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W├Âlfe



cajun:   Zur Forschung geboren:
"Nachwuchs gibt es aber nicht nur im Haus des Meeres: Auch das Core Facility Wolf Science Center (CF-WSC, Wolfsforschungszentrum, kurz WSC), das im Wildpark Ernstbrunn angesiedelt ist und zur Vetmeduni geh├Ârt, freut sich ├╝ber Zuwachs. Zum ersten Mal seit acht Jahren hat das Wolfsforschungszentrum neue Wolfwelpen erhalten. Und dann gleich drei.
Nordamerikanische Grauw├Âlfe in Ernstbrunn
Die drei nordamerikanischen Grauw├Âlfe stammen aus Wildparks und Zoos aus der EU und werden nun im Wolfsforschungszentrum von Hand aufgezogen. Insgesamt leben nun zehn W├Âlfe und dreizehn Hunde in der Forschungseinrichtung, die Forscher:innen aus aller Welt nach Ernstbrunn bringt.
ÔÇ×Nachwuchs im Wolfsforschungszentrum bedeutet f├╝r die Forscher:innen der Vetmeduni ihre langj├Ąhrigen Forschungsarbeiten fortsetzen zu k├Ânnen und somit weiter international sichtbare Spitzenforschung zu generierenÔÇť, erkl├Ąrt Otto Doblhoff-Dier, Vizerektor."
Quelle:https://kurier.at/chronik/wien/affen-nachwuchs-im-haus-des-meeres-und-wolfswelpen-fuer-die-vetmed-wien/402915001
(19.06.2024, 20:28)
cajun:   Ein Wettbewerb in Wolgast wird ausgerufen. Die dortige Wolfsf├Ąhe, eine Nachzucht aus em TP Hanau, hat Welpen geworfen. Wieviele wei├č man nicht, da die Anlage dicht bewachsen ist. Vater der Jungtiere ist der ans├Ąssige R├╝de "Solo", der letztes Jahr seine alte Partnerin verlor. Der Tierpark setzt nun auf das erste Foto des Nachwuchses einen Preis aus, n├Ąmlich eine Familien-Jahreskarte.
Quelle:https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/freude-im-wolgaster-tierpark-woelfin-reni-bringt-nachwuchs-zur-welt-OG335DUSDRB6NCPVBPPJJOWAPI.html
(05.06.2024, 12:10)
cajun:   Wie im Jurassic Park, das Leben findet seinen Weg :0)
"Nachwuchs trotz doppelter Sterilisation: R├Ątselraten um Wolfsvater in Hanauer Tierpark
Die Geburt von acht Wolfswelpen im Wildpark Alte Fasanerie in Hanau sorgt f├╝r Staunen, denn: Der R├╝de im Rudel ist sterilisiert. Wer ist der Wolfsvater?
Hanau ÔÇô Ein unerwarteter Nachwuchs im Wolfsrudel des Hanauer Wildparks Alte Fasanerie sorgt f├╝r Freude ÔÇô und R├Ątselraten. Es geht um den unbekannten Vater der mindestens acht Welpen, die Ende April in einem Gehege des Wildparks geboren wurde. Der R├╝de im Rudel, Romulus, ist sterilisiert worden ÔÇô zur Sicherheit sogar doppelt. Er scheidet als Kandidat f├╝r die Vaterschaft aus, wie der Wildpark am Montag mitteilte.
Wolfsrudel im Hanauer Tierpark Alte Fasanerie w├Ąchst trotz doppelter Sterilisation
W├Âlfin Leyla und Romulus waren vor zwei Jahren erstmals Eltern geworden. Um das Rudel nicht weiter wachsen zu lassen, sei Romulus sterilisiert worden, erkl├Ąrte Wildpark-Biologin Marion Ebel. ├ťberraschung im vergangenen Jahr: Erneut kam Nachwuchs zur Welt, von dem bis auf zwei weibliche Tiere alle an andere Stellen weitervermittelt wurden. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde Romulus sogar erneut sterilisiert. Die Geschlechter der Welpen vom vergangenen Jahr wurden durch mehrere Experten bestimmt. Umso ├╝berraschter sind sie jetzt ├╝ber den abermaligen Wolfsnachwuchs.
Das R├Ątsel sei vorerst ungel├Âst, erkl├Ąrte die Wolfsexpertin. ÔÇ×Ich war wie vor den Kopf geschlagen, weil ich damit ├╝berhaupt nicht gerechnet hatteÔÇť, sagte Marion Ebel gegen├╝ber hr1. Sie vermute, dass ein ganz junger Wolf aus dem Rudel die acht neuen Welpen gezeugt habe. Denn: Es sei nicht auszuschlie├čen, dass bei der Geschlechterbestimmung des Nachwuchses von 2023 ein Fehler gemacht worden sei und eines der vermeintlichen Weibchen m├Âglicherweise ein M├Ąnnchen sei.
Den W├Âlfen ist die ungekl├Ąrte Vaterschaft in ihren Reihen offenkundig egal: ÔÇ×Sie freuen sich ├╝ber den Nachwuchs im RudelÔÇť, sagte Ebel. Um zuk├╝nftige ├ťberraschungen zu vermeiden, sollen alle Rudelmitglieder in diesem Jahr sterilisiert werden. Die neuen Welpen werden sp├Ąter an andere Tierparks abgegeben. Es gebe schon erste Interessenten, sagte Ebel. "
Quelle:https://www.op-online.de/region/hanau/nachwuchs-trotz-doppelter-sterilisation-raetselraten-um-wolfsvater-zr-93068817.html
(14.05.2024, 14:15)
cajun:   Im Tierpark Lange Erlen wird im April die neue Wolfsanlage er├Âffnet:
"Neue Bewohner ziehen bald in den Langen Erlen ein. Drei W├Âlfen steht eine grosse Anlage zur Verf├╝gung, in der sie eine Auenlandschaft vorfinden und sich ihr Futter selber suchen m├╝ssen. Der aktuellen politischen Diskussion um die Raubtiere setzt der Park Aufkl├Ąrung entgegen.
Am 19. April wird die neue Wolfsanlage im Tierpark Lange Erlen er├Âffnet und dem Publikum ├╝bergeben. Mit der 5000 Quadratmeter grossen Anlage in einer Auenlandschaft wird eine erste Bauetappe abgeschlossen. Das Gehege ist biodivers gestaltet, f├╝hrt in Tunneln unter den Besucherwegen durch und grenzt an die Wege entlang der Wiese. Der Wolf liebt diese Umgebung. W├Ąre er nicht Fleischfresser, w├╝rde er die verschiedenen Pflanzen und frischen B├Ąume wohl rasch wegfressen.
Drei Tiere kommen demn├Ąchst aus dem Wildnispark Z├╝rich Langenberg und werden sich in Ruhe ÔÇô sprich: ohne Publikum ÔÇô eingew├Âhnen k├Ânnen. Es sei wichtig, dass es sich dabei um Zootiere handle, betonen die Verantwortlichen, denn sie seien Menschen gewohnt. Die drei Br├╝der k├Ânnen ihr neues Habitat St├╝ck f├╝r St├╝ck in Beschlag nehmen und die neue Umgebung erlernen.
W├Âlfe werden mit ganzen toten Tieren gef├╝ttert
W├Âlfe fressen riesige Mengen Fleisch, rund 30 bis 35 Kilogramm pro Tier und Woche. ┬źWir arbeiten mit Metzgereien und Jagdaufsehern zusammen┬╗, erkl├Ąrt Tierparkleiter Bruno Ris. Fleischabf├Ąlle, die f├╝r Menschen nicht mehr zu verzehren sind, oder Unfallwild k├Ânnen den W├Âlfen verf├╝ttert werden. Dabei werden die toten Tiere m├Âglichst ganz, also mit Haut und Haar, den W├Âlfen ├╝bergeben.
So m├╝ssen sie das Futter selbst zerlegen, was auch eine Besch├Ąftigung ist. Das Publikum kann dabei zusehen, sofern es das m├Âchte. Da W├Âlfe in der Natur durchaus zwei, drei Tage nichts fressen, gibt es im Tierpark keine festen F├╝tterungszeiten. ┬źAuch das geh├Ârt zur Besch├Ąftigung┬╗, meint Ris. Die Tiere wissen nicht, wann und wo Futter zu erwarten ist.
┬źZwei Millionen Franken hat die Anlage gekostet┬╗, erkl├Ąrt Carlos Methner. Der Pr├Ąsident des Erlen-Vereins spricht vom letzten grossen Projekt, das der Park stemme. Offen ist nur noch die zweite Etappe. Dabei soll die gr├╝ne Wiese zwischen neuem Wolfsgehege und dem Eingang ebenfalls in eine Auenlandschaft umgewandelt werden. Damit w├╝rde das Gel├Ąnde auf rund 6500 Quadratmeter anwachsen. Laut Tierschutzverordnung w├╝rden f├╝r drei W├Âlfe 2500 Quadratmeter reichen.
Die Entscheidung f├╝r den Wolf ist vor rund zw├Âlf Jahren gefallen
Als sich der Tierpark vor rund zw├Âlf Jahren f├╝r den Wolf als zus├Ątzliche Tierart entschieden hat, war er noch kein grosses Thema in der Politik. Nun wird ├╝ber Abschussquoten und Regulierungen gesprochen. ┬źWir m├╝ssen das Thema ernst nehmen┬╗, ist sich Methner bewusst, denn: ┬źWir stehen in der Verantwortung, auch gegen├╝ber dem Tier.┬╗
Dazu werden die Langen Erlen einen Beitrag leisten. Ris erinnert daran, dass der Wolf in unserem Gebiet urspr├╝nglich heimisch war. ┬źDer Wolf kommt, ja. Aber die wenigsten Leute werden je eine Chance haben, ihn in der Natur zu sehen.┬╗ Zudem mahnt Ris, dass Wildtierforschung etwas anderes sei als die Wildtierhaltung.

Im Tierpark sind Hunde an der kurzen Leine erlaubt, aber nicht mit Rollleinen. Ris: ┬źEs ist in der Eigenverantwortung der Hundehalter, dass ihre Hunde mit diesen Ger├╝chen umzugehen lernen.┬╗ F├╝r die W├Âlfe, wie beispielsweise auch f├╝r die Wisente, sind Hunde eine Besch├Ąftigung, weil sie die Tiere genau beobachten."
Quelle:https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/tierpark-lange-erlen-12-jahre-nach-dem-entscheid-der-wolf-kommt-nach-basel-ld.2589777
(11.03.2024, 22:15)
cajun:   Eine weite Reise f├╝r eines der Nachwuchstiere. Von Bern nach Japan:
"Alles Gute!
Unsere jungen W├Âlfe vom letzten Jahr haben uns verlassen! Ein M├Ąnnchen und eines der Weibchen sind in den Juraparc in Vallorbe gez├╝gelt, w├Ąhrend das andere Weibchen den weiten Weg nach Japan in den Tama Zoological Park antrat - nat├╝rlich first class, damit es z├╝gig geht.
Alle drei sind wohlbehalten an ihren Bestimmungsorten angekommen. Das P├Ąrchen im Juraparc hat bereits seine neue Anlage bezogen und ist f├╝r die Besucher*innen zu sehen. Das Weibchen f├╝r Japan, welches die lange Reise gemeinsam mit seinem neuen Gef├Ąhrten antrat, gew├Âhnt sich nun an ihre neue Umgebung."
Quelle:https://www.facebook.com/tierparkbern/?locale=de_DE
(05.03.2024, 11:35)
W. Dreier:   Noch zu der von @cajun gegebenen Quelle der Herkunft der "Polarw├Âlfe" zum "Nachlesen"

@M. Mettler vom 28.8.2006
(24.01.2024, 17:36)
cajun:   Der Tierpark Goldau mreldet den Zugang einer jungen W├Âlfin aus dem TP Bern. Mitte Dezember reiste das Tier an und soll mit dem vorhandenen R├╝den z├╝chten. Auf FB sind dazu kurze Videos hoch geladen worden. Schaut hier: https://www.facebook.com/tierparkch?locale=de_DE
(24.01.2024, 16:20)
cajun:   @W.Dreier: In diesem Thread kann man weiter unten nachlesen, wie die Zuchtgeschichte der Zoo- "Polarw├Âlfe" verlaufen ist. Wechselnde Unterartangaben etc. inklusive. Und auch welche Haltung die Keimzelle vieler der heute ausgestellten Individuen war.
(26.10.2023, 21:44)
W. Dreier:   Aha: Tundra oder Polarwolf - geografisch doch ein geh├Âriger Unterschied!
(26.10.2023, 17:00)
W. Dreier:   Schon wider POLARW├ľLFE- wei├če Mutante des Tundrawolfes!!
(26.10.2023, 16:59)
cajun:   Zur Historie der Hanauer Wolfshaltung ist in diesem etwas menschelnden Artikel einiges zu finden:
"Generationswechsel in Hanaus bekanntestem Wolfsrudel
Abschied von Rudelchef Inuq: Das Rudel wei├čer W├Âlfe im Tierpark Klein-Auheim ist wegen der Heulabende bekannt.
Im September hat es seinen kraftvollen Rudelchef Inuq verloren. Was aus den Veranstaltungen wird, ist ungewiss.
Die wei├čen W├Âlfe der Alten Fasanerie sind seit Jahren die gro├čen Publikumslieblinge des Wildparks in Hanau Klein-Auheim. Nun scheint sich ihre ├ära allm├Ąhlich dem Ende zuzuneigen. Im September ist Inuq verendet, das Leittier des verbliebenen Rudels. Das teilte Wildbiologin Marion Ebel jetzt mit. Sie ist die Betreuerin und Ziehmutter der imposanten Polarw├Âlfe. Inuq wurde zw├Âlf Jahre alt, ein Alter, das Polar- oder Tundraw├Âlfe in freier Wildbahn niemals erreichen w├╝rden. ├ťbrig sind noch seine Geschwister Ayla und Aslan.
Das Trio war im Fr├╝hjahr 2011 aus dem Schutzwildhochpark in Rheinb├Âllen in den Wildpark gekommen. Ihre Mutter wollte sie nicht annehmen und Ebel hatte Erfahrung mit der Aufzucht von Wolfswelpen mit der Flasche. Diese schwierige Aufgabe hatte Ebel schon bei der ├Ąlteren Wolfsfamilie Monja, Scott und Khan bew├Ąltigt.
Die Tiere waren im Mai 2004 im Zoo in Stralsund geboren worden. Schon zehn Tage sp├Ąter kamen sie in Ebels Obhut, die die Kleinen liebevoll aufp├Ąppelte. Von diesem Tage an war es ein gewohntes Bild, wie die "Wolfsmutter" Ebel innig mit ihren Sch├╝tzlingen schmuste, auch als diese l├Ąngst erwachsene Tiere waren. Genauso eng war auch die Bindung an das sieben Jahre j├╝ngere Rudel. Die Idee war, dass die drei j├╝ngeren W├Âlfe unter der Obhut der ├Ąlteren Tiere gemeinsam leben w├╝rden.
Versagen der Bauchspeicheldr├╝se f├╝hrte zum Tod
Tats├Ąchlich nahmen sich Monja, Khan und Scott der drei Kleinen liebevoll an, als es so weit war. Eine Zeit lang ging das gut. Doch dann brachen im Jahr 2013 doch noch Revierk├Ąmpfe aus, aber nicht die ├Ąlteren Tiere griffen die j├╝ngeren an. Es war umgekehrt. Inuq "entmachtete" den Leitwolf Scott und verletzte ihn schwer. Auch zwischen den beiden Damen stimmte die Chemie nicht mehr. So war der Traum von einem harmonischen Sechserrudel ausgetr├Ąumt.
In einiger Entfernung wurde ein separates Gehege f├╝r die drei Jungw├Âlfe angelegt, und so sollte es auch bleiben. Scott erholte sich von der Attacke und erreichte das f├╝r einen Wolf nahezu biblische Alter von 15 Jahren. Er wurde im Juni 2019 eingeschl├Ąfert als letzter der drei Geschwister. Bis zuletzt blieb er in dem gro├čen Gehege, in seiner gewohnten Umgebung.
Nach seinem Tod zog das j├╝ngere, immerhin auch schon acht Jahre alte Rudel dort ein. Mit diesem Trio wurden dort die legend├Ąren Wolfsheulabende fortgesetzt, nachdem sich Ayla, Inuq und Aslan wieder an die vielen Menschen gew├Âhnt hatten. Die beliebte Veranstaltung zog und zieht stets viele Besucher an.

Jetzt starb Inuq friedlich, er musste laut Ebel nicht leiden. Seine Bauchspeicheldr├╝se stellte wenige Wochen zuvor ihre Funktion ein, sodass der Wolf die Nahrung nicht mehr richtig verdauen konnte. Daher nahm er in kurzer Zeit enorm ab, wie Ebel berichtet. Nach ihren Worten hatte Inuq keine Schmerzen. Deshalb ist sie sehr froh und auch erleichtert, dass sie ihren Liebling nicht einschl├Ąfern musste.
Vielleicht das letzte Wolfsheulen an Halloween
Er starb an seinem Lieblingsplatz unter dem Hochstand, w├Ąhrend ├╝ber ihm seine Schwester Ayla lag. Die W├Âlfin litt sehr unter dem Tod ihres Bruders. Immer wieder stand sie an dem Tor, dort, wo Inuq hinausgebracht worden war. Die W├Âlfin habe lange gebraucht, bis sie begriffen habe, dass Inuq nicht wiederkomme, sagt Ebel. Auch Aslan sei irritiert gewesen, habe sich aber recht schnell wieder gefangen. F├╝r ihn bedeutet der Abschied von Inuq, dem Chef des kleinen Rudels, dass er nun gegen├╝ber Ayla dessen Position einnehmen kann. Noch liegen beide nicht so innig zusammen wie zuvor Ayla mit Inuq. Jeder nimmt weiter seinen gewohnten Platz ein.

"Das wird sich aber noch ├Ąndern", ist sich Ebel sicher. "Inuq verk├Ârperte Durchsetzungsverm├Âgen, St├Ąrke, Energie und Kraft in jeder seiner Bewegungen. Seine klaren Entscheidungen und seine stolze Haltung machten ihn zu einem beeindruckenden Anf├╝hrer seines kleinen Rudels. Es war seine Pr├Ąsenz, sein stolzer Blick, seine kraftvolle Ausstrahlung und die Freude in den Augen, wenn ich ins Gehege kam, die immer in meinem Herzen bleiben wird", beschreibt Ebel ihre Gef├╝hle. K├Ârperlich sind Ayla und Aslan noch richtig fit, trotz der vielen Wolfsjahre, die sie hinter sich haben. Aber das war Inuq auch, bevor er krank wurde.

Obwohl es nur noch zwei sind, will es Ebel abermals mit dem Wolfsheulen versuchen. Vielleicht wird es das letzte Mal sein. Dass die Besucher viel h├Âren werden, kann sie nicht versprechen. Ayla, die immer eher im Hintergrund stand, ist eine leise Heulerin und Aslan auch nicht gerade der lauteste. Doch ein Versuch ist es Ebel wert, zumal sie den Zuh├Ârern immer viel ├╝ber die W├Âlfe zu erz├Ąhlen hat. So wird es niemals langweilig. Das Wolfsheulen findet zu Halloween am 31. Oktober um 18 Uhr im Wildpark alte Fasanerie in Hanau Klein-Auheim statt."
Quelle:https://www.gmx.net/magazine/regio/hessen/generationswechsel-hanaus-bekanntestem-wolfsrudel-38803680
(26.10.2023, 09:51)
Martin Dassbach:   @ Carsten Horn: Vielen Dank f├╝r die ausf├╝hrlichen und sehr verst├Ąndlichen Erl├Ąuterungen.
(01.09.2023, 19:47)
Holger Wientjes:   Funktioniert wieder!
(01.09.2023, 12:20)
Holger Wientjes:   Funktioniert wieder!
(01.09.2023, 12:19)
Carsten Horn:   Das liegt daran, das das Zertifikat der Zootierliste am 30.08.2023 abgelaufen ist. M├╝├čten die Betreiber erneuern, dann ist die Meldung wieder weg.

Einfach gesagt ist das Zertifikat die Erlaubnis, die sichere Verbindung mit "https" am Anfang nutzen zu k├Ânnen, was nat├╝rlich ein g├╝ltiges Zertifikat voraussetzt, sonst kommt die Fehlermeldung...

Da bei der Zootierliste normal keine Bankdaten etc genutzt werden, kann man die mit der gebotenen Vorsicht weiter benutzen.

Das Risiko geht man eigentlich st├Ąndig ein. Wer zum Beispiel hier ins Forum geht, tut dieses ├╝ber die ungesicherte Verbindung http://tiergarten.com bzw http://schueling.com !!! Hier gibt es keine Warnung oder ├Ąhnliches, weil die Verbindung von vorneherein http ist, nicht https. Erkennt man am durchgestrichenen Schlo├čsymbol o. ├Ą. in der Adressleiste, je nach Browser.

Zumindest beim Shop wird dann aber auf https gewechselt, wenn man den aufruft, aber Benutzernamen und Pa├čw├Ârter im Forum sind potentiell gef├Ąhrdet...
(01.09.2023, 09:19)
Martin Dassbach:   Diese Warnung erhalte ich auch.
Wie seid Ihr damit umgegangen ?
(01.09.2023, 01:07)
cajun:   @W.Dreier: Ja, hatte ich auch. Warnung vor unsicherer Verbindung.
(31.08.2023, 16:50)
W. Dreier:   Als ich die Herkunft der Zoo-Berlin-W├Âlfe in der ZTL ersehen wollte, kam diese Warnung - auch heute noch. Gibt es diese Erfahrung auch bei euch Fans?

"Dies ist keine sichere Verbindung
Hacker k├Ânnten versuchen, deine Daten von www.zootierliste.de zu stehlen, zum Beispiel Passw├Ârter, Nachrichten oder Kreditkartendaten. Weitere Informationen
NET::ERR_CERT_DATE_INVALID"
(31.08.2023, 16:33)
Martin Dassbach:   Auszug aus Wikipedia:
Der Rothund findet sich in der Literatur unter zahlreichen Namen, die f├╝r Unklarheit sorgen k├Ânnen. Die Bezeichnung Asiatischer Rotwolf kann zur Verwechslung mit dem nicht n├Ąher verwandten Rotwolf f├╝hren. Der Name Alpenwolf ist aufgrund des Verbreitungsgebiets, das kein als Alpen bezeichnetes Gebirge (insbesondere nicht die europ├Ąischen Alpen) umfasst, unsinnig, findet aber in der Literatur Verwendung. Daneben werden gelegentlich die Namen Dhole (indischer Name des Rothunds, etwa in Rudyard Kiplings Dschungelbuch) und Adjak (javanischer Name) verwendet.

Hier teile ich das die Bezeichnung Alpenwolf f├╝r den Rothund zumindest heute unsinnig ist.
(31.08.2023, 11:51)
Sacha:   Wurden zu Zeiten von Brehm nicht auch die Rothunde als Alpenw├Âlfe bezeichnet?
(31.08.2023, 11:17)
cajun:   #Alpenw├Âlfe, nicht Altenhilfe:-))
(31.08.2023, 09:16)
cajun:   @Liz: "Das Fell des Italienischen Wolfs ist an den Flanken graubraun, an der Innenseite wei├č, und der R├╝cken, der Bauch und die L├Ąufe ├╝berwiegend schwarz. Die ausgepr├Ągte Schwarzf├Ąrbung an der Vorderseite der Vorderl├Ąufe ist ein wichtiges Merkmal des Italienischen Wolfs, welches bei anderen Wolfsunterarten gar nicht, oder nur teilweise vorkommt."
Quelle: https://mythoswolf.wordpress.com/2016/05/18/italienischer-wolf/
Ist nur eine von vielen Quellen. Ich glaube irgendwo im Forum steht es auch. Ich hatte mir das irgendwann mal gemerkt und ab dann immer mal drauf geachtet. Ob das alles noch relevant ist, wo sich die unterschiedlichen Populationen ausbreiten und vermischen, sei dahin gestellt. In Deutschland gibt/ gab es mindestens drei Altenhilfe, die ja s├Ąmtlich aus der Abruzzenpopulation stammen, auf den Paarungspositionen in Rudeln.
(31.08.2023, 09:13)
Liz Thieme:   Wobei ich gerade diesen Kragen auf dem Foto sch├Ân finde. Der Winkel ist so gut, dass er nicht wie gerupft aussieht.


Diese F├Ąrbung bei den Italienern.. wo steht denn das, das habe ich noch nie geh├Ârt? Finde das aber interessant.
(31.08.2023, 06:52)
cajun:   Ich sehe gerade auf deinem Foto @ W.Dreier, der R├╝de hat den schwarzen Streifen auf den Vorderl├Ąufen, der "eigentlich f├╝r die italienische Unterart typisch ist/ war"...
(30.08.2023, 20:41)
W. Dreier:   @cajun: Danke - bin "etwas" aus jeder Info-Blase heraus. Grund der Abgabe - oder nur partiell??
(30.08.2023, 18:48)
cajun:   Die 5,0 kamen aus Riga und sind/ waren eurasische W├Âlfe. Weshalb sind die denn schon wieder weg @W.Dreier?
(30.08.2023, 18:23)
W. Dreier:   Wie ich h├Âre, hat der Zoo Berlin die gerade angeschafften W├Âlfe (Balkan-Herkunft? wieder abgeschafft. Sch├Ân sahen sie eigentlich nicht aus - hier noch fast im Winterfell.
(30.08.2023, 18:02)
cajun:   Neben der Nachwuchsmeldung aus Springe, ein paar ernste Worte zum HWC in Niedersachsen vom Leiter des Wildgeheges:
"Freude ├╝ber Wolfsnachwuchs im Wisentgehege in Springe: ┬źWir freuen uns sehr ├╝ber die Jungtiere f├╝r unser Elternp├Ąrchen Boris und Bea┬╗, hat Einrichtungsleiter Thomas Hennig am Dienstag gesagt. Die Anfang Mai in einer H├Âhle geborenen W├Âlfe werden ihm zufolge derzeit allm├Ąhlich h├Ąufiger von ihren Eltern vorgef├╝hrt.
Nachdem zwei kleine W├Âlfe bereits abgegeben worden seien, bestehe f├╝r Besucher immerhin eine kleine Chance, zwei weitere der scheuen Jungtiere zu sehen. Auch sie sollen aber bald an einen Tierpark abgegeben werden. Wann genau, stehe aber noch nicht fest, sagte Hennig.

Das Gehege will dem Leiter zufolge vor allem ├╝ber die faszinierende Tierart informieren. ┬źWir versuchen, sachlich die Funktion des Wolfes zu erkl├Ąren┬╗, sagte Hennig mit Blick auf die teils sehr emotional gef├╝hrte Debatte ├╝ber die T├Âtung von W├Âlfen etwa nach Schafsrissen. Die Einrichtung setze sich f├╝r Artenschutz ein. ┬źWir sehen aber auch die Probleme, die der Wolf in der Kulturlandschaft verursacht┬╗, sagte Hennig.

Infolge eines mutma├člichen Wolfsangriffs im Landkreis Stade waren nach Angaben der Kreisj├Ągerschaft vom 27. August zuletzt Dutzende Schafe get├Âtet worden. Ministerpr├Ąsident Stephan Weil (SPD) hatte erst k├╝rzlich auf gro├če Probleme beim Umgang mit W├Âlfen f├╝r Teile Niedersachsens verwiesen.

Die Stimmung, in der die Diskussion gef├╝hrt werde, bereite ihm Sorgen, sagte Hennig. ┬źDie Fronten sind verh├Ąrtet in Niedersachsen. Sachliches ist schwer┬╗, sagte er. Es handele sich aber um eine gesellschaftspolitische Aufgabe. ┬źWir m├╝ssen einen gangbaren Weg finden, mit den W├Âlfen und vielen anderen Wildtieren die Lebensr├Ąume zu teilen.┬╗

Niedersachsen h├Ątte sich nach Einsch├Ątzung Hennigs besser vorbereiten k├Ânnen. ┬źEs musste klar sein, dass der Wolf nicht in Sachsen-Anhalt oder Brandenburg aufh├Ârt, sich zu verbreiten┬╗, sagte er. Andere Bundesl├Ąnder h├Ątten das besser gemacht. ┬źWie wir das jetzt retten k├Ânnen, wei├č ich auch nicht┬╗, r├Ąumte er ein."
Quelle:
(30.08.2023, 17:23)
cajun:   Ein Generationenwechsel in Hessen:
"Neues Wolfsrudel im Tierpark Sababurg
Die 5 Neuank├Âmmlinge aus Frankreich haben sich bereits sehr gut eingelebt!
Gepeto ist ein waschechter Franzose und besonders neugierig. Zusammen mit Gaou, PepÔÇśs, Rouky und Ricky bildet er ein Rudel, welches vor kurzem aus dem ÔÇ×Parc Animalier de Sainte-CroixÔÇť in Rhodes zu uns in den Tierpark gezogen ist. Wer bereits am Wolfsgehege war oder bei der Vollmondf├╝hrung mitgemacht hat, konnte mit etwas Gl├╝ck die junge Truppe bereits beobachten. Die zwischen 2016 und 2020 geborenen W├Âlfe sind ├╝brigens alle m├Ąnnlich und haben sich bereits sehr gut in ihrer neuen Anlage eingelebt. Sie lassen sich h├Ąufig beobachten, da sie auch gegen├╝ber Besuchern wenig Scheu zeigen und stets neugierig sind.
In dem abgesperrten Bereich auf der Wolfsanlage leben zu dem noch unsere beiden W├Âlfe Aaron und Fenrir, welche aus dem vorherigen Rudel stammen und mittlerweile schon ziemliche Wolfsrentner sind. Zum Schutz der Tiere werden die Rudel nicht zusammengelassen, da es sonst zu gef├Ąhrlichen K├Ąmpfen kommen k├Ânnte."
Quelle: https://www.tierpark-sababurg.de/news-detail/neues-wolfsrudel-im-tierpark-sababurg/
(08.12.2021, 15:13)
cajun:   Schon eine etwas komische Nachricht aus Schweden. Ok, die W├Âlfe kehren auch dort in die W├Ąlder zur├╝ck und stammen vor allem von einem Paar ab, das sich vor Jahren in Mittelschweden etablierte, aber ich kann die Nachricht zur T├Âtung in Skansen und der entgengesetzten Entscheidung in Boras nicht einordnen.
"Tierpark beh├Ąlt seine W├Âlfe
Einen Wolf im Zoo zu haben ist ein oft diskutiertes Thema. Skansen hat letzten Monat alle seine W├Âlfe get├Âtet. Aber im Zoo von Bor├ąs bleiben die W├Âlfe. In den letzten f├╝nf Jahren gab es Diskussionen dar├╝ber, mehr in andere Artenschutzinitiativen und die biologische Vielfalt f├╝r den Wolf in Schweden zu investieren. In Skansen beschlossen sie dann, alle ihre W├Âlfe zu t├Âten. Im Tierpark Bor├ąs gibt es keine Pl├Ąne, die W├Âlfe zu entfernen. "Im Moment haben wir keine Pl├Ąne, den Wolf zu entfernen. Das liegt vor allem daran, dass sie in freier Wildbahn noch bedroht ist. Vor allem durch Inzucht und Wilderei. Wir glauben, dass dies ein wichtiger Grund ist, bei einer Reservatpopulation zu bleiben, sagt Therese H├ąrd, zoologische Direktorin im Zoo Bor├ąs. Der Zoo hat seit den 1970er Jahren W├Âlfe. Derzeit besteht das Rudel nur aus Weibchen: der sechsj├Ąhrigen W├Âlfin Lizzie und ihren vier Nachkommen im Alter zwischen zwei und drei Jahren."
Quelle: https://www.borasdly.se/boras/djurparken-behaller-sina-vargar-8fcd94de/
├ťbersetzung Zoopresseschau
(08.11.2021, 11:06)
cajun:   Wolfsnachwuchs in franz├Âsischen Einrichtungen

F├ťNF KANADISCHE W├ľLFE WURDEN IM PAL GEBOREN!
Die erfreuliche Nachricht wurde an diesem Freitag von den Teams von PAL, einem Tier- und Vergn├╝gungspark im Allier, bekannt gegeben. Vor vierzehn Tagen wurden dort f├╝nf Wolfsjunge geboren ... Das PAL soll am 9. Juni wieder seine Pforten ├Âffnen. Hoonah brachte f├╝nf Junge zur Welt: Freya, ein schwarzes Weibchen mit einem wei├čen Fleck; Loki, ein M├Ąnnchen mit dem gleichen Fell; Togo, ein braunes M├Ąnnchen; das kleine braune Weibchen Yetu und schlie├člich Skadi, ein ganz schwarzes Weibchen. Hoonah hat 2017 bereits vier Junge und 2018 drei weitere zur Welt gebracht. Als dominantes Weibchen ist sie der einzige Wolf, der sich im Park fortpflanzen kann. Die Neuank├Âmmlinge vervollst├Ąndigen damit das aktuelle Rudel des Parks, das bereits aus f├╝nf W├Âlfen, einem M├Ąnnchen und vier Weibchen im Alter zwischen ein und vier Jahren besteht: Hoonah, Kena├», Alma, Ta├»ga und Ottawa. Diese kanadischen W├Âlfe haben die Besonderheit, dass sie Felle in verschiedenen Farben haben: grau, schwarz, wei├č oder sogar gelblich manchmal im selben Wurf. "Im Gegensatz zum Europ├Ąischen Wolf hat diese Unterart der W├Âlfe den enormen Vorteil, dass sie weniger scheu ist, was den Besuchern mehr M├Âglichkeiten bietet, sie zu beobachten", erinnern die PAL-Teams.

Im Tierpark Monts de Gu├ęret wurden vier entz├╝ckende kleine Wolfsjunge geboren
Am 19. Mai wurden vier Wolfswelpen geboren im Tierpark des Monts de Gu├ęret. Drei kleine Europ├Ąische Grauw├Âlfe und ein kleiner Mackenzie-Wolf.

Quellen: https://www.radioscoop.com/infos/cinq-bebes-loups-du-canada-sont-nes-au-pal_216961
https://www.lamontagne.fr/sainte-feyre-23000/loisirs/quatre-adorables-petits-louveteaux-sont-nes-au-parc-animalier-des-monts-de-gueret_13959318/
├ťbersetzung Zoopresseschau
(16.06.2021, 14:01)
cajun:   Klingt mal nach einer guten Investition. Der Artikel enth├Ąlt ├╝ber den Link auch einen Lageplan.

Ab Sp├Ątherbst kehren die Tiere zur├╝ck
Pl├Ąne f├╝r neues Gehege in Hellabrunn: Das wird Wolfs Revier

Der Wolf kehrt zur├╝ck ÔÇô und zwar nach Hellabrunn. Dort wird nun flei├čig umgebaut, bis Sp├Ątherbst soll alles fertig sein. Nicht nur f├╝r die Tiere kommen Neuerungen, auch f├╝r Besucher wird sich etwas ├Ąndern. Wir erkl├Ąren hier, wie das neue Gehege aussehen soll.

Asslan war der letzte seiner Art. Als der Europ├Ąische Wolf im Februar im f├╝r W├Âlfe stolzen Alter von 15 Jahren starb, hatte Hellabrunn eine Attraktion weniger. Denn all seine Geschwister waren bis 2018 verendet. Das war zum Heulen! Doch damit ist jetzt Schluss. Bereits im Sp├Ątherbst dieses Jahres soll ein neues Rudel in den Tierpark einziehen. Aber bis es so weit ist, wird das Gehege kr├Ąftig umgebaut. Unserer Zeitung liegen exklusiv die Pl├Ąne vor, wie es aussehen soll.

Der F├Ârderkreis des Tierparks beteiligt sich mit seinem diesj├Ąhrigen Spendenprojekt an der Sanierung der Wolfsanlage. Die wird komplett modernisiert. K├╝nftig soll das Gel├Ąnde seinen Bewohnern viel Abwechslung bieten, unter anderem durch verschiedene R├╝ckzugsm├Âglichkeiten wie H├Âhlen, liegende Baumst├Ąmme, Findlinge und Bepflanzungen. Es gibt sogar Sonnenliegepl├Ątze und eine Badebucht.

Doch nicht nur f├╝r die Tiere wird umgebaut. Auch der Besucherbereich vor der Wolfsanlage wird v├Âllig neu gestaltet: Vom Besucherweg erm├Âglicht k├╝nftig eine kleine Br├╝cke ├╝ber den Wassergraben neue Einblicke in das Gel├Ąnde mit seinem waldartigen Baumbestand. Die Br├╝cke wird auch einen offenen Pavillon tragen, in dem sich die Besucher ├╝ber die Gef├Ąhrdung des Wolfes sowie dessen R├╝ckkehr nach Deutschland informieren k├Ânnen.

B├╝rgermeisterin Verena Dietl (SPD), die auch Vorsitzende des Tierpark-Aufsichtsrats ist, sagte auf Anfrage: ÔÇ×Ich freue mich, dass schon bald ein neues Wolfsrudel nach Hellabrunn ziehen wird. W├Âlfe sind soziale Tiere mit starken Bindungen. Sie leben in einem Familienverband, in dem es eine klare Sozialstruktur gibt.ÔÇť Das neue Gel├Ąnde werde nicht nur den Bewohnern viel Abwechslung bieten. Auch die Tierpark-Besucher k├Ânnten sich vom hoch entwickelten Sozialverhalten der Tiere bald selbst ├╝berzeugen.

Tierpark-Direktor Rasem Baban sagte im Februar: ÔÇ×Der Wolf ist eine beliebte und gleichzeitig sehr faszinierende Tierart und seit Jahrhunderten ein Begleiter des Menschen: nicht nur als Mythos und in M├Ąrchen, sondern auch als Waldbewohner. Daher freut es mich, dass er uns noch eine Weile erhalten bleibt.ÔÇť

Der Tierpark ist seit 1. Mai wieder f├╝r Besucher ge├Âffnet. Alle Besucher ab sechs Jahren ben├Âtigen einen negativen Corona-Test. Ein ├Âffentliches B├╝rger-Testzentrum wird auf dem Parkplatz an der Siebenbrunner Stra├če eingerichtet.
Quelle:https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-plaene-fuer-hellabrunn-neues-gehege-das-wird-wolfs-revier-zr-90485180.html
(11.05.2021, 12:49)
cajun:   Da hier immer wieder die aktuelle Wolfsverbreitung gepostet wurde, mache ich es mal nicht in den Artenschutz Thread. Die wissenschaftlich gesicherten Wolfszahlen r├╝ckwirkend f├╝r 2019/20 sind da.
Artikel einkopiert.
Bonn, 30. Oktober 2020: Im Monitoringjahr 2019/2020 gab es 128 Wolfsrudel in Deutschland. Das geht aus den Erhebungen der Bundesl├Ąnder hervor, die das Bundesamt f├╝r Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) in Abstimmung mit den L├Ąndern zu den amtlich best├Ątigten deutschen Wolfszahlen zusammengef├╝hrt und jetzt ver├Âffentlicht haben.

Das Wolfsvorkommen konzentriert sich wie in den Vorjahren auf das Gebiet von Sachsen in nordwestlicher Richtung ├╝ber Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen. Weitere Wolfsterritorien wurden in Baden-W├╝rttemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Th├╝ringen nachgewiesen. Die meisten Wolfsrudel leben im Wolfsjahr 2019/2020 (1. Mai 2019 bis zum 30. April 2020) in Brandenburg (47), gefolgt von Sachsen (28) und Niedersachsen (23).

Neben den 128 Rudeln sind 35 Wolfspaare sowie zehn sesshafte Einzelw├Âlfe f├╝r das Monitoringjahr 2019/20 best├Ątigt. Im vorhergehenden Monitoringjahr 2018/19 wurden 105 Rudel, 41 Paare und zw├Âlf Einzelw├Âlfe nachgewiesen (aktualisierter Stand vom 30.10.2020).

BfN-Pr├Ąsidentin Prof. Beate Jessel: ?Der Wolfsbestand in Deutschland nimmt zu. Das Wolfsvorkommen hat sich insbesondere im Norden und Nordwesten weiter vergr├Â├čert. Die meisten Wolfsterritorien verteilen sich von Ostsachsen bis an die Nordsee. Aber auch au├čerhalb dieser Vorkommen konnten in den mittel- und s├╝ddeutschen Bundesl├Ąndern einzelne Wolfsterritorien nachgewiesen werden. Zus├Ątzlich konnte erstmals seit zehn Jahren wieder ein sesshafter Wolf in den bayerischen Alpen best├Ątigt werden.?

Die Anzahl aufgefundener toter W├Âlfe (Totfunde) hat sich im Vergleich zum Monitoringjahr 2017/18 verdoppelt. Waren es im Monitoringjahr 2017/2018 noch 61 tote Tiere, so waren es im Monitoringjahr 2018/2019 100 und im Jahr 2019/2020 bereits 126 Totfunde, die von den Bundesl├Ąndern an die DBBW gemeldet worden sind. ?Nach Verkehrsunf├Ąllen ist die illegale T├Âtung die zweith├Ąufigste Todesursache. Auch die absoluten Zahlen sprechen bei den Ursachen eine deutliche Sprache: Von den insgesamt 126 tot aufgefundenen Tieren sind 98 im Verkehr gestorben. Elf W├Âlfe wurden illegal get├Âtet; dar├╝ber hinaus wurde bei weiteren sieben verunfallten Tieren bei den Untersuchungen illegaler Beschuss festgestellt. Anl├Ąsslich dieser Entwicklung ist noch einmal festzuhalten: Der Wolf ist und bleibt eine streng gesch├╝tzte Art. Das illegale Nachstellen und das T├Âten von W├Âlfen sind strafbar?, erkl├Ąrt die BfN-Pr├Ąsidentin.

Das bundesweite Wolfsmonitoring ist f├╝r Deutschland einzigartig: Kaum ein anderes wildlebendes Tier wird in seinem Bestand ├Ąhnlich pr├Ązise erfasst und beobachtet. So werden nahezu alle in Deutschland tot aufgefundenen W├Âlfe im Berliner Leibniz-Institut f├╝r Zoo- und Wildtierforschung zentral untersucht und ein Gesundheitsscreening durchgef├╝hrt. Diese Totfunde werden auch f├╝r die Bestandserfassung im Rahmen des Wolfsmonitorings herangezogen.

Die Daten, die das Bundesamt f├╝r Naturschutz j├Ąhrlich im Herbst ver├Âffentlicht, werden von den Bundesl├Ąndern nach einheitlichen Standards jeweils f├╝r ein Monitoringjahr erhoben. Dieses erstreckt sich vom 1. Mai bis zum 30. April des darauffolgenden Jahres und deckt sich zeitlich mit einem biologischen ?Wolfsjahr?, von der Geburt der Welpen bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Grundlage des Wolfsmonitorings sind eindeutige Wolfsnachweise, wie etwa durch Lebendfang, genetische Nachweise (auch aus Kotproben) oder Fotos. Die Daten werden anschlie├čend ├╝berpr├╝ft und durch das BfN und die DBBW bundesweit im Rahmen des Treffens der im Monitoring erfahrenen Personen von Bund und L├Ąndern zusammengef├╝hrt.

Das BfN unterst├╝tzt dar├╝ber hinaus die L├Ąnder, in deren Verantwortung das Wolfsmonitoring und - management liegt, durch wissenschaftliche Handreichungen. Diese befassen sich unter anderem mit einheitlichen Methoden der Erfassung und Bewertung von Vorkommen, der Einsch├Ątzung von Wolfsverhalten, empfohlenen Herdenschutzma├čnahmen oder aber auch der Absch├Ątzung, wo in Deutschland geeignete Lebensr├Ąume f├╝r W├Âlfe vorhanden sind.



Hintergrund

Die DBBW

Da die R├╝ckkehr der W├Âlfe nach Deutschland die Bundes- und Landesbeh├Ârden vor Aufgaben stellt, die einer bundesweiten Koordination bed├╝rfen, wurde die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) auf Bitte der L├Ąnder durch die Bundesregierung verwirklicht. Mit der finanziellen F├Ârderung des Betriebs der DBBW durch das Bundesumweltministerium und der fachlichen Betreuung durch das Bundesamt f├╝r Naturschutz kann die DBBW Naturschutzbeh├Ârden von Bund und L├Ąndern bei allen Fragen zum Thema Wolf beraten und stellt Informationen f├╝r die allgemeine ├ľffentlichkeit ├╝ber die Website www.dbb-wolf.de bereit.

Getragen wird die DBBW von einem Konsortium aus mehreren wissenschaftlichen Institutionen: Unter F├╝hrung der Senckenberg Gesellschaft f├╝r Naturforschung (SGN) arbeiten darin das Senckenberg Museum f├╝r Naturkunde G├Ârlitz (SMNG), das LUPUS Institut f├╝r Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, das Leibniz-Institut f├╝r Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) und das Senckenberg Forschungsinstitut, Standort Gelnhausen.

Weiterf├╝hrende Informationen

Umfassende Daten und Fakten zum Wolf bietet das Pressehintergrundpapier zum Wolf. Es steht auf der BfN-Website zum Download zur Verf├╝gung: https://www.bfn.de/presse/hintergrundinfos.html

Die Karte der aktuellen Wolfsvorkommen in Deutschland steht ebenfalls im Pressebereich zum Download zur Verf├╝gung: https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/presse/2020/Dokumente/wolf_2019_2020_20201028_2_bf.pdf

Ausf├╝hrliche aktuelle Informationen zur Population, zu Rudelterritorien sowie zur Gesamtentwicklung seit dem Jahr 2000, zu Totfunden und Todesursachen bietet die DBBW unter: www.dbb-wolf.de

Monitoring von Wolf, Luchs und B├Ąr in Deutschland (2015, BfN-Skripten 413): https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript413.pdf

Konzept zum Umgang mit dem Menschen gegen├╝ber auff├Ąlligen W├Âlfen (2018, BfN-Skripten 502): https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript502.pdf

Empfehlungen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf - Konkrete Anforderungen an die empfohlenen Pr├Ąventionsma├čnahmen (2019, BfN-Skripten 530): https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript530.pdf

Habitatmodellierung und Absch├Ątzung der potenziellen Anzahl von Wolfsterritorien in Deutschland (2020, BfN-Skripten 556):https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript556.pdf
Quelle: https://www.bfn.de/presse/pressemitteilung.html?no_cache=1

Dazu noch ein paar Anmerkungen: Die Zahlen hinken nat├╝rlich hinterher. Allein Niedersachsen meldet f├╝r das laufende Wolfsjahr 2020/21 bereits 35 Rudel (Wolfsfamilien mit Reproduktion) und zwei Wolfspaare, also 37 Territorien. Der Bestand w├Ąchst j├Ąhrlich um ca 20%.
Immer mehr Fernwander aus der Alpenpopulation werden in Deutschland nachgewiesen. Die W├Âlfe der Alpen sind vorrangig aus Italien eingewandert- soviel zur Unterartvermischung, wie weiter unten mal angerissen. Aber "deutsche W├Âlfe" haben auch schon D├Ąnemark besiedelt. Das Konfliktpotential mit den Nutztierhaltern steigt, da die W├Âlfe gerade in Niedersachsen, begonnen haben Gro├čtiere (K├Ąlber, aber auch Rinder und Pferde, meist Ponys) zu erbeuten, im Sommer sogar zwei Hannoveraner- J├Ąhrlinge (teuer!).
Der Herdenschutz ist optimierungsbed├╝rftig. Da wo Z├Ąune und Herdenschutzhunde zusammen etabliert wurden, herrscht Ruhe, vornehmlich in Sachsen.
(02.11.2020, 14:38)
Wolfcenter D├Ârverden:   W├Âlfe in Deutschland, Europa und Kanada
1. Internationales Wolfsymposium des WOLFCENTER D├Ârverden

Canis lupus lupus, so lautet die wissenschaftliche Bezeichnung des Europ├Ąischen Grauwolfes. Der Wolf ist in letzter Zeit regelm├Ą├čiger Bestandteil der Medien, denn er ist wieder zur├╝ck nach Deutschland gekommen. Seit inzwischen drei Jahren erfahren die Besucher des Wolfcenters D├Ârverden dort spannende Fakten zu eben diesem Tier und haben die Gelegenheit, sich einen solchen Grauwolf im Zusammenspiel mit seinen Artgenossen auch mal ganz in Ruhe anzusehen.
ÔÇ×Viele unserer Besucher interessieren sich sehr f├╝r die R├╝ckkehr der W├Âlfe nach Deutschland und auch daf├╝r, was f├╝r Folgen diese R├╝ckkehr nach sich zieht. Inzwischen kann man in Deutschland auf eine Wiederansiedlungsgeschichte von ├╝ber einer Dekade zur├╝ckblicken.
Im Vergleich zu anderen L├Ąndern ist dies eine relativ kurze Zeit, in der wir Erfahrungen mit diesen faszinierenden Tieren sammeln konnten.ÔÇť, erkl├Ąrt Frank Fa├č, Inhaber des Wolfcenters. ÔÇ×Daher freuen wir uns sehr, dass es uns in Zusammenarbeit mit der Landesj├Ągerschaft Niedersachsen gelungen ist, im September ein Symposium mit zahlreichen Experten aus Deutschland aber auch den europ├Ąischen Nachbarl├Ąndern und sogar Kanada zum Erfahrungsaustausch veranstalten zu k├Ânnen. Es ist gro├čartig, dass wir solch namhafte Experten wie Ilka Reinhardt, Dr. Britta Habbe, Dr. Rolf J├Ąger, Michael Grewe, Bernd Dankert, Sebastian Koerner, Eckhard Fuhr, Mark Nitze, Georg Sutter, Prof. Dr. Luigi Boitani, Prof. Dr. Olof Liberg, G├╝nther Bloch, Bob Hayes und Prof. Dr. Kurt Kotrschal als Referenten f├╝r das Symposium gewinnen konnten.
Ich bin fest davon ├╝berzeugt, dass wir bei diesem gegenseitigen Austausch viel voneinander lernen k├Ânnen und freue mich sehr ├╝ber die vielf├Ąltige Varianz der Themenbereiche unserer Referenten. Das Symposium wird auf jeden Fall ein gro├čes Erlebnis f├╝r alle Teilnehmenden.ÔÇť
Dieses 1. Internationale Wolfsymposium wird vom 27. bis zum 29. September 2013 im Wolfcenter D├Ârverden stattfinden, und jeder Interessierte kann dabei sein (Voranmeldung erforderlich). Bis zu insgesamt 250 Teilnehmer haben die Gelegenheit sich u. a. ├╝ber die R├╝ckkehr der W├Âlfe nach Deutschland und Niedersachsen und ihre Zukunft in Europa informieren zu lassen. Es wird Einblicke in die derzeitige Situation der W├Âlfe und auch ihrer Beutetiere in verschiedenen L├Ąndern geben, ebenso wie in das damit stark verbundene, wichtige Thema des Herdenschutzes. Nat├╝rlich darf auch die Thematik Wolf und Jagd nicht fehlen. Ebenso wenig wie das Thema Hund.
Seine Abstammungsgeschichte vom Wolf und die damit zusammenh├Ąngenden Anpassungen und neuen Aufgaben der Hunde, z.B. in der Jagd, werden ebenfalls beleuchtet.
Eine detaillierte ├ťbersicht ├╝ber die Vortragsthemen und den Anmeldemodalit├Ąten ist unter http://www.wolfcenter.de/Wolfsymposium.html zu finden.
(27.06.2013, 11:22)
Wolfcenter D├Ârverden:   W├Âlfe in Deutschland, Europa und Kanada
1. Internationales Wolfsymposium im Wolfcenter D├Ârverden

Vom 27. bis 29. September 2013 findet in Kooperation mit der Landesj├Ągerschaft Niedersachsen das 1. Internationale Wolfsymposium des Wolfcenter D├Ârverden statt. Seit nunmehr 13 Jahren breiten sich W├Âlfe auf nat├╝rliche Weise wieder in Deutschland aus und leben territiorial in Rudeln, als Paare oder Einzeltiere. In vielen Bundesl├Ąndern sind Leute benannt, die den gesetzlich vorgeschriebenen Wolfsmonitoring-Prozess umsetzen.
Ziel dieses Symposiums ist, den gegenw├Ąrtigen Status Quo an Erfahrungswerten mit freilebenden W├Âlfen in Deutschland festzustellen und diese mit Erfahrungsberichten aus dem Europ├Ąischen und Kanadischen Umfeld zu vergleichen. Dabei werden die ├╝blichen Konfliktkreise "Wolf & Jagd", "Wolf & landwirtschaftliche Nutztiere" "Wolf & seine Gef├Ąhrlichkeit f├╝r Menschen" im Fokus stehen. Ferner soll dabei festgestellt werden, welche Konflikte m├Âglicherweise in Deutschland noch zu erwarten sein werden bzw. umgekehrt in Deutschland nicht auftreten d├╝rften.
Neben den verschiedenen Vortr├Ągen wird ein weiteres Kernelement die am Samstagabend stattfindende Podiumsdiskussion sein an der das gesamte Publikum teilnehmen kann. Alle Teilnehmer des Symposiums haben nat├╝rlich die Gelegenheit, sich im Anschlu├č an die Vortr├Ąge durch Fragestellungen selbst mit einzubringen.
Neben den vielen verschiedenen wolfsspezifischen Themen wird auch der Hund auf dem Symposium eine Rolle spielen.
Zu diesem Symposium werden 250 Teilnehmer zugelassen.

Eine detaillierte ├ťbersicht ├╝ber die Vortragsthemen, die Referenten, wie auch zu den Anmeldemodalit├Ąten, ist unter http://www.wolfcenter.de/Wolfsymposium.html zu finden.
(24.04.2013, 15:52)
Wolfcenter D├Ârverden:   Der W├╝rger vom Lichtenmoor zu Besuch im Wolfcenter D├Ârverden

Vor 64 Jahren schlich er durch unsere benachbarten Landkreise Nienburg,
Neustadt und Fallingbostel ÔÇô der sagenumwobene ÔÇ×W├╝rger vom LichtenmoorÔÇť.
Nein, dabei handelt es sich nicht um eine Gestalt aus einem Edgar Wallace
Film, sondern um den kr├Ąftigen Wolfsr├╝den, der im Jahr 1948 in
Niedersachsen f├╝r viel Aufheben sorgte und vermutlich aus Osteuropa nach
Deutschland gelangte. In den Notzeiten der Nachkriegszeit, in denen Fleisch
teure Mangelware und streng rationiert war, verschwanden seit Winter 1948
Wild- wie auch Nutztiere. Die Angst ging umÔÇŽ Als J├Ąger in der
britisch-besetzten Zone unterlag man dem Waffenverbot. Doch nach
vielz├Ąhligen Hinweisen und z.T. sehr mysteri├Âsen ÔÇ×RissenÔÇť wurde die gr├Â├čte
Treibjagd in der Geschichte Niedersachsens gestartet ÔÇô 1500 Treiber und 70
J├Ąger waren unterwegs, ohne Erfolg. Nach der vergebens durchgef├╝hrten
Treibjagd erhielt schlie├člich der Landwirt und J├Ąger Hermann Gaatz als
Ausnahme zum geltenden Waffenverbot die Genehmigung eine Waffe zuf├╝hren,
und seine Jagd auf den ÔÇ×W├╝rgerÔÇť ging los. Sie endete schlie├člich am 27.
August 1948, nachdem es Hermann Gaatz gelang, den Wolfsr├╝den in der N├Ąhe
von Eilte zu strecken. Von diesem ber├╝hmt-ber├╝chtigten Wolf ist heutzutage
noch das Haupt im pr├Ąparierten Zustand erhalten. Ab dem 03.10.2012 werden
im Wolfcenter dieses Kopfpr├Ąparat und das Jagdgewehr, mit dem der ÔÇ×W├╝rgerÔÇť
gestreckt wurde, sozusagen als Zeitzeugen, f├╝r ein halbes Jahr zu sehen
sein.


(02.10.2012, 10:08)
Wolfcenter D├Ârverden:   Riesiges Rudelheulen am 29.07.2012 am WOLFCENTER D├Ârverden

Am kommenden Sonntag veranstaltet das WOLFCENTER D├Ârverden um 15 Uhr ein einmaliges Event: Mit einem ÔÇ×RudelÔÇť aus m├Âglichst vielen Heulwilligen startet das WOLFCENTER den Versuch, als gr├Â├čtes Menschenrudel die W├Âlfe des WOLFCENTERs D├Ârverden zum Antworten zu bringen und damit in das Guinnessbuch der Rekorde zu kommen. Das WOLFCENTER-Team hei├čt f├╝r diese Aktion jeden Begeisterten herzlich willkommen. Das Heulen startet um 15 Uhr auf dem Parkplatz des WOLFCENTERs, mit dabei sind auch Rundfunk und Fernsehen. Ebenfalls ab 15 Uhr hat dann jeder Besucher die Gelegenheit, f├╝r einen Sondereintrittspreis von 5 Euro pro Person die W├Âlfe des WOLFCENTERs aus der N├Ąhe zu betrachten. Anstelle der regul├Ąren F├╝hrungen kann man am Nachmittag an verschiedenen Stationen viel Spannendes zu den Tieren erfahren. Als weiteres Highlight kann jeder Besucher an einer Verlosung f├╝r eine ├ťbernachtung im Baumhaushotel "Tree Inn" teilnehmen.
Voraussetzungen f├╝r die Teilnahme an der Verlosung sind die Abgabe eines bereits mit den
eigenen Kontaktdaten (Name, Anschrift, Emailadresse, Telefonnummer) versehenen Zettels und die Vollj├Ąhrigkeit. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Aber nicht nur W├Âlfe sind im Wolfcenter zu bestaunen ÔÇô seit dem 19.07.2012 sind die Werke des K├╝nstlers Lars Kruse in den R├Ąumlichkeiten des WOLFCENTERs zu sehen. Die Aquarelle rund um das Thema ÔÇ×Wolf & WildÔÇť werden bis zum 31.10.2012 f├╝r Kunstliebhaber ausgestellt.
(25.07.2012, 08:37)
Wolfcenter D├Ârverden:   Die Bejagung von W├Âlfen in Deutschland

Frank Fa├č, J├Ąger und Inhaber des Wolfcenter D├Ârverden, berichtet im Rahmen seiner
├ľffentlichkeitsarbeit von der bisher steten Ausbreitung der W├Âlfe in Deutschland und deren Folgen.
Er setzt sich mit viel Engagement uns Sachverstand f├╝r das Vorhandensein von frei lebenden W├Âlfen
ein, betrachtet die damit verbundenen Aspekte jedoch auch kritisch. Besonders freut er sich dar├╝ber,
dass das Wolfcenter mittlerweile von vielen J├Ągern besucht wird, die die Notwendigkeit erkannt
haben, sich genauestens ├╝ber den Wolf zu informieren.

Bundesweite Managementpl├Ąne sind unerl├Ąsslich
Seit dem Jahr 2000 siedeln W├Âlfe sich wieder selbstst├Ąndig in Deutschland an und breiten sich
langsam aber stetig aus. Die Ausbreitung der W├Âlfe st├Â├čt bei den Menschen in Deutschland auf
unterschiedliche Standpunkte. Neben Verunsicherung aus Unwissenheit, ist auch Freude und
Faszination festzustellen, aber auch teilweise grunds├Ątzliche Ablehnung verbunden mit der
Forderung, die W├Âlfe abzuschie├čen. Ein ├╝bertriebener Tierschutzgedanke, aber auch Hass auf W├Âlfe
bringt uns nicht an einen Tisch, an dem L├Âsungen gefunden werden k├Ânnen f├╝r die Sache Wolf in
Deutschland. Nach wie vor muss gelten, dass Vertreter der verschiedensten Interessengruppen aus
den Bereichen Bundes- und Landesverwaltung, Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz, Tourismus, u.v.m.
langfristig am runden Tisch gemeinsam entscheiden, in wie weit hier und da bereits bestehende
Managementpl├Ąne optimiert werden k├Ânnen. Diese Entscheidungen k├Ânnen nur aufgrund solider
Wolfsnachweise get├Ątigt werden. Ein dynamischer Prozess, der stets aufrecht erhalten werden muss.
Im Jahr 2011 konnten 12 Wolfsrudel in Ostdeutschland nachgewiesen werden, dazu kommen Paare
und bisher noch allein lebende W├Âlfe ÔÇô Einzeltiere, also ohne Partner. Die deutschen W├Âlfe geh├Âren
der westpolnisch-deutschen Population an und sind wiederum Teil einer Metapuplation ÔÇô der
Gesamtheit aller Europ├Ąischen Grauw├Âlfe. Fangen im Grunde genommen die W├Âlfe gerade erst an,
sich auszubreiten, werden Forderungen lauter, den Wolf, obwohl er in der EU und somit auch in
Deutschland strengstens gesch├╝tzt ist, neben dem Naturschutzrecht auch in das Jagdrecht
aufzunehmen. Eine Forderung, die zurzeit absolut ├╝berfl├╝ssig ist. Argumente, der Wolf sei dann
doppelt gesch├╝tzt, sind nicht haltbar.

Gezielte T├Âtung eines Wolfes nicht ausgeschlossen
M├Âglicherweise wird man eines Tages in Einzelf├Ąllen ├╝ber die Bejagung von W├Âlfen nachdenken
m├╝ssen, wenn ein spezifischer Grund vorliegt. Doch wie ist die ÔÇ×Entnahme eines Wolfes aus der
WildbahnÔÇť ÔÇô also das Schie├čen von W├Âlfen durch J├Ąger - nach heutigem Kenntnisstand zu beurteilen?

Wichtig ist, bei dieser Diskussion zwei verschiedene ÔÇ×Paar SchuheÔÇť zu unterscheiden:
1. Die Entnahme eines Wolfes aus der Natur
2. Die Bejagung des Wolfes

Die Entnahme eines Wolfes aus der NaturÔÇŽ
wird aus einem spezifischen Grund vorgenommen, muss von der Obersten Naturschutzbeh├Ârde (MU)
genehmigt werden und hat nichts mit Jagdaus├╝bung zu tun. Diese Entnahme ist auch nur dann mit
EU-Recht vereinbar, wenn es keine anderen Mittel gibt. Der Rechtsrahmen ist daf├╝r bereits durch das
FFH-Recht und das Bundesnaturschutzgesetz gegeben und dieser wiederum in Managementpl├Ąnen
niedergeschrieben und wird bei anderen Arten, wie z.B. Biber auch angewendet.
Gr├╝nde sind z.B.:
ÔÇóEin Tier spezialisiert sich auf das h├Ąufige Rei├čen von Haustieren (was geschehen kann, wenn
z.B. Schafhalter keine ad├Ąquaten Schutzma├čnahmen f├╝r ihre Tiere vornehmen). Eine
Entnahme ist auch dann aber nur rechtens, wenn alle anderen Ma├čnahmen wirkungslos
bleiben.
ÔÇóEin Wolf wird ÔÇ×habituiertÔÇť (der Ausdruck ÔÇ×habituiertÔÇť wird in diesem Zusammenhang
verwendet, wenn sich ein Tier so sehr an die N├Ąhe von Menschen gew├Âhnt, dass es seine
Scheu verliert, ein junger, unerfahrener Wolf, der beim Anblick eines Menschen neugierig
stehen bleibt, ist dagegen noch lange nicht ÔÇ×habituiertÔÇť) z.B. durch ÔÇ×Anf├╝tternÔÇť das bewusst
oder unbewusst (z.B. Beschickung von Komposthaufen mit Fleisch- und Speiseabf├Ąllen)
geschieht.

Wenn eine Entnahme angeordnet wird, muss eine erfahrene, fachkundige Person dazu vom MU
beauftragt werden. Das kann unter bestimmten Umst├Ąnden auch ein J├Ąger sein, wenn er ├╝ber die
erforderliche Kompetenz verf├╝gt. Diese Ma├čnahme hat aber nichts mit ÔÇ×JagdÔÇť zu tun, sondern ist
eine Managementma├čnahme des Artenschutzes. Sie bezieht sich auf die kontrollierte Entfernung
(muss nicht unbedingt = T├Âtung sein) eines bestimmten Individuums, das ein Problem f├╝r die
Wolfspopulation oder f├╝r Haustiere oder f├╝r den Menschen darstellt - sofern dieses Problem (z.B. f├╝r
Haustiere) nicht durch andere Mittel l├Âsbar ist.

Die Bejagung des WolfesÔÇŽ
im Sinne des Jagdrechtes, wie z.B. Rotwild oder Fuchs, setzt voraus,
ÔÇódass der Wolf dem Jagdrecht unterliegt und damit als ÔÇ×WildÔÇť im Sinne des Jagdrechtes
eingestuft wird,
ÔÇódass die Population so gro├č ist, dass eine Bejagung den g├╝nstigen Erhaltungszustand dieser
Population nicht gef├Ąhrdet.

Bei einer ├ťbernahme in das Jagdrecht w├╝rde dem Wolf in der derzeitigen Situation eine ganzj├Ąhrige
Schonzeit einger├Ąumt werden. Der strenge Schutz ├╝ber das nationale und EU-Recht
(Naturschutzrecht) besteht weiterhin (siehe Luchs, Fischotter, Wildkatze). Da der Wolf weiterhin
├╝ber die FFH-Richtlinie gesch├╝tzt ist, d├╝rfte er nur dann im Rahmen einer Jagdaus├╝bung geschossen
werden, wenn sich seine Population in einem ÔÇ×guten ErhaltungszustandÔÇť befindet und dieser durch
Bejagung nicht verschlechtert w├╝rde. Unter diesen Umst├Ąnden w├╝rde ihm auch eine Jagdzeit
einger├Ąumt.
Eine Population (wie z.B. die deutsch-westpolnische) ist laut genetischen Untersuchungen aber erst
dann in einem guten Erhaltungszustand (mit ausreichender genetischer Variabilit├Ąt), wenn sie
mindestens 1000 Tiere z├Ąhlt, ein regelm├Ą├čiger freier Austausch der Individuen innerhalb des
gesamten Populationsgebietes erfolgen kann und wenn diese 1000 Tiere auf eine ausreichende
genetische Vielfalt zur├╝ckzuf├╝hren ist (also nicht, wenn sie von relativ wenigen Tieren abstammen
wie die kleine deutsch-westpolnische Population heutzutage). Der Erhaltungszustand muss durch
harte Daten belegt werden (u. a. im Rahmen des Monitorings ermittelte C1- und C2-Nachweise).
Ein Abschussplan m├╝sste dann f├╝r die Art erstellt werden, der jedoch hohe Auflagen zur Umsetzung
beinhalten w├╝rde (vergleichbar denen bei der so genannten ÔÇ×licensjaktÔÇť in Schweden).
Fachlich w├Ąre es erforderlich, genau festzulegen, in welchem Rudel welche Tiere gejagt werden
d├╝rfen, z.B. J├Ąhrlinge, nicht jedoch das Elternpaar. Diese Forderung ist in jagdlichen Situationen kaum
realisierbar, da in der Regel nur wenige Sekunden f├╝r die Ansprache zur Verf├╝gung stehen und
Durchschnittsj├Ąger nicht ├╝ber die erforderliche Fachkompetenz verf├╝gen, einen J├Ąhrling von einem
adulten Tier zu unterscheiden - f├Ąllt dies doch sogar erfahrenen Wolfskennern innerhalb so kurzer
Beobachtungszeit schwer!
Den Wolf in das Jagdrecht zu ├╝berf├╝hren, ist zumindest zum gegenw├Ąrtigen Zeitpunkt nicht
zielf├╝hrend und sinnvoll. Der Wolf genie├čt durch das Naturschutzrecht einen mindestens so strengen
rechtlichen Schutz wie durch das Jagdrecht f├╝r ganzj├Ąhrig gesch├╝tzte Arten (Straftatbestand, bis zu 5
Jahre Haft). Ein guter Erhaltungszustand der deutsch-westpolnischen Population ist weit entfernt.

Fachwissen ├╝ber den Wolf ist ein Muss
Zun├Ąchst einmal ist festzustellen, dass der Wolf bisher nicht fester Bestandteil der Lehrpl├Ąne in den
verschiedenen Schulformen ist ÔÇô leider aber auch weitestgehend nicht der Vorbereitungslehrg├Ąnge
zur J├Ągerpr├╝fung, die j├Ąhrlich tausendfach in Deutschland abgelegt wird und neue J├Ąger in die
Reviere des Menschen entl├Ąsst. Somit steht der J├Ąger Mensch dem Toppr├Ądator Wolf doch ziemlich
frei von Fachkunde ├╝ber dessen Wildbiologie gegen├╝ber. Die Forderung, ├╝ber den Wolf zu lehren ist
somit gerechtfertigt, ernst zu nehmen und umgehend umzusetzen. Sinnvolle Ma├čnahmen der
J├Ągerschaft sind die ├ťberarbeitung der Literatur f├╝r J├Ągerseminare sowie die Korrektur und
├ťberarbeitung der Darstellung des Wolfes in der Jagdliteratur, insbesondere den Lehrb├╝chern f├╝r die
Vorbereitung der J├Ągerpr├╝fung. Auch die J├Ągerpr├╝fung selbst muss den Wolf erfassen ÔÇô sei es, dass er
im Jagdrecht steht oder nicht.
J├Ąger sind per Gesetz verpflichtet, das Wild zu hegen und zu pflegen. Doch wie soll das gelingen,
wenn man sich nicht mit W├Âlfen auskennt? Die Pflicht der J├Ąger zur Hege ist f├╝r den Wolf allerdings
auch nicht realistisch. Wie soll ein Wolf gehegt werden? Er braucht kein Heu in Notzeiten, er braucht
keine Wild├Ącker, keine Hegeb├╝sche, kein Fernhalten von Pr├Ądatoren.
Bevor ein J├Ąger ein Tier erlegen (in der J├Ągersprache ÔÇ×streckenÔÇť) darf, muss er es ansprechen, d.h. er
muss beurteilen, welches Geschlecht das in Betracht kommende Tier hat, wie alt es ist, wie fit das
Tier optisch wirkt und ob es somit ├╝berhaupt get├Âtet werden darf. Durch fehlendes Fachwissen und
fehlende Routine, sind J├Ąger in Deutschland in der gro├čen Mehrheit nicht im Stande, den in freier
Wildbahn lebenden Wolf richtig anzusprechen. Es erfordert sehr viel Erfahrung, den gesichteten Wolf
aufgrund seiner Optik in die richtige Altersklasse einzustufen. Wir unterscheiden drei Altersklassen:
Erwachsener Wolf, J├Ąhrling und Welpe. Sogar Verwechslungen zwischen Hunden und W├Âlfen sind
festgestellt worden. Das kann dann sehr peinlich werden. Dieser Umstand kann nur positiv ver├Ąndert
werden, wenn J├Ąger und deren Verb├Ąnde in ihrer Gesamtheit gewillt sind, sich die Fachkunde ├╝ber
W├Âlfe anzueignen.

Im Rudel leben ÔÇô nur hochsoziale Tiere k├Ânnen das
W├Âlfe sind hochsoziale S├Ąugetiere, bei denen sich beide Elternteile an der Aufzucht der Welpen
langfristig beteiligen. Selbst die ein Jahr ├Ąlteren Geschwister der Welpen ÔÇô die J├Ąhrlinge ÔÇô
unterst├╝tzen die Eltern bei der Welpenaufzucht. Die beiden Elterntiere leben in der Regel monogam
zusammen und besetzen gemeinsam ein Revier, das h├Ąufig ├╝ber 200 Quadratkilometer gro├č ist.
Dieses Revier k├Ânnen W├Âlfe in einer Nacht vollst├Ąndig durchstreifen. Das konnte anhand von mit
Senderhalsb├Ąndern ausgestatteten W├Âlfen und Satellitentechnik in Deutschland bewiesen werden.
In Wolfsrevieren dieser Gr├Â├če befinden sich rechnerisch 20 Jagdreviere des Menschen zu je
durchschnittlich 1.000 Hektar Gr├Â├če. Tats├Ąchlich sind die Reviere h├Ąufig kleiner ÔÇô also noch mehr
Jagdreviere des Menschen im Wolfsrevier. Somit ist es realistisch, dass bei einem Jagdansitz auf
Wildschweine tats├Ąchlich alle J├Ąger ein und dasselbe Wolfsrudel, ein P├Ąrchen oder eben auch das
Einzeltier, wenn nur eins vorhanden ist sehen. Beim Anblick z.B. eines einzelnen Wolfes besteht
wiederum die Gefahr, dass die Sichtungen aller J├Ąger aufaddiert werden und ├╝ber mehrere W├Âlfe im
Gebiet diskutiert wird, obwohl nur dieser eine da ist. Hier stellt sich ├╝brigens schon die n├Ąchste
Frage: Sollen Elterntiere geschossen werden d├╝rfen, wenn sie doch beide gemeinsam und dauerhaft
den Nachwuchs aufziehen? Nein, denn das verbietet die Jagdethik! W├Ąhrend der Aufzuchtphase der
Welpen werden diese an ihre eigene Art ÔÇô also an W├Âlfe sozialisiert, also gebunden. Der Mensch
steht dabei au├čen vor, was erkl├Ąrt, dass W├Âlfe nicht sonderlich an Menschen interessiert sind. W├Âlfe
haben aber auch keine panische Angst vor Menschen. W├Ąhrend der Aufzuchtphase werden die
jungen Welpen parallel nebenbei an verschiedenste Umweltreize gew├Âhnt. Bei den ersten
Wanderungen durch das Elternrevier, zu Beginn ihres ersten Winters, setzt sich dieser Prozess fort.
W├Âlfe lernen also ganz nebenbei die verschiedensten nat├╝rlichen und unnat├╝rlichen Gegebenheiten
kennen. Je nach Lebensraum kann die Habituierung sehr unterschiedlich ablaufen. Wir Menschen
z├Ąhlen ├╝brigens nicht zur Beute der W├Âlfe, auch wenn ├Ąu├čerst selten ├ťbergriffe von W├Âlfen auf
Menschen festgestellt wurden. Wie schon gesagt sind W├Âlfe hochsoziale Lebewesen. Deshalb sollte
es nicht verwundern, dass es auch bei ihnen unterschiedliche Typen gibt. So gibt es durchaus sehr
vorsichtige und neugierigere Individuen. Die intensive Bejagung von W├Âlfen in Europa d├╝rfte dazu
gef├╝hrt haben, dass nur die sehr vorsichtigen Individuen ├╝berlebten. Diese Vorsicht wird von ihren
Nachkommen in einer Mischung sowohl vererbt, als auch erlernt worden sein. Hoher Jagddruck kann
also selektiv wirken ÔÇô ├Ąhnlich einem Zuchtprozess. Ab dem 1. Mai, wenn der Wolf also etwa ein Jahr
alt ist, benennen wir ihn von Welpe auf J├Ąhrling um ÔÇô so ist heute das Wolfsjahr festgelegt. Er ist
mittlerweile ein Wolf, der in die Pubert├Ąt eingetreten ist und langsam erwachsen wird. Schon l├Ąngst
ist er aber im Hinblick auf K├Ârpergr├Â├če und K├Ârperbau nicht mehr von einem erwachsenen Wolf zu
unterscheiden. Im Alter von ein bis zwei Jahren wandern W├Âlfe in der Regel aus dem Elternrevier
endg├╝ltig ab, mit der Zielsetzung, ein eigenes Jagdrevier und einen Paarungspartner zu finden. Und
dennoch muss festgehalten werden: haben wir J├Ąger eines Tages den Wolf vor uns im Revier, k├Ânnen
wir nicht mit Bestimmtheit feststellen, wen wir da genau anzusprechen haben ÔÇô ist es ein erwachsen
aussehender J├Ąhrling w├Ąhrend der Suche nach einem neuen Revier oder tats├Ąchlich ein erwachsener
Wolf? Beim erwachsenen Wolf stellt sich wiederum die Frage, ob er ein Einzeltier ist, oder ob seine
Partnerin bzw. ihr Partner mit im Wolfsrevier ist und ob sie Nachwuchs f├╝hren. Nur wenn ein ganzes
Rudel vollst├Ąndig zu sehen ist, k├Ânnen Einsch├Ątzungen getroffen werden. Eine selektive Jagd ist also
nicht m├Âglich, es sei denn Elterntiere w├Ąren markiert.

Wer kann was, wer darf was?
Sollten Forderungen massiv werden, den Wolf eines Tages in das Jagdrecht mit Schonzeiten und
Bejagungszeiten aufzunehmen, muss zun├Ąchst einmal ├╝berlegt werden, wer denn dann den Wolf
├╝berhaupt erlegen soll. Hier ist eine gro├če Diskrepanz zu erkennen. Angenommen der Abschussplan
sieht die Erlegung eines Wolfes in einem Jahr in einem definierten Gebiet vor. Wer stellt sicher, dass
in den ├╝ber 20 Jagdrevieren des Menschen ÔÇô geteilt mit einem Wolfsrevier ÔÇô auch wirklich nur ein
Wolf geschossen wird und nicht versehentlich mehrere, unwissend, dass in derselben Nacht bereits
an anderer Stelle schon der Wolf geschossen wurde, was auch nicht realistisch ist. Hier muss
strengste Meldepflicht dar├╝ber gegeben sein, dass ein Wolf geschossen wurde. Ehrlich gefragt, wie
soll das gelingen? Deshalb wird der Mehrfachabschuss nicht zu vermeiden sein. Die zuvor erw├Ąhnte
Problematik der richtigen Ansprechbarkeit bleibt bestehen und die Lichtverh├Ąltnisse der D├Ąmmerung
und des Mondlichtes tragen noch erschwerend dazu bei. Schon heute sind illegale Absch├╝sse
festzustellen. Bei der schwedischen ÔÇ×licensjaktÔÇť darf nur bei Tageslicht gejagt werden, jede
Jagdgruppe hat einen verantwortlichen Jagdleiter, der sofort ├╝ber einen abgegebenen Schuss
informiert wird und diesen sofort an eine Zentralstelle weiter meldet. Alle 30 Minuten muss er bei
der Zentralstelle nachfragen, ob noch ein Wolf frei ist. Jeder abgegebene Schuss wird zun├Ąchst auf
die Quote angerechnet, so lange, bis bei einer Nachsuche mit v├Âlliger Sicherheit gekl├Ąrt ist, dass der
beschossene Wolf unverletzt geblieben ist. Wird ein Wolf ├╝ber die Quote hinaus geschossen, dann
wird zun├Ąchst eine Untersuchung wegen Wilderei eingeleitet.

Abschuss von Hunden gesetzlich verbieten
Des Weiteren muss die Erlegung wildernder Hunde gesetzlich verboten werden, was allerdings auch
heute schon angebracht ist. Daf├╝r, dass der eigene Hund wildern geht, geh├Ârt der Hundebesitzer
allerdings auch bestraft. Eine Verwechslungsm├Âglichkeit aufgrund falscher Identifikation seitens des
J├Ągers Mensch muss ausgeschlossen werden, um nicht verleitet zu werden, absichtlich den Wolf f├╝r
einen wildernden Hund zu halten und den Abschuss ÔÇ×versehentlichÔÇť zu rechtfertigen. Um es klar zu
sagen, haben J├Ąger dieser Couleur ├╝brigens ohnehin nicht den Jagdschein verdient. Diese
besch├Ądigen das Ansehen derjenigen J├Ąger, die das Weidwerk ernst nehmen und mit Respekt vor
Gottes Kreaturen handeln.
J├Ąger wollen Troph├Ąen sammeln. Das ist Bestandteil der Jagd. Beim Wolf, wie auch beim Fuchs, ist
diese sein Fell. Hier muss das Aneignungsrecht, dass der J├Ąger in Bezug auf das erlegte Wildtier hat,
allerdings vorerst ausgehebelt werden. Alle erlegten W├Âlfe m├╝ssen an diejenigen Institute
abgegeben werden, die aufgrund genetischer Untersuchungen feststellen wie ÔÇ×fitÔÇť die Population ist.
Weitere wissenschaftliche Untersuchungen sind an den toten Tierk├Ârpern vorzunehmen.

Erw├╝nschte Weiterentwicklung - Sachliche Diskussion!
Ein ver├Âffentlichter Untersuchungsbericht best├Ątigte im Jahr 2011, dass tats├Ąchlich in Alaska eine 32
Jahre junge Frau von W├Âlfen get├Âtet wurde. Diese Tatsache ist nat├╝rlich nicht in Ordnung und durch
nichts zu rechtfertigen. Einige der beteiligten W├Âlfe sind geschossen worden. Ideal ist es in diesem
Fall alle beteiligten W├Âlfe zu schie├čen, bevor ÔÇ×gelerntÔÇť wird den Menschen weiterhin in Betracht zu
ziehen. Dennoch muss die Diskussion ├╝ber der Wolf weiterhin sachlich gef├╝hrt werden. Ein
Ausschlachten dieses Vorfalles mit dem Ziel, W├Âlfe in Deutschland wieder auszurotten, entbehrt
jeder Vernunft.
Aus meiner Sicht der Dinge wird der Wolf vielleicht nicht ├╝berall in Deutschland haltbar sein. Aber
gegebenenfalls dar├╝ber nachzudenken W├Âlfe gleich wieder komplett auszurotten ist absurd. Wir
J├Ąger sind gut beraten, uns stetig weiterzubilden und die in der breiten Bev├Âlkerung vorhandene
Lobby f├╝r den Wolf ernst zu nehmen und zun├Ąchst eigene Erfahrungen im eigenen Revier zu
sammeln, bevor verbal gehetzt wird. Gelingt uns das, werden wir einen erheblichen
Akzeptanzzuwachs als J├Ąger in der Bev├Âlkerung bekommen. Stellen wir uns auf sturen Widerstand
kann das in immer weiter einengende Gesetze resultieren, die die Motivation am Jagen weiter
einschr├Ąnken.
Letztendlich stellt sich die Frage, ob die Ablehnung manch eines J├Ągers gegen├╝ber W├Âlfen nicht
zuletzt auf der eigenen Angst vor einer Begegnung mit einem Wolf im Jagdgebiet beruht. Oder wenn
nach einem Ansitz die Zeit zum Herunterklettern vom Hochsitz kommt und W├Âlfe in der
Nachbarschaft zum Hochsitz sich gemeinsam ins Chorheulen einstimmen. Ger├Ąusche, an die wir uns
noch lange nicht alle gew├Âhnt haben.
(07.05.2012, 11:29)
Wolfcenter D├Ârverden:   Zwei spannende Abendvortr├Ąge im April im WOLFCENTER D├Ârverden

Am Donnerstag, den 19.04.2012 stellt Bob Hayes, seines Zeichens Wildbiologie mit 20 Jahren Berufserfahrung im Yukon, sein neues Buch ÔÇ×W├Âlfe im YukonÔÇť vor. Die Buchvorstellung erfolgt in englischer Sprache, wird aber von Ulrich Wotschikowsky, einem J├Ąger, der in der Lausitz viel Erfahrung mit W├Âlfen sammeln konnte, ├╝bersetzt.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Sitzpl├Ątze ist eine Voranmeldung jedoch erforderlich.

Und am Mittwoch, den 25.04.2012 stellt Vladimir Bologov, ein erfahrener Wildbiologe aus Russland, verschiedene Wolfsprojekte vor. Der kommentierte Diavortrag vermittelt Erkenntnisse ├╝ber Handaufzuchten und Auswilderungen von W├Âlfen in Russland. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, sie ist in englischer Sprache, der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Sitzpl├Ątze ist eine Voranmeldung jedoch erforderlich.

Weitere Informationen zu den Angeboten des WOLFCENTERs und Kontaktinformationen f├╝r die Anmeldungen zu den Vortr├Ągen finden Sie unter www.wolfcenter.de.
(16.04.2012, 12:33)
Wolfcenter:   Der April im Wolfcenter - ein Monat mit vielen Attraktionen

Den Auftakt der Aprilattraktionen macht die Er├Âffnung der neuen Dauerausstellung des WOLFCENTERs: Am 04.04.2012 wird der ÔÇ×ZeittunnelÔÇť feierlich eingeweiht und ab 12 Uhr kann jeder Besucher des WOLFCENTERs D├Ârverden auf 180 qm eine ÔÇ×Zeitreise bis zu 15.000 Jahre in die VergangenheitÔÇť von Mensch, Wolf und Hund und weiteren spannenden Themenbereichen unternehmen.
Das Baumhaushotel ÔÇ×Tree InnÔÇť mit Blick in das Wolfsgehege ist ab Anfang April bezugsfertig. Hier kann man gem├╝tlich im Bett liegend, oder im Whirlpool entspannend, die W├Âlfe bei ihrem Alltag aus einer H├Âhe von 5 m zusehen.
Weiter geht es am 07.04.2012 mit dem ersten Abend unter W├Âlfen in diesem Jahr. Wer gern einmal zusammen mit gleichgesinnten Wolfsinteressierten einen gem├╝tlichen Abend am Lagerfeuer erleben m├Âchte, sich mit schmackhafter Grillwurst st├Ąrken und anschlie├čend den W├Âlfen bei ihrer F├╝tterung zusehen m├Âchte, der ist herzlich willkommen, sich f├╝r einen Abend unter W├Âlfen anzumelden. F├╝r den April sind noch Pl├Ątze frei.
Gleich am n├Ąchsten Tag beginnt schon das Oster-Spezial-Angebot des WOLFCENTERs! Am 08.04. und am 09.04.2012 von 10-19 Uhr kommt der Osterhase zu Besuch ins WOLFCENTER und es warten sensationelle Aktionen auf die ganze Familie. Neben dem Kinderliedermacher Werner Winkel, der mit tollen Mitmachaktionen am Ostersonntag Jung und Alt begeistert, wird erstmals auch der Wildnisexperte Thorsten Kunkel an beiden Tagen zu Gast sein und mit spannenden Tricks unsere Besucher in seinen Bann ziehen. Neben einer gro├čen Ostereier-Suchaktion, bei der viele Ostereier im ganzen WOLFCENTER versteckt sind, wird es ein Gewinnspiel und viele Angebote f├╝r die Kleinen geben.
Am 19.04.2012 stellt Bob Hayes, seines Zeichens Wildbiologie mit 20 Jahren Berufserfahrung im Yukon, sein neues Buch ÔÇ×W├Âlfe im YukonÔÇťvor. Die Buchvorstellung erfolgt in englischer Sprache, wird aber von Ulrich Wotschikowsky, einem J├Ąger, der in der Lausitz viel Erfahrung mit W├Âlfen sammeln konnte, ├╝bersetzt.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Aufgrund begrenzter Sitzpl├Ątze ist eine Voranmeldung jedoch erforderlich.
Der Tag des Hundes wird am 22.04.2012 im WOLFCENTER gefeiert. Im Rahmen dieses Thementages bieten wir allen Hundeinteressierten ein breites und interessantes Fachwissen an aber nat├╝rlich darf da auch der Spa├č nicht zu kurz kommen. Deshalb k├Ânnen Sie z.B. zusammen mit Ihrem Hund an einer Rallye teilnehmen, es werden Demonstrationen und Schauvorstellungen von Gebrauchshunden geboten, uvm.
Schlie├člich stellt am 25.04.2012 Vladimir Bologov, ein Erfahrener Wildbiologe aus Russland, verschiedene Wolfsprojekte vor. Der kommentierte Diavortrag vermittelt Erkenntnisse ├╝ber Handaufzuchten und Auswilderungen von W├Âlfen in Russland. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, sie ist in englischer Sprache, der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Sitzpl├Ątze ist eine Voranmeldung jedoch erforderlich.

Weitere Informationen zu den Angeboten des WOLFCENTERs und Kontaktinformationen f├╝r die Anmeldungen zu den Vortr├Ągen finden Sie unter www.wolfcenter.de.
(04.04.2012, 15:42)
Michael Mettler:   Die W├Âlfe im Nahen Osten scheinen ein weiteres Beispiel daf├╝r zu sein, die Frage nach dem Sinn mancher Unterarteinteilungen aufzuwerfen. Im Artikel ├╝ber den Indischen Wolf in Wikipedia (englischsprachige Version) las ich vorhin erst, in Israel gebe es sowohl pallipes als auch arabs, in Syrien (also n├Ârdlich von Israel) sowohl pallipes als auch den "Eurasian wolf" und in der T├╝rkei (wiederum n├Ârdlich von Syrien) wieder pallipes. Nun sind Syrien und erst recht Israel keine so riesigen L├Ąnder, dass die Distanzen von einem Ende des Landes zum anderen (und die Topografien) f├╝r W├Âlfe un├╝berwindbar scheinen. Spr├Ąche also einiges daf├╝r, dass es in Nahost eine breite Mischzone zwischen pallipes und arabs gibt - nur wo will man dann die Grenze zwischen einem solchen "Zwischenwolf" und einem "reinen" pallipes oder arabs ziehen - zumal der Wolf fr├╝her wahrscheinlich ein geschlosseneres Verbreitungsgebiet in Nahost hatte als heute?
(18.03.2011, 21:49)
WolfDrei:   Hier ein "Zwischenwolf" zwischen pallipes und arabs aus Syrien im Breeding Centre Sharjah
(18.03.2011, 19:42)
Michael Mettler:   Hoch interessante Neuigkeiten: Der ├╝ber lange Zeit als Unterart des Goldschakals betrachtete "Wolfsschakal" (Canis aureus lupaster), den man in neuerer Zeit bereits als eher Canis lupus zugeh├Ârig vermutete (├ägyptischer Wolf), ist laut genetischen Studien nicht nur eventuell eine eigene, dem Wolf allerdings sehr nahe verwandte Art, sondern hat auch ein wesentlich gr├Â├čeres Verbreitungsgebiet als bislang angenommen, n├Ąmlich bis nach ├äthiopien hinab:
http://www.sciencedaily.com/releases/2011/01/110126171446.htm

Auch f├╝r den Indischen Wolf (C.l.pallipes) wird nach genetischen Untersuchungen nunmehr Artstatus propagiert, genauso f├╝r eine Population im Himalaya, die bisher C.l.chanco zugerechnet wurde, sich von diesem und dem Indischen Wolf aber genetisch deutlich unterscheidet und eventuell die stammesgeschichtlich ├Ąlteste noch existierende Wolfsform darstellt:
http://nationalzoo.si.edu/ConservationAndScience/SpotlightOnScience/fleischer2003108.cfm
(18.03.2011, 17:12)
cajun:   Die HP der Lausitzer W├Âlfe hat ein neues Design. Sehr gelungen finde ich! Aktuell hat man 4 Tiere besendert, um im Rahmen des Monitorings Territorien und Abwanderungsverhalten zu ├╝berpr├╝fen.

http://www.wolfsregion-lausitz.de/meldungen

(20.04.2010, 19:23)
Michael Mettler:   ...und der Stammvater der angeblichen Polarw├Âlfe/Arktischen W├Âlfe war ein schwarzer (!) Westlicher Timberwolfr├╝de im Frankfurter Zoo mit bekanntem Fanggebiet; wie es dann weiterging, ist unten im Thread nachzulesen. Von unterartreinen Importen echter Polarw├Âlfe (arctos) f├╝r heutige Zoolinien habe ich bisher nichts finden k├Ânnen, immer nur von reichhaltiger Ausbreitung der Frankfurter Linie in immer mehr europ├Ąische Haltungen.

Meines Wissens wurden insgesamt 0,2 hudsonicus importiert, je eine Zuchtf├Ąhe f├╝r Wuppertal und Duisburg. Das macht deren Nachkommen nat├╝rlich nicht zu reinen hudsonicus - abgesehen davon, dass diese Unterart ohnehin nicht mehr allgemein anerkannt wird.
(03.03.2010, 23:53)
Ronny:   Es geht darum, dass wie Micheal Mettler (?) gesagt hatte, dass fast alle W├Âlfe auf 1,1 Timberw├Âlfe in Frankfurt zur├╝ckzuf├╝hren sind, wobei einer Wei├č war. Auf die Wei├če Farbe hat man dann spezielle selektiert, wobei immer mehr Wolf-UA mit heineingemixt worden u.a. hudsonicus. Ende der 80iger erhielt Leipzig Tiere aus Wuppertal. In der Panthera 1989 (Panthera befindet sich in der anderen Wohnung) stand in der Bild unterschrift, dass diese Tiere von einer kanadischen Inselstammen.

Eventuell gab es mal reine Importe und auch UA-reine Gruppen?
(03.03.2010, 23:14)
cajun:   @Ronny: Gab es nicht vor ein paar Jahren einen Import einer W├Âlfin aus Kanada? "Micmac"? Timberw├Âlfin nur halt wei├č... in den Jahresberichten sind die Tiere als "Arktische W├Âlfe" bezeichnet. Das Schild am Gehege bezeichnet sie- soweit ich mich erinnere, als Kanadische W├Âlfe- hudsonicus- wenn ich mich nicht irre... ?!?
(03.03.2010, 22:53)
Ronny:   Polarw├Âlfe Wuppertal:

Wei├č jemand woher die Stammtiere der Wuppertaler W├Âlfe kamen? Ist es immernoch die Gruppe, die seit dem 80iger exestiert?
(03.03.2010, 22:21)
th.oma.s:   Jerichower Land

J├Ąger erschie├čt Wolf - Welpen bedroht
Einer der beiden dauerhaft in Sachsen-Anhalt lebenden W├Âlfe ist am vergangenen Wochenende im Jerichower Land von einem J├Ąger erschossen worden. Das Agrarministerium in Magdeburg teilte am Montag mit, es handele sich wahrscheinlich um den R├╝den, der seit Mitte 2008 zusammen mit einer W├Âlfin auf dem Truppen├╝bungsplatz Altengrabow lebte. Der J├Ąger m├╝sse sich strafrechtlich verantworten. Ein Sprecher des Umweltministeriums sagte: "Es gibt Grund zu der Vermutung, dass er wusste, worauf er schoss." Die rund 50 in Deutschland freilebenden W├Âlfe sind streng gesch├╝tzt. Das Tier war am Samstagabend w├Ąhrend einer Ansitzjagd im Raum Tucheim erlegt worden. Zu dieser Jagd hatten sich rund 50 Mitglieder einer Jagdgesellschaft getroffen.

Durch den Abschuss des Wolfes ist der Nachwuchs gef├Ąhrdet.
NABU-Wolfsexperte Markus Bathen sagte, es sei wahrscheinlich, dass das Paar gerade Welpen aufziehe. Die vier bis sechs Wochen alten Tiere seien noch mit der Mutter in der H├Âhle. Dass nun mit dem R├╝den ein Ern├Ąhrer wegfalle, sei "oberfatal". Dies gelte umso mehr, da es der erste Wurf des Paares sei und es deshalb noch keine ├Ąlteren Geschwister im Rudel gebe, die bei der Aufzucht helfen k├Ânnten. "Das ist ein Familienunternehmen, so ein Rudel", sagte Bathen. Es bleibe abzuwarten, ob die W├Âlfin es auch allein schaffen kann, alle Welpen aufzup├Ąppeln.

Handeln des Sch├╝tzen von allen Seiten verurteilt
Unterdessen forderte der Landesjagdverband von Sachsen-Anhalt harte Konsequenzen gegen den namentlich bekannten Mann aus Kade im Jerichower Land. Der Verband habe seine Mitglieder in vielf├Ąltiger Weise ├╝ber den Schutz von W├Âlfen aufgekl├Ąrt, die auch in Sachsen-Anhalt zur├╝ckerwartet werden. "Jegliche Jagd auf sie ist verboten", erkl├Ąrte Verbandspr├Ąsident Wulf Stubbe.

Der Pressesprecher des Ministeriums f├╝r Landwirtschaft und Umwelt in Sachsen-Anhalt, Detlef Thiel, teilt unterdessen auf MDR-Nachfrage mit, der Sch├╝tze habe als Revierfremder auch nicht auf einen Hund o.├Ą. schie├čen d├╝rfen.

Freiheitsstrafe und Geldbu├če bis zu 50.000 Euro m├Âglich
W├Âlfe sind auch nach europ├Ąischem Naturschutzrecht streng gesch├╝tzt. Sollten die Ermittlungen best├Ątigen, dass der Sch├╝tze das Tier vors├Ątzlich get├Âtet hat, kann der J├Ąger zu einer Freiheitsstrafe von bis zu f├╝nf Jahren verurteilt werden. Bei einer fahrl├Ąssigen T├Âtung sehe das Gesetz eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten vor, erkl├Ąrte der Sprecher. Zudem k├Ânne die vors├Ątzliche oder fahrl├Ąssige T├Âtung eines Wolfes nach dem Bundesnaturschutzgesetz als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbu├če von bis 50.000 Euro geahndet werden. Die bisherigen Ermittlungen deuten dem Sprecher zufolge darauf hin, dass der J├Ąger vors├Ątzlich geschossen hat. Umweltministerin Petra Wernicke verurteilte den Abschuss. Sie sagte: "Der Umgang mit streng gesch├╝tzten Arten ist jagdliches Grundwissen. Dies zu ignorieren, ist unentschuldbar."

"Der Umgang mit streng gesch├╝tzten Arten ist jagdliches Grundwissen. Dies zu ignorieren, ist unentschuldbar."

Umweltministerin Petra Wernicke

Anfang des Jahres war bereits eine W├Âlfin in Sachsen erschossen worden, im Dezember 2007 ein Tier in Niedersachsen. Es sei deshalb absolut abzulehnen, die W├Âlfe - wie von J├Ągern gefordert - ins Jagdrecht aufzunehmen, betonte Bathen. Die Beispiele zeigten, dass die J├Ągerschaft auch so schon nicht in der Lage sei, die seltenen Tiere zu sch├╝tzen.


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gudrun Offline
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Registriert seit: Jul 2008
Beitrag: #43
RE: Die tierische R├╝ckereroberung Deutschlands
Und leider wird man wieder keine H├Âchstrafe oder gar Gefg├Ąngnis verh├Ąngen, da die deutschen Staatsanw├Ąlte in dieser Beziehung nicht mutig genug sind und erschossene tote Wildtiere im Gegensatz zu ermordeten Menschen leider keinen gro├čen Wert in unserer Konsumgesellschaft haben. Sie bringen auch kein Geld ein. Auch wird es trotz der Kritik des Landesjagdverbandes und wolfsfreundlicher J├Ąger weiterhin viele J├Ąger geben, die illegal auf W├Âlfe schie├čen. Das kann man auch aus ├äu├čerungen der Wolfsgegner in den Medien entnehmen, die W├Âlfe immer noch als gro├če Gefahr f├╝r die deutschen Wildbest├Ąnde (besonders Mufflons und Hirsche), f├╝r Haustiere und sogar Menschen darstellen und sich von dieser Meinung auch durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Wolfsverhalten nicht abbringen lassen. Die T├Âtung gr├Â├čerer unbewachter Schafsbest├Ąnde durch angebliche oder auch tats├Ąchliche W├Âlfe wird von dieser Gruppe immer wieder gerne als Begr├╝ndung daf├╝r herangezogen, dass W├Ą├Âlfe in Deutschlands nichts zu suchen haben und tats├Ąchlich eine gro├če Gefahr f├╝r Haus- und Wildtiere darstellen. Leider gibt es auch noch genug Personen, die den Wolfsgegnern glauben schenkt und deren Abneigung gegen W├Âlfe als Nahrungs- bzw. Jagdkonkurrenten Teilt. Hierzu geh├Âren auch viele Schafshalter, die verst├Ąndlicherweise Angst um ihre Tiere haben. Solange sich an dieser Eistellung gr├Â├čerer Teile der Bev├Âlkerung nichts ├Ąndert wird es auch immer wieder illegale Absch├╝sse von W├Âlfen geben.
(09.06.2009, 19:48)
Michael Mettler:   Und solche, bei denen "Schie├čer" nicht nur den Doppelripp bezeichnet.
(27.02.2009, 22:25)
Holger Wientjes:   War bestimmt bloss ein Versehen...
Nee, im Ernst: Es gibt immer und ├╝berall ein paar erkenntnisresistente Leute... ! :-(
(27.02.2009, 21:30)
th.oma.s:   eine im januar in der lausitz tot aufgefundene w├Âlfin wurde illegal abgeschossen... mdr nachrichten vom 27.02.2009.
(27.02.2009, 20:40)
th.oma.s:   interessant ist insbesondere dieser bericht: http://www.typo3.lausitz-wolf.de/index.php?id=304
(09.11.2008, 20:32)
th.oma.s:   ja das rudel ist seit ende oktober wieder nachgewiesen (die sorge um das milkeler rudel war berechtigt, die hatten appetit auf schafe entwickelt, waren von den experten nicht mehr geordet aber wohl nur aus j├Ągerkreisen als weiterhin anwesend gemeldet), in den links unten ist das noch nicht vermerkt.

wen die wolfsstorrys interessieren:
http://www.lausitz-wolf.de/
http://www.wolfsregion-lausitz.de/index.php?article_id=1
(09.11.2008, 20:26)
cajun:   Ich habe irgendwo gelesen (Spiegel online oder so), dass eines der Rudel in Sachsen seit zwei Monaten (?) nicht mehr gesichtet oder gef├Ąhrtet wurde. Man spekulierte woran das liegen k├Ânnte. Gibt es da was Neues?
(09.11.2008, 17:36)
th.oma.s:   aus der wildbahn:
der ostmitteleurop├Ąische wolfsbestand besteht aktuell aus 9 rudeln! 5 in sachsen, 1 im angrenzenden s├╝dost-brandenburg, 3 im angrenzenden westpolen.
(08.11.2008, 13:01)
Andr├ę Haubrich:   Ich fand die Gehegebegrenzung bei den Berliner Polarw├Âlfen sehr interessant.
Die recht niedrige Glasscheibe und davor der kleine Wassergraben.
K├Ânnten die W├Âlfe da nicht raus?
Ich jedenfalls habe mich da nicht lange aufgehalten, aber so ungehinderten Blick auf die Tiere habe ich sonst nie erlebt.
(08.11.2008, 11:54)
Bj├Ârn Kreis:   .
(26.06.2008, 19:16)
Bj├Ârn Kreis:   Hallo zusammen,

kann mir jemand sagen, welche Unterart bzw. Farbvariante dieser Wolf im Wildpark Gangelt ist?
(26.06.2008, 19:14)
Dugong:   Nach kurzer Recherche:

http://www.pirsch.de/Forum/board_entry.php?id=36792&page=0&category=all&order=last_answer&descasc=DESC

Peinliche Angelegenheit f├╝r die Sch├╝tzen. Auf einer Treibjagd schie├čt sich's selten unbeobachtet...
(18.12.2007, 22:39)
Dugong:   Wei├č man, wer den Abschuss gemeldet hat? Haben die Sch├╝tzen ihn gemeldet, so darf man den Aussagen vermutlich glauben. Ist der Abschuss anderweitig bekannt geworden, darf man wohl zweifeln...
(18.12.2007, 22:15)
Michael Mettler:   Laut Pressemeldung haben zwei J├Ąger am vergangenen Samstag im Wendland (├Âstl. Niedersachsen) einen Wolf abgeschossen. Laut ihrer Aussage hatten sie das Tier tats├Ąchlich als Wolf erkannt, es sei aber bereits verletzt gewesen. Der Tierk├Ârper wird nun untersucht, ob die Aussage der J├Ąger stimmt oder nur ein Vorwand war.
(18.12.2007, 18:41)
IP66:   Weder vom Habitus noch von der Farbe kann ich eine besondere ├ähnlichkeit mit den k├Âlner Tieren erkennen - allerdings hat der indische Wolf ein gro├čes Verbreitungsgebiet, und wenn ich die m├╝nsteraner iberischen W├Âlfe mit den Erop├Ąern in Oberhausen vergleiche, entsteht eine vergleichbare Differenz.
(02.12.2007, 14:37)
Michael Mettler:   Da die fr├╝heren "blonden" M├╝nchener W├Âlfe sowohl hier als auch im Dingo-Thread schon mehrfach Thema waren, habe ich mal ein Foto aus dieser zeit herausgesucht, aufgenommen im August 1996. Es zeigt die gesamte Farbpalette des damaligen Rudels.
(01.12.2007, 11:30)
th.oma.s:   luchse k├Ânnen auch ziemlich weit wandern...und die unterschiede zwischen karpatenluchsen und der nordb├Âhmischen
flachlandpopulation will mir nicht so recht einleuchten...
(10.09.2007, 23:14)
Uakari:   Ja inzwischen habe ich im Wilson/
Reeder "Mammal Species of the World"
den lupaster auch gefunden unter Goldschakal.
Bei den amerikanischen W├Âlfen wurden bspw. noch weitere Inselpopulationen
als Unterarten getrennt, da spielt der Langstreckenlauf ja keine grosse Rolle.
Die Unterarten des Eurasischen Luchses
geh├Âren jedoch zu den gr├Âssten Wackelkandidaten der Systematiker,
da bin ich ganz vorsichtig. Ob zB. die Berliner wardi-Luchse sich Tatsache vom Normaleurop├Ąer unterscheiden.
(10.09.2007, 22:09)
Michael Mettler:   Ist nicht weiter verwunderlich, lupaster wurde fr├╝her als Unterart des Goldschakals betrachtet. Obwohl es wohl schon immer Zweifel gab, denn im Deutschen bekam diese Form den Namen "Wolfsschakal".

Als Langstreckenwanderer neigen W├Âlfe wesentlich mehr zum Genaustausch weit entfernter Populationen als Katzen, deshalb w├Ąre eine geringere Unterartenzahl im Vergleich zum Luchs f├╝r mich gar nicht so verwunderlich.

F├╝r Nordamerika werden nach neuerer Version m.W. nur noch f├╝nf Wolfsunterarten unterschieden: occidentalis, nubilus (diese beiden mit den gr├Â├čten Verbreitungsgebieten), lycaon, baileyi und arctos. Wobei nubilus nach der Eiszeit aus einem s├╝dlichen R├╝ckzugsgebiet in die riesige Wolfsleere der ehemaligen Gletscherfelder bis hinauf an die Polarmeerk├╝ste vorgedrungen sein soll, nicht ohne sich mit den westlich und ├Âstlich angrenzenden, ebenfalls in Wiederausbreitung befindlichen Populationen von occidentalis und lycaon teilweise zu vermischen.
(10.09.2007, 21:55)
Uakari:   Bei den Luchsen meine ich werden zu reichlich Unterarten getrennt, bei den W├Âlfen erstaunlich wenig, aber die F├╝lle nordamerikanischer Subspecies
welche oft angeben werden ist sicher auch übertrieben. Nur der Ägypter is mir bisher vollkommen entgangen.
(10.09.2007, 21:33)
Michael Mettler:   Habe ich doch gleich mal getan. Interessante Verbreitungsangabe: Die Nominatform kommt also "von S├╝dschweden ├╝ber die Karpaten bis zum Balkan" vor - in D├Ąnemark soll es aber z.B. nie Luchse gegeben haben, die Verbindung ostw├Ąrts zu den s├╝d├Âstlicheren Verwandten innerhalb der Nominatform w├Ąre aber laut Wikipedia durch die mittelschwedisch-finnisch-russische Unterart melina unterbrochen... Hm.
(10.09.2007, 21:28)
Uakari:   Die Wikipedia-Unterartenliste beim Wolf
ist noch spannender, besonders der Ägyptische Wolf !
(10.09.2007, 21:26)
Uakari:   Und weil Luchse erw├Ąhnt wurden, schonmal die Unterartenliste bei Wikipedia gesehen?
(10.09.2007, 21:04)
Uakari:   Nee ich meinte das M├╝nchen Nachzucht vom Berliner Rudel hat, nicht selber Nachwuchs.
(10.09.2007, 20:59)
Michael Mettler:   Mir ist nur bekannt, dass von den beiden letzten R├╝den des alten Rudels einer von seinem langj├Ąhrigen Mitbewohner totgebissen wurde - oder "erl├Âst", denn das Opfer stellte sich im Nachhinein als schwer krebskrank heraus und lie├č sich laut Augenzeugenbericht (es soll sogar Fotos geben) ohne Gegenwehr t├Âten.

Ob das neue M├╝nchener Rudel inzwischen schon Nachwuchs hatte (oder ├╝berhaupt mal welchen haben soll), wei├č ich nicht. Ich habe die Tiere vor einem Jahr gesehen, da waren sie m.W. noch nicht voll ausgewachsen, und der einzelne R├╝de des alten Rudels wurde noch getrennt von ihnen gehalten.
(10.09.2007, 20:56)
Uakari:   Es ist doch in M├╝nchen ein Wolf totgebissen wurden, habe das aber nich genauer verfolgt. Berlin wusste ich, da bin ich ja regelm├Ąssig, das M├╝nchen Nachzucht hat davon war mir nicht bewusst. Seit wann denn?
(10.09.2007, 20:48)
Michael Mettler:   Apropos M├╝nchen: Es ist noch gar nicht so lange her, dass man den fast augerotteten Skandinavischen Wolf als eigene Form betrachtete und die schwedischen Zoos ein Erhaltungszuchtprojekt betrieben. Da die genetische Basis aber sehr schmal war, wurden sp├Ąter zur Blutauffrischung W├Âlfe aus dem Baltikum eingekreuzt, zu denen es angeblich eine relativ enge genetische Beziehung gab. Bei der "Globalisierung" des Europ├Ąischen Wolfes wurden nun aber auch die Skandinavier eingemeindet... W├Âlfe skandinavischer Abstammung werden bei uns im Tierpark Berlin gez├╝chtet, und von dort stammt das jetzige M├╝nchener Rudel (bis auf einen vom letzten dortigen Rudel ├╝brig gebliebenen R├╝den, falls der noch lebt). Somit w├Ąren die Berliner/M├╝nchener W├Âlfe immerhin reinbl├╝tige Canis lupus lupus.
(10.09.2007, 20:42)
Uakari:   Da stimme ich voll zu. Man k├Ânnte damit auch die M├╝nchner Tiere ersetzen,
das Wolfsgehege ist ja unmittelbar neben Bisons und Vikunjas.
(10.09.2007, 20:30)
Michael Mettler:   Falls der Mexikanische Wolf noch immer bedrohter sein sollte als jegliche eurasische Wolfsform, h├Ątte er eine Zuchtbasis auch au├čerhalb des SSP verdient. Schlie├člich werden auch andere Tierformen in SSP und EEP parallel gez├╝chtet, und mit dem Timberwolf und den "Polarw├Âlfen" sind auch jetzt schon amerikanische Wolfsformen in Europa vertreten, die man (theoretisch, nur ganz theoretisch!) durch Mexikaner "ersetzen" k├Ânnte.
(10.09.2007, 20:26)
Uakari:   Der Mexikaner ist ja im SSP vertreten.
Ach dann ist der Karpatenluchs wohl ein aktueller Trend, obwohl ein systematischer Wackelkandidat.
Schon tut sich wieder ein Thema auf,
es existiert doch sicher eine Rubrik f├╝r Luchse hier.
(10.09.2007, 20:15)
Michael Mettler:   Tja, sollte man - aber man sieht ja an den Spanischen W├Âlfen, wie "einfach" sowas ist. Es spr├Ąche ja ansonsten auch nichts dagegen, den Mexikanischen Wolf ins Programm aufzunehmen. ├ťbrigens m├╝sste man in letzter Konsequenz bei sehr vielen Zootierarten von vorn beginnen...

Beim Luchs gibt es laut einer Ver├Âffentlichung des Dortmunder Zoos immerhin Bestrebungen, mehr reinbl├╝tige Zuchten des Karpatenluchses zu etablieren, um wie in Dortmund Tiere f├╝r Wiederansiedlungsprojekte zu z├╝chten.
(10.09.2007, 20:07)
Uakari:   Man sollte bei den W├Âlfen nochmal ganz von vorn beginnen und bei den Luchsen
ein Pardelluchs-EEP etablieren.
(10.09.2007, 19:29)
Michael Mettler:   Gerade bei den W├Âlfen scheint mir die optische Wirkung eine Rolle bei den Vorlieben der Zoos zu spielen. Nicht wenige Zoos ersetzen ab den 60ern ihre grauen, vielleicht schon damals durcheinander gekreuzten europ├Ąischen oder asiatischen W├Âlfe durch die gr├Â├čeren Timberw├Âlfe, besonders gern durch deren Schw├Ąrzlinge. Und auch das Interesse an den Pseudo-Polarw├Âlfen d├╝rfte in erster Linie durch die auff├Ąllige F├Ąrbung geweckt worden sein, sonst h├Ątte sich Frankfurt seinerzeit gar nicht erst auf die selektive Zucht verlegt (das Ursprungsrudel bestand immerhin noch aus grauen, schwarzen und wei├čen Timberw├Âlfen). Die Inder haben wohl das Pech, klein und grau zu sein, also "zu normal"...

Auch bei europ├Ąischen Luchsen w├╝rde ich meine Hand nicht f├╝r Reinbl├╝tigkeit ins Feuer legen. Erstens erkannte nicht jeder z.B. die Trennung des Karpatenluchses von der Nominatform an, und zweitens stammten manche Zooluchse schlichtweg ohne genaue Kenntnis der Abstammung aus dem Tierhandel und wurden wom├Âglich erst nachtr├Ąglich "europ├Ąisiert".
(10.09.2007, 16:11)
Uakari:   Das ist immer wieder niederschmetternd
was so alles verkreuzt wurde, aber sich niemand f├╝r die Zucht indischer W├Âlfe interessiert, die auch solche sind. Ich werde in meinem Tierfotorchiv
besser alle Unterartenbezeichnungen
durchstreichen.
(10.09.2007, 14:27)
Carsten Horn:   Die W├Âlfe im Kaisergarten gibt es mindestens schon 10 Jahre, w├╝rde aber eher vermuten, noch l├Ąnger, das Erinnerungsverm├Âgen ist da leider nicht mehr so frisch...
(10.09.2007, 12:36)
Michael Mettler:   "Zoow├Âlfe" d├╝rften nicht allzu selten sein und sogar hie und da unter falschem, also unterartreinem Namen pr├Ąsentiert werden (manchmal vielleicht sogar mangels besseren Wissens). So geh├Ârten zu den Stammeltern der Haltung im Nationalpark Bayerischer Wald nicht nur W├Âlfe aus verschiedensten teilen Europas (die man heute eh zur selben Unterart z├Ąhlen w├╝rde), sondern auch eingekreuzte Indische W├Âlfe, und es wurden Nachkommen dieser Kreuzungszucht in Umlauf gebracht. Die vor-vorletzten W├Âlfe Hannovers (vor der zwischenzeitlichen Umstellung auf Europ├Ąer) waren als Timberw├Âlfe ausgeschildert, hatten unter ihren Vorfahren aber auch einen Sibirer. M├╝nchen bezeichnete seine vorletzten W├Âlfe aus Europ├Ąer, obwohl die "blonde" Zuchtf├Ąhe zu einer Zeit aus Karlsruhe geholt wurde, wo dort eindeutig Timberw├Âlfe gehalten wurden (ob nur oder auch, konnte ich nicht herausfinden) - auf die M├╝nchener (Kreuzungs-?)Zucht geht z.B. das Salzburger Rudel zur├╝ck. Und wie unten dargelegt sind auch die so genannten "Arktischen" bzw. ""Polarw├Âlfe" nichts Anderes als auf die Fellfarbe Wei├č selektierte Mischlinge.

Es ist also Vorsicht geboten, graue Wildpark-W├Âlfe automatisch als Europ├Ąer abzubuchen - so wie ja in Wildparks auch h├Ąufig Kanadische Otter und Biber sowie Sibirische Luchse als Ersatz f├╝r ihre europ├Ąischen Verwandten gehalten und nicht immer richtig ausgeschildert wurden/werden. Was nat├╝rlich auch daran liegt/lag, dass man diese Tiere als artgleich mit den europ├Ąischen Vertretern betrachtet(e) und z.B. die Angabe "Fischotter, Lutra lutra" nicht zwingend Europ├Ąer bedeutet. (In Zoos wurde fr├╝her gelegentlich die indische Unterart als "der Fischotter" pr├Ąsentiert.)
(10.09.2007, 12:16)
IP66:   Ich war recht ├╝berrascht, im Bestand des Tierparks im Kaisergarten in Oberhausen ein Wolfspaar vorzufinden - offensichtlich dringt die Art doch in herk├Âmmliche Wildgehege vor. Verwendet man da die europ├Ąische Unterart, oder gibt es mittlerweile auch einen Bestand an Zoow├Ąlfen mit problematischem Stammbaun?
(10.09.2007, 11:51)
Uakari:   Diese Argumente zu Ende gedacht, d├╝rfte es im Zoo keinerlei Unterschiede geben, und Iberer k├Ânnen genauso grosse Rudel bilden wie alle anderen Wolfsformen.
Es kann aber auch sein, das bestimmte Vertreter der Art Canis lupus unterdurchschnittlich flexibel sind.
So leichtfertig w├╝rde ich die Sozialstruktur nun auch nicht abtun wollen. Nicht das da am Ende doch signifikante Unterschiede existieren.
Ich kann da aber auch keinen Widerspruch erkennen zur Verf├╝gbarkeit grosser Beutetiere.

(08.09.2007, 05:19)
Michael Mettler:   Der biologische Erfolg der Art Canis lupus und ihre weite Verbreitung wird ├╝brigens immer gern mit ihrer F├Ąhigkeit begr├╝ndet, sich Lebensbedingungen jederzeit flexibel anpassen zu k├Ânnen. Das d├╝rfte wohl auch die Sozialstruktur beinhalten und deren taxonomischen Wert in Frage stellen.
(25.08.2007, 20:59)
th.oma.s:   auf verhaltensunterschiede und rudelgr├Â├če w├╝rde ich bei w├Âlfen in bezug zur unterartdifferenzierung gar nichts geben. ich denke, die rudelgr├Â├če h├Ąngt in erster linie von der gr├Â├če der beutetiere ab... im ├╝brigen wenn man das elternpaar aus einer wolfsfamilie entfernt l├Âst man das rudel auf.
(25.08.2007, 20:50)
Uakari:   Ph├Ąnotypisch entsprechen die Hagenbeckzebras jedenfalls dem Chapmanideal und sind im historischen Panorama in Gesellschaft mit Straussen und Warzenschweinen !
vortrefflich pr├Ąsentiert. Also wenn reine Tiere dann diese Linie. Neu importieren w├╝rde ich dann aber lieber Crawshayes Zebras und Kap-Bergzebras. Ein Zoo (zB. Dvur)
sollte zumindest ein ESB f├╝r Chapmans machen und f├╝r M├Ąhnenlose Zebras (soll es das wohl schon geben, nur taucht es in der EAZA-Liste nie auf).

├ťber den Iberer wissen wahrscheinlich nicht nur wir viel zu wenig. Das die Inder aber ungeselliger sein sollen, da wollt ich vorhin schon widersprechen. Ich seh da einen viel banaleren Grund, die sind einfach viel zu selten, wo soll es denn in Indien grosse Wolfsgruppen geben. Und im Zoo sowieso (s. ISIS, eine Haltung mit relativ viel Tieren, in einer Gruppe???). Die Europ├Ąer sind farblich enorm variabel. Aber ich sag ja, beim Iberer k├Ânnte man ├╝ber abweichenden Ph├Ąnotyp, Verhalten und relative Isoliertheit
diskutieren als Kriterien zur Abgrenzung. Und das wird wohl auch noch lange Thema bleiben. F├╝r die Zoozucht zeigt der Daumen garantiert bald nach unten.
Na und ├╝berbewerten wollen wir bei der Taxonomie gar nichts, das passiert oft genug.
(25.08.2007, 03:54)
Michael Mettler:   Ob die Hagenbeck-Zebras wirklich reinbl├╝tig sind, l├Ąsst sich nicht mal mehr nachvollziehen, da es m.W. keine Unterlagen mehr ├╝ber ihren Ursprung gibt. Und da Hagenbeck sogar OSTafrikanische Gnus aus S├ťDafrika bezog, w├Ąre nicht mal der verschiffungsort eine Garantie... Aber wenn man schon ├╝ber den Import reinbl├╝tiger L├Âwen als Reservepopulation nachdenkt, ist es in meinen Augen nur logisch, sich z.B. auch mit dem Import reinbl├╝tiger Chapmanzebras zu befassen. Theoretisch sollten wir dieses Thema in den Einhufer-Thread verlagern, aber andererseits ist es faszinierend zu sehen, wie sich bei allen m├Âglichen Tierarten gleichzeitig die Frage um Unterartreinheit dreht und Quervergleiche m├Âglich und n├Âtig werden.

├ťber Iberische W├Âlfe wei├č ich viel zu wenig, um eine wirkliche Meinung ├╝ber "Unterart oder nicht" zu haben - daher auch meine Frage zu den Verhaltensunterschieden. Als ich die ersten Tiere in Rotterdam und sp├Ąter die M├╝nsteraner sah, fand ich sie farblich wegen der Rotanteile recht "bunt" (zumindest f├╝r meinen speziell an Fellf├Ąrbungen interessierten Blick), aber inzwischen sah ich auch "Normalw├Âlfe" mit dieser F├Ąrbung. Ob die S├╝dw├Âlfe sozial wirklich unflexibler sind, wage ich dagegen zu bezweifeln, zumal das sicher auch von den Haltungsbedingungen und Individuen abh├Ąngt. K├Âln hatte m.W. mit seinen ebenfalls zum S├╝dwolf-Komplex gez├Ąhlten Afghanischen alias Indischen W├Âlfen nicht solche Probleme (oder sie wurden nirgends erw├Ąhnt...). Dingos zeigen laut Trumler ebenfalls typisches S├╝dwolf-Verhalten, leben normalerweise in festen Paaren, k├Ânnen aber unter g├╝nstigen Bedingungen auch (Familien-)Rudel bilden. W├╝rde man die Lebensweise bei der Taxonomie ├╝berbewerten, m├╝sste man z.B. beim S├╝dlichen Streifengnu auch die sesshaften Populationen mit territorialen Bullen von den wandernden mit nicht-territorialen Bullen abgrenzen.
(25.08.2007, 00:48)
Uakari:   Die Bestandszahlen kenne ich schon, es ├╝berrascht mich jedoch eines: wo in der Zoowelt wollen Sie Chapmanzebras finden, die tats├Ąchlich reinbl├╝tig sind.
Alle von Hagenbeck abstammenden Tiere? Wir wissen Chapmans sind in Osteuropa h├Ąufiger, aber f├╝r die Reinbl├╝tigkeit w├╝rde wohl niemand die Hand ins Feuer legen. Der Erfurter Damarzebrahengst heisst ja schon CHAPMAN. Und wenn selbst Steppenzeras in Afrika aussterben, dann k├Ânnen wir eh einpacken.
Aber mehr Ausgewogenheit der Zoopopulationen halte ich auch f├╝r n├Âtig, d.h. weniger B├Âhmzebras. Was ist mit der Unterart borensis? Mehr davon im Zoo?
Und tendieren Sie pers├Ânlich zur Abspaltung des Iberes oder nicht? Die Schauwirkung wird es sein, wobei M├╝nster wahrlich genug andere schauwirksame Arten hat
(bis auf Flusspferde). Spannend was aus dem nun 8k├Âpfigen Iberer-Wolfsrudel in Veszprem wird. Dort konnte ich die Tiere ├╝brigens gar nicht sehen, was aber auch an der Geburt gelegen haben kann, wie ISIS mir nun offenbart hat.
Die Flexibilit├Ąt der Polarw├Âlfe ist logisch, aber Iberer und andere S├╝dw├Âlfe scheinen ja eben UNFLEXIBEL zu sein.

(25.08.2007, 00:26)
Michael Mettler:   SO entspannt d├╝rfen wir auch das Steppenzebra nicht sehen. Vom "echten" Chapmanzebra soll es nur noch 20.000 Tiere im Freiland geben - zum Vergleich: Das in Zoos sorgsam gehegte Vikunja wird laut Wikipedia auf die zehnfache Bestandsh├Âhe gesch├Ątzt... Auch da kommen wir also um die ├ťberlegung nicht herum, es entweder als mit dem Damarazebra identisch zu betrachten und uns WIRKLICH entspannt zur├╝ck lehnen zu k├Ânnen oder es als eigene Form zu behandeln - und somit (auf Kosten des allgegenw├Ąrtigen B├Âhmzebras) schleunigst Haltungskapazit├Ąten und ein Zuchtprogramm f├╝r reinbl├╝tige Chapmans einzurichten.

Zur├╝ck zum Wolf: Trumler bezeichnete das Leben in Paaren statt Rudeln als typisch f├╝r alle "S├╝dw├Âlfe" von Spanien bis Indien, das m├╝sste demnach auch die Italienischen und Balkanw├Âlfe einbeziehen. Dass die Sozialform flexibel sein kann, beweisen aber die echten Polarw├Âlfe, die je nach Nahrungsangebot einzeln, paarweise oder im Familienrudel leben, und das wom├Âglich von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Ich kenne die Probleme mit den M├╝nsteraner W├Âlfen nur aus den knappen Schilderungen in den Jahresberichten, habe mich aber gefragt, warum man bei den beschriebenen Schwierigkeiten ausgerechnet die stabilste Sozialeinheit - n├Ąmlich das Elternpaar - aus dem streitenden Rudel entfernt und abgegeben hat. Wenn man schon keinen Wert mehr auf Nachzucht legte, h├Ątte man daf├╝r operativ sorgen und das harmonierende Paar statt seiner Nachkommen behalten k├Ânnen. Oder lag es am Ende doch an zu geringer Schauwirkung der Iberer...?
(25.08.2007, 00:12)
Uakari:   Zum Verhalten wusste Herr Adler ja mehr, die M├╝nsteraner W├Âlfe m├╝ssen allerdings auch nicht repr├Ąsentativ sein. Ob die span. W├Âlfe nun aufgrund von Nahrungsmangel, geringer Populationsdichte oder grunds├Ątzlich ungeselliger sind, kann ich nicht beurteilen. Ich m├Âchte im Hinblick auf die taxonomische Trennung der Beutegreifer der Iberischen Halbinsel aber meine pers├Ânliche Einsch├Ątzung ├Ąussern; Pyren├Ąenb├Ąr: nein, Iberischer Wolf: vorsichtshalber ja, Pardelluchs: unbedingt (EEP ├╝berf├Ąllig). Es ist freilich aber schwer vorstellbar und begr├╝ndbar, warum europ. Braunb├Ąren einheitlich sind und W├Âlfe nicht.
Aber es ist auch schwer vorstellbar das L├Âwen in Afrika Unterarten aufspalten und Leoparden nicht. Also das m├╝sste ganz besonders exakt untersucht werden bei den Iberischen W├Âlfen. Ich war nicht dort, also da muss ich mich zur├╝ckhalten.
Sehr gut m├Âglich, das bei den Timbern nur ein anderer Name verwendet wurde. Decin ist inzw. wolfslos, die Olomoucer Tiere waren schwarz und gelb├Ąugig
(so ich nicht l├╝ge) und eher klein. Olomouc ersetzte die Timber durch die hier reichlich durchgehechelten Iberer bzw. Weissen W├Âlfe.
Zum Zebra k├Ânnte man einwenden, das folgender Unterschied besteht: eine Paarung eines ostafrikanischen B├Âhmzebras mit einem ostafrikanischen (!) Tier welches Zwischenstreifen hat, ist etwas anderes als ein Mischpaar von ostafrikan. B├Âhm- und s├╝dafrikan. Chapmanzebra. Es ist im Zoo ja vorteilhaft, nur Tiere eines Ursprungsgebiets zu verpaaren, was praktisch fp├╝r die wenigsten Populationen realisiert wurde. Und auch nicht ohne Risiko (Damagazelle), geschenkt.
Bei den Steppenzebras d├╝rfen wir aber mit der Unterartenproblematik relativ entspannt umgehen, Haltungsmotto JUST FOR SHOW, stattdessen w├Ąre eine stabilere Bergzebrapopulation w├╝nschenswert. Grevys sind ja erfreulicherweise ordentlich repr├Ąsentiert.
(24.08.2007, 23:48)
Michael Mettler:   @Uakari: Worin unterscheidet sich das Verhalten der Iberer von den Resteurop├Ąern?

In Sachen Olomouc/pambasileus: Ich habe vorhin in International Zoo Yearbooks von Mitte/Ende der 80er Jahre gebl├Ąttert. Dort werden ├╝ber Jahre hinweg Nachzuchten dieser Unterart f├╝r Decin und Bojnice sowie einige Zoos der damaligen Sowjetunion aufgef├╝hrt. Entweder also gab es tats├Ąchlich eine Zoopopulation im ehemaligen Ostblock, oder man gab Timberw├Âlfen einen anderen Unterartnamen als in den westlichen Zoos - in beiden F├Ąllen k├Ânnten durchaus Exemplare dieses Zuchtstammes noch heute existieren. Wobei, wenn man es sich recht ├╝berlegt, amerikanische W├Âlfe in einem russischen Zoo genau genommen auch nicht "normaler" w├Ąren als Sibirische Tundraw├Âlfe in einem kanadischen Zoo...

Was die Mehrheit eines Ph├Ąnotyps betrifft: Meines Wissens wurde daf├╝r eine so genannte 75 %-Regel festgelegt. Soll hei├čen, dass mindestens 75 % der Individuen einer Population der Unterartbeschreibung entsprechen m├╝ssen, damit diese anerkannt wird. Im Umkehrschluss hei├čt das andererseits, dass bis zu einem Viertel (!) der Population abweichende Merkmale tragen darf. Unter zwei Mio. B├Âhmzebras "d├╝rften" also bis zu 500.000 (!!) chapman- oder sonstwiegestreifte (und damit auch genetisch abweichende) Individuen leben und sich trotzdem ungehemmt mit den "Standardexemplaren" vermischen. Diese Regel wird wahrscheinlich auch dazu herangezogen, innerhalb eines nat├╝rliches Vermischungsgebietes die willk├╝rliche Grenze zu ziehen, an der die eine Unterart "aufh├Ârt" und die andere "anf├Ąngt". Angesichts dessen mutet es fast wie ein Witz an, dass man eine Zoopopulation schon nach der Einkreuzung eines einzigen (!) "falschen" Individuums quasi als kontaminiert betrachtet.

Um den Bogen zu den W├Âlfen zur├╝ck zu schlagen: Gerade bei einer Tierart, die zu weiten Ortswechseln neigt, d├╝rfte es immer wieder mal passieren, dass abwandernde W├Âlfe genetisch in "benachbarte" Unterarten eingeflossen sind bzw. noch einflie├čen. In der schon erw├Ąhnten TV-Doku ├╝ber italienische W├Âlfe wurde berichtet, dass diese Tiere l├Ąngst in den Alpenraum vordringen und von dort aus auch durchaus weiter wandern k├Ânnten. Selbst wenn sie laut der genetischen Studie schon lange von den anderen Europ├Ąern isoliert sein sollen, ist es also nicht auszuschlie├čen, dass die Italienischen W├Âlfe eines Tages Kontakt zu Balkan- oder Karpatenw├Âlfen (die ja nun mal ebenfalls wanderf├Ąhig sind) haben werden und eine Mischpopulation entsteht. Damit h├Ątten wir dann im Freiland "Zoow├Âlfe". Und das gleiche Prinzip gilt nat├╝rlich f├╝r alle Tierarten, die freie Lebensr├Ąume nicht nur aus einer, sondern aus zwei oder mehr Richtungen besiedeln k├Ânnen. Womit wir wieder beim Steppenzebra w├Ąren, f├╝r das genau dies angenommen wird und den gro├čen "Schmelztiegel" im Zentrum seiner Verbreitung erkl├Ąren k├Ânnte. Bei Braunb├Ąr, L├Âwe, Giraffe und was wir sonst noch gerade in parallelen Diskussionen haben, wird es vielleicht nicht anders sein bzw. gewesen sein.
(24.08.2007, 23:17)
Uakari:   Bei den Zebras ist schon wahres dabei, auch hier ist der ├ťbergang fliessend, Variation und Mutation kommen vor, aber es ist unbedingt die MEHRHEIT zu ber├╝cksichtigen. Soll heissen die meisten B├Âhmzebras Ostafrikas sehen dann doch aus wie B├Âhmzebras und nicht wie Chapmans. Also ist das Splitting trotz aller Varianz sicher gerechtfertigt. Bei Chapman/Damara wirds deutlich schwieriger und die betreffenden Zoopopulationen werden entsprechend sein.
Von den angef├╝hrten Kriterien zur Aufsplittung (Genot., Ph├Ąnot., Verhalten, Verbreitung) halte ich beim Pyren├Ąenb├Ąren keines f├╝r stichhalting. Beim Iberischen Wolf
k├Ânnten man ├╝ber die letzten 3 diskutieren, freilich ist er auch nicht mehr isoliert als die Braunb├Ąren, aber das Verhalten scheint mir da ein wichtiger Punkt zu sein.

(24.08.2007, 21:59)
Michael Mettler:   @Uakari: Angaben zur Frankfurter Zuchtlinie finden Sie in meinen Beitr├Ągen vom 26.6. und 28.8.06. Was sich leider bei meiner Nachsuche nach den "Wei├čen" nicht kl├Ąren lie├č, war die Herkunft eines adulten wei├čen R├╝den in Hannover, der allerdings als Timber- und nicht als Polarwolf gef├╝hrt wurde. Laut entsprechendem Jahresbericht soll er vorher Zuchtr├╝de in N├╝rnberg gewesen sein, aber das deckt sich nicht mit dortigen Unterlagen, und die hannoverschen Daten geben auch nichts Erhellendes her. Damit bleibt seine Herkunft mysteri├Âs, und er k├Ânnte auch zur "Polarwolf"-Linie gez├Ąhlt haben. Zuchttechnisch ohnehin egal, denn er wurde in Hannover in die damalige Hybridgruppe (Ausgangstiere Westlicher Timber- und Sibirischer Waldwolf) eingekreuzt...

Zu Olomouc kann ich nichts sagen.

Eine ausschlie├čliche Genetik-Gl├Ąubigkeit empfinde auch ich als gef├Ąhrlich - auch alle anderen systematischen Moderichtungen waren eines Tages (vor├╝bergehend?) ├╝berholt, siehe z.B. der systematische Eiertanz um Gr├╝ne Meerkatzen oder Kuh- und Leierantilopen im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte, wo das ganze ja sogar bis zum Gattungsstreit f├╝hrt.

Meine eigene Neigung und Begeisterung zum Splitting erhielt vor einigen Jahren einen gewaltigen D├Ąmpfer, als ich mich mit einem vielfachen Afrikareisenden ├╝ber Unterartfragen unterhielt. Da wurde mir schlagartig klar, dass der eingeschr├Ąnkte Blickwinkel auf ein paar Zootiere und "Rassestandardabbildungen" in der Literatur zu Fehleinsch├Ątzungen verleitet. Auf m.W. mehr als 60 Reisen nach Ost- und S├╝dafrika hatte der gute Mann im Laufe der Zeit wahrscheinlich vierstellige Zahlen von Giraffen oder Zebras gesehen und dadurch einen ganz anderen Blick f├╝r innerartliche Variabilit├Ąt. Wenn jemand mit diesem Background ├╝ber Zebrastreifung schmunzelt und sagt, er k├Ânne mir auch in Kenia Steppenzebras zeigen, die man im Zoo ohne zu z├Âgern als Chapmanzebras "bestimmen" w├╝rde, dann kommt man schon mal ins Nachdenken.
(24.08.2007, 17:39)
Uakari:   Ihre Recherchen zu den Timbern muss ich mir noch durchlesen, falls hier ver├Âffentlicht, speziell ob Olomouc ├╝ber einen pambasileus verf├╝gt, w├╝rde mich interessieren.
Zum Iberer, der derzeitige Trend ist mir bekannt, nur dann l├Ąsst man wieder zB. von Herrn Adler beklagten Verhaltensunterschiede ausser acht. Kriterien zur Aufspaltung
m├╝ssen ohne Zweifel Genetik, Ph├Ąnotyp, Verbreitung & Verhalten sein. Dieser Mix ist im Falle der asiatischen Leoparden inzwischen recht zufriedenstellend gelungen,
wie ich meine. Beim jetzigen Trend zur Klassifizierung hege ich grosse Bef├╝rchtung, das vorher als grosse Seltenheit gefeierte Tiere, die aber z├╝chterisch unter Umst├Ąnden schwieriger und weniger schauintensiv sind, nach anf├Ąnglicher Euphorie wieder rasch verschwinden, analog der Syr. Braunb├Ąren, berberbl├╝tigen L├Âwen etc. etc.
Bei solch bedrohten Wackelkandidaten der Systematiker ist es sicher nicht unklug eine verk├╝nftige Gehegepopulation in Reserve zu haben.
(24.08.2007, 16:26)
Michael Mettler:   F├╝r die "Zoo-Polarw├Âlfe" fand ich bei diversen Zoobesuchen Beschilderungen, die von arctos ├╝ber albus (!) bis tundrarum reichten. Offensichtlich stand bei der "Nachbestimmung" ├╝berall an erster Stelle, dass die Tiere eben wei├č waren. So stelle ich mir auch den Weg in Rochester vor: Der Unterartname albus passt eben sch├Ân zum Ph├Ąnotyp, und wie hei├čt der doch gleich mit Trivialnamen...?

Nach den Beschreibungen, die ich bislang vom echten albus finden konnte, scheint der Museumswolf bereits die Hellvariante darzustellen, die Intensit├Ąt reicht wohl bis zum "Wolfsgrau". ├ähnliche Abstufungen zeigt ja auch die wohl vielgestaltigste Form occidentalis, der Westliche Timberwolf, bei dem es alle flie├čenden ├ťberg├Ąnge von Grau zu Wei├č gibt (und dazu r├Âtliche, gelbe und die bekannten schwarzen Tiere). Mit einem bunt gemischten Rudel begann auch die sp├Ąter auf Wei├č selektierte Frankfurter Zucht, damals noch unterartreine occidentalis (Fangorte bekannt).

Mit dem Thema Iberischer Wolf schl├Ągt sich der Bogen zu der Unterartdiskussion beim Europ├Ąischen Braunb├Ąren, denn laut genetischer Untersuchungen hat auch der Iberer seinen Sonderstatus verloren und wird nun der Nominatform zugeschlagen - und damit in einen Topf geworfen mit W├Âlfen aus Mittel- und Nordeuropa und weiten Teilen Asiens bis nach China... Eine Unterartberechtigung wird danach unter den europ├Ąischen W├Âlfen nur noch den "Italienern" zugestanden, deren genetische Linie angeblich viel l├Ąnger von den ├╝brigen Europ├Ąern getrennt ist als es bei diesen untereinander der Fall sein soll. Bei einer so wanderfreudigen Art ├╝berrascht mich das allerdings.
(24.08.2007, 14:35)
Uakari:   Das wundert mich auch, das Eurasier ausgerechnet in Nordamerika gehalten werden sollen. Das auf der Rochester-HP abgebildete Tier sieht jedenfalls ├Ąhnlich unseren weissen W├Âlfen. Allerdings ist und bleibt es dann auch vollkommen unverst├Ąndlich wie die dortigen Zooleute auf die Bezeichnung "Eurasian" f├╝r ihre Tiere kommen. Darum bin ich wohl auch bei den Leipzigern auf albus gekommen, weil mir in diesem Falle allein politisch die Herkunft weisser W├Âlfe aus Sibirien n├Ąher lag f├╝r die Zeit der DDR. Und Tatsache ist es ja auch h├Âchst erstaunlich, das diese Unterart scheinbar nicht gehalten wird. Ich hatte mir allerdings auch immer eingebildet, die Leipziger w├Ąren gr├Âsser und speziell im Nacken langfelliger als etwa die Berliner und Wuppertaler. Da bin ich aber scheinbar einer optischen T├Ąuschung erlegen, wohl weil man zu den Leipziger W├Âlfen ihrer Unterbringung entsprechend so herauf schaute. Wenn die Tiere dann leichtf├╝ssig ├╝ber den grauen Felsen schwebten und der Wind ihr Fell zerzauste, war das - auch wenn es "nur" Hybride sind - ein toller Anblick. Das die PANTHERA die Leipziger W├Âlfe als arctos deklarierte, will ja - wie Sie zu Recht festgestellt haben - aufgrund der grunds├Ątzlich unzutreffenden Bezeichnung f├╝r weisse W├Âlfe in Europa nicht viel heissen.
Ich freue mich ├╝ber das interessante Foto des Museumswolfs, weil ich damit wohl erstmals einen albus sehe. Nun bleibt die Frage, ob diese F├Ąrbung universell typisch ist f├╝r diese Unterart oder ob es sich um ein verh├Ąltnism├Ąssig dunkles Exemplar handelt und die Varianzbreite noch hellere Tiere umfassen kann.

So sch├Ân die weissen W├Âlfe sind, w├╝nsche ich mir verst├Ąrkte Zuchtbem├╝hungen der Iberer. Kleinere Parks mit kleineren Wolfshaltungen, die sich f├╝r Paarhaltung eignen, k├Ânnten da ins Spiel kommen, etwa Nordhorn oder Klingenthal. Veszpr├ęm in Ungarn hat das Recht elegant gel├Âst, z├╝chtet im Wolfsgehege Iberer (derzeit 6 Jungtiere) und h├Ąlt Weisse W├Âlfe zusammen mit Kamtschatkab├Ąren. Dort verliert man hoffentlich nicht so rasch den Z├╝chtermut am Iberer wie manch deutscher tierg├Ąrtnerischer ├ťberflieger.
(24.08.2007, 13:34)
Michael Mettler:   Anbei der Eurasische Tundrawolf des Museum Koenig. Selbst im Vergleich zu Timberw├Âlfen wirkt er nicht auffallend langhaarig, und er ist zwar heller als der "typische Grauwolf", aber eben nicht wei├č i.e.S., wie wir es von den Zoo-"Polarw├Âlfen", den richtigen Polarw├Âlfen oder auch den hellsten Timberw├Âlfen kennen. An seine Gr├Â├če kann ich mich nicht erinnern, das Bild entstand bei einem Besuch vor ├╝ber 20 Jahren.

Vielleicht gibt es in russischer Literatur Abbildungen von albus?

Laut der weiterf├╝hrenden Infos auf der Rochester-HP stammt das dortige Wolfspaar aus der Zucht der Jungle Cat World in Ontario/Kanada. So sch├Ân es w├Ąre, endlich mal einen wirklichen albus zu sehen, melde ich da Zweifel kann. Auch wenn ich es nicht belegen kann, erscheint es mir unwahrscheinlich, dass ausgerechnet ein Zoo im noch wolfsreichen Kanada (wo zudem wei├če W├Âlfe verschiedener Unterarten vorkommen) Eurasische Tundraw├Âlfe im Bestand hat, w├Ąhrend kein altweltliches ISIS-Mitglied solche verzeichnet. Die europ├Ąischen Zoo-"Polarw├Âlfe" wurden auch erst nachtr├Ąglich zu solchen gemacht, Frankfurt als Ausgangsz├╝chter hat diese Benennung nie verwendet (und z.B. Wuppertal, Leipzig und Berlin anfangs auch nicht) - das kann ich mir genauso f├╝r die Rochester-W├Âlfe vorstellen.
(24.08.2007, 11:24)
th.oma.s:   eine anfang august bei Luckau (Spreewald) tot aufgefundene ca. zwei j├Ąhrige w├Âlfin war zuvor beschossen worden. im k├Ârper des tieres wurde ein projektil gefunden. ob es sich um jagdmunition handelt wird noch untersucht. de herkunft des tieres ist noch nicht bestimmt. das forstamt luckau hat in der sache strafanzeige gestellt. (quelle sz 23.08.07)
(23.08.2007, 21:01)
Uakari:   Wenn wir es dem Zoo Rochester allerdings glauben k├Ânnten, das seine beiden weissen W├Âlfe tats├Ąchlich die ausgepriesenen "Eurasian Arctic Wolf"
sind, dann h├Ątten wir schon einen ersten Eindruck. Dumm nur, das man den Zoos diesbez├╝glich wenig vertrauen schenken sollte.
(23.08.2007, 14:55)
Uakari:   Wenn uns niemand die Unterart ALBUS zeigt, dann werden wir schwer rauskriegen, wie hell bzw. weiss die nun tats├Ąchlich sind und was ins Reich der Legenden geh├Ârt.
(23.08.2007, 14:44)
Michael Mettler:   In der PANTHERA werden die Ausgangstiere der sp├Ąter zu Polarw├Âlfen deklarierten Zuchtgruppe noch als Kanadische W├Âlfe bezeichnet - und DAS waren sie ja wirklich, nur eben ein Gemisch verschiedener kanadischer Unterarten...

Laut Zoof├╝hrer Stralsund von 1994 kamen die ersten Polarw├Âlfe 1992 in den Tierpark (und als ihr Verbreitungsgebiet wird u.a. Kanada genannt, nicht Sibirien). F├╝r dieses Jahr verzeichnet der Leipziger Jahresbericht die Abgabe von 1,2 Polarw├Âlfen. Das kann ich nur so nebeneinander stellen, da ich nicht wei├č, ob es sich um die selben Individuen handelte.

Nach dem Grund daf├╝r, dass der Sibirische Tundrawolf den Unterartnamen "albus" bekam, habe ich bislang vergeblich gesucht. Es ist zwar mehrfach von "hellem", aber in meinen Quellen nirgends von "wei├čem" Fell die Rede, und auch den im Museum Koenig stehenden albus kann man keineswegs wei├č nennen. Die Waldw├Âlfe Sibiriens wiederum w├╝rden glatt als "normale" graue Europ├Ąer durchgehen bzw. werden ja inzwischen sogar zur selben Unterart gerechnet (lupus). Andersrum ist der in diversen Bildb├Ąnden verewigte "echte" Polarwolf (arctos) der nordkanadischen Inselwelt zwar ganz bis wenigstens ├╝berwiegend wei├č, aber laut Literatur kleiner als die W├Âlfe des Festlandes.
(23.08.2007, 14:38)
Uakari:   Da stammte zumindest die H├Ąlfte aus Leipzig, nur wenn die Leipziger
Polarw├Âlfe auch aus Frankfurt stammen, was ich nicht wusste, konnte Stralsund z├╝chterisch ja nichts falsch machen.
Dann haben bzw. hatten wir also gar keine weisen W├Âlfe sibirischer Herkunft. Schade eigentlich, denn die gelten ja als besonders weiss, gross und langfellig und sin damit bestimmt ein noch faszinierenderer Anblick als die weissen Zoow├Âlfe. Aber ein grosses Rudel weisser amerikanischer Promenaden-Polarw├Âlfe ist bekanntlich sowieso schauattraktiver als eine Kleinfamilie grauer, scheuer, unvertr├Ąglicher, aussterbender Iberischen W├Âlfe.
(23.08.2007, 13:55)
Michael Mettler:   @Uakari: Zu den Stralsunder W├Âlfen kann ich nichts sagen, deren Herkunft kenne ich nicht.
(23.08.2007, 08:57)
Uakari:   Ich war immer der Meinung die Leipziger Polarw├Âlfe waren sibirischer Herkunft, dann hat sich dieser Irrtum Dank ihrer Recherchen ja gekl├Ąrt.
(23.08.2007, 02:21)
Uakari:   Achso, dann muss ich ihre Stellungnahme zu den Stralsunder Tieren ├╝berlesen haben.
(23.08.2007, 02:09)
Michael Mettler:   @Uakari: Zur Reinbl├╝tigkeit der angeblichen "Polarw├Âlfe" bietet dieser Thread schon reichlich Material (siehe unten)...
(22.08.2007, 23:21)
Uakari:   Das ist wahr, bei "Kerner" war wie oft ├╝blich die Recherche sehr mangelhaft.
Aber die Zoos nehmen es teilweiser auch nicht genauer. Da wird doch oft genug alles als Polarwolf gez├╝chtet, was ein weisses Fell hat, ob es aus etwa Kanda stammt oder Sibirien f├Ąllt untern Tisch. Oder sind die Stralsunder Tiere doch reinbl├╝tig?
(22.08.2007, 20:34)
Michael Mettler:   Dann wird es wohl langsam Zeit, pr├Ąventiv die ├ľffentlichkeitsarbeit pro Wolf in den alten Bundesl├Ąndern zu intensivieren....
(21.08.2007, 20:41)
th.oma.s:   ein am 23.04.07 auf der B76 bei s├╝sel(sh)├╝berfahrener ca. 2jahre alter wolf stammt nach dna-analyse aus dem s├Ąchsisch- brandenburgischen bestand.
(quelle: sz vom 21.08.07)
(21.08.2007, 18:50)
th.oma.s:   aus der nordosts├Ąchsischen und s├╝dost-brandenburgischen lausitz wird f├╝r 2007 von insgesamt 5 nachweislich reprodu-zierenden wolfsrudeln berichtet
(20.07.2007, 18:12)
Tim Ziesmann:   Ist zwar sehr weit am Thema vorbei aber....
gestern im ZDF: Johannes B. Kerner!
Es war ein Biologe zum Thema "Sex in der Tierwelt" zu Gast und es wurden halt verschiedene Bilder und Einspieler gezeigt!

Schopfmakaken als Bonobos und die gezeigten "Humboldtpinguine" sahen mir doch sehr antarktisch aus...so viel zu zuverl├Ąssigkeit der Medien! :)
(01.06.2007, 11:59)
Michael Mettler:   @Medojed: Fotos in Medien sind grunds├Ątzlich mit Vorsicht zu genie├čen. Als ich mich wegen des Wolf-Tierpfleger-Unfalls in Hannover durch die Online-Meldungen klickte, zeigte kein einziges der verschiedenen Fotos einen hannoverschen Wolf - das h├Ątte n├Ąmlich ein schwarzer Timberwolf sein m├╝ssen, s├Ąmtliche Pressefotos zeigten aber graue W├Âlfe.
(31.05.2007, 20:46)
Medojed:   In der Bild war auch ein Super Foto von dem so scheuen Wolf, das bei mir der Verdacht aufkommt, das das Foto in einem Gehege gemacht wurde.
(31.05.2007, 20:25)
IP66:   Ist nicht der letzte Wolf im K├Ânigreich Hannover auch in der l├╝neburger Heide geschossen worden. Grund f├╝r die These, da├č W├Âlfe dort wiederkommen, wo sie als letztes gegangen sind?
(31.05.2007, 20:03)
Michael Mettler:   Und nun hat auch Niedersachsen einen frei lebenden Wolf: In der N├Ąhe von Celle ist ein Exemplar gesichtet worden.
(30.05.2007, 23:04)
Michael Mettler:   In Schleswig-Holstein wurde ein Wolf "in freier Wildbahn" ├╝berfahren:

http://onnachrichten.t-online.de/c/10/86/59/62/10865962.html
(24.04.2007, 16:36)
th.oma.s:   @cajun: zun├Ąchst noch als nachtrag,die genetischen untersuchngen in g├Ârlitz an den s├Ąchsischen w├Âlfen weisen eindeutig auf westpolnische zuwanderung hin und es gibt keinen anderweitigen hinweis, im ├╝brigen auch nicht auf inzucht...
in die schorfheide l├Ąuft ein lausitzwolf in drei n├Ąchten...im ├╝brigen war mein hinweis unten doch deutlich womit man rechnen muss, schau Dir in google earth die truppen├╝bungs-platz- und tagebaulandschaft zwischen berlin und dresden an und stell Dir die autobahnen als f├╝r w├Âlfe ernst zunehmendes, aber nicht un├╝berwindbares hindernis vor.. und es kommt weiter auf jeden einzelnen zuwanderer an...die s├Ąchsischen w├Âlfe wurden erst drei jahre nach den ersten beobachtungen offiziell und - es kommt weiter auf jeden einzelnen zuwanderer an
(31.08.2006, 12:53)
cajun:   @th.oma.s:Der dreibeinige Wolf in der Schorfheide ist ja auch ein Wildfang.Ok, nicht aus Sachsen stammend. :-) Was meinst du denn -mal hypothetisch- wohin wandern die adulten Nachwuchsiere? Und vor Allem wie weit? Ich bin da relativ unbeleckt, aber seit der Lekt├╝re der ARD Buch Ver├Âffentlichung interessiert mich eine Fortsetzung der s├Ąchsischen Wolfsgeschichte.
(31.08.2006, 00:11)
th.oma.s:   @cajun: man schaut wohl zur zeit sehr intensiv in der brandenburger bergbau- und bergbaufolgelandschaft und h├Ąlt sich mit der ver├Âffentlichung von ergebnissen sehr zur├╝ck ... gleiches gilt f├╝r angrenzende s├Ąchsische bereiche und wohl auch f├╝r die g├Ârlitzer heide in polen...und das nicht weil hinweise auf den wolf fehlen
(quelle heizungsrohr) im ├╝brigen sollen dieses jahr welpen besendert werden
(30.08.2006, 23:46)
cajun:   @th.oma.s: Das ist ja enorm!! Wei├č man mittlerweile eigentlich wohin die Tiere abwandern, bzw. was mit den verschwundenen Nachwuchstieren passiert ist?
(30.08.2006, 22:48)
th.oma.s:   die beiden s├Ąchsischen wolfsrudel ziehen zur zeit insgesamt 14 welpen auf (6er wurf in neustadt, 8erwurf auf dem t├╝p). damit liegt der wolfsbestand in sachsen bei mindestens 24 tieren
(30.08.2006, 19:48)
Michael Mettler:   @cajun: Ich nehme an, damit war wohl eher Soest in Holland gemeint, da hat(te?) van den Brink seinen Sitz.
Ansonsten: War gar nicht unbedingt meine Leistung, das meiste stand ja in der Antwort aus Frankfurt....
(29.08.2006, 20:13)
cajun:   @Michael Mettler: W├Âlfe nach Soest? Meinst du meine Geburtstadt in NRW? Die hat keinen Zoo und auch nie gehabt. Die n├Ąchsten Tierparks sind Hamm und Lippstadt (wenn es Lippstadt noch gibt).
Ansonsten: Respekt, was du wieder so alles an Daten zusammengetragen hast!Was f├╝r eine Recherche! Wahnsinn... :-)
(29.08.2006, 19:15)
Michael Mettler:   P.S. f├╝r alle, die meine Einstellung zu sowas noch nicht kennen: Meine letzte Bemerkung ist nicht abwertend gemeint! Wei├čer Wolf, schwarzer Panther und wei├čer Tiger sind f├╝r mich absolut faszinierende und attraktive Gesch├Âpfe, daran ├Ąndert auch "Mischlingsnatur" nichts!
(28.08.2006, 20:54)
Michael Mettler:   Heute habe ich Antwort auf eine Anfrage an den Frankfurter Zoo bez├╝glich der fr├╝heren W├Âlfe dort erhalten. Wie weiter unten im Thread geschildert hatte ich ja aufgrund der Angaben in alten Frankfurter Jahresberichten unterartliche Zweifel an den so genannten "Arktischen" bzw. "Polarw├Âlfen" in unseren Zoos. Nun kamen in j├╝ngerer Zeit zwei wei├če W├Âlfe aus Toronto, die heute in Wuppertal bzw. Duisburg leben und deren Abstammung man noch nachvollziehen m├╝sste. Aber f├╝r anscheinend alle anderen in unseren Zoos gilt: ES GIBT BEI UNS KEINE ALASKA-/POLAR-/ARKTISCHEN W├ľLFE!!! Und um das noch zu steigern: Alle so bzw. als Unterart arctos/tundrarum/albus in den Zoos bezeichneten wei├čen W├Âlfe sind entweder wei├če Timberw├Âlfe (genauer: Westliche Timberw├Âlfe oder Mackenzie-Waldw├Âlfe, Canis lupus occidentalis) oder sogar - und wohl gr├Â├čtenteils - Unterarthybriden.

Der Reihe nach: F├╝r 1958 tauchen in den Frankfurter Unterlagen erstmals unterartlich bezeichnete W├Âlfe auf. Dies waren 1,3 Timberw├Âlfe (heute unbekannter F├Ąrbung) aus der Whipsnader Zucht. F├╝r die weitere Frankfurter Zuchtlinie waren sie aber nicht von Belang, da sie sich nicht fortpflanzten.

1960 kamen drei Wildf├Ąnge aus West-Kanada (also occidentalis) nach Frankfurt, ein schwarzer R├╝de und zwei "helle" W├Âlfe; 1961 folgten zwei weitere W├Âlfe, ebenfalls Wildf├Ąnge aus Kanada (farblich und geografisch nicht n├Ąher bestimmt). In der Folge gab es Nachzucht in allen F├Ąrbungen: schwarz, "hell", grau und "hell mit dunklem R├╝cken". Der schwarze Zuchtr├╝de wurde zusammen mit einem Tier der letztgenannten Farbvariante (geb. 1969 in Frankfurt) nach Freiburg abgegeben. Andere Nachzuchten kamen nach Jaderberg, Prag, Bochum, Wien, G├Ârlitz, Soest und "an verschiedene Privathalter".

WENN die beiden 1961 importierten Wildf├Ąnge ebenfalls aus West-Kanada stammten, z├╝chtet Frankfurt also bis 1974 reinrassige Westliche Timberw├Âlfe.

1974 kamen zwei neue Wolfsr├╝den aus Kanada, beide wei├č. Und jetzt wird es interessant: Die Eltern dieser W├Âlfe stammten aus Nord-Alaska und von Bathurst Island. Sowohl nach alter als auch nach neuer Systematik waren diese beiden R├╝den also bereits Unterartbastarde! Bathurst Island geh├Ârt zum Verbreitungsgebiet der Unterart arctos, also des (richtigen) Arktischen oder Polarwolfes, und zwar nach BEIDEN systematischen Ansichten, der aufsplitternden und der zusammenfassenden. Die W├Âlfe der Polark├╝ste Alaskas wurden hingegen nach alter Systematik tundrarum genannt und werden heute zu occidentalis hinzugerechnet.

Die importierten Mischlinge wurden mit den vorhandenen Timberw├Âlfen verpaart, somit waren ALLE in der Folgezeit abgegebenen Nachzuchten bis hin zur Beendung der Frankfurter Haltung vor ein paar Jahren Unterartbastarde. Dazu z├Ąhlen die wei├čen W├Âlfe in Berlin, Duisburg (fr├╝herer Zuchtstamm), Wuppertal (und demnach auch Leipzig, da die dortigen W├Âlfe aus Wuppertal stammten), Seesen, Freiburg und Veszprem. Und nat├╝rlich deren an andere Parks abgegebene Nachzuchten. W├Ąre interessant, mal solche St├Ąmme in anderen Parks unter diesem Aspekt zur├╝ck zu verfolgen. Meines Wissens sind die "Polarw├Âlfe" in Braunschweig (fr├╝her), Herberstein und im Wildpark L├╝neburger Heide ebenfalls indirekt auf die Frankfurter Linie zur├╝ck zu f├╝hren, und f├╝r die heutigen Duisburger - vielleicht mit Ausnahme des Toronto-Wolfes - gilt das genauso. Was die W├Âlfe in Toronto wiederum betrifft, habe ich die Angaben von deren Homepage ja weiter unten im Thread schon mal wiedergegeben.

Der "Polarwolf" ist jedenfalls ganz augenscheinlich in unseren Zoos nichts weiter als ein Mythos - im Grunde handelt es sich um eine unterartvermischte, ingez├╝chtete Farbenzucht, also um ein Pendant zum wei├čen Zoo-Tiger und schwarzen Zoo-Panther....
(28.08.2006, 17:43)
Michael Mettler:   Da ich auf der Suche nach Flusspferden sowieso gerade die M├╝nchener Jahresberichte am Wickel hatte, habe ich die von Stefan Langmeyer weiter unten angerissenen Infos ├╝ber die Hellabrunner Zucht gleich mal nachverfolgt und kann sie erg├Ąnzen:

Der Innsbrucker R├╝de traf 1986 ein, die Karlsruher F├Ąhe 1990. Parallel dazu starb das vorherige Rudel nach und nach aus. Laut Angaben aus Innsbruck gab es dort Anfang der 80er einen R├╝den aus Krakau, dessen Partnerin 1986 starb - nicht ausgeschlossen also, dass es dieser verwitwete R├╝de war, der nach M├╝nchen kam. Die Karlsruher W├Âlfin wurde bei ihrem Eintreffen als "hellbeige bis honiggelb" beschrieben (also "dingofarbig") undbekam wegen ihrer auffallenden Farbe den Namen "Die Sch├Âne".

1991 gab es den ersten Wurf mit 6 Welpen, der aber nicht aufwuchs. 1992 folgte der zweite Wurf mit nunmehr 7 Welpen, 1993 ein dritter mit ebenfalls 7 Welpen. 5 W├Âlfe wurden 1993 abgegeben (das m├╝ssen die von Stefan Langmeyer erw├Ąhnten sein, die nach Salzburg gingen), 4 weitere sind unter "Mortalit├Ąt" zu finden (Jungtierverluste?). Der Rest bildete das langj├Ąhriger M├╝nchener Rudel, das im Laufe der Jahre zusammenschmolz und am 31.12.2005 nur noch aus 2,0 bestand. Die "Sch├Âne" war bereits 1998 an Altersschw├Ąche gestorben.

Ich versuche mal, ├╝ber Karlsruhe herauszubekommen, ob diese W├Âlfin wirklich eine Europ├Ąerin war - denn wie gesagt habe ich 1986 in Karlsruhe einen schwarzen Timberwolf fotografiert.
(06.08.2006, 10:02)
cajun:   @Andreas: ... lies doch einfach nochmal den ganzen Thread hier gr├╝ndlich. Da steht was zu den "Alaskaw├Âlfen" (inkognito auch wei├če Timberw├Âlfe) ;-)
Jahresberichte? Frag Herrn Sch├╝ling oder an der Tierparkkasse kaufen.
(30.07.2006, 01:05)
Andreas:   eben vergessen ;-)
Wo kann man Jahresberichte einsehen?

(30.07.2006, 00:04)
Andreas:   Danke f├╝r die schnelle Antwort.
Obwohl ich noch nicht so ganz glaube ob das was da drin steht auch wirklich so ist.Naja wirklich nachvollziehen kann das wohl keiner.Noch ein Frage:
Meines Wissens ist das Polarwolfrudel im Zoo Berlin das Stammrudel aller polarw├Âlfe in Deutschen Zoo`s/Tieparks, wissen sie ob das stimmt?
Gruss
Andreas
(30.07.2006, 00:02)
Michael Mettler:   Der Tierpark Berlin h├Ąlt laut Angaben in den Jahresberichten ein reines Rudel skandinavischer W├Âlfe aus Schweden.
(29.07.2006, 22:35)
Andreas:   Hallo
Vielleicht kann mir jemand eine Frage beantworten.
Ich war vor kurzem in Tierpark Berlin,dort leben Europ├Ąische W├Âlfe.
Einer von den W├Âlfen auf der anlage sah sogranicht nach Europ├Ąischen Wolf aus,wei├č jemand was das f├╝r eine unterart das ist oder ob es sogar ein Wolf/Hund Mischling sein k├Ânnte?
Gruss
Andreas
(29.07.2006, 22:21)
Michael Mettler:   Bin nicht auf dem Laufenden, aber f├╝r Gorillas galt das auch mal als Begr├╝ndung f├╝r die fr├╝heren Misserfolge in der Zucht.

Solche Inzestschwellen k├Ânnen aber auch mangels anderer verf├╝gbarer Partner im Laufe der Zeit fallen. Kenne ich im Nagerbereich von Degus, bei denen miteinander aufgewachsene Tiere wesentlich sp├Ąter mit der Fortpflanzung begannen als einander unbekannte. Wenigstens war das in den Anfangsjahren westdeutscher Deguhaltung nicht selten (in der DDR wurden sie schon l├Ąnger gehalten), und m├Âglicherweise hat sich das auch durch unbewusste Selektion ge├Ąndert.

Dass Inzestsperren in der Natur nicht die Regel sind, zeigt das Beispiel der Besiedelung von Inseln durch zuf├Ąllig angesp├╝lte Landtiere, denen ja im Normalfall wohl nichts anderes ├╝brig blieb, als sich mit ihren eigenen Nachkommen (oder diese sich untereinander) zu paaren. So gesehen spielen also die Lebensbedingungen tats├Ąchlich die entscheidende Rolle.
(11.07.2006, 09:38)
Hannes:   Das passiert bei vielen Tierarten im Zoo genau so das sie sich nicht mit Tieren paaren mit denen sie aufgewachsen sind. Bei Katzensoll das recht h├Ąufig sein und bei Kattas an der Tagesordnung.
(10.07.2006, 21:26)
cajun:   Laut den Berichten der deutschen Wolfsmanagerinnen ist das gr├Â├čte Problem der kleinen Population in Sachsen, dass es keine unverwandten Tiere zur Bildung neuer Rudel gibt.
Laut Buch und Tv-Bericht haben diese W├Âlfe eine interne Inzuchtsperre gegen├╝ber mit ihnen aufgewachsenen Tieren. Warum gibt es das in der Natur und passiert nicht im Zoo? Falsche Beobachtung oder andere Lebensbedingungen?
(10.07.2006, 21:17)
Hannes:   Das mit der Geschwisterverpaarung w├Ąre auch seltsam weil M├╝nster sein altes Rudel abgegeben hat da die Tiere schon Jahre lang in ihrer eigenen Suppe gekocht haben und es wahrscheinlich deshalb auch schon zu Fehlgeburten kam.
(10.07.2006, 19:50)
Michael Mettler:   Was mir erst nachtr├Ąglich d├Ąmmerte: Mit der merkw├╝rdigen Vorgehensweise in M├╝nster hat man sich gleichzeitig die Weiterzucht verbaut - es sei denn, man l├Ąsst eine Bruder-Schwester-Verpaarung zu, was unter heutigen Ma├čst├Ąben als verp├Ânt gilt. Oder aber es werden nur noch R├╝den gehalten bzw. die W├Âlfin f├╝r die Zucht "kaltgestellt", was wiederum nichts zur Erhaltung der Unterart beitragen w├╝rde. Fragezeichen ├╝ber Fragezeichen....
(10.07.2006, 19:43)
cajun:   @Michael Mettler: Nur die iberischen W├Âlfe sind in N├╝rnberg zu sehen.Die Anderen wurden (wohin ? ) abgegeben.
Die letztj├Ąhrige Wuppertaler Nachzucht ging ├╝brigens auch an Werner Freund. Und zwar als Welpen zur Handaufzucht .
(07.07.2006, 22:04)
Stefan Schubert:   Auf der ehemaligen (und vor einigen Jahren erweiterten) N├╝rnberger Timberwolfanlage sind nunmehr ausschliesslich die Iberischen W├Âlfe zu sehen! Die vorherigen Bewohner sah ich auch andernorts nicht im Park.
(07.07.2006, 15:46)
Michael Mettler:   Was noch interessant w├Ąre: Hat sich N├╝rnberg zu Gunsten der Spanischen W├Âlfe von den Timberw├Âlfen getrennt, oder h├Ąlt man dort nun parallel beide Formen?
(07.07.2006, 15:16)
th.oma.s:   qmichael mettler: sicherlich gibt es variationen, das grundmuster steht aber m.E., was ich nicht verstehe ist die m├╝nsteraner vorgehensweise...
(07.07.2006, 14:53)
Michael Mettler:   Merzig liegt im Saarland. Gegr├╝ndet wurde der dortige Wolfspark auf Basis der Rudel von Werner Freund.
(06.07.2006, 00:00)
cajun:   @Michael Mettler: Um den Bogen zu den Indern zu schlagen ( Die Letzten ihrer Art).....aha...wo ist Merzig?
├ťbrigens steht auf dem Schild am Gehege der Wtaler W├Âlfe der Name "Kanadische W├Âlfe", w├Ąhrend sie im Jahresbericht 2005 wieder als "Arktische W├Âlfe"
(06.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   ...wobei das anscheinend je nach Lebenssituation der W├Âlfe flexibel gehandhabt wird. Ich habe die B├╝cher von Erik Zimen, G├╝nter Bloch und David Mech gelesen. Da gab es die rangniedersten Pr├╝gelknaben, die als Erste und freiwillig ihr Elternrudel verlie├čen und anderswo zu Alphatieren wurden (das w├╝rde von Leuten, die das Beispiel des "geborenen Leitwolfes" gern f├╝r Managerseminare nutzen, wahrscheinlich nicht gern zur Kenntnis genommen), w├Ąhrend ihre rangh├Âheren Br├╝der als "Mutters├Âhnchen" bei den Eltern blieben und Kinderm├Ądchen f├╝r die j├╝ngeren Geschwister spielten; Nachwuchs, der - ebenfalls freiwillig - aus dem elterlichen Revier abwanderte und bei schlechten Lebensbedingungen im Jahr darauf wieder zur├╝ckkam (und freundlich aufgenommen wurde), um mit den Eltern und Geschwistern gemeinsam zu jagen. Und so weiter...

Schon die Rangordnungsverh├Ąltnisse bei Haushunden sind ja komplexer, als es uns die auf dem Papier lineare Rangfolge klarmachen will - das erlebe ich schon bei meinen beiden eigenen jeden Tag aufs Neue (was der Grund war, mich ├╝berhaupt mit Wolfsverhalten zu befassen).

Das einzig Konstante an der Sozialstruktur der W├Âlfe scheint das Stammpaar zu sein, alles Andere ist offensichtlich flexibler als wir denken. Und genau deswegen wundert mich ja, dass M├╝nster ausgerechnet die Konstante, die Basis aus dem "System" entfernt hat, um Ruhe erzeugen zu wollen.
(28.06.2006, 00:00)
th.oma.s:   europ├Ąische wolfsrudel (wenn nicht elche das hauptbeutetier stellen) bestehen wohl aus dem elternpaar, den jungen des vorjahres und den welpen... am ende des zweiten lebensjahres werden die jungtiere "gebeten" das revier zu verlassen ....
(28.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wird ja immer lustiger: Im neuesten BONGO hei├čen die W├Âlfe im Zoo Berlin jetzt "Alaska-W├Âlfe" - das w├Ąre NOCH eine ganz andere Unterart, wenn es denn stimmen w├╝rde....

Verwunderung l├Âste bei mir zudem ein Absatz im M├╝nsteraner Jahresbericht ├╝ber die dortigen Iberischen W├Âlfe aus. Nach den bisherigen Haltungserfahrungen vermutet man dort, dass der Iberische Wolf weniger "rudelkompatibel" ist als andere "Arten". Da die herangewachsenen Nachkommen das Stammpaar "unterdr├╝ckten", wurde dieses nach N├╝rnberg abgegeben sowie eine junge W├Âlfin nach Montpellier. Zitat: "...doch noch immer ist keine Ruhe in der Gruppe. Wir ├╝berlegen, ob wir alle Tiere an interessierte Einrichtungen abgeben und den Kompromiss eingehen k├Ânnen, an Stelle einer bedrohten Art eine weniger bedrohte zu halten, die dann aber problemloser in unserer wundersch├Ânen neuen Wolfsanlage zu pflegen ist."

Erstens muss mir entgangen sein, dass der Iberische Wolf inzwischen als eigene Art betrachtet wird, denn mit den "anderen Arten" werden ja wohl nicht Kojoten oder Goldschakale, sondern andere Canis lupus gemeint sein. Zweitens hat schon der l├Ąngst verstorbene Eberhard Trumler darauf hingewiesen, dass "S├╝dw├Âlfe" eher in Paaren statt in Rudeln leben, weswegen die ├╝berwiegend an "Nordw├Âlfen" durchgef├╝hrten Verhaltensstudien nicht auf die gesamte Art Canis lupus verallgemeinert werden sollten. Drittens h├Ątte man doch vielleicht eher Frieden gehabt, wenn man das Stammpaar behalten und sich vom Nachwuchs getrennt h├Ątte - immerhin gab es ja, wie man sieht, zwei Interessenten. Und viertens haben wir also auch im Artenschutzzoo M├╝nster die Situation, dass die Attraktivit├Ąt der Anlage Vorrang vor dem Gef├Ąhrdungsstatus der darin gehaltenen Tierform hat. Denn ganz offensichtlich will man dort unbedingt ein RUDEL W├Âlfe pr├Ąsentieren, ein Paar scheint ja nicht zu gen├╝gen.
(28.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Was ja in Zoos gar nicht so selten ist wie allgemein angenommen, sowohl bei Haus- wie auch bei Wildtieren. Letztendlich ist ja sogar eine Zucht, die per Mutation aufgetretene "Fehlfarben" von der Weitervermehrung ausschlie├čt, streng genommen eine selektive Farbzucht auf "Normalfarbe".
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Laut Homepage bezeichnet Toronto seine W├Âlfe als "Arctic wolf, Canis lupus hudsonicus" und gibt als Verbreitungsgebiet dieser Unterart u.a. Nord-Alberta an. Als F├Ąrbung ist wei├č bis grauwei├č (├Ąhnlich einem Husky) genannt.

Das macht die Sache jetzt leider NOCH komplizierter. Erstens geh├Ârt der Name "Arctic wolf" eigentlich zu der Unterart arctos, die auf den polaren Inseln Kanadas lebt. C.l.hudsonicus wird in der ergoogelten Literatur als Hudson-Bay-Wolf bezeichnet, wobei die Hudson Bay wiederum weit weg von Nord-Alberta liegt und letzteres somit nicht von hudsonicus besiedelt sein d├╝rfte. Und f├╝r hudsonicus werden in der ergoogelten Literatur nirgends Schw├Ąrzlinge erw├Ąhnt, wie sie f├╝r occidentalis sogar "usually" sein sollen. Hudsonicus wird nach der gestrafften Systematik derzeit in C.l.nubilus eingegliedert.

Summa summarum: Falls nicht schon Frankfurt damals Unterarten gekreuzt hat, d├╝rfte dies nun sp├Ątestens mit der Wuppertaler W├Âlfin der Fall sein. Aber immerhin eine Blutauffrischung!
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Dann m├╝sste ich doch mal nachforschen, welche Unterart (falls ├╝berhaupt rein) Toronto h├Ąlt.
(26.06.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Lt. Pressemitteilung des Zoos Wuppertal (stand auch mal in der Zoopresseschau) stammt die dortige Zuchtw├Âlfin aus dem Metro Zoo Toronto. Also ein bisschen frisches Blut gibt es schon.
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Habe ich im Wei├čer-Tiger-Thread schon angerissen, hier jetzt nochmal etwas detailierter unter dem "richtigen" Thema: Die in verschiedenen Zoos und Wildparks gehaltenen "Arktischen" oder "Polarw├Âlfe" sind keine - zumindest nicht, wenn sie in ihrer Ahnenreihe Frankfurter Vorfahren haben! Vermutet hatte ich das ja schon - siehe unten - jetzt habe ich einen Beleg gefunden: "Der Zoologische Garten", Band 30, Heft 6 (1965), "Aufzucht von W├Âlfen im Rudel". Das Rudel bestand seinerzeit aus einem schwarzen R├╝den, der als Wildfang aus British-Columbia/Kanada stammte, zwei "hellen" W├Âlfinnen, von denen zumindest eine als Wildfang aus Nord-Alberta/Kanada bezeichnet wurde, einem "hellen" in Frankfurt geborenen R├╝den und einer grauen ebenfalls im Zoo geborenen W├Âlfin. Die Fotos im Artikel zeigen Tiere aller drei Farbvarianten.

Damit war dieses Stammrudel nicht nur farblich bunt gemischt, sondern mindestens zwei der Ausgangstiere stammten aus dem Westen Kanadas - der Polarwolf lebt dagegen im ├Ąu├čersten Nordosten des Riesenlandes. Nach heutiger, gestraffter Systematik des Wolfes w├╝rden die beiden Wildf├Ąnge zu Canis lupus occidentalis gerechnet, dem Mackenzie-Valley-Wolf, bei uns eher bekannt als "der" Timberwolf; diese Unterart zeigt im Freiland die volle Farbpalette von Schwarz ├╝ber Grau und Gelb zu Wei├č. F├╝r das dritte Tier fehlt eine Herkunftsangabe, womit es sogar m├Âglich w├Ąre, dass die sp├Ąteren Frankfurter W├Âlfe Unterartmischlinge waren. Im Frankfurter ARKS werden sie - siehe Jahresbericht 1974-91 - bezeichnenderweise als "Gray wolf, Canis lupus (no subsp)" gef├╝hrt.

Frankfurt selbst hat, wie schon erw├Ąhnt, nie von Polarw├Âlfen gesprochen. In den Zoof├╝hrern und Jahresberichten hie├čen sie immer nur Kanadische bzw. Timberw├Âlfe, und so wurden bzw. werden sie auch in Duisburg (fr├╝herer Zuchtstamm) und Berlin (noch existierend) bezeichnet. Die Wuppertaler und Leipziger W├Âlfe wurden vor ihrer "Aufwertung" einfach nur als Wei├če W├Âlfe bezeichnet. Und es scheint so, als gingen alle anderen wei├čen W├Âlfe in unseren Zoos und Wildparks ebenfalls auf diese Ahnen zur├╝ck.

Das Ende einer Legende... Faszinierend sind die "Wei├čen" trotzdem.
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Alles eine Frage des Platzes und einer gewachsenen oder nicht gewachsenen Familienstruktur. Iin einem alten hannoverschen Rudel haben z.B. mehrfach zwei F├Ąhen gleichzeitig geworfen und gemeinsam aufgezogen. Laut Wolfsliteratur entsteht offensichtlich viel Stre├č durch Streit nur in willk├╝rlich zusammengestellten Wolfsgruppen. Wen wundert's: Nicht mal bei Haushunden kann man beliebig Individuen "zusammenschmei├čen", dann bei einem stark familienorientierten Wildtier wie dem Wolf erst recht nicht.
(13.05.2006, 00:00)
th.oma.s:   na da ist ja wohl das falsche schwein geschlachtet worden irgendwie ist ja wohl in einem rudel uch nur platz f├╝r eine fortpflanzungsf├Ąhige f├Ąhe...
(13.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Osnabr├╝ck baut ein neues Rudel Europ├Ąischer W├Âlfe auf, leider auch mit einigen Bei├čereien als Folge - die rangh├Âhere von zwei W├Âlfinnen musste bereits separiert werden. Untergebracht sind die Tiere nicht mehr in der alten Anlage (die inzwischen Rothunde beherbergt), sondern in einer neuen auf dem Gel├Ąnde des fr├╝heren "Hirschparks" - also sehr naturnah. Daf├╝r mussten die bisher dort untergebrachten Yaks weichen.
(12.05.2006, 00:00)
Stefan Langmeyer:   Aus Nachzucht, der Karlsruherin und des Innsbruckers, wurden 1993 f├╝nf Tiere nach Salzburg abgegeben die im Jahr zuvor geboren wurden, in M├╝nchen. Im Hellbrunner Tierparkf├╝hrer taucht ein paar Jahre sp├Ąter mit der Bezeichnung Europ├Ąischer Wolf das Foto eines dingofarbenen Wolfes auf.
(07.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   ...und jetzt habe ich nochmal in mein Archiv geschaut: Im November 1986 fotografierte ich im Karlsruher Zoo einen schwarzen Timberwolf. Die damaligen Zoof├╝hrer bis 1991 geben leider keinen Aufschluss, da sie nur "W├Âlfe" erw├Ąhnen, selbst im 86er Jahresbericht wird nur der Artbegriff verwendet. F├╝r den Tierpark Oberwald werden keine W├Âlfe erw├Ąhnt.

Also m├╝sste Karlsruhe entweder zwischen 1986 und 1990 auf Europ├Ąer umgestellt haben oder hatte Timber- UND Europ├Ąische W├Âlfe im selben Rudel - oder die nach M├╝nchen abgegebene "Europ├Ąische" W├Âlfin war eine "Mogelpackung"....
(27.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Danke f├╝r die Info. Was mich wundert: Karlsruhe hielt meines Wissens TIMBERw├Âlfe (und daneben Dingos...)
(27.04.2006, 00:00)
Stefan Langmeyer:   Die "blonden" W├Âlfe in Hellabrunn, gingen auf einen graubraunen R├╝den aus dem Alpenzoo Innsbruck und ein dingofarbenes Weibchen aus Karlsruhe zur├╝ck. Dieses Paar hatte nach meiner Erinnerung zwei oder drei W├╝rfe, in den W├╝rfen waren jeweils wolfs- und dingofarbene Tiere. Das Weibchen kam etwa 1990 nach Hellabrunn, der R├╝de kam ein paar Jahre fr├╝her und war zuerst mit zwei Weibchen aus Hellabrunner Zucht vergesellschaftet. Die Karlsruherin und der Innsbrucker wurden als europ├Ąische W├Âlfe bezeichnet.
(27.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   ...und da er noch immer existiert, hier ein neuer Beitrag: Die in manchen Zoos als "Polarw├Âlfe" oder "Arktische W├Âlfe" titulierten Tiere sind m├Âglicherweise gar keine solchen!

Wie schon erw├Ąhnt gehen anscheinend alle Tiere dieser Zuchtlinie auf einen Frankfurter Import zur├╝ck. Ich habe die dortigen Jahresberichte gew├Ąlzt und dabei folgendes Ergebnis zu Tage gef├Ârdert: Vor 1958 waren bereits W├Âlfe im Bestand, die nicht mit irgendeiner Unterartbezeichnung belegt wurden. Zur Er├Âffnung der Freianlage 1958 werden vier TIMBERw├Âlfe als Zugang genannt. Den damaligen Gepflogenheiten entsprechend, Wolfsrudel willk├╝rlich zusammenzustellen statt aus einem Paar heraus wachsen zu lassen, scheint der Aufbau des Rudels Probleme gemacht zu haben, denn schon 1960 importierte man aus Kanada drei weitere W├Âlfe, allesamt Wildf├Ąnge. Und da wird es jetzt interessant, denn diese Drei waren ein schwarzer (!) ausgewachsener Wolf und zwei "helle" Halbw├╝chsige, die angeblich "besonders gro├č und eindrucksvoll" werden sollten (merkw├╝rdig, andernorts wird genau das von den SCHWARZEN W├Âlfen behauptet).
1961 kamen nochmals - ohne genauere Angabe der Herkunft und F├Ąrbung - zwei "Kanadische" W├Âlfe hinzu, 1962 gab es den ersten Nachwuchs. Ein Jahr sp├Ąter finden sich unter den abgegebenen Tieren "3 helle und 2 schwarze Kanadische W├Âlfe". 1967 gab es nochmals einen Zugang ungenannter Zugeh├Ârigkeit.

Frankfurt selbst f├╝hrte seine Tiere immer nur als Kanadische bzw. Timberw├Âlfe und in ARKS mit "no subsp.".

Es scheint also, als habe man in Frankfurt lediglich "auf Farbe gez├╝chtet", indem man die dunkleren W├Âlfe ausselektiert und sich ganz auf die wei├čen verlegt hat. Daraus folgt, dass die Nachfahren in anderen Zoos anscheinend nur nach Ph├Ąnotyp zu "Polarw├Âlfen" erhoben wurden - dabei spielte m├Âglicherweise der Einfluss der B├╝cher und Filme ├╝ber "echte" Polarw├Âlfe auf Ellesmere Island eine Rolle. Und das w├╝rde auch erkl├Ąren, warum die wei├čen W├Âlfe trotz gleicher Abstammung in den Zoos und Wildparks unter drei verschiedenen Unterartnamen gef├╝hrt werden (arctos, tundrarum und - ganz falsch, weil altweltlich - albus).

Wei├č jemand, ob auch die N├╝rnberger W├Âlfe Frankfurter Vorfahren haben? Der Zoo Hannover bezog n├Ąmlich fr├╝her aus N├╝rnberg einen wei├čen Timberwolf-R├╝den f├╝r die hiesige Zuchtgruppe.

Interessant auch, dass Frankfurt laut ARKS 1986 kurzzeitig einen Arabischen Wolf (C. l. arabs) hielt, der aber mit gr├Â├čter Wahrscheinlichkeit nicht in das vorhandene Rudel integriert wurde.

Auch die "Europ├Ąischen" W├Âlfe in unseren Landen d├╝rften teilweise mit Fragezeichen zu versehen sein, wie die Lekt├╝re des ber├╝hmten Buches "Der Wolf" von Erik Zimen beweist. Den Ursprung des Rudels im Gehege des Nationalparks Bayerischer Wald bildeten jedenfalls finnische W├Âlfe (Nachzuchten aus Rotterdam und von Hagenbeck), Karpatenw├Âlfe (Nachzuchten Olomouc), Indische W├Âlfe (1,4 Wildf├Ąnge aus Afghanistan) und ein aus dem Alpenzoo Innsbruck stammendes Tier; dort wurden zumindest sp├Ąter Balkanw├Âlfe gehalten. Ob auch zwei weitere Einzeltiere in die Zucht einflossen, geht nicht klar hervor; eines davon stammte aus der T├╝rkei, das andere war ein aus dem Tierhandel stammender "Sibirischer" Wolf. 1974 wurden 1,3 Inder und 3 Unterartbastarde als geschlossenes Rudel an einen "staatlichen Tierpark in der Eifel" abgegeben. Stellt sich die Frage, in welche Haltungen noch W├Âlfe aus der "Nationalparl-Linie" gelangten und dort aufgrund ihrer Herkunft "automatisch" als reine Europ├Ąer betrachtet wurden.
(25.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Thread kann meinetwegen gel├Âscht werden.
(05.12.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Auch die Indischen W├Âlfe sollen alle auf ein einziges Importpaar aus Afghanistan in K├Âln zur├╝ckgehen - und wer wei├č, ob das nicht auch schon Geschwister waren.
Wei├č jemand, ob au├čer Frankfurt ├╝berhaupt noch ein anderer Zoo Timberw├Âlfe importiert hatte?
(04.11.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Habe aus der Homepage des Zoos Hannover heute erfahren, dass der in diesem Jahr eingetroffene schwarze Timberwolfr├╝de aus der Herbersteiner Zucht stammt (via Nordhorn). Mal sehen, wie der sich im Lauf der Zeit ver├Ąndert.
(01.11.2005, 00:00)
Sven P. Peter:   Nein, das M├Ąnnchen ist im letzten Jahr neu dazugekommen und ist gewiss nicht alt. Die beiden Weibchen sind schwarz.
(22.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   @Sven P. Peter: Falls nicht seit letztem Jahr ein wei├čer Timberwolf im Wildpark hinzu gekommen ist, ist das "wei├če" Tier ein ergrauter schwarzer Wolf (und den kenne ich)! Wirklich pechschwarz sind schwarze W├Âlfe n├Ąmlich nur in jugendlichem Alter, sp├Ąter entwickeln sie zunehmend wei├če Haare zwischen den schwarzen (wodurch ein grauer oder bl├Ąulicher Eindruck entsteht) und k├Ânnen schlie├člich ganz silbergrau werden. Viele entwickeln auch wei├če Abzeichen an den Stellen, an denen z.B. ein Rottweiler oder Dobermann r├Âtlich gezeichnet ist (Schnauze, ├ťberaugenflecken, Brustfleck, Zehen). Als ich im vorletzten Jahr den Tierpark Herberstein in ├ľsterreich besuchte, fand ich dort ein riesiges Rudel (├╝ber zwanzig!) ausschlie├člich schwarzer Timberw├Âlfe vor, in dem die ganze Palette der altersm├Ą├čigen "Ergrauung" repr├Ąsentiert war. (Eines der sch├Ânsten Wolfsgehege ├╝brigens, das ich je gesehen habe!)
(21.10.2005, 00:00)
Sven P. Peter:   Die beiden Wei├čen sind in der Heide als Polarw├Âlfe ausgeschildert. Au├čerdem gibt es dort noch ein Rudel Europ├Ąer und 3 Timberw├Âlfe, von denen das M├Ąnnchen wei├č ist.
(21.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Die wei├čen W├Âlfe in Wuppertal gehen wie auch die entsprechend gef├Ąrbten Tiere z.B. in Leipzig (soweit dort noch vorhanden, war einige Jahre nicht dort), im Wildpark L├╝neburger Heide und zu fr├╝heren Zeiten in Duisburg (vor dem Bau der Rothund- bzw. jetzigen Wolfsanlage) auf die Frankfurter Linie zur├╝ck. Im Aussehen entsprechen sie tats├Ąchlich den durch David Mech und Jim Brandenburg bekannt gewordenen Polarw├Âlfen von Ellesmere Island (Kanada), die Unterart Canis lupus arctos l├Ąge also im Bereich des M├Âglichen. In irgendeinem Zoo (wei├č leider nicht mehr, wo) wurden sie als C.l.albus ausgeschildert; auch wenn albus "wei├č" bedeutet, w├Ąre diese Unterart asiatischen Ursprungs (Sibirischer Tundrawolf) und kommt f├╝r die genannten Tiere nicht in Frage.
(21.10.2005, 00:00)
IP:   Seine Inder soll K├Âln nach Ru├čland oder Polen abgegeben haben, zwei Alttiere sind verblieben und wurden in einem nur im Winter einsehbaren Absperrk├Ąfig der Gebardenanlage untergebracht. Wei├če W├Âlfte gibt es in Wuppertal und Duisburg, beide mit diesj├Ąhrigen Jungtieren. Sie sind sehr gro├č und kr├Ąftig, in beiden W├╝rfen war nichts schwarzes dabei. In M├╝nster gibt es erfreulicherweise iberische W├Âlfe, die auch schon nachgezogen haben. Welche Unterart man in M├╝nchen sieht, konnte ich dort diesen Sommer nicht herausbekommen.
(21.10.2005, 00:00)
Dirk L:   Merzig soll Inder haben.
(20.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Wei├č jemand aus dem Forum, woher die Wolfsgruppe im Salzburger Tiergarten Hellbrunn stammt oder zu welcher Population sie geh├Ârt? Europ├Ąer sollen es ja sein, doch werden diese von einigen Systematikern in verschiedene Unterarten aufgeteilt. Innsbruck hatte z.B. bei meinem einzigen Besuch 1981 Balkanw├Âlfe (Canis lupus kurjak). Eine diesbez├╝gliche Anfrage an den Tiergarten blieb leider unbeantwortet.

Au├čerdem habe ich vor Jahren in M├╝nchen "blonde" (so zu sagen dingofarbene) W├Âlfe mit blauen Augen zwischen den normal gef├Ąrbten gesehen, die ebenfalls Europ├Ąer gewesen sein sollen. Auch hier w├╝rde mich N├Ąheres interessieren, z.B., ob die Farbmutation in M├╝nchen auftrat oder durch ein entsprechend gef├Ąrbtes Tier aus einem anderen Zoo dorthin gelangte.

Bin auch f├╝r Herkunfts- oder Unterarthinweise zu anderen Wolfshaltungen dankbar. Vor allem bei den wei├čen W├Âlfen gibt es Fragezeichen. Die rein wei├č gez├╝chteten Gruppen, die heute vielerorts und unter verschiedenen Unterartbezeichnungen (albus, arctos, tundrarum!) in deutschen Zoos gehalten werden, gehen nach meinen Recherchen alle auf ein (gleichzeitig mit schwarzen W├Âlfen!) aus Kanada importiertes Paar in Frankfurt zur├╝ck. N├╝rnberg hatte aber fr├╝her unter seinen Timberw├Âlfen ebenfalls wei├če Tiere, von denen ein R├╝de nach Hannover kam, um in die damalige Zuchtgruppe eingekreuzt zu werden, die trotz Aussehen und Gehegebeschilderung NICHT aus reinrassigen Timberw├Âlfen, sondern aus Unterartbastarden dieser mit Sibirischen Waldw├Âlfen bestand.

Auch die W├Âlfe im Gehege des Nationalparks waren zu Erik Zimens Zeiten Unterartbastarde, u.a. mit Blut vom Indischen Wolf.

Und: Gibt es in Deutschland ├╝berhaupt noch Indische W├Âlfe?
(20.10.2005, 00:00)

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