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Seltene Vogelarten



Jörn Hegner:   der vogelpark walsrode hatte mal diese schönen saphirloris aus der sĂŒdsee . kein deutscher zoo hĂ€lt diese art zur zeit . ĂŒberhaupt welche in ĂŒbersee . denn ich hörte mal was vom san diego zoo in amerika .
(14.09.2023, 21:13)
W. Dreier:   Ein guter Erfolg - und dann noch im Inland! Gratulation! Ich kenne sie aus Rostock und dem Tierpark schon seht lange - aber Bruterfolge ?
(31.07.2023, 14:28)
cajun:   Die waren frĂŒher wirklich hĂ€ufiger zu sehen. Wuppertal hatte gute Zuchterfolge:
"Wir freuen uns ĂŒber Nachwuchs bei den PlĂŒschkopfenten, den ihr mit ein wenig GlĂŒck ab sofort in der Seevogelvoliere beobachten könnt!
Die erfolgreiche Zucht von großen Meeresenten wie den PlĂŒschkopfenten ist eine echte Besonderheit. Wir sind seit einigen Jahren einer der wenigen europĂ€ischen Zoos, der diese Art hĂ€lt. Seit mehreren Jahren sind wir sogar der einzige Zoo mit Zuchterfolgen. Zudem ist unsere Gruppe mit drei Erpeln, vier Enten und 2 KĂŒken aktuell die grĂ¶ĂŸte in einem europĂ€ischen Zoo."
Quelle:https://www.facebook.com/zoorostock/?locale=de_DE
(31.07.2023, 08:57)
Sacha:   @Liz: Danke schön.
(09.06.2023, 20:41)
Liz Thieme:   @Sacha: alle Lieste gehen auf Nester, egal mit welchem Inhalt. Deswegen sind Vergesellschaftung mit ihnen bei Vögeln oder Reptilien schwierig

Bzgl Fasane: https://wpa-deutschland.de/edwardsfasan/ ob das eine verlÀssliche Quelle ist...kA
(09.06.2023, 20:35)
cajun:   Ein Spektakel in Heidelberg:
"KampflÀufer auf Hochtouren- SchaukÀmpfe im prachtvollen Gefieder
Das KĂŒstenpanorama im Zoo Heidelberg bietet Besuchern einen Einblick in die vielfĂ€ltige Vogelwelt der KĂŒsten Europas und SĂŒdamerikas und ist zudem immer wieder Schauplatz von besonderen Balzverhalten: Die Balz der KampflĂ€ufer-MĂ€nnchen, die derzeit um die Gunst der Weibchen werben gehört zu den eindrucksvollsten Paarungsritualen der Vogelwelt: Die Akteure dieses dramatischen Schauspiels zeigen sich dabei in individuellen sogenannten Prachtkleidern mit imposanten Federkragen und grotesker PerĂŒckentracht.

Der Name „KampflĂ€ufer“ kommt nicht von ungefĂ€hr, denn die wissenschaftliche Bezeichnung Philomachus pugnax verweist bereits auf das aggressive und kĂ€mpferische Balzverhalten dieser Vogelart. Die meiste Zeit des Jahres sind sie mit ihrem sogenannten Schlichtkleid eher unscheinbar, denn das Prachtkleid tragen die MĂ€nnchen nur an wenigen Wochen im Jahr, um sich in sogenannten Arenen als attraktive HandlungstrĂ€ger der SchaukĂ€mpfe zu inszenieren. Die Farben der spektakulĂ€ren Halskrausen reichen dabei von Weiß ĂŒber Gelb- und Rottöne bis Schwarz. Passend dazu entwickeln sie imposante Haubenfedern, die sie wĂ€hrend ihres Schaukampfes bedrohlich aufstellen. Sobald ein Weibchen die Szene betritt, plustern sie sich auf und greifen sich gegenseitig an.

Forscher der UniversitĂ€t Uppsala in Schweden haben herausgefunden, dass es bei KampflĂ€ufern große genetische Unterschiede gibt, die Auswirkungen auf die Balzstrategie der Vögel haben. Die vitalsten MĂ€nnchen, bilden ihr meist dunkles Prachtgewand perfekt aus und verteidigen ihre Balzreviere gegenĂŒber möglichen Konkurrenten. Andere, eher hell gefĂ€rbte Artgenossen, tanzen als sogenannte Satelliten-MĂ€nnchen um diese Balzreviere herum und versprechen sich damit einen Zufallstreffer bei den Weibchen. Ein dritter Teil der mĂ€nnlichen KampflĂ€ufer tarnt sich gefiedermĂ€ĂŸig als Weibchen und hofft auf die Chance einer verstohlenen Paarung. Im Zoo Heidelberg heißt es jetzt „Arena frei!“ fĂŒr den Kampf um die Weibchen.

FĂŒr Zoo-Besucher ist es faszinierend zu beobachten, wie die balzenden MĂ€nnchen ihre aufwendigen SchaukĂ€mpfe vor den Augen der Weibchen ausrichten, welche deutlich kleiner sind und sich dem prĂ€chtigsten MĂ€nnchen zur Paarung anbieten. Nach erfolgreicher Paarung ĂŒberlassen die von der Balz erschöpften MĂ€nnchen Brut und Jungenaufzucht allein den Weibchen.

In Deutschland brĂŒten nur noch wenige KampflĂ€ufer, denn ihr bevorzugter Lebensraum fĂŒr BrutplĂ€tze sind Feuchtwiesen an der Nord- und Ostsee, die durch EntwĂ€sserungsmaßnahmen zugunsten der Landwirtschaft immer seltener geworden sind. Dies fĂŒhrt zu einer stetigen Abnahme des Bestandes. Der Zoo Heidelberg ist einer der wenigen Zoos, der die KampflĂ€ufer erfolgreich nachzieht und so freuen sich die Vogelpfleger in Heidelberg dieses Jahr bereits ĂŒber die ersten KĂŒken dieser vom Aussterben bedrohten Vogelart."
Quelle:https://www.zoo-heidelberg.de/kampflaeufer-auf-hochtouren/
(07.06.2023, 14:59)
Sacha:   @Liz: Witzig, den gleichen Gedanken hatte ich auch. Meines Wissens zĂ€hlen doch zum Beutespektrum der Lachenden Hanse auch Eier und Jungvögel, oder?

Und noch eine Zusatzfrage: Ist inzwischen allgemein anerkannt, dass Vietnamfasane und Edwardsfasane ein und die selbe Art sind?
(07.06.2023, 10:27)
Liz Thieme:   Sollen die Fasane zĂŒchten?

In Schwerin sind die auch von den Gibbons in die Vogelvolieren versetzt worden, weil es aus "unerfindlichen" GrĂŒnden mit der Zucht nicht geklappt hat.
(06.06.2023, 18:59)
cajun:   Nach dem Verlust des ersten Paares sind nun neue Fasane in Wtal eingezogen:
"Neue Untermieter beim JĂ€gerliest: Edwardsfasane
Unser JĂ€gerliest-Weibchen hat kĂŒrzlich neue Mitbewohner bekommen: Ein Paar Edwardsfasane ist wieder im GrĂŒnen Zoo eingezogen. Das einjĂ€hrige MĂ€nnchen stammt aus dem Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe, das gleichaltrige Weibchen von einem PrivatzĂŒchter der WPA-Deutschland (World Pheasant Association). Durch den regelmĂ€ĂŸigen Austausch von Vögeln zwischen Zoos und Privathaltern wird der Erhalt einer gesunden, genetisch vielfĂ€ltigen Population gewĂ€hrleistet.
Edwardsfasane sind eine HĂŒhnervogelart, die ausschließlich in den WĂ€ldern Zentral-Vietnams beheimatet sind. SchĂ€tzungsweise leben dort allerdings nur noch 50 bis 250 Vögel. Es wird sogar befĂŒrchtet, dass es ĂŒberhaupt keine Edwardsfasane mehr in der Natur gibt, denn der letzte bestĂ€tigte Nachweis stammt aus dem Jahr 2000. Seither wurden selbst mit Hilfe von Kamerafallen keine Edwardsfasane mehr im natĂŒrlichen Lebensraum gesichtet. Deshalb stuft die Weltnaturschutzunion IUCN den Edwardsfasan als „vom Aussterben bedroht“ ein.
Waldrodungen, Wilderei und der Vietnamkrieg in den 1960er Jahren sorgten fĂŒr eine drastisch sinkende Population. WĂ€hrend des Krieges setzte die US-Luftwaffe großflĂ€chig ein chemisches Entlaubungsmittel ein, um die dichten WĂ€lder zu entlauben und dem Feind somit die Deckung zu nehmen. Doch auch die Edwardsfasane fanden in den blattlosen BĂ€umen keine Brut- und Versteckmöglichkeiten mehr und wurden zur leichten Beute. Große Teile ihres natĂŒrlichen Habitats wurden zudem mittlerweile durch die fortschreitende Abholzung der WĂ€lder zerstört. In wieder aufgeforsteten Gebieten fielen viele Vögel Wilderern zum Opfer.
Dank der Erhaltungszucht in Zoos und bei engagierten PrivatzĂŒchtern der World Pheasant Association wurde die Art bisher in menschlicher Obhut bewahrt. Der Erfolg eines Zuchtprogramms ist nun die einzige Hoffnung, die seltenen Fasane vor dem Aussterben zu bewahren und langfristig Wiederansiedlungen gezĂŒchteter Tiere zu ermöglichen. Der GrĂŒne Zoo Wuppertal möchte sich mit dem jungen Zuchtpaar im Rahmen des EuropĂ€ischen Ex-situ-Programms (EEP) aktiv am Aufbau einer Reservepopulation der Edwardsfasane beteiligen, um diese wunderschöne Vogelart zu erhalten.
MĂ€nnliche und weibliche Edwardsfasane weisen ein unterschiedliches Erscheinungsbild auf. WĂ€hrend die HĂ€hne blaugrĂŒn und schillernd gefĂ€rbt sind, haben die Hennen ein brĂ€unliches Federkleid. Ihr findet das Paar zusammen mit dem Lachenden Hans in der Voliere neben dem Zoo-Restaurant Okavango. "
Quelle: https://www.facebook.com/gruener.zoo.wuppertal/
(06.06.2023, 10:03)
cajun:   Eine schöne Nachricht:
"Artenschutzzentrum des Allwetterzoos gelingt die seltene Nachzucht eines Weissschulteribis
Der Weißschulteribis (Pseudibis davisoni) gehört zu den am meisten bedrohten Vogelarten der Welt. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft ihn als kritisch vom Aussterben bedroht ein. Die so genannte Edge-List fĂŒhrt ihn sogar als Nummer 16 der am stĂ€rksten bedrohten Vögel weltweit. Die globale Population wird auf unter 700 erwachsene Individuen geschĂ€tzt – Tendenz stark sinkend.
Und jetzt gab es einen großen Erfolg, denn das erste KĂŒken ist geschlĂŒpft. „Ganz sicher können wir es nicht nachverfolgen, aber es kann sehr gut sein, dass uns die Welterstnachzucht gelungen ist. Lediglich in Thailand hat es vielleicht schon einmal Nachzuchten gegeben“, so Dr. Philipp Wagner, Kurator fĂŒr Artenschutz & Forschung am Allwetterzoo in MĂŒnster. „Viel wichtiger als eine mögliche Weltpremiere ist dabei aber die Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Vor allem weil noch zwei weitere Weibchen brĂŒten.“
Eine besondere Zuchtgruppe
Das Hauptvorkommen dieser Tiere liegt in Kambodscha und steht damit im Fokus des Angkor Centre for Conservation of Biodiversity, kurz ACCB. „Das ACCB ist unser Artenschutzzentrum in Kambodscha“, erklĂ€rt der Kurator. „Und unter anderem dort setzen wir unsere Hauptaufgabe um - Artenschutz.“
Als Artenschutzzentrum hĂ€lt das ACCB rund 1000 Tiere. Über 90 % der gehaltenen Arten sind bedroht, viele von der IUCN als kritisch bedroht eingestuft. Darunter auch eine Zuchtgruppe Weißschulteribisse – die einzige in menschlicher Obhut. „Der Weißschulteribis gehört schon seit Jahren zu den Tieren, die wir besonders im Fokus haben. Das ACCB beteiligt sich am Monitoring dieser Art und hat eine eigene Zuchtgruppe aufgebaut“, erklĂ€rt Wagner.
Bedrohungen nehmen immer stÀrker zu
Alle Tiere der Gruppe stammen aus illegalen Haltungen oder wurden verletzt aufgefunden. Um Informationen ĂŒber die Haltung zu sammeln, mit dem Ziel die Art zu zĂŒchten, wurden die Tiere nicht wieder ausgewildert, sondern verblieben im ACCB. „Da man nichts ĂŒber die Haltung und die Zucht wusste, war das fĂŒr das Team absolutes Neuland. So wussten wir zum Beispiel nicht, ob die Tiere in Kolonien oder einzeln brĂŒten. Aus diesem Grund haben wir ein spezielles Gehege gebaut, in dem beides möglich ist. Und da wir unsicher waren, ob das Gehege gut angenommen wird, haben wir das Verhalten der Vögel im Gehege durch einen Wissenschaftler beobachten und bewerten lassen. Die hier gewonnen Erkenntnisse fließen dann auch in unsere ArtenschutzbemĂŒhungen ein“, fĂŒhrt Wagner weiter aus.
Ziel des ACCB war es immer einen gesunden Bestand in der Haltung aufzubauen, um damit die Populationen in Kambodscha zu stĂŒtzen. Denn hier nehmen die Bedrohungen immer stĂ€rker zu. Die LebensrĂ€ume des Weißschulteribis werden zu Reisfeldern, er wird aktiv bejagt und die zunehmende Trockenheit machen ihm zusĂ€tzlich zu schaffen. „Die Zucht ist also nur ein Baustein zum Erhalt der Art. Wir kommen um den Schutz des Lebensraumes nicht herum. Ein gutes Beispiel hierfĂŒr ist das "Ibis Rice Projekts'", bei dem die Bauern sich verpflichten den Reis Ibis-freundlich anzubauen und nicht mehr jagen zu gehen. DafĂŒr bekommen sie fĂŒr ihre Produkte einen höheren Preis“, erklĂ€rt Wagner. In Deutschland wird der Ibis-freundliche „Davert Jasmin Reis“ von der Firma Midsona Deutschland GmbH.
Angkor Centre for Conservation of Biodiversity
Das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) in Kambodscha ist ein Artenschutzzentren des Allwetterzoo MĂŒnster. Der Fokus des Zentrums liegt auf der Haltung und Zucht kritisch bedrohter Arten, vorwiegend Vögel und Schildkröten. Dabei konnte immer wieder ein immenser Erfolg fĂŒr den Artenschutz verbucht werden. Zuletzt ist hier die Nachzucht des Weißschulteribis zu nennen. Denn das erste KĂŒken des Weißschulteribisses im ACCB gibt Hoffnung, diese Art in der Haltung zu etablieren und zum Erhalt des Weißschulteribisses beizutragen."
Quelle:https://www.allwetterzoo.de/de/ueber-den-zoo/News/news_230415-weissschulteribis/
(19.04.2023, 09:32)
cajun:   In einem thailĂ€ndischen Zoo gelang die Nachzucht eines Lappengeiers. Zumindest meine ich, dass die Art gemeint ist.
https://www.wochenblitz.com/news/thailaendischer-zoo-zuechtet-erfolgreich-asiatischen-koenigsgeier-zum-ersten-mal-in-thailand-seit-30-jahren
(10.04.2023, 15:25)
cajun:   Eine Meldung aus dem TP Berlin ĂŒber den Stand des unterstĂŒtzten Artenschutzprojektes:
"Auswilderung von Großtrappen: Partnerprojekt des Tierpark Berlin auf Erfolgskurs
Lichtblicke fĂŒr die hochbedrohte Großtrappe: Nachdem der schwerste flugfĂ€hige Vogel der Welt in Deutschland beinah ausgestorben war, gibt es nun wieder Hoffnung. Dank aufwĂ€ndiger Auswilderungsaktionen konnte der Vogel vor der Ausrottung in Deutschland gerettet werden, mit der Ansiedelung in einer neuen Projektregion im Zerbster Land (Sachsen-Anhalt) wurde nun ein wichtiger Etappensieg bei der Rettung der Großtrappe erreicht.

Einst waren die bis zu 17 kg schweren Großtrappen in ganz Europa verbreitet, doch die Intensivierung der Landwirtschaft fĂŒhrte in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern zu einem drastischen RĂŒckgang. In einigen LĂ€ndern starb die Großtrappe aus, in anderen erreichte sie einen akuten Bedrohungszustand. Auch in Deutschland wurde die Situation fĂŒr die charismatische Vogelart dramatisch – im Jahr 1996 zĂ€hlte man im Bundesgebiet nur noch 57 Großtrappen. Seit rund 30 Jahren engagiert sich der „Förderverein Großtrappenschutz e.V.“ aus Brandenburg fĂŒr den seltenen Vogel. Dank des Engagements der ArtenschĂŒtzer*innen konnte der Bestand durch intensives Management der Balz-, Brut- und ÜberwinterungsflĂ€chen, vor allem aber auch durch die Wiederansiedlung handaufgezogener Tiere vor der Ausrottung gerettet werden. Nach dem Tiefpunkt Mitte der 1990 werden nun wieder mehr als 300 Tiere gezĂ€hlt. Das gemeinnĂŒtzige Team des Fördervereins zieht jedes Jahr junge Großtrappen mit der Hand auf und wildert diese dann in geeigneten Gebieten aus. Nach einer Übergangszeit in denen die Tiere ihre NĂ€chte noch in einer Voliere verbrachten, konnten nun neun weitere Großtrappen aus menschlicher Obhut im natĂŒrlichen Lebensraum angesiedelt werden. Dieses Jahr wurde erstmals ein neues Auswilderungsgebiet im Zerbster Land erschlossen, sodass der Förderverein nun insgesamt in vier Schutzgebieten in Deutschland aktiv ist.

Die Aufzucht sowie anschließende Auswilderung der Großtrappen sind dabei sehr zeit- und kostenintensiv. Eier aus dem natĂŒrlichen Lebensraum werden eingesammelt, ausgebrĂŒtet, die Jungtiere aufgezogen und fĂŒr das Leben im Grasland vorbereitet. „Wir als Expert*innen fĂŒr die Aufzucht von teils anspruchsvollen Tieren können gut einschĂ€tzen, welchen Aufwand unsere Kolleg*innen vom Förderverein Großtrappenschutz zur Rettung der Großtrappe betreiben. Ich möchte dem Team daher meinen großen Respekt fĂŒr das Engagement aussprechen – wir freuen uns, wenn wir als große Zoologische Einrichtung bei diesem Projekt unterstĂŒtzen können“, erklĂ€rt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem anlĂ€sslich der erneut geglĂŒckten Auswilderungskation. Der Tierpark Berlin unterstĂŒtzt das Artenschutzprojekt zur Wiederansiedlung der seltenen Vögel seit 2016. “Der große Einsatz unserer Partner vor Ort hat gezeigt, dass dies der SchlĂŒssel zum Erfolg ist, um die Großtrappe optimal auf das Leben in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum vorzubereiten“, erklĂ€rt Matthias Papies, Leitender Kurator im Tierpark Berlin.

Das Jahr der Großtrappe beginnt im FrĂŒhling; Anfang Mai dieses Jahres schlĂŒpften die Jungvögel, deren Betreuung bis Ende Oktober/Anfang November durch ĂŒberwiegend ehrenamtliche Mitarbeiter*innen bereitgestellt wird. WĂ€hrend dieser Phase wird der Nachwuchs tĂ€glich durch ausgedehnte StreifzĂŒge an das Leben im natĂŒrlichen Lebensraum vorbereitet. So lernen die Tiere sich auf Wiesen und landwirtschaftlich genutzten FlĂ€chen zurecht zu finden und können sich spĂ€ter eigenstĂ€ndig ernĂ€hren.

Mit dem Artenschutzprogramm „Berlin World Wild“ engagieren sich Zoo und Tierpark Berlin fĂŒr bedrohte Tierarten und arbeiten mit ĂŒber 35 Partnerprojekten auf der ganzen Welt zusammen. Dabei werden die Forschungs- und Bildungsprojekte sowohl finanziell als teils auch strategisch unterstĂŒtzt."
Quelle: https://www.tierpark-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/grosstrappen-rettung-in-sicht
(11.11.2022, 12:39)
cajun:   Nicht eigentlich selten, aber nur selten in Zoos zu sehen (nur 8 Haltungen in Deutschland, stellenweise mit Einzeltieren) . Der Solinger Vogel-und Tierpark , einer der wenigen ZĂŒchter, meldet fĂŒnffachen Nachwuchs bei den Schildraben ĂŒber seine Facebook Seite.
(17.05.2022, 15:04)
cajun:   Ein Projektbericht aus ZĂŒrich. Passt ja gut zur Berufshistorie ("Wuppertaler Schule") des Zoodirektors:
"Fortschritt im Hyazintharaprojekt
Im Jahr 2021 machte das vom Zoo ZĂŒrich unterstĂŒtzte «Hyacinth Macaw Project» zum Schutz des Hyazintharas im sĂŒdamerikanischen Pantanal weitere Fortschritte. Neben der Überwachung von Nestern und dem Installieren von Nistmöglichkeiten, engagierten sich dich Projektmitglieder auch stark in der Öffentlichkeitsarbeit und der Forschung.
Die Mitglieder des Hyazinthara-Projektteams ĂŒberwachten im Jahr 2021 in verschiedenen Regionen des Pantanals wĂ€hrend 2414 ÜberwachungseinsĂ€tzen 309 Nester. Davon waren 145 von Hyazintharas bewohnt, der Rest von anderen Tieren wie Eulen, Tukanen oder auch anderen Papageienarten. Aus Mangel an geeigneten BĂ€umen finden Hyazintharas immer weniger Bruthöhlen. Durch das Aufstellen von 80 zusĂ€tzlichen NistkĂ€sten und das Instandsetzen von 106 weiteren Nestern konnte das Projekt im Jahr 2021 die Situation fĂŒr die Vögel weiter verbessern.
Im Jahr 2021 stellten die Projektmitarbeitenden 80 kĂŒnstliche NistkĂ€sten auf. Im gleichen Zeitraum setzten sie auch 106 alte Nester instand.
Neben dem direkten Schutz der Papageien ist auch die wissenschaftliche Erforschung der Hyazintharas sowie die Bildung der Bevölkerung ein grosses Ziel des Projektes. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes hielten im Jahr 2021 insgesamt 273 VortrĂ€ge vor Studenten, Touristen, der Lokalbevölkerung oder an wissenschaftlichen Tagungen. Zudem wurden 27 wissenschaftliche Publikationen ĂŒber die Hyazintharas und deren Umwelt publiziert. Je mehr wir ĂŒber die Art wissen, desto besser lassen sich geeignete Schutzmassnahmen umsetzten.

Seit 2020 unterstĂŒtzt der Zoo ZĂŒrich das Hyazinthara-Projekt «Hyacinth Macaw Project» in Brasilien. Nach den grössten jemals registrierten WaldbrĂ€nden im Jahr 2019 benötigten die gefĂ€hrdeten Hyazintharas dringend Hilfe, worauf der Zoo ZĂŒrich sofort handelte (siehe auch hier: Soforthilfe fĂŒr die Hyazintharas). Dank der finanziellen UnterstĂŒtzung des Zoo ZĂŒrich konnte das Team vom «Hyacinth Macaw Project» NistkĂ€sten aufhĂ€ngen, welche als Alternative zu den von den Feuern zerstörten NistbĂ€umen dienen."
Quelle: https://www.zoo.ch/de/zoonews/fortschritt-im-hyazintharaprojekt
(10.03.2022, 15:56)
cajun:   Im Link zur Originalquelle gibt es auch ein Foto:
"Rubinkehltangare, ein Vogel, der weltweit einer der am stÀrksten vom Aussterben bedrohten ist, wird im Atlantischen Regenwald von Espírito Santo wiederentdeckt
RIO. Sie war immer ein RĂ€tsel. Jetzt gibt es Hoffnung. Die Rubinkehltangare (Nemosia rourei), einer der am stĂ€rksten gefĂ€hrdeten Vögel der Welt, wurde von Forschern in den Überresten des Atlantischen Regenwaldes im Bergland von EspĂ­rito Santo wiederentdeckt. Der Fund zeigt, dass der Atlantische Regenwald, selbst auf etwas mehr als 12% seiner ursprĂŒnglichen GrĂ¶ĂŸe reduziert, immer noch eine der grĂ¶ĂŸten biologischen Ressourcen der Erde besitzt. In diesem Jahr wurden zwei Nester in zwei WĂ€ldern im Bundesstaat Espirito Santo entdeckt, die Tag und Nacht von Biologen ĂŒberwacht werden, um zu vermeiden, dass sie Raubtieren zum Opfer fallen. Ein weiteres Nest, in dem zwei KĂŒken geschlĂŒpft sind, wurde letztes Jahr gefunden. Trotzdem bleiben 11 bekannte Rubinkehltangaren, was die Art einstuft als kritisch gefĂ€hrdet, in die höchste Risikokategorie, das letzte Stadium vor dem Aussterben. Die Forscher glauben, dass die Tangaren normalerweise in feuchten WĂ€ldern zwischen 700 und 1.250 Metern Höhe leben. Sie fressen kleine Insekten. Aus einem noch unbekannten Grund suchen sie keine neueren WĂ€lder auf und bevorzugen die Sicherheit alter WĂ€lder. Seit seiner Entdeckung im Jahr 1870 umgibt den Vogel ein Geheimnis. Er wurde in Deutschland beschrieben, ausgehend von einem aus Brasilien zugesandtem Exemplar. Heute befindet sich das Originalexemplar im Berliner Museum [vermutlich Naturkundemuseum – d.Übers.; siehe auch Wikipedia-Artikel Rubinkehltangare und Jean Louis Cabanis].
Quelle: https://extra.globo.com/noticias/brasil/saira-apunhalada-passaro-que-um-dos-mais-ameacados-de-extincao-no-mundo-redescoberto-na-mata-atlantica-do-es-25246527.html
Übersetzung Zoopresseschau
(08.11.2021, 11:11)
cajun:   @W,Dreier: Klar, nicht nur Bienen. Es ging mir um die Geschlechtsbestimmung des Nachwuchses bei Parthenogenese. Und laut Wiki können Bienen halt mĂ€nnliche Nachkommen (Drohnen) auch ohne Paarung erzeugen. Das war meine Verwunderung bei den Kondoren. Unbefruchtetes Ei vom Weibchen erzeugt zwei MĂ€nnchen... bei Krokos und Schildkröten etc. geht das ja auch ĂŒber Temperatur. Aber Vögel? Alles sehr mysteriös...
(03.11.2021, 10:09)
W. Dreier:   Parthenogenese: nicht nur Bienen! Auch, z.B., nachgewiesen bei Komodowaranen und Anakonda. Aber Vögel? Seltsam.
(02.11.2021, 20:14)
cajun:   Hm..mysteriöse Meldung: beide Nachwuchstiere sind mĂ€nnlich... heißt das dann auch, dass die Bruttemperatur bei Kondoren das Geschlacht bestimmt? Das mĂ€nnliche Geschlechtschromosom kann die Mutter ja nicht durch Parthenogenese "erzeugen", oder? Laut Wikipedia ist das nur einigen Bienen vorbehalten. grĂŒbel*
Mit Englisch kennt ihr euch ja aus,ne? :-)

"After 30 Years of Breeding Condors, a Secret Comes Out
‘Virgin birth’ might be more common in animals than we thought.

When you get to be as endangered as the California condor, your sex life becomes a highly public affair. Since 1983, when the number of California condors in existence was a mere 22, biologists have been carefully breeding the birds in captivity. They kept track of who mated with whom, how many offspring they had, and when those offspring were released into the wild. All of this is logged in the official California-condor “studbook.”

So it was quite a shock when, a few years ago, scientists conducting DNA tests as part of routine research found two condors with unexpected paternity. These two birds—known by their studbook numbers as SB260 and SB517—were not related to the fathers recorded in the studbook. Actually, they had no fathers at all. A full 100 percent of their DNA had come from their respective mothers. “We were confronted with this inexplicable data set,” says Oliver Ryder, a conservation geneticist at the San Diego Zoo Wildlife Alliance.

The only possible explanation was a strange one: The eggs that produced these two condors must have essentially fertilized themselves without any sperm. The phenomenon is known as parthenogenesis or, colloquially, “virgin birth.” (The two mothers in this case weren’t technically virgins; they had previously produced normal chicks with the male they were housed with. As I said, not much sexual privacy when you’re a California condor.) Parthenogenesis has been studied in other birds, like turkeys and chickens. It’s also been documented in snakes, lizards, sharks, rays, and bony fish—both in captivity and more recently in the wild. Many of these discoveries were accidental, and all of these accidents have scientists wondering if parthenogenesis is not as rare as once thought.

In the case of the condors, Ryder and his colleagues had used DNA markers to help manage the breeding program for years. It helped them minimize inbreeding and develop a test for chondrodystrophy, an inherited bone disorder common in condors. After captive-bred birds were released into the wild, the team even rappelled down cliff faces to study the parentage of their chicks. The biologists ultimately accumulated samples of blood, eggshell membrane, feathers, and tissue from more than 900 condors over the course of the condor-management program. A few years ago, they decided to analyze the DNA from all of them. That’s when the oddity in SB260’s and SB517’s paternity showed up.

Unfortunately, by the time scientists realized the birds were genetically unique, both of the condors had died, so they weren’t able to study how SB260’s and SB517’s unusual parentage might have affected them. When the birds were alive, they weren’t so remarkable that the zookeepers thought to do a special postmortem exam. “To the people taking care of them, they were another condor,” Ryder says.

But both of the condors did have some documented health issues. SB260, a male hatched at the San Diego Zoo Safari Park in 2001, died two years later after being released into the wild—he was always small and did not integrate well with the wild birds. SB517, a male hatched at Los Angeles Zoo in 2009, had a curved spine and trouble walking. He was never released into the wild and died in captivity at about age eight. (California condors usually live for decades.) “They certainly weren’t, shall we say, shining specimens of the condor,” says Demian Chapman, a biologist at the Mote Marine Laboratory and Aquarium, who has studied parthenogenesis. That’s not uncommon for parthenogenetic animals, also known as parthenotes.

No one can say definitively that the issues in these two male condors were caused by parthenogenesis, but scientists have observed similar patterns in other species that produce virgin births. In turkeys, for example, male parthenotes tend to be small in size with poor semen quality, says Reshma Ramachandran, a poultry scientist at Mississippi State University. And Warren Booth, a biologist at the University of Tulsa, told me he’s seen skeletal changes in snakes similar to SB517’s. “Just a couple of days ago, I was dissecting tissue from parthenogenetic pit vipers,” he said, and those vipers too had short, stunted spines with malformed skulls. (Booth was not involved with the condor study, but he did handle it as an editor at the Journal of Heredity.)

What’s cool about the case of the condors, Booth said, is “they hatched live parthenotes and those grew to some level of maturity.” The discovery of parthenogenesis across more and more vertebrates has some scientists thinking that parthenogenesis is not always a dead end—it might even be adaptive in certain circumstances. In boas and pythons, Booth has been able to get female parthenotes to breed with males and have viable offspring. In the wild, parthenogenesis could help these reptiles recover from severe population loss. ​​(Although parthenogenesis has now been found in many vertebrates, mammals seem incapable of it because some of our genes are selectively turned on, depending on whether they’re inherited from the mother or father, so we need both.)

In species where parthenogenesis has been extensively studied, the process begins not long after the egg itself is created. When a cell divides in two to make an egg cell, the other half becomes a polar body, which contains a near-identical copy of DNA. Normally, the polar body disintegrates. But studies of other birds have revealed that on occasion, the polar body somehow merges again with the egg, acting like sperm fertilizing it. Because of birds’ chromosome system—ZZ makes males and ZW makes females—all avian parthenotes are males. If an egg with a W chromosome merges with its polar body, the resulting WW embryo will not be viable. Only the ZZ parthenotes ever hatch.

But that doesn’t explain why some females go through parthenogenesis but not others. The poultry industry—which, given its interest in bird breeding, has extensively studied parthenogenesis—has found that a number of factors influence it in turkeys and chickens. One is genetics, says Ramachandran. Different poultry breeds have significantly different rates of parthenogenesis, ranging from 0.16 percent in Barred Plymouth Rock chickens, to 3 percent in commercial turkeys, to 16.9 percent in Beltsville small white turkeys. Poultry scientists have also succeeded in selecting for parthenogenesis, increasing the incidence in Beltsville small white turkeys more than threefold, to 41.5 percent in five generations. Environmental factors—like high temperatures or a viral infection—also seem to trigger poultry parthenogenesis.

In condors, biologists are trying to understand more about what happened in the two parthenotes SB260 and SB517. They are sequencing the pair’s full genomes—and they plan to sequence those of hundreds of other condors too. (The DNA analysis in this paper relied on 21 DNA markers, not the full genomes.) Ryder says he hopes to use this more complete genetic information to understand mutations and guide the condor breeding program. Every condor today, after all, is descended from a tiny genetic pool. The original population of 22 has now grown to just over 500, but the species remains critically endangered. California condors may be capable of remarkable reproductive feats, but they still need all the help they can get."
Quelle:https://www.theatlantic.com/science/archive/2021/10/california-condors-are-capable-virgin-birth/620517/?utm_source=copy-link&utm_medium=social&utm_campaign=share&fbclid=IwAR2eLOGd8yWon4TljabjXbvqJnb_jJpCpRgv3McVITYofou10vg-ul7gxvM

Und auch ĂŒber den San Diego Zoo gemeldet: https://sandiegozoowildlifealliance.org/pr/CondorParthenogenesis
(02.11.2021, 13:50)
cajun:   Bald wieder freilebende Pelikane in den Niederlanden? Das wĂ€r's ja!
"Studie zur RĂŒckkehr des Krauskopfpelikans in den Niederen Landen
Die Niederlande sind aller Wahrscheinlichkeit nach wieder geeignet als Brutgebiet fĂŒr den Krauskopfpelikan. Zu diesem Schluss kommen niederlĂ€ndische und flĂ€mische Forscher nach einer orientierenden Studie. Die RĂŒckkehr dieser Art in die Niederen LĂ€nder wĂ€re das i-TĂŒpfelchen der Naturrestaurierung und bietet tolle Möglichkeiten fĂŒr Naturerlebnisse.
Einheimische Art
Mit einer FlĂŒgelspannweite von fast 3,5 Metern ist der Krauskopfpelikan der grĂ¶ĂŸte fliegende Fischfresser, der jemals in den Niederlanden gelebt hat. Der Vogel wurde bis ins 15. Jahrhundert in den Niederen lĂ€ndern gefunden und lebte in der NĂ€he der FlussmĂŒndungen und im Niedermoor entlang der KĂŒste. Aber wie viele andere große, ikonische Arten wie Biber, Kranich und Seeadler verschwand der Krauskopfpelikan durch Jagd und Lebensraumzerstörung. Die Studie zeigt, dass in den Niederlanden und Flandern nun wieder ausreichend geeigneter Lebensraum fĂŒr eine eigenstĂ€ndige Population vorhanden ist. Flevoland mit seinen Randseen und der IJsselmĂŒndung, dem Friesischen und Overijssel-Seengebiet und das Gebiet der kĂŒstennahen BinnengewĂ€sser (Biesbosch, Haringvliet und Krammer-Volkerak) scheinen die geeignetsten Gebiete fĂŒr diese Art zu sein.
" Fisherman’s friend"
Die Studie und Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass Sport- und Berufsfischer bei einer RĂŒckkehr dieser Art nichts zu befĂŒrchten haben, denn der Krauskopfpelikan frisst fast nur kleine SĂŒĂŸwasserfische, die fĂŒr die Fischerei in den Niederlanden nicht interessant sind. Auch wird die Anzahl der Krauskopfpelikane von anderen Fischfressern in unserem Land wie den Kormoranen in den Schatten gestellt. Im Ausland fĂŒttern Fischer Pelikane oft mit zu kleinen Fischen und organisieren AusflĂŒge fĂŒr Touristen zu den Pelikanen.
Krönung der Arbeit
Neben Möglichkeiten zum Naturerlebnis wĂ€re eine zukĂŒnftige RĂŒckkehr des Krauskopfpelikans eine schöne Krönung fĂŒr die in den letzten Jahrzehnten in den Niederlanden realisierte Wiederherstellung und Erweiterung von Feuchtnaturschutzgebieten. Die Art steht als Symbol fĂŒr eine bessere WasserqualitĂ€t, fischreiche GewĂ€sser und sie kann zusammen mit anderen Arten als Motor fĂŒr die weitere Erholung der Feuchtgebiete in unserem Land dienen. Wenn die Art irgendwo vorkommen kann, hat man es wirklich mit europĂ€ischer Topnatur zu tun! Zudem steht die Art an der Spitze der Nahrungspyramide und macht das Ökosystem bei ihrer RĂŒckkehr wieder komplett. Und aufgrund ihres einzigartigen Aussehens und Verhaltens wird die Art wohl schon bald beim Publikum beliebt sein.
Weitere Studie notwendig
Leider ist es unwahrscheinlich, dass die Art von selbst zurĂŒckkehren wird, fĂŒr die RĂŒckkehr eine Wiederansiedlung ist erforderlich. Bevor eine solche Wiederansiedlung ernsthaft in ErwĂ€gung gezogen werden kann, ist eine Folgestudie erforderlich. Diese Studie soll zeigen, welcher Standort und Ansatz fĂŒr eine solche Wiederansiedlung am besten wĂ€re und welche Maßnahmen gegebenenfalls noch ergriffen werden mĂŒssen. Dazu gehört, Hochspannungsleitungen und Windkraftanlagen sichtbarer zu machen und Brutinseln zu optimieren. Die Initiatoren der Studie werden mit Partnerorganisationen und Beteiligten GesprĂ€che fĂŒhren, um festzustellen, ob Interesse fĂŒr eine solche Folgestudie besteht. Auch in Großbritannien wird derzeit ĂŒber eine zukĂŒnftige Wiederansiedlung nachgedacht und verschiedene Studien laufen.
PrÀsentation erster Berichte
Die Studie wurde am 15. Oktober im Diergaarde Blijdorp Fred Wouters, Direktor von Vogelbescherming Nederland, und Lieven De Schamphelaere, Ehrenvorsitzender von Natuurpunt, dem belgischen BirdLife-Partner, vorgestellt.
Die Studie wurde von Kurstjens Umweltberatung, Sovon Vogelonderzoek Nederland, Wageningen University & Research und (dem flĂ€mischen) Instituut Natuur- en Bosonderzoek [Institut fĂŒr Natur- und Forstforschung] durchgefĂŒhrt. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen europĂ€ischen Krauskopfpelikan-Spezialisten, die am europĂ€ischen Life-Projekt "Pelican way of LIFE" beteiligt sind.
Die Studie wurde von einem Konsortium aus neun niederlÀndischen, flÀmischen und europÀischen Naturschutzorganisationen in Auftrag gegeben: ARK Natuurontwikkeling, Stichting Het Zeeuwse Landschap, Rewilding Europe, Agentschap Natuur en Bos, Natuurpunt, LandschappenNL, Diergaarde Blijdorp, IUCN NL und Pelican Way of Life."
Quelle: https://www.diergaardeblijdorp.nl/onderzoek-naar-kansen-voor-terugkeer-kroeskoppelikaan-in-de-lage-landen/
Übersetzung: Zoopresseschau
Link zur Studie:https://www.iucn.nl/app/uploads/2021/10/Kroeskoppelikaan-onderzoek_definitief.pdf (niederlÀndisch)
(27.10.2021, 16:43)
Jörn Hegner:   frĂŒher war es doch möglich in einigen zoos albatroße zu halten .
(23.10.2021, 17:30)
W. Dreier:   Ok, dann war es das unten stehende Tier - hab auch nochmals nachgeschaut - die Aufnahme eines mĂ€nnlichen Tieres machte ich wirklich letztmalig 2010 - war danach aber höchstens in dreijĂ€hrigen AbstĂ€nden in Walsrode.
(23.10.2021, 17:22)
Gudrun Bardowicks:   Der letzte Kurol in der Schau in Walsrode war ein Weibchen. Das mĂ€nnliche Tier habe ich leider nie in der Voliere gesehen. Ich kenne mĂ€nnliche Kurole allerdings aus Madagaskar.
(23.10.2021, 16:52)
Adrian Langer:   @W.Dreier: MĂ€nnlicher Vogel? Ich bin mir zu 100% sicher, dass dieses letzte Tier (zum GlĂŒck hatte ich da Anfang dieses Jahres noch GlĂŒck) ein Weibchen war. Aber egal. Weg ist weg. Da es weltweit das einzige Tier in einem Zoo war nehme ich auch einmal an,dass auch zukĂŒnftig keine neuen Tiere Einzug halten werden. Sehr traurig!
(22.10.2021, 22:48)
W. Dreier:   Und gleich die Korrektur hinterher: das vorstehende Bild ist ein Weibchen, jetzt der Mann, Sept. 2010
(22.10.2021, 22:04)
W. Dreier:   Hier fragte doch jemand vor Jahren nach dem Ausstellungsort des madagassischen Kurol in Walsrode, um Aufnahmen machen zu können. Zu spĂ€t, ich erhielt die Mitteilung, dass der mĂ€nnliche Vogl nach 18 Jahren gestorben ist. Der letzte seines Stammes in Europa.
Hier ein Foto von 2015
(22.10.2021, 21:53)
cajun:   Gelsenkirchen hatte ja unlĂ€ngst nachgezogen. Nun gibt es einen Ableger in Leipzig.

"Neu: Edwardsfasan im Alten Vogelhaus
Einige Wochen nach den NasenbĂ€ren ist eine sehr seltene Fasanenart im Zoo eingezogen. Das Edwardsfasan-Weibchen kam aus dem Zoo Prag und lebt sich nun im Alten Vogelhaus ein, wo sie sich das Gehege mit BlaukappenhĂ€hrlingen teilen wird. Ein passendes Fasanen-MĂ€nnchen wird in den kommenden Wochen aus dem Zoo Gelsenkirchen dazu stoßen. Das PĂ€rchen wird dann aneinander gewöhnt und hoffentlich bald fĂŒr Nachwuchs sorgen. Denn in ihrer Heimat in Vietnam ist diese Art möglicherweise seit den 2000er Jahren ausgerottet und der Erfolg des Zuchtprogramms ist die einzige Hoffnung, die seltenen Fasane vor dem vollstĂ€ndigen Aussterben zu retten und langfristig auch wiederanzusiedeln."
Quelle:https://www.zoo-leipzig.de/artikel/seltener-edwardsfasan-zieht-ein-1177/
(22.10.2021, 12:28)
cajun:   Na, dann mal herzlichen GlĂŒckwunsch nach Sachsen :-)
Sensationelle Nachzucht bei Bienenfressern
Groß war die Freude bei allen Mitarbeitern des Delitzscher Tiergartens, als in der letzten Augustwoche zwei junge Bienenfresser die Bruthöhle verließen. Haltung und Zucht dieser farbenfrohen Eisvogelverwandten gelten unter Kennern als besonders anspruchsvoll. So mĂŒssen die das Hauptfutter ausmachenden Lebendinsekten, bei uns MehlkĂ€fer- und Soldatenfliegenlarven, mit allerlei Vitaminen und Mineralien sowie Distelöl und Farbstoffen paniert und damit bienenfressergerecht veredelt werden, damit die Vögel bunt und gesund bleiben. Die in der kĂŒnstlichen Brutwand verborgenen Höhlen mĂŒssen im FrĂŒhjahr mit frischem, feuchtem Lehm verschlossen werden, damit die mĂ€nnlichen Bienenfresser jedes Mal auf neue die Stimulation des Bruttunnelgrabens erleben können – ein wichtiger Bestandteil des Balzverhaltens, beurteilt doch so die Henne unter anderem die Tauglichkeit der zukĂŒnftigen potenziellen VĂ€ter. Auch werden unversiegelte, aus Sicht der Bienenfresser bereits im Vorjahr benutzte Höhlen von den Vögeln schlecht angenommen, da sie oft parasitenbefallen und auch Eierdieben aus der Vergangenheit schon bekannt sein könnten. So kamen nun in der Delitzscher Einrichtung in zwei Gelegen im Abstand von zwei Wochen insgesamt neun KĂŒken zur Welt. Ein Tag mit Dauerregen und Temperatursturz reichte aus, um die jĂŒngere, noch unbefiederte Brut, derart auszukĂŒhlen, dass sie innerhalb weniger Stunden verklammte und leider nicht ĂŒberlebte. Letztendlich schafften es immerhin die zwei Ă€ltesten, zum Zeitpunkt des Wetter-umschwungs bereits voll befiederten KĂŒken und flatterten noch unbeholfen aus der Bruthöhle ins Leben. Zur Sicherheit setzte sie das Tierpflegeteam zunĂ€chst in den Innenraum, wo die Flugmuskulatur gekrĂ€ftigt werden konnte. Inzwischen verstĂ€rken die zwei Jungvögel die fĂŒnf erwachsenen Bienenfresser auf den Sitzwarten in der Voliere und sind nur noch durch das etwas blassere Gefieder, kĂŒrzere SchnĂ€bel und vor allem die schwarzen Augen, die bei den Altvögeln stechend rot sind, zu unterscheiden. „Wir sind sehr stolz auf diesen mĂŒhevoll errungenen Zuchterfolg, nachdem im Vorjahr nur ein totes KĂŒken gefunden worden war“, zeigt sich Konstantin Ruske glĂŒcklich. „FĂŒr die kommende Brutsaison haben wir wertvolle Erfahrungen gesammelt und sind nun bei erneuten Wetterproblemen bereit, mit dem Instrument der Handaufzucht den Bruterfolg zu sichern. Jetzt hoffen wir auf eine verlustfreie Überwinterung der sensiblen Vögel, um 2022 an dieses schöne Ereignis anknĂŒpfen und es nach Möglichkeit noch ĂŒbertreffen zu können.“ Die wenigen anderen deutschen Zoos, die Bienenfresser pflegen, haben in diesem Jahr kein Nachwuchs gemeldet.
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(01.10.2021, 14:24)
cajun:   Der TP meldet in wohltuenderweise einen Neuzugang im Vogelbestand. Schön das hier mal ausnahmsweise die Wörter "sĂŒĂŸ", "herzig" oder "unwiderstehlich " keine Anwendung finden, wie in vielen Pressemeldungen von Zoos mittlerweile ĂŒblich....

Neue Tierart im Tierpark Berlin
Besuchen können Sie die drei Hellaugenibisse, die aus dem Vogelpark Walsrode in die Hauptstadt gezogen sind, in der Reihervoliere.
Hellaugenibisse besitzen eine hellblaue bis weißliche Augenfarbe, welche auch namensgebend ist. Durch das Absammeln von Eiern und Jungtieren sowie die Jagd auf erwachsene Tiere durch den Menschen ist ihr Bestand mittlerweile stark gefĂ€hrdet. Der Hellaugenibis lebt im natĂŒrlichen Lebensraum an der WestkĂŒste Madagaskars und in den MangrovenwĂ€ldern auf den Seychellen. Der Tierpark Berlin setzt sich auf Madagaskar fĂŒr den Habitatschutz ein.
Quelle:https://www.tierpark-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/neue-tierart-im-tierpark-berlin
(18.08.2021, 11:14)
W. Dreier:   Und hier ein Uhu aus noch ``Leningrad``, Mitte der Achtziger - damals das einzige ausgestellte Tier (Japan?)
(16.07.2021, 12:53)
cajun:   Eine Kooperation fĂŒr den ex- situ Erhalt des Riesen- Fischuhus wurde begonnen. Ich bin gespannt, ob Tiere aus dem Nachzuchtprogramm auch mal in anderen europĂ€ischen Zoos landen.
"Die Zoos von Sachalin und Moskau werden sich mit der Erhaltung des Genpools eines auf der Roten Liste stehenden Uhus beschÀftigen
Jushno-Sachalinsk (TASS). Spezialisten des Sachaliner Zoologisch-Botanischen Parks werden sich zusammen mit ihren Moskauer Kollegen mit der Zucht und Erhaltung des genetischen Fundus des Riesen-Fischuhus beschĂ€ftigen – einem der seltensten Vögel, der in den internationalen, russlĂ€ndischen und Sachaliner Roten Listen aufgefĂŒhrt ist. Dies erfuhren Journalisten am Dienstag im Pressedienst des Inselzoos. "Mit dieser wichtigen Mission [zur Schaffung des Genpools des Riesen-Fischuhus] kam Pawel Roshkow, Leiter des Vogelreviers im Zentrums fĂŒr die Zucht seltener Tierarten des Moskauer Zoos, auf die Insel. Mit der Genehmigung der RusslĂ€ndischen Naturaufsichtsbehörde [Rosprirodnadsor] entnahm er drei KĂŒken des Riesen-Fischuhus aus verschiedenen Nestern des staatlichen Naturreservats "Kurilskij" [Kurilen] fĂŒr ihre weitere Zucht im Moskauer Zentrum", sagten sie im Sachalin-Zoo. Laut Roshkow betrĂ€gt die gesamte Anzahl der Unterart, die auf den Inseln Kunaschir (Kurilen, Gebiet Sachalin) und Hokkaido (Japan) vorkommt, gegenwĂ€rtig nur noch 300 Individuen. Eben deshalb ist es notwendig, in Zoos eine Volieren-Population des Riesen-Fischuhus zu schaffen. Wenn alles erfolgreich verlĂ€uft und im Zentrum Nachwuchs des auf der Roten Liste stehenden Vogels schlĂŒpft, ist gemeinsam mit dem Sachaliner Zoo die Schaffung einer Zuchtstation fĂŒr den Riesen-Fischuhu im Areal seines Vorkommens auf Sachalin geplant, ebenso die Verteilung des Nachwuchses an andere Zoos und die Wiederansiedlung der Art in der Natur. GegenwĂ€rtig ist der Riesen-Fischuhu vom Aussterben bedroht. Im Fernen Osten Russlands und auf den nördlichen Inseln des Japanischen Archipels leben nur noch höchstens 4.000 dieser Vögel."
Quelle und Übersetzung: Zoopresseschau
(16.07.2021, 11:57)
cajun:   Interessante Neuigkeiten aus Arnheim

burgerszoo.de – 4. Juni 2021
Ein Neuankömmling in Burgers’ Bush
In der stillen Zeit wĂ€hrend der Corona-Schließung wurde eine neue Vogelart in den Zoobestand aufgenommen. Ein PĂ€rchen Vietnamfasane ist in Burgers' Bush eingezogen. Das Gefieder des MĂ€nnchens glĂ€nzt ĂŒberwiegend in einem metallischen Dunkelblau, das Weibchen ist braun gefĂ€rbt. Bei beiden Geschlechtern ist die Haut um die Augen rot und unbefiedert. Die Vögel sind etwa 60 Zentimeter groß. Die Wahrscheinlichkeit, diese Fasane zu Gesicht zu bekommen, wenn der Zoo wieder öffnen darf, ist also ziemlich groß.
Ein Fasan mit vielen Namen?
Der Vietnamfasan (Lophura hatinhensis) wurde 1964 entdeckt und erst 1975 durch Professor VĂ” QuĂœ beschrieben. In manchen Teilen der Erde wird der Vietnamfasan deshalb auch „VĂ” QuĂœâ€™s Fasan“ genannt. In seinem Ă€ußeren Erscheinungsbild stellte man seinerzeit viele Übereinstimmungen mit dem bereits bekannten Edwardsfasan (Lophura edwardsi) fest. Der grĂ¶ĂŸte Unterschied bestand in der Farbe der mittleren Schwanzfedern, die bei der Art hatinhensis weiß waren, bei edwardsi aber dunkelblau. Der Fasan wurde deshalb zunĂ€chst als eigene Art in der Gattung der Lophura beschrieben. SpĂ€ter stellte sich jedoch heraus, dass die Farbe der Schwanzfedern bei beiden Arten sehr variabel ist. DNA-Untersuchungen haben nun bestĂ€tigt, dass es sich um ein und dieselbe Art handelt. Der wissenschaftliche Name wurde deshalb auf Lophura edwardsi festgelegt.
Stark gefÀhrdet
Der Vogel ist in Zentralvietnam endemisch, was bedeutet, dass er ausschließlich dort vorkommt. Er lebt in WĂ€ldern mit starkem Unterwuchs. Zentralvietnam war jedoch lange Zeit Schauplatz eines Krieges, in dem chemische Entlaubungsmittel eingesetzt wurden. Nach dem Krieg ist durch intensive Landwirtschaft weiterer Lebensraum des Vietnamfasans verloren gegangen. Dadurch geriet diese Art stark unter Druck. In den letzten Jahren wurden kaum noch Vietnamfasane in der Natur gesichtet, und so gilt die Art heute als stark gefĂ€hrdet und steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Es ist möglich, dass der Vogel in freier Wildbahn sogar schon ausgestorben ist.
Gibt es trotzdem noch Hoffnung?
Seit 1994 besteht ein EEP (Zuchtprogramm fĂŒr bedrohte Tierarten) fĂŒr den Vietnamfasan. Bei diesem Programm ging es von Anfang darum, in Tierparks geborene Vögel in der Natur auszusetzen, um die Art vor dem Untergang zu bewahren. DafĂŒr ist es wichtig, dass die Population in den Tierparks möglichst stark und unverfĂ€lscht bleibt: ohne Inzucht, aber auch ohne Vermischung mit eng verwandten anderen Fasanenarten. In der Vergangenheit sind nĂ€mlich bei vielen privat gehaltenen Vögeln HybridzĂŒchtungen entstanden. Um diese hybriden Vögel aus dem Zuchtprogramm ausschließen zu können, werden genetische Untersuchungen bei Vögeln aus freier Wildbahn und bei Museumsexemplaren durchgefĂŒhrt.
Was tut der Burgers’ Zoo?
Damit der Auswilderungsprozess wirklich erfolgreich verlaufen kann, benötigt man umfassende Kenntnisse ĂŒber das Verhalten der Vögel. Der EEP-Koordinator hat uns gebeten, ein ZuchtpĂ€rchen in Burgers’ Bush aufzunehmen, weil diese Umgebung dem natĂŒrlichen Habitat des Vietnamfasans ziemlich nahekommt. Daneben sind wir auch dazu aufgefordert worden, das Brut- und Schlafverhalten der Tiere zu untersuchen. Konkret sollen die Fragen geklĂ€rt werden, ob der Hahn sich an der Brutpflege beteiligt und in welchem Alter die Jungen selbstĂ€ndig werden. Was das Schlafverhalten angeht, werden wir beobachten, welche BĂ€ume die Vögel wĂ€hlen, in welcher Höhe sie ihre SchlafplĂ€tze einnehmen und ob sie mehrmals denselben Schlafplatz benutzen. Es wĂ€re großartig, wenn wir auf diese Weise zur Erhaltung dieser Art einen Beitrag leisten
[Übersetzung ins Deutsche: burgerszoo.de]
Quelle: HP des Zoos
(11.06.2021, 15:56)
cajun:   Neben seltenen Vögeln gibt es nun "gezĂ€hlte" vier Arten mit mehr als einer Milliarde (!) Individuen weltweit. Sehr aufschlußreich diese Studie.

Sechs Vögel fĂŒr jeden Menschen
Bislang umfangreichste Bilanz kommt auf 50 Milliarden Vögel weltweit

Gefiederte VolkszĂ€hlung: Weltweit gibt es rund 50 Milliarden Vögel – das entspricht rund sechs Exemplaren fĂŒr jeden Menschen auf der Erde, wie die bislang umfangreichste ZĂ€hlung von 92 Prozent aller Vogelarten ergeben hat. Dabei schaffen es aber nur vier Arten in den „MilliardĂ€rs-Club“: Spatz, Star, Rauchschwalbe und die nordamerikanische Ringschnabelmöwe sind die einzigen Vogelspezies, die mehr als eine Milliarde Exemplare umfassen.

Vögel sind allgegenwĂ€rtig und ihr Gezwitscher begleitet uns selbst in der Großstadt. Aber wie viele von ihnen es weltweit gibt, ist bislang nur in Teilen bekannt. So gibt es zwar regionale VogelzĂ€hlaktionen und Erhebungsstudien – sie haben unter anderem enthĂŒllt, dass in Europa inzwischen schon rund die HĂ€lfte aller Feldvögel verschwunden ist. Aber auf globaler Ebene und fĂŒr alle Vogelarten ließ sich die HĂ€ufigkeitsverteilung nur grob schĂ€tzen.
Wie viele Vögel gibt es weltweit?

Doch jetzt gibt es genauerer Daten. Ein Team um Corey Callaghan von der University of New South Wales in Sydney hat mehrere Methoden kombiniert, um die bisher umfassendste Bestandsaufnahme der globalen Vogelwelt zu erstellen. Als Basis nutzten sie Daten aus dem Citizen-Science-Projekt eBird, einer globalen Datenbank, in der mehr als 600.000 Vogelbeobachter aus aller Welt fast eine Milliarde Vogelsichtungen zusammengetragen haben.

Diese Daten glichen die Forscher mit den Ergebnissen von wissenschaftlichen Studien fĂŒr 724 Vogelarten ab. Dadurch konnten sie ermitteln, in welchem Maße die leichte Sichtbarkeit einer Vogelart die ZĂ€hlwerte verfĂ€lscht. „DafĂŒr berĂŒcksichtigten wir Merkmale wie die KörpergrĂ¶ĂŸe, die Farbe, den Bedrohungsstatus oder die SchwarmgrĂ¶ĂŸe, die die DetektabilitĂ€t einer Art beeinflussen“, erklĂ€ren die Wissenschaftler.

Aus den Ergebnissen entwickelten sie einen Algorithmus, der auf Basis der eBird-Daten und dieser Unsicherheitsfaktoren die Vogelzahlen fĂŒr 9.700 Spezies ermittelte – das entspricht 92 Prozent der bekannten Vogelarten und lĂ€sst nur einige extrem seltene Spezies außen vor.
50 Milliarden Vögel

Das Ergebnis: „Wir haben ermittelt, dass es momentan wahrscheinlich rund 50 Milliarden Vögel auf der Welt gibt – rund sechs Exemplare fĂŒr jeden Menschen auf dem Planeten“, berichten Callaghan und sein Team. Ihre Daten verraten aber auch, welche Vogelarten wie hĂ€ufig sind und wo besonders viele Vögel leben. Damit liefern die Ergebnisse auch wertvolle Informationen ĂŒber ökologische und evolutionsbiologische Muster.

So ergab die ZĂ€hlung beispielsweise, dass sich die meisten Vögel in den subtropischen bis arktischen Breiten der Nordhalbkugel tummeln – allein in dieser Region leben insgesamt rund 34 Milliarden Vögel. Zudem machen Insektenfresser und Allesfresser mit zusammen 28 Milliarden Exemplaren den Löwenanteil aller gezĂ€hlten Vögel aus, wĂ€hrend Aasfresser mit 194 Millionen und Nektarfresser mit 479 Millionen deutlich weniger zahlreich sind.

Nur vier Arten im „MilliardĂ€rs-Club“

Zwischen den verschiedenen Vogelarten gibt es dabei große HĂ€ufigkeitsunterschiede. „Es gibt auf globaler Ebene sehr wenige hĂ€ufige Arten und viele seltene Spezies“, erklĂ€ren die Forscher. So sind 1.180 Vogelarten – zwölf Prozent der Spezies – mit jeweils weniger als 5000 Exemplaren vertreten. „Das sind rund 200 seltene Spezies mehr als erwartet“, so die Wissenschaftler. Zu den besonders hĂ€ufigen Vogelgruppen gehören dagegen die Sperlingsvögel mit 28 Milliarden Exemplaren, gefolgt von Wat- und Wasservögeln.

Vier Vogelspezies schaffen sogar den Sprung in den „MilliardĂ€rs-Club“: Der Hausperling mit 1,6 Milliarden Exemplaren, der Star mit 1,3 MiIliarden, die in Nordamerika beheimatete Ringschnabelmöwe (Larus delawarensis) mit 1,2 Milliarden und die Rauchschwalbe mit 1,1 Milliarden Exemplaren. „Es war ĂŒberraschend, dass so wenige Arten die Vogelzahlen so dominieren“, sagt Callaghan. Das wecke die Frage, was an diesen Spezies evolutionĂ€r so besonders sei, dass sie so hyper-erfolgreich wurden.
Hilfreich auch fĂŒr den Artenschutz

Nach Ansicht der Forscher eignet sich ihre Methode nicht nur fĂŒr Vögel, sondern könnte auch auf andere Tiergruppen ĂŒbertragen werden. „Unsere großskalige Datenintegration kann als Blaupause dienen, um artspezifische HĂ€ufigkeiten auch fĂŒr sie zu errechnen“, so Callaghan. Das könnte dabei helfen, einige grundlegende Fragen der Ökologie und Evolutionsbiologie zu klĂ€ren, aber auch dem Artenschutz helfen.

„Die HĂ€ufigkeit einer Spezies zu quantifizieren, ist ein entscheidender erster Schritt im Artenschutz“, sagt Callaghan. „Indem wir zĂ€hlen, was es dort draußen gibt, erfahren wir, welche Spezies gefĂ€hrdet sind und können verfolgen, wie sich dies im Laufe der Zeit verĂ€ndert.“ (Proceedings of the National Academy of Sciences, 2021; doi: 10.1073/pnas.2023170118)

Quelle: University of New South Wales und https://www.scinexx.de/news/biowissen/sechs-voegel-fuer-jeden-menschen/
(26.05.2021, 21:21)
Jörn Hegner:   halten eigentlich noch irgendwelche zoos ausser europa diese stelzenkrĂ€hen ?
(10.04.2021, 16:30)
cajun:   Eine Nachricht zum Monitoring der Freilandpopulationen des Schwarzschnabelstorchs.
Die Vögel sind immer noch seltenen GĂ€ste in europĂ€ischen Zoos un die Zucht gelingt nach wie vor nicht regelmĂ€ĂŸig.
"
ampravda.ru – 18. Feb. 2021
Аост Оз ĐĐŒŃƒŃ€ŃĐșĐŸĐč ĐŸĐ±Đ»Đ°ŃŃ‚Đž ĐČĐŒĐ”ŃŃ‚ĐŸ Котая ĐČыбрал ĐŽĐ»Ń Đ·ĐžĐŒĐŸĐČĐșĐž ĐźĐ¶ĐœŃƒŃŽ ĐšĐŸŃ€Đ”ŃŽ
Storch aus dem Gebiet Amur ĂŒberwinterte in SĂŒdkorea statt in China
Zwei Schwarzschnabelstörche mit GPS-Sendern, von denen einer im Rajon Tambow des Gebiets Amur freigelassen wurde, ĂŒberwintern in diesem Jahr in SĂŒdkorea. Das ist selten, normalerweise bevorzugen die Vögel China, das in der NĂ€he der Amurregion liegt, berichtet der WWF Russland. "Der Schwarzschnabelstorch nistet im Amur-Becken, im Fernen Osten Russlands und im Nordosten Chinas, sie kommen hier im FrĂŒhjahr an, ziehen Nachkommen auf und fliegen im Herbst, wenn die Jungvögel krĂ€ftig genug und ausgeflogen sind, zur Überwinterung im Jangtse-Becken, zum Poyang-See in China", sagt Anna Serdjuk, leitende Koordinatorin des Programms fĂŒr Schutzgebiete der Amur-Niederlassung des WWF Russland. "Einige Exemplare ĂŒberwintern in Japan, SĂŒdkorea und Taiwan. Jedes Jahr wird in SĂŒdkorea eine kleine ĂŒberwinternde Gruppe von 20 bis 30 Vögeln beobachtet, aber es war noch nicht möglich zu verfolgen, auf welcher Route die Störche dorthin fliegen. Und die Tatsache, dass wir jetzt zwei unserer Vögel mit GPS-Sendern in einer Gruppe von 20 Störchen beobachten, die in SĂŒdkorea ĂŒberwintern, ist ein erstaunliches Ereignis! Zum ersten Mal haben wir genaue Daten erhalten, von wo aus die Schwarzschnabelstörche zur Überwinterung auf der koreanischen Halbinsel ankommen. Dies zeigt auch die Wirksamkeit und Effizienz des internationalen Monitoringprogramms fĂŒr den Schwarzschnabelstorch, das der WWF Russland 2018 in Zusammenarbeit mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und den Naturschutzgebieten der Amur-Region ins Leben gerufen hat. Seit 3 Jahren wurden 132 Schwarzschnabelstörche im Rahmen dieses Programms mit GPS-Sendern ausgestattet. Der WWF Russland erhielt Anfang Dezember 2020 die einzigartigen Informationen ĂŒber die Überwinterung zweier mit GPS-Sendern versehener Schwarzschnabelstörche in SĂŒdkorea. Experten des Zentrums fĂŒr die Erforschung gefĂ€hrdeter Arten des Nationalen Instituts fĂŒr Ökologie der Republik Korea halfen, die Signale der Sender zu ĂŒberprĂŒfen, diese Vögel zu verfolgen und ihren Zustand herauszufinden. Interessant ist die Geschichte der Vögel, die nach SĂŒdkorea geflogen sind, um dort zu ĂŒberwintern. Einer von ihnen ist ein Storch, der im vergangenen Jahr von der Jagdaufsichtbehörde in der Region Primorje als KĂŒken, das noch nicht fliegen konnte, vor dem Tod gerettet wurde, im "Zentrum 'Tiger'" erfolgreich eine Rehabilitation durchlief, seine FlugfĂ€higkeiten bestĂ€tigte und im August 2020 in die Wildnis entlassen wurde im JĂŒdischen Autonomen Gebiet. Der zweite Schwarzschnabelstorch wurde im Sommer 2019 im Rajon Tambow des Gebiets Amur mit einem GPS-Sender ausgestattet. In der Republik Korea verschwand die Brutpopulation des Schwarzschnabelstorchs infolge des starken Einsatzes von DDT vor 50 Jahren - der letzte Vogel wurde hier 1971 registriert. Seit 1996 stellt SĂŒdkorea die ausgestorbene einst hier lebende Population des Schwarzschnabelstorchs durch BemĂŒhungen, diese Vögel in Gefangenschaft zu zĂŒchten und sie wiederanzusiedeln, wieder her. "Wir haben zunĂ€chst auf der Grundlage des Chingan-Naturreservats [sapowednik] und des Reservats [sakasnik]"Murawjowskij" einen Film ĂŒber den Schwarzschnabelstorch gedreht, in dem gezeigt wurde, wo und wie dieser seltene Vogel nistet. Und 1996 wurden die ersten beiden KĂŒken aus dem Gebiet Amur feierlich in das speziell geschaffene Koreanische Nationalinstitut fĂŒr den Schwarzschnabelstorch ĂŒbergeben. Ich habe sie persönlich nach Korea gebracht und erinnere mich noch gut an das Zittern und Beben, mit dem koreanische Biologen dieses wertvolle Geschenk unseres Landes angenommen haben. Danach wurden die Vögel mehrmals aus der Region Chabarowsk, China und Japan importiert. Nachkommen dieser Vögel wurden ausgewildert, und jetzt nisten in SĂŒdkorea etwa 65 Schwarzschnabelstörche in der Natur", sagt Jurij Darman, Verdienter Ökologe der RusslĂ€ndischen Föderation, Leiter der RusslĂ€ndischen Arbeitsgruppe fĂŒr den Schwarzschnabelstorch. (Autorin der Quelle: Tatjana Larina)"
Quelle und Übersetzung: Zoopresseschau
(22.03.2021, 16:15)
Jörn Hegner:   kann man heutzutage nicht mehr albatrosse in zoos halten . weil einige in england und holland hatten doch ganz frĂŒher mal welche .
(12.12.2020, 13:15)
W. Dreier:   Ebenfalls ausgerottet auf Guam: Guam-Fischer (Brookfield)
(29.04.2020, 08:38)
W. Dreier:   Oh, verkehrt gedrĂŒckt: die Ralle
(26.04.2020, 18:27)
W. Dreier:   Guamralle in LA. Auf Guam durch die Baumnatter Boiga ssp ausgerottet.
(26.04.2020, 18:26)
W. Dreier:   Kalifornische Kondore in San Diego (WAP) - ich kam zur rechten Zeit im Sept 2000 - Erstmals wurden einige Tiere ausgestellt nach ca 15 Jahren Zucht hinter den Kulissen.
(26.04.2020, 18:23)
W. Dreier:   Prachthaubenadler (Tierpark Berlin,) 1975
(26.04.2020, 18:21)
W. Dreier:   Stricheleule in New York (Bronx)
(26.04.2020, 18:20)
W. Dreier:   GrĂŒnschwanzmonal in Beijing (lÂŽhuysii)- der grĂ¶ĂŸere Bruder des ``normalen`` Himalayamonals
(26.04.2020, 18:19)
W. Dreier:   Burmafasan im Tierpark Berlin - fast verschwunden in DE, hier 1970
(26.04.2020, 18:16)
W. Dreier:   Auch das gab es mal im Berliner Zoo: Nachwuchs bei den Königspinguinen (1995)
(22.04.2020, 17:22)
W. Dreier:   Zuletzt im ``Eulenpark`` Niendorf gesehen, vorher auch in Dortmund: Jabiru in Niendorf 2004
(22.04.2020, 17:21)
W. Dreier:   Blaustirnamazone (St. Lucia-Amazone): ca 300 Tiere in der Natur. Zuchtprogramm durch Jersey gesteuert - Freisetzung von gezĂŒchteten Tieren aus Jersey.
Von dort das Foto, Sept. 1992
(22.04.2020, 17:15)
W. Dreier:   und (balzendes) PrĂ€riehuhn im Tierpark
(20.04.2020, 11:20)
W. Dreier:   Zum Abschluß 2 seltenst gezeigte Arten:
Kaka in Stuttgart
(20.04.2020, 11:20)
W. Dreier:   dito Blaukopf-Erdracke aus Madagascar. Zucht 2006 in ZĂŒrich (Masoala-Halle)
(18.04.2020, 20:22)
W. Dreier:   ZurĂŒck zu Madagascar: Richtig muß es heißen 1995 - 2007.
Langschwanz-Erdracke, seit 2001 in Walsrode gewesen
(18.04.2020, 20:19)
W. Dreier:   Äußerst schwer zu halten: TanggĂ€nse vom SĂŒden Patagoniens (Privathaltung Kolbe /Roßlau)
(18.04.2020, 20:07)
W. Dreier:   Kragenhuhn (TP Berlin)
(18.04.2020, 19:56)
W. Dreier:   Himalaya-Königshuhn (Tierpark Berlin)
(18.04.2020, 19:53)
W. Dreier:   Zwischen 1985 und 2007 von M. Perschke mit UnterstĂŒtzung vieler Zoos aus Madagascar nach Deutschland gebracht:
Sichel-Vanga (Walsrode) - beim letzten besuch nicht mehr gesehen
(18.04.2020, 19:47)
W. Dreier:   Und noch ein Nachtrag aus dem Tierpark: Weißbauchseeadler. Lange sah ich ihn nicht
(02.04.2020, 17:07)
cajun:   Dazu einer der Goldscheitelsittiche, auch 2018.
(01.04.2020, 21:45)
cajun:   Zum Thema: Tafel aus dem Zoo Neuwied 2018.
(01.04.2020, 21:43)
Adrian Langer:   Wie versprochen. Königsamazone aus Pairi Daiza (Aufnahme vom letzten Jahr).
(01.04.2020, 20:34)
Adrian Langer:   @W.Dreier: Kommt auf die Definition von Normalzoo an. Aktuell hĂ€lt man in Pairi Daiza ein Paar (dort im Oasis). Wenn ich Zuhause bin versuche ich mal ein Bild anzuhĂ€ngen.
(01.04.2020, 15:51)
W. Dreier:   Zum Schluß die Königsamazone. In welchem ``Normalzoo`` gibt es die noch?
Hier in Leipzig, auch schon 20 Jahre her.
(01.04.2020, 15:41)
W. Dreier:   Zu den ``richtigen`` HĂŒhnerartigen dann: Blyth-Tragopan - im Tierpark Berlin kurze Zeit gewesen
(01.04.2020, 15:40)
W. Dreier:   Heute gab es in den 4 KĂ€sten insbesondere Fasanenartige, Greife und Beuteltiere (dann bei Tierpark Berlin)
Hier eine Abbildung des Molukkengroßfußhuhns. (M. freycineti). Wir hatten schon ĂŒber die Übersetzung gesprochen : Magapodius = Großfußhuhn. Eine Abb, aus Prag, 2008. Eher ein kleines ``Huhn``. Selbige sind ja u.a. mit dem bekannteren Talegalla``huhn`` Ausnutzer von VulkanwĂ€rme zum AusbrĂŒten der Eier (neben ``VerwesungswĂ€rme``).
(01.04.2020, 15:38)
W. Dreier:   Zum Schluß: Riesenfischuhu (Leningrad 1984): das erste Nest wurde erst sehr spĂ€te in der Amurregion gefunden, lebt auch auf Hokkaido
(31.03.2020, 18:44)
W. Dreier:   Blutfasan, Tierpark Berlin. Auch nie wieder gesehen.

Tut mir leid, dass die Aufnahmen so seltsam stehen - bei mir sind sie richtig
(31.03.2020, 18:42)
W. Dreier:   Quetzal (Walsrode, 1990)
(31.03.2020, 18:40)
W. Dreier:   Gerfalke (Rostock) - dort wurde mal einer gestohlen. Auf dem schwarzen Markt wohl 250 000 Dollar - damals, vor ca 50 Jahren
(31.03.2020, 18:39)
W. Dreier:   Kronenadler - oh Gott ist das lange her! Tierpark
(31.03.2020, 18:37)
W. Dreier:   Reinhartfasan (wird wohl etwas anders geschrieben) - die lĂ€ngsten Feder: um 180 cm
SĂŒdostasien
(31.03.2020, 18:36)
W. Dreier:   Heute nur einige Vögel:
Hoatzin aus SĂŒdamerika
(31.03.2020, 18:35)
W. Dreier:   E. Potapov. 1990. Birds and brave men in the Arctic North, Birds International 2(3) 72?83
Schon lange her, gelesen in der Biblio des TP. Da ging es wohl um die Suche nach dem ersten Nest der Rosenmöwe, Gegend Sibirien-LenamĂŒndung - mit geringem Erfolg und erfrorenen HĂ€nden
(30.03.2020, 22:51)
cajun:   @W.Dreier: Darf ich nachfragen, welches Schicksal die "Expedition nach den Brutgebieten der Rosenmöwe"ereilte? Davon habe ich nie gehört.
(30.03.2020, 20:48)
W. Dreier:   Pardon, hatte vergessen auf scannen zu drĂŒcken:
GelbkopfstelzenkrÀhe aus dem tropischen felsigen Westafrika
(30.03.2020, 15:51)
W. Dreier:   Sehe gerade: es gibt noch andere seltene Formen: Spix- und Learara. Kellenschnabel ,Papageibreitrachen, andere Paradiesvögel, Kiwi, die Craxe in Walsrode, Stormstorch, Jabiru, die Madagascarvögel, die Mario Perschke organisierte
- hier die GelbkopfstelzenkrÀhe aus Frankfurt - mit der grauköpfigen auch noch gerade nach dem Mauerfall erwischt.
(30.03.2020, 15:46)
W. Dreier:   - und Rosenmöwe im Tierpark: leider lebte sie nicht lange - die Pinguinwasseranlagen gab es noch nicht. Es soll sogar eine Expedition nur wegen der Suche nach dem Brutgebiet der Rosenmöwe gegeben haben - die leider schrecklich endete.
(30.03.2020, 15:37)
W. Dreier:   Heute also 6. Tag - theoretisch 6 000 Dias (in der RealitĂ€t - nicht dicht auf dicht - 5 500 ) - viele Vögel darunter. Der Tierpark Berlin war eben speziell ein Vogel``park``. Bin ja gespannt, wie es nach der Berentung des Vogelkurators in KĂŒrze ausschaut (ich weiß es schon ). Durch ``die Lappen`` sind mir einige Greife, speziell der Affenadler, gegangen - aber, inklusive Walsrode, auch Rotterdam - sind da einige fast einmalige Formen dabei: u. a. Tschunja, Fischmöwe, Scheidenschnabel. Skua, Kragenhuhn, die Kammvögel, Mitu, Urumutu, Schirmvogel, Riesenfischeule, StelzenkrĂ€hen, Kongopfau, Königsamazone, PrĂ€riehuhn, Paradiesvögel, Großfußhuhn., Blythtragopan, Reinhartfasan usw.
- und hier Quetzal in Walsrode - gerade noch im Mai 1990 erwischt - und was sehe ich rechts daneben: ein StĂŒck Bulverfasan!
(30.03.2020, 15:33)
Michael Mettler:   Übrigens besteht Ansiedlungspotenzial auch ohne "VolierenflĂŒchtlinge" - selbst hierzulande werden Heilige Ibisse im Freiflug gehalten (und dann auch noch in MeeresnĂ€he):
http://www.vogelpark-niendorf.de/ibisse-loeffler.html
(11.10.2012, 13:30)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Habe gerade Wikipedia bemĂŒht, weil ich dachte (wie sich zeigte, fĂ€lschlicherweise), dass der Heilige Ibis auch in Nordafrika leben wĂŒrde und somit auch eine Invasion aus eigener Kraft ĂĄ la Kuhreiher möglich gewesen wĂ€re. Laut Wikipedia ist die europĂ€ische Population sogar Ă€lter, grĂ¶ĂŸer und weiter verbreitet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Ibis
(11.10.2012, 11:14)
WolfDrei:   Das mĂŒĂŸte hier eher unter "seltene Neozoen" stehen - hatte schon davon kurz berichtet: Heilige Ibisse in Frankreich. Durch Zufall fand ich im FrĂŒhjahrsheft von 2010 der SECAS (Freunde der Pariser Zoos) einen Beitrag dazu: 1990 sind flugfĂ€hige Ibisse aus einer Voliere des Zoos Branfere (Bretagne) ausgebĂŒxt - heute sind es sogar 400 Brutpaare. Aufgrund des Ausbreitungspotentials sind Überlegungen angestellt worden, das weitere Ausbreiten zu verhindern. Die Vögel sind in Brutkolonien mit anderen Vögeln sehr agressiv, fressen auch Jungvögel anderer Arten, zuden sind sie onmivor und haben auch schon neben den Ebbebereichen der StrĂ€nde MĂŒllhalden erobert. Auch am Mittelmeer beginnt es nach einem Ă€hnlichen "Unfall" im Safaripark Sigean - gegnwĂ€rtig gegen 100 Brutpaare.
Anbei ein anderer "StrandlÀufer" bei Croisic - Silberreiher
(11.10.2012, 10:19)
WolfDrei:   Neuseeland hat4,4 Kakapos(Eulenpapageien) von Codfish- und Anchorisland zu einer Insel der Little Barrier Islands gebracht, um eine breitere Basis im Krankheitsfall zu haben (International Zoo News)
(10.07.2012, 21:12)
Peter Lohse:   Hier auch noch ein Bild von mir aus dem Loropark vom 11.2011
(04.03.2012, 14:48)
WolfDrei:   das Bild dazu
(29.02.2012, 18:19)
WolfDrei:   Gerade gelesen: nach einem nur noch Weltbestand von 150 Tieren (im Jahr 2000) hat sich der Lear- Ara nach entsprechenden SchutzbemĂŒhungen ĂŒber 400 Tiere (2004) auf etwa 1100 im Jahre 2011 erholt.
Anbei: Lear-Ara in Al Wabra
(29.02.2012, 18:17)
WolfDrei:   nicht so selten an sich - aber in Tierhaltungen: Eisente in stĂŒrmischer Ostsee auf Usedom
(26.02.2012, 18:24)
Michael Mettler:   Mir gefĂ€llt das Buch auch deshalb, weil man darin immer wieder daran erinnert wird, dass Wissenschaftler und Vogelbeobachter eben doch noch nicht alle Winkel dieser Welt inventarisiert haben. Es ist nĂ€mlich bemerkenswert, wie oft unter den 50 beschriebenen Arten die Rede davon ist, dass irgendwo ganze Populationen - und teilweise nicht mal kleine - seit ewigen Zeiten "ĂŒbersehen" wurden und man manchmal nicht mal weiß, ob eine heimlich lebende Art in einem abgelegenen Landstrich - siehe Höhlensittich - kurz vor dem Aussterben steht oder womöglich sogar hĂ€ufig ist...
(27.07.2011, 09:56)
Werner Schindler:   Das Buch von Couzens kann ich sehr empfehlen. Erschienen ist es im Haupt-Verlag. Es liest sich auch in der deutschen Übersetzung flĂŒssig und informativ. Als Quelle diente hauptsĂ€chlich BirdLife International, diese Angaben sind in aller Regel bestmöglich recherchiert. Die vielen Fotos sind hervorragend und enthalten auch seltene Dokumente wie vom Elfenbeinspecht. Sehr hilfreich fand ich zudem die großformatigen Verbreitungskarten (wer weiß schon aus dem Kopf, wo Waigeo liegt oder wo in China das Brutgebiet des Nipponibis belegen ist). Am faszinierendsten fĂŒr mich ist die absolut geheimnisvolle Situation der Weißaugenschwalbe.

Beim Spix-Ara ĂŒbt der Verfasser ĂŒbrigens harsche Kritik an allen Institutionen und Einzelpersonen, die die Art außerhalb von Brasilien halten (ausdrĂŒcklich und einzig ausgenommen der Loro Park).

Beim Elfenbeinspecht werden die angeblichen Nachweise von 2004 in Arkansas und danach in Florida ausfĂŒhrlich und erfreulich zurĂŒckhaltend kommentiert. Noch nicht im Buch enthalten sind die 2011 (Collins im J. Acoustical Soc. America) publizierten Hinweise ĂŒber mehrfache Beobachtungen in Louisiana am Pearl River. Auch dabei fehlen jedoch offenbar A-Nachweise, die Rede ist von Rufen und Sichtbeobachtungen. Videos sind wohl nicht eindeutig bzw. nicht abschließend ausgewertet.

Bei einer anderen im Buch behandelten Vogelart, dem einzigartigen LöffelstrandlĂ€ufer von der KĂŒstentundra Nordostrusslands, der am Golf von Bengalen ĂŒberwintert, gibt es ebenfalls ganz neue Entwicklungen. Dessen Bestandsentwicklung ist mit einer Gesamtpopulation von wenigen hundert Vögeln, RĂŒckgĂ€ngen von ĂŒber 20% jĂ€hrlich in einem der wenigen bekannten Brutgebiete und negativen Entwicklungen in den Überwinterungsarealen so kritisch, dass nach langen Überlegungen beschlossen wurde, neben den fortlaufenden NaturschutzbemĂŒhungen im Freiland eine Volierenpopulation zur Rettung der Art aufzubauen. Angesiedelt werden soll das auf internationaler Kooperatoin grĂŒndende Zuchtprogramm beim Wildfowl and Wetland Trust in Slimbridge.
(26.07.2011, 12:36)
Michael Mettler:   Habe gestern per Zufall ein neu erschienenes, faszinierendes Buch entdeckt: "Seltene Vögel - ÜberlebenskĂŒnstler, Evolutionsverlierer und Verschollene" von Dominic Couzens. In jeweils 4-seitigen ArtenportrĂ€ts mit vielen Fotos werden 50 Vogelarten auf ebenso informative wie unterhaltsame und teilweise spannende Weise vorgestellt, von "prominenten" FĂ€llen wie Affenadler, Nipponibis und Elfenbeinspecht bis zu weithin unbekannten (z.B. zwei Arten Kolibris) und solchen, die man in diesem Zusammenhang nicht unbedingt erwartet (Zwergflamingo! Es scheint nur vier bekannte Brutareale zu geben, so dass die hohe Kopfzahl bei LebensraumverĂ€nderungen keine zwingende Überlebensgarantie bietet).

Auch dieses Werk bietet Diskussionsstoff fĂŒr die Frage, ob bei einer Ă€ußerst geringen Individuenzahl aus genetischer Sicht ĂŒberhaupt ein Überleben möglich ist. Zu den Fallbeispielen gehört der Ultramarinlori, dessen gesamte heutige Population auf ein einziges Paar zurĂŒckgeht, das von einem privaten Enthusiasten in den 1940er Jahren auf einer ursprĂŒnglich nicht zur Verbreitungsgebiet zĂ€hlenden Insel angesiedelt worden war (2004 schĂ€tzte man den Bestand dort auf rund 1800 bis 3000 Vögel), und die Laysan-Ente, deren Population ihren Tiefpunkt 1930 mit mehreren Erpeln und nur noch einer einzigen Ente erlebt haben soll.
(24.07.2011, 14:54)
Gudrun Bardowicks:   Neben den Blaulappenhokkos habe ich im Vogelpark als fĂŒr mich neue Art am 11.7.11 auch Lappenguane in der Fasanerie gesehen. Diese Art dĂŒrfte ebenfall selten gehalten werden.
(17.07.2011, 22:37)
WolfDrei:   Aus der reichen Cracidensammlung in Walsrode (und sonst kaum zu sehen): Blaulappenhocko (Crax alberti). Ort: Etwa die 4./5. Voliere in der "1. Fasanen-HĂŒhnervogelreihe" an der Paradieshalle.
(17.07.2011, 13:49)
Henry Merker:   In den letzten Monaten sind insgesamt 11 Kakapos geschlĂŒpft. Somit besteht die derzeitige Weltpopulation dieser Art bei 131 Vögeln.

Quelle:
http://www.3news.co.nz/Kakapo-chicks-welcomed/tabid/1160/articleID/205983/Default.aspx
(13.04.2011, 08:12)
Michael Mettler:   Laut EAZA-Auflistung fĂŒhrt der Vogelpark Walsrode seit letztem Jahr ein EEP fĂŒr den Hornguan - und das als einziger "öffentlicher" Halter dieser Art in Europa. Weiß jemand, ob Walsrode schon Zuchterfolge hatte, ob die Art eventuell in kooperierenden Privathaltungen vertreten ist und/oder weitere Vögel nach Europa geholt werden sollen? Ansonsten wĂ€re das ja ein Ă€ußerst ĂŒberschaubares EEP.
(11.04.2011, 21:49)
Jennifer Weilguni:   @Michael
Mit so einer Schautafel an einem Heckrindgehege könnte man dem Bildungsauftrag nachkommen und darauf hinweisen, dass die Wildform heute nicht mehr existiert. Da wĂ€ren wir doch alle glĂŒcklich und zufrieden :-) Und mit etwas GlĂŒck wĂŒrde vielleicht sogar der ein oder andere Zoobesucher sogar lesen was auf der Tafel steht.
(15.01.2011, 10:10)
Michael Mettler:   @Jennifer: OK, der Bildungsauftrag wĂŒrde aber auch beinhalten, dass das Heckrind tatsĂ€chlich ein Auerochse IST, denn es ist ja lediglich eine domestizierte Form der Art Bos primigenius :-) (Ich denke da gerade an die Schautafel "Ihr Hund ist ein Wolf!" in Hannovers Yukon Bay.)
(14.01.2011, 13:37)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Wie gesagt... es wÀre ja auch langweilig wenn wir hier alle immer der gleichen Meinung wÀren.
Einerseits hast du ja recht.. viele Menschen wissen wahrscheinlich wirklich nicht dass der Auerochse mal als Wildtier durch die WĂ€lder streifte. Aber haben Zoologische Einrichtungen nicht auch einen Bildungsauftrag und mĂŒssten es grade deshalb etwas genauer nehmen? Die allermeisten Menschen kennen auch kaum einen oder gar keinen Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen und trotzdem ist es nicht egal was man an das Gehege schreibt.

Was Sinn und Unsinn von Namen bei Tieren angeht (Stichwort RiesengĂŒrteltier), darĂŒber kann man ja schon fast eine eigene Philisophie grĂŒnden :-) Ich sag nur ZwergseebĂ€r.
(14.01.2011, 13:08)
Michael Mettler:   @Jennifer: Ich finde die Bezeichnung ohnehin kaum noch fĂŒr sie verwendete Bezeichnung "Auerochse" oder "Aueroxe" fĂŒr die Heckrinder nicht so schlimm. Wer von der Materie ein bisschen Ahnung hat, der weiß ohnehin, dass damit nicht die ausgerottete Wildform wiederentstanden ist, und von den Uneingeweihten wissen vermutlich nur die wenigsten, dass es ĂŒberhaupt mal ein Wildtier dieses Namens gegeben hat. So what? Wir nennen ja auch ein Tier "RiesengĂŒrteltier", obwohl es im Vergleich zu seinen ausgestorbenen Verwandten von KleinwagengrĂ¶ĂŸe eher ein ZwerggĂŒrteltier ist... Im Übrigen wissen wir ja nicht mal, ob das, was wir im Allgemeinen unter dem "echten" Auerochsen verstehen, nicht eine verwilderte Zwischenform aus Wildtier und Haustier war (quasi ein "Dingo-Rind"). Das berĂŒhmte "Augsburger Bild" eines Ur-Bullen, das als Vorbild fĂŒr die zĂŒchterische Arbeit der BrĂŒder Heck diente, könnte ja auch eine ausgefallene Farbvariante gezeigt haben, die der KĂŒnstler genau deshalb im Bilde festhielt. Einen GrĂ¶ĂŸenmaßstab zeigt das m.W. nicht weiter beschriftete und inzwischen verschollene Bild auch nicht (von der GrĂ¶ĂŸe des Urs weiß man nur durch Knochenfunde), es könnte also genausogut ein verwildertes oder auch nur wildtierĂ€hnliches Hausrind zeigen, wie es sie bestimmt in vielen Teilen der Welt gegeben hat, bevor die echte Rassezucht begann.

@Volker Gatz: Mit Ralf Sommerlath hatte ich ja zum Thema Kuba-Krokodil und dessen VerdrĂ€ngung durch Naturhybriden mit dem Spitzkrokodil schon mal ein Ă€hnliches Thema angerissen: Was wĂ€re, wenn sich die RestbestĂ€nde des Nippon-Ibisses mit einer anderen Art verbastardisert hĂ€tten? WĂ€re es richtig, sowas zu verhindern (siehe auch der Fall Pferdeantilope x Riesenrappenantilopen in Angola), oder vereitelt man durch gut meinende, aber letztlich menschlichen MaßstĂ€ben folgende Konservierung eines "gestrigen" Zustandes einen neuen, möglicherweise fĂŒr die Arten sogar Erfolg bringenden Versuch der Evolution?

Es klingt sicher ketzerisch, aber vielleicht sollte man Hybridisation tatsĂ€chlich stĂ€rker als Maßnahme zum Versuch der Erhaltung von Lebensformen ins Auge fassen. Lassen wir menschlichen Einfluss mal beseite: Was passiert, wenn eine Art durch natĂŒrliche EinflĂŒsse an den Rand des Aussterbens gelangt? a) Wenn sie in der Partnerwahl 100%ig auf Artgenossen fixiert ist oder mangels verwandter Arten in der Nachbarschaft sein muss, stirbt sie aus. b) Wenn sie flexibler ist, entsprechende Nachbarn hat und ihren Genpool durch Hybridisation (in diesem Fall könnte man es schon fast Outbreeding nennen) erweitert, dann gibt es zwar keine Garantie dafĂŒr, dass irgendwelches Erbgut ĂŒberdauert, aber zumindest eine Chance.

Da wir Menschen im Fall einer solchen Reliktpopulation (die durch welchen Einfluss auch immer entstanden ist) ohnehin zĂŒchterisch einzugreifen versuchen und Zuchtpartner möglichst nach genetischem Hintergrund zusammenzustellen statt natĂŒrliche Partnerwahl stattfinden zu lassen, wĂ€re das Hinzunehmen artfremder Einkreuzungspartner und der Versuch, damit parallel (!) eine Zweitpopulation aufzubauen, auch nicht viel kĂŒnstlicher. NatĂŒrlich, es wĂ€re ein Experiment mit ungewissem Ausgang, denn vielleicht wĂ€re die Hybridform im Freiland nicht durchsetzungsfĂ€hig - aber das ist und war manche reinblĂŒtige Reliktform ja auch nicht mehr...
(12.01.2011, 18:29)
Jennifer Weilguni:   Das Forum lebt ja von unterschiedlichen Meinungen und Diskussionen. WÀre ja schlimm, wenn wir alle der gleichen Ansicht wÀren.
Ich finde Heckrinder schön, wenn sie als das betitelt werden, was sie eben sind. Hausrinder, die dem Aussehen eines Auerochsens nahe kommen.
Falsch finde ich es, diese Tiere dann aber auch Auerochsen zu nennen, da dies den Eindruck erweckt, man könnte mal "so eben" ausgestorbene Tiere zurĂƒÂŒckzaubern.


(12.01.2011, 10:03)
Volker Gatz:   Einigen wir uns einfach, dass wir hier unterschiedlicher Meinung sind. Meiner Meinung nach sollte alles versucht werden, um eine Art in ihrem ursprĂŒnglichen Zustand zu erhalten, wenn das, aus welchen GrĂŒnden auch immer, nicht möglich ist, muss man Abstriche machen. Mir persönlich ist eine Mischung immer noch lieber als garnichts und deshalb ein Heckrind auch wesentlich lieber als ein Bild eines Auerochsen an der Wand! Und - wie schon gesagt - Aussehen, Körperbau und die damit verbundene spezielle Anpassung haben ja in der Natur immer auch einen Sinn.
(08.01.2011, 11:58)
Jennifer Weilguni:   @Volker Gatz

Genau das meine ich ja aber. Warum sollte man denn Nipponibisse mit fremden Blut vermischen nur um auf Teufel komm raus irgendwie noch ein bisschen was von diesen Tieren zu erhalten. Wie heilig ist denn ein Heiligtum noch wenn es verwÀssert wird?

Und wie sinnvoll ist denn der Erhalt eines Aussehens? Nur weil wir Heckrinder und mausfalbene Pferde in den Zoos zu sehen bekommen, haben wir trotzdem keine Auerochsen und Tarpane vor Augen. Wenn ich nur das Aussehen eines Tieres bewahren will, dann kann ich auch ein Bild malen und es an die Wand hÀngen.

(08.01.2011, 11:26)
Michael Mettler:   Mindestens ein auf Bastardisierung beruhendes Erhaltungszuchtprojekt fĂŒr Vögel gab es tatsĂ€chlich schon, nĂ€mlich fĂŒr den Kaiserfasan, der ĂŒber VerdrĂ€ngungszucht gerettet werden sollte. Heute wird der aber als Naturhybride aus Vietnam- und Silberfasan gedeutet, wobei die Ironie ist, dass der Vietnamfasan nun auch noch als bloße Farbmorphe des Edwardsfasans gedeutet wird. Mal sehen, wie das noch weitergeht ;-) Und gab es da nicht mal in den USA ein Projekt mit einem aussterbenden schwarzen Finkenvogel, der ĂŒber Verkreuzung mit einer nahe verwandten Art erhalten werden sollte?

Da das Thema Löwen ohnehin schon angeschnitten wurde: Mit Berber- und Indischem Löwen haben gleich zwei Formen mit starker Inzucht zu kĂ€mpfen. Wenn die beiden laut genetischen Studien aber ohnehin untereinander viel nĂ€her verwandt sind als mit den subsaharischen Löwen, dann könnte man ins Auge fassen, ihre RestbestĂ€nde durch Verkreuzung zu "revitalisieren". Zumindest bei einem angedachten Wiederansiedlungsprojekt in Nordafrika wĂ€re das einen Versuch wert, bevor man ausschließlich "reine" (oder eben doch nicht) Berberlöwen ansiedelt.

Nebenbei: Vielleicht haben die VitalitĂ€tsprobleme bei Indischen Löwen nicht nur mit Inzucht zu tun, sondern auch mit der "QualitĂ€t" der Ausgangspopulation. Schließlich wurde die Unterart auch durch exzessive Großwildjagd auf ihren Tiefststand zusammengeschossen, und JĂ€ger schießen nun mal bevorzugt die krĂ€ftigsten Exemplare... Dass in diesem Denkmodell aus ein paar ĂŒbriggebliebenen "Mickerlingen", die ansonsten vielleicht nicht mal erfolgreich zur Fortpflanzung gekommen wĂ€ren, eine nicht sonderlich vitale Population entstĂŒnde, lĂ€ge auf der Hand - selbst wenn es keine Inzucht gegeben hĂ€tte. Auch bei anderen Tierarten muss man in Betracht ziehen, dass die letzten ĂŒberlebenden Exemplare nicht unbedingt die vitalsten der ehemaligen Population sein mĂŒssen, denn da spielen ja auch ZufĂ€lle (z.B. fĂŒr JĂ€ger schlecht zugĂ€ngliche Nistbezirke bei Vögeln) eine Rolle, die nichts mit der genetischen "QualitĂ€t" der Relikttiere zu tun haben.
(07.01.2011, 14:45)
Volker Gatz:   Man darf ja Fragen, warum es sinnvoll sein könnte, bestimmte Unterarten möglichst rein zu erhalten und wenn das nicht möglich ist, zumindest eine Kreuzung. Bei Vögeln sind mir auf Anhieb keine FĂ€lle bekannt, aber es wĂ€re sicher interessant (und hoffentlich nie notwendig) zu erfahren, ob man einen theoretischen, nicht mehr vermehrungsfĂ€higen Bestand an Nipponibissen mit einer verwandten Art kreuzen wĂŒrde, um wenigstens etwas vom Nippon Ibis zu erhalten. Es handelt sich ja immerhin auch um ein nationales Heiligtum. Bei SĂ€ugetieren ist man viel eher versucht, so etwas zu probieren umd beim Florida Puma geht es ja nicht nur um den Erhalt eines bestimmten Aussehens. Der Florida Puma hat seinen festen Platz im dortigen Ökosystem und soll ihn auch behalten. Es wĂ€re auch interessant heraus zu finden ob Mischlinge aus nördlichem und sĂŒdlichem Breitmaul Nashorn im Ökosystem z.B. des Garamba Parks besser zurecht kĂ€men als reine sĂŒdliche Breitmaulnashörnern. Man kann sich leicht vorstellen, dass ein Mischling aus Sumatra und sibirischem Tiger im Ussuri Gebiet immer noch besser zurecht kĂ€me als reine Sumatraner. Oft gibt es ja bestimmte Anpassungen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind, die aber das Überleben einer Art in einm bestimmten Gebiet sichern können. Als man versuchte, drei Elefanten aus dem heißen KrĂŒgerpark im kalten Knysna Park anzusiedeln, ging das schief, weil die Tiere sich nicht an die KĂ€lte und Feuchtigkeit dort anpassen konnten (einer starb an einer LungenentzĂŒndung). Die ursprĂŒnglichen Knysna Elefanten haben damit keine Probleme. Berberlöwen sind ein Thema fĂŒr sich und die Tatsache, dass viele Zoos aus der Zucht dieser Tiere ausgestiegen sind, dĂŒrfte auch mit verbreiteten InzuchtschĂ€den zu tun haben.
(07.01.2011, 14:07)
Jennifer Weilguni:   Man darf sich wirklich die berechtigte Frage stellen, ob denn die Natur immer Inzucht vermeidet oder vermeiden will. Immerhin gibt es sogar Tiere, die Kopien von sich selbst herstellen (hier sei als Beispiel der Jungferngecko genannt) und noch enger kann der Verwandschaftsgrad ja kaum sein.
ZuchtbĂƒÂŒcher und Zuchtkoordination sind sicher wichtig, können aber auch schnell in Unsinn ausarten, wenn zum Beispiel zwei harmonierende Tiere als Paar getrennt werden um genetisch wertvolleren, aber dem Tieren vielleicht unsympathischen neuen Partnern zugeteilt werden. Dann hat man zwar ein genetisch wertvolles Paar, das aber am Ende evtl. gar nicht oder nur schlecht nachzieht.

@Volker Gatz
Beim Thema Florida Puma /Texas Puma kann man besonders "schön" sehen wie wichtig die Unterartenreinheit noch ist, wenn es darum geht ein Tier evtl. ganz zu verlieren. Oder anders gesagt; hÀtte man die Magdeburger Tierjunge auch dann ausgemerzt, wenn es die allerletzten Tiger ĂƒÂŒberhaupt gewesen wÀren? Auch der Löwe darf sich wieder Berberlöwe nennen, sobald man einen Tropfen Berberblut in seinen Adern findet. Dabei scheint es dann nahezu egal zu sein, was sonst noch mitgemischt hat.

Das ist wirklich eine Form von "Wir wollen diese Tierart/Unterart auf gar keinen Fall verlieren"


(07.01.2011, 11:33)
Volker Gatz:   @ Michael Mettler ich will hier gar nicht in einen Diskurs ĂŒber Evolutionsbiologie einsteigen (oder gar Religion und Noah). Ich habe auch dass Beispiel des Nördlichen Seeelefanten oder des Panzernashorns vor Augen, wo aus einer Population von evtl. nur einem dutzend Tieren wieder hunderte oder sogar hundertausende geworden sind.Der Florida Puma ist ein anderes, gegenteiliges Beispiel, wo man ohne Einkreuzung der Pumas aus Texas keine Zukunft gehabt hĂ€tte (es gibt ja noch genĂŒgend andere Beispiele). Mein Punkt war lediglich, dass man Inzucht wenn immer möglich vermeiden sollte und wenn das (wie im Fall des Nippon Ibises eben nicht möglich ist, auf das Beste zu hoffen.
(06.01.2011, 12:53)
Michael Mettler:   @Volker Gatz: ...oder wird zu einem solchen gemacht: http://de.wikipedia.org/wiki/Purging

Nach dieser Theorie könnte man auch behaupten, dass Inzucht in ZoobestĂ€nden zum Problem wird, wenn/weil keine der Natur vergleichbare Selektion auf "Fitness" stattfindet. Wo die Natur "ohne mit der Wimper zu zucken" Arten/Unterarten aussterben lĂ€sst, wenn sie nicht mehr wettbewerbsfĂ€hig sind, versucht man im Artenschutz, möglichst keine einzige Art verloren gehen zu lassen. Unter UmstĂ€nden vielleicht auch Arten, die sich schon ohne menschlichen Einfluss dem Aussterben nĂ€herten. Das gleitet jetzt zwar ins Philosophische ab, aber wer will eigentlich bewerten können, bei welchem "Auslaufmodell" sich eine museal-zĂŒchterische Art-/Unterartkonservierung "lohnt", da ja damit versucht wird, eine evolutionĂ€re Momentaufnahme fĂŒr die Ewigkeit (bzw. im Fall der Zoo-Populationsgenetik fĂŒr die nĂ€chsten 200 Jahre) quasi einzufrieren?

Fakt ist: Inzucht bringt rezessive, sich negativ auswirkende Erbfehler schnell an den Tag und ermöglicht sowohl der Natur wie auch dem ZĂŒchter, solche Fehler verschwinden zu lassen. Auszucht verschiebt solche Erbfehler in die nĂ€chsten Generationen weiter (möglicherweise unerkannt). Dann hat man zwar in der Momentaufnahme vitale Tiere, aber möglicherweise "genetische Zeitbomben".

In diesem Zusammenhang wĂ€re sehr interessant zu wissen, wie hoch eigentlich die Inzuchtkoeffizienten bei frei lebenden Tieren sind (Der Artenschutz spricht immer vom Erhalt der genetischen Vielfalt einer Art/Unterart, aber bei wievielen Tieren ist diese Vielfalt eigentlich schon erforscht und belegt?. Vor einiger Zeit las ich die zusammengefassten Ergebnisse einer Studie ĂŒber Habichte in einem Gebiet auf den Britischen Inseln. Meiner Erinnerung nach hatte man erstaunt festgestellt, dass ein Großteil der untersuchten Vögel eng miteinander verwandt war, obwohl die Population nicht genetisch isoliert war. Zu erklĂ€ren versuchte man das dadurch, dass irgendwann eine Mutation zu einem - und sei es noch so geringen - Selektionsvorteil fĂŒr den TrĂ€ger gefĂŒhrt hatte, sich die TrĂ€ger-Habichte in der Folge erfolgreicher vermehren konnten und via genetischer ÜberreprĂ€sentanz (noch so ein Schreckgespenst in der Erhaltungszucht...) die weniger "fitte" Konkurrenz einfach verdrĂ€ngten - was zwangslĂ€ufig zu höherer Frequenz von Verwandtenpaarungen fĂŒhrte. Da engte sich also die Vielfalt auf ganz natĂŒrliche Weise ein und ließ womöglich ganze Blutlinien parallel dazu aussterben. Und irgendwann gibt es dann mal wieder eine Mutation (oder auch nur ein besser an eine sich verĂ€ndernde Umwelt angepasstes Verhalten), dann können die Sieger von heute die Verlierer von morgen sein, und es wird sich erneut eine genetisch ÜberreprĂ€sentanz (mit Inzuchtfolge) ergeben. Und das alles auch, ohne dass Mensch seine Finger im Spiel haben muss.

Sorry, ich will hier nicht den Artenschutz insgesamt in Frage stellen. Aber mir fallen da zunehmend WidersprĂŒche in Theorie (= Zuchtmanagement) und Praxis (= Evolution unter natĂŒrlichen Bedingungen) ins Auge. Und darunter eben auch das Reizthema Inzucht. ErhaltungszĂŒchten wir in der "Arche Zoo" wirklich Natur, oder kultivieren wir gutmeinend uns vertraute und kategorisierte Lebensformen, damit an erster Stelle uns (UNS! Nicht der Natur) nichts verloren geht...?

Eigentlich passt sogar der Arche-Vergleich gar nicht zur Praxis des Populationsmanagements. Bekanntlich hat Noah nur eine sehr eingeschrĂ€nkte Zahl von GrĂŒndertieren gerettet (und wer weiß, ob die ĂŒberhaupt jeweils unverwandt waren...), so dass die Neubesiedlung der Erde nur ĂŒber Inzucht funktioniert haben kann ;-)
(06.01.2011, 00:00)
Volker Gatz:   Es ist doch ganz offensichtlich, dass man hier bezĂŒglich der Inzucht keine Wahl hat. Wenn SchĂ€den auftreten ist das eben Pech und man hat zumindest versucht die Art zu retten. Wenn dagegen ohne Not auf Inzucht keine RĂŒcksicht genommen wird, sei es z.B. aus Ignoranz oder Bequemlichkeit, dann ist das etwas völlig anderes. Es stimmt zwar, dass manche Arten erstaunlich resistent zu sein scheinen, generell ist Inzucht aber durchaus ein riesen Problem.
(05.01.2011, 21:43)
Henry Merker:   Vielleicht ist man auch einfach nur in Asien - wie soll ich sagen - unkomplizierter bei solchen Fragestellungen...
(05.01.2011, 21:31)
Michael Mettler:   In solchen FĂ€llen scheint die sonst verbreitete Inzuchtpanik außer Kraft gesetzt zu sein. Ich denke nicht, dass man davon ausgehen kann, dass die seinerzeit nur noch ca. 10 letzten Vögel alle unverwandt waren...
(04.01.2011, 23:25)
th.oma.s:   danke fĂŒr die info. na ist da schon vorsichtiger optimismus angebracht? ein wunderschönder vogel...
(04.01.2011, 21:06)
WolfDrei:   aus dem International Zoo News: auf der japanischen Insel Sado sind 2010 erneut 14 Nipponibisse ausgewildert worden. Nach Freisetzungen von 08 und 09 nun 21 Freiflieger. Bis auf unter 10 Tieren in der chinesischen Provinz Shensi vor 25 Jahren war die chines., korean. und japanische Population ausgestorben oder vermehrte sich nicht mehr.
(04.01.2011, 18:28)
Henry Merker:   "Seltener Seevogel aus Neuseeland in Hamburg
Dunkler Sturmtaucher
Unscheinbar – grau - eine Möwe, so dachten die Finder dieses Hochseevogels, der in Hamburg gefunden wurde. Es war aber ein seltener Gast - ein Dunkler Sturmtaucher.

Die Finder brachten das Tier in das Tierheim SĂŒderstraße. Tierpfleger Sven Bernhard benachrichtigte Christian Erdmann von der Wildtierstation Hamburg. Dort können Hochseevögel artgerechter versorgt werden als zwischen Hunden und Katzen im Tierheim. Deswegen kooperieren diese beiden Tierschutzvereine miteinander. Christian Erdmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Wildtierstation Hamburg war sehr ĂŒberrascht, dass ein Dunkler Sturmtaucher aus Neuseeland eine Pause in Hamburg macht. UnterernĂ€hrt landete er mitten in der Stadt. Er wurde zum GlĂŒck von tierlieben Menschen entdeckt und kam in Pflege. Nun genießt er Stinte aus der Hand von Pfleger Erdmann und kann hoffentlich bald wieder durchstarten Richtung Neuseeland.


Verbreitung und Zugverhalten
Die Brutgebiete dieser Art liegen auf kleinen Inseln im sĂŒdlichen Pazifik und sĂŒdlichen Atlantik, vor allem rund um Neuseeland, die Falklandinseln und Feuerland. Die Population wird gegenwĂ€rtig auf 20 Millionen Tiere geschĂ€tzt, doch diese Zahl nimmt deutlich ab. Dieser Sturmtaucher ist ein Zugvogel der jĂ€hrlich eine sehr lange zirkulĂ€re Route absolviert. Nach der Brutzeit, die zwischen MĂ€rz und Mai abgeschlossen ist, geht der Zug an der Westseite des Pazifiks bzw. Atlantiks nach Norden. Im Juni oder Juli werden subarktische GewĂ€sser erreicht und der jeweilige Ozean von West nach Ost ĂŒberquert. Ab September oder Oktober geht es an der Ostseite zurĂŒck in die Brutgebiete, die im November erreicht werden. Allein die atlantische Strecke von den Falklandinseln zum Nordatlantik vor Norwegen betrĂ€gt 14.000 km. Selten konnte der Vogel auch in der Ostsee beobachtet werden. Die Überwinterungsgebiete der neuseelĂ€ndischen Sturmtaucher liegen bei den Aleuten."

Quelle:
http://www.gefiederte-welt.de/Seltener-Seevogel-aus-Neuseeland-in-Hamburg,QUlEPTE5NTA0NzQmTUlEPTEyMzU.html?UID=D538A3B89E489551EDBDAFF8A7BCB685971750C2B3063F83
(29.12.2010, 09:49)
WolfDrei:   Im TP Berlin ist wieder ein Jungvogel bei den Katzenvögeln "unterwegs", d.h., hat das Nest verlassen.
(19.10.2010, 20:12)
WolfDrei:   Zu meinem Eintrag im Februar zur "wiederentdeckten" Madagascarmoorente: Die weitere "Eiersammlung" 2009 von 24 Eiern fĂŒhre zu einem erfolgeichen Schlupf vo 23 Tieren (7,16). Die Tiere befinden sich jetzt im vom Jersey-Durrall-Zoo getragenen Schildkröten"auffanglager" im NP Ampijoroa. "Auslagerungen" nach Europe sind noch nicht angedacht, doch wenn Jersey die Hand darĂŒberhĂ€lt? Die Aussichten auf weitere Zucht sind gut, zumal die ehemalige Zucht in Cleres vor bald 9o Jahren recht erfolgreich war. Übrgens ist nunmehr auch fĂŒr die Bernier-Ente die Aussicht etwas gĂŒnstiger: aus der EinschĂ€tzung, daß nur 20 Tiere seinerzeit noch existierten, sollen es nun doch etwa 1500 geben.
(24.06.2010, 07:26)
WolfDrei:   Der letzte wohl seines Stammes in deutschen Instituten (sonst nur Amazilien): Moskitokolibri im TP Berlin (Krokodilhaus)
(20.03.2010, 08:24)
WolfDrei:   Zur ErgĂ€nzung ein Textabschnitt der "Rettungsmannschaft"
This is really a huge accomplishment given that the total global population is only 20 ducks. We have now got eight ducklings that will be reared with extreme care and attention. There are also a further two clutches that we will hopefully add. But this is only the beginning and this will be a long term project for Durrell, WWT and The Peregrine Fund over the next coming years to build up a healthy captive population, identify areas for release, and to manage and protect these key habitats for the species.
(17.02.2010, 18:22)
Henry Merker:   Hier kann man zwei sehr gute Bilder der Art finden:
www.arkive.org -> einfach nach Madagascar pochard (Aythya innotata) suchen

Ich glaube, dass es sich bei der Rosenkopf- oder Nelkenente (Rhodonessa caryophyllacea) Ă€hnlich verhalten soll. Jedenfalls vermeine ich mich erinnern zu können, dass in einem der jĂŒngeren "Milus" in einem Beitrag ĂŒber die Publikationen von Herrn Dr. Grummt ein Artikel aufgelistet worden war, der sich mit der möglichen Wiederentdeckung dieser Entenart beschĂ€ftigt. Allerdings habe ich momentan nicht den konkreten "Milu" bei der Hand - vom Artikel ganz zu schweigen, der eben nicht im "Milu" erschienen ist...
(17.02.2010, 16:56)
Sacha:   Vielen Dank WolfDrei. Das ist endlich mal wieder eine gute Nachricht.
(17.02.2010, 09:59)
WolfDrei:   Seit 1990 wird die Madagascarmoorente (Aythya innotata) als ausgestorben gewertet - gedachtes einziges Vorkommen sollte in letzter Zeit auf dem Alaotrasee sein. Eine Greifvogelsuchgruppe fand nun an einem kleinen See 20 Moorenten. Eine sofortige Suchaktion durch britische Vogelkundler fĂŒhrte zur BestĂ€tigung. Eier wurden gesammelt und in der NĂ€he des Sees eine Entengruppe von 8 Tieren aufgebaut, wobei weitere "Eisammlungen" noch anstehen (International Zoo News, Dezember 09)
(16.02.2010, 17:49)

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