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Tierpark Chemnitz



cajun:  
Tierpark Chemnitz beherbergt seltene Amphibienart
Tiere Der Lemur-Laubfrosch zieht ein
Erschienen am 07.11.2023

Der Lemur Laubfrosch zieht ein. Foto: Jan Klösters
Wieder Amphibien News aus Chemnitz:
"Der Tierpark Chemnitz hĂ€lt seit Anfang Oktober im Vivarium eine neue seltene Amphibienart: den Lemur-Laubfrosch. Aktuell leben fĂŒnf Tiere im Vivarium. Dieses ist eine Besonderheit des Tierparks Chemnitz und beheimatet mehr als 80 verschiedene Amphibien-Arten. Darunter finden sich auch viele RaritĂ€ten, Arten, die nur selten in zoologischen Einrichtungen gezeigt werden oder nur noch selten in der Natur zu finden sind. Der Lemur-Laubfrosch zĂ€hlt zu beiden Kategorien. Diese in Nord- und SĂŒdamerika beheimate Froschlurch-Art wird deutschlandweit neben Chemnitz nur noch in drei weiteren Einrichtungen gezeigt, europaweit sind es insgesamt 14.

Die Zerstörung des Lebensraumes
Der Lemur-Laubfrosch hat sein Verbreitungsgebiet in Costa Rica, Panama und Kolumbien, allerdings nur noch in wenigen, lokal voneinander getrennten Populationen. Die Zerstörung des Lebensraums durch den Menschen, aber auch die Verbreitung des Chytridpilzes, der als Mitverursacher fĂŒr das Amphibiensterben gilt, haben der Art schwer zugesetzt. Die BestĂ€nde des Lemur-Laubfroschs nehmen deutlich ab. Aus diesem Grund werden sie seit 2020 auf der Roten Liste gefĂ€hrdeter Tierarten der IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft - der höchsten von drei GefĂ€hrdungskategorien.

Koordiniertes NachzĂŒchten
Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte NachzĂŒchten von solchen bedrohten Tierarten, vor allem, da Amphibien als die am meisten bedrohte Wirbeltierklasse weltweit gelten. Der Tierpark Chemnitz leistet mit seinen regelmĂ€ĂŸigen Nachzuchten bei diversen Arten einen wichtigen Beitrag zu deren Erhalt. Angesichts der Entwicklung des Artensterbens mĂŒssen solche Ex-situ-Erhaltungszuchtprogramme - sie koordinieren die Zucht gefĂ€hrdeter Arten außerhalb ihres natĂŒrlichen Lebensraums - in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.

Neues Projekt ins Leben gerufen
Deshalb haben 2018 der Verband der Zoologischen GĂ€rten (VdZ), in dem auch der Tierpark Chemnitz Mitglied ist, Frogs & Friends1) sowie die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) das Gemeinschaftsprojekt Citizen Conservation (CC) ins Leben gerufen.
Das CC-Projekt zielt darauf ab, mithilfe von ausgesuchten Privathalter:innen die Anzahl der Erhaltungszuchtprogramme zu erhöhen sowie auch innerhalb der Programme mehr HaltungskapazitÀten aufzuweisen.

Das Projekt soll vor allem Arten berĂŒcksichtigen, die weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen.
Auch der Lemur-Laubfrosch wurde in dieses Projekt aufgenommen und soll kĂŒnftig in verschiedenen Zoos und bei Privathalter:innen gezĂŒchtet werden. Der Tierpark Chemnitz möchte mit seiner Expertise auf dem Gebiet der Amphibienhaltung und -zucht ebenfalls zum Erhalt dieser Art beitragen und arbeitet bereits bei mehreren bedrohten Amphibien-Arten eng mit der Citizen Conservation zusammen."
Quelle:https://www.blick.de/chemnitz/tierpark-chemnitz-beherbergt-seltene-amphibienart-artikel13118770
(07.11.2023, 12:02)
cajun:   Amphibienzucht in Chemnitz:
" Tierpark Chemnitz: Erfolgreiche Nachzucht bei seltener Amphibien-Art - Der Donaukammmolch
Das neue Schuljahr ist gerade ein paar Wochen alt, da stehen auch schon die Herbstferien bevor. Wer mit den Kindern etwas erleben möchte, sollte sich einen Besuch im Chemnitzer Tierpark auf die To-Do-Liste schreiben. Zum tierischen Nachwuchs, den es dort zu bestaunen gibt, zĂ€hlt seit zwei Jahren auch die seltene Art der Donaukammmolche. Amphibien gelten als die am meisten bedrohte Wirbeltierklasse weltweit. Mit seiner regelmĂ€ĂŸigen Nachzucht bei diversen Arten leistet der Tierpark einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Amphibien.

80 Amphibienarten zu sehen
Das Vivarium des Tierparks Chemnitz beheimatet ĂŒber 80 verschiedene Amphibien-Arten. Darunter finden sich viele Arten, die nur selten in zoologischen Einrichtungen gezeigt werden oder nur noch selten in der Natur zu finden sind. Der Donaukammmolch zĂ€hlt zu beiden Kategorien. Diese in SĂŒdosteuropa beheimatete Schwanzlurch-Art wird neben Chemnitz in Deutschland nur noch im Freiland-Terrarium Stein und europaweit in sechs weiteren Einrichtungen gezeigt.

Bedrohung durch Ukraine-Krieg
Der Bestand an Donaukammmolchen nimmt rapide ab. Das liegt vor allem an der Zerstörung seines Lebensraumes, besonders die LaichgewĂ€sser trocknen aus. Auch der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat Einfluss auf die Bestandszahlen dieser Art. Nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms in der Ukraine wurden am Strand des Schwarzen Meers hunderte tote Donaukammmolche angespĂŒlt. Einige Dutzend Tiere konnten gerettet werden und werden derzeit im Zoo von Odessa gepflegt."
Quelle:https://www.blick.de/chemnitz/tierpark-chemnitz-erfolgreiche-nachzucht-bei-seltener-amphibien-art-artikel13055652
(20.09.2023, 14:38)
cajun:   Bei den Dscheladas meldet der Tierpark den ersten Nachwuchs in der vom Naturzoo Rheine ĂŒbernommenen Zuchtgruppe in den Sozialen Medien.
(21.08.2023, 14:16)
cajun:   Wildkatzennachwuchs:
"Neue Bewohner im Wildgatter
Bei uns im Wildgatter Oberrabenstein sind weitere Jungtiere zur Welt gekommen. Unser seit Ende 2019 zusammenlebendes ZuchtpÀrchen bei den EuropÀischen Wildkatzen hat zum vierten Mal Nachwuchs bekommen. Am 15. Mai erblickten die Pfleger gleich vier Jungtiere neben ihrer Mutter in der Wurfbox der Anlage.
Nach neun Wochen Tragzeit kann die Katze drei bis fĂŒnf Jungtiere werfen. Dies geschieht in einem sicheren Versteck, da die Jungtiere als Nesthocker etwa neun Tage lang blind sind. In den ersten Wochen ist die Chance auch eher gering, die Jungtiere außerhalb der Wurfbox zu entdecken. Die HauptaktivitĂ€tszeit von Wildkatzen beginnt auch erst nach Sonnenuntergang. Mittlerweile sind die Jungtiere mit etwas GlĂŒck aber auch schon auf der Außenanlage zu sehen."
Quelle:https://www.facebook.com/Chemnitz.Tierpark/?locale=de_DE
(05.07.2023, 11:28)
cajun:   Frosch- Zuzug :-)
"Neue Bewohner im Tierpark
Zu den Besonderheiten im Tierpark Chemnitz zĂ€hlt sicherlich das Vivarium, welches ĂŒber 80 verschiedene Amphibien-Arten beheimatet. Darunter finden sich auch viele RaritĂ€ten – also Arten, die nur selten in zoologischen Einrichtungen gezeigt werden oder nur noch selten in der Natur zu finden sind. Zu erster Kategorie zĂ€hlt der Schwimmfrosch. Diese in Asien beheimate Froschlurch-Art wird europaweit außer bei uns nur noch im Museum König Bonn und im Zoo Wroclaw (Polen) gezeigt.
Da es sich beim Schwimmfrosch um eine relativ kleine Art handelt – adulte Tiere werden ca. 3,5 cm groß – so sind auch die Kaulquappen schwer zu entdecken. Wie bei fast allen Froschlurchen so durchlaufen auch die Larven des Schwimmfrosches eine Gestaltwandlung im Wasser. Diese endet mit dem Landgang des vollstĂ€ndig entwickelten Tier.
Zwar gilt der Schwimmfrosch auf der Roten Liste gefÀhrdeter Arten als nicht gefÀhrdet, sein Bestand nimmt aber rapide ab. Das liegt vor allem am Heimtierhandel. Als pflegeleichter Aquarium-Bewohner wird er hÀufig in Privathand gehalten. Da hier Nachzuchten eher selten sind, werden immer wieder neue Tiere aus der Natur entnommen.
Da Amphibien als die am meisten bedrohte Wirbeltierklasse weltweit gelten, leisten wir mit unseren regelmĂ€ĂŸigen Nachzuchten bei diversen Arten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ebendieser."
Quelle:https://www.facebook.com/Chemnitz.Tierpark/?locale=de_DE
(30.06.2023, 15:45)
cajun:   Meldung des Tierparks auf Facebook. Die neue Dschelada Anlage ist besetzt:
"Aus dem NaturZoo Rheine holten wir insgesamt 18 Dscheladas als neue Tierart zu uns nach Chemnitz. Damit sind wir deutschlandweit die sechste Einrichtung, welche diese tolle Primaten-Art bei sich beherbergt. In Sachsen sind wir sogar die einzigen.
Bei den 18 Tieren handelt es sich um eine fĂŒr Dscheladas typische Sozialstruktur. Eine Gruppe besteht aus einem erwachsenen MĂ€nnchen und mehreren miteinander verwandten Weibchen sowie dem Nachwuchs. Daneben sind auch reine Junggesellengruppen möglich. Unsere Tiere sind als Familiengruppe aus Rheine gekommen. In diesem Sinne möchten wir ganz herzlich Nikolas und seine Familie bei uns im Tierpark Chemnitz begrĂŒĂŸen.
Ein ganz großes Dankeschön an die Kollegen und Kolleginnen aus Rheine fĂŒr die tolle Zusammenarbeit!
Ihr findet unsere Dscheladas ĂŒbrigens auf der ehemaligen Schneeziegen-Anlage, welche durch unseren Förderverein – den „Tierparkfreunden Chemnitz e.V.“ – zu einer Dschelada-Anlage umgebaut wurden. Auch hier ein herzliches Dankeschön fĂŒr diesen Einsatz."
Quelle:https://www.facebook.com/Chemnitz.Tierpark/?locale=de_DE
(25.05.2023, 18:32)
th.oma.s:   @cajun: zur Erzgebirgsziege. Aus der Nichtmehranerkennung der Rasse folgt ja nicht dass es nicht noch Erzgebirgsziegen gibt und einige Halter auch darauf achten. Die Ziegenrasse hat auch in Böhmen eine Rolle gespielt. Vielleicht gibt es dort noch Hoffnung.
(05.05.2023, 16:34)
cajun:   Wurde hier noch nicht erwĂ€hnt:
"Neue Tierart im Tropenhaus eingezogen
Im Tierpark ist mit einem PĂ€rchen SchwarzrĂŒckenagutis eine neue Tierart ins Tropenhaus eingezogen. Sie leben in der WG mit dem Zweifingerfaultier.
Die Haltung der vorherigen WG-Mitbewohner, den Capybaras, hat der Tierpark vor einiger Zeit eingestellt, weil er den Tieren nicht die optimalen Lebensbedingungen bieten konnte."
Quelle:https://www.tierpark-chemnitz.de/tierpark/news/news-detail/neue-tierart-im-tropenhaus-eingezogen

@th.oma.s: Hatte wegen der Ziegen nochmal nachgeschaut aus privatem Interesse. Die Rasse "Erzgebirgsziege" wird nicht mehr anerkannt seit 2004. Laut Wiki wurden die vebliebenen Tiere, nach vielfacher Einkreuzung von anderen Ziegenrassen zur Steigerung der Milchleistung, als Farbschlag der Bunten Deutschen Edelziege zugerechnet. Zudem soll die Erzgebirgsziege meist hornlos gewesen sein.
Schade drum oder hat Chemnitz einen gehörnten Fund gemacht?
(12.04.2023, 18:34)
th.oma.s:   Die Erzgebirgsziege galt ja als fast ausgestorben. Deshalb die Frage. Vielleicht haben sich ja auf der böhmischen Seite noch ein paar Ziegen ĂŒber die Teit gerettet, Sind sehr schöne Ziegen dort in Chemnitz.

(20.03.2023, 23:10)
Adrian Langer:   Wie versprochen. Das Foto von besagter Ziege. Zumindest grĂ¶ĂŸer als eine Zwergziege ist sie! ;P
(20.03.2023, 20:55)
Adrian Langer:   Die Erzgebirgsziegen sind auch als solche beschildert. Ob das reine Tiere sind...... ich antworte mit einem selbstbewussten vielleicht! ;) DafĂŒr stehe ich zu wenig in der Materie. Ich hĂ€nge aber nachher, wenn ich wieder am Rechner bin, ein Bild an. Zumindest dem Bild auf Zootierliste entsprechen die Tiere (das machen Harzer Ziegen aber auch).
(20.03.2023, 18:54)
th.oma.s:   @Adrian Langer: Sind die Tiere als Erzgebirgstziegen ausgeschildert , bzw. kann man sicher sein dass es sich um Erzgebirgsziegen handelt ? Die Westkaukasier sollen wohl tatsĂ€chlich mit den Dscheladas vergesllschaftet werden. Hoffentlich bekommt Chemnitz auch weibliche Dscheladas.
(20.03.2023, 17:43)
Adrian Langer:   Zum Schluss der Schlammteufel.
(18.07.2022, 14:05)
Adrian Langer:   Somaliwildesel
(18.07.2022, 14:05)
Adrian Langer:   BĂ€renmakak. Den Tieren sieht man ihr Alter doch deutlich an!
(18.07.2022, 14:04)
Adrian Langer:   Costa-Rica-Klammeraffe
(18.07.2022, 14:04)
Adrian Langer:   Getsern ging es fĂŒr mich ĂŒberraschend in den Tierpark Chemnitz. Seit meinem letzten Besuch dort hat sich einiges getan. Die Löwen wurden durch TĂŒpfelhyĂ€nen ersetzt. Auf dem Huftierberg ist ein neuer Eiszeitspielplatz entstanden und nebenan ist eine Gemeinschaftsvoliere mit europĂ€ischen Tieren entstanden. Darunter Schildkröten, Racken, Felsentauben und EuropĂ€ische Ziesel. Leider wurde dafĂŒr die Schneeziegenanlage platt gemacht und die Tiere mit großer Wahrscheinlichkeit abgegeben. Im Bereich der ehemaligen Steinbockanlage ist viel BautĂ€tigkeit zu sehen. Dieser Bereich soll zu einer Anlage fĂŒr Steinböcke (ich vermute fast, dass man die Westkaukasier behĂ€lt, da diese hinter die Kulissen gezogen sind) und Dscheladas. Besonders im Haustierbereich hat sich etwas getan. So leben dort nun Erzbegirgsziegen, SachsenzwerghĂŒhner und SachsenhĂŒhner. Das Vivarium wurde auch etwas umgestaltet, was allerdings heißt, dass einige Vitrinen leer standen. Ich bin gespannt, ob man das GebĂ€ude nun "bald" ausbauen wird! Alles in allem hat sich doch einiges zum positiven entwickelt. Es geht zwar ziemlich langsam, aber es geht voran! Wie auch beim letzten mal ein sehr schöner Besuch!

Anbei: Chinesischer Riesensalamander
(18.07.2022, 14:03)
cajun:   Der Tierpark meldet ĂŒber seine Facebookseite einen erfolgreichen Schlupf beim Vietnamfasan. Das Paar zĂŒchtet seit 2015 regelmĂ€ĂŸig.
(31.05.2022, 12:20)
cajun:   In Chemnitz ist der erste Nachwuchs des Jahres zu sehen
"Die Bewohner der Australienanlage im Tierpark Chemnitz sind meist die ersten Tiere im Jahr mit Nachwuchs. So auch dieses Jahr.
Bei den Emus schlĂŒpften zwischen 31.01. und 02.02. drei Jungtiere. Vater Heinrich kĂŒmmert sich routiniert um seinen Nachwuchs, den er vorher knapp zwei Monate lang ausgebrĂŒtet hat. Das BrĂŒten ĂŒbernimmt allein das MĂ€nnchen und auch die Jungen werden bei den Emus ausschließlich vom Hahn gefĂŒhrt.
Heinrich und sein Nachwuchs sind momentan getrennt von der Emu-Henne Katharina untergebracht. WĂ€hrend der Jungenaufzucht kann der Hahn sehr aggressiv werden, um seine Jungtiere und auch sein Revier zu verteidigen.
FĂŒr das Emu-Zuchtpaar ist es bereits der sechste gemeinsame Nachwuchs. Heinrich schlĂŒpfte 1994 in einem dĂ€nischen Zoo aus dem Ei und kam 2006 aus dem Zoo Leipzig zu uns. Katharina ist zehn Jahre alt und kam 2013 aus dem Zoo Neuwied nach Chemnitz.
Auch bei den Mitbewohnern, den KĂ€ngurus, lugt schon ein Jungtier aus dem Beutel. Es wurde vermutlich Ende letzten Jahres geboren und wĂ€chst nun im Beutel heran. Wie alt es ist, kann nur geschĂ€tzt werden, da die Geburt unbemerkt vonstattengeht und sich das winzige Jungtier viele Monate im Beutel versteckt aufhĂ€lt, ohne dass man von außen etwas sieht. Erst wenn im Beutel Bewegungen des inzwischen ordentlich gewachsenen Jungtiers wahrnehmbar sind, weiß man, dass Nachwuchs da ist."
Quelle: http://www.tierpark-chemnitz.de/
(01.03.2022, 12:49)
cajun:   In Chemnitz werden 2022 neue Anlagen eröffnet und auf den neuen Vogelbesatz der Meldung unten verwiesen:
" Neue Bewohner im Chemnitzer Tierpark,
Im Tierpark Chemnitz wird es dieses Jahr zwei neue Arten geben: Dscheladas (Blutbrustpaviane) und europĂ€ische Ziesel, fĂŒr die gerade zwei Anlagen errichtet werden.
Der Förderverein Tierparkfreunde Chemnitz e. V. finanziert den Eiszeitspielplatz mit der Ziesel-Anlage sowie den Umbau der ehemaligen Schneeziegen- zur Dschelada-Anlage.
"Die Vogelarten fĂŒr die neue Anlage sind bereits da - Blauracke, Alpensteinhuhn und Felsentaube", sagt Antje Becher von der Chemnitzer Stadtverwaltung."
Quelle:https://www.tag24.de/nachrichten/regionales/sachsen/neue-bauvorhaben-und-bewohner-in-sachsens-zoos-ist-tierisch-was-los-2269836
(12.01.2022, 10:03)
cajun:   Vogelnews aus Chemnitz
"Neue Vogelarten zu sehen
Seit Ende September sind zwei neue Vogelarten im Tierpark Chemnitz zu sehen. Ein PĂ€rchen AlpensteinhĂŒhner ist zusammen mit zwei PĂ€rchen der Gewöhnlichen Felsentaube aus dem Zoo Plzen nach Chemnitz gezogen. Ein weiteres TaubenpĂ€rchen kam von einem privaten ZĂŒchter hinzu. Die beiden Vogelarten sollen zukĂŒnftig in die an den Eiszeitspielplatz angrenzende Anlage fĂŒr EuropĂ€ische Ziesel ziehen. Das Projekt, das vom Förderverein des Tierparks Tierparkfreunde Chemnitz e.V. komplett finanziert und gebaut wird, soll im FrĂŒhjahr 2022 fertiggestellt werden. Aktuell sind die Tiere in einem Interimsgehege gegenĂŒber vom Ententeich untergebracht und fĂŒr Besucher:innen sichtbar. In der neuen Gemeinschaftsanlage am Eiszeitspielplatz soll der Schwerpunkt auf europĂ€ischen Tierarten liegen. Die beiden Vogelarten passen in dieses Konzept. Hinzu kommt, dass die beiden Arten eher selten in zoologischen Einrichtungen zu finden sind. AlpensteinhĂŒhner sind deutschlandweit nur in acht, die Gewöhnliche Felsentaube sogar europaweit nur in drei Einrichtungen zu finden. Die Felsentaube ist die Stammform der Haustaube – und damit auch der verwilderten Stadttaube. Weltweit existieren vermutlich mehr als 800 Rassen der Haustaube. Das ist die grĂ¶ĂŸte Rassevielfalt aller Haus- und Nutztiere. Domestiziert und verwildert kommt die Felsentaube mit Ausnahme der Arktis und Antarktis weltweit vor. Der Mensch hĂ€lt sich Tauben hauptsĂ€chlich als Rasse- und Brieftauben, es gibt aber auch Masttauben, die zur Fleischproduktion gezĂŒchtet werden. Mit der Gewöhnlichen Felsentaube wird die europĂ€ische Unterart der Felsentaube im Tierpark gezeigt. Das Alpensteinhuhn ist die Unterart des Steinhuhns, das hauptsĂ€chlich in den Alpen und den Apennin in Italien vorkommt. Im Bereich der Alpen kommt es auch in Deutschland vor. In der Wildbahn besiedeln die Tiere Höhenlagen von 1600 bis ĂŒber 2800 Meter, wobei sie im Winter eher tiefere Lagen bevorzugen und auch in grĂ¶ĂŸeren Gruppen vorzufinden sind. Da die Tiere relativ leicht zĂ€hmbar sind, werden sie in vielen LĂ€ndern als Nutz-, in einigen LĂ€ndern auch als Haustiere gehalten. Da sie aus verschiedenen GrĂŒnden auch bejagt werden, nehmen die BestĂ€nde in der Wildnis immer weiter ab."
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(30.11.2021, 13:26)
cajun:   Nicht nur die Zwergzebus haben Nachwuchs, auch in der Fasanerie ist "was geschlĂŒpft".

Tierpark Chemnitz: Nachwuchs bei seltener Rinderrasse Weiterer Nachwuchs in der Fasanerie
Seit Anfang Juni ist die Herde der Kaukasus-Zwergzebus im Tierpark Chemnitz gewachsen. Kuh „Amira“ brauchte am 6. Juni einen kleinen Bullen zur Welt. FĂŒr Amira ist es bereits das sechste Jungtier – allerdings das erste in Chemnitz. Die in Asien domestizierte Rinderrasse wird erst seit Oktober 2019 im Tierpark gehalten. Die drei Zebus Max, Amira und Annabelle kamen damals aus dem Zoo Stralsund nach Chemnitz. Die ersten Tage nach der Geburt verbrachte das Jungtier zusammen mit seiner Mutter getrennt von den anderen Zebus. Mittlerweile ist es aber gut in der Herde integriert und somit auch fĂŒr Besucher:innen zu sehen. Zwergzebus gehören zu den sogenannten Buckelrindern. So leitet sich der Name Zebu vom tibetischen Wort fĂŒr Buckel ab. Mit dem namensgebenden Buckel unterscheiden sich Zwergzebus deutlich von den in Europa gehaltenen Rinderrassen. Der Buckel, der vornehmlich aus verschiedenen Muskeln und weniger aus Fettgewebe besteht, ist bei den mĂ€nnlichen Tieren stĂ€rker ausgeprĂ€gt. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist eine stark ausgebildete Wamme am Hals der Zwergzebus. Die meisten der in Europa gehaltenen Tiere stammen ursprĂŒnglich aus Sri Lanka. Die Vertreter der kaukasischen Zuchtlinie werden in zoologischen Einrichtungen nur sehr selten gezeigt. In Deutschland kann man sie außer in Chemnitz nur noch im Zoo Stralsund und im Tierpark Berlin sehen. Insofern freut sich der Tierpark Chemnitz besonders, zum Erhalt dieser seltenen Nutztierrasse beizutragen. Weiterer Nachwuchs in der Fasanerie Viele Vogelarten haben in den letzten Wochen gebrĂŒtet. Aus diesem Grund sind in den Volieren der Fasanerie im Tierpark Chemnitz einige Jungvögel zu beobachten. So auch bei den GraukardinĂ€len. Am 21. Juni sind hier zwei KĂŒken geschlĂŒpft. Am 6. Juli haben die beiden Jungvögel das Nest verlassen. Sie werden aber noch weiterhin von beiden Elternteilen versorgt. Mit etwas GlĂŒck kann man dieses Verhalten gut im Tierpark beobachten. Momentan sind die Jungtiere aufgrund ihrer eher brĂ€unlich gefĂ€rbten Haube noch gut von den Eltern zu unterscheiden. Nach der ersten Mauser wird sich diese auch auffĂ€llig rot fĂ€rben. GraukardinĂ€le stammen ursprĂŒnglich aus SĂŒdamerika. Diese Vogelart wird deutschlandweit nur in fĂŒnf zoologischen Einrichtungen gezeigt. Im Tierpark Chemnitz gibt es regelmĂ€ĂŸig Nachwuchs.
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(20.07.2021, 15:06)
W. Dreier:   Noch zum Reh als ``Kind`` des Rothirsches - wohl ein bekanntes PhĂ€nomen auch bezĂŒglich anderer ``einheimischer`` Hirsche - siehe Plakat in Schwerin
(13.07.2021, 20:13)
cajun:   Na, wenn sich die Elche in Brandenburg, Meck- Pomm und Sachsen weiter etablieren, hĂ€tten wir eine "grĂ¶ĂŸere Hirschart" in Deutschland zu bieten. So bezieht sich die Meldung (noch) auf das Rotwild

Nachwuchs bei grĂ¶ĂŸter Hirschart Deutschlands Wiederaufforstung im Wildgatter Oberrabenstein im vollen Gange Weitere Lockerungen im Tierpark und Wildgatter"
Anfang Mai entdeckten die Tierpfleger im Wildgatter bei den Rothirschen ein einzelnes Kalb. FĂŒr die Mitarbeiter war die Geburt insofern eine kleine Überraschung, als dass sie ein wenig frĂŒh im Jahr stattfand. Normalerweise setzt das Alttier Ende Mai, im Wesentlichen aber im Juni. Die Tragzeit betrĂ€gt achteinhalb Monate. Entsprechend findet die Brunft von Mitte September bis Mitte Oktober statt. In der Regel wird auch nur ein Kalb geboren. Bis Juni sind noch sechs weitere KĂ€lber dazu gekommen. Somit besteht das Rotwild-Rudel im Wildgatter aktuell aus 20 Tieren. Die Geschlechter der Jungtiere sind noch nicht bekannt. Sie werden bis in den SpĂ€tsommer gesĂ€ugt, gelegentlich auch noch den ganzen Winter ĂŒber. Erst im Herbst kann man möglicherweise einen etwas dickeren Kopf bei den HirschkĂ€lbern erkennen – das ist aber ein eher unsicheres Merkmal. Eventuell deuten sich die Stirnzapfen – die sogenannten Rosenstöcke – an, auf denen spĂ€ter das Geweih sitzt. Wie bei den meisten GeweihtrĂ€gern tragen auch bei den Rothirschen nur die MĂ€nnchen ein Geweih. Dieses wird jedes Jahr neu gebildet und dient in erster Linie als Blickfang zum gegenseitigen Erkennen. In der Brunft kommt es dann auch zu ernsthaften GeweihkĂ€mpfen zwischen ebenbĂŒrtigen Rivalen. Von Ende Februar bis in den April hinein werfen die Hirsche ihr Geweih ab. Mit elf bis 13 Jahren trĂ€gt der Hirsch sein stĂ€rkstes Geweih. Jedoch sind die Anzahl der Enden eines Rothirschgeweihs kein Altersmerkmal. HirschkĂŒhe sind geweihlos und werden deshalb „Kahlwild“ genannt. Rothirsche sind nach den Wisenten die grĂ¶ĂŸten wildlebenden LandsĂ€ugetiere in Deutschland. Von allen GeweihtrĂ€gern haben sie weltweit das grĂ¶ĂŸte Verbreitungsgebiet. Aufgrund ihrer jagdlichen, aber auch kulturhistorischen Bedeutung werden sie in vielen zoologischen Einrichtungen gezeigt. Trotz dieser Bekanntheit gibt es immer wieder Menschen, die das Reh fĂŒr ein weibliches Rotwild halten. Rotwild wird allerdings zu den Echten Hirschen gezĂ€hlt, das Rehwild dagegen zu den Trughirschen. Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Unterfamilien innerhalb der Familie der Hirsche. Wiederaufforstung im Wildgatter Oberrabenstein im vollen Gange Um fĂŒr die Zukunft einen artenreichen und widerstandsfĂ€higen Wald zu erhalten, hat im Wildgatter Oberrabenstein der Waldumbau begonnen. Auch das Wildgatter hat in den vergangenen Jahren sehr unter den extremen Wetterbedingungen gelitten. Zuerst waren es StĂŒrme, die viele BĂ€ume vor Ort zu Fall brachten. Durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre hatte zusĂ€tzlich der BorkenkĂ€fer leichtes Spiel, sich ungehindert auszubreiten und den BĂ€umen zu schaden. Aufgrund des Wassermangels konnten die Fichten kein Harz bilden, um sich gegen den BorkenkĂ€fer zur Wehr zu setzen. Dies ist allerdings ein Ereignis, das in ganz Deutschland vorkommt. Allein 2019 mussten rund 600 Festmeter Holz im Wildgatter gefĂ€llt und berĂ€umt werden. Damit das Wildgatter seinen Waldcharakter behĂ€lt, musste etwas getan werden. Im Juli 2020 entschied der Förderverein Tierparkfreunde Chemnitz e.V. eine Baumpatenschafts-aktion ins Leben zu rufen. Hierbei konnten UnterstĂŒtzer:innen des Wildgatters sich „ihren“ eigenen Baum kaufen. Innerhalb kurzer Zeit konnten so rund 150 grĂ¶ĂŸere BĂ€ume gepflanzt werden. Hierbei wurde darauf geachtet, dass es sich ausschließlich um Laubgehölze handelt. Im selben Jahr hatte Revierförster Ullrich Göthel vom Forstrevier GrĂŒna/ Sachsenforst angeboten, 2500 junge BĂ€ume im Jahr 2021 zur VerfĂŒgung zu stellen. In den vergangenen Wochen wurden nun SchutzzĂ€une in einigen Gehegen errichtet, in denen die jungen Pflanzen gesetzt wurden. Die ZĂ€une so llen die Pflanzen vor Befraß durch die Tiere in den Gehegen schĂŒtzen. Der ĂŒberwiegende Teil an BĂ€umen wurde allerdings außerhalb der Gehege gepflanzt. Durch beide Pflanzaktionen sind Baumarten in das Wildgatter gekommen, die es vorher noch nicht gab, u.a. Winter-, Sommerlinde, Elsbeere, Speierling und Flatterulme. Weitere Baumarten sind u.a. Traubeneiche, Wildkirsche, Weißtanne, Schwarzerle, Esche und Rotbuche. Weitere Lockerungen im Tierpark und Wildgatter Seit Donnerstag, dem 10. Juni, sind im Tierpark Chemnitz und im Wildgatter Oberrabenstein die Testpflicht und seit heute, 15. Juni, zusĂ€tzlich die Kontaktdatenerfassung entfallen. Trotzdem ist es erforderlich, sich fĂŒr einen Besuch weiterhin vorher online anzumelden, da nur eine begrenzte Anzahl an Besucher:innen in jede der beiden Einrichtungen eingelassen werden kann. Zudem können im Tierpark wieder das Tropenhaus sowie der Bauernhof samt Streichelgehege betreten werden. In beiden HĂ€usern gilt ein Einbahnstraßensystem und Maskenpflicht. Alle aktuellen Voraussetzungen fĂŒr die Anmeldung und die Regeln fĂŒr einen Besuch sind unter www.tierpark-chemnitz.de zu finden
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(22.06.2021, 17:19)
cajun:   Na, ob der gut frisierte Namensgeber hier einen Tusch gespielt hĂ€tte? :-)
Tierpark Chemnitz: Nachwuchs bei den Lisztaffen - Primaten-Art gilt als vom Aussterben bedrohte Tierart
Zum zweiten Mal hat das seit Anfang 2020 im Tierpark Chemnitz zusammenlebende Lisztaffen-ZuchtpĂ€rchen Nachwuchs bekommen. Am 9. April entdeckten die Tierpfleger:innen ein Jungtier auf dem RĂŒcken des Vatertieres. Die Mitarbeit der ganzen Affenfamilie bei der Aufzucht der Jungtiere ist eine Besonderheit von Krallenaffen, zu denen die Lisztaffen gehören. So erhöhen sich die Überlebenschancen fĂŒr den Nachwuchs. Zudem können die Ă€lteren Geschwister, die oft noch einige Zeit in der Familiengruppe bleiben, Erfahrungen in der Jungenaufzucht sammeln. Letztlich wird natĂŒrlich auch das Weibchen entlastet, da die Jungtiere der Mutter oft nur zum SĂ€ugen ĂŒbergeben werden. Lisztaffen gehören zu den am stĂ€rksten bedrohten Primaten der Welt. Sie stehen auf der Roten Liste gefĂ€hrdeter Tierarten der IUCN (Weltnaturschutzunion) und werden als vom Aussterben bedroht eingestuft – der stĂ€rksten von drei GefĂ€hrdungskategorien. Der Bestand der ausschließlich in Kolumbien beheimateten Art ist in den letzten Jahren drastisch zurĂŒckgegangen. Hauptverantwortlich fĂŒr diesen RĂŒckgang in der Gesamtpopulation ist wie so oft die fortschreitende Zerstörung des Lebensraumes. Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte NachzĂŒchten von bedrohten Tierarten wie den Lisztaffen. Im Tierpark Chemnitz wird diese Art schon viele Jahre erfolgreich gehalten und gezĂŒchtet. Obwohl das Krallenaffenhaus, wie alle TierhĂ€user, zurzeit fĂŒr die Besucher:innen nicht zugĂ€nglich ist, sind die Tiere hĂ€ufig – vor allem bei guten Wetter – auf der Außenanlage zu sehen.
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(11.05.2021, 12:27)
cajun:   Die Vietnamsikas sind Schwerpunkt einer Pressemeldung aus Chemnitz.
Tierpark Chemnitz 26.04.2021
Nachwuchs bei seltener Hirsch-Art – Tierpark und Wildgatter sind weiterhin geöffnet
bereits am 27. MĂ€rz entdeckten die Tierpfleger:innen im Tierpark Chemnitz ein weibliches Jungtier auf der großen Außenanlage bei den Vietnam-Sikahirschen. Als typischer „NestflĂŒchter“ schon vollstĂ€ndig behaart und mit voll entwickelten Sinnesorganen, ist das Kitz bereits kurz nach der Geburt in der Lage, seiner Mutter zu folgen. Die ersten Tage verbrachte es aber hĂ€ufig liegend an verschiedenen Orten auf der Anlage, wo man es nur schwer entdecken konnte. Zwar unterscheidet sich das Jugendkleid der Jungtiere beim Sikahirsch nicht ganz so stark vom Erscheinungsbild der erwachsenen Tiere wie man es z.B. vom Rot- und Rehwild her kennt. Trotzdem erfĂŒllen die Punkte auch hier den Zweck der Tarnung. Das Kitz verschmilzt so mit der Umgebung. Mittlerweile ist es aber auch schon hĂ€ufig auf der Anlage zu sehen, meistens in der NĂ€he seiner Mutter. Unter den mehr als 250 Tierarten im Tierpark Chemnitz gibt es auch seltene Arten zu finden. So bei den Hirscharten. Mit der Unterart Vietnamesischer Sikahirsch und dem Prinz-Alfred-Hirsch leben zwei stark vom Aussterben bedrohte Vertreter der Hirsche im Tierpark, die nicht so hĂ€ufig in Zoos gezeigt werden. Mit der Haltung von Vietnam-Sikahirschen wurde erst im Jahr 2019 begonnen. Aus dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und aus dem Tierpark Berlin kam jeweils ein weiblicher Sika-Hirsch in den Chemnitzer Tierpark. Die beiden MĂ€nnchen kamen aus dem Zoo Usti nad Labem in Tschechien. Diese Zusammenstellung von Tieren aus verschiedenen zoologischen Einrichtungen ist beispielhaft fĂŒr die Arbeit einer koordinierten Erhaltungszucht. Als Art sind Sikahirsche zwar nicht gefĂ€hrdet. Diese ursprĂŒnglich aus Ostasien stammende Hirschart kommt durch Ansiedlungen mittlerweile in vielen Gegenden der Welt vor – so auch in Deutschland. Allerdings sind einzelne Unterarten vom Aussterben bedroht oder in der Wildbahn bereits ausgestorben – was oft mit einem sehr begrenzten Verbreitungsgebiet zu tun hat. FĂŒr den Vietnam-Sikahirsch wird mitunter sogar angenommen, dass diese Unterart im Freiland wahrscheinlich nicht mehr existiert. In zoologischen Einrichtungen leben derzeit etwa 300 Tiere – und nun noch ein weiteres im Tierpark Chemnitz. Somit kann der Tierpark wieder eine erfolgreiche Beteiligung an einem Erhaltungszuchtprogramm vermelden. Tierpark und Wildgatter sind weiterhin geöffnet Die Außenanlagen des Tierparks und das Wildgatter dĂŒrfen – nach dem seit 24. April geltenden bundesweiten Infektionsschutzgesetz – weiter geöffnet bleiben.
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(03.05.2021, 10:02)
Gudrun Bardowicks:   Schöne und selten gezeigte NeuzugĂ€nge.
(31.07.2020, 21:33)
Adrian Langer:   https://www.blick.de/chemnitz/neue-vogelpaerchen-ziehen-in-den-tierpark-und-das-wildgatter-artikel10983641

Im Tierpark ist ein Paar Rotschnabeltukane sowie im dazugehörigen Wildgatter ein Zwergadler eingezogen.
(31.07.2020, 21:14)
W. Dreier:   Sollte sich der Zoo Berlin ein Beispiel dran nehmen!
(17.07.2020, 19:03)
W. Dreier:   Gleich weiter beim Trampeltier:
Anbei das bisher einzige in einem Zoo ausgestellte wilde Trampeltier: Beijing Sept. 1994
(07.04.2020, 16:11)
Stefan Frey:   ....warum die Bilder immer wieder in falscher Ansicht hochgeladen werden, entzieht sich meiner Kenntnis.... Ich wollte eigentlich noch ein Bild von einem Zweifarb-Glanzstar einfĂŒgen, lasse das aber nun lieber sein. Der wĂŒrde wahrscheinlich auch wieder auf dem RĂŒcken liegen. Warum diese Starenart? Weil ich die zuvor noch nie gesehen hatte, man zeigt ja gerne die bunteren Dreifarbglanzstare. Da hat mir die Haltung des unscheinbareren Zweifarbglanzstars in Chemnitz imponiert.
(01.05.2019, 19:33)
Stefan Frey:   Die Löwen haben wir nicht vermisst, bin gespannt, was auf der Anlage einziehen wird.
Sehr erwÀhnenswert sind neben den neuen Huftieranlagen die Vögel und die Affenhaltung. Anbei ein BÀrenmakak.
(01.05.2019, 19:30)
Stefan Frey:   Besuch im Tierpark Chemnitz am 15.04.2019 - Erstbesuch. Ich bin sehr angetan vom Tierpark Chemnitz, komme als Amphibienfreund natĂŒrlich voll auf meine Kosten. Deswegen auch gleich ein Bild vom Chinesischen Riesensalamander. Die U-Anlage fĂŒr die Riesensalamander hat mir gut gefallen.
(01.05.2019, 19:28)
Gudrun Bardowicks:   Ich finde das Konzept und auch die Tierartenauswahl gar nicht schlecht und freue mich besonders, dass das Vivarium erhalten bleibt und sogar noch aufgewertet werden soll. Auch die Erhaltung des Tropenhauses finde ich gut. Schade ist allerdings, dass außer Lemuren (hier vermutlich Kattas) und Krallenaffen scheinbar keine weiteren Primatenformen eingeplant sind. Dabei wĂ€re eine höher entwickelte Affenform wie z.B. Gibbons oder zumindest Meerkatzen oder Paviane fĂŒr die Darstellung der Entwicklung des Menschen sehr sinnvoll. Dscheladas wĂŒrden z.B. sehr gut ins Konzept padssen, da sie ja am Rande des Grabenbruchs, wo der moderne Mensch sich entwickelt hat, leben und obendrein gut zum zukĂŒnftigen afrikanischen Schwerpunkt des Zoos passen wĂŒrden.
Sehr schön finde ich dass einige der bisher bereits gehaltenen bedrohten Tierarten wie z.B. Schneeziege, Kulan, Somaliwildesel, Zwergflusspferd und vermutlich auch Westkaukasischer Steinbock erhalten bleiben. Auch damit, dass zukĂŒnftig als große Raubtiere nur noch TĂŒpfelhyĂ€ne und Amurtiger gehalten werden sollen kann ich gut leben.
Ich denke schon, dass das neue Konzept und die geplanten neuen Tieranlagenzu einem Besucherzuwachs fĂŒhren könnten.
(22.10.2018, 23:16)
Oliver Muller:   Hier ist das HerzstĂŒck:

http://session-bi.stadt-chemnitz.de/getfile.php?id=7082247&type=do
(22.10.2018, 18:32)
Oliver Muller:   Aaaalso, nachdem ich das jetzt mal kurz gescannt habe wird das meiner Meinung nach ein durchaus sehr attraktives und erfolgversprechendes Konzept fĂŒr einen innovativen Themenpark mit Tieren sein, aber kein Zoo im klassischen Sinne und damit fĂŒr mich zoologisch ein klares Downgrade.
(22.10.2018, 18:24)
Oliver Muller:   VoilĂ !

http://session-bi.stadt-chemnitz.de/vo0050.php?__kvonr=6973345
(22.10.2018, 18:13)
Oliver Muller:   Ich weiß jetzt gar nicht, was ich davon halten soll. Wenn das Konzept durch den Rat soll, mĂŒsste es eigentlich demnĂ€chst im Ratsinformationssystem der Stadt öffentlich eingestellt werden.
(22.10.2018, 18:08)
Emilia Grafe:   Ich bin auch sehr gespannt, was da noch kommt. Bis jetzt bin ich von Nashörnern und Giraffen und dem Verschwinden von Leoparden (und Löwen) in der Zukunft doch ĂŒberrascht, auf dem hĂŒgeligen GelĂ€nde hatte ich vorerst nicht mit großen Huftieren gerechnet. Ich hoffe das die ZukunftsplĂ€ne öffentlich gemacht werden und bin dann auch gespannt, ob es VerĂ€nderungen im Wildgatter geben wird.
(22.10.2018, 16:05)
Oliver Muller:   Verzicht auf Löwen fĂŒr mehr Besucher? Kattas als Publikumsmagneten? Klingt wahnsinnig innovativ und vielversprechend... :-(
(10.10.2018, 22:33)
Emilia Grafe:   @Adrian: In Limbach ist alles sehr ĂŒbersichtlich und es gibt kaum etwas, woran man vorbeilaufen könnte.
In Chemnitz war bei meinem Besuch morgens gegen 9:30 Uhr die Tropenhalle nicht zugĂ€nglich, da half es einfach gegen Ende des Besuches nochmal vorbeizuschauen. Ansonsten könnte man dort den Weg verpassen, der hinter den Kulanen und Somali-Wildeseln verlĂ€uft und noch andere Einblicke bringt. Was Wunschbilder meinerseits angeht, wĂ€ren solche von dem Kulanfohlen oder den Manulen ein Traum. Besonders mit Letzteren hatte in bei den letzten Besuchen außerhalb Berlins nĂ€mlich gar kein GlĂŒck :/
Dir wĂŒnsche ich dann morgen einen schönen Tag in Chemnitz und Limbach, bin gespannt, was du von den Einrichtungen zu berichten hast :)
(21.09.2018, 22:41)
Emilia Grafe:   Und einmal die beiden Zebraarten im Vergleich
(21.09.2018, 09:09)
Emilia Grafe:   LisztĂ€ffchen
(21.09.2018, 09:08)
Emilia Grafe:   Westkaukasischer Steinbock
(21.09.2018, 09:07)
Emilia Grafe:   Oman-Falbkatze
(21.09.2018, 09:06)
Emilia Grafe:   Costa-Rica-Klammeraffen
(21.09.2018, 09:06)
Emilia Grafe:   Bernierenten mit Jungtieren
(21.09.2018, 09:05)
Emilia Grafe:   Am zweiten Tag standen dann die Tierparks von Chemnitz und Limbach-Oberfrohna auf dem Programm.
Chemnitz entsprach ziemlich genau meinen Erwartungen.
Empfangen von dem schönen Löwengehege mit einer ehemaligen Handaufzucht aus Leipzig besetzt, ging es weiter zur teilweise begehbaren Lama-Nandu-Wasserschwein-Anlage, Wasserschweine mit Jungtieren. Hier in der NÀhe auch noch die Zebraanlage, Hartmann-Bergzebras und Böhm-Steppenzebras zusammen.
Danach fĂŒhrt der Weg zum Haustierkomplex, scheinbar eine der neueren Teile des Parks, schön umgesetzt, einziger Kritikpunkt ist, das den Streifenhörnchen scheinbar kein Außengehege zur VerfĂŒgung steht. Direkt dahinter das Vivarium, verstĂ€ndlich das Chemnitz dafĂŒr bekannt ist... Eine unglaubliche Amphibien Vielfalt, zahlreiche Erstsichtungen und mit viel Suchen tatsĂ€chlich nur um die 4 nicht gesehen Arten.
Nach einer dreiviertel Stunde Vivarium gings weiter, Przewalskipferde, typische Emu-BennettkĂ€nguru Vergesellschaftung, dann zum Krallenaffenhaus, auch hier noch ĂŒberwiegend alte KĂ€fige allerdings fĂŒr alle Arten mindestens 2 KĂ€fige zusammengelegt, sodass in Kombination mit den kleinen GruppengrĂ¶ĂŸen, ein positiver Eindruck bleibt, anders als in Hoyerswerda. Als Unterbesatz hier Bergmeerschweinchen und KugelgĂŒrteltier (nicht gesehen). Daraufhin kommen die Volierenreihen, sicherlich in diesem Ausmaß auch nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ und fĂŒr ONB grĂ¶ĂŸtenteils uninteressant, dennoch viele interessante Arten.
Die ehemalige LippenbĂ€ranlage wirkt nur mit 2 BĂ€renmakaken besetzt doch sehr leer. Das gesamte Tropenhaus ist wirklich schön, das Zwergflusspferdgehege... Es gibt sicherlich grĂ¶ĂŸere, bessere, aber eben auch deutlich schlechtere. Am interessantesten in diesem Teil sicherlich die Geoffreys Klammeraffen.
Dann kommen die Raubtieranlagen, die beiden Leoparden haben jeweils 2-3 verbundene Kafigeinheiten fĂŒr sich, somit auch hier noch viele alte KĂ€fige, allerdings immer so verbunden, das nicht der nur der negative Eindruck bleibt. Auch Kleinkatzenkomplex typisch fĂŒr selbige, hier EnttĂ€uschung meinerseits, die Manule mit Nachwuchs ließen sich nicht blicken.
Ein ansprechendes NasenbĂ€rgehege und gerĂ€umige Volieren fĂŒr Bartkauz, Uhu und Adler.
Das stehengelasse "Alte BÀrenhaus" gefÀllt mir ebenfalls gut, zeigt Besuchern den Wandel der Tierhaltung in den letzten Jahren/Jahrzehnten.
Dann kommt auch schon der letzte Parkteil mit den Huftieranlagen, die momentan StĂŒck fĂŒr StĂŒck renoviert werden, gerade in Arbeit die Flachlandanoa-Anlage. Freude bei mir ĂŒber Prinz-Alfred-Hirsch, Kulan, Somali-Wildesel und westkaukasischem Steinböcken, auch wenn ich fĂŒr das Kulanfohlen leider ein paar Tage zu frĂŒh war. Außerdem ließ sich tatsĂ€chlich keine einzige Schneeziege blicken.
Fazit: GrĂ¶ĂŸerer Tierpark in toller WaldatmosphĂ€re mit interessanten Tierbestand, wenn auch an vielen Stellen eine veraltete "TierprĂ€sentation", worunter die Besucher wesentlich mehr gestört werden als die Tiere.
Anbei Angolalöwe
(21.09.2018, 09:04)
Oliver Muller:   Es gibt ja eigentlich einen Masterplan, der nach langem Hickhack beschlossen, aber nun anscheinend wieder kassiert wurde, vermutlich will man kleinere Brötchen backen. Ich tippe auf Downgrade in Richtung Heimattierpark mit ein paar Exoten.
(05.05.2018, 00:17)
Jörn Hegner:   ist ansonsten wieder eine neue bĂ€ren-art geplant .
(04.05.2018, 16:43)
Jörn Hegner:   in welchen us-amerikanischen zoo kommt der letzte lippenbĂ€r .
(04.05.2018, 16:42)
Klaus Schueling:   Leopardin Cleopatra fĂ€llt Pfleger im Tierpark Chemnitz an [Freie Presse am 22.09.2017]

Chemnitz. Ein 56-jĂ€hriger Tierpfleger ist am Freitag im Chemnitzer Tierpark von einem Leoparden angefallen worden. Der Mann wurde vor dem Gehege mit Bissverletzungen im Gesicht von einer Tierpflegerin unter Schock stehend aufgefunden. Der Pfleger hatte den Leoparden noch mit dem Arm abwehren können und alle Gehege-TĂŒren hinter dem Leoparden wieder verschlossen. Der 56-JĂ€hrige kam ins Krankenhaus und wurde am Morgen operiert. Lebensgefahr besteht nicht. Wie die Stadt am Mittag auf einer Pressekonferenz mitteilte, gehe es ihm den UmstĂ€nden entsprechend gut. Die Tierpflegerin, eine Auszubildende im 3. Lehrjahr, wurde wegen Schocks behandelt, inzwischen aber wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Der verletzte Mitarbeiter arbeitet nach Angaben der Stadt Chemnitz seit 29 Jahren auf dem Raubtierrevier. Er sei erfahren im Umgang mit Pflege und FĂŒtterung.

Wie es zu dem Unfall kam, ist unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
So berichtete "Freie Presse" 2006 ĂŒber den Angriff eines Leoparden im Tierpark Chemnitz.

Der Leopard, die 19 Jahre alte Cleopatra, hatte bereits im November 2006 im Tierpark Chemnitz eine Pflegerin angefallen und getötet. Die 23-JÀhrige wurde beim Reinigen des Geheges durch Bisse in Hals und Kopf getötet. Cleopatra kam als Jungtier aus einer Einrichtung in der Slowakei nach Chemnitz.

Konsequenzen soll der jĂŒngste Vorfall fĂŒr das Tier nicht haben. Es handle sich um normales Jagdverhalten, hieß es von Seiten der Stadtverwaltung.(jĂŒw/fp)

(22.09.2017, 13:38)
W. Dreier:   heißt natĂŒrlich: sind mir noch NICHT bekannt
(23.05.2017, 20:50)
W. Dreier:   In Prag ist vor 2 Jahren ein ``unterkĂŒhltes HöhlengebĂ€ude`` im Moldaubereich extra und nur fĂŒr Riesensalamander gebaut worden - bisherige Erfolge sind mir noch bekannt. Fotografieren nicht gestattet.
(23.05.2017, 18:50)
Holger Wientjes:   Bedauerlich, dass ein hervorragender Tierbestand allein nicht ausreicht Besucher anzuziehen. Und auch was die Anlagen und die Parkanlage angeht empfand ich den Zoo nicht "schlechter" als viele andere. Sauber und gepflegt. Das Vivarium sucht seinesgleichen und auch ein Tropenhaus in der Grösse ist fĂŒr einen kleinen Zoo keine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Ich war dort rundum zufrieden und habe mich sehr wohl gefĂŒhlt (das ÂŽmal so als positive Kritik, falls jemand aus Chemnitz dies hier lesen sollte).
Was also tun, wenn man nicht gerade Millionen zur Hand hat und moderne Anlagen fĂŒr Menschenaffen oder Elefanten bauen möchte (was dann vermutlich wieder ÂŽmal zu Lasten vieler anderer Arten fallen wĂŒrde, es sei denn, man erweitert das GelĂ€nde) ?? Die Gastro könnte man sicherlich verbessern oder einen neuen, modernen Spielplatz anlegen. Ansonsten kann man mit der mittlerweile schon obligatorischen begehbaren Katta- und/oder KĂ€nguruh-Anlage sicher auch den ein oder anderen Besucher locken, dem Vivarium, Tropenhaus, Tur, Kulan, Anoa und Co. bisher nicht reichen...
(02.04.2017, 16:16)
Oliver Muller:   Eigentlich gibt es schon eine sehr detaillierte Planung, die aber demnach wohl schon wieder Makulatur ist?
(31.03.2017, 21:19)
Oliver Muller:   Im Sommer 2012 war ich in Chemnitz und da war das schon im Gange...
(20.02.2017, 17:53)
W. Dreier:   Oh, dann dauert das schon vier Jahre ! Im MĂ€rz 2013 war man gerade am Abbau der linken Kleinkatzenanlagen dabei - Amurkatzen- und Karpatenluchsgehege.
(20.02.2017, 17:29)
Oliver Muller:   Ist der Tierpark eigentlich bzgl. des unten veröffentlichten Sanierungsplans einigermaßen im Plan? Man hört ja nicht wirklich viel aus Chemnitz. Das Einzige, was ich weiß ist, dass die Sanierung des Katzenrings seit einer gefĂŒhlten Ewigkeit andauert...
(20.02.2017, 12:03)
Oliver MĂŒller:   Nach langem Hin und Her ist wohl gestern endlich das Entwicklungskonzept fĂŒr den Tierpark Chemnitz verabschiedet worden.
http://www.sachsen-fernsehen.de/Aktuell/Chemnitz/Artikel/1371714/Technisches-Rathaus-zieht-ins-Contiloch/
Was geplant war, findet sich hier:http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Neues-Tierpark-Konzept-setzt-auf-Froesche-und-Artenschutz-artikel9058390.php
(18.12.2014, 13:26)
Harald Meyer:   Habe also gestern den Zoo Chemnitz besucht. Ein kleiner, schöner Zoo mit einem sehr interessanten und sehenswerten Amphibienbestand. Die LippenbĂ€renanlage hat mich etwas enttĂ€uscht. Ich fand das fĂŒr die Tiere zu wenig Reize in dieser Anlage sind. Daher auch das stĂ€ndige hin und her laufen des BĂ€ren mit stereotypischen Kopfbewegungen am Schieber zum Haus. Die Kleinkatzenanlage befindet sich zur Zeit im Um- bzw. Neubau und kann nicht besichtig werden. Die alte "BĂ€renburg" des Zoos beherbergt keine Tiere mehr, kann aber besichtig werden. Man kann kaum glauben das in diesen kleinen Innenabteilen einmal BĂ€ren, Tiger etc. gehalten worden sind. Zuletzt waren, glaube ich, die BĂ€renmakaken drin. Diese sind aber zwischenzeitlich mit den LippenbĂ€ren vergesellschaftet. In der BĂ€renburg ist auch eine kleine Bilderausstellung ĂŒber die Entwicklung des Chemnitzer Zoos zu sehen.
(05.05.2014, 12:42)
Gudrun Bardowicks:   Schön, dass es endlich eine Planung fĂŒr die Sanierung und AttraktivitĂ€tssteigerung des Chemnitzer Zoos gibt. Hoffentlich wird genug Geld von der Stadt fĂŒr die Umsetzung der PlĂ€ne zur VerfĂŒgung gestellt.
(13.03.2013, 23:23)
Liz Thieme:   Grafik vergessen - ebenfalls aus der FP
(13.03.2013, 21:01)
Liz Thieme:   In der Freien Presse ist gestern der Sanierungsplan des Tierparks veröffentlicht worden:

Bis zum Jahr 2024 sollen schÀtzungsweise 5,9 Millionen Euro investiert werden.

1. Katzenring: Der Gehegekomplex entspricht nicht mehr den Anforderungen der Tierhaltung, konnte zuletzt nur teilweise genutzt werden. KĂŒnftig soll dort eine neue Katzenart einziehen - der Manul. Noch anstehende Kosten: 314.500 Euro, geplante Fertigstellung: bis 2016

2. Hirsch-Anlage: Das Haus ist eines der Ă€ltesten des Tierparks. Die baufĂ€lligen StĂ€lle mĂŒssen komplett neu gebaut werden. Der Zaun soll ebenfalls erneuert, das Außengehege teilweise vergrĂ¶ĂŸert werden. Nach Abschluss der Planung muss nun im nĂ€chsten Haushalt Geld fĂŒr die Umsetzung bereitgestellt werden. GeschĂ€tzte Kosten: 221.000 Euro, Umsetzung: 2014/15.

3. Kulan-Anlage: Der Stall fĂŒr die Esel muss dringend saniert, der Außenbereich soll neu geordnet werden. Auf einer bisher ungenutzten FlĂ€che soll ein zusĂ€tzliches Hengstgehege entstehen und der Weg, der derzeit zwischen Anoa- und Somali-Gehege endet, zum Rundweg ausgebaut werden. Kosten: 88.000 Euro, Umsetzung: 2014/15.

4. Flamingo-Gehege: Eine Sanierung ist vor allem wegen FeuchtigkeitsschĂ€den erforderlich. Zudem wird eine VergrĂ¶ĂŸerung erwogen, wobei auch eine Winterunterkunft fĂŒr die Weißstörche entstehen soll. Kosten: 72.100 Euro, Realisierung: 2015/16.

5. VerwaltungsgebĂ€ude Nevoigtstraße: Dachinstandsetzung. Kosten: 109.000 Euro, Realisierung: 2016

6. Tropenhaus: Abschnittsweise Sanierung und Instandsetzung des Daches ab diesem Jahr. Kosten: 170.000 Euro, Umsetzung: bis 2016.

7. SozialgebĂ€ude Kaufmannstraße: Abschluss der 2008 begonnenen Sanierung noch in diesem Jahr.

8. Anoa-StĂ€lle: Es soll ein neuer Stall gebaut werden, der Besuchern Einblicke ins Innere ermöglicht, denn im Winter dĂŒrfen die Tiere nicht ins Freie. Kosten: 179.800 Euro, Fertigstellung 2016/17.

9. Fossa-Anlage: FĂŒr potenziellen Nachwuchs soll das Gehege erweitert werden oder auf FreiflĂ€chen ein Neubau entstehen. Kosten: rund 83.800Euro, Fertigstellung: 2017.

10. Krallenaffenhaus: Sanierung und Neugestaltung Eingangsbereich. GeschÀtzte Kosten: 81.600 Euro, Fertigstellung: 2018.

11. Weg am Fasanengehege: WeiterfĂŒhrung und Ausbau bis zum Tropenhaus, sodass ein Rundweg entsteht. Dazu mĂŒsste ein kleines FlurstĂŒck angekauft und eine BrĂŒcke ĂŒber den Unritzbach errichtet werden. Kosten: 139.000 Euro, Umsetzung: möglichst rasch.

12. WirtschaftsgelĂ€nde Kaufmannstraße: Instandsetzung des Garagenkomplexes. Ansiedelung eines Futterlagers und Übernahme von Aufgaben des Wirtschaftshofes an der Nevoigtstraße. Kosten: rund 118.300 Euro, Umsetzung: 2018

13./14. Wirtschaftshof Nevoigtstraße: Verlagerung auf das GelĂ€nde Kaufmannstraße, Abriss von Garagen, Baracke und Lagerplatz. KĂŒnftige Nutzung als Besucherbereich, unter anderem mit Schildkröten-Freianlage und Rundweg. Eventuell Standort fĂŒr neuen Stehimbiss und neue Besuchertoiletten. Kosten: 412.000 Euro, Umsetzung: ab 2020.

15. Altes BĂ€renhaus/Imbiss: Abriss und Bau einer Freianlage fĂŒr Leoparden, die sich ĂŒber den Hang unterhalb des Imbisses erstreckt. Dadurch neuer Standort fĂŒr den Imbiss notwendig. Kosten: 346.000 Euro, Umsetzung: 2021 bis 2023.

16. Leoparden-Anlagen: Sanierung und Umbau der bestehenden Gehege und Zwischengehege. Weiterhin Nutzung fĂŒr die Haltung einer Großkatzenart oder Umbau zur Anlage fĂŒr bodenlebende, kĂ€lteunempfindliche Affen. Kosten: derzeit unklar, Realisierung: 2023/24.

17. Tierparkschule: Abriss des in die Jahre gekommenen Baus, Umzug der Schule ins leer stehende Erdgeschoss des VerwaltungsgebĂ€udes Nevoigtstraße. Parallel weitere Sanierung des VerwaltungsgebĂ€udes. GeschĂ€tzte Kosten: 194.000 Euro, Realisierung: ab 2021.

18. Neues Tiergehege auf dem GelÀnde der derzeitigen Tierparkschule. Kosten: 430.000 Euro, Umsetzung: ab 2023.

19. Eingangsbereich: Neugestaltung und Bau eines neuen KassengebÀudes, das sich derzeit in einem ehemaligen Sparkassen-Container befindet. Eventuell Integration eines kleinen Zoo-Shops. Kosten: 100.000 Euro. Realisierung: 2024

20. Erweiterung auf Diamant-GelĂ€nde: Idee des Baus einer großen Gemeinschaftsanlage fĂŒr Gorillas und Tieraffen oder einer großzĂŒgigen Anlage fĂŒr Giraffen und andere afrikanische Huftiere. Dazu wĂ€re der Ankauf eines großen FlurstĂŒcks des einstigen Diamant-Werks an der Nevoigtstraße notwendig, einer mit GalvanisierungsrĂŒckstĂ€nden belasteten FlĂ€che, auf der derzeit noch eine Ruine steht. Kosten: 2,9 Millionen Euro, zuzĂŒglich GrundstĂŒckserwerb und Sanierung.
(13.03.2013, 20:14)
Liz Thieme:   LippenbĂ€rin Renate ist verstorben.
(27.08.2012, 21:11)
Michael Mettler:   @Oliver: Anfang der 80er waren aber herangewachsene Grizzlys vielleicht nicht mehr so leicht abzugeben... Außerdem liest sich die Formulierung im Lemke so, als sollten die KragenbĂ€ren auf das ErweiterungsgelĂ€nde ziehen (oder die Grizzlys, und dafĂŒr neue KragenbĂ€ren ins BĂ€renhaus?), und es heißt ja auch "zusĂ€tzlich". Nur entstand dann keine zweite BĂ€renanlage und die Grizzlys waren nun mal vorhanden.
(24.01.2012, 22:22)
Oliver Jahn:   @Michael, das mit den KragenbĂ€ren im Lemke habe ich auch gelesen. Und daher halte auch ich es fĂŒr wahrscheinlich, dass die Grizzlys anfĂ€nglich nur LĂŒckenfĂŒller waren. Aber warum blieben sie dann so lange? Anfang der 80er waren doch KragenbĂ€ren noch zu bekommen.
@Liz, dann sind wir jetzt schon zu dritt bei der Ansicht, dass dieses Tier eigentlich mehr wie ein Kater aussieht.
(24.01.2012, 21:49)
Michael Mettler:   Zum Thema Inzucht: Die Großeltern von Turan waren laut Zuchtbuch 1976 je ein Importpaar in Rotterdam und in Leipzig. Jedes dieser Paare kam gemeinsam im jeweiligen Zoo an, bei den Leipzigern ist kein Geburtsjahr angegeben, die Rotterdamer waren jahrgangsgleich. Schon das könnten also theoretisch jeweils Geschwister gewesen sein...
(24.01.2012, 19:58)
Liz Thieme:   Henry, genau. Und das lĂ€sst ja auch fast vermuten, dass da was unstimmig ist. Finde sowas immer spannend und wĂŒrde mich liebend gern intensiver damit beschĂ€ftigen.
(24.01.2012, 19:29)
Michael Mettler:   @Liz: Nein, sicher kann ich mir mangels Vergleichsfotos nicht sein. Aber nicht nur der Titel des 1980er Bildprospektes zeigt diesen Tiger (s.u.), sondern auch das nebenstehende Foto im Inneren - gleicher Bart, gleiche Gesichtszeichnung. Und dieses s/w-Foto ist im Bildverzeichnis betitelt mit "Sibirischer Tiger Jalta, 4 Jahre alt". Kann man natĂŒrlich anzweifeln, aber dann könnten genausogut auch die Bildunterschriften von Turan (Faltplan, s.u.) und Sima (Prospekt und Faltplan) nicht stimmen... Bis 1983 brauchen wir dabei gar nicht zu gehen, denn da wurden die beiden Fotos ja nur noch mal "aufgewĂ€rmt". Erstmals veröffentlicht wurden sie mit einer Druckgenehmigungsnr. von 1980; nach den gerade bei der Magdeburger DHH-Recherche gemachten Erfahrungen schließt das nicht aus, dass die Fotos vor 1980 gemacht wurden (nach den Altersangaben der Tiere mĂŒssten beide Aufnahmen aus dem Jahr 1978 stammen), aber auch nicht, dass der Bildprospekt erst 1981 erschien und ein Foto ausgetauscht wurde, ohne dass die Bildlegende einige Seiten zuvor korrigiert wurde.

Ich habe ja selber schon gesagt: Bevor ich mich jetzt nÀher damit auseinandergesetzt habe, hatte ich den Titel-Tiger ebenfalls als Kater "abgebucht".
(24.01.2012, 19:28)
Henry Merker:   Die genannten Tiere werden noch durch den ZuchtbuchfĂŒhrer auf ihre Herkunft hin untersucht. Demnach ist davon auszugehen, dass in einiger Zeit hierzu Klarheit besteht.
(24.01.2012, 19:01)
Liz Thieme:   Michael, bist du dir sicher, dass das Jalta sein soll?
Vom Kopf geht es meiner Meinung nach Richtung Weibchen, aber den Backenbart wĂŒrde ich ebenfalls einem Kater zu schreiben.
WĂŒrde gerne mal ein Bild von einer Katze mit solchem Backenbart sehen. Ich habe dies wenigstens noch nie (bewusst).

Wer sagt denn, dass das Bild aktuell sein muss?
Hier nochmal die adulten Tiere die mind. bis 1983 da waren in Kurzform.

Turan ♂ 10.5.1966 Leipzig > 4.10.1967 Berlin ZZ > 31.12.1976 Chemnitz V: 25.4.1980

Uschki ♀ 14.4.1967 Leipzig > 4.10.1967 Berlin ZZ > 31.12.1976 Chemnitz V: 6.4.1977

Ural ♂ 21.8.1974 Berlin ZZ > 5.8.1976 Chemnitz > 30.4.1982 Gotha > 15.3.1984 Chemnitz V: 16.3.1984

Jalta ♀ 21.8.1974 Berlin ZZ (DDR Staatszirkus) > 28.12.1976 Chemnitz > 9.7.1982 Gotha V: 7.6.1983

Sima ♀ 4.5.1978 Chemnitz (Inzucht) V: 9.1.1981

Gorin II ♂ 19.9.1978 Chemnitz (Inzucht) V: 27.4.1995

Und fĂŒr mich fallen Uschki, Jalta und Sima raus.
Und irgendwie finde ich, dass da in dem Tier auch nicht nur Amur drin ist. Aufgrund der Daten mĂŒsste dann aber im Zirkus ein anderes Tier ein Elter von Jalta sein. Oder die Wildtiere waren keine Amur. Denn offiziell sind alles Amur, die aus der Wildnis kamen und dann aus der Leipziger Zucht bzw Rotterdam.

(24.01.2012, 17:32)
Michael Mettler:   Noch ein Fund, diesmal aus der Festschrift zum 40-jĂ€hrigen Bestehen des Tierparks: Das Grizzly-Paar Ben und Kitty kam 1980 aus dem Zoo Leipzig.

Kittys Alter wird bei ihrem Tod 2006 merkwĂŒrdigerweise auf "26 bis 30 Jahre" taxiert. Ob sie bei ihrem Einzug ein Jungtier oder eine vierjĂ€hrige BĂ€rin gewesen war, dĂŒrfte doch wohl irgendjemand aufgefallen sein...

Bliebe die Frage, warum Grizzlys in einem Zoo, der sich auf Tiere der Sowjetunion spezialisierte. Waren vielleicht die ersten KragenbĂ€ren gestorben und die Grizzlys nur als schnell beschaffbare LĂŒckenfĂŒller gedacht, bis wieder KragenbĂ€ren (vielleicht sogar die Ussuri-Unterart) zu bekommen waren, wozu es dann nicht mehr kam? War vielleicht auch die Tigerhaltung im BĂ€renhaus aus Ă€hnlichen GrĂŒnden nur ein ganz kurzes Intermezzo, das aber ein paar eindrucksvolle Bilddokumente hinterließ?
(23.01.2012, 23:51)
Michael Mettler:   Na, dann wĂ€re diese Frage ja gelöst.

Zur BĂ€renfrage fand ich noch ein merkwĂŒrdiges Detail: Lemke - ich habe die 2. Auflage von 1987 - fĂŒhrt ja fĂŒr das BĂ€renhaus nur Grizzlys an ("Große Anlage mit GrizzlybĂ€ren"!), aber eine Seite vorher heißt es "Der Tierpark soll um 3 ha erweitert werden. Es ist beabsichtigt, u.a. Rentier, Sikahirsch, KragenbĂ€r und Wisent zusĂ€tzlich in den Tierbestand aufzunehmen."
(23.01.2012, 23:35)
Oliver Jahn:   Ich habe eine AusschnittvergrĂ¶ĂŸerung meines Bildes erstellt. Und das ist haargenau die Öffnung, in der der Tiger liegt. Und das Tigerklo liegt viel zu weit hinten! ;-)
(23.01.2012, 23:03)
Michael Mettler:   @Oliver: Wie darunter erwĂ€hnt gab es ja tatsĂ€chlich mehr als einen Kater bis 1980. Aber warum soll nicht auch mal eine Tigerkatze einen langen Backenbart tragen...?

FĂŒr die Baulichkeiten weiß ich auch eine Lösung. Der 81er TigerkĂ€fig wurde spĂ€ter zum Besucher-WC des 1995er Plans umgebaut :-D

Hast du Fotos des BÀren(makaken)kÀfigs, auf denen man die "HöhleneingÀnge" sehen kann?
(23.01.2012, 22:50)
Michael Mettler:   P.S. Sima starb Anfang Januar 1981, die Zwillinge wurden im Juli 1981 geboren. Im Faltplan steht den Fotos von Sima und Turan (gestorben im April 1980) noch jeweils "ist" (das erste Tigerkind bzw. der Stammvater), nicht "war" - der Plan stammt also inhaltlich eher von 1980 und wurde lediglich spĂ€ter herausgegeben. Vielleicht wurde er gleichzeitig mit dem Bildprospekt verfasst, beide ergĂ€nzen sich ja inhaltlich. Durfte der Tierpark möglicherweise noch keinen "richtigen" ZoofĂŒhrer herausgeben, weil er ja nicht zum Kreis der großen DDR-Zoos gehörte, und musste deshalb dessen Inhalt auf zwei Druckwerke verteilen...?
(23.01.2012, 22:39)
Oliver Jahn:   @Michael, wer sagt denn, dass es nur einen Kater gab? Oder aber, dass die Bildunterschriften stimmen?
Und zum Plan, nach dem zweiten Plan hÀtte man ja auch den BÀrenkÀfig leicht verdreht.
(23.01.2012, 22:28)
Michael Mettler:   Ich habe im Net ein paar TigerzuchtbĂŒcher gefunden - es gab im fraglichen Zeitraum sogar mehr als zwei ausgewachsene Amurtiger in Chemnitz!

Der erste Tiger des Parks war der Kater Ural, geboren 1974 im VEB Zentralzirkus Berlin. Er kam am 5.8.76 in Karl-Marx-Stadt an. Am 28.12.76 folgte ihm seine Wurfschwester, und das war tatsÀchlich Jalta aus dem Bildprospekt. Nur drei Tage spÀter kam ein weiteres Paar aus dem Circus, der zehnjÀhrige Kater Turan (= Gorin) und die neunjÀhrige Katze Tschita (= Uschki). Turan war der Vater von Ural und Jalta, Tschita seine Vollschwester (aber nicht die Mutter der Beiden); beide stammten aus Leipziger Zucht. Tschita starb 1977, blieben also 2,1 adulte Amurtiger.

Am 4.5.78 hatte Jalta von ihrem Vater Turan den ersten Wurf, von 1,3 ĂŒberlebte aber nur 0,1 Sima (die mit der Flasche aufgezogen wurde). Am 19.9.78 folgte der zweite Wurf (wieder von Turan), von 2,1 Jungen ĂŒberlebte diesmal ein Jungkater (Gorin II). Beide Jungtiere blieben im Bestand.

1979 hatte das Zuchtpaar seinen dritten Wurf, 3,1 Jungtiere, die alle ĂŒberlebten und 1980 zusammen abgegeben wurden. Ebenfalls 1980 starb Turan.

1981 hatte dann das Geschwisterpaar Ural und Jalta einen Wurf von 2,0. Einer der Jungkater starb 1982, der andere wurde im gleichen Jahr abgegeben.

Alles zusammengerechnet hatte der Tierpark Karl-Marx-Stadt also 1981, als der Faltplan aufgelegt wurde (und ein Jahr nach dem Bildprospekt) im Bestand: Das Zuchtpaar Ural und Jalta, einen zwei- bis dreijĂ€hrigen Kater (Gorin II), sowie eventuell noch die wenig Ă€ltere Katze Sima (die allerdings 1981 starb) und/oder die Zwillinge von 1981 (falls sie schon geboren waren). Ganz schön viel fĂŒr die PlatzverhĂ€ltnisse, die der 81er Faltplan wiedergibt...
(23.01.2012, 22:23)
Michael Mettler:   @Oliver: Ich habe den Titel-Tiger auch immer fĂŒr einen Kater gehalten. Aber die Gesichtszeichnung zeigt, dass es nicht Turan (vom Faltplan) sein kann, und aus zwei Katern bekommt man schlecht Nachwuchs - auch wenn es dann verstĂ€ndlicher wĂ€re, warum dieser mit der Flasche aufgezogen werden musste :-)

Anbei der Chemnitzer Zooplan von 1995. Der besagte KĂ€fig ist darauf nicht zu sehen, nur eine KĂ€figreihe, die laut JB 2003 ursprĂŒnglich dem Modell "Leipziger Tigerfarm" entsprach, aber spĂ€ter durch Anbauten erweitert wurde. Das letzte neue Zwischengehege entstand erst 2005 (damals fĂŒr die Angolalöwen, bevor deren heutige Anlage errichtet wurde).
(23.01.2012, 21:53)
Oliver Jahn:   Genau da, wo auf dem 81er Plan ein GroßkatzenkĂ€fig steht ist heute noch immer ein KĂ€fig fĂŒr die Leoparden. Und der ist garantiert nicht aus einer Zeit nach 1995.
(23.01.2012, 20:52)
Oliver Jahn:   Ich bin wirklich kein Experte in Sachen Tigern, aber wenn ich mir das Titelbild anschaue, und dann dein Bild, dann finde ich schon, dass das Tier auf dem Titelbild allein durch den extrem krĂ€ftigen Backenbart viel mehr wie ein Kater aussieht, als das Tier, welches du hier eingestellt hast. Aber unabhĂ€ngig davon, wenn das Jungtier mit der Flasche aufgezogen wurde, dann kann es durchaus sein, dass beide Alttiere 1979/80 noch in der BĂ€renanlage waren. Damit ist aber genau so eine Haltung von Grizzlys zum selben Zeitpunkt dort ausgeschlossen. Sie können dort also erst eingezogen sein, nach Auszug der Tiger, oder bei vorheriger Abgabe der KragenbĂ€ren, die 1979/80 dort noch gezeigt wurden.
(23.01.2012, 20:39)
Michael Mettler:   Und hier noch der Zooplan von 1981 - abfotografiert, da in Posterformat. Ich habe aus meinem recht kurzen, einzigen Besuch in Chemnitz wenig Erinnerungen an die Baulichkeiten, da ich mich auf die Tiere konzentriert hatte. Zwar erinnere ich mich an den Kleinkatzenhof, aber nicht mehr an einen grĂ¶ĂŸeren KĂ€fig rechts neben dessen Zugang. Hier auf dem 1981er Plan gibt es ihn. Der zeitlich nĂ€chste mir vorliegende Zooplan ist der aus dem ZoofĂŒhrer von 1995; da ist von diesem KĂ€fig nichts mehr zu sehen, an seiner Stelle herrscht Leere - GroßkatzenkĂ€fige finden sich erst weiter rechts davon. Also stand da offenbar nichts durchgĂ€ngig von 1981 bis heute.

Ich hĂ€tte da einen Verdacht: Vielleicht war das ursprĂŒnglich ein BĂ€ren(spiel)kĂ€fig und bestand schon, bevor das BĂ€renhaus gebaut wurde. Der Park wurde 1964 eröffnet, das BĂ€renhaus aber erst 1970, seine AußenkĂ€fige gar erst 1973 fertiggestellt. Vielleicht hatte man schon vorher JungbĂ€ren als Attraktion geholt, deren wachsenden KrĂ€ften ein womöglich leicht gebauter SpielkĂ€fig aber irgendwann nicht mehr standzuhalten drohte, baute deshalb ein BĂ€renhaus und besetzte den alten KĂ€fig letztlich mit (wenig zerstörungswĂŒtigen) Großkatzen, bis er gar nicht mehr zu erhalten war.

Bei der GrĂŒndung war es ja noch ein Heimattierpark und mĂŒsste doch als solcher einen der DDR-Großzoos als "Paten" gehabt haben. Könnte das Leipzig gewesen sein? Dort wurden laut Zootierliste erstmals 1974, regelmĂ€ĂŸig ab 1979 Grizzlys gezĂŒchtet - vielleicht begann die Haltung in Chemnitz mit ein paar von dort als Saisonhighlight eingestellten JungbĂ€ren, die dann dauerhaft blieben. Erst im alten KĂ€fig, und nach dem Heranwachsen tauschten sie mit den Tigern, die vorher im BĂ€renhaus waren...?
(23.01.2012, 20:31)
Michael Mettler:   @Oliver: Das mit dem Nachdruck mag stimmen, geĂ€ndert wurden nur die Rubrik "Unser Tierpark in Zahlen" und das Impressum, aber keine Fotos. Sogar die Altersangaben der abgebildeten Tiger sind 1983 noch die gleichen wie 1980...

Der Tiger Jalta, der sowohl auf dem Titel des 1980er und 1983er "Bildprospektes" (nennt sich auf S. 2 selbst so) als auch innen drin abgebildet ist, dĂŒrfte gar nicht der Kater gewesen sein, sondern die Katze. Auf der RĂŒckseite des 1981er Zooplans ist jedenfalls das nebenstehende PortrĂ€t des Zuchtkaters Turan zu finden, und der hat neben einem sehr ausgeprĂ€gten Katerkopf auch eine andere Gesichtszeichnung als Jalta. Der Jungtiger Sima, ebenfalls im Bildprospekt verewigt, ist auch auch dem Faltplan abgebildet und war laut dortiger Bildunterschrift eine Flaschenaufzucht; der Hintergrund auf dem erstgenannten Foto ist also nicht aussagekrĂ€ftig bezĂŒglich der damaligen Haltung der Eltern.

Das Baustellenfoto auf dem Faltplan steht in Zusammenhang mit einem Text "Der Aufbau des Tierparks", dadurch erklÀrt sich seine Verwendung. Ebenfalls im Text des Faltplans ist zu lesen, dass die Spezialisierung auf die sowjetische Tierwelt 1975 begann - also im Jahr vor dem Start der Tigerhaltung.
(23.01.2012, 20:06)
Oliver Jahn:   @Michael, der 80er ZoofĂŒhrer scheint der erste zu sein und sein Inhalt relativ aktuell, wĂ€hrend ich beim 83er einfach einen Nachdruck ohne Überarbeitung vermute, das gab es in etlichen Zoos. Im 80er ZoofĂŒhrer ist noch von einer stĂ€rker sich abrundenden Spezialisierung auf die Tierwelt der Sowjetunion die Rede. Da passen Grizzlys eigentlich nicht. Warum man sie dann spĂ€ter aufgenommen hat, entgegen dem Konzept Asien, das wĂ€re interessant.
Was ich nicht verstehe, dass auf deinem 81er Faltplan das BĂ€renhaus als Baustelle abgebildet ist, obwohl es bereits 73 fertiggestellt wurde.
Eine weitere Frage, die sich stellt, wo waren dann bereits 1980 die Grizzlys untergebracht? Im 80er ZoofĂŒhrer sieht man den Tiger ja noch in der BĂ€renanlage. Ebenfalls dort die KragenbĂ€ren. Es dĂŒrfte also fĂŒr die Grizzlys dort kein Platz gewesen sein.
Denn selbst nach Fertigstellung der Tigeranlage sieht es auf den Fotos noch immer so aus, als wÀren in der neuen Anlage eventuell nur Katze mit Jungtier gehalten, und der Kater auf der Anlage im BÀrenhaus.

(23.01.2012, 19:04)
Michael Mettler:   @Oliver: Den Inhalt der "ZoofĂŒhrer" wĂŒrde ich nicht ĂŒberbewerten. Erstens zeigen ihre Fotos nicht den gesamten Tierbestand, sondern nur eine kleine Auswahl daraus, und ein schriftlich beschriebener Rundgang oder eine ErwĂ€hnung aller gehaltenen Arten fehlen darin. Also könnte (!) es auch schon 1980 Grizzlys gegeben haben. Zweitens erschien genau dieses Heft noch einmal mit Druckgenehmigungsdatum von 1983 - da hĂ€tte es dann also laut "ZoofĂŒhrer" noch KragenbĂ€ren gegeben, laut Lemke nicht.

Klar, BĂ€ren als Publikumslieblinge sind "wichtige" Fotomotive. Aber der mit 1981 datierte Faltplan, dessen Lageplan leider keine Bildlegende enthĂ€lt und auf dessen RĂŒckseite einige Tierfotos und kurze Texte ĂŒber den Tierpark abgedruckt sind, kommt sogar komplett ohne BĂ€renfoto und Nennung der gehaltenen Art(en?) aus. Lediglich die Abbildung der Baustelle des BĂ€renhauses nebst Bildunterschrift und die (artlich nicht zuzuordnende) BĂ€rensilhouette im Wegeplan belegen die BĂ€renhaltung.
(23.01.2012, 09:08)
Oliver Jahn:   NatĂŒrlich kann es sein, dass am Anfang die Grizzlys nur die Tigeranlage bekamen, nach dem diese umgezogen waren. Nur sehr lange kann das BĂ€rendoppel nicht bestanden haben, denn im 80er ZoofĂŒhrer gibt es die Grizzlys noch nicht, und im Lemke von 83 gibt es die KragenbĂ€ren nicht mehr.
(22.01.2012, 23:52)
Michael Mettler:   Könnte es nicht zeitweise KragenbĂ€ren UND Grizzlys gegeben haben? Wenn ĂŒber Jahre hinweg ein zĂŒchtendes Paar Amurtiger in einem der Abteile gelebt haben sollte, mĂŒsste es ja zwei InnenkĂ€fige fĂŒr diesen einen AußenkĂ€fig gegeben haben, und da hĂ€tten dann hinterher vielleicht auch zwei Grizzyls "reingepasst".
(22.01.2012, 22:36)
Oliver Jahn:   Dieser erste GroßkatzenkĂ€fig steht ja noch und in ihm sind heute die Leoparden. Der hat auf gar keinen Fall eine FelsrĂŒckwand. Ich tippe also darauf, dass man anfĂ€nglich die Tiger im rechten, die KragenbĂ€ren im linken KĂ€fig unterbrachte. Dann bekamen die Tiger eine eigene Anlage und die hier abgebildete wurde nur noch von den BĂ€ren genutzt. Irgendwann zwischen 80 und 83 muss dann der Wechsel von KragenbĂ€ren auf die Grizzlys erfolgt sein.
(22.01.2012, 19:08)
Michael Mettler:   Mein bisher einziger Besuch war 2007, und auch da mĂŒsste die Anlage geteilt gewesen sein. Auf jeden Fall waren die WeißrĂŒsselbĂ€ren dort untergebracht, und links mĂŒssten die BĂ€renmakaken gesessen haben.

Auf besagtem Faltplan wurde das BĂ€renhaus ĂŒbrigens als "eines der schönsten TierhĂ€user des Tierparks" bezeichnet. "1970 wurde der Bau dem Tierpark zur Nutzung ĂŒbergeben, 1973 die Außenanlage vollendet." Die Haltung von Amurtigern begann laut Zootierliste 1976 (das erste im Tierpark geborene Jungtier ist auf dem 81er Faltplan abgebildet, der Zuchtkater als "Stammvater aller bereits in Karl-Marx-Stadt geborenen Jungtiere" untertitelt), die KragenbĂ€ren waren in der ZTL zumindest bis vorhin noch gar nicht gelistet.

Den "Kleinkatzenhof" und die Wolfsanlage gab es auf dem 81er Plan noch nicht, ein nahezu quadratischer KĂ€fig (?) mit einer Großkatzensilhouette ist rechts vom spĂ€teren Durchgang auf den Katzenhof eingezeichnet, fĂŒr das BĂ€renhaus nur eine BĂ€rensilhouette. Nichts deutet darauf hin, dass dort oder irgendwo anders im Park als eingezeichnet noch Großkatzen untergebracht waren.
(22.01.2012, 17:04)
Oliver Jahn:   @Michael, genau das Bild meine ich. Und die Anlage IST geteilt, noch heute, wie man auf meinem Foto erkennen kann, wenn man es vergrĂ¶ĂŸert. Und genau diese Felskulisse auf dem Titelbild mit dem Tiger lĂ€sst mich ja diese Vermutung anstellen. Denn die FelsrĂŒckwand scheint der der BĂ€renanlage doch sehr Ă€hnlich.
(22.01.2012, 16:04)
Michael Mettler:   @Oliver: Auf einem von 1981 datierten Faltplan ist ein Foto aus der Bauphase der Anlage zu sehen, die mit "BĂ€renhaus" betitelt ist. Tiger waren zu dieser Zeit offenbar schrĂ€g rechts hinter dem Haus auf der anderen Seite des Besucherweges untergebracht, also etwa im Bereich "Kleinkatzenhof"/heutige NasenbĂ€ranlage (frĂŒher Wolfs-, dann KĂ€ngurugehege). Die Umgebung aus großen Natursteinblöcken auf den Tigerfotos ist allerdings "verdĂ€chtig"...

Um diesen Faltplan herum (1980 und 1983) erschienen zwei praktisch identische Ausgaben eines "ZoofĂŒhrers", der eigentlich keiner war - es ist im Grunde ein Bildband mit einer kurzen textlichen Einleitung, aber ohne Rundgang- oder Artenbeschreibung. In beiden ist das Foto zweier KragenbĂ€ren in der Anlage zu finden, ohne aber eine Teilung des KĂ€figs erkennen zu können. Ist vermutlich das Bild, das du meinst...?
(22.01.2012, 10:26)
Oliver Jahn:   Im letzten Jahr, bei meinem ersten Besuch in Chemnitz sah ich diese Anlage, in der BĂ€renmakaken untergebracht waren. Es ist eine der alten Anlagen des Tierparks, allerdings mit einer fĂŒr DDR-VerhĂ€ltnisse eher ungewöhnlichen Bauart. Nach "Lemke" waren zur Zeit seines Buches dort GrizzlybĂ€ren untergebracht. Jetzt habe ich ein Bild gefunden, auf dem in dieser Anlage KragenbĂ€ren zu sehen sind. Das Bild muss vor 1980 entstanden sein. Kann es sein, dass zu dieser Zeit in dieser Anlage gleichzeitig auch auf der rechten Seite die Amurtiger in unmittelbarer Nachbarschaft zu den BĂ€ren gehalten wurden?
(22.01.2012, 00:23)
Liz Thieme:   Und wieder ist eine besondere Geburt zu vermelden.
Nach neun Jahren gab es wieder eine erfolgreiche Geburt bei den Anoas. Das Jungtier ist mÀnnlich, so wie die beiden letzten aufgekommenen Tiere.
(06.12.2011, 08:40)
Liz Thieme:   Ganz untergegangen ist die Geburt von zwei Persischen Leoparden im Juli. Und auch ein Somaliesel-Hengst wurde im Juli geboren.
(21.08.2011, 14:12)
Liz Thieme:   Der Zwergflusspferd-Bulle Ortwin musste heute eingeschlĂ€fert werden. Er hatte nicht mehr gegessen und Atemprobleme. Ortwin ist 40,5 Jahre alt geworden. ZurĂŒck bleiben Petty und Bingo.
(01.06.2010, 20:27)
Sven L.:   Die Erweiterung, mit dem Bau einer Nashornanlage (ich hatte auf einen neuen Halter fĂŒr Spitzmaulnashörner gehofft), rĂŒckt leider in weite Ferne. Zwischen der Stadt und demGelĂ€ndeeigentĂŒmer scheint derzeit eine Einigung nicht in Sicht, so zumindest lt. regionaler Presse.
Neu sind lt. Tierparkmitteilung sieben Akazienratten, die in einer Vitrine des Streichelzoos untergebracht sind. Diese stammen aus dem Zoo in Plsen.
(13.02.2010, 16:52)
Sven L.:   Tierpark und Wildgatter: JahresrĂŒckblick 2009
In diesem Jahr kamen in Tierpark und Wildgatter bisher rund 500 Tiere zur Welt.
Der grĂ¶ĂŸte Teil der Jungtiere konnte diesmal bei den Amphibien verzeichnen werden, hier gab es ĂŒber 300 Mal Nachwuchs. Vor allem die Axolotl, verschiedene Baumsteigerfroscharten, Maskenlaubfrösche, Pfeiffrösche, Rippen- und Krokodilmolche vermehrten sich gut.
Bei SĂ€ugetieren und Vögeln erblickten jeweils ca. 100 Jungtiere das Licht der Welt. Besonders erfreut waren die TiergĂ€rtner ĂŒber den Nachwuchs bei den Zweifingerfaultieren im Tropenhaus, denn es war die erste Nachzucht bei dieser erst seit wenigen Jahren im Tierpark Chemnitz gehaltenen Art. Jungtiere wuchsen auch bei NasenbĂ€ren, Oman-Falbkatzen, Przewalskipferden, Mesopodamischen Damhirschen, Lisztaffen, Karpatenluchsen, Wisenten, diversem Schalenwild und vielen Haustieren auf. Erfolgreiche Bruten gab es u. a. bei Mandarin- und Kolbenente, Gold- und Elliotfasan, Dolchstich- und Zweifarbfruchttaube sowie den Sonnenrallen. Die Steppenadler zogen sogar drei KĂŒken auf.

Rund 160 Nachzuchten verließen 2009 Tierpark und Wildgatter. Darunter auch zwei Somali-Wildesel, die die weite Reise nach Djibouti antraten, wo sie nun in einem riesigen Reservat unter naturnahen Bedingungen leben. Bei den seltenen Tieflandanoas gelang endlich die Abgabe zweier Bullen in die Zoos Marwell und Berlin, so dass nun wieder genug Platz vorhanden ist und die Zucht wieder aufgenommen werden kann. Zudem fanden z. B. ein Prinz-Alfred-Hirsch, drei Zweifarb-Fruchttauben, eine Blaustirnamazone, zwei GrĂŒnflĂŒgelaras und vier Steppenadler ein neues Zuhause. Mit der Abgabe der TĂŒrkistangaren und der Swinhoefasane in den Zoo Leipzig sowie des Regenwald-Nilwarans ins Klimahaus Bremerhaven werden diese Arten nicht mehr im Tierpark Chemnitz gehalten.

Es gab ca. 230 Verluste, der Großteil davon entfĂ€llt auf die Amphibien.

110 Tiere aus anderen zoologischen Einrichtungen reisten in diesem Jahr bisher in den Tierpark und das Wildgatter. Eine neue SÀugetierart, das ErdmÀnnchen, kam mit der Eröffnung der neuen Anlage in den Bestand. Durch den Zugang eines PÀrchens MÀusebussarde wird diese einheimische Art wieder im Tierpark gehalten. Im Vivarium gesellte sich der Brasilianische Baumsteiger zum reichhaltigen Artenspektrum.
VerstĂ€rkung erhielten u. a. Mesopotamische Damhirsche, Przewalskipferde, Weißschwanzstachelschweine, Schneeziegen, Wisente, Graupapageien und WeißwangengĂ€nse.

Das grĂ¶ĂŸte Bau-Projekt 2009 war die ErdmĂ€nnchenanlage am Tropenhaus, die vom Förderverein Tierparkfreunde Chemnitz finanziert wurde. Zudem wurde ein Natur-Informationshaus im Wildgatter errichtet und der Kamelstall im Tierpark saniert.

FĂŒr 2010 stehen der Umbau der Kleinkatzenanlagen und die Sanierung des Vivariums auf dem Programm. Das neue Projekt des Fördervereins ist eine neue Anlage fĂŒr die Chinesischen Riesensalamander.


(21.12.2009, 17:44)
Sven L.:   10.12.2009
Heute Morgen hat der Tierpark Chemnitz einen neuen Bewohner erhalten: Aus dem polnischen Zoo Poznan kam ein zweijÀhriger weiblicher Prinz-Alfred-Hirsch an.
(11.12.2009, 17:15)
Sven L.:   Seit Ende 2005 werden im Tropenhaus des Tierparks Chemnitz Zweifinger-Faultiere gehalten. Zuerst lebte nur ein mĂ€nnliches Tier aus dem Zoo Dresden dort, welches dann Anfang 2008 weibliche Faultier-Gesellschaft aus dem Zoo Dortmund bekam. Nun hat sich das erste Mal Nachwuchs eingestellt.
(18.11.2009, 09:54)
IP66:   Die kölner Zooleitung nennt den Folienteich, den sie anstelle der verbrannten Zooschule anlegen zu mĂŒssen glaubte, ebenfalls "Biotop", wĂ€hrend mir der Begriff in Spaßzoos wissentlich noch nicht begegnet ist.
(17.10.2009, 10:35)
Michael Mettler:   Um nicht missverstanden zu werden: Die neue Bezeichnung erfordert m.E. zuviel ErklĂ€rung VOR dem Besuch. Wenn der Besucher erst mal da ist, gibt es genug Möglichkeiten, das Konzept darzustellen. Aber ein Alleinstellungsmerkmal ist ja vorrangig etwas, was Interessenten anlocken, also werbewirksam sein soll.
(16.10.2009, 18:13)
Michael Mettler:   Der Begriff "Bio" ist ohnehin derzeit auf dem besten Wege, im allgemeinen Sprachgebrauch an erster Stelle mit gesunden Lebensmitteln assoziiert zu werden; so wie ja auch "Biotop" selbst in Medien immer wieder mit einem kĂŒnstlich angelegten Teich gleichgesetzt wird. Das ist zwar beides Ă€ußerst bedauerlich, aber nicht wegzudiskutieren. Deshalb finde ich die angedachte Umbenennung auch nicht besonders geschickt, denn sie erfordert einfach zuviel ErklĂ€rung. Das ist es, was ich mit "an der Hauptzielgruppe vorbeikonstruiert" meine.
(16.10.2009, 17:07)
Markus R.:   Auch wenn ich die Entwicklung des Tierparks Chemnitz bislang mit großer Sympathie verfolgt habe, muss ich bekennen, dass mir die geplante Umbenennung ĂŒberhaupt nicht zusagt. Denn jeder weiß, was ihn in einem Tierpark erwartet, doch was soll sich ONB bitte unter einem "Bio-Zoonen-Park" vorstellen?
(16.10.2009, 16:36)
IP66:   Streng genommen hĂ€tte ich von "Zoos in öffentlicher TrĂ€gerschaft" sprechen sollen.
(16.10.2009, 14:15)
Sacha:   @Oliver Jahn: Auch wenn es Off-Topic ist: Du hast Deiner Tochter eine Erlebniszoo-Hannover-CD geschenkt? Dass da der Kinderschutz oder Amnesty International noch nicht eingegriffen hat.....:)
(16.10.2009, 09:48)
Henry Merker:   Letztlich ist es entscheidender, dass die Zoos den Berg Ararat erreichen und dazu auch entsprechend gut besetzt sind.
(15.10.2009, 21:37)
Michael Mettler:   Also, lieber Tierpark Chemnitz, lasst euch schon mal einen Song zum Bio-Zoonen-Park komponieren ;-)
(15.10.2009, 21:13)
Oliver Jahn:   @Michael, so stimmt das ja nun mit Noah nicht ganz! Er nahm von jeder reinen Art 7 Paare, von jeder unreinen je ein Paar und von den Vögeln des Himmels je 7 MĂ€nnchen und 7 Weibchen mit auf die Arche! Sie kamen nur zu zweit IN die Arche, damit ist aus der Übersetzung heraus gemeint, dass sie paarweise die Arche betraten. ;-)
Aber zum Thema, WIR werden vielleicht noch in 20 Jahren sagen "Gehen wir in den Zoo, Affen gucken!"
Meine Tochter mit ihren 6 Jahren fragt aber jetzt schon: "Papa, wann fahren wir mal wieder zum Erlebniszoo Hannover?" Sie ist eben mit diesem Begriff aufgewachsen und hier ist vor allem die CD mit dem Zoolied sehr prÀgend gewesen.

(15.10.2009, 20:49)
Michael Mettler:   @IP66: "Staatliche" Zoos?

@Holger: Den Bildungsauftrag kann man auch ohne "Markennamen" erfĂŒllen - ein solcher scheint mir eher werbliche bzw. touristische GrĂŒnde zu haben. Ich bin ĂŒbrigens keineswegs gegen solche Namen, nur finde ich manche ein wenig zu "abgehoben" und an der Hauptzielgruppe vorbei konstruiert. Darin zeigt sich mal wieder der Spagat, zu dem ein Zoo genötigt wird: Er ist abhĂ€ngig von konsumbereiten Besuchern, muss aber gleichzeitig seinen wissenschaftlichen/kulturellen Anspruch darstellen.
(15.10.2009, 13:26)
IP66:   Ich habe den Eindruck, daß die neuen Namen und Vermarktungsstrategien eine Folge der Kommerzialisierung der staatlichen Zoos markieren. Ähnlich wie man ArbeitsĂ€mter Agenturen oder UniversitĂ€ten Dienstleister genannt hat, so erwartet man nun auch von stĂ€dtischen Museen oder Zoos, daß sie als Firme betrachtet werden und entsprechend auftreten. Dabei werden wohl derzeit in manchen Zoos mehr staatliche Mittel verbaut und verbraucht als zuvor, wenn auch, wie etwa in Gelsenkirchen, unter der PrĂ€misse, daß sich die Einrichtung in Zukunft selbst trĂ€gt.
Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, kann man durchaus zu der Überzeugung kommen, daß viele Spaßelemente und wenig ausgestellte Arten auch deshalb so beliebt bei Neubauten sind, weil ein Mienengeist weder gefĂŒttert werden muß noch Verdauungsprodukte im Gehege verteilt, die man personalintensiv einsammeln muß.
Interessant ist ja auch, daß in einer Zeit, als sich noch nicht jeder Kleinstadtzoo als eigene "Marke" verstand, Tiebstand und Zoocharakter manchenorts stĂ€rker unterschieden als heute.
(15.10.2009, 11:31)
Holger Wientjes:   Und trotzdem sollte man, auch wennÂŽs fĂŒr eine Minderheit ist, die aber unter UmstĂ€nden wiederum in Form von z.B. Zoovereinen den jeweiligen Park unterstĂŒtzt, den Bildungsauftrag und einen kulturellen Rahmen nicht vernachlĂ€ssigen. So ist fĂŒr jeden was dabei.
Ich geh ja auch in den Zoo um "Affen zu gucken". Genauso gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass der ein oder andere ĂŒber die "Spaßschiene" zu mehr Interesse in Sachen Tier und Umwelt gelangt.
(15.10.2009, 11:08)
Michael Mettler:   @Holger, du hast voll auf den Punkt getroffen: Meines Erachtens erwarten viele Zoos heute viel zu viel von ihren Besuchern bzw. von deren Bereitschaft, ĂŒber Inhaltliches nachzudenken. Ich wette, auch in zwanzig Jahren wird es noch bei der Wochenendplanung heißen "Wollen wir morgen in den Zoo gehen und Affen gucken?" und nicht "Wollen wir uns morgen im Bio-Zoonen-Park/Naturzoo/Artenschutzzentrum mal so richtig ĂŒber die Zerstörung der LebensrĂ€ume informieren?"....
(15.10.2009, 10:04)
Holger Wientjes:   "Kulturzoo" WĂ€re wohl ein zu grosses Wagnis. Wer will sich in seiner knapp bemessenen Freizeit, die frĂŒher eigentlich noch viel knapper bemessen war (!), und in der Spass an erster Stelle steht, denn grossartig mit Kultur befassen ?? Viel zu anstrengend... ;-) Obwohl das Eine ja nunmal das Andere nicht ausschliesssen muss.
(15.10.2009, 09:56)
Michael Mettler:   Es wĂ€re ungerecht, das jetzt nur an Chemnitz festzumachen, das Problem scheint mir generell darin zu liegen, dass sich die Zoowelt selbst unter Zwang gesetzt hat, sich nach Themen zu sortieren und einen Namen fĂŒr das Gezeigte zu finden, der von Branchenkollegen distanziert und gleichzeitig darĂŒber hinwegtĂ€uschen soll, dass sich in der hĂŒbschen Marketingverpackung nach wie vor immer noch "nur" ein Zoo verbirgt. Ein Tropenhaus mit dem ĂŒblichen KrallenĂ€ffchen-Zwergaguti-Faultier-Leguan-Besatz ist nun mal von der Besucherwirkung her ĂŒberall weitgehend das Gleiche, ob es nun in einem "unsortierten" Zoo, einem Geo- oder Biozoonenzoo, einem Artenschutzzentrum oder Biopark, oder in einem auf die sĂŒdamerikanische Tierwelt spezialisierten Park steht - hier wĂ€ren wohl eher mal neue Ideen als neue Namen gefragt.

Wenn man sich viele der modernen "Marken", die Zoos sich und ihren Konzepten verleihen, mal genauer ansieht, dann lĂ€sst sich die inhaltliche Richtigkeit gern mal hinterfragen. "Erlebniszoo": War der Besuch vorher kein Erlebnis? Ohne Adjektiv macht die Bezeichnung ĂŒberhaupt keinen Sinn, schließlich gibt es gute und schlechte Erlebnisse. "Naturzoo": Inhaltlich ein Widerspruch in sich. "Der Zoo als Arche": Noah nahm nur ein Paar von jeder Tierart in seine Obhut, hatte also wohl keine Angst vor InzuchtschĂ€den... ;-) Interessanterweise pochen ja Zoos gern darauf, kulturelle Einrichtungen zu sein, aber eine Umbenennung in "Kulturzoo" hat bezeichnenderweise noch keiner gewagt.

ZurĂŒck zu Chemnitz: "Inselzone"? "Insel" allein ist kein Lebensraum, ich fĂŒr meinen Teil sĂ€he da schon geringfĂŒgige Unterschiede z.B. zwischen Grönland und Bali, und das mit den kleineren Tierformen aufgrund geringerer PlatzverhĂ€ltnisse auf Inseln relativiert sich angesichts von z.B. Riesenschildkröten oder KodiakbĂ€r auch sehr schnell - und wird schon von dem fĂŒr Chemnitz ins Auge gefassten Komodowaran ad absurdum gefĂŒhrt.
(15.10.2009, 09:22)
Holger Wientjes:   Ich denke, an Bonobos wĂ€re es noch schwieriger heranzukommen.
(15.10.2009, 07:08)
Alexander Fuchs:   Das Alleinstellungsmerkmal dĂŒrfte nicht einmal eine Gliederung der Biotope sein. Wenn man es als "Zoonenzoo" vermarktet, dann denke ich mal, dasses eher eine untergeordnete Rolle spielt. Man könnte den Besucher durch solche Wortspiele anlocken und man hĂ€tte irgendwann einmal ein Alleinstellungsmerkmal, was dem Besucher eher Unterschwellig den Eindruck der Biotope zeigen wird. Es wird dann eher einen Volksbegriff geben mĂŒssen, den Besucher anlocken und der sich manifestiert. Z.B."Komm, heute gehen wir in den Zoonenzoo"
FĂŒr so ein Vorhaben ist natĂŒrlich ein gutes und preiswertes Marketing eine Grundvorausetzung.

Mit den Orangs ist es eher ein Wunschgedanke, denke ich mal. Wie wÀre es denn mit Bonobos...

(14.10.2009, 22:09)
IP66:   Ebendeshalb halte ich es ja auch fĂŒr den falschen Weg, die kleinen Parks nach der postmodernen Erlebniszoomode zu bewerben ...
(14.10.2009, 13:52)
Michael Mettler:   ...und nicht zu vergessen, natĂŒrlich auch in Leipzig, was ebenfalls nicht weit weg ist.
(14.10.2009, 13:04)
Michael Mettler:   Ob der normale Besucher es wirklich als Alleinstellungsmerkmal begreift, wenn die gleichen Tierarten hier nach Biotopen, dort nach Erdteilen und dort gar nicht besonders verteilt werden, bliebe mal dahingestellt - die Kunst besteht dann darin, ihm den Hintergedanken zu erklĂ€ren und damit eine BegrĂŒndung zu liefern, warum er nun auch in diesem Zoo Orangs findet. Die gibt es nĂ€mlich auch in den relativ dicht benachbarten Zoos von Dresden (dort als altbekannte SpezialitĂ€t), Usti und Liberec.
(14.10.2009, 12:47)
IP66:   Ich denke, daß StĂ€dte wie Hoyerswerda oder Chemnitz gut daran tun, die wenigen touristischen Anziehungspunkte, die sie vorweisen können, zu pflegen. Ich denke, daß man in Duisburg mehr Touristen durch den Zoo anzieht als durch die Hafenrundfahrt oder das Lehmbruck-Museum, und daß auch in Wuppertal der Zoo eine Institution vorstellt, die die Stadt bekannt und fĂŒr Besucher wie Einwohner attraktiv macht. Insofern wĂ€re es wohl nicht nur den jeweiligen Stadtregierungen, sondern auch dem Land Sachsen zu raten, vor allem zu fördern, was nicht ĂŒberlaufen ist.
Hier im Rheinland habe ich den Eindruck, daß die Dichte von vergleichbaren Kulturinstitutionen dazu fĂŒhrt, daß die Bereitschaft, ein anderes Museum oder auch einen anderen Zoo zu besuchen, steigt, so daß letztlich alle davon profitieren. Das muß in Sachsen nicht anders sein.
(14.10.2009, 10:58)
Alexander Fuchs:   @IP66 Der Tierpark wird ja nicht vollstĂ€ndig neu erbaut werden, es werden nur die vorhanden Tiere in Klimazonen zusammen gefasst.
Der Rest, wie Orang oder Nashorn, dĂŒrfte da Wunschgedanke sein (noch).
Bei meinem Besuch im Sommer wollte man die Staußenanlage mit der Zebraanlage zusammen legen, als große Afrikaanlage und so denke ich mir das auch fĂŒr den Rest der Tiere, im Tierpark.
Nur ob da der ONB auf Dauer mitspielt und nicht doch ein oder zwei neue Highlights möchte, muss man sehen. Die dann, bin ich mir sicher, auch kommen werden.
Peripherietechnisch liegt der TP doch ziemlich weit am Ende der Stadt und ich denke mal da könnte es die grĂ¶ĂŸten Schwierigkeiten geben, dass nicht genug Besucher , auf Dauer, diesen besuchen werden, um diesen Schritt zum "Zoonenzoo" mitzugehen.
Das die Gelder nicht in rauhen Mengen fließen ist auch klar, nur habe ich die BefĂŒrchtung, dass es drei Nutznießer (Zoos) geben wird und ein vierter auf der Strecke bleibt. Damit meine ich den Zoo in Hoyerswerda.
(13.10.2009, 19:49)
Michael Mettler:   ...und man lĂ€sst sich als "Idee" schĂŒtzen, was es ebenfalls schon vorher gab. So zum Beispiel im Bremerhavener Zoo am Meer: Tiere des hohen Nordens, der MeereskĂŒsten und des Regenwaldes.

Sind die "Zoonen" eigentlich ein Schreibfehler oder ein bewusstes Wortspiel?
(13.10.2009, 18:36)
IP66:   Das ist natĂŒrlich auch eine Möglichkeit: Man verkĂŒndet als großen neuen Masterplan, was es ohnedies schon gibt ...
(13.10.2009, 18:24)
Sven L.:   Richtig, Zwergflusspferde und Faultiere sind beide im Tropenhaus untergebracht.
(13.10.2009, 17:51)
Michael Mettler:   Wieso "könnten" eigentlich Faultier und Zwergflusspferd nebeneinander leben? Ich meine mich von meinem Besuch im vorletzten Jahr zu erinnern, dass schon lĂ€ngst beide im selben Haus gehalten werden.
(13.10.2009, 12:09)
IP66:   Ich halte es nicht fĂŒr die falscheste Idee, Neubauten durchdacht in ein Tierparkkonzept zu integrieren. Ich sehe jedoch einen Fehler darin, einen Tierpark in einer nur bedingt wohlhabenden Kommune "komplett umkrempeln" zu wollen oder die Erwartung zu wecken, hierfĂŒr gĂ€be es Mittel. Hier halte ich die in Wuppertal oder Dortmund verfolgte Praxis, sich einzelnen Projekte womöglich unterschiedlicher TrĂ€gerschaft zu widmen und nur ein grobrasteriges Gesamtkonzept zu verfolgen, fĂŒr erheblich zielfĂŒhrender, weil nur so auf wechselnde Moden und Zielvorgaben reagiert werden kann. In Darmstadt gibt es ja auch einen fĂŒr viel Geld hergestellten geographisierenden Umbauplan, der bislang aber lediglich als Wandverkleidung dient und wohl nie realisiert werden kann.
(13.10.2009, 10:41)
Henry Merker:   Vielleicht, weil dessen Planung feststand, bevor der neue Masterplan entstanden war...
Vielleicht könnte man die Anlage spÀter mit anderen Tieren besetzen?

Erst einmal sehen, was die Zukunft bringt.
(13.10.2009, 09:49)
Alexander Fuchs:   Die Idee hört sich spannend an und macht Lust auf das Resultat und man könnte sich von den Großzoos Dresden und Leipzig weiter an nĂ€hren.
Nur verstehe ich dann nicht, warum man eine ErdmÀnnchenanlage, neben dem Tropenhaus und im Inneren des Tropenhauses entstehen lassen wird.
(12.10.2009, 22:50)
Sven L.:   Zukunftsvisionen fĂŒr den Tierpark wurden unlĂ€ngst im folgenden Pressebericht beschrieben.
Regenwald, Grasland, Uferzone, Gebirgszone, Inselzone: Der Tierpark Chemnitz soll nach den PlĂ€nen seines Direktors komplett umgekrempelt werden. "Wir wollen die Tiere in ihren LebensrĂ€umen, in ihrer natĂŒrlichen Umgebung zeigen. Der Park könnte in Bio-Zonen gegliedert werden", bestĂ€tigte Tierparkchef Hermann Will am Donnerstag.

In jeder Bio-Zone sollen Tiere untergebracht sein, die unter Ă€hnlichen Lebensbedingungen vorkommen, erklĂ€rt er. "Der Regenwald beispielsweise erstreckt sich rund um den Erdball, ĂŒber Kontinente hinweg. Bei uns werden nun Vertreter der Tierwelt Nachbarn, die sich in freier Wildbahn nie begegnen wĂŒrden, da Ozeane sie trennen." So kommt es, dass das sĂŒdamerikanische Faultier und das afrikanische Zwergflusspferd in Chemnitz nebeneinander leben könnten. Am Beispiel von Inselbewohnern könnten Besucher zudem die Konsequenzen einer isolierten Entwicklung erfahren: "Tiere passen sich begrenzten PlatzverhĂ€ltnissen an. So ist der Sumatra-Tiger etwa deutlich kleiner als der Sibirische Tiger."

Dem weltweit verbreiteten Prinzip, Tiere einer Region wie einem Kontinent oder einer Ordnung wie den Raubtieren ein gemeinsames Gehege zu bauen, setzen die Chemnitzer ihr Prinzip der LebensrĂ€ume entgegen. Noch gibt es allerdings fĂŒr den Umbau der Anlage lediglich das Ideenkonzept von Hermann Will. Doch auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal haben sie ihre Idee schĂŒtzen lassen. Im Arbeitstitel werden das Konzept (Bio-Zonen) und der Zoo-Charakter der Anlage zusammengefasst: Der "Bio-Zoonen-Park Chemnitz" soll spĂ€testens zum 50. Geburtstag der Einrichtung im Jahr 2014 den Namen "Tierpark Chemnitz" ablösen. "So hĂ€tte ich es gern", bekennt der Direktor und betont zugleich, dass die StadtrĂ€te das Grundkonzept zunĂ€chst bewerten mĂŒssen. "Erst dann kann ein Masterplan draus werden."

Der Umbau zum Bio-Zonen-Park wĂŒrde sich dann nach Wills Prognosen ĂŒber gut und gern zehn Jahre erstrecken. Dabei komme der Anlage zugute, dass sie gute Voraussetzungen habe. So finden die Bewohner des Tropenhauses schon jetzt Lebensbedingungen wie im Regenwald vor. Platz fĂŒr neue Tierarten ist ebenfalls vorgesehen. "Wenn ich trĂ€umen darf, könnte ich mir Orang-Utans fĂŒr den Regenwald vorstellen", schwĂ€rmt Will.

FĂŒr seine Steinböcke und BĂ€renmakaken in der geplanten Gebirgszone wĂŒnscht er sich noch Schneeleoparden, fĂŒr die Amphibien und Enten in der Ufer-Zone noch Zwergotter. Der Prinz-Alfred-Hirsch und das im Tierpark beheimatete, grĂ¶ĂŸte Landraubtier Madagaskars, die Schleichkatze Fossa, könnten in der Insel-Zone durch Komodovarane ergĂ€nzt werden.

Die Savanne schließlich, das Grasland soll neben Przewalski-Pferden und Straußen auch Nashörner beherbergen. Vor allem fĂŒr den Bau dieser Anlage auf der Altlasten verseuchten FlĂ€che von Elite Diamant sieht Will noch "UnwĂ€gbarkeiten". Ehe der Tierpark von zehn auf zwölf Hektar wachsen könne, mĂŒsse zunĂ€chst das Eigentum erworben und der Boden abgetragen werden.


(12.10.2009, 18:17)
Sven L.:   Der Tierpark Chemnitz vermeldet zwei am 04.08.2009 geborene Jungtiere bei den Oman-Falbkatzen.
(05.09.2009, 09:26)
Alexander Fuchs:   Gestern war ich im Tierpark Chemnitz und es war wieder mal ein Erlebnis. Der Park ĂŒberzeugt von seiner schönen Landschaft. Es ist kein Zoo mitten in der Stadt, er liegt außerhalb von Chemnitz. Dies machte gestern nicht den Eindruck, denn er war gut besucht, liegt natĂŒrlich auch daran, dass Ferien sind. Immer wieder schön, wenn Familien einen Ausflug machen und das Kind ein weißes Kleid trĂ€gt und es sich nicht schmutzig machen darf, hat dann der Regen ĂŒbernommen :D

Man baut eine großzĂŒgige Anlage, am Tropenhaus fĂŒr ErdmĂ€nnchen, mit Innenanlage im Haus. Sie wird einsehbar sein.
Nur was man bedenken sollte, sie kommen nicht in den Tropen vor, da wÀre eine Anlage bei den Stachelschweinen wohl besser gewesen.
Die neue Löwenanlage, fĂŒr die Angolalöwen, kann man bereits vor dem Tierpark sehen und gefĂ€llt mir ausgesprochen gut, da man den kleinen Fluß mit integriert hat. Sehr aktiv war das weibliche Nachzuchttier aus Halle. Sie spielte ausgelassen mit einem Plasteball.
Sehr aktiv waren auch die Fossas, so habe ich sie noch nie im Chemnitzer TP gesehenn. Ist schon wirklich ein tolles Erlebnis sie zu sehen. In Mitteldeutschland kommen sie ja nicht so hÀufiig vor.
Man möchte die Anlagen der Böhmzebras und Strauße zusammenfassen in eine Afrikaanlage.
Auch positiv muss ich den Katzengarten erwÀhnen, da man verschiedene Kleinkatzen und zwei verschiedene Luchsarten hÀlt.
Es zieht sich durch den ganzen Garten, dass man verschieden Arten zeigt; Dromedar, Trampeltier; Kulan, Wildesel, Urwildpferd; Prinz-Alfred-Hirsch, Mesopotamischer Damhirsch.
Ganz und gar nicht, möchte ich das Vivarium vergesssen, mit seinen vielen Amphibien.

Nur eins stĂ¶ĂŸt da negativ auf, dass es es so viele Verbotsschilder gibt, wie fĂŒttern Verboten, nicht ĂŒbersteigen etc. Auch die Tierpfleger beschweren sich, auch lautstark, darĂŒber, dass es immer Besucher gibt die die Regeln nicht einhalten. Selbst dann nicht wenn die Tierpfleger dabei stehen.

Im großen und ganzen war es ein Besuch wert und ist es immer wieder.
(08.07.2009, 20:29)
Tierpark Chemnitz:   Kamelstute aus dem Tierpark Görlitz auf Hochzeitsreise in Chemnitz

Im Tierpark Chemnitz ist eine neue Bewohnerin eingezogen, allerdings nur auf Zeit: Aus dem Naturschutztierpark Görlitz kam Alia, eine fĂŒnfjĂ€hrige Trampeltierstute, in die dreiköpfige Chemnitzer Herde. Sie soll dort das Interesse von Hengst Dschingis wecken und dann mit einem Fohlen im Bauch nach Görlitz zurĂŒckreisen. Der erste Kontakt mit den beiden Chemnitzer Stuten – so informiert der Tierpark Chemnitz soeben - verlief sehr freundlich. Hengst Dschingis ist zwar noch etwas zurĂŒckhaltend. Doch da bei den zweihöckrigen Großkamelen gerade Paarungszeit ist, wird er seine Scheu sicher bald ĂŒberwinden.

Foto (H. Will): Trampeltierstute Alia (im Vordergrund)
(04.03.2009, 16:26)
Tierpark Chemnitz:   Gefiederter Nachwuchs im Tropenhaus

Draußen herrscht tiefster Winter, doch das Tropenhaus des Tierparks Chemnitz bietet ein exotisches Ambiente. Hier sind auch acht frei fliegende Vogelarten zu Hause, von denen jetzt drei wieder einmal fĂŒr Nachwuchs gesorgt haben (jeweils ein Jungvogel).

Die Jungvögel bei den Bartlett-Dolchstichtauben und den Zweifarb-Fruchttauben sind schon ausgeflogen und können mit etwas GlĂŒck in der Freiflughalle beobachtet werden. Der Nachwuchs bei den Sonnenrallen hat das Nest noch nicht verlassen (Foto).

Die philippinischen Bartlett-Dolchstichtauben sind vorwiegend bodenlebende Waldbewohner, die ihren Namen dem roten Brustfleck verdanken.
Die Zweifarb-Fruchttaube ist in KĂŒsten- und MangrovenwĂ€ldern auf den kleineren Inseln der Indo-Malayischen Region heimisch. Sie hĂ€lt sich bevorzugt auf BĂ€umen auf und nutzt den Boden so gut wie nie.
Sonnenrallen leben in den tropischen WĂ€ldern Mittel- und SĂŒdamerikas und bevorzugen die NĂ€he zu GewĂ€ssern. Breitet die Sonnenralle ihre FlĂŒgel aus, sind auf der Oberseite Muster zu erkennen, die wie große Augen wirken und Feinde abschrecken sollen.

(20.02.2009, 15:02)
Tierpark Chemnitz:   Der Tierpark Chemnitz hat weitere NeuzugĂ€nge zu verzeichnen. Aus dem Opel-Zoo Kronberg im Taunus kamen am Dienstag zwei weibliche Mesopotamische Damhirsche nach Chemnitz. Die Tiere haben die Reise gut ĂŒberstanden und wurden nach einer Nacht im Stall am nĂ€chsten Tag in die Außenanlage gelassen, wo sie auf die beiden schon im Tierpark lebenden Tiere trafen. Die erste Begegnung verlief friedlich, allen vier Tieren stehen nun Stall und Außenanlage offen.

Diese seltene Hirschart, die im SĂŒdiran beheimatet und weltweit nur in wenigen Zoologischen GĂ€rten zu sehen ist, wird ĂŒber ein internationales Zuchtprogramm gemanagt. In Chemnitz werden Mesopotamische Damhirsche seit Mitte der 1990er Jahre gehalten und gezĂŒchtet.

Foto (H. Will): Mesopotamische DamhirschkĂŒhe (nach dem Ausladen im Stall)
(13.02.2009, 08:52)
Tierpark Chemnitz:   Anoabulle verlĂ€sst Chemnitz - Geburt bei den Trampeltieren

Eine weite Reise trat am Mittwoch (04.02.) ein Bewohner des Tierparks Chemnitz an: Ein im Tierpark geborener Anoabulle wurde von Chemnitz in den britischen Zoo Marwell transferiert. Nun sind Tiertransporte nichts Ungewöhnliches in einem Zoo, und die meisten hier geborenen Tiere verlassen Chemnitz frĂŒher oder spĂ€ter. Doch in diesem Fall musste Anoa „Wladimir“ sehr lange auf eine neue Heimat warten. Daher war die Freude der Tierparkmitarbeiter sehr groß, dass der Transfer nun geglĂŒckt ist. Die Abreise „Wladimirs“ bedeutet nĂ€mlich auch, dass wieder mit der Zucht dieser seltenen und stark bedrohten Wildrinder, die nur auf der Insel Sulawesi vorkommen, begonnen werden kann. Anoas werden im Tierpark Chemnitz schon seit 1996 gehalten und es wurden bisher zwei Bullen hier geboren. Aus PlatzgrĂŒnden waren die NachzuchtbemĂŒhungen in den letzten Jahren ausgesetzt gewesen.

Am gleichen Tag gab es noch eine Überraschung bei den Trampeltieren. Fast auf den Tag genau 12 Jahre nach der letzten Geburt bei diesen zweihöckrigen Kamelen im Tierpark Chemnitz kam am Mittwoch, 04. Februar ein mĂ€nnliches Jungtier zur Welt. Die Mutterstute „Siri“ war erst im Sommer 2007 nach Chemnitz gekommen und niemand hatte damit gerechnet, dass sie schon so rasch fĂŒr Nachwuchs sorgt. Nach anfĂ€nglichen Unsicherheiten, die beim ersten Jungtier aber normal sind, kĂŒmmert sie sich nun gut um das Fohlen. Mutter und Kind sind noch im Stall und auch getrennt von den beiden anderen Tieren der Herde, dem Hengst und einer weiteren Stute, untergebracht.

Foto (H. Will): Trampeltierstute „Siri“ mit neugeborenem Fohlen
(09.02.2009, 10:04)
Tierpark Chemnitz:   In den vergangenen Tagen sind neue Tiere in den Tierpark und das Wildgatter eingezogen. Aus Colchester, Großbritannien, kam eine weibliche Schneeziege nach Chemnitz. Sie wird momentan noch getrennt von den anderen Schneeziegen gehalten. Am Wochenende erhĂ€lt sie Gelegenheit, das Gehege in Ruhe kennen zu lernen. SpĂ€ter erfolgt dann eine ZusammenfĂŒhrung mit den anderen Tieren.
Auch im Bauernhof ist ein Neuzugang zu verzeichnen, denn aus dem Zoo der Minis in Aue zog ein Minischweineber nach Chemnitz um.

Das Wildgatter Oberrabenstein erhielt eine junge Wisentkuh (Foto) aus dem Nationalpark Bayrischer Wald. Auch sie steht momentan noch separat in einem Gehege und wird erst in ca. 4 Wochen zur Gruppe gelassen.
(30.01.2009, 14:34)
Tierpark Chemnitz:   Neues aus dem Chemnitzer Tierpark: Erster Nachwuchs des Jahres

VorankĂŒndigung Winterferienprogramm

Zwergziegen und Kamerunschafe haben im Streichelzoo des Tierparks Chemnitz fĂŒr den ersten Nachwuchs des Jahres 2009 gesorgt - zwei Ziegen- und drei SchaflĂ€mmer kamen in den vergangenen Tagen zur Welt.

Haustiere sind, anders als ihre wildlebenden Vorfahren, meist weder Nahrungsmangel noch extremer Witterung ausgesetzt. Zudem wurden sie auf hohe Reproduktionsraten hin gezĂŒchtet. Daher haben sie keine SaisonalitĂ€t bei den Geburten und können das ganze Jahr ĂŒber Nachwuchs bekommen und eröffnen oft den Reigen des jĂ€hrlichen Nachwuchses in den Zoos.

Auch bei den Vögeln im Tropenhaus ist Zuwachs zu verzeichnen – zum ersten Mal gelang im Tierpark Chemnitz die Nachzucht eines RosttĂ€ubchens. Der Jungvogel hat inzwischen das Nest verlassen und ist in der Freiflughalle unterwegs. Die sĂŒdamerikanischen RosttĂ€ubchen sind sperlingsgroße Vögel, die sich von kleinen Samen und Beeren ernĂ€hren, die sie meist auf dem Boden suchen. Zur Brutzeit finden sich die Tiere zu Paaren zusammen, sonst leben sie in großen SchwĂ€rmen.

VorankĂŒndigung: WĂ€hrend der kommenden Winterferien wird es in Tierpark und Wildgatter wieder spezielle Veranstaltungen geben. So bietet der Tierpark vom 07.02. bis 22.02. tĂ€glich 14:00 eine KurzfĂŒhrung und das Wildgatter Oberrabenstein vom 09. bis 13.02. und vom 16. bis 20.02. tĂ€glich um 11:00 Uhr eine SchaufĂŒtterung an.

Zudem besteht in der Tierparkschule an vielen Ferientagen die Möglichkeit zum Basteln, Spielen und Gestalten.

Foto (T. Rietzsch): RosttÀubchen
(28.01.2009, 11:47)
Tierpark Chemnitz:   Knapp ĂŒber 173 000 Besucher kamen 2008 in den Chemnitzer Tierpark

In Tierpark und Wildgatter konnten 2008 insgesamt 193.624 Besucher gezÀhlt werden.
Dabei entfielen 173.289 auf den Tierpark, 25.242 auf das Wildgatter.

Im Vergleich zum Vorjahr, das mit insgesamt 217.250 Besuchern mit Abstand das beste seit dem Eröffnungsjahr des Tropenhauses (2002) war bedeutet dies einen RĂŒckgang um ĂŒber 8,5 Prozent. Im Vergleich zu den Durchschnittszahlen der vorangegangenen fĂŒnf Jahre zeichnet sich jedoch eine Steigerung von ĂŒber 2,5 Prozent ab.

Hier zeigt sich einmal mit allergrĂ¶ĂŸter Deutlichkeit, wie sehr die Besucherzahl von Zoos doch von der Witterung abhĂ€ngen: Im April 2007 war durchgehend schönes Wetter mit Tageshöchst-Temperaturen von teilweise weit ĂŒber 20 Grad Celsius. Die klassischen Sommerfreizeitangebote wie FreibĂ€der hatten zu dieser Zeit jedoch noch nicht geöffnet. Daraus resultiert fĂŒr Tierpark und Wildgatter eine Rekordbesucherzahl von 35.501, die sogar deutlich ĂŒber den April-Werten im Jahr der Eröffnung des Tropenhauses lag. 2008 dagegen folgte auf ein schönes erstes Quartal ein April der sich durch fast durchgehend schlechtes Wetter auszeichnete. Dies brachte ein Gesamtergebnis von nur 12.619 GĂ€sten. Das bedeutet einen Unterschied von 22.882 Besuchern allein im Monat April.
Dieser riesige Unterschied im Vergleich eines einzelnen Monats konnte im Jahresverlauf nur zu einem kleinen Teil ausgeglichen werden. Am Jahresende wurden 18.719 GÀste weniger gezÀhlt als in 2007.

Sehr erfreulich ist die Entwicklung im Wildgatter, dessen Jahresendergebnis fast 15 Prozent ĂŒber dem Mittelwert der vorangegangenen fĂŒnf Jahre liegt. Und dies, obwohl auch hier der drastische Einbruch im April zu verzeichnen war. Hier wird deutlich, wie sehr auch die MedienprĂ€senz Einfluss auf die Besucherströme hat: Im Juni gab es im Wildgatter eine Veranstaltung der Freien Presse, die – durch diese - intensiv beworben wurde. Die positiven Effekte waren auch noch in den folgenden drei Monaten Juli bis September mit deutlich ĂŒber 40 Prozent Zuwachs zu spĂŒren.

Ebenfalls sehr erfreulich ist die Entwicklung in der Tierparkschule, die mit 4307 SchĂŒlern 300 Kindern und Jugendlichen mehr lebensnahen Unterricht bot als 2007. Damit setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort. Hier ein herzliches Dankeschön an die LehrkrĂ€fte der Tierparkschule fĂŒr Ihr Engagement.

(13.01.2009, 07:47)
Tierpark Chemnitz:   Chemnitzer Tierpark und Wildgatter - JahresrĂŒckblick und Jahresausblick:

2008 reichlich Nachwuchs mit ĂŒber 250 Tieren - Ausblick auf Neubauvorhaben 2009

Nachwuchs
Im vergangenen Jahr kamen im Tierpark und im Wildgatter insgesamt ĂŒber 250 Tiere zur Welt. Den ersten Platz in Sachen Nachwuchs belegten die Amphibien. Besonders Maskenlaubfrösche, Schwertschwanzmolche, drei Baumsteigerarten und Höhlenkrötenlaubfrösche vermehrten sich zahlreich.
Der zweite Platz geht an die SĂ€ugetiere: knapp 120 Junge wurden geboren. Gleich doppelten Nachwuchs hatten erstmals die Somaliwildesel. Und auch die Westkaukasischen Steinböcke, BennettkĂ€ngurus, Alpakas, Hausesel, Zwergziegen, Kamerunschafe und Minischweine sowie das Schalenwild im Wildgatter sorgten fĂŒr reichen Kindersegen. Die kleinen Lisztaffen strengten sich mĂ€chtig an und erfreuten die Tierparkbesucher gleich zweimal mit Zwillingen. Auch die Weißschwanzstachelschweinen, Karpatenluchsen und Wildkatzen zeigten stolz die FrĂŒchte ihrer Liebeslust.
Auf Rang drei platzierten sich die Vögel. Erstmals wurde 2008 ein Jungtier bei den Blaustirnamazonen aufgezogen. Erfolgreiche Nachzuchten gab es auch bei den GrĂŒnflĂŒgelaras, Steppenadlern, Weißbrauenröteln und Zweifarbfruchttauben.

ZuzĂŒge
Auch 2008 gab es wieder reichlich ZuzĂŒge: Insgesamt 80 Tiere kamen aus anderen zoologischen Einrichtungen nach Chemnitz. So gelang es gelang, mit der VerstĂ€rkung von vier Geoffroy-Klammeraffen aus dem Zoo Köln eine interessante Gruppe dieser schönen Primaten aufzubauen. Mit dem weiblichen Zweifingerfaultier aus dem Zoo Dortmund konnte ein Zuchtpaar dieser etwas eigentĂŒmlichen SĂ€ugetiere zusammengestellt werden. Weiterhin verlegten zwei weibliche NasenbĂ€ren, ein Schneeziegenbock, ein Westkaukasischer Steinbock, eine Oman- und eine Amurkatze ihren „Wohnsitz“ in den Tierpark Chemnitz. Außerdem wurde mit der Ansiedlung SachsenhĂŒhnern, Jagdfasanen, Bronzeschwanz-Pfaufasanen, ChukarhĂŒhnern, Blau-Elstern und Coqui-Pfeiffröschen das Artenspektrum im Tierpark an der Nevoigtstraße erweitert.

AuszĂŒge
Nicht alle Nachzuchten blieben in Chemnitz. 130 an der Zahl packten 2008 ihre Koffer. Darunter auch „Chippo“, der erste Chemnitzer Zwergflusspferd-Nachwuchs. Er zog in einen ungarischen Zoo um und soll hier Stammvater einer neuen Zucht werden. Der Umzug geschah auf Empfehlung des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms, an dem auch der Tierpark Chemnitz teilnimmt. Weiter gingen auf Wanderung: ein Karpatenluchs in das Wildgehege im Nationalpark Bayrischer Wald und ein Przewalskipferd in das Semireservat Döberitzer Heide bei Berlin. Per Flugzeug reisten zwei FeuerrĂŒckenfasane in einen kasachischen sowie der erste weibliche Nachwuchs bei den Prinz-Alfred-Hirschen in einen britischen Zoo. Ein BĂ€renmakak wechselte in den Berliner Zoo.

Leider verstarb im vergangenen Jahr die Sibirische Tigerin „Zeysan“ im Alter von 16 Jahren an einer Tumorerkrankung. Bei NasenbĂ€ren, Zwergseidenaffen, Shetlandponys und Hauseseln kam es altersbedingt zu Verlusten.

Neubauten 2008
Viel gebaut wurde in den vergangenen zwölf Monaten in Tierpark und Wildgatter. Eine Schwarzstorch-Brutvoliere, die dem im Tierpark beheimateten Paar der seltenen und vom Aussterben bedrohten Schwarzstörche eine ungestörte und sichere Brut ermöglichen soll, wurde im FrĂŒhjahr fertiggestellt. Finanziert wurde es komplett mit Spendengeldern des Tierparkfördervereins „Tierparkfreunde Chemnitz e.V.“.
Das Wildkatzen-Zuchtpaar, das seit 2001 im Wildgatter Oberrabenstein lebt, bekam eine neue und grĂ¶ĂŸere Anlage. Die NasenbĂ€ren konnten im Juni eine naturnahe Anlage in Besitz nehmen. In fĂŒnfmonatiger Bauzeit war das ehemalige KĂ€ngurugehege zu einem 300 Quadratmeter großen „NasenbĂ€renwald“ umgestaltet worden.

Das Jahr 2008 stand weltweit im Zeichen des Frosches. Die großen ZooverbĂ€nde hatten die so genannte „Amphibienarche“ ins Leben gerufen. Auch der Tierpark Chemnitz beteiligte sich an an AktivitĂ€ten, informierte ĂŒber diese Tiergruppe und ihre Bedrohungen und sensibilisierte die Besucher fĂŒr den Amphibienschutz.

2009

 ist der Bau einer ErdmĂ€nnchenanlage, wie bewĂ€hrt mit Spendengeldern des Fördervereins Tierparkfreunde Chemnitz e.V., geplant. Damit kann dann auch eine sehr beliebte und interessante neue Tierart in Chemnitz Einzug halten!
(08.01.2009, 12:05)
Tierpark Chemnitz:   Zwillinge bei den Lisztaffen geboren

Vor einigen Tagen kamen im Tierpark Chemnitz wieder Zwillinge bei den Lisztaffen zur Welt. Die Jungtiere sind wohlauf und werden von der ganzen Familie, zu der neben den Elterntieren noch drei Geschwister gehören, gut betreut.

Lisztaffen gehören zu den Krallenaffen und sind in SĂŒdamerika beheimatet. Der Tierpark Chemnitz nimmt am Erhaltungszuchtprogramm fĂŒr diese bedrohte Art teil und zĂŒchtet schon seit vielen Jahren erfolgreich.

Die Mitarbeit der Familie bei der Jungenaufzucht ist eine Besonderheit der Krallenaffen. Dadurch erhöhen sich die Überlebenschancen der Kleinen, und die Geschwister sammeln Erfahrungen in der Jungenaufzucht. Zwillingsgeburten sind hier ĂŒbrigens die Regel.

(19.12.2008, 13:20)
Tierpark Chemnitz:   NeuzugĂ€nge in Tierpark und Wildgatter

Kurz vor Jahresende ziehen einige neue Tiere - darunter zwei Tierarten, die bisher noch nicht in Chemnitz gehalten wurden - in Tierpark und Wildgatter ein.
Tierparkdirektor Dr. Hermann Will: „Aus dem Tiergarten Bernburg kamen zwei weibliche ChukarhĂŒhner und ein PĂ€rchen Blau-Elstern in Chemnitz an. Diese neuen Arten sind nun in der Fasanerie des Tierparks zu bestaunen.“

ChukarhĂŒhner gehören zu den Fasanenartigen und sind nur wenig grĂ¶ĂŸer als ein Rebhuhn. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von SĂŒdosteuropa bis ins westliche Asien. Sie wurden aber auch in anderen Teilen der Erde als Neozoen eingefĂŒhrt, z.B. in Neuseeland. Sie leben in Mittel- und Hochgebirgen bis zur Baumgrenze und ernĂ€hren sich von SĂ€mereien, FrĂŒchten, Knospen und Insekten.

Die Blau-Elster, eine Verwandte unserer einheimischen Elstern, HĂ€her und KrĂ€hen, ist sowohl auf der Iberischen Halbinsel als auch in SĂŒdostasien beheimatet. Sie liebt offene Baumlandschaften, ist sehr gesellig und ernĂ€hrt sich von FrĂŒchten, Beeren, Samen, GrĂ€sern, Insekten, WĂŒrmern und kleinen Wirbeltieren.

Weitere NeuzugĂ€nge sind ein weiblicher WeißhaubenhĂ€herling, der nun mit dem schon im Tierpark lebenden mĂ€nnlichen Tier ein Zuchtpaar bilden soll, ein PĂ€rchen Rehe fĂŒr das Wildgatter sowie eine weibliche Amurkatze.

(12.12.2008, 17:11)
Tierpark Chemnitz:   Tigerin „Zeysan“ ist verstorben

Am Sonntag, den 19.10.2008, verstarb im Tierpark Chemnitz die Amurtigerin „Zeysan“ im Alter von 16 Jahren nach nur wenigen Tagen sichtbarer Erkrankungsanzeichen.
Wie Tierparkdirektor Dr. Hermann Will informiert, wurde im vorlÀufigen telefonischen Obduktionsbefund mitgeteilt, dass in allen Organen massive tumoröse VerÀnderungen gefunden wurden; mehr kann erst nach Abschluss der histologischen Untersuchungen mitgeteilt werden.

Zeysan kam 1995 aus einem Englischen Zoo nach Chemnitz, wo sie seither mit dem 1992 in Chemnitz geborenen „Prinz“ lebte. Das Paar hatte zweimal Nachwuchs. 1998 wurde erfolgreich ein Drillingswurf mit zwei mĂ€nnlichen und einem weiblichen Jungtier großgezogen, im Jahr 2000 wurde ein einzelner Kater geboren. Alle Jungtiere konnten erfolgreich in andere Zoos vermittelt werden. Nach dem zweiten Wurf gab es im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms (EEP) keine weitere Empfehlung zur Zucht fĂŒr Zeysan und Prinz, da diese Linie innerhalb der Population bereits ĂŒberreprĂ€sentiert war. Deshalb wurden die beiden wĂ€hrend Rolligkeitsphasen getrennt gehalten.

Dr. Hermann Will: „Der Tierpark verlor mit Zeysan eine Tierpersönlichkeit, die allen Mitarbeitern aber auch den StammgĂ€sten ans Herz gewachsen war.“

Ob der auch schon betagte Prinz eine neue LebensgefĂ€hrtin beigestellt bekommt wird nun mit dem EEP-Koordinator abgeklĂ€rt. Auf jeden Fall ist mittelfristig geplant, diese grĂ¶ĂŸte und schöne Katzenart wieder im Tierpark Chemnitz zu zĂŒchten.

(23.10.2008, 17:11)
IP66:   Schön, daß man sich in Chemnitz um diese selten gezeigte Huftierart kĂŒmmert und in den Transport von neuen Zuchtböcken investiert!
(12.09.2008, 17:39)
Tierpark Chemnitz:   Neuzugang bei den Westkaukasischen Steinböcken

Am Donnerstag kam VerstĂ€rkung fĂŒr die Westkaukasischen Steinböcke in den Chemnitzer Tierpark. Der stattliche Bock aus dem Zoo Dresden soll die genetische Breite der Zuchtgruppe vergrĂ¶ĂŸern. Das Zusammengewöhnen mit der Herde verlief sehr ruhig, wenn auch im Rahmen des gegenseitigen Kennenlernens die eine oder andere Imponierpose eingenommen wurde.

(12.09.2008, 15:23)
Tierpark Chemnitz:   Klammeraffen jetzt vereint!
Am Wochenende letzte Sommerferien-KurzfĂŒhrungen

Im Tierpark Chemnitz kann jetzt eine sechsköpfige Klammeraffengruppe bestaunt werden! Die Anfang August aus dem Zoo Köln nach Chemnitz gekommenen vier Geoffroy-Klammeraffen und die schon seit 2001 im Tierpark gehaltenen zwei Tiere dieser selten gezeigten Klammeraffenunterart leben nun zusammen in einer Gruppe.

Nach ihrer Ankunft Anfang August hatten die Kölner Tiere das Innen- und die Chemnitzer das Außengehege bewohnt. Sie konnten sich an mehreren Stellen des Geheges durch ein Gitter beriechen und beschauen und erste Kontakte knĂŒpfen. Da diese behutsame Zusammengewöhnung sehr gut verlief, wurden die Tiere nun zusammengelassen.
Die Aktion verlief relativ friedlich, und nach anfĂ€nglichen kleinen Reibereien ist Ruhe eingekehrt. Bis die neue Rangordnung endgĂŒltig geklĂ€rt ist, kann aber noch einige Zeit vergehen. Dabei können viele interessante Begegnungen und Interaktionen beobachtet werden.
Den drei MĂ€nnchen und drei Weibchen stehen Außen- und Innengehege offen.

Klammeraffen sind in SĂŒdamerika beheimatet und sehr gesellig. Sie bilden grĂ¶ĂŸere VerbĂ€nde, die in kleinere Untergruppen zerfallen, deren Zusammensetzungen sich stĂ€ndig Ă€ndern können. Diese so genannte „Sammlungs-Trennungs-Gesellschaft“ kommt nur bei wenigen Primatenarten vor, außer bei Klammeraffen z. B. bei Schimpanse, Mantelpavian und Mensch.


Übrigens, am Wochenende besteht die letzte Möglichkeit, die Sommerferien - KurzfĂŒhrungen zu besuchen. Am Samstag, dem 23.08. steht dabei das Vogelrevier und am Sonntag, dem 24.08., das Vivarium auf dem Programm. Start ist jeweils 14.00 Uhr.

(21.08.2008, 16:16)
IP66:   Die kölner Tiere sind allerdings recht alt, und die Zuchterfolge in der Gruppe waren nie zahlreich und liegen Jahrzehnte zurĂŒck. Trotzdem wĂŒrde ich mich freuen, wenn sich Chemnitz als ZĂŒchter dieser Affenart etabliert.
(18.08.2008, 11:47)
Tierpark Chemnitz:   Neue Klammeraffen im Tropenhaus!

Seit langem schon war der Tierpark Chemnitz bestrebt, VerstĂ€rkung fĂŒr seine Geoffroy-Klammeraffen zu bekommen. Die beiden bisherigen Bewohner, Vicky und ihr Sohn Bilbo, leben seit 2001 im Tropenhaus des Tierparks Chemnitz und stammen aus dem Zoo Dortmund. Da Klammeraffen grĂ¶ĂŸere gemischte Gruppen bilden und vielfĂ€ltige Sozialkontakte pflegen, wurde nach weiteren Tieren gesucht. Diese Unterart der sĂŒdamerikanischen Klammeraffen wird aber nur in wenigen Zoos gehalten, so dass sich die Suche sehr schwierig gestaltete.

Nun gelang es, aus dem Zoo Köln vier erwachsene Tiere, zwei mĂ€nnliche und zwei weibliche, zu ĂŒbernehmen. Gestern kamen die NeuzugĂ€nge an und verbrachten die erste Nacht in den Schlafgehegen. Heute Morgen nun erhielten die vier „Kölner“ Zugang zum großen Innengehege. Die beiden „Chemnitzer“ wohnen momentan im Außengehege. Beide Gruppen haben die Möglichkeit, sich an einem Kontaktschieber zu sehen, zu riechen und zu hören.
So können sie sich kennen lernen. Diese Phase der Zusammengewöhnung beider Gruppen wird mehrere Wochen dauern. SpĂ€ter erfolgt dann die eigentliche ZusammenfĂŒhrung.

Charakteristisch fĂŒr Klammeraffen ist der lange, als Greiforgan einsetzbare Klammerschwanz sowie stummelförmige und funktionslose Daumen. Damit können sich die Tiere sicher im Kronenbereich der TropenwĂ€lder - vorwiegend schwingend – fortbewegen.
Klammeraffen können ĂŒber 30 Jahre alt werden.

(07.08.2008, 13:43)
Tierpark Chemnitz:   Nachwuchs im Papageienhaus

Zur großen Freude der Tierparkmitarbeiter gab es dieses Jahr dreifachen Nachwuchs im Papageienhaus. Papageienjunge sind so genannten Nesthocker und anfangs vollkommen nackt, blind und hilflos. Sie halten sich in der Bruthöhle bzw. im Nestkasten auf und werden relativ lange von beiden Eltern versorgt. Daher liegen Schlupftermin und der Zeitpunkt, wo man die Tiere das erste Mal zu Gesicht bekommt, einige Wochen auseinander.

Der Nachwuchs bei den Blaustirnamazonen, ein im Mai geschlĂŒpftes Einzelkind, hat gestern den Nestkasten verlassen und ist schon im Außengehege zu sehen. Er lĂ€sst sich im Moment noch gut von den Elterntieren unterscheiden, denn ihm fehlt z. B. noch die blaue StirnfĂ€rbung, und seine Iris ist dunkler als bei den erwachsenen Tieren (siehe Foto, Jungtier rechts). Bei dieser Art ist es der erste Zuchterfolg im Chemnitzer Tierpark.

Bei den GrĂŒnflĂŒgelaras schlĂŒpften zwei Jungvögel im Juni aus den Eiern. Sie sind schon recht proper und beginnen gerade, die ersten Schwung- und Schwanzfedern zu schieben. Sie hocken noch im Kasten im Innengehege.
Hier gelang die Nachzucht im Tierpark im vergangenen Jahr zum ersten Mal, damals war es nur ein Jungtier.

(25.07.2008, 15:42)
Tierpark Chemnitz:   Ereignisreiches Wochenende im Chemnitzer Tierpark:
‱ Eröffnung NasenbĂ€renanlage am 20. Juni, 10.00 Uhr
‱ Tierparkfest am 21. und 22. Juni, 10.00 bis 18.00 Uhr

Am kommenden Freitag, dem 20.06.2008, ist es soweit - unsere NasenbĂ€ren können ihr neues Zuhause in Besitz nehmen. In fĂŒnfmonatiger Bauzeit wurde das ehemalige KĂ€ngurugehege zu einem „NasenbĂ€renwald“ umgestaltet. Zur Eröffnung um 10.00 Uhr werden die OberbĂŒrgermeisterin Barbara Ludwig und viele GĂ€ste erwartet.
Die Anlage besteht aus einem ĂŒber 300 m2 großen Außengehege, welches ganzjĂ€hrig genutzt und bei Bedarf auch in zwei Gehege unterteilt werden kann, sowie einem beheizbaren StallgebĂ€ude mit zwei Innenboxen. Den NasenbĂ€ren stehen in der Anlage BĂ€ume, BĂŒsche und Naturboden zur VerfĂŒgung. ZusĂ€tzlich wurden noch Sitz- und Klettergelegenheiten eingebaut.
NasenbĂ€ren gehören zu den sogenannten KleinbĂ€ren und kommen in Mittel- und SĂŒdamerika vor. Manchmal auch im Vogtland. Dort wurde nĂ€mlich 2004 unser mĂ€nnliches Tier aufgegriffen. Wahrscheinlich war es einem Halter ausgebĂŒxt, der aber nicht zu ermitteln war. So zog „Pepe“ dann im Tierpark Chemnitz ein. Neben dem VogtlĂ€nder gehören drei Weibchen zum Bestand des Tierparks. Ein Ă€lteres lebt schon seit vielen Jahren hier, zwei junge kamen erst kĂŒrzlich aus dem Zoo Magdeburg nach Chemnitz.

Am Wochenende ,21. und 22. Juni, findet von 10.00 bis 18.00 Uhr das diesjĂ€hrige Tierparkfest statt. Dazu wird es wieder ein buntes Programm fĂŒr Jung und Alt geben. Zu erleben sind unter anderem die Hitbox von Radio Chemnitz 102.1, eine Riesenrutsche, Mitmachtheater, eine Tanzshow, Bastelstraßen, KurzfĂŒhrungen sowie Spielstationen mit Tierquiz. Zudem werden die Tierparkfreunde Chemnitz e. V. wieder mit einem Stand vertreten sein, und der Videoclub Schloßberg e. V. stellt seinen Film "Begegnungen im Tierpark Chemnitz" vor. NatĂŒrlich ist auch fĂŒr das leibliche Wohl gesorgt.

Foto (Tierpark): SĂŒdamerikanischer NasenbĂ€r
(19.06.2008, 09:36)
Klaus SchĂŒling:   Tierparkbewohner orakeln zur EM wieder Fußballergebnisse

Start: 5. Juni, 11.00 Uhr

Wie bereits zur Weltmeisterschaft 2006 werden Tiere des Chemnitzer Tierparks auch zur diesjĂ€hrigen Fußball-Europameisterschaft Ergebnisse von Spielen vorhersagen.

Dem tierischen Kandidaten werden zwei adĂ€quate FutterstĂŒcke, die den beiden jeweiligen Mannschaften zugeordnet sind, angeboten. Das StĂŒck, welches gewĂ€hlt wird, steht fĂŒr die Mannschaft, die laut dem Tier-Orakel aus der jeweiligen Begegnung als Sieger hervorgehen wird.
Start ist am Donnerstag, dem 05.06.2008, um 11.00 Uhr bei den Stachelschweinen, die den Ausgang des Spieles Deutschland-Polen orakeln sollen.

Die nĂ€chsten Orakel-Termine sind am Dienstag, den 10.06. (fĂŒr das Spiel Kroatien-Deutschland am 12.06.) bei den EisfĂŒchsen, und am Freitag, den 13.06. (fĂŒr das Spiel Österreich-Deutschland am 16.06.), bei den Springtamarinen, jeweils 11.00 Uhr.

(04.06.2008, 15:05)
Tierpark Chemnitz:   DRK-Blutspendeaktion im Tierpark Chemnitz

Termin: 1. Juni 2008, 10.00 – 17.00 Uhr

Der DRK-Blutspendedienst fĂŒhrt 2008 einige Veranstaltungen in stark besuchten öffentlichen Einrichtungen in Sachsen durch.

Dazu zĂ€hlt auch der Tierpark Chemnitz, der am 01.06.2008 Gastgeber fĂŒr eine große Veranstaltung des DRK-Blutspendedienstes ist. Das DRK hat fĂŒr die Besucher ein vielfĂ€ltiges und abwechslungsreiches Familienprogramm mit verschiedenen Spielstationen, einer Mal- und Bastelstraße sowie einem BĂŒhnenprogramm organisiert.

Das Wichtigste an diesem Tag ist jedoch, bei den Besuchern das Bewusstsein fĂŒr die Notwendigkeit von Blutspenden zu erzeugen und möglichst viele Besucher zum Spenden zu animieren. Dazu wird in der Tierparkschule auf dem GelĂ€nde des Tierparks ein Blutspendelokal eingerichtet. Hier erwartet das Entnahmeteam zwischen 10 und 17 Uhr hoffentlich zahlreiche Tierparkbesucher, die zur Spende bereit sind. Mitbringen braucht man nur den Personalausweis und den Willen zu helfen. Die Kinder werden in dieser Zeit beaufsichtigt.

Allen Blutspendern (plus jeweils ein Kind) wird das Eintrittsgeld vom DRK-Blutspendedienst als besonderer Dank fĂŒr die Hilfsbereitschaft erstattet.

Es sind aber auch neue Bewohner im Tierpark zu bestaunen: Im erzgebirgischen Bauernhof, dem Streichelzoo des Chemnitzer Tierparks, ist eine Gruppe SachsenhĂŒhner eingezogen. Die Tiere werden wĂ€hrend der Eingewöhnungszeit im Stall gehalten, wo sie aber dennoch von den Besuchern gesehen werden können.

Öffnungszeiten des Tierparks:
09:00-19:00 Uhr, letzter Einlass 18:00 Uhr

(30.05.2008, 14:30)
Tierpark Chemnitz:   Im Tierpark Chemnitz hat es in den letzten Tagen einen weiteren Baby-Boom gegeben.

So kamen bei den Lisztaffen Zwillinge zur Welt. Die kleinen Äffchen halten sich momentan vorwiegend auf dem RĂŒcken der Mutter auf. Zunehmend werden aber auch der Vater und spĂ€ter der große Bruder mithelfen, den Nachwuchs umher zu tragen. Die Mitarbeit der Familie bei der Aufzucht ist eine Besonderheit der Krallenaffen. Dadurch erhöhen sich die Überlebenschancen der Kleinen, und die Geschwister sammeln Erfahrungen in der Aufzucht von Jungtieren. Zwillingsgeburten sind hier ĂŒbrigens die Regel.

Der Anfang April geborene Somali-Wildesel hat einen SpielgefÀhrten bekommen, denn auch die zweite Stute der kleinen Herde hat inzwischen gefohlt.

Bei den Westkaukasischen Steinböcken toben inzwischen drei Jungtiere durch die Anlage.

Auch bei den Steppenadlern ist dieses Jahr wieder ein Jungtier geschlĂŒpft. Es sitzt noch wohl behĂŒtet im hoch gelegenen Nest, ist dort aber auch schon zu erspĂ€hen.

(23.05.2008, 09:44)
Tierpark Chemnitz:   Tierpark-Rundgang jetzt auch auf DVD
Erster Nachwuchs bei den Steinböcken

Der Videoclub Schlossberg e. V. hat den fĂŒnften Film seiner Veranstaltungsreihe „Heimatland Sachsen“ abgedreht. Unter dem Titel „Begegnungen im Tierpark Chemnitz“ ist ein 30minĂŒtiger Streifen (plus Bonusfilm - making of) entstanden. Die DVD soll zum Tierparkfest am 21./22. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Besonders Neugierige mĂŒssen sich aber nicht so lange gedulden: Ab sofort kann die DVD an der Kasse des Tierparks fĂŒr 10 Euro gekauft werden.

Doch auch bei den Tieren gibt es etwas Neues - bei den Westkaukasischen Steinböcken hat die Jungtiersaison begonnen! Am Dienstag kam das erste Jungtier dieses Jahres zur Welt. Der kleine Bock befindet sich mit seiner Mutter mitten in der Gruppe auf der weitrÀumigen Freianlage. Ein Grund, die kommenden Pfingstfeiertage zu einem Tierparkbummel zu nutzen!

(09.05.2008, 08:19)
Tierpark Chemnitz:   Chippo wird Ungar!

Chippo, der erste Nachwuchs bei den Zwergflusspferden im Tierpark Chemnitz, ist zu einem stattlichen Jugendlichen herangewachsen, fĂŒr den es langsam Zeit wird, zu Hause auszuziehen. Der Tierpark freut sich daher, eine schöne neue Heimat fĂŒr ihn gefunden zu haben: Das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm empfahl den ungarischen Zoo Szeged. Dort soll Chippo nun der Stammvater einer erfolgreichen Zucht werden.
Gleichzeitig bedeutet seine Abreise auch, dass das Chemnitzer Zuchtpaar wieder zusammenleben darf und so fĂŒr weiteren Nachwuchs bei dieser seltenen und bedrohten Tierart sorgen kann. In den Zoos der Welt leben etwa nur 300 Zwergflusspferde, und die BestĂ€nde im Freiland umfassen vermutlich auch nicht mehr als einige hundert Tiere.

NĂ€chste Woche ist es dann soweit – Chippo wird am Freitag, dem 9. Mai, die Reise nach Ungarn antreten. Wer also, Chippo besuchen und dafĂŒr nicht erst nach Ungarn fahren möchte, sollte in den nĂ€chsten Tagen einen Tierparkbesuch einplanen!

(30.04.2008, 16:13)
Tierpark Chemnitz:   Nachwuchs bei den Somali-Wildeseln

Die Somaliwildesel-Herde im Tierpark Chemnitz hat wieder Zuwachs bekommen. Ende vergangener Woche erblickte Hengstfohlen „Hector“ das Licht der Welt.
Die Mutterstute „Sabah“ stammt aus dem Tierpark Berlin und lebt seit 2002 im Tierpark. Mutter und Kind sind wohlauf. Sie sind, zusammen mit weiteren Tieren, ebenfalls Nachkommen von „Sabah“, in der Außenanlage zusehen. Hengst „Winter“, der Vater des Fohlens, wird noch ein paar Tage getrennt von seinem Nachwuchs gehalten, bis dieser fit genug ist, bei möglichen Verfolgungsjagden der Eltern mithalten zu können.

Wildesel sind wahrscheinlich die Stammform unserer Hausesel und gehören inzwischen zu den am stĂ€rksten bedrohten Tierarten. Sie werden nur in sechs deutschen Zoos und Tierparks gehalten. Das Management des kleinen Bestandes erfolgt ĂŒber ein Internationales Zuchtbuch, in welchem insgesamt nur etwa 150 Tiere weltweit gefĂŒhrt werden.
SchĂ€tzungen besagen, dass es in ihrer nordostafrikanischen Heimat, in der viele Jahre lang BĂŒrgerkrieg herrschte, nur noch einige hundert freilebende Somaliwildesel gibt.
(17.04.2008, 11:13)
Tierpark Chemnitz:   Neues aus dem Chemnitzer Tierpark: Wildkatzen in neues Gehege umgezogen

Das Wildkatzen-Zuchtpaar, das seit 2001 im Wildgatter Oberrabenstein lebt, ist gestern in ein neues Gehege (Foto) umgezogen. Die neue Anlage befindet sich neben den Baummardern und ist mit 140 Quadratmetern doppelt so groß wie die alte. Hier soll nun die erfolgreiche Wildkatzenzucht fortgesetzt werden. Nachzuchten aus Chemnitz leben z.B. in Zoos und Wildparks in ganz Deutschland, in Tschechien, Polen und Ungarn.

Einst besiedelte die EuropĂ€ische Wildkatze große Teile Europas, doch durch die vom Menschen verursachten einschneidenden VerĂ€nderungen der Landschaft sowie die Jagd sank ihre Zahl. Heute hat sich der Bestand etwas erholt, doch ist die Art noch immer bedroht, denn vor allem Lebensraumzerstörung und Straßenverkehr setzen der Wildkatze zu. In Deutschland leben Wildkatzen z. B. im Harz, in der Eifel und im PfĂ€lzer Wald.
Mit einem groß angelegten Naturschutzprojekt sollen nun die bestehenden LebensrĂ€ume durch grĂŒne Korridore aus BĂŒschen und BĂ€umen vernetzt und damit auch neue LebensrĂ€ume erschlossen werden.

(10.04.2008, 15:43)
Tierpark Chemnitz:   Neue Schwarzstorchanlage im Chemnitzer Tierpark wird ĂŒbergeben

Am Karfreitag (21.MĂ€rz) gibt es im Chemnitzer Tierpark eine besondere OsterĂŒberraschung fĂŒr die Besucher: 11 Uhr wird die auf dem GelĂ€nde des Ententeiches errichtete Voliere fĂŒr Schwarzstörche eingeweiht. Sie soll dem hier beheimateten Paar der seltenen und vom Aussterben bedrohten Störche ungestörtes BrĂŒten und eine geschĂŒtzte Jungtieraufzucht ermöglichen. Am Karfreitag wird zuerst das Schwarzstorchweibchen einziehen.

Die Anlage wurde komplett vom Förderverein Tierparkfreunde Chemnitz finanziert und wird am Freitag an den Tierpark ĂŒbergeben. Baubeginn war im November vergangenen Jahres.

(19.03.2008, 15:17)
Tierpark Chemnitz:   Tierpark und Tierpark-Förderverein auf der Messe „Chemnitzer FrĂŒhling“

Der Tierpark Chemnitz und sein Förderverein, die Tierparkfreunde Chemnitz e.V., nehmen an der Messe „Chemnitzer FrĂŒhling“ teil, die vom 7. bis 9. MĂ€rz in der Chemnitzer Arena stattfindet: Gleich im Eingangsbereich können Messebesucher Schafe streicheln, Frösche bewundern und den Mitarbeitern des Tierparks auch Fragen zur Einrichtung und ihren Bewohnern stellen. Zudem informieren Schautafeln ĂŒber den Tierpark sowie speziell auch ĂŒber den inhaltlichen Schwerpunkt der Einrichtung, die Amphibien, deren Bedrohung und Schutz.
Mit einem Informationsstand prĂ€sentiert sich außerdem auch der Förderverein auf der Messe.

Apropos FrĂŒhling: Wer schon mal einen Vorgeschmack auf wĂ€rmere Jahreszeiten erhalten möchte, sollte zum Beispiel dem Tropenhaus des Chemnitzer Tierparks mal wieder einen Besuch abstatten. Bei wohligen Temperaturen können hier acht frei fliegende Vogelarten beobachtet werden. Bei drei Arten – den Dolchstichtauben, den Weißbrauenröteln und den Zweifarb-Fruchttauben – hat es in letzter Zeit Nachwuchs gegeben. Die junge Dolchstichtaube wechselt gerade ihr Jugendkleid in das der erwachsenen Tiere mit dem kennzeichnenden roten Brustfleck, der junge Rötel trĂ€gt dagegen noch sein unauffĂ€lliges Jugendgefieder. Der Nachwuchs bei den Fruchttauben ist am 5. MĂ€rz erst geschlĂŒpft und im Nest hoch oben in der Vegetation versteckt. Hier wird er von seinen Eltern versorgt. Die Dolchstichtauben brĂŒten ĂŒbrigens auch schon wieder.

(06.03.2008, 14:14)
IP66:   Vielen Dank!
(05.03.2008, 18:01)
Shensi-Takin:   @IP66: OK, ich mache ein Foto davon.
(05.03.2008, 11:00)
IP66:   Mich wĂŒrde die Wirkung des desdner Giraffenhausneubaus auf das ZoogelĂ€nde, insbesondere als Öffnung zum Großen Garten, interessieren.
(05.03.2008, 10:49)
Shensi-Takin:   Auf meiner "Sachsen"-Zootour ist diesen Donnerstag auch Chemnitz mit dabei-irgendwelchen aktuellen Empfehlungen/Hinweise? Dresden wĂ€r's dann am folgenden Tag...;)
(04.03.2008, 18:44)
Tierpark Chemnitz:   Tag des Frosches im Tierpark Chemnitz

Der 29. Februar ist der „Internationale Tag des Frosches“. Der Tierpark Chemnitz hat an diesem Tag ab 10 Uhr einen „Amphibienstand“ im Vivarium eingerichtet: Ein Tierpfleger wird einige seiner SchĂŒtzlinge vorstellen und fĂŒr AuskĂŒnfte ĂŒber Amphibien, ihre Bedrohung und ihren Schutz zur VerfĂŒgung stehen.
Das Jahr 2008 steht weltweit im Zeichen des Frosches. Die großen ZooverbĂ€nde haben die so genannte „Amphibienarche“ ins Leben gerufen und das Jahr 2008 zum Jahr des Frosches erklĂ€rt. VielfĂ€ltige Aktionen und Projekte berichten zum einen ĂŒber Probleme und Lösungsmöglichkeiten, zum anderen ĂŒber den Schutz der LebensrĂ€ume und die gezielte Nachzucht der vom Aussterben bedrohten Amphibienarten.

Weitere AuskĂŒnfte zum Jahr des Frosches finden Sie unter
http://www.waza.org/conservation/campaigns21.php?view=campaigns&id=2

Öffnungszeiten des Tierparks im Februar:
09:00-16:00 Uhr, letzter Einlass 15:00 Uhr
Öffnungszeiten des Tierparks im MĂ€rz:
09:00-17:00 Uhr, letzter Einlass 16:00 Uhr

www.tierpark-chemnitz.de

(28.02.2008, 14:26)
Christoph Schneeweiß:   Ich möchte hier einen Link von einem Zoofan-Forum aus dem Tierpark Limbach reinstellen. Vielleicht hat jemand lust sich zu registrieren.

http://jacqueline.plusboard.de/
(12.02.2008, 17:50)
Christoph Schneeweiß:   Ich möchte hier einen Link von einem Zoofan-Forum aus dem Tierpark Limbach reinstellen. Vielleicht hat jemand lust sich zu registrieren.
(12.02.2008, 17:49)
Ronny:   Mich wĂŒrde interessieren,von welcher Unterart der Chemnitzer Zwergseidenaffe ist? Denn die Leipziger sind ja von der Westlichen Unterart (Cebuella pygmaea pygmaea).
(25.01.2008, 15:25)
Tierpark Chemnitz:   Neue Zwergseidenaffen im Tierpark

Im Krallenaffenhaus sind neue Bewohner zu beobachten – zu dem mittlerweile letzten Chemnitzer Zwergseidenaffen kam VerstĂ€rkung aus dem Zoo Leipzig. Die NeuzugĂ€nge, ein MĂ€nnchen und ein Weibchen, wurden hinter den Kulissen im Tropenhaus behutsam an den schon seit vielen Jahren im Tierpark lebenden Artgenossen gewöhnt. Nun sind die Tiere, die von Anfang an miteinander harmonierten, zusammen ins Krallenaffenhaus gezogen. Obwohl alle drei nicht mehr die JĂŒngsten sind, ist Nachwuchs nicht ausgeschlossen.

Zwergseidenaffen gehören zu einer der kleinsten Affenarten der Welt. Sie ernĂ€hren sich vorwiegend von BaumsĂ€ften. Einen geringen Futteranteil machen Insekten und FrĂŒchte aus. Erwachsene Zwergseidenaffen wiegen nur ca. 100 g, die Jungtiere kommen mit etwa 15 g zur Welt.

In den Winterferien bietet der Tierpark wieder die beliebten KurzfĂŒhrungen an. Vom 02.02. bis 17.02. gibt es tĂ€glich um 14.00 Uhr von einem Tierpfleger Interessantes ĂŒber eine bestimmte Tiergruppe zu erfahren. Zudem besteht in der Tierparkschule an vielen Tagen die Möglichkeit zum Basteln, Spielen und Gestalten.
NÀhere Informationen können unter www.tierpark-chemnitz.de nachgelesen werden.

Öffnungszeiten des Tierparks:
09.00-16.00 Uhr, letzter Einlass: 15.00 Uhr

(25.01.2008, 08:53)
Tierpark Chemnitz:   Erste NeuzugĂ€nge 2008

Seit einiger Zeit beherbergt das Tropenhaus im Tierpark Chemnitz ein Zweifingerfaultier. Es bewohnt die obere Etage des Wasserschweingeheges, die faultiergerecht mit dichtem GeĂ€st, RuheplĂ€tzen, Futterstellen und Schlafkisten eingerichtet ist. Anfangs war noch nicht klar, ob es sich bei dem 2004 geborenen Tier um ein MĂ€nnchen oder Weibchen handelt, dies ist bei Faultieren nur sehr schwer erkennbar. Bei einer Untersuchung stellte sich dann heraus, dass es ein mĂ€nnliches Tier ist. Auf Anfrage bei der ZuchtbuchfĂŒhrerin wurde dem Tierpark empfohlen, ein junges Weibchen aus dem Zoo Dortmund nach Chemnitz zu holen. Dieses reiste nun an und nahm ohne Probleme sein neues Heim in Besitz.
Zwischen beiden Tieren gab es, recht faultiertypisch, bisher keine nennenswerten Kontakte.
Beide hÀngen im wahrsten Sinne des Wortes die meiste Zeit in ihren Schlafkisten ab.
Faultiere haben einen sehr langsamen Lebensrhythmus. Schuld daran ist der geringe NÀhrwert ihres Futters im Freiland. Sie verbringen die meiste Zeit im GeÀst hÀngend, hier finden auch Paarung und Geburt statt.

Einen weiteren Neuzugang gab es bei den Schneeziegen: Ein neuer Bock reiste aus dem Zoo MĂŒnchen nach Chemnitz. Zurzeit befindet er sich noch in der Eingewöhnungsphase und wird vom Weibchen getrennt gehalten. So hat der Schneeziegenbock die Möglichkeit, das neue Gehege und seine neue GefĂ€hrtin – diese vorerst getrennt durch ein Gitter - kennen zu lernen.

(18.01.2008, 11:35)
Tierpark Chemnitz:   In den vergangenen zwölf Monaten kamen im Chemnitzer Tierpark und im Wildgatter bis jetzt fast 250 Tiere zur Welt: Der grĂ¶ĂŸte Teil der Jungtiere wurde im Vivarium geboren. Hier gab es u.a. Nachwuchs bei Chinesischer Rotbauchunke, Kröten- und Maskenlaubfrosch, Goldbaumsteiger, GelbgebĂ€ndertem Baumsteiger sowie beim Axolotl. Fast 100 Jungtiere wurden bei den SĂ€ugetieren geboren, 30 schlĂŒpften bei den Vögeln. SpektakulĂ€rstes Geburtsereignis 2007 im Tierpark Chemnitz war aber die Geburt vom Zwergflusspferd „Chippo“: Nachdem monatelang gerĂ€tselt wurde, ob Zwergflusspferddame „Petty“ nun tragend ist oder nicht – das kann man bei den rundlichen Zwergflusspferden nur erahnen – erblickte schließlich ein kleiner Zwergflusspferdbulle Ende Juni das Licht der Welt. Biologin Anja Dube vom Tierpark Chemnitz: „Das ist die erste Nachzucht bei dieser Art im Tierpark Chemnitz. Zwergflusspferde sind vom Aussterben bedroht und in wenigen Zoos der Welt zu sehen. Weltweit gibt es nur etwa 300 Tiere dieser Art in Menschenobhut und Nachzuchten gelingen selten. Daher ist der Tierpark besonders stolz auf seinen Zuchterfolg. Übrigens - im Gegensatz zu den meisten SĂ€ugetierarten sind bei den Zwergflusspferden die mĂ€nnlichen Nachkommen begehrter als die weiblichen.“

2007 gelang im Tierpark auch erstmals die Nachzucht bei Goldenem Löwenaffe, GrĂŒnflĂŒgelara, Weißbrauenrötel und LangschwanzwĂŒrger. Der Zuchterfolg bei den Löwenaffen ist das Ergebnis langjĂ€hriger BemĂŒhungen, denn um diese Krallenaffenart halten und zĂŒchten zu dĂŒrfen, bedurfte es der Zustimmung des Internationalen Zuchtbuches, welches im Zoo von Washington gefĂŒhrt wird.
Besonders erfreulich war auch die Geburt eines weiteren weiblichen Prinz-Alfred-Hirsches, die einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Art in Menschenobhut leistet. Diese seltene, auf den Philippinen beheimatete Hirschart wird nur in wenigen Zoos gehalten, der Tierpark Chemnitz zĂŒchtet sie seit Jahren erfolgreich und unterstĂŒtzt auch Freilandprojekte. Auch bei den Persischen Leoparden und den Lisztaffen stellten sich wieder Jungtiere ein. Weiteren Nachwuchs gab es z.B. bei Westkaukasischem Steinbock, Capybara, Stachelschwein, Alpaka, Steppenadler, Temminck-Tragopan und FeuerrĂŒckenfasan sowie den Haustieren.

Außer Nachwuchs aus den eigenen Reihen kamen in diesem Jahr noch 75 Tiere aus anderen zoologischen Einrichtungen neu in Tierpark und Wildgatter: Manche dieser Tierarten wurden zuvor noch nie im Tierpark Chemnitz gezeigt. So zogen im Februar die beiden LippenbĂ€ren „Bhima“ und „Renate“ in die BĂ€renanlage ein (Foto) – Vertreter einer stark bedrohten Art, die nur in wenigen Zoos außerhalb ihrer Heimat Indiens gehalten wird. Durch die Beteiligung des Chemnitzer Tierparks bekommt ĂŒbrigens das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm neue Impulse. Ebenfalls neu im Tierpark sind die Arten LangschwanzwĂŒrger, Opalracken und WeißhaubenhĂ€herlinge, welche alle in der Fasanerie zu finden sind. Bei anderen Tierparkbewohnern wurden neue Partner geholt, so z.B. ein junger Kulanhengst, eine Trampeltierstute, ein BartkauzmĂ€nnchen und ein Schwarzstorchweibchen.

Auch 2007 verließen wieder einige hier geborene Tiere den Tierpark Chemnitz. Bei den seltenen und vom Aussterben bedrohten Tierarten sind alle in Zoos lebenden Individuen in einem Zuchtprogramm bzw. Zuchtbuch erfasst, und dessen Koordinatoren geben Empfehlungen, wo die Jungtiere zukĂŒnftig leben und fĂŒr Nachwuchs sorgen sollen. So reisten aus Chemnitz ein Somaliwildesel in einen französischen Zoo, ein junger Persischer Leopard in den Zoo MĂŒnster und ein Przewalskipferd in ein niedersĂ€chsisches Vorbereitungsgehege fĂŒr eine mögliche Wiederauswilderung in der Mongolei. – Insgesamt leben nun derzeit im Chemnitzer Tierpark und im Wildgatter etwa 1.000 Tiere in knapp 200 Tierarten.

Ein Höhepunkt des nun zu Ende gehenden Jahres war die Eröffnung der neuen Löwenanlage: Nach einem Jahr Bauzeit konnten die beiden Angola-Löwen „Malik“ und „Kimba“ im Juni ihr großzĂŒgiges Reich beziehen. Beide lebten sich rasch ein und nutzen die gesamte Anlage inklusive den sie durchfließenden Bach. 2007 begannen außerdem die Arbeiten zum Neubau einer NasenbĂ€renanlage und einer Schwarzstorch-Voliere. Letztere wird vom Förderverein des Tierparks – den Tierparkfreunden Chemnitz – finanziert und soll eine Zucht bei den seltenen Störchen ermöglichen. Die Fertigstellung beider Anlagen ist fĂŒr 2008 geplant.

Erstmals beteiligte sich der Tierpark Chemnitz 2007 an der „Dreamnight at the zoo“ fĂŒr chronisch kranke und behinderte Kinder. Diese internationale Veranstaltung findet mittlerweile weltweit in fast 150 zoologischen Einrichtungen statt. Der Tierpark Chemnitz hatte chronisch kranke und behinderte MĂ€dchen und Jungen zusammen mit ihren Familien bzw. Betreuern eingeladen. Insgesamt kamen 180 GĂ€ste zu dieser Premiere: Mitarbeiter des Tierparks, viele Helfer und ĂŒber 40 Sponsoren hatten viele Attraktionen fĂŒr die Kinder vorbereitet, die glĂŒckliche Stunden im Tierpark verlebten. Auch 2008 ist wieder eine „Dreamnight at the zoo“ auf dem GelĂ€nde des Chemnitzer Tierparks an der Nevoigtstraße 18 geplant.

2007 wurde der Tierpark Chemnitz in den Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) aufgenommen – eine große Ehre und zugleich auch Verpflichtung, die hohen Standards in der Tierhaltung zu wahren. Der Weltverband umfasst gegenwĂ€rtig 231 fĂŒhrende Zoos und Aquarien, 24 regionale oder nationale Zoo- und AquarienverbĂ€nde sowie 12 zielverwandte Organisationen. Ebenfalls Neuland betrat der Tierpark Chemnitz mit der Organisation eines Amphibien-Workshops, der von der WAZA im Sommer 2007 in Chemnitz veranstaltete wurde: Über 50 Teilnehmer hörten VortrĂ€ge ĂŒber Amphibienbedrohung, -schutz und -zucht. Der Tierpark Chemnitz ist mit seinem artenreichen Amphibienbestand und dem Wissen ĂŒber dessen Pflege ein wichtiger Partner im Amphibienschutz.

Auch hinsichtlich der Besucherzahl in Tierpark und Wildgatter war 2007 ein sehr erfolgreiches Jahr: Rund 212.000 GĂ€ste besuchten bereits bis Anfang Dezember die beiden Einrichtungen auf dem Areal an der Nevoigtstraße sowie in Oberrabenstein! Die exakte Zahl der Besucher in beiden Einrichtungen in den vergangenen zwölf Monaten wird Anfang Januar 2008 mit einer weiteren Presseinformation veröffentlicht.

(28.12.2007, 14:34)
IP66:   Ich wĂ€re ja fĂŒr Unkenuniversum ... DOch wie auch immer das GebĂ€ude heißt, es ist ein erfreulicher Schritt von dern verstaubten Vitrinenreihen in der hintersten Ecke eines Terrariums, in denen man die Amphibien gemeinhin unterzubringen pflegt, zu einem eigenen GebĂ€ude.
(01.12.2007, 10:18)
Michael Mettler:   Na dann wenigstens "Villa Frosch" :-) Aber du hast schon Recht, je einfacher, desto einprĂ€gsamer.
(30.11.2007, 20:44)
Michael Amend:   "Ambhibiville " finde ich sehr orignell.
Warum nicht einfach " Froschhaus " nennen ? Da wissen die Leute sofort,was sie erwartet...
(30.11.2007, 19:59)
Michael Mettler:   Seit meinem Beitrag kreisen meine Gedanken stĂ€ndig darum, wie man ein solches Haus werbewirksam benennen könnte. Im MĂŒnster (siehe "Affricaneum" und "ZoOrangerie") hĂ€tte man daraus wahrscheinlich ein "AmphibTheater" gemacht, im Duisburg der Gewalt-Ära ein "Haus der 1000 Frösche" (zĂ€hlt eh keiner nach) oder ein "Salamandrium"... "Froschhaltepackung" war mir dann doch zu platt, aber was haltet ihr von "FroschPerspektive"?

Schade, dass es darin kein Restaurant gibt, das mĂŒsste dann "SpelUNKE" heißen :-)

Wenigstens herrscht eine gewisse Auswahl potenzieller Sponsoren: Salamander Schuhe, Frosch Seife oder Erdal fielen mir dazu ein. Als Gastredner fĂŒr die Sponsorenzeremonie nehmen wir Hans Werner Olm oder Jörg Kachelmann (Wetterfrosch!)...
(30.11.2007, 19:46)
Michael Amend:   In Detroit gibt es einen phantastsiches Amphibienhaus, mt einer kleinen, begehbaren Tropenhalle mit freihĂŒpfenden Fröschen, schön unter Aufsicht, versteht sich. Die Artenvielfalt, Haltung und PrĂ€sentation der Arten in diesem Haus,"Amphibiville " genannt, ist phantastisch. Durchd ei Auslagerungd er Amhibien hatd er zoo viel Platz in seinem alten Retilienhaus erhalten, in den nĂ€chsten Jahren ist dort noch ein eigenes GebĂ€ude fĂŒr die Schildkröten geplant. Ist ohnehin ein sehr sehenswerter Zoo.
(30.11.2007, 18:59)
Michael Mettler:   Frösche und Lurche?? Habe ich da eine Neuklassifizierung verpasst? :-)

Ein höchst sehenswertes Haus und interessantes Konzept ĂŒbrigens - zur Nachahmung in anderen Zoos dringend empfohlen. MerkwĂŒrdig finde ich nur den sehr neutralen Namen "Vivarium", der auf die ungewöhnliche Spezialisierung keinen Bezug nimmt - da gĂ€be es doch bestimmt werbewirksamere Ideen...?
(30.11.2007, 18:24)
Tierpark Chemnitz:   Der Tierpark Chemnitz kann eine Besonderheit vorweisen, die in Europa ihresgleichen sucht: das Vivarium. In diesem Spezialhaus fĂŒr Amphibien, das 1996 eröffnet wurde, leben heute zwischen vier- und fĂŒnfhundert Frösche und Lurche (ca. 70 Arten) in unterschiedlich temperierten Schau- und mehreren ZuchtrĂ€umen.
Viele sorgen auch regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Nachwuchs. So gab es in diesem Jahr Zuwachs unter anderem bei der Chinesischen Rotbauchunke, beim Kröten- und Maskenlaubfrosch, Goldbaumsteiger, GelbgebĂ€ndertem Baumsteiger sowie beim Axolotl .

Obwohl das immer schneller voranschreitende, weltweite Artensterben schon seit langem bekannt ist, wurde erst spĂ€t und nur von Wenigen wahrgenommen, dass dies in einem ĂŒberaus bedrohlichen Maße auch die Amphibien betrifft. Die Ursachen sind vielfĂ€ltig und wirken oft in tödlicher Kombination, vor allem die Zerstörung der LebensrĂ€ume, die KlimaverĂ€nderungen sowie Krankheiten sind fĂŒr den ArtenrĂŒckgang verantwortlich. Ein Drittel aller weltweit bekannten Amphibienarten könnte ĂŒber kurz oder lang unwiederbringlich verloren sein!

Die Aufmerksamkeit zukĂŒnftig verstĂ€rkt auf die Amphibien und ihre Bedrohung zu lenken, ist inzwischen auch ein wichtiges Anliegen der großen ZooverbĂ€nde, die die so genannte „Amphibienarche“ ins Leben gerufen und das Jahr 2008 zum Jahr des Frosches erklĂ€rt haben. VielfĂ€ltige Aktionen und Projekte sollen zum einen ĂŒber die Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten informieren, zum anderen sowohl im Freiland als auch in Menschenobhut durch Schutz der LebensrĂ€ume und gezielte Nachzucht Arten vor dem Aussterben bewahren.

Der Tierpark Chemnitz, seit vielen Jahren Mitglied im EuropĂ€ischen Zooverband (EAZA) und seit diesem Jahr auch im Weltzooverband (WAZA), wird sich an diesen AktivitĂ€ten beteiligen und dabei vor allem seinen reichhaltigen Amphibienbestand nutzen, um ĂŒber diese Tiergruppe und ihre Bedrohungen zu informieren und seine Besucher fĂŒr den Amphibienschutz zu sensibilisieren.

(30.11.2007, 16:17)

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