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Gepardenzucht



cajun:   Hier z√§hlt eigentlich jedes Individuum:
"Asiatisches Gepardenjunges im Iran kurz nach der Geburt gestorben
Vor wenigen Tagen sind im Iran zum ersten Mal drei asiatische Geparde in Gefangenschaft zur Welt gekommen. Eines ist nun jedoch kurz nach der Geburt gestorben.
R√ľckschlag nach erster Geburt mehrerer asiatischer Geparden in Gefangenschaft im Iran: Schon nach kurzem ist eines der drei Jungen gestorben.
¬ęDas Baby war von Geburt an schwach und hat kein Gewicht zugelegt¬Ľ, sagte Irans f√ľr Umwelt zust√§ndiger Vizepr√§sident Ali Saladschegeh am Mittwoch nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna. Eine Autopsie habe eine angeborene Missbildung des linken Lungenfl√ľgels ergeben.
Die beiden anderen Geparden legten den Angaben zufolge an Gewicht zu. Die Beh√∂rden riefen dazu auf, f√ľr die neugeborenen Raubkatzen Namensvorschl√§ge einzureichen.
Erst Geburt asiatischer Geparde in Gefangenschaft
Die drei Jungen waren am Sonntag in einem Tierpark in der Provinz Semnan per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Nach Regierungsangaben handelte es sich um die erste Geburt asiatischer Geparden in Gefangenschaft. Asiatische Geparden, deren wissenschaftlicher Name Acinonyx jubatus venaticus lautet, sind nach Angaben der internationalen Naturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Der Iran ist eines der letzten Länder, in denen sie noch in freier Wildbahn leben.
Im Iran wurden laut Saladschegehs B√ľro zuletzt weniger als 20 Geparden gez√§hlt. Geparden sind die schnellsten Tiere der Welt. Sie k√∂nnen Geschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern erreichen.
Quelle: https://www.nau.ch/news/europa/asiatisches-gepardenjunges-im-iran-kurz-nach-der-geburt-gestorben-66170138
(10.05.2022, 13:30)
cajun:   Laut Meldung die erste Nachzucht asiatischer Geparde in menschlicher Obhut (?!?):
"Rare birth of Asiatic cheetah cubs in Iran
An Asiatic cheetah gave birth to three "healthy" cubs in Iran, the head of the environment department said Sunday, calling it a first in captivity for the endangered species.
"Iran", one of only a dozen cheetahs found in the Islamic republic, delivered three "healthy" cubs by C-section, Ali Salajegheh told IRNA news agency.
"This is the first birth of an Asiatic cheetah in captivity," he said.
"By preserving these cubs, we can increase the cheetah population in captivity and then in semi-captivity," Salajegheh added.
The cubs were born in the Touran Wildlife Refuge in the Semnan province east of Tehran, where the mother and her babies are being monitored in intensive care.
The world's fastest land animal, capable of reaching speeds of 120 kilometers (74 miles) per hour, cheetahs once stalked habitats from the eastern reaches of India to the Atlantic coast of Senegal and beyond
They are still found in parts of southern Africa, but have practically disappeared from North Africa and Asia.
Iran is one of the last countries in the world where the Asiatic cheetahs live in the wild and began a United Nations-supported protection program in 2001.
The subspecies "Acinonyx jubatus venaticus", commonly known as the Asiatic cheetah, is critically endangered, according to the International Union for Conservation of Nature.
In January deputy environment minister Hassan Akbari said Iran is home to only a dozen Asiatic cheetahs‚ÄĒdown from an estimated 100 in 2010.
Their situation "is extremely critical", Akbari said at the time, adding that the animals have been victims of drought, hunters and car accidents. "
Quelle:https://phys.org/news/2022-05-rare-birth-asiatic-cheetah-cubs.html
(10.05.2022, 13:14)
cajun:   Neue Perspektiven f√ľr Basel:
"Tod von Gepardin Dina
Geparden sind daf√ľr bekannt, dass sie h√§ufig unter Magenproblemen leiden. So auch Dina. Als sie Anfang Februar pl√∂tzlich anfing, das Futter zu verweigern, lag der Verdacht nahe, dass sie mit einer Magenentz√ľndung oder einem -geschw√ľr k√§mpft. Trotz der eingeleiteten tier√§rztlichen Behandlung verstarb sie am 17. Februar. Der Pathologiebericht hat best√§tigt, dass sie an einer chronischen Magenentz√ľndung gelitten und sich zus√§tzlich ein Geschw√ľr gebildet hatte, an dessen Folgen die Katze schliesslich verstorben ist. Mit ihren dreieinhalb Jahren war Dina f√ľr einen solchen Befund verh√§ltnism√§ssig jung. Sie hinterl√§sst Saada und Sambesi, die am 28. April einj√§hrig werden.

Wie weiter mit den Geparden?
Im Zoo k√∂nnen junge Geparden wie Saada und Sambesi sehr gut ohne Mutter √ľberleben. Geparden beginnen im Alter von etwa zwei Monaten Fleisch zu fressen und trinken nur Muttermilch, bis sie dreieinhalb bis f√ľnfeinhalb Monate alt sind. Danach m√ľssen sie das Jagen erlernen. Entsprechend stellt der fr√ľhe Tod des Muttertiers f√ľr die beiden Geparden im Zolli kein Problem dar. Im Freiland bleiben Jungtiere bis zum Alter von etwa 18 Monaten bei der Mutter. Es stellte sich hier also die Frage, wie gut die Jungen zum Todeszeitpunkt der Mutter schon selbst√§ndig jagen k√∂nnten. Ihre Jagdf√§higkeit w√§re essenziell f√ľrs √úberleben.
Trennen sich die Jungtiere mit 18 Monaten von der Mutter, bleiben Geschwister in der Regel noch beisammen; Br√ľder bis zu weiteren sechs Monaten. Weibchen wandern fr√ľher ab, weil sie mit zwei Jahren bereits geschlechtsreif werden ‚Äď die M√§nnchen erst etwas sp√§ter, im Schnitt mit zweieinhalb bis drei Jahren. Entsprechend ist es wichtig und richtig, dass Saada und Sambesi vorerst zusammenbleiben. Sie werden fr√ľhestens Ende 2022 getrennt. Saada soll sodann als Zuchtweibchen im Zolli verbleiben. Sambesi, das M√§nnchen, wird abgeben. Wohin, ist noch offen. Ross, der Vater der beiden, wird den Zoo Basel voraussichtlich im April 2022 in Richtung Auxois, Frankreich, verlassen und Platz machen f√ľr einen neuen Kater aus Peaugres, ebenfalls Frankreich. Je nach Entwicklung, fr√ľhestens aber ab Sommer 2023, d√ľrfte dieser mit Saada verpaart werden."
Quelle:https://www.zoobasel.ch/de/aktuelles/news/1381/freud-und-leid-im-zolli-ankunft-der-stoerche-und-abschied-von-gepardin-dina/
(17.03.2022, 21:42)
cajun:   Eine gute Nachricht mit einer Mahnung, das es immer noch viel zu tun gibt:
"Der Zoo Olomouc hat bereits 12 Junge nachgez√ľchtet
In freier Wildbahn die letzten 7.500 Tiere, Afrikas am st√§rksten gef√§hrdete Katze, Lebensraumverlust, der missliebige Faktor Mensch, illegaler Tierhandel. Das alles geh√∂rt zu den schlanken Geparden, an die am 4. Dezember an ihrem Internationalen Tag erinnert wird. Der Zoo Olomouc h√§lt seit dem Jahr 1999 Geparden. "Das Jahr 2004 stand im Zeichen von F√ľnfen. Der Zoo in DvŇĮr Kr√°lov√© hat uns das f√ľnfj√§hrige Weibchen Massara geliehen, das zusammen mit unserem f√ľnfj√§hrigen M√§nnchen f√ľr die Geburt von F√ľnflingen sorgte. Insgesamt wurden im Zoo 12 Jungtiere erfolgreich nachgez√ľchtet. Gegenw√§rtig halten wir ein Paar Gepardensenioren", sagt Zoo-Sprecherin Iveta Gronsk√°. Geparde werden oft auch Teil des illegalen Tierhandels. Der Zoologe Jan Kirner aus Olomouc ist k√ľrzlich aus Afrika zur√ľckgekehrt, und das Thema Geparden in Somaliland hat ihn sehr stark ber√ľhrt. "Dank der Lage Somalilands, gegen√ľber der Arabischen Halbinsel, bietet sich eine M√∂glichkeit, Geparde aus der Wildnis zu wohlhabenden Menschen in Gebiete am Persischen Golf zu transportieren. Die somalil√§ndische Regierung hat sich den Kampf gegen den Geparden-Schwarzmarkt zu einer ihrer Priorit√§ten gemacht. Ziel ist es, den Export zu stoppen. Ungef√§hr 70% der Gepardenjungtiere sterben aufgrund des langen Transports. Wenn der Handel weitergeht, k√∂nnte dies zu einer Liquidierung der wildlebenden Gepardenpopulationen in Somaliland und √Ąthiopien werden. Nach harter langj√§hriger Arbeit gelang es, die Hauptpersonen, die den Handel mit den Gepardenjungtieren organisierten, f√ľr vier Jahre zu inhaftieren. Dies ist eine Bestrafung, die in westlichen L√§ndern f√ľr illegale Aktionen im Bereich Wildtierkriminalit√§t nicht √ľblich ist", sagt Jan Kirner."
Quelle:https://www.olomouc.cz/zpravy/clanek/Na-sobotu-pripada-svetovy-den-gepardu-Olomoucka-zoo-odchovala-uz-12-mladat-33591
√úbersetzung: Zoopresseschau
(07.12.2021, 16:56)
cajun:   Ein ungew√∂hnliches Ereignis aus Beekse Bergen.
"Gepard, der erst geboren hatte, adoptiert drei weitere Welpen in Beekse Bergen
Ein einzigartiges Ereignis im Safaripark Beekse Bergen. Die Geparden Sara und Kate haben vier bzw. drei Junge zur Welt gebracht. Kate hat gleich nach der Geburt die Jungen von Sara adoptiert, weil diese aus gesundheitlichen Gr√ľnden sich nicht um ihren Nachwuchs k√ľmmern konnte. Das ist wirklich eine besondere Situation, die uns noch nie passiert ist. Sara ging es gut, aber wir sahen, wie sich ihr Gesundheitszustand weiter verschlechterte. Infolgedessen konnte sie sich nicht mehr um ihre Jungen k√ľmmern und ein Junges starb schlie√ülich", sagt Tierpflegerin Mariska Vermij - Van Dijk. Sie f√§hrt fort: "Kate gebar einen Tag sp√§ter, woraufhin wir beschlossen, Saras drei Junge ihrem Wurf hinzuzuf√ľgen." "Kate hat die Welpen sofort angenommen und k√ľmmert sich hervorragend um sie. Sechs Junge sind viel zu f√ľttern, also geben wir ihnen etwas zus√§tzliches Futter, aber ansonsten k√ľmmert sich Kate gut um ihre eigenen Jungen und ihre Pflegekinder. Auch Sara geht es inzwischen viel besser", sagt Vermij - Van Dijk. Insgesamt sind es vier M√§nnchen, die die Namen Pikachu, Onix, Jynx und Ajabu gekriegt haben, und die beiden Weibchen Nyah und Bomani. Die sechs Jungtiere und Kate werden bald ihre Au√üenanlage entdecken.
Koordinator des Managementprogramms
Es werden immer weniger Geparden in der Natur. Derzeit gibt es nur noch etwa 7.000 erwachsene Tiere in freier Wildbahn. Diese Art f√§llt daher in die Kategorie "gef√§hrdet" auf der Roten Liste der IUCN. Um eine gesunde Gepardenpopulation in Zoos zu gew√§hrleisten, gibt es ein Managementprogramm, auch Zuchtprogramm genannt. Safaripark Beekse Bergen ist der stolze Koordinator dieses Programms. "Das hei√üt, wir schauen uns genau an, welche Tiere am besten 'verkuppelt' werden k√∂nnen, um gesunde Jungtiere zu bekommen. Es ist wunderbar, dass dieses Wissen auch in unserem eigenen Park Fr√ľchte tr√§gt. Die Geburt dieser sechs Jungtiere ist fantastisch, vor allem, weil die V√§ter Ash und Rowan im Rahmen des Managementprogramms in unseren Park kamen", sagt Vermij ‚Äď Van Dijk."
Quelle: https://www.beeksebergen.nl/nieuws/cheeta-adopteert-welpjes
√úbersetzung: Zoopresseschau
(24.08.2021, 12:42)
Udo Kowatzki:   Das Problem mit den Parvoviren ist die kurze Inkubationszeit von 3-7 Tagen. Wir wissen, dass Parvoviren eine hohe Affinit√§t zu teilungsbereiten Zellen haben. Soll hei√üen, dass ein wachsender Organismus, mit vielen Zellen die sich teilen, einen guten "Lebensraum" f√ľr den Parvovirus darstellt. Weiterhin ist bekannt, dass das Immunsystem bei jungen Tieren noch nicht so stark entwickelt ist. In den ersten Tagen erhalten sie noch einen Schutz durch die Antik√∂rper, die im Kolostrum vorhanden sind. Jedoch ist dieser transkolostrale Immunschutz durch die maternalen (m√ľtterlichen) Antik√∂rper nur bis zu ca. 3 Wochen m√∂glich, da nun andere Zellen die Darmschleimhaut des Welpen bilden (diese haben nun keine Rezeptoren mehr f√ľr die maternalen Antik√∂rper).
Folglich beginnt erst jetzt, die aktive Bildung von spezifischen Immunzellen des Jungtieres. Diese Zeit ist zugleich die Periode mit der gr√∂√üten Infektionsgef√§hrdung f√ľr den Gepardenwelpen. Jede Infektion mit einem Antigen (Infektion mit Erreger) ist eine Prim√§rinfektion. Soll hei√üen, der Welpe ben√∂tigt vom Zeitpunkt des ersten Kontakts mit dem Erreger bis zur Ausbildung eines ausreichenden Antik√∂rpertiters eine lange Zeit, mindestens 2-3 Wochen.
Eine aktive Immunisierung des Welpen findet meist erst nach 8-12 Wochen, in der Regel, statt. Bei Krankheitsverdächtigen Tieren oder solchen, die unter hohem Infektionsdruck leiden, besteht noch die Möglichkeit der passiven Immunisierung mit "fertigen" Antikörpern.
Kurzum kann man festhalten, dass der Parvovirus meist vor der aktiven Immunisierung den Organismus infiziert. Die primäre Immunantwort ist bei einem akuten Verlauf (>90 % letal)meist nicht schnell genug. Eine nachfolgende Immunisierung verzögert häufig nur die Inkubationszeit. Somit ist eine Infektion durchaus möglich, auch wenn die Impfung zum "richtigen Zeitpunkt" verabreicht wurde.
Da der Parvovirus Darmepithelzellen lysiert (aufl√∂st, zerst√∂rt)(daher auch ein meist blutiger Durchfall), bieten sich hervorragende Bedingungen f√ľr Sekund√§rinfektionen (E. coli oder Campylobacter). Aus diesem Grund wird oft eine Antibiose durchgef√ľhrt, da das Immunsystem des Welpen haupts√§chlich "gegen die Parvoviren k√§mpfen sollte" und nicht noch zus√§tzlich durch Sekund√§rinfektionen beeintr√§chtigt werden.
(17.10.2008, 23:07)
Klaus Sch√ľling:   Wer erkl√§rt mir den Pseudoeffekt?
Oder geht es vielleicht darum, opportunistische Begleitinfektionen antibakteriell zu behandeln, wenn man den Virus nicht gezielt angehen kann?
Wo sind die Tiermediziner?
(15.10.2008, 19:24)
nurmichael:   Auch wenn ich hier d√ľnnes Eis besteige, so meine ich doch zu wissen, dass der Parvovirus (Ereger der Katzenseuche) schon in der Schwangerschaft √ľber die Plazenta √ľbertragbar ist. Eine naturgem√§√ü postnatale Impfung m√ľsste also schon des √Ėfteren zu Fehlschl√§gen gef√ľhrt haben.
(15.10.2008, 18:59)
Gudrun Bardowicks:   K√∂nnte es sich bei der Erkrankung der Gepardenjungtiere in Bernburg nicht vielleicht auch um die Gepardenl√§hmung handeln an der die letzten beiden hannoveraner Gepardenw√ľrfe gestorben sind? Ich kann es mir kaum vorstellen, dass die Impfung gegen Katzenseuche nicht gewirkt hat, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt verabreicht wurde.
An Gepardenlähmung erkranken nur Jungtiere, keine Alttiere.
(15.10.2008, 11:43)
IP66:   Gibt es weitere Beispiele f√ľr ein Versagen der Impfung gegen Katzenseuche bei Wildarten?
(15.10.2008, 11:00)
Alexander Fuchs:   Ja, vielleicht hofft man auf einen Pseudoeffekt.
Ich habe mal gelernt, in meiner Ausbildung, dass man nur Bakterien damit behandeln kann. Danke f√ľr den Denkanstoss.
(14.10.2008, 22:02)
Klaus Sch√ľling:   Antibiotikum gegen ein Virus?
(14.10.2008, 21:37)
Alexander Fuchs:   Ich wusste jetzt nicht wo ich es reinpacken sollte, deshalb hier.

In Bernburg ist ein Gepardenjunges verstorben, an Katzenseuche, vor vier Wochen.Das Jungetier was gestorben war, war der einzigste Kater im Wurf.
Die restlichen vier Jungen sind auch vom Virus befallen und werden mit Antibiotikum behandelt. Trotz Impfung hat die Seuche, bei den Geparden, zugeschlagen.
(14.10.2008, 21:34)
IP66:   In K√∂ln ist die Gepardenzucht nie gelungen, obwohl man √ľberaus stolz auf die neue Anlage war, die alle Kriterien, die man gemeinhin anf√ľhrt, erf√ľllt. Aber auch in Krefeld l√§uft die Zucht ja nicht regelm√§√üig. Was ist eigentlich mit Neuwied - vor einem Jahrzehnt war das doch der Gepardenzoo?
(10.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wie es aussieht, brauchen Geparden vor allem Ruhe, um sich erfolgreich fortzupflanzen, und k√∂nnen dann andere als negativ betrachtete Faktoren (N√§he von Gro√ükatzen z.B.) durchaus tolerieren.

T√§uscht mich meine Erinnerung, oder waren es in Krefeld und M√ľnster nicht auch handzahme Gepardinnen, mit denen damals die ersten Zuchterfolge gelangen?

Und weiß jemand, wie die Geparden im Wassenaar Wildlife Breeding Center gehalten werden?
(05.02.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Jana
Die Geparden sind nicht im gleichen Geb√ɬ§ude wie die anderen Gro√ÉŸkatzen untergebracht, sondern nur das Au√ÉŸengehege grenzt an die anderen Gro√ÉŸkatzen-Gehege.Im San Diego Wild Animal Park, eienrd er erfogreichsten gepardenz√ɬľchetr der Welt, werden a
(05.02.2006, 00:00)
Jana:   @Michael Amend
Ich hab das Störung durch den täglichen Betrieb in solchen Tierhaus-Innenanlagen gemeint, nicht die Anwesenheit von anderen Raubtieren.

Wie sieht das Geparden-Unterbringung (speziel das Innengehege) in Nadermanns Tierpark? √úbernachten si
(05.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Wombat: Mal abgesehen davon, dass es inzwischen erhebliche Zweifel daran gibt, dass der Mensch den Hund aktiv domestiziert hat - nicht wenige Fachleute gehen heute von einer Art Co-Evolution aus - muss auch heute noch jeder Hund auf den Menschen und dess
(05.02.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Saya
Ganz Ihrer Meinung, dem gibt es Nichts hinzuzuf√ɬľgen.
@Jana
Die Geparden in Nadermann's Tierpark nahe Bielefeld z√ɬľchten, obwohl unmittelbar neben bze.gegen√ɬľber dem Gegepardengehege L√ɬ∂wen , Tiger und Leoparden gehalten werden.Ich denke also nicht,
(05.02.2006, 00:00)
Jana:   Der Gepardenzucht ist nicht extrem schwierig. Unterschiedet sich aber von Zucht von anderen Groskatzenarten.
-Geparden f√ľhlen sich nicht gut in klassischen Grossraubtierh√§usern. Sie brauchen eher separate kleinere H√§user auf ruhigen Platz.
-Sie können sehr wählerisch sein, wenn es um den Partner geht. Oft muss man 2-3 mal den Partner austauchen, biss es unter den Tieren "funkt".
-Der Paar braucht f√ľr die "Vorspiele" eine grosse, gut strukturierte Aussengehege. Sie f√ľhren eine "Katzen-Maus-Spiel" vor. Sie verstecken sich voreinander, dann suchen sie den Anderen, jagen sie sich.
-Die Paaren sollen den meisten Zeit getrennt leben. Die Weibchen vor dem Geburt und vor allem dann mit den Jungen toleriert den Mänchen nicht. Sie braucht Ruhe, am besten hinter den Kulissen.
-Die Weibchen wird nie einen Einzelkind aufziehen. In diesem Fall verliert sie das Milch. Nur der Handaufzucht kann den Jungen retten.
-Alle Geparden heute sind ein Produkt von sehr langjährigen (schon seit etwa 10 000 Jahren) Inzucht. Die Folgen - die Spermien haben nicht gute Qualität, Infektion-Anfälligkeit, öfftere Deformationen bei Neugeborenen, Schwierigkeiten bei dem Geburt usw.

Nach ISIS hat gerade den gr√∂ssten Zahl in Europa Zoo Dv√Ļr Kr√°lov√© (18 Tieren, davon 9 waren im Jahr 2005 geboren).
(05.02.2006, 00:00)
wombat:   Die Themen "Beziehung Mensch-Tier" und "Haustierhaltung" (oder auch Nutztierhaltung) ist sicherlich ein eigenes interessantes (und kontrovers zu diskutierendes) Thema!
Ist es nicht so, dass der Hund gegen√ľber dem Wolf im Laufe der ich nenne es jetzt "Domestikationszucht" nicht nur auf k√∂rperliche Merkmale (u.a.) sondern eben auch auf die "Kooperationsbereitschaft" mit dem Menschen "selektioniert" wurde? Daher ist die Hundehaltung mit der Gepardenhaltung nicht eins zu eins vergleichbar. (?)
(05.02.2006, 00:00)
wombat:   F√ľr mich als unerfahrene Zoo-Einsteigerin w√§re es interessant, was gerade die Gepardenhaltung bzw -zucht so schwierig gemacht hat. Kann jemand das mal in einigen Stichworten erl√§utern?
(05.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich sehe da schon einen Unterschied, ob man die Art der Haltung an sich kritisiert oder die Weise, wie dies vor Publikum pr√§sentiert wird. Letzterer Kritik w√ľrde ich mich nach euren Schilderungen durchaus anschlie√üen, da der Effekt des Nachahmen-Wollens nicht zu untersch√§tzen ist. (Im Zeitungsartikel erw√§hnte der Tierarzt, dass sein eigener Wunsch nach Geparden durch Grzimeks fr√ľhere Fernsehstudio-Mitbringsel geweckt wurde!)

Was die Form der Haltung an sich betrifft: Solange sich die Tiere freiwillig in menschlicher N√§he aufhalten, ihr Sozialverhalten mit artgleichen Partnern ausleben und sich bei Bedarf zur√ľckziehen k√∂nnen, finde ich nichts Verwerfliches dran. Ob man nun zu seinen W√∂lfen in die H√∂hle kriecht wie Werner Freund oder seine Geparden ins Haus l√§sst, ist letztlich eine Frage der pers√∂nlichen Einstellung, aber das Prinzip engen Mensch-Tier-Zusammenlebens ist das gleiche. Es sei denn, man st√∂rt sich prinzipiell an der privaten Haltung von Wildtieren.

Merkw√ľrdigerweise h√∂rt man nur h√∂chst selten Kritik dar√ľber, dass ein anderes, noch sehr viel sozialeres Gro√üraubtier gegen seine Natur zu Millionen und viel zu fr√ľh seiner Familie entrissen in menschlichen Behausungen in Einzelhaltung leben muss und zeitweise "gefesselt" (angeleint)herumgef√ľhrt wird: Ich rede nat√ľrlich vom Hund - Ethik darf n√§mlich keine Unterschiede zwischen Wild- und Haustier Unterschiede machen. (Ich habe selbst zwei Hunde und mir seitdem viele Gedanken zu dieser Frage gemacht.) Meinen Hunden kann ich leider keine 7 Hektar eigener Auslauffl√§che zur Verf√ľgung stellen, und wenn ich sie hierzulande Kaninchen jagen lie√üe, w√ľrden sie schnell von einem J√§ger abgeschossen....
(04.02.2006, 00:00)
Saya:   Ich habe diese Sendung damals auch gesehen und mir hat√ā¬īs nicht gefallen, die Geparde wurden wie Hauskatzen get√ɬ§tschelt, an der Leine gef√ɬľhrt und schlafen im Haus. Ob das f√ɬľr die Tiere nachteilig ist kann ich nicht beurteilen, aber ich finde es grunds√ɬ§tzlich falsch Raubkatzen als ideale Schmuse-Scho√ÉŸtiere zu pr√ɬ§sentieren. Wer wei√ÉŸ wer da noch auf die Idee kommt, so ein s√ɬľ√ÉŸes K√ɬ§tzchen im Garten halten zu wollen...!
(04.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich denke, die Grenze zwischen Vertrauensverh√§ltnis und Verh√§tscheln ist sehr flie√üend und wird vom jeweiligen Betrachter unterschiedlich festgelegt.

Ich habe die von dir erwähnte Sendung nicht gesehen, sondern nur einen Zeitungsartikel gelesen, somit bin ich kein Augenzeuge des Umganges zwischen Mensch und Gepard. Was wurde denn gezeigt?



(04.02.2006, 00:00)
Michael Amend:   Ich habe zu all meienn Tieren ein ausgezeichnetes Vertrauesnverh√§ltnis, ohne das eiens dieser Tieer verh√§tschelt ist, sowie das dieser Tierarzt mit seienn Geparden getan hat.Meien Gnus oder Po-Schweien gehen nciht an der Leien spazieren, mal abgesehen davon m√∂chte ich keinen Stirnwaffentr√§ger an meienr Seite ahben.Meien Gnus halten eienn Mindetsabstand zu mir, und das ist auch gut so, genau wie ich deren Fluchtdistanz nicht √ľberschreite.Leinenf√ľhrige Gparden werden von einer ganzen Menge Tierpfleger kritisiert, nicht nur von mir.Die Geparden dieses Tierarztes haben √ľbrigens keinen Stall, die schlafen in seinem Haus, im Bett wom√∂glich.....
(04.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   "...wie Haustierchen zu behandeln..." Wo ist das Problem, wenn die Bed√ľrfnisse der Tiere dabei gewahrt werden? Ist es nicht auch eine "Haustierchen-Behandlung", wenn ein Tierpfleger mit einem Seel√∂wen Dressur macht, ein Nashorn abschrubbt oder ein Zebra t√§glich in einem Stall einsperrt? Hat auch alles nichts mit dem nat√ľrlichen Leben der betreffenden Tierart zu tun.

Und dir als Tierpfleger sind doch sicherlich auch "zahme" Dromedare, Gnus und Pinselohrschweine lieber als solche, die einen weiten Bogen um dich machen oder gar aggressiv auf dich losgehen, oder? (Ich weiß, dass Dromedare domestizierte Tiere sind, aber wie das Beispiel Australien beweist, kommen auch sie sehr gut ohne Menschen zurecht...)
(04.02.2006, 00:00)
Michael Amend:   Der Typ war vor ein paar Monaten mit seienn handaufgezogenen Gepardenwelpen bei Jauch in"Stren Tv"Obwohl er es als Tierarzt ja besser wissen m√ľ√üte, hat er die kleienn wie verh√§tschelte Hausk√§tzen aufgezogen udn auch so behandelt, als er kein bedrohtes Wildtier vor sich.Klar, die Tiere haben eienn sch√∂nen gro√üen Auslauf bei ihm in Spanien, trotzdem meine ich, ist das kein Grund, seine Geparden wie Haustierchen zu behandeln und auch leinenf√ľhrig zu machen.Das Geheimnis der Gepardenzucht ? Das kennen wohl nur die Geparden selbst,jedenfalls hat Nadermann bewiesen, das sich Geparden auch z√ľchten lassen, wenn sie in der N√§he andere Gro√ükatzen gehalten werden.
(04.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Einem Privatmann in Spanien ist k√ľrzlich die Nachzucht von Geparden gegl√ľckt. Es handelt sich um einen ehemaligen Tierarzt aus Hannover, der aufgrund seiner Kenntnisse √ľber Greifv√∂gel von einem Scheich aus Abu Dhabi f√ľr ein paar Jahre dessen Falken angeheuert worden war und sich nun auf seinen Altersruhesitz in Spanien zur√ľckgezogen hat. Als Abschiedsgeschenk seines vorherigen Arbeitgebers erhielt er ein Paar junger Geparden, da er sich schon immer f√ľr diese Katzen begeistert hatte.

Da sich die Katze f√ľr den unverwandten Kater nicht sexuell interessierte, suchte der Tierarzt in Zoos nach einem Leihkater, konnte jedoch keinen bekommen. Stattdessen schaffte er sich noch zwei weitere Katzen an - und hat inzwischen den ersten Wurf aufgezogen (leider stand in dem Zeitungsartikel aus der hannoverschen Lokalpresse nicht, ob nun doch vom ersten Weibchen oder von einem der neuen).

Alle vier erwachsenen Geparden sind handzahm, leinenf√ľhrig und leben wie Hunde mit vollem Familienanschluss. Als Auslauf steht ihnen ein 7 Hektar gro√ües Gel√§nde mit nat√ľrlicher Vegetation zur Verf√ľgung, auf dem sie auch auf Wildkaninchenjagd gehen k√∂nnen.

Das Interessanteste an diesem Zuchterfolg ist ja, dass f√ľr erfolgreiche Zucht in Zoos seit langem die Grunds√§tze gelten, dass a) die Gepardenkatze mehrere Kater zur Auswahl haben muss und b) die Geschlechter nicht ganzj√§hrig beisammen leben d√ľrfen, sondern am besten sogar au√üerhalb der H√∂r- und Riechweite unterzubringen seien. Beide Voraussetzungen waren hier nicht n√∂tig; das einzige Hindernis war offensichtlich, dass die erste Katze den mit ihr zusammen aufgewachsenen, aber nicht verwandten Kater offensichtlich als Bruder betrachtete und deshalb nicht als Sexualpartner annahm.

Mittlerweile gelingt die Gepardenzucht ja sogar schon kleineren Tierparks wie Jaderberg und Delbr√ľck (Nadermanns Tierpark), wo die Geschlechter keineswegs weitr√§umig voneinander untergebracht sind.

Hinsichtlich der Gepardenzucht f√§hrt der Zoo Hannover ein ebenso ungew√∂hnliches wie erfolgreiches Konzept: Hier wird schon seit Jahren nur eine einzelne Katze gehalten, die in Abst√§nden "Hochzeitsbesuch" aus anderen Zoos empf√§ngt - √ľbrigens ebenfalls immer nur einen einzelnen Kater. Einer der Kavaliere war der Katze so sympathisch, dass er sie schon wenige Minuten nach dem Zusammenlassen decken durfte - aber schon kurz danach wieder von ihr getrennt werden musste: Aus diesem "One-Night-Stand" entstand der letzte Wurf!

Was ist nun wohl das wirkliche Geheimnis erfolgreicher Gepardenzucht?
(04.02.2006, 00:00)

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