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MasterplÀne



Adrian Langer:   @Jan: Danke dir! Der Verfasser des Artikels scheint also nicht zu wissen, dass Pesco schon so lange nicht mehr ist.
(09.03.2024, 11:04)
Jan Jakobi:   Adrian, Ivo kam im Februar 2019 aus Berlin nach SaarbrĂŒcken.

Auf dem Foto siehst du seinen verstorbenen VorgÀnger Pesco.

"Seit Anfang Dezember 2018 liefen die Vorbereitungen fĂŒr den Umzug des 180 Kilogramm schweren Tieres. ...

Nach dem Tod des Gorilla-Mannes Pesco im Oktober 2018 war der SaarbrĂŒcker Zoo auf der Suche nach einem passenden Nachfolger. ... Gemeinsam wĂ€hlte man den 31-jĂ€hrigen Gorilla-Mann Ivo aus. Er kam 1988 im MĂŒnchner Tierpark Hellabrunn zur Welt und lebte seit 2005 im Zoo Berlin."

https://www.saarbruecken.de/zb/rathaus/presse_und_online/artikeldetail/article-5d07943661ba7
(08.03.2024, 22:50)
Liz Thieme:   Ich gehe da mit euch, man kann so virtuelle Welten als Übergang zwischen Tierhausbereichen machen, aber nicht ein gesamtes Haus nur dafĂŒr hergeben / bauen.
Was ich dagegen in Ordnung finde ist das amerikanische Prinzip von einem Kino / 3D-Kino mit entsprechenden Filmen als Zusatzangebot, da auch von außen zu besuchen ist. Hier könnte man dann auch VortrĂ€ge (die auch viel zu wenig im deutschsprachigen Raum angeboten werden) und andere Veranstaltungen stattfinden lassen.
(20.11.2023, 07:53)
Sacha:   @Sebastian Gellert: Sehe ich ganz genau so. Ein Zoo sollte lebende Tiere zeigen. Tiersendungen kann ich mir auch im TV anschauen (oder - wenn es VR sein muss - zu Hause ĂŒber Computer bzw. Spezialbrille).
(16.11.2023, 15:17)
Sebastian Gellert:   Es bleibt abzuwarten, ob sich der Diergaarde Blijdorp Rotterdam einen Vorteil verschafft, wenn man sich von den Gorillas und auch langfristig von den EisbĂ€ren trennen möchte. Seine geplante virtuelle PrĂ€sentation von Tieren könnte ein Flop werden, da auch eine virtuelle Ausstellung des sĂŒdamerikanischen Regenwaldes im Zoo von Hannover ebenfalls in der Vergangenheit gekloppt war. Nur mit einer breiten Artenvielfalt wird man erfolgreich und nicht mit virtuellen Projekten und Kulissenwelten, in denen der Tierbesatz fehlt.
(16.11.2023, 14:46)
Sacha:   Klingt mir nach viel PR ohne wirklich wesentliche Aenderungen (vielleicht mit Ausnahme der geplanten Abgabe der EisbĂ€ren, was m. E. total falsch wĂ€re, wĂŒrden diese zu Last Resort und ggf. sogar Nachhaltige Nordsee gut passen. Oder zu einem neuen Themenbereich "Klimawandel").
Schade ist es auch um die Rivierahalle. So wie ich das verstehe, ist dort ĂŒberhaupt keine Tierhaltung mehr vorgesehen, sondern nur noch Klimbim. Und seit wann ist ein Glattrochen mit knapp 2m zu gross, wenn man bereits wesentlich grössere/lĂ€ngere Meerestiere prĂ€sentiert (hat)? Liegt hier vielleicht eine Verwechslung mit Mantas vor?
(08.11.2023, 10:11)
cajun:   Was sagt ihr dazu?
" Neuer Kurs fĂŒr Diergaarde Blijdorp: radikale Änderungen im Masterplan 2050
Der Diergaarde Blijdorp will seinen Kurs radikal Ă€ndern. Der 166 Jahre alte Rotterdamer Zoo stellte diese Woche den Masterplan 2050 vor, der erklĂ€rt, wie der Park in einigen Jahrzehnten aussehen soll. Es wird darĂŒber nachgedacht, neue Themenwelten zu schaffen, die nunmehr Impact Areas heißen. Aber nicht nur die Gliederung des Parks wird sich Ă€ndern: Blijdorp hat eine neue Mission vor Augen.
Der Zoo setzt sich fĂŒr die Rettung von zehn vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten ein. [
]
Die ehrgeizigen PlĂ€ne sind noch lange nicht endgĂŒltig. Sicher ist, dass die Liste der zehn Arten richtungsweisend fĂŒr die Entwicklung zukĂŒnftiger Projekte sein wird. Die Tiere und Pflanzen mĂŒssen in acht "Wirkungsgebieten" (impactgebieden) im Mittelpunkt stehen: Afrikanische Ebenen (African Plains), Afrikanischer Dschungel (African Jungle), Asiatische Korridore (Asian Corridors), Nachhaltige Nordsee (Duurzame Noordzee), KaribikkĂŒste (Caribbean Coast), Himalaya-Gipfel (Himalayan Peaks), Natur in der NĂ€he (Natuur Dichtbij) und Last Resort.
Neuer Name
Blijdorp ist derzeit noch in Kontinente unterteilt. Einige bestehende Parkteile können unter neuem Namen mehr oder weniger in ihrer jetzigen Form weiterbestehen. An anderen Stellen sind wohl radikale VerÀnderungen nötig. Langfristig wird man sich wahrscheinlich von den EisbÀren, den Vicuñas, den Schmetterlingen und dem Australien-Teil mit Wallabys verabschieden. Das Schicksal des Asienhauses ist ungewiss.
FĂŒr die Asiatischen Elefanten gibt es schon lĂ€nger PlĂ€ne: Das Gehege soll doppelt so groß werden. Im Oceanium liegt der Schwerpunkt auf der Nordsee und der Karibik. Etwas weiter wird African Jungle entstehen, vermutlich in Form einer riesigen Tropenhalle mit klimagesteuertem Dach. Dort können beispielsweise Bongos, Panzerkrokodile, Okapis und Zwergflusspferde untergebracht werden.
Fast ausgestorben
Der Bereich „Last Resort“ konzentriert sich auf Tierarten, die fast ausgestorben sind. Durch Verbindungen zwischen Tiger- und Löwengehege sollen die LebensrĂ€ume grĂ¶ĂŸer und abwechslungsreicher werden. Nach einer aufwĂ€ndigen Renovierung soll der monumentale Riviera-Saal als barrierefreier Treffpunkt fĂŒr VortrĂ€ge und andere Veranstaltungen dienen.
Man scheut auch neue Techniken nicht. Der Glattrochen – eine riesige Fischart – ist zu groß, um in einem Aquarium ausgestellt zu werden. Dank Augmented Reality können Besucher das Tier schließlich hautnah erleben. African Jungle ist als „schmerzhaftes und konfrontatives“ Virtual-Reality-Erlebnis gedacht, das den Besuchern bewußt macht, wie sie auf die Umwelt einwirken.
ZuschĂŒsse
Blijdorp arbeitet derzeit an neuen Ara- und Ibis-Volieren. Wie diese in den neuen Masterplan 2050 passen, ist noch nicht klar. Der Park will die Erweiterungen mit ZuschĂŒssen und der UnterstĂŒtzung von Fonds und Unternehmen finanzieren. Blijdorp verspricht auch, sich an anderen Orten der Welt stĂ€rker fĂŒr den Artenschutz und die Wiederherstellung der Natur zu engagieren.
Der Park hat noch einen langen Weg vor sich. Direktor Erik Zevenbergen schĂ€tzt, dass sich 80 Prozent des Publikums derzeit nicht darum kĂŒmmern, wie stark die Natur unter Druck steht. Das muss sich Ă€ndern. Letztlich gibt es keinen Platz mehr fĂŒr Tierarten, die nur schön sind zum Anschauen, aber keinem grĂ¶ĂŸeren Zweck dienen. Der Direktor glaubt, dass Zoos letztlich nicht existenzfĂ€hig sein werden, wenn sie sich nicht auf den Artenschutz konzentrieren.
Finanzielle Probleme
Vor einigen Jahren, im MĂ€rz 2020, stellte Blijdorp den Masterplan 2030 vor. Darin war eine Investition von 100 Millionen Euro in Renovierungen und neue Anlagen vorgesehen. RĂŒckblickend betrachtet sei diese Zukunftsvision nicht klar genug formuliert worden, so die GeschĂ€ftsfĂŒhrung. Der neue Masterplan 2050 wĂ€re zukunftssicherer. Aufgrund finanzieller Probleme, unter anderem bedingt durch die Corona-Krise, ist aus dem bisherigen Plan ĂŒbrigens noch wenig geworden."
Quelle:https://www.looopings.nl/weblog/23941/Nieuwe-koers-voor-Diergaarde-Blijdorp-radicale-veranderingen-in-Masterplan-2050.html
Übersetzung Zoopresseschau
(07.11.2023, 20:51)
cajun:   Wer sich fĂŒr MasterplĂ€ne interesseiert kann noch bis zum 20.12.22 die PlĂ€ne zur Zooerweiterung in Gossau einsehen:

"Stadt Gossau: PlĂ€ne fĂŒr Zoo-Erweiterung liegen auf
Der Walter Zoo in Gossau will grösser und attraktiver werden. FĂŒr diese Entwicklungsabsichten sind zahlreiche Planungen erarbeitet worden, die bis 20. Dezember 2022 öffentlich aufliegen.

Der wissenschaftlich gefĂŒhrte Walter Zoo will in den nĂ€chsten zwei Jahrzehnten wachsen und fĂŒr die Besucher noch attraktiver werden. Dazu hat er einen "Masterplan 2040" erarbeitet, der eine Vergrösserung des ZoogelĂ€ndes und eine Verbesserung der Verkehrserschliessung als zwei wesentliche Komponenten enthĂ€lt.

FlÀche von 5 Fussballfeldern als Intensiverholungszone
Damit der Zoo diesen Masterplan umsetzen kann, sind zahlreiche planerische Grundlagen erforderlich. Die geplante Vergrösserung des ZoogelĂ€ndes macht die Einzonung von rund 33'000 Quadratmetern Land nötig. Diese FlĂ€che von ungefĂ€hr fĂŒnf Fussballfeldern soll neu als Intensiverholungszone deklariert werden.

Dies geschieht mit einem Teilzonenplan, bei dessen Erstellung auch die UmweltvertrĂ€glichkeit der geplanten Entwicklung untersucht wurde. Raumplanerische Basis fĂŒr die kĂŒnftigen Bauvorhaben im Zoo bildet ein Sondernutzungsplan. Dadurch wird ein Überbauungsplan aufgehoben, welcher 2008 erstellt und 2016 angepasst worden ist.

Neue WegfĂŒhrung nördlich des Zoos
Die Erweiterung des ZoogelĂ€ndes tangiert den Rappenweg. Dieser wird neu auf einem nördlicheren Verlauf zum Chellenbachweg fĂŒhren. DafĂŒr ist ein Strassenprojekt mit Teilstrassenplan erarbeitet worden. Im Erweiterungsgebiet liegt auch ein eingedoltes Seitengerinne des Chellenbachs. Dies wird erst offengelegt, wenn die Eindolung erneuert werden muss. Mit einem Sondernutzungsplan wird aber der GewĂ€sserraum fĂŒr dieses kĂŒnftige WiesenbĂ€chlein bereits heute festgelegt.
Neue Bushaltestelle mit Tempo 30-Zone

Die geplante AttraktivitĂ€tssteigerung dĂŒrfte Mehrverkehr ein grösseres Besucheraufkommen generieren. Dieses wird mit verschiedenen Massnahmen standortvertrĂ€glicher gemacht. Es entstehen VeloparkplĂ€tze und E-Bikestationen und das Busangebot wird angepasst. Die Busse halten kĂŒnftig direkt beim neuen Zooeingang. Dieser wird beim heutigen Parkplatz erstellt, der durch eine Tiefgarage ersetzt wird. Im Bereich von Tiefgarage, Bushaltestelle und Eingang gilt eine Maximalgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. FĂŒr diese verkehrstechnischen Lösungen wurde das Strassenprojekt «Erschliessung Walter Zoo» ausgearbeitet.

FĂŒr sĂ€mtliche Planungen ist im Herbst 2021 das Mitwirkungsverfahren durchgefĂŒhrt worden. Darin sind zahlreiche teilweise gegensĂ€tzliche RĂŒckmeldungen eingegangen. Diese sind bei der Überarbeitung der Planungsunterlagen soweit möglich aufgenommen worden. Nun hat der Stadtrat die verschiedenen Planungen erlassen. DafĂŒr lĂ€uft bis zum 20. Dezember 2022 das Auflageverfahren. Auf www.stadtgossau.ch/walterzoo und im Rathaus Gossau können die wesentlichen Unterlagen eingesehen werden."
Quelle:https://www.gossau24.ch/articles/165022-stadt-gossau-plaene-fuer-zoo-erweiterung-liegen-auf
(29.11.2022, 13:18)
Carsten Horn:   @Sacha: Nichts zu danken...

In der Schweiz findet man schon ab und an mal einen Straße mit dem Grundnamen "Graben", in Basel sind es 13. Der SteinENgraben heißt so, weil da die ehemalige Stadtbefestigung war. Der Erdbeergraben ist nach einem Bachlauf benannt, der von Bruderholz in die Birsig floß.

Bei Interesse gibt es nÀhere Infos zB hier: https://www.merianverlag.ch/produkt/basel-und-geschichte/die-basler-strassennamen/dfb504cc-f2c0-4d6b-b521-4b9bbb8de05b.html
(24.10.2022, 13:20)
Sacha:   @Carsten Horn: Vielen lieben Dank fĂŒr die Infos.
(24.10.2022, 09:59)
W. Dreier:   Dann lag ich doch etwas schief in der Interpretation des "Grabens" . Mein "Rinnsal" ist die Birsig, der Erdbeergraben ist eigentlich in der Google-maps-VergrĂ¶ĂŸerung eine Straße - und gekommen bin ich ĂŒber den Steingraben, der kein Graben ist, sondern als Straße zum Heuwaage-Viadukt ĂŒberleitet. Da bin ich dann heruntergestiegen und rechts Richtung Zolli gegangen. Richtungspfeile gab es ja auch.
Aber wichtiger: immerhin gute 2 ha FlÀche
(23.10.2022, 18:24)
Carsten Horn:   Parkplatz 6000 qm, Schutzmatte 15000 qm... Dreigeteilt stimmt, wenn der Riegel EingangsgebĂ€ude / Steinemannhaus / ex Flamingostall entfernt wird, sonst eher viergeteilt. Zumindest fĂŒr das EingangsgebĂ€ude ist das langfristig geplant. Unter dem Dorenbachviadukt (die Straße am Hintereingang wo die Tram fĂ€hrt) wird es dann vermutlich einen Durchgang Ă€hnlich wie unter der ElsĂ€sserbahn (Zugang zum Sautergarten) geben. Wie störend das ist, wird sich zeigen, der Zugverkehr auf der ElsĂ€sser-Bahn stört mich wenig. Den Durchgang gibt es ja sogar schon, wird halt nur fĂŒr dienstliche Zwecke genutzt, ist aber auch mit großen Fahrzeugen befahrbar. Zwischen Ziegenkloster und Javanerfelsen links runter am Mistwagen vorbei...

Das GelĂ€nde der Schutzmatte nutzt der Zoo schon jetzt. WĂ€re natĂŒrlich schön, wenn man dem Antwerpener Beispiel folgen könnte und noch die ein oder andere Immobilie dem ZoogelĂ€nde zufĂŒgen könnte, ob das geplant ist, weiß ich nicht.

Erdbeergraben ist die Straße direkt am SBB-GelĂ€nde, wo die Reisebusse parken und die Marktbeschicker ihre Fahrzeuge abstellen.

Das Rinnsal heißt Gewerbekanal RĂŒmelinbach und versorgt den Zolli seit GrĂŒndung mit Brauchwasser, wird in Binningen von der Birsig abgeleitet und fließt hinter dem Haupteingang des Zoos zurĂŒck in die Birsig. In einem komplexen System werden fast alle WasserflĂ€chen darĂŒber mit Wasser versorgt. Selbst die Flußpferde baden in Birsigwasser außen!

Besuch lohnt sich immer, natĂŒrlich am richtigen Tag, :-) Aber ob in 5 Jahren bereits was von der Erweiterung zu sehen ist, abgesehen vom neuen Parkhaus? Wobei man davon außer Ein- und Ausfahrt ja auch nichts sehen wird, Tiefgarage wĂ€re der bessere Ausdruck...
(23.10.2022, 17:41)
Sacha:   Spannend an der Sache ist auch, dass der Zolli dann mindestens dreigeteilt wĂ€re. Gibt es ggf. Angaben, um wieviele Hektar der Zoo wĂ€chst? (Insbesondere wie gross das StĂŒck Schutzmatte ist, wĂŒrde mich interessieren).
(21.10.2022, 20:43)
W. Dreier:   Theoretischer Test also.
Und Erdbeergraben heißt das Rinnsal.
Die Nutzung des jetzigen Parkplatzes wĂ€re schon ein Gewinn. Die Schutzmatte wĂ€re also jenseits des Viaduktes (vom Zolli aus gesehen) die noch bebaute Gegend, deren HĂ€user nicht gerade gut aussahen - ich mußte die Straßenseite wechseln.
Bliebe noch die Straßenbahnlinie, die etwas stören wĂŒrde mit dem jetzigen Verlauf.
Muß ich also in 5 Jahren wiederkommen - nicht am Wochenende und nicht wĂ€hrend der Schulferien.
(21.10.2022, 11:35)
cajun:   Um W.Dreiers Besuchsbericht nicht durcheinander zu bringen, habe ich die aktuelle Meldung aus Basel mal hierhin gesetzt. Ist ein Testplan so etwas wie eine Masterplan? Zumindest ein VorlĂ€ufer, oder?

"Testplanung gestartet: Unser Zoologischer Garten wÀchst Testplanung gestartet: Unser Zoologischer Garten wÀchst

Im Jahr 2021 wurden der Baurechtsvertrag fĂŒr das unterirdische Parkhaus am Erdbeergraben unterzeichnet und die Baubewilligung erteilt. Damit waren wichtige Voraussetzungen fĂŒr eine Erweiterung des Zolli auf die FlĂ€che des heutigen Zoo-Parkplatzes geschaffen. Mit der Schutzmatte auf der gegenĂŒberliegenden Seite des Dorenbachviadukts hĂ€lt der Zoo Basel eine Parzelle im Baurecht. Im Rahmen einer Testplanung wird nun eruiert, wie die beiden Landreserven mittel- bis langfristig fĂŒr die Tierhaltung umgenutzt werden könnten.

Im Dezember letzten Jahres informierte der Zoo Basel ĂŒber die vorliegende Baubewilligung fĂŒr das Parkhaus am Erdbeergaben. Diese folgte auf den im FrĂŒhjahr 2021 unterzeichneten Baurechtsvertrag, der auch die Aufhebung des heutigen Zoo-Parkplatzes festschreibt, sobald das Parkhaus in Betrieb geht. Diese Meilensteine sind Voraussetzung dafĂŒr, dass der Zolli ĂŒber eine rĂ€umliche Erweiterung nachdenken kann. Aufgrund seiner innerstĂ€dtischen Lage ist Wachstum nur beschrĂ€nkt möglich; konkret an zwei Standorten: im Norden auf dem Zoo-Parkplatz und im SĂŒden auf der Schutzmatte. Letztere befindet sich zwar auf Binninger Boden, ist aber im Besitz des Kantons Basel-Stadt. Und der Zolli hĂ€lt bis 2070 das Baurecht. Mittel- bis langfristig möchte der Zoo Basel beide FlĂ€chen ins Zoo-Areal integrieren.

Sinn und Zweck einer Testplanung
Um zu evaluieren, wie die Ausgestaltung der zusĂ€tzlichen FlĂ€chen aussehen könnte, hat der Zoo Basel eine Testplanung fĂŒr die zwei Areale in Auftrag gegeben. Eine Testplanung ist ein spezielles Wettbewerbsverfahren: In einem iterativen Prozess suchen verschiedene Planer-Teams nach Ideen, wie sich gewisse vordefinierte Ziele auf den neuen Arealen umsetzen lassen. Dabei animieren sich Planer:innen und Zoo-Mitarbeitende gegenseitig zu mehr Innovation und besseren Lösungen. Die Testplanung beinhaltet neben den Tieranlagen die Anforderungen an Kasse, Verpflegungsangebot und Shop sowie an die weitere Infrastruktur fĂŒr Besuchende. In der Testplanung sollen die Lage von TierhĂ€usern, Aussenanlagen, Infrastrukturbauten sowie die Anbindung nach aussen geklĂ€rt werden. Die Resultate des Wettbewerbs sind im Laufe des Jahres 2024 zu erwarten. Sie werden in einem Massstab vorliegen, der weitere Planungsschritte benötigt, bis eine Umsetzung möglich ist.

Mehr Platz fĂŒr Natur- und Artenschutz
Der Zolli will durch das rĂ€umliche Wachstum mehr Platz fĂŒr spannende Themenanlagen schaffen. Das entspricht einer seiner wichtigsten Aufgaben als wissenschaftlich gefĂŒhrter Zoo: der Sensibilisierung fĂŒr und AufklĂ€rung ĂŒber den Natur- und Artenschutz. Aufgrund der zunehmenden ZerstĂŒckelung des natĂŒrlichen Lebensraums vieler Tier- und Pflanzenarten nimmt die BiodiversitĂ€t stetig ab. Der Zoo Basel möchte seinen Teil dazu beitragen, bedrohte Tierarten in Zukunft zu erhalten. Schon heute engagiert er sich durch Kooperation mit anderen Zoos weltweit in Erhaltungszuchtprogrammen und unterstĂŒtzt Naturschutzprojekte vor Ort. Dieses Engagement lĂ€sst sich durch eine Erweiterung des Zolli ausbauen. Auch kann der Zoo Basel der Stadt, dem Land und der Bevölkerung damit etwas zurĂŒckgeben: eine bessere Anbindung an die Innerstadt, ein neuer Eingang «Binningen» sowie zusĂ€tzliche GrĂŒnflĂ€chen, die das Klima Basels positiv beeinflussen. Letzteres ist in Zeiten der stetigen Auseinandersetzung mit den Folgen der KlimaerwĂ€rmung Ă€usserst wertvoll.

Hinweise in eigener Sache
Mit den VerwaltungsgebĂ€uden besteht aktuell eine «natĂŒrliche» Begrenzung zwischen Zoo und Stadt. Um diesen Riegel im Hinblick auf die Zoo-Erweiterung in Richtung Parkplatz aufheben zu können, werden diverse bestehende GebĂ€ude frĂŒher oder spĂ€ter weichen mĂŒssen. Mit der Aufstockung des BetriebsgebĂ€udes an der Oberwilerstrasse 131 sorgt der Zolli vor. Der entsprechende Architekturwettbewerb ist abgeschlossen; das Siegerprojekt stammt von SalathĂ© Architekten Basel. Baustart ist voraussichtlich 2024.

Welche Tiere auf den neuen FlĂ€chen «Parkplatz» und «Schutzmatte» gehalten werden, ist Stand heute noch nicht definiert. Diese Entscheidung ist Bestandteil einer Gesamtplanung, die sich mit der Entwicklung des Zoo Basel bis 2049 befasst. Auch hĂ€ngt sie von weiteren Faktoren ab, die ausserhalb des Wirkungsbereichs des Zolli liegen – beispielsweise von den Projektentwicklungen des Kantons Basel-Stadt betreffend Hochwasserschutz im Bereich des Birsig oder dem weiteren Ausbau der SBB rund um den Bahnhof Basel."
Quelle:https://www.zoobasel.ch/de/aktuelles/news/1406/testplanung-gestartet-unser-zoologischer-garten-waechst/
(21.10.2022, 11:10)
Gudrun Bardowicks:   Auf jeden Fall tolle PlĂ€ne. Mal sehen, ob sie auch so wie auf der Visualisierung umgesetzt werden können.
(16.09.2021, 22:31)
Oliver Muller:   Ich denke mal, das Thema ?MasterplĂ€ne? hat sich dann mit Corona bis auf Weiteres erledigt. Ich kann mir angesichts des bevorstehenden Zusammenbruchs unserer Wirtschaftssysteme kaum vorstellen, dass noch irgendjemand in Zoo-Tierhaltung investiert. Vermutlich bedeutet das nun, dass alle Tierhaltungen, die aktuell und in mittlerer Zukunft nicht State of the art sind, auslaufen werden.
(17.03.2020, 17:38)
Sacha:   @Oliver Muller: Aber sicher.
(28.12.2019, 09:11)
Oliver Muller:   @Sacha: Danke fĂŒr den Hinweis! WĂŒrdest du den dann hier posten, wenn er veröffentlicht ist?
(23.12.2019, 23:31)
Sacha:   Auch vom Walter Zoo in Gossau (Schweiz) gibt es inzwischen einen Masterplan (bzw. ist einer in Arbeit).
(23.12.2019, 11:00)
Oliver Muller:   Alle Jahre wieder: die eigentlich schon fĂŒr dieses Jahr angekĂŒndigten MasterplĂ€ne fĂŒr Rostock und Stralsund werden hoffentlich 2020 fertig und veröffentlicht, ebenso der von Frankfurt, wobei ich hier aufgrund der Vor-Veröffentlichungen keine großen Überraschungen erwarte. Auch Schwerin hat ja wohl PlĂ€ne, neu zu planen, ebenso Duisburg und Cottbus, wenn auch ohne direkte AnkĂŒndigung. In Berlin TP und MĂŒnchen soll ein Update kommen und auch aus Nordhorn stehen eigentlich Infos ĂŒber Ideen fĂŒr das ErweiterungsgelĂ€nde aus. Es bleibt also spannend in 2020.
(23.12.2019, 10:23)
W. Dreier:   @Sacha: 100 Buchen-``Jahre " - das wĂ€re etwa die ``Halbwert``-Lebenszeit, der Waldbesitzer wĂŒrde sie schon nutzen, der Betrachter noch nicht. Aus meinem ``Institutsumkreis``: aufgrund einer Gasexplosion 1909 in einem von uns genutzten Raum der landwirtschaftl. FakultĂ€t gab es ein Bild vom Schaden - im Hintergrund der Vorplatz des Naturkundemuseums mit dĂŒnnen BuchenstĂ€mmchens - die haben jetzt etwa einen Durchmesser von 50 cm (aber als SolitĂ€r kein ``Konkurrenz``höhenwachstum). Und mein Metasequoia bringt es nach 20 Jahren in 1 Meter Höhe auf 22 cm (aber mit der Buche im Wachstum nicht vergleichbar)
(21.11.2018, 17:44)
Sacha:   @W. Dreier: Vielen lieben Dank fĂŒr die Antwort. Jetzt musst Du mir in Sachen Pflanzenkunde noch etwas weiterhelfen (War nie meine StĂ€rke, da bei Pflanzen zu wenig "Action";)):
Sind 100 Jahre in "Buchenjahren" viel oder wenig?
(20.11.2018, 19:54)
W. Dreier:   @Sacha: zum Baumbestand des Rostocker Zoos: VorlĂ€ufer des ``alten`` Zoos` war ein Dandrarium ! von etwa 1900 - aus dieser Zeit existiert ein Mammutbaum am alten Eingang-auch der ``Rododendren``wald`` im mittleren Teil .
Der neuere Zoo (also das GelĂ€nde des Darwineums und umgebende Anlagen) im Bahrensdorfer Wald hat großflĂ€chig einen Buchenbestand, der etwa seine 80 - 100 Jahre haben dĂŒrfte.
(20.11.2018, 19:42)
Oliver Muller:   In der Liste fehlt auch noch Cottbus und der Plan fĂŒr das ErweiterungsgelĂ€nde in Nordhorn.
(20.11.2018, 19:24)
Sacha:   @Hannes Lueke: Ich hatte irgendwie erwartet, dass jemand diesen - m. E. absolut berechtigten - Einwand bringt. Aber wer sagt denn, dass dafĂŒr ZWINGEND eine WaldflĂ€che geopfert werden muss? Warum nicht bestehende (alte, ausgediente) Anlagen (bzw. deren FlĂ€che) dafĂŒr nehmen und stattdessen Arten, die gut in ein Waldgehege passen, in eine bislang ungenutzte WaldflĂ€che umsiedeln bzw. neue Arten dort ansiedeln? (Klar mĂŒssten dann trotzdem ein paar BĂ€ume weichen, aber das wĂ€re m. E. im Kosten/Nutzen-VerhĂ€ltnis).

Noch eine Frage: Wie alt ist der Baumbestand/Wald im Rostocker Zoo? Wurde er mehrheitlich nach dem Krieg gepflanzt? Ich ziele damit darauf ab, dass man vielleicht als Ersatz fĂŒr gefĂ€llte BĂ€ume ein anderes GrundstĂŒck im Gegenzug aufforsten könnte (gerne auch in der doppelten Grösse, als die, die fĂŒr die Elefanten draufginge).
Wenn er mehrheitlich aus uralten GewĂ€chsen besteht, sollte man natĂŒrlich die Finger davon lassen.
(16.11.2018, 09:21)
Hannes Lueke:   Wenn ich mir den tollen Baumbestand in Rostock ansehe hoffe ich, dass es keine Elefanten werden. In der Parkanlage zu roden sehe ich als fatal an.
(16.11.2018, 08:43)
Oliver Muller:   Fehlen nicht aus dem alten Masterplan noch Giraffen (die Ersatz fĂŒr die Elefanten sein sollten) und Sibirische Tiger?
(15.11.2018, 14:13)
Sacha:   Dann wĂ€ren wir schon zwei, die dies (instĂ€ndig) hoffen...(Gerade wenn ich mir vorstelle, wieviel Platz doch der Zoo Rostock - zumindest auf dem Papier - zur VerfĂŒgung hat).
(14.11.2018, 20:10)
Oliver Muller:   Chemnitz hatte ich jetzt schon abgehakt... ;-) Mal sehen, ob sich da noch grundsĂ€tzlich etwas Ă€ndert...
(13.11.2018, 22:53)
Oliver Muller:   Wenn ich das richtig sehe, warten wir aktuell auf angekĂŒndigte MasterplĂ€ne aus Stralsund, Erfurt, Frankfurt und Hamm, ein Masterplan-Update aus MĂŒnchen, die noch offene Entscheidung ĂŒber die Haltung von EisbĂ€ren in Wuppertal, außerdem wĂ€re eigentlich mit dem neuen FĂŒhrungsteam in Duisburg dort ebenfalls ein Masterplan fĂ€llig. Habe ich etwas vergessen?
(13.11.2018, 22:44)
Oliver Muller:   @Oskar: So weit ich weiß, liegen beide wegen der Finanzierung noch bei fen Geldgebern zum Abnicken...
(10.11.2016, 21:49)
Oskar Schwitters:   @Oliver MĂŒller: Von Stuttgart schon lĂ€nger nichts mehr, MĂŒnster soll laut Sheridan ab "Anfang 2016" entstehen.
DafĂŒr gibt es nun neues aus Leipzig. Der dortige Masterplan benötigt 16 Millionen Euro mehr, die HĂ€lfte davon kommt von der Stadt. Außerdem benötige man zwei weitere Jahre.
www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2016/11/10/zoo-der-zukunft-finanzielle-und-zeitliche-anpassungen/
(10.11.2016, 14:50)
Oliver Muller:   Hat jemand noch mal was von den lange angekĂŒndigten MasterplĂ€nen fĂŒr Stuttgart und MĂŒnster gehört? Über die stuttgarter Planungen war ja schon viel zu lesen aber m. E. gibt es noch keine offizielle Veröffentlichung eines Masterplans und in MĂŒnster gibt es m. W. allenfalls Andeutungen.
(05.11.2016, 22:43)
Oliver MĂŒller:   Die Stuttgarter Zeitung will schon Details des Masterplans fĂŒr die Wilhelms kennen:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarter-zoo-die-wilhelma-steht-vor-dem-umbruch-page4.348570c5-fcee-450a-a3db-3afc3a500d85.html
(08.07.2015, 12:50)
Oliver MĂŒller:   Hoffentlich bedeuten die Verzögerungen dann nicht Probleme, die PlĂ€ne durch die Gremien zu bringen...
(20.04.2015, 10:10)
Michael Mettler:   War nicht in einem der diversen Presseartikel zu lesen, dass die PlĂ€ne seitens der Zoo-/Tierparkleitung lĂ€ngst fertig seien und jetzt nur noch die entscheidenden Gremien durchlaufen mĂŒssten? Das zwischenzeitlich aufgetretene Sandproblem dĂŒrfte doch wohl kaum beeinflusst haben, welche Tierarten zukĂŒnftig wo und wie prĂ€sentiert werden sollen und welche Serviceeinrichtungen fĂŒr die Besucher geschaffen werden, sondern allenfalls aus finanziellen GrĂŒnden den zeitlichen Ablauf der Umgestaltungsmaßnahmen.
(16.04.2015, 08:21)
Mark Meier:   UrsprĂŒnglich sollte der Plan fĂŒr den TP sogar bis Weihnachten 2014 veröffentlicht werden. Da kam u.a. der Ärger mit dem Sand dazwischen, der erst ĂŒber Gutachten fĂŒr unbedenklich erklĂ€rt werden musste (was kĂŒrzlich der Fall war). Nun muss der Sand mit in die PlĂ€ne eingebunden werden, bspw. als Teil der Landschaftsgestaltung. Das wiederum will geplant sein. Inzwischen rechnet man mW mit Juni 2015. Beim Zoo habe ich keine Ahnung, wĂŒrde aber von einem Ă€hnlichen Termin ausgehen.
(15.04.2015, 17:38)
Oliver MĂŒller:   @WolfDrei: Ja, das war so auch in der Presse gestanden. Eigentlich hĂ€tten die Dinger ja Ende MĂ€rz vorliegen sollen.
(15.04.2015, 17:27)
WolfDrei:   @Oliver MĂŒller: ob nun Masterplan oder was auch immer: Auf der Jahresberichtserstattung 2014 fĂŒr den TP vor nun auch schon bald 4 Wochen wurde nur mitgeteilt, dass selbiger fĂŒr den Tierpark 180 Seiten, fĂŒr den Zoo 160 Seiten umfassen wĂŒrde. Keine Terminangabe.
(15.04.2015, 17:13)
Oliver MĂŒller:   Hat von den Berlin-Insidern jemand eine zuverlĂ€ssige Info, wann der lang und heiss ersehnte Ziel- und Entwicklungsplan fĂŒr Zoo und Tierpark veröffentlicht werden wird?
(15.04.2015, 09:03)
Carsten Schöne:   @Michael Mettler: Es ist viel profaner. Die potentiellen Geldgeber mit denen wir Kontakt hatten, interessierten sich ĂŒberhaupt nicht dafĂŒr, wofĂŒr sich kĂŒnftige (Normal)-Besucher interessieren wĂŒrden.
Die Einmischung ins Konzept war grundsĂ€tzlich völlig egozentrischen Interessen geschuldet: Ein Firmeninhaber, dessen Aussage war: „Geld spielt keine Rolle“, war einst in Simbabwe auf Safari und dort hatte man ihm erklĂ€rt, die Löwen, die er dort gesehen hĂ€tte, das wĂ€ren die total bedrohten Simbabwe-Löwen gewesen, und nun war der Meinung, er mĂŒsse bei der Artenauswahl auf Simbabwe-Löwen bestehen. Ich musste zugegebenermaßen auch erst Sven P. Peter fragen, aber eine Unterart Simbabwe-Löwe existiert nicht. Mein Hinweis an den Herren mit dem Geld, wir könnten bei unserem Konzept nur eine klar definierte, bedrohte Unterart halten - und Löwe sei doch Löwe - verhallte ungehört, er bestand auf Simbabwe-Löwen.
Ein Anderer wollte Land und Geld zur VerfĂŒgung stellen und hatte den Willen mit uns in die Top Ten der Zoologischen GĂ€rten aufzusteigen (ich ging davon aus, dass er NormalbesucherbedĂŒrfnisse im Auge hatte). Als ich ihn fragte, was denn fĂŒr ihn untrennbar zu einem solchen Park dazugehöre, hieß es unter anderem: Barfußpfad, Nistkastengalerie, Insektenhotels und ganz wichtig: Biber.

(02.02.2015, 21:30)
Michael Mettler:   @Ulli: "Bestimmte Vogelarten wie Wellensittiche wĂ€ren grundsĂ€tzlich nur in begehbaren Anlagen zu prĂ€sentieren – alles andere wĂ€re vergeudetes Potential."

Die Form der Wellensittichhaltung, die du hier quasi zur Pflicht erklĂ€ren willst, birgt aber leider auch ein "wunderbares" Potenzial zur Entsorgung ĂŒberflĂŒssiger Stubenvögel per Handtasche. Bevor der liebe Hansi weitere Tierarztkosten verursacht, die den Kaufpreis eines neuen Vogels ĂŒbersteigen, wird er dann eben in den Zoo geschmuggelt, wo man sich ja um kranke Tiere hingebungsvoll kĂŒmmert. Immer wenn ich in einer begehbaren Voliere Wellensittiche mit SchnabelrĂ€ude, ĂŒberlangen Krallen oder verwachsenen SchnĂ€beln sehe (Beispiel siehe Foto), kann ich mich dieses Verdachts nicht erwehren.

Ich verstehe ĂŒbrigens auch nicht, warum bestimmte Primaten "grundsĂ€tzlich" in begehbaren Anlagen prĂ€sentiert werden sollen. Wenn sich ein Zoo das Risiko der heimlichen FĂŒtterung durch Besucher und/oder den Kostenaufwand des Aufsichtspersonals leisten kann und will, dann bitte, aber warum sollte das zur Pflicht erhoben werden, wenn ein Zoo einfach nur z.B. Kattas zeigen will?

Ein Immersionseffekt lĂ€sst sich auch bei Besucher-Tier-Trennung durchaus erzeugen - ich denke da spontan an den Duisburger Fossa-Komplex mit seinen Bambusdickichtwegen. Wenn da statt der Fossas Lemuren hinter den DrĂ€hten sĂ€ĂŸen, wĂ€re der Besucher vermutlich auch nicht enttĂ€uscht, dass er nicht zu den Tieren rein darf.

Ich habe keineswegs etwas gegen begehbare Anlagen, aber ich finde, dass man den Highlight-Effekt solcher Anlagen durch QuantitĂ€t auch ĂŒberstrapazieren kann. Und da wir hier ja auch ĂŒber den Wunsch nach eigenen Profilen der Zoos diskutieren: FĂŒr meinen Geschmack sehen die begehbaren Anlagen fast ĂŒberall gleich aus... Wenn man Zoobesuchern schon zutraut, dass sie verschiedene Parks vergleichen (sonst wĂ€ren ja keine unterschiedlichen Profile nötig), dann sollte man ihnen auch nicht ĂŒberall die Lemuren- oder BennettkĂ€nguruanlage usw. von der Stange prĂ€sentieren.
(31.01.2015, 16:48)
Ulli:   es ist natĂŒrlich die puristische Artenauswahl und nicht der Artenausfall
(31.01.2015, 16:03)
Ulli:   Was muss ein Masterplan eines Zoos berĂŒcksichtigen

die vier Hauptaufgaben (Erholung, Tierhaltung, Natur- und Artenschutz, Bildung und Forschung) eines Zoos einmal konkretisiert:

- die einzelnen Abschnitte eines Zoos mĂŒssen eine Geschichte erzĂ€hlen !
- rÀumliche Gegebenheiten vor Ort behutsam einbinden, seien es Schlösser, alte Villen, Ruinen, FlusslÀufe, Teiche, Höhenunterschiede behutsam und angemessen einbinden
- ein Zoo kleiner und mittlerer GrĂ¶ĂŸe soll eine Spezialisierung ins Auge fassen – lieber weniger, aber dafĂŒr gut
- da gilt auch z.B. fĂŒr Aquarien: lieber konsequent einen Flusslauf in der Abfolge prĂ€sentieren als ein kunterbuntes Sammelsurium aus dem ZoofachgeschĂ€ft
- fĂŒr jeden Zoo ist es nahe liegend, einen topographischen, StĂ€dtpartnerschaftlichen oder kulturellen Bezug zur jeweiligen Region herzustellen – dies erleichtert die Vermittlung
- der Zoobesucher wird bei jedem Zoobesuch etwas lernen. Der Zoo ist nur gefordert, dies mit Hand und Fuß und sachgerecht (!) zu ermöglichen
- ein Zoo soll weg kommen von der Vermittlung einer Medien- und Fernsehwirklichkeit (Wirklichkeit aus zweiter Hand)
- konsequenter Purismus (!) bei der Artenausfall in den jeweiligen Themenbereichen
- Huftiersammlungen bitte nur dort zeigen, wo auch rĂ€umlich angemessen Platz vorhanden ist und andernfalls bestenfalls nur ein oder zwei Arten in sehr großen Anlagen zeigen. Selbst vermeintlich langweilige Arten wie Schottische Hochlandrinder oder Rentiere oder Kamele oder Lamas können zum absoluten Hingucker werden und zum Verweilen einladen. Besser wĂ€ren auch hier natĂŒrlich tatsĂ€chlich bedrohte Arten wie z.B. Bantengs.
- wenn man fĂŒr bestimmte und sich dahingehend bewĂ€hrte Affenarten wie Kattas, Varis, TotenkopfĂ€ffchen, Guerezas, Berberaffen, Rotgesichtsmakaken halten möchte, sind hierfĂŒr grundsĂ€tzlich (!) wenigstens zeitweilig oder in Teilen begehbare Anlagen vorzusehen – ansonsten vergeudetes Potential
- Bestimmte Vogelarten wie Wellensittiche wĂ€ren grundsĂ€tzlich nur in begehbaren Anlagen zu prĂ€sentieren – alles andere wĂ€re vergeudetes Potential
- ein Zoo soll vielfĂ€ltige Beobachtungspositionen zu jeder Tieranlage bieten (von oben, von unten, auf Sichthöhe, ggf. in die Bauten etc,) 
 auch bei Ameisen
- die Tieranlage hat im Rahmen der Möglichkeiten absolut biotopgerecht zu sein
- jeder Zoo soll verpflichtet werden, das Salzert-Buch „Was macht TiergĂ€rten attraktiv?“ zu verinnerlichen
- AuthentizitĂ€t soll auch wirklich authentisch und nicht vordergrĂŒndig „illusionĂ€r“ sein
- ein Zoo soll sich artenschutzmĂ€ĂŸig spezialisieren (MĂŒnster macht dies vorbildlich bei den sĂŒdostasiatischen Wasserschildkröten IZS) und dies ausdrĂŒcklich nicht (!) unter WirtschaftlichkeitsprĂ€missen verfolgen
- ein Zoo soll mindestens ein in-situ-Projekt federfĂŒhrend mitbetreuen und hierfĂŒr einen nennenswerten (!) prozentualen Anteil der Einnahmen zur VerfĂŒgung stellen und nicht nur Alibi-Zahlungen
- das in-situ-Projekt soll mit wenigstens einer Art quasi als Botschafter im jeweiligen Zoo reprĂ€sentiert sein (Fischotter bei der Renaturierung von FlĂŒssen, eine Vogelart aus dem in-situ-Region oder Ă€hnliches)
- ein paar Publikumsmagneten sind natĂŒrlich erlaubt – bei kleineren Zoos reichen hier schon die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen (ErdmĂ€nnchen, PrĂ€riehund, NasenbĂ€r, begehbares Affengehege, begehbare Sittichvoliere)
- kleinere Zoos sollen im Publikumsbereich vornehmlich mit Kontaktzonen agieren, der obligatorische Artenschutz kann ĂŒber randstĂ€ndige Vermittlung (siehe MĂŒnster beim IZS) nahe gebracht werden
- der Zoo soll absolut kindgerecht sein !!!
- ein Zoo soll echte und anregende SpielplÀtze und vor allem nicht (!) automatiserte SpielplÀtze mit Autoscooter, Shooter und Àhnlichem Quark bzw. GroschengrÀber anbieten
- ein Zoo hat zwei Cafes vorzusehen – eins mit Blick auf Kindgerechtigkeit und eins fĂŒr gehobenere AnsprĂŒche
- die Cafes sind bestenfalls randstÀndig an die Themenwelten zu legen
- ein Cafe darf niemals das Zentrum einer Themenwelt darstellen
- die WegfĂŒhrung fĂŒr die Besucher hat randstĂ€ndig und hinfĂŒhrend zu erfolgen
 es sei denn es handelt sich um mit Absicht begehbare Gehege
- die WegfĂŒhrung hat eine angemessene Breite zu haben, so dass es nicht zu Geschiebe kommt
- die Weggestaltung ist möglichst so zu gestalten, dass man bei Regenwetter nicht anschließend zwingend Schuhe putzen muss oder nach Abbrechen der AbsĂ€tze den Schuhmacher aufsuchen muss
- eine barrierefreie WegfĂŒhrung zu den wesentlichen Punkten des ZoogelĂ€ndes ist selbstverstĂ€ndlich zu gewĂ€hrleisten Das heißt aber nicht, dass ein Rollstuhl-Fahrer oder ein Kinderwagen absolut zu jedem (!) Beobachtungspunkt gefĂŒhrt werden muss oder absolut jeden (!) Besucherweg nehmen muss. Dies schrĂ€nkt letztendlich die Gestaltungsoptionen eines Zoos ĂŒber GebĂŒhr ein.
- ein Zoo soll kein Kommerz-Orientierter „Remmidemmi“-Laden mit Tieren als Staffage werden
- Aufdringlichkeiten jeder Art (marodierende Fotografen am Eingang!) sind zu vermeiden
- ein Zoo soll bei jeder rĂ€umlichen Ausdehnung, ob groß oder klein, den Eindruck einer WeitlĂ€ufigkeit gewĂ€hrleisten bzw. plausible Sichtachsen ermöglichen
- rĂ€umlich weitlĂ€ufige besucherstarke TiergĂ€rten haben ein Transportmittel zur VerfĂŒgung zu stellen (Kutschfahrt, Mini-Eisenbahnzug)
- ein Zoo muss eigenstÀndige Ruhe- und Beobachtungsoasen ermöglichen
- jeder Förderverein eines Zoos ist im ZoogelĂ€nde gut sichtbar prĂ€sentieren und man hat ihm, so weit dies personell ĂŒberhaupt möglich ist, BĂŒroflĂ€chen zur VerfĂŒgung zu stellen, so dass Sprechzeiten ermöglicht werden können.
- Flyer zu den Fördervereinen haben an jeder Zookasse zu liegen, ebenso zu den jeweiligen in-situ-Projekten

- was ein Zoo unter BerĂŒcksichtigung der vorgenannten Punkte zeigen möchte, ist natĂŒrlich Geschmackssache

(31.01.2015, 15:11)
Ulli:   Es ist ja nicht die Frage, ob man jeden Zoo so verwirklichen muss, es war manchmal auch nur eine "sportliche Herausforderung".

Der Kostenfaktor der Umsetzung spielte auch keine Rolle.

Und es ging mir einfach darum, von der vergleichsweise alltĂ€glichen und heute weitgehend betriebenen inzwischen fast langweiligen Herangehensweise abzurĂŒcken, quasi eine „WĂŒrze“ oder „spezielle Note“ hineinzubringen.

Es bleibt natĂŒrlich auch die Frage, ob nach einem ersten interessierten Hype der Zuspruch auf Dauer aufrechterhalten werden kann. Das Klimahaus in Bremerhaven verspĂŒrt auch schon BesucherrĂŒckgĂ€nge.

Und ob ein solcher Zoo wirklich ausschließlich (!!) mit einem derartigen speziellen Ansatz bestehen kann, steht natĂŒrlich auf einem anderen Blatt – dies ist auch gar nicht das Thema. Aber als Teilbereich eines Zoos kann es jeweils interessant sein.

Und der Zoo Hannover im Jahre 1885 hatte die meisten Stil-Bauten schon in seinem Bestand – man muss sie quasi nur abholen und einbinden. So etwas findet man heute natĂŒrlich kaum – aber wenn so etwas an Ort und Stelle bereits vorhanden ist, gilt es dies zu nutzen!!!

“HĂ€usliche Wohnformen weltweit“ und „Bhutan“ sind natĂŒrlich mit den nachempfundenen Stil-Bauten der absolute Inbegriff eines der „Illusionszoos“ – heute eher als „Erlebniszoo“ verkauft. Aber sie sind nahe an der kulturgeschichtlichen HerkunftsidentitĂ€t der Regionen – unabhĂ€ngig davon, ob sie gegenwĂ€rtig tatsĂ€chlich so bei einem Besuch des Landes noch angetroffen werden.

Und es war sicher ein VersĂ€umnis der Zoos, als die EXPO-Bauten Hannover 2000 quasi im Ausverkauf verramscht wurden, nicht zugegriffen zu haben. Da gab es Pavillon-Angebote wie den originalgetreuen Tempel von Nepal, den orientalischen Palast von Jemen – der letztlich durch Nichtpflege in sich zusammenfiel und abgerissen wurde-, den Lucy-Pavillon aus Äthiopien oder auch die aufgehende Blume von Venezuela. Heute stehen dort noch immer – teilweise natĂŒrlich genutzt – die Finbox oder auch der vor sich hin verfallende und hĂ€nderingend einen Nutzer suchende Pavillon der Niederlande mit den typischen Landschaftsregionen des Landes. Jeder dieser Pavillons wĂ€re eine Zierde fĂŒr jeden Zoo.

Von Haus aus bin ich eher ein Freund von Landschaftsparks, aber gerade deshalb blutet mir oft das Herz, wie kleinrĂ€umig man speziell den Huftierbereich in Zoos mit vergleichsweise vielen Arten umsetzt. Da geht jede Weite verloren. Mit Huftieren kann man nur punkten wenn man rĂ€umliche Dimensionen wie Hellabrunn, NĂŒrnberg oder Tierpark Berlin besitzt oder eine herausragende Topographie wie in Salzburg-Hellbrunn.

Aber wenn ich mir manche tatsĂ€chlich in Zoos verwirklichte Kontinental-Lösung anschaue, sind es manchmal auch nur bunt durcheinander gewĂŒrfelte Zusammenstellungen, die vielleicht den Kontinent gemeinsam haben aber z.B. nicht dasselbe Verbreitungsgebiet oder denselben Lebensraum/Biotop gemeinsam haben.

Man kann einem koreanischen ONB ohne tiefere Einblicke hinsichtlich Europa auch die Kombination Moschusochse, Seehund, Alpensteinbock, Berberaffe und Wolf als typischen "Europazoo" verkaufen. Im Grunde verfÀhrt man nÀmlich in Deutschland ebenso.

Und nur das Schlagwort "Afrika" ist genauso beliebig wie "Vulkaninseln". Beides kennt man oft nur aus den Medien. Vielleicht haben die „Vulkaninseln“ sogar eine deutlich plausiblere Gemeinsamkeit.

Und ein Zoo Artenschutz, Nahrungsspezialisten, Stockwerke der LebensrÀume, Missbrauchware Tier oder auch Bibel bietet eventuell durch eigene Beobachtung vor Ort im Zoo oder auch allgemeine Vorkenntnisse sogar eine unmittelbarere Wiedererkennung und damit einen leichteren Zugang ohne viele ErklÀrungen.

Ich habe versucht, bei jedem der EntwĂŒrfe eine gewisse Spannbreite zu berĂŒcksichtigen.

Die von mir gewĂ€hlten Staaten sind mit Absicht so kleinrĂ€umig gewĂ€hlt worden, um einer Beliebigkeit Vorschub zu leisten. Andererseits haben gerade diese von mir gewĂ€hlten LĂ€nder natĂŒrlich auch jeweils einen Spagat aus vielfĂ€ltigen LebensrĂ€umen.

Bei alledem stellt sich natĂŒrlich immer dieselbe Frage, ob man ohne die BerĂŒcksichtigung zumindest mehrerer (!) der von Oliver genannten GrundbedĂŒrfnisse
- gefÀhrliche Arten (Raubkatzen, Giftschlangen, Krokodile
)
- große Arten (Elefant, EisbĂ€r
)
- menschenÀhnliche Arten (Affen, ErdmÀnnchen
)
- "sĂŒĂŸe" Arten (Koala, ErdmĂ€nnchen
)
- schwarz-weiße Arten (Panda, Zebra
)
ĂŒberhaupt auskommen könnte.

So hat der von mir so bewunderte Haustierpark Warder – vielleicht auch bedingt durch seine eher provinzielle geographische Lage – nur knapp 70.000 Besucher im Jahr. Den Besucherniedergang in Walsrode seit seinen Hochzeiten bedauere ich ebenso. Der Naturzoo Rheine kann aufgrund der StadtgrĂ¶ĂŸe ohne Große Pandas (nebenbei eine natĂŒrlich absurde Vorstellung) niemals die Millionengrenze erreichen. Der Zoo Berlin hat nicht zuletzt deshalb drei Millionen Besucher, weil er verkehrsgĂŒnstig liegt und man im Grunde direkt aus dem Bahnhof dort hineinstolpert. Beim Zoo Karlsruhe verhĂ€lt es sich mit der direkten Nachbarschaft zum Hauptbahnhof mit der Besucherzahl von deutlich ĂŒber einer Millionen Menschen – wirklich ohne jeden Neid – ebenso. Diese Zahl wĂ€re sonst sicher etwas niedriger. In den zum Zoo Karlsruhe gehörenden etwas abseits gelegenen Tierpark Oberwald verirrt sich trotz der artenschutzmĂ€ĂŸig herausragenden Arten kaum jemand.

Ich sperre mich schon bei der Vorstellung, dass nur ein Zoo in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten mit einem vergleichsweise beliebigen Tierbestand oder ein spektakulĂ€re Herangehensweise wie der Heidepark Soltau/Safaripark Hodenhagen mit Belustigungsangeboten und „Remmidemmi“ wirtschaftlich tragfĂ€hige Besucherzahlen erreichen kann.

Ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass jeder Zoo mit einem VerantwortungsgefĂŒhl zumindest in ein oder zwei Teilbereichen seines GelĂ€ndes einen etwas anspruchsvolleren zoopĂ€dagogischen Ansatz, den man guten Gewissens vorzeigen kann, verfolgt – damit wĂ€re ich schon zufrieden. Wenn dann so etwas wie ein Alleinvertretungsmerkmal herausspringt, ist dies umso besser.

(31.01.2015, 12:39)
Michael Mettler:   @Carsten Schöne: Um kein MissverstĂ€ndnis aufkommen zu lassen - meine Bemerkung hinsichtlich des noch nicht verwirklichten Raubtierparks war genau in diese Richtung gedacht: Auch fĂŒr ein interessantes Konzept ist nun mal leider das liebe Geld notwendig. (M.W. scheiterte u.a. aus diesen GrĂŒnden auch die in den 80er Jahren intensiv verfolgte Idee eines Affenparks ĂĄ la Apeldoorn in Deutschland). Und da schließt sich der Kreis zu den ONB-Erwartungshaltungen: Ein bereits bestehender Zoo muss zwar nicht mehr seine Verwirklichung, aber immerhin noch seinen laufenden Betrieb sichern, und da spielen bestimmte Tierarten(gruppen) zweifellos eine wichtige Rolle dabei, den zahlenden Kunden zufrieden zu stellen.

@Alle: Zu den vielfĂ€ltigen Zusammenstellungsmöglichkeiten von Tierarten zu Zookonzepten wĂ€re allerdings noch ein Punkt hinzuzufĂŒgen. Viele Zoofans kritisieren immer wieder "ĂŒberflĂŒssiges" Drumherum in Zoos. Jedes Konzept, das sich dem Nicht-Eingeweihten nicht auf den ersten Blick erschließt, funktioniert aber m.E. nur mit einem erheblichen Aufwand von Drumherum, weil man im Grunde an jedem Gehege begrĂŒnden muss, WARUM die gezeigte Tierart hier zu sehen ist. Und da unterstelle ich, dass sich viele Besucher nicht an den Schildern "entlanglesen" werden und den Themenpark schlichtweg als genauso zufĂ€llige Aneinanderreihung von Tierarten erleben wie einen klassischen Zoo (was keineswegs ausschließt, dass ihnen der Park gefĂ€llt!). Und dann kann man sich fragen, ob der wiederum kostentrĂ€chtige Aufwand, einen Roten Faden zu erklĂ€ren, nicht Geld verschlingt, was anders "besser" eingesetzt wĂ€re. Ein Alpenzoo, Dschungelbuchzoo oder Afrikazoo dĂŒrfte vermutlich weniger von ErklĂ€rungen abhĂ€ngig sein als ein Welfenzoo oder ein Zoo der Nahrungsspezialisten. Wenn den Erlebniszoos gern vorgeworfen wird, dass die Tiere im gestalterischen Konzept nur noch als Statisten in den Illusionslandschaften dienen, dann mĂŒsste man bei objektiver Sichtweise auch akzeptieren, dass auch bei einigen der Themenzoo-Ideen die gewĂ€hlten Arten nur als Mittel zum Zweck (nĂ€mlich der Darstellung eines nicht-zoologischen Leitthemas) dienen.
(31.01.2015, 09:30)
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(31.01.2015, 02:58)
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(31.01.2015, 02:55)
Ulli:   Chile
(31.01.2015, 02:55)
Ulli:   als Abschluss des "Durchgeknallten"
Bhutan
(31.01.2015, 02:54)
Carsten Schöne:   Hallo Zusammen,

ich teile die Begeisterung fĂŒr diese Planungen absolut und hierbei ragt fĂŒr mich die Hanomag-Idee heraus, weil daraus ein gemeinsamer Park fĂŒr zwei verschiedene Kategorien von „Bekloppten“ entstĂŒnde – sehr spannend!
Ich möchte und muss an dieser Stelle allerdings noch einmal darauf hinweisen, dass die Idee eines Hanse-Tierparks ursprĂŒnglich von der IGAR stammt.
Siehe auch:
http://www.raubtierpark.de/deu/html/news.htm
Meldung vom 14. Oktober 2009.
Daraus geht auch hervor, warum es den Hanse-Tierpark heute nicht gibt.
Dass das Projekt RaubtierPark bis heute nicht realisiert wurde, spricht tatsĂ€chlich BĂ€nde, aber nicht ĂŒber eventuelle WĂŒnsche von ja doch eher fiktiven Normalbesuchern, sondern ĂŒber die Kompromisslosigkeit der IGAR, in Bezug auf Tierhaltung, Artenauswahl und TierprĂ€sentation gegenĂŒber potentiellen Geldgebern.
Die Idee Raubtierpark ruht jedenfalls nur - sie ist nicht tot.

GrĂŒĂŸe
Carsten Schöne

(30.01.2015, 22:51)
Michael Mettler:   Übrigens ist mir ein Zoo eingefallen, der schon vor lĂ€ngerer Zeit nach einem ungewöhnlichen Thema zusammengestellt wurde: Der Biblische Zoo in Israel, der nur in der Bibel erwĂ€hnte Tiere (oder wenigstens ihre Stellvertreter) zeigte.

@Oliver MĂŒller: Ich meine, vor vielen Jahren mal etwas ĂŒber einen Zoo in Thailand (?) gelesen zu haben, der angeblich nur weiße Tiere hielt - egal ob "naturweiß", Weißling oder Albino.
(30.01.2015, 21:29)
Michael Mettler:   Finde ich auch!
(30.01.2015, 21:23)
Gudrun Bardowicks:   @ Ulli: Tolle Ideen fĂŒr kleinere Zoos und Tierparks. Hoffentlich lesen einige der kleineren Einrichtungen hier mit und ĂŒbernehmen vielleicht die eine oder andere Idee. Die Tierparkwelt in Deutschland wĂŒrde auf jeden Fall buter und abwechslungsreicher werden.
(30.01.2015, 18:25)
Ulli:   ne - das sind seit mehreren Jahren immer weiter entwickelte AnsĂ€tze aus vielerlei Blickwinkel - immer auf Basis des Plans von 1885. Ich habe mich immer mal wieder dran gesetzt, wenn mir etwas einfiel oder es auch eine persönliche Herausforderung darstellte. Da meiste habe ich durchaus umsetzen können, manches musste ich auch schlichtweg verwerfen - so sind im Laufe der Zeit viele EinfĂ€lle entstanden, darunter aber sicher mehr die HĂ€lfte tiergeographisch / kontinental - mal mit dem Orientalischen Antilopenhaus, mal mit dem VorgĂ€ngerhaus. Eventuell (!) ist bei meinen EinfĂ€llen ja der eine oder andere spezielle Wunsch eurerseits darunter.
(30.01.2015, 18:20)
Oliver MĂŒller:   @Ulli:
Ja, das sind doch mal richtig innovative Ideen. Da hast du vermutlich die ganze Nacht dran gesessen?

Der Hanse-Zoo ist meines Wissens nicht verwirklicht worden, weil man ihn politisch nicht wollte. Dahinter steckte wohl auch massiver Druck der Tierrechtler.

@Michael Mettler:
ich hatte auch schon mal die Idee von einem komplett schwarz-weißen Zoo: Pinguin, Zebra, EisbĂ€r, Schwarzer Panter, weißer Löwe/Tiger, Varia usw.
(30.01.2015, 14:18)
Ulli:   Hannover als Naturkunde-Zoo wie ein Schulbiologiezentrum
(30.01.2015, 13:53)
Ulli:   Es gibt eine Vielzahl von Gliederungsvarianten abseits der gĂ€ngigen Vorgehensweisen - ich habe es einmal fĂŒr Hannover probiert - wieder auf der Basis des Plans von 1885
(30.01.2015, 13:50)
Ulli:   Der Stadtwald Hannover - Die Eilenriede und die BruchwĂ€lder der Erde
(30.01.2015, 13:48)
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(30.01.2015, 13:48)
Ulli:   Hannovers PartnerstĂ€dte
(30.01.2015, 13:47)
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(30.01.2015, 13:46)
Ulli:   Die Welfen - Britische Überseegebiete zur Zeit der Welfen auf Englands Thron
(30.01.2015, 13:46)
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(30.01.2015, 13:45)
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(30.01.2015, 13:45)
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(30.01.2015, 13:45)
Ulli:   Hanomag - Lokomotiven fĂŒr die ganze Welt und die dortige Tierwelt
(30.01.2015, 13:43)
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(30.01.2015, 13:43)
Ulli:   im Wandel der Erdzeitalter
(30.01.2015, 13:41)
Ulli:   im Wandel der Erdzeitalter
(30.01.2015, 13:41)
Ulli:   als LĂ€ngengradzoo
(30.01.2015, 13:40)
Ulli:   als LĂ€ngengradzoo
(30.01.2015, 13:39)
Ulli:   als LĂ€ngengradzoo
(30.01.2015, 13:39)
Ulli:   als Breitengrad-Zoo
(30.01.2015, 13:38)
Ulli:   als Breitengrad-Zoo
(30.01.2015, 13:37)
Gudrun Bardowicks:   Tolle Ideen! Ich könnte mir wirklich gut vorstellen, dass speziell kleinere Tierparks, Wildparks und Zoos wirklich eine Attraktion schaffen könnten, wenn sie sich auf einen Kontinent, einen Lebensraum, eine Klimazone oder bestimmte Tiergruppen spezialisieren wĂŒrden. Ullis Ideen von Australien- Zoos und Costa Rica- Zoos finde ich toll. Auch die Idee, einen Zoo aufzubauen,der besondere Anpassungen wie z.B. Sinnesleistungen von Tieren vermittelt oder eben auch die Evolutionsgeschichte finde ich toll. Auch einen Zoo fĂŒr waldbewohnende Tierformen oder auch einen KleinsĂ€ugerzoo oder einen Raubtierzoo fĂ€nde ich toll. Ich denke, solche Parks mĂŒssten nur ein geschicktes Marketing machen, um ihre Besonderheiten zu vermarkten und könnten dann durchaus zu einer Touristenattraktion werden.

@ Ulli: Ich finde deinen Australienzoo von der Idee her besonders toll, wĂŒrde aber auch noch BaumkĂ€nguruhs zeigen. Die finde ich in deiner Planung nicht.
Schnabeltiere, Koalas und vermutlich auch Wombats könnten sich vermutlich nur reiche Privathalter, Tierparks oder Zoos finanziell leisten. Besonders die Versorgung von Koalas und Schnabeltieren ist ja sehr kostspielig, aber die meisten anderen von dir genannten Arten könnten sich vermutlich auch kleinere Einrichtungen erlauben. Viele der von dir geplanten Arten wie z.B. verschiedene KĂ€nguruharten, Loris, Sittiche, Kakadus, Stelz- und Waservögel, Emus, Kasuare, Dingos, Kamele, Schafe und wohl auch viele Fisch- und Reptilenarten und auch einige kleinere Beuteltierarten dĂŒrften vermutlich relativ leicht von Vogelparks, Zoosoder auch PrivatzĂŒchtern zu bekommen sein. Mich erstaunt, dass noch keine kleine Einrichtung auf die Idee gekommen ist, sich auf die australische Tierwelt zu spezialisieren.

Ich könnte mir im Übrigen auch gut einen Chinazoo, einen Andenzoo, einen Amazonaszoo oder einen Himalayazoo bzw. Zoo fĂŒr asiatische bergbewohnende Arten gut vorstellen.

Weshalb die Idee mit dem Hansezoo oder auch dem Raubtierzoo aufgegeben wurden kann ich auch nicht nachvollziehen. Beides wĂ€ren gute Ideen fĂŒr kleinere Parks, genau wie ein richtiger Affenzoo, den es in Deutschland bisher auch noch nicht gibt.
(29.01.2015, 23:38)
Michael Mettler:   @Oliver MĂŒller: Als ich den Tierpark Amersfoort in den 80er Jahren erstmals besuchte, gab es dort tatsĂ€chlich einen eigenen "Parkteil der schwarzweißen Tiere". Ich erinnere mich an Zebras, Strauße, Pinguine und Varis, vielleicht waren es sogar noch ein oder zwei Arten mehr.

Kreative AnsĂ€tze fern vom GĂ€ngigen - da hat Ulli völlig Recht, sowas fehlt oft bei Neugestaltungen. Vielleicht auch deshalb, weil manche Zoos einen vermeintlich unwissenschaftlichen Touch fĂŒrchten. Aber da Wissensvermittlung durchaus auch ĂŒber Spaß gelingen kann - warum nicht z.B. mal ein "Parkteil der Supernasen"? Zwischen RĂŒsselspringer und Elefant ergĂ€be sich da im SĂ€ugerbereich ein ganz nettes Sortiment, und wenn man den Begriff nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf LeistungsfĂ€higkeit der Riechorgane anwendet, hĂ€tten sogar Vögel wie Kiwi und Truthahngeier Platz.

Das ergĂ€be dann schon einen BrĂŒckenschlag zu dem von Ulli erwĂ€hnten "Zoo der Sinne", den der frĂŒhere hannoversche Zoochef Dittrich gern in einem speziellen Haus eingerichtet hĂ€tte (ĂŒbrigens lautete ein zweiter Name fĂŒr dieses Projekt damals "Erlebniszoo"...!). Da sollten einzelne Tierarten mit spezieller Anpassung ihrer Sinnesorgane ausgestellt und auf Publikumsseite technische Einrichtungen (z.B. NachtsichtgerĂ€te, Akustiktechnik) geboten werden, um diese Sinneswahrnehmungen fĂŒr den Besucher nachempfindbar zu machen (z.B. hören zu können wie ein Fennek, den man dabei gleichzeitig in seinem Gehege sehen kann). Ich glaube, es gab damals sogar schon Zusagen von Sponsoren aus der Technikindustrie, aber zu Zeiten stĂ€dtischer Verwaltung war der Zoo leider ein Daueropfer bĂŒrokratischer Unbeweglichkeit...
(29.01.2015, 21:33)
Ulli:   Es gibt ja neben der systematischen und geographischen Zoogestaltung auch noch andere Optionen. In Hannover gab es vor Jahrzehnten einmal die Überlegung eines „Zoos der Sinne“
GrundsĂ€tzlich möglich halte ich auch ein historisches oder kulturgeschichtlichen Ansatz. Bei der Gelegenheit. 2009 gab es in LĂŒbeck beispielsweise die Idee eines „Hansezoos“. Die Planung verlief letztlich im Sande.
Wenn ich mir nun den Gestaltungsentwurf vor Augen fĂŒhre, finde ich ihn höchst spannend und sehr ansprechend. Liege ich mit dieser Meinung alleine und vor allem wo seht ihr das Hauptproblem der Nichtverwirklichung? Persönlich bin ich hier etwas ratlos, zumal es sich um einen sehr eigenstĂ€ndigen und kreativen Ansatz fern vom GĂ€ngigen handelte.


Thema: „Geschichte LĂŒbecks, Königin der Hanse“ –

„Sachau-Hof“ mit vom Aussterben bedrohten Tieren
(u.a. Lehmkuhlener Pony, das Schwarzbunte Niederungsrind),
weiter ein Hof mit Ramelsloher HĂŒhnern und Deutsche Widder.
eine Kornkammer mit wechselnder Getreide-Zucht
(Dinkel, Urkorn, Einkorn),

„LĂŒbecker Bucht “
Wasser-Areal inklusive begehbarer Voliere mit Wat- und Möwenvögel,
Teich mit Wasservögel des Binnenlandes.

„Gaukler, HĂ€ndler, JahrmĂ€rkte“
Gehege fĂŒr die Kamele und Schimpansen,TotenkopfĂ€ffchen, Aras und Sittichen.

„Haus der blinden Passagiere" (Skopione, Vogelspinnen).

"Pelztiere" (Schneeleopard, Zobel, Nerz, Silberfuchs und Hermelin) + Ausstellung.

weiter ein Restaurant, SpielplÀtze und Grillmöglichkeiten + Zooschule

Besucherplanung: 100.000 Personen pro Jahr

(siehe auch Tierpark-Rundbrief 2/2009)

(29.01.2015, 20:08)
Ulli:   ausgehend von Olivers Idee - so könnte ein Australien-Zoo aussehen (Basis Hannover von 1885)
(29.01.2015, 20:07)
Ulli:   Australien-Zoo mit Koalas (Basis Hannover von 1885)
(29.01.2015, 20:05)
Ulli:   Kontinent ins Extrem gesteigert als Costa Rica-Version
(Basis Hannover-Plan 1885)
(29.01.2015, 20:04)
Oliver MĂŒller:   Ich habe mir auch mal Gedanken gemacht zu einem "Australien/Ozeanien"-Zoo. Der wĂ€re sicher eher klein, aber mit Riesen-und Baum, Wallaby in begehbarem Gehege und einer sehr kleinen KĂ€nguru-Art zum Vergleich nebeneinander, Emu, Kasuar, Koala (natĂŒrlich), Zwergpinguin (natĂŒrlich), Beutelteufel (NatĂŒrlich), Wombat (natĂŒrlich), Schnabeligel (NatĂŒrlich) und bunten Papageien sicher auch fĂŒr den ONZ gar nicht so unspannend, außerdem natĂŒrlich jede Menge Gift- und Ekeltiere, an denen es im 5. Kontinent ja nicht mangelt, Krokodile, bunte Fische, ein paar kleinere Beuteltiere wie Quolls, Dingos und weil der ONZ sie so liebt Kamele.

"SĂŒdamerika" wĂŒrde ich in "Amerika" umwidmen (Sorry Sacha) und mit Krallen- und Totenkopfaffen (letztere in begehbarem Gehege), Spinnenaffen, Tapir, und wieder bunten Papageien (begehbare Anlage) besetzen, außerdem Krokodile, Anakonda, Schnappschildkröten, Vogelspinnen, bunte Fische und natĂŒrlich Piranhas. Alpaka (begehbar) neben Vikunja fĂŒr die Bildung (vom Wildtier zum Haustier), Puma, Jaguar und Ozelot oder eine andere Kleinkatze, EisbĂ€r, KodiakbĂ€r, Baribal zur Auswahl (2 Arten), Wölfe, ggf. MĂ€hnenwölfe, NasenbĂ€ren, PrĂ€riehunde als ErdmĂ€nnchenerstz, Otter, Bisons, Elche und als "skurrile" Arten Faultier, GĂŒrteltier, Urson. Ich denke, da kommen schon auch fĂŒr den ONZ attraktive Arten zusammen.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass der ONZ vor allem fĂŒnf Tiergruppen sehen will:
- gefÀhrliche Arten (Raubkatzen, Giftschlangen, Krokodile
)
- große Arten (Elefant, EisbĂ€r
)
- menschenÀhnliche Arten (Affen, ErdmÀnnchen
)
- "sĂŒĂŸe" Arten (Koala, ErdmĂ€nnchen
)
- schwarz-weiße Arten (Panda, Zebra
)
Wenn das eine Art Erfolgsrezept ist, könnte man daraus wohl jeden beliebigen Zoo attraktiv gestalten.
(29.01.2015, 18:48)
Oliver MĂŒller:   @Michael Mettler:

und da sind wir wieder mal nach ein paar BeitrĂ€gen hin und her an dem Punkt wo wir uns sehr gut einigen können: Ich stimme dir beim letzten Posting komplett zu!

@Sacha:
Stimme ich so weit auch zu. Ich wĂŒrde halt etwas weiter gehen, als Heuete allenthalben ĂŒblich, was die Schwerpunktsetzung angeht. Wenn du das noch nicht "Spezialisierung" nennen willst, kann ich dir da entgegen kommen ;-)
Was die Giraffen angeht: die gibt's ja auch bisher nicht in jedem Zoo. Aber so ein Gaurbulle hat ja auch was. Oder ein Schabrackentapir.
(29.01.2015, 18:28)
Michael Mettler:   @Sacha: FĂŒr Pinguine in Asien wĂŒsste ich ein Schlupfloch, schließlich heißt der Eselpinguin aus gutem Grund mit Artnamen "papua" und man mĂŒsste nur die Geschichte dazu erzĂ€hlen :-)

Übrigens wĂŒrde zum Thema Asien auch ein Lummenfelsen passen, wenn man nicht auf aufrechte schwarz-weiße Seevögel verzichten will...
(29.01.2015, 17:34)
Sacha:   @Oliver MĂŒller: Im Vergleich zu Afrika wĂŒrden bei Asien auch die (Brillen-)Pinguine wegfallen.
Handkerum könnte man die ErdmĂ€nnchen adĂ€quat mit einer asiatischen Mungo/Ichneumon-Art ersetzen, da brĂ€uchte man nicht erst die Zwergotter zu bemĂŒhen.
Entscheidend wÀre wohl auch ob der jeweilige Zoo VORHER schon Flusspferde, Zebras, Giraffen, Kattas etc. zeigte und wie er sie ersetzt.
Przewalskipferd gegen Zebra ist fĂŒr ONB wohl kein guter Tausch, Königskobra gegen GrĂŒne Mamba wohl schon. Aber wie "ersetzt" man Giraffen?.

@alle. Vielleicht liegt es einfach am Begriff. "Themenschwerpunkte" stört mich z.B. schon weniger als "Spezialisierung" oder "ein-Kontinent-Zoo". Und ich glaube, in diese Richtung gehen die meisten Zoos ohnehin, also ein ABC-Sortiment fĂŒr ONB halten, aber gleichzeitig daneben oder integriert LebensrĂ€ume mit der gleichen Besetzung, wie sie auch in der Natur vorkommt.
(29.01.2015, 15:37)
Michael Mettler:   @Oliver MĂŒller: Sehe ich Ă€hnlich mit Asien, wenn auch Afrika als Thema trotzdem knapp die Nase vorn hat - es ist nun mal der populĂ€re "Safari-Kontinent", der sich nicht zuletzt durch Unmengen von TV-Dokus am stĂ€rksten ins kollektive GedĂ€chtnis gebrannt hat.

Übrigens, im Hinblick auf AttraktivitĂ€t und baulichen Aufwand: Was fĂŒr Afrika das Flusspferd, ist fĂŒr Asien der EisbĂ€r ;-)
(29.01.2015, 15:15)
Oliver MĂŒller:   @Holger Wientjes:
"Mut zur LĂŒcke" hieße dann wohl auch "Mut zur LĂŒcke im Geldbeutel", vielleicht sogar "Mut zur Pleite". ;-)
@alle:
Ich denke dass "Asien" mit Tigern, Löwen, (Schnee-) Leoparden, Orang Utans, Gibbons (sehen Siamangs nicht fĂŒr den ONZ wie Schimpansen aus?) und kleineren Affen, Elefanten, Nashörnern, Trampeltieren, "BĂŒffeln", "Rehen" und "Gazellen", Papageien, Schlangen und Krokodilen genau so attraktiv sein könnte wie Afrika. Das Fehlen von Flusspferden, Zebras und Giraffen wird der ONZ verschmerzen, die sind auch heute nicht in jedem Zoo (na gut, Zebras schon). Schwerer wiegen dĂŒrften da schon ErdmĂ€nnchen und Kattas, aber dafĂŒr gibt es ja dann Zwergotter. Die gehen notfalls auch als ErdmĂ€nnchen durch ;-))
(29.01.2015, 14:15)
Michael Mettler:   Ich denke auch, dass es gerade die mittleren bis kleinen Zoos sind, die sich auf einen Erdteil spezialisieren könnten, ohne dass das Publikumsinteresse leidet. Wer ohnehin nicht Elefanten, Giraffen und Ă€hnliche Kaliber als afrikanisch-asiatische Flaggschiffe halten kann, hat es in dieser Hinsicht leichter.

Ohne dass ich es nötig finde: Rheine z.B. wĂ€re ein Zoo, der sich m.E. auf Afrika oder Asien spezialisieren KÖNNTE, ohne an AttraktivitĂ€t zu verlieren. Ob er ZUSÄTZLICHE AttraktivitĂ€t dadurch gewinnen wĂŒrde, lĂ€ge dann vielleicht weniger an den Tierarten, sondern am gebotenen Beiwerk. Aber das ist ja auch mit dem jetzigen Konzept nicht anders: Geschickte Namenswahl (Naturzoo) und attraktive PrĂ€sentationsformen der Tiere plus allerlei Mitmachelemente bis hin zur Zoodidaktik spielen fĂŒr Rheine vielleicht eine grĂ¶ĂŸere Rolle als der Besatz der einzelnen Anlagen.

Die Besatzfrage lĂ€sst ohnehin mehr Möglichkeiten zu als das derzeitige Geo-Standardsortiment darstellt. Z.B. bestĂŒnde keine Notwendigkeit, in einem Afrika-Zoo auf BĂ€ren zu verzichten; wenn in europĂ€isch ausgerichteten Haltungen Przewalskipferde prĂ€sentiert werden, nur weil sie dem eiszeitlichen europĂ€ischen Wildpferd Ă€hneln, dann darf auch der erst im 19. Jahrhundert in Nordafrika ausgerottete BraunbĂ€r als lebendes Modell im Afrika-Konzept vertreten sein. Wenn Haustiere oder eingebĂŒrgerte Wildtiere ganz selbstverstĂ€ndlich in diverse Erdteilthemen eingegliedert werden, dĂŒrfte man einen Australien-Park auch mit Dromedaren, Bantengs und Hirschen ergĂ€nzen (Neuseeland thematisch eingeschlossen, sogar mit Tahren und Gemsen). Viele Vogelarten, die man im Zoo quasi automatisch als EuropĂ€er abbucht, kann man genausogut in einem Afrika-Park unterbringen, wo sie entweder ebenfalls als Brutvögel oder wenigstens als Winterbewohner passen (Störche, Limikolen usw.).

Und selbst ein Zwei-Kontinente-Zoo mĂŒsste nicht auf die Möglichkeiten Eurasien oder Amerika beschrĂ€nkt sein. Rotterdam zeigt hier mit der Idee, den Weg europĂ€ischer Zugvögel von der hollĂ€ndischen Wiesenlandschaft bis ins afrikanische Winterquartier in einer Gehege-HĂ€user-Abfolge darzustellen, ein ebenso faszinierendes wie weit ausbaufĂ€higes Konzept, mit dem man einen kompletten Zoo ausrĂŒsten könnte.
(29.01.2015, 08:42)
Holger Wientjes:   Wenn man sich auf nur einen einzigen Kontinent spezialisieren möchte, dann wĂŒrde ich dort Afrika ebenfalls den grössten Erfolg in Aussicht stellen. Vielleicht ist es fĂŒr die meisten Menschen einfach auch der Inbegriff von Exotik, wilder Natur, Wiege der Menschheit und nicht zuletzt natĂŒrlich der Megafauna, der grossen Herden, die diesen Kontinent so interessant machen und sich noch besser verkaufen lassen als ein ebenfalls schon sehr spannender ausflug nach Indien oder in den Amazonas-Regenwald. Auch ist Afrika in den Medien, und somit wohl auch in den Köpfen, sicher prĂ€senter als andere Erdteile.
WĂŒrden sich, was sie sicher nicht tun werden und wozu ich auch keine Notwendigkeit sehe, eng benachbarte Zoos, wie Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund tatsĂ€chlich auf je einen einzigen Kontinent beschrĂ€nken, hĂ€tte der Afrika-Zoo unter ihnen sicherlich langfristig die Nase vorn. Das werden sicher auch die Verantwortlichen wissen und davon Abstand nehmen.
Eine solche BeschrĂ€nkung wĂŒrde ich eher als Chance fĂŒr, auch flĂ€chenmĂ€ssig, kleinere Parks sehen. Dort könnte man halt nicht die "ganze Welt" zeigen, aber dafĂŒr einen Erdteil umso ausfĂŒhrlicher und facettenreicher, vermutlich umfangreicher als ein auf mehrere Schwerpunkte fixierter Grosszoo.

@O. MĂŒller: Auf die Schimpansen in Bremerhaven könnte ich gut verzichten. Denn, wenn schon Spezialisierung, dann richtig. "Mut zur LĂŒcke" dann auch konsequent.
(28.01.2015, 19:59)
Sacha:   Edit: "WĂ€re bei Dvur ja der Fall", wenn es sich dann vollstĂ€ndig auf Afrika konzentriert. Wenn aber Tiger, Orangs, Panzernashörner, KrallenĂ€ffchen und, und, und bleiben, dann trauen wohl selbst die Verantwortlichen in Dvur ihrem Konzept nicht ganz.
(28.01.2015, 18:05)
Sacha:   @MM: Bez. Bremerhaven: Und warum intervenierte die Stadt? Weil Sie wohl ahnte, dass Schneeziegen nicht die gleiche Zugkraft besitzen wie Schimpansen und um die AttraktivitĂ€t des Zoos fĂŒrchtete.

Zu Dvur: Ist vielleicht auch eine Frage, wie sehr man das Konzept "Spezialisierung auf einen Kontinent" auslegt. Ich bin da Purist und nehme darum den Einwurf von @Oliver MĂŒller voll auf mich. Wenn schon monothematisches Konzept, dann grĂŒndlich:)!

Ausserdem habe ich ja in einem Post zuvor schon geschrieben, dass ich - wenn ĂŒberhaupt - am ehesten einem Afrika-Konzept dauerhaften Erfolg zutraue. Das wĂ€re bei Dvur ja der Fall.
(28.01.2015, 11:56)
Oliver MĂŒller:   @Michael Mettler:

was ich durchaus vernĂŒnftig finde. Man muss sich ja nicht vor lauter Konsequenz den Ast absĂ€gen, auf dem man sitzt...
(28.01.2015, 11:47)
Michael Mettler:   @Elisabeth Hiendl: Als Haustierfan bedauere ich, diese Anlagen nicht mehr selbst gesehen zu haben (erster Besuch 1982) und nur ein paar Fotos davon zu kennen. Aber andererseits zeigte auch der Haustierhof eine nicht ganz konsequente Umsetzung des Hellabrunner Geokonzeptes an, denn eigentlich hĂ€tten ja die vier Tiergemeinschaften in die jeweiligen Parkteile gehört.

@Oliver MĂŒller: Der Witz bei Bremerhaven ist, dass die Spezialisierung auf "nordische" (im Sinne von kĂ€ltefeste) Tiere eigentlich sogar gegen den Willen des frĂŒheren Zoodirektors Wandrey unvollstĂ€ndig blieb. Der hĂ€tte nĂ€mlich beim Umbau durchaus auf Schimpanse & Co. verzichtet, meiner Erinnerung nach stand stattdessen u.A. eine Schneeziegenanlage im Erstentwurf. Die Tropentiere mussten dann auf Vorgabe der Stadt bleiben...
(27.01.2015, 20:43)
Elisabeth Hiendl:   Übrigeds hatte Hellabrunn in den sechziger und siebziger Jahren sogar im Haustierbereich einen Komplex mit vier StĂ€llen fĂŒr EuopĂ€ische Afrikanische asiatische und Amerikanische Haustiere und zwar waren die anlagen da wo heute Wirtschaftshof und Verwaltung liegen.

(27.01.2015, 19:54)
Oliver MĂŒller:   Sorry fĂŒr die teilweise sehr drolligen Ergebnisse der Autokorrektur in meinen Postings. Es sind z.B. Amur-Tiger, nicht Anmutiger gemeint
 ;-)
(27.01.2015, 19:12)
Oliver MĂŒller:   @Michael Mettler:
Das "Neue" wĂ€re dann eine sehr viel stĂ€rkere, wenn auch nicht notwendiger Weise immer vollstĂ€ndige Spezialisierung. Um beim Beispiel Bremerhaven zu bleiben: hier sind Schimpansen, Krallenaffen, Zwergotter und einige weniger Reptilien/Amphibien die deutliche Minderheit gegenĂŒber nordischen Tieren.
Es ist eher eine konsequentere Ausrichtung. Anderes Beispiel: Auch der Aquazoo DĂŒsseldorf hatte ja irgendwie immer das Wasserthema und das Evolutionsthema. Aber beides eben nur in Ausschnitten und zumindest beim Evolutionsthema auch nicht unbedingt so, dass es dem ONZ auffallen musste (z.T. auch beim Wasserthema - Gundis sind ja z.B. keine typischen Wasserbewohner). Hier könnte man durch WegfĂŒhrung, Anordnung, eine spezielle Beschilderung usw. sicher einiges machen.
(27.01.2015, 19:09)
Michael Mettler:   @Sacha: Dvur "verkauft" seine Asiaten (habe ĂŒbrigens eine Art vergessen: Panzernashorn) und SĂŒdamerikaner keineswegs als Afrikaner, schließlich fĂŒhrt der Zoo nicht mal das Wort "Afrika" im Namen. Dennoch hat er sich auf das Thema spezialisiert und m.E. wĂŒrden Tiere anderer Erdteile dort auch nicht wirklich fehlen. NatĂŒrlich gibt es unter Zoobesuchern spezielle Orang- oder Tigerliebhaber, aber das Afrika-Sortiment enthĂ€lt immerhin auch weitere Menschenaffen, Nashörner und große Katzen.

@Oliver MĂŒller: Was genau wĂ€re denn so neu daran, wenn sich Zoos innerhalb eines grĂ¶ĂŸeren Sortimentes Themenschwerpunkte setzen? MĂŒnchen und Hannover waren schon immer ausgeprĂ€gte Huftierzoos, NĂŒrnbergs Spezialgebiet sind noch immer Huftiere und Wasser(nĂ€he) bewohnende SĂ€ugetiere, Wuppertal hat Vögel (vor allem Wasservögel) und SĂ€uger des afrikanischen Regenwaldes als Schwerpunkte, Dortmund und Halle sĂŒdamerikanische Tiere, Köln und Frankfurt Primaten usw. Sooo gleich sind die heutigen Zookonzepte nun auch wieder nicht!
(27.01.2015, 17:58)
Oliver MĂŒller:   Spannende Diskussion! Allerdings liegt mir der Fokus zu sehr darauf, eine Spezialisierung zu (100 % oder mehr ;-) umzusetzen. Wir Deutschen sind nun mal grĂŒndlich ;-)
Ich wĂŒrde da eher an ein Konzept wie in Bremerhaven denken: klare Ausrichtung auf ökologisch nordische Tiere, plus ein paar ONZ-Must-Haves. Bei mehr Geld und FlĂ€che könnte man das dortige Konzept locker um z.B. Amurleoparden oder -tiger, Schneeleoparden, Rotgesichtsmakaken, Königs- und Felsenpinguine, Moschusochsen, Rentiere, Wölfe, Vielfraße, Kodiak- oder KamtschatkabĂ€ren und vielleicht sogar Walrosse oder gar Belugas ergĂ€nzen und hĂ€tte schon ein Konzept fĂŒr einen mittelgroßen Zoo. Vielleicht plus ein kleines Tropenhaus mit den Affen, Reptilien, Zwergottern plus noch neu ErdmĂ€nnchen, frei laufenden Kattas, ein paar bunte Papageien, Kolibris und Piranhas. Wetten, dass der ONZ da gar nicht sooo viel vermissen wĂŒrde?
NatĂŒrlich wĂ€re das keine 100&-ige Spezialisierung, aber doch eine recht weit gehende.
Auch bei Afrika- oder Asien-Zoos wĂŒrde der ONZ nicht viel mehr vermissen, als auch heute allenthalben ĂŒblich. Auch jetzt hat nicht JEDER Zoo ALLE Lieblingsarten.
(SĂŒd-)Amerika wĂ€re schwieriger, keine Frage, aber da reicht es immer noch fĂŒr kleine Zoos. Limbach-Oberfrohna macht ja genau das seit 2012 Schritt fĂŒr Schritt.
Und es gehen ja auch andere Spezialisierungen als 1 Kontinent oder eine Tierklasse. Wie wĂ€re es mit einem Lebensraum, z.B. Wasserzoo mit Fischen, Amphibien, Quallen und Korallen, Krokodilen, Wasserschildkröten innen sowie Rotgesichtsmakaken, (Zwerg-) Flußpferden, Bibern, Ottern, Robben, EisbĂ€ren, Wasserböcken, allerlei Enten, GĂ€nsen, Limnikolen, Pinguinen, Flamingos usw. Attraktiver als der Aquazoo DĂŒsseldorf wĂ€re das bestimmt!
Oder ein Evolutionszoo, der beim Wasserfloh anfĂ€ngt und entlang des Weges ĂŒber Fische, Amphibien, Reptilien, Spitzhörnchen bis zum Gorilla die Evolution nachzeichnet, vielleicht noch mit ein paar Modellen von Zwischenformen, die es heute nicht mehr gibt. Aha-Effekte wĂ€ren da sicher gegeben. Oder den Zoo der großen Tiere in Erfurt noch um Anmutiger, Gorillas, Flußpferde, Eis- und/oder KodiakbĂ€ren, KaffernbĂŒffel und Stellersche Seelöwen erweitern, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Was ich meine: Statt dass jeder Zoo einen möglichst reprĂ€sentativen Überblick bietet, der dann je nach grĂ¶ĂŸer mehr oder weniger exemplarisch ausfĂ€llt wĂ€re Mut zum Profil und auch zur LĂŒcke doch vielleicht nicht verkehrt. Und dabei muss man ja nicht so radikal sein, dass man Besucher abschreckt, sondern kann (siehe Bremerhaven) so viel Kompromiss eingehen wie nötig, damit der ONZ auf seine Kosten kommt und gern den Eintritt entrichtet. Das hieße dann auch: je weitgehender die Umstellung, umso ruhiger sie angehen.
Und ganz große Zoos wie Berlin TP und Zoo hĂ€tten dann eben die Spezialisierung des vollstĂ€ndigen Bildes, im Zoo systematisch und im TP nach Kontinenten geordnet.
(27.01.2015, 16:59)
Sacha:   Wenn Du mich nun damit fragen willst, ob mich das nicht konsequente (aber aus praktischer Sicht durchaus verstĂ€ndliche) umsetzen des Geozoos in MĂŒnchen stört, lautet die Antwort schlicht: Ja;)

Im Ernst: Wenn ein Zoo Tiger, Orangs und KrallenĂ€ffchen als Fauna Afrikas "verkauft", dann stört mich das nicht nur als Puristen, sondern ich halte dies auch aus edukativer Sicht fĂŒr misslungen.

NatĂŒrlich könnte man auch hier eine Geschichte dahinter verstecken, wie es ein ganz bestimmter Zoo gerne macht (ich nenne keinen Namen);). Wie wĂ€rs mit Tigern, die nach Filmaufnahmen zurĂŒckgelassen wurden? Oder Orangs, die ein Flugzeug entfĂŒhrt haben, vom Kurs abgekommen sind und notlanden mussten? Oder KrallenĂ€ffchen, die sich in Bananenstauden, die zwecks Genaustausch per Schiff nach Westafrika unterwegs waren, versteckt haben?:)
(27.01.2015, 14:37)
Michael Mettler:   @Sacha: Ich war nur einmal (2007) in Dvur. Auf meiner Liste der gesehenen WildsĂ€uger zĂ€hle ich 61 Arten/Unterarten aus Afrika inkl. Madagaskar plus einen Grenzfall (Arabische Oryx - geografisch Asien, zoogeografisch Afrika). Als Nicht-Afrikaner schlugen zu Buche: Amurtiger, Persischer Leopard (wobei der zumindest auf Artniveau auch zum Thema Afrika passt...), Orang-Utan, Haubenlangur (diese im Schichtdienst mit Angola-Guerezas in der selben Außenanlage), fĂŒnf Arten KrallenĂ€ffchen und als deren Unterbesatz Goldaguti und Bergpaka = 11 Arten. Vögel, Terrarien- und Aquarienbewohner waren allerdings aus diversen Kontinenten vertreten, beschrĂ€nkten sich aber weitestgehend auf die TropenhĂ€user (eins davon wurde nach meinem Besuch umgebaut, um die vorher im Haus der Gorillas und Schimpansen gehaltenen Orangs unterzubringen; das vor "international" besetzte Nachttierhaus war bereits aufgelöst). Insgesamt entstand also durchaus das Bild eines Afrika-Zoos mit nur wenigen Ausnahmen - so wie z.B. Hellabrunn auch immer ein Geozoo mit wenigen Ausnahmen war (Haustierbereich, Affenstation, Aquarium/Terrarium, asiatische Huftiere auch im Parkteil Europa, frĂŒher Pumas bei den asiatischen Katzen usw.), ohne dass man ihm deshalb das Geo-Konzept aberkannt hĂ€tte.
(27.01.2015, 13:52)
Sacha:   @Carsten Horn: Der allerdings zuletzt stark rĂŒcklĂ€ufige Besucherzahlen zu verzeichnen hatte und schon seit einiger Zeit einen zusĂ€tzlichen SĂŒdamerika-Teil plant....

@MM: Jein. Wenn wir etwa ein Löwengehege haben, dass umgebaut wird, dann weckt das sicher das Interesse von ONB. Wenn aber JEDES Gehege nur umgebaut wird, ohne dass ein Bestandswechsel (eine andere Art) erfolgt, wird es auch ONB mit der Zeit langweilig. Nicht umsonst gab und gibt es teilweise heute noch Zoos mit multifunktionalen Gehegen (z.B. Busch Gardens Tampa, erst Grosse Pandas, dann Koalas), um dem Besucher immer mal wieder eine neue Tierart zeigen zu können.

Das eine tun, das andere nicht lassen. Und wie in vielen Bereichen kommt es darauf an, wie etwas "verkauft" wird.

Zu Dvur: Ich war (leider, leider) noch nicht dort. Aber meines Wissens hat(te) dieser Zoo seit Jahrzehnten nicht nur afrikanische Tiere, sondern auch u.a. Asiaten wie Tiger im Bestand. Bin mal gespannt, ob die nicht vermisst werden, sollten Dvur tatsĂ€chlich (wie ich mal gehört habe) rein auf die afrikanische Fauna umstellen. Sind eben "Pflichttiere". Und wie lange die vermisst werden, sieht man unter anderem in Frankfurt und Chicago (Elefanten). Passt das "BeigemĂŒse" nicht mehr und wird ersetzt, stört dies ONB weniger.
Ich sprach von mittelgrossen bis grossen Zoos. Damit meinte ich "typische" Zoos, die von ONB als solche wahrgenommen werden. Der Alpenzoo und alle anderen Parks mit europĂ€ischer Fauna werden eben nicht als Zoo wahrgenommen. Dass sie funktionieren/ĂŒberleben, liegt unter anderem auch an den - im Schnitt - geringeren Kosten (kaum bis keine WarmhĂ€user, Futter ist leichter zu beschaffen, etc.).
Touristen, die nach Afrika reisen, suchen das Gesamterlebnis, nicht nur Tiere gucken.

Genau.

Apeldoorn funktioniert als Affenzoo. Liegt vermutlich aber auch daran, dass einerseits Affen uns Menschen schlicht am nĂ€chsten stehen und fĂŒr ONB mit am Interessantesten sind. Andererseits am Konzept mit den begehbaren Gehegen (auch wenn die m.W. reduziert wurden). Etwas, dass sich mit einem reinen Raubtierzoo nicht so einfach umsetzen lĂ€sst...

Ansonsten kein Widerspruch...:)



(27.01.2015, 11:50)
Carsten Horn:   Noch konsequenter als Dvur Kralove ist der Bioparc Valencia, nur Afrika (abgesehen von zwei Sri-Lanka-Leoparden, die aber nur als Leopard ausgeschildert sind)...

Ist allerdings kein "umgemodelter" Zoo, sondern in der Form neu gebaut worden...
(27.01.2015, 10:35)
Michael Mettler:   @Sacha: "Kaum Wechsel im Ausstellungskonzept" - sind da, abgesehen von einigen wenigen wirklich spektakulĂ€ren Tierarten, nicht eher Wechsel in der PrĂ€sentation wichtig, unabhĂ€ngig von der zoologisch-thematischen Ausrichtung?

Ich denke schon, dass ein reiner Afrika- oder Asien-Zoo auf Dauer publikumswirksam bleiben kann. Neue Attraktionen wĂ€ren dann aber nicht durch bloßes Austauschen von Tierarten zu schaffen (falls nicht dadurch bisher fehlende Publikumslieblinge hinzukommen), sondern durch neue Anlagen, neues Beiwerk, neue Service-Angebote. Und das ist m.E. in jedem anderen Zookonzept ganz genau so, denn welchen ONB reißt es schon vom heimischen Sessel, wenn etwa Steppen- gegen Bergzebras ausgetauscht werden oder ein vorher asiatisch besetztes Gehege ohne sonderliche Umdekoration zu einem afrikanisch besetzten umgewidmet wird?

Ich kenne zwar die dortige Besucherentwicklung nicht, aber mit Dvur Kralove fĂ€llt mir ein Zoo ein, der seit Jahrzehnten hochgradig auf einen Kontinent spezialisiert ist. Es scheint also zu gehen. Und auch wenn sie in punkto Besucherzahlen in einer anderen Liga spielen, so existieren doch auch eine ganze Menge von Einrichtungen mit (fast) ausschließlich europĂ€ischer Tierwelt, vom Wildgehege bis zum Alpenzoo. Abgesehen davon: Es fliegen auch noch immer Touristen nach Afrika, obwohl dort seit eh und je die gleichen Tierarten zu sehen sind ;-)

Aber da sind wir wieder bei meiner Frage: Kann ein ohne Spezialisierung "gewachsener" Zoo konsequent (!) auf ein Spezialgebiet umschwenken, ohne sein bisheriges Publikum zu enttÀuschen? Welcher Zoo verzichtet gern auf Giraffen, um sich dem Thema Asien zu widmen?

@Alle: Der Eindruck, außer MĂŒnchen habe es bis vor 20 Jahren keine Geozoos gegeben, scheint verbreitet zu sein. Auch wenn das Konzept nie hundertprozentig umgesetzt wurde (was aber auch fĂŒr Hellabrunn gilt!), wurde Hagenbecks Tierparks nach seiner eher unspezialisierten GrĂŒndung ĂŒber die Jahrzehnte zum Geozoo entwickelt, ebenso - wenn auch deutlich spĂ€ter - der Noorder Dierenpark Emmen. Apeldoorn trieb die Entwicklung sogar schon vor Jahrzehnten auf die Spitze, denn man spezialisierte sich auf eine Tiergruppe (wenn auch mit etwas zoologischem Beiwerk) UND teilte das GelĂ€nde weitgehend nach Geoprinzip ein.

Als Hannover Anfang der 90er Jahre nach einem neuen Zookonzept suchte und dabei auf Geo verfiel, stand m.W. Hellabrunn nicht mal Pate. Als Vorbild galt damals zuerst Emmen, im Laufe der Findungsphase gewannen danach die EindrĂŒcke aus US-Zoos an Bedeutung fĂŒr das neue Zookonzept. Trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass das, was Hannover umgesetzt und damit eine Entwicklungswelle in der deutschen Zoolandschaft ausgelöst hat, viel Ähnlichkeit mit dem Hagenbeck-Konzept aufweist und nur wenig mit dem Hellabrunner Geozoo.

HĂ€tte es nicht eine Phase gegeben, in der sich Zoodirektoren gegenseitig mit möglichst kompletten systematischen "Sammlungen" auszustechen versuchten, hĂ€tte sich das Geokonzept vielleicht schon viel frĂŒher in unserer Zoolandschaft weiter ausgebreitet. Wenn Zoofans heute eine Gleichmacherei der Zoos durch Geokonzepte beklagen, dann muss die Frage erlaubt sein: Wo waren denn im klassischen Konzept die großen Unterschiede zwischen den Zoos - vor allem solche, die einem Blick durch die ONB-Brille standhalten? Sind es nicht eher populĂ€re Zoodirektoren gewesen oder die beliebte "Erstmals-in-Deutschland"-Reklame, die damals das Bild eines Zoos in der Öffentlichkeit (und auch bei uns Zoofans!) viel stĂ€rker bestimmten...? MĂŒnchen spielte bezeichnenderweise unter solchen Gesichtspunkten eher eine Nebenrolle, auch das könnte zur sparsamen Ausbreitung des dortigen Zookonzeptes beigetragen haben.
(27.01.2015, 09:12)
Sacha:   Die Ausrichtung auf EINEN EINZIGEN Kontinent halte ich fĂŒr völlig verfehlt, selbst wenn es sich dabei um den fĂŒr ONB attraktivsten (Afrika) handeln wĂŒrde.
Das Ausstellungskonzept wĂ€re fĂŒr den Besucher auf Dauer zu langweilig, da es kaum Wechsel (oder wenn, dann meist nur innerhalb der Tiergruppe) gĂ€be. ONB (und auch ich) erhoffen sich doch vom Zoobesuch auch ein wenig "Weltreise-Erlebnis". Das war so und wird wohl immer so sein.
Besser ist darum, dass sich vor allem nachbarschaftliche Zoos bezĂŒglich Bestand ergĂ€nzen. Und damit meine ich bei den ONB-Lieblingen vor allem auf Formen-Ebene. ONB will nicht auf Tiger verzichten und stattdessen Löwen sehen, aber es ist ihm egal, ob es sich dabei um Sumatra- oder Amurtiger handelt. Abseits dieser "Pflichtarten", ist es dann wurscht, ob man Erdferkel, Schuppentier oder AmeisenbĂ€r zeigt.

Noch etwas zur Meinung, Geozoos seien nur eine Modeerscheinung. Diese "Mode" ist schon rund 100 Jahre alt (MĂŒnchen), kann also so schlecht nicht sein, wenn sie immer noch funktioniert bzw. laufend kopiert und verfeinert wird (Hannover, Gelsenkirchen, Fuengirola). Was wohl wirklich ausgedient hat, sind "Briefmarkensammlungen". Es gibt aber nicht nur diese zwei Typen, sondern auch Mischformen sowie anderweitig orientierte (Kombi Zoo und Botanischer Garten, Gliederung nach LebensrĂ€umen, etc.). Und das ist auch gut so und kann alles fĂŒr sich erfolgreich sein.
Wichtig ist, die Botschaft rĂŒberzubringen. Bei mir (und wohl vielen anderen auch) funktioniert das am besten, indem man eben von Afrika ĂŒber Asien nach Australien und Amerika reist.
(26.01.2015, 11:47)
Ronny:   NatĂŒrlich wĂŒrde sich der Besucher nicht allein fĂŒr die grĂ¶ĂŸte Kollektion von Nebengelenktieren entscheiden. DafĂŒr ist diese Tiergruppe auch artentechnisch zu klein. Deshalb muss man ja auch andere Tiergruppen oder den gesamten Kontinent abdecken.
(26.01.2015, 09:56)
Michael Mettler:   @Ronny: Es hieß doch aber in der Anregung "Spezialisierung auf EINE Tiergruppe oder EINEN Kontinent". Dass Zoos, ob klassisch ausgerichtet oder nach Geokonzept, lediglich einen bestimmten Kontinent oder eine Tiergruppe als Schwerpunkt (nicht als alleiniges Thema) haben, wĂ€re ja nichts Neues. Ich zweifele auch stark an, dass sich der Normalbesucher bei der Auswahl seines Ausflugsziels wirklich an einem Sortiment von Nebengelenktieren als Alleinstellungsmerkmal orientieren wĂŒrde...
(26.01.2015, 08:11)
Ronny:   Ich sehe da eher Gelsenkirchen als Allrounder. Oder Spezialisierung auf Ost- und SĂŒdafrika (das derzeitige Konzept könnte bei behalten werden. Auch die Haltung der Schimpansen könnte fortgesetzt werden) sowie Alaska bzw die nördlichen Polarregionen.

Dortmund sollte sich weiterhin auf die SĂŒdamerikanische Fauna konzentrieren. Dabei weiterhin sich die Haltung von Nebengelenktieren spezialisieren. Amurleopard gegen Puma austauschen. Tropisches Asien sollte da das zweite Standbein sein. Indien-Steppe statt Afrikanische Steppe, Panzernashörner statt Breitmaulnashörner. Dann wĂŒrden GroßsĂ€uger wie Nashorn, Orang, Tapier, Wildrinder dem Zoos erhalten bleiben.

In Duisburg sollten weiterhin die Spezialisierungen auf MeeressĂ€uger liegen und die Australischen Fauna. FĂŒr Duisburg könnten man ohne Probleme die KĂ€ngurukollektion ausbauen. Zweites Standbein sollte die afrikanische Fauna. Die Themengebiete könnten hier West- und Zentralafrika sein.

Wenn ich mal noch Wuppertal hinzunehmen. Dann wĂŒrde Wuppertal der Raubtier- und Vogelspezialist sein. Das zweite Standbein sollte die Fauna des kalten Asiens reprĂ€sentieren.

NatĂŒrlich könnte es in allen Zoos weiterhin Giraffen, Elefanten und co geben.
(26.01.2015, 07:08)
Michael Mettler:   Da gerade bei dicht benachbarten Zoos eigene Profile wichtig sind, versuche ich mir gerade, sich ergĂ€nzende Spezialisierungen auf Tiergruppen oder Kontinente bei den "großen Drei" im Ruhrgebiet vorzustellen.

FĂŒr Gelsenkirchen wĂ€re dann eine Ausrichtung auf Afrika naheliegend, da schon jetzt die grĂ¶ĂŸte FlĂ€che diesem Kontinent gewidmet ist und selbst Alaska-Zoom Möglichkeiten böte, z.B. auf Arten aus dem Atlasgebiet oder von der kalten SĂŒdspitze umzustellen (SeebĂ€ren statt Seelöwen, große Pinguinkolonie statt EisbĂ€ren usw.).

Duisburg oder Dortmund könnte Asien gewidmet werden - ggfs. Eurasien (dann wĂŒrden in Duisburg wenigstens noch die Atlantischen GroßtĂŒmmler passen). Aber damit wĂ€ren die Kontinente mit den besucherwirksamsten Arten an zwei Zoos vergeben, was bliebe fĂŒr den dritten? Duisburg als Raubtierzoo? Dortmund als Affenpark? Irgendwer mit SĂŒdamerika, was dann hieße: Keine großen DickhĂ€uter, keine Menschenaffen, keine Giraffen und Zebras mehr? Hm.
(25.01.2015, 20:42)
Sacha:   @Gudrun Bardowicks: Oder aber man ersetzt wenigstens den einen Publikumsliebling durch einen anderen...
(25.01.2015, 11:32)
Gudrun Bardowicks:   Ich denke auch, dass eine Umorientierung auf spezielle Tiergruppen oder Kontinente vor allem eine Chance fĂŒr kleinere Tier- und Wildparks oder rein private zoologische Einrichtungen sind, wie es sie in den NiederlĂ€nden, Belgien und England in viel stĂ€rkerem Maß als in Deutschland gibt,um in Verbindung mit gutem Marketing neue Besuchergruppen zu erreichen. FĂŒr große etablierte Zoos dĂŒrfte eine strikte Umgestaltung sehr viel schwieriger sein,wenn man durch Abgabe von Publikumslieblingen zugunsten weniger populĂ€rer Arten nicht die Besucher, die an trafitionelle Zoos gewöhnt sind, nicht vergraulen will. In einem solchen Fall mĂŒĂŸte schon eine große Marketingkampagne durchgefĂŒhrt werden, um das neue Produkt öffentlichkeitswirksam zu verkaufen. Dies dĂŒrfte allerdings in vielen traditionellen deutschen Zoos schwierig sein, da diese hĂ€ufig noch keine GeschĂ€ftsfĂŒhrer aus der Wirtschaft haben und klassisch ausgebildete Zoodirektoren (Biologen oder TierĂ€rzte) nicht unbedingt gut im Marketing sind, wenn es hier auch einzelne Ausnahmen wie z.B. Leipzig gibt.
(25.01.2015, 11:17)
Michael Mettler:   P.S. Meinen ersten Satz im letzten Beitrag meine ich so, dass solche Parks nicht aus umorientierten "Vollsortimentsszoos" entstanden sind. In der Diskussion hier geht es ja vor allem darum, in welche Richtung sich ein "normaler" Zoo in der Zukunft weiterentwickeln könnte.
(24.01.2015, 14:55)
Michael Mettler:   @Oliver MĂŒller: Sind Zoos, die sich auf eine Tiergruppe spezialisiert haben, nicht bereits mit dieser Spezialisierung gegrĂŒndet worden? (Affen- und Vogelparks, Parc des felines...) Ich stelle es mir fĂŒr die Vermarktung bereits bestehender Zoos schwierig vor, dem ebenfalls schon bestehenden Besucherkreis zu verkaufen, dass man z.B. Elefanten, Orangs oder Giraffen abgeben will, um sich zukĂŒnftig auf Raubtiere zu spezialisieren. Dass andererseits das Projekt Raubtierpark in Deutschland bis heute nicht realisiert werden konnte, spricht doch BĂ€nde. Ich denke schon, dass ONB immer noch von einem "Zoo ĂĄ la Bilderbuch" mit dem klassischen Sortiment der Publikumslieblinge (wie auch immer sie im GelĂ€nde arrangiert werden) am leichtesten zu erreichen ist.

Ich vermute auch, dass einige der frĂŒheren Schwerpunktthemen mancher Zoos deshalb nicht mehr oder nur noch in abgespeckter Form existieren, weil die Notwendigkeit, Haltungsressourcen fĂŒr in Zuchtprogrammen gemanagte Arten zu stellen und flĂ€chenmĂ€ĂŸige Anpassungen an Haltungsrichtlinien vorzunehmen, nicht immer mit den "persönlichen" Vorlieben der einzelnen Zooleitungen vereinbar sind. Vielleicht wĂŒrde sich mancher Zoochef seinen Tierbestand ganz anders zusammenstellen, wenn er "könnte".
(24.01.2015, 09:46)
Oliver MĂŒller:   Jenseits der Diskussion "Geo vs. Systematik" denke ich, dass es vorteilhaft wĂ€re, wenn die Zoos sich generell stĂ€rker spezialisieren wĂŒrden, z.B. auf eine Tiergruppe oder einen Kontinent. Im Ausland wird das ja schon hĂ€ufiger praktiziert als in Deutschland. Ich erinnere mich vage, von einer niederlĂ€ndischen Studie gelesen zu haben, die genau dies als Zukunftskonzept empfiehlt, um sich mehr zu unterscheiden und damit mehr Besucher anzuziehen.
(23.01.2015, 09:27)
Michael Mettler:   Holgers Hinweis auf die Krallenaffen machte mich nachdenklich: Wo zieht man eigentlich die Grenze zwischen systematischem und Geo-Konzept? Werten wir nicht irgendwie fĂŒnf Krallenaffenarten nebeneinander in einem SĂŒdamerikabereich anders als fĂŒnf Antilopenarten auf Gemeinschaftsanlagen eines Afrikabereiches oder fĂŒnf Stelzvogelarten in der Voliere eines beliebigen Kontinent-Themas? Steht "systematisches Konzept" nicht sogar eher fĂŒr eine Haltung "Art fĂŒr Art", also ohne Vergesellschaftung mit Arten anderer Verwandtschaftsgruppen?

@Holger: In Erfurt scheint die Phase der Modernisierung in dezent-natĂŒrlichem Stil allerdings auch schon wieder vorbei zu gehen. Das neue Elefantenhaus hat fĂŒr mich den Charme eines Kraftwerks und spielt damit optisch eher in der Liga des Stuttgarter Menschenaffenhauses (von dem ich bisher leider nur Bilder kenne), bei der neuen Kea-Voliere hatte ich beim Anblick von weitem an einen Rohbau gedacht und war dann beim NĂ€herkommen ĂŒberrascht, dass das schon der Endzustand war...
(23.01.2015, 08:28)
Holger Wientjes:   Das Konzept ist ja, siehe MĂŒnchen, nicht neu und wird meiner Meinung nach auch nicht aus der Mode kommen. Klassische "Afrika-" oder "Indienwiesen" gibt es ja auch schon lĂ€nger, auch in eher systematisch ausgerichteten Zoos. Nur der ganze, dem Zeitgeist geschuldete, Schnickschnack wird sicherlich dereinst nicht mehr modern sein (hoffe ich), wenn er nicht schon seinen Zenit erreicht oder ĂŒberschritten hat. Dass man moderne Anlagen auch dezenter/natĂŒrlicher errichten oder auch ganze Zoos modernisieren kann ohne darauf zurĂŒckzugreifen, zeigen ja beispielsweise Magdeburg oder Erfurt sowie als Extremfall Stuttgart mit seinem neuen Menschenaffenhaus. Lediglich OsnabrĂŒck scheint noch auf den Zug aufspringen zu wollen, vielleicht der NĂ€he zur Landeshauptstadt geschuldet.
(22.01.2015, 18:32)
Michael Gradowski:   @Holger: Eben, dagegen spricht gar nichts :-)
Und was "modern" angeht, muß man sowieso vorsichtig sein. Da wird jetzt beispielsweise in den nĂ€chsten 10/15 Jahren der Berliner TP nach dem Geoprinzip umgebaut, nur um dann im Jahre 2030 festzustellen, daß das Konzept mittlerweile total "out" ist ;-). Was denn dann?
(22.01.2015, 18:03)
Holger Wientjes:   Ja, ein Mix aus beidem geht natĂŒrlich und wĂŒrde ich auch in der Regel bevorzugen. Nur leider wird oft aus Kreisen, die es eigentlich besser wissen mĂŒssten, postuliert, dass dies angeblich nicht möglich bzw. nicht "modern" ist. Was sprĂ€che dagegen, vorausgesetzt man hat den Platz (oder nimmt ihn sich auf Kosten von dann nicht gezeigten Arten/Tiergruppen), beispielsweise in einem SĂŒdamerika-Parkteil fĂŒnf verschiedene Krallenaffenarten zu zeigen ?!
(22.01.2015, 17:55)
Michael Gradowski:   Außerdem: warum denn ĂŒberhaupt entweder Geoprinzip oder systematische Ausrichtung? Die Mischung aus beidem, wie im TP Berlin, finde ich persönlich gerade interessant und durchaus gelungen.
(22.01.2015, 17:43)
Michael Gradowski:   Ich habe auch nicht wirklich was gegen das Geoprinzip an sich, wenn es von Anfang an so ausgelegt und so gut umgesetzt wird wie z.B.in MĂŒnchen. Aber wie Holger schon schrieb, nur weil es "in" ist einen ganzen an sich gelungenen Park dahin gehend umzumodeln, finde ich nicht so toll. Zumal es mM nach dem ONB ziemlich egal ist, ob Asiat. oder Afrikan. Elefanten neben Giraffen oder KĂ€nguruhs stehen, Hautsache sie sind ĂŒberhaupt da. Darum begrĂŒĂŸe ich die Entscheidung der Chemnitzer.
(22.01.2015, 17:39)
Ulli:   Eine VerknĂŒpfung von Geozoo und systematischen Ansatz ist durchaus machbar:
Variante A: gezielt nur Arten aus einem Kontinent oder kontinentalen Teilbereich.
Variante B: je Tiergruppe nur Arten einer bestimmten Region - fĂŒr Chemnitz beispielsweise Huftiere aus dem mittelasiatischen Steppen- und Gebirgs-Bereich, Raubkatzen aus dem asiatischen Raum (inklusive Asiatischer Löwen), Primaten nur aus SĂŒdamerika - andere Zoos können anders agieren.
Bei Frankfurt hÀtte sich angeboten Beutegreifer nur aus Asien (hat sich durch die BrillenbÀren erledigt), Huftiere nur aus der afrikanischen Savanne sowie dem afrikanischen Regenwald, Vogelhaus wiederum eher asiatisch.
FĂŒr den Tierpark Berlin wĂ€re dieser Kombninations-Ansatz auch denkbar.


Die fehlenden Bereiche etwas Beutespektrum bzw. Fressfeinde kann man durch Tafeln oder interaktive Bereiche ergÀnzen.

In Basel gibt es das Australienhaus, was Tierreich-systematisch durch die Fortpflanzungsweisen der Wirbeltierklassen geht.

Das Etoscha-Haus in Basel bietet einen zwar geographisch begrenzten aber dennoch allgemein gĂŒltigen Überblick / Querschnitt ĂŒber die Nahrungskette.

(22.01.2015, 17:30)
Holger Wientjes:   Ich habe auf der einen Seite nichts gegen ein gut ausgefĂŒhrtes Geo-Prinzip in den Zoos, auf der anderen Seite muss ich einen attraktiven, historisch gewachsenen Park nicht fĂŒr teuer Geld in diese Richtung umgebaut wissen, nur weil es gerade "in" ist. Vermutlich ist dieses Prinzip momentan so angesagt, weil man dadurch nicht nur die Tiere als solche (das reicht anscheinend einigen Menschen nicht mehr) als Attraktion verkaufen kann, sondern viel Brimborium drumherum anbieten kann (ich denke, dass ist ebenso entscheidend wie die BegrĂŒndung, dass man dadurch "LebensrĂ€ume" besser darstellen kann), bis zu der erwĂ€hnten "Weltreise", die dem fĂŒr derlei Suggestionen empfĂ€nglichen Besucher vorgespielt wird. Vermutlich ist das einfach eine Notwendigkeit, Zoos gegenĂŒber anderen Freizeiteinrichtungen konkurrenzfĂ€hig zu halten, so dass auch Besucher die TiergĂ€rten besuchen, denen es nicht vornehmlich um das Erlebnis Tier geht.
(22.01.2015, 17:13)
Oliver MĂŒller:   Macht doch viel Sinn, in Berlin einmal systematisch und einmal geografisch vorzugehen.
NeumĂŒnster ist ĂŒbrigens auch systematisch ausgerichtet.
Ich persönlich habe nichts gegen das Geo-Konzept, passt es doch sehr viel besser zum Umwelt-Bildungsauftrag der Zoos als das systematische Vorgehen. Auch wenn ich letzteres natĂŒrlich als Hardcore-Zoofan schĂ€tze.

(22.01.2015, 11:29)
Michael Mettler:   Bei der Ausrichtung nach Geo-Prinzip spielt sicher auch das Marketing eine große Rolle, denn so lĂ€sst sich ein Zoobesuch als "Weltreise" verkaufen (wie ja gerade zuletzt auch in Zusammenhang mit der Zukunft des TP Berlin zu lesen war).

Übrigens wurde auch die systematische Ausrichtung von Zoos frĂŒher "inflationĂ€r" eingesetzt ;-)
(21.01.2015, 18:00)
WolfDrei:   Na, der Berliner Zoo steht nicht im Fokus (abgesehen vom Großen Panda und dessen Anlage) - den Aussagen nach bleibt er "systematisch". Die Umgestaltung der Kamelanlagen (dummerweise denkmalgeschĂŒtzt) sowie die des Großkatzenhauses ist ja ein alter Hut.
(21.01.2015, 17:11)
Michael Gradowski:   Auch ich finde die Planung fĂŒr Chemnitz interessanter. Schön, daß man sich entgegen dem Trend GEGEN eine Art "Geozoo" entschieden hat. Dieses Konzept wird mM nach ĂŒberbewertet und mittlerweile fast inflationĂ€r eingesetzt.
(21.01.2015, 14:14)
Oliver MĂŒller:   @Tim Sagorski:
Unzweifelhaft ist Chemnitz der attraktivere Park. Kaiserslautern hat mit dem Plan m.E. den Schlusspunkt unter eine Entwicklung gesetzt, die ich als "Downgrading vom kleinen Zoo zum Tierpark mit Allerweltsarten" bezeichnen möchte. Von den einst großen PlĂ€nen ist nicht mehr viel ĂŒbrig. Allerdings gezwungenermaßen, wie man sagen muss. Auch im Zoo gilt eben das Motto "Ohne Moos nix los".
(21.01.2015, 12:15)
Tim Sagorski:   Da sagt mir die Planung fĂŒr Chemnitz persönlich doch eher zu, auch, wenn ich beide Parks nicht kenne...
(21.01.2015, 10:43)
Oliver MĂŒller:   
.und hier das fĂŒr den Zoo Kaiserslautern:
https://ris.kaiserslautern.de/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=3093
(21.01.2015, 10:09)
Oliver MĂŒller:   Hier findet sich der neue Entwicklungsplan des TP Chemnitz:
http://session-bi.stadt-chemnitz.de/vo0050.php?__kvonr=6970119
(21.01.2015, 10:07)
Oliver MĂŒller:   Wenn ich das richtig sehe, mĂŒssten wir in den kommenden Monaten eine reihe von neuen MasterplĂ€nen zu lesen bekommen:

Berlin Zoo
Berlin Tierpark
Stuttgart
(alle offiziell angekĂŒndigt)

Karlsruhe (zumindest in der Presse erwÀhnt, unklar, ob Veröffentlichung geplant)

Hannover (hier im Forum angekĂŒndigt, unklar, ob Veröffentlichung geplant)

Erfurt und Halle (vom Zoo auf Anfrage mitgeteilt, dass daran gearbeitet wird. Unklar, ob Veröffentlichung geplant)

Weiß jemand noch mehr?



(11.11.2014, 13:19)
Mark Meier:   Im Tierpark-Thread wird im Moment der unten angesprochene neue Masterplan (Version 1) debattiert. 82 Mio schwer und daher alles andere als realistisch.

Leider, denn die AnsÀtze sehen wirklich gut aus. Aber das liebe Geld ist halt nicht so locker in der Hauptstadt...
(24.06.2011, 14:27)
Oliver MĂŒller:   Ich ergĂ€nze mal:
Bochum
http://www.tierpark-bochum.de/index.php?id=8&tx_ttnews[tt_news]=40&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=8e3176b18f
Neunkirchen
http://www.zoo-neunkirchen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=103:investitionen&catid=1:news&directory=68

(24.06.2011, 12:51)
Ulli:   MasterplĂ€ne sind wesentliche strukturelle Planungen, die einen Zoo wesentlich verĂ€ndern, die Abfolge der Massnahmen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum festlegt und je nach den finanziellem Gegebenheiten langfristig Mittel bindet.
Insofern ist es in Bochum schon ein Masterplan, auch wenn es fĂŒr manchen Großzoo eher "Kleinigkeiten" sein mögen.
Letztendlich hat jeder Zoo eine Art Masterplan fĂŒr seine anstehenden Baumaßnahmen. Nur werden sie nicht ĂŒberall öffnetlich großspurig Masterplan genannt, sondern bestenfalls im internen Sprachgebrauch.
Manchen öffentlich publizierten MasterplĂ€nen merkt man sofort an, dass sie eher WunschtrĂ€ume denn RealitĂ€t sind. Ein Tierpark wie Rheine hat auch so etwas wie einen "Masterplan" - aber nur intern und dieser wird auch nur scheibchenweise bei einer konkreten Maßnahme bekanntgegeben.
(11.06.2011, 08:37)
Oliver MĂŒller:   Ab wann wĂŒrdet Ihr denn bei ErneuerungsplĂ€nen ĂŒberhaupt von einem Masterplan sprechen? Muss dafĂŒr der ganze Zoo umgemodelt werden? Seht Ihr z.B. die PlĂ€ne fĂŒr Bochum schon als Masterplan an?
(10.06.2011, 16:12)
Jennifer Weilguni:   Die Frage ist aber auch ob ein Erhalt und vor allem der Unterhalt fĂŒr ein derart desolates Haus noch vertretbar und vor allem tragbar sind. Schade ist es auf jeden Fall, wenn der Bau vollkommen verschwindet. Aber vielleicht könnte man das neue Haus ja dann Grzimekhaus 2.0 nennen? :-)
(10.06.2011, 06:51)
Ralf Sommerlad:   Das Frankfurter Nachttierhaus ist mit Sicherheit das grösste in Deutschland - und eines der besten weltweit. Selbst wenn Sanierungsbedarf besteht ist der Abriss unvertretbar...aber ich verlasse mich da ganz auf die Schuldenlage der Stadt Frankfurt.
(09.06.2011, 14:40)
Carsten Horn:   MW ist das Haus sanierungsbedĂŒrftig...
(09.06.2011, 12:45)
Mark Meier:   Ist das Frankfurter Nachttierhaus nicht bereits das grĂ¶ĂŸte in Deutschland? Ist es sanierungsbedĂŒrftig, unattraktiv? Aber diese Planungen klingen sehr spannend...

By the way, ist das ĂŒberhaupt Teil eines Masterplans oder mehr ein paar (grĂ¶ĂŸere) Eintzelprojekte?
(09.06.2011, 10:02)
Andreas Murmann:   Mein Kenntnisstand: Das neue Nachtierhaus soll an Stelle des bisherigen Niederaffenhauses entstehen und sowohl dieses als auch das Grzimekhaus ersetzen. Das Areal des jetzigen Grzimekhauses soll als Erweiterung des Exotariums genutzt werden (Großreptilien?).
(08.06.2011, 19:57)
Ottmar MĂŒller:   Stimmt es, das Frankfurt ein komplett neues Nachttierhaus bauen will? Und wenn ja, wo und was passiert mit dem Grzimek-Haus?
(08.06.2011, 14:31)
Mark Meier:   Na ja, hoffen wir, dass die finanziellen Mittel ĂŒberhaupt eine gewisse BerĂŒcksichtigung der BesucherwĂŒnsche zulassen. Der Rahmen ist wohl eher begrenzt, als bei anderen Zoos.

Habe z.B. gehört, dass NĂŒrnberg allein fĂŒr den (Um)Bau des Delphinariums 24 Mio (!) Euro ausgibt. DafĂŒr könnte man gut sĂ€mtliche RestsĂŒnden des Tierparks beseitigen und noch einiges neu bauen...

Aber ich sehe es ebenfalls als positives Signal an, dass man die Leute ĂŒberhaupt befragt. Vielleicht können so zunĂ€chst die kostengĂŒnstigsten unter den dringensten WĂŒnschen erfĂŒllt und kĂŒnftige PrioriĂ€ten gesetzt werden.

(05.06.2011, 14:29)
Ottmar MĂŒller:   Wieso machen die das nicht ĂŒberall so? Viele Zoos bauen so nen Sch...!
(04.06.2011, 19:35)
Mark Meier:   Beim Tierpark Berlin sollte eigentlich demnĂ€chst einer veröffentlicht werden. Aber jetzt werden erst die Leute dazu befragt:

http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik/buergerforum.php
(04.06.2011, 19:20)
Ottmar MĂŒller:   Ich dachte ich eröffne mal einen Thread ĂŒber MasterplĂ€ne. Hier sind fĂŒr den Anfang die Zukunftsvisionen von Köln und SaarbrĂŒcken.
http://www.report-k.de/content/view/37992/
http://www.zoo.saarbruecken.de/assets/2010_2/1265275824_zoo-saarbruecken-masterplan_v8_01-36.pdf
Welche MasterplĂ€ne kennt ihr noch (nicht nur deutsche) und was denkt ihr darĂŒber?
(03.06.2011, 15:27)

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