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Geparden-Unterarten



cajun:   Ich hatte nochmal alte Links aus dem Threadkeller verfolgt. Dabei stie├č ich auf diese Arbeit aus dem Jahre 2020.
Hier kann man allerdings auch wieder sehen, wie sehr Tierarten bereits in historischen Zeiten, von Menschen hin- und her transportiert wurden:
"Ancient mtDNA from the extinct Indian cheetah supports unexpectedly deep divergence from African cheetahs
Abstract
The Indian cheetah was hunted to extinction by the mid-20th century. While analysis of 139 bp of mitochondrial DNA (mtDNA) has confirmed that the Indian cheetah was part of the Asiatic subspecies (Acinonyx jubatus venaticus), the detailed relationships between cheetah populations remains unclear due to limited genetic data. We clarify these relationships by studying larger fragments of cheetah mtDNA, both from an Indian cheetah museum specimen and two African cheetah, one modern and one historic, imported into India at different times. Our results suggest that the most recent common ancestor of cheetah mtDNA is approximately twice as ancient as currently recognised. The Indian and Southeast African (Acinonyx jubatus jubatus) cheetah mtDNA diverged approximately 72 kya, while the Southeast and Northeast African (Acinonyx jubatus soemmeringii) cheetah mtDNA diverged around 139 kya. Additionally, the historic African cheetah sampled from India proved to have an A. j. jubatus haplotype, suggesting a hitherto unrecognised South African route of cheetah importation into India in the 19th century. Together, our results provide a deeper understanding of the relationships between cheetah subspecies, and have important implications for the conservation of A. j. venaticus and potential reintroduction of cheetahs into India."
Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32165662/
(20.01.2022, 15:46)
cajun:   Um die asiatische Gepardenunterart ist es schlecht bestellt. In Indien plant man eine Wiederansiedlung mit Tieren aus Namibia und S├╝dafrika.

"Indien weitet seinen Plan zur Wiedereinf├╝hrung von Geparden aus
Indiens urspr├╝nglicher Plan, acht Geparden wieder in das Herz Indiens einzuf├╝hren, wurde k├╝rzlich erweitert, nachdem die Regierung am 5. Januar 2022 den "Aktionsplan f├╝r die Einf├╝hrung von Geparden in Indien" gestartet hatte, der darauf abzielt, in den n├Ąchsten f├╝nf Jahren 50 Geparden wieder einzuf├╝hren."
Man will die Tiere im Kuno Nationalpark auswildern. Der Park zeichnet sich durch seine hohe Dichte an Axishirschen aus. Konkurrenz ist durch Leoparden zu erwarten, von denen ca 200 im NP leben sollen.
Die Auswilderung ist Teil eines gr├Â├čeren Plans zum "Rewilding" ungenutzter und landwirtschaftlich uninteressanter Landstriche, in denen die urspr├╝ngliche Gro├čtierfauna/ die Nahrungskette wieder hergestellt werden soll.

Und wer sich jetzt fragt, weshalb man nicht auf die asiatische Unterart zur├╝ckgreift, der lese hier weiter:

"Der Iran sagt, dass nur noch 12 asiatische Geparden im Land sind
Der Iran ist jetzt nur noch die Heimat von einem Dutzend asiatischer Geparden, sagte der stellvertretende Umweltminister am Sonntag und beschrieb die Situation f├╝r die gef├Ąhrdete Art als "├Ąu├čerst kritisch".

Es sind nur noch 9 m├Ąnnliche und drei weibliche Geparde in freier Wildbahn best├Ątigt. Indien hatte anscheinend bis zum Sturz des Schah- Regimes (lange ist es her!) eine Option asiatische Geparde aus dem Iran zu beziehen.
Allerdings hat es sich in den Jahrzehnten danach nie wieder ergeben, auf dieses Abkommen einzugehen.

Quellen: https://www.france24.com/en/live-news/20220109-iran-says-only-12-asiatic-cheetahs-left-in-the-country
https://www.getaway.co.za/travel-news/india-expands-its-cheetah-reintroduction-plan/
Teil├╝bersetzung: Zoopresseschau

Action Plan: https://www.getaway.co.za/travel-news/india-expands-its-cheetah-reintroduction-plan/
(20.01.2022, 13:38)
WolfDrei:   Zum vorhergehenden Beitrag: offensichtlich meinte man auch den asiatischen Geparden. Ohne Zitat! Eine pal├Ąontologische Ausstellung im Mus├ęum national dÔÇÖhistoire naturelle in Paris. Auch Homo sapiens hatte vor 80 000 Jahren einen "Flaschenhals". Das ist auch jene Zeit, die die "biologische Uhr" braucht, um aus einer Inzuchtdepression wieder herauszukommen und genetische Polymorphismen herauszubilden. Haben wir also Gl├╝ck gehabt! Hoffentlich.
(02.03.2011, 17:09)
WolfDrei:   In der SECAS war wohl in der Zitierung immer nur von "Gepard" die Rede. Nachschau n├Ąchsten Dienstag
(23.02.2011, 19:26)
Volker Gatz:   Ich erinnere mich an eine neuere Studie, nach der die iranischen Geparden (und damit vermutlich auch die indischen)bereits vor sehr langer Zeit (etwa 30000 Jahre) von den afrikanischen Geparden abgespalten wurden und damit nicht durch den Flaschenhals (vor etwa 10000 Jahren?) betroffen sind !
Hier ist der Link : http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21214655
(23.02.2011, 19:13)
Michael Mettler:   Ich meine mich zu erinnern, dass hier im Forum vor l├Ąngerer Zeit berichtet wurde, dass Indien kein Material seiner fr├╝heren Geparden f├╝r derartige Studien zur Verf├╝gung stellt. Ist aus dem Artikel ersichtlich, ob auch asiatische Geparden in die Untersuchung einbezogen wurden?
(23.02.2011, 18:34)
WolfDrei:   Die n├Ąchste Ausgabe der SECAS 2010 zitiert (Achtung! kein Plagiat!)eine genetische franz├Âsiche Arbeit, nach der der "engste Flaschenhals" bei den Geparden vor etwa 9000 Jahren erreicht wurde. Alle heutigen Tiere gingen auf EIN Weibchen und wenige M├Ąnnchen zur├╝ck!
(23.02.2011, 10:31)
WolfDrei:   ├ťberraschender Fund in der !Freundeszeitschrift " La Lettre de SECAS 57 (2009)der Pariser G├Ąrten: im Auftrag der "London Zoological Society" hat ein Algerier im Hoggar-Gebirge (auch Ahaggar) und Umgebung ├╝ber 40 Fotofallen und Beobachtungen eine Aussage getroffen, da├č dort etwa 300 Geparden der UA Acinonyx jubatus hecki (nordwestlicher Gepard) existieren. Immerhin wurden 300 Fotos mit Geparden "geschossen" - das d├╝rfte der gr├Â├čte Anteil dieser UA in Westafrika ├╝berhaupt sein. Beute: M├Ąhnenspringer, Paviane u.├Ą.
(01.02.2011, 20:54)
Michael Amend:   Diese Studien betreffen auch die afrikanischen Geparden, viele Sytematiker unterscheiden keine Unterarten des Geparden,deswegen habe ich auch das"Sudan"in meinem Beitrag unten in G├Ąnsef├╝├čchen gesetzt.
(13.01.2010, 18:18)
WolfDrei:   Sacha, genau. ├ťber den "Gepardenflaschenhals" ist ja gen├╝gend bekannt. ├ťbrigens stand im noch UdSSR-Rotbuch mal eine ├Ąhnliche ├ťberlegung f├╝r die "mittelasiatischen Sowjetrepubliken"
(13.01.2010, 09:54)
Sacha:   @WolfDrei: ...was nicht passend ist, wird passend gemacht?
(13.01.2010, 09:46)
WolfDrei:   In Indien gab es eine Beratung, wieder Geparde in geeigneten Habitaten anzusiedeln. Gedacht wird nicht an die iranischen Geparden sondern an "afrikanische". Genetische Studien h├Ątten ergeben, da├č es keine Unterschiede geben w├╝rde, da die Trennung der beiden "Erdteilformen" erst vor 10 000 Jahren erfolgte (aus "International Zoo News")
(12.01.2010, 22:42)
Michael Amend:   "Sudan"-Gepard im Schnee, die stehen da total drauf....
(10.01.2010, 20:49)
Shensi-Takin:   1. Siehe u.a. ISIS & http://tierbestand.piranho.de/
2. Siehe "Walker's Mammals of the World. Bd 1" oder, man staune-Wikipedia
3. Siehe 2. - Aus Afrika


(03.01.2008, 20:25)
LH:   Welche Zoos halten unterartreine Geparden?
Welche Unterarten sind heute ├╝berhaupt anerkannt?
Woher stammen diese Tiere?
(03.01.2008, 17:10)

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