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Zoos in Polen

Oliver Muller :   @Regina Mikolayczak: Wie schön, Polen wird bei mir dann auch in einigen Jahren dran sein. Erst kommt noch Frankreich. WĂŒnsche dann viel Spaß!
(10.01.2018, 16:02)
Regina Mikolayczak :   Danke fĂŒr die vielen Tipps! Dass die 1. Klasse nicht viel teurer ist, habe ich schon gesehen, den Gedanken aber verworfen, weil ich das mit dem Sardinenfeeling nicht wusste... Die 1.Klasse ist also doch wieder im Hinterkopf! :-)
Ich hatte mir die polnische Internet-Bahnseite schon mal angeguckt und hatte den Eindruck, dass man sich da richtig anmelden muss und war mir nicht sicher, ob das als ?Deutsche? geht....Daher war meine Idee der "Deutsche-Bahnschalter".
Geplant (per Bahn von Poznan aus) sind dann ĂŒbrigens noch Wroclaw (2x); Lodz, Warschau und Bydgoszcz (weil das von Poznan gut zu erreichen ist). Krakau, Danzig und Katowice sind leider zu weit weg bzw. ist die Bahnverbindung vonÂŽPoznan aus blöd?Alles aber eh erst im Juni, so dass wir schon rechtzeitig die Bahntickets kaufen werden.

(10.01.2018, 14:42)
Carsten Horn :   Besonders empfohlen sei noch der Berlin-Warszawa-Expreß, bei zeitiger Buchung 29,90 bis Warszawa bzw. 19,90 bis Poznan...

Fahrkarten online bei der PKP (Polnische Staatsbahn) zu bestellen war 2013 deutlich billiger, daher die Empfehlung...

Und bedenken, das es in Polen noch das Sardinenfeeling gibt je nach Strecke, 8 Personen im 2 Klasse Abteil, g, ggf erste Klasse buchen, war 2013 auch nicht viel teuerer...
(10.01.2018, 13:48)
Regina Mikolayczak :   @Carsten Horn: Herzlichen Dank! Wir wollen versuchen (wie fĂŒr Tschechien und die Niederlande vor ein paar Jahren) in Berlin am DB-Schalter alle Fahrkarten zu kaufen :-)
(09.01.2018, 12:21)
Carsten Horn :   2013 gab es SchließfĂ€cher...

Anbei die Beschreibung des Bahnhofs in Deutsch, ganz unten ist ein pdf verlinkt mit Lageplan des Bahnhofs, da ist auch der Standort der SchließfĂ€cher drauf...
http://mt.rozklad-pkp.pl/de/terminal/poznan-glowny

Fahrkarten ohne Streß am Schalter kauft man hier ggf...
https://www.intercity.pl/de/
(09.01.2018, 08:39)
Regina Mikolayczak :   Ich hab da mal ne Frage....
Wir planen im Sommer eine kleine Polen-Zoo-Rundreise. Kann mir jemand sagen, ob es am (Haupt)Bahnhof in Poznan (Posen) SchließfĂ€cher oder eine GepĂ€ckaufbewahrung gibt? Wir wĂŒrden nĂ€mlich als erstes in den "alten" Zoo wollen und danach erst in unsere dortige Unterkunft gehen wollen...
(08.01.2018, 07:00)
WolfDrei :   ebenfalls selten zu sehen: sibirischer Feuerwiesel oder Kolonok
(03.11.2016, 22:20)
WolfDrei :   Noch ein Nachtrag zur Polenreise: eine SpezialitĂ€t seit vielen Jahren in Poznan: Ausstellung von Nandinien, einer selten ausgestellten Schleichkatze aus dem tropischen Afrika
(03.11.2016, 21:53)
WolfDrei :   Komodowaran
(28.10.2016, 17:42)
WolfDrei :   Karibik-Manati
(28.10.2016, 17:38)
WolfDrei :   Schwer zu fotografieren: Glauert`s Felsenwaran (nordwestliches Australien)
(28.10.2016, 17:35)
WolfDrei :   Auch nicht hĂ€ufiger: Java-Riesenhörnchen
(28.10.2016, 17:33)
WolfDrei :   Sollte eigentlich gehen. Nochmals etwas kleiner
(28.10.2016, 17:30)
WolfDrei :   Oh, unverzeihlich, keine Fotos aus Wroclaw! Da hier fĂŒr Pairi Daiza genannt: BĂ€renkuskus - so hĂ€ufig sind sie ja nicht (weltweit)
(28.10.2016, 17:27)
WolfDrei :   Beim Sichten der Fotos :
Erkennbar , warum der KragenbĂ€r KragenbĂ€r heißt (Wroclaw)
(24.10.2016, 18:58)
WolfDrei :   Zoo Wroclaw(Breslau)

Wie ich sah, genĂŒgt eigentlich meine Beschreibung von 2015 - was soll man auch ``absolut`` Neues erwarten nach dem Riesenbau des Afrykariums ! Der leider bestĂ€ndige Regen hatte immerhin den Vorteil, dass ich mich speziell dem Reptilienhaus - besser Palast - widmen konnte. Da sind selbst 8 Stunden nicht ausreichend - was natĂŒrlich durch die Sichtbarkeit - besser Unsichtbarkeit speziell von Anolis, Geckos , Phelsumen usw. begrĂŒndet ist. So habe ich in 3 Fototageinheiten doch etwa 70 % gesehen, ca. 50 % fotografiert. Gerade die im 1. Stock rechts befindlichen Becken sowie die Froschbecken sind z.T. sehr klein, viel Vegetation, GestrĂ€uch etc - und blitzen sollte man (nicht nur wegen des Verbotes) auch nicht. Zum GlĂŒck kamen die ersten Besucher wegen des Regens erst jeweils gegen 11 Uhr, genĂŒgend Zeit also (Öffnungszeiten 9 Uhr- 17 Uhr in der Woche, Wochenende bis 18 Uhr - wohl im Jahr generell).
Noch ein kleiner Reinfall: Der Nebeneingang an der Oder ist nur von April bis September geöffnet.
An der westlichen Seite ist ein alter großer Raum des ``Reptilariums`` neu einbezogen worden: hier mit Komodo-, Smaragd- und Indischem Waran. Überhaupt Warane: So ich richtig rechnete, waren das 14 (macraei, glauerti, mertensi, cumingi, salvatorii, indicus, melinus, beccarii, albogularis, prasinus, kommodensis, acanthurus, timorensis, salvator). Bei den Leguanen geht es entsprechend weiter. Insbesondere erschlagen hat mich aber die Schildkrötenvielfalt - neben den systematischen VerĂ€nderungen.
Weniger vielfÀltig mag die Anzahl der Schlangen und der Krokodile sein - die Nilkroks sind aber im Afrykarium- dortselbst keine BestandsÀnderungen . Bei den Sirenen sind die an sich angedachten Afrikaner bisher nicht dort.
Man möge bezĂŒglich des `` Restes`` meinen Beitrag von 2014 lesen - aber: gesehen 4 Weißbartgnus, 5 libysche MĂ€hnenschafe (aber kein Nachwuchs); 3 Okapis (2.1), bei den Affen: ca 8 schwarze BrĂŒllaffen, 4 Angolaguerezas, 6 Rotstirnmangaben, Schopfmangaben, Bartmeerkatzen, dann noch Zwerg-und Große WeißnasenMK (die MonaMK saß im alten Raubtierhaus, dort auch ĂŒberzĂ€hlige verschiedene MĂ€nner), 2 Dianas, WeißbĂŒschel-und Goldkopfkrallenaffen, Weißschulterkapuziner, Schopfmakaken, die große Herde Steppenpaviane, Schimpansen (die nun langsam eine neue Anlage brauchen), dann noch 2 Kappen-und 3 Schopfgibbons. In dem Madagascarhaus waren nun auch Mausmakis und Schmalstreifenmugos sichtbar, dazu erstmals madagas. Flughunde , die 2 Variformen und Alaotra-und Rotbachmakis. Hier auch Bernierenten - das Vogelhaus selbst wird rekonstruiert (auch im Inneren?). Hirsch und Bergtieranlagenbewohner wie gehabt - Barasinghas sah ich nicht (sollen aber existent sein), neu waren Dybowski-Sikas (schließlich nach einem Polen benannt). Unsichtbar blieben austral Ameisenigel, Borkenratten, Gleithörnchen und Balabac-Kantjil, die Javariesenhörnchen ließen etwas auf sich warten.
Noch zu Katzen: im letzten Jahr hat es leider einen tödlichen Unfall bei den Sumatratigern gegeben - unmittelbar vor der EAZA-Konferenz. Der Kater bei den Angolalöwen ist jener, der fĂŒr mich bisher die stĂ€rkste MĂ€hne hat (mit Bauchm.) - leider blieb er lange, lange sitzen.
Leider kann ich ĂŒber kĂŒnftige PlĂ€ne nichts aussagen, da der Chef und sein Stellverteter in Mexico zur WAZA-Konferenz waren und eine andere GewĂ€hrsperson wegen eines JubilĂ€ums mich nur begrĂŒĂŸen konnte (es war Freitag Nachmittag).
So habe ich die Caama-Antilope trotz geringen BemĂŒhens nicht gesehen Bei dem Regen wĂ€re ich allerdings auch im Stall geblieben.
Was noch: BĂ€renkuskus, Chacopekaris, Bantengs, Schopfhirsch, kleiner Panda, Chapman-/ Hartmannzebra, Giraffe, mesopot. Damhirsch, Milu, Erdferkel, Pinselohrschweine, Prinz -Alfred-Hirsche, Bezoar, Mishmi , KragenbĂ€r Ind- Elefant (o,2). Tapir, Zwergflußpferd neben dem großen, usw.

Bliebe noch der Weg: Zug Berlin - Poznan mit ``Europatarif```, dann mit der Bahn nach Wroclaw, von dort mit Polski-Flixbus (15 Euro) in 4,5 Stunden zurĂŒck.

(13.10.2016, 19:53)
WolfDrei :   Poznan alter Zoo:
Wie schon beschrieben, ist die Anlage nunmehr ein öffentlicher Park mit Reptilienanlage - die allein zu bezahlen ist (wohl 8 Zl). Dazu dann an Tieren neben wenigen Haustieren die Affenanlage mit Diana MK und Siamang, 1 Vogelhaus (Argusfasan, Victoria-Kronentaube, Enten und Ibisvögel), das ehemalige Vogelhaus steht kurz vor der Eröffnung - aber als Krallenaffenanlage (besonders Tamarine) mit ca 4 recht großen Innen- und Außen-Gehegen. Dann noch Kattas und Varis auf einer Insel und die unvermeidlichen Surikaten.
Das diskusförmige Reptilienneubauhaus ist bevorzugt fĂŒr die Komodowarane gebaut worden - 2 Weibchen (noch ``zu klein``), der ``Bock`` ist im/am Affenhaus. Dazu dann eine gute Froschsammlung, als Vor- und Nachannex 5 Fischaquarien und die schon lange existente Reptilienabteilung - von Kubaleguan bis Madagascaer-Furcifer ĂŒber Kragenechse, Gilamonster und Borneoschildkröte.
Abends wird der Park geschlossen.
Begehdauer ca 1 Stunde

(12.10.2016, 17:41)
WolfDrei :   Poznan neuer Zoo:
Neu ist relativ: Eröffnung 1975, 110 ha, davon sicher 10 ha GewĂ€sser (auf Inseln Kattas und RĂŒsselbĂ€ren) in der Fortsetzung des Erholungsparkes am Malta-See. Nach Eröffnung der Elefantenanlage vor ca 8 Jahren ist nichts wesentliches entstanden. Der Ele-Bulle (ich stand direkt davor) ist grĂ¶ĂŸer als Tembo, soll aber mit 17 Jahren noch 20 cm kleiner als sein Vater aus Ramat-Gan .
Seit 2015 gibt es eine Direktorin (Dr. Ewa Zgrabczynska).
Neu ist allerdings seit dem Vorjahr eine große BĂ€renauffanganlage, bezahlt von `` Vier Pfoten`` - auch jetzt wird erweitert - mindestens 4 Anlagen wurden errichtet oder sind im Bau, summarisch sicher um 2 Hektar! Ca. 6 BĂ€ren bisher, darunter der ZirkusbĂ€r `` Baboo`` - ohne Krallen (wie macht ``man`` so etwas? - das ist doch schlimm).
Langsam entstehend (die Betonbasen standen schon im April 015) eine Uhuanlage - bei den nun existenten Stahlpfeilern könnten, auch von der GrĂ¶ĂŸe, da Elefanten gehalten werden - aber Uhus?
Die Kleinraubtieranlage bedarf noch des weiteren Umbaus - die guten neuen Anlagen gehen ĂŒber Buntmarder, Genette, Jaguarundi (mit Jungtier), WeißnasenrĂŒssler, Löffelhund (hĂ€ufig Nachwuchs) bis zum turkmen. Karakal. Skunke, Amur- und Wildkatzen sowie Schneeleoparden warten auf die Umgestaltung. Weiter dort Kolonok (Feuerwiesel) und europ. Nerz in einer Rundanlage.

Im vorderen Teil ist die Nachttierabteilung ein Schwerpunkt des Zoos (besonders bei dem Regen) mit vielen ``Besonderheiten``: ca 50 Acrobates pygmaeus (weitere 50 im Nicht-Schaubereich), WickelbĂ€r, Zwergplumplori, Garnett - Galago, Kowari, afrikan Stachler, Kantjil, Senegalgalago, Borkenratte, Faultier,Vampire, Ball-GĂŒrteltier. Außen Surikate, Rote und normale Varis sowie Rotbauchmakis und Alaotramakis. Auf der linken Eingangsseite dann Sitatungas, Vietnam Sikas, graue RiesenkĂ€nguruhs, Prinz-Alfred-H, Baweanh. (nicht gesehen - der Regen !!!!), Visaya-Schweine, eine gute Hocko-Sammlung u.a. mit Pauxi und Mitu. In anderen Regionen Japanmakaken, Seehunde, Capybaras, Tapire, AmeisenbĂ€r, Yukatanklammeraffen (leider weiter ohne Nachwuchs), Giraffen, Grevys, Waldbison, Vucugna, Amurtiger, Nilgau , Axis, Breitmaulnashorn, Wisent, Fischotter, aus dem TP Berlin ``ĂŒberschĂŒssige Gold-und Sichuantakins. Leider nur (?) 4 Thomson-Gazellen.

An Vögeln : Malayische Hornvögel, Riesenseeadler, Kondor, Bartgeier, europ. Seeadler, eine gute Eulensammlung (alles Europa), Caracara, sĂŒdl. Hornrabe, Schwarzschnabelstorch , Kasuar, Bankivahuhn - natĂŒrlich Flamingos, GĂ€nse und Pelikane.
Dazu dann eine Kleintiersammlung: von Schrecken, Riesentausendfuß bis zu Nagetieren (u.a. Felsenhörnchen, Ziesel). - Neu (wieder) sind noch hinter den Kulissen Coruros, Gundis und Tanreks.
Ansonsten gab es Regen - und davon genĂŒgend.
Anbei: Handaufzucht von Acrobates (die haben ja nur mit Schwanz bestenfalls 15 cm)

(12.10.2016, 17:37)
WolfDrei :   etwas zu groß: neuer Versuch
(09.10.2016, 21:53)
WolfDrei :   Ein erstes Lebenszeichen nach meinem Polenbesuch - wobei in den 5 Tagen (davon 4 volle Regentage, ein halber Nieseltag) die Zoologie hauptsĂ€chlich ``im Saale `` (soweit vorhanden) stattfand.
Anbei: ein mĂ€nnlicher BĂ€renkuskus aus Wroclaw, die jetzt (1 , 1) nach Verlusten im Vorjahr im Affenhaus ausgestellt werden und die auch bei 10°C außen waren.
(09.10.2016, 21:49)
Oliver Muller :   Sehe gerade, der Link lĂ€sst sich irgendwie nicht so kopieren, dass er richtig wiederzugeben ist. Aber Google hilft sicher...
(28.06.2016, 10:20)
Oliver Muller :   Klotzen statt kleckern scheint das Motto in Polen zu sein. Nach dem Afrykarium in Wroclaw plant nun Lodz einen Ă€hnlich dimensionierten Bau fĂŒr asiatische Tiere. Den Bildern nach sind u.a. Elefanten, Orang Utans, Gibbons, MalaienbĂ€ren, Nebelparder und Haie vorgesehen. Auf einigen Bildern im Netz sind sogar Walhaie zu sehen.

Hier mehr Infos: http://lodz.naszemiasto.pl/artykul/orientarium-w-zoo-w-lodzi-bedzie-gotowe-w-2019-roku-zdjecia,3589228,artgal,t,id,?.html

Leider kann ich kein Polnisch und kann so die Infotexte nicht ĂŒbersetzen, aber die Bilder sehen beeindrucken aus.

Ansonsten einfach mal "Orientarium Lodz" googlen.
(28.06.2016, 10:19)
WolfDrei :   Nochmals "Linda" , die BĂ€renkuskusdame
(30.04.2015, 18:51)
WolfDrei :   reinblĂŒtige MĂ€hnenspringer
(30.04.2015, 18:49)
WolfDrei :   ein Manati
(30.04.2015, 18:47)
WolfDrei :   Etwas verquer ausgedrĂŒckt die Situation des Vogelhauses: etwas ins Alter gekommen, aber guter Besatz!

Die BrĂŒllaffen anbei.
(30.04.2015, 18:43)
WolfDrei :   Besuch des Wroclawer Zoos; Erstbesuch 1974 mit Brillenlangur, Dschelada und Hippos - mit “Lorbas”, dem alten Herrn.

Vorbemerkung: so man von der Bahnfahrt abhĂ€ngig ist , ist die jetzige (und auch wohl in Zukunft nicht zu Ă€ndernde) Situation unbefriedigend, immer nur von Poznan dort hinzugelangen. Zudem ist die Strecke dorthin erst zu 40 % ausgebaut, so dass 2,5 Stunden geplant werden mĂŒssen. Große “Planvorgabe” auf den Schildern: 100 Minuten. Bezahlt habe ich 46 Euro hin und zurĂŒck von Poznan.

Noch etwas “Natureindruck” von Kunst- und natĂŒrlichen GewĂ€ssern in Polen : weder in den ZoogewĂ€ssern noch auf Warte, Oder und Weichsel habe ich Entenanzahlen gefunden, wie es fĂŒr mich in und um Berlin manchmal schon lĂ€stig ist. Lediglich die Reiher waren in Poznan und Wroclaw so hĂ€ufig wie im TP und Zoo Berlin.
Ansonsten bin ich gelaufen: nach Sichtung von “Schleichwegen” aus der Sattelitenaufsicht brauchte ich nur 35 Minuten, ein Hinweis fĂŒr den RĂŒckweg brachte nochmals einen Bonus von 5 Minuten, obwohl ich nach 8 Stunden Zoobesuch etwas abgekĂ€mpft war. Und trotz der 8 Stunden hatte ich den Eindruck, nicht in jede Ecke geschaut zu haben! Als Eingang habe ich den Odereingang (dort gibt es eine FußgĂ€ngerbrĂŒcke) benutzt, der sich am Direktorenhaus befindet (ab April geöffnet - zum GlĂŒck, denn am Haupteingang gab es eine Invasion von Schulklassen, es dĂŒrften mehrere Hunderte gewesen sein).

Wo nun beginnen, da es die Beschreibung von O. Jahn und auch meiner Wenigkeit gibt und dann natĂŒrlich den Artikel von Herrn Matschei im “Tiergarten“. Dominiert wird der Zoo nun natĂŒrlich durch das “Afrykarium“, vor 2 Jahren durch die Baustelle dazu. Aber der “Rest” ist auch weiterhin imposant. Der Chef, Herr Ratajszczak, wagt noch etwas - was Bauten und Tierbestand anbetrifft! Der Bestand der Wasserwelten, die GrĂ¶ĂŸe der Anlagen im Neubau!!!! - obwohl Fische mich relativ kalt lassen. Der Bestand des Reptilienbaus, des ehemaligen Gesellschaftshauses ( ich hatte das GlĂŒck, die Neueröffnung vor ca 40 Jahren erleben zu dĂŒrfen - wieder einmal gab es damals eine kleine “ZeitlĂŒcke”, als DDR-BĂŒrger schnell mal vorbeizuschauen, dann gab es wieder Solidarnocz), ist genĂŒgend gekennzeichnet worden von Herrn M., doch habe ich auch nach 3 Stunden nicht alles gesehen - das liegt natĂŒrlich auch an den Tieren.

Das Afrykarium dominiert als GebĂ€ude, mag vielleicht außen etwas steril erscheinen - ein schwarzr Riesenblock, davor eine WasserflĂ€che, Ă€hnlich dominierend. Auf der Ostseite dann der “Schiffsbug” mit links SeebĂ€ren , rechts Brillenpunguinen, darĂŒber das Restaurant. Die links tropisch gestaltete Seite mit der Seekuhanlage (welch klares Wasser noch!) und Nilkroks, rechts die AbgĂ€nge zu den Wasserwelten, oben aber auch Zwergmangusten, Dik-Diks und Hippos. Den GangfĂŒhrung vorbei an einem schlafenden Erdferkel zu den Wasserwelten kann man rĂ€umlich kaum nachempfinden: nach den Buntbarschwelten kommt der Mozambikkanal, dann das Rote Meer, dort ein großer Acryltunnel. Riesenscheiben ansonsten, gebogene sehr hĂ€ufig , aber auch flĂ€chige. Zum Fotografieren: bei den gegenwĂ€rtigen Kameras braucht man keinen Blitz mehr, eher muß man wissen, wie man fotografiert - nur nicht im Winkel nach oben , unten, rechts oder links, das wird alles unscharf, zumal bei der StĂ€rke der Scheiben.

Ein “zoologisches” Problem : die weibliche Seekuh (TP/NĂŒrnberg) ist verstorben - Alterserscheinungen/verkehrte AlterseinschĂ€tzung?

Die meisten bestehenden Anlagen sind beschrieben worden, wenn auch, wie oft gesagt, nur die UnbestĂ€ndigkeit bestĂ€ndig ist. So sind in der Unterwassereinsicht am Haupteingang Seehunde , nicht SeebĂ€ren, zu beobachten, auch sah ich keine Weißbartgnus mehr. Neu waren fĂŒr mich Kappengibbons (natĂŒrlich ein Tier aus ZĂŒrich), besonders natĂŒrlich die Riesenhörnchen und , nicht in der Ausstellung, die Sulawesikouskouse - pardon, nur noch ein Tier: “Linda”. WĂŒrde sie keinen langen Schwanzhaben, dazu aber BĂŒschelohren, könnte man glauben, einen Koala der GrĂ¶ĂŸe und Fellfarbe nach vor sich zu haben! Man bemĂŒht sich um neue Tiere. Die Hörnchen können außen ĂŒber Drahtröhren mehrmals um einen Baum laufe, können die Röhre aber nicht verlassen. Das können aber die schwarzen BrĂŒllaffen! Über eine Strickleiter geht es aufwĂ€rts bis in die Spitzen! Fantastisch!

In Renovierung befinden sich die Hirschanlagen: aber beste Nachahmung der so geschmĂ€hten TP-Anlagen: gute Betonbasis, dann Standard-ZĂ€une a la TP. Der Chef hatte mir schon seinerzeit bei der Besichtigung der Tigeranlage in Poznan gesagt: “wozu teure gewaltige Kunstfelsen? Dem Tiger ist das Wurscht, wenn er Schatten, einen Teich und eine GefĂ€hrtin hat!”
Nicht ganz erschließt sich mir die Bebaunng des Haupteinganges - nochmals eine Absperrung nach dem Tor, wahrscheinlich Sammelraum und Toilettenbereich? Zum GlĂŒck mußte ich das nicht ob der vielen Kinder nutzen.
Die Madagascaranlage ist durch die “Tropenfeuchtigkeit” und den Publikumsverkehr schon etwas in die Jahre gekommen. Die Nachtabteilung erfĂŒllt die Aufgabe nicht - ich sah weder Mausmaki noch Mad.-Mungos. Ähnliches gilt bezĂŒglich des Bestandes fĂŒr das Vogelhaus mit prĂ€chtigem Besatz.

Fast zuletzt erst gesehen: der Caama-Bock, liegend abgewandt. Bei den echten MĂ€hnenspringern sah ich 4 Tiere, aber nur 1 Weibchen darunter, bei den sibirischen Steinböcken nur einen Bock. Elefantenhaus und -Anlage warten auf die VerĂ€nderung - 2 alte Inderdamen genießen das Rentendasein, dort auch 2 Zwergflußpferde, deren Tochter an dem Tag nach Mauritius flog. Nicht ganz logisch dort die Wolfsanlage , da sie doch den Europateil bewohnen mĂŒĂŸten. Oder ist das etwa eine besondere UA, die ich verkannt habe? Daneben die nicht sichtbaren Sumatratiger in einer gut bewachsenen Anlage. Die AffenhĂ€user der niederen Affen wurden schon immer gelobt, wenn auch die großen Gleithörnchen diesmal nicht sichtbar waren wie auch die Balabackantjils. Etwas öde vom Tierbestand dann das SĂŒdamerikaabteil, die Okapis auf grĂŒner Wiese wie auch die Nilgaus und Defassawasserböcke und und und.

Hoffen wir , dass die Kosten fĂŒr das Afrykarium nicht den weiteren Ausbau einschrĂ€nken, aber ich vertraue dem Direktor, dessen Alter ich zum GlĂŒck etwas höher angesetzt hatte als es ist. Wenn also ein Zoo in Polen, dann jenen in Wroclaw! (Die Ewa wird das sicher entschuldigen).



(30.04.2015, 18:24)
WolfDrei :   letztes Bild: Beispiel eines Tierschildes
(28.04.2015, 19:11)
WolfDrei :   Kongopfau-Hahn
(28.04.2015, 19:09)
WolfDrei :   1. Schimpansennachwuchs ĂŒberhaupt in Warschau
(28.04.2015, 19:07)
WolfDrei :   Gorillamann
(28.04.2015, 19:02)
WolfDrei :   2. Rhinonachwuchs. Vater aus dem TP, Mutter aus Stuttgart
(28.04.2015, 19:00)
WolfDrei :   Jaguarkater
(28.04.2015, 18:58)
WolfDrei :   Sichuantakin Rotterdamer Abstammung
(28.04.2015, 18:56)
WolfDrei :   Der Einfachheit halber fahre ich mit Warschau fort - wenn es auch der letzte Tag war. Ankunft aus Poznan um 10, am Eingang nach lockerem Fußweg um 11 Uhr. Der nun etwas graue sowjetische Kulturpalast wird an der Ostseite nunmehr von ca 6 futuristischen HochhĂ€usern ĂŒberragt, der ganze Weg zunĂ€chst in Richtung des Schlosses fĂŒhrt an vollstĂ€ndig erneuerten reprĂ€sentativen alten Bauten vorbei. Starker Wind dann auf der WeichselbrĂŒcke, der Park vor dem Zoo auf der Ostseite in vollem GrĂŒn. Der Eingang ist nun stilvoller als die Holzbude von vor ca. 9 Jahren. Meine damalige Begierde galt den Rotstirngazellen.

Mit lockerem “hello” nĂ€herte ich mich der Kasse - auf englisch dann die RĂŒck-Frage nach dem Herkunftsland und dem Alter. Na gut, irgendeine Besucherbefragung. Ich nannte ehrlich mein Alter mit der Erwiderung, ich brĂ€uchte keinen Eintritt zu zahlen! Wie ĂŒbrigens auch in Prag. ( Als ErgĂ€nzung: Poznan alter Zoo - Reptilarium: 2 Zl: Breslau 40 Zl; Poznan neuer Zoo: werktags 15 Zl, sonn- und feiertags 20 Zl: Breslau nun 40 Zl, Warschau 20 ZL mit Altersreduktion).
Was nun folgt, kann eigentlich zu 90% von dem Bericht Oliver Jahn`s vom 1.10.13 ĂŒbernommen werden. Ansonsten eine gepflegte Einrichtung mit ĂŒberall frischem GrĂŒn, viele Kinder, viele Kioske, die allerdings meistens nur Eis und seltsame GetrĂ€nke anboten, dazu , nicht mein Ding, gegrillte Maiskolben.

Zu den Tieren, den Bauten: links wieder die Kegelrobben, die EisbĂ€renanlage fĂŒr die NĂŒrnberger wurde gerade mit BaumstĂ€mmen umgerĂŒstet, 2 Grönlandmoschusochsen, dann wie bei Herrn Jahn geschildert der Bestand bis zum anderen Ende des Zoos. Dort ist die Flußpferdanlage durchaus gelungen, wenn auch nur fĂŒr eine Familie, gegenĂŒber aber ĂŒber einen Dunkelvorhang steht man vor einem großen Aquarium mit einem großen Sandhai. In einem FĂŒhrer von 2014 wird dies noch als grĂ¶ĂŸtes polnisches Aquarium ausgewiesen. Dann die mit Anlagen weitaus grĂ¶ĂŸeren Zuschnittes ausgestattete Ostseite. Die alte Löwen - Sumatratigeranlage; das Giraffenhaus mit vielen Cebuellas, LisztĂ€ffchen, Rotbauchtamarins in hĂŒbschen Innen -und Außenanlagen (trotz des guten Wetters meisten nicht frequentiert). Erstaunlich dann ein eigenes Haus fĂŒr Insekten: viele Spinnen, Schaben, Stabheuschrecken, Scolopender, Scorpione - alles wie gewohnt in ausgehöhlten BaumstĂ€mmen - fotografisch schwer zu machen: schrĂ€ge Scheiben, Licht von oben. Überhaupt die Scheiben: ĂŒberall nun zu finden! Die dicken Aquarienscheiben sind kaum “Fotoapparat”optisch zu durchdringen, wenn nicht der Fisch direkt vor der Scheibe ist, im Hintergrund und schrĂ€g ist nichts zu machen. Bei “Normalscheiben”, so man nicht direkt mit der Optik herankommt (meistens gibt es noch ein Vorgitter) , wird’s schwierig. Und dann noch die alten Drahtgitter mit Algenbelag oder kleiner MaschengrĂ¶ĂŸe und dann sonnenbeschienen: ebenfalls schwierig, so das Tier nicht genĂŒgend entfernt steht. Aber ich weiche ab.

In der Gegend dann noch der AmeisenbĂ€r. Bei den Katzen gute Beispiele (Jaguar, Salzkatze, Serval), aber auch noch alte Anlagen wie auch bei einigen Vogelvolieren. Dann die DickhĂ€uter: große Freianlagen fĂŒr die Afrikaner; die Penzernashörner mit TP-Bullen (frĂŒher Jacob - jetzt Kuba genannt) haben schon das 2. Kalb. Ganz neu die Menschenaffenanlage, die höchstlich an Leipzig erinnert: sowohl Innen- als auch Aussenanlagen haben sicher Zweidrittel der GrĂ¶ĂŸe der Leipziger Anlage. 10 Schimpansen, eine allererste Geburt im Januar 014, eine Oma von 52. Bei den Gorillas sind es 2 MĂ€nner aus Apenheul und ZĂŒrich.
Im Mittelteil dann noch Gorale mit dem letzgeborenen Rotterdamer Sichuantakinbock, Blauschafe (einen Bock sah ich nicht). In der NĂ€he dann das große Vogelhaus mit sehr gutem Bestand (man ist ja durch Walsrode verwöhnt) mit 2 Paaren Kongopfauen, Papuahornvögeln, der tropischen Innenhalle und in den Außenanlagen HĂŒhnervögel und Limikolen. Dann kommt die eigentliche Affenanlage immer noch mit Celebesmakaken und Sumpfmeerkatzen, dazu Dianas und Goldbrustkapuzinen - alles außer der Paviananlage hinter Scheiben. Das historische Aquarium ist im Umbau. Weitere Vogelanlagen folgen mit Papageien, Greifen (Königsgeier, Kondor), vielen Brillenpinguinen am Hauptweg. Noch zu nennende Highlights. Bongos, Somaliwildesel, SĂ€belantilopen, Sitatungas, Vicunas, Varis (beide) ( an Hirschen mangelte es mir , wo sind die Pudus?), Hartmannzebras, Geparden, HyĂ€nenhunde, kleine Pandas in einer superhohen Fichte, Weißbartgibbons mit Jungtieren, MĂ€hnenwölfe, Kapklippschliefer. Surikaten auch, natĂŒrlich!

Das Reptilienhaus folgt mit mindestens 8 Waranformen, Kuba- und Siamkroks, vielen gefÀhrdeten Wasserschildkröten, Oustalet-Chameleon, Baumsteigerfröschen, Gilatier.
Dann Richtung Bahnhof ĂŒber den Altmarkt, der offensichtlich auch wider rundum erneuert wird. Dann die (vergebliche) Hoffnung, der Streik möge rechtzeitig beendet sein.
Tieraufnahmen kommen noch.

(28.04.2015, 17:56)
WolfDrei :   Bekomme gerade aus Poznan eine Antwort auf meine Frage, warum die Komodos (warum schrieb ich immer "KoMModo"?)getrennt waren . Es sind 2 sich nicht vertragende Weibchen: 1 Tier nun im Reptilarium, 1 Tier in der alten Unterbringung an der Grotte. Ein Weibchen soll abgegeben werden, doch gibt es wohl gegenwĂ€rtig kein in der GrĂ¶ĂŸe stimmendes MĂ€nnchen.
(28.04.2015, 11:58)
WolfDrei :   letztes Bild: Borkenratte Phleomys
(27.04.2015, 18:07)
WolfDrei :   4. B Thomson-Gazellenbock
(27.04.2015, 18:05)
WolfDrei :   3. B. Yukatanklammeraffe
(27.04.2015, 18:01)
WolfDrei :   2. B. Kolonok oder Feuerwiesel
(27.04.2015, 17:59)
WolfDrei :   Der Neue Zoo Poznan

Ich verweise wieder auf die Berichte vom April 2013 - auch an jenen von Oliver Jahn.
Das Wichtigste aber - das Wiedersehen mit Ewa. T.
Ansonsten ist wenig geschehen, allerdings gibt es einen neuen Direktor - Aleksander Nowelinski, vormals Direktor vom Zoo Krakow. Die letzte große Bauaktion war halt die Elefantenanlage.

Im Eingangsbereich links und rechts keine VerĂ€nderungen: links: Vietnam-Sikas mit 2 Jungtieren, Malaienhornvogel, Marabus, Emus, die Grauen RiesenkĂ€ng.- gegenĂŒber die Visayaschweine, ca 7 Prinz-Alfredhirsche und 1.3 Baweanhirsche (2,0 noch im Hinterland). Anschließend 2 Helmkasuare. In der “Vogelreihe“: Silberfasan, Himalayaglanzfasam, Temmincktragopan, Schwarzschnabelstörche, in der Region noch 5 Sitatungas.
Rechts: Seehunde und die Nachttieranlage: Garnett-Galago, Senegalgalago, Grauer Mausmaki, Sandkatze (18 Jahre alt), Kantjils, WickelbĂ€r, Zweifingerfaultier , Blattnasen und Nilflughunde, Borkenratte Phleomys, Kowari, Akazienmaus, Fette Sandratte, Acrobates pygmaeus (nicht mehr so viele in der Ausstellung - aber es sind noch mehr als 100 Tiere), Atherurus, KugelgĂŒrteltiere, Vampirfedermaus. In den Aussenvolieren Rotbauchmakis, Alaotrabambuslemuren (nun 1,1), Rote und Schwarz-weiße Varis, natĂŒrlich ErdmĂ€nnchen. Im Innenraum der Pfleger (nicht begehbar) eine Menge an Zuchttieren - speziell Kowaris und Coruros, dort noch Kattas.

Geht man in Uhrzeigerichtung und gleich rechts einschwenkend, kommen die Thommies (1,5 gesehen), auf der Anlage auch graue Kronenkraniche und ein brĂŒtendes Storchenpaar, links Axis und Nilgaus. Dort nun eine Neuerung: ein sich langhinziehender Trockengraben. WĂŒrde man den Hauptweg weitergehen, kommen wie gewohnt Fischotter, BreitmĂ€uler, Milus und Wisente, anschließend Vogelvolieren mit Schneeeule und Falklankarakaras. Geht man aber in Richtung der ”Kleinraubtiere”, hat sich nach anfĂ€nglich guten Arbeiten die Endherstellung der Reihe nicht fortgesetzt: große Volieren mit Glaseinsicht fĂŒr Buntmarder , Genetta felina, Jaguarundi, WeißnasenrĂŒsselbĂ€r, Karakale - dann Schluß mit der Neuausstattung: es folgen noch sehr weiße Skunke, Amurkatzen, europ. Wildkatzen, Manul, europ. Luchs - wo aber sind die Irbisse? Vorne noch die Rotunde mit europ. Nerz und Tigeriltis (beide nicht zu sehen) und lebendigen Feuerwieseln (=Kolonok) .
Im Weiteren nicht viel los: die Kleinrodentier von Degu ĂŒber SchilfmĂ€use zu Burunduk, noch weniger im Insektenteil (außer Stabheuschrecken und Wanderheuschreck), das Schmetterlinkshaus noch nicht fĂŒr das Jahr geöffnet. Rechterhand zwischen diesem Trakt und der Giraffenfreianlage sind nun die mĂ€nnlichen TP-Takins (1 Sichuan, 3 Gold) untergebracht, dort wo einstmals die Amerikan. Elche aus Emmen, davor eine MĂ€nnergruppe von Weißlippenhirschen aus dem TP lebten.
Dann die Umrundung der 3 Teiche mit schon Pelikanen (frĂŒh 5°C-nachmittags um 22): Japanmakaken, Waldbisons, Vicunas, der Elefantenbau von 2008 mit 1,3 Afrikanern. Dort war dann auch die einzige “Nahrungsquelle” des Zoos - aber angesteuert von einer “Bimmelbahn” (umsonst benutzbar fĂŒr Fußlahme). Auf der anderen Seite folgen die Sib. Tiger und dort, wo ehemals kleinere einheimische Greife waren, die von “Vier Pfoten” errichtete BĂ€renfreianlage von 1,2 ha fĂŒr die ehemaligen ZirkusbĂ€ren Boris, Wania und Misha (nicht zu sehen - alle um 20 Jahe alt).
Auf dieser Seeseite dann Freianlagen fĂŒr RĂŒsselbĂ€ren, die Kattainsel (noch unbesetz) und die SĂŒdamerikanlage fĂŒr Yukatanklammeraffen, Tapire, Nandus, Große AmeisenbĂ€ren - bevor dieser an den afrikanischen Kontinent stĂ¶ĂŸt mit Zebras und Straußen, den erwĂ€hnten Giraffen, auf der anderen Seite die Flamingos. Man quĂ€lt sich den letzten Berg hoch, rechtseitig die große Voliere fĂŒr Bartgeier und Rotmilan -ach ja , ich vergaß oben noch die Eulensammlung (mit dem Beginn des Aufbaus neuer Volieren) und die Volieren von Kondor, Riesenseeadler und Steinadler) - und man ist wieder am Anfang: 120 ha.
Etwas kaputt war ich. Da das FrĂŒhstĂŒck schon ab 6 im Hotel eingenommen werden konnte, bin ich schon gegen 7 Uhr ĂŒber die Strasse des “heiligen Martin” , Altmarkt, Warteniederung zum Maltasee gelaufen, dort dann die 2,5 km lange Seefront in strahlendem Sonnenschein entlang zum Zoo, begleitet von Kajak-und Kanusportlern, die alle 100 Meter auf Pfiff ihres Trainers spurten mußten. Ob die Zoobahn “Maltanka” noch fĂ€hrt, weiß ich nicht - die Schienen sahen leicht angerostet aus. Macht summa summarum an die 20 - 25 km (einiges wurde doppelt und dreifach belaufen).

1. Bild Bawean-Hirsch
(27.04.2015, 17:53)
WolfDrei :   noch zur Fahrt: Es gibt Sondertarife "Europa-Spezial". Fahrt Berlin - Posen: 19 Euro, ca. 2,5 Stunden; Warschau-Berlin 29 Euro, ca. 5,5 Stunden - wenn nicht der Streik gewesen wĂ€re!
Noch zu den Kommodos: ich sah in der neuen Anlage (etwas unĂŒbersichtig) nur ein Tier, ei 2. befand sich in der "Vorunterkunft" gegenĂŒber der Grotte. So ich den polnischen Text richtig interpretiere, stammt letzteres aus dem Leipzigimport.
(26.04.2015, 18:58)
WolfDrei :   Nach 3 Jahren fast auf den Tag Besuch der Zoos in Poznan und Wroclaw, nach 10 Jahren wieder in Warszawa.

In Posen war fĂŒr mich das bewegendste und unerwartetste Treffen jenes mit meiner langjĂ€hrigen Bekannten und FĂŒhrerin E. T., bis zur Berentung ZuchtbuchfĂŒhrerin fĂŒr Zwergplumploris und Kennerin speziell von Nagetieren. Nach einer Hirnkrebsoperation ist sie wieder guter Dinge und hilft schon im Neuen Zoo.
Nach “immer nur” Begehung der Zoos hatte ich am ersten Tag nur den Alten Zoo vorgesehen, um nun auch der Altstadt wieder einen Besuch zu widmen.
Ansonsten wĂ€re mit Taxi beides möglich, da der Zug aus Berlin schon um 9.15 in Posen ist - fĂŒr den Alten Zoo reichen 1-2 Stunden - dann hĂ€tte man immer noch 6 Stunden fĂŒr den Neuen.
Der Alte: leider hat sich nicht viel getan, eher hat der Zahn der Zeit weiter genagt an den alten GebĂ€uden. Eigentlich reichen die Kommentare , die vor 3 Jahren gemacht wurden. Allerdings ist zwischenzeitlich die Terrarienanlage mit Glasdach eröffnet, nur fĂŒr sie muß man 8 Zloty zahlen (wohl 1 Euro = 3,5 Zloty), der Parkbesuch ist frei.
Die alten VogelhĂ€user beherbergen noch einige Arten, der 1. mit der Freiflugvoliere hat noch die Roten Ibisse, wohl auch sĂŒdamerikanische Enten, alle waren noch im Haus, nur durch Sehschlitze zu sehen. Eine Voliere beinhaltete Victoria-Kronentauben, auf der anderen Seite je 2 Silberwangenhornvögel und 2 Argusfasane in etwas Urwaldumgebung. Beim 2. Haus sah ich nur Sittiche, beide HĂ€user sind nicht mehr begehbar. Die alte Affenhausanlage existiert noch, innen verschlossen, im RundeckkĂ€fig sind immer noch 2 Siamangs (die sah ich schon vor 30 Jahren), daneben dann 4 Dianas, die ĂŒber einen Gang die Freianlage an der Grotte nutzen können. Dann an der Straßenseite SĂŒdamerika mit Alpaka, Nandu und Wasserschwein, daneben SĂŒdostasien mit Chinamuntjaks. Dann nur noch Haustiere: Ziegen, Somalischafe, Esel und ein “Zwerg”zebu. Mittlerweile ist auch das Raubtierhaus nicht mehr begehbar, offensichtlich sind dort auch keine Mitarbeiter mehr tĂ€tig. Kattas könnten noch auf eine Insel doch waren alle Tiere noch in den UnterkĂŒnfte - trotz der 22°C.
Das Terrarium: an sich wurden die vorhandenen Bauten “nur” mit einem Diskus-Ă€hnlichen große Dach versehen, so Platz schaffend fĂŒr Kommodowarane auf der einen, Krokodile auf der anderen Seite. Die “eigentliche” lĂ€ngliche Reptilienanlage mit Waranen, Chameleons, Wasserschildkröten, Phelsumen, Schlangen existierte schon, Ă€hnlich die seit Jahren sehr instruktive Ausstellung von Baumsteigerfröschen, Kröten und einigen Fischen. Das ist es schon. Die seinerzeit angekĂŒndigte Ausstattung eines Restaurants beschrĂ€nkte sich auf eine “Urwaldbar” mit wenigen PlĂ€tzen an der Krokodilanlage - kein VerkĂ€ufer war zu sehen - bei der geringen Frequentierung fĂŒr den PĂ€chter an Wochentagen wĂ€re sie wohl auch wenig lebenserhaltend, wĂ€hren ein Restaurant-Kiosk im Park durchaus von Omas und jungen Frauen mit Kleinkindern frequentiert wurde.
Sehenswert dann die gut renovierte Altstadt; der Bahnhof wurde seinerzeit zur Fußballeuropameisterschaft neu umgemodelt: riesige Glasfronten herrschen vor. Allgemeiner Eindruck: Große Shoping-Mall mit Busbahnhof und auch etwas Bahnhof mit neuen Gleisen , aber auch den alten. Zur Orientierung braucht man seine Zeit, zumal unmittelbar ĂŒberall mĂ€chtig gebuddelt wird.
Morgen dann der Neue Zoo , den ich , da genĂŒgend Zeit, erstmals erlief (so 4-5 km vom Hotel in der “neuen “ Altstadt am Schloß).

(26.04.2015, 18:49)
WolfDrei :   Nochmals:
(24.04.2015, 18:36)
WolfDrei :   und bei den Reptilien: Oman -Dornschwanz
(24.04.2015, 18:32)
WolfDrei :   und die 2. Neusichtung: das Riesenhörnchen Ratufa bicolor aus Java - schwer aufzunehmen, da die Voliere ein teilweiser Glaszylinder mit Oberlicht war.
(24.04.2015, 17:19)
WolfDrei :   So ein Wetter ! Aber der Besuch in Poznan, Wroclaw und Warszawa war schon lĂ€nger geplant. DemnĂ€chst die Berichte. Und eine Neusichtung: "Linda", eine BĂ€renkuskusdame in Wroclaw
(24.04.2015, 14:26)
Sacha :   @WolfDrei: Eigentlich verwundert es mehr, dass der Zoo Wroclaw keine Deutsche Seite hat. DĂŒrfte in dieser Stadt - nicht zuletzt historisch bedingt - wohl mehr deutsche als englische Besucher haben...
(20.11.2014, 10:10)
WolfDrei :   Nun ja, es heißt zwar "Afrykarium - Oceanarium" - aber ganz puristisch Afrika ist es auch nicht (wĂ€re schön gewesen) Die Manatis sind "ganz gewöhnliche" amerikanische Tiere: Armstrong und Gumie, geboren in Odense /DĂ€nemark. Wroclaw (Breslau) hat leider keine Englisch-Seite, mit Russisch-Kenntnissen und einigen ZoogĂ€ngen dort bekommt man in etwa den Inhalt heraus (neben vielen Fotos)
(20.11.2014, 09:57)
WolfDrei :   Um einen visuellen Eindruck zu bekommen:
"Leszoosdanslemonde" anklicken; dort Forum; dann unter "Les Zoos" Actualite anklicken und dort etwas nach unten scrollen "Breves d`actualite: Pologne", dort die Seite (page) 9 öffnen - dann nach unten zu den Fotos.
(20.11.2014, 09:42)
WolfDrei :   "Vielleicht" wollte nicht. Einfacch "Zoo Wroclaw" anklicken, dort "Aktualnoszi"
(19.11.2014, 23:03)
WolfDrei :   Es ist eröffnet! In Breslau wurde am 26.10. das "Afrykarium" eröffnet - die "Wasserwelten": 15 Mio Wasser, 4500 Tiere, meistens Fische; dann Crocs, Hippos, Dik-Dils, Erdferkel und "Lamantins" - das wĂ€ren an sich Manatis - vielleicht auch afrikanische? Kosten zwischen 71 und 100 Mio Euro. (Soeben gelesen in Leszoosdanslemonde von J. Livet) Übrigens sind auch 2,2 Chaco-Pecaris des TP dort seit 3 Wochen. Habe ich damit gerechnet - der Direktor Radoslaw Ratajczak macht manches möglich!
Vielleicht auch:
(19.11.2014, 22:59)
WolfDrei :   die Verbindung:
lutra@zoo.wroc.pl
(16.04.2014, 12:25)
WolfDrei :   Da steht aber nur ein Pförtner - also vorher anmailen!(möglichst bei Frau Ewa Piasecka, sie spricht hervorragend Deutsch und ist außerdem der "Registrar"(ach so - neuerdings heißt das sicherlich in diesem Fall "Registrarin".
(16.04.2014, 12:10)
Carsten Horn :   Hintereingang (ehemaliger Haupteingang) sollte immer schneller gehen, selbst wenn man nicht um die Baustelle herum muß, g...
(16.04.2014, 10:50)
Ronny :   Hat jemand aktuelle Informationen wie die Baustellensituation in Wroclaw ist? Gibt es einen schnelleren Weg zum Affenhaus (wegen den Riesenhörnchen) alsum die Großbaustelle herum zu gehen?
(16.04.2014, 09:23)
WolfDrei :   In der NEWS-Kategorie des Zoos Pretoria gelesen: VeterinĂ€re des Zoos hĂ€tten in Poznan (neuer Zoo) bei einer afrikanischen Ele-Kuh die erfolgreiche Extraktion einen Stoßzahnes vorgenommen.
(18.01.2014, 13:53)
Oliver Jahn :   Zoo KrakĂłw

Der Zoo in KrakĂłw zĂ€hlt eher zu den kleineren Zoos in Polen, der eine herrliche Lage in einem alten WaldstĂŒck hat. Hier begegnet dem Besucher der klassische Zoo, vieles ist noch recht klein, vieles noch aus Vorwendezeiten, viel Gitter, einige Neubauten, einige Modernisierungen aber ein Tierbestand, der doch recht umfĂ€nglich die Zoopalette abdeckt.

Gleich nach dem Eingang empfangen den Besucher zwei Asiatische ElefantenkĂŒhe in einem nicht gerade ĂŒppigen Auslauf, der Stall der KĂŒhe ist durch eine Glasscheibe einsehbar, der vordere Teil des Hauses beherbergt ein kleines Terrarium.
GegenĂŒberliegend sind die Papageienvolieren und die ersten Krallenaffen untergebracht.

Die LĂ€ngsseite des Elefantenhauses/Terrariums bildet das Affenhaus, welches nicht begehbar ist, eine Anlage haben die Schimpansen, weitere zeigen eine Gruppe Mantelpaviane, die erheblich zu groß fĂŒr diesen KĂ€fig war, Schopfmangabe, Mandrill, Lar und Guereza runden das Bild ab.
Diesem Haus gegenĂŒber kommt dann die Raubtiergalerie der großen Katzen, das dazugehörige Haus war frĂŒher einmal begehbar, ist jetzt aber leider geschlossen.
Weiterhin wurden mehrere KĂ€fige und ein zweites Haus angebaut, was deutlich durch die fehlenden Mosaike an den KĂ€fig-RĂŒckwĂ€nden auffiel. Die KĂ€fige selber sind typisch dick vergittert, die Anlagen sind nicht klein, aber sie vermitteln eben ein Bild, wie man es heute nur zu gern fĂŒr negative Berichterstattung nutzt.
Den Anfang machen die Jaguare, welche auch den ZoofĂŒhrer zieren, am Ende des Tages war auch ein relativ „frisches“ Jungtier zu sehen, welches ohne die Mutter, die im Haus blieb, auf Entdeckungstour ging.
Im Anschluss kommen die China-Leoparden, ein Irbis und ein Europ. Luchs.
Auf der einen Seite dieser Anlage folgen dann die Kleinen Pandas und eine Robbenanlage, die eher an eine BĂ€rengrube erinnert und ĂŒber die dort stattfindende FĂŒtterung Jennifer bereits berichtet hat.
Auf der anderen Seite folgen die Huftieranlagen fĂŒr Zwergflusspferd mit Kalb, eine herrliche Gruppe MĂ€hnenspringer mit drei krĂ€ftigen Böcken, Vikunjas, Przewalskipferde, Litschi-Wasserböcken und Addax.
Eine Volierenreihe kommt dann fĂŒr Rohrkatze, Europ. Wildkatze, Streifenskunk und NasenbĂ€r.
Auf der RĂŒckseite ist ein Nachttierhaus fĂŒr Flughund, Garnett Galago, WickelbĂ€r, Kuskus, Zwergplumplori, Fennek (mit „riesiger“ Außenanlage) und BraunborstengĂŒrteltier.
GegenĂŒber sind Bennetts, Emus und Nandus.
Auf deren RĂŒckseite sind die Ellipsen-Wasserböcke, die Bongos und die Mishmi-Takine.
Dann folgen mehrere Greifvogelvolieren mit Andenkondor, Kaiseradler, einer Eulenkollektion, ein einzelner KĂ€fig fĂŒr den Manul und eine Grube fĂŒr sehr aktive Dachse.
Auch hier finden sich wieder Huftiere auf der anderen Seite des Weges, Elenantilope, Nilgau und Trampeltier. Im Anschluss kommt die neue Giraffenanlage mit einem großen Haus, hier mag es auch nicht mehr lange bis zur Eröffnung dauern.
Die neuen Anlagen fĂŒr die Großkatzen sind bereits fertig, hier sieht man Amurtiger, Löwen und Schneeleopard.
In der hinteren Ecke befindet sich dann noch der Mini-Zoo mit einigen Haustieren, darunter auch wieder das Polnische Heideschaf, ebenfalls sind hier die Milus, die Damhirsche und die Barasingas untergebracht, Markhore (mit Jungtieren und einem Prachtbock) und Kulane sind in Gehegen, an die der Besucher leider nicht herankommt, ebenso sieht es mit den Rothirschen aus.
Nun wendet man sich wieder in Richtung des Einganges und kann die andere Seite des Zoos betrachten. Am Anfang stehen die Flachlandtapire, dahinter Strauß und Chapmann-Zebra, gegenĂŒber haben die Wölfe ihre Anlage.
Jetzt wird es noch einmal richtig spannend, denn es folgt eine alte KĂ€figreihe, in der frĂŒher sicher einmal ein breites Spektrum an Hundeartigen und HyĂ€nen gehalten wurde. Heute sind hier etliche der Einzelanlagen zusammengefasst und sie beherbergen MĂ€hnenwolf, Löffelhund und Weißschwanzstachelschwein. Danach kommen zwei KleinkĂ€fig-Anlagen fĂŒr Ozelot, Salzkatze, Jaguarundi, Sandkatze und Karakal in der einen Reihe und G. genetta, Tayra und Baummarder in der anderen Reihe. Zum Ende hin folgen dann noch einige Teiche mit WassergeflĂŒgel, eine Anlage fĂŒr Europ. Fischotter und mehrere Vogelvolieren, u.a. auch fĂŒr einige interessante Fasanenarten.

Durch die Lage und den Tierbestand kann ich ĂŒber den Zoo KrakĂłw mein Urteil bilden, welches da lautet: Klein aber Fein!
Viele der Anlagen entsprechen vielleicht nicht mehr ganz dem Standard, wie ihn das verwöhnte deutsche Auge gewohnt ist, dennoch hat der Zoo eine schöne Zoo-AtmosphĂ€re und sein Tierbestand muss sich nicht verstecken, hinter dem manch grĂ¶ĂŸerer Zoos.

(23.10.2013, 09:43)
Michael Mettler :   @Bernhard Brehmer: Danke fĂŒr die Übersetzung! Schade, dass der Text keinen weiteren Hinweis auf die Herkunft der Syrischen Ziegen enthĂ€lt.
(22.10.2013, 22:36)
Bernhard Brehmer :   @ Michael Mettler
Das bezieht sich jedoch auf die als Stammform angegebene Bezoarziege. Die Übersetzung lautet: "Das ist eine Hausziegenrasse, die von der Bezoarziege abstammt, die die Berge Afghanistans, Kleinasien und den Kaukasus bewohnt. Die MĂ€nnchen haben stattlichere Hörner als die Weibchen. Sie ernĂ€hren sich von Pflanzen und sind morgens und in der DĂ€mmerung aktiv. Das Weibchen bringt 1 bis 4 Zicklein zur Welt. In der Gefangenschaft lebt sie bis zu 12 Jahren."
(22.10.2013, 21:53)
Michael Mettler :   Über die Google-Bildersuche bin ich auf der HP eines weiteren polnischen Halters dieser Ziegen gelandet:
http://www.zoo.torun.pl/index.php?pid=63
Ich bin keiner slawischen Sprache mĂ€chtig, aber da steht zumindest auch etwas von Afghanistan und Kaukasus - wird dort ein sehr viel grĂ¶ĂŸeres Verbreitungsgebiet angegeben, was natĂŒrlich dann sehr viel mehr Möglichkeiten einer Rassezuordnung beinhalten wĂŒrde?
(22.10.2013, 13:03)
Oliver Jahn :   Es existiert ein total einheitliches Aussehen. Die Tiere in Kotowice entsprachen genau den Tieren, die ich auch in Wroclaw gesehen habe.
(22.10.2013, 10:00)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich habe in meiner Haustierliteratur nachgeschlagen und drei Ziegenrassen mit Verbreitungsgebiet Syrien gefunden. Mamberziege = Syrische HĂ€ngeohrziege, Damaskusziege = Shami und Kilisziege haben allerdings ein auffallendes Körpermerkmal gemeinsam, was der von dir fotografierte Bock aus Katowice nicht aufweist: Extrem lange HĂ€ngeohren, die gerade herabhĂ€ngen und deren LĂ€nge die des Kopfes oft ĂŒberschreitet. Von daher scheint der Syrerbock zu keiner dieser Rassen zu gehören.

Es könnte sich aber um einen vergleichbaren Fall zur Indischen HĂ€ngeohrziege oder der Nubischen Ziege handeln, wo ein bestimmter Ziegentyp in den Zoos unter diesem Namen gezĂŒchtet wird, ohne dass m.W. der wirkliche Rasseursprung (eventuell sogar aus mehreren Originalrassen zusammengesetzt) und die geografische Herkunft genau bekannt ist.

Wenn ein relativ einheitliches Aussehen der Tiere in den polnischen Zoos gegeben ist, wĂŒrde ich die Syrische Ziege als eigene Form in der ZTL listen.
(22.10.2013, 09:40)
Oliver Jahn :   Ich wollte die Syrische Ziege in der ZTL nachtragen, aber dort habe ich sie nicht gefunden. Gibt es noch eine andere Bezeichnung fĂŒr diese Rasse oder fehlt sie einfach nur?
(21.10.2013, 22:40)
Oliver Jahn :   Und die Sudanzebras, bei denen in Katowice nur ein einziges Exemplar wirklich mĂ€hnenlos war.
(21.10.2013, 20:52)
Oliver Jahn :   und noch einmal eine Felina
(21.10.2013, 20:27)
Oliver Jahn :   GelbgrĂŒne Meerkatze, in Deutschland völlig aus den Zoos verschwunden
(21.10.2013, 20:26)
Oliver Jahn :   Syrischer Ziegenbock, eine meiner Erstsichtungen

(21.10.2013, 20:25)
Oliver Jahn :   die handzahme StreifenhyĂ€ne
(21.10.2013, 20:23)
Oliver Jahn :   und ein Blick ins neue Antilopenhaus, in der Mitte sind die Vitrinen fĂŒr die Krallenaffen
(21.10.2013, 20:21)
Oliver Jahn :   SĂ€belantilopen
(21.10.2013, 20:20)
Oliver Jahn :   die Breitmaulnashörner
(21.10.2013, 20:19)
Oliver Jahn :   Heute nun ein paar Bilder zu Katowice.
Der Eingang.
(21.10.2013, 20:18)
Carsten Horn :   Ende Mai gab es beide, die Barasinghas waren links neben den Milus, die Dybowskis auf der gegenĂŒberliegenden Seite des Weges neben den Mesopotamischen Damhirschen...
(21.10.2013, 15:34)
Jennifer Weilguni :   Also ich meine auch, da nur Dybowskis gesehen zu haben.
(17.10.2013, 22:29)
Oliver Jahn :   Ja Wolfgang, die waren noch da, auf der vom Eingang aus gesehenen rechten Seite ziemlich weit hinten.
(15.10.2013, 23:12)
WolfDrei :   Oliver, habe nochmals meine Fotoreihung vom Vorjahr an der "BĂ€renburg" in Wroclaw angeschaut: offensichtlich hat man die Barasinghas gegen die Dybowskis "ausgetauscht", denn die hĂ€tte ich auch fotografiert. Noch zum Vogelhaus: gab es die Palawanhornvögel noch ? (A. marchei . relatives Doppelhorn, fast weiß)
(15.10.2013, 18:45)
Oliver Jahn :   Ich habe noch mal in die Bilder geschaut und auch in meine Artenliste, ich habe den Barasinga gar nicht drin. Aber Wolfgang, das muss fĂŒr Wroclaw wirklich nichts heißen, denn bei dieser ArtenfĂŒlle passiert es schon mal leichter, dass man eine Art ĂŒbersieht oder vergisst.
(15.10.2013, 11:21)
Oliver Jahn :   Wolfgang, ich schaue nachher noch mal in meine Bilder, aber genau da habe ich die Dybowskis in Erinnerung. Vielleicht kann Jennifer sich noch besser erinnern?!
(14.10.2013, 18:44)
WolfDrei :   @Oliver Jahn: Die Barasinghas ( ca 1,5)standen direkt gegenĂŒber dem begehbaren Turm der ehemaligen BĂ€renanlage.Foto anbei
(14.10.2013, 18:26)
Oliver Jahn :   @Oliver MĂŒller, gern! So erlebe ich ja die Besuche quasi auch noch einmal.
Wolfgang, ja endlich! Aber ich bin nun mal der Reihe nach gegangen! ;-)
Bei der extremen Artenvielfalt kann ich keine Garantien geben, aber an Barasingas kann ich mich gar nicht erinnern. Weißbartgnus waren weder da, noch ausgeschildert. So wie es aussieht, wird der Neubau zum Geburtstag fertig, man erkennt schon alle Formen sehr gut und es wurde ĂŒberall gearbeitet. Nach Aussage des Direktors soll zum Geburtstag auch die neue Okapi-Anlage stehen.
Beim Kantschil waren wir 3 mal, zu allen Tageszeiten. Da hast du wirklich richtig GlĂŒck gehabt. Auf jeden Fall bin ich sehr sehr glĂŒcklich, dass man mit dem historischen Teil des Zoos so verantwortungsbewusst umgeht und ihn mit so großartigen Tieren noch veredelt.
(14.10.2013, 17:22)
WolfDrei :   Na endlich, Oliver! Wo doch Wroclaw viel nĂ€her liegt als Lodz oder Warschau!Danke! Und ich kann alles nur bestĂ€tigen, wenn , wie hier gesagt, immer etwas Neues zu sehen ist. Mein Besuch liegt schon ĂŒber 1 Jahr zurĂŒck. Eine Frage zu den Gnus: ich habe noch "WeißbĂ€rte" gesehen - gibt es die noch? "Damals" gab es auch einen kapitalen Barasingha. Und da ich eine Sondererlaubnis hatte, konnte ich auch die Riesengleihörnchen fotografieren, was mir in Singapur nicht gelungen war. Vor einem Jahr waren es drei Tiere, Foto anbei. Bei dem Kantschil muß man wirklich GlĂŒck haben, konnte man einerseits nur von "oben nach unten" fotografieren, andererseits lagen da eine Unmenge von Zweigen aller Art herum. Draußen wird man es (abgesehen von den jetzigen Temperaturen am Tage kaum sehen.
Noch zum Bauplatz: Wroclaw feiert im Juni 20015 den 150. Geburtstag. Wie ist denn der jetzige Eindruck?
(14.10.2013, 16:52)
Oliver MĂŒller :   @Oliver Jahn:

Vielen Dank fĂŒr die tollen Zooberichte hier! Ich freue mich schon auf die Berichte aus dem Baltikum.
(14.10.2013, 13:04)
Oliver Jahn :   Zoo Wroclaw

Unter den polnischen Zoos ist der Zoo Wroclaw sicher die bekannteste Einrichtung, ĂŒber die auch im Forum schon etliches geschrieben wurde. Aber auch hier passiert eine Menge, so dass der Besuch immer wieder ein Highlight ist.
Dieser Besuch aber war das noch viel mehr, als meine bisherigen Besuche, da ich bei diesem Besuch durch Jennys freundliche Art und ihr exzellentes Englisch die Möglichkeit bekam, etliche der HĂ€user auch einmal hinter den Kulissen sehen zu dĂŒrfen. Das war einfach großartig, denn vor allem das DickhĂ€uterhaus aus Sicht der Stallungen und das alte Raubtierhaus von Innen waren fĂŒr mich komplett neu und verstĂ€rkten den Eindruck, in eine andere Zeit abzutauchen, noch stĂ€rker. Ein ganz herzliches Dankeschön noch einmal an die Mitarbeiter und den Direktor dieses Zoos!
Ansonsten ist hier vieles schon gesagt, der neue Zooteil leidet zur Zeit noch immer unter dem riesigen Neubau fĂŒr die Tiere des Wassers, viele Wege und Einsichten sind gesperrt, außerdem machte dieser Teil auch generell einen etwas schwach besetzten Eindruck. Die Huftierbereiche sind stark ausgedĂŒnnt, selbst auf der Gnu-Anlage stand nur noch ein einzelnes Blaues Gnu. Erfreulicher sieht die Situation bei den Tripolis-MĂ€hnenspringern aus, allerdings verstehe ich gerade bei dem schwachen Restbesatz dort noch immer nicht, warum man sie in eine so schlecht einzusehende Ecke quetscht.
Das Madagaskarhaus ist noch immer beeindruckend, auch hier sieht der Besucher wieder den Alaotra-Halbmaki in einer sehr schönen Anlage.
Im Haustierbereich des Zoos sind ebenfalls Syrische Ziegen zu sehen, aber neben Vierhornschafen und Angora-Ziegen sah ich auch meine ersten Karpatenziegen.
Das alte Krokodilhaus war durch die Baustelle nur schwierig zu erreichen, aber es war offen und so gelang auch der Blick auf Erdferkel und eine sehr große Gruppe Prevosthörnchen.
Die Anlage fĂŒr die Panzernashörner ist nun eröffnet, Jenny schrieb es bereits, sie erinnert an einen ĂŒberdimensionalen KĂ€se, Schönheit liegt wie immer, im Auge des Betrachters. Die Vergesellschaftung hingegen finde ich absolut spannend und habe sie so noch nie gesehen, neben den Panzernashörnern leben Zwergmuntjaks und Marabus (leider keine Asiaten) , den Höhenbereich nutzen die Gibbons.
In einem KÀfig dieses Hauses sah ich mein erstes Java-Riesenhörnchen.
Auf den alten BÀrenanlagen tummeln sich noch immer KragenbÀren und ein alter BraunbÀr, die Mittelanlage wird noch immer als Robbenanlage genutzt.
Das historische Affenhaus zeigt das Riesengleithörnchen, aber auch Rotscheitelmangabe, Monameerkatze, Gabun-Zwergmeerkatze, Diana-Meerkatze und die Östl. Große Weißnasenmeerkatze, die man in Deutschland nur noch in Duisburg sieht.
Die Gelben Paviane bewohnen den alten Affenfelsen.
Im DickhĂ€uterhaus findet man noch immer einen Besatz von zwei alten Asiatischen ElefantenkĂŒhen, zwei Nilpferden, drei Zwergflusspferden(eines davon ist ein Jungtier) und vier Flachlandtapiren.
Das alte Raubtierhaus dient nur noch mit wenigen KĂ€figen der Unterbringung einiger Affen.
Im Greifvogelbereich wird noch immer ein Fischadler gezeigt, ebenfalls kein sehr hÀufiger Gast in Zoos und in Deutschland gar nicht vertreten.
Die wundervolle historische BĂ€renburg zeigt eine recht gute Kollektion von Eulenvögeln, auf dem Weg dorthin sieht man die alten Anlagen der GebirgswiederkĂ€uer, mit Blauschafen, Takinen, Sibirischen Steinböcken und Kreta-Bezoarziegen mit einem herrlichen Bock. Unmittelbar neben der Burg ist eine Voliere fĂŒr Buntmarder.
Ebenfalls besetzt ist auch noch das alte Hirschhaus, hier sind die Milus, Rentiere, Prinz-Alfred-Hirsche und Dybowski-Hirsche.
Bei den Zebras werden Sudan und Bergzebras gezeigt, daneben stehen die Java-Bantengs. Der Balabac-Kantjil war leider nicht zu sehen.
In der neuen Tigeranlage werden Sumatra-Tiger gezeigt.
Das Vogelhaus ist wieder komplett offen, Runzelhornvogel, Weißbrusttukan und Haubenliest sind hier neben vielen anderen Arten zu sehen.
Das alte Gesellschaftshaus stellt aus meiner Sicht noch immer eines der artenreichsten Terrarien dar, welches ich kenne, gerade im Bereich der Großwarane ist die Sammlung beachtlich, die Komodowarane standen kurz vor ihrem Einzug.
Eine neue Anlage entsteht im Zoo auch fĂŒr Okapis, im Europateil des Zoos werden Wisente, Mufflons, Berberaffen, Wölfe, Luchse, Wildkatzen und BraunbĂ€ren gehalten.
Der Zoo in Wroclaw ist ein Weltklasse-Zoo. Ein Tag ist fĂŒr diesen Zoo fast zu wenig. Ich war jetzt das dritte Mal da und habe immer noch ganz neue Dinge gesehen.
Die Artenvielfalt ist gigantisch und im Bereich der kleineren SĂ€uger gibt es regelmĂ€ĂŸig neue Arten, die einmalig fĂŒr Europa nur hier gehalten werden.
Dieser Zoo ist ein MUSS!!!

(14.10.2013, 11:55)
Jennifer Weilguni :   Ach, Oli.. einfach schön deine Reiseberichte. Wenn ich sie lese, dann habe ich die ganzen wunderschönen Bilder der Zoobesuche unserer Reise wieder direkt vor Augen.

@WolfDrei: Ausgeschildert war die Kaama auf jeden Fall noch, auch wenn sie (fĂŒr uns) nicht zu sehen war wird sie dann vielleicht doch noch leben.
(13.10.2013, 21:56)
Oliver Jahn :   Ich meine, dass er das ist und hĂ€tte jetzt ganz sicher behauptet, dass ich den auch gesehen habe. Aber da gibt es schon viele Ähnlichkeiten.
(12.10.2013, 13:13)
WolfDrei :   pardon - der "Posten" heißt natĂŒrlich Kustos, nicht Kurator. Und "Frosch"-GĂŒnther, weil dort noch Kollegen mit dem gleichen Familiennamen arbeiteten, auch mit dem Vornamen GĂŒnther. Übrigens ist er der Autor des 600. Heftes "der neuen Brehm"-Reihe (Wasserfrösche Europas)
(12.10.2013, 08:44)
WolfDrei :   Zum genannten Waran: Rainer GĂŒnther (genannt Frosch-GĂŒnther) hat parallel mit mir an der Humboldt-Uni Biologie studiert und war dann bis zur Berentung Kurator fĂŒr Herpetologie am Museum fĂŒr Naturkunde in Berlin.
(11.10.2013, 23:34)
Carsten Horn :   Ich hab da leichtes Chaos mit meiner Fotoliste veranstaltet und bin auch nicht so bewandert in Reptilien, aber ggf. ist das der Waran dann...
(11.10.2013, 23:13)
Karsten Vick :   Gesehen haben wir ihn nicht. Das wĂŒsste ich. Er ist aber im ZoofĂŒhrer abgebildet, der GĂŒnther-Mangrovenwaran (so heißt er jedenfalls auf Polnisch und Englisch).
(11.10.2013, 22:54)
Oliver Jahn :   Ich bin mir leider nicht ganz sicher, aber ich glaube, ich habe ihn gesehen.
(11.10.2013, 22:23)
Carsten Horn :   Offiziell firmiert der Zoo unter dem Namen "Schlesischer Zoo"...

Anreise ist auch amĂŒsant, wenn das Navi einen bis vor den Zooeingang fĂŒhren möchte, da der Zoo im stĂ€dtischen Kulturpark liegt und dort nur fußlĂ€ufig ist, g...

Die beiden Flußpferde in Chorzow sind bzw. waren EhrenbĂŒrger der Stadt, ist Tana also nicht das einzige Ehrenflußpferd, g...

@Oliver: Frage zu Warszawa, hast Du da im Reptilienhaus Varanus rainerguentheri (scheint noch nicht mal nen deutschen Namen zu haben) gesehen, hab mir das auf meiner Bilderliste aufgeschrieben, aber bin mir nicht so sicher, ob er das wirklich ist. WĂ€re dann vermutlich europĂ€ische Ersthaltung wenn... Muß in einem der grĂ¶ĂŸeren Terrarien vor Kopf gewesen sein...
(11.10.2013, 21:48)
Oliver Jahn :   Zoo Katowice

Obwohl der Zoo unter diesem Namen bekannt wurde, ist genau dieser Name eigentlich falsch, denn der Zoo liegt in Chorzów, einer kreisfreien Großstadt 7 Kilometer von Katowice entfernt. Bekannt geworden ist er dennoch unter dem Namen Zoo Katowice.
Letztlich fĂŒhrte aber genau dieser Namenswirrwarr auch bei uns dazu, dass wir schon etwas suchen mussten, bevor wir diesen Zoo dann endlich fanden. Umso grĂ¶ĂŸer war die Begeisterung ĂŒber das, was uns dort erwartete.
Man betritt den Zoo durch ein barockes Schlosstor, welches in Warschau abgetragen, und hier als Zooeingang wieder aufgebaut wurde.
Es empfĂ€ngt einen dann ein barocker Gartenbereich, der sowohl ĂŒber eine Mittelallee, als auch ĂŒber zwei Seitenwege in den Zoo ĂŒbergeht.
Auf der linken Seite, dem Rundweg folgend, sind Teichanlagen, in denen einmal Robben gehalten worden, heute sind hier Wasservögel. Im alten Antilopen- und Huftierbereich, der dann folgt, ist eine gerade erst eröffnete Anlage fĂŒr Amurtiger integriert. Nilgauantilopen stehen hier, ebenso wie Weißschwanzgnus, Große Kudus und Litschiwasserböcke, dennoch muss man sagen, dass der Zoo durch viele neue HĂ€user, die zum Teil gerade erst eröffnet wurden, oder es noch nicht mal sind, den Tierbestand innerhalb des Zoos krĂ€ftig umstellt.
Im Haustierbereich gibt es Syrische Ziegen, eine Rasse, die ich vorher noch nie gesehen habe.
Am Ende der Huftierwege stĂ¶ĂŸt man dann auf die DickhĂ€uteranlage. Auf einer sehr großzĂŒgigen Außenanlage stand ein einzelner Asiatischer Elefantenbulle.
Im Hintergrund der Anlage erkennt man schon das große DickhĂ€uterhaus, ebenfalls ein Bau der 60er Jahre, den Rosl Kirchshofer in ihrem Buch „Zoologische GĂ€rten der Welt“ sogar bildlich erwĂ€hnt, als eines der modernen ElefantenhĂ€user Europas.
Das Haus wirkt noch heute recht groß, genauer hingesehen entfĂ€llt aber der grĂ¶ĂŸte Teil des Hauses auf den Besucherbereich, der reichlich bestĂŒckt ist, mit großen Vitrinen fĂŒr Vögel und ein paar Kriechtiere.
Im Anschluss an die im Halbkreis neben einander gebauten ElefantenstĂ€lle kommt dann das Nilpferdbecken mit dem daneben liegenden Landabteil. Hier lebte ein Paar Nilpferde seit den 60er Jahren, welches 12 mal fĂŒr Nachwuchs gesorgt hat. Da das Becken nicht teilbar ist, hat man dann wohl den Graben zum Besucherbereich im hinteren Teil des Hauses abgetrennt und ein kleines zweites Becken daraus errichtet. Das allein ist schon sehr ungewöhnlich, in Magdeburg hielt man in diesem Graben vor den Elefanten ein GĂŒrteltier. Was dann aber dem ganzen die Krone aufsetzt ist die Tatsache, dass die Nilpferde nie ĂŒber eine Außenanlage verfĂŒgten. Nach Carstens Aussage ist der heute hier noch immer und jetzt allein lebende Bulle der Ă€lteste Nilpferdbulle in Europa. Da soll noch mal jemand behaupten, frische Luft sei gesund!
Vom DickhĂ€uterhaus gelangt man dann vorbei an einem Kormoranteich zur neuen Anlage der Giraffen, welche die Außenanlagen bereits bezogen haben, das Haus stand kurz vor der Eröffnung. Im alten Giraffenhaus sind jetzt nur noch die drei Breitmaulnashörner untergebracht. GegenĂŒber befindet sich dann ein neues Haus fĂŒr Krokodile und Vögel, die Kroks haben sogar eine Außenanlage, auch dieses Haus war leider noch nicht eröffnet. Im Anschluss daran kommt man zum Affenhaus, welches schon ein wenig Ă€lter ist. Hier sind die Mandrills, Husarenaffen, Haubenkapuziner, Kattas, GelbgrĂŒne Meerkatzen und Guerezas.
Nun kommen die neuen Anlagen fĂŒr Addax, Defassa-Wasserbock und Sitatunga, mit einem ganz neuen Antilopenhaus, in dessen Besucherbereich auch Krallenaffenvitrinen und die ErdmĂ€nnchen untergebracht sind. Dieses Haus hat mich besonders angesprochen, obwohl es ein schlichter, fast quadratischer Bau ist, vermittelt er eine gute ZooatmosphĂ€re.
Nun folgen die Anlagen fĂŒr Trampeltiere und die Sudan-Zebras, auf deren linken Seite sich die großzĂŒgigen KĂ€figanlagen fĂŒr Amurtiger (ein Tier war schon in die neue Anlage umgezogen), Persische Leoparden und Irbisse befinden. Hinter diesen wiederum liegen zwei langgezogene Schluchten, die an klassische BĂ€rengruben erinnern. Durch gute Bepflanzung erscheinen aber auch diese Ă€lteren Anlagen nicht störend. Hier sind die Löwen, die KragenbĂ€ren und die BraunbĂ€ren untergebracht.
Der hintere Bereich schließt dann mit einer Anlage fĂŒr Waldbisons. Auf dem Weg zurĂŒck zum Eingang sieht man dann noch Geparde, MĂ€hnenwölfe und KĂ€ngurus. Eine eigene kleine Anlage existiert fĂŒr Mantelpaviane, vorbei an einem Zooschaufenster nĂ€hert man sich dem Eingang wieder, und hier erwarten den Besucher dann noch einige KleinkĂ€figreihen mit Rohrkatzen, Felina-Ginsterkatzen, NasenbĂ€ren, Karakalen, Europ. Luchsen und einer StreifenhyĂ€ne.
Der Zoo steckt mitten in einer Entwicklung, der man anhand der Dinge, die bereits entstanden sind, nur Anerkennung zollen kann. Mich hat dieser Zoo sehr fasziniert und ich weiß, diesen Zoo werde ich wieder besuchen.

(11.10.2013, 21:25)
Michael Mettler :   Von der Zukunft in die Vergangenheit: In einem Lodz-Forum fand ich ein paar historische Zoofotos, darunter einen KĂ€fig fĂŒr JungbĂ€ren (sieht jedenfalls nach solchen aus) und die erste Elefantin Magda I. Ob das MĂ€uerchen vor ihr allerdings Teil ihrer Gehegeumfassung ist oder sie irgendwo außerhalb im Zoo aufgenommen wurde, bleibe dahingestellt. Leider zeigt mein Rechner viele der dortigen Forum-Fotos nicht an, vielleicht verbirgt sich da noch mehr Bemerkenswertes.
http://www.mojalodz.fora.pl/zwierzeta,188/zoo,621-60.html
(11.10.2013, 18:34)
Carsten Horn :   Da hab ich mich auch drauf gefreut, insbesondere auf die Flußpferdherde.

Ist aber leider nicht mal in eine konkrete Planungsphase gegangen und der Zoo war in die Ideen gar nicht großartig einbezogen, war eigentlich nur so eine Art AbsichtserklĂ€rung der Stadt...
(11.10.2013, 18:20)
Michael Mettler :   Als Nebenprodukt des Stöberns: Bin zwar des Polnischen nicht mĂ€chtig, aber reime mir ein paar bekannt vorkommende Wörter so zusammen, dass auch Lodz ein Geokonzept plant und dabei u.a. ein Flusspferdhaus fĂŒr je 6 Hippos und Krokodile und eine Elefantenanlage (sloniarnia, das war mein Suchbegriff in Google) fĂŒr 10 Elefanten errichten will.
http://komunalny.pl/index.php?name=article&op=show&id=7891
(11.10.2013, 18:09)
Oliver Jahn :   Zwergflusspferd
(10.10.2013, 20:32)
Oliver Jahn :   Eines der GiraffenhĂ€user mit Besucherturm.
(10.10.2013, 20:31)
Oliver Jahn :   Jaguar-Anlage
(10.10.2013, 20:30)
Oliver Jahn :   Bongo
(10.10.2013, 20:28)
Oliver Jahn :   Heute nun die bildlichen EindrĂŒcke aus Opole.
Asienanlage mit Trampeltier und Kulan
(10.10.2013, 20:27)
Carsten Horn :   Kaama konnte ich schon im Mai nicht entdecken...

Die linke obere Ecke des Planes kann man sich ggf. auch sparen, da sind zwar tlw. schöne relativ neue Anlagen, aber man verpasst keine tierlichen RaritÀten, Luchs, BÀr, Pelikan, etc...
(10.10.2013, 14:16)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, Wroclaw kommt erst in ein paar Tagen, daher sind auch deine Tipps genau richtig. Die Kaama habe ich nicht gesehen, da die gesamte Afrika-Anlage durch die Baustelle nur an einer ganz kleinen Stelle einsehbar ist.
Wenn es offen ist, dann im neuen Teil noch das alte Krokodilhaus besuchen, hier lebt das Erdferkel.
(10.10.2013, 11:17)
WolfDrei :   @Stefanie Fischer: So nicht Oliver Jahn es noch schafft , den Wroclawbericht einzustellen: folgen Sie den RatschlĂ€gen, die ich nur unterstĂŒtzen kann. In er Mitte des Planes befindet sich eine Riesenbaustelle (die rote Zone), so man die linke Seite bis zum Ende besucht, muß man leider wieder diesen Weg zurĂŒck. Da aber die dort ausgestellten Tiere nicht so bedeutsam sind (die Caamaantilope wird wohl nicht mehr leben? Oliver?), reicht ein Blick in die Madagascaranlage (das Tier mit dem hochgestellten Schwanz). Empfehlenswert ist auch das alte Affenhaus dort mit den Riesenflughörnchen. Das Balabackantjil lebt im Haus der Gibbons (rechtes kleines Gehege). Das Terrarium: viele Stunden!brĂ€uchte man.
Ansonsten als Verkehrsmittel ein Taxi - allerdings war bei meinem Besuch in Richtung Zentrum/Bahnhof gegen 16 Uhr dort immer ein "schöner" Stau.
(10.10.2013, 10:59)
Carsten Horn :   Na das war dann wohl fast gleichzeitig, g...
(09.10.2013, 22:02)
Oliver Jahn :   @Michael, die Außenanlagen brauchte man ja auch nicht groß verĂ€ndern. Komplett modernisiert sind in beiden FĂ€llen die HĂ€user.
(09.10.2013, 22:02)
Carsten Horn :   Abfotografierter Zooplan...

Was empfehlen ist schwer, abhÀngig von der Interessenlage. Man kann sicher schon nur nen halben Tag in dem Terrarium zubringen, schafft aber auch, mehr oder weniger im Schnelldurchlauf, den ganzen Zoo...
(09.10.2013, 22:01)
Michael Mettler :   @Oliver: Im Vergleich mit der erwĂ€hnten TV-Doku haben sich der Affenfelsen und die Raubtierfreianlagen tatsĂ€chlich seit damals nicht verĂ€ndert. Letztere waren zu dieser Zeit mit Löwen, Tigern und Geparden besetzt.
(09.10.2013, 21:58)
Oliver Jahn :   @Stefanie Fischer, einen Plan gibt es am Eingang und in mehreren Automaten. Vom Bahnhof fahren Sie am besten mit der Taxe. Es gibt viele begehbare HĂ€user, beim kurzen Überschlag komme ich auf 7 HĂ€user Minimum. Allein im alten Gesellschaftshaus, dem heutigen Terrarium können Sie Stunden zubringen bei dem Besatz. Es ist schwer, hier PrioritĂ€ten zu setzen, auf jeden Fall sollten Sie dann direkt in den alten Zooteil gehen und diesen auf sich wirken lassen. DickhĂ€uterhaus und BĂ€renburg sind ein MUSS.
(09.10.2013, 21:55)
Stefanie Fischer :   @Oliver Jahn: Wir wollen am Samstag den Zoo von Wroclaw besuchen. Ich konnte leider keinen Zooplan im Internet finden. Haben sie zufĂ€llig ein Bild/Plan davon?

Gibt es dort viele begehbare TierhĂ€user? Aquarium/Terrarium? Was wĂŒrden sie am meisten empfehlen, da wir leider nur einen halben Tag Zeit haben?

Wir fahren mit dem Zug, wissen sie evt. wie man am besten vom Hauptbahnhof zum Zoo kommmt?

Vielen Dank
(09.10.2013, 21:16)
Oliver Jahn :   Und zum Ende die begehbare Geiervoliere.
(09.10.2013, 21:12)
Oliver Jahn :   Der ehemalige Pavianfelsen, heute fĂŒr Wanderus.
(09.10.2013, 21:11)
Oliver Jahn :   Das Haus fĂŒr Kleinraubtiere und Nager.
(09.10.2013, 21:09)
Oliver Jahn :   Die Löwenfreianlage, rechts dahinter die Anlage der StreifenhyĂ€nen.
(09.10.2013, 21:08)
Oliver Jahn :   Bilder aus Lodz, RaubtierkĂ€fige fĂŒr Großkatzen.
(09.10.2013, 21:06)
Oliver Jahn :   Es muss auch danach noch einmal eine sehr heftige Überschwemmung gegeben haben, die Bilder davon waren im Zoo zu sehen.
@WolfDrei, das sehe ich Àhnlich, aber generell finden diese Zoos ja eher weniger Beachtung, was ich persönlich gar nicht nachvollziehen kann.
Nach Fertigstellung des Asienbereiches dĂŒrfte Opole genau so Geo-Zoo sein, wie Hellabrunn.
(09.10.2013, 11:06)
Carsten Horn :   Schlecht zu finden war der Zoo wirklich, auch das Navi war da nicht wirklich hilfreich auf den letzten Kilometern. Vom Parkplatz, ca. 1 km weg vom Eingang,ebenfalls keine Beschilderung, aber da funktioniert es ggf. nach dem Prinzip "Immer der Herde nach", g...

Ich hoffe nur, man hat die Wasserproblematik im Griff, der Zoo liegt recht odernah und bei einer Flutkatastrophe ist u. a. das einzige dort gehaltene Flußpferd umgekommen, wĂ€re schade wenn es dem schönen Zoo Ă€hnlich ginge wie in Prag. Allerdings ist das schon fast 30 Jahre her, danach hab ich nichts mehr gehört von Überschwemmungen...
(09.10.2013, 10:58)
WolfDrei :   Hier stellt sich natĂŒrlich die Frage, ob die Wiedererweckung des Geoprinzips, die Herr Knieriem als Alleinstellungsmerkmal fĂŒr Hellabrunn so propagiert, nicht schon in anderen LĂ€ndern lĂ€ngst zur ErfĂŒllung gelangt ist: wenn ich nun Opole so dargestellt sehe und davor Plzen und in gewissem Grade auch in Brno. Daß Hellabrunn natĂŒrlich vor ca 90 Jahren dies erstmals vollzogeb hat, bleibt ja unbestritten.
(09.10.2013, 10:29)
Oliver Jahn :   Zoo Opole

Dieser Zoo, der ebenfalls schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gegrĂŒndet wurde, ist sicher der modernste Zoo meiner Reise gewesen, fĂŒr mich: Ein Zoo aus einem Guss.
An alte Zeiten erinnern lediglich ein paar wenige Stallungen an der Afrika-Anlage und das alte Aquarium, welches nicht mehr genutzt wird und eine „Klagemauer“ fĂŒr kleinere SĂ€uger und Papageienarten.
Direkt nach dem modernen Eingang befindet sich auf der linken Seite ein sehr großer Komplex mit mehreren Anlagen und einem Haus fĂŒr Affen. Krallenaffen, Weißhandgibbons, mehrere Lemurenarten, unter denen auch nicht so hĂ€ufig gezeigte sind, wie Mohrenmakis, aber auch Graubeinnachtaffen, die im Affenhaus sogar FreigĂ€nger sein dĂŒrfen, sind im Sortiment und auch Gorillas, vergesellschaftet mit Kikuyu-Guerezas bevölkern sehr schöne und natĂŒrliche Anlagen mit reichlich bepflanzten Inseln. Ebenfalls im Affenhaus sind Prevosthörnchen und Tamanduas zu sehen.
Unmittelbar hinter den Affenanlagen kommt dann der Raubtierkomplex.
Zwei riesige Kuppelbauten mit mehreren Glaseinsichten beherbergen auf der einen Seite Ozelot und Puma.
Die zweite Anlage (in gleicher GrĂ¶ĂŸe) gehört allein dem Jaguar. Diese Jaguar-Anlage ist so ziemlich die Beste, die ich bisher in einem Zoo gesehen habe. Wasserlauf und Badebecken sind vorhanden, die Vegetation ermöglicht es, sich dem Besucherblick auch einmal zu entziehen, Klettermöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden, an drei Stellen kann der Besucher auf die Suche nach dem Tier gehen. GrĂ¶ĂŸe und Struktur sind einfach gigantisch.
Es folgt ein Bereich fĂŒr die Tierwelt SĂŒdamerikas, mit Tapiren, Wasserschweinen, Maras, Großen AmeisenbĂ€ren, Nandus und Vikunjas, eine sehr schöne Anlage fĂŒr NasenbĂ€ren, bereits am Eingang befindet sich die Anlage der MĂ€hnenwölfe.
Im Anschluss daran kommt dann das alte Haus fĂŒr die kleineren Arten, wie GĂŒrteltier, Stachelschwein, Zwergotter und Manul.
Der Raum Eurasien ist in tollen Anlagen Heimat fĂŒr Kleine Pandas, Eur. Wölfe, Vielfraße, Karpatenluchse und Schneeleoparden, gegenĂŒberliegend finden sich in Gemeinschaftshaltung die Trampeltiere mit den Kulanen.
Vorbei an Wildschwein und Damhirsch kommt man dann in den Parkteil Afrika.
Serval und Gepard reprÀsentieren hier die Raubtiere.
Auf einer großen Afrika-Steppe sind Ugandagiraffen, zusammen mit Böhmzebras, Bergzebras und Straußen. Das letzte Breitmaulnashorn ist nicht mehr vorhanden, die Zwergflusspferde hingegen schon. Die beiden HĂ€user fĂŒr die Giraffen und Zebras sind ganz neu und hell und beide begehbar. Im alten Nashornstall stand ein Straußenhahn.
In der letzten alten Ecke steht ein einzelner Milu, hier wird die Haltung wohl auslaufen.
Australien stellte sich mit Roten Riesen, Bennetts und Potoroos dar.
In einzelnen Anlagen, deren Stallungen sehr an die in Dvur erinnerten, finden sich dann noch Bongos, Addax, SĂ€belantilopen und Sitatungas.
Ein Gehege gibt es noch fĂŒr die Pudus, Zwergmuntjaks werden gezeigt und am Ende des Rundgangs befindet sich noch eine Anlage fĂŒr Europ. Ziesel und eine große Anlage fĂŒr Kaliforn. Seelöwen.
Der Zoo hat mich begeistert. Das Geokonzept ist sehr gut umgesetzt, wenn auch noch nicht ganz. Der Asienteil soll noch erweitert werden um Anlagen fĂŒr Panzernashörner und Tiger, die Affen hat man eher als Tiergruppe zusammengefasst, ohne Beachtung der Region.
Der Zoo wirkt sehr modern, auch hier lĂ€sst sich der Kunstfels an der ein oder anderen Stelle nicht ĂŒbersehen, aber es wirkt nicht nach kĂŒnstlicher Kulisse.
Was dem Zoo allerdings dringend zu empfehlen wÀre, das wÀre eine bessere Ausschilderung im Ort.

(09.10.2013, 10:03)
Oliver Jahn :   Carsten, ich werde heute Abend auch noch einige Bilder einstellen, werde das aber unter der Rubrik "DickhĂ€uterhĂ€user" machen. Da erkennt man den nachtrĂ€glichen Anbau sehr deutlich.
(08.10.2013, 08:33)
Carsten Horn :   Wenn Deine Theorie mit den zwei Arten stimmt, war die große Anlage fĂŒrs Flußpferd bestimmt, vielleicht ist die kleine Anlage auch erst zusammen mit dem Nashornstall nachgerĂŒstet worden und war gar nicht von Anfang an geplant...

Zu dem Stall im Anbau hin sind sogar noch Fenster vorhanden, durch die man da rein schaut, spricht auch fĂŒr nen nachtrĂ€glichen Anbau...
(08.10.2013, 01:18)
Oliver Jahn :   Der Zoo hat das Haus fĂŒr die beiden Asiatinnen gebaut. Die Elefantenanlage ist die grĂ¶ĂŸte der drei Anlagen mit eigenem Badebecken. FĂŒr Tapire dĂŒrfte die Nilpferdanlage deutlich zu viel Wasserbereich, und diesen auch zu tief gehabt haben. Das Haus war m.E. nur fĂŒr zwei Arten geplant. Denn der Nashornstall wurde ja erst spĂ€ter angebaut.
(07.10.2013, 22:57)
Michael Mettler :   Nur als Idee, da ich weder ĂŒber Ortskenntnis noch ĂŒber sonstiges Wissen ĂŒber den Zoo Lodz verfĂŒge: Mein erster Eindruck nach Carstens Foto war "halb fertiges Haus". WĂ€re es denn möglich, dass ein Teil der AnlagenflĂ€che als BauflĂ€che fĂŒr einen weiteren GebĂ€udeflĂŒgel/Stall vorgesehen gewesen sein könnte, eventuell fĂŒr Afrikanische Elefanten (Beckentiefe!), und nie fertig gebaut wurde? Falls es eine "stecken gebliebene" Flusspferdplanung war, besteht auch noch die Möglichkeit, dass das tatsĂ€chlich fĂŒr Hippos benutzte Gehege samt Stall eigentlich fĂŒr Tapire oder Zwergflusspferde (die kamen nĂ€mlich in den 60ern zunehmend in den Tierhandel) gedacht war.

Ich habe eine Videoaufnahme einer TV-Sendung ĂŒber den Zoo Lodz, aufgenommen 1990, in der zwar auch ein bisschen ĂŒber die Historie erzĂ€hlt wird, aber leider nichts ĂŒber das Haus. In der Elefantenanlage lebten damals zwei Asiatinnen, die 1963 in den Zoo gekommen waren.

Wie groß ist denn die Elefantenanlage (falls noch im Originalzustand) - kleiner als das RĂ€tselgehege? Badebecken im gleichen Stil?
(07.10.2013, 22:46)
Oliver Jahn :   Die Tapire haben ein neues Haus. Der Nashornstall auf der von innen gesehenen linken Seite ist ein Anbau. Auf dem Außenfoto kann man den flacheren Anbau gut erkennen.
(07.10.2013, 22:42)
Carsten Horn :   Und noch das Axolotl-Außengehege, wenn ich schon mal dabei bin...
(07.10.2013, 21:00)
Carsten Horn :   Haus innen, das Flußpferdgehege ist rechts, links und Mitte waren Tapire untergebracht, die mittlerweile ein neues Haus bewohnen sollten. Der linke und der mittlere Stall haben Schieber zur großen Anlage.

Ein Erinnerungsschild ans letzte Nashorn hing am linken Gehege...

Der Elefantenstall ist in meinem RĂŒcken
(07.10.2013, 20:58)
Carsten Horn :   Elefantenstall, hinten links ist ne große TĂŒr, da könnte evtl. ein zweiter Stall sein, die TĂŒr in der RĂŒckwand geht auf die Außenanlage...
(07.10.2013, 20:55)
Carsten Horn :   FĂŒrs Nashorn ist die große Anlage irgendwie eine Fehlplanung mit dem Badebecken, es sei denn, es waren wirklich mal Panzernashörner geplant, das wĂ€re die einzige ErklĂ€rung dafĂŒr...

Oder die jetzige Flußpferdanlage ist erst nachgerĂŒstet worden und die große Anlage waren frĂŒher zwei Anlagen?

Anbei ein Bild der Anlage
(07.10.2013, 20:53)
Oliver Jahn :   Stimmt ganz genau, auch wir standen vor der Freianlage der Axolotl...baff erstaunt. Die Bilder werde ich mir ansehen...was meinst du Carsten, ist die große Anlage tatsĂ€chlich als Nashornanlage geplant? Mit DEM Becken?
(07.10.2013, 14:56)
Carsten Horn :   Vor dem DickhĂ€uterhaus hab ich auch zuerst gestanden und gedacht, das ist aber eine große Außenanlage fĂŒrs Flußpferd gewesen (das Nashornaußengehege), die Flußpferdaußenanlage hab ich erst spĂ€ter gesehen.

Ich war auch im Haus drinnen, der Elefantenstall ist so klein, das ich mich gefragt habe, wie dort mehrere Tiere gehalten werden konnten, evtl. gab es da noch einen zweiten nicht einsehbaren Stall...

Flußpferd- und Nashornstall waren auch nicht grĂ¶ĂŸer, beim Flußpferd kleines Badebecken innen. Insgesamt gab es drei StĂ€lle, die alle miteinander verbunden waren, man hĂ€tte also drei Tiere einzeln halten können oder ggf. den mittleren Stall fĂŒr die beiden Ă€ußeren zum Umsperren nutzen können, wenn die Tiere nicht raus können.

hipposworld.de, Bildergalerie, Lodz, da sind ein paar Bilder vom Flußpferdbereich und ein Bild vom Haus...

Was ich noch besonders fand in Lodz war die Außenanlage fĂŒr Axolotl, ich kann mich nicht erinnern, die schon mal woanders an der frischen Luft gesehen zu haben...
(07.10.2013, 14:50)
Oliver Jahn :   Zoo Lodz

Auch der Zoo Lodz ist eine VorkriegsgrĂŒndung, unter den besuchten Zoos war er der Zoo, der zwar auch bereits einige sehr gelungene Modernisierungen zeigt, aber auch an etlichen Stellen noch die erheblichsten Altlasten vorzuweisen hat.
Gleich nach Betreten des Zoo kommt man zum alten Pavian-Felsen, dessen Haus bereits saniert und mit großen Glasfenstern versehen wurde, und in welchem heute eine große Gruppe Wanderus lebt.
Im Anschluss daran folgt die Anlage der Helmkasuare, die aus mehreren EinzelauslĂ€ufen besteht. Danach kommt dann der „Mini-Zoo“ mit dem Haustierbereich.
Auf der gegenĂŒberliegenden Seite sind bereits neue Stallungen fĂŒr Hirschziegenantilopen, Mesop. Damhirsche und ein MĂ€nnchen der Timorhirsche (das zweite stand weiter hinten in einer eigenen Anlage) an welchem Michael Mettler nach seinem Wunsch unter dem Beitrag „Bad Pyrmont“ seine Freude gehabt hĂ€tte. Beide Böcke hatten ein ĂŒberaus krĂ€ftiges und prĂ€chtiges Geweih.
Ganz neu errichtete Anlagen kommen dann fĂŒr den Luchs, die Europ. Wildkatze und den Manul, in deren Anschluss dann ebenfalls ganz frisch errichtete Anlage fĂŒr Kraniche und Hornraben folgen. Die immer mal wieder an den Wegen befindlichen kleinen StreukĂ€fige sind ĂŒberwiegend leer, nur einer ist noch besetzt mit Ginsterkatze und Skunk.
In einem Kreisweg sieht der Besucher dann einen Àlteren Teil des Zoos, mit einem sehr hohen und und gebogenen KÀfigreihe mit 8 Abteilen, in denen heute nur noch Persische Leoparden und Schneeleoparden gehalten werden.
Die alten BĂ€rengruben (2 mit jeweils zwei Abteilen) sind fĂŒr ein Paar KragenbĂ€ren und einen MalaienbĂ€ren.
Wisent und Bison sind wieder nebeneinander in Freigehen, gegenĂŒber sieht man dann die Zuchtgruppe der Timorhirsche, KĂ€ngurus und an Stelle der erwarteten Weißbartpekaris eine kleine Rotte Visaya-Schweine.
In einer verglasten Voliere gibt es dann 6 HĂ€hne der ÄhrentrĂ€gerpfaue.
Und dann eröffnet sich der erste Einblick auf das große Raubtierhaus ĂŒber die sehr großzĂŒgige Freianlage der Amurtiger hinweg. Das Haus ist bereits saniert, leider ist die Innensanierung noch nicht abgeschlossen, so dass uns der Eintritt verwehrt blieb. Umrundet man das Haus passiert man noch die Anlagen der Pudus, der Muntjaks und des einzelnen Rehbocks, neben dem Eingang des Hauses befinden sich kleinere KĂ€fige fĂŒr Fenneks und zwei Ă€ltere AußenkĂ€fige fĂŒr die Löwen und die StreifenhyĂ€nen. Deren Freianlagen liegen dann auf der zweiten LĂ€ngsseite des Hauses und schließen unmittelbar an das neu errichtete (oder ebenfalls sanierte?) Giraffenhaus an.
Nun folgen die Anlagen fĂŒr die Antilopen, Dikdiks, Sitatungas und SĂ€belantilopen, dann kommen die Chapmann-Zebras, die Kulane sind leider weg.
Einen kurzen Abstecher gibt es dann ins Aquarium und von dort aus geht es zurĂŒck zum DickhĂ€uterhaus.
Tja, das DickhĂ€uterhaus…drin waren wir leider nicht, aber das Haus ist sehr spannend.
Baulich kann man es sich vorstellen, wie das Haus in Magdeburg, nur kleiner, schmuckloser und ohne den tiefer gelegenen Nilpferdtrakt. Aber die gegeneinander im 90-Grad-Winkel versetzten GebĂ€udeteile mit LichtbĂ€ndern gegenĂŒber der StĂ€lle waren deutlich zu erkennen.
Das Haus hat drei Außenanlagen.
Die eine ist mit einer einzelnen, uralten Asiatischen Elefantenkuh besetzt.
Dann kommt eine winzige Anlage mit einem Nilpferdbecken und einem Landbereich, auf den gerade mal ein Nilpferd passt. Ein Schild weist hier darauf hin, dass es zurzeit keine Nilpferde gibt und das winzige Gehege unbesetzt ist.
Dann kommt eine recht großzĂŒgige Anlage, die wieder einmal einige RĂ€tsel aufwirft.
Hier steht heute ein Flachlandtapirbulle.
Von 1966 bis 1985 gab es hier (ein?) Spitzmaulnashorn, von 1986 bis in die 2000er ein Breitmaulnashorn.
Folgt man dem Zuchtbuch, hatte Lodz ĂŒber Jahrzehnte nur einen einzelnen Nilpferdbullen.
WofĂŒr aber war die große Anlage, auf der heute der Tapir steht ursprĂŒnglich geplant?
Die Anlage hat einen ansprechend großen Landbereich, an den aber dann ein im VerhĂ€ltnis zur Bauzeit des Hauses (Mitte der 60er Jahre) und im VerhĂ€ltnis zum Landbereich bemessen, sehr großer Wasserbereich anschließt. Dieser ist sehr tief mit abfallendem Einstieg und ist vor allem mit zwei Inseln bestĂŒckt, die nach Nilpferdruhezonen (kĂŒnstliche SandbĂ€nke) aussehen. Eigentlich eine klassische, wenn auch fĂŒr ihre Zeit sehr großzĂŒgige und moderne Nilpferdanlage.
War diese Anlage aber ursprĂŒnglich fĂŒr Nilpferde geplant, wofĂŒr war dann die kleine Außenanlage? Sollte tatsĂ€chlich bereits Mitte der 60er Jahre ein Zoo fĂŒr Nilpferde mit zwei Außenbereichen geplant haben? Und wenn ja, warum gab es dann ĂŒber Jahrzehnte nur einen Bullen? Außerdem dĂŒrften die Innenanlagen auch viel zu klein fĂŒr mehrere Tiere gewesen sein, wofĂŒr dann aber die „riesige“ Außenanlage?
FĂŒr Nashörner habe ich auf jeden Fall noch nie ein so großes Wasserbecken gesehen, vor allem nicht in der Tiefe, mit den Ruhezonen im Wasser, und schon gar nicht fĂŒr SpitzmĂ€uler.
Eventuell wollte man Panzernashörner bekommen, aber auch fĂŒr die wĂ€re fĂŒr diese Zeit das Wasserbecken gigantisch und vor allem extrem tief. Mal sehen, ob hier das geballte Wissen aus dem Forum noch ein paar Fakten ans „Licht“ bringt, aus vergangenen Tagen.
Im Zoo geht es nun weiter zum Robbenbecken, in dem ein einzelner MĂ€hnenrobbenbulle zu sehen ist, der ĂŒber eine GrĂ¶ĂŸe verfĂŒgt, bei der man die Fotos von ihm durchaus einstellen könnte, und sie mit jungem Walross untertiteln könnte. 
Im wahrscheinlich ehemaligen Direktorenwohnhaus aus der GrĂŒnderzeit ist ein Terrarium mit einem ausgesucht guten Bestand an Reptilien.
Ganz neu ist ein Haus fĂŒr die Flachlandtapire, in das wohl auch die Wasserschweine einziehen werden.
Der Weg zurĂŒck zum Ausgang fĂŒhrt dann noch vorbei an einem Affenhaus mit Kapuzinern, einem alten SchweinsaffenmĂ€nnchen, einem einzelnen Gibbon, etlichen Krallenaffenarten, unter denen auch MantelĂ€ffchen zu sehen waren.
Im Anschluss daran folgt dann ein echtes RaritĂ€tenkabinett, ein Haus, wohl ehemals fĂŒr kleine Raubtiere, von denen sich immer noch einige Arten hier befinden.
6 WickelbĂ€ren, Borkenratten, ein Ringelschwanzmungo, noch eine Ginsterkatze, NasenbĂ€ren, Stachelschweine, Quastenstachler und die Wasserschweine sind hier untergebracht, auf der Seite gegenĂŒber der KĂ€figreihe sind kleine Terrarien fĂŒr Nager, ebenfalls in einer sehenswerten Kollektion.
Nun fĂŒhrt der Weg vorbei an einer alten Fasanerie, die ihrem Namen noch alle Ehre macht, und dieser Weg endet in einem kleinen Tropenhaus fĂŒr Vögel, in dem aber auch einige SĂ€uger, wie Faultiere und KugelgĂŒrteltiere untergebracht sind.
Und dann ist man wieder am Eingang.
Sicher braucht der Zoo Lodz noch einige Jahre, um den Anschluss an die anderen Zoos meiner Reise zu bekommen. Trotzdem ist er gerade jetzt noch in diesem Zustand sehr sehenswert fĂŒr Freunde der Zoohistorik und verfĂŒgt ĂŒber einen anspruchsvollen Tierbestand. Der Aufbruch ist zu sehen und in einigen Jahren, wenn denn die finanziellen Mittel nicht plötzlich eingestellt werden, ist er ein durchaus moderner kleiner Zoo, der in noch einigen Bereichen mehr richtig Spaß macht.

(07.10.2013, 14:30)
Oliver Jahn :   Und Sohn noch mal allein.

Das war es dann erst mal fĂŒr die nĂ€chsten Tage, da ich ab morgen im Baltikum bin, da soll es ja auch Zoos geben! ;-)
@WolfDrei, aber keine Sorge, ich bin Montag wieder zurĂŒck und vergesse dich nicht und versprochen, Breslau kommt noch!!
(01.10.2013, 22:46)
Oliver Jahn :   Und die Sumatratiger, herrliche Tiere, hier Vater und Sohn.
(01.10.2013, 22:44)
Oliver Jahn :   Panzernashornjungtier, im Hintergrund der Vater.
(01.10.2013, 22:41)
Oliver Jahn :   Das historische Haus, in dem heute die HyĂ€nenhunde sind, der Auslauf mit seinen 4 Abteilen befindet sich hinter dem Haus.
(01.10.2013, 22:40)
Oliver Jahn :   Warschau
FĂŒr Jan die Nilpferdanlage.
Vorn das alte Becken, dahinter der alte Stall, jetzt Pumpenhaus, rechts das neue Haus.
(01.10.2013, 22:39)
Jennifer Weilguni :   Ich bin ja leider erst beim zweiten Teil der Polenreise dabei gewesen und habe darum Warschau und Poznan und Lodz leider verpasst. Trotzdem kann ich Oliver nur recht geben - Polen ist ein echtes Zooland mit wunderschönen Einrichtungen!
Mein absoluter Favorit auf unserer Polen-Reise war der Zoo in Breslau, in dem Historie und Moderne auf so wundervolle Art und Weise miteinander verbunden sind. Lediglich dsa neue Haus fĂƒÂŒr die Panzernashörner sieht extrem gewöhnungsbedĂƒÂŒrftig aus (in etwa wie ein Laib Schweizer KÀse).


Ganz besonderes "Schmankerl" war ĂƒÂŒbrigens die BesucherfĂƒÂŒtterung der MÀhnenrobben in Krakau: Da wir unter der Woche dort waren, waren nur wenige weitere Besucher dort. Als wir kurz vor Beginn zur Anlage kamen, wartete dort noch eine weitere Besucherin auf die FĂƒÂŒtterung. Weil wir eben auch zufÀllig zur rechten Zeit am rechten Ort waren, wollten wir uns das "Spektakel" doch mal anschauen. Und schon nahte der Pfleger mit einem Eimer voller kleiner Fische. Die Robben freuten sich, das Wasser schlug Wellen, die Tiere sprangen meterhoch aus dem Wasser.....! Und dann! Dann nahm der Pfleger drei Fische, warf jedem Tier einen ins Maul und ging wortlos wieder.
Sowohl die Robben, als auch wir und die andere Besucherin schauten recht sparsam hinterher....:-) Und das war die FĂƒÂŒtterung.



(01.10.2013, 21:33)
Oliver Jahn :   Und wenn auch von WolfDrei schon mal eingestellt, so auch von mir noch mal ein Turkmenischer Karakal.
(01.10.2013, 21:27)
Oliver Jahn :   Und Felina-Ginsterkatze.
(01.10.2013, 21:18)
Oliver Jahn :   Und zum neuen Zoo Poznan, als erstes Baweanhirschkuh (es sind zwei Weibchen, ein Bock und ein Jungtier)
(01.10.2013, 21:17)
Oliver Jahn :   Einer der BĂ€renkĂ€fige in der Grotte, auf Grund dessen, dass es der einzige KĂ€fig mit tieferem Becken war, vermutlich fĂŒr einen EisbĂ€ren.
(01.10.2013, 21:15)
Oliver Jahn :   Hier noch ein paar Bilder, der Reihe nach, Komodowaran im alten Zoo Poznan.
(01.10.2013, 21:14)
Jan Jakobi :   @Oliver:
Interessant mit den alten Anlagen fĂŒr Elefanten und Flußpferde im Zoo Warschau.

Können Sie von den beiden Anlagen-Bilder hier einstellen, falls Sie welche gemacht haben?
(01.10.2013, 10:52)
Oliver Jahn :   Zoo Warschau

In Warschau erwartete mich ein richtiger „Hauptstadt-Zoo“, wie ich ihn mir vorstelle. Auch wenn er weder der grĂ¶ĂŸte, noch der artenreichste Zoo in Polen ist, so lĂ€sst er doch kaum WĂŒnsche offen.
Bereits weit vor dem Zoo wartet im vorgelagerten Park ein großes BĂ€renschaufenster mit Europ. BraunbĂ€ren, welches allerdings am Tag meines Besuches nicht besetzt war.
Betritt man dann den Zoo, erwartet den Besucher ein sehr gepflegter Garten, mit Blumen und geschnittenen Hecken, Springbrunnen und breiten Wegen, von denen aus man auf kleineren Nebenwegen alle Anlagen gut erreicht. Der Zoo war auf Grund des sommerlichen Wetters an einem Samstag sehr gut besucht, trotzdem vermittelte er fast nirgendwo das GefĂŒhl der ÜberfĂŒllung, ĂŒberall gab es Nebenwege, auf denen man auch mal Ruhe fand und die EindrĂŒcke wirken lassen konnte.
Dem Rundgang folgend kam als erstes das kleine Aquarium, dem sich dann das Affenhaus anschloss, mit Diana-Meerkatze, Gelbbrustkapuziner, Sumpfmeerkatze, Schopfmakak und Mantelpavian. Eine ganz neue Anlage wurde fĂŒr die Gorillas und Schimpansen gebaut. Ebenfalls recht neu ist das Elefantenhaus mit großer Freianlage, auf der eine Gruppe Afrikaner incl. Bullen zu sehen war. Im Inneren des Hauses gibt es noch eine große Anlage fĂŒr Klippschliefer.
Das alte Elefantenhaus ist samt seiner Außenanlage zum neuen Domizil der Panzernashörner geworden. Das Haus wird in KĂŒrze auch fĂŒr den Besucher wieder begehbar, die Außenanlagen sind aufgeteilt fĂŒr den Bullen und die Kuh mit dem Kalb, beide nutzen aber das gleiche Badebecken, welches zwei ZugĂ€nge hat.
Im Anschluss daran folgte ein Haus fĂŒr Reptilien, hier sah ich meinen ersten
Kurzkamm-Fidschileguan und neben einer beeindruckenden Vielzahl unterschiedlicher Baumwarane auch besonders imposante Exemplare vom Pazifikwaran (ebenfalls eine Art, die in Polen sehr hĂ€ufig gezeigt wird), vom Siamkrokodil und vom Kubakrokodil, letzteres dĂŒrfte Castro noch als JĂŒngling gekannt haben.
Auf leicht bergigen Anlagen waren Sichuanblauschafe zu sehen, der Sichuantakin (der einzige in ganz Polen) sollte mit den Goralen vergesellschaftet sein, diese sah man aber mit etlichen Tieren nur in einem dahinterliegenden Absperrgehege.
Ein neues Haus haben die Giraffen, an deren Anlage sich die Gehege fĂŒr die Bongos anschließen. Auf der anderen Seite befinden sich dann in rĂ€umlicher NĂ€he die Anlagen der Raubtiere. Auf den großen Felsterrassen ist die linke Anlage mit Löwen und die rechte mit einer wunderbar interagierenden Familie von 5 Sumatra-Tigern besetzt. Die mittlere Anlage wird gerade saniert. Ein historischer Bau, der an ein Hundehaus erinnert, ist saniert und seine 4 AuslĂ€ufe sind alle zu einander geöffnet und somit ergeben sie einen guten und großzĂŒgigen Außenbereich fĂŒr die HyĂ€nenhunde. Die Schneeleoparden haben einen alten, aber recht großen GitterkĂ€fig.
Besser sieht es da bei Serval, Salzkatze und Jaguar aus, hier sind sehr gut strukturierte und natĂŒrlich bepflanzte neue Anlagen entstanden.
Das neue Nilpferdhaus erinnert an Kopenhagen, spannend ist hier, dass das alte Haus noch steht, aber als Pumpenhaus benutzt wird, und auch das alte Becken noch heute genutzt wird, es wurde lediglich an das neue Haus angeschlossen.
Auf den großzĂŒgigen Anlagen fĂŒr die Huftiere findet man Przewalskipferde, Somaliwildesel, wieder die Kombi Wisent/Bison mit sehr gekonnt in einem Erdwall versteckten Stallungen. Sehr natĂŒrliche Anlagen gibt es fĂŒr Pudu, Gepard, Kleinen Panda und MĂ€hnenwolf, etwas versteckt hinter der EisbĂ€renanlage, welche ein wenig an das Rostocker Marine-Ehrenmal erinnert, sind die Moschusochsen. Das Robbenbecken, welches ebenfalls noch aus Ă€lteren Zeiten stammt, erscheint noch heute riesig. FĂŒr die Fischotter gibt es die EisbĂ€renanlage noch einmal, nur in Miniaturform. In der Fasanerie und auch im neuen Vogelhaus findet man vieles, was selten und farbenprĂ€chtig ist. NatĂŒrliche Inseln gibt es noch fĂŒr Gibbons, Kattas und TotenkopfĂ€ffchen.
Der Zoo in Warschau vermittelt mir noch die richtige AtmosphĂ€re eines Zoos, ich fĂŒhlte mich von der ersten bis zur letzten Minute wohl und unter den polnischen Zoos rangiert er bei mir persönlich ganz weit oben.

(01.10.2013, 10:35)
Carsten Horn :   1,2 auf jeden Fall bei den Baweanhirschen (fotografisch belegt, g), Jungtier hab ich nicht gesehen, aber ich war ja schon im Mai da...
(30.09.2013, 13:10)
Oliver Jahn :   Wie ich im Nachhinein noch erfahren habe, sind die Tigeriltisse die einzigen nachweislichen V.p. peregusna in Europa, da die Herkunft in Magdeburg nicht zu 100% geklĂ€rt ist.
Eine Erstsichtung sind sie dennoch nicht, da diese ja bereits von 2003 bis 2007 im TP Berlin gelebt haben.
(30.09.2013, 09:45)
Oliver Jahn :   Wolfgang, ich will gern zu Hause noch mal die Bilder genauer ansehen, aber aus meiner Erinnerung waren es ein Hirsch, drei HirschkĂŒhe und ein noch recht kleines Jungtier.
(30.09.2013, 09:37)
WolfDrei :   Danke , Oliver; fĂŒr Deinen feinen Bericht. Der neue Nashornbulle ist ja der Tauschpartner fĂŒr jenen in Erfurt.
Zu den Baweanhirschen eine Frage (die ersten Fotos konnte ich schon vor ca 30 Jahren machen): es war dies in der Regel ein Rauf und Runter, zwischenzeitlich wurden wieder wenige Hirsche aus Singapur geholt, ĂŒberzĂ€hlige MĂ€nner gingen nach Edinburgh: hast Du eine Ahnung wieviel Tiere das sind? Immerhin sind die seinerzeit in San Diego eingefĂŒhrten Tiere dort nicht angewachsen.
(30.09.2013, 09:30)
Oliver Jahn :   Der neue Zoo Poznañ

Hier nun erwartet den Besucher das ganze Gegenteil vom alten Zoo in Poznañ.
Der Park ist riesig, bis auf zwei Ausnahmen findet man keinerlei wirkliche TierhĂ€user, sondern großzĂŒgige Freianlagen, KĂ€figreihen und Gehege, eingebettet in einen Mischwald, gruppiert um einen großen See, welcher an einigen Stellen auch fĂŒr die Tierhaltung nutzbar gemacht wurde.
Das erste Haus findet man direkt nach dem Eingang, neben einem Streichelzoo, es ist ein Nachttierhaus, in dem ich neben Sandkatzen, Faultieren, Quastenstachlern, Plumploris, Borkenratten und Großen Tanreks, WickelbĂ€ren, VampirfledermĂ€usen, einem Kleinkatschil und KugelgĂŒrteltieren auch meinen ersten Garnett-Galago sah. In den AußenkĂ€figen des Hauses sind Lemuren (Alaotra-Halbmaki, Roter Vari und Rotbauchmaki)), Krallenaffen und ErdmĂ€nnchen untergebracht. Vorbei an etlichen Volieren mit Fasanen, Eulen und drei Hokko-Arten kam dann schon die Anlage der Prinz-Alfred-Hirsche, der Visaya-MĂ€hnenschweine, und direkt daneben, ebenfalls als Erstsichtung fĂŒr mich, die Gruppe der Bawean-Schweinshirsche.
Axishirsche, Nilgauantilopen, Sitatungas und Thomson-Gazellen folgten dann. Etliche Großvolieren mit interessantem Greifvogelbestand (Falkenbussard, Wespenbussard, Riesenseeadler, Andenkondor ua.) fĂŒhrten uns dann zum Bereich der Kleinraubtiere und Nager. Im Kleinraubtierbereich fehlte leider der Pardelroller, bei dem ich mir bis heute allerdings nicht sicher bin, ob ich ihn noch in Halle gesehen habe, oder nicht, anders als das Hoffmanns-Zweifinger-Faultier, welches ich aus Halle definitiv noch kenne, welches im Nachttierhaus in Poznañ leider auch nicht mehr vorhanden war.
Aber zurĂŒck zur Kollektion der Kleinraubtiere, welche fĂŒr jeden Freund dieser Tiere eine echte „Fundgrube“ ist. Wie in vielen Polnischen Zoos gibt es auch hier den EuropĂ€ischen Luchs, weiterhin folgten Amurkatze und Manul, Streifenskunk, Turkmenischer Karakal, Löffelhund, WeißrĂŒsselbĂ€r, Jaguarundi, Felina-Ginsterkatze und Buntmarder, Europ. Nerz, Tigeriltis und Feuerwiesel.
Auch im Nagerbereich warteten einige RaritĂ€ten, wie Cururo, Feldrennmaus, Merriams KĂ€ngururatte und SchilfwĂŒhlmaus.
GroßzĂŒgige Anlagen kamen dann fĂŒr ein Paar Breitmaulnashörner, von dem der Bulle gerade erst nach Poznañ gekommen ist und die Anlage noch sehr nervös in Augenschein nahm. Die Anlage ist bereits einige Jahrzehnte alt, aber etwas Vergleichbares kannte ich aus der DDR nicht.
Weiterhin folgten Gehege fĂŒr Milus und Wisente und eine herrliche Gruppe von Waldbisons mit einem beeindruckenden Bullen.
Vorbei an einer großen Zuchtanlage fĂŒr Europ. Ziesel gelangt man dann in den neuen Bereich der Trampeltier-Anlage, die ĂŒbergeht in die Freianlage der Afrikanischen Elefanten, welche mit einem neuen Elefantenhaus abschließt. Diese Gesamtanlage bietet bereits beim NĂ€herkommen einen Blick, wie ich ihn selten in einem Zoo gesehen habe. Alles fĂŒgt sich völlig harmonisch in einander und vermittelt gerade bei schönem Wetter einen Eindruck, wie man ihn erleben muss, das kann man kaum beschreiben. Die Elefanten haben Sand- und Grasboden zur VerfĂŒgung, ein großzĂŒgiges Badebecken, einige Steinbereiche und alles wirkt irgendwie offen. Das Haus eröffnet sich dem Besucher auf zwei Etagen und wirkt hell und freundlich, hat auch einen innenliegenden Teich, von zwei Balkonen aus kann man auch noch heraustreten und die Tiere auf der Freianlage betrachten. Die beiden kleinen Schwachpunkte des Hauses sind zum einen die „Nichtsichtbarkeit“ des Bullen innen wie außen, zum anderen „schreit“ dieses Haus förmlich nach Unterbesatz. Dennoch ist es eine der besten Elefantenanlagen, die ich bisher gesehen habe.
Nun ging es vorbei an der bewaldeten Anlage der Amurtiger, in deren Anschluss eine neue Anlage fĂŒr Europ. BraunbĂ€ren entsteht, hier sollen Tiere aus schlechten Haltungen ein neues Zuhause finden.
Danach folgt dann noch der Bereich SĂŒdamerika, mit Flachlandtapiren, großen AmeisenbĂ€ren, Nandus und Wasserschweinen und einer großen Kletterinsel mit natĂŒrlichem Baumbestand fĂŒr die Yucatan-Klammeraffen, diese herrlich kontrastreiche Art, die ich ebenfalls zum ersten Mal gesehen habe.
Daran schließt dann die Afrika-Steppe an auf der die Giraffen scheinbar schon aufgestallt waren, aber die Strauße noch mit den Grevy-Zebras zu sehen waren.

Der neue Zoo in Poznañ ist ein aus meiner Sicht wirklich großartiger Landschaftspark, wie man ihn in Deutschland eigentlich nur noch im TP-Berlin findet. Der Tierbestand ist großartig und fast alle Wege lassen sich auch mit einer kleinen Parkbahn befahren. Allerdings sollte man fĂŒr diesen Park doch gutes Wetter haben! Die pralle Sonne hat nicht sehr gestört, da der alte Baumbestand genug Schatten spendet. Ob er aber auch Regen abhĂ€lt, das möchte ich nicht testen.

(30.09.2013, 09:00)
Oliver Jahn :   Der alte Zoo Poznañ

Über diese Einrichtung findet man ja schon einiges hier im Forum, auch ich kannte diesen Zoo bereits. Das, was jetzt allerdings noch von ihm ĂŒber ist, wirkt eher ernĂŒchternd.
Die alten HĂ€user, meist noch auch deutscher Zeit, stehen dem Verfall anheim, egal, ob sie leer stehen, oder ob in ihnen noch Tiere gehalten werden.
In den Tiergrotten, die bei meinem letzten Besuch noch mit Kleinkatzen (Fischkatze und turkmenischer Karakal) besetzt waren, wuchert das Unkraut, die Ruine wirkt generell baufÀllig und der Besucheraufgang ist gesperrt.
Das Raubtierhaus, mit seiner verrosteten Vorderfront gammelt vor sich hin und das alte Elefanten- und Giraffenhaus ist wenigstens durch ein paar Haustiere noch etwas belebt.
Das Affenhaus ist noch besetzt, der rechte TurmkĂ€fig mit der Großvoliere der Burgruine verbunden, allerdings ist das Haus fĂŒr den Besucher jetzt auch gesperrt.
Das letzte Haus der Zwergflusspferde ist heute eine Toilette.
Die beiden VogelhĂ€user haben kaum noch Artenvielfalt, Argusfasan und Trompeterhornvogel waren hier die Highlights, aber die WĂ€nde, die unter einer dĂŒnnen Putzschicht nur aus Holz sind, verrotten sichtbar. Immerhin habe ich mein erstes Polnisches GrĂŒnfußhuhn dort gesehen, an dem ich allein aber sicher ohne Beachtung vorbei gegangen wĂ€re.

Die alte Elefantenanlage ist weggerissen. Neben Eseln, Schafen und Zwergzebus auf der ehemaligen Afrikasavanne, auf der ich noch Zebras, Antilopen und Giraffen gesehen habe, fand ich nur noch einen Handvoll WildsÀuger vor, einige Kattas und Rotbauchmakis, Chin. Muntjaks, ein paar Dianameerkatzen und die Siamangs.

Sehr gegensĂ€tzlich zum Rest des Zoos wirken die beiden neuen Bereiche fĂŒr Fische und Reptilien hingegen. Hier wurde modernisiert und zum Teil ganz neu gebaut, allerdings bezahlt man fĂŒr beide HĂ€user separaten Eintritt, der sich fĂŒr das privat betriebene Aquarium nicht wirklich lohnt. Die Halle fĂŒr die Komodo-Warane hingegen ist sehr gelungen, die Tiere sind bereits recht imposant, ein drittes Tier befindet sich allerdings noch im alten Schildkrötenhaus im hinteren Bereich des Zoos, in dem vor den Schildkröten in den 60er Jahren einmal die Schimpansen gehalten wurden. .
Auf der RĂŒckseite des Raubtierhauses, in dem frĂŒher auch einmal die Giraffen und das einzige Nilpferd des Zoos untergebracht waren, ist großflĂ€chig der Putz abgefallen. Das hatte zumindest ein Gutes, denn so sah man, dass das auf seiner Gitterfont etwas maurisch wirkende Haus den gleichen Einschlag auch einmal auf seiner RĂŒckseite hatte, denn ĂŒber einer TĂŒr wurde somit ein maurisch wirkender Rundbogen sichtbar. Schade ist es nach wie vor, dass ĂŒber dieses Haus und seine sicher sehr spannende Geschichte nicht wirklich etwas zu erfahren ist. Die Außenanlagen sind einem Spielplatz gewichen.
Auch die GrottenkĂ€fige, vor denen wir uns bildhaft die ehemalige GroßbĂ€renhaltung vorgestellt haben, sind absolut erhaltenswert, irgendwann wird sonst kein Mensch mehr glauben wollen, wie frĂŒher einmal Tiere, bis hin zur GrĂ¶ĂŸe eines EisbĂ€ren, gehalten wurden.

Letztlich lÀsst sich sagen, dass der, der die Stadt Poznañ und ihren neuen Zoo besucht, den alten Zoo sicher mal so in einer knappen Stunde mitnehmen kann. Einen alleinigen Besuch hingegen rechtfertigt er sicher nicht mehr.

(27.09.2013, 08:35)
Carsten Horn :   Und Du warst zu einem besseren Zeitpunkt da, :-), ich war fĂŒr das Hippobaby vier Tage zu frĂŒh...
(24.09.2013, 11:02)
Oliver Jahn :   Super! Denn in Ostrava war ich auch, das lag so gĂŒnstig!
(23.09.2013, 20:45)
Carsten Horn :   @ Oliver: Werde ich gerne beantworten, soweit ich kann.

Meine Erinnerungen an Polen sind noch relativ frisch, hab dieses Jahr eine Ă€hnliche Tour gemacht wie Du, nur ohne Krakow, dafĂŒr aber mit Gdansk, Plock, Dvur Kralove, Praha, Kutna Hora, Ostrava und Berlin (Ich weiß, die letzten fĂŒnf sind nicht in Polen, g)...
(23.09.2013, 20:39)
Oliver Jahn :   Carsten, ich werde die einzelnen Haltungen noch nĂ€her beleuchten, wenn ich die Zoos vorstelle, und erhoffe auf einige Fragen auch ein paar Antworten von dir! :-)
Gdansk lag nicht auf meiner Route, daher habe ich es noch nicht mit einbezogen, aber bei den anderen Haltungen (auch den ehemaligen) gibt es einige Fragen, die bei meinen Besuchen offen blieben.
(23.09.2013, 15:43)
Carsten Horn :   Warszawa (bereits neu gebaut) und Wroclaw (Neubau in Arbeit) halten auf jeden Fall weiterhin Flußpferde, Katowice (Chorzow) wird die Haltung wohl einstellen, wenn der verbliebene Bulle (ĂŒbrigens der Ă€lteste in Europa) nicht mehr lebt. Eine weitere Haltung gibt es noch Gdansk.

Ansonsten kann ich Olivers EindrĂŒcke nur bestĂ€tigen, Polen als Zooland lohnt sich auf jeden Fall...
(23.09.2013, 15:22)
Oliver Jahn :   Zur gleichen Zeit, zu der WolfDrei seine Tour durch Tschechien machte, war ich auf Zoo-Tour in Polen, allerdings wohl mit deutlich besserem Wetter. :-) 
Die erste Strecke ging von Berlin ĂŒber Poznań (alter und neuer Zoo) nach Warschau, und ĂŒber Lodz wieder zurĂŒck nach Berlin. Von da aus dann nach Opole, wo es einen interessanten Zoo gibt, und welches ein guter Ausgangspunkt fĂŒr die Besuche der Zoos in KrakĂłw, Katowice und Wroclaw ist.

GrundsÀtzlich habe ich erst einmal festgestellt, dass die Zoos in Polen öffentlich ein wenig im Schattendasein leben, was aus meiner Sicht allerdings völlig unberechtigt ist.
Bis auf den alten Stadtzoo in Poznań, den man kaum mehr als Zoo bezeichnen kann, waren allen anderen Zoos (mal mehr und mal etwas weniger) moderne Einrichtungen, mit ausgesucht gutem Tierbestand, vielen modernen Anlagen und alle machten einen Ă€ußerst gepflegten Eindruck.
Fast noch beeindruckender war die oft sehr fantasievolle Modernisierung von Altanlagen. Das zeigte mal wieder deutlich, dass man nicht immer alles wegreißen muss, sondern dass man auch schon frĂŒher oft sehr gut gebaut hat, und man viele Altanlagen durch Modernisierung gut weiter nutzen kann.
Die TierbestĂ€nde sind schon etwas abgestimmt, bestimmte Arten findet man in fast jedem dieser Zoos, andere hingegen gar nicht, alles macht auch aus zĂŒchterischer Sicht schon den Eindruck, als ob die Zoos recht eng zusammenarbeiten.
Das polnische Nationaltier, den Wisent, findet man in fast allen Einrichtungen, immer auch mit Zucht, gern auch in gegenĂŒberstellung zum Bison.
In fast jeder der genannten Einrichtungen gab es teilweise sogar recht große Gruppen von Milus.
Ginsterkatzen sah ich in 4 Einrichtungen, sowohl g.genetta, als auch g. felina.
Der KragenbĂ€r ist eine der hĂ€ufiger gezeigten Art, bei den Großkatzen besetzt der Jaguar noch recht hĂ€ufig die Planstelle der gefleckten Großkatze, gern auch neben dem Schneeleoparden. Bei den Löwen findet man neben Zoolöwen auch Inder und Angolaner, bei den Tigern ĂŒberwiegen die Sibirer, zwei Halter gibt es von Sumatranern.
Bei den Kleinkatzen ist noch recht hÀufig der Manul anzutreffen, hin und wieder auch Karakal und Serval.
Elefanten gibt es in fast allen Einrichtungen, hier ĂŒberwiegen die Asiaten, in zwei Einrichtungen aber nur noch als Einzeltier, zwei weitere halten nur noch „UraltkĂŒhe“, die Afrikaner hingegen sind in Gruppen mit jeweils Bullenhaltung.
Nilpferde gab es in drei Einrichtungen, zwei davon mit Zukunft, eine wohl eher auf Auslauf.
Zwergflusspferde gab es ebenfalls in drei der Einrichtungen, als einzige Tapirart Polens, den Flachlandtapir in 5 Einrichtungen.
Der Andenkondor ist ebenfalls noch sehr hÀufig zu finden, meistens im Paar, mitunter aber auch mit mehreren Tieren, ebenso sind Steppenadler und Steinadler noch sehr hÀufig.
Giraffen findet man in allen Einrichtungen, am hÀufigsten hier sind die Rothschildgiraffen.
Bei den Antilopen sind SĂ€belantilopen und Addax die dominierenden Arten.
Breitmaul- und Panzernashörner werden in einigen Einrichtungen gezeigt, Spitzmaulnashörner findet man in Polen hingegen gar nicht.
NatĂŒrlich ist dieses nur ein erster und auf keinen Fall vollstĂ€ndiger Überblick, aber ich werde mit der Zeit die einzelnen Einrichtungen noch vorstellen.
FĂŒr mich ist klar geworden, dass Polen ein absolutes Zooland ist, dessen Einrichtungen den meisten deutschen Einrichtungen in nichts nachstehen, im Gegenteil, es handelt sich ĂŒberwiegend um „klassische“ Zoos, bei denen das Tier im Mittelpunkt steht. Ich habe sehr interessante Architektur kennengelernt, die mich mehr als einmal fasziniert hat, auch mit dem Erstaunen, wie großzĂŒgig in einigen polnischen Zoos bereits in Zeiten des Sozialismus schon gebaut wurde. Ich hĂ€tte mir gewĂŒnscht, dass auch man deutscher Zoo so mit seinen Einrichtungen umgehen wĂŒrde, denn es zeigt wieder einmal, dass Modernisierung hĂ€ufig möglich ist, auch ohne Abriss.
Die TierbestĂ€nde, trotz der von mir bereits angesprochenen „Abstimmung“, bieten dennoch etliche „Highlights“ und brachten mir einige Erstsichtungen, manchmal ist es aber auch schön, einige „alte Bekannte“ einfach wieder einmal in einem oder sogar in mehreren Zoos zu sehen, gerade dann, wenn sie so, wie zum Beispiel die Ginsterkatzen oder die turkmenischen Karakale, aus unseren Zoos (fast) ganz verschwunden sind.

(23.09.2013, 11:01)
WolfDrei :   nur des Vergleiches wegen nochmals an dieser Stelle: sĂŒdafrikanischer Karakal aus dem Zoo Johannisburg
(15.05.2012, 22:13)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, auch Magdeburg, damals berĂŒhmt fĂŒr seine Kleinkatzenzucht, hatte meines Wissens nie Turkmenen. Von daher dĂŒrften die tatsĂ€chlich ĂŒber die Ost-West-Schiene nicht so "gĂ€ngig" gewesen sein, wie Manule und Luchse.
(15.05.2012, 19:26)
WolfDrei :   - und Kopfaufnahme eines Turkmenen
(15.05.2012, 10:35)
WolfDrei :   @MM: Mag schon sein - wĂ€ren die aber ĂŒber den Ost-West-Handel hĂ€ufiger gekommen, hĂ€tte Prof. Dathe sicher nochmals zugeschlagen. Ich habe die "alten Turkmenen" gerade noch kennengelernt in dem Raubtierwagen - das Brehmhaus haben sie nicht meht erlebt. Wie stĂ€nde es ansonsten mit ehemaligen Importen der UA schmitzi aus dem nahen Osten und Arabien?
Anbei die Tiere aus Poznan - Gruppenbild
(15.05.2012, 10:32)
Michael Mettler :   Nach der Beschreibung von WolfDrei frage ich mich, ob nicht auch unter den "West-Karakals" in Vor-Wende-Zeiten einige Turkmenen waren. Immerhin gelangten ja einige Tierarten - darunter auch Katzen wie Manuls und Luchse - immer mal wieder via Tierhandel aus der Sowjetunion in den Westen, und Zuchterfolge bei Kleinkatzen waren ja noch immer bemerkenswerte Ereignisse (so dass Nachschub nötig war). So war ich z.B. aus Hannover (70er/80er Jahre) genau den beschriebenen Karakal-Typ gewohnt und stand bei meinen ersten Fahrten in andere Zoos fasziniert vor den Frankfurter Tieren, die mit ihrer roten FĂ€rbung so ganz anders wirkten.
(15.05.2012, 09:19)
th.oma.s :   Bei den Turkmenen war in DD vor zehn Jahren schon das Problem dass keine geignete Katze verfĂŒgbar war. Es scheint sich da auf eine Ă€ußerst schmale Founderbasis zu handeln. Der dresdner Turkmene hat auch nicht gezĂŒchtet und inzwischen tot.
(14.05.2012, 21:44)
Liz Thieme :   Hört sich gut an. In Dresden habe ich den Turkmenen leider genau verpasst.
Das mit der Zeit wird immer besser :) Ich kann mich in mir neuen HĂ€usern ewig aufhalten. Falls ich Begleitung dabei haben sollte, wenn ich diesen Zoo besuchen werde, der jenige muss sich dann ein Kaffee-Abo bestellen.
Ich kann nur sagen, was ich auf der Internetseite gelesen habe.
(13.05.2012, 21:52)
WolfDrei :   @Liz Thieme:
zur letzten Frage (Taxi): ich hatte nicht den Eindruck , daß ich eine "Stadtrundfahrt" bekam, kannte aber den Weg dorthin. Bei der zeitlichen Pression hĂ€tte ich wohl nur gering protestiert. Bibliothek: wohl nicht öffentlich, aber mit Hilfe "begehbar". Die Hilfe kĂ€me von der RĂŒckseite des Raubtierhauses - dort arbeiten zwei Mitarbeiter(innen). Kleinraubtiere: gegenĂŒber deutschen Zoos vergleichbarer GrĂ¶ĂŸe ein Pradies - nicht erst zur jetzigen Zeit. Vor ca 25 Jahren waren es schon mindestens an die 5 Schleichkatzenarten, Nandinien waren immer vorhanden!Terrarium Wroclaw: 2 Stunden mindestens, wenn möglich, nach 2-3 Stunden Wiederholung - so beweglich sind die Bewohner ja nicht. Turkmenische Karakale: sieht man vom "alten" Tierpark Berlin und Dresden ab, kenne ich die nur aus Poznan - die Tiere in San Diego (so sie denn noch leben) stammen von dort. Die UA-Unterschiede sind gegenĂŒber anderen Arten nicht so groß: ein bissel mehr grau, lĂ€ngere Ohrenpinsel. GegenĂŒber den Afrikanern dĂŒrften sie weitaus gefĂ€hrdeter sein. WickelbĂ€ren: das sind nun mal "Schlaftiere", so ein Nachttierhaus fehlt. Von Geburten hörte ich selten. Komodowaran: nur Weibchen?
(13.05.2012, 18:29)
Liz Thieme :   Vielen Dnak fĂŒr die Berichte. Leider bin ich jetzt erst zum Lesen gekommen.
Daher nun jetzt meine Anmerkungen bzw. Fragen.

alte Zoo Poznan:
Ist die Bibliothek öffentlich?
Laut der Internetseite sind die Komodowarane beides Weibchen. Ist bekannt, ob Poznan ein MĂ€nnchen aus dem Import oder wo anders her erhalten soll?

Nowe Zoo:
Obwohl es direkt neben Deutschland liegt, scheint niemand/kaum einer an den Zuchten interessiert zu sein (Turk. Karakal). Auch die UnterstĂŒtzung der Haltungen von Ginsterkatzen vermiss ich in Deutschland, die hier nur in 5 Zoos (ex. Binturongs) in 5 Arten gehalten werden. (Auf >500 zoologischen Einrichtung und keiner komplizierten Haltung) Gleiches denke ich auch ĂŒber die Situation von WickelbĂ€ren (3 D/3 PL/6 GB).
Dieser Zoo scheint mir sehr interessant, va der KleinsÀugerbereich.

Wroclaw:
Schon allein dieser Satz: >ich kenne aus eigener Sicht keine umfangreichere Haltung!< Heißt fĂŒr mich hinfahren! Und wenn SIe schon sagen, dass man 2 Stunden benötigt....was brauch ich dann denn?! Und wenn ich dann noch ĂŒberlege was der Zoo noch plant: Aquarium mit 20m Tunnel mit Haien, dann einen Kongonachbau mit Krokodilen und SeekĂŒhen. Bilder zeigen da dann auch Flusspferde. Nashornhaus: dafĂŒr sollen 2 junge Panzernashorn-Bullen kommen. In das Haus sollen auch Hulmane und andere Tiere kommen. Das Haus soll 1300mÂČ haben, der Bau und Eröffnung ist fĂŒr den Herbst 2012 geplant.
Also weitere tolle Entwicklungen in einem von mir immer unterschÀtzten Land.


Sie sind recht viel mit den Taxen scheinbar in Polen gefahren. Wie wĂŒrden Sie die Fahrer einschĂ€tzen?
(12.05.2012, 20:43)
WolfDrei :   kein GrĂŒn: das weiße Viereck in der Mitte (u.a. die alte Afrikasteppe) und noch etwas mehr entsprechen etwa der Baustelle.
(02.05.2012, 21:10)
WolfDrei :   nachgereicht: der Zoo Wroclaw. Die grĂŒn umrandete FlĂ€che ist der Bauplatz fĂŒr die "Wasserwelten".
(02.05.2012, 21:05)
Oliver Jahn :   @Carsten, bist du dir da mit Luisa sicher, oder hast die Daten lediglich aus dem Zuchtbuch? Die Daten des Zoos in Breslau widersprechen bei diesen Tieren nĂ€mlich dem Zuchtbuch sehr deutlich. Denn nach dem Zuchtbuch hĂ€tte Lorbas Breslau gar nicht verlassen und die erste Nilpferdkuh in Halle wĂ€re aus Breslau gewesen und bei ihrer Ankunft bereits 20 Jahre alt. Wer die Bilder von ihrer Ankunft kennt, weiß allerdings, dass sie als Jungtier nach Halle kam. Von daher bin ich hier etwas skeptisch, aber das gehört vielleicht eher in den Thread "Flusspferde".
(01.05.2012, 15:05)
Carsten Horn :   Interessante Bilder von den Flußpferden, das Jungtier dĂŒrfte der Bulle Gucio sein, ging von Wroclaw nach Rom und von dort an den TierhĂ€ndler Van den Brink, weiterer Verbleib nicht bekannt...

Es gab noch eine Kuh namens Luisa (ex Hagenbeck), welche den Krieg in Wroclaw ĂŒberlebte und zusammen mit Lorbas nach Poznan gebracht wurde, von dort kam sie in den Zoo Lodz...
(30.04.2012, 23:58)
Oliver Jahn :   WolfDrei, die Kuh, die du als Muttertier zu dem Kalb 1974 gesehen hast, war ein Wildfang, der erst 1960 nach Wroclaw in den Zoo kam. Bis dahin lebte der Bulle allein, und das sowohl in Posen, als dann auch nach seiner RĂŒckkehr 1949 in Wroclaw. Wenn man sich vorstellt, welche Anstrengungen in dieser Zeit unternommen wurden, um bei den Nilpferden wieder zu zĂŒchten (ich denke hier vor allem an Leipzig und Berlin), dann erstaunt es wirklich, dass dort ein junger Bulle mal so eben 11 Jahre solo stand. Bereits 1961 kam das erste Jungtier in Wroclaw zur Welt. Danach folgte fast jĂ€hrlich ein weiteres Jungtier. Leider kamen die meisten der Jungtiere in Wroclaw nicht auf.
(30.04.2012, 20:41)
WolfDrei :   Danke Oliver fĂŒr die Infos: daß Lorbas den "Kampf um Breslau" ĂŒberstanden hatte, wußte ich, seinen weiteren Weg kannte ich nicht.
(30.04.2012, 20:11)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, das ist zeitlich wirklich sehr knapp bemesssen. Aber einige RaritĂ€ten hast du ja doch zu Gesicht bekommen.
Danke fĂŒr das Bild von Lorbas. Denn auch das ist eine RaritĂ€t.
Eine Sprenggranate der Russen traf am 18.02.1945 das DickhĂ€uterhaus und tötete das Zuchtpaar der Nilfpferde Fritz und Paula und etliche andere Tiere, unter anderem auch die dort gehaltene Seekuh Muschi. Lorbas, geb. 1942 in Breslau, ĂŒberlebte als eines der wenigen Tiere den Krieg. Er wurde dann aber 1945 von den Polen beschlagnahmt und in den Zoo nach Posen gebracht. SpĂ€ter, als dann fest stand, dass auch Breslau polnisch bleiben wĂŒrde, da brachte man ihn in den Zoo nach Wroclaw zurĂŒck, wo er im MĂ€rz 1981 starb.
(30.04.2012, 19:58)
WolfDrei :   Noch eine Vogelseltenheit aus Wroclaw: Palawan-Hornvogel (Anthracoceros marchei). Im Vogelhaus ist das Fotografieren wegen der Verspiegelungen am Glas nicht ganz einfach.
(30.04.2012, 11:35)
WolfDrei :   der Bulle im Mai 1974 mit einem Kalb
(30.04.2012, 11:21)
WolfDrei :   @Oliver: ich hatte einfach keine Zeit! Jedenfalls steht das alte Raubtierhaus noch - allerdings baute man davor eine "GaststĂ€ttenfreianlage" auf - Zutritt gesperrt. Abgefahren bin ich in Poznan 6.50, Ankunft mit 30 min. VerspĂ€tung um 10.30. , im Zoo um 11 Uhr. Dann noch Tee trinken im Sekretariat - zurĂŒck dann um 15 Uhr. Das ist gegenwĂ€rtig die schlechteste Zeit, weil wĂ€hrend der Sommerzeit die Behörden, Verwaltungen etc um 15 Uhr Arbeitsschluß haben. Und den Zug nach Berlin wollte ich nicht verpassen nach den Erfahrungen des Morgens. Ankunft Berlin 23.15. Aber noch anbei ein historisches Foto: mein 1. Besuch 1974 - Flußpferdbulle Lorbas. Der muß den 2. Weltkrirg ĂŒberstanden haben, obwohl doch Breslau zur Festung erklĂ€rt wurde - auch die Kuh lebte noch.
(30.04.2012, 11:16)
th.oma.s :   Ja das ZeitĂŒroblem hatte ich dort auch vorigs Jahr. Vom Tierbestand her auf jeden Fall einer der großen mitteleuropĂ€ischen Zoos. Wenn es nur nicht so aufwendig wĂ€re hinzukommen.
(29.04.2012, 21:04)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, einfach fantastisch!
Wie ist das DickhÀuterhaus besetzt?
Und steht das alte Raubtierhaus noch?
Schade, dass du nicht im DickhĂ€uterhaus drin warst. FĂŒr diesen Zoo ist wirklich ein Tag fast zu wenig.
(29.04.2012, 21:02)
WolfDrei :   Pardon - etwas zu groß: jetzt aber
(29.04.2012, 20:40)
WolfDrei :   Die alte BĂ€renanlage - heute "Eulenburg"
(29.04.2012, 20:36)
WolfDrei :   Besuch des Wroclawer Zoos

Zur Einstimmung: Fußballeuropameisterschaft 2012 Polen /Ukraine - großes GewĂŒhle, schon in Poznan (dort steht schon eine neues BahnhofsgebĂ€ude), speziell aber der Bahnhof in Wroclaw - unĂŒberschaubar !!! (und die Eisenbahnlinie von Poznan nach Wroclaw und zurĂŒck - aber immer noch besser (schneller) als Berlin - Wroclaw! Fazit: Hin und zurĂŒck vom Zoo/Bahnhof mit der Taxe. Bei etwas Zeit (man muß ansonsten mit Bus und Straßenbahn fast eine Stunde einplanen) mit Bus 145 und 146 oder Tram 2 gegenĂŒber dem Haupteingang.
Da wir angemeldet waren, kamen wir durch den alten Zooeingang, der heute Diensteingang ist. Von dort gesehen rechts ist dieser alte Teil (ca 5-8 ha) weitgehend umgestaltet mit Erhalt der alten GebĂ€ude: BĂ€ren-und Robbenanlagen, DickhĂ€uterhaus, Vogelhaus. Um einen langgestreckten Teich rechts “Laufvögel“: vom Kasuar ĂŒber Strauss bis zu Kranichen: Am Rande der alten Grenze einige Entenvögel, dann WiederkĂ€uer: Prinz-Alfredhirsch, Blauschaf, Bezoarziege, sib. Steinbock, Mishmitakin. Dann die alte BĂ€renburg, heute Eulendomizil. GegenĂŒber Brasinghas, Rentiere, Mesopotam Damhirsche, in dem etwas verbreiterten Teich eine Gibboninsel fĂŒr Lare , fĂŒr die man ein regionnaltypisches Bambushaus gebaut hat, das auch die Balabackantjils beherbergt. Selbige zĂŒchten gut, so dass an unserem Besuchstag ein Export geplant war. GegenĂŒber steht rechterhand das in Renovierung befindliche VerwaltungsgebĂ€ude, davor links das ehemalige Gesellschaftshaus, das etwa seit 1985 Terrarium in 2 Etagen ist. Ohne den Inhalt beschreiben zu wollen: ich kenne aus eigener Sicht keine umfangreichere Haltung! Möglicherweise haben Moskau und Tula eine grĂ¶ĂŸere Anzahl von Tieren. Dauer der Besichtigung mindestens 2 Stunden! Das war das Dilemmea fĂŒr mich, da ich nur 4 Stunden hatte.
Geht man wieder in Richtung des alten Einganges, kommt die Affenfreianlage: im Sommer wohl fĂŒr Schimpansen, am Besuchstag Kattas, dann das schon etwas Ă€ltliche Menschenaffenhaus, an der Seite eine Orangfreianlage, dann die alte Paviananlage (gelbe Babuins), weiter rechts das kleine Alte Affenhaus mit Zwergmeerkatze, normalen Varis, Fossas und Weißschulterkapuzinern, dahinter gleich das große Affenhaus - wunderschön renoviert: Große Weißnase, Bart-Meerkatze, Mona MK, Diana MK, Angolaguereza, Schopfmakaken, zĂŒchtende schwarze BrĂŒllaffen, im Innenraum Faultiere und freilaufende WeißbĂŒschelĂ€ffchen. Und dann 4(?) Riesenflughörnchen (Petaurista) hinter verdunkelter Scheibe. Weiter in diesem Bereich gesehen: Damarazebras, mĂ€hnenlose Zebras, Hartmannzebra, kleine Pandas mit Schopfhirsch, Pinselohrschweine. Geht man nun in den nach dem 2. Weltkrieg neu hinzugekommenen GelĂ€nde, so sieht man nur BauzĂ€une, schĂ€tzungsweise ein Drittel des Zoos! Hier entsteht bis 2014 eine Kombination von “Wasserwelten” - vom Haifischbecken ĂŒber Korallensee , UfergelĂ€nde, Crocs, SĂŒĂŸwasserbereich bis zum Sumpf. Vom Terrarium aus gesehen rechts kommt man noch an SĂŒdamerika vorbei (Lamas , Goldaguti, Wasserschwein, Maras) , Bantengs und Wisente sieht man, nach Rechtsschwenk dann das Madagaskarhaus mit Bernierente, Alaotrahalblemur, Roten Varis, im Dunkelbereich Mausmaki und Streifenmungo. Weiter dann HyĂ€nenhunde, Löwen, auf der anderen Seite Watussis, Nilgaus, Defassawasserböcke, Sitatungas, theoretisch Weißbartgnus und tripolitanische MĂ€hnenspringer, SĂ€belantilopen dann und Dromedare - und dann muß man wieder zurĂŒck: der Bauzaun!
Wie gesagt : alles war in 4 Stunden nicht zu besichtigen ( Innenraum des DickhÀuterhauses, Aquarium, Katzenanlage).

(29.04.2012, 20:27)
Oliver Jahn :   Sieht gigantisch aus und erinnert irgendwie an Köln.
(29.04.2012, 20:02)
WolfDrei :   Ein Teil des Elefantenhauses vom RundhĂŒtten-Restaurant aus gesehen
(29.04.2012, 18:33)
WolfDrei :   Die Elefantenanlage in Poznan: Blick auf die BrĂŒcke und die RundhĂ€user
(29.04.2012, 18:29)
WolfDrei :  
Der neue Zoo (Nowe Zoo)Poznan

Der Begriff “neuer” Zoo ist relativ zu nehmen, wurde der Grundstein doch schon 1971 gelegt. Er befindet sich nördlich der stĂ€dtischen Freizeitanlage des Malta - Sees und hat selbst bei ca. 120 ha drei Seen (offensichtlich Rinnenseen) von sicher auch insgesamt 8-10 ha. Im nördlichsten Bereich befindet sich das Direktorenhaus (ul. Browarna), dort gibt es auch noch ErweiterungsgelĂ€nde. WĂ€hrend sich im Eingangsbereich (ul. Kranzowo) Mischwald befindet, ist der ĂŒberwiegende Teil Fichtenwald. Nur im Bereich der Afrikasteppe im abfallenden GelĂ€nde zum ersten See wurden die BĂ€ume gefĂ€llt. FĂŒr Besucher ohne Auto ist gegenwĂ€rtig die Anfahrt schlecht, da ein “frĂŒher” existierender Zubringerbus nicht mehr fĂ€hrt. Vom Bahnhof aus kostet eine Taxifahrt etwa 20 Zloty (etwa 5 Euro).
Eine kurze Wegbeschreibung:
Nach Eintritt befindet sich rechts ein Kinderhof mit diversen Haustieren, danach ein kleiner Teich mit zĂŒchtenden Seehunden, dann gabelt sich der Weg. Links liegen mehrere Volieren mit HĂŒhnervögeln, oft mit Seltenheiten (Tragopane, Craciden, Fasane), in einem FreigelĂ€nde auch Schwarzschnabelstörche (frĂŒher im alten Zoo). Aufgrund der kalten Witterung bei meinem Besuch (selbst bei Sonnenschein nur 10°C) waren viele Volieren noch unbesetzt, auch die Thomsongazellen, Giraffen und Grevyzebras blieben im Stall (das wiederholte sich auch in Wroclaw mit Gnus ). Weiter links rechterhand graue östliche RiesenkĂ€ngurus, links Negros-Visayaschweine (seinerzeit die ersten in Europa), Prinz-Alfredhirsche (7 Tiere) und dann die einzigen Baweanhirsche außerhalb Indonesiens. Vor einem Kiosk-Reataurant noch zwei Helmkasuare, wĂ€hrend weiter rechts in Richtung des Einganges afrikan. Marabus stehen, in der wĂ€rmeren Zeit malayische Hornvögel. Links davon Sitatungas, rechts Vietnamsikas (vor ca 15 Jahren der letzte Vietnamexport). Geht man am Kiosk gerade weiter, kommen dann europ. Otter, Breitmaulnashörner (Einzelpaar, bisher 4 Jungtiere), Milus mit chines. Muntjaks, dann Wisente, rechts zweigt eine Weg ab mit den Thomsongazellen und gegenĂŒber Axishirschen und Nilgaus.
Diese Abzweigung folgend, befindet man sich in der Ausstellung kleinerer Raubtiere, alle Anlagen in der letzen Zeit renoviert mit Sichtscheiben: Buntmarder, Genetta felina, Jaguarundis, Weißnasen-NasenbĂ€ren, gegenĂŒber ein kleiner Rundbau mit Nerzen und Tigeriltissen, weiter 4 Löffelhunde, turkmenische Karakale (zĂŒchtend), Skunke, Manule mit Jungtieren, Wildkatzen (3 Jungtiere mit dem Elternpaar !), dann Luchse. Gleich gegenĂŒber liegt das AusstellungsgebĂ€ude fĂŒr Nager: Degu, Coruro, Burunduk, Chinchilla, ZwergmĂ€use, Roborowski-, dsungarische und europ. Hamster usw. Es folgt dann eine schon etwas ins Alter gekommene Greifvogelvolierenreihe: Steinadler, Kondor- und Riesenseeadlerpaare, etwas entfernt Falklandkarakaras , diverse Eulen (die bekannten). So man sich jetzt rechts hĂ€lt, kommt man absteigend zum zweiten großen See, dort links entlang nach einigen hundert Metern Japanmakaken , schließlich die Waldbisons (ehemals Leipzig) bis man den letzten See umrundet. Dort (neu ) Vicugnas und dann am Waldrand der Blick auf das neue riesige Elefantenareal (jetzt 1,3 Afrikaner), davor Trampeltiere. Hingewiesen sei noch auf zwei große Volieren mit Zieseln, die seit 2005 fĂŒr Auswilderungen bei Wroclaw gezĂŒchtet werden. Das Elefantenhaus hat einen Innenraum von ca. 3500 m2. Wenn etwas auszusetzen wĂ€re, dann, dass etwas tierische Umrahmung (kleine Affen, Vögel ??) das GebĂ€ude “auflockern” wĂŒrde. Im mittleren Teil der Freianlage existiert ein Übergang zu einem “RundhĂŒttendorf” - Restaurant, Toilette, Ausstellungen. Vom Eingang ist das Elefanten-Haus ca. 2 km entfernt. In unmittelbarer NĂ€he dann ein großes verdrahtetes TigerfreigelĂ€nde (Amur) mit einem Balkenhaus: unten verglast, oben mit “Freisicht” auf die Tiere. Man ist nun schon wieder auf Ebene des 2. Sees , in diesem eine Gibboninsel. Weiter in Richtung des Einganges einige Volieren fĂŒr Eulen und kleinere Greife (B. buteo vulpinus, Rotmilan). Schließlich kommt SĂŒdamerika: NasenbĂ€ren, Wasserschweine, Yukatanklammeraffen, AmeisenbĂ€ren, Tapire, Nandus. An einem sumpfigen kleinen Teich treffen beide Umrundungswege wieder zusammen, rechts die Afrikaanlage, links zĂŒchtende Flamingos - nur: ein Biber ist dort aufgetaucht! Richtung Ausgang geht es etwas bergauf, rechts GĂ€nsegeier, links die RĂŒckseite des Nachttierhauses mit Roten Varis, PrĂ€riehunden, Surikaten, Rotbauchmaki, Alaotralemur (letztere ein Tier jeweils), um dann letztlich im Nachttierhaus einzutreten: ca 20 Jahre alt, hat es stĂ€ndig auch Überraschungen parat (einst Goldbauchschwimmratten, Dactylopsila, Laedbetters Possum, Tamandua). GegenwĂ€rtig: afrikan. Quastenstachler, Mausmaki, Senegalgalago, Sandkatze, WickelnbĂ€r mit Nilflughunden und KugelgĂŒrteltier, Zwergplumplori, Vampirfledermaus, Fettschwanzgalago O. garnetti), Kowari, Acrobates pygmaeus (seit Jahren mit ĂŒber 100 Tieren die erfolgreichste Haltung - ausgehend von 20 Tieren), KĂ€nguruhratte. Im Wirtschaftsteil dann noch Zuchtanlagen fĂŒr Kowaris (ich zĂ€hlte etwa 14 Tiere). Links dann der Ausgang. ErwĂ€hnt soll noch werden , dass direkt hinter der Gabelung des Eingangsweges sich erdĂŒberdeckte Zitadellteile befinden. FrĂŒher wurde geplant, dort VortragsrĂ€ume zu schaffen - das liebe Geld!
Summa summarum: Poznan`s Zoos (und auch die Altstadt) sind einen Besuch wert! Und nur drei Stunden (bei GlĂŒck gesenkte Fahrkosten) von Berlin aus.

(27.04.2012, 09:24)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, danke fĂŒr die ausfĂŒhrliche Beschreibung. Es sieht also alles danach aus, dass man den Zoo zumindest architektonisch erhĂ€lt. Das freut mich sehr, denn wie man an deinem Bild sieht, wĂ€re es sehr schade, wenn diese BaudenkmĂ€ler unwiderruflich einfach so verschwĂ€nden. Wenn das ganze dann noch mit ein paar Tiere "untermalt" wird, dann ist das noch besser. Es freut mich sehr, dass du hier nicht von einem Abriss und einem modernen Einkaufszentrum berichtest.
(20.04.2012, 20:26)
WolfDrei :   Das alte Vogelhaus
(20.04.2012, 20:25)
WolfDrei :   Die RĂŒckseite des alten Raubtierhauses
(20.04.2012, 20:21)
WolfDrei :   Der alte Zoo Poznan

Wohl 1871 gegrĂŒndet, ist 100 Jahre spĂ€ter, da nicht erweiterungsfĂ€hig, in den Weißen Bergen der neue Poznaner Zoo gegrĂŒndet worden mit ca 120 ha. Gerade nach dem Tode der im alten Zoo langjĂ€hrig lebenden indischen Elefantin Kinga vor ca 8 Jahren wurden nach und nach alle grĂ¶ĂŸeren Tiere umgesiedelt. Nachdem PlĂ€ne, dort einen Supershop zu errichten, verhindert werden konnten, wurde eine Art Perspektivplan entwickelt, der als Schwerpunkt ein erweitertes Terrarium vorsieht (Plan bei Anna-Lena 2011 Reptilien, Amphibien, Krokodile, speziell das Paar Komodowarane, dazu ein Restaurant), zudem sollten die Altanlagen mit Haustieren besetzt werden, auch werden wohl einige Affen verbleiben. Aufgrund des geringen Tierbesatzes wird der Park öffentlich werden, nur fĂŒr das Terrarium wird nach Eröffnung des Erweiterungsbaues Geld verlangt, offensichtlich weiterhin am Eingangstor. Das GelĂ€nde bleibt nachts verschlossen. Die Renovierung der Altbauten ist eine Frage des Geldes. Bei meinem Besuch waren mit Ausnahme eines kleinen Teiles des Terrariums alle HĂ€user geschlossen. Das alte Raubtierhaus (Aufnahme der RĂŒckseite) wurde schon vor Jahren eine Art Museum, heute sind dort bereits die Pflanzen fĂŒr das Terrarium “eingelagert”. Außerdem beherbergt es eine kleine Bibliothek und 2 ArbeitsrĂ€ume fĂŒr eine Kuratorin und 2 BĂŒrokrĂ€fte. Im Affenhaus gibt es noch 2 Siamangs, Kattas, einen alten Guereza und Diana-MK, die ĂŒber einen Laufsteg ein Freigehege am Grottenberg haben. Dieser “Berg” war frĂŒher mit MĂ€hnenspringern besetzt, in der Grotte selbst gab es Wanderausstellungen (Madagascarkampagne, Dinosaurier, Menschheitsentwicklung; Naturschutz etc. ), heute stehen dort Aquarien. Das alte Vogelhaus (Aufnahme) wartet auf Renovierung, das 2. mit dem Rundbau beherbergte als ÜberwinterungsstĂ€tte Schildkröten, in einer Innenanlage 1 Arguspaar, Viktoriakronentauben, einen Turako, ansonsten waren auf der Freianlage einige Enten (Mandarin, chilen. Pfeifente, Rotschnabelente, Radjahgans).
GrĂ¶ĂŸte Tiere sind gegenwĂ€rtig die 2 Komodowarane. Auf den ehemaligen Huftieranlagen sind Esel, Quessant- und Kamerunschafe zu sehen, auf der straßenseitigen Anlage Alpakas, getrennt davon Zwergmuntjaks und zĂŒchtende Tschajas. Auf der ehemaligen Sitatungaanlage standen Hausziegen.
Bestand im “ noch alten” Terrarium: Tejus, Boa constriktor, Netzpython mit Albino, Jamaikaboa, Kronenbasilisk, große Madagascarphelsume, Gerrhosaurus, Skinke, Kragenechse, grĂŒner Leguan.

(20.04.2012, 20:16)
WolfDrei :   Kurz zum alten Zoo in Poznan:Man hofft, die Umgestaltung des Terrariums noch in diesem Jahr zu erreichen. Das GesamtgelĂ€nde wird öffentliche Einrichtung und ist bis 19 Uhr geöffnet, fĂŒr den Besuch des Tarrariums wird aber dann ein Eintrittsgeld gefordert. Der Park bleibt weiterhin zur Nachtzeit geschlossen.
(19.04.2012, 22:51)
WolfDrei :   und aus Wroclaw, der weltweit einzigen erfolgreichen Haltung von Balabac-Kantjils, ein Bild
(19.04.2012, 22:47)
WolfDrei :   Wieder zurĂŒck ais Poznan und Wroclaw - und eigentlich auch mit Fotos (fast) aller "Wunschtiere". Berichte etwas spĂ€ter. ZunĂ€chst ein Bild aus Poznan: das letzte Coruro-MĂ€nnchen, geb. 2003!
(19.04.2012, 22:41)
Ronny :   Selbiges trifft auch fĂŒr mich zu. Im Besonderen ob die Konzentration der Tiere auf das Reptilien/Amphibienhaus liegt.
(13.04.2012, 22:23)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, es wĂ€re toll, wenn du bei deinem Besuch mal schauen könntest, was aus den GebĂ€uden jetzt so geworden ist und was es dort noch gibt. Ich warte gespannt auf deinen Bericht.
(13.04.2012, 21:59)
WolfDrei :   Bekomme gerade aus Poznan die Nachricht, daß der alte Zoo nicht mehr "als solcher" existiert. Es ist nun ein öffentlicher Park mit "Tierbesatz" ohne Eintrittsgeld. Bin ĂŒbrigens ab Montag in Poznan und Wroclaw.
(13.04.2012, 21:15)
Anna Lena Stephan :   Ich hĂ€tte es verkaufen sollen... ;-)
(06.09.2011, 13:15)
Oliver Jahn :   Es hat geklappt und ich habe das Bild! Herzlichen Dank! Es ist echt toll und bietet einiges an Aufschluss und klĂ€rt einige Fragen. Ich bin begeistert! :-)
(05.09.2011, 21:25)
Anna Lena Stephan :   So dĂŒster ist das Raubtierhaus nicht, ich bin nur noch nicht dazu gekommen, die Fotos zu bearbeiten und aufzuhellen.
Aber es ist aufgrund seiner Höhe doch sehr beeindruckend. Und wo sieht man noch solche Gitterbauten?
(02.09.2011, 08:09)
Liz Thieme :   Na Anna Lena, da hast du aber jetzt jemanden glĂŒcklich gemacht ;D

Hat ja sehr gut geklappt mit den Bildern. Das Raubtierhaus hÀtte ich gerne mal mit Besatz erlebt, wobei es mir recht duster erscheint.
Interessant wÀre nun mal ein Vergleich an Fotos alt vs neu, um die Umwandlung/VerÀnderung genauer beurteilen zu können.
(02.09.2011, 00:00)
Oliver Jahn :   @Anna Lena, herzlichen Dank!!!!
Da werden Erinnerungen wach! Vor allem den alten Plan finde ich absolut spannend, denn daran sehe ich erstmalig, welche HĂ€user bereits 1871 standen. Das ist einfach genial. Du kannst mich ja hier ĂŒber das Forum anklicken. Ob du vielleicht so nett wĂ€rst, und mir das Bild mit dem Plan in OriginalgrĂ¶ĂŸe schicken könntest? Das wĂ€re echt toll.
(01.09.2011, 20:55)
Anna Lena Stephan :   Das kann ich nicht beurteilen, da es mein erster Besuch in Posen war.
Aber es sah nicht heruntergekommen aus.
(01.09.2011, 18:10)
WolfDrei :   @A.L. Stephan: Danke fĂŒr die Fotos! Innen ist das Raubtierhaus nicht wiederzuerkennen!Äußerst desolat war es noch um 2008. Ist es denn auch außen renoviert worden?
(01.09.2011, 17:18)
Anna Lena Stephan :   Hier die Bilder. Ich hoffe,sie geben euch genug Infos. http://www.flickr.com/photos/67054170@N06/sets/72157627569551720/
(01.09.2011, 16:50)
Liz Thieme :   Der Pavilion ist fĂŒr die zwei Komodowarane. Und es wird ein Aquarium mit Reptlium/Amphibium, sowie ein CafĂ© integriert werden.
Es ist die Sanierung eines alten Hauses, die zwei Jahre Bauzeit umfasst.
Wenn man dieses Wort bei Google Bilder eingibt, kriegt man noch gute Bilder (ua Draufsicht) zum zukĂŒnftigen Bau.

Du könntest entweder alle Bilder an Oli schicken, dann haben wir aber nichts davon oder du richtest dir bei Flickr oder Photobucket einen Account ein und lÀdst sie da hoch und setzt hier den Link rein.
Bin auf jeden Fall gespannt, denn fĂŒr mich ist der Zoo Neuland, aber ich freu mich immer ĂŒber solche Zoos und deren Entwicklung etwas zu erfahren.

(01.09.2011, 12:26)
Anna Lena Stephan :   Baustelle
(01.09.2011, 09:04)
Anna Lena Stephan :   Baustellenschild
(01.09.2011, 09:03)
Anna Lena Stephan :   Hast du ein GlĂŒck, denn ich habe alle HĂ€user vorsorglich fotografiert. Ich kann nicht alle Bilder hier rein stellen, aber vielleicht fĂ€llt einem was anderes ein?
Das alte Raubtierhaus ist außen leer, innen begehbar und mit MuseumsstĂŒcken zum Zoo gefĂŒllt: Alte PlĂ€ne, Plakate, Gehegeschilder, ausgestopfte Tiere, ...
Auf der RĂŒckseite, wo ich die Flusspferde vermute (aufgrund alter AusgĂ€nge aus dem GebĂ€ude) ist ein Spielplatz.
Sind die Tiergrotten dieser hohe Kuppelbau aus Steinen? Dort ist ein Aquarium drin. Außen in einem grĂ¶ĂŸeren KĂ€fig Affen (ich glaube, Dianameerkatzen), in den kleineren standen Plakate.
Das Affenhaus existiert noch, auch hier sind Dianameerkatzen und evtl. andere kleine Affen (muss ich mal auf die Fotos gucken) drin.
In dem Zentralbau wohnen heute Zebus und Esel.
Was das historische Vogelhaus ist, weiß ich nicht. Es existiert auf jeden Fall eine sehr hohe und beeindruckende, aber spĂ€rlich besetzte Rundvoliere und einige VogelkĂ€fige.
Ich glaube nicht, dass dort ein Einkaufszentrum entsteht. Baustelle und Baustellenschilder sahen fĂŒr mich eher nach Restaurant mit neuem Warangehege aus. Fotos folgen.
(01.09.2011, 08:45)
Oliver Jahn :   @Anna Lena, der alte Zoo interessiert mich brennend. Auch hier im Forum ist seine Schließung und Ersetzung durch ein Einkaufszentrum mehrfach Thema gewesen. Umso mehr freue ich mich, dass es den Zoo doch noch gibt.
Ich möchte gern ganz viel wissen, nur weiß ich nicht so recht, wie ich das machen soll... ;-) denn ich wĂŒrde gern fragen, was heute in einigen der alten HĂ€user ist, nur weißt du dann, welches Haus ich meine?
Aber ich kann es ja mal versuchen.
Was ist aus dem alten Raubtierhaus geworden? Ist es noch begehbar? Und was ist auf seiner RĂŒckseite? Hier waren bei meinem Besuch noch die Zwergflusspferde.
Existieren die Tiegrotten noch? Wenn ja, was ist drin?
Gibt es das Affenhaus mit den beiden Ă€ußeren TurmkĂ€figen noch?
Und was ist aus dem Haus geworden, welches in der Mitte des Zoos als Zentralbau mit zwei achteckigen AußenhĂ€usern stand, in dem einen waren die Giraffen, in dem anderen der letzte Elefant. Gibt es die Zwergflusspferde noch? Und steht das historische Vogelhaus noch?
So, das war es erst mal, aber das ist ja auch sicher genug.
(31.08.2011, 19:11)
Henry Merker :   @Michael Kilian:
Da hast du die Frage im welchem Thread gestellt ;-). (Ich habe leider keine Antwort.)
(31.08.2011, 16:46)
Michael Kilian :   Wie geht es eigentlich Mekong in Prag???
(31.08.2011, 15:59)
Anna Lena Stephan :   Ich war vor einer Woche in Posen, und ich war begeistert. Sowohl vom alten Zoo, wo gezeigt wird, dass man auch alte GebĂ€ude tierfreundlich nachnutzen kann, als auch vom neuen Zoo, der landschaftlich wohl recht einzigartig ist.
Ich habe extra fĂŒrs Forum den alten Zoo genau fotografiert, inklusive Baustellenschildes (kann jemand polnisch?). Also, wenn Fragen sind...
(31.08.2011, 08:40)
Oliver Jahn :   Komisch, dass darĂŒber so gar nichts auf der HP steht. Es wĂŒrde mich echt interessieren, auf welcher FlĂ€che dieser Bau entsteht. Wenn ich mir den alten Zoo so vorstelle, dann dĂŒrfte ein modernes Delphinarium die HĂ€lfte des Zoos beanspruchen.
Wenn man hier schaut, dann stimmt es zwar, dass die meisten Exoten den Zoo verlassen haben, aber gerade unter den Vögeln und Affen scheint noch einiges da zu sein.
http://www.zoo.poznan.pl/stare_mapa.html
(06.03.2011, 23:21)
WolfDrei :   Hier die Antwort auf meine Anfrage vom 27.3.010:
The old zoo in Poznan is transformed into a park. Most exotic animals were sent to other places. Only the aquarium, the reptile and amphibian pavillion work like in the past and they have future. It is a pity but this is a decision of the city authority.

(06.03.2011, 23:14)
Ronny :   Ich habe nochmal nachgefragt, welche Anlagen und GebĂ€ude weggerissen worden sind, konnte er mir nicht sagen, aber von dem Aquarium/Delphinarium steht bereits der Rohbau.
(06.03.2011, 22:50)
Oliver Jahn :   @Ronny, das, was werden soll, bald, oder irgendwann, das haben wir hier schon recht oft und immer mal wieder gehört. Kann dein Kumpel denn sagen, wie es JETZT aussieht? Ist die HP aktuell? Und welche HĂ€user stehen noch? Welche sind noch in Benutzung? Und nach dem Beitrag von WolfDrei war das Einkaufszentrum doch vom Tisch??? Ich kenne die FlĂ€che...bei dem, was da jetzt alles geplant ist, da brĂ€uchte man soviel Platz, dass, wenn er vorhanden wĂ€re, man den Zoo hĂ€tte behalten können.
(06.03.2011, 20:45)
Ronny :   Ein Kumpel von mir war vor ca 2 Wochen in Poznan. Er meinte, dass die PlĂ€ne wohl so aussehen, als wĂŒrde man die Terrarien- und AquarienhĂ€user belassen. Ein Teil wird das besagt Einkaufszentrum und ein Teil ein Delphinarium oder zumindest ein grĂ¶ĂŸeres Aquarium.

Langfristig wird soll der Stadtzoo zum Reptilienzentrum werden (das war ein Grund seines Besuches) und der Neue Zoo dann, mit noch stÀrkere Sicht auf KleinsÀuger (das zweite Ziel des Freundes).

Zeitliche Abhandlungen wurden mir nicht gesagt.
(06.03.2011, 20:29)
Oliver Jahn :   Ich möchte den Beitrag von WolfDrei vom 28.03.2010 noch einmal aufgreifen, denn ich habe gerade, durch das aktuelle Quantum animiert, die HP des Zoos in Poznan aufgerufen. Und ich bin erstaunt, auf dieser doch sehr aktuellen HP noch immer den Alten Zoo Poznan zu finden, bei dem es so aussieht, als ob da keinerlei Schließung vollzogen wurde. Wenn ich mir die einzelnen Tiere aufrufe, dann scheinen sowohl die Grotte, als auch sĂ€mtliche Aquarien und Terrarien, die Anlage mit den Komodo-Waranen, aber auch die VogelhĂ€user, die Katta-Anlage und das alte Affenhaus noch immer in Betrieb zu sein. Hat man die Auflösung bzw. den massiven RĂŒckbau evtl. doch noch rechtzeitig gestoppt? Und stehen die beiden alten HĂ€user (der Zentralbau des letzten Elefanten und das Raubtierhaus) noch?
(06.03.2011, 19:48)
BjörnN :   Das Leipziger Paar brachte es in 20 Jahren auf 11,5 Nachzuchten, wovon nur 1,1 nicht aufgezogen wurden....
(04.09.2010, 19:48)
Niedersachse :   Und das Paar im Berliner Zoo nur mĂ€nnchlichen;)
Vlt hat sich das VerhÀltnis ja inzwischen wirklich ein wenig ausgeglichen.
(03.09.2010, 08:31)
Karsten Vick :   Der erste mĂ€nnliche Bulle 2010, soso... ;-)
Ohne mit Zahlen dienen zu können, meine ich, dass bei Zwerghippos an diversen Stellen von WeibchenĂŒberschuss zu lesen war. Das Paar im Berliner TP hatte zum Beispiel nur weiblichen Nachwuchs.
(02.09.2010, 23:29)
Liz Thieme :   Laut Presse ist dieser Bulle der erste mĂ€nnliche dieses Jahr in Europa. Ich habe aber keinen Überblick, da ich mich normalerweise um die Zwerge nicht so kĂŒmmer und derzeit auch nicht die Zeit dafĂŒr habe.
Angeblich hat man bei jĂŒngeren Tieren aber Weibchen-Überschuss.
(02.09.2010, 19:29)
BjörnN :   Auch dieses Tier, die erste Nachzucht seit 1998 in Halle, ist ein Weibchen.

Lt. Zoo-Yearbook sind neue Halter dringend notwenig, auch eingeschlechtliche Haltungen.
Der dort geĂ€ußerte Hinweis, die Nachzuchtrate sei schlecht, war mir neu....
(02.09.2010, 19:15)
Ronny :   Ist nicht auch das Hallenser Jungtier ein Weibchen?
(02.09.2010, 19:03)
BjörnN :   Das dĂŒrfte inzwischen egal sein, dank zahlreicher mĂ€nnlicher Nachzuchten in den letzten Jahren ist das GeschlechterverhĂ€ltnis, welches einst von zu wenigen MĂ€nnchen bestimmt wurde, ausgeglichen.
(02.09.2010, 17:31)
Niedersachse :   WĂ€re nicht eine Kuh besser gewesen. Es herrscht doch ein deutlicher MĂ€nner Überschuss, oder nicht. Zumindest waren außer Duisburg alle Geburten zuletzt MĂ€nner.
(02.09.2010, 16:48)
Liz Thieme :   In Wroclaw ist vor zwei Wochen ein MÄNNLICHES Zwergflusspferd geboren worden. :)
(02.09.2010, 13:14)
Oliver Jahn :   WolfDrei, da hatten wir uns nun gerade ĂŒber Poznan unterhalten...wirklich schade, vor allem um die historischen Bauten wie die Grotten und das Raubtierhaus. Wenn das ganze zu einem Park wird, dann wird man diese Bauten ja sicher wegreißen!
(29.03.2010, 17:46)
WolfDrei :   Nach Bau des Elefantenhauses und Konzentrierung der Stadt auf die Messe dĂŒrfte das Geld durchaus fehlen. Zumindest positiv ist, daß auf dem GelĂ€nde kein Supershop entseht. Viele grĂ¶ĂŸere Tiere gab es ja schon nicht mehr: Zwergmuntjaks, Guereza, Dianas, Otter, Kattas, auf dem zentralen GelĂ€nde nur noch Alpakas, dazu diverse Vögel, darunter Schwarzschnabelstörche.
Der Neue Zoo hat BĂŒrstenschwanzkĂ€nguruhs bekommen.
(28.03.2010, 17:34)
Liz Thieme :   war die wirtschaftliche Lage so schlecht?
Am 19.03. begrĂŒĂŸte der Zoo noch den FrĂŒhling.
Auf der HP findet man nur einen Hinweis, der mir so vorher nicht aufgefallen wÀre:
>Freier Eintritt; Eintritt in den Pavillons "Welt der Reptilien, Amphibien und Fische" 3,00 zł<

Schade um so einen alten Zoo. Kann man nun nur hoffen, dass diese Umstrukturierung den hinterbliebenen Tieren nicht auch schadet.
(28.03.2010, 12:54)
WolfDrei :   Eine traurige Nachricht aus Poznan, den alten Zoo beteffend. Meine langjĂ€hrige zoologische Bekannte Ewa Trzesowska schreibt: The old zoo in Poznan is transformed into a park. Most exotic animals were sent to other places. Only the aquarium, the reptile and amphibian pavillion work like in the past and they have future. It is a pity but this is a decision of the city authority.
(28.03.2010, 11:35)
Michael Amend :   Nett, den gibt's inzwischen auch schon in England in einer Privathaltung.
(05.01.2010, 20:14)
WolfDrei :   soeben aus Wroclaw erhalten: NeujahrsgrĂŒĂŸe mit dem Balabac-Kantjil
(05.01.2010, 20:11)
WolfDrei :   eben aus Poznan: vor 6 Wochen im "Neuen Zoo" Geburt eines großen AmeisenbĂ€ren "Ewa"
(22.12.2009, 18:26)
Carsten Schöne :   Ein paar Informationen zu Borkenratten gibt es noch unter folgendem Link:
http://zgap.de/pdfs/06_1.pdf

GrĂŒĂŸe
Carsten Schöne
(25.11.2008, 21:47)
WolfDrei :   Nochmals die FĂ€rbung der Borkenratten betreffend: Man soll immer mal bei den Klassikern nachschauen - hier: Brehmausgabe 1914 (fĂŒr mich die beste) Im Nagetierband auf Seite 380 ist ein Farbbild (wohl ein Aquarell), das Tiere mit 8 Zeichnungsmustern von weiß (dort als albino bezeichnet) bis fast ganz-mahagonibraun zeigt. Nach denm Beschreiber Meyer aus Dresden und dem Forscher Schadenberg wurden diese Luzontiere alle als "P.cumingi" bezeichnet und gegenĂŒber den Crateromys abgegrenzt. Ob nun die Zeichnungsmuster oder geografische HerkĂŒnfte die gegenwĂ€rtigen Arten(Unterarten) kennzeichnen , ist fĂŒr mich nicht klar. Leider liefert auch das Bildergoogeln keine brauchbaren Ergebnisse. Der "Worker" vielleicht?Im "Grzimek" entspricht das Farbbild von P. cumingi meinem "Bronx-Tier". Aber es wird mitgeteilt, daß man im Prinzip nichts weiß.
(25.11.2008, 21:01)
WolfDrei :   @Rattus: Das mĂ€nnliche Tier entsprach der FĂ€rbung nach dem Weibchen. Das einzige Bild der P.cumingi aus Leipzig zeigte ganzkörperbraune Tiere, die GrĂ¶ĂŸe ist auf den Bildern leider nicht vergleichbar.
(24.11.2008, 16:01)
Karsten Vick :   @Rattus: Ich denke, das Bild bei mammalogy.org ist falsch bezeichnet. DafĂŒr spricht auch die Beschreibung auf ebendieser Seite: The other species from Luzon is known as bugkun or the Southern Luzon giant cloud rat, Phloeomys cumingi. It has a deep mahogany brown fur—a sharp contrast from that of its counterpart in northern Luzon—with a thick-furred tail darker than its coat.
Und genau so sehen die cumingi in Leipzig aus.
(24.11.2008, 12:52)
Jana :   Die selbe Frage stellte ich mich vor einigem Zeit auch, weil die 2 Tiere in Jihlava (aus Zucht von NY Bronx) sehen sehr unterschiedlich aus, das Weibchen sieht sehr Ă€hnlich zu dem Bild von WolfDrei aus NY, dagegen der MĂ€nchen ist hell wie die wroclauer oder prager Tiere. Das im Sommer in Jihlava geborene Jungtier hat sich vor mir bisher gut versteckt, also kenne ich nicht seine Farbe. Ich wĂŒrde es fĂŒr VariabilitĂ€t innerhalb eines Artes sehen.
(24.11.2008, 11:38)
Rattus :   Hallo
Tolles Bild aus Wroclaw
Ich wĂŒrde aber behaupten, dass es sioch bei dem Tier aus New York mit dieser schwarzen Zeichnung nicht um Ph. pallidus, sondern um Phloeomys cumingi handelt. (vgl. Bild auf mammalogy.org)
(24.11.2008, 10:59)
WolfDrei :   und nun das Tier aus New York
(23.11.2008, 09:40)
WolfDrei :   Gestern bekam ich nun endlich zum Scannen das Bild einer Phleomys-pallidus-Borkenratte aus Wroclaw (mit Baby - die Kugel davor) - anschließend jenes Tier aus New York, um die Unterschiedlichkeit der FĂ€rbung zu zeigen. Die Tiere aus Prag und Jilava entsprechen dem Wroclawer Tier.
(23.11.2008, 09:37)
WolfDrei :   Nachrichten aus Poznan: die neue Elefantenanlage wird im November eröffnet - noch OHNE Elefanten!
Zum Alten Zoo: die neue shopping mall soll auf einem alten Straßenbahndepot (außer einem musealen Teil) in der unmittelbaren NĂ€he des Zoos errichtet werden. Der Beschluß der "Stadtregierung" erfolgt am Jahresende.
(23.10.2008, 08:44)
Oliver Jahn :   Vielen Dank WolfDrei. Den desolaten Zustand fand ich schon 2001 vor und das tatsĂ€chlich auch mit nur einer Hand voll Besuchern. Dennoch sah alles so aus, als wollte man daran etwas Ă€ndern, und nicht abreißen. Die Anlagen fĂŒr die Zwergotter, Muntjaks, Darwin-Nandus und Waldhunde waren ganz neu und die Terrarien machten einen wirklich guten und modernen Eindruck. Und auch das historische Vogelhaus sah aus, wie frisch renoviert. Schade, wenn dieser historische Zoo so ganz abgerissen werden wĂŒrde.
(10.10.2008, 22:31)
WolfDrei :   Quatsch: Korrektur der Korrektur: Der Badeteich außen ist links!!!vom Haus.
(10.10.2008, 22:21)
WolfDrei :   @Oliver Jahn: leider kein Kontakt, da meine Bezugsperson Urlaub machte und Herr Ratajszczak ja in Wroclaw ist. Ich werde nachfragen. Ansonsten ist der alte Zoo desolat - die Ausnahmen wurden genannt. Was ich nicht sagte: in beiden Zoos traf ich an beiden Tagen (Nebel, Nieselregen, am zweiten Tag etwas Sonne, Kioske geschlossen) bestenfalls je 20 Besucher!
(10.10.2008, 22:18)
WolfDrei :   Kleine Korrektur beim Elef. haus: Der Badeteich außen ist rechts.
Tierbestand Zoo Poznan: alter Zoo: Der Bestand an SĂ€ugern wurde weiter abgebaut, in der "Steppenanlage" sind nur noch Somalischafe und Alpakas, in der ehemaligen Elef-anlage Esel. An besseren SĂ€ugetieren sind vorhanden : einige chin. Muntjaks, 6 Dianameerkatzen, 2 Siamangs. Bei den Vögeln 2 Jahrvögel, Balitstare , einige Aras und Sittiche, 2 Schwarzschnabelstörche. Höhepunkte sind weiterhin das Amphibien-und Reptilienhaus (besser HĂ€user, denn sie sind getrennt). 6 Dendrobatidenarten, Rotaugenfrösche, bei den Reptilien eine ganze Menge Schildkröten(u.a. austral Schnappsch., Spaltensch. Fly-River-S., Heosemys spinosa), dann Iguana nobilis, Kommodowarane, Schwarzlegane, Gilatier, ein lange nicht gesehener Rauhnackenwaran, die unvermedlichen GrĂŒnen Leguane , auch ein Shinisaurus. Schlangen: Haitiboa, Boa constrictor, zwei Elaphearten, Anakonda.
Neuer Zoo: nur die Besonderheiten: ca 12 Thomsongazellen, 9 Baweanhirsche, Vietnamsikas, 2 Sus cebifrons nigrinus, Pudu. Schwerpunkt ist weiterhin das Nachttierhaus : 4 Alaotralemuren, Rotbauch- und Sclaterlemur, Rote Varis, austral. Goldbauchratte, Lori, Zwerglori, Otolemur garnetti, Senegalgalago, 2 Tamanduas, Kowari, Mausmaki, Tenrek, Faultier, Kantjil, VampirfledermĂ€use, KugelgĂŒrteltier, Braunborsteng., 2 Volieren mit Acrobates pygmaeus, WĂŒstenbilche, KĂ€nguruhrate, Felis margarita. Von den kanad. Elchen lebt noch einer - allerdings weiter als Stangenelch im dritten Jahr. Renovierung gab es nur in der Kleinraubtierreihe - darin nun WeißrĂŒsselnasenbĂ€ren. Ansonsten: Jaguarundi, Genetta felina, Löffelhunde, Amurkatze, Wildatze, Luchs, viele Manule, kleiner Panda, Irbis, Tigeriltis, europ. Nerz, dahinter dann Nager: chin.Fesenhörnchen, Streifen-, ZwergmĂ€use, Coruro, Sandratte, Igeltenrek, Microtisformen, Gerbillus etc. Gerade abgerissen wird die Anlage der turkmen. Karakale. Dann noch Milus,Nilgaus,Axis, BreitmĂ€uler (seit 7 Jahren ohne Nachwuchs), Sitatugas, Wisente. Afrika etwas reduziert: Grevys und Ugandagiraffen, SĂŒdamerika mit Capybara, Tapir, Großer AmeisenbĂ€r, Vicugna, Yukatanklammeraffe, NasenbĂ€r, dann Amurtiger. Im Vogelbereich die gewöhnlichen großen Greife und Eulen, allerdings auch Riesenseeadler, " Kasuare, eine gute WildhĂŒhner- und Fasanengruppe mit Nachwuchs bei Crax rubra und Temminktragopan. Pelikane natĂŒrlich und Nachwuchs auch bei den Flamingos. Finanziell ist alles dem Elefantenneubau untergeordnet.
(10.10.2008, 22:08)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, konnte Sie etwas ĂŒber den Abriss des Posener Stadtzoos zu Gunsten eines Einkaufscenters erfahren?
(10.10.2008, 20:55)
WolfDrei :   Neues Elefantenhaus Poznan: Innenhalle
Ein gewaltiger Bau, dessen Innen-und Aussenansicht ich schon eingestellt hatte. Man trifft von der Tigeranlage 100 m weiter direkt auf den (einzigen) Eingang auf gleichem Höhenniveau wie die Umgebung, steht also ca 4-5- Meter ĂŒber den Tieren auf einem Balkon, von dem rechts und links innen wie auch außen noche weitere Balkone fĂŒhren. Über den Eingang schiebt sich noch eine weitere funktionslose „Schuppe“, wie ĂŒberhaupt noch einige wellenförmige Bauteile den Haupthallenbau begleiten. Ab Ebene Besucherniveau ist alles glasbedeckt. Die LĂ€nge dĂŒrfte gegen 80 m, die grĂ¶ĂŸte Breite etwa 50m haben. Eine Badestelle ist ebenfalls recht groß, nicht aber tief. Der Hinterwand ist mit Holzpalisaden gedeckt, dort ragt ebenfalls eine Palisadenabsperrung hinein und bildet den Innenraum fĂŒr den Bullen. Automatische Rundstahltore sind hinten links . Eine Art WĂ€rtergang ist rechts einzusehen. Vom Eingang her rechts sieht man, daß der Außenbadeteich gegen den Bau durch einen gewinkelten Betondamm abgesetzt ist. Der höchste Punkt der freitragenden Halle dĂŒrfte 15m haben. Auf der rechten Außenseite der Halle ist ein relativ großes GelĂ€nde nicht bebaut, im Hintergrund rechts befindet sich der Wirtschaftshof mit den Funktionswegen.

(10.10.2008, 18:59)
WolfDrei :   Elefantenhausneubau Poznan: ZunĂ€chst der Außenbereich der neuen Elefantenanlage:
Bei meinem Besuch im Neuen Zoo von Poznan am 27.9.06 existierte vom angedachten Elefantenhaus ein Computerbild, das der damalige Vize, Herr Ratajszczak, mir aus allen Perspektiven zeigte, die vorgesehene FlĂ€che war nicht einmal berĂ€umt. Es sollten neben dem Haus fĂŒr Afrikaner 2 Wechsel-FreiflĂ€chen von summarisch 3-4 ha entstehen plus Bullenhaltung. Genau 2 Jahre spĂ€ter sind Haus wie Freianlage im Prinzip berĂ€umt und belegbar, aber nicht besetzt. Es fehlen auch die Tiere. Anlaß fĂŒr den Neubau war wohl auch zu dieser Zeit der Tod der Ă€ußerst beliebten Inderin Kinga nach 50 Jahren Leben im alten Stadtzoo.
Die Anlage befindet sich im Ă€ußersten Osten; Fußweg, wĂŒrde man andere Anlagen nicht besichtigen, 25 Minuten vom Eingang! FĂŒr die Wissenden: von dem Amurtigerbesichtigungshaus kurz nach rechts, dann noch 75 m - und dann der Haupteingang.
Andere ZugĂ€nge, auch von der Kamel- (und ehemals Przewalski-)anlage, gibt es, ein dritter von der SĂŒdamerikaanlage scheint im Bau zu sein.
Boden-Basis: bester brandenburgischer Sandboden mit Kiefernbewuchs. Man hat den gesamtem westlichen HĂŒgel abgesteilt und abgegraben und den Sand angehĂ€uft zu einer Besichtigungs-und Restaurationsanlage mit ca 5 m Höhe, an dieser Stelle verengt sich die Anlage und hier können die beiden FreilĂ€ufe abgesperrt werden. Entfernung zum Haus ca 125 m, auf der anderen Seite etwas geringer, Breite etwa 50-80 m. Aus dem HĂŒgel am Haus kommt eine „Quelle“ (Wasser gibt es an sich genĂŒgend, aber kein artesisches - das muß eine mĂ€chtige Pumpe sein!) und speist einen Graben(“Fluߓ) mit Strömung! Das Bett ist mit Großsteingranulat abgesichert, die Elefanten können nicht dorthin, da parallel zum Fluß auf Natursteinen ein Elektrodoppelt“zĂ€unchen“ in Tritthöhe verlĂ€uft. Die Gesamtanlage ist mit 2m-Rohren im Abstand von ca 7,5 m umgeben, ca 5cm-Durchmesse- Stahlseile in 3 Höhen sichern ab, dazwischen nochmals 2 ElektrodrĂ€hte. Die Anlage ist etwas strukturiert mit einem „Berg“ in der Mitte der erste Anlage. Vorhandener etwas mickriger Baumbestand wirde nicht einbezogen, befindet sich am Rande. Die Qelle speist ein Speicherbecken von ca 50x30 m, ĂŒber einen Überlauf speist sich der Fluß. Der HĂŒgelabbruch ist ebenfalls mit großen Bruchsteinen abgesichert, da frisch gebrochen, muß die Zeit das etwas natĂŒrlicher machen. Das mĂŒssen einige Tausend Tonnen gewesen sein! Da der Fluß in der zweiten Anlage diese quer halbiert (inklusive der E-DrĂ€hte) scheinen die Kamele (sehen gut aus!) dort zu bleiben– eine etwas ungewöhnliche Geo-Konstellation: Elefant-Kamel.
Der Bulle scheint im Rundbau zu leben und hat einen absperrbaren Zugang zum Innenhausbereich, auch außen ist die BullenfreiflĂ€che rund und wohl nach einem Luftbild mit Betonteilen abgesichert.

(10.10.2008, 11:24)
WolfDrei :   Bin gerade aus Poznan und Wroclaw zurĂŒck - hier nur einige ErgĂ€nzungen zum ausfĂŒhrlichen Bericht von Herrn Amend. Erfreulich (oder positiv belĂ€stigend)geht der Umbau weiter. Zum Terrarium mit dem exellenten Bestand muß nicht Reklame gemacht werden: nur, erstmals sah ich einen Phrynops, den sie selbst in 1o besuchten US-Zoos nicht ausgestellt hatten! Dazu dann die Geochelone platynota etc etc.Zum Umbau: BĂ€ren- uns Robbenanlagen sind ein tiefes Loch, der Eis (Grau-)bĂ€r ist in der ersten BĂ€renanlage mit einer besseren Wasserwanne. Der Affenrundbau hinter dem fertigen Affenhaus (die Scheibe bei den Kapuzinern ist immer noch oder schon wieder zerstĂŒckelt)wird gerade entkernt, ebenso das Haus fĂŒr die kleinen SĂ€ugetiere, am linken Teil des Eingangs wird gebuddelt, auch das Aquarium ist "in Arbeit". Die Geiervoliere ist schon beim AltstoffhĂ€ndler , es wird wohl dann die "Bergreihe folgen. Die weißen Damhirsche wurden durch 1,1 Mesopotamier "ersetzt". Auch 1.1 Takins sind da. Von den Borkenratten (Phleomys pallidus) stelle ich mit Nachwuchs demnĂ€chst Bilder ein. GrĂ¶ĂŸtes Projekt bis 2012 soll ein "Afrikarium" sein - aus Afrika und Aquarium geschaffen: Tiere des Wassers und Sumpfes(also vom SĂ€uger[Hippo und Manati] bis zur Koralle ĂŒber Fische des SĂŒĂŸ- und Salzwassers). Die Ausschreibung lĂ€uft oder lief gerade. Herr Ratajszczak, der ja auch das Elefantenhaus in Poznan zum Laufen gebracht hat, managed jetzt sein zweites Großprojekt - entsprechend gestreßt sah er auch aus - aber immer freundlich und hilfsbereit(siehe Erlaubnis fĂŒr die Borkenrattenfotos). Zu Poznan und das Elefantenhaus ein Bericht etwas spĂ€ter.
(10.10.2008, 09:24)
Sacha :   Gefunden in der zoopresseschau:

warszawa.naszemiasto.pl - 24. Sept. 2008
Wesole i tragiczne chwile - tak minelo 80 lat ogrodu
Heitere und tragische Momente - so vergingen 80 Jahre Zoo Warschau
In diesem Jahr sind 80 Jahre vergangen vom Tag des Entstehens des Warschauer Zoologischen Gartens. Die Geschichte des Zoos ist spannend, aber auch tragisch, sagt Direktor Jan Rembiszewski. Die schwierigste Zeit fĂŒr den Zoo war der zweite Weltkrieg. Am Vortage seines Ausbruchs war der Warschauer Zoo der grĂ¶ĂŸte in Europa."

Offenbar ist auch in Polen Grössenwahn nicht unbekannt. Denn erstens gab es schon mindestens einen flÀchenmÀssig grösseren Zoo (Whipsnade) und in Punkto Tierbestand mehrere Dutzend andere, die mehr vorzuweisen hatten als Warschau.


(06.10.2008, 15:25)
IP66 :   Der Innenraum stellt tatsĂ€chlich die vollstĂ€ndig entdekorierte Version der Architektur dar - wobei man sich allerdings fragen muß, wie viel Stuck man verwendete und wo man auf die Ullusionswirkung von Malerei vertraute. Ich frage mich allerdings, ob man so viel Struktur wird opfern mĂŒssen, wenn man beim Umbau Ă€hnlich wie beim mĂŒnchner Großtierhaus verfĂ€hrt.
Herrn Jahns Bemerkungs aufgreifend wĂŒrd ich die GroßzĂŒgigkeit des GebĂ€udes allerdings weniger mit der berliner Elefantenpagode als mit dem dortigen Antilopenhaus verbinden wollen. Es mag sein, daß die Pagode in Berlin mehr Quadramtmeter Boden ĂŒberbaut hatte, doch gab es hier einen niedrigen und dunklen, wenig akzentuierten Besucherraum, um die die hellen und von prachtvollen StĂŒtzelementen gerahmten Tierlogen angeordnet waren. In Breslau dagegen versuchte der Architekt, die Idee des Kuppelbaus mit hellem Besucherraum so zu adaptieren, daß ein einheitlicher Raum entstand, der weniger kostete als das berliner Vorbild und besser zu den an der Neorenaissance orientierten Vorstellungen paßte. Die Ahnen der EisenstĂŒtzen kann man ĂŒber das kölner Elefantenhaus bis zu Paxtons Glaspalast in London zurĂŒckverfolgen, wobei sie in Breslau aber eine AusstellungsatmosphĂ€re schaffen, die ich weniger mit exotisierenden Prachtbauten als mich Schinkels Museumsideen verbinde. Vermutlich ist es auch die Unscheinbarkeit, die aus solchen Paradigmata erwĂ€chst, die dem GebĂ€ude in den Augen heutiger Benutzer schadet.
(12.09.2008, 11:02)
Michael Amend :   Das Haus war ja gesperrt am Wochenende, der Direkto hat die Teilnehmer des Zoosammlertreffens natĂŒrlich hineingelassen, und da war auch ein Elefantenpfleger von Breslau im Haus. Möchte gerne wissen,was der wohl gedacht hat, als ca. 30 Leute wie bekloppt angefangen haben, das komplette Haus in sĂ€mtlichen Details zu fotografieren...Eine dieser Gruppen habe ich spasseshalber selbst mal fotografiert. Das Gleiche wiederholte sich im BĂ€renhaus und Raubtierhaus, auch da waren jeweils die Pfleger dabei, sie haben aber alle gelĂ€chelt....
(12.09.2008, 10:28)
Michael Amend :   Blick ins Haus. Links Flußpferde, rechts vorn Elefanten, dahinter Nashörner( jetzt alles Elefanten ), in der Mitte die frĂŒherer Manati-"Anlage", dahinter die tapir-Boxen. Das alles wird ind en kommenden Jahren komplett fĂŒr Elefanten umgebaut, das Haus wird Innen wahrscheinlich sein jetziges Erscheinungsbild komplett verlieren.
(12.09.2008, 10:23)
Michael Amend :   Falsches Foto, wie ĂŒblich. Hier nun das Innenfoto,das untere zeigt die linke Außenanlage, es gibt tatsĂ€chlich zwei Außenanlagen fĂŒr Flußpferde.
(12.09.2008, 10:20)
Michael Amend :   Der großzĂŒgige Flußpferdbereich, mit vier Boxen. In der ganz linken Box, nicht im Bild, lebt noch ein zwergflußpferd, leider ohne Zugang zur Außenanlage, da die derzeiot vond en Robben in Beschlag genommenw urde. Das zweite Z-Flußpferd lebt auf der anderen Seite des Hauses und hat ein lĂ€cherlich kleines, strukturloses Außengehege zur VerfĂŒgung. Die Z-Hippohaltung in dem Haus wird aber bald beendet.
(12.09.2008, 10:18)
IP66 :   Im AktionĂ€rszoo besaßen die InnenrĂ€ume der TierhĂ€user eine Art gesellschaftliche Funktion, zudem waren sie fĂŒr Winterbesuche unerlĂ€ĂŸlich, Ă€hnlich wie die großen RestaurationsgebĂ€ude. Allerdings boten diese Bauten selten grĂ¶ĂŸeren Menschengruppen Platz, sondern nur den Zoofinanziers, die sich hier mit ihren Freunden und Bekannten trafen.
(11.09.2008, 14:22)
Michael Amend :   @IP66. Danke fĂŒr die ausfĂŒhrliche Antwort. Vielelicht geht es ja nur mir so, das zwischen der Gartengestaltung in Breslau Ähnlichkeit zu Berlin besteht, aber beid er FĂŒhrung habe ich mich anderen Sammlern darĂŒber unterhalten, denen es aber auch auffiel. Es klingt plausibel, das es mit LennĂ© zusammenhĂ€ngt.

An Breslau fĂ€llt auf, praktischerweis efinden sich in den alten FĂŒhrern viele Innenaufnahmen der großen TierhĂ€user,das auch im DickhĂ€uter,-Affen,-und Vogelhaus die Dekorationen entfernt wurden, im Raubtierhaus wurde zudem eine niedrigere Decke eingefĂŒgt. Trotzallem kommt in den fraglcihen GebĂ€uden noch sehr viel des alten Flairs rĂŒber, das Vogelhaus allerdings ist Ă€ußerlich teilweise restaurationbedĂŒrftig, der Zoo investiert jetzt aber erst einaml in komplette Neubauten.
(11.09.2008, 11:54)
IP66 :   Der Dehio meldet als Gartenarchitekten fĂŒr Breslau K. Joh. LĂŒdeke, H. R. Göppert und J. Lösener fĂŒr die Zeit von 1863 bis 1865. Das Problem des Vergleichs mit Berlin scheint mir darin zu liegen, daß der LennĂ©'sche Plan dort zweimal ĂŒberformt wurde, so daß, wenn man einmal die Grundrisse vergleicht, von der alten Konzeption heute nurmehr wenig ĂŒbrig ist. Die großen Teiche und die Einbindung des Antilopenhauses stammen erst aus der Amtszeit von Bodinus, die Dreisterneallee scheint eine Originalidee von Herrn Heck zu sein. Eine Verbindung könnte ich allerdings insofern erkennen, als so gut wie alle preußischen Gartengestalter durch die Schule von Herrn LennĂ© gegangen sind und sich die dazu nicht ganz passenden Ideen des FĂŒrsten PĂŒckler fĂŒr Zoos nur sehr bedingt eigneten.
In Sachen Raubtierhaus sollte man noch einmal die Bilder vergleichen, ob das GebĂ€ude nicht einfach entdekoriert wurde, wie man das in der Nachkriegszeit dies- und jenseits des eisernen Vorhands hĂ€ufig praktiziert hat. Vielleicht könnten Sie den fraglichen FĂŒhrer zum Treffen in Darmstadt mitbringen - da könnte ich mir die Parkgestaltung und die Einbindung der GebĂ€ude einmal ansehen und auch die Dekorationsverluste abschĂ€tzen.
Ich denke, daß die VergrĂ¶ĂŸerung der RaubtierhausinnenrĂ€ume mit der Entwicklung des Massenzoos einherging. Der Vergleich des breslauer DickhĂ€uterhauses mit der berliner Elefantenpagode scheint mir interessant. Der Dehio vermerkt eine Errichtung 1887 durch C. Schmidt, der den berliner Bau sicher gekannt hat, aber eben nur in der GrĂ¶ĂŸe zum Vorbild nahm. Ich halte es fĂŒr möglich, daß bei konservativen Architekten die Ideen, die Bodinus seinen berliner Baumeistern vermittelt hatte, wenig glĂŒcklich erschienen, und daß erst die Hochphase historisierender Großbauten unter Wilhelm II. und Heck in Berlin deren Siegeszug begrĂŒndet hat. Ähnliche ZurĂŒckhaltung kann man bei der Rezeption neuromanischer Kirchenbauten oder neubarocker Schloßanlagen beobachten, mĂŒĂŸte aber noch einmal die personellen Voraussetzungen in Breslau prĂŒfen.
(11.09.2008, 10:57)
Michael Amend :   Das alte Raubtierhaus in Leipzig kenne ich natĂŒrlich nicht mehr.

Im Breslau-ZoofĂŒhrer von 1890 ist eine Innenaufnahme des Raubtierhauses, das doch etwas anders aus sah als das jetzt noch bestehende, so wirkt der Besucherraum breiter, vermutlich bedingt dadurch, das auf der anderen Seite des Raumes keine zweite KĂ€figgalerie stand. Sehe ich mir aber die Aussenansicht des Einganges an und vergleiche diesen mit meiner Aufnahme, so scheint es doch so, das das Haus auf den alten Grundmauern wiederaufgebaut wurde, allerdings erheblich vereinfacht, auch ist die Decke innen viel niedriger als frĂŒher.

Weiß denn jemand, wer in Breslau die Gartenlandschaft gestaltet hat, und wer das in berlin war ? Wie egsagt, die Gartengestaltung in Breslau erinnert mich in verblĂŒffender Weise an Nerlin, Breslau ist ja auch nur 21 Jahre nach Berlin eröffnet worden.

Ich freue michs chon auf die Chronik, daran wirkt wahrscheinlicha uchd er Organisator des Zoosammlertreffens mit,s selbst ein Zoohistoriker, der auch den aktuellen ZoofĂŒhrer mitgestaltet hat.

Das lĂ€ĂŸt hoffen....
(10.09.2008, 20:14)
Oliver Jahn :   Da muss ich mal schauen, ob ich da noch Bilder habe, ich meine, auch das Affenhaus war wegen Umbau nicht zu betreten.
Zum Raubtierhaus, da meine ich das Alte in Leipzig, welches weggerissen wurde. Das war garantiert nicht breiter. Ich finde sogar, von innen sind beide HÀuser zum verwechseln Àhnlich.
(10.09.2008, 19:26)
Michael Amend :   @IP66. Der innenraumd es Affenahuses ist zwar restauriert,a berw eitgehenst noch original erhalten geblieben. Zwar sind die InnenkĂ€fige jetzt teiwleise verglast und der Besucherraum wudnerbar tropisch bepflanzt, der einmaligen AtmosphĂ€re, die dieses haus noch ausstrahlt, tut das aber keinen Abbruch. DarĂŒber hinaus ist die Primatenhaltung darin als sehr gut zu bezeichnen. Von der Artenvielfalt darin ganz zu schweigen...Ein Foto vom innenraum stelle ich morgen ein. Oliver Jahn hat das Haus ja noch vor dem umbau erlebt, wĂ€re toll, Oliver, wenn du ein Foto davon einstellen kannst, dann haben wir gute Vergleichsmöglichkeiten.

Ich bin der Ansicht,das der Besuchergang im Raubtierhaus in der tat sehr schmal und auchs chmaler als in Leipzig ist.
(10.09.2008, 19:02)
Oliver Jahn :   @Michael Amend, das Raubtierhaus war auch 2002 bereit slĂ€nger geschlossen, den Blick ins Innere sehe ich so heute zum ersten mal. Allerdings ist ganz kurz vorher das Kleine Raubtierhaus abgerissen worden, leider kam ich da etwas zu spĂ€t.
@IP66 Das Innere des Raubtierhauses ist in etwa so schmal, wie im alten Raubtierhaus in Leipzig, daher nichts ungewöhnliches. Vom Monumentalbau gesehen ist das DickhĂ€uterhaus in Breslau von seiner GrĂ¶ĂŸe her unerreicht, außer eventuell die Berliner Pagode könnte grĂ¶ĂŸer gewesen sein. Alle anderen historischen DickhĂ€uterhĂ€user sind deutlich kleiner, selbst das Leipziger blieb es, durch seine fehlende Vollendung bis vor kurzem.
Was den Innenraum angeht, so ist dieser bereits heute jeglichen Schmucks vergangener Epochen beraubt.
(10.09.2008, 18:56)
IP66 :   Das Raubtierhaus, wenn man sich es auch stĂ€rker dekoriert vorstellen muß, vermittelt doch einen Eindruck von der geringen GrĂ¶ĂŸe solcher GebĂ€ude, in denen oft erfolgreich gezĂŒchtet wurde. Ich empfinde den breslauer Besuchergang jedoch als ungewöhnlich schmal und eigentlich noch am AktionĂ€rszoo orientiert, wo selbst zur FĂŒtterung nur mit einigen wenigen, wenn auch betuchten GĂ€sten gerechnet wurde.
Das Affenhaus zeigt, Ă€hnlich wie das GebĂ€ude fĂŒr DickhĂ€uter, die fĂŒr Breslau typische etwas provinzielle Neorenaissance, die sich von der Ludwigsstraße in MĂŒnchen gelöst hat, aber noch nicht recht bei den berliner Monumentalbauten angekommen ist. Ich finde es merkwĂŒrdig, daß man polnischerseits den Innenraum nicht schĂ€tzt, kann das Land doch auf eine eigene Architektur dieses Stils und eine große Tradition in der humanistischen Forschung verweisen.
(10.09.2008, 17:56)
Michael Amend :   Das letzte Bild fĂŒr heute,d as Innere des Raubtierhauses. Rechts die GroßkatzenkĂ€fige, links die teiwleise vergalsten KleinraubtierkĂ€fige, die seit 20 Jahren unbesetzt sind. Vermutlich ist auch das Haus schon so lange fĂŒr die Besucher gesperrt. Man beachte die geringen Abstand zu den Großkatzen....

@Oliver Jahn. Oder war das Haus 2002 noch begehbar ? Kann ich mir in Anbetracht des schlechten baulichen Zustands des Hauses kaum vorstellen.
(10.09.2008, 12:32)
Michael Amend :   Das Raubtierhaus aus dem Jahr 1875.
(10.09.2008, 12:29)
Michael Amend :   Hier das Affenhaus von 1887, das unglaublich toll restauriert wurde und trotz seines Alters eine zeitgemĂ€ĂŸe, artgerechte Affenhaltung bietet.
(10.09.2008, 12:27)
Oliver Jahn :   und hier noch mal dieser Traum von einem historischen DickhĂ€uterhaus.
(09.09.2008, 21:11)
Oliver Jahn :   Vielen Dank fĂŒr den Bericht Michael, da werden sehr schöne Erinnerungen wach und es freut mich, dass dich der Zoo genau so fasziniert hat, wie mich. Breslau, Antwerpen und Leipzig sind sicher in dieser Hinsicht in einem Atemzug zu nennen.
Hier die BĂ€renburg 2002, da waren neben den reifen hier auch noch Luchse.
(09.09.2008, 21:09)
Anti-ErdmĂ€nnchen :   @ M.A.
Deine Beschreibung macht wirklich Apettit. Es muß ein merkwĂŒrdiges GefĂŒhl sein, sich in einer Gegend, die nun doch schon lange nicht mehr deutsch ist, deutsche KulturgĂŒter anzusehen, wie man sie hier praktisch gar nicht mehr findet. Auch fĂŒr die Polen muß es merkwĂŒrdig sein, Bauwerke zu pflegen, mit denen sie eigentlich gar nichts zu tun haben. Das gilt z.B. auch fĂŒr die Breslauer Jahrhunderthalle, ein Denkmal fĂŒr die Befreiung Deutschlands (!) vom Joch Napoleons. Aber schön, daß sie sie pflegen!

@ IP66
Wie ist das Eingangstor zu beurteilen? Ist sowas irgendwie gerade angesagt oder einfach nur ausgefallen? In Deutschland könnte ich mir einen derartigen Neubau so gar nicht vorstellen.
(09.09.2008, 20:57)
Michael Amend :   qRalf Sommerlad.Die letzte Chronik hat wie zuvor der Zoos selbst herausgegeben. An der Finanzierung dĂŒrfte es auch nicht gelegen haben, eventuell daran, das es Niemand gab,der das Buch gemacht hĂ€tte... Die sehr bescheidene JubilĂ€umsfestschrift hĂ€tte jeder Lehrling im 3.Ausbildungsjahr besser hinbekommen. Das Thema gehört aber nicht in diesen Thread.
(09.09.2008, 18:09)
Ralf Sommerlad :   @MichaelAmend:Wer, wenn nicht die Stadt als TrÀger, sollte das publizieren?
(09.09.2008, 15:53)
Michael Amend :   Und hier noch das Bild zum vorherigen Beitrag.
(09.09.2008, 15:08)
Michael Amend :   Der neue Eingang des Breslauer Zoos.
An der Kasse wollte ich einen ZoofĂŒhrer haben, und als die freundliche Dame merkte,das ich aus Deutschland komme, wollte sie mir auf Teufel komm raus die 11 Jahre alte deutsche Ausgabe andrehen, ich zeigte aber dauerend auf die polnische 2008er Ausgabe. Es vergingen zwei Minuten, bis die Dame begriff,das ich die polnische neue Ausgabe haben wollte. Und dann versuchte ich ihr klarzumachen,das ich davon drei StĂŒck brauchte...Das war ein Kampf, die hat mich angesehen, als sie hĂ€tte sie ein Alien vor sich. Nach ca. weiteren 5 Minuten hatte ich dann meine drei ZoofĂŒhrer...Dem Himmel sei Dank standen hinter mir keine Leute.
(09.09.2008, 15:08)
Michael Amend :   Die EisbĂ€ren-Anlage, vollkommen strukturlos...Die letzte uralte BĂ€rin geht 2009 nach Hannover.
(09.09.2008, 15:03)
Michael Amend :   BraunbĂ€ren-Anlage von 1936. Der Grabenw urde verfĂŒllt und die Anlage mit Scheiben versehen, damit die BĂ€ren mehr Platz bekomen....Einer der BĂ€ren lebte 9 Jahre lang hinter den Kulissen in einem winzigen KĂ€fig, dessen befreiung ging groß durch die polnische Presse.Er lebt derzeit in einer eigenen Anlage, zieht aber mit um in die neue Anlage mit den Wölfen.
(09.09.2008, 15:00)
IP66 :   Ganz gerecht finde ich diese Beurteilung nicht - immerhin ist es Sache des Zoos, eine Chronik zu schreiben und sie zu publizieren - in Wuppertal ging das auch ohne stĂ€dtische Beihilfe.
(09.09.2008, 10:39)
Michael Amend :   Inwiefern ?
(09.09.2008, 10:37)
Ralf Sommerlad :   Das Frankfurt das nicht geschafft hat, danken wir der Ignoranz der Frankfurter Stadtverwaltung...
(09.09.2008, 08:51)
Michael Amend :   Der Zoo Breslau feiert ĂŒbrigens 2010 sein 150 jĂ€hriges Bestehen, aus diesem Anlass wird es auch eine umfangreiche Chronik geben, hat der Direktor fest versprochen.

Frankfurt hat das ja nicht geschafft.....

Anstelle des alten Raubtierhauses soll ĂŒbrigens ein Nachttierhaus gebaut werden.
(08.09.2008, 20:35)
BjörnN :   Sehr ausfĂŒhrlicher, interessanter Bericht...

Vor allem die LippenbĂ€renankĂŒndigung gefĂ€llt mir sehr gut...
(08.09.2008, 17:53)
Michael Amend :   Ich bin von meiner kleiner Zootour( Dresden,Üsti,Liberec und Breslau)zurĂŒckgekehrt und möchte meine EindrĂŒcke vom Breslauer Zoo schildern.

Herr Seidel, Sie wissen gar nicht, was Sie verpasst haben......Also besser, sie lesen jetzt nicht weiter, sonst Àrgern Sie sich vielleicht noch mehr..

Vorweg gesagt, bereue ich es nicht, den weiten Weg nach Polen auf mich genommen zu haben, im Gegenteil. Auf der Hinfahrt habe ich ja einen Zwischenstop in Dresden eingelegt, da war es sowieso nicht so schlimm, aber die gestrige Heimfahrt dauerte 12 Stunden, mit viermaligem Umsteigen, und das beladen mit GepĂ€ck und einer halben Tonne ZoofĂŒhrern....

Vorweg, der Zoo ist einfach unglaublich, meine kĂŒhnsten Erwartungen hat er derart von ĂŒbertroffen, das ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich bin Gott sei Dank schon Freitag Mittag in Breslau angekommen und hatte so noch 4 Stunden fĂŒr den Zoo Zeit.

Samstag Vormittag war ja das Zoosammlertreffen, danach hatte man noch knapp zwei Stunden Freizeit vor dem Mittagessen, auf Einladung des Zoos, ein DreigĂ€nge-Menu !,danach begannen die FĂŒhrungen, die ich und auch die meisten anderen Teilnehmer unbedingt mitmachen wollten, weil sich diese natĂŒrlich besonders auf den hstorischen Teil konzentrierten...

Die FĂŒhrung nahm natĂŒrlich den gesamten Nachmittag in Anspruch und so hatten die meisten Teilnehmer keine Möglichkeit, den Zoo auf eigene Faust zu entdecken und konnten damit weder die herrlichen historischen GebĂ€ude, noch den exquisiten Tierbestand genießen.

Ich rate jedem, der vorhat, diesen Zoo zu besuchen, mindestens einen kompletten Tag dafĂŒr vorzusehen, mehr wĂ€re sogar besser, z.B fĂŒr alle Reptilienliebhaber,denn die Reptilien-Kollektion gehört zu den grĂ¶ĂŸten in Europa, ca 130 Arten...Die ArtenfĂŒlle in Breslau erschlĂ€gt einen zuweilen, ich hĂ€tte nicht gedacht, das der Tierbstand so umfangreich ist, der letzte ZoofĂŒhrer von 1997 lĂ€ĂŸt das auf keinen Fall vermuten.....Inzwischen gibt es einen neuen ZoofĂŒhrer von 2008, der einfach super ist, leider nur auf polnisch erhĂ€ltlich, dafĂŒr enthĂ€lt er neben dem aktuellen Plan auf dessen RĂŒckseite einen Plan von vor 1945, mit Abbildung der historischen GebĂ€ude am Rand und mit Pfeilen,die darauf zeigen, wo sich das jeweilige Haus im GelĂ€nde befindet, einfach super...Die letzten zwei Seiten des ZoofĂŒhrers befassen sich mit der Zukunft des Zoos....

Der Zoo entwickelt sich rasant, derzeit gibt es gleich mehrere Großbaustellen im Zoo, die in diesem Jahr noch fertig werden, die neue Robben-Anlage wird im Mai fertig. FĂŒr das historische DickhĂ€uterhaus gibt es auch schon UmbauplĂ€ne, die spĂ€testens ca. 2013 in Angriff genommen werden, sobald die Flußpferde in ihre neue Anlage umgezogen sind. Dazu spĂ€ter.

Der Zoo Breslau ist fĂŒr alle Zoohistoriker ein Muß, ich denke, in weiten Teilen sind hier noch mehr historische Anlagen erhalten geblieben als z.B in Berlin. Das beginnt schon bei der bereits erwĂ€nten Umfassungsmauer und Zaun,auf meinem Weg von der Innenstadt dorthin konnte man schon leicht erahnen,was einen dort erwartet...

Der alte Eingang liegt nur wenige Meter vom neuen Eingang , dieser erinnert leicht an das Brandenburger Tor, nur die Quadriga fehlt...Dieser Eingang befindet sich auf dem ErweiterungsgelÀnde, das , glaube ich, in den 50iger Jahren dazugewonnen wurde. Es ist immer noch durch die alte Mauer vom alten Zooteil getrennt, die an zwei Stellen durchbrochen wurde.

Betritt man den zoo, sieht man erst einmal nicht viel, außer vielen Pflanzen und Blumen. Ich beginne jetzt den Rundgang erst einmal durch den neuen Teil, direkt am Eingang befindet sich eine grorĂ€umige Afrika-Anlage, die nur noch mit zwei sehr schönen, großgewachsenen Rothschild-Bullen ( diese aber getrennt ), 3,1 Straußen und einer Gruppe sĂŒdlichen Steppenzebras besetzt ist. Diese werden aber bald abgegeben. Elenantilopen habe ich aber keine mehr gesehen. Dem Weg weiter folgend, stĂ¶ĂŸt man auf die erste große Baustelle,die baldd fertig ist, hier entsteht ein neues Restaurant mit Blick auf die Löwen-Anlage,und ein WĂŒsten-Pavillion fĂŒr verschiedene afrikanische Reptilien und KleinsĂ€uger, aber auch SĂ€belantilopen und Mhorrgazellen. Diese Ecke ist dann komplett afrikanisch, direkt daneben beginnen die riesigen, sehr natĂŒrlichen Huftier-Anlagen fĂŒr Droemdare,Watussis, Weißbart-Gnus ( 1,3),Sitatungas und Defasa-Wasserböcke,Nilgau und Hirschziegen und schottische Hochlandrinder. Die Wassserböcke und Sitatungas werden bald mit Guerezas und Mangaben vergesellschaftet, die Anlage muß aber noch primatensicher gemacht werden und ein Haus muß angebaut werden. Die Hochlandrinder kommen weg, dort soll eine Gorilla-Anlage gebaut werden. Die Löwen sind derzeit in das alte Raubtierhaus umquartiert, in der Löwen-Anlage leben die europĂ€ischen Wölfe. FĂŒr diese wird hinter dem Sommerrestaurant, wo das Sammlertreffen stattfand,eine riesige Gemeinschaftsanlage mit BraunbĂ€ren gebaut, die kurz vor der Fertigstellung steht. Auf der gegenĂŒber liegenden Seite ensteht eine Magot-Anlage. Der Besucher geht ĂŒber einem Steg an beiden Anlagen vorbei.GegenĂŒberd er Schotten-Anlage liegt die Wildhund-Anlage und ein KeinsĂ€ugerhaus, das ĂŒberwiegend mit nachtaktiven Arten besetzt ist, allerdings mit relativ unspektakulĂ€ren Arten, z.B WickelbĂ€r,Schönhörnchen,Mongozmakis,Degus,Chinchilla,Mongozmaki,Flughunde,Braunhaar-GĂŒrteltiere und Fenneks, teilweise mit AußenkĂ€figen.In einem Monat wird das GebĂ€ude komplett in ein Madagaskar-Haus umgebaut, fĂŒr diverse Lemuren und Vögel.
Den Weg folgend, erreicht man große Anlagen fĂŒr Wisente und Bantengs,Gunakaos mit Capybaras, Lamas mit Goldagutis und Maras. Obwohl der Zoo ein eigenes Reptilienhaus hat, gibt es noch ein altes, ziemlich verfallenes Krokodilhaus, das sogar ĂŒber Außenanlagen verfĂŒgt. Hier leben noch Nilkrokodile und ein 74 Jahre altes Mindoro-Krokodil.Eine Außenanlage wird von...ErdmĂ€nnchen bewohnt.Diese zieren auch das Titelbild des ZoofĂŒhrers.
Unterhalb des Krokodilhauses gibt es noch ein großes Streichel-Gehege, danach betritt man durch die Mauer den alten Zooteil. Man betritt nun praktisch eine andere Welt....

Die Anlagen sind natĂŒrlich nicht mehr so groß und liegen sehr dicht beiander, dazwischen liegen die alten TierhĂ€user, eingebettet in einer sehr abwechslungreichen, wunderschönen historischen Parklandschaft, die mich sehr an Berlin erinnert. War da eventuell der gleiche Gartenstalter am Werk ? NatĂŒrlich gibt es auch hier neue Anlagen, aber die alten Teile domieren diesen Parkteil. Es ist fast so, als wĂŒrde man durch das 19.Jahrundert spazieren....NatĂŒrlich sind zum Teil einige Anlagen völlig veraltet und kaum mehr fĂŒr die Tierhaltung geeignet, aber etliche Arten, speziell Großkatzen und Huftiere, wurden aus diesem Grund schon dezimiert. Trotzdem gibt es hier noch zwei weitere Zebraformen in zwei getrennten Anlagen, zum einen Bergzebras, zum anderen östliche Steppenzebras( die mĂ€hnenlosen )Aus diesem grund verschwinden die sĂŒdlichen Steppenzebras und die östlichen ziehen dann in die Afrika-Anlage um. Neben der Zebra-Anlage steht das alte Antilopenhaus, desen Äußeres durch Felsen verkleidet wurde. Es ist auch nicht mehr fĂŒr Besucher begehbar, im Rahmen der FĂŒhrung konnten wir aber rein. Rechts und links des Besucherraumes liegen die Antilpenboxen, an der Stirnseite die Giraffenboxen. Besetzt ist das Haus noch mit 1.1 Rotschildgiraffen(Geschwister-Paar, das demnĂ€chst abgegeben wird ),Roten RiesenkĂ€nguruhs und den Steppenzebras, Innen gab es noch Muntjaks, aber nur vorrĂŒbergehend. Antilopen gibt es nicht mehr dadrin.
Die frĂŒhere Wildschwein-Anlage wird jetzt fĂŒr Bergzebras genutzt, daneben leben Riesenesel. In einer neueren Schweine-Anlage leben Po-Schweine und Pekaris.

Ein frĂŒheres WitschaftsgebĂ€ude wurde in ein kleines Aquarium umgebaut,das sehr reizvoll ist. Die Aquarien liegen aber nur auf einer Seite des Besucherraumes, der durch zwe EingĂ€nge verbunden ist.
Unterhalb davon liegt eine der Ă€ltesten Anlagen des Zoos mit einem hĂŒbschen HĂ€uschen, das 1885 gebaut wurde und bis heute fĂŒr die gleiche Tierart genutzt wird, fĂŒr Nutrias ! FrĂŒher war aber das Becken zweigeteilt, die rechte HĂ€lfte wurde mit Bibern besetzt.

GegenĂŒber des Aquariums gibt es eine neue, landschaftlich sehr stimmungsvolle, neue Insel-Anlage fĂŒr Kattas und Rote Varis. Dahinter liegt dann das riesige, 1885 eröffnete Hauptrestaurant des Zoos, damals das grĂ¶ĂŸte Restaurant in Breslau, heute dient es als Reptilienhaus ! In ihm befinden sich soviele Terrarien, und zwar zweistöckig, selbst die TreppenhĂ€user werden fĂŒr die Tierhaltung genutzt, das man alleien in diesem GebĂ€ude 2 bis 3 Stunden verbringen könnte, die ArtenfĂŒlle ist enorm, nicht nur Reptilien, natĂŒrlich auch diverse Amphibien, Insekten und Wirbellose(schöne große Vogelspinnen-Kollektion ), dazu ein kĂŒrzlich eröffnetes Schmetterlingshaus im ersten Stock. Es gibt etliche seltene Arten zu sehen leider werden viele große Arten in viel zu kleinen Terarrien gehalten, aber es gibt auch hier sehr schöne Zuchterfolge, wie kĂŒrzlich z.B bei den Stummelschwanz-ChamĂ€lions. Die Krokodil-Anlage in der Haupthalle soll fĂŒr Philipinen-Krokodile umgebaut werden,derzeit leben Nilkrokodile darin. Als der neue Direktor vor knapp 2 Jahren den Zoo ĂŒbernahm, fand er 28 Nilkrokodile vor, verteilt auf den ganzen Zoo.....Inzwischen sind es weitaus weniger. Das Haus hat sehr viel AtmosphĂ€re und wird auch noch modernisiert werden. FĂŒr Primatenliebhaber ist Breslau ein Paradies. Diese werden derzeit fast komplett noch im alten Zooteil gehalten, verteilt auf die Lemuren-Anlage,KleinsĂ€ugerhaus(im neuen teil),Primaten-Rundbau,Menschenaffenhaus und Affenhaus. Das Menschenaffenhaus entstand aber erst nach dem 2. Weltkrieg, dieses ist natĂŒrlich entsprechend veraltet. In ihm leben 6 Schimpansen, die immerhin eine recht große Außenanlage mit Naturboden haben, und ein Orang-Mischling, der nicht einmal einen AußenkĂ€fig hat. Was aus diesem Tier wird,weiß ich nicht. Sinnvoll wĂ€re es, es abzugeben, aber wer will einen Orang-Mischling ?

Im Affen-Rundbau, ebenfalls ein Nachkriegsbau, leben Magots, Schopfmangaben und GrĂŒne Meerkatzen in relativ herkömmlichen AußenkĂ€figen. Das Haus ist nicht begehbar.

Das Affenhaus stammt aus dem Jahr 1887. Es wurde im letzten Jahr komplett restauriert und modernisiert. Der Direktor erzĂ€hlte aber,das dabei 1000 Fehler gmacht wurden, wie er einrĂ€umt, die jetzt noch nachtrĂ€glich ausgebessert werden mĂŒssen. Das sind aber ĂŒberwiegend kleinere Geschichten, die sich nicht nachteilig auf die Tierhaltung auswirken,
sieht man einmal vom Rindemulch ab, der aus den InnekĂ€figen wieder entfernt werden mußte, weil diese nur ĂŒber Fußbodenheizung verfĂŒgen....Die Mondernisierung, auch der AußenkĂ€fige, die komplett neu gebaut wurden, ist als ĂŒberaus geglĂŒckt zu bezeichnen. Es ist unglaublich, was man fĂŒr die Tierhaltung im diesen ĂŒber 100 Jahre alten Haus noch rausholen konnte, es ist sehr beeindruckend. Der LĂ€ngsflĂŒgel ist sehr schön tropisch bepflanzt, das Haus ist sehr hell und weist natĂŒrlich Rindenmulchboden auf. In diesem FlĂŒgel
leben Rotscheitelmangaben,Mona,-Diana,-und Große Weissnasen-Meerkatzen(eine von drei Haltungen in Europa ),Husarenaffen und Blasskopf-Sakis(innen zusammen mit KugelgĂŒrteltieren, einzige Anlage noch mit Rindenmulchboden), im QuerflĂŒgel, wo frĂŒher die Menschenaffen lebten, in den Seitenanlagen Angola-Guerezas und eine schöne Gruppe Weißschulter-Kapuziner, in den großrĂ€umnigen StirnkĂ€figen Schopfkamaken, mit großer Außenanlage, und schwarze BrĂŒllaffen. Die Kapuziner haben leider mit einem Stein die Scheibe ihres InnenkĂ€figs zum Platzen gebracht....Alle Arten haben schön strukturierte Naturboden-AußenkĂ€fige. An diesem alten Haus können sich etliche NeuhĂ€user ein Beispiel nehmen...Den Innenraum des QuerflĂŒgels bewohnen unter der Decke noch Faultiere, der FlĂŒgel ist von beiden Seiten kameraĂŒberwacht... Eine große,sehr schöne Außenanlage wird von GrĂŒnen Pavianen bewohnt, ca 120 Tiere....( ich muß nach der genauen Art nachschauen, ich bin an der Anlage nur kurz vorbeigelaufen, ohne auf die genaue Art zu achten, Paviane sind nicht ganz so mein Fall ), zumal gegenĂŒber das wunderschöne DickhĂ€uterhaus liegt....Oliver Jahn ist ja schlicht begeistert davon, ich kann ihm nur beipflichten, aus historischer Sicht gesehen ist das Haus unglaublich...Die Tierhaltung leidet aber darunter, obwohl ich in keinem historischen DickhĂ€uterhaus so große Innen,-und Außenanlagen fĂŒr Flußpferde gesehen habe wie hier, das Innennbecken ist weitaus grĂ¶ĂŸer als das frĂŒhere MĂŒnchner Becken und wird von vier Innenboxen umgrenzt, die mit zwei getrennten Außenanlagen verbunden sind, beide verfĂŒgen ĂŒber ein Außenbecken, wobei das in der rechten Anlage wohl erst nach dem Krieg gebaut wurde, im FĂŒhrer von 1941 ist nur in der linken Anlage ein Becken eingezeichnet. Im Juli wurde wieder ein Babyflußpferd geboren, der Vater ist allerdings kurz vorher gestorben. In dessen Anlage leben jetzt Seehunde und ZwergseebĂ€ren.( deren Neuanlage ist im Bau ) In den beiden fast noch original vorhandenen Tapir-Anlagen, ehemals mit zwei Arten besetzt, sind ein Zuchtpaar FlachlĂ€nder und ein Weibchen mit halbwĂŒchsigen Jungtier untergebracht, die Breitmaulnashörner wurden komplett nach Frankreich abgegegen und deren Anlage in die Elefanten-Anlage mit einbezogen, die von drei Asiatinnen bewohnt wird,Toto,Rani und Birma. Im Innenraum steht sogar noch die 1934 gebaute Seekuh-Anlage ! "Muschi" starb 1945, die Anlage wird seitdem von wechselnden Arten bewohnt, z.B Pythons. Als der amtierende Direkot den Zoo ĂŒbernahm, waren es Stachelschweine, jetzt ist die Anlage leer, Gott sei Dank. Dieses Haus ist Geschichte pur,wird es aber nicht mehr lange sein. Wer also nochmal ein klassisches, historisches DickhĂ€uterhaus sehen will, sollte sich beeilen. 2012 ziehen die Flußpferde in ihr neues Haus im ErweiterungsgelĂ€nde um ( hinter der Afrika-Anlage ), die Tapire sollen wohl auch behalten werden, was mit den zwei noch im Haus lebenden Zwergflußpferden passieren wird, weiß ich jetzt nicht,man konnte den Direktor ja nicht alles fragen...Jedenfalls ist das Innere des Hauses nicht denkmalgeschĂŒtzt, es wird komplett umgebaut fĂŒr...was wohl...Elefanten. Alle Außenanlagen und der gesamte Freibereich um das Haus werden in eine neue Elefanten-Freianlage umgebaut, diese wird ca. 1 ha groß...
GegenĂŒber dem DickhĂ€uterhaus liegt das alte Raubtierhaus, das im Krieg zwar zerstört, aber Ă€hnlich wie Frankfurt, auf den gleichen Grundmauern wiederreichtet wurde, allerdings ohne das es vergrĂ¶ĂŸert und um eine Freiananlage ergĂ€nzt wurde....Die Grundform des Hauses aus dem Jahr 1875 wurde wiederhergestellt, aber man hat die großen Kuppeln ĂŒber den AußenkĂ€figen weggelassen. Neben zwei grĂ¶ĂŸeren EckaußenkĂ€figen hat es zusĂ€tzlich einen nach vorne verlĂ€ngerten MittelkĂ€fig, in den zur Zeit noch die Löwen ausquartiert wurden. Zwei uralte Pumas und zwei Rotscheitelmangaben(die Zuchtgruppe sitzt im Affenhaus )sind erzeit noch die Insassen. FĂŒr Besucher ist es seit einigen Jahren geschlossen, der Besucherraum ist sehr eng und die InnenkĂ€fige liegen so nah, das man die Großkatzen ohne weiteres streicheln konnte...Auf der anderen Seite gibt es noch eine GlaskĂ€figreihe fĂŒr Kleinraubtiere, die seit ĂŒber 20 Jahren nicht mehr besetzt sind. Das Haus wird abgerissen.

Im gleichen Eck liegt noch das alte Vogelhaus, eröffnet 1889 ,und ebenfalls sehr schön restauriert. NatĂŒrlich weist es nicht mehr die frĂŒhere ArtenfĂŒlle auf, es sind aber noch einige seltenere Arten dabei, vorwiegend Papageien. Alle Innenvolieren sind mit Vogelmiere bepflanzt, was nicht nur optisch sehr schön aussieht, sondern auch von den Vögeln gefressen wird und somit auch noch zusĂ€tzlich BeschĂ€ftigung bietet. Alel 2-3 Wochen muß aber neue Vogelmiere eingepflanzt werden. Aber eine sehr schöne, nachahmenwerte Idee ! Alle Volieren des LĂ€ngstraktes haben Außenvolieren, die natĂŒrlich zusĂ€tzlich mit diversen Fasanenarten besetzt sind.
Das Furchenschnabel-Hornvogelpaar wurde 7 jahre lang getrennt gehalten, jetzt sitzt die Henne wieder auf Eiern !

Der weitere Rundgang geht vorbei am alten Einganng des Zoos, vorbei an den wunderschönen Teichanlagen zu den Greivfogelvolieren, die nur noch teilweise benutzt werden. Das historische Straußenhaus wurde in vereinfachter Form neu aufgebaut, hier leben Emus ( mit Zucht ! ),ein aus Madrid eingetroffener, noch nicht umgefĂ€rbter Helmkasuar und verschiedene Kraniche. Vorbei an einer idylischen Flamingo-Anlage und Stachelschweinen kommt man zum alten Huftierbereich.

Die HuftierstĂ€lle sind ebenfalls noch historisch, aber nicht zugĂ€nglich, hier leben derzeit noch bis zu ihrem Umzug die SĂ€belantilpen, die frĂŒhere Rappenantilopen-Anlage bewohnen jetzt die Mishmi-Takine, die man auch,wie die SĂ€belantilopen, streicheln kann. In diesen Anlagen lebten vor dem Krieg Kamele und Hirsche. Daran schließen sich die Ziegen,-und Schaf-Anlagen an, ebenfalls sehr,sehr alt. Die Anzahl der AuslĂ€ufe wurde natĂŒrlich deutlich verringert, jetzt leben hier nur noch Sibirische Steinböcke, Mufflons, Bezoarziegen und MĂ€hnenspringer. Direkt auf der anderen Seite davon steht ein altes Hirschhaus mit noch einigen original vergitterten AuslĂ€ufen, am unteren Ende dieser Gitter-Allee erblickt man schon die BĂ€renburg, der Blick ist echt unglaublich,so, als wĂŒrde man um hundert Jahre in der Zeit zurĂŒckversetzt sein...Ich hĂ€tte zumindestens einige Fotos in diesem Bereich in schwarzweiß machen sollen, Mist....Geht ja mit einem Digitalapperat problemlos...Die BĂ€renburg setzt dem ganzen echt die Krone auf, nirgendwo sah ich jemals eine solche BĂ€renburg. Diese wurde im Krieg natĂŒrlich zesrtört,aber original wieder aufgebaut, obwohl ja bereits 1936 die neuen BĂ€ren-Anlagen gebaut worden waren....Sie wurde nach Auszug der BĂ€ren fĂŒr kleinere Raubtier-Arten genutzt, jetzt nur noch fĂŒr Eulen, die demnĂ€chst ebenfalls ausziehen werden, die Burg bleibt dann leer und nur noch als Museum stehen. Man kann ĂŒbrigens auch raufgehen und hat von dort einen sehr schönen Blick ĂŒber die ganzen alten Anlagen....Im Hirschhaus leben Rentiere und Milus, am Weiher wurde vor kurzem ein neues Gibbonhaus eröffnet...An einer alten Damhirschanlage und dem frĂŒheren, wunderschönen Haupteingang vorbei, der im nĂ€chsten Jahr wiedereröffnet wird, stĂ¶ĂŸt man auf das Terrarium.

Die 1936 eröffneten BĂ€ren-Anlagen sind natĂŒrlich lĂ€ngst ĂŒberholt, diese liegen direkt an der Umgrenzungsmauer gegenĂŒber den Bergzebras. Die BraunbĂ€ren ziehen demnĂ€chst in die neue Anlage um, die letzte EisbĂ€rin ( sehr alt ! )zieht 2009 nach HANNOVER um, danach enstehen hier neue Anlagen fĂŒr Kragen,-Brillen,-und LippenbĂ€ren.Zwischen den BĂ€ren-Anlagen liegt ja die alte Robbenanlage, die derzeit komplett umgebaut und vergrĂ¶ĂŸert wird. In Breslau wird zur Zeit mehr gebaut als in Frankfurt in 25 Jahren nicht...In den nĂ€chsten Jahren geht das dort so weiter,der Direktor hat sehr gute Ideen, so ensteht auch eine Außenanlage fĂŒr Riesensalamder...Es werden auch noch einige neue Tierarten kommen, andere gehen,wie der letzte weiße Tiger....FĂŒr ihn kommen dann Sumatratiger, es gibt aber nebenan noch normale Sibirische Tiger.

Mich hat der Besuch dort sehr positiv ĂŒberrascht.

Ich kann einen Besuch im alten Zoo Breslau nur jedem ans Herz legen, der an Zoohistorie interessiert ist. Ach ja, hinter den Kulissen wird noch eine Kostbarkeit gehalten, Borkenkletterer.

Wer Fragen hat, nur zu. Bilder folgen noch.
(08.09.2008, 16:15)
IP66 :   Die Entfernung des Stucks im Innenraum nimmt dem GebĂ€ude sicher viel von seinem Charakter - ich kann mir allerdings auch vorstellen, daß gerade die stuckierten Rustika-Quader sich nicht eben gut erhalten haben. Sind denn die eisernen Ornamente noch vorhanden?
Die Freianlagen erinnern mich an jene, die Herr Heck J. um die berliner Elefantenpagode hat errichten lassen - sind sie genauso alt?
(17.12.2007, 10:10)
Michael Amend :   Schönes haus, gar keine Frage, aber die GroßsĂ€ugerhaltung darin lĂ€ĂŸt doch einiges zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Die Nashörner sind wohl noch im Zoo , nur eben in einer besseren Anlage.Allerdings fimde ich zumindestens die Außenanlage der Breslauer Flußpferde um einges besser als in meinem Lieblingszoo Stuttgart.( gelinde gesagt, braucht's dazu auch nicht viel....)
(17.12.2007, 07:28)
Oliver Jahn :   und die Flusspferde.
(16.12.2007, 19:43)
Oliver Jahn :   Flachlandtapir
(16.12.2007, 19:42)
Oliver Jahn :   Elefant
(16.12.2007, 19:41)
Oliver Jahn :   Hier mal ein paar EindrĂŒcke. Die Bilder sind alle von 2002.
Nashorn
(16.12.2007, 19:40)
Oliver Jahn :   Das Raus wurde restauriert und ist Ă€ußerlich noch genau so, wie bei seiner Entstehung. Im Inneren hat das Haus alerdings jeglichen Schmuck verloren, die WĂ€nde sind jetzt ohne Verziehrung und Stuck. Schade, dass die Nashörner weg sind. Als ich dort war, 2002 gab es sie noch, und auch noch Flusspferde, einen Elefanten, Tapire und Zwergflusspferde.
(16.12.2007, 19:28)
IP66 :   Der Bau ist vor allem deshalb interessant, weil es sich nicht um eine exotisierende, sondern streng nach den Kriterien der Neo-Ranissance ausgerichtete Architektur handelt - weshalb er auf bundesrepublikanischem Boden wohl kaum ĂŒberlebt hĂ€tte.
(16.12.2007, 14:06)
Michael Mettler :   :-)
(16.12.2007, 10:46)
Michael Amend :   Warum nicht ? Immer noch besser als ein Entdeckerhaus.
(16.12.2007, 07:29)
Michael Mettler :   @MA: Innen frei laufende KrallenĂ€ffchen, auf den Außenanlagen Kattas, NasenbĂ€ren und ErdmĂ€nnchen... (Ironie)
(15.12.2007, 21:18)
Michael Amend :   Die ZoofĂŒhrer aus dieser Zeit haben den Vorteil,das oft fast mehr Aufnahemn von HĂ€usern und Anlagen drin sind als von den Tieren, hier das wunderschöne Innere des Breslauer DickhĂ€uterhauses. Bin schons ehr gespannt darauf, es live zu sehen, beim nĂ€chsten Zoosammlertreffen.
Sicher werden irgendwann auch die Elefanten daraus ausziehen und es bleibt abzuwarten,was aus dem Haus gemacht wird...
(15.12.2007, 18:57)
Michael Amend :   Hier mal ein Foto des Hauses, abfotografiert aus dem ZoofĂŒhrer von 1910.

(15.12.2007, 18:53)
Michael Amend :   @Oliver Jahn ( Beitrag vom 25.09.) Ich kann dich beruhigen, das Breslauer Elefantenhaus ist keine Entdeckerarche geworden, es wird weiterhin fĂŒr DickhĂ€uter genutzt. Im aktuellen Elefanten-Magazin fand ich aber die Info, das die Breitmaulnashörner ausgezogen sind und deren Anlage nun Teil der Elefantenanlage ist, denn der Zoo hat am 24.10 zwei neue asiatsiche KĂŒhe bekommen, und hat jetzt drei Elefanten.Ob noch Tapire und Flußpferde im Haus leben, geht leider aus dem Artikel nicht hervor.
(15.12.2007, 18:42)
Ralf Seidel :   @Oliver Jahn, die alte Mauer des Breslauer Zoos und auch mehrere laufende Meter Gitterabsperrung habe ich wohl gesehen, auch einige Volieren
und GebĂ€ude konnte man von außen wahrnehmen - aber weckt das dann nicht erst recht das Interesse ??..
Dabei habe ich schon frohlockt, nur wenige Gehminuten vom Zoo entfernt, gleich hinter der Jahrhunderthalle fuhr unsere Busflotille auf einen großen Parkplatz - ich habe schon frohlockt:
jetzt laufen die polnischen Reiseleiter mit der Heerschar von Touris zu Fuss weiter. Ich hĂ€tte Ruhe und Muße gehabt, den Zoo zu besuchen. Aber nix da ! "Bitte schön, hier können wir alle Mittag machen, Herr Seidel". Das heißt dann im Klartext, die von den Busfahrern vorbereiteten WĂŒrstchen werden unters Volk gebracht. Um meinen Frust zu verbergen habe ich dann Kartoffelsalat auf Pappteller verteilt. Aber der Anblick von 250 zufrieden vor sich hin schmatzenden Senioren entschĂ€digt fĂŒr alles....
Als dann alle satt waren, ging es weiter Richtung Innenstadt - WĂŒrstchen waren alle vertilgt. C`est la vie !
(02.11.2007, 13:43)
WolfDrei :   @J. Pfleiderer: keine Ahnung-habe in Walsrode vor einem Monat im Außenbereich der Paradieshalle nur einen Arfak-Hahn gesehen. Nach ISIS hĂ€tte noch Cambron, also Paradiso, 1,2 Tiere. Walsrode erscheint nicht in ISIS
(01.11.2007, 18:55)
Johannes Pfleiderer :   @WolfDrei
Hat Walsrode dann alle verbliebenen Kammtalegallas in Europa zusammengelesen?
(01.11.2007, 11:03)
WolfDrei :   @J. Pfleiderer: Der Arfakhahn (Kammtalegalla) ist nunmehr in Walsrode.
(31.10.2007, 17:11)
Shensi-Takin :   @Johannes Pfleiderer: Kammtalegalla(s) habe ich keine gesehen, und beim Schelladler auch nur ein Einzelexemplar. Bemerkenswert agil & interessiert-anders als ihre ostberliner Artgenossen-erschienen mir die Falklandkarakaras. Auch dies scheint fĂŒr mich darauf hinzudeuten, dass Geierfalken im Allgemeinen im Gegensatz zu z.B. Keas hinsichtlich BeschĂ€ftigungsoptionen in den meisten Zoos eher vernachlĂ€ssigt werden.
(31.10.2007, 16:04)
Johannes Pfleiderer :   @Shensi-Takin
Freut mich, dass alles geklappt hat.
Werden Schelladler und Kammtalegalla im neuen Zoo noch gehalten (bei meinem Besuch waren nur Einzeltiere vorhanden)?
(31.10.2007, 15:21)
Shensi-Takin :   @Johannes Pfleiderer: Vielen Dank fĂŒr die hilfreichen Tipps; habe auch das Palmenhaus & Aquarium (deren Tierhaltung allerdings hinsichtlich gewisser Aspekte zu wĂŒnschen ĂŒbrig lĂ€sst...) besucht. Bei Pardelroller, Feldhamster & Ziesel (jahreszeitenbedingt) kein GlĂŒck beschienen; ansonsten nahezu alle Arten rel. aktiv und lange beobachten können. Fazit: z.T. sehr interessanter Tierbestand mit origenellen Gemeinschaftshaltungen (z.B. Kantschil & Eule), z.T. gerade im neuen Zoo etwas antiquiert wirkende Haltungen (z.B. Schneeleopard, Seehund...).
(31.10.2007, 12:58)
Johannes Pfleiderer :   @Shensi-Takin
9 Stunden werden vollkommen reichen, vielleicht ist da sogar noch ein Besuch im Palmenhaus möglich.
Der Personalausweis reicht zum GrenzĂŒbertritt.
(24.10.2007, 19:30)
Shensi-Takin :   @Johannes Pfleiderer: Vielen herzlichen Dank; die Info kommt rechtzeitig, fahre ich doch erst kommenden Sonntag. Ich werde mich an Ihren Rat halten und zuerst den alten und dann den neuen Zoo besuchen. Insgesamt habe ich fĂŒr beide +/- 9h zur VerfĂŒgung-das dĂŒrfte interessant werden...;) PS: Reicht der Personalausweis zum GrenzĂŒbertritt?
(24.10.2007, 18:29)
Johannes Pfleiderer :   @Shensi-Takin
Ich hoffe, dass diese Informationen nicht zu spÀt kommen, aber ich hatte wÀhrend der letzten Tage einfach keine Zeit, hier vorbeizuschauen.
Die Fahrt zum neuen Zoo dauert relativ lang. Die Straßenbahn fĂ€hrt bis zur Haltestelle "Krancova" um die 20 Minuten und von dort muss man nochmal ein ordentliches StĂŒck laufen. Wenn man noch einbezieht, dass man unter UmstĂ€nden auf die nĂ€chste Bahn warten muss, kommt fĂŒr Hin- und RĂŒckweg mindestens eine Stunde zusammen, eher noch mehr.
Ich habe das Palmenhaus nur von außen gesehen, aber wenn der Zeitrahmen ohnehin schon beschrĂ€nkt ist, wĂŒrde ich nur die Zoos besuchen. Ein kleines Aquarium gibt es auch im Stadtzoo.
Zooposter habe ich keine gesehen, allerdings auch, weil ich nicht sonderlich danach geschaut habe...
(24.10.2007, 13:59)
Oliver Jahn :   @Ralf Seidel, schade, dass du kein GlĂŒck hattest. Dennoch muss ich hier mal feststellen, der Zoo in Breslau ist selbst von Außen eine Wucht!!! Die rote Bachsteinmauer mit den Löwenköpfen ist ja mindestens 120 Jahre alt und fĂŒr jeden Zoohistoriker ein Augenschmaus. Also wenigstens was!!! :-)
(23.10.2007, 22:58)
Michael Mettler :   Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um zu erwĂ€hnen, dass das Zoosammlertreffen 2008 in Breslau stattfinden soll!
(23.10.2007, 14:35)
Ralf Seidel :   War bis letzten Sonntag gemeinsam mit
6 vollbesetzten Bussen in Polen, darunter eben auch am Samstag in Breslau, habe auch den Zoo dort gesehen - allerdings mal wieder nur von außen. Nicht das erste mal, wenn ich irgendwo hinkomme - ist eben das Schicksal des Touristikmenschen...
Aber dafĂŒr viel von Polen: links ne Kirche, rechts ne Kirche und dazwischen liegt die Kneipe. Die polnischen Reiseleiter haben sich viel MĂŒhe gegeben,
unseren Gruppen ihr Land nahe zu bringen, und in jedem kleinen Dorf hieß es dann:" Schauen Sie bitte, links ne Kirche...."
Über Polen weiß ich nun auch ganz gut Bescheid - aber den Breslauer Zoo habe ich nur von außen gesehen...
(23.10.2007, 13:26)
Shensi-Takin :   @MM: Aber sicher; und wer weiß(sic!;): vielleicht entsprang die Farbe des Weißlings einer Ă€hnlichen Quelle wie der gewisser "weißer" Elefanten...;)
(21.10.2007, 22:00)
Michael Mettler :   Na, ich denke, wenn es den weißen Tapir noch gĂ€be, wĂ€re seine Existenz wahrscheinlich dank Internet in der Zoo(fan)welt bekannt - der dĂŒrfte wohl eher "historisch" sein...
(21.10.2007, 21:45)
Shensi-Takin :   @Johannes Pfleiderer: Vielen Dank fĂŒr die rasche Antwort. Etwas wĂŒrde ich gern aber noch wissen:
-wie lange dauerte die Fahrt zum neuen Zoo ca. (jeweils hin & zurĂŒck)?
-ist der Besuch des Palmenhauses (mit Aquarium) empfehlenswert & zeitlich machbar?
...und die wichtigste aller Fragen: gibt es in den Zoos ansehnliche Zooposter zu kaufen;)?
Dann mach ich mich mal demnÀchst auf zu Pardelroller & mysteriösen Albino-Bergtapiren! ;)
(21.10.2007, 21:17)
Johannes Pfleiderer :   @Shensi-Takin
Um die Haltestellen fĂŒr die öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen, muss man ĂŒber den Bahnhofsvorplatz laufen, dann die Treppen hoch und sich links halten.

Die Öffnungszeiten der Zoos weiß ich nicht mehr auswendig, ich glaube ich war bis 19:00 Uhr dort. Jetzt im Winterhalbjahr wird nicht so lange geöffnet sein.

Ich habe zuerst den Außenzoo und danach den Stadtzoo besucht. Allerdings empfehle ich im Nachhinein die umgekehrte Reihenfolge.

Zu den Kosten: ich bin mit weniger als 10 Euro fĂŒr die Tramtickets, die Eintritte und etwas zu essen ausgekommen (Umtausch am Bahnhof). Allerdings wĂŒrde ich empfehlen, fĂŒr alle FĂ€lle etwas mehr umzutauschen (ich habe auch 20 Euro umgetauscht und dann vor Abreise den Rest wieder rĂŒckgetauscht).

Viel Spaß und GlĂŒck (bei Pardelroller & Co)!
(21.10.2007, 19:01)
Shensi-Takin :   @Johannes Pfleiderer: Ich hĂ€tte da noch ein paar Fragen bzgl. Poznan Zoos:
-wo genau liegen die Bahnen/Bus vom Hauptbahnhof aus gesehen?
-Öffnungszeiten der Zoos?
-wieviel kostet regulÀr der Eintritt sowie das Bus-/Bahnticket?
-empfiehlt es sich bei rel. knapper Aufenthaltszeit zuerst den neuen Zoo und im Anschluß daran den alten zu besuchen?
Danke im voraus!
(21.10.2007, 17:53)
Ralf Seidel :   @Oliver, @WolfDrei, na da sehe ich doch schon wieder tiefschwarz fĂŒr mein Unterfangen, schließlich habe ich nur
max. 2-3 Stunden zur VerfĂŒgung - na mal
sehen...Trotzdem erst mal herzlichen Dank fĂŒr eure Infos. Und ansonsten kann ja etwas Kultur beim Stadtrundgang auch nicht schaden...
(10.10.2007, 21:49)
WolfDrei :   @Ralf Seidel: 40 min sind sicher etwas ĂŒppig: Vom Bahnhof rechts halten, bis Staßenbahngleise kommen, diesen nach Norden folgen-wenn die einen linken Schwenker machen, dennoch geradeaus. Dann ist man schon an der Oder (Grunwaldski-BrĂŒcke). Der gleichnamigen Straße nach rechts bis zur EinmĂŒndung in die Sklodowskie-Curie-Straße (das war die RadioaktivitĂ€tsforscherin) bis zur nĂ€chsten BrĂŒcke-dann ist man an der Wroblewskiego-Straße und damit gleich am Ziel: an dieser Oderaufteilung liegt rechts schon der Ogrod zoologiczny (GegenĂŒber Hala Ludowa -eine große Messehalle). Die genannten Straßennahmen dĂŒrften sich zwischenzeitlich nicht geĂ€ndert haben.
(10.10.2007, 20:44)
Oliver Jahn :   @Ralf, also vom Bahnhof aus bin ich zu Fuß zum Zoo, da war ich gut 40 Minuten unterwegs. ZurĂŒck zum Bahnhof dann mit der Taxe, da waren es dann nur 5 Minuten. Also, zentral wĂŒrde ich ihn gerade noch so bezeichnen, aber das hĂ€ngt eben davon ab, wo im Zentrum du bist. Vom Bahnhof aus liegt er auf jeden Fall auf der anderen Seite der Oder.
(10.10.2007, 18:24)
Ralf Seidel :   Mal an die Wroclaw/Breslau-Zoo-vor Ort-Kenner, da ich nĂ€chste Woche Samstag dienstlich dort bin und eventuell ein bisschen Freizeit habe (die Hoffnung stirbt zuletzt): liegt der Zoo sehr zentral oder muß man noch auf öffentliche Nahverkehrsmittel zurĂŒckgreifen ???
(10.10.2007, 13:57)
Shensi-Takin :   @Johannes Pfleiderer: Vielen Dank!
@Sacha: Das Foto (richtig: US) war von mir aus purer Gaudi plaziert worden-sozusagen als "Schmankerl", um eine Antwort zu bekommen;)
(07.10.2007, 13:35)
Johannes Pfleiderer :   @Shensi-Takin
Letztes Jahr im Sommer bin ich mit dem "Berlin-Warszawa-Express" vom Berliner Ostbahnhof nach Poznan gefahren.
Ich weiß nicht mehr genau, wie teuer es war, aber ich glaube hin und zurĂŒck um die 40 Euro, also mehr als viermal soviel, wie ich vor Ort inklusive Straßenbahnfahrt und Essen gebraucht habe.
Der Zug war schon relativ alt, aber insgesamt war die Fahrt dennoch ganz angenehm.
Wie schon erwĂ€hnt, zum Stadtzoo kommt man zu Fuß: wenn man aus dem Bahnhof herausgeht, die Treppen zu den ĂŒber den Gleisen liegenden Straßen hoch und dann links halten.
Zum Außenzoo bin ich mit der Tram gefahren: Linie 6 oder 8 bis zur Haltestelle Krancova. Anscheinend fĂ€hrt aber auch ein Bus (Linie 50).
(01.10.2007, 17:54)
Sacha :   @Shensi-Takin: Schönes Foto von einem (Streifen-?)Gnu. Tippe aber mal, dass dieses Anhand der Vegetation im Hintergrund in den USA und nicht in Polen aufgenommen wurde....:)
Fehlt hier der Eintrag oder ist das Bild einfach falsch platziert?
(01.10.2007, 11:21)
Karsten Vick :   Von diesen Fragen kann ich nur eine beantworten: Vom Hauptbahnhof bis zum Alten Zoo ist es nicht weit zu Fuß. Der Neue Zoo sollte, da in einem beliebten Naherholungsgebiet gelegen, mit Stadtbus gut zu erreichen sein. Ich war allerdings auf meinen beiden Reisen mit Auto in Poznan.

20 Jahre her ist mein einziger anderer Besuch in einem polnischen Zoo, das war in Warschau. Ich erinnere mich an einen Stadtpark, in dem der Zoo liegen sollte, aber keine Wegweiser. Dann ein offenes Tor, keine Kasse und kein Mensch weit und breit, ich geh durch und bin im Zoo. An Tieren und Anlagen erinnere ich mich an meine ersten Rappenantilopen, Lippen- und MalaienbĂ€ren, an WasserbĂŒffel, Kegelrobben, eine im Vergleich zu DDR-Anlagen riesige dicht bewachsene Löwenfreianlage, ein leider geschlossenes Elefantenhaus, Affenhaus, Terrarium, Vogelvolieren, das wars dann auch schon (mit meinen Erinnerungen). Ich denke, dass auch dieser Park mal wieder eine Reise wert wĂ€re.
(30.09.2007, 23:20)
Shensi-Takin :   Ich hĂ€tte eine Frage zur Option Poznan-Reise von Berlin aus mit der DB. Hat dies schon einer unternommen? Erfahrungen (positiv/negativ)? Wie genau kommt man so zu den Zoos? TIA
(29.09.2007, 16:13)
Carsten Horn :   Aha, jetzt weiß ich, warum sich damals niemand fĂŒr mein Auto "interessiert" hat, g...
(27.09.2007, 00:58)
Michael Mettler :   Mir hat mal jemand aus der Kfz-Branche gesagt, dass Autos mit Automatikgetriebe relativ sicher vor Diebstahl seien, weil diese sich in den ĂŒblichen ZiellĂ€ndern nur schlecht reparieren ließen.... DĂŒrfte aber sicher auch von der Marke abhĂ€ngen.
(26.09.2007, 23:08)
Karsten Vick :   Ich war bisher 2x in Poznan. 2003 hab ich die alte Elefantin Kinga noch gesehen, 2005 war das Außengehege abgerissen, auf der FlĂ€che war eine Ponyreitbahn. Hinter dem Haus leben bemerkenswerte Landschildkröten u. a. eine Travancoreschildkröte (Indotestudo forsteni). In der Grotte lebten nur noch Turkmenische Karakale, innen war die EAZA-Shellshock-Ausstellung.
Und (Ă€tsch) ich hab den Roller gesehen, wenn auch nur schlafend...
(26.09.2007, 23:05)
Carsten Horn :   Vor einigen Jahren war die Fahrt Richtung Posen noch ein wenig nervig, ein Autobahn in unserem Sinne gab es nicht, nur eine Landstraße und LKW ohne Ende. Weiß nicht, ob die VerhĂ€ltnisse immer noch so sind, dann wĂŒrde ich auch eher eine Zugfahrt empfehlen. Sprachkenntnisse sind nach meiner Erfahrung nicht erforderlich, selbst im Raum Warszawa (nicht ehemals deutsch) kam man mit Deutsch und Englisch ganz gut zu recht...

PlĂ€ne fĂŒr eine ca. zweiwöchige Reise (in etwa Poznan, Gdansk, Kaliningrad, (evtl. Riga, haut die Kilometer gut hoch), Warszawa, Plock, Lodz, Katowice, Ostrava, Wroclaw, Prag, Dvur Kralove) hab ich auch schon mal gemacht, aber irgendwie bislang zeitlich noch nicht auf die Reihe bekommen. Und die FormalitĂ€ten fĂŒr die Einreise nach Königsberg haben mich immer abgeschreckt, aber vielleicht wird es ja nĂ€chstes oder ĂŒbernĂ€chstes Jahr mal was...
(26.09.2007, 21:58)
Oliver Jahn :   @Ralf Seidel, danke fĂŒr die AuskĂŒnfte. Den Umbau der TerrarienhĂ€user habe ich schon gesehen, war 2001 dort, da waren sie gerade fertig geworden,allerdings war der Tierbstand an SĂ€ugern noch etwas ĂŒppiger. Auf der RĂŒckseite des Raubtierhauses wurden im alten Flusspferdgehege ZWergflusspferde gehalten. Und nicht nur dort, kurz hinter dem Eingang an der von dort aus rechten Außenmauer war ebenfalls das erste Gehege eine Anlage mit damals zwei Zwergflusspferden. Außerdem gab es noch Antilopen in einer eigenen Anlage (weiß leider nicht mehr, welche es waren)und Waldhunde. Das alte Vogelhaus hat mich auch sehr beeindruckt und die Felsgrotten waren damals mit Oncilla und Jaguarundi besetzt, innen in den Grotten war eine Ausstellung zum alten Zoo, und in der ehemaligen Greifvogelvoliere an der AUßenseite der Grotte wurden Maras gehalten. Im alten Raubtierhaus hingegen gab es neben den schon erwĂ€hnten Zwergflusspferden noch eine Tigerin und eine Löwin, beide hatten die großen EckkĂ€fige.
@IP66, ich bin auch zur Sicherheit mit dem Zug von Berlin aus gefahren, aber Polnischkenntnisse habe ich absolut keine und ich brauchte sie auch nicht. Die Polen, die ich dort getroffen habe haben sehr oft deutsch gesprochen, nd da wo die Sprache nicht reichte, da hat die Gastfreundschaft, die mich echt fasziniert hat, mit freundlichen Gesten weitergeholfen.
(26.09.2007, 18:52)
IP66 :   Ich dachte an einen Leihwagen mit polnischen Kennzeichen und bei potentiellen RĂ€ubern unbeliebter Marke oder an einen Bahntransport - wobei sich das wohl leichter organisieren lĂ€ĂŸt als ein polonophoner Zoofan.
(26.09.2007, 18:25)
Ralf Seidel :   @Johannes Pfleiderer, stimmt !
Ich bin dauernd beim Filmen gewesen, viele Details werde ich erst spÀter noch mal in Erinnnerung bekommen...
Auf jeden Fall wunderschöne Tiere, die in der großen Voliere ganz wunderbar zur Geltung kamen - einfach beispielgebend fĂŒr andere Zoos. Die "Roller" im Bereich der Kleinraubtiere haben wir ĂŒbrigens auch nicht zu Gesichtbekommen, 3 mal waren wir vor Ort gewesen !!! Die Jaguarundis in 2 Farbvarianten, auch eben den Katzenfrett, war ja auch nicht schlecht.
Übrigens noch hervorhebenswert die gute Beschilderung in beiden Parks. Neben der polnischen und wissenschaftlichen Bezeichnung auch die Namen in Englisch UND Deutsch, inkl. Unterartzugehörigkeit.
Uralt-Schilder (teilweise noch aus Holz) waren ĂŒbrigens auch in der Ausstellung im alten Raubtierhaus zu sehen.
(26.09.2007, 17:03)
Carsten Horn :   Also Freiwillige vor, die sich ihr Auto klauen lassen, g...
(26.09.2007, 16:00)
Johannes Pfleiderer :   @Ralf Seidel
Bei den Hornvögeln handelt es sich um Papua-Hornvögel der Unterart "ruficollis".
(26.09.2007, 15:17)
IP66 :   Ich habe schon darĂŒber nachgedacht, eine entsprechende Tour zu organisieren. Zum einen möchte ich nicht mit dem eigenen Wagen fahren, zum anderen hĂ€tte ich gerne jemand dabei, der ein wenig Polnisch spricht. Vielleicht finden sich ja im Forum eine Reihe von Interessenten, so daß man dergleichen organisieren könnte.
(26.09.2007, 14:08)
Ralf Seidel :   @Oliver Jahn, erst mal auch von mir ein
herzliches (Wieder)- Willkommen im Club,
du bist ja wieder fleißig im Geschehen involviert - dabei dachte ich, du brauchst erst mal ein paar Wochen zur Aufarbeitung...
Was den Tierbestand im Alten Posener Zoo
betrifft, nun ja, bei 5 ha FlĂ€che gibt es da nicht viele Möglichkeiten fĂŒr große SĂ€ugetiere. Aber die gemeinsame
Haltung von Rothschildgiraffen, Böhmzebras und Impalas im Huftierbereich im Zentrum des Zoos lĂ€ĂŸt ein StĂŒck altes Zoofluidum in einer trotzdem relativ gerĂ€umigen Anlage aufkommen. Im alten Affenhaus noch die
Siamangs, Roten Varis und Dianameerkatzen, an anderer Stelle Alpakas, Chin. Muntjaks, Kattas und Zwergotter - ich glaube das war schon der gesamte SĂ€ugerbestand. In der Hinsicht ist man im Nove Zoo besser aufgehoben. Aber die PrĂ€sentation der Aquarien und Terrarien in 2 Alten HĂ€usern richtig modern und chic aufgepeppt, eine Vielzahl von Terrarien auch noch im Affenhaus untergebracht - das hat uns schon beeindruckt. Dazu seltenste Arten, wie man sie so konzentriert wohl nur selten sieht. Der Umbau der Aquarien/TerrarienhĂ€user dĂŒrfte gegen 2001/2002 erfolgt sein, also durchaus möglich, das du das SO
noch gar nicht gesehen hast. Auch die
Avifauna war zwar quantitativ durchaus ĂŒberschaubar, aber auch hier eine ganze Reihe seltener Arten in dem schönen alten Vogelhaus (ist einfach ne klasse AtmosphĂ€re und fĂŒr die Haltung kleinerer Arten durchaus geeignet)sowie auf dem Wasservogelteich und in der Wasservogelvoliere. Übrigens auch 2 Hornvögel (Art mĂŒĂŸte ich noch mal nachschauen) haben in dieser gerĂ€umigen Flugvoliere ihr Domizil - so etwas hatten wir noch nirgends gesehen, war richtig toll. Was du als Raubtierhaus erwĂ€hnst, dĂŒrfte die "Grotte" sein, frĂŒher wohl die BĂ€renburg. Sie wird derzeit wohl als Ausstellungsraum genutzt, fĂŒr uns blieb die TĂŒr aber an diesem Tag verschlossen. Ein integrierter Anbau ist jetzt eine gerĂ€umige Außenanlage fĂŒr die Dianas, die können ĂŒber einen Laufgang ins Affenhaus wechseln - schön gemacht. Das eigentliche Raubtierhaus steht ebenfalls leer, kann aber betreten werden und beherbergt eine schöne Exposition zur Geschichte des Alten Zoos, inkl. TierprĂ€parate, alte Zooplakate, ZoofĂŒhrer, Pins und andere Artikel, die Begehrlichkeiten bei Zoofreunden wecken. Wir waren ĂŒber dieses Raubtierhaus besonders erstaunt, bot es doch 3 fĂŒr die damalige Zeit sehr große und ungewöhnlich hohe KĂ€fige, außen und innen. Dazwischen angeordnet auch kleinere KĂ€fige, wie sie wohl eher zeittypisch waren. Innen sehr schön hergerichtet, machte es von außen doch einen recht ramponierten Eindruck. Mit etwaigen Umbauten, die freilich recht kostenintensiv wĂ€ren, ließe sich da was HĂŒbsches fĂŒr Kleinraubtiere gestalten. Die alte Elefantenanlage ist Bestandteil des Giraffen/Zebra-Komplexes.

(26.09.2007, 14:08)
Johannes Pfleiderer :   Im Zuge eines Berlinaufenthaltes habe ich im Sommer 2006 die beiden Zoos in Poznan besucht und auch ich war begeistert, nicht zuletzt auch von der Freundlichkeit des Zoopersonals - der damalige Vizedirektor Radoslaw Ratajsczak hat mich in seinem Buggy mit hinter die Kulissen genommen, damit ich die Bawean-Hirschen sehen konnte (neben der einen Gruppe in der Schau gibt es noch eine weitere hinter den Kulissen).
Leider hat sich mir der Pardelroller trotz mehreren Aufenthalten an seinem KĂ€fig nicht gezeigt.
Aber nĂ€chstes Jahr werde ich, wenn möglich, wieder von Berlin aus hinfahren und habe dann vielleicht mehr GlĂŒck...
(25.09.2007, 18:08)
Oliver Jahn :   Ich habe die beiden polnischen Zoos, welche noch deutsche ZoogrĂŒndungen sind, nĂ€mlich Wroclaw(Breslau) und Poznan (Posen) auch besucht und bin ja schon mehrfach hier drauf eingegangen. Leider habe ich in Posen nur den alten Stadtzoo gesehen, die Zeit war einfach zu kurz. Aber historisch gesehen waren 2001 und 2002 beide Zoos noch eine echte "Sahnehaube", vom Tierbestand waren sie eher mittelmĂ€ĂŸig. Und natĂŒrlich gab es zu der Zeit auch noch sehr viele historische Bauten, aber auch da sah man sie schon schwinden. Letztlich hatte ich hier im Forum sogar mal gezielt nachgefragt, ob jemand nĂ€heres ĂŒber das Posener Raubtierhaus berichten kann, denn es ist der eigentĂŒmlichste Bau, den ich in einem Zoo kenne. Vorderseite Raubtierhaus im Maurischen Stil, Hinterseite ein festungsĂ€hnlicher Bau mit ĂŒberdicken Mauern, in dem Giraffen und Flusspferde gehalten wurden. Allerdings las ich darĂŒber bereits hier im Forum, dass dieses Haus wohl mittlerweile leer stĂŒnde, aber vielleicht kann Ralf dazu noch etwas sagen. Ebenso wĂŒrde mich interessieren, was im alten Elefantengehege nach dem Tod der letzten Kuh jetzt gehalten wird.
FĂŒr mich jedenfalls waren beide polnischen Zoos ein absoluter Höhepunkt und ich war sehr froh, z.B. das DickhĂ€uterhaus in Breslau 2002 noch mit Flachlandtapiren, Flusspferden, Zwergflusspferden, Breitmaulnashörnern und einem ind. Elefanten besetzt zu sehen. Sicher ist es mittlerweilen auch in diesem Haus schon leerer geworden oder ist es bereits eine "Entdeckerarche"? @IP66, fĂŒr Sie mĂŒssten diese beiden Zoos eigentlich ein MUSS sein, absolut Pflicht!!!
(25.09.2007, 17:33)
Ralf Seidel :   Der ganze Alte Stadtzoo in Poznan ist ein einziges lebendiges "Museum", gerade im Kontrast zum weitlĂ€ufigen Neuen Zoo ein Eldorado fĂŒr jeden
Historienfan.
(25.09.2007, 17:24)
IP66 :   Ich habe ja auch schon ĂŒber eine polnische Zoofahrt nachgedacht, obgleich das von Köln noch ein wenig entfernter ist als von Berlin.
Gibt es in Posen historische Bauten? Es handelt sich ja um einen alten "deutschen" Zoo. Und wie sieht es im russischen und habsburgischen Teil Polens mit den Zoos aus?
(25.09.2007, 15:46)
Ralf Seidel :   Eigentlich ja schon merkwĂŒrdig, dass abgesehen vom Thema Ost-/Westpreußen die polnischen Zoos bislang hier im Forum kaum eine Rolle gespielt haben.
Dabei nehme ich mich selber keineswegs aus, als ich in den 80`ern begann auch mal ĂŒber den Tellerrand der DDR-Zoos zu schauen, war Tschechien an der Tagesordnung. Auch den Budapester Zoo hatte ich mir 2 mal angeschaut. FĂŒr die Westzoos hatte ich damals gerade keine Zeit ..))), Polen wurde dicht gemacht -
irgendwie passten damals die Solidarnocz und Kriegsrecht nicht in die heile sozialistische Welt.
Umso gespannter war ich natĂŒrlich, als mir Konstantin Ruske im FrĂŒhjahr den Vorschlag machte: "Du, wir fahren mal auf Tagestour nach Polen !"
Nun heiße ich nicht Theo und wir wollten auch nicht nach Lodz, sondern nach Poznan (Posen) - und ich kann diese Destination allen Zoofreunden nur wĂ€rmstens empfehlen !
Was das reiche Frankfurt/Main seit Jahrzehnten nicht fertigbekommt ist hier seit 1979 RealitĂ€t: Neben dem kleinen Alten Stadtzoo von 1879 gibt es am Stadtrand einen mehr als 100 ha großen Neuen Zoo - man MUSS einfach beide gesehen haben.
Am Freitag bis 18:00 Uhr im BĂŒro, Samstag ab 01:30 Uhr Autobahn Richtung Berlin, schließlich wollten wir pĂŒnktlich 04:00 Uhr Richtung Poznan. Neben Konstantin, Steffen Kohler und mir waren noch 2 weitere Berliner Tier-
parkfreunde mit von der Partie. Froh war ich dann doch, daß ich nicht selber nach Polen fahren musste, denn da ich noch Samstag Abend zurĂŒck nach Halle fuhr und erst Sonntag 00:30 Uhr zu Hause war, war es doch ein anstrengender Tag. Gemessen an dem, was wir gesehen und erlebt haben - ich habe nicht eine Sekunde bereut. Im Vorfeld schon mal einige Schmankerl an gezeigten Arten:
Alter Zoo: eine Vielzahl Amphibien (die verschiedensten Baumsteigerfrösche, Rotaugenfrosch und der merkwĂŒrdige Moosfrosch, seltene Reptilien wie Komodowaran, Utila - und Kubaleguan, Schwarzschnabelstörche, Balistare....
Neuer Zoo: Herrliche Zuchtgruppen Bawean-Hirsch, Prinz-Alfred-Hirsch, Visayas-Pustelschweine, Sitatungas, Thomson-Gazellen (15 Tiere haben wir gezĂ€hlt !), eine Vielzahl seltener HĂŒhnervögel, Kleinraubtiere wie Löffelhunde, Afrikan. Ginsterkatze, Katzenfrett (ließ sich gegen Abend sogar sehen), WeißrĂŒsselnasenbĂ€ren, Geoffreys Klammeraffen (Unterart aus Yucatan)....
Daneben ne tolle Greifvogel- und Eulenkollektion, eine Vielzahl KleinsĂ€uger und Insekten, fĂŒr Elefanten (derzeit nicht im Bestand) enteht gerade eine gigantische Anlage. Der WeitrĂ€umigkeit des GelĂ€ndes sei Dank, schöne Huftieranlagen (zum Besucher durch GrĂ€ben getrennt), eine Seenlandschaft die ihresgleichen suchen dĂŒrfte, viele Gehege sind in den Uferbereich eingebettet...
Ich kann Poznan mit seinen beiden Zoos nur jedem Zoofreund empfehlen...
(25.09.2007, 14:26)

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