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Frankfurt - Neues aus dem Zoo



cajun:   Den ersten Nachwuchs des Jahres gab es übrigens bei den Rotschulter- Rüsselhündchen.
Ein Video dazu: https://www.instagram.com/reel/DUgXSO2DHmX/?igsh=MTdyenQzZzQ5MGM3aA%3D%3D
(09.02.2026, 09:47)
cajun:   Ein Todesfall im Zoo:
"Abschied von Giraffe BINE
Heute haben wir leider eine traurige Nachricht für euch: Gestern mussten wir uns von Giraffe BINE verabschieden. Sehr plötzlich litt sie an einer schweren Erkrankung des Magen-Darm-Traktes, die trotz intensiver Behandlung durch unsere Veterinärinnen nicht geheilt werden konnte. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, mussten wir die schwere Entscheidung treffen, sie einzuschläfern.
BINE kam 2019 aus ihrem Geburtszoo – dem Tierpark Berlin – zu uns nach Frankfurt und war bei Zoobesucherinnen und -besuchern sowie dem Zoopersonal gleichermaßen beliebt.
Der verbliebenen Giraffe SHUJAA geht es sehr gut. Sie wird intensiv betreut. Wir halten euch auf dem Laufenden, wie es mit ihr und den Giraffen in Frankfurt weitergeht."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/posts/pfbid0UGkPvMyvywu9pWAPAcmo77QfVy1LFDrCLf7F9JXb7KkzeLkNoiXCw31gHQH4jjCSl
(09.02.2026, 09:41)
cajun:   Zur Eingewöhnung der Ameisenbären in die Innenanlage gibt es einen Artikel in der FAZ. Kleines Schmanckerl: die Ameisenbärin ist trächtig, erwartet man Nachwuchs in FFM. Dazu noch der Grund für die Abgabe der Schwarzen Brüllaffen:
"Dann schnüffeln wir mal: Ameisenbärin Ines ist auf Erkundungstour im neuen Zuhause.
Das Patentier der F.A.Z. hat ein neues Zuhause. Die Große Ameisenbärin Ines gewöhnt sich im Frankfurter Zoo gerade an ihr neues Innengehege. In der Schauanlage wohnt sie zusammen mit Falin und dem Tukan Hüpfhüpf.
Es ist offenkundig, dass Ines noch am Erkunden ihres neuen Zuhauses ist. Hier gräbt sie unter den Steinplatten herum, dort schnüffelt sie an einer Baumwurzel, und mancher Pflanze droht ein schnelles Ende, wenn sie mit ihren kräftigen Krallen den Boden rund um die Wurzeln durchwühlt. „Aber sie fühlt sich wohl, das merkt man“, sagt Silja Fiedler. Sie ist Tierpflegerin und neben Daniel Höflich die engste Bezugsperson für die Große Ameisenbärin, die seit drei Jahren Patentier der F.A.Z. im Frankfurter Zoo ist und nun ein neues Innengehege beziehen wird. Fiedler bezeichnet das zehn Jahre alte Tier als „unglaublich lieb, sie ist neugierig und aufgeschlossen“. Deshalb werde sie auch die Schauanlage annehmen, die an so exponierter Stelle im Zoo liegt.
Besucher können Ines, ihren Gefährten Falin und den Tukan Hüpfhüpf künftig in ihrem Innengehege sehen, bevor sie an den Kassen die Eintrittskarten erwerben. Anders als ihr fliegender Mitbewohner sollen Ines und Falin aber auch die Möglichkeit erhalten, durch einen noch zu errichtenden Tunnel in ihr Außengehege im Ukumari-Land zu schlendern, wo auch Brillenbären und andere Nachbarn residieren.
Früher wohnten in der Schauanlage, deren Glasscheiben zuletzt bewusst eingefärbt waren, um dem Tukan einen schmerzhaften Aufprall als Bruchpilot zu ersparen, die Schwarzen Brüllaffen. Das damalige F.A.Z.-Patentier Tambo und seine Familie scheuten aber die Öffentlichkeit und hielten sich nahezu den ganzen Tag versteckt auf einem Mauervorsprung unter dem Dach der Anlage auf, sodass kaum ein Besucher sie zu Gesicht bekam. Der Zoo gab Tambo, seine Schwester Pumuckl und Mutter Lawa schließlich ab, auf dass sie, gemäß den Regeln der Zuchtbuchhaltung verteilt, in anderen Tierparks für Nachwuchs sorgen.
Große Ameisenbären sind gefährdet
Die F.A.Z. musste sich 2023 ein neues Patentier suchen und wurde bei den Großen Ameisenbären fündig, die laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN zu den gefährdeten Tierarten zählen. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt setzt sich für die in Mittel- und Südamerika sowohl in der Savanne als auch im Regenwald lebenden Tiere ein, indem sie seit 2014 im südamerikanische Guyana zusammen mit der nationalen Schutzgebietsbehörde ein Wildnisgebiet gegen Abholzung, Jagd und industrielle Landwirtschaft schützt.
Ines ist im Zoo gewissermaßen Botschafterin für dieses Projekt. Um ihr Wohlbefinden muss man sich keine Sorgen machen, im Zoo können Ameisenbären ein Alter von bis zu 30 Jahren erreichen.
Am Dienstag war sie nun das vierte Mal mit ihrer Pflegerin auf Erkundungstour im neuen Eigenheim. Am Ende gönnte sie sich sogar ein ausgiebiges Bad im dafür vorgesehenen Wasserbecken. „Das ist ein sehr gutes Zeichen für ihren Gewöhnungsprozess“, sagt Fiedler. Bislang habe Ines nur mal vorsichtig einen Fuß ins Wasser gesetzt oder ihre Schnauze hineingetaucht, die charismatisch lang gezogen für das unverwechselbare Aussehen des Großen Ameisenbären (Myrmecophaga tridactyla) sorgt.
Diese Schnauze ist prädestiniert dafür, auf Jagd nach Termiten oder Ameisen zu gehen, der namengebenden Lieblingsspeise. Im neuen Gehege steht nun sogar ein nachgebauter Termitenhügel mit entsprechenden Löchern, in die Ines ihre Schnauze stecken kann. Die Pfleger werden ihr immer wieder Leckereien in diesen Einbuchtungen servieren, damit sie artgerecht Nahrung aufnehmen kann. „Obwohl Ines vorher noch nie einen Termitenhügel gesehen hat, wusste sie, was sie zu tun hat“, sagt Pflegerin Fiedler. Die Instinkte aus der Natur funktionieren eben.
Ein gewisser Fluchtinstinkt allerdings auch. Und so verabschiedet sich Ines, die im Sommer zum dritten Mal Nachwuchs erwartet, nach Nahrungsaufnahme und dem Bad im Wasserbecken sofort, als die Pfleger ihr den Weg frei machen. „In ein paar Tagen wird sie sich aber sicher das erste Mal in ihr Strohbett legen und schlafen“, sagt Fiedler. „Wenn sie das macht, dann ist sie endgültig hier angekommen.“
Dann werde auch Falin nachkommen, der die Erkundungstouren seiner Gefährtin bislang vom Außenbereich im Ukumari-Land aus argwöhnisch beobachtet. Falin fremdelt noch mit dem neuen Lebensraum."
Quelle:https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/f-a-z-patentier-ines-erkundet-sein-neues-zuhause-im-frankfurter-zoo-accg-200503046.html
(05.02.2026, 14:13)
cajun:   Neue Bewohner begrüßen nun die Zoobesucher:
"Eine neue Innenanlage für Große Ameisenbären und Riesentukane
Bislang waren die Großen Ameisenbären nur zu sehen, wenn sie über ihre Außenanlage im Ukumari-Land streiften. Jetzt lassen sie sich auch in der neu gestalteten Innenanlage im Eingangsbereich des Zoos beobachten. Mit einem Riesentukan ist dort auch eine für den Zoo Frankfurt neue Vogelart eingezogen.
Noch bevor man den Zoo betritt, lohnt sich ein Blick in die neu gestaltete ehemalige Brüllaffen-Anlage im Kassenbereich. Hier lebt neben Großen Ameisenbären nun auch ein farbenprächtiger Riesentukan.

„Durch die Umgestaltung und Neubesetzung der Anlage wird man jetzt bereits im Eingangsbereich von gleich zwei erstaunlichen Tierarten auf den Zoobesuch eingestimmt“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Der Umbau war nicht unkompliziert und ein gutes Beispiel dafür, wie die speziellen Anforderungen der unterschiedlichen Tierarten die Gestaltung der Anlagen im Zoo bestimmen. Dass der Zoo hier sozusagen um das Wohl der Tiere herumbauen konnte, ist nicht zuletzt dank der Spenden der zahlreichen Tierpatinnen und Tierpaten möglich gewesen. Dafür möchte ich mich im Namen des Zoos herzlich bedanken“, so Hartwig.

Die ehemals für Südamerikanische Brüllaffen konzipierte Anlage wurde eigens für die Bedürfnisse der Ameisenbären und der großen Spechtvögel umgestaltet: So mussten das Bodenniveau angehoben, ein Wasserbecken angelegt und neue Durchgänge in die Außenanlage eingebaut werden. Außerdem wurde die Anlage vollkommen neu bepflanzt und mit Stämmen und Ästen für die Vögel ausgestattet.

Große Ameisenbären sind Einzelgänger, die nur in der Paarungszeit zusammenkommen. „Unsere INES versteht sich gut mit Männchen FALIN, dennoch wird nur einer von ihnen die neue Anlage bewohnen, gegebenenfalls im Wechsel, genauso, wie sie die große Außenanlage abwechselnd nutzen. Im rückwärtigen Bereich der Tieranlage steht den Ameisenbären der bisherige Innenbereich weiterhin zur Verfügung. Dieser ist allerdings für Besucherinnen und Besucher nicht einsehbar. Mit dem Umbau der Anlage konnten wir jetzt die Möglichkeit schaffen, die charismatischen Tiere ganzjährig zu beobachten“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.

Große Ameisenbären (Myrmecophaga tridactyla) gehören zu der erdgeschichtlich sehr alten Ordnung der Nebengelenkstiere und sind völlig zahnlos. „Sie sind Nahrungsspezialisten. Ihre Leibspeise – Ameisen und Termiten – nehmen sie mit ihrer bis zu 60 cm langen und dünnen Zunge auf. Im Zoo werden sie mit einem auf ihre Bedürfnisse und ihren Geschmack abgestimmten Ersatzfutter versorgt. Vieles, was wir über Große Ameisenbären wissen, wurde in Zoos erforscht. So gibt es etwa Studien zur Anatomie, zum Verhalten, zur Jungtierentwicklung und zum Fortpflanzungszyklus“, so Geiger.

Große Ameisenbären kommen in Mittel- und Südamerika vor, wo sie sowohl in der Savanne als auch im Regenwald leben. Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gilt die Art als gefährdet (VU). Vor allem der Verlust ihres Lebensraums durch Abholzung, Jagd und industrielle Landwirtschaft lässt die Bestände seit Jahren schrumpfen. Zahlreiche Tiere werden auch Opfer des Straßenverkehrs.

Riesentukane (Ramphastos toco) kommen ebenfalls in Südamerika vor. Die Art ist laut Roter Liste nicht gefährdet (LC), da sie ein sehr großes Verbreitungsgebiet hat. Allerdings gehen auch hier die Bestände zurück. Mit dem Einzug des Vogels ist der Zoo Frankfurt nun einer von insgesamt acht Zoos, die Riesentukane halten. Das Männchen wurde aus einem illegalen Tiertransport konfisziert und im Zoo untergebracht. Es ist bereits geplant, dass es eine Partnerin bekommt.

Einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Lebensraums der Großen Ameisenbären und vieler weiterer Arten leistet die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) seit 1990 in der Manu-Region im Südosten Perus. Dort, wo Anden und Amazonasgebiet aufeinandertreffen, liegt ein weltweit anerkannter Hotspot für biologische Vielfalt. Mit dem UNESCO-Weltnaturerbe Manu-Nationalpark sowie dem UNESCO-Biosphärenreservat Manu befinden sich dort wichtige Modellregionen für die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und den Naturschutz. Der Zoo Frankfurt unterstützt die Arbeit der ZGF in der Region regelmäßig mit Einnahmen aus dem Naturschutz-Euro. "
Quelle: https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/eine-neue-innenanlage-fur-grosse-ameisenbaren-und-riesentukane
(04.02.2026, 16:23)
cajun:   Die Bilanz für 2025:
"Der Zoo Frankfurt zieht Bilanz – Fakten, Zahlen, Daten 2025
Der Masterplan wurde beschlossen, das neue Zoorestaurant ist durchgeplant, der Anschluss an die Fernwärme wird vorbereitet – 2025 war ein Jahr der Weichenstellung für den traditionsreichen Frankfurter Zoo. Zu den Highlights aus dem Tierbereich gehörten der Nachwuchs bei den Sumatra-Tigern, den Erdferkeln und den Gelbrückenduckern.
Mit der Zooentwicklung geht es voran, auch wenn davon auf dem Gelände noch nicht viel zu sehen ist. So sind in den letzten Monaten die Planungen für das neue Zoorestaurant weit gediehen. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten starten. Im Dezember 2025 wurden die Verträge zwischen der Mainova und der Stadt Frankfurt zum Anschluss des Zoos an die Fernwärme unterzeichnet und damit einer wichtigen Maßnahme zur zuverlässigen und klimafreundlichen Wärmeversorgung des Zoos der Weg geebnet. Besonders spannend und zukunftsweisend sind die Entwicklungen beim Masterplan für die Neugestaltung von mehr als der Hälfte des Zooareals.
Im Frühjahr 2025 stimmten sowohl der Magistrat als auch die Stadtverordnetenversammlung für die bauliche Zukunftsentwicklung des Zoos im Sinne des Masterplans Zookunft2030+. Aktuell läuft das Verfahren zur Auswahl der Partner für die Bauplanung. Im Frühjahr werden sie ihre Arbeit aufnehmen und sich der Ausgestaltung der ersten Umbauphase „Serengeti“ widmen. Damit nimmt die Entwicklung des Zoos konkrete Formen an, damit er auch in Zukunft seine Aufgaben in Bildung, Forschung und vor allem im Natur- und Artenschutz erfüllen und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt bei ihrer Naturschutzarbeit in den Herkunftsländern unserer Zootiere unterstützen kann“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
„Für unsere Besucherinnen und Besucher stehen verständlicherweise die Tiere im Mittelpunkt des Interesses – wie etwa unsere jungen Sumatra-Tiger im letzten Jahr. Das gab uns die Möglichkeit, in unseren Bildungsformaten besonders deutlich auf die Situation ihrer wildlebenden Artgenossen aufmerksam zu machen. Den Lebensraum von Wildtieren zu bewahren, ist eine gewaltige Aufgabe, die nur gelöst werden kann, wenn viele mithelfen. Wir haben daher auch im vergangenen Jahr unsere Naturschutzpartner mit Geldern, unter anderem aus dem Naturschutz-Euro, gefördert und mehrere Forschungsarbeiten zu Zoo- und Wildtieren unterstützt“, so Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.

Besucherentwicklung
751.252 Besucherinnen und Besucher kamen 2025 in den Zoo – etwa ebenso viele wie 2023. Im Vergleich zu 2024 ist das Aufkommen im letzten Jahr insgesamt um 1,8 Prozent leicht gesunken. In den Monaten April und Dezember zog es allerdings außergewöhnlich viele Menschen in den Zoo.

Entwicklungen im Tierbestand
Zum Jahresabschluss wurde wie üblich in allen Revieren Inventur gemacht. Dabei wird stets der Tierbestand zum Stichtag 31. Dezember betrachtet. Alle Säugetiere, Vögel, Fische, Reptilien und Amphibien sowie etliche tausend Wirbellose, also Insekten, Spinnen, Korallen, Seeanemonen und viele mehr gilt es zu erfassen. Demnach lebten am 31.12.2025 etwa 6.000 Wirbeltiere in 390 Arten sowie unzählige Wirbellose in 90 Arten im Zoo.

Säugetiere: 1.500 Individuen in 86 Arten
Im Bestand der Säugetiere gab es 2025 einige Bewegungen. Die Haltung von Afrikanischen Wildhunden und Kattas, eine Lemurenart, wurde aufgegeben. Nach einer Pause wieder da sind die Zwergmangusten. Im Frühjahr musste der fast 19 Jahre alte Asiatische Löwe KUMAR krankheitsbedingt eingeschläfert werden. Ende des Jahres kam der junge Löwe MANI aus dem Zoo von Köln nach Frankfurt und teilt sich nun die Anlage mit Löwin ZARINA. Eine wesentliche Veränderung gab es im Menschenaffenhaus: In Abstimmung mit dem Europäischen Zuchtprogramm zogen fünf Sumatra-Orang-Utans von Frankfurt nach Belgien in den Zoo Pairi Daiza um. Im Gegenzug kamen von dort drei weibliche Tiere, die nun mit dem in Frankfurt geborenen zwölfjährigen Männchen SAYANG eine neue Gruppe bilden. Besondere Zuchterfolge gab es unter anderem bei den Madagaskar-Weißschwanzratten, die mehrere Würfe aufzogen, sowie bei den Rostkatzen. Wegen Renovierungsarbeiten war die Zwergotter-Anlage im Grzimekhaus einige Zeit unbesetzt. Im letzten Jahr ist dort wieder ein junges Paar der agilen Raubtiere aus Südostasien eingezogen.

Vögel: 324 Individuen in 63 Arten
Zwei Vogelarten, die lange Jahre das Bild des Zoos prägten, haben Frankfurt 2025 verlassen: die Rosapelikane und die Mandschurenkraniche. Ebenso beendet wurde die Haltung des Stachelibis. Neu in den Faust-Vogelhallen sind dafür Montezumawachteln sowie Hellaugenibisse, eine von der IUCN als „stark gefährdet“ eingestufte Ibisart aus Madagaskar. 18 Vogelarten konnten erfolgreich vermehrt werden, darunter der im Freiland ausgestorbene Vietnamfasan und der in Zoos relativ selten erfolgreich vermehrte Kahnschnabel. In den Vogelbüschen wuchsen neben den Fasanen auch Säbelschnäbler, Blauracken und Europäische Bienenfresser heran. Auch die Falklandkarakaras zogen drei Jungvögel auf. Um den Königsgeiern mehr Platz und Ruhe zu bieten, wurde die Haltung der Karakaras allerdings im Laufe des Jahres beendet. Im Juwelensaal der Vogelhallen, wo farbenprächtige Kleinvögel gehalten werden, war u.a. die Zucht von Rotkopf-Papageiamadinen, Blaukrönchen und den stark gefährdeten Kapuzenzeisigen mit mehreren Bruten erfolgreich.

Reptilien: ca. 340 Individuen in 75 Arten, Amphibien: ca. 270 Individuen in 23 Arten
Fische: über 3.000 Individuen in 143 Arten, Wirbellose: Tausende Individuen in 90 Arten
Zahlreiche Nachzuchten bei den Reptilien gab es 2025 bei den Blauen Bambustaggeckos und den Kronenbasilisken mit jeweils mehr als 20 Jungtieren.
Schwieriger ist die Erfassung der Wirbellosen, zu denen sowohl die Korallen und Anemonen als auch die Ameisen zählen. Diese sind aber so zahlreich, dass sie in der Statistik jeweils als ein Volk oder ein Schwarm erfasst werden. Ein besonderer Neuzugang bei den Wirbellosen im Exotarium war letztes Jahr die Königskrabbe.
Bei den Amphibien stand im letzten Jahr ein kleiner Frosch im Mittelpunkt: Das Grüne Buntfröschchen ist in seiner Heimat Madagaskar stark gefährdetet. Der Zoo Frankfurt bemüht sich daher um dessen Zucht. Mit Erfolg: Über 100 kleine Frösche sind 2025 geschlüpft und aufgewachsen und werden nun an andere Einrichtungen abgegeben. Auch zur Erhaltung einheimischer Amphibienarten leistet der Frankfurter Zoo seinen Beitrag, in dem er zum Beispiel im Rahmen der Initiative Citizen Conservation Mitteleuropäische Feuersalamander züchtet.
Bei den Fischen konnte der Zoo im letzten Jahr einige Nachzuchterfolge bei mehreren bedrohten Süßwasserfischen verzeichnen, zum Beispiel bei der nur in einem kleinen Gebiet auf Sri Lanka vorkommenden Bandula-Barbe oder dem Ameca-Hochlandkärpfling, der in seiner mexikanischen Heimat zwischenzeitig bereits ausgestorben war. Die lebendgebärenden Pfauenaugen-Stechrochen kamen insgesamt auf erfreuliche 14 Jungtiere. Aufgegeben wurde unter anderem die Haltung der Piranhas.

Tierpatenschaften
Am 31. Dezember zählte der Zoo 3.145 Tierpatinnen und Tierpaten mit insgesamt 3.704 Patenschaften. Spenden aus Tierpatenschaften kommen zu einhundert Prozent der Tierhaltung zugute. Die Gelder fließen zum Beispiel in den Neu- oder Umbau von Gehegen oder in Maßnahmen zur Tierbeschäftigung. „2025 gingen Gelder aus Tierpatenschaften unter anderem in zwei besonders schöne Projekte: Den Umbau der großen Schauanlage im Eingangsbereich des Zoos zu einer neuen Innenanlage für unsere Großen Ameisenbären und die Neugestaltung der alten Fennek-Anlage im Giraffenhaus“ sagt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.
Beliebtestes Patentier bleibt das Erdmännchen mit über 600 Patinnen und Paten, gefolgt von den Zwergziegen. Der beliebteste Paten-Vogel ist der Humboldt-Pinguin, bei den Reptilien hat der Taggecko die Nase vorn. Der Erdbeerfrosch ist die bei Patinnen und Paten beliebteste Amphibie, bei den Fischen macht das Seepferdchen das Rennen und bei den Wirbellosen führt der Seestern die Hitliste an.

Bildung und Vermittlung
Die Abteilung Bildung und Vermittlung klärt in vielfältigen Programmen anschaulich und methodenreich über die Notwendigkeit auf, Biodiversität zu erhalten. Ein besonderes Anliegen ist es dabei, Umweltbewusstsein zu steigern und die verschiedenen Aspekte biologischer Vielfalt und ihre Bedeutung zu vermitteln. Auch die Anforderungen an eine moderne Zootierhaltung sind Thema der Programme. 2025 konnten ca. 9.400 Teilnehmende in insgesamt 628 Programmen erreicht werden. Das Interesse an geführten Touren durch den Zoo war groß: In 591 Führungen wurden Schulklassen und Privatpersonen unterschiedliche Themen nahegebracht. Sehr gefragt waren wieder Einblicke in die Welt bestimmter Tierarten aber auch spezielle Themen wie das Sozialverhalten von Primaten.
Einige Klassen kamen auch, um über die Zukunft der Zoos zu diskutieren und sich kritisch mit dem Thema auseinanderzusetzen – für den Zoo ein wichtiger Bestandteil der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Beliebt sind nach wie vor die Kindergeburtstagsführungen, von denen 127 stattfanden.
2025 nahm die Abteilung ein neues Programm in ihr Angebot auf: Frankfurter Tagespflege- und Senioreneinrichtungen werden von einem Zoomitarbeiter besucht, der in spannenden und unterhaltsamen Vorträgen vom Zoo und seiner Arbeit berichtet. 37 Vorträge fanden bisher statt, 2026 wird das Angebot fortgeführt.

Und noch ein paar Zahlen aus dem Zoo
Podast
Der Naturschutzpodcast „Hinter dem Zoo geht’s weiter“ ist eine Gemeinschaftsproduktion des Zoos und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). 2025 erschienen 14 Folgen. 33.489 Downloads wurden erfasst, und damit wieder deutlich mehr als im Vorjahr. Die am meisten gehörte Folge hatte den Titel ‚Fressen und gefressen werden: Wie Tierpopulationen gesund bleiben‘.
Naturschutzbotschafter von Zoo und ZGF
Dank der 40 ehrenamtlichen Naturschutzbotschafter konnten der Zoo und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt bei Veranstaltungen und Einsätzen im Zoo und außerhalb über die gemeinsame Arbeit im Naturschutz informieren. Die Naturschutzbotschafter haben 2025 unter anderem an ihren Infomobilen mehr als 1.600 ehrenamtliche Stunden geleistet."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/der-zoo-frankfurt-zieht-bilanz-fakten-zahlen-daten-2025
(29.01.2026, 16:44)
cajun:   Die offizielle PM zur Bonobogeburt:
"Große Freude über kleinen Bonobo
Während sich das Jahr dem Ende neigte, begann im Zoo Frankfurt Neues: Bei den als stark gefährdet eingestuften Bonobos gab es Nachwuchs. Die erfahrene Mutter kümmert sich bestens um ihr Jungtier.
Am 7. Dezember kam im Zoo Frankfurt ein männlicher Bonobo zur Welt. Für die in Frankfurt geborene 24-jährige Mutter MIXI ist es das vierte Jungtier.
Der Bonobo (Pan paniscus) gehört zu den Arten, die von der Weltnaturschutzunion IUCN als ‚stark gefährdet‘ eingestuft werden und dessen Bestand aktuell abnimmt. Die Menschenaffenart kommt ausschließlich in einem sehr begrenzten Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) vor. Hauptbedrohungsfaktoren sind der Verlust von Lebensraum sowie die Wilderei. In Zoos sind Bonobos nur selten zu sehen.
„Die Geburt eines Bonobo-Jungtieres ist immer ein Erfolg für den Artenschutz. Der Frankfurter Zoo hat in der Zucht und Haltung der Menschenaffenart jahrzehntelange Erfahrung. Die erste Nachzucht in menschlicher Obhut gelang 1962 in Frankfurt am Main. Nicht zuletzt aufgrund ihrer besonderen Sozialstruktur und ihres Kommunikationsverhaltens spielen sie eine besondere Rolle in der Bildungsarbeit des Zoos. Zudem stehen sie beispielhaft für viele Arten, die durch menschliche Einflüsse in ihrem Bestand bedroht sind“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
„Unsere MIXI ist eine erfahrene Mutter und zieht ihr Jungtier routiniert auf. Das bietet den anderen Weibchen in der Gruppe die wichtige Gelegenheit, das richtige Verhalten zu beobachten und dabei zu erlernen. Noch klammert sich das Kleine permanent am Bauch seiner Mutter im Fell fest. Wer einen Blick auf den jungen Bonobo erhaschen möchte, muss also genau hinsehen“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.
Mit dem Zuwachs zählt die Frankfurter Bonobo-Gruppe nun achtzehn Tiere. Gruppen im Freiland können 40 bis 120 Tiere umfassen. Diese s.g. Großgruppen teilen sich in kleinere Untergruppen auf, etwa, um auf Nahrungssuche zu gehen. Diese Sozialstruktur wird als Fission-Fusion-Organisation bezeichnet, übersetzt etwa „Trennen und Zusammenkommen“. Auch im Frankfurter Zoo wird dieses natürliche Verhalten ermöglicht. Die Tiere leben in benachbarten Anlagen in zwei Gruppen, aus denen zeitweise Individuen von einer Gruppe in die andere wechseln. Dies dient der Beschäftigung und der Erfüllung von sozialen Bedürfnissen der Tiere.

Mehr zum Thema
Wie die Zoologische Gesellschaft Frankfurt die wildlebenden Bonobos schützt
Etwa 70 bis 80 Prozent der wildlebenden Bonobos sind in verschiedenen Schutzgebieten der Demokratischen Republik Kongo beheimatet. Die bloße Ausweisung solcher Schutzgebiete reicht jedoch nicht aus, um Wilderei wirksam zu verhindern. Sogenannte „Paper Parks“ – Nationalparks, die nur auf dem Papier existieren – können die Lebensräume der Tiere nicht effektiv schützen.
Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) arbeitet daher in der Demokratischen Republik Kongo eng mit der kongolesischen Nationalparkbehörde L’Institut Congolais pour la Conservation de la Nature (ICCN) zusammen. ZGF und ICCN leiten den Lomami-Nationalpark, in dem ebenfalls Bonobos nachgewiesen wurden, gemeinsam im sogenannten Co-Management. Sie organisieren u.a. Patrouillen. Diese schützen zum einen den Park, zum anderen erfassen sie systematisch die biologische Vielfalt dort. Darüber hinaus entwickeln ZGF und ICCN gemeinsam mit den Menschen vor Ort nachhaltige Einkommensmöglichkeiten, die nicht auf der Ausbeutung natürlicher Ressourcen beruhen, und setzen sich dafür ein, die lokalen Gemeinden aktiv in die Entwicklung des Nationalparks einzubeziehen.

Hinter dem Zoo geht’s weiter – der Naturschutz-Podcast von Zoo und ZGF
Folge 32
Bonobos: Findige Versteckspieler im Regenwald – auf der Suche nach unseren nächsten Verwandten
Bonobos gehören neben den Schimpansen zu unseren nächsten Verwandten. Den Bonobos im Frankfurter Zoo wurde im Dienst der Wissenschaft wortwörtlich ein Spiegel vorgehalten. Was diese davon hielten, erzählt Naturschutzreferent Marco Dinter in dieser Folge.
Welche Strapazen man auf sich nehmen muss, um Bonobos in der Natur zu beobachten, weiß Daniel Rosengren. Der Fotograf der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt hat den Lomami-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo besucht und die seltenen Tiere tatsächlich vor die Linse bekommen.
Zu finden auf den Webseiten von Zoo und ZGF und überall, wo es Podcasts gibt.
Bonobos: Findige Versteckspieler im Regenwald. Auf der Suche nach unseren nächsten Verwandten - Naturschutz-Podcast - Zoo Frankfurt"
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/grosse-freude-uber-kleinen-bonobo
(20.01.2026, 11:26)
cajun:   Erfreulich das es mal wieder Nachwuchs gibt:
"Nachwuchs an Bord: Das Baumkänguru-Weibchen trägt ein Jungtier im Beutel
Im Frankfurter Zoo reckt ein Baumkänguru-Jungtier sein Köpfchen aus dem Beutel der Mutter. Seit seiner Geburt im Sommer hat es sich gut entwickelt und beginnt jetzt, seine Umgebung zu beobachten. Ein schöner und wichtiger Beitrag zur Erhaltung der gefährdeten Goodfellow-Baumkängurus.
Im Juni brachte das im Zoo Frankfurt geborene Goodfellow-Baumkänguru ALUNA ihr erstes Jungtier zur Welt. Die ersten Monate nach der Geburt verbrachte das winzige, noch nicht voll entwickelte, Jungtier auf Känguruart tief im Beutel der Mutter. Erst nach etwa fünf Monaten beginnen die Kleinen aus der Bauchtasche zu luken. Das kann man mit etwas Glück aktuell im Zoo Frankfurt beobachten. Das Jungtier, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, wird auch noch die nächsten Monate im schützenden Beutel verbringen, bevor es sich immer häufiger und länger herauswagt. Der Vater des Jungtieres kam 2023 nach Frankfurt, an der Aufzucht beteiligt er sich – wie bei Baumkängurus üblich - nicht. Im Frankfurter Zoo werden Goodfellow-Baumkängurus seit den 1970er Jahren gehalten. Seitdem werden dort nicht nur Erfahrungen, sondern auch wichtige Daten für eine erfolgreiche Zucht und Haltung der als gefährdet eingestuften Tierart gesammelt.
„Gerade bei so seltenen Arten wie den Goodfellow-Baumkängurus ist jede Geburt und jede erfolgreiche Aufzucht ein Grund zur Freude. Außer bei uns in Frankfurt kann man aktuell in nur fünf weiteren Zoos in Deutschland beobachten, wie sich diese Känguruart an ein Leben in den Bäumen, in denen sich die Tiere kletternd fortbewegen, angepasst hat“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
„Gerade einmal 50 Goodfellow-Baumkängurus leben derzeit in menschlicher Obhut in Zoos weltweit. Nur etwa vier bis fünf Geburten gibt es dort pro Jahr. Jedes Jungtier ist daher ein wichtiger Beitrag zur Arterhaltung über den wir uns sehr freuen. Um die Zucht weiter auszubauen, laufen seit einigen Jahren auf europäischer Ebene umfangreiche Forschungsarbeiten zum Reproduktionsverhalten der Goodfellow-Baumkängurus, an denen auch wir uns sehr aktiv beteiligen. Wir helfen den Baumkängurus aber nicht nur durch die Zucht und das gezielte Management des Bestandes. Wir unterstützen die Tiere und ihre Lebensräume auch vor Ort, indem wir etwa die Arbeit der Tenkile Conservation Alliance mit Einnahmen aus Spenden fördern und auf ihre Arbeit vor Ort aufmerksam machen. Die Organisation arbeitet eng mit der lokalen Bevölkerung zusammen, etwa wenn es darum geht, die Jagd auf Baumkängurus zu verhindern,“ erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.

Über Goodfellow-Baumkängurus
Wegen ihrer zurückgezogenen Lebensweise in den Baumwipfeln der Regenwälder Papua-Neuguineas ist bisher nur wenig über Goodfellow-Baumkängurus (Dendrolagus goodfellowi buergersi) bekannt. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und leben einzelgängerisch. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden die Goodfellow-Baumkängurus als „gefährdet“ eingestuft, der Bestand fortpflanzungsfähiger Tiere nimmt aktuell ab. In ihrer Heimat sind sie besonders durch Lebensraumverlust – etwa durch Kaffeeanbau und Holzwirtschaft – aber auch durch die Jagd in ihrem Bestand bedroht.
Goodfellow-Baumkängurus sind eine von derzeit neun Arten, die im Global Species Management Plan (GSMP) gelistet sind. In dem von der World Association of Zoos and Aquariums koordinierten Programm wird die weltweite Nachzucht von bedrohten Tierarten mit genetisch ausgewogenen Populationen organisiert. Das bedeutet, dass es in Zoos weltweit derart wenige Individuen einer Art gibt, dass deren langfristiges Überleben nur gewährleistet werden kann, wenn die Weltzoopopulation als Ganze wissenschaftlich betreut wird. Mehr dazu unter: Global Species Management Plans - WAZA

Seit 2017 unterstützt der Zoo Frankfurt die Tenkile Conservation Alliance (TCA) in Papua-Neuguinea mit Einnahmen aus Spenden. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben von Menschen, Tieren und ihrer Heimat zu retten (To save lives in PNG – the lives of people, animals and their places). TCA fokussiert auf drei Baumkänguruarten: das Schwarze Baumkänguru, das Goldmantel-Baumkänguru und das Graue Baumkänguru. Diese drei Arten werden nicht in Zoos gehalten. Die nah verwandten Goodfellow-Baumkängurus sind Botschafter für den Schutz des gemeinsamen Lebensraums. Wesentliche Maßnahmen sind die Verabredung von Jagdmoratorien und ein Monitoring der Population. Etwa 50 Dörfer sind Teil der Tenkile Conservation Alliance. Deren Bewohner verzichten auf die Jagd von Baumkängurus auf ihrem Land.
Mehr zum Thema in Folge 44 des Naturschutz-Podcasts, einer Gemeinschaftsproduktion von Zoo Frankfurt und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt Naturschutz-Podcast Folge 44"
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/nachwuchs-an-bord-das-baumkanguru-weibchen-tragt-ein-jungtier-im-beutel
(13.01.2026, 15:45)
cajun:   Wie schon angekündigt ist der Orang Utan Tausch im Rahmen des EEP nun erfolgt:
"Abschied und Willkommen bei den Orang-Utans
In Abstimmung mit dem Europäischen Zuchtprogramm hat der Zoo Frankfurt gestern fünf seiner Sumatra-Orang-Utans gegen drei weibliche Tiere aus dem Zoo Pairi Daiza in Belgien getauscht. Der zwölf Jahre alte SAYANG bleibt und wird mit den Weibchen eine neue Gruppe bilden.
Dass Zoos Tiere im Rahmen von Zuchtprogrammen tauschen, ist nichts Besonderes und gehört zur Routine – aber der Austausch von zwei Orang-Utan-Gruppen – das ist eine knifflige Herausforderung. Die Transportlogistik allein ist schon komplex, aber dann geht es vor allem auch darum, dass es den Tieren beim Reisen gut geht, und sie so wenig Stress wie möglich haben. Damit alles reibungslos und zügig verläuft, müssen die Teams der Zoos, Veterinäre, Behörden und das auf den Transport von Zootieren spezialisierte Unternehmen perfekt Hand in Hand arbeiten.
Der Hintergrund für den Tausch der Frankfurter Orang-Utan-Gruppe gegen drei weibliche Tiere liegt in der Natur der Sache: Orang-Utans leben in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet einzelgängerisch. Im Zoo werden sie meist in Haremsgruppen gehalten. Mit Erreichen der Geschlechtsreife müssen männliche Tiere abwandern und ein eigenes Territorium finden. Für den halbwüchsigen SAYANG war es an der Zeit, seine Geburtsgruppe zu verlassen. Die Koordinatorin des Europäischen Zuchtprogramms für Sumatra-Orang-Utans konnte gleich drei geeignete Weibchen zum Aufbau einer neuen Gruppe um das zwölf Jahre alte Männchen empfehlen, alle drei aus dem Zoo Pairi Daiza im belgischen Brugelette. Für den 23-jährigen KEMBALI sowie die Weibchen ROSA und INDAH mit ihren beiden Jungtieren ging es im Gegenzug nach Belgien. In diesem Fall ist es also mal der Senior, der abwandert. Dieser kam 2017 nach Frankfurt – damals ein junges Männchen von 15 Jahren, noch ohne die typischen Backenwülste der erwachsenen Männchen, die er erst mit seinem neuen Rang in der Gruppe entwickelte.
„Orang-Utans sind nicht nur charismatisch, sie sind auch eine Schlüsselart gerade im Frankfurter Zoo, da sie eng mit der so wichtigen Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt auf Sumatra verbunden sind, die der Zoo Frankfurt regelmäßig mit Einnahmen aus dem Naturschutz-Euro unterstützt. Hier sind sie Botschafter ihrer wildlebenden und vom Aussterben bedrohten Artgenossen und ich freue mich daher sehr, dass wir in Frankfurt im Rahmen des Zuchtprogramms einen Beitrag zur Erhaltung der Art leisten können. Für den jungen SAYANG wird ein neuer Lebensabschnitt beginnen und es wird spannend sein, ihn beim Erwachsenwerden zu beobachten“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
„Der Abschied von „unseren“ Orang-Utans fällt schwer. Nicht nur dem Zoo-Team, sondern auch unseren Naturschutzbotschaftern, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie vielen Besucherinnen und Besuchern, die den beiden Jungtieren beim Großwerden zusehen konnten. Aber ich freue mich wirklich sehr darüber, dass die Gruppe um KEMBALI zusammenbleiben kann. Die Fünf werden in einer großen Anlage in der Nachbarschaft einer weiteren Familiengruppe leben und viele neue Eindrücke sammeln können“, sagt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.
Der Tausch der Orang-Utans fand am gestrigen Montag statt. Alle Tiere sind planmäßig und wohlbehalten angekommen. „Vor Kurzem war ein Orang-Utan-Pfleger vom Zoo Pairi Daiza zu Besuch in Frankfurt, um uns alles Wissenswerte über die drei neuen Zoobewohnerinnen, ihre Vorlieben und ihre Gewohnheiten zu erzählen, und natürlich, um unsere Tiere, deren Betreuung er und sein Team jetzt übernommen haben, kennenzulernen. Genau aus diesem Grund waren auch zwei unserer Tierpflegerinnen bereits in Belgien. Mit diesem Wissen können wir den Tieren das Einleben in der neuen Umgebung leichter machen“, erklärt Dr. Sabrina Linn, Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung des Frankfurter Zoos. Die drei Weibchen – elf, 23 und 31 Jahre alt – ziehen direkt ins Menschenaffenhaus, allerdings in den rückwärtigen Teil der Anlage. Dort verbringen sie die ersten Tage, um in aller Ruhe mit der neuen Umgebung und den neuen Tierpflegerinnen und -pflegern vertraut zu werden. Ganz behutsam werden sie dann auch Kontakt zu SAYANG aufnehmen können."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/abschied-und-willkommen-bei-den-orang-utans
(18.11.2025, 12:26)
cajun:   Hier ist bereits die Eingangsmeldung des jungen Löwenkaters aus Köln. Bin gespannt, ob noch ein junges Weibchen anreist oder man das Ableben der älteren Katze abwartet:
"Gestern konnten wir den jungen Löwen MANI willkommen heißen. Der knapp zwei Jahre alte Kater kam aus dem Kölner Zoo zu uns. Zur Eingewöhnung ist er zunächst in einem großen Bereich „hinter den Kulissen“ untergebracht. Zu gegebener Zeit wird er dann unsere Löwin ZARINA kennenlernen. Dabei werden wir besonders behutsam vorgehen, denn bei dem großen Altersunterschied muss man ganz genau hinschauen, wie die beiden aufeinander reagieren. Glücklicherweise bietet unsere neue Löwenanlage mit ihren beiden getrennten Außenanlagen für ein langsames Kennenlernen der beiden beste Voraussetzungen. Bevor MANI aber in den Katzendschungel umzieht, soll er sich erstmal ganz in Ruhe an seine neuen Pflegerinnen und Pfleger gewöhnen."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(14.11.2025, 12:12)
cajun:   Frankfurt zeigt wieder Zwergotter. Ein neues Paar ist im Grzimek Haus im Tagbereich eingezogen.
Quelle: https://www.instagram.com/p/DQmYVZcDBKG/?igsh=MWZ6NWV4aGlpOTdtYQ==
(03.11.2025, 19:56)
cajun:   Ein Jungtier wird gemeldet:
"Riesenratten mit Familiensinn – Nachwuchs bei den Votsotsas
Am 18. September ist im Grzimekhaus des Frankfurter Zoos eine Madagaskar Riesenratte zur Welt gekommen. Was vielleicht nicht besonders spektakulär klingt, ist ein großer Erfolg für die Erhaltung der vom Aussterben bedrohten und sehr besonderen Säugetierart.
Ratten gibt es zu Hauf. Mancherorts werden sie gar zur Plage und ihr Ruf ist nicht der beste. Aber Ratte ist nicht gleich Ratte. Auf der Insel Madagaskar – und nur dort – lebt zum Beispiel eine Art, die die Meisten wohl weder optisch noch vom Verhalten her den Mäuseartigen überhaupt zuordnen würden: die Madagaskar Riesenratte (Hypogeomys antimena), auch Votsotsa genannt. Es handelt sich dabei um das größte Nagetier Madagaskars. Größe und Statur ähneln der von Kaninchen und die mitunter hüpfende Fortbewegung mithilfe der großen und kräftigen Hinterbeine erinnert gar entfernt an Kängurus.
Die nachtaktiven Votsotsas pflegen ein überaus soziales Familienleben. Sie gehen stabile und lebenslange Partnerschaften ein – eine Besonderheit, denn Monogamie ist nur von weniger als fünf Prozent der erforschten Säugetierarten bekannt. Um den Nachwuchs – in der Regel sind es ein oder zwei Jungtiere pro Wurf – wird sich hingebungsvoll und lange gekümmert. Auch die Männchen beteiligen sich an der Aufzucht – was ebenfalls ungewöhnlich ist bei Säugetieren.
Wer die Nager mit den sympathischen Eigenschaften jetzt gerne mal im Freiland sehen möchte, der hat leider ganz schlechte Karten, denn die Art steht vor allem durch den Verlust ihres Lebensraums am Rande der Ausrottung. Die Weltnaturschutz Union IUCN geht von nur etwa 5.000 erwachsenen Tieren in ihrem letzten erhaltenen Verbreitungsgebiet, dem Kirindy-Wald im Westen Madagaskars, aus. Dem Verlust der Art stemmen sich Zoos weltweit entgegen, zwölf davon in Europa. Auch der Zoo Frankfurt beteiligt sich über das Internationalen Zuchtbuch (ISB) am Aufbau einer Reservepopulation für die Madagaskar Riesenratte.
Solche Reservepopulationen bestehen aus genetisch vielfältigen und gesunden Tieren einer Art oder Unterart. Das Ziel ist es, durch kontrollierte Nachzucht die Erhaltung der Tierart langfristig zu sichern, insbesondere dann, wenn die natürlichen Lebensräume beeinträchtigt sind und die Wildpopulation bereits stark zurückgegangen oder ein Rückgang wahrscheinlich ist. Sollten sich die Lebensraumbedingungen bessern, können Tiere aus solchen Zoopopulationen im optimalen Fall wiederangesiedelt werden.
„Das Beispiel der Votsotsas zeigt, wie Zoos dabei helfen können, Tierarten zu erhalten. Dass wir in Frankfurt mit der erfolgreichen Zucht der Tiere einen ganz konkreten Beitrag dazu leisten können, freut mich sehr, ebenso wie die Tatsache, dass unsere Besucherinnen und Besucher bei uns die Gelegenheit haben, diese extrem seltenen Tiere zu sehen und etwas über ihre Lebensweise zu erfahren“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
“Das Geschlecht des Jungtiers, das mit seinen Eltern in einem Gehege im Dunkelbereich des Grzimekhauses lebt, kennen wir noch nicht. Wenn wir sehen, dass sich die Eltern gut um ihren Nachwuchs kümmern, gibt es für uns keinen Grund die Tiere in der ersten Zeit nach der Geburt zu stören“, erklärt Zookurator Dr. Johannes Köhler."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/riesenratten-mit-familiensinn-nachwuchs-bei-den-votsotsas
(13.10.2025, 15:04)
cajun:   Seltener Nachwuchs im Juwelensaal:
"Am 31. Juli ist bei uns ein Kapuzenzeisig-Küken geschlüpft. Kurze Zeit später gelangen unseren Tierpflegerinnen seltene Aufnahmen des Nestlings. Mit knapp 4 Wochen erkundet der oder die Kleine munter die Anlage – alles unter Aufsicht der Mutter. Die erkennt man an der auffälligen rot gesprenkelten Brust. Beobachten könnt ihr die beiden im Juwelensaal der Vogelhallen.
Schon gewusst? Der Kapuzenzeisig hat seinen Namen aufgrund der schwarzen Kopfzeichnung. Wegen der leuchtend roten Färbung des Gefieders der Männchen, wird er auch Feuerzeisig genannt. Die Zerstörung von Wäldern und Buschland in seinen Heimatgebieten in Venezuela und Kolumbien hat dazu geführt, dass er von der Weltnaturschutzunion IUCN heute als „stark gefährdet“ gelistet wird."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(28.08.2025, 17:38)
cajun:   Neue Bewohner:
"Vietnamesische Krokodilschwanzechse
Im Exotarium sind jetzt die seltenen Vietnamesischen Krokodilschwanzechsen zu sehen. Die Reptilien kommen nur in kleinen fragmentierten Gebieten im Norden Vietnams vor. Dort leben sie in seichten Gewässern oder auf Baumästen in der Nähe von Bächen.
2003 wurde die vietnamesische Unterart der Krokodilschwanzechse (Shinisaurus crocodilurus vietnamensis) entdeckt und erst 2016 beschrieben. Durch Wilderei, Kohleabbau, Abholzung und touristische Aktivitäten geht immer mehr ihres Lebensraumes verloren. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt sie auf der Roten Liste gefährdeter Arten deshalb als „stark gefährdet.“ 
Die EAZA rückt mit der Kampagne Vietnamazing die Artenvielfalt Vietnams in den Fokus. Ziel ist es, hochbedrohte Arten wie Gibbon, Vietnamfasan oder eben die Krokodilschwanzechse zu schützen und vor dem Aussterben zu bewahren. Auch wir beteiligen uns.
Mehr Informationen über die EAZA Kampagne finden Sie hier: Vietnamazing - Zoo Frankfurt"
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/vietnamesische-krokodilschwanzechse
(21.08.2025, 12:01)
cajun:  
Paarhufernachwuchs im Zoo:
"Zwei Mal Nachwuchs bei den Mhorrgazellen
Mitte Juni gab es gleich zwei Mal Nachwuchs bei den hochbedrohten Mhorrgazellen. Die beiden Jungtiere verbrachten die ersten Tage vorwiegend schlafend und gut versteckt auf ihrer großen Anlage. Mittlerweile sind sie mit ihren Müttern im Gehege unterwegs, das sich die Mhorrgazellen mit den Addax-Antilopen teilen.

Mhorrgazellen sind grazile Tiere mit einer Schulterhöhe von ca. 120 cm und einer auffälligen Fellzeichnung. „Die Jungtiere scheinen fast nur aus Beinen, Augen und Ohren zu bestehen“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, „Ende der 1960er Jahre galten die Tiere in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet als ausgestorben. Bejagung und Lebensraumverlust durch Viehzucht hatten ihre Anzahl bis auf wenige Tiere schrumpfen lassen. Dank intensiver Bemühungen auch deutscher Zoos, konnte Anfang der 1970er Jahre wieder eine kleine Population aufgebaut und die Art damit gerettet werden. Der Frankfurter Zoo schickte zwischen 1992 und 2001 mehrere Tiere zur Wiederansiedlung nach Nordafrika“, so Hartwig.

„Dennoch ist die Population nach wie vor sehr fragil. Es leben nach Schätzungen weniger als 200 Individuen weit verstreut in Niger und im Tschad auf einer Fläche, die nur etwa ein Prozent des ursprünglichen Verbreitungsgebietes umfasst“, erklärt Kuratorin Dr. Sabrina Linn. „Allein deshalb ist die europäische Zoopopulation mit einem Bestand von rund 300 Tieren ein wesentlicher Faktor bei der Erhaltung der Art. Anhand der Tiere in menschlicher Obhut können wichtige Aspekte wie Reproduktion, Ernährung und Gruppenstruktur erforscht werden. Dieses Wissen dient dem Management und der Stärkung wildlebender Mhorrgazellen-Populationen in den Ursprungsgebieten“, so Linn.

Der Zoo Frankfurt beteiligt sich seit 1989 am EAZA Ex-situ Programm (EEP), dem Europäischen Zuchtprogramm für die Mhorrgazellen (Nanger dama mhorr). Diese kamen ursprünglich im gesamten nördlichen Afrika vor. Der Bestand dort hat sich seit den 1970erJahren durch das Wiederansiedlungsprojekt unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) zwar etwas erholt, die Art wird von der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) aber weiterhin als vom Aussterben bedroht (Critically endangered) gelistet. Die Gründe dafür sind vor allem Jagd und der Verlust ihres Lebensraums durch menschliche Aktivitäten."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/zwei-mal-nachwuchs-bei-den-mhorrgazellen
(10.07.2025, 12:21)
cajun:   Der bereits gemeldete Rostkatzennachwuchs wird vorgestellt:
"Seit 1975 engagiert sich der Frankfurter Zoo für die Erhaltung der seltenen Sri Lanka Rostkatze. 1976 gelang dort die weltweit erste Nachzucht dieser kleinsten Wildkatze der Welt. Mehr als 90 Jungtiere folgten in den letzten 50 Jahren. Aber mal abgesehen von den nüchternen Zahlen – die zierlichen Katzen sind einfach unwiderstehlich, wie sie unter den wachsamen Augen der Mutter ihre Anlage erkunden“, freut sich Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft über den erneuten Zuchterfolg im Zoo.

Mutter KELANI kümmert sich gut um ihren Nachwuchs, wogegen der sieben Jahre alte Kater PANDU nach Katzenart nichts mit der Aufzucht der Kleinen zu tun hat. Mit etwas Glück und Geduld kann man sie im Katzendschungel beim Spielen beobachten. „Die Haltung und Zucht von Rostkatzen hat eine lange Tradition im Frankfurter Zoo. Die beiden Kleinen von KELANI sind die Jungtiere Nummer 94. und 95., die bei uns das Licht der Welt erblickt haben. Seit 1994 koordinieren wir hier in Frankfurt das EAZA Ex-situ Programm (EEP), sprich das Erhaltungszuchtprogramm, der Rostkatzen“, erklärt Zookurator Dr. Johannes Köhler. Rostkatzen werden in zoologischen Einrichtungen selten gehalten, der Zoo Frankfurt ist einer von nur vier Zoos im deutschsprachigen Raum, der die kleinen dämmerungs- und nachtaktiven Katzen zeigt.

Trotz der geringen Kopf-Rumpf-Länge von 40 bis 50 cm sollte man sie nicht unterschätzen. „Die kleinen Katzen sind sehr wehrhaft”, berichtet Revierleiterin Anni Fuchs. „Bei ihrer ersten Untersuchung durch unsere Tierärztinnen Anfang Juni waren die beiden Jungtiere jedoch noch gut zu handhaben. Bei dieser Untersuchung wurden die beiden geimpft und ihre Geschlechter wurden bestimmt: Ein Männchen und ein Weibchen“, so Fuchs.

Rostkatzen (Prionailurus rubiginosus) kommen in Nepal, Indien und Sri Lanka vor. Unser Wissen über die scheuen kleinen Raubtiere ist nach wie vor äußerst begrenzt, da kaum Beobachtungsdaten aus dem Freiland vorliegen. Selbst so basale Informationen wie Verbreitungsgebiet und Habitatnutzung sind nur lückenhaft bekannt. Erst durch breit angelegte Studien, bei denen Kamerafallen zur Erforschung anderer, auffälligerer Arten wie Leoparden oder Tigern zum Einsatz kommen, sammeln sich die Daten, wenn zufällig auch Rostkatzen auf den Aufnahmen zu sehen sind. In der Roten Liste der IUCN sind sie, überwiegend auf Grundlage von Hochrechnungen, als potenziell gefährdet (NT) eingestuft. Biologische Daten wie Tragzeit, Wurfgrößen und Lautäußerungen liegen bisher nahezu ausschließlich von der Zoopopulation des EEPs vor. Seit 2021 setzt sich die Rusty-spotted Cat Working group (RSCWG), eine Gruppe von Feldbiologen und engagierten Wildtier-Aktivisten, in den Herkunftsländern der Rostkatze ganz gezielt für den Schutz und die Erforschung der kleinen Jäger in ihren natürlichen Lebensräumen ein."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/nachwuchs-bei-den-kleinsten-wildkatzen-der-welt
(27.06.2025, 10:22)
cajun:   Eine wohl noch nicht ganz bestätigte Meldung:
"Trauer im Frankfurter Zoo: Das Bonobo-Jungtier, das Ende April dort zur Welt kam, ist laut einem Bericht gestorben. Im Gehege sind demnach traurige Szenen zu sehen.
Laut einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" ist das Bonobo-Jungtier, das Ende April im Zoo Frankfurt zur Welt kam, in dieser Woche verstorben. Der Zoo war für Rückfragen am Abend zunächst nicht zu erreichen. Die Todesursache ist laut dem Bericht noch völlig unklar.
Eine Zoo-Sprecherin sagte der Zeitung, dass Bonobo-Mutter Ayebi das Jungtier weiterhin mit sich herumtrage und noch nicht für die Pfleger abgelegt habe. Das sei ein normales Affen-Verhalten, so die Sprecherin.
Mit der Geburt des nun verstorbenen Jungtiers war die Bonobo-Gruppe auf 19 angewachsen. Das Jungtier war laut dem Zoo der erste Nachwuchs für die Affendame Ayebi. Sie kam 2023 aus dem niederländischen Apeldoorn nach Frankfurt. Einen Namen hatte das Affenjunge nie erhalten......."
Quelle: https://frankfurt.t-online.de/region/frankfurt-am-main/id_100793552/zoo-frankfurt-am-main-bonobo-jungtier-tot-bewegende-szenen-in-gehege.html
(26.06.2025, 19:51)
cajun:   Und noch eine Meldung:
" Nachwuchs bei den Kirk-Dikdiks! Unser Weibchen DISPO hat am 7. Juni ein Jungtier zur Welt gebracht. Mittlerweile wissen wir, dass es sich um ein kleines Männchen handelt. DISPO ist bereits eine erfahrene Mutter, die sich gut um den Nachwuchs kümmert. Vater CESAR hält sich arttypisch eher im Hintergrund.
Kirk-Dikdiks (Madoqua kirkii) sind mit einer Schulterhöhe von 40cm eine recht kleine Antilopenart, die vor allem im östlichen Teil des afrikanischen Kontinents beheimatet ist. Wie bei vielen andere Antilopen, sind die Jungtiere Ablieger. In den ersten Lebenswochen liegen sie in einer Art "Versteck" unter Gras und Geäst und kommen dort meist nur heraus, um bei der Mutter zu trinken. Um das Kleine über die Anlage stromern zu sehen, wie im Video, braucht ihr bei eurem nächsten Zoobesuch also etwas Geduld und ein gutes Auge.
Ihr findet unsere Kirk-Dikdiks am Ausgang des Giraffenhauses, direkt gegenüber des Bongo-Geheges."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/kirk-dikdik-jungtier-auf-der-aussenanlage
(23.06.2025, 10:58)
cajun:   Der Zoo meldet ein Jungtier bei den Rotscheitelmangaben:
"Nachwuchs bei den Rotscheitelmangaben
Unsere Rotscheitelmangabe MOOBA hat am 9. Juni ein Jungtier zur Welt gebracht. Es ist bereits die zweite Geburt bei der Primatenart aus dem mittleren Afrika in diesem Jahr.
Die 6-jährige MOOBA passt gut auf das Kleine auf, für sie ist es das zweite Jungtier. Gar nicht so leicht, denn wie ihr seht, ist der Nachwuchs schon ganz neugierig und versucht, die Anlage ohne Mama zu erkunden.
Unsere Rotscheitelmangaben findet ihr im Borgori-Wald. Dort sind sie mit unseren Gorillas vergesellschaftet."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/object-4501
(23.06.2025, 10:55)
cajun:   Na, das ist ja nochmal gut gegangen:
"Zoo eine Stunde nach Räumung wieder geöffnet
Vier Orang-Utans sind am Dienstag, 17. Juni, gegen 14.30 Uhr aus dem Borgori-Wald entwichen, nach gut einer Stunde waren alle wieder zurück im sicheren Tierhaus. Der Zoo wurde geräumt. Es kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden. Um 15.45 Uhr konnte der Zoo wieder geöffnet werden.
Aufgrund eines technischen Defekts konnten heute am frühen Nachmittag vier Orang-Utans die Sicherheitsbarrieren ihrer Außenanlage überwinden. Nach dem Ausbruch der Tiere wurden sofort die geübten Notfall-Maßnahmen eingeleitet. Zoomitarbeitende brachten die Besucherinnen und Besucher mit der nötigen Ruhe in Sicherheit, die Zookassen und Zugänge wurden geschlossen, geeignete Maßnahmen zum Einfangen der Tiere wurden getroffen.
Glücklicherweise war es möglich, alle Tiere auf Rückruf zurück in die Anlage und das Tierhaus zu holen. Sie befinden sich alle in den Innenanlagen und sind wohlauf. Die akute technische Störung wurde unmittelbar behoben.
„Wir sind sehr froh, dass sich die Situation in so kurzer Zeit geklärt hat und weder Menschen noch Tiere zu Schaden kamen. Wir bedanken uns bei allen Betroffenen für das Verständnis und die tolle Mitarbeit bei der Räumung. Das gesamte Zoo-Team hat souverän und besonnen reagiert“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.
„Ich bedanke mich für das schnelle, professionelle und umsichtige Handeln des gesamten Zoo-Teams sehr herzlich. Ein Einsatz, der glücklicherweise gut ausgegangen ist.“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/zoo-eine-stunde-nach-raumung-wieder-geoffnet
(17.06.2025, 16:54)
cajun:   Ein neur Bongobock ist eingezogen:
"Herzlich Willkommen, N‘DOGO!
Der zweijährige Bongo-Bulle kam Mitte Mai aus dem @wowsafaripeaugres zu uns an den Main. Hier trifft er auf unsere Kühe PILI und KAWANA. Nach knapp vier Wochen Quarantäne durfte N‘DOGO gestern zum ersten Mal die Anlage erkunden. Dabei hat er sich schon mit KAWANA ein wenig beschnuppern können.
Bongos sind eine waldbewohnende Antilopenart. Mit ihrem charakteristischen braun-weißen Streifenmuster sind sie dort gut getarnt.
Bei uns findet ihr Ostafrikanische Bongos (Tragelaphus eurycerus isaaci). Sie kommen nur in den äquatorialen Wäldern Kenias vor.
Lebensraumverlust, durch Nutztiere eingeschleppte Krankheiten und Wilderei haben dazu geführt, dass die Art von der IUCN heute als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft wird.
Mittlerweile gibt es mehr Individuen in menschlicher Obhut (>400) als in ihren angestammten Lebensräumen (
(16.06.2025, 12:27)
cajun:   Der Zoo meldet die Geburt von 0,0,2 Rostkatzen über die Sozialen Medien. Die Jungtiere sind nun sieben Wochen alt und erkunden das Gehege.
(11.06.2025, 18:34)
Hans-Jürgen Beck:   Meine Frage vom 1.5.: "Zur Info zum leeren Wildhundgehege vom 24.3. "auf diesen platz werden tatsächlich flusspferde kommen. momentan ist dieses gehege ja leer." die Frage: Woher stammt die Info? Klingt erstmal sonderbar. Wer weiß näheres?"
Ich gebe mir selbst die Antwort, da ich Frau Geiger gestern gefragt habe: Da kommen die Baumkängurus hin, denn die Kea- und jetzige Baumkänguruaußenanlage weicht großteils der neuen Restauration. Gehege nuss natürlich noch umgebaut werden. kann daher, denke ich, noch dauern.
(04.06.2025, 09:46)
cajun:   Neue Vögel in FFM:
"In den Faust-Vogelhallen ist eine neue Art eingezogen: Hellaugenibisse
Die große Anlage in der Haupthalle ist wieder besetzt. Hier ist eine für den Zoo Frankfurt neue Art eingezogen: Hellaugenibisse. Noch sind die beiden Vögel vorsichtig, vor allen mit den großen Scheiben.
Die IUCN Red List stuft Hellaugenibisse als „stark gefährdet“ ein, in ihrer Heimat Madagaskar leben schätzungsweise nur noch 1500 bis 2000 Tiere. Ich freue mich deshalb sehr, dass sich der Zoo Frankfurt an der Haltung dieser großen, attraktiven Art beteiligt. Zudem werden Hellaugenibisse selten in Zoos gezeigt – in Europa sind es nur 10 Einrichtungen – sie sind also etwas Besonderes“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
Die etwa 70 cm großen Vögel können ein Gewicht von ca. 1,5 kg aufweisen und eine Flügelspannbreite von ca. 1,10 m. Ihr Federkleid ist überwiegend weiß mit schwarzen, zu Schmuckfedern verlängerten inneren Armschwingen. Kopf, Hals, Beine und Schnabel sind schwarz gefärbt und unbefiedert. Ihr Schnabel ist schmal und nach unten gebogen.
„Hellaugenibisse leben vorwiegend an Küsten, z.B. in Mangrovengebieten und suchen ihre Nahrung im Schlamm. Dabei stochern sie mit ihrem Schnabel bis zur Schnabelbasis im Schlamm herum und suchen nach Krebstieren und anderen Wirbellosen. Gelegentlich fressen sie auch Frösche, Reptilien oder kleine Vögel“, erläutert Kurator Dr. Simon Rohner, „Wir haben deshalb einige Veränderungen in der Anlage vorgenommen und wollen langfristig verschiedene Vögel aus Madagaskar dort zeigen“.
Die beiden Hellaugenibisse sind 2024 in Köln geschlüpft, sie sind also noch jung und tragen noch nicht das Federkleid ausgewachsener Vögel.
Hellaugenibisse leben in zwei Unterarten an der Westküste Madagaskars und auf dem Aldabra Atoll der Seychellen. Im Jahr 2005 importierte der Vogelpark in Walsrode einige Tiere und war bis 2017 der einzige Halter von Hellaugenibissen außerhalb Madagaskars. Dort gelang 2007 auch die Welterstzucht. Alle derzeitigen Hellaugenibisse in Europa gehen auf die Tiere in Walsrode zurück."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/in-den-faust-vogelhallen-ist-eine-neue-art-eingezogen-hellaugenibisse
(03.06.2025, 11:05)
cajun:   Die offizielle PM zur unten erwähnten Bonobogeburt:
"Nachwuchs bei den Bonobos
Freudige Nachrichten aus dem Menschenaffen-Haus Borgori-Wald: Am 28. April wurde ein kleiner Bonobo-Junge geboren. Mutter ist die zehnjährige AYEBI. Einen Namen hat das Jungtier noch nicht.
„Es freut mich sehr, dass es nun wieder Nachwuchs bei den beliebten Bonobos gibt“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Trotz ihrer enormen Bedrohung im Freiland sind Bonobos eher selten in Zoos zu sehen. Der Zoo Frankfurt spielt allerdings schon lange eine wichtige Rolle in der Haltung und Zucht der kleinsten Menschenaffenart, denn schon 1962 gelang hier die erste Zucht dieser Art in menschlicher Obhut weltweit.“

Die Frankfurter Bonobo-Gruppe besteht aus insgesamt neunzehn Tieren, elf Weibchen, sieben Männchen und dem neu geborenen Jungtier. AYEBI kam 2023 aus dem Zoo in Apeldoorn, Niederlande, nach Frankfurt. „Die zehnjährige AYEBI hat zum ersten Mal Nachwuchs“, erläutert Kuratorin und stellvertretende Zoodirektorin Dr. Sabrina Linn, „Das Jungtier wird von ihr bestens umsorgt. Wer der Vater ist, ist nicht mit Sicherheit zu sagen“. Vier Männchen kommen dafür in Frage: HERI, NYOTA, PANISCO oder SAMBO.

Bonobos, die nur in der Demokratischen Republik (DR) Kongo in Zentralafrika vorkommen, werden von der globalen Naturschutzorganisation IUCN als stark gefährdet eingestuft. Der Gesamtbestand im Freiland wird auf weltweit nur noch ca. 30.000 bis 50.000 Tiere geschätzt.

Seit 2007 setzt sich ein Team der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) für den Schutz des Lomami Nationalparks in der DR Kongo ein. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von fast 9.000 km² und ist das Herzstück der 40.000 km² großen Naturlandschaft zwischen den Flüssen Tshuapa, Lomami und Lualaba, in dem neben Bonobos auch Waldelefanten, Riesenschuppentiere und Okapis leben. Der vom Frankfurter Stadtparlament im April dieses Jahres beschlossene Masterplan „Zookunft2030+“ sieht zukünftig im Südwesten des Zoogeländes, angrenzend an die bestehenden Bonobo-Anlagen, einen Bereich vor, der dem Lomami Nationalpark und der Arbeit der ZGF vor Ort gewidmet ist. „Der Frankfurter Zoo soll zukünftig ein Schaufenster in die Projektgebiete der ZGF sein, mit dem Ziel, Zusammenhänge deutlich zu machen. Damit etabliert sich der Frankfurter Zoo noch stärker als bisher als Multiplikator und Akteur im Natur- und Artenschutz.“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/object-4457
(22.05.2025, 10:27)
cajun:   Eine neue Wohngemeinschaft:
"Ganz schön was los hier
Im Giraffenhaus könnt ihr seit Donnerstag gleich zwei neue Tierarten beobachten. Im Gehege im Eingangsbereich wurden Textorweber mit Zwergmangusten vergesellschaftet. Beide Arten sind auf dem afrikanischen Kontinent zu Hause.
Zwergmangusten sind mit den Erdmännchen verwandte Säugetiere, Textor- oder Dorfweber – mit einer Körpergröße von 15 bis 18 Zentimetern – eher kleinere Vögel. Ihr Federkleid hat eine grünliche Farbe.
Die Vergesellschaftung von verschiedenen Tierarten aus ähnlichen Regionen ist fest im Masterplan des Zoos verankert. Textorweber und Zwergmangusten könnten dann zukünftig im geplanten Serengeti-Bereich gemeinsam zu sehen sein."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(21.05.2025, 14:11)
cajun:   Laut Zoochat soll es in Frankfurt eine Bonobogeburt am 27.04.25 gegeben haben. Mutter ist das 2014 in Apenheul geborene Weibchen Ayebi. Für sie ist es eine Erstgeburt. Damit wächst die Bonobogruppe auf 19 Individuen.
(02.05.2025, 12:26)
Hans-Jürgen Beck:   Zur Info zum leeren Wildhundgehege vom 24.3. "auf diesen platz werden tatsächlich flusspferde kommen. momentan ist dieses gehege ja leer." die Frage: Woher stammt die Info? Klingt erstmal sonderbar. Wer weiß näheres?
Da müsste ja erheblich umgestaltet werden und ob das dann gegenüber dem derzeitigen Zustand (kleines Wasserbecken, aber relativ großer Auslauf in der ehemaligen Elefanten-/Nashorn-Anlage) ein Fortschritt wäre, wage ich zu bezweifeln.
Schade, dass die Wildhunde weg sind. Ich habe sie immer gerne aufgesucht und kenne die Anlage noch aus den 60er Jahren (Zoobesuch als Kind mit Eltern), als dort 2 Gehege waren, in dem 2. damals Geparde. Flusspferdanlage war in den 60ern zunächst geplant von Grzimek dort, wo jetzt die Vogelbüsche sind. Wäre sehr klein geworden, wenn man bedenkt, dass Innengehege/Haus gebaut werden sollte. Wahrscheinlich hat man deshalb davon wieder Abstand genommen.
(01.05.2025, 18:57)
cajun:   Neben Gundijungtieren gibt es Nachwuchs bei.....*trommelwirbel* :0)
"Nachwuchs bei den Rüsselhündchen!
Im Grzimekhaus könnt ihr gerade zwei Rotschulter-Rüsselhündchen-Jungtiere durchs Gehege huschen sehen. In Zoos werden sie selten gehalten. In ganz Europa gibt es aktuell nur 62 Exemplare. Umso erfreulicher, dass es bei uns im zweiten Jahr in Folge mit der Zucht geklappt hat. Unsere Rüsselhündchen findet ihr im Tagbereich genau gegenüber von den Nacktmullen.
Übrigens: Die kleinen Säugetiere gehören zur Ordnung der Rüsselspringer."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(29.04.2025, 15:53)
cajun:  
Auch nicht gerade viele Gründertiere....:
"Nachwuchs bei den bedrohten Leinegänsen
Seit 2022 leben Leinegänse im Frankfurter Zoo. Sie gehören zu einer alten heimischen Nutztierrasse, die Anfang der 1990 Jahre bereits als ausgestorben galt. Seit Ende letzten Jahres engagiert sich der Zoo im Rahmen eines Zuchtprogramms für die Erhaltung dieser robusten Landgans. Mit Erfolg: Mitte April gab es den ersten Nachwuchs.

Fünf flauschige Küken folgen derzeit ihren Eltern durch das üppige Grün der Stelzvogelanlage im Frankfurter Zoo. Aus dem Ei gepickt haben sie sich am 12. April – sehr zur Freude des Zoo-Teams, denn es ist der erste Nachwuchs beim Zuchtpaar des Zoos. Die Gössel, so werden Gänseküken genannt, lernen durch Nachahmung von ihren Eltern alles, was sie für ein Gänseleben brauchen.

Die Leinegans gilt laut Roter Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen als „extrem gefährdet“. Das liegt unter anderem an der geringen Anzahl an Haltungen, die diese Gänse züchten. Als Rasse bezeichnet man Zuchtformen domestizierter Haus- und Nutztiere im Gegensatz zu Arten und Unterarten von Wildtieren. Neben dem Zoo Frankfurt beteiligen sich noch sechs weitere Zoos und Tierparks in Deutschland und einige private Halter an der Zucht. Um offiziell zur Zucht zugelassen zu werden, ist der Zoo dem Verein Herdbuch Leinegans e.V. als Mitglied beigetreten. Vom Verein wurden auch die beiden jungen Gänse prämiert, die seit 2024 im Zoo leben und nun Eltern geworden sind.

Leinegänse haben ihren Namen vom Fluss Leine in Niedersachsen und Thüringen. Entlang seines Verlaufs wurde die widerstandsfähige, gut weidefähige und anspruchslose Gänserasse, die sehr gut zu Fuß ist aber normalerweise nicht fliegt, für die bäuerliche Haltung gezüchtet. Im letzten Jahrhundert ging die Rasse beinahe verloren. Mit der Industrialisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft fokussierte man sich weg von den Vielnutzungsrassen hin zu Hochleistungs-Nutztierrassen. Das „Leistungsvermögen“ der alten Rassen wird allerdings häufig unterschätzt. Diese beherbergen noch besonders wertvolle Eigenschaften, wie Widerstandsfähigkeit, zum Beispiel gegenüber bestimmten Krankheiten oder Anpassungsfähigkeit an sich wandelnde Klimaverhältnisse.

Anfang der 1990er Jahre wurde auf der Basis von nur sechs Leinegänsen eine neue Zucht etabliert. Seit 2003 erfolgte der Zusammenschluss der Züchtenden im Herdbuch Leinegans e.V. Am Beispiel der Leinegans wird deutlich, dass zoologische Gärten nicht nur bei der Erhaltung von Wildtieren, sondern auch von heimischen und gefährdeten Nutztierrassen eine wichtige Rolle spielen können."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/nachwuchs-bei-den-bedrohten-leinegansen
(17.04.2025, 11:19)
cajun:   Der alte Löwenkater wurde eingeschläfert:
"Abschied von Löwe KUMAR
Wenige Tage vor dessen 19. Geburtstag musste sich der Zoo gestern von Löwe KUMAR verabschieden. Der hochbetagte Kater litt seit längerer Zeit unter einer Nierenerkrankung und hatte altersbedingt in den letzten Monaten deutlich abgebaut. Nachdem sich sein Zustand über das Wochenende akut verschlechtert hatte, traf das Zoo-Team die Entscheidung, KUMAR einzuschläfern.
2017 kam der Asiatische Löwe aus dem Zoo von Edinburgh in Schottland nach Frankfurt. Hier teilte er sich die Anlage mit seiner Partnerin ZARINA. 2018 hatten die beiden dreifachen Nachwuchs. Sohn KIRON zog in den Tiergarten Nürnberg um, wo er 2023 wiederum Vater wurde. Im Sommer 2024 erlebte KUMAR die Eröffnung der neuen Löwen-Außenanlage, die den Tieren viel Platz und Abwechslung bietet.
Zuletzt war KUMAR allerdings immer ruhiger geworden. Sein Alter sah man ihm deutlich an. Aus vorausgegangenen Untersuchungen war bekannt, dass er eine chronische Nierenerkrankung hatte.
Dank einer altersangepassten Pflege und der Behandlung durch die Tierärztinnen hatte der alte Löwe gute letzte Monate. Am Wochenende aber verschlechterte sich KUMARs Zustand auffällig. Da eine Verbesserung seines Gesundheitszustands nicht mehr zu erzielen war, wurde entschieden, ihn zu erlösen.
„Sich von einem so vertrauten Tier zu verabschieden, ist nie einfach“, erklärten die Zootierärztinnen Nora Weger und Dr. Annette Klein. „Wenn wir aber sehen, dass sich ein Zustand nicht mehr verbessern lässt und wir dem Tier Leid ersparen können, dann ist für das Zoo-Team klar, dass wir im Sinne des Tiers handeln müssen“, so Weger."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/abschied-von-lowe-kumar
(15.04.2025, 10:59)
cajun:   Im aktuellen Zoopodcast berichtet die Zoodirektorin vom Ergebnis der Ultraschalluntersuchung beim Gelbrückenducker Weibchen. Man hat eine erneute Trächtigkeit festgestellt und freut sich auf neuen Nachwuchs. Hier zu hören: https://www.zoo-frankfurt.de/de/naturschutz/naturschutz-podcast/podcast-detail/saisonstart-im-zoo
(12.04.2025, 18:38)
Jörn Hegner:   Das affenhaus ist doch auch marode und wird irgendwann abgerissen.

Ansonsten haben die doch auch nur noch zwei husarenaffen. Gehen die noch weg.
(07.04.2025, 14:08)
cajun:   Der Zoo hat seine Kattas abgegeben. Die Weibchen reisten in den Tierark Sababurg um dort in einer großen eingeschlechtlichen Gruppe zu leben. Die Männchen in den Tierpark Daun, der eine reine Männergruppe etabliert. Eine neue Primatenart soll demnächst einziehen, aber erst wird das leere Gehege umgestaltet.
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(07.04.2025, 11:16)
Jörn Hegner:   auf diesen platz werden tatsächlich flusspferde kommen. momentan ist dieses gehege ja leer.
(24.03.2025, 18:47)
Carsten Horn:   Flußpferde, wie bereits vor 65 Jahren von Bernhard Grzimek geplant, g...
(24.03.2025, 18:09)
Jörn Hegner:   Was kommt denn jetzt in die wildhund-anlage hinein?
(24.03.2025, 10:54)
cajun:   Letzten Freitag wurden die beiden verbliebenen afrikanischen Wildhunde des Zoos eingeschläfter. Damit endet die Haltung dieser Art in FFM:
"Gestern mussten wir uns leider von unseren Afrikanischen Wildhunden verabschieden.
Die Brüder MR. HANKY und MARLIN sind 2013 in Basel auf die Welt gekommen und lebten seit 2015 bei uns im Zoo. Mit fast 12 Jahren haben sie für Wildhunde ein hohes Alter erreicht......"
mehr unter der Quelle https://www.instagram.com/p/DHbFIBPIDxy/?igsh=d3JkZ2Nmc2Vmends
(24.03.2025, 08:50)
cajun:   Eine neue Bewohnerin:
"Im Zoo Frankfurt ist ein neues Fossa-Weibchen eingezogen
Am 19. Februar ist das Fossa-Weibchen TANA in den Katzendschungel eingezogen. Hier wird sie auf Kater VONDROZO treffen. Der Zoo hofft auf Nachwuchs bei den als gefährdet eingestuften Tieren.
Das etwa achtjährige Fossa-Weibchen fällt auf, denn ihr fehlt das rechte Vorderbein. Als junges Tier ist sie in ihrer Heimat Madagaskar in eine Wildererschlinge geraten. Die madagassischen Behörden konnten TANA zwar retten und in eine Wildtier-Auffangstation bringen, ihr Bein war aber so schwer verletzt, dass das dort beschäftigte Veterinärteam es amputieren musste. Da sie mit drei Beinen in der Wildnis keinerlei Überlebenschance gehabt hätte, blieb sie in menschlicher Obhut und kam schließlich 2024 in den Zoo Duisburg, nachdem die madagassische Auffangstation schließen musste. In Duisburg werden das EAZA Ex-situ Zuchtprogramm (EEP) sowie das internationale Zuchtbuch (ISB) für die Fossas geführt. Jetzt soll das Weibchen in Frankfurt für Nachwuchs sorgen, denn TANA ist für die Zoopopulation der Fossas aufgrund ihrer Genetik sehr wertvoll.
Fossas sind Einzelgänger und kommen nur in der Paarungszeit zusammen. In Frankfurt trifft TANA auf den zehnjährigen VONDROZO, der bereits mehrfach für Nachwuchs gesorgt hat. TANA ist ein sehr umgängliches und aufgeschlossenes Tier, das mit seiner Behinderung gut zurechtkommt. „Das Team des Katzendschungels ist äußerst erfahren und ich bin zuversichtlich, dass sich TANA gut bei uns im Zoo eingewöhnen wird. Das Beispiel der Fossas zeigt, wie wichtig es ist, dass der Artenschutz im Freiland und in den Zoos ineinandergreift – auch in Hinblick auf Aufklärung und Umweltbildung“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
„Zootiere werden in der Regel nicht aus der Natur entnommen, sondern durch gezielte Zuchtprogramme zwischen den Zoos innerhalb sich selbst tragender Populationen ausgetauscht“, betont Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. „Auch, wenn es TANA zu wünschen gewesen wäre, dass sie unversehrt geblieben wäre, kann sich ihr Schicksal als eine ganz besondere Chance für die Erhaltungszucht erweisen, wenn es gelingt, sie erfolgreich zu verpaaren, obwohl sie schon etwas älter ist“, so Geiger.
„Ob es mit der Zucht klappt ist allerdings noch ungewiss. Fossas paaren sich meist hoch im Geäst von Bäumen. Die Weibchen wählen sogenannte Paarungsbäume aus und kommen dort oft mit mehreren Männchen nacheinander und auch wiederholt zusammen“, erläutert Kurator Dr. Johannes Köhler, „Zwar klettert TANA erstaunlich geschickt mit ihren drei Beinen“, so Köhler „allerdings können die langwierigen Paarungen bei Fossas häufig geradezu akrobatisches Geschick beider Partner erfordern“. Mit VONDROZO trifft TANA aber auf einen eher zurückhaltenden und wenig dominanten Fossa-Kater, dem sie auch auf drei Beinen ohne Weiteres gewachsen sein dürfte. Zusätzlich wurde das Gehege an TANAS Handicap angepasst. So wurden z.B. zusätzliche bodennahe Durchschlüpfe zwischen den Gehegen geschaffen, sodass TANA leichter zwischen den Gehegen wechseln kann, was insbesondere dann wichtig werden wird, wenn die beiden gegen Anfang April wirklich zusammengelassen werden. Timing ist bei der Fossazucht ein entscheidender Faktor, denn die Weibchen werden nur einmal im Jahr (in Europa im Frühling) heiß. Vorher wird TANA aber erst einmal Zeit gegeben, sich richtig an ihr eigenes Gehege zu gewöhnen. Danach werden VONDROZO und TANA noch etwa zwei Wochen lang tagsüber stundenweise ihre Gehege tauschen, sodass beide Partner alle räumlichen Gegebenheiten genau kennen, bevor sie schließlich direkt auf einander treffen werden.
Das Fossa-Weibchen SISSI, die mit ihren vier Jungtieren zuletzt für reichlich Trubel im Katzendschungel sorgte, ist mit ihrem Nachwuchs in einen rückwärtigen Bereich „hinter den Kulissen“ umgezogen.
Wissenswertes über Fossas
Fossas (Cryptoprocta ferox) werden gelegentlich auch Frettkatzen genannt – dabei sind sie (trotz einiger anatomischer Ähnlichkeiten) keine Katzen. Die Art gehört zur Familie der Madagassischen Raubtiere (Eupleridae). Auf der Insel sind sie endemisch, kommen also ausschließlich dort vor. Die territorialen Einzelgänger ernähren sich vorwiegend von Lemuren, kleineren Säugetieren und Vögeln.
In ihrer Heimat sind Fossas als Hühnerdiebe verschrien und werden gezielt bejagt. Aber nicht nur aus diesem Grund ist die Art bedroht. Durch Zersiedlung und Umwandlung von Regen- und Trockenwäldern in Ackerland verlieren die Tiere ihren Lebensraum. Die Art gilt laut Roter Liste der IUCN als „gefährdet“ (vulnerable VU). Die IUCN schätzt den Bestand ausgewachsener Tiere auf ca. 2.600 bis - 8.600 Individuen (Stand 2015)."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/im-zoo-frankfurt-ist-ein-neues-fossa-weibchen-eingezogen
(27.02.2025, 11:25)
W. Dreier:   Zoo der Zukunft: 2033 eine erste Anlage - Fertigstellung für die Savanne !!?? Und wann dann wirklich? Und keine Kostenplanung in dem Text.?
(03.02.2025, 13:35)
cajun:   Ein weiterer Schritt in Richtung Umgestaltung:
"Magistrat gibt grünes Licht für den Zoo der Zukunft
Am 3. Februar hat der Magistrat die bauliche und inhaltliche Zukunftsentwicklung des Zoos auf der Basis des vorliegenden Masterplans beschlossen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung wurde damit der entscheidende Schritt getan, um in die erste von drei Realisierungsphasen einzusteigen.

Im September 2024 wurde der Masterplan Zookunft2030+ von Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, und Zoodirektorin Dr. Christina Geiger vorgestellt. In drei Phasen soll der zweitälteste Zoo Deutschlands bis 2039 modernisiert und für die Zukunft gerüstet werden.

Eine substanzielle Neugestaltung von mehr als der Hälfte des Zooareals ist für die Zukunftssicherung der traditionsreichen Frankfurter Kultureinrichtung überfällig und notwendig. Eine Modernisierung unter den Aspekten Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ist in der aktuellen Bausubstanz, die teilweise noch aus den Nachkriegsjahren stammt, jedoch weder möglich noch sinnvoll.

Frankfurts Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig freut sich deshalb über die Zustimmung des Magistrats zu den Modernisierungsplänen. „Ich bin überzeugt davon, dass wir den richtigen Schritt gehen und unseren Zoo, der bei den Menschen so beliebt ist, jetzt in die Zukunft führen. Dabei ist mir besonders wichtig, dass die Umgestaltung nach zeitgemäßen Konzepten der modernen Zoogestaltung geschieht und Themen wie Arten- und Naturschutz selbstverständlich mit einbezieht. Zoos spielen heute eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, gefährdete Tierarten, die in ihren natürlichen Lebensräumen bedroht sind, zu erhalten. Und sie bieten gleichzeitig den Besuchern und Besucherinnen die Chance, die Tiere möglichst hautnah zu erleben. Und genau darauf zielt der Masterplan Zoo ab.“

Drei neugestaltete Areale zeigen Lebensräume in Afrika und Südamerika
Das Masterplan-Team des Zoos unter der Leitung von Christina Geiger sowie das Amt für Bau und Immobilien haben gemeinsam mit den Zooplanern von Dan Pearlman Erlebnisarchitektur einen Masterplan vorgelegt, der konkrete Lösungen für die komplexen Herausforderungen eines Zooumbaus aufzeigt. Der Zoo soll dabei nicht nur baulich ertüchtigt werden, sondern auch einem zeitgemäßen inhaltlichen Konzept folgen, das Tiergemeinschaften unterschiedlicher Lebensräume in Afrika und Südamerika erlebbar macht.

Den Anfang macht die etwa 2,4 ha große Serengeti-Anlage, eine Landschaft für Tiere der afrikanischen Savanne. Ihre Fertigstellung ist für 2033 geplant. In Phase zwei folgt die Lomami-Anlage. Dieser Teilbereich stellt den tropischen afrikanischen Regenwald dar.

Den Abschluss der Maßnahme bildet die Manú-Anlage mit Arten aus Südamerika im Nord-Osten des Zooareals. Hat der Zeitplan Bestand, könnte der Umbau 2039 abgeschlossen sein.

Ausrichtung an Naturschutzprojekten der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt
„Mit der Umgestaltung großer Teile des Zoos wollen wir Vielfalt und Artenreichtum unterschiedlicher Lebensräume erfahrbar machen. Unsere Leitlinie bei der Entwicklung des Masterplans ist die enge Verbindung zur Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, der ZGF. An ihren Projekten in Afrika und Südamerika richten wir uns bei der Neugestaltung des Zoos aus. Gemäß unserem Podcast-Motto „Hinter dem Zoo geht’s weiter“ wollen wir mit dem Konzept für die Zooentwicklung deutlich machen: Artenschutz in Zoos und in der ursprünglichen Heimat unserer Tiere muss Hand in Hand gehen, soll er erfolgreich sein“, erklärt Zoodirektorin Geiger.

Der Frankfurter Zoo soll daher zukünftig ein Schaufenster in die Projektgebiete der ZGF sein, mit dem Ziel, Zusammenhänge deutlich zu machen. Damit etabliert sich der Frankfurter Zoo noch stärker als bisher als Multiplikator und Akteur im Natur- und Artenschutz.

Artgerechte Lebensräume und attraktive Bereiche für Besucher
Die Umbaupläne sehen die Schaffung artgerechter Lebensräume für die Tiere und attraktiver Bereiche für die Besucherinnen und Besucher vor – und dies zu allen Jahreszeiten. Bisher haben einige Tiere im Winter bei entsprechend kalten Temperaturen nur einen beschränkten Innenauslauf zur Verfügung und sind dann teilweise für das Publikum nicht zu sehen. Im Zoo der Zukunft soll dies anders sein. Auch die Arbeitsbedingungen für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger sollen sich mit den neuen Anlagen und Gebäuden verbessern, damit Abläufe schonender und effizienter gestaltet werden können.

Zusammen mit dem Kinder- und Jugendtheater im Zoogesellschaftshaus und dem geplanten Frankfurt Conservation Center wird der Zoo in Zukunft zu einem Schwerpunkt von Kultur und Wissenschaft im Osten Frankfurts und kann über die Stadtgrenzen hinaus eine Vorreiterrolle im Natur- und Artenschutz und dessen Vernetzung in der Gesellschaft einnehmen. Der Zeitplan sieht vor, dass bereits während der Bauphase der Serengeti-Anlage mit der detaillierteren Planung für das Teilbauprojekt Lomami begonnen wird, sodass mit der Eröffnung der Serengeti-Anlage dessen Bau beginnen kann. Dies soll dann in der gleichen Weise für die Manú-Anlage vollzogen werden. Der Zoobetrieb wird während aller Bauphasen weiterlaufen.

Die Serengeti-Anlage – ein Streifzug durch die Savanne
Die Neugestaltung des ersten Teilbereiches folgt dem Bild eines ausgetrockneten Flussbettes mit Wasserstellen, das durch eine Savannenlandschaft verläuft. Rund um dieses Flussbett erleben Besuchende den Artenreichtum der Serengeti auf weitläufigen, teilweise übernetzten, Außenanlagen mit vielen vergesellschafteten Tierarten.

Die Besuchenden erschließen sich die Landschaft auf verschiedenen Ebenen und erreichen über Stege den neuen weitläufigen Serengeti-Innenbereich in dessen Untergeschoss nachtaktive Arten zu sehen sind. Auf der oberen Ebene des Gebäudes geht es an großzügigen Tieranlagen entlang, die neben Giraffen, Spitzmaulnashörnern, Zebras, Antilopen und Flusspferden auch zahlreiche Vögel beherbergen. Der Innenbereich ist dadurch insbesondere im Winter eine Attraktion."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/magistrat-gibt-grunes-licht-fur-den-zoo-der-zukunft
(03.02.2025, 12:50)
cajun:   Eine erfreuliche Nachricht:
"Erneut Nachwuchs bei den Okapis
Eine gute Nachricht aus dem Zoo zu Jahresbeginn: Bei den Okapis gab es in der Vorweihnachtszeit erneut Nachwuchs. Am 5. Dezember brachte die 21-jährige ANTONIA ein weibliches Jungtier zur Welt. Im Zoo Frankfurt ist dies bereits die zweite Geburt bei den als „stark gefährdet“ eingestuften Waldgiraffen innerhalb eines halben Jahres.
Das knapp zwei Monate alte Okapi-Jungtier ist wohlauf und verbringt die ersten Lebenswochen ganz arttypisch verborgen im Stall. Okapis sind Ablieger, das heißt, sie liegen anfangs in einem gut versteckten Nest. Dieses verlassen sie nur, um bei der Mutter zu säugen. Das Abliegen sowie die baulichen Verhältnisse im Zoo führen dazu, dass das Jungtier bis auf weiteres für die Besucherinnen und Besucher nicht zu sehen sein wird.

„Die wunderschönen Okapis sind ein Highlight eines Besuchs im Frankfurter Zoo. Besonders erfreulich ist, dass es hier mit der Nachzucht der seltenen Waldgiraffen so gut klappt“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Im Winter sind die Tiere in ihren Ställen allerdings nur eingeschränkt zu sehen. Der im Herbst vorgestellte Masterplan für die Zooentwicklung will hier Abhilfe schaffen. Er sieht unter anderem einen großen Indoor-Regenwaldbereich vor. Dort wird man die Okapis und viele weitere Tierarten zukünftig ganzjährig beobachten können“, so Hartwig.

Mutter des kleinen Okapis ist die 21-jährige ANTONIA, die seit fast 20 Jahren im Frankfurter Zoo lebt. Vater ist der 12-jährige Bulle NGWANI. Er kam 2023 aus Rotterdam an den Main und kümmert sich, wie bei Okapis üblich, nicht um die Jungtieraufzucht.

„Unser kleines Okapi ist putzmunter aber sehr zierlich. Wir haben daher den Namen FIOTI für sie ausgesucht. Er ist der Sprache Kikongo entlehnt, die auch in der Heimat der Okapis – den Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo – gesprochen wird. Er bedeutet so viel wie „winzig“ oder „Zwerg““, erklärt Zookuratorin Dr. Sabrina Linn.

Artenschutz im Zoo und im Freiland
Die Haltung und Zucht von Okapis in Zoos ist für den Arterhalt mitentscheidend. So können wichtige Erkenntnisse, die dabei helfen, die Tiere zu schützen, beinahe ausschließlich ex-situ – also außerhalb des natürlichen Lebensraums der Tiere – gewonnen werden. Das liegt zum einen daran, dass Okapis versteckt im Regenwald leben und verlässliche Beobachtungen somit nur schwer möglich sind. Zum anderen ist die politische Lage in der Demokratischen Republik Kongo seit Jahren instabil, was die Forschung erschwert.

Die unsichere Lage gefährdet aber auch die Tiere selbst. Zoodirektorin Dr. Christina Geiger betont deshalb den dringend notwendigen Schutz der Freilandpopulation: „Okapis in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen, liegt uns sehr am Herzen. Wir unterstützen daher das Okapi Conservation Project in der Demokratischen Republik Kongo. In Zusammenarbeit mit der lokalen Naturschutzbehörde geht das Projekt unter anderem gegen Wilderei und illegale Rodung vor. Bildungsprogramme helfen der Bevölkerung vor Ort, alternative Einkommensquellen zu erschließen, nachhaltigere Landwirtschaft zu betreiben und die Rolle von Frauen zu stärken. Das Ziel ist es, den Druck auf die Schutzgebiete zu reduzieren und damit die Überlebenschancen der Okapis zu erhöhen.“
Im Frankfurter Zoo haben Haltung und Zucht von Okapis eine lange Tradition. Der erste Vertreter dieser Art kam 1954 nach Deutschland und in den Frankfurter Zoo. 1960 gelang hier die deutsche Erstzucht. Bis heute wurden 28 Okapis im Frankfurter Zoo geboren. Seit 1985 koordiniert der Zoo in Antwerpen das Europäische Erhaltungszucht-Programm (EEP). Auch heute ist die Art in Zoos nicht häufig. Aktuell werden nur 82 Individuen in 27 Europäischen Zoos gehalten.

Wissenswertes über Okapis
Das Okapi (Okapia johnstoni) – auch Kurzhals- oder Waldgiraffe genannt – ist mit einer Gesamthöhe von 1,80 m im Vergleich zu seinen bis zu sechs Meter hohen Verwandten der kleinste Vertreter der Giraffenfamilie (Giraffidae). Ihr natürlicher Lebensraum ist der tropische Regenwald der Demokratischen Republik Kongo. Okapis bevorzugen dichtes Unterholz in Gewässernähe. Sie sind tagaktive Einzelgänger, die im schummrigen Licht des Waldes nach Blättern und jungen Trieben suchen. Ein besonderes Erkennungsmerkmal sind die zebraartig gestreiften Hinterläufe. Sie bieten im Wechsel von Licht und Schatten zwischen den Bäumen eine perfekte Tarnung. Das Okapi wurde erst 1901 als letzte afrikanische Großtierart entdeckt.

Über das Verhalten von Okapis in ihrem natürlichen Lebensraum weiß man wenig; verlässliche Bestandszahlen gibt es nicht, denn ihre Heimat ist einer der unzugänglichsten und gefährlichsten Orte der Welt: Seit Jahren ist die Region immer wieder Schauplatz für gewaltsame Konflikte, in denen bewaffnete Gruppen unter anderem um Bodenschätze kämpfen. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Okapi-Population seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich abnimmt. Man geht derzeit davon aus, dass es nur noch einige tausend Individuen gibt. Seit 2013 wird das Okapi auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ (endangered) geführt. Hauptursachen für den Bestandsrückgang sind der Verlust des Lebensraums durch menschliche Nutzung, der zunehmende Bevölkerungsdruck sowie die lokale Nachfrage nach „Bushmeat“, also dem Fleisch von Wildtieren.

Folge 12 des Naturschutzpodcast „Hinter dem Zoo geht’s weiter“ von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt widmet sich den charismatischen Waldgiraffen: Okapis: Fabelwesen im Krisengebiet / Podcast (fzs.org)"
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/erneut-nachwuchs-bei-den-okapis
(21.01.2025, 12:21)
cajun:   Im Quelllink gibt es ein Video zur Meldung:
"Am Neujahrsmorgen hat die 21-Jährige Rotscheitelmangabe SOLEI ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Das könnt ihr euch bei eurem nächsten Besuch im Borgori-Wald angucken."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/nachwuchs-bei-den-rotscheitelmangaben
(06.01.2025, 11:59)
cajun:   Leinegänse nicht neu im Zoo, aber nun züchtet man im Herd-(Schwarm-?) buch:
"Der Zoo Frankfurt beteiligt sich am Zuchtprogramm für die bedrohte Leinegans
Seit 2022 leben Leinegänse im Frankfurter Zoo. Sie gehören zu einer alten Nutztierrasse, die Anfang der 1990 Jahre bereits als ausgestorben galt. Nun engagiert sich der Zoo im Rahmen eines Zuchtprogramms für die Erhaltung dieser robusten Landgans.
Die beiden Neuzugänge im Zoo sind ausgezeichnet. Die junge Leinegans und ihr Partner wurden vom Verein Herdbuch Leinegans e.V. prämiert und vom Zoo gezielt für die Zucht ausgewählt. Derzeit beteiligen sich neben Frankfurt sechs Zoos und Tierparks in Deutschland an der Zucht der Leinegänse. Damit wird das Ziel verfolgt, dass auch Zoos einen Beitrag zur Erhaltung bedrohter Nutztierrassen leisten. Als Rasse bezeichnet man Zuchtformen domestizierter Haus- und Nutztiere im Gegensatz zu Arten und Unterarten von Wildtieren.

„Dass wir täglich Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich verlieren, ist vielen bewusst. Dass aber auch alte Kulturpflanzen und Nutztierrassen vom Aussterben bedroht sind, ist weniger bekannt. Im Zoo mit seiner großen Reichweite haben wir eine gute Möglichkeit, Wissen auch über Nutztiere zu vermitteln. Die Leinegänse sind, wie die anderen Tiere im Zoo auch, Botschafter ihrer Artgenossen. Es freut mich sehr, dass der Zoo nun dabei helfen kann, diese bedrohte Nutztierrasse zu erhalten“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.

Um als offizieller Züchter anerkannt zu werden, ist der Zoo dem Verein Herdbuch Leinegans e.V. als Mitglied beigetreten. Leinegänse haben ihren Namen vom Fluss Leine in Niedersachsen. Entlang seines Verlaufs wurde die widerstandsfähige, gut weidefähige und anspruchslose Gänserasse, die sehr gut zu Fuß ist aber nicht fliegen kann, für die bäuerliche Haltung gezüchtet. Im letzten Jahrhundert ging die Rasse beinahe verloren. Mit der Industrialisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft setzte eine Spezialisierung ein, weg von der Vielnutzungsrasse zur Hochleistungs-Nutztierrasse. Das „Leistungsvermögen“ der alten Rassen wird häufig unterschätzt. Sie beherbergen noch besonders wertvolle Eigenschaften, wie Widerstandsfähigkeit, zum Beispiel gegenüber Krankheiten oder Anpassungsfähigkeit an sich wandelnde Klimaverhältnisse.

Anfang der 1990er Jahre wurde daher auf der Basis von nur sechs Leinegänsen eine neue Zucht etabliert. Seit 2003 erfolgte der Zusammenschluss der Züchter im Herdbuch Leinegans. Nach wie vor gilt die Leinegans laut Roter Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen als „extrem gefährdet“.

Das neue Gänsepaar hat im Zoo das große Gehege gegenüber dem Giraffen-Haus bezogen, um sich dort, getrennt von den vier Artgenossen, in Ruhe fortpflanzen zu können. Die anderen vier teilen sich aktuell den Platz um den Weiher im Zoo mit ebenfalls flugunfähigen Pommernenten und Emdener Gänsen. Durch die Flugunfähigkeit der Gänse besteht keine Gefahr, dass sie sich im Stadtgebiet verbreiten.

„Die Flugunfähigkeit war ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl unseres Wassergeflügels“, erklärt Zookuratorin Dr. Sabrina Linn. „So können wir die Tiere auch außerhalb von Volieren halten. Zur ganzen Geschichte gehört aber auch, dass wir einen Teil des Gänsenachwuchses, der den Zuchtanforderungen nicht entspricht, zu gegebener Zeit an unsere fleischfressenden Tiere verfüttern werden. Aber so können wir immerhin sicherstellen, dass die Tiere, bis es soweit ist, ein gutes und artgerechtes Leben haben“, so Linn."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/de/news/news-detail/der-zoo-frankfurt-beteiligt-sich-am-zuchtprogramm-fur-die-bedrohte-leinegans
(12.12.2024, 14:13)
cajun:   Ein Seebärenweibchen wurde eingeschläfert:
"Abschied von DAISY
Gestern musste unser Seebär DAISY nach längerer Krankheit leider eingeschläfert werden.
DAISY wurde 1997 bei uns im Zoo geboren, ab 2001 lebte sie im Zoo Rostock. 2022 kehrte sie nach Frankfurt zurück. Hier teilte sie sich mit drei Seebären und fünf Seehunden die beiden großen Anlagen in den Robbenklippen und war bei Besucherinnen und Besuchern genauso beliebt wie bei unseren Tierpflegerinnen und Tierpflegern."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/posts/pfbid0JW9T2yzotxrg3X1gBMGUHp6g6hTY8B8CCjvGRifiF6SALUnPJjCuR3ZwcA4xfWGrl
(11.12.2024, 11:23)
cajun:   Ein neuer Bock bei den Mhorrgazellen:
"Herzlich Willkommen WADE!
Der Mhorrgazellenbock ist diese Woche zum ersten Mal zu unseren vier Weibchen auf die Anlage gekommen. Seit er im Oktober aus dem Zoo Praha zu uns kam, war er zunächst in der Quarantäne-Station und hat jetzt Zeit, sich gut einzuleben.
Die Mhorrgazellen (Nanger dama mhorr) sind bei uns auf der Steppenanlage (Afrikasavanne) zu sehen, die sie sich mit Perlhühnern und Addax-Antilopen teilen.
Und wer weiß? Vielleicht sorgt unser Neuankömmling dafür, dass es dann bald auch Nachwuchs zu bewundern gibt. Unsere Daumen sind gedrückt."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(25.11.2024, 12:48)
cajun:   Seltene Vögel sind eingezogen:
"Neu im Zoo: Vietnamfasane
Ein schönes Paar ist in die Biotop-Volieren im Frankfurter Zoo eingezogen: Vietnamfasane. Das Männchen schillert blauschwarz, sein Weibchen ist schokoladenbraun. Die beiden gehören zu einer vom Aussterben bedrohen Art. Durch die Teilnahme an einem Zuchtprogramm möchte der Zoo zu ihrer Erhaltung beitragen.

Der Vietnamfasan (Lophura edwardsi) kommt ausschließlich in Zentralvietnam vor und gilt als vom Aussterben bedroht (CR). Es könnte sogar noch schlimmer sein: Seit dem Jahr 2000 konnte er in seinem angestammten Lebensraum nicht mehr nachgewiesen werden. Möglicherweise ist er also im Freiland bereits ausgerottet. Gründe sind unter anderem Jagd und Lebensraumverlust durch Abholzung. Hoffnung für die Art gibt es, weil sich Zoos und private Halter weltweit um die Zucht der prächtigen Hühnervögel kümmern.

„Wie so oft ist es der Mensch, der einer Art durch Eingriffe in die Lebensräume das Überleben schwermacht. Ich freue mich daher, dass sich der Zoo dazu entschieden hat, eine weitere Tierart aufzunehmen, die unsere Unterstützung braucht. Die Zoobesucherinnen und Zoobesucher werden Freude an den schönen Vögeln haben und erfahren können, was auch sie zu deren Schutz beitragen können“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.

Das bestätigt auch Marco Dinter, Naturschutzreferent des Frankfurter Zoos: „Bei uns erfüllen die Vietnamfasane eine wichtige Rolle: Sie sind Botschafter für die Kampagne „Vietnamazing – Save Nature“. Der Europäische Zooverband EAZA hat sie ins Leben gerufen, um auf die einzigartige und bedrohte Tierwelt Vietnams aufmerksam zu machen. Zwei Jahre lang stellen Zoos in Europa unterschiedliche Arten in den Mittelpunkt, die von der Ausrottung bedroht sind, darunter der Vietnamfasan, der Gibbon und die Nui Chua Stabschrecke – alle drei auch bei uns im Zoo zu sehen. Im Rahmen der Kampagne bauen die Zoos Erhaltungszuchtprogramme aus und starten Forschungsprojekte. Und sie sammeln Spenden für den Artenschutz vor Ort. So werden zum Beispiel Felduntersuchungen zur Identifikation geeigneter Wiederansiedlungsgebiete finanziert oder lokale Zuchteinrichtungen unterstützt.“

Die Kampagne richtet sich aber auch direkt an die Zoobesucherinnen und -besucher, denn einige der Bedrohungen von Vietnams Tierwelt haben eine unmittelbare Verbindung zu unserem Konsumverhalten in Europa, zum Beispiel zur Textilindustrie. Hier kann ein Umdenken beim Kleiderkauf helfen, die wertvolle Tierwelt Vietnams zu schützen."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/presse/aktuell/news/news/detail/neu-im-zoo-vietnamfasane
(25.10.2024, 12:24)
cajun:   Neue Bewohner:
"Im Exotarium ist diese Woche ein Wüstenleguan-Paar eingezogen. Die interessanten Reptilien werden 35 bis 40 Zentimeter lang und sind perfekt an ihren natürlichen Lebensraum angepasst. So ist die Art unter anderem für ihre hohe Körpertemperatur von 39° bis 42° Celsius bekannt. Wüstenleguane leben in Höhlen, in die sie bei Gefahr flüchten und wo sie auch die Nächte verbringen. Dabei verschließen sie den Eingang von innen. Dieses Verhalten zeigen schon frisch-geschlüpfte Jungtiere.
Wüstenleguane sind Pflanzenfresser. Um Blätter und Blüten zu finden, klettern die bodenbewohnenden Tiere auch auf Büsche.
Ihr findet unsere Wüstenleguane im Exotarium im OG direkt neben der Futterküche, wo sie sich mit Chuckwallas und Blauen Felsenleguanen ein Terrarium teilen."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(17.10.2024, 17:14)
cajun:   Na, da geht es erstmal "klein" los neben dem Großprojekt:
"Raus an die Luft! Zooförderverein und Zoo planen neue Außenanlagen für Löwenäffchen & Co.
Sie sind gesellig, lebhaft, neugierig und hoch bedroht: Krallenaffen aus Süd- und Mittelamerika. Im Zoo Frankfurt leben die kleinen Primaten im Grzimekhaus. Mit der Hilfe des Zoofördervereins Zoo-Freunde Frankfurt e.V. sollen die Außenanlagen der Krallenaffen nun modernisiert und deutlich erweitert werden.

Die etwa eichhörnchengroßen Krallenaffen sind perfekt an das Leben im Regenwald angepasst. Ihre Fingernägel zum Beispiel sind, der Name lässt es vermuten, als Krallen ausgebildet und eignen sich bestens zum Klettern und Festhalten. Im Zoo Frankfurt leben drei Arten: Goldgelbe Löwenäffchen, Springtamarine und Lisztäffchen. Sie alle sind, vor allem durch den Verlust ihres natürlichen Lebensraums, gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.

Die Tiere im Zoo fungieren als Botschafter für ihre Artgenossen in den immer kleiner werdenden Heimatgebieten. Mit zahlreichen Informationen und Aktionen macht der Zoo auf die Situation der Krallenaffen aufmerksam. Darüber hinaus unterstützt er Artenschutzprojekte – zum Beispiel die des Lion Tamarins of Brazil FUND, kurz LTBF, der sich für die Erhaltung der insgesamt vier Löwenäffchen-Arten engagiert.

Gemeinsam mit seinem Förderverein, den Zoo-Freunden Frankfurt e.V., möchte der Zoo die charismatischen Krallenaffen nun mehr in den Fokus rücken und auch die Haltungsbedingungen optimieren. Alle drei Affenarten leben im Grzimekhaus, wo ihnen großzügige Innenanlagen zur Verfügung stehen. Die Außenanlagen allerdings sind nicht besonders geräumig und erfüllen auch nicht mehr die Ansprüche des Zoos an eine zeitgemäße Zootierhaltung. Mit dem geplanten Um- und Neubau der Außenvolieren, in denen dann neben Krallenaffen auch weitere Tierarten, zum Beispiel Vögel, gehalten werden können, erfährt auch der Besucherbereich rund um das Grzimekhaus eine deutliche Aufwertung. So können die Krallenaffen zukünftig über Netzbrücken den Besucherweg überqueren, um in den neuen Teil ihrer Außenanlage zu gelangen.

Um das Vorhaben zeitnah realisieren zu können, hat der Freundeskreis eine Spendenaktion ins Leben gerufen. „Ein solider finanzieller Grundstock ist zwar da, aber es reicht leider noch nicht, um mit den Bauarbeiten zu beginnen. Wenn es richtig gut läuft, könnten wir sogar bis zu drei Außenvolieren für unterschiedliche Arten errichten – der Platz um das Grzimekhaus ist auf jeden Fall vorhanden,“ erklärt Prof. Dr. Bruno Streit, 1. Vorsitzender der Zoo-Freunde Frankfurt e.V.

Zoodirektorin Dr. Christina Geiger freut sich über das Engagement des Fördervereins: „Mit dem Um- und Neubau der Außenanlagen bietet sich eine wunderbare Möglichkeit, mit überschaubaren Mitteln, viel zu bewirken – für unsere Tiere und für unsere Besucherinnen und Besucher, denn die wuseligen Krallenaffen kann man dann noch besser und unmittelbarer beobachten. Und ganz wichtig: Erhaltungszucht und Wissensvermittlung gelingen dort am besten, wo sich die Tiere wohl fühlen und authentisch erlebt werden können.“

Zoo-Freunde Frankfurt
Die Zoo-Freunde Frankfurt e. V. sind der Förderverein des Frankfurter Zoos. So wie der Zoo Frankfurt einst von Bürgern für Bürger gegründet wurde, setzen sich die Zoofreunde seit 2021 für seine weitere Entwicklung ein und unterstützen ihn bei seinen Aufgaben – vor allem in den Bereichen Artenschutz, Bildung und Forschung.
Nähere Informationen zu Verein und Mitgliedschaft unter https://www.zoofreundefrankfurt.de"
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/presse/aktuell/news/news/detail/raus-an-die-luft-zoofoerderverein-und-zoo-planen-neue-aussenanlagen-fuer-loewenaeffchen-co
(10.09.2024, 11:37)
cajun:   #Großtiere...
(07.09.2024, 22:42)
cajun:   @Rainer: Danke für die Bestätigung. Der Masterplan heißt ja 2030+ .... allein die Baustellen werden den Zoo zeitweise "lahm legen". Zumal die Grotiere nicht an anderer Stelle präsentiert werden können. Es sei denn man plant mit Zwischenlösungen. Bin daher sehr gespannt auf die Umsetzung.
(07.09.2024, 22:20)
Rainer Hillenbrand:   @cajun: nein, von Geld ist bisher nicht die Rede, aber für all das brauchts einen schönen Batzen davon und nachdem in Frankfurt eh alles ein bisserl mehr kosten darf als anderswo..... sollte das wirklich so (ähnlich) umgesetzt werden, dürfte es allein aufgrund der Finanzierung Jahrzehnte dauern.
(07.09.2024, 21:41)
cajun:   Unterhalb des Links auf der HP des Zoos gibt es die verschiedenen Ansichten der Planung. Gerade die großen Indoorbereiche finde ich sehr ambitioniert. Und auch schön dass es eine Weiterentwicklung der Flusspferdhaltung geben soll. Hab ich irgendwo die Gesamtkosten übersehen oder stehen die nicht drin?
(05.09.2024, 20:17)
W. Dreier:   Ah, "Dan Pearlman Erlebnisarchitektur" und Tierpark Berlin lassen grüßen! Die Worte kenne ich irgendwie - etwa "Biome, also Großlebensräume von Savanne bis Regenwald". Bei 11 ha. Und "Gut Blick" für die Besucher beim Durchqueren des Hippo-Tunnels. Ich schaue mal in 5 Jahren wieder in Frankfurt hinein. Und da es in Berlin seit fast 3 Wochen bei immer über 30°C nicht mehr geregnet hat: man sollte die Wüsten nicht vergessen.
(05.09.2024, 15:11)
Sacha:   Gefällt mir im Grossen und Ganzen ganz gut. Angesichts der Tatsache, dass wohl in absehbarer Zeit (oder auch für immer) das Thema "Aussenzoo" eben kein Thema sein wird, ist das vom Bestand her und der Gestaltung eine gute Lösung.
(05.09.2024, 12:58)
cajun:   Heute wurde der neue Masterplan vorgestellt:
"Auf in die Zookunft! Der Masterplan für den Zoo Frankfurt liegt vor
Im Mai 2023 begann die Arbeit am Masterplan für die Entwicklung des Frankfurter Zoos. Auf der Grundlage der 2019 erstellten Konzeptstudie entstanden in den letzten Monaten konkrete gestalterische und bauliche Pläne, die einen Umbau weiter Teile des Zoogeländes vorsehen. Ziel ist, den Zoo für die Zukunft zu sichern, beste Bedingungen für die Tiere zu schaffen und ein Zooerlebnis zu bieten, das das Verständnis für die Natur und die Vielfalt der Arten fördert.
3D-Ansicht

Im Juli 2020 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat der Stadt Frankfurt damit, einen Masterplan für die bauliche und inhaltliche Entwicklung des Frankfurter Zoos zu erstellen. Dieser Beschluss basiert auf der Erkenntnis, dass weite Teile des 1865 gegründeten Zoos in einem schlechten baulichen Zustand sind. Eine substanzielle Neugestaltung von mehr als der Hälfte des Areals ist überfällig und unabdingbar notwendig, damit der Zoo Frankfurt auch in Zukunft seinen vielfältigen Aufgaben gerecht wird.

Als zweitältester Zoo Deutschlands hat der Frankfurter Zoo viele Veränderungen erlebt. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde er wiederaufgebaut. Einige Areale konnten im Laufe der letzten 20 Jahre erneuert werden. Andere Großareale dagegen stammen baulich noch aus den 1950er und 1960er Jahren. Damit sind sie mit einer modernen Tierhaltung und den Erwartungen an einen zeitgemäßen Zoo nicht mehr vereinbar.

Das Masterplan-Team des Zoos unter der Leitung von Direktorin Dr. Christina Geiger sowie dem Amt für Bau und Immobilien haben gemeinsam mit den Zooplanern von Dan Pearlman Erlebnisarchitektur nun einen Masterplan vorgelegt, der konkrete Lösungen für die komplexen Herausforderungen eines Zooumbaus aufzeigt.

„Der Masterplan muss die Aufgabe lösen, auf elf Hektar mitten in der Stadt artgerechte Tierhaltung und intensive Tierbegegnungen zu ermöglichen. Er muss ein nachhaltiges und effizientes Energiekonzept mit den Ansprüchen von zahlreichen Tierarten in Einklang bringen. Weiterhin muss eine hohe Aufenthaltsqualität für die Besucherinnen und Besucher genauso gewährleistet sein wie beste Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden des Zoos“, erklärt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.

Ein Schaufenster in die Projektgebiete der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt

Die Neugestaltung zweier großer Areale soll eine klare Verbindung zu den herausragenden Projektgebieten der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in Afrika und Südamerika aufzeigen. Damit wird die über Jahrzehnte gewachsene Verbindung von Zoo und ZGF konsequent fortgeführt. Im Südwesten des Zoogeländes werden die Afrika-Bereiche Serengeti und Lomami entstehen, im Nordosten das Südamerikaareal Manú. Sowohl die Tierhäuser, die energieeffizient betrieben werden sollen, als auch die Freianlagen erlauben das ganzjährige Beobachten von Tiergesellschaften, wie sie auch in den Projektgebieten der ZGF vorkommen. Didaktische Elemente ermöglichen die Vertiefung des Gesehenen und ergänzen das umfassende Bildungsangebot, das den Natur- und Artenschutz ins Zentrum rückt.

Immersive Zoogestaltung und hohe Aufenthaltsqualität

„Aus unserem Motto „Tiere erleben – Natur bewahren“ ergeben sich zwei Versprechen,
die wir einlösen wollen“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. „Wir wollen die Faszination Wildtiererlebbar machen. Unsere Besucherinnen und Besucher sollen eintauchen in die Welt der Tiere und etwas Wertvolles kennenlernen. Es muss uns gelingen, positive Erlebnisse zu schaffen, die alle Sinne ansprechen und nachhaltig beeindrucken. Damit wollen wir eine Naturschutz-Kultur fördern, deren zentrale Aspekte Bewusstsein und Motivation zum Handeln sind. Um das zu erreichen, wollen wir ein Zooerlebnis bieten, das begeistert und ein Verständnis für die Natur und die Vielfalt der Arten fördert. Die veralteten Tiergehege müssen daher durch neue Habitatanlagen ersetzt werden. Die Tierhaltung muss – für unsere Besucherinnen und Besucher deutlich wahrnehmbar – hervorragend und vorbildlich sein, denn nur so können wir glaubwürdig und authentisch zum eigenen nachhaltigeren Leben motivieren“, so Geiger.

Die Neugestaltung sieht eine Aufteilung des Zoos in Biome, also Großlebensräume von Savanne bis Regenwald, vor. Wirtschafts- und Besucherbereiche sollen, anders als aktuell, deutlich voneinander getrennt werden. Die Architektur der Gebäude soll weitgehend zurücktreten und zugleich ein unmittelbares Erleben der Tiere ermöglichen – etwa durch Stege auf unterschiedlichen Niveaus, die durch Hallen und Volieren führen. Als besonderes Highlight ist ein gläserner Tunnel unter dem Wasserbecken der Flusspferde geplant. Spielplätze, Plätze zum Verweilen und vor allem gastronomische Angebote ziehen sich zukünftig durch das gesamte Zoogelände und sollen den rund 800.000 Besucherinnen und Besuchern ganzjährig eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.

„Es ist ein Plan, der mich überzeugt und begeistert und der nun umgesetzt werden sollte. Die Modernisierung des Zoos ist fundamentaler Bestandteil der Vision für das Zooareal insgesamt, das durch die Etablierung des Frankfurt Conservation Centers und der Sanierung des Zoogesellschaftshauses sowie der Einrichtung eines Kinder- und Jugendtheater zu einem einmaligen Anziehungsort für Naturschutz, Kultur und Bildung und Erholung im Frankfurter Osten werden soll“, so Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Hartwig."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/presse/aktuell/news/news/detail/auf-in-die-zookunft-der-masterplan-fuer-den-zoo-frankfurt-liegt-vor
(05.09.2024, 12:40)
cajun:   Letzte Woche gab es eine Vikunjageburt:
"Flauschiger Neuzugang auf der Südamerika-Anlage
Gestern Vormittag hat unser Vikunja LIVIA Nachwuchs zur Welt gebracht – und das nicht nur vor den Augen vieler Besucherinnen und Besucher, sondern auch unter den neugierigen Blicken der Mitbewohner auf der Anlage. Neben unseren anderen Vikunja-Weibchen interessierten sich nämlich auch unsere Nandus, Maras und Wasserschweine für das Kleine.
Vikunjas sind übrigens die Wildform der domestizierten Alpakas. Die Neuweltkamele kommen in den Hochanden Südamerikas vor."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(19.08.2024, 15:09)
cajun:   Wie zu Grzimeks Zeiten. :-) Eine vermutliche Erstzucht:
"Zuchterfolg im Exotarium!
Vor kurzem gelang es unserem Team aus dem Exotarium, südamerikanische Schaum-Pfeiffrösche (Leptodactylus syphax) nach zu züchten. Es handelt es sich höchstwahrscheinlich um den ersten Ex-situ-Zuchterfolg bei dieser Amphibienart, d.h. die erste Zucht außerhalb des natürlichen Lebensraums der Tiere.
Der erste Teil des Namens Schaum-Pfeiffrosch geht darauf zurück, dass die Weibchen ihren Laich in ein selbst fabriziertes Schaumnest in der Nähe von Gewässern ablegen, in denen dann die Kaulquappen heranwachsen. Nach dieser Phase gehen die noch sehr kleinen Frösche an Land, wo sie dann bis zu 9 cm groß werden können. Der zweite Teil des Namens verweist auf die von den Männchen erzeugten, gut hörbaren, Werbe- und Aggressionslaute."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(08.08.2024, 14:20)
cajun:   Am Dienstag gab es Nachwuchs bei den Seehunden meldet der Zoo auf Facebook. Mutter ist ein 18jähriges erfahrenes Weibchen.
(02.08.2024, 13:28)
cajun:   Auf Facebook hat der Zoo mit einem kurzem Posting eine Faultiergeburt gemeldet, ähnlich wie kürzlich der Zoo Heidelberg. Ein kleines Video dazu gibt es hier: https://m.facebook.com/ZooFFM/
(25.07.2024, 22:49)
cajun:   Die gerade veröffentlichte PM ist dann doch etwas ausführlicher:
"Ein neues Nashorn für den Frankfurter Zoo
Der Umzug von Spitzmaulnashorn TACO vom Rhein an den Main ist ein doppelter
Gewinn: Der Kölner Zoo hat nun Platz für ein neues Paar und damit für die Zucht der
hochbedrohten Art, und in Frankfurt ist nach dem Tod des Bullen KALUSHO im
Dezember 2023 nun wieder ein Nashorn zu sehen.
Dass Spitzmaulnashorn TACO vom Kölner in den Frankfurter Zoo umgezogen ist, ist ein gutes Beispiel für die Kooperation von wissenschaftlich geführten Zoos. Im Kölner Zoo wurde 2023 eine neue Savannenanlage eröffnet. Dort soll auf Wunsch des Zoos und des Zuchtbuchs ein junges Paar für Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörnern (Diceros bicornis michaeli) sorgen. Da Spitzmaulnashörner aber Einzelgänger sind, musste der 29 Jahre alte TACO Platz für einen neuen Zuchtbullen machen. Der Zoo Frankfurt bot sich als neue Heimat für TACO an, denn die Anlage dort stand nach dem Tod des letzten Südlichen Spitzmaulnashorns in einem europäischen Zoo Ende des vergangenen Jahres leer.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir den Zoo Köln sowie das Zuchtbuch mit der Übernahme von TACO unterstützen können. Nashörner gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren im Zoo und sie sind sehr wichtig für die Bildungsarbeit des Zoos“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.

„Unsere Nashorn-Anlage stammt noch aus den 1950er Jahren und soll im Zuge der Zooentwicklung einem neuen Afrikabereich weichen. Bis es soweit ist, können wir hier aber gut ein Nashorn halten, zumal, wenn es sich um ein älteres Individuum handelt, das nicht mehr aktiver Teil des Zuchtprogramms ist. Das Haus stammt aus den 1950er Jahren und ist mit einer zeitgemäßen Zootierhaltung nur noch bedingt vereinbar. Dies betrifft vor allem die wenig vorbildlichen Möglichkeiten im Umgang mit Energie und Wasser sowie die Darstellung von natürlichen Zusammenhängen im Lebensraum. Von der Fläche und den Bedingungen für ein Einzeltier her entspricht es jedoch den Anforderungen an die Haltung eines Nashorns, und das Tierpflegeteam hat viel Erfahrung mit dieser Tierart“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. Ein weiterer Vorteil des Umzugs nach Frankfurt: Der Transportweg war kurz. Und so ist TACO am 22. Juli auch gut in seinem neuen Zuhause angekommen. „Spitzmaulnashörner in menschlicher Obhut können 40 Jahre oder sogar noch etwas älter werden. TACO kann also noch eine gute Zeit bei uns haben. Unser Masterplan sieht für das Areal, auf dem jetzt noch das alte Nashornhaus steht, einen vollkommen neuen Afrikabereich vor. Dort sollen dann in Zukunft – genau wie in Köln – Spitzmaulnashorn Zuchtpaare leben,“ so Geiger."
Quelle:https://www.zoo-frankfurt.de/presse/aktuell/news/news/detail/ein-neues-nashorn-fuer-den-frankfurter-zoo
(23.07.2024, 11:57)
cajun:   Dann ist wohl heute Willkommensparty...:
"Der Frankfurter Zoo bekommt einen neuen Bewohner. Am Dienstag, 23. Juli, um 11 Uhr wird das Spitzmaulnashorn "Taco" vorgestellt. Damit zieht in das Nashorn-Gehege nach dem Tod des Bullen "Kalusho" im Dezember 2023 ein neues Tier.
Die Vorstellung des neuen Bewohners übernimmt Zoodirektorin Christina Geiger. Zuvor war "Taco" im Kölner Zoo untergebracht. Dort soll nun ein neues Spitzmaulnashorn-Paar einziehen, um die bedrohte Art zu erhalten."
Quelle:https://www.t-online.de/region/frankfurt-am-main/id_100454162/frankfurt-nashorn-neuzugang-im-zoo.html
(23.07.2024, 08:54)
cajun:   Der Fossa Nachwuchs vom Mai wird vorgestellt:
"Fossa mal vier!
Ende Mai brachte die elfjährige SISSI vier Jungtiere zur Welt. Diese Woche wurden die Kleinen gründlich durchgecheckt. Alles in Ordnung. Seitdem wissen wir auch, dass es sich um zwei weibliche und zwei männliche Jungtiere handelt.
Noch verbringt die Familie viel Zeit in den Wurfboxen, zwischen denen die fürsorgliche und erfahrene Mutter ihren Nachwuchs regelmäßig hin und her trägt. Doch bald wird man die Kleinen dabei beobachten können, wie sie durch ihr Gehege wuseln. Bei Vierlingen hat SISSI dann alle Pfoten voll zu tun. Der zehn Jahre alte Vater VANDROZO hat mit der Aufzucht und Erziehung übrigens nichts mehr zu tun."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(15.07.2024, 10:53)
cajun:   Mehrere Zugänge in FFM:
"Dieses Video zeigt das Nest unserer Kahnschnabelreiher (Cochlearius cochlearius). Wie ihr seht, hat unser Brutpaar vor kurzem Nachwuchs bekommen. Das ist deshalb bemerkenswert, da sie mit fast 25 bzw. 30 Jahren schon sehr alt sind. Die zwei Küken sitzen hier bei ihrer Mutter. Durch das gut hörbare Klappern droht sie übrigens Feinden.
Kahnschnabelreiher kommen in Mittel- und Südamerika in Gebieten mit Busch- und Baumbestand in Wassernähe vor. Sie unterscheiden sich von anderen Reiherarten vor allem in ihrem Jagdverhalten. Sie nutzen ihren breiten Schnabel, um Fische aus dem Wasser zu schöpfen.
Da die Haltung recht kompliziert ist, sind Kahnschnabelreiher mittlerweile eine Rarität in Zoos. Bei uns findet ihr sie in den Biotop-Volieren neben den Faust-Vogelhallen.

Neues aus dem Exotarium
Unser Jamaika-Leguan (Cyclura collei) ist seit letzter Woche in Gesellschaft von zwei Weibchen. Die sind zurzeit noch ein wenig schüchtern und verstecken sich. Die Art galt seit den 1940er-Jahren bereits als ausgerottet. Heute gibt es sie nur in einem kleinen Kerngebiet in den jamaikanischen Hellshire Hills. Unsere Jamaika-Leguane sind Teil eines amerikanischen Zucht- und Wiederansiedlungsprogramms vom Nordamerikanischen Zooverband AZA.

Und was hängt da im Aquarium?
Es ist das Ei eines Epaulettenhais (Hemiscyllium ocellatum).Die sind anders als die meisten anderen Haiarten nicht lebendgebärend, Die Eikapseln sind länglich und haben klebrige, fadenförmige Enden, die sie am Ablageplatz, wie z.B. an Seetang, verankern. Es dauert etwa 140 Tage, bis aus den Eiern die kleinen Haie schlüpfen. Ihr müsst also noch ein bisschen Geduld mitbringen.
Falls euch das Bild irgendwie bekannt vorkommt, seid ihr möglicherweise schonmal am Strand über eine leere Eikapsel gestolpert. Sie werden auch „Mermaid‘s purses“, also „Handtaschen der Meerjungfrauen“ genannt."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(10.07.2024, 13:53)
cajun:   Heute dürfen die Löwen auf die neue Außenanlage:
"Eröffnung der neuen Löwen-Außenanlage im Zoo Frankfurt
Sie gelten als Könige der Tiere: Die Löwen im Frankfurter Zoo bekommen mehr Platz. Nun lernen sie erstmals ihr neues Außengehege kennen.
Frankfurter Zoo baut Löwen-Außenanlage um
Die beiden Löwen im Frankfurter Zoo dürfen nun erstmals ihr neues Auußengehege erkunden. © Arne Dedert/dpa
Das Löwenpaar im Frankfurter Zoo darf am Dienstag (11.00 Uhr) erstmals auf seine neue Außenanlage. Der Zoo hat das Gehege in den vergangen beiden Jahren umgebaut. Nun haben die Raubkatzen Kumar und Zarina doppelt so viel Platz wie vorher, einst war das Löwen-Außengehege nur rund 500 Quadratmeter groß.
Besucher können die Tiere künftig von drei Ebenen aus beobachten. Die Kosten für den Umbau der Anlage waren auf knapp zwei Millionen Euro geschätzt worden, den größten Teil davon übernimmt die Stadt als Trägerin des Zoos. Im Frankfurter Zoo leben zwei Asiatische Löwen, ihre Art gilt weltweit als stark bedroht. Während des Umbaus lebten die Tiere hinter den Kulissen des Zoos und waren für Besucher nicht sichtbar."
Quelle:https://live.vodafone.de/regional/hessen/eroeffnung-der-neuen-loewen-aussenanlage-im-zoo-frankfurt/12710089
(02.07.2024, 09:57)
cajun:   Ein "Erdferkelchen" erblickte Ende Mai das Licht der Welt:
"Nachwuchs bei den Erdferkeln
Am 28. Mai kam bei uns ein Erdferkel-Jungtier zur Welt. Das Kleine könnt ihr jetzt im Grzimekhaus beobachten. Kommt am besten zwischen 11 und 12, 14 und 15 oder ab 17 Uhr vorbei. Da ist das Kleine bei seiner Mama und ihr könnt solche Szenen via Live-Kamera in die Schlafbox sehen."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(10.06.2024, 13:14)
cajun:   Wenn der "Chef" schon einen neuen Thread zur Verfügung stellt, dann füllen wir den mal...:
"Seit Anfang der Woche könnt ihr im Grzimekhaus ein Buschschliefer-Paar sehen.
Unter den Augen unserer Tierpflegerinnen und Tierpfleger wurden die beiden zum ersten Mal zusammengelassen. Das Männchen war zunächst etwas schüchtern und sah sich die neue Mitbewohnerin erstmal aus der Entfernung an. Doch noch am selben Tag sind sich die beiden schon nähergekommen und haben sich buchstäblich beschnuppert."
Quelle:https://www.facebook.com/ZooFFM/?locale=de_DE
(03.06.2024, 11:13)
Klaus Schueling:   Erlebnis Zoo – Abenteuer Naturschutz
Live Talks und Vorträge im Zoo

Dienstag, 4. Juni 2024
18 Uhr
Ort: Zugang Zooeingang Rhönstraße

Neues aus dem Zoo
Dr. Christina Geiger, Direktorin Zoo Frankfurt

Im Juni geht es traditionell um alle großen und kleinen Projekte und Neuigkeiten im Zoo. Fast schon ein Pflichttermin für alle Besucherinnen und Besucher, die etwas genauer wissen möchten, was hier im Zoo so alles passiert – vor und hinter den Kulissen.

Der Einlass zum Vortrag erfolgt über den Eingang Rhönstraße. Bei gutem Wetter findet der Vortrag im Freien statt, bei Regen im Foyer des Menschenaffenhauses Borgoriwald.

Der Eintritt ist frei.
(31.05.2024, 13:09)

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