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Zoos der Ukraine



cajun:   Ein Blick auf die derzeitige dramatische Lage:
"Pelikane haben Eier zerdr√ľckt, die Lemurin hat ihr Junges versto√üen.
Der Kiewer Zoo √ľberlebt in Zeiten des Krieges dank Spenden
Die energetische Infrastruktur der Ukraine unter Beschuss nehmend, sagen die Beh√∂rden Russlands, dass sie strategisch wichtige Objekte zerschlagen, Millionen von Ukrainern ohne Licht und W√§rme zur√ľcklassend. Mehr noch, einige Politiker rufen dazu auf, immer mehr W√§rmekraftwerke zu zerst√∂ren. Aber nicht nur Menschen leiden. Kirill Trantin, Direktor des Kiewer Zoos, erz√§hlte The Insider, wie Tiere √ľberleben, die bei einem Luftangriff nicht in einen Luftschutzbunker laufen k√∂nnen und deren Leben von Generatoren und Laternen abh√§ngt.
‚ÄěWir werden Experten im √úberleben ohne Wasser und Strom‚Äú
Der Kiewer Zoo ist ein Objekt des Naturschutzfonds der Ukraine von gesamtstaatlicher Bedeutung. Wie auf der Website des Unternehmens berichtet, gibt es 2.170 Exemplare von Tieren von etwa 300 Arten. Die Ziele des Zoos sind nicht nur Unterhaltung, im Zoo wird auch wissenschaftliche Forschungsarbeit geleistet, die darauf abzielt, die Haltungsbedingungen f√ľr die Tiere zu verbessern, Daten √ľber Biologie, Verhalten und Rehabilitation von Tieren zu sammeln - notwendig f√ľr die Erhaltung seltener Arten in freier Wildbahn und f√ľr die Entwicklung der angewandten und Grundlagenwissenschaft.
Laut Kirill Trantin wurden die Tiere des Kiewer Zoos seit dem 24. Februar nirgendwohin gebracht.
‚ÄěDurch die bitteren Erfahrungen der ersten Kriegsmonate gelehrt, haben wir uns auf diese Probleme vorbereitet ‚Äď wir haben Generatoren gekauft und Holz√∂fen bestellt. Au√üerdem wurden alle Geb√§ude w√§rmeisoliert, sogar eine kleine W√§rmebildkamera wurde angeschafft, um den W√§rmeverlust aus alten Geb√§uden zu √ľberpr√ľfen. Es gibt einen Vorrat an Brennholz und einen kleinen Vorrat an Brennstoff, Futter f√ľr anderthalb Monate im Voraus. Bereit f√ľr das Beschissenste. Au√üer direkten Treffern - aber darauf kann man sich nicht vorbereiten.
Alle Tiere erhalten seit Anfang September zus√§tzliche Rationen. F√ľr den Winter nehmen sie 10 % ihres Gewichts zu. Wir f√ľttern sie gut, damit sie in der bequemsten Form in den Winter gehen. Au√üerdem haben wir 200 Tiere gerettet und in dieser Zeit Obdach gew√§hrt.‚Äú
Die Schl√§ge Russlands gegen Kiew wurden von den Tieren gesp√ľrt. Laut Trantin ‚Äěgab es zerbrochene Fenster‚Äú, aber keine Opfer. Dies wirkt sich jedoch immer noch auf den Zustand der Pfleglinge des Zoos aus: Zum Beispiel haben die Pelikane im ersten Monat ihre Eier zerdr√ľckt - vor Stress, und der weibliche Lemur hat sein Junges versto√üen, dieses wurde mit Kr√§ften des Zoos gef√ľttert. Spenden von Ukrainern und europ√§ischen Zoos helfen zu √ľberleben. Im Februar und M√§rz gaben die Leute eine ziemlich gro√üe Menge, wodurch die Zooverwaltung Gas, Strom, Wasser und Futter bezahlen konnte.
‚ÄěWenn man Ihnen vor Ihren Haupteingang eine Schachtel wirft und darin ist eine Schlange - ist das ein Extremfall, oder etwa nicht? Und was tun mit ihr? Nein, wir haben verstanden, was damit zu tun ist, und wir haben alle gerettet - Papageien, Schildkr√∂ten und Affen. Wenn du dein eigenes Budget eingeplant hast, und sie dir noch 10% Tiere von deinen gesamten Lebewesen bringen, dann ziehst du es mit zusammengebissenen Z√§hnen durch. Ohne die Hilfe der einfachen Menschen und der europ√§ischen Zoos h√§tten wir die Situation nicht durchgebracht.‚Äú
Das gr√∂√üte Problem sei fehlende W√§rme, die besonders f√ľr Primaten wichtig sei, sagt Trantin. Schon das Absinken der Lufttemperatur auf +10¬įC ist t√∂dlich. √Ėfen, die bald im Zoo eintreffen werden, werden helfen, sie zu retten. Es gab auch Stromausf√§lle. Die Tiere wollten nicht im Dunkeln fressen, sie wollten sich nicht in die Gehege begeben, damit sauber gemacht werden konnte.
‚ÄěWir haben Stra√üenlaternen gekauft und sie haben kleine Sonnenkollektoren, jetzt werden diese Laternen drinnen installiert, wenn also kein Licht da ist, gibt es eine unabh√§ngige Lichtquelle. Wir haben 30 Panels mit eingebautem Akku gekauft, wenn also das Licht ausgeht, dann gibt es Panels mit Batterien f√ľr vier Stunden. Wir werden Experten darin, ohne Wasser und Strom zu √ľberleben. Unsere Aufgabe ist es sicherzustellen, dass dieser Krieg unsere Pfleglinge nicht betrifft. Menschen k√∂nnen sich in einem Luftschutzbunker verstecken, aber man kann Tieren nicht erkl√§ren, dass irgendwelche Idioten die Stadt bombardieren und auf Wasser und Gas schie√üen.‚Äú [‚Ķ]
Wie die Ukraine ohne Licht und Wärme lebt
Nach Angaben der Werchowna Rada der Ukraine fand am 15. November Russlands größter Angriff auf die ukrainische Energie-Infrastruktur statt. Etwa 10 Millionen Menschen im Land blieben ohne Strom, insgesamt wurden bereits mehr als 30 Energie-Infrastruktureinrichtungen beschädigt. Sogar ein Teil Moldawiens blieb ohne Strom. Die Kosten der Raketen, die am 15. November in der Ukraine abgefeuert wurden, könnten 900 Millionen Dollar erreichen.
Um Elektroenergie zu sparen, hat Kiew bereits st√ľndliche Stromausf√§lle eingef√ľhrt. Der B√ľrgermeister von Kiew Witalij Klitschko r√§umte die M√∂glichkeit der Evakuierung der Bev√∂lkerung ein. Ihm zufolge ist ein kompletter Stromausfall m√∂glich und die Kiewer m√ľssen m√∂glicherweise die Stadt verlassen. Raketen trafen Elektrizit√§tswerke, Heizkraftwerke, Umspannwerke in der ganzen Ukraine.
In einigen H√§usern tauchten in Aufzugskabinen ‚ÄěKrisen-Kits‚Äú auf, schreibt der BBC Russian Service. In Pappkartons k√∂nnen bescheidene Lebensmittel liegen, ein Kinderspielzeug, Trinkwasser, eine Packung Beruhigungsmittel f√ľr den Fall einer Klaustrophobie und eine leere Plastikflasche f√ľr dringende k√∂rperliche Bed√ľrfnissse enthalten. Am gl√ľcklichsten sind diejenigen, die einen Gasherd haben. Wer einen elektrischen hat, kocht w√§hrend der Stromversorgung Wasser und gie√üt es in Thermoskannen, viele kaufen Gaskocher f√ľr Touristen.
Bei Stromausf√§llen verlieren viele Menschen ihre Kommunikation und das Internet ‚Äď viele Basisstationen stehen auf D√§chern und sind auf die Stromversorgung angewiesen. Powerbanks und Ladestationen sind in Elektrofachm√§rkten bereits rar geworden."
Quelle: https://theins.ru/news/257088
√úbersetzung: Zoopresseschau
(22.11.2022, 10:38)
cajun:   Eine vorl√§ufige Bilanz aus Posen:
"Zoo PoznaŇĄ hat 200 Tiere aus der Ukraine gerettet. Ein weiterer Transport ist gerade eingetroffen
Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat der Zoo PoznaŇĄ geholfen, √ľber 200 verschiedene Tiere zu retten ‚Äď sowohl wilde als auch Heimtiere. In den letzten Tagen ist der zehnte Transport in PoznaŇĄ angekommen, der unter anderem vier erwachsene L√∂wen, vier L√∂wenwelpen und einen Kragenb√§ren enth√§lt, dessen Geschichte ziemlich dramatisch ist. Dabei handelt es sich haupts√§chlich um Wildtiere, die von Natalija Popowa aus einem Tierheim in der N√§he von Kiew gerettet wurden. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine wurden fast drei√üig L√∂wen, zehn Tiger, W√∂lfe, B√§ren, F√ľchse, Karakale, ein Affe und mehrere Dutzend Katzen und Hunde in den Zoo PoznaŇĄ gebracht."
Quelle: https://www.rmf24.pl/regiony/poznan/news-poznanskie-zoo-uratowalo-200-zwierzat-z-ukrainy-wlasnie-przy,nId,6374405#crp_state=1
√úbersetzung: Zoopresseschau
(22.11.2022, 10:33)
cajun:   Bin gespannt wann und wo die Ausstellung in Deutschland zu sehen sein wird:
"Orientarium Zoo ŇĀ√≥dŇļ mit Hilfe f√ľr ukrainische Tiere. Sonderausstellung und Geschenksammlung!
Einwohner von ŇĀ√≥dŇļ k√∂nnen ukrainische Zoos unterst√ľtzen. Orientarium Zoo ŇĀ√≥dŇļ startet eine weitere Geschenksammlung und l√§dt zu einer Sonderausstellung √ľber Tiere ein, die unter dem andauernden Krieg gelitten haben.
Die Mitarbeiter des Zoos ŇĀ√≥dŇļ stehen in st√§ndigem Kontakt mit ihren Kollegen aus der Ukraine, wodurch eine sehr konkrete Bedarfsliste erstellt wurde. Alle Freiwilligen k√∂nnen gebrauchte und neue Decken, N√ľsse in Originalverpackung (Waln√ľsse und Eicheln aus eigener Ernte werden nicht angenommen), unges√ľ√üte Trockenfr√ľchte in Originalverpackung, Trocken- und Nassfutter f√ľr Hunde und Katzen, Futter f√ľr Papageien und Nager, Reinigungs- u K√∂rperpflege, Dosenfutter, Einmachgl√§ser, Schokolade und Halbfabrikate [zum Aufbacken] f√ľr Tierpfleger, Erste-Hilfe-Sets oder Erste-Hilfe-Sets zum Nachf√ľllen (Pflaster, Mullpads usw.), Powerbanks und Mobiltelefone.
Ausstellung "Why".
‚ÄěIn der Ukraine sind bereits Hunderte Tiere gestorben. Auch ihre Pfleger sterben. Das einzige, was wir im Moment tun k√∂nnen, ist, weitere Transporte vorzubereiten und zu hoffen, dass wir eines Tages die besch√§digten Zoos wieder aufbauen k√∂nnen. Eine Sonderausstellung, die in der Halle unseres Konferenzzentrums zu sehen ist, soll auf die Situation der Tiere w√§hrend des Krieges aufmerksam machen", betont Krzysztof Babij, Vizepr√§sident des Vorstands des Orientarium ZOO ŇĀ√≥dŇļ. Die Ausstellung mit dem Titel ‚ÄěWhy‚Äú zeigt 40 Bilder von Tieren, die Opfer des Kriegs in der Ukraine geworden sind. Auf bunten Bilderrahmen platzierte QR-Codes leiten auf eine Seite mit bewegenden Geschichten der Helden der Ausstellung weiter ‚Äď teilweise sehr drastisch. Der Autor der Werke ist der ukrainische K√ľnstler Igor Pawljuk - Bruder des Direktors des Zoos in Riwne. Bis Ende November ist die Ausstellung ‚ÄěWHY‚Äú in ŇĀ√≥dŇļ zu sehen, danach geht sie weiter, unter anderem nach Tschechien, in die Slowakei, nach Deutschland und √Ėsterreich."
Quelle: https://lodz.pl/artykul/orientarium-zoo-lodz-z-pomoca-dla-ukrainskich-zwierzat-specjalna-wystawa-i-zbiorka-darow-54138/
√úbersetzung: Zoopresseschau
(22.11.2022, 10:30)
cajun:   Die Unterst√ľtzung l√§uft weiter. Bei der aktuellen Lage der Energieversorung in der Ukraine darf man gespannt sein, wie die Zoos den Winter √ľberstehen... die "Sorgen" hierzulande sind dagegen echt Peanuts...
"Konzertierte Nothilfe der EAZA im Kriegsgebiet - Wilhelma unterst√ľtzt Zoos der Ukraine mit Spenden von 28.000 Euro
Seit Februar herrscht Krieg in der Ukraine. Das Leid vor Ort betrifft neben den Menschen auch die Zootiere. Deshalb unterst√ľtzt die Wilhelma die Initiative des europ√§ischen Dachverbands EAZA, den Kolleginnen und Kollegen im Kriegsgebiet unter die Arme zu greifen. Sie sammelt und √ľberweist Spenden an dessen Hilfefonds. Jetzt konnte der Zoologisch-Botanische Garten erneut 13.000 Euro weitergeben. Insgesamt sind so in Stuttgart in diesem Jahr schon 28.000 Euro zusammengekommen. Die Versorgung der Tiere in den ukrainischen Zoos ist wegen der zerst√∂rten Infrastruktur weiterhin eine gro√üe Herausforderung. Kaputte Stra√üen und Wasserleitungen, abgeschnittene Versorgungswege sowie fehlende Medikamente, Stromausf√§lle und Futterengp√§sse: Unter diesen Bedingungen m√ľssen die Zootiere in der Ukraine √ľber die Runden kommen. Trotzdem bleiben mutige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort und k√ľmmern sich um Affen, L√∂wen und Co. Dabei stehen die Teams und Tiere unter gro√üem Stress. Um die Hilfe f√ľr die ukrainischen Zoos zu koordinieren, hat der Europ√§ische Verband der Zoos und Aquarien im Fr√ľhjahr einen Notfallfonds eingerichtet. Die Vereinigung der wissenschaftlich gef√ľhrten Einrichtungen b√ľndelt so die Spendenaktionen seiner rund 400 Mitgliedsorganisationen. Damit k√∂nnen die Gelder im engen Austausch mit dem ukrainischen Zooverband geb√ľndelt passgenau daf√ľr eingesetzt werden, was wo am dringendsten ben√∂tigt wird. Der Fonds konnte bis Ende Oktober mehr als 1,6 Millionen Euro sammeln. Mit dem Geld kaufen die ukrainischen Zoos zum Beispiel Generatoren, Brennholz, Nahrung und Tierarznei. Au√üerdem k√∂nnen durch die internationale Unterst√ľtzung bei Bedarf Tiere aus besonders stark betroffenen oder zerst√∂rten Einrichtungen evakuiert werden. ‚ÄěJetzt steht der Winter vor der T√ľr und eine Entspannung der Situation ist leider nicht in Sicht‚Äú, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas K√∂lpin. ‚ÄěDaher freuen wir uns √ľber jeden Euro, den wir an die Zoos in Not geben k√∂nnen.‚Äú Wer seine Spende auf das Konto der Wilhelma mit dem Verwendungszweck ‚ÄěUkraine‚Äú √ľberweist, kann sicher sein, dass die Summe ohne jeden Abzug an den EAZA-Fonds weitergeleitet wird. Die Bankverbindung steht auf der Wilhelma-Webseite unter ‚ÄěEngagement‚Äú."
Quelle: Pressemitteilung der Wilhelma
(22.11.2022, 09:55)
Liz Thieme:   FeldmanEcopark:
"Heute ist ein sehr wichtiger Tag f√ľr uns: Wir verk√ľnden den Beginn der Restaurierung des Feldman Ecopark! Die ersten Mieter kehrten darauf zur√ľck: Wir haben es geschafft, afrikanische B√ľffel zu fangen, die im Fr√ľhjahr aus der Flucht in die benachbarten W√§lder gingen. Wir lockten sie mit Essen ins Gebiet des Ecopark, und sie kamen alle, und einige von ihnen hatten bereits Kinder, einige von ihnen gingen selbst in die Gehege.
Ab diesem angenehmen Moment beginnen wir mit dem Countdown bis zur Wiederbelebung unseres Ecopark. Nat√ľrlich ist der Krieg noch lange nicht vorbei, aber wir glauben an die Streitkr√§fte der Ukraine und sind uns sicher, dass es keine barbarischen Beschuss des Ecopark mehr geben wird, der vom ersten Kriegstag an bis der Aggressor an die Grenze getrieben wurde. In naher Zukunft werden wir alles daf√ľr tun, das Revier zu r√§umen. Danach beginnen wir mit der Reinigung und Konservierung der verbleibenden Geb√§ude f√ľr den Winter. Die Arbeit, die kommen wird, ist riesig. 70-80% unserer Geb√§ude sind zerst√∂rt, sie sind nicht mehr zur Restaurierung geeignet. Wir machen die Vorarbeiten f√ľr den Fr√ľhling und es geht in den Baubeginn.
Unsere Hauptaufgaben f√ľr heute sind es Tiere mit Futter und allem, was sie brauchen, um erfolgreich im Winterschlaf zu bleiben, Abgrenzungen durchzuf√ľhren, aufzur√§umen und den Bereich vorzubereiten. Das ist eine ernsthafte Herausforderung, aber ich bin mir sicher, dass wir es mit der Hilfe unserer zahlreichen Freunde schaffen!"

10. November 2022, Facebook
(18.11.2022, 13:07)
Thomas D√ľtsch:   Hallo zusammen,

gestern hat der Zoo Mykolaiv 2,1 Tonnen Elefantenbeifutter als Spende vom Elefantenschutz-Europa e.V. erhalten.

Das ist bereits die dritte Hilfslieferung an Zoos in der Ukraine durch unseren relativ kleinen Verein.

Am nächsten Montag werden wir Hilfslieferungen nach Odessa, Kiew und Charkiw absenden.

Die 2,1 Tonnen Futter f√ľr Odessa wird ebenfalls vom Elefantenschutz finanziert.

Die ca. 10 Tonnen Trocken- und Dosenfutter f√ľr Charkiw hat uns das EAZA Executive Office finanziert.

Die 1,3 Tonnen Mischfutter f√ľr Papageien, Nager und Schildkr√∂ten wurden ebenfalls vom EAZA Executive Office finanziert.

Bei der Logistik wurden wir wieder von Uljana KaŇāńÖŇľny, Zoo Lodz, unterst√ľtzt.
(03.11.2022, 15:49)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

gestern Abend hat mich eine sehr erfreuliche Mail erreicht.

April Adams vom EAZA Executive Office hat mich √ľber folgenden Sachverhalt informiert:

Die EAZA Executive stellt mir die finanziellen Mittel aus dem EAZA Ukraine Zoos Emergency Fund
f√ľr 10 Tonnen Futtermittel und Transportkosten zur Verf√ľgung.

Jetzt k√∂nnen wir Kyiv Futtermittelpakete f√ľr Papageien, Spornschildkr√∂ten und Nagetiere liefern.

Und in Charkiw k√∂nnen wir ein Trockenfutterlager f√ľr den Winter aufbauen.

Ich möchte mich bei der EAZA Executive auf diesem Wege recht herzlich bedanken.


(08.09.2022, 16:49)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

der Putin Krieg geht weiter, die Hilfe f√ľr die Zoos ist leider weniger geworden und die Probleme mit der Logistik, dem Treibstoff, den Lebensmitteln, den L√∂hnen und der Mobilisierung werden nur noch schlimmer.

Am schwierigsten ist es derzeit f√ľr die gro√üen staatlichen Zoos in den Regionen in der N√§he des Kriegsgebiets (Charkiw, Nikolajew) und f√ľr diejenigen, die die aktive Phase √ľberlebt haben und stark bedroht und gef√§hrdet sind (Kiew). Die √ľbrigen Zoos arbeiten, haben keine besonderen logistischen Probleme und sind im Moment sicher.

Am Beispiel des Zoos in Kiew möchte ich die Situation etwas genauer beschreiben. Der Zoo kann einem Drittel des Personals keine Gehälter zahlen und hat nur die wichtigsten Mitarbeiter behalten, was zu Lasten der Arbeit mit den Besuchern, der Bildung, der wissenschaftlichen Aktivitäten, der teilweisen Instandhaltung des Geländes und des Verwaltungsaufwands geht.

Im Moment ist die Hauptpriorität das Überleben. Der Tierpark hat mehr als 150 verschiedenen Tierarten aus "heißen" Gebieten geholfen und sie in Einrichtungen des Zoos untergebracht.

Der Zoo ist als Park f√ľr Besucher ge√∂ffnet, aber jetzt ist der Besucherstrom (um 70 % weniger als vor dem Krieg) eingebrochen. Nach dem j√ľngsten Bombenangriff auf Kiew kommen keine Besucher mehr (die Bomben fielen 10 Minuten Fu√üweg vom Zoo entfernt).

Das Ziel des Zoos ist das Wohlbefinden und die Sicherheit der Tiere. Die Herbst-Winter-Periode wird auf der Grundlage dieses Ziels geplant.

Die Leitung muss unbedingt Hungersn√∂te, Probleme mit der Heizung und der Wartung vermeiden. Dank der in den vergangenen Monaten erhaltenen Unterst√ľtzung und Ma√ünahmen wie dem Anlegen von Gem√ľseg√§rten, der Einrichtung von Gew√§chsh√§usern, der Reduzierung eines Drittels des Personals und der aktiven Logistik mit den √∂rtlichen Lebensmittelh√§ndlern, Gesch√§ften und Erzeugern hat sich die Verwaltung des Parks so weit wie m√∂glich stabilisiert.

Leider gibt es auch kritische Punkte:

Die Besucherzahlen in den Zoos erreichen nicht einmal 30 % der fr√ľheren Zahl, Treibstoff und Futter sind sehr teuer, der Krieg geht weiter ...

Die schwierigsten Zeiten stehen Kiev noch bevor - Herbst und Winter. Benötigt werden etwa 200 000 USD, um Gas/Strom/Heizung zu bezahlen und den Zoo mit Futter einzudecken.

Benötigt werden auch dringend Dieselgeneratoren - mindestens 2 mit 100 kW, einen mit 200 kW und einen mit 20 kW.

Jede finanzielle Unterst√ľtzung wird den ukrainischen Zoos sehr helfen, diese Zeit zu √ľberstehen, bis die Lage hoffentlich sicherer und stabiler wird.

Ich hoffe, diese Informationen zeigen Euch, wie beunruhigend der Ausblick in die Zukunft der Zoos in der Ukraine ist.


(31.08.2022, 15:49)
Thomas D√ľtsch:   Hallo zusammen,

ELEFANTEN-SCHUTZ EUROPA e.V. unterst√ľtzt die Zoos in Kyiv und Charkiw mit 4,2 Tonnen Elefantenbeifutter und -keksen.

Gestern ist die Hilfslieferung im ukrainischen Zoo Rowno angekommen (siehe Foto).

Aung Naing Lay in Charkiw und Horas in Kyiv können mit den Keksen bei Luftalarm zumindest etwas abgelenkt werden.

Kyrylo Trantin vom Zoo Kyiv hat die EEG um diese Hilfe gebeten. Da Horas bei Luftangriffen sehr aufgeregt ist und die Ablenkung durch die Suche nach den Keksen beruhigt das Tier etwas.

Wir wurden herausragend unterst√ľtzt von Uljana KaŇāńÖŇľny, Zoo Lodz, und Thomas Ludwig von der Firma Intipa GmbH.

Zur Zeit bereiten wir eine weitere Hilfslieferung f√ľr den Mykolaiv Zoo vor.
(19.08.2022, 13:08)
cajun:   Ist es eigentlich schon aufgefallen, dass wir zwei Ukraine Threads mit dem gleichen Titel "Zoos in der Ukraine" im Forum haben? Eben zuf√§llig entdeckt.....
http://www.schueling.com/forum/forum.php?&go=view&BeitragsID=147&thema=ausl%C3%A4ndische%20Zoos&subthema=Rest%20der%20Welt&subsub=


(02.08.2022, 14:58)
Thomas D√ľtsch:   Hallo zusammen,

Der Kiewer Zoo hat eine spezielle gr√ľne Insel f√ľr 6 Kapuzineraffenfamilien eingerichtet

Die Insel f√ľr die Kapuzineraffen wurde von Mitarbeitern des Zoos geschaffen. Dieses kleine gr√ľne Affenwelt kann man im unteren Park des Kiewer Zoos besichtigen.

Dort wurden auch zwei Husarenaffen, Rene und Sofi, untergebracht. Sie wurden aus dem zerst√∂rten Privatzoo in Yasnohorodka gerettet. Die Tiere waren sehr gestresst und hatten sogar Angst, sich dem Futter zu n√§hern. Die Tiere haben jetzt endlich ihr Gehege vollst√§ndig in Besitz genommen und f√ľhren nun wieder ein aktives Leben.



(01.08.2022, 12:23)
Thomas D√ľtsch:   Hallo zusammen,

nachstehend eine Mail von Kyrylo Trantin, Direktor Zoo Kyiv,. Er berichtet √ľber den in Berlin geborenen asiatischen Elefantenbullen Horas.

Lieber Thomas,

vielen Dank f√ľr deine Antwort und deine Hilfe.

Letztes Jahr haben wir eine kleine Renovierung in Horace's Au√üengehege vorgenommen, und zwar haben wir den "Schattenschirm" ersetzt und das Becken repariert. Im Becken haben wir neue Stufen f√ľr den Schritt eines Elefanten eingebaut, und jetzt kann das Tier frei und sicher in das Becken hinabsteigen. Wir hatten auch geplant, einen Wasserfall mit Springbrunnen und einen Spielplatz mit verschiedenen Spielzeugen zu bauen, aber wegen des Krieges musste dieses Projekt verschoben werden. Jetzt richten wir den Raum f√ľr den Tierpfleger im Elefantenhaus (Innenbereich) ein, da unser Mitarbeiter weiterhin rund um die Uhr im Zoo im Elefantenhaus lebt - der Krieg und die Beschie√üung gehen weiter. Au√üerdem planen wir den Bau eines zus√§tzlichen Ausgangs vom sch√ľtzenden Graben zum Gehege.

Jetzt ist der Zoo bis 17:00 Uhr ge√∂ffnet und unsere Tierpfleger haben mehr Zeit, um Schulungen f√ľr Horace durchzuf√ľhren und mit ihm zu kommunizieren. Im Allgemeinen ist der Zustand des Tieres gut und stabil, die Ern√§hrung ist vollst√§ndig und ausgewogen.

Wir werden √ľber Ihren Vorschlag, Fender zu verwenden, nachdenken. Wir sind uns nicht sicher, ob sie Spielzeuge wie B√§lle und Becher ersetzen k√∂nnen, mit denen ein Elefant in einem Gehege herumrollen und in einem Pool spielen kann, aber vielleicht haben Sie Recht und das w√§re eine gute Alternative.
Vielen Dank f√ľr Ihre Hilfe und Unterst√ľtzung.

Mit freundlichen Gr√ľ√üen,
Kyrylo


(22.06.2022, 14:53)
Klaus Schueling:   √úberblick √ľber die Lage in der Ukraine (von Thomas D√ľtsch am 19. Juni 2022):

Region: Northeast Ukraine

Feldman Ecopark
(Zoo ist zerstört)

Kharkiv zoo park
Die K√§mpfe sind im Nordosten und Osten und S√ľdosten der Stadt
Entfernung zur Front mit Kämpfen 80 km. Zoo hat bisher keine größeren Schäden erlitten.


Region: Northern part of Ukraine

Kyiv zoo park
Fragmente russischer Marschflugkörper gingen auf dem Gelände des Zoos nieder.
Der Kiewer Zoo ist immer noch f√ľr Besucher ge√∂ffnet und bietet nun auch Tieren aus anderen Zoos,
die unter der russischen Invasion gelitten haben (oder besser gesagt von den Russen bombardiert
wurden), Unterschlupf.
Hier lebt der im Tierpark Berlin 2005 geborene asiatische Elefantenbulle Horas.

12 months -Privater Zoo- Demydiw, Oblast Kiew
(Zoo ist teilzerstört)


Region: West of Ukraine

Zoo Limpopo -Privater Zoo-
Vom Krieg bisher nicht betroffen.


Region: Southern Ukraine

Biosphere Reserve Askania Nova
Die Gegend ist von Russen besetzt.

Biopark Odesa -Privater Zoo-
Stark gef√§hrdet, da russischer Angriff bef√ľrchtet wird

Zoo Odessa
Stark gef√§hrdet, da russischer Angriff bef√ľrchtet wird

Mariupol Zoo -Privater Zoo-
Zoo ist zerstört

Zoo Mykolajiw
Stark gefährdet, da Mykolajiw das Tor nach Odessa und zum Schwarzen Meer ist.
Stadt wird bereits von der russischen Artillerie beschossen.
Hier leben die beiden asiatischen Elefantenbullen Shanti (2008) und Dinkar (2010) beide geboren in Hannover.

Kiew und Charkow benötigen dringend Spezialfutter wie

Mischfutter f√ľr Spornschildkr√∂ten 300 kg
Futter f√ľr Klein- und Gro√üpapageien, mindestens 250-300 kg
K√∂rnermischung f√ľr Nager 300 kg

Hundetrockenfutter (f√ľr die F√ľtterung von B√§ren, Hunden) 100 S√§cke √† 10 kg.
Dosenfutter f√ľr Hunde 500 Dosen.
Dosenfutter f√ľr Katzen 300 Dosen.
Pellets f√ľr Pferde 80 S√§cke √† 20 kg.
Pellets f√ľr Lemuren 3 S√§cke √† 20 kg.
Schimpansenpellets 50 Säcke à 25 kg.
Alfalfa-Granulat 3000 kg.
Luzerne Heu 10 Tonnen.
Trockenfr√ľchte (Rosinen, Aprikosen, Feigen, Datteln) 30 kg.

Wer helfen kann oder will m√∂chte sich bitte mit Thomas D√ľtsch (Duetsch.Thomas@web.de) in Verbindung setzen.
(21.06.2022, 12:21)
cajun:   Eine Meldung aus Z√ľrich:
"Ein Update des Europäischen Zooverbands EAZA zur Situation der Zoos in der Ukraine.

Der Europäische Verband der Zoos und Aquarien EAZA hat ein Update veröffentlicht zur Situation der Zoos in der Ukraine und zum Stand der Hilfeleistungen durch die internationale Zoogemeinschaft:

¬ęDie Situation der ukrainischen Zoos ist nach wie vor uneinheitlich. Wir stehen in gutem Kontakt mit den Bed√ľrftigen und haben unsere Unterst√ľtzung auf eine Reihe kleinerer Zoos im ganzen Land ausgeweitet. Wenn es darum geht, Tiere zu verschieben, versuchen wir nach wie vor in erster Priorit√§t, L√∂sungen innerhalb der Ukraine zu finden. Also Tiere aus Zoos in den schwerstgetroffenen Krisengebieten nach M√∂glichkeit in Zoos in sicherern Gebieten der Ukraine zu verschieben, statt sie in andere L√§nder zu bringen.

Der EAZA-Notfallfonds f√ľr ukrainische Zoos erh√§lt weiterhin Spenden. Gelder wurden den folgenden 18 Einrichtungen zugewiesen: Askania Nova Nature Reserve, Berdyansk Zoo, BioPark Odesa, Cherkasy Zoo, Ecopark Kovalivka, Feldman Ecopark, Golden Pheasant breeding centre, Home Zoo Center Vasylivka, Kharkiv Zoo, Kyiv Zoo, Lutsk Zoo, Mena Zoo, Mykolaiv Zoo, Odesa Zoo, Podolsky Zoo, Rivne Zoo, ZooMir Bilytske, und Zoo XII Months. In einigen F√§llen werden mehrere Spenden get√§tigt, um den laufenden Bedarf zu decken.

Der Fonds hat bisher 1.342.225 ‚ā¨ gesammelt.

Dar√ľber hinaus wurden √ľber die Zoos in Warschau, ŇĀ√≥dŇļ und Rivne Hilfsg√ľter an die folgenden Zoos geliefert: XII Months Zoo, BioPark Odesa, Cherkasy Zoo, Feldman Ecopark, Kharkiv Zoo, Limpopo Zoo, Lutsk Zoo, Mykolaiv Zoo, Poltava Zoo, Odesa State Zoo, Rivne Zoo, Vinnytsia Zoo und ZooMir Bilytske.

Die neuesten Informationen √ľber die Situation und Details dar√ľber, wie man f√ľr den Fonds spenden kann, finden Sie auf der EAZA-Hauptwebsite und den Social-Media-Kan√§len der EAZA.¬Ľ"
Quelle:https://www.zoo.ch/de/zoonews/eaza-update-zur-ukraine-situation
(18.05.2022, 12:24)
Thomas D√ľtsch:   Leider kann ich das Video hier im Forum nicht hochladen. Schreibt mir eine Mail, wenn ich das Video zusenden soll:
Duetsch.Thomas@web.de
(12.05.2022, 12:05)
Thomas D√ľtsch:   Hallo zusammen,

Das vielleicht erfreulichste Video f√ľr heute aus dem Kiewer Zoo.

Der Zoo in Kiew der seit Beginn des Krieges geschlossen war. hat nun alle Anlagen und Tierh√§user wieder f√ľr Besucher ge√∂ffnet. Es wird berichtet, dass Tiere, die aus Gebieten gerettet wurden, in denen es aktive K√§mpfe gab, im Zoo aufgenommen wurden: "jetzt kann jeder die gerettete Tigerin Delilah sehen, einen ganzen" Kindergarten "mit Affen, verschiedenen Schildkr√∂ten, V√∂geln und Eidechsen."

Der Zoo wird unter Kriegsrecht betrieben, und bei einem Luftangriffsalarm m√ľssen Besucher den Tierpark sofort verlassen und zum n√§chsten Schutzraum gehen.

Das Video zeigt u.a. den (exBerliner) Elefantenbullen Horas und den in N√ľrnberg geborenen Gorilla Toni.
(12.05.2022, 12:03)
Thomas D√ľtsch:   Hallo zusammen,

Der Zoo von Odessa wird nicht aus der Stadt evakuiert

‚ÄěSpezialisten der ukrainischen Zoos sind nach einer umfassenden, gr√ľndlichen und professionellen Untersuchung des Problems zu einer einheitlichen Entscheidung √ľber die Zweckm√§√üigkeit der Auslagerung ukrainischer Zoos in andere L√§nder gekommen.

Die allgemeine Meinung ist, dass es sicherer ist, an Ort und Stelle zu bleiben, um das Leben und die Gesundheit von Tieren zu retten. Die Evakuierung ist eine extreme Ma√ünahme, die in au√üergew√∂hnlichen, tragischen Situationen n√ľtzlich ist‚Äú, sagte Zoodirektor Igor Belyakov.
(11.05.2022, 08:42)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

nachstehend eine aktuelle Mail von Kyrylo Trantin, Direktor des Kyiver Zoo.

Lieber Thomas,

alle Tiere sind am Leben und gesund.
Der Kiewer Zoo ist immer noch f√ľr Besucher ge√∂ffnet und bietet nun auch Tieren aus anderen Zoos, die unter der russischen Invasion gelitten haben (oder besser gesagt von den Russen bombardiert wurden), Unterschlupf. Unsere Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr und tun ihr Bestes, um den Tieren Pflege, Liebe und gutes Futter zukommen zu lassen und ihnen das gewohnte hohe Lebensniveau zu sichern. Nat√ľrlich wissen wir, dass dies eine Herausforderung f√ľr uns ist, denn unter den Bedingungen st√§ndiger Luftangriffswarnungen und einer drohenden humanit√§ren Krise ist dies nur schwer zu bewerkstelligen. Aber wir tun unser Bestes und geben nicht auf.

Vielen Dank f√ľr das Pflegeset - es ist gut und passt zu uns.

Beste Gr√ľ√üe,
Kyrylo


(28.04.2022, 13:16)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

nachstehend eine Mail von Vladimir Topchy, Direktor des Mykolaiv Zoo in der Ukraine.
Foto aus dem Zoo 12 Monate

Lieber Thomas,

vielen Dank f√ľr Deinen Brief und f√ľr Deine Aufmerksamkeit f√ľr den Zoo Mykolaiv.

Viele Zoos befanden sich in einer schwierigen Situation, vor allem im Osten der Ukraine, das sind der Kharkiv Zoo, der Feldman Ecopark, der Kiewer Zoo und der Zoo "XII Months". Im Zoo "XII Months" starben nicht nur Tiere, sondern auch die Menschen, die sich um sie k√ľmmern - 3 Menschen. Der Zoo von Mykolaiv ist jetzt mehr oder weniger in Ordnung. W√§hrend des Krieges landeten sieben Granaten auf dem Gel√§nde unseres Zoos. Eine der Granaten besch√§digte eine Hochspannungsleitung, die sich auf dem Gel√§nde des Zoos befindet, die andere durchschlug die Gitterabdeckung der Vogelvoliere. Es wurde jedoch niemand verletzt. Am ersten Tag des Krieges kam es in unmittelbarer N√§he der Zoomauern zu einem Zusammensto√ü mit schwerem milit√§rischem Ger√§t. Im Zoo war es mehrmals zu Stromausf√§llen gekommen. Sie waren auf die Besch√§digung des Stromnetzes in der Stadt und in der Region nach den Bombardierungen zur√ľckzuf√ľhren.

Die Stadt Mykolaiv befindet sich nun in der ersten Verteidigungslinie, der Zoo von Mykolaiv arbeitet unter Kriegsbedingungen. Der Zoo ist aus offensichtlichen Gr√ľnden f√ľr Besucher geschlossen, aber die Mitarbeiter des Zoos gehen jeden Tag zur Arbeit, um die Tiere zu f√ľttern und zu s√§ubern. Einige Mitarbeiter verbringen die N√§chte im Zoo, weil es auf dem Weg zu ihren H√§usern gef√§hrlich ist oder ihre H√§user in den Gebieten liegen, die st√§ndig bombardiert werden. Unsere Tiere werden jetzt mit allem versorgt, was sie brauchen. Sie f√ľhlen sich wohl.

Falls Sie uns finanziell helfen können, finden Sie hier den Link zu unserer Website mit den Bankdaten:

http://zoo.nikolaev.ua/en/news/rekvizity_zooparka

Wir sind dankbar f√ľr Ihre Unterst√ľtzung.

Mit freundlichen Gr√ľ√üen,
Vladimir Topchy
(27.04.2022, 14:17)
cajun:   Ein Update aus den beiden Berliner Einrichtungen:

"Zoo und Tierpark Berlin unterst√ľtzen Zoos und Tier¬≠pfle¬≠ge¬≠r*in¬≠nen in der Ukraine mit (Tier)-Nahrungs- und Sachspenden.
BERLIN taz | Zoo und Tierpark Berlin haben eine gro√ü angelegte Spendenkampagne f√ľr Zoos in der Ukraine ins Leben gerufen. Denn die Lage der ukrainischen Zootiere ist dramatisch: ‚ÄěDie Milit√§raktionen verursachen schrecklichen Stress bei den Tieren‚Äú, erkl√§rt der Direktor des Zoos Kiew, Kyrylo Trantin. Der Berliner F√∂rderverein ‚ÄěHauptstadtzoos‚Äú berichtet von Explosionen in unmittelbarer N√§he des Zoos in Kiew; der Zoo Nikolaev, der zwischen Odessa und Mariupol liegt, sei am 23. M√§rz von russischen Granaten getroffen worden.
‚ÄěDer Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine hat genau an dem Tag begonnen, als wir unser Raubtierhaus er√∂ffnet haben. Ein Ereignis, auf das wir uns lange gefreut haben, und gleichzeitig so ein schrecklicher Tag‚Äú, sagt Svenja Eisenbarth, Sprecherin des Berliner Zoos. Das habe die Mitarbeiter_innen so bewegt, dass sie sich entschlossen h√§tten zu helfen, ‚Äěund zwar auf die Art, wie wir das am besten k√∂nnen‚Äú. 334.722 Euro haben Besucher_innen bisher gespendet, davon konnten schon √ľber 27 Tonnen Tierfutter in die Ukraine gebracht werden.

Da der Tierpark ohnehin in Zoo-Netzwerken organisiert ist, seien schnell Kontakte gekn√ľpft worden, so Eisenbarth weiter. √úber soziale Medien wurden Bedarfslisten erstellt und der erste Transport organisiert: Neben dem Futter wurde haltbares Essen f√ľr die ukrainischen Zoo-Mitarbeiter_innen eingepackt, auch eine Palette Schokolade. Dazu Powerbanks, wetterfeste Ausr√ľstung und medizinische Versorgung f√ľr Mensch und Tier.

Daf√ľr mussten Sondergenehmigungen her, denn kiloweise Medikamente √ľber zwei L√§ndergrenzen zu schaffen sei nicht erlaubt, erkl√§rt Eisenbarth. ‚ÄěWas wir auch mit hineingelegt haben, sind Fangapparate, auch wenn wir hoffen, dass sie die nicht brauchen. Aber wenn Kiew in dieser Situation etwas nicht gebrauchen kann, dann ist es ein frei laufender L√∂we‚Äú, so die Zoosprecherin.
Beschädigte Tiergehege

Im Feldman Ecopark in einem Au√üenbezirk von Charkiw sei bereits ein sieben Monate altes L√∂wenjunge entkommen, wie der F√∂rderverein ‚ÄěHauptstadtzoos‚Äú berichtete. W√§hrend eines schweren Angriffs seien die Tiergehege derma√üen besch√§digt worden, dass unter anderem ver√§ngstigte Affen, Stachelschweine, Waschb√§ren und Rothunde fl√ľchteten. Das L√∂wenbaby sei zum Gl√ľck gefunden und auch die meisten anderen Tiere wieder eingefangen worden.

Die Berliner Zoos konnten mittlerweile drei Transporte durchf√ľhren, der vierte sei in Vorbereitung. Die Hilfsg√ľter seien unter anderem im Nikolaev-Zoo, dem Zoopark Limpopo sowie im Odessa-Zoo angekommen. ‚ÄěDie Tierpfleger_innen dort sind 24/7 im Dauereinsatz‚Äú, sagt Eisenbarth. ‚ÄěTierpfleger_innen lieben ihre Sch√ľtzlinge und w√ľrden sie in Krisenzeiten nie allein lassen.‚Äú
Quelle: https://taz.de/Berliner-Zoos-helfen-Ukraine/!5849889/
(22.04.2022, 09:23)
Carsten Horn:   Danke f√ľr die traurigen Nachrichten...
(18.04.2022, 20:53)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

wollte euch kurz informieren, dass wir ab sofort die Zoos und Tierhaltungen in der Ukraine nachhaltig helfen können.

Ich habe am Karfreitag eine Zusammenarbeit mit Kelly Donithan von Humane Society International (HSI) vereinbart. Kelly ist am Donnerstag aus den USA angereist um Ihre Teams in Polen und Rum√§nien zu unterst√ľtzen und weitere Hilfsaktionen zu starten. Kelly ist Director Global Animal Disaster Response HSI.

Ich werde Kelly alle verf√ľgbaren Informationen √ľber die Tierhaltungen zur Verf√ľgung stellen, die Kommunikation mit den Zooleuten sicherstellen und die Bedarfe der einzelnen Tierhaltungen ermitteln. Kelly bzw. Ihre Teams werden dann die eigentlichen Hilfslieferungen zusammenstellen und ausliefern.

Zur Zeit sprechen wir mit den Zoo in Warschau, der Zoo soll √ľber die Logistik verf√ľgen, die meisten Zoos in der Ukraine zu beliefern. Unsere Kontaktperson in Polen ist Veronika Pazdey.

Kelly und ich stimmen √ľberein, dass wir die Hilfen f√ľr die Zoo in der S√ľdukraine nicht √ľber Polen oder Rum√§nien durchf√ľhren k√∂nnen. Kelly hat aber Kontakte zu einer Partnerorganisation in Chi»ôinńÉu, der Hauptstadt der Republik Moldau. Von dort aus k√∂nnen wir 3 Zoos an der Schwarzmeerk√ľste versorgen. Am Ende der Mail findet Ihr eine Aufstellung der Zoos mit denen ich in Kontakt stehe.

Besonderen Dank an Dr. Marion Garai aus S√ľdafrika (Elephant Specialist Advisory Group), Sie hat die Kontakte mit HSI hergestellt.

Ich w√ľnsche allen Mitglieder des Forums ein friedvolles Osterfest

Zooliste Ukraine

Region: Northeast Ukraine

Feldman Ecopark (Zoo ist zerstört, Raubtiere sollten ausgelagert werden in die Nähe von Poltava, wenn zutreffend könnten wir vielleicht evakuieren)

Kharkiv zoo park

Region: Northern part of Ukraine

Kyiv zoo park

12 months -Privater Zoo- (Zoo ist teilzerstört - siehe Foto)

Region: West of Ukraine

Zoo Limpopo -Privater Zoo-

Region: Southern Ukraine

Biosphere Reserve Askania Nova (Die Gegend ist von Russen besetzt. Der Direktor ben√∂tigt Geld f√ľr Futterk√§ufe. Lieferungen sind nicht mehr m√∂glich).

Biopark Odesa -Privater Zoo- (wertvoller Tierbestand, meistens illegal importiert, zum Beispiel Silbergibbon (Hylobates moloch),

Zoo Odessa

Mariupol Zoo -Privater Zoo- (Kämpft ums Überleben, teilweise zerstört und nicht mehr erreichbar)

Zoo Mykolajiw


(17.04.2022, 12:29)
Thomas Duetsch:   Hier noch ein Nachtrag zu ukrainischen Saigas.

Das beigef√ľgte Foto zeigt sehr sch√∂n diese Gehege, gelegen zwischen den ukrainischen Kharkiv und den russischen
Kursk.

Leider hat der Krieg alles zerstört. Einfach nur schade!
(15.04.2022, 10:58)
Thomas Duetsch:   Hallo,

die Saiga Haltung im Osten der Ukraine war ein Plan des Zoos Kharkiv und zwar von Oleg Gritschenko.

Der Plan der Zooleute war eine zweite Population aufzubauen, zur Sicherheit falls der Bestand von Askania Nova einmal durch Krankheit gefährdet wäre.

Als ich im Juli 2017 an der russischen Grenze war, hatte Oleg ein Gelände von 5 Fußballfelder eingezäunt, Dort hatte er zwei junge Böckchen und 3 Weibchen aus den Bestand von Askania Nova untergebracht. Außerdem waren noch 10 Mufflons dabei.

Das Gelände sollte auf 20 Fußballfelder vergrößert werden. Dort leben keine Menschen. Es gab nur einen Wächter und einen Schäferhund,

F√ľr mich war sehr erstaunlich, wie zutraulich die beiden B√∂cke mir gegen√ľber waren. Beigef√ľgt ein Foto.

Morgen werde ich einen Brief von Viktor Schapowal, Direktor von Askania Nova veröffentlichen.
(14.04.2022, 15:23)
cajun:   @Adrian: Hast du den Thread "Saigas" (Rubrik Huftiere) hier im Forum mal gelesen? Beginne ganz unten...beantwortet dann deine Frage(n) .
(14.04.2022, 15:20)
Adrian Langer:   @Cajun: Danke dir! Na immerhin was... Ich hoffe nur (nicht nur wegen der Saigas) der Mist hat bald ein Ende! Aber verstehe ich das richtig, dass so auch eventuell Importe neuer Gr√ľndertiere in unsere Zoos m√∂glich w√§ren?
(14.04.2022, 13:55)
cajun:   @Adrian; Nein, Askania Nova liegt in einer anderen (besetzten) Region der Ukraine. Hier die Meldungen (Askania Nova) aus der letzten Zoopresseschau gesammelt:
"hronika.info ‚Äď 8. Apr. 2022
–ó–į–Ņ–ĺ–≤–Ķ–ī–Ĺ–ł–ļ ¬ę–ź—Ā–ļ–į–Ĺ–ł—Ź-–Ě–ĺ–≤–į¬Ľ –Ĺ–į –•–Ķ—Ä—Ā–ĺ–Ĺ—Č–ł–Ĺ–Ķ –Ņ—Ä–ĺ—Ā–ł—ā –Ņ–ĺ–ľ–ĺ—á—Ć –ī–ł–ļ–ł–ľ –∂–ł–≤–ĺ—ā–Ĺ—č–ľ
Naturreservat "Askanija-Nowa" im Gebiet Cherson bittet um Hilfe f√ľr Wildtiere
Die Ukrainer werden gebeten, beim F√ľttern der Lamas, Zebras und anderer Zoobewohner zu helfen. Das Biosph√§renreservat Askanija-Nowa, das sich in der Region Cherson befindet und seit dem ersten Tag der russl√§ndischen Invasion vor√ľbergehend besetzt ist, hat keinen Zugriff auf seine Haushaltskonten, sodass die Tiere auf eigene Kosten gehalten werden m√ľssen. Das √ľbermittelt hronika.info unter Verweis aus Focus.

focus.ua ‚Äď 8. Apr. 2022
"–ź—Ā–ļ–į–Ĺ–ł—Ź-–Ě–ĺ–≤–į" –Ĺ–į –•–Ķ—Ä—Ā–ĺ–Ĺ—Č–ł–Ĺ–Ķ –Ņ—Ä–ĺ—Ā–ł—ā –Ņ–ĺ–ľ–ĺ—á—Ć –∑–Ķ–Ī—Ä–į–ľ –ł –į–Ĺ—ā–ł–Ľ–ĺ–Ņ–į–ľ
"Askanija-Nowa" in der Region Cherson bittet um Hilfe f√ľr Zebras und Antilopen
"Im Moment k√∂nnen wir die Kosten des Naturreservats nur durch Spenden decken. Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unsere S√§ugetiere, V√∂gel und andere Bewohner von Askanija-Nowa unterst√ľtzen", hei√üt es in einem Aufruf. Die Verwaltung betont, dass bereits ein kleiner Betrag die Reserven des Reservats auff√ľllen und die Erhaltung des Tierbestands erm√∂glichen wird. Heute leben im Zoo Askanija-Nowa Strau√üe, Bisons, Antilopen, Zebras, Wildpferde, Lamas und viele Vogelarten. Fr√ľher sagten sie im Reservat, dass das Leben trotz der schwierigen Situation weitergeht und die V√∂gel, wie jeden Fr√ľhling, bereits begonnen haben, Paare zu bilden. Wie Focus zuvor schrieb, zerst√∂rten russl√§ndische Truppen den Landschaftspark "Feldman-Ekopark" in der N√§he von Charkiw, wo es mehrere tausend Tiere gab. Der Park wurde durch Luftangriffe und Raketenangriffe zerst√∂rt. Im Zoo "XII Monate" bei Kiew starben Tiere an K√§lte und Hunger. (Autorin der Quelle: Jewgenija Koroljowa)

usionline.com ‚Äď 8. Apr. 2022
–•–Ķ—Ä—Ā–ĺ–Ĺ—Ā–ļ–ł–Ļ –∑–į–Ņ–ĺ–≤–Ķ–ī–Ĺ–ł–ļ ¬ę–ź—Ā–ļ–į–Ĺ–ł—Ź-–Ě–ĺ–≤–į¬Ľ –≤ –ĺ–ļ–ļ—É–Ņ–į—Ü–ł–ł: –Ĺ—É–∂–Ĺ–į –Ņ–ĺ–ľ–ĺ—Č—Ć –ī–Ľ—Ź –∂–ł–≤–ĺ—ā–Ĺ—č—Ö
Cherson-Naturreservat "Askanija-Nowa" besetzt: Hilfe f√ľr die Tiere wird ben√∂tigt
Das Gebiet, in dem sich das Biosph√§renreservat "Askanija-Nowa" befindet, ist vor√ľbergehend von russl√§ndischen Truppen besetzt. F√ľr die Haltung der Tiere wird Hilfe ben√∂tigt, da das Naturreservat keinen Zugriff auf Haushaltskonten hat. Das geht aus der Mitteilung auf der Facebook-Seite des Reservats hervor. Die Kosten des Reservats k√∂nnen nur durch Spenden gedeckt werden. Daher werden die Ukrainer gebeten, S√§ugetiere, V√∂gel und andere Bewohner von "Askanija" zu unterst√ľtzen. "Das Naturreservat verf√ľgt √ľber Sammlungen von Tieren und Pflanzen, die √ľber mehrere Generationen entstanden sind. Wir haben Strau√üe, Wisente, Antilopen, Wildpferde, Lamas, Zebras und viele Vogelarten, darunter eine gro√üe Sammlung von Greifv√∂geln und Kranichen. Selbst der kleinste Geldbetrag ist von gro√üer Bedeutung f√ľr unser Reservat", hei√üt es in der Mitteilung.

facebook.com/AskaniaNovaZapovednik ‚Äď 6. Apr. 2022
–Ď—Ė–ĺ—Ā—Ą–Ķ—Ä–Ĺ–ł–Ļ –∑–į–Ņ–ĺ–≤—Ė–ī–Ĺ–ł–ļ ‚Äú–ź—Ā–ļ–į–Ĺ—Ė—Ź-–Ě–ĺ–≤–į‚ÄĚ —Ė–ľ–Ķ–Ĺ—Ė –§.–ē. –§–į–Ľ—Ć—Ü-–§–Ķ–Ļ–Ĺ–į
Biosphere Reserve Askania Nova "F.E. Falz-Fein"
Dear friends! We, at Biosphere Reserve Askania Nova, express our gratitude to everyone who helps us to save the reserve and everyone who cares about the future of our institution.
Since the first hours of the Russian full-scale invasion of Ukraine, the territory of the Kherson region in southern Ukraine where Askania-Nova is located has been temporarily occupied. The reserve has collections of animals and plants that have been forming for several generations. We host ostriches, bison, antelopes, wild horses, llamas, zebras, and many bird species, including a great collection of birds of prey and cranes.
Now, both the zoological park and botanical garden of Askania Nova have no access to their budget accounts, and we have to support the reserve by our own means. At the moment, we can cover the reserve's expenditures only with the help of donations. We would really appreciate it if you could support our animals, birds, and other inhabitants of Askania Nova. Even the smallest amount of money is of great importance to our reserve.
While our territory is still under occupation, the only possible way for our reserve to get money from abroad is via a PayPal account: starovoitovatetana@gmail.com
In Ukraine, the PayPal system is available only for private individuals, therefore, we have opened an account in the name of one of our employees, Starovoitova Tetyana Viktorivna. You can check her personal details below:
https://www.facebook.com/tlevada
http://askania-nova-zapovidnik.gov.ua/…/labo…/spivrobitniki/

ukrinform.ru ‚Äď 3. Apr. 2022
–Ď–ł–ĺ—Ā—Ą–Ķ—Ä–Ĺ—č–Ļ –∑–į–Ņ–ĺ–≤–Ķ–ī–Ĺ–ł–ļ ¬ę–ź—Ā–ļ–į–Ĺ–ł—Ź-–Ě–ĺ–≤–į¬Ľ –Ĺ–į –•–Ķ—Ä—Ā–ĺ–Ĺ—Č–ł–Ĺ–Ķ –Ņ—Ä–ĺ—Ā–ł—ā –Ņ–ĺ–ī–ī–Ķ—Ä–∂–ļ–ł
Das Biosph√§renreservat "Askanija-Nowa" in der Region Cherson bittet um Unterst√ľtzung
"Das Leben in den besetzten Gebieten geht weiter! Die Natur lebt, und wir mit ihr", betonten sie in Askanija Nowa. Es wird darauf hingewiesen, dass im Reservat die ersten Tulpen bl√ľhen, Kraniche, G√§nse, Enten aus den s√ľdlichen Regionen angekommen sind und St√∂rche erwartet werden. Viele V√∂gel haben bereits Paare gebildet oder warten sogar auf K√ľken. Bisons, Saigas, Hirsche erfreuen sich am Gr√ľn der Steppe. Wie Ukrinform zuvor berichtete, wurde ein im Biosph√§renreservat "Askanija-Nowa" geborenes Yakkalb Bayraktar genannt."
Quellen jeweils √ľber den Texten
√úbersetzung: Zoopresseschau
(14.04.2022, 13:50)
Gudrun Bardowicks:   Wirklich ein schlimmer Verlust, aber wenn die russischen Soldaten Kinder t√∂ten und Schulen, Kinderg√§rten und Kliniken zerst√∂ren werden sie vor Tieren, die man ja auch essen kann, bestimmt nicht zur√ľckschrecken.
(14.04.2022, 12:58)
Adrian Langer:   Was f√ľr ein Verlust! Sind das schlechte Nachrichten! Mal abgesehen vom Krieg selbst. Dabei handelt es sich hoffentlich nicht um Askania Nova! Ich hatte n√§mlich bisher noch von keiner anderen Saigahaltung in der Ukraine geh√∂rt.
(14.04.2022, 12:33)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen.

heute habe ich einen Hilfeschrei von Oleg Gritschenko bekommen:

Oleg ist der stellvertretene Direktor vom Zoo Kharkiv. Er hat sich sehr engagiert f√ľr den Erhalt der Saiga Antilopen.
Er hat ein großes Freigelände von der Regierung bekommen. Das Gelände ist im Grenzgebiet zwischen Kharkiv und Russland gelegen. Lest selbst, was aus den Tieren geworden ist.

Lieber Thomas,


vielen Dank f√ľr Deinen Brief und Deine Unterst√ľtzung f√ľr die Ukraine und die Zoos.
Die Saiga-Antilopen im Wildpark starben bei militärischen Kämpfen. Jetzt sind russische Truppen auf dem Gebiet des Parks stationiert und ich habe keine Informationen.

Heute und jeden Tag Charkiw Stadt Beschuss Artillerie und Raketen. Die Stadt zu haben gro√üe Zerst√∂rung. Kharkiv Zoo keine Zerst√∂rung. Pfleger und Teamleiter leben im Zoo, arbeiten und leben in Unterk√ľnften.

Ja Kharkov Zoo braucht Hilfe. Wir brauchen Tierfutter. so de brauchen wir Fleischkonserven f√ľr die Tierpfleger im Falle einer Belagerung der Stadt.

Wir erhalten jetzt Tierfutterhilfe von europ√§ischen Zoos. Ich werde kl√§ren, welche Art von Futter wir brauchen und Ihnen dar√ľber schreiben.

Es ist alles schrecklich. Wir versuchen zu √ľberleben. Ruhm f√ľr die Ukraine!

Mit besten Gr√ľ√üen,

Oleg

(14.04.2022, 11:25)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,
nachstehend ein Brief von Kyrylo Trantin, Direktor vom Zoo Kyiv.
Wenn Ihr helfen wollt, meldet euch bei mir Duetsch.Thomas@web.de
Lieber Thomas,

Nat√ľrlich erinnere ich mich an Dich, und deshalb freue ich mich besonders, einen Brief von Dir zu erhalten!

Von den ersten Kriegstagen an befand sich der Kiewer Zoo praktisch im Epizentrum der Feindseligkeiten. √úber dem Gebiet unseres Zoos wurden Luftk√§mpfe ausgetragen; das tapfere ukrainische Milit√§r schlug die Angriffe der feindlichen Invasoren am Rande des Zoos zur√ľck; Bruchst√ľcke feindlicher Marschflugk√∂rper gingen auf dem Gel√§nde des Zoos nieder. Gl√ľcklicherweise gelang es den Streitkr√§ften der Ukraine sowie den Kr√§ften der territorialen Verteidigungseinheiten und den Mitarbeitern des Zoos, unseren Zoo zu verteidigen und alle Tiere zu retten.

Heute sind alle Zootiere am Leben und es geht ihnen so gut wie unter den gegebenen Umst√§nden m√∂glich. 50 Mitarbeiter leben st√§ndig auf dem Gel√§nde des Zoos, etwa 25 weitere kommen jeden Tag zu Fu√ü zum Zoo. Einige unserer Mitarbeiter sind in den Kampf gezogen, um unser Heimatland zu verteidigen. Unsere Tier√§rzte und Tierpfleger sind 24 Stunden am Tag f√ľr die Tiere da. Dank der qualitativ hochwertigen Arbeit unserer Mitarbeiter ist es uns gelungen, die Auswirkungen des Krieges auf unsere Tiere zu verringern und sogar ein wenig auszugleichen.

Wir haben Gruppen von Mitarbeitern f√ľr den Einkauf von Lebensmitteln organisiert - unsere Mitarbeiter fahren t√§glich zu Futterdepots und M√§rkten, um Produkte f√ľr die Tiere zu besorgen. Au√üerdem haben die Mitarbeiter unseres Zoos in Eigenregie Gew√§chsh√§user gebaut, in denen sie Gem√ľse, Salate und Kr√§uter anbauen und Hirse und Hafer keimen lassen, um die Tiere mit dem bestm√∂glichen Futter zu versorgen. Doch leider ist das nicht genug. Der Bedarf an gr√ľner Masse kann mit unseren Kr√§ften nicht gedeckt werden. Das Land, auf dem wir Gras anbauten, ist von russischen Panzern besetzt, ein Teil des Landes wurde einfach gesprengt und von Bomben zerst√∂rt.....

Leider war Horace anfangs sehr gestresst, da er sich nicht an die lauten Ger√§usche von Bomben, Granaten und Fliegeralarm gew√∂hnt hatte, und unsere Pfleger lebten die ganze Zeit mit ihm und taten alles, um ihn zu beruhigen. Erst am 22. Tag des Krieges lie√üen wir erstmals einen Elefanten f√ľr 15 Minuten in ein Au√üengehege. Jetzt verbringt er mehr Zeit drau√üen. Der Tierpfleger schluchzt st√§ndig mit dem Elefanten, und die Prozedur, im Falle eines Luftangriffs oder einer Bombardierung das Innengehege zu betreten, hat sich zu einem Automatismus entwickelt und dauert nur ein oder zwei Minuten. Wir f√ľhren regelm√§√üig Schulungen und Bereicherungen durch. Die letzte Woche in Kiew war recht ruhig. Nat√ľrlich gibt es regelm√§√üig Luftangriffe, und man h√∂rt das Ger√§usch explodierender Granaten - das sind unsere Pioniere, die Bomben entsch√§rfen, aber es gibt keinen Beschuss.

Was Ihr Angebot angeht, dem Elefanten zu helfen:
Um seine Moral zu verbessern und ihn zus√§tzlich zu bereichern, w√§ren wir sehr froh und dankbar, Spielzeug f√ľr Horace zu erhalten - gro√üe Futterb√§lle und Becher. Au√üerdem ben√∂tigen wir M√ľsli f√ľr den Elefanten, Futter - Granulat und ein Pflegeset (doppelseitiges Hufmesser, Raspel und Schermaschine - wie auf dem Foto).
Ich danke Ihnen im Voraus f√ľr Ihre Hilfe und Unterst√ľtzung.
In den angehängten Dateien finden Sie auch Bilder von Horace

Mit freundlichen Gr√ľ√üen,
Kyrylo Trantin
(13.04.2022, 12:33)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

jetzt gibt es auch einen Bericht mit Fotos √ľber die Hilfsaktion von 4Pfoten.

https://www.news24.com/news24/southafrica/news/ukraine-zoo-gets-20-tons-of-animal-food-from-global-animal-welfare-organisation-four-paws-20220412

(13.04.2022, 10:03)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

Eine weitere Info, die ich von Dr. Amir KHALIL, Director of Reveal and Rescue Response, bekommen habe:

4Pfoten hat letzte Woche einen großen Lastwagen mit 20 Tonnen Tierfutter organisiert, um die Zoos zu versorgen. Der Lastwagen ist im Kiewer Zoo angekommen und ein Teil des Futters wird an andere Zoos verteilt, ebenso einige Tonnen Hundefutter, die an die Tierheime verteilt werden.

Wir arbeiten auch an einem Flugzeug f√ľr einen Besuch in Kiew f√ľr eine Mission Ende April, wo wir planen, mehr Nahrung und Medizin zu bringen.

Wir freuen uns, wenn wir die Koordination mit Thomas teilen k√∂nnen, falls wir einige Tiere evakuieren m√ľssen.





(13.04.2022, 09:34)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

ich habe eine neue Nachricht aus Kiev erhalten:

Der Kiewer Zoo nahm eine Tigerin aus dem Kharkiv Feldman Ecopark auf, die unter dem Beschuss litt. Das gerettete Tier befindet sich in einem Schockzustand ‚Äď ersch√∂pft vom Dauerstress, mit abgenutzten Rei√üz√§hnen, struppigen Haaren und Wunden am K√∂rper.

Kyivzoo-Tier√§rzte beurteilten den Allgemeinzustand der Tigerin, behandelten Verbrennungen und Absch√ľrfungen, f√ľhrten Antischock- und pathogenetische Therapien durch und nahmen Blut f√ľr Forschungszwecke ab. Die Tigerin wird einen Monat lang in der Quarant√§nezone des Zoos bleiben.
(13.04.2022, 09:28)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

nachstehend ein Link zu einem Youtube Video des unabhängigen Journalisten Patrick Lancaster.
Titel: Mariupol zoo under fire.
Der Zoo Mariupol ist eine private Einrichtung und die Gehege sind eine Zumutung. Trotzdem ist das Video interessant und beachte bitte die Aussagen des Eigent√ľmers.

https://youtu.be/xAPoiPyWb20
(10.04.2022, 11:13)
Thomas Duetsch:   Hallo zusammen,

nachstehend ein Aufruf von Biosphärenreservat Askania Nova vom 06.04.22

Liebe Freunde! Wir vom Biosphärenreservat Askania Nova danken allen, die uns helfen, das Reservat zu retten, und allen, denen die Zukunft unserer Einrichtung am Herzen liegt.??

Seit den ersten Stunden des russischen Einmarsches in der Ukraine ist das Gebiet der Region Cherson im S√ľden der Ukraine, in dem Askania-Nova liegt, vor√ľbergehend besetzt. Das Reservat verf√ľgt √ľber Sammlungen von Tieren und Pflanzen, die sich √ľber mehrere Generationen hinweg gebildet haben. Wir beherbergen Strau√üe, Bisons, Antilopen, Wildpferde, Lamas, Zebras und viele Vogelarten, darunter eine gro√üe Sammlung von Raubv√∂geln und Kranichen. ???

Jetzt haben sowohl der zoologische als auch der botanische Garten von Askania Nova keinen Zugang zu ihren Haushaltskonten, und wir m√ľssen das Reservat mit unseren eigenen Mitteln unterst√ľtzen. Zurzeit k√∂nnen wir die Ausgaben der Reserve nur mit Hilfe von Spenden decken. Wir w√ľrden es sehr begr√ľ√üen, wenn Sie unsere Tiere, V√∂gel und anderen Bewohner von Askania Nova unterst√ľtzen w√ľrden. Selbst der kleinste Geldbetrag ist f√ľr unsere Reserve von gro√üer Bedeutung.

Solange unser Gebiet noch besetzt ist, besteht die einzige M√∂glichkeit f√ľr unsere Reserve, Geld aus dem Ausland zu erhalten, in einem PayPal-Konto: starovoitovatetana@gmail.com.

In der Ukraine ist das PayPal-System nur f√ľr Privatpersonen verf√ľgbar, daher haben wir ein Konto auf den Namen einer unserer Mitarbeiter, Tetyana Viktorivna Starovoitova, er√∂ffnet. Ihre pers√∂nlichen Daten k√∂nnen Sie unten einsehen:

https://www.facebook.com/tlevada

http://askania-nova-zapovidnik.gov.ua/.../labo.../spivrobitniki/
Es ist auch m√∂glich, Geld innerhalb der Ukraine zu √ľberweisen, mit Griwna, √ľber die folgenden Zahlungsdetails:
Bankinstitut: PrivatBank
STAROVOYTOVA TETYANA VIKTORIVNA
IBAN: UA063052990000026204695351822
IBN: 3385506181
Kartennummer: 5168 7573 9035 4795

Bitte helfen Sie uns, Askania Nova am Leben zu erhalten.
Ruhm f√ľr die Ukraine

Quelle Facebook
(10.04.2022, 10:58)
cajun:   Gesammelte Meldungen aus der Zoopresseschau zum Thema Zoo. Datiert sind die aus der letzten M√§rzwoche.
Heute kann alles schon wieder ganz anders sein. Zum Beipiel die Raubtiere erschossen etc. Die Evakuierungen von Zootieren aus Frontbereichen konnte man ja auf diversen Social Media Kanälen verfolgen.

Feldman √Ėkopark- ein Interview mit dem Besitzer:
"Viele Tiere starben an einem Herzmuskelriss" Meduza sprach mit Oleksandr Feldman, dem Besitzer eines Zoos in der Nähe von Charkiw, der direkt in der Schusslinie liegt
Oleksandr Feldman ist ein bekannter ukrainischer Gesch√§ftsmann aus Charkiw, ein Abgeordneter der Werchowna Rada der Ukraine. Jetzt versucht Feldman, seinen Zoo "Feldman Ekopark" vor dem Beschuss zu retten. Er er√∂ffnete ihn im Jahr 2011: Zuerst lebten nur ein paar Dutzend Pferde, Schafe, Esel und Ponys darin und Anfang 2022 etwa zweitausend Tiere (Raubtiere, Raubkatzen, Reptilien, Affen und V√∂gel). Drei√üig Tiere sind bereits umgekommen. Feldman nahm einige der Bewohner des Ekoparks mit zu sich nach Hause: Alpakas grasen auf seinem Tennisplatz, und Marabus lie√üen sich im Pool nieder. Meduza sprach mit dem Gesch√§ftsmann dar√ľber, wie sein √Ėkopark den Krieg √ľberlebt.
Oleksandr Feldman: Der Beschuss des √Ėkoparks begann fast in den ersten Tagen des Krieges. Er befindet sich inmitten des Feuers - die Granaten flogen von beiden Seiten. Die ersten beiden Minen trafen dann den Ekopark, schlugen Fenster ein, zerbrachen Gitterst√§be - die Affen rannten raus, wir fingen sie im ganzen Gel√§nde ein. Zwei Rothirsche wurden get√∂tet - sie wurden in St√ľcke gerissen. Wo die Alpakas lebten, schlug eine riesige Rakete ein. Jetzt gibt es viele Minen und Blindg√§nger im Park.
Bisher sind etwa dreißig Tiere gestorben. Zum Beispiel ein erwachsener männlicher Schimpanse, zwei junge weibliche Orang-Utans, viele Hirsche, Huftiere. Viele Tiere starben an Herzmuskelrissen und daran, dass sie gegen Käfige anschlugen. Vögel starben vor Angst. Außerdem konnten wegen der Kälte und des Stromausfalls die Käfige nicht aufgewärmt werden und Tiere erfroren.
Etwa zwanzig Hirsche liefen weg. Damhirsche laufen jetzt auch irgendwo herum, da ihr Zaun von einer Granate zerrissen wurde. Wenn ein Geschoss die Raubtiere trifft und sie herauskommen können, wird es eine Katastrophe sein. Es ist sehr schwierig, sie zu transportieren, und bisher auch nirgendwohin.
Vor ein paar Tagen wurde auf einen Hundezwinger geschossen, in dem etwa hundert Rassehunde leben.
Es sind nur noch wenige Mitarbeiter √ľbrig. Zwei Arbeiter, die versuchten, die Tiere in den "Fenstern" zwischen dem Beschuss zu f√ľttern, wurden get√∂tet, zwei weitere wurden vermisst. Aber Freiwillige aus Achtyrka erschienen - zwei Br√ľder - wir sind ihnen verpflichtet, sie haben viel getan, sie hatten keine Angst vor Beschuss.
Wir evakuieren derzeit einige Tiere wie Affen und Alpakas. Mein Haus hat sich in einen √Ėko-Park verwandelt: In jedem Zimmer sind "ein Paar von jeder Kreatur", wie die Arche Noah. Heute wurden f√ľnf gro√üe Schildkr√∂ten evakuiert, fast alle stehen auf der Roten Liste. Auch heute noch wurden Flederm√§use evakuiert und in die Freiheit entlassen, auch sie gerieten unter Beschuss. Alle, die freigelassen werden k√∂nnen, lassen wir frei. Der Charkiwer Zoo hat uns sehr geholfen. Wir haben einige der Tiere dort platziert (der Feldman Ekopark liegt direkt an der Schusslinie und der staatliche Zoo befindet sich im Zentrum der Stadt - Anm. Meduza), einige sind, wie gesagt, bei mir zu Hause. Ich habe drei√üig Alpakas und Lamas auf meinem Tennisplatz, so ist es lustig.
Verhandlungen √ľber die Evakuierung von Tieren in andere St√§dte oder ins Ausland laufen nicht. Es ist unm√∂glich, ein 300 kg schweres Tier durch das ganze Land zu transportieren, in dem ein Krieg stattfindet.
Eine kleine Hilfe kommt in Form von Futter, Hundefutter. Freiwillige helfen. Ein bisschen von allem. Aber das Wichtigste sind jetzt die Menschen, und die sind in einer sehr schwierigen Situation. Viele haben keine Nahrung und Artikel des täglichen Bedarfs. Es gibt viele Orte, an denen die Hilfe nicht ankommt, weil dort nur wenige Menschen leben, oder diese Orte in einer Zone liegen, in der Kampfhandlungen stattfinden, sie werden beschossen. Es gibt viele ältere Menschen, die nicht aus den oberen Stockwerken von Häusern herunterkommen können, die von Kindern verlassen wurden, oder die sich entscheiden, alleine zu bleiben.
Wir waren gerade in der Siedlung Shukowskij [einem historischen Rajon im nördlichen Teil von Charkiw], ich habe Milch dorthin gebracht. Etwa 20 Minuten, nachdem ich vorgefahren war, kamen die Leute zum Auto. Sie haben einfach Angst, aus ihrem Zufluchtsort herauszukommen.

Aus dem Charkiwer "Feldman Ekopark" wurden Meerkatzen und 100 Kilogramm schwere Schildkröten evakuiert. Video
Aus dem "Feldman Ekopark" in der N√§he von Charkiw werden Tiere evakuiert. Gestern gelang es, unter Beschuss Spornschildkr√∂ten hinauszubringen, ebenso Wei√ünasen- und Diademmeerkatzen. Das teilte der Pressedienst des Ekoparks auf Facebook mit. "Die Evakuierung dieser Schildkr√∂ten, die 100 kg oder mehr wiegen, ist nicht so einfach, aber wir haben es geschafft", hei√üt es in der Mitteilung. Im √Ėkopark sagen sie, die Evakuierung von Tieren werde fortgesetzt, bis alle Pfleglinge au√üer Gefahr sind.


Zoo Kiew:
"Der Elefant versteht, dass etwas nicht stimmt": Wie der Kiewer Zoo unter den Bedingungen des Kriegs lebt
Der Kiewer Zoo wurde noch nicht evakuiert, aber Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz, um die Tiere im Alarmfall zu beruhigen und zu verhindern, dass sie aus ihren Gehegen ausbrechen. Mitarbeiter sagen, dass die Tiere durch die Explosionen sehr gestresst sind: Viele mussten sogar Beruhigungsmittel bekommen. Elefant Horas hat am meisten gelitten: Er ist erst 17 Jahre alt und f√ľr einen Elefanten ziemlich jung. Von Beginn des Krieges an war Horas sehr nerv√∂s, schlief schlecht und weigerte sich, nach drau√üen zu gehen. Neben Beruhigungsmitteln bekommt er s√ľ√üe Bananen, die er sehr liebt. Elefant und Krieg seinen Dinge, die nicht zueinander passen, sagt der Direktor des Kiewer Zoos, der das Tier pers√∂nlich mit Bananen f√ľttert. Man habe Horas ins Freigehege gelassen, er machte einen Spaziergang, und der Fliegeralarm begann. Zwei Minuten sp√§ter habe man ihn hereingelassen. Er sei sehr schnell gegangen. Er verstehe auch, dass etwas nicht stimmt. Aber der Gorilla Tony leidet nach Kriegsbeginn mehr unter mangelnder Aufmerksamkeit: Er vermisst die Besuche der Besucher sehr. Der Zoodirektor sagt, es gebe keine Pl√§ne, die Tiere zu evakuieren. "Wir haben keinen Plan B. Wir haben einen Plan A, dass √ľberhaupt alles gut wird. Wir haben W√§rme, wir haben Licht, wir haben Wasser. Die Existenz eines Zoos ist nat√ľrlich nicht normal, wenn es Kampfhandlungen gibt, aber mit unseren Tieren ist alles in Ordnung. Sie sind gepflegt, und wir tun alles, damit der Krieg ein bisschen an ihnen vorbei geht", bemerkt er.
Bereits w√§hrend des Krieges gab es im Zoo Nachwuchs - zwei Kattas wurden geboren. Aber aufgrund von Stress weigerte sich die Mutter, eines zu s√§ugen. Mitarbeiter f√ľttern den kleinen Katta mit Babynahrung und gaben ihm den Namen Bayraktartschik - zu Ehren der in der T√ľrkei produzierten Angriffsdrohne, die vom ukrainischen Milit√§r aktiv in K√§mpfen eingesetzt wird. "Wenn das Heimatland bombardiert wird, welchen Namen haben Sie dann im Kopf? Bayraktar, Javelin (Javelin-Raketenabwehrsystem), 'Totschka U'. Sein Br√ľderchen oder Schwesterchen wird entweder Javelin oder Javelina sein", lachen sie im Zoo. Der Zoo hat einen Vorrat f√ľr mehrere Wochen im Voraus. Ein Defizit gab es bis vor kurzem nur bei Gr√ľnzeug [oder: Gem√ľse]. "Wir machen alle zwei Tage einen Abstecher zu M√§rkten und Gem√ľsebasen. Etwas wird gespendet, etwas kaufen wir, etwas bringen Freiwillige. Gestern haben sie zum Beispiel 100 Kilogramm Gr√ľnzeug [oder: Gem√ľse] gebracht, die Tiere waren sehr gl√ľcklich, und ich auch", sagt der Direktor. "Letzte Woche haben wir Fleisch f√ľr L√∂wen und B√§ren gebracht, f√ľr einen Monat im Voraus eingedeckt, und auch f√ľr einen Monat haben wir jetzt Vorr√§te an Fisch: Pelikane und andere V√∂gel fressen ihn." Solange in der N√§he von Kiew gek√§mpft wird, sind die T√ľren des Kiewer Zoos f√ľr Besucher geschlossen. Aber Tickets k√∂nnen im Internet gekauft werden: Auf diese Weise k√∂nnen die Menschen in Kiew und einfach nur f√ľrsorgliche Leute die Tiere unterst√ľtzen. Mit dem Erl√∂s aus dem Ticketverkauf wird Futter f√ľr die Tiere gekauft, und die Tickets selbst k√∂nnen sp√§ter, wenn Friedenszeiten kommen, genutzt werden.

Jasnohorodka:
Freiwillige evakuieren Tiere aus einem in Flammen aufgegangenen Zoo in der Nähe von Kiew. Foto
Aus der Strau√üenfarm Jasnohorodka bei Kiew werden Tiere evakuiert. Das teilten die ukrainische Tierschutzorganisation UAnimals und die Besitzer der Farm mit. Die Evakuierung erfolgte am 29. und 30. M√§rz. Am 29. gelang es, Alpakas, Schildkr√∂ten und seltene Rosapelikane herauszubringen. In Jasnohorodka teilten sie mit, dass sie mit dem Milit√§r und Tiersch√ľtzern zusammenarbeiten. Am 30. M√§rz wurde die Evakuierung fortgesetzt. Sie sollte gro√ü angelegt sein - f√ľr drei Autos, aber wegen des Beschusses war es nicht m√∂glich, alle, die herausgebracht werden sollten, herauszubringen. UAnimals schreibt dar√ľber. "Wir haben es geschafft, drei Fahrzeuge f√ľr die Evakuierung zu liefern, aber aufgrund des Beschusses mussten die Freiwilligen die Farm dringend verlassen. Bisher haben wir es geschafft, die Tiere, n√§mlich: zwei Kamele, zwei B√ľffel und Esel, mit einem Auto herauszubringen. Wir planen, sp√§ter f√ľr andere Tiere zur√ľckzukehren", sagten Tiersch√ľtzer. Zuvor wurde berichtet, dass der Familien-√Ėkopark Jasnohorodka wegen aktiver Kampfhandlungen in der N√§he fast vollst√§ndig niedergebrannt ist. Es wurde bekannt, dass eine gro√üe Anzahl von Tieren umgekommen ist, meistens Huftiere. Insgesamt wurden im √Ėkopark 212 Tiere gehalten. Strau√üe gab es etwa 300, die Volieren der V√∂gel brannten komplett ab.
Es wird daran erinnert, dass zuvor aus dem Charkiwer "Feldman Ekopark", der sich in der Schusslinie befindet, Meerkatzen und 100 Kilogramm schwere Schildkröten evakuiert wurden.
Berichtet wurde auch, dass im Park "XII Monate" in Demidow bei Kiew vor einer Woche ein Zebrafohlen geboren wurde. Das Zoopersonal gab dem Fohlen den Namen ‚Äď Malenkij Se [Kleiner Se(lenskij) ‚Äď d.√úbers.]. Der Zoo befindet sich in einer von der russl√§ndischen Armee kontrollierten Zone. Und er ist in einem √§u√üerst schwierigen Zustand, da es an Futter f√ľr Tiere und Brennstoff zum Heizen mangelt.Javelin,

In Odessa gab es zudem Delfinnachwuchs:
"Ukraina und Pobeda: Nachwuchs im Zoo Odessa und Delphinarium
Tiere wurden w√§hrend des Krieges im Zoo und Delphinarium von Odessa geboren. So wurde am Freitag, dem 27. M√§rz, im Zoo von Odessa ein Kalb geboren, das den Namen Javelin erhielt. Zeugen dieses Ereignisses waren Besucher des Zoos. Und im Delphinarium wurden in einem Monat zwei Delphine namens Ukraina und Victory (Pobeda, Sieg) geboren. √úbrigens arbeitet das Delphinarium auch schon und l√§dt zu einer Auff√ľhrung ein, um Tiere in Odessa und Charkiw zu unterst√ľtzen."
Quellen und √úbersetzungen komplett aus der Zoopresseschau
(07.04.2022, 17:14)
cajun:   Hier eine Meldung des VDZ:

"Hilfe f√ľr die Tiere der Ukraine
Zooverband unterst√ľtzt mit Spenden Kollegen
Die Mitglieder des Verbandes der Zoologischen G√§rten unterst√ľtzen ihre Kollegen in den Zoos der Ukraine mit vielen Ma√ünahmen. So sind nach aktuellem Stand bereits knapp 300.000 Euro an Geldspenden zusammengekommen, die unter anderem √ľber den Hilfsfonds des europ√§ischen Zooverbandes EAZA direkt an die Zoos in der Ukraine gehen. ‚ÄěWir sind sehr stolz darauf, dass unsere Mitglieder sofort nach Beginn des russischen Angriffskrieges damit begonnen haben, Hilfsma√ünahmen zu organisieren‚Äú, sagt Volker Homes, Gesch√§ftsf√ľhrer des Verbandes der Zoologischen G√§rten (VdZ). ‚ÄěAls Zoogemeinschaft stehen wir zusammen und unterst√ľtzen unsere Kollegen und die Wildtiere, die sie trotz der schwierigen Lage weiterhin aufopferungsvoll betreuen.‚Äú
Neben Geldspenden haben sich die VdZ-Zoos in Deutschland, √Ėsterreich, der Schweiz und Spanien mittels Sachspenden an Hilfsaktionen f√ľr die Ukraine beteiligt. So sind bisher mehr als 150 Tonnen Hilfsg√ľter, darunter auch Tierfutter, in die Region geschickt worden. ‚ÄěDar√ľber hinaus ermitteln wir gerade, welche unserer Zoos unter Umst√§nden freie Gehege f√ľr die Aufnahme ukrainischer Zootiere zur Verf√ľgung stellen k√∂nnte‚Äú, sagt Volker Homes. ‚ÄěMomentan ist diese Ma√ünahme noch nicht angeraten, weil Transporte derzeit ein unw√§gbar hohes, lebensbedrohliches Risiko f√ľr Tiere und Menschen bedeuten w√ľrden, aber wir wollen vorbereitet sein.‚Äú
Auch f√ľr die Ukrainer, die ihre Heimat aufgrund des Krieges verlassen mussten, haben die VdZ-Zoos Hilfe organisiert: Viele Zoos bieten den Fl√ľchtlingen kostenlosen und unb√ľrokratischen Eintritt in die Zoos an, damit wenigstens f√ľr ein paar Stunden ihre Lage etwas leichter wird."
Quelle Pressemitteilung
(07.04.2022, 16:40)
cajun:  
Aufruf des Berufsverbandes der Zootierpfleger

Das aktuelle Geschehen in der Ukraine best√ľrzt uns sehr ...
Zootierpfleger, die jeden Tag aufs Neue ihr Leben unter unwirklichen Bedingungen riskieren (und zum Teil auch verlieren), um ihre Sch√ľtzlinge in den umk√§mpften Zoos vor dem Verhungern zu bewahren und Tiere, die Aufgrund von mangelder Energie-/Strom-/Gasversorgung in ihren Gehegen erfrieren. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Futter- & Lebensmitteln f√ľr Tier und Mensch.

Auch der Berufsverband m√∂chte an dieser Stelle nicht nur seine Solidarit√§t zum Ausdruck bringen, sondern im Zusammenschluss mit unterschiedlichen zoologischen Einrichtungen eine erstaunliche, uneigenn√ľtzige und sehr engagierte Hilfsaktion von deutschen Tierpflegern f√ľr die ukrainischen Kollegen direkt unterst√ľtzen:

Das Team, bestehend aus verschiedenen Zoos und Parks, die dieses Projekt tatkr√§ftig unterst√ľtzen & Bruno Wiese aus dem Tier- & Freizeitparks Th√ľle als Ansprechpartner, hat, zusammen mit anderen zoologischen Einrichtungen, alle Hebel in Bewegung gesetzt und unl√§ngst einen Transport unter der Organisation und Federf√ľhrung von Ben Beckmann, dem Leiter einer privaten Auffangstation f√ľr Exoten und seinem Mitarbeiter Stephan Sobing zur Versorgung urkrainischer Tierpfleger und ihrer Sch√ľtzlinge in den umk√§mpften Zoos "Rivne Zoo" und "12 Monats Zoo" in die Ukraine geschickt - Chapeau! Den beiden M√§nnern, die hier selbst ihr Leben riskieren, die die Transporte managen und ohne die das ganze Vorhaben nicht m√∂glich w√§re, geh√∂rt unser gr√∂√üter Dank und Respekt.

Mittlerweile sind Team und Transporter wieder wohlbehalten zur√ľck, die Eindr√ľcke wirken aber weiterhin nach, sodass es nicht die einzige Versorgungsfahrt bleiben soll - in ungef√§hr 14 Tagen will das Team erneut aufbrechen. Es ist dringend!
Der Berufsverband der Zootierpfleger e.V. m√∂chte diese tolle, aufopfernde Aktion nicht nur mit einer kleinen Finanzspritze aus der Vereinskasse versehen, sondern auf diesem Wege vor allem auch zur dringenden Unterst√ľtzung dieses bemerkenswerten Projektes aufrufen!

In diesem Zuge bitten wir euch um Mithilfe:
Zusammen mit unseren Mitgliedern sammeln wir √ľber unser BdZ-Konto unter dem Verwendungszweck "Ukraine" Geldspenden,
um Einkäufe von Futter- & auch Lebensmittel zu gewährleisten.

Wir wenden uns auch an befreundete Vereine und Futtermittelhersteller mit der Bitte einer etwaigen Futterspende (vor allem Pflanzenfresserpellets/Giraffenpellets/Antilopenpellets, Affenpellets f√ľr Menschenaffen, Flamingopellets etc.) direkt an die Adresse des Tierparks Th√ľle oder eines Rabattes f√ľr deren potentielle Eink√§ufe. Als Ansprechpartner dient uns Bruno Wiese stellvertretend f√ľr ein tolles Team!

Vielleicht haben auch ein paar zoologische Einrichtungen noch ein paar S√§cke Futter auf Lager, deren Weitergabe sie verschmerzen k√∂nnten. Wir freuen uns √ľber jede Form der Hilfe f√ľr diese tolle Aktion!

Eure Spenden finden so den Weg zu uns und damit direkt und zeitnah in die Zoos vor Ort:
Empfänger: Berufsverband der Zootierpfleger e.V.
Kontonummer: 610 677 701
Bankleitzahl : 370 700 24
Kreditinstitut : Deutsche Bank
SWIFT-CODE : DEUT DE DBKOE
IBAN : DE36 3707 0024 0610 6777 01
Verwendungszweck: Ukraine

Weiterhin sollen Tiere aus den ukrainischen Zoos evakuiert werden. Einige werden auf der n√§chsten R√ľckfahrt mitgebracht und brauchen dann einen Platz, wo sie unterkommen k√∂nnen.

Vielen herzlichen Dank an alle Unterst√ľtzer
Der Vorstand

Quelle: Ein Aufruf aus der Zoopresseschau
(07.04.2022, 16:09)
Adrian Langer:   Danke f√ľr die Berichtigung! Ich hatte das f√ľr den Zoo deklariert.
(06.04.2022, 15:50)
Carsten Horn:   Im Link wird die Situation im Feldman EcoPark beschrieben, nicht die im Zoo Kharkoy!

Aber sehr traurig ist es nat√ľrlich trotzdem...
(06.04.2022, 13:38)
Klaus Schueling:   Hier eine Beschreibung der Lage im Zoo Kiew, die Thomas D√ľtsch vorgestern von Nataliya Urzhuntseva aus Kiew erhielt.

Tier√§rzte k√ľmmern sich wegen des Beschusses um den Lemur, der Elefant bekommt ein Beruhigungsmittel
und die Pelikane haben die Eier zerdr√ľckt

Alltag im Kiewer Zoo unter Kriegsbedingungen

‚Ė™ÔłŹ Alle Tiere sind in Sicherheit.

‚Ė™ÔłŹ Tiere werden p√ľnktlich gef√ľttert und versorgt.

‚Ė™ÔłŹ Die tier√§rztliche Kontrolle √ľber den Zustand von Tieren unter Kriegsbedingungen wurde verst√§rkt. Sie √ľberwachen das Verhalten ihrer Haustiere.

‚Ė™ÔłŹ Zoo ‚Äč‚ÄčMitarbeiter sind in allen Abteilungen im Einsatz. Sie wissen genau, was und wie im Falle eines Fliegeralarms zu tun ist. Technische Dienste - Installateure, Elektriker, Mechaniker - arbeiten ebenfalls in einem erweiterten Modus.

‚Ė™ÔłŹ Kollegen aus Zoos in Berlin und Prag helfen dem Kiewer Zoo.

‚Ė™ÔłŹ Im Kiewer Zoo werden die B√ľrger aufgefordert, keine Lebensmittel zu ihnen zu bringen, insbesondere keine verderblichen.

‚Ė™ÔłŹ B√ľrger werden ermutigt, elektronische Tickets zu kaufen oder den Zoo finanziell zu unterst√ľtzen. Sie stellen fest, dass das Geld f√ľr den Kauf von Tierfutter ausgegeben wird.

√úbersetzung:
Thomas D√ľtsch
(24.03.2022, 10:48)

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