Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Flussdelfine



Alexander Wilhelm:   Ich glaube, die gibt es in der pattaya dolfin world.
(13.05.2022, 14:34)
Alexander Wilhelm:   Irrawaddy Delfine galten meines wissens eine zeitlang als Gr├╝ndelwale, da sie neben dem Beluga die einzige walart sind die ├╝ber Mimmik verf├╝gen, allerdigs gelten sie glaube ich jetzt als Delfine. Ich bilde mir ein , geh├Ârt zu haben, das diese Art im Asiatischen Raum gehalten und gez├╝chted wird/wurde.
(13.05.2022, 14:24)
cajun:   Eine traurige Geschichte.... ich denke ihr seid alle des englischen m├Ąchtig... ich wei├č gar nicht ob es von dieser Art best├Ąnde in menschlicher Obhut gibt. Ansonsten droht der Weg des Baji...

" Last of his kind: Irrawaddy dolphin in Chheuteal dead
The last Irrawaddy dolphin at the Cambodia-Laos border was found dead weeks after it was caught in a fishing net in Stung Treng.
The last remaining Irrawaddy dolphin in the Chheuteal Pool of Stung Treng province was found dead on February 15, with experts concluding that it may have died due to tail injuries caused by an entangled fishing net.
For more than a month, the lonely dolphin had been unable to swim well enough to hunt effectively, and had lost an estimated half of its bodyweight. Having discovered the problem, Fisheries Administration experts and World Wide Fund for Nature Cambodia (WWF-Cambodia) had been working together to find a solution, but to no avail.
Provincial authorities said that due to the lack of specialised equipment and training in techniques to catch the mammal, its officials had been monitoring the dolphin every day to prevent it from being harassed by fishermen.
Srey Sam Vichet, head of the provincial Fisheries Administration, told The Post on February 15 that the dolphin was found dead near the shore close to where it lived. The dolphin may have died because it could no longer bear its wounds. Since it was injured, it had fallen ill, he said.
ÔÇťAfter finding it dead near the dolphin pool, our initial findings are that it likely died due to the wounds suffered from its entanglement in the net. Our experts are still investigating and we have not yet decided where an autopsy will take place. Once we have carried out our inspection, we will know the cause of death with more certainty,ÔÇŁ he added.
Provincial hall spokesman Men Kong told The Post that the loss of the only remaining dolphin in the pool bordering Cambodia and Laos was saddening.
ÔÇťThis is very sad because we have been trying to conserve it for a long time. We know that the dolphin was unique among the species in our river. The passing amounts to the loss of an entire species in our conservation area,ÔÇŁ he said.
Kong added that the administration was not yet sure if they would try to introduce another species of fresh water dolphin into the area. He said the administration would support the decision of any experts who discovered a species that could thrive in the Chheuteal conservation area to replace the lost dolphin.
The loss of dolphins in the Chheuteal area has occurred steadily since 2018. One by one they had become entangled in nets. A study in 2018 found that there were only three surviving dolphins. The last remaining one had been alone since early 2021."
Quelle: https://m.phnompenhpost.com/national/last-his-kind-irrawaddy-dolphin-chheuteal-dead
(22.02.2022, 13:23)
Alexander Wilhelm:   Wen ich mich nicht irre hielt der Zoo in pitthsburgh den letzten weiblichen Flussdelfin in cb. Wurde glaube ich aber bereits weiter unten erw├Ąhnt.
(30.06.2021, 14:03)
J├Ârn Hegner:   der us-amerikanische zoo von pittsburgh soll doch auch mal orinoko-flussdelphine gehalten haben .
(05.04.2021, 21:57)
J├Ârn Hegner:   fr├╝her hatten doch auch us-amerikanische zoos flussdelfine gehalten . ausser den zoo duisburg h├Ąlt ja nur noch der zoo von valencia in venezuela diese .
(22.05.2013, 22:14)
IP66:   Generell dachte ich immer, da├č es die Eidgenossenschaft ist, die seit den Tagen des Nikolaus von Fl├╝he keine Finanzkrisen mehr kennt ...
Als einen nichtdeutschen engagierten Walhalter w├╝rde ich Harderwijk nennen. F├╝r die bundesdeutschen Perspektiven scheint mir der Erfolg des n├╝rnberger Neubaus wesentlich. Wenn ich die Pl├Ąne recht verstanden habe, wird man dort versuchen, die Spa├čzoo-Ideen (ich benutzte den Begriff jetzt v├Âllig wertfrei, so wie Dezember f├╝r den zw├Âlften Monat des Jahres) auf ein Au├čenbecken f├╝r Wale zu ├╝bertragen. Wenn dieser Anlage ein ├Ąhnlicher Erfolg wie den Unbauten in Hannover oder Gelsenkirchen bescheiden sein wird, halte ich es f├╝r denkbar, da├č das Konzept Nachahmer findet. Zudem handelt es sich, wenn man einmal die Erdarbeiten abrechnet, die die N├╝rnberger nun einmal wollten, um eine recht preiswerte Variante von Haltung, die auch mittelgro├če Zoos und vor allem f├╝r Einzelsponsoren interessieren k├Ânnte. Ein gewisses Risiko sehe ich allerdings darin, da├č das in Franken realisierte Kunstfelsmodell zum Er├Âffnungszeitpunkt der Anlage wohl keinen aktuellen Modetrend mehr vorstellen wird.
(11.12.2008, 19:16)
Sacha:   @IP66: Wo, wenn nicht im Westen (also auch in Deutschland) gibt(g├Ąbe?) es genug Knowhow UND Finanzen, um Walartige zu erforschen. Allenfalls noch in Japan, dann ist Sense. Und dort ist mir pers├Ânlich der Umgang mit Walen und Delphinen - sagen wir mal - etwas gar unkompliziert. Schade, lassen sich Walhaltungs-Projekte durch die (teilweise?) unqualifizierte Missmacherei der Tierrechtler nur schwer Sponsoren und politische Unterst├╝tzung finden.
Auch bei der Haltung von Grossen T├╝mmlern w├Ąren wir ohne Tierrechtler sicher weiter.

Und weil wir gerade beim Thema Sponsoren sind:
@Shensi-Takin: Ein Sammlertreffen in Japan w├Ąre prima. Meine Kontonummer lautet...:)
(11.12.2008, 16:46)
IP66:   Vielleicht gibt es in Bezug auf Japan noch immer ein Sprachproblem - andererseits k├Ânnte ich mir vorstellen, da├č eine andere Einstellung zum Meerestier, wie sie im dortigen Kaiserreich gepflegt wird, durchaus die Experimentierfreude und den Mut zu neuen Wegen vergr├Â├čert, eben weil man bei Verlusten keine nationale Aufregung bef├╝rchten mu├č.
Angsichts der Haltung von Sumatranash├Ârnern hege ich in Bezug auf den Fortschrit in den Methoden leichte Zweifel, doch gerade im Bereich der Walartigen scheinen mir gerade die lange zur├╝ckreichenden Erfahrungswerte zu fehlen. Nat├╝rlich kann man die ethische Frage nach der Etablierung wom├Âglich bedrohter Arten in unseren Zoos, bei denen noch Forschungsbedarf besteht, auch verneinend beantworten. Ich neige allerdings dazu, unseren Zoos gerade dergleichen Haltungsforschung an bislang als schwierig geltenden Arten als besondere und wichtige Aufgabe zuzuweisen. Ob es gerade Delphine in der Bundesrepublik sein m├╝ssen, ist eine andere Frage.
(11.12.2008, 14:02)
Shensi-Takin:   @IP66: Im Prinzip ja - obgleich die Nachzuchtrate im Sinne einer sich selbst unterhaltenden Ex-Situ-Population bislang bei allen Flussdelfinen zu wuenschen uebrig laesst. Das gilt aber auch, wie wir alles hier wissen, fuer nicht wenige "etablierte" Zoo-Arten (inklusive Grosser Tuemmler) und liesse sich bei verbesserten Rahmenbedingungen vielleicht aendern.

Seit damals hat man gerade im Bereich der Haltung und tiermedizinischen Pflege von aquatischen Saeugern "ein wenig" dazugelernen-insofern koennte bei sorgfaeltigem Vorgehen die Eingewoehnung und Haltung weniger verlustreich ablaufen.
Ich bin v.a. ueber die Gangesdelfine erstaunt-so viele Haltungen hatte ich nicht erwartet.

Japan entpuppt sich einmal mehr als Mysterium in Sachen aquatische Saeugerhaltung bzw. Aquaristik-man hoert immer wieder die abenteuerlichsten Geruechte (z.B. Tiefseebecken oder Baikalrobben-Nachzucht), findet aber so gut wie nichts darueber weitergehendes hinaus. Vielleicht waere ein zukuenftiges Zooforums-Treffen in japan angebracht...;)
(11.12.2008, 11:41)
IP66:   Das klingt nach: Eingew├Âhnung schwierig, Haltung gut m├Âglich. W├╝rden Sie das ├Ąhnlich sehen?
(11.12.2008, 11:06)
Shensi-Takin:   Aus dem "Handbook of Marine Mammals", Flussdelfine:

Gangesdelfine-Haltung:
1879: 1 Exemplar in Kalkutta; Haltungsdauer: 10 Tage
1968: 0.3 im Steinhart Aquarium, USA; Haltungsdauer: 44, 24, 38 Tage Todesursache bei zwei Tieren vermutlich Erkrankungen der Lunge, beim dritten Tier Wundinfektion
1970: 0.1 wieder Steinhart Aquarium; lebte dort bis zum Juli 1971

Pilleri hielt in Bern insgesamt mind 7 Tiere der Indus-Form. Fangdaten;
2 im Dez 1969
1 im Maerz 1972
4 im Dezember 1972

Einige Exemplare scheinen mehrere Jahre in Bern gelebt zu haben.

Januar 1970: Fang 1.3, Haltung in Kamogawa Sea World, J
Haltungsdauer: 0.3 64, 68 und 151 Tage
1.0 176 Tage
Im Oktober 1970 0.1, ebenfalls nach Kamogawa; 299 Tage

Insgesamt 13 Tiere zwischen Januar 1970 und Mai 1972 gefangen und gehalten, darunter die 1.4 fuer Japan
1977/78: Haltung eines Gangesdelfin in einem indischen Schwimming-Pool fuer 5 Wochen, dann Wiederaussiedlung

Boto:
1.0 in Pittsburg Aquarium und weiteres Exemplar im Niagara Falls Aquarium Haltungsdauer mind . 19-20 Jahre

ca. 100 Botos zwischen 1950igern-70igern fuer US-Haltungen gefangen; hohe Verlustrate laut Autor nebst Verletzungen durch unsachgemaessen Fang/Transport u.a. auch auf hohe intraspezifische Aggression zuruckfuehrbar. Einzel- oder Haltung in sehr kleiner Stueckzahl anscheinend empfehlenswerter.

(11.12.2008, 09:26)
Shensi-Takin:   Interessanter Artikel ueber den letzten Amazonas-Flussdelfin in den USA:
http://www.post-gazette.com/regionstate/20020221chuckles4.asp
(27.07.2008, 22:18)
IP66:   Ihre Informationen zur berner Flu├čdelphinhaltung haben in mir die Frage geweckt, ob es schon vor 1945 Haltungsversuche gegeben hat. Seek├╝he und einige Walarten sind ja durchaus importiert und f├╝r gewisse, aus heutiger Sicht eher kurze Zeiten gehalten worden, und da liegt eine solche Vermutung nahe.
(23.06.2008, 18:57)
Shensi-Takin:   @IP66: offenbar nicht; das Paar wurde auch soweit ich mich erinnere in den 1970igern gefangen, aber anders als im Fall der Botos habe ich seitdem au├čer in Form des Buchs nichts mehr von ihnen geh├Ârt. Gut, die Haltung in Bern war anders als die Duisburger keine ├Âffentliche, aber man h├Ątte bei weiterem Fortbestand trotzdem mehr Informationen und Presseberichte erwartet.
(23.06.2008, 17:33)
IP66:   Sind die in Bern gehaltenen Tiere denn ├Ąhnlich alt geworden wie die Flu├čdelphine in Duisburg?
(23.06.2008, 10:57)
Shensi-Takin:   @MM: Danke, das d├╝rfte einer der s├╝damerikanischen Ladies sein, die Gewalt in dem von Ihnen weiter unten genannten Buch erw├Ąhnt. In letzerer ist auch ein Foto des Albino-Weibchens zu sehen (jedenfalls behauptet das die Bildunterschrift), allerdings in S/W.
(22.06.2008, 20:52)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Nicht mal in der Sonderbrosch├╝re, die der Zoo seinerzeit ├╝ber die Expedition ver├Âffentlichte, ist der Albino abgebildet. Daf├╝r schm├╝ckt er zusammen mit einer zweibeinigen Sch├Ânheit das Titelbild des Zoof├╝hrers, 8. Ausgabe. Das Foto scheint noch in Venezuela entstanden zu sein, denn hinter dem Pool sieht man einen Maschendrahtzaun. Sehr viel mehr als die R├╝ckenlinie und der verschwommene Kopfumriss sowie eine dito Vorderflosse des Delfins gibt das Bild allerdings auch nicht her, und wenn man nicht w├╝sste, dass es den Albino gab, k├Ânnte man das Foto auch einfach f├╝r etwas fehlbelichtet halten.

So weit ich das im Ged├Ąchtnis habe, gab es im "Zoologischen Garten" auch einen l├Ąngeren Artikel ├╝ber die Toninas; vielleicht findet sich dort noch ein besseres Foto.
(22.06.2008, 20:38)
Ralf Sommerlad:   ..und ich fand dieser Tage noch einen alten Artikel aus der Frankfurter Rundschau, die Verurteilung von Dr. Gewalt wegen der illegalen Einfuhr von Jacobitas betreffend...
@Sebbu: nach meiner Kenntnis siehts dramatisch aus f├╝r den Gangesdelphin, die 2000 verbliebenen Tiere sind wohl eher Wunschdenken.
(20.06.2008, 17:31)
Shensi-Takin:   ├ťbrigens, als Erg├Ąnzung ├Ąlterer Beitr├Ąge:
-die Seek├╝he in Beauval sind Karibik-Manati, keine Afrikanischen Manatis; letztere pflegt mW au├čer ggf. dem einen oder anderen afrikanischen Zoo nur das japanische Toba Aquarium
-Seek├╝he aus den USA zu beziehen d├╝rfte schwierig sein, da das US Fish & Wildlife da vehement seinen Daumen drauf hat. Zudem handelt es sich dabei meist um die Florida-Unterart-was Unterarten-Puristen wohl sauer aufsto├čen w├╝rde.
-der von mir aufgef├╝hrte Link spricht von 5 Botos im Venezuela Aquarium
-Zwar kein richtiger "Flussdelfin", aber: Irrawadi-Delfin-Haltung im Oasis Sea World Marine Park, Thailand
http://www.thamai.net/2008/01/28/oasis-sea-world-leam-sing/
-Die von MM erw├Ąhnte Platanista-Haltung fand im einem Becken im Keller des Hirnanatomischen Instituts der Psychiatrischen Universitatsklinik(!), Bern, um 1975 statt. Einfangen & ├ťberf├╝hrung sowie weitere Haltung schienen relativ problemlos abzulaufen, wobei die 2 Tiere (v.a. das M├Ąnnchen) offenbar recht schreckhaft blieben und nicht mehr Futter (sp├Ąter z.T. auch Lebendf├╝tterung mit Wei├čfischen etc.) von der Hand nahmen. Das Unterwassermikrophon wurde scheinbar zu ihrem Lieblingsspielzeug; anderes verlor recht schnell an Reiz.

Alles im allen ein sehr interessantes Buch mit noch heute beeindruckenden Fotos.
(20.06.2008, 12:42)
Shensi-Takin:   Ein paar Video-Clips von der Boto-Haltung in Venezuela:
http://www.haupt.it/venezuela/2007/06/25/futterung-der-ungeheuer/

Danke ├╝brigens @MM f├╝r den Buchtipp bzgl. Ganges-/Indusdelfine; w├╝rde mich nur mal interessieren, was aus den Berner Tieren wurde...

Hat zuf├Ąllig jemand ein Foto des alten Duisburger Albino-Boto-Weibchens?

Man m├Âge die New-Age-Fahrstuhlmusik & eine gewisse Trivialit├Ąt entschuldigen, aber die Aufnahmen sind z.T. recht interessant:
http://www.youtube.com/watch?v=KKLiNnuT6Ow&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=yjRCtTn1q9w
(Ja, ich wei├č, dass der Glattschweinswal kein Flussdelfin ist, aber zumindest kommt er ab und an in Fl├╝ssen vor).
(20.06.2008, 12:07)
Sebbu:   Hallo

zu dem Baiji im Wuhan Aquarium existiert folgendes Bild

http://flickr.com/photos/cgnu/1050089239/

Das Tier hie├č Qi Qi, wurde 1980 als verletztes Tier aufgep├Ąppelt und lebte im Wuhan Aquarium 22 Jahre. Es starb 2002.
(06.09.2007, 15:44)
WolfDrei:   Zum Jangtsedelphin gab es vor nicht so langer Zeit einen Artikel ├╝ber "Gefangenschafshaltung" in einem Institut in Wuhan im "Zoologischen Garten". Gew├Âhnlich waren das verletzte Tiere, die nicht lange ├╝berlebten mit einer Ausnahme eines Tieres, das weitaus (?) l├Ąnger als 10 Jahre dort lebte.
(06.09.2007, 15:19)
Carsten Horn:   Die Duisburger Tiere wurden bzw. werden nicht trainiert. Zur Besch├Ąftigung bekommen sie ab und zu lebende Fische und haben diverse Spielzeuge...
(06.09.2007, 12:53)
Sebbu:   ├ťber die Sichtung habe ich auch geh├Ârt. Wenn das allerdings ein Einzeltier ist, bleibt ohnehin wenig Hoffnung. Man vermutet ja, dass es weniger als ein Dutzend Baijis noch gibt. Das ist zu wenig zur Populationserhaltung ("genetischer Flaschenhals") - auch wei├č man ja nicht, wie es um die Geschlechterverteilung bestellt ist.

Auch ein Baiji wurde in einem chinesischen Forschungslabor gehalten - stand hier irgendwo schon mal. Dass auch Gangesdelphine (mit ph) in einer Forschungsstation gehalten wurden, wusste ich nicht. Ich habe aber mal geh├Ârt (frag mich nicht nach der quelle, vielleicht auch irgendwo in diesem Forum), dass Gangesd. aus dem schmutzigen Fluss zur Beobachtung in einen klaren See ausgesetzt wurden.

Flussdelphine sind primitivere und einzelg├Ąngerische Delphine - was sie f├╝r eine Haltung in Gefangenschaft eigentlich, wie schon angeklungen, geeignet erscheinen l├Ąsst. Kein M├Ąr vom hochintelligenten, aber verk├╝mmerten Flipper...
Wurden die Tiere in Duisburg eigentlich trainiert? Oder einfach im Aquarium ausgestellt.
(06.09.2007, 12:31)
IP66:   Das seitliche Schwimmen mit Bodenkontakt konnte man auch bei den S├╝damerikanern in Duisburg h├Ąufiger beobachten - ich habe dies allerdings nur in dem kleinen alten Becken gesehen. Die Situation im neuen Becken gestaltete sich aber auch insofern anders, als das ├Ąltere Tier ja wenig herumschwamm.
(06.09.2007, 11:27)
Sacha:   @Sebbu: Der Baiji oder Chinesische Flussdelfin (ohne ph tut das einfach weh) ist noch nicht ausgerottet. Vor ein paar Tagen wurde - ich glaube im mittleren Yangtse-Bereich - ein Exemplar fotografiert resp. gefilmt. Klaus Sch├╝ling hat diese Nachricht ├╝brigens im Thread "Pressemeldungen der Zoos" vermerkt und auch einen Internet-Link dazu angegeben = http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,21182,00.html
Vielleicht besteht ja noch Hoffnung zur Rettung des B. Dazu m├╝ssten sich Chinas Verantwortliche aber ├Ąhnlich anstrengen wie f├╝r die Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen......
(06.09.2007, 10:48)
Michael Mettler:   Hey, mein Ged├Ąchtnis funktioniert noch :-) Das Buch hei├čt korrekt "Die Geheimnisse der blinden Delphine", der Autor Giorgio Pilleri. Per Google gefunden...
(05.09.2007, 23:01)
Michael Mettler:   Meines Wissens hat vor etlichen Jahren ein Wissenschaftler namens Pilleri Gangesdelfine in einem Institut gehalten und erforscht. Dabei wurde u.a. festgestellt, dass diese wohl nahezu blinde Art gern auf der Seite schwimmt und mit einer Brustflossenspitze Bodenkontakt h├Ąlt. Hat mich damals leider nicht n├Ąher interessiert, deswegen kann ich auch nicht mit einer genauen Quelle dienen. Auf jeden Fall gab es Unterwasserfotos der Tiere im Becken und ich glaube, sogar ein Buch "Das Geheimnis der blinden Delphine" oder so ├Ąhnlich.
(05.09.2007, 22:38)
Sebbu:   Die Geschichte mit dem "Reservebestand" sollte in jedem Fall weiterverfolgt werden.
Hier denke ich vor allem auch an die asiatischen Arten (wobei hier die letzte ├╝berlebende Art der Gangesdelfin ist)
├ťber den Ganges-Delfin erf├Ąhrt man kaum etwas. Ich habe von Bestandssch├Ątzungen von 2.000 Tieren geh├Ârt, wundere mich aber auch, dass in einer M├╝llhalde wie dem Ganges ├╝berhaupt ein Tier ├╝berleben kann.
Ich sch├Ątze, die indischen Flu├čdelfine werden dem Baiji sehr bald folgen.

Vermutlich k├Ânnte aber nur ein Zuchtstamm in Gefangenschaft ein F├╝nkchen Hoffnung verspr├╝hen. Allerdings nur ein kleines, da es bei dieser Art meines Wissens noch keine Haltungserfahrungen gibt (wei├č jemand Gegenteiliges?)

(05.09.2007, 22:07)
Sebbu:   Hallo

die Seite hei├čt:

http://csiwhalesalive.org/csi97304.html

der Artikel geht auf das Jahr 1997 zur├╝ck.
Bei Internetquellen muss man immer vorsichtig sein, ob das auch stimmt und die Quelle einigerma├čen fundiert und seri├Âs ist.
Hier scheint es in den USA offenbar aber durchaus Gedankenspiele gegeben zu haben.
(05.09.2007, 16:52)
Stefan Wolf:   @Sebbu: Ich glaube, das gr├Â├čte Import-Hindernis f├╝r die Zoos d├╝rfte in der Tat die Furcht vor negativer Presse sein. Dabei zeigt gerade der Duisburger Neubau, in welche Richtung eine moderne artgerechte Haltung gehen muss und kann. Vor dem Hintergrund des Schicksals des Baijis w├Ąre es dringend erforderlich, eine gro├č angelegte Kooperation mehrerer Haltungsinstitutionen auszuarbeiten mit dem Ziel des Aufbaus einer Reservepopulation in wissenschaftlich gef├╝hrten Zoos/Aquarien. Dass sich der Boto mitunter sehr dauerhaft halten l├Ąsst, hat die Haltung Duisburg ja bereits bewiesen. Valencia hat zudem gezeigt, dass auch dessen Nachzucht in Menschenhand nicht unm├Âglich ist (soweit mir bekannt zuletzt in 2005).
W├Ąre sehr an dem Link der von Dir geposteten englischen Seite interessiert, falls m├Âglich... Besten Dank
(05.09.2007, 14:24)
Sebbu:   Hallo,

ich habe auf einer englischen Seite gelesen, dass es Botos au├čerhalb der USA nur in Venezuela (Valencia) und Duisburg gibt. In den USA hatten sie ein Tier in Pittsburgh, glaube ich. Das ist aber verstorben.
Amerikanische Aquarien versuchen Botos zu bekommen - besonders, um sie in Regenwaldh├Ąusern zu integrieren. Das ist aber bereits in den USA wegen politischer Gr├╝nde und auch wg. Protesten von Tiersch├╝tzern kaum durchsetzbar - mithin d├╝rfte es in Deutschland unm├Âglich sein, Flussdelfine zu bekommen. Also schaut euch das Duisburger Einzeltier noch einmal an.
├ťbrigens: Die Aquarien in Dallas (4 Botos) und Chicago (5 Botos) sollen sich Ende der 90er um Tiere sehr bem├╝ht haben - wei├č jemand, ob mit Erfolg?
Ein kalifornisches Aquarium soll sogar mit der Anschaffung von gleich 30 Botos gelieb├Ąugelt haben. Ob da was dran ist, wei├č ich nicht.
Jedenfalls seien die Tiere in Gefangenschaft schwer zu halten.
(05.09.2007, 13:42)
IP66:   Es ist schon schade, da├č das sch├Âne Haus jetzt auf l├Ąngere Zeit mit einem Einzeltier besetzt bleiben mu├č - wobei sich vielleicht ja doch noch in S├╝damerika irgendwelche Verbindungen ergeben k├Ânnten ...
(26.07.2007, 17:46)
Stefan:   Leider ist es wohl der Duisburger Haltung nicht m├Âglich, f├╝r die qualitativ weit verbesserte Haltung durch "Rio Negro" einen neuen Besatz mit Botos zu bekommen. Ich finde es schade, dass man f├╝r diese Art unter den neuen halterischen Gegebenheiten keinen Populationsaufbau in Menschenhand versuchen kann. Gerade hier k├Ânnte die Kooperation mit den zur Zeit so beliebten "Aquarien" unter der Voraussetzung ansprechender Platzverh├Ąltnisse gesucht werden. Wenn ich dann Videos wie die auf WDCS sehen muss, wo 83 Sotalias bzw. Tucuxis in den Netzen eines einzelnen Fischerbootes qualvoll ersticken, frage ich mich wirklich, ob man (neben strafrechtlicher Verfolgung und verbesserten Schutzbem├╝hungen) nicht ernsthaft auch ├╝ber einen Reservebestand in wissenschaftlich!! geleiteten Zoos verf├╝gen sollte. Wer wei├č, ob man so nicht auch den Baiji h├Ątte retten k├Ânnen...

Anbei das Video als Link:

http://www.wdcs-de.org/dan/de-news.nsf/webnews/1986EE040F778ADB8025731D0042FD68?opendocument
(26.07.2007, 14:43)
Michael Mettler:   Im Jahresbericht des Importjahres 1975 ist erw├Ąhnt, dass man f├╝r das alte Becken urspr├╝nglich einen (Dauer-)Besatz von drei Toninas vorgesehen hatte und beim Fang ein viertes Tier einkalkulierte, falls es zu einem Transport- oder Eingew├Âhnungsverlust kommen sollte. Als dann das albinotische, nach dem Zustand des Gebisses zu urteilen schon steinalte Weibchen ins Netz ging, wurde spontan beschlossen, dieses zus├Ątzlich und trotz seiner wohl nicht mehr langen Lebenserwartung mit zu nehmen.
(22.05.2007, 13:33)
abjatar:   Das Nebenbecken ist aber nun wirklich nicht der Rede wert, oder? ;-)
(21.05.2007, 19:11)
Sven P. Peter:   Ich habe es nach der Er├Âffnung des neuen Hauses gesehen als da Schildkr├Âten drin waren, sooo klein war es auch nicht und es existierte ein Nebenbecken. Trotzdem ist das neue Haus toll :)
(21.05.2007, 18:53)
abjatar:   Das stimmt, ich habe auch mal das Becken w├Ąhrend der Reinigung gesehen. War ├╝brigens interessant, der Tierpfleger lief in Badehose durch knietiefes Wasser, die Delfine konnten sich grade noch fortbewegen... Da merkte man, dass das Becken gr├Â├čer war, als man dachte. Hinzu kommt ja auch, dass Flussdelfine nunmal eh in FL├ťSSEN weniger Platz haben als im offenen Meer (was jetzt aber alles keine Verteidigung dieser Haltung sein soll). Gut so, dass das vorbei ist!
(21.05.2007, 18:49)
Michael Mettler:   Und einer war ja beim Import noch ein Baby und nahm noch nicht so viel Platz weg :-)

Die "Badewanne" ist/war ├╝brigens gr├Â├čer, als man glaubt (wenn auch immer noch klein), die Lichtbrechung r├╝ckt die hintere Wand optisch ein ganzes St├╝ck weit vor. Ich habe das Becken mal gesehen, als es nicht ganz gef├╝llt war und man zwischen Wasseroberfl├Ąche und Scheibenkante einen "Luftblick" hatte (zumindest bei meiner K├Ârpergr├Â├če...), da fiel dieser Unterschied in der Wirkung nat├╝rlich deutlich ins Auge.
(21.05.2007, 18:44)
Anna Lena:   Das beruhigt mich ja kolossal! ;-)
(21.05.2007, 18:31)
abjatar:   genau, in der badewanne! aber zu f├╝nft waren sie ja nur kurz...
(20.05.2007, 21:31)
Anna Lena:   Mal was anderes (f├╝r jemanden, der erst 1999 das erste Mal im Duisburger war). Wo waren denn die urspr├╝nglichen 5 Flussdelfine untergebracht? In der Badewanne, wo die beiden letzten bis vor kurzem drin waren?

Ich mag Seek├╝he ├╝brigens auch.
(20.05.2007, 21:23)
Michael Mettler:   Ich dachte eigentlich immer noch mehr daran, die beiden "Letzten ihrer Art", n├Ąmlich den Duisburger Tonina und den M├╝nsteraner Sotalia, in "Rio Negro" zusammen zu bringen...
(29.01.2007, 20:50)
Sven P. Peter:   Ich sehe es genau andersrum, dass der Otter den Delfin angreifen w├╝rde. Generell w├Ąre eine Vergesellschaftung der beiden Arten aber sehr interessant.
(29.01.2007, 19:37)
IP66:   Ich sehe Vergesellschaftsversuche zumindest bei dem jetzigen Exemplar relativ kritisch, weil der Delphin schon zu seinem Beckengenossen, insbesondere in dessen letzten Wochen, sehr r├╝pelhaft war - ich vermute, da├č er die Otter als Lebensfutter betrachten w├╝rde.
(29.01.2007, 19:33)
Jennifer Weilguni:   @IP66
Schade, dass sich so wenig Menschen f├╝r so ausgefallene Tiere wie Seek├╝he begeistern k├Ânne, allerdings muss ich auch sagen, dass sie speziell in N├╝rnberg auch alles andere als vorteilhaft pr├Ąsentiert werden. Wenn ich da ├╝berhaupt Reaktionen von Besuchern mitbekomme, dann meistens nur Mitleidsbekundungen, weil die Tiere so wenig Platz haben oder ├ärgernis, weil man sie nicht richtig sehen kann... Und nur so am Rande.. Ich mag Seek├╝he :-)
(29.01.2007, 13:21)
Michael Mettler:   In einem Buch ├╝ber Wale und Delfine fand ich gestern unter dem Amazonas-Flussdelfin den Hinweis: "Er schlie├čt sich oft dem Amazonas-Sotalia an und in Nahrungsgebieten manchmal dem Riesenotter." Besetzungsbeispiel f├╝r "Rio Negro"?
(29.01.2007, 09:54)
IP66:   Sicherlich kommt auch einiges auf die Haltungsbedingungen an, doch eine Reihe von Kindern, die ich kenne, nehmen die duisburger Flu├čdelphine f├╝r voll, ein Junge meinte sogar, da├č ihm das neue Delphinhaus - das f├╝r die Flu├čdelphine - viel besser gefalle als das alte - das Delphinarium. Auch vor der alten Unterbringung im Aquarium habe ich entsprechende Bemerkungen geh├Ârt. Das sind nat├╝rlich nur Ausschnitte der Wirklichkeit, aber bei Seek├╝hen habe ich die Begeisterung nicht erlebt. Im Gegenteil, weder in N├╝rnberg noch in Friedrichsfelde war es einfach, Begleiter f├╝r Seek├╝he zu interessieren. Ich denke, die Schwierigkeit liegt darin, da├č Seek├╝he im tr├╝ben Wasser meist nur als brauner Fleck wahrnehmbar sind und auch kaum erkennbare Gliedma├čen und Augen aufweisen. Jedenfalls wurde das Interesse gr├Â├čer, wenn eine Seekuh sich zum fressen bequemte, nahe an der Scheibe stand oder so weit auftauchte, da├č Kopf und Flossen erkennbar waren.
(21.12.2006, 20:31)
th.oma.s:   @michael mettler: dies wird wohl auf die art der s├╝├čwasserangepassten delphine und auf das management ankommen. ganges-delfine w├Ąren ein traum, allerdings nur wenn mehrere einrichtungen gemeinsam eine gefangenschaftspopulation aufbauen w├╝rden.
(18.12.2006, 10:55)
Michael Mettler:   Dabei stellt sich allerdings noch die Frage, ob Flussdelfine "allein" wirklich die (circensisch gepr├Ągte) Besuchererwartung "Delfin" befriedigen oder dann nicht doch auf dem Popularit├Ątsniveau von Seek├╝hen landen (man staunt kurz, geht aber bald weiter). Duisburg hat immerhin noch "richtige Flipper" nebendran und die Toninas sind dort drei├čig Jahre Zoogeschichte - somit ein schlechter Ma├čstab.
(17.12.2006, 21:39)
IP66:   Ich kann Herrn Beuth nur zustimmen: Die Haltung von Flu├čdelphinen ist ja nicht ganz so aufwendig wie die von Meeresarten, da man nicht nur das Salzwasserm sondern auch dessen zerst├Ârerischen Wirkungen auf dei Bausubstanz sparen kann. Und selbst bei Kindern gingen die duisburger Tiere als Delphine durch. Und in eines der so beliebten Urwaldh├Ąuser passen sie auch. Will Gelsenkirchen nicht einen Asienteil bauen, und gibt es dort nicht noch einen Ratsbeschlu├č aus den 80ern, der ein Delphinarium vorsieht? Da fehlen doch nur noch die Ganges-Delphine
(17.12.2006, 20:39)
Sacha Beuth:   @Langhals: Der war gut. :-) Kompliment.
(14.12.2006, 18:47)
Langhals:   Ich w├╝rde mal nicht den Teufel an die Wand malen. Man hat schon einige Male verschiedne Tierarten f├╝r ausgestorben erkl├Ąrt, und trotzdem sind sie wieder aufgetaucht, wie j├╝ngst die gesichteten Spuren von Riesenrappenantilopen in Angola beweisen, oder verschiedene Beuteltierarten. Ein gutes Beispiel ist auch das Javanashorn, das wieder in Vietnam gesichtet wurde.Und ich k├Ânnte mir durchaus vorstellen, das es tats├Ąchlich noch Beutelw├Âlfe gibt. Hat Blaskiewitz nicht schon welche im Keller ?
(14.12.2006, 17:38)
Michael Mettler:   Stand auch in unserer Tagespresse. Wobei ich mich frage bzw. gern von besser Informierten aufkl├Ąren lasse: War der Chinesische Flussdelfin nicht schon "immer" ein extrem seltenes Tier, dessen Aussterben m├Âglicherweise schon ohne menschlichen Einfluss im Gange war? Ich denke dabei an den im Zusammenhang mit S├╝dafrika oft zitierten Blaubock, der laut zeitgen├Âssischer Literatur schon zu Beginn der Besiedlung durch Europ├Ąer extrem selten war (weshalb es auch kaum Museumsmaterial gibt), so dass die Buren sein Aussterben vielleicht "nur noch" beschleunigt haben. Im Gegensatz zum Quagga wurden vom Blaubock wohl nie Herden gesichtet, immer nur einzelne Tiere.
(14.12.2006, 16:33)
JT99:   Habs auch gestern gelesen und es hat mich wirklich traurig gemacht. Ich hoffe nat├╝rlich auch, dass es noch ein paar Individuen gibt, aber es scheint nicht gut auszusehen.

Hier nochmal zum Nachlesen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,454348,00.html
(14.12.2006, 15:49)
Sacha Beuth:   Habe gerade einen Bericht des Z├╝rcher Tages-Anzeiger (Ausgabe vom 14. 12., Seite 12) gelesen, der mich traurig stimmt. Offenbar ist wieder eine Tierart - der Chinesische Flussdelphin - f├╝r immer von dieser Erde verschwunden resp. ausgerottet worden. Ein internationales Forscherteam hat w├Ąhrend knapp eineinhalb Monaten 3500 Kilometer auf dem Jangtsekiang abgesucht und keine Spur mehr von den Baijis entdeckt. Die letzte gesicherte Sichtung eines lebenden Exemplars stammt dem Bericht zu Folge aus dem Jahr 2004.
Als Grund f├╝r den Artentod werden Verschmutzung, Ueberfischung, illegale Fischereimethoden und Verletzungen durch Schiffschrauben angegeben. Genau die gleichen Faktoren, die u. a. den Amazonas- und den Ganges-Flussdelfin in ihrem Bestand bedrohen.
Auf die Gefahr hin, ein altes Thema wieder aufzuw├Ąrmen: Der Bericht beweist einmal mehr, dass sich die Zoos und Aquarien endlich um diese Arten k├╝mmern resp. ihre Haltungsversuche intensivieren sollten. Zumindest beim Amazonas-Flussdelfin, der noch in gr├Âsserer Zahl vorhanden ist als der Ganges-F., w├Ąre dies m. E. trotz einiger zu erwartender Ausf├Ąlle zu verantworten. Zugleich k├Ânnte man mit diesen tierischen Botschaftern den Schutz der Art vor Ort finanziell unterst├╝tzen. Wie sich in China gezeigt hat, sind sowohl Gefangenschaftshaltung (m. W. nur in-situ, sprich in unmittelbarer N├Ąhe zum Verbreitungsgebiet) wie das Errichten von Schutzgebieten viel zu sp├Ąt in Angriff genommen worden.
Es w├Ąre darum zu hoffen, dass Duisburg die Haltung nicht beendet und zusammen mit anderen europ. Zoos und Aquarien einen neuen Ex-situ-Bestand aufbaut. Ich weiss, ein frommer Wunsch, der nicht zuletzt am nicht vorhandenen Geld und wohl auch am mangelnden Interesse scheitern d├╝rfte. Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt
(14.12.2006, 13:52)
Michael Mettler:   @Hannes: Wenn es nach dem Alter ginge, h├Ątte man die Flussdelfine auch nicht mehr aus ihrem alten Becken in den Rio Negro umsetzen d├╝rfen. Das war schlie├člich auch Umsetzungsstress, und sie mussten sich ebenfalls pl├Âtzlich mit v├Âllig neuen Bedingungen auseinandersetzen.
(24.10.2006, 18:03)
Hannes:   Ich glaube aus dem selben Grund warum Ferdinand EIGENTLICH nicht umziehen sollte: Das Alter.
Ich pers├Ânlich w├Ąre jedoch auch f├╝r einen Neuimport. Ich denke Flussdelphine sind am Besten daf├╝r geeignet wieder Delpfine in Europa zu etablieren besonders aufgrund der heutige technischen M├Âglichkeiten sowie der ├╝berall auftretenden Neubauten. Und man kann sie bestens in Tropenhallen integrieren. Ich glaube jeodch das ich eher meinen ersten holl├Ąndischen Orca sehe.
Frage zum Rio-Negro Becken: Betonboden?
(24.10.2006, 17:03)
Michael Mettler:   Wundert mich ├╝brigens, dass noch niemand den Vorschlag gemacht hat, den letzten Flussdelfin mit dem letzten M├╝steraner Sotalia zu vergesellschaften. Denn Sotalias leben wie die K├╝stenmanatis nicht nur im K├╝stenbereich, sondern auch in angrenzenden Fluss-Systemen. In Orinoko und Amazonas kommen beide Delfinarten vor.
(24.10.2006, 16:41)
Ewok:   was solche Artenbezeichnungen wie K├╝sten-dings und Amazonas-/Fluss-Dings doch anrichten k├Ânnen...
Vielen Dank f├╝r die Aufkl├Ąrung, Michael Mettler :)
(24.10.2006, 15:56)
Michael Mettler:   Wenn schon Purismus, dann Purismus pur: Die Flussdelfine Duisburgs stammten aus dem Rio Apure (Venezuela) und geh├Âr(t)en der Orinoko-Unterart an. Der Rio Negro ist aber ein Nebenfluss des Amazonas, somit w├Ąre schon die jetzige Besetzung "falsch" - aber wen juckts?

Im Orinoko leben keine Flussmanatis (T. inunguis), die auf das Amazonas-System beschr├Ąnkt sind (deswegen auch Amazonas-Manati genannt), sondern Nagel- bzw. K├╝stenmanatis (T. manatus) - wobei ich ├╝ber deren Unterartzuordnung (es gibt zwei) leider auf die Schnelle nichts gefunden habe. Die ARTEN Tonina und K├╝stenmanati leben also in der Natur durchaus in den selben Gew├Ąssern - nur eben nicht im Rio Negro....
(24.10.2006, 09:36)
Zoosammler:   Ich schlage vor, die weitere Diskussion in den Thread "Seek├╝he in Europ├Ąischen Zoos" zu verlegen, dort stehen ja auch mehr Hintergrundinfos!
(24.10.2006, 08:02)
Mulan:   @Stefan. Im Tierpark Berlin gab es bei den Manatis bisher nur Totgeburten, bzw. Fehlgeburten und ein lebendes Kalb, dessen k├╝nstliche Aufzucht fehlschlug. N├╝rnberg h├Ąlt noch drei weibliche Tiere nach dem Tod des Zuchtbullen. Sie haben Recht, die Zucht wird erst in der neuen Anlage fortgef├╝hrt werden. In den USA d├╝rfen Manatis im Zoo nicht gez├╝chtet werden, die Zoos haben sich verpflichtet, nur verletzte bzw. verwaiste Tiere aus Florida aufzunehmen und ggf. wieder auszuwildern, eine gute Sache, wie ich meine. Arnheim hat schon mehrfach Manatis gez├╝chtet.
(24.10.2006, 06:53)
Stefan:   @Zoosammler: Du meinst sehr wahrscheinlich die Haltung in Beauval, wo es vor wenigen Jahren sogar eine Zwillingsgeburt gab.
Generell habe ich eher den Eindruck, dass die Seekuhzucht in Europa seit 2003 stagniert. Jedenfalls gab es in diesem Jahr zuletzt im TP Berlin Nachwuchs. N├╝rnbergs einst bl├╝hende Zucht ist auch nicht mehr. Bei meinem letzten Besuch dort gab es im Tropenhaus nur noch eine Seekuh. Ich habe den Eindruck, man wartet dort erst einmal den Bau der Lagune ab, eher man sich wieder auf die Seek├╝he konzentriert. Das Becken im Tropenhaus ist allerdings wirklich absolut nicht mehr zeitgem├Ą├č. Aus Arnheim habe ich pers├Ânlich noch nicht von einem Zuchterfolg geh├Ârt (kann aber auch an mir vorbei gegangen sein, da Burgers Zoo eine eher schlechte Webseite hat). Ja und zu Odense`s Zuchthistorie m├╝sste man mal die D├Ąnemark-Experten befragen... Fakt ist aber: Seit etwa drei Jahren d├╝rfte sich bei europ├Ąischen Seekuhhaltern nachwuchstechnisch nichts getan haben. Lasse mich gerne eines besseren belehren. Bei amerikanischen Haltern f├Ąllt mir zun├Ąchst die zumeist strikte Geschlechtertrennung in den Haltungen auf. Hier l├Ąsst man m.E. vielerorts Zuchtpotenzial au├čer Acht.
(24.10.2006, 00:23)
Ewok:   Richtig. Nur bin ich in dem Punkt etwas verwundert, denn wenn es m├Âglich sein sollte, Fluss-Manatis zu importieren, warum dann nicht auch neue Flussdelfine?
Im WAZ-Artikel vom 15.10. spricht Winkler jedenfalls klar von Fluss-Seek├╝hen auf der Wunschliste f├╝r das Tropenhaus. Und ehrlich gesagt f├Ąnde ich Karibik-Manatis, auch wenn diese sich nicht allzusehr von den Amazonas-Manatis unterscheiden, eine recht halbherzige L├Âsung f├╝r das Rio-Negro-Konzept.
(24.10.2006, 00:18)
Zoosammler:   Ich glaube kaum, dass die Zooleitung Probleme damit h├Ątte, Karibik-Manatis zu nehmen, wem f├Ąllt das denn schon auf?
So ein Problem kann es doch nicht sein, mittelfristig Seek├╝he zu bekommen, sie scheinen sich in Europa ja recht gut fortzupflanzen, immerhin gibt es doch einige Halter, die wohl kaum alle selbst importiert haben (und garantiert haben wir die Zuchtgeschichte der europ├Ąischen Manatis auch schon einmal ausf├╝hrlich besprochen).
Und vielleicht ist es ja auch m├Âglich, direkt aus Amerika Tiere zu erhalten, dieser franz├Âsische Zoo (auf dessen Namen ich nat├╝rlich nicht komme) hat seine Lamantins doch wahrscheinlich auch aus Afrika, denn sonst werden diese Tiere in Europa ja nirgendwo gehalten, oder?
(23.10.2006, 23:36)
Ewok:   Aber so wie ich gelesen habe, sollen es f├╝r Duisburg Fluss-Manatis werden. Aber werden die ├╝berhaupt irgentwo gehalten? In ISIS sinde ausschliesslich Karibik-Manatis aufgef├╝hrt.
(23.10.2006, 20:23)
Michael Mettler:   @Carsten: Die Geschichte der Duisburger Seek├╝he - es waren mehrere - haben wir in einem eigenen, ├Ąlteren Thread schon mal aufgerollt, falls es dich interessiert! Das fing mit einer Haltung im Springbrunnen an.... Gegen die damalige Duisburger Haltung ist die heutige Berliner geradezu ein Palast - aber die Zeiten haben sich eben schon wieder ge├Ąndert.
(23.10.2006, 20:16)
Carsten:   In N├╝rnberg haben sie vier oder f├╝nf Seek├╝he bei meinem letzten Besuch, wenn ich mich richtig erinner, und die Unterbringung im Moment ist auch nicht so toll dort und wann der geplante Neubau fertig wird, steht auch noch nicht fest. Da w├Ąre Duisburg zumindest f├╝r einen Teil eine Alternative.

Ganz unerfahren ist der Duisburg Zoo in der Seekuhhaltung ├╝brigens nicht, vor ca. 25 Jahren gab es dort schon mal mindestens eine Seekuh.
(23.10.2006, 19:20)
?:   Dr. Blaskiewitz trennt sich von seinen Seek├╝hen, der Witz des Tages ! Eher hackt er sich eine Hand ab. ( und gibt sie seinen Affen in ihrem sterilen Affenkrankenhaus als Besch├Ąftigunsmaterial )

(23.10.2006, 18:37)
IP66:   Wie ich andernorts berichtet habe, ging der j├╝ngere, jetzt ├╝brig gebliebene Flu├čdelphin schon recht r├╝de mit seinem altersschwachen Partner um - was wird er mit Seek├╝hen anstellen? Gibt es denn nirgendwo ├╝bersch├╝ssige Flu├čdelphine?
(23.10.2006, 18:07)
Sacha Beuth:   Den Vorschlag von Tom Schr├Âder finde auch ich ├╝berdenkenswert. Die Anlage in Berlin ist aus Sicht der Besucher wirklich besch..... Wegen der tr├╝ben Suppe ist die Sicht auf die Tiere durch die zwei Grossscheiben enorm eingeschr├Ąnkt und die Spiegelungen tun ihr ├╝briges dazu. Auf jeden Fall ist es den TP-Verantwortlichen nicht gelungen, diese potenziellen Besucherlieblinge entsprechend auszustellen. Ein Problem, das m. E. auch Arnheim hat (Im Gegensatz zu einigen US-Zoos und Ozeanarien). Und ob in Berlin die tierischen Bed├╝rfnisse alle befriedigt werden, wage ich angesichts des relativ geringen Raumes auch zu bezweifeln (bin nat├╝rlich kein Fachmann auf diesem Gebiet).
Sofern nicht eine geeignetere Anlage in einem anderen Bereich des Parks gebaut werden kann (m├Âglichst in der N├Ąhe anderer Tiere der Karibik/des n├Ârdl. S├╝damerikas), w├Ąre eine Abgabe nach Duisburg die beste L├Âsung.
(23.10.2006, 18:03)
Tom Schr├Âder:   Hoffentlich (reine Mutma├čung!!!) denkt man ├╝ber die berliner Tiere nach. Somit w├Ąre im Tierpark Platz, das Haus zu entkernen und endlich die Elefantenhaltung auch innen zu verbessern (und sicherer zu machen...). W├╝rde mich sehr freuen, wenn diese Spinnerei in Berlin und Duisburg Anregungen f├Ąnde, aber selbst wenn, w├╝rde es sicher am Geld seitens des Tierparks scheitern...
(23.10.2006, 17:46)
Dortmunder:   Wo sind denn aktuell ├╝bersch├╝ssige Manatis verf├╝gbar ???
(23.10.2006, 10:06)
Zoosammler:   Sollte sich der verbliebene Flussdelfin "einsam f├╝hlen", will Winkler Seek├╝he f├╝r Duisburg dazu holen. Manati und Tonina - das w├Ąre dann wohl eine einzigartige Vergesellschaftung!
Neue Toninas f├╝r Duisburg sind also nicht angestrebt.
(21.10.2006, 00:47)
Michael Mettler:   @Dortmunder: Was glaubst du wohl, wie ich auf die bl├Âde Idee gekommen bin...
(15.09.2006, 14:53)
Dortmunder:   @ Michael M. :

Ich glaub, sowas gibts nur bei "Dallas" !!! ;o)
(15.09.2006, 13:55)
Michael Mettler:   Na, da bin ich ja mal auf die Aufl├Âsung des R├Ątsels gespannt. Vielleicht ist ja der laut Jahresbericht 1978 gestorbene dritte Tonina Jahre sp├Ąter aufgewacht und hat festgestellt, dass das alles nur getr├Ąumt war...?
(13.09.2006, 19:52)
Dennis I:   @ ip66
Du hast recht , vor einigen Jahren lebten noch drei Flussdelfine in Duisburg
(13.09.2006, 19:07)
IP66:   Es ist schwer, Kindheitserinnerungen genau zu verorten. 1978 war ich zw├Âlf, und ich meine, auch w├Ąhrend der Besuche in Duisburg in meiner Gymnasialzeit drei Flu├čdelphine erlebt zu haben. Aber leider schieben sich derartige Erinnerungen zusammen, zumal man in NRW immer mehrere Zoos zur Verf├╝gung hat und daher auch die Rarissima nicht so h├Ąufig sieht wie in einem heimatlichen Gro├čzoo
(30.08.2006, 11:16)
Michael Mettler:   Ich will hier nicht als Miesmacher dastehen, aber der ZG war ├╝ber viele Jahre hinweg daf├╝r bekannt, dass Manuskripte bis zum Abdruck mehrere Jahre (!) liegen konnten. Habe mir eben ein beliebiges Heft aus dem Regal gezogen, um ein leicht nachvollziehbares Beispiel daf├╝r zu suchen und wurde problemlos f├╝ndig: In einer Ausgabe von 1969 erschien der N├╝rnberger Jahresbericht f├╝r 1963 (!), und das ist keineswegs der Rekordhalter. Wahrscheinlich aus diesem Grund h├Ârte man irgendwann damit auf, bei den Artikeln zu vermerken, wann die Manuskripte eingegangen waren....
(25.08.2006, 17:22)
Thomas W.:   Ok, ich habe nochmals Dr. G. Publikation (einzige?) ├╝ber die Toninas durchgelesen. Diese wurde 1978 in "Der Zoologische Garten" ver├Âffentlicht und berichtet nur vom Tode des alten Weibchens nach 6 Monaten. Den Tod weiterer Tiere h├Ątte er doch sicher erw├Ąhnt...
(25.08.2006, 16:16)
Michael Mettler:   In den Jahresberichten ist mehrfach die Rede von Hautproblemen und Pilzerkrankungen der Toninas. Beim Tod des "Halbstarken" wurde sogar sinngem├Ą├č geschrieben, dass es diesmal "wenigstens" kein Infektions- o.├Ą. Problem war....

@IP66: Ich habe im Laufe der Jahre ausreichend Unterschiede zwischen Jahresbericht und Tierkartei zu verschiedenen Arten aus verschiedenen Zoos gefunden, dass ich manchmal glaube, dass Erinnerungen DOCH richtiger sind.... Jedenfalls wette ich nicht mehr auf Jahresbericht-"Fakten".

Ich war ca. 1981 erstmals in Duisburg, habe aber keine Erinnerung daran, wieviele Toninas ich gesehen habe. Mein n├Ąchster Besuch war 1986, und da waren es meiner Erinnerung nach nur noch zwei.

├ťber das Albino-Weibchen hie├č es in den Jahresberichten, man habe es trotz seines offensichtlich fortgeschrittenen Alters noch "ein halbes Jahr" am Leben erhalten k├Ânnen. Also MUSS es im Importjahr gestorben sein. F├╝r das zweite Weibchen wird im Todesjahr 1976 ein anderthalbj├Ąhrige Haltung erw├Ąhnt, also d├╝rfte es wohl nicht das selbe gewesen sein. Und warum sollte man 1978 den Tod des Halbstarken vermelden, wenn der noch ein paar Jahre l├Ąnger gelebt haben soll...? Wie gesagt, kann ich weder beweisen noch widerlegen, aber von der Logik her d├╝rfte nach 1978 kein dritter Tonina mehr vorhanden gewesen sein.
(25.08.2006, 12:28)
Hongabonga:   Die Schildkr├Âtenanlage ist doch schon fertig, das ist doch die wo gegen├╝ber die Zwergotter sind, oder?
Die Anlage bei Rio Negro war noch im Bau, es wurden gerade ein paar Kunstfelsen modelliert...
(25.08.2006, 11:44)
Thomas W.:   Vielen Dank f├╝r die Jahresberichtdaten! Irgendwann schrieb Dr. Gewalt "Mit drei Toninas ├╝ber dem Berg..." Welches auch darauf hindeuten w├╝rde, dass ein Dritter l├Ąnger lebte. Die Daten deuten darauf hin, dass Duisburg ein wenig Pech hatte, die Haltung von Toninas f├╝r "Walerfahrene" Zoos ansonsten relativ reibungslos verlief.
Dr. Gewalt hatte im jahr 1976 einen wissenschaftlichen Artikel ├╝ber die Eingew├Âhnung der Flussdelfine geschrieben, alle Tiere waren wohl voll mit Parasiten (Bandw├╝rmer, Nematoden etc)und litten unter Hautkrankheiten, dies ├╝berlebten allerdings alle Tiere. Das alte Weibchen wurde offenbar regelm├Ą├čig von den M├Ąnnchen attackiert und verletzte sich die Schnauze schwer an der Beckenbegrenzung. Gewalt berichtet von h├Ąufig stattfinden Paarungen (auch mit Gegenst├Ąnden?).
@Hongobonga, k├Ânnte dies die neue Schildkr├Âtenanlage sein?

(25.08.2006, 11:19)
Hongabonga:   Wenn man auf den Eingang von Rio Negro zu geht auf der linken Seite. W├Ąre ja super wenn die/der(?) Riesenotter eine neue Anlage bekommen w├╝rden.
(25.08.2006, 11:14)
Ewok:   @Hongabonga: Auf welcher Seite wird denn gebaut? Auf der Seite zum Streichelzoo hin oder vorne? Falls vorne k├Ânnte ich mir vorstellen, dass f├╝r die Riesenotter umgebaut bzw. erweitert wird, so wie es ja Anfangs f├╝r Rio Negro noch geplant war.
(25.08.2006, 11:09)
IP66:   Ich meine auch, da├č es zu Anfang der 80er Jahre noch drei Flu├čdelphine waren, was mit dem Bild im Zoof├╝hrer ├╝bereinginge - insofern bin ich nicht sicher, ob das von Herrn Mettler ermittelte Todesdatum zutrifft - allerdings sind Erinnerungen ja oft weniger zuverl├Ąssig als Jahresberichte.
(25.08.2006, 11:06)
Hongabonga:   Ich war gestern in Duisburg und da war eine Anlage vor Rio Negro im Bau, welche Tiere kommen da rein?
(25.08.2006, 10:33)
Dortmunder:   Das wage ich mal anzuzweifeln... Oder hat DUisburg vielleicht doch mal einen Tonina-Nachschlag bekommen ? Bei meinem ersten Duisburg-Besuch wei├č ich n├Ąmlich 100 %ig, dass ich DREI Toninas gesehen habe... Und das war Anfang der Achtziger, da ich ja erst 1977 geboren wurde... UNd ich kann mich auch noch an die Nachrichten im WDR erinnern, als der dritte Tonina starb (da wurde ├╝ber sowas noch berichtet, genau wie sp├Ąter ├╝ber den Tod des zweiten Belugas), und ich meine, das w├Ąre erst Mitte der Achtziger gewesen und das Tier w├Ąre das Weibchen gewesen und das seitdem die beiden M├Ąnnchen allein leben und auch eine homoerotische Beziehung aufgebaut haben... M├╝sste sogar noch Fotos von mir als kleinem Dortmunder D├Âtz vor dem Tonina-Trio haben...
(25.08.2006, 09:22)
Michael Mettler:   Tagesgenaue Daten fehlen zwar gr├Â├čtenteils, aber nach Durchsicht der Duisburger Jahresberichte ergibt sich folgende Historie:
Eintreffen von 3,2 Toninas am 16.3.1975. Noch im selben Jahr, rund 6 Monate sp├Ąter, stirbt das alte Albino-Weibchen nach rasch fortgeschrittener Vergreisung. 1976 verendet nach anderthalbj├Ąhriger Haltung das zweite Weibchen, bei dem u.a. ein Gehirntumor festgestellt wurde. Blieben also 3,0: "Vater", "Halbstarker" und das Jungtier (hei├čt der nicht sogar "Baby"?).
1978 stirbt "Halbstarker" nach mehreren Attacken von "Vater" (Schocktod). Die beiden jetzigen Toninas sind somit bereits seit 28 Jahren nur noch zu zweit. Das Foto im Zoof├╝hrer t├Ąuscht also.
(24.08.2006, 22:43)
Thomas W.:   Zur Famileinzusammensetzung bei den Duisburgern:
Altes Albinoweibchen (1976 gestorben)
Zwei M├Ąnnchen (VATER lebt noch, einer ??? gestorben)
1 Baby (M├Ąnnlich, lebt)
1 Weibchen (Mutter, ??? gestorben).
Mich w├╝rde interessieren, ob Mutter bis in die 80er ├╝berlebt hat, oder ob alles drei M├Ąnnchen waren, welche im Zoof├╝hrer von 1986 abgebildet sind.
(24.08.2006, 17:41)
Thomas W.:   Ich denke, Riesenotter ben├Âtigen einen gro├čen Landteil im Gehege, und der ist nun fast ├╝berhaupt nicht vorhanden, ich sehe auch keine M├Âglichkeit den anzubauen.
Hey, theorethisch k├Ânnte man vermutlich sogar Flussdelfine und Riesenotter vergesellschaften... wird nur nie ein Zoo versuchen da beide Tierarten viel zu wertvoll sind.
(24.08.2006, 17:38)
Michael Mettler:   Da ich das Gewalt-Buch (irgendwie immer komisch, diesen Namen zu schreiben...) noch auf dem Schreibtisch liegen habe, fasse ich mal die Angaben f├╝r den Ausgangsbestand von 5 Tieren zusammen: eine Muttertier mit einem "karpfengro├čen" Baby, die Albino-"Oma" sowie "halbstarke Toninas und solche im besten Mannesalter". Da es noch immer nicht mehr als f├╝nf Tiere sein k├Ânnen, w├╝rden daraus logischerweise ein adultes M├Ąnnchen, ein halbw├╝chsiges M├Ąnnchen, zwei adulte Weibchen und das Jungtier. Und letzteres ist meines Wissens das j├╝ngere der beiden noch lebenden Exemplare.
(24.08.2006, 17:36)
Ewok:   Na dann m├Âchte ich da aber keine Scheiben von innen putzen m├╝ssen. Wie schnell hat man da nen dutzend Neons verschluckt... *g*
Der Unterschied bei Ferdinand und Yogi war ja, dass f├╝r deren Weiterverbleib plus evtl. neuer Tiere ein kompletter Neubau unumg├Ąnglich gewesen w├Ąre. Aber f├╝r weitere Toninas w├Ąr ja schon alles schick. Wenn alle Stricke reissen w├╝rden sich aber sicher auch Riesenotter ├╝ber die Schwimmfl├Ąche freuen *g*
(24.08.2006, 17:31)
Thomas W.:   Hoffen wir mal, das Duisburg nicht aus der Flussdelfinhaltung aussteigt, besonders wenn man bedenkt, dass grade der Zoo Duisburg in den 90er Jahren besonders hart von den Anti-Walhaltungs-Demonstranten angegriffen wurde. Das alte Becken f├╝r Wei├čwale und das Karpfenbecken f├╝r die Flussdelfine l├Âsten tats├Ąchlich bei all meinen Bekannten nur Ablehnung aus.
Das Rio-Negro Becken ist allerdings wirklich sehr sch├Ân, die Besucher stehen wie bezaubert vor diesen merkw├╝rdigen Tieren! Au├čerdem sind Flussdelfine wirklich eine zoologische Rarit├Ąt, vermutlich haben 90% der Besucher niemals zuvor ein Photo dieser Tiere gesehen, w├Ąhrend die auch einmaligen Koalab├Ąren ja recht bekannt sind. Dadurch, dass die Kinder nachfragen und die Eltern, welche auch wenig bis nichts ├╝ber Flussdelfine wissen, die Schilder lesen m├╝ssen, k├Ânnten die Besucher auf einmalige Art und Weise mit anderen Informationen gef├╝ttert werden. Damit sind die Flussdelfine eventuell die einzigen Duisburger Tiere an denen niemand vorbeil├Ąuft.
Au├čerdem Seek├╝he, puh, diese wenig agilen, Kartoffel├Ąhnlich gebauten Tiere finde ich pers├Ânlich nicht besonders interessant.
Hat den jetzt jemand eventuell mehr Informationen ├╝ber die Haltungsgeschichte der Duisburger Tiere?
(24.08.2006, 17:29)
Michael Mettler:   Was man mit ├╝brig gebliebenen, alten Einzeltieren machen kann, hat doch Duisburg mit Ferdinand und Yogi schon mal ausprobiert. Und das Rio-Negro-Becken s├Ąhe mit 20.000 Neonfischen darin bestimmt auch ganz apart aus. Und nun Schluss mit meinem Sarkasmus :-)
(24.08.2006, 17:16)
Ewok:   Geh├Ârt habe ich von dem Buch schon, aber gelesen hab ich es bisher noch nicht. Aber da ich grad son bissl wieder auf den Geschmack von alten Zoogeschichten komme, werd ichs mir mal besorgen. Interessieren w├╝rde mich noch, wie bzw. wo die Aufnahmen mit dem Beluga f├╝r die nachgestellten Szenen in der Doku gemacht worden sind.

Aber um nicht noch weiter von den Flussdelfinen abzudriften: Ich w├╝rde mich auch sehr freuen, wenn die Haltung in Duisburg langfristig fortgesetzt werden w├╝rde/k├Ânnte. Und was ist, wenn das ├Ąltere M├Ąnnchen stirbt? Immerhin ist es ja schon weit ├╝ber 40 Jahre alt und das j├╝ngere dann allein zu halten kanns ja auch nicht sein...
(24.08.2006, 17:04)
Michael Mettler:   Es gibt ein Buch von Gewalt "Auf den Spuren der Wale" (1986). ├ťbrigens sehr unterhaltsam geschrieben und lesenswert. Darin sind nicht nur die diversen Fangexpeditionen der Duisburger geschildert, sondern auch die "Moby im Rhein"-Story nebst Aufl├Âsung. Habe eben nachgeschlagen: An Bord des Schiffes befanden sich vier Belugas und "diverse Delfine" f├╝r ein "renommiertes Ozeanarium in Lancashire". Als der Dampfer in Seenot geriet, blieb nur ein einziger "l├Ądierter" Beluga an Bord und erreichte seinen Bestimmungsort. Und auch in die Loire-M├╝ndung hatte es einen der "Schiffbr├╝chigen" verschlagen.
(24.08.2006, 15:43)
Ewok:   Ja, genau die Doku war das. Der Beluga wurde zuvor f├╝r einen englischen Zoo gefangen und befand sich per Schiff (in der Animation wirkte es eher wie eine Nussschale mit Segel) auf dem Weg dorthin. Bei einem Sturm w├Ąr das Boot beinahe gekenntert, wobei der Wal ins Wasser plumpste. Der Rest der Geschichte ist ja bekannt...

@Dortmunder: Was f├╝r "neue" Erkenntnisse meinst du? Gewalt hatte sp├Ąter wohl die Erkenntnis, dass man Wale nicht mit der Bet├Ąubungspistole fangen sollte. Ich f├╝r mich hatte die Erkenntnis, dass der Beluga nicht den ganzen Weg bis in den Rhein selbst├Ąndig zur├╝ck gelegt hat. Obige Geschichte kannte ich n├Ąmlich bis dato auch noch nicht ;-)
(24.08.2006, 14:20)
Michael Mettler:   Gut geraten. Wenn ich mich richtig erinnere, war der Beluga von einem H├Ąndler importiert worden und f├╝r ein englisches Delfinarium bestimmt. Das Schiff geriet allerdings entweder in einen Strum oder sogar richtig in Seenot, und dabei ging der Wal ├╝ber Bord. Und orientierte sich danach in Richtung Rheinm├╝ndung.... Die Umst├Ąnde waren allerdings damals nicht bekannt, der H├Ąndler verriet Dr. Gewalt erst sp├Ąter die wahre Geschichte von "Moby Dick", der also keineswegs den Weg vom Polarkreis bis Duisburg aus eigener Kraft zur├╝ckgelegt hatte.
(24.08.2006, 14:04)
Dortmunder:   Inwiefern kann den ein Beluga schiffbr├╝chig sein ? Ist der einer Fangexpedition abhanden gekommen, oder wie ?
(24.08.2006, 13:34)
Michael Mettler:   Angesichts der Tatsache, dass wahrscheinlich etliche Flussdelfine auf wesentlich unsch├Ânere Weise gefangen werden, um schlichtweg geschlachtet zu werden, w├╝rde ich die "Duisburger Methode" noch als sanft bezeichnen.... Habe gerade gelesen, dass man in fr├╝hen Tierf├Ąngerzeiten junge Flusspferde durch HARPUNIEREN (!) einfing - mittels spezieller Harpunen, die das Tier "nur geringf├╝gig verletzten".... W├╝rde mich nicht wundern, wenn man bei Waltieren oder Robben anfangs genauso vorging.

War die Beluga-Doku diejenige, in der auch die Herkunft des Wales aufgekl├Ąrt wurde, der ja ein "Schiffbr├╝chiger" war und kein Weitwanderer?
(24.08.2006, 13:28)
Dortmunder:   @ Ewok :

Das klingt ja mal interessant ! Irgendwelche neuen Erkenntnisse, die aus dem Bericht zu ziehen waren ?
(24.08.2006, 11:58)
Ewok:   @Michael Mettler: Neben der genannten "humboldtiana" gibt es sogar noch eine weitere Unterart "boliviensis" im Rio Madeira.

@Dortmunder: Ich denke auch die Fangmethoden der professionellen Tierh├Ąndler bzw. deren Lieferanten von damals w├╝rden sich auch nicht lesen lassen, ohne mehrmals tief zu schlucken ;-)

├ťbrigens lief am letzten Sonntag im WDR eine Doku ├╝ber den Beluga im Rhein (Wdh. von 2004). In dieser Mischung aus damaligen Fernsehbildern und nachgestellten Szenen gab es auch Interviews mit Gewalt von damals und heute, in denen er auch ├╝ber seine Fehler von damals sprach.
(24.08.2006, 11:53)
Thomas W.:   Zu Fangmethoden: Alle Tiere haben ├╝berlebt. Das Anbinden eines Lockvogels ist sicher nicht so toll, insbesondere, da sich die Duisburger offenbar nicht darauf vorbereitet haben. Wenn man allerdings einen kleinen "K├Ąfig" oderso baut, w├Ąre es sicherlich wieder tierschutzrechtlich vertretbar. Die anderen herbeigelockten Tiere wurden dann glaub ich mit einem Netz eingekreist und per Hand gefangen.
In Trockenzeiten verirren sich Toninas manchmal in Restwassert├╝mpel wo sie langsam gekocht werden, ich denke solche Tiere w├Ąren leicht zu fangen... und man k├Ânnte es der ├ľffentlichkeit als Rettungsaktion verkaufen (was es ja auch ist...)
(24.08.2006, 11:32)
Dortmunder:   Die Fangmethoden von Dr. Gewalt darf man auch heutzutage, glaub ich, gar nicht mehr ver├Âffentlichen... Aber den Tieren scheint es ja nicht unbedingt geschadet zu haben...
(24.08.2006, 11:21)
Michael Mettler:   Und da wir schon beim Namenswirrwarr sind: Toninas gibts nicht nur im Amazonas, sondern auch im Orinoko - und von da stammen meines Wissens die Duisburger Tiere. Es gab damals sogar eine Sonderbrosch├╝re des Zoos "Expedition Tonina" oder so ├Ąhnlich. Muss ich mal raussuchen. Jedenfalls las ich auch andernorts schon mal den deutschen Namen Orinoko-Flussdelfin und sogar eine Unterartbezeichnung f├╝r diese Population - aber die habe ich vergessen zu notieren. (Evtl. humboldti oder humboldtiana oder sowas?)
(24.08.2006, 11:09)
dennis:   Danke, ich hatte n├Ąmlich mal nen zooplan von Duisburg, wo Toninastadtion stand, und ich habe ewig ger├Ątselt, bis ich rausfand, das damit die Flussdelphine gemeint waren.
zuerst dachte ich es w├Ąren irgentwelche Fische..
(24.08.2006, 10:54)
Ewok:   uups...da war Dortmunder nen ticken schneller :-)
(24.08.2006, 10:31)
Ewok:   @Dennis: Inia, Tonina und Boto meinen alle den Amazonas-Flussdelfin (Inia geoffrensis).
(24.08.2006, 10:29)
Dortmunder:   @ Dennis :

Der Tonina hei├čt wissenschaftlich Inia geoffrensis, oder zumindest so ├Ąhnlich... Ist also das Gleiche (oder auch das selbe)
(24.08.2006, 10:22)
Dennis:   inia und Tonina sind das gleiche oder?
(24.08.2006, 10:12)
Sacha Beuth:   @Frankfurter: Du hast recht mit Pittsburgh. Da der Amazonas-Flussdelfin auch Inia genannt wird, bin ich da wohl etwas durcheinander gekommen. Tschuldigung.
Uebrigens: Pittsburghs Tonina hiess "Chuckles" und starb am 20. Februar 2002 im Alter von 34! Jahren. Er kam 1970 aus dem Riverbanks Zoo Columbia (South Carolina) nach Pittsburgh.
(24.08.2006, 10:11)
Dortmunder:   Zum Baiji : Es ist doch noch nicht mal sicher, ob es ├╝berhaupt noch Tiere der Art gibt... Vor allem ist es sehr schwierig, sie zu finden, da der Yangste 1. sehr lang und 2. sehr dreckig ist... Au├čerdem gibts ja noch den Dreischluchtendamm, der den Delphinen wohl endg├╝ltig den Garaus machen wird...

@ Frankfurter :

Kurze Korrektur ! Der Chinesische Buckeldelphin ist allerdings kein Flu├čdelphin, obwohl er manchmal bis in die Flu├čsysteme vordringt, wie hierzulande Schweinswale, Belugas (Duisburg !) oder k├╝rzlich auch der Schnabelwal in London
(24.08.2006, 09:33)
Michael Mettler:   @Sacha Beuth: Ich h├Ątte eine Frage zu Venezuela, die aber nichts mit Flussdelfinen zu tun hat und die ich deswegen in "Au├čereurop├Ąische Zoos" gestellt habe!
(23.08.2006, 20:45)
Frankfurter:   @Sascha Beuth Nicht in Indianapolis, sondern in Pittsburgh wurden Toninas gehalten.
@Dennis Ja. Chinesische Buckeldelphine werden in Oasis Seaworld in Thailand gehalten und laut deren Angaben auch schon gez├╝chtet worden sein.
(23.08.2006, 19:18)
Dennis:   Gibt es weltweit irgenteinen zoo, der eine asiatische Flussdelphinart h├Ąlt?
(23.08.2006, 18:01)
Thomas W.:   @ SAcha Beuth, Ihre Berichte sind wirklich sehr interessant! Bei einer Pr├Ąsentation von Flu├čdelfinen in Europa kann man die ├ľffentlichkeit sicherlich auf besonders anregende Weise ├╝ber die Zust├Ąnde s├╝damerikanischer Fl├╝sse informieren.
Ich denke nicht, dass es bei einer eventuellen Nachzucht Probleme bei der Abgabe geben k├Ânnte, vielmehr w├Ąren vermutlich eine Reihe von Institution (ich denke hierbei besonders and die USA) an diesen Tieren interessiert. Bis zur Zucht w├Ąre es vermutlich doch noch ein weiter Weg. Es w├Ąre zu kl├Ąren, ob die Duisburger Tiere noch fortpflanzungsf├Ąhig w├Ąren etc...
Ja, der Chinesische Flu├čdelfin. In der aktuellen Biodiversity and Conservation war eine Diskussion von Wissenschaftlern dart├╝ber, ob man den Baiji aufgeben soll und das Geld in andere Projekte stecken, oder doch versuchen ihn zu retten. Ein Argument gegen die Rettung war, dass Flu├čdelfine noch nie erfolgreich in Gefangenschaft gehalten wurden und alle Tiere schnell eingegangen sind....
(23.08.2006, 17:54)
Sacha Beuth:   Bevor "Dortmunder" seine Antwort erh├Ąlt noch ein paar Zwischenbemerkungen.
Ich habe im Herbst 1996 das Aquarium im venezolanischen Valencia (dem ├╝brigens auch noch ein kleiner Zoo mit heimischer Fauna angeschlossen ist) besucht. Die Fischaquarien waren modern eingerichtet, die Tonina-Anlage glich mehr einem Hallenbadbecken (gesch├Ątzte 35 m lang, 15 m breit, 3 m tief, Sicht nur von oben). Darin waren zur Zeit meines Besuchs drei erwachsene Tiere und ein Junges zu sehen. Das Junge soll nach Auskunft eines Pflegers im Aquarium geboren sein. Die Tiere machten einen lebhaften Eindruck. Es wurden ├Ąhnlich wie bei Meeresdelphinen zu gewissen Zeiten Shows veranstaltet, bei denen die Tiere ihre F├Ąhigkeiten vorf├╝hren konnten. Erst diese Shows konnte bei der einheimischen Bev├Âlkerung Begeisterung f├╝r die Tiere wecken. Das liegt vermutlich daran, dass a. Die Tiere gl├╝cklicherweise in den Fl├╝ssen und Seen Venezuelas nicht selten sind (konnte bei meinem Ausflug in die Feuchtgebiete bei San Fernando fast jeden Tag Kleingruppen beobachten) b. nur von oben betrachtet werden konnten und c. Toninas bei der Vorf├╝hrung nicht die Dynamik und Schnelligkeit ihrer meeresbewohnenden Verwandten an den Tag legen.
Uebrigens gab es auch in den USA (ich glaube bis etwa Anfang der 90er Jahre) eine Tonina-Haltung im Zoo Indianapolis.
Pers├Ânlich w├╝nsche ich mir, dass der Duisburger Zoo auch weiterhin Toninas h├Ąlt und gegebenenfalls welche direkt importiert. Wenn die Zucht in dem einfachen Becken in Valencia gelingt, dann m├╝sste dies auch in der neuen Rio-Negro-Anlage m├Âglich sein. Leider gilt es daf├╝r mindestens zwei grosse Probleme zu l├Âsen. Erstens: Wer finanziert die Fangaktion. Und zweitens: Mehrere andere Zoos oder Aquarien m├╝ssen zur Tonina-Haltung ├╝berzeugt werden, damit bei einer allf├Ąllig erfolgreichen Gefangenschaftszucht Tiere abgegeben und ausgetauscht werden k├Ânnen.
Wenn man sieht, in welch schwindelerregendem Tempo der Lebensraum der Toninas verbaut, ├╝berfischt und vor allem verschmutzt wird, dann wird es h├Âchste Zeit, dass man sich um diese Tiere k├╝mmert und in der Gefangenschaftshaltung mehr Erfahrungen sammelt. F├╝r den Chin. Flussdelphin ist es ja wahrscheinlich schon zu sp├Ąt.... und somit sind wir wieder beim Thema "Bei welchen Arten sollen die Zoos ihre Kr├Ąfte konzentrieren"
(23.08.2006, 17:28)
Dortmunder:   Habe grade eine Anfrage an Duisburg ├╝ber die Tonina-Haltung gestellt und hoffe auf ne schnelle Antwort, die ich euch dann nat├╝rlich nicht vorenthalten werde...
(23.08.2006, 13:34)
Thomas W.:   Ok, das ist wirklich sehr schade! Flussdelfine gibt es doch in mehreren L├Ąndern S├╝damerikas, ist dort wirklich kein Tausch m├Âglich? Im Shedd-Aquarium in Chicago gibt es eine Nachbildung des Amazonas mit Gro├čaquarien. Riesenotter und Flussdelfine gibt es dort nur als Photos, was w├╝rden die daf├╝r geben....
Weiss denn jetzt jemand ob der dritte bis in die 80er Jahre ├╝berlebende Flu├čdelfin in Duisburg das Weibchen oder das dritte M├Ąnnchen war, und wann der zweite Delfin gestorben ist? In den Artikeln von Dr. Gewalt gibt es dazu keine Angaben...
(23.08.2006, 12:51)
Dortmunder:   Also, selbst der Zoo sagt offiziell, dass es nach den Beiden, aufgrund von Ausfuhr-Bestimmungen, keine neuen Toninas mehr geben wird ! Allerdings rechnet man bei Beiden mit einer Lebenserwartung von bis zu 40 Jahren !
(23.08.2006, 12:47)
Karsten Vick:   Ich hab zwar das neue Haus noch nicht gesehen, aber ich kann mir vorstellen, dass die Duisburger dort lieber verspielte Toninas als salat-m├╝mmelnde Seek├╝he zeigen wollen. Mal sehen...
(23.08.2006, 12:25)
Thomas W.:   Ich pers├Ânlich f├Ąnde es sehr schade, wenn Duisburg keine Toninas mehr halten w├╝rde. Im neuen Becken ist es wirklich einmalig ihnen zuzuschauen. Au├čerdem w├Ąren damit 30 Jahre einmalige Erfahrung in der Haltung von Flu├čdelfinen verlohren und Duisburg h├Ątte wieder eine zoologische Kostbarkeit weniger.
(23.08.2006, 12:17)
Michael Mettler:   Jungtiere gab es mit Sicherheit nicht, DAS h├Ątte in irgendeiner der Chroniken gestanden. Unter den Urspungstieren befand sich ein schon sehr altes Weibchen, das glaube ich "Oma" genannt wurde - war das nicht sogar der Albino?
Das zweite Weibchen wurde mit Jungtier importiert, welches dann der j├╝ngere der beiden noch lebenden Toninas sein d├╝rfte.
(23.08.2006, 12:00)
Dortmunder:   Also, die Duisburger Toninas haben definitiv nie gez├╝chtet... Das letzte Weibchen (von, glaub ich, f├╝nf Ausgangstieren) m├╝sste jetzt auch schon weit ├╝ber 10 Jahre tot sein... Glaube auch nicht, das Duisburg noch mal neue Toninas f├╝r Rio Negro bekommt... Aber das Haus wurde ja eh als Optionsbau f├╝r Manatis (nach der Tonina-Haltung) gebaut !
(23.08.2006, 11:58)
Thomas W.:   Wann ist eigentlich das Duisburger Weibchen (vermutlich Mutter..) gestorben? Ich weiss, dass das alte Weibchen etwas l├Ąnger als ein Jahr gelebt hat und dann vielleicht an ALtersgr├╝nden eingegangen ist. In einem Zoof├╝hrer von 1986 sind dann noch drei Tiere abgebildet. Meine Frage w├Ąre, ob das Weibchen schnell eingegangen ist und es deswegen keine Zuchterfolge gab, oder ob das Weibchen doch ein paar Jahre lebte. Gab es dann vielleicht sogar Jungtiere?
(23.08.2006, 11:35)
Stefan Wolf:   @ Sitara: Vielen Dank f├╝r die erstklassigen Informationen. Demnach gibt es also inklusive Jungtier drei Weibchen in der Haltung Valencia. Bei meinem Besuch im Duisburger Zoo habe ich Rio Negro als erstklassig empfunden. Kein Vergleich mehr zum tristen Bet
(19.01.2006, 00:00)
Sitara:   Nachtrag: Das m├Ąnnliche Tier von 2000 soll Anfang November 2005 verendet sein. Die einj├Ąhrigen Nachzucht ist ein M├Ąnnchen. Also leben dort zur Zeit insgesamt 5 Toninas.
(19.01.2006, 00:00)
Sitara:   @ Stefan Wolf: Es gibt in Venezuela in Valencia westlich von Caracas das J.V. Seijas Aquarium, das seit 1975 Toninas h├Ąlt und auch erfolgreich nachz├╝chtet. Die Gruppe besteht aus einem Zuchtm├Ąnnchen und zwei zuchtf├Ąhigen Weibchen sowie einer weiblichen (1
(18.01.2006, 00:00)
Constanze:   Sorry, ich meinte das Becken in dem die Tiere vorher gelebt haben.Dieses Becken wurde ja aufgef├╝llt und wird jetzt von ver. Landschildkr├Âten bewohnt.Das Abspeergehege kann halt mit diesem alten Becken im Aquarium mithalten.
(17.01.2006, 00:00)
Stefan Wolf:   Wei├č jemand, um welchen Zoo in Venezuela es sich handelt und wie viele Tiere welchen Geschlechts dort gehalten werden? ISIS f├╝hrte bei meinen Recherchen nur die beiden M├Ąnnchen aus Duisburg.
(17.01.2006, 00:00)
Klaus Sch├╝ling:   @Constanze
vorher im Vergleich wozu?
Rio Negro ist doch ein kompletter Neubau und keine Erweiterung.
(17.01.2006, 00:00)
Constanze:   Hi,ja das Rio Negro Becken hat einen Absperrbereich,den die m├Ąnnlichen Tiere bei meinen Besuchen nicht genutzt haben.Sie benutzen wohl immer noch fast die gleiche Fl├Ąche die sie auch vorher zu verf├╝gung hatten.Der Absperrbereich ist aber nicht sehr gro├č, kann aber mit der alten Fl├Ąche des vorigen Beckens mithalten.
(17.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Stimmt schon, andererseits ist jeder Tiertransport und jede Eingew├Âhnung mit einem Risiko behaftet, egal ├╝ber welche Entfernung und wie alt das Tier ist. Somit w├╝rde das genauso f├╝r einen nach Duisburg neu importierten Flussdelfin gelten.

Und ob der Jacobita Jogi "nur" wegen seines Alters die Eingew├Âhnung nicht ├╝berlebt hat oder wegen anderer Ursachen - man erinnere sich an die damaligen Duisburger "Startschwierigkeiten", um es mal harmlos auszudr├╝cken - wei├č ich leider nicht. Der Beluga Ferdinand scheint ja noch zu leben, und auch der ist schlie├člich schon ├╝ber drei├čig Jahre alt.

Die Frage ist, ob ein neues Weibchen f├╝r Duisburg ├╝berhaupt gut einzugew├Âhnen w├Ąre - nach dem, was ich ├╝ber die Toninas (und auch ├╝ber andere Delfine) gelesen habe, scheinen die Bullen den K├╝hen gegen├╝ber ja manchmal recht ruppig zu sein. Hat das Rio-Negro-Becken eigentlich einen Absperrbereich?
(17.01.2006, 00:00)
IP66:   Eine Verlagerung, die ein Exemplar von zweien nicht ├╝berlebt hat, sollte doch aus Schaden klug machen? Und das Beispiel Koalas zeigt ja, da├č man auch schwierige Arten z├╝chten kann, wenn man einen Grundstock an Tieren hat. Ich wei├č allerdings nicht, ob ├╝berhaupt schon einmal ein Flu├čdelphin nachgezogen wurde.
(17.01.2006, 00:00)
Sitara:   @ Sven: Die unten zitierte Aussage von Herrn Winkler in der seit ca. 1 Woche auf dem ZDF-Infokanal t├Ąglich ausgestrahlten 15 min├╝tigen Sendung, Zoogeschichten ├╝ber den Zoo Duisburg "Vom Wildfang zur Leihgabe" (l├Ąuft noch bis 03.02.) wird erg├Ąnzt mit seine
(16.01.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Schon klar, aber die Andeutungen die da gemacht werden sind doch recht deutlich.

Habe nu nochma geschrieben... warum kommt das denn nich an? :-(
(16.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Beluga und Jacobita waren auch eigene F├Ąnge, das sch├╝tzt also vor Abgabe nicht...
├ťbrigens warte ich noch immer auf Mail :-)
(16.01.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Aber vor 30 Jahren haben sie ja die Delfine per Hand gefangen. Ich glaube eher sie tauschen eins der M├Ąnnchen gegen ein Weibchen.
(16.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Na ja, das neue Haus hei├čt ja nicht "Tonina-Haus" oder so, sondern ganz neutral "Rio Negro". Und dann w├╝rde eben etwas fr├╝her Platz f├╝r Manatis.
Der Zoo Hannover hat auch mal eng mit Hodenhagen kooperiert - und das zeigte sich dann darin, dass man in Hodenhagen diverse ├╝bersch├╝ssige Tiere aus Hannover wiederfand....
Nat├╝rlich w├╝rde es mich begeistern, wenn Duisburg neue Toninas bekommen w├╝rde, aber so recht glaube ich nicht dran. (Na gut, ├╝ber die Koala-Pl├Ąne habe ich damals auch erst gel├Ąstert...)
(16.01.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Aus zwei Gr├╝nden glaube ich das nich. Erstens wurede ein neues Haus gebaut und zweitens:

"Wir k├Ânnen sicher nicht das machen, was wir vor 30 Jahren gemacht haben. Aber es gibt auf der Welt einen weiteren Zoo, der Flussdelphine h├Ąlt, n├Ąmlich in Venezuela. Mit dem streben wir eine Kooperation an", sagt der stellvertretende zoologisch-technische Direktor Achim Winkler.
(16.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Vielleicht sollen die beiden Oldtimer aus Duisburg ihre letzten Tage in Venezuela verbringen.... H├Ârt sich zwar sarkastisch an - aber was hat man denn mit Beluga und Jacobita gemacht??
(16.01.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   Hi

wie ich h├Ârte strebt der Zoo Duisburg eine kooperation mit einem Zoo in Venezuela an, der ebenfalls Flussdelfine h├Ąlt. Also doch keine Seek├╝he f├╝r Duisburg?
(16.01.2006, 00:00)

alle Beiträge