierpark
Lord m, 0107, wb, * 57 – t 70; 63 ESP: 0,0; 70 B TF: 0,0
Lady f, 0111, wb, * 65 – t 83; 67 B TF: 0,0; 83 CUB: 0,0
Beide Tiere waren Wildf√§nge aus Kenia, und wurden durch Ruhe 1963 (m) bzw. 1967 (f) gehandelt. W√§hrend Lady in den Tierpark geliefert wurde, kam Lord nach Barcelona, wo er Ringo gerufen wurde. Erst 1970 kam er im Tierpark an, wo er fortan Lord genannt hie√ü. Nach knapp 4 Monaten verstarb er an einem Stressinduzierten Kreislaufversagen. Nach seinem Tot lebte Lady allein und wurde 1983 nach Havanna transportiert, wo sie nach ca. f√ľnf Wochen 18-j√§hrig an den Folgen von Stress verstarb.

(15.01.2007, 21:21)
Oliver Jahn:   Zur Abgabe der Halleschen Kuh nach Salzburg habe ich damals bereits ausf√ľhrlich meine Meinung geschrieben.
Zu den Spitzmaulnash√∂rnern in Magdeburg kann ich nur sagen, dass die Tiere regelm√§√üig zusammen waren auf der Au√üenanlage. Das war zumindestens in den Zeiten von Kibo so. Im Inneren waren sie aber immer getrennt, der Bulle stand im Innenabteil der Flusspferde, durch deren Landabteil er immer durch musste, um in seinen Stall zu kommen. Aber in Magdeburg standen die Spitzm√§uler auch in den "Fluren", denn bei gleichzeitig 5 Tieren blieb bei erst zwei, sp√§ter dann drei Innengehegen auch gar nichts anderes √ľbrig. Heute sieht man nur die Weibchen regelm√§√üig in Gruppen auf der Au√üenanlage. Was mich etwas betr√ľbt hat, ist die Tatsache, dass Mabu bereits 1996 gestorben ist. Davon h√∂rt und liest man nichts mehr, wenn ein Tier erst mal weg ist.
(15.01.2007, 21:02)
Langhals:   @Ip66. Ja, M√ľnchen hielt fr√ľher einmal Spitzmaulnash√∂rner. Diese lebten im alten Nashornhaus,das dort stand, wo jetzt die Anlage f√ľr afrikanische Wildhunde ist. Das Paar hie√ü Heinz und Kifaru und wurde 1974 gegen die drei Breitmaulnash√∂rner ausgetauscht. Nachwuchs gab es keinen.
(15.01.2007, 19:20)
IP66:   Soweit ich mich erinnern kann, waren die Nash√∂rner in Krefeld immer im Schichtwechsel auf der Au√üenanlage, bis das kleinere Separatgehege vor dem Haus gebaut wurde.
Gab es in M√ľnchen wirklich einmal Spitzmaulnash√∂rner? Ich kann mich nur an drei Breitmaulnash√∂rner erinnern, die auf der heutigen Kamelanlage logierten.
(15.01.2007, 17:44)
Stefan:   @nurmichael: Danke f√ľr die sehr interessante Auflistung!!
an alle: Die M√ľnchner Panzernash√∂rner haben zwar bislang zweimal erfolgreich nachgezogen (2001 und 2004). Irgendwo habe ich aber auch gelesen, dass eine Reihe von Fehlgeburten dabei waren. So wei√ü ich, dass 2004 beide Zuchtk√ľhe tr√§chtig waren. Wei√ü jemand mehr √ľber Gr√ľnde und Ursachen? Immerhin werden ja zwei K√ľhe gehalten (also m√∂gliche doppelte Chance: siehe Basel, siehe TP Berlin...)
(15.01.2007, 16:09)
nurmichael:   Angeregt durch die positive Resonanz auf die Zusammenstellung des Zuchtgeschehens des Spitzmaulnashorns, Diceros bicornis michaeli in Deutschland, habe ich versucht mit meinen Informationen die Z√ľricher Zucht – ebenfalls d.b. michaeli – zusammenzustellen. Leider gehen diese Infos nur bis 1996, Erg√§nzungen und Vervollst√§ndigung sind hochwillkommen.
Auch habe ich dank MM die fr√ľhere Zuchtlinie sowie den weiblichen Nachwuchs der jetzigen aus Hannover in die entsprechende Liste eingebracht. Legende s.u..

Z√ľrich 1996: Kifaru 2, Mtoto, Sabi, Wanda
Billy m, 0031, wb, * 47 – t 83; 49 Zh: 0,1
Susi f, 0032, wb, * 61 – t ?, 64 H: 0,0; 65 Zh: 0,1
Faru f, 0033, wb, * 47 – 82, 49 Zh: 0,0
Mtoto f, 0150, Billy x Susi, * 70 – t ?; Zh: 2,3
Namenlos m, wb, * 74 – t 75, Zh: 0,0
Oscar m, 0241, wb, * 69 – t 80, 76 Zh: 1,0
Embu m, 0271, Oscar x Mtoto, * 78 – t 93, Zh: 0,0; 80 USA: 2,3
Fridolin m, 0145, Conny (H) x Suse (H) , * 70 – t 85, H: 0,0; 81 Zh: 0,0; H: 0,0
Murray m, 0171, wb, *69 – t ?, 71 DvKr: 0,0; 76 Wroclaw: 0,0; 80 DvKr: 0,0; 83 Zh: 1,0: 88 Tallin:0,0
Sabi f, 0217, wb, * 72, 74 DvKr: 0,1; 83 Zh: 2,1
Kifaru m, 0349, Murray x Mtoto, * 84, Zh: 0,0; 87 F: 0,0 (Kifaru 2); 91 H: 1,2
Kifaru 2 m, 0252, 0120 x 121 (St. Louis, USA), * 76, 78 F: 0,0 (Kifaru); 87 Zh: 3,3
Pangani f, 0422, Kifaru 2 x Mtoto, * 89, 92 GBR: ?,?
Quinto m, 0430, Kifaru 2 x Sabi, *90, GBR: ?,?
Siwa f, 0454, Kifaru 2 x Mtoto, * 92, 94 Do: 1,0
Usoni m, 0528, Kifaru 2 x Sabi, * 94, 96 Do: 1,0; 04 Kr: 1,0
Wanda f, 0662, Kifaru 2 x Mtoto, * 96,

Die aus der Z√ľricher Zucht hervorgegangene Dortmunder Gruppe ist zwischenzeitlich leider ohne lebenden Nachkommen wieder aufgel√∂st worden. Allerdings ist Usoni aus dieser Gruppe zwischenzeitlich nach Krefeld umgezogen und dort Vater geworden.

Hannover aktuell: Kifaru, Sany, Saba
Conny m, 0007, wb, * 57 – 73; 61 H: 3,1
Suse f, 0008, wb, * 55 – 86; 60 H: 3,1
Kaspar m, 0022, Conny x Suse, * 65 – t 84; H: 0,0; GBR: 1,0
Stella f, 0104, Conny x Suse, * 68 – t 84; H: 0,0; 69 HUN: 0,0; 83 USA: 0,0
Fridolin m, 0145, Conny x Suse, * 70 – t 85, H: 0,0; 81 Zh: 0,0; H: 0,0
Kifaru m, 0349, Zh *84; 87 F: 0,0; 91 H: 1,2
Sany f, 0417, DvKr *89; H 1,2
Taco m, 0533, Kifaru x Sany, *95; H: 0,0; 97 K: 0,0
Saja f, 0676, Kifaru x Sany, *97; H: 0,0; 03 GBR: 0,0
Samira f, Kifaru x Sany,* 01; 04 Zh: 0,0
Saba f, 0436, Klaus ( B) x Kilaguni (B), *91; B: 0,0; 93 L: 0,1; 02 H: 0,0

Den dritten (vermeintlichen) Bullen aus der ersten Hannoveraner Zuchtlinie habe ich auch nicht gefunden.

(15.01.2007, 14:47)
nurmichael:   Im Zoo Berlin lebten die beiden ersten Nachkriegs-Spitzmaulnash√∂rner Meru (m, * 55 – t 75) und Arusha (f, * 50 – t 77) zwischen 1957 und 1975 zumindest sehr h√§ufig auf einer gemeinsamen Au√üenanlage (bei getrennten Nachtst√§llen) friedlich miteinander. Allerdings wurde es dieser Tatsache zugeschrieben, dass der junge Meru seine Zeugungsf√§higkeit (psychischer Stress durch die dominante Arusha) verlor und damit dieses Paar ohne Nachkommen blieb.

@Karsten Vick, Nach meinem bisherigen Verst√§ndnis ist das EEP eine Weiterentwicklung des European Studbook, (ESB). Das EEP basiert auf Vertr√§gen, in die die Haltungen eintreten k√∂nnen. Wenn ein Halter also einer solchen vertraglichen Vereinbarung f√ľr eine Tierart (-unterart) – aus welchen Gr√ľnden auch immer – beitritt, wird er sich also an die vereinbarten Regeln halten m√ľssen.

Die T√§tigkeit eines EEP-Koordinators f√ľr eine bestimmte Tierart liegt bei einem wissenschaftlichen Mitarbeiter einer Haltung. Entsprechend der Regeln sammelt er alle Daten und koordiniert auf dieser Grundlage auch die Zucht innerhalb der Haltungs-Gemeinschaft nach genetischen Aspekten. Er entscheidet also mit welchen Einzeltieren gez√ľchtet werden soll und damit auch √ľber deren Aufenthaltsort. Die Eigentumsverh√§ltnisse √§ndern sich dadurch nicht zwangsl√§ufig.
Wie gesagt, das war bisher meine Interpretation von EEP Vereinbarungen, die m.E. auch nicht unbedingt f√ľr jede Tierart gleichlautend sein muss.

Welche Breitmaulnash√∂rner hat Salzburg denn heute, und wie war die Entwicklung nach Eintreffen des M√ľnchener Paares bzw. des Hallenser Bullen?A

(15.01.2007, 13:27)
Karsten Vick:   @nurmichael: Die von dir genannte Breitmaulnashornkuh wurde 1999 auf Anweisung des EEP nach Salzburg gebracht. Der Berliner Tierpark war davon nicht begeistert, denn Kifaru war damals die einzige zuchtf√§hige Kuh in einer harmonierenden vierk√∂pfigen Gruppe. √úber den Fall hab ich mit Michael und Oliver im Thema "Richtlinien f√ľr EEP und Zuchtb√ľcher" (Kategorie Internationales) schon mal diskutiert.
(15.01.2007, 10:43)
Michael Mettler:   Unter den "Wunsch-Gemeinschaftshaltungen" kam gerade die innerartliche Vertr√§glichkeit bei Spitzmaulnash√∂rnern auf den Tisch. Da ich "ausw√§rtige" Zoos ja nur von zu diesem Zweck nicht repr√§sentativen Stippvisiten her kenne, meine Frage an die Ortskenner: Wie war/ist das bei den Paaren z.B. in Frankfurt, Magdeburg, Dortmund, Krefeld, Berlin (beide Zoos)? Regelfall war ja fr√ľher, dass es nur eine Au√üenanlage gab.

Den ersten hannoverschen Zuchtbullen habe ich nicht mehr bewusst erlebt, nach seinem Tod (1973) lebte die Kuh bis 1978 wohl ständig mit ihrem Sohn zusammen, danach begann dann die im o.g. Thread geschilderte Gemeinschafthaltung mit den Breitmaulnashörnern. Trotz der relativ kleinen Anlage vertrug sich die Kuh sowohl mit ihrem Artgenossen (wenn er "Schicht" hatte) als auch mit den Breitmäulern.

Wo lebten die Paare st√§ndig zusammen? Ist die Trennung von Bulle und Kuh in eigenen Gehegen wirklich ein haltungstechnischer Fortschritt? Oder w√§re es - auch zur Unterbringung und Ausnutzung m√∂glichst vieler Zuchtbullen - nicht eine Alternative, wieder feste Paare zu bilden? Nachzucht gab es immerhin auch bei der "alten" Methode z.B. in Hannover, Frankfurt, Z√ľrich, Berlin (Zoo) und Magdeburg, und √ľber den ersten hannoverschen Zuchtbullen habe ich gelesen, dass er sogar mit seinem Nachwuchs spielte.

Meine Meinung zu der heutigen, dreigeteilten hannoverschen Anlage ist z.B. ambivalent. Ich frage mich, ob es nicht besser gewesen w√§re, auf die Haltung einer zweiten adulten Kuh zu verzichten und das Bullengehege mit der vorderen Freianlage zusammenzufassen. Hier k√∂nnte ein Paar die meiste Zeit √ľber zusammenleben (und h√§tte mehr Platz), und die hintere der drei Anlagen st√ľnde jederzeit als Absperrm√∂glichkeit zur Verf√ľgung - oder als Zuflucht f√ľr eine vergesellschaftete Tierart, um die Querverbindung zum anderen Thread nochmal zu schaffen.
(15.01.2007, 10:41)
Okapi:   Danke Langhals. Danke Nurmichael.
Habe gefiunden, dass in M√ľnchen 2001 ein Weibchen und 2004 ein Bulle beiden Panzernash√∂rnern das Licht der welt erblickte.
Das Weibchen wurde bereits abgegeben. 2003? Weiß jemand wohin?
Bullensohn und die drei anderen leben jetzt zusammen in M√ľnchen.
(15.01.2007, 10:14)
Michael Mettler:   Das vierte hannoversche Kalb des ersten Paares bleibt mir ein R√§tsel, im Zuchtbuch finde ich nur drei - wie es mir auch im Ged√§chtnis war:

1,0 Kaspar geb. 28.6.1965, mit den Zwischenstationen Bristol und London schließlich 1978 in Whipsnade gelandet (gestorben 1984);

0,1 geb. 3.1.1968, 1969 nach BUdapest abgegeben und von dort 1983 in den San Diego WAP (gestorben 1984);

1,0 Fridolin geb. 29.6.1970, gestorben 10.10.1985 in Hannover; war ab April 1981 zwei Jahre lang in Z√ľrich eingestellt.

Die Eltern starben 1973 (1,0 Conny) und 1986 (0,1 Suse).
(15.01.2007, 00:40)
Michael Mettler:   Zur aktuellen Zuchtlinie in Hannover kann ich nun noch erg√§nzen: Saja wurde am 25.8.2003 in Whipsnade eingestellt.
Samira wurde am 3.3.2001 geboren (Kifaru x Sany) und ging am 28.6.2004 nach Z√ľrich.

Bei der Gelegenheit stolperte ich gleich noch dar√ľber, dass das erste Zuchtpaar zwischen 1965 und 1970 vier (nicht nur drei) K√§lber gehabt haben soll - das lie√üe sich √ľber die Zuchtbuchausgabe von 1991, die ich habe, bei Bedarf detaillierter kl√§ren.
(15.01.2007, 00:13)
nurmichael:   @Michael Mettler, selbstverst√§ndlich d. b, michaeli. Dank f√ľr die Infos √ľber Hannover.
(15.01.2007, 00:01)
nurmichael:   @Oliver Jahn, da wissen Sie mehr als ich. Ein weibliches Tier mit dem Namen Maxi ist in San Diego 10.82 geboren worden. Die Eltern waren Wildf√§nge und au√üerordentlich erfolgreiche Gr√ľnder: m: 30, 32, f: 7,8. Maxi wurde 85 nach Halle geliefert, von dort 92 in den Tierpark Berlin entliehen und dort in Kifaru umbenannt. Bis einschlie√ülich 1999 verblieb das Tier in Berlin, √ľber einen Wechsel nach Salzburg ist mir leider nichts bekannt w√ľrde aber gern mehr erfahren.
(14.01.2007, 23:57)
Michael Mettler:   Wow, eine interessante Liste! Sollte aber wohl im Einleitungstext "alle aktuellen D.b.michaeli Haltungen" hei√üen, minor gibts nur in Frankfurt.

F√ľr die hannoverschen Nachzuchtk√ľhe m√ľsste ich mal nachschlagen, wohin die gegangen sind - Saja wurde meiner Erinnerung nach in Richtung England verschickt und durch die aus Leipzig gekommene Saba ersetzt. Das zweite weibliche Kalb hie√ü auf jeden Fall Samira.

Vor der jetzigen Zuchtgruppe gab es in Hannover ab den 60ern ein Zuchtpaar Suse und Conny (beides m.W. Wildf√§nge), die drei K√§lber hatten; eines davon, der Bulle Fridolin, blieb nach dem Tod seines Vaters als Partner f√ľr seine Mutter in Hannover und wurde auch zeitweise in Z√ľrich eingestellt, sorgte aber nie f√ľr Nachwuchs. Sowohl Suse als auch Fridolin starben in Hannover.
(14.01.2007, 23:26)
nurmichael:   Anl√§sslich der „Riesen√ľberraschung“ in Berlin nach immerhin ca. 15 Monaten Tragzeit und ankn√ľpfend an die Forumsdiskussion im August 2006 habe ich hier mal die mir bekannten Daten der Spitzmaulnashornzucht im Zoo Berlin zusammengetragen und die Verwandtschaftsbeziehungen dargestellt.
Von allen Gr√ľndern, die in den Zoo kamen, hatten m.W. nur Kibo (in Magdeburg; 1,1) und Jasper (in Leipzig; 0,2) zuvor ihre Zuchtf√§higkeit unter Beweis gestellt (Cody nicht, der aus Australien kam (88), wie dort auch in Berlin ohne Nachkommen blieb, in Dvur Kralove (92 - 99) aber bis zu seinem Tod noch 2,1 Erben zeugte von denen 1,1 ins zeugungsf√§hige Alter kamen). Deshalb und weil Magdeburg (1,1) neben Berlin (0,2) die einzigen noch lebenden Wildf√§nge dieser Unterart in Deutschland h√§lt, habe ich auch die Daten der an der Zucht in Berlin beteiligten Tiere dieser Zoos aufgef√ľhrt.
Desweiteren habe ich die Gruppen mit Töchtern aus Berliner Nachzuchttieren dargestellt. Damit sind alle aktuellen d.b.minor Haltungen in Deutschland abgedeckt.

Legende:
Name Geschlecht
Zuchtbuchnummer, Eltern, Geburtsort
Geburtsjahr – Sterbejahr
Aufenthaltsort: dort gezeugte Jungtiere (Kfz.-Kennzeichen bzw. Land)
Jahr des neuen Aufenthaltsorts: dort gezeugte Jungtiere

Spitzmaulnashorn, Diceros bicornis michaeli
Berlin aktuell: Jasper, Kilaguni, Mzima, Ine, Kumi, Zawadi, Maburi
Mbololo m, 0219, wb, * 73 - t 88, B: 1,4
Kilaguni f. 0220, wb, * 74, B: 0,4
Kitani f, 0221, wb, * 72 - t 83, B: 0,1
Mzima f, 0240, wb, * 73, B: 2,4
Thelouji f, 0298, Mbololo x Kitani, * 81 - t 92, B: 0,1
Mbili f, 0310, Mbololo x Mzima, * 82 – t 84
Tatu m, 0347, Mbololo x Mzima, * 84 - t 95, B: 0,2
Ine f, 0366, Mbololo x Kilaguni, * 86, B : 0,2
Tano f, 0375, Mbololo x Mzima, * 87 – t 88
Klaus m, 0166, wb, * 69 - t 91, 71 L: 0,0; 88 B: 1,3
Fr√ľhgeburt m, Klaus x Mzima
Sita f, 0428, Klaus x Thelouji, * 90, B: 0,0; 02 GBR: ?
Saba f, 0436, Klaus x Kilaguni, *91, 93 L: 0,1; H: 0,0
Nane f, 0497, Klaus x Mzima, * 91, 94 Kr: 1,0
Tisa f, 0532, Tatu x Kilaguni, * 94, 97 K: 0,0
Kumi f, 0546, Tatu x Ine, * 95, B: 0,1
Kibo m, 0009, wb, * 64 - t 99; 67 Mb : 1,1; 94 B: 1,1
Ndugu m, 0610, Kibo x Mzima, * 96; 99 L: 0,0
Sukari f, 0673, Kibo x Kilaguni, * 97 - t 99
Jasper m, 0450, DvKr, * 91; DvKr: 0,0; 93 L: 0,2; 99 B: 0,2
Binti f, Jasper x Ine, * 03; 06 FRA: 0,0
Zawadi f, Jasper x Kumi, * 06; B 0,0
Maburi f, Madiba x Mana, Mb * 02; B 04: 0,0

Magdeburg aktuell: Madiba, Kenia (?), Mana, Maleika, Malindi
Kibo m, 0009, wb, * 64 - t 99; Mb : 1,1; 94 B: 1,1
Kenia f, 0153, wb, * 66; Mb: 1,1
Mabu m, 0277, Kibo x Kenia, * 79 – t 96; Mb : 0,0; DvKr: 0,2
Mana f, 0295, Kibo x Kenia, Mb: 0,2
Eli m, 0386, DvKr, * 84 – t 95; DvKr: 1,0; 92 Mb: 0,1
Maleika f, 0559, Eli x Mana, * 95; Mb: 0,0
Madiba m, 0653, wb, * 92; 96 Mb 0,2
Maburi f, Madiba x Mana, * 02; B 04: 0,0
Malindi f, Madiba x Mana, * 05; Mb 0,0

Leipzig aktuell: Ndugu, Nandhi, Serafine
Klaus m, 0166, wb, * 69 - t 91, 71 L: 0,0; 88 B: 1,3
Toto f, 0167, wb, * 65 – t 86, 71 L: 0,0
Jasper m, 0450, DvKr, * 91; DvKr: 0,0; 93 L: 1,2; 99 B: 0,2
Saba f, 0436, B *91; 93 L: 0,1; H: 0,0
Lipsi f, 0481, DvKr (Sara), *92 – t 01; 94 L: 1,1
? m, 0688, Jasper x Lipsi, * 97 – t 98
Nandhi f, Jasper x Lipsi, * 99; L: 0,0
Serafine f, 0767, Jasper x Saba, * 00; L : 0,0
Ndugu m, 0610, Kibo x Mzima, B * 96; 99 L: 0,0

Hannover aktuell: Kifaru, Sany, Saba
Kifaru m, 0349, Zh *84; 87 F: 0,0; 91 H: 1,2
Sany f, 0417, DvKr *89; H 1,2
Taco m, 0533, Kifaru x Sany, *95; H: 0,0; K: 0,0
Saja f, 0676, *97; H: 0,0; ???
??? f
Saba f, 0436, Klaus x Kilaguni, *91; B: 0,0; 93 L: 0,1; H: 0,0

Krefeld aktuell: Usoni, Nane, Davu
Usoni m, 0528, Zh *92; Do: 1,?; Kr 04 : Klaus x Kilaguni 1,0
Nane f, 0497, Klaus x Mzima, * 91, B: 0,0; 94 Kr: 1,0
Davu m, ?, Usoni x Nane, * 06; Kr: 0,0

Köln aktuell:
Taco m, 0533, Kifaru x Sany, *95; H: 0,0; K: 0,0
Tisa f, 0532, Tatu x Kilaguni, *94; B: 0,0; 97 K: 0,0

Hier noch einige Fragen: Was ist aus Siwa aus Dortmund und mit Jakob aus Krefeld geworden? Wie hat sich Sita in England eingelebt? Wer hat die To(√∂)chter aus Hannover eingestellt? Wie sieht die Entwicklung in Z√ľrich nach der Geburt von Wanda aus?

(14.01.2007, 23:06)
Oliver Jahn:   @nurmichael, was ist denn aus der Hallenser Kuh geworden? Sie war doch lange im Tierpark Berlin eingestellt und musste trotz starker Kritik dann von Berlin nach Salzburg abgegeben werden.
(14.01.2007, 20:12)
Klaus Schwarz:   Die beiden Dortmunder Nashornanlagen sind ganz einfach mit einem Durchgang hinter dem neuen Haus verbunden der bei Bedarf verschlossen wird.


(14.01.2007, 20:02)
Langhals:   @Okapi. Ja, die M√ľnchner Panzernash√∂rner z√ľchten. Es gab mehrere Fr√ľh,-und Fehlgeburten , aber zwei K√§lber wurden von " Nasi " aufgezogen. Weder die Spitz ,- noch die Breitmaulnsh√∂rner haben in M√ľnchen gez√ľchtet.
(14.01.2007, 17:40)
nurmichael:   @ Okapi
Hier die Daten zu den Salzburger Breitmaulnash√∂rnern, die aus M√ľnchen und Halle kamen:
0360, Mapumulo, m, *4.71 Hluhluwe S√ľdafrika, 11.74 M√ľnchen Hellabrunn, 8.91 Salzburg Hellbrunn (Denny)
0361, Babangiboni, f, *11.71 Hluhluwe S√ľdafrika, 11.74 M√ľnchen Hellabrunn, 8.91 Salzburg Hellbrunn (Baby)
0676, Sherman, m, *12.81 Knoxville, 7.82 Ruhe Brunkensen, 3.84 Halle, 20.88 Leipzig (Benno), 10.91 Salzburg Hellbrunn

(14.01.2007, 15:50)
Okapi:   @Michael Metller + Sacha Beuth:
Also erst Spitzmaul-, dann s√ľdl. Breitmaulnash√∂rner bis 1991 und seit 1992 Panzernash√∂rner (hatten sie mit denen Zuchterfolg?).

Und die s√ľdl. Breitmaulnash√∂rner gingen an Salzburg.
Wei√ü jemand vielleicht ungef√§hre Jahreszahlen, wann sie in M√ľnchen waren?
(14.01.2007, 10:53)
Michael Mettler:   Ja. Wobei ich ehrlicherweise mehr auf die Neuanlage geachtet habe als darauf, wie dieser Zugang aussieht.
(13.01.2007, 21:54)
Dirk K:   Ich war lange nicht mehr in Dortmund. Gibt es denn einen Zugang zur alten Anlage?
(13.01.2007, 21:44)
Michael Mettler:   @Dirk K: Das kommt darauf an, ob man das alte Nashornhaus hinzu rechnet oder nicht... Im neuen habe ich nur vier Boxen gez√§hlt - es sei denn, Tier Nr. f√ľnf w√ľrde in der Futterk√ľche aufgestallt :-) Im alten Stall m√ľssten es zwangsl√§ufig mindestens zwei sein.

Im Online-Artikel zu den Augsburger Nash√∂rnern, dessen Link im "Augsburg"-Thread zu finden ist, hei√üt es pikanterweise, man "d√ľrfe" erst ab einer Sechsergruppe z√ľchten. Wenn das eine EEP-Vorgabe sein sollte, w√§re Dortmund darauf angewiesen, den alten Stall auch weiterhin f√ľr zwei Tiere zu nutzen, um z√ľchten zu d√ľrfen!
(13.01.2007, 21:22)
Shensi-Takin:   Mir stellt sich auch die Frage, wo sich der Platz f√ľr die genannte Menge an Breitmaulnash√∂rner in Augsburgs "Afrika-Anlage" finden lassen soll-Rappenantilopen(die hoffentlich erhalten bleiben) & Kamerunschaf hin oder her...
Salzburg hält noch Breitmaulnashörner-in einer landschaftlich wohl einzigartigen Anlage(Alpen samt mitunter einfliegender Gänsegeier im im Hintergrund;). Mit dem Nachwuchs hat's bisher-trotz eifriger Zusammenarbeit mit dem IZW in vergangenen Jahren-nicht geklappt-was wohl am Alter der Tiere liegen mag.
(13.01.2007, 20:08)
Dirk K:   Wie viele leere Boxen denn noch in Dortmund? Drei Tiere sind schon da, allerdings hatte ich nur von vier Boxen geh√∂rt, obwohl fr√ľher die Rede von einer f√ľnfk√∂pfigen Gruppe war. Wie viele Boxen stehen denn nun zur Verf√ľgung?
(13.01.2007, 18:57)
Michael Mettler:   Lassen wir uns doch mal √ľberraschen, wie lange Augsburg auf den Besatz seines Hauses warten muss, wenn der Bau im Herbst fertig sein soll (und woher die Tiere kommen werden - EEP oder Afrika?). In Dortmund gibt es auch noch leere Boxen...
(13.01.2007, 16:52)
Sebastian:   Laut F√ľhrerin (siehe auch ZOOM-Gelsenkirchen Thread) stehen sie noch in Afrika und warten...
(13.01.2007, 16:45)
Carsten:   In K√ľrze, wie dem Schild am Gehege seit Er√∂ffnung zu entnehmen ist, g.
(13.01.2007, 15:14)
Mario:   Wann bekommt den Gelsenkirchen endlich Nash√∂rner?Die Anlage ist ja fertig.
(13.01.2007, 12:02)
Oliver Jahn:   Salzburg hielt/h√§lt ausschlie√ülich Breitm√§uler. Die Hallenser Kuh ist √ľber den Tierpark Berlin ebenfalls dort eingestellt, der Hallenser Bulle ist es schon l√§nger. Nachwuchs gabe es meines Wissens in Salzburg noch nicht.
(12.01.2007, 21:23)
Michael Mettler:   @Okapi: Spitzmaulnash√∂rner gab es zwar ebenfalls schon in M√ľnchen, aber das war noch vor den von Sacha Beuth genannten Breitm√§ulern.
(12.01.2007, 19:40)
Jonny.:   Die Rappenantilopen bleiben in Augsburg.
(12.01.2007, 19:08)
Sacha Beuth:   @Okapi: Kleine Korrektur: Vor den Panzernash√∂rnern hielt M√ľnchen S√ľdliche BREITMAULNASHOERNER!!
(12.01.2007, 17:52)
Dirk K:   Augsburg will noch dieses Jahr mit dem neuen Nashornhaus beginnen und es im Herbst fertigstellen. Also m√∂glicherweise schon 2007 neue Nash√∂rner. In der Mitteilung ist aber nur davon die Rede sie mit Watussis zu vergesellschaften. Ob da wohl die Rappenantilopen dran glauben m√ľssen?
(12.01.2007, 17:47)
Okapi:   Hallo!
Hätte ein paar Fragen zu den Nashörnern.
M√ľnchen hatte bis 1990 Spitzmaulnash√∂rner. Die wurden an Salzburg abgegeben, weil sich kein Zuchterfolg einstellte. Konnte Salzburg Nachwuchs bekommen?
Und seit wann waren die dreit Tiere in M√ľnchen, von wo kamen sie?
(12.01.2007, 16:55)
Jonny.:   Die Ern√§hrung eines Tieres hat nichts mit der Aufnahmef√§higkeit zu tun, au√üer , das Tier ist viel zu fett. Das kann durchaus die Fortpflanzung beeintr√§chtigen, dies ist aber weder bei den Nash√∂rnern in Hannover, noch in Frankfurt der Fall.
(26.12.2006, 20:27)
R√ľdiger:   Vielleicht sollte man die ern√§hrung √§hnlich , wie bei den Giraffen umstellen, was der Aufnahmef√§higkeit auch gesteigert und die Aufzucht der K√§lber deutlich verbessert hat.
In Frankfurt war der Zuchtbulle auch längere zeit nicht gesund oder ?
(26.12.2006, 18:22)
steffi:   das ist schade, aber nicht zu √§ndern. Trotzdem danke f√ľr die schnelle Antwort.
(26.12.2006, 17:47)
Jonny:   Ich wei√ü aus erster Hand, das in Hannover keine Kuh tragend ist. Paarungen gab es, aber die Zuchtkuh nimmt nicht mehr auf. Das gleiche Problem hat Frankfurt.
(26.12.2006, 17:44)
steffi:   wie sieht es in punkto Nachwuchs in Hannover aus? Hat sich was getan?
(26.12.2006, 17:35)
nurmichael:   Hier ein Auszug aus der PM des Zooas Berlin: "Eine Riesen-Weihnachts√ľberraschung gab es am 20.12. im Zoo: Spitzmaulnashorn Kumi (11) brachte ein gesundes weibliches Jungtier zur Welt. Vater ist Jasper (15). Die Pressevor-stellung des etwa 20 Kilo schweren Nashornkindes wird rechtzeitig bekannt gegeben."

(24.12.2006, 10:51)
steffi:   war heute im Zoo Berlin, bei den Nash√∂rnern scheint das Baby endlich da zu sein! Das Haus ist geschlossen und an den Eing√§ngen steht der Vermerk: Wegen Tiergeburt geschlossen!
(23.12.2006, 18:50)
Mulan:   Weil ich das im Tiergarten-Journal des Wiener Zoos gelesen habe.
(18.12.2006, 19:58)
Michael Mettler:   @Mulan: Woher wei√üt du denn, dass sie nicht verwandt sind? Auch Wildf√§nge k√∂nnen schlie√ülich den selben Vater haben! Und das Panzernashorn ist bekanntlich auch schon mal durch den "Flaschenhals" gegangen.
(18.12.2006, 19:32)
Mulan:   @Chris. Nein, die Wiener Panzernash√∂rner sind nicht miteinander verwandt, und genetisch sehr wertvoll f√ľr die Zucht,da es Wildf√§nge sind.
(18.12.2006, 19:28)
Chris:   Sorry!!! Hab in Wien vergessen
(18.12.2006, 19:21)
Chris:   Sind die Panzernash√∂rner in eigentlich Geschwister?
(18.12.2006, 19:20)
Jana:   @Jelle
Die alte Weibchen Numa ist nicht mehr zuchtf√§hig. F√ľr ihre Tochter Nova (9) sucht die Direktorin schon einen neuen Bullen, in Europa und USA.
(04.12.2006, 17:31)
Jelle:   Jana,

Was ist mit den Zucht von Panzernashoernern im Dvur Kralove. Ist das alte Weibchen wieder tragend? Wird einen neuen Zuchtmann hinzu kommen?
(04.12.2006, 17:18)
Jana:   Tiergarten N√ľrnberg hat seit gestern/heute einen neuen Panzernashorn-Bullen. Er heisst Ropen, kam aus Dvur Kralove, aber geboren war er 8.5.1988 in Whipsnade/England.
(29.11.2006, 21:25)
R√ľdiger:   Vier kleine Boxen im neuen Dortmunder Nashornhaus.da bleibt es ja doch bei einer Kleingruppe von maximal vier adulten Tieren. Schade, denn den momentan 1,2 gehaltenen adulten Tiere sind 0,2 sicher unreproduktiv. Bleibt zu hoffen das ein junges Weibchen noch dazukommt und der Altbulle noch einen sp√§ten Fr√ľhling erf√§hrt ! Weiss jemand wann noch ein drittes Rhinoweibchen folgen wird und ob es sich um ein Tier aus dem EEP handelt ?
(29.11.2006, 12:47)
Klaus Schwarz:   Im Zoo Dortmund wurde ein neues Nashornhaus errichtet. Sieht so die neue lebensraumnahe Zooarchitektur aus? Im Geb√§ude vier kleine Boxen voneinander durch Tore und Betonpfeiler getrennt, keinerlei Naturboden oder sonstige Highlights. F√ľr die Besucher eine winzige Plattform auf die maximal 5 Personen gleichzeitig passen d√ľrften.

Daf√ľr wurde zum Gk√ľck mit Kunstfelsen gespart die ja inzwischen f√ľr alle Tietgehege als geeignet gelten.

F√ľr mich sieht dieses Haus nicht besser aus als die Geb√§ude aus den 60er und 70er-Jahren.
(28.11.2006, 17:55)
Michael Mettler:   Ich war heute im Zoo Hannover und habe beide K√ľhe in den Au√üenanlagen gesehen - ohne Kalb. Im Aufzuchtgehege steht √ľbrigens nach wie vor Sany, nicht die angeblich gedeckte Saba.
(26.11.2006, 14:24)
Jelle:   Wie stehst mit den Spitzmaulnashoernern in Hannover und Berlin Zoo? Gibt es schon Neues zu den Jungtieren?
(25.11.2006, 10:35)
R√ľdiger:   Was machen die Geburten in Berlin und Hannover bei den Spitzlippennash√∂rnern ? Sind die Nashornfreaks schon im Winterschlaf ?

(11.11.2006, 15:32)
Tom Schr√∂der:   Auch in Hannover wird ein Jungtier erwartet; k√∂nnte meines Wissens nach jeden Moment kommen.
(23.10.2006, 22:03)
Jelle:   Leute,

Weiss jemand wie es aussieht mit den Zucht von Spitzmaulnashoerner im Leipzig oder Hannover?
(23.10.2006, 21:53)
R√ľdiger:   Scheinbar ist das Jungtier in Berlin noch nicht auf der Welt oder ?
Uebe mich noch in Geduld
(14.10.2006, 20:33)
R√ľdiger:   weiss jemand ob das junge Spitzmaulnashorn in Berlin schon auf der Welt ist ? Es ist die Erstgeburt der Nashornkuh KUMI . Hoffentlich geht alles Gut !
(06.10.2006, 10:12)
Mel:   nur mal kurz Off-topic: habe gestern eine Anfrage an zoo und Architekten bez√ľglich Grundriss Nashornhaus Hellabrunn gesendet, bin mal gespannt ob es eine Reaktion gibt. m√ľnchen ist ja in Puncto Informationen nicht gerade ber√ľhmt.
(05.10.2006, 23:07)
Jelle:   Michael,

In der Tat hat Salzburg 2 Tiere aus Halle bekommen. Einer dieser ueber Tierpark Berlin (vom Moment das Tierpark Berlin noch eine Zuchtgruppe fuehrte).
(05.10.2006, 21:03)
Michael Mettler:   Eventuell 1,1 aus Halle?
(05.10.2006, 19:31)
Mulan:   Zwei Tiere sind definitiv aus M√ľnchen.
(05.10.2006, 19:13)
Chris:   In √Ėsterreich h√§lt der der Zoo Salzburg Breitmaulnash√∂rner und der Tiergarten Sch√∂nbrunn Panzernash√∂rner. Wei√ü jemand aus welchem Zoo die Tiere aus Salzburg sind?
(05.10.2006, 17:31)
Mulan:   Madrid hat drei Bullen, der Jungbulle aus Stuttgart ist dorthin umgezogen.
(05.10.2006, 06:44)
Jelle:   Nashorn Jacob ist dieser Monat umgezogen nach Warschau. Die Gesamtfuehrung mit Bulle Hugo (aus Rotterdam) ist erfolgreich verlaufen. Damit haelt Warschau jetzt 2 Bullen (wie auch Madrid mit Daan und Kaila Padam).
(04.10.2006, 21:05)
Mel:   @Mulan: Nee nachbauen nicht aber mich interessieren die verschiedene Typen von Gehege bw. Haustypen (Bauweisen) mal im Vergleich (Vor und Nachteile). Ganz nebenbei erinnert Hellabrunn ja ein wenig an Z√ľrich. Vergleiche kann man am besten f√ľrhren wenn man die Grundrisse vorliegen hat.
(03.10.2006, 12:12)
Mulan:   @Mel Am Besten, entweder beim Tierpark direkt nachfragen oder sich an den Architekten wenden. Wollen Sie dieses "Geniale " Haus etwa nachbauen ?
(03.10.2006, 06:36)
Saya:   Ich meine hier im Forum gelesen u haben dass Jacob inzwischen nach Warschau umgezogen ist. Die Geburt muss eine Fehlmeldung von isis sein.
(02.10.2006, 23:24)
Stefan:   Wie gesagt, Betty ist noch mit ihrem weiblichen Nachwuchs Saathi aus 2005 besch√§ftigt, Jhansi verweilt im Zoo Berlin (und soll vom dortigen Bullen Jhoda erst noch gedeckt werden). Ansonsten gibt es im Tierpark nur noch M√§nner (Belur) bzw. Jungs (Jacob und Patna, beides Nachzuchten aus 2004). Wie zuverl√§ssig Eintragungen bei ISIS sind, dar√ľber haben wir hier im Forum ja bereits diskutiert...
(02.10.2006, 22:55)
Mel:   Mal wieder ein Problem, wei√ü jemand wo man nen Grundriss vom Nashornhaus in Hellabrunn (M√ľnchen) bekommen kann???

Lieben Gruß Mel
(02.10.2006, 22:52)
Jelle:   Im ISIS hat sich die Zahl der Panzernashornern geandert von zuerst 3.3 auf 2.3 (21/9) und dann auf 2.4 (29/9) geaendert (dazu 1 Geburt ....?) Das waere meine Quelle fuers Panzernashornkalb. Ist dies bezueglich falsch?
(02.10.2006, 22:32)
Stefan:   Okay: Nicht ICH bin im Erziehungsurlaub - sondern definitiv BETTY!!! Wann endlich wird die Eingabemaske etwas gr√∂√üer, damit die Beitragskontrolle vorm endg√ľltigen Freigeben leichter f√§llt? :(
(02.10.2006, 22:32)
Stefanim Erziehungsurlaub mit:   @Jelle: Bist Du Dir mit Tierpark Berlin und Panzernashorngeburt sicher? Ich war noch vor drei Wochen dort, allerdings war Kuh Betty noch im "Erziehungsurlaub" mit Saathi und die zweite Kuh Jhansi auf "Hochzeitsreise" im Zoo! Berlin eingestellt. Ich wei√ü nur, dass der Zoo! Berlin bei den Spitzmaulnash√∂rnern jeden Tag mit Nachwuchs rechnet.
(02.10.2006, 22:29)
Jelle:   Vor einige Tagen soll ein weibliches Kalb der Panzernashorn geboren in Tierpark Berlin. Ohnehin soll Kumi in wenigen Tagen auch die Niederkunft ihres Kalb bekant machen. Weiss jemand Bescheid ueber eines oder anderen?
(02.10.2006, 22:08)
Jelle:   Ruediger,

Ich hab den Zoo ein Zettel geschrieben. Ihr Antwort lautet eine Kuh erfolgreich gedeckt (Niederkunft in Januar 2007) und eine weitere Kuh gedeckt (noch keine Konfirmation zu eine moegliche Traechtigkeit).
(29.09.2006, 22:55)
steffi:   @Mulan: Sorry, f√ľr die sp√§te Antwort, ich bedanke mich f√ľr die Informationen.
(27.09.2006, 16:19)
Jelle:   Ruediger,

Die Quelle ist der Annual Review 2004/2005. Hier heisst es "Our pygmy hippos and greater one-horned rhino were also mated".
(26.09.2006, 20:30)
R√ľdiger:   Jelle und Mulan
Jaffna ist monetan in Whipsnade und wird 2007, wenn die Bullenaussenanlage fertig ist, zur√ľck nach Basel. Meines Wissees hatte er bis August06 nur eine der drei K√ľhen in Englnd mit Erfolg gedeckt !
Vielleicht bis dato alle oder Jelle ?
Hast du eine sichere Quelle daf√ľr ?
Gruss R√ľdiger
(26.09.2006, 14:10)
Jelle:   Chester hat sein aus Whipsnader Zucht stammende Bulle Yohda nach Zoo Berlin geschickt in 1998.
(26.09.2006, 13:07)
Stefan Schubert:   2002 hatte Chester nur Spitzm√§uler im Bestand, Whipsnade allerdings auch Panzernash√∂rner!
(26.09.2006, 07:06)
Mulan:   Ich denke, der war in Chester ? Er wird aber bald nach Basel zur√ľckkommen, dort wurde ja sein Stall umgebaut, weswegen er auf Hochzeitsreise geschickt wurde. Nun ist der Stall fertig und die beiden Damen auch wieder bereit, ihren Lover zu begr√ľ√üen, schlie√ülich will Basel ja auch bald wieder Nachwuchs haben.
(26.09.2006, 06:37)
Jelle:   Jaffna ist zur Zeit in Whipsnade Zoo gelagert. Er soll die 3 dort lebende Kuehe geschwangert haben!
(25.09.2006, 21:17)
Mulan:   Hier die Daten zu den Baslern Rhinos :
1,0 " Jaffna " , geb. 1994 in San Diego WAP, seit 1996 in Basel. 0,1 "Ellora " mit ihrem 2004 geb. Sohn " Baabuu " und 0,1 " Quetta " mit ihrer 2004 geb. Tochter " Baatschi ".
(25.09.2006, 20:26)
Mulan:   Stuttgart h√§lt 1,0 " Bruno " , dort 1985 geboren und f√ľr ein paar Jahre in K√∂ln ausgelagert, sowie 0,1 " Sani " , die als Wildfang aus Nepal nach Stuttgart kam. Diese ist mit ihrem dritten Kalb tr√§chtig, das im Oktober erwartet wird. Der 2003 geborene Sohn ist vor kurzem nach Madrid. Basel m√ľ√üte 1,2 plus zwei K√§lber haben ( Namen habe ich leider keine ) und Wien hat 1,1 , beides Wildf√§nge aus Nepal.Die beiden hei√üen " Sundari " und " Jange ".
(25.09.2006, 20:02)
steffi:   hat jemand den Bestand an Panzernash√∂rnern von stuttgart, basel und wien parat? Eventuell mit Namen und Daten?
(25.09.2006, 19:46)
Michael Mettler:   @R√ľdiger: Wie schon mal erw√§hnt befindet sich die Kuh Saba immer noch im vorderen Gehege mit dem Wassergraben(Samstag noch gesehen), w√§hrend Sany im hinteren, ruhigsten der drei Au√üengehege untergebracht ist (wo Saba ab ihrer Ankunft l√§ngere Zeit lebte). Das k√∂nnte man eigentlich eher als Indiz f√ľr eine Tr√§chtigkeit von Sany (statt von Saba) werten....
(22.09.2006, 15:33)
R√ľdiger:   Danke Michael¬®
Ich bin auch Abonnent der Hauszeitschrift.Bis diese aber √ľber den Sch√ľlingkurier in der Schweiz ankommt , verstreicht noch Zeit. Vielleicht war diese Aktivit√§t im Mai nicht erfolgreich, sondern erst ein Zyklus sp√§ter. Ich dr√ľcke auf jedenfall die Daumen das es hoffentlich sp√§ter gefruchtet hat.
(22.09.2006, 15:25)
Michael Mettler:   Laut heute eingetroffener Ausgabe der hannoverschen Hauszeitschrift JAMBO gibt es Hoffnung, aber keine Sicherheit auf eine Tr√§chtigkeit der Spitzmaulnashornkuh Saba. Entsprechende "Aktivit√§ten" des Bullen Kifaru waren jedenfalls im Mai 2005 beobachtet worden wobei die im Text erw√§hnte Tragzeit von 13 bis 15 Monaten inzwischen abgelaufen w√§re. Zum Text abgebildet ist √ľbrigens die andere Nashornkuh (Sany/Sunny)....
(22.09.2006, 14:09)
R√ľdiger:   Danke Dirk K.
Gute Nachrichetn aus Hodenhagen ! Hast du noch genaure Daten oder Fakten √ľber Mutter und Jungtier bei der BM Nashornzucht im Serengetipark ?
(20.09.2006, 14:05)
Jelle:   Verzeihe mir. Namaste ist geboren 1991 UND nicht 1981 .... Mea culpa.
(13.09.2006, 19:51)
Jelle:   Steffi,

Der Bulle heisst Nico (geboren 1986 Planckendael) und die Kuh heisst Namaste (geboren 1981 Stuttgart). Ihr letzteres Kind heisst Sofie (geboren 27 Dezember 2005).
(13.09.2006, 19:47)
steffi:   hat jemand den bestand an Panzernash√∂rnern vom Zoo Rotterdam parat? Eventuell mit Namen und Daten??
(13.09.2006, 18:50)
Dirk K:   Bei letztlichen NDR-Zoogeschichten ging es um eine Nashorngeburt im Serengetipark. Das Jungtier wurde mit seiner Mutter wieder in die Gruppe integriert.

(12.09.2006, 20:03)
R√ľdiger:   Beitrag zur Hodenhagener Nashorngruppe:
Momentan leben 12 BM im Serengetipark und letztes Jahr wurde ein in San Diego geborener Rhinobulle aus G√§nserndorf (Oestereich) geholt , um die Zuchtgeschehnisse voranzutreiben bzw.die Inzucht in der Herde zu vermeiden. Weiss jemand etwas neues √ľber evtl. tr√§chtige K√ľhe dort ?
(12.09.2006, 19:53)
Michael Mettler:   Bei der Lekt√ľre des 1972 erschienenen Buches "Hagenbeck" von G.H.W. Niemeyer habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich in der Chronik die Angabe entdeckte, Hagenbeck habe in den Jahren 1866 bis 1887 - also zu einer Zeit, als viele Zoos noch gar nicht gegr√ľndet waren - allein 17 asiatische und 9 afrikanische Nash√∂rner verkauft. Dazu √ľbrigens im selben Zeitraum 150 Giraffen, 300 Elefanten und 3.900 Raubtiere - wobei ich nat√ľrlich nicht wei√ü, ob da alles vom Eisb√§ren bis zum Mungo eingerechnet wurde oder nur gr√∂√üere Arten. Aber 26 Nash√∂rner unter den damaligen Transportbedingungen!!
(07.09.2006, 18:19)
Jelle:   Vielliecht waere dies ein gutes Moment um auf der Suche nach einen neuen Zuchtbullen die Zoos des Indischen Kontinent ein zu schliessen. Indische Zoos haben durchaus zuviele Bullen. Die meisten von Ihnen sind nicht verwandt an der Europaeische Population!

(05.09.2006, 16:55)
Michael Mettler:   Laut dieser Mitteilung ist er also schon am Mittwoch gestorben, somit g√§be es keinen Zusammenhang mit der am Donnerstag beobachteten "Eilaktion". √úbrigens waren am Donnerstag beide Elefanten trotz besten Wetters im Stall.
(05.09.2006, 11:28)
Andreas Hartung:   Zum Tod von Noel:
http://www2.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_06663.html
(05.09.2006, 10:32)
Michael Mettler:   @Jelle: Da bin ich mir nicht so sicher. Ich habe auf der ersten Runde im Park ein liegendes Panzernashorn mit abgeschliffenem Horn in einem der Au√üengehege gesehen (und auch fotografiert) und ging davon aus, dass es der Bulle Noel war, weil ein spezielles Schild darauf hinwies, warum das Tier "kein Horn" hat. In der zweiten Anlage habe ich kein Nashorn gesehen. Auf der zweiten Runde habe ich in beiden Anlagen kein Tier gesehen, aber auch nicht recht darauf geachtet; mein Mitreisender, mit dem ich mich vor dem Elefantenhaus traf, erz√§hlte mir aber, dass zwischenzeitlich zwei Elektrokarren mit H√∂chstgeschwindigkeit zum Elefantenhaus gekommen waren, einer davon mit dem Stellvertretenden Direktor besetzt, und die Leute in den r√ľckw√§rtigen Pflegerbereich gerannt seien. Das war am Donnerstag Nachmittag und k√∂nnte somit der fragliche Zeitpunkt gewesen sein. Ich habe dann am Samstag in M√ľnchen davon geh√∂rt, dass Noel gestorben sein soll.
(05.09.2006, 09:17)
Jelle:   Michael,

Haben sie den Panzernashornbulle in Nuernberg noch angesehen. Laut Lollo soll der Bulle gestorben sein ...
(04.09.2006, 23:41)
Michael Mettler:   @Lollo: Deine Infos relativieren meine √Ąu√üerung, die ich unter "Zoo Augsburg" bez√ľglich der Nashorn- und Pavianhaltung gemacht habe - ich war bei der F√ľhrung nicht dabei und habe nur vom Nashornprojekt geh√∂rt.

@Frankfurter: Das Berliner Javanashorn ist sehr zweifelhaft, selbst Klös schrieb irgendwo, dass es sich wohl "nur" um ein falsch ausgeschildertes Panzernashorn gehandelt habe. Zu Javanashörnern in Zoos habe ich weit unten im Thread (3.3.2006) Infos aus einem Artikel in einem alten International Zoo Yearbook wiedergegeben. Ein (furchtbar präpariertes) Javanashorn ist auch im Mainzer Naturkundemuseum zu sehen (Besuch lohnt sich auch wegen drei Quaggas, Javatiger und Beutelwolf sind wohl nicht in der Schau), der Kopf eines Javanashorns im Überseemuseum Bremen.
(04.09.2006, 17:44)
Lollo:   Der Nahornbulle in N√ľrnberg soll am Donnerstag oder Freitag gestorben sein. Wei√ü da Jemand etwas Genaueres ?
In Augsburg soll im n√§chsten Jahr mit dem Bau eines neuen Nahornhauses begonnen werden. Dieses wird dort gebaut, wo jetzt noch die Muntjaks sind, die Nah√∂rner, Breitmaulnash√∂rner,kommen mit auf die Afrika-Anlage zu den Watussi-Rindern und Rappenantilopen. Das Haus wird 6 Boxen haben, eine Innenanlage wird es nicht geben,und das Haus wird weder f√ľr die Besucher begehbar, noch von au√üen einsehbar sein.
Ob 6 Tiere kommen, steht nicht fest, 6 Boxen sind eine Auflage des EEp-Koordinators. Das habe ich bei der sehr interessanten F√ľhrung durch den Augsburger Zoo mit der Direktorin Frau Jantschtke erfahren. Flu√üpferde wird es aber nicht in Augsburg geben. Die jetzige Nashorn-Anlage wird nach Ableben der beiden Rentner-Nash√∂rner f√ľr die Mantelpaviane umgebaut, das Paviangehege f√ľr die Mandrills und deren Gehege wird in ein begehbares Katta-Gehege umgebaut.
(04.09.2006, 14:04)
Jelle:   Amsterdam Artis Zoo hatte 1881 und auch 1896 vor kuerzem Zeit ein Sumatranashorn.

Und das Nashorn dass vom 1867 ueber 1873 in Artis gelebt hatte nicht ein indisches Panzernashorn aber eher ein Javanashorn gewesen sein sollte.
(03.09.2006, 13:10)
Stefan:   Jhansi ist zur Zeit wieder im Zoo eingestellt. Bin zur Zeit beruflich in Berlin und habe sie letzte Woche dort gesehen. Bei der Kuh Narayani mehren sich wohl die Anzeichen f√ľr eine Tr√§chtigkeit, die Pfleger sind sich aber noch nicht eindeutig sicher. Die tr√§chtige Spitzmaulnashornkuh ist dagegen im Nashorn-Tapirhaus eingestellt und man erwartet die Geburt f√ľr Ende September.
(02.09.2006, 10:40)
Karsten Vick:   Belur kam am 1.1.90 als 2. Kalb des alten TP-Paares Mysore und Kumari zur Welt (das 1. war eine Totgeburt, ich glaube, 1985). Jhansi wurde aus San Diego importiert, geb. 20.7.90. Recht kurz nach ihrer Ankunft brachte sie Betty am 21.1.95 zur Welt.
Ich k√∂nnt mir schon vorstellen, dass Jhansi noch mal auf Hochzeitsreise geschickt wird, wei√ü aber noch nichts dar√ľber.

Das alles bringt mich auf eine Frage f√ľr Berlin-Insider, die mir schon eine Weile durch den Kopf geht. Belur wurde damals noch im alten Nashorngehege auf dem Elefantenhof geboren. Panzernash√∂rner sollten lt. urspr√ľnglicher Tierparkplanung zusammen mit Flusspferden ein eigenes Haus kriegen. Im Dickh√§uterhaus waren beide Elefantenarten und beide afrikanischen Nash√∂rner geplant. Nun gab es bei der Er√∂ffnung des Hauses schon eine Menge Elefanten und 1-2 Breitmaulnash√∂rner (Altkuh Lotzi und vielleicht auch schon der Ex-Dresdner Bulle Mtandane), aber keine Spitzmaulnash√∂rner. Wei√ü jemand, warum es nicht gelang, Spitzm√§uler zur Einweihung ranzuschaffen?
(01.09.2006, 23:22)
Danny H.:   Belur ist ja der Vater von Patna und Saathi. Jacobs Vater ist doch der im Zoo Berlin stehende Bulle Yohda.
Sind weitere "Hochzeiten" mit Yohda und Jhansi geplant ?

Hat gemand die Geburtsdaten von Belur, Jhansi und Betty. Soweit ich weis kam Jhansi damals schon schwanger nach Berlin.

Wo kamen Belur und Jhansi eigentlich her ? Belur aus dem Zoo Berlin ? Jhansi aus den USA ?
(01.09.2006, 19:40)
Karsten Vick:   Belur war zwischenzeitlich im Zoo eingestellt, kam nach dem Tod seines Vaters Mysore wieder zur√ľck. Mit der KUh Jhansi verstand er sich aber nicht, deshalb wurde die im Zoo dem Bullen Yodah zugesellt. Das hat dann auch geklappt (Jacob). Belur ist der Vater von Bettys beiden K√§lbern. Aber die vom Zoo im Tierpark eingestellte Kuh Narayani wurde wohl nicht erfolgreich gedeckt.
(01.09.2006, 19:32)
Karsten Vick:   Bulle Belur, Kuh Jhansi, deren erwachsene Tochter Betty, Jhansis Kalb Jacob (1,0 von 2004), Bettys Kalb Patna (1,0 von 2004), Bettys Kalb Saathi (0,1 von 2005).
Alles in allem 3,3 - und jetzt hab ICH den 300. Artikel geschrieben, cajun.
(01.09.2006, 19:26)
Danny H.:   Hat jemand den jetzigen Panzernashornbestand des TP Berlin parat ?

Soweit ich weis 3.3.
Jhansi, Betti, Patna, Belur? (oder ging der in den Zoo Berlin?) ...
(01.09.2006, 19:21)
IP66:   Gibt es denn f√ľr Amsterdam eine zuverl√§ssige Zoogeschichte? Da m√ľssen sich doch die vorhandenen Nash√∂rner niedergeschlagen haben.
(01.09.2006, 18:32)
Thomas W.:   Da ich gerne √ľber asiatische Nash√∂rner im Web lese, ist laut den von mir gelesenen Artikeln ein Aussterben der Javanash√∂rner in Indien erst nach 1910 erfolgt. Javanash√∂rner scheinen offenes Gel√§nde in den Niederungen zu bevorzugen, weswegen sie eigentlich leichter zu fangen gewesen w√§ren als Sumatranash√∂rner. Ich finde es wirklich interessant, das Holland nie Javanash√∂rner hatte, um 1880 sollen die Tiere auf Java noch recht weit verbreitet gewesen sein (wie auch der Java-Tiger) und Java war wirklich DIE holl√§ndische Kolonie.
(01.09.2006, 12:11)
IP66:   @Es w√§re ja nicht falsch, den Fall des k√∂lner Java-Nashorn zu kl√§ren. Die Schwierigkeit liegt darin, da√ü man H√§√ülins ganes Buch lesen mu√ü, um den Hinweis zu finden. Vielleicht k√∂nnen Sie Ihren Freund fragen, ob er H√§√ülin ausgewertet hat. Die zweite Frage ist die, ob es im 19. Jahrhundert noch Java-Nash√∂rner in "ausreichener" Menge gab, und entsprechende Importe zu verursachen, und ob man sie eventuell mit Panzernash√∂rnern verwechseln konnte. Die Lage in K√∂ln ist vertrackt: Der Zoo hat wohl keine durchgehende Reihe von Zoff√ľhrern des 19. Jahrhunderts, in der UB gibt es ein paar versprengte Exemplare, und der einzige, der die Materialien - nebst Zeitungsartikeln - durchgesehen hat, war Herr H√§√ülin, der aber seine Quellen nicht angibt. Und damit es richtig kompliziert wird, hat Herr Nogge bei der Wiederauflage das H√§√ülin-Werk neu paginiert und auch "√ľberarbeitet", so da√ü, wer nicht den alten Band in der Hand h√§lt, nicht einmal √ľber den eigentlichen Text als Quelle verf√ľgt. Insofern sind auch neue Zusammenstellungen mit Vorsicht zu genie√üen, da sich bei Artenaufstellungen nicht jeder die M√ľhe macht, das ganze Buch von vorn bis hinten durchzulesen.
(01.09.2006, 11:59)
Thomas W.:   @Frankfurter. Ich denke ich habe die Zooberichte von Java- und Sumatranashorn eventuell miteinander vertauscht. Im Netz konnte ich nichts finden. Allerdings wundert es mich, dass der Zoo Calcutta niemals Javanash√∂rner hatte. In St. Petersburg ist ein ausgestopftes Tier zu sehen. Die Berliner Tiere geh√∂ren sogar zur ausgestorbenen Unterart lasiotis. Mit "h√§ufiger" meine ich in der Natur h√§ufiger, nicht im Zoo. Vielleicht hatte das Panzernashorn auch einen wesentlich h√∂heren Schauwert, es mu√ü ja um 1900 so ziemlich das teuerste Zootier der Welt gewesen sein.
Eine interessante .pdf √ľber diese Unterart als Trost:
http://www.iucn.org/themes/ssc/sgs/afesg/pachy/pdfs/pachy24.pdf#page=40
(01.09.2006, 11:50)
Frankfurter:   Ich m√ɬ∂chte auf keinen Fall ein Besserwisser sein, aber nach Auskunft eines Freundes von mir ( Nashornpfleger, aber nicht Frankfurt), der ein umfangreiches Archiv (und Nashorn-Sammlung ) mit historischen Daten hat, wurden Java-nash√ɬ∂rner nur in den drei von mir angegebenen Zoos gehalten. Andere Halter sind ihm auch nicht bekannt. Deswegen, Thomas W. , w√ɬľrden mich und meinen Kollegen Angaben mit Belegen zu den , nach Ihren Angaben fr√ɬľher relativ weit verbreiteten Java-Nash√ɬ∂rnern interessieren. Zu diesen h√ɬ§ufigen Tieren mu√ÉŸ es ja Literaturhinweise in B√ɬľchern oder Zoobrosch√ɬľren geben , zu den sehr selten gehaltenen Panzernash√ɬ∂rnern findet sich jedenfalls eine ganze Menge. Wien h√ɬ§tte fast einmal ein Java-Nashorn bekommen, das starb entweder kurz nach Ankunft in Wien oder auf dem Transport, da bin ich jetzt nicht sicher. Jedenfalls kam es nicht lebend in Sch√ɬ∂nbrunn an und steht im Naturkundemuseum.
(31.08.2006, 19:31)
IP66:   @Frankfurter: Ich meine, dergleichen bei H√§√ülin gelesen zu haben. Das Buch ist ein Problem, weil es keinerlei Register hat und zwar recht gut, aber wenig systematisch geschrieben wurde. Au√üerdem ist die Neuauflage, die Nogge seinerzeit besucht hat, alles andere als zuverl√§ssig. Insofern ist es m√∂glich, da√ü die dort angegebene Information sich nicht verbreitet hat, ich kann mich aber ebenfalls irren. H√§√ülin hat sicher sorgf√§ltig recherchiert, vor allem in den einschl√§gigen Tageszeitungen, gibt seine Quellen aber nicht an und war auch kein Zoologe - insofern w√§re eine Neuaufbereitung der k√∂lner Zoogeschichte sicher ein Desiderat.
(31.08.2006, 11:02)
Thomas W.:   Javanash√∂rner werden sicher in den n√§chsten 15 Jahren in keinem Zoo zu sehen sein, der WWF denkt nur dar√ľber nach, ein paar Tiere innerhalb Javas umzusiedeln. Ich denke Steven meint, dass in der Vergangenheit mal ein Javanashorn in Amsterdam gehalten wurde (sicher vor dem ersten Weltkrieg). Damals waren Javanash√∂rner noch relativ weit verbreitet (h√§ufiger als das Panzernashorn?) und Java war holl√§ndische Kolonie.
(31.08.2006, 10:43)
Frankfurter:   Woher sollen die kommen, bei nur ca. 60 Tieren auf Java und ca. 5-10 Tieren in Vietnam ?
(31.08.2006, 06:37)
steven:   mann ist nicht sicher daruber, aber in Artis Amsterdam ist jetzt ein exposition uber nashorner und dort sprecht man auch uber ein javaan.
(30.08.2006, 21:05)
Hannes:   IP66 hast du irgendwelche Belege daf√ľr das dort noch ein Java-Nashorn lebte?
(30.08.2006, 18:06)
Frankfurter:   Das stimmt nicht. Nur Berlin, London und Adelaide hielten jemals ein Java-Nashorn.
(30.08.2006, 17:58)
IP66:   So weit ich wei√ü, hatte K√∂ln im vorletzten Jahrhundert schon einmal ein Java-Nashorn - insofern bleibt als neue Art nur das Sumatranashorn. Richtige "Aquarien" sind die k√∂lner Anlagen nicht, da sich zwischen den - wenigen Scheiben Z√§une aus Eisenbahnschwellen befinden. Gerade durch den Scheibenanblick wirkt die Anlage auch ein wenig kleiner, als sie ist. Richtig gro√ü wird sie dadurch aber auch nicht, allerdings steht, anders als im jetzt erfolgreich nachgez√ľchtet habenden Krefeld, jedem Tier ein nennenswertes Au√üengehege zur Verf√ľgung. Die Panzernashornhaltung in den selben Gehegen krankte wohl vor allem an den fehlenden Badebecken, das Spitzmaulnashornpaar gedeiht wohl ganz gut, wird auch zusammengelassen, bis jetzt aber ohne greifbare Ergebnisse. Die Besucher sch√§tzen den Scheibenanblick sehr - w√§hrend ich in der Wilhelma und selbst in Z√ľrich immer wieder M√§keleien √ľber die weite Entfernung der Nash√∂rner vom Besucher geh√∂rt habe.
(30.08.2006, 10:54)
R√ľdiger:   Schlafen alle Nashornfreeks aus dem Norden noch ? es gibt doch sicher einen der Connection nach Hodenhagen hat. Dr. B√∂er reagiert leider nicht auf meine Anfragen bez√ľglich der Bm- Zucht in Hodenhagen.Stoppt sie ,weil der alte Bulle nicht mehr zuchtf√§hig ist ? Wer weiss etwas dar√ľber ?
(30.08.2006, 10:33)
R√ľdiger:   Es war ganz sicher eine Sendung √ľber aktuelle News in Hodenhagen.W√§re interessant ob jetzt schon in der dritten Generation nachgez√ľchtet wurde ? Mail an bkrichel@tele2.ch Merci
(25.08.2006, 16:52)
Dirk K:   Ging auf jeden Fall um Hodenhagen, genaueres wei√ü ich aber auch nicht. Informationen √ľber die Hodenhagener Gruppe interessieren mich auch brennend.
(25.08.2006, 16:47)
Dortmunder:   Um welchen Zoo ging es denn ? Wenn es im NDR gezeigt wurde, gehe ich mal stark von der florierenden BM-Nashorn-Zucht in Hodenhagen aus... Kann sein, dass es eine Aufzeichnung der NDR-Zoogeschichten war, oder ?
(25.08.2006, 09:12)
R√ľdiger:   Habe gestern im NDR von einer Breitmaulnashorngeburt nur noch am Rande gesehen. Wer weiss Genaueres ?
Geschlecht,Geburtstag und Angeben zu den Eltern ?Hat der neue Bulle dort schon seine Vaterschaft angetreten ?
(24.08.2006, 21:35)
Jelle:   Sie haben recht. Das heutige Nashornhaus ist nicht geeignet fuer seine Bewohnern. Es waere durchaus besser falls das ganze Haus den Nashoerner als Nutzflaeche angewendet wird. Eine Alternative waere die Einkwartierung den Nashoernern im Teil des Elefantengeheges....!
(24.08.2006, 13:46)
Dortmunder:   War auch eigentlich eher ironisch gemeint...
(24.08.2006, 10:21)
Lollo:   Wohl kaum, da Sumatra-Nash√∂rner extrem lichtempfindliche Augen haben ( Cincinnati und Los Angeles k√∂nnen ein Lied davon singen, und beide Anlagen sind f√ľr Sumatra-Nash√∂rner wesentlich beser geeignet als K√∂ln )und das K√∂lner Nashorn-Aquarium ist sehr sonnig. Au√üerdem eignen sich Nash√∂rner nicht f√ľr Aquarien-Haltung.
(24.08.2006, 10:17)
Dortmunder:   Danke, Michael ! Genau darauf hatte ich angespielt ! Wobei die CHancen da wohl eher gering sind... Obwohl... Die K√∂lner Rhino-Gehege w√§ren ja pr√§distiniert f√ľr die Haltung einer der kleineren beiden Arten...
(24.08.2006, 09:42)
Michael Mettler:   Er meint wahrscheinlich, es g√§be ja noch zwei Nashornarten, mit denen man es in K√∂ln noch nicht probiert hat (Sumatra- und Java-) :-)
(23.08.2006, 23:59)
Jelle:   Dortumunder,

Was meinen Sie zum noch zwei Moeglichkeiten?
(23.08.2006, 23:29)
Jelle:   Karsten,

Sita ist September 2002 in Paignton eingetroffen. Siwa lebt seid Fruehling 2005 in Pont Scorff. Und Doue la Fontaine ist die zweite franzoesische Spitzmaulerhaltung.
(23.08.2006, 23:29)
Dortmunder:   Was die K√∂lner Tiere angeht, scheinen die wohl ne sehr interessante Kombination zu sein, wie weiter unten im Thread steht, aber das wissen wohl alle, ausser den beiden Rhinos selbst... Die verstehen sich scheinbar nicht "so" gut, dass man da in n√§herer Zukunft irgendwas erwarten k√∂nnte... Gehe eher davon aus, dass die Spitzm√§uler jetzt die dritte Nashorn-Art werden, die in K√∂ln nicht z√ľchten... Na ja, zwei M√∂glichkeiten haben die K√∂lner ja noch ;o)
(23.08.2006, 08:25)
Michael Mettler:   @Jelle: Tut mir Leid, bin zwar Hannoveraner, aber ob eine der Nashornk√ľhe tr√§chtig ist, wei√ü ich leider auch nicht. Allerdings lebt Sany inzwischen wieder im hinteren Gehege, in dem Saba nach ihrer Ankunft aus Leipzig zuerst untergebracht war, und dieses Gehege war bei den beiden letzten K√§lber das Aufzuchtgehege - vielleicht hat das ja was zu bedeuten?
(22.08.2006, 18:39)
Karsten Vick:   Danke, Jelle. Sag mir jetzt noch, wann Sita abgegeben wurde. Auch erst in diesem Jahr? Ich hatte mich gewundert, dass sie die ja nun auch schon 16 ist, nie gez√ľchtet hat.
(22.08.2006, 17:55)
Jelle:   Karsten, Michael und Jana,

Im Zoo Berlin werden heute Bulle Jasper und die Kuehe Mzima, Kilaguni, Ine, Kumi und Maburi gehalten. Die Kuh Binti ist diesem Jahr umgezogen nach Doue la Fontaine (jetzt: 2.1) zur Zucht. Kuh Sita ist nach Paignton umgezogen (mit einem Bullen aus der Zoo Port Lympne) und es gibt Zeichen dass sie tatsaechlich tragend waere (Keep fingers crossed)!!! Und Kuh Tisa ist zur Zucht in dem Zoo Koeln umquartiert worden.

Demnaechst bei mir noch mal die Frage: wie sieht es aus mit der Zucht in Hannover, Koeln und Leipzig??? Dieses Jahr hat es im Zoo Whipsnade die Nashorn CBSG World TAG gegeben ... Plaene ...????
(22.08.2006, 17:40)
Karsten Vick:   Von den abgegebenen Tieren z√ľchtete Saba in Leipzig (1x) und Nane in Krefeld (1x). Hab ich was √ľbersehen?

Ich hab mir M√ľhe gegeben, aus den BONGOs nicht nur die Geburten, sondern auch Abgaben und Todesf√§lle rauszulesen. Bin mir nicht sicher, ob ich alle erwischt habe. Ansonsten m√ľssten in Berlin jetzt 1,7 Tiere leben: Jasper, Kilaguni, Mzima, Ine, Kumi, Binti, Sita und Maburi. Stimmt das? Wenn eine der alten K√ľhe gestorben w√§re, h√§tte sie wohl einen Nachruf im BONGO gekriegt, aber was ist mit Sita? Von der liest man auch nichts. Jasper, Maburi, Ine, Kumi und Binti sind jedenfalls noch da.
(22.08.2006, 13:42)
Jana:   Der Bulle Cody hat in Dvur Kralove gez√ľchtet, jetzt hat er auch Enkelkinder da.
(22.08.2006, 09:52)
Michael Mettler:   Macht also nach fieser Mathematik 5,4 = 9 Spitzmaulnash√∂rner, die f√ľr die Zucht in den Zoo geholt wurden (die "historischen" mal weggelassen) und 1,3 = 4 Nachzuchten daraus, die in einem Zeitraum von rund 20 Jahren aus dem Zoo abgegeben werden konnten - die √ľbrigen blieben in Berlin. Wenn man solche Rechenspielchen betreibt, relativieren sich doch manche "erfolgreichen" Zuchten recht deutlich (siehe auch bei den Erdw√∂lfen).

Und damit will ich dem Zoo keineswegs Unf√§higkeit unterstellen, schlie√ülich kann er nichts daf√ľr, wenn z.B. ein Bulle nicht z√ľchtet. Aber es zeigt in aller Deutlichkeit auf, wie schwierig es trotz regelm√§√üiger Nachzucht sein kann, einen sich selbst erhaltenden oder sogar wachsenden Bestand aufzubauen.

An den ersten Zuchtbullen Mbololo kann ich mich noch gut erinnern, denn er war ein "Dreihorn": Auf der Stirnmitte trug er ein kleines zusätzliches Hörnchen.
(21.08.2006, 23:24)
Karsten Vick:   Ach ja und die Ausgangs-K√ľhe waren

Kitani, Mutter von Kalb 1, starb 1983

Kilaguni, Kalb 4, 7, 9, 12 und 1 Totgeburt, lebt wohl noch

Mzima, Kalb 2, 3, 5, 8, 11 und 1 Fr√ľhgeburt, lebt wohl noch
(21.08.2006, 23:08)
Karsten Vick:   Der 1. Zuchtbulle in Berlin war Mbololo, der die K√§lber 1 bis 5 zeugte und 1988 starb. Als Ersatz kam Klaus aus Leipzig, der zwar schon 1991 starb, aber die K√§lber 6 bis 8 plus 1 Fr√ľhgeburt zeugte. Gleichzeitig kam Cody aus Sydney, der in Berlin nie Vater wurde und 92 nach Dvur Kralove abgegeben wurde. Kibo aus Magdeburg kam 94, zeugte die K√§lber 11 und 12 und starb 1999. Als Ersatz kam Jasper aus Leipzig, der 1 Totgeburt sowie Kalb 13 zeugte.

Die einzigen in Berlin geborenen Nash√∂rner, die dort auch z√ľchteten, waren bzw. sind der Bulle Tano (Vater von 9 und 10), die Kuh Teluji (einziges Kalb Nr. 6 1990) und die Kuh Ine (Mutter von 10 und 13).

Einziger weiblicher Neuzugang war Maburi aus Magdeburg 2004, die bis 2005 noch nicht gedeckt wurde.
(21.08.2006, 23:04)
Michael Mettler:   Also sogar ZWEI Magdeburger. F√ľr den besagten Leipziger Bullen habe ich den Namen Klaus im Hinterkopf...?
(21.08.2006, 22:43)
Oliver Jahn:   Ich kann nur Magdeburg best√§tigen, 1994 ging der alte Bulle Kibo dorthin und 2004 das Weibchen Maburi.
(21.08.2006, 22:39)
Michael Mettler:   Verd..., falsche Taste gedr√ľckt...

Wollte sagen: Wenn man nur die nackten Zahlen nimmt, erh√§lt sich die Berliner Spitzmaulnashornzucht eigentlich auch nur gerade so selbst. Bei Beginn der Zucht gab es nach meiner Erinnerung 1,3 Spitzmaulnash√∂rner im Zoo. Von 13 lebend geborenen K√§lbern wurden laut Karstens Liste ebenfalls vier Tiere "an die Zoowelt abgegeben", neun blieben in Berlin, 5 davon starben dort. Was aber noch nicht ber√ľcksichtigt ist, sind die zum Ausgangsbestand noch hinzugeholten Nash√∂rner. Wenn ich das richtig im Kopf habe, waren das mindestens drei Bullen: einer aus Leipzig, einer aus Australien und einer aus Magdeburg.

Kann jemand diese Angaben aus dem Stegreif korrigieren oder erg√§nzen? Ich m√ľsste mich sonst mal durch meine BONGO-Sammlung w√ľhlen.
(21.08.2006, 21:09)
Jelle:   Karsten,

Tano starb an Salmonellosis.
(21.08.2006, 20:28)
Michael Mettler:   Habe nachgeschaut: Tano starb im Dezember 1988 im Berliner Zoo an Magengeschw√ľren und Salmonellose.

"Binti" ist √ľbrigens im Kisuaheli auch als Pendant zu unserem "Fr√§ulein" gebr√§uchlich. ("Frau" w√§re dann "Bibi".)
(21.08.2006, 20:23)
Karsten Vick:   Die durchnummerierten Berliner Spitzmausnash√∂rner hatte ich schon mal zusammengestellt:

Theluji starb in Berlin
Mbili (2) starb 2-jährig in Berlin
Tatu (3) starb in Berlin
Ine (4) lebt und z√ľchtet noch in Berlin
Tano (5) mit ihr ist 1989 irgendwas passiert aber den Jahresbericht hab ich nicht
Sita (6) lebt noch in Berlin
Saba (7) erst Leipzig dann Hannover
Nane (8) ging nach Krefeld
Tisa (9) nach Köln
Kumi (10) ist noch in Berlin
Ndugu (11 =Kleiner Bruder) ging nach Leipzig
Sukari (12 =Zucker) starb 2jährig in Berlin
Binti (13 =Tochter) lebt noch in Berlin

Au√üerdem gab es noch 2 Tot- bzw. Fr√ľhgeburten.

Da mir ausgerechnet der 89er Jahresbericht fehlt(da war immerhin wie f√ľr die meisten Ost-Zoofans mein erster Besuch im Berliner Zoo), w√ľrde ich gern wissen, was mit Tano passiert ist.
(21.08.2006, 20:05)
Frankfurter:   Pont-Scorff soll aber kein besonders toller Zoo sein. Soweit ich informiert bin, finden dort noch Raubtierdressuren statt, bei denen Pumas durch Feuerreifen springen m√ľ√üen oder Pfleger mit W√∂lfen auf der Schulter durch das Publikum laufen. Die Elefantenhaltung soll auch nicht so doll sein, so starb dort der Hagenbeck-Bulle"Tharun"unter omin√∂sen Umst√§nden. Aber, Pluspunkt f√ľr den Zoo, die Flu√üpferde leben in einer gro√üen Natur-Anlage mit gro√üem Naturteich und einer gro√üen Schlammsuhle , die sie voller Genu√ü nutzen, habe sch√∂ne Bilder davon !
(21.08.2006, 19:45)
cajun:   @Michael Mettler: Herrje, getz habe ich mich verz√§hlt! :-)
@Frankfurter: Danke, das ist er! Dorthin gingen nämlich auch die beiden Brillenbärenmännchen dieses Jahr.
(21.08.2006, 17:51)
Frankfurter:   @Cajun Der einzige frnz√∂sische Zoo, der Spitzmaulnash√∂rner h√§lt, ist Pont- Scorff.
Die Tiere sind Teil der neuen Afrika-Anlage, die mit Zebras, Gnus, Elen und Straußen besetzt ist. Ich weiß aber nicht, ob die Nashörner mit drauf sind oder in einem seperatem Gehege leben.
(21.08.2006, 17:46)
Michael Mettler:   @cajun: Tisa hei√üt 9, nicht 7! :-)

@Dirk K.: ... wenn √ľberhaupt noch alle leben. Mbili blieb, glaube ich, in Berlin und k√∂nnte zwischenzeitlich gestorben sein?

Hannover hat jedenfalls nur eine Berlinerin, die schon genannte Saba. Die zweite Kuh Sany/Sunny/Suny (auch da gabs schon verschiedene Schreibweisen...) ist in Dvur Kralove geboren, der Bulle Kifaru meines Wissens in Z√ľrich. Taco (heute K√∂ln) war das erste Kalb von Sany und Kifaru, ist also geb√ľrtiger Hannoveraner. Die beiden nachfolgenden, weiblichen Jungtiere der selben Eltern hie√üen Saya/Saja und Samira.

Usoni in Krefeld ist meines Wissens Z√ľricher Nachzucht?
(21.08.2006, 17:37)
cajun:   @Michael Mettler: Irgendwo hab ich den Namen mal so geschrieben gelesen, sonst h√§tte ich es nicht so geschrieben, aber frag mich nicht wo. Das Tisa auf Kisuaheli 7 hei√üt wu√üte ich zwar schon dank deiner Ausf√ľhrungen in Hannover, aber geschrieben hab ich es da nicht gesehen. lach* Vielleicht gab es dort ja auch eine Rechtschreibreform? (scherz)
Ich frage mich die ganze Zeit wie der französische Zoo hieß, in den Siwa kam?!

(21.08.2006, 17:15)
Dirk K:   W√§re interessant zu wissen, wo die Berliner Nachzuchten heute leben. Ine und Kumi sind noch in Berlin und Nane lebt in Krefeld.
(21.08.2006, 16:26)
Michael Mettler:   @cajun: Teesa? Wenn das eine in Berlin geborene Kuh ist, w√§re "Tisa" die richtige Schreibweise. Berlin hat n√§mlich ab dem zweiten Kalb - das erste hie√ü noch Theluji (Kisuaheli: Schnee, Schneeflocke - es wurde im Winter geboren) - die Spitzmaulk√§lber ganz einfach auf Kisuaheli durchnummeriert, und da hei√üt "tisa" schlichtweg "neun". Saba, die jetzt in Hannover steht und vorher in Leipzig lebte, war Nummer sieben.

Falls jemand auf weitere Spurensuche gehen m√∂chte: Die √ľbrigen Berliner Nachzuchten m√ľssten demzufolge auf die Namen Mbili (zwei), Tatu (drei) Ine (vier; m√ľsste eigentlich Nne hei√üen, aber das ist f√ľr Mitteleurop√§er doch zu fremd), Tano (f√ľnf), Sita (sechs), Nane (acht) und Kumi (zehn) h√∂ren. Ab "elf" (gab es schon so viele K√§lber?) macht das Vorgehen dann weniger Sinn, das das w√§re "kumi na moja" (zehn und eins) usw.
(21.08.2006, 16:17)
cajun:   Meines Wissens stehen in K√∂ln Taco und Teesa, Siwa ging nach Frankreich. Usoni nach Krefeld, wo er ja schon Vater wurde.
(21.08.2006, 15:14)
R√ľdiger:   Laut internat. Zuchtbuch f√ľr afrik. Nash√∂rner Nr.10 hat der Zoo K√∂ln TACO und TISA gehalten.Wurde dort Siwa aus Dortmund geholt und wohin ging Tisa innerhalb des EEP`s ?
(21.08.2006, 14:24)
Jelle:   Der Zoo Koeln hat zur Zeit ein genetisch sehr interessantes Paar Taco und Siwa. Haben die beiden Nashoerner sich schon einmal verpaart? Gibt es schon Indizen zur eventueller Traechtigkeit oder Niederkunft?
(19.08.2006, 21:54)
R√ľdiger:   Der Zoo Hannover hat bei den Black Rhinos auch schon eine l√§ngere Zuchtpause, obwohl noch ein zuchtf√§higes Weibchen SABA seit 10/2003 den Bestand verst√§rkt hat . Ist Saba oder SANY wieder tragend und wann erwartet man die Niederkunft ?diese
(16.08.2006, 12:34)
Saya:   Bei den Panzernash√∂rnern im Zoo Berlin hat der Bulle die Kuh wohl endlich richtig gedeckt und seitdem ist sie nicht wieder hei√ü geworden, man hofft auf eine Schwangerschaft. Best√§tigt ist das aber noch nicht.
(14.08.2006, 19:48)
R√ľdiger:   Weiss jemend, wo 2006 noch Nash√∂rner im Raum Deutschland , Oestereich oder Schweiz geboren werden ?
Ich selber weiss nur das im Zoo Berlin wieder eine Spitzmaulnashornkuh trächtig ist. Wie sieht es dort bei den Panzernashörnern aus oder probiert man auch noch eine A.I.durch die IZW-Berlin aus ?
(14.08.2006, 19:46)
Melitta-Mann:   Nein, die Kuh in Frankfurt ist nicht tr√§chtig, der Bulle war schwer erkrankt und hat sich noch nicht vollst√§ndig erholt, so das es noch etwas dauern wird, bis Frankfurt wieder ein Nashornkalb melden kann.
(11.08.2006, 19:36)
Saya:   Es sind mit Sicherheit noch einige √ľbrig, gez√§hlt wurden im M√§rz 2 Tiere und ein weiteres wurde im April entdeckt (2 Bullen, eine Kuh). Die Leute vor Ort gehen stark davon aus das es noch weitere Tiere, evtl. in den angrenzenden Reservaten um den "eigentlichen" Garamba Nationalpark gibt. In der Meldung die ich gelesen habe hie√ü es, das N√∂rdliche B-Nashorn sei m√∂glicherweise nicht mehr "viable", aber nicht extinct. Jedenfalls noch nicht und die Hoffnung stirbt zuletzt da man jetzt offensichtlich die Wilderei im Griff hat. Infos aus dem aktuellen "Patchyderm" newsletter der IUCN, online zu lesen unter http://www.iucn.org/themes/ssc/sgs/afesg/pachy/index.html
(11.08.2006, 19:15)
R√ľdiger Krichel:   Fast nicht zu glauben das restlos alle N√∂rdliche breitmaulnash√∂rner gewildert wurden.Hoffentlich konnten sich doch noch eine kleine Restpopulation im hohen Gras verstecken und werden vom WWF-Flugzeug wiederentdeckt!
Weiss jemand ,o b das Frankfurter Zuchtweibchen aktuell wieder trächtig ist und wann die nächste Geburt erwartet wird ?
(11.08.2006, 19:10)
cajun:   Nicht nur das NW- Spitzmaul, auch das N√∂rdliche Breitmaulnashorn hat nach einer neuesten Studie den Status "extinct in the wild".
(07.08.2006, 20:53)
Karsten Vick:   Das NW-Spitzmaulnashorn wurde vor kurzem offiziell f√ľr ausgestorben erkl√§rt. Das stand auf der HP mit den ausgestorbenen Arten, die cajun neulich aufgest√∂bert hatte (der Link glaub ich im Krypto-Thread).
(06.08.2006, 22:53)
Michael Mettler:   Habe ins ISB f√ľr afrikanische Nash√∂rner geschaut, die Ausgabe per 1.1.1999 habe ich noch als Leihgabe bis n√§chste Woche liegen. Der Zoo-Weltbestand der Spitzmaulnash√∂rner sah seinerzeit aus wie folgt:

Europa: 70 Ostafrikaner, 3 S√ľdafrikaner (alle 3 in Frankfurt)
Nord- und Mittelamerika: 70 Ostafrikaner, 36 S√ľdafrikaner
Asien: 24 Ostafrikaner, 4 S√ľdafrikaner
Australien: 1 Ostafrikaner, 11 S√ľdafrikaner (alle 12 Tiere im Western Plains Zoo, Dubbo)
Afrika: habe ich glatt vergessen zu notieren, war aber nicht viel...

Als Freilandzahlen werden angegeben:
Nordwestliches Spitzmaulnashorn ca. 10
S√ľdwestliches Sp. 740
Ostafrikanisches Sp. 485
S√ľdafrikanisches Sp. 1.365

Damit wäre das NW-Spitzmaulnashorn genauso selten wie das Nördliche Breitmaulnashorn, bloß bekommt man davon nichts mit....
(06.08.2006, 22:35)
Jana:   Ja, ende Juni war in DK bei Fatu (geb.2000) das AI ausprobiert (mit Samen von Suni). Najin (ihre Mutter) hat sich kurz vorher gepaart(mit Saut). Jetzt muss man nur warten und hoffen. Das Samen von Angalifu (San Diego) bleibt weiter im Kuehlschrank fuer weitere Versuche bereit.
(05.08.2006, 19:33)
Michael Mettler:   Soweit ich geh√∂rt habe, soll es eine Absprache geben, dass sich die europ√§ischen Zoos auf Ostafrikaner (michaeli) beschr√§nken, w√§hrend in den US-Zoos die Zucht weitestgehend auf S√ľdafrikaner (minor) verlagert wird, von denen es dort eine gr√∂√üere Population geben soll. Die Frankfurter Tiere sind ein Sonderfall, weil sie als Leihgabe Simbabwes an die Frankfurter Zoologische Gesellschaft nicht einfach eingepackt und nach Amerika verschickt werden k√∂nnen....
(05.08.2006, 13:54)
R√ľdiger krichel:   Es handelt sich nat√ľrlich bei der Blackrhinozucht nat√ľrlich um die im Zoo Frankfurt, die auch schon 0,3 Tiere erfolgreich in S√ľdafrika wiederangesiedelz haben.
Wird kein anderer europ√§ischer oder deutscher Zoo diese Subspecies (Diceros bicornis minor) in Zukunft halten und z√ľchten ?
(05.08.2006, 12:52)
R√ľdiger krichel:   Die erfolgreiche Spitzlippennashornzucht(Bicornis minor)stoppt seit einiger Zeit. Wissen sie, ob das Zuchtweibchen wieder tr√§chtig ist und wann sie dort die n√§chste Geburt erwarten ?
Wurde eine k√ľnstliche Besamung von der IZW-Berlin bei den n√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rner in Dvur Kralove CZ mitlerweile schon probiert oder wann soll sie erstmals dort versucht werden ? Ich dr√ľcke die Daumen f√ľr diese sehr gef√§hrdete Tiere.
(04.08.2006, 21:02)
Michael Mettler:   Mit besagtem Zukowsky-Artikel wurde √ľbrigens erst das Ostafrikanische Spitzmaulnashorn als Unterart michaeli neu in die Systematik eingef√ľhrt. Benannt ist die Unterart nach Michael Grzimek!
(20.07.2006, 12:32)
Oliver Jahn:   Der Bulle war ein Wildfang aus dem ehemaligen Deutsch-Ost-Afrika. Jetzt bin ich ja mal gespannt, aus welchem Jahr genau mein Dresdener Zoof√ľhrer ist, denn er beschreibt nur den Nashornbullen und geht gar nicht auf ein zweites Tier ein. Ja, passt, der Zoof√ľhrer ist von 1939 und er beschreibt den Nashornbullen als eine der ganz besonderen Kostbarkeiten des Zoos.
(20.07.2006, 10:59)
Michael Mettler:   Ja, wenn auch nicht aus dem genannten Artikel heraus, aber aus der Nashornchronik im International Zoo Yearbook. Dort ist 0,1 Spitzmaulnashorn f√ľr 1930-1936 in Dresden verzeichnet, was in Anbetracht des Fangdatums 1929 und eines Zwischenaufenthaltes in Hannover wunderbar passt. Der Dresdner Bulle (anderer Herkunft) lebte √ľbrigens von 1928 bis 1944 im Zoo, w√§hrend der gesamten Haltungszeit der Kuh waren also 1,1 vorhanden. Angesichts des beschriebenen Zustandes der Kuh d√ľrfte es aber wohl kaum Versuche zur Verpaarung gegeben haben?
(20.07.2006, 10:14)
Oliver Jahn:   Ist zu erfahren, von wann bis wann das Tier in Dresden gelebt haben soll?
(20.07.2006, 09:54)
Michael Mettler:   Das in Berlin gef√ľhrte Internationale Zuchtbuch befasst sich nur mit den Unterarten michaeli und minor, gibt also keinen Aufschluss √ľber aktuelle oder fr√ľhere Haltungen.

Aber im "Zoologischen Garten" gab es in Band 30, Heft 1-4 (1965) eine zweiteilige Monografie "Die Systematik der Gattung Diceros Gray, 1821" von Ludwig Zukowsky, in der auch diverse Zoonash√∂rner erw√§hnt und abgebildet werden. Laut Erinnerungen - die Unterlagen sind im Krieg verbrannt - importierte Ruhe einmal Spitzmaulnash√∂rner aus dem Tschad, wo sein Reisender Kreth 1929 vier Jungtiere gefangen hatte. Mindestens eines dieser Tiere machte in Hannover Station und wurde dann nach Dresden abgegeben. Angesichts dieser Kuh namens Vesta vermutete Prof. Brandes, dass das Tschadnashorn eine kleinw√ľchsige Rasse sei. Im Laufe der Zeit verst√§rkte sich jedoch der Verdacht, dass das Tier ein pathologischer K√ľmmerling sei, zumal es zeitlebens schw√§chelte. Krumbiegel lie√ü es schlie√ülich t√∂ten, und die Sektion best√§tigte den Verdacht (verkalkter Tuberkuloseherd, Rachitis, trotz Alters von acht Jahren noch vorhandenes Milchgebiss).

Weitere Nash√∂rner dieser Form sind nicht angef√ľhrt, wobei nicht ersichtlich ist, inwieweit dem Autoren Angaben √ľber Zoonash√∂rner vom "Rest der Welt" vorlagen.
(20.07.2006, 09:25)
cajun:   Laut Infos aus dem Internet ist die westliche Unterart des Spitzmaulnashorns f√ľr ausgestorben erkl√§rt worden. Gibt oder gab es davon eigentlich Tiere in Zoos?
(20.07.2006, 08:19)
Michael Amend:   Nein, Nein, die Vorkriegsf√ľhrer von Frankfurt wurden j√§hrlich sehr sorgsam √ľberarbeitet und aktualisiert, selbst der kleinste neuerworbene Vogel wurde erw√§hnt. Fotos wurden dagegen nur sehr wenige ausgetauscht, genauso wie das Titelbild, das von 1910 bis einschlie√ülich 1917 das gleiche war, n√§mlich der Tiger. Priemel hat wirklich sehr gute ZF gemacht , umso bedauerlicher ist es , das gerade im tierbestandsm√§√üig h√∂chstinteressanten Zeitraum 1918-1934 keine ZF erschienen sind....Der Grund daf√ľr war, das sich durch den h√§ufigen Wechsel im Bestand die Herausgabe eines F√ľhrers nicht gelohnt h√§tte. Komisch, Hagenbeck hatte bei Weitem mehr Bewegung in seinem Tierbestand und trotzdem F√ľhrer herausgegeben...Jetzt sind wir aber etwas vom Thema abgekommen, wie ? Hat Jemand ein √§lters SP-Nashorn( das S-Nashorn ist das Sumatra-Nashorn, Info Michael Mettler )Zuchtbuch, in dem eventuell auch die historischen Best√§nde aufgef√ľhrt sind, oder macht Berlin das nicht ? F√ľr FFM ist das SP-Nashorn eine Traditionsart, mit Ausnahme des einzigen Panzernashorns , wurden bis jetzt n√§mlich nur SP-Nash√∂rner , √∂stliche und s√ľdliche, in FFM gehalten.
(20.07.2006, 06:35)
Oliver Jahn:   @ Michael, sicher waren diese Futtermittel nur exemplarisch genannt.
√úber die Zoof√ľhrer bin ich echt baff! Waren das Zoo-F√ľhrer, wie die von Grzimek, die zwar jedes Jahr herauskamen, aber lediglich andere Deckel hatten, oder unterschieden sie sich tats√§chlich? Die Bilder vom Nashorn Drucy im Zoo-F√ľhrer 1911 sind nebenbei bemerkt echt klasse! Das Nashorn muss wirklich sehr zahm gewesen sein.
(19.07.2006, 22:33)
Michael Amend:   @Oliver Jahn
Tat√§chlich hat Frankfurt bis 1918 j√§hrlich den Zoof√ľhrer neu aufgelegt, erst die Ausgabe von 1918 , der"Kriegsf√ľhrer", war ein Notausgabe auf billigstem Papier, keine Fotos , sondern nur Zeichnungen ( darunter Kaama mit Kalb!) und mit Pappdeckelumschlag. Danach kam sage und schreibe erst 1934 wieder ein F√ľhrer raus. An Futtermitteln mu√ü aber deutlich mehr gefehlt haben, denn Sp-Nash√∂rner ern√§hrt man nicht mit Kleie, und Heu allein gen√ľgt auch nicht.
(19.07.2006, 18:46)
Oliver Jahn:   Wenn man dem Buch in diesem Punkt glauben darf, dann fehlte es an Heu und Kleie!! Aber wer wei√ü, vielleicht war selbst das zwischen 1914 und 1918 eine Rarit√§t! Denkbar ist es.
(19.07.2006, 13:12)
Michael Mettler:   Vielleicht war ja gar nicht das Geld knapp, sondern nur die Bezugsm√∂glichkeiten f√ľr ausreichend hochwertiges Futter? Ich denke da an die Robbenverluste w√§hrend der Weltkriege, wo ja auch gegen harte W√§hrung nicht an Seefisch heranzukommen war.
(19.07.2006, 10:56)
Oliver Jahn:   Na ja, die ein oder andere Fehlinformation aus diesen B√ľchern kennen wir ja schon! Aber hat Frankfurt wirklich auch w√§rend des Krieges jedes Jahr einen Zoof√ľhrer herausgegeben? Da bin ich echt erstaunt, auf der einen Seite verhungern die Tiere aus Geldknappheit und dann wird j√§hrlich Geld f√ľr druckerzeugnisse ausgegeben! Das h√§tte ich nicht erwartet.
(19.07.2006, 10:40)
Michael Amend:   @Oliver Jahn
Der Frankfurter Nashornbulle"Drucy"ist 1918 gestorben, die Angabe 1916 im Buch"Von B√ɬľrgern-f√ɬľr B√ɬľrger" ist ein Druckfehler.Im Zoof√ɬľhrer von 1917 ist er noch quicklebendig, und die alten FFM-F√ɬľhrer wurden allj√ɬ§hrlich sehr genau
√ɬľberarbeitet.
(18.07.2006, 20:43)
Hannes:   Wo hier √ľber Vorkriegsnash√∂rner geredet wurde, wurde iegentlich schon das erste Urkundlich belegte Nashorn in Europa erw√§hnt. Dies kam durch einen Indienkauffahrer 1515 nach Portugal. 1747 kam das erste nach Deutschland (Leipziger Messe)
(18.07.2006, 17:19)
Michael Mettler:   Das senkrechte Stangengitter, das im Hintergrund des Berliner Panzernashorns in Ludwig Hecks "Lebende Bilder aus dem Reich der Tiere" zu sehen ist, erscheint mir aber auch nicht sonderlich massiv. Und auch wenn es kein Nashorn ist: In einem Buch von Hediger "Exotische Freunde im Zoo" ist ein Foto abgedruckt, das ein kurzzeitig vom Circus im Zoo Basel eingestelltes, ausgewachsenes Flusspferd und im Nebengehege ein Zwergflusspferd zeigt. Die Abgrenzung zwischen beiden war ein d√ľnner Wild-Drahtzaun, wie er meiner Erinnerung nach noch heute am Baseler Antilopenhaus verwendet wird!

Umgekehrt sollte man die Kraft von Antilopen (oder auch Hirschen) nicht untersch√§tzen. Ein fr√ľherer Rappenantilopenbulle in Hannover hatte jedenfalls durch Hornst√∂√üe in Richtung Besuchergang sein Frontgitter stark ausgebeult, so dass innen vor dem Gitter zus√§tzlich eine Holzbarriere angebracht werden musste. Und die verbogenen Eisenstangen in den Z√§unen der heute von Gepard(en) und Rentieren bewohnten Gehege stammen noch von den urspr√ľnglichen Bewohnern, Altai-Maralen und Davidshirschen.
(17.07.2006, 22:44)
Oliver Jahn:   Wenn man sich diese Gitterz√§une in Leichtbauweise mal ansieht, dann wird schon klar, warum man Nash√∂rner nicht in Antilopenh√§usern hielt. Schwere Gitter h√§tten wohl das Bild der sonst eher grazilen Bewohner verf√§lscht. Dennoch kann ich bei den Frankfurter Bildern kaum glauben, dass diese Gitterchen wirklich alles waren, was man da um ein ausgewachsenes Nashorn gezogen hat. Das konnte man wohl nur, weil das Tier handzahm war.
(14.07.2006, 18:40)
IP66:   Spitzmaulnash√∂rner sind doch ern√§hrungstechnisch heikel? Ist da eine Unterbringung im Antilopenhaus nicht ohnedies sinnvoll. Es ist schon schwer, sich vorzustellen, wie viele Tiere in dem frankfurter Elefantenhaus, da√ü ja im Grunde das von der Pfingstweide war, gestanden haben.
(13.07.2006, 19:33)
Oliver Jahn:   Nach "Von B√ľrgern f√ľr B√ľrger" starb Drucy 1916 infolge von Mangelern√§hrung, sprich, er ist verhungert.
(12.07.2006, 21:58)
Michael AMEND:   Das 1909 in Frankfurt angekommene Spitzmaulnashorn wurde aber nicht im Elefantenhaus untergebracht , sondern im Antilopenhaus, eine absichtliche T√∂tung des Panzernashornes um f√ľr das Spitzmaulnashorn Platz zu machen, schlie√üe ich damit aus. Das war auch nicht die damalige Denkweise. Das Elefantenhaus wurde n√§mlich aufwendig renoviert und der junge Bulle namens"Drucy"siedelte als ca. 2 einhalbj√§hriges Tier ins Elefantenhaus um. "Drucy"lebte bis 1918 in Frankfurt und starb, glaube ich, durch die Kriegseinwirkungen. Das alte Frankfurter Elefantenhaus verf√ľgte √ľber 5 kleine, Ausl√§ufe, je einen f√ľr einen afrikanischen und asiatischen Elefanten, Nashorn, Flu√üpferd und Flachlandtapir.Den Tapirauslauf h√§tte man problemlos f√ľr das Spitzmaulnashorn umbauen k√∂nnen und somit w√§re eine gleichzeitige Haltung von 2 Nashornarten m√∂glich gewesesen. Den Tapir h√§tte man gut im Einhuferhaus unterbringen k√∂nnen, dort lebten sp√§ter auch Schabrackentapire.
(12.07.2006, 19:16)
Oliver Jahn:   Teilweise wurden f√ľr die Elfanten Notst√§lle auf der Au√üenanlage errichtet, weil sie innen keinen Platz hatten. Sp√§ter dann standen sie mit in den Nashornst√§llen, denn der freiwerdende Flusspferdstall wurde mit Zwergflusspferden besetzt.
(12.07.2006, 11:31)
IP66:   Immerhin gab es in der berliner Elefantenpagode f√ľnf Innenst√§lle f√ľr Nash√∂rner, alelrdings keine Absperrbox. Aber immerhin hat man einmal versucht, sie 1879 einmal alle zu f√ľllen. Sp√§ter werden sie wohl mit Elefanten besetzt gewesen sein, denn es war ein Geburtsfehler des Hauses, nur zwei Elefantenst√§lle vorgesehen zu haben.
(12.07.2006, 11:26)
Oliver Jahn:   Na dann passt es ja!!!!
(11.07.2006, 13:00)
Michael Mettler:   Heute stifte ich anscheinend nur Verwirrung, das macht die Hitze... In meinem Satz "Im Ankunftsjahr..." habe ich "des Panzernashorns" vergessen, denn der bezog sich auf 1896. Tschuldigung!
(11.07.2006, 12:45)
Oliver Jahn:   Das verstehe ich jetzt nicht! Das erste Flusspferd kam doch bereits mit dem ersten Nashorn im gleichen Jahr (1896) in den Zoo nach Frankfurt! Und beide lebten im Dickh√§uterhaus!! Bei Eintreffen des Spitzmaulnashorns h√§tte man doch so nur das Gehege des Panzernashorns ben√∂tigt, noch dazu, weil es sich ja bei dem Spitzmaul um ein Jungtier handelte, beim Panzernashorn hingegen nicht!
(11.07.2006, 12:21)
Michael Mettler:   Zus√§tzlichen Aufschluss liefert die √§ltere Frankfurter Chronik "Hundertj√§hriger Zoo": Das erste Spitzmaulnashorn war bei seinem Eintreffen sieben Monate alt. Im Ankunftsjahr wurden s√§mtliche kleineren Tiere aus dem Elefantenhaus ausgesiedelt, wodurch Platz f√ľr Nashorn UND Flusspferd gemacht wurde.
Das zweite Spitzmaulnashorn traf als Jungtier 1926 ein und "brachte sich drei Spielgef√§hrten mit": Es war vergesellschaftet mit einem Ferkel, einer Meerkatze und einer Langohrziege. (Also ein Fall f√ľr "Beste Gemeinschaftshaltung"...)
(11.07.2006, 11:40)
Michael Mettler:   Ist ja √ľbrigens bezeichnend f√ľr die damalige Zeit, dass sich Berlin √ľberhaupt von dem Panzernashorn trennte. Immerhin hatte der Berliner Zoo bis dahin ein P√§rchen (gleichzeitig eingetroffen)! Und h√§tte man damals schon gewusst, dass der vermeintliche "Kampf" beim Zusammenlaasen wohl eher das Paarungsvorspiel war, w√§re Berlin m√∂glicherweise schon im vorletzten Jahrhundert die Welterstzucht gelungen.

Die Berliner Nashornkuh scheint allerdings nicht abgegeben worden zu sein, um Platz f√ľr ein anderes (neues) Nashorn zu schaffen, den f√ľr diese Zeit taucht kein Neuzugang irgendeiner Art in der √úbersicht auf.

Spitzmaul- (0,1), Panzer- (1,1) und Sumatranashorn (0,1) waren in Berlin 1879 f√ľr kurze Zeit sogar gleichzeitig vorhanden, f√ľr das angebliche Javanashorn ("Jamrachs Nashorn", 1874 eingetroffen - wahrscheinlich aber ein Panzernashorn) fand ich bisher kein Abgangsdatum. In einem BONGO-Artikel wurde es erw√§hnt, muss ich mal suchen.
(11.07.2006, 11:26)
Oliver Jahn:   @ Michael, nach der Chronik "Von B√ľrgern f√ľr B√ľrger" kam das Panzernashorn am 15.04.1886 in Frankfurt im Zoo an. F√ľr eine Reise zur damaligen Zeit halte ich das f√ľr realistischer! Deine Vermutung bzgl. der T√∂tung kann ich gut nachvollziehen, denn das Dickh√§uterhaus war voll!!! Witziger Weise genau wie in Breslau kamen n√§mlich mit dem ersten Nashorn zusammen auch die Flusspferde in die jeweiligen Zoos! Frankfurt und Breslau beide nur ein Einzeltier. In Frankfurt blieb es das bis nach dem Krieg, in Breslau nicht. Also war ein Teil des Frankfurter Hauses mit dem Flusspferd besetzt. Dann gab es zu dieser Zeit auch noch Tapire im Dickh√§uterhaus und Elefanten. F√ľr ein zweites Nashorn w√§re da sicher kein Platz mehr gewesen und ob man ein so kostbares Tier (auch nur zwischenzeitlich) woanders eingestellt h√§tte, ist zweifelhaft.
(11.07.2006, 11:08)
Michael Mettler:   @Oliver: Zu den Frankfurter Nash√∂rnern fand ich folgende Erg√§nzungen in der IZYB-√úbersicht: Ankunft des Panzernashorns 10.4.1896 (sein Abgangsdatum in Berlin ist mit dem 9.4.1896 angegeben - ist eine Eintagsreise f√ľr die damalige Zeit realistisch?), Todesdatum 24.8.1909. Laut Frankfurter Chronik hatte es schon l√§nger gekr√§nkelt, war an diesem Tag zusammengebrochen und wurde daraufhin eingeschl√§fert. Am selben Tag (!) kam das junge m√§nnliche Ostafrikanische Spitzmaulnashorn an. Da dieses von einem wohlhabenden B√ľrger geschenkt wurde, stellt sich die pikante Frage, ob man nicht schlichtweg durch T√∂tung des alten Panzernashorns Platz f√ľr den Neuank√∂mmling schaffte, denn ich vermute mal, dass ein zweites Nashorn schlecht unterzubringen war.... F√ľr den sp√§teren Bullen fand ich kein Zugangsdatum, laut IZYB-√úbersicht war er aber mindestens ab 1929 vorhanden.
(11.07.2006, 10:31)
Oliver Jahn:   @ Michael, angekommen sicher nicht! Bei meiner Chronik w√§re eine solche Rarit√§t sicher erw√§hnt, denn bis auf den Tod des zweiten Spitzmaulnashorns sind die anderen Daten recht detailliert! Ich frage mich aber noch immer, wo die leipziger Nash√∂rner (bis auf die letzte zahme Handaufzucht) untergebracht waren! Schon bei diesem letzten Tier komme ich echt ins gr√ľbeln, denn dort, wo es stand, war nicht nur extrem wenig Platz, sondern vor allem die Absperrung zum Besucher hin war mehr als unzureichend! Sp√§ter dort tapire zu halten, ist sicher etwas anderes, aber ein NAshorn, egal ob zahm oder nicht, d√ľrfte doch in einer solchen Mini-Behausung echt problematisch gewesen sein! Ich kann mir nicht mal vorstellen, wie dieses Tier in den Stall gekommen sein muss, denn die T√ľren waren sehr niedrig und die St√§lle nur so gro√ü, dass sie maximal f√ľr Schweine ausgelegt waren, die hier ja auch gehalten wurden. das Tapire dann in Schweinebuchten gehalten wurden, kennen wir ja schon aus Halle, aber ein Nashorn!!!! Unvorstellbar!!!
(11.07.2006, 10:00)
Michael Mettler:   @Oliver: Laut √úbersicht im IZYB scheint es einen √§hnlichen Fall in Breslau wie in Dresden gegeben zu haben. Mit Datum vom 17.11.1904 schrieb Direktor Grabowsky einen Brief "to the Council of the zoo" (Council = Aufsichtsrat??), dass der Liverpooler H√§ndler Cross ein Sumatranashorn f√ľr 400 Pfund zum Verkauf anbiete. Man schickte ein Telegramm an Cross, er solle das Tier nach Hamburg abschicken, aber ab da verlieren sich die Spuren. Also: Von Breslau bestellt, in Breslau angekommen (wahrscheinlich) nicht.
(11.07.2006, 09:19)
Oliver Jahn:   Hier noch ein paar von meinen Recherchen, vielleicht wird das Bild so noch etwas runder.
Breslau:

ein Sumatranashorn gab es im Zoo nicht. Allerdings wurde 1874 ein "indisches Rhinoceros" in der Menagerie von August Kallenberg in Breslau gezeigt.
Das erste Nashorn kam in den Zoo im Mai 1888, es war ein Spitzmaulnashorn. Es starb 1892 an TBC und war zum Zeitpunkt seines Todes das letzte seiner Art in Europa!(?)
Am 23.10.1894 kam ein indisches Panzernashorn, welches bereits 1895 wieder starb. Das Tier hatte Jamrach bereits 1856 in Indien f√ľr den Zoo in Wien erworben, wo das Tier lebte, bis es nach Breslau kam.
Am 26.10.1907 kam wieder ein Spitzmaulnashorn als einj√§hriges Jungtier in den Zoo direkt aus Deutsch-Ost-Afrika. Wie lange dieses Tier lebte, war nicht zu ergr√ľnden.
Am 20.09.1932 kam dann noch mal ein älterer Spitmaulnashornbulle in den Zoo (also da lebte das Jungtier definitiv nicht mehr), welcher aber bereits nach "wenigen" Wochen wieder starb. Das war die ja wohl nicht sehr erfolgreiche Haltung von Vorkriegsnashörnern in Breslau.

Zu Frankfurt noch ein paar Daten zur Ergänzung:

das erste Nashorn war ein indisches Panzernashorn. Es lebte vom 15.04.1896 bis August 1909 im Zoo. Vorher hatte es 20 Jahre in Berlin gelebt.
Im August, unmittelbar nach dem Tod des Panzernashorns kam noch im August 1909 das erste Spitzmaulnashorn "Drucy". Es lebte bis 1916. (verhungert) Der Bulle Faru kam in den Zoo irgendwann danach (war nicht zu finden) und lebte bis 1945 im Zoo. (ebenfalls verhungert)
@ IP66 und dann noch etwas zur Haltung. Die H√ľtte in Leipzig hatte zwar ein Steinfundament, aber der Boden war aus Holz. Das konnte man bis zum Abri√ü noch erkennen. Das Aussengehege hatte auch ein Wasserbecken. Und in Berlin hatten wenigsten die Au√üengehege Wasserbassins. Genau wie auch in Dresden, mit dem sogar recht gro√üen Nashornbad. Fr√ľher glaubte ich immer, vor dem Krieg h√§tte man dort die Flusspferde gehalten, so gro√ü war das Becken.
(10.07.2006, 20:50)
IP66:   Ich werde einmal schauen, ob die Beschreibung der Zeitschrift f√ľr Bauwesen von 1876 etwas √ľber die B√∂den in der berliner Elefantenpagode enth√§lt. In K√∂ln sind die alten Elefantenst√§lle leider in meiner Kinderzeit beseitigt worden. Ich meine, es waren Steinfu√üb√∂den. Der Bau ist au√üerdem schon einmal in der Nachkriegszeit √ľberholt worden, insofern werden wir uns an Berlin halten m√ľssen.
(10.07.2006, 19:39)
Oliver Jahn:   Zumindestens sieht man bei den Flusspferden, auch wenn die teilweise sehr fr√ľh √ľber eigene Unterk√ľnfte verf√ľgten, dass dort, wo Steinb√∂den waren, meistens noch Holzplattformen √ľber diesen Steinb√∂den lagen! Durchaus m√∂glich, dass gerade wegen der Temperaturen in unseren Breiten das auch bei Nash√∂rnern so gehandhabt wurde!
(10.07.2006, 11:33)
Michael Mettler:   K√∂nnte mir denken, dass Steinfu√üb√∂den gerade in den Wintermonaten viel zu kalt f√ľr die Tiere gewesen w√§ren. Immerhin waren Tropentiere - und gerade Dickh√§uter - extrem kostbar und die Heizm√∂glichkeiten viel eingeschr√§nkter als mit heutigem Know-how.
(10.07.2006, 10:39)
Oliver Jahn:   Nills Tiergarten und den hamburger Zoo gibt es ja nicht mehr. Bei den anderen Vorkriegsnashornhaltern waren zumindestens bei den "sp√§teren" Tieren alle, bis auf Leipzig in dem Haus untergebracht, in dem auch die Elefanten standen. Es d√ľrfte allerdings schwer werden, hier den Boden dieser H√§user zu "erforschen", denn das ist eine Sache, √ľber die man selbst in alten Zoof√ľhrern nicht oft etwas lesen kann. Fakt ist aber, dass gerade bei den Bauten vor 1900 sehr viel mit Holz gearbeitet wurde. Allenfalls Berlin l√§√üt sich vielleicht noch dank Strehlow`s Buch "...im Spiegel seiner Bauten" ergr√ľnden.
(10.07.2006, 10:09)
Michael Mettler:   Durch das W√ľhlen in verschiedensten Chroniken habe ich leider vergessen, auf welchen Zoo es sich bezog, aber f√ľr einen historischen Elefantenstall (und gemeinhin waren Nash√∂rner ja im selben Haus untergebracht) wurde erw√§hnt, dass "unter dem Holzfu√üboden die Ratten hausten".
(10.07.2006, 09:25)
Oliver Jahn:   Also ich bin mir nicht sicher, dass die Tiere in den Innenr√§umen tats√§chlich immer auf Steinfu√üb√∂den gehalten wurden. Zum Bau des Magdeburger Dickh√§uterhauses wurden selbst 1967 noch anf√§nglich Holzb√∂den genommen, die erst sp√§ter betoniert wurden. Bis auf K√∂ln und Wroczlaw ist ja keines der H√§user, in denen Vorkriegsnash√∂rner gehalten wurden, noch urspr√ľnglich existent und selbst bei diesen H√§usern wei√ü ich nicht, ob die B√∂den mal ver√§ndert wurden. Von daher ist es schwer zu sagen, ob die H√§user wie Frankfurt, Dresden oder der relativ kleine Stall in Leipzig tats√§chlich zu diesen Zeiten schon Steinfu√üb√∂den hatten.
@ Michael Mettler, das Leipziger Sumatranshorn kam 1895 in den Zoo. Aber nur bei dem letzten Spitzmaulnashorn, welches 1940 bereits im Leipziger Zoo gelebt haben muss und das dann 1947 von den Russen beschlagnahmt wurde, läßt sich nachvollziehen, wo es untergebracht war, bei allen anderen Tieren nicht, denn das Dickhäuterhaus war ja "unvollendet", es fehlte genau noch der Nashorntrakt!
(10.07.2006, 08:43)
IP66:   Es scheint in diesem Bereich ja noch wirkliche Forschungsdesiderate zu geben. Was sie freundlicherweise zusammengetragen haben, zeigt immerhin ein paar l√§ngere Haltungen. Die Tiere werden aber doch in den Inne√§umen auf Steinfu√üb√∂den gestanden haben? F√ľr Berlin und K√∂ln bin ich mir da jedenfalls recht sicher. Au√üerdem tauchen Spitzmaulnash√∂rner schon kurz nach 1900 aus. Wenn man einmal die erhaltenen Zoof√ľhrer vor 1918 katalogisiert und ausgewertet hat, d√ľrfte sich auch in Sachen Nashornbestand noch einige Klarheit gewinnen lassen, denn dort werden die Tiere ja meist mit Importdatum angef√ľhrt. Die Tierbestandslisten f√ľr Berlin gibt es ja auch.
(08.07.2006, 19:48)
Michael Mettler:   Meine Info stammt aus dem International Zoo Yearbook, wo der Chronist √ľber das besagte Tier schrieb: "In 1928, a calf which was raised in Sumatra was bought by Professor Brandes for the Dresden Zoo. Unfortunately, it died from a cobra bite before it left Sumatra."

Praktischerweise wird der von mir angedeutete Artikel im "Zoologischen Garten" im Quellenverzeichnis des IZYB-Artikels genannt, so dass ich ihn ohne langes Suchen finden konnte (Band 22, Heft1/3, S. 30). Verfasser war Wolfgang Ullrich, die Fotos stammten von Max Poser. Hier hei√üt es √ľber das m√§nnliche Jungtier: "Nachdem Poser mit dem Dresdner Zoologischen Garten Verhandlungen aufgenommen hatte, bestellte Brandes, der zu dieser Zeit die Leitung des Dresdner Zoologischen Gartens hatte, das Sumatranashorn."
(08.07.2006, 17:33)
Mowgli:   Zum Dresdner Sumatra-Nashorn:
Ich glaube nicht dass das Tier bereits angekauft war.
Das Tier wurde von dem auf Sumatra lebenden deutschen Farmer Max Poser gefangen, nachdem einheimische Batoks in der N√§he seiner Farm das dazugeh√∂rige Muttertier mittels Toemboeck (Falle bei dem das Tier durch einen gro√üem Fallklotz erschlagen wird) get√∂tet hatten, da es gemeinsam mit dem dann eingefangenem Jungtier und einem weiteren erwachsenen Bullen die Felder gepl√ľndert hatte.
Prof. Brandes war mit Poser bekannt und √§u√üerte wohl im Vorfeld einmal seine Begeisterung, wenn es m√∂glich w√§re, einmal f√ľr den Dresdner Zoo ein Sumatranashorn zu erwerben.
Max Poser dazu: "Mir fielen Gespr√§che ein, die ich w√§hrend meines letztj√§hrigen Besuches im Dresdner Zoo mit Prof. Brandes √ľber die Fauna Sumatras gef√ľhrt hatte. (...) Ein Sumatra-Nashorn, das w√§re sein h√∂chster Wunsch f√ľr den Zoo."
Das kleine Nashorn erhielt den Namen "Bonk" und wurde von Max Poser auf dessen Farm gehalten und mit einfacher Kuhmilch aus er Flasche versucht groß zuziehen.
Dabei ist schon fraglich ob die Aufzucht √ľberhaupt gelungen w√§re.
Letztlich wurde das kleine Nashorn nach wenigen Wochen von einer Kobra getötet, welche ihm in die Lippe biss, als er die Schlange neugierig beschnupperte.
Damit halte ich es f√ľr unwahrscheinlich, dass das Nashorn bereits angekauft war, da Brandes zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich wissen konnte, dass das Nashorn auf der Farm war und ob es √ľberhaupt √ľberlebt (Stichwort: Flaschenaufzucht). Auf solch ungewisse Sachverhalte wird auch damals nicht bezahlt worden sein.
Max Poser dazu: " ...ich hegte die Hoffnung, ihn (Bonk) nach Deutschland bringen zu können, wenn er noch etwas gewachsen sei."
(08.07.2006, 16:14)
Ronald Masell:   Im F√ľhrer von Hagenbeck von 1939 wird auch ein Spitzmaulnashorn erw√§hnt.
(08.07.2006, 15:25)
Michael Mettler:   @th.oma.s: In einer Ausgabe des "Zoologischen Garten" gab es einen Artikel mit Fotos von einem jungen Sumatranashorn. Da ich auch den ZG nur f√ľr die Nachkriegszeit sammele, bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das noch das potenzielle Dresdener Exemplar war.

Als Dresdener Spitzmaulnash√∂rner werden im IZYB-Artikel genannt: 1,0 1928-1944 und 0,1 1930-36 (und zwei weitere f√ľr die Nachkriegszeit). Die Ver√∂ffentlichung ist allerdings von 1962 und wie schon erw√§hnt nicht l√ľckenlos.
(08.07.2006, 13:55)
th.oma.s:   @michael mettler vielen dank f√ľr die √ľbersicht, die dresdner sumatraepisode war f√ľr mich neu, dd hatte vor dem krieg kurzzeitig drei spitze gleichzeitig
(08.07.2006, 13:39)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: In Band 2 und 4 des International Zoo Yearbook findet man einen √úberblick √ľber die bis dahin gehaltenen Nash√∂rner in Zoos, Circussen und Menagerien der ganzen Welt. Manche Daten waren allerdings fraglich bzw. zu diesem Zeitpunkt nicht zu kl√§ren, u.a. wegen des Datenverlustes durch Kriegsbombardierungen.

Das Javanashorn in Berlin wird stark angezweifelt, wahrscheinlich war es ein Panzernashorn. Berlin ist der einzige Zoo, der vor dem zweiten Weltkrieg mehr als ein Panzernashorn gehalten hat, nämlich (inklusive des "Javanashorns") 1,2. 0,1 davon wurde an Frankfurt abgegeben. Und in Hamburg gab es ZWEI Halter: Hagenbecks Tierpark (0,1 1930-1955) und den Zoo (1,0 1870-1900).

Die Geschichte mit dem Dresdener Sumatranashorn hatte ich richtig in Erinnerung, sie ist datiert auf 1928. Das Leipziger Sumatranashorn war Privatbesitz von Pinkert. Weitere Sumatranash√∂rner sind verzeichnet f√ľr den Hamburger Zoo (1872-76) und Nills Tierpark in Stuttgart (um 1895) sowie zwei fragliche Tiere in Breslau und K√∂ln.

Auch beim Spitzmaulnashorn treten beide Hamburger Tierg√§rten auf, der Zoo mit 1,0 1881-82, Hagenbecks Tierpark mehrfach, aber ohne genauere Angaben mangels Unterlagen: 1908 Paar vorhanden, 1913 dito (selbes Paar?), 1922 Art vorhanden, Winter 1930-31 5 Tiere vorhanden. Kurzzeitige Haltungen (Ausstellungstiere) gab es in N√ľrnberg 1929 und in Chemnitz (0,1 1929-30, kam aus Leipzig). Dresden hatte insgesamt zwei Spitzmaulnash√∂rner (zeitweise gleichzeitig), Frankfurt ebenfalls zwei (lange nacheinander) und Berlin sieben (bis zu drei gleichzeitig). Fehlt nur noch Hannover: Laut 125-Jahre-Chronik kam 1926 ein anderthalbj√§hriger Bulle in den Zoo. Da ein Foto dieses Tier als vollerwachsenen Bullen zeigt und noch 1940 ein "Nashorn" vorhanden war, d√ľrfte "Stamper" also ein langj√§hriger Bewohner des Zoos gewesen sein. Bei oberfl√§chlichem Bl√§ttern fand ich allerdings nicht heraus, ob er im Krieg umkam oder nach Alfeld verlagert wurde. Zum Nachkriegsbestand geh√∂rte er jedenfalls nicht mehr.
(08.07.2006, 12:17)
Michael Mettler:   Hagenbeck hat mit gr√∂√üter Wahrscheinlichkeit auch Spitzmaulnash√∂rner gehabt. M√ľsste ich im IZYB nachschlagen, da gab es in den ersten Ausgaben einen √úberblick √ľber die bis dato gehaltenen Nash√∂rner "in Captivity", soweit m√∂glich mit Daten.

Ergänzend sei erwähnt, dass Dresden beinahe ein Sumatranashorn bekommen hätte. Wenn ich den Artikel richtig in Erinnerung habe, war das Kalb bereits von Prof. Brandes gekauft worden, erlag dann aber vor dem Abtransport noch in Asien einem Schlangenbiss.
(08.07.2006, 10:55)
Dennis:   In der wilhelma war vor√ľbergehend mal ein drittes, erwachsenes Panzernashorn eigestellt, ein paar Wochen sp√§ter dann aber wieder weg, wei√ü jemand was mit dem tier passiert ist? M√ľ√üte 1998 oder 1999 gewesen sein.
(08.07.2006, 10:21)
Oliver Jahn:   Ohne Garantie auf Vollst√§ndigkeit!
"Vorkriegsnashörner" in Deutschland:
Berlin Java, Sumatra, ind. Panzernashorn und Spitzmaul
Dresden Panzer- und Spitzmaulnashorn
Leipzig Sumatra- und Spitzmaulnashorn
Frankfurt ind. Panzer- und Spitzmaulnashorn
Hamburg ind. Panzernashorn
Köln ind. Panzer- und Spitzmaul
Hannover Spitzmaulnashorn
Breslau ind. Panzer- und Spitzmaulnashorn
Es wäre nicht uninteressant die Haltungen zeitlich noch etwas differenzierter darzustellen.
(08.07.2006, 08:25)
Oliver Jahn:   Also generelle Vorkriegsnashornhaltungen in Deutschland d√ľrfte es einige gegeben haben. Allerdings neben allen drei asiatischen Arten nur das Spitzmaulnashorn als afrikanische Art. Dieses war dan nach dem ersten Weltkrieg die h√§ufigere Art. Also fange ich mal an und bitte um Erg√§nzung:
Berlin
Dresden
Leipzig
Frankfurt
Hamburg
Köln
Hannover
Breslau
(07.07.2006, 20:22)
Michael Mettler:   Vielleicht war es ein Vorteil f√ľr die asiatischen Nash√∂rner, dass viele Vorkriegs-Gro√ütiergehege Naturboden hatten, der zwar schnell verschlammte, aber genau deswegen f√ľr Panzernashorn & Co. fu√üges√ľnder war als Betonfl√§chen.

Interessant finde ich die Begr√ľndung, mit der Hagenbeck die Haltung Afrikanischer Elefanten aufgab: Die Afrikaner vertr√ľgen angeblich das feuchte Klima der norddeutschen Niederungen wesentlich schlechter als die Asiaten, die ja aus einem feuchteren Lebensraum stammen. Das m√ľsste dann ja im Umkehrschluss auch f√ľr Nash√∂rner gelten, und tats√§chlich hat Hagenbeck jahrzehntelang erfolgreich Panzernash√∂rner gehalten.
(07.07.2006, 20:12)
IP66:   Wenn wir schon √ľber Vorkriegsnashornhaltungen diskutieren: Gibt es da eine √úbersicht der Ergebnisse? Aus K√∂ln und Berlin wei√ü ich von recht erfolgreichen asiatischen Haltungen, die mich insofern etwas √ľberraschen, als die Anlagen √ľber keine Innenbadebecken verf√ľgten und das heute als das gro√üe Problem bei der Haltung von Panzernash√∂rnern diskutiert wird. Au√üerdem waren die Anlagen ja deutlich kleiner als die heutigen, theoretisch d√ľrften sich die Tiere weniger bewegt haben.
(07.07.2006, 19:39)
th.oma.s:   @oliver jahn: diesbez√ľglich ist mir nichts bekannt...
(07.07.2006, 14:58)
Klaus Sch√ľling:   @Dennis
W√§hle die Hotline f√ľr antiquarische Zoof√ľhrer unter: 0251 311523, ich kann auch zur√ľckrufen - wir haben jetzt ne Flatrate ...
(07.07.2006, 13:56)
Dennis:   Danke f√ľr den tipp!
Neulich habe ich bei einer messe das Buch "Von B√ľrgern f√ľr B√ľrger" vom Frankfurter zoo f√ľr 20 euro gekauft.
Es ist auf dem Stand 1983(125 Jahre jubil√§um) und sehr ausf√ľhlich!
(07.07.2006, 13:44)
Michael Mettler:   @Dennis: Kleiner Tipp f√ľr die Suche: Im besagten Zeitraum gab es drei grundlegend verschiedene Zoof√ľhrer in Hannover und einen davon in drei wenig verschiedenen Varianten. 1980 ein A4-Format mit fauchendem Tiger als Titel (und f√ľrchterlichem Konzept, damals als "zoologische BILD-Zeitung" verspottet), ab 1984 drei Varianten eines quadratischen Zoof√ľhrers mit Zebras als Titel (deutlich besser und gehaltvoller) und 1990 die Jubil√§umsausgabe "125 Jahre" im schmalen Hochformat, Titelmotive Flamingo/Mendesantilopen/Kaama-Hartebeest.
(07.07.2006, 13:40)
Dennis:   mein Computer kriegt die liste nicht geladen! Muss woll mal wieder defrakmentieren..
(07.07.2006, 13:37)
Dortmunder:   Guck mal ins Antiquariat ! Wenn du da nix findest, hast du irgendwas falsch gemacht :o)
(07.07.2006, 13:29)
Dennis:   Wo auf dieser Website soll man die alten zoof√ľhrer finden?
Hier kann man anscheinend nur neuere Zoof√ľhrer kaufen..

(07.07.2006, 13:23)
Ronald Masell:   Es soll eine Firma "Sch√ľling Buchkurier geben". ;-)))
Oder mal bei Ebay suchen. Dort gibt es mehrere Anbieter mit Zoof√ľhrern.
(07.07.2006, 13:15)
Dennis:   W√ľ√üte vieleicht jemand wo man √§ltere Zoof√ľhrer(1980-1990) von Hannover herbekommt?
(07.07.2006, 13:13)
Michael Mettler:   Hannover hatte aber - der Chronik nach zu urteilen - au√üerhalb der Ruhe-√Ąra st√§ndig Geldprobleme und weniger potente G√∂nner als Zoos wie Berlin, Frankfurt usw. Und wenn selbst Ruhe kein Panzernashorn ranschaffen konnte.... Aber immerhin gab es in besagtem Dickh√§uterhaus in der Vorkriegszeit das zeitweise einzige Spitzmaulnashorn Europas!
(06.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Danke f√ľr die M√ľhe!! Aber ich bin erstaunt! Schlie√ülich hatte der Zoo Hannover schon vor dem Krieg ein richtiges Dickh√§uterhaus f√ľr Elefanten, Flusspferde und Nash√∂rner und zu der Zeit waren ja die Asiaten fast h√§ufiger als die Afrikaner! Aber da f√§llt mir sofort wieder Kl√∂s als junger Direktor ein, der sein erstes Panzennashorn bei Ruhe bestellt hatte, 1958! Und Ruhe sagte ihm, es seie gar kein Problem! Erst als dann fast ein Jahr lang gar nichts passierte und Ruhe ihm signalisierte, es k√∂nne schwieriger werden, als gedacht, griff Kl√∂s auf Fockelmann zur√ľck. Mit Erfolg, wie man unten lesen kann!
(06.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Nach Durchsicht der 125-Jahre-Chronik von Hannover sieht es so aus, als habe seit Bestehen des Zoos nie ein asiatisches Nashorn hier gelebt, also auch nicht zeitweise als "Handelsobjekt". Na, daf√ľr hatten "wir" ja das erste "deutsche" Breitm
(06.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @thomas wei√ü man, wo das Panzernashorn gehalten wurde? In einem Zoo-Plan von ca. 1908 ist das Nashorngehege mit Nashornbad am alten Elfantenhaus noch nicht existent! Lediglich das relativ kleine Elefantenhaus gibt es und die Flusspferde sind bereits einge
(06.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Danke Thomas, eine klasse Info!!!!!
@ dortmunder, Arjun ging nach Basel.
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Ist "Arjun" der damalige Jungbulle, der dann ausgewachsen nach Basel oder Z√ľrich gegangen ist ???
(05.07.2006, 00:00)
th.oma.s:   @oliver jahn: zun√§chst danke f√ľr die info, panzernashorn in dd: 1. 1747 in einer menagerie (Gensch&L√ľcker, wildtierhaltung in dresden vor gr√ľndung des zoos 1861 in zoof√ľhrer dresden - 140 jahre dresdner zoo)2.panzernashorn "begum" wurde 1873 f√ľr 4000 Tale
(05.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Es war Kl√∂s` erster Berliner Bulle "Arjun"!
(05.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @ thomas, die Geschichte findest du bei Kl√∂s "Freundschaft mit Tieren" Seite 94. Kl√∂s entschuldigt sich dort sogar noch postum bei seinem Freund Wolfgang (Ullrich) daf√ľr, denn der hatte mit Hilfe der DDR-Botschaft in Neu Dehli sogar eine Genehmigung f√ľr d
(05.07.2006, 00:00)
th.oma.s:   korrektur: ullrich war panzernashornfan...
(05.07.2006, 00:00)
th.oma.s:   @Oliver Jahn: DD hatte weit vor dem krieg einige jahre ein panzernashorn,
später dann drei spitzmaulnashörner.
nachdem krieg auch wieder ein spitzmaul-nashorn bis in den sechziger Jahren ein
paar s√ľdl. bm kamen, der bulle ist zur zeit noch im tp berlin. u
(05.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Ich wei√ü noch, dass Dresden mal beinahe ein Panzernashorn bekommen h√§tte! Ullrich war ja nun auch der ausgemachte Indienexperte und in Dresden war alles f√ľr das Tier vorbereitet, die Werbetrommel war schon laut t√§tig, und dann hat es Kl√∂s ihm haarscharf vor der Nase weggeschnappt! Ob Dresden allerdings vor dem Krieg mal ein Panzernashorn hatte, wei√ü ich nicht, ist aber nicht auszuschlie√üen. Ein Nashorngehege war vorhanden und mit einem Spitzmaulnashorn geh√∂rte Dresden zumindestens vor dem Krieg generell schon zu den Nashornhaltern!
(05.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Gut m√∂glich, dass Ruhe nie ein Panzernashorn hatte - wenigstens, was die Nachkriegszeit betrifft. Kann ich aus dem Kopf allerdings nicht sagen, dazu m√ľsste man wieder mal s√§mtliche Ver√∂ffentlichungen durchw√ľhlen...

F√ľr asiatische Nash√∂rner war ansonsten auch der Schweizer Tierf√§nger und -h√§ndler Peter Ryhiner Spezialist, der z.B. Basel zu seinem ersten Zuchtpaar verhalf und auch das Baseler Sumatranashorn nach Europa holte.
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Habe mittlerweile das Gef√ľhl, dass Ruhe sich nicht so f√ľr den indischen und s√ľdamerikanischen Raum interessiert hat ! Da gab es wahrscheinlich andere H√§ndler, die f√ľr Panzernash√∂rner (Hagenbeck, Munro) oder Bergtapire gesorgt haben...
(05.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Dortmunder
Oder im gleichen Jahr der Erstimport der Giraffengazelle, wie man's nimmt(f√ľr mich ganz klar die Gazelle)Leider hat die nur wenige Monate gelebt. Das Frankfurter Panzernashorn kam 1896 in den Zoo und lebte bis 1909 , es kam aus dem Berliner Zoo ,wo es 20 Jahre gelebt hatte! Dieses Tier ist heute noch zu sehen, und zwar im Senckenbergmuseum.
(05.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Eigentlich warte ich zum Thema Panzernash√∂rner noch auf Michael Mettler!! Noch eine Tierart die Ruhe NIE hatte?
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Aber zu dem Thema... So √§ndern sich die Zeiten !!! (von der HP des Frankfurtere Zoos)

Der Tierbestand war schon fr√ľh beachtlich. Unter ber√ľhmten Direktoren wie Dr. Max Schmidt und Dr. Kurt Priemel wurden Panzernash√∂rner, Kiwis und Fingertiere, ein Rieseng√ľrteltier und eine Seekuh, sp√§ter auch ein Riesenpanda gezeigt, allesamt auch heute noch sehr seltene und kostbare Zootiere. Die gr√∂√üere Sensation war 1929 allerdings ein Gorilla.
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Okay, ich bin in der Vorkriegszeit nicht so bewandert...
(05.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Vor 1945 gab es aber auch Panzernash√∂rner in deutschen Zoos, in Frankfurt zum Beispiel.
(05.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Frankfurt (nicht mehr)
Magdeburg (nicht mehr)
Breslau (nicht mehr)
Königsberg?? (heute nicht mehr, aber damals glaub ich schon!)
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Endlich mal was f√ľr mich :
- Köln (nicht mehr)
- M√ľnchen (rezent)
- N√ľrnberg (rezent)
- Stuttgart (rezent)
- Berlin Zoo (rezent)
- Berlin TP (rezent)
- Bremen (Zoo geschlossen)
- Hamburg (nicht mehr)

Was vergessen ?
(05.07.2006, 00:00)
Bj√∂rn:   Nach dem das im Bremenbeitarg fast untergegangen ist noch mal ne Frage. Wo in Deutschland gabs eigentlich √ľberall mal Panzernash√∂rner?
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Na, das nenne ich mal wieder eine interessante Information ! An dem Thema sollte man dranbleiben... Vielleicht klappts ja dann auch mal irgendwann wieder mit Sumatra-Nash√∂rnern in Deutschland !
(05.07.2006, 00:00)
Saya:   Ich habe die Situation der Sumatra-Nash√∂rner mal nachgeguckt. neben den 4 Tieren (Zuchtpaar mit einem m√§nnl. und einem weibl. Kalb) in den USA leben von der gleichen Unterart in der Zuchtstation im Way Kambas Nationalpark auf Sumatra 4 weitere Nash√∂rner: ein adulter Bulle, und zwar der, den Aspinall in den 90ern wieder zur√ľck geschickt hat, ein √§lteres Weibchen Bina, die nie gez√ľchtet hat, und seit 2005 zwei sehr junge wildgeborene Weibchen, Ratu und Rosa, die beide aus den W√§ldern in umliegende D√∂rfer gekommen waren.
Es gibt jetzt Pl√§ne Andalas aus L.A. nach Way Kambas zu schicken und Bina nach Cincinnati. Mit dem gesammelten Wissen der letzten 10 Jahre, einem Zuchtpaar und 3 jungen Weibchen (Suci, Rosa, Ratu) sieht die Zukunft f√ľr die Sumatranashornpopulation vielleicht gar nicht so d√ľster aus...
(04.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   @ Jamie :

Das k√∂nnte ja dann auch auf den minimalen Tierbestand zur√ľckf√ľhren :o)
(04.07.2006, 00:00)
Jamie:   Also bisher ist immer noch die Rede von 1,2 etwa 2j√§hrigen BM aus S√ľdafrika. Die 2, von denen zur Zeit die Rede ist, entspringen meines Wissens nach einem Druckfehler. Die Gedanken um Platz bei Nachwuchs machen wir uns durchaus auch schon, aber zum einen vergehen bis dahin noch einige Jahre, so es mal klappt und platztechnisch...die Boxen sind gro√ü genug, um ein Jungtier auch bis zum Absetzen dabei zu lassen.
Wir finden eh, wir könnten noch Ställe gebrauchen. Leute, die Anlagen sind soooooooooooooooooooooooo riesig...uaah, geil (das sag ich nicht mehr, wenn ich da Köttel sammeln muß :-P ). Unser Tierbestand wird sich darauf verlieren.

Langsam kommt Lampenfieber auf...

Gruß Jamie
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Oder wie diese Mutter-Kind-Abteile in der Schweinezucht, wo die Ferkel durch die Gitterst√§be in ein eigenes Anteil laufen k√∂nnen... (Pfui, das war jetzt fies.)
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Wie unten gesagt, sehe ich dieses Problem auch. Vielleicht werdens gr√∂√üere Boxen, die eine weitere Unterteilm√∂glichkeit haben z.B. durch solche hochfahrbaren Bolzen.
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Dirk K: Ja und? Dann m√ľsste ein eventuelles Kalb mit einem halben Jahr oder so abgegeben werden, weil es nicht mehr mit in die Box seiner Mutter passt..?
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   werden, w√ľrden.... schon wieder grammatikalischer Schwachsinn...
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   WENN es drei Tiere werden w√ľrden (1,2) st√§nden die Chancen ja nicht schlecht*g*
(03.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   WENN es denn √ľberhaupt mal Nachwuchs geben sollte... Na ja, sind ja nur noch 17 Tage bis zur gro√üen Pr√§sentation... Also, abwarten...
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Finde ich auch problematisch. Wenn es Nachwuchs gibt, k√∂nnts schwierig werden mitm Abtrennen.
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   3 St√§lle nur?? Und ich dachte, DIE Zeit ist in der Breitmaulnashornhaltung endg√ľltig vorbei - erst recht, wenn ein Zoo neu daf√ľr baut.
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Ich bin mir ziemlich sicher, dass Gelsenkirchen irgendwo her eine weitere Kuh bekommen wird. Es wurden auch 3 St√§lle gebaut (meiner Meinung nach k√∂nnten es mehr sein, um eine gro√üe Gruppe aufzubauen).
(03.07.2006, 00:00)
Jelle:   Dirk K.

Soll vielleicht Hodenhagen eine junge Kuh einstellen in der Zoom Erlebnis Zoo?
(03.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Jetzt wei√ü ich auch mit Kuchenplattformen wieder was anfangen, hab bei meinem ersten K√∂ln-Besuch, das erste Panzernashorn auch noch da gewesen, also sind die Nashorn-Aquarien sicher erfreulicher ! Nur die Tatsache, dass mal drei ELefantinnen in einem der Gehege gehalten wurden, ist mir komplett neu ! Das ist ja total unglaublich...
(03.07.2006, 00:00)
Jelle:   Wie gehts mit den Zucht von Spitzmauler in Koeln? Hat die Verpaarung schon geklappt? Neues dazu?
(02.07.2006, 00:00)
IP66:   Streng genommen gab es am k√∂lner Elefantenhaus sogar zwei "Kuchenplattformen", beide, wie richtig vermutet wurde, auf der Giraffenseite des Elefantenhauses: Die Eingangsseitige, mit besonders wenig Plattform und viel Graben, beherbergte die Nash√∂rner und reichte bis zur Baunaht zum Elefantenteil, die daran anschlie√üende bewohnten die beiden Afrikanerinnen und die Ceylon-Elefantin. Links neben dem Eingang gab es noch ein kleines Au√üengehege f√ľr Tapire. Das Flu√üpferdgehege kennen sie, und auf der R√ľckseite ist auch alles noch gut erkennbar, nur da√ü die Anlage geteilt war und sich flu√üpferdseitig die beiden √§lteren asiatischen Elefantinnen befanden und die daneben gelegene Au√üenanlage zuletzt f√ľr Elenantilopen genutzt wurde. Die √§lteren Elefanten durften als Scheuerbaum eine recht gelungene abstrakte Skulptur nutzen, und es geh√∂rte zu Herrn Nogges ersten Taten, einen solchen Anthropomorphismus durch den betonernen "Termitenh√ľgel" zu ersetzen, den es heute noch gibt.
(02.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   "Nicht geklappt" kann man ja nicht unbedingt sagen. Nur lie√ü die Anlage eben keine Herdenhaltung zu. Und die "Kuchenplattform" m√ľsste sich doch auf der Fl√§che der bahnschwellen-umfriedeten Nashorngehege befunden haben? Mein erstes Panzernashornfoto in K√∂ln entstand jedenfalls noch √ľber einen Graben hinweg.
(30.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Kuchenplattform ? Sagt mir jetzt mal gar nix... Kenne die BM-Nash√∂rner nur aus der Moschusochsenanlage... Und da waren die bestimmt 100 Jahre drauf :o)
(30.06.2006, 00:00)
Zootierfreund:   G√§b es nicht die M√∂glichkeit BM-Nash√∂rner aus der erfolgreichen Zucht aus Hodenhagen zu bekommen? Laut Bustour ist erneut Weiblicher Nachwuchs da,damit m√ľ√üten jetzt doch √ľber 10 Nash√∂rner hier leben.
(30.06.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Also das M√§nnchen sieht sehr wie ein reiner Kodiak aus, doch die Weibchen sind ganz eindeutig Mischlinge. Das Problem ist, das es in Europa fast nur m√§nnliche Kodiaks gibt. Die beiden letzen, reinen Weibchen sind uralt und leben im WP L√ľneburger Heide.

Wieso hat die Nashornheltung auf der jetzigen Moschusochsenanlage in Köln nicht geklappt?
(30.06.2006, 00:00)
cajun:   @IP66: Die Panzernash√∂rner kommen n√§chstes Jahr in den Asienteil. Die Kodiaks sind meines Wissens aus Argentinien, zumindest die beiden ( sorry..ist ja nur noch eines ) Weibchen. Meine auch geh√∂rt zu haben, dass sie nicht unterartrein sind.
Wo war denn diese "Kuchenplattform" in Köln?
(30.06.2006, 00:00)
IP66:   @Dortmunder: K√∂ln hat versucht, sein altes Breitmaulpaar von der Kuchenplattform in das erste Abteil der Rinderallee zu verpflanzen und mit einem weiteren weiblichen Tier - aus Z√ľrich? - zu vergesellschaften. Wollte Gelsenkirchen nicht eigentlich Panzernash√∂rner halten? Uns sollten nicht auch die tollen Braunb√§ren direkt aus Alaska kommen?
(30.06.2006, 00:00)
cajun:   Zu den Nash√∂rnern f√ľr die Zoom schaut mal im Zoom-Thread......
(30.06.2006, 00:00)
Dirk K:   @ Dortmunder: Was meinen sie mit: "...oder bekommen Gelsenkirchen und Dortmund eventuell noch mehr Tiere f√ľr die neuen Rhino-Anlagen?"
Dortmund ist f√ľr 2,3 Tiere ausgerichtet. Neben den beiden aus D√§nemark (Aalborg) stammenden Tieren sollen der sehr junge Limpopo und die sehr alte Natala aus Erfurt kommen. Dannn fehlt noch eine Kuh, wo die herkommen soll, wei√ü ich nicht.
(30.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   So, jetzt noch mal "back to the roots"... Hab grad ein bisschen nach dem Gelsenkirchener Afrika-Parkteil gest√∂bert, und gefunden, dass man zwei Breitmaulnash√∂rner aus einem s√ľdafrikanischen Zoo erh√§lt ! Macht Gelsenkirchen auch wieder den Fehler der Paarhaltung (s. K√∂ln, Duisburg, Dortmund), und verspielt so seine Chancen auf eventuelle Nachzucht, oder bekommen Gelsenkirchen und Dortmund eventuell noch mehr Tiere f√ľr die neuen Rhino-Anlagen ??? Und wenn ja, woher ?
(29.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Jetzt m√ľssen wir wohl einen Davidshirsch-Thread gr√ľnden...
(28.06.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Wenn ich die Geschichte richtig kenne, war es so, dass das Berliner Trio gut z√ľchtete und viele Jungtiere abgegeben werden konnten. Als viel sp√§ter der Herzog von Bedford alle verbliebenen Tiere in seinen Park holte, konnte nicht bei allen zweifelsfrei die Herkunft nachgewiesen werden. Marvin Jones hat diese Nachforschungen ganz akribisch betrieben und wo er die Herkunft nachweisen konnte, landete er zum Schluss immer bei den Berliner Vorfahren. Daher stellte er die These auf, dass ALLE lebenden Milus auf die Berliner Tiere zur√ľckgehen, aber ein Rest von Zweifel bleibt.
(28.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Genau, wobei die aber wohl erst nach ihrer Abgabe in England gez√ľchtet haben.
(28.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Sollen die Milu¬īs nicht sogar nur auf drei Tiere in Berlin zur√ľckgehen ?
(28.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   OK, dann unterbiete ich das noch: Der Buntbock war auf 17 Tiere runter. Und die heutigen Davidshirsche gehen angeblich auf nur drei Founder zur√ľck. Also: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
(28.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Aber das waren immerhin noch 20 Tiere...
(28.06.2006, 00:00)
Jana:   @Jelle Es gibt nur die zwei: Najin und Fatu. Keine andere Kuh ist zuchtfaehig. Und weil sich Najin 3 Tagen vorher auf natuerliche Weisse gepaart hat, hat man auf Betaubung und KB verzichtet. Wenn es aber diesmal nicht klappt, wird man naechstemal KB versuchen.
(28.06.2006, 00:00)
Jelle:   Man hoffe dass die Nordliche Breitmauler in Dvur sich gut verpaart haben!!

Jana,
Wie siehst dass aus mit die andere junger Kuh. Man wurde doch KB bei die beiden zuchtfaehigen Breitmauler versuchen?
(27.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wenn es stimmt, dass das S√ľdliche Breitmaulnashorn seinerzeit auch bis auf nur zwanzig √ľberlebende Tiere runter war, gibt es immer noch Hoffnung f√ľr die N√∂rdlichen!
(27.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Ich glaube, dass tun wir alle... Obwohl ein Kalb alleine die Art kaum retten wird :o(
(27.06.2006, 00:00)
th.oma.s:   @jana: ich auch
(27.06.2006, 00:00)
Stefan Schubert:   Das macht Hoffnung f√ľr die N√∂rdlichen! Das etwas im Busch ist, dachte ich mir, als ich einen grossen Lieferwagen der IZW Berlin auf dem Zoo-Parkplatz sah!
(27.06.2006, 00:00)
Jana:   Wenn wir schon ueber Dvur Kralove reden - vorletzte Wochenende haben sich Najin und Saut gepaart und vor ein Paar Tagen war Fatu mit Samen von Suni kuenstlicht besamt. Ob es geklappt hat, wird man in 3-4 Monaten wissen. Ich druecke die Daumen fest.
(27.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Bei meinem ersten Besuch in K√∂ln (muss noch mal nachschauen war so 1992 oder 1993) waren die Breitm√§uler schon weg, die Panzernash√∂rner aber noch da. 1998 dann waren die Panzernash√∂rner nicht mehr da, sondern an ihrer Stelle die Spitzm√§uler.
(27.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Nein ! K√∂ln h√§tte ja auch gar keinen Platz f√ľr die Tiere gehabt... Da waren doch schon Spitzmaulnash√∂rner und Moschusochsen in den Nashornanlagen untergebracht
(27.06.2006, 00:00)
Jana:   Nein, dass weiss ich nicht, ich hab immer gedacht sie gingen nach Koeln zurueck...
(27.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   @ Jana :

Weißt du auch, wohin sie dann gegangen sind ? Also, in Köln sind sie definitiv nicht wieder gelandet...
(27.06.2006, 00:00)
Jana:   @Michael M. Ein Paar von suedlichen Breitmaulnashorner kam 1990 wirklich aus Koeln nach Dvur Kralove. Sie sollten eine Aenderung in die Gruppe von Nordlichen bringen, der Bulle sollte "Konkurent" sein, es war ein Versuch um die Nashorner zu mehr (sexuale) Aktivitaet zu animieren. Leider ohne Erfolg und so waren sie 1996 zurueck gegeben.
(27.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Na, ich kenne auch schon das Panthernashorn...
(27.06.2006, 00:00)
Stefan:   @Michael Mettler: Habe es gerade gesehen und muss mich erst mal wieder einkriegen. Ich lasse mir den Namen patentieren und demn√§chst gibt es auf WDR dann die logische Erweiterung "Die Sendung mit dem Brautmausnashorn"...
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Stefan: "Brautmaulnashorn" ist mal ein sch√∂ner Schreibfehler (Freudsche Fehlleistung wegen Heiratspl√§nen...?). Bisher kannte ich nur das "Spitzmausnashorn"....
(26.06.2006, 00:00)
Stefan:   @Michael Mettler: Also, ich kann mich nat√ľrlich irren. Aber ich meine auf einer Info-Tafel der K√∂lner Nashornausstellung gelesen zu haben, die Brautmaulnash√∂rner seien nach Dvur Kralove gegangen. Vielleicht w√§re das ja eine tolle Ersatzaufgabe f√ľr den Zoo-Korrespondenten Frank-Walter B√ľschner, den ich heute morgen fast arbeitslos gemacht h√§tte... (Sch√∂nen Gru√ü √ľbrigens!)
(26.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Fluktuation bezog sich bei mir jetzt auch nur auf die Arten...
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich will jetzt nicht WIEDER die K√∂lner Jahresberichte raussuchen, aber aus der Erinnerung raus behaupte ich, dass das Breitmaulnashornpaar Franki & Sanni (bei den Namen bin ich mir sicher) nach Frankreich abgegeben wurde, weil bei der Paarhaltung ohnehin nicht mit Nachwuchs zu rechnen und kein Platz f√ľr eine gr√∂√üere Herde war. Bei den Panzernash√∂rnern ist die Erinnerung nebul√∂ser: Bulle gestorben bzw. eingeschl√§fert wegen eines Tumors im Kopf, Kuh nach Stuttgart abgegeben?

Mit der Fluktuationsrate liegst du allerdings falsch, die ist im Zoo und im Tierpark Berlin deutlich höher gewesen, und selbst Hannover hatte in diesem Zeitraum mehr Individuen!
(26.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Hier mal wieder eine meiner nickeligen Fragen : Tut mir leid, aber ich muss hier alle fragen stellen, die sich in den letzten Jahren bei mir angesammelt haben :o)

Was ist eigentlich aus den Panzer- und den Breitmaulnashörnern des Kölner Zoos geworden, welche die jetzige Spitzmaulnashorn, bzw. Moschusochsenanlage bewohnten... Muss ja sagen, dass Köln, meiner Ansicht nach, der Zoo mit der höchsten Nashornarten-Fluktuation in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren ist (erst Breitmäuler, dann breitmäuler und Panzernashörner und jetzt "nur" noch Spitzmäuler, alle mit sensationellen Zuchterfolgen)
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Im "Zoologischen Garten" erschien f√ľr 1966 erstmals eine Aufstellung √ľber afrikanische Nash√∂rner in Zoos aus der Feder von Kl√∂s, also gewisserma√üen der Vorl√§ufer des sp√§teren Zuchtbuches. Im Text erw√§hnt Kl√∂s, dass die von ihm aus Afrika geholten Breitmaulnash√∂rner das erste PAAR in einem deutschen Zoo gewesen seien, der Zoo Hannover aber bereits vorher ein Einzeltier importiert habe. Dieses, der von mir weiter unten schon erw√§hnte N√∂rdliche Bulle Gus, taucht aber bereits in der ersten Aufstellung nicht auf - merkw√ľrdig.
(25.06.2006, 00:00)
Saya:   2 werden in einer Zuchtstation auf Borneo gehalten. Z√ľchten aber auch nicht und die Kuh wird wohl jetzt auch langsam zu alt. Dann gibt es seit kurzem 2 junge K√ľhe in einer Station in Way Kambas (oder so √§hnlich), das m√ľsste aufSumatra sein. Die beiden hatten r√§tselhafter Weise die W√§lder verlassen und immer mehr die N√§he zu Menschen gesucht (und das nat√ľ√ľrlich fast mit dem Leben bezahlt). Die Nash√∂rner die in einer Zuchtstation in Malaysia oder Sumatra gehalten wurden sind 2004 oder 2004 alle an einer Krankheit gestorben, ob es also au√üer den 4 noch weitere gibt wei√ü ich nicht.
(25.06.2006, 00:00)
dennis:   wo gibts7gabs den pl√§ne f√ľr Sumatranash√∂rner in Europa? gelsenkirchen und Rotterdam wollten welche, Leipzig m√∂chte immer noch welche und f√ľr dvur kralove oder Berlin w√§rs doch auch mal intressant (Berliner
nashorndschungel, Panzernashörner werden ja schon im tierpark gehalten)
(25.06.2006, 00:00)
Dirk K:   Oder so...^^
(25.06.2006, 00:00)
th.oma.s:   wohl in malaysia
(25.06.2006, 00:00)
Dirk K:   Auf einem Schild am Krefelder Nashorngehege hei√üt es, dass 9 Sumatranash√∂rner in Gefangenschaft gehalten werden. Neben den vier Tieren in den USA werden also anscheinend nur f√ľnf Tiere auf Sumatra gehalten.
(25.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @cajun: Doch, die San Diego-Tiere (alle drei sind Wildf√§nge) stehen auch drin, es ist ein Internationales Zuchtbuch. Dvur Kralove ist allerdings der einzige Zoo, der die Unterart jemals gez√ľchtet hat.
(18.05.2006, 00:00)
cajun:   Hatte Jana* nicht gesagt, dass sie in Dvur Kralove dieses Jahr eine k√ľnstliche Besamung durch den Bullen aus San Diego versuchen? Dort sind wohl 1,2 N√∂rdliche Breitmaulnash√∂rner. Stehen die denn auch im Zuchtbuch das vorliegt?Oder ist es das europ√§ische Zuchtbuch? Was ja bei dem geringen Bestand weltweit (In Freiheit vermutlich ausgerottet) ja keinen Sinn machen d√ľrfte.
(18.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Habe leihweise das Zuchtbuch f√ľr afrikanische Nash√∂rner, Ausgabe 8 per 1.1.99, in die Hand bekommen. Obwohl nicht mehr aktuell, bietet es doch einige interessante Fakten. Und wenn es nur das ist, dass die beiden Breitmaulnash√∂rner in Stukenbrock nun schon 35 Jahre dort leben!

Besonders interessierten mich die N√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rner. Der fr√ľher in Hannover gehaltene Bulle "Gus" ist auch in dieser Ausgabe nicht aufgef√ľhrt - wobei mich sehr interessieren w√ľrde, warum. Eine Verwechslung mit dem S√ľdlichen Bullen "Gustav" ist jedenfalls ausgeschlossen, denn dieser kam erst nach dem Verkauf von "Gus" nach Hannover.

Die ersten Breitmaulnash√∂rner auf deutschem Boden waren allerdings laut Zuchtbuch weder "Gus" noch das sp√§ter eingetroffene Berliner Paar, sondern 1,1 N√∂rdliche, die schon 1957 f√ľr "Ruhe Brunkensen" eingetragen sind und von dort aus nach St. Louis gingen. Allerdings waren sie nur eine Woche in Deutschland, und ein Zoo im eigentlichen Sinne war das damals wohl nicht.... Zusammen mit "Gus" sind dies die einzigen bisher in Deutschland gehaltenen N√∂rdlichen.

Das Zuchtbuch verzeichnet f√ľr den Zeitraum bis zum 1.1.99 weltweit ganze 25 N√∂rdliche Breitmaulnash√∂rner, davon 20 Wildf√§nge und 5 Nachzuchten (alle in Dvur Kralove, wobei ein Unterartbastard eingerechnet wurde). Interessanterweise stammte kein einziger Wildfang aus dem Kongo/Zaire, selbst die Antwerpener Tiere nicht; 19 Nash√∂rner entstammten dem Sudan, eines kam aus Uganda.
(17.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Die Kopenhagener Kuh "Subur" wurde im selben Fangprojekt gefangen wie die Baseler Kuh, die √ľbrigens in einem Zolli-Bulletin mit dem Namen "Betina" (nicht "Sumba") abgebildet war. Doppelname wegen Sponsorings? "Subur" lebte meines Wissens noch bis in die 70er in Kopenhagen.
(22.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Stefan
Leider habe ich dazu keien näheren Infos, ich bleibe aber am Ball und versuche auch herauszufinden, was mit"Suci"passieren wird.Soweit ich was weiß, melde ich mcih wieder.Kopenhagen hatte auch ein Sumatranashorn, ich glaube, ein Tier namnes"Subur", dem kurz vor der Verschiffung nach Europa noch das vordere Horn abgeschlagen wurde....
(22.04.2006, 00:00)
Stefan:   @Michael Amend: Vielen Dank f√ľr den tollen Link und die Cincinnati-Infos. Hatte Kopenhagen nicht auch zeitweise ein Sumatranashorn? Wann ist eigentlich der Tausch Andalas gegen das Weibchen aus der Zuchtstation angedacht?
(22.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   @Jelle: Wenn ich das heute bei "Panda, Gorilla & Co" richtig mitgekriegt habe, erwartet Berlin ein Kalb von Kumi. Kumi ist das Kalb von Ine von 1995 und eine Enkelin von Kilaguni. Somit w√§r das Kalb m√ľtterlicherseits die 4. Generation in Berlin.
(21.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   F√ľr alle Sumatranashorn-Fans.Ich ahbe im Web ein paar sch√∂ne Fotos des basler Sumatranashorns"Sumba"gefunden,das dort von 1959 bis 1961 gelebt hat.Die Fotos findet ihr unter:
www.geller-grimm.de/preparation/sumatra/index.html

Dort"Aufnahmen lebender Tiere"anklicken....
(21.04.2006, 00:00)
Jelle:   Nochmal. Einer von euch weiss wie es geht mit der Spitzmaulnashornzucht in Berliner Zoo und Leipzig?
(20.04.2006, 00:00)
Jelle:   Die Koelner Zoo versucht seit 2 Jahren die Nachzucht. Jetzt sind sie manchmal zusammen auf die Aussenanlage zu erfinden (laut die Versorgungspfleger).

Also als die Tiere jetzt getrennt sein, koenne dass durchaus meinen dass die Kuh verpaart wurde. Aber ich habe darueber keine Auskuenfte bekommen!!!
(20.04.2006, 00:00)
Dirk K:   Die K√∂lner Tiere sind in manchen F√§llen auch zusammen auf einer Anlage...
(20.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @cajun: Bei den Breitm√§ulern seinerzeit mit ziemlicher Sicherheit an der Paarhaltung.

Man sollte aber auch bei weniger geselligen Tierarten nicht vergessen, dass die Rechnung 1,0 + 0,1 = Nachwuchs nicht so einfach aufgeht, da spielen doch Faktoren wie Geig ist, weil die Preise daf√ľr vollkommen unterschiedlich sind.Bei Ebay habe ich , um nur ein beispiel zu nennen, einen Bronxzoof√ľhrer von 1907 f√ľr 5 Us Dollar bekommen,ein deutscher H√§ndler wollte f√ľr den gleichen F√ľhrer aber 80 Euro haben.....Auf dem Flohmarkt wollte mir mal ein H√§ndler f√ľr den Walsrodef√ľhrer 1985 50 Mark abkn√∂pfen......Mit Walsrodef√ľhrern kann ich meine Wohnung tapezieren, zumindestes was alle Ausgaben nach der 8. Auflage angeht....
(20.04.2006, 00:00)
cajun:   Um mal das Thema nach Europa zu verlagern... War heut in K√∂ln. Taco und Teesa (?) nach wie vor getrennt. In der Ausstellung sah ich, dass im K√∂lner Zoo bisher mit keiner Nashornart Nachzuchten erfolgt sind.
Woran liegt es?
(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Stefan
Glaube nicht, das "Succi"in Cincinnati bleiben wird.Anzunehmen, das sie nach L.A geht, wenn das neue Weibchen nach Cincinnati kommt.Au√üenanlagen gibt es drei in Cincinnati,aber Innen wird es sehr eng,wenn "Emi"ihr n√§chtes Kalb bekommt.Ich denke, der Zoo wird erweitern m√ľ√üen.2002 wurde mir durch den Kurator gesagt, es sei vorgesehen, ein komplett neues Haus mit entsprechenden Au√üenanlagen zu bauen, daf√ľr aber kein Geld vorhanden sei.Vielleicht bauen sie jetzt wirklich nur an, Platz an der alten Anlage ist genug,ich wei√ü nciht, was derzeit in der ehemaligen Anlage f√ľr Zebraducker gehalten wird, das m√ľ√üte halt weg und auch die Pinselohrschweine, die im gleichen Stall wie die Sumatranash√∂rner untergebracht sind, m√ľ√üten umziehen.Und wenn dann noch die Mhorrgazellen abgeschafft werden, die ja ohnehin nur noch in Europa gehalten werden sollen, ist Platz genug f√ľr einen Anbau mit Au√üenanlagen.
(19.04.2006, 00:00)
Stefan:   @Michael: Wei√ü man, was auch dem weiblichen Nachwuchs aus 2004 (Suci)wird? Bleibt sie ebenfalls in Cincinnati? Welche Kapazit√§t hat der Zoo denn f√ľr die Sumatraner (Innenboxen und Au√üenanlage), gibt es einen Anbau?
(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   Es gibt Neuigkeiten zu den Sumatranash√∂rnern in den USA.Der 2001 in Cincinnati geborene Jungbulle"Andalas", seit 2003 in L.A,wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Austausch gegen ein junges Weibchen in eine Zuchtstation nach Sumatra gebracht.Das Weibchen wird zun√§chst in Los Angeles untergebracht und soll sp√§ter nach Cincinnati kommen, da dort der einzige Bulle lebt.Die dortige Zuchtkuh"Emi"soll wieder tr√§chtig sein!
(19.04.2006, 00:00)
Jana:   @Jelle Es gibt zur Zeit in Dvur Kralove 5.10 Spitzmaulnashorner. Ich kenne nicht die genaueren Daten aber sie sind September-December erwartet. Es sind Jola, Jane-Lee und noch eine weitere Kuh tr√§chtig.
(28.03.2006, 00:00)
Jamie:   Gelsenkirchen plant f√ľr Afrika das S√ľdliche Breitmaulnashorn, f√ľr den Asienteil Panzernash√∂rner. Woher die Tiere kommen werden wissen wir noch nicht.
(28.03.2006, 00:00)
Jelle:   Jana, koennen Sie uns sagen wieviel Spitzmaulnashoerner jetzt im Zoo Dvur verbleiben. Und wenn soll den Nachwuchs den weiteren Kuehe niederkommen/erwartet?
(28.03.2006, 00:00)
IP66:   "Erw√§rmen" ist wohl das Stichwort: Flu√üpferde ben√∂tigen warme Innenbecken, und damit geht der Aufwand √ľber den Sinn eines Stalles hinaus. Ich k√∂nnte mir schon vorstellen, im Tiergartenrundbrief jeweils eine Dickh√§uterhaltung vorzustellen, k√∂nnte aber da nur mit dem kulturgeschichtlich-architektonischen Teil dienen und br√§uchte einen unterst√ľtzenden Biologen. Bei einer Anlage hielte sich auch der Recherche-Aufwand in bew√§ltigbaren Grenzen, so wohl in Sachen Ort wie Menge.
(08.03.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Da fast ausschlie√ülich nur die gr√∂√üeren Zoos in Deutschland sich f√ľr Flusspferde erw√§rmen konnten, d√ľrfte doch die Zahl gar nicht so gro√ü sein. Ann√§hernd so gro√ü wie die Nashornhaltungen, denn nur wenige der historischen Zoos hielten ja keine Nash√∂rner und nur Flusspferde. Bis auf Halle und Wuppertal meine ich, dass alle anderen Vorkriegszoos beide Tierarten hatten, oder keine. Wobei ich mir jetzt in D√ľsseldorf nicht sicher bin, da gab es wohl auch keine Nash√∂rner, Flusspferde hingegen schon. Und wurden in M√ľnster, im alten Zoo jemals Nash√∂rner und Flusspferde gehalten, ich glaube nicht, wenn man mal von den wenigen Tagen der Flusspferdhaltung absieht, vor dem Umzug in den Alwetterzoo.
(07.03.2006, 00:00)
IP66:   Man m√ľ√üte die Sache einmal pr√ľfen. Bei Elefanten gibt es halt sehr viel sehr provisorische Haltungen, bei FLu√üpferden geht das nicht so leicht. Au√üerdem gibt es f√ľr Flu√üpferde ja keine Haltungstraditionen vor dem 19. Jahrhundert. Die Importe in dieser Zeit scheinen ja √ľberschaubar zu sein, wobei sie bei den Nash√∂rnern auch nur sehr gut zu kokumentiert zu sein scheinen.
(07.03.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Ein echt spannendes Thema @IP66, beide Tierarten, Nash√∂rner und Flusspferde bilden da sicher einige Besonderheiten, wobei die Flusspferde schon recht fr√ľh ihre eigenen Domizile erhielten, w√§rend die Nash√∂rner erst nach dem zweiten Weltkrieg so langsam anfingen, eigenen Anlagen neben den Dickh√§uterh√§usern zu erhalten. Flusspferde separat gab es schon sehr fr√ľh (vor dem zweiten Weltkrieg) in Halle, Berlin, Dresden im Aquarium, Frankfurt zumindestens geplant, Posen und Hagenbeck. Nash√∂rner au√üerhalb von Dickh√§uterh√§usern fallen mir da in Deutschland vor dem zweiten Weltkrieg eigentlich nur in Leipzig ein, dort, wo sp√§ter die Sommerunterk√ľnfte der Tapire waren.
(07.03.2006, 00:00)
IP66:   Mir scheint, da√ü sich die Nashornimporte ganz gut zu einer Kulturgeschichte der Tierhaltung am Beispiel dieser Arten nutzen lie√üen. Zwar wurden sie wohl meist in den klassichen Dickh√§uterh√§usern untergebracht, doch auch da gibt es noch keine Gesamtdarstellung, und da die Zahl der Elefantenhaltungen viel gr√∂√üer und un√ľberschaubarer ist, w√§re das Thema sicher interessant - zumal die Architekten √ľber eine Zug√§nglichkeit der Tiere im Winter nachdenken mu√üten. Oder sind Flu√üpferde da spannender, weil da auch noch ein Becken im Haus unterzubringen war?
(06.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Kurze Zusammenfassung der Sumatranashorn-Auflistung im IZYB von 1960: Der Autor nennt eine Zahl von insgesamt 55 Individuen, die bis zu diesem Zeitpunkt in Menschenhand gehalten worden waren (Zoos, Circusse, Wandermenagerien, Privathalter und Handelsbest√§nde), davon 7, die unzweifelhaft der n√∂rdlichen Festlandsunterart lasiotis angeh√∂rten. Nur ein einziges Sumatranashorn war bis dato in Menschenhand gezeugt und geboren worden, n√§mlich 1889 im Zoo Alipore, Kalkutta - und dieses Jungtier war auch noch ein Unterartbastard aus sumatraensis-Bulle x lasiotis-Kuh. Zwei weitere K√§lber kamen von tr√§chtig gefangenen K√ľhen, eines wie schon von Michael Amend erw√§hnt auf dem Transportdampfer im Londoner Hafen, eines in Kalkutta.

F√ľr Europa werden folgende Haltungen erw√§hnt:

Wien-Schönbrunn: 0,1 Jenny 1900-1908 und 0,1 Mary 1902-1919

Antwerpen: 1 Tier, mindestens von 1899-1903 (in letzterem Jahr im Zoof√ľhrer erw√§hnt)

Kopenhagen: 0,1 Subur ab 1959 (siehe unten)

London: 8 Tiere; 0,1 1872, 0,1 Begum (lasiotis) 1872-1900, 0,1 1875-1877, 0,1 1878-1879 (ging später an den Zoo Berlin), 1,0 1879, 1,0 1885, 1 Tier ohne Geschlechtsangabe 1885-1888, 1,0 (lasiotis) 1886-1910 - London hat also von 1872-1910 ununterbrochen Sumatranashörner gehalten!

Paris: eventuell 1 Tier 1900

Berlin: 0,1 1879 (aus London)

Zoo Hamburg (nicht Hagenbecks Tierpark, den gab es da noch nicht!): 0,1 1872-1876

Zoo Leipzig: 1 Tier 1894. Soll Privatbesitz von Ernst Pinkert gewesen sein und deshalb nicht in den "offiziellen" Zoobest√§nden gef√ľhrt worden sein. "Rumours in Leipzig say that Pinkert handled more than one sumatraensis."(!)

Nills Tierpark, Stuttgart: 1 Tier mindestens 1895

Ehlbeck Circus (?), Deutschland: Ein zehnjähriges Tier wurde 1895 ausgestellt.

Amsterdam: 1 Tier ab 1881, 0,1 ab 1896

Budapest: 1 Tier 1894-1895 (zusammen mit dem Leipziger importiert)

Basel: 0,1 Betina 1959-1961

Ein Exemplar in K√∂ln war zweifelhaft (und ohne Jahresangaben), ein von Dresden bereits angekauftes Kalb starb 1928 noch auf Sumatra an einem Schlangenbiss. Zu Hagenbeck hei√üt es, dass er nach eigener Aussage bei vier Gelegenheiten insgesamt f√ľnf Tiere der Insel-Unterart sumatraensis "hatte", aber alle an Enteritis verlor, so dass keines von ihnen verkauft werden konnte. Eines von ihnen k√∂nnte als zehn Monate altes Kalb 1886 eingetroffen sein. Au√üer diesen Tieren gab es eine lasiotis-Kuh mit Kalb bei Hagenbeck, aus Kalkutta eingetroffen 1895 und an den Circus Barnum & Bailey verkauft 1896. Ein Nachkriegs-Sumatranashorn wird f√ľr Hagenbeck nicht erw√§hnt.

Zu den unklaren Fällen gehörten Importe von 1872: Ein Tier erreichte Europa zwischen Januar und Oktober 1872, wurde hier vom Agenten einer amerikanischen Wandermenagerie aufgekauft und nach New York verschifft - weiterer Verbleib unklar. Von einem im selben Jahr nach London verschifften Paar starb der Bulle auf dem Transport, und die Kuh war diejenige mit der "Hafengeburt". Kuh und Kalb wurden in die Stallungen ihres Besitzers, eines Mr. Rice, gebracht; das Kalb lebte allerdings nur zwei Wochen. Danach verschiffte man die Kuh und die Überreste des Kalbes (!) in Richtung USA - weiterer Verbleib unbekannt. Wie Michael Amend unten schrieb, gibt es ja offensichtlich auch die Version, dass die Kuh in den Londoner Zoo kam.

In den USA gab es √ľbrigens deutlich mehr Sumatranash√∂rner in Circussen als in Zoos... Kurios die Bemerkung √ľber das einzige Sumatranashorn im New York Zoological Park, 1902 f√ľr neun Monate gehalten: "...because of crowded conditions at the zoo was sold to the Ringling Brothers Circus." Da verkaufte ein Zoo ein Sumatranashorn wegen √úberf√ľllung an einen Circus!!!

Kleiner Nachtrag zu den Breitmaulnash√∂rnern, da im selben Band des IZYB auch noch was √ľber diese zu finden war: Der sp√§tere Hannoveraner Bulle Gus und seine noch in Afrika verstorbene Kuh waren eventuell die ersten N√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rner in Menschenhand. (Von den S√ľdlichen gab es bereits 1,1 in Pretoria.) Beide wurden 1949 (kein genaueres Datum) gefangen (laut den Lebenserinnerungen von Hermann Ruhe im Sudan) und von ihrem F√§nger Carr Hartley auf seiner Tierfangranch gehalten worden. Sie galten damals als "unverk√§uflich", wurden aber aufgrund ihrer Zahmheit von Filmgesellschaften "gemietet" und vor Ort gefilmt, wodurch sie angeblich in mehreren Tarzan- und sonstigen Afrikafilmen zu sehen sein sollen. Nach dem Tod der Kuh verkaufte Hartley den Bullen an Ruhe.
Das Fangdatum der Antwerpener Tiere ist nicht erw√§hnt, sie trafen am 7. April 1950 in Belgien ein - und stammten √ľbrigens NICHT aus Belgisch-Kongo, sondern aus dem Anglo-√Ągyptischen Sudan.

Und jetzt fällt mir langsam der Arm ab vom Nashorn-Daten-Tippen....
(03.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   So, jetzt wird's noch mal interessant zum Thema Breitmaulnash√∂rner:
Der Bulle Gus kam am 3.6.1963 in den Zoo Hannover und wurde hier bis zum 3.9.1964 gehalten. Damit war er - auf die ART bezogen - das erste Breitmaulnashorn in einem deutschen Zoo und Hannover gleichzeitig der erste und bis heute einzige deutsche Zoo, der beide Unterarten gehalten hat. Und dies sogar lange Zeit gleichzeitig (!), denn am 1.1.1964 trafen 1,1 S√ľdliche Breitmaulnash√∂rner in Hannover ein, die bis zum 24.5.1965 hier blieben. (Diese beiden leben √ľbrigens noch: Es ist das heutige Augsburger Paar!)

Wir haben hier also wieder ein Beispiel des von mir schon mehrfach erw√§hnten typisch hannoverschen Understatements. Einige andere Zoos h√§tten solche Fakten noch drei√üig Jahre danach in ihren Zoof√ľhrern ausgewalzt...

Was die Zoo-Berliner Tiere betrifft: Im Gesch√§ftsbericht f√ľr 1963 ist nur von der Art Breitmaulnashorn "aus S√ľdafrika" die Rede. Und man ist stolz darauf, als erster Zoo in Deutschland ein Paar dieser Tiere zeigen zu k√∂nnen. Ein PAAR - darauf scheint die Betonung zu liegen, denn von einer Unterart ist hier nirgends die Rede. In einem der sp√§teren Kl√∂s-B√ľcher wird daraus dann ein Erstimport des S√ľdlichen Breitmaulnashorns f√ľr Europa. Ankunft in Berlin: 26. August 1963.

Nun war Kl√∂s als Zuchtbuchf√ľhrer und EEP-Koordinator selbst der Autor des mir vorliegenden Zuchtbuches von 1991. Und nach diesem Zuchtbuch gab es bereits ein Jahr vorher, n√§mlich ab dem 31.7.1962, 1,1 S√ľdliche in Chester und 0,1 in Whipsnade sowie ab dem 4.7.1963 1,1 in Rotterdam. Der "Europa-Erstimport" ist also eine selbst gestrickte Legende aus Berlin.

Bei Zahlenangaben aus dem Berliner Zoo bin ich ein wenig misstrauisch geworden, seit ich f√ľr einen Artikel im ZOOFREUND Antilopendaten recherchiert habe. So werden in der Tierbestandsliste des Berliner Zoos von 1969 1,2 Buntb√∂cke aufgef√ľhrt. Diese waren zu dem Zeitpunkt aber allenfalls bestellt, denn im Zoo eingetroffen sind sie erst 1971 (was ebenfalls in den Kl√∂s-B√ľchern nachzulesen ist)!

Vielleicht leitet der Zoo Berlin seinen "Erstimport" daraus ab, dass man schon 1958/59 wegen Breitmaulnash√∂rnern in S√ľdafrika angefragt hatte, was ja der erste Schritt zum sp√§teren Transport war....
(03.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Zum Gl√ľck sind wenigstens meine "International Zoo Yearbooks" zug√§nglich, denn in den alten Ausgaben findet sich Einiges √ľber Nash√∂rner. Da ich es bisher nur √ľberfliegen konnte, nur ein Anriss:

In Band 3 (1961) berichtet der Kopenhagener Zoodirektor Svend Andersen √ľber Subur, das dortige Sumatranashorn. Bei der Fangexpedition f√ľr die Zoos Basel, Kopenhagen und Bogor sollten 1959 drei Paare in der Region des Siak River auf Sumatra gefangen werden, wo die Art nicht unter Schutz stand (!). Gefangen wurden insgesamt 10 Tiere (!!), wobei der einzige Bulle darunter wieder entkommen konnte. Schlie√ülich wurde nur je eine Kuh f√ľr die drei Zoos exportiert, die √ľberz√§hligen K√ľhe wurden wieder freigelassen. Die Tiere in Basel und Bogor starben jeweils 1961. Das Baseler Exemplar muss bereits vor Subur nach Europa gekommen sein, denn es ist auf dem Zolli-Bulletin Nr. 3 vom Oktober 1959 abgebildet, und der Text dazu lautet "Betina, das einzige Sumatra-Nashorn der Welt, das gegenw√§rtig in einem Tierpark ausgestellt ist, befindet sich in der neuen Nashornanlage des Sauter-Gartens".
Subur wurde via Singapur und London nach Kopenhagen gebracht, meine Vermutung bez√ľglich Hagenbeck (siehe unten) trifft also nicht zu.

Bereits in Band 2 von 1960 findet sich ein Artikel "Asian Rhinos in Captivity" von Richard J. Reynolds, der ausdr√ľcklich nicht nur auf Zoos bezogen ist - etliche Nash√∂rner wurden z.B. in asiatischen Pal√§sten gehalten. Auch hier gibt es hie und da Zweifel an der richtigen Artbestimmung, gerade zwischen Panzer- und Javanashorn. Das von Michael Amend erw√§hnte Javanashorn in Adelaide wurde z.B. zeitlebens im Zoo als Panzernashorn betrachtet und erst nach seinem Tod im Adelaide Museum richtig bestimmt!

Nach der Liste von Reynolds gab es - Palasthaltungen mal weggelassen - folgende Javanashörner in Zoos:

Zoo Alipore, Kalkutta: 1 Tier 1887-1892, das vorher schon ab 1877 in einer Privatmenagerie gelebt hatte.

Zoo Bangkok: ca. ab 1938 ein Tier, gefangen in Laos (!). Die Artzuordnung war zwar nicht sicher, die Beschreibung passte aber auf das Javanashorn.

Zoo Liverpool: Ein Tier 1836. Wurde zudem in einer Wandermenagerie in ganz England und Schottland zur Schau gestellt.

Zoo Venedig: Nur nach einem Gemälde von ca. 1730-1740 in Verdacht, Artzuordnung nicht sicher.

Hagenbeck: Ende der 1870er angeblich eine echtes Javanashorn im Handelsbestand. Keine weiteren Infos dar√ľber zug√§nglich.

Jamrach: 1877 f√ľr sechs Monate 0,1 im Handelsbestand, starb dort.

Montgomery Menagerie, San Francisco (wahrscheinlich Circus): Angeblich 1879 angekommen.

Dazu kommen die schon erw√§hnten Exemplare in Adelaide und London (hier wird allerdings der 7. M√§rz 1874 - nicht 1875 - als Ankunftsdatum genannt) sowie das f√ľr Wien bestimmte, aber auf dem Transport gestorbene Tier.

Der Artikel nennt dazu etliche (!) Sumatranashörner in Menschenhand, da muss ich mich erstmal hindurchlesen. Nur soviel vorab: Allein sieben wurden in amerikanischen Circussen gehalten!
(03.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   War nicht mal in einem BONGO etwas √ľber "Jamrachs Nashorn", importiert durch den gleichnamigen Tierh√§ndler, zu lesen, bei dem es Zweifel in der Artbestimmung gab? Komme wegen Renovierung an Teile meiner Sammlung im Moment nicht dran.

@Oliver Jahn: Das genaue Zugangsdatum des Hannoveraner Breitmaulbullen habe ich noch nicht rausfinden k√∂nnen. Kurios nur, dass er im Zuchtbuch fehlt. Dass er sich nicht weitervermehrt hat, kann nicht der Grund daf√ľr sein, denn das haben die Antwerpener Nash√∂rner auch nicht, und die stehen drin.

@Dirk K: Direkter Pflegerkontakt zu Nash√∂rner - welcher Art auch immer - ist bzw. war eigentlich nichts Ungew√∂hnliches (wobei ich nicht wei√ü, ob heutzutage betriebliche oder versicherungstechnische Gr√ľnde diesen in manchen Zoos unterbinden). Die Spitzmaulnashornkuh, mit der Frankfurt die europ√§ische Erstzucht hatte, lie√ü sich sogar melken. Und der erw√§hnte hannoversche N√∂rdliche Breitmaulnashornbulle lie√ü seinen Pfleger sogar auf sich reiten - der selbe Pfleger durfte auch mit den K√§lbern des damaligen Spitzmaulnashornpaares spielen.

Breitmaulnash√∂rner, die den Umgang mit Menschen gewohnt sind, sind sogar bekannt f√ľr den unproblematischen Umgang. Einige der in Kenia angesiedelten Breitmaulnash√∂rner wurden z.B. lange Zeit (oder werden noch?) tags√ľber von einem "Hirten" auf ihrem Weidegang begleitet und f√ľr die Nacht von ihm in einen Korral gebracht - als Schutzma√ünahme gegen Wilderei. Und der Auftritt von Breitmaulnash√∂rnern in Circussen w√§re ohne direkten und freundschaftlichen Kontakt gar nicht m√∂glich (womit ich nicht sagen will, dass ich Nash√∂rner im Circus f√ľr erstrebenswert halte!).

Apropos: Es gab, glaube ich, "in grauer Vorzeit" sogar mal ein Sumatranashorn in der Menagerie eines amerikanischen Circusses (Panzer- und Spitzmaulnashorn √ľbrigens definitiv).
(03.03.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Super, vielen Dank Klaus, da lag ich doch mit 1874 tats√§chlich richtig! :-)
Ist das vielleicht eines der bei Kourist erwähnten Tiere, bei denen er davon ausgeht, es könnte eine Kreuzung aus Smatra- und Javanshorn sein, oder eine bereits ausgestorbene Unterart?
(03.03.2006, 00:00)
Klaus Sch√ľling:   Aus: Lothar Schlawes Arteninventar f√ľr den Zoo Berlin f√ľr die Zeit vom 1. August 1844 bis 31. Mai 1888 (im Shop f√ľr Euro 8,50)
Sumatranashorn:
1878-1880, damals f√ľnf Tiere aus vier Formen (ersteigert in Antwerpen)
Javanashorn:
1874 in Antwerpen ersteigert. Die systematische Einordnung dieses Tieres ist umstritten, dazu weitere Angaben bei Schlawe.
(03.03.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Die Information habe ich aus Kl√∂√ü¬ī Buch "Freundschaft mit Tieren". Dort schreibt er √ľber seine Vorliebe f√ľr Nash√∂rner und erw√§hnt den Bestand an Nash√∂rnern vor dem zweiten Weltkrieg mit indischem Panzernashorn als Paar, Sumatranashorn und einem Javanashorn und einem Spitzmaulnashorn. Eine Jahreszahl steht dort leider nicht, aber ich habe aus einer Quelle, an die ich mich leider nicht mehr erinnern kann, das Jahr 1874. Ich habe gestern Abend in etlichen B√ľchern nachgesehen, habe diese Jahreszahl aber nicht wieder gefunden. Kourist schreibt allerdings in "400 Jahre Zoo" auch von einigen Problemnash√∂rnern, die man nicht zweifelsfrei dem Javanashorn zuordnen kann, und in diesem Zusammenhang auch von den √ľbrigen in Zoos gehaltenen Javanash√∂rnern.
(03.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Oliver Jahn
Wann hat das Tier im Berliner Zoo gelebt, hast du dazu nähere Daten ?
(03.03.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @Michael Amend, der Zoo Berlin hatte auch mal ein Javanashorn.
(02.03.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @ Michael Mettler, die Berliner Breitm√§uler kamen am 27. August 1963 nach Berlin und Kl√∂√ü nimmt f√ľr sich nur in Anspruch, damit in Europa die ersten Breitm√§uler der s√ľdlichen Unterart in seinem Zoo zu haben. Wann kam der n√∂rdliche Bulle nach Hannover? N√∂r
(02.03.2006, 00:00)
Hannes:   ich sah auch mal wie ein Tierpfleger in das nashorngehege in M√ľnster ging und die Tiere mit einem schlauch abspritzte worauf diese die ganze zeit begeistert durch das gehege rannten und der Pfleger dazwischen. Als ich Jahre sp√§ter mien Praktikum dort im Zoo machte war im elefantenhaus eine vollkommen andere crew t√§tig und von denen ging keiner zu den nash√∂rnern.
(02.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Wie siehts eigentlich mit direkten Kontakt von Pflegern zu Nash√∂rnern aus? In ETC wurde mal gezeigt, wie der Pfleger zu einem Spitzmaulnashorn ins Gehege ging, obwohl das ja eigentlich als recht angriffslustig gilt.
(02.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Zoosammler
Es stimmt nicht, wenn Niels schreibt, das javanashorn sei vor 1945 öfter als Sumatra,-und Spitzmaulsnashörner in die Zoos gelangt, tatsächlcih warene s nachweislich gerade mal zwei Javanshörner, die bis zum heutigen Tag in einen Zoo gelangten
(02.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Niels: Es gibt sogar eine Brosch√ľre aus Erfurt "Nash√∂rnern auf der Spur", erschienen 1998 und erh√§ltlich beim Sch√ľling Buchkurier...

Die ersten Breitmaulnashörner kamen erst 1950 nach Europa, und zwar 1,1 der nördlichen Unterart (Paul + Chloe) in den Zo
(02.03.2006, 00:00)
Niels:   Ich hatte im Sommer 2005 den Zoo Erfurt besucht, und da gab es im Nashornhaus eine Ausstellung √ľber Nash√∂rner in Zoos. Da war auch ne Auflistung √ľber aktuelle Bestandszahlen der Nashornarten in Natur und Menschenobhut. Javanash√∂rner werden zur Zeit √ľberhaupt nicht in Menschenobhut gehalten.
Es w√§re toll wenn die Ausstellung in einer Brosch√ľre ver√∂ffentlicht werden w√ľrde. Sie w√ľrde wahrscheinlich viele hier aufgeworfenen Fragen beantworten (z. B. zu den Sumatranash√∂rner, gerade auch √ľber Mi√üerfolge und Erfolge der Zuchtstationen). Vor dem 2 Weltkrieg gelangten Javanash√∂rner demnach noch √∂fter als Sumatranash√∂rner in die Zoos und waren wahrscheinlich h√§ufiger zu sehen als Spitzmaulnash√∂rner, w√§hrend Breitmaulnash√∂rner vor dem 2. Weltkrieg in Zoos quasi √ľberhaupt nicht gezeigt wurden. Die Info war f√ľr mich v√∂llig √ľberraschend! Das Standardzoonashorn war damals das Panzernashorn vielmehr als heute das Breitmaulnashorn. Etwa zwei drittel der Zoonash√∂rner sind zur Zeit s√ľdliche Breitmaulnash√∂rner.
(02.03.2006, 00:00)
Zoosammler:   Wie sieht (sah) es eigentlich mit Javanash√∂rnern in Zoos aus?
(02.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Dirk K: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das S√ľdliche Breitmaulnashorn war im Bestand schon mal so weit runter wie heute sein n√∂rdlicher Vetter, und wie man sieht, hat es sich dank strengen Schutzes und straffen Managements wieder erholt. Der gro√üe Unterschi
(01.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Die Tierjournale im Hagenbeck-Archiv reichen meiner Erinnerung nach bis etwa Anfang der 50er zur√ľck. Auf der Suche nach Antilopendaten durfte ich mal Einblick nehmen. Ich w√§re im Leben nicht drauf gekommen, darin nach einem Sumatranashorn zu schauen... K√∂nnte eventuell das Kopenhagener Tier √ľber Hagenbeck gekommen sein? Das Baseler Sumatranashorn ist meiner Erinnerung nach von Peter Ryhiner nach Europa geholt worden, der f√ľr Basel auch die Panzernash√∂rner gefangen und transportiert hat.
(01.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Stefan Schubert
Wieder einmal hat die Bild-Zeitung eindrucksvoll bewiesen, das es diesen Herrn in der Redaktion nicht auf die Wahrheit ankommt.Fakt ist, das 2003 wirklich 5 Tiere an einer myteriösen Krankheit gestorben sind,aber nicht in einem Zoo, und s
(01.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Eine wahre Trag√∂die. Wie sehen eure Einsch√§tzungen zum √úberleben von Java- und Sumatra Nashorn aus?
(01.03.2006, 00:00)
Stefan Schubert:   BILD, 19.11.2003:
Kuala Lumpur - Es ist zum Weinen! F√ľnf der seltenen Sumatra-Nash√∂rner sind in einem Tierpark in Malaysia elendig verendet! Sie litten an einer mysteri√∂sen, offenbar ansteckenden Krankheit, die ihr Blut vergiftete. Weltweit gibt es nur noch etwa 300 der prachtvollen Tiere. Tierpark-Chef Terri Roth: "Der Tod unserer f√ľnf Nash√∂rner ist f√ľr den Kampf gegen das Aussterben der Tiere eine Katastrophe."
Zum Artikel erschien auch ein Bild mit zwei toten Tieren!
(01.03.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   @Dirk K., Irgendwo hatte ich mal gelesen, da√ü der Zoo Melakka in Malaysia
Sumatranashörner zumindest gehalten hat.
Melakka ist neben dem Zoo des Stadtstaates Singapur wohl der bedeutendste Zoo dieser Region.
(01.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Hast du einen √úberblick dar√ľber, wieviele Sumatranash√∂rner √ľberhaupt in Zoos gelangten und wohin? Die Zoos in √úbersee verfolge ich nicht intensiv.
Aus Europa der Nachkriegszeit sind mir nur vier Tiere bekannt: 0,1 in Basel, 0,1 in Kopenhag
(01.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   qDirk.K
Leider war die Geburt 1899 in Kalkutta nur eine"Eintagsfliege", d.H., es gab danach keine weiteren Geburten in irgendeinem Zoo bis 1987 im Zoo Melaka, das Weibchen war abvr tr√§chtig gefangen worden. Los Angels probiert derzeit, f√ľr seinen Jungbullen, der 2001 in Cincinnati zur Welt kam, eine Kuh zu bekommen, aber die Aussichten daf√ľr sind laut dem S√§ugetierkurator in L.A sehr, sehr schlecht. Mal abwarten, was Cincinnati mit seinem weiblichen Kalb macht, die wird sp√§testens n√§chstes Jahr weg m√ľssen, weil der Zoo das Paar wieder zusammenlassen will.Derzeit gibt es nach meinen Infos keine Sumatranash√∂rner mehr in einem asiatischen Zoo, nur noch in einer nicht √∂ffentlichen Zuchtstation.
(01.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Danke f√ľr die Infos...
Gibt es denn gar keine Chance Tiere zu importieren? Werden sie noch nicht mal in S√ľd/Ost-Asien irgendwo im Zoo gehalten? im Forum stand ja, dass Kalkutta diese Tiere schon recht fr√ľh gez√ľchtet hat.
(28.02.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Dirk K.
Cincinnati hatte zu dem Zeitpunkt, als die"Abenteuer Zoo"Folge gedreht wurde, zwei weibliche Sumatranashörner, "Emi"und"Rapunzel",die aus dem Bronx-Zoo New York nach Cincinnati zum Decken kam.Sie wurde trotz mehrfacher Deckakte nie trächtig,"Emii
(28.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Auch wenns nicht direkt hier hin geh√∂rt frag ich trotzdem mal: Sehe gerade die Abenteuer Zoo-Folge √ľber Cincinnati. Hier hie√ü es, dass der Zoo zwei Sumatranashornk√ľhe besitzt. Hat sich da seit der Aufnahme der Folge, was ja schon l√§nger her ist, irgendwas getan. Hier im Forum hie√ü es nur von dem Weibchen Emi, das Nachwuchs hatte.
(28.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Mal eine ganz andere Frage: Bei meinem letzten Besuch in M√ľnchen vor einigen Jahren habe ich gesehen, dass der Einsatz von "Schaukelseilen" als Absperrung bei Nash√∂rnern einen unangenehmen Nebeneffekt hat. Eine der Panzernashornk√ľhe hatte jedenfalls ein bis zur H√§lfte "durchges√§gtes" Horn, und die Kerbenbreite entsprach ziemlich genau dem Durchmesser der verwendeten Drahtseile. Ist man von dieser Art Absperrung inzwischen wieder abgekommen, oder hat das Nashorn aufgeh√∂rt, mit dem Horn am Seil zu reiben?
(20.02.2006, 00:00)
Kahuna:   Letzte nacht war in krefeld ein nashorngeburt. (Spitzmaul) Der kleine ist ein bulle. Nur noch am video zu beobachten
(19.02.2006, 00:00)
cajun:   Gelsenkirchen erwartet f√ľr Afrika* eine Gruppe mit Breitmaulrhinos aus S√ľdafrika. Importe aus einer "Nashornfarm" dort .
(19.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Habe jetzt einen Pressebericht vom Serengetipark Hodenhagen gelesen, worin es hie√ü, dass die Gruppe jetzt 12 Tiere umfasst, die jedoch alle auf ein Zuchtrio zur√ľckgehen.
(18.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Wie siehts denn in Hannover aus?
(18.02.2006, 00:00)
Jelle Boef:   Sind abgesehen von zwei Kuehe in Krefeld und Zoo Berlin, noch weitere Nachzuchten bei Spitzmaulnashoerner zu erwarten in naechsten Jahr?
(18.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Meinen Beitrag vom 9.2. muss ich korrigieren: Zwar gab es gleichzeitig K√§lber von Breitmaul- und Spitzmaulnashorn in Hannover sowie ebenfalls gleichzeitig von beiden Elefantenarten, aber nicht alle vier zur selben Zeit: Als das Nashorn-Doppelpack vorhanden war, gab es "nur" Asiatischen Elefantennachwuchs. Zu dieser Zeit bemerkenswert genug!
(15.02.2006, 00:00)
Hannes:   www.Zootierpflege.de
(12.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Komisch, wie kommen die auf solche Werte in Schwerin...
Wo kann man denn diese Richtlinien einsehen?
(12.02.2006, 00:00)
Hannes:   Also laut dem gtachten f√ľr Mindestanforderungen zur Haltung von S√§ugetieren muss einem Paar Nash√∂rner min. 500qm zur verf√ľgung stehen + 20 qm Innestall pro Tier.
500qm sind gleich 0,05 ha.
genaueres welche zu Breitmaulnashörnern steht dort nicht.
(12.02.2006, 00:00)
Ollo:   Die EU-Zoo-Richtlinie ist insgesamt nur ca. eine DIN A4 -Seite lang. Alles weitere wird von den Staaten konkretisiert. In Deutschland wurde die Kompetenz an die Bundesl√§nder weitergegeben. Es kann mir keiner erz√§hlen, da√ü in jedem Bundesland separat festgesetzt wird, wie Breitmaulnash√∂rner zu halten sind. Ich denke mal eher, da√ü die im Ministerium zust√§ndige Person sich da was "ausdenkt". Als Anhaltspunkt gibt es f√ľr manche Tiere zwar Richtlinien vom Bundeslandwirtschaftsministerium, die aber sehr, sehr ungenau sind.
(12.02.2006, 00:00)
Dirk K:   In den NDR-Zoogeschichten aus Schwerin hie√ü es, dass die Eu-Richtlinien f√ľr Breitmaulnash√∂rner eine Gruppe von 2,3 Tieren und ein Gehege von mindestens 1 ha vorsehen. Dem w√ľrde ja eigentlich nur Hodenhagen entsprechen, weshalb ich mir kaum vorstellen kann, dass das stimmt. Wei√ü vielleicht irgendjemand hier, wies wirklich ist?
(12.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Ja, "Hlambamans", der erste √ľberhaupt nach Deutschland importierte Breitmaulnashornbulle, durfte bin zum Ende seiner Tage im Berliner Zoo bleiben.
(10.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Wie ich in der Zoopresseschau gelesen habe, plant man in Schwerin einen Ausbau der Anlage und des Stalles um bis zu sechs Nash√∂rnern halten zu k√∂nnen. Die Planungen scheinen also doch auf Breitm√§uler zu tendieren.
(10.02.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Dem kann ich nur zustimmen. Besonders denke ich da an die Verbringung der Flusspferde aus Leipzig nach Afrika, der auch der Tod des Weibchens geschuldet ist. Hat nicht auch der Zoo Berlin seinem alten Breitmaul-Bullen im Elefantenhaus das Gnadenbrot gegeben?
(10.02.2006, 00:00)
Konstantin Ruske:   Der Breitmaulsnahornbulle wurde 1962 oder 1963 geboren, ist also wirklich schon sehr betagt, was man ihm auch immer mehr ansieht. Ein erneuter Umzug sollte unterbleiben, egal ob mit oder ohne EEP.
(10.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   "Nicht zum EEP geh√∂rend" gilt somit dann ja eigentlich f√ľr den Zoo Dresden und nicht f√ľr den Tierpark Berlin, wenn der Bulle dort nur eingestellt ist! (Und Dresden m√ľsste sich um eine m√∂gliche Weitergabe k√ľmmern...)
(10.02.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Ja, das ist er. Beim Zoosammlertreffen erz√§hlte uns Herr Dr. Dathe beim Rundgang durch das Dickh√§uterhaus, dass er das Tier sogar noch aus dresdner Zeiten kennt. Als der Tierpark seine Bl√ľtezeit bei den Breitm√§ulern hatte standen dort 5 Tiere. In einem Jahresbericht ist zwar einmal von 6 Tieren die Rede, aber das wurde hier im Forum unter Zoo-News schon mal er√∂rtert. Es waren wohl nur 5. Darunter der alte Dresdner Bulle und das hallenser Tier, welches dann trotz starker Bem√ľhungen des Tierparks, es behalten zu d√ľrfen, vom Zuchtbuchkoordinator dennoch nach Salzburg abgegeben wurde. Dort stand ja schon das andere Hallenser Tier. Zwei anderen Tiere stammten aus San Diego, eines war noch vorhanden aus den Zeiten vor Bau des Dickh√§uterhauses.
(10.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Also ist der aktuelle Berliner Bulle der fr√ľhere Dresdner?

@IP66: So ist es. Immerhin sind die meisten Breitmaulsnash√∂rner zu einer Zeit importiert worden, als man sich gerade daran gew√∂hnt hatte, dass Zoo-Nash√∂rner √ľberhaupt K√§lber bekamen, und bei Spitzmaul- und Panzernashorn hatte es ja paarweise geklappt. Und als die Erkenntnis reifte, dass zur Breitmaulzucht mehr als nur 1,1 n√∂tig sind, waren die entsprechenden Stallungen schon gebaut und nicht erweiterungsf√§hig...

M√ľnster konnte sich lange Zeit damit br√ľsten, die einzige Zucht mit einem Paar zu haben. Die Sache hatte nur einen Sch√∂nheitsfehler: Die Kuh kam bereits gedeckt nach M√ľnster, und die erfolgreiche Paarung war im spanischen Akklimatisationsgel√§nde (San Roque?) in Anwesenheit mehrerer Artgenossen passiert... Und da das Erstgeborene in M√ľnster blieb, war von da an ja nicht mehr nur ein Paar vorhanden, sondern schon eine (kleine) Gruppe. Die Zuchterfolge als solche werden dadurch nat√ľrlich keineswegs geschm√§lert!

Die erste Geburt (und Aufzucht) in Europa √ľberhaupt gab es √ľbrigens in Hannover, allerdings von einer unerkannt tr√§chtig gefangenen Kuh. Wenn ich es richtig im Kopf habe - f√ľr pers√∂nliche Erinnerungen war das vor meiner "Zoo-Zeit" - konnte Hannover damit das vielleicht sogar einmalige Erlebnis bieten, im selben Haus gleichzeitig K√§lber bei Breitmaul- und Spitzmaulnashorn sowie Afrikanischem und Asiatischem Elefanten zu haben (wenn da mal nicht sogar noch die Flusspferde im "Anbau" auch noch ein Kalb hatten - m√ľsste ich eigentlich mal recherchieren).

Meines Wissens ist Hannover auch der einzige deutsche Zoo, in dem einige Zeit ein N√∂rdliches Breitmaulnashorn gehalten wurde, ein Bulle namens Gus (in den 60ern, noch bevor die s√ľdlichen Verwandten nach Hannover kamen).

Hodenhagen hat als einzige deutsche Haltung meines Wissens gleich mit mehr als einem Paar angefangen.
(09.02.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Das Dresdner Tier ging doch an den Tierpark Berlin. Und eines der hallenser Tiere auch. Dieses wurde dann sp√§ter nach Salzburg abgegeben.
(09.02.2006, 00:00)
IP66:   K√∂nnen die geringen Erfolge bei der Breitmaulnashornzucht in Deutschland daran liegen. da√ü es sehr viele sehr fr√ľhe Ein-Paar-Haltungen gab und gibt: In K√∂ln war es so - noch im alten Elefantenhaus, im Zoo Berlin war es so, ebenfalls in Dortmund und Krefeld, in Duisburg und vielenorts ist es ja immer noch so. Zwar ist manche Zucht aus dieser Paarhaltung erwachsen - etwa in M√ľnster - doch in manchen Anlagen (etwa K√∂ln, Krefeld, Duisburg), w√§re ein Jungtier sogar zum Problem geworden, da es nicht genug Absperrk√§fige gab.
(09.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Vielleicht w√§re es ja einen Versuch wert, die "Rentner" unter den Breitmaulnash√∂rnern nach Geschlechtern getrennt in Altersruhesitzen zu versammeln. Schlie√ülich stehen alle Zoos mit Haltung alter Paare vor dem Problem, dass irgendwann ein Einzeltier √ľbrig bleibt.
(09.02.2006, 00:00)
Niels:   Wie ich hier herausgeh√∂rt habe, ist das Breitmaulnashorn im Tierpark Berlin schon ziemlich betagt und daher fraglich inwieweit noch zu Zuchtzwecken und Blutauffrischung zu gebrauchen. Abzugeben wird es dann auch nicht so leicht sein, welcher Zoo nimmt es denn dann schon. Aber da f√§llt mir ein wer hat eigentlich das √ľbriggebliebene altersschwache Breitmaulnashorn aus Dresden genommen? Das Tier kam geschlechtsreif Anfang der 60er in den Dresdener Zoo und lebte dort fast 40 Jahre. Wer nimmt solche Tiere freiwillig?
(09.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Nur √ľber den Daumen: Hodenhagen d√ľrfte 4-6 adulte Tiere haben plus den jeweiligen Nachwuchs. Soweit ich mich erinnere, scheint es nur einen adulten Bullen dort zu geben.
(09.02.2006, 00:00)
Stefan:   Auch wenn sich der Thread nur auf die Haltung in Deutschland bezieht, halte ich einige Vergleichszahlen f√ľr sehr interessant: Whispnade Animal Park ("Au√üenstelle vom Zoo London")konnte letztes Jahr innerhalb von 4 Monaten gleich drei K√§lber beim S√ľdlichen Breitmaulnashorn vermelden (alles Jungs), seit 1970 kamen hier mehr als 50 K√§lber zur Welt, weltweit wird diese Bilanz nur noch getoppt von San Diego. Wie schneiden denn die deutschen Haltungen bei Panzer-, Spitzmaul- und Breitmaulnsahorn ab?
(09.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Aus wie vielen Tieren besteht denn die Gruppe in Hodenhagen. Da findet man leider √ľberhaupt nichts auf der Homepage des Parks:-(
@karsten: Bist du sicher, dass die Tiere in Dortmund schon so alt sind? Ich meine nämlich mal gehört zu haben, dass sie um die 15 sind und aus Aalborg kommen.
(09.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Konstantin Ruske: Wie ist "nach dem Ableben" zu verstehen: Ist er schon "abgelebt" oder zielt das in eine Zeit X? Und wenn Letzteres gilt, wurde gar nicht an Abgabe gedacht? Vielleicht braucht Hodenhagen ja mal Blutauffrischung...
(09.02.2006, 00:00)
Konstantin Ruske:   Nach dem ableben des letzten breitmaulnashornbullen bekommen die Panzernash√∂rner aufgrund der gut laufenden Zucht ( letztes Jungtier ein Weibchen!)beide Anlagen.
In schwerin ist die umstellung auf Spitzmäuler wohl definitiv.
(09.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Eine solche Website w√ľrde ich mir f√ľr viele andere Tierarten auch w√ľnschen...

Nach der dortigen Liste nehmen nicht am EEP teil: Stukenbrock (√ľberrascht mich nicht), Hodenhagen (Wurden die nicht sogar ausgeschlossen? Wohin geben die ihre Nachzuchten ab?) und der Tierpark Berlin!

Bei den Bestandszahlen f√ľr die Zoos wird leider nicht erw√§hnt, f√ľr welchen Stichtag sie gelten. F√ľr Schwerin ist z.B. nur ein einzelner Bulle namens Willie gelistet!

Und der Augsburger Bulle Abu gilt als √§ltestes Breitmaulnashorn im EEP (seine Kuh Toto wird allerdings mit dem selben - angenommenen - Geburtsdatum gef√ľhrt und ist somit Co-Rekordhalterin).
(09.02.2006, 00:00)
Matthias Papies:   Fuer Breitmaulnashoerner kann ich die Website www.wreep.net empfehlen. Das ist die offizielle Homepage des White Rhino EEP.
(09.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Vielleicht ergibt sich f√ľr das Friedrichsfelder Breitmaulnashorngehege noch eine ganz andere Nutzung: Wuppertal hat nach dem aktuellen Zuchterfolg demn√§chst einen m√§nnlichen Mittelamerikanischen Tapir zuviel, und die beiden Zoos pflegen ja einen engen Kontakt.
(09.02.2006, 00:00)
Stefan:   @Michael Mettler: Die von mir genannten 8 europ√§ischen Nachzuchten betreffen tats√§chlich das Jahr 2004. Letztes Jahr legte der Tierpark Berlin noch einmal mit einem weiteren Kalb von Mutter Betty nach, nachdem diese sehr ungl√ľcklich ihren Sohn Patna (2004
(09.02.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Michael Mettler
Der Hannoveraner Bulle"Kifaru"m√ɬľ√ÉŸte der eigentlichd er Frankfurter sein, der ging ca. 1990/91 meiens Wissens nach Hannover, nachdem 89 die beiden"Neuen"eingetroffen waren.
@Rudi
Gelsenkirchen bekommt 100 % ig KEINE Sumatra-Nashörner.So
(09.02.2006, 00:00)
karsten:   ..eins hei√üt Nielsine* ..das Weibchen.
sind laut Zoo aus einem Safaripark dort ( Knuthenborg? )Keine Ahnung, ob das die Heidelberger sind....
(08.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Aus D√§nemark? Sind das etwa die beiden Heidelberger Tiere, die (siehe "Zoo-Projekt Karlsruhe") 2003 nach D√§nemark abgegeben wurden und jetzt als Re-Import zur√ľckkehren??? W√ľrde vom Alter her genau passen!

Vielleicht k√∂nnte sich ja noch ein Zoo erbarmen, die beiden Stukenbrocker Breitmaulnash√∂rner zu "retten". Ihr dortiges, f√ľr einen Safaripark recht kleines Gehege (nicht im befahrbaren Teil gelegen!) grenzt - nur durch den Besucherweg getrennt - an l√§rmende Fahrgesch√§fte. Die Tiere leben auf tiefem Sandboden - noch nie habe ich irgendwo anders ein Nashorn mit lang ausgewachsenen Hufn√§geln gesehen!
(08.02.2006, 00:00)
karsten:   In Dortmund gibt es schon 2 √ľber 30 Jahre alte Breitmaulnash√∂rner aus DK. Und da soll jetzt die Kuh aus Schwerin dazu? Wie lang werden denn solch langlebigen, aber auch "alten" Tiere tr√§chtig? Meine, gibt es da keine "j√ľngeren" Alternativen?
(08.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Mit meinem Tipp war ich wohl zu voreilig: War eben auf der ZOOM-Homepage, und da werden unter "Afrika" Infos √ľber Breitmaulnash√∂rner gegeben!
(08.02.2006, 00:00)
Dirk K:   @ Michael Mettler: Ich glaube, dass zweite Jungtier in M√ľnchen war eine Totgeburt oder ist schon bald nach der Geburt gestorben.
(08.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Stefan: M√ľsste das nicht 2005 hei√üen? Und hatte M√ľnchen nicht auch zwei? Auf jeden Fall gab es √ľberwiegend m√§nnlichen Nachwuchs. Wird wohl Zeit f√ľr eine Junggesellenherde :-)

@Dirk K.: In Hannover stehen meines Wissens derzeit 1,2. Zuchtbulle Kifaru (ge
(08.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Vielleicht sollte man in Gelsenkirchen dar√ľber nachdenken eine Junggesellengruppe, falls sowas bei Panzernash√∂rnern √ľberhaupt funktioniert, da in den letzten Jahren ja extrem viele Bullen geboren wurden.
(08.02.2006, 00:00)
Stefan:   Kleiner Nachtrag: 2004 war ein gutes Jahr f√ľr Nachzuchten beim Panzernashorn. Wenn man bei der Betrachtung Deutschland noch gro√üz√ľgig die Nachbarstaaten einbezieht, so konnten acht Erfolgsmeldungen verbucht werden: N√ľrnberg, M√ľnchen, Stuttgart, Planckendael/Belgien, Tierpark Berlin (2 St√ľck), Basel (ebenfalls 2 St√ľck)
(08.02.2006, 00:00)
Stefan:   @Dirk: Das w√ľrde wirklich am meisten Sinn machen, schlie√ülich gibt es dort 2 ausgewachsene K√ľhe, den Bullen, sowie die beiden m√§nnlichen Jungtiere aus 2004 und die Nachzucht aus 2005. Vielleicht nur sollte man die Anlagen ein bisschen besser strukturieren
(08.02.2006, 00:00)
Rudi:   nee. Gelsenkirchen will doch Sumatra-Nash√∂rner ;-)
Zumindest laut Website und Bauanschlag
(08.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Da ist mir Stefan wohl mit einigem zuvor gekommen...;-)
Aber sollte man die Breitmaulnashornanlage in Friedrichsfelde nicht den Panzernashörnern zuschlagen? Immerhin gibts jetz sechs(?) Tiere.
(08.02.2006, 00:00)
Dirk K:   Ich f√ľg nochmal was hinzu:
1. Der Panzernashornbulle im Zoo Berlin ist auf jeden Fall Vater eines Kalbes im Tierpark, auch die Kuh im Zoo soll trächtig sein.
2. In M√ľnster ist jetzt sicher, dass Emmi im 5 Monat wieder schwanger ist.
3. Ein Paar Breitmäulter ist schon in Dortmund in der alten Anlage.
4. √úber Schwerin hab ich zum einen geh√∂rt, dass die alte, aus M√ľnster √ľber Erfurt gekommende Kuh und der aus in Erfurt geborene Limbopo, zusammen in die zuk√ľnftige Dortmunder Zuchtgruppe integriert werden sollen und man dann auf Spitzm√§uler umstellen will.
Die zweite Variante sah eine Erweiterung der Anlage und Vergrößerung der Gruppe vor.

So, das ist was ich weiß, habe aber noch eine Frage unzwar wieviele Spitzmäuler es z.Z. in Berlin und Hannover gibt?

(08.02.2006, 00:00)
Stefan:   Panzernashorn:
Eines der Kälber aus dem Tierpark Berlin geht auf eine erfolgreiche Austauschaktion mit dem Bullen aus dem Zoo hervor (eine der beiden Nachzuchten aus 2004)
Spitzmaulnashorn
Berlin: Ein Weibchen ist tr√§chtig, von Frankfurt glaube ich, √Ąhnliches im Forum geh√∂rt zu haben, au√üerdem wurde Ende 2005 erst die Bullenanlage √ľber den Besucherweg erweitert, Krefelder Kalb ist f√ľr M√§rz angek√ľndigt, zur Zeit wird die Au√üenanlage abgesichert, die Innenstallung durch Grabenaufsch√ľttung vergr√∂√üert
S√ľdliches Breitmaulnashorn
M√ľnster hatte letztes Jahr Pech, nachdem die Kuh Emmy das Kalb kurz nach der Geburt verletzte. Sie ist aber wieder tr√§chtig wie der Zoo vor kurzem bekanntgab
Tierpark Berlin: Mich w√ľrde sehr interessieren, ob die Breitmaulnashornhaltung ausl√§uft, wenn ja, wer die verleibende Anlage erbt. Meines Wissens hat das letzte Zwergflusspferd die Innenanlage (war ja vielmehr das Nashornbadebecken)verlassen. Deute sich ein erster gr√∂√üerer Umbau im Dickh√§uterhaus an?
(08.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Nachtrag: Die Augsburger Breitmaulnash√∂rner geh√∂ren eigentlich dem Zoo Z√ľrich, sind aber wegen dortigen Platzmangels zu Gunsten der Spitzmaulnashornzucht als Dauerleihgabe in Augsburg eingestellt worden.
(08.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Da das Thema unter "Projekt Zoo Karlsruhe" schon angeschnitten wurde (und diesen Zoo noch nicht einmal betrifft) und alle anderen "Dickh√§uter" schon eigene Threads haben, kam ich auf die Idee, mal einen Deutschland-√úberblick mit Nash√∂rnern und den Perspektiven ihrer Haltungen zu versuchen.

Panzernashorn:
Zoo Berlin, Tierpark Berlin, N√ľrnberg, M√ľnchen, Stuttgart.
Bis auf den Zoo Berlin alle z√ľchtend (oder ist der dortige Bulle Vater eines der Tierpark-K√§lber?)
Perspektive: D√ľrfte √ľberall gesichert sein.
In Neuplanung: Gelsenkirchen.

Spitzmaulnashorn:
Zoo Berlin, Magdeburg, Leipzig, Hannover, Krefeld, K√∂ln, Frankfurt. Die Frankfurter Tiere geh√∂ren der s√ľdafrikanischen Unterart (minor) an, alle √úbrigen sind Ostafrikaner (michaeli - der Name bezieht sich √ľbrigens auf Michael Grzimek!).
Berlin, Magdeburg, Leipzig, Hannover und Frankfurt z√ľchten, K√∂ln und Krefeld (noch) nicht. Die Frankfurter K√§lber gehen allerdings jeweils in ihre afrikanische Heimat Simbabwe zur√ľck.
Perspektive: In Magdeburg laut Angaben im Forum unsicher, da die Haltungsgenehmigung im Dickh√§uterhaus ausl√§uft. In Berlin, Leipzig und Hannover fest ins Zookonzept eingebunden, in Krefeld offensichtlich in Warteposition f√ľr eine irgendwann zu bauende Neuanlage. In K√∂ln laut Forum Pl√§ne, das Elefantenhaus zuk√ľnftig nicht mehr f√ľr Tierhaltung zu nutzen; Verbleib im Bestand? Situation in Frankfurt?
In Neuplanung: Wahrscheinlich Gelsenkirchen. Plant auf jeden Fall auch mit afrikanischen Nash√∂rnern (dann einziger Zoo au√üerhalb Berlins mit mehr als einer Nashornart), aus der Website ist allerdings nicht ersichtlich, mit welcher Art (anfangs war f√ľr den Parkteil Afrika sogar wie f√ľr Asien ein Panzernashorn abgebildet!). Wegen der r√§umlichen M√∂glichkeiten tippe ich pers√∂nlich auf Spitzmaulnash√∂rner.

S√ľdliches Breitmaulnashorn:
Tierpark Berlin, Schwerin, Erfurt, Hodenhagen, Osnabr√ľck, M√ľnster, Stukenbrock, Duisburg, Augsburg. Dazu in K√ľrze (oder schon da?) Dortmund. Einzeltiere in Circussen.
Erfurt und Hodenhagen z√ľchten, M√ľnster l√§nger nicht mehr? Nur diese drei Zoos mit Gruppenhaltung, ansonsten Paare sowie ein Einzeltier im Tierpark Berlin.
Perspektive: Haltung in Berlin l√§uft offensichtlich aus. In den drei Zuchtst√§tten fest im Zookonzept, Osnabr√ľck scheint laut Forum Neuanlage zu planen ("Tal der grauen Riesen"), dann wohl auch Gruppenhaltung? Jetziges Paar ist 31 bzw. 35 Jahre alt. Duisburg und Augsburg m√∂glicherweise nur noch bis zum Ableben der alten Paare (Duisburg 39 Jahre, Augsburg 43 Jahre alt!), Stukenbrock wahrscheinlich ebenfalls (36 Jahre alt, sehr schlechte Unterbringung). Zukunftspl√§ne in Schwerin? Paar dort 28 bzw. 27 Jahre alt.
In Neuplanung: Eventuell Hagenbeck. Gelsenkirchen siehe unter Spitzmaulnashorn.

Alle Altersangaben entnahm ich der einzigen mir vorliegenden Ausgabe des Zuchtbuches f√ľr afrikanische Nash√∂rner vom 1.1.1991; sie treffen somit nur dann noch zu, falls nicht inzwischen Individuen ausgetauscht oder ersetzt wurden!

Wer kann Ergänzungen beitragen?
(08.02.2006, 00:00)

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