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MalaienbÀren



cajun:   FĂŒr viele sicher ein persönlicher Verlust....
"MalaienbÀr-Seniorin verstorben. Wir trauen um MalaienbÀr Tina
Nachdem sich der Gesundheitszustand der betagten Seniorin in den letzten Tagen rapide verschlechterte und sie auch keine Nahrung mehr zu sich nahm, mussten wir uns schweren Herzens von der fast 34 Jahre alten BĂ€rendame verabschieden. Trotz intensiver Behandlung verschlechterte sich ihr Allgemeinzustand zunehmend, so dass sie nun von ihren Schmerzen erlöst wurde. Tina verbrachte die letzten Wochen in ihrem gemĂŒtlichen Eigenheim im hinteren Ruhebereich des Regenwaldhauses mit kompletter Rundumversorgung.
Quelle: https://www.tierpark-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/malaienbaer-seniorin-verstorben
(04.08.2022, 12:38)
cajun:   Eine Meldung aus dem Tierpark Berlin:
"Die RĂŒckkehr der GefĂ€hrten – BĂ€renstarkes Come Back

Die MalaienbĂ€ren Frodo und Josy kehren zurĂŒck in ihre Heimat Berlin

Ick hab dir vermisst! Nach einem Ausflug in Richtung Westen ziehen Josephine (22) und Frodo (18) nach mehr als 15 Jahren nun wieder in ihre Geburtsstadt Berlin. Im Regenwaldhaus des Tierpark Berlin teilen sich die beiden MalaienbÀren zusammen mit den Schleichkatzen ab heute ein Zuhause.

Die MalaienbĂ€ren, auch „SonnenbĂ€ren“ genannt, sind die kleinste der acht GroßbĂ€renarten. Namensgeber fĂŒr den außergewöhnlichen Spitznamen ist der U-Förmige Fleck auf der Brust. Dank seines geringen Gewichts und der langen Krallen ist der MalaienbĂ€r ein großartiger Kletterer. Am liebsten verbringt er den Tag hoch oben in den BĂ€umen – dösend, Sonne tankend oder auf der Suche nach leckeren FrĂŒchten. „Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN sind die MalaienbĂ€ren gefĂ€hrdet“, erklĂ€rt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Vor allem der Verlust ihrer RegenwĂ€lder macht ihnen zu schaffen. Zudem werden Organe von BĂ€ren in der traditionellen asiatischen Medizin auch als Heilmittel verwendet. Ihre Tatzen gelten in Suppen als delikate Einlage.“

ZurĂŒck zu den Wurzeln: Frodo kam 2004 im Tierpark Berlin zu Welt. Seine Mutter Tina zeigte damals zu ĂŒberschwĂ€ngliche MuttergefĂŒhle. Durch ĂŒbertriebene „Streicheleinheiten“ wurde das Fell von Baby Frodo arg in Mitleidenschaft gezogen. So wurde Tierpfleger Michael Horn zum Adoptiv-Papa. „Ich habe Frodo damals zusammen mit einem Kollegen mit der Flasche aufgezogen. Er war ein ausgesprochen liebenswerter kleiner Kerl“, erinnert sich der heutige Obertierpfleger Michael Horn und ließ es sich nicht nehmen „seinen“ Frodo heute persönlich aus MĂŒnster abzuholen. MalaienbĂ€r-Dame Josephine, auch Josy genannt, wurde im Jahr 2000 im Zoo Berlin geboren. Sie zog am 1. Juni 2006 im Rahmen des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Allwetterzoo MĂŒnster, wo sie 2018 auf den gleichgesinnten Heimat-Berliner Frodo traf, der aus dem Königlichen Burgers‘ Zoo Arnheim folgte.

MalaienbĂ€r-Dame Tina ist das quirlige Leben in der Wohngemeinschaft mit ihren 34 Jahren inzwischen zu bunt. Die betagte Seniorin bezog vor einigen Tagen daher ein gemĂŒtliches neues Eigenheim im hinteren Ruhebereich des Alfred-Brehm-Hauses.
https://www.tierpark-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/die-rueckkehr-der-gefaehrten-baerenstarkes-come-back
(04.07.2022, 20:04)
cajun:   Der Burgers Zoo gibt einen aktuellen Einblick in sein Zuchtmanagment:
"FĂŒr viele bedrohte Tierarten wurden europaweit Zuchtprogramme entwickelt, an denen alle Mitglieder der „EuropĂ€ischen Vereinigung fĂŒr Zoos und Aquarien“ (European Association of Zoos and Aquaria, EAZA) teilnehmen, die eine betreffende Tierart in ihrem Bestand haben. Die EAZA bezeichnet dieses Projekt als „EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm“, aber treffender wĂ€re der Begriff „EuropĂ€isches Populationsmanagement-Programm fĂŒr bedrohte Tierarten“. Schließlich geht es dabei um weitaus mehr als nur um die Zucht. In dieser Reihe analysieren wir am Beispiel einiger konkreter Tierarten, mit welchen Herausforderungen sich Biologen konfrontiert sehen. In dieser Ausgabe: der MalaienbĂ€r.

Das europĂ€ische Populationsmanagement-Programm fĂŒr den MalaienbĂ€r sieht sich mit einer Reihe interessanter Herausforderungen konfrontiert. ZunĂ€chst einmal gibt es nur wenige MalaienbĂ€ren in den Tierparks Europas: Momentan zĂ€hlen wir 37 Tiere, verteilt ĂŒber 15 europĂ€ische Zoos. Und wenn wir nach Geschlecht differenzieren, zeigt sich zudem, dass dort weitaus mehr weibliche (25) als mĂ€nnliche (12) Tiere leben.

MĂ€nner gesucht!
Bei erster Betrachtung fĂ€llt außerdem auf, dass allein sechs dieser MalaienbĂ€ren im Burgers’ Zoo zu finden sind, aber dafĂŒr gibt es eine schlĂŒssige ErklĂ€rung: In Arnheim wurden vor ca. zweieinhalb Jahren drei Jungtiere von zwei verschiedenen Weibchen geboren. (Zwischen den Zwillingen des einen Muttertiers und dem dritten Jungen, das von dem anderen Weibchen zur Welt gebracht wurde, besteht ein Altersunterschied von gut zwei Monaten.) Dass MalaienbĂ€ren in Zoos Nachwuchs bekommen, ist keineswegs selbstverstĂ€ndlich, daher sind uns drei gesunde Jungtiere ĂŒberaus willkommen! Der Burgers’ Zoo verfĂŒgt im Moment ĂŒber ein fruchtbares MĂ€nnchen und zwei fruchtbare Weibchen. Leider handelt es sich bei den drei Jungen ausschließlich um weibliche Tiere. Jedes Junge ist, wie gesagt, ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht, aber es herrscht ein deutlicher Mangel an fruchtbaren mĂ€nnlichen Exemplaren.

Eine weitere Herausforderung fĂŒr den Koordinator des europĂ€ischen Populationsmanagement-Programms bildet die Tatsache, dass die MalaienbĂ€ren-Population allmĂ€hlich zu altern beginnt. Die Gefahr besteht, dass in naher Zukunft immer mehr erwachsene Weibchen altersbedingt keinen Zyklus mehr haben und somit nicht lĂ€nger fruchtbar sind.

Illegale Haustiere
Das erwachsene MĂ€nnchen im Burgers’ Zoo kam aus dem schottischen Edinburgh Zoo zu uns nach Arnheim. UrsprĂŒnglich stammte es aus einem Tierasyl im Kambodscha, das das Tier aufgenommen hatte, nachdem die Behörden es beschlagnahmt hatten. Es war von einer Privatperson illegal als Haustier gehalten worden, ein Schicksal, das trotz der immer besseren Schutzmaßnahmen fĂŒr diese besonderen Tiere leider immer noch viele MalaienbĂ€ren trifft. Das MĂ€nnchen hat beide Weibchen in Arnheim besamt. Es handelt sich dabei um zwei Schwestern, die ihrerseits in Köln zur Welt gekommen sind. Momentan sind beide weiblichen Tiere gut 21 Jahre alt (der Altersunterschied der beiden Damen betrĂ€gt sechs Monate), das MĂ€nnchen ist 18,5 Jahre alt.
Ungarischer Nachwuchs

Der Koordinator des europĂ€ischen Populationsmanagement-Programms hat dem Burgers’ Zoo empfohlen, das erwachsene mĂ€nnliche Tier im FrĂŒhjahr in den Zoo von Sosto (Ungarn) umzusiedeln – in der Hoffnung, dass es dort fĂŒr Nachwuchs sorgen wird. In Arnheim verbleiben indes vorlĂ€ufig die beiden erwachsenen Weibchen mit ihren drei Jungen. Womöglich paaren sich diese Jungtiere dann spĂ€ter wieder mit einem nicht verwandten MĂ€nnchen. Aber das ist Zukunftsmusik, denn bis zu ihrer Geschlechtsreife dauert es noch ein Weilchen."
Quelle: https://www.burgerszoo.de/nieuws/2022/02/ein-seltenes-phanomen-im-zoo-der-malaienbar
(15.02.2022, 13:32)
Regina Mikolayczak:   @ Julian Mayzlin: Ich habe im Außenbereich beim Alfred-Brehm-Haus schon zwei Mal "Johannes" beim Rauskommen aus dem Wasserbecken erlebt. Ob er dort nur die Pfoten kĂŒhlt oder planscht, kann ich leider nicht sagen. Kleinere Wassertropfen schienen aber im Fell auch am Körper/Kopf zu schimmern...
(06.08.2021, 07:35)
Julian Mayzlin:   Eine Frage sind die MalaienbĂ€ren wasserscheu oder mögen sie Wasser zb zum Baden.
(05.08.2021, 18:11)
Ralf Ließ:   So..endlich habe ich die Scans von der BĂ€renanlage aus Köln hochgeladen..

Außerdem noch weitere Bilder aus der Kölner Zoozeitschrift zu aktuellen Themen, wie Walartige und Schnabeligel

Hoffentlich stimmen die Links….

http://img380.imageshack.us/my.php?image=19674a9eu.jpg

http://img417.imageshack.us/img417/5624/19652a8he.jpg

http://img356.imageshack.us/img356/2564/19674c7be.jpg

http://img356.imageshack.us/img356/7510/19691a4qt.jpg

http://img356.imageshack.us/img356/4659/19693c5kc.jpg

http://img356.imageshack.us/img356/4351/19693b6sa.jpg

http://img356.imageshack.us/img356/496/19693a7kn.jpg

http://img356.imageshack.us/img356/4060/19692b0hw.jpg

http://img356.imageshack.us/img356/1710/19692a1zi.jpg

http://img356.imageshack.us/img356/3042/19674b2hk.jpg



(16.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Nun, dann kann das nur der von mir beschriebene Felsen auf dem Plan von 1953 sein. Erstaunlich nur, dass dieser Felsen mit TortenstĂŒck-KĂ€figen umrundet wurde und dann Seelöwen, Schweine und Alligatoren beherbergte. Auf dem Plan sind das mindestens 6 vom Felsen abgehende Gehege. Das wĂ€re dann vorher eine recht große Anlage fĂŒr die MalaienbĂ€ren gewesen. Aber vielleicht hat man ja die Außengehege erst spĂ€ter drangebaut und die MalaienbĂ€ren hatten lediglich den Mittelfelsen zur VerfĂŒgung.
(07.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Habe im Buch "Hundert Jahre Zoo Hannover" nochmal gestöbert. Darin findet sich u.a. ein Zooplan von 1924. Außer der BĂ€renburg und der Insel am Raubtierhaus, auf der im Wechsel BĂ€ren und Löwen gehalten wurden, gibt es darauf den schon erwĂ€hnten BĂ€renfelsen, der wohl tatsĂ€chlich erst dem Bau der Giraffenanlage in den 60ern weichen musste.
(07.10.2005, 00:00)
Michael görick:   Im Buch "Hannovers Zoo und seine Tiere von L.Dittrich aus dem jahre 1965 ,ist auf der letzten Fotoseite ein Luftaufnahme.
Diese zeigt Elefantenhaus ,Tropenhaus ,altes Affenhaus und Raubtierhaus sowie Gibbonanlage.
SchrĂ€g gegenĂŒber der Gibbonanlage ist
eine Felsenanlage zu sehen.
diese könnte die MalaienbÀranlage gewesen sein.
(06.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Oder war das vielleicht der Felsen, der 1953 bezeichnet wurde als Felsen und Freianlage fĂŒr Robben, Alligatoren, Wildschweine usw.
(06.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Aber dann kann sie nicht erst in den 60ern abgerissen worden sein, denn im Plan von 1953 finde ich sie schon nicht mehr an dieser Stelle.
(06.10.2005, 00:00)
Jannis Göttling:   UngefĂ€hr auf der alten Giraffenanlage (jetzt Ponyreitbahn), an der damaligen SĂŒdostgrenze des Zoos.
(06.10.2005, 00:00)
michael görick:   In dem buch "Ein Garten fĂŒr Menschen und Tiere" auf Seite 109 ist ein Gartenplan danach war die MalaienbĂ€renanlage etwa dort wo im jetzigen Plan eine Ponyreitbahn hinter dem Giraffenhaus eingezeichnet ist.

(06.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Leider habe ich das Buch nicht. Wo lag diese Anlage denn in etwa?
(06.10.2005, 00:00)
Jannis Göttling:   1925 wurde der MalayenbĂ€renfelsen in Hannover erbaut. In "Ein Garten fĂŒr Menschen und Tiere" auf Seite 104 ist auch ein Foto aus den 20ern.
(06.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Da sieh mal bitte nach, Michael, das interessiert mich sehr. Was fĂŒr eine Anlage war das, und wo war sie? Im Zoo-Plan von 1953 findet man BĂ€ren im Raubtierhaus (auf der Freianlage) wobei hier nur Eis-und BraunbĂ€ren genannt sind. Und bei der BĂ€renburg findet man leider nur im Text die LippenbĂ€ren.
(06.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Obwohl Hannoveraner, kann ich diese Frage nicht aus dem Stegreif beantworten, da mĂŒsste ich auch erst in den alten ZoofĂŒhrern blĂ€ttern. Aufgrund der HandelstĂ€tigkeit von Ruhe waren aber mit Sicherheit frĂŒher MalaienbĂ€ren in Hannover, ich glaube sogar auf einer Felsenfreianlage, die in den 60ern abgerissen wurde.
(06.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Hatte Hannover auf seiner alten BĂ€renburg eigentlich auch MalaienbĂ€ren? Habe einen ZoofĂŒhrer aus den 50ern, da ist ein Foto drin mit LippenbĂ€ren. Leider stehen im Text die anderen BĂ€renarten nicht drin.
(06.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ingo, habe gestern Abend noch mal nachgeschaut. Auf dem Zooplan von Dresden von 1908 ist der Berg doch fĂŒr Besucher begehbar gewesen. Vor dem "Kuchenteller" stehend ging es rechts nach oben, dort war eine Besucherplattform, von der aus man von oben in die BĂ€renanlage sehen konnte, auf der anderen Seite, zum Robbenteich hin war eine Plattform mit LeuchtfontĂ€ne. Links ging es dann wieder runter. Von der Plattform aus konnten die BĂ€ren auch von den Besuchern gefĂŒttert werden. Werbeanzeige auf dem Zooplan: "Kein Besucher versĂ€ume, das MalaienbĂ€renrudel durch FĂŒtterung von der oberen Plattform aus auf den Baum zu locken!" An der Stirnseite des Berges, gegenĂŒber vom Elefantenhaus, welches zu diesem Zeitpunkt noch kein Nashorngehege hatte, befand sich ebenfalls noch ein KĂ€fig, der fĂŒr VorfĂŒhrungen von Löwen- und Tigerdressuren genutzt wurde. Daher sicher auch der Laufgang. Der KĂ€fig, in dem spĂ€ter die kalten Katzen waren, wurde zu dieser Zeit noch ausgewiesen als Horst des Kuttengeiers.
(05.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   Danke. Im Sommer wurde viel an der Anlage gebaut und es war zu lesen, dass der ehemalige Robbenteich irgendwann restauriert werden soll und dann wieder Robben dort einziehen sollen. Allerdings ohne genauen Termin.
(04.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ach ja, im Robbenteich wurde der afrikanische Elefantenbulle Jumbo gebadet. Sein Pfleger ging regelmĂ€ĂŸig zur Volksbelustigung GEMEINSAM mit dem Tier dort schwimmen. DAs nun lag wiederum daran, dass das Elefantenhaus nur ein Badebecken hatte, das lag aber am Ende der Freianlage fĂŒr die Nashörner! Dort kamen die Elefanten nicht hin. Von Außen war es nicht möglich und innen passten die Tiere nicht durch den deutlich niedrigeren Innentrakt der Nashörner. Und das Badebecken der Flusspferde lag ja gar nicht am DickhĂ€uterhaus, sondern an der Frontseite des Aquariums, denn hier waren die Hippos und auch das erste Zwergflusspferd untergbracht!! Also sperrte man die Robben ein und ließ den Elefanten ĂŒber die sanfte Böschung in den Robbenteich steigen.
(04.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Der Berg war nicht begehbar. Das Raubtierhaus hatte vorn und hinten einen großen EckkĂ€fig. Von dort waren jeweils zwei Felsentore zum Berg hin gezogen, so dass der "Kuchenteller" wie ein Innenhof wirkte. Auf diesem "Teller" wurden Malaien-,Lippen und junge BraunbĂ€ren gehalten. Über die beiden Felstore fĂŒhrten LaufgĂ€nge fĂŒr die Raubtiere, als Art Rundgang. Auf der RĂŒckseite des Berges war von Anfang an der Seelöwenteich. Ging man am Raubtierhaus vorbei durch diesen Innenhof folgte an der hinteren Querseite des Berges noch ein KĂ€fig, hier wurden winterharte Katzen gehalten, kurz vor dem Krieg der damals noch sehr seltene Schneeleopard. SpĂ€ter dann, nach dem Krieg waren hier erst die Wölfe, spĂ€ter dann Uhus untergebracht. Auf dem Teller erst Brillen- spĂ€ter dann WaschbĂ€ren. Die KĂ€fige waren die Innenanlagen fĂŒr die BĂ€ren und Katzen. Mein letzter Stand aus 2000 war der, dass in dem Berg ein Zoomuseum errichtet werden sollte. Danach war ich nicht mehr da.
(04.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   @Oliver: War in diesem Sommer das erste mal im Dresdner Zoo. Hinter diesem Kuchenteller liegt ja dieses, frĂŒher wohl einmal, begehbare Felsenhaus. Welche Tiere wurden dort einmal gehalten? im inneren sah ich noch einen grossen KĂ€fig.
(04.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Dieser Betonkuchenteller (der Ausdruck gefĂ€llt mir!!) war ĂŒber seitliche LaufgĂ€nge ĂŒber den Felsen mit dem Raubtierhaus verbunden, so dass er einen Innenhof eines Hufeisens ergab, den der Besucher durchschreiten konnte. Ich habe mehr als einmal davor gestanden, mit der gleichen Frage wie in Halle: "Wie konnte man hier je GroßbĂ€ren halten??" SpĂ€ter sah man die MalaienbĂ€ren dann im Raubtierhaus direkt, innen zusĂ€tzlich zu den Gittern noch verglast, außen im Wechsel mit den Löwen im HalbrundkĂ€fig an der Stirnseite des Hauses.
(04.10.2005, 00:00)
Konstantin Ruske:   Zum thema " nicht sonderlich große, frĂŒhere MalaienbĂ€renanlage": Im Dresdener Zoo liegt, der LĂ€ngsseite des alten Raubtierhauses zugewandt, ein Betonkuchenteller am großen Felsen, auf dem noch bis vor einigen Jahre wachbĂ€ren gehalten wurden. Viele Jahre lebten dort ( vor dem 2. weltkrieg) MalaienbĂ€ren, danach auch BrillenbĂ€ren ( !), die dort auch zĂŒchteten. Heute werden keine MalaienbĂ€ren mehr gehalten. Eine reihe von Tieren mit vereinzelten Zuchten findet man in Tschechien.
(04.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Zur Leipziger Anlage, der "Schwebebalken" ging ĂŒber die Parthe von einer Uferseite zur anderen, kurz unterhalb der Besucher-BrĂŒcke, die zur BĂ€renburg fĂŒhrt, vom DickhĂ€uterhaus kommend, auf der rechten Seite! Die Anlage wurde komplett weggerissen,lediglich die Besucherplattform davor blieb erhalten. Die Anlage auf der linken Seite des Besucherweges war nie mit der auf der rechten Seite verbunden. Sie wurde von Anfang an als WaschbĂ€ren"baum" genutzt, spĂ€ter dann von den Baumstachlern. Auf dem Zoo-Plan im ZoofĂŒhrer von 1953 ist die Anlage noch sehr gut zu erkennen. Mittlerweile ist hier aber wegen der Erweiterung des Elefantenhauses ALLES weggerissen.
(03.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   @Ralf Ließ: Das wĂ€re toll Ralf; wenn Du die Berichte irgendwo hineinstellen könntest!
(03.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Anfang September waren Malaien- und LippenbĂ€ren im Berliner Zoo noch fĂŒr die selbe Anlage ausgeschildert, also schieben sie wahrscheinlich Schichtdienst (so was hat ja Tradition im Berliner Zoo).
Wenn ich mir ĂŒbrigens die TropenbĂ€ren-Anlagen im Berliner Zoo so ansehe, frage ich mich, ob das wirklich eine verbesserte Haltung gegenĂŒber einer alten BĂ€renburg ist.... Kahle, voll der Sonne und dem Wind ausgesetzte Steinhaufen fĂŒr Waldbewohner!!
Zur ehemaligen MalaienbĂ€renanlage in Leipzig: Soweit ich weiß, konnten die BĂ€ren auf einem "Schwebebalken" ohne weitere Absicherung (!) ĂŒber den Besucherweg hinweg von einem Teil der Anlage in den anderen wechseln!! Und wurde davon nicht nur ein Teil abgerissen und der zweite weiterhin fĂŒr kleinere Tiere genutzt?
Zu den Zoos, die frĂŒher MalaienbĂ€ren hielten, zĂ€hlt auch Hagenbeck - nĂ€mlich auf der heute mit NasenbĂ€ren (im Parkteil Asien!) besetzten Freianlage. Und ich glaube, Augsburg hatte auch welche.
(02.10.2005, 00:00)
Ralf Ließ:   Folgende Berichte konnte ich aus der "Zeitschrift des Kölner Zoo" fischen:

1. 8. Jahrgang (1965) Heft 2: Ein Bericht ĂŒber (damals) alte Gehege, die im laufe der Zeit durch neue ersetzt werden sollen. Mit Bilder der BĂ€renburg

2. 12. Jahrgang (1969) Heft 1: Im Jahresbericht fĂŒr 1968 der Bau des neuen Geheges.

1. 12. Jahrgang (1969) Heft 2:

AusfĂŒhrlicher Bericht ĂŒber die neue BĂ€renanlage.

Falls gewĂŒnscht kann ich von den Berichten einige Scanns machen...dies kann aber bis zum nĂ€chsten Wochenende dauern...


(02.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   In Köln wurde die alte BĂ€renburg ende der sechziger abgerissen und durch die heutige Anlage ersetzt. Die war damals allerdings noch recht unstruckturiert und natĂŒrlich nackter Beton.
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   In Mulhouse war ich schon, aber die Burg hat mir bei weitem nicht so gut gefallen, wie die Breslauer. Köln hat also dann auch eine Zwischenlösung ĂŒbersprungen. Genau wie Frankfurt, da ist die alte BĂ€renburg ja erst in den 50ern abgerissen worden, witziger weise, einer der ganz wenigen Bauten, der den Krieg unbeschadet ĂŒberlebt hatte. Auch Hannover hatte mal eine sehr schöne BĂ€renburg, auch noch nach dem Krieg!Wann ist die Kölner abgerissen?
(02.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   @Oliver: ich empfehle Dir den Zoo Mulhouse. Dort gibt es auch eine restaurierte BĂ€renburg und anscheinend, genauso wie in Breslau, heute mit Eulen besetzt.
Die zweite Generation meinte ich fĂŒr Köln, da da vorher nur eine alte BĂ€renburg gestanden hat, die nach dem Krieg wieder instand gesetzt wurde. Also die mittlere Generation fehlte.
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   So wie es aussieht, hat Dresden keine MalaienbĂ€ren mehr.
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ingo, die Kölner, genau wie dir Frankfurter, ist schon die dritte Generation, die zweite war die in Leipzig. Erstmalig ohne Gitter, und was am revolutionĂ€rsten war, die Tiere waren höher als die Besucher, Gebbing schrieb damals "...wie auf einer BĂŒhne". Auch das leipziger Bauwerk hatte noch den Namen "BĂ€renburg"! Dann kamen die Bauten von Hagenbeck, Breslau, NĂŒrnberg und denen folgten dann baugleich Frankfurt, Köln und spĂ€ter dann alle anderen. Die letzte wirklich absolut intakte BĂ€renburg des ersten Types gibt es noch im alten Zooteil Breslau. Völlig restauriert, wunderschön und heute mit Eulen und KĂ€uzchen besetzt.
(02.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   BĂ€renburgen sind frĂŒher wohl immer recht eng gewesen. Habe vor ein paar Wochen noch die ehemalige Burg im Zoo Mulhouse gesehen. In Köln ist ja die Nachfolegeneration der BĂ€renburgen zu sehen ( ende 60ziger gebaut), heute auch wieder zu klein.
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Da die MalaienbĂ€ren die kleinste GroßbĂ€renart sind, wurden sie in vielen Zoos recht beengt gehalten. Leipzig hatte viele Jahre MalaienbĂ€ren. Die Anlage wurde bereits in den 70ern abgerissen, aber das GegenstĂŒck dazu, die Anlage der WaschbĂ€ren, in denen zum Schluss die Baumstachler gehalten wurden, war eine Zwillingsschwester der MalaienbĂ€renanlage. Ebenfalls unvorstellbar winzig. Dagegen war die Hallenser BĂ€renburg ein Palast. Schließlich wurden darin sogar EisbĂ€rengehalten, die sogar zĂŒchteten.
(02.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   Danke fĂŒr den Hinweis. Ich habe es mir schon gedacht/befĂŒrchtet, dass es dieser KĂ€fig war. Wirklich, aus heutiger Sicht, unvorstellbar. Aber wenn ich an die zwischenzeitlich abgerissenen BĂ€renburg denke, auch nicht viel besser.
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Es ist der kleine GrottenkĂ€fig, kurz vor der neuen Vikunja-Anlage, vom Rinderdreieck kommend. Erst kommt die Sitzgruppe aus Stein mit der Wildschweinskulptur im Hintergrund, dann kommt der KĂ€fig. Noch bis in die 80er Jahre hinein wurde hier in Halle der Vielfraß gehalten. Heute sind dort zwei Hasen drin. Der KĂ€fig Ă€hnelt im Bau sehr den Alpinum KĂ€figen. Übrigens war hier kurzzeitig sogar mal ein KragenbĂ€r drin.
(02.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   @Oliver: Ist der KĂ€fig heute noch zu sehen? Erinnere mich da, an einen KĂ€fig, dessen frĂŒhere Bedeutung ich nicht zuordenen konne.
(02.10.2005, 00:00)
Aguti:   In Gelsenkirchen sollen meines Wissens auch wieder MalaienbĂ€ren im Asienteil gehalten werden.
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ja, die in Basel habe ich auch gesehen. Wollte sie nur nicht nennen, weil die Frage nach deutschen Zoos war. Stimmt aber, die Anlage in Basel ist winzig. Aber wer sich heute mal den Zwinger anschaut, in dem in Halle mal die MalaienbĂ€ren gehalten wurden, der fragt sich echt, wie da auch nur ein einziges Tier reingepasst haben kann.
(02.10.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   In Basel habe ich noch zwei MalaienbĂ€ren in einer sehr kleinen Anlage gesehen.
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Der neue BĂ€renwald in Frankfurt soll auch wieder MalaienbĂ€ren beherbergen, vielleicht zĂŒchtet dann Frankfurt auch wieder. Aber was ist aus den Tieren im Zoo Berlin geworden? Die haben auch gezĂŒchtet. Und dort waren im letzten Jahr noch mehrere Tiere.
(02.10.2005, 00:00)
Aguti:   Im Zoo SaarbrĂŒcken gibt es seit ein paar Jahren keine MalaienbĂ€ren mehr, das letzte Weibchen ist in hohem Alter in der veralteten Anlage gestorben.
Frankfurt hatte im Juli noch ein Paar, das allerdings nicht zĂŒchtet.
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ja klar, MĂŒnster auch noch!!!
(02.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Tiepark Berlin mit florierender Zucht!
Zoo SaarbrĂŒcken.
Die Tiere aus dem Zoo Berlin habe ich das letzte mal nicht mehr gesehen, Anlage war mit LippenbÀren besetzt.
Aber Frankfurt hat noch Tiere, zĂŒchtet aber meines WIssens nicht. Ob es die Tiere in Dresden noch gibt, weiß ich nicht, Dresden hatte auch mal Nachzuchten im alten Raubtierhaus.
Das sind die MalaienbÀren, die mir so auf Anhieb einfallen.
(02.10.2005, 00:00)
Aguti:   MalaienbĂ€ren gibt es in deutschen Zoos außer im Tierpark Berlin und Köln, auch in MĂŒnster. Berlin zĂŒchtet regelmĂ€ĂŸig. Nachwuchs von 2001/2002 lebt meines Wissens nach noch in Köln, aber der Vater der beiden ist wohl gestorben.
(02.10.2005, 00:00)
Dirk:   Welche deutsche Zoos halten eigentlich MalaienbĂ€ren und wo haben sie auch schon gezĂŒchtet? Hab mal gelesen, dass Köln 2001/02 zwei Jungtiere hatte. Weiss jemand, was aus denen geworden ist und ob es seit dem nochmals Nachwuchs gab?
Leider werden diese Tiere ja wohl in den nĂ€chsten 50 Jahren aussterben, weil ihre GallenflĂŒssigkeit zu irgendwelchen medizinischen Zwecken gentzt wird und die Tiere deshalb erbarmungslos verfolgt werden. Zudem gibt es in Zoos zu selten Nachwuchs:-(
(02.10.2005, 00:00)

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