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Zukunft der Fischhaltung



Carsten Horn:   Uca crassipes steht auf dem Schild bei der Winkerkrabbe. Ohne jetzt der Experte zu sein, w├Ąre seit 2016 Paraleptuca crassipes mW richtiger...
(20.08.2021, 10:49)
Carsten Horn:   Steht da bestimmt, aber hab ich mir nicht gemerkt... Mu├čt Dich also bis Freitag gedulden, :-)
(16.08.2021, 17:24)
Sacha:   @Carsten Horn: Weisst Du zuf├Ąllig welche Art? Uca pugilator vielleicht?
(13.08.2021, 21:41)
Carsten Horn:   Winkerkrabben sind die Mitbewohner bei den Schlammspringer, der Vollst├Ąndigkeit halber...
(13.08.2021, 20:30)
cajun:   Mal was "fischiges" aus Basel :-)
Das Thema haben wir nicht h├Ąufig hier im Forum.

"Ein Fisch auf dem Trockenen

Eine sonderbare Fischart bereichert neu das Vivarium im Zolli: Indische Zwergschlammspringer. Die glupsch├Ąugigen Neuank├Âmmlinge sind kleiner, aber sozial vertr├Ąglicher als ihre Vorg├Ąnger.

Zuletzt waren im Schaubecken 38 des Vivariums Afrikanische Schlammspringer (Periophthalmus barbarus) zu sehen. Sie z├Ąhlen mit stattlichen 25 Zentimetern zu den gr├Âssten und imposantesten Arten der mit etwa 35 Arten breit gef├Ącherten Unterfamilie der Schlammspringerverwandten. Insbesondere die M├Ąnnchen sind jedoch ├Ąusserst territorial und aggressiv gegen├╝ber Artgenossen, weshalb nur sehr wenige Exemplare gezeigt werden konnten. Daher werden neu Zwergschlammspringer (Periophthalmus novemradiatus) gehalten ÔÇô und zwar gleich 43 St├╝ck.

Ein wichtiges Thema im Vivarium ist die Frage, wie das Leben vom Wasser an Land kam. Einige Becken widmen sich speziell dieser Thematik und zeigen Pinguine, die sowohl im Wasser als auch an Land leben, ans Wasser angepasste Reptilien und eben auch ans Land angepasste Fische. Zu den bemerkenswertesten dieser Fische z├Ąhlen die Schlammspringer.

Klein, aber friedlich

Diese Art bleibt mit nur 7 Zentimetern zwar deutlich kleiner als andere Schlammspringer, die Individuen leben aber auch in gr├Âsseren Gruppen friedlich und gesellig zusammen, sodass alle Bereiche des Beckens jetzt mit Schlammspringern bev├Âlkert sind. Im Freiland sind sie an zwei Regionen zu finden: im indischen Westbengalen und in Ranong an der Westk├╝ste Thailands. Es ist jedoch anzunehmen, dass sie auch zwischen diesen beiden Gebieten, an den wenig erforschten Mangrovenk├╝sten Bangladeshs und Myanmars, anzutreffen sind. Die genaue Verbreitung ist nicht bekannt, und aufgrund der unzureichenden Datenlage ist diese Art in keine Gef├Ąhrdungskategorie der Roten Liste aufgenommen. In Mangrovenw├Ąldern und -s├╝mpfen und im Bereich von grossen Flussm├╝ndungen leben die Tiere im Brackwasser, einem Gemisch von Salz- und S├╝sswasser mit einem schwankenden Salzgehalt von 10 bis 25 Gramm pro Liter. Sie ern├Ąhren sich haupts├Ąchlich von kleinen Krebstieren, W├╝rmern, Schnecken und Insekten, aber auch Kieselalgen werden gefressen. Da ihr Lebensraum stark von Ebbe und Flut beeinflusst wird, m├╝ssen die Zwergschlammspringer nicht nur mit einem schwankenden Salzgehalt zurechtkommen, sondern auch mit einem wechselnden Wasserstand.

Leben an Land

Wenn die K├╝stenbereiche bei Ebbe trockenfallen, verschliesst der Schlammspringer seine Kiemen, um diese vor dem Austrocknen zu bewahren.

Er speichert in den sackartigen Kammern der Kiemen Wasser und reichert seinen Wasservorrat fortw├Ąhrend durch Blubbern mit atmosph├Ąrischem Sauerstoff an, den er schluckt. Die eigentliche Sauerstoffaufnahme erfolgt ├╝ber die gefaltete, gut durchblutete Membran in den Kiemen. Ist der Wasservorrat aufgebraucht, muss der Schlammspringer zur├╝ck ins Wasser. Er kann aber bis zu 60 Stunden an Land ├╝berleben, zumindest solange die Haut feucht bleibt. Droht diese auszutrocknen, zieht er sich in selbst gegrabene H├Âhlen im Schlick zur├╝ck. Hauttaschen unter den nach oben abstehenden Augen sind mit Fl├╝ssigkeit gef├╝llt und sch├╝tzen diese vor dem Austrocknen. Die Basis der Brustflossen ist verst├Ąrkt, sodass sich die Tiere an Land wie auf Armen abst├╝tzen und fortbewegen k├Ânnen. Mit diesen Brustflossen k├Ânnen sie auch an den Mangrovenwurzeln hochklettern. Ausserdem dient ihnen der kr├Ąftige Schwanz als Widerlager zum H├╝pfen. M├Ąnnchen zeigen zur Balzzeit eine flaggenartig vergr├Âsserte R├╝ckenflosse mit einem verl├Ąngerten Flossenstrahl. Oft ist die R├╝ckenflosse auch orange gef├Ąrbt. Diese auff├Ąlligen Signalgeber dienen der Kommunikation zwischen Artgenossen.
Quelle:https://www.zoobasel.ch/de/aktuelles/news/1358/ein-fisch-auf-dem-trockenen/
(11.08.2021, 12:53)
W. Dreier:   Gestern war "shopping"-Tag - meiner Frau. Ich wurde ``abgestellt`` - in einer ``Mega-Zoohandlung`` im Speckg├╝rtel Berlins. Erstaunlich! Speziell, was alles f├╝r Meerwasseraquarianer gehandelt wird. Dazu auch ca 10 verschiedene Garnelenarten, Boa constrictor, Zwergbartagamen, Anolis, Moschusschildkr├Âten, Blauzungenskink. 2 Stunden reichten nicht.
Hier - noch nie gesehen: B├Ąumchen-Lippfisch - noch 3 cm

(12.03.2017, 10:18)
WolfDrei:   Da ich kein anderes Stichwort zur Aquarienkunde fand, sei es hier mitgeteilt , was ich heute in der "DATZ"/November 2015 las:
Arend van den Nieuwenhuizen ist gestorben (1926-2015), ein weltweit bekannter holl├Ąndischer "Fischhalter" und insbesondere Fisch-Fotograf. In der der DDR waren mir die hervorragenden Fotos ├╝ber die B├╝cher des Leipziger Wissenschaftlers und Fischliebhabers G├╝nther Sterba bekannt geworden. Vor meinem "Umzug" nach Berlin war ich 5 Jahre Aquarianer.
(10.11.2015, 19:39)
IP66:   Dem kann ich nur zustimmen! Sicherlich stellt der d├╝sseldorfer Aquazoo eines der didaktisch bestausger├╝steten Aquarien, aber man merkt schon daran, da├č die Ausstellungsr├Ąume ohne lebende Tiere auch bei Massenbesuch recht leer bleiben, wo das Hauptinteresse der Besucher liegt. Gerade bei Besuchen in D├╝sseldorf sehe ich aber auch, da├č gerade Kinder h├Ąufig auch Modelle und Ausstellungsvitrinen anschauen, auch wenn es dort nichts zu bewegen oder anzufassen gibt. Der d├╝sseldorfer Bau war aber schon zu seiner Entstehungszeit ein Ausnahmefall, und es mag sein, da├č die Zukunft doch eher Modellen wie dem arnheimer geh├Ârt.
(24.12.2008, 11:08)
Michael Mettler:   @Sacha: ...und auch in der Mangrovehalle nicht.

@IP66: Es kommt eben immer darauf an, welchem Aspekt man selbst den h├Âchsten Wert beimisst: Artenzahl, systematische Tiersammlung, Geo-Purismus... Mit JEDEM dieser Aspekte kann man Besuchern etwas beibringen - so lange die ├╝berhaupt etwas lernen WOLLEN, denn mit Aquarien ist es doch letztlich wie mit Vogelparks: F├╝r Otto Normalbesucher m├╝ssen die lebenden Exponate besonders gro├č oder besonders klein, skurril geformt, potenziell gef├Ąhrlich oder bunt sein, da ist ihm sowohl der Verwandtschaftsgrad als auch das geografisch exakte Herkunftsriff in der Regel wohl reichlich egal...
(23.12.2008, 15:05)
Sacha:   @MM: Du wolltest wohl sagen: .. mit der DORI auf dem Teller....oder nicht:)

Ich kann ├╝brigens mit beiden Systemen gut leben.
Und punkto geografisch korrektem Oekosystem hat man es in Arnheim ja auch schon bei Burgers Bush (und im Prinzip auch bei der ostafrikanisch-s├╝dafrikanisch gemixten Savanne) nicht so genau genommen.
(23.12.2008, 14:24)
IP66:   So ganz kann ich die Kritik an D├╝sseldorf nicht nachvollziehen. Dort werden auch tiergeographische Zusammenh├Ąnge vorgestellt, aber eben nur als ein Aspekt der Anordnung - und den Fischen d├╝rfte es doch gleichg├╝ltig sein, ob sie neben sich einen geographisch korrekt ausgew├Ąhlten Mitbewohner neben sich schwimmen sehen oder nicht. Jedenfalls d├╝rfte es f├╝r einen der arnheimer Kleinfische relativ gleichg├╝ltig sein, ob er von einem ihn auch in freier Wildbahn bedrohenden Hai gefressen wird oder von einem solchen aus einem anderen Meer.
Zudem besteht f├╝r den Besucher in D├╝sseldorf die Chance, die fragliche Art zu identifizieren und auch einen kurzen und recht instruktiven Text ├╝ber sie zu lesen - das ist in Arnheim um einiges schwieriger.
Ich gebe aber zu, da├č mir, der ich ein gro├čer Freund der in D├╝sseldorf versuchten Verbindung von Museum und Tierausstelung bin, das arnheimer System ferner liegt. Immerhin hat mir der dortige Abstiegt unter die Wasseroberfl├Ąche und die Weganordnung sehr gefallen, und auch die Grundidee scheint mir sehr n├╝tzlich. Allerdings finde ich es nicht besonders bildend, einfach bunte Fische aller warmen Meere zusammenzuw├╝rfeln und zu behaupten, man w├╝rde so ein ├ľkosystem vorf├╝hren.
(23.12.2008, 13:41)
Michael Mettler:   @IP66: Genausogut k├Ânnte man dem Aquazoo vorwerfen, dass er z.B. Fischarten nur zur Demonstration ihrer gleichen oder unterschiedlichen K├Ârperformen zusammen oder unmittelbar nebeneinander pr├Ąsentiert, auch wenn sie geografisch nicht passen... Zumindest war das noch vor ein paar Jahren so, ich war l├Ąnger nicht da. Auch das k├Ânnte man bei allen wertvollen didaktischen Ans├Ątzen der Einrichtung als einseitige Wissensvermittlung einordnen, wenn man will. Ob die taxonomische Bildung in D├╝sseldorf wirklich besser gef├Ârdert wird als in Arnheim? Mehr als das Namensschild wird auch dort der Durchschnittsbesucher nicht lesen und daraus nicht unbedingt lernen, ob "Nemo" nun mit dem Guppy im heimischen Aquarium oder mit der Dorade auf seinem Teller n├Ąher verwandt ist.
(23.12.2008, 13:27)
IP66:   Ich w├╝rde die Versuche, durch verschiedene Glasscheibenformen ein anderes Erlebnis von Aquarium zu erreichen, mit der Zielsetzung der Kunstfelszoos vergleichen: Es geht nicht darum, einzelne Fischarten und -formen zu erleben, sondern sich als Teil eines Naturerlebnisses zu f├╝hlen. Von den Beckenreihen der Zwischenkriegszeitaquarien haben sich ja schon die Neubauten in Stuttgart oder D├╝sseldorf gel├Âst, allerdings liegt diesen beiden Beispielen noch ein ├Ąu├čerst didaktischer Ansatz zugrunde, der durch dergleichen Environments (damals hie├č das "Klimalandschaft") lediglich erg├Ąnzt wurde.
Obgleich ich das arnheimer Aquarium f├╝r einen der gelungsten Bauten der Kunstfelszeit halte, w├╝rde sich daran auch meine Hauptkritik festmachen: ├ľkologische und physiologische Erkenntnisse, taxonimische Bildung und gezieltes Beobachten vermittelt dieses Geb├Ąude und diese Form der Ausstellung in erheblich geringeren Ma├če als etwa der d├╝sseldorfer Aquarzoo. Die Enschr├Ąnkung auf die warmen Meere finde ich zwar nicht grunds├Ątzlich bedenklich, doch w├╝rde ich das Haus deshalb nicht zu den gro├čen Schauaquarien rechnen.
(23.12.2008, 11:17)
Michael Mettler:   Bei Tunnelkonstruktionen kommt es f├╝r meinen Geschmack sehr auf die Bauweise an, wie die Wirkung r├╝berkommt. Der Haitunnel im Meereszentrum Burg auf Fehmarn war bei meinem Besuch vor ein paar Jahren kurz, schnurgerade und irgendwie witzlos; ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass das Haus inzwischen umgebaut wurde - war jemand in letzter Zeit da? Der Tunnel im Sea Life Hannover Hannover ist eng und niedrig, und bei gutem Besuch hat man eher das Gef├╝hl, in einer U-Bahn zu Sto├čzeiten zu stehen. Andererseits aber gibt er mir das Gef├╝hl, ganz dicht bei den Fischen, viel mehr mittendrin zu sein als z.B. das entsprechende Becken, das daf├╝r viel imposanter wirkt und dessen breiten Tunnel ich in Sachen Bewegungsfreiheit sehr bequem fand... Der Tunnel in Arnheim steht f├╝r mich zwischen diesen beiden Extremen, ich mag ihn vor allem wegen der im Besucherraum fortgesetzten Beckendekoration (die Pfeiler des Steges). Aber in einem pers├Ânlichen Ranking werte ich die tunnellosen Haibecken in Arnheim und bei Hagenbeck sogar h├Âher als die Tunnelanlagen, die sind f├╝r mich - der Vergleich liegt wegen der Beckenform auf der Hand - wirklich "ganz gro├čes Kino".
(23.12.2008, 09:12)
Andr├ę Haubrich:   Mir ist das SeaLife K├Ânigswinter besonders durch verschiedene Scheibenformen aufgefallen.
Glastunnel sind zwar aufregend, aber wenn man nicht st├Ąndig den Kopf hin- und herdreht sieht man meist nur in den R├╝cken von Besuchern.
Als gute Alternative w├Ąre das Wrack-Aquarium in Arnheim zu nennen.
(22.12.2008, 22:20)
Shensi-Takin:   @Sacha: Dieser gl├╝ckliche Franzose war auch schon da? A so oa gscherter Hundling ;)

..Egal, danke f├╝r den Hinweis-dieses Polynesienbecken w├Ąre was f├╝r meinen "Insel-Zoo"...;)
Was Sydney & Blaugeringelte Kraken angeht-daran kann ich mich nicht erinnern; war allerdings 2000 zuletzt da...
(13.11.2007, 19:26)
Sacha:   @Shensi-Takin: Bez. der Frage nach "Amazonas-Tunnel" kann ich dank Jonas Livet noch eine Institution hinzuf├╝gen. Den Tunnel gibt es offenbar auch im Shanghai Aquarium. Siehe Link:

http://www.leszoosdanslemonde.com/html/zoo_monde/asie/zoo_chine/shanghai/shanghai_aquarium_ocean/shanghai_aquarium_ocean.htm

(13.11.2007, 11:26)
Sacha:   Ja, und zwar wieder entweder Sydney (Darling Harbour) oder Townsville. Ich weiss noch, dass ich mich ge├Ąrgert habe, weil sich der Kraken den ganzen Tag verkrochen hatte, so dass ich ihn nicht fotografieren konnte (resp. nur ein- oder zwei Aermchen h├Ątte knipsen k├Ânnen).
Besucht habe ich folgende Aquarien, die ich auch alle f├╝r empfehlenswert halte: Cairns (innerhalb eines Einkaufszentrums am Hafen), Sydney Darling Harbour, Great Barrier Reef Aquarium Townsville (mit Meeresschildkr├Âten-Aufzuchtstation und bemerkenswerter Zucht von Steinkorallen, dazu ein Riesenzackenbarsch, der seinem Namen alle Ehre macht), Seaworld Surfers Paradise (├Ąhnlich wie US-Seaworlds, geh├Ârt jedoch nicht zur Anheuser Bush Entertainement Group!), Ocean World Manly bei Sydney und noch eins nahe Sydney, dessen Namen mir gerade nicht einf├Ąllt.
Obwohl nicht pers├Ânlich besucht, sollen auch die Anlagen in Canberra (Nationalzoo and Aquarium), sowie Perth und Melbourne qualitativ auf einem sehr hohen Stand sein (Info von Bekannten, die allerdings nicht ganz so zooverr├╝ckt wie ich sind).
(09.11.2007, 16:33)
Shensi-Takin:   @Sacha: Danke ;)-und was eine m├Âgliche Verwechslung angeht-kein Problem. Da es bei mir weniger als 6 AUS-Aquarien waren-welche w├Ąren da empfehlenswert-v.a. : hatte irgendeins von denen Blaugeringelte Kraken?
(09.11.2007, 15:38)
Sacha:   @Shensi-Takin: Ups, habe ich vielleicht Sydney mit Townsville verwechselt? Muss nachschauen. Ich war im damaligen Urlaub in rund einem halben Dutzend australischer Aquarien....
By the way: Herzlichen Gl├╝ckwunsch zum Geburtstag. Bin in diesem Forum offenbar nicht der einzige Skorpion. Und unter Gliederf├╝ssern wird eine Verwechslung hoffentlich verziehen...:)
(09.11.2007, 15:27)
Shensi-Takin:   @Sacha: Gibt's derartige Glasg├Ąnge nicht auch im Sydney Aquarium-bzw. z.T. in Wien (Robben)? Was Glastunnel angeht-solange es den Tieren nicht schadet und den meisten Besuchern gef├Ąllt...
(09.11.2007, 14:02)
Sacha:   Die Glastunnel sehe ich ├Ąhnlich wie IP66. Spannend, aber oft auch unpraktisch (├╝brigens gerade beim Fotografieren!).
In australischen Aquarienh├Ąusern gibt es auch immer wieder Glastunnel sowie in Townsville (Queensland) einen Glasgang, der um die Ecke geht und wo auch der Boden aus Glas besteht. Da zieht man reflexartig die F├╝sse weg, wenn darunter Blaupunkt-Stachelrochen durchschwimmen....:)
(09.11.2007, 12:40)
IP66:   Ich komme eigentlich mit herk├Âmmlichen Galerietyp unserer Aquarien ganz gut zurecht, habe aber nichts gegen spektakul├Ąre Einzelbecken.
(09.11.2007, 11:08)
Michael Mettler:   P.S. Fische - in diesem Fall Korallenfische - ├╝ber den K├Âpfen der Besucher, aber ohne Tunnel, gibt es auch in Arnheim. Ich erinnere mich an eine Art "Aquabr├╝cke" ├╝ber den Besucherweg in Burgers' Ocean.
(08.11.2007, 22:40)
Michael Mettler:   Ist lange her, dass ich dort war, aber neigt sich nicht die Scheibe des gro├čen Amazonasbeckens in Amsterdam ein wenig ├╝ber den Besuchergang?
(08.11.2007, 22:00)
Shensi-Takin:   Ich sollte mal Korrektur lesen, ehe ich etwas vorschnell abschicke-"spekatukl├Ąre", also wirklich...Zu meinem Vorschlag zur├╝ck: warum nicht gleich eine gl├Ąserne Decke mit Liegeinsel darunter, so dass die Fische ├╝ber einen hinwegschwimmen? Hat das Georgia Aquarium nicht so etwas ├Ąhnliches zu bieten? Allerdings m├╝sste man da bei niedriger Decke als Gro├čw├╝chsiger wohl den Kopf einziehen und vorher kr├Ąftig Limbo ├╝ben...;)
(08.11.2007, 19:43)
Shensi-Takin:   Was spekatukl├Ąre Aquarienscheiben angeht: wie w├Ąre es denn z.B. mit einer schr├Ągen, sprich nach unten hin verj├╝ngenden Konstruktion, wobei man darunter ├Ąhnlich der "Planetenreise" im Berliner Naturkundemuseum auf bequemen Liegen ruht?
(08.11.2007, 19:12)
IP66:   Als Attraktion taugen die Unterwassertunnel in j├╝ngster Zeit durchaus, allerdings sind sie f├╝r die Fischbetrachtung eher unpraktisch. Zum einen staut sich in der engen R├Âhre auch an wenig besuchten Tagen das Publikum, zum anderen irritiert die sich von Blickwinkel zu Blickwinkel ├Ąndernde Perspektive, so da├č l├Ąngere Fischbetrachtungen sich anstrengend gestalten. Schlie├člich kann man auch die Gr├Â├če der jeweiligen Tiere nur schwer einsch├Ątzen - allerdings sahen sich ja schon die Aquarien der Jahrhundertwende vor dem Problem, da├č die mit diversen Fischarten besetzten Aquarienreihen durch Attraktionen aufgelockert werden mu├čten, sollten sie den Durchschnittsbesucher interessieren.
(08.11.2007, 17:59)
Shensi-Takin:   @Matthias: Dabke. Na, dann bleibt immer noch die Option Unterwassertunnel f├╝r Seek├╝he als Novum...Es sei denn jemand kennt daf├╝r auch ein Bsp.?;)
(08.11.2007, 14:46)
Matthias:   Ja. In Faunia Madrid gibt es im Regenwaldpavillon einen Unterwassertunnel mit Arapaimas. Ich habe bei meinem Besuch im Sommer 2006 etwa 14 Tiere gezaehlt. Ich durfte auch hinter den Kulissen die Arapaimas von oben fuettern. Was ein Erlebnis. Dort war dann auch ein Absperrbecken (mit Schotten abtrennbar) zu sehen.
Offensichtlich war es also nicht fuer Fische geplant.
(08.11.2007, 12:45)
Shensi-Takin:   Kennt jemand zuf├Ąllig ein Aquarium/ Zoo, in dem ein "Amazonas"-Tunnel im Stile des Wiener Zooaquariums existiert-allerdings mit Arapaimas? (Falls nicht: schnell zum Patentamt...;)
(08.11.2007, 11:41)
Michael Mettler:   Fischhaltung ist ein schwieriges Thema. Bei den meisten Seewasser-, aber auch vielen S├╝├čwasserfischen ist die z├╝chterische Seite bislang unbefriedigend. Die Haltung generell zu beenden, halte ich f├╝r falsch, weil damit auch eine M├Âglichkeit entfallen w├╝rde, Wissen ├╝ber diese Tiere zu sammeln - auch Menschenaffen, Nash├Ârner usw. wurden in den Anf├Ąngen der Haltung nicht oder selten gez├╝chtet, bis man "den Dreh raushatte". Allerdings f├Ąnde ich es richtiger, auf Artensammelei zu verzichten und z.B. von Kaiserfischen statt zehn Einzelexemplaren lieber zehn Tiere einer Art zu halten, diese - da wohl nicht immer vertr├Ąglich - auf verschiedene Becken zu verteilen und in Abst├Ąnden Anpaarungsversuche zu machen.

Die Aussage von Sealife ist sicherlich unverfroren, aber PR-typisch und auch in der Zoowelt nicht un├╝blich. So br├╝steten sich schon einige Zoos mit grandiosen Zuchterfolgen, obwohl die betreffenden weiblichen Tiere bereits tr├Ąchtig in den Zoo kamen und es sich somit ebenfalls nur um AUFzuchten handelte (z.B. das erste Breitmaulnashorn in M├╝nster oder zwei Vorkriegs-Elefantenk├Ąlber im Berliner Zoo).
(09.08.2006, 11:40)
Sacha Beuth:   Ich m├Âchte hier auch die Haltung von Meeresfischen einf├╝gen. Leider werden (bislang) nur ein paar Dutzend Arten erfolgreich nachgez├╝chtet. Was ist Eurer Meinung nach zu tun - Die Zuchtbem├╝hungen intensivieren, sprich Geld f├╝r die Forschung ausgeben oder auf die Haltung von Meeresfischen verzichten, da Zoos und Schauaquarien eigentlich nur "Verbraucher" sind?
Und so nebenbei: Findet ihr es auch eine Frechheit, dass Sealife behauptet, s├Ąmtliche gezeigten Fische seien gez├╝chtet (und dabei Aufzucht und Nachzucht bewusst nicht unterscheiden). Und dass die ach so natursch├╝tzerische Institution mit dem Finger auf andere Schauaquarien zeigt, die Grosshaie halten, w├Ąhrend in den Sealife Centern die Hundshaie oft sehr schnell wegsterben (erinnere mich da speziell an das SL in Berlin)?
(09.08.2006, 11:25)
IP66:   Die erste Piranha-Nachzucht in K├Âln, um die man in der Tat viel Wirbel veranstaltet, ist doch erst ein Jahr her, und so viele Jungfische habe ich bislang nicht gesehen. In Wuppertal konnte man dagegen, so lange die Piranhas das gro├če Becken bewohnten, in den letzten 5 Jahren immer Jungfische beobachten. Ich hoffe ja auch, da├č das in K├Âln so bleibt - im Aquarium passiert ja einiges - aber man sollte nicht immer dem lautesten Trommler hinterherlaufen.
(27.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   F├╝r solche Zufallstreffer pr├Ągte mal jemand den sehr sch├Ânen Ausdruck "made by accident"... :-)
(25.01.2006, 00:00)
Hannes:   Das mit dem zufall ikann ich best├Ątigen denn in k├Âln haben sich die pirahas schon einmal fortgepflanzt und zwar als die pumpen mitten im sommer ausfielen und das aquarium vor algen wucherte.
da kamen die tiere in stimmung.
tja so kommts.
ich mag ja das anakonda gehege in dortmund was eine voliere ist und daher alle ger├╝che voll warnehmbar sind.
(25.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @IP66: Das mit den Piranhas in K├Âln ist inzwischen Geschichte: In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des K├Âlner Zoo wird beschrieben, dass sich die Piranhas im Schaubecken fortpflanzen und Jungfische sogar zwischen den Alttieren heranwachsen. Mit der N
(25.01.2006, 00:00)
Ollo:   @ IP66
Zucht ist aber nicht alles in der Tierhaltung.
Den Aquazoo finde ich von der Tierpr├Ąsentation her v├Âllig ├╝berholt.
(25.01.2006, 00:00)
IP66:   Das die Vogelhaltung in den neuen Gro├čk├Ąfigen mit vielen Arten besser funktioniert, hat sich noch nicht erwiesen - in K├Âln gibt es die meisten Zuchterfolge in den kleineren, mit nur ein oder zwei Arten besetzten r├╝ckw├Ąrtigen Volieren oder in den dem Publikum verborgenen Zuchtk├Ąfigen des Regenwaldhauses, die auch noch recht sparsam m├Âbliert sind. Der im Vogelbereich sehr erfolgreiche Zoo Wuppertal arbeitet mit einem Volierenbestand, der weitestgehend aus den 60er Jahren stammt. Bei Gro├čfischen kann ich mich allerdings noch an viele Haltungen erinnern, die wir als Kinder "Wendebecken" nannten, weil der Fisch sich nur einmal umdrehen konnte, und bei manchem Reptil ist das ja auch heute noch so. Letztlich scheint mir aber die Entwicklung zum Gro├čbecken ein Irrweg zu sein, da dort der Zugriff auf die Tiere kaum mehr m├Âglich ist und man auch nicht durch Umsetzen und Experimentieren mit Futter, Licht, Temperatur, Wasserqualit├Ąt usf. Zuchterfolge erreichen kann. Ich erinnere mich noch an die Gabelbartnachzucht in Bochum, in einem recht herk├Âmmlichen Landschaftsaquarium oder recht regelm├Ą├čige Piranha-Nachzuchten in Wuppertal in einem recht kleinen Becken, die sich in der zehnmal gr├Â├čeren Anlage in K├Âln nicht bewerkstelligen lie├čen. Ich kenne die Sea-Life-Anlagen in Oberhausen und Timmendorf und glaube nicht, da├č dergleichen Billigbauten die technische Voraussetzung bieten, ├╝berdurchschnittliche Haltungserfolge zu erzielen. Zudem fand ich den Gegensatz zwischen der an die W├Ąnde geschriebenen Propaganda und manch' ├╝berf├╝llten und kleinen Becken recht augenf├Ąllig. Vom Konzept her scheinen mir L├Âsungen wie der Aquazoo in D├╝sseldorf - Tiere, Museum, Didaktik und doch Zuchterfolge - recht zukunftsweisend, allerdings ist das Geb├Ąude jetzt auch schon ein Viertelhahrhundert alt.
(25.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Der fundamentale Unterschied zwischen einem klassischen Aquarienhaus und einer klassischen Fasanerie liegt darin, dass man f├╝r die Fischhaltung einen riesigen technischen Aufwand betreiben und nat├╝rlich auch unterbringen muss. Einzelne Gro├čbecken z.B. im Gel├Ąnde eines Geo-Zoos verteilt aufzustellen, w├╝rde also einen immensen baulichen und finanziellen Mehraufwand gegen├╝ber einem gemeinsamen Aquarienhaus bedeuten. Die Betonung liegt dabei auf "Gro├čbecken", denn in einem Zooaquarium m├Âchte der Besucher nun mal nicht nur die Fische sehen, die er auch selbst zuhause halten kann. Aquarien in "handels├╝blichen" Gr├Â├čen kann man nat├╝rlich sehr gut in andere Tierh├Ąuser eingliedern, siehe z.B. Rheine (im Affenhaus) oder Erfurt (im Giraffenhaus). Allerdings werden sie dort meiner Ansicht nach nur als Auflockerung wahrgenommen, ein "Eintauchen in die Unterwasserwelt" wie in einem Aquarienhaus ist hier nicht m├Âglich.

Ich stimme Hannes voll zu und behaupte sogar, dass die Terraristik noch viel ├╝berholungsbed├╝rftiger ist. Tiere wie z.B. Schlangen, die immerhin haupts├Ąchlich in einer Geruchswelt leben, sind vielerorts so steril untergebracht, dass f├╝r sie der "Erlebniswert" nicht h├Âher ist als im Inneren einer Plastikt├╝te. Oder, um es mit anderen Tieren zu vergleichen: Es entspricht - auch wenn die Kunstfelsen und -├Ąste noch so viel Nat├╝rlichkeit vorgaukeln - F├ťR DAS TIER der Badezimmerarchitektur f├╝r Affen oder der K├Ąfig-mit-zwei-Sitzstangen-Haltung von V├Âgeln.
(25.01.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Da d├╝rfen wir beim v├Âlligen Neubau des Tropariums in Hagenbeck ja gespannt sein.
(25.01.2006, 00:00)
Hannes:   Das w├Ąre ein vorbildliches ziel aber kaum machbar den solche anlagen kosten ein verm├Âgen und sind auch wegen ihrer einzigartigkeit rentabel.
aber ich sehe das ganz ├Ąhnlich und finde auch das sich in der terraristik was tun sollte.
ein problem f├╝r die zoos ist halt nur das die aquarien/terraien h├Ąuser meist massive gro├če bauten sind und renovierung nicht reicht oder machbar ist.
(24.01.2006, 00:00)
Ollo:   Wie wird man in Zukunft wohl Fische pr├Ąsentieren?
Ich glaube, was Aquarien anbetrifft, stehen wir vor der gleichen Entwicklung, die wir schon seit einiger Zeit bei den V├Âgeln und ihren Volieren sehen. Ein althergebrachtes Aquarienhaus kann man sicherlich mit einer Fasanerie vergleichen. Bei den V├Âgeln hat man schon erkannt, da├č sie mehr Platz brauchen, und bei den Fischen sind wir gerade am erkennen.
Das Nonplusultra sind meiner Ansicht nach dabei keineswegs die SeaLifes. Ich war z.B. neulich in Speyer und stellte fest, da├č die Becken kaum gr├Â├čer als die herk├Âmmlichen sind, auch wenn sie eine andere Form haben. Das Verhalten und das Aussehen vieler Fische deutete auch daraufhin, da├č es ihnen nicht rundherum gut geht (ein Kennzeichen sind z.B. im Vergleich zum K├Ârper zu gro├če Augen). SeaLife hat in punkto Tierhaltung vielleicht 10% auf dem Weg zum Endziel geschafft, denke ich mal.
Ich glaube, in Zukunft wird man die Geb├Ąude um die Becken herum bauen, so wie in Arnheim. Das, was ich dort gesehen habe, sollte allerorten das Ziel sein.
Was meint Ihr?
(24.01.2006, 00:00)

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